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„Es ist aber unmöglich, dass Gott an jemand Gefallen hat, der ihm nicht vertraut“

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muß glauben, daß er ist, und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist.

Elberfelder Bibel 1905 – Heb 11,6

Es ist aber unmöglich, dass Gott an jemand Gefallen hat, der ihm nicht vertraut. Wer zu Gott kommen will, muss ja fest damit rechnen, dass es ihn gibt und dass er die Menschen belohnt, die ihn suchen.

Gute Nachricht Bibel

Gott steht nur auf Leute, die ihm felsenfest vertrauen. Wer mit ihm leben will, muss erst mal glauben, dass es ihn überhaupt gibt. Und er muss wissen, dass es sich lohnt, alles zu tun, um ihm nahe zu sein.

VolxBibel – Heb 11,6

Hb 11,6 ἀ-δύνατος11 unmöglich; Ntr. m. od. ohne ἐστίν es ist unmöglich. εὐ-αρεστῆσαι Aor. Inf. πιστεῦσαι Aor. Inf. πιστεύω, Präd. des AcI, abhängig v. δεῖ. προσ-ερχόμενον Ptz. -έρχομαι, subst.; Subj. des AcI. ἔστιν hier Vollverb vorhanden sein, existieren (B I1), also: dass es ihn gibt. ἐκ-ζητοῦσιν Ptz. Dat. Pl. -ζητέω suchen; subst.; dat. commodi (A173). μισθ-απο-δότης1 (< μισθός Lohn + ἀποδίδωμι) Entlohner, Vergelter; τοῖς ἐκζητοῦσιν αὐτὸν μισθαποδότης γίνεται er erweist sich den ihn Suchenden als Entlohner = er belohnt die, die ihn suchen. Hb

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Vers 6 zeigt, dass der vorangehende Vers vorausgesetzt wird: »Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen…« Wenn Henoch nicht Gott vertraut hätte, würde er nie das Zeugnis erhalten haben, »dass er Gott gefallen habe« (V. 5). Gott will, dass seine Diener sich restlos auf ihn verlassen. »Zu Gott kommen« setzt grundlegend den Glauben voraus, »dass Gott ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt«. Erstens merken wir uns, dass Gott zwar unsichtbar ist (vgl. Heb 11,27), doch kann man zu ihm treten und vor ihm wandeln. Zweitens merken wir uns die folgerichtige und unerlässliche Forderung: »Wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist.« Drittens merken wir uns aber auch, dass es nicht umsonst ist, ihn zu suchen, weil er »denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt« (vgl. Mt 7,7f.). Henoch ist ein Beispiel dafür, dass Gott ein »Vergelter« (im Griechischen: »Belohner«) ist. Der Lohn Henochs bestand darin, dass er zu Gott entrückt wurde. Der Lohn des Glaubenden ist also nicht dieses oder jenes Gut, sondern besteht in eben demjenigen selbst, der gesucht wird (J. A. Bengel).

In einzigartiger Weise bezeugt uns der Verfasser des Hebräerbriefes: »Wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist.« Es klingt wie ein Befehl. So ist der Satz aber nicht gemeint. Die Überzeugung, dass Gott lebt und die belohnt, die ihn suchen, ist Ausdruck einer inneren Gesetzmäßigkeit; denn so ist nur recht: »Wer zu Gott kommen will, der muss glauben …« Dem Kreuzesleiden Jesu lag auch nicht einfach das »Muss« Gottes zu Grunde, sondern Jesus war sich der inneren, sachlichen Verpflichtung bewusst, die darin lag, Sohn Gottes zu sein (vgl. Heb 5,8). – Als Gemeinde Jesu sind wir eben dazu verpflichtet, den Menschen ihre wahren Lebensbedingungen aufzudecken, nämlich, dass sie Geschöpfe Gottes sind, die nie innerlich befriedigt sein werden, bis sie in Gott ruhen. Für diejenigen, die Gott in Wahrheit suchen, bleibt Gott zwar ein Rätsel, aber sie zählen auch auf seine Gnade und sind dazu bereit, jede Schau seiner Herrlichkeit, die ihnen vergönnt wird, dankend zu bestätigen. Dadurch erscheint der Herr Christus in hellem Licht. Christ -Sein heißt doch, nahe bei dem zu leben, den der lebendige Gott uns als Heiland gegeben hat.

Seid gewiss, dass Erb und Lohn Unser sind mit Gottes Sohn: Gottes Gnade, Ihm zu Ehren, Ewige Freude wird gewähren in dem Herren Jesus Christ. (Grundtvig 1856; deutsch: W. Görnandt)

Edition C


Hebr 11,1 definiert Glauben wie folgt: Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Gott, der Himmel, die Seele, das ewige Leben usw. sind für uns unsichtbar. Dennoch zweifeln Juden und Christen nicht an ihrer Existenz, sondern vertrauen dem Zeugnis der Bibel, die davon spricht. Ausdrücklich sagt Hebr 11,6, dass man Gott ohne einen solchen Vorschuss an Vertrauen nicht gefallen kann. Wer zu Gott betet, muss glauben, dass er existiert; sonst würde das Gebet keinen Sinn machen. Glaube bedeutet also zunächst das Für-wahr-Halten der biblischen Aussagen über die Existenz eines Schöpfers. Allerdings kann dieser Glaube allein keinen Menschen selig machen; denn auch der Teufel glaubt an die Existenz Gottes (Jak 2,19). Um selig zu werden, braucht der Mensch den rettenden Glauben. Hierbei vertraut ein Mensch auf die Erlösungstat Christi am Kreuz von Golgatha und macht sie sich so zu eigen. Während der Glaube an die Existenz Gottes theoretisch bei jedem Menschen zu finden sein müsste (Rö 1,19ff.), ist der rettende Glaube ein Geschenk Gottes an die Auserwählten (Eph 2,8). Niemand kann an Christus glauben, wenn ihn nicht der Heilige Geist zuvor von der eigenen Sünde und Verlorenheit sowie vom Heil in Jesus überzeugt hat. Niemand kann Jesus Herrn nennen ohne den Heiligen Geist (1 Kor 12,3). Der rettende Glaube ist ein herzliches Vertrauen auf Jesus, der für uns stellvertretend gestorben und auferstanden ist, und schließt eine Beziehung zu Gott ein. Denn durch diesen Glauben wird ein Mensch zum Kind Gottes (Joh 1,12).

Weil der Glaube eine Beziehung konstituiert, leuchtet es ein, dass diese Beziehung wachsen oder auch abnehmen kann. Wer seine Beziehung zu Gott durch Bibelstudium, Gebet und Gemeinschaft mit anderen Christen (Apg 2,42) regelmäßig pflegt, erlebt ein kontinuierliches Wachstum seines Glaubens. Umgekehrt steht ein Christ, der die Gemeinschaft mit Jesus und seinen Nachfolgern meidet, in der Gefahr, im Glaubensleben zu verkümmern und ganz abzudriften. Das Neue Testament fordert deshalb zum Wachstum auf (2 Petr 3,18) und warnt vor Glaubensverlust (1 Tim 1,19; 6,10; 2 Tim 4,10).

Glaube kompakt: Grundzüge biblischer Dogmatik – Jung 2018

»Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen.« Keine guten Werke können mangelnden »Glauben« ersetzen. Wenn all dies gesagt und getan ist, und ein Mensch sich dann weigert, Gott zu glauben, macht er ihn zum Lügner. »Wer Gott nicht glaubt, hat ihn zum Lügner gemacht« (1. Joh 5,10). Wie kann Gott Gefallen an Menschen finden, die ihn der Lüge beschuldigen?
Nur der Glaube räumt Gott seine ihm zukommende Stellung ein, und verweist auch den Menschen an seinen Platz. »Eine solche Haltung verherrlicht Gott über alle Maßen«, schreibt C. H. Mackintosh, »weil sie beweist, dass wir auf seine Sicht mehr vertrauen als auf unser eigenes Sehvermögen«.
Glaube bedeutet nicht nur, an die Existenz Gottes zu glauben. Vielmehr ist damit auch gemeint, darauf zu vertrauen, dass er die belohnt, »die ihn suchen«. Es gibt nichts an Gott, was es dem Menschen unmöglich macht, an ihn zu glauben. Das Problem liegt immer beim menschlichen Willen.

Kommentar zum Neuen Testament – MacDonald

Jehovah möchte eine persönliche Beziehung …und da kann es keinen Kanal / Kirche zwischen geben. Ich muss also nicht meiner Kirche vertrauen, sondern Gott! Ich muss auch nicht überlegen, ob „meine Kirchenleitung“ das gut oder falsch betrachtet – sondern nur wie Gott dies betrachtet!
Die Bibel ist voll mit Personen, mit realen Menschen die gelebt haben. Und doch wird sehr wenig von den meisten Menschen erwähnt. Um in die „Kapitel des Glaubens“ aufgenommen zu werden, musste man wirklich ein gutes Verhältnis zu Jehovah haben! Und schau dir die Namen dort an – und dann überlege einmal, welche Menschen parallel mit diesen dort aufgezählten Glaubensmenschen gelebt haben. – und wenn du dann darüber nachdenkst, wird dir auffallen, dass es diese „Mitmenschen“ leider nicht geschafft haben in diese „Glaubensliste“ aufgenommen zu werden – obwohl sie teilweise mit „Glaubenshelden“ zusammengelebt haben. Es ist also nicht so, dass der Glauben deines Bruders oder deines Leiters irgendwie rettet! Nur du selbst kannst durch Gebet, Lesen der Bibel usw dein Verhältnis stärken oder schwächen! Was hindert dich?

Geschrieben von Thomas am 7. Juni 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Gebet ist eine mächtige Waffe

Nachdem ich geschrieben hatte, kam der Film per Post! Perfekt – genau darauf kommt es an: IM EINKLANG mit dem Höchsten beten, und ihm unsere Sorgen übergeben … sehr sehr gut! DAS ist Glaube – nicht mit Anwälten und Briefen zu kämpfen – sondern den richtigen Feind erkennen und diesen mit Gott bekämpfen 😉

offizeller Inhalt des Films :

Auf den ersten Blick läuft bei Tony und Elizabeth Jordan alles rund. Sie haben eine tolle Tochter, ein schönes Haus, gute Jobs – es scheint ihnen an nichts zu fehlen. Doch in Wahrheit ist die Ehe der Jordans im Laufe der Jahre zu einem Kriegsschauplatz geworden, und ihre Tochter droht daran zugrunde zu gehen. Mit der Hilfe von Miss Clara, einer älteren und sehr weisen Frau, entdeckt Elizabeth, dass sie sich nicht länger gegen ihre Familienmitglieder durchsetzen muss, sondern dass sie stattdessen auch für ihre Familie kämpfen kann. Angespornt durch ihren neu belebten Glauben, nimmt sie den Kampf gegen den unsichtbaren Feind auf, der sie und ihre Familie bedroht – und intensives Gebet ist dabei ihre Waffe.

Ein hochkarätiger Film über die Kraft des Gebets, hier und da gespickt mit einer deftigen Prise Humor, der die Kraft des aufrichtigen Gebets spürbar werden lässt – sei es im Eheleben, bei Erziehungsfragen, in Karrieredingen oder im Umgang mit unseren Mitmenschen. Er stammt von dem Geschwisterteam Alex und Stephen Kendrick, das sich bereits mit den Erfolgsfilmen „Fireproof“ und „Courageous“ einen Namen gemacht hat. Und mehr als das: Mit diesem Film ist den Kendrick-Brüdern der absolute Durchbruch in den USA gelungen, denn „War Room“ stieg nicht nur ohne Umwege auf Platz 2 der offiziellen US-Kinocharts ein, in Woche 2 schaffte er es als erster christlicher Film überhaupt sogar bis an die Spitze der Charts!

Geschrieben von Thomas am 2. Mai 2017 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,Religion | Keine Kommentare

sollte ich die Ursprachen der Bibel kennen?

Da es in unserer Sprache „genug“ Bibelübersetzungen gibt, könnte man leicht zu der Überzeugung kommen, dass es völlig unnötig ist, die Ursprachen der Bibel zu lernen. Vielleicht wird dir sogar der Rat gegeben, die Zeit nicht dafür zu verschwenden.

 

Ich war sehr überrascht, als ich am Wochenende den Artikel „Bildung für alle“ über Martin Luthers Meinung zu lesen!

Dort heißt es auszugsweise:

…viele reformierte Mitstreiter und Konkurrenten der Ansicht waren, in einer Zeit, da der heilige Geist so unmittelbar wirke, sei die Auseinandersetzung mit den überlieferten Texten nicht mehr nötig.
Luther widersprach diesem Schwärmern energisch und argumentierte vehement, dass jeder Christ die Grundlagen seines Glaubens verstehen muss. Es ging ihm um die Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Fundamenten des christlichen Glaubens, dass heißt vor allem den biblischen Texten. Dazu war es aber notwendig, diese lesen zu könne. Und zwar nicht nur in der Übersetzung, sondern in den Originalsprachen. So gehörten Griechisch und Latein für ihn zur Grundbildung.

Warum in dem Artikel Latein und nicht Hebräisch erwähnt wird, ist mir zwar ein kleines Rätsel – aber doch zeigt es, dass Luther nicht wollte das wir seiner Übersetzung vertrauen, sondern selber nachforschen! Wie anders denken doch heute so einige Übersetzer – die die Ehre auf sich anstatt auf den Autor lenken wollen.

Geschrieben von Thomas am 17. Oktober 2016 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,Religion | Keine Kommentare

Wer ist ein guter Vater??

Interessante Frage?

Jeder will ein guter Vater sein  – aber wie?

Auf der Website vom Gebetshaus Augsburg heisst es :

Unter dem Titel „Eltern nach dem Herzen Gottes“ beginnt am Donnerstag, 6.10. eine neue Vortragsreihe von Dr. Johannes Hartl. Kinder ins Leben lieben – und dabei selbst nicht den Verstand verlieren. Zwischen hohen Idealen und alltäglichem Stress bleibt Elternschaft doch die wichtigste Aufgabe der Welt. Das Problem ist: die eigenen Kinder konfrontieren einen mit der eigenen Kindheit. Deshalb steht und fällt alles damit, selbst der Vaterliebe Gottes zu begegnen. Bei ihm lerne ich, mit mir selbst gut umzugehen und meine Kinder in Freiheit und Verantwortung zu führen. Und das wird dann auch richtig praxisnah

Nachdem ich die ersten zwei der insgesamt vier Vorträge gehört habe – möchte ich diese Vortragsfolge für ALLE „bewerben“. Denn nicht nur Väter sondern auch Kinder bekommen hier eine sehr sehr interessante Antwort auf viele Fragen.

 

als Video oder als mp3

 

Geschrieben von Thomas am 15. Oktober 2016 | Abgelegt unter Familie,Fragen zur Bibel | Keine Kommentare

Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.

Seit einigen Wochen suche ich nach dem Text und Erklärungen dazu.

 

hier nun ein paar Fundstücke:

1.Quelle

37
καὶ
πάλιν
ἑτέρα
γραφὴ
λέγει
,
Ὄψονται
εἰς
ὃν
ἐξεκέντησαν
.
Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf
den blicken, den sie durchbohrt haben.
Bei dem zweiten Schriftzitat stellen sich eine ganze Reihe von Problemen. Zwar ist klar, daß der
Evangelist hier Sach 12,10 zitiert, doch zitiert er weder nach der Septuaginta noch nach dem –
sprachlich nicht ganz eindeutigen – hebräischen Text. Wahrscheinlich schöpft der vierte Evangelist
aus einem sog. Testimonium, also einer christlichen Sammlung von alttestamentlichen Belegstellen für
christologische Glaubensinhalte. Im Unterschied zum Masoretischen Text fehlt der Bezug auf Gott als
den Durchbohrten („sie werden schauen auf
mich
, den sie durchbohrt haben“), im Unterschied zur
Septuaginta („sie werden schauen auf mich, vor dem sie getanzt haben“) ist von einem Durchbohren
die Rede.
Für die Annahme eines Testimoniums spricht, daß der Bezug von Sach 12,10 auf Jesus Christus unter
Anspielung auf den Kreuzestod in der frühen Christenheit durchaus breit belegt ist (vgl. v.a. Offb 1,7,
aber auch Justin, Dial 14,8; 32,2; 64,7; 118,1, Apol 1,52, sowie Barn 7,7+9), allerdings mit zwei
gewichtigen Unterschieden zum Johannesevangelium: (1.) wird nur im JohEv das „Durchbohren“ des
Sach-Textes auf den Lanzenstich bezogen, die anderen Texte meinen damit wahrscheinlich die
Nägelmale. (2.) wird Sach 12,10 sonst im Kontext des
Wiederkommens
des Gekreuzigten zitiert, also auf
die Parusie und nicht auf das „Sehen des Durchbohrten“ am Karfreitag auf Golgotha bezogen.
Während außerjohanneisch zwar das „Durchbohren“ Jesu am Kreuz stattfindet, erfolgt das „Sehen“
des Durchbohrten bei der Parusie.
Vor diesem Hintergrund wird die eigentliche Absicht des vierten Evangelisten deutlich: das in der
frühen Christenheit sonst auf die endzeitliche Parusie bezogene „Schauen auf den Durchbohrten“
findet laut ihm auf Golgotha statt. Und: indem die Glaubenden auf den Durchbohrten schauen,
schauen sie auf den gekreuzigten Geistspender. Dieses „Schauen des Durchbohrten“ ist natürlich
nicht auf den kleinen Kreis derer beschränkt, die damals auf Golgotha anwesend waren. Dies zeigt
allein die Tatsache, daß sich der Auferstandene im johanneischen Osterbericht Joh 20 dezidiert
anhand seiner durchbohrten Seite identifiziert (Joh 20,20, vgl. 20,25.27). Die durchbohrte Seite
unterscheidet ihn einerseits von anderen Gekreuzigten, weist ihn andererseits aber als den
gekreuzigten Geistspender aus und geht daher der Anhauchung der Jünger mit heiligem Geist voraus
(20,22). Das „Schauen des Durchbohrten“ erfolgt für den vierten Evangelisten also in den liturgischen
Versammlungen der Kirche und ist identisch mit der Begegnung mit dem Auferstandenen im Hl.
Geist.
Quelle 2
Bildschirmfoto
Quelle 3

Sacharja 12,10

Der Vorwurf der Anti-Missionare:

Die deutsche Bibelübersetzung und der Tanach sagen beide in Sacharja 12,10: „Und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben.“ Als Johannes in Joh. 19,37 Sacharja 12,10 zitierte, änderte er das und sagte: „Sie werden den (anstatt mich) ansehen, den sie durchbohrt haben.“

HaDavars Antwort:

Johannes versteht Sacharja 12,10 als buchstäbliche Prophetie und buchstäbliche Erfüllung, siehe Die vier Methoden, mit denen die Brith Chadaschah (das Neue Testament) die hebräische Bibel anwendet. Das ist eine Prophetie, die zur Wiederkunft gehört, siehe Die vier Kategorien der messianischen Prophetie. Johannes ist überzeugt, daß Jesus Gott selbst ist, der in Israel erschienen ist und als Mensch lebte, als die messianische Person. Dann teilt er uns mit, wie er das Geschehen verstand, dessen Zeuge er geworden war, als Jesus von dem Speer des Römers durchbohrt wurde. Er wußte, die messianische Person mußte nach Sach. 12,10 durchbohrt werden. Er glaubte, daß Jesus diese messianische Person war. Als er sah, wie Jesus von dem römischen Soldaten durchstochen wurde, verstand er diesen Augenblick als buchstäbliche Erfüllung dessen, was in Sach. 12,10 vorhergesagt war.

Johannes änderte den hebräischen Text leicht ab, um sein Verständnis zu erleichtern. Hier machte er einen Targum. Er übersetzte den Text auf erklärende Weise. Er änderte ihn leicht ab, aber das stimmt völlig überein mit der damaligen jüdischen Kultur des ersten Jahr-hunderts. Johannes zitiert hier nicht die Septuaginta. Offensichtlich übersetzt er den Vers persönlich. Im hebräischen Text steht wörtlich: „Sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben.“ Johannes übersetzt den Vers ins Griechische auf diese Weise: Sie werden sehen, den sie durchbohrt haben.“ Ich gebe zu, viele Übersetzungen tun Johannes einen schlechten Dienst, wenn sie hier bei sehen „den“ oder „ihn“ hinzufügen, denn das steht so nicht da. Sie übersetzen zumeist „auf den sehen, welchen“ oder ähnlich. Das ist eine erklärende Übersetzungsmethode, mit der für den Einwand der Anti-Missionare leider Material geliefert wird. Der Einwand verschwindet, wenn man den griechischen Originaltext ansieht. Eine erklärende Übersetzung macht es für einen Rabbiner einfacher, darüber zu streiten. Aber richtig übersetzt erfüllen die Worte des Johannes ihren Zweck und vermitteln sein Verständnis dessen, was geschah. Jesus ist der Durchbohrte. Jesus ist der Messias. Jesus ist der, den Israel sehen wird. Der persönliche Targum der Johannes erklärt diesen Vers so.

Dieses Handeln des Johannes stimmt mit der jüdischen Kultur des ersten Jahrhunderts überein. Johannes weist den Leser zu Sacharja, so daß er die Schrift erforschen und dann Selbst entscheiden kann, ob Johannes korrekt ist oder nicht. Nun müssen wir die Frage stellen: Hat Johannes recht, wenn er diesen Vers als messianisch ansieht?

Johannes ist nicht der einzige, der hier eine Bezugnahme auf die messianische Person sieht. In alter Zeit haben die jüdischen Weisen den Text ebenso verstanden. Hier folgen einige Zitate aus der rabbinischen Literatur.

  • Babylonischer Talmud, Sukkah 52a:

Es stimmt gut überein mit dem, der erklärt, daß die Ursache (für das Trauern) die Ermordung des Messias, des Sohnes Josephs, ist, weil das gut übereinstimmt mit dem Schriftvers: „Und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben, und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind.“[1]

  • Jerusalem Talmud, Sukkah 52a:

Und das Land wird klagen, ein jedes Geschlecht besonders (Sach. 12,12). Zwei haben diesen Vers ausgelegt. Einer sagte: „Das ist das Klagen über den Messias“, und der andere sagte: „Das ist das Klagen über den bösen Trieb“ (der von Gott in den Tagen des Messias getötet werden wird).[2]

  • Babylonischer Talmud, Sukkah 52a:

und das Land wird klagen (Sach. 12,12). Was ist der Grund für dieses Klagen? R. Dosa und die Rabbinen sind verschiedener Ansicht. R. Dosa sagt: „(Sie werden klagen) über den Messias, der ermordet wird“, und die Rabbinen sagen: „(Sie werden klagen) über den bösen Trieb, der getötet wird (in den Tagen des Messias) …“[3]

  • Raschi (und auch RaDak):

Unsere Rabbinen erklärten es als den Messias, den Sohn Josephs, betreffend.[4]

  • Rabbi Moses Alschech:

„Sie werden sehen auf mich, denn sie werden ihre Augen zu mir erheben in perfekter Buße, wenn sie sehen den, welchen sie durchbohrt haben, das ist der Messias, der Sohn Josephs; denn unsere Rabbinen seligen Angedenkens haben gesagt, daß Er alle Schuld Israels auf sich nehmen wird und in dem Krieg erschlagen wird, um Sühnung zu schaffen auf diese Weise, so daß es angerechnet wird, als ob Israel ihn durchbohrt habe, denn er ist für ihre Sünden gestorben. Darum, damit ihnen das als eine vollkmmene Sühnung zugerechnet wird, werden sie Buße tun und auf den Gelobten blicken, und sie werden sagen, da ist niemand außer ihm, der denen vergibt, die um ihn trauern, weil er für ihre Sünden starb. Das ist die Bedeutung von „sie werden mich ansehen“.[5]

Es scheint so, als ob Johannes in guter Gesellschaft ist, wenn er uns sein Verständnis dieses Ereignisses mitteilt. Er glaubt, daß hier auf die messianische Person Bezug genommen wird, und dasselbe tun andere, geachtete jüdische Kommentatoren. Johannes sieht in Jesus den Erfüller der Rolle des Messias ben Joseph. „Messias ben Joseph“ ist der Name für den „Leidenden Messias“.

 

letzte Quelle für heute :

Sacharja 12,10 – eine bohrende Frage

(Sacharja 12,10; EB)
Und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben, und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind, und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um den Erstgeborenen.

Diejenigen, die meinen, dass Jesus der gleiche ist wie Jehova im AT, führen des öfteren Sacharja 12,10 an als einen Bibeltext, der diese Gleihhheit nachweisen soll. So las ich im Internet u.a. folgende Frage:

wie kann Jahwe von sich sagen, das man auf „Ihn“ schauen wird, den man durchstochen hat, wenn er nicht selbst als „Sohn“ zur Erde kam (Sach, 12,10)? Ist Jesus nicht derjenige der „Durchstochen“ wurde

Die implizite Schlussfolgerung ist: da der gleiche Sachverhalt von beiden ausgesagt wird, muss es sich um die gleiche Person handeln.

Einige gehen noch weiter und werfen der NWÜ Fälschung vor, da dort steht: „und sie werden gewiß auf DEN schauen, den sie durchstochen haben, und sie werden sicherlich um IHN klagen wie bei der Klage um einen einzigen [Sohn]“. Hier gibt es keine Bezugnahme mehr auf „mich“, d.h. Jehova, stattdessen wird hier gesagt „den“, womit ein anderer gemeint ist.

Hat die NWÜ hier den Bibeltext verfälscht?

Diese Frage ist sehr einfach zu beantworten, indem wir uns andere Bibelübersetzungen anschauen. Das Ergebnis? Eine ganze Reihe anderer Bibelübersetzungen wird dieser Vers ähnlich formuliert wie in der NWÜ:

Hfa: Voller Reue werden sie auf den sehen1, den sie durchbohrt haben
GN: Sie werden schuldbewusst zu mir aufblicken wegen des Mannes, den sie durchbohrt haben.
EÜ: Und sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben
NL: Sie werden auf den schauen, den sie durchbohrt haben
Menge: so daß sie auf den hinblicken werden, den sie durchbohrt haben

Eine große Zahl von Übersetzungen hat offensichtlich keine Probleme damit, diese Aussage aus Sacharja jemandem anders als Jehova zuzuschreiben.

Warum die zwei unterschiedlichen Wiedergaben? Die Fußnote der EB sagt dazu auszugsweise: „Eine Reihe von hebr. Handschr. ändert in: und sie werden auf ihn blicken.“ Es gibt also bereits in der Überlieferung dieses Verses zwei Varianten. Bevor man also etwas aus diesem Vers schlussfolgern kann, muss man erst mal feststellen, welche Variante „die richtige“ ist. Aber genau das machen diejenigen nicht, die hier der NWÜ Fälschung vorwerfen. Daher ist dieser Vorwurf substanzlos.

Welche Variante ist richtig?

Welche Hinweise haben wir? Wir haben die Stelle im NT, die auf Sacharja 12,10 Bezug nimmt. In Johannes 19,37 gibt es keine Textvariante, hier lautet der Text einheitlich:

(EB) Und wieder sagt eine andere Schrift: „Sie werden den anschauen, den sie durchstochen haben.“

Der Schreiber des Johannesevangeliums kannte also Sacharja in der Variante, die auch in der NWÜ wiedergegeben wird und er benutzt diese Variante, um zu zeigen, dass sich der Text an Jesus erfüllt.
Damit ist klar, dass die Christen im ersten Jh. die gleiche Variante kannten, wie die NWÜ heute.

Und diese Variante sagt nicht aus, dass Jesus Jehova ist.

Nun meine Frage an die letzte Quelle: Warum steht in der „neuen Weltübersetzung“ richtiger Weise „DEN“ – denn die Übersetzer waren sich bewusst, dass sich Sacharja tatsächlich auf das Tetragrammaton bezieht?
Bildschirmfoto1sie werden auf mich schauen – sie werden auf DEN schauen – bezieht sich im Orginal auf den heiligen Gottesnamen. Und doch wird jeder Christ sofort zu dem Schluss kommen, dass sich dieser Vers auf Jesus Christus beziehen muss. Oder jemand anderer Meinung?

Geschrieben von Thomas am 31. August 2016 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,Religion | Keine Kommentare

Der zuverlässige Abteilungsleiter

Am Sonntag hatten wir lieben Besuch aus Erkner. Dabei sprachen wir über verschiedene Bibelstellen, und ich möchte dir, lieber Leser, einmal eine Übersetzung vorstellen:

 

„Wie ist das denn mit einem guten Abteilungsleiter?“, fragte Jesus seine Leute. „Er hat von seinem Chef den Auftrag bekommen, seine Mitarbeiter anständig zu beschäftigen und dafür zu sorgen, dass sie alles haben, was sie so brauchen. Er kann doch total froh sein, wenn der Chef mal vorbeikommt und die Abteilung checkt und alles okay ist. Eins ist ganz klar: Einem so zuverlässigen Abteilungsleiter würde er auch den Rest der Firma anvertrauen.
Wenn der Abteilungsleiter aber Mist baut und so bei sich denkt: ‚Ist doch eh egal, solange der Alte nicht da ist‘, und dann auch noch anfängt, seine Mitarbeiter zu mobben, und jeden Abend voll die Partys in der Firma feiert, ja, wenn dann der Chef plötzlich zurückkommt, dann ist Panik angesagt!
Der wird ihm nicht nur kündigen, der wird ihm auch noch ’ne Anzeige an den Hals hängen und ihn in hohem Bogen auf die Straße setzen. Da wird es dem Typen dann total dreckig gehen, er wird voll losheulen und Depressionen kriegen, aber er hat es nicht anders verdient.“

Quelle ist die Volxxbibel

Klingt in dieser Bibelübersetzung so, wie es wohl auch Jesus gemeint hat – ein Gleichnis, dass er verschiedene „Abteilungsleiter“ einsetzen würde, und diese IHM Rechenschaft ablegen werden müssen.

 

Klingt interessant? Kannst dich gern unserem Bibelkreis anschließen – näheres unter elizur.de

Geschrieben von Thomas am 16. August 2016 | Abgelegt unter Allgemein,Fragen zur Bibel,JS,Religion | Keine Kommentare

Frage zu 1.Mose 3:6

Luther 1984
Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.

Elberfelder
6 Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß.

Hoffnung für alle
6 Die Frau schaute den Baum an. Er sah schön aus! Seine Früchte wirkten verlockend, und klug würde sie davon werden! Sie pflückte eine Frucht, biss hinein und reichte sie ihrem Mann, und auch er aß davon.

Schlachter 2000
Und die Frau sah, daß von dem Baum gut zu essen wäre, und daß er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.

Gute Nachricht
Die Frau sah den Baum an: Seine Früchte mussten köstlich schmecken, sie anzusehen war eine Augenweide und es war verlockend, dass man davon klug werden sollte! Sie nahm von den Früchten und aß. Dann gab sie auch ihrem Mann davon und er aß ebenso.

Einheitsübersetzung
Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden. Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er aß.

Neues Leben
Die Frau sah: Die Früchte waren so frisch, lecker und verlockend – und sie würden sie klug machen! Also nahm sie eine Frucht, biss hinein und gab auch ihrem Mann davon. Da aß auch er von der Frucht.

neue evangelistische
Als die Frau nun sah, wie gut von dem Baum zu essen wäre, was für eine Augenweide er war und wie viel Einsicht er versprach, da nahm sie eine Frucht und aß. Sie gab auch ihrem Mann davon, der neben ihr stand. Auch er aß.

neue Welt Übersetzung
Demzufolge sah die Frau, daß der Baum gut war zur Speise und daß er etwas war, wonach die Augen Verlangen hatten, ja der Baum war begehrenswert zum Anschauen. So begann sie von seiner Frucht zu nehmen und zu essen. Danach gab sie davon auch ihrem Mann, als er bei ihr war, und er begann davon zu essen

Buber
Sie nahm von seiner Frucht und aß
und gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß.

auf einer adventistischen Seite las ist:

Adam war nicht zugegen gewesen, als Eva verführt wurde (V.6c: der bei ihr war ist nicht korrekt übersetzt: wörtlich heißt es nur: bei ihr, siehe Zürcher Bibel). Adam erkannte sogleich, dass der Feind Eva verführt hatte und sie nun nach den Worten Gottes sterben musste. Damit würde er seine Frau verlieren!
Dieser Gedanke beschäftigte Adam so sehr, dass Liebe, Dankbarkeit und Treue gegenüber seinem Schöpfer von den Gefühlen für Eva verdrängt wurden. Adam entschied sich, das Schicksal seiner Frau zu teilen und aß daher die
Frucht auch (V. 6c).

Nun die Frage: WO war Adam gemäß der Bibel, als das Gespräch zwischen der Schlange und Eva statt fand?
War er in der Nähe
oder
bekam er erst nach einer gewissen Zeit die Frucht, nachdem er wieder bei Eva gewesen war?
Was steht da wirklich?????

Geschrieben von Thomas am 27. Januar 2016 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel | Keine Kommentare

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