Saulus aber willigte in seine Tötung mit ein. Es entstand aber an jenem Tage eine große Verfolgung wider die Versammlung, die in Jerusalem war; und alle wurden in die Landschaften von Judäa und Samaria zerstreut, ausgenommen die Apostel.
Elberfelder 1871 – Apostelgeschichte 8,1
Saulus aber befand sich in Wohlgefallenszustimmung zu seiner Beseitigung. Ausbrach aber an jenem Tage eine große Verfolgung über die in Jerusalem weilende herausgerufene Gemeine; alle wurden sie zersprengt und als Same ausgestreut in die Landschaften Judäas und Samarias, mit Ausnahme der bevollmächtigten Gesandten.
Pfleiderer Übersetzung – Apostelgeschichte 8:1
Saulus aber war einverstanden
mit der Hinrichtung von Stephanus.
An diesem Tag begann für die Gemeinde in Jerusalem
eine schwere Verfolgung.
Mit Ausnahme der Apostel zerstreuten sich alle
über das Gebiet von Judäa und Samarien.
BasisBibel 2021 – Apg 8,1

Σαῦλος = שָׁאוּל = der Erbetene. Rabbin. Träger dieses Namens waren Abba Schaʾul b. Batnith (Sohn der Batanäerin?), der um 70 n. Chr. in Jerusalem gelebt hat (s. Schab 24, 5; Beça 3, 8; TMen 13, 21 (533); Bacher, Tann.2 1, 46. 50) u. Abba Schaʾul, um 150, der Aboth 2, 8 im Namen des Rabban Jochanan b. Zakkai († um 80 n. Chr.) u. TSanh 12, 10 (433) im Namen des R. ʿAqiba († um 135) tradiert. Sanh 10, 1 heißt es von ihm: Abba Schaʾul sagte: Auch wer den Namen (Jahve) nach seinen Buchstaben ausspricht (hat keinen Anteil an der zukünftigen Welt). Näheres über ihn bei Bacher, Tann. 2, 366.
Strack & Billerbeck – Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch
Σαῦλος 7,58. ἦν Ipf. εἰμί. συν-ευδοκῶν Ptz. -ευδοκέω (vgl. δοκέω) m. Dat. Gefallen haben an; zustimmen, einverstanden sein mit; umschrieb. Ipf. (A249a). ἀν-αίρεσις8 Ermordung. ἐ-γένετο Aor. Med. γίνομαι hier etwa beginnen od. hereinbrechen (ἐπί für/über). διωγμός Verfolgung; διωγμὸς μέγας ein schwere/harte Verfolgung. πάντες alle (die zur ἐκκλησία gehörten, wahrscheinl. in erster Linie die „Hellenisten“ [vgl. 6,1], zu denen Stephanus zählte [6,5]). δι-ε-σπάρησαν Aor. Pass. δια-σπείρω136 zerstreuen; Pass. zerstreut werden od. sich zerstreuen. κατά m. Akk. hier über (– hin), in (vgl. H-S § 184k; B II1a). χώρα Land (Ggs. Meer od. Stadt), Landschaft, Gegend, hier viell. am besten Landbezirk. Σαμάρεια 1,8. πλήν aber, jedoch; hier uneig. Präp. (A183; BDR § 2166) außer, mit Ausnahme von.
Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament
Wieder führt der Geist Gottes den Namen Saulus an. In seiner Seele tobten schwere innere Kämpfe. Äußerlich sollte sein schreckliches Wüten weitergehen, doch seine Tage als Gegner des Christentums waren gezählt. »Saulus aber willigte in« die Tötung des Stephanus ein, doch indem er das tat, ebnete er den Weg dafür, dass er selbst bald kein Erzfeind der Christen mehr sein würde.
MacDonald – Kommentar zum Neuen Testament
Mit den Worten »an jenem Tag« beginnt ein neues Zeitalter. Der Tod des Stephanus scheint eine weitreichende »Verfolgung gegen die Gemeinde« ausgelöst zu haben. Die Gläubigen »wurden in die Landschaften von Judäa und Samaria zerstreut«.
Der Herr hatte seine Jünger beauftragt, ihr Zeugnis in Jerusalem zu beginnen, es nach Judäa zu tragen, dann nach Samaria zu gehen und es schließlich bis an die Enden der Erde zu verbreiten. Bis zu dieser Zeit war das Zeugnis ausschließlich auf Jerusalem beschränkt gewesen. Vielleicht hatten sie vor einer weiteren Ausbreitung selbst Angst gehabt. Nun wurden sie dazu durch die Verfolgung gezwungen.
»Die Apostel« selbst blieben in der Stadt. Wie Kelly ganz trocken anmerkt: »Diejenigen, die blieben, waren natürlich auch die Lästigsten.«
Vom menschlichen Standpunkt aus gesehen war es für die Gläubigen eine finstere Zeit. Ein Mitglied ihrer Gemeinschaft war ermordet worden. Sie selbst wurden wie die Hasen gejagt. Doch vom göttlichen Standpunkt aus gesehen sah es überhaupt nicht finster aus. Ein Weizenkorn war in die Erde gefallen, und unausweichlich musste viel Frucht daraus entstehen. Die Stürme der Verfolgung versprengten die Samen des Evangeliums an entfernte Orte, und wer konnte wissen, wie groß die Ernte einmal sein würde?
Den Abschluß des ersten Hauptteils der Apg (Apg 1,1–8,3) bildet diese kleine Skizze der Situation nach der Ermordung des Stephanus. Die Lage für die Urgemeinde ist deprimierend, doch aus der scheinbar totalen Niederlage heraus kann das Werk der Mission erst zu voller Größe ausreifen. Betrachten wir die Situation aus der Rückschau, dann entdecken wir, daß auch diese Misere im Grunde nur ein Werkzeug Gottes war, das Evangelium schneller zu den Heiden zu bringen. Wie lange hätte man sonst vielleicht in Jerusalem noch gezögert – zwar von den Juden angesehen und an Zahl zunehmend, aber doch letztlich im Stillstand verharrend. Sollte das ein geistliches Prinzip Gottes sein, daß er manchmal unseren »Status quo« ganz vehement durcheinanderbringt, damit Wachstum und neues Leben entsteht? Wenn wir das doch nur immer erkennen (und annehmen) könnten!
Neudorfer – Edition C Bibelkommentar Neues Testament
Noch einmal fällt der Blick auf Saulus, den wir eben noch als Kleiderwächter bei der Ermordung des Stephanus sahen. »Saulus aber war mit seinem Tod einverstanden« (V. 1). Manche Ausleger haben angenommen, daß damit ausgesagt sein soll, er habe als Richter mit für den Tod des Stephanus gestimmt. Dies ist nicht ganz auszuschließen. Wir werden uns Saulus als einen radikal frommen, von der Heiligkeit Gottes überzeugten Nachwuchstheologen vorzustellen haben, der vielleicht in dem »Fall Stephanus« eine Gelegenheit sah, sich den führenden Männern Jerusalems zu empfehlen. Immerhin war er nach dem Bericht des Lukas führend bei der nunmehr ausbrechenden Christenverfolgung tätig.
Wie schnell sich der »Volkszorn« ausbreiten und um sich greifen kann, zeigen leidvolle Erinnerungen aus der Geschichte des deutschen Volks. Es ist alles andere als ungewöhnlich, daß radikale Geister nun, wo der Anfang gemacht ist, nach der Ausrottung der gesamten Christengemeinde Jerusalems rufen. Wieder beobachten wir dabei die für Lukas typische Methode: Erst schildert er einen Gesamteindruck, um dann wie mit der Lupe einen einzelnen – Saulus – herauszugreifen. Hier an zwei verschiedene Quellen zu denken, erscheint mir durchaus unnötig.
»Alle aber wurden in die Gebiete Judäas und Samarias verstreut, außer den Aposteln.« Der am Geographischen interessierte Lukas bereitet hier schon seinen Bericht über die Mission in Samarien vor. Ungewöhnlich ist die Tatsache, daß die Apostel als Leiter der Gemeinde in Jerusalem bleiben konnten, und ungewöhnlich ist auch, daß schon kurze Zeit später wieder eine Gemeinde in Jerusalem existiert hat. Zusammengenommen bringt uns das zu der Überlegung, ob Lukas mit »der Gemeinde« vielleicht nur an die Gemeinde der Stephanusleute, also der christlichen Juden aus der Diaspora, gedacht haben mag. Eine solch festgefügte Gemeinschaft, die sich zudem noch durch die Sprache von den übrigen Juden unterschied, konnte man ziemlich leicht isolieren. Wir wissen nicht, wie eng die Verzahnung mit der palästinischen Urgemeinde war und welche Einstellung man in Jerusalem zu den Aposteln hatte. Jedenfalls ist kaum anzunehmen, daß man ausgerechnet die Köpfe der Gemeinde in Ruhe ließ, während man den ganzen Rest verfolgte.
Damit, dass die Zeugen gerade Saulus ihre Mäntel übergaben, war seine innere Stellung zur Sache wohl angedeutet, doch noch nicht ausgesprochen; nun wird sie uns deutlich erkennbar gemacht. Weder der Schriftbeweis, den Stephanus führte, noch das Gesicht, in dem er Jesus sah, noch sein durch Glauben und Liebe verklärtes Sterben hatten auf Saulus Eindruck gemacht. Er war damals fest überzeugt, das Bekenntnis der Christen beruhe auf Täuschung und Lüge; es führe deshalb nur zur Versündigung an Gott durch ihn lästernde Sätze und zur Untergrabung des Gesetzes, dessen Geltung schließlich durch die Verehrung Jesu zerstört werde.
Schlatter – Erläuterungen zum Neuen Testament
Er ging gewiss mit ernster Traurigkeit vom Richtplatz heim; dass ein solcher Mann wie Stephanus so verblendet war, konnte ein schmerzliches Mitleid erwecken; aber er blieb dabei, der Rat vertrete gegen die Christenheit die Sache Gottes, der Schrift und der Gerechtigkeit.
Apg 8,1b: Es entstand aber an jenem Tage eine große Verfolgung gegen die Gemeinde in Jerusalem.
Der Schutz, unter dem die Gemeinde bisher stand, war durchbrochen, als einer der Ihrigen nicht wegen besonderer Taten oder eigenen Meinungen, für die er sich allein zu verantworten hatte, sondern wegen seiner christlichen Überzeugung hingerichtet worden war. War er schuldig, so waren es alle. So ging man von Seiten der Judenschaft sofort eifrig an die Ausrottung des Christentums. Lukas hat, wenn er von den Leiden der Apostel und der Kirche redet, im ganzen Buch mit großer Zurückhaltung gesprochen, so dass des Leides Umfang und Schwere verhüllt bleibt. Weder ein Ton, der mit der Standhaftigkeit und dem Todesmut der Christen prunkt, noch Klage und Murren über das viele Bittere, das sie litten, kommt in seine Erzählung hinein. Er spricht von den Leiden der Gemeinde mit großer Ruhe, in der Gewissheit, dass sie dem Leiden nicht ausweichen darf, sondern es männlich zu tragen hat. Darum hat er uns einzig durch die Hinrichtung des Stephanus beschrieben, wie Christen um Jesu willen sterben. Diese Erzählung soll uns aber als Beispiel dienen, das viele andere Fälle mit umfasst und dieses für den Gang der Kirche von nun an wichtige Geschehen sichtbar macht. Mit diesem einen Bericht lässt Lukas es bewenden; nicht einmal vom Tod des Paulus und Petrus hat er uns einen Bericht gegeben. Ebensowenig wird uns bei dieser ersten Verfolgung ausgemalt, wie die Christenhäuser überfallen, die Leute beschimpft, misshandelt, getötet wurden. Einige wenige Angaben erhält man später in den Worten, mit denen Paulus auf seine Tätigkeit als Verfolger der Christenheit zurücksieht.
Erwähnt wird dagegen, dass die Apostel der Gemeinde die Flucht befahlen, während sie selbst in Jerusalem blieben.
Apg 8,1c: Alle aber zerstreuten sich in die Gegenden von Judäa und Samaria, ausgenommen die Apostel.
Über die Mission in den jüdischen Dörfern hat Lukas noch nichts berichtet; Jerusalem überwog an Bedeutung alle anderen Orte Palästinas weit, und für den Gang des Evangeliums durch die Welt und den Anteil der Juden und Heiden an ihm kam nur das in Betracht, was in Jerusalem geschah. Mit dem starken Wachstum der Gemeinde in Jerusalem war aber unzweifelhaft auch ihre Ausbreitung durch die Landschaft gegeben, und die ländlichen Christengemeinden gewährten den aus Jerusalem fliehenden Christen die nächste Zuflucht, bis der Aufenthalt in der heiligen Stadt wieder ungefährlich für sie war.
Da die Christen sich sofort nach der Hinrichtung des Stephanus nicht mehr öffentlich zeigen durften, konnten sie ihn nicht selbst bestatten. Gleichwohl wurde sein Begräbnis mit großer Klage begangen.
Genau genommen unterbricht die Kapiteleinteilung den fortlaufenden Bericht. Es wird deutlich, daß Saulus als führender Verfolger der jungen Gemeinde in Erscheinung tritt. Was mit Stephanus geschah, bildete nur den Auftakt. Zum zweiten Mal in diesem Buch (nach (5,11) wird der große Personenkreis der Christen in Jerusalem als „Versammlung“ bezeichnet (wenn man das Wort in (2,47 ausläßt). Auf sie sollte ein junger Mann, Saulus von Tarsus, sein Augenmerk richten.
Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt
Das Ergebnis dieser Verfolgung bestand darin, daß zwar die Führer der Gemeinde, die Apostel, in Jerusalem blieben, aber die übrigen Heiligen zerstreut wurden. Obwohl sie schließlich bis nach „Phönizien und Zypern und Antiochien“ kamen (11,19) und dabei große Entfernungen zurücklegten, zerstreuten sie sich erwartungsgemäß in die nächstgelegenen Regionen ihres Landes, Judäa und Samaria. Diese beiden Gebiete waren zuletzt in (1,8 erwähnt worden. Dieser Vers, eine Aussage aus dem Munde des Herrn Jesus, hatte die Ausweitung im Bereich ihres zukünftigen Zeugnisses beschrieben. Die Monate gingen jedoch dahin, und währenddessen hatten sie keine Maßnahmen ergriffen, um ihr Zeugnis auf jene anderen Gebiete auszudehnen. Genau genommen kann man ohne göttliche Führung keine Türen des Zeugnisses auftun (wie Paulus in (13,2-4; dennoch wußte er, daß darin der Wille des HERRN bestand, weil es ihm gesagt worden war [26,27]). Daher wurde ihnen das, wozu der eigene Antrieb fehlte, durch die Verfolgung des Saulus aufgezwungen. Der menschliche Zorn diente wiederum dazu, Gott zu preisen. Dies ist ein weiteres Beispiel für die Tatsache, daß Menschen der Erfolg versagt bleibt, wenn sie gegen Gott streiten.
Die fliehenden Christen tauchten nicht unter, so daß sie nicht mehr gesehen wurden. Vielmehr gingen sie umher und verkündigten überall das Wort. Dies stellte das Mittel dar, das der HERR gebrauchte und gebraucht, um den Samen auszustreuen ( 1Kor 1,18.23;2,3 ). Das Blut der Märtyrer ist oft der Same der Kirche gewesen, und die Zerstreuung der Gläubigen hat gleichermaßen häufig zur Ausbreitung des Evangeliums geführt.
Die dritte Verfolgung der Kirche, die in Apostelgeschichte 8,1-4 beschrieben wird, resultierte aus der Steinigung des Stephanus. Der Bericht beginnt in Vers 1a mit der Rolle des Saulus, der später Paulus genannt wurde: Saulus willigte in seinen Tod ein. Die griechische Formulierung für „war einverstanden“, ēn syneudokōn,[ 189 ] bedeutet nicht, dass Saulus für die Tötung des Stephanus gestimmt hat; es bedeutet vielmehr „er hatte Freude daran“. Die Betonung liegt auf dem Vergnügen, das Saulus in seiner Rolle empfand, etwas, das er selbst in Apostelgeschichte 22,20 gestand. Der Vers impliziert nicht, dass Saulus ein Mitglied des Sanhedrins war. Sanhedrin-Prozesse waren öffentlich. Saulus war anwesend und billigte das Vorgehen des Sanhedrins. Wie bereits erwähnt, könnte er einer derjenigen gewesen sein, die den Streit mit Stephanus verloren, als dieser in einer Synagoge predigte, die aus seinen Landsleuten bestand.
Arnold G. Fruchtenbaum – Ariel’s Bibelkommentar
In Vers 1b wird die dritte Verfolgung der Kirche beschrieben: Und es erhob sich an jenem Tag eine große Verfolgung. Genau an diesem Tag, dem Tag, an dem Stephanus starb, begann die dritte Verfolgung. Die ersten beiden Verfolgungen gingen allein von den Sadduzäern aus; aber wie bereits erwähnt, ging diese Verfolgung sowohl von den Sadduzäern als auch von den Pharisäern aus. Daher war es „eine große Verfolgung“. Das Ziel dieser Feindseligkeit war die Kirche in Jerusalem.
Infolgedessen wurden die Gläubigen in die Regionen Judäa und Samaria zerstreut. Im Jahr 66 n. Chr. brach der erste jüdische Aufstand gegen Rom aus, und die Gläubigen flohen auch aus diesen Gebieten. Dies war der Beginn des Gerichts über die unverzeihliche Sünde. Das griechische Wort für „in die Ferne zerstreut“ ist diesparēsan.[190] Der Begriff wurde für die Ausstreuung von Samen verwendet. Die Gläubigen Jerusalems wurden also wie Korn zerstreut. Zur Zeit der Ausstreuung wurde dieser Same auch ausgesät, denn wo Samen ausgestreut wird, wird auch etwas davon ausgesät. Das Wort „Diaspora“, das „Zerstreuung“ bedeutet, ist mit diesparēsan verwandt. In der jüdischen Literatur bezieht sich der Begriff auf Juden im Allgemeinen, die außerhalb des Landes leben. Hier wird er speziell für jüdische Gläubige an die Messiasschaft Jeschuas vor dem Gericht über Jerusalem im Jahr 70 n. Chr. verwendet. Diese Zerstreuung der messianischen Juden war eine der Maßnahmen Gottes, um die jüdischen Gläubigen vor der Zerstörung aus der Stadt zu entfernen. Der Vers besagt, dass alle Gläubigen außer den Aposteln die Stadt verließen. Die Apostel flohen nicht, sondern blieben, um die drastisch reduzierte Herde zu hüten. Ihre apostolische Macht bewahrte sie zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich vor Verfolgung.
Die Zerstreuung der jüdischen Gläubigen weg von den Aposteln machte die ersten Schriften des Neuen Testaments notwendig. Es gab nicht mehr eine zentrale, einheitliche Gemeinschaft von Gläubigen unter der direkten Führung der Apostel. Daher wurde eine maßgebliche Quelle benötigt, auf die sich die messianische Gemeinschaft beziehen konnte, wenn sie Jeschua als den Messias, den König der Juden, verkündete. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, schrieb Matthäus sein Evangelium und machte ausgiebig Gebrauch von messianischen Prophezeiungen, um zu zeigen, dass Jeschua von Nazareth all jene Prophezeiungen erfüllte, die das Kommen des Messias vorhersagten. Außerdem wurden einige der Briefe als Folge dieser Zerstreuung geschrieben: Jakobus, Erster Petrus, Zweiter Petrus und Judas.
