Thomas Pape

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Du öffnest ´freigebig` deine Handund sättigst alles, was lebt, mit deinen guten Gaben

Du tust deine Hand auf und sättigst alles Lebendige nach Begehr. (O. mit Huld; wie 5Mose 33,23)
Elberfelder 1871 – Psalm 145,16

der du deine Hand öffnest
und alles Lebende sättigst mit Gefallen.
Buber & Rosenzweig – Psalm 145:16

Du öffnest deine Hand und sättigst alles Leben mit Wohlgefallen.
Die Philippson-Bibel – Ps 145,16

Du öffnest ´freigebig` deine Hand
und sättigst alles, was lebt, mit deinen guten Gaben.
Neue Genfer Übersetzung – Ps 145:16

alles, was lebt Gott schenkt allen seinen Geschöpfen Gaben: Menschen und Tieren wie auch Heiligen und Sündern.

Sproul – Reformations-Studien-Bibel

Das ist: (Wenn du Herr Christus deine Hand reichlich auftust, so gibst du die Nahrung haufenweise, dass Menschen und Vieh deiner Gaben mit Lust genießen. Hinwiederum aber, wenn du deine Hand zutust und zuschließt (wie der Prophet anderswo sagt), so verschmachten die Kreaturen. Darum so bitten wir unsere Nahrung von dir und für die empfangene Unterhaltung danken wir dir richtig, Herr Jesu Christus, samt dem Vater und Heiligem Geist.) (Nach Luther) Das ist: Genug und satt, dass sie Wohlgefallen daran haben mögen, obwohl ein Geiziger anderes sucht.

Osiander – Luther Studienbibel

Außerdem ist er groß in seiner Vorsehung. Alle Geschöpfe blicken in Abhängigkeit und Erwartung zu ihm auf, und er versorgt sie mit Nahrung, wie sie es nötig haben ‒ in wunderbar geregelter Ordnung von Wachsen, Zubereiten und Austeilen. Er braucht nur seine Hand zu öffnen, und schon speist er unzählige Geschöpfe. Welch ein großer Gott ist er!

MacDonald – Kommentar zum Alten Testament

Der HERR hat sich zu uns geneigt und uns aufgeholfen, damit wir fortan von ihm allein alles erwarten, was wir täglich brauchen. Mit unseren Augen schauen wir auf zu ihm (siehe Ps 123,1; Hebr 12,2) und harren auf ihn (siehe Ps 130,7; 131,3; Jes 40,31), und er gibt uns, was wir brauchen. Er gibt gewiss; er gibt so viel, als uns nottut, und er gibt es »zu seiner Zeit«. Darum sind »glückselig alle, die auf ihn harren« (Jes 30,18).
»(S)eine Hand« steht für seine Macht zu erschaffen, denn die Schöpfung und die Erlösung sind Werke seiner Hände. Seine Hand steht auch für seinen Geist (siehe Hes 8,1), durch den er uns alle geistlichen Segnungen gibt.

Benedikt Peters – Die Psalmen

Wem ist Gott in den Versen 13b–16 treu? Diejenigen, an denen Gott treu handelt, werden beschrieben als »alle, die da fallen … alle …, die niedergeschlagen sind … Aller Augen … alles, was lebt«. Hier zeigt sich eine Treue gegen die gesamte Menschheit, tatsächlich sogar gegen jedes Lebewesen, einschließlich der Tiere, Vögel, Fische und selbst der Grashalme. Das ist eine Großzügigkeit gegen alle, ohne jegliche Unterscheidung: Sie gilt den Bösen und den Gerechten, den Komplexen und den Einfachen, den Vernunftbegabten und den weniger Vernunftbegabten, den Empfindungsfähigen und den Empfindungslosen – einfach jedem Lebewesen.

Welchen Bund hält Gott hier (siehe 1 Mose 9, 9–11)? Der Bund, auf den sich das bezieht, ist Gottes Verheißung an Noah. Er besiegelte mit dem Regenbogen, dass er die gute Ordnung des Universums aufrechterhalten wird: Tag und Nacht, Jahreszeiten, Ernten usw. Damals verhieß Gott, diese Welt niemals zur Hölle auf Erden werden zu lassen. Das Böse mag furchtbar sein, doch ihm werden in diesem Zeitalter stets Grenzen gesetzt. Nach der Finsternis wird die Sonne aufgehen. Nach dem Winter wird der Frühling anbrechen. Nach der Dürre wird Regen fallen. Das ist so, denn Gott, der himmlische Vater, »lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte« (Mt 5, 45). Jeder Tag des Lebens ist ein Tag der allgemeinen Gnade Gottes für alle. Gott gab Noah diese Verheißung, und er hält sie.

Ash – Die Bibel erklärt

Unser großer Gott ist kein „abwesender Vermieter“, der die Miete kassiert, aber nie das Dach repariert. Er kennt jede unserer Nöte, und er ist da, um denen zu helfen, die ihn anrufen – denen, die fallen, denen, die schwere Lasten zu tragen haben, denen, die hungern, und natürlich denen, die von ihren Sünden gerettet werden wollen (Apostelgeschichte 2,21). Wir mühen uns ab für unser tägliches Brot, aber alles, was Gott zu tun hat, ist, seine Hand zu öffnen, wenn er unsere Schreie hört, und alle unsere Bedürfnisse zu stillen. Wenn er ein Bedürfnis stillt, müssen wir ihn preisen, und wir müssen ihn preisen, wenn er das nächste Bedürfnis stillt! „Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch“ (1. Petrus 5,7, NKJV). (Siehe 104:27-28 und Matthäus 6:26.)

Warren W. Wiersbe – Sei Commentary Serie

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