Während nun der Tag des Pfingst[festes] seinen Verlauf nahm, waren sie alle am gleichen Ort beisammen, 2 und plötzlich entstand vom Himmel her ein Geräusch wie das einer dahinstürmenden starken Brise, und es erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und Zungen wie von Feuer wurden ihnen sichtbar und wurden verteilt, und auf jeden von ihnen setzte sich eine, 4 und sie alle wurden mit heiligem Geist erfüllt und fingen an, in verschiedenen Zungen zu reden, so wie der Geist ihnen gewährte, sich zu äußern.
5 Nun wohnten in Jerusalem Juden, ehrfurchtsvolle Männer aus jeder Nation von denen unter dem Himmel. 6 Als nun dieses Geräusch entstand, kam die Menge zusammen und wurde fassungslos, weil ein jeder sie in seiner eigenen Sprache reden hörte. 7 In der Tat, sie waren erstaunt und begannen sich zu wundern und zu sagen: „Seht, sind nicht alle diese, die reden, Galilaer? 8 Und doch, wie kommt es, daß jeder von uns seine eigene Sprache hört, in der wir geboren wurden? 9 Parther und Meder und Elamiter und die Bewohner von Mesopotamien und Judaa und Kappadozien, Pontus und dem [Bezirk] Asien 10 und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden Libyens, das gegen Kyrene hin liegt, und aus Rom Zugezogene, sowohl Juden als auch Proselyten, 11 Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Zungen über die großen Dinge Gottes reden.“ 12 Ja, sie staunten alle und waren in Verlegenheit und sagten zueinander: „Was hat das zu bedeuten?“
Als sie das nun hörten, ging es ihnen wie ein Stich durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: „Männer, Brüder, was sollen wir tun?“
ist es uns auch schon mal “wie ein Stich durchs Herz gegangen”, als uns jemand Gottes Wort erklärt hat?
Ein gewisser Mann jedoch mit Namen Ananias verkaufte zusammen mit Sapphira, seiner Frau, ein Besitztum 2 und behielt insgeheim etwas von dem Preis, wovon auch seine Frau wußte, und er brachte nur einen Teil und legte ihn zu den Füßen der Apostel nieder. 3 Petrus aber sprach: „Ananias, warum hast du dich vom Satan so dreist machen lassen, dem heiligen Geist gegenüber ein falsches Spiel zu treiben und von dem Preis des Feldes insgeheim etwas zurückzubehalten? 4 Blieb es nicht dein, solange es bei dir blieb, und war es nicht, nachdem es verkauft war, weiter in deiner Gewalt? Warum beschlossest du eine solche Tat in deinem Herzen? Du hast ein falsches Spiel getrieben, [und dies] nicht Menschen, sondern Gott gegenüber.“ 5 Als Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied. Und große Furcht kam über alle, die davon hörten. 6 Die jüngeren Männer aber standen auf, hüllten ihn in Tücher und trugen ihn hinaus und begruben ihn.
7 Nach einer Zwischenzeit von etwa drei Stunden trat nun seine Frau herein, die nicht wußte, was geschehen war. 8 Petrus sprach zu ihr: „Sag mir, habt ihr [beiden] das Feld für so viel verkauft?“ Sie sagte: „Ja, für so viel.“ 9 Da [sprach] Petrus zu ihr: „Warum seid ihr [beiden] übereingekommen, den Geist Jehovas auf die Probe zu stellen? Siehe! Die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind an der Tür, und sie werden dich hinaustragen.“ 10 Da fiel sie augenblicklich zu seinen Füßen nieder und verschied. Als die jungen Männer hereinkamen, fanden sie sie tot, und sie trugen sie hinaus und begruben sie neben ihrem Mann. 11 Infolgedessen kam große Furcht über die ganze Versammlung und über alle, die von diesen Dingen hörten.
was genau hatten Ananias und seine Frau verkehrt gemacht?
*** bt Kap. 4 S. 35 Abs. 19-20 „Ungelehrte und gewöhnliche Menschen“ ***
Auch Ananias und Sapphira verkauften ein Feld und machten eine Spende. Das Ehepaar tat so, als würde es den gesamten Erlös spenden, doch es „behielt insgeheim etwas von dem Preis“ für sich (Apg. 5:2). Jehova ließ die beiden tot umfallen, nicht weil sie nicht genug gegeben hätten, sondern weil ihr Motiv schlecht war und sie die anderen hinters Licht führen wollten.
Sie hatten „ein falsches Spiel getrieben, und dies nicht Menschen, sondern Gott gegenüber“ (Apg. 5:4). Schon Jesus hatte solche Heuchler verurteilt, die wie Ananias und Sapphira mehr darauf aus waren, vor Menschen zu glänzen, als vor Gott gut dazustehen (Mat. 6:1-3).
20 Genauso großzügig wie die treuen Jünger damals in Jerusalem unterstützen Millionen ihrer modernen Vertreter heute das globale Predigtwerk durch Spenden. Keiner wird gezwungen, zu spenden oder seine Zeit einzusetzen, denn Jehova möchte nicht, dass wir ihm widerwillig oder aus Zwang dienen (2. Kor. 9:7). Für ihn ist der springende Punkt nicht, wie viel wir geben, sondern was unser Motiv dafür ist (Mar. 12:41-44).
Nie möchten wir Gott aus Eigennutz oder wegen der Außenwirkung dienen, so wie Ananias und Sapphira. Im Gegenteil: Unser Dienst für Jehova soll wie bei Petrus, Johannes und Barnabas immer von echter Liebe zu ihm und unseren Mitmenschen getragen sein (Mat. 22:37-40).
14 Mehr als das, fortwährend wurden solche, die an den Herrn glaubten, hinzugetan, sowohl Mengen von Männern als auch von Frauen, 15 so daß sie die Kranken sogar auf die breiten Straßen hinausbrachten und sie dort auf kleine Betten und Tragbahren legten, damit, wenn Petrus vorbeikäme, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen falle.
ob das wohl Petrus gefallen hatte? Musste er sich damit nicht so vorkommen, als würde er wie eine Gottheit verehrt?
In dem neuen Buch “Gründlich Zeugnis abgeben” wird dazu auszugsweise gesagt:
*** bt Kap. 5 S. 38 Abs. 4 „Wir müssen Gott, dem Herrscher, gehorchen“ ***
Manche wurden offensichtlich allein schon durch den Schatten von Petrus gesund gemacht. Bei vielen Geheilten fiel dann auch Gottes Wort der Wahrheit auf fruchtbaren Boden. Die Folge? „Fortwährend wurden solche, die an den Herrn glaubten, hinzugetan, sowohl Mengen von Männern als auch von Frauen“ (Apg. 5:12-15).
Ja, die Folgen davon müssen ihm sicherlich gefallen haben!
17 Der Hohepriester aber und alle, die mit ihm waren, die damals bestehende Sekte der Sadduzaer, erhoben sich und wurden mit Eifersucht erfüllt, 18 und sie legten Hand an die Apostel und brachten sie an den öffentlichen Ort des Gewahrsams. 19 In der Nacht aber öffnete Jehovas Engel die Türen des Gefängnisses, führte sie heraus
17 Der Hohepriester aber und alle, die mit ihm waren, die damals bestehende Sekte der Sadduzaer, erhoben sich und wurden mit Eifersucht erfüllt, 18 und sie legten Hand an die Apostel und brachten sie an den öffentlichen Ort des Gewahrsams. 19 In der Nacht aber öffnete Jehovas Engel die Türen des Gefängnisses, führte sie heraus und sprach: 20 „Geht eures Weges, und stellt euch im Tempel hin, und fahrt fort, dem Volk alle Worte über dieses Leben zu sagen.“ 21 Nachdem sie dies gehört hatten, begaben sie sich bei Tagesanbruch in den Tempel und begannen zu lehren.
Als nun der Hohepriester und die, die bei ihm waren, angekommen waren, riefen sie den Sanhedrin zusammen und die ganze Versammlung der älteren Männer der Söhne Israels, und sie schickten ins Gefängnis, um sie herbeiführen zu lassen. 22 Als aber die Beamten dorthin kamen, fanden sie sie nicht im Gefängnis. Da kehrten sie zurück und erstatteten Bericht, 23 indem sie sprachen: „Das Gefängnis fanden wir mit allen Sicherheitsvorkehrungen verschlossen, und die Wachtposten standen an den Türen, aber als wir aufmachten, fanden wir niemand darin.“ 24 Als nun der Hauptmann des Tempels und die Oberpriester diese Worte hörten, gerieten sie dieser Dinge wegen in Verlegenheit darüber, was daraus werden sollte. 25 Es traf aber jemand ein und berichtete ihnen: „Seht! Die Männer, die ihr ins Gefängnis gesetzt habt, stehen im Tempel und lehren das Volk.“ 26 Da ging der Hauptmann mit seinen Beamten hin und machte sich daran, sie zu holen, doch ohne Gewalt, da sie befürchteten, vom Volk gesteinigt zu werden.
hatten sie sich nicht gefragt, wie die Apostel entkommen konnten?
Sie brachten sie also herbei und stellten sie in den Saal des Sanhedrins. Und der Hohepriester befragte sie 28 und sprach: „Wir haben euch ausdrücklich befohlen, nicht mehr weiter aufgrund dieses Namens zu lehren, und dennoch, seht, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt, und ihr seid entschlossen, das Blut dieses Menschen über uns zu bringen.“ 29 Als Antwort sagten Petrus und die [anderen] Apostel: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen. 30 Der Gott unserer Vorväter hat Jesus auferweckt, den ihr ums Leben gebracht habt, indem ihr ihn an einen Stamm hängtet. 31 Diesen hat Gott als Hauptvermittler und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel [Gelegenheit zur] Reue und Vergebung der Sünden zu geben. 32 Und wir sind Zeugen dieser Dinge, und desgleichen ist es der heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm als [dem] Herrscher gehorchen.“
33 Als sie das hörten, fühlten sie sich zutiefst verletzt und wollten sie umbringen.
lassen wir uns von gegnerischen Menschen oder ungünstigen Umständen davon abhalten, über unseren wundervollen Gott zu reden?
Hierzu auszugsweise noch einige Gedanken aus dem neuen Buch:
Falls uns also die „obrigkeitlichen Gewalten“ heute das Predigen der guten Botschaft untersagen, können wir nicht damit aufhören, weil der Auftrag dazu ja von Gott kommt (Röm. 13:1). Wir suchen vielmehr diskret Mittel und Wege, um Gottes Königreich trotzdem weiterzupredigen.
11 Wie zu erwarten, brachte die mutige Antwort der Apostel die Richter völlig zur Weißglut und sie wollten sie nur noch „umbringen“ (Apg. 5:33)
Wie steht es mit uns? Können auch wir nicht damit aufhören, von den Dingen zu reden, die wir gesehen und gehört haben?
Dann wird unser liebevoller Gott Jehova sicherlich voller Liebe zu uns hinabgucken
Als sie das hörten, fühlten sie sich zutiefst verletzt und wollten sie umbringen. 34 Doch stand jemand im Sanhedrin auf, ein Pharisäer namens Gamaliel, ein Gesetzeslehrer, der beim ganzen Volk geachtet war, und gab den Befehl, die Männer für eine kleine Weile hinauszutun. 35 Und er sprach zu ihnen: „Männer von Israel, nehmt euch in acht, was ihr hinsichtlich dieser Menschen zu tun beabsichtigt. 36 Zum Beispiel stand vor diesen Tagen Theudas auf, der sich für etwas Besonderes ausgab, und eine Anzahl Männer, etwa vierhundert, schlossen sich seiner Partei an. Er wurde aber umgebracht, und alle, die ihm gehorchten, wurden zerstreut und wurden zunichte. 37 Nach ihm, in den Tagen der Einschreibung, stand Judas, der Galilaer, auf, und er zog Leute hinter sich her. Und doch kam dieser um, und alle, die ihm gehorchten, wurden weithin zerstreut. 38 Und so sage ich euch unter den gegenwärtigen Umständen: Steht ab von diesen Menschen, und laßt sie gehen (denn wenn dieses Unterfangen oder dieses Werk von Menschen ist, wird es umgestürzt werden; 39 wenn es aber von Gott ist, werdet ihr sie nicht stürzen können); andernfalls mögt ihr vielleicht als solche erfunden werden, die in Wirklichkeit gegen Gott kämpfen.“ 40 Da hörten sie auf ihn, und sie riefen die Apostel herein, peitschten sie aus und befahlen ihnen, nicht mehr aufgrund des Namens Jesu zu reden, und ließen sie gehen.
wie sieht Jehova wohl Menschen an, die heute ganz bewusst alles daran setzen, um uns zu schaden?
Könnte es sein, dass auch diese Personen in Wirklichkeit gegen Gott kämpfen?
Diese nun gingen aus dem Sanhedrin hinweg, voll Freude, weil sie für würdig erachtet worden waren, um seines Namens willen in Unehre zu kommen.
Welche Freude ist damit gemeint?
*** bt Kap. 5 S. 40 Abs. 14 „Wir müssen Gott, dem Herrscher, gehorchen“ ***
Haben die Apostel nach der Auspeitschung den Kopf hängen lassen? Sind sie ins Schwanken geraten? Ganz im Gegenteil! Sie „gingen aus dem Sanhedrin hinweg, voll Freude“ (Apg. 5:41). Wieso „voll Freude“? Bestimmt nicht, weil man sie ausgepeitscht hatte. Ihre Freude kam daher, dass sie wussten, warum sie verfolgt wurden: weil sie Jehova treu geblieben und den gleichen Weg gegangen waren wie ihr großes Vorbild Jesus (Mat. 5:11, 12).
Es standen aber gewisse Männer von denen aus der sogenannten Synagoge der Freigelassenen auf und von den Kyrenaern und Alexandrinern und von denen aus Zilizien und Asien, um mit Stephanus zu disputieren; 10 und doch konnten sie sich nicht gegen die Weisheit und den Geist, mit dem er redete, behaupten. 11 Dann stifteten sie heimlich Männer an zu sagen: „Wir haben gehört, daß er Lästerreden gegen Moses und Gott führt.“ 12 Und sie wiegelten das Volk sowie die älteren Männer und die Schriftgelehrten auf, und plötzlich über ihn herfallend, packten sie ihn und führten ihn zum Sanhedrin. 13 Und sie stellten falsche Zeugen auf, die sprachen: „Dieser Mensch läßt nicht davon ab, Reden gegen diese heilige Stätte und gegen das GESETZ zu führen. 14 Zum Beispiel haben wir ihn sagen hören, daß dieser Jesus, der Nazarener, diese Stätte niederreißen und die Bräuche, die uns Moses überliefert hat, ändern werde.“
unfassbar, dass es immer wieder in der Geschichte Personen unter Gottes Volk gegeben hat, die ihre Hilflosigkeit, die sie empfinden, weil wahre Anbeter ihr Verhalten als Gottentehrend bloßstellen, damit kompensieren, dass sie diese durch Falschanklagen zum Schweigen bringen!
Wäre es da nicht viel sinnvoller, das verkehrte Verhalten zu ändern, damit man wieder Jehova wirklich gefallen kann?
Aber der Hohepriester sprach: „Verhalten sich diese Dinge so?“ 2 Er sagte: „Männer, Brüder und Väter, hört! Der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vorvater Abraham, als er in Mesopotamien war, ehe er in Haran Wohnsitz nahm, 3 und er sprach zu ihm: ‚Zieh aus deinem Land und von deinen Verwandten weg, und komm her in das Land, das ich dir zeigen werde.‘ 4 Da zog er aus dem Land der Chaldaer aus und nahm in Haran Wohnsitz. Und von dort ließ ihn [Gott], nachdem sein Vater gestorben war, in dieses Land übersiedeln, in dem ihr jetzt wohnt. 5 Und doch gab er ihm keinen Erbbesitz darin, nein, nicht einen Fußbreit; aber er verhieß, als er noch kein Kind hatte, es ihm und seinem Samen nach ihm zum Besitz zu geben. 6 Überdies sprach Gott in dem Sinne, daß seine Nachkommen ansässige Fremdlinge in einem fremden Land sein würden und daß [man] sie versklaven und [sie] vierhundert Jahre lang niederdrücken würde. 7 ‚Und diese Nation, der sie wie Sklaven dienen werden, werde ich richten‘, sprach Gott, ‚und nach diesen Dingen werden sie ausziehen und werden mir an dieser Stätte heiligen Dienst darbringen.‘
8 Auch gab er ihm einen Bund der Beschneidung; und so wurde er der Vater von Isaak und beschnitt ihn am achten Tag, und Isaak von Jakob und Jakob von den zwölf Familienhäuptern. 9 Und die Familienhäupter wurden eifersüchtig auf Joseph und verkauften ihn nach Ägypten. Doch Gott war mit ihm, 10 und er befreite ihn aus allen seinen Drangsalen und gab ihm in den Augen Pharaos, des Königs von Ägypten, Gunst und Weisheit. Und er setzte ihn zum Regenten über Ägypten und sein ganzes Haus ein. 11 Es kam aber eine Hungersnot über ganz Ägypten und Kanaan, ja eine große Drangsal; und unsere Vorväter fanden keine Nahrungsmittel. 12 Jakob hörte aber, daß es in Ägypten Lebensmittel gebe, und er sandte unsere Vorväter zum ersten Mal hin. 13 Und beim zweiten Mal gab sich Joseph seinen Brüdern zu erkennen; und der Familienstamm Josephs wurde dem Pharao bekannt. 14 Dann sandte Joseph hin und rief Jakob, seinen Vater, und alle seine Verwandten [von jenem Ort] herbei, in der Zahl von fünfundsiebzig Seelen. 15 Jakob zog nach Ägypten hinab. Und er starb und ebenso unsere Vorväter, 16 und sie wurden nach Sichem überführt und wurden in die Gruft gelegt, die Abraham um einen Preis von den Söhnen Hamors in Sichem mit Silbergeld gekauft hatte.
17 Als nun die Zeit der [Erfüllung der] Verheißung nahte, die Gott dem Abraham offen verkündet hatte, wuchs das Volk und mehrte sich in Ägypten, 18 bis ein anderer König über Ägypten aufstand, der Joseph nicht kannte. 19 Dieser wandte Staatslist gegen unsere Rasse an und zwang die Väter zu Unrecht, ihre Kindlein auszusetzen, damit sie nicht am Leben bleiben sollten. 20 In dieser besonderen Zeit wurde Moses geboren, und er war schön vor Gott. Und drei Monate lang wurde er im Haus [seines] Vaters ernährt. 21 Als er aber ausgesetzt wurde, nahm ihn die Tochter Pharaos auf und zog ihn als ihren eigenen Sohn auf. 22 Infolgedessen wurde Moses in aller Weisheit der Ägypter unterwiesen. In der Tat, er war machtvoll in seinen Worten und Taten.
23 Als nun die Zeit seines vierzigsten Jahres voll wurde, stieg in seinem Herzen [der Gedanke] auf, bei seinen Brüdern, den Söhnen Israels, eine Besichtigung vorzunehmen. 24 Und als er einen erblickte, der ungerecht behandelt wurde, verteidigte er ihn und rächte den Mißhandelten, indem er den Ägypter niederschlug. 25 Er meinte, seine Brüder würden begreifen, daß Gott ihnen durch seine Hand Rettung verschaffe, aber sie begriffen [es] nicht. 26 Und als sie am nächsten Tag stritten, erschien er bei ihnen und versuchte, sie in Frieden zusammenzubringen, indem er sprach: ‚Männer, ihr seid Brüder. Warum behandelt ihr einander ungerecht?‘ 27 Derjenige aber, der seinem Nächsten unrecht tat, stieß ihn weg und sagte: ‚Wer hat dich zum Herrscher und Richter über uns gesetzt? 28 Du willst mich doch nicht etwa ebenso umbringen, wie du gestern den Ägypter umgebracht hast?‘ 29 Auf dieses Wort hin ergriff Moses die Flucht und wurde ein ansässiger Fremdling im Land Midian, wo er der Vater zweier Söhne wurde.
30 Und als vierzig Jahre voll geworden waren, erschien ihm in der Wildnis des Berges Sinai ein Engel in der Feuerflamme eines Dornbusches. 31 Als Moses es nun sah, verwunderte er sich über den Anblick. Doch als er näher trat, um nachzusehen, kam Jehovas Stimme: 32 ‚Ich bin der Gott deiner Vorväter, der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs.‘ Da erzitterte Moses und wagte nicht, [es] weiter zu untersuchen. 33 Jehova sprach zu ihm: ‚Nimm die Sandalen von deinen Füßen, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliger Boden. 34 Bestimmt habe ich die schlechte Behandlung meines Volkes, das in Ägypten ist, gesehen, und ich habe ihr Seufzen gehört, und ich bin herabgekommen, um sie zu befreien. Und nun, komm, ich will dich nach Ägypten senden.‘ 35 Diesen Moses, den sie verleugnet hatten, indem sie sprachen: ‚Wer hat dich zum Herrscher und Richter gesetzt?‘, diesen hat Gott durch die Hand des Engels, der ihm im Dornbusch erschien, als Herrscher und auch als Befreier gesandt. 36 Dieser Mann führte sie hinaus, indem er in Ägypten und im Roten Meer und vierzig Jahre lang in der Wildnis Wunder und Zeichen tat.
37 Dieser ist der Moses, der zu den Söhnen Israels sprach: ‚Einen Propheten gleich mir wird Gott euch aus der Mitte eurer Brüder erwecken.‘ 38 Dieser ist es, der dann inmitten der Versammlung in der Wildnis bei dem Engel war, der auf dem Berg Sinai zu ihm und zu unseren Vorvätern redete, und er empfing lebendige, heilige Aussprüche, um sie euch zu geben. 39 Unsere Vorväter wollten ihm aber nicht gehorsam werden, sondern sie stießen ihn von sich und kehrten in ihrem Herzen nach Ägypten zurück, 40 indem sie zu Aaron sagten: ‚Mache uns Götter, damit sie vor uns hergehen. Denn dieser Moses, der uns aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, wir wissen nicht, was ihm widerfahren ist.‘ 41 Da machten sie in jenen Tagen ein Kalb und brachten ein Schlachtopfer zu dem Götzen hinauf und begannen sich der Werke ihrer Hände zu erfreuen. 42 Da wandte sich Gott ab und gab sie dahin, dem Heer des Himmels heiligen Dienst darzubringen, so wie es im Buch der Propheten geschrieben steht: ‚Ihr habt doch nicht etwa mir vierzig Jahre lang in der Wildnis Opfertiere und Schlachtopfer dargebracht, o Haus Israel? 43 Sondern das Zelt des Moloch und den Stern des Gottes Rephan habt ihr aufgenommen, die Figuren, die ihr gemacht habt, um sie anzubeten. Demzufolge will ich euch über Babylon hinaus wegführen.‘
44 Unsere Vorväter hatten das Zelt des Zeugnisses in der Wildnis, so wie er ihnen Weisung gegeben hatte, als er zu Moses redete, es nach dem Muster zu machen, das er gesehen hatte. 45 Und unsere Vorväter, die es übernahmen, brachten es auch mit Josua in das Land hinein, das die Nationen in Besitz hatten, die Gott vor unseren Vorvätern her ausstieß. Hier blieb es bis zu den Tagen Davids. 46 Er fand Gunst in den Augen Gottes und bat um [das Vorrecht], dem Gott Jakobs eine Wohnstätte zu verschaffen. 47 Salomo aber baute ihm ein Haus. 48 Doch der Höchste wohnt nicht in Häusern, die mit Händen gemacht sind, so wie der Prophet sagt: 49 ‚ „Der Himmel ist mein Thron, und die Erde ist der Schemel meiner Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen?“ spricht Jehova. „Oder welches ist die Stätte meiner Ruhe? 50 Hat nicht meine Hand alle diese Dinge gemacht?“ ‘
51 [Ihr] Halsstarrigen und an Herz und Ohren Unbeschnittenen, ständig widersteht ihr dem heiligen Geist; wie eure Vorväter getan haben, so tut ihr. 52 Welchen von den Propheten haben eure Vorväter nicht verfolgt? Ja, sie töteten die, die über das Kommen des Gerechten im voraus Ankündigung machten, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, 53 ihr, die ihr das GESETZ empfingt, wie es von Engeln übermittelt wurde, es aber nicht gehalten habt.“
die Geschichte des Volkes Israel im Schnelldurchlauf
Apostelgeschichte 7:54
Als sie nun diese Dinge hörten, fühlten sie sich in ihrem Herzen zutiefst verletzt, und sie begannen mit den Zähnen gegen ihn zu knirschen.
Wie reagieren wir persönlich auf die Dinge, die wir aus der Bibel hören oder selber lesen?
39 Unsere Vorväter wollten ihm aber nicht gehorsam werden, sondern sie stießen ihn von sich und kehrten in ihrem Herzen nach Ägypten zurück,
sind vielleicht auch wir bereits mit unserem Herzen in unser altes Leben zurück gekehrt?
Dies könnte auch dann der Fall sein, wenn wir weiterhin die Zusammenkünfte besuchen und einen gewissen Anteil im Predigtdienst haben. Selbst, wenn wir uns auf die Zusammenkünfte vorbereiten.
Hier geht es nicht um äußerliche Dinge, sondern darum, was in unserem Herzen ist:
vermisse ich vielleicht Dinge, die ich getan habe und an denen ich Freude hatte, bevor ich in die Wahrheit gekommen bin?
Dann könnte es sein, dass auch ich berreit in meinem Herzen in die alte Welt zurückgekehrt bin…
Als sie nun diese Dinge hörten, fühlten sie sich in ihrem Herzen zutiefst verletzt, und sie begannen mit den Zähnen gegen ihn zu knirschen. 55 Er aber, voll heiligen Geistes, schaute unverwandt zum Himmel empor und erblickte die Herrlichkeit Gottes und Jesus, zur Rechten Gottes stehend, 56 und er sprach: „Siehe! Ich sehe die Himmel aufgetan und den Menschensohn, zur Rechten Gottes stehend.“ 57 Darauf schrien sie mit lauter Stimme und hielten sich mit den Händen die Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn los. 58 Und nachdem sie ihn aus der Stadt hinausgetrieben hatten, begannen sie ihn mit Steinen zu bewerfen. Und die Zeugen legten ihre äußeren Kleider zu den Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus genannt wurde. 59 Und sie fuhren fort, Stephanus zu steinigen, während er flehte und sprach: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf.“ 60 Darauf beugte er seine Knie und rief mit lauter Stimme: „Jehova, rechne ihnen diese Sünde nicht zu!“ Und nachdem er dies gesagt hatte, entschlief er [im Tod].
nun hatten sie diesen Stephanus mundtot gemacht, der ihr Gottentehrendes Verhalten bloßtellte – aber entehrte ihr Verhalten dadurch nicht mehr Gott?
Wie dachte wohl Jehova über sie??
Wie denkt wohl Jehova über uns, wenn wir uns ähnlich verhalten?
Die Volksmengen achteten einmütig auf das, was Philippus sagte, während sie zuhörten und auf die Zeichen blickten, die er tat. 7 Denn viele hatten unreine Geister, und diese pflegten mit lauter Stimme zu schreien und auszufahren. Außerdem wurden viele Gelähmte und Lahme geheilt.
wieso hatten so viele unter den Israeliten unreine Geister, wo sie doch eigentlich Gottes Volk damals angehörten?
Als die Apostel in Jerusalem hörten, daß Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen; 15 und diese gingen hinab und beteten für sie, damit sie heiligen Geist empfingen. 16 Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur im Namen des Herrn Jesus getauft worden. 17 Dann legten sie ihnen die Hände auf, und von da an empfingen sie heiligen Geist.
wieso mussten ihnen erst von den Aposteln die Hände aufgelegt werden, damit sie den heiligen Geist empfangen konnten?
*** it-1 S. 1052 Hand ***
Die Handauflegung. Abgesehen von dem üblichen Gebrauch, wurden die Hände auch zu verschiedenen Zwecken Personen oder Gegenständen aufgelegt. Im allgemeinen war diese Handlung jedoch ein Zeichen der Ernennung oder dafür, daß die Person (bzw. das Tier) oder die Sache in einer bestimmten Funktion anerkannt oder bestätigt wurde.
Während der Feierlichkeit zur Einsetzung der Priesterschaft legten Aaron und seine Söhne ihre Hände auf den Kopf des Stieres und der zwei Widder, die geopfert werden sollten. Dadurch bestätigten sie, daß diese Tiere geopfert wurden, damit sie Priester Jehovas Gottes werden konnten (2Mo 29:10, 15, 19; 3Mo 8:14, 18, 22). Josua wurde auf Gottes Geheiß zum Nachfolger Mose eingesetzt, indem Moses Josua die Hände auflegte. Dieser war daraufhin „voll des Geistes der Weisheit“ und fähig, Israel gut zu führen (5Mo 34:9).
Sollten Personen einen Segen empfangen, legte man ihnen die Hände auf (1Mo 48:14; Mar 10:16). Jesus Christus berührte einige, die er heilte, oder legte ihnen die Hände auf (Mat 8:3; Mar 6:5; Luk 13:13). Gewisse Personen empfingen die Gabe des heiligen Geistes, nachdem die Apostel ihnen die Hände aufgelegt hatten (Apg 8:14-20; 19:6).
*** bt Kap. 7 S. 56 „Die gute Botschaft über Jesus“ predigen ***
Offensichtlich wurden neue Jünger damals normalerweise bei der Taufe mit heiligem Geist gesalbt, das heißt, sie empfingen den heiligen Geist. Dadurch hatten sie die Aussicht, später mit Jesus als Könige und Priester im Himmel zu regieren (2. Kor. 1:21, 22; Offb. 5:9, 10; 20:6). Doch in diesem besonderen Fall wurden die neuen Jünger nicht bei der Taufe gesalbt. Sie empfingen den heiligen Geist und die damit verbundenen Gaben erst, nachdem Petrus und Johannes ihnen die Hände aufgelegt hatten.
Hm…..
Irgendwie habe ich immer noch keine zufriedenstellende Antwort auf meine Frage erhalten:
“Warum war es nötig, dass die Apostel die Hände auflegten, damit andere den heiligen Geist erhalten konnten? Immerhin ist der heilige Geist doch eine Gabe von Jehova…”
Wer hier noch weiteren Aufschluss zu bieten hat – immer her damit
Als nun Simon sah, daß der Geist durch Händeauflegen der Apostel gegeben wurde, bot er ihnen Geld an, 19 indem er sprach: „Gebt auch mir diese Gewalt, damit jeder, dem ich die Hände auflege, heiligen Geist empfange.“ 20 Petrus aber sprach zu ihm: „Dein Silber gehe mit dir zugrunde, weil du dachtest, durch Geld in den Besitz der freien Gabe Gottes zu gelangen. 21 Du hast weder Anteil noch Anrecht an dieser Sache, denn dein Herz ist in den Augen Gottes nicht gerade. 22 Bereue daher deine Schlechtigkeit, und flehe zu Jehova, daß dir, wenn möglich, das Trachten deines Herzens vergeben werde; 23 denn ich sehe, du bist eine giftige Galle und eine Fessel der Ungerechtigkeit.“ 24 Als Antwort sagte Simon: „Ihr Männer, fleht für mich zu Jehova, daß nichts von dem, was ihr gesagt habt, über mich komme.“
warum dieses harte Urteil?
*** bt Kap. 7 S. 55-57 „Die gute Botschaft über Jesus“ predigen ***
„Gebt auch mir diese Gewalt“ (Apg. 8:9-25)
9 Philippus wirkte in Samaria viele Wunder. Unter anderem heilte er Menschen mit Behinderungen und trieb sogar böse Geister aus (Apg. 8:6-8). Ein Mann war davon besonders angetan: Simon, ein Magier, den die Leute so bewunderten, dass sie über ihn sagten: „Dieser Mann ist die Kraft Gottes.“ Durch die Wunder des Philippus sah er nun mit eigenen Augen die wirkliche Kraft Gottes und kam zum Glauben (Apg. 8:9-13). Seine Motive wurden später jedoch auf den Prüfstand gestellt. Wie?
10 Als die Apostel hörten, dass es in Samaria so viel Zuwachs gab, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. (Dazu auch „Petrus gebraucht die ‚Schlüssel des Königreiches‘ “.) Die beiden legten den neuen Jüngern die Hände auf und jeder empfing den heiligen Geist. Simon war davon ganz fasziniert. Er sagte zu den Aposteln: „Gebt auch mir diese Gewalt, damit jeder, dem ich die Hände auflege, heiligen Geist empfange.“ Simon bot ihnen sogar Geld an, weil er dachte, er könne diese Gabe Gottes kaufen! (Apg. 8:14-19).
11 Petrus wies Simon scharf zurecht: „Dein Silber gehe mit dir zugrunde, weil du dachtest, durch Geld in den Besitz der freien Gabe Gottes zu gelangen. Du hast weder Anteil noch Anrecht an dieser Sache, denn dein Herz ist in den Augen Gottes nicht gerade.“ Dann redete er Simon ins Gewissen, er solle bereuen und um Vergebung bitten: „Flehe zu Jehova, dass dir, wenn möglich, das Trachten deines Herzens [„deine unsaubere Absicht“, Zink] vergeben werde.“ Simon war offenbar kein schlechter Mensch. Eigentlich wollte er das Richtige tun, aber hier hatte er sich gründlich vergaloppiert. Er beschwor die Apostel: „Ihr Männer, fleht für mich zu Jehova, dass nichts von dem, was ihr gesagt habt, über mich komme“ (Apg. 8:20-24).
12 Was Petrus dem Simon so unverblümt zu verstehen gab, ist auch ein deutlicher Wink für Christen von heute. Von dem Vorfall damals wurde sogar ein eigenes Wort abgeleitet: Simonie, der Kauf und Verkauf von Ämtern auf religiöser Ebene. Die Kirchengeschichte strotzt nur so vor Beispielen dafür. So wird in der 9. Auflage der Encyclopædia Britannica (1878) über Papstwahlen (Konklaven) gesagt: „Wer die Geschichte der päpstlichen Konklaven erforscht, kommt zu der Überzeugung, dass keine Wahl je unbefleckt von Simonie erfolgt ist, sondern im Gegenteil in vielen Fällen im Konklave Simonie in gröbster, schamlosester und offenkundigster Weise getrieben worden ist.“
13 Simonie ist eine Sünde, vor der man als Christ auf der Hut sein muss. Es darf zum Beispiel nicht sein, dass man jemand mit Geschenken oder Lob überhäuft, weil man sich von ihm zusätzliche besondere Aufgaben in der Versammlung verspricht. Andererseits sollten sich Brüder, die anderen besondere Aufgaben zukommen lassen könnten, nicht dazu hinreißen lassen, jemand zu begünstigen, nur weil er gut situiert ist. Beides wäre letztlich eine Form von Simonie.
Fazit: Diener Gottes dürfen sich nicht irgendwie in den Vordergrund drängen, sondern sollten abwarten, wen Jehovas Geist für eine Aufgabe auswählt (Luk. 9:48).
In Gottes Organisation ist kein Platz für Leute, die auf „ihre eigene Ehre“ aus sind (Spr. 25:27).
Da sagte der Geist zu Philippus: „Tritt hinzu, und schließ dich diesem Wagen an.“ 30 Philippus lief nebenher und hörte ihn laut den Propheten Jesaja lesen, und er sprach: „Verstehst du wirklich, was du liest?“ 31 Er sagte: „Wie könnte ich es denn je, wenn mich nicht jemand anleitet?“ Und er bat Philippus inständig, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. 32 Die Stelle der Schrift nun, die er laut las, war diese: „Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtung geführt, und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer stumm ist, so tut er seinen Mund nicht auf. 33 Während seiner Erniedrigung wurde das Gericht von ihm weggenommen. Wer wird die Einzelheiten seiner Generation erzählen? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen.“
34 Als Antwort sagte der Eunuch zu Philippus: „Ich bitte dich: Von wem sagt dies der Prophet? Von sich selbst oder von einem anderen?“ 35 Philippus öffnete seinen Mund, und mit diesem Schriftwort anfangend, verkündigte er ihm die gute Botschaft über Jesus.
sind wir ebenso aufrichtig und demütig wie der Eunuch?
Lassen wir uns die Dinge erklären, die wir nicht verstehen? Fragen wir nach, oder tun wir, als ob wir alles wüssten, damit niemand schlecht von uns denkt?
Apstelgeschichte 8:36-39
Als sie nun auf der Straße dahinzogen, kamen sie an ein gewisses Gewässer, und der Eunuch sprach: „Siehe! Ein Gewässer; was hindert mich, getauft zu werden?“ 37 —— 38 Damit gebot er, daß der Wagen halte, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, sowohl Philippus als auch der Eunuch; und er taufte ihn. 39 Als sie aus dem Wasser heraufgekommen waren, führte Jehovas Geist den Philippus eilends hinweg, und der Eunuch sah ihn nicht mehr, denn er zog freudig seines Weges weiter.
Saulus aber, der immer noch Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn schnaubte, ging zum Hohenpriester 2 und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus, um alle, die er finden würde, sowohl Männer wie Frauen, die zum WEG gehörten, gebunden nach Jerusalem zu bringen.
3 Als er sich nun auf seiner Reise Damaskus näherte, umblitzte ihn plötzlich ein Licht vom Himmel, 4 und er fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die zu ihm sagte: „Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?“ 5 Er sagte: „Wer bist du, Herr?“ Er sprach: „Ich bin Jesus, den du verfolgst. 6 Doch steh auf und geh in die Stadt hinein, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst.“ 7 Die Männer nun, die mit ihm reisten, standen sprachlos da, da sie zwar den Schall einer Stimme hörten, aber niemand sahen. 8 Saulus jedoch erhob sich vom Boden, und obwohl seine Augen geöffnet waren, sah er nichts. Da führten sie ihn an der Hand und geleiteten ihn nach Damaskus. 9 Und drei Tage lang sah er nichts, und er aß und trank auch nicht.
10 In Damaskus befand sich ein gewisser Jünger namens Ananias, und der Herr sprach in einer Vision zu ihm: „Ananias!“ Er sagte: „Hier bin ich, Herr.“ 11 Der Herr sprach zu ihm: „Steh auf, geh in die Straße, die man die Gerade nennt, und such im Haus des Judas einen Mann namens Saulus aus Tarsus. Denn siehe, er betet, 12 und in einer Vision hat er einen Mann namens Ananias eintreten und ihm die Hände auflegen sehen, damit er wieder sehend werde.“ 13 Ananias aber antwortete: „Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wieviel Schaden er deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat. 14 Und hier hat er die Befugnis von den Oberpriestern, alle, die deinen Namen anrufen, in Fesseln zu legen.“ 15 Aber der Herr sprach zu ihm: „Geh hin, denn dieser Mann ist mir ein auserwähltes Gefäß, um meinen Namen sowohl zu den Nationen als auch zu Königen und den Söhnen Israels zu tragen. 16 Denn ich werde ihm deutlich zeigen, wieviel er für meinen Namen leiden muß.“
17 Da ging Ananias hin und kam in das Haus, und er legte ihm die Hände auf und sprach: „Saulus, Bruder, der Herr, der Jesus, der dir auf der Straße, auf der du kamst, erschienen ist, hat mich hergesandt, damit du wieder sehend und mit heiligem Geist erfüllt werdest.“ 18 Und sogleich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen, und er konnte wieder sehen, und er stand auf und wurde getauft, 19 und er nahm Speise zu sich und kam zu Kräften.
können wir uns in diesen Mann – Ananias – hineinversetzen, was er dabei gedacht und gefühlt hatte?
und (Saulus) begann sogleich, in den Synagogen Jesus zu predigen, daß dieser der Sohn Gottes ist. 21 Alle aber, die ihn hörten, entsetzten sich und sprachen: „Ist das nicht der Mann, der unter denen in Jerusalem, die diesen Namen anrufen, eine Verheerung anrichtete und gerade zu dem Zweck hierhergekommen war, sie gebunden zu den Oberpriestern zu führen?“ 22 Saulus jedoch erwarb sich fortwährend noch mehr Kraft und brachte die Juden, die in Damaskus wohnten, in Verwirrung, als er folgerichtig bewies, daß dieser der Christus ist.
wie hätten wir empfunden, wenn wir als Bruder gesehen hätten, wie der Mann, der uns und unsere Bruderschaft mit allen Mitteln verfolgt hatte und zerstören wollte, nun im Tempel lehrte, dass Jesus Gottes Sohn war?
We hätten wir als Jude empfunden, wenn wir gesehen hätten wie dieser Mann, der so eifrig auf unserer Seite gegen diese verfluchte Sekte gekämpt hatte, nun auf einmal die Fronten gewechset hat?
Ob nicht auf beiden Seiten viele gedacht haben, dass dies nur ein Trick, eine Falle sei, um möglichst viele Christen gefangen weg zu führen?
Apostelgeschichte 9:26
Als er in Jerusalem ankam, suchte er sich den Jüngern anzuschließen; aber sie alle fürchteten sich vor ihm, denn sie glaubten nicht, daß er ein Jünger sei.
auf jeden Fall erlebte Paulus sehr schnell, was es bedeutet, wenn man wegen seines Glaubens um sein Leben fürchten muss.
Als nun ziemlich viele Tage zu Ende gingen, hielten die Juden zusammen Rat, um ihn umzubringen. 24 Saulus erfuhr aber von ihrem Anschlag gegen ihn. Tag und Nacht bewachten sie indes sorgfältig auch die Tore, um ihn umzubringen. 25 Da nahmen ihn seine Jünger und ließen ihn nachts durch eine Lücke in der Mauer hinab, indem sie ihn in einem Korb hinunterließen.
diese Jünger jedenfalls mussten von der Echtheit seines Wandels überzeugt gewesen sein, sonst hätten sie ihm nicht geholfen, Denn immerhin machten sie ja sich sebst damit auch zur Zielscheibe.
Als er in Jerusalem ankam, suchte er sich den Jüngern anzuschließen; aber sie alle fürchteten sich vor ihm, denn sie glaubten nicht, daß er ein Jünger sei.
können wir die Reaktion dieser Jùnger verstehen? Immerhin war er ja derjenige, der sie vor seinem Weggang aufs Heftigste verfolgt hatte und konnte nicht jeder einfach behaupten, dass er nun auch ein Christ geworden sei?
Apostelgeschichte 9:27-30
Da kam ihm Barnabas zu Hilfe und führte ihn zu den Aposteln, und er erzählte ihnen eingehend, wie er auf dem Weg den Herrn gesehen hatte und daß er zu ihm geredet habe und wie er in Damaskus freimütig im Namen Jesu geredet hatte. 28 Und er war weiterhin bei ihnen, ging in Jerusalem ein und aus und redete freimütig im Namen des Herrn; 29 und er redete und disputierte mit den griechisch sprechenden Juden. Diese aber unternahmen Versuche, ihn umzubringen. 30 Als die Brüder dies herausfanden, brachten sie ihn nach Cäsarea hinab und sandten ihn nach Tarsus weg.
Als sie nun diese Dinge hörten, beruhigten sie sich, und sie verherrlichten Gott und sprachen: „Nun, dann hat Gott auch den Menschen von den Nationen die [Gelegenheit zur] Reue gewährt, die zum Leben gereicht.“
hatte Jehova nicht in Wrklichkeit immer schon Menschen von den umliegenden Nationen gewährt, seine Anbeter zu sein?
Denken wir dabei an Rabah oder Ruth, die sogar das Vorrecht bekamen, Vorfahrin des Messias zu werden.
und nachdem er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. So kam es, daß sie ein ganzes Jahr lang mit ihnen in der Versammlung zusammenkamen und eine beträchtliche Volksmenge lehrten, und es war zuerst in Antiochia, daß die Jünger durch göttliche Vorsehung Christen genannt wurden.
21 An einem festgesetzten Tag jedoch kleidete sich Herodes in ein Königsgewand und setzte sich auf den Richterstuhl und begann ihnen eine öffentliche Ansprache zu halten. 22 Das versammelte Volk seinerseits begann zu schreien: „Eines Gottes Stimme und nicht eines Menschen!“ 23 Da schlug ihn der Engel Jehovas augenblicklich, weil er nicht Gott die Ehre gab; und er wurde von Würmern zerfressen und verschied.
da bin ich ja dann mal auf den Kommentar von unserem Finchen zu dieser Geschichte gespannt. Denn in der letzten Dienstwoche der Tagalog-Gruppe hatte der Kreisaufseher von dieser Geschichte geprochen und sie war völlig aus dem Häuschen. Vieleicht schreibt sie ja was dazu, wenn sie mit der Bibellese hier ankommt.
Hier noch ein Gedanke dazu aus dem neuen Buch:
„Da schlug ihn der Engel Jehovas“ (Apg. 12:18-25)
17 Nicht nur die Jünger waren überrascht, dass Petrus entkommen war, sondern auch Herodes — aber für ihn war es keine angenehme Überraschung. Sofort leitete er eine Suchaktion ein. Dann verhörte er die Wachen und ordnete an, „sie zur Bestrafung abzuführen“; wahrscheinlich wurde mit ihnen kurzer Prozess gemacht (Apg. 12:19). Herodes Agrippa ist der Nachwelt nicht gerade für sein Mitgefühl und seine Menschlichkeit in Erinnerung geblieben. Musste er je für seine Grausamkeiten bezahlen?
18 Für Agrippa war es sicherlich eine Blamage, dass ihm Petrus entwischt war, doch er sollte bald Balsam für seinen verletzten Stolz finden. Einige Männer, mit denen er im Streit lag, kamen in diplomatischer Mission und ersuchten ihn um Frieden. Ohne Zweifel war er darauf erpicht, sich bei dieser Gelegenheit mit einer Rede groß in Szene zu setzen. Wie Lukas berichtet, kleidete sich Herodes dafür extra in ein königliches Prachtgewand. Der jüdische Historiker Josephus schreibt, es sei aus Silber gewirkt gewesen und habe im Licht derart geleuchtet, dass Herodes das Volk richtig blendete. Dann hielt der selbstherrliche König seine Rede. Das Volk schrie: „Eines Gottes Stimme und nicht eines Menschen!“, und kitzelte damit seine Eitelkeit (Apg. 12:20-22).
19 Eine solche Ehre stand nur Gott zu — und genau dieser beobachtete das Ganze! Herodes hätte das Unheil abwenden können. Er hätte das Volk scharf zurechtweisen oder ihm zumindest widersprechen können. Stattdessen wurde er ein wandelndes Beispiel für den Bibelspruch: „Stolz geht einem Sturz voraus“ (Spr. 16:18). „Da schlug ihn der Engel Jehovas augenblicklich.“ Die Folge? Dieser aufgeblasene, krankhafte Egoist ging elend zugrunde: Er „wurde von Würmern zerfressen und verschied“ (Apg. 12:23). Josephus bestätigt, dass Agrippa plötzlich krank wurde und sogar selbst dachte, er müsse sterben, weil er sich vom Volk habe schmeicheln lassen; er soll noch fünf Tage dahingesiecht sein.
20 Manchmal sieht es so aus, als ob gottlose Menschen trotz all ihrer Auswüchse an Bosheit ungestraft davonkommen. Das braucht uns nicht zu verwundern, denn „die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist“ (1. Joh. 5:19).
Dennoch macht es treuen Dienern Gottes manchmal zu schaffen, dass böse Menschen scheinbar ungeschoren bleiben.
Deshalb sind solche Berichte ein echter Trost. Wenn wir lesen, dass Jehova bei so etwas dazwischenfährt, erinnert uns das daran, dass er ein gerechtigkeitsliebender Gott ist (Ps. 33:5). Jehovas Gerechtigkeit wird letztlich jeden einholen.
21 Zum Schluss ein Lehrpunkt, der sogar noch ermutigender ist. Lukas beendet seinen Bericht mit der Feststellung, dass das Predigtwerk weite Kreise zog: „Das Wort Jehovas aber wuchs weiterhin und breitete sich aus“ (Apg. 12:24). Dabei kommt einem unwillkürlich in den Sinn, wie Jehova dasselbe Werk in unserer Zeit gesegnet hat. In Apostelgeschichte, Kapitel 12 geht es eindeutig nicht in erster Linie um den Tod oder die Flucht eines Apostels. Es geht vielmehr um Jehova und darum, wie er alle Pläne Satans, die Versammlung zu zerschlagen und das Predigtwerk im Keim zu ersticken, durchkreuzt hat. Die Angriffe des Teufels sind gescheitert — wie auch alles Weitere in dieser Richtung nur scheitern kann (Jes. 54:17). Wer sich dagegen auf die Seite Jehovas und Jesu Christi stellt, macht bei einem Werk mit, das nie und nimmer scheitern wird — ein erhebender Gedanke! Es ist schon wirklich etwas Großes: Wir kleine Menschen dürfen mithelfen, dass „das Wort Jehovas“ heute überall bekannt wird!
Da fasteten und beteten sie und legten ihnen die Hände auf und ließen sie gehen.
welche Bewandnis hat hier das Händeauflegen?
Bisher habe ich es eher im Zusammenhang damit gelesen, dass neue Gläubige von den Aposteln den heiligen Geist erhalten und somit gesalbt worden sind.
Querverweise
Rbi8 Apostelgeschichte 13:3
(Apostelgeschichte 14:23) Überdies setzten sie in jeder Versammlung ältere Männer für sie ein, und indem sie unter Fasten beteten, vertrauten sie sie Jehova an, an den sie gläubig geworden waren.
(1. Timotheus 4:14) Vernachlässige die Gabe in dir nicht, die dir durch eine Voraussage verliehen wurde und dadurch, daß dir die Körperschaft der älteren Männer die Hände auflegte.
(2. Timotheus 1:6) Gerade aus diesem Grund erinnere ich dich daran, die Gabe Gottes, die durch das Auflegen meiner Hände in dir ist, wie ein Feuer anzufachen.
Da stand Paulus auf, winkte mit der Hand und sprach:
„Männer, Israeliten und ihr [anderen], die ihr Gott fürchtet, hört! 17 Der Gott dieses Volkes Israel erwählte unsere Vorväter, und er erhöhte das Volk während ihrer Fremdlingschaft im Land Ägypten und führte sie mit erhobenem Arm von dort hinaus. 18 Und während einer Zeitspanne von ungefähr vierzig Jahren ertrug er ihr Gebaren in der Wildnis. 19 Nachdem er sieben Nationen im Land Kanaan vernichtet hatte, verteilte er das Land durch das Los unter sie: 20 all das während ungefähr vierhundertfünfzig Jahren.
Und nach diesen Dingen gab er ihnen Richter bis zum Propheten Samuel. 21 Doch von da an verlangten sie einen König, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kisch, einen Mann aus dem Stamm Benjamin, für vierzig Jahre. 22 Und nachdem er ihn weggetan hatte, erweckte er ihnen David zum König, von dem er Zeugnis ablegte und sprach: ‚Ich habe David gefunden, den Sohn Isaïs, einen Mann, der meinem Herzen angenehm ist, der alles, was ich begehre, tun wird.‘ 23 Aus der Nachkommenschaft dieses [Mannes] hat Gott seiner Verheißung gemäß für Israel einen Retter, Jesus, gebracht, 24 nachdem Johannes vor dessen Auftreten dem ganzen Volk Israel öffentlich [die] Taufe [als Symbol] der Reue gepredigt hatte. 25 Während aber Johannes seinen Lauf erfüllte, sprach er: ‚Was vermutet ihr, wer ich bin? Ich bin es nicht. Doch seht, nach mir kommt einer, dem die Sandalen von seinen Füßen loszubinden ich nicht würdig bin.‘
26 Männer, Brüder, ihr Söhne vom Geschlecht Abrahams, und die [anderen] unter euch, die Gott fürchten, uns ist das Wort von dieser Rettung gesandt worden. 27 Denn die Bewohner Jerusalems und ihre Vorsteher erkannten diesen nicht, doch als sie als Richter auftraten, erfüllten sie die Dinge, die von den PROPHETEN geäußert worden sind und die jeden Sabbat vorgelesen werden, 28 und obwohl sie keine Ursache fanden [, ihn] zu töten, verlangten sie von Pilatus, daß er hingerichtet werde. 29 Als sie nun alles, was über ihn geschrieben steht, vollbracht hatten, nahmen sie ihn vom Stamm herab und legten ihn in eine Gedächtnisgruft. 30 Gott aber auferweckte ihn von den Toten; 31 und während vieler Tage wurde er für die sichtbar, die mit ihm aus Galilaa nach Jerusalem hinaufgegangen waren, die nun seine Zeugen vor dem Volk sind.
die gemeinsame Geschichte der Juden und dass sich die Prophezeiungen in Jesus erfüllt haben.
Apostelgeschichte 13:32-37
Und so verkünden wir euch die gute Botschaft von der Verheißung, die an die Vorväter erging, 33 welche Gott uns, ihren Kindern, gänzlich dadurch erfüllt hat, daß er Jesus auferstehen ließ, wie es auch im zweiten Psalm geschrieben steht: ‚Du bist mein Sohn, heute bin ich dein Vater geworden.‘ 34 Und diese Tatsache, daß er ihn von den Toten zur Auferstehung brachte, dazu bestimmt, nicht mehr zur Verwesung zurückzukehren, hat er auf diese Weise dargelegt: ‚Ich will euch die dem David [zugesagten] liebenden Gütigkeiten verleihen, die zuverlässig sind.‘ 35 Daher sagt er auch in einem anderen Psalm: ‚Du wirst nicht zulassen, daß dein Loyalgesinnter die Verwesung sieht.‘ 36 Denn David einerseits diente in seiner eigenen Generation dem ausdrücklichen Willen Gottes und entschlief [im Tode] und wurde zu seinen Vorvätern gelegt und sah die Verwesung. 37 Andererseits sah der, den Gott auferweckt hat, die Verwesung nicht.
kennen auch wir Gottes Wort so gut, dass wir die einelnen Puzzlesteine zu einem Ganzen zusammensetzen können?
Verstehen wir die Zusammenhänge und können wir die richtigen Rückschlüsse ziehen?
Wie argumentieren wir im Predigtdienst?
Das neue Buch ist wirklich ein wunderbares Hilfsmittel, wenn es uns anhand des Lebens und Wirkens der ersten Jünger zeigt, wie wir uns im Predigtdienst noch verbessern und noch wirkungsvoller vorgehen können!
Haben wir es bereits gelesen? Ziehen wir es zu Rate?
Apostelgeschichte 13:38-43
Darum sei euch kund, Brüder, daß euch durch diesen Vergebung der Sünden verkündigt wird 39 und daß von allen Dingen, von denen ihr durch das Gesetz Mose nicht schuldlos gesprochen werden konntet, jeder, der glaubt, durch diesen schuldlos gesprochen wird. 40 Seht daher zu, daß das nicht über euch komme, was in den PROPHETEN gesagt ist: 41 ‚Seht es, ihr Verächter, und wundert euch darüber, und schwindet dahin; denn ich wirke ein Werk in euren Tagen, ein Werk, das ihr gewiß nicht glauben werdet, auch wenn es euch jemand im einzelnen erzählt.‘ “
42 Als sie nun hinausgingen, begannen die Leute inständig zu bitten, daß diese Dinge am folgenden Sabbat zu ihnen geredet würden.
wie wir sehen, war diese Art des Predigens sehr wirkungsvoll!
Als die Juden die Volksmengen erblickten, wurden sie mit Eifersucht erfüllt und begannen dem von Paulus Geredeten lästernd zu widersprechen.
auch hierzu ein kurzer aber prägnanter Gedanke aus dem neuen Buch
Die beiden Missionare mussten ihnen im Kern sagen, dass ihnen das Wort Gottes zwar zuerst gepredigt worden war, sie aber den Messias abgelehnt hatten und deshalb jetzt nur noch auf Gottes Gerichtsurteil warten konnten. Die Juden hetzten dann die angesehenen Frauen und die Männer, die in der Stadt etwas zu sagen hatten, gegen die beiden auf. „Sie erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und trieben sie aus ihren Grenzen hinaus.“
Wie reagieren wir persönlich auf so eine Verfolgung?
In Ikonion nun gingen sie zusammen in die Synagoge der Juden und redeten auf eine Weise, daß eine große Menge Juden und auch Griechen gläubig wurden. 2 Die Juden aber, die nicht glaubten, erregten die Seelen der Leute der Nationen und beeinflußten sie zum Bösen gegen die Brüder.
und wieder diese unglaublich liebenswerten Zeitgenossen – die sich von den Reden der Nachfolger Jesu “bedroht fühlen” und dies kompensieren, indem sie sie verleumden und verfolgen.
Warum ändern diese Schlaumeier nicht einfach ihr Verhalten dahingehend, dass sie wieder in Jehovas Wohlgefallen gelangen?
Als sie angekommen waren und die Versammlung zusammengebracht hatten, begannen sie die vielen Dinge zu erzählen, die Gott durch sie getan hatte, und daß er den Nationen die Tür zum Glauben geöffnet habe.
wie steht es mit uns?
Was steht bei unserem Reden im Vordergrund?
Das, was wir alles erdulden mussten und vielleicht noch müssen – oder all das wunderbare, was Gott für uns getan und durch uns gewirkt hat?
Was würde wohl über uns in der Bibel stehen, wenn wir damals gelebt hätten?
Da befanden es die Apostel und die älteren Männer zusammen mit der ganzen Versammlung für gut, Männer aus ihrer Mitte auszuwählen und sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden, nämlich Judas, der Barsabbas genannt wurde, und Silas, führende Männer unter den Brüdern; 23 und durch ihre Hand schrieben sie:
„Die Apostel und die älteren Männer, Brüder, den Brüdern in Antiochia und Syrien und Zilizien, die aus den Nationen sind: Grüße! 24 Da wir gehört haben, daß einige aus unserer Mitte euch durch Reden beunruhigt haben, indem sie eure Seele zu erschüttern suchten, obwohl wir ihnen keine Anweisungen gaben, 25 sind wir zur vollen Übereinstimmung gekommen und haben es für gut befunden, Männer auszuwählen, um sie zusammen mit unseren Geliebten, Barnabas und Paulus, zu euch zu senden, 26 Menschen, die ihre Seele für den Namen unseres Herrn Jesus Christus hingegeben haben. 27 Wir senden daher Judas und Silas, damit sie dieselben Dinge auch mündlich berichten. 28 Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: 29 euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“
30 Als man somit diese Männer ziehen ließ, gingen sie nach Antiochia hinab, und sie versammelten die Menge und übergaben ihnen den Brief. 31 Nachdem sie ihn gelesen hatten, freuten sie sich über die Ermunterung. 32 Und da Judas und Silas selbst auch Propheten waren, ermunterten sie die Brüder mit manchem Vortrag und stärkten sie. 33 Als sie dann eine Zeitlang [dort] zugebracht hatten, wurden sie von den Brüdern in Frieden zu denen entlassen, die sie ausgesandt hatten.
die ersten Probleme entstehen – und sie werden mit Bravour gemeistert!
Wie??
Indem die verantwortlichen Brüder sich erst mal alle Fakten ansahen und anhörten und dann anhand dessen, was sie bereits aus den Schriften und durch Jesus uber Jehova wussten, überlegten, wie wohl ER über die Angelegenheit denkt!
Könnten wir ihnen gleichen? Auch wenn wir keine Ältesten sind?
überlegen auch wir, wie Jehova über das denkt, was wir sagen und tun?
So gelangte er nach Derbe und auch nach Lystra. Und siehe, dort befand sich ein gewisser Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubigen Jüdin, aber eines griechischen Vaters, 2 und er stand bei den Brüdern in Lystra und Ikonion in gutem Ruf.
hier begegnen wir das erste Mal dem jungen Timotheus.
In dem Apostel-Buch finden wir übrigens auf Seite 121 eine interessante Abhandlung über ihn.
Haben wir das Buch schon gelesen und bemerkt, dass uns dort die wichtigsten Personen vorgestellt werden?
So gelangte er nach Derbe und auch nach Lystra. Und siehe, dort befand sich ein gewisser Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubigen Jüdin, aber eines griechischen Vaters, 2 und er stand bei den Brüdern in Lystra und Ikonion in gutem Ruf. 3 Paulus drückte den Wunsch aus, daß dieser mit ihm ausziehe, und er nahm ihn und beschnitt ihn der Juden wegen, die sich an jenen Orten befanden, denn sie allesamt wußten, daß sein Vater ein Grieche war. 4 Als sie nun durch die Städte reisten, überbrachten sie denen, die dort waren, die zu beachtenden Verordnungen, welche von den Aposteln und älteren Männern, die sich in Jerusalem befanden, beschlossen worden waren. 5 Die Versammlungen wurden daher tatsächlich im Glauben weiterhin befestigt und nahmen von Tag zu Tag an Zahl zu.
warum ließ er Timotheus beschneiden, wenn doch die leitende Körperschaft gerade erst beschlosssen hatte, dass dies nicht mehr notwendig sei?
Hierzu einige ergänzende Gedanken aus dem neuen Buch über die Apostel:
*** bt Kap. 15 S. 121 „Er stärkte die Versammlungen“ ***
Er sollte Paulus als Missionar begleiten. Dazu musste er seine Familie verlassen und sich auch beschneiden lassen, um den Juden keine Angriffsfläche zu bieten (Apg. 16:3).
Sogleich sandten die Brüder sowohl Paulus wie Silas bei Nacht nach Beroa weg, und als diese [dort] angekommen waren, begaben sie sich in die Synagoge der Juden. 11 Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalonich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten. 12 Daher wurden viele von ihnen gläubig, ebenso nicht wenige von den angesehenen griechischen Frauen und Männern.
hierzu eine nähere Erklährung aus dem neuen Buch:
*** bt Kap. 17 S. 137-138 Er argumentierte „anhand der Schriften“ ***
Sie waren „edler gesinnt“ (Apg. 17:10-15)
15 Zur ihrer eigenen Sicherheit wurden Paulus und Silas nach Beröa geschickt, das etwa 65 Kilometer weit weg lag. Paulus ging gleich in die Synagoge und fing an zu predigen. Er muss sich unbändig gefreut haben, als er dort auf offene Ohren stieß! Wie Lukas schreibt, waren die Juden in Beröa „edler gesinnt als die in Thessalonich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten“ (Apg. 17:10, 11). Wurden damit die, die in Thessalonich die Wahrheit angenommen hatten, abgewertet? Absolut nicht. Paulus schrieb ihnen später: „Darum danken wir Gott auch unablässig, denn als ihr Gottes Wort, das ihr von uns hörtet, empfingt, habt ihr es nicht als Menschenwort angenommen, sondern als das, was es wahrhaftig ist, als das Wort Gottes, das auch in euch, den Gläubigen, wirksam ist“ (1. Thes. 2:13). Doch was war an den Beröern so besonders, dass Lukas ihnen eine so edle Gesinnung bescheinigt?
16 Obwohl die Beröer von Paulus allerhand Neues erfuhren, waren sie weder argwöhnisch oder überkritisch noch leichtgläubig. Sie hörten Paulus erst einmal gut zu. Dann überzeugten sie sich, dass das, was er ihnen erklärte, auch tatsächlich in den Schriften stand. Außerdem vertieften sie sich nicht nur am Sabbat, sondern jeden Tag in Gottes Wort — und das „mit der größten Bereitwilligkeit“, sie knieten sich also richtig hinein, um herauszufinden, was die Schrift zu dieser neuen Lehre sagt. Sie waren dann auch nicht zu stolz, sich zu ändern, und „viele von ihnen [wurden] gläubig“ (Apg. 17:12). Da leuchtet es doch ein, warum Lukas sie als „edel gesinnt“ beschreibt!
17 Die Beröer konnten nicht ahnen, dass ihr edles Beispiel in Gottes Wort für die Nachwelt festgehalten würde. Sie reagierten genau so, wie Paulus es gehofft hatte und Jehova Gott es sich wünschte. Dazu möchten auch wir die Menschen animieren: dass sie alles genau in der Bibel nachprüfen, damit sich ihr Glaube auf Gottes Wort aufbauen und somit auf festen Füßen stehen kann. Ist so eine Gesinnung aber auch noch gefragt, wenn man erst einmal getauft ist? Auf alle Fälle! Dann ist es sogar noch wichtiger, dass wir alles aufsaugen, was Jehova uns sagen möchte, und es dann auch prompt anwenden. Auf die Art kann uns Jehova in seinem Sinn formen und veredeln (Jes. 64:8). Und wir können unserem Vater im Himmel rundum Freude machen und Werkzeuge in seiner Hand bleiben.
Wir nun begaben uns voraus zum Schiff und fuhren nach Assos ab, wo wir Paulus an Bord zu nehmen beabsichtigten, denn nachdem er diesbezügliche Anweisungen gegeben hatte, beabsichtigte er selbst, zu Fuß zu gehen. 14 Als er uns dann in Assos einholte, nahmen wir ihn an Bord und kamen nach Mitylene;
warum wollte Paulus zu Fuss gehen?
*** it-1 S. 339 Beförderungsmittel ***
Auch Schiffe benutzte man sehr häufig (2Ch 9:21; Hes 27:9; Jon 1:3; Apg 20:13-15; 27:1-44). Wagen dienten sowohl der Beförderung von Gütern als auch von Personen (1Mo 46:5; 4Mo 7:1-9). Reich geschmückte Wagen oder Sänften waren das übliche Beförderungsmittel für Könige und andere hohe Persönlichkeiten (2Kö 10:15; Hoh 3:6-10; Apg 8:26-31). Das gewöhnliche Volk ging im allgemeinen zu Fuß (Luk 24:13-15)
*** it-1 S. 218 Assos ***
Während seiner dritten Missionsreise machte der Apostel Paulus auf dem Rückweg nach Jerusalem in Troas halt. Von dort aus schickte er Lukas und andere per Schiff nach Assos, wo er sich mit ihnen wieder treffen wollte. Das Schiff mußte das Kap Baba (Lekton) umfahren, um nach Assos zu gelangen (auf der anderen Seite des Vorgebirges von Troas). Daher war es Paulus möglich, die kürzere Strecke (rund 30 km) zu Fuß zu gehen und trotzdem rechtzeitig in Assos einzutreffen, um das Schiff zu erreichen, das dann nach Mitylene (auf der Insel Lesbos), s. von Assos, weiterfuhr (Apg 20:6, 13, 14).
ja, schon. Aber warum genau wollte er lieber zu Fuß gehen?
*** w97 15. 9. S. 30 Aristarchus — Ein loyaler Gefährte ***
Von Griechenland nach Jerusalem
Einige Monate nach dem Aufruhr der Silberschmiede war Paulus in Griechenland, und er stand im Begriff, sich auf dem Weg nach Jerusalem Richtung Syrien einzuschiffen, als „von den Juden ein Anschlag auf ihn geplant war“ (Apostelgeschichte 20:2, 3). Und wen finden wir in dieser gefährlichen Lage an der Seite des Paulus? Aristarchus!
Die erneute Bedrohung veranlaßte Paulus, Aristarchus und ihre Gefährten, die Pläne zu ändern und erst durch Mazedonien zu reisen, dann in Etappen an der Küste Kleinasiens entlang und schließlich in Patara an Bord eines Schiffes zu gehen, das nach Phönizien fuhr (Apostelgeschichte 20:4, 5, 13-15; 21:1-3). Offensichtlich war der Zweck dieser Reise, die Spenden der Christen in Mazedonien und Achaia den bedürftigen Brüdern in Jerusalem zu bringen (Apostelgeschichte 24:17; Römer 15:25, 26). Etliche Brüder reisten gemeinsam, vielleicht weil sie von verschiedenen Versammlungen mit dieser Verantwortung betraut worden waren. In einer großen Gruppe zu reisen war zweifellos auch sicherer.
Paulus von Griechenland nach Jerusalem zu begleiten war für Aristarchus ein großes Vorrecht. Die nächste Reise sollte allerdings von Judäa nach dem weit entfernten Rom gehen.
hatte es mit dem Zweck der Reise zu tun? Oder wollte er vielleicht die Zeit nutzen, um den Brüdern auf dem Weg noch einige Dinge zu sagen?
Ich habe euch in allen Dingen vor Augen geführt, daß ihr, indem ihr so angestrengt arbeitet, den Schwachen beistehen und die Worte des Herrn Jesus im Sinn behalten sollt, der selbst gesagt hat: ‚Beglückender ist Geben als Empfangen.‘ “
stehen wir anderen bei – auch, wenn das für uns selbst Nachteile bringen könnte?
“Frage nicht, was die Versammlung für dich tun kann – sondern, was du fùr die Versammlung tun kannst”
Wie steht es mit unserem persönlichen Beitrag zu einer harmonischen Familie und einem reibungslosen Ablauf bei uns daheim?
Welche Rolle spiele ich als Jugendlicher dabei?
Komme ich meiner Verantwortung und meinen Aufgaben gern nach – ohne Murren?
Müssen meine Eltern mich mehrfach anmahnen, bis ich meine Aufgaben erledige, die ich in der Familie habe? Gebe ich mein Bestes – oder bekommt meine Familie nur das, was übrig bleibt? Denke ich mit, sehe ich wo Hilfe gebraucht wird – und bin dann gern zur Stelle? Oder kommt es in meiner Familie deswegen immer wieder zu Streit?
Habe ich eigentlich schon mal darüber nachgedacht, was ich persönlich fùr die Allgemeinheit der Familie einbringe? Was gebe ich von meiner Zeit und Kraft, was den anderen nùtzt, nicht nur mir selbst? Bin ich auch mal bereit, Opfer für die anderen zu bringen?
Welche Punkte fallen mir dabei ein, wenn ich darüber nachdenke? Was gebe ich wirklich?
Als nun Paulus merkte, daß der eine Teil Sadduzaer, der andere aber Pharisäer waren, rief er darauf im Sanhedrin aus: „Männer, Brüder, ich bin ein Pharisäer, ein Sohn von Pharisäern. Wegen der Hoffnung auf die Auferstehung der Toten werde ich gerichtet.“ 7 Weil er das sagte, entstand ein Zwiespalt zwischen den Pharisäern und den Sadduzaern, und die Menge wurde gespalten. 8 Die Sadduzaer sagen nämlich, es gebe weder eine Auferstehung noch Engel, noch Geist, die Pharisäer aber verkünden all dies öffentlich. 9 Da brach ein lautes Geschrei aus, und einige Schriftgelehrte von der Partei der Pharisäer standen auf und begannen, heftig zu streiten, und sagten: „Wir finden nichts Unrechtes an diesem Menschen; wenn aber ein Geist oder ein Engel zu ihm geredet hat —“ 10 Als nun der Zwiespalt groß wurde, befürchtete der Militärbefehlshaber, Paulus könnte von ihnen in Stücke gerissen werden, und er gebot der Truppe, hinabzugehen und ihn aus ihrer Mitte herauszureißen und ihn in die Kaserne zu bringen.
hatte Paulus hier ganz bewusst einen Streit provoziert?
Immerhin wusste er doch um die verschiedenen Gaubensansichten…
Als es nun Tag wurde, machten die Juden eine Verschwörung und banden sich mit einem Fluch, indem sie sagten, sie würden weder essen noch trinken, bis sie Paulus getötet hätten. 13 Es waren mehr als vierzig Männer, die diese Verschwörung unter Eid machten; 14 und sie gingen zu den Oberpriestern und den älteren Männern und sprachen: „Wir haben uns mit einem Fluch feierlich gebunden, keinen Bissen Speise zu uns zu nehmen, bis wir Paulus getötet haben. 15 Erklärt daher ihr nun, zusammen mit dem Sanhedrin, dem Militärbefehlshaber, warum er ihn zu euch herabbringen sollte, als ob ihr beabsichtigen würdet, die Sache ihn betreffend genauer festzustellen. Ehe er aber näher kommt, werden wir uns bereit halten, ihn umzubringen.“
16 Aber der Sohn der Schwester des Paulus hörte, daß sie auf der Lauer lagen, und er kam und begab sich in die Kaserne und berichtete es Paulus. 17 Da rief Paulus einen der Offiziere zu sich und sagte: „Führ diesen jungen Mann zum Militärbefehlshaber, denn er hat ihm etwas zu berichten.“ 18 Daher nahm ihn dieser Mann und führte ihn zum Militärbefehlshaber und sagte: „Der Gefangene Paulus rief mich zu sich und bat mich, diesen jungen Mann zu dir zu führen, da er dir etwas zu sagen hat.“ 19 Der Militärbefehlshaber nahm ihn bei der Hand und zog sich zurück und begann sich, als sie allein waren, zu erkundigen: „Was hast du mir denn zu berichten?“ 20 Er sagte: „Die Juden sind übereingekommen, dich zu bitten, Paulus morgen zum Sanhedrin herabzubringen, als ob sie beabsichtigten, etwas Genaueres über ihn zu erfahren. 21 Vor allen Dingen laß dich nicht von ihnen überreden, denn mehr als vierzig Männer von ihnen lauern ihm auf, und sie haben sich mit einem Fluch gebunden, weder zu essen noch zu trinken, bis sie ihn umgebracht haben; und sie sind jetzt bereit und warten auf deine Zusage.“ 22 Daher ließ der Militärbefehlshaber den jungen Mann gehen, nachdem er ihm die Weisung gegeben hatte: „Plaudere vor niemandem aus, daß du mir diese Dinge angezeigt hast.“
23 Und er ließ gewisse zwei von den Offizieren kommen und sagte: „Haltet zweihundert Soldaten zum Marsch bis nach Cäsarea bereit, ferner siebzig Reiter und zweihundert Speerträger, zur dritten Stunde der Nacht. 24 Sorgt auch für Lasttiere, um Paulus darauf reiten zu lassen und ihn sicher zu Felix, dem Statthalter, hinzubringen.“ 25 Und er schrieb einen Brief in dieser Form:
26 „Claudius Lysias an Seine Exzellenz, den Statthalter Felix: Grüße! 27 Dieser Mann wurde von den Juden ergriffen und von ihnen beinahe umgebracht, doch da kam ich plötzlich mit einer Truppe und befreite ihn, weil ich erfuhr, daß er ein Römer sei. 28 Und da ich mich über die Ursache, weswegen sie ihn anklagten, vergewissern wollte, brachte ich ihn in ihren Sanhedrin hinab. 29 Ich fand, daß er wegen gewisser Fragen ihres GESETZES angeklagt wird, doch nicht einer einzigen Sache beschuldigt ist, die Tod oder Fesseln verdient. 30 Weil mir aber enthüllt worden ist, daß ein Anschlag gegen den Mann geplant werde, sende ich ihn sofort zu dir und gebiete den Anklägern, sich vor dir gegen ihn auszusprechen.“
eine Geschichte die erst vor Kurzem unter der Rubrik “für unsere jungen Leser” im Erwachet war. Erinnern wir uns an den Artikel? Was haben wir daraus gelernt?
Setzen auch wir uns mutig für andere ein, wenn wir hören, dass Schaden gegen sie geplant wird?
Sind wir uns unserer persönlichen Verantwortung bewusst?
19 Infolgedessen, König Agrippa, wurde ich dem himmlischen Anblick nicht ungehorsam, 20 sondern brachte denen in Damaskus zuerst und denen in Jerusalem und im ganzen Land Judaa und den Nationen die Botschaft, daß sie bereuen und zu Gott umkehren sollten, indem sie Werke verrichten, die der Reue entsprechen. 21 Dieser Dinge wegen ergriffen mich die Juden im Tempel und versuchten, mich ums Leben zu bringen. 22 Weil ich aber die Hilfe erlangt habe, die von Gott kommt, gebe ich bis zu diesem Tag weiterhin Zeugnis, sowohl vor klein als groß, indem ich aber nichts sage außer dem, wovon die Propheten sowie Moses erklärt haben, daß es geschehen werde, 23 [nämlich] daß der Christus leiden müsse, und als der erste, der von den Toten auferstehen sollte, werde er sowohl diesem Volk als auch den Nationen Licht verkündigen.“
treten auch wir so voller Inbrust für die Wahrheit ein – auch wenn das nicht immer so einfach ist?
Geben auch wir mutig Zeugnis von dem, was Jehova will und was ihm gefällt?
30 Und der König stand auf und auch der Statthalter und Bernice und die bei ihnen saßen. 31 Doch als sie sich zurückzogen, begannen sie miteinander zu reden und sagten: „Dieser Mensch treibt nichts, was Tod oder Fesseln verdient.“ 32 Überdies sagte Agrippa zu Festus: „Dieser Mensch hätte freigelassen werden können, wenn er sich nicht auf Cäsar berufen hätte.“
Es ist daher notwendig, daß von den Männern, die während der ganzen Zeit mit uns zusammenkamen, in der der Herr Jesus bei uns ein und aus ging, 22 angefangen von der durch Johannes vollzogenen Taufe bis zu dem Tag, an dem er von uns weg hinaufgenommen wurde, einer von diesen mit uns Zeuge seiner Auferstehung werde.“
Warum genau war dies notwendig? Konnten sie es nicht einfach bei den 11 verbliebenden Aposteln belassen?
Thom meinte als Antwort darauf, dass die Juden es gewohnt waren, mit der Zahl 12 umzugehen: es waren 12 Stämme, 12 Apostel und in der Auferstehung ist auch wieder von den 12 Stämmen und den 12 Thronen die Rede. Ausserdem wäre es wichtig, damit man hinterher nicht ein falsches Bild von Judas malen würde. So würde ganz klar, wie Jehova darüber denken würde.
Gerade habe ich mir noch mal den Kontext dazu durchgelesen:
15 In diesen Tagen nun erhob sich Petrus inmitten der Brüder (es war eine Menge von insgesamt etwa hundertzwanzig Personen) und sagte: 16 „Männer, Brüder, es war notwendig, daß das Schriftwort erfüllt werde, das der heilige Geist durch den Mund Davids über Judas vorhergesagt hatte, der denen, die Jesus festnahmen, zum Wegweiser wurde, 17 denn er war zu uns gezählt worden und erlangte einen Anteil an diesem Dienst. 18 (Dieser nun erwarb sich mit dem Lohn für Ungerechtigkeit ein Feld, und kopfüber stürzend, barst er krachend mitten entzwei, und alle seine Eingeweide wurden verschüttet. 19 Es wurde auch allen Bewohnern Jerusalems bekannt, so daß jenes Feld in ihrer Sprache Akeldama, das heißt Blutfeld, genannt wurde.) 20 Denn es steht im Buch der Psalmen geschrieben: ‚Möge sein Unterkunftsort öde werden, und möge niemand darin wohnen‘ und: ‚Sein Aufsichtsamt übernehme ein anderer.‘ 21 Es ist daher notwendig, daß von den Männern, die während der ganzen Zeit mit uns zusammenkamen, in der der Herr Jesus bei uns ein und aus ging, 22 angefangen von der durch Johannes vollzogenen Taufe bis zu dem Tag, an dem er von uns weg hinaufgenommen wurde, einer von diesen mit uns Zeuge seiner Auferstehung werde.“
23 Da stellten sie zwei auf, Joseph, genannt Barsabbas, der den Beinamen Justus hatte, und Matthias. 24 Und sie beteten und sprachen: „Du, o Jehova, der du das Herz aller kennst, bezeichne, welchen du von diesen beiden Männern erwählt hast, 25 damit er den Platz dieses Dienstes und Apostelamtes einnehme, von dem Judas abgewichen ist, um an seinen eigenen Ort zu gehen.“ 26 Da warfen sie Lose über sie, und das Los fiel auf Matthias; und er wurde den elf Aposteln zugezählt.
das was ich dann im Einsichtenbuch gefunden habe, stütz eher Thoms letzte Argumentation:
*** it-1 S. 157-158 Apostel ***
Wegen des Abfalls von Judas Iskariot, der in Untreue starb, blieben nur 11 Apostel übrig, und Jesus bestimmte in den 40 Tagen zwischen seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt keinen Ersatz. Irgendwann während der zehn Tage zwischen der Himmelfahrt Jesu und Pfingsten hielt man es für nötig, die Stelle, die durch Judas frei geworden war, wieder zu besetzen, und zwar nicht so sehr deshalb, weil Judas tot war, sondern vielmehr wegen seiner Abtrünnigkeit, wie es aus den von Petrus zitierten Schriftstellen hervorgeht (Apg 1:15-22; Ps 69:25; 109:8; vgl. Off 3:11). Als im Gegensatz dazu der treue Apostel Jakobus umgebracht wurde, wurden offenbar keine Bemühungen unternommen, einen Nachfolger für sein Apostelamt zu finden (Apg 12:2).
Was kann ich aus der Geschichte mit Annanias und Sapphira lernen?
Im letzten Jahr haben wir ja bereits festgestellt, dass bei Annanias und seiner Frau nicht die kleinere Summe verkehrt war, sondern dass es um das Motiv ging. Wir erinnern uns:
*** bt Kap. 4 S. 35 Abs. 19-20 „Ungelehrte und gewöhnliche Menschen“ ***
Auch Ananias und Sapphira verkauften ein Feld und machten eine Spende. Das Ehepaar tat so, als würde es den gesamten Erlös spenden, doch es „behielt insgeheim etwas von dem Preis“ für sich (Apg. 5:2). Jehova ließ die beiden tot umfallen, nicht weil sie nicht genug gegeben hätten, sondern weil ihr Motiv schlecht war und sie die anderen hinters Licht führen wollten. Sie hatten „ein falsches Spiel getrieben, und dies nicht Menschen, sondern Gott gegenüber“ (Apg. 5:4). Schon Jesus hatte solche Heuchler verurteilt, die wie Ananias und Sapphira mehr darauf aus waren, vor Menschen zu glänzen, als vor Gott gut dazustehen (Mat. 6:1-3).
20 Genauso großzügig wie die treuen Jünger damals in Jerusalem unterstützen Millionen ihrer modernen Vertreter heute das globale Predigtwerk durch Spenden. Keiner wird gezwungen, zu spenden oder seine Zeit einzusetzen, denn Jehova möchte nicht, dass wir ihm widerwillig oder aus Zwang dienen (2. Kor. 9:7). Für ihn ist der springende Punkt nicht, wie viel wir geben, sondern was unser Motiv dafür ist (Mar. 12:41-44). Nie möchten wir Gott aus Eigennutz oder wegen der Außenwirkung dienen, so wie Ananias und Sapphira. Im Gegenteil: Unser Dienst für Jehova soll wie bei Petrus, Johannes und Barnabas immer von echter Liebe zu ihm und unseren Mitmenschen getragen sein (Mat. 22:37-40).
Wie betrifft das nun mich?
Fragen wir uns doch bitte:
Tue ich so, als wäre ich ganz toll – damit ich in einem besseren Licht dastehe?
Aus der Geschichte kommt auch ganz klar ein Grundsatz zu Tage, den wir uns gut einprägen sollten: Wessen Anerkennung ist mir wichtig?
Das ist deshalb so wichtig, damit wir nicht in ein Doppelleben abrutschen!
Denn schließlich sind wir ja alle Zeugen Jehovas geworden, weil wir ihn kennen und damit lieben gelernt haben. Und weil wir ihn lieben, lieben wir auch seine Maßstäbe und es gibt für uns nichts wichtigeres, als SEINE Anerkennung zu haben!
Auch wenn uns dies in diesem System nicht von wirklichem Nutzen zu sein scheint.
Der Hohepriester aber und alle, die mit ihm waren, die damals bestehende Sekte der Sadduzaer, erhoben sich und wurden mit Eifersucht erfüllt, 18 und sie legten Hand an die Apostel und brachten sie an den öffentlichen Ort des Gewahrsams. 19 In der Nacht aber öffnete Jehovas Engel die Türen des Gefängnisses, führte sie heraus
So etwas gibt es ja heute nicht mehr – oder?
Kaiphas und die Sadduzäer, die Sekte, zu der er gehörte, waren so „mit Eifersucht erfüllt“, dass sie die Apostel ins Gefängnis werfen ließen (Apg. 5:17, 18). Warum waren die Sadduzäer dermaßen wütend? Die Apostel lehrten, dass Jesus auferstanden war, die Sadduzäer aber glaubten nicht an die Auferstehung. Die Apostel verkündeten, man könne nur durch Glauben an Jesus gerettet werden, den Sadduzäern aber war bei dem Gedanken, dass die Leute Jesus als ihren Führer ansahen, nicht wohl, denn sie befürchteten Repressalien vonseiten Roms (Joh. 11:48). Kein Wunder, dass die Sadduzäer entschlossen waren, den Aposteln den Mund zu stopfen!
6 Wenn Jehovas Diener heute verfolgt werden, sind religiöse Gegner nach wie vor die hauptsächlichen Drahtzieher. Nicht selten versuchen sie, Regierungen und Medien zu beeinflussen, um unserem Predigen einen Riegel vorzuschieben. Sollte uns das überraschen? Nein, denn schließlich wird durch unsere Botschaft die falsche Religion entlarvt. Nehmen ehrliche Menschen die Wahrheit an, werden sie von unbiblischen Lehren und Bräuchen befreit (Joh. 8:32). Da kommt es nicht von ungefähr, dass wir mit unserer Botschaft Geistlichen oft ein Dorn im Auge sind und sie uns hassen.
7 Als die Apostel im Gefängnis auf ihren Prozess warteten, fragten sie sich vielleicht, ob sie jetzt für ihren Glauben sterben müssten (Mat. 24:9). Doch auf einmal passierte etwas ganz Unverhofftes. „In der Nacht . . . öffnete Jehovas Engel die Türen des Gefängnisses“ (Apg. 5:19). Der Engel sagte ihnen dann genau, was sie tun sollten: in den Tempel zurückgehen und weiterpredigen (Apg. 5:20). Das gab den Aposteln bestimmt das gute Gefühl, dass sie auf dem richtigen Weg waren. Auch wurden sie dadurch sicher darin bestärkt, unter allen Umständen festzubleiben. Im Glauben bekräftigt und mit neuem Mut gingen sie „bei Tagesanbruch in den Tempel und begannen zu lehren“ (Apg. 5:21).
8 „Hätte auch ich den Glauben und den Mut, in einer solchen Lage weiterzupredigen?“ Eine wichtige Frage, die jeden von uns angeht! Für das Königreich Gottes gründlich Zeugnis abzulegen, ist eine lebenswichtige Angelegenheit, und es gibt uns Kraft, immer daran zu denken, dass uns die Engel dabei zur Seite stehen und die Fäden in der Hand halten (Apg. 28:23; Offb. 14:6, 7).
Wem könnten wir heute “ein Dorn im Auge” sein?
Nicht immer kommt eine solche Verfolgung von aussen, von Personen, die Jehova nicht kennen und ihm nicht dienen. So ein Verhalten kann auch von Personen kommen, die nur vorgeben Jehova zu dienen, aber in Wirklichkeit ein Doppelleben führen!
Wie könnten wir in so einem Fall “durch die Engel gestärkt werden”?
Mir geht es so immer, wenn ich in der Bibel, unseren Zeitschriften oder den anderen Publikationen des treuen und verständigen Skalven lese (oder Vorträge höre), denn dies zeigt mir immer wieder, dass wir noch auf dem richtigen Lebensweg sind – auch wenn uns einige Personen etwas anderes glauben machen wollen.
Aber wichtig ist ja einzig und allein, wie Jehova über mich denkt und beim Lesen der Bibel spricht er zu mir und sagt “hör nicht auf diese Heuchler, ICH freue mich über dich und dein Verhalten“!
*** bt Kap. 5 S. 40-41 Abs. 13-16 „Wir müssen Gott, dem Herrscher, gehorchen“ ***
Sollte Jehova aber zulassen, dass wir „um der Gerechtigkeit willen leiden“, können wir auf zwei Tatsachen bauen (1. Pet. 3:14). Erstens: Gott kann uns die Kraft zum Durchhalten geben (1. Kor. 10:13). Zweitens: Gegner werden Gottes Werk „nicht stürzen können“ (Jes. 54:17).
14 Haben die Apostel nach der Auspeitschung den Kopf hängen lassen? Sind sie ins Schwanken geraten? Ganz im Gegenteil! Sie „gingen aus dem Sanhedrin hinweg, voll Freude“ (Apg. 5:41). Wieso „voll Freude“? Bestimmt nicht, weil man sie ausgepeitscht hatte. Ihre Freude kam daher, dass sie wussten, warum sie verfolgt wurden: weil sie Jehova treu geblieben und den gleichen Weg gegangen waren wie ihr großes Vorbild Jesus (Mat. 5:11, 12).
15 Wie unsere Brüder im 1. Jahrhundert lassen auch wir uns die Freude nicht rauben, wenn wir wegen der guten Botschaft leiden müssen (1. Pet. 4:12-14). Wir freuen uns nicht etwa über Drohungen, Verfolgung oder Haft. Aber wir verspüren eine tiefe innere Zufriedenheit, wenn wir treu bleiben.
Ein Beispiel dafür ist Henryk Dornik, der unter totalitären Regimen schwer gelitten hat. Er und sein Bruder wurden im August 1944 in ein Konzentrationslager eingeliefert. In einem Schreiben hieß es dem Sinn nach, die beiden seien politisch zu nichts zu bewegen und blickten ihrem Märtyrertum mit Freude entgegen. Bruder Dornik sagt dazu: „Ich hatte natürlich keinen Hang zum Märtyrertum, doch ich freute mich, in Treue gegenüber Jehova mit Mut und Würde Leiden zu ertragen“ (Jak. 1:2-4).
16 Die Apostel machten sich auf der Stelle wieder ans Predigen. Sie ließen sich nicht Bange machen
Erkennen wir, was für ein Schatz dieses Buch ist, dass uns Jehova auf dem Kongress im letzten Jahr geschenkt hat?
Haben wir es schon gelesen, oder warten wir damit, bis es vielleicht im Versammlungsbibelstudium betrachtet wird?
Warum uns nicht solche wundervollen Perlen zur Hilfe nehmen, wenn wir die entsprechenden Bibelbücher lesen?
Jehovas Engel aber redete zu Philippus, indem er sprach: „Mache dich auf, und geh südwärts, auf die Straße, die von Jerusalem nach Gasa hinabführt.“ (Das ist eine Wüstenstraße.) 27 Da machte er sich auf und ging, und siehe, ein äthiopischer Eunuch, ein Machthaber unter Kandake, der Königin der Äthiopier, der über ihren ganzen Schatz [gesetzt] war. Er war nach Jerusalem gekommen, um anzubeten, 28 doch kehrte er zurück, und auf seinem Wagen sitzend, las er laut den Propheten Jesaja.
können auch wir den Hals nicht voll kriegen, was Gottes Wort und die ware Anbetung angeht?
Worum drehen sich unsere Gedanken und Gepräche, wenn wir von einem Kongress oder den Zusammenkünften kommen?
Gehen wir schnell zur Tagesordnung über – oder verweilen unsere Gedanken noch bei dem, was wir gehört und gelernt haben?
Als sie die ganze Insel bis nach Paphos durchzogen hatten, trafen sie einen gewissen Mann, einen Zauberer, einen falschen Propheten, einen Juden mit Namen Bar-Jesus, 7 und er befand sich bei dem Prokonsul Sergius Paulus, einem intelligenten Mann. Dieser rief Barnabas und Saulus zu sich und suchte ernstlich, das Wort Gottes zu hören. 8 Doch Elymas, der Zauberer (so wird sein Name tatsächlich übersetzt), begann ihnen zu widerstehen, indem er den Prokonsul vom Glauben abzuhalten suchte. 9 Saulus, der auch Paulus heißt, wurde mit heiligem Geist erfüllt, schaute ihn unverwandt an 10 und sprach: „O du, der du von jeder Art Trug und jeder Art Schurkerei erfüllt bist, du Sohn des Teufels, du Feind alles dessen, was gerecht ist, wirst du nicht aufhören, die rechten Wege Jehovas zu verdrehen? 11 Nun denn, siehe, Jehovas Hand kommt über dich, und du wirst blind sein und wirst das Sonnenlicht eine Zeitlang nicht sehen.“ Da fiel augenblicklich dichter Nebel und Finsternis auf ihn, und er ging umher und suchte Leute, die ihn an der Hand führen sollten. 12 Als dann der Prokonsul sah, was sich begeben hatte, wurde er gläubig, so sehr erstaunt war er über die Lehre Jehovas.
so denkt Jehova über Personen, die alles daran setzen, andere die Jehova wirklich lieben, von der waren Anbetung abzubringen!
Auch hier ein kurzer Gedanke aus dem neuen Buch:
*** bt Kap. 11 S. 87-88 Abs. 6-8 „Mit Freude und heiligem Geist erfüllt“ ***
In Zypern stieß man seinerzeit an allen Ecken und Enden auf Auswüchse der falschen Religion. Damit wurden Barnabas und Saulus besonders in Paphos an der Westküste der Insel konfrontiert. Beim „Prokonsul Sergius Paulus“ trafen sie „einen Zauberer, einen falschen Propheten, einen Juden mit Namen Bar-Jesus“. Damals wandten sich viele vornehme, gebildete Römer bei wichtigen Entscheidungen oft an Zauberer oder Astrologen.
So auch Sergius Paulus, den die Bibel im selben Vers als „intelligenten Mann“ bezeichnet. Allerdings war Sergius Paulus von der Botschaft über das Königreich sehr angetan und „suchte ernstlich, das Wort Gottes zu hören“. Einem passte das aber ganz und gar nicht: Bar-Jesus, der auch unter dem Titel Elymas bekannt war, was „Zauberer“ bedeutet (Apg. 13:6-8).
7 Bar-Jesus lehnte die Königreichsbotschaft vehement ab. Die einzige Möglichkeit, seine einflussreiche Stellung als Berater von Sergius Paulus zu sichern, war, „den Prokonsul vom Glauben abzuhalten“ (Apg. 13:8). Doch Saulus würde nicht einfach tatenlos zusehen, wie ein Hofmagier das Interesse von Sergius Paulus im Keim erstickte. Was tat er also?
Die Apostelgeschichte verrät es uns: „Saulus, der auch Paulus heißt, wurde mit heiligem Geist erfüllt, schaute ihn [Bar-Jesus] unverwandt an und sprach: ‚O du, der du von jeder Art Trug und jeder Art Schurkerei erfüllt bist, du Sohn des Teufels, du Feind alles dessen, was gerecht ist, wirst du nicht aufhören, die rechten Wege Jehovas zu verdrehen? Nun denn, siehe, Jehovas Hand kommt über dich, und du wirst blind sein und wirst das Sonnenlicht eine Zeit lang nicht sehen.‘ Da fiel augenblicklich dichter Nebel und Finsternis auf ihn, und er ging umher und suchte Leute, die ihn an der Hand führen sollten.“
Was war das Resultat? Als „der Prokonsul sah, was sich begeben hatte, wurde er gläubig, so sehr erstaunt war er über die Lehre Jehovas“ (Apg. 13:9-12).
8 Paulus ließ sich von Bar-Jesus nicht ins Bockshorn jagen. So sollten auch wir beim Predigen keinen Rückzieher machen, wenn jemand einen Interessierten vom Glauben abhalten will. Wir bleiben natürlich immer freundlich und vergreifen uns nicht im Ton (Kol. 4:6).
Aber wir werden auch nicht riskieren, dass ein zartes Pflänzchen des Glaubens eingeht, nur weil wir Konflikten ausweichen wollen. Und wir werden nicht davor zurückschrecken, deutlich aufzuzeigen, wo die falsche Religion „die rechten Wege Jehovas“ immer wieder verdreht, wie es damals Bar-Jesus tat (Apg. 13:10).
Genauso wie Paulus möchten wir anderen mutig die Wahrheit erklären und Menschen, die es ernst meinen, die Botschaft schmackhaft machen. Auch wenn Gottes Hilfe nicht immer so deutlich ins Auge springt wie bei Paulus, können wir uns doch fest darauf verlassen, dass Jehova durch seinen heiligen Geist jeden, der es verdient, zur Wahrheit hinzieht (Joh. 6:44).
Als die von den Nationen das hörten, begannen sie sich zu freuen und das Wort Jehovas zu verherrlichen, und alle, die zum ewigen Leben richtig eingestellt waren, wurden gläubig.
sind wir richtig dazu eingestellt?
Geht es uns um die Belohnung – oder um Jehova?
Wollen wir die Belohnung erhalten und nehmen dafür Jehova und seine vielen Verbote in Kauf – aber würden viel lieber kostenlos das Eintrittsticket erhalten?
Oder geht es uns in erster Linie um diesen wunderbaren Gott und freuen wir uns über dieses unbezahlbare Vorrecht, diesem wundervollen Gott zu dienen – und freuen uns über das Extrabonbon, dass wir ewiges Leben im Paradies erhalten können?
Nun saß da in Lystra ein gewisser Mann, der an seinen Füßen behindert und vom Schoß seiner Mutter an lahm war, und er war noch gar nie umhergegangen. 9 Dieser Mann hörte Paulus reden, der, als er ihn unverwandt anschaute und sah, daß er den Glauben hatte, gesund gemacht zu werden, 10 mit lauter Stimme sprach: „Stell dich aufrecht auf deine Füße.“ Und er sprang auf und begann umherzugehen.
ein Mann, der Glauben bekundet, wird geheilt – mit nicht ganz unerheblichen Auswirkungen:
Apostelgeschichte14:11-16
Und als die Volksmengen sahen, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und sagten auf lykaonisch: „Die Götter sind wie Menschen geworden und sind zu uns herabgekommen!“ 12 Und sie nannten Barnabas dann Zeus, Paulus aber Hermes, da er der Wortführer war. 13 Und der Priester des Zeus, dessen [Tempel] sich vor der Stadt befand, brachte Stiere und Kränze an die Tore und wollte mit den Volksmengen Schlachtopfer darbringen.
14 Als jedoch die Apostel Barnabas und Paulus davon hörten, zerrissen sie ihre äußeren Kleider und sprangen hinaus unter die Volksmenge, wobei sie ausriefen 15 und sagten: „Männer, warum tut ihr das? Auch wir sind Menschen und haben die gleichen Gebrechen wie ihr und verkündigen euch die gute Botschaft, damit ihr euch von diesen nichtigen Dingen abwendet zu dem lebendigen Gott hin, der den Himmel und die Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat. 16 In den vergangenen Generationen ließ er alle Nationen ihre [eigenen] Wege gehen,
Die Apostel haben viel damit zu tun zu verhindern, dass sie wie Götter verehrt werden. Allerdings dreht sich bereits kurz danach das Blatt um 180 Grad!
Apostelgeschichte 14:18-19
18 Und trotzdem hielten sie dadurch, daß sie dies sagten, die Volksmengen kaum davon zurück, ihnen Schlachtopfer darzubringen.
19 Es trafen aber Juden aus Antiochia und Ikonion ein und überredeten die Volksmengen, und sie steinigten Paulus und schleppten ihn zur Stadt hinaus, in der Meinung, er sei tot.
ich bin immer wieder erstaunt, welche Macht solche Personen haben, die Menschen schaden wollen, die Gottes Wohlgefallen haben!
Gerade noch haben sie Paulus und Barnabas wie Götter verehren wollen und nun trieben sie sie mit Schimpf und Schande aus der Stadt und steinigten sie.
Wie Jehova wohl über die Intriganten dachte?
Und wie dachte er wohl über diejenigen, die flink ihr Fähnchen in den Wind hingen?
Bedenken wir bei allem, was wir tun, wie Jehova wohl über uns denkt – oder ist uns das egal?
Und als wir zur Gebetsstätte gingen, geschah es, daß uns ein gewisses Dienstmädchen begegnete, das einen Geist, einen Wahrsagerdämon, hatte. Sie brachte gewöhnlich ihren Herren viel Gewinn ein, indem sie die Kunst der Voraussage betrieb. 17 Dieses [Mädchen] folgte Paulus und uns beständig und rief die Worte aus: „Diese Menschen sind Sklaven Gottes, des Höchsten, die euch den Weg der Rettung verkündigen.“ 18 Das setzte sie viele Tage hindurch fort. Schließlich wurde Paulus dessen überdrüssig und wandte sich um und sprach zu dem Geist: „Ich befehle dir im Namen Jesu Christi, aus ihr auszufahren!“ Und er fuhr in derselben Stunde aus.
19 Als nun ihre Herren sahen, daß ihre Hoffnung auf Gewinn dahin war, ergriffen sie Paulus und Silas und schleppten sie auf den Marktplatz vor die Vorsteher 20 und führten sie vor die Magistrate und sprachen: „Diese Menschen, die Juden sind, beunruhigen unsere Stadt sehr, 21 und sie verkündigen Bräuche, die anzunehmen oder auszuüben uns nicht erlaubt ist, da wir Römer sind.“ 22 Und die Volksmenge erhob sich insgesamt gegen sie; und nachdem ihnen die Magistrate die äußeren Kleider heruntergerissen hatten, gaben sie Befehl, sie mit Ruten zu schlagen. 23 Nachdem sie ihnen viele Schläge versetzt hatten, warfen sie sie ins Gefängnis und befahlen dem Gefängnisaufseher, sie sicher zu verwahren. 24
wieder einmal werden wahre Anbeter Jehovas durch Falschanklagen aus dem Weg geräumt, weil sie stören!
Doch was war an den Beröern so besonders, dass Lukas ihnen eine so edle Gesinnung bescheinigt?
und was können wir für uns heute daraus lernen?
Apostelgeschichte 17:10-11
Sogleich sandten die Brüder sowohl Paulus wie Silas bei Nacht nach Beroa weg, und als diese [dort] angekommen waren, begaben sie sich in die Synagoge der Juden. 11 Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalonich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten.
hierzu nochmal auszugsweise aus dem neuen Buch:
*** bt Kap. 17 S. 137-138 Abs. 16 Er argumentierte „anhand der Schriften“ ***
Obwohl die Beröer von Paulus allerhand Neues erfuhren, waren sie weder argwöhnisch oder überkritisch noch leichtgläubig.
Sie hörten Paulus erst einmal gut zu. Dann überzeugten sie sich, dass das, was er ihnen erklärte, auch tatsächlich in den Schriften stand.
Außerdem vertieften sie sich nicht nur am Sabbat, sondern jeden Tag in Gottes Wort — und das „mit der größten Bereitwilligkeit“, sie knieten sich also richtig hinein, um herauszufinden, was die Schrift zu dieser neuen Lehre sagt.
Sie waren dann auch nicht zu stolz, sich zu ändern, und „viele von ihnen [wurden] gläubig“ (Apg. 17:12). Da leuchtet es doch ein, warum Lukas sie als „edel gesinnt“ beschreibt!
Ja, soviel zu dem, was die Beröer so besonders machte. Aber nun zu uns – wie könnten wir uns als ein Beröer erweisen?
Wie gut vertraut bin ich mit Gottes Wort? Knie auch ich mich in Gottes Wort rein, um alles zu verstehen? Lese ich in der Bibel nach, ob sich das, was ich in unseren Publikationen lese oder in Vorträgen höre, auch so verhält – ob es so in der Bibel steht?
Wir persönlich haben schon öfters die Erfahrung gemacht, dass andere Brüder es fast als Ketzerei auffassen, wenn wir die Dinge für uns in Frage stellen und mit der Bibel hinterfragen.
In den Augen vieler Zeugen Jehovas reicht es, zu lesen, was in den Publikationen steht. Es scheint wie eine Art Evangelium zu sein, das nicht hinterfragt werden darf.
Aber ist dies in Jehovas Augen wirklich Ketzerei?
Warum hat er dann die Beröer so lobend hervorgehoben?
Fakt ist, dass “der treue und verständige Sklave” für sich nicht in Anspruch nimmt, von Gott inspiriert zu sein. Sie wollen uns nur helfen, Gottes Wort besser zu verstehen. Zudem ist in den letzten Jahren auf den Kongressen immer wieder gesagt worden, dass unser Lehrbuch die Bibel ist und dass wir die Bibel studieren sollen – nicht irgendwelche Publikationen. Diese sind nur Hilfsmittel.
Wie sieht mich Jehova wohl, wenn ich genau weiß, wo etwas in den Publikationen steht und daraus bei Bedarf zitieren kann – aber ich weiß nicht, wo es in der Bibel steht und in welchem Zusammenhang und wie Jehova über die Sache denkt?
Könnte ich vielleicht mein Leben vereinfachen, damit mir mehr Zeit zum Bibellesen bleibt? Indem ich die Dinge reduziere, die in meinem Leben für Ablenkung sorgen, wie z.B. weniger Fernsehen, mich nicht ständig mit irgendwelchen Dingen wie Musik oder Radio berieseln zu lassen, meinen Umgang sorgfältig auswählen usw.?
Oder könnte ich die Zeit mehr auskaufen, indem ich z.B. den Arbeitsweg nutze, um mir die Bibellesung auf mp3 anzuhören, für die unsere lieben Brüder so liebevoll gesorgt haben?
Wo kann ich da Abstriche bei mir ganz persönlich machen?
„Du würdest mich überreden, ein Christ zu werden“ (Apg. 26:24-32)
17 Paulus’ eindrucksvolle Rede ließ die beiden Männer nicht kalt. Die Reaktion? „Als er nun diese Dinge zu seiner Verteidigung sagte, sprach Festus mit lauter Stimme: ‚Du wirst wahnsinnig, Paulus! Die große Gelehrsamkeit treibt dich zum Wahnsinn!‘ “ (Apg. 26:24). So ähnlich denken nicht wenige auch heute. Für sie sind alle, die die Wahrheit aus der Bibel predigen, Fanatiker. Und viele halten es für weltfremd, an eine Auferstehung zu glauben, wie die Bibel sie lehrt.
18 Paulus war nicht um eine Antwort verlegen: „Ich werde nicht wahnsinnig, Exzellenz Festus, sondern ich rede Worte der Wahrheit und eines gesunden Sinnes. In Wirklichkeit weiß der König, zu dem ich mit Freimut der Rede spreche, wohl von diesen Dingen . . . Glaubst du den PROPHETEN, König Agrippa? Ich weiß, dass du glaubst.“ Agrippa erwiderte: „In Kurzem würdest du mich überreden, ein Christ zu werden“ (Apg. 26:25-28). Ob er das wirklich so meinte oder nicht, die Rede hatte jedenfalls voll eingeschlagen.
19 Agrippa und Festus standen dann auf. Damit war die Anhörung zu Ende. „Als sie sich zurückzogen, begannen sie miteinander zu reden und sagten: ‚Dieser Mensch treibt nichts, was Tod oder Fesseln verdient.‘ Überdies sagte Agrippa zu Festus: ‚Dieser Mensch hätte freigelassen werden können, wenn er sich nicht auf Cäsar berufen hätte‘ “ (Apg. 26:31, 32). Ihnen war klar: Der Mann, der da vor ihnen gestanden hatte, hatte eine völlig reine Weste. Vielleicht würden sie ja die Christen in Zukunft mit anderen Augen sehen.
20 Wie es aussieht, ließ keiner dieser beiden mächtigen Herrscher die gute Botschaft von Gottes Königreich in seinem Leben wirklich wirken. Hat sich die ganze Aktion trotzdem gelohnt? Keine Frage! Dadurch, dass Paulus „vor Könige und Statthalter“ in Judäa geschleppt wurde, drang die Botschaft in Etagen des römischen Staatsapparats vor, die sonst wahrscheinlich verschlossen geblieben wären (Luk. 21:12, 13). Außerdem haben seine Erlebnisse und seine Treue in all den Problemsituationen den Brüdern und Schwestern Mut im Glauben gemacht (Phil. 1:12-14).
21 Heute ist es nicht anders. Wenn wir unsere Predigtaufgabe trotz aller möglichen Feuerproben engagiert durchziehen, kommt doch immer wieder Gutes dabei heraus. Möglicherweise können wir mit Leuten über die Bibel reden, an die wir sonst nur schwer herankommen.
Und wenn wir fest und treu für Gottes Königreich einstehen, steckt das vielleicht unsere Brüder an und sie stellen sich dann beim Predigen mit noch mehr Mut für Jehova hin.
Wir sehen, dass sich eine Sache auch dann zum Guten auswirken kann, wenn es nun erst mal so aussieht, als habe man alles verloren!
Wir dürfen halt nicht nur uns selbst in diesem Moment sehen, wo wir Repressalien haben – sondern das große Ganze, was vielleicht durch unser Leiden und Ausharren bewirkt wird.
“Auch Jesu Brüder, die gläubig geworden waren” – warum auf einmal?
Apostelgeschichte 1:14
Zu ihnen gehörten auch einige Frauen, unter anderem Maria, die Mutter Jesu, und außerdem seine Brüder. Sie alle trafen sich regelmäßig an diesem Ort, um gemeinsam zu beten.
als Jesus auf der Erde war, hielten sie ihn für verrückt und meinten, er wäre überheblich. Warum glaubten sie nun auf einmal an ihn?
Immerhin war er inzwischen gestorben – nicht unbedingt eine Basis dafür, daran zu glauben, dass er der Messias sein könnte. Hatten sie ihn nach seiner Auferstehung vielleicht persönlich gesehen? Aber wie ging dies, wo sie doch so von ihm dachten – warum sollten sie dann zu der Zeit bei seinen Jüngern gewesen sein, als er ihnen erschien?
Im WT vom 15.12.2003 heißt es hierzu auszugsweise
Jesu Brüder zeigen, dass eine Änderung möglich ist
Jesu Brüder glaubten offenbar erst nach seinem Tod an ihn. Es war wohl kein Zufall, dass sie nicht dabei waren, als Jesus am Marterpfahl starb, und er seine Mutter dem Apostel Johannes anvertrauen musste. Die Angehörigen Jesu zeigten, dass sie ihn nicht achteten, ja bei einer Gelegenheit sagten sie sogar, er sei „von Sinnen“ (Markus 3:21). Jesus hatte also ungläubige Familienangehörige. Wer heute Ungläubige in seiner Familie hat, kann sich daher darauf verlassen, dass Jesus versteht, wie er empfindet, wenn Verwandte ihn wegen seines Glaubens verspotten.
Nach Jesu Auferstehung begannen jedoch seine Brüder offensichtlich, an ihn zu glauben. Sie gehörten zu der Gruppe, die sich vor Pfingsten 33 u. Z. in Jerusalem versammelte und zusammen mit den Aposteln inbrünstig betete (Apostelgeschichte 1:14). Allem Anschein nach veranlasste sie die Auferstehung ihres Halbbruders zu diesem Sinneswandel, der so weit ging, dass sie seine Jünger wurden. Bei Verwandten, die unseren Glauben nicht teilen, sollten wir die Hoffnung also nie aufgeben.
Jakobus, der Halbbruder Jesu, dem er persönlich erschien, spielte gemäß der Bibel eine herausragende Rolle in der Christenversammlung. Er schrieb einen von Gott inspirierten Brief an seine Glaubensbrüder und -schwestern, um sie zu ermahnen, den Glauben zu bewahren (Apostelgeschichte 15:6-29; 1. Korinther 15:7; Galater 1:18, 19; 2:9; Jakobus 1:1). Von Judas, einem anderen Halbbruder, stammt ein inspirierter Brief, durch den er Mitchristen ermunterte, einen harten Kampf für den Glauben zu führen (Judas 1). Bemerkenswerterweise verwiesen weder Jakobus noch Judas in ihren Briefen auf ihre Verwandtschaft mit Jesus, um Mitchristen zu überzeugen. Welch eine deutliche Lektion in Bescheidenheit für uns!
Daraufhin kehrten die Apostel nach Jerusalem zurück; sie waren ´mit Jesus` auf einem Hügel gewesen, der »Ölberg« genannt wird und nur einen Sabbatweg t- ´etwa eine Viertelstunde` – von der Stadt entfernt ist.
“Ein Sabbatweg entfernt” (Neue Genfer Übersetzung) – Was ist denn ein Sabbatweg??
in der Neuen-Welt-Übersetzung heißt es hier
Dann kehrten sie von einem Berg, welcher Ölberg genannt wird, der nahe bei Jerusalem liegt, eine Sabbat-Tagereise [davon] entfernt, nach Jerusalem zurück.
in der Fußnote wird zur Sabbat-Tagereise erklärt:
nach rabbinischen Quellen, die sich auf Jos 3:4 stützen, entsprach dies ca. 2 000 Ellen (890 m).
Unter dem Stichwort “Tagereise” finden wir im Einsichtenbuch folgendes:
Das Wort „Tagereise“ erscheint in der Bibel oft bei Angaben über die ungefähre Länge einer zurückgelegten Strecke (1Mo 31:23; 2Mo 3:18; 4Mo 10:33; 33:8). Wie weit man an einem Tag reisen konnte, hing davon ab, welches Transportmittels man sich bediente, sowie von den Bedingungen und dem Gelände unterwegs. Eine Tagereise zu Lande betrug durchschnittlich vielleicht 32 km oder mehr.
Eine „Sabbat-Tagereise“ war jedoch viel kürzer (Mat 24:20). Aus Apostelgeschichte 1:12 geht hervor, daß der Ölberg eine „Sabbat-Tagereise“ weit von Jerusalem entfernt lag. Josephus gibt diese Strecke — wahrscheinlich von verschiedenen Ausgangspunkten aus gerechnet — einmal mit fünf Stadien (925 m) und ein andermal mit sechs Stadien (1 110 m) an. Nach rabbinischen Quellen, denen Josua 3:4 zugrunde liegt, betrug eine „Sabbat-Tagereise“ 2 000 Ellen (890 m).
Thom sagte mir gestern noch dazu, dass dies mit dem Sabbatgesetz zu tun hätte: man durfte am Sabbat keinerlei Arbeit verrichten und so war genau festgelegt, wie weit man am Sabbat gehen durfte, ohne dass es eine Wanderung – und damit Arbeit – wäre…
Die Mitglieder des Hohen Rates wunderten sich darüber, wie mutig Petrus und Johannes redeten; wussten sie doch, dass es einfache Leute ohne besondere Bildung waren. Aber sie erkannten die beiden als Jünger Jesu wieder;
14 und die Heilung selbst konnten sie nicht bestreiten, denn der Geheilte stand vor ihnen.
ja, wer sich ganz eng an seinen Gott hält, der kann und darf mutig sein – denn sein Gott ist mit ihm und wird ihm immer helfen.
Interessant, dass sie das Gute am liebsten abstreiten wollten. Also ging es ihnen keinesfalls um die Wahrheit, wie sie vielleicht von sich selbst glaubten…
8 Stephanus vollbrachte öffentlich durch Gottes Gnade und Kraft große Zeichen und Wunder. 9 Eines Tages verwickelten ihn Anhänger einer jüdischen Gemeinde, die sich die »Freigelassenen« nannten, in ein Streitgespräch. Auch Leute aus Kyrene, Alexandria, Zilizien und der Provinz Asia beteiligten sich daran. 10 Aber keiner von ihnen hatte der Weisheit und dem Geist des Stephanus etwas entgegenzusetzen.
11 Deshalb hetzten sie ein paar Leute auf, die behaupten sollten: »Er hat Gott und Mose beleidigt. Wir haben es selbst gehört.« 12 Dadurch gelang es ihnen, das Volk, seine führenden Männer und die Schriftgelehrten so aufzuwiegeln, dass sie über Stephanus herfielen und ihn vor den Hohen Rat schleppten.
13 Dort traten Zeugen gegen Stephanus auf, die man vorher bestochen hatte.
»Dieser Mensch«, so behaupteten sie, »zieht fortwährend den heiligen Tempel und das Gesetz Gottes in den Dreck. 14 Wir haben selbst gehört, dass er gesagt hat: ›Jesus von Nazareth wird den Tempel zerstören und die Ordnungen ändern, die Mose uns gegeben hat.‹«
Warum stehen Menschen, die doch eigentlich Jehova dienen, mit falschen Anklagen gegen ihre Brüder auf?
Sie suchen sich andere (auch unter Gottes Volk), die ihre Lügen bestätigen – und bekommen dann vor den Gerichten Recht, seien es weltliche oder die des Volkes Gottes.
Sie gehen sogar soweit, den Tod des anderen in Kauf zu nehmen.
Warum nur?
Was treibt solche Menschen nur zu solchen Taten an?
Aber auch egal, wie erfolgreich sie mit ihren Intrigen sind, so können sie uns doch niemals von Gottes Liebe trennen! Ist dies nicht beruhigend?
Selbst wenn die Menschen ihnen glauben und wir von einem Gericht für etwas verurteilt werden, was wir nicht getan haben, selbst wenn man uns wegen ihrer Lügen aus Gottes Volk ausschließt – so weiß doch unser liebevoller Gott wie es war. Er beurteilt uns nach unseren Taten.
Wer von beiden wird wohl von Jehova verworfen sein – der Verleumder oder derjenige, den dieser Rufmord bis in Mark und Gebein trifft?
Selbst wenn Jehova das Unrecht bis Harmagedon bestehen lässt, so können die Verleumder ums nicht wirklich schaden. Unser Gott wird immer mit uns sein und ER wird uns die Kraft geben, dieses Unrecht zu ertragen, ohne dass wir unsere Freude verlieren. Aber die Verleumder wird er zu seiner Zeit bestrafen!
dies zeigen viele Beispiele treuer Anbeter Jehovas, wie z.B.:
Apostelgeschichte 7:6-7
Gott sagte zu ihm: ›Deine Nachkommen werden in einem fremden Land heimatlos sein. Vierhundert Jahre wird man sie ausbeuten, und sie werden viel leiden müssen.‹
7 Aber Gott versprach Abraham auch: ›Ich werde das Volk bestrafen, das euch so lange unterdrückt hat. Dann werden deine Nachkommen das fremde Land verlassen und mir hier dienen.‹
Apostelgeschichte 7:9-10
Weil aber Jakobs Söhne auf ihren Bruder Josef neidisch waren, verkauften sie ihn als Sklaven nach Ägypten.
Doch Gott verließ Josef nicht, 10 sondern half ihm jedes Mal, wenn er in Not geriet.
Josef konnte die Gunst des ägyptischen Königs, des Pharaos, gewinnen. Wegen der ungewöhnlichen Weisheit, die Gott ihm gegeben hatte, wurde Josef vom Pharao schließlich zum Verwalter über ganz Ägypten und den Königshof eingesetzt.
Stephanus macht in seiner “Verteidigungsrede” ganz klar kenntlich, was das für Menschen sind, die sich nicht zu schade sind, ihre Brüder umzubringen oder per Falschanklagen, Verleumdungen und Rufmord ihnen das Leben schwer zu machen:
Apostelgeschichte 7:51
»Ihr seid wirklich unbelehrbar!«, fuhr Stephanus fort. »Ihr habt eure Ohren für Gottes Botschaft verschlossen, und auch euer Herz gehört ihm nicht. Wie eure Vorfahren widersetzt ihr euch ständig dem Heiligen Geist.
ja, die schadenstiftenden Männer konnten Stephanus schaden und sogar erreichen, dass er letztendlich für etwas zu Tode gesteinigt wurde, was er nicht getan hatte – aber sie konnten ihm die Freude und die enge Verbindung zu seinem Gott Jehova nicht nehmen:
Apostelgeschichte 7:54-56
Über diese Worte des Stephanus gerieten seine Zuhörer in maßlose Wut. 55 Stephanus aber blickte, erfüllt vom Heiligen Geist, zum Himmel auf und sah dort Gott in seiner Herrlichkeit und Jesus an seiner rechten Seite. 56 »Ich sehe den Himmel offen!«, rief Stephanus, »und Jesus, den Menschensohn, auf dem Ehrenplatz an der rechten Seite Gottes stehen!«
Wie wir sehen, lässt uns unser Gott niemals allein – ganz egal was sich die Schadenstifter noch einfallen lassen. Selbst wenn sie uns töten würden – sie könnten uns niemals von Gottes Liebe trennen! Dies können nur wir selbst, wenn wir uns unsererseits von ihm abwenden.
Stephanus wurde von einigen frommen Männern begraben, die für ihn die Totenklage hielten.
Warum war dies nötig?
Wieso war es wichtig, eine Totenklage zu halten? Ist dies nicht ein unchristlicher Brauch, der irgendwie damit zu tun hat, dass die Toten uns sehen können?
in Samaria lebte auch Simon, ein Mann, der seit vielen Jahren Zauberei getrieben und durch seine Künste viele in Erstaunen versetzt hatte. Er behauptete, etwas Besonderes zu sein. 10 Alle Leute, die seine Zauberei miterlebt hatten, waren seine begeisterten Anhänger und sagten: »In diesem Mann wirkt Gottes große Kraft!«
11 Sie standen ganz in seinem Bann, weil er sie jahrelang mit seinen Zauberkünsten beeinflusst hatte.
Leute, die dem Widersacher zuarbeiten und sich mit Satan und seinen Dämonen einlassen – solche Leute sind scheinbar schon seit jeher Meister der Manipulation (?)
Mit den Griechisch sprechenden Juden führte er Streitgespräche. Bald trachteten auch sie ihm nach dem Leben.
Wie passt dies mit dem zusammen, was er selbst später schreibt: “ein Sklave des Herrn hat es nicht nötig, sich zu streiten” (2. Timotheus 2:24)?
In der Neuen-Welt-Übersetzung wird das Verb, das hier mit Streitgespräch übersetzt wird, mit “er disputierte mit ihnen” übersetzt. Bei diesem Wort ist mir das garnicht so aufgefallen.
Also: wie passt dies zusammen?
Hier noch mal der Vers aus 2. Timotheus im Kontext:
23 Ferner weise törichte und einfältige Streitfragen ab, da du weißt, daß sie Streitigkeiten erzeugen. 24 Ein Sklave des Herrn aber hat es nicht nötig zu streiten, sondern muß gegen alle sanft sein, lehrfähig, der sich unter üblen Umständen beherrscht, 25 der mit Milde die ungünstig Gesinnten unterweist, da Gott ihnen vielleicht Reue gewährt, die zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit führt, 26 und sie wieder zur Besinnung kommen mögen, aus der Schlinge des Teufels heraus, da sie von ihm für dessen Willen lebendig gefangen worden sind.
9 Als sich die Boten am folgenden Tag schon der Stadt Joppe näherten, stieg Petrus auf das flache Dach des Hauses, um dort ungestört zu beten. Es war gerade um die Mittagszeit, 10 und Petrus hatte Hunger. Während man sein Essen zubereitete, hatte er eine Vision:
11 Petrus sah etwas vom Himmel herabkommen. Es sah aus wie ein großes Leinentuch, das – an seinen vier Ecken zusammengehalten – auf die Erde heruntergelassen wurde. 12 In dem Tuch waren alle möglichen Arten von vierfüßigen Tieren und Kriechtieren, aber auch von Vögeln. Alle diese Tiere sind für Juden »unrein« und dürfen deshalb nicht gegessen werden. 13 Dann hörte Petrus eine Stimme, die ihn aufforderte: »Petrus, steh auf, schlachte diese Tiere und iss davon!« 14 »Niemals, Herr!«, entgegnete Petrus. »Noch nie in meinem Leben habe ich etwas Unreines oder Verbotenes gegessen.« 15 Da rief die Stimme zum zweiten Mal: »Wenn Gott etwas für rein erklärt, dann nenne du es nicht unrein.« 16 Das geschah dreimal. Dann wurde das Tuch wieder in den Himmel gehoben.
17 Petrus verstand nicht, was diese Erscheinung bedeuten sollte. Aber während er noch überlegte, klopften die Boten des Kornelius an die Haustür. 18 »Wohnt hier ein Mann, der Simon Petrus heißt?«, erkundigten sie sich.
19 Petrus dachte noch immer über die Vision nach, als der Heilige Geist zu ihm sprach: »Es sind drei Männer zu dir gekommen. 20 Geh hinunter und reise mit ihnen. Du brauchst keine Bedenken zu haben, denn ich habe sie gesandt.«
“Steh auf und iss”
Auch Petrus wusste nicht, was die Vision bedeuten sollte
Ob er sich hier wohl an den Vorfall damals mit Jesus erinnert, als er sagte, seine Jünger müssten sein Fleisch essen und sein Blut trinken?
Auch damals hatte er, wie die anderen wohl auch, nicht verstanden, was damit gemeint sein sollte – denn es war im mosaischen Gesetz bestimmt worden, dass das Blut zur Erde ausgegossen werden sollte. Wie konnte Jesus dann verlangen, dass sie sein Blut trinken würden?
Auch hier greift wieder ein mosaisches Gesetz: sie sollten keine unreinen Tiere essen – damit sie sich nicht für Jehova verunreinigen würden. Also warum wurde er nun aufgefordert, diese unreinen Tiere zu essen?
Er konnte es nicht verstehen – aber er war voller Zuversicht, dass es schon seine Richtigkeit haben würde, wenn Jehova dies von ihm verlangt. Dass dies keine Prüfung sein konnte, musste er spätestens gemerkt haben, als Jehova sagte, dass er selbst dies nun für rein erklärt hätte. Also würde Jehova ihm sicherlich auch noch erklären, wie das nun gemeint sei. Auf jeden Fall wollte er den Willen seines Gottes tun, auch wenn er ihn nicht ganz verstand.
Aber wie Jehova ja so ist – er lässt uns nicht lange im Unklaren. Immer steht er uns bei, entweder, indem er helfend eingreift, uns die Kraft gibt – oder uns verstehen hilft, worum es gerade geht.
Und so dauerte es nicht lange, da standen die Abgesandten von Kornelius vor seiner Tür und als sie erzählen, was Jehova zu Kornelius gesagt hatte, da verstand Petrus, was Jehova gemeint hatte.
Apostelgeschichte 10:34-35
Da begann Petrus zu sprechen: »Jetzt erst habe ich richtig verstanden, dass Gott niemanden wegen seiner Herkunft bevorzugt oder benachteiligt. 35 Alle Menschen sind ihm willkommen, ganz gleich, aus welchem Volk sie stammen, wenn sie nur Ehrfurcht vor ihm haben und so leben, wie es ihm gefällt.
Sicherlich hat er nun voller Freude das getan, was Jehova ihm gesagt hatte.
Zum einen, weil Jehova ihn für würdig erachtet hatte, diesen besonderen Schritt zu tun (denn niemals zuvor waren die Nationen in dieser Weise einbezogen worden), zum anderen aber auch, weil er es nun verstand – was er tun sollte und warum.
Was für eine Begeisterung es gewesen sein muss, zu erkennen, wie liebevoll und barmherzig und ganz besonders, wie unparteiisch der Gott ist, dem wir alle dienen dürfen!
Wie reagieren wir, wenn Jehova etwas von uns will, was wir nicht verstehen?
Haen wir genug Glauben und Vertrauen in Jehova und die nötige Geduld abzuwarten, bis wir verstehen, warum wir es tun sollen?
Jesus aus Nazareth ist von Ort zu Ort gezogen. Er hat überall Gutes getan und alle befreit, die der Teufel gefangen hielt, denn Gott selbst hatte ihm seine Macht und den Heiligen Geist gegeben. Gott stand ihm bei.
für mich ein sehr interessanter Gedanke:
Personen, die sich mit dem Teufel und den Dämonen einlassen, mögen ja vielleicht meinen, sie täten es freiwillig, sie würden genau das tun, was sie sich erwählt haben.
Aber dies stimmt nur bis zu einem bestimmten Punkt: zwar mögen sie sich zu Anfang aus freien Stücken darauf eingelassen haben, vielleicht aus Neugier oder weil sie unvorsichtig waren. Dann mögen sie gemerkt haben, dass ihnen dies viele Vorteile bringt, denn der Teufel “belohnt” seine “Anhänger” sofort. Wir kennen dies vielleicht aus den Märchen, wenn eine Hauptfigur sich mit dem Teufel einlässt, um etwas bestimmtes zu erreichen, was ihr wichtig ist und dafür “ihre Seele an den Teufel verkauft”. Ja, das ist ja alles in weiter Zukunft, das mit der Seele, aber sie bekommen das Ersehnte ja sofort. Daher mögen sie denken, dass dies eine tolle Sache sei und sie machen vielleicht immer weiter – und dem Widersacher Jehovas damit viel Freude.
Aber sie bemerken dabei nicht, dass der Satan sie gefangen hält!
Vielleicht ein kleines Beispiel aus meinem persönlichen Leben: Bevor ich die Wahrheit kennen lernte, habe ich 10 Jahre geraucht. Ich war der Ansicht, dass ich es tue, weil es mir Spaß macht, weil es so gut schmeckt, weil es mir so gut tut.
Dann habe ich – weil ich mal wieder so voreilig war und das Paradiesbuch schon für mich ganz studiert habe, bevor wir beim Bibelstudium überhaupt so weit waren – erkannt, dass Rauchen etwas ist, was Jehova verabscheut und hasst. Wenn ich also weiter rauchen würde, dann könnte ich Jehova nicht gefallen. Und dies wollte ich doch so gern. Also – was tun?
Ich musste unbedingt mit dem Rauchen aufhören. Dies war mein fester Wille. Ich fing an, mich selbst dafür zu verabscheuen, dass ich rauchte und das Rauchen an sich auch zu hassen. Aber das hat mir leider nicht in der Form geholfen, wie ich mir dies gewünscht hätte. Es war ein unglaublich harter Kampf, obwohl ich mit aller Macht mit dieser Gewohnheit brechen wollte. Ich konnte mich selbst nicht mehr riechen und habe mich zig Mal am Tag umgezogen, weil die Klamotten verqualmt waren und – für mich auf einmal ganz stark wahrnehmbar – stanken! Selbst vor der Fahrt zur Versammlung musste ich unbedingt eine rauchen, obwohl ich mich zuvor so sorgfältig zurecht gemacht hatte, extra gebadet und mit wohlriechender Lotion eingecremt, schönes Deo und Parfüm. Aber ich musste rauchen, obwohl ich wusste, dass ich dann wieder riechen würde und während der Versammlung habe ich mich in Grund und Boden dafür geschämt, dass die anderen riechen konnten, dass ich geraucht hatte. Zwar hatte ich zu der Zeit gerade den ersten Monat studiert, aber ich habe es so empfunden.
Als der Vater meiner Tochter sie zur Besuchszeit abholte und meinen Kampf mitbekam, sagte er, dass dies doch nicht so schwer sein könnte, mit dem Rauchen aufzuhören. Meine Antwort: “na, dann hör du doch auf”. Nach einer längeren Schweigeminute antwortete er dann “ich will ja nicht”. Aber ich denke eher, es ist ihm klar geworden, was ich schon eine Weile wusste: der Wille allein reicht da nicht aus.
Ich war eine Gefangene meines Rauchens geworden, ohne es selbst bemerkt zu haben. So ist es auch mit denen, die sich auf die Machenschaften des Satans und seiner Dämonen einlassen. Lassen wir uns dies eine Lehre sein!
Machen wir garnicht erst den Fehler, uns – wenn auch nur aus Neugier – damit zu beschäftigen oder seine bereitwillig dargebotene Hilfe anzunehmen, wenn wir die Dinge allein nicht in den Griff bekommen und feststellen, dass es für Jehova noch nicht an der Zeit ist, die Dinge so zu regeln, wie es für uns leichter wäre.
Warten wir immer auf Jehova und lehnen wir alles ab, was von der Gegenseite kommt. Machen wir uns immer wieder die Gefahr bewusst!
In diesem Augenblick fiel mir ein, was uns der Herr einmal gesagt hatte: ›Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden.‹ 17 Gott schenkte diesen Nichtjuden dieselbe Gabe wie vorher uns, als wir begannen, an den Herrn Jesus Christus zu glauben. Wer bin ich, dass ich Gott daran hätte hindern können?«
Wir studieren das Buch “Legt gründlich Zeugnis ab für Gottes Königreich” ja zur Zeit im Versammlungsbibelstudium und ich hatte es bereits direkt nach Erhalt für mich persönlich studiert und im letzten Jahr bei der Bibellese zu Hilfe genommen. In diesem Jahr höre ich mir nicht nur die Bibel an, sondern auch die passenden Bücher dazu und daher zur Zeit dieses Buch. Immer die Kapitel im Buch passend zu den Kapiteln, die ich gerade in der Bibel lese. Hier ist es im Buch passend dazu das Kapitel 10 “Das Wort Jehovas wuchs weiterhin”
Dabei ist mir wieder mal bewußt geworden, was für eine Kostbarkeit wir da eigentlich in den Händen halten. Dieses Buch hat ein ganz besonderes Highlight, dass sich durch das ganze Buch zieht: es beginnt mit einer Szene, die so lebendig beschrieben wird, dass wir uns so fühlen, als wären wir hautnah dabei. Dies möchte ich gern mal veranschaulichen:
DAS wuchtige Eisentor fällt krachend hinter Petrus ins Schloss. An zwei römische Wachmänner gekettet wird er in seine Zelle geführt. Ein zermürbendes Warten beginnt. Stundenlang, vielleicht sogar tagelang weiß Petrus nicht, was aus ihm wird. Um sich herum sieht er nichts als Mauern, Gitter, seine Ketten und die Wachposten.
2 Dann kommt die Schreckensnachricht: König Herodes Agrippa I. will Petrus unter allen Umständen tot sehen. Petrus soll dem Volk nach dem Passah vorgeführt werden. Mit seiner Hinrichtung will sich Herodes die Sympathien der Massen sichern. Das Ganze ist keine leere Drohung, denn erst vor Kurzem wurde Jakobus, einer der anderen Apostel, von Herodes hingerichtet.
3 Es ist der Abend vor der geplanten Hinrichtung. Was Petrus in seiner düsteren Zelle wohl durch den Kopf geht? Ob er daran denkt, dass Jesus ihm Jahre zuvor indirekt gesagt hat, er werde eines Tages den Märtyrertod sterben? (Joh. 21:18, 19). Vielleicht fragt er sich, ob es jetzt so weit ist.
4 Wie würdest du dich in so einer Situation fühlen? Viele würden wahrscheinlich verzweifeln und denken, jetzt ist alles aus und vorbei. Doch kann für einen echten Nachfolger Jesu Christi überhaupt irgendeine Lage aussichtslos sein?
wenn wir nun die ganzen Erklärungen erst mal Außen vor lassen, dann haben wir eine sehr lebendige Schilderung über das Erlebnis, das der Petrus da hatte:
Ob Petrus wohl Todesängste ausstand? Jedenfalls hat er in jener Nacht zwischen den beiden Wachen, die auf ihn aufpassten, tief und fest geschlafen. Dieser glaubensstarke Mann war ohne Frage fest davon überzeugt, dass er, egal, was der nächste Tag auch bringen würde, bei Jehova in sicheren Händen war (Röm. 14:7, 8). Allerdings konnte er nicht ahnen, was sich gleich Unglaubliches tun würde: Seine Zelle wurde schlagartig hell erleuchtet. Ein Engel erschien und riss ihn aus dem Schlaf. Und auf einmal — wer hätte das gedacht?! — fielen die Ketten an seinen Händen einfach so ab. Die Wachen bekamen von dem Ganzen überhaupt nichts mit!
11 Der Engel forderte Petrus jetzt mit knappen Worten auf, schnell aufzustehen, sich zu gürten und seine Sandalen und sein äußeres Kleid anzuziehen. Petrus reagierte sofort. Dann sagte der Engel: „Folge mir.“ Die beiden liefen an den Wachposten vor der Zelle vorbei und gingen still und leise auf das schwere Eisentor zu. Wie sollten sie da durchkommen? Falls Petrus diese Frage je durch den Kopf geschossen ist, dann höchstens für den Bruchteil einer Sekunde. Als sie sich dem Tor näherten, öffnete es sich „von selbst“, und ehe er sichs versah, stand er draußen auf der Straße und der Engel war verschwunden. Langsam dämmerte es ihm: Das alles war keine Vision, sondern Wirklichkeit — er war frei! (Apg. 12:7-11).
Petrus stand auf der dunklen Straße und überlegte, wohin er nun gehen sollte. Er tat das Nächstliegende. Gleich um die Ecke wohnte Maria, eine Christin, die offensichtlich finanziell ganz gut dastand und deren Haus groß genug war, dass sich die Versammlung dort treffen konnte. Sie war Witwe und die Mutter von Johannes Markus, der hier zum ersten Mal in der Apostelgeschichte erwähnt wird und später für Petrus wie ein Sohn wurde (1. Pet. 5:13). Es war schon spät, trotzdem waren viele in Marias Haus gekommen, um dort intensiv zu beten. Bestimmt beteten sie für die Freilassung von Petrus, aber wie die Antwort Jehovas letztendlich ausfiel, darauf waren sie dann doch nicht gefasst.
14 Petrus klopfte an das Tor zum Hofeingang. Das Dienstmädchen Rhode (ein gängiger griechischer Name, der „Rose“ bedeutet) kam ans Tor und traute ihren Ohren nicht! Das war doch die Stimme von Petrus! Vor lauter Aufregung ließ sie ihn nicht herein, sondern stürmte zurück ins Haus und erzählte den Brüdern, wer draußen stand. Sie erklärten sie für verrückt, aber Rhode ließ nicht locker und blieb steif und fest bei ihrer Behauptung. Daraufhin meinten einige, es könne ja vielleicht ein Engel sein, der stellvertretend für Petrus da war (Apg. 12:12-15). Petrus klopfte inzwischen immer weiter ans Tor, bis sie ihm endlich aufmachten.
15 Das Erstaunen war groß, als sie ihn sahen (Apg. 12:16). Petrus musste die überglücklichen Brüder erst einmal zur Ruhe bringen, damit er ihnen überhaupt erzählen konnte, was passiert ist.
was für ein lebendiger Bericht, der uns direkt unter die Haut geht. Wir sehen uns direkt dabei, sind mit Petrus im Gefängnis, fühlen mit ihm und sind dann dabei, als er befreit wird. Was für ein Erlebnis!
Es ist der Abend vor der geplanten Hinrichtung. Was Petrus in seiner düsteren Zelle wohl durch den Kopf geht? Ob er daran denkt, dass Jesus ihm Jahre zuvor indirekt gesagt hat, er werde eines Tages den Märtyrertod sterben? (Joh. 21:18, 19). Vielleicht fragt er sich, ob es jetzt so weit ist.
4 Wie würdest du dich in so einer Situation fühlen?
hier muss ich dann an den Film denken, den wir erst vor kurzem auf Maxdome gesehen haben: “Die Kraft der Wiederauferstehung”, wo Petrus bereits in einer Zelle ist und einem anderen – noch jungen Mann, der noch nicht so lange in der Wahrheit ist – Mut macht. Er erzählt ihm von all den Dingen, die er mit Jesus und Jehova erlebt hat und er weiß, dass er selbst bald hingerichtet werden soll. Trotzdem nutzt er die Zeit, diesem Jungen Mann Mut zu machen, ihm von der Auferstehung zu erzählen und von der Hoffnung, die jeder Christ hat. Am Ende des Films wird Petrus von den Wachen abgeholt, aber er geht ruhig und gelassen mit, ohne jegliches Anzeichen von Angst.
Herodes ließ es nicht darauf ankommen und befahl, Petrus gleich an zwei Wachen anzuketten. Insgesamt lösten sich 16 Wachen rund um die Uhr ab, damit der Apostel diesmal nicht entkommen konnte
was für ein Unsinn! Wenn ihn ein Engel befreit – welchen Nutzen haben dann Ketten? Würde sich Jehova wirklich von solchen Maßnahmen beeindrucken und abschrecken lassen?
´Dieser glaubensstarke Mann war ohne Frage fest davon überzeugt, dass er, egal, was der nächste Tag auch bringen würde, bei Jehova in sicheren Händen war (Röm. 14:7, 8).
Keiner von uns lebt ja nur im Hinblick auf sich selbst, und keiner stirbt nur im Hinblick auf sich selbst; 8 denn wenn wir leben, leben wir für Jehova, und auch wenn wir sterben, sterben wir für Jehova. Darum, wenn wir leben und auch wenn wir sterben, gehören wir Jehova.
wenn wir und unser Leben unserem Gott Jehova gehören – welches Anrecht haben wir dann darauf?
Ist es dann wirklich wichtig, ob wir leben oder sterben? Immerhin hatte Petrus ja die Hoffnung, nach seinem Tode mit Jesus im Himmel vereint zu sein. Was kümmerte ihn dann, ob er frühzeitig von der Erde abtreten sollte?
Die beiden liefen an den Wachposten vor der Zelle vorbei und gingen still und leise auf das schwere Eisentor zu. Wie sollten sie da durchkommen? Falls Petrus diese Frage je durch den Kopf geschossen ist, dann höchstens für den Bruchteil einer Sekunde.
wir sollten uns nicht immer so viele unnötige Gedanken machen.
Hier war eine Anweisung von Jehova und da war es SEIN Part, wie das umgesetzt werden könnte. Das ginge uns garnichts an. Es wäre nicht unsere Sache und es wäre nur recht und billig, wenn wir es IHM auch ganz überlassen würden.
Gibt es einem nicht große innere Ruhe, wenn man sich vergegenwärtigt, dass Jehova alle Macht hat, seine Diener zu retten?
dies ist ein Punkt, den Thom und ich in all den Jahren immer wieder am eigenen Leib erlebt haben!
Auch wenn es oftmals unglaublich schwer zu ertragen war – ganz besonders für mich – so hat uns Jehova doch niemals im Stich gelassen. Er hat zwar viele Dinge zugelassen, von denen ich der Meinung war, dass er sie nicht zulassen dürfe und dass diese doch wenigstens nun der Startschuß sein müssten, dass er für uns handelt – aber er hat uns mit all dem Schweren niemals allein gelassen. Immer hat er dafür gesorgt, dass von irgendeiner Seite Hilfe kam. Er hat die Härten oftmals abgefedert oder zu einem solchen Zeitpunkt durch ein Zeichen zu erkennen gegeben, dass er mit uns ist und wir uns keine wirklichen Sorgen machen müssten.
Sicherlich ein Punkt, der uns helfen wird, nachher die große Drangsal zu überstehen: wir wissen, dass unser Gott handelt und uns niemals gänzlich im Stich lassen wird!
Petrus musste die überglücklichen Brüder erst einmal zur Ruhe bringen, damit er ihnen überhaupt erzählen konnte, was passiert ist.
wie begeistert müssen sie gewesen sein, als sie hörten, wie Jehova dafür gesorgt hatte, dass er entkommen konnte und damit sein Leben bewahren konnte.
Wenn Jehova Petrus in solch einer wunderbaren Weise geholfen hatte, durften sie dann nicht hoffen, dass ER ihnen ebenso helfen würde, wenn sie in Not geraten würden?
Petrus hat aber seinen Brüdern und Schwestern überall bestimmt gute Impulse für ihren Glauben gegeben — so wie sein Besuch in Marias Haus den Brüdern ja auch viel gegeben und große Freude bei ihnen ausgelöst hat.
Wahrscheinlich hatte Petrus sie gerade damit so ermuntert, dass er immer wieder erzählte, wie Jehova für ihn eingetreten war. Ebenso wie wir durch die vielen Lebensberichte treuer Diener Jehovas immer wieder ermuntert werden und warum es so wichtig ist, das Jahrbuch der ZJ zu lesen und darüber nachzudenken.
All diese Erfahrungen mit Jehova stärken unseren Glauben. Denn Jehova verspricht uns ja, dass er uns niemals “gänzlich im Stich lassen” wird. So, wie er all den anderen immer wieder geholfen hat, im Glauben auszuharren, so wird er jedem seiner treuen Diener helfen, an der wahren Anbetung festzuhalten.
Also alles, was wir um der wahren Anbetung Willen erdulden, ist für Jehova Anlaß, uns hilfreich zur Seite zu stehen.
Dies ist genügend Grund zur Hoffnung – oder denkt ihr nicht?
Manchmal sieht es so aus, als ob gottlose Menschen trotz all ihrer Auswüchse an Bosheit ungestraft davonkommen. Das braucht uns nicht zu verwundern, denn „die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist“ (1. Joh. 5:19). Dennoch macht es treuen Dienern Gottes manchmal zu schaffen, dass böse Menschen scheinbar ungeschoren bleiben.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht.
Mit der liebenden Güte Jehovas ist die Erde erfüllt
Jehovas Gerechtigkeit wird letztlich jeden einholen.
“Nur noch eine kleine Weile und der Böse wird nicht mehr sein – und du wirst dich wirklich umsehen nach seiner Stätte und sie wird nicht mehr sein!” (aus den Psalmen)
Ganz ganz wichtig: täglich in Gottes Wort lesen, uns mit ihm zu beschäftigen und damit, wie er die Dinge sieht und immer wieder lesen, wie er denkt und dass er seine Diener niemals im Stich lässt. Über sein Handeln nachsinnen, uns mit Lebensberichten treuer Diener Jehovas beschäftigen, sei es in der Bibel, aber auch in den Publikationen.
Schon allein das Wissen darum, dass wir nicht spinnen oder dass es keine egoistische Neigung von uns ist, dass wir uns Erleichterung wünschen, hilft da immens weiter. Zu wissen, dass wir nicht unsere eigenen Gedanken denken, sondern dass Jehova ebenso empfindet und denkt wie wir!
Saulus aber, der sich auch Paulus nannte, sah den Zauberer durchdringend an und, erfüllt vom Heiligen Geist, 10 sagte er: »Du Sohn der Hölle, voller List und Bosheit! Du bist ein Feind von allem, was gut ist und Gott gefällt. Wann endlich wirst du aufhören, Gottes Wahrheit in Lüge zu verdrehen? 11 Der Herr wird dich dafür strafen:
Als das Volk einen König haben wollte, gab Gott ihnen Saul, den Sohn Kischs aus dem Stamm Benjamin.Saul regierte vierzig Jahre. 22 Dann wandte sich Gott von ihm ab und erwählte David zum König über Israel, von dem er sagte: ›Ich habe David, den Sohn Isais, gefunden, einen Mann, der mir Freude macht. Bei allem, was er tut, wird er auf mich hören.‹
Ein ganz neuer Gedanke für mich, denn ich hatte bisher immer angenommen, dass Saul bereits nach kurzer Zeit als König Jehova untreu wurde. Wenn ich jetzt lese, dass er 40 Jahre regiert hatte, bis Jehova ihn verwarf und David als Ersatz wählte.
Oder ist hier eher gemeint: bevor er David als König einsetzte? Immerhin hatte er David ja bereits früh erwählt und von Samuel salben lassen – aber bis er als König eingesetzt wurde, gingen sehr viele Jahre ins Land.
Also: war Saul wirklich 40 Jahre lang ein guter und treuer König?
Aber der, den Gott von den Toten auferweckt hat, der ist nicht verwest
Ist der Körper Jesu, der am Pfahl gestorben ist, wirklich nicht verwest?
Immerhin ist Jesus nach seiner Auferstehung ja seinen Jüngern mit einem Körper erschienen, den sie nicht kannten. Denn:
Maria hielt ihn zuerst für einen Gärtner und erkannte ihn erst an der Art wie er ihren Namen aussprach
die beiden Jünger, mit denen er einen Stück des Weges ging, hatten ihn erst nach Stunden gemeinsamen Weges erkannt
warum sonst hätte Thomas erst die Finger in seine Wunden legen wollen – wenn er ihn doch direkt erkannt hätte?
Da man Jesus nach seinem Tod nicht in seinen Körper gesehen hat, in den er gestorben war – was ist eigentlich mit diesem passiert?
Als die Frauen zum Grab kamen, fanden sie es leer vor, nur das Laken lag noch da. Wo war der Körper? Hatte Jehova ihn entrückt? Verweste er deshalb nicht? Wenn ja:
Würde dies dann auch bedeuten, dass die Körper von Henoch und Mose auch nicht verwest sind – weil Jehova auch sie entrückt hatte?
Am folgenden Sabbat waren fast alle Einwohner der Stadt zusammengekommen, um die Botschaft Gottes zu hören. 45 Als die Juden die vielen Menschen in der Synagoge sahen, wurden sie neidisch. Sie widersprachen Paulus und spotteten. 46 Doch Paulus und Barnabas ließen sich nicht beirren. Ruhig und fest erklärten sie…
Wenn wir wissen, dass wir das tun, was Jehova gefällt – dann können auch wir ganz ruhig bleiben. Ganz egal, was sie noch sagen oder tun werden oder was sonst noch passieren wird.
Wichtig ist einzig und allein, dass wir auch weiter unbeirrt unseren Weg gehen. Das kann auch schon mal erfordern, dass wir uns im übertragenen Sinn Scheuklappen anlegen müssen, um uns nicht ablenken zu lassen.
Lassen wir uns nicht einschüchtern – nur wie Jehova über uns denkt und wie ER uns beurteilt ist wichtig. Vergessen wir dies niemals.
Aber die Juden, die von Gottes Botschaft nichts wissen wollten, verleumdeten die junge Gemeinde bei der nichtjüdischen Bevölkerung. 3 Trotzdem blieben Paulus und Barnabas längere Zeit dort und predigten furchtlos in aller Öffentlichkeit, denn sie vertrauten auf die Hilfe des Herrn.
Immer wieder lesen wir in der Bibel, dass es “Scheinheilige” geben würde (“einige von den Juden = Angehörige des Volkes Gottes), die sich gegen ihre Brüder wenden (diejenigen, die ihren Glauben ausleben und das tun, was Jehova möchte).
Sollten uns solche Berichte entmutigen? Nein!
Warum nicht?
Weil auch hier wieder gezeigt wird, dass Jehova uns nicht im Stich lässt, sondern uns hilft – wenn wir ihn nur lassen!
Ähnlich wie die Sache mit Petrus, der mutig über das Wasser auf Jesus zuging – solange er nur den Blick ganz auf ihn fixiert hatte. Sobald er sich mit den Dingen beschäftigte, die ihm Angst machten (hier das Wasser und damit verbunden der Gedanke “es ist unmöglich, auf dem Wasser zu laufen, das ist ein Naturgesetz”) begann er zu sinken. Warum? Weil er die Sichtweise Jehovas aus den Augen verlor (“wenn ihr Glauben von der Größe eines Senfkorns hättet, könntet ihr Berge verrücken”).
Wenn Jehova uns sagt, dass wir etwas tun sollen, dann dürfen wir nicht zweifeln. Denn wir wissen: ER würde niemals etwas von uns verlangen, das uns nicht möglich ist. Daher dürfen wir davon ausgehen, dass er uns auch die nötige Kraft, die erforderlichen Fähigkeiten oder den Mut dazu geben wird! Hier kommt es also auf unseren Glauben an. Wir müssen Jehova vertrauen und ihm erlauben, uns zu helfen (ihn also “auf die Probe stellen”).
Aber wir müssen ihm nicht blind vertrauen. Wir haben uns in den letzten Wochen ja immer wieder mit den Beispielen der vielen treuen (der “grossen Wolke von Zeugen”) beschäftigt, die unsere Gewißheit stärken, dass Jehova uns niemals allein lässt.
Solche Berichte – wie auch dieser hier – sollte sich ganz tief und fest in uns einprägen!
Wenn es notwendig ist, dann legt uns Jehova sogar Scheuklappen an. Immer, wenn wir vertrauensvoll auf ihn zulaufen wollen und von den Problemen abgelenkt werden, dann sagt Jehova: “guck nicht hin. Sieh her zu mir. Hier bin ich. Sieh einfach auf mich und lauf weiter!”.
So laufen wir eine Weile und wieder kommt unser Einwand “aber guck doch mal, der/die verfolgt mich, erzählt Lügen über mich” – und Jehva sagt “Guck nicht hin. Was kümmert es dich? Sieh zu mir und lauf weiter!”
“Ja, aber…” Aber Jehova wird uns nicht ausreden lassen, sondern sagt “sieh nicht hin, guck einfach zu mir. Lauf weiter”.
So wird es die ganze Zeit gehen. Sobald wir wieder zur Seite oder hinter uns blicken, werden wir abgelenkt und die Furcht kann wieder in uns hochkriechen.
Jehova sieht das alles und jedes Mal sagt er zu uns; “Sieh nicht hin. Hier bin ich. Sieh auf mich, nur auf mich. Halte deinen Blick ununterbrochen auf mich gerichtet!”
Ja, es mag uns sehr schmerzen, wenn die Angriffe aus den eigenen Reihen oder vielleicht sogar aus der Familie kommen, aber Jehova sagt “was kümmert es dich? Es ist doch egal, wie die anderen über dich denken. Es hat keine Bedeutung. Solange ich hier stehe und du auf mich blickst, ist alles in Ordnung!”
Jehova kennt uns und unser Herz, unsere Gedankern und unsere Gefühle. Er weiss, wie weh so ein Verrat tun kann. Immerhin hatte sich sein eigener Sohn (Satan) gegen IHN gewandt. Daher wird er uns immer wieder trösten und uns Kraft und Hoffnung geben.
Aber wir müssen es ihm auch erlauben. Halten wir einfach “stur” unseren Blick auf IHN gerichtet und lassen wir uns unsere Zuversicht nicht nehmen.
Die Bibel ist voller Geschichten von treuen Anbetern Gottes, die um seines Namens willen verfolgt und angegriffen wurden. Aber eins haben sie alle gemeinsam:
Solange sie auf IHN vertrauten, war er für sie da. Er hat ihnen immer wieder geholfen, indem er sie tröstete oder ihnen die Kraft und inneren Frieden gab.
Dies wird er auch bei uns tun – aber nur, wenn wir ihn lassen und die Dinge vertrauensvoll in seine Hand legen – und dann auch dort bei ihm belassen!
»Wir, die Apostel und Gemeindeleiter in Jerusalem, senden brüderliche Grüße an alle Christen in Antiochia, Syrien und Zilizien, die nicht aus dem Judentum stammen. 24 Wir haben gehört, dass euch einige Leute aus unserer Gemeinde – ohne von uns beauftragt zu sein – durch ihre Lehren beunruhigt und verunsichert haben. 25 Deshalb beschlossen wir einstimmig, zwei Männer aus unserer Gemeinde auszuwählen und sie zu euch zu senden, zusammen mit unseren lieben Brüdern Barnabas und Paulus, 26 die ihr Leben für unseren Herrn Jesus Christus eingesetzt haben. 27 Unsere Abgesandten Judas und Silas werden selbst noch berichten, was wir in der strittigen Frage entschieden haben. 28 Geleitet durch den Heiligen Geist kamen wir zu dem Entschluss, euch außer den folgenden Regeln keine weitere Last aufzuerlegen: 29 Ihr sollt kein Fleisch von Tieren essen, die den Götzen geopfert wurden, außerdem kein Fleisch von Tieren, die nicht völlig ausbluteten, und ihr sollt auch kein Blut verzehren. Hütet euch vor verbotenen sexuellen Beziehungen. Wenn ihr danach handelt, verhaltet ihr euch richtig. Herzliche Grüße an euch alle.«
Stellen wir uns vor, wir wären ein Mensch von den Nationen gewesen, der zum Glauben an Jesus kam. Nun hören wir diesen Brief, der bei unserer Zusammenkunft vorgelesen wird – wie würden wir dabei wohl empfinden?
Wie hätten wir uns gefühlt, wenn wir einer von denen gewesen wären, die auf die Beschneidung bestanden hatten? Was wäre uns durch den Kopf geschossen, wenn der Teil vorgelesen worden wäre, dass dies ohne das Wissen und ohne die Zustimmung der leitenden Körperschaft geschah?
Wie beeinflusst dies, wie wir unsere Brüder heute sehen?
„Gewisse Männer kamen aus Judäa herab [nach Antiochia] und begannen die Brüder zu lehren: ‚Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Moses beschneiden lasst, könnt ihr nicht gerettet werden‘ “
Doch wieso machten sich jüdische Christen immer noch für die Beschneidung stark, wo Gott dem Apostel Petrus ja schon rund 13 Jahre zuvor gezeigt hatte, dass auch Nichtjuden ohne Beschneidung in der Christenversammlung willkommen sind? (Apg. 10:24-29, 44-48).
hab ich also doch richtig “geguckt”. Beim Hören des Kapitels kam mir kurz der Gedanke “aber das hatten wir doch schon, wieso denn nun noch einmal?`”, habs dann aber verworfen, weil ich annahm, dass sich hier mein persönliches Bibellesen und das Versammlungsbibelstudium überschnitten hätten.
Hier wird also gezeigt, dass ich mich nicht geirrt habe, sondern dass die Frage doch schon 13 Jahre vorher geklärt worden war. Aber wieso denn nun wieder die Frage?
In den Absätzen 5 und 6 in dem Buch finden wir dann Antworten dazu:
Gründe dafür gab es theoretisch viele. Zum Beispiel war die Beschneidung von Jehova selbst eingeführt worden und galt als Zeichen dafür, dass jemand in einem besonderen Verhältnis zu ihm stand. Abraham und die Männer in seinem Haus waren die Ersten, die beschnitten wurden. Das war noch vor der Zeit des Gesetzesbundes, und später wurde die Beschneidung auch unter diesem Bund Vorschrift (3. Mo. 12:2, 3). Der Gesetzesbund verlangte, dass auch Nichtjuden beschnitten wurden, um das Passah essen zu können oder in den Genuss bestimmter anderer Rechte zu kommen (2. Mo. 12:43, 44, 48, 49). In den Augen eines Juden war ein unbeschnittener Mann unrein, ein Mensch zweiter Klasse (Jes. 52:1).
6 Die jüdischen Christen brauchten also einiges an Glauben und Demut, sich auf eine so umwälzende Veränderung einzustellen. Der Gesetzesbund war jetzt durch den neuen Bund ersetzt worden und als gebürtiger Jude gehörte man nun nicht mehr automatisch zum Volk Gottes. Und die Judenchristen, die in jüdischen Gemeinden lebten, wie etwa in Judäa, brauchten Mut, sich zu Christus zu bekennen und Unbeschnittene als ihre Brüder zu akzeptieren (Jer. 31:31-33; Luk. 22:20).
Im Kasten auf der Seite 103 heißt es weiter:
DIE LEHREN DER JUDAISTEN
Obwohl die leitende Körperschaft im 1. Jahrhundert die Beschneidungsfrage schon geklärt hatte, stellten sich einige, die Christen sein wollten, stur und machten aus dem Thema weiter einen Streitpunkt. Der Apostel Paulus bezeichnete sie als falsche Brüder, die „die gute Botschaft über den Christus verdrehen“ wollten (Gal. 1:7; 2:4; Tit. 1:10).
Diesen Judaisten lag offensichtlich daran, bei den Juden gut Wetter zu machen und zu erreichen, dass sie das Christentum nicht so vehement bekämpften (Gal. 6:12, 13). Ihrer Ansicht nach waren für die Gerechtigkeit Gesetzeswerke ausschlaggebend — dass man sich beispielsweise in puncto Speisevorschriften, Beschneidung und Feste an das Gesetz Mose hielt (Kol. 2:16).
Wer so dachte, fühlte sich im Beisein von Nichtjuden logischerweise nicht wohl in seiner Haut. Leider ging das auch einigen gestandenen Christen jüdischer Herkunft so. Als einmal Brüder aus der Jerusalemer Versammlung nach Antiochia kamen, gingen sie zu ihren nichtjüdischen Glaubensbrüdern auf Distanz. Sogar Petrus, der bis dahin ganz ungezwungen mit ihnen Kontakt hatte, zog sich zurück und wollte nicht einmal mehr mit ihnen zusammen essen. Er tat also genau das Gegenteil von dem, wofür er vorher so entschieden eingetreten war. Deswegen musste Paulus ihn zur Ordnung rufen (Gal. 2:11-14).
„Es entstand eine nicht geringe Störung“ (Apg. 19:23-41)
16 Lukas spielt nun auf die andere besagte Masche vom Teufel an, wenn er schreibt: „Um jene besondere Zeit entstand eine nicht geringe Störung wegen des WEGES.“ Das war wohl eher untertrieben (Apg. 19:23). Alles fing mit dem Silberschmied Demetrius an. Er verschaffte sich bei seinen Kollegen Gehör und hielt ihnen deutlich vor Augen, dass sie am Verkauf ihrer Kultbilder doch sehr gut verdienten. Aber was dieser Paulus da predige, sei Gift für das Geschäft, da die Christen nun mal keinen Bilderkult betrieben. Dann appellierte er an ihren Patriotismus und Bürgerstolz und alarmierte sie mit dem erschreckenden Gedanken, dass ihre Göttin Artemis und ihr weltberühmter Tempel „für nichts geachtet“ werden könnten (Apg. 19:24-27).
17 Das war das richtige Stichwort. Von da an schrien die Silberschmiede nur noch im Chor: „Groß ist die Artemis der Epheser!“, und es kam zum anfangs beschriebenen Tumult und Chaos in der Stadt. Paulus, die Selbstlosigkeit in Person, wollte den Fanatikern im Theater persönlich Rede und Antwort stehen, doch die Jünger ließen das aus Sorge um seine Sicherheit nicht zu. Ein Jude namens Alexander stellte sich vor die Masse hin, um etwas zu sagen. Vielleicht wollte er ihnen klarmachen, dass sie die Juden mit den Christen nicht in einen Topf werfen sollten. Doch da hätte er genauso gut gegen eine Wand reden können. Als den Leuten nämlich klar wurde, dass er Jude war, schrien sie ihn nieder und riefen etwa zwei Stunden lang im Sprechchor: „Groß ist die Artemis der Epheser!“ Religiöser Fanatismus treibt heute immer noch die gleichen Blüten, er lässt Menschen ihren Verstand ausschalten (Apg. 19:28-34).
18 Zu guter Letzt konnte der Stadtschreiber die Meute zur Räson bringen. Dieser patente, geistesgegenwärtige Mann versicherte ihnen, dass die Christen keinerlei Gefahr für ihren Tempel und ihre Göttin darstellten, dass sich Paulus und seine Leute nicht gegen den Tempel vergangen hatten und es für solche Fälle doch eigens Rechtswege gab. Am schlagkräftigsten war wahrscheinlich das Argument, dass sie mit ihrer illegalen Veranstaltung und ihrem aufrührerischen Verhalten in Gefahr standen, den Zorn Roms auf sich zu ziehen. Damit löste er die Versammlung auf. So schnell wie sich die Gemüter erhitzt hatten, kühlten sie sich nun auch wieder ab — alles dank der einleuchtenden und vernünftigen Worte dieses Mannes (Apg. 19:35-41).
19 Das war nicht das erste Mal, dass jemand in seiner Position derart gesunden Menschenverstand zeigte und sich für Jesu Nachfolger starkmachte, noch würde es das letzte Mal sein — sah doch der Apostel Johannes interessanterweise für unsere Zeit voraus, dass die „Erde“ (stabile Einrichtungen innerhalb der menschlichen Gesellschaft) eine regelrechte Flut teuflischer Verfolgung „verschlingen“ oder unschädlich machen würde (Offb. 12:15, 16). Genau das ist passiert. Schon oft unternahmen unvoreingenommene Gerichte etwas zum Schutz unserer Rechte, uns zum Gottesdienst zu versammeln und anderen von der guten Botschaft zu erzählen. Bei solchen Siegen vor Gericht kann natürlich auch unser eigenes Verhalten eine Rolle spielen. Paulus hat durch sein Verhalten offensichtlich ja auch die Achtung und Sympathie einiger Regierungsbeamter gewonnen; nicht umsonst waren sie um seine Sicherheit besorgt (Apg. 19:31). Wäre es nicht gut, wenn jeder, der mit uns zu tun hat, durch unsere Ehrlichkeit und unser respektvolles Auftreten ebenfalls einen guten Eindruck bekommen würde? Man weiß ja nie, wo und wann sich das einmal bezahlt macht.
20 „So wuchs das Wort Jehovas fortwährend mit Macht und gewann die Oberhand“: Es ist doch wirklich faszinierend, darüber nachzudenken, wie das im 1. Jahrhundert geschehen ist. Und genauso faszinierend ist es, zu sehen, wie Jehova heute dafür sorgt, dass sich dieser großartige Siegeszug fortsetzt. Würdest du gern deinen Teil dazu beisteuern, egal wie klein er auch ist? Dann nimm dir doch die Kernaussagen dieses Kapitels zu Herzen: Bewahr dir deine Demut, verlier nicht den Anschluss an Jehovas dynamische Organisation, setz dich weiter voll ein, erteil allem Okkulten eine klare Absage und tu dein Bestes, durch deine Ehrlichkeit und dein respektvolles Verhalten ein gutes Licht auf Jehova zu werfen.
Im Absatz 10 wird gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir warten können. Warum? Wir sollten uns selbst nicht zu wichtig nehmen, sondern in einer solchen Angelegenheit die Dinge Jehova in die Hand legen. Er wird es schon richten. Wie wir sehen, hatte Jehova selbst Paulus dazu veranlasst, nach Jerusalem zu gehen, damit die Sache endgültig geklärt werden kann (Galater 2:2).
Die Einheit in der Versammlung ist zu wichtig, als dass wir sie durch persönliche Empfindungen zerstören dürften. In Philipper 2:2,3 sagt Paulus, dass wir nichts aus Streitsucht oder Ichsucht tun sollten, sondern “in Demut die anderen höher achten sollten, als uns selbst”.
Was wenn Jehova aber noch viele viele Jahre ins Land gehen lässt, bis er die Dinge regelt? Sollte dies dann ein Problem für uns sein? Warum lässt er die Dinge so lange in der Schwebe, wenn er doch weiß, wie schwer wir uns im Geduld-üben tun und wie sehr wir vielleicht darunter leiden, wenn er doch weiß, dass es sehr schmerzhaft für uns ist und an unseren Kräften zehrt?
Auch hier finden wir in Absatz 11 die Antwort, wenn es hier heißt: “Vielleicht wollte Gott aufrichtigen Juden genug Zeit geben, in dieser so fundamentalen Frage umzudenken”.
Was bedeutet dies für uns? Wenn wir genug Demut haben und die Interessen der anderen höher achten als unsere eigenen, dann gestehen wir diesen Mitbrüdern die Zeit zu, die sie benötigen, um wirklich umdenken zu können. Dann ist uns unser persönlicher Schmerz nicht so wichtig. Nicht wichtiger als das, was Jehova will und als die Rettung unsserer Brüder.
Denken wir immer daran, wenn wir mal wieder meinen, wir können nicht mehr. Führen wir uns dann vor Augen, dass Jehova einen bestimmten Zweck damit verfolgt, dass er die Dinge noch zulässt und behalten wir das Ziel im Auge: dass noch viele aufrichtige Menschen wirklich zu Gott finden und dass unsere Brüder, die uns nun vielleicht aufgrund von Unvollkommenheit und Schwäche das Leben schwer machen, die Zeit benötigen, bis sie kapieren, wie Jehova wirklich denkt und was ER will. Geben wir ihnen die Zeit.
Damit beweisen wir nicht nur Glauben und tiefe Ergebenheit und Liebe zu unserem Gott – sondern auch zu unserem Nächsten!
17 Von Milet aus schickte Paulus einen Boten mit der Nachricht nach Ephesus, dass er gern mit den Leitern der Gemeinde sprechen würde. 18 Als sie alle gekommen waren, sagte er zu ihnen: »Ihr wisst, wie ich mich in der Provinz Asia vom ersten Tag an bis heute bei euch verhalten habe. 19 Ohne an mich selbst zu denken, habe ich dem Herrn gedient, oft unter Tränen und obwohl die Juden mich verfolgten.
20 Ihr wisst auch, dass ich nichts verschwiegen habe. Ich habe euch alles gepredigt und gelehrt, was eurer Rettung dient – öffentlich, aber auch in euren Häusern. 21 Juden wie Griechen habe ich klargemacht, dass sie zu Gott umkehren und an unseren Herrn Jesus Christus glauben sollen.
22 Jetzt folge ich dem Willen des Heiligen Geistes, wenn ich nach Jerusalem gehe. Was dort mit mir geschehen wird, weiß ich nicht. 23 Nur dies eine weiß ich, dass mich Gefangenschaft und Leiden erwarten. Denn so sagt es mir der Heilige Geist in allen Gemeinden, die ich besuche. 24 Aber mein Leben ist mir nicht wichtig. Vielmehr will ich den Auftrag ausführen, den mir Jesus Christus gegeben hat: die rettende Botschaft von Gottes Gnade und Liebe zu verkünden. 25 Ich weiß, dass keiner von euch, denen ich von Gottes neuer Welt gepredigt und bei denen ich gelebt habe, mich wiedersehen wird. 26 Deshalb erkläre ich euch heute: Ich bin nicht schuld daran, wenn einer von euch verloren geht. 27 Denn ich habe nichts verschwiegen, sondern euch den ganzen Plan Gottes zur Rettung der Welt verkündet.
28 Von jetzt an müsst ihr auf euch selbst achten und auf die ganze Gemeinde, für die euch der Heilige Geist als Hirten einsetzte. Ihr sollt die Gemeinde Gottes hüten, die er sich durch das Blut seines Sohnes erworben hat. 29 Denn ich weiß: Wenn ich nicht mehr da bin, werden falsche Lehrer wie reißende Wölfe über euch herfallen, und sie werden die Herde nicht schonen. 30 Sogar unter euch wird es Männer geben, die nur deshalb die Wahrheit verfälschen, weil sie Menschen für sich gewinnen wollen. 31 Seid also wachsam! Denkt daran, dass ich drei Jahre lang unermüdlich jedem von euch Tag und Nacht, manchmal sogar unter Tränen, den rechten Weg gewiesen habe. 32 Und nun vertraue ich euch Gottes Schutz an und der Botschaft von seiner Gnade. Sie allein hat die Macht, euren Glauben wachsen zu lassen und euch das Erbe zu geben, das Gott denen zugesagt hat, die zu ihm gehören.
33 Niemals habe ich von euch Geld oder Kleidung verlangt. 34 Ihr wisst selbst, dass ich den Lebensunterhalt für mich und meine Begleiter mit meinen eigenen Händen verdient habe. 35 Damit wollte ich euch zeigen, wie man arbeiten muss, um den Armen zu helfen und das zu erfüllen, was unser Herr Jesus selbst gesagt hat: Geben macht glücklicher als Nehmen.«
Interessant, in welchem Zusammenhang Paulus die bedeutungsvollen Worte “Beglückender ist Geben als Empfangen” gesagt hat!
Worte, die jedem von uns geläufig sind, die uns daran erinnern sollten, dass wir nicht selbstsüchtig sind, sondern das was wir haben, mit anderen teilen – dem Weg der Gastfreundschaft gehen und unseren Bruder unterstützen, der der Hilfe bedarf. Leider werden diese Verse auch oftmals von denjenigen benutzt, die sich gern “bedienen lassen”, denn “ich helfe ja damit den Brüdern, sich gut zu fühlen…” – selbst aber nicht wirklich daran mitarbeiten, dass den anderen auch mal was zurückgegeben wird!
Ja, Paulus und auch diese Personen haben Recht: es macht Freude, anderen etwas zu geben und wenn es mir selbst sehr schlecht geht, dann baut es mich ungemein auf, wenn ich anderen helfe. Das gibt mir ein gutes Gefühl, ich fühle mich nicht wertlos und nutzlos – sondern gebraucht.
Aber wenn wir uns nun den Kontext hier ansehen, in welchem Zusammenhang Paulus diese Worte gesagt hat, dann machen sie einen noch viel tieferen Sinn:
Eigentlich hätte Paulus Anspruch auf die Unterstützung der Brüder gehabt, ja sogar die der Juden an sich. Denn zum einen herrschte damals das Gebot der Gastfreundschaft und da Paulus ja in gewisser Hinsicht so etwas wie ein Priester oder Prophet war, hatte er Jehova “zu seinem Anteil gemacht” – und hätte somit von dem Volk materiell versorgt werden müssen, damit er sich voll und ganz auf diese Aufgabe konzentrieren könnte.
Auf der anderen Seite hatte Jesus seine Jünger zum Predigen losgeschickt und ihnen gesagt, dass sie kein Geld und keine Kleidung zum Wechseln mitnehmen sollten, denn der Arbeiter würde schon für seine Arbeit bezahlt werden. Vielleicht bezog er sich hier auch auf eben dieses Gebot der Gastfreundschaft.
Wie wir sehen, hätte Paulus Anspruch darauf gehabt, dass die Brüder ihn finanziell unterstützten – so wie heute die Kreisaufseher und Sonderpioniere von der Gesellschaft (durch die Spenden der Bruderschaft) unterstützt werden, damit sie sich voll und ganz auf das Predigtwerk konzentrieren können.
Aber was hat Paulus hier getan? Hatte er diese Möglichkeit “ausgenutzt” und sich von den Brüdern versorgen lassen – immerhin war es ja ein Gebot, es stand ihm zu und es würde ihnen ja die Freude des Gebens geben – “beglückender ist Geben als Nehmen”?
Nein, Paulus wollte niemandem auf der Tasche liegen. Er sorgte selbst für seinen Lebensunterhalt – durch das Zeltmacherhandwerk, was er sicherlich überall ausüben konnte. Aber er ging noch viel weiter:
Er sorgte nicht nur für sich selbst, sondern arbeitete so viel, damit auch der Unterhalt für seine Begeleiter zusammenkam und sie nicht auf die Unterstützung der Brüder angewiesen waren – ihnen nicht auf der Tasche lagen. Wie früh muss er da aufgestanden sein, damit er so viele Stunden arbeiten konnte, damit Essen, Kleidung und Obdach für alle bezahlt werden konnte – und zudem noch die größte Zeit für das wichtige Predigtwerk ausgekauft werden konnte?
Können wir uns seine Situation vorstellen? Und das, obwohl er eigentlich überhaupt nicht hätte arbeiten müssen – da die Versammlungen verpflichtet gewesen wären, für den Unterhalt der Missionare zu sorgen.
Warum hat er dies getan?
Er wollte sicherlich nicht als Schmarotzer da stehen, wollte nicht, dass das Christentum in einem falschen Licht für die Juden und Nationen stand. Er wollte zeigen, dass sich ein Christ sehr wohl zu benehmen weiss, dass er niemanden ausnützen würde und dass das Werk des Herrn so wichtig ist, dass man dafür auch Einbußen in Kauf nimmt – jede Nacht sehr sehr früh aufstehen, damit er Arbeit und Predigtwerk in den Griff bekommt.
Wenn wir all diese Dinge bedenken – wie fühlen wir uns dann dabei, wenn wir von anderen immer wieder Hilfe und Unterstützung erwarten, weil die Bruderschaft halt sehr lieb und hilfsbereit ist, aber selbst nichts zurückgeben? Vielleicht mit dem Hinweis: “Ich habe ja nichts, was ich geben kann”?
Denken wir nun noch mal an das, was Paulus kurz zuvor in Römer gesagt hatte: Jeder von uns hat Talente – niemand ist nutzlos und ohne Sinn. Jeder kann irgendetwas tun, um zum Gelingen beizutragen. Nutzen wir diese Talente?
Suchen wir danach, wie wir Anteil an dem Großen Ganzen haben können – oder nutzen wir die Gutmütigkeit der anderen aus?
»Ich wusste nicht, Brüder, dass er der Hohepriester ist«, lenkte Paulus ein, »denn natürlich ist mir bekannt, dass es in der Heiligen Schrift heißt: ›Das Oberhaupt deines Volkes sollst du nicht beleidigen.‹«
Wieso wusste Paulus nicht, dass Ananias der Hohepriester war? Immerhin “kam er ja selbst aus der Szene”. Das ist da zwar weit mehr als 25 Jahre her – aber hätte er dies nicht am Aussehen und Verhalten erkennen müssen?
im Apostel-Buch habe ich auszugsweise dies dazu gefunden:
Möglicherweise sah Paulus nicht mehr gut und hat deshalb den Hohen Priester nicht erkannt. Oder er war schon so lange von Jerusalem weg, dass er nicht wusste, wie der amtierende Hohe Priester überhaupt aussah. Vielleicht verstellten ihm auch einfach die Leute den Blick und er konnte nicht sehen, wer den Befehl gab.
Da führte der Kommandant den jungen Mann beiseite und fragte: »Was hast du mir zu melden?« 20 Eilig begann der zu berichten: »Die Juden werden dich bitten, Paulus morgen noch einmal dem Hohen Rat vorzuführen. Angeblich wollen sie den Fall genauer untersuchen. 21 Glaube ihnen nicht, denn vierzig Männer lauern ihm auf, um ihn zu ermorden. Sie haben sich geschworen, nichts zu essen und zu trinken, bis er tot ist. Jetzt warten sie nur auf deine Zusage.«
22 Der junge Mann verließ die Festung, nachdem der Kommandant ihm eingeschärft hatte, dass niemand von ihrem Gespräch erfahren dürfte.
Hier nun der Artikel, von dem ich vor zwei Jahren gesprochen hatte:
Für Gespräche mit den Kindern Er hat seinem Onkel Paulus das Leben gerettet
HAST du gewusst, dass der Apostel Paulus Verwandte hatte, die auch Jesus nachfolgten? — Es scheint so, dass eine Schwester von Paulus und ihr Sohn, also Paulus’ Neffe, Christen waren. Wir wissen zwar nicht, wie der Neffe hieß, und wir kennen auch nicht den Namen seiner Mutter, aber wir wissen, dass er Paulus sogar einmal das Leben gerettet hat. Möchtest du gern hören, wie?
Es war um das Jahr 56 u. Z. Paulus hat gerade seine dritte Missionsreise hinter sich und ist jetzt in Jerusalem. Er ist eingesperrt worden und soll vor Gericht kommen. Doch die Feinde von Paulus wollen das nicht; sie wollen, dass er stirbt. Deshalb haben ungefähr vierzig Männer geplant, Paulus aufzulauern und ihn zu töten.
Irgendwie erfährt der Neffe von Paulus davon. Was macht er jetzt wohl? — Er geht zu Paulus hin und erzählt ihm von dem Plan. Sofort bittet Paulus einen Offizier: „Führ diesen jungen Mann zum Militärbefehlshaber, denn er hat ihm etwas zu berichten.“ Der Offizier nimmt den Neffen mit zum Militärbefehlshaber Claudius Lysias und sagt ihm, dass der junge Mann etwas Wichtiges weiß. Claudius geht mit ihm in eine ruhige Ecke und der junge Mann kann ihm alles erzählen.
„Plaudere vor niemandem aus, dass du mir diese Dinge angezeigt hast.“ Mit dieser Warnung schickt Claudius den Neffen von Paulus wieder weg. Danach befiehlt er zwei Offizieren, dafür zu sorgen, dass sich 200 Soldaten, 70 Reiter und 200 Speerträger auf einen Marsch nach Cäsarea vorbereiten. Alle 470 Männer machen sich noch am gleichen Tag um 9 Uhr abends auf den Weg und liefern Paulus sicher beim römischen Statthalter Felix in Cäsarea ab. Claudius schreibt auch einen Brief an Felix, in dem steht, dass ein Mordanschlag auf Paulus geplant ist.
Jetzt müssen die Juden Paulus also doch vor einem Gericht anklagen, und zwar in Cäsarea. Sie haben natürlich überhaupt keine Beweise dafür, dass Paulus etwas Schlimmes getan hat. Trotzdem muss er zwei Jahre lang unschuldig im Gefängnis bleiben. Schließlich bittet er darum, dass er in Rom vor Gericht gestellt wird. Und so kommt es dann auch (Apostelgeschichte 23:16 bis 24:27; 25:8-12).
Was meinst du, was können wir von Paulus’ Neffen lernen? — Wenn man etwas Wichtiges weiß, was jemand anders das Leben retten kann, sollte man es nicht für sich behalten, sondern es mutig weitersagen. Jesus zum Beispiel erzählte anderen immer wieder von Gottes Königreich, obwohl er wusste, dass Feinde ihn deswegen töten wollten. Er sagte, dass wir auch von Gottes Königreich sprechen sollen. Wollen wir das tun? Wir brauchen dazu nur etwas Mut wie der Neffe von Paulus (Johannes 7:1; 15:13; Matthäus 24:14; 28:18-20).
Paulus hat einmal zu seinem jungen Freund Timotheus etwas gesagt, was er sich merken sollte: „Gib beständig acht auf dich selbst und auf dein Lehren. Bleibe bei diesen Dingen, denn dadurch, dass du dies tust, wirst du sowohl dich selbst als auch die retten, die auf dich hören“ (1. Timotheus 4:16). Bestimmt hat auch der Neffe von Paulus auf diesen guten Rat von seinem Onkel gehört. Was wirst du machen?
Quelle: WT 01.06.2009
aber auch im Apostel-Buch finden wir dazu etwas:
Der Neffe von Paulus bekam jedoch Wind von dem Komplott und erzählte seinem Onkel davon. Der schickte ihn mit dieser brisanten Nachricht direkt zum Militärbefehlshaber Claudius Lysias (Apg. 23:16-22).
Auch heute gibt es viele junge Menschen vom Format dieses Neffen, von dem wir ja nicht einmal den Namen wissen. Sie engagieren sich mutig für Gottes Volk und nehmen dabei viel in Kauf. Sie setzen sich nach besten Kräften treu fürs Königreich ein.
Jehova hat diese jungen Leute ohne Frage fest ins Herz geschlossen.
Gleich darauf ließ der Kommandant zwei Hauptleute zu sich kommen. Ihnen gab er den Auftrag: »Stellt für heute Abend neun Uhr zweihundert Soldaten zum Marsch nach Cäsarea bereit, dazu noch siebzig Reiter und zweihundert Leichtbewaffnete. 24 Kümmert euch auch um Reittiere für den Gefangenen, und bringt ihn sicher zum Statthalter Felix.«
Warum so ein Aufwand für diesen Gefangenen?
Konnte dem Kommandant das Schicksal des Inhaftierten nicht egal sein?
Eigentlich hätte es doch auch gereicht, wenn er Paulus einfach heimlich weggeschickt hätte und so die Mörder ihn nicht in die Hand bekommen hätten. Da diese ja an einem ganz anderen Punkt auf der Lauer lagen, war ja die Gefahr um das Leben des Gefangenen gebannt.
Hätten dazu nicht einige wenige Wachen gereicht, die ihn weggeführt hätten? Da die, die ihm nach dem Leben trachteten anderwertig beschaeftigt waren und es noch eine Weile dauern würde bis sie merken, dass sie ausgetrickst wurden, war doch eigentlich nicht mehr mit Angriffen zu rechnen. Sie hatten doch einen immensen Vorsprung. So viele Leute hätte es ja nicht gebraucht, um Paulus selbst an einer Flucht zu hindern.
Warum also dieses große Aufgebot? Das kommt mir ja fast so vor, wie der Sicherheitskonvoi für einen wichtigen Staatsmann. Warum war diesem Hauptmann das Leben des Paulus so viel wert?
Was waren seine Beweggründe? Hatte Paulus ihn etwa überzeugt und er selbst hatte auch die Wahrheit angenommen?
Ich will dich behüten vor deinem Volk und vor den Völkern, die nichts von mir wissen. Zu ihnen sende ich dich. 18 Du sollst ihnen die Augen öffnen, damit sie sich von der Finsternis dem Licht zuwenden und aus der Herrschaft des Satans zu Gott kommen. Dann werde ich ihnen die Sünden vergeben, und weil sie an mich glauben, haben sie einen Platz unter denen, die zu mir gehören.‹
Warum wurde eigentlich ausgerechnet Paulus der Apostel für die Nationen?
Wäre er nicht viel sinnvoller zu den Juden geschickt worden? Immerhin hatte er – wie er hier zuvor selbst ausführt – zuvor ebenfalls die Christen bekämpft. Als ehemaliger Pharisäer kannte er sich doch bestens damit aus, wie man am besten mit ihnen argumentiert.
Also: warum wurde er der Apostel für die Nationen?
An dieser Stelle unterbrach ihn Festus erregt: »Du bist wahnsinnig, Paulus! Vor lauter Studieren hast du den Verstand verloren!« 25 Doch Paulus erwiderte: »Ich bin nicht wahnsinnig, verehrter Festus. Meine Worte sind wahr, und ich weiß, was ich sage.
au weia – das Studieren von Gottes Wort ist gefährlich
denken wir, dass Paulus diesen “Vorwurf” als etwas negatives aufgefasst hat – oder war er wohl eher stolz darauf?
Wie empfinden wir, wenn uns andere meiden, weil wir uns “viel zu viel” mit dem Worte Gottes beschäftigen, denn “immerhin hatte Jesus ja nicht gesagt, wir sollen nur Gottes Königreich suchen, sondern nur, dass wir es zuerst suchen sollten”?
Inzwischen war viel Zeit vergangen. Das Fasten im Herbst war bereits vorüber, und die Seefahrt begann gefährlich zu werden. Deshalb warnte Paulus: 10 »Ihr Männer, wenn wir weitersegeln, sehe ich große Gefahren und Schwierigkeiten, und zwar nicht nur für das Schiff und seine Ladung, sondern auch für unser Leben.«
11 Doch der Hauptmann gab mehr auf das Urteil des Kapitäns, zumal auch der Besitzer des Schiffes zur Weiterfahrt riet.
Finden wir diese Entscheidung nun verwunderlich? Eigentlich finde ich es eher verwunderlich, dass sie ihm überhaupt zuhörten, denn immerhin sollten der Kapitän und der Eigner des Schiffes besser als ein Laie wissen, was gut und richtig in der Schifffahrt ist.
Allerdings fand ich den Gedanken in diesem Zusammenhang im Apostel-Buch noch verwunderlicher:
Wenn man bedenkt, dass das Schiff, mit dem sie unterwegs waren, kein Passagierschiff war und nicht extra dafür gepachtet, damit es die Gefangenen nach Rom brachte – sondern dass sie nur zusätzlich mitfahren durften, ohne jeglichen Luxus, einfach nur so als Beiwerk…
Das Schiff sollte zuerst Kurs nach Norden nehmen, dann nach Westen. Unterwegs wollte man verschiedene Häfen anlaufen, um Fracht aus- und einzuladen. Solche Handelsschiffe waren nicht für Passagiere ausgelegt und schon gar nicht für Gefangene…
… Myra war ein Anlaufhafen für ägyptische Getreidefrachter. Ägypten war nämlich damals die Kornkammer Roms. Julius machte so einen Frachter ausfindig und ging mit den Soldaten und Gefangenen auf das Schiff. Es muss viel größer gewesen sein als das vorherige. Es führte eine wertvolle Ladung Weizen mit sich und hatte 276 Leute an Bord: die Besatzung, Soldaten, Gefangene und wahrscheinlich auch andere, die nach Rom wollten.
… dann war es umso verwunderlicher, dass die Passagiere erstmal mit dem Kapitän und dem Schiffseigner diskutierten, ob sie nun weiterfahren sollten oder nicht. Sie hätten ja auch einfach im Hafen verweilen können und später – wenn die Gefahr gebannt gewesen wäre – mit einem anderen Schiff weiterreisen können…
.. Da Paulus ja nicht zum ersten Mal auf dem Mittelmeer unterwegs war, fragten ihn einige Passagiere wahrscheinlich nach seiner Meinung. Er empfahl, die Fahrt nicht fortzusetzen, sonst müsse man „mit Schaden und großem Verlust“ rechnen und womöglich würde noch jemand dabei umkommen. Der Steuermann und der Schiffseigner wollten jedoch unbedingt weiterfahren, vielleicht weil ihnen Schönhafen nicht geschützt genug lag. Sie überzeugten Julius, und am Ende sprachen sich die meisten dafür aus, es wenigstens bis nach Phönix zu versuchen, einem Hafen weiter westlich. Er wäre vielleicht größer und besser zum Überwintern. …
Dort begegneten wir Christen. Sie luden uns ein, eine Woche bei ihnen zu bleiben. Und dann brachen wir auf nach Rom.
Ist uns eigentlich klar, was diese Einladung für die Gastgeber bedeutete?
Denn wir müssen ja bedenken, dass Paulus nicht allein mit Lukas und dem anderen Bruder unterwegs war, sondern dass die ganzen Wachen ihn sicherlich nicht allein lassen würden. Vielleicht mussten sie sogar die anderen Gefangenen auch mit aufnehmen, denn sie hatten sicherlich nicht mit einem Aufenthalt gerechnet und somit war auch kein Geld für Übernachtungen eingeplant. So werden die Gastgeber eine große Anzahl von Leuten untergebracht haben müssen – wovon einige sicherlich nicht sehr angenehm waren (die anderen Gefangenen).
Aber dies zeigt, wie wichtig sie die Gesellschaft von Paulus nahmen, dass sie bereit waren, echte Einschränkungen dafür in Kauf zu nehmen – nur um von ihm etwas ermuntert zu werden und ihrerseits auch ihn zu ermuntern.
Drei Tage nach seiner Ankunft lud er die führenden Männer der jüdischen Gemeinde zu sich ein. Als sich alle versammelt hatten, sagte er:
»Liebe Brüder! Ich habe nichts gegen unser Volk und nichts gegen die Überlieferungen unserer Vorfahren getan. Trotzdem hat man mich in Jerusalem gefangen genommen und an die Römer ausgeliefert. 18 Sie haben mich verhört, und weil sie nichts fanden, was die Todesstrafe gerechtfertigt hätte, wollten sie mich freilassen. 19 Aber die Juden waren dagegen. Nur deshalb musste ich mich auf den Kaiser berufen; nicht etwa, weil ich die Absicht habe, mein Volk in irgendeiner Weise anzuklagen. 20 Um euch das zu sagen, habe ich euch hergebeten, denn ich trage diese Ketten, weil ich an den Messias glaube, auf den ganz Israel hofft.«
ein sehr schönes Beispiel für uns – wie ich finde.
Wie reagieren wir denn, wenn uns ein Bruder Unrecht tut? Müssen wir dann unbedingt unser Recht bekommen und schreien lauthals herum, was dieser Bruder für ein schlechter Mensch ist – wenn er auf unsere Bemühungen nicht reagiert?
Das Wort Jehovas ist lebendig
Höhepunkte aus der Apostelgeschichte
DAS Bibelbuch Apostelgeschichte beschreibt umfassend, wie die Christenversammlung entstand und wie sie sich ausbreitete. Ihr Schreiber, der Arzt Lukas, hat uns einen mitreißenden Bericht hinterlassen, der die christliche Tätigkeit in einem Zeitraum von 28 Jahren schildert: von 33 u. Z. bis 61 u. Z.
Zunächst geht es hauptsächlich um die Tätigkeit des Apostels Petrus und dann um die des Apostels Paulus. Lukas benutzt Fürwörter wie „wir“ und „uns“ und zeigt so, dass er bei gewissen Ereignissen dabei war. Wenn wir uns mit dem beschäftigen, was die Apostelgeschichte zu sagen hat, werden wir noch mehr schätzen, welche Macht das Wort Gottes und der heilige Geist haben (Heb. 4:12). Es wird uns motivieren, opferbereit zu sein, und unseren Glauben an das Königreich stärken.
PETRUS GEBRAUCHT „DIE SCHLÜSSEL DES KÖNIGREICHES“ (Apg. 1:1—11:18)
Nachdem die Apostel den heiligen Geist erhalten haben, geben sie freimütig Zeugnis. Petrus gebraucht den ersten der „Schlüssel des Königreiches der Himmel“, um Juden und Proselyten die Wahrheit zugänglich zu machen und denen, die ‘sein Wort von Herzen annehmen’, die Gelegenheit zu erschließen, ins Königreich zu kommen (Mat. 16:19; Apg. 2:5, 41). Die Jünger werden durch eine Verfolgungswelle zwar zerstreut, doch führt das nur dazu, dass sich das Predigtwerk weiter ausdehnt.
Als die Apostel in Jerusalem hören, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hat, schicken sie Petrus und Johannes dorthin. Petrus erschließt den Samaritern die Aussicht auf das Königreich und gebraucht so den zweiten Schlüssel (Apg. 8:14-17). Vielleicht noch im ersten Jahr nach Jesu Auferstehung geht in Saulus von Tarsus eine erstaunliche Wandlung vor sich. 36 u. Z. gebraucht Petrus den dritten Schlüssel, und als freie Gabe wird der heilige Geist auf Menschen aus den Nationen, also Unbeschnittene, ausgegossen (Apg. 10:45).
Antworten auf biblische Fragen:
2:44-47; 4:34, 35 — Warum verkauften Gläubige ihren Besitz und verteilten den Erlös?
Viele, die gläubig geworden waren, kamen von weit her und hatten sich nicht auf einen längeren Aufenthalt in Jerusalem eingestellt. Aber sie wollten gern noch etwas bleiben, um mehr über ihren neuen Glauben zu erfahren und um anderen davon erzählen zu können. Daher verkauften einige Christen ihren Besitz und verteilten den Erlös unter alle, die Hilfe benötigten.
4:13 — Waren Petrus und Johannes unwissend oder ungebildet?
Keinesfalls! Sie wurden als „ungelehrte und gewöhnliche Menschen“ bezeichnet, weil sie keine religiöse Ausbildung an einer rabbinischen Schule erhalten hatten.
5:34-39 — Woher wusste Lukas, was Gamaliel im Sanhedrin hinter verschlossenen Türen gesagt hatte?
Da gäbe es mindestens drei Möglichkeiten:
Paulus, ein ehemaliger Schüler Gamaliels, teilte es Lukas mit.
Lukas erkundigte sich bei einem christenfreundlichen Mitglied des Sanhedrins, zum Beispiel Nikodemus.
Lukas erhielt diese Information direkt durch göttliche Inspiration.
7:59 — Betete Stephanus zu Jesus?
Nein, das tat er nicht. Anbetung steht nur Jehova Gott zu, und somit sollten sich Gebete auch nur an ihn richten (Luk. 4:8; 6:12). Normalerweise hätte Stephanus im Namen Jesu zu Jehova gebetet (Joh. 15:16). In dieser Situation jedoch hatte er eine Vision, in der er den „Menschensohn, zur Rechten Gottes stehend“, sah (Apg. 7:56). Stephanus war sich völlig bewusst, dass Jesus die Macht erhalten hatte, Tote aufzuerwecken. Deshalb sagte er zu ihm, er möge seinen Geist bewahren; das heißt aber nicht, dass er zu Jesus betete (Joh. 5:27-29).
Lehren für uns:
1:8. Ohne die Hilfe des heiligen Geistes könnten Jehovas Anbeter das weltweite Predigtwerk niemals durchführen.
4:36—5:11. Joseph von Zypern wurde der Beiname Barnabas gegeben, was „Sohn des Trostes“ heißt. Vielleicht nannten ihn die Apostel so, weil er ein gütiger, liebenswürdiger und hilfsbereiter Mensch war. Wir sollten genauso sein und nicht wie Ananias und Sapphira, die heuchlerisch und betrügerisch vorgaben, etwas zu sein, was sie nicht waren.
9:23-25. Es ist kein Zeichen von Feigheit, seinen Gegnern auszuweichen, um weiter predigen zu können.
9:28-30. Falls wir in gefährlichen Gegenden im Dienst unterwegs sind oder mit Menschen sprechen, von denen für unseren Körper, unsere Moral oder unseren Glauben eine Gefahr ausgehen könnte, müssen wir vorsichtig sein und uns gut überlegen, wann und wo wir predigen.
9:31. In Zeiten, in denen es relativ ruhig zugeht, sollten wir unbedingt unseren Glauben durch Studium und Nachsinnen festigen. Dadurch, dass wir umsetzen, was wir lernen, können wir ein gottesfürchtiges Leben führen und im Dienst für Jehova aktiv bleiben.
PAULUS, EIN ENGAGIERTER PREDIGER (Apg. 11:19—28:31)
44 u. Z. kommt Agabus nach Antiochia, wo Barnabas und Saulus „ein ganzes Jahr lang“ gepredigt haben. Agabus sagt „eine große Hungersnot“ voraus, die auch zwei Jahre später eintritt (Apg. 11:26-28). Nachdem Barnabas und Saulus „den Dienst der Unterstützung in Jerusalem völlig ausgeführt“ haben, gehen sie nach Antiochia zurück (Apg. 12:25). 47 u. Z. — rund zwölf Jahre nach der Bekehrung von Saulus — werden Barnabas und Saulus vom heiligen Geist auf eine Missionsreise ausgesandt (Apg. 13:1-4). 48 u. Z. kehren sie wieder nach Antiochia zurück, wo sie „der unverdienten Güte Gottes anvertraut worden waren“ (Apg. 14:26).
Rund neun Monate später geht Paulus (auch als Saulus bekannt) auf seine zweite Missionsreise und nimmt Silas als Begleiter mit (Apg. 15:40). Im Verlauf dieser Reise schließen sich ihm Timotheus und Lukas an. Lukas bleibt in Philippi, Paulus dagegen reist weiter: erst nach Athen und dann nach Korinth, wo er auf Aquila und Priscilla trifft und die nächsten eineinhalb Jahre verbringt (Apg. 18:11). Er lässt Timotheus und Silas in Korinth zurück und nimmt Aquila und Priscilla mit, als er Anfang 52 u. Z. in Richtung Syrien segelt (Apg. 18:18). Aquila und Priscilla begleiten ihn bis Ephesus und bleiben dann dort.
Nachdem Paulus einige Zeit im syrischen Antiochia verbracht hat, macht er sich 52 u. Z. zum dritten Mal auf eine Missionsreise (Apg. 18:23). In Ephesus ‘wächst das Wort Jehovas fortwährend mit Macht und gewinnt die Oberhand’ (Apg. 19:20). Paulus hält sich dort ungefähr drei Jahre auf (Apg. 20:31). Zu Pfingsten 56 u. Z. ist er in Jerusalem. Nach seiner Festnahme gibt er vor der Obrigkeit furchtlos Zeugnis. In Rom wird der Apostel für zwei Jahre unter Hausarrest gestellt (circa 59 bis 61 u. Z.). Auch hier findet er Möglichkeiten, das Königreich zu predigen und „die Dinge, die den Herrn Jesus Christus betreffen“, zu lehren (Apg. 28:30, 31).
Antworten auf biblische Fragen:
14:8-13 — Warum nannten die Leute in Lystra ‘Barnabas Zeus, Paulus aber Hermes’?
In der griechischen Mythologie war Zeus der Herr der Götter, sein Sohn Hermes dagegen galt als redegewandt. Da Paulus der Wortführer war, nannte man ihn Hermes, Barnabas dagegen Zeus.
16:6, 7 — Warum verwehrte der heilige Geist Paulus und seinen Begleitern, im Bezirk Asien und in Bithynien zu predigen?
Da es nur wenige Prediger gab, leitete der heilige Geist sie in Gebiete, wo die Resonanz größer war.
18:12-17 — Warum griff Prokonsul Gallio nicht ein, als man begann, Sosthenes zu schlagen?
Vielleicht dachte Gallio, dass der mutmaßliche Anführer der Pöbelaktion diese Behandlung verdiene. Offenbar wendete sich alles zum Guten und Sosthenes bekehrte sich zum Christentum. Später spricht Paulus von Sosthenes nämlich als ‘unserem Bruder’ (1. Kor. 1:1).
18:18 — Unter was für einem Gelübde stand Paulus?
Manche Gelehrte halten es für ein Nasiräatsgelübde (4. Mo. 6:1-21). Die Bibel sagt allerdings nicht, worum es sich speziell handelte. Auch erwähnt sie nicht, ob Paulus das Gelübde vor oder nach seiner Bekehrung abgelegt hatte beziehungsweise ob das Gelübde gerade erst begonnen hatte oder ob es endete. Auf jeden Fall war an diesem Gelübde nichts Verwerfliches.
Lehren für uns:
12:5-11. Wir können und sollten für unsere Brüder beten.
12:21-23; 14:14-18. Herodes war allzu gern bereit, Ehre anzunehmen, die nur Gott gebührt. Wie ganz anders doch Paulus und Barnabas reagierten: Sofort und unmissverständlich wiesen sie Ehre zurück, die ihnen nicht zustand. Ganz gleich, was wir im Dienst für Jehova erreichen, wir sollten nicht auf Ehre aus sein.
14:5-7. Vorsicht walten zu lassen hilft uns womöglich, weiter predigen zu können (Mat. 10:23).
14:22. Christen rechnen damit, verfolgt zu werden. Sie versuchen nicht, sich der Verfolgung zu entziehen, indem sie Abstriche an ihrem Glauben machen (2. Tim. 3:12).
16:1, 2. Junge Christen sollten sich in der Versammlung einbringen und sich von Jehova helfen lassen, einen guten Ruf aufzubauen.
16:3. Wir sollten alles tun, was im Rahmen der biblischen Grundsätze möglich ist, damit andere die gute Botschaft annehmen (1. Kor. 9:19-23).
20:20, 21. Der Haus-zu-Haus-Dienst ist das Rückgrat unseres Predigtdienstes.
20:24; 21:13. Gott gegenüber die Lauterkeit zu bewahren ist wichtiger, als unser Leben zu bewahren.
21:21-26. Guten Rat sollten wir wirklich gern annehmen.
25:8-12. Christen heute können und sollten zur „Verteidigung und gesetzlichen Befestigung der guten Botschaft“ rechtlichen Beistand in Anspruch nehmen (Phil. 1:7).
26:24, 25. Wir sollten „Worte der Wahrheit und eines gesunden Sinnes“ reden, auch wenn sie für einen „physischen Menschen“ absurd klingen (1. Kor. 2:14).
Weiteren ergänzenden Stoff zum Thema “Apostlgeschichte” finden wir in dem Buch “Legt gründlich Zeugnis ab für Gottes Königreich”, das wir auf der Seite der Gesellschaft als mp3-Datei und auch als PDF-Datei herunterladen können.
Auf Wunsch können Sie dieses schöne informative und glaubensstärkende Buch auch bei jedem Zeugen Jehovas bekommen, der bei Ihnen an der Tür klingelt
Apostelgeschichte 1 – 2
Apostelgeschichte 2:1-12
wie hätten wir auf das Geschehene reagiert?
Zu welcher der Gruppen hätten wir gehört?
Apostelgeschichte 2:37
ist es uns auch schon mal “wie ein Stich durchs Herz gegangen”, als uns jemand Gottes Wort erklärt hat?
Apostelgeschichte 3 – 5
Apostelgeschichte 5:1-11
was genau hatten Ananias und seine Frau verkehrt gemacht?
Apostelgeschichte 5:14-16
ob das wohl Petrus gefallen hatte? Musste er sich damit nicht so vorkommen, als würde er wie eine Gottheit verehrt?
In dem neuen Buch “Gründlich Zeugnis abgeben” wird dazu auszugsweise gesagt:
Ja, die Folgen davon müssen ihm sicherlich gefallen haben!
Apostelgeschichte 5:17-19
… ohne Worte …
Apostelgeschichte 5:17-26
hatten sie sich nicht gefragt, wie die Apostel entkommen konnten?
Apostelgeschichte 5:27-33
lassen wir uns von gegnerischen Menschen oder ungünstigen Umständen davon abhalten, über unseren wundervollen Gott zu reden?
Hierzu auszugsweise noch einige Gedanken aus dem neuen Buch:
Wie steht es mit uns? Können auch wir nicht damit aufhören, von den Dingen zu reden, die wir gesehen und gehört haben?
Dann wird unser liebevoller Gott Jehova sicherlich voller Liebe zu uns hinabgucken
Apostelgeschichte 5:33-40
wie sieht Jehova wohl Menschen an, die heute ganz bewusst alles daran setzen, um uns zu schaden?
Könnte es sein, dass auch diese Personen in Wirklichkeit gegen Gott kämpfen?
Apostelgeschichte 5:41
Welche Freude ist damit gemeint?
*** bt Kap. 5 S. 40 Abs. 14 „Wir müssen Gott, dem Herrscher, gehorchen“ ***
Apostelgeschichte 6 – 9
Apostelgeschichte 6:9-14
unfassbar, dass es immer wieder in der Geschichte Personen unter Gottes Volk gegeben hat, die ihre Hilflosigkeit, die sie empfinden, weil wahre Anbeter ihr Verhalten als Gottentehrend bloßstellen, damit kompensieren, dass sie diese durch Falschanklagen zum Schweigen bringen!
Wäre es da nicht viel sinnvoller, das verkehrte Verhalten zu ändern, damit man wieder Jehova wirklich gefallen kann?
Apostelgeschichte 7:1-53
die Geschichte des Volkes Israel im Schnelldurchlauf
Apostelgeschichte 7:54
Wie reagieren wir persönlich auf die Dinge, die wir aus der Bibel hören oder selber lesen?
Apostelgeschichte 7:39
sind vielleicht auch wir bereits mit unserem Herzen in unser altes Leben zurück gekehrt?
Dies könnte auch dann der Fall sein, wenn wir weiterhin die Zusammenkünfte besuchen und einen gewissen Anteil im Predigtdienst haben. Selbst, wenn wir uns auf die Zusammenkünfte vorbereiten.
Hier geht es nicht um äußerliche Dinge, sondern darum, was in unserem Herzen ist:
vermisse ich vielleicht Dinge, die ich getan habe und an denen ich Freude hatte, bevor ich in die Wahrheit gekommen bin?
Dann könnte es sein, dass auch ich berreit in meinem Herzen in die alte Welt zurückgekehrt bin…
Apostelgeschichte 7:54-60
nun hatten sie diesen Stephanus mundtot gemacht, der ihr Gottentehrendes Verhalten bloßtellte – aber entehrte ihr Verhalten dadurch nicht mehr Gott?
Wie dachte wohl Jehova über sie??
Wie denkt wohl Jehova über uns, wenn wir uns ähnlich verhalten?
Apostelgeschichte 8:6-7
wieso hatten so viele unter den Israeliten unreine Geister, wo sie doch eigentlich Gottes Volk damals angehörten?
Apostelgeschichte 8:14-17
wieso mussten ihnen erst von den Aposteln die Hände aufgelegt werden, damit sie den heiligen Geist empfangen konnten?
*** it-1 S. 1052 Hand ***
*** bt Kap. 7 S. 56 „Die gute Botschaft über Jesus“ predigen ***
Hm…..
Irgendwie habe ich immer noch keine zufriedenstellende Antwort auf meine Frage erhalten:
“Warum war es nötig, dass die Apostel die Hände auflegten, damit andere den heiligen Geist erhalten konnten? Immerhin ist der heilige Geist doch eine Gabe von Jehova…”
Wer hier noch weiteren Aufschluss zu bieten hat – immer her damit
Apostelgeschichte 8:18-24
warum dieses harte Urteil?
*** bt Kap. 7 S. 55-57 „Die gute Botschaft über Jesus“ predigen ***
Apostelgeschichte 8:29-35
sind wir ebenso aufrichtig und demütig wie der Eunuch?
Lassen wir uns die Dinge erklären, die wir nicht verstehen? Fragen wir nach, oder tun wir, als ob wir alles wüssten, damit niemand schlecht von uns denkt?
Apstelgeschichte 8:36-39
Apostelgeschichte 9:1-19
können wir uns in diesen Mann – Ananias – hineinversetzen, was er dabei gedacht und gefühlt hatte?
Apostelgeschichte 9:20-22
wie hätten wir empfunden, wenn wir als Bruder gesehen hätten, wie der Mann, der uns und unsere Bruderschaft mit allen Mitteln verfolgt hatte und zerstören wollte, nun im Tempel lehrte, dass Jesus Gottes Sohn war?
We hätten wir als Jude empfunden, wenn wir gesehen hätten wie dieser Mann, der so eifrig auf unserer Seite gegen diese verfluchte Sekte gekämpt hatte, nun auf einmal die Fronten gewechset hat?
Ob nicht auf beiden Seiten viele gedacht haben, dass dies nur ein Trick, eine Falle sei, um möglichst viele Christen gefangen weg zu führen?
Apostelgeschichte 9:26
auf jeden Fall erlebte Paulus sehr schnell, was es bedeutet, wenn man wegen seines Glaubens um sein Leben fürchten muss.
Apostelgeschichte 9:23-25
diese Jünger jedenfalls mussten von der Echtheit seines Wandels überzeugt gewesen sein, sonst hätten sie ihm nicht geholfen, Denn immerhin machten sie ja sich sebst damit auch zur Zielscheibe.
Apostelgeschichte 9:26
können wir die Reaktion dieser Jùnger verstehen? Immerhin war er ja derjenige, der sie vor seinem Weggang aufs Heftigste verfolgt hatte und konnte nicht jeder einfach behaupten, dass er nun auch ein Christ geworden sei?
Apostelgeschichte 9:27-30
Apostelgeschichte 9:29
welch eine Schmach, dass einer von ihnen ins Lager des Feindes gewechselt hat – und dann noch einer ihrer besten Männer!
Da konnte man mal sehen, wie gefährlich diese Sekte war und dass man ihr mit allen Mitteln Einhalt gebieten musste..
Apostelgeschichte 10 – 12
Apostelgeschichte 11:18
hatte Jehova nicht in Wrklichkeit immer schon Menschen von den umliegenden Nationen gewährt, seine Anbeter zu sein?
Denken wir dabei an Rabah oder Ruth, die sogar das Vorrecht bekamen, Vorfahrin des Messias zu werden.
Apostelgeschichte 11:26
“Woher kommt die Bezeichnung Christen’”?
Hier erhalten wir die Antwort!
Apostelgeschichte 12:21-23
da bin ich ja dann mal auf den Kommentar von unserem Finchen zu dieser Geschichte gespannt. Denn in der letzten Dienstwoche der Tagalog-Gruppe hatte der Kreisaufseher von dieser Geschichte geprochen und sie war völlig aus dem Häuschen. Vieleicht schreibt sie ja was dazu, wenn sie mit der Bibellese hier ankommt.
Hier noch ein Gedanke dazu aus dem neuen Buch:
Apostelgeschichte 13 – 14
Apostelgeschichte 13:3
welche Bewandnis hat hier das Händeauflegen?
Bisher habe ich es eher im Zusammenhang damit gelesen, dass neue Gläubige von den Aposteln den heiligen Geist erhalten und somit gesalbt worden sind.
Querverweise
Apostelgeschichte 13:16-31
die gemeinsame Geschichte der Juden und dass sich die Prophezeiungen in Jesus erfüllt haben.
Apostelgeschichte 13:32-37
kennen auch wir Gottes Wort so gut, dass wir die einelnen Puzzlesteine zu einem Ganzen zusammensetzen können?
Verstehen wir die Zusammenhänge und können wir die richtigen Rückschlüsse ziehen?
Wie argumentieren wir im Predigtdienst?
Das neue Buch ist wirklich ein wunderbares Hilfsmittel, wenn es uns anhand des Lebens und Wirkens der ersten Jünger zeigt, wie wir uns im Predigtdienst noch verbessern und noch wirkungsvoller vorgehen können!
Haben wir es bereits gelesen? Ziehen wir es zu Rate?
Apostelgeschichte 13:38-43
wie wir sehen, war diese Art des Predigens sehr wirkungsvoll!
Apostelgeschichte 13:45
auch hierzu ein kurzer aber prägnanter Gedanke aus dem neuen Buch
Wie reagieren wir persönlich auf so eine Verfolgung?
Apostelgeschichte 14:1-2
und wieder diese unglaublich liebenswerten Zeitgenossen – die sich von den Reden der Nachfolger Jesu “bedroht fühlen” und dies kompensieren, indem sie sie verleumden und verfolgen.
Warum ändern diese Schlaumeier nicht einfach ihr Verhalten dahingehend, dass sie wieder in Jehovas Wohlgefallen gelangen?
Wäre dies nicht viel sinnvoller?
Apostelgeschichte 14:27
wie steht es mit uns?
Was steht bei unserem Reden im Vordergrund?
Das, was wir alles erdulden mussten und vielleicht noch müssen – oder all das wunderbare, was Gott für uns getan und durch uns gewirkt hat?
Was würde wohl über uns in der Bibel stehen, wenn wir damals gelebt hätten?
Apostelgeschichte 15 – 18:11
Apostelgeschichte 15:22-33
die ersten Probleme entstehen – und sie werden mit Bravour gemeistert!
Wie??
Indem die verantwortlichen Brüder sich erst mal alle Fakten ansahen und anhörten und dann anhand dessen, was sie bereits aus den Schriften und durch Jesus uber Jehova wussten, überlegten, wie wohl ER über die Angelegenheit denkt!
Könnten wir ihnen gleichen? Auch wenn wir keine Ältesten sind?
überlegen auch wir, wie Jehova über das denkt, was wir sagen und tun?
Apostelgeschichte 16:1-2
hier begegnen wir das erste Mal dem jungen Timotheus.
In dem Apostel-Buch finden wir übrigens auf Seite 121 eine interessante Abhandlung über ihn.
Haben wir das Buch schon gelesen und bemerkt, dass uns dort die wichtigsten Personen vorgestellt werden?
Falls nicht – warum nicht jetzt nachholen?
Apostelgeschichte 16:1-5
warum ließ er Timotheus beschneiden, wenn doch die leitende Körperschaft gerade erst beschlosssen hatte, dass dies nicht mehr notwendig sei?
Hierzu einige ergänzende Gedanken aus dem neuen Buch über die Apostel:
*** bt Kap. 15 S. 121 „Er stärkte die Versammlungen“ ***
Apostelgeschichte 17:10-12
hierzu eine nähere Erklährung aus dem neuen Buch:
*** bt Kap. 17 S. 137-138 Er argumentierte „anhand der Schriften“ ***
Apostelgeschichte 20 – 22
Apostelgeschichte 20:13-14
warum wollte Paulus zu Fuss gehen?
*** it-1 S. 339 Beförderungsmittel ***
*** it-1 S. 218 Assos ***
ja, schon. Aber warum genau wollte er lieber zu Fuß gehen?
*** w97 15. 9. S. 30 Aristarchus — Ein loyaler Gefährte ***
hatte es mit dem Zweck der Reise zu tun? Oder wollte er vielleicht die Zeit nutzen, um den Brüdern auf dem Weg noch einige Dinge zu sagen?
Kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen?
Apostelgeschichte 20:35
stehen wir anderen bei – auch, wenn das für uns selbst Nachteile bringen könnte?
“Frage nicht, was die Versammlung für dich tun kann – sondern, was du fùr die Versammlung tun kannst”
Wie steht es mit unserem persönlichen Beitrag zu einer harmonischen Familie und einem reibungslosen Ablauf bei uns daheim?
Welche Rolle spiele ich als Jugendlicher dabei?
Komme ich meiner Verantwortung und meinen Aufgaben gern nach – ohne Murren?
Müssen meine Eltern mich mehrfach anmahnen, bis ich meine Aufgaben erledige, die ich in der Familie habe? Gebe ich mein Bestes – oder bekommt meine Familie nur das, was übrig bleibt? Denke ich mit, sehe ich wo Hilfe gebraucht wird – und bin dann gern zur Stelle? Oder kommt es in meiner Familie deswegen immer wieder zu Streit?
Habe ich eigentlich schon mal darüber nachgedacht, was ich persönlich fùr die Allgemeinheit der Familie einbringe? Was gebe ich von meiner Zeit und Kraft, was den anderen nùtzt, nicht nur mir selbst? Bin ich auch mal bereit, Opfer für die anderen zu bringen?
Welche Punkte fallen mir dabei ein, wenn ich darüber nachdenke? Was gebe ich wirklich?
Wo könnte und sollte ich mich noch verbessern?
Apostelgeschichte 23 -25
Apostelgeschichte 23:6-10
hatte Paulus hier ganz bewusst einen Streit provoziert?
Immerhin wusste er doch um die verschiedenen Gaubensansichten…
Apostelgeschichte 23:12-30
eine Geschichte die erst vor Kurzem unter der Rubrik “für unsere jungen Leser” im Erwachet war. Erinnern wir uns an den Artikel? Was haben wir daraus gelernt?
Setzen auch wir uns mutig für andere ein, wenn wir hören, dass Schaden gegen sie geplant wird?
Sind wir uns unserer persönlichen Verantwortung bewusst?
Handeln wir auch entsprechend?
Apostelgeschichte 26 – 28
Apostelgeschichte 26:19-23
treten auch wir so voller Inbrust für die Wahrheit ein – auch wenn das nicht immer so einfach ist?
Geben auch wir mutig Zeugnis von dem, was Jehova will und was ihm gefällt?
Apostelgeschichte 26:30-32
war es also ein Fehler, sich auf Cäsar zu berufen?
Apostelgeschichte 1 – 2
Apostelgeschichte 1:21-22
Warum genau war dies notwendig? Konnten sie es nicht einfach bei den 11 verbliebenden Aposteln belassen?
Thom meinte als Antwort darauf, dass die Juden es gewohnt waren, mit der Zahl 12 umzugehen: es waren 12 Stämme, 12 Apostel und in der Auferstehung ist auch wieder von den 12 Stämmen und den 12 Thronen die Rede. Ausserdem wäre es wichtig, damit man hinterher nicht ein falsches Bild von Judas malen würde. So würde ganz klar, wie Jehova darüber denken würde.
Gerade habe ich mir noch mal den Kontext dazu durchgelesen:
das was ich dann im Einsichtenbuch gefunden habe, stütz eher Thoms letzte Argumentation:
Apostelgeschichte 3 – 5
Wessen Anerkennung ist mir wichtig?
Was kann ich aus der Geschichte mit Annanias und Sapphira lernen?
Im letzten Jahr haben wir ja bereits festgestellt, dass bei Annanias und seiner Frau nicht die kleinere Summe verkehrt war, sondern dass es um das Motiv ging. Wir erinnern uns:
Wie betrifft das nun mich?
Fragen wir uns doch bitte:
Tue ich so, als wäre ich ganz toll – damit ich in einem besseren Licht dastehe?
Aus der Geschichte kommt auch ganz klar ein Grundsatz zu Tage, den wir uns gut einprägen sollten:
Wessen Anerkennung ist mir wichtig?
Das ist deshalb so wichtig, damit wir nicht in ein Doppelleben abrutschen!
Denn schließlich sind wir ja alle Zeugen Jehovas geworden, weil wir ihn kennen und damit lieben gelernt haben. Und weil wir ihn lieben, lieben wir auch seine Maßstäbe und es gibt für uns nichts wichtigeres, als SEINE Anerkennung zu haben!
Auch wenn uns dies in diesem System nicht von wirklichem Nutzen zu sein scheint.
Aber ist es uns, mir ganz persönlich wichtig?
Falls ich bemerke, dass es da bei mir hapert – warum nicht an mir und meiner Motivation arbeiten? Können wir die erste Liebe wieder entfachen?
Denn mal ganz ehrlich: was habe ich wirklich davon, wenn ich ein Doppelleben führe?
Apostelgeschichte 5:17-19
So etwas gibt es ja heute nicht mehr – oder?
Wem könnten wir heute “ein Dorn im Auge” sein?
Nicht immer kommt eine solche Verfolgung von aussen, von Personen, die Jehova nicht kennen und ihm nicht dienen. So ein Verhalten kann auch von Personen kommen, die nur vorgeben Jehova zu dienen, aber in Wirklichkeit ein Doppelleben führen!
Wie könnten wir in so einem Fall “durch die Engel gestärkt werden”?
Mir geht es so immer, wenn ich in der Bibel, unseren Zeitschriften oder den anderen Publikationen des treuen und verständigen Skalven lese (oder Vorträge höre), denn dies zeigt mir immer wieder, dass wir noch auf dem richtigen Lebensweg sind – auch wenn uns einige Personen etwas anderes glauben machen wollen.
Aber wichtig ist ja einzig und allein, wie Jehova über mich denkt und beim Lesen der Bibel spricht er zu mir und sagt “hör nicht auf diese Heuchler, ICH freue mich über dich und dein Verhalten“!
Was will der Mensch mehr?
Was uns heute hilft, unter Verfolgung auszuharren
Apostelgeschichte 5:33-40
*** bt Kap. 5 S. 40-41 Abs. 13-16 „Wir müssen Gott, dem Herrscher, gehorchen“ ***
Erkennen wir, was für ein Schatz dieses Buch ist, dass uns Jehova auf dem Kongress im letzten Jahr geschenkt hat?
Haben wir es schon gelesen, oder warten wir damit, bis es vielleicht im Versammlungsbibelstudium betrachtet wird?
Warum uns nicht solche wundervollen Perlen zur Hilfe nehmen, wenn wir die entsprechenden Bibelbücher lesen?
Apostelgeschichte 6 – 9
Apostelgeschichte 8:26-28
können auch wir den Hals nicht voll kriegen, was Gottes Wort und die ware Anbetung angeht?
Worum drehen sich unsere Gedanken und Gepräche, wenn wir von einem Kongress oder den Zusammenkünften kommen?
Gehen wir schnell zur Tagesordnung über – oder verweilen unsere Gedanken noch bei dem, was wir gehört und gelernt haben?
Apostelgeschichte 13 – 14
Apostelgeschichte 13:6-12
so denkt Jehova über Personen, die alles daran setzen, andere die Jehova wirklich lieben, von der waren Anbetung abzubringen!
Auch hier ein kurzer Gedanke aus dem neuen Buch:
*** bt Kap. 11 S. 87-88 Abs. 6-8 „Mit Freude und heiligem Geist erfüllt“ ***
Apostelgeschichte 13:48
sind wir richtig dazu eingestellt?
Geht es uns um die Belohnung – oder um Jehova?
Wollen wir die Belohnung erhalten und nehmen dafür Jehova und seine vielen Verbote in Kauf – aber würden viel lieber kostenlos das Eintrittsticket erhalten?
Oder geht es uns in erster Linie um diesen wunderbaren Gott und freuen wir uns über dieses unbezahlbare Vorrecht, diesem wundervollen Gott zu dienen – und freuen uns über das Extrabonbon, dass wir ewiges Leben im Paradies erhalten können?
Apostelgeschichte 14:8-10
ein Mann, der Glauben bekundet, wird geheilt – mit nicht ganz unerheblichen Auswirkungen:
Apostelgeschichte14:11-16
Die Apostel haben viel damit zu tun zu verhindern, dass sie wie Götter verehrt werden. Allerdings dreht sich bereits kurz danach das Blatt um 180 Grad!
Apostelgeschichte 14:18-19
ich bin immer wieder erstaunt, welche Macht solche Personen haben, die Menschen schaden wollen, die Gottes Wohlgefallen haben!
Aber auch, wie schnell Menschen aufgrund von Intrigen ihre Meinung ändern.
Gerade noch haben sie Paulus und Barnabas wie Götter verehren wollen und nun trieben sie sie mit Schimpf und Schande aus der Stadt und steinigten sie.
Wie Jehova wohl über die Intriganten dachte?
Und wie dachte er wohl über diejenigen, die flink ihr Fähnchen in den Wind hingen?
Bedenken wir bei allem, was wir tun, wie Jehova wohl über uns denkt – oder ist uns das egal?
Apostelgeschichte 15 – 18
Apostelgeschichte 16:16 -23
wieder einmal werden wahre Anbeter Jehovas durch Falschanklagen aus dem Weg geräumt, weil sie stören!
Doch was war an den Beröern so besonders, dass Lukas ihnen eine so edle Gesinnung bescheinigt?
und was können wir für uns heute daraus lernen?
Apostelgeschichte 17:10-11
hierzu nochmal auszugsweise aus dem neuen Buch:
*** bt Kap. 17 S. 137-138 Abs. 16 Er argumentierte „anhand der Schriften“ ***
Ja, soviel zu dem, was die Beröer so besonders machte. Aber nun zu uns – wie könnten wir uns als ein Beröer erweisen?
Wie gut vertraut bin ich mit Gottes Wort? Knie auch ich mich in Gottes Wort rein, um alles zu verstehen? Lese ich in der Bibel nach, ob sich das, was ich in unseren Publikationen lese oder in Vorträgen höre, auch so verhält – ob es so in der Bibel steht?
Wir persönlich haben schon öfters die Erfahrung gemacht, dass andere Brüder es fast als Ketzerei auffassen, wenn wir die Dinge für uns in Frage stellen und mit der Bibel hinterfragen.
In den Augen vieler Zeugen Jehovas reicht es, zu lesen, was in den Publikationen steht. Es scheint wie eine Art Evangelium zu sein, das nicht hinterfragt werden darf.
Aber ist dies in Jehovas Augen wirklich Ketzerei?
Warum hat er dann die Beröer so lobend hervorgehoben?
Fakt ist, dass “der treue und verständige Sklave” für sich nicht in Anspruch nimmt, von Gott inspiriert zu sein. Sie wollen uns nur helfen, Gottes Wort besser zu verstehen. Zudem ist in den letzten Jahren auf den Kongressen immer wieder gesagt worden, dass unser Lehrbuch die Bibel ist und dass wir die Bibel studieren sollen – nicht irgendwelche Publikationen. Diese sind nur Hilfsmittel.
Wie sieht mich Jehova wohl, wenn ich genau weiß, wo etwas in den Publikationen steht und daraus bei Bedarf zitieren kann – aber ich weiß nicht, wo es in der Bibel steht und in welchem Zusammenhang und wie Jehova über die Sache denkt?
Habe ich vielleicht zu wenig Zeit und bin schon froh, wenn ich es schaffe, die Zeitschriften durchzulesen und wenn ich ganz viel Glück habe, sie vor dem Studium in der Versammlung zu lesen oder gar vorzubereiten? “Da bleibt leider nicht mehr viel Zeit zum Bibellesen, ich bin ja auch schon so im Stress”?
Könnte ich vielleicht mein Leben vereinfachen, damit mir mehr Zeit zum Bibellesen bleibt? Indem ich die Dinge reduziere, die in meinem Leben für Ablenkung sorgen, wie z.B. weniger Fernsehen, mich nicht ständig mit irgendwelchen Dingen wie Musik oder Radio berieseln zu lassen, meinen Umgang sorgfältig auswählen usw.?
Oder könnte ich die Zeit mehr auskaufen, indem ich z.B. den Arbeitsweg nutze, um mir die Bibellesung auf mp3 anzuhören, für die unsere lieben Brüder so liebevoll gesorgt haben?
Wo kann ich da Abstriche bei mir ganz persönlich machen?
Bin ich überhaupt daran interessiert?
Apostelgeschichte 26 – 28
Apostelgeschichte 26:32
War es nun ein Fehler, dass er sich auf Cäsar berufen hatte – oder nicht?
hierzu auszugsweise aus dem Apostel-Buch:
Wir sehen, dass sich eine Sache auch dann zum Guten auswirken kann, wenn es nun erst mal so aussieht, als habe man alles verloren!
Wir dürfen halt nicht nur uns selbst in diesem Moment sehen, wo wir Repressalien haben – sondern das große Ganze, was vielleicht durch unser Leiden und Ausharren bewirkt wird.
Apostelgeschichte 1 – 2
“Auch Jesu Brüder, die gläubig geworden waren” – warum auf einmal?
Apostelgeschichte 1:14
als Jesus auf der Erde war, hielten sie ihn für verrückt und meinten, er wäre überheblich. Warum glaubten sie nun auf einmal an ihn?
Immerhin war er inzwischen gestorben – nicht unbedingt eine Basis dafür, daran zu glauben, dass er der Messias sein könnte. Hatten sie ihn nach seiner Auferstehung vielleicht persönlich gesehen? Aber wie ging dies, wo sie doch so von ihm dachten – warum sollten sie dann zu der Zeit bei seinen Jüngern gewesen sein, als er ihnen erschien?
Im WT vom 15.12.2003 heißt es hierzu auszugsweise
Apostelgeschichte 1:12
“Ein Sabbatweg entfernt” (Neue Genfer Übersetzung) – Was ist denn ein Sabbatweg??
in der Neuen-Welt-Übersetzung heißt es hier
in der Fußnote wird zur Sabbat-Tagereise erklärt:
Unter dem Stichwort “Tagereise” finden wir im Einsichtenbuch folgendes:
Thom sagte mir gestern noch dazu, dass dies mit dem Sabbatgesetz zu tun hätte: man durfte am Sabbat keinerlei Arbeit verrichten und so war genau festgelegt, wie weit man am Sabbat gehen durfte, ohne dass es eine Wanderung – und damit Arbeit – wäre…
Apostelgeschichte 3 – 5
Apostelgeschichte 4:13-14
ja, wer sich ganz eng an seinen Gott hält, der kann und darf mutig sein – denn sein Gott ist mit ihm und wird ihm immer helfen.
Interessant, dass sie das Gute am liebsten abstreiten wollten. Also ging es ihnen keinesfalls um die Wahrheit, wie sie vielleicht von sich selbst glaubten…
Apostelgeschichte 6 – 9
Apostelgeschichte 6:8-14
Warum nur?
Warum stehen Menschen, die doch eigentlich Jehova dienen, mit falschen Anklagen gegen ihre Brüder auf?
Sie suchen sich andere (auch unter Gottes Volk), die ihre Lügen bestätigen – und bekommen dann vor den Gerichten Recht, seien es weltliche oder die des Volkes Gottes.
Sie gehen sogar soweit, den Tod des anderen in Kauf zu nehmen.
Warum nur?
Was treibt solche Menschen nur zu solchen Taten an?
Aber auch egal, wie erfolgreich sie mit ihren Intrigen sind, so können sie uns doch niemals von Gottes Liebe trennen! Ist dies nicht beruhigend?
Selbst wenn die Menschen ihnen glauben und wir von einem Gericht für etwas verurteilt werden, was wir nicht getan haben, selbst wenn man uns wegen ihrer Lügen aus Gottes Volk ausschließt – so weiß doch unser liebevoller Gott wie es war. Er beurteilt uns nach unseren Taten.
Wer von beiden wird wohl von Jehova verworfen sein – der Verleumder oder derjenige, den dieser Rufmord bis in Mark und Gebein trifft?
Selbst wenn Jehova das Unrecht bis Harmagedon bestehen lässt, so können die Verleumder ums nicht wirklich schaden. Unser Gott wird immer mit uns sein und ER wird uns die Kraft geben, dieses Unrecht zu ertragen, ohne dass wir unsere Freude verlieren. Aber die Verleumder wird er zu seiner Zeit bestrafen!
dies zeigen viele Beispiele treuer Anbeter Jehovas, wie z.B.:
Apostelgeschichte 7:6-7
Apostelgeschichte 7:9-10
Stephanus macht in seiner “Verteidigungsrede” ganz klar kenntlich, was das für Menschen sind, die sich nicht zu schade sind, ihre Brüder umzubringen oder per Falschanklagen, Verleumdungen und Rufmord ihnen das Leben schwer zu machen:
Apostelgeschichte 7:51
ja, die schadenstiftenden Männer konnten Stephanus schaden und sogar erreichen, dass er letztendlich für etwas zu Tode gesteinigt wurde, was er nicht getan hatte – aber sie konnten ihm die Freude und die enge Verbindung zu seinem Gott Jehova nicht nehmen:
Apostelgeschichte 7:54-56
Wie wir sehen, lässt uns unser Gott niemals allein – ganz egal was sich die Schadenstifter noch einfallen lassen. Selbst wenn sie uns töten würden – sie könnten uns niemals von Gottes Liebe trennen! Dies können nur wir selbst, wenn wir uns unsererseits von ihm abwenden.
Ist dies nicht in tröstlicher Gedanke?
Apostelgeschichte 8:2
Warum war dies nötig?
Wieso war es wichtig, eine Totenklage zu halten? Ist dies nicht ein unchristlicher Brauch, der irgendwie damit zu tun hat, dass die Toten uns sehen können?
Apostelgeschichte 8:10-11
Leute, die dem Widersacher zuarbeiten und sich mit Satan und seinen Dämonen einlassen – solche Leute sind scheinbar schon seit jeher Meister der Manipulation (?)
Apostelgeschichte 9:29
Wie passt dies mit dem zusammen, was er selbst später schreibt: “ein Sklave des Herrn hat es nicht nötig, sich zu streiten” (2. Timotheus 2:24)?
In der Neuen-Welt-Übersetzung wird das Verb, das hier mit Streitgespräch übersetzt wird, mit “er disputierte mit ihnen” übersetzt. Bei diesem Wort ist mir das garnicht so aufgefallen.
Also: wie passt dies zusammen?
Hier noch mal der Vers aus 2. Timotheus im Kontext:
Apostelgeschichte 10 – 12
Apostelgeschichte 10:8-20
“Steh auf und iss”
Auch Petrus wusste nicht, was die Vision bedeuten sollte
Ob er sich hier wohl an den Vorfall damals mit Jesus erinnert, als er sagte, seine Jünger müssten sein Fleisch essen und sein Blut trinken?
Auch damals hatte er, wie die anderen wohl auch, nicht verstanden, was damit gemeint sein sollte – denn es war im mosaischen Gesetz bestimmt worden, dass das Blut zur Erde ausgegossen werden sollte. Wie konnte Jesus dann verlangen, dass sie sein Blut trinken würden?
Auch hier greift wieder ein mosaisches Gesetz: sie sollten keine unreinen Tiere essen – damit sie sich nicht für Jehova verunreinigen würden. Also warum wurde er nun aufgefordert, diese unreinen Tiere zu essen?
Er konnte es nicht verstehen – aber er war voller Zuversicht, dass es schon seine Richtigkeit haben würde, wenn Jehova dies von ihm verlangt. Dass dies keine Prüfung sein konnte, musste er spätestens gemerkt haben, als Jehova sagte, dass er selbst dies nun für rein erklärt hätte. Also würde Jehova ihm sicherlich auch noch erklären, wie das nun gemeint sei. Auf jeden Fall wollte er den Willen seines Gottes tun, auch wenn er ihn nicht ganz verstand.
Aber wie Jehova ja so ist – er lässt uns nicht lange im Unklaren. Immer steht er uns bei, entweder, indem er helfend eingreift, uns die Kraft gibt – oder uns verstehen hilft, worum es gerade geht.
Und so dauerte es nicht lange, da standen die Abgesandten von Kornelius vor seiner Tür und als sie erzählen, was Jehova zu Kornelius gesagt hatte, da verstand Petrus, was Jehova gemeint hatte.
Apostelgeschichte 10:34-35
Sicherlich hat er nun voller Freude das getan, was Jehova ihm gesagt hatte.
Zum einen, weil Jehova ihn für würdig erachtet hatte, diesen besonderen Schritt zu tun (denn niemals zuvor waren die Nationen in dieser Weise einbezogen worden), zum anderen aber auch, weil er es nun verstand – was er tun sollte und warum.
Was für eine Begeisterung es gewesen sein muss, zu erkennen, wie liebevoll und barmherzig und ganz besonders, wie unparteiisch der Gott ist, dem wir alle dienen dürfen!
Wie reagieren wir, wenn Jehova etwas von uns will, was wir nicht verstehen?
Haen wir genug Glauben und Vertrauen in Jehova und die nötige Geduld abzuwarten, bis wir verstehen, warum wir es tun sollen?
Apostelgeschichte 10:38
für mich ein sehr interessanter Gedanke:
Personen, die sich mit dem Teufel und den Dämonen einlassen, mögen ja vielleicht meinen, sie täten es freiwillig, sie würden genau das tun, was sie sich erwählt haben.
Aber dies stimmt nur bis zu einem bestimmten Punkt: zwar mögen sie sich zu Anfang aus freien Stücken darauf eingelassen haben, vielleicht aus Neugier oder weil sie unvorsichtig waren. Dann mögen sie gemerkt haben, dass ihnen dies viele Vorteile bringt, denn der Teufel “belohnt” seine “Anhänger” sofort. Wir kennen dies vielleicht aus den Märchen, wenn eine Hauptfigur sich mit dem Teufel einlässt, um etwas bestimmtes zu erreichen, was ihr wichtig ist und dafür “ihre Seele an den Teufel verkauft”. Ja, das ist ja alles in weiter Zukunft, das mit der Seele, aber sie bekommen das Ersehnte ja sofort. Daher mögen sie denken, dass dies eine tolle Sache sei und sie machen vielleicht immer weiter – und dem Widersacher Jehovas damit viel Freude.
Aber sie bemerken dabei nicht, dass der Satan sie gefangen hält!
Vielleicht ein kleines Beispiel aus meinem persönlichen Leben: Bevor ich die Wahrheit kennen lernte, habe ich 10 Jahre geraucht. Ich war der Ansicht, dass ich es tue, weil es mir Spaß macht, weil es so gut schmeckt, weil es mir so gut tut.
Dann habe ich – weil ich mal wieder so voreilig war und das Paradiesbuch schon für mich ganz studiert habe, bevor wir beim Bibelstudium überhaupt so weit waren – erkannt, dass Rauchen etwas ist, was Jehova verabscheut und hasst. Wenn ich also weiter rauchen würde, dann könnte ich Jehova nicht gefallen. Und dies wollte ich doch so gern. Also – was tun?
Ich musste unbedingt mit dem Rauchen aufhören. Dies war mein fester Wille. Ich fing an, mich selbst dafür zu verabscheuen, dass ich rauchte und das Rauchen an sich auch zu hassen. Aber das hat mir leider nicht in der Form geholfen, wie ich mir dies gewünscht hätte. Es war ein unglaublich harter Kampf, obwohl ich mit aller Macht mit dieser Gewohnheit brechen wollte. Ich konnte mich selbst nicht mehr riechen und habe mich zig Mal am Tag umgezogen, weil die Klamotten verqualmt waren und – für mich auf einmal ganz stark wahrnehmbar – stanken! Selbst vor der Fahrt zur Versammlung musste ich unbedingt eine rauchen, obwohl ich mich zuvor so sorgfältig zurecht gemacht hatte, extra gebadet und mit wohlriechender Lotion eingecremt, schönes Deo und Parfüm. Aber ich musste rauchen, obwohl ich wusste, dass ich dann wieder riechen würde und während der Versammlung habe ich mich in Grund und Boden dafür geschämt, dass die anderen riechen konnten, dass ich geraucht hatte. Zwar hatte ich zu der Zeit gerade den ersten Monat studiert, aber ich habe es so empfunden.
Als der Vater meiner Tochter sie zur Besuchszeit abholte und meinen Kampf mitbekam, sagte er, dass dies doch nicht so schwer sein könnte, mit dem Rauchen aufzuhören. Meine Antwort: “na, dann hör du doch auf”. Nach einer längeren Schweigeminute antwortete er dann “ich will ja nicht”. Aber ich denke eher, es ist ihm klar geworden, was ich schon eine Weile wusste: der Wille allein reicht da nicht aus.
Ich war eine Gefangene meines Rauchens geworden, ohne es selbst bemerkt zu haben. So ist es auch mit denen, die sich auf die Machenschaften des Satans und seiner Dämonen einlassen. Lassen wir uns dies eine Lehre sein!
Machen wir garnicht erst den Fehler, uns – wenn auch nur aus Neugier – damit zu beschäftigen oder seine bereitwillig dargebotene Hilfe anzunehmen, wenn wir die Dinge allein nicht in den Griff bekommen und feststellen, dass es für Jehova noch nicht an der Zeit ist, die Dinge so zu regeln, wie es für uns leichter wäre.
Warten wir immer auf Jehova und lehnen wir alles ab, was von der Gegenseite kommt. Machen wir uns immer wieder die Gefahr bewusst!
Apostelgeschichte 11:16-17
Apostelgeschichte 12 – Petrus im Gefängnis
Wir studieren das Buch “Legt gründlich Zeugnis ab für Gottes Königreich” ja zur Zeit im Versammlungsbibelstudium und ich hatte es bereits direkt nach Erhalt für mich persönlich studiert und im letzten Jahr bei der Bibellese zu Hilfe genommen. In diesem Jahr höre ich mir nicht nur die Bibel an, sondern auch die passenden Bücher dazu und daher zur Zeit dieses Buch. Immer die Kapitel im Buch passend zu den Kapiteln, die ich gerade in der Bibel lese. Hier ist es im Buch passend dazu das Kapitel 10 “Das Wort Jehovas wuchs weiterhin”
Dabei ist mir wieder mal bewußt geworden, was für eine Kostbarkeit wir da eigentlich in den Händen halten. Dieses Buch hat ein ganz besonderes Highlight, dass sich durch das ganze Buch zieht: es beginnt mit einer Szene, die so lebendig beschrieben wird, dass wir uns so fühlen, als wären wir hautnah dabei. Dies möchte ich gern mal veranschaulichen:
wenn wir nun die ganzen Erklärungen erst mal Außen vor lassen, dann haben wir eine sehr lebendige Schilderung über das Erlebnis, das der Petrus da hatte:
was für ein lebendiger Bericht, der uns direkt unter die Haut geht. Wir sehen uns direkt dabei, sind mit Petrus im Gefängnis, fühlen mit ihm und sind dann dabei, als er befreit wird. Was für ein Erlebnis!
Bringt uns dies nicht unserem Gott näher?
einige persönliche Gedanken dazu
hier muss ich dann an den Film denken, den wir erst vor kurzem auf Maxdome gesehen haben: “Die Kraft der Wiederauferstehung”, wo Petrus bereits in einer Zelle ist und einem anderen – noch jungen Mann, der noch nicht so lange in der Wahrheit ist – Mut macht. Er erzählt ihm von all den Dingen, die er mit Jesus und Jehova erlebt hat und er weiß, dass er selbst bald hingerichtet werden soll. Trotzdem nutzt er die Zeit, diesem Jungen Mann Mut zu machen, ihm von der Auferstehung zu erzählen und von der Hoffnung, die jeder Christ hat. Am Ende des Films wird Petrus von den Wachen abgeholt, aber er geht ruhig und gelassen mit, ohne jegliches Anzeichen von Angst.
was für ein Unsinn! Wenn ihn ein Engel befreit – welchen Nutzen haben dann Ketten? Würde sich Jehova wirklich von solchen Maßnahmen beeindrucken und abschrecken lassen?
wenn wir und unser Leben unserem Gott Jehova gehören – welches Anrecht haben wir dann darauf?
Ist es dann wirklich wichtig, ob wir leben oder sterben? Immerhin hatte Petrus ja die Hoffnung, nach seinem Tode mit Jesus im Himmel vereint zu sein. Was kümmerte ihn dann, ob er frühzeitig von der Erde abtreten sollte?
wir sollten uns nicht immer so viele unnötige Gedanken machen.
Hier war eine Anweisung von Jehova und da war es SEIN Part, wie das umgesetzt werden könnte. Das ginge uns garnichts an. Es wäre nicht unsere Sache und es wäre nur recht und billig, wenn wir es IHM auch ganz überlassen würden.
Oder muss ich immer die Kontrolle besitzen?
dies ist ein Punkt, den Thom und ich in all den Jahren immer wieder am eigenen Leib erlebt haben!
Auch wenn es oftmals unglaublich schwer zu ertragen war – ganz besonders für mich – so hat uns Jehova doch niemals im Stich gelassen. Er hat zwar viele Dinge zugelassen, von denen ich der Meinung war, dass er sie nicht zulassen dürfe und dass diese doch wenigstens nun der Startschuß sein müssten, dass er für uns handelt – aber er hat uns mit all dem Schweren niemals allein gelassen. Immer hat er dafür gesorgt, dass von irgendeiner Seite Hilfe kam. Er hat die Härten oftmals abgefedert oder zu einem solchen Zeitpunkt durch ein Zeichen zu erkennen gegeben, dass er mit uns ist und wir uns keine wirklichen Sorgen machen müssten.
Sicherlich ein Punkt, der uns helfen wird, nachher die große Drangsal zu überstehen: wir wissen, dass unser Gott handelt und uns niemals gänzlich im Stich lassen wird!
wie begeistert müssen sie gewesen sein, als sie hörten, wie Jehova dafür gesorgt hatte, dass er entkommen konnte und damit sein Leben bewahren konnte.
Wenn Jehova Petrus in solch einer wunderbaren Weise geholfen hatte, durften sie dann nicht hoffen, dass ER ihnen ebenso helfen würde, wenn sie in Not geraten würden?
Wahrscheinlich hatte Petrus sie gerade damit so ermuntert, dass er immer wieder erzählte, wie Jehova für ihn eingetreten war. Ebenso wie wir durch die vielen Lebensberichte treuer Diener Jehovas immer wieder ermuntert werden und warum es so wichtig ist, das Jahrbuch der ZJ zu lesen und darüber nachzudenken.
All diese Erfahrungen mit Jehova stärken unseren Glauben. Denn Jehova verspricht uns ja, dass er uns niemals “gänzlich im Stich lassen” wird. So, wie er all den anderen immer wieder geholfen hat, im Glauben auszuharren, so wird er jedem seiner treuen Diener helfen, an der wahren Anbetung festzuhalten.
Also alles, was wir um der wahren Anbetung Willen erdulden, ist für Jehova Anlaß, uns hilfreich zur Seite zu stehen.
Dies ist genügend Grund zur Hoffnung – oder denkt ihr nicht?
“Nur noch eine kleine Weile und der Böse wird nicht mehr sein – und du wirst dich wirklich umsehen nach seiner Stätte und sie wird nicht mehr sein!” (aus den Psalmen)
Ganz ganz wichtig: täglich in Gottes Wort lesen, uns mit ihm zu beschäftigen und damit, wie er die Dinge sieht und immer wieder lesen, wie er denkt und dass er seine Diener niemals im Stich lässt. Über sein Handeln nachsinnen, uns mit Lebensberichten treuer Diener Jehovas beschäftigen, sei es in der Bibel, aber auch in den Publikationen.
Das stärkt unser Vertrauen in unseren Gott und hilft uns, ruhig zu bleiben und auf die Rettung unseres Gottes zu harren.
Schon allein das Wissen darum, dass wir nicht spinnen oder dass es keine egoistische Neigung von uns ist, dass wir uns Erleichterung wünschen, hilft da immens weiter. Zu wissen, dass wir nicht unsere eigenen Gedanken denken, sondern dass Jehova ebenso empfindet und denkt wie wir!
Apostelgeschichte 13 – 14
Apostelgeschichte 13:9-11
wie lange war Saul ein treuer König?
Apostelgeschichte 13:20-23
Ein ganz neuer Gedanke für mich, denn ich hatte bisher immer angenommen, dass Saul bereits nach kurzer Zeit als König Jehova untreu wurde. Wenn ich jetzt lese, dass er 40 Jahre regiert hatte, bis Jehova ihn verwarf und David als Ersatz wählte.
Oder ist hier eher gemeint: bevor er David als König einsetzte? Immerhin hatte er David ja bereits früh erwählt und von Samuel salben lassen – aber bis er als König eingesetzt wurde, gingen sehr viele Jahre ins Land.
Also: war Saul wirklich 40 Jahre lang ein guter und treuer König?
Apostelgeschichte 13:37
Ist der Körper Jesu, der am Pfahl gestorben ist, wirklich nicht verwest?
Immerhin ist Jesus nach seiner Auferstehung ja seinen Jüngern mit einem Körper erschienen, den sie nicht kannten. Denn:
Da man Jesus nach seinem Tod nicht in seinen Körper gesehen hat, in den er gestorben war – was ist eigentlich mit diesem passiert?
Als die Frauen zum Grab kamen, fanden sie es leer vor, nur das Laken lag noch da. Wo war der Körper? Hatte Jehova ihn entrückt? Verweste er deshalb nicht? Wenn ja:
Würde dies dann auch bedeuten, dass die Körper von Henoch und Mose auch nicht verwest sind – weil Jehova auch sie entrückt hatte?
Apostelgeschichte 13:44-46
Wenn wir wissen, dass wir das tun, was Jehova gefällt – dann können auch wir ganz ruhig bleiben. Ganz egal, was sie noch sagen oder tun werden oder was sonst noch passieren wird.
Wichtig ist einzig und allein, dass wir auch weiter unbeirrt unseren Weg gehen. Das kann auch schon mal erfordern, dass wir uns im übertragenen Sinn Scheuklappen anlegen müssen, um uns nicht ablenken zu lassen.
Lassen wir uns nicht einschüchtern – nur wie Jehova über uns denkt und wie ER uns beurteilt ist wichtig. Vergessen wir dies niemals.
Dann werden wir mit Ausharren laufen und jede Verfolgung überstehen
Apostelgeschichte 14:1-3
Immer wieder lesen wir in der Bibel, dass es “Scheinheilige” geben würde (“einige von den Juden = Angehörige des Volkes Gottes), die sich gegen ihre Brüder wenden (diejenigen, die ihren Glauben ausleben und das tun, was Jehova möchte).
Sollten uns solche Berichte entmutigen? Nein!
Warum nicht?
Weil auch hier wieder gezeigt wird, dass Jehova uns nicht im Stich lässt, sondern uns hilft – wenn wir ihn nur lassen!
Ähnlich wie die Sache mit Petrus, der mutig über das Wasser auf Jesus zuging – solange er nur den Blick ganz auf ihn fixiert hatte. Sobald er sich mit den Dingen beschäftigte, die ihm Angst machten (hier das Wasser und damit verbunden der Gedanke “es ist unmöglich, auf dem Wasser zu laufen, das ist ein Naturgesetz”) begann er zu sinken. Warum? Weil er die Sichtweise Jehovas aus den Augen verlor (“wenn ihr Glauben von der Größe eines Senfkorns hättet, könntet ihr Berge verrücken”).
Wenn Jehova uns sagt, dass wir etwas tun sollen, dann dürfen wir nicht zweifeln. Denn wir wissen: ER würde niemals etwas von uns verlangen, das uns nicht möglich ist. Daher dürfen wir davon ausgehen, dass er uns auch die nötige Kraft, die erforderlichen Fähigkeiten oder den Mut dazu geben wird! Hier kommt es also auf unseren Glauben an. Wir müssen Jehova vertrauen und ihm erlauben, uns zu helfen (ihn also “auf die Probe stellen”).
Aber wir müssen ihm nicht blind vertrauen. Wir haben uns in den letzten Wochen ja immer wieder mit den Beispielen der vielen treuen (der “grossen Wolke von Zeugen”) beschäftigt, die unsere Gewißheit stärken, dass Jehova uns niemals allein lässt.
Solche Berichte – wie auch dieser hier – sollte sich ganz tief und fest in uns einprägen!
Wenn es notwendig ist, dann legt uns Jehova sogar Scheuklappen an. Immer, wenn wir vertrauensvoll auf ihn zulaufen wollen und von den Problemen abgelenkt werden, dann sagt Jehova: “guck nicht hin. Sieh her zu mir. Hier bin ich. Sieh einfach auf mich und lauf weiter!”.
So laufen wir eine Weile und wieder kommt unser Einwand “aber guck doch mal, der/die verfolgt mich, erzählt Lügen über mich” – und Jehva sagt “Guck nicht hin. Was kümmert es dich? Sieh zu mir und lauf weiter!”
“Ja, aber…” Aber Jehova wird uns nicht ausreden lassen, sondern sagt “sieh nicht hin, guck einfach zu mir. Lauf weiter”.
So wird es die ganze Zeit gehen. Sobald wir wieder zur Seite oder hinter uns blicken, werden wir abgelenkt und die Furcht kann wieder in uns hochkriechen.
Jehova sieht das alles und jedes Mal sagt er zu uns; “Sieh nicht hin. Hier bin ich. Sieh auf mich, nur auf mich. Halte deinen Blick ununterbrochen auf mich gerichtet!”
Ja, es mag uns sehr schmerzen, wenn die Angriffe aus den eigenen Reihen oder vielleicht sogar aus der Familie kommen, aber Jehova sagt “was kümmert es dich? Es ist doch egal, wie die anderen über dich denken. Es hat keine Bedeutung. Solange ich hier stehe und du auf mich blickst, ist alles in Ordnung!”
Jehova kennt uns und unser Herz, unsere Gedankern und unsere Gefühle. Er weiss, wie weh so ein Verrat tun kann. Immerhin hatte sich sein eigener Sohn (Satan) gegen IHN gewandt. Daher wird er uns immer wieder trösten und uns Kraft und Hoffnung geben.
Aber wir müssen es ihm auch erlauben. Halten wir einfach “stur” unseren Blick auf IHN gerichtet und lassen wir uns unsere Zuversicht nicht nehmen.
Die Bibel ist voller Geschichten von treuen Anbetern Gottes, die um seines Namens willen verfolgt und angegriffen wurden. Aber eins haben sie alle gemeinsam:
Solange sie auf IHN vertrauten, war er für sie da. Er hat ihnen immer wieder geholfen, indem er sie tröstete oder ihnen die Kraft und inneren Frieden gab.
Dies wird er auch bei uns tun – aber nur, wenn wir ihn lassen und die Dinge vertrauensvoll in seine Hand legen – und dann auch dort bei ihm belassen!
Apostelgeschichte 15 – 18:11
Apostelgeschichte 15:23-29
Stellen wir uns vor, wir wären ein Mensch von den Nationen gewesen, der zum Glauben an Jesus kam. Nun hören wir diesen Brief, der bei unserer Zusammenkunft vorgelesen wird – wie würden wir dabei wohl empfinden?
Wie hätten wir uns gefühlt, wenn wir einer von denen gewesen wären, die auf die Beschneidung bestanden hatten? Was wäre uns durch den Kopf geschossen, wenn der Teil vorgelesen worden wäre, dass dies ohne das Wissen und ohne die Zustimmung der leitenden Körperschaft geschah?
Wie beeinflusst dies, wie wir unsere Brüder heute sehen?
Apostelgeschichte 15:1
Auf S. 101 Abs. 4 in dem neuen Buch heißt es auszugsweise dazu:
hab ich also doch richtig “geguckt”. Beim Hören des Kapitels kam mir kurz der Gedanke “aber das hatten wir doch schon, wieso denn nun noch einmal?`”, habs dann aber verworfen, weil ich annahm, dass sich hier mein persönliches Bibellesen und das Versammlungsbibelstudium überschnitten hätten.
Hier wird also gezeigt, dass ich mich nicht geirrt habe, sondern dass die Frage doch schon 13 Jahre vorher geklärt worden war. Aber wieso denn nun wieder die Frage?
In den Absätzen 5 und 6 in dem Buch finden wir dann Antworten dazu:
Im Kasten auf der Seite 103 heißt es weiter:
Apostelgeschichte 19 – die Anbeter der Arthemis
in dem Buch “Legt gründlich Zeugnis ab für Gottes Königreich”, im Kapitel 20 heißt es auszugsweise:
interessante Gedanken zu Apostelgeschichte 15:2:
Im Absatz 10 wird gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir warten können. Warum? Wir sollten uns selbst nicht zu wichtig nehmen, sondern in einer solchen Angelegenheit die Dinge Jehova in die Hand legen. Er wird es schon richten. Wie wir sehen, hatte Jehova selbst Paulus dazu veranlasst, nach Jerusalem zu gehen, damit die Sache endgültig geklärt werden kann (Galater 2:2).
Die Einheit in der Versammlung ist zu wichtig, als dass wir sie durch persönliche Empfindungen zerstören dürften. In Philipper 2:2,3 sagt Paulus, dass wir nichts aus Streitsucht oder Ichsucht tun sollten, sondern “in Demut die anderen höher achten sollten, als uns selbst”.
Was wenn Jehova aber noch viele viele Jahre ins Land gehen lässt, bis er die Dinge regelt? Sollte dies dann ein Problem für uns sein? Warum lässt er die Dinge so lange in der Schwebe, wenn er doch weiß, wie schwer wir uns im Geduld-üben tun und wie sehr wir vielleicht darunter leiden, wenn er doch weiß, dass es sehr schmerzhaft für uns ist und an unseren Kräften zehrt?
Auch hier finden wir in Absatz 11 die Antwort, wenn es hier heißt: “Vielleicht wollte Gott aufrichtigen Juden genug Zeit geben, in dieser so fundamentalen Frage umzudenken”.
Was bedeutet dies für uns? Wenn wir genug Demut haben und die Interessen der anderen höher achten als unsere eigenen, dann gestehen wir diesen Mitbrüdern die Zeit zu, die sie benötigen, um wirklich umdenken zu können. Dann ist uns unser persönlicher Schmerz nicht so wichtig. Nicht wichtiger als das, was Jehova will und als die Rettung unsserer Brüder.
Denken wir immer daran, wenn wir mal wieder meinen, wir können nicht mehr. Führen wir uns dann vor Augen, dass Jehova einen bestimmten Zweck damit verfolgt, dass er die Dinge noch zulässt und behalten wir das Ziel im Auge: dass noch viele aufrichtige Menschen wirklich zu Gott finden und dass unsere Brüder, die uns nun vielleicht aufgrund von Unvollkommenheit und Schwäche das Leben schwer machen, die Zeit benötigen, bis sie kapieren, wie Jehova wirklich denkt und was ER will. Geben wir ihnen die Zeit.
Damit beweisen wir nicht nur Glauben und tiefe Ergebenheit und Liebe zu unserem Gott – sondern auch zu unserem Nächsten!
Apostelgeschichte 20 – 22
Apostelgeschichte 20:17-35
Interessant, in welchem Zusammenhang Paulus die bedeutungsvollen Worte “Beglückender ist Geben als Empfangen” gesagt hat!
Worte, die jedem von uns geläufig sind, die uns daran erinnern sollten, dass wir nicht selbstsüchtig sind, sondern das was wir haben, mit anderen teilen – dem Weg der Gastfreundschaft gehen und unseren Bruder unterstützen, der der Hilfe bedarf. Leider werden diese Verse auch oftmals von denjenigen benutzt, die sich gern “bedienen lassen”, denn “ich helfe ja damit den Brüdern, sich gut zu fühlen…” – selbst aber nicht wirklich daran mitarbeiten, dass den anderen auch mal was zurückgegeben wird!
Ja, Paulus und auch diese Personen haben Recht: es macht Freude, anderen etwas zu geben und wenn es mir selbst sehr schlecht geht, dann baut es mich ungemein auf, wenn ich anderen helfe. Das gibt mir ein gutes Gefühl, ich fühle mich nicht wertlos und nutzlos – sondern gebraucht.
Aber wenn wir uns nun den Kontext hier ansehen, in welchem Zusammenhang Paulus diese Worte gesagt hat, dann machen sie einen noch viel tieferen Sinn:
Eigentlich hätte Paulus Anspruch auf die Unterstützung der Brüder gehabt, ja sogar die der Juden an sich. Denn zum einen herrschte damals das Gebot der Gastfreundschaft und da Paulus ja in gewisser Hinsicht so etwas wie ein Priester oder Prophet war, hatte er Jehova “zu seinem Anteil gemacht” – und hätte somit von dem Volk materiell versorgt werden müssen, damit er sich voll und ganz auf diese Aufgabe konzentrieren könnte.
Auf der anderen Seite hatte Jesus seine Jünger zum Predigen losgeschickt und ihnen gesagt, dass sie kein Geld und keine Kleidung zum Wechseln mitnehmen sollten, denn der Arbeiter würde schon für seine Arbeit bezahlt werden. Vielleicht bezog er sich hier auch auf eben dieses Gebot der Gastfreundschaft.
Wie wir sehen, hätte Paulus Anspruch darauf gehabt, dass die Brüder ihn finanziell unterstützten – so wie heute die Kreisaufseher und Sonderpioniere von der Gesellschaft (durch die Spenden der Bruderschaft) unterstützt werden, damit sie sich voll und ganz auf das Predigtwerk konzentrieren können.
Aber was hat Paulus hier getan? Hatte er diese Möglichkeit “ausgenutzt” und sich von den Brüdern versorgen lassen – immerhin war es ja ein Gebot, es stand ihm zu und es würde ihnen ja die Freude des Gebens geben – “beglückender ist Geben als Nehmen”?
Nein, Paulus wollte niemandem auf der Tasche liegen. Er sorgte selbst für seinen Lebensunterhalt – durch das Zeltmacherhandwerk, was er sicherlich überall ausüben konnte. Aber er ging noch viel weiter:
Er sorgte nicht nur für sich selbst, sondern arbeitete so viel, damit auch der Unterhalt für seine Begeleiter zusammenkam und sie nicht auf die Unterstützung der Brüder angewiesen waren – ihnen nicht auf der Tasche lagen. Wie früh muss er da aufgestanden sein, damit er so viele Stunden arbeiten konnte, damit Essen, Kleidung und Obdach für alle bezahlt werden konnte – und zudem noch die größte Zeit für das wichtige Predigtwerk ausgekauft werden konnte?
Können wir uns seine Situation vorstellen? Und das, obwohl er eigentlich überhaupt nicht hätte arbeiten müssen – da die Versammlungen verpflichtet gewesen wären, für den Unterhalt der Missionare zu sorgen.
Warum hat er dies getan?
Er wollte sicherlich nicht als Schmarotzer da stehen, wollte nicht, dass das Christentum in einem falschen Licht für die Juden und Nationen stand. Er wollte zeigen, dass sich ein Christ sehr wohl zu benehmen weiss, dass er niemanden ausnützen würde und dass das Werk des Herrn so wichtig ist, dass man dafür auch Einbußen in Kauf nimmt – jede Nacht sehr sehr früh aufstehen, damit er Arbeit und Predigtwerk in den Griff bekommt.
Wenn wir all diese Dinge bedenken – wie fühlen wir uns dann dabei, wenn wir von anderen immer wieder Hilfe und Unterstützung erwarten, weil die Bruderschaft halt sehr lieb und hilfsbereit ist, aber selbst nichts zurückgeben? Vielleicht mit dem Hinweis: “Ich habe ja nichts, was ich geben kann”?
Denken wir nun noch mal an das, was Paulus kurz zuvor in Römer gesagt hatte: Jeder von uns hat Talente – niemand ist nutzlos und ohne Sinn. Jeder kann irgendetwas tun, um zum Gelingen beizutragen. Nutzen wir diese Talente?
Suchen wir danach, wie wir Anteil an dem Großen Ganzen haben können – oder nutzen wir die Gutmütigkeit der anderen aus?
Fragen, die wirklich zum Nachdenken anregen…
Apostelgeschichte 23 – 25
Apostelgeschichte 23:5
Wieso wusste Paulus nicht, dass Ananias der Hohepriester war? Immerhin “kam er ja selbst aus der Szene”. Das ist da zwar weit mehr als 25 Jahre her – aber hätte er dies nicht am Aussehen und Verhalten erkennen müssen?
im Apostel-Buch habe ich auszugsweise dies dazu gefunden:
Apostelgeschichte 23:19-22
Hier nun der Artikel, von dem ich vor zwei Jahren gesprochen hatte:
aber auch im Apostel-Buch finden wir dazu etwas:
Apostelgeschichte 23:23-24
Warum so ein Aufwand für diesen Gefangenen?
Konnte dem Kommandant das Schicksal des Inhaftierten nicht egal sein?
Eigentlich hätte es doch auch gereicht, wenn er Paulus einfach heimlich weggeschickt hätte und so die Mörder ihn nicht in die Hand bekommen hätten. Da diese ja an einem ganz anderen Punkt auf der Lauer lagen, war ja die Gefahr um das Leben des Gefangenen gebannt.
Hätten dazu nicht einige wenige Wachen gereicht, die ihn weggeführt hätten? Da die, die ihm nach dem Leben trachteten anderwertig beschaeftigt waren und es noch eine Weile dauern würde bis sie merken, dass sie ausgetrickst wurden, war doch eigentlich nicht mehr mit Angriffen zu rechnen. Sie hatten doch einen immensen Vorsprung. So viele Leute hätte es ja nicht gebraucht, um Paulus selbst an einer Flucht zu hindern.
Warum also dieses große Aufgebot? Das kommt mir ja fast so vor, wie der Sicherheitskonvoi für einen wichtigen Staatsmann. Warum war diesem Hauptmann das Leben des Paulus so viel wert?
Was waren seine Beweggründe? Hatte Paulus ihn etwa überzeugt und er selbst hatte auch die Wahrheit angenommen?
Apostelgeschichte 26 – 28
Apostelgeschichte 26:17-18
Warum wurde eigentlich ausgerechnet Paulus der Apostel für die Nationen?
Wäre er nicht viel sinnvoller zu den Juden geschickt worden? Immerhin hatte er – wie er hier zuvor selbst ausführt – zuvor ebenfalls die Christen bekämpft. Als ehemaliger Pharisäer kannte er sich doch bestens damit aus, wie man am besten mit ihnen argumentiert.
Also: warum wurde er der Apostel für die Nationen?
Apostelgeschichte 26: 24-25
au weia – das Studieren von Gottes Wort ist gefährlich
denken wir, dass Paulus diesen “Vorwurf” als etwas negatives aufgefasst hat – oder war er wohl eher stolz darauf?
Wie empfinden wir, wenn uns andere meiden, weil wir uns “viel zu viel” mit dem Worte Gottes beschäftigen, denn “immerhin hatte Jesus ja nicht gesagt, wir sollen nur Gottes Königreich suchen, sondern nur, dass wir es zuerst suchen sollten”?
Apostelgeschichte 27:9-11
Finden wir diese Entscheidung nun verwunderlich? Eigentlich finde ich es eher verwunderlich, dass sie ihm überhaupt zuhörten, denn immerhin sollten der Kapitän und der Eigner des Schiffes besser als ein Laie wissen, was gut und richtig in der Schifffahrt ist.
Allerdings fand ich den Gedanken in diesem Zusammenhang im Apostel-Buch noch verwunderlicher:
Wenn man bedenkt, dass das Schiff, mit dem sie unterwegs waren, kein Passagierschiff war und nicht extra dafür gepachtet, damit es die Gefangenen nach Rom brachte – sondern dass sie nur zusätzlich mitfahren durften, ohne jeglichen Luxus, einfach nur so als Beiwerk…
… dann war es umso verwunderlicher, dass die Passagiere erstmal mit dem Kapitän und dem Schiffseigner diskutierten, ob sie nun weiterfahren sollten oder nicht. Sie hätten ja auch einfach im Hafen verweilen können und später – wenn die Gefahr gebannt gewesen wäre – mit einem anderen Schiff weiterreisen können…
Apostelgeschichte 28:14
Ist uns eigentlich klar, was diese Einladung für die Gastgeber bedeutete?
Denn wir müssen ja bedenken, dass Paulus nicht allein mit Lukas und dem anderen Bruder unterwegs war, sondern dass die ganzen Wachen ihn sicherlich nicht allein lassen würden. Vielleicht mussten sie sogar die anderen Gefangenen auch mit aufnehmen, denn sie hatten sicherlich nicht mit einem Aufenthalt gerechnet und somit war auch kein Geld für Übernachtungen eingeplant. So werden die Gastgeber eine große Anzahl von Leuten untergebracht haben müssen – wovon einige sicherlich nicht sehr angenehm waren (die anderen Gefangenen).
Aber dies zeigt, wie wichtig sie die Gesellschaft von Paulus nahmen, dass sie bereit waren, echte Einschränkungen dafür in Kauf zu nehmen – nur um von ihm etwas ermuntert zu werden und ihrerseits auch ihn zu ermuntern.
Könnten auch wir in unserer Liebe weit werden?
Vielleicht haben diese Brüder auch den Grundsatz “Beglückender ist Geben als Empfangen” im wahrsten Sinne des Wortes verstanden?
Apostelgeschichte 28:17-20
ein sehr schönes Beispiel für uns – wie ich finde.
Wie reagieren wir denn, wenn uns ein Bruder Unrecht tut? Müssen wir dann unbedingt unser Recht bekommen und schreien lauthals herum, was dieser Bruder für ein schlechter Mensch ist – wenn er auf unsere Bemühungen nicht reagiert?
Können wir die Dinge nicht in Jehovas Hand belassen und nur dann beim Gericht Klage einreichen, wenn es wirklich notwendig ist? So, wie Paulus es uns hier vorgemacht hat?
WT 15.05.2008
Das Wort Jehovas ist lebendig
Höhepunkte aus der Apostelgeschichte
DAS Bibelbuch Apostelgeschichte beschreibt umfassend, wie die Christenversammlung entstand und wie sie sich ausbreitete. Ihr Schreiber, der Arzt Lukas, hat uns einen mitreißenden Bericht hinterlassen, der die christliche Tätigkeit in einem Zeitraum von 28 Jahren schildert: von 33 u. Z. bis 61 u. Z.
Zunächst geht es hauptsächlich um die Tätigkeit des Apostels Petrus und dann um die des Apostels Paulus. Lukas benutzt Fürwörter wie „wir“ und „uns“ und zeigt so, dass er bei gewissen Ereignissen dabei war. Wenn wir uns mit dem beschäftigen, was die Apostelgeschichte zu sagen hat, werden wir noch mehr schätzen, welche Macht das Wort Gottes und der heilige Geist haben (Heb. 4:12). Es wird uns motivieren, opferbereit zu sein, und unseren Glauben an das Königreich stärken.
PETRUS GEBRAUCHT „DIE SCHLÜSSEL DES KÖNIGREICHES“
(Apg. 1:1—11:18)
Nachdem die Apostel den heiligen Geist erhalten haben, geben sie freimütig Zeugnis. Petrus gebraucht den ersten der „Schlüssel des Königreiches der Himmel“, um Juden und Proselyten die Wahrheit zugänglich zu machen und denen, die ‘sein Wort von Herzen annehmen’, die Gelegenheit zu erschließen, ins Königreich zu kommen (Mat. 16:19; Apg. 2:5, 41). Die Jünger werden durch eine Verfolgungswelle zwar zerstreut, doch führt das nur dazu, dass sich das Predigtwerk weiter ausdehnt.
Als die Apostel in Jerusalem hören, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hat, schicken sie Petrus und Johannes dorthin. Petrus erschließt den Samaritern die Aussicht auf das Königreich und gebraucht so den zweiten Schlüssel (Apg. 8:14-17). Vielleicht noch im ersten Jahr nach Jesu Auferstehung geht in Saulus von Tarsus eine erstaunliche Wandlung vor sich. 36 u. Z. gebraucht Petrus den dritten Schlüssel, und als freie Gabe wird der heilige Geist auf Menschen aus den Nationen, also Unbeschnittene, ausgegossen (Apg. 10:45).
Antworten auf biblische Fragen:
2:44-47; 4:34, 35 — Warum verkauften Gläubige ihren Besitz und verteilten den Erlös?
Viele, die gläubig geworden waren, kamen von weit her und hatten sich nicht auf einen längeren Aufenthalt in Jerusalem eingestellt. Aber sie wollten gern noch etwas bleiben, um mehr über ihren neuen Glauben zu erfahren und um anderen davon erzählen zu können. Daher verkauften einige Christen ihren Besitz und verteilten den Erlös unter alle, die Hilfe benötigten.
4:13 — Waren Petrus und Johannes unwissend oder ungebildet?
Keinesfalls! Sie wurden als „ungelehrte und gewöhnliche Menschen“ bezeichnet, weil sie keine religiöse Ausbildung an einer rabbinischen Schule erhalten hatten.
5:34-39 — Woher wusste Lukas, was Gamaliel im Sanhedrin hinter verschlossenen Türen gesagt hatte?
Da gäbe es mindestens drei Möglichkeiten:
7:59 — Betete Stephanus zu Jesus?
Nein, das tat er nicht. Anbetung steht nur Jehova Gott zu, und somit sollten sich Gebete auch nur an ihn richten (Luk. 4:8; 6:12). Normalerweise hätte Stephanus im Namen Jesu zu Jehova gebetet (Joh. 15:16). In dieser Situation jedoch hatte er eine Vision, in der er den „Menschensohn, zur Rechten Gottes stehend“, sah (Apg. 7:56). Stephanus war sich völlig bewusst, dass Jesus die Macht erhalten hatte, Tote aufzuerwecken. Deshalb sagte er zu ihm, er möge seinen Geist bewahren; das heißt aber nicht, dass er zu Jesus betete (Joh. 5:27-29).
Lehren für uns:
1:8. Ohne die Hilfe des heiligen Geistes könnten Jehovas Anbeter das weltweite Predigtwerk niemals durchführen.
4:36—5:11. Joseph von Zypern wurde der Beiname Barnabas gegeben, was „Sohn des Trostes“ heißt. Vielleicht nannten ihn die Apostel so, weil er ein gütiger, liebenswürdiger und hilfsbereiter Mensch war. Wir sollten genauso sein und nicht wie Ananias und Sapphira, die heuchlerisch und betrügerisch vorgaben, etwas zu sein, was sie nicht waren.
9:23-25. Es ist kein Zeichen von Feigheit, seinen Gegnern auszuweichen, um weiter predigen zu können.
9:28-30. Falls wir in gefährlichen Gegenden im Dienst unterwegs sind oder mit Menschen sprechen, von denen für unseren Körper, unsere Moral oder unseren Glauben eine Gefahr ausgehen könnte, müssen wir vorsichtig sein und uns gut überlegen, wann und wo wir predigen.
9:31. In Zeiten, in denen es relativ ruhig zugeht, sollten wir unbedingt unseren Glauben durch Studium und Nachsinnen festigen. Dadurch, dass wir umsetzen, was wir lernen, können wir ein gottesfürchtiges Leben führen und im Dienst für Jehova aktiv bleiben.
PAULUS, EIN ENGAGIERTER PREDIGER
(Apg. 11:19—28:31)
44 u. Z. kommt Agabus nach Antiochia, wo Barnabas und Saulus „ein ganzes Jahr lang“ gepredigt haben. Agabus sagt „eine große Hungersnot“ voraus, die auch zwei Jahre später eintritt (Apg. 11:26-28). Nachdem Barnabas und Saulus „den Dienst der Unterstützung in Jerusalem völlig ausgeführt“ haben, gehen sie nach Antiochia zurück (Apg. 12:25). 47 u. Z. — rund zwölf Jahre nach der Bekehrung von Saulus — werden Barnabas und Saulus vom heiligen Geist auf eine Missionsreise ausgesandt (Apg. 13:1-4). 48 u. Z. kehren sie wieder nach Antiochia zurück, wo sie „der unverdienten Güte Gottes anvertraut worden waren“ (Apg. 14:26).
Rund neun Monate später geht Paulus (auch als Saulus bekannt) auf seine zweite Missionsreise und nimmt Silas als Begleiter mit (Apg. 15:40). Im Verlauf dieser Reise schließen sich ihm Timotheus und Lukas an. Lukas bleibt in Philippi, Paulus dagegen reist weiter: erst nach Athen und dann nach Korinth, wo er auf Aquila und Priscilla trifft und die nächsten eineinhalb Jahre verbringt (Apg. 18:11). Er lässt Timotheus und Silas in Korinth zurück und nimmt Aquila und Priscilla mit, als er Anfang 52 u. Z. in Richtung Syrien segelt (Apg. 18:18). Aquila und Priscilla begleiten ihn bis Ephesus und bleiben dann dort.
Nachdem Paulus einige Zeit im syrischen Antiochia verbracht hat, macht er sich 52 u. Z. zum dritten Mal auf eine Missionsreise (Apg. 18:23). In Ephesus ‘wächst das Wort Jehovas fortwährend mit Macht und gewinnt die Oberhand’ (Apg. 19:20). Paulus hält sich dort ungefähr drei Jahre auf (Apg. 20:31). Zu Pfingsten 56 u. Z. ist er in Jerusalem. Nach seiner Festnahme gibt er vor der Obrigkeit furchtlos Zeugnis. In Rom wird der Apostel für zwei Jahre unter Hausarrest gestellt (circa 59 bis 61 u. Z.). Auch hier findet er Möglichkeiten, das Königreich zu predigen und „die Dinge, die den Herrn Jesus Christus betreffen“, zu lehren (Apg. 28:30, 31).
Antworten auf biblische Fragen:
14:8-13 — Warum nannten die Leute in Lystra ‘Barnabas Zeus, Paulus aber Hermes’?
In der griechischen Mythologie war Zeus der Herr der Götter, sein Sohn Hermes dagegen galt als redegewandt. Da Paulus der Wortführer war, nannte man ihn Hermes, Barnabas dagegen Zeus.
16:6, 7 — Warum verwehrte der heilige Geist Paulus und seinen Begleitern, im Bezirk Asien und in Bithynien zu predigen?
Da es nur wenige Prediger gab, leitete der heilige Geist sie in Gebiete, wo die Resonanz größer war.
18:12-17 — Warum griff Prokonsul Gallio nicht ein, als man begann, Sosthenes zu schlagen?
Vielleicht dachte Gallio, dass der mutmaßliche Anführer der Pöbelaktion diese Behandlung verdiene. Offenbar wendete sich alles zum Guten und Sosthenes bekehrte sich zum Christentum. Später spricht Paulus von Sosthenes nämlich als ‘unserem Bruder’ (1. Kor. 1:1).
18:18 — Unter was für einem Gelübde stand Paulus?
Manche Gelehrte halten es für ein Nasiräatsgelübde (4. Mo. 6:1-21). Die Bibel sagt allerdings nicht, worum es sich speziell handelte. Auch erwähnt sie nicht, ob Paulus das Gelübde vor oder nach seiner Bekehrung abgelegt hatte beziehungsweise ob das Gelübde gerade erst begonnen hatte oder ob es endete. Auf jeden Fall war an diesem Gelübde nichts Verwerfliches.
Lehren für uns:
12:5-11. Wir können und sollten für unsere Brüder beten.
12:21-23; 14:14-18. Herodes war allzu gern bereit, Ehre anzunehmen, die nur Gott gebührt. Wie ganz anders doch Paulus und Barnabas reagierten: Sofort und unmissverständlich wiesen sie Ehre zurück, die ihnen nicht zustand. Ganz gleich, was wir im Dienst für Jehova erreichen, wir sollten nicht auf Ehre aus sein.
14:5-7. Vorsicht walten zu lassen hilft uns womöglich, weiter predigen zu können (Mat. 10:23).
14:22. Christen rechnen damit, verfolgt zu werden. Sie versuchen nicht, sich der Verfolgung zu entziehen, indem sie Abstriche an ihrem Glauben machen (2. Tim. 3:12).
16:1, 2. Junge Christen sollten sich in der Versammlung einbringen und sich von Jehova helfen lassen, einen guten Ruf aufzubauen.
16:3. Wir sollten alles tun, was im Rahmen der biblischen Grundsätze möglich ist, damit andere die gute Botschaft annehmen (1. Kor. 9:19-23).
20:20, 21. Der Haus-zu-Haus-Dienst ist das Rückgrat unseres Predigtdienstes.
20:24; 21:13. Gott gegenüber die Lauterkeit zu bewahren ist wichtiger, als unser Leben zu bewahren.
21:21-26. Guten Rat sollten wir wirklich gern annehmen.
25:8-12. Christen heute können und sollten zur „Verteidigung und gesetzlichen Befestigung der guten Botschaft“ rechtlichen Beistand in Anspruch nehmen (Phil. 1:7).
26:24, 25. Wir sollten „Worte der Wahrheit und eines gesunden Sinnes“ reden, auch wenn sie für einen „physischen Menschen“ absurd klingen (1. Kor. 2:14).
Weiteren ergänzenden Stoff zum Thema “Apostlgeschichte” finden wir in dem Buch “Legt gründlich Zeugnis ab für Gottes Königreich”, das wir auf der Seite der Gesellschaft als mp3-Datei und auch als PDF-Datei herunterladen können.
Auf Wunsch können Sie dieses schöne informative und glaubensstärkende Buch auch bei jedem Zeugen Jehovas bekommen, der bei Ihnen an der Tür klingelt