Wer sitzt am Steuer deines Lebens?

Befiehl (W. Wälze auf) Jehova deinen Weg und vertraue auf ihn! und er wird handeln; und er wird deine Gerechtigkeit hervorkommen lassen wie das Licht, und dein Recht wie den Mittag. Vertraue still (W. Sei still) dem Jehova und harre auf ihn! Erzürne dich nicht über den, dessen Weg gelingt, über den Mann, der böse Anschläge ausführt!
Elberfelder 1871 – Ps 37,5–7

Gründe auf Jahwe dein Lebenslos, (Wörtlich: „Wälze auf Jahwe deinen Weg.“ Luther: „Befiehl dem Herrn deine Wege.“ Vgl. Paul Gerhardts schönes Lied: „Befiehl du deine Wege.“) / Traue auf ihn, denn er macht»s wohl! Er läßt deine Unschuld (Deine verkannte Gerechtigkeit.) wie Morgenlicht leuchten / Und dein Recht wie die Mittagshelle. Duldergleich sei stille zu Jahwe und harre sein! / Entrüste dich nicht über den, der Glück hat, / Über den Mann, der Ränke verübt! (Wer seinen Willen ganz in Gottes Willen ergibt, der verzichtet auch auf alle Selbsthilfe.)
Ludwig Albrecht – Ps 37,5–7


Überlass dem Herrn die Führung deines Lebens und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen. Deine Unschuld wird er sichtbar machen so hell wie das Licht des Tages, und die Rechtmäßigkeit deiner Sache wird leuchten wie die Mittagssonne. Sei ruhig in der Gegenwart des Herrn und warte, bis er eingreift. Ärgere dich nicht über die Bösen, denen es gut geht, und fürchte dich nicht vor ihren bösen Plänen.
Neues Leben – Bibel 2006 – Psalm 37,5–7

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Kennst du auch so eine Gruppe von Menschen, die unbedingt als Religion anerkannt werden wollen und deshalb vor ein menschliches Gericht ziehen, um dieses Recht einzufordern? DAS ist Politik, Leute! und KEIN Vertrauen auf Jehovah! Denn wenn ER etwas tun will, dann tut ER es! Deshalb sagt der Psalmist ja weiter „sei ruhig“! Sieh dir das Leben von Daniel oder Hadassa an – dann verstehst du, was ich meine.

Befiehl dem Herrn deine Wege.Dies drückt den vorhergehenden Gedanken noch deutlicher aus und bestätigt ihn. Denn wenn Gott unsere Wünsche erfüllen soll, ist es nötig, dass wir mit Hoffnung und Geduld unsere Sorgen auf ihn werfen. Wir lernen hier also, wie wir unter Beschwerden, Gefahren und Unruhen still sein können. Die „Wege“, die wir dem Herrn befehlen sollen, sind ohne Zweifel unsere Geschäfte. Demnach ist die Meinung, dass wir den Ausgang aller unserer Geschäfte in Gottes Entscheidung stellen und geduldig warten sollen, wie er es hinausführt, dass wir ferner mit allen Sorgen, die uns ängstigen, und allen Lasten, die uns drücken, in Gottes Schoß flüchten sollen. Darum heißt es auch weiter: hoffe auf ihn. Denn allein durch solche Hoffnung lässt man dem Herrn in rechter Weise die Ehre, dass er unser Leben regiere, und nur so wird man von einer Krankheit frei, an der fast alle Menschen leiden. Denn woher kommt es, dass die Kinder Gottes die Verworfenen beneiden, dass sie so oft seufzen und schwach werden, dass sie sich bald maßloser Traurigkeit hingeben, bald sich auflehnen und murren? Kommt es nicht daher, dass sie sich zu sehr den Sorgen hingeben und sich dadurch, dass sie zu eifrig bestrebt sind, ohne Gott für sich selbst zu sorgen, gleichsam in einen Abgrund hineinstürzen? Sicherlich laden sie sich eine solche Last von Sorgen auf, dass sie darunter schließlich zusammenbrechen müssen. Diesem Fehler tritt David entgegen, indem er daran erinnert, wie sehr wir uns täuschen, wenn wir die Leitung unseres Lebens selbst übernehmen und für unsere Sachen selbst sorgen wollen, als wären wir einer solchen Last gewachsen, und dass es das einzige Hilfsmittel wider die Sorgen ist, wenn wir unsere Augen auf die Vorsehung Gottes richten und dort Trost in allen unseren Ängsten suchen. Wer diesem Rate folgt, wird sich aus dem furchtbaren Wirrsal freimachen, in welchem alle anderen sich vergeblich abquälen. Denn wenn Gott die Leitung unserer Sachen übernommen hat, so wird der glückliche Erfolg nimmer fehlen. Bleibt dieser aus und werden wir in unseren Hoffnungen getäuscht, so liegt das nur daran, dass wir ihm den Weg verschließen, weil wir bei uns selbst zu weise sein wollen. Denn wenn wir ihn walten lassen, so wird er treu seine Pflicht tun und unsere Hoffnung nicht vereiteln; verharren wir aber im Unglauben, so können wir der gerechten Strafe nicht entgehen.
V. 6. Und wird deine Gerechtigkeit hervorbringen.Dieser Satz will im Voraus allerlei Zweifeln begegnen, wie sie uns meistens ängstigen, wenn es umsonst zu sein scheint, dass wir Gott lauter verehren und gerecht gegen unseren Nächsten handeln, und erst recht dann, wenn wir glauben, von Gott verachtet zu werden, weil unsere Unbescholtenheit sowohl der Schmach der Bösen preisgegeben ist, als uns auch bei den Menschen Schaden bringt. David sagt also, dass Gott es nicht zugeben wird, dass unsere Gerechtigkeit immer im Finstern verborgen bleibe, sondern dass er für sie eintreten und sie dadurch ans helle Licht bringen werde, dass er ihr den Lohn gibt, welchen wir wünschen. Dass unsere Gerechtigkeit wie das Licht aufgeht, erinnert an die Morgenröte, die mit ihrem Schein plötzlich die finstere Nacht verscheucht. Wenn wir also ungerecht bedrückt werden und Gott zu vergessen scheint, sich unserer Unschuld anzunehmen, so braucht uns diese Verkehrung nicht mehr zu beunruhigen, als wenn die Finsternis der Nacht die Erde bedeckt, wobei doch die sichere Erwartung, dass das Tageslicht anbrechen werde, unsere Hoffnung aufrecht erhält.
V. 7 u. 8. Sei stille dem Herrn. David führt noch immer dieselbe Lehre weiter aus, nämlich dass wir alles geduldig ertragen müssen, was unser Herz beunruhigen könnte. Denn bei so vielen Kämpfen, die uns umtreiben, bedarf es einer ungewöhnlichen Geduld. Dass wir vor dem Herrn stille werden sollen, ist eine treffliche Beschreibung der Art des Glaubens: wenn unsere Stimmungen sich wider Gott auflehnen wollen, so leitet der Glaube uns zu stiller Folgsamkeit an und besänftigt allen Aufruhr im Herzen. Davids Wort verbietet uns also, nach Art der Ungläubigen innerlich unruhig oder mürrisch und wider Gottes Regiment aufsässig zu werden: vielmehr sollen wir mit sanftem Geist uns fügen, damit der Herr in der Stille sein Werk ausrichte. Dass wir stille sein und dabei auf den Herrn warten sollen, stellt auch der Prophet Jesaja (30, 15) einmal zusammen. Das nächste Satzglied wiederholt, was wir schon im Anfang des Psalms hörten: erzürne dich nicht über den, dem sein Mutwille glücklich fortgeht. Diese Worte weisen noch einmal darauf hin, welch ein großes Ärgernis es für uns ist, wenn das Glück den Gottlosen lächelt, gleich als ob Gott ihre Schandtaten begünstigte. Das ist etwas, was uns mit Widerwillen erfüllt. Deshalb begnügt David sich auch nicht mit einer kurzen Erinnerung, sondern bleibt hierbei lange stehen.
Die Häufung der Ausdrücke im folgenden Verse, in dem er den Jähzorn zügelt, den Eifer beruhigt und den Widerwillen besänftigt, ist nicht überflüssig. Eine schwer zu heilende Krankheit bedarf eben vieler Heilmittel. Auf diese Weise werden wir daran erinnert, wie reizbar wir sind und wie leicht wir Anstoß nehmen, wenn wir nicht ernstlich kämpfen, um unser unruhiges Herz zum Gehorsam zu zwingen. Da die Gläubigen die Regungen ihres Fleisches nicht ohne Mühe und Schweiß unterdrücken können, wenn das Glück der Gottlosen sie zur Ungeduld treibt, so lehrt diese Wiederholung sie, dass sie in dem Kampfe ausharren müssen: denn nur, wenn sie standhaft bleiben, werden ihre Anstrengungen mit Erfolg gekrönt sein. – Dass du auch übel tust. David erinnert uns daran, dass wenn wir nicht sofort und rasch unseren Ärger bekämpfen, es nicht ausbleiben kann, dass er uns zum Sündigen treibe. So heißt es auch in einem anderen Psalm (125, 3): „Der Gottlosen Zepter wird nicht bleiben über dem Häuflein der Gerechten, auf dass die Gerechten ihre Hand nicht ausstrecken zur Ungerechtigkeit.“

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Fakt: es lohnt sich, den Fahrersitz des eigenen Lebens frei zu machen und Jehovah dort Platz nehmen zu lassen! Es reicht nicht, wenn ER nur auf der Rückbank sitzten darf und mir Ratschläge geben kann! Es macht ruhiger und glücklicher, wenn man „die Plätze tauscht“!

Wer ist der Leiter der Gemeinde?

Und er führte sie heraus und sprach: Ihr Herren, was muß ich tun, auf daß ich errettet werde? Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus.
Elberfelder Bibel 1905 – Apg 16,30–31

Dann führte er sie hinaus und fragte: »Ihr Herren, Götter oder Boten der Götter!a Was muss ich tun, um gerettet zu werden?« Sie antworteten: »Jesus ist der Herr (

Herr
(Jesus Christus) Unter den Würdetiteln, die zum Ausdruck bringen, was Jesus für das Heil der Menschen bedeutet (→ Christus, → Menschensohn), nimmt der Titel „HERR“ eine herausragende Stellung ein. Er kann ganz allgemein als Anrede an Höhergestellte gebraucht werden; in der „heidnischen“ Umwelt des Neuen Testaments wurden die verschiedensten Götter mit diesem Titel bedacht (vgl. 1Kor 8,5). Ihnen gegenüber ist Jesus in einzigartiger Weise „der Herr“ (1Kor 8,6). Für die inhaltliche Füllung dieses Titels ist jedoch entscheidend, dass das Wort „HERR“ in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments an die Stelle des Gottesnamens Jahwe getreten ist (→ HERR*). Damit ist die Möglichkeit gegeben, Aussagen des Alten Testaments über Gott direkt auf Jesus zu beziehen (z.B. Joël 3,5 in Apg 2,21 und in Röm 10,9-13 oder Jes 45,23-24 in Phil 2,10-11) und so – ohne Jesus mit Gott gleichzusetzen – seine entscheidende Heilsbedeutung zum Ausdruck zu bringen.
Da das Wort „HERR“ sich im Neuen Testament sowohl auf Gott als auch auf Christus beziehen kann, lässt sich manchmal schwer entscheiden, welche Möglichkeit gemeint ist. Bei eindeutigem Bezug auf Christus wird das Wort in der Übersetzung beim ersten Vorkommen innerhalb eines Abschnitts mit einem Stern versehen. (Die Schreibung HERR bei Bezug auf Gott, den Vater, kann nur im Alten Testament angewendet werden, da sie den hebräischen Gottesnamen vertritt, für den im Neuen Testament bei Zitierung aus dem Alten eben das griechische Wort für „HERR“ steht.)! Erkenne ihn als Herrn an und setze dein Vertrauen auf ihn, dann wirst du gerettet und die Deinen mit dir!«
Gute Nachricht Bibel – Apg 16,30–32

und führte sie heraus und sprach: Liebe Herren, was soll ich tun, daß ich selig werde? Sie sprachen: Glaube an den HERRN Jesus Christus, so wirst du und dein Haus selig !

Die Heilige Schrift nach der deutschen Übersetzung Martin Luthers – Apg 16,30–31

Er führte sie hinaus und fragte: „Ihr Herren, was muss ich tun, damit ich gerettet werde?“  Sie antworteten: „Glaube an den Herrn Jesus und du wirst gerettet werden, du und deine Hausgemeinschaft.“
neue Welt Übersetzung – 2018 – Apostelgeschichte 16,30–31

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Hatte Paulus und Silas sich geirrt oder haben sie gelogen? Musste der Gefängniswärter nicht die Gemeindeleitung in Jerusalem anerkennen? Oder hat die Bibel recht – und die ersten Christen kannten keine menschliche „vom Geist geleitetet Kirchenführung“ – sondern NUR ihren Herrn Jesus Christus!

Apg 16,30 προ-αγαγών Aor. Ptz. -άγω59 vorausgehen, vorangehen; hier m. τινὰ ἔξω jmdn. hinausführen (B 1); temp. ἔ-φη Ipf. φημί. κύριοι Vok. ihr Herren. ποιεῖν Inf. ποιέω; Präd. des AcI, abhängig v. δεῖ; τί (AkkO des AcI) με δεῖ ποιεῖν was muss ich tun; viell. hatte er die Worte der Sklavin gehört (V. 17) u. sah diese nun im Erdbeben übernatürl. bestätigt. σωθῶ Aor. Konj. Pass. σῴζω. Apg 16,31 οἱ δέ (doch/und) diese/sie (A102). εἶπαν V. 20. πίστευσον Aor. Imp. πιστεύω; hier m. ἐπί τινα statt Dat. (B 2aδ); πίστευσον ἐπὶ τὸν κύριον Ἰησοῦν glaube an Jesus, den Herrn (d. h. etwa erkenne Jesus als Herrn an und setze dein Vertrauen auf ihn [vgl. GNB]). σωθήσῃ Fut. Pass. σῴζω; zum Sg.-Präd. vgl. A94f; πίστευσον … καὶ (wohl kons., A311,2) σωθήσῃ σὺ καὶ ὁ οἶκός σου etwa glaube … dann wirst du gerettet werden und deine Hausgemeinschaft mit dir (wohl impliziert: indem sie, wie du, an Jesus, den Herrn, gläubig wird [vgl. V. 32–34]).

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testamen


In Vers 30 wird die Frage gestellt: Was muss ich [genau] tun, um gerettet zu werden? Wenn die Apostel in Vers 31 antworten, besteht die einzige Bedingung darin, an den Herrn Jeschua zu glauben. Wenn sie an den Herrn Jeschua glauben, erhalten sie Erlösung.
Dies sind nur zwei von über zweihundert Beispielen, in denen eine Bedingung für die Errettung gegeben ist, und die einzige Bedingung, die dargelegt wird, ist die des Glaubens und des Glaubens. Da dies in den meisten Fällen die einzige gegebene Bedingung ist, muss man vorsichtig sein, bevor man annimmt, dass die Bibel lehrt, dass es zusätzliche Bedingungen für die Erlösung gibt.
Was ist der Inhalt eines Glaubens, der rettet? Der Glaube, der rettet, muss in den Messias als Ersatz für die Strafe unserer Sünde und als unser Retter von der Strafe der Sünde gesetzt werden. Die Erlösung glaubt nicht nur, dass Jeschua existiert hat. Einige der heidnischsten Atheisten glauben, dass es einen Mann namens Jeschua von Nazareth gab. Nur zu glauben, dass Jeschua existiert, nur zu glauben, dass er am Kreuz gestorben ist, und nur zu glauben, dass er wieder von den Toten auferstanden ist, rettet niemanden. Vielmehr muss der Glaube des Gläubigen an den Messias als seinen Ersatz und als seinen Erlöser von der Strafe der Sünde gesetzt werden.
Mit anderen Worten, man muss dem Messias vertrauen, um gerettet zu werden. Man muss glauben, dass Er das Heilswerk für sich selbst vollbracht hat. Um gerettet zu werden, muss man nicht nur glauben, dass er gestorben ist, sondern dass er für seine eigenen Sünden gestorben ist. Wenn man glaubt, dass Jeschua, der Messias, für seine Sünden gestorben ist, setzt dies voraus, dass die Person gestanden hat, ein Sünder zu sein. Wenn Jeschua für unsere Sünden gestorben ist, bedeutet dies offensichtlich, dass wir Sünder sind. Wir müssen also glauben, dass Jeschua für unsere Sünden als Ersatz gestorben ist, dass er begraben wurde und wieder auferstanden ist und dass er deshalb für Erlösung gesorgt hat. Daher vertraut man Jeschua für seine Erlösung.

Im Zusammenhang mit den Bedingungen unserer Erlösung werden in der Schrift drei griechische Wörter verwendet.
Der erste Begriff ist Pistis, der im Neuen Testament 243 Mal verwendet wird. Es hat immer die Bedeutung von „Glaube“, mit nur vier Ausnahmen: Apostelgeschichte 17:31, wo es die Bedeutung von Gewissheit hat; 2. Thessalonicher 2:13, wo es als Glaube übersetzt wird; Titus 2:10, wo es die Bedeutung von Treue hat; und Hebräer 10,39, wo es als Glaube übersetzt wird, obwohl einige Übersetzungen Glauben haben. Mit Ausnahme dieser vier Fälle hat das Wort Pistis immer die Bedeutung von „Glaube“.
Das zweite griechische Schlüsselwort ist pisteuo, das im griechischen Neuen Testament insgesamt 246 Mal verwendet wird. Es hat immer die Bedeutung „glauben“, außer neunmal: einmal wird es als Gläubige übersetzt (Apg 5,14); und achtmal wird es entweder als begangen, begangen oder anvertraut übersetzt (Lk 16,11; Joh 2,24; Röm 3,2; 1 Kor 9,17; Gal 2,7; 1 Thes 2) : 4; Titus 1: 3; 1 Tim. 1:11).
Das dritte griechische Hauptwort ist Peitho, was „Glauben an eine Sache verursachen“ bedeutet. Dieses Wort wird im griechischen Neuen Testament fünfzig Mal verwendet und auf neun verschiedene Arten übersetzt. Es wird als zweiundzwanzig Mal überreden übersetzt; als Vertrauen zehnmal; als Vertrauen neunmal; als siebenmal gehorchen; wie dreimal geglaubt; wie einmal versichern; als Ausbeute einmal; wie einmal frei gemacht; und als Zugang einmal. Trotz dieser neun verschiedenen Übersetzungen bleibt die Grundbedeutung des Wortes dieselbe: „Glauben an eine Sache verursachen“.
Durch die Kombination dieser drei griechischen Wörter kann man klar bestimmen, wie der Erlösungszustand in Bezug auf den Glauben ist. Glauben zu haben bedeutet „glauben“. Es bedeutet „überzeugt werden“. Es bedeutet „Vertrauen setzen“. Und es bedeutet „auf das Gefühl vertrauen, sich darauf zu verlassen“.
Dies sind die vier Facetten des Glaubens, wenn man auf Jeschua, den Messias, vertraut.
Wenn die Schrift vom Glauben spricht, benutzen sie das Wort in fünf Sinnen:

1. Der Glaube wird als „Überzeugung, dass etwas wahr ist“ verwendet.
2. Glaube wird als „Vertrauen“ verwendet.
3. Der Glaube wird als „überredet“ verwendet und ist stärker als die bloße Meinung, obwohl er schwächer als das Vorwissen ist.
4. Der Glaube wird als „Glaube basierend auf den Tatsachen des Wissens“ verwendet (Röm 10,14).
5. Der Glaube muss einen Gegenstand haben. Das Objekt des Glaubens ist Gott, während der Inhalt des Glaubens der Tod des Messias für seine Sünden, sein Begräbnis und seine Auferstehung ist.

Um den ersten Teil dieser Studie abzuschließen: Die einzige Bedingung für die Errettung ist der Glaube, dass der Messias für seine Sünden gestorben ist, begraben wurde und wieder auferstanden ist, und ihm für die Errettung zu vertrauen.

Fruchtenbaum – Glaube allein: Der Zustand unserer Erlösung: Eine Darstellung des Buches der Galater und anderer relevanter Themen

Der Herr Jeschua. Eine Untersuchung der evangelistischen Kontexte der Apostelgeschichte zeigt, dass Jeschua für Nichtjuden normalerweise nicht als Messias verkündet wurde, da das Konzept des „Messias“ (Mt 1: 1N) nur für Juden von Bedeutung war (Apg 2:31, 36, 38; 3:18, 20; 4:10; 5:42; 8: 5, 12; 9:22, 34; 17: 3; 18: 5, 28; 24:24; 26:23) oder Nichtjuden, die das Judentum kannten gut (Apg 10:36). Vielmehr wurde er den Heiden als Herr angekündigt, einer maßgeblichen Persönlichkeit, die der letzte Richter ist und durch die, wenn sie Glauben haben, Vergebung und Eingliederung in Gottes Volk erreicht werden (hier: 13:12, 48–49; 14: 3; 15) : 35–36; 16: 14–15, 31–32; 17:24; 19:10, 24). Später, nachdem ihnen die Rolle Jeschuas als jüdischer König der jüdischen Nation beigebracht worden war, mit der sie sich durch ihr Vertrauen verbunden hatten (Ro 11: 17–24 & NN), konnte von ihnen erwartet werden, dass sie die Kommunikation über ihn als Messias verstanden (Apg 15 : 26, 20:21).


Vertraue auf den Herrn Jeschua (siehe 11: 20-23), und du wirst gerettet werden. Es gibt fünf Bedingungen für die Errettung von Individuen, die im Neuen Testament festgelegt sind:

(1) Zu glauben, dass Jeschua der Herr ist, und auf ihn zu vertrauen (hier Ro 10: 9).

(2) Ihn öffentlich anerkennen (Ro 10: 9, Lk 12: 8).

(3) Sich von der Sünde zu Gott wenden (Mk 1:15, Ac 2:38).

(4) Eintauchen (Ac 2:38, Mk 16:16). Siehe Vers 33 & N.

(5) „Heiligkeit, ohne die niemand den Herrn sehen wird“ (MJ 12:14). Eine Person, die die ersten vier Bedingungen erfüllt, aber ein gottloses Leben führt, gibt öffentlich den Beweis, dass sie nicht gerettet ist.

Sha’ul nennt nur die erste Bedingung, den Prüfstein, und spürt, dass der Gefängniswärter bereit ist, alle Bedingungen zu erfüllen, sobald sie erklärt wurden, was Sha’ul dann tut (Vers 32).
Sie und Ihr Haushalt. In der Bibel werden ein Mann und seine Familie weit mehr als eine Einheit betrachtet als im individualistischen Westen des 20. Jahrhunderts; und einige verwenden diesen Vers, um die Kindertaufe zu befürworten (siehe Vers 33 & N). Trotzdem wird der Glaube des Gefängnisinsassen die Mitglieder seines Haushalts nicht retten. Sha’ul stellt vielmehr ein allgemeines Prinzip auf: Wenn man auf Jeschua vertraut, wird man gerettet. Dieses Prinzip gilt nicht nur für den Gefängniswärter, sagt Sha’ul, sondern auch für seinen Haushalt. Eine andere Ansicht: „und dein Haushalt“ ist ein Wort des Wissens (1C 12: 8–10 & N), eine korrekte Vorhersage, die Sha’ul vom Heiligen Geist gegeben wurde, dass der gesamte Haushalt des Gefängnisinsassen nach dem Hören des Evangeliums zum Glauben kommen würde (v. 32). Siehe Vers 33 …

David Strern – Kommentar zum jüdischen Neuen Testament: ein Begleitband zum jüdischen Neuen Testament

Woran hast du Freude?

Leute, die nichts kapiert haben, finden es ganz toll, Scheiß zu bauen. Leute, die schlau sind, freuen sich dadran, noch schlauer und weiser zu werden.
VolxBibel – Spr 10,23

Sich schamlos zu verhalten ist für den Dummen wie ein Spiel,
aber für den Urteilsfähigen ist Weisheit da.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Sprüche 10,23

So wie es ein Scherz ist dem Toren, Tücke zu verüben, so Klugheit dem verständigen Manne.
Zunz – Spr 10,23

Dem Dummen bereitet eine Schandtat Vergnügen,
Weisheit aber dem einsichtigen Mann.
Zürcher Bibel – Spr 10,23

Dem Toren ist es wie ein Spiel, Schandtat zu verüben, und Weisheit zu üben dem verständigen Manne.
Elberfelder Bibel 1905 – Sprüche 10,23

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Das war früher noch auffallender, als heute, denn die Götter der Bösen waren eben genauso. Jeder betete die Götter an, die seinem eigenen Ideal am nähesten kamen. Heute hat sich dass leicht verschoben – heute sagt man zu vielen Dingen nicht mehr „Anbetung“ und „Götter“ – heute nennt man es „Freizeit“ und „Hobby“. Aber im Grunde hat sich nicht viel geändert. Ich denke an die vielen Gespräche im „Predigtdienst“ – wo es bei vielen „Partnern“ schwer war, sich über die Bibel zu unterhalten: die neuesten Zeitschriften: noch nicht gelesen; die aktuelle Bibellesung: noch nicht geschafft usw. usf. Aber über andere Geschichten konnte man sich eeeendlos unterhalten.

Man erkennt einen Gerechten vor allem an seiner Sprache (vergl. Mt 26,73). Geben wir genügend darauf acht? Grobe und unanständige Worte oder dummes Geschwätz geziemen sich nicht (Eph.4,29; 5,4 ). Wenn wir die Gewohnheit haben, alles zu sagen, was uns durch den Kopf geht, dann richten sich die Verse 19 und 20 an uns. Aber „die Zunge des Gerechten ist auserlesenes Silber“. Sie filtriert die Unreinheiten und lässt nur das durch, was Wert hat. Das Herz des Gläubigen enthält zwei Quellen, die beide den gleichen Abfluss haben: unsere Lippen (Jak 3,9-11): 1. Der Born des Lebens (V. 11; vergl. Joh 4,14), der fähig ist, viele zu weiden (V. 21). 2. Die unreine Quelle unseres Fleisches, die alle möglichen unreinen Gedanken hervorkommen lässt (Mt 15,18.19; siehe auch Spr 12,18). Die Belehrung der Weisheit wird uns das Reden und das Schweigen beibringen (lies das Gebet in Psalm 141,3).

Jean Koechlin Ährenlese im Alten Testament

Der überwiegende Teil von Vers 23-32 stellt den Gerechten und den Gottlosen einander gegenüber. Der Tor ( k+sIl , ein Narr; vgl. den Kommentar zu Sprüche 1,7 ) freut sich, wenn er eine Sünde begeht, wohingegen der Weise sich für die Weisheit entscheidet. Dieser Gegensatz zwischen einem gottlosen Wandel und der Weisheit macht deutlich, daß die Weisheit, von der die Bibel spricht, den ethischen Bereich betrifft.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Das Nomen zimmāh hat 6mal im AT eine Bedeutung, die dem Verb zmm entspricht, also ‛Pläne, Ränke’. Die meisten Belege finden sich in der Weisheitsliteratur. Positiv oder neutral ist das Wort nur Hi 17,11, wo Hiob darüber klagt, daß seine Tage vorbei und seine Pläne (zimmoṯaj) zerrissen sind. Sonst ist zimmāh negativ gefärbt. Jes 32,7 steht es parallel zu ’imrê-šæqær, von den Plänen oder Ränken der Gewalttätigen, die Armen zu bedrücken. Ps 119,150 bezeichnet der Psalmist seine Verfolger als roḏep̱ê zimmāh, „die der Arglist nachjagen“. Spr 10,23 bildet das Wort einen Gegensatz zu ḥǒḵmāh, ‛Weisheit’, und scheint das eigenwillige Planen des Narren zu bezeichnen. Nach Spr 21,27 ist das Opfer der Frevler ein Greuel (tô‛eḇāh), besonders wenn es mit List (zimmāh) dargebracht wird. Nach Spr 24,9 schließlich ist die Sünde eine zimmaṯ ’iwwælæṯ, „ein törichtes Planen“.

Theologisches Wörterbuch zum Alten Testament

Schließlich sollten wir festhalten, dass alle Sünde letztlich irrational ist. Es hatte wirklich keinen Sinn, dass der Satan in der Erwartung, sich selbst über Gott erhöhen zu können, gegen Gott rebellierte. Auch hatte es für Adam und Eva keinen Sinn zu denken, dass ein Nutzen im Ungehorsam gegen die Worte ihres Schöpfers liegen würde. Dies waren törichte Entscheidungen. Die Beharrlichkeit Satans in seiner Rebellion gegen Gott selbst heute ist immer noch eine törichte Entscheidung, ebenso wie die Entscheidung eines Menschen, in einem Zustand der Rebellion gegen Gott zu verharren. Es ist nicht der Weise, sondern „der Tor“, der in seinem Herzen sagt: „Es ist kein Gott“ (Ps 14,1). Es ist der „Tor“ im Buch der Sprüche, der leichtsinnig allen Arten von Sünden frönt (siehe Spr 10,23; 12,15; 14,7.16; 15,5; 18,2 u. a.). Obwohl Menschen sich manchmal selbst einreden, dass sie gute Gründe für das Sündigen hätten, wird – wenn dies im hellen Licht der Wahrheit am Jüngsten Tag untersucht wird – in jedem Falle deutlich werden, dass die Sünde letztendlich keinen Sinn hat.

Biblische Dogmatik: Eine Einführung in die Systematische Theologie

Was sagt also das, woran du Freude hast, über dich aus?
Denken – Reden – Handeln ist wohl die Schablone, die da am Besten passt… unser Denken können wir verstecken, aber unser Reden verrät dann doch unsere Gedanken und innere Freuden. Unser Handeln wird sich über früher oder später dann zeigen. Wer Jehovah liebt – den reinen und heiligen Gott – der wird sich nicht über Dinge freuen können, die dieser heilige und reine Gott abstoßend findet. Unsere Worte und Handlungen verraten also, ob wir nur nach außen hin, Anbeter Jehovahs sind, oder ob wir wirklich ein Verhältnis zu IHM haben und IHN lieben.

Wer hat Recht? Laßt uns steiten?

Immer wieder gibt es so „lustige nette“ Mitnutzer des Internets, die ihre eigene Wahrheit unbedingt als die richtige Meinung verkaufen wollen.
So auch gestern: auf unserer FB-Seite von elizur- Hauskreis meldete sich jemand zu Wort. Das Thema unter dem die „eigene Meinung“ kam, war der Bericht von einem Hauskreisabend noch in Berlin.
Der Unterschied zu den Kirchen und unserem Hauskreis: wir wollen, dass ALLE Anwesenden eine Meinung haben und diese auch kundtun. So war es in Berlin am Donnerstag abend sehr spannend, ALLE verschiedenen Ansichten zu einer Aussage in der Offenbarung auf den Tisch zu legen – und dann zu schauen, was die Bibel damit wirklich meint.
Nun gibt es ja Menschen, die gelernt haben, dass sie in der Wahrheit sind – aber dann mit allen anderen Menschen streiten müssen, denn es kann ja nur die eine Wahrheit geben. Richtig! Es gibt nur eine Wahrheit – und die steht so in Gottes Wort der Bibel. Aber alle Auslegungen und Übersetzungen sind dann nicht mehr „unbedingte Wahrheit“ – sondern halt menschliche Auslegung.

Nun ist die große Frage: WARUM lese ich die Bibel?
Möchte ich mehr Wissen aneigenen
Möchte ich ewiges Leben/ in den Himmel / nicht in die ewige Abschneidung?
Möchte ich, dass es mir besser geht, ich geheilt werde?
oder
Möchte ich einfach nur mehr von unserem liebevollen Gott und Schöpfer Jehova lernen?

Wenn ich nur Wissen mir aneignen möchte, oder das es mir gut geht:
es gibt seit 2000 Jahren Menschen die an Jesus Christus glauben, und seit 6000 Jahren Menschen die an Jehovah glauben. Wenn du davon überzeugt bist, dass es die Wahrheit erst seit einigen Jahrzenten gibt – musst du unweigerlich falsch liegen – denn die Wahrheit über diesen Gott ändert sich NICHT!

Wenn du aber mehr über Jehovah lernen möchtest, IHN noch besser verstehen, SEINEM Herz noch näher kommen möchtest – DANN stelle ich dich „auf die Schultern“ der Menschen die in den vergangenen tausenden Jahren nach IHM geforscht haben und nutze deren Gedanken um IHM noch näher zu kommen! Dann lies die Bücher der Glaubensmänner der letzten tausenden Jahren – egal aus welcher Strömung sie kommen. Das einzigste Ausschlußkriterium sollte dann sein: was suchte der Autor? Suchte er den Schöpfer oder sich selbst? Und nein! Es gibt KEINEN der den Schöpfer wirklich verstehen kann – den wir sind „nur“ seine Geschöpfe!

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht Jehova. Denn wie der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Elberfelder – Jesaja 55,8-9

Und nun zu deiner Behauptung „Biwe Gra JW„:
Wenn du wirklich wissen möchtest, was die Bibel zu diesem Thema sagt – oder auch zu anderen Themen, dann solltest du NIEMALS nur eine Meinung dir anhören! Und wenn du dir schon eine Meinung anhörst – dann sollte es auch „eine eigene Meinung sein“! Aber auf der Website zu der du verweist, hat man ja noch nicht mal eine eigene Meinung, sondern man zitiert aus EINEM Lexikon/Wörterbuch. Bitte sei so frei und schaue die viele Wörterbücher an – und dann auch wie es im 1. Jahrhundert verstanden wurde. Schau dir an, wie Gegner der ersten Christen mit diesem Begriff umgegangen sind. Erkläre mir bitte, wie der Apostel Andreas und wie der Apostel Petrus gestorben sind – und warum SO?

Und meine Hauptfrage von oben bleibt: WARUM musst du eine andere Meinung haben, als 98% aller anderen Christen? Ist es, weil es dich wirklich Jehovah näher bringt? Oder weil es so klingt, als wärest du schlauer als alle anderen? Wenn es dich Jehovah wirklich näher bringt – GRaTULIERE! Wenn nicht – dann lass uns NICHT darüber streiten!
Ganz ehrlich: es ist mir völlig egal wie groß und breit das Holz war! Mir ist sogar egal aus welchem Baum das Holz war! Es kommt NUR darauf an WER an diesem Holz starb! Und dass ER es freiwillig tat – ER wurde nicht ermordet! Er starb FÜR MEINE SÜNDEN! und dass freiwillig, und so wie ER es im gesamten AT durch Bilder oder direkte Aussagen vorrausgesagt hatte!
Und dann laßt uns auf die Knie sinken und IHM danken! IHM und nicht das Holz! IHM und nicht irgendeiner Kirche, die sich anmaßt mir die Größe des Holzes, die ARt des Baumes oder ob es rund oder eckig war, ob es als + oder x oder als I aufgestellt war! Dies alles läßt nämlich meinen Blick von Jehoschua abschweifen, auf Dinge die NICHT wichtig sind.
Laßt uns also bitte ALLE auf den Schöpfer schauen, anstatt auf die Schöpfung! Laßt uns über sein Wort und seine Handlungen austauschen – anstatt auf uns zu schauen!

Und wer Gott ist?
Höre dir das folgende Lied an: das spricht mir ganz aus dem Herzen!

„Es ist aber unmöglich, dass Gott an jemand Gefallen hat, der ihm nicht vertraut“

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muß glauben, daß er ist, und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist.

Elberfelder Bibel 1905 – Heb 11,6

Es ist aber unmöglich, dass Gott an jemand Gefallen hat, der ihm nicht vertraut. Wer zu Gott kommen will, muss ja fest damit rechnen, dass es ihn gibt und dass er die Menschen belohnt, die ihn suchen.

Gute Nachricht Bibel

Gott steht nur auf Leute, die ihm felsenfest vertrauen. Wer mit ihm leben will, muss erst mal glauben, dass es ihn überhaupt gibt. Und er muss wissen, dass es sich lohnt, alles zu tun, um ihm nahe zu sein.

VolxBibel – Heb 11,6

Hb 11,6 ἀ-δύνατος11 unmöglich; Ntr. m. od. ohne ἐστίν es ist unmöglich. εὐ-αρεστῆσαι Aor. Inf. πιστεῦσαι Aor. Inf. πιστεύω, Präd. des AcI, abhängig v. δεῖ. προσ-ερχόμενον Ptz. -έρχομαι, subst.; Subj. des AcI. ἔστιν hier Vollverb vorhanden sein, existieren (B I1), also: dass es ihn gibt. ἐκ-ζητοῦσιν Ptz. Dat. Pl. -ζητέω suchen; subst.; dat. commodi (A173). μισθ-απο-δότης1 (< μισθός Lohn + ἀποδίδωμι) Entlohner, Vergelter; τοῖς ἐκζητοῦσιν αὐτὸν μισθαποδότης γίνεται er erweist sich den ihn Suchenden als Entlohner = er belohnt die, die ihn suchen. Hb

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Vers 6 zeigt, dass der vorangehende Vers vorausgesetzt wird: »Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen…« Wenn Henoch nicht Gott vertraut hätte, würde er nie das Zeugnis erhalten haben, »dass er Gott gefallen habe« (V. 5). Gott will, dass seine Diener sich restlos auf ihn verlassen. »Zu Gott kommen« setzt grundlegend den Glauben voraus, »dass Gott ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt«. Erstens merken wir uns, dass Gott zwar unsichtbar ist (vgl. Heb 11,27), doch kann man zu ihm treten und vor ihm wandeln. Zweitens merken wir uns die folgerichtige und unerlässliche Forderung: »Wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist.« Drittens merken wir uns aber auch, dass es nicht umsonst ist, ihn zu suchen, weil er »denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt« (vgl. Mt 7,7f.). Henoch ist ein Beispiel dafür, dass Gott ein »Vergelter« (im Griechischen: »Belohner«) ist. Der Lohn Henochs bestand darin, dass er zu Gott entrückt wurde. Der Lohn des Glaubenden ist also nicht dieses oder jenes Gut, sondern besteht in eben demjenigen selbst, der gesucht wird (J. A. Bengel).

In einzigartiger Weise bezeugt uns der Verfasser des Hebräerbriefes: »Wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist.« Es klingt wie ein Befehl. So ist der Satz aber nicht gemeint. Die Überzeugung, dass Gott lebt und die belohnt, die ihn suchen, ist Ausdruck einer inneren Gesetzmäßigkeit; denn so ist nur recht: »Wer zu Gott kommen will, der muss glauben …« Dem Kreuzesleiden Jesu lag auch nicht einfach das »Muss« Gottes zu Grunde, sondern Jesus war sich der inneren, sachlichen Verpflichtung bewusst, die darin lag, Sohn Gottes zu sein (vgl. Heb 5,8). – Als Gemeinde Jesu sind wir eben dazu verpflichtet, den Menschen ihre wahren Lebensbedingungen aufzudecken, nämlich, dass sie Geschöpfe Gottes sind, die nie innerlich befriedigt sein werden, bis sie in Gott ruhen. Für diejenigen, die Gott in Wahrheit suchen, bleibt Gott zwar ein Rätsel, aber sie zählen auch auf seine Gnade und sind dazu bereit, jede Schau seiner Herrlichkeit, die ihnen vergönnt wird, dankend zu bestätigen. Dadurch erscheint der Herr Christus in hellem Licht. Christ -Sein heißt doch, nahe bei dem zu leben, den der lebendige Gott uns als Heiland gegeben hat.

Seid gewiss, dass Erb und Lohn Unser sind mit Gottes Sohn: Gottes Gnade, Ihm zu Ehren, Ewige Freude wird gewähren in dem Herren Jesus Christ. (Grundtvig 1856; deutsch: W. Görnandt)

Edition C


Hebr 11,1 definiert Glauben wie folgt: Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Gott, der Himmel, die Seele, das ewige Leben usw. sind für uns unsichtbar. Dennoch zweifeln Juden und Christen nicht an ihrer Existenz, sondern vertrauen dem Zeugnis der Bibel, die davon spricht. Ausdrücklich sagt Hebr 11,6, dass man Gott ohne einen solchen Vorschuss an Vertrauen nicht gefallen kann. Wer zu Gott betet, muss glauben, dass er existiert; sonst würde das Gebet keinen Sinn machen. Glaube bedeutet also zunächst das Für-wahr-Halten der biblischen Aussagen über die Existenz eines Schöpfers. Allerdings kann dieser Glaube allein keinen Menschen selig machen; denn auch der Teufel glaubt an die Existenz Gottes (Jak 2,19). Um selig zu werden, braucht der Mensch den rettenden Glauben. Hierbei vertraut ein Mensch auf die Erlösungstat Christi am Kreuz von Golgatha und macht sie sich so zu eigen. Während der Glaube an die Existenz Gottes theoretisch bei jedem Menschen zu finden sein müsste (Rö 1,19ff.), ist der rettende Glaube ein Geschenk Gottes an die Auserwählten (Eph 2,8). Niemand kann an Christus glauben, wenn ihn nicht der Heilige Geist zuvor von der eigenen Sünde und Verlorenheit sowie vom Heil in Jesus überzeugt hat. Niemand kann Jesus Herrn nennen ohne den Heiligen Geist (1 Kor 12,3). Der rettende Glaube ist ein herzliches Vertrauen auf Jesus, der für uns stellvertretend gestorben und auferstanden ist, und schließt eine Beziehung zu Gott ein. Denn durch diesen Glauben wird ein Mensch zum Kind Gottes (Joh 1,12).

Weil der Glaube eine Beziehung konstituiert, leuchtet es ein, dass diese Beziehung wachsen oder auch abnehmen kann. Wer seine Beziehung zu Gott durch Bibelstudium, Gebet und Gemeinschaft mit anderen Christen (Apg 2,42) regelmäßig pflegt, erlebt ein kontinuierliches Wachstum seines Glaubens. Umgekehrt steht ein Christ, der die Gemeinschaft mit Jesus und seinen Nachfolgern meidet, in der Gefahr, im Glaubensleben zu verkümmern und ganz abzudriften. Das Neue Testament fordert deshalb zum Wachstum auf (2 Petr 3,18) und warnt vor Glaubensverlust (1 Tim 1,19; 6,10; 2 Tim 4,10).

Glaube kompakt: Grundzüge biblischer Dogmatik – Jung 2018

»Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen.« Keine guten Werke können mangelnden »Glauben« ersetzen. Wenn all dies gesagt und getan ist, und ein Mensch sich dann weigert, Gott zu glauben, macht er ihn zum Lügner. »Wer Gott nicht glaubt, hat ihn zum Lügner gemacht« (1. Joh 5,10). Wie kann Gott Gefallen an Menschen finden, die ihn der Lüge beschuldigen?
Nur der Glaube räumt Gott seine ihm zukommende Stellung ein, und verweist auch den Menschen an seinen Platz. »Eine solche Haltung verherrlicht Gott über alle Maßen«, schreibt C. H. Mackintosh, »weil sie beweist, dass wir auf seine Sicht mehr vertrauen als auf unser eigenes Sehvermögen«.
Glaube bedeutet nicht nur, an die Existenz Gottes zu glauben. Vielmehr ist damit auch gemeint, darauf zu vertrauen, dass er die belohnt, »die ihn suchen«. Es gibt nichts an Gott, was es dem Menschen unmöglich macht, an ihn zu glauben. Das Problem liegt immer beim menschlichen Willen.

Kommentar zum Neuen Testament – MacDonald

Jehovah möchte eine persönliche Beziehung …und da kann es keinen Kanal / Kirche zwischen geben. Ich muss also nicht meiner Kirche vertrauen, sondern Gott! Ich muss auch nicht überlegen, ob „meine Kirchenleitung“ das gut oder falsch betrachtet – sondern nur wie Gott dies betrachtet!
Die Bibel ist voll mit Personen, mit realen Menschen die gelebt haben. Und doch wird sehr wenig von den meisten Menschen erwähnt. Um in die „Kapitel des Glaubens“ aufgenommen zu werden, musste man wirklich ein gutes Verhältnis zu Jehovah haben! Und schau dir die Namen dort an – und dann überlege einmal, welche Menschen parallel mit diesen dort aufgezählten Glaubensmenschen gelebt haben. – und wenn du dann darüber nachdenkst, wird dir auffallen, dass es diese „Mitmenschen“ leider nicht geschafft haben in diese „Glaubensliste“ aufgenommen zu werden – obwohl sie teilweise mit „Glaubenshelden“ zusammengelebt haben. Es ist also nicht so, dass der Glauben deines Bruders oder deines Leiters irgendwie rettet! Nur du selbst kannst durch Gebet, Lesen der Bibel usw dein Verhältnis stärken oder schwächen! Was hindert dich?

Gebet ist eine mächtige Waffe

Nachdem ich geschrieben hatte, kam der Film per Post! Perfekt – genau darauf kommt es an: IM EINKLANG mit dem Höchsten beten, und ihm unsere Sorgen übergeben … sehr sehr gut! DAS ist Glaube – nicht mit Anwälten und Briefen zu kämpfen – sondern den richtigen Feind erkennen und diesen mit Gott bekämpfen 😉

offizeller Inhalt des Films :

Auf den ersten Blick läuft bei Tony und Elizabeth Jordan alles rund. Sie haben eine tolle Tochter, ein schönes Haus, gute Jobs – es scheint ihnen an nichts zu fehlen. Doch in Wahrheit ist die Ehe der Jordans im Laufe der Jahre zu einem Kriegsschauplatz geworden, und ihre Tochter droht daran zugrunde zu gehen. Mit der Hilfe von Miss Clara, einer älteren und sehr weisen Frau, entdeckt Elizabeth, dass sie sich nicht länger gegen ihre Familienmitglieder durchsetzen muss, sondern dass sie stattdessen auch für ihre Familie kämpfen kann. Angespornt durch ihren neu belebten Glauben, nimmt sie den Kampf gegen den unsichtbaren Feind auf, der sie und ihre Familie bedroht – und intensives Gebet ist dabei ihre Waffe.

Ein hochkarätiger Film über die Kraft des Gebets, hier und da gespickt mit einer deftigen Prise Humor, der die Kraft des aufrichtigen Gebets spürbar werden lässt – sei es im Eheleben, bei Erziehungsfragen, in Karrieredingen oder im Umgang mit unseren Mitmenschen. Er stammt von dem Geschwisterteam Alex und Stephen Kendrick, das sich bereits mit den Erfolgsfilmen „Fireproof“ und „Courageous“ einen Namen gemacht hat. Und mehr als das: Mit diesem Film ist den Kendrick-Brüdern der absolute Durchbruch in den USA gelungen, denn „War Room“ stieg nicht nur ohne Umwege auf Platz 2 der offiziellen US-Kinocharts ein, in Woche 2 schaffte er es als erster christlicher Film überhaupt sogar bis an die Spitze der Charts!

sollte ich die Ursprachen der Bibel kennen?

Da es in unserer Sprache „genug“ Bibelübersetzungen gibt, könnte man leicht zu der Überzeugung kommen, dass es völlig unnötig ist, die Ursprachen der Bibel zu lernen. Vielleicht wird dir sogar der Rat gegeben, die Zeit nicht dafür zu verschwenden.

 

Ich war sehr überrascht, als ich am Wochenende den Artikel „Bildung für alle“ über Martin Luthers Meinung zu lesen!

Dort heißt es auszugsweise:

…viele reformierte Mitstreiter und Konkurrenten der Ansicht waren, in einer Zeit, da der heilige Geist so unmittelbar wirke, sei die Auseinandersetzung mit den überlieferten Texten nicht mehr nötig.
Luther widersprach diesem Schwärmern energisch und argumentierte vehement, dass jeder Christ die Grundlagen seines Glaubens verstehen muss. Es ging ihm um die Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Fundamenten des christlichen Glaubens, dass heißt vor allem den biblischen Texten. Dazu war es aber notwendig, diese lesen zu könne. Und zwar nicht nur in der Übersetzung, sondern in den Originalsprachen. So gehörten Griechisch und Latein für ihn zur Grundbildung.

Warum in dem Artikel Latein und nicht Hebräisch erwähnt wird, ist mir zwar ein kleines Rätsel – aber doch zeigt es, dass Luther nicht wollte das wir seiner Übersetzung vertrauen, sondern selber nachforschen! Wie anders denken doch heute so einige Übersetzer – die die Ehre auf sich anstatt auf den Autor lenken wollen.