Zweites Buch der Psalmen

Psalm 42 – 72
Buchrolle

thematische Verlinkung der Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 2. Juni 2009 100 Kommentare Trackback URI Comments RSS

100 Kommentare zu “Zweites Buch der Psalmen”

  1. Thomasam 24. April 2009 um 07:12 Link zum Kommentar

    Psalm 42

    Das Gefühl von Gott verlassen zu sein, weil die Sorgen viel viel zu groß geworden sind? Die Söhne Korahs, die den Psalm 42 geschrieben haben, war dieses Gefühl bekannt. Aber abschließend schrieben sie:

    Was beugst du dich nieder, meine Seele, und was bist du unruhig in mir? Harre auf Gott! denn ich werde ihn noch preisen, der das Heil meines Angesichts und mein Gott ist.

    Der Wachtturm fasste es 1979 wie folgt zusammen:

    Schätzt du das Zusammensein mit Gottes Dienern?
    WIE wäre dir zumute, wenn du daran gehindert wärst, mit deinen geistigen Brüdern zusammen zu sein? Würdest du dich danach sehnen, mit ihnen gemeinsam Gott anzubeten?
    In Psalm 42 wird die Situation beschrieben, in der sich ein Levit befand, der zu den Nachkommen Korahs gehörte und im Exil lebte. Seine inspirierten Worte können uns eine große Hilfe sein, die Gemeinschaft mit Glaubensbrüdern auch weiterhin sehr zu schätzen und unter ungünstigen Verhältnissen auszuharren.
    Der Psalmist erklärt: „Wie die Hindin, die nach Wasserbächen verlangt, so verlangt meine eigene Seele nach dir, o Gott. In der Tat, meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich kommen und vor Gott erscheinen?“ (Ps. 42:1, 2). Eine Hindin oder Hirschkuh kann nicht lange ohne Wasser leben. Dieses Tier wird die lebenerhaltende Flüssigkeit suchen und davon trinken, selbst wenn es sich dadurch einem möglichen Angriff von Raubtieren aussetzt. So, wie die Hindin nach Wasser verlangt, weil sie es unbedingt braucht, verlangt der Psalmist nach Jehova.
    In einem trockenen Land, wo die Vegetation in der Trockenzeit schnell verdorrt, ist Wasser sehr kostbar und nicht leicht erhältlich. Darum spricht der Psalmist davon, daß er nach dem Allmächtigen ‘dürste’. Weil ihm das Vorrecht versagt bleibt, zum Heiligtum zu gehen, fragt er, wann er wieder „vor Gott erscheinen“ könne.
    Wenn man sich in einer Zeit der Verfolgung in Haft befindet und so daran gehindert ist, mit seinen Glaubensbrüdern zusammen zu sein, kann einen das sehr niederdrücken. Vers 3 des 42. Psalms läßt erkennen, daß das Leben im Exil bei dem Leviten Gefühlsregungen auslöst. Wir lesen: „Meine Tränen sind mir zur Speise geworden Tag und Nacht, während sie den ganzen Tag zu mir sagen: ,Wo ist dein Gott?‘ “ Die ungünstige Lage, in der sich der Psalmist befindet, läßt ihn so bekümmert werden, daß er den Appetit verliert. So werden ihm seine Tränen zur Speise. Tag und Nacht laufen ihm die Tränen über die Wangen und den Mund. Spötter sagen: „Wo ist dein Gott?“ Anders ausgedrückt, fragen sie: „Warum hilft dir der Gott nicht, auf den du vertraust?“ Durch diesen Spott wird die Betrübnis des Psalmisten nur noch größer.
    Wie sucht er sich zu ermutigen, damit ihn der Kummer nicht überwältigt? Er fährt fort: „Dieser Dinge will ich gedenken, und ich will meine Seele ausschütten in mir. Denn ich pflegte einherzugehen mit der dichten Menge, ich pflegte langsam vor ihnen her zu wandeln zum Hause Gottes mit der Stimme des Jubelrufs und der Danksagung einer ein Fest feiernden Menge. Warum bist du in Verzweiflung, o meine Seele, und warum bist du ungestüm in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihn noch lobpreisen als die großartige Rettung meiner Person. O mein Gott, in mir ist meine eigene Seele in Verzweiflung. Darum gedenke ich deiner vom Lande des Jordan und von den Gipfeln des Hermon her, vom kleinen Berge“ (Ps. 42:4-6).
    Man beachte, daß der Psalmist über die Vergangenheit nachdenkt, über die Zeit, als er sich noch nicht im Exil befand. Von tiefen Gefühlen bewegt, schüttet er seine Seele, das heißt sich selbst, aus und erwähnt, was ihm einst Freude bereitete. Dieser Levit erinnert sich daran, wie es war, als er in seiner Heimat in Gemeinschaft mit anderen Israeliten zum Heiligtum Jehovas zog, um ein Fest zu feiern. Welche Freude und welche Dankbarkeit verspürte er doch damals!
    Anfänglich können diese Erinnerungen den Psalmisten nicht trösten; sie vergrößern vielmehr seinen Schmerz, da ihm bewußt wird, was ihm alles fehlt. Er fragt sich, warum er innerlich so aufgewühlt, so niedergeschlagen ist. Doch als er über die Vergangenheit nachdenkt, kommt ihm sein Gott in den Sinn. Das gibt ihm Trost. Auf diese Weise ermuntert er sich selbst dazu, geduldig auf das Eingreifen Jehovas zu warten. Der Psalmist läßt sich durch ungünstige Verhältnisse nicht in seiner Überzeugung beirren, daß Jehova ihm schließlich zu Hilfe kommen wird und es ihm dadurch möglich sein wird, ihn, den Höchsten, wegen der großartigen Rettung oder Befreiung zu lobpreisen, die er bewirken wird. Obwohl er vom Heiligtum weit entfernt ist — offenbar befindet er sich in der Nähe der Gipfel des Berges Hermon —, erinnert er sich an Jehova.
    Wenn du wegen ungünstiger Verhältnisse irgendwann einmal entmutigt sein solltest, handle so wie der Psalmist. Denke daran, daß Jehova seine Diener nicht im Stich lassen wird. Er wird dir helfen. Dennoch magst du die unerwünschten Folgen deiner Prüfung deutlich verspüren. Dies bedeutet nicht, daß du den Glauben verloren hast. Obwohl der Psalmist überzeugt war, daß Jehova zu seiner Rettung kommen werde, hatte er immer noch Kummer. Ja, in seinem Exil erinnerte ihn sogar die Umgebung — obwohl an sich schön — an seine mißliche Lage. Wir lesen: „Wassertiefe ruft der Wassertiefe zu beim Rauschen deiner (Wasser)güsse. Alle deine Brandungen und deine Wogen — über mich sind sie hingegangen“ (Ps. 42:7).
    Diese Worte beschreiben wahrscheinlich, was geschieht, wenn der Schnee des Berges Hermon schmilzt. Gewaltige Wasserfälle entstehen, ergießen sich in den Jordan und lassen ihn anschwellen. Eine Welle scheint zur anderen zu sprechen. Dieses eindrucksvolle Schauspiel der Naturkräfte erinnert den Psalmisten daran, daß er vom Kummer so überwältigt ist, als ob ihn Wassermassen umgäben.
    Als nächstes bringt er wieder sein Vertrauen auf den Höchsten zum Ausdruck, wenn er sagt: „Bei Tag wird Jehova seine liebende Güte entbieten, und bei Nacht wird sein Lied mit mir sein; da wird Gebet sein zu dem Gott meines Lebens“ (Ps. 42:8). Der korahitische Levit bezweifelt nicht, daß Jehova seine liebende Güte oder sein aktives mitfühlendes Interesse ihm gegenüber bekunden und ihm dadurch Erleichterung verschaffen wird. Dies würde ihn in die Lage versetzen, Jehova durch Gesang zu lobpreisen und ein Dankgebet an ihn zu richten.
    Dennoch kann der Psalmist nicht umhin, über seine derzeitige bedrängte Lage nachzudenken. Er sagt weiter: „Ich will zu Gott, meiner Felsenkluft [meinem Fels, Luther] sagen: ,Warum hast du mich vergessen? Warum gehe ich traurig einher wegen der Bedrückung des Feindes?‘ Mit Mord gegen meine Gebeine haben mich geschmäht, die mich befeinden, während sie den ganzen Tag zu mir sagen: ,Wo ist dein Gott?‘ Warum bist du in Verzweiflung, o meine Seele, und warum bist du ungestüm in mir?“
    Obwohl der Psalmist Jehova als einen mächtigen Felsen ansieht, wo jemand Sicherheit finden kann, wenn er vom Feind verfolgt wird, fragt er sich, warum er anscheinend verlassen worden ist. Ja, der Höchste läßt zu, daß er traurig und niedergeschlagen bleibt, während der Feind triumphiert. Der Psalmist spricht davon, daß man ihn auf hassenswerte Weise schmähe. Der Spott ist so gemein, daß man ihn mit ‘Mord gegen seine Gebeine’, das heißt gegen seinen ganzen Körper, vergleichen kann. Deshalb wiederholt der Psalmist seine Frage, warum er in solchen Schwierigkeiten sei. Doch wird er in seinem Glauben nicht wankend, denn er faßt den Entschluß: „Harre auf Gott, denn ich werde ihn noch lobpreisen als die großartige Rettung meiner Person und als meinen Gott.“
    Ungeachtet, was uns zustoßen mag, laßt uns — wie der Psalmist — weiterhin bei Jehova Gott Hilfe suchen. Laßt uns ebenfalls die geistige Gemeinschaft mit anderen sehr schätzen, deren wir uns heute erfreuen dürfen.

    Perönliches:
    Kann mich noch sehr gut an die Jahre in der DDR erinnern, keine Kongresse, nur kleine Gruppen … und dann kam die „Wende“ und am 10.11. hab ich aufgeregt einen Königreichssaal gesucht. Am nächsten Wochenende hab ich dann endlich einen richtigen Vortrag in Charlottenburg gehört ,,, und die Hochstraße war überfüllt, weil so viele Brüder unbedingt einen Kongreß besuchen wollten. Und heute? Bei Kongressen ist kaum noch 100% anwesend, weil … man hat sich halt daran gewöhnt, und schätzt das Vorrecht nicht mehr! Schade, wirklich schade.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Psalm 42
    Der Gottesfürchtige war früher mit der Schar zum Hause Gottes hinaufgezogen, aber das alles ist vorbei. Er ist vertrieben, und Sein Schreien kommt vom Jordan, aus dem Lande des Hermon und vom Berge Mizhar. Alle Wogen Gottes sind über ihn hingegangen. Es ist für ihn schrecklich, einen Feind im Besitz des Heiligtums zu sehen, erfahren zu müssen, dass der, welcher Jehova treu war, hinausgeworfen ist, und dass der Name Jehovas geschmäht wird. Die Heiden waren, wie Joel uns mitteilt, mit Macht hereingebrochen und verhöhnten diejenigen, die auf die Treue Jehovas gebaut hatten, mit dem Rufe: „Wo ist ihr Gott?“ (Joel 2, 17). Das war natürlich eine schreckliche Prüfung (so war es auch mit Christo am Fahl, und zwar mit Ihm in noch höherem Maße, denn Er erklärte, dass Er verlassen sei), durch die auf die Probe gestellt wurde, was Gott durch den Glauben für sie war. Diesen Glauben nun bringt der Psalm zum Ausdruck. Die Seele des Frommen lechzt nach Gott; sie dürstet nicht nur nach Seinen Segnungen: die waren verloren.
    Doch die Kostbarkeit dessen, was Er Selbst ist, steht um so lebendiger vor der Seele. Der größte Schmerz ist der Ruf: „Wo ist dein Gott?“ Aber wenn sich auch der Gläubige nicht in Jerusalem befindet, so ist doch Gott sein Vertrauen. Der Gläubige sagt: „Ich werde ihn noch preisen für das Heil seines Angesichts.“ Das Herz kann sich auf Ihn berufen (V. 9) und unter dem Druck des beständigen Hohnes auf Gott Selbst hoffen, und Er wird das Heil des Angesichts dessen sein, der auf Ihn vertraut. Man beachte, dass es in Vers 5 das Heil des Angesichts Gottes ist, während in Vers 11 Gott das Heil des Angesichts dessen wird, der auf Ihn vertraut. Es ist sehr köstlich zu sehen, wie infolge der Entbehrung aller Segnungen und infolge der damit verbundenen Übung des Glaubens Gott Selbst für die Seele alles wird und diese sich gänzlich auf Gott geworfen sieht.

  2. Juleam 24. April 2009 um 10:01 Link zum Kommentar

    Psalm 42

    Psalm 42:2-4a,5-6,8-9,11

    In der Tat, meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich kommen und vor Gott erscheinen? 3 Meine Tränen sind mir zur Speise geworden Tag und Nacht, Während [sie] den ganzen Tag zu mir sagen: „Wo ist dein Gott?“ 4 Dieser Dinge will ich gedenken, und ich will meine Seele ausschütten in mir. Denn ich ging stets einher mit der dichten Menge, Ich pflegte langsam vor ihnen her zu wandeln zum Haus Gottes Mit der Stimme des Jubelrufs und der Danksagung Einer ein Fest feiernden Menge. 5 Warum bist du in Verzweiflung, o meine Seele, Und warum bist du ungestüm in mir? Harre auf Gott, Denn ich werde ihn noch lobpreisen als die großartige Rettung meiner Person. 6 O mein Gott, in mir ist meine eigene Seele in Verzweiflung. Darum gedenke ich deiner Vom Land des Jordan und von den Gipfeln des Hermon her, Vom kleinen Berg.

    Bei Tag wird Jehova seine liebende Güte entbieten, Und bei Nacht wird sein Lied mit mir sein; Da wird Gebet sein zu dem Gott meines Lebens. 9 Ich will zu Gott, meiner Felsenkluft, sagen: „Warum hast du mich vergessen? Warum gehe ich traurig einher wegen der Bedrückung des Feindes?“

    Warum bist du in Verzweiflung, o meine Seele, Und warum bist du ungestüm in mir? Harre auf Gott, Denn ich werde ihn noch lobpreisen als die großartige Rettung meiner Person und als meinen Gott.

    Wie tröstlich, diese Worte in der Bibel zu lesen – von einem Freund Gottes, der dem Herzen Jehovas sehr angenehm war. Es tröstet so sehr, zu lesen, dass Jehova uns unsere Gefühle nicht übel nimmt, dass er Verständnis dafür hat, wenn wir oftmals wirklich verzweifelt nach ihm rufen.

    Die Bibel sagt ja von sich, dass sie Gottes Wort und zu unserer Unterweisung aufgeschrieben ist und dass Jehova die Worte der Bibel dann als ein Gebet annimmt, wenn wir nicht mehr wissen, was wir beten sollen, weil uns die Worte fehlen.

    Das bedeutet also, dass es völlig legitim ist, in einer Situation wie der unseren die verzweifeten Worte Davids für uns sprechen zu lassen.

    Wie beruhigend!

    Auch, weil wir ja wissen, wie die Geschichte mit David und Saul ausgegangen ist, wie Jehova dann zu seiner Zeit eingeschritten ist und David aus den Fängen seiner Feinde befreit hat.

    Wir wissen aber auch, dass dies allles sich innerhalb mehrerer Jahre abspielte, dass David sehr lange auf seine Rettung harren musste.

    Trotzdem hat er niemals seinen Glauben an Jehova verloren und sich bis zum Schluß ein enges inniges Verhätnis zu seinem Schöpfer bewahrt.

    Was für ein hervorragendes Beispiel für uns heute!

  3. Thomasam 25. April 2009 um 07:01 Link zum Kommentar

    Pslam 43

    Wer sich verstoßen fühlt, was kann dieser tun?

    Ein weltliches Sprichwort lautet „ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“. So leben viele, die sich innerhalb der Kirche befinden in offenen Beziehungen, betügen ihren Ehepartner, haben uneheliche Kinder und ständig welchselne Lebensabschnittspartner.
    Doch was sagt uns der heutige Lesetext? Der Schreiber fühlte sich von Gott verlassen – und trotzdem suchte er den Rat bei ihm, ja er bat eindringlich, wieder zurück in das Haus des wahren Gottes kommen zu können. Obwohl er das Gefühl hatte, Gott hätte ihn verlassen, so hatte der Schreiber Gott nicht verlassen!
    Es kommt also nicht darauf an, wie es nach außen aussieht, sondern was man im Herzen mit dem Allmächtigen bespricht – was für Wesenszüge man in sich trägt, und inwieweit man bereit ist, an sich – und nicht an anderen oder den Umständen – zu ändern.

    Schaffe mir Recht, o Gott, und führe meinen Rechtsstreit wider eine lieblose Nation! Von dem Manne des Trugs und des Unrechts errette mich!
    Denn du bist der Gott meiner Stärke. Warum hast du mich verworfen? Warum gehe ich trauernd einher wegen der Bedrückung des Feindes?
    Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berge und zu deinen Wohnungen.
    So werde ich kommen zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Jubelfreude ist, und werde dich preisen mit der Laute, Gott, mein Gott!
    Was beugst du dich nieder, meine Seele, und was bist du unruhig in mir? Harre auf Gott! Denn ich werde ihn noch preisen, der das Heil meines Angesichts und mein Gott ist.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Psalm 43 ist eine Ergänzung des vorhergehenden, nur mit dem Unterschiede, dass hier die lieblose Nation, die Juden, und der Mann des Trugs und des Unrechts, der Böse, vor unseren Blicken stehen, obwohl auch der heidnische Bedrücker da ist (V. 2).
    Wir wissen, dass in jenen Tagen beide da sein werden.

  4. Thomasam 25. April 2009 um 07:13 Link zum Kommentar

    Psalm 44

    Was hat der erhabene Schöpfer für sein Volk nicht alles getan?

    In diesem Psalm geht der Schreiber auf die Urzeiten des Volkes zurück, zeigt welche Wunderwerke für das Volk getan wurden, und auch, wie undankbar diese Menschen sind. Nun hat Gott sie wieder verworfen, hat seinen Segen entzogen. Nun ist der Ruf nach ihm wieder groß! Wird er hören? Der Pslamenschreiber gehört wohl zu den wenigen , die sich nach Gottes Maßstäben ausrichtet, und muss trotzdem unter den Fehlern seiner Mitmenschen leiden. Er harrte aber darauf, dass der Allmächtige wieder einmal für sein Volk aufstehen würde.

    Da die Zeiten heute ähnlich schlecht sind, und die Last unter denen die Freunde Gottes zu leiden haben immer größer werden, ist es eine Herausforderung auch heute nicht selbst tätig zu werden, sondern auf die rettende Hand Gottes zu warten. Noch einmal wird er eingreifen, und so die in diesem Psalm aufgeführten Handlungen für sein Volk auf einen Höhepunkt führen.

    Wir sehen also gut in diesem Psalm, dass es nicht nur wichtig ist, zu sagen, ich glaub an Gott, sóndern seine eigenen Gedanken und Gefühle nicht auf das Schlechte das man erlebt zu konzentrieren. Nein, unsere Gedanken und Gefühle können wir auf die Wunderwerke Gottes richten und so in der Hoffnung bleiben dass greifbar nahe die Rettung ist.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Psalm 44 entwirft ein vollständiges und lebendiges Bild von dem Zustand der Nationen, wie dieser sich in dem Bewusstsein des Gläubigen darstellt. Mit ihren Ohren haben sie gehört; der Glaube ruht in dem Gedanken an all die herrlichen Rettungen, die Gott vor alters gewirkt hatte, und erinnert sich, wie Er durch Seine Macht, nicht durch die ihrige, Sein Volk in den Besitz des Landes gebracht hatte (V. 1 – 8).
    In den Versen 9 – 22 wird ihr jetziger Zustand geschildert. Sie sind verworfen und zerstreut. Der Feind und der Rachgierige befinden sich unter ihnen; sie sind unter die Heiden zerstreut, von Gott um ein Geringes verkauft.
    Dennoch haben sie sich in keiner Weise von ihrer Lauterkeit abgewandt; im Gegenteil, um Seinetwillen werden sie getötet den ganzen Tag und sind wie Schlachtschafe geachtet.
    In den Versen 23 – 26 rufen sie zu Gott, dass Er erwachen und sie erlösen möge um Seiner Güte willen. Warum sollte Er sie für immer vergessen?

  5. Thomasam 25. April 2009 um 07:20 Link zum Kommentar

    Psalm 45

    Wie sollte deiner Meinung nach ein Herrscher sein? Welche Eigenschaften würden dir an einem Regierenden gefallen? Welche Eigenschaften mögen dem Allmächtigen an einem Herrscher gefallen?

    In diesem Psalm werden die Eigenschaften und Wesenszüge eines Gesalbten Königs beschrieben. In vollkommenem Maße hat Jesus Christus als Messias von Jehova eingesetzt, diese Vorraussetzungen erfüllt. Aber wenn wir zurückblicken, so haben auch David und andere gute Könige sich diesem Muster angepasst. Können auch wir einen Teil der Wesenszüge zu den unseren machen? Mögen auch wir Bosheit HASSEN und Gerechtigkeit LIEBEN! Und lernen wir es, uns den Maßstäben des Allmächtigen und seines Königs unterzuordnen, oder ordnen wir uns lieber den „Maßstäben“ der uns umgebenen schlechten Menschen unter?

    Der Wachtturm schrieb in der Ausgabe vom 15.April 1979

    Jesus Christus — der siegreiche König, mit dem die Nationen rechnen müssen
    BEVOR Jerusalem im Jahre 70 u. Z. von den Römern zerstört wurde, sollte den Christen in jener Stadt anhand der inspirierten Hebräischen Schriften bewiesen werden, daß Jesus Christus, der Sohn Gottes, über die Engel im Himmel erhöht worden war. Als der Apostel Paulus daher jenen Christen des ersten Jahrhunderts schrieb, lenkte er ihre Aufmerksamkeit auf die folgenden prophetischen Worte, die auf den verherrlichten Jesus Christus zutrafen: „Gott ist dein Thron für immer, und das Zepter deines Königreiches ist das Zepter der Geradheit. Du hast Gerechtigkeit geliebt, und du hast Gesetzlosigkeit gehaßt. Darum hat dich Gott, dein Gott, mit dem Öl des Frohlockens gesalbt, mehr als deine Mitgenossen“ .

    Das Königreich eines Herrschers, der Gerechtigkeit liebt und Gesetzlosigkeit haßt, wäre bestimmt für uns alle auf Erden sehr nützlich. Deshalb ist sein Zepter auch ein „Zepter der Geradheit“. Kein Wunder, daß Gott sein „Thron“ ist, denn Gott ist der einzige Quell seines Königreiches, und er unterstützt sein Königtum. Die Nationen dieser Welt können sein Königreich ebensowenig stürzen, wie sie Gott als Souverän des Universums und „König der Nationen“ stürzen können. Mit diesem inthronisierten Sohn müssen nun alle Nationen rechnen.
    Die Worte, die der Schreiber des Briefes an die christianisierten Hebräer auf den verherrlichten Sohn Gottes anwandte, zitierte er aus dem Bibelbuch der Psalmen, und zwar aus Psalm 45:6, 7. Das beweist, daß der ganze Psalm prophetisch ist. Wenn wir uns damit befassen, werden wir Näheres darüber erfahren, was Gottes gesalbter König zur Verherrlichung Gottes und zum ewigen Wohl des Menschen tun wird.
    Dieser Psalm stammt von Leviten, die offiziell in Gottes Tempel in Jerusalem dienten. Der ganze Psalm strahlt Begeisterung aus, nämlich Begeisterung über das Kommen einer guten Regierung, die in den Händen eines unbestechlichen, gerechten Herrschers liegen wird. Es ist eine herzergreifende Angelegenheit, denn der Psalmist sprudelte die Worte hervor: „Es wallt mein Herz von einer guten Sache. Ich sage: ,Meine Werke betreffen einen König.‘ Meine Zunge sei der Griffel eines geschickten Abschreibers“ (Ps. 45:1 und Überschrift).

    Die ‘gute Sache’ die das Herz des inspirierten Psalmisten bewegte, war das, was Jesus Christus als „die gute Botschaft vom Königreich“ bezeichnete. Die Königreichsbotschaft ist etwas so Gutes, daß sie es verdient, ‘auf der ganzen bewohnten Erde allen Nationen zu einem Zeugnis gepredigt zu werden’, da das Ende dieser Nationen bevorsteht. Ist unser Herz auch von all dem Guten bewegt, was Gottes Königreich durch Christus mit sich bringen wird?

    Stimmen wir in die Worte des Psalmisten ein, und sagen wir zu allen, die uns hören können: „Meine Werke betreffen einen König.“? Wir haben keinen Grund, uns dieses Königs zu schämen, denn er ist Gottes Gesalbter. Unsere wichtigsten „Werke“ sollten daher darin bestehen, über diesen königlichen Messias zu reden, zu lehren und zu predigen. Wir sind hauptsächlich für die Interessen seines Königreiches tätig, nicht für die eines der weltlichen Königreiche, denen jetzt ein verheerendes Ende bevorsteht. Wir fühlen uns bewogen, unsere Zunge zu gebrauchen, um Gottes Königreich und seinen gesalbten König anzukündigen. Was unsere Zunge ausspricht, fließt von unseren Lippen, als würde ein Schriftgelehrter, der geübt ist, handschriftliche Abschriften der Heiligen Schrift anzufertigen, mit seinem Stift oder Griffel schreiben. Auch wir möchten das, was unsere Zunge ausspricht, niederschreiben, damit andere es lesen und sich daran erfreuen können. Wir sind sogar noch besser daran, weil wir es heutzutage mit schnellen Druckmaschinen in Millionen von Exemplaren und in vielen Sprachen für die Weltöffentlichkeit drucken können.

    Sagt uns der von Gott gesalbte König zu? Das müßte eigentlich der Fall sein, wenn uns die Beschreibung des Psalmisten gefällt. Dieser inspirierte Schreiber redet ihn an und vergleicht ihn mit den früheren Königen der königlichen Linie Davids, indem er sagt: „Du bist in der Tat schöner als die Menschensöhne. Anmut ist über deine Lippen ausgegossen. Darum hat Gott dich gesegnet auf unabsehbare Zeit“ (Ps. 45:2).
    Jesus Christus war ein vollkommener Mensch; er war genauso vollkommen wie der erste Mensch im Garten Eden, Adam. Bilder, die die Künstler der Christenheit von ihm gemalt haben, verfehlen die Wirklichkeit bestimmt bei weitem. Die Beschreibung des Psalmisten unterscheidet sich völlig von der aus Jesaja, Kapitel 53, in der Christus als der leidende Knecht Gottes dargestellt wird. Aber wenn wir ihn im Lichte dessen sehen, was er wirklich ist und tut, nimmt er eine Schönheit an, die nicht von den Gesichtszügen abhängt und die die Schönheit anderer Männer, auch die Adams, bei weitem übertrifft.
    Die Lippen des Königs waren wohlgeformt. Aber das, was über seine Lippen kam, erhöhte ihre Anmut noch, und diese Anmut war von Gott. Übelgesinnte Feinde klagten ihn an, mit seinen Lippen Gott zu lästern. Doch sogar Polizeibeamte, die ausgesandt worden waren, ihn zu verhaften und vor Gericht zu bringen, sahen sich gezwungen, Kritikern zu sagen: „Nie hat ein anderer Mensch auf diese Weise geredet“. Die Botschaft von Gottes Königreich, von der er sprach, verlieh seinen Lippen Anmut. Wir, die wir ihn als unseren Lehrer anerkennen, sind von dem, was er sagt, angetan. Als seine Jünger fügen wir unseren Lippen Anmut hinzu, indem wir das wiederholen, was er sagte.
    Dieser schöne und anmutige König wird von Gott auf unabsehbare Zeit gesegnet, denn er hat das ausgesprochen, was Gott ihn gelehrt hatte. Er predigte und lehrte Gottes Wahrheit über die theokratische Regierung, durch die alle Menschen gesegnet werden sollen. Als Jesus Christus vor Gericht stand und ihn der römische Statthalter Pontius Pilatus fragte, ob er ein König sei, antwortete er furchtlos: „Du selbst sagst, daß ich ein König bin. Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme“ (Joh. 18:37). Dafür, daß er die Wahrheit über das Königreich getreulich verkündigte, segnete ihn Gott mit einer Auferstehung von den Toten. Darüber hinaus gab Gott ihm ein himmlisches Königtum, und zwar nicht nur über die israelitischen Untertanen König Davids, sondern über die ganze Menschheit. Daß Gottes ewiger Segen auf ihm ruht, bedeutet für uns alle Gutes.

    Als Jesus Christus als vollkommener Mensch auf der Erde lebte, hatte er Feinde. Es ist daher nicht verwunderlich, daß er nach seiner Einsetzung als König im Himmel, nachdem im Jahre 1914 die „bestimmten Zeiten der Nationen“ zu Ende waren, immer noch Feinde auf der Erde hat. Einige Stunden vor seinem Märtyrertod sagte er zu seinen Jüngern: „Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte“. Die Welt hat sich inzwischen nicht geändert. Sie liebt Jesus Christus nicht. Nicht einmal die Christenheit liebt ihn. Die Tatsache, daß sie wahre Jünger Christi verfolgt, beweist dies. Die weltlichen Nationen würden den inthronisierten Jesus Christus gern davon abhalten, über die Menschheit zu regieren. Sie möchten, daß sich seine Herrschaft auf den Himmel beschränken würde und sie ihre eigene Herrschaft auf der Erde für immer behalten könnten. Wahrheit, Demut und Gerechtigkeit sind also mit im Spiel. Da die Nationen seit dem Ende der Heidenzeiten im Jahre 1914 eine solch unnachgiebige Haltung gezeigt haben, werden sie sich mit Jesus Christus in einem gewaltigen Krieg auseinandersetzen müssen.

    Was der neuinthronisierte messianische König zu erwarten hatte, sah der Psalmist unter Inspiration voraus. Daher schrieb er weiter wie mit dem „Griffel eines geschickten Abschreibers“: „Gürte dein Schwert an deine Hüfte, o Mächtiger, mit deiner Würde und deiner Pracht. Und in deiner Pracht zieh hin zum Erfolg; fahre einher in der Sache der Wahrheit und Demut und Gerechtigkeit, und deine Rechte wird dich in furchteinflößenden Dingen unterweisen. Deine Pfeile sind scharf — Völker fallen fortwährend unter dir — im Herzen der Feinde des Königs“ (Ps. 45:3-5).

    Wo stehe ich wirklich? Auf welcher Seite will ich stehen? Und was sagen meine Taten? Wird ein gerechter König mich als gerecht bezeichnen? oder doch eher als ein mit bosheit beladenen Menschen?
    Worüber rede ich? Was für Freunde habe ich? Nur wer in den Augen Gottes und seines Königs ein gutes Zeugnis erhält, kann hoffen auch von ihm gesegnet zu werden.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Psalm 45 führt den Messias ein, und damit ändert sich alles, wie wir sehen werden.
    Der Messias ist da, um Gericht auszuüben und von dem Thron Besitz zu nehmen. Er hatte bereits bewiesen, dass Er Gerechtigkeit liebte und Gesetzlosigkeit hasste, mit anderen Worten, dass Er zum Herrscher passend war. Er wird als Gott begrüßt; doch werden Seine Jünger Seine Genossen genannt.

  6. Juleam 25. April 2009 um 09:33 Link zum Kommentar

    Psalm 43 – 45

    Psalm 43:5

    Warum bist du in Verzweiflung, o meine Seele,
    Und warum bist du ungestüm in mir?
    Harre auf Gott,
    Denn ich werde ihn noch lobpreisen als die großartige Rettung meiner Person und als meinen Gott.

    Psalm 42 und 43 sind ein Lied, das zusammen gehört. Auffällig hierbei ist, dass der obige Text in den beiden Psalmen drei Mal vorkommt und es eigentlich in dem ganzen Lied darum geht, dass der Levit verzweifelt über seine scheinbar aussichtslose Lage ist. Es macht ihn traurig, dass er so unglücklich ist. Ja, er fragt seinen Gott, wo er ist und warum er nichts tut – aber eigentlich ist er eher darüber besorgt, dass er trotz seines Glaubens und trotz seines guten Verhältnisses zu Jehova so verzweifelt ist.

    Also eine rein menschliche Regung, die nichts damit zu tun hat, ob man psychisch krank ist, oder gar seinen Glauben an Jehova verloren hat.

    Mein Liebster hatte mir ja ein Ziel für die diesjährige Bibellesung vorgeschlagen: ich sollte auf die Gedanken und die Gefühle der Personen achten – damit ich sehe, dass ich völlig normal bin und völlig normal denke, fühle und reagiere.

    Recht hat er! Danke mein Schatz für diese Anregung!

    Psalm 44:7,8

    Denn du rettetest uns von unseren Widersachern.
    Und die uns aufs tiefste haßten, machtest du zuschanden.

    8 In Gott wollen wir Lobpreis darbringen den ganzen Tag,
    Und auf unabsehbare Zeit werden wir deinen Namen preisen.

    Eigentlich geht es ja in diesem Psalm darum, wie Jehova in der Vergangenheit der Nation Israel geholfen hat. Aber gehen wir ruhig einen Schritt weiter und sinnen doch darüber nach, wie Jehova bereits uns geholfen hat.

    Wenn wir wirklich ernsthaft und gebetsvoll darüber nachdenken, wird uns sicherlich jede Menge einfallen. Füllen wir doch einmal die Seiten unseres ganz persönlichen Buches „Erfahrungen mit Jehova“ und das im buchstäblichen Sinne. Schreiben wir doch mal alles auf!

    Wozu das Ganze?

    Es wird uns Mut und Kraft geben und unser Vertrauen in Jehova stärken und das in zweierlei Hinsicht. Wenn wir uns an all diese Begebenheiten erinnern, wird unser Herz voller Dankbarkeit und Liebe zu Jehova überfliessen und wir richten dabei unseren Sinn auf diese positiven Erfahrungen. Zeit, die wir nicht mit negativen Dingen verplempern können und zudem preisen wir unseren Gott damit.

    Auf der anderen Seite wird uns das Wissen um diese wundervollen Erfahrungen in einer bedrängten Situation (die mit Sicherheit immer mal wieder kommen mag) viel Kraft geben.

    Außerdem werden wir so sensibel für Erfahrungen, die wir mit Jehova gemacht haben. Mein Mann und ich haben bereits ein ganz dickes und wohlgefülltes Buch „Erfahrungen mit Jehova“ und wir sind bemüht, auch unsere Töchter dafür zu sensibilisieren, ihre eigenen Erfahrungen, die sie mit ihm gemacht haben, zu erkennen und sich immer wieder daran zu erinnern.

    In den folgenden Versen klagt der Verfasser wieder sein Leid und ruft Jehova an, doch zu seinem Beistand aufzustehen. Super Erfahrungen, die er da mit seinem Gott macht – oder?

    Ja, er macht gerade eine super Erfahrung mit seinem Gott, denn er ist noch mitten drin. Im Moment tut es saumäßig weh und ist nichts, was wir uns für uns selbst wünschen würden. Aber wenn Jehova die Situation dann zum Guten gewandt hat, dann hat der Schreiber dieses Psalms eine wunderbare Geschichte, die er seinem Buch hinzufügen kann.

    So ist das ja leider: um Erfahrungen mit unserem Gott machen zu können, müssen wir erst mal durch mancherlei Bedrängnis hindurch. Und zwar so aussichtslos, dass ganz klar ist, dass es Jehova war, der uns da befreit hat.

    Denken wir an die ganzen Lebensberichte unserer Brüder und Schwestern, die wir so in unseren Publikationen finden. Ich lese sie immer wieder gern, denn sie zeigen, dass Jehova immer wieder befreit, wenn wir nur auf ihn vertrauen. Da schreibt keiner von unseren lieben Brüdern, dass sein Leben ganz easy und leicht war, dass er so ganz gemütlich den „besten Lebensweg“ langgeschlendert ist. Nein, immer stand ihr Leben irgendwie auf der Kippe – aber immer hat Jehova sie irgendwie daraus befreit!

    Das gibt Mut.

    Haben wir persönlich den Mut, uns auf derartige Erfahrungen einzulassen? Oder gehen wir den Weg des geringsten Widerstandes und laufen vor der Prüfung davon oder suchen uns mit unlauteren Mitteln aus einer bedrängten Lage selbst zu befreien?

    Wenn wir nicht den Mut aufbringen, werden wir niemals wirkliche Erfahrungen mit Jehova machen!

    Dann werden wir vielleicht ein bequemeres Leben führen, als diejenigen, die sich darauf einlassen, sich vertrauensvoll in Jehovas Hand zu begeben – aber wir verpassen dann auch die wundervollste Erfahrung, die wir in unserem Leben machen können.

    Denn nur so kommen wir unserem Gott ganz nahe!

    Und diese Erfahrung wiegt alles andere auf. Das kann ich aus jahrelanger persönlicher Erfahrungen mit Jehova sagen.

    Um keinen Preis der Welt möchte ich diese Erfahrungen missen!

    Psalm 45:7

    Du hast Gerechtigkeit geliebt, und du haßt Bosheit.
    Darum hat dich Gott, dein Gott, mit dem Öl des Frohlockens gesalbt, mehr als deine Mitgenossen.

    Das ist unser Lebensmotto und daran werden wir auch weiterhin festhalten – komme, was da wolle…

  7. Thomasam 26. April 2009 um 07:01 Link zum Kommentar

    Psalm 46

    Gott ist uns Zuflucht und Stärke, eine Hilfe, reichlich gefunden in Drangsalen.
    Darum werden wir uns nicht fürchten, wenngleich gewandelt würde die Erde, und wenn die Berge wankten im Herzen des Meeres,
    Wenn seine Wasser tobten und schäumten, die Berge erbebten durch sein Ungestüm. (Sela.)

    Ein Strom – seine Bäche erfreuen die Stadt Gottes, das Heiligtum der Wohnungen des Höchsten.
    Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken; Gott wird ihr helfen beim Anbruch des Morgens.
    Es toben die Nationen, die Königreiche wanken; er läßt seine Stimme erschallen: die Erde zerschmilzt.
    Jehova der Heerscharen ist mit uns, eine hohe Feste ist uns der Gott Jakobs. (Sela.)

    Kommet, schauet die Großtaten Jehovas, der Verheerungen angerichtet hat auf der Erde!
    Der die Kriege beschwichtigt bis an das Ende der Erde, den Bogen zerbricht und den Speer zerschlägt, die Wagen mit Feuer verbrennt.
    Lasset ab und erkennet, daß ich Gott bin! Ich werde erhöht werden unter den Nationen, ich werde erhöht werden auf Erden.
    Jehova der Heerscharen ist mit uns, eine hohe Feste ist uns der Gott Jakobs. (Sela.)

    Hoffnung auf die mächtige Hand des Schöpfers – nicht nur Worte sondern von Herzen kommende Zuversicht. Wer meint, sich gegen den Allmächtigen stellen zu wollen? Jeder hat die Möglichkeit, durch seine Handlungen zu beweisen, auf welcher Seite er Stellung beziehen möchte. Es ist nicht eine einmalige Wahl, sondern jeweils ein Lebensweg.
    Deshalb die Frage – wofür hast du dich entschieden?

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Die Erde, die Berge und die Wasser mögen wanken oder toben und schäumen: Sein Volk braucht sich nicht zu fürchten, Gott ist bei ihm. Doch noch mehr: Er hat Seine Stadt auf der Erde, in welcher Er, der Höchste, wohnt, und Er hat Sein Heiligtum erfreut durch jenen Strom, der in allen diesen Schilderungen das Zeichen des Segens ist,…; ja, schon im Paradiese ist es so, ferner in manchen Bildern, bei dem Gläubigen und endlich bei der Versammlung, welche den Dürstenden zu dem Wasser des Lebens ruft. Überall begegnen wir demselben Bilde; und so wird auch dann die Stadt Gottes durch den Strom erfreut werden. Gott ist da: die sicherste und beste Antwort auf die höhnische Frage: „Wo ist dein Gott?“ Die Stadt wird nicht wanken, Gott wird ihr helfen beim Anbruch des Morgens.
    Vers 6 zeigt uns in bewunderungswürdiger Knappheit das große Ergebnis des Einschreitens Gottes. Alles ist zur Entscheidung gebracht. Dann werden die Gläubigen sagen: „Jehova der Heerscharen ist mit uns.“ Der Gott des ganzen Volkes ist die Zuflucht dieses schwachen Überrestes. In den Versen 8 und 9 fordern sie die Erde auf, die Großtaten Jehovas anzuschauen und zu sehen, was aus der ohnmächtigen Wut und aus allen Anstrengungen der Menschen geworden ist, denn Er wird erhöht werden unter den Nationen, Er wird erhöht werden auf Erden.
    Der Platz des Glaubens ist, still zu sein, auf Ihn zu harren und zu wissen, dass Er Gott ist; und der Überrest Jakobs wird mit Freude erkennen, dass Jehova der Heerscharen, der Gott Jakobs, mit ihnen ist.

  8. Thomasam 26. April 2009 um 07:11 Link zum Kommentar

    Pslam 47

    Klatscht in die Hände, ihr Völker alle! Jauchzet Gott mit fröhlichem Schall!
    Denn der HERR, der Höchste, ist zu fürchten, ein großer König über die ganze Erde.

    Gott ist aufgefahren mit Jauchzen, der HERR mit dem Schall der Posaune.
    Lobsinget, lobsinget Gott! Lobsinget, lobsinget unserm König!
    Denn Gott ist König der ganzen Erde; lobsinget andächtig!

    Logsingt – welche Lieder kannst du singen? Welche Melodien gehen dir durch den Kopf? Bei Gottes Volk der alten Zeit war es üblich seine Wertschätzung für Jehova Gott und seine Taten der Rettung durch Gesang zum Ausdruck zu bringen.
    Der Musikforscher Curt Sachs schreibt darüber: „Die Chöre und Orchester, die es im Tempel in Jerusalem gab, lassen auf ein hohes Niveau musikalischer Bildung und musikalischer Fähigkeiten und Kenntnisse schließen.“

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Psalm 47 setzt nur die Schilderung dieser Befreiung fort bis zu ihren herrlichen Ergebnissen für Israel, entsprechend der Herrlichkeit Gottes auf der Erde. Jehova ist jetzt ein großer König über die ganze Erde (vgl. Sach 14). Er unterwirft die Nationen dem Volke Israel und erwählt selbst dessen Erbteil.
    Die Verse 5-9 besingen dies triumphierend und verkünden die Vereinigung der Fürsten der Völker, die jetzt Gott anerkennen, mit dem Volke des Gottes Abrahams. Er ist in besonderer Weise der König Israels (des Überrestes); doch wenn Er das ist, dann ist Er der König der ganzen Erde. In diesen Versen wird Gott Selbst erhoben, aber Er ist der Gott Israels. Es ist die Verkündigung des irdischen Teiles der Herrlichkeit Gottes im Tausendjährigen Reich, indem Israel, in dem befreiten Überrest anerkannt, den Mittelpunkt von allem bildet.

  9. Thomasam 26. April 2009 um 07:14 Link zum Kommentar

    Psalm 48

    Wir haben gedacht, o Gott, an deine Güte
    Wie dein Name, Gott, also ist dein Lob bis an die Enden der Erde;
    mit Gerechtigkeit ist gefüllt deine Rechte.
    Denn dieser Gott ist unser Gott immer und ewiglich! Er wird uns leiten bis an den Tod.

    Die große Stadt des zweifachen Friedens wird hier als die Stadt unseres Gottes beschrieben. Wir sollten, wie der Psalmenschreiber, unser Auge nicht auf das vergängliche und traurige Jetzt richten, sondern auf unseren Gott! Wenn wir seiner Güte und seiner Gerechtigkeit gedenken, uns mit dieser beschäftigen und danach trachten ihm zu gefallen, wird es uns leichter fallen, schwere Zeiten zu durchleben.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Psalm 48 bildet den Schluss dieser Gruppe von Psalmen. Jehova ist völlig eingesetzt als Israels Gott in Zion, das jetzt die Freude der ganzen Erde ist, die Stadt des großen Königs, und in dessen Palästen Gott wohlbekannt ist als eine hohe Feste. Die Könige hatten sich versammelt; aber sie
    fanden dort eine Macht anderer Art, als sie gedacht hatten; sie erstaunten, wurden bestürzt und flohen ängstlich hinweg. Die Seemacht wurde durch den Ostwind zertrümmert, und die Hand Jehovas offenbarte sich auch da.

    Dieser Psalm weist in bewunderungswürdiger Weise auf den
    Anfang des 44. Psalmes hin; dort hatten die Heiligen in ihrer Bedrängnis gesagt: „Mit unseren Ohren haben wir gehört, unsere Väter haben uns erzählt die Großtaten, die du gewirkt hast in ihren Tagen“, und jetzt sagen sie: „Wie wir gehört hatten, also haben wir es gesehen in der Stadt
    Jehovas der Heerscharen, in der Stadt unseres Gottes.“ Auch heißt es nicht wie in Psalm 42: „Ich zog einher in der Schar und wallte mit ihnen zum Hause Gottes … aber jetzt rufe ich zu dir aus dem Lande des Jordan“, sondern in süßem Frieden, der durch nichts gestört werden kann, sagen sie: „Wir haben gedacht, o Gott, an deine Güte, im Innern deines Tempels.“

    Sie hatten auf den Namen Gottes vertraut, aber jetzt preisen sie Ihn entsprechend diesem Namen. Er war mit Macht für sie eingetreten, Sein Lob geht bis an die Enden der Erde (V. 11-14). Sie fordern den Berg Zion auf, sich zu freuen um dieser Gerichte willen und versichern frohlockend, dass dieser Gott ihr Gott ist immer und ewiglich; ihr Leben lang wird Er sie leiten und segnen. Es handelt sich um irdische Segnung, und der Tod, der letzte Feind, ist noch nicht hinweggetan.

  10. Juleam 26. April 2009 um 09:34 Link zum Kommentar

    Psalm 46 – 48

    Psalm 46:1,2,7,11

    Gott ist uns Zuflucht und Stärke,
    Eine Hilfe, die in Bedrängnissen leicht zu finden ist.

    2 Darum werden wir uns nicht fürchten, wenn auch die Erde eine Veränderung erfährt
    Und wenn auch die Berge ins Herz des weiten Meeres wanken,

    7 Jehova der Heerscharen ist mit uns;
    Der Gott Jakobs ist uns eine sichere Höhe. Sela.

    11 Jehova der Heerscharen ist mit uns;
    Der Gott Jakobs ist uns eine sichere Höhe. Sela

    eine wirklich tröstliche Zusicherung – ganz besonders, wenn wir schon fast den Mut verloren haben mögen.

  11. Thomasam 27. April 2009 um 07:01 Link zum Kommentar

    Psalm 49

    Ein Sprichwort sagt: „Das letzte Hemd hat keine Taschen“ – und im Prinzip könnte dieses Sprichwort aus Psalm 49 enfremdet sein. Der Psalmist schreibt ja, dass alle Menschen den selben Weg gehen und es keinem gelingt irgendetwas mitzunehmen – außer man hat sich bei Gott einen guten Namen gemacht. Zwar stirbt man trotzdem, doch die Hoffnung auf eine Auferstehung – das war das, was den Psalmisten anregte, ein gottgefälliges Leben zu führen.
    Selbst die sogenannte „verewigung von Errungenschaften“, die der Psalmist hier beschreibt, wird ja in den letzten Jahren zerstört: Baudenkmäler werden ja nicht mehr geachtet. Was der eine aufgebaut hat, wird bald wieder zerstört. Selbst große Firmen, die es zu Ruhm und Namen gebracht hatten, sind innerhalb weniger Monate von anderen Firmen „geschluckt“. Wer sich ein Geschäft aufgebaut hatte – innerhalb weniger Monaten schlossen die guten Geschäfte, trotz teilweise über 100jähriger Tradition. Das zeigt, dass es sich wirklich nicht lohnt, menschliche Ziele anzustreben. Welchen Sinn macht es, das gute Verhältnis zu Gott aufzugeben, um für ein paar Monate menschliche Ziele zu erreichen? Ich werde solche Menschen wohl nie verstehen.

    Der Pslam 49 war in der Juliausgabe des Wachtturms 1979 Thema:

    Ein Rätsel und seine tröstliche Lösung
    IN DER ganzen Menschheitsgeschichte gab es schon immer Personen, die bestürzt waren, wenn sie die Wohlfahrt Gesetzloser beobachteten. Oft gelangen charakterlose Personen zu großer Macht und tyrannisieren dann die Armen und Niedergedrückten und beuten sie aus. Sollten wir uns aber vor korrupten Menschen fürchten? Hauptsächlich um diese Frage dreht sich ein Rätsel, das in Psalm 49 gelöst wird, einem Psalm, der von einem Leviten, einem der „Söhne Korahs“, geschrieben wurde.
    Die einleitenden Worte lauten: „Hört dies, all ihr Völker. Leiht das Ohr, all ihr Bewohner des Systems der Dinge, ihr Menschensöhne wie auch ihr Mannessöhne, du Reicher und du Armer zusammen“ (Ps. 49:1). Mit diesen Worten ruft der Psalmist alle auf achtzugeben — die „Menschensöhne“, die ‘Erdenmenschen’ in niedrigen Stellungen, und die „Mannessöhne“, Personen in höheren Stellungen. Ja, alle, ob reich oder arm, könnten aus dem Dargelegten Nutzen ziehen.
    Der Psalmist fährt fort: „Mein eigener Mund wird Dinge der Weisheit reden, und das Nachsinnen meines Herzens wird über Dinge des Verständnisses sein. Zu einer Sprichwortrede werde ich mein Ohr neigen; auf einer Harfe werde ich meine Rätsel eröffnen“ (Ps. 49:3, 4). Was der Psalmist zum Ausdruck bringen wollte, war das Produkt seines Nachsinnens unter der Leitung des Geistes Gottes. Es war keine menschliche Weisheit, denn der Psalmist sagte von sich, daß er ‘sein Ohr zu einer Sprichwortrede neigen werde’, einer Äußerung aus einer göttlichen Quelle. Sobald er diese inspirierte Äußerung empfange, werde er sein Rätsel oder sein verwirrendes Problem darlegen, und zwar unter Harfenbegleitung.
    Er stellt dann seine Rätselfrage: „Warum sollte ich mich fürchten in den Tagen des Übels, wenn selbst die Vergehung meiner Verdränger mich umgibt?“ (Ps. 49:5). Ja, sollte er in Furcht geraten, wenn er von bedrückenden Menschen zur Seite gedrängt würde, von Menschen, die ihn seiner von Gott verliehenen Rechte berauben würden? Wie die folgenden Verse andeuten, handelte es sich bei diesen „Verdrängern“ um wohlhabende Personen. Solche Personen mögen zwar ihre Stellung dazu ausnutzen, auf Kosten anderer ungerechten Gewinn zu machen, doch sollten wir weder in panische Furcht geraten noch auf die Wohlfahrt dieser egoistischen Menschen neidisch sein. Sie haben nichts anderes als ihren materiellen Reichtum. Statt den Schöpfer um Schutz und Sicherheit zu bitten, rühmen sie sich ihres Besitzes und vertrauen auf unsicheren materiellen Reichtum. Der Psalmist zeigt dann deutlich, weshalb wir keinen dieser Menschen fürchten oder beneiden sollten. Sie werden weder bis auf unabsehbare Zeit leben, noch ist ihr Reichtum ein dauerhafter Besitz. Er schreibt:
    „Die da auf ihre Mittel des Unterhalts vertrauen und die sich fortwährend der Fülle ihres Reichtums rühmen: Nicht einer von ihnen kann irgendwie selbst einen Bruder erlösen noch Gott ein Lösegeld für ihn geben (und der Erlösungspreis ihrer Seele ist so kostbar, daß er aufgehört hat auf unabsehbare Zeit), daß er immerdar fortleben und die Grube nicht sehen sollte. Denn er sieht, daß auch die Weisen sterben, der Törichte und der Vernunftlose kommen zusammen um, und sie müssen anderen ihre Mittel des Unterhalts hinterlassen“ (Ps. 49:6-10).
    Wie der Psalmist zeigte, kann man mit Reichtum einen Bruder nicht vor dem Tod retten. Aller Reichtum der Welt ergäbe keinen Loskaufspreis, dessen Wert auch nur für ein Menschenleben ausreichen würde. Es gibt keine Möglichkeit, den Tod aufzuhalten. Soweit es Menschen betrifft, ist ein solcher Loskaufspreis unerreichbar. Keiner kann eine bestimmte Geldsumme bezahlen, die es jemandem ermöglichen würde weiterzuleben und durch die es ihm erspart bliebe, ins Grab zu kommen. Der Weise, der Törichte und der Vernunftlose — sie alle müssen sterben. Was immer sie an Besitztümern während ihres Lebens erworben haben, müssen sie anderen hinterlassen.
    Natürlich möchten es die wohlhabenden Bedrücker gerne anders haben. Sie möchten zumindest die Erinnerung an sich über Generationen hinweg lebendig erhalten. Gelingt ihnen das aber? Beachten wir, was der Psalmist dazu sagt:
    „Ihr innerer Wunsch ist, daß ihre Häuser auf unabsehbare Zeit bleiben mögen, ihre Hütten Generation um Generation. Sie haben ihre Ländereien nach ihrem Namen genannt. Und doch kann der Erdenmensch, wenn auch in Ehren, nicht dauernd verweilen; er ist tatsächlich mit den Tieren zu vergleichen, die vernichtet worden sind. Dies ist der Weg derer, denen Unvernunft eigen ist, und derer, die nach ihnen kommen, die an ihrem eigenen Mundwerk Gefallen haben. . . . Wie Schafe sind sie für den Scheol selbst bestimmt worden; ja der Tod wird sie hüten, und die Rechtschaffenen werden sie am Morgen untertan halten, und ihre Gestalt muß verfallen; statt eines erhabenen Wohnsitzes gibt es für jeden den Scheol“ (Ps. 49:11-14).
    Beachten wir, was der Psalmist sagt. Wohlhabende, die auf krummen Wegen zu Reichtum gelangt sind, hoffen insgeheim, daß ihr Besitz für endlose Jahre von Bestand ist und von einer Generation auf die andere übergeht. Da sie ihre Besitztümer nach ihrem Namen genannt haben, glauben sie, die Erinnerung an sie werde fortbestehen. Doch sie übersehen, daß sie nur Erdenmenschen und aus Staub sind. Wenngleich egoistische Menschen wegen ihres Reichtums in Ehren gehalten werden, können sie doch nicht ewig auf der Erde leben. Alle Versuche, ihren Namen lebendig zu erhalten, sind zum Scheitern verurteilt. Sie sind nicht besser daran als vernunftlose Tiere, die umkommen.
    Gesetzlose Menschen finden trotz ihres Wohlstands ein Ende, das sich nicht von dem der Tiere unterscheidet, die entweder zu Nahrungszwecken getötet werden oder weil man sich vor ihren Raubzügen schützen will. Nichts in ihrem Leben erhebt solche Menschen über die niedrige animalische Schöpfung, da sie den Schöpfer, den ewigen Gott, völlig außer acht lassen. Es zeugt somit von Unvernunft ihrerseits, wenn sie meinen, ihren Namen verewigen zu können. Alle, die sich die Philosophie oder das „Mundwerk“ solch egoistischer Menschen zu eigen machen, sind ebenfalls unvernünftig und werden genauso unrühmlich enden. Sie müssen in den Scheol hinab und werden vom Tod gehütet oder dorthin geführt.
    Wie steht es aber mit denen, die auf Jehova vertrauen? Diese treuen Diener Gottes werden „am Morgen“ die Oberhand gewinnen. Das wird zu Beginn eines neuen Tages sein, nachdem sie aus Betrübnis und Unterdrückung befreit worden sind.
    Während sich gerechte Personen dann der Gunst Gottes erfreuen, werden die Bösen, obgleich sie Reichtum und Macht besaßen, im Staub vermodern. So wird ‘ihre Gestalt verfallen’. Statt eine palastartige Wohnung zu haben, werden sie in den Tiefen des Scheols verwesen.
    Die „Rechtschaffenen“, der Überrest der Königreichserben und die „große Volksmenge“, werden den Krieg von Har-Magedon überleben und die verheißene Befreiung erfahren, während die Gesetzlosen vernichtet sein werden. Während der Tausendjahrherrschaft Christi werden alle Toten, die sich im Scheol befinden, auferstehen.
    Der Psalmist aus dem Hause Levi vergleicht sein Geschick mit dem charakterlosen Menschen und sagt weiter:
    „Indes wird Gott selbst meine Seele aus der Hand des Scheols erlösen, denn er wird mich aufnehmen. . . . Fürchte dich nicht, weil ein Mann Reichtum erlangt, weil seines Hauses Herrlichkeit sich mehrt, denn bei seinem Tod kann er gar nichts mitnehmen; seine Herrlichkeit wird nicht mit ihm selbst hinabfahren. Denn zu seinen Lebzeiten segnete er seine eigene Seele ständig (und man wird dich lobpreisen, weil du dir selbst Gutes tust); seine Seele kommt schließlich nur so weit wie die Generation seiner Vorväter. Nie mehr werden sie das Licht sehen. Der Erdenmensch, der keinen Verstand hat, ist tatsächlich, obwohl in Ehren, mit den Tieren zu vergleichen, die vernichtet worden sind“ (Ps. 49:15-20).
    Wie der Psalmist machen wir richtigerweise das Tun des Willens Gottes zum Mittelpunkt unseres Lebens. Da dieser Levit völlig auf seinen Gott vertraute, konnte er überzeugt sein, daß ihn Jehova vom Scheol erlösen und ihn nicht eines vorzeitigen Todes sterben lassen würde. Er würde daher nicht vom Scheol, sondern von Jehova, seinem Befreier, aufgenommen werden. Wenn Jehova unser Gott ist, haben wir keinen Grund, uns vor einem bösen Menschen zu fürchten oder ihn zu beneiden. Sein Reichtum mag sich mehren, und sein Haus und seine anderen Besitztümer mögen immer herrlicher werden. Vielleicht hat er sich in seinem Leben zu der Stellung und zu dem Reichtum, den er sich schaffen konnte, selbst gratuliert. Auch die Menschen im allgemeinen mögen ihn gelobt haben, weil es ihm in materieller Hinsicht gutging, und sie mögen sich seinen Wünschen gefügt haben.
    Im Grunde erreicht er jedoch nicht mehr als seine Vorväter, denn auch er wird sterben. Seine Welt ist somit nur Finsternis, nicht Licht. Ein Erdenmensch, der geistige Dinge nicht versteht oder schätzt und in seinem Leben keinen Raum für den Schöpfer macht, gleicht daher — ungeachtet, wie sehr er in diesem System der Dinge geehrt werden mag — einem Tier, das unfähig ist, den Schöpfer anzubeten. Ein wohlhabender, egoistischer Mensch lebt und stirbt folglich wie ein Tier.
    Die Lösung des Rätsels über die Furcht vor der Unterdrückung durch Böse sollte uns gewiß erkennen helfen, was wir in unserem Leben weiterhin an die erste Stelle setzen sollten. Etwas Materielles ist nicht von Bestand. Wenn wir uns eine ewige Zukunft wünschen, müssen wir auf den ewigen Gott vertrauen, der sogar die Toten ins Leben zurückrufen kann.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Psalm 49 enthält die Moral oder die Folgerung, die für alle aus diesen Gerichten Gottes hervorgeht.
    Wohlfahrt, Hoheit, alles was hoch und erhaben im Menschen ist, ist nichts. Der Mensch erwartet, dass er bleiben werde; er nennt Ländereien nach seinem Namen, er segnet seine Seele, wird gelobt von seinen Nachkommen und gerühmt als klug und weise, weil er sich selbst gütlich getan hat.
    Doch er wird in den Scheol gelegt gleich Schafen; die Hoffnung des Menschen dieser Welt geht verloren. Er verlässt die Welt, in der er in Ansehen war, das Gedächtnis, das von ihm bleibt, ist nichts für ihn und dient nur zum Betrug für andere.
    Satans Macht ist nur für dieses Leben, nach diesem gibt es keinen Betrug mehr.
    Der Mensch, der in Ansehen ist und keine Einsicht hat, gleicht dem Vieh, das vertilgt wird; aber der gerechte Überrest vertraut auf Gott: seine Seele wird erlöst von der Gewalt des Scheols; Gott wird ihn aufnehmen. Die Bewahrung auf der Erde oder die himmlische Segnung werden hier nicht genau unterschieden. Die unmittelbare Hoffnung der Treuen möchte sich eher darauf richten, dass sie am Leben erhalten bleiben, aber sie
    gibt denen, die getötet werden sollten, die völligste und gewisseste Hoffnung.

  12. Thomasam 27. April 2009 um 07:11 Link zum Kommentar

    Psalm 50

    Jehova wird zu Gericht sitzen, und wird Recht sprechen. Darum geht es in Psalm 50. Aber in erster Linie wird er über „sein Volk“ Recht sprechen!

    Oh wie töricht diejenigen, die den Namen des Höchsten in ihren Glaubensansichten ständig wiederholen, aber die einfachsten Regeln und Maßstäbe nicht beachten: so wird der Ehepartner verlassen, faul auf der Haut gelegen und auf Kosten anderer gelebt, betrügerisch gegen Untadelige vorgegangen, man lebt zeitweilig mit dem einen oder anderen Lebensabschnittsgefährten zusammen, bekommt uneheliche Kinder und brüstet sich der vielen Partner …. und geht dabei fleißig in die Kirche/Versammlung und bringt den nötigen „Opferbericht regelmäßig“ dar.

    Aber Psalm 50 zeigt, dass alles Getue und Gehabe unnötig ist, wenn wir nicht seinen Geboten folgen und nicht unser Herz rein und unbefleckt an Jehova hängt.

    Nicht nötig, weil ja Gott momentan zu schweigen scheint? Dann lies den Psalm des Asaphs:

    Der Mächtige, Gott, Jehova, hat geredet und die Erde gerufen vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
    Aus Zion, der Schönheit Vollendung, ist Gott hervorgestrahlt.
    Unser Gott kommt, und er wird nicht schweigen; Feuer frißt vor ihm her, und rings um ihn stürmt es gewaltig.

    Er ruft dem Himmel droben und der Erde, um sein Volk zu richten:
    5Versammelt mir meine Frommen, die meinen Bund geschlossen haben beim Opfer!“
    Und die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit, denn Gott ist es, der richtet. (Sela.)

    „Höre, mein Volk, und ich will reden, Israel, und ich will wider dich zeugen! Ich, ich bin Gott, dein Gott.
    Nicht wegen deiner Schlachtopfer tadle ich dich, und deine Brandopfer sind beständig vor mir.
    Nicht werde ich Farren nehmen aus deinem Hause, noch Böcke aus deinen Hürden.
    Denn mein ist alles Getier des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen.
    Ich kenne alles Gevögel der Berge, und das Wild des Gefildes ist mir bekannt.
    Wenn mich hungerte, ich würde es dir nicht sagen: denn mein ist der Erdkreis und seine Fülle.
    Sollte ich das Fleisch von Stieren essen und das Blut von Böcken trinken?

    Opfere Gott Lob, und bezahle dem Höchsten deine Gelübde;
    Und rufe mich an am Tage der Bedrängnis: ich will dich erretten, und du wirst mich verherrlichen!“

    Zu dem Gesetzlosen aber spricht Gott: „Was hast du meine Satzungen herzusagen und meinen Bund in deinen Mund zu nehmen?
    Du hast ja die Zucht gehaßt und hinter dich geworfen meine Worte.
    Wenn du einen Dieb sahst, so gingst du gern mit ihm um, und dein Teil war mit Ehebrechern.
    Deinen Mund ließest du los zum Bösen, und Trug flocht deine Zunge.
    Du saßest da, redetest wider deinen Bruder, wider den Sohn deiner Mutter stießest du Schmähung aus.
    Solches hast du getan, und ich schwieg; du dachtest, ich sei ganz wie du. Ich werde dich strafen und es dir vor Augen stellen.“

    Merket doch dieses, die ihr Gottes vergesset, damit ich nicht zerreiße, und kein Erretter sei da!
    Wer Lob opfert, verherrlicht mich, und wer seinen Weg einrichtet, ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Psalm 50 führt uns auf einen neuen Boden; er zeigt das Gericht Gottes über das Volk. Jehova, der mächtige Gott, ruft die ganze Erde zusammen. Die Einleitung zu diesem Psalm ist herrlich; sie bedarf weniger Erklärung. Gott strahlt hervor aus Zion, der Schönheit Vollendung.
    Die beiden ersten Verse fassen den Hauptinhalt des Psalmes zusammen; von Vers 3 an folgt dann die weitere Entwicklung. Der Himmel wird aufgefordert, als ein Zeuge der Gerechtigkeit zugegen zu sein, ebenso die Erde; doch betrifft das Gericht in besonderer Weise das Volk Israel. In den Versen 5 und 6 nimmt Gott die Sache des Gerchten in Seine Hand und versammelt Seine Frommen, die jetzt beim Opfer einen Bund mit Ihm geschlossen haben. …
    Gott Selbst ist jetzt der Richter; deshalb versammelt Er auch Seine Frommen. In Vers 7 empfängt das Volk sein Urteil. Gott will nicht Opfer, Er will Gerechtigkeit. Er kann die Bosheit nicht dulden, noch erlauben, dass die Bösen länger unter Seinem Volke seien.
    Der Mensch meint, Gott sei wie er; aber alles wird vor Ihm in Ordnung gebracht werden. Das ist Gottes Urteil.

  13. Thomasam 27. April 2009 um 07:21 Link zum Kommentar

    Pslam 51

    Ein Psalm von David, als der Prophet Nathan zu ihm kam, nachdem er zu Bathseba eingegangen war

    Unrecht getan – und nun? Einfach zudecken? Die Schuld bei anderen suchen? David hatte ja versucht, die Sünde mit Bathseba zu vertuschen und abzulenken – aber der Allmächtige hatte es doch gesehen und reagiert. Ja, spät, aber er hat reagiert! Glaubst du, er würde bei dir nicht reagieren? Nein! Es ist besser, gleich wie in diesem Psalm zu reagieren, und sofort mit dem Allmächtigen wieder ins Reine zu kommen. David bat Jehova darum, dass dieser sein Angesicht vor den Sünden Davids verbergen möge und alle Sünden von ihm wegwaschen möge. Wer seine Fehler dem Allmächtigen kundtut, bereut und seine Fehler widergutmacht, der kann auf Barmherzigkeit hoffen – und ein gutes Verhältnis zu ihm.

    Sei mir gnädig, o Gott, nach deiner Güte: nach der Größe deiner Erbarmungen tilge meine Übertretungen!
    Wasche mich völlig von meiner Ungerechtigkeit, und reinige mich von meiner Sünde!
    Denn ich kenne meine Übertretungen, und meine Sünde ist beständig vor mir.
    Gegen dich, gegen dich allein habe ich gesündigt, und ich habe getan, was böse ist in deinen Augen; damit du gerechtfertigt werdest, wenn du redest, rein erfunden, wenn du richtest.
    Siehe, in Ungerechtigkeit bin ich geboren, und in Sünde hat mich empfangen meine Mutter.
    Siehe, du hast Lust an der Wahrheit im Innern, und im Verborgenen wirst du mich Weisheit kennen lehren.
    Entsündige mich mit Ysop, und ich werde rein sein; wasche mich, und ich werde weißer sein als Schnee.
    Laß mich Fröhlichkeit und Freude hören, so werden die Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast.
    Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden, und tilge alle meine Ungerechtigkeiten!

    Schaffe mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in meinem Innern einen festen Geist!
    Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und den Geist deiner Heiligkeit nimm nicht von mir!
    Laß mir wiederkehren die Freude deines Heils, und mit einem willigen Geiste stütze mich!
    Lehren will ich die Übertreter deine Wege, und die Sünder werden zu dir umkehren.
    Errette mich von Blutschuld, Gott, du Gott meiner Rettung, so wird meine Zunge jubelnd preisen deine Gerechtigkeit.
    Herr, tue meine Lippen auf, und mein Mund wird dein Lob verkünden.

    Denn du hast keine Lust an Schlachtopfern, sonst gäbe ich sie; an Brandopfern hast du kein Wohlgefallen.
    Die Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten.
    Tue Zion Gutes in deiner Gunst, baue die Mauern Jerusalems!
    Dann wirst du Lust haben an Opfern der Gerechtigkeit, an Brandopfern und Ganzopfern; dann wird man Farren opfern auf deinem Altar

    1993 gab es einen interessanten Wachtturmartikel, der zeigt DAS, aber auch WIE man Barmherzigkeit erlangen kann

    Jehovas Barmherzigkeit bewahrt uns davor zu verzweifeln
    „Erweise mir Gunst, o Gott, gemäß deiner liebenden Güte. Gemäß der Fülle deiner Erbarmungen tilge meine Übertretungen aus“ (PSALM 51:1).

    NIEMAND kann Jehovas Gesetz ungestraft übertreten. Wie deutlich das doch zutage tritt, wenn wir eine schwere Sünde gegen Gott begehen! Selbst wenn wir Jehova jahrelang treu gedient haben, kann eine Übertretung seines Gesetzes große Besorgnis oder Niedergeschlagenheit auslösen. Wir mögen das Empfinden haben, Jehova habe uns verlassen und wir seien nicht mehr würdig, ihm zu dienen. Es mag uns so vorkommen, als würde sich die Sünde gleich einer großen Wolke vor das Licht der Gunst Jehovas schieben.
    König David von Israel geriet einmal in eine solche Lage. Wie kam es dazu?

    David liebte Gott, er beging jedoch Fehltritte, die zu schweren Sünden führten. Das kann jedem unvollkommenen Menschen passieren, vor allem wenn er eine übergeordnete Stellung einnimmt. Als erfolgreicher König stand David in gutem Ruf, und er hatte Macht. Wer hätte es gewagt, sich seinem Wort zu widersetzen? Fähige Männer gehorchten ihm auf den leisesten Wink hin, und man führte willig seine Befehle aus. Allerdings handelte David verkehrt, indem er sich viele Frauen nahm und das Volk zählte.
    In einer Zeit materieller Wohlfahrt beging David schwere Sünden gegen Gott und Menschen. Ja, wie miteinander verwobene Fäden eines von Satan gewirkten Gewebes, so führte eine Sünde zur nächsten. Während seine israelitischen Brüder gegen die Ammoniter kämpften, beobachtete David vom Dach seines Hauses aus Bathseba, die schöne Frau Urias, beim Baden. Da Uria an dem Feldzug teilnahm, ließ der König die Frau in seinen Palast bringen und beging mit ihr Ehebruch. Welch ein Schock muß es für ihn gewesen sein, als er später erfuhr, daß sie schwanger war! David ließ Uria holen in der Hoffnung, er werde die Nacht mit Bathseba verbringen und das Kind für sein eigenes halten. Obwohl David ihn betrunken machte, weigerte sich Uria, bei seiner Frau zu schlafen. In seiner Verzweiflung übermittelte David Joab, dem Befehlshaber, die geheime Anweisung, Uria an die vorderste Front zu stellen, wo er auf jeden Fall getötet werden würde. Nachdem Uria in der Schlacht umgekommen war, hielt seine Witwe die übliche Trauerzeit ein; anschließend heiratete David sie, ehe offenkundig wurde, daß sie schwanger war.
    Gott deckte durch den Propheten Nathan Davids Sünden auf und sagte: „Ich erwecke Unglück gegen dich aus deinem eigenen Hause.“ Dementsprechend starb das Kind, das Bathseba gebar. Amnon, Davids Erstgeborener, vergewaltigte seine Halbschwester Tamar und wurde von deren Bruder Absalom ermordet. Dieser Königssohn versuchte den Thron an sich zu reißen und brachte Schande über seinen Vater, indem er mit Davids Nebenfrauen Geschlechtsbeziehungen hatte. Der Bürgerkrieg endete mit dem Tod Absaloms, was David in tiefe Trauer stürzte. Doch David lernte durch seine Sünden Demut, und sie führten ihm die Notwendigkeit vor Augen, eng mit seinem mitfühlenden Gott verbunden zu bleiben. Falls wir sündigen, sollten wir demütig bereuen und uns eng an Jehova halten.

    Davids Schuld war auch deshalb so schwerwiegend, weil er als israelitischer Herrscher Gottes Gesetz genau kannte. Er war weder ein ägyptischer Pharao noch ein babylonischer König, die von Gottes Gesetz keinerlei Kenntnis hatten und wahrscheinlich regelmäßig Dinge taten, die Gott mißbilligte. David wußte als Angehöriger einer Jehova hingegebenen Nation, daß Ehebruch und Mord schwere Sünden sind. Auch Christen kennen Gottes Gesetz. Doch wie David brechen es einige von ihnen aufgrund der ererbten Sündhaftigkeit, aus menschlicher Schwäche oder weil sie einer Versuchung nicht widerstehen. Sollte uns das passieren, müssen wir nicht in einem verfinsterten Zustand bleiben, in dem unsere geistige Vision getrübt ist und wir in tiefe Verzweiflung gehüllt sind.
    Bekenntnis schafft Erleichterung
    Wenn wir uns einer schwerwiegenden Übertretung des Gesetzes Jehovas schuldig gemacht haben, wird es uns möglicherweise schwerfallen, — selbst Jehova — unsere Sünden zu bekennen. Was kann unter solchen Umständen geschehen? David gestand in Psalm 32: „Als ich stillschwieg [statt zu bekennen], verzehrten sich meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. Denn Tag und Nacht war deine [Jehovas] Hand schwer auf mir. Mein Lebenssaft ist verwandelt worden wie in der trockenen Sommerhitze“ (Vers 3, 4). Der Versuch, seine Sünde zu verheimlichen und sein schuldbeladenes Gewissen zu unterdrücken, erschöpfte den auf Abwege geratenen David. Die Angst zehrte so sehr an seiner Kraft, daß er einem vertrockneten Baum ohne lebenspendenden Saft glich. Vielleicht mußte er sogar in psychischer und physischer Hinsicht die schlimmen Auswirkungen verspüren. Auf jeden Fall verlor er seine Freude. Was sollten wir in einer vergleichbaren Lage tun?

    Gott seine Schuld zu bekennen kann zur Vergebung führen und Erleichterung bringen. „Meine Sünde habe ich dir schließlich bekannt, und mein Vergehen habe ich nicht zugedeckt“, sang David. „Ich sagte: ‚Ich werde meine Übertretungen Jehova bekennen.‘ Und du selbst hast das durch meine Sünden verursachte Vergehen verziehen“. Bist du bedrückt wegen irgendwelcher verheimlichter Sünden? Wäre es nicht das beste, sie zu bekennen und sie zu lassen, damit dir Gottes Barmherzigkeit zuteil wird? Warum nicht die Versammlungsältesten rufen und um geistige Heilung bitten? Deine reumütige Einstellung wird anerkannt werden, und zu gegebener Zeit wirst du wieder die für Christen charakteristische Freude verspüren können. „Glücklich ist der, dessen Auflehnung verziehen, dessen Sünde zugedeckt ist“, sagte David. „Glücklich ist der Mensch, dem Jehova Vergehung nicht anrechnet und in dessen Geist kein Trug ist“.
    David und Bathseba waren Jehova Gott für ihr Fehlverhalten verantwortlich. Sie hätten aufgrund ihrer Sünden zu Tode gebracht werden können; Gott erwies ihnen jedoch Barmherzigkeit. Wegen des Königreichsbundes war er vor allem gegenüber David barmherzig. Davids Reue über seine Sünden in Verbindung mit Bathseba geht aus Psalm 51 hervor. Dieser zu Herzen gehende Psalm wurde von dem reumütigen König komponiert, nachdem der Prophet Nathan Davids Gewissen wachgerüttelt hatte, indem er ihm die Ungeheuerlichkeit seiner Übertretung des göttlichen Gesetzes bewußtmachte. Es erforderte von Nathan Mut, David auf dessen Sünden aufmerksam zu machen, und auch heute müssen ernannte christliche Älteste den Mut haben, dies nötigenfalls zu tun. Statt die Anschuldigung zurückzuweisen und Nathans Hinrichtung anzuordnen, bekannte der König demütig seine Sünden. Psalm 51 zeigt, was er im Gebet zu Gott in bezug auf seine ruchlosen Handlungen sagte; auch eignet sich der Psalm hervorragend für eine ernsthafte Betrachtung, besonders wenn wir gefehlt haben und uns nach der Barmherzigkeit Jehovas sehnen.

    David versuchte nicht, seine Sünde zu entschuldigen, sondern bat: „Erweise mir Gunst, o Gott, gemäß deiner liebenden Güte. Gemäß der Fülle deiner Erbarmungen tilge meine Übertretungen aus“ (Psalm 51:1). Durch seine Übertretungen hatte David die Grenzen des Gesetzes Gottes verletzt. Es gab jedoch Hoffnung auf eine geistige Wiederherstellung, wenn Gott, entsprechend seiner liebenden Güte oder loyalen Liebe, ihm Gunst erwies. Die Fülle der Barmherzigkeit Gottes in der Vergangenheit gab dem reumütigen König Grund zu der Hoffnung, daß der Schöpfer seine Übertretungen austilgen würde.
    Durch die als prophetische Schattenbilder dienenden Schlachtopfer am Sühnetag deutete Jehova an, daß er über eine Möglichkeit verfügte, Bereuende von ihren Sünden zu reinigen. Wir wissen, daß er uns gegenüber auf der Grundlage unseres Glaubens an das Loskaufsopfer Jesu Christi Barmherzigkeit und Vergebung übt. Wenn David, der nur die Muster oder Schattenbilder dieses Opfers kannte, auf Jehovas liebende Güte und Barmherzigkeit vertrauen konnte, wieviel mehr sollten Gottes heutige Diener Glauben an das Lösegeld ausüben, für das er sorgte, um ihre Rettung zu ermöglichen!
    David flehte Gott an: „Wasch mich gründlich von meinem Vergehen, und reinige mich auch von meiner Sünde. Denn meine Übertretungen erkenne ich selbst, und meine Sünde ist beständig vor mir“ (Psalm 51:2, 3). Zu sündigen bedeutet, das durch die Maßstäbe Jehovas vorgegebene Ziel zu verfehlen. Das hatte David zweifellos getan. Er glich aber nicht einem Mörder oder einem Ehebrecher, dem sein Vergehen gleichgültig ist und der allein Angst davor hat, bestraft zu werden oder sich möglicherweise mit einer Krankheit infiziert zu haben. David, der Jehova liebte, haßte das Böse. Ihn ekelte seine Sünde an, und er wünschte, von Gott vollständig davon gereinigt zu werden. Er war sich seiner Übertretungen völlig bewußt und war tieftraurig darüber, daß er zugelassen hatte, von seiner sündhaften Begierde übermannt zu werden. Seine Sünde war ständig vor ihm, da ein gottesfürchtiger Mensch sein schuldbeladenes Gewissen erst dann wieder beruhigen kann, wenn er bereut und seine Sünden bekennt und wenn ihm von Jehova vergeben wird.
    In Anerkennung seiner Verantwortung gegenüber Jehova sagte David: „Gegen dich, dich allein, habe ich gesündigt, und was böse ist in deinen Augen, habe ich getan, damit du dich als gerecht erweist, wenn du redest, daß du rein dastehst, wenn du richtest“ (Psalm 51:4). David hatte Gottes Gesetze gebrochen, das Königsamt in Unehre gebracht und „ohne Zweifel Jehova gegenüber respektlos gehandelt“, wodurch er Schmach auf ihn gebracht hatte. Außerdem waren Davids sündige Taten ein Vergehen gegen die israelitische Gesellschaft und gegen Mitglieder seiner Familie, und auch heute verursacht ein getaufter Missetäter Trauer und Kummer in der Christenversammlung und unter seinen Angehörigen. Dem reumütigen König war zwar bewußt, daß er gegen Mitmenschen — wie zum Beispiel Uria — gesündigt hatte, er erkannte allerdings seine größere Verantwortung Jehova gegenüber. David war davon überzeugt, daß das Gericht Jehovas gerecht ist. Christen, die gesündigt haben, müssen genauso eingestellt sein.

    Ohne sich rechtfertigen zu wollen, wies David auf folgendes hin: „Siehe! In Vergehen wurde ich unter Geburtsschmerzen hervorgebracht, und in Sünde empfing mich meine Mutter“ (Psalm 51:5). David wurde in Vergehen hervorgebracht, und aufgrund der ererbten Sündhaftigkeit spürte seine Mutter Geburtsschmerzen. Seine Worte bedeuten nicht, daß der normale eheliche Verkehr, die Empfängnis und die Geburt etwas Sündiges sind, da die Ehe und das Kindergebären ja von Gott vorgesehen wurden; David bezog sich auch nicht auf eine spezielle Sünde seiner Mutter. Er war in Sünde empfangen worden, weil seine Eltern wie alle unvollkommenen Menschen sündig waren.
    Wenn wir gesündigt haben, können wir Gott im Gebet alle mildernden Umstände darlegen, die zu unserer Sünde beigetragen haben mögen. Aber wir dürfen weder Gottes unverdiente Güte zu einer Entschuldigung für Zügellosigkeit verkehren noch unsere ererbte Sündhaftigkeit zum Vorwand nehmen, um uns der Verantwortung für unsere Sünde zu entziehen. David übernahm die Verantwortung dafür, daß er sich unreiner Gedanken hingegeben und der Versuchung nachgegeben hatte. Beten wir darum, mit einer Versuchung nicht allein gelassen zu werden, und handeln wir dann auch in Übereinstimmung mit unserem Gebet.

    Manche mögen den Anschein erwecken, gute, gottergebene Menschen zu sein; Jehova schaut jedoch hinter die Fassade und erkennt, wie es in den Betreffenden aussieht. David sagte: „Siehe! Du [Jehova] hast Gefallen gefunden an Wahrhaftigkeit selbst im Innern; und im geheimen Ich mögest du mich wahre Weisheit erkennen lassen“ (Psalm 51:6). David hatte sich der Falschheit und der Täuschung schuldig gemacht, als er Urias Tod veranlaßte und zu verbergen suchte, wie es sich mit Bathsebas Schwangerschaft wirklich verhielt. Trotzdem wußte er, daß Gott Freude hat an Wahrhaftigkeit und Heiligkeit. Das sollte auch unseren Lebenswandel positiv beeinflussen, denn Jehova müßte uns verurteilen, wenn wir auf Abwegen gingen. Zudem erkannte David, daß er als reumütiger König künftig den Maßstäben Gottes entsprechen könnte, wenn dieser ihn „wahre Weisheit erkennen lassen“ würde.
    Da der Psalmist einsah, daß er Gottes Hilfe benötigte, um sündige Neigungen zu überwinden, bat er weiter: „Mögest du mich mit Ysop von Sünde reinigen, damit ich rein sei; mögest du mich waschen, daß ich weißer werde sogar als Schnee“ (Psalm 51:7). Die Ysoppflanze (möglicherweise Majoran, Origanum maru) spielte unter anderem in der Reinigungszeremonie bei Personen eine Rolle, die von Aussatz befallen gewesen waren. Es war daher passend, daß David darum betete, mit Ysop von Sünden gereinigt zu werden. Die Vorstellung der Reinheit steht auch mit seiner Bitte in Verbindung, Jehova möge ihn waschen, damit er völlig rein werde, weißer selbst als Schnee, der nicht mit Ruß oder anderen Schmutzpartikeln bedeckt ist. Falls wir gegenwärtig wegen irgendwelcher Sünden von Gewissensbissen geplagt werden, sollten wir den Glauben haben, daß Gott uns auf der Grundlage des Loskaufsopfers Jesu reinigen kann, wenn wir reumütig seine Vergebung zu erlangen suchen.

    Jeder Christ, der schon einmal von einem schuldbeladenen Gewissen geplagt wurde, wird folgende Worte Davids verstehen: „Mögest du [Jehova] mich Frohlocken und Freude hören lassen, daß die Gebeine, die du zerschlagen hast, frohlocken“ (Psalm 51:8). Bevor David seine Sünden bereute und bekannte, machte ihm sein beunruhigtes Gewissen schwer zu schaffen. Er fand nicht einmal Freude an fröhlichen Liedern, die von hervorragenden Sängern und talentierten Musikern dargeboten wurden. Den sündigen David schmerzte Gottes Mißbilligung so sehr, daß er einem Mann glich, dessen Gebeine zerschlagen worden waren, was große Schmerzen bereitet. Er sehnte sich nach Vergebung, nach geistiger Genesung und nach der Wiederherstellung der Freude, die er zuvor verspürt hatte. Auch heute benötigt ein reumütiger Missetäter die Vergebung Jehovas, um die Freude zurückzuerlangen, die er hatte, bevor er durch sein Tun sein Verhältnis zu Gott in Gefahr brachte. Die Wiederherstellung der „Freude des heiligen Geistes“ bei einem Bereuenden zeigt, daß Jehova ihm vergeben hat und ihn liebt . Welch ein Trost!
    David betete weiter: „Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden, und tilge selbst all meine Vergehungen aus“ (Psalm 51:9). Von Jehova darf nicht erwartet werden, daß er Sünden billigt. Daher die Bitte an ihn, sein Angesicht vor Davids Sünden zu verbergen. Der König bat Gott außerdem, all seine Vergehungen auszutilgen, seine Ungerechtigkeit auszulöschen. Wenn Jehova das doch tun würde! Es würde Davids Geist beleben, die Last eines schuldbeladenen Gewissens von ihm nehmen und den jetzt reumütigen König erkennen lassen, daß sein liebevoller Gott ihm vergeben hätte.

    Psalm 51 zeigt, daß jeder getaufte Diener Jehovas, der eine schwere Sünde begangen hat, aber bereut, Jehova zuversichtlich bitten kann, ihm Gunst zu erweisen und ihn von seinen Sünden zu reinigen. Warum sollte ein Christ, der in dieser Weise gesündigt hat, also nicht in einem demütigen Gebet die Vergebung unseres himmlischen Vaters suchen? Akzeptiere, daß du Gottes Hilfe benötigst, um seine Anerkennung zu erlangen, und bitte ihn, deine frühere Freude wiederherzustellen. Ein reumütiger Christ kann sich zuversichtlich mit solchen Bitten an Gott wenden, denn „er wird in großem Maße vergeben“. …Jehovas Barmherzigkeit bewahrt sein Volk davor zu verzweifeln. Wir möchten jedoch noch die weiteren von Herzen kommenden Bitten Davids betrachten, die in Psalm 51 erwähnt werden. Unser Studium wird zeigen, daß Jehova ein gebrochenes Herz nicht verachtet.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Es konnte durch die Heiligen des Alten Testamentes nichts Gutes vollbracht werden ohne den Heiligen Geist; wenn dieser von ihnen genommen wurde, so hörten all ihre Freude und ihr Trost auf und machten der Finsternis Platz. Dass dies nicht geschehen möge, bittet der
    Gläubige. …

  14. Juleam 27. April 2009 um 09:38 Link zum Kommentar

    Psalm 49 – 51

    Psalm 50:8,14-15

    Nicht hinsichtlich deiner Schlachtopfer weise ich dich zurecht
    Noch [hinsichtlich] deiner Ganzbrandopfer, [die] beständig vor mir [sind].

    14 Bring als dein Schlachtopfer Gott Dank dar,
    Und bezahl dem Höchsten deine Gelübde;
    15 Und rufe mich an am Tag der Bedrängnis.
    Ich werde dich befreien, und du wirst mich verherrlichen.“

    das ist es, worauf es Jehova ankommt. Wir können ihn nicht beeindrucken, wenn wir eine Show abziehen und super fromm tun – Jehova will, dass wir uns ihm als dankbar erweisen, unsere Gelübde erfüllen, auch wenn uns das weh tun sollte und uns in unserer Not an ihn wenden.

    Dann sind wir Jehovas Herzen annehmbar.

    Im Gegenzug dazu sagt er zu denen, die das nicht tun:

    Psalm 50:16-21

    16 Aber zu dem Bösen wird Gott sagen müssen:
    „Welches Recht hast du, meine Bestimmungen aufzuzählen
    Und meinen Bund in deinem Mund zu führen?

    17 Ja du – du hast Zucht gehaßt,
    Und du wirfst meine Worte ständig hinter dich.

    18 Wann immer du einen Dieb sahst, hattest du sogar Gefallen an ihm;
    Und dein Teil war bei Ehebrechern.

    19 Deinem Mund hast du freien Lauf zu Schlechtem gelassen.
    Und deine Zunge hältst du an Trug geheftet.

    20 Du sitzt [und] redest gegen deinen eigenen Bruder,
    Gegen den Sohn deiner Mutter gibst du einen Fehler preis.

    21 Diese Dinge hast du getan, und ich schwieg still.
    Du nahmst an, daß ich ganz bestimmt dir gleich werden würde.
    Ich werde dich zurechtweisen, und ich will [die] Dinge vor deinen Augen in Ordnung bringen.

    Dieser Text spricht ja wohl für sich – oder?

    Aber wir wissen auch, dass Jehova keinen Gefallen am Tod irgendeines Menschen hat, nicht mal am Tod des Bösen! Und so bittet er auch hier wieder darum, dass die Bösen von ihrem verderblichen Weg umkehren, damit er ihnen Barmherzigkeit erweisen kann.

    Wissen wir diese Güte Jehovas zu schätzen? Dass er uns immer wieder entgegenommt und uns anbietet, die Dinge zwischen ihm und uns wieder richtig zu stellen?

    Oder verharren wir auch weiterhin in unserem verkkehrten Tun?

    Wir haben im Sommer 2006 das wunderschöne Buch „Lebe mit dem Tag Jehovas vor Augen“ bekommen, indem uns ganz klar gesagt wurde, dass jetzt die Zeit für eine ehrliche Selbstprüfung ist. Dass wir gucken sollten, wo wir uns noch verbessern müssten und dies dann sofort in Angriff nehmen sollten.

    Haben wir dieses Buch gelesen?

    Haben wir an uns selbst nach Punkten gesucht, die wir ändern sollten – oder verharren wir in unseren schlechten Gewohnheiten und gucken lieber, wo unser Bruder sich ändern müsste und machen dies publik?

    Aber Jehova ist sehr geduldig mit uns. Ein Jahr später gab es auf dem Sommerkongress das Buch „Komm, folge mir nach“ und wir konnten erkennen, wie wir unserem liebevollen Führer – Jesus Christus – noch besser nachahmen können und so für Jehova wohlgefällig werden.

    Im letzten Jahr gab es dann das begeisternde Buch „Bewahrt euch in Gottes Liebe“ und darin redet Jehova noch viel eindringlicher mit uns. Zeigt uns immer wieder auf, wie er denkt und fühlt und was er sich von uns wünscht. Wenn wir dieses Buch mit einem aufrichtigen und aufnahmebereiten Herzen lesen, werden wir immer wieder über Punkte stolpern, wo wir uns noch mehr verbessern können.

    Nutzen wir diese liebevollen Worte von Jehova, indem wir uns wirklich damit beschäftigen und dann das Gelesene auch in unserem Leben anwenden?

    Oder haben wir für sowas keine Zeit – weil wir uns ja um die Fehler und Schwächen unserer Brüder kümmern müssen?

    Bei uns stimmt ja alles, auf uns trifft das ja nicht zu?

    Wenn wir so denken, sitzen wir einem Irrtum auf, denn „alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes“, so dass jeder irgendeinen Punkt findet, an dem er sich noch verbessern kann.

    Ist das das Ziel, auf das wir ausgerichtet sind?

    Psalm 51:10

    Schaffe in mir auch ein reines Herz, o Gott,
    Und leg einen neuen, einen festen Geist in mich.

    Können wir Jehova aufrichtig darum bitten?

    Tun wir das auch?

    Und handeln wir dann auch danach?

  15. Thomasam 28. April 2009 um 07:01 Link zum Kommentar

    Psalm 52

    Verrat? Die eigenen Freunde haben dich verraten? Oder die eigene Frau/Mann?

    Dann schau, wie David reagierte, als er hörte, dass Doeg zu Saul gegangen war, um diesen zu berichten, dass David in das Haus Abimelechs gekommen war, um dort Jehova zu befragen:

    Was rühmst du dich des Bösen, du Gewaltiger? Die Güte Gottes währt den ganzen Tag.
    Verderben sinnt deine Zunge, wie ein geschliffenes Schermesser Trug übend.
    Du hast das Böse mehr geliebt, als das Gute, die Lüge mehr, als Gerechtigkeit zu reden. (Sela.)
    Du hast alle Vertilgungsworte geliebt, du Zunge des Trugs!
    Gott wird dich auch zerstören für immerdar; er wird dich fassen und herausreißen aus dem Zelte und auswurzeln aus dem Lande der Lebendigen. (Sela.)

    Und sehen werden es die Gerechten und sich fürchten, und sie werden über ihn lachen:
    „Sieh den Mann, der Gott nicht zu seiner Stärke machte, sondern auf die Größe seines Reichtums vertraute, durch sein Schadentun stark war!“
    Ich aber bin wie ein grüner Olivenbaum im Hause Gottes; ich vertraue auf die Güte Gottes immer und ewiglich.
    Ich werde dich preisen ewiglich, weil du es getan hast; und auf deinen Namen werde ich harren, denn er ist gut, vor deinen Frommen.

    David vertraute darauf, dass der Allmächtige einschreiten würde. Die Strafe über Doeg kam zwar sehr spät, aber sie war unausweichlich. Ebenso werden in naher Zukunft alle Treulosen beseitigt werden.
    Schade, dass heute in den meisten Fällen Untreue und das Brechen von Versprechen an der Tagesordung ist.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Wir werden demgemäss finden, dass die Prüfung für die Treuen nicht so sehr darin besteht, dass sie sich inmitten des Bösen befinden, als vielmehr darin, dass sie das Böse überhand nehmen und gerade an der Stätte die Herrschaft gewinnen sehen, die Jehova gehört.

    In Psalm 52 finden wir Glauben gegenüber der Macht des bösen Menschen, der dem Gerechten entgegensteht. Die Güte Gottes hört nicht auf. Gott wird den hochmütigen und Trug übenden Menschen vertilgen, während der Gerechte bleiben wird. Der Psalm erinnert uns an Schebna ; es handelt sich hier nicht um Feinde von außen, …sondern um Feinde von innen, die unter ihnen sind.

  16. Thomasam 28. April 2009 um 07:11 Link zum Kommentar

    Psalm 53

    Der Unverständige hat in seinem Herzen gesagt:
    „Es gibt keinen Jehova.“
    Sie haben verderblich gehandelt und haben verabscheuungswürdig gehandelt in Ungerechtigkeit.
    Da ist keiner, der Gutes tut.
    Was Gott betrifft, er hat vom Himmel selbst herabgeschaut auf die Menschensöhne,
    Um zu sehen, ob jemand da ist, der Einsicht hat, jemand, der Jehova sucht.
    Sie, sie alle, sind abgewichen, sie sind [alle] gleich verderbt;
    Da ist keiner, der Gutes tut, Auch nicht einer.
    Hat keiner von denen, die Schädliches treiben, Erkenntnis erlangt,
    Die mein Volk verzehren, wie sie Brot gegessen haben?
    Sie haben auch Jehova nicht angerufen.
    Dort wurden sie mit großem Schrecken erfüllt,
    Wo es offenbar nichts Erschreckendes gab;
    Denn Gott selbst wird gewiß die Gebeine irgendeines dich Belagernden zerstreuen.
    Du wirst [sie] bestimmt zuschanden machen, denn Jehova selbst hat sie verworfen.
    O daß aus Zion die großartige Rettung Israels käme!
    Wenn Jehova die Gefangenen seines Volkes zurückkehren läßt,
    Möge Jakob frohlocken, möge Israel sich freuen.

    Und wieder die Frage: wo stehst du? Wenn dich Unglück trifft, wo suchst du halt? Gehörst du zu denen, die dann Gott vergessen, zu denen, die verderblich handeln? Nimmst du dir die Freiheit selbst zu entscheiden? Oder handelst du nach Gottes Maßstäben? Greifst du in die Rechte dritter ein? Meinst du wirklich, dass der Allmächtige dies nicht sehen kann und nicht reagieren wird?

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Psalm 53 stellt uns die Gottlosen im allgemeinen vor, die ganze Masse des Volkes, mit Ausnahme derer, die durch die Gnade abgesondert waren.
    Die, welche ein großer Schrecken überfällt, sind die ungläubigen Juden. In Psalm 14 verachten sie den Elenden, der auf Jehova vertraute; dort waren sie äußerlich miteinander verbunden. Hier ist es anders. Gott hat Seine Feinde beschämt gemacht, nicht der stolze Gottlose die Armen der Herde. Sodann wird dem Verlangen Ausdruck gegeben, dass die völlige Rettung Israels aus Zion als einem Mittelpunkt kommen möge, nicht nur die Befreiung von den äußeren Feinden durch das Gericht Gottes. Die Macht, die vom Himmel kommt und den ungläubigen Bedrücker vernichtet, ist etwas ganz anderes als die Errichtung der Macht in Zion infolge des auf Verheißung gegründeten Bundes.

  17. Thomasam 28. April 2009 um 07:31 Link zum Kommentar

    Psalm 54

    O Gott, durch deinen Namen rette mich,
    Und mit deiner Macht mögest du meine Rechtssache führen.
    O Gott, höre mein Gebet;
    Schenk den Reden meines Mundes doch Gehör.
    Denn Fremde sind gegen mich aufgestanden,
    Und Tyrannen trachten mir nach der Seele.
    Sie haben Gott nicht vor sich gesetzt. Sela.
    Siehe! Gott ist mein Helfer;
    Jehova ist unter denen, die meine Seele stützen.
    Er wird das Böse meinen Feinden vergelten;
    In deiner Wahrhaftigkeit bringe sie zum Schweigen.
    In Willigkeit will ich dir opfern.
    Ich werde deinen Namen lobpreisen, o Jehova, denn er ist gut.
    Denn aus jeder Bedrängnis befreite er mich,
    Und mein Auge hat auf meine Feinde hinabgeblickt.

    Feinde sind aufgestanden um gegen David Partei zu ergreifen. War David feige, wenn er sich auf Jehova als seinen Helfer bezog? Nein! Er vertraute dem Allmächtigen, und wurde nicht enttäuscht. Für David war es nicht wichtig ob es ein enger Vertraueter oder ein Fremder war, der sich gegen ihn erhob – sein Vertrauen auf den Allmächtigen hat er nie aufgegeben. Wer von außen schaute, glaubte vielleicht, das David kein Anbeter Jehovas mehr wäre, aber dieser Eindruck täuschte!
    So haben auch wir das vollste Vertrauen, dass der Allmächtige alle Lügen und Falschanschuldigungen von uns abwaschen wird, und die betreffenden Betrüger bestrafen lassen wird.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Psalm 54 ist das Flehen des Gerechten zu Gott um Rettung nach dem Werte Seines Namens, der der Gegenstand seines Vertrauens ist. Die beiden Arten von Feinden werden hier erwähnt:
    zunächst Fremde, Feinde von außen, und dann Gewalttätige, Hochmütige in ihrer Mitte, die nach dem Leben des Elenden trachten.
    Sobald die Rettung kommt, wird der Name Jehovas eingeführt. Der Name Gottes ist die Offenbarung dessen, was Er ist; das ist es, was die Grundlage des Vertrauens bildet. Der Name Jehovas, der Name des Bundesgottes, wird gepriesen werden, wenn das Volk wieder an die Stätte der Verbindung mit Ihm zurückgebracht sein wird.

  18. Juleam 28. April 2009 um 09:39 Link zum Kommentar

    Psalm 52 – 54

    Psalm 53:2

    Was Gott betrifft, er hat vom Himmel selbst herabgeschaut auf die Menschensöhne,
    Um zu sehen, ob jemand da ist, der Einsicht hat, jemand, der Jehova sucht

    haben wir Einsicht und suchen Jehova – oder gleichen wir den Bösen, die in den Versen davor und in Kapitel 52 erwähnt werden und „Zuflucht nehmen zu den von uns verursachten Widerwärtigkeiten“?

    Wem wollen wir gleichen?

    Psalm 54

    O Gott, durch deinen Namen rette mich,
    Und mit deiner Macht mögest du meine Rechtssache führen.

    2 O Gott, höre mein Gebet;
    Schenk den Reden meines Mundes doch Gehör.

    3 Denn Fremde sind gegen mich aufgestanden,
    Und Tyrannen trachten mir nach der Seele.
    Sie haben Gott nicht vor sich gesetzt. Sela.

    4 Siehe! Gott ist mein Helfer;
    Jehova ist unter denen, die meine Seele stützen.

    5 Er wird das Böse meinen Feinden vergelten;
    In deiner Wahrhaftigkeit bringe sie zum Schweigen.

    6 In Willigkeit will ich dir opfern.
    Ich werde deinen Namen lobpreisen, o Jehova, denn er ist gut.

    7 Denn aus jeder Bedrängnis befreite er mich,
    Und mein Auge hat auf meine Feinde hinabgeblickt.

  19. Thomasam 29. April 2009 um 07:01 Link zum Kommentar

    Psalm 55

    Schadensstifter bringen David in eine schwierige Lage.
    Wer kennt es nicht, dass Gefühl am liebsten weit weit weg zu fliegen, um den Sorgen und Gemeinheiten des Jetzt zu entfliehen? Wer auf den Allmächtigen vertraut, kann damit rechen in einer gerechten neuen Welt ewig zu leben. Wer sich dagegen am unterdrücken des Gerechten beteiligt, und diesen versucht „fertig zu machen“ – wird mit den Allmächtigen die Sache ausdiskutieren müssen.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Psalm 55 ist eine erschreckende Schilderung des Bösen in Jerusalem. Der Redende befindet sich außerhalb der Stadt, hat aber diese Bosheit in der Verräterei seiner teuersten Freunde erfahren.
    Seine Zuflucht ist Gott. Jehova wird retten. Er blickt, wie ich denke, zurück auf alles, was er in Jerusalem erfahren hat. Tag und Nacht machten die Gottlosen die Runde auf den Mauern der Stadt, Gottlosigkeit, Frevel und Betrug waren in ihrer Mitte und wichen nicht von ihren Straßen.
    Er würde gern von dem allem weithin geflohen sein. Draußen waren die Feinde, drinnen die Gesetzlosen, und sie beschuldigten die Gottesfürchtigen der Ungerechtigkeit und hassten sie aufs äußerste; aber das Schlimmste von allem war die herzlose Verräterei derer, die drinnen waren, mit denen der Gottesfürchtige gemeinsam zum Hause Gottes gewandelt war. Dennoch vertraute er auf Gott; denn wo anders sollte er Hilfe suchen?

    Nimm zu Ohren, o Gott, mein Gebet, und verbirg dich nicht vor meinem Flehen!
    Horche auf mich und antworte mir! Ich irre umher in meiner Klage und muß stöhnen
    Vor der Stimme des Feindes, vor der Bedrückung des Gesetzlosen; denn sie wälzen Unheil auf mich, und im Zorn feinden sie mich an.

    Mein Herz ängstigte sich in meinem Innern, und Todesschrecken haben mich befallen.
    Furcht und Zittern kamen mich an, und Schauder bedeckte mich.
    Und ich sprach: O daß ich Flügel hätte wie die Taube! Ich wollte hinfliegen und ruhen.
    Siehe, weithin entflöhe ich, würde weilen in der Wüste. (Sela.)

    Ich wollte eilends entrinnen vor dem heftigen Winde, vor dem Sturme.
    Vernichte, Herr, zerteile ihre Zunge! denn Gewalttat und Hader habe ich in der Stadt gesehen.
    Tag und Nacht machen sie die Runde um sie auf ihren Mauern; und Unheil und Mühsal sind in ihrer Mitte.
    Schadentun ist in ihrer Mitte, und Bedrückung und Trug weichen nicht von ihrer Straße.

    Denn nicht ein Feind ist es, der mich höhnt, sonst würde ich es ertragen; nicht mein Hasser ist es, der wider mich großgetan hat, sonst würde ich mich vor ihm verbergen;
    sondern du, ein Mensch meinesgleichen, mein Freund und mein Vertrauter;
    die wir trauten Umgang miteinander pflogen, ins Haus Gottes wandelten mit der Menge.

    Der Tod überrasche sie, lebendig mögen sie hinabfahren in den Scheol! denn Bosheiten sind in ihrer Wohnung, in ihrem Innern.
    Ich aber, ich rufe zu Gott, und Jehova rettet mich.
    Abends und morgens und mittags muß ich klagen und stöhnen, und er hört meine Stimme.
    Er hat meine Seele in Frieden erlöst aus dem Kampfe wider mich; denn ihrer sind viele gegen mich gewesen.
    Hören wird Gott und sie demütigen, – er thront ja von alters her (Sela.); –

    weil es keine Änderung bei ihnen gibt und sie Gott nicht fürchten.
    Er hat seine Hände ausgestreckt gegen die, welche mit ihm in Frieden waren; seinen Bund hat er gebrochen.
    Glatt sind die Milchworte seines Mundes, und Krieg ist sein Herz; geschmeidiger sind seine Worte als Öl, und sie sind gezogene Schwerter.
    Wirf auf Jehova, was dir auferlegt ist, und er wird dich erhalten; er wird nimmermehr zulassen, daß der Gerechte wanke!
    Und du, Gott, wirst sie hinabstürzen in die Grube des Verderbens; die Männer des Blutes und des Truges werden nicht zur Hälfte bringen ihre Tage. Ich aber werde auf dich vertrauen.

  20. Thomasam 29. April 2009 um 07:11 Link zum Kommentar

    Psalm 56

    Von David.
    Als die Philister ihn in Gath ergriffen.

    Erweise mir Gunst, o Gott, denn der sterbliche Mensch hat nach mir geschnappt.
    Den ganzen Tag kriegführend, fährt er fort, mich zu bedrücken.
    Meine Feinde haben den ganzen Tag fortwährend [nach mir] geschnappt,
    Denn da sind viele, die mich hochmütig bekriegen.
    An welchem Tag auch immer ich in Furcht gerate, werde ich meinerseits ja auf dich vertrauen.
    In Gemeinschaft mit Gott werde ich sein Wort preisen.
    Auf Gott habe ich mein Vertrauen gesetzt; ich werde mich nicht fürchten.
    Was kann Fleisch mir antun?
    Den ganzen Tag fahren sie fort, meinen persönlichen Angelegenheiten zu schaden;
    All ihre Gedanken sind gegen mich zum Bösen.
    Sie greifen an, sie verbergen sich,
    Sie ihrerseits beobachten allezeit meine eigenen Tritte,
    Während sie auf meine Seele gelauert haben.
    Wegen [ihres] Schadenstiftens wirf sie hinweg.
    Im Zorn stürze sie, ja die Völker, o Gott.
    Daß ich ein Flüchtling bin, hast du selbst berichtet.
    Tu meine Tränen doch in deinen Schlauch.
    Sind sie nicht in deinem Buch?
    Zu jener Zeit werden meine Feinde zurückweichen, an dem Tag, an dem ich rufe;
    Dieses weiß ich wohl, daß Gott für mich ist.
    In Gemeinschaft mit Gott werde ich [sein] Wort preisen;
    In Gemeinschaft mit Jehova werde ich [sein] Wort preisen.
    Auf Gott habe ich mein Vertrauen gesetzt, ich werde mich nicht fürchten.
    Was kann der Erdenmensch mir antun?
    Mir, o Gott, obliegen Gelübde dir gegenüber.
    Ich werde dir Äußerungen der Danksagung darbringen.
    Denn du hast meine Seele vom Tod befreit —
    [Hast du] nicht meine Füße vor dem Straucheln [bewahrt]? —,
    Daß [ich] im Licht der Lebendigen vor Gott wandeln möge.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Psalm 56 ist der Ausdruck des Gefühls über die heftige und unermüdliche Feindschaft der Gottlosen, doch die Tränen des Gerechten sind in Gottes Schlauch gelegt. Gott wird anerkannt als der Höchste, es ist Sein Titel in Verbindung mit der Verheißung, nicht in Verbindung mit dem Bunde. Sein Bundesname ist Jehova, und hier sehen wir den Gerechten aus Jerusalem vertrieben.
    Doch das Wort Gottes ist ein sicherer Bergungsort. Es bringt der Seele die Wahrheit Gottes als Grundlage ihres Vertrauens und umfasst den ganzen Ausdruck Seiner Güte und Seiner Wege, Seiner Treue und auch Seines Interesses an Seinem Volke. Daher ist keine Menschenfurcht vorhanden. Die Seele des Gerechten wurde vom Tode errettet; er war entkommen und entflohen, und jetzt wendet er sich zu Gott, dass seine Füße bewahrt werden möchten, und dass er wandeln möchte vor dem Angesicht Gottes im Lichte der Lebendigen. Als Ausdruck der Gefühle eines Gerechten, der aus Jerusalem vertrieben ist und auf diese Weise geprüft wird, aber entkommt, nimmt dieser Psalm einen sehr ausgeprägten und bestimmten Platz ein.

    Was kann uns von Gottes Liebe trennen? Ist es wirklich eine Trennung vom Höchsten, wenn man sich nicht mit seinem Volk versammeln kann? Sind nicht vielmehr die von Gott getrennt, die sich zwar scheinbar innerhalb „der Mauern“ befinden, aber sich nicht an die Maßstäbe halten? Warum sollte ich Menschen fürchten? Wird der Allmächtige nicht alles zum Guten umwandeln, ja alle Schlechtigkeit wieder gutmachen?

  21. Thomasam 29. April 2009 um 07:31 Link zum Kommentar

    Psalm 57

    Kein Ausweg mehr? Eingeängt bis in die letzte scheinbare Situation? Mit dem Rücken zur Wand? „Nun wird der Gerechte doch wohl endlich seinen Glauben aufgeben?“ Nein – Davids Vertrauen und unser Vertrauen in den Allmächtigen kann von niemandem und keiner Situation irgendwie getrübt werden.

    Dem Vorsänger. «Verdirb nicht.»
    Eine Denkschrift Davids; als er vor Saul in die Höhle floh.

    Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig; denn bei dir birgt sich meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel nehme ich Zuflucht, bis das Unglück vorüber ist.
    Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der wohltut an mir.
    Er wird mir vom Himmel Rettung senden, zum Hohn machen den, der wider mich schnaubt. – (Pause.)

    Gott wird seine Gnade und Wahrheit senden.
    Meine Seele ist mitten unter Löwen, ich liege zwischen Feuerbränden, wohne unter Menschenkindern, deren Zähne Speere und Pfeile und deren Zungen scharfe Schwerter sind.
    Erhebe dich, o Gott, über den Himmel, über die ganze Erde deine Herrlichkeit!
    Sie haben meinen Füßen ein Netz gestellt, meine Seele niedergebeugt; sie höhlten eine Grube aus, fielen aber selbst hinein! – (Pause.)

    Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und spielen.
    Wache auf, meine Ehre, Psalter und Harfe, wacht auf! Ich will mit dem Morgenrot erwachen.
    Herr, ich will dich preisen unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten;
    denn deine Gnade ist groß; sie reicht bis zum Himmel, und deine Wahrheit bis zu den Wolken!

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Psalm 57 betrachtet mehr das Böse und die Bewahrung des Gläubigen, indem dieser sich auf das Wort stützt; er ist mehr der Ausdruck des Vertrauens auf Gott, als der Zuflucht des Gerechten, obwohl dieser in demselben Geiste, unter denselben Umständen und auch unter demselben Namen sich zu Gott wendet. Die Flügel Gottes sind ein Bergungsort, bis das Verderben vorübergezogen ist, und der Gläubige erwartet eine völlige Rettung von dem herrlichen Einschreiten Gottes, wodurch der Prüfung ein Ende gemacht werden wird. Gott wird vorn Himmel senden und retten.
    Daher ist der Schluss dieses Psalmes triumphierender als der des vorhergehenden. „Ich will dich preisen, Herr, unter den Völkern, will dich besingen unter den Völkerschaften. Denn groß bis zu den Himmeln ist deine Güte, und bis zu den Wolken deine Wahrheit“ (V. 9 u. 10). Der Gerechte erwartet, dass Gott Sich über die Himmel erhebe, und Seine Herrlichkeit über der ganzen Erde sei.
    Auf Erden gibt es keine Hilfe, niemanden, auf den er blicken könnte, aber das wirft ihn gerade völliger auf Gott lind bewirkt so ein zuversichtlicheres Vertrauen auf Seine Beschirmung und auf die schließliche Entfaltung Seiner Macht in der Rettung. So ist es stets.

  22. Juleam 29. April 2009 um 09:42 Link zum Kommentar

    Psalm 55 – 57

    Psalm 55:1-8

    Schenke doch Gehör, o Gott, meinem Gebet;
    Und verbirg dich nicht vor meinem Flehen um Gunst.

    2 Merke auf mich, und antworte mir.
    Ich werde rastlos umhergetrieben von meiner Besorgnis,
    Und ich kann nicht anders als Unruhe bekunden
    3 Zufolge der Stimme des Feindes, wegen des Drucks von seiten des Bösen.
    Denn fortgesetzt lassen sie Schädliches auf mich herabfallen,
    Und im Zorn feinden sie mich an.

    4 Mein Herz, es windet sich in mir vor Schmerzen,
    Und Todesschrecken, sie haben mich befallen.

    5 Furcht, ja selbst Zittern, kommt in mich,
    Und Schauder bedeckt mich.

    6 Und ich sage fortwährend: „O daß ich Flügel hätte wie eine Taube!
    Ich würde wegfliegen und mich niederlassen.

    7 Siehe! Ich würde weithin fliehen;
    Ich würde in der Wildnis übernachten. – Sela –
    8 Ich würde an einen Ort des Entrinnens für mich eilen
    Vor dem dahinstürmenden Wind, vor dem Sturm.“

    DAS Gefühl kenne ich sehr gut! Oft fühle auch ich mich so, als würde ich bewegungsunfähig an die Wand gedrückkt und bekäme keine Luft mehr. Dann möchte ich auch am liebsten fliehen, ganz weit weg.

    Aber ich weiß ja, dass so eine Flucht nichts bringen würde, denn der Druck ist ja nicht ortsgebunden, sondern an meine Person. Denn die Widersacher verfolgen uns ja nicht, weil wir hier an diesem Ort sind, sondern weil wir nach wie vor an unserem Glauben und an unserem Gott Jehova festhalten. Weil wir immer noch alles daran setzen, unserem Gott zu dienen, seine Gebote halten und uns in Gottes Liebe bewahren. Und das bereits seit Jahren und ohne dass jemand uns sieht. Wir sind seit Jahren von Gottes Volk abgeschnitten – aber das nur räumlich!

    Denn an unseren Gedanken, Gefühlen, an unserem Verhalten und unseren Zielen hat sich nichts geändert, auch wenn die Schadenstifter sich noch so viel Mühe geben. Wir werden auch weiterhin an unserem Gott und unserem Glauben festhalten – auch wenn es zur Zeit so scheint, als sei gerade dies der Grund für die ganzen Probleme und als ließen sie sich auf wunderbare Weise lösen, wenn wir nur von unserem Gott ablassen.

    Aber dieser Druck wird überall sein, an welchen Ort wir auch fliehen würden. Es würde sich nichts daran ändern. Wir müssen halt auf unseren Gott harren, darauf, dass die Zeit bald gekommen sein wird, in der ER die Dinge richtig stellen wird.

    Wir hoffen auf unseren Gott und werden auch weiterhin alles tun, um uns auch weiterhin in Gottes Liebe zu bewahren:

  23. Juleam 29. April 2009 um 09:43 Link zum Kommentar

    Psalm 55:16-18

    Was mich betrifft, ich werde zu Gott rufen;
    Und Jehova selbst wird mich retten.

    17 Abends und morgens und mittags kann ich nicht anders, als Besorgnis zu bekunden, und ich stöhne,
    Und er hört meine Stimme.

    18 Er wird bestimmt meine Seele erlösen [und] in Frieden [setzen] von dem Kampf gegen mich,
    Denn in Mengen sind sie schließlich gegen mich.

    Jehova selbst fordert uns ja dazu auf, unsere Sorgen und Nöte auf ihn zu werfen und wenn mir auch oft die Worte fehlen, weil ich vielleicht Angst habe, Jehova mit dem Gesagten zu kränken, so kann ich doch diese herrlichen Psalmen für mich sprechen lassen.

    Wirf deine Bürde auf Jehova,
    Und er selbst wird dich stützen.
    Niemals wird er zulassen, daß der Gerechte wankt.

    Eine wunderbare Vorkehrung von unserem Gott!

    Psalm 56:5-7

    Den ganzen Tag fahren sie fort, meinen persönlichen Angelegenheiten zu schaden;
    All ihre Gedanken sind gegen mich zum Bösen.

    6 Sie greifen an, sie verbergen sich,
    Sie ihrerseits beobachten allezeit meine eigenen Tritte,
    Während sie auf meine Seele gelauert haben.

    7 Wegen [ihres] Schadenstiftens wirf sie hinweg.
    Im Zorn stürze sie, ja die Völker, o Gott.

    Hups! Hat sich jetzt vielleicht jemand hier selbst erkannt? Na sowas, aber „jeder zieht sich den Schuh an, der ihm passt“ *grins*

    Psalm 57:1-3

    Erweise mir Gunst, o Gott, erweise mir Gunst,
    Denn zu dir hat meine Seele Zuflucht genommen;
    Und im Schatten deiner Flügel nehme ich Zuflucht, bis die Widerwärtigkeiten vorüber sind.

    2 Ich rufe zu Gott, dem Höchsten, zu dem [wahren] Gott, der [ihnen] meinetwegen ein Ende macht.

    3 Er wird vom Himmel her senden und mich retten.
    Er wird den bestimmt verwirren, der nach mir schnappt. Sela.
    Gott wird seine liebende Güte und seine Wahrhaftigkeit senden.

    hiervon bin ich felsenfest überzeugt und da ich im Laufe der Jahre bereits schon sehr viele „Erfahrungen mit Jehova“ gemacht habe, so bin ich davon überzeugt, dass auch die momentanen Widrigkeiten sehr bald in unserem Buch „Erfahrungen mit Jehova“ landen werden – als eindrucksvolles Zeugnis, wie wunderbar Jehova uns auch diesmal wieder aus den Fängen des Bösen befreit hat!

    Psalm 57:7,9-10

    Mein Herz ist fest, o Gott,
    Mein Herz ist fest.
    Ich will singen und Melodien spielen.

    9 Ich werde dich lobpreisen unter den Völkern, o Jehova;
    Ich werde dir Melodien spielen unter den Völkerschaften.

    10 Denn deine liebende Güte ist groß bis hinauf zu den Himmeln
    Und deine Wahrhaftigkeit bis hinauf zu den Wolkenhimmeln.

    Amen

  24. Juleam 30. April 2009 um 09:44 Link zum Kommentar

    Psalm 58 – 60

    Psalm 59:10.12-13.16-17

    Der Gott liebender Güte mir gegenüber wird mir selbst
    entgegenkommen;
    Gott selbst wird veranlassen, daß ich auf meine Feinde hinabblicke.
    12 [Wegen] der Sünde ihres Mundes, des Wortes ihrer Lippen;
    Und mögen sie gefangen werden in ihrem Stolz,
    Ja wegen des Fluches und des Truges, die sie aussprechen.

    13 Mache im Grimm ein Ende [mit ihnen];
    Mache ein Ende [mit ihnen], damit sie nicht [mehr] seien;
    Und mögen sie erkennen, daß Gott in Jakob herrscht bis an die Enden der Erde.
    Sela.

    16 Was aber mich betrifft, ich werde von deiner Stärke singen,
    Und am Morgen werde ich deine liebende Güte freudig kundtun.
    Denn du hast dich als eine sichere Höhe für mich erwiesen
    Und als ein Ort, an den ich fliehen kann am Tag meiner Bedrängnis.

    17 O meine STÄRKE, dir will ich Melodien spielen,
    Denn Gott ist meine sichere Höhe, der Gott liebender Güte mir
    gegenüber.

  25. Juleam 1. Mai 2009 um 01:12 Link zum Kommentar

    Psalm 61 – 63

    Psalm 61

    Dem Leiter auf Saiteninstrumenten. Von David.

    61 Höre doch, o Gott, meinen inständigen Ruf.
    Merke doch auf mein Gebet.

    2 Von dem äußersten Ende der Erde werde ich rufen, ja zu dir, wenn mein Herz
    schwach wird.
    Auf einen Felsen, der höher ist als ich, mögest du mich führen.

    3 Denn du hast dich mir als eine Zuflucht erwiesen,
    Als ein starker Turm angesichts des Feindes.

    4 Ich will Gast sein in deinem Zelt auf unabsehbare Zeiten;
    Ich will Zuflucht nehmen in der Verborgenheit deiner Flügel. Sela.

    5 Denn du selbst, o Gott, hast auf meine Gelübde gehört.
    Du hast [mir] das Besitztum derer gegeben, die deinen Namen fürchten.

    6 Tage wirst du den Tagen des Königs hinzufügen;
    Seine Jahre werden sein wie Generation um Generation.

    7 Er wird wohnen auf unabsehbare Zeit vor Gott;
    O bestelle liebende Güte und Wahrhaftigkeit, daß diese ihn behüten mögen.

    8 So will ich Melodien spielen deinem Namen immerdar,
    Damit ich meine Gelübde Tag für Tag bezahle.

    In der damaligen Zeit kam es vor dass Jehova die Namen bestimmter seiner Diener änderte. Diese Namen hatten immer eine sehr tiefe Bedeutung.

    Dieser Psalm hier, den David verfasst hat, drückt sehr starke Zuversicht aus. Erst bittet er Jehova, ihn doch aus der Hand seiner Feinde zu befreien, doch bereits in Vers 3 redet er so, als habe Jehova ihn bereits befreit. Dies drückt seine starke Zuversicht aus, dass Jehova ihn ganz sicher befreien wird.

    Auch ich habe Ende 2006 – im Zusammenhang mit der gesetzlichen Eintragung meiner Ehe – meinen Namen ändern lassen. Da die Kinder (aus erster Ehe) meines Mannes alle zwei Namen und zudem biblische haben, wollte auch ich einen zweiten Namen dazu nehmen, einen bibischen.

    Mein Mann und ich haben lange gesucht.

    Die Frage kam auf, was er denn bedeuten solle – und so kam mein Mann auf den Namen JARIBA. Er ist die weibliche Form von Jarib, der bedeutet „Jehova hat meinen Rechtsfall geführt“ und drückt damit den gleichen Gedanken aus, wie David hier im 60. Psalm. Genau das, was ich wollte.

    Und so heisse ich nun seit Ende 2006 Jule Jariba Pape und dieser Name schafft immer wieder Gelegenheiten, von meinem wundervollen Gott Zeugnis zu geben. Denn Jariba ist kein gängiger Name und die meisten finden, dass er sehr gut klingt und fragen, woher er kommt. So habe ich die Gelegenheit, das „Woher“ und den Sinn zu erklären und das ist immer wieder ein gutes und schönes Gefühl!

  26. Juleam 1. Mai 2009 um 01:13 Link zum Kommentar

    Psalm 62:2

    Ja, er ist mein Fels und meine Rettung, meine sichere Höhe;
    Ich werde nicht so sehr zum Wanken gebracht
    werden.

    Ist uns hier das kleine Wörtchen „sehr“ aufgefallen?

    Ich fühle mich immer wieder schuldig und unäahig, wenn ich wegen der ganzen Anfeindungen mal in die Knie gehe. Denke dann oft, „ob das wohl bedeutet, dass ich keinen Glauben mehr habe?“ oder „bin ich im Glauben schwach geworden?“ und das macht mich dann sehr traurig.

    Hier sagt David nicht, dass der Gerechte immer stark ist und aufrecht steht, sondern dass er „nicht so sehr“ zum Wanken gebracht würde.

    Ein sehr tröstlicher Gedanke für mich – und sicherlich für viele andere
    aufrichtige Anbeter Jehovas auch!

  27. Juleam 1. Mai 2009 um 01:15 Link zum Kommentar

    Psalm 62:5-8

    Ja, auf Gott warte still, o meine Seele,
    Denn von ihm ist meine Hoffnung.

    6 Ja, er ist mein Fels und meine Rettung, meine sichere Höhe;
    Ich werde nicht zum Wanken gebracht werden.

    7 Auf Gott beruht meine Rettung und meine Ehre.
    Mein starker Fels, meine Zuflucht ist in Gott.

    8 Vertraut auf ihn zu allen Zeiten.
    Vor ihm schüttet euer Herz aus.
    Gott ist uns eine Zuflucht. Sela.

    Psalm 63:6-8

    Wenn ich deiner gedacht habe auf meinem Lager,
    Sinne ich über dich nach während der Nachtwachen.

    7 Denn du hast dich mir als Beistand erwiesen,
    Und im Schatten deiner Flügel juble ich.

    8 Meine Seele ist dir anhänglich gefolgt;
    Mich hält deine Rechte ständig fest.

    ach ja, nun endlich kommen all die Psamen über die Befreiung. Nun haben wir so viele Tage von Davids Not und seinem Hilferuf und seinem Vertrauen in Jehova gelesen – nun endlich kommt der Teil, wo David über seine Befreiung aus Sauls Hand jubiliert.

    Auch wir werden bald jubilieren und unserem Gott sehr viele Loblieder singen, denn Jehova wird auch uns sehr bald aus der Hand „unseres Sauls“ befreien. Wie wunderbar.

    Amen!

  28. Juleam 2. Mai 2009 um 01:18 Link zum Kommentar

    Psalm 64 – 66

    Psalm 64:2-6

    Mögest du mich verbergen vor dem vertraulichen Gespräch von
    Übeltätern,
    Vor dem Tumult derer, die Schädliches treiben,
    3 Die ihre Zunge geschärft haben gleich einem Schwert,
    Die ihren Pfeil gezielt haben, bittere Rede,
    4 Um von verborgenen Orten aus auf einen Untadeligen zu schießen.
    Plötzlich schießen sie auf ihn und fürchten sich nicht,

    5 Sie halten sich an schlechte Rede;
    Sie reden davon, Fallstricke zu verbergen.
    Sie haben gesagt: „Wer sieht sie?“

    6 Sie forschen ständig ungerechten Dingen nach;
    Sie haben einen gut erforschten, schlauen Anschlag verborgen,
    Und das Innere eines jeden, ja [sein] Herz, ist tief.

    immer das Gleiche, immer dieselbe Masche. Fällt denen eigentlich nichts Neues ein? Wissen sie, dass sie sich mir diesem ihren Verhalten als Übeltäter, Schadenstifter outen, als Menschen, die Jehova Gott NICHT dienen? Ist ihnen das klar?

  29. Juleam 2. Mai 2009 um 01:19 Link zum Kommentar

    Psalm 66:16-20

    Kommt, hört zu, ihr alle, die ihr Gott fürchtet, und ich will
    erzählen,
    Was er für meine Seele getan hat.

    17 Zu ihm rief ich mit meinem Mund,
    Und Erhebung gab es mit meiner Zunge.

    18 Wenn ich es in meinem Herzen auf irgend etwas Schädliches abgesehen habe,
    Wird Jehova [mich] nicht hören.

    19 Wahrlich, Gott hat gehört;
    Er hat gemerkt auf die Stimme meines Gebets.

    20 Gesegnet sei Gott, der mein Gebet nicht abgewiesen
    Noch seine liebende Güte von mir [abgewandt] hat.

    können wir dies auch von uns ganz persönlich sagen?
    Wie ist unser Lebenswandel?
    Wird Jehova unsere Gebete erhören – oder sich angewidert von uns abwenden?

    Vielleicht ist es ja mal wieder an der Zeit, uns einer ehrlichen
    Selbstprüfung
    zu unterziehen?!

  30. Juleam 3. Mai 2009 um 01:22 Link zum Kommentar

    Psalm 67 – 69

    Psalm 68:1

    Möge Gott aufstehen, mögen seine Feinde zerstreut werden,
    Und mögen die ihn aufs tiefste Hassenden seinetwegen
    fliehen.

    Hier werden die Übeltäter und Schadenstifter als das bezeichnet, was sie wirklich sind: als die, die Jehova aufs tiefste hassen!

    Da wir unseren Gott von Herzen lieben, werden wir sicherlich alles meiden, was den Eindruck erwecken könnte, dass wir Jehova hassen. Also seien wir uns dieses Zusammenhanges bitte immer bewußt, bei allem, was wir tun!

  31. Juleam 3. Mai 2009 um 01:24 Link zum Kommentar

    Psalm 68:19-21

    Gesegnet sei Jehova, der täglich die Last für uns trägt,
    Der [wahre] Gott unserer Rettung. Sela.

    20 Der [wahre] Gott ist für uns ein Gott rettender Taten;
    Und Jehova, dem Souveränen Herrn, gehören die Auswege aus dem Tod.

    21 Ja, Gott selbst wird das Haupt seiner Feinde zerschmettern,
    Den Haarscheitel irgend jemandes, der in seiner Verschuldung
    einhergeht.

    also keine leichte Sache. Bedenken wir doch bitte immer den Ausgang einer Sache – und lassen wir uns nicht durch momentanen Erfolg Sand in die Augen streuen.

    Begreifen wir bitte endlich wirklich, wie wichtig es ist, das zu lieben, was Jehova liebt und das zu hassen, was er hasst. Machen wir uns seine Denkweise zu eigen.

    Ziehen wir diese neue Persönlichkeit wirklich sorgfältig an und
    versäumen wir bitte nicht, die verschmutzte und verunreinigte Kleidung vorher auszuziehen und uns sorgfältig zu waschen!

    Oder wie denkst du über jemanden, der sein Hochzeitsgewand anhat, aber darunter noch seine stinkende und verdreckte Kleidung trägt? Vielleicht zeichnen sich die Lumpen noch unter dem zarten kostbaren Gewebe des herrlichen Gewandes ab. Zerstört dies nicht den erhabenen Eindruck? Und wenn die Braut an dir vorbei zum Altar schreitet, wie denkst du über sie, wenn sie einen durchdringenden penetranten Geruch nach Exkrementen und Schweiß der letzten Jahre nach sich zieht??

    Aber eine Braut, ein Hochzeitspaar, was vorher ausgiebig gebadet hat und dann sorgfältig sein Festgewand angezogen hat – ist wirklich eine Wohltat fürs Auge und wenn beim Vorbeigehen an unserem Platz eine sanfte Wolke voll herrlichen Wohlgeruchs unsere Nase streift, dann sind wir begeistert.

    Dies gilt auch für unsere Persönlichkeit, unser Verhalten, unsere Gedanken und unsere Gefühle.

    Sollten wir unsere Umgebung mit einem penetranten Geruch stören – selbst, wenn wir persönlich es nicht bemerken und uns einreden, wir seien rein: noch ist es nicht zu spät, die verschmutzte stinkende Kleidung abzulegen, uns zu reinigen und sorgfältig die saubere reine Kleidung – die neue Persönlichkeit nach Gottes Willen – anzuziehen.

    Verpassen wir nicht diese günstige Gelegenheit!

  32. Juleam 3. Mai 2009 um 01:25 Link zum Kommentar

    Psalm 69:1-3

    Rette mich, o Gott, denn die Wasser sind bis an die Seele
    gekommen.

    2 Ich bin hinabgesunken in tiefen Schlamm, wo es keinen Grund zum Stehen
    gibt.
    Ich bin in tiefe Wasser gekommen,
    Und ein [Wasser]schwall, er hat mich fortgeschwemmt.

    3 Ich bin müde geworden von meinem Schreien;
    Meine Kehle ist heiser geworden.
    Meine Augen haben versagt, während ich auf meinen Gott harrte.

    Psalm 69:6-10

    O mögen die auf dich Hoffenden nicht beschämt werden meinetwegen,
    O Souveräner Herr, Jehova der Heerscharen!
    O mögen die dich Suchenden nicht gedemütigt werden meinetwegen,
    O Gott Israels!

    7 Denn deinetwegen habe ich Schmach ertragen,
    Demütigung hat mein Angesicht bedeckt.

    8 Ich bin meinen Brüdern ein Entfremdeter geworden
    Und ein Ausländer den Söhnen meiner Mutter.

    9 Denn echter Eifer um dein Haus hat mich verzehrt,
    Und selbst die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.

    10 Und ich habe dann beim Fasten meiner Seele geweint,
    Aber es wurde mir zu Schmähungen.


    Palm 69:13-14

    Was aber mich betrifft, mein Gebet war an dich [gerichtet], o
    Jehova,
    Zur annehmbaren Zeit, o Gott.
    In der Fülle deiner liebenden Güte antworte mir mit der Wahrheit der von dir
    [bewirkten] Rettung.

    14 Befrei mich aus dem Schlamm, daß ich nicht versinke.
    O daß ich befreit werden möge von denen, die mich hassen, und aus den tiefen
    Wassern.

    Psalm 69:19-20

    Du selbst hast meine Schmach erkannt und meine Schande und meine
    Demütigung.
    Alle, die mich befeinden, sind vor dir.

    20 Schmach selbst hat mein Herz gebrochen, und [die Wunde] ist unheilbar.
    Und ich hoffte unaufhörlich auf jemand, der Mitgefühl zeigen würde, doch da war
    keiner,
    Und auf Tröster, aber ich fand keinen.

    Psalm 69:28-36

    Laß sie ausgetilgt werden aus dem Buch der Lebenden,
    Und mit den Gerechten mögen sie nicht eingeschrieben sein.

    29 Ich aber bin niedergedrückt und schmerzbeladen.
    Möge deine eigene Rettung, o Gott, mich beschützen.

    30 Ich will den Namen Gottes im Lied preisen,
    Und mit Danksagung will ich ihn hoch erheben.

    31 Das wird Jehova auch mehr gefallen als ein Stier,
    Als ein junger Stier, der Hörner aufweist, der gespaltene Hufe hat.

    32 Die Sanftmütigen werden [es] bestimmt sehen; sie werden sich freuen.
    Ihr, die ihr Gott sucht, möge euer Herz auch am Leben bleiben.

    33 Denn Jehova hört auf die Armen,
    Und er wird ja seine eigenen Gefangenen nicht verachten.

    34 Mögen Himmel und Erde ihn preisen,
    Die Meere und alles, was sich darin regt.

    35 Denn Gott selbst wird Zion retten
    Und wird die Städte Judas bauen;
    Und man wird gewiß dort wohnen und davon Besitz nehmen.

    36 Und die Nachkommen seiner Knechte, sie werden es erben,
    Und die seinen Namen lieben, werden es sein, die darin weilen.

    wie wichtig ist uns persönlich unser persönliches Verhältnis zu unserem Schöpfer?

  33. Thomasam 30. April 2010 um 16:17 Link zum Kommentar

    Psalm 58-60
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 58
    Jede Gerechtigkeit schweigt in Israel. Die Gottlosen sind gottlos, und nichts anderes. Der Gottesfürchtige wartet auf das Gericht über sie, denn „wird dem Gesetzlosen Gnade erzeigt, so lernt er nicht Gerechtigkeit: im Lande der Geradheit handelt er unrecht“ (Jes 26, 10). Von denselben Menschen sagt David: „Man ergreift sie nicht mit der Hand, und der Mann, der sie anrührt, versieht sich mit Eisen und Speeresschaft“ (2. Sam 23, 6. 7). Daher wartet der Gerechte auf das Gericht, auf das nach dem eigenen Zeugnis Gottes allein mögliche Mittel zur Beseitigung des Bösen; denn Gott hat ihnen in vollstem Maße Geduld erwiesen, aber selbst wenn Gottes Hand hoch erhoben ist, wollen sie nicht schauen (Jes 26, 11). Doch die Rache zur Befreiung der Gerechten wird kommen, und die Menschen werden sagen: „Fürwahr, es gibt Lohn für den Gerechten; fürwahr, es gibt einen Gott, der auf Erden richtet!“ (vgl. Jes 26, 9). Das ist der Zweck dieser schrecklichen Gerichte: sie führen die Regierung und das gerechte Gericht Gottes auf der Erde herbei….
    Psalm 59 zeigt uns mehr die auswärtigen Feinde. Bei ihnen findet sich dieselbe Gottlosigkeit, aber in Verbindung mit menschlicher Macht. Doch auch sie müssen gerichtet werden, damit das Böse hinweggetan werde. Auch hatte nicht die Sünde Israels gegen die Heiden deren Herrschaft über sie gebracht, wenn Gott sie auch wegen ihrer Sünde gegen Ihn züchtigen mochte, so dass Er gerechtfertigt war. Der leidende Überrest wartet daher auf das Einschreiten Jehovas, um die Feinde zu richten; und Jehova wird alle Nationen heimsuchen. Sie werden nicht vertilgt, sondern zerstreut werden; doch als Macht werden sie auch wirklich vernichtet, und viele, wie wir wissen, werden getötet werden.
    Dieser Psalm redet nicht von einer Wiederherstellung der Segnung; es handelt sich vielmehr um Gericht, und zwar um ein fortschreitendes, noch nicht beendigtes Gericht der hochmütigen und gottlosen Feinde. Obwohl sie sich in ihrer Wut zum Höhepunkt der Bosheit erheben, werden sie schwer gezüchtigt und vertilgt werden..
    In Psalm 60 erkennt der Überrest an, dass Gott sie verworfen hat. Ihre einzige Hoffnung ist, dass Er Sich ihnen wieder zuwenden werde. Und das gerade ist es, was die Gerechtigkeit Israels als Volk ausmacht: da ist kein Suchen nach anderer Hilfe, kein Geist der Empörung; sie nehmen die Strafe für ihre Ungerechtigkeit an. Doch Gott hatte Sein Panier unter den Treuen in Israel aufgerichtet. Er war ihr Jehova-Lissi. Sie blicken jetzt auf Ihn. Der weitere Inhalt des Psalmes zeigt uns, wie Gott Sein Recht auf das Land der Verheißung behauptet. Durch Ihn wird Israel den Sieg davontragen.

    Ihr Mächtigen, trefft ihr wirklich gerechte Entscheidungen? Gilt noch gleiches Recht für alle, wenn ihr eure Urteile fällt? Nein! Schon eure Gedanken sind von Ungerechtigkeit verseucht, mit Willkür und Gewalt versklavt ihr das Land. Diese Rechtsbrecher sind von Geburt an verlogen und verdorben. Sie sind giftig wie Schlangen. Doch wenn es darauf ankommt, sich etwas sagen zu lassen, dann stellen sie sich taub wie eine Schlange, bei der jede Kunst des Beschwörers versagt.
    Rette mich vor diesen böswilligen Menschen, die vor keiner Bluttat zurückschrecken! Siehst du nicht, wie sie mir auflauern, um mich zu töten? Alles, was in ihrer Macht steht, haben sie gegen mich aufgeboten. Doch niemand kann mir vorwerfen, ich hätte treulos gehandelt oder sonst ein Unrecht begangen, Herr. Obwohl ich völlig unschuldig bin, kommen sie angelaufen und umstellen mein Haus.

    Könnte ja fast heute geschrieben worden sein! Ähnliche Gedanken gehen wohl heute den Gerechten oft durch den Kopf, wenn die Bösen sich an ihnen auswüten. Manchmal könnte man glauben, dass diese verlogenen Bösen sich ihrer Untaten gar nicht bewusst sind. Doch der Psalmenschreiber hat recht – diese schrecken absichtlich vor keiner Bluttat zurück – sie sind böswillige Menschen, und dies nicht nur in einer kurzen Phase ihres Lebens sondern ihr gesamtes Leben lang und verdienen deshalb das Strafgericht Jehovas – hoffentlich befreit er uns bald von dieser Plage!

  34. Thomasam 1. Mai 2010 um 16:25 Link zum Kommentar

    Psalm 61-63
    Zitate von J.N.Darby


    Der Hauptzug in allen diesen Psalmen ist das Vertrauen auf Gott, wenn alles gegen den Gottesfürchtigen ist. Je widriger alle Umstände sind, desto mehr vertraut er darin auf Gott… Vermutlich sind viele Psalmen dieses Buches entstanden, als David durch Absalom vertrieben war. Dieses Vertrauen auf Gott, das Ihn bittet zu hören, wird in Psalm 61 ausgedrückt. Wir haben hier nicht das Flehen des Gerechten gegenüber den Feinden, sondern das Verschmachten seines Herzens unter dem Gefühl, dass er vertrieben ist; aber wenn er sich auch am Ende der Erde befindet und sein Geist zu Boden gedrückt ist, so schreit er doch zu Gott und erwartet, dass Gott ihn auf einen Felsen leiten werde, der ihm selbst zu hoch ist, um ihn so vor der Flut zu schützen. So ist sein Vertrauen wiederhergestellt. Es ist ein gekannter Gott, auf den er vertraut, wie groß auch seine Trübsale sein mögen. In Vers 5 drückt er das bestimmte Bewusstsein aus, dass Gott ihn erhört habe. Die Gelübde, die er zu Ihm empor gesandt hat, haben Gottes Ohr droben erreicht; vollkommene Segnungen werden auf ihm ruhen, und unter Segnung wird er seine Gelübde bezahlen. … Sein Gesang wird der ihrige werden; dass Er ihn gesungen hat, wird ihnen zum Trost gereichen, wenn Verzweiflung sie erfassen möchte. Obwohl das Vertriebensein aus Jerusalem die Veranlassung zu diesem Psalm ist und gefühlt wird, beschäftigt er sich doch nicht mit der Ursache desselben, der Gottlosigkeit, sondern mit der Natur, mit dem menschlichen Herzen, das darunter zu Boden gedrückt ist.

    In Psalm 62 kommt das Vertrauen noch mehr zum Ausdruck; hier haben wir nicht das Flehen eines niedergebeugten Herzens, sondern ein freies Aufschauen, so dass der Gläubige nicht zu Boden geworfen wird. Die Seele wartet auf Gott, sie hat in der Tat nichts anderes, aber sie begehrt auch nichts anderes. Sie wartet auf Gott und fragt zugleich: „Bis wann?“ Gott wird gewisslich zur rechten Zeit einschreiten, und dann wird es sich zeigen, wem die Macht gehört. Der Psalm ist der Ausdruck persönlicher Gefühle und kann von jedem Gläubigen des Überrestes ausgesprochen werden. Bis wann werden sie gegen einen Mann Böses ersinnen? Was ist ihr Ziel? Warum hassen sie ihn und trachten danach, ihn durch Falschheit von seinem Platz wegzustoßen – von dem Platz der Segnung Gottes, auf den Er den Gottesfürchtigen in Israel gestellt hat? … Indem er sagt: „Meine Zuflucht“, zeigt Er, dass Er sie besaß; doch diese Verständigen werden die Menge unterweisen und viele von ihnen zur Gerechtigkeit weisen (vgl. Dan 12, 3 und Jes 53, 11). Vor allem hat dies der eine wahre Verständige getan. Sie sollen nicht auf die Großen und Gewalttätigen der Erde vertrauen. Die Stärke ist Gottes, und Sein ist die Güte. Sie sollen auf Ihn als auf einen Gott der Gerechtigkeit vertrauen und in Lauterkeit wandeln und sich nicht durch die Wohlfahrt der Gesetzlosen verleiten lassen; denn der Herr wird einem jeden vergelten nach seinem Werke. Die Gottlosen trachten danach, die Armen der Herde niederzuwerfen, da sie trotz allem sich doch bewusst sind, dass die Hoheit Gottes mit diesen … ist. Das ist die Veranlassung zu diesem Psalm, der den Glauben der Heiligen zum Ausdruck bringt und das Volk ermahnt, nicht auf die Großen der Erde, sondern auf Gott zu vertrauen. jene sind auf der Erde erhöht, aber die wahre Erhöhung von Seiten Gottes ist bei Christo und bei denen, die also wandeln, die Gott fürchten und der Stimme Seines Knechtes gehorchen.

    Psalm 63 redet von dem Verlangen der Seele, die noch vertrieben und fern vom Heiligtum ist, aber durch den Glauben an die Güte selbst ist das Teil der Seele selbst in der Wüste Lobgesang, und Mark und Fett werden ihr als Speise dargereicht. In dieser Beziehung ist der Psalm wunderschön: die Seele kennt Gott, und das bringt zu allen Zeiten Lobgesang in ihr hervor. Zweierlei wird besonders hervorgehoben: erstens – und das ist ein kostbares Wort – weil Gottes Güte besser ist als Leben, preisen die Lippen des Gläubigen Gott, obgleich das Leben in der Wüste Leiden mit sich bringt, und zweitens, weil Gott ihm zur Hilfe gewesen ist, will der Gerechte jubeln in dem Schatten Seiner Flügel. Vers 8 beschreibt das praktische Ergebnis: seine Seele folgt Gott unmittelbar nach, und Gottes Rechte hält ihn aufrecht. Er verlangt danach, die Macht und Herrlichkeit Gottes zu sehen, wie er sie gesehen hatte, und seine Seele wird jetzt schon wie mit Mark und Fett gesättigt, und zwar in den stillen Nachtwachen, wenn er, fern von dem Geräusch der Welt, in der Stille sich selbst überlassen ist. Die nach dem Leben des Gerechten trachten, um es zu verderben, werden hinabfahren in den Hades; aber der König wird sich in Gott freuen. Die Seinen Namen bekennen, sollen sich rühmen, aber die Falschen, die sich von Ihm abwenden, sollen beschämt werden. Wir haben hier wieder den König, und der Psalm bezieht sich auf Christum in einem höheren Sinne als auf den Überrest. Bei Ihm war es das Verlangen, die Herrlichkeit zu sehen, aus der Er herabgekommen war; für den Juden war sie in dem Tempel. Für uns, die wir die Herrlichkeit und das Heiligtum gesehen haben, in die Er eingegangen ist, ist es ein Christus, der uns durch den Glauben offenbart worden ist.

    Im Wachtturm hieß es 1979:

    Was ist besser als Leben?
    FÜR viele Menschen ist das Leben an sich das Kostbarste, was sie besitzen. Aber das trifft nicht auf Gottes wahre Diener zu. Sie schätzen den vertrauten Umgang, den sie mit ihrem himmlischen Vater haben, höher ein als alles andere, sogar höher als ein Leben, getrennt von ihrem Schöpfer. Diese Einstellung hatte auch David, was aus Psalm 63 hervorgeht. Da er von sich als „König“ spricht, stammt dieser Psalm wahrscheinlich aus der Zeit, als er wegen der Auflehnung Absaloms aus Jerusalem fliehen mußte und sich in der Wildnis von Juda aufhielt. In dieser Wildnis von glatten, abgerundeten kahlen Bergen gibt es keinen Wasserlauf; kein Fluß entspringt dort. Man stelle sich vor, wie durstig man in einer solchen Gegend werden kann! David geht von den Folgen seines Aufenthalts in diesem trockenen und unwirtlichen Gebiet aus und spricht von seinem Sehnen nach seinem Gott. Er vergleicht sein Verlangen nach Gemeinschaft mit seinem Gott mit dem Sehnen nach Wasser in einer trockenen Wildnis. Wir lesen: „O Gott, du bist mein Gott, ich suche dich ständig. Meine Seele dürstet nach dir. Nach dir hat mein Fleisch mit Verlangen geschmachtet in einem trockenen und lechzenden Land, wo es kein Wasser gibt“ (Ps. 63:1). Warum sucht David seinen Gott? Er wünscht sich die Gunst, die Leitung und den Schutz Jehovas. Sein Verlangen nach Hilfe und Erfrischung von Jehova ist so stark, daß er sogar sagt, es erschöpfe ihn oder er schmachte nach dieser Hilfe. Da David den Ort der sinnbildlichen Wohnung Jehovas verlassen mußte, denkt er an die Zeit zurück, als er noch freien Zugang zum Heiligtum hatte. Er sagt: „So habe ich dich an der heiligen Stätte erblickt, als ich deine Stärke und deine Herrlichkeit sah“ (Ps. 63:2). Im Heiligtum war sich David der Gegenwart Gottes besonders bewußt gewesen, so als ob er den Höchsten gesehen oder wahrgenommen habe. Dort zeigten sich Jehovas Herrlichkeit und Stärke. Die Äußerungen des Lobpreises, der Danksagung und der Freude, die von den Anbetern zum Ausdruck gebracht wurden, verherrlichten den Höchsten. Ja, das, was gesagt und getan wurde, pries oder rühmte Jehova als einen Gott rettender Taten. Durch die von Herzen kommenden Äußerungen der ergebenen Anbeter wurde die Stärke des Allmächtigen offenbar. David bringt seine Dankbarkeit dafür zum Ausdruck, daß Jehova sein Gott ist. Er fährt mit den Worten fort: „Denn deine liebende Güte ist besser als Leben, meine eigenen Lippen werden dich loben. So werde ich dich segnen zeit meines Lebens; in deinem Namen werde ich meine Handflächen erheben. Wie mit dem Besten, ja mit Fettigkeit, ist meine Seele gesättigt. Und mit Lippen von Jubelrufen bringt mein Mund Lobpreis dar“ (Ps. 63:3-5). Was David betraf, so bestand sein ganzer Lebenszweck darin, Jehova Gott für die Äußerungen seiner liebenden Güte oder seines aktiven mitfühlenden Interesses zu preisen. Für den Psalmisten war Jehovas liebende Güte besser als das Leben selbst, denn die loyale Liebe, die Gott ihm gegenüber zum Ausdruck brachte, verlieh seinem Leben wirklich Sinn und Inhalt. Deshalb fühlte sich David gedrängt, Jehova ständig zu lobpreisen. Er war entschlossen, solange er noch lebte, den Höchsten zu segnen oder gut von ihm zu sprechen. Voller Dankbarkeit gegenüber Jehova erhob er seine Hände zum Gebet. a er Gottes Liebe und Fürsorge erlebt hatte, fühlte er sich völlig befriedigt. Er hatte das Beste, das Auserlesenste, empfangen. Daher würde von seinen Lippen ständig freudiger Lobpreis für den Allmächtigen kommen. Selbst in wachen Stunden während der Nacht dachte David an seinen Gott und an das, was dieser für ihn getan hatte. Wir lesen: „Wenn ich deiner gedacht habe auf meinem Lager, sinne ich über dich während der Nachtwachen. Denn du hast dich mir als Beistand erwiesen, und im Schatten deiner Flügel juble ich“ (Ps. 63:6, 7). Zur Zeit Davids kannten die Israeliten drei Nachtwachen. Die erste dauerte von 18 bis 22 Uhr, die zweite von 22 Uhr bis 2 Uhr morgens und die dritte von 2 bis 6 Uhr morgens. Wenn der Psalmist in der Zeit, in der er während dieser Nachtwachen nicht schlief, über Jehova nachdachte, zeigte er bestimmt große Wertschätzung für die Hilfe, die er dadurch erhalten hatte, daß ihn der Höchste gleichsam mit Flügeln beschützte. Unter diesem Schutz konnte David seiner Freude Ausdruck geben. Weil der Psalmist Jehova liebte, suchte er ihn nachzuahmen. Er sagte weiter: „Meine Seele ist dir anhänglich gefolgt.“ Mit welchem Ergebnis? „Mich hält deine Rechte ständig fest“ (Ps. 63:8). Ja, Jehova streckte seine Rechte, die Hand der Gunst, aus und erhielt seinen Diener aufrecht. Anders verhält es sich mit denen, die ihren Schöpfer außer acht lassen. Wir lesen: „Was die betrifft, die mir nach der Seele trachten zu deren Verderben: Sie werden in die untersten Teile der Erde kommen. Sie werden der Macht des Schwertes überliefert werden; Füchsen werden sie zuteil werden“ (Ps. 63:9, 10). Mit diesen Worten drückte David die Zuversicht aus, daß seine Feinde besiegt und in die Grube des Todes geworfen würden. Sie würden mit dem Schwert getötet werden, und ihre Leichname würden von aasfressenden Füchsen verzehrt werden. Es ist bemerkenswert, daß Absalom und seine vielen Anhänger in der Schlacht eine demütigende Niederlage erlitten. Tausende kamen dabei ums Leben (2. Sam. 18:7, 8, 15-17).David hatte nicht umsonst auf Jehova vertraut. Dieses Vertrauen kommt gut im abschließenden Vers des 63. Psalms zum Ausdruck. Er lautet: „Und der König selbst wird sich in Gott freuen. Ein jeder, der bei ihm schwört, wird sich rühmen, denn der Mund derer, die Falschheit reden, wird verstopft werden“ (V. 11). David würde sich aufgrund dessen, was Jehova für ihn tat, freuen können. Andere, die wie David aufrichtig im Namen Jehovas schwören könnten, sollten sich dessen rühmen oder darauf stolz sein. Warum? Sie sind nur deswegen dazu in der Lage, weil sie vom Höchsten anerkannt werden. Doch der Mund all derer, die im Namen Gottes Falschheit reden und von ihm nicht anerkannt werden, wird durch den Tod zum Schweigen gebracht. Es ist tatsächlich so, wie David sagt: Jehovas „liebende Güte ist besser als Leben“. Daß wir uns als anerkannte Diener unseres himmlischen Vaters einer vertrauten Gemeinschaft mit ihm erfreuen können, verleiht unserem Leben Sinn und sichert uns seine Hilfe und Leitung. Überdies können wir gemäß der göttlichen Verheißung erwarten, einmal ewig in Glück zu leben (Offb. 21:4).

    Wohin fliehen vor dem Bösen heute? Was, wenn der Zugang zu den religiösen zufluchtsorten versperrt ist?

    Höre, Gott, mein Schreien, horche auf mein Gebet! Vom Ende der Erde rufe ich zu dir, weil mein Herz verzagt; du wollest mich auf den Felsen leiten, der mir zu hoch ist. Denn du bist mir eine Zuflucht geworden, ein starker Turm vor dem Feind.
    Wie lange wollt ihr einen Mann bestürmen, morden3 ihr alle – wie eine überhängende Wand, eine eingestoßene Mauer? Sie planen nur, ihn von seiner Höhe zu stoßen; sie finden Gefallen an der Lüge;

    Der Psalmenschreiber floh zu Jehova – nicht in den Tempel – sondern schüttete sein Wort und seine Angst vor ihm aus, und hatte das feste Vertrauen, dass Jehova für ihn eine Zuflucht sein würde. Auch wir haben nicht mehr, als diese starke Zuflucht.Nur durch seine Macht können wir heute noch existieren, ansonsten hätten die Bösen uns wohl längst besiegt.

    Denn du bist mir zur Hilfe geworden, und im Schatten deiner Flügel kann ich jubeln. Meine Seele hängt an dir, deine Rechte hält mich aufrecht.

  35. Thomasam 2. Mai 2010 um 16:30 Link zum Kommentar

    Psalm 64-66
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 64 redet hauptsächlich von dem unaufhörlichen und ränkevollen Hass der Feinde und von dem Schreien zu Gott: Gott wird plötzlich einen Pfeil auf sie schießen (V. 8). Dieses Gericht wird zur Folge haben, dass alle Menschen sich fürchten, dass sie das Tun Gottes verkündigen und Sein Werk erwägen werden. Wenn das Gericht gekommen ist, wird sich der Gerechte in Jehova freuen; hier wird Sein Bundesname gebraucht, da das Gericht die Macht des Bösen beseitigt hat. Die von Herzen Aufrichtigen rühmen sich. So führt das Gericht das Tausendjährige Reich herbei.

    Psalm 65 bis Psalm 67 stellt uns die helle Seite dar, das völlige und freudige Vertrauen des Heiligen, der auf die Segnungen rechnet, wiewohl er sie noch nicht erlangt hat, während wir ihn bisher vor Augen hatten, wie er unter dem Gefühl der Macht des Feindes stand, oder zu Gott schrie und auf Ihn wartete. In Psalm 65 ist für das Lob die Tür noch nicht geöffnet. Der Lobgesang schweigt in Zion; aber so wird es nicht bleiben, das Gelübde, das jetzt getan ist, wird bezahlt werden. Gott ist der Hörer des Gebets, wenn auch der Lobgesang noch schweigt, und alles Fleisch wird zu Ihm kommen. Hier ist ein völliges Vertrauen vorhanden. Was den tatsächlichen Zustand des Volkes und des Überrestes betrifft (der Überrest allein hat in der Tat Verständnis dafür), so haben die Ungerechtigkeiten sie überwältigt. Dennoch ist das Vertrauen nicht erschüttert, Gott wird die Ungerechtigkeit hinwegtun. Glückselig der, den Gott erwählt (denn alles ist Gnade), um in Seinen Vorhöfen zu wohnen! Sie werden gesättigt werden mit dem Guten Seines Hauses. Das ist sicher und erfüllt das Herz mit Freude. In Vers 5 haben wir das Gericht zugunsten des Überrestes, wodurch die Segnung herbeigeführt wird – furchtbare Dinge in Gerechtigkeit. Gott segnet die Erde überall. Der weitere Teil des Psalmes rührt die Segnungen der Erde, nachdem Gott im Gericht zugunsten Seines Volkes eingeschritten ist.

    Psalm 66 besingt dieses Einschreiten Gottes in Gerechtigkeit. Die Menschen werden aufgefordert, Gottes Werke anzuschauen, aber (V. 6) es ist ganz derselbe Gott, der einst Israel aus Ägypten befreite. Vers 8 fordert die mit Gott in Verbindung gebrachten Völker auf, den Gott des Überrestes, das ist Israels, zu preisen. Die Treuen sind durch jede Art von Trübsal und Druck geführt worden, um geprüft und geläutert zu werden wie Silber, aber nun werden sie vor Ihn kommen und Ihn preisen. Sie haben zu Gott gerufen, sind gerecht gewesen, erhöht worden und haben Gnade gefunden, ihr Gebet ist nicht abgewiesen worden, und Gottes Güte hat sich nicht von ihnen abgewandt. So ist nach den Trübsalen (die sie jetzt klar als den Weg und die Hand Gottes mit ihnen erkennen) den Gerechten in der Finsternis Licht aufgegangen. Sie können die Gelübde bezahlen, die sie in ihrer Bedrängnis getan haben, und zu anderen von der gesegneten und gewissen Rettung des Herrn reden, der für die Gerechten sorgt und auf ihr Schreien wirklich gehört hat. Allein es ist eine Rettung durch furchtbare Handlungen der Gerechtigkeit von Seiten Gottes, durch Sein Einschreiten im Gericht in der Regierung dieser Welt.

    Wie glücklich können wir sein, vor dem Schöpfer ein reines Gewissen bewahrt zu haben. So können wir auf die vor uns liegende Hoffnung warten und die Ungerechtigkeit heute leichter ertragen:

    Gott, ich bin in großer Not, höre auf mein Schreien! Ich fürchte mich vor meinen Feinden – rette mein Leben! Eine Bande von Verbrechern hat sich gegen mich verschworen und plant einen Aufstand. Wende die Gefahr von mir ab! Ihre Zungen sind scharf geschliffene Schwerter, und ihre bissigen Worte verletzen wie Pfeile. Aus dem Hinterhalt schießen sie auf Unschuldige – ohne Vorwarnung und skrupellos.
    Sie stacheln sich gegenseitig zum Bösen an und wollen heimlich Fallen legen. Hämisch fragen sie: „Wer wird’s schon merken?“ Sie brüten Gemeinheiten aus und prahlen: „Wir haben’s! Unser Plan ist ausgezeichnet!“ Abgrundtief böse ist das Herz dieser Menschen.
    Gott erhält uns am Leben, er lässt uns nicht untergehen. Du, o Gott, hast uns geprüft, du hast uns geläutert wie Silber im Schmelzofen. Wir waren gefangen, stöhnten und jammerten unter der Last, die wir tragen mussten. Du hast andere Menschen auf uns herumtrampeln lassen, durch viele Feuerproben mussten wir hindurch – aber du hast uns aus der Gefahr befreit und uns mehr gegeben, als wir brauchten.
    Als ich zu ihm um Hilfe schrie, wusste ich: Gott wird mir helfen! Deshalb begann ich, ihn zu loben. Hätte ich Böses im Sinn gehabt, dann hätte der Herr mich nicht erhört. Aber er hat mich erhört, mein Gebet hat er angenommen. Ich preise den Herrn, denn er hat meine Bitten nicht verachtet und mir seine Liebe nicht entzogen.

  36. Thomasam 3. Mai 2010 um 16:35 Link zum Kommentar

    Psalm 67-69
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 67 beendet diese kurze Reihe von Psalmen, indem er die Erwartung der Segnung des Überrestes zum Ausdruck bringt, und zwar nicht nur als die gerechte und gnädige Antwort auf ihr Schreien, sondern als das Mittel, um die Erkenntnis der Wege Gottes unter allen Nationen zu verbreiten. „Gott, sei uns gnädig, dass man auf der Erde erkenne deinen Weg.“ So werden alle Völker Gott preisen, und die Erde wird in Geradheit gerichtet und regiert werden. Die Erde wird ihren Ertrag geben, Gottes Segen wird auf ihr ruhen, und Er wird als der Gott des treuen Überrestes, der auf Ihn vertraut hat, diesen segnen. Das Ergebnis ist in dem letzten Verse zusammengefasst: „Gott wird uns segnen, und alle Enden der Erde werden Ihn fürchten.“ Denn die Buße Israels ist der Weg zur Segnung, Leben aus den Toten für die Welt.

    Psalm 68 besingt, gleichsam als Folge dieser Psalmen, die Einführung Israels in die Stellung, die diese geschildert haben. Er bildet jedoch für sich selbst ein Ganzes und trägt einen besonderen Charakter. Er hebt an mit den Worten, die Mose sprach, wenn das Lager in der Wüste unter der Führung Gottes aufbrach, indem die Wolkensäule sich erhob und vor ihnen herging. Ähnlich ist es jetzt. Gott nimmt Seinen Platz an der Spitze Seines Volkes. Wir begegnen daher sogleich einer majestätischen Sprache: „Möge Gott aufstehen mögen sich zerstreuen seine Feinde! … wie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, so werden die Gesetzlosen umkommen vor dem Angesicht Gottes.“ Die Gerechten mögen sich freuen und frohlocken vor Gott, ja, jubeln in Freude. Gott wird erscheinen zur Beschämung der mächtigen Gottlosen, und die Elenden, die in Geradheit wandeln, werden verherrlicht werden. Das erklärt den Sinn dieses Psalmes sehr deutlich. Weiterhin wird der Charakter Dessen, der also einschreitet, in herrlichster Weise geschildert. Er ist ein Vater der Waisen und ein Richter der Witwen; Er lässt Einsame in einem Hause wohnen, die Widerspenstigen in der Dürre. Gericht ist der Weg, auf dem die wahre und gnädige Rettung des hochgelobten Gottes zur Ausführung kommt. Und nun kann Sein Volk diese Seine Güte besingen.

    Sodann wird in kurzen Worten die Geschichte des Volkes erzählt (V. 7). So hatte Sich Gott erwiesen, als Er Israel aus Ägypten führte. Am Sinai bebte die Erde bei Seiner Gegenwart. Aber das Erbteil Seines ermatteten Volkes erfrischte Er, als „Er in seiner Güte für den Elenden bereitete“. Doch jetzt redeten die gegenwärtigen Taten dieselbe Sprache noch lauter zu ihren Herzen. Adonai (der Herr) erlässt das Wort. Die frohen Botschaften werden von den Töchtern Israels in großer Schar besungen. Könige fliehen in Eile. Welch plötzliche und vollkommene Rettung ist das! Die ruhigste Hausbewohnerin verteilt die Beute, denn der Herr ist auf dem Plan. Dann kommt Israel in seiner ganzen Schönheit zum Vorschein, obwohl es zwischen den Hürden gelegen hat. Bei allen Anmaßungen und Anstrengungen der Nationen ist das der Wille Gottes. Gott zieht diese Anmaßungen der menschlichen Macht zur Rechenschaft: „Warum blicket ihr neidisch, ihr gipfelreichen Berge?“ – die Sitze menschlicher Macht. Zion ist der Berg Gottes; Er will ihn zu Seinem beständigen Wohnsitz machen. Um des Überrestes willen zerstreut Er die Könige. In seiner Mitte will Er wohnen. Doch woher kommt die große Rettung? Der Herr ist aufgefahren in die Höhe und hat Gaben empfangen als Mensch und für Menschen, ja, selbst für das widerspenstige Israel, um das es sich jetzt handelte, damit Jehova unter ihnen wohnen möchte.

    Das ruft das Lob zum Preise Gottes, ihres Retters, hervor; denn ihr Gott ist ein Gott der Rettungen. … Doch sie sind noch sterbliche Menschen hier auf Erden. Die Rettung ist eine irdische und zeitliche, obgleich es die Rettung von Heiligen ist. Doch Er wird sie stets leiten, selbst bis zum Tode. Er wird die Gottlosen vertilgen. Die wahre Ursache dieses großen Freudenausbruchs (das Herz ist zu voll, um ruhig darüber reden zu können) wird jetzt näher mitgeteilt. Israel wird in Macht wieder aufgerichtet, seine Feinde werden vernichtet, und die Schönheit der Tempelordnung wird wiederhergestellt werden. Die Stämme werden zurückkehren, die Könige Geschenke bringen. Gott hatte Stärke geboten, und sie wenden sich zu Ihm, damit Er das stärken möge, was Er gewirkt hat. Dann folgt die Unterwerfung jedes Feindes und Mächtigen. Fürsten werden aus Ägypten kommen, und Äthiopien wird seine Hände zu Gott ausstrecken. Dann werden die Königreiche der Erde aufgefordert, Adonai zu lobsingen. Die Stärke soll Gott zugeschrieben werden; aber Seine Hoheit, das, worin Er erhöht ist, ist über Israel, und Seine Macht in den Wolken Seiner Wohnung, Seine Stärke wacht über Seinem Volke. Es ist die völlige Wiederherstellung der Segnung und Herrlichkeit Israels, ja, weit mehr als Wiederherstellung; und alles ist die Folge der Erhöhung des Herrn, um als Mensch Gaben zu empfangen.

    Der in Psalm 69 geschilderte Seelenzustand erfordert die ernsteste Beachtung und eine eingehende Untersuchung. … Der Redende ist ohne Zweifel zunächst David, und doch spricht augenscheinlich ein Größerer als er. Die Lage, in der Er Sich befindet, ist folgende. Er ist in der tiefsten Trübsal, versunken in tiefen Schlamm, und muss vor Gott die Schwere der Torheit und der Sünden fühlen, die Ihn in diese Lage gebracht haben. Er sieht sich umringt von zahlreichen und mächtigen Feinden, die ohne Grund Ihm feind sind. Um was für Sünden es sich auch handeln mag, Er persönlich ist treu gewesen. Der Eifer um das Haus Gottes hat Ihn verzehrt, und Er erduldet Schmähungen um des Gottes Israels willen. Darum bittet Er, dass Seine Lage nicht ein Stein des Anstoßes für andere werden möchte, indem sie sähen, wie Einer, der so treu gegen Gott war, solche Leiden und Trübsale finden musste. Indes ist Er nicht von Gott verlassen. Im Gegenteil, Sein Gebet ist zu Jehova zur Zeit der Annehmung. Er erwartet, erhört zu werden nach der Größe der Güte Gottes und nach der Wahrheit Seines Heils. Seine Feinde sind der Gegenstand Seiner Klage; dennoch sieht Er Sich von Gott geschlagen und inmitten solcher, die Gott verwundet hat. Er verlangt nach Vollziehung der Rache an den Menschen; es ist nicht das Zeugnis der Gnade.

    Dies alles entspricht vollständig dem Zustand des Gerechten in dem Überrest Israels. Er erkennt seine Sünden an, all die Sünden seines Volkes. Doch er erduldet Schmähungen und unbegründete Feindschaft für den Namen des Gottes Israels; und je treuer er ist, desto mehr hat er zu leiden. Doch der Glaube lässt ihn erkennen, dass er zu einer Zeit der Annehmung zu dem Gott Israels betet; dennoch befindet er sich in der größten Drangsal. Seine Augen schwinden hin, harrend auf seinen Gott. Seine Sorge um das Wohl Israels und seine Ergebenheit gegenüber den Schmähungen machen ihn nur zum Gegenstand ihres Gespöttes. Er wartet auf die Vernichtung seiner Widersacher und Verfolger, denen Gnade nichts nützen kann (sie wollen keine), und er ist überzeugt, dass Jehova auf die Armen hört und Seine Gefangenen nicht verachtet. Die ganze Schöpfung wird aufgefordert, Ihn zu loben; denn Gott wird Zion retten und die Städte Judas bauen, damit sie darin wohnen und es besitzen. Alles das ist genau der Zustand und das Gefühl des treuen Überrestes.

    Wie schön, wenn Gottes gerechte neue Welt endlich endlich Wirklichkeit geworden sein wird. Dann werden alle Gerechten in diese Dankeslieder einstimmen können. Aber bis dahin? Angst ohne Gottes Hand ertrinken zu müssen:

    Rette mich, Gott, das Wasser steht mir bis zum Hals! Ich versinke im tiefen Schlamm; meine Füße finden keinen Halt mehr. Die Strudel ziehen mich nach unten, und die Fluten schlagen schon über mir zusammen. Ich habe mich heiser geschrien und bin völlig erschöpft, der letzte Hoffnungsschimmer ist erloschen. Vergeblich halte ich Ausschau nach meinem Gott. Wie viele hassen mich ohne jeden Grund! Ich habe mehr Feinde als Haare auf dem Kopf. Sie besitzen Macht und wollen mich auslöschen. Ich soll zurückgeben, was ich nie gestohlen habe, so fordern sie lauthals von mir. Menschen können mir nichts vorwerfen, in deinen Augen jedoch bin ich nicht ohne Schuld; du weißt besser als ich, wie blind ich war. Herr, du gebietest über alle himmlischen Heere, und du bist Herr und Gott in Israel: Enttäusche nicht die Menschen, die dir vertrauen! Denn wenn sie sehen, dass du mich im Stich lässt, werden sie an dir verzweifeln! Man verhöhnt mich, weil ich zu dir gehöre, Schimpf und Schande muss ich über mich ergehen lassen. Meine nächsten Verwandten wollen nichts mehr mit mir zu tun haben, selbst meinen Brüdern bin ich fremd geworden.

  37. Thomasam 4. Mai 2010 um 16:39 Link zum Kommentar

    Psalm 70-72
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 70 ist der Ausdruck des Verlangens des Geistes Christi in Verbindung mit Seinen Leiden seitens der Menschen, aber dieses Verlangen wird in einer Weise ausgedrückt, wie es der Überrest in den letzten Tagen tun wird. Er bittet, dass Seine Feinde, die da sagen: „Ha-ha! Ha-ha!“, beschämt werden möchten, während alle, die Jehova suchten, fröhlich sein und sich freuen, und die nach Seiner Rettung verlangten, sagen möchten: „Erhoben sei Gott!“ mit anderen Worten, dass sie diese Rettung genießen möchten. Um deswillen ist Er damit zufrieden, auf der Erde elend und arm zu sein, und nichts anderes bis zum Ende hin. Doch vertraut Er auf Jehova: Er ist Seine Hilfe und Sein Erretter. Er ist überzeugt, dass Er kommen wird; Er bittet, dass Er nicht zögern möge.

    Psalm 71, der vermutlich, wie viele in diesem Buche, durch Davids Flucht bei der Empörung Absaloms veranlasst wurde, stellt uns, wie mir scheint, den Hauptinhalt aller Wege Gottes mit Israel vor Augen, von Anfang ihrer Geschichte an, sowie Seine treue Sorge für dieses Volk und zugleich das Flehen, sie nicht jetzt am Ende zu verlassen.

    Psalm 72 führt uns nicht in die Leiden und Kämpfe Davids ein, sondern in das völlig errichtete Reich des Friedens und der königlichen Segnungen. Der Sohn Davids erscheint vor unseren Blicken, die Quelle und der Bürge der Segnungen des Tausendjährigen Reiches. Der Psalm ist so verständlich, dass er kaum viel Erklärung erfordert. Wir sehen den König vor uns, dem Gott Seine Gerichte gibt, und der zugleich der Sohn des Königs ist, der Sohn Davids, in Seiner Regierung der Gerechtigkeit und des Friedens, wie Salomo oder wie Melchisedek. Sein Reich hat die volle, in der Verheißung angegebene Ausdehnung, und alle Könige fallen vor Ihm nieder. Segnungen aller Art begleiten diese Regierung der Gerechtigkeit. Der Ausdruck: „Man wird beständig für ihn beten“, zeigt einfach, dass die Segnungen, deren man sich durch Ihn erfreut, den Wunsch und das Gebet wachrufen, dass Seine Herrlichkeit und Macht fortdauern mögen.

    Im Wachtturm hieß es 1979:

    Was verstehst du unter einer gerechten Herrschaft?
    Wie wünschenswert wäre doch eine Herrschaft, unter der die Menschen ein aktives Interesse der Regierung verspüren würden! Wenn Armut, Unterdrückung und Ungerechtigkeiten beseitigt werden könnten, würden die Bewohner der Erde bestimmt erleichtert aufatmen.
    Im 72. Psalm, der offensichtlich von David stammt (Vers 20), wird eine Herrschaft beschrieben, unter der das verwirklicht werden wird. Es handelt sich um Gottes Königreich unter Jesus Christus. Ein gewisser Begriff von dieser Herrschaft wurde durch die friedliche und erfolgreiche Herrschaft König Salomos vermittelt, und zwar zu der Zeit, als er ein treuer Diener Jehovas war. Die Überschrift zu Psalm 72 weist auf die erste Erfüllung hin, denn sie lautet: „Über Salomo“.
    Aus dem ersten Vers geht hervor, daß es ohne die ewigen Grundsätze der göttlichen Gerechtigkeit keine gerechte Herrschaft geben kann. Wir lesen: „O Gott, gib deine eigenen richterlichen Entscheidungen dem König und deine Gerechtigkeit dem Sohn des Königs“ (Ps. 72:1). Diese Worte stellen einen gebetsvollen Aufruf dar, daß der König bei seinen Entscheidungen das Urteil Jehovas zum Ausdruck bringen möge. Außerdem sollte die Gerechtigkeit, durch die sich der wahre Gott auszeichnet, auch ein Merkmal des Sohnes des Königs sein. Der Ausdruck „Sohn des Königs“ trifft sowohl auf Salomo als auch auf Jesus Christus zu. Salomo war der Sohn König Davids, während Jesus der Sohn Jehovas, des großen Königs, ist (Jes. 33:22). Die Untertanen Salomos erkannten, „daß die Weisheit Gottes in ihm war, um Recht zu üben“ (1. Kö. 3:28). Und Jesus Christus sagte von sich: „Ich kann gar nichts aus mir selbst tun; so, wie ich höre, richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat“ (Joh. 5:30). Damit die Gerechtigkeit gedeihen kann, muß natürlich allen das Recht unparteiisch zugute kommen. Der Psalmist fährt fort: „Möge er die Rechtssache deines [Gottes] Volkes mit Gerechtigkeit führen und deiner Niedergedrückten mit richterlicher Entscheidung. Laß die Berge dem Volke Frieden tragen, auch die Hügel, durch Gerechtigkeit. Er richte die Niedergedrückten des Volkes, er rette [befreie aus Unterdrückung] die Söhne des Armen, und er zermalme den Übervorteiler“ (Ps. 72:2-4). Wenn allen unparteiisch Recht widerfährt, auch den Niedergedrückten und Armen und deren Nachkommen, ist das Ergebnis Frieden und Sicherheit. Dann lebt niemand in der Furcht, er werde übervorteilt oder man versage ihm seine Rechte. Wenn die Berge und Hügel, die eine Landschaft beherrschen, „dem Volke Frieden tragen“ sollen, so bedeutet dies, daß sich der Friede über das ganze Land erstreckt. Es verhält sich genauso wie bei den Strömen und Flüssen, die auf den Hügeln und Bergen entspringen und durch die in die Täler und Ebenen lebenerhaltendes Wasser gelangt. All diejenigen, die gewöhnlich unter einer verderbten Regierung zu leiden haben, werden in Sicherheit sein, denn alle bedrückenden, arglistigen Menschen werden „zermalmt“, bestraft oder abgeurteilt werden. Solch eine gerechte Herrschaft gereicht Jehova Gott zu großer Ehre. Der Psalmist sagt: „Man wird dich fürchten, solange es eine Sonne gibt und angesichts des Mondes, Generation um Generation“ (Ps. 72:5). Da der König die Urteile Jehovas zum Ausdruck bringt, werden die Untertanen eine heilsame Furcht vor dem Höchsten haben. Diese Furcht wird so lange anhalten, wie Sonne und Mond bestehen, alle Generationen hindurch. Als Salomo zum Beispiel den Fall zweier Prostituierten entschied, erkannte das Volk, daß Gottes Weisheit in Tätigkeit war, und wurde von ‘Furcht ergriffen’ (1. Kö. 3:28). Wir sollten auch beachten, daß durch die Wunder, die Jesus Christus wirkte, viele Menschen mit einer heilsamen Furcht erfüllt und veranlaßt wurden, Jehova Gott zu lobpreisen (Matth. 9:8; Luk. 7:16).
    Die erfrischende und belebende Wirkung der gerechten Herrschaft wird folgendermaßen beschrieben: „Er wird herabkommen wie der Regen auf das gemähte Gras, wie ausgiebige Regenschauer, die die Erde benetzen. In seinen Tagen wird der Gerechte sprossen und Fülle von Frieden, bis der Mond nicht mehr ist. Und er wird Untertanen haben von Meer zu Meer und von dem ,Strome‘ bis zu den Enden der Erde“ (Ps. 72:6-8). Die gerechte Herrschaft des Königs wird sich so erfrischend auswirken wie ausgiebige Regenschauer, die das gemähte, kurzgeschnittene Gras benötigt, um wieder zu wachsen. Da Frieden und Sicherheit herrschen werden, kann der Gerechte „sprossen“, das heißt blühen und gedeihen. Eher würde der Mond vergehen, als daß der Friede unter dieser gerechten Herrschaft enden würde. (Vergleiche Matthäus 5:18.) Es ist bemerkenswert, daß Salomos Herrschaft außergewöhnlich friedlich war. Die Bibel berichtet: „Es gab für ihn tatsächlich Frieden in seiner ganzen Gegend ringsum. Und Juda und Israel wohnten fortwährend in Sicherheit, ein jeder unter seinem eigenen Weinstock und unter seinem eigenen Feigenbaum, von Dan bis Beer-Scheba, alle Tage Salomos“ (1. Kö. 4:24, 25). Unter der Herrschaft Jesu Christi, des „Friedefürsten“, können wir mit einer noch großartigeren Erfüllung der Worte des Psalmisten rechnen (Jes. 9:6). Salomos Herrschaftsgebiet erstreckte sich vom Roten Meer bis zum Mittelmeer und vom Euphrat bis zum Land südlich und westlich davon. (Vergleiche 2. Mose 23:31.) Aber Jesus Christus wird über die ganze Erde herrschen (Sach. 9:9, 10; vergleiche Daniel 2:34, 35, 44, 45; Matthäus 21:4-9; Johannes 12:12-16).
    Hinsichtlich der Menschen, die unter die Gewalt des Königs zu stehen kommen, heißt es in Psalm 72: „Vor ihm werden sich die Bewohner der wasserlosen Gegenden niederbeugen, und seine Feinde, sie werden den Staub selbst lecken. Die Könige von Tarschisch und von den Inseln — Tribut werden sie zahlen. Die Könige von Scheba und von Seba — eine Gabe werden sie darbringen. Und vor ihm werden sich alle Könige niederwerfen; alle Nationen ihrerseits werden ihm dienen“ (V. 9-11). Was wird durch diese Worte angedeutet? Die in Zelten wohnenden Nomaden, die sich in der Wildnis östlich des Landes Israel aufhielten, sollten sich diesem König unterwerfen. Seine Feinde würden sich unterwürfig vor ihm verbeugen, und ihr Gesicht würde den Staub berühren. Von nah und fern würde man Tribut herbeibringen. Wieweit sich der Psalm während der Herrschaft Salomos erfüllte, erfahren wir aus 1. Könige 10:22-25. Doch im Vergleich zur Herrschaft Jesu Christi verblaßt das Herrschaftsgebiet und die Herrlichkeit Salomos bis zur Bedeutungslosigkeit. Der Sohn Gottes hat nicht nur die Herrschaftsgewalt über die ganze Erde ererbt, sondern auch die Engel erkennen ihn als ihren Herrn an (Phil. 2:9, 10; Hebr. 1:3-9; 2:5-9).
    Die Tatsache, daß das Herrschaftsgebiet des Königs so groß ist, bedeutet nicht, daß er nicht die Zeit hätte, auf die Bedürfnisse jedes einzelnen seiner Untertanen zu achten. Er soll für alle zugänglich sein und großes Interesse an ihnen haben. In den Versen 12 bis 14 des 72. Psalms lesen wir: „Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen.“ Ja, selbst die niedrigsten der Untertanen dieses Königs könnten bei ihm eine Audienz haben, und er würde all denen helfen, die seiner Hilfe bedürfen. Er würde Mitleid mit den Armen und Bedürftigen haben und das Unrecht, das ihnen angetan worden ist, wiedergutmachen. Bei ihm sollte Blut, das menschliches Leben darstellt, einen sehr hohen Wert haben und nicht ohne triftigen Grund vergossen werden dürfen. Während der Regierung Salomos konnten die Untertanen zur Entscheidung von Rechtsfällen vor den Thron treten. Das ist daran zu erkennen, daß zwei Prostituierte mit ihrem Fall vor ihn kommen durften und noch am selben Tag eine gerechte Entscheidung vernahmen (1. Kö. 3:16 bis 27). Wie sehr sich Salomo doch von den persischen Königen unterschied, die zu einer späteren Zeit lebten! Nicht einmal eine Königin konnte unaufgefordert vor ihren Mann treten, ohne ihr Leben zu gefährden (Esth. 4:11). Im Gegensatz dazu bewies Jesus Christus, der größere Salomo, wiederholt sein aktives Interesse an der Menschheit. Als er die Volksmengen sah, „empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie zerschunden waren und umhergestoßen wurden wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (Matth. 9:36). Er gab sogar sein Leben für die Menschen dahin (Matth. 20:28).
    Im Falle eines Königs, wie ihn der Psalmist beschreibt, würde man zu Recht ausrufen: „Lang lebe der König!“ Er sollte Tribut empfangen, und für einen solchen Herrscher sollten Gebete dargebracht werden. Ihm würde ein Segen zustehen, kein Fluch. Diese Gedanken werden im 15. Vers des 72. Psalms betont: „Und er möge leben, und ihm möge etwas von dem Gold von Scheba gegeben werden. Und für ihn mögen beständig Gebete gesprochen werden; den ganzen Tag werde er gesegnet.“ Durch welches Verhalten gegenüber Jesus Christus können wir zeigen, daß wir mit Psalm 72:15 im Einklang sind? Indem wir uns ihm treu unterwerfen und ‘offen anerkennen, daß er Herr ist zur Verherrlichung Gottes, des Vaters’ (Phil. 2:11). Beachten wir die Parallele zwischen dem Gedanken aus Psalm 72:15 und folgenden Worten aus Offenbarung 5:13, 14: „Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde [die Toten, die auferweckt werden] und auf dem Meere ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: ,Dem, der auf dem Throne sitzt [Jehova Gott], und dem Lamm [Jesus Christus] sei der Segen und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht für immer und ewig.‘ Und die vier lebenden Geschöpfe [die Cherube] sprachen ferner: ,Amen!‘, und die älteren Personen fielen nieder und beteten an.“
    Über die Wohlfahrt, die mit der gerechten Herrschaft verbunden wäre, heißt es in Psalm 72 weiter: „Es wird Fülle an Getreide auf der Erde geben; auf dem Gipfel der Berge wird Überfluß sein; seine Frucht wird sein wie am Libanon, und die aus der Stadt sind, werden blühen wie die Pflanzenwelt der Erde“ (V. 16). Da die Untertanen keine Verwüstungen durch Krieg erleben würden und nicht mit der durch Ungerechtigkeit und Unterdrückung hervorgerufenen Unsicherheit zu kämpfen hätten, würden sie in Frieden landwirtschaftlichen Arbeiten nachgehen können. Der Boden sollte unter dem Segen Gottes reichen Ertrag geben. Es würde so sein, als ob an den Abhängen der Berge bis zum Gipfel hinauf Getreide wachsen würde. Da es auf Berggipfeln normalerweise keinen Überfluß an Getreide gibt, wird mit den Worten: „Auf dem Gipfel der Berge wird Überfluß sein“ auf anschauliche Weise die große Fülle beschrieben. Die Frucht würde gedeihen wie der Libanon, ja wie die wuchtigen Zedern des Libanon, die von üppigem Wuchs sind. Das mag andeuten, daß die Getreidehalme hoch und stark wären und schwere Ähren tragen könnten. Sogar die Stadtbevölkerung würde gedeihen und sich vermehren wie die Pflanzenwelt. Das traf auf die Herrschaft Salomos zu, denn wir lesen: „Juda und Israel waren so viele wie die Sandkörner, die am Meer sind, an Menge; sie aßen und tranken und waren voll Freude“ (1. Kö. 4:20). Auf der „neuen Erde“ unter der Herrschaft Jesu Christi werden sogar noch bessere Verhältnisse herrschen. Ja, eine gerechte Herrschaft und die damit verbundenen Segnungen sollten eine tiefe Dankbarkeit auslösen, eine Dankbarkeit, wie sie in Psalm 72:17 zum Ausdruck kommt: „Sein Name währe auf unabsehbare Zeit; vor der Sonne möge sein Name zunehmen. Und durch ihn mögen sie sich segnen; mögen alle Nationen ihn glücklich preisen.“ Der Name eines Königs, der gerecht regiert, verdient, bis auf unabsehbare Zeit fortzubestehen. Was Salomo betrifft, so drücken die Worte des Psalmisten den Wunsch aus, daß seine Dynastie weiterbestehe und gedeihe. Mit der Bitte, der Name des Königs möge „zunehmen“, ist gemeint, der König möge Nachkommen haben, die die Dynastie fortsetzen. Der Hinweis, daß sich das Volk durch den Namen des Königs segnen möge, bedeutet, daß man ihn erwähnen werde, wenn man anderen den gleichen Segen wünsche. Daß Salomo von Menschen anderer Nationen glücklich gepriesen wurde, geht aus den Worten der Königin von Scheba hervor: „Glücklich sind deine Männer; glücklich sind diese deine Diener, die beständig vor dir stehen, die deine Weisheit hören!“ (1. Kö. 10:8).
    Die Worte des Psalmisten erfüllen sich auf großartige Weise an Jesus Christus, dem Jehova Gott „den Namen gegeben [hat], der über jedem anderen Namen ist“ (Phil. 2:9). Da er der unsterbliche Sohn Gottes ist, benötigt er keine Nachfolger. Und da er die Macht hat, Leben zu geben, kann er die Toten ins Leben zurückrufen und auf diese Weise der Vater vieler Millionen werden (Jes. 9:6, 7; Joh. 5:26, 28; 1. Tim. 6:15, 16). Auf diese Weise wird sein Name überaus „zunehmen“. Als der Hauptsame Abrahams ist er derjenige, durch den „sich bestimmt alle Nationen der Erde . . . segnen“ werden (1. Mose 22:18). Wie begehrenswert doch die gerechte Herrschaft des Sohnes Gottes sein wird! Die Königin von Scheba sagte zu Salomo: „Möge Jehova, dein Gott, gesegnet werden, der Gefallen an dir gefunden hat, so daß er dich auf den Thron Israels gesetzt hat, weil Jehova Israel . . . liebt“ (1. Kö. 10:9). Mögen wir ebenfalls Jehova segnen, weil er seinen Sohn zum König ausersehen hat, indem wir in die Worte des Psalmisten einstimmen: „Gesegnet sei Jehova Gott, Israels Gott, der allein wunderbare Werke tut. Und gesegnet sei sein herrlicher Name auf unabsehbare Zeit, und seine Herrlichkeit fülle die ganze Erde. Amen und Amen“ (Ps. 72:18, 19).

    Wann kommt der Friedenskönig um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen? Hast auch du den Eindruck, der Böse erringt einen Sieg nach dem anderen?

  38. Juleam 12. Mai 2011 um 10:34 Link zum Kommentar

    Das Wort Jehovas ist lebendig
    Höhepunkte aus dem zweiten Buch der Psalmen

    .

    ALS Diener Jehovas rechnen wir mit Prüfungen und Verfolgung. Der Apostel Paulus schrieb, dass „alle, die in Gemeinschaft mit Christus Jesus in Gottergebenheit leben wollen, auch verfolgt werden“ (2. Timotheus 3:12). Was wird uns helfen, Prüfungen und Verfolgung zu ertragen und dabei Gott treu zu bleiben?

    Das zweite von den fünf Büchern der Psalmen bietet uns die nötige Hilfe. Wollen wir in Prüfungen durchhalten, müssen wir gemäß Psalm 42 bis 72 völlig auf Jehova vertrauen und lernen, auf ihn zu warten, bis er uns befreit. Es ist gut, sich das einzuprägen. Die Worte des zweiten Buches der Psalmen sind, wie Gottes Wort überhaupt, wirklich ‘lebendig und üben Macht aus’ — selbst heute noch (Hebräer 4:12).

    JEHOVA IST UNSERE „ZUFLUCHT UND STÄRKE“
    (Psalm 42:1 bis 50:23)

    Ein Levit ist im Exil. Er ist traurig, dass er nicht zur Anbetung in das Heiligtum Jehovas gehen kann. Er tröstet sich mit den Worten: „Warum bist du in Verzweiflung, o meine Seele, und warum bist du ungestüm in mir? Harre auf Gott“ (Psalm 42:5, 11; 43:5). Dieser mehrmals wiederkehrende Vers verbindet die drei Strophen von Psalm 42 und 43 zu einem zusammenhängenden Gedicht. Psalm 44 ist eine inständige Bitte für die Nation Juda, die sich bedrängt fühlt — vielleicht eine Anspielung auf die Tage Hiskias, als die Assyrer drohten, das Land einzunehmen.

    Psalm 45 ist ein Lied über die Hochzeit eines Königs und weist prophetisch auf den messianischen König hin. Die drei nachfolgenden Psalmen stellen Jehova als einen Gott der „Zuflucht und Stärke“ dar, als ‘großen König über die ganze Erde’ und als „sichere Höhe“ (Psalm 46:1; 47:2; 48:3). Und wie schön wird doch im 49. Psalm gezeigt, dass kein Mensch „irgendwie selbst einen Bruder erlösen“ kann! (Psalm 49:7). Die ersten acht Psalmen aus der zweiten Liedersammlung werden den Söhnen Korahs zugeschrieben. Den neunten Psalm, Psalm 50, hat Asaph komponiert.

    Antworten auf biblische Fragen:

    44:19 — Was war der „Ort der Schakale“?
    Der Psalmist dachte wahrscheinlich an ein Schlachtfeld, wo die Erschlagenen zur Beute der Schakale werden.

    45:13, 14a — Wer ist „des Königs Tochter“, die „zum König gebracht werden“ wird?
    Es ist die Tochter Jehovas, des „Königs der Ewigkeit“ (Offenbarung 15:3). Sie stellt die verherrlichte Versammlung der 144 000 Christen dar, die Jehova als seine Kinder adoptiert, indem er sie mit seinem Geist salbt (Römer 8:16). Diese „Tochter“ Jehovas, die „bereitgemacht [ist] wie eine für ihren Mann geschmückte Braut“, wird zu dem Bräutigam, dem messianischen König, gebracht werden (Offenbarung 21:2).

    45:14b, 15 — Wen stellen „die Jungfrauen“ dar?
    Es ist die „große Volksmenge“ wahrer Anbeter, die sich dem gesalbten Überrest anschließen und ihn unterstützen. Da sie „die große Drangsal“ überleben, werden sie auf der Erde sein, wenn die Hochzeit des messianischen Königs im Himmel ihren Höhepunkt erreicht (Offenbarung 7:9, 13, 14). Bei dieser Gelegenheit werden sie „mit Freuden und Frohlocken“ erfüllt sein.

    45:16 — In welcher Hinsicht wird es Söhne anstelle der Vorväter des Königs geben?
    Als Jesus auf der Erde geboren wurde, hatte er irdische Vorväter. Wenn Jesus sie während der Tausendjahrherrschaft von den Toten auferweckt, werden sie seine Söhne werden. Einige von ihnen werden zu denen gehören, die ‘auf der ganzen Erde zu Fürsten eingesetzt werden’.

    50:2 — Warum wird von Jerusalem als von „der Schönheit Vollkommenheit“ gesprochen?
    Das hat nichts mit dem Erscheinungsbild der Stadt zu tun. Jerusalem war deshalb eine so reizvolle Stadt, weil Jehova sie gebrauchte und seine Pracht auf sie legte, nachdem er sie zur Stätte seines Tempels und zur Hauptstadt seiner gesalbten Könige gemacht hatte.

    Lehren für uns:

    42:1-3. So wie eine Hirschkuh sich in einer trockenen Gegend nach Wasser sehnt, so sehnte sich der Levit nach Jehova. Weil er Jehova nicht in seinem Heiligtum anbeten konnte, war er so traurig, dass ‘seine Tränen ihm zur Speise wurden Tag und Nacht’ — er hatte keinen Appetit mehr. Sollten wir nicht froh und glücklich sein, dass wir Jehova zusammen mit unseren Glaubensbrüdern anbeten können?

    42:4, 5, 11; 43:3-5. Sollten wir einmal aus irgendeinem Grund, auf den wir keinen Einfluss haben, vorübergehend von der Christenversammlung abgeschnitten sein, kann uns die Erinnerung an die freudige Gemeinschaft vergangener Tage aufrechterhalten. Wenn wir auch dadurch unsere Einsamkeit anfangs vielleicht als noch schmerzlicher empfinden, wird es uns doch daran erinnern, dass Gott unsere Zuflucht ist und wir auf seine Hilfe warten müssen.

    46:1-3. Ganz gleich welche verhängnisvollen Ereignisse über uns hereinbrechen, wir müssen das unerschütterliche Vertrauen haben, dass ‘Gott uns Zuflucht und Stärke ist’.

    50:16-19. Wer trügerisch redet und Schlechtes tut, hat nicht das Recht, Gott zu vertreten.

    50:20. Statt die Fehler anderer publik machen zu wollen, sollten wir darüber hinwegsehen (Kolosser 3:13).

    „AUF GOTT WARTE STILL, O MEINE SEELE“
    (Psalm 51:1 bis 71:24)

    Diese Gruppe von Psalmen beginnt mit dem von Herzen kommenden Gebet Davids, das er nach seiner Sünde mit Bathseba sprach. Aus den Psalmen 52 bis 57 geht hervor, dass Jehova diejenigen befreit, die ihre Bürde auf ihn werfen und auf seine Rettung warten. Wie David in den Psalmen 58 bis 64 zum Ausdruck bringt, sucht er in all seiner Bedrängnis bei Jehova Zuflucht. Er singt: „Ja, auf Gott warte still, o meine Seele, denn von ihm ist meine Hoffnung“ (Psalm 62:5).

    Unser enges Verhältnis zu unserem Befreier sollte uns veranlassen, ‘zur Herrlichkeit seines Namens Melodien zu spielen’ (Psalm 66:2). Jehova wird gepriesen, weil er so großzügig für uns sorgt (Psalm 65), weil er imstande ist zu retten (Psalm 67 und 68) und weil er uns entrinnen hilft (Psalm 70 und 71).

    Antworten auf biblische Fragen:

    51:12 — Was meinte David, als er darum bat, mit einem „willigen Geist“ gestützt zu werden?
    Damit ist weder Gottes Bereitwilligkeit gemeint, David zu helfen, noch Jehovas heiliger Geist, sondern Davids eigene Geisteshaltung. Er bittet Gott darum, in ihm doch den Wunsch zu wecken, das Rechte zu tun.

    53:1 — In welcher Hinsicht ist jemand, der die Existenz Gottes leugnet, ein ‘Unverständiger’?
    Die hier erwähnte Unverständigkeit deutet nicht auf einen Mangel an Intelligenz hin. Vielmehr geht es um Unverständigkeit auf sittlichem Gebiet, was aus dem daraus resultierenden Sittenverfall ersichtlich ist, der in Psalm 53:1-4 beschrieben wird.

    58:3-5 — Wie können die Bösen wie eine Schlange sein?
    Die Lügen, die sie über andere verbreiten, sind wie das Gift einer Schlange. Sie ruinieren den guten Ruf ihrer Opfer. „Wie die Kobra, die ihr Ohr verstopft“, so lassen sich die Bösen weder etwas sagen, noch wollen sie korrigiert werden.

    58:7 — Wieso kann gesagt werden, dass die Bösen „sich auflösen wie zu Wassern, die sich verlaufen“?
    David hat vielleicht an das Wasser in einigen Wildbachtälern im Land der Verheißung gedacht. Wenngleich in einem solchen Tal der Wasserstand durch eine Sturzflut ansteigt, verläuft sich das Wasser dort auch schnell wieder und verschwindet. David betete, dass die Bösen schnell verschwinden mögen.

    68:13 — Wieso waren ‘die Flügel einer Taube mit Silber bedeckt und ihre Schwingen mit gelblich grünem Gold’?
    Manche blaugrauen Tauben haben einen schimmernden Glanz in ihrem Gefieder, der im goldenen Licht der Sonne metallisch leuchtet. David könnte die siegreichen Krieger der Israeliten, die aus der Schlacht kamen, mit einer solchen Taube verglichen haben, einer Taube mit kräftigen Flügeln und einem glänzenden Gefieder. Wie einige Gelehrte annehmen, könnte die Beschreibung auch auf ein kunstvoll gearbeitetes Beutestück, eine Trophäe, passen. Jedenfalls nahm David auf die Siege Bezug, die Jehova seinem Volk über dessen Feinde schenkte.

    68:18 — Wer waren die „Gaben in Form von Menschen“?
    Dabei handelte es sich um Männer, die während der Eroberung des Landes der Verheißung gefangen genommen worden waren. Diese Männer hatten später die Aufgabe, den Leviten bei der Arbeit zu helfen (Esra 8:20).

    68:30 — Was bedeutet die Bitte „Schilt das wild lebende Tier des Schilfes“?
    David spricht hier im übertragenen Sinn von den Feinden des Volkes Jehovas als von wilden Tieren und bittet Gott, sie zurechtzuweisen oder sie davon zurückzuhalten, Schaden anzurichten.

    69:23 — Was ist die Bedeutung der Bitte ‘Lass die Hüften der Feinde selbst beständig wanken’?
    Die Muskeln in der Hüftgegend sind bei Kraftanstrengung, wie beim Aufheben und Tragen schwerer Lasten, unentbehrlich. Wankende Hüften deuten auf Kraftverlust hin. David betete, dass seine Feinde ihrer Kraft beraubt werden mögen.

    Lehren für uns:

    51:1-4, 17. Sünden müssen uns nicht von Jehova Gott entfremden. Wenn wir bereuen, können wir auf seine Barmherzigkeit zählen.

    51:5, 7-10. Da wir die Sünde geerbt haben, können wir Jehova um Vergebung anflehen, wenn wir gesündigt haben. Wir sollten ihn auch darum bitten, uns zu reinigen, uns wiederherzustellen, uns zu helfen, sündige Neigungen aus unserem Herzen auszumerzen, und uns einen festen Geist zu geben.

    51:18. Davids Sünden waren eine Bedrohung für das Wohl der ganzen Nation. Deshalb bat er Gott, mit Zion wohlwollend umzugehen. Wenn wir eine schwere Sünde begehen, bringt das oftmals Schmach auf Jehovas Namen und auf die Versammlung. Daher müssen wir Gott bitten, den Schaden, den wir womöglich angerichtet haben, wieder gutzumachen.

    52:8. Wir können „wie ein üppiger Olivenbaum im Haus Gottes sein“, also Jehova nahe stehen und produktiven Dienst leisten, wenn wir Jehova gehorchen und uns bereitwillig zurechtweisen lassen (Hebräer 12:5, 6).

    55:4, 5, 12-14, 16-18. Es setzte David emotional sehr zu, als sich sein eigener Sohn Absalom gegen ihn verschwor und sein vertrauter Ratgeber Ahithophel Verrat beging. Das beeinträchtigte jedoch nicht Davids Vertrauen auf Jehova. Wir sollten nicht zulassen, dass emotionale Belastungen unser Vertrauen auf Gott schwächen.

    55:22. Wie werfen wir unsere Bürden auf Jehova? Indem wir (1.) Jehova unsere Sorgen im Gebet anvertrauen, (2.) uns an sein Wort und seine Organisation um Führung und Unterstützung wenden und (3.) alles tun, was vernünftig ist, um die Situation zu entspannen (Sprüche 3:5, 6; 11:14; 15:22; Philipper 4:6, 7).

    56:8. Jehova ist sich nicht nur unserer Lebensumstände bewusst, sondern er weiß auch, wie sie sich emotional auf uns auswirken.

    62:11. Gott ist auf keine Energiequelle angewiesen, da ohnehin jegliche Kraft von ihm ausgeht. ‘Gott ist Stärke.’

    63:3. Gottes „liebende Güte ist besser als Leben“, denn ohne sie hat das Leben keinen Sinn. Es ist deshalb weise, mit Jehova in ein freundschaftliches Verhältnis zu kommen.

    63:6. Nachts — in aller Ruhe und ohne Ablenkung — kann man gut nachdenken.

    64:2-4. Durch verleumderisches Gerede kann der gute Ruf eines Menschen ruiniert werden. Wir sollten uns Geschwätz weder anhören noch es weitererzählen.

    69:4. Um Frieden zu bewahren, ist es manchmal klug, etwas ‘zurückzugeben’, indem wir uns entschuldigen, auch wenn wir uns keiner Schuld bewusst sind.

    70:1-5. Jehova hört uns, wenn wir inständig um Hilfe bitten (1. Thessalonicher 5:17; Jakobus 1:13; 2. Petrus 2:9). Vielleicht lässt Gott eine Prüfung bestehen, doch er wird uns die nötige Weisheit und Kraft geben, mit der Situation richtig umzugehen und sie zu ertragen. Er wird nicht zulassen, dass eine Versuchung über unsere Kräfte geht (1. Korinther 10:13; Hebräer 10:36; Jakobus 1:5-8).

    71:5, 17. Dadurch, dass David von Jugend an auf Jehova vertraute, war er bereits mutig und stark geworden, bevor er Goliath, dem Riesen der Philister, entgegentrat (1. Samuel 17:34-37). Für junge Leute ist es ratsam, sich in allem, was sie tun, auf Jehova zu stützen.

    „Seine Herrlichkeit fülle die ganze Erde“

    Im letzten Lied der zweiten Liedersammlung der Psalmen, Psalm 72, geht es um die Herrschaft Salomos — eine prophetische Vorschau auf die Verhältnisse, die existieren werden, wenn der Messias regiert. Es werden wunderbare Segnungen beschrieben: überall Frieden, keine Unterdrückung und keine Gewalttat mehr, auf der Erde Getreide in Hülle und Fülle! Werden wir zu denen gehören, die sich an diesen und auch an anderen Segnungen erfreuen werden? Das kann der Fall sein, wenn wir, so wie der Psalmist, bereit sind, auf Jehova zu warten, und er unsere Zuflucht und Stärke ist.

    ‘Die Gebete Davids kommen zu Ende’ mit den Worten: „Gesegnet sei Jehova Gott, Israels Gott, der allein wunderbare Werke tut. Und gesegnet sei sein herrlicher Name auf unabsehbare Zeit, und seine Herrlichkeit fülle die ganze Erde. Amen und amen“ (Psalm 72:18-20).

    Auch wir wollen Jehova von ganzem Herzen segnen und seinen herrlichen Namen preisen!

    (Quelle: WT 01.06.2006)

  39. Juleam 24. April 2012 um 20:48 Link zum Kommentar

    Psalm 42 – Sehnsucht nach Gott

    1 Von den Nachkommen Korachs, zum Nachdenken.

    2 Wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechzt, so sehne ich mich nach dir, o Gott!

    3 Ja, ich dürste nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich in seinen Tempel kommen? Wann darf ich ihn anbeten?

    4 Tag und Nacht weine ich, Tränen sind meine einzige Speise, denn ständig verspottet man mich und fragt: »Wo bleibt er denn, dein Gott?«

    5 Es bricht mir das Herz, wenn ich an früher denke: Da ging ich dem großen Festzug voran und führte ihn zum Haus Gottes. Da konnte ich Gott zujubeln und ihm danken!

    6 Warum nur bin ich so traurig? Warum ist mein Herz so schwer? Auf Gott will ich hoffen, denn ich weiß: ich werde ihm wieder danken. Er ist mein Gott, er wird mir beistehen!

    7 Ich stehe auf dem Berg Misar im Hermongebirge. Hier im Ostjordanland, fern von deinem Tempel, denke ich voll Trauer an dich.

    8 Von den Bergen stürzen Wildbäche tosend in die Tiefe. Mir ist zumute, als würden die Fluten mich mitreißen und fortspülen.

    9 Tagsüber seufze ich: »Herr, schenke mir doch wieder deine Gnade!« Und nachts singe und bete ich zu Gott; er allein kann mir das Leben wiedergeben.

    10 Gott, du bist doch mein einziger Halt! Warum hast du mich vergessen? Warum lässt du mich leiden unter der Gewalt meiner Feinde?

    11 Ihr Hohn dringt mir ins Herz, wenn sie Tag für Tag fragen: »Wo bleibt er denn, dein Gott?«

    12 Warum nur bin ich so traurig? Warum ist mein Herz so schwer? Auf Gott will ich hoffen, denn ich weiß: Ich werde ihm wieder danken. Er ist mein Gott, er wird mir beistehen!

    Ist uns unsere Freundschaft zu Jehova ebenso wichtig wie dem Psalmisten hier? Sehnen wir uns nach SEINER Nähe?

    Was ist unsere Motivation für den Besuch der Zusammenkünfte? Geht es uns in erster Linie um die Nähe zu Jehova und um seine Belehrung – und die Gemeinschaft mit den Brüdern ist ein angenehmes Nebenprodukt? Zeigt sich dies dann in unserem ganzem Leben?

    Was, wenn wir in Kur oder im Urlaub sind – gehen wir dann auch regelmäßig zur Versammlung – weil wir uns nach der Belehrung Jehovas sehnen?

    Was, wenn wir nicht die Möglichkeit dazu haben – fällt es dann einfach aus? Oder suchen wir dann nach anderen Möglichkeiten und beschäftigen wir uns aus eigenem Antrieb auch mit fester geistiger Speise?

  40. Juleam 28. April 2012 um 08:28 Link zum Kommentar

    Psalm 43 – 45

    Psalm 43

    1 O Gott, verschaffe mir Recht und verteidige mich gegen die Menschen, denen nichts heilig ist! Befreie mich von diesen Lügnern und Betrügern!

    2 Du bist doch mein Beschützer. Warum lässt du mich jetzt fallen? Warum muss ich leiden unter der Gewalt meiner Feinde?

    3 Gib mir dein Licht und deine Wahrheit! Sie sollen mich zurückführen zu deinem heiligen Berg, zu dem Tempel, wo du wohnst!

    4 An deinem Altar will ich dich anbeten, will mich über dich freuen und dir zujubeln. Dankbar spiele ich dir auf der Zither, dir, meinem Gott!

    5 Warum nur bin ich so traurig? Warum ist mein Herz so schwer? Auf Gott will ich hoffen, denn ich weiß: ich werde ihm wieder danken. Er ist mein Gott, er wird mir beistehen!

  41. Juleam 28. April 2012 um 08:29 Link zum Kommentar

    Psalm 44 – Herr, hast du uns vergessen?

    1 Von den Nachkommen Korachs, zum Nachdenken.

    2 Gott, mit unseren eigenen Ohren haben wir’s gehört; unsere Väter haben uns erzählt, was für große Taten du zu ihrer Zeit vollbracht hast – doch das liegt schon lange zurück!

    3 Du selbst hast fremde Völker aus dem Land vertrieben und es unseren Vorfahren überlassen. Die Völker, die dort wohnten, hast du zerschlagen, damit unser Volk aufblühen und sich entfalten konnte.

    4 Unsere Vorväter haben das Land in Besitz genommen. Aber nicht ihre Schwerter, nicht ihre eigene Kraft verhalf ihnen zum Sieg. Nein, du hast machtvoll eingegriffen und für sie gekämpft. Du hast sie durch deine Gegenwart gestärkt und ihnen deine Liebe gezeigt.

    5 Du bist mein Gott und mein König. Auf deinen Befehl erringt Israel den Sieg.

    6 Mit deiner Hilfe unterwerfen wir die Feinde; in deinem Namen bezwingen wir die Gegner.

    7 Ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, mein Schwert garantiert mir nicht den Sieg.

    8 Du allein befreist uns aus der Gewalt unserer Feinde; du lässt alle scheitern, die uns mit ihrem Hass verfolgen.

    9 Wir sind stolz auf unseren Gott. Darum hören wir nicht auf, dir zu danken, Herr.

    10 Und dennoch hast du uns jetzt verstoßen: Mit einer Niederlage hast du Schande über uns gebracht. Als unsere Truppen zum Kampf ausrückten, zogst du nicht mit.

    11 Der Ansturm der Feinde war zu stark – wir mussten fliehen, und in ihrem Hass haben sie uns ausgeplündert.

    12 Du hast uns ans Messer geliefert; sie haben uns abgeschlachtet wie Schafe. Wer mit dem Leben davonkam, wurde unter fremde Völker zerstreut.

    13 Du hast dein Volk zu einem Spottpreis verkauft, und was hast du nun davon? Nichts!

    14 Mit Hohn und Spott werden wir von unseren Nachbarn überschüttet; alle lachen über uns.

    15 Unter den fremden Völkern ist unsere Niederlage schon sprichwörtlich, sie schütteln den Kopf über uns.

    16 Täglich habe ich meine Schande vor Augen. Die Schamröte steigt mir ins Gesicht,

    17 wenn ich höre, wie uns die Feinde demütigen, wie diese Rachgierigen über uns lästern.

    18 Das Unglück ist über uns gekommen, obwohl wir dich nicht vergessen haben, nie haben wir deinen Bund mit uns gebrochen!

    19 Niemals sind wir dir untreu geworden, auch deine Gebote haben wir befolgt.

    20 Und doch hast du uns zerschlagen, wie Schakale hausen wir in Ruinen, in tiefer Dunkelheit hältst du uns gefangen.

    21 Hätten wir dich, unseren Gott, vergessen und fremde Götter angebetet,

    22 dann hättest du es ja sofort bemerkt. Denn du kennst unsere geheimsten Gedanken!

    23 Aber unser Unglück hat einen anderen Grund: Weil wir zu dir gehören, werden wir überall verfolgt und getötet – wie Schafe werden wir geschlachtet!

    24 Wach auf, Herr! Warum schläfst du? Wach auf, und verstoße uns nicht für immer!

    25 Warum verbirgst du dich vor uns? Hast du unsere Not und unser Elend vergessen?

    26 Die Schande drückt uns zu Boden, besiegt liegen wir im Staub.

    27 Greif ein, und komm uns zu Hilfe! Erlöse uns, weil du uns liebst!

    Ein durch und durch abgerundeter Psalm:

    Zuerst fragt man sich, ob es wirklich Jehova ist, der sie straft, ob ER sie wirklich verlassen hat. Aber dann sagt es der Psalmist selbst:

    Aber unser Unglück hat einen anderen Grund: Weil wir zu dir gehören, werden wir überall verfolgt und getötet (Vers 23)

    Ja, unser Unglück ist keine Strafe von Jehova, weil wir ihn verlassen hätten. Auch, wenn es auf dem ersten Blick diesen Anschein hat, so ist doch das genaue Gegenteil der Fall: es geht uns schlecht, weil wir „um der Gerechtigkeit willen“ verfolgt und angegriffen werden.

    Genau dies will uns der Widersacher einreden: dass wir von Jehova verlassen wären. Ebenso wie die falschen Tröster Hiob damit entmutigt haben. Besonders, wenn wir „wissen“, dass es eigentlich nicht verdient ist, dann tut es noch mehr weh. Weil wir nicht begreifen, warum uns unser Gott straft oder sogar verlässt.

    Aber wir kennen ja die Geschichte mit Hiob und wir kennen auch die „Spuren im Sand“ und „Satans Ausverkauf“.

    Also lassen wir uns nicht davon entmutigen!

  42. Juleam 28. April 2012 um 08:30 Link zum Kommentar

    Psalm 45 – Zur Hochzeit des Königs

    1 Von den Nachkommen Korachs, zum Nachdenken. Nach der Melodie »Lilie«, ein Liebeslied.

    2 Mein Herz ist von Freude erfüllt, ein schönes Lied will ich für den König singen. Wie ein Dichter seine Feder, so gebrauche ich meine Zunge für ein kunstvolles Lied:

    3 Du bist schön und stattlich wie kein anderer! Freundlich und voller Güte sind deine Worte. Jeder kann sehen, dass Gott dich für immer reich beschenkt hat.

    4 Gürte dein Schwert um, du tapferer Held! Zeige deine königliche Majestät und Pracht!

    5 Sei stark und kämpfe für die Wahrheit; regiere dein Volk umsichtig und gerecht! Deine kühnen Taten sollen dir zum Sieg verhelfen.

    6 Deine spitzen Pfeile durchbohren das Herz deiner Feinde. Ja, du wirst die Völker unterwerfen!

    7 Deine Herrschaft, o König, hat Gott dir übertragen; darum bleibt sie für immer bestehen. In deinem Reich herrscht Gerechtigkeit,

    8 du liebst das Recht und hasst die Bosheit. Darum hat dich dein Gott als Herrscher eingesetzt und mehr als alle anderen mit Freude beschenkt.

    9 Alle deine Gewänder duften nach kostbarem Parfüm. Aus Palästen, mit Elfenbein verziert, erklingt Musik, um dich zu erfreuen.

    10 Königstöchter sind unter deinen Geliebten, den Ehrenplatz zu deiner Rechten aber nimmt die Gemahlin ein, geschmückt mit feinstem Gold.

    11 Höre, Königstochter, und nimm dir zu Herzen, was ich sage! Vergiss dein Volk und deine Verwandten!

    12 Du bist wunderschön, und der König begehrt dich! Verneige dich vor ihm, denn er ist dein Herr und Gebieter!

    13 Die Bewohner der Stadt Tyrus kommen mit Geschenken, die Vornehmen und Reichen suchen deine Gunst.

    14 Seht, wie prachtvoll zieht die Königstochter in den Festsaal ein! Ihr Kleid ist mit Gold durchwebt,

    15 in ihrem farbenfrohen Gewand wird sie zum König geführt; und Jungfrauen, ihre Freundinnen, begleiten sie.

    16 Mit Freudenrufen und hellem Jubel wird der feierliche Brautzug in den Palast geleitet.

    17 O König! Du wirst viele Söhne haben; auch sie werden regieren wie deine Vorfahren. In allen Ländern wirst du sie zu Herrschern einsetzen.

    18 Mein Lied wird deinen Ruhm durch alle Generationen tragen, darum werden die Völker dich allezeit preisen.

    Ist dies eine fiktive Geschichte oder wird ein realer Anlass besungen?

    Als erstes fiel mir die Sulamitin aus dem Hohenlied ein, später mußte ich an Esther denken.

    Hat dieses Lied einen realen Hintergrund?

  43. Juleam 28. April 2012 um 08:32 Link zum Kommentar

    Psalm 46 – 48

    Psalm 46 – Er ist mit uns!

    1 Von den Nachkommen Korachs. Ein Lied für hohe Frauenstimmen.

    2 Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in Zeiten der Not.

    3 Darum fürchten wir uns nicht, selbst wenn die Erde erbebt, wenn die Berge wanken und in den Tiefen des Meeres versinken,

    4 wenn die Wogen tosen und schäumen und die Berge erschüttert werden.

    5 Ein breiter, mächtiger Strom belebt die Stadt Gottes, die Wohnung des Höchsten, den heiligen Ort.

    6 Gott ist in ihrer Mitte und beschützt sie schon früh am Morgen; nie wird sie zerstört.

    7 Ringsum toben die Völker, aber ihre Macht wird erschüttert. Denn Gott lässt seine mächtige Stimme erschallen, und die Erde vergeht.

    8 Der Herr über Himmel und Erde ist mit uns! Der Gott Jakobs ist unser Schutz.

    9 Kommt und seht, was der Herr Großes getan hat! Seine Taten verbreiten Entsetzen.

    10 In aller Welt bereitet er den Kriegen ein Ende. Die Kampfbogen bricht er entzwei, er zersplittert die Speere und verbrennt die Kriegswagen.

    11 »Hört auf!«, ruft er, »und erkennt, dass ich Gott bin! Ich stehe über den Völkern; ich habe Macht über die ganze Welt.«

    12 Der Herr über Himmel und Erde ist mit uns! Der Gott Jakobs ist unser Schutz!

    Die Verse 8 und 9 sind uns wohl bekannt: wir haben sie schon unzählige Male an den Türen vorgelesen. Als Beweis dafür, dass Jehova bald den Krieg für immer beenden wird.

    Mir persönlich ist hier – vielleicht wegen er anderen Übersetzung – der Vers 11 aufgefallen

    »Hört auf!«, ruft er, »und erkennt, dass ich Gott bin! Ich stehe über den Völkern; ich habe Macht über die ganze Welt.«

    Besonders schön im Zusammenhang mit den beiden Versen davor:

    Jehova ist es so leid, dass wir uns ständig bekriegen. Er will, dass wir Frieden haben. So war ja auch damals sein Plan: die Menschen sollten sich über die Erde ausbreiten und dabei den Garten Eden über die ganze Erde ausdehnen. Sie sollten einander achten und ehren und respektvoll behandeln.

    Jesus machte es später deutlich, indem er uns die goldene Regel gab und das Gebot der Nächstenliebe hervorhob.

    Sicherlich hatte er „im Alten Testament“ sein Volk immer wieder aufgefordert, Kriege zu führen – aber dabei ging es um eine höhere Sache. Es waren Feinde Jehovas, die sein Volk entweder bedrohten oder von der wahren Anbetung abbringen wollten. Meist hatten sie der Tod durch ihren eigenen Wandel „hart erarbeitet“, indem sie gegen alles verstießen, was Jehova erwartete.

    Jehova will, dass wir in Frieden leben. Wir als Zeugen Jehovas denken oft, dass wir dies doch tun. Trotzdem können wir uns hier noch verbessern, wie ein Studienartikel in einem neueren WT zeigt

  44. Juleam 28. April 2012 um 08:34 Link zum Kommentar

    Psalm 47 – Gott ist König!

    1 Ein Psalm der Nachkommen Korachs.

    2 Freut euch und klatscht in die Hände, alle Völker! Lobt Gott mit lauten Jubelrufen!

    3 Denn der Herr ist der Höchste, ein großer König über die ganze Welt. Alle müssen vor ihm erzittern!

    4 Er gab uns den Sieg über fremde Völker, und nun herrschen wir über sie.

    5 Er wählte für uns das Land, in dem wir leben, und wir sind stolz darauf. Wir sind Gottes Volk, und er liebt uns.

    6 Gott, der Herr, ist auf seinen Thron gestiegen, begleitet von Trompeten und dem Jubelgeschrei seines Volkes.

    7 Singt zu Gottes Ehre, singt! Singt zur Ehre unseres Königs! Spielt auf allen Instrumenten!

    8 Denn Gott ist König über die ganze Welt, singt ihm ein neues Lied!

    9 Ja, Gott ist König über alle Völker, er sitzt auf seinem heiligen Thron.

    10 Die Mächtigen der Erde versammeln sich mit dem Volk, das sich zu dem Gott Abrahams bekennt. Denn der Herr ist mächtiger als alle Könige, er allein ist hoch erhaben!

    Ein Dankeslied. Jehova hatte sie befreit.

    Wie reagieren wir, wenn Jehova unsere Gebete erhört und „für Befreiung sorgt“?

    Sprudeln auch wir voller Begeisterung über und loben und preisen wir unseren Gott? Erzählen wir voller Begeisterung von seinen Taten? Erwähnen wir es ständig in unseren Gesprächen? Erhöhen wir vielleicht sogar unseren persönlichen Einsatz im Predigtwerk?

    Oder gehen wir einfach zur Tagesordnung über – so als wäre nichts geschehen?

  45. Juleam 28. April 2012 um 08:34 Link zum Kommentar

    Psalm 48 – Gott liebt Jerusalem

    1 Ein Psalm der Nachkommen Korachs.

    2-3 Groß ist der Herr! Lobt ihn in Jerusalem, der heiligen Stadt unseres Gottes! Der Berg Zion ragt in den Himmel – voll Schönheit und Pracht. Die Stadt des großen Königs erfreut die ganze Welt.

    4 In den Palästen wissen es alle: Gott selbst beschützt Jerusalem.

    5 Feindliche Könige verbündeten sich und zogen gegen Jerusalem.

    6 Doch kaum erblickten sie die Stadt, blieben sie erschreckt stehen; in panischer Angst ergriffen sie die Flucht.

    7 Ja, sie zitterten am ganzen Körper – wie eine Frau, die in den Wehen liegt.

    8 Wie stolze Schiffe, die im Sturm zerschellen, so hast du sie vernichtet.

    9 Das alles haben wir nur gehört, doch nun erleben wir es selbst: Gott ist der Herr über Himmel und Erde, an Jerusalem sehen wir, wie mächtig er ist. Durch ihn wird die Stadt auf ewig bestehen.

    10 In deinem Tempel, o Gott, denken wir über deine Güte nach.

    11 In jedem Land kennt man deinen Namen, dein Ruhm reicht bis ans Ende der Welt. Du regierst gerecht,

    12 darum herrscht Freude auf dem Berg Zion. Du richtest gerecht, darum jubeln die Menschen in den Städten Judas dir zu.

    13 Wandert um den Berg Zion, geht rings um die Stadt und zählt ihre Festungstürme!

    14 Bestaunt die unbezwingbaren Mauern und die schönen Paläste! Dann könnt ihr der nächsten Generation erzählen:

    15 »Wir haben einen mächtigen Gott! Er ist unser Herr für immer und ewig; allezeit wird er uns führen!«

    „Ich kannte dich vom Hören-Sagen, aber nun habe ich dich gesehen!“ – Welcher treue Diener Jehovas hatte dies noch mal gesagt? War es Hiob?

    Fakt ist, dass uns persönliche Erfahrungen mit unserem Gott im Glauben stärken. Es ist ein Unterschied, ob uns jemand versichert, ein Freund sei absolut zuverlässig und loyal – oder ob wir es bei uns selbst erleben. Wir hatten diesen Gedanken auch schon in den letzten Tagen. In der Zusammenhang wurde uns auch klar, dass wir uns zuerst darauf einlassen müssen, damit und Jehova seine Treue und Loyalität beweisen kann.

    Sind wir dazu bereit?

  46. Juleam 28. April 2012 um 08:36 Link zum Kommentar

    Psalm 49 – 51

    Psalm 49 – Das Leben ist nicht käuflich!

    1 Ein Lied der Nachkommen Korachs.

    2 Hört zu, all ihr Völker! Horcht auf, ihr Bewohner der Erde!

    3 Ob ihr einfache oder vornehme Leute seid, ob arm oder reich –

    4 ich habe euch Wichtiges zu sagen! Meine Worte sind die Worte eines Weisen, tiefe Einsicht spricht aus ihnen,

    5 denn von Gott empfange ich Sprüche der Weisheit. Wenn ich auf der Zither spiele, will ich ihre Bedeutung enträtseln.

    6 Warum sollte ich mich fürchten, wenn ein Unglück naht, wenn ich umgeben bin von boshaften und hinterhältigen Menschen?

    7 Sie verlassen sich auf ihren Reichtum, mit Geld und Luxus protzen sie.

    8 Doch niemand kann für das Leben seines Freundes bezahlen, niemand kann ihn bei Gott vom Tod freikaufen.

    9 Denn ein Menschenleben kann man nicht mit Gold aufwiegen – aller Reichtum dieser Welt wäre noch zu wenig!

    10 Keiner lebt hier ewig, niemand kann dem Grab entrinnen.

    11 Jeder kann es sehen: Auch einsichtige und vernünftige Menschen werden vom Tod ereilt, genauso wie Tagträumer und Dummköpfe. Ihren Besitz müssen sie zurücklassen – für andere!

    12 Sie bilden sich ein, dass ihre Häuser für alle Ewigkeit gebaut sind und alle Generationen überdauern. Aber es hilft ihnen nichts, selbst wenn sie ganze Länder besessen haben.

    13 Reichtum und Ansehen erhalten keinen Menschen am Leben; er verendet wie das Vieh.

    14 Dieses Schicksal trifft alle, die auf sich selbst vertrauen und sich in ihrem überheblichen Gerede gefallen:

    15 Ahnungslos wie Schafe trotten sie in die Totenwelt; ihr Hirte dort ist der Tod. Ihr Körper verwest im Grab und ihre Villen zerfallen. Aufrichtige Menschen werden an ihre Stelle treten – und das schon am nächsten Tag.

    16 Ich aber bin gewiss: Gott wird mich erlösen, er wird mich den Klauen des Todes entreißen.

    17 Lass dich nicht einschüchtern, wenn einer steinreich wird und sein Haus immer prachtvoller ausstattet!

    18 Nichts kann er davon mitnehmen, wenn er stirbt; was er angehäuft hat, folgt ihm nicht ins Grab.

    19 Er preist sich selbst: »Ich bin meines Glückes Schmied!«, und man schmeichelt ihm, weil er so erfolgreich ist.

    20 Und doch kommt auch er dorthin, wo seine Vorfahren sind, die nie mehr das Licht sehen.

    21 Ein Mensch mag zu Reichtum und Ansehen kommen; aber wenn er keine Einsicht erlangt, verendet er wie das Vieh.

    Das ist ja auch irgendwie ein sehr tröstlicher Gedanke:

    So sind vor Jehova alle Menschen gleich. Für IHN zählt nicht, was du hast oder was du im Hier und Jetzt bist – für ihn zählt der innere Mensch. Für ihn zählt, ob wir ein gutes Herz haben und ob wir ihm aus dem richtigen Beweggrund dienen. Alles andere interessiert ihn nicht! Wenn wir reich sind vor Gott – dann sind wir wirklich wer. Alles andere ist nur Flitter und Tand.

    Stellen wir uns nur einmal vor, es wäre anders: Da bist du zur falschen Zeit am falschen Ort geboren – und schon ist dein Leben nicht viel wert. Da bist du als Kind von Sklaven geboren und mußt dein Leben lang hart arbeiten und hast kaum etwas. Du kannst froh sein, wenn du jeden Tag etwas zu Essen hast. Ein anderer hingegen ins „mit einem goldenen Löffel im Mund“ geboren. Seine Familie hat Rang und Ansehen und Reichtum. Er selbst ist vielleicht stinkfaul und er hat einen hässlichen Charakter. Trotzdem hat er mehr als genug und es fehlt ihm auch noch das gute Herz, es mit Bedürftigen zu teilen.

    Ist das wirklich gerecht? Wenn dies auch nach dem Tod so bleiben sollte, so wäre dies eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit!

    Auf der anderen Seite lebt ein Mensch in Gottergebenheit. Er hat vielleicht sehr wenig, kaum genug, um sich und seine Familie mit dem Nötigsten zu ernähren. Er arbeitet vielleicht sogar 12 Stunden am Tag. Aber das, was er hat, teilt er gern mit dem, der gar nichts hat und er nutzt jede freie Minute, um so zu leben, wie es Gott gefällt. Er nimmt sich die Zeit, in Gottes Wort zu lesen und darüber nachzudenken. Er redet viel über seinen Gott und teilt seine Hoffnung mit anderen gern. Sein ganzes Leben dreht sich um Jehova und die wahre Anbetung.

    So ist er zwar arm hier auf Erden vor den Menschen – aber reich Gott gegenüber. Er nutzt sein Leben sinnvoll und besitzt die Freude, die eine Facette von der Frucht des Geistes ist.

    Er ist glücklich, obwohl er vielleicht oftmals nicht weiß, wovon er seine Familie ernähren soll. Er hat keine Angst vor dem Tod, denn er weiss, dass er keine Angst vor dem Moment haben muss, wenn er vor seinem Gott steht und ihm Rechenschaft ablegen muss für sein Leben.

    Dies ist absolut gerecht!

    Es erinnert mich auch an Angelika Koch, die verstorbene Frau von unserem damaligen Kreisaufseher. Sie war noch relativ jung, ich schätze so Anfang 40. Sie hat ihren Mann voller Hingabe im Kreisdienst unterstützt und dies auch noch während ihrer Krebserkrankung. Selbst im Angesicht des Todes war sie zuversichtlich und auf das Wohl der anderen bedacht. Sie war es, die uns andere getröstet hat. Sie hatte sogar „letzte Worte an uns“, die auf ihrer Gedenkansprache gesagt werden sollten:

    wir sollten nicht um sie trauern. Sie hatte ein gutes und erfülltes Leben. Sie hat in denn wenigen Jahren, die sie hatte, ein reicheres Leben gehabt, als mancher, der über 90 Jahre wird.

    Was für eine Frau und was für ein Glaube. Sie war wirklich sehr sehr reich. Und auch wenn wir alle sehr traurig über ihren Tod waren, so hat es uns sehr getröstet, was sie uns hat ausrichten lassen!

    Ja, „das letzte Hemd hat keine Taschen“. Wir können nichts mitnehmen – nichts an materiellen Dingen. Aber wenn wir ein enges inniges Verhältnis zu unserem Gott haben, dann dürfen wir uns reich fühlen und dann haben wir Freude und Frieden – denn sie gehören zu der Frucht des Geistes.

    Dies ist wirklich gerecht und in dieser Hinsicht stimmt dann der Ausspruch „Jeder ist seines Glückes Schmied“ doch. Wir haben es selbst in der Hand und es ist nicht von den äußeren Umständen abhängig. Dabei ist völlig unwichtig, was wir haben und welches Ansehen wir bei Menschen haben.

    Ist dies nicht wirklich absolut gerecht? Und macht dies nicht Mut und Hoffnung?

    Erzählen wir dies weiter, damit auch andere dieses unfassbare Glück verspüren können?

  47. Juleam 28. April 2012 um 08:37 Link zum Kommentar

    Psalm 50 – Frömmigkeit ohne Selbstbetrug

    1 Ein Lied Asafs.
    Gott, der Herr, der Mächtige, spricht; er ruft die Welt vom Osten bis zum Westen.

    2 Auf dem Zion, dem schönsten Berg, erscheint Gott in strahlendem Glanz.

    3 Ja, unser Gott kommt, er kann nicht länger schweigen. Ein verheerendes Feuer lodert vor ihm her, um ihn tobt ein schwerer Sturm.

    4 Himmel und Erde ruft er zu Zeugen, denn über sein Volk hält er Gericht:

    5 »Versammelt alle, die zu mir gehören!«, verkündet er, »alle, die mit mir den Bund geschlossen haben! Damals schworen sie mir Treue und Gehorsam und bekräftigten es mit einem Opfer.«

    6 Der Himmel ist Zeuge dafür, dass Gott seinem Volk die Treue bewahrt hat. Deshalb kann er es jetzt zur Rechenschaft ziehen:

    7 »Höre, Israel, nun rede ich! Mein Volk, ich klage dich an, ich, dein Gott!

    8 Nicht wegen deiner Schlachtopfer weise ich dich zurecht, auch deine Brandopfer bringst du mir regelmäßig.

    9 Doch ich nehme deine Opfer nicht an – weder die Stiere aus deinem Stall, noch die Böcke von deiner Weide.

    10 Denn alle Tiere gehören mir ohnehin: das Wild in Wald und Feld, die Tiere auf den Bergen und Hügeln.

    11 Ich kenne jeden Vogel unter dem Himmel und die vielen kleinen Tiere auf den Wiesen.

    12 Selbst wenn ich Hunger hätte, würde ich dich um nichts bitten; denn die ganze Welt gehört mir und alles, was auf ihr lebt.

    13 Denkst du wirklich, ich wollte Fleisch von Stieren essen und Blut von Böcken trinken?

    14 Dank ist das Opfer, das ich von dir erwarte; erfülle die Versprechen, die du mir, dem Höchsten, gegeben hast!

    15 Wenn du keinen Ausweg mehr siehst, dann rufe mich zu Hilfe! Ich will dich retten, und du sollst mich preisen.«

    16 Wer aber Gott die Treue bricht, zu dem sagt er: »Was erlaubst du dir eigentlich? Du sagst immer wieder meine Gebote auf und berufst dich auf meinen Bund.

    17 Doch sagen lässt du dir nichts von mir; du tust, was du willst, und verwirfst meine Ordnungen.

    18 Mit Dieben machst du gemeinsame Sache, und mit Ehebrechern schließt du Freundschaft.

    19 Gemeine Reden kommen dir leicht über die Lippen, du betrügst schon, wenn du nur den Mund aufmachst!

    20 Deine Mitmenschen bringst du in Verruf, sogar deinen eigenen Bruder verleumdest du.

    21 Bis jetzt habe ich zu deinem Treiben geschwiegen, darum dachtest du, ich sei wie du. Aber nun weise ich dich zurecht und halte dir deine Untreue vor Augen.

    22 Ihr habt mich vergessen, euren Gott. Hört doch auf das, was ich sage; sonst werde ich euch vernichten. Dann kommt jede Rettung zu spät!

    23 Wer mir dankt, der bringt ein Opfer, das mich ehrt. Es gibt keinen anderen Weg, nur so kann ich ihn erretten!«

    Ja, „nicht jeder, der ‚Herr, Herr‘ ruft“, wird gerettet werden, sondern „der, der den Willen Gottes tut“. Ansonsten „kennt Jehova ihn nicht“.

    Wäre das nicht furchtbar, wenn wir unser Leben lang den äußeren Anschein gewahrt hätten – und dann wäre es nichts wert vor Gott? Alle Bemühungen umsonst?

    Wie gesagt: ich verstehe diese „Brüder“ nicht, die ein Doppelleben führen. Wenn sie Jehova nicht lieben und doch eh so leben, wie sie es wollen – warum verlassen diese dann nicht die Versammlung? Welchen Sinn macht das dann für sie, sich auch weiterhin den Anschein zu geben?

    Warum nehmen sie auch weiterhin all diese Opfer auf sich? Denn wir „dürfen“ ja kein Weihnachten und kein Geburtstag feiern, wir „dürfen“ keine Bluttransfusion für uns und unsere Familie akzeptieren, wir „müssen“ viel Zeit für den Besuch der Versammlung opfern und wir „müssen“ von Haus zu Haus gehen – etwas, was ja nicht jedem leicht fällt. Und so bringen wir ja auch Opfer, auch wenn es keine Tieropfer sind.

    Warum tut man sich das an, wenn einem doch eh egal ist, wie Jehova darüber denkt? Warum gehen diese „Brüder“ nicht einfach ganz in die Welt zurück, ohne diese ganzen Einschränkungen?

    Wie Jehova ihre halbherzigen Bemühungen sieht, wird ja hier in dem Psalm 50 sehr schön gesagt und auch die Worte in Matthäus sprechen eine sehr deutliche Sprache.

    Also warum leben einige trotzdem so?

  48. Juleam 28. April 2012 um 08:39 Link zum Kommentar

    Psalm 51 – Herr, vergib mir!

    1 Ein Lied Davids. 2 Er schrieb es, nachdem der Prophet Nathan ihn wegen seines Ehebruchs mit Batseba zurechtgewiesen hatte.

    3 Du großer, barmherziger Gott, sei mir gnädig, hab Erbarmen mit mir! Lösche meine Vergehen aus!

    4 Meine schwere Schuld – wasche sie ab, und reinige mich von meiner Sünde!

    5 Denn ich erkenne mein Unrecht, meine Schuld steht mir ständig vor Augen.

    6 Gegen dich habe ich gesündigt – gegen dich allein! Was du als böse ansiehst, das habe ich getan. Darum bist du im Recht, wenn du mich verurteilst, dein Urteil wird sich als wahr erweisen.

    7 Seit mein Leben im Leib meiner Mutter begann, liegt Schuld auf mir; von Geburt an bestimmt die Sünde mein Leben.

    8 Du freust dich, wenn ein Mensch von Herzen aufrichtig und ehrlich ist; verhilf mir dazu, und lass mich weise handeln!

    9 Reinige mich von meiner Schuld, dann bin ich wirklich rein; wasche meine Sünde ab, und mein Gewissen ist wieder weiß wie Schnee!

    10 Du hast mich hart bestraft; nun lass mich wieder Freude erfahren, damit ich befreit aufatmen kann!

    11 Sieh nicht länger auf meine Schuld, vergib mir alle meine Sünden!

    12 Erschaffe in mir ein reines Herz, o Gott; erneuere mich und gib mir Beständigkeit!

    13 Stoße mich nicht von dir, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!

    14 Schenk mir Freude über deine Rettung, und mach mich bereit, dir zu gehorchen!

    15 Dann will ich den Gottlosen deine Wege zeigen, damit sie zu dir zurückfinden.

    16 Herr, ich habe das Blut eines Menschen vergossen – befreie mich von dieser Schuld, Gott, mein Helfer! Dann werde ich deine Gnade preisen und jubeln vor Freude.

    17 Herr, schenke mir die Worte, um deine Größe zu rühmen!

    18 Du willst kein Schlachtopfer, sonst hätte ich es dir gebracht. Dir gefällt nicht, dass man Tiere schlachtet und für dich verbrennt, um von der Sünde freizukommen.

    19 Ich bin zerknirscht und verzweifelt über meine schwere Schuld. Solch ein Opfer gefällt dir, du wirst es nicht ablehnen.

    20 Zeige Zion deine Liebe, und festige die Mauern Jerusalems!

    21 Dann werden dir unsere Opfer wieder gefallen, durch die wir bekennen: »Du bist unser Herr!« Dann werden wir Stiere schlachten und auf dem Altar verbrennen.

    Mein erster Gedanke war, wieso hier auf einmal wieder ein Psalm von David kommt – schließlich waren die ganzen anderen davor von den Söhnen Korahs. Aber es passt einfach vom Thema her:

    Der Psalm davor redet von Scheinheiligkeit, Jehova spricht zu denen, die ein Doppelleben führen. Er hätte so auch mit David gesprochen haben, denn dieser hatte ja sicherlich auch weiterhin die erforderlichen Opfer gebracht.

    Außerdem reicht er mit diesem Psalm auch denen, die grad ein Doppelleben führen, die Hand. Im Psalm zuvor klagt er diese Leute an und sagt ihnen, was er von ihrem Verhalten hält. Vielleicht berührt dies ja das Herz des einen oder anderen und er fragt sich, was er nun tun soll: „Wenn Jehova mein Verhalten so sehr hasst, ist dann nicht alles verloren? Könnte er mir dies jemals verzeihen?“

    Ja, er kann! Wir müssen nur die richtigen Schritte tun. Er hatte ja sogar den feigen Mord an Uria verziehen. Es kommt nur auf den richtigen Herzenszustand an und da können wir Jehova um Hilfe bitten. Jehova sagt dies bereits in Psalm 50:15

    Wenn du keinen Ausweg mehr siehst, dann rufe mich zu Hilfe! Ich will dich retten, und du sollst mich preisen.«

    Wir können und dürfen Jehova freimütig darum bitten, uns zu helfen, unseren Herzensboden in den richtigen Zustand zu bringen. Wenn wir auf einem Beet etwas aussäen wollen, müssen wir auch zuerst den Boden vorbereiten: wir müssen das Unkraut raus reißen, damit es die jungen Pflanzen nicht erstickt und ihnen die Kraft nimmt, wir müssen die Erde umgraben und auflockern. Erst dann können wir das Saatgut einbringen. Ebenso müssen wir unser Herz bearbeiten, zum Neubeginn vorbereiten. Dazu benötigen wir die Hilfe Jehovas und diese wird er uns gern gewähren!

    Wir wissen ja: Jehova erhört gern unsere Gebete. Alles, was wir in Übereinstimmung mit seinem Willen bitten, wird er uns gern gewähren. Und Jehova will ja, dass wir von unseren schlechten Wegen umkehren, er hat keinen Gefallen am Tod des Bösen.

    Darum wird er uns von Herzen gern helfen, nur den Entschluss fassen müssen wir schon selbst. Und dann zu ihm kommen, ihm sagen, dass es uns leid tut, ihm sagen, dass wir unbedingt umkehren wollen und ihn dann bitten, uns dabei zu helfen. So, wie es David hier getan hat.

    Es ist also noch nicht alles verloren, wir sind unseres eigenen Glückes Schmied und wir können das Ruder noch herumwerfen, auch wenn Jehova uns sagt, er habe uns verworfen, weil wir ein Doppelleben führen.

    Denn dies sagt er uns ja nicht, um uns für immer zu verdammen – sondern, um uns zur Umkehr zu bewegen.

    Dies war ja auch immer der Grund, warum er die Propheten zu seinem Volk geschickt hat: sie sollten ihnen sagen, was sie falsch machen, dass ER so ein Verhalten nicht dulden kann und sie dann in seinem Namen bitten, umzukehren und wieder den richtigen Weg zu gehen.

    Dass dies keine leeren Worte sind, sehen wir daran, wie er mit der Stadt Ninive handelte: erst schickte er ihnen Jona, damit er ihnen sagen sollte, ER würde sie wegen ihres Vergehens vernichten. Als sie aber bereuten und von ihren schlechten Wegen umkehrten – da vergab er ihnen und verzichtete auf die Vernichtung.

    Falls wir also heute der Stadt Ninive gleichen, falls Jehova uns für unser Tun am liebsten sofort vernichten würde, weil es so abscheulich ist – dann lernen wir von Ninive und David: kehren wir um, zurück zu Jehova!

  49. Juleam 1. Mai 2012 um 18:35 Link zum Kommentar

    Psalm 52 – 54

    Psalm 52 – Das hast du nun davon!

    1 Von David, zum Nachdenken. 2 Dieses Lied stammt aus der Zeit, als der Edomiter Doëg zu Saul gekommen war und ihm verraten hatte: »David war bei Ahimelech!«

    3 Warum lässt du dich als Held feiern und gibst mit deiner Bosheit an? Auch du bist nur von Gottes Güte abhängig!

    4 Mit deinen Worten verletzt du andere wie mit einem scharfen Messer, du Lügner!

    5 Du liebst das Böse mehr als das Gute, die Lüge mehr als die Wahrheit.

    6 Du redest, um zu zerstören, und hast noch deinen Spaß daran, du Heuchler!

    7 Darum wird Gott auch dich für immer zerstören: Er wird dich ergreifen und aus deinem Land verbannen; er wird dich aus dem Leben reißen, so wie man Unkraut ausreißt.

    8 Alle, die Gott vertrauen, werden es sehen und erschrecken. Dann aber werden sie über dich lachen und sagen:

    9 »Schaut ihn an! Statt bei Gott Schutz zu suchen, verließ er sich auf seinen großen Reichtum und glaubte, seine Bosheit mache ihn stark!«

    10 Ich aber darf wachsen und gedeihen wie ein Ölbaum, der im Schutz des Tempels grünt. Für alle Zeiten weiß ich mich geborgen, weil Gott mir gnädig ist.

    11 Herr, immer und ewig will ich dir danken für das, was du getan hast; vor allen, die dich lieben, will ich bezeugen, wie gut du bist! Auf dich vertraue ich!

  50. Juleam 1. Mai 2012 um 18:39 Link zum Kommentar

    Psalm 53 – Es gibt keinen, der Gutes tut

    1 Von David, zum Nachdenken.

    2 Menschen, die sich einreden: »Gott gibt es überhaupt nicht!«, leben an der Wirklichkeit vorbei. Sie führen ein gottloses Leben, und alles, was sie tun, ist abscheulich. Es gibt keinen, der Gutes tut.

    3 Gott schaut vom Himmel auf die Menschen. Er will sehen, ob es wenigstens einen gibt, der einsichtig ist und nach seinem Willen fragt.

    4 Aber alle haben sich von ihm abgewandt und sind nun verdorben, einer wie der andere. Es gibt wirklich keinen, der Gutes tut, nicht einen Einzigen!

    5 Wissen denn diese Unheilstifter nicht, was sie tun? Sie verschlingen mein Volk wie ein Stück Brot und denken sich nichts dabei. Mit Gott rechnen sie überhaupt nicht mehr.

    6 Aber schon bald werden sie in Angst und Schrecken fallen, wie sie es vorher noch nie erlebt haben. Denn Gott wird die Feinde seines Volkes vollkommen vernichten, und ihre Gebeine werden achtlos liegen bleiben. Gott hat sie verworfen und wird sie darum scheitern lassen.

    7 Ach käme Gott doch vom Berg Zion, um sein Volk zu befreien! Israel wird jubeln vor Freude, wenn der Herr das Schicksal seines Volkes wendet.

    Au weia! Was für eine negative Stimmung

    Aber ich kenne das von uns selbst auch: da beobachten wir, wie einige bestimmte Brüder sich gottlos – so wie hier beschrieben verhalten und wir sind total geschockt. Wie kann das angehen? Dürfen wir nicht zu Recht erwarten, dass Gottes Volk von solchen Personen rein ist?

    In solchen Momenten ist es wirklich sehr sehr ermunternd, wenn wir Kontakt zur Versammlung haben und die anderen sehen und hören: es gibt in jeder Versammlung aufrichtige Menschen, die Jehova wirklich von Herzen lieben und ihn und die wahre Anbetung zum Mittelpunkt ihres Lebens machen. Wie schön zu erfahren, dass wir nicht allein sind.

    Schlimm jedoch ist, wenn wir – aus welchen Gründen auch immer – von der Versammlung isoliert sind und nur diejenigen zu Gesicht bekommen, die so sind, wie die hier im Psalm beschrieben. Wenn dann der Eindruck entsteht, dass es nur noch fakes gibt. Das entmutigt und genau das will der Widersacher ja. Am liebsten wäre es ihm noch, wenn wir dann zweifeln würden, ob dies noch Jehovas Organisation ist und wir uns davon anwenden würden.

    Von wem ist der Psalm? Hat ihn Davids vielleicht in der Zeit geschrieben, als er vor Saul auf der Flucht und somit von seinem Volk isoliert war? Das hier hört sich für mich fast so an

  51. Juleam 1. Mai 2012 um 18:55 Link zum Kommentar

    Psalm 54 – Nur du kannst helfen!

    1 Von David, zum Nachdenken. Mit Saiteninstrumenten zu begleiten.

    2 Dieses Lied stammt aus der Zeit, als die Sifiter zu Saul gekommen waren, um ihm mitzuteilen: »David hält sich bei uns versteckt!«

    3 Gott, du bist ein mächtiger Gott! Darum hilf mir und verschaffe mir Recht durch deine Stärke!

    4 Erhöre mein Gebet, achte auf mein Schreien!

    5 Menschen, die ich nicht kenne, fallen über mich her. Selbst vor Gewalt schrecken sie nicht zurück, ja, sie trachten mir nach dem Leben. Du, Gott, bist ihnen völlig gleichgültig!

    6 Ich weiß: Gott ist mein Helfer, er setzt sich für mich ein.

    7 Meine Feinde werden durch ihre eigene Bosheit zu Fall kommen. Gott wird dafür sorgen. Ja, Herr, beseitige sie! Du hast es doch versprochen!

    8 Gern will ich dir Opfer bringen – fröhlich und ohne Zwang. Ich will dich preisen, Herr, denn du bist gut.

    9 Aus jeder Not hast du mich errettet, nur so konnte ich die Feinde besiegen.

    Wenn wir die Autorität derer respektieren, die Jehova eingesetzt hat und uns ihnen unterordnen – dann heißt das nicht, dass wir uns nicht bei Jehova ausheulen dürfen!

    David wurde so viele Jahre von Saul verfolgt, wegen ihm war er sogar von seinem eigenen Volk isoliert. Er hatte „unter Saul zu leiden“.

    Obwohl immer wieder hervorgehoben wird, dass David die Autorität Sauls anerkannte und sich selbst dann weigerte Hand an Saul zu legen, „als ihm die Gelegenheit auf einem silbernen Tablett serviert wurde“ – so beklagte er sich über die Situation bei Jehova. Auch die Worte, die er dabei für die Person Sauls gebrauchte, sind sehr hart. Man konnte hier auf die Idee kommen, dass sich dies widerspricht.

    War Davids Achtung vor Saul nur eine Maske und in Wirklichkeit brodelte es bei ihm unter der Oberfläche? Aber wieso nannte Jehova ihn dann „mein Freund“? Und wie konnte dann so jemand Jesus Christus vorschatten?

    Hier müssen wir etwas differenzieren. Wovor sollte David und sollten wir Achtung haben?

    Vor der von Gott eingesetzten Autorität! Saul war immer noch der von Jehova gesalbte und somit eingesetzte amtierende König. David mußte seine Stellung anerkennen. Es war nicht seine Aufgabe, Saul aus seinem Amt zu entheben, auch nicht, wenn er wußte, dass Saul von Jehova verworfen war. Das war Jehovas Aufgabe. Jehova selbst sagt an anderer Stelle: „Mein ist die Rache, ich will vergelten!“

    Dies wusste David und dies respektierte er auch. Er erkannte an, dass Jehova Saul zwar verworfen hatte (falls ihm das bekannt war) – aber dass dieser immer noch der gebilligte König war. Jehova hatte noch nicht zu ihm gesagt: „nun bist du dran“. Er war zu dem Zeitpunkt zwar von Jehova zum neuen König gesalbt – aber wohl eher so, wie ER damals bei seiner Taufe Jesus zum künftigen König für sein Königreich gesalbt hatte. Trotzdem bestand und besteht das System mit seinen Herrschern immer noch und es hat mehrere hundert Jahre gedauert, bis Jesus über das himmlische Königreich Gottes gesetzt wurde. Die Salbung zum König Jehovas berechtigte Jesus auch nicht dazu, hier und jetzt die menschlichen Herrscher abzusetzen. Im Gegenteil: Jesus hielt seine Jünger dazu an, den obrigkeitlichen Gewalten untertan zu sein, wenn er sagt: „zahlt Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott“.

    David erkannte also an, dass immer noch Saul der König war und respektierte ihn wegen seiner Stellung. Deshalb ordnete er sich ihn unter und hielt ihn durch seine eigene Flucht sogar davon ab, Blutschuld auf sich zu laden – durch einen feigen Mord.

    Trotzdem fühlte er sich durch sein Verhalten bedrückt und vieles an Saul als Person stieß ihn ab. Er fand es unfassbar, dass ein von Gott eingesetzter König sich selbst nicht an Jehovas Maßstäbe hielt und mit seinem Verhalten oftmals Jehovas Namen in den Schmutz zog. Darüber durfte er sich zu Recht bei Jehova beklagen. Er stellte sich ja nicht öffentlich hin und machte Stimmung gegen den König – wie später sein eigener Sohn Absalom – sondern er schüttete seinem Gott sein Herz aus und bat ihn darum, für wahre Gerechtigkeit zu sorgen. Jehova selbst fordert uns auf, ihm unser Herz auszuschütten und wahre Gertechtigkeit ist ja auch das, was Jehova am Herzen liegt.

    Entscheidend hier ist, dass David die Dinge Jehova in die Hand legte und seinen König weder öffentlich beschimpfte um den Respekt vor ihm zu untergraben, noch selbst „für sein Recht sorgte“.

    Wenn wir das Ganze nun auf diejenigen beziehen, die von Jehova in eine Autoritätsstellung über uns eingesetzt wurden, dann sollten wir uns an Davids Handlungsweise ein Beispiel nehmen:

    Selbst wenn wir uns von so einer Person – sei es ein Ältester, unser Ehemann oder unsere Eltern – ungerecht behandelt oder bedrückt fühlen, so werden wir weder öffentlich oder sonstwie mit anderen negativ über denjenigen reden, noch die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen. Aber wir dürfen – und wir sollten – uns bei Jehova ausheulen. Schütten wir IHM unser Herz aus, denn nur dort gehört all das hin. Es gehört keinesfalls an andere Ohren, sonst würden wir Schmach auf Jehovas Namen werfen.

    Interessanterweise werden wir beim Gebet von Jehova wieder auf die richtige Spur gesetzt. Ein Beispiel:

    Vor einigen Jahren war ich sehr sauer auf meinen Mann. Er dachte in einer Angelegenheit anders als ich selbst und ich wollte mich durchsetzen, weil ich natürlich dachte, ich sei im Recht. Denken wir das nicht zuerst alle von uns selbst?

    Mit wem sollte ich reden? Für wessen Ohren wäre so etwas geignet? Wenn ich mich bei einer Freundin ausheulen würde, würde diese schlecht von meinem Mann denken und das wollte ich nicht. Ich liebe ihn ja, war nur nicht mit der Entscheidung einverstanden. Aber er ist ja nun mal mein Haupt und so liegen solche Entscheidungen (um die es gerade ging) bei ihm. Also wo mich ausheulen?

    Es war in dem ersten Jahr, in dem wir als Familie die Bibel von Mose bis Offenbarung lesen wollten und natürlich heulte ich mich bei Jehova aus. Immerhin kannte er ja die Situation (was ganz praktisch ist) und ich musste vieles nicht erklären.

    Also fing ich an. Jehova sagt ja: „schütte mir dein Herz aus (ich sortiers mir dann später)“. Aber wie Jehova so ist, stellte er immer wieder Fragen. Ich solle ihm erklären, warum ich so denke und wieso ich so fühle und was mein Mann denn nun falsch macht. Und so kam ich mir im Laufe des Gesprächs ziemlich „dumm“ vor, denn es gab aus Jehovas Sicht nichts daran auszusetzen. Also: wo war eigentlich mein Problem? Nur, dass ich Recht behalten wollte?

    Und so ist es in all den Jahren gewesen: egal, worüber ich mich bei Jehova ausgeheult habe, er hat mir immer gesagt, was er davon hält. Wenn ich Unrecht hatte, hatt er mir dies „durch Nachfragen“ immer liebevoll gezeigt und so konnte ich meinen Fehler einsehen und mich auch weiterhin demütig unterordnen, falls es darum ging, oder eine Meinungsverschiedenheit beilegen.

    Wenn ich aber „im Recht war“, dann hat er mir dies auch gezeigt. Dann hat er oftmals gesagt:

    „das sehe ich genauso wie du. Denke nur, wie es damals bei (zB David) war, da habe ich so und so gehandelt.“

    Oder er hat mich auf Texte in der Bibel aufmerksam gemacht, die gezeigt haben, was er in dem Zusammenhang hasst oder erwartet. Und dann war ich immer auf wundervolle Weise getröstet, weil mein Gott ebenso dachte wie ich.

    Ich denke, dass dies auch bei David der Fall war. Wenn Jehova über seine Worte hier in Psalm 54 geschockt gewesen wäre, hätte er ihm das bestimmt gesagt. Und so, wie wir David kennen gelernt haben, hätte er sich sofort korrigiert und dies ganz bestimmt auch zu unserem Nutzen aufgeschrieben.

    Wir sehen also, dass Davids Worte über Saul kein Widerspruch dazu war, dass er ihn als Gesalbten Jehovas anerkannte.

    Und wir sehen auch, warum es so wichtig ist, jeden Tag in der Bibel zu lesen und nicht nur den Tagestext

  52. Juleam 1. Mai 2012 um 23:04 Link zum Kommentar

    Psalm 55 – 57

    Psalm 55 – Vom besten Freund verraten

    1 Von David, zum Nachdenken. Mit Saiteninstrumenten zu begleiten.

    2 Beachte mein Gebet, o Gott, und wende dich nicht ab von meinem Flehen!

    3 Höre doch und gib mir Antwort! Meine Sorgen lassen mir keine Ruhe mehr. Stöhnend irre ich umher

    4 und höre, wie die Feinde mich anpöbeln. Sie bedrängen mich und wollen mir schaden, voller Hass feinden sie mich an.

    5 Mein Herz krampft sich zusammen, Todesangst überfällt mich.

    6 Furcht und Zittern haben mich erfasst, und vor Schreck bin ich wie gelähmt.

    7 Ach, hätte ich doch Flügel wie eine Taube, dann würde ich an einen sicheren Ort fliegen!

    8 Weit weg würde ich fliehen – bis in die Wüste.

    9 Schnell fände ich eine Zuflucht vor dem Unwetter und dem wütenden Sturm.

    10 Herr, verwirre die Sprache meiner Feinde, damit sie sich nicht mehr verständigen können! In der Stadt habe ich gesehen, dass Streit und rohe Gewalt überhand nehmen.

    11 Tag und Nacht machen sie die Runde auf den Mauern. Die Stadt ist erfüllt von Unrecht und Verderben.

    12 In ihren Straßen herrschen Erpressung und Betrug, und das Verbrechen scheint kein Ende zu nehmen.

    13 Wäre es mein Feind, der mich verhöhnt, dann könnte ich es noch ertragen. Würde mein erbitterter Gegner sich über mich erheben, wüsste ich ihm aus dem Weg zu gehen.

    14 Aber du bist es, mein Vertrauter, mein bester und engster Freund!

    15 Wie schön war es, als wir noch unsere Gedanken austauschen konnten, während wir mit den anderen Pilgern auf dem Weg zum Tempel waren!

    16 Ohne Vorwarnung hole der Tod meine Feinde! Mitten aus dem Leben sollen sie gerissen werden, denn die Bosheit herrscht in ihren Herzen und Häusern.

    17 Doch ich schreie zu Gott, und der Herr wird mir helfen.

    18 Den ganzen Tag über klage und stöhne ich, bis er mich hört.

    19 Er rettet mich und gibt mir Sicherheit vor den vielen Feinden, nichts können sie mir anhaben!

    20 Gott, der seit Ewigkeiten herrscht, wird mich erhören. Er bleibt ihnen die Antwort nicht schuldig. Denn vor ihm haben sie keine Ehrfurcht, und ändern wollen sie sich auch nicht.

    21 Ach, mein ehemaliger Freund hat alle seine Freunde verraten und seine Versprechen gebrochen!

    22 Seine Worte sind honigsüß, aber im Herzen ist er voller Hass. Sein Gesicht ist freundlich, aber seine Worte verwunden wie Messerstiche.

    23 Überlass alle deine Sorgen dem Herrn! Er wird dich wieder aufrichten; niemals lässt er den scheitern, der treu zu ihm steht.

    24 Solche Mörder und Betrüger aber wirst du, Gott, ins Grab stürzen; mitten aus dem Leben wirst du sie reißen. Ich aber vertraue dir, Herr!

    Nichts ist so schwer zu ertragen, wie wenn ein vertrauter Freund – oder der Ehepartner oder die eigenen Kinder – sich mit einem Mal gegen uns wenden!

    Es zieht uns buchstäblich den Boden unter den Füßen weg. Alles bricht zusammen und wir verstehen die Welt nicht mehr. Wie konnte das nur passieren? Wie kann es sein, dass jemand zuvor mit uns so vertraut war, mit so anhänglicher Liebe an uns hing, dass wir manches Mal kaum Luft bekommen hatten – wie kann da auf einmal ein solcher Bruch entstehen? Vielleicht sogar aus heiterem Himmel: nicht einmal ein viertel Jahr zuvor war noch alles gut und auf einmal will dieser geliebte und uns so nahe und vertraute Mensch nichts mehr von uns wissen. Oftmals können wir es nicht verstehen und wenn man selbst ein Leben lang unter Verlustängsten zu leiden hatte, dann wird es eng. Was nun? Wie damit umgehen? Wem kann man dann noch trauen? Kann man überhaupt noch einen anderen an sich ran lassen?

    Was, wenn sich das nicht klären, sich nicht wieder einrenken lässt? Was dann? Wie gehen wir dann damit um?

    Machen wir es wie David und werfen wir uns unserem Gott Jehova in die Arme und heulen wir uns bei ihm aus. Er weiss alles, kennt die Umstände und als einziger weiss er auch, was da wirklich passiert ist. Er kennt die Hintergründe, hat nicht nur die Taten gesehen, sondern auch, was im Herzen jedes Einzelnen vor sich gegangen ist.

    ER sieht, wie sehr uns das Ganze schmerzt, er bekommt es mit, wenn wir meinen, wir könnten es keine Sekunde länger mehr aushalten und uns den Tod herbei sehnen.

    ER ist für uns da, zu jeder Tageszeit und zu jeder Stunde. Und wenn wir uns IHM in den Arm werfen, dann wird er uns auffangen und ganz liebevoll seine Arme uns schließen und uns beruhigend halten und in seinem Arm wiegen. Und er sagt zu uns:

    heul dich ruhig aus, es ist nicht schlimm. Ich kann es aushalten, wenn du in meinen Armen weinst. Ich liebe dich und es tut mir in der Seele weh, dass du so einen Kummer hast.

    Am liebsten würde ich dir diesen Kummer nehmen, damit du wieder frei atmen kannst. Am liebsten würde ich die Dinge für dich wieder ins Lot bringen, damit du wieder lachen kannst und dein Mißtrauen verlierst und die geliebte Person wieder an dein Herz drücken kannst.

    Aber du weißt ja: wenn ich das täte, dann würde sich der Widersacher die Hände reiben. Denn er jat behauptet, dass du nur um deines eigenen Vorteils Willen mein Freund sein willst. Stell dir das mal vor! Als ob du mit einem Menschen nur deshalb befreundet sein wolltest, weil er Geld und Ansehen hat. Als ob du so eine berechnende Person wärst. Ausgerechnet du!

    Wie unfassbar ist das denn? Ich kenne dich doch viel besser. Ich weiss, dass es dir gar nicht um die Belohnung geht. Wir beide – du und ich – wir wissen doch, das es überhaupt nicht darum geht. Ich weiss doch, dass du meine Nähe suchst, weil du mich magst. Weil dir das, was ich tue und was ich denke und fühle, gefällt. Weil es das ist, was du dein ganzes Leben lang gesucht hast. Weil dir schon als kleines Kind Ungerechtigkeit so zuwider war, dass du einfach nicht tatenlos zusehen konntest. Dass es für dich schrecklich war, wenn du gesehen hast, wie man andere ungerecht behandelt hat und dass du alles dir mögliche unternommen hast, um demjenigen dann zu helfen.

    Ich wess doch, dass du schon damals deine Freizeit und deine Ferien genutzt hast, um anderen im Krankenhaus oder im Altersheim zu helfen – und das ohne jegliche Bezahlung. Ich weiss doch, dass die Wahrheit deshalb so anziehend für dich war, als du sie kennen lerntest, weil wir beide – du und ich – auf einer Wellenlänge waren. Dass es für dich so begeisternd war, dass es bald keine Ungerechtigkeit und kein Leid mehr geben würde. Und dabei hattest du an all die Alten, Kranken und Benachteiligten gedacht, denen du nicht in der Weise helfen konntest, wie du es gern getan hättest.

    Ich weiss, dass es dir in all in Jahren nicht um den Lohn ging. Ich weiss auch, dass du die meisten Jahre nicht einmal in Betracht gezogen hast, dass du auch zu denen zählen würdest, die diese Segnungen erhalten werden.

    Ich weiss das alles und darum finde ich es so ungeheuerlich, was der Widersacher da behauotet. Es ist unfassbar. Trotzdem tut er es. Wenn ich jetzt so eingreifen würde, die du dir das manchmal wünschst ,dann würde Satan von dir das Gleiche behaupten, wie damals von Hiob. Und alle seine Anhänger würden ihm das auch noch glauben.

    Glaub mir, es fällt mir wirklich schwer, jetzt nichts zu tun, um die alten glücklichen Tage wieder herzustellen. Aber ich möchte, dass jeder sieht, dass all diese Vorwürfe des Satans an den Haaren herbei gezogen sind. Ich will, dass alle sehen, dass du auch weiterhin unbeirrt deinen Weg gehst – was sich der Widersacher auch sonst noch so einfallen lassen mag. Denn dies wäre ein gutes Zeugnis. Nicht nur für den Satan und seine Anhänger – seien es dämonische oder menschliche – sondern auch für die ganzen Menschen da draußen.

    Du weißt doch, wie sehr diese ganzen Erfahrungsberichte der vergangenen Jahre in den Zeitschriften und Jahrbüchern auch dich ermuntert haben. Wie oft hat es doch auch dir Mut gemacht, wenn du gelesen oder gehört hast, unter welchen schwierigsten Verhältnissen die Brüder und Schwestern ausgeharrt und sich ihren Glauben und ihre Lauterkeit bewahrt haben. Erinnerst du dich noch, wie oft dir dann deine eigenen Schwierigkeiten dann ganz klein vorkamen im Verhältnis zu denen der anderen. Weisst du noch, wie oft du dann gedacht hst: „wenn die das geschafft haben, dann schaffe ich das auch!“ – und du hattest gleich wieder viel mehr Mut und Kraft!

    Nun bist du gerrade so ein Beispiel, das vielen anderen Brüdern und Schwestern Mut macht. Freut dich das nicht?

    Du weißt doch, dass Freude und innerer Friede nicht von den Umständen oder den anderen abhängt. Das hatten wir ja erst wieder am Sonntag im WT-Studium. Frieden und Freude gehören zur Frucht des Geistes, die ich denen gebe, die so leben, wie es mir gefällt. Diese gebe ich dir sehr sehr gern. Du weißt ja: mein Frieden übertrifft alles Denken. Ich mache dir deinen Schmerz erträglicher, so wie ich es seinerzeit für David getan hatte.

    Du machst dir gar keine Vorstellung davon, wie gern ich das tue! Ich liebe dich und ich bin immer für dich da. Ich stehe direkt am deiner Seite. Erinnerst du dich noch an den Text aus Jesaja 40, der dir immer so gut gefallen hat? Ich ergreife auch deine Rechte – und so lange all das Schlimme andauert, lasse ich dich auch nicht mehr los. Drück ruhig meine Hand ganz fest, wenn du Angst hast oder die Traurigkeit dich wieder mal anspringt. Ich halte das schon aus.

    Denke immer an das, was David hier in seinem Psalm sagt: der Böse wird nicht immer Bestand haben. Und die Menschen, die dir jetzt so weh tun mit ihrer Ablehnung – sie können ja ihre Ansicht auch noch ändern. Wer sagt dir denn, dass sie auf ihrer Ablehnung beharren werden? Wenn sie sich von mir und meinem Geist beeinflussen lassen, dann wird das schon wieder. (Ist es nicht genau das, was du dir wünschst? Dass du mit ihnen gemeinsam im Paradies sein wirst, weil ihr alle gemeinsam bis zum Ende ausgeharrt habt und so gelbt habt, wie ich Freude daran finden kann?) Und wenn nicht: ich bin ja bei dir!

    Ist unser liebevoller Gott nicht wunderbar?

  53. Juleam 2. Mai 2012 um 09:50 Link zum Kommentar

    Psalm 56 – Besiegte Angst

    1 Ein Lied Davids, nach der Melodie: »Die Taube verstummt in der Fremde.« Es stammt aus der Zeit, als die Philister ihn in Gat festgenommen hatten.

    2 Gott, hab Erbarmen mit mir, denn man will mich zur Strecke bringen! Die Feinde verfolgen mich den ganzen Tag und bedrängen mich hart.

    3 Unaufhörlich greifen sie mich an, viele bekämpfen mich in ihrem Hochmut.

    4 Doch gerade dann, wenn ich Angst habe, will ich mich dir anvertrauen.

    5 Ich lobe Gott für das, was er versprochen hat; ihm vertraue ich und fürchte mich nicht. Was kann mir ein Mensch jetzt noch Böses tun?

    6 Unablässig verdrehen sie, was ich sage, und überlegen, wie sie mir schaden können.

    7 Überall muss ich mit einem Hinterhalt rechnen. Sie beschatten mich und warten nur darauf, mich umzubringen.

    8 Gott, wirf diese Leute in deinem Zorn nieder! Sollten sie bei so viel Bosheit ungeschoren davonkommen?

    9 Du siehst doch, wie lange ich schon umherirre! Jede Träne hast du gezählt, ja, alle sind in deinem Buch festgehalten.

    10 Sobald ich dich um Hilfe bitte, werden meine Feinde kleinlaut den Rückzug antreten. Denn das weiß ich: du, Gott, bist auf meiner Seite!

    11 Ich lobe Gott für das, was er versprochen hat, ja, ich lobe die Zusage des Herrn.

    12 Ihm vertraue ich und fürchte mich nicht. Was kann mir ein Mensch jetzt noch Böses tun?

    13 Herr, was ich dir versprochen habe, will ich jetzt einlösen und dir aus Dank Opfer bringen.

    14 Denn du hast mich vor dem Tod gerettet, vor dem Sturz in die Tiefe hast du mich bewahrt. Ich darf weiterleben – in deiner Nähe. Du hast mir das Leben neu geschenkt.

    Und wieder der Gedanke: unser Glück hängt nicht von den Umständen oder den anderen ab!

    Frieden und Freude gehören zur Frucht des Geistes und die hängt von unserem Verhältnis zu Jehova ab. Jeder, der mag, darf Jehova um seinen Geist bitten. Jehova gibt ihn jedem großzügig.

    Einzige Bedingung: er gibt ihn nur solchen, die sich bemühen, in Übereinstimmung mit seinem Willen zu leben. Aber auch dies liegt ja an uns und nicht an den anderen.

    Jehova sieht, wie das Herz ist und danach beurteilt er uns. Er weiß, dass wir unvollkommen sind, aber er sieht auch, dass es unser aufrichtiger Wunsch ist, dass wir alles tun, was wir können. Dafür liebt er uns und so gibt er uns seinen Geist.

    Wenn wir also Zuflucht zu unserem Gott suchen – was kann uns denn da noch passieren?

    Selbst, wenn wir alles verlieren würden, selbst wenn sich alle, die wir lieben, von uns abwenden würden – es würde ja nichts an Gottes Liebe zu uns ändern.

    Und egal, welche Last wir gerade tragen müssen: wir sind ja nicht allein. Unser Gott ist bei uns. Er lässt uns nicht allein, gerade jetzt nicht.

    ER versichert uns immer wieder seine Liebe und er hält unsere Hand, damit wir ihn spüren, damit wir Trost und Mut haben.

    Ist das nicht wunderbar?

    Wer ist ein Gott wie dieser?

  54. Juleam 2. Mai 2012 um 09:54 Link zum Kommentar

    Psalm 57 – Ich bin geborgen

    1 Ein Lied Davids, nach der Melodie: »Richte nicht zugrunde.« Es stammt aus der Zeit, als er sich auf der Flucht vor Saul in der Höhle aufhielt.

    2 Erbarme dich über mich, o Gott, erbarme dich! Bei dir suche ich Zuflucht, bei dir bin ich geborgen wie ein Küken, das sich unter die Flügel seiner Mutter flüchtet, bis das Unwetter vorbeigezogen ist.

    3 Zu Gott, dem Höchsten, schreie ich, zu ihm, der meine Not wendet und alles zu einem guten Ende führt.

    4 Vom Himmel her wird er mir seine Hilfe schicken und mich retten vor denen, die mir nachstellen und mich gehässig verleumden. Ja, Gott wird zu mir halten, er ist treu.

    5 Ich bin von Feinden umzingelt, wie Löwen lechzen sie nach Blut. Ihre Zähne sind spitz wie Speere und Pfeile, ihre Zungen sind scharf wie geschliffene Schwerter.

    6 Gott, zeige deine Größe, die den Himmel überragt; erweise deine Macht und Herrlichkeit auf der ganzen Welt!

    7 Die Feinde hatten mir Fallen gestellt, ich war völlig verzweifelt. Mir hatten sie eine Grube gegraben, doch nun sind sie selbst hineingestürzt!

    8 Gott, jetzt habe ich neuen Mut gefasst, voller Vertrauen blicke ich in die Zukunft. Darum will ich singen und dir danken, Herr.

    9 Fasse neuen Mut, mein Herz! Wach auf! Harfe und Zither, wacht auf! Ich will den neuen Tag mit meinem Lied begrüßen.

    10 Herr, ich will dir danken vor den Völkern, vor allen Menschen will ich dir singen.

    11 Groß ist deine Güte! Sie reicht bis an den Himmel! Und wohin die Wolken auch ziehen: überall ist deine Treue!

    12 Gott, zeige deine Größe, die den Himmel überragt; erweise deine Macht und Herrlichkeit auf der ganzen Welt!

    Ja, wenn wir zu unserem Gott Zuflucht nehmen – was kann uns da noch passieren?

    Das erinnert mich an das Foto, was mein Mann und zwei weitere Herren gestern vor dem Nest der Haubentaucher geschossen haben:

    wunderbar geborgen

  55. Juleam 3. Mai 2012 um 10:11 Link zum Kommentar

    Psalm 58 – 60

    Psalm 58 – Wer das Recht bricht, wird selbst zerbrochen

    1 Ein Lied Davids, nach der Melodie: »Richte nicht zugrunde.«

    2 Ihr Mächtigen, trefft ihr wirklich gerechte Entscheidungen? Gilt noch gleiches Recht für alle, wenn ihr eure Urteile fällt?

    3 Nein! Schon eure Gedanken sind von Ungerechtigkeit verseucht, mit Willkür und Gewalt versklavt ihr das Land.

    4 Diese Rechtsbrecher sind von Geburt an verlogen und verdorben.

    5 Sie sind giftig wie Schlangen. Doch wenn es darauf ankommt, sich etwas sagen zu lassen, dann stellen sie sich taub

    6 wie eine Schlange, bei der jede Kunst des Beschwörers versagt.

    7 O Gott, schlage ihnen die Zähne ein! Brich diesen Löwen das Gebiss aus, Herr!

    8 Lass diese Mächtigen verschwinden wie Wasser, das im Boden versickert! Wenn sie ihre Waffen einsetzen wollen, schlage sie ihnen aus der Hand!

    9 Lass sie eingehen wie Schnecken in sengender Hitze! Wie eine Fehlgeburt sollen sie das Licht der Sonne nicht sehen!

    10 Weg mit ihnen! Noch bevor sie ihre hinterhältigen Pläne verwirklichen, soll der Herr sie davonjagen.

    11 Gott wird mit ihnen abrechnen! Wer ihm die Treue hält, wird sich darüber freuen und im Blut der Rechtsbrecher waten.

    12 Dann werden die Menschen bekennen: Wer Gott gehorcht, wird doch belohnt; es gibt tatsächlich einen Gott, der auf dieser Erde dem Recht zum Sieg verhilft!

    Eine Ode an die Gerechtigkeit

    Geht uns nicht das Herz auf, wenn wir lesen, wie sehr Jehova Ungerechtigkeit hasst? Dass solche Menschen in Jehovas Augen sogar der Vernichtng wert sind?

    Jehova liebt das Recht und die Gerechtigkeit und auch, wenn er das Unrecht zur Zeit noch duldet, so wird dessen Zeit begrenzt sein.

    Diejenigen, die heute die aufrichtigen und sanftmütigen Menschen bedrücken, werden zu seiner Zeit ihre gerechte Strafe erhalten und dann wird es keine Ungerechtigkeit, keinen Hass und keinen Unfrieden mehr geben. So sehr liebt Jehova das Recht, die Gerechtigkeit und uns Menschen.

    Genau dies war es, was mich damals zur Wahrheit hingezogen hat: nicht, dass ich selbst irgendwann als Lohn in einem Paradies ewig leben könnte, sondern dass Ungerechtigkeit für Jehova ebenso abstoßend ist, wie für mich!

    Ganz oft denke ich, dass ich spinne. Dass mit mir etwas nicht stimmt. Denn „jeder weiss doch, dass wir das Böse brauchen, um das Gute zu schätzen“ und „so ist das Leben eben“. Auch hat man mir oft gesagt, dass das utopisch und unsinnig ist, was ich mir wünsche.

    Aber dann habe ich bei meinem Bibelstudium „gelernt“, dass nicht ich es bin, die spinnt, weil ich so absurde Wünsche habe. Sondern dass es Jehova ist, der mir diese Gedanken und diesen Wunsch schon ganz früh ins Herz gelegt hat und dass die anderen „spinnen“.

    Jehova ist da „mit mir auf einer Wellenlänge“. Er denkt ebenso wie ich und er wünscht sich, dass die Menschen ebenso empfinden. Dieses macht er sogar zur Voraussetzung dafür, dass sie irgendwann in seinem Paradies ewig leben dürfen.

    Ja, dies ist der Grund, warum ich Jehovas Nähe suche: nicht, weil ich selbst einmal ewig leben könnte, sondern weil er in dieser Hinsicht so denkt wie ich und Ungerechtigkeit ebenso abscheulich findet – und uns dies in seinem Wort auch sagt.

    Und dies war auch immer der Grund, warum ich mich von Anfang an voll und ganz im Predigtwerk eingesetzt habe und auch heute noch – nach über 20 Jahren – nicht aufhören kann, von ihm und seinem Wort zu reden. Nicht nur, weil Jesus es von seinen Nachfolgern erwartet – sondern weil dies für mich nach wie vor so begeisternd ist, dass ich denke: die anderen müssen es auch wissen. Wer weiss, wie viele Menschen es „da draußen“ noch gibt, die ebenfalls denken, sie spinnen, weil sie Ungerechtigkeit aus tiefstem Herzen verabscheuen und sich nach Gerechtigkeit und Frieden sehenen. Wie wird es auch sie beglücken zu erfahren, dass dieser Wunsch völlig mormal ist und dass unser Gott ebenso denkt und fühlt,

    Ich bin jedes Mal aufs Neue begeistert, wenn ich dies in der Bibel lese!

  56. Juleam 3. Mai 2012 um 10:13 Link zum Kommentar

    Psalm 59 – Gott wird mit meinen Feinden fertig!

    1 Ein Lied Davids, nach der Melodie: »Richte nicht zugrunde.« Er verfasste es, als Saul sein Haus überwachen ließ, um ihn zu töten.

    2 Befreie mich von meinen Feinden, o Gott! Sie stellen sich mir überall in den Weg. Lass mich ihnen entkommen!

    3 Rette mich vor diesen böswilligen Menschen, die vor keiner Bluttat zurückschrecken!

    4 Siehst du nicht, wie sie mir auflauern, um mich zu töten? Alles, was in ihrer Macht steht, haben sie gegen mich aufgeboten. Doch niemand kann mir vorwerfen, ich hätte treulos gehandelt oder sonst ein Unrecht begangen, Herr.

    5 Obwohl ich völlig unschuldig bin, kommen sie angelaufen und umstellen mein Haus. Steh auf, Herr! Sieh meine Not an und komm mir zu Hilfe!

    6 Denn du bist Gott, der Herr über Himmel und Erde, du bist Israels Gott! Greif ein! Du richtest doch alle fremden Völker; so strafe auch meine heimtückischen Verfolger erbarmungslos!

    7 Sie gleichen wilden Hunden, die am Abend kläffend die Stadt durchstreifen.

    8 Vor Gier läuft ihnen schon der Geifer aus dem Maul. Jedes Wort, das über ihre Lippen kommt, ist wie ein Dolchstoß. Dabei denken sie: »Keiner hört, was wir hier planen!«

    9 Aber du, Herr, kannst über sie nur lachen. Nichts als Spott hast du für diese Völker übrig.

    10 Du bist meine Stärke, an dich will ich mich klammern. Du gibst mir Schutz wie eine Burg.

    11 Du kommst mir in Liebe entgegen und lässt mich über meine Feinde triumphieren.

    12 Herr, töte sie nicht sofort, sonst gerät alles rasch in Vergessenheit, und mein Volk würde nichts daraus lernen. Lass sie ruhelos umherirren und langsam zugrunde gehen! Du bist mächtig genug, Herr, unser Beschützer!

    13 Mit jedem Wort laden sie nur noch mehr Schuld auf sich. Durch ihre Überheblichkeit werden sie sich im Netz ihrer Lügen und Lästerungen verstricken.

    14 Vertilge sie in deinem Zorn! Rotte sie aus mit Stumpf und Stiel! Dann wird die ganze Welt erkennen, dass du, Gott, in Israel regierst.

    15 Sie gleichen wilden Hunden, die am Abend die Stadt durchstreifen.

    16 Sie streunen umher auf der Suche nach Fraß, und wenn sie nicht satt werden, knurren sie wütend.

    17 Ich aber singe von deiner Macht. Früh am Morgen juble ich dir zu, weil du so gnädig bist. Du bietest mir Schutz wie eine sichere Burg; zu dir kann ich fliehen, wenn ich weder aus noch ein weiß.

    18 Ja, dir will ich singen und musizieren, denn du bist meine Stärke. Bei dir, Gott, weiß ich mich geborgen. Ja, Herr, wie gut bist du zu mir!

    Ja, wie gut ist Jehova zu jedem von uns!

    Wenn wir bedrückt werden, tut es dann nicht unheimlich gut zu wissen, dass es auch Jehova schmerzt? Dass auch Jehova mit dem Kopf über unsere Bedrücker schüttelt?

    Auch hat ER die Macht, er könnte sie jetzt sofort wie eine kleine Fliege zerdrückt. Und dieser mächtige Gott ist unser Freund! Er sagt uns, dass er uns liebt und dass er bei uns ist. Wie wunderbar das ist!

  57. Juleam 3. Mai 2012 um 10:14 Link zum Kommentar

    Psalm 60 – Besiegt, aber nicht mutlos

    1 Ein Lied Davids zur Belehrung, nach der Melodie: »Lilien als Zeugnis.«

    2 Es stammt aus der Zeit, als David mit den Aramäern von Mesopotamien und mit den Aramäern von Zoba im Krieg lag. Damals fügte Joab auf dem Rückweg den Edomitern im Salztal eine Niederlage zu, bei der zwölftausend von ihnen fielen.

    3 Gott, du hast uns aufgegeben: Unsere Truppen wurden zersprengt und aufgerieben. Wir haben deinen Zorn zu spüren bekommen, doch nun richte uns wieder auf!

    4 Du hast das Land erschüttert und zerrissen; heile seine Risse, dass es nicht zerbricht!

    5 Du hast dein Volk hart geschlagen, wie betrunken torkeln wir umher.

    6 All denen aber, die dir gehorchen, hast du ein Warnzeichen gegeben. So konnten sie fliehen und den Pfeilen ihrer Verfolger entkommen.

    7 Hilf uns und antworte! Rette uns! Wir sind doch dein geliebtes Volk!

    8 Darauf hat Gott in seinem Heiligtum geantwortet: »Im Triumph will ich meinem Volk die Gegend um Sichem geben; das Tal von Sukkot will ich ihnen zuteilen.

    9 Mir gehören die Gebiete von Gilead und Manasse, Ephraim ist mein Helm auf dem Haupt, Juda das Zepter in meiner Hand.

    10 Das Land Moab dient mir als Waschbecken; auf Edom werfe ich meinen Schuh als Zeichen dafür, dass ich von ihm Besitz ergreife. Und ihr Philister: Jubelt auch ihr mir zu!«

    11 Wer gibt mir Gewalt über die befestigte Stadt? Wer schenkt mir den Sieg über Edom?

    12 Außer dir, Herr, kommt ja niemand in Frage! Doch gerade du hast uns verstoßen. Gerade du, Gott, ziehst nicht mehr mit uns in den Krieg.

    13 Rette du uns vor den Feinden! Denn wer sich auf Menschen verlässt, der ist verlassen!

    14 Mit Gott werden wir große Taten vollbringen; er wird unsere Feinde zertreten!

    Ja, mit unserem Gott können wir alles schaffen. Er lässt uns nicht allein.

    Auch wenn es uns jetzt gerade vielleicht so schlecht geht, dass wir schon meinen, unser Gott hätte uns verlassen – so können wir doch Hoffnung daraus schöpfen, dass ER das verabscheut, was uns widerfährt und dass auch diese Bedrücker letztendlich das ernten werden, was sie hier und jetzt gerade säen!

  58. Juleam 3. Mai 2012 um 10:19 Link zum Kommentar

    Psalm 61 – 63

    Psalm 61 – Herr, wo du wohnst, will auch ich sein

    1 Von David, mit Instrumenten zu begleiten.

    2 Höre, Gott, meinen Hilfeschrei, und achte auf mein Gebet!

    3 Aus dem fernen Land rufe ich zu dir, denn ich bin am Ende meiner Kraft. Ich selbst kann mich nicht mehr in Sicherheit bringen, darum hilf du mir und rette mich!

    4 Zu dir kann ich jederzeit fliehen; du bist seit jeher meine Festung, die kein Feind bezwingen kann.

    5 Wo du wohnst, möchte auch ich für immer bleiben – dort, in deinem Heiligtum. Bei dir suche ich Zuflucht wie ein Küken unter den Flügeln seiner Mutter.

    6 Gott, du kennst die Versprechen, die ich dir gegeben habe. Du beschenkst jeden reich, der dich in Ehrfurcht anruft. Auch mir gibst du meinen Anteil.

    7 Gib dem König ein langes Leben, gewähre ihm noch viele Jahre! Viele Generationen sollen erleben, wie er regiert.

    8 Lass ihn stets in Verantwortung vor dir herrschen, beschütze ihn durch deine Güte und Treue!

    9 Dann will ich dich allezeit besingen und deinen Namen preisen. Tag für Tag werde ich erfüllen, was ich dir versprochen habe.

    Hier wir uns gezeigt, dass und warum und wie wir für obrigkeitliche Personen beten sollen:

    Wir können darum bitten, dass sie ihren Auftrag so ausführen, wie es Gottes Willen entspricht. Ein interessanter Punkt: wir beten nicht darum, dass er es so macht, wie es uns am besten gefällt – sondern wie es Jehova gefällt.

    Einen ähnlichen Gedanken hatten wir erst vor einigen Tagen, als es um Achtung und Respekt gegenüber Autoritätspersonen ging.

    Wenn ich z.B. nicht damit einverstanden bin, wie mein Ehemann entscheidet und handelt, dann darf ich mich bei Jehova ausheulen. Aber immer mit dem Hintergedanken, den Jesus zum Schluß äußerte: „nicht wie ich will, sondern wie du willst“. Das gleiche gilt natürlich auch für unsere Kinder und Jugendlichen, die ein Problem mit ihren Eltern haben.

    Wer Jehova wirklich liebt und gelernt hat – oder noch lernen will – so zu denken, wie Jehova, der wird seine Gebete genau so formulieren:

    „Bitte hilf mir in meiner Bedrückung. Gib mir die Kraft, mich selbst auch unter Bedrückung so zu verhalten, wie es dein Herz erfreut. Und hilf dem, der mich gerade kränkt (oder bedrückt), sich in den Sinn zu rufen, was dein Wille ist und entsprechend zu handeln“

    Lassen wir uns, unsere Gedanken, unsere Gefühl und unser Handeln von Jehova korrigieren

  59. Juleam 4. Mai 2012 um 15:09 Link zum Kommentar

    Psalm 62 – Bei Gott komme ich zur Ruhe

    1 Ein Lied Davids. Für Jedutun.

    2 Nur bei Gott komme ich zur Ruhe; geduldig warte ich auf seine Hilfe.

    3 Nur er ist ein schützender Fels und eine sichere Burg. Er steht mir bei, und niemand kann mir schaden.

    4 Wie lange noch wollt ihr alle über einen herfallen und ihm den letzten Stoß versetzen wie einer Wand, die sich schon bedrohlich neigt, oder einer Mauer, die bereits einstürzt?

    5 Ja, sie unternehmen alles, um meinen guten Namen in den Dreck zu ziehen. Es macht ihnen Freude, Lügen über mich zu verbreiten. Wenn sie mit mir reden, sprechen sie Segenswünsche aus, doch im Herzen verfluchen sie mich.

    6 Nur bei Gott komme ich zur Ruhe; er allein gibt mir Hoffnung.

    7 Nur er ist ein schützender Fels und eine sichere Burg. Er steht mir bei, und niemand kann mir schaden.

    8 Gott rettet mich, er steht für meine Ehre ein. Er schützt mich wie ein starker Fels, bei ihm bin ich geborgen.

    9 Ihr Menschen, vertraut ihm jederzeit, und schüttet euer Herz bei ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht.

    10 Die Menschen vergehen wie ein Hauch; ob einfach oder vornehm – sie sind wie ein Trugbild, das verschwindet. Legt man sie auf die Waagschale, dann schnellt sie nach oben, als wären die Menschen nur Luft.

    11 Verlasst euch nicht auf erpresstes Gut, lasst euch nicht blenden von unrecht erworbenem Reichtum! Wenn euer Wohlstand wächst, dann hängt euer Herz nicht daran!

    12 Mehr als einmal habe ich gehört, wie Gott gesagt hat: »Ich allein habe alle Macht!«

    13 Du, Herr, bist ein gnädiger Gott; du vergiltst jedem, wie er es verdient.

    Interessant, dass hier die Zuverlässigkeit Jehovas heraus gestellt wird.

    Menschen können einem schöntun und dennoch in den Rücken fallen, sie können uns verraten, Dinge, die wir ihnen im Vertrauen erzählt haben, weiter tratschen und unseren Ruf schädigen, wenn sie sauer auf uns sind.

    Jehova hingegen ist immer zuverlässig. Zu ihm können wir immer kommen, egal wann und egal, womit. Er hat immer ein offenes Ohr, steht immer zur Verfügung. Er versteht uns, denn er kennt ja unsere innersten Gedanken und alle Umstände. Er würde uns niemals falsche Beweggründe unterstellen oder uns vor anderen Leuten bloßstellen, nur weil er von uns enttäuscht ist. Gibt es einen zuverlässigeren Freund als ihn?

    Warum rennen wir dann eigentlich nicht immer sofort voller Vertrauen zu IHM und lassen uns von ihm raten und trösten? Warum meinen wir dann, wir müßten alles mit uns allein ausmachen?

  60. Juleam 4. Mai 2012 um 15:11 Link zum Kommentar

    Psalm 63 – Herr, ich brauche dich!

    1 Ein Lied Davids. Es stammt aus der Zeit, als er in der Wüste Juda war.

    2 Gott! Du bist mein Gott! Ich sehne mich nach dir, dich brauche ich! Wie eine dürre Steppe nach Regen lechzt, so dürste ich, o Gott, nach dir.

    3 Ich suche dich in deinem Heiligtum, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen.

    4 Deine Liebe bedeutet mir mehr als mein Leben! Darum will ich dich loben;

    5 mein Leben lang werde ich dir danken und meine Hände zum Gebet emporheben.

    6 Ich juble dir zu und preise dich, ich bin glücklich und zufrieden wie bei einem Festmahl.

    7 Wenn ich nachts in meinem Bett liege, denke ich über dich nach, meine Gedanken sind dann nur bei dir.

    8 Denn du hast mir immer geholfen; ich preise dich, unter deinem Schutz bin ich sicher und geborgen.

    9 Ich klammere mich an dich, und du hältst mich mit deiner starken Hand.

    10 Die mir nach dem Leben trachten, müssen alle selbst umkommen. Der Tod erwartet sie schon.

    11 Sie werden dem Schwert nicht entkommen – ihre Leichen werden von Schakalen gefressen.

    12 Der König aber freut sich, weil Gott ihm beisteht. Wer sich beim Schwören auf Gott berufen kann, der darf sich glücklich schätzen; den Lügnern aber wird das Maul gestopft.

    Gottes Liebe ist uns wertvoller als unser Leben – und das aus gutem Grund:

    Ob wir leben oder krank werden, ob man uns schadet oder uns umbringt – darauf haben wir keinen Einfluss. Aber nichts kann uns von Gottes Liebe trennen, nicht einmal der Tod!

  61. Juleam 4. Mai 2012 um 15:13 Link zum Kommentar

    Psalm 64 – 66

    Psalm 64 – Bosheit zahlt sich nicht aus!

    1 Ein Lied Davids.

    2 Gott, ich bin in großer Not, höre auf mein Schreien! Ich fürchte mich vor meinen Feinden – rette mein Leben!

    3 Eine Bande von Verbrechern hat sich gegen mich verschworen und plant einen Aufstand. Wende die Gefahr von mir ab!

    4 Ihre Zungen sind scharf geschliffene Schwerter, und ihre bissigen Worte verletzen wie Pfeile.

    5 Aus dem Hinterhalt schießen sie auf Unschuldige – ohne Vorwarnung und skrupellos.

    6 Sie stacheln sich gegenseitig zum Bösen an und wollen heimlich Fallen legen. Hämisch fragen sie: »Wer wird’s schon merken?«

    7 Sie brüten Gemeinheiten aus und prahlen: »Wir haben’s! Unser Plan ist ausgezeichnet!« Abgrundtief böse ist das Herz dieser Menschen.

    8 Doch jetzt schießt Gott seine Pfeile auf sie, und plötzlich sind sie schwer verwundet.

    9 Ihre eigenen Worte bringen sie nun zu Fall; wer sie am Boden liegen sieht, schüttelt nur noch den Kopf.

    10 Da wird jeder von Furcht gepackt und erzählt: »So handelt Gott! So machtvoll greift er ein!«

    11 Wer aber dem Herrn treu bleibt, wird sich über ihn freuen und bei ihm sicher sein. Ja, jeder, der von Herzen aufrichtig ist, darf sich glücklich schätzen!

    Und wieder der Gedanke:

    Jehova ist absolut gerecht, indem er den Schwachen und Bedrückten befreit – und wir haben es selbst in der Hand, ob wir uns unser gutes Verhältnis zum Schöpfer bewahren

  62. Juleam 4. Mai 2012 um 15:21 Link zum Kommentar

    Psalm 65 – Du überschüttest uns mit deinen Gaben

    1 Ein Lied Davids.

    2 Auf dem Berg Zion kann man dir, o Gott, begegnen: wenn man dich still anbetet, dir Loblieder singt und das einlöst, was man dir versprochen hat.

    3 Weil du Gebete erhörst, kommen die Menschen zu dir.

    4 Schwere Schuld drückt uns zu Boden; doch trotz unserer Untreue wirst du uns vergeben.

    5 Glücklich ist jeder, den du erwählt hast und der zu deinem Heiligtum kommen kann! Dort, in deinem Tempel, segnest du uns mit allem Guten und stillst unsere Sehnsucht.

    6 Gott, du bist treu! Mit gewaltigen Taten antwortest du uns, wenn wir deine Hilfe brauchen. Du bist die Hoffnung aller Völker bis in die fernsten Länder.

    7 Mit deiner Kraft hast du die Berge gebildet, deine Macht ist allen sichtbar.

    8 Du besänftigst das Brausen der Meere, die tosenden Wellen lässt du verstummen; ja, auch die tobenden Völker bringst du zum Schweigen.

    9 Alle Bewohner der Erde erschrecken vor deinen Taten, vom Osten bis zum Westen jubeln die Menschen dir zu.

    10 Du sorgst für das ganze Land, machst es reich und fruchtbar. Du schenkst Wasser im Überfluss, deshalb wächst Getreide in Hülle und Fülle.

    11 Du feuchtest das gepflügte Land und tränkst es mit Regen. Das ausgedörrte Erdreich weichst du auf, und alle Pflanzen lässt du gedeihen.

    12 Du schenkst eine reiche und gute Ernte – die Krönung des ganzen Jahres.

    13 Selbst die Steppe fängt an zu blühen, von den Hügeln hört man Freudenrufe.

    14 Dicht an dicht drängen sich die Herden auf den Weiden, mit wogendem Korn bedecken sich die Täler. Alles ist erfüllt von Jubel und Gesang.

    Solche guten Zeiten hatte es gegeben, während Salomo das Volk regierte – und diese Zeiten wird es wieder geben: wenn Jesus auch über die Erde herrscht.

    Erinnern wir uns noch an das Mustergebet, das Jesus seinen Jüngern gegeben hat (das Vaterunser)?: „Dein Reich komme, den Wille geschehe – wie im Himmel, so auch auf der Erde

    Dann wird es den hier im Psalm beschriebenen Überfluß auch hier auf der Erde geben. Denn genau das ist Gottes Wille für uns. Denn: wohin hatte Jehova die ersten Menschen gesetzt? Wo und wie sollten sie leben? Hatten sie nicht alles, was sie brauchten, im Überfluß?

    Geht das denn überhaupt? Was ist denn mit den großen verdorrten Gegenden, dort, wo nichts wächst? Kann so eine Gegend überhaupt Nahrung hervorbringen?

    Zum einen ist Jehova nichts unmöglich. Er kann tun und lassen, was er will – und wenn er etwas veranlaßt, dann trifft das auch ein!

    Zum anderen beweist er dies jedes Jahr aufs Neue. Wissen wir wo? Haben wir es schon mal gesehen?

    Kennen wir den Film „Die Wüste lebt“? Es gibt noch einen weiteren ähnlichen Naturfilm, der uns dieses anschaulich zeigt: aus der Reihe „Die großen Naturwunder der Erde“ die Folge „die große Flut“.

    Beide Filme zeigen das gleiche Ereignis: im Wechsel der Jahreszeiten dorrt das Land aus und wird zur Wüste. Die Tiere hungern und dürsten und viele ziehen kllometerweit „dem Wasser entgegen“. Denn mit schönster Regelmäßigkeit gibt es zu der Zeit einen heftigen Regen und in der gerade noch verdorrten Wüste entstehen reissende Bäche, die zu Flüssen werden und später sogar Seen bilden. Und nun blüht wie durch ein Wunder die Wüste auf und alle haben mehr zu essen, als sie benötigen. Die Wüste sieht aus wie ein Paradiesgarten. Und dieses Wunder wiederholt sich jedes Jahr aufs Neue.

    Zweifeln wir daran, dass Jehova dies für die ganze Erde tun kann? Dass sich der Garten Eden über die ganze Erde ausbreitet und für immer und ewig so wunderschön und üppig bleiben wird?

    Genau dies war Jehovas Vorhaben für die Erde und genau so wird es auch eintreffem, denn Jesaja sagte bereits, dass Gottes Wort nicht ergebnislos zu ihm zurück kehren würde – „sondern es wird gewiss das tun, wozu ich es gesandt habe“,

    Was für ein Gott!

  63. Juleam 4. Mai 2012 um 15:26 Link zum Kommentar

    Psalm 66 – Kommt und seht, was Gott getan hat!

    1 Ein Lied.

    2 Jubelt Gott zu, all ihr Menschen auf der Erde! Singt und musiziert zu seiner Ehre, stimmt ein Loblied an auf seine Größe und Pracht!

    3 Sprecht zu Gott: »Wie gewaltig sind deine Taten! Vor deiner Macht müssen sogar deine Feinde sich beugen.

    4 Alle Völker der Erde werden dich anbeten und deinen Namen besingen.«

    5 Kommt und seht, was Gott getan hat, wie gewaltig sind seine Taten unter den Menschen!

    6 Er teilte das Meer und ließ sein Volk sicher hindurchgehen, trockenen Fußes konnten sie den Jordan durchqueren. Darum freuen wir uns über Gott!

    7 Ja, er hat alle Macht und regiert für immer und ewig. Er schaut auf die Völker – ihm entgeht nichts. Wer kann schon gegen ihn bestehen?

    8 Ihr Völker, preist den Herrn! Lobt ihn laut, dass alle es hören!

    9 Gott erhält uns am Leben, er lässt uns nicht untergehen.

    10 Du, o Gott, hast uns geprüft, du hast uns geläutert wie Silber im Schmelzofen.

    11 Wir waren gefangen, stöhnten und jammerten unter der Last, die wir tragen mussten.

    12 Du hast andere Menschen auf uns herumtrampeln lassen, durch viele Feuerproben mussten wir hindurch – aber du hast uns aus der Gefahr befreit und uns mehr gegeben, als wir brauchten.

    13 Ich komme jetzt mit Brandopfern in dein Heiligtum und löse meine Versprechen ein,

    14 die ich in meiner Not herausgeschrien habe.

    15 Nun bringe ich dir die wertvollsten Opfertiere: fette Widder, Rinder und Ziegenböcke. Ihr Rauch soll aufsteigen zu dir.

    16 Kommt und hört mir zu, ihr, die ihr Gott ernst nehmt, ich will euch erzählen, was er für mich getan hat.

    17 Als ich zu ihm um Hilfe schrie, wusste ich: Gott wird mir helfen! Deshalb begann ich, ihn zu loben.

    18 Hätte ich Böses im Sinn gehabt, dann hätte der Herr mich nicht erhört.

    19 Aber er hat mich erhört, mein Gebet hat er angenommen.

    20 Ich preise den Herrn, denn er hat meine Bitten nicht verachtet und mir seine Liebe nicht entzogen.

    Wenn es uns also heute schlecht geht und wir mit vielen Problemen zu kämpfen haben, dann bedeutet das nicht, dass uns unser Gott verworfen hätte – sondern, dass wir gerade geläutert werden.

    Erinnern wir uns an den biblischen Vortrag „Die letzten Stunden im Leben Jesu“, den wir uns immer zur Einstimmung auf das Gedächtnismahl anhören? Besonders die Worte des Bruders am Schluss sind in dieser Hinsicht sehr interessant: wenn wir einen festen und gemütlichen Platz in unserer Versammlung haben und keine Probleme – dann stimmt mit uns etwas nicht!

    Denn bereits Jesus sagte, dass seine Jünger verfolgt werden würden, ebenso wie er verfolgt wurde. Und Paulus sagte später, dass jeder, der in Gottergebenheit leben will, auch verfolgt werden wird!

    In 2. Chronika gibt es eine Stelle, wo es heisst, dass der wahre Gott sie für eine Weile verlassen hätte, damit er erkennen würde, was in ihrem Herzen ist.

    Also ist es für uns nicht so überraschend, wenn die Probleme auf uns einprasseln.

    Denn: unser Gott hat uns auch gesagt, dass er uns nicht allein lassen würde, sondern stets an unserr Seite ist. Er fordert uns auf, uns auf ihn zu stützen, uns bei ihm auszuheulen und bei ihm Zuflucht zu suchen. Er würde uns „keineswegs im Stich lassen“.

  64. Juleam 4. Mai 2012 um 15:29 Link zum Kommentar

    Psalm 67 – 69

    Psalm 67 – Erntedank

    1 Ein Lied. Mit Instrumenten zu begleiten.

    2 Gott, sei uns gnädig und segne uns! Sieh uns an im Licht deiner Liebe!

    3 Dann wird man auf der ganzen Welt erkennen, dass du uns führst. Alle Völker werden sehen und verstehen: du willst die Menschen retten.

    4 Die Völker sollen dir danken, Gott! Ja, alle Völker sollen dich preisen!

    5 Alle Menschen sollen sich freuen und jubeln, denn du bist ein gerechter Richter, du regierst die ganze Welt.

    6 Die Völker sollen dir danken, Gott! Ja, alle Völker sollen dich preisen!

    7 Das Land brachte eine gute Ernte hervor, unser Gott hat uns reich beschenkt.

    8 Er segne uns auch weiterhin! Alle Völker der Erde sollen ihn anbeten!

    Sind auch wir dankbar für all das Gute, was unser Gott uns gibt und für uns tut – oder jammern und klagen wir nur?

    Lassen wir unsere Dankbarkeit nach draußen – indem wir so übersprudeln wie unser Herz – und von unserem wundervollen Gott singen? Oder nehmen wir das als selbstverständlich hin und fordern weitere Rechte ein?

  65. Juleam 4. Mai 2012 um 15:33 Link zum Kommentar

    Psalm 68 – Gott ist Sieger!

    1 Ein Lied Davids.

    2 Gott erhebt sich und zerstreut seine Feinde; alle, die ihn hassen, ergreifen die Flucht.

    3 Gott treibt sie auseinander wie Wind den Rauch. Wie Wachs im Feuer zerschmilzt, so vergehen alle, die Gott verachten, wenn er ihnen begegnet.

    4 Alle aber, die Gott die Treue halten, freuen sich, wenn er sich zeigt. Sie jubeln ihm zu, überwältigt von Freude.

    5 Singt für den Herrn, besingt seinen Namen! Ebnet den Weg für den, der durch die Steppe reitet: »Herr« ist sein Name. Jubelt ihm zu, wenn er erscheint!

    6 Ein Anwalt der Witwen und ein Vater der Waisen ist Gott in seinem Heiligtum.

    7 Den Einsamen gibt er ein Zuhause, den Gefangenen schenkt er Freiheit und Glück. Wer jedoch gegen jede Ordnung verstößt, führt ein trostloses Leben.

    8 Gott, als du vor deinem Volk herzogst und mit ihm die Wüste durchquertest,

    9 da bebte die Erde; vom Himmel strömte der Regen herab, als du dich am Berg Sinai zeigtest, du Gott Israels.

    10 Du ließest so viel Regen fallen, Herr, dass das ausgedörrte Land wieder fruchtbar wurde. Das Land, das du uns zum Erbe gegeben hattest,

    11 wurde so zur Heimat für dein Volk, das keine Bleibe hatte. Du hast für sie gesorgt, du gütiger Gott!

    12 Der Herr gab den Befehl, und viele Frauen verbreiteten die freudige Nachricht vom Sieg:

    13-14 »Die feindlichen Könige jagen mit ihren Heeren in heilloser Flucht davon! Wir Frauen zu Hause teilen die Beute aus: Silber und schimmerndes Gold – alles glitzert und glänzt in herrlicher Pracht! Wollt ihr da noch bei den Herden sitzen bleiben?«

    15 Als der allmächtige Gott die feindlichen Könige aus dem Land jagte, da bedeckte die Beute den Boden wie Schnee den dunklen Berg.

    16 Mächtig erhebt sich der Berg Baschan, gewaltig ragen seine Kuppen empor.

    17 Du zerklüfteter Berg, warum blickst du neidisch auf den Berg Zion, den Gott sich zu seinem Wohnsitz erwählt hat? Ja, für immer wird der Herr dort wohnen.

    18 Unzählige Kampfwagen besitzt Gott, der Herr über die himmlischen Heere. Vom Sinai her zieht er in sein Heiligtum ein.

    19 Du bist in die Höhe hinaufgestiegen und hast Gefangene im Triumphzug mitgeführt. Du hast den Menschen Tribut auferlegt; sogar die hartnäckigsten Feinde sind bereit, sich dir zu unterwerfen.

    20 Gepriesen sei der Herr! Tag für Tag trägt er unsere Lasten. Gott ist unsere Hilfe.

    21 Sind wir in Not, dann greift er ein; er kann sogar vom Tod erretten.

    22 Seinen Feinden aber wird er den Kopf zerschmettern, denen, die sich von ihren Sünden nicht abbringen lassen.

    23 Der Herr hat gesagt: »Ich ziehe meine Feinde zur Rechenschaft, ob sie sich im Baschangebirge verstecken oder gar im tiefen Meer.

    24 Dann wirst du mit deinen Füßen in ihrem Blut stehen, und deine Hunde werden es auflecken.«

    25 Gott, alle sind Zeugen deines Triumphzuges; sie sehen, wie du ins Heiligtum einziehst, du, mein Gott und König!

    26 Die Sänger führen den Zug an, ihnen folgen die Harfenspieler, umringt von Mädchen, die das Tamburin schlagen:

    27 »Preist Gott, ihr Chöre, preist den Herrn, ihr Nachkommen Israels!«

    28 Darauf folgt Benjamin, der kleinste unter den Stämmen, nach ihm kommen die Fürsten von Juda mit ihrem Gefolge, und schließlich die Fürsten von Sebulon und von Naftali.

    29 Gott, zeige deine Macht, die du schon früher an uns erwiesen hast!

    30 Dein Tempel ragt hoch über Jerusalem. Dorthin bringen dir Könige ihren Tribut.

    31 Erschrecke die Großmacht Ägypten, das Ungeheuer am Nil! Weise die Machthaber und ihre Völker zurecht! Wirf die Nationen zu Boden, die nach Beute gieren und den Krieg lieben!

    32 Aus Ägypten werden Gesandte ankommen, Äthiopien wird herbeieilen und Gott reiche Geschenke bringen.

    33 Singt zur Ehre Gottes, spielt für ihn auf euren Instrumenten, ihr Völker dieser Erde!

    34 Er reitet durch den Himmel, der seit Urzeiten besteht. Hört, wie gewaltig seine Stimme ertönt!

    35 Verkündet Gottes Macht; er regiert über Israel, seiner Macht ist auch über den Wolken keine Grenze gesetzt!

    36 Die Menschen erschrecken und staunen, wenn er in seinem Heiligtum erscheint. Der Gott Israels gibt seinem Volk Stärke und Macht. Gelobt sei Gott!

    Und das ist unser Gott!

    Das ist der Gott, der uns bittet, uns ihm zu nahen, damit er seinerseits sich uns nahen kann. Er bietet uns seine Freundschaft an. Er ist immer bei uns und er lässt uns niemals im Stich.

    Und dies, obwohl ER so erhaben sind und wir dagegen nur ganz klein und außerdem in unserer Unvollkommenheit ihn oftmals kränken.

    Aber er kennt ja unser Herz und weiss ja, ob wir absichtlich so handeln, dass er sich für uns schämen muss – oder ob es aus einer Schwäche heraus war; und ob wir hart an uns selbst arbeiten, um diese Schwäche auszumerzen.

    Was für ein Gott – und IHM dürfen wir dienen. Wie wunderbar!

  66. Juleam 5. Mai 2012 um 15:36 Link zum Kommentar

    Psalm 69 – In der Zerreißprobe

    1 Von David. Nach der Melodie: »Lilien.«

    2 Rette mich, Gott, das Wasser steht mir bis zum Hals!

    3 Ich versinke im tiefen Schlamm; meine Füße finden keinen Halt mehr. Die Strudel ziehen mich nach unten, und die Fluten schlagen schon über mir zusammen.

    4 Ich habe mich heiser geschrien und bin völlig erschöpft, der letzte Hoffnungsschimmer ist erloschen. Vergeblich halte ich Ausschau nach meinem Gott.

    5 Wie viele hassen mich ohne jeden Grund! Ich habe mehr Feinde als Haare auf dem Kopf. Sie besitzen Macht und wollen mich auslöschen. Ich soll zurückgeben, was ich nie gestohlen habe, so fordern sie lauthals von mir.

    6 Menschen können mir nichts vorwerfen, in deinen Augen jedoch bin ich nicht ohne Schuld; du weißt besser als ich, wie blind ich war.

    7 Herr, du gebietest über alle himmlischen Heere, und du bist Herr und Gott in Israel: Enttäusche nicht die Menschen, die dir vertrauen! Denn wenn sie sehen, dass du mich im Stich lässt, werden sie an dir verzweifeln!

    8 Man verhöhnt mich, weil ich zu dir gehöre, Schimpf und Schande muss ich über mich ergehen lassen.

    9 Meine nächsten Verwandten wollen nichts mehr mit mir zu tun haben, selbst meinen Brüdern bin ich fremd geworden.

    10 Ich verzehre mich in rastlosem Eifer für deinen Tempel. Die Anfeindungen, die dir, Gott, galten, haben mich getroffen.

    11 Ich weinte über den Zustand deines Heiligtums und fastete, aber damit wurde ich erst recht zum Gespött der Leute.

    12 Als ich ein grobes Bußgewand anzog, kam ich noch mehr ins Gerede.

    13 Auf dem Marktplatz zerreißen sie sich das Maul über mich; und bei Zechgelagen grölen sie ihre Spottlieder.

    14 Ich aber bete zu dir, Herr! Jetzt ist die Zeit gekommen, in der du mich erhören wirst! Antworte mir! Du hast so viel Gutes für mich bereit! Ich rechne fest mit deiner Hilfe.

    15 Ziehe mich aus dem Sumpf heraus, lass mich nicht versinken! Rette mich vor denen, die mich hassen! Zieh mich heraus aus dem reißenden Wasser,

    16 sonst schlagen die Fluten über mir zusammen, und der Strudel reißt mich in die Tiefe; hol mich heraus, sonst verschlingt mich der Abgrund!

    17 Antworte mir, Herr, denn deine Güte tröstet mich! Wende dich mir zu in deinem großen Erbarmen.

    18 Verbirg dich nicht länger vor mir, ich gehöre ja zu dir! Ich weiß keinen Ausweg mehr, darum antworte mir schnell.

    19 Komm und rette mich, damit meine Feinde das Nachsehen haben!

    20 Du kennst die Schmach, die man mir zufügt, du weißt, wie man mich mit Hohn und Spott überschüttet. Und du kennst jeden, der mich bedrängt.

    21 Die Schmach bricht mir das Herz, sie macht mich krank. Ich hoffte auf Mitleid, aber nein! Ich suchte Trost und fand ihn nicht!

    22 Sie mischten Gift in meine Speise; und als ich Durst hatte, gaben sie mir Essig zu trinken.

    23 Zur Falle sollen ihre Festessen werden! Lass sie ins Verderben stürzen!

    24 Lass sie blind werden, dass sie nichts mehr sehen, und renke ihnen die Hüfte aus!

    25 Schütte deinen Zorn über sie aus, überwältige sie in deinem Grimm!

    26 Ihr Wohnort soll verwüstet werden, in ihren Zelten niemand mehr wohnen!

    27 Denn sie verfolgen noch den erbarmungslos, den du schon gestraft hast. Schadenfroh erzählen sie von seinen Schmerzen.

    28 Vergib ihnen nichts! Rechne ihnen jede einzelne Schuld an, damit sie nicht vor dir bestehen können!

    29 Lösche ihre Namen aus dem Buch des Lebens, damit sie nicht bei denen aufgeschrieben sind, die nach deinem Willen leben!

    30 Ich aber bin elend und von Schmerzen gequält. Beschütze mich, Gott, und hilf mir wieder auf!

    31 Dann will ich dich loben mit meinem Lied; ich will deinen Namen rühmen und dir danken!

    32 Daran hast du mehr Freude als an Rindern, die man dir opfert, oder an fetten Stieren.

    33 Wenn die Unterdrückten das sehen, werden sie froh. Ihr, die ihr Gott vertraut, fasst neuen Mut!

    34 Denn der Herr hört das Rufen der Armen und Hilflosen. Wer um seinetwillen ins Gefängnis geworfen wird, den überlässt er nicht seinem Schicksal.

    35 Himmel und Erde sollen ihn loben, die Meere und alles, was darin lebt!

    36 Denn der Herr wird den Berg Zion befreien und die Städte in Juda wieder aufbauen. Sein Volk wird sich darin niederlassen und das Land erneut in Besitz nehmen.

    37 Die Nachkommen derer, die dem Herrn dienen, werden es erben; alle, die ihn lieben, werden darin wohnen.

    Sehr schöne Gedanken von Darby zu Psalm 69:

    Der Eifer um das Haus Gottes hat Ihn verzehrt, und Er erduldet Schmähungen um des Gottes Israels willen. Darum bittet Er, dass Seine Lage nicht ein Stein des Anstoßes für andere werden möchte, indem sie sähen, wie Einer, der so treu gegen Gott war, solche Leiden und Trübsale finden musste. Indes ist Er nicht von Gott verlassen. Im Gegenteil …

    Doch er erduldet Schmähungen und unbegründete Feindschaft für den Namen des Gottes Israels; und je treuer er ist, desto mehr hat er zu leiden

    Aus dem Psalm

    Man verhöhnt mich, weil ich zu dir gehöre, Schimpf und Schande muss ich über mich ergehen lassen. Meine nächsten Verwandten wollen nichts mehr mit mir zu tun haben,

    … ohne Kommentar …

  67. Juleam 7. Mai 2012 um 08:30 Link zum Kommentar

    Psalm 70 – 72

    Psalm 70 – Herr, hilf mir!

    1 Ein Lied Davids, beim Gedächtnisopfer zu singen.

    2 Herr, ich bitte dich: Rette mich, komm mir schnell zu Hilfe!

    3 Wer mir nach dem Leben trachtet, der soll scheitern und öffentlich bloßgestellt werden. Wer sich über mein Unglück hämisch freut, den jage mit Schimpf und Schande davon!

    4 Alle, die schadenfroh lästern: »Haha, das geschieht dir recht!«, sollen kleinlaut davonschleichen wegen ihrer selbstverschuldeten Schande!

    5 Aber alle, die sich dir anvertrauen, werden vor Freude jubeln! Wer dich als Retter kennt und liebt, wird immer wieder rufen: »Groß ist der Herr!«

    6 Ich bin hilflos und ganz auf dich angewiesen, Herr; sorge für mich, denn du bist mein Helfer und Befreier! Komm rasch zu mir! Mein Gott, zögere nicht länger!

    Ach ja, so etwas müssen wir lesen, wenn wir mal wieder das Gefühl haben, „dass wir vom Pech verfolgt sind“, aber sehen, wie die Bösen scheinbar Segen geniessen

  68. Juleam 7. Mai 2012 um 08:35 Link zum Kommentar

    Psalm 71 – Alt und schutzlos?

    1 Bei dir, Herr, suche ich Schutz. Lass nicht zu, dass meine Feinde mich zugrunde richten!

    2 Du bist ein gerechter Gott, darum hilf mir und rette mich! Höre mein Gebet! Hilf mir doch!

    3 Schenke mir Geborgenheit, wie ein Haus, in das ich jederzeit kommen kann! Du hast doch beschlossen, mich zu retten! Ja, du bietest mir Schutz, du bist meine Burg.

    4 Mein Gott! Die Gottlosen haben mich in ihrer Gewalt. Sie brechen die Gesetze und schrecken vor keiner Gewalttat zurück. Rette mich aus ihren Klauen!

    5 Du bist meine Hoffnung, Herr, dir vertraue ich von Kindheit an!

    6 Ja, seit meiner Geburt bist du mein Halt. Vom ersten Tag an hast du für mich gesorgt. Darum will ich dich loben mein Leben lang.

    7 Viele, die meine Not und mein Leiden sahen, mussten denken: Gott hat ihn verworfen! Aber du hast dich als ein machtvoller Beschützer erwiesen.

    8 Darum will ich dich vor anderen loben, Tag für Tag will ich dich rühmen.

    9 Verstoße mich nicht, jetzt, wo ich alt geworden bin; verlass mich nicht, wenn meine Kräfte nun schwinden!

    10 Meine Feinde wollen mich umbringen; schon tun sie sich zusammen und planen einen Anschlag.

    11 »Gott hat ihn aufgegeben«, sagen sie. »Los, ihm nach! Packt ihn! Jetzt hat er keinen mehr, der ihm beisteht!«

    12 Gott, warum bist du so weit weg? Mein Gott, komm mir schnell zu Hilfe!

    13 Mit allen Mitteln kämpfen sie gegen mich – lass sie scheitern und umkommen! Nichts lassen sie unversucht, um mich ins Unglück zu stürzen. Bring Schimpf und Schande über sie!

    14 Nie werde ich aufhören, auf dich zu hoffen – loben will ich dich, je länger, je mehr.

    15 Laut werde ich es sagen: Auf deine Zusagen ist Verlass! Jeden Tag will ich erzählen, wie du aus der Not befreist; du tust viel mehr, als ich aufzählen kann!

    16 Deine machtvollen Taten will ich rühmen, Herr, mein Gott! Du hältst Wort – das allein werde ich weitersagen!

    17 Von Jugend auf bist du mein Lehrer gewesen, und bis heute erzähle ich von deinen Wundertaten.

    18 Lass mich auch jetzt nicht im Stich, o Gott, jetzt, wo ich alt und grau geworden bin! Gib mir noch so viel Zeit, dass ich auch meinen Kindern und Enkeln noch erzählen kann, wie groß und mächtig du bist!

    19 Gott, deine Treue umschließt Himmel und Erde. Du hast große Dinge getan! Wer ist wie du?

    20 Not und Elend hast du mir zwar nicht erspart, aber du erhältst mich am Leben und bewahrst mich vor dem sicheren Tod.

    21 Du bringst mich wieder zu Ehren, ja, du schenkst mir größeres Ansehen als zuvor. Das tröstet mich!

    22 Darum will ich dir mit dem Spiel auf der Harfe danken. Ich lobe deine Treue, du, mein Gott! Zur Laute will ich dir singen, dir, dem heiligen Gott Israels!

    23 Ich juble vor Freude, wenn ich von dir singe, denn du hast mich errettet.

    24 Tag für Tag will ich davon reden, dass du wirklich Wort hältst. Alle, die mich ins Unglück stürzen wollten, haben es nicht geschafft. Mit Schimpf und Schande wurden sie überhäuft!

  69. Juleam 7. Mai 2012 um 08:38 Link zum Kommentar

    Psalm 72 – Der Friedenskönig

    1 Von Salomo.
    Gott, lass den König an deiner Stelle Recht sprechen! Gib ihm deinen Sinn für Gerechtigkeit ins Herz!

    2 Als oberster Richter soll er dein Volk unparteiisch regieren und dem Rechtlosen zu seinem Recht verhelfen.

    3 Durch seine Herrschaft werden im ganzen Land Frieden und Wohlstand wachsen.

    4 Er wird für die Unterdrückten eintreten und sich zum Anwalt der Armen machen; die Unterdrücker aber wird er zum Tode verurteilen.

    5 Er soll regieren, solange die Erde besteht und solange es Menschen gibt.

    6 Seine Herrschaft sei wohltuend wie der Regen, der auf die Wiesen niedergeht, wie erfrischende Schauer, die trockene Felder bewässern.

    7 Dann werden alle aufblühen, die Gott die Treue halten, Gerechtigkeit und Wohlstand werden herrschen bis ans Ende der Zeit.

    8 Seine Macht reiche von einem Meer zum anderen, vom Euphrat bis zum Ende der Erde!

    9 Ihm sollen sich die Bewohner der Wüste unterwerfen, und auch seine Feinde sollen im Staub vor ihm kriechen.

    10 Die Könige von Tarsis und von den fernen Inseln werden ihm Geschenke bringen, und auch die Herrscher von Saba und Seba werden ihm Abgaben entrichten.

    11 Huldigen sollen ihm alle Könige, und alle Völker ihm dienen!

    12 Denn er rettet den Wehrlosen, der um Hilfe fleht; den Schwachen, dem jeder andere seine Unterstützung versagt.

    13 Am Schicksal der Hilflosen nimmt er Anteil und bewahrt sie vor dem sicheren Tod.

    14 Er befreit sie von Gewaltherrschaft, ihrer Unterdrückung macht er ein Ende, denn in seinen Augen ist ihr Leben wertvoll.

    15 Lang lebe der König! Man bringe ihm Gold von Saba! Man bete allezeit für ihn und wünsche ihm Glück und Segen den ganzen Tag!

    16 Im ganzen Land möge das Getreide wachsen im Überfluss, sogar noch auf den Gipfeln der Berge soll es gedeihen – so üppig wie die Wälder auf dem Libanon. In den Städten möge reges Leben herrschen.

    17 Der Name des Königs soll nie vergessen werden; sein Ruhm sei unsterblich, solange die Erde besteht! Mögen alle Völker Gott bitten, sie so zu segnen, wie er den König gesegnet hat! Ihn, den König, sollen sie preisen!

    18 Gelobt sei Gott, der Herr, der Gott Israels! Er vollbringt Wunder, er allein!

    19 Lobt seinen erhabenen Namen für alle Zeit! Seine Macht und Hoheit erfülle die ganze Welt! Amen!

    20 Hier sind die Gebete Davids, des Sohnes Isais, zu Ende.

    der ganze Text erinnert an Salomo – z.B. dass die Königin von Saba zu ihm kam und seine Weisheit und seinen Reichtum lobte und ihm kostbare Geschenke machte.

    Wundert es da, wenn wir „im Vorspann“ lesen, dass dieser Psalm von Salomo ist?

  70. Juleam 4. Juni 2013 um 11:07 Link zum Kommentar

    Psalm 42 – sehnen auch wir uns nach unserem Gott?

    1 Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs. Ein Maskil.

    2 Wie ein Hirsch lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele, o Gott, nach dir! 3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott: Wann werde ich kommen und vor Gottes Angesicht erscheinen ?

    4 Meine Tränen sind meine Speise bei Tag und bei Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist [nun] dein Gott?

    5 Daran will ich denken, und meine Seele in mir ausschütten, wie ich dahinzog im Gedränge, mit ihnen feierlich dahinschritt zum Haus Gottes unter lautem Jubel und Lobgesang, in der feiernden Menge.

    6 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken für die Rettung , die von seinem Angesicht kommt!

    7 Mein Gott, meine Seele ist betrübt in mir; darum gedenke ich an dich im Land des Jordan und der Hermongipfel , am Berg Mizar. 8 Eine Flut ruft der anderen beim Rauschen deiner Wasserstürze; alle deine Wellen und Wogen sind über mich gegangen.

    9 Am Tag wird der Herr seine Gnade entbieten, und in der Nacht wird sein Lied bei mir sein, ein Gebet zu dem Gott meines Lebens. 10 Ich will sprechen zu Gott, meinem Fels :

    Warum hast du mich vergessen ? Warum muss ich trauernd einhergehen, weil mein Feind mich bedrängt?

    11 Wie Zermalmung meiner Gebeine ist der Hohn meiner Bedränger, weil sie täglich zu mir sagen: Wo ist [nun] dein Gott?

    12 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, dass er meine Rettung und mein Gott ist!

    hier findest du einige Gedanken aus den Vorjahren zu diesem Psalm:

  71. Juleam 4. Juni 2013 um 11:18 Link zum Kommentar

    Psalm 43 – 45

    Psalm 43 – der Anfang aller Dinge ist Gott!

    1 Schaffe mir Recht , o Gott, und führe meine Sache gegen ein unbarmherziges Volk; errette mich von dem Mann der Lüge und des Unrechts!

    2 Denn du bist der Gott, der mich schützt ; warum verwirfst du mich? Warum muss ich trauernd einhergehen, weil mein Feind mich bedrängt?

    3 Sende dein Licht und deine Wahrheit , dass sie mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen , 4 dass ich komme zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dich preise auf der Laute , o Gott, mein Gott!

    5 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?

    Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, dass er meine Rettung und mein Gott ist!

    Auch dies ist wie ein roter Faden, der sich durch alle Psalmen zieht: ein starker Glaube an Gott und der innige Wunsch, diesem ganz nah zu bleiben.

    Scheinbar ergibt sich genau aus diesem Wunsch auch die Zuversicht, dass wir nicht gänzlich von Jehova verlassen sind und aus diesem Wissen heraus wollen wir ihn preisen – auch, wenn die Umstände sehr schlecht sind.

    Der Anfang aller Dinge ist also Gott!

    Ein Gedanke, den ich gestern Abend auch in einer Ansprache von Dieter Schade gehört habe: wir müssen zuerst unseren Gott lieben und ein inniges Verhältnis zu IHM haben – dann werden wir auch das Richtige aus der richtigen Motivation heraus tun!

    weitere Gedanken finden wir hier:

  72. Juleam 4. Juni 2013 um 11:32 Link zum Kommentar

    Psalm 44 – was sollten wir aus diesem Psalm lernen?

    1 Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs. Ein Maskil.

    2 O Gott, mit unseren eigenen Ohren haben wir es gehört, unsere Väter haben es uns erzählt, was du für Taten getan hast zu ihrer Zeit, in den Tagen der Vorzeit!

    3 Du hast mit deiner Hand die Heidenvölker vertrieben, sie aber gepflanzt; du hast Völker zerschmettert, sie aber ausgebreitet.

    4 Denn nicht mit ihrem Schwert haben sie das Land gewonnen, und nicht ihr Arm hat ihnen geholfen, sondern deine rechte Hand und dein Arm und das Licht deines Angesichts ; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen.

    5 Du bist derselbe, mein König , o Gott; gebiete du Rettung für Jakob!

    6 Durch dich wollen wir unsere Feinde niederstoßen; in deinem Namen wollen wir unsere Widersacher zertreten.

    7 Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen; 8 sondern du rettest uns von unseren Feinden und machst zuschanden , die uns hassen. 9 In Gott rühmen wir uns alle Tage, und deinen Namen loben wir ewiglich.

    (Sela.)

    10 Und doch hast du uns verworfen und zuschanden werden lassen und bist nicht ausgezogen mit unseren Heerscharen. 11 Du hast uns zurückweichen lassen vor dem Feind, und die uns hassen, haben sich Beute geraubt. 12 Du hast uns wie Schafe zum Fraß hingegeben und hast uns unter die Heiden zerstreut .

    13 Du hast dein Volk um ein Geringes verkauft und hast nicht viel dafür verlangt. 14 Du hast uns der Beschimpfung unserer Nachbarn ausgesetzt, dem Spott und Hohn derer, die uns umgeben. 15 Du hast uns zum Sprichwort unter den Heiden gemacht, dass die Völker den Kopf über uns schütteln.

    16 Alle Tage ist meine Schmach vor mir, und Scham bedeckt mein Angesicht 17 wegen der Stimme des Spötters und Lästerers, wegen des Feindes, des Rachgierigen.

    18 Dies alles ist über uns gekommen, und doch haben wir dich nicht vergessen , noch treulos gehandelt gegen deinen Bund. 19 Unser Herz hat sich nicht zurückgewandt, noch sind unsere Schritte abgewichen von deinem Pfad; 20 dennoch hast du uns zermalmt am Ort der Schakale und uns mit Todesschatten bedeckt.

    21 Hätten wir den Namen unseres Gottes vergessen und unsere Hände ausgestreckt zu einem fremden Gott, 22 würde Gott das nicht erforschen? Er kennt ja die Geheimnisse des Herzens.

    23 Ja, um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet.

    24 Herr, erhebe dich! Warum schläfst du? Wache auf und verstoße uns nicht für immer! 25 Warum verbirgst du dein Angesicht und vergisst unser Elend und unsere Bedrängnis?

    26 Denn unsere Seele ist in den Staub gebeugt, und unser Leib klebt am Erdboden.

    27 Mache dich auf und komm uns zu Hilfe, und erlöse uns um deiner Gnade willen!

    In der Überschrift wird gesagt, dass dies ein Maskil ist – ein Lied zur Unterweisung, um etwas zu lehren oder verständlich zu machen.

    Was sollen wir aus diesem Psalm lernen? Entmutigt er uns nicht viel eher, wenn wir lesen, dass sie von ihrem Gott verlassen sind, obwohl sie selbst sich nicht von ihm abgewandt haben?

    Einige Gedanken zu diesem Psalm finden wir hier:

    Hierzu fällt mir auch der Film „Adams Äpfel“ ein, den wir gestern zusammen geguckt haben, hier ging es um einen ähnlichen Gedanken:

    Der Pastor leitet eine Einrichtung, wo ehemalige Straftäter resozialisiert werden. Der Film beginnt damit, dass er einen Rechtsradikalen vom Bus abholt und sich nun bemüht, diesen wieder auf den rechten Weg zu bringen. Allerdings reizt er diesen bis zum Wahnsinn damit, dass er ein Gut-Mensch ist und alles nur positiv sieht. Er vergilt immer Böses mit Gutem und damit kommt der ehemalige Straftäter nicht klar und so versucht er, diesen Mann Gottes zu knacken. Dabei kommen ihm übernatürliche Mächte zur Hilfe, die immer wieder dafür sorgen, dass seine Bibel, die unbeachtet auf seinem Nachtkasten liegt, exakt bei dem Bibelbuch Hiob aufgeschlagen liegen bleibt. Irgendwann beschäftigt er sich damit und merkt, was Hiob letztendlich so fertig gemacht hatte:

    Auch Hiob sah immer nur das Gute, er war völlig zuversichtlich, dass sein Gott mit ihm war und daher ließ er nichts an sich ran. Was diesen treuen Mann Gottes letztenlich fast kaputt gemacht hatte, waren die „tröstenden“ Worte „seiner Freunde“, die ihm immer wieder einredeten, dass es Gott selbst sei, der ihn hier angreift.

    Mit dieser Taktik gelingt es Adam, den Pastor zu zerstören. Er verliert Sinn und Freude am Leben. Wenn sein Gott gegen ihn ist, was macht da noch Sinn? Fast stirbt er daran. Iwan fragt, warum er ihm das antut und Adam antwortet: „Weil ich Böse bin und auch du kannst nichts daran ändern.“

    Aber irgendetwas passiert mit Adam und er bringt den sterbenden Pastor nicht nur in die Klinik, sondern erlebt einen inneren Wandel. Auf einmal übernimmt er Verantwortung für die anderen und bekommt eine ganz andere Einstellung. Auf einmal ist auch er gut und am Ende ist er der Assistent von Igor und beide holen gemeinsam die nächsten Kandidaten für die Resozialisierung vom Bus ab.

    Igor hat das Böse mit dem Guten besiegt. Nun ist auch Adam ein Mann, der mit Gott lebt. Unfassbar.

    Aber dieser Film zeigt, wie wichtig es für uns ist, dass wir ganz sicher sind, dass unser Gott uns liebt und mit uns ist. Auch uns will der Feind und all diejenigen, die nach seiner Pfeife tanzen, uns einreden, wir hätten das Wohlgefallen unseres Gottes verloren und das, was uns an Schlechtem widerfährt, käme von Gott – weil ER uns hasst.

    Wie können wir uns davor schützen, dass wir auf diese Lüge hereinfallen?

    Indem wir täglich in der Bibel lesen und uns vergewissern, wie unser Gott denkt und fühlt. Auch wenn wir uns bewusst sind, dass wir uns die Güte Gottes nicht verdienen können, so wissen wir doch, was Jehova gefällt und wer „Gast sein darf in seinem Zelt“ (Psalm 15). Sehen wir in diesen Spiegel immer wieder hinein und gucken wir, ob das auf uns passt. Wenn ja, dann liebt uns unser Gott auch weiterhin und wir können jede andere Behauptung ganz energisch von uns weisen – egal, von wem sie auch kommt!

  73. Juleam 4. Juni 2013 um 11:34 Link zum Kommentar

    Psalm 45 – ein Liebeslied, das auf den Messias hinweist

    1 Dem Vorsänger. Nach [der Melodie] »Lilien«. Von den Söhnen Korahs. Ein Maskil; ein Lied der Liebe.

    2 Mein Herz fließt über mit einem lieblichen Lied. Ich sage: Meine Gedichte sind für den König bestimmt, meine Zunge ist der Griffel eines gewandten Schreibers .

    3 Du bist schöner als die Menschenkinder; Gnade ist ausgegossen über deine Lippen; darum hat Gott dich gesegnet auf ewig.

    4 Gürte dein Schwert an die Seite, du Held , deine Majestät und deine Pracht! 5 In deiner Pracht fahre siegreich einher für die Sache der Wahrheit , der Sanftmut und Gerechtigkeit , und deine Rechte lehre dich furchterregende Taten!

    6 Deine Pfeile sind scharf, sie unterwerfen dir die Völker; sie dringen ins Herz der Feinde des Königs. 7 Dein Thron , o Gott, bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts !

    8 Du liebst die Gerechtigkeit und hasst die Gesetzlosigkeit, darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl , mehr als deine Gefährten.

    9 Nach Myrrhe, Aloe und Kassia duften deine Kleider; Saitenspiel erfreut dich aus Palästen von Elfenbein. 10 Königstöchter stehen in deinem Schmuck, die Gemahlin zu deiner Rechten in Gold von Ophir.

    11 Höre, Tochter, schau her und neige dein Ohr; vergiss dein Volk und das Haus deines Vaters! 12 Und wird der König deine Schönheit begehren – denn er ist dein Herr -, so huldige ihm!

    13 Und die Tochter Tyrus [wird kommen] mit Geschenken; die Reichsten des Volkes werden deine Gunst suchen.

    14 Ganz herrlich ist die Königstochter im Innern; aus gewirktem Gold ist ihr Gewand. 15 In gestickten Kleidern wird sie dem König zugeführt; die Jungfrauen, die sie begleiten, ihre Gefährtinnen, sie werden zu dir gebracht. 16 Man führt sie mit Freuden und Frohlocken, und sie ziehen ein in den Palast des Königs.

    17 An die Stelle deiner Väter werden deine Söhne treten, du wirst sie als Fürsten einsetzen im ganzen Land.

    18 Ich will deinen Namen verkünden in allen Geschlechtern; darum werden dich die Völker preisen immer und ewiglich.

    Was sich anhört wie ein Liebeslied für eine Braut ist nach Aussage der Kommentatoren ein prophetisches Lied auf den Messias.

    Einige Teile weisen schon auf ihn hin, aber andere hören sich wirklich wie ein Loblied auf eine wunderschöne Braut an.

    Aber viele der Prophezeiungen, die auf Jesus hinweisen, sind ja nicht gleich offensichtlich, sondern eher versteckt „untergebracht“. Warum?

    Damit nur die Aufrichtigen den Messias erkennen?

    weitere Gedanken finden wir hier:

  74. Juleam 4. Juni 2013 um 11:43 Link zum Kommentar

    Psalm 46 – 48

    Psalm 46 – Wenn Gott mit uns ist – wer wird gegen uns sein?

    1 Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs. Auf Alamoth. Ein Lied.

    2 Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein Helfer , bewährt in Nöten.

    3 Darum fürchten wir uns nicht, wenn auch die Erde umgekehrt wird und die Berge mitten ins Meer sinken, 4 wenn auch seine Wasser wüten und schäumen und die Berge zittern vor seinem Ungestüm.

    (Sela.)

    5 Ein Strom mit seinen Bächen erfreut die Stadt Gottes, das Heiligtum der Wohnungen des Höchsten. 6 Gott ist in ihrer Mitte , sie wird nicht wanken ; Gott wird ihr helfen, wenn der Morgen anbricht.

    7 Die Völker toben, die Königreiche wanken; wenn Er seine Stimme erschallen lässt, dann zerschmilzt die Erde. 8 Der Herr der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg!

    (Sela.)

    9 Kommt her, schaut die Werke des Herrn , der Verwüstungen angerichtet hat auf Erden, 10 der den Kriegen ein Ende macht bis ans Ende der Erde, der den Bogen zerbricht , den Speer zerschlägt und die Wagen mit Feuer verbrennt!

    11 »Seid still und erkennt, dass ich Gott bin; ich werde erhaben sein unter den Völkern, ich werde erhaben sein auf der Erde!«

    12 Der Herr der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg!

    (Sela.)

    Wenn Gott mit uns ist – wer wird gegen uns sein?

    Wo steht das noch mal in der Bibel? Römer 8:31 und Hebräer 13:6

    Auch hierzu gibt es einen sehr schönen Studienartikel aus dem Jahr 2001. Vielleicht lesen wir den noch einmal?

    Fakt ist: zu wissen, dass wir das Wohlgefallen und die Liebe Gottes haben, gibt uns viel Mut.

    Wenn er nicht will, dass uns jemand Schaden zufügt, dann wird es diesem auch nicht gelingen. Und wenn ER es zuläßt, dann hat er einen guten Grund dazu. Dann will er etwas bewirken und die negativen Umstände, die uns jetzt vielleicht das Leben schwer machen, wirken dabei begünstigend. Aber dann wird uns Jehova auch die Kraft geben, diese Situation zu ertragen und er wird uns im übertragenen Sinne tröstend in den Arm nehmen.

    Denken wir hierbei auch an das, was Joseph widerfahren ist und was Gott damit bewirkte. Joseph selbst sagt später zu seinen Brüdern, sie sollten sich nicht über ihre schlechte Tat grämen, „denn in Wirklichkeit hat mich Gott vor euch hergesandt“, damit er seinem Volk helfen könnte, in der Hungersnot bewahrt zu werden.

    Jehova hatte Josephs Brüdern nicht ins Herz gegeben, dass sie ihn in die Skalverei verkaufen und er hat auch Potiphars Frau nicht aufgefordert, Joseph zu Unrecht der Sklaverei zu beschuldigen. Aber ER hat die ungünstigen Umstände benutzt, um etwas Gutes zu bewirken.

    In diesem Zusammenhang ist es auch ganz gut, wenn wir uns noch einmal die Ansprache von Bayless Conley anhören oder lesen, die dies zum Thema hat: „Gott aber…“

    Ist dieser Umstand nicht wirklich tröstlich für uns? Jehova kann und wird die Dinge zum Guten wenden – auch für uns!

    Weitere Gedanken finden wir hier:

  75. Juleam 4. Juni 2013 um 11:46 Link zum Kommentar

    Psalm 47 – viele Gründe, um unseren Gott zu preisen

    1 Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs. Ein Psalm.

    2 Klatscht in die Hände, ihr Völker alle! Jauchzt Gott zu mit fröhlichem Schall!

    3 Denn der Herr , der Höchste, ist zu fürchten , ein großer König über die ganze Erde. 4 Er wird die Völker uns unterwerfen und die Nationen unter unsere Füße. 5 Er wird unser Erbteil für uns erwählen, den Stolz Jakobs, den er geliebt hat.

    (Sela.)

    6 Gott ist aufgefahren mit Jauchzen, der Herr mit Hörnerschall.

    7 Lobsingt Gott, lobsingt! Lobsingt unserem König , lobsingt!

    8 Denn Gott ist König der ganzen Erde; lobsingt mit Einsicht!

    9 Gott herrscht über die Völker; Gott sitzt auf seinem heiligen Thron . 10 Die Edlen der Völker haben sich versammelt [und] das Volk des Gottes Abrahams; denn Gott gehören die Schilde der Erde; er ist sehr erhaben .

    Ist dies nicht genügend Grund, um begeisternd über unseren Gott und seine Taten zu reden?

    einige Gedanken aus den Vorjahren finden wir hier:

  76. Juleam 4. Juni 2013 um 11:47 Link zum Kommentar

    Psalm 48 – wie steht es mit unserer Liebe zum Schöpfer?

    1 Ein Lied; ein Psalm. Von den Söhnen Korahs.

    2 Groß ist der Herr und hoch zu loben in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berg .

    3 Schön erhebt sich, die Freude der ganzen Erde, der Berg Zion auf der Seite des Nordens – die Stadt des großen Königs. 4 Gott hat in ihren Palästen als sichere Burg sich kundgetan.

    5 Denn siehe, die Könige hatten sich verbündet und waren miteinander herangezogen. 6 Sie sahen – da staunten sie; sie erschraken und flohen ängstlich davon. 7 Zittern ergriff sie dort, Wehen wie eine Gebärende.

    8 Du zerbrichst die Tarsisschiffe durch einen Sturm von Osten. 9 Wie wir es gehört haben, so haben wir es gesehen in der Stadt des Herrn der Heerscharen, in der Stadt unsres Gottes. Gott wird sie erhalten bis in Ewigkeit!

    (Sela.)

    10 Wir gedenken, o Gott, an deine Gnade inmitten deines Tempels. 11 Wie dein Name , o Gott, so reicht auch dein Ruhm bis an die Enden der Erde; deine Rechte ist voller Gerechtigkeit .

    12 Der Berg Zion freut sich, die Töchter Judas frohlocken um deiner Gerichte willen.

    13 Geht rings um Zion, geht rings um sie herum, zählt ihre Türme! 14 Beachtet ihre Bollwerke , durchschreitet ihre Paläste, damit ihr es erzählt dem künftigen Geschlecht , 15 dass dieser Gott unser Gott ist für immer und ewig; er führt uns über den Tod hinaus!

    Wieder die Aufforderung, über unseren wunderbaren Gott mit anderen zu reden.

    Schwer?

    Wenn wir frisch verliebt sind – muss man uns dann auffordern, über den Menschen zu reden, für den wir gerade entflammt sind?

    Wie steht es mit unserer Liebe zu unserem Schöpfer?

    einige Gedanken aus den Vorjahren finden wir hier:

  77. Juleam 4. Juni 2013 um 12:03 Link zum Kommentar

    Psalm 49 – 51

    Psalm 49 – können wir geduldig auf unseren Gott warten?

    1 Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs. Ein Psalm.

    2 Hört dies, ihr Völker alle, horcht doch auf, alle Bewohner der Welt, 3 ihr Menschenkinder und Herrensöhne, alle miteinander, reich und arm!

    4 Mein Mund soll Weisheit reden und das Denken meines Herzens verständig sein.

    5 Ich will mein Ohr zu einer Gleichnisrede neigen und beim Lautenspiel mein Rätsel eröffnen.

    6 Warum sollte ich mich fürchten zur bösen Zeit, wenn mich die Missetat meiner Verfolger umringt? 7 Sie verlassen sich auf ihr Vermögen und prahlen mit ihrem großen Reichtum.

    8 Und doch vermag kein Bruder den anderen zu erlösen; er kann Gott das Lösegeld nicht geben 9 – zu teuer ist die Erlösung ihrer Seelen, er muss davon abstehen auf ewig! -, 10 damit er für immer leben könnte, die Grube nicht sähe.

    11 Denn er sieht ja, dass die Weisen sterben; der Tor und der Narr kommen miteinander um und müssen ihr Vermögen andern überlassen.

    12 Ihr Trachten ist, dass ihre Häuser ewig bestehen sollen, ihre Wohnungen auf alle Geschlechter hin; sie nennen Ländereien nach ihrem Namen. 13 Aber der Mensch in seiner Pracht bleibt nicht; er gleicht dem Vieh, das umgebracht wird.

    14 Dieser ihr Weg ist ihre Torheit , und doch haben ihre Nachkommen Wohlgefallen an ihren Worten.

    (Sela.)

    15 Herdenweise sinken sie ins Totenreich hinab; der Tod weidet sie, und die Redlichen werden am Morgen über sie herrschen. Das Totenreich verzehrt ihre Gestalt fern von ihrer Wohnung.

    16 Aber Gott wird meine Seele aus der Gewalt des Totenreichs erlösen ; denn er wird mich aufnehmen !

    (Sela.)

    17 Fürchte dich nicht, wenn einer reich wird, wenn die Herrlichkeit seines Hauses groß wird; 18 denn bei seinem Tod nimmt er das alles nicht mit, seine Herrlichkeit fährt ihm nicht nach!

    19 Denn er preist sich glücklich, solange er lebt – und man lobt dich, wenn es dir gut geht! -, 20 bis auch er eingehen wird zum Geschlecht seiner Väter, die in Ewigkeit das Licht nicht sehen.

    21 Der Mensch, der in [seiner] Pracht lebt und doch ohne Einsicht ist, er gleicht dem Vieh, das umgebracht wird!

    Ist es nicht tröstlich, dass unser Gott unparteiisch ist? Dass wir uns seine Gunst nicht erkaufen können.

    Für Jehova kommt es nicht darauf an, was wir hier auf der Erde für uns erreicht haben, ihm ist es egal, welches Ansehen wir bei Menschen haben oder wie reich wir sind. Für ihn zählt nur unser Herz.

    Jesus sagt später in einem Gleichnis, dass wir Gott gegenüber reich sein sollen. Alles andere ist vergänglich! (Matthäus 6:19-20; Lukas 12:16-21, siehe auch den Studienartikel vom 01.08.2007 „Bist du reich Gott gegenüber?“)

    Warum ist dies so tröstlich?

    Weil wir heute in dieser Welt nicht wirklich weit kommen, wenn wir uns nach dem ausrichten, was Jehova gefällt. Denn dies ist Satans System und er bestimmt – noch – wo lang es geht. Er „belohnt“ die, die so leben, wie es ihm gefällt. Jehova belohnt uns in der Regel erst später. Daher kommt man in diesem System nur dann wirklich weiter, wenn man ebenso korrupt und intrigant ist, wie sein derzeitiger Herrscher. Man nennt es heute auch „Ellebogengesellschaft. Du musst über Leichen gehen, um wirklich etwas zu erreichen. Aber all diese Dinge sind vergänglich.

    Wie gut, dass das letzte Hemd keine Taschen hat und für Jehova nur unser Herz, der innere Mensch, zählt. Denn darauf haben wir selbst Einfluß. Das kann uns niemand nehmen, auch nicht durch Lügen und Intrigen. Niemand kann uns von Gottes Liebe trennen – nur wir selbst (Römer 8:35-39, siehe auch den Studienartikel vom 15.10.2001 „Wer wird uns von Gottes Liebe trennen?“)

    Was für ein wunderbarer Gott, der sich durch nichts und niemand gegen uns beeinflussen lässt. Auch wenn wir uns seine Güte nicht verdienen können (wir haben in den letzten Wochen öfter darüber nachgedacht), so haben wir es doch selbst in der Hand, wie er uns sieht.

    Er liebt uns und es liegt an uns, ob wir diese Liebe erwidern!

    Das Wissen darum hilft uns immer wieder über schwierige Zeiten hinweg, denn letztendlich werden wir ein gutes Leben haben. Dann, wenn wir den Preis erhalten. Wir müssen nur warten können.

    Ich habe gestern abend einen Vortrag von John Goering zu Psalm 103 gehört und er sagt, wir bekommen von Gott immer drei Antworten: „Ja“, „Nein“ und „Warte“. Wenn wir ihn um Heilung bitten, dann sagt er niemals „Nein“, sondern höchstens „Warte“.

    Sind wir geduldig – oder wollen wir immer alles sofort haben?

    weitere Gedanken zu diesem Psalm finden wir hier:

  78. Juleam 4. Juni 2013 um 12:14 Link zum Kommentar

    Psalm 50 – unsere Motivation und der richtige Gebrauch des Lösegeldes

    1 Ein Psalm Asaphs .

    Der Mächtige, Gott der Herr , er redet und ruft die Erde vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. 2 Aus Zion, der Schönheit Vollendung, erscheint Gott im Lichtglanz .

    3 Unser Gott kommt und schweigt nicht; verzehrendes Feuer geht vor ihm her, und rings um ihn stürmt es gewaltig. 4 Er ruft dem Himmel droben zu und der Erde, damit er sein Volk richte:

    5 »Versammelt mir meine Getreuen, die den Bund mit mir schlossen über dem Opfer!«

    6 Und der Himmel verkündet seine Gerechtigkeit, dass Gott selbst Richter ist.

    (Sela.)

    7 » Höre , mein Volk, so will ich reden; Israel, ich lege gegen dich Zeugnis ab! Ich bin Gott , dein Gott.

    8 Deiner Opfer wegen will ich dich nicht tadeln, sind doch deine Brandopfer stets vor mir.

    9 Ich will keinen Stier aus deinem Haus nehmen, keine Böcke aus deinen Hürden; 10 denn mir gehören alle Tiere des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen. 11 Ich kenne alle Vögel auf den Bergen, und was sich auf dem Feld regt, ist mir bekannt.

    12 Wenn ich hungrig wäre, so würde ich es dir nicht sagen; denn mir gehört der Erdkreis und was ihn erfüllt. 13 Sollte ich etwa Stierfleisch essen oder Blut von Böcken trinken?

    14 Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde ; 15 und rufe mich an am Tag der Not , so will ich dich erretten , und du sollst mich ehren!«

    16 Zu dem Gottlosen aber spricht Gott:

    »Was zählst du meine Satzungen auf und nimmst meinen Bund in deinen Mund, 17 da du doch Zucht hasst und meine Worte verwirfst ? 18 Siehst du einen Dieb , so freundest du dich mit ihm an, und mit Ehebrechern hast du Gemeinschaft; 19 deinen Mund lässt du Böses reden, und deine Zunge knüpft Betrug. 20 Du sitzt da und redest gegen deinen Bruder; den Sohn deiner Mutter verleumdest du.

    21 Das hast du getan, und ich habe geschwiegen ; da meintest du, ich sei gleich wie du. Aber ich will dich zurechtweisen und es dir vor Augen stellen!

    22 Seht doch das ein, die ihr Gott vergesst , damit ich nicht hinwegraffe , und keiner rettet!

    23 Wer Dank opfert, der ehrt mich, und wer [seinen] Weg [recht] ausrichtet, dem zeige ich das Heil Gottes!«

    Diese drei Psalmen, die wir da heute lesen, erinnern mich alle an die Gespräche, die wir gestern beim „Outreach“ mit Besuchern am See geführt haben.

    Dieser Psalm hier erinnert mich an das junge Ehepaar und das, was der moslemische Mann zum Thema Lösegeld gesagt hatte. Ihm als Moslem ist der Begriff „Erbsünde“ völlig fremd (was ich bisher noch nicht wußte) und er fand den Gedanken abstoßend, dass ein anderer für das bezahlen sollte, was er an schlechten Dingen tut. Man kann doch nicht tun und lassen, was man will, eine Bank ausrauben oder jemanden umbringen, weil „mir ist grad so“ und dann Jesus dafür bezahlen lassen!

    Damit hatte er Recht, in der Form ist der Gedanke ja auch abstoßend. Allerdings ist Jesus für so einen Fall nicht gestorben, dafür hat Jesus nicht bezahlt. Grundlage für die Vergebung ist aufrichtige Reue, dass wir selbst das verabscheuen, was wir getan haben. Das Lösegeld ist ganz sicher kein Freibrief für schlechtes Handeln.

    Dann sprachen wir in diesem Zusammenhang über die Motivation für unsere Anbetung. Es ging ja darum, dass Jehova ein persönliches Verhältnis zu uns Menschen will und wir im Gebet zu ihm kommen und wie zu einem Freund mit ihm reden dürfen.

    In diesem Zusammenhang erzählte er eine nette kleine Geschichte – vielleicht aus dem Koran? Aber sie bringt den Gedanken genau auf den Punkt.

    Ein einfacher und ungebildeter Beduine kommt nach Mekka und will anbeten. Ein Iman sagt ihm, in welche Richtung er dies tun solle und versucht, ihm den Text des Gebetes zu lehren. Aber der einfache Mann kann sich den Text nicht merken und sagt immer wieder nur; „Mein Mantel, mein Hirtenstab“ und zeigt jeweils darauf und fällt dann nieder und ruft aus vollem Herzen „Danke Allah“. Der Iman gibt sich viel Mühe, ihm den richtigen Text beizubringen, aber ohne Erfolg. Immer wieder betet der einfache Mann auf diese Weise. Da kommt ein weiser Mann herzu, der das beobachtet hat und sagt zu dem Iman, dass dieser einfache Mann auf bessere und wertvollere Weise Gott anbetet, als alle anderen – denn sein Dank kommt aus tiefstem Herzen.

    Hier sind wir wieder bei dem Punkt, der uns bereits viele Wochen beschäftigt: es kommt auf die Motivation an! Zuerst muss Liebe zum Schöpfer da sein – alles andere kommt dann von selbst. (((Viele Grüße an Dieter und seine Ansprache zum Bibelbuch Philemon 😉 )))

    Jehova sagt es hier wieder selbst: Opfergaben und Schlachtopfer braucht er nicht. Wir sollten nicht versuchen, uns damit freizukaufen oder das Loskaufsopfer Jesu zu missbrauchen, denn das nimmt er nicht an. Er will ein aufrichtiges Herz voller Liebe und Dankbarkeit. Damit können wir dem Schöpfer die größte Freude machen.

    weitere Gedanken finden wir hier:

  79. Juleam 4. Juni 2013 um 12:18 Link zum Kommentar

    Psalm 51 – das Muster, wie und wann und warum Jehova vergibt:

    1 Dem Vorsänger. Ein Psalm Davids. 2 Als der Prophet Nathan zu ihm kam, weil er zu Bathseba eingegangen war:

    3 O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte; tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit ! 4 Wasche mich völlig [rein] von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde; 5 denn ich erkenne meine Übertretungen, und meine Sünde ist allezeit vor mir.

    6 An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen, damit du recht behältst, wenn du redest, und rein dastehst, wenn du richtest.

    7 Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. 8 Siehe, du verlangst nach Wahrheit im Innersten : so lass mich im Verborgenen Weisheit erkennen! 9 Entsündige mich mit Ysop , so werde ich rein; wasche mich, so werde ich weißer als Schnee!

    10 Lass mich Freude und Wonne hören, damit die Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast. 11 Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden und tilge alle meine Missetaten!

    12 Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz , und gib mir von Neuem einen festen Geist in meinem Innern!

    13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. 14 Gib mir wieder die Freude an deinem Heil, und stärke mich mit einem willigen Geist!

    15 Ich will die Abtrünnigen deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren.

    16 Errette mich von Blutschuld , o Gott , du Gott meines Heils, so wird meine Zunge deine Gerechtigkeit jubelnd rühmen . 17 Herr, tue meine Lippen auf, damit mein Mund dein Lob verkündige!

    18 Denn an Schlachtopfern hast du kein Wohlgefallen, sonst wollte ich sie dir geben; Brandopfer gefallen dir nicht. 19 Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz Wirst du, o Gott, nicht verachten.

    20 Tue wohl an Zion nach deiner Gnade, baue die Mauern Jerusalems! 21 Dann wirst du Gefallen haben an Opfern der Gerechtigkeit, an Brandopfern und Ganzopfern; dann wird man Stiere darbringen auf deinem Altar!

    Hier sehen wir also das perfekte Vorbild, wann und wie Jehova vergibt: wir müssen erkennen und auch anerkennen, dass das, was wir getan haben, falsch, böse und abstoßend war. Dann müssen wir es lassen und alles daransetzen, den entstandenen Schaden wieder gutzumachen.

    Dann können wir Jesu Loskaufsopfer für uns in Anspruch nehmen. Dann tritt Jesus für uns bei Jehova ein und dann können wir wieder in ein annehmbares Verhältnis zu Jehova gelangen.

    Aber dieser Psalm ist auch die Antwort auf den Einwurf einer anderen jungen Frau. Sie wollte sich Gott lieber als Kraft, anstatt als Person vorstellen. Zum einen, weil sie schon so oft von Menschen enttäuscht worden ist, aber auch weil sie gehört hat, dass ER sehr hart sei.

    Damit meinte sie die Tatsache, dass Jehova uns Menschen richtet und auch verurteilt. Das fand sie nicht so toll.

    Aber wir haben ja im Psalm zuvor gesehen, was und wen er verurteilt und sie musste zustimmen, dass sie selbst ja auch einen anderen verurteilen würde, der auf einmal mit einem Gewehr in den Park kommt und wild um sich schießt. Wobei: wir wüßten ja nicht, warum dieser das täte.

    Aber das ist ja gerade das Tolle, dass Jehova ja auch gerecht und barmherzig ist und dass es auch bei ihm mildernde Umstände gibt.

    Und dass wir jederzeit zu ihm kommen dürfen, egal, was wir getan haben. Wir denken hier auch an Jesus, dass er die Huren, Steuereinnehmer und andere verachtete Leute zu sich gerufen hat. Er hat niemanden verurteilt – solange dieser einsah, dass das, was er getan hatte, falsch war und sich ändern wollte.

    Sicherlich ist der Psalm 51 ein Text, den jeder Anbeter Gottes und ganz besonders jeder Christ gut kennen sollte! Nicht nur vom Wortlaut her, sondern vielmehr seine Bedeutung.

    weitere Gedanken finden wir hier:

  80. Juleam 4. Juni 2013 um 12:27 Link zum Kommentar

    Psalm 52 – 54

    Psalm 52 – was haben Leute wie Doeg eigentlich unter Gottes Volk verloren?

    1 Dem Vorsänger. Ein Maskil von David. 2 Als Doeg, der Edomiter, kam und Saul anzeigte: David ist in das Haus Achimelechs gegangen!

    3 Was rühmst du dich des Bösen , du Tyrann? Die Gnade Gottes ist den ganzen Tag da.

    4 Deine Zunge trachtet nach Schaden wie ein scharfes Schermesser, du Betrüger; 5 du ziehst das Böse dem Guten vor, redest lieber Lüge als Gerechtigkeit!

    (Sela.)

    6 Du liebst alle verderblichen Worte, du trügerische Zunge! 7 So wird auch Gott dich stürzen für immer; er wird dich wegraffen und herausreißen aus dem Zelt, und dich ausrotten aus dem Land der Lebendigen!

    (Sela.)

    8 Das werden die Gerechten sehen und sich fürchten , und sie werden über ihn lachen:

    9 »Seht, das ist der Mann, der Gott nicht zu seiner Zuflucht machte, sondern sich auf seinen großen Reichtum verließ und durch seine Habgier mächtig wurde!«

    10 Ich aber bin wie ein grüner Ölbaum im Haus Gottes; ich vertraue auf die Gnade Gottes für immer und ewig.

    11 Ich preise dich ewiglich, denn du hast es vollbracht , und in der Gegenwart deiner Getreuen harre ich auf deinen Namen , weil er so gut ist.

    Schlimm, dass es solche Menschen wie Doeg unter Gottes Volk gibt!

    Was haben solche da zu suchen?

    Ihr Verhalten ist im völligen Widerspruch zu Jehova, seinem Wort, seinen Maßstäben und der christlichen Lehre!

    weitere Gedanken finden wir hier:

  81. Juleam 4. Juni 2013 um 14:32 Link zum Kommentar

    Psalm 53 – sie wissen, dass es einen Gott gibt, aber sie verleugnen ihn, weil sie sich von ihm nichts sagen lassen wollen

    1 Dem Vorsänger. Nach Machalat. Ein Maskil von David.

    2 Der Narr spricht in seinem Herzen: »Es gibt keinen Gott!« Sie handeln verderblich und begehen abscheulichen Frevel; da ist keiner, der Gutes tut.

    3 Gott schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob es einen Verständigen gibt, einen, der nach Gott fragt.

    4 Sie sind alle abgewichen, allesamt verdorben ; es gibt keinen , der Gutes tut, auch nicht einen Einzigen! 5 Haben denn die Übeltäter keine Einsicht, die mein Volk verschlingen, als äßen sie Brot?

    Gott rufen sie nicht an. 6 Dann aber überfällt sie Furcht , wo nichts zu fürchten ist; denn Gott zerstreut die Gebeine deiner Belagerer; du machst sie zuschanden, denn Gott hat sie verworfen .

    7 Ach, dass aus Zion die Rettung für Israel käme! Wenn Gott das Geschick seines Volkes wendet , wird Jakob sich freuen und Israel fröhlich sein.

    Ja, es sind wirklich Narren, die abstreiten, dass es einen Gott geben könnte und dann auch entsprechend leben – so, als wären sie niemandem Rechenschaft pflichtig. Aber dann, wenn es ihnen schlecht geht, dann rufen sie zu diesem Gott, den sie vorher weit von sich gewiesen hatten.

    Ich denke, dass es ganz sicher einen Unterschied macht, ob jemand nicht an Gott glaubt, weil er noch nie von ihm gehört hat, oder weil er durch Leid, das er erlebt hat, nicht glauben kann, dass ein gütiger Gott so etwas zulassen kann, oder aus welchen Gründen auch immer – aber noch ein Gewissen hat – und dem hier beschriebenen „Narren“.

    Dies hört sich eher so an, als wisse er schon, dass es einen Schöpfer gibt. Aber er will ihm keine Rechenschaft ablegen. Er weiss selbst, was für ihn gut ist und er will sich von niemanden etwas sagen lassen. Aber wenn er ihn braucht, dann soll Jehova gefälligst zur Stelle sein und ihm helfen!

    Hier sind wir wieder bei dem Punkt, dass manche darüber „stolpern“, dass Gott Menschen verurteilt.

    Er macht zwischen diesen beiden Gruppen einen deutlichen Unterschied: es ist die eine Sache, aus Schwäche heraus etwas falsches oder auch böses zu tun – oder ob wir ganz bewußt „über Leichen gehen“.

    Tatsächlich gibt es Menschen, denen es Freude bereitet, anderen zu schaden, sie in die Ecke zu drücken und zu quälen. Dies ist ein unmenschliches Verhalten, das völlig entgegengesetzt zu dem natürlichen Gewissen ist, das Menschen haben. So etwas wird auch oft animalisch genannt, ganz wenige nennen es auch bei dem richtigen Namen: dämonisch!

    So etwas kann keinem normalen Menschen einfallen. Aber Personen, die sich ganz bewußt von Gott abgewandt und dem Widersacher zugewandt haben, die tun die Dinge, die dem Satan und seinen Dämonen Freude machen.

    Kennen wir einige von den Märchen, wo die Hauptfigur „dem Teufel ihre Seele verkauft“?

    Fallen wir bitte nicht auf so etwas herein. Auch wenn der Teufel große Versprechungen macht – irgendwann ist Zahltag! Und dann zahlst du viel mehr, als du vielleicht jetzt von ihm bekommst.

    Von diesen Menschen spricht der Psalmist hier: sie wissen, dass es einen Gott gibt, aber sie verleugnen ihn, weil sie sich von ihm nichts sagen lassen wollen. Lieber gehen sie einen Deal mit dem Teufel ein und zahlen viel viel mehr, als was es sie „gekostet“ hätte, Gott einen Teil ihres Lebens sein zu lassen.

    Wahrlich große Narren, die sich selbst für unglaublich schlau halten!

    weitere Gedanken finden wir hier:

  82. Juleam 4. Juni 2013 um 14:34 Link zum Kommentar

    Psalm 54 – „Jehova ist mein Helfer, ihn will ich loben“

    1 Dem Vorsänger. Mit Saitenspiel. Ein Maskil von David. 2 Als die Siphiter kamen und zu Saul sprachen: Hält sich nicht David bei uns verborgen?

    3 O Gott, rette mich durch deinen Namen , und schaffe mir Recht durch deine Macht! 4 O Gott, erhöre mein Gebet, und achte auf die Reden meines Mundes!

    5 Denn Fremde haben sich gegen mich erhoben, und Gewalttätige trachten mir nach dem Leben; sie haben Gott nicht vor Augen.

    (Sela.)

    6 Siehe, Gott ist mein Helfer ; der Herr ist es, der mein Leben erhält.

    7 Er wird meinen Feinden ihre Bosheit vergelten ; vertilge sie nach deiner Treue ! 8 Ich will dir opfern aus freiem Trieb; deinen Namen , o Herr , will ich loben, denn er ist gut!

    9 Denn er hat mich errettet aus aller Not, und mein Auge sieht seine Lust an meinen Feinden.

    einige Gedanken aus den Vorjahren finden wir hier:

  83. Juleam 4. Juni 2013 um 14:52 Link zum Kommentar

    Psalm 55 – 57

    Psalm 55 – ob Elia bei seiner Flucht vor Isebel an diesen Psalm hier denkt?

    1 Dem Vorsänger. Mit Saitenspiel. Ein Maskil von David.

    2 Schenke meinem Gebet Gehör, o Gott, und verbirg dich nicht vor meinem Flehen! 3 Höre auf mich und antworte mir! Ich bin unruhig in meiner Klage und stöhne 4 vor dem Brüllen des Feindes, vor der Bedrückung des Gottlosen; denn sie wollen Unheil über mich bringen und befeinden mich grimmig!

    5 Mein Herz bebt in mir, und die Schrecken des Todes haben mich überfallen; 6 Furcht und Zittern kommt mich an, und Schauder bedeckt mich.

    7 Und ich sprach: O dass ich Flügel hätte wie die Taube; ich würde davonfliegen, bis ich Ruhe fände! 8 Siehe, ich wollte weit weg fliehen, mich in der Wüste aufhalten;

    (Sela.)

    9 ich wollte zu meinem Zufluchtsort eilen vor dem brausenden Wind, vor dem Sturm.

    10 Vertilge sie, Herr, entzweie sie in ihren Absprachen, denn ich sehe Gewalttat und Streit in der Stadt!

    11 Tag und Nacht gehen sie umher auf ihren Mauern, und in ihrem Inneren ist Unheil und Verderben. 12 Bosheit herrscht in ihrer Mitte, und von ihrem Markt weichen nicht Bedrückung und Betrug.

    13 Denn es ist nicht mein Feind, der mich schmäht; das könnte ich ertragen. Nicht mein Hasser tut groß gegen mich; vor dem wollte ich mich verbergen.

    14 Aber du bist es, ein Mensch meinesgleichen, mein Freund und mein Vertrauter!

    15 [Dabei] hatten wir innige Gemeinschaft miteinander, sind zum Haus Gottes gegangen mit der Menge!

    16 Der Tod überfalle sie! Sie sollen lebendig ins Totenreich fahren, denn Bosheit ist in ihren Wohnungen, in ihrem Inneren.

    17 Ich aber rufe zu Gott, und der Herr wird mir helfen.

    18 Abends , morgens und mittags will ich beten und ringen, so wird er meine Stimme hören . 19 Er hat meine Seele erlöst und ihr Frieden verschafft vor denen, die mich bekriegten; denn viele sind gegen mich gewesen.

    20 Gott wird hören und sie demütigen , er, der auf dem Thron sitzt von Urzeit her.

    (Sela.)

    Denn sie ändern sich nicht, und sie fürchten Gott nicht.

    21 Er hat seine Hand ausgestreckt gegen die, welche in Frieden mit ihm lebten; seinen Bund hat er entweiht. 22 Seine Reden sind glatt wie Butter, aber Krieg hat er im Sinn. Seine Worte sind sanfter als Öl, aber doch gezückte Schwerter .

    23 Wirf dein Anliegen auf den Herrn , und er wird für dich sorgen; er wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen!

    24 Ja, du, o Gott, wirst sie in die Grube des Verderbens hinunterstoßen; die Blutgierigen und Falschen werden es nicht bis zur Hälfte ihrer Tage bringen.

    Ich aber vertraue auf dich!

    Was für ein wunderbarer Psalm!

    Am Anfang kommt mir hier Elia in den Sinn, wie er vor Isebel in die Wüste flieht und dort auf wunderbare Weise von Jehova gestärkt und ermuntert wird. Aber Elia hatte niemals vertrauten Umgang mit Isebel. Außerdem ist dies ein Psalm von David, den er lange vor Elia geschrieben hat.

    Ob Elia sich wohl bei seiner Flucht an diesen Psalm erinnert hat?

    weitere Gedanken finden wir hier:

  84. Juleam 4. Juni 2013 um 15:01 Link zum Kommentar

    Psalm 56 – wenn Gott für uns ist, wer wird gegen uns sein?

    1 Dem Vorsänger. Nach [der Melodie]: »Die stumme Taube unter den Fremden.« Ein Miktam Davids; als ihn die Philister in Gat ergriffen.

    2 O Gott, sei mir gnädig , denn der Mensch wütet gegen mich; den ganzen Tag bekriegt und bedrängt er mich! 3 Meine Widersacher wüten gegen mich den ganzen Tag, ja, viele bekriegen mich voller Hochmut.

    4 Wenn mir angst ist, vertraue ich auf dich!

    5 In Gott will ich rühmen sein Wort ; auf Gott vertraue ich und fürchte mich nicht; was kann ein Mensch mir antun? 6 Täglich verdrehen sie meine Worte , auf mein Unglück gehen alle ihre Gedanken ; 7 sie rotten sich zusammen, verbergen sich; sie beobachten meine Tritte, weil sie auf mein Leben lauern. 8 Sollten sie bei ihrer Bosheit entkommen? O Gott, stürze die Völker nieder im Zorn !

    9 Du zählst, wie oft ich fliehen muss; sammle meine Tränen in deinen Schlauch! Stehen sie nicht in deinem Buch ?

    10 An dem Tag, da ich rufe , weichen meine Feinde zurück; das weiß ich, dass Gott für mich ist.

    11 In Gott will ich rühmen das Wort, im Herrn will ich rühmen das Wort.

    12 Auf Gott vertraue ich und fürchte mich nicht; was kann ein Mensch mir antun?

    13 Die Gelübde , die ich dir, o Gott, gelobte, liegen auf mir; ich will dir Dankopfer entrichten! 14 Denn du hast meine Seele vom Tod gerettet , meine Füße vom Gleiten, damit ich wandle vor dem Angesicht Gottes im Licht des Lebens.

    Ja, wenn Gott mit uns ist – wer wird gegen uns sein?

    Dies war auch das Thema der Ansprache vom Zonenaufseher, die wir vor einigen Tagen hören durften.

    einige Gedanken aus den Vorjahren dazu finden wir hier:

  85. Juleam 4. Juni 2013 um 15:03 Link zum Kommentar

    Psalm 57 – unter den Flügeln des Höchsten Schutz und Geborgenheit suchen

    1 Dem Vorsänger. »Verdirb nicht.« Von David, ein Miktam, als er vor Saul in die Höhle floh.

    2 Sei mir gnädig , o Gott, sei mir gnädig! Denn bei dir birgt sich meine Seele, und ich nehme Zuflucht unter dem Schatten deiner Flügel , bis das Verderben vorübergezogen ist.

    3 Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache hinausführt . 4 Er wird mir vom Himmel Rettung senden, wird den zum Hohn machen, der gegen mich wütet.

    (Sela.)

    Gott wird seine Gnade und Wahrheit senden.

    5 Meine Seele ist mitten unter Löwen , ich liege zwischen Feuerbränden , wohne unter Menschenkindern, deren Zähne Speere und Pfeile und deren Zungen scharfe Schwerter sind.

    6 Erhebe dich über die Himmel, o Gott, Über der ganzen Erde sei deine Herrlichkeit! 7 Sie haben meinen Füßen ein Netz gestellt, meine Seele niedergebeugt; sie haben eine Grube gegraben vor mir – und sie sind selbst hineingefallen!

    (Sela.)

    8 Mein Herz ist getrost, o Gott, mein Herz ist getrost, ich will singen und spielen.

    9 Wach auf, meine Seele, Harfe und Laute, wacht auf! Ich will die Morgenröte wecken.

    10 Herr, ich will dich preisen unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Nationen!

    11 Denn groß bis zum Himmel ist deine Gnade, und deine Treue bis zu den Wolken!

    12 Erhebe dich über die Himmel, o Gott, Über der ganzen Erde sei deine Herrlichkeit!

    hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  86. Juleam 4. Juni 2013 um 15:10 Link zum Kommentar

    Psalm 58 – 60

    Psalm 58 – wer Jehova wirklich liebt, der muss warten können!

    1 Dem Vorsänger. »Verdirb nicht.« Von David, ein Miktam.

    2 Seid ihr denn wirklich stumm, wo ihr Recht sprechen, wo ihr ein richtiges Urteil fällen solltet, ihr Menschenkinder?

    3 Stattdessen schmiedet ihr Unrecht im Herzen ; im Land teilen eure Hände Gewalttat aus. 4 Die Gottlosen sind abtrünnig von Mutterleib an, die Lügner gehen auf dem Irrweg von Geburt an. 5 Ihr Gift ist wie Schlangengift, sie sind wie eine taube Otter, die ihr Ohr verschließt, 6 die nicht hört auf die Stimme der Beschwörer, des Zauberers, der kundig ist in Zaubersprüchen.

    7 O Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Maul; Herr , zerschmettere den jungen Löwen das Gebiss! 8 Lass sie zerrinnen wie Wasser, das sich verläuft! Legt er seine Pfeile an, so seien sie wie abgeschnitten! 9 Sie sollen sein wie eine Schnecke, die dahingeht und zerfließt, wie die Fehlgeburt einer Frau, welche nie die Sonne sah!

    10 Ehe noch eure Töpfe heiß werden vom Dornfeuer, wird er sie hinwegfegen, sei es roh, sei es in Gluthitze.

    11 Der Gerechte wird sich freuen, wenn er die Rache sieht, und wird seine Füße baden im Blut des Gottlosen.

    12 Und die Leute werden sagen: Der Gerechte empfängt doch seine Frucht ; es gibt doch einen Gott, der richtet auf Erden!

    Ja, dies muss wohl immer wieder betont werden – denn dies ist ein Grund, warum viele heute nicht mehr an Gott glauben können:

    Zu viel Leid passiert und wenn Gott wirklich so liebevoll, barmherzig und mächtig ist – warum lässt er dann all das Leid zu? Eine kurze und sehr schlüssige Erklärung dazu liefert uns Johannes Hartl in seinem Podcast: Wenn Gott gut ist, warum gibt es dann Leid in der Welt?

    Wer an Gott glaubt und so leben will, wie es IHM gefällt, der muss warten können. Aber unser Gott lässt uns niemals allein.

    einige Gedanken aus den Vorjahren zu diesem Psalm finden wir hier:

  87. Juleam 4. Juni 2013 um 15:15 Link zum Kommentar

    Psalm 59 – von welcher Zeit ist hier die Rede?

    1 Dem Vorsänger. »Verdirb nicht.« Von David, ein Miktam, als Saul das Haus bewachen ließ, um ihn zu töten.

    2 Mein Gott, rette mich von meinen Feinden, beschütze mich vor meinen Widersachern! 3 Rette mich von den Übeltätern, und hilf mir gegen die Blutgierigen!

    4 Denn siehe, sie lauern auf mein Leben , Starke sammeln sich gegen mich, ohne mein Verschulden und ohne dass ich gesündigt hätte, o Herr ! 5 Gegen einen Unschuldigen laufen und rüsten sie sich; erwache , komm mir entgegen und sieh!

    6 Ja, du, Herr , Gott der Heerscharen, du Gott Israels, erwache, um alle Heiden heimzusuchen; sei keinem der ruchlosen Verräter gnädig!

    (Sela.)

    7 Sie kommen jeden Abend, heulen wie die Hunde und laufen in der Stadt umher. 8 Siehe, sie geifern mit ihrem Mund, Schwerter sind auf ihren Lippen; denn [sie denken:] »Wer hört es?«

    9 Du aber, o Herr , lachst über sie, du spottest über alle Heiden.

    10 Angesichts ihrer Macht will ich auf dich harren; denn Gott ist meine sichere Burg . 11 Mein Gott wird mir entgegenkommen mit seiner Gnade; Gott wird mich meine Lust sehen lassen an meinen Feinden.

    12 Töte sie nicht, damit mein Volk es nicht vergisst; lass sie umherirren durch deine Macht und stürze sie nieder, Herr, unser Schild !

    13 Das Wort ihres Mundes ist nichts als Sünde; sie sollen sich verstricken in ihrem Hochmut wegen des Fluches und wegen der Lüge, die sie aussprechen.

    14 Vertilge sie im Zorn, vertilge sie, damit sie nicht mehr sind, damit man erkennt , dass Gott in Jakob herrscht bis an die Enden der Erde !

    (Sela.)

    15 Jeden Abend kommen sie wieder, heulen wie die Hunde und laufen in der Stadt umher; 16 sie irren umher nach Fraß; wenn sie nicht satt werden, so bleiben sie über Nacht.

    17 Ich aber will deine Macht besingen und jeden Morgen deine Gnade rühmen , dass du mir eine sichere Burg warst, und ein Zufluchtsort am Tag meiner Bedrängnis.

    18 Ich will dir lobsingen, meine Stärke ; denn Gott ist meine sichere Burg , der Gott, der mir Gnade erweist!

    Von welcher Zeit ist hier die Rede? Ging es um die Zeit, kurz bevor David vor Saul floh?

    Als Querverweis ist hier 1. Samuel 19:11 angegeben, wo Michal ihren Mann wegschickt und einen Götzen ins Bett legt, um die Wachen zu täuschen.

    Weitere Gedanken finden wir hier:

  88. Juleam 4. Juni 2013 um 15:20 Link zum Kommentar

    Psalm 60 – ohne unseren Gott sind wir nichts – mit ihm alles!

    1 Dem Vorsänger. Nach [der Melodie] »Lilie«. Ein Zeugnis. Ein Miktam von David; zum Lehren. 2 Als er mit den Aramäern von Naharajim und mit den Aramäern von Zoba gekämpft hatte, und Joab zurückkehrte und die Edomiter im Salztal schlug, zwölftausend Mann.

    3 O Gott, du hast uns verworfen , du hast uns zerstreut, du bist zornig gewesen; stelle uns wieder her!

    4 Du hast das Land erschüttert und zerspalten; heile seine Brüche; denn es wankt ! 5 Du hast dein Volk Hartes sehen lassen; du tränktest uns mit Taumelwein .

    6 Du hast denen, die dich fürchten, ein Banner gegeben, dass sie sich erheben um der Wahrheit willen.

    (Sela.)

    7 Damit deine Geliebten befreit werden, Rette durch deine Rechte und erhöre uns! 8 Gott hat gesprochen in seinem Heiligtum: »Ich will frohlocken! Ich will Sichem verteilen und das Tal Sukkoth ausmessen; 9 Gilead gehört mir, und Manasse gehört mir, und Ephraim ist die Festung meines Hauptes, Juda mein Herrscherstab ; 10 Moab ist mein Waschbecken, auf Edom werfe ich meinen Schuh, jauchze mir zu, Philisterland!«

    11 Wer führt mich in die feste Stadt, wer geleitet mich nach Edom?

    12 Hast du uns, o Gott , nicht verstoßen , und ziehst nicht aus, o Gott, mit unseren Heeren?

    13 Schaffe uns Hilfe in der Drangsal; Menschenhilfe ist ja nichtig! 14 Mit Gott werden wir Gewaltiges vollbringen, und er wird unsere Feinde zertreten .

    Mit unserem Gott können wir „eine Mauer erklimmen“, mit ihm an unserer Seite ist uns nichts unmöglich. Was für ein wunderbarer Gedanke!

    einen weiteren Gedanken finden wir hier:

  89. mit unserem Gott können wir alles schaffen
  90. Juleam 5. Juni 2013 um 12:23 Link zum Kommentar

    Psalm 61 – 63

    Psalm 61 – „ein starker Turm vor dem Feind“

    1 Dem Vorsänger. Mit Saitenspiel. Von David.

    2 Höre, o Gott, mein Schreien, achte auf mein Gebet!

    3 Vom Ende der Erde rufe ich zu dir, da mein Herz verschmachtet: Führe du mich auf den Felsen , der mir zu hoch ist! 4 Denn du bist meine Zuflucht geworden, ein starker Turm vor dem Feind.

    5 Lass mich ewiglich wohnen in deinem Zelt, mich bergen im Schatten deiner Flügel !

    (Sela.)

    6 Denn du, o Gott, hast auf meine Gelübde gehört, du hast mir das Erbteil derer gegeben, die deinen Namen fürchten.

    7 Verleihe dem König langes Leben, dass seine Jahre Geschlechter überdauern! 8 Er bleibe ewiglich vor Gottes Angesicht ; gib, dass Gnade und Treue ihn behüten!

    9 So will ich deinem Namen lobsingen allezeit, um meine Gelübde zu erfüllen Tag für Tag.

    Jehova ist ein starker Turm vor dem Feind. Dazu habe ich im Einsichtenbuch Folgendes gefunden:

    Übertragener Gebrauch.

    Wer glaubensvoll zu Jehova aufschaut und ihm gehorcht, erfreut sich großer Sicherheit, denn David sang: „Du [Jehova] hast dich mir als eine Zuflucht erwiesen, als ein starker Turm angesichts des Feindes“ (Ps 61:3). Wer erkannt hat, wofür Jehovas Name steht, und wer auf diesen Namen vertraut und treu dafür eintritt, hat nichts zu befürchten, denn: „Der Name Jehovas ist ein starker Turm. Der Gerechte läuft hinein und wird beschützt“ (Spr 18:10; vgl. 1Sa 17:45-47).

    und im WT von 2009 auszugsweise Folgendes:

    Wie wir unsere Gebete formulieren, sagt auch einiges über unser Gottvertrauen. „Du [Jehova] hast dich mir als eine Zuflucht erwiesen“, erklärte David, „als ein starker Turm angesichts des Feindes. Ich will Gast sein in deinem Zelt auf unabsehbare Zeiten; ich will Zuflucht nehmen in der Verborgenheit deiner Flügel“ (Ps. 61:3, 4). Wenn Gott gewissermaßen „sein Zelt“ über uns ausbreitet, können wir uns sicher und geborgen fühlen (Offb. 7:15). Wie beruhigend ist es doch, sich Jehova mit der Überzeugung nahen zu können, dass er uns zur Seite steht, wenn unser Glaube in irgendeiner Weise erprobt wird! (Lies Psalm 118:5-9.)

    hier findet ihr einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  91. Juleam 5. Juni 2013 um 12:27 Link zum Kommentar

    Psalm 62 – Jehova streckt jedem von uns seine Hand zur Freundschaft entgegen

    1 Dem Vorsänger. Für Jeduthun. Ein Psalm Davids.

    2 Nur auf Gott wartet still meine Seele; von ihm kommt meine Rettung . 3 Nur er ist mein Fels und mein Heil, meine sichere Burg; ich werde nicht allzu sehr wanken .

    4 Wie lange lauft ihr alle Sturm gegen einen Mann und wollt ihn zertrümmern wie eine überhängende Wand, eine rissige Mauer?

    5 Sie planen nur, ihn von seiner Höhe hinabzustoßen; sie haben Wohlgefallen an Lüge ; mit ihrem Mund segnen sie, aber im Herzen fluchen sie.

    (Sela.)

    6 Nur auf Gott wartet still meine Seele; denn von ihm kommt meine Hoffnung .

    7 Nur er ist mein Fels und mein Heil, meine sichere Burg; ich werde nicht wanken.

    8 Auf Gott ruht mein Heil und meine Ehre ; der Fels meiner Stärke, meine Zuflucht ist in Gott.

    9 Vertraue auf ihn allezeit, o Volk, schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht .

    (Sela.)

    10 Nur ein Hauch sind die Menschenkinder, ein Trug die Herrensöhne ; auf der Waage steigen sie empor, sind allesamt leichter als ein Hauch! 11 Verlasst euch nicht auf erpresstes Gut und setzt nicht trügerische Hoffnung auf Raub; wenn der Reichtum sich mehrt, so hängt euer Herz nicht daran!

    12 Eines hat Gott geredet , zweierlei ist’s, was ich gehört habe: dass die Macht bei Gott steht; 13 bei dir, o Herr, steht aber auch die Gnade , denn du vergiltst einem jeden nach seinem Tun!

    Macht und Gnade – bei Jehova passt dies zusammen. Er würde seine Macht niemals missbrauchen. Er ist immer gerecht.

    Haben wir bemerkt, wo wir wirklich Zuflucht finden? Wo wir hingehen können, wenn wir Probleme haben, wenn wir nicht mehr weiter wissen oder wenn wir das Gefühl haben, wir könnten nicht mehr?

    ER ist unsere Zuflucht, unser Zelt, er hilft uns.

    Das Besondere daran ist, dass Jehova dies allen Menschen anbietet – auch denen, die nicht an ihn glauben!

    Er liebt uns und bietet uns seine Freundschaft an. Auch wenn wir vielleicht wie das ältere Ehepaar diese Woche auf der Bank sagen, wir wären schon zu alt, um noch irgendetwas zu ändern – auch diesen streckt Jehova immer wieder seine Hand entgegen und sagt: „Komm, ich will dir helfen. Ich liebe dich, ich bin dein Freund, dein Helfer und Retter“ (Kommentar vom 17.05.).

    Nimm doch bitte beim nächsten Mal diese Hand, denn Jehova meint es ehrlich mit dir!

    Weitere Gedanken finden wir hier:

  92. Juleam 5. Juni 2013 um 12:30 Link zum Kommentar

    Psalm 63 – mit Jehova sind wir niemals allein

    1 Ein Psalm Davids, als er in der Wüste Juda war.

    2 O Gott , du bist mein Gott; früh suche ich dich!

    Meine Seele dürstet nach dir; mein Fleisch schmachtet nach dir in einem dürren, lechzenden Land ohne Wasser, 3 dass ich deine Macht und Herrlichkeit sehen darf, gleichwie ich dich schaute im Heiligtum .

    4 Denn deine Gnade ist besser als Leben; meine Lippen sollen dich rühmen .

    5 So will ich dich loben mein Leben lang, in deinem Namen meine Hände aufheben.

    6 Meine Seele wird satt wie von Fett und Mark, und mit jauchzenden Lippen lobt dich mein Mund, 7 wenn ich an dich gedenke auf meinem Lager, in den Nachtwachen nachsinne über dich.

    8 Denn du bist meine Hilfe geworden, und ich juble unter dem Schatten deiner Flügel .

    9 An dir hängt meine Seele; deine Rechte hält mich aufrecht. 10 Jene aber, die meine Seele verderben wollen, werden hinabfahren in die untersten Örter der Erde. 11 Man wird sie der Gewalt des Schwertes preisgeben, eine Beute der Schakale werden sie sein!

    12 Der König aber wird sich freuen in Gott; wer bei ihm schwört , wird sich glücklich preisen , doch der Mund der Lügenredner wird gestopft !

    Wie wunderbar, dass Jehova so liebevoll für uns sorgt.

    ER sieht alles und wird jedem das geben, was er verdient. Wir müssen nur voller Vertrauen auf ihn warten können, in der Gewißheit, dass ER schon weiss, was gut für uns ist und wann der Zeitpunkt richtig ist…

    hier findet ihr einen weiteren Gedanken aus dem vergangenen Jahr:

  93. Juleam 5. Juni 2013 um 12:37 Link zum Kommentar

    Psalm 64 – 66

    Psalm 64 – für David war ganz klar, dass Jehova eine Person und keine undeffinierbare Kraft ist

    1 Dem Vorsänger. Ein Psalm Davids.

    2 O Gott, höre meine Stimme, wenn ich seufze; behüte meine Seele, wenn der Feind mich schreckt!

    3 Verbirg mich vor dem geheimen Rat der Bösen, vor der Rotte der Übeltäter, 4 die ihre Zunge geschärft haben wie ein Schwert , die mit giftigen Worten zielen wie mit Pfeilen , 5 um damit heimlich auf den Unschuldigen zu schießen; plötzlich schießen sie auf ihn ohne Scheu .

    6 Sie ermutigen sich zu einer bösen Sache, verabreden sich, heimlich Schlingen zu legen; sie sagen: »Wer wird sie sehen ?«

    7 Sie ersinnen Tücken: »Wir sind fertig, ersonnen ist der Plan! Und das Innere eines jeden, ja, sein Herz ist unergründlich!«

    8 Aber Gott schießt einen Pfeil auf sie, plötzlich werden sie verwundet, 9 und ihre eigene Zunge bringt sie zu Fall, sodass sich jedermann entsetzt, der sie sieht.

    10 Da werden sich alle Menschen fürchten und sagen: »Das hat Gott getan!« und erkennen , dass es sein Werk ist.

    11 Der Gerechte wird sich freuen im Herrn und auf ihn vertrauen, und alle aufrichtigen Herzen werden sich glücklich preisen.

    Noch ein Punkt, den ich diese Woche beim Outreach gelernt habe: oftmals verstehen wir und unser Gegenüber ein und denselben Begriff anders.

    Ein Beispiel ist dieser Psalm hier: alle 5, die gesagt haben, sie glauben an Gott, haben zuerst gesagt, sie hätten keine persönliche Beziehung zu Gott. Aber sie alle sagten, dass sie zu Gott beten.

    Im Laufe der Gespräche kristallisierte sich heraus, dass von diesen 5 Personen zumindestens 4 eine haben – sie hätten nur nicht diesen Begriff verwendet.

    Irgendwie kommt mir dabei auch die Frage in den Sinn, wieso wir eigentlich zu Gott beten, wenn er für uns keine Person, sondern eher „irgendeine undeffinierbare Kraft da oben“ ist. Wieso reden wir mit einer Kraft und bitten sie um Dinge?

    Ich will jetzt nicht die Menschen verurteilen, die so denken und dennoch beten – denn ich selbst habe die ersten 27 Jahre meines Lebens so gedacht und gehandelt.

    Vielleicht stellen sich solche Personen Gott doch als eine Person vor, würden es aber nicht so nennen, da ER keine greifbare Person ist, die wir sehen können. Bereits das mit der Unendlichkeit – dass Gott keinen Anfang hat – ist für uns Menschen unbegreiflich. Auch dass er zur gleichen Zeit an jedem Ort der Welt sein kann und Tausenden Menschen zur selben Zeit zuhört und sie tröstet – diese Tatsache ist für uns nicht greifbar. Eine Person kann sich ja nicht derart aufteilen und daher muss Gott eher eine Kraft sein…

    Ist es nicht wundervoll, dass unser Gott, der himmlische Vater, unser Schöpfer, eine Person ist? Dass er eine persönliche Beziehung will und immer wieder auf uns zukommt und uns seine Freundschaft anbietet?

    Ich persönlich finde dies sehr begeisternd!

    Weitere Gedanken finden wir hier:

  94. Juleam 5. Juni 2013 um 12:47 Link zum Kommentar

    Psalm 65 – die Natur ist schlauer, als der Mensch, der sich für so weise hält

    1 Dem Vorsänger. Ein Psalm Davids; ein Lied.

    2 Auf dich harrt der Lobgesang , o Gott, in Zion, und dir wird das Gelübde erfüllt werden!

    3 Du erhörst Gebet; darum kommt alles Fleisch zu dir.

    4 Missetaten überwältigen mich; unsere Übertretungen – du wirst sie sühnen .

    5 Wohl dem , den du erwählst und zu dir nahen lässt, dass er wohne in deinen Vorhöfen ! Wir werden uns sättigen von den Gütern deines Hauses , deines heiligen Tempels!

    6 Du wirst uns antworten durch furchtgebietende [Taten] in Gerechtigkeit , du Gott unseres Heils, du Zuversicht aller Enden der Erde und des fernsten Meeres; 7 der du die Berge gründest in deiner Kraft, der du mit Macht umgürtet bist; 8 der du das Brausen der Meere stillst , das Brausen ihrer Wellen und das Toben der Völker, 9 damit vor deinen Wunderzeichen sich fürchten, die an den Enden [der Erde] wohnen; du lässt jubeln den Osten und den Westen.

    10 Du suchst das Land heim und bewässerst es und machst es sehr reich; der Strom Gottes hat Wasser in Fülle. Du lässt ihr Getreide gut geraten, denn so bereitest du [das Land] zu; 11 du tränkst seine Furchen, feuchtest seine Schollen; mit Regenschauern machst du es weich und segnest sein Gewächs.

    12 Du krönst das Jahr mit deiner Güte, und deine Fußstapfen triefen von Fett. 13 Es triefen Auen in der Steppe, und mit Jubel gürten sich die Hügel. 14 Die Weiden kleiden sich mit Schafen, und die Täler bedecken sich mit Korn; sie jauchzen, ja, sie singen .

    Manchmal ist „die Natur“ schlauer, als der Mensch, der ja von sich sagt, er wäre „die Krone der Schöpfung“. Die Natur dankt und preist Jehova für all das Gute, das er für sie tut. Die Pflanzen „danken“ dafür, dass er sie durch Tau und Regen wässert.

    Wir Menschen hingegen nehmen so viele Dinge für normal und selbstverständlich. Und dies bei unseren Eltern ebenso wie bei unserem Schöpfer!

    Dies erinnert mich an „die Lieblingsfrage von Lucy“, die sie gern jedem stellt: „wie ist dein Verhältnis zu deinem Vater?“. Denn sie ist der Überzeugung, dass sich dies auch in unserem Verhältnis zu Jehova widerspiegelt.

    Dabei geht es aber nicht nur darum, ob wir uns von unserem Vater geliebt und beschützt gefühlt haben – sondern auch um Dank und Anerkennung.

    Unsere Eltern sind „verpflichtet“, für uns zu sorgen und uns zu schützen und zu lieben. Leider nehmen wir dies oft als selbstverständlich hin. Wir denken, es stünde uns zu und in den wenigsten Fällen machen wir uns Gedanken darüber, was dies für sie persönlich bedeutet. So fordern wir einfach „unser Recht“ ein und sind sauer, wenn sie uns nicht das geben, was wir gerade wollen. Dann zicken wir rum oder ziehen uns sogar zurück, ohne ihnen die Chance zu geben, uns zu verstehen und sich dazu zu äußern. Ich rede jetzt hier nicht so sehr von unseren eigenen Kindern und den Schmerz, den dies bereitet – sondern von mir selbst.

    Denn auch ich war so ein Kind! Fühlte mich emotional vernachlässigt und ungeliebt und meinte, ich hätte eine schwere Kindheit gehabt. Heute als Erwachsene sehe ich das etwas anders. Da erkenne ich, was ich alles Gutes gehabt hatte und was dies oftmals meine Eltern an Entbehrungen gekostet hat. Aber dies hatte ich damals nicht gesehen, nicht erkannt, wieviel Leid und Kummer ich ihnen bereitet habe.

    Vielleicht gehört dies alles zum Prozess des Erwachsenwerdens dazu. Vielleicht ist die Pubertät eine Phase, in der wir denken, uns würde etwas vorenthalten. Als junge Erwachsene wollen wir alles besser machen und „uns wird bewußt“, was unsere Eltern „alles falsch gemacht haben“ und wir fühlen uns betrogen. Vielleicht brauchen wir ja auch dieses Gefühl, um uns abnabeln zu können? Denn eine Trennung ist viel einfacher, wenn wir sauer auf den anderen sind und ich kann ja als junge Ehefrau nicht meiner Mutter am Rockzipfel hängen.

    Aber wenn wir dann selbst Kinder haben, fangen wir an, die Dinge mit anderen Augen zu sehen. Dann verstehen wir auf einmal viele Dinge. Gut, wenn unsere Eltern so geduldig und verständnisvoll sind wie meine eigenen – und sich nicht gekränkt zurück ziehen, sondern geduldig immer wieder auf uns zukommen. So, wie es unser Gott Jehova immer wieder tut.

    Wenn dann die eigenen Kinder in das Alter kommen, wo sie sich abnabeln und sich dann ebenso „idiotisch und undankbar und zickig“ benehmen, wie wir seinerzeit, dann geht uns ein Licht auf. Dann tut uns unser eigenes Verhalten sehr leid und dann dürfen wir uns sehr glücklich schätzen, wenn unsere Eltern noch leben und wir ihnen sagen können, wie leid es uns tut. Aber vielleicht wissen sie bereits, was in uns vorgeht und welche Scham wir nun empfinden – denn sie waren auch einmal Jugendliche, die sich abgenabelt haben.

    Aber der Punkt ist einfach, dass wir unsere Augen für das Gute schärfen müssen, was wir erleben und erhalten. Nehmen wir die Dinge nicht für selbstverständlich. Fordern wir nicht noch immer mehr, sondern danken wir für das, was wir bekommen.

    Nehmen wir uns die Natur zum Vorbild, die hier im Psalm erwähnt wird. Sie dankt Jehova für Sonne und Regen – obwohl diese beiden kein Exclusivrecht sind, sondern auch uns Menschen zugute kommen. Sonne und Regen zählen zu den Naturgesetzen, sie passieren, ohne dass wir IHN darum bitten müßten. Aber nur, weil ich um etwas nicht bitten muss, bedeutet dies nicht, dass ich nicht dankbar sein sollte.

    Was haben wir alles von unseren Eltern erhalten? Was gibt uns unser Gott jeden Tag?

    Heute haben wir den Film „Schiffbruch mit Tiger“ gesehen und wir fanden ihn sehr beeindruckend. Auch wenn dies „nur“ eine Phantasiegeschichte ist, so können wir sehr viel für uns daraus lernen.

    Der Hauptdarsteller hatte seinen ehemals festen Glauben an Gott verloren und ausgerechnet unter den härtesten Umständen fand er ihn wieder!

    Eigentlich würde ich annehmen, das man ihn dann gerade verliert. Aber der junge Mann fand jeden Tag etwas, wofür er Gott danken konnte. Dabei empfand ich das, was er erlebte, als den schlimmsten Alptraum. Er war mehrere Monate völlig allein in einem Rettungsboot auf hoher See. Es gab bald keine Aussicht auf Rettung mehr. Er hatte nur ein selbst gebasteltes Floss, das er am Boot festgemacht hatte, denn im Boot war ein bengalischer Tiger, der ihn jedesmal aggressiv angriff, sobald er an Bord zu kommen suchte, um etwas von den Notvorräten zu holen. Aber er dankte Gott sogar für diesen Tiger, denn die Angst vor diesem liess ihn wachsam bleiben, er hatte eine Aufgabe und Struktur im Tag. Ohne hätte er bestimmt aufgegeben.

    In so einer Situation unserem Gott dankbar sein? Für die Sonne, die jeden Tag aufgeht und den wenigen Schatten, den ein gespanntes Tuch spendet. Er hätte sich den Schatten ja auch selbst zuschreiben können, denn es war ja seine Idee gewesen und er hatte das Tuch vom Boot geholt und gespannt…

    Sind wir unserem Gott dankbar? Wie sieht unser Verhältnis zu unseren Eltern aus?

    einige weitere Gedanken finden wir hier:

  95. Juleam 5. Juni 2013 um 12:50 Link zum Kommentar

    Psalm 66 – uns an David ein Beispiel nehmen

    1 Dem Vorsänger. Ein Lied, ein Psalm.

    Jauchzt Gott, alle Welt! 2 Besingt die Herrlichkeit seines Namens , macht herrlich sein Lob !

    3 Sprecht zu Gott: Wie furchtgebietend sind deine Werke ! Wegen der Größe deiner Macht schmeicheln dir deine Feinde . 4 Alle Welt wird dich anbeten und dir lobsingen, sie wird deinem Namen lobsingen!

    (Sela.)

    5 Kommt her und schaut die Großtaten Gottes, dessen Tun an den Menschenkindern so furchtgebietend ist!

    6 Er verwandelte das Meer in trockenes Land, durch den Strom gingen sie zu Fuß; dort freuten wir uns in ihm.

    7 Er herrscht ewiglich in seiner Macht ; seine Augen haben acht auf die Heiden . Die Widerspenstigen sollen sich ja nicht [gegen ihn] erheben !

    (Sela.)

    8 Preist unseren Gott, ihr Völker, lasst laut sein Lob erschallen, 9 der unsere Seelen am Leben erhielt und unsere Füße nicht wanken ließ!

    10 Denn du hast uns geprüft, o Gott, und hast uns geläutert, wie man Silber läutert.

    11 Du hast uns ins Gefängnis geführt, hast unseren Lenden eine schwere Last auferlegt; 12 du hast Menschen über unser Haupt fahren lassen; wir sind in Feuer und Wasser gekommen, aber du hast uns herausgeführt in die Fülle.

    13 Ich will mit Brandopfern in dein Haus kommen, will dir meine Gelübde erfüllen , 14 zu denen sich meine Lippen aufgetan hatten, und die mein Mund geredet hatte in meiner Not.

    15 Brandopfer von fetten [Schafen] will ich dir darbringen samt dem Rauch von Widdern; Rinder samt Böcken will ich zurichten.

    (Sela.)

    16 Kommt her, hört zu, ihr alle, die ihr Gott fürchtet ; ich will erzählen , was er an meiner Seele getan hat!

    17 Zu ihm rief ich mit meinem Mund, und [sein] Ruhm war auf meiner Zunge. 18 Hätte ich Unrecht vorgehabt in meinem Herzen, so hätte der Herr nicht erhört; 19 doch wahrlich, Gott hat erhört, er hat geachtet auf die Stimme meines Flehens.

    20 Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht abgewiesen noch seine Gnade von mir gewendet hat!

    David ist seinem Schöpfer dankbar. Sind wir es auch?

    einige Gedanken aus den Vorjahren dazu finden wir hier:

  96. Juleam 5. Juni 2013 um 12:59 Link zum Kommentar

    Psalm 67 – 69

    Psalm 67 – Davids Wunsch, von Jehova gesegnet zu werden, hatte nicht in erster Linie mit seinem eigenen Wohlbefinden zu tun

    1 Dem Vorsänger. Mit Saitenspiel. Ein Psalmlied.

    2 Gott sei uns gnädig und segne uns; er lasse sein Angesicht leuchten über uns,

    (Sela)

    3 damit man auf Erden deinen Weg erkenne, unter allen Heidenvölkern dein Heil .

    4 Es sollen dir danken die Völker, o Gott, alle Völker sollen dir danken! 5 Die Nationen sollen sich freuen und jauchzen, weil du die Völker recht richtest und die Nationen auf Erden führst.

    (Sela.)

    6 Es sollen dir danken die Völker, o Gott; alle Völker sollen dir danken!

    7 Das Land gibt sein Gewächs ; es segne uns Gott, unser Gott. 8 Es segne uns Gott, und alle Enden der Erde sollen ihn fürchten !

    Eine Bitte, dass uns Gott segnen soll – warum?

    Damit es uns gut geht, wir einen persönlichen Vorteil haben?

    Bei David steht im Vordergrund, dass die Nationen, die Jehova Gott nicht kennen und auch nicht anbeten, erkennen sollen, wer Jehova ist. Wie machtvoll und liebevoll er ist. Wie loyal er zu seinen Anbetern steht.

    Warum?

    Damit sie den wahren Gott erkennen und ihn ebenfalls anbeten!

    Dies haben ja viele getan, die bereits zu Davids Zeiten in der Bibel erwähnt worden sind:

    • Jethro
      Als er den Bericht hörte, wie Jehova das Volk aus Ägypten befreit hat, pries er Jehova
    • Rahab
      Sie kannte den selben Bericht, ihrem Vater war von einem Augenzeugen erzählt worden, wie Jehova das Rote Meer teilte und Israel trockenen Fußes durchschritten (aus dem biblischen Drama). Auch die ähnliche Geschichte mit der Teilung des Jordan und wie Jehova die Völker in die Hand Israels gegeben hatte, war ihr bekannt. Von diesem Gott war sie begeistert, darum versteckte sie die Kundschafter und wurde bewahrt, als Jericho vernichtet wurde. Sie ging mit dem Volk Israel mit und wurde eine Vorfahrin vom Messias.
    • Die Gibeoniter
      Sie hatten von Jehovas wunderbaren Macht gehört und griffen zu einer List, um einen Bund zu erwirken. Sie durften Zeit ihres Lebens im Dienste der Leviten arbeiten.
    • Ruth
      Sie hatte durch ihren Mann und die Schwiegermutter von Jehova gehört und verließ ihre Heimat und ihre Familie, um mit dem Volk Israel den wahren Gott anzubeten. Auch sie wurde eine Vorfahrin vom Messias.

    Mehr über diese Frauen und weitere finden wir in der Ansprache von Bayless Conley: „Außergewöhnliche Frauen in der Bibel“.

    Wenn Jehova also mit uns gut handelt, dann kommt dies nicht nur uns selbst zugute – sondern kann Jehova und die wahre Anbetung für andere anziehend machen und sie zu dem wahren Gott und seinem Sohn Jesus Christus hinführen.

    weitere Gedanken finden wir hier:

  97. Juleam 5. Juni 2013 um 13:02 Link zum Kommentar

    Psalm 68 – Gepriesen sei Gott!

    1 Dem Vorsänger. Von David. Ein Psalmlied.

    2 Gott wird sich erheben ; seine Feinde werden sich zerstreuen , und die ihn hassen, werden vor ihm fliehen! 3 Wie Rauch vertrieben wird, so wirst du sie vertreiben; wie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, so werden die Gottlosen vergehen vor dem Angesicht Gottes!

    4 Die Gerechten aber werden sich freuen und fröhlich sein vor Gottes Angesicht und jubeln vor Freude.

    5 Singt Gott, lobsingt seinem Namen! Macht Bahn dem, der durch die Steppen fährt , Herr ist sein Name, und frohlockt vor ihm!

    6 Ein Vater der Waisen , ein Anwalt der Witwen ist Gott, der in seinem Heiligtum wohnt ; 7 ein Gott, der Vereinsamten ein Heim gibt, der Gefangene hinausführt ins Glück ; aber die Widerspenstigen wohnen in dürrem Land.

    8 O Gott, als du auszogst vor deinem Volk her, als du durch die Wüste schrittest,

    (Sela)

    9 da erbebte die Erde, auch die Himmel troffen vor Gottes Angesicht, der Sinai dort vor Gott, dem Gott Israels. 10 Regen in Fülle hast du ausgegossen, o Gott; dein Erbe , das ermattet war, hast du erquickt.

    11 Deine Herde wohnte darin; in deiner Güte, o Gott, hast du es für die Elenden zubereitet!

    12 Der Herr erlässt sein Wort ; groß ist die Schar der Siegesbotinnen . 13 Die Könige der Heerscharen, sie fliehen , ja, sie fliehen; und die Bewohnerin des Hauses teilt Beute aus! 14 Wollt ihr zwischen den Hürden liegen? Die Flügel der Taube sind mit Silber überzogen und ihr Gefieder mit schimmerndem Gold !

    15 Als der Allmächtige die Könige dort zerstreute, da schneite es auf dem Zalmon . 16 Das Gebirge Baschan ist ein Gottesberg , das Gebirge Baschan ist ein gipfelreicher Berg. 17 Warum beneidet ihr gipfelreichen Berge den Berg, den Gott zu seiner Wohnung begehrt hat, den der Herr auch ewiglich bewohnen wird?

    18 Gottes Wagen sind zehntausendmal zehntausend , tausende und Abertausende; der Herr ist unter ihnen – [wie am] Sinai in Heiligkeit.

    19 Du bist zur Höhe emporgestiegen, hast Gefangene weggeführt; du hast Gaben empfangen unter den Menschen, auch den Widerspenstigen, damit Gott, der Herr , eine Wohnung habe.

    20 Gepriesen sei der Herr! Tag für Tag trägt er unsere Last , Gott ist unser Heil !

    (Sela.)

    21 Gott ist für uns ein Gott der Rettung , und Gott , der Herr, hat Auswege aus dem Tod . 22 Gewiss wird Gott das Haupt seiner Feinde zerschmettern , den Haarscheitel dessen, der in seinen Sünden einhergeht.

    23 Der Herr hat gesagt: Ich will [sie] von Baschan zurückbringen, ich will [sie] zurückbringen aus den Tiefen des Meeres, 24 damit du sie zerschmetterst, damit dein Fuß im Blut [watet], damit die Zunge deiner Hunde ihr Teil bekommt von den Feinden!

    25 Man sieht, o Gott, deinen Einzug, den Einzug meines Gottes, meines Königs, ins Heiligtum: 26 Die Sänger gehen voran, danach die Saitenspieler , inmitten der Jungfrauen , die die Handpauken schlagen.

    27 Preist Gott, den Herrn , in den Versammlungen, ihr aus Israels Quell!

    28 Dort ist Benjamin , der kleine, [mit] ihrem Herrscher, die Fürsten von Juda mit ihrer Schar, die Fürsten von Sebulon , die Fürsten von Naphtali !

    29 Dein Gott hat geboten, dass du stark seist; stärke , o Gott, was du für uns gewirkt hast!

    30 Um deines Tempels in Jerusalem willen werden Könige dir Gaben bringen.

    31 Schelte das Tier im Schilf, die Rotte der starken Stiere samt den Kälbern der Völker, damit sie sich unterwerfen und Silberbarren als Tribut bringen! Zerstreue die Völker, die gerne Krieg führen! 32 Vornehme aus Ägypten werden kommen, Kusch wird eilends seine Hände nach Gott ausstrecken.

    33 Ihr Königreiche der Erde, singt Gott, lobsingt dem Herrn, (Sela) 34 dem, der einherfährt am Himmel, am uralten Himmel! Siehe, er lässt seine Stimme erschallen, seine gewaltige Stimme!

    35 Gebt Gott das Lob! Seine Hoheit waltet über Israel und seine Macht in den Wolken.

    36 Furchtgebietend erweist du dich, o Gott, von deinem Heiligtum aus! Der Gott Israels verleiht seinem Volk Macht und Stärke.

    Gepriesen sei Gott!

    hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  98. Juleam 5. Juni 2013 um 13:04 Link zum Kommentar

    Psalm 69 – „Antworte mir, wenn ich rufe…!“

    1 Dem Vorsänger. Nach [der Melodie] »Lilien«. Von David.

    2 Hilf mir, o Gott, denn die Wasser gehen mir bis an die Seele! 3 Ich bin versunken in tiefem Schlamm und habe keinen Stand; ich bin in tiefes Wasser geraten, und die Flut überströmt mich; 4 ich bin müde von meinem Schreien, meine Kehle ist vertrocknet; meine Augen sind verschmachtet im Harren auf meinen Gott.

    5 Die mich ohne Ursache hassen , sind zahlreicher als die Haare auf meinem Haupt; die mich verderben wollen, sind mächtig, die ohne Grund mir feind sind; was ich nicht geraubt habe, das soll ich erstatten!

    6 O Gott, du kennst meine Torheit, und meine Verschuldungen sind dir nicht verborgen.

    7 Lass nicht zuschanden werden an mir, die auf dich hoffen, o du Herrscher , Herr der Heerscharen; lass nicht meinetwegen beschämt werden, die dich suchen, du Gott Israels!

    8 Denn um deinetwillen trage ich Schmach , und Schande bedeckt mein Angesicht . 9 Entfremdet bin ich meinen Brüdern und ein Fremder geworden den Söhnen meiner Mutter.

    10 Denn der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.

    11 Als meine Seele fastete und weinte, wurde ich deshalb beschimpft, 12 und als ich mich mit Sacktuch kleidete, haben sie mich zum Sprichwort gemacht. 13 Die im Tor sitzen, schwatzen von mir, und die Zecher singen von mir beim Saitenspiel.

    14 Ich aber bete zu dir, o Herr , zur angenehmen Zeit; o Gott, nach deiner großen Gnade erhöre mich mit deiner treuen Hilfe !

    15 Reiße mich aus dem Schlamm, dass ich nicht versinke! Lass mich Rettung finden vor denen, die mich hassen, und aus den Wassertiefen, 16 dass mich die Wasserflut nicht überströmt und mich die Tiefe nicht verschlingt, noch die Grube sich über mir schließt!

    17 Erhöre mich, Herr, denn deine Gnade ist freundlich; wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit 18 und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knecht, denn ich bin in Not; erhöre mich eilends!

    19 Nahe dich meiner Seele, erlöse sie; um meiner Feinde willen befreie mich! 20 Du weißt um meine Schmach , um meine Schande und Beschimpfung; meine Widersacher sind alle vor dir.

    21 Die Schmach hat mein Herz gebrochen, und ich bin elend; ich wartete auf Mitleid, aber da war keines, und auf Tröster , aber ich fand sie nicht.

    22 Und sie gaben mir Galle zur Speise und Essig zu trinken in meinem Durst.

    23 Ihr Tisch vor ihnen soll zur Schlinge werden und zum Fallstrick den Sorglosen! 24 Ihre Augen sollen finster werden, dass sie nicht mehr sehen, und ihre Lenden sollen allezeit wanken. 25 Gieße deinen Grimm über sie aus, und die Glut deines Zorns erfasse sie; 26 ihre Wohnstätte soll verwüstet werden, und in ihren Zelten wohne niemand mehr!

    27 Denn sie verfolgen den, welchen du geschlagen hast, und haben sich unterhalten über die Schmerzen deiner Verwundeten .

    28 Füge Schuld zu ihrer Schuld, und lass sie nicht zu deiner Gerechtigkeit gelangen! 29 Tilge sie aus dem Buch des Lebens; sie sollen nicht eingeschrieben sein mit den Gerechten!

    30 Ich aber bin elend und voller Schmerzen; deine Rettung, o Gott, berge mich in der Höhe!

    31 Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und ihn erheben mit Dank. 32 Das wird dem Herrn angenehmer sein als ein Stier, als ein Jungstier, der Hörner und gespaltene Hufe hat.

    33 Wenn das die Elenden sehen, werden sie sich freuen. Ihr, die ihr Gott sucht , euer Herz soll aufleben!

    34 Denn der Herr hört auf die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht.

    35 Himmel und Erde sollen ihn rühmen, die Meere und alles, was sich in ihnen regt! 36 Denn Gott wird Zion retten und die Städte Judas bauen , und man wird dort wohnen und sie besitzen; 37 und der Same seiner Knechte wird sie erben, und die seinen Namen lieben, werden darin wohnen.

    hier einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

    wo habe ich diese Zeile schon mal gehört und gesungen? Eins der wunderschönen Lobpreislieder, die es auch YouTube gibt. Allerdings habe ich es nur auf englisch gefunden: „Psalm 4“, aber ich kann euch den deutschen Text dazu liefern:

    Psalm 4

    Vers 1
    Antworte mir, wenn ich rufe
    Mein Gott, der du mich von Schuld freisprichst
    Du hast mich aus bedrängter Lage befreit
    Sei mir gnädig und höre mein Gebet

    Chorus
    Lass das Licht deines Angesichts
    Über uns leuchten, Herr
    Du hast uns größ’re Freude geschenkt
    Als jede Freude dieser Erde

    Bridge
    Eines dürft ihr ganz sicher wissen:
    Der Herr hat uns für sich erwählt
    Der Herr wird uns antworten
    Wenn wir zu ihm rufen

    Herr wir rufen zu dir…

  99. Juleam 5. Juni 2013 um 13:36 Link zum Kommentar

    Psalm 70 – 72

    Psalm 70 – Du bist mein Retter!

    1 Dem Vorsänger. Von David. Zum Gedenken.

    2 Eile, o Gott, mich zu retten, o Herr , mir zu helfen!

    3 Es sollen sich schämen und schamrot werden, die mir nach dem Leben trachten; es sollen zurückweichen und zuschanden werden, die mein Unglück suchen! 4 Es sollen sich zurückziehen wegen ihrer eigenen Schande, die sagen: » Haha , haha!«.

    5 Es sollen fröhlich sein und sich an dir freuen alle, die dich suchen ; und die dein Heil lieben, sollen allezeit sagen: Gott ist groß!

    6 Ich aber bin elend und arm; o Gott, eile zu mir! Meine Hilfe und mein Retter bist du; o Herr , säume nicht!

    hier einige Gedanken aus den Vorjahren:

  100. Juleam 5. Juni 2013 um 13:38 Link zum Kommentar

    Psalm 71 – wenn wir Jehova um Hilfe anflehen, glauben wir dann automatisch, wir könnten uns seinen Segen verdienen?

    1 Bei dir, Herr , suche ich Zuflucht; lass mich niemals zuschanden werden!

    2 Errette mich durch deine Gerechtigkeit und befreie mich; neige dein Ohr zu mir und hilf mir! 3 Sei mir ein Felsenhorst, zu dem ich stets fliehen kann, der du verheißen hast, mir zu helfen; denn du bist mein Fels und meine Burg.

    4 Mein Gott, befreie mich aus der Hand des Gottlosen, aus der Faust des Ungerechten und Gewalttätigen!

    5 Denn du bist meine Hoffnung , o Herr , du Herrscher, meine Zuversicht von meiner Jugend an. 6 Auf dich habe ich mich verlassen vom Mutterleib an, vom Mutterschoß an hast du für mich gesorgt; mein Rühmen gilt dir allezeit.

    7 Ich bin für viele wie ein Wunderzeichen , und du bist meine starke Zuflucht .

    8 Mein Mund soll erfüllt sein von deinem Lob, von deiner Verherrlichung allezeit!

    9 Verwirf mich nicht in den Tagen des Alters , verlass mich nicht, wenn meine Kraft abnimmt! 10 Denn meine Feinde reden von mir, und die meiner Seele auflauern, ratschlagen miteinander 11 und sagen: »Gott hat ihn verlassen ! Jagt ihm nach und ergreift ihn; denn es gibt keinen Retter!«

    12 O Gott, sei nicht fern von mir! Mein Gott, eile mir zu Hilfe!

    13 Es sollen sich schämen und vertilgt werden, die meine Seele anfeinden; in Schimpf und Schande sollen sich hüllen, die mein Unglück suchen!

    14 Ich aber will beständig harren und noch mehr hinzufügen zu all deinem Ruhm.

    15 Mein Mund soll erzählen von deiner Gerechtigkeit, von deinen Hilfserweisen Tag für Tag, die ich nicht zu zählen weiß.

    16 Ich will kommen in der Kraft des Herrn , des Herrschers; ich will rühmen deine Gerechtigkeit , dich allein! 17 O Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf, und bis hierher verkündige ich deine Wunder.

    18 Und auch wenn ich alt werde, wenn mein Haar ergraut, verlass mich nicht, o Gott, bis ich deinen Arm verkündige dem künftigen Geschlecht , deine Macht allen, die noch kommen sollen.

    19 Und deine Gerechtigkeit , o Gott, reicht bis zur Höhe, denn du hast Großes getan; o Gott, wer ist dir gleich ?

    20 Der du uns viel Not und Unglück hast sehen lassen, du machst uns wieder lebendig und holst uns wieder herauf aus den Tiefen der Erde.

    21 Du machst mich umso größer und tröstest mich wiederum. 22 Darum will auch ich dir danken mit der Harfe , will deine Treue, o mein Gott, besingen, dir auf der Laute spielen, du Heiliger Israels!

    23 Meine Lippen sollen jubeln, wenn ich dir lobsinge, und meine Seele, die du erlöst hast. 24 Auch meine Zunge soll täglich von deiner Gerechtigkeit reden; denn beschämt und schamrot wurden, die mein Unglück suchen.

    Wenn David in den Psalmen Jehova immer wieder um Hilfe anfleht und seine Zuversicht ausdrückt, dass Gott ihn befreien wird, weil er selbst sich an die Maßstäbe hält – bedeutet dies dann, dass er glaubt, man könne sich das Wohlgefallen Gottes verdienen?

    Widerspricht dies dann dem Gedanken von der unverdienten Güte?

    einen weiteren Gedanken finden wir hier:

  101. Juleam 5. Juni 2013 um 13:41 Link zum Kommentar

    Psalm 72 – für oder von Salomo?

    1 Für Salomo.

    O Gott, gib deine Rechtssprüche dem König und deine Gerechtigkeit dem Königssohn, 2 damit er dein Volk richte mit Gerechtigkeit und deine Elenden nach dem Recht.

    3 Lass die Berge dem Volk Frieden spenden und auch die Hügel, durch Gerechtigkeit. 4 Er schaffe den Elenden des Volkes Recht; er helfe den Kindern der Armen und zertrete den Gewalttätigen.

    5 So wird man dich fürchten, solange die Sonne besteht, und der Mond, von Geschlecht zu Geschlecht.

    6 Er wird herabkommen wie Regen auf die Aue, wie Regenschauer, die das Land bewässern. 7 In seinen Tagen wird der Gerechte blühen, und Fülle von Frieden wird sein, bis der Mond nicht mehr ist. 8 Und er wird herrschen von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde. 9 Vor ihm werden sich die Wüstenvölker beugen, und seine Feinde werden Staub lecken.

    10 Die Könige von Tarsis und von den Inseln werden Gaben bringen, die Könige von Saba und Seba werden Tribut entrichten. 11 Alle Könige werden sich vor ihm niederwerfen, alle Heidenvölker werden ihm dienen.

    12 Denn er wird den Armen retten, wenn er um Hilfe schreit, und den Elenden, der keinen Helfer hat.

    13 Über den Geringen und Armen wird er sich erbarmen, und die Seelen der Armen retten. 14 Er wird ihre Seele erlösen aus Bedrückung und Gewalt, und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen.

    15 Und er wird leben, und man wird ihm vom Gold aus Saba geben; und man wird allezeit für ihn beten, täglich wird man ihn segnen .

    16 Es wird Überfluss an Getreide sein im Land, bis hinauf zu den Bergeshöhen; wie der Libanon werden seine Fruchtbäume rauschen, und sie werden hervorblühen aus der Stadt wie das Gras auf dem Land.

    17 Sein Name bleibt ewiglich; sein Ruhm wird wachsen , solange die Sonne scheint; in ihm werden gesegnet sein alle Heiden, sie werden ihn glücklich preisen!

    18 Gepriesen sei Gott, der Herr , der Gott Israels, der allein Wunder tut! 19 Ja, gepriesen sei sein herrlicher Name ewiglich, und die ganze Erde sei erfüllt von seiner Herrlichkeit! Amen , ja, Amen!

    20 Zu Ende sind die Gebete Davids, des Sohnes Isais.

    Merkwürdig, dass in der Überschrift in der Hoffnung für Alle gesagt wird „von Salomo“.

    Denn dieser Psalm ist eindeutig von David, wie der letzte Vers auch sagt. Die ganzen Kommentatoren reden davon, dass der Psalm Salomo und seine Herrschaft betrifft und das Königreich Gottes unter Jesus vorschattet.

    Warum dann diese verwirrende Formulierung, wenn sich die Hoffnung für Alle doch gerade dadurch auszeichnet, dass sie so gut verständlich ist?

    Auch interessant der krasse Unterschied zwischen diesem Psalm und dem folgenden: hier wird von einer gerechten Herrschaft und Gottes reichen Segen gesprochen – in Psalm 73 ist Asaph aufgebracht darüber, welchen Erfolg der Ungerechte hat.

    einen weiteren Gedanken finden wir hier:

    Morgen geht es also im dritten Buch der Psalmen weiter

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