Gebet Jehova, ihr Völkerstämme, gebet Jehova Herrlichkeit und Stärke!
Elberfelder 1871 – Psalm 96,7
Zollt IHM, Sippen der Völker,
zollt IHM Ehre und Macht,
Buber & Rosenzweig – Psalm 96:7
Gebt dem Ewigen, ihr Geschlechter der Völker, gebt dem Ewigen Ehre und Macht.
Die Philippson-Bibel – Ps 96,7
Gebt dem Ewigen, ihr Völkerfamilien, gebt dem Ewigen Ehre und Stärke!
Streitenberger – Der Tanach Deutsch – Ps 96:7

Wer ist dein persönlicher Gott, den du anbetest? Es gibt die einen, die glauben, dass der Papst oder eine Gruppe von „Leitenden“ Gottes Vertreter sind und damit wie Könige behandelt werden sollten. Dann gibt es einige, die politische Führer als Könige verehren. Aber als gläubiger Christ kann ich doch nur den einen König: Jesus Christus ehren !- oder?
Wieder werden alle Völker aufgefordert, Jahwe zu preisen. Das Verb, das in den Versen 7a, b und 8a verwendet und mit Ascribe übersetzt wird, ist die Imperativform von „geben“. Es ist, als ob die Anbeter Jahwes Herrlichkeit und Kraft, die seinem Namen gebührt, mit in den Tempel bringen sollen. Die meisten englischen Übersetzungen verwenden das Verb „ascribe“, da „bringen“ in diesem Kontext offensichtlich nicht angemessen ist. „Geben“ (NJB, SPCL, TOB, Dahood) oder „opfern“ scheint besser. Da es sich bei diesen „Opfern“ um Anbetung und Lobpreis handelt, verwendet TEV das Verb „loben“; „verkünden“ oder „ankündigen“ würde ebenfalls passen. FRCL hat „kommen, um zu ehren … kommen, um zu verkünden“.
Bratcher – Ein Übersetzerhandbuch zum Buch der Psalmen
In Vers 7 wird dasselbe stilistische Mittel (Treppenanordnung genannt) verwendet wie in 94:1, 3. In Vers 7a sind die Familien der Völker eine Art, von der Menschheit in Form von nationalen oder rassischen Gruppen zu sprechen. Abgesehen von dieser Formulierung sind die Verse 7a, b, 8a genau wie 29:1, 2a (siehe); die Übersetzung sollte diese Identität widerspiegeln.
Wenn die Juden den Herrn lobten, hoben sie ihre Hände und ihre Stimme und blickten nach oben, aber in ihrer Anbetung verneigten sie sich ehrfürchtig. (Siehe 29:1-2.) Die Einladung erging an alle Völker, in Gottes Heiligtum zu kommen, ein Opfer zu bringen und ihn anzubeten. (Siehe 65:4; 84:2, 10; 92:13; 100:4; 116:19; 135:2.) „Fürchtet euch vor ihm“ (V. 9) wird im NIV und NASB MIT „zittert vor ihm“ übersetzt (siehe 29,9; 97,4; 114,7). So wie die jüdischen Priester die vom Herrn vorgeschriebenen Gewänder tragen mussten (Ex 28), so muss auch das Volk Gottes mit „reinen Händen und reinem Herzen“ (24,4) anbeten und die Reinigung durch den Herrn erfahren, bevor es ihn anbetet (Hebr 10,19-25). Die einzige Schönheit, die Gott akzeptiert, ist „die Schönheit der Heiligkeit“, die Gerechtigkeit Christi, die uns durch den Glauben zugerechnet wird (Röm. 4), und die Gerechtigkeit, die wir leben, wenn wir ihm in der Kraft des Geistes gehorchen (Röm. 8,1-4). Wir nähern uns Gott nur durch die Gerechtigkeit Christi, aber wir gefallen Gott, wenn wir gehorsame Kinder sind.
Warren W. Wiersbe . Sei Commentary Serie
Der Zutritt zu Gott im Lobpreis geschieht zwar in der »Armut des Geistes«, aber nicht ohne »Mitbringsel«. Geschenke können Rauchopfergaben oder Abgaben für das Tempelpersonal sein, aber hier lauten die Parallelbegriffe Herrlichkeit und Stärke – aber wie kann jetzt die Aufforderung lauten: Bringt dar? Kann der Mensch Gott etwas geben, was dieser längst besitzt? Sollte Gott irgendeinen Mangel haben, den der herzutretende Mensch erst ausfüllen müßte? Die biblische Antwort muß lauten: Gott empfängt von Menschen als freiwilliges Geschenk das, was er ihnen zuvor gegeben hat. Eben darauf kommt es an, daß Menschen Gott nicht »zufriedenstellen« mit dieser oder jener Opfergabe, sondern daß sie seine Herrlichkeit im Glauben empfangen und diese ihm mit Dank zurückerstatten. Nichts von dem, was Gott gibt, soll vom Menschen eigenmächtig verbraucht werden. Gäbe der Mensch seine Herrlichkeit nicht an Gott zurück, würde er selbstherr lich. Und das wäre sein Untergang. Wenn nach dem zweimaligen »Bringt dar …« der dritte Satz beginnt: Fallt vor Jahwe nieder …, so wird deutlich, daß solcher Lobpreis die vollständige Hingabe der Person an Gott als logische Folge hat. Die Fortsetzung lautet: … in heiligem Schmuck. Diese Wendung scheint an die Bezeichnung für das priesterliche Dienstgewand anzuknüpfen, gemeint ist aber hier allgemein: Der Anbetende muß bereit sein, Gott so vorbehaltlos wie ein levitischer Priester zu dienen.182 Ehrfurcht vor Gott ist die Kehrseite der Freude an Gott – beides muß auch körperlich ausgedrückt werden: Es zittere vor ihm die ganze Erde. Wenn dieses »Zittern vor Gott« nicht geschieht, macht sich die Angst vor Gott breit.
Schneider – Wuppertaler Studienbibel
»Völkerstämme«: mišpəḥôt ͨammîm, wörtlich »Familien der Völker«. Der Ausdruck will wohl an 1. Mose 12,3 erinnern, wo Gott verheißt, er werde durch Abraham alle »Familien der Erde« segnen.
Benedikt Peters – Die Psalmen
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»Wahre, weltweite Anbetung wird endlich eingeführt und aller falsche Gottesdient kommt an sein Ende. Zu Beginn der Zeiten der Nationen stand ein falscher Gottesdienst, als ein Herrscher forderte, dass alle Völker nach seinem Befehl den gleichen Gottesdienst üben sollte (Dan 3). Solche Versuche, geeinte religiöse Verehrung herzustellen, kamen während der ganzen Zeit der Nationen vor. Die Kirche von Rom hat das immer angestrebt und tut das noch heute. Der Protestantismus hat das auf seine Weise ebenfalls mit seinen Verbänden von Kirchen und Denominationen angestrebt. Die Zeiten der Nationen werden enden, wie sie anfingen: mit der Verehrung des Tieres und seines Bildes (Offb 13). Aber wenn der Herr erscheint, wird mit ihm wahrer Gottesdienst kommen: »Und der HERR wird König sein über die ganze Erde; an jenem Tag wird der HERR einer sein und sein Name einer« (Sach 14,9). Die Nationen werden Jahr für Jahr nach Jerusalem hinaufziehen, um den König, den HERRN der Heerscharen, anzubeten (Sach 14,16). Alle Welt wird ihn fürchten, und er wird die Erde in Gerechtigkeit richten« (Gaebelein).
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»Gebt dem HERRN Herrlichkeit und Stärke«: Sollten die »Völkerstämme« dem nicht die Ehre geben, dem sie gebührt? Sollten sie den nicht rühmen, dem sie alles verdanken? Sollten sie nicht dem die Stärke zuschreiben, der alles in allem wirkt? Was haben sie, das sie nicht von Gott empfangen haben? Was vermöchten sie, wenn Gott ihnen nicht Leben, Kraft, Verstand und Vermögen gegeben hätte? Darum sollen die Völker ihm alle Ehre geben. Sie tun es nicht; kein einziges Volk auf der ganzen Erde hat es je getan. Aber wenn der Herr kommt, wenn er nach seinen Gerichten, die die Erde von Gottlosen gereinigt haben (Ps 104,35; 119,119), über alle Völker regiert, dann werden »alle Völker, Völkerschaften und Sprachen ihm dienen« (Dan 7,14).
Sei also „vorsichtig“, wem du „Anbetung“ und „Dankbarkeit“ erwiderst! Nur Jehovah ist als König zu ehren und „groß zu machen“ ! Wenn ein Mensch diese Ehre von uns anstatt Jehovah haben will, dann ist das wohl Götzendienst???