Hiob

Gerard Seghers, (1591-1651), Der leidende Hiob/Hiob und die Freunde und seine Frau

thematische Verlinkung der einzelnen Gedanken nach Kapiteln

Thomas 1. Juni 2009 105 Kommentare Trackback URI Comments RSS

105 Kommentare zu “Hiob”

  1. Thomasam 16. Januar 2009 um 07:34 Link zum Kommentar

    Hiob 1-4

    Hiob 1:1 . . .

    Es war da ein Mann im Land Uz, dessen Name Hiob war; und dieser Mann erwies sich als untadelig und rechtschaffen und gottesfürchtig und von Schlechtem weichend.

    Hiob 1:6

    Nun kam der Tag herbei, an dem die Söhne des [wahren] Gottes hineingingen, um sich vor Jehova zu stellen, und auch Satan begab sich dann mitten unter ihnen hinein.”

    Interessant, dass das Geschöpf, dass hier mit Satan bezeichnet wird, sich ebenfalls in die Versammlung begab und dort Rederecht erhielt. Sollten wir heute annehmen, dass dies in der Versammlung/Kirche nicht mehr der Fall sein könnte? Laut Offenbarung ist dem Satan der Zugang zum Himmel seit einigen Jahren versperrt, aber er und seine Helfershelfer bewegen sich auf der Erde – und zwar dorthin wohin SIE WOLLEN.

    Hiob 1:7-12

    7 Da sprach Jehova zu Satan: „Woher kommst du?“ Satan antwortete darauf Jehova und sagte: „Vom Umherstreifen auf der Erde und vom Umherwandeln auf ihr.“ 8 Und Jehova sprach weiter zu Satan: „Hast du dein Herz auf meinen Knecht Hiob gerichtet, daß es seinesgleichen keinen gibt auf der Erde, einen Mann, untadelig und rechtschaffen, gottesfürchtig und von Schlechtem weichend?“ 9 Darauf antwortete Satan Jehova und sagte: „Ist es etwa umsonst, daß Hiob Gott gefürchtet hat? 10 Hast nicht du selbst um ihn und um sein Haus und um alles, was er hat, ringsum eine Hecke aufgerichtet? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet, und sein Viehbestand, er hat sich ausgebreitet auf der Erde. 11 Aber zur Abwechslung strecke bitte deine Hand aus, und taste alles an, was er hat, [und sieh,] ob er dir nicht direkt ins Angesicht fluchen wird.“ 12 Daher sprach Jehova zu Satan: „Siehe! Alles, was er hat, ist in deiner Hand. Nur gegen ihn selbst strecke deine Hand nicht aus!“ Da ging Satan hinaus, von der Person Jehovas hinweg.

    Was sehen wir? Der Satan ist ein notorischer Lügner und ein notorischer Mörder, der versucht Unruhe und Unfrieden zu stiften. Nutzte er die Möglichkeit, Hiob anzugreifen? aber ja, und zwar ermordete er die Diener von Hiob, die Tiere von Hiob und die Kinder von Hiob!

    Bei der Ermordung der Kinder Hiobs ging er sogar soweit, sich der Naturgewalt Wind zu mißbrauche, so dass für alle umstehenden Beobachter der Eindruck entstehen musste, dass der Schöpfer selbst sich gegen Hiob gewandt hätte, ja das der Allmächtige den Tod zu verantworten hätte! Kannst du dir das vorstellen?

    Aber das war dem Saten nicht genug. Es heißt gemäß Hiob 2:2-6 weiter

    Da sprach Jehova zu Satan: „Von woher kommst du denn?“ Satan antwortete darauf Jehova und sagte: „Vom Umherstreifen auf der Erde und vom Umherwandeln auf ihr.“ 3 Und Jehova sprach weiter zu Satan: „Hast du dein Herz auf meinen Knecht Hiob gerichtet, daß es seinesgleichen keinen gibt auf der Erde, einen Mann, untadelig und rechtschaffen, gottesfürchtig und von Schlechtem weichend? Auch hält er noch an seiner unversehrten Lauterkeit fest, obwohl du mich gegen ihn reizt, ihn ohne Ursache zu verschlingen.“ 4 Aber Satan antwortete Jehova und sagte: „Haut um Haut, und alles, was ein Mensch hat, wird er für seine Seele geben. 5 Strecke zur Abwechslung doch deine Hand aus, und rühre an sein Gebein und sein Fleisch, [und sieh,] ob er dir nicht direkt ins Angesicht fluchen wird.“ 6 Daher sprach Jehova zu Satan: „Da ist er in deiner Hand! Nur auf seine Seele gib acht!“

    Ist er nicht ungemeint schrecklich? Es war ihm nicht genug! Seine Diener auf der Erde haben den selben Drang, andere zu zerstören, und tun dies leider auch zur Genüge!

    Können wir uns in Hiob hineinversetzen, wie er völlig enttäuscht in der Ecke sitzt und die Welt nicht mehr versteht? Obwohl er alles verloren hat, und glaubt, dass der Allmächtige an allem Schuld wäre, sagt er

    “Sollen wir nur, was gut ist, von dem [wahren] Gott annehmen und nicht auch annehmen, was schlecht ist?“

    Sind wir auch so eingestellt, alle Dinge so anzunehmen und nicht zu klagen?

    Aber wir sehen auch, dass Entmutigung und Depressionen eine normale Reaktion auf solche Angriffe sein können. Denn Hiob verfällt in diese. Er meint, dass es besser wäre, nicht geboren zu sein…

    Nun kommt ein geschickter Schachzug: nachdem Hiobs bester Freund – seine Frau ihn verlassen hat, kommen “drei Freunde”, die ihm das Leben noch schwerer machen!

    In Kapitel 4 kommt Eliphas zu Wort – ein Dämonenanbeter, der von einer Vision berichtet:

    (Hiob 4:17-18) . . .[Der] sterbliche Mensch — kann er gerechter sein als Gott selbst? Oder kann ein kräftiger Mann reiner sein als der, der ihn gemacht hat?‘ 18 Siehe! An seine Diener glaubt er nicht, Und seinen Boten/Engeln legt er Mängel zur Last

    Nun hatten die bösen Engel ja sich gegen den Willen ihres Vaters aufgelehnt – und nun behaupten diese, dass der Schöpfer ihnen Mängel zur Last legt? Wenn das der Fall sein sollte, so hatte er wohl das Recht dazu!?! Nun greift er den Schöpfer an, und meint, dass dieser den Menschen nicht achten würde

    19Wieviel mehr so denen, die in Lehmhäusern wohnen, Deren Grund im Staub ist! Man zermalmt sie schneller als eine Motte. 20 Vom Morgen bis zum Abend werden sie zerschlagen; Ohne daß jemand [es zu Herzen] nimmt, kommen sie um für immer.

    Verdreht wird das böse Verhalten des Widersachers so dargestellt, als wenn der liebevolle Schöpfer daran Schuld wäre. Wie wirken solche Worte auf uns? Kennen wir den Schöpfer gut genug, um uns nicht in die Irre führen zu lassen?

  2. Juleam 16. Januar 2009 um 08:50 Link zum Kommentar

    aus einem Studienartikel der im November studiert worden ist:

    In der Ehe die „dreifache Schnur” bewahren
    Bei Schwierigkeiten

    14 Auch wenn uns die obigen Empfehlungen nicht unbedingt neu oder einmalig vorkommen mögen, spricht sicher nichts dagegen, mit dem Ehepartner ganz offen darüber zu reden. Überlegt einmal, ob es in eurer Ehe irgendetwas gibt, worauf ihr euch besonders konzentrieren solltet. In der Bibel wird offen zugegeben, dass man selbst dann „Drangsal im Fleisch haben” wird, wenn man Gott in seine Ehe einbezieht (1. Kor. 7:28). Die menschliche Unvollkommenheit, der schlechte Einfluss der zügellosen Welt und die Fallstricke des Teufels können bewirken, dass sogar Ehen von treuen Dienern Gottes sehr belastet werden (2. Kor. 2:11). Jehova befähigt uns jedoch, mit solchen Belastungen fertig zu werden. Das zeigt das Beispiel des treuen Hiob, der nicht nur seinen Viehbestand und seine Diener, sondern auch sämtliche Kinder verlor. Wie reagierte er darauf? „In all diesem sündigte Hiob nicht, noch schrieb er Gott irgendetwas Ungebührliches zu”, heißt es in der Bibel (Hiob 1:13-22).

    15 Ganz anders Hiobs Frau. Sie sagte zu ihm: „Hältst du noch an deiner unversehrten Lauterkeit fest? Fluche Gott und stirb!” (Hiob 2:9). Ein tragisches Geschehen oder andere schwierige Umstände und das daraus resultierende Gefühlschaos können jemand durchaus dazu bringen, unvernünftig zu handeln. „Allein Bedrückung kann bewirken, dass ein Weiser unsinnig handelt”, beobachtete ein kluger Mann (Pred. 7:7).

    Versuchen wir, ruhig zu bleiben, wenn unser Ehepartner bedingt durch schwierige Umstände oder „Bedrückung” verletzende Worte äußert. Würden wir genauso hart reagieren, könnten Worte fallen, die die Situation noch verschlimmern. (Lies Psalm 37:8.)

    Gehen wir daher über „unsinniges Gerede” aufgrund von Enttäuschung oder Frustration einfach hinweg (Hiob 6:3).

  3. Juleam 16. Januar 2009 um 08:52 Link zum Kommentar

    Hiob 1 – 4

    Hiob 3:11-17

    11 Warum starb ich vom Mutterschoß nicht weg?
    [Warum] kam ich aus dem Leib hervor und verschied dann [nicht]?

    12 Warum kamen Knie mir entgegen
    Und warum Brüste, daß ich saugen sollte?

    13 Denn nun hätte ich dagelegen, daß ich ungestört wäre;
    Dann hätte ich geschlafen; ich hätte Ruhe
    14 Mit Königen und Ratgebern der Erde,
    Denen, die öde Stätten für sich bauen,
    15 Oder mit Fürsten, die Gold haben,
    Denen, die ihre Häuser mit Silber füllen;
    16 Oder gleich einer versteckten Fehlgeburt wäre ich nicht ins Dasein gekommen,
    Kindern gleich, die das Licht nicht gesehen haben.

    17 Dort lassen die Bösen selbst ab von Erregung,
    Und dort haben die an Kraft Erschöpften Ruhe.

    endlich!

  4. Thomasam 17. Januar 2009 um 07:34 Link zum Kommentar

    Hiob 5-7

    in Kapitel 5 setzt Eliphas seine Rede fort. Er behauptet, dass hiob ja nur zu Gott oder einem Engel (Vers1) um Hilfe rufen brauche, und wenn er sich demütigen würde, würde es ihm wieder besser gehen. Er sagt, dass Gott seine Diener aus allen Notsituationen befreien würde. Ob er sich darauf bezieht, was Gott bis dahin für seine Diener getan hatte – mit seinen Diener Abraham, Isaak und Joseph? Wie gestern schon geschrieben, spricht er falsch über den Schöpfer.

    So ähnlich wird auch heute agumentiert: Gottes wahre Anbeter stehen unter seinem Schutz, was für viele bedeutet, dass Gott die treuen Anbeter als einzelne vor jeglichen Schaden bewahren würde. Doch dieser Gedanke stammt nicht von Gott, sondern von seinem Widersacher, der damit uns brechen will. Hiob ging es schlecht, und wenn er nun gedacht hätte, dass Gott ihn verworfen hätte, wäre der Widersacher einen großen Schritt weiter gewesen. (Siehe Matth. 4:6).
    Hiob reagiert auf die Rede Eliphas mit Enttäuschung und Verzweiflung. Hiob will einfach nur noch sterben, weil er denkt, dass Jehova gegen ihn ist “Denn die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir deren brenndendes Gift meinen Geist in sich einsaugt” 7:21

    “Warum verzeihst du nicht meine Übertretung und übersiehst mein Versehen?”

    Ähnliche Vorgehensweise auch heute: zuerst werden die Familien zerstört, durch Angriffe von außen oder durch künstliche Probleme von innen heraus – und dann werden mit falschen Anschuldigungen der Glaube zerstört, wenn dann möglich. Wie sieht es heute aus? Stimmst du mit folgenden Worten überein

    … die Bösen sprossen wie die Pflanzenwelt und alle, die Schädiches treiben, blühen.

    bzw.

    die Gottlosen spreossen wie Gras und alle Übeltäter blühen

    so fühlen wir uns wohl auch – wie Hiob kann man an der scheinbar auswegslosen Situation verzweifeln. Am Besten man hält dann als Ehepaar, Familie und Freunde zusammen, anstatt dort seine Feinde zu vermuten und alles zu zerschlagen.

  5. Juleam 17. Januar 2009 um 13:59 Link zum Kommentar

    Hiob 5 – 7

    Hiob 6:8-10

    O daß meine Bitte einträfe
    Und daß Gott meine Hoffnung auch gewährte!

    9 Und daß Gott sich doch entschlösse und mich zermalmte,
    Daß er seine Hand lösen und mich abschneiden würde!

    10 Selbst das wäre noch mein Trost;
    Und ich würde hüpfen [vor Freude] in [meinen] Wehen,

    tja, wohl besser als garkeine Hoffnung, oder?

    7:11

    11 Auch ich, ich werde meinen Mund nicht zurückhalten.
    Ich will reden in der Bedrängnis meines Geistes;
    Ich will mich mit der Bitterkeit meiner Seele befassen!

  6. Thomasam 18. Januar 2009 um 07:34 Link zum Kommentar

    Hiob 8-10

    “Dir geht es schlecht? Dann bist du selber Schuld, denn Gott würd es nie zulassen” ;-(
    Die “Ermunterungen” bringen Hiob soweit, dass er sich fragt, warum er lebt. Aber Hiob erkennt an, dass der Schöpfer alles in seiner Hand hat, dass er Sonne und Erde befiehlt. Er fordert vom Schöpfer “Erkläre mich nicht für schuldig. Laß mich erkennen, warum es ist, dass du mit mir streitest.”

    Wir wissen heute, warum es Hiob schlecht erging – dass Jehova nicht daran Schuld war. Aber wenn es uns heute schlecht geht, neigen auch wir heute dazu, mit dem Schöpfer zu hadern.
    Was aber, wenn wir bei anderen Menschen sehen, wie diese leiden? Sind wir dann wie Hiobs “Freunde” davon überzeugt, dass der Leidende Schuld hätte an seiner Situation? Sind wir wirkliche Tröster, oder machen wir uns zum willigen Werkzeug des Gegners?

  7. Juleam 18. Januar 2009 um 14:03 Link zum Kommentar

    Hiob 8 – 10

    Kapitel 8

    4 Wenn deine eigenen Söhne gegen ihn gesündigt haben,
    So daß er sie in die Hand ihrer Auflehnung geraten läßt,

    ja, ja, Hiobs Söhne sind gestorben, weil sie gegen Jehova gesündigt habe und er sie deshalb vernichtet hat, ebenso wie die beiden ältesten Söhne von Juda.

    Und Hiob muss leiden, weil er selbst auch schlecht gehandelt hat, darum straft ihn Gott und er ist nunmal selbst Schuld an dem, was ihm gerade widerfährt.

    5 Wenn du selbst nach Gott ausschauen wirst
    Und [wenn] du den Allmächtigen um Gunst anflehen wirst,
    6 Wenn du lauter und rechtschaffen bist,
    So würde er jetzt für dich erwachen,
    Und er würde bestimmt deinen gerechten Aufenthaltsort wiederherstellen.

    Denn, wir wissen ja: wer Jehova treu dient, der wird mit tollem Segen belohnt und wer ihm nicht dient, der wird halt vernichtet.

    12 Während es noch in seiner Knospe ist, nicht abgepflückt,
    Ja vor allem anderen Gras wird es verdorren.

    13 So sind die Pfade all derer, die Gott vergessen,
    Und selbst die Hoffnung eines Abtrünnigen wird vergehen,

    Also ganz eindeutig, oder? Wer ein ruhiges gutes Leben hat und in materiellen Dingen gut ausgesorgt hat, der hat Jehovas Wohlgefallen – wem es schlecht geht, wer wenig Materielles hat (halt nur das Lebensnotwendige), der wird von Jehova verflucht.

    Tja, liebe Leute, wir sind Jehova echt nicht mehr wohlgefällig, das sieht man ja wohl daran, unter welchen bedrückenden Umständen wir momentan leben.

    Das steht doch schon so in der Bibel, also wird es doch stimmen!

    Jawohl, das steht schon in der Bibel. Aber in der Bibel steht auch “es gibt keinen Gott”. Hm, hä???

    Hier erkennen wir, wie wichtig es ist, den Zusammenhang zu sehen und zu sehen, wer hier zu wem spricht und mit welchem Ziel.

    Nach Aussage des Bezirksaufsehers beim einem Kreiskongress waren die drei falschen Freunde alle Dämonenanbeter…

    noch Fragen?

  8. Juleam 18. Januar 2009 um 14:10 Link zum Kommentar

    Hiob 8:6

    Wenn du lauter und rechtschaffen bist,
    So würde er jetzt für dich erwachen,
    Und er würde bestimmt deinen gerechten Aufenthaltsort wiederherstellen.

    kommt uns das irgendwie bekannt vor?

    Genau das hatte ich gehofft und geglaubt, dass Jehova für uns einschreiten würde, ja, dass er uns das sogar schuldig wäre. Nach dem Urteil bin ich nicht mehr klar gekommen, habe heftig mit Jehova gehadert, weil “das geht doch net, dass er das zulässt und die Schadenstifter damit durchkommen”

    Wie der Bezirksaufseher in einem seiner Vorträge sagte, ist so eine Reaktion, so ein Empfinden völlig normal. Nur: wir dürfen in diesem Zustand nicht verharren, denn sonst werden wir entmutigt und wir werden geschwächt.

    Gut, wenn man dann gute Freunde hat, die kommen um einem Trost zu spenden.

    Manchmal ist dann das, was sie uns sagen, nicht wirklich tröstlich…

    Bei Hiob haben die Tröster ihr Ziel erreicht. Hiob war wirklich entmutigt und fragte sich, warum Jehova ihn so straft. Er kramt in seiner Erinnerung nach Dingen, die er getan haben könnte, die seinen Gott vielleicht erzürnt hätten. Aber er findet nichts und so fängt er an, mit Gott zu hadern, denn er ist der Ansicht, dass er das ganze Elend nicht verdient hat.

    Hiob ist oft als Beispiel hingestelllt worden. Nicht nur als Gutes, denn ich kann mich auch an ein Gespräch mit meinen Ältesten erinnern, die mich davor gewarnt hatten, wie Hiob mit Gott zu streiten und mich selbst als gerechter als er hinzustellen

    Das habe ich meiner Ansicht nach nicht getan. Aber leider fehlt oft das Verständnis, wenn wir niemals in ähnlichen Situationen waren. In DIESER Hinsicht sind Thom und ich in den letzten Jahren reichlich gesegnet worden, denn wir können uns nun in viele Dinge hineinversetzen, die uns vorher schleierhaft waren.

    Heute kann ich z. B nachempfinden, warum die Israeliten nicht auf Jehova vertrauten, als Moses nicht so schnell wieder vom Berg herunter kam.

    Als ich die Geschichte mit dem goldenen Kalb vor vielen Jahren mit Nina studiert hatte, war sie ganz entsetzt über das mangelnde Vertrauen, immerhin hatte Jehova sie gerade durch ein Wunder durch das Rote Meer ziehen lassen und sie so aus einer scheinbar aussichtslosen Situation vor den Ägyptern gerettet. Damals hatte ich auch keine Erklärung für das Verhalten.

    Heute sehe ich das anders. Habe selbst erlebt, wie schnell ich immer wieder in Panik geraten bin, obwohl uns Jehova kurz davor ganz deutlich gezeigt hat, dass er mit uns ist.

    Und ich habe am eigenen Leib verspürt, wie leicht man in die Falle tapppen kann, was Jehovas Schutz angeht.

    Als mich Fine da mit Hiob und der Streitfrage trösten wollte, bin ich total wütend geworden, denn genau in dem Moment waren das für mich nur Worte, ohne jeglichen Trost.

    Wie tröstlich in dem Zusammenhang, dass Bruder Kreuzer in einem öffentlichen Vortrag sagte, dass auch dies eine völlig normale Reaktion sei – dass wir so etwas erst mal verarbeiten müssten, bis die Hoffnung wieder greift…

  9. Juleam 19. Januar 2009 um 14:17 Link zum Kommentar

    Hiob 11 – 13

    ist es richtig, dass Hiob darauf besteht, dass er nichts böses getan hat – oder ist es Hochmut?

    Darf man mit Jehova diskutieren?

    Darf man den Höchsten fragen, warum er schlimme Dinge zulässt, die uns fast an die Wand drücken?

    Darf man dem Höchsten sagen, dass einem sein Handeln nicht gefällt?

    Verurteilt uns Jehova, wenn wir unter extrem starken Druck unsinnige Dinge zu ihm sagen oder tun, die ihn schmerzen??

  10. Thomasam 19. Januar 2009 um 17:46 Link zum Kommentar

    Hiob 11-13

    Noch gewichtiger sind die Bemerkungen Zophars. ‘Oh, wenn Gott nur sprechen und dir erzählen würde, was er denkt!’ sagt er sinngemäß. ‘Gott weiß, was du getan hast. Er bestraft dich noch weniger, als du verdienst. Tu deine Sünden von dir, und gib deine Schlechtigkeit auf, dann wirst du in Sicherheit leben und viele Freunde haben’ (Hiob 11:4-6, 14-20).

    So so, der Allmächtige bestraft seine Diener. Klingt ja fast so, als ob er auch heute einigen durch Übertretung seiner unumstößlichen Gesetze, erlauben würde, anders zu handeln … Gott bestraft, weil er die Sünden sieht – so kann man jemandem den letzten Mut nehmen.

    Aber Hiob hat Recht: befragen wir die Natur, und wir erkennen den Allmächtigen viel tiefer und wahrer. Das fehlt den meisten ja heute: sich in Ruhe Gedanken in der Natur zu machen – zu schauen, nach den Sternen, den Tieren, den Pflanzen…
    Leider laufen heute zuviel Menschen herum, auf die es zufrifft:

    Ihr hingegen seid Lügentüncher;
    Ihr alle seid Ärzte ohne Wert

  11. Thomasam 20. Januar 2009 um 07:36 Link zum Kommentar

    Hiob 14-17

    Hiob empfindet das Leben als Mensch zu kurz und mit zu vielen Problemen beladen: “Der Mensch von einer Frau geboren, ist kurzlebig und mit Erregung gesättigt”. Auch wir sind heute oft von den Sorgen des Alltags überbelastet. Hiob wünschte sich, dass der Schöpfer ihn für eine Weile “im Scheol verborgen halten würde”. Ein ähnlicher Gedanke könnte uns heute kommen “im Schlafwagen die große Drangsal überleben” zu dürfen. Doch sowohl Hiob als auch wir, werden uns freuen, wenn der Schöpfer uns am Leben erhält und der Ungerechtigkeit ein Ende bereitet, ohne uns im “Scheol zwischengeparkt zu haben”.

    Hiob beklagt sich über seine “Tröster” – leider gibt es solche Menschen heute auch in großer Zahl, die nicht verstehen wollen, warum Sorgen und Probleme einen Menschen verfolgen könnten, und deshalb irrsinnige Ratschläge in Mass von sich geben. Glücklich diejenigen, die dem Schöpfer vertrauen können, und darauf vertrauen, dass ER eine Zeit festgelegt hat, wo Schmerzen und Ungerechtigkeit ein Ende haben werden.
    “Der Gerechte hält STÄNDIG an seinem Weg fest ” – Hiob 17:8a

  12. Thomasam 21. Januar 2009 um 07:37 Link zum Kommentar

    Hiob 18-20
    Hiobs “Freunde” sind genauso gut drauf, wie heute viele, anstatt zu ermuntern reißen sie nieder und beschuldigen Grundlos einen Unschuldigen.
    Wer in einer ähnlichen Situation ist, kann Hiobs Worte aus Kapitel 17 bestimmt gut verstehen

    2 „Ich habe viele Dinge wie diese gehört. Ihr alle seid leidige Tröster! 3 Gibt es ein Ende für windige Worte? Oder was ärgert dich, daß du antwortest? 4 Auch ich könnte so gut reden wie ihr. Wenn nur eure Seele da wäre, wo meine Seele ist, Würde ich in Worten gegen euch glänzen, Und würde ich meinen Kopf über euch schütteln? 5 Ich würde euch mit den Worten meines Mundes stärken, Und die Tröstung meiner eigenen Lippen würde sich zurückhalten — 6 Rede ich tatsächlich, so wird mein eigener Schmerz nicht zurückgehalten, Und höre ich wirklich damit auf, was geht von mir weg?
    10 Sie haben ihren Mund gegen mich aufgesperrt, Mit Schmähung haben sie meine Wangen geschlagen, In großer Zahl rotten sie sich gegen mich zusammen. 17 Obwohl keine Gewalttat an meinen Handflächen ist Und mein Gebet lauter ist. 20 Meine Gefährten sind Wortführer gegen mich; Zu Gott hat mein Auge schlaflos aufgeblickt.

    Hiob 19

    7 Siehe! Ich schreie fortgesetzt: ‚Gewalttat!‘, aber ich erhalte keine Antwort; Ich rufe ständig um Hilfe, doch da ist kein Recht. 13 Meine eigenen Brüder hat er weit von mir entfernt, Und selbst diejenigen, die mich kennen, haben sich von mir auch abgewandt. 14 Meine vertrauten Bekannten sind ausgeblieben, Und diejenigen, die ich kenne, sie haben mich vergessen,

  13. Juleam 21. Januar 2009 um 14:22 Link zum Kommentar

    Hiob 18 – 20

    die Anschuldigungen der falschen Freunde werden immer schlimmer. Hieß es zu Anfang noch, es könne ja durchaus sein, dass Hiob und seine Kinder gesündigt hätten, so werden die Anschuldigungen immer heftiger.

    Nun wird Hiob so hingestellt, als sei er ein ganz furchtbarer, grausamer Verbrecher, den man einfach aufs Heftigste strafen müsse – damit er endlich mit seinen Untaten aufhört und endlich niemandem mehr schaden kann.

    Ist es DA verwunderlich, dass Hiob sich immer mehr wehrt? Mag ja sein, dass er mit der Zeit – im Laufe der Gespräche – selbstgerecht erscheint. Aber wie hätten denn wir in seiner Situation reagiert??

    Seine “Freunde” drücken ihn immer mehr in die Ecke/an die Wand – und er kann nicht mal weglaufen, um sich deren immer brutaler werdenen Worten zu entziehen, von denen er weiss, dass es freche Lügen sind. Was hätte er denn tun sollen?

    Wer von uns hätte in so einer Situation die Nerven behalten und dem dreisten Trio mit milden gütigen Worten geantwortet?????

    Ein für uns neuer Aspekt in dem neuen Studienartikel: Hiob hatte mit seinem Vieh und dem Verlust seiner ganzen Habe nicht nur seinen kompletten Reichtum verloren sondern auch die Möglichkeit, mit einem Opfer das Angesicht Jehovas zu besänftigen.

  14. Juleam 21. Januar 2009 um 14:26 Link zum Kommentar

    Noch ein schmerzhafter Punkt in Hiobs heutigen Worten, die wir am eigenen Leib erfahren haben und noch tun:

    wo sind alle seine Freunde?

    Vorher war er ein angesehener Mann, nicht nur wegen seines Reichtums, sondern sein freundlicher hilfsbereiter Charakter wurde über die Maßen geschätzt. NUN verachten ihn alle und niemand hält mehr zu ihm.

    Er ruft nach seinen Frenden, seinen Verandten, seiner Familie und auch nach seinen Bediensteten. Aber niemand reagiert auf seinen Ruf. Man ignoriert ihn komplett und scheinbar erinnert sich niemand mehr an seine gütigen Taten, für den man ihn vorher so geschätzt hatte.

    So schnell kann ein guter Ruf dahin sein und so schnell kann sich das Blatt im Leben eines Menschen wenden.

    Kommt uns das irgendwie bekannt vor???

  15. Juleam 21. Januar 2009 um 14:29 Link zum Kommentar

    wie mein Liebster heute beim Frühstück sagte:

    Hiob hat zwar seinen “Tröstern” auf ihre Anschuldigungen geantwortet – aber immer nur in einer Verteidigungsrede!

    Er hätte ja auch den Spieß umdrehen können, indem er seinerseits Vorwürfe in die Richtung der Ankläger geschickt hätte, wie “ja, fass dir mal an die eigene Nase. Du hast ja… und… und… ” Aber das hat er nicht getan.

    Kommt uns auch dieser Punkt bekannt vor?

  16. Thomasam 22. Januar 2009 um 07:37 Link zum Kommentar

    Hiob 21-24

    Hiob meint, dass es dem Bösen nicht immer schlecht geht – nein, der der sich vom Schöpfer abgewandt hat, lebt oft Besser und Länger.

    Hiob 21
    7 Wie kommt es, daß die Bösen selbst am Leben bleiben, Gealtert sind, ja an Vermögen überlegen geworden sind? 8 Ihre Nachkommenschaft ist gefestigt bei ihnen vor ihrem Angesicht, Und ihre Nachkömmlinge [sind] vor ihren Augen. 9 Ihre Häuser sind der Frieden selbst, frei von Schrecken, Und die Rute Gottes ist nicht auf ihnen. 10 Sein eigener Stier befruchtet tatsächlich, und er verschüttet den Samen nicht; Seine Kuh bringt hervor und hat keine Fehlgeburt. 11 Sie senden ständig ihre Buben aus wie eine Kleinviehherde, Und ihre eigenen männlichen Kinder springen umher. 12 Sie fahren fort, [die Stimme] mit Tamburin und Harfe zu erheben, Und freuen sich fortwährend beim Klang der Pfeife. 13 Sie verbringen ihre Tage in Wohlleben, Und in einem Augenblick steigen sie zum Scheọl hinab. 14 Und sie sprechen zu dem [wahren] Gott: ‚Wende dich von uns weg! Und an der Erkenntnis deiner Wege haben wir kein Gefallen gefunden. 15 Was hat der Allmächtige zu bedeuten, daß wir ihm dienen sollten, Und wie nützen wir uns, daß wir mit ihm in Fühlung gekommen sind?‘

    Hat er damit nicht Recht – ist es heute nicht auch oft so? Und verstecken sich nicht viele, hinter dem Vorhang “es geht mir doch gut, also muss ich Gottes Segen haben”?? Haben die ungerecht Handelnden nicht oft “einen Guten Ruf”?

  17. Juleam 22. Januar 2009 um 14:32 Link zum Kommentar

    Hiob 21 – 24

    Kapitel 22

    die Anschuldigungen werden immer schlimmer.

    Aber Hiob lässt sich nicht einschüchtern. Er weiss, dass er die Dinge nicht getan hat und immer noch Jehovas Wohlgefallen hat. Er versteht zwar nicht genau, warum ihn dieses ganze Unglück trifft, aber er kennt Jehova ganz genau und weiss, dass es eigentlich nicht zu ihm passt, einen Gerechten ins Elend zu stürzen. Darum fragt er ja auch immer wieder nach.

  18. Juleam 22. Januar 2009 um 14:36 Link zum Kommentar

    Hiob 23:4-5

    4 Ich würde einen Rechtsfall vor ihm darlegen,
    Und meinen Mund würde ich mit Gegenargumenten füllen;
    5 Ich würde die Worte kennen, mit denen er mir antwortet,
    Und ich würde beachten, was er zu mir sagt.

    Er kennt Jehova viel zu gut, als dass er den “Tröstungen” wirklich Glauben schenkt.

    Trotzdem fühlt er sich in die Ecke gedrückt und würde zu gern verstehen, WARUM????

    Kennen wir dieses Gefühl?

    Ich kenne es nur zu gut. Genau so habe ich mich gefühlt, nachdem Thom verurteilt worden ist. Konnte einfach nicht begreifen, warum Jehova es soweit kommen lässt, warum er immer noch nicht auf den Tisch klopft und dem Ganzen ein Ende bereitet.

    Obwohl Hiob ständig angegriffen ist und sich laufend wehren muss, so hat er doch genau zugehört, was ihm vor den Kopf geworfen worden ist und er erkennt auch, dass die Worte seiner Tröster einen gewissen Wahrheitsgehalt haben, aber im falschen Zusammenhang angewendet werden.

    Er weiß, dass Jehova alles sieht und sich die Dinge merkt und dann ins Gericht mit den Falschen und Bösen geht. Sicher wünscht er sich, dass Jehova jetzt schon für Gerechtigkeit sorgt, aber er erkennt, dass er scheinbar einen Grund hat, warum er “zögert” und genau das ist es, was er zu gern herausfinden möchte.

    Warum???

    Das ist genau der Punkt, der meiner Ansicht nach einen echten Anbeter Jehovas ausmacht. Er nimmt die Dinge hin, wie sie sind, aber er möchte sie verstehen. Denn er möchte Jehova ganz erkennen, lernen so zu denken und zu fühlen, wie Jehova es tut. Und dazu sind halt auch Fragen nötig.

    Wir wissen es ja auch schon aus der Sesamstrasse “wer nicht fragt, bleibt dumm…”

  19. Thomasam 23. Januar 2009 um 07:37 Link zum Kommentar

    Hiob 25-27

    Woher wusste Hiob, dass die Erde durch Gravitation gehalten wird, und nicht durch irgendwelche sichtbaren Dinge? Hiob 26:7
    Er spannt den Norden aus über dem leeren Raum,
    Hängt die Erde auf an nichts;

    Hiob 27:2-6

    2 „So wahr Gott lebt, der mein Recht weggenommen hat, Und so wahr der Allmächtige [lebt], der meine Seele bitter gemacht hat, 3 Während mein Odem noch ganz in mir ist Und der Geist Gottes in meiner Nase ist, 4 Werden meine Lippen keine Ungerechtigkeit reden Und wird meine eigene Zunge keinen Trug murmeln! 5 Es ist für mich undenkbar, daß ich euch gerechtsprechen sollte! Bis ich verscheide, werde ich meine unversehrte Lauterkeit nicht von mir weichen lassen! 6 An meiner Gerechtigkeit habe ich festgehalten, und ich werde nicht davon ablassen; Mein Herz wird [mich] nicht verhöhnen wegen irgendwelcher meiner Tage.

    Nichts, aber auch nichts, was uns bedrückt wird uns von Gott trennen können. Wir bleiben seinen Geboten treu – egal was Heuchler und Lügner erzählen. Diese werden ihr Ziel nicht erreichen.

  20. Juleam 23. Januar 2009 um 14:41 Link zum Kommentar

    Hiob 25 – 27

    in 26:2 wird Hiob ironisch, wenn er sagt “O wie sehr hast du doch einem Kraftlosen geholfen”!

    in 27:5 und 6 zeigt er, dass sich an seiner Einstellung durch all das Leid nichts geändert hat und sagt quasi “egal, was ihr euch noch einfallen lasst und egal, wieviel Leid mich noch treffen wird, das ändert nichts an meiner Einstellung und meinen Glauben an Jehova”

    (siehe auch das ganz erste Bild in unserer Gallery samt Text)

  21. Thomasam 24. Januar 2009 um 07:37 Link zum Kommentar

    Hiob 28-31

    Hiobs Freunde haben es geschafft, Hiob zu entmutigen. Er glaubt, dass der Schöpfer nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Leider versucht man heute genau das, auch weiterhin den Dienern unseres Schöpfers einzureden. Aber wie Hiob, können wir auf reichhaltige Erfahrungen mit unserem Gott zurückgreifen – und können damit aus ehrlichem Herzen sagen ” nein, ich GLAUBE nicht, dass es Gott gibt, ich WEISS es.”

    Hiob 29:2-5

    „O daß ich wie in den Mondmonaten vor alters wäre, Wie in den Tagen, als Gott mich behütete; 3 Als er seine Lampe über meinem Haupt leuchten ließ, [Als] ich bei seinem Licht [durch] Finsternis zu wandeln pflegte; 4 So wie ich in den Tagen meiner Vollreife war, Als es trauten Umgang mit Gott in meinem Zelt gab, 5 Als der Allmächtige noch bei mir war, [Als] meine Bediensteten rings um mich her waren!

    Hiob 31

    1 Einen Bund habe ich mit meinen Augen geschlossen. Wie also könnte ich mich einer Jungfrau gegenüber aufmerksam zeigen?
    9 Wenn sich mein Herz zu einer Frau hin hat betören lassen Und ich ständig direkt am Eingangsweg meines Gefährten auf der Lauer gelegen habe,
    Denn das wäre Zügellosigkeit,
    Und das wäre ein Vergehen [zur Beachtung] für die Richter.

    Hiob hatte noch Maßstäbe, die er einhielt. Heute beobachte ich leider Mitmenschen, die sich an die Ehefrau ihres Mitmenschen heranmachen, ihnen schöne Augen machen und sich heimlich mit ihnen treffen. “nein – heiraten will ich sie nicht, aber warum nicht ab-und-zu mal treffen?!” Hiobs Worte zu solchen zügellosen Heuchlern ist klar und deutlich.

  22. Juleam 24. Januar 2009 um 14:46 Link zum Kommentar

    Hiob 28 – 31

    nun ist Hiob an einem Punkt angelangt, der mich in den letzten Monaten viel Kraft gekostet hat:

    er fühlt sich von Jehova verlassen. Das kommt besonders in Kapitel 29 immer wieder sehr gut heraus, wenn er sagt “dass ich wie in den Mondmonaten vor alters wäre, wie in den Tagen, als Gott mich behütete” (Vers 2) und “als es trauten Umgang mit Gott in meinem Zelt gab” (Vers 4) und “als der Allmächtige noch bei mir war” (Vers 5).

    Hier kann ich ihm gut nachfühlen, denn ich habe in den vergangenen Monaten auch änliche Sachen gesagt wie “wo ist Jehova? Ich sehe ihn nicht mehr?”, “mein Gott hat mich verlassen” und sogar “Jehova hasst mich”.

    Wie man hier sieht wohl eine normale Reaktion darauf, was zuvor passiert ist. Unter Dauerstress fühlt sich das dann genau so an.

    In den Höhepunkten wird gesagt, dass ja Hiob nicht wusste, warum ihm das alles widerfährt und wir ihm Gegenüber da im Vorteil sind. Aber ehrlich gesagt, ich habe mich nicht im Vorteil gefühlt - im Gegenteil, ich habe ebenso empfunden wie er.

    Wobei ich zugeben muss, dass das Wissen darum, was die Gegenseite damit bezwecken will, in mir sehr starke Wut weckt, die eine starke “jetzt erst recht” Motivation antreibt….

  23. Juleam 24. Januar 2009 um 14:49 Link zum Kommentar

    traurigerweise haben die “Tröster” ihn verunsichert und so lässt er die Vergangenheit und sein gewöhnliches Verhalten noch mal Revue passieren. Vielleicht weil er denkt “vielleicht haben die doch Recht und ICH bin es, der im Unrecht ist”.

    Auch das gehört scheinbar zu der Taktik der Gegenseite, um uns zu entmutigen und um Aufgeben zu motivieren.

    Oft geht es mir ebenso. Einfach weil es nicht in meinen Kopf will, dass ein Mensch wirklich so bösartig sein kann, insbesondere ein Mensch, der vorgibt Jehova zu dienen.

    Aber die Tatik ist echt genial und über die Jahrtausende hinweg sehr erfolgreich: man verunsichert den Gegner. Lässt ihn sogar an sich selbst, seinen eigenen Taten und seinen eigenen Beweggründen zweifeln, mit dem Ziel…

    ja, mit welchem Ziel eigentlich?

    Nichts ist für uns schlimmer als wenn wir denken, wir wären für Jehova nicht mehr annehmbar und hätten seine Liebe verloren.

    Und weil die Gegenseite das weiß, was wir wissen “nichts kann uns von Gottes Liebe trennen – ausser wir selbst”, da sugeriert er uns halt, dass wir ebendies mit unseren schlechten Taten getan hätten….

  24. Thomasam 25. Januar 2009 um 07:38 Link zum Kommentar

    Hiob 32-34

    Hiob 33

    Wenn es für ihn einen Engel gibt, Einen Wortführer, einen aus tausend, Um dem Menschen seine Geradheit mitzuteilen, 24 Dann erweist er ihm Gunst und spricht: ,Erlaß es ihm, in die Grube hinabzufahren! Ich habe ein Lösegeld gefunden! 25 Sein Fleisch werde frischer als in der Jugend; Er kehre zurück zu den Tagen seiner Jugendkraft.‘ 26 Er wird zu Gott flehen, daß er an ihm Gefallen finde, Und er wird sein Angesicht sehen mit Jubelgeschrei. Und ER wird SEINE Gerechtigkeit dem sterblichen Menschen wiedergeben.

    Der Schöpfer hat ein Lösegeld gefunden … und er hat versprochen, dass die die seinen Namen fürchten, wieder gesund und vollkommen werden – zurück zu unser Jugendkraft :-) Was für eine Zeit! Wieder gesund, voller Kraft, voller Tatenkraft und OHNE Schmerzen und OHNE Sorgen, aber mit all den Erfahrungen und der Weisheit … wir sehnen uns danach

  25. Juleam 25. Januar 2009 um 14:59 Link zum Kommentar

    Hiob 32 – 34

    Hiob 33:12,13:

    Siehe! Darin bist du nicht im Recht gewesen, antworte ich dir;
    Denn Gott ist viel mehr als der sterbliche Mensch.

    13 Warum hast du gegen ihn gestritten,
    Weil er all deine Worte nicht beantwortet?

    jetzt mischt sich Elihu ins Geschehen ein, der sich die ganze Zeit aus Höflichkeit und Respekt zurück gehalten hatte. Aber nun kann er nicht mehr, nun muss er reden.

    Aber im Gegensatz zu Hiobs drei leidigen Tröstern spricht er zum einen sehr liebevoll und respektvoll mit Hiob, und zum anderen konzentriert er sich auf das Wesentliche. Anstatt ihn wie die anderen mit allen möglichen Vorwürfen zu überhäufen hatte er zuerst sehr gut zugehört und spricht dann einen Punkt an: “Darin bist du nicht im Recht” und erklärt ihn, indem er Hiob fragt, warum er eigentlich so wütend auf Jehova ist. Ist es, “weil er all deine Worte nicht beantwortet?”

    Elihu klagt Hiob nicht an, sondern zeigt ihm mit seinen Worten, dass er ihn, seine Gefühle und seine Reaktion sehr wohl gut versteht – trotzdem macht er klar, dass Hiob damit im Unrecht ist, denn Jehova MUSS uns nicht antworten.

    In Vers 24 sagt Elihu, dass wir keinen Anspruch darauf haben, dass Jehova mit uns spricht, uns antwortet – sondern dass es eine Gunst ist, der er uns in einigen Fällen erweist. Trotz dieses Fehlers hat Elihu Achtung und Respet vor Hiob, denn er sagt in Vers 32, er möge ihm doch bitte antworten, “denn ich habe Gefallen gefunden an deiner Gerechtigkeit”.

  26. Juleam 25. Januar 2009 um 15:03 Link zum Kommentar

    Eine Aussage hier, die ich sehr gut von mir kenne, da ich diesen Blödsinn auch in meiner Verzweiflung öfters von mir gegeben habe:

    “Denn er hat gesagt: ‘ein kräftiger Mann hat keinen Nutzen davon, dass er an Gott Wohlgefallen findet’”.

    Wie oft habe ich in der Zeit nach dem Fehlurteil gesagt, “was haben wir denn davon, dass wir Jehova dienen und uns an seine Maßstäbe halten? Wir haben doch nur immer wieder die Arschkarte!”

    Elihus Antwort darauf ist ja auch uns nicht unbekannt – trotzdem fühlt es sich in so einer Situation genauso an. Man darf dann wohl besser nicht darüber nachdenken, dass wir vieles nicht erdulden hätten müssen, wenn wir uns auf das Niveau der Schadenstifter herabbegeben hätten. Man darf ja nicht vergessen, dass das alles nur geglückt ist, weil wir immer und überall offen und ehrlich waren und uns nicht nur an die Maßstäbe Jehovas, sondern auch an die Gesetze des Staates gehalten haben.

    Da kann es schon passieren, dass man das Gefühl hat, es lohne nicht, dem wahren Gott zu dienen, wenn man dann alles verliert, was einem wichtig ist. Aber Thom sagt dann immer, dass wir immer noch das allerwichtigste haben: unser gutes Verhältnis zu Gott!

  27. Juleam 25. Januar 2009 um 15:07 Link zum Kommentar

    In den Versen 21 bis 23 dann die tröstliche Zusicherung:

    “Denn Gottes Augen sind auf die Wege der Menschen gerichtet, und alle seine Schritte richtet er. Da ist keine Finsternis und kein tiefer Schatten für die Schadenstifter, dass sie sich dort verbergen. Denn er setzt keine bestimmte Zeit fest für irgendeinen Menschen, im Gericht zu Gott zu gehen”.

    Hier wird ganz klar, worum es geht. Der Unterschied zwischen denen, die Gott dienen und das auch wirklich wollen - und den anderen, insbesondere den Dienern des Widersachers:

    Wer Jehova wirklich liebt und wirklich aufrichtig dienen und ihm wirklich gefallen will, der braucht jede Menge Geduld und Demut. Wenn ich nicht warten will oder kann, kann ich ihm nicht auf Dauer, nicht bis zum Ende treu dienen. Wenn ich alles sofort haben will, muss ich mich zur Gegenseite wenden.

    Wenn ich ein Problem mit Geduld und Demut habe – und Jehova aber wirklich von Herzen her liebe und ihm aufrichtig dienen will – dann muss ich an mir und meinen Eigenschaften arbeiten.

    Und auf dem BZK im letzten Sommer haben wir ja gelernt, dass wir uns dem heiligen Geist unterstellen müssen – dann schaffen wir das auch. Denn Demut und Langmut sind nicht umsonst eine Frucht des Geistes.

    Auch haben wir auf DIESEM Kongress das wunderbare Buch “bewahrt euch in Gottes Liebe” bekommen, was uns sehr gut dabei hilft, unsere Schwächen zu erkennen und an uns zu arbeiten!

  28. Thomasam 26. Januar 2009 um 07:38 Link zum Kommentar

    Hiob 35-37

    Zitat aus der Wachttum vom 1. März 1976

    Jehova, ein Gott, der Wertschätzung zeigt
    JEHOVA GOTT ist der Quell des Lebens. Alle vernunftbegabten Geschöpfe im Himmel und auf der Erde verdanken ihm ihr Dasein. Niemand kann etwas tun, wodurch sich an der erhabenen Stellung, die Jehova Gott gegenüber der ganzen Schöpfung einnimmt, etwas ändern würde. Es verhält sich so, wie der junge Elihu zu dem treuen Hiob sagte: „Wenn du sündigst, was tust du ihm an? und mehren sich deine Übertretungen, was fügst du ihm zu? Wenn du gerecht bist, was gibst du ihm, oder was empfängt er aus deiner Hand? Für einen Mann wie du gilt deine Gesetzlosigkeit etwas, und für ein Menschenkind deine Gerechtigkeit“ (Hiob 35:6-8, Elberfelder Bibel).

    Hiob 35

    14 Wieviel weniger denn, wenn du sagst, du erblickest ihn nicht! Der Rechtsfall ist vor ihm, und so solltest du seiner harren.

    Hiob 36

    5 Siehe! Gott ist mächtig und wird nicht verwerfen; [Er ist] mächtig an Herzenskraft; 6 Er wird keinen Bösen am Leben erhalten, Sondern das Recht der Niedergedrückten wird er gewähren. 7 Er wird seine Augen nicht von dem Gerechten abwenden;. . .

    Wie Herzerwärmend! Endlich Gerechtigkeit – und nicht menschliche Richter, die ihre eigene Weisheit nutzen um ihre Ansicht von Recht umzusetzen. Kein Heuchler, der so tut, als würde er Gott dienen. Endloch Recht und Gerechtigkeit! Leider müssen wir noch etwas gedulden bzw “harren” – aber dann ;-)

  29. Juleam 26. Januar 2009 um 15:12 Link zum Kommentar

    Hiob 35 – 37

    gleich zu Anfang hier ein sehr interessanter Gedanke – in Hiob 35:2 und 3:

    “Du hast gesagt: ‘Meine Gerechtigkeit wiegt mehr als diejenige Gottes.’ Denn du sprichst: ‘von welchem Nutzen ist sie mir? Was nützt es mir mehr, als wenn ich sündigte?’.”

    so habe ich das Ganze noch nie gesehen!

    “Wenn du wirklich sündigst, was vollbringst du gegen ihn? Und wenn deine Auflehnungen tatsächlich zunehmen, was tust du ihm an?” (Vers 6)

    Eine Reaktion, die ich nur zu gut von mir selbst kenne, dass ich aus lauter Enttäuschung und Wut irgendwas tun möchte, was Jehova verletzt. Aber meine tiefe Liebe zu ihm hält mich dann immer wieder davon ab.

    In Vers 12 bis 14 wird uns, und insbesondere mir, ein guter Rat gegeben:

    “Da schreien sie fortwährend, aber er antwortet nicht wegen des Stolzes der Schlechten. Nur auf die Unwahrheit hört Gott nicht, und der Allmächtige selbst blickt nicht darauf. Wieviel weniger denn, wenn du sagst, du erblickest ihn nicht! Der Rechtsfall ist vor ihm, und so solltest du seiner harren.”

    Tja, leichter gesagt als getan. Klar sieht Jehova, was hier passiert und klar wird er die Dinge zu seiner Zeit richtig stellen. Tortzdem ist das unglaublich schwer, wenn man in einer solchen Sitation ruhig bleiben soll.

    Thom sagt, “wenn du nicht warten willst, sondern sofort zu deinem Recht kommen willst – dann dienst du dem falschen Gott. Dann musst du zur Gegenseite überwechseln”

    Bin ich denn irre? DAS will ich auch nicht!!!

    Klar bin ich sauer und enttäuscht, dass unser Gott jetzt noch nicht für uns handelt, aber diesem Typen von der Gegenseite will ich niemals dienen, denn der ist für mich wirklich das allerletzte! Ich liebe Jehova und will IHM dienen, egal, was wir dafür sonst noch alles erdulden und erleiden müssten. Aber trotzdem finde ich das nicht toll, was uns hier als Familie seit mehreren Jahren widerfährt!

    Auch interessant Kapitel 36 Vers 13 – hier wird gezeigt, dass wir “im Herzen” abtrünnig sein können, vielleicht sogar, ohne dass wir uns dessen bewusst sind?

  30. Thomasam 27. Januar 2009 um 07:39 Link zum Kommentar

    Hiob 38-42

    Der Wachtturm 15. November 2005.

    Die Wunder der Schöpfung preisen Jehova
    Jehova befragte Hiob als Nächstes über Regen, Tau, Frost und Eis (Hiob 38:24-30). Gott ist der große Regengeber, und sogar „die Wildnis, in der kein Erdenmensch ist“, genießt seinen Segen. Regen, Eis und Frost haben keinen menschlichen Vater oder Erschaffer.

    Im Nature Bulletin wird erklärt: „Die erstaunlichste und vielleicht wichtigste Eigenschaft des Wassers ist, dass es sich ausdehnt, wenn es gefriert . . . Die Eisdecke, die sich im Winter auf einem Teich bildet und darauf schwimmt, ermöglicht es Wasserpflanzen und -tieren (Fischen usw.), in dem darunter verbliebenen Wasser zu überleben. Würde sich . . . das Wasser zusammenziehen und an Dichte zunehmen, wenn es fest wird, wäre Eis schwerer als Wasser und würde auf den Grund sinken. An der Oberfläche würde sich weiteres Eis bilden, bis der Teich durchgefroren wäre. . . . In den kühleren Gebieten der Erde wären die Flüsse, Teiche, Seen und sogar die Meere ständig zugefroren.“

    Wie froh können wir doch sein, dass die Gewässer nicht durchfrieren! Und wir sind sicher dankbar, dass Regen und Tau als Werke Jehovas die Vegetation der Erde beleben.

    Der weiße See hier hat noch immer eine recht dünne Eisdecke… sieht schön aus, und schützt die Tiere im Gewässer.

    Hiob 42

    12 Was Jehova betrifft, er segnete das Ende Hiobs danach mehr als seinen Anfang, . . .

    Am Ende siegt die Gerechtigkeit, und Hiob erhält den Segen und Schutz unseres Schöpfers wieder. Wie schön wird es sein, wenn auch wir wieder direkt und vollständig von ihm geschützt werden, und den Heuchlern und Lügnern endlich der Mund gestopft wurde.

  31. WT 15.03.2006am 27. Januar 2009 um 22:37 Link zum Kommentar

    Das Wort Jehovas ist lebendig

    Höhepunkte aus dem Buch Hiob

    DER Patriarch Hiob wohnte im Land Uz, einem Gebiet, das heute zu Arabien gehört. Damals lebten viele Israeliten in Ägypten. Hiob war zwar kein Israelit, doch er betete Jehova Gott an. Über Hiob heißt es in der Bibel, dass “es seinesgleichen keinen gibt auf der Erde, einen Mann, untadelig und rechtschaffen, gottesfürchtig und von Schlechtem weichend” (Hiob 1:8). Diese Worte müssen sich auf die Zeit beziehen, die zwischen dem Tod Josephs, des Sohnes Jakobs, und dem Auftreten des Propheten Moses lag – zwei außergewöhnliche Diener Jehovas.

    Moses, den man für den Schreiber des Buches Hiob hält, erfuhr wahrscheinlich von Hiob, als er 40 Jahre in Midian unweit von Uz wohnte. Von Hiobs letzten Jahren könnte Moses gehört haben, als die Israeliten gegen Ende des 40‑jährigen Aufenthalts in der Wildnis in die Nähe von Uz kamen.* Was Hiob erlebte, wurde in so vollendeter Form aufgeschrieben, dass der Bericht als ein literarisches Meisterwerk angesehen wird. Darüber hinaus beantwortet er Fragen wie: Warum müssen gute Menschen leiden? Warum lässt Jehova Böses zu? Können unvollkommene Menschen Gott gegenüber die Lauterkeit bewahren? Als ein Teil des inspirierten Wortes Gottes ist die Botschaft des Buches Hiob lebendig und übt selbst heute Macht aus (Hebräer 4:12).

    * Das Buch Hiob behandelt über 140 Jahre zwischen 1657 und 1473 v. u. Z.

    “DER TAG ENTSCHWINDE, AN DEM ICH GEBOREN”
    (Hiob 1:1 bis 3:26)

    Eines Tages stellt Satan vor Jehova Hiobs Lauterkeit infrage. Jehova geht darauf ein und gestattet Satan, ein Unglück nach dem anderen über Hiob zu bringen. Doch Hiob lehnt es ab, ‘Gott zu fluchen’ (Hiob 2:9).

    Drei Gefährten Hiobs kommen herbei, um “ihm ihr Mitgefühl zu bekunden” (Hiob 2:11). Sie sitzen wortlos bei ihm, bis Hiob das Schweigen bricht und sagt: “Der Tag entschwinde, an dem ich geboren wurde” (Hiob 3:3). Er wäre gern “Kindern gleich, die das Licht nicht gesehen haben” oder die tot geboren wurden (Hiob 3:11, 16).

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:4 – Feierten Hiobs Kinder Geburtstag?
    Nein. Im Hebräischen gibt es für die Wörter “Tag” und “Geburtstag” unterschiedliche Wörter mit jeweils unterschiedlicher Bedeutung (1. Mose 40:20). In Hiob 1:4 kommt das Wort “Tag” vor und bezeichnet den Zeitraum von Sonnenauf‑ bis Sonnenuntergang. Offenbar hielten Hiobs sieben Söhne einmal im Jahr eine siebentägige Familienfeier ab. Reihum gab jeder Sohn “an seinem Tag” in seinem Haus ein Festessen.

    1:6; 2:1 – Wer durfte vor Jehova erscheinen?
    Unter denen, die sich vor Jehova stellten, waren das Wort, das heißt Jehovas einziggezeugter Sohn, die treuen Engel und die ungehorsamen Engelsöhne Gottes, darunter auch Satan, der Teufel (Johannes 1:1, 18). Satan und die Dämonen wurden erst kurz nach der Aufrichtung von Gottes Königreich im Jahr 1914 aus dem Himmel geworfen (Offenbarung 12:1–12). Jehova erlaubte es den ungehorsamen Engeln, vor ihm zu erscheinen, und dadurch wurden Satans Anklage und die daraus folgenden Streitfragen im Beisein aller Geistgeschöpfe vorgetragen.

    1:7; 2:2 – Redete Jehova persönlich mit Satan?
    Die Bibel sagt nicht viel darüber, wie Jehova mit Geistgeschöpfen kommuniziert. Allerdings sah der Prophet Michaja in einer Vision einen Engel direkt mit Jehova sprechen (1. Könige 22:14, 19–23). Demnach sprach Jehova anscheinend ohne Vermittler mit Satan.

    1:21 – Wie konnte Hiob in den ‘Leib seiner Mutter’ zurückkehren?
    Da Jehova den Menschen “aus Staub vom Erdboden” bildete, wurde der Begriff “Mutter” hier bildhaft auf die Erde angewandt (1. Mose 2:7).

    2:9 – In welcher Verfassung könnte Hiobs Frau gewesen sein, als sie zu ihm sagte, er solle Gott fluchen und sterben?
    Hiobs Frau hatte dieselben Verluste erlitten wie ihr Mann. Es muss sie geschmerzt haben, zu sehen, wie sehr eine widerliche Krankheit ihren zuvor tatkräftigen Mann mitgenommen hatte. Sie hatte ihre geliebten Kinder verloren. Vielleicht war sie durch all das so verstört, dass sie das wirklich Wichtige aus den Augen verloren hatte – das Verhältnis zu Gott.

    Lehren für uns:

    1:8–11; 2:3–5. Wie Hiobs Beispiel erkennen lässt, erfordert Lauterkeit nicht nur, das Richtige zu sagen und zu tun, sondern auch, Jehova aus dem richtigen Beweggrund zu dienen.

    1:21, 22. Wir können Satan zum Lügner stempeln, wenn wir sowohl unter günstigen als auch unter widrigen Umständen Jehova gegenüber loyal bleiben (Sprüche 27:11).

    2:9, 10. Wir sollten wie Hiob selbst dann am Glauben festhalten, wenn Angehörige unsere geistigen Bestrebungen gering schätzen oder uns dazu drängen möchten, in Bezug auf den Glauben Zugeständnisse zu machen oder ihn aufzugeben.

    2:13. Hiobs Gefährten waren nicht geistig gesinnt und wussten daher nichts Ermutigendes über Gott und seine Verheißungen zu sagen.

    ‘ICH WERDE MEINE UNVERSEHRTE LAUTERKEIT NICHT VON MIR WEICHEN LASSEN!’
    (Hiob 4:1 bis 31:40)

    Grundsätzlich sprechen Hiobs Gefährten in ihren Reden davon, dass Hiob irgendetwas Böses getan haben muss, sonst hätte Gott ihn nicht so hart bestraft. Als Erster redet Eliphas. Bildad spricht nach Eliphas und äußert sich sarkastischer als dieser. Zophars Sprache ist sogar noch beißender.

    Hiob lässt die falsche Argumentation seiner Besucher nicht gelten. Er kann nicht verstehen, warum Gott zulässt, dass er leidet, und ist übermäßig darauf bedacht, sich zu rechtfertigen. Dennoch liebt Hiob Gott und ruft aus: “Bis ich verscheide, werde ich meine unversehrte Lauterkeit nicht von mir weichen lassen!” (Hiob 27:5).

    Antworten auf biblische Fragen:

    7:1; 14:14 – Was ist mit der “Fronarbeit” gemeint?
    Hiob litt derart, dass er das Leben als anstrengende, harte Fronarbeit ansah (Hiob 10:17, Fußnote). Auch die Zeit im Scheol – vom Zeitpunkt des Todes bis zur Auferstehung – verglich Hiob mit Fronarbeit, da es sich um einen Zwangsaufenthalt handelt.

    7:9, 10; 10:21; 16:22 – Deuten diese Textstellen an, Hiob habe nicht an die Auferstehung geglaubt?
    Nein, hier spricht Hiob von seiner unmittelbaren Zukunft. Was wollte er dann damit sägen? Womöglich, dass ihn keiner seiner Zeitgenossen mehr sehen würde, falls er sterben müsste. Von ihrer Warte aus würde er weder zu seinem Haus zurückkommen noch vor der von Gott bestimmten Zeit wieder Anerkennung finden. Hiob könnte auch gemeint haben, dass niemand aus eigener Kraft aus dem Scheol zurückkehren kann. Aus Hiob 14:13–15 geht eindeutig hervor, dass Hiob auf eine künftige Auferstehung hoffte.

    10:10 – Inwiefern ging Jehova daran, Hiob ‘wie Milch auszugießen und wie Käse gerinnen zu lassen’?
    Diese Worte beschreiben poetisch, wie Hiob im Mutterleib gebildet wurde.

    19:20 – Was meinte Hiob mit der Äußerung: “Ich entrinne mit der Haut meiner Zähne”?
    Hiob sprach davon, mit der Haut von etwas zu entrinnen, was scheinbar keine Haut hat. Damit könnte er gemeint haben, dass er nur knapp davongekommen ist.

    Lehren für uns:

    4:7, 8; 8:5, 6; 11:13–15. Wenn jemand leidet, dürfen wir nicht gleich schlussfolgern, er ernte, was er gesät hat, und habe nicht Gottes Wohlgefallen.

    4:18, 19; 22:2, 3. Rat sollte sich nicht auf persönliche Ansichten stützen, sondern auf Gottes Wort (2. Timotheus 3:16).

    10:1. Hiob war durch Verbitterung verblendet, weshalb er nicht nachdachte, ob sein Leid andere Gründe haben könnte. Wir dürfen uns durch Leid nicht verbittern lassen, vor allem, da wir deutlich verstehen, um welche Streitfragen es eigentlich geht.

    14:7,13–15; 19:25; 33:24. Die Auferstehungshoffnung kann uns in jeder Prüfung stärken, die Satan über uns bringt.

    16:5; 19:2. Was wir sagen, sollte andere nicht reizen, sondern sie erbauen und stärken (Sprüche 18:21).

    22:5–7. Rat, der auf unbegründeten Anschuldigungen beruht, ist wertlos und schädlich.

    27:2; 30:20, 21. Die Lauterkeit zu bewahren setzt keine Vollkommenheit voraus. Hiob handelte nämlich verkehrt, als er sich kritisch über Gott äußerte.

    27:5. Hiob hätte sich nur selbst um seine Lauterkeit bringen können. Lauterkeit hängt nämlich von der Liebe zu Gott ab. Wir sollten daher daran arbeiten, eine starke Liebe zu Gott zu haben.

    28:1–28. Der Mensch weiß, wo die Schätze der Erde zu finden sind. Auf der Suche danach führt Einfallsreichtum ihn auf unterirdische Wege, die kein scharfsichtiger Raubvogel sehen kann. Göttliche Weisheit beruht allerdings darauf, Jehova zu fürchten.

    29:12–15. Wir sollten Bedürftigen bereitwillig liebende Güte erweisen.

    31:1, 9–28. Hiob flirtete nicht, beging nicht Ehebruch, behandelte andere nicht ungerecht oder gefühllos, war nicht materialistisch und kein Götzendiener und ist dadurch ein Vorbild für uns.

    “ICH BEREUE WIRKLICH IN STAUB UND ASCHE”
    (Hiob 32:1 bis 42:17)

    Der junge Elihu hat der Debatte geduldig zugehört. Jetzt ergreift er das Wort. Er weist Hiob und seine drei Peiniger zurecht.

    Sobald Elihu ausgeredet hat, antwortet Jehova Hiob aus dem Windsturm. Er erklärt nicht, warum Hiob leidet. Doch durch eine Reihe von Fragen macht der Allmächtige dem Hiob seine ehrfurchtgebietende Kraft und große Weisheit bewusst. Hiob erkennt an, dass er ohne Verständnis gesprochen hat, und sagt: ‘Ich widerrufe und bereue wirklich in Staub und Asche’ (Hiob 42:6). Hiobs Prüfung endet und seine Lauterkeit wird belohnt.

    Antworten auf biblische Fragen:

    32:1–3 – Wann kam Elihu?
    Da Elihu alle Reden hörte, muss er in Hörweite gesessen haben, bevor Hiob das siebentägige Schweigen beendete und zu seinen drei Gefährten sprach (Hiob 3:1, 2).

    34:7 – In welcher Hinsicht trank Hiob “Verspottung wie Wasser”?
    Die drei Besucher Hiobs redeten zwar eigentlich gegen Gott, doch in seiner Verzweiflung neigte Hiob dazu, allen Spott auf sich zu beziehen (Hiob 42:7). Dadurch saugte Hiob das Gespött wie jemand in sich auf, der genüsslich Wasser trinkt.

    Lehren für uns:

    32:8, 9. Weisheit kommt nicht allein mit dem Alter. Dazu muss man Gottes Wort verstehen und sich von Gottes Geist leiten lassen.

    34:36. Ob unsere Lauterkeit echt ist, zeigt sich, wenn wir auf irgendeine Weise “bis zum Äußersten geprüft werden”.

    35:2. Bevor Elihu redete, hörte er genau zu und überlegte, worum es wirklich ging (Hiob 10:7; 16:7; 34:5). Älteste müssen aufmerksam zuhören, sich gut informieren und genau verstehen, worum es geht, bevor sie jemand etwas raten (Sprüche 18:13).

    37:14; 38:1 bis 39:30. Über Jehovas wunderbare Werke, die ein Ausdruck seiner Kraft und Weisheit sind, nachzudenken macht uns demütig und lässt uns erkennen, dass die Rechtfertigung seiner Souveränität wichtiger ist als irgendwelche persönliche Interessen (Matthäus 6:9, 10).

    40:1–4. Wir sollten ‘die Hand auf den Mund legen’, wenn wir geneigt sind gegen Gott zu murren.

    40:15 bis 41:34. Wie viel Kraft doch der Behemoth (das Nilpferd) und der Leviathan (das Krokodil) besitzen! Auch wir sind darauf angewiesen, dass der Schöpfer dieser starken Tiere uns Kraft verleiht, damit wir den Dienst für ihn fortsetzen können (Philipper 4:13).

    42:1–6. Jehovas Wort zu hören und an die Beweise für Gottes Macht erinnert zu werden ließ Hiob “Gott erblicken” oder die Wahrheit über ihn erkennen (Hiob 19:26). Es berichtigte sein Denken. Wir sollten gern bereit sein, unsere Fehler einzugestehen und uns zu ändern, wenn man uns anhand der Bibel zurechtbringt.

    Ahme das “Ausharren Hiobs” nach

    Wie aus dem Buch Hiob klar hervorgeht, ist nicht Gott für das menschliche Leid verantwortlich. Dafür ist Satan verantwortlich. Da Gott das Böse auf der Erde zulässt, hat jeder die Gelegenheit, erkennen zu lassen, wo er in den Streitfragen um die Souveränität Jehovas und um die Lauterkeit steht.

    Alle, die Jehova lieben, werden wie Hiob geprüft. Der Bericht über ihn erfüllt uns mit der Zuversicht, dass wir ausharren können, und erinnert uns daran, dass Schwierigkeiten nicht für immer andauern werden. In Jakobus 5:11 heißt es: ‘ Ihr habt vom Ausharren Hiobs gehört und habt gesehen, welchen Ausgang Jehova gab.” Jehova belohnte Hiob für seine Lauterkeit (Hiob 42:10‑17). Welch eine großartige Aussicht wir doch haben – ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde! Halten wir daher wie Hiob entschlossen an unserer Lauterkeit fest (Hebräer 11:6).

  32. Juleam 16. Januar 2010 um 13:08 Link zum Kommentar

    Hiob Nachtrag von 2005

    Hiob 1 – 4

    Hiob 1:13-19

    Nun kam der Tag herbei, an dem seine Söhne und seine Töchter im Haus ihres Bruders, des erstgeborenen, aßen und Wein tranken. 14 Und da kam ein Bote zu Hiob, und er sagte dann: “Die Rinder waren gerade beim Pflügen, und die Eselinnen weideten an ihrer Seite, 15 als die Sabaer einfielen und sie wegnahmen, und sie schlugen die Bediensteten mit der Schärfe des Schwertes nieder; und ich konnte entrinnen, nur ich allein, um es dir mitzuteilen.”

    16 Während dieser noch redete, kam jener und sprach dann: “Ja Feuer Gottes fiel von den Himmeln und loderte dann unter den Schafen und den Bediensteten und verzehrte sie; und ich konnte entrinnen, nur ich allein, um es dir mitzuteilen.”

    17 Während jener noch redete, kam ein anderer und sagte dann: “Die Chaldaer bildeten drei Haufen und fielen über die Kamele her und nahmen sie weg, und sie schlugen die Bediensteten mit der Schärfe des Schwertes nieder; und ich konnte entrinnen, nur ich allein, um es dir mitzuteilen.”

    18 Während dieser andere noch redete, kam ein weiterer und sprach dann: “Deine Söhne und deine Töchter aßen und tranken Wein im Haus ihres Bruders, des erstgeborenen. 19 Und siehe, ein gewaltiger Wind kam aus der Gegend der Wildnis, und er stieß dann an die vier Ecken des Hauses, so daß es auf die jungen Leute fiel und sie starben. Und ich konnte entrinnen, nur ich allein, um es dir mitzuteilen.”

    auch uns geht es manchmal so, dass wir kaum, dass wir uns aufgerappelt haben, den nächsten Schlag bekommen. Aber wer trägt die Schuld daran? (Hiob 1:11)

    Hiob 2:3

    Und Jehova sprach weiter zu Satan: “Hast du dein Herz auf meinen Knecht Hiob gerichtet, daß es seinesgleichen keinen gibt auf der Erde, einen Mann, untadelig und rechtschaffen, gottesfürchtig und von Schlechtem weichend? Auch hält er noch an seiner unversehrten Lauterkeit fest, obwohl du mich gegen ihn reizt, ihn ohne Ursache zu verschlingen.”

    Jehova ist stolz auf uns, wenn wir in Prüfungen loyal bleiben – und vertraut uns

    Hiob 2:5

    Strecke zur Abwechslung doch deine Hand aus, und rühre an sein Gebein und sein Fleisch, [und sieh,] ob er dir nicht direkt ins Angesicht fluchen wird.”

    Satan spricht hier absolut dreist und unverschämt – und das zu Jehova, der ja auch sein Schöpfer ist

    Hiob 2:9

    Schließlich sprach seine Frau zu ihm: “Hältst du noch an deiner unversehrten Lauterkeit fest? Fluche Gott und stirb!”

    manchmal benutzt Satan Menschen, die wir lieben, um uns zu entmutigen – auch enge Freunde (Vers 11)

    Hiob 2:13

    Und sie blieben sieben Tage und sieben Nächte bei ihm auf der Erde sitzen, und keiner redete ein Wort zu ihm, denn sie sahen, daß der Schmerz sehr groß war.

    manchmal kann schon die reine Anwesenheit von Freunden uns Trost geben – wir müssen nicht immer viele Worte verlieren

    Hiob 3:13

    Denn nun hätte ich dagelegen, daß ich ungestört wäre;
    Dann hätte ich geschlafen; ich hätte Ruhe

    es ist verständlich, wenn wir unter schweren Umständen mal die Lust aufs Leben verlieren – dies hat dann nichts damit zu tun, dass wir Versager wären oder nicht mehr die Gunst Jehovas hätten

    Hiob 3:17

    Dort lassen die Bösen selbst ab von Erregung,
    Und dort haben die an Kraft Erschöpften Ruhe.

    dies ist trotzdem KEINE Aufforderung zum Suizid!

    Kapitel 3 zeigt die Wahrheit von Sprüche 24:10 und Prediger 7:7 – daher ist es so wichtig einander zu ermuntern

    Hiob 4:4-5

    Irgendeinen Strauchelnden richteten deine Worte jeweils auf;
    Und wankende Knie hast du stets gefestigt.

    5 Diesmal aber kommt es an dich, und du wirst es müde;
    Es berührt auch dich, und du gerätst in Bestürzung.

    es war schon damals so, dass es wohl leichter ist, anderen zu helfen, zu raten und zu ermuntern – als sich selbst. Die Hoffnung und derTrost aus den Schriften ist auch für mich!

  33. Juleam 17. Januar 2010 um 13:20 Link zum Kommentar

    Hiob 5 – 7

    Kapitel 7 gibt genau wieder wie ich mich oftmals fühle: todmüde und voller Unrast, so dass ich nicht zur Ruhe komme. Ich sollte nicht vor diesen Gefühlen weglaufen

    Hiob 7:11

    Auch ich, ich werde meinen Mund nicht zurückhalten.
    Ich will reden in der Bedrängnis meines Geistes;
    Ich will mich mit der Bitterkeit meiner Seele befassen!

  34. Juleam 18. Januar 2010 um 13:28 Link zum Kommentar

    Hiob 8 – 10

    Hiob 8:21

    Bis er deinen Mund mit Lachen füllt
    Und deine Lippen mit Jubelschall.

    (2005 zu einem Zeitpunkt, wo es mir sehr schlecht ging)
    nur noch eine kleine Weile. Wenn ich auf Jehova vertraue und mich aufrichtig um sein Wohlwollen bemühe – werde ich auch wieder von Herzen lachen (was dann auch eintraf)

  35. Juleam 19. Januar 2010 um 13:35 Link zum Kommentar

    Hiob 11 – 13

    Hiob 11:12-15

    Selbst ein hohlköpfiger Mann wird gute Beweggründe bekommen,
    Sobald ein Eselszebra als Mensch geboren wird.

    13 Wenn du selbst dein Herz wirklich bereitmachen
    Und deine Handflächen tatsächlich zu ihm ausbreiten wirst,
    14 Wenn Schädliches in deiner Hand ist, tu es weit weg,
    Und laß nicht Ungerechtigkeit in deinen Zelten wohnen.

    15 Denn dann wirst du dein Angesicht ohne Makel erheben,
    Und du wirst bestimmt gefestigt werden, und du wirst dich nicht fürchten.

    auf meine Beweggründe achten, mein Herz wirklich bereitmachen und aufrichtig zu Jehova beten

    Hiob 12:7

    Frag doch bitte die Haustiere, und sie werden dich unterweisen,
    Auch die geflügelten Geschöpfe der Himmel, und sie werden es dir mitteilen.

    an Rocky (meinem Hund) kann ich sehen, was Lebensfreude bedeutet

    (Leider ist er nun schon fast drei Jahre tot, aber er war mir immer ein Vorbild an Lebensfreude. Selbst, wenn es mir ganz schlecht ging und ich kaum aus meiner Depression herauskam – ihm ist es immer gelungen. Schon allein ihm zuzusehen, wenn man stundenlang mit ihm im Wald unterwegs war – da schlich sich immer wieder ein Lächeln in mein Herz)

  36. Juleam 22. Januar 2010 um 13:49 Link zum Kommentar

    Hiob 21 -24

    Hiob 22:17

    Die zu dem [wahren] Gott sprechen: ‘Wende dich weg von uns!
    Und was kann der Allmächtige gegen uns ausrichten?’?

    Verdrehung von Tatsachen. Das, was sie selbst tun, unterstellen sie Hiob!

    Hiob 23:5

    Ich würde die Worte kennen, mit denen er mir antwortet,
    Und ich würde beachten, was er zu mir sagt.

    er kennt Jehova gut und wie ER denkt

  37. Juleam 23. Januar 2010 um 14:02 Link zum Kommentar

    Hiob 25 – 27

    Hiob 26:2

    “O wie sehr hast du doch einem Kraftlosen geholfen!
    O [wie] hast du einen Arm gerettet, der ohne Stärke ist!

    pure Ironie

    Hiob 27:5-6

    Es ist für mich undenkbar, daß ich euch gerechtsprechen sollte!
    Bis ich verscheide, werde ich meine unversehrte Lauterkeit nicht von mir weichen lassen!

    6 An meiner Gerechtigkeit habe ich festgehalten, und ich werde nicht davon ablassen;
    Mein Herz wird [mich] nicht verhöhnen wegen irgendwelcher meiner Tage.

    “egal, was ihr ech sonst noch so alles einfallen lasst!”

  38. Juleam 24. Januar 2010 um 14:06 Link zum Kommentar

    Hiob 28 – 31

    Hiob 30:5

    Aus der Gemeinschaft wurden sie jeweils vertrieben;
    Man schrie ihnen stets nach wie einem Dieb.

    und solche Personen erheben sich jetzt gegen ihn – unfassbar!

  39. Juleam 25. Januar 2010 um 19:04 Link zum Kommentar

    Hiob 34:36

    Mein Vater, laß Hiob bis zum äußersten geprüft werden
    Wegen seiner Entgegnungen unter schadenstiftenden Männern.

    kann das sein, dass Jehova es deshalb bei uns bis zur absoluten Schmerzgrenze zugelassen hat – weil wir uns vor den Schadenstiftern gerechtfertigt haben?

    Querverweise:

    (Jakobus 5:11) Seht! Wir preisen die glücklich, die ausgeharrt haben. Ihr habt vom Ausharren Hiobs gehört und habt gesehen, welchen Ausgang Jehova gab, daß Jehova voll inniger Zuneigung und barmherzig ist.

    (1. Petrus 1:7) damit die geprüfte Echtheit eures Glaubens, viel wertvoller als Gold, das vergeht, obwohl es durch Feuer erprobt wird, bei der Offenbarung Jesu Christi als eine Ursache zum Lobpreis und zur Herrlichkeit und Ehre erfunden werde.

  40. Thomasam 25. Januar 2010 um 19:27 Link zum Kommentar

    w94 15. 11. S. 17 Abs. 10 Hiobs Belohnung — eine Quelle der Hoffnung

    10 Elihu wies Hiob zurecht wegen dessen Aussage, es habe keinen Nutzen, dadurch an Gott Wohlgefallen zu finden, daß man die Lauterkeit bewahrt. Er sagte: „Fern sei es von dem wahren Gott, böse zu handeln, und vom Allmächtigen, unrecht zu handeln! Denn gemäß der Handlungsweise des Erdenmenschen wird er ihn belohnen.“ Hiob ging zwar übereilt daran, seine eigene Gerechtigkeit zu betonen, aber er tat es ohne ausreichende Erkenntnis und Einsicht. Elihu sagte außerdem: „Laß Hiob bis zum äußersten geprüft werden wegen seiner Entgegnungen unter schadenstiftenden Männern“ (Hiob 34:10, 11, 35, 36). In ähnlicher Weise können wir unseren Glauben und unsere Lauterkeit nur dann völlig unter Beweis stellen, wenn wir in irgendeiner Hinsicht „bis zum äußersten geprüft werden“. Unser liebevoller himmlischer Vater wird allerdings nicht zulassen, daß wir über unser Vermögen versucht werden (1. Korinther 10:13).

    w06 15. 3. S. 16 Höhepunkte aus dem Buch Hiob
    34:36. Ob unsere Lauterkeit echt ist, zeigt sich, wenn wir auf irgendeine Weise „bis zum Äußersten geprüft werden“.

    Elihi irrt meiner Meinung nach hier, wenn er sagt:

    Oh, Hiob sollte bis zum Äußersten geprüft werden, weil er Antworten gibt wie freche Sünder. 34,37 Denn zu seiner Sünde fügt er noch Frevel hinzu. Er treibt Spott unter uns und macht viele Worte wider Gott.

    ich denke, hier soll ausgesagt werden, dass nur durch die Prüfung er eine Antwort geben konnte – so wie jeder bei uns sehen kann, dass WIR Jehova dienen ohne das uns jemand zwingt, drängt oder Gruppenzwang uns einengt. Wir tun es einfach aus Liebe und Gehorsam IHM gegenüber.

  41. [...] Bibelleseprogramm wieder “neugestartet” haben, sind wir in 2.Mose angekommen. Aber rückblickend auf Hiob, das wir gerade beendet haben, stellen sich für mich viele [...]

  42. Juleam 29. Januar 2010 um 19:00 Link zum Kommentar

    ABER wir lesen, das der Allmächtige diese Leute verurteilte, und diese nur dann zum Allmächtigen ein Verhältnis aufbauen konnten, wenn Hiob für sie bei Gott eintreten würde. Ob der Allmächtige sich auch in diesem Punkt nicht geändert hat? Wenn er sich nicht geändert hat, dann haben wohl viele heute ein großes Problem ….

    Tja, ich hatte eigentlich über diesen Punkt rübergelesen, aber du hast es mir ja schon vor ein paar Tagen gesagt. Hm, ist schon ziemlich krass, denn es zeigt, dass Jehova wirklich völlig gerecht ist und dass diejenigen, die anderen geschadet oder sie sonstwie zum Straucheln gebracht haben, einen schweren “Gang nach Kanossa” vor sich haben.

    Wir hatten ja in den Propheten mehrfach einen ähnlichen Punkt: dass diejenigen, die anderen geschadet haben und bereuen – ihre Reue auch beweisen müssen, indem sie den durch sie entstandenen Schaden wieder gut machen müssen.

    Aber dann noch zu demjenigen zu gehen, dem vielleicht jahrelang der ganze Hass galt und sich nicht nur bei ihm zu entschuldigen, sondern ihn gar zu bitten, für uns Fürbitte bei Jehova einzulegen – weil wir sonst nie wieder in Gottes Liebe gelangen können – das ist schon hart.

    Das Ganze zugeben zu müssen und den Schaden wieder gut zu machen ist ja die eine Sache, da kommt die Scham garnicht so ganz so schlimm hoch – aber demjenigen dann noch in die Augen sehen zu müssen und ihn zu bitten, für uns …

    Hm…

  43. Thomasam 29. Januar 2010 um 19:17 Link zum Kommentar

    Hiob
    Auf einer anderen Website heißt es dazu:


    Seine Frau fragt ihn, ob er denn noch richtig ticke. Eine Hiobsbotschaft nach der anderen holt ihn ein. Seine riesigen Rinder- und Kamelherden werden geplündert oder verbrennen im Feuer, Feinde metzeln die Knechte nieder, seine sieben Söhne und drei Töchter kommen ums Leben, als ein Haus einstürzt. Er selber ist mit schrecklichen Geschwüren am ganzen Körper geschlagen. So schwer, dass er die Gemeinschaft verlassen muss und außerhalb des Dorfes auf einem Asche- und Abfallhaufen sitzt. Aber noch beklagt er sich bei seinem Gott mit keinem einzigen Wort und hält an seinem Glauben unbeirrt fest. Verständlich, dass sein Weib an seinem Verstand zweifelt unbd ihn böse angiftet: “Sag Gott ab und stirb!”

    Hiob ist ein unbescholtener und gottesfürchtiger Mann. Er lebt einige Jahrhunderte vor Christus mit sehr viel Gesinde irgendwo im Osten Palästinas. Und er ist reicher als alle anderen in der Gegend. Er weiß nicht, dass er als Spielball einer Wette zwischen Gott und dem Satan herhalten muss. Eine riskante Wette: Sollte Hiob versagen, hätte sich auch Gott selbst aufs Spiel gesetzt. Und Satan ist ganz sicher, dass Hiob sich von Gott abwenden wird, wenn er ihm nur übel genug mitspielt. Aber auch Gott vertraut auf Hiobs unerschütterliche Frömmigkeit. Der Teufel hat grünes Licht für alle Heimsuchungen, nur Hiobs Leben muss er schonen.

    Leben? Was heißt hier Leben? Da wird ein Mensch körperlich und seelisch gequält, dass es seinen Freunden die Sprache verschlägt, er selbst den Tag verflucht, an dem er geboren wurde, und sein Leben verwünscht. Wäre er doch bei seiner Geburt gestorben, dann hätte er jetzt Ruhe und müsste nicht so sinnlos leiden. Nach wie vor ist er sich seiner tadellosen Lebensführung bewusst. Immer rätselhafter erscheint ihm der Gott, der ihm solche Schmerzen zufügt und sich weigert, ihm zu sagen, warum: Warum schenkt Gott Menschen überhaupt das Leben, wenn er es ihnen später doch nur verleidet?

    Jeder Ehrlose darf Hiob verspotten: “Jetzt verlachen mich die, deren Väter ich nicht wert geachtet hätte, sie zu meinen Hunden bei der Herde zu stellen”, klagt er. Und leidet selbst wie ein Hund unter der Hand Gottes. Doch was ist das für ein Gott, der solche Leiden auferlegt? Hiob erfährt ihn als Unterdrücker, Zerstörer, Gewalttäter, als unverständlich Grausamen, der kein Recht hat, die Treue eines Menschen zu fordern.
    Der zwar verzweifelt klagende, aber standhafte Hiob erhält am Ende Wohlstand und Gesundheit zurück. Er hat mehr Kamele und Rinder, mehr Esel und Schafe als zuvor. Alles wird doppelt ersetzt. Die Verwandten wenden sich ihm wieder zu, es werden ihm so viele Kinder geboren, wie er früher hatte. Und keiner im Land hat schönere Töchter. Vor Hiob liegt noch ein langes Leben, das viel Segen erfährt.

    Ende gut, alles gut? Für viele ist die Hiobsgeschichte eine Parabel von dem Gott, der Menschen eine Chance gibt, sich in Prüfungen zu bewähren. Ihr Ausgang kann nicht übertünchen, dass das Gottesbild des Buches Hiob ein Rückschritt hinter den Gott der Propheten Israels ist, zu dessen besonderen Merkmalen Recht und Gerechtigkeit gehörten und der eher aus dem Leid befreite, als dass er es verschuldete. “Dieser Gott zwingt zur Gottlosigkeit”, schreibt der Theologe Jörg Zink, “und wenn Hiob ihr nicht verfällt, so liegt es daran, dass er eine dichterische Figur, ein gedichtetes Urbild übermenschlichen Stehvermögens ist.”

    Hans-Albrecht Pflästerer

  44. Juleam 30. Januar 2010 um 02:30 Link zum Kommentar

    “Fürchte Gott – und weiche vom Schlechten”

    ein Drama, das wir immer wieder gern hören. Lustig, dass es Thom ebenso wie mir geht:

    beim Lesen des Bibelbuches Hiob haben wir immer die Stimmen aus dem Drama im Ohr, z.B.: wie Hiob immer so genervt stöhnt, als seine lieben Freunde ihn “trösten” ;-)

    schade, dass es dies noch nicht auf der offiziellen Seite der Gesellschaft zj.org gibt, so dass es leider nur diejenigen hören können, die noch eine veraltete Kasette davon im Keller haben.

    Wir gehören zu den Glücklichen *freu*

    Gut, dass mein Mann damals (noch zu DDR-Zeiten) von seinem eigenen Geld NEUE Casetten für die Versammlung gekauft hat und so nicht die ganzen alten Dramen und Vorträge überspielen musste, damit die Versammlung kosten sparen konnte. Wir profitieren immer wieder von diesen “alten Schätzchen”

  45. Juleam 1. Januar 2011 um 22:15 Link zum Kommentar

    Durch deine Treue erfreust du das Herz Jehovas

    „Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich dem, der mich höhnt, eine Antwort geben kann“ (SPR. 27:11).

    JEHOVA ließ zu, dass Satan die Treue seines Dieners Hiob auf die Probe stellte. Hiob verlor deshalb seinen Viehbestand, seine Kinder und wurde schließlich schwer krank. Aber dem Teufel ging es dabei nicht allein um Hiob. Er behauptete: „Haut um Haut, und alles, was ein Mensch hat, wird er für seine Seele geben.“ Damit wurde die aufgeworfene Streitfrage auf andere ausgeweitet und sie blieb auch nach Hiobs Tod weiter bestehen (Hiob 2:4).

    2 Rund 600 Jahre nach den Erlebnissen Hiobs schrieb Salomo die inspirierten Worte auf: „Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich dem, der mich höhnt, eine Antwort geben kann“ (Spr. 27:11). Damals wurde Jehova vom Teufel also nach wie vor herausgefordert. Und der Apostel Johannes sah in einer prophetischen Vision, wie Satan Gottes Diener anklagte, noch nachdem Gottes Königreich 1914 aufgerichtet und Satan kurz darauf aus dem Himmel geworfen worden war. Demnach zieht der Teufel auch heute, wo die Zeit des Endes für sein böses System fast abgelaufen ist, die Ergebenheit der Diener Gottes immer noch in Zweifel (Offb. 12:10).

    3 Deshalb wollen wir drei Lehren aus dem Bibelbuch Hiob etwas genauer unter die Lupe nehmen:

    1. Aus den Prüfungen Hiobs wird deutlich, wer der eigentliche Feind der Menschheit ist und wer hinter der Verfolgung von Gottes Dienern steckt — Satan, der Teufel.
    2. Ganz egal, was wir alles durchmachen müssen, können wir es schaffen, Jehova vollständig ergeben zu bleiben, wenn wir eine enge Freundschaft zu ihm haben.
    3. Wenn wir auf irgendeine Weise auf die Probe gestellt werden, unterstützt uns Jehova, genauso wie er Hiob unterstützte. Heute tut er das durch sein Wort, seine Organisation und seinen heiligen Geist.

    Immer daran denken, wer der eigentliche Feind ist

    4 Viele glauben gar nicht, dass es einen Teufel gibt. Somit können sie nicht erkennen, dass letztlich er an den auch für sie so beängstigenden Weltverhältnissen schuld ist. Natürlich trägt auch der Mensch selbst einen großen Teil der Verantwortung für all die Missstände. Unsere Ureltern, Adam und Eva, wollten von ihrem Schöpfer unabhängig sein. Und ihre Nachkommen haben in einer Generation nach der anderen viel Unheil angerichtet. Derjenige jedoch, der Eva überhaupt erst dazu verführte, sich gegen Gott aufzulehnen, war der Teufel. Er beherrscht ein Weltsystem, das er unter der unvollkommenen, dem Tod unterworfenen Menschheit ins Dasein gerufen hat. Weil er „der Gott dieses Systems der Dinge“ ist, ist die menschliche Gesellschaft von denselben Grundzügen geprägt, die auch er aufweist: Stolz, Streitsucht, Eifersucht, Habsucht, Täuschung und Rebellion (2. Kor. 4:4; 1. Tim. 2:14; 3:6; lies Jakobus 3:14, 15). Das hat zu Hass, Korruption, politisch und religiös motivierten Auseinandersetzungen und zu allen möglichen Unruhen geführt, sehr zum Elend der Menschen!

    5 Wie dankbar können wir als Diener Jehovas dafür sein, dass wir verstehen dürfen, wer wirklich hinter den immer schlimmer werdenden Weltverhältnissen steckt! Bestimmt motiviert uns das enorm, uns an der Verkündigung der guten Botschaft zu beteiligen, um den Menschen die Augen dafür zu öffnen, wer der eigentliche Unruhestifter ist. Und sind wir nicht glücklich, dass wir für den wahren Gott, Jehova, eintreten und anderen erklären dürfen, wie er Satan beseitigen und den Missständen ein Ende machen wird?

    6 Nicht nur für das Leid in der Welt ist der Teufel hauptverantwortlich, sondern auch für die Verfolgung, die Gottes Diener erdulden. Er will uns unbedingt auf die Probe stellen. Jesus Christus sagte zum Apostel Petrus: „Simon, Simon, siehe, der Satan hat danach verlangt, euch wie Weizen zu sichten“ (Luk. 22:31). Genauso wird jeder von uns, der Jesu Fußstapfen folgen möchte, auf die eine oder andere Weise Prüfungen durchmachen müssen. Wie Petrus erklärte, ist der Teufel „wie ein brüllender Löwe und sucht jemand zu verschlingen“. Und Paulus sagte: „Tatsächlich werden alle, die in Gemeinschaft mit Christus Jesus in Gottergebenheit leben wollen, auch verfolgt werden“ (1. Pet. 5:8; 2. Tim. 3:12).

    7 Angenommen, ein Glaubensbruder wird von einem Unglück getroffen. Woran zeigt sich dann, dass wir uns bewusst bleiben, wer unser eigentlicher Feind ist? Daran, dass wir keinen Bogen um unseren Bruder machen, sondern uns wie Elihu verhalten, der sich Hiob als echter Freund erwies. Wir stehen unserem Bruder zur Seite im Kampf gegen unseren gemeinsamen Feind, den Teufel (Spr. 3:27; 1. Thes. 5:25). Wir wollen ihm helfen, um jeden Preis treu zu bleiben und so Jehovas Herz zu erfreuen.

    8 Das Erste, was der Teufel Hiob wegnahm, war sein Viehbestand. Diese Tiere waren sehr wertvoll, wahrscheinlich Hiobs Existenzgrundlage. Er nutzte sie aber auch dazu, Jehova anzubeten. Wenn Hiob zum Beispiel seine Kinder „heiligte“, stand er „früh am Morgen auf und opferte Brandschlachtopfer nach ihrer aller Zahl; denn Hiob sprach: ‚Vielleicht haben meine Söhne gesündigt und haben in ihrem Herzen Gott geflucht.‘ So pflegte Hiob allezeit zu tun“ (Hiob 1:4, 5). Demnach brachte Hiob regelmäßig Tiere als Opfer für Jehova dar. Als die Prüfung begonnen hatte, war ihm das nicht mehr möglich. Er hatte keine „wertvollen Dinge“ mehr, um damit Jehova zu ehren (Spr. 3:9). Aber mit seinen Lippen konnte er Jehova nach wie vor ehren — und das tat er auch!

    Eine enge Freundschaft zu Jehova aufbauen

    9 Eine enge Freundschaft zu Jehova können wir alle aufbauen, ob wir reich oder arm sind, jung oder alt, gesund oder krank. Dadurch können wir es schaffen, durch alle Prüfungen hindurch treu zu bleiben und Jehovas Herz zu erfreuen. Das ist sogar Personen gelungen, die noch gar nicht viel über die Wahrheit wussten. Trotzdem traten sie mutig für Jehova ein und blieben ihm vollständig ergeben.

    10 Ein Beispiel dafür ist Schwester Walentina Garnowskaja, eine von vielen Zeuginnen Jehovas in Russland, die wie Hiob trotz schwerer Prüfungen treu blieben. Mit gut 20 Jahren erfuhr sie 1945 durch einen Bruder von der Wahrheit. Er kam noch zwei Mal zu ihr und zeigte ihr etwas aus der Bibel. Danach sah sie ihn nie wieder. Trotzdem predigte sie von da an ihren Nachbarn. Deshalb wurde sie festgenommen und zu 8 Jahren Lagerhaft verurteilt. 1953 kam sie frei und fing gleich wieder an zu predigen. Erneut wurde sie verhaftet und eingesperrt — diesmal für 10 Jahre. Nach Jahren der Haft in verschiedenen Lagern kam sie in ein Lager, in dem einige Schwestern eine Bibel besaßen. Eines Tages zeigte eine Schwester Walentina die Bibel. Das war ein aufregender Moment für sie, hatte sie bis dahin doch nur eine einzige Bibel zu Gesicht bekommen: bei dem Bruder, der sie 1945 mit der Wahrheit bekannt gemacht hatte!

    11 1967 kam Walentina frei und konnte sich endlich zum Zeichen ihrer Hingabe taufen lassen. Fleißig nutzte sie ihre Freiheit, um zu predigen — allerdings nur bis 1969, denn in diesem Jahr wurde sie ein weiteres Mal verhaftet und zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Trotzdem predigte sie weiter. Bis zu ihrem Tod im Jahr 2001 konnte sie 44 Personen helfen, die Wahrheit kennenzulernen. Sie hatte 21 Jahre ihres Lebens in Haftanstalten und Lagern verbracht. Sie war bereit gewesen, auf alles — auch auf ihre Freiheit — zu verzichten, um Jehova treu zu bleiben. Kurz vor ihrem Tod sagte Walentina: „Ich hatte nie eine eigene feste Bleibe. Alle meine Habseligkeiten befanden sich in einem einzigen Koffer, aber ich war glücklich und zufrieden, weil ich Jehova dienen durfte.“ Was für eine deutliche Antwort Walentina doch auf die Behauptung Satans gab, unter Prüfungen würden Menschen Gott nicht treu bleiben (Hiob 1:9-11). Ganz sicher hat sich Jehova von Herzen über sie gefreut. Und zweifellos sehnt er sich danach, sie und alle anderen, die in Treue gestorben sind, aufzuerwecken (Hiob 14:15).

    12 Wir sind Freunde Jehovas, weil wir ihn lieben. Wir bewundern seine Eigenschaften und tun unser Bestes, damit unsere Lebensweise zu dem passt, was er vorhat. Im Gegensatz zu dem, was der Teufel behauptet, lieben wir Jehova aus freien Stücken und stellen keine Bedingungen. Aus dieser von Herzen kommenden Liebe schöpfen wir die Kraft, in Prüfungen treu zu bleiben. Und Jehova „wird den Weg seiner Loyalgesinnten behüten“ (Spr. 2:8; Ps. 97:10).

    13 Weil wir Jehova lieben, wollen wir seinen Namen ehren, auch wenn wir uns oft unzulänglich vorkommen. Jehova sieht unsere aufrichtigen Beweggründe und verurteilt uns nicht, wenn wir nicht alles schaffen, was wir gerne tun würden. Für ihn zählt nicht nur, was wir tun, sondern auch, warum wir es tun. Obwohl Hiob schwer bedrückt war und viel durchgemacht hatte, sprach er vor denen, die ihn anklagten, über seine Liebe für die Wege Jehovas. (Lies Hiob 10:12; 28:28.) Im letzten Kapitel des Bibelbuchs Hiob wird erwähnt, wie zornig Jehova auf Eliphas, Bildad und Zophar war, weil sie nicht die Wahrheit gesagt hatten. Gleichzeitig gab Jehova zu verstehen, dass Hiob seine Anerkennung hatte, denn er nannte ihn vier Mal „mein Knecht“ und machte klar, dass er nur Hiobs Fürbitte zugunsten der drei falschen Tröster annehmen würde (Hiob 42:7-9). Bestimmt wollen auch wir uns vornehmen, immer so zu handeln, dass sich Jehova über uns freuen kann.

    Jehova unterstützt seine treuen Diener

    14 Hiob blieb treu, obwohl er unvollkommen war. Unter dem extremen Druck, den er aushalten musste, sah er nicht immer alles richtig. Zum Beispiel sagte er zu Jehova: „Ich rufe zu dir um Hilfe, aber du antwortest mir nicht . . . Mit der Machtfülle deiner Hand feindest du mich an.“ Auch versteifte er sich zu sehr darauf, sich zu rechtfertigen, indem er betonte, er sei nicht im Unrecht, an seinen Händen klebe keine Gewalttat und sein Gebet sei aufrichtig (Hiob 10:7; 16:17; 30:20, 21). Doch Jehova half Hiob auf freundliche Weise, indem er ihm eine ganze Reihe von Fragen stellte, die ihn von sich selbst ablenkten und seinen Blick dafür schärften, wie erhaben Gott ist und wie klein und unbedeutend im Vergleich dazu der Mensch. Hiob nahm die Orientierungshilfe an und korrigierte sich. (Lies Hiob 40:8; 42:2, 6.)

    15 Heute gibt Jehova seinen Dienern ebenfalls freundliche und klare Anleitung. Dazu kommen noch andere wichtige Vorteile: Zum Beispiel hat Jesus Christus das Loskaufsopfer erbracht, was die Vergebung unserer Sünden möglich macht. Auf der Grundlage dieses Opfers können wir trotz unserer Unvollkommenheit Freunde Jehovas sein (Jak. 4:8; 1. Joh. 2:1). Wir können um Unterstützung und Kraft durch Gottes heiligen Geist bitten, wenn wir in Prüfungen geraten. Wir haben die vollständige Bibel zur Verfügung, mit der wir uns auf Glaubensprüfungen vorbereiten können, wenn wir darin lesen und das Gelesene auf uns wirken lassen. Dank unseres Bibelstudiums verstehen wir die Streitfragen, die sich um die universelle Souveränität und unsere eigene sittliche Vollständigkeit drehen.

    16 Sehr zugute kommt uns auch, dass wir zu einer weltweiten Bruderschaft gehören dürfen, die durch den „treuen und verständigen Sklaven“ von Jehova mit geistiger Speise versorgt wird (Mat. 24:45-47). In jeder der über 100 000 Versammlungen der Zeugen Jehovas werden Zusammenkünfte abgehalten, die uns weiterbilden und für Glaubensprüfungen ausrüsten.Das zeigt das Beispiel von Sheila, einer Jugendlichen aus Deutschland.

    17 Eines Tages hatte Sheilas Klasse eine Freistunde, in der die Schüler ohne Lehrer in ihrer Klasse blieben. Ihre Mitschüler kamen auf die Idee, mit einer Alphabettafel zu experimentieren. Sheila verließ daraufhin sofort den Raum. Als sie später erfuhr, was sich zugetragen hatte, war sie froh, so reagiert zu haben. Die Mitschüler hatten nämlich tatsächlich Besuch von Dämonen, sodass es einige mit der Angst zu tun bekamen und aus dem Raum flohen. Was half Sheila aber, spontan richtig zu entscheiden? Sie berichtet: „In der Zusammenkunft vor dem besagten Ereignis hatten wir einen Programmpunkt über die Gefahren der Alphabettafel. Ich wusste deshalb, was ich zu tun hatte, denn ich wollte, wie es in Sprüche 27:11 heißt, Jehovas Herz erfreuen.“ Wie gut, dass Sheila diese Zusammenkunft besucht und aufmerksam zugehört hatte!

    18 Nehmen wir uns fest vor, uns eng an die Anleitung zu halten, die uns Gottes Organisation bietet. Wenn wir

    • regelmäßig die Zusammenkünfte besuchen,
    • die Bibel lesen,
    • biblische Veröffentlichungen studieren,
    • beten und
    • eng mit reifen Christen zusammenarbeiten,

    erhalten wir die Hilfe und Unterstützung, die wir brauchen. Jehova möchte, dass wir den Kampf gewinnen, und er baut darauf, dass wir treu bleiben. Wie froh können wir doch sein, dass wir Jehovas Namen in Ehren halten, ihm vollständig ergeben bleiben und sein Herz erfreuen dürfen!

  46. Juleam 16. Januar 2011 um 12:10 Link zum Kommentar

    Hiob 1 – 4

    Hiob 1:1

    Es war da ein Mann im Land Uz, dessen Name Hiob war; und dieser Mann erwies sich als untadelig und rechtschaffen und gottesfürchtig und von Schlechtem weichend.

    Was können wir also von Hiob lernen? Welche Eigenschaften müssten wir uns aneignen, damit Jehova Satan über uns ebenso antwortet?

    hier einige Querverweise zu diesem Text:

    (Hesekiel 14:14)

    „ ,Und hätten sich diese drei Männer in seiner Mitte befunden: Noah, Daniel und Hiob, sie selbst würden wegen ihrer Gerechtigkeit ihre Seele befreien‘ ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova.“

    (Hesekiel 14:20)

    selbst wenn Noah, Daniel und Hiob in seiner Mitte wären, so wahr ich lebe‘, ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova, ‚weder Sohn noch Tochter würden sie befreien; sie selbst würden wegen ihrer Gerechtigkeit ihre Seele befreien.‘ “

    Würde Jehova uns mit in diese Reihe “Noah, Daniel und Hiob” einreihen – oder müssten wir dafür noch ganz viel an uns ändern?

    (Jakobus 5:11)

    Seht! Wir preisen die glücklich, die ausgeharrt haben. Ihr habt vom Ausharren Hiobs gehört und habt gesehen, welchen Ausgang Jehova gab, daß Jehova voll inniger Zuneigung und barmherzig ist.

    harren auch wir aus – oder knicken wir bei den ersten Schwierigkeiten ein und gehen lieber “den Weg des geringsten Widerstandes”?

    (Hiob 2:3)

    Und Jehova sprach weiter zu Satan: „Hast du dein Herz auf meinen Knecht Hiob gerichtet, daß es seinesgleichen keinen gibt auf der Erde, einen Mann, untadelig und rechtschaffen, gottesfürchtig und von Schlechtem weichend? Auch hält er noch an seiner unversehrten Lauterkeit fest, obwohl du mich gegen ihn reizt, ihn ohne Ursache zu verschlingen.“

    (1. Mose 6:9)

    Dies ist die Geschichte Noahs. Noah war ein gerechter Mann. Er erwies sich als untadelig unter seinen Zeitgenossen. Noah wandelte mit dem [wahren] Gott.

    unterscheiden wir uns ebenso deutlich von unseren Zeitgenossen? Oder können andere nur daran erkennen, dass wir Jehova anbeten, das wir sagen “wir sind Zeugen Jehovas” und dass wir die Zusammenkünfte besuchen?

    (2. Könige 20:3)

    „Ich bitte dich, o Jehova, denk doch daran, wie ich vor dir in Wahrhaftigkeit und mit ungeteiltem Herzen gewandelt bin; und was gut war in deinen Augen, habe ich getan.“ Und Hiskia brach in heftiges Weinen aus.

    ist unser Herz ebenso ungeteilt?

    Wirkt sich unser Glaube an Jehova auf unser ganzes Leben aus? Sind wir 24 Stunden Zeugen Jehovas, oder nur während der offiziellen Zeiten wie Versammlung und Predigtdienst?

    (Nehemia 5:15)

    Was die früheren Statthalter betrifft, die vor mir waren, sie hatten es dem Volk schwergemacht, und fortwährend hatten sie von ihnen für Brot und Wein täglich vierzig Silberschekel bezogen. Auch ihre Bediensteten selbst waren herrisch mit dem Volk umgegangen. Was mich betrifft, ich habe aus Gottesfurcht nicht so getan.

    wie steht es mit unserer Gottesfurcht?

    Was meinen wir damit, wenn wir sagen “wir sind gottesfürchtig”? Haben wir Angst vor der Strafe, die uns von Seiten Jehovas trifft, weil wir bei Fehlern erwischt werden?

    Oder haben wir Angst, ihn mit unserem Verhalten zu kränken? Wirkt sich dies dann auf unser Verhalten aus?

    (Sprüche 8:13)

    Die Furcht Jehovas bedeutet das Böse hassen. Selbsterhöhung und Stolz und den schlechten Weg und den verkehrten Mund habe ich gehaßt.

    gut zusammen gefasst!

    Hassen auch wir das Böse? Halten wir uns davon fern oder liebäugeln wir doch manchmal damit?

    (Sprüche 16:6)

    Durch liebende Güte und Wahrhaftigkeit wird Vergehung gesühnt, und in der Furcht Jehovas weicht man von Schlechtem.

    nicht weil wir Angst vor Strafe Gottes haben – sondern weil uns das Schlechte anwidert

    (1. Thessalonicher 5:22)

    Von jeder Art Bosheit haltet euch fern.

    auch was unsere Unterhaltung und Freizeitgestaltung betrifft

    (1. Petrus 3:11)

    er wende sich aber ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach.

    jagen wir dem Frieden aktiv nach?

    Verleugenen wir auch unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse dafür? Oder verstehen wir diesen Text nur so, dass die anderen dem Frieden nachjagen müssen und mir entgegenkommen müssen und ich kann das gnädig annehmen – selbst bin ich aber nicht dazu bereit?

    Wie wir sehen, war Hiob wirkich eine Person, die wir uns zum Vorbild nehmen können und auch sollten.

    Wie empfinden wir, wenn wir von Hiob lesen?

    Nur Mitleid, oder auch den dringenden Wunsch, so zu sein wie er?

    Den Wunsch haben, Jehova ebenfalls so stolz auf uns zu machen, wie er?

  47. Juleam 16. Januar 2011 um 12:19 Link zum Kommentar

    Hiob 1:9

    Darauf antwortete Satan Jehova und sagte: „Ist es etwa umsonst, daß Hiob Gott gefürchtet hat?

    Schließt der Widersacher etwa hier von sich auf andere?

    Wie kommt er dazu, Jehova so zu antworten?

    Rufen wir uns doch bitte mal in Erinnerung, wieviele Millionen Jahre Satan bereits mit Jehova im Himmel gelebt hat. Er hat gesehen, wie liebevoll Jehova immer mit den Menschen – aber auch mit den Engeln – umgegangen ist!

    Hatte er denn nicht gesehen, dass man Jehova einfach lieben muss?

    Wie kann man eine Person, die so liebevoll und gerecht ist, nicht lieben?

    Dachte Satan ernsthaft, dass Hiob Jehova nur diente, weil er von IHM gesegnet wurde?

    Für mich hört sich das eher neidisch an. Bedenken wir doch, was sich im Garten Eden ereignete. Auch da war er bereits neidisch, wollte die Anbetung haben, die eigentlich Jehova zustand; die Lorbeeren für etwas einheimsen, was er nicht getan hatte. Denn in Offenbarung 4 steht, dass Jehova allein würdig ist angebetet zu werden, denn ER hatte alles gemacht.

    Wieso wollte Satan das nicht anerkennen?

  48. Juleam 16. Januar 2011 um 12:29 Link zum Kommentar

    Hiob 1:9-11

    Darauf antwortete Satan Jehova und sagte: „Ist es etwa umsonst, daß Hiob Gott gefürchtet hat? 10 Hast nicht du selbst um ihn und um sein Haus und um alles, was er hat, ringsum eine Hecke aufgerichtet? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet, und sein Viehbestand, er hat sich ausgebreitet auf der Erde. 11 Aber zur Abwechslung strecke bitte deine Hand aus, und taste alles an, was er hat, [und sieh,] ob er dir nicht direkt ins Angesicht fluchen wird.“

    Jedesmal, wenn ich diese Verse hier lese, könnte ich mich über den Ton aufregen, in dem er hier mit seinem Schöpfer redet. Unfassbar!

    Wie kommt er dazu, so mit seinem himmlischen Vater zu reden?

    Könnte es sein, dass wir manchmal dem Widersacher in dieser Hinsicht gleichen? Wie könnte das passieren?

    Wie gehen wir mit Respekts- und Autoritätspersonen um? Wie gehen wir mit unserem Ehepartner, unserem Chef, unseren Eltern, den Ältesten der Versammlung um?

    Was, wenn wir meinen, wir hätten berechtigten Grund zur Klage, da wir uns selbst und unsere Bedürfnisse nicht ernst genommen fühlen? Äußert sich dies dann in unserem Ton dem anderen gegenüber?

    Würden wir genau in demselben Ton mit dem anderen reden, wenn nun Jesus Christus direkt neben uns stehen würde?

    Wenn nicht – warum nicht an uns arbeiten?

    Oder fragen wir uns: würden wir auch mit Jesus Christus reden? Nein? Weil er ja vollkommen ist und keine Fehler gemacht hat?

    Aber wie hat Jesus mit seinen Eltern geredet? Sie waren unvollkommen, machten Fehler und er war vollkommen. Trotzdem war er seinen Eltern respektvoll untertan!

    Da muss ich dann auch wieder an das biblische Drama “Suche Gottes Gerechtigkeit zum Überleben” denken. Hier können wir – unter anderem – ein Ehepaar beobachten, das nicht einer Meinung ist und das ganze im Laufe eines Jahres zu einem Machtspielchen eskallieren lässt, ohne sich dessen überhaupt bewußt zu sein. Der Schwiegervater kommt unverhofft dazu und sagt ihnen, wie er ihren Umgang miteinander empfindet. Er sagt, dass sie sich nicht mehr wie Anbeter Jehovas benehmen.

    Wie steht es mit uns?

    Wie reagieren wir auf Personen, die uns gekränkt haben, die uns vielleicht nicht so ernst nehmen, wie wir uns dies wünschen?

    Könnte es sein, dass unser Ton dann dem Ton gleicht, in dem Satan hier mit Jehova spricht?

    Sind wir uns dessen bewußt, dass wir Jehova mit so einem Verhalten sehr kränken?

    Jehova ist trotzdem liebevoll und geduldig mit ihm, nur leider wird es ihm nicht gedankt, er wird immer unverschämter. Sehr bedauerlich

  49. Juleam 16. Januar 2011 um 12:36 Link zum Kommentar

    Hiob 1:13-19

    Nun kam der Tag herbei, an dem seine Söhne und seine Töchter im Haus ihres Bruders, des erstgeborenen, aßen und Wein tranken. 14 Und da kam ein Bote zu Hiob, und er sagte dann: „Die Rinder waren gerade beim Pflügen, und die Eselinnen weideten an ihrer Seite, 15 als die Sabaer einfielen und sie wegnahmen, und sie schlugen die Bediensteten mit der Schärfe des Schwertes nieder; und ich konnte entrinnen, nur ich allein, um es dir mitzuteilen.“

    16 Während dieser noch redete, kam jener und sprach dann: „Ja Feuer Gottes fiel von den Himmeln und loderte dann unter den Schafen und den Bediensteten und verzehrte sie; und ich konnte entrinnen, nur ich allein, um es dir mitzuteilen.“

    17 Während jener noch redete, kam ein anderer und sagte dann: „Die Chaldaer bildeten drei Haufen und fielen über die Kamele her und nahmen sie weg, und sie schlugen die Bediensteten mit der Schärfe des Schwertes nieder; und ich konnte entrinnen, nur ich allein, um es dir mitzuteilen.“

    18 Während dieser andere noch redete, kam ein weiterer und sprach dann: „Deine Söhne und deine Töchter aßen und tranken Wein im Haus ihres Bruders, des erstgeborenen. 19 Und siehe, ein gewaltiger Wind kam aus der Gegend der Wildnis, und er stieß dann an die vier Ecken des Hauses, so daß es auf die jungen Leute fiel und sie starben. Und ich konnte entrinnen, nur ich allein, um es dir mitzuteilen.“

    können wir uns den Schmerz des Mannes vorstellen?

    Können wir nachempfinden, wie verzweifelt er gewesen sein muss?

    Innerhalb kürztester Zeit alles zu verlieren, was einem wichtig ist - wie soll man so etwas ertragen? Wobei der schmerzlichste Verlust sicherlich seine Kinder waren.

    Wie würden wir wohl reagieren, wenn wir alles verlieren würden?

    Wenden wir uns dann enttäuscht von unserem Schöpfer ab, oder halten wir weiterhin an IHM und unserem Glauben und der wahren Anbetung fest?

    Oder sind wir vielleicht “Schönwetter-Christen”?

  50. Juleam 16. Januar 2011 um 12:47 Link zum Kommentar

    Hiob 2:1-6

    Danach kam der Tag herbei, an dem die Söhne des [wahren] Gottes hineingingen, um sich vor Jehova zu stellen, und da kam auch Satan in ihrer Mitte, um sich vor Jehova zu stellen.

    2 Da sprach Jehova zu Satan: „Von woher kommst du denn?“ Satan antwortete darauf Jehova und sagte: „Vom Umherstreifen auf der Erde und vom Umherwandeln auf ihr.“ 3 Und Jehova sprach weiter zu Satan: „Hast du dein Herz auf meinen Knecht Hiob gerichtet, daß es seinesgleichen keinen gibt auf der Erde, einen Mann, untadelig und rechtschaffen, gottesfürchtig und von Schlechtem weichend? Auch hält er noch an seiner unversehrten Lauterkeit fest, obwohl du mich gegen ihn reizt, ihn ohne Ursache zu verschlingen.“ 4 Aber Satan antwortete Jehova und sagte: „Haut um Haut, und alles, was ein Mensch hat, wird er für seine Seele geben. 5 Strecke zur Abwechslung doch deine Hand aus, und rühre an sein Gebein und sein Fleisch, [und sieh,] ob er dir nicht direkt ins Angesicht fluchen wird.“

    6 Daher sprach Jehova zu Satan: „Da ist er in deiner Hand! Nur auf seine Seele gib acht!“

    Der Widersacher wird immer unverschämter!

    Leider ist dies immer wieder bei Personen zu beobachten, die sich von unserem liebevollen Schöpfer abgewandt haben: weil die Strafe nicht auf dem Fuß folgt, werden sie immer unverschämter

    Könnte es uns ebenso gehen?

    Folgt die Strafe nicht auf dem Fuß, so handeln Kinder wie Erwachsene und fühlen sich in ihrem Unrechttun ermutigt. „Weil das Urteil über ein schlechtes Werk nicht eilends vollzogen worden ist, darum hat sich das Herz der Menschensöhne in ihnen völlig darauf gerichtet, Schlechtes zu tun“ (Prediger 8:11).

    fl Kap. 10 S. 138-139

    Wie reagieren wir, wenn wir nicht sofort für falsches Handeln bestraft werden?

    Sind wir froh, dass der andere (Behörden, Chef, Ehemann, Eltern usw.) nachsichtig mit uns ist und bessern uns – oder fühlen wir uns ermutigt, noch unverschämter zu werden?

    Werden wir vielleicht maßlos darin, respektlos zu sein?

    2. Timotheus 3:13-14

    13 Böse Menschen aber und Betrüger werden vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten, indem sie irreführen und irregeführt werden.

    14 Du aber, bleibe bei den Dingen, die du gelernt hast und zu glauben überzeugt worden bist, da du weißt, von welchen Personen du sie gelernt hast,

  51. Juleam 16. Januar 2011 um 13:00 Link zum Kommentar

    Hiob 2:9-10

    Schließlich sprach seine Frau zu ihm: „Hältst du noch an deiner unversehrten Lauterkeit fest? Fluche Gott und stirb!“ 10 Er aber sagte zu ihr: „Wie eine der unverständigen Frauen redet, redest auch du. Sollen wir nur, was gut ist, von dem [wahren] Gott annehmen und nicht auch annehmen, was schlecht ist?“ In all diesem sündigte Hiob nicht mit seinen Lippen.

    Bei diesen Versen muss ich immer an meine geliebte Oma mütterlicherseits denken. Da konnte passieren, was wolle – sie hielt immer an ihrem Glauben und an ihrem Gott fest. Und dies, obwohl sie nicht einmal eine genaue Erkenntnis der Wahrheit hatte.

    Bei einer Familienfeier sagte eine Tante, die wusste, wie sehr ich meine verstorbene Oma bewundert hatte, zu mir: “Du kannst dir noch so viel Mühe geben, du wirst niemals werde wie deine Oma. Die Oma hat immer alles als von Gott gegeben angenommen, ohne zu fragen. Das kannst du nicht. Da bist du anders”.

    Diese Aussage schmerzt mich noch heute. Nicht, weil ich mich beleidigt gefühlt hätte – sondern weil ich es mir so sehr wünschen würde, genau so zu sein!

    Auch wir haben hier in den letzten Jahren als Familie sehr viel Schlimmes erlebt, haben alles verloren, was uns wichtig war. Sicherlich habe ich niemals meine Liebe und meinen Glauben an Jehova verloren, aber ich habe sehr oft mit unserem Schicksal gehardert, habe oft gesagt “jetzt müsste Jehova aber endlich was tun!”

    Diesen Ausspruch hat wohl niemand jemals bei meiner Oma gehört.

    Ich freue mich schon darauf, meine Oma im Paradies wieder zu sehen und ihre Freude und ihr Glück in ihren Augen zu sehen. Ihr Glaube hat sich gelohnt, sie hat trotz allem immer fest zu ihrem Gott gehalten – ohne die Belohnung so wirklich zu kennen. Ihr hatte es gereicht, dass sie so lebte, dass sie ihrem Gott gefiel.

    Aber darin gleiche ich meiner Oma dann doch: selbst, wenn ich die Belohnung nicht erlangen würde, so hätte sich unser Leben doch gelohnt. Denn ich hätte die wunderbare Zuversicht, dass mein Lebenswandel meinem Gott gefallen hat.

    Und diese Gewissheit kann uns niemand nehmen. Egal, was auch noch passiert (wobei: was soll noch passieren? Wir haben ja bereits alles verloren).

    Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen

    Römer 8:35-39

    Wer wird uns von der Liebe des Christus trennen? Etwa Drangsal oder Bedrängnis oder Verfolgung oder Hunger oder Nacktheit oder Gefahr oder das Schwert? 36 So wie geschrieben steht: „Um deinetwillen werden wir den ganzen Tag zu Tode gebracht, wie Schlachtschafe sind wir geachtet worden.“ 37 Im Gegenteil, aus allen diesen Dingen gehen wir vollständig siegreich hervor durch ihn, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, noch Engel, noch Regierungen, noch Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, noch Mächte, 39 noch Höhe, noch Tiefe, noch irgendeine andere Schöpfung imstande sein wird, uns von Gottes Liebe zu trennen, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

    Ist es nicht tröstlich zu wissen, dass der Widesacher und alle Feinde, die wir haben mögen, uns dies niemals nehmen können?

  52. Juleam 16. Januar 2011 um 13:10 Link zum Kommentar

    Hiob 2:13

    Und sie blieben sieben Tage und sieben Nächte bei ihm auf der Erde sitzen, und keiner redete ein Wort zu ihm, denn sie sahen, daß der Schmerz sehr groß war.

    Wie hätten wir uns gefühlt, wenn wir nun an Hiobs Stelle gewesen wären?

    Ja, sie waren gekommen, seine Freunde. Sie hatten ihn nicht allein gelassen und wie wir den Versen davor entnehmen können, haben sie auch ihre Betroffenheit über seine Lage zum Ausdruck gebracht.

    Aber nun sitzten sie bereits seit 7 Tagen ihm gegenüber, sehen ihn an und schweigen.

    Was hätten wir uns an seiner Stelle gewünscht?

    Und wie reagieren wir als “Freunde Hiobs”?

    Sind wir für unsere Freunde und Brüder in einer ähnlichen Notlage da? Nehmen wir uns die Zeit, nach ihm zu sehen und Trost zu spenden, egal in welcher Art?

  53. Juleam 16. Januar 2011 um 13:30 Link zum Kommentar

    Hiob Kapitel 3 – Hiob macht seinen Gefühlen Luft

    Hiob 3:11-13

    Warum starb ich vom Mutterschoß nicht weg?
    [Warum] kam ich aus dem Leib hervor und verschied dann [nicht]?

    12 Warum kamen Knie mir entgegen
    Und warum Brüste, daß ich saugen sollte?

    13 Denn nun hätte ich dagelegen, daß ich ungestört wäre;
    Dann hätte ich geschlafen; ich hätte Ruhe

    wie empfinden wir diese Worte?

    Ist Hiob ein Schwächling, ein Waschlappen, mit dem wir nichts zu tun haben wollten – weil er jetzt lieber tot wäre?

    Oder können wir verstehen, dass diese Worte Ausdruck seines tiefen Schmerzes sind?

    Legen wir vielleicht die Worte eines solchen Leidgeplagten auf die Wortwage und rügen ihn, weil er “so einen Unsinn” redet?

    Oder verstehen wir, dass es der Schmerz ist, der aus ihm spricht und nehmen diese Worte unkommentiert zur Kenntnis? Bleiben trotzdem bei ihm und versuchen, ihm Kraft zu geben?

  54. Juleam 17. Januar 2011 um 23:39 Link zum Kommentar

    Hiob 5 – 7

    Hiob 6:14

    Was irgendeinen betrifft, der seinem Mitmenschen liebende Güte vorenthält:
    Er wird dann auch die Furcht des Allmächtigen verlassen.

    das sind aber harte Worte. Wie sind sie gemeint?

    Jemand, der so handelt, hat sich bereits von Jehova entfernt – oder wird er es tun, wie es im ersten Moment so rüberkommt?

    Herausgezogene Querverweise und Bibelstellen

    (Sprüche 3:3)
    Liebende Güte und Wahrhaftigkeit mögen dich nicht verlassen. Binde sie um deinen Hals. Schreibe sie auf die Tafel deines Herzens,

    (Sprüche 19:22)
    das Begehrenswerte am Erdenmenschen ist seine liebende Güte; und einer mit wenig Mitteln ist besser als ein lügenhafter Mann.

    (Hosea 6:6)
    Denn an liebender Güte habe ich Gefallen gefunden und nicht am Schlachtopfer; und an der Erkenntnis Gottes mehr als an Ganzbrandopfern.

    (Sacharja 7:9)
    „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: ‚Nach wahrem Recht haltet Gericht; und übt liebende Güte und Erbarmungen gegeneinander;

    (Matthäus 25:44)
    Dann werden auch sie antworten und sagen: ‚Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als einen Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und dienten dir nicht?‘

    (Hiob 23:16)
    Ja, Gott selbst hat mein Herz zaghaft gemacht, Und der Allmächtige selbst hat mich in Bestürzung versetzt.

    (1. Johannes 3:17)
    Wer immer aber die Mittel dieser Welt zum Lebensunterhalt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und dennoch die Tür seiner [Gefühle] innigen Erbarmens vor ihm verschließt, wie bleibt da die Liebe Gottes in ihm?

    Was bewirken diese Verse in uns?

    Denken wir, es sei eine Ansichtssache, ob wir anderen helfen?
    Denken wir, wir könnten selbst entscheiden, ob wir dies tun?
    Denken wir, wir könnten uns weiterhin in Gottes Liebe bewahren, wenn wir wegschauen, wenn wir unseren Bruder in Not sehen?

    Besonders eindrucksvoll ist ja hier der Text aus Matthäus – dass Jesus Personen aussortiert hat, die anderen ihre Hilfe vorenthalten haben – denn er sah es so an, als hätten sie IHN achtlos in seinem Elend liegen lassen.

    Bedenken wir dies, wenn wir das nächste Mal mitbekommen, dass unser Bruder in Not ist, vielleicht unter Verfolgung aus seiner nächsten Umgebung leidet?

    Fühlen wir uns gedrängt, ihm zu helfen? Auch wenn dies für uns persönlich bedeuten würde, dass wir selbst Probleme mit den Verfolgern bekommen würden?

    Stellen wir die Interessen anderer immer unseren eigenen voran – oder nur dann, wenn es uns gerade passt und nicht so doll weh tut?

  55. Juleam 18. Januar 2011 um 00:02 Link zum Kommentar

    Hiob 8 – 10

    Hiob 8:5-6

    Wenn du selbst nach Gott ausschauen wirst
    Und [wenn] du den Allmächtigen um Gunst anflehen wirst,
    6 Wenn du lauter und rechtschaffen bist,
    So würde er jetzt für dich erwachen,
    Und er würde bestimmt deinen gerechten Aufenthaltsort wiederherstellen

    Ja, bitte lesen wir die Bibel immer im Zusammenhang!

    Was lehrt uns dieser Text im Zusammenhang mit der Geschichte um Hiob? Es ist nicht wahr!

    Wenn wir dies nämlich glauben, dann werden wir straucheln, wenn es zu wirklicher Bedrängnis kommt.

    Mein Vater hat uns Kindern bereits sehr früh folgenden Grundsatz mitgegeben: “Behandle andere immer so, wie du selbst behandelt werden möchtest”. Ihr kennt diesen Grundsatz sicherlich in ähnlicher Form als die “goldene Regel”

    Leider habe ich dies falsch verstanden. Ich hatte es so verstanden, dass wenn ich andere gut behandle, mit Liebe und Respekt, so müssten sie mich ebenso behandeln.

    Und bin dabei leider in den letzten Jahren fürchterlich auf die Nase gefallen. Stehe oftmals fassungslos vor den Scherben und kann nicht glauben, wie Personen, denen ich alles gegeben habe, für die ich alles verloren habe, uns nun mit Füßen treten. Sich nicht nur von uns abwenden und nichts mehr mit uns zu tun haben wollen, sondern sie reden schlecht von uns und unterstützen damit diejenigen, die so erfolgreich mit ihrem Rufmord waren.

    Wenn Bildad nun zu Hiob sagt, dass Jehova ganz sicherlich dafür sorgen würde, dass es ihm wieder gut ginge und sein Leid beendet wäre – wenn er nur die Gebote Jehovas halten würde – dann malt er ein falsches Bild von Gott.

    Wir heute wissen zwar darum, dass Gott Leid zulässt und auch warum, aber wenn wir auf diese Lüge hereinfallen würden, dann würden wir wohl den letzten Mut verlieren. Denn dann sind wir an dem Punkt, dass wir unserem Gott am liebsten anschreien würden “warum hilfst du mir denn nicht? Du hattest es doch versprochen!”

    Dann kann man nicht ruhig bleiben, wenn Jehova die Dinge immer weiter zulässt, obwohl wir meinen, wir könnten es keine Sekunde mehr länger aushalten. Dann würden wir nämlich dem Satan in die Falle gehen und uns vielleicht von unserem Gott abwenden.

    Ganz ganz wichtig, dass wir den ergänzenden Bibeltext dabei immer mit im Sinn behalten:

    2. Timotheus 3:12

    Tatsächlich werden alle, die in Gemeinschaft mit Christus Jesus in Gottergebenheit leben wollen, auch verfolgt werden.

    Am Besten erinnern wir uns nochmal an den Schluß von dem Vortrag “Die letzten Stunden im Leben Jesu”, wo der Bruder zum Abschluß sagt:

    Hast du einen sicheren und gemütlichen Platz in der Versammlung? Geht es dir gut? Hast du keine Probleme?

    Dann bist du nicht wirklich in der Wahrheit.

    Denn wer Gott wirklich dient, der wird auch mit Drangsal zu kämpfen haben!

    Also behalten wir dieses Wechselspiel immer im Hinterkopf – wenn wir unter Drangsal leiden, aber ebenso, wenn wir andere trösten

  56. Juleam 18. Januar 2011 um 00:13 Link zum Kommentar

    Hiob 8:11-13

    Wird eine Papyruspflanze hochwachsen ohne einen Sumpf?
    Wird ein Schilfrohr groß werden ohne Wasser?

    12 Während es noch in seiner Knospe ist, nicht abgepflückt,
    Ja vor allem anderen Gras wird es verdorren.

    13 So sind die Pfade all derer, die Gott vergessen,
    Und selbst die Hoffnung eines Abtrünnigen wird vergehen,

    wahre Worte – aber im falschen Zusammenhang!

    Es stimmt, was Bildad sagt: der Böse wird auf Dauer kein Gelingen haben. Aber der Umkehrschluß ist verkehrt:

    Es stimmt nämlich nicht, dass diejenigen, denen es schlecht geht und die unter Drangsal jeglicher Art zu leiden haben, den Segen Jehovas verloren haben!

    Erinnern wir uns an den Studienartikel, den wir am 1. Januar zum Tagestext gelesen haben: hier wird uns gezeigt, wie wichtig es ist, zu erkennen, wer wirklich hinter der Drangsal steht.

    Und wir wissen ja: der Satan kann uns als Werkzeug mißbrauchen, um andere zu entmutigen. Also achten wir bitte immer auf unser Handeln, aber auch auf unsere Worte.

    Bitte geben wir niemandem Anlaß zum Straucheln – indem wir Gottes Wort aus dem Zusammenhang reißen, sondern vermitteln wir den Gedanken, wie es gemeint war von Jehova

  57. Juleam 18. Januar 2011 um 00:33 Link zum Kommentar

    Kapitel 9 – Hiob weiß es ansatzweise richtig

    Er weiß, dass Jehova machtvoll ist, alles tun kann, was er nur möchte und er erkennt auch an, dass Jehova immer und in allem gerecht ist. Daher diskutiert er auch nicht mit IHM, sondern antwortet nur auf die falschen Anschuldigungen seiner Freunde, die eigentlich als Trost gedacht waren. Er würde sich niemals anmaßen, respektlos mit seinem Gott zu reden!

    Hiob 9:12-15

    Wer wird zu ihm sagen: ‚Was tust du?‘?

    13 Gott selbst wird seinen Zorn nicht abwenden;
    Unter ihm müssen sich die Helfer eines Stürmers niederbeugen,

    14 Wieviel mehr so in dem Fall, da ich ihm selbst antworte!
    Ich will meine Worte ihm gegenüber wählen,
    15 Dem ich, auch wenn ich wirklich im Recht wäre, nicht antworten würde.
    Bei meinem Gegner im Rechtsstreit würde ich um Gunst flehen.

    Hiob 9:32-33

    Denn er ist nicht ein Mann wie ich, [daß] ich ihm antworten dürfte,
    Daß wir miteinander vor Gericht treten könnten.

    33 Da ist niemand, um zwischen uns zu entscheiden,
    Daß er seine Hand auf uns beide legte.

    Aber er hat auch erkannt, dass es nicht wirklich Jehova ist, der ihn prüft, denn er wusste damals schon, dass die Erde in der Hand Satans war:

    Hiob 9:24

    Die Erde selbst ist in die Hand dessen gegeben worden, der böse ist;
    Das Angesicht ihrer Richter bedeckt er.
    Wenn nicht [er], wer ist es dann?

    Hiob hatte bereits einige Puzzleteile, aber noch nicht alle und daher konnte er das ganze Bild noch nicht so richtig erkennen. Er konnte nicht wissen, dass er ein Streitobjekt geworden war, dass der Widersacher seine Lauterkeit in Frage zog und versuchte, am Beispiel Hiobs Jehova zu beweisen, dass er mit seinen unverschämten Unterstellung im Recht sei.

    Ob er wohl ebenso wütend geworden wäre wie ich, wenn er es gewußt hätte?

    Wissen wir persönlich es eigentlich zu schätzen, dass wir heute die Bibel haben und die Dinge verstehen können?

    Nutzen wir sie wirklich gut, indem wir die Zeit für die wichtigeren Dinge auskaufen – oder haben wir vielleicht keine Zeit dazu?

    Gerade in den letzten Jahren ist mir erst so richtig bewußt geworden, wie wichtig es eigentlich ist, täglich in der Bibel zu lesen. Damit meine ich nicht, jeden Tag den Tagestext zu lesen. Auch wenn einige meinen, dass sie damit täglich in der Bibel lesen, immerhin ist jeden Tag ein anderer Bibeltext dran.

    Ich meine “wirklich in der Bibel lesen”, damit wir alle Puzzleteile richtig zusammensetzen können. Dann wissen wir, wie Jehova denkt und fühlt und dann können wir auch die richtigen Entscheidungen treffen.

    Wir machen dieses Programm “Wir lesen die Bibel in einem Jahr ganz durch – so wie die Dinge zeitlich passiert sind” nun bereits das dritte Jahr und ich muss ganz ehrlich sagen: wenn wir es nicht getan hätten, hätte ich nicht die Kraft gehabt, weiterhin treu im Glauben auszuharren!

  58. Juleam 19. Januar 2011 um 21:48 Link zum Kommentar

    Hiob 11 – 13

    Hiob 13:18

    Seht! Bitte, ich habe einen Rechtsfall dargelegt;
    Ich weiß wohl, daß ich selbst im Recht bin.

    “Ich weiss, dass ich im Recht bin”

    Damit hat er ja auch Recht!

    Denn seine “Freunde” deuten ja an, das ganze Leid würde ihm widerfahren, weil er gegen Gott gesündigt hätte. Aber das stimmt ja nicht. Das Gegenteil ist der Fall!

    All dies Leid widerfährt ihm, weil er untadelig und rechtschaffen war. Erinnern wir uns noch an den allerersten Vers im Bibelbuch Hiob?

    Was ist eigentlich verkehrt daran, dass er sich hier rechtfertigt?

    Hätte er den Anschuldigungen lieber Glauben schenken sollen?

  59. Juleam 20. Januar 2011 um 22:05 Link zum Kommentar

    Hiob 14 – 17

    Hiob 15:7-9

    Wurdest du als der allererste Mensch geboren,
    Oder wurdest du vor den Hügeln mit Wehen hervorgebracht?

    8 Hörst du dem vertraulichen Gespräch Gottes zu,
    Und beschränkst du Weisheit auf dich selbst?

    9 Was weißt du denn, was wir nicht wissen?
    Was verstehst du, was uns nicht auch [bekannt] ist?

    Auch hier hat der falsche Tröster in dem Punkt Recht, dass alle Anbeter Gottes eigentlich von IHM unterwiesen werden und eigentlich alle das gleiche Wissen haben sollten.

    Trotzdem weiß Hiob mehr als seine Freunde zusammen. Wie kann dies sein?

    Seine Freunde kannten die Worte, hatten das Wort Gottes gehört, hatten vom Leben der treuen Männer gehört und wussten, wer wann und wo. Aber sie hatten es nicht wirklich begriffen. Sie begriffen den Zusammenhang nicht wirklich. Sie hatten zwar die einzelnen Puzzlesteine, aber sie hatten es versäumt, diese zu einem ganzen Bild zusammenzusetzen. So wussten sie nicht, wie herrlich das Bild des wahren Gottes war, wussten nicht wirklich um seine wundervolle Persönlichkeit und seine Eigenschaften.

    Es ist immer ein Unterschied, ob wir nur das theoretische Wissen haben, oder ob wir es anwenden können, ob wir Unterscheidungsvermögen erlangt haben. Wie können wir dies erlangen?

    Durch Gebrauch!

    Hiob kannte nicht nur die Geschichten, sondern er hat sich wirkliche Gedanken gemacht, die Dinge hinterfragt. Er wusste nicht nur, wie Jehova mit Jakob gehandelt hatte, sondern auch warum.

    Daher hatte er eine andere – eine weitaus größere, tiefere – Erkenntnis, als seine Freunde.

    Aber das konnten diese wohl kaum verstehen

  60. Juleam 20. Januar 2011 um 22:23 Link zum Kommentar

    Hiob 16:1-5

    Und Hiob antwortete und sprach dann:

    2 „Ich habe viele Dinge wie diese gehört.
    Ihr alle seid leidige Tröster!

    3 Gibt es ein Ende für windige Worte?
    Oder was ärgert dich, daß du antwortest?

    4 Auch ich könnte so gut reden wie ihr.
    Wenn nur eure Seele da wäre, wo meine Seele ist,
    Würde ich in Worten gegen euch glänzen,
    Und würde ich meinen Kopf über euch schütteln?

    5 Ich würde euch mit den Worten meines Mundes stärken,

    Oh ja, wie wahr diese Worte doch sind!

    Kennen wir dies, dass wir für andere immer die richtigen Worte haben, sie für uns selbst aber niemals finden? Und mit der Anwendeung…

    Ich erinnere mich immer noch sehr gut an die Geburt meiner Tochter. Ich hatte mich überfordert gefühlt und viele Ängste. Dadurch hatte ich mich verkrampft und habe es nicht geschafft, so zu atmen, wie von der Hebamme “angeordnet”. Als sie dann noch sagte “machen Sie das mal wie Ihr Mann, der macht das richtig”, bin ich fast ausgeflippt. Ja, wenn ich neben ihm gesessen hätte und nur mit ihm hätte mitatmen müssen – dann hätte ich das sicherlich auch ganz toll gemacht!

    Ob diese leidigen Tröster ebenso eine “ausgeglichene und entspannte Einstellung” gehabt hätten, wenn sie selbst an Hiobs Stelle krank und elend da gesessen hätten, alles verloren, was ihnen wichtig war? Wenn sie der Leidende wäre nund Hiob lediglich anwesend wäre, um sie zu trösten?

    Auf einem Kongress habe ich mal einen sehr schönen Vergleich gehört, warum Leiden erdulden nicht immer nur schlecht ist: Es war die Veranschaulichung mit der Muschel und der Perle, die Bruder Wagemann so anschaulich erzählt hat:

    Wenn eine Muschel eine Perle hervorbringt, dann ist dies etwas ganz wunderbares und wertvolles. Aber wie entwickelt die Muschel eigentlich die Perle? Es muss erst ein Fremdkörper in die Muschel eindringen, der der Muschel Schmerzen bereitet. Dann fängt sie nach und nach an, Perlmutt herzustellen und um den Fremdkörper herum zu bilden. Ohne die Schmerzen durch den Fremdkörper würde eine Muschel also niemals eine so kostbare Perle hervorbringen.

    Leid bewirkt auch bei uns etwas Positives. Wir haben die Möglichkeit, zu beweisen, dass wir treu zu Jehova stehen, auch wenn es nicht leicht ist und unser Glaube wird geläutert – und ist danach “viel wertvoller als Gold”.

    Aber es bewirkt noch etwas: Verständnis!

    Dadurch, dass wir durch ein ganz tiefes Tal gehen und dies nicht nur kurz andauert, erleben wir, was Leid und Schmerz bedeutet und wie schwer es sein kann, unter solchen Umständen den Glauben zu bewahren und nicht mit unserem Gott zu hadern. Dadurch werden wir verständnisvoller und urteilen vielleicht nicht mehr so schnell über andere, weil wir nur den äußeren Anschein wahrnehmen.

    Die Indianer haben da einen sehr schönen Spruch: “Bilde dir erst dann ein Urteil über deinen Bruder, wenn du viele Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist”.

    Sicherlich wird Hiob nach seiner Leidensphase noch viel verständnisvoller, mitfühlender und liebevoller gewesen sein, als er es bereits vorher schon war

  61. Juleam 20. Januar 2011 um 22:45 Link zum Kommentar

    Kapitel 16 – 17

    gestern hatte ich meinen Mann gefragt, warum eigentlich dieser Wortwechsel zwischen Hiob und den “Tröstern” so ausführlich in der Bibel stehen mag, denn er ist für mich ziemlich anstrengend zu lesen. Nicht nur, dass man darauf achten muss, wer gerade redet – sondern auch zu wem! Einfacher ist es da, sich das biblische Drama dazu anzuhören, denn da wird deutlicher, wer zu wem spricht und worum es geht – “Fürchte Gott und weiche vom Schlechten”.

    Die Rede Hiobs in Kapitel fängt damit an, dass er zu den “Tröstern” spricht, aber mittendrin redet er wieder mit Jehova (ab Vers 8). Daher kann es sehr verwirrend sein und man muss gut aufpassen und aufmerksam mit verfolgen wer gerade zu wem redet.

    Die Antwort war: es kann als Filter dienen!

    Als Filter? Um auszufiltern, wer ehrlich und aufrichtig nach der Erkenntnis Gottes sucht und um auszufiltern, ob etwas stimmt, was andere zu uns sagen, oder auch nicht.

    So werden wir ja immer wieder auf unseren echten Glauben geprüft. z.B. im Predigtdienst, wenn wir auf Personen treffen, die auch die Bibel lesen. Denken wir bitte nicht, Zeugen Jehovas seien die Einzigen, die regelmäßig in der Bibel lesen. Manche Menschen an den Türen kennen die Bibel besser als so mancher Bruder im Predigtdienst; da sie sich intensiv mit der Bibel beschäftigen, aus welchen Gründen auch immer. So lassen manche Personen uns einfach nur aus dem Grund herein, um uns anhand der Bibel zu beweisen, dass wir auf dem Holzweg sind.

    Was, wenn dir nun jemand Texte aus Hiob “um die Ohren haut”, um dich zum Wanken zu bringen und dich vielleicht davon zu überzeugen, in seine Religion zu wechseln? Es gibt tatsächlich einige freievangelische Richtungen, wo die Anhänger genau dazu geschult werden. Wenn ich die Bibel nun nicht gut kenne und nicht verstehe, worum es geht, könnte mich so eine Person aus dem Gleichgewicht bringen, denn ich sehe “es steht ja wirklich in der Bibel, dann muss derjenige ja Recht haben”, aber vergesse dabei, den Kontext zu sehen.

    Immerhin steht in der Bibel auch “es gibt kein Jehova!” – stimmt das dann? Gibt es wirklich Jehova Gott nicht? Nein! Wenn wir den Zusammenhang lesen, dann sehen wir, dass der Ungläubige so denkt.

    Wenn wir also den Dialog in Hiob wirklich aufmerksam lesen, dann werden wir in unserem Glauben gefestigt und werden nicht zum Straucheln gebracht.

    Sollte dies nicht unser Ziel sein?

    Unser Bezirkskongress im letzten Sommer hieß “Bleibt Jehova nahe!” und genau dies sollte unser Ziel sein. Es ist nicht damit getan, die Bibel zu studieren, sich Jehova hinzugeben und sich taufen zu lasssen – und dann gewohnheitsmäßig zu den Zusammenkünften und in den Predigtdienst zu gehen. Wir müssen auch daran arbeiten, Jehova nahe zu bleiben, so wie wir ja auch daran arbeiten müssen, dass unsere Ehe zu einem Erfolg wird. Nur mit der Heirat ist es da ja auch nicht getan. Wer nicht an seiner Beziehung arbeitet, wird sehr schnell vor den Scherben seiner Ehe stehen. Wollen wir das?

    Wollen wir vielleicht eines Tages vor den Scherben unserer innigen Freundschaft mit Jehova stehen?

    Also lesen wir immer aufmerksam in der Bibel. Nicht nur Worte und Sätze, sondern so, dass wir sie auch verstehen!

  62. Juleam 21. Januar 2011 um 23:00 Link zum Kommentar

    Hiob 18 – 20

    Hiob 18:4

    Wird um deinetwillen die Erde verlassen werden
    Oder ein Fels wegrücken von seiner Stelle?

    im Drama “Fürchte Jehova und weiche vom Schlechten” fragt Bildad: “Meinst du, nur weil du wütend bist, passiert ein Erdbeben?”

    So ähnlich habe ich mal gedacht!

    Ich war der Ansicht: wenn es mir ganz schlecht geht und ich überhaupt nicht mehr kann – dann MUSS Jehova endlich eingreifen!

    Aber er hat dies nicht getan. Dafür hat er mir aber immer die Kraft gegeben oder die Zusicherung, dass er mich liebt und mit mir und meiner Hausgemeinschaft ist.

    Es hat fast zwei Jahre gebraucht, bis ich es endlich wirklich kapiert habe und mit meinen Erwartungen zurück geschraubt habe. Denn es ist wirklich nicht einfach, in so einer Situation zu akzeptieren, dass der Gott dem ich diene und der die Macht hat, die Farce zu beenden, es nicht tut – sondern sich damit begnügt, mir “nur” die nötige Kraft zu geben.

    Es hat gedauert, damit zufrieden zu sein.

    Denn es ist eine Sache, sich damit abzufinden, dass die Situation höchstwahrscheinlich erst am Tag seines Gerichts geklärt wird. Aber irgendwie bleibt doch ganz tief Innen die Hoffnung, dass man noch in dieser Zeit rehabilitiert würde.

    Oftmals habe ich mir in Gedanken ausgemalt, wie dies geschehen könnte, aber das scheitert dann immer wieder daran, dass es nicht geht, ohne viele Brüder mit hinein zu ziehen, die überhaupt nichts damit zu tun haben. Und das will ich nicht! Wir hier sind jetzt hier nur zwei, die unter der Situation leiden. Würde Jehova aber in der Form eingreifen, wie es Sinn machen würde, würde es in mehreren Versammlungen erst Unruhe und dann damit vielleicht auch noch Unfrieden geben. Wo ist da dann der Sinn? Wir beide – uns ginge es besser – aber viele Brüder müßten darunter leiden, obwohl sie überhaupt nichts damit zu tun haben.

    Also bin ich lieber damit zufrieden, wie es ist und damit, wie Jehova hilft.

    Aber es war ein langer und sehr schmerzlicher Prozess, um bis hierhin zu kommen. Mein Schwiegervater hat mal gesagt, es habe etwas mit Demut zu tun und das stimmt auch. Man muss wirklich die Interessen der anderen in so einem Fall den eigenen voranstellen. Oder könnte man wirklich glücklich sein, wenn so viele andere darunter leiden müßten?

    Sein Glück auf dem Unglück anderer aufbauen? Die Personen, die ich in den vergangenen Jahren dabei beobachtet habe, haben sich zwar genommen was sie wollten, ohne Rücksicht auf Verluste. Aber sie sind nicht nur nicht glücklich – nein, sie sind noch nicht einmal zufrieden! Und die Gunst Jehovas haben sie zudem auch noch verloren.

    War es das wert?

  63. Juleam 21. Januar 2011 um 23:01 Link zum Kommentar

    Hiob 19:13-19

    Meine eigenen Brüder hat er weit von mir entfernt,
    Und selbst diejenigen, die mich kennen, haben sich von mir auch abgewandt.

    14 Meine vertrauten Bekannten sind ausgeblieben,
    Und diejenigen, die ich kenne, sie haben mich vergessen,
    15 Die als Fremdlinge in meinem Haus weilen; und selbst meine Sklavinnen halten mich für einen Fremden;
    Ein wirklicher Ausländer bin ich in ihren Augen geworden.

    16 Meinen Knecht habe ich gerufen, aber er antwortet nicht.
    Mit meinem eigenen Mund flehe ich ihn ständig um Mitleid an.

    17 Mein Atem selbst ist meiner Frau widerlich geworden,
    Und den Söhnen des Leibes meiner [Mutter] bin ich stinkend geworden.

    18 Auch Buben haben mich verworfen;
    Stehe ich bloß auf, so beginnen sie gegen mich zu reden.

    19 Alle Menschen der Gruppe meiner Vertrauten verabscheuen mich,
    Und diejenigen, die ich liebte, haben sich gegen mich gewandt.

    wie schmerzlich, wenn diese Worte auf uns selbst zutreffen

    können wir das Leid und den Schmerz von Hiob nachempfinden?

    Sicherlich gibt es nichts Schlimmeres, als wenn einem so etwas widerfährt – es ist der größte Verlust, den wir erleiden können.

    All die materiellen Dinge, aller Ruhm und alles Ansehen – ist nichts im Vergleich dazu, von Menschen, die wir lieben verlassen und dann auch verfolgt zu werden!

  64. Juleam 21. Januar 2011 um 23:06 Link zum Kommentar

    Hiob 19:23-25

    O daß nun meine Worte niedergeschrieben würden!
    O daß sie doch in ein Buch eingezeichnet würden!

    24 Mit einem eisernen Griffel und [mit] Blei,
    O daß sie für immer in den Felsen eingehauen würden!

    25 Und ich selbst weiß wohl, daß mein Erlöser lebt
    Und daß, nach [mir] kommend, er sich über [dem] Staub erheben wird.

    wenn Hiob wüsste, dass sich alles erfüllt hat von dem, was er sich hier wünscht!

    Jehova hat ihn aus der Situation nicht nur befreit, sondern auch erhoben – ganz deutlich gemacht, dass an den falschen Vorwürfen und Anschuldigungen nichts dran ist, sondern dass er Hiob von Herzen liebt, weil dieser ihm wohlgefällig ist. Nicht nur das, er hat aufgezeigt, warum Hiob leiden musste, dass es nicht war, weil er gesündigt hätte, sondern weil er so rechtschaffen und loyal war.

    Aber auch der Wunsch, dass seine Worte in ein Buch geschrieben werden sollten, hat sich erwünscht. Wir lesen sie gerade!

  65. Juleam 21. Januar 2011 um 23:10 Link zum Kommentar

    Hiob 20:1-3

    Und Zophar, der Naamathiter, antwortete und sprach dann:

    2 „Darum geben mir meine eigenen beunruhigenden Gedanken selbst Antwort,
    Auch wegen meiner inneren Erregtheit.

    3 Eine mich beschimpfende Mahnung höre ich;
    Und ein Geist ohne das Verständnis, das ich habe, erwidert mir.

    wie wahr, dieses Verständnis, das Zophar hat, hat Hiob nun wirklich nicht!

    wie gut für Hiob!!!

  66. Juleam 22. Januar 2011 um 23:50 Link zum Kommentar

    Hiob 21 – 24

    Hiob 21:4-12

    Ich würde einen Rechtsfall vor ihm darlegen,
    Und meinen Mund würde ich mit Gegenargumenten füllen;
    5 Ich würde die Worte kennen, mit denen er mir antwortet,
    Und ich würde beachten, was er zu mir sagt.

    6 Würde er mit Machtfülle mit mir streiten?
    O nein! Sicherlich würde er selbst auf mich achten.

    7 Dort wird der Rechtschaffene selbst gewiß die Dinge mit ihm richtigstellen,
    Und ich würde für immer meinem Richter entkommen.

    8 Siehe! Ostwärts gehe ich, und er ist nicht dort,
    Und wieder zurück, und ich kann ihn nicht bemerken,
    9 Nach links, wo er wirkt, aber ich kann [ihn] nicht erblicken;
    Er biegt nach rechts ab, aber ich sehe [ihn] nicht.

    10 Denn er kennt ja den Weg, den ich einschlage.
    [Nachdem] er mich geprüft hat, werde ich wie Gold selbst hervorgehen.

    11 An seinen Schritten hat mein Fuß festgehalten;
    Seinen Weg habe ich eingehalten, und ich weiche nicht ab.

    12 [Von] dem Gebot seiner Lippen entferne ich mich nicht.
    Ich habe die Reden seines Mundes aufbewahrt, mehr als was mir vorgeschrieben ist.

    “Könnte ich doch meinen Fall Gott darlegen und IHM meine Argumente vorbringen …”

    Da hat er mit seiner kompletten Argumentation Recht!

    Ja! Jehova würde ihm zuhören! Und ER würde sich sicherlich nicht in falschen Anschuldigungen ergehen.

    Im Gegenteil: er würde ihm liebevoll erklären, was da eigentlich läuft.

    Ob ER es hinterher irgendwann tatsächlich getan hat?

    Falls nicht – dann wird Hiob es spätestens nach seiner Auferstehung aus der Bibel erfahren.

    Ich persönlich würde sehr gern dann mit ihm darüber reden und ihm sagen, wie sehr er mich mit seiner unversehrten Lauterkeit beeindruckt, getröstet und motiviert hat!

  67. Juleam 23. Januar 2011 um 23:36 Link zum Kommentar

    Hiob 25 – 27

    Hiob 25:4

    Wie also kann der sterbliche Mensch vor Gott im Recht sein,
    Oder wie kann ein von einer Frau Geborener rein sein?

    “Wie kann ein Mensch vor Gott stehen und behaupten, rein zu sein?” – immerhin wissen wir ja, dass wir alle unvollkommen und daher nicht ohne Sünde sind.

    Dies ist eigentlich richtig – aber wieder in einen falschen Zusammenhang gebracht:

    Die falschen Trösten gehen ja davon aus, dass Hiob von Gott so bestraft wurde, weil er gesündigt habe. Hiob ist sich allerdings keiner Schuld bewußt. Trotzdem ist er sich darüber im Klaren, dass wir oftmals ohne es zu wissen und ohne es zu bemerken sündigen. Aus diesem Grund war es seine Gewohnheit für seine Kinder Schlacht-/Sündopfer darzubringen. Soweit ist das Ganze auch richtig.

    Allerdings kollidiert diese Argumentation nun aber mit der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Jehovas!

    Jehova sucht immer das Gute im Menschen. Er hat den Grundsatz:

    Strafe wo nötig – Barmherzigkeit wo möglich

    Würde es zu so einem Gott passen, dass er Hiob so hart für etwas straft, dessen er sich nicht einmal bewußt ist?

    Wir wissen, dass Hiob rechtschaffen, untadelig und vom Schlechten weichend war. Auch seine Freunde hätten ihn und seine Eigenschaften gut kennen müssen. Konnten sie sich wirklich vorstellen, dass dieser gerechte Mann im geheimen ein unmoralisches zügelloses Leben führen würde?

    Oder waren sie wirklich im Glauben, dass Gott ihn für eine kleine unbewußte Übertretung so hart strafen würde?

    Wußten sie nicht, dass oftmals der Gerechte leiden mußte?

    Was war mit Abel? War es eine Strafe Gottes, dass er von seinem Bruder erschlagen wurde?

    Was mit Henoch?

    Was war mit Jakob, der durch die glorreiche List seines Schwiegervater so viele Jahre leiden mußte?

    Was mit Joseph, der von seinen Brüdern nicht nur verkauft wurde, sondern auch wegen einer Falschanklage ins Gefängnis geworfen wurde und dort viele Jahre bleiben mußte?

    Was war mit Abraham und Sarah, die so viele Jahre Kinderlose geblieben sind?

    Alles gerechte Männer (und Frauen), die viel erleiden mußten. Personen, die das Wohlgefallen und die Gunst Jehovas hatten.

    Also was war ihr Problem? Warum diese Unterstellungen und immer wieder Argumente, die nicht trösteten, sondern niederrissen?

  68. Juleam 24. Januar 2011 um 23:04 Link zum Kommentar

    Hiob 28 – 31

    Hiob 29:2-5, 11-12

    „O daß ich wie in den Mondmonaten vor alters wäre,
    Wie in den Tagen, als Gott mich behütete;
    3 Als er seine Lampe über meinem Haupt leuchten ließ,
    [Als] ich bei seinem Licht [durch] Finsternis zu wandeln pflegte;
    4 So wie ich in den Tagen meiner Vollreife war,
    Als es trauten Umgang mit Gott in meinem Zelt gab,
    5 Als der Allmächtige noch bei mir war,

    Denn das Ohr, es hörte zu und pries mich dann glücklich,
    Und das Auge, es sah und legte dann Zeugnis für mich ab.

    12 Denn stets befreite ich den Niedergedrückten, der um Hilfe rief,
    Und den vaterlosen Knaben und den, der keinen Helfer hatte.

    Lohnt es sich, sich für andere zu verausgaben? Oder ist es sinn- und zwecklos, denn: “Undank ist der Welten Lohn”!?

    Hiob 30:1, 5-13,

    Wie einer, der die Trauernden tröstet.

    30 Und jetzt haben sie über mich gelacht,
    Diese an Tagen Jüngeren als ich,

    Aus der Gemeinschaft wurden sie jeweils vertrieben;
    Man schrie ihnen stets nach wie einem Dieb.

    6 Am Abhang von Wildbachtälern [müssen sie] weilen,
    In Staublöchern und in Felsen.

    7 Inmitten der Sträucher pflegten sie zu schreien;
    Unter den Nesseln drängten sie sich jeweils zusammen.

    8 Söhne des Unverständigen, auch Söhne des Namenlosen,
    Sie sind aus dem Land hinausgepeitscht worden.

    9 Und jetzt bin ich sogar das Thema ihres Liedes geworden,
    Und ich diene ihnen zum Gerede.

    10 Sie haben mich verabscheut, sie haben sich von mir ferngehalten;
    Und von meinem Angesicht hielten sie [ihren] Speichel nicht zurück.

    11 Denn er löste [meine] eigene Bogensehne und ging daran, mich zu demütigen,
    Und den Zaum ließen sie meinetwegen los.

    12 Zu [meiner] Rechten erheben sie sich wie eine Brut;
    Meine Füße haben sie gehen lassen,
    Doch warfen sie dann ihre Unheilsdämme gegen mich auf.

    13 Sie haben meine Pfade aufgerissen;
    Sie förderten nur Widriges gegen mich,
    Ohne daß sie irgendeinen Helfer hatten.

  69. Juleam 24. Januar 2011 um 23:07 Link zum Kommentar

    Hiob 30:16-19

    Und nun ist meine Seele in mir ausgegossen,
    Tage der Trübsal erfassen mich.

    17 Nachts sind meine Gebeine selbst durchbohrt worden [und fielen] von mir ab,
    Und [Schmerzen,] die an mir nagen, ruhen nicht.

    18 Durch die Fülle von Kraft verändert sich mein Gewand;
    Gleich dem Kragen meines langen Gewandes umgürtet es mich.

    19 Er hat mich zum Lehm hinuntergebracht,
    So daß ich mich wie Staub und Asche erweise.

    eine verständliche Reaktion für jemand, der für andere immer sein letztes Hemd gegeben hat. Er hat sich damit abgefunden, dass kein Dank zurückkommt, damit kann er laben. Aber dass sich nun diejenigen, denen er alles gegeben hatte, sich nun gegen ihn wenden, ihn verhöhnen und verspotten?

    Dass Personen, die eigentlich innerhalb von Jehovas Volk nichts zu suchen haben, ihn nicht nur verspotten, sondern auch alles tun, um ihn aus der Gemeinschaft seiner Brüder hinaus zu drängen?

  70. Juleam 24. Januar 2011 um 23:15 Link zum Kommentar

    Hiob 30:25-26

    Bestimmt habe ich geweint um den, der einen harten Tag hat;
    Meine Seele ist um den Armen bekümmert gewesen.

    26 Obwohl ich auf Gutes wartete, kam doch Schlechtes;
    Und ich harrte auf das Licht, aber Dunkel kam.

    und hier sind wir wieder an dem Punkt, an dem ich selbst schon so oft verzweifelt bin, da ich der selben Ansicht war wie Hiob:

    Wer gut zu anderen ist – der wird von anderen auch gut behandelt!

    Nix ist. Undank ist leider der Welten Lohn.

    Wenn ich diese Verse lese, dann tut mir Hiob immer wieder in der Seele leid. Dann muss ich aber auch an das denken, was mein Therapeut mir mal vor Jahren sagte: “Sie sind zu gut für diese Welt. Sie glauben immer noch an das Gute im Menschen” und auch daran, was eine liebe Freundin vor kurzem sagte “vielleicht muss ich einfach lernen, selbst auch hart und egoistisch zu werden, damit ich in diesem System überlebe.”

    Dieser Verzweifelten habe ich dann gesagt, dass ich lieber an diesem System verzweifeln werde, als ebenso zu werden, wie solche Menschen!

    Egal, wie hart alles ist und egal wie undankbar die anderen sein mögen und wie sehr wir oft darüber verzweifeln, so haben wir doch die Gewißheit, dass wir unserem Gott gefallen. Und dies ist doch das Einzige, was wirklich zählt – oder?

    Ich glaube, dass Hiob das genauso sehen würde…

    Außerdem bin ich der Überzeugung, dass wir gerade an unserer Reaktion auf solche Personen zeigen, wo wir wirklich stehen: ob wir unsere Hingabe an Jehova ernst meinen und Christen vom Herzen her sind – oder nur der Form halber!

  71. Juleam 25. Januar 2011 um 23:32 Link zum Kommentar

    Hiob 32 – 34

    Hiob 32:2

    Aber der Zorn Elihus, des Sohnes Barachels, des Busiters, von der Familie Ram, entbrannte. Gegen Hiob entflammte sein Zorn darüber, daß er eher seine eigene Seele gerechtsprach als Gott.

    Hiob 33:8-9, 12-13

    Nur hast du vor meinen Ohren gesagt,
    Und den Ton [deiner] Worte hörte ich ständig:
    9 ‚Ich bin lauter, ohne Übertretung;
    Rein bin ich, und kein Vergehen ist an mir.

    Siehe! Darin bist du nicht im Recht gewesen, antworte ich dir;
    Denn Gott ist viel mehr als der sterbliche Mensch.

    13 Warum hast du gegen ihn gestritten,
    Weil er all deine Worte nicht beantwortet?

    und nun führt er auf, wie Jehova seine Fragen beantwortet hat, ohne dass er selbst es bemerkt hätte:

    Hiob 33:14-18

    Denn Gott redet einmal
    Und zweimal — wenn man es auch nicht gewahr wird —
    15 In einem Traum, einer Vision der Nacht,
    Wenn tiefer Schlaf die Menschen befällt,
    In Schlummerzeiten auf dem Bett.

    16 Dann ist es, daß er das Ohr der Menschen entblößt,
    Und auf die Ermahnung an sie drückt er sein Siegel,
    17 Um einen Menschen von seiner Tat abzubringen
    Und daß er [den] Stolz vor einem kräftigen Mann verdecke.

    18 Er hält seine Seele zurück von der Grube

    bemerken wir es, wenn Jehova zu uns redet?

    Hiob 33:27-30

    Er wird vor Menschen singen und sprechen:
    ,Ich habe gesündigt; und was gerade ist, habe ich verdreht,
    Und es war bestimmt nicht das richtige für mich.

    28 Er hat meine Seele davon erlöst, in die Grube zu fahren,
    Und mein Leben selbst wird das Licht sehen.‘

    29 Siehe! Alle diese Dinge vollbringt Gott
    Zweimal, dreimal in dem Fall eines kräftigen Mannes,
    30 Um seine Seele von der Grube abzuwenden,
    Damit er mit dem Licht der Lebenden erleuchtet werde.

  72. Juleam 25. Januar 2011 um 23:41 Link zum Kommentar

    Hiob 34:1-12

    Und Elihu fuhr fort, zu antworten und zu sagen:

    2 „Hört, ihr Weisen, auf meine Worte;
    Und ihr, die Kundigen, gebt mir Gehör.

    3 Denn das Ohr selbst prüft Worte,
    So wie der Gaumen beim Essen kostet.

    4 Laßt uns das Recht für uns erwählen;
    Laßt uns unter uns erkennen, was gut ist.

    5 Denn Hiob hat gesagt: ‚Ich bin bestimmt im Recht,
    Gott aber hat das Recht von mir abgewandt.

    6 Teile ich gegen mein eigenes Recht Lügen mit?
    Meine schwere Wunde ist unheilbar, obwohl keine Übertretung da ist.‘

    7 Welcher kräftige Mann ist wie Hiob,
    [Der] Verspottung wie Wasser trinkt?

    8 Und er ist bestimmt auf dem Weg zur Gemeinschaft mit Schadenstiftern
    Und zum Wandeln mit Menschen der Bosheit.

    9 Denn er hat gesagt: ‚Ein kräftiger Mann hat keinen Nutzen davon,
    Daß er an Gott Wohlgefallen findet.‘

    10 Daher, ihr Menschen mit Herz, hört mir zu!
    Fern sei es von dem [wahren] Gott, böse zu handeln,
    Und vom Allmächtigen, unrecht zu handeln!

    11 Denn [gemäß] der Handlungsweise des Erdenmenschen wird er ihn belohnen,
    Und gemäß dem Pfad des Mannes wird er es auf ihn kommen lassen.

    12 Ja in der Tat, Gott selbst handelt nicht böse,
    Und der Allmächtige selbst verdreht das Recht nicht.

    Au weia! Ist mir bisher noch garnicht aufgefallen, dass Elihu hier jemand, der mit Gott hardert und meint, es lohne sich nicht, Jehova wirklich zu dienen, mit Schadenstiftern und dem Bösen in einen Topf wirft!

    Also ganz wichtig: immer wieder daran denken, worum es wirklich geht und daran, dass wir nicht zur Gemeinschaft der Bösen und Schadenstiftern gehören wollen!

  73. Juleam 27. Januar 2011 um 12:47 Link zum Kommentar

    Hiob 38 – 42

    Hiob 38:41-39:6

    Wer bereitet dem Raben sein Futter,
    Wenn seine eigenen Jungen zu Gott um Hilfe rufen,
    [Wenn] sie fortgesetzt umherirren, weil es nichts zu fressen gibt?

    39 Hast du die bestimmte Zeit erkannt, zu der die Steinböcke des zerklüfteten Felsens gebären?
    Beobachtest du genau, wann die Hindinnen unter Geburtsschmerzen [Junge] hervorbringen?

    2 Zählst du die Mondmonate, die sie erfüllen,
    Oder hast du die bestimmte Zeit, da sie gebären, erkannt?

    3 Sie beugen sich, wenn sie ihre Jungen werfen,
    [Wenn] sie ihre Wehen los werden.

    4 Ihre Söhne werden kräftig, sie werden groß auf dem freien Feld;
    Sie ziehen tatsächlich aus und kehren nicht zu ihnen zurück.

    5 Wer hat das Zebra in die Freiheit entsandt,
    Und wer hat selbst des Wildesels Bande gelöst,
    6 Zu dessen Haus ich die Wüstenebene bestimmte
    Und zu dessen Wohnorten das Salzland?

    Hiob 39:13-16

    Hat der Straußenhenne Flügel fröhlich geschlagen,
    Oder [hat sie] die Schwingen eines Storches und das Gefieder?

    14 Denn sie überläßt der Erde ihre Eier,
    Und im Staub hält sie sie warm,
    15 Und sie vergißt, daß ein Fuß sie zerdrücken
    Oder auch ein wildlebendes Tier des Feldes auf sie treten kann.

    16 Sie behandelt ihre Söhne tatsächlich hart, als gehörten sie nicht ihr —
    Vergeblich ist ihre Mühe, [denn sie ist] unerschrocken.

    Hiob 39:26-30

    Ist es zufolge deines Verstandes, daß sich der Falke emporschwingt,
    Daß er seine Flügel zum Südwind hin ausbreitet?

    27 Oder ist es auf deinen Befehl, daß ein Adler aufwärts fliegt
    Und daß er sein Nest hoch oben baut,
    28 Daß er auf einem zerklüfteten Felsen weilt und die Nacht
    Auf einem zerklüfteten Felszahn und an einem unzugänglichen Ort verbringt?

    29 Von dort aus muß er nach Nahrung suchen;
    Weit in die Ferne schauen seine Augen unablässig.

    30 Und seine Jungen, sie schlürfen fortwährend Blut;
    Und wo die Erschlagenen sind, da ist er.“

    was wissen wir über die Natur, über das Verhalten der Tiere?

    Womit beschäftigen wir uns in der Freizeit?

    Was unternehmen wir z.B. an den freien Tagen mit unserer Familie?

    Wenn wir uns viel in der Natur aufhalten und die Tiere beobachten, dann kommen wir dadurch unserem Gott noch näher!

    Ist es uns das wert?

    Im übrigen war dies die erste Aufgabe, die unser Schöpfer dem Menschen gab: er sollte die Tiere beobachten und ihnen dann entsprechend ihrem Verhalten Namen geben

  74. Juleam 27. Januar 2011 um 12:57 Link zum Kommentar

    Hiob 40:7-8

    „Gürte bitte deine Lenden wie ein kräftiger Mann;
    Ich werde dich befragen, und du unterrichte mich.

    8 Willst du wirklich mein Recht ungültig machen?
    Willst du mich schuldig sprechen, damit du im Recht bist?

    auszugsweise aus dem WT 2006 unter Lehren für uns:

    27:2; 30:20, 21.
    Die Lauterkeit zu bewahren setzt keine Vollkommenheit voraus.

    Hiob handelte nämlich verkehrt, als er sich kritisch über Gott äußerte.

    egal, wie stark wir an die Wand gedrückt werden und egal, wie sehr wir darüber enttäuscht sind, dass unser Gott noch nicht für uns aktiv wird – wir dürfen uns niemals dazu hinreißen lassen, unseren Gott zu beschuldigen!

  75. Juleam 27. Januar 2011 um 13:12 Link zum Kommentar

    Hiob 42:1-6

    Und Hiob antwortete Jehova und sprach dann:

    2 „Ich habe erkannt, daß du alle Dinge zu tun vermagst,
    Und es gibt keine Idee, die für dich unerreichbar ist.

    3 ‚Wer ist dieser, der Rat verdunkelt ohne Erkenntnis?‘
    Darum redete ich, doch verstand ich nicht,
    Dinge, zu wunderbar für mich, die ich nicht kenne.

    4 ‚Höre bitte, und ich selbst werde reden.
    Ich werde dich befragen, und du unterrichte mich.‘

    5 Vom Hörensagen habe ich von dir gehört,
    Nun aber hat mein eigenes Auge dich gesehen.

    6 Deshalb widerrufe ich,
    Und ich bereue wirklich in Staub und Asche.“

    sind auch wir demütig genug, uns unserem Gott zu unterwerfen? Nachzugeben und zu tun, was er uns gebietet – auch wenn wir es nicht verstehen?

    Erinnern wir uns an Abraham: er hatte auch nicht wirklich verstanden, warum Jehova von ihm forderte, seinen geliebten Sohn Isaak als Opfer darzubringen. Der Redner auf dem BZK im letzten Sommer sagte zum Abschluß des Programmpunktes “Männer und Frauen, die Jehova sehr nahe geblieben sind – Abraham”:

    Wahrscheinlich wird Abraham zu seinen Lebzeiten niemals so ganz verstanden haben, warum er Isaak opfern sollte. Umso begeisterter wird er in der Auferstehung sein, wenn er erfährt, dass er es als Vorschau auf das große Opfer Jehovas getan hat
    (frei nach Pape)

    Noah sollte die Arche bauen. Auch dies konnte er nicht wirklich verstehen, denn bis dato hatte es noch nicht geregnet und seine Spötter fragten ihn zu Recht: “Woher soll denn das ganze Wasser kommen?”. Ganz verstanden hatte er es erst, als die Flut dann kam. Trotzdem war er gehorsam. Die Bibel sagt “in allem tat Noah so, wie Gott sagte”.

    Wie ist es mit uns?

    Gehorchen wir unserem Gott immer? Ist unsere Liebe tief genug, um auch die dunklen Stunden zu überstehen, ohne unseren Glauben und unsere innige Liebe zu Gott zu verlieren?

    im WT vom 15.03.06 heißt es dazu auszugsweise unter Lehren für uns:

    1:8–11; 2:3–5. Wie Hiobs Beispiel erkennen lässt, erfordert Lauterkeit nicht nur, das Richtige zu sagen und zu tun, sondern auch, Jehova aus dem richtigen Beweggrund zu dienen.

    10:1. Hiob war durch Verbitterung verblendet, weshalb er nicht nachdachte, ob sein Leid andere Gründe haben könnte. Wir dürfen uns durch Leid nicht verbittern lassen, vor allem, da wir deutlich verstehen, um welche Streitfragen es eigentlich geht.

    27:5. Hiob hätte sich nur selbst um seine Lauterkeit bringen können. Lauterkeit hängt nämlich von der Liebe zu Gott ab. Wir sollten daher daran arbeiten, eine starke Liebe zu Gott zu haben.

    was fangen wir mit solcher Erkenntnis an?

    Sind es nur Worte, die wir gelesen haben und die wir vielleicht sogar aus dem Stehgreif zitieren können – oder bestimmen sie unser Leben?

    Könnten wir wie Hiob sagen:

    Vom Hörensagen habe ich von dir gehört,
    Nun aber hat mein eigenes Auge dich gesehen.

  76. Juleam 27. Januar 2011 um 13:20 Link zum Kommentar

    Hiob 42:7-8

    Und es geschah, nachdem Jehova diese Worte zu Hiob geredet hatte, daß Jehova dann zu Eliphas, dem Temaniter, sprach:

    „Mein Zorn ist gegen dich und deine beiden Gefährten entbrannt, denn ihr habt von mir nicht geredet, was wahrhaftig ist, wie mein Knecht Hiob. 8 Und nun, nehmt euch sieben Stiere und sieben Widder, und geht zu meinem Knecht Hiob, und ihr sollt ein Brandschlachtopfer für euch opfern, und Hiob, mein Knecht, wird selbst für euch beten. Sein Angesicht allein werde ich annehmen, um keine schändliche Torheit an euch zu begehen, denn ihr habt von mir nicht geredet, was wahrhaftig ist, wie mein Knecht Hiob.“

    ganz schön krass, wie hart Jehova hier die falschen Tröster verurteilt.

    Könnte man wirklich sagen, dass sie aus Versehen oder unbewußt so geredet haben, dass sie Hiob doch eigentlich wirklich trösten wollten?

    Wäre Jehovas Urteil dann so hart ausgefallen?

    Erinnern wir uns noch an die Gedanken aus den vorigen Jahren zu diesen Versen?

    Hm, ist schon ziemlich krass, denn es zeigt, dass Jehova wirklich völlig gerecht ist und dass diejenigen, die anderen geschadet oder sie sonstwie zum Straucheln gebracht haben, einen schweren “Gang nach Kanossa” vor sich haben.

  77. Juleam 27. Januar 2011 um 13:27 Link zum Kommentar

    Hiob 42:9, 10

    Demgemäß gingen Eliphas, der Temaniter, und Bildad, der Schuchiter, [und] Zophar, der Naamathiter, und taten so, wie Jehova zu ihnen geredet hatte; und da nahm Jehova Hiobs Angesicht an.

    10 Und Jehova selbst wandte den Zustand des Gefangenseins Hiobs, als er zugunsten seiner Gefährten betete

    ein sehr interessanter Gedanke, der mir bisher überhaupt nicht aufgefallen war:

    Jehova wandet Hiobs Zustand erst, nachdem er Fürbitte für diejenigen eingelegt hat, die ihn so an die Wand gedrückt hatten.

    Also: Demut war nicht nur von Seiten der falschen Tröster notwendig, sondern auch von Hiob!

    Denn wäre es nicht eine verständliche Reaktion, sich nun schadenfroh an dem Unglück derjenigen zu weiden, die uns bedrückt haben – wenn sie nun selbst bedrückt würden?

    Statt dessen müssen wir auf Jehovas Geheiß hin für diese Menschen auch noch beten, damit die Strafe nicht so arg ausfällt.

    Dies würde mir sicherlich sehr schwer fallen. Glücklicherweise ist es noch nicht so weit, noch haben wir Zeit, an uns zu arbeiten und diese Zeit benötige ich auch noch. Hier muss ich wieder an den Vortrag: “Wie nennst du den Stein?” denken, wo der Redner anführt, dass wir Personen, die uns piesacken, eigentlich dankbar sein können. Denn ansonsten würden wir niemals auf unsere Schwächen aufmerksam gemacht und wären der Meinung, dass wir Jehova wohlgefällig wären. Aber in unserem Inneren würden die falschen Eigenschaften noch schlummern und da wir nicht davon wissen, könnten wir auch nicht daran arbeiten!

  78. Juleam 27. Januar 2011 um 13:32 Link zum Kommentar

    Hiob 42:10-17

    Und Jehova selbst wandte den Zustand des Gefangenseins Hiobs, als er zugunsten seiner Gefährten betete, und Jehova begann außerdem, Hiob all das in doppeltem Maße zu geben, was er gehabt hatte. 11 Und fortgesetzt kamen alle seine Brüder und alle seine Schwestern und alle, die ihn früher gekannt hatten, zu ihm, und sie begannen, mit ihm Brot zu essen in seinem Haus und ihm Mitgefühl zu bekunden und ihn zu trösten über all das Unglück, das Jehova über ihn hatte kommen lassen; und sie gaben ihm dann ein jeder ein Geldstück und ein jeder einen goldenen Ring.

    12 Was Jehova betrifft, er segnete das Ende Hiobs danach mehr als seinen Anfang, so daß er schließlich vierzehntausend Schafe und sechstausend Kamele und tausend Gespanne Rinder und tausend Eselinnen hatte. 13 Auch hatte er dann sieben Söhne und drei Töchter. 14 Und er gab der ersten den Namen Jemima und der zweiten den Namen Kezia und der dritten den Namen Keren-Happuch. 15 Und es fanden sich keine so schönen Frauen wie Hiobs Töchter im ganzen Land, und ihr Vater gab ihnen dann ein Erbe inmitten ihrer Brüder.

    16 Und Hiob lebte nach diesem noch hundertvierzig Jahre und bekam seine Söhne und seine Enkel zu sehen — vier Generationen. 17 Und schließlich starb Hiob, alt und mit Tagen gesättigt.

    Happy End?

    Sicherlich ein guter Ausgang dieser bösen Geschichte. Hiob bekam alles wieder, was er verloren hatte – sogar neue Kinder.

    Aber konnten diese neuen Kinder wirklich ein Ersatz für die verlorenen sein? Denken wir nun, Hiob habe nicht mehr um seine verstorbenen Kinder getrauert?

    Das wahre Happy End wird erst nach Harmagedon in der Auferstehung kommen – dann, wenn Hiob mit allen seinen Kindern wieder vereint ist und auch dann versteht, worum es eigentlich gegangen ist.

    Ob er entsetzt darüber sein wird, dass er zum Spielball wurde? Dass Satan ihn benutzen wollte, um Jehova zu brüskieren?

  79. Juleam 18. Januar 2012 um 08:43 Link zum Kommentar

    Hiob 1 – 4

    Hiob 1:1

    Im Land Uz lebte ein Mann namens Hiob, der rechtschaffen und aufrichtig war. Weil er Ehrfurcht vor Gott hatte, hütete er sich davor, Böses zu tun.

    Eine sehr schöne Formulierung

    Bei uns wird es mit “gottesfürchtig” übersetzt – hier wird sehr schön gezeigt, was damit gemeint ist

  80. Juleam 18. Januar 2012 um 09:00 Link zum Kommentar

    Hiob 1:4-5

    Jahr für Jahr feierten seine Söhne reihum in ihren Häusern Feste, zu denen sie auch ihre Schwestern einluden. 5 Immer wenn die Festtage vorbei waren, ließ Hiob seine Kinder zu sich kommen, um sich mit ihnen auf ein Opfer vorzubereiten. Schon früh am Morgen stand er auf und brachte Gott viele Brandopfer dar, für jedes Kind eins. Das tat Hiob jedes Mal, denn er dachte: »Vielleicht haben sie bei ihren Gelagen Gott insgeheim verlassen und sich von ihm losgesagt«.

    Bei uns heißt es hier, dass sie Gott geflucht haben könnten. Wie wird es woanders übersetzt?

    Schlachter:

    denn Hiob sagte sich: Vielleicht könnten meineKinder gesündigt und sich in ihrem Herzen von Gott losgesagt haben!

    Eberfelder:

    Vielleicht haben meine Kinder gesündigt und sich in ihrem Herzen von Gott losgesagt.

    Luther:

    Meine Söhne möchten gesündigt und Gott abgesagt haben in ihrem Herzen

    Neue-Welt-Übersetzung:

    Hiob sprach: „Vielleicht haben meine Söhne gesündigt und haben in ihrem Herzen Gott geflucht.“
    Fußnote:
    „Haben . . . geflucht“ lautete die ursprüngliche Lesart. Der Text wurde in „haben . . . gesegnet“ geändert. LXX: „haben . . . gegen . . . Schlechtes gedacht“; Sy: „haben . . . geschmäht“; Vg: „haben . . . gesegnet“. Siehe Anh. 2B.

    und die Querverweise dazu:

    (Matthäus 15:19) Zum Beispiel kommen aus dem Herzen böse Überlegungen, Mordtaten, Ehebrüche, Hurereien, Diebstähle, falsche Zeugnisse, Lästerungen.

    (Sprüche 30:9) damit ich nicht satt werde und ich [dich] tatsächlich verleugne und sage: „Wer ist Jehova?“ und damit ich nicht verarme und ich tatsächlich stehle und mich am Namen meines Gottes vergreife.

    konnte er sich so etwas wirklich von seinen Kindern vorstellen?

  81. Juleam 18. Januar 2012 um 09:04 Link zum Kommentar

    Satan fordert Jehova heraus und Hiob wird dabei zu einer Art Spielfigur

    Hiob 1:6-12

    Eines Tages versammelten sich die Engel im Himmel und traten vor den Herrn, unter ihnen auch der Satan. 7 »Woher kommst du?«, fragte ihn der Herr. »Ich habe die Erde durchstreift«, gab dieser zur Antwort. 8 Der Herr erwiderte: »Dann ist dir sicher auch mein Diener Hiob aufgefallen. Ich kenne keinen zweiten auf der Erde, der so rechtschaffen und aufrichtig ist wie er, der mich achtet und sich nichts zuschulden kommen lässt.«

    9 »Überrascht dich das?«, fragte der Satan. »Er tut’s doch nicht umsonst! 10 Du hast ihn, seine Familie und seinen ganzen Besitz stets bewahrt. Seine Arbeit war erfolgreich, und seine Herden haben sich gewaltig vermehrt. 11 Aber – versuch es doch einmal und lass ihn Hab und Gut verlieren, dann wird er dich ganz sicher vor allen Leuten verfluchen.«

    12 »Gut«, sagte der Herr, »mach mit seinem Besitz, was du willst, nur ihn selbst taste nicht an!« So verließ der Satan den Herrn und die Engel.

    Vers 22:

    Obwohl dieses Leid über ihn hereinbrach, versündigte Hiob sich nicht. Kein böses Wort gegen Gott kam über seine Lippen.

    Hiob 2:1-7

    Wieder einmal versammelten sich die Engel und traten vor den Herrn, unter ihnen auch der Satan. 2 »Woher kommst du?«, fragte ihn der Herr. »Ich habe wieder die Erde durchstreift«, gab der Satan zur Antwort. 3 »Dann ist dir sicher auch mein Diener Hiob aufgefallen«, sagte Gott. »Ich kenne keinen Zweiten auf der Erde, der so rechtschaffen und aufrichtig ist wie er, der mich achtet und sich nichts zuschulden kommen lässt. Immer noch vertraut er mir, obwohl du mich dazu verleitet hast, ihn ohne Grund ins Unglück zu stürzen.«

    4 Der Satan erwiderte bloß: »Kein Wunder! Er selbst ist doch noch mit heiler Haut davongekommen. Ein Mensch gibt alles her, was er besitzt, wenn er damit sein eigenes Leben retten kann. 5 Greif nur seinen Körper und seine Gesundheit an, ganz sicher wird er dich dann vor allen Leuten verfluchen!«

    6 Der Herr entgegnete: »Ich erlaube es dir! Greif seine Gesundheit an, doch lass ihn am Leben!« 7 Da verließ der Satan den Herrn und die Engel und schlug zu: Eitrige Geschwüre brachen an Hiobs Körper aus, von Kopf bis Fuß.

    Wie wir sehen, konnte all dies Hiob nicht von seiner Liebe zu Gott trennen, wie die Verse 9 bis 10 zeigen:

    »Na, immer noch fromm?«, wollte seine Frau wissen. »Mach doch Schluss mit Gott und stirb!« 10 Aber Hiob sagte nur: »Was du sagst, ist gottlos und dumm! Das Gute haben wir von Gott angenommen, sollten wir dann nicht auch das Unheil annehmen?« Selbst jetzt kam kein bitteres Wort gegen Gott über Hiobs Lippen.

    Ja, dem Widersacher mag es wohl hin und wieder gelingen, uns mit seinen Spielchen zu entmutigen. Aber solche Situationen stärken auch unseren Glauben – weil Jehova dann die Gelegenheit bekommt, uns zu beweisen, dass er uns nicht im Stich lässt.

    Dann können wir “schmecken und sehen, dass Jehova gut ist”!

  82. Juleam 18. Januar 2012 um 09:12 Link zum Kommentar

    Hiob 2:11-13

    Als sie von dem Unglück hörten, das über ihn hereingebrochen war, vereinbarten sie, Hiob zu besuchen. Sie wollten ihm ihr Mitgefühl zeigen und ihn trösten. 12 Schon von weitem sahen sie ihn, aber sie erkannten ihn kaum wieder. Da brachen sie in Tränen aus, sie zerrissen ihre Kleider, schleuderten Staub in die Luft und streuten ihn sich auf den Kopf.

    13 Dann setzten sie sich zu Hiob auf den Boden. Sieben Tage und sieben Nächte saßen sie da, ohne ein Wort zu sagen, denn sie spürten, wie tief Hiobs Schmerz war.

    Sie hatten gute Beweggründe: sie wollten nach ihrem Freund sehen und ihn trösten. Vielleicht kannten sie ja bereits die Ansprache von unserem Bezirksaufseher ;-) “Hilfe von dem Gott allen Trostes annehmen”. Sie hatten gut aufgepasst und da sie wußten, dass kein Mensch etwas an Hiobs Situation ändern könnte – da wollten sie ihm wenigstens das Gefühl geben, nicht allein zu sein.

    Vielleicht kannten sie auch die Definition von “Mitleid” und “Mitgefühl” – denn es bedeutet, dass wir den Schmerz eines anderen in unserem eigenen Herzen fühlen!

    Als sie ihren Freund sahen, erkannten sie ihn nicht wieder. Sicherlich hatte sein Leid ihn gezeichnet. Wenn wir einem Menschen nahe sind, spüren wir oftmals, dass es ihm schlecht geht – obwohl er nichts davon sagt und wir es äußerlich nicht sehen können.

    Hiobs Anblick verschlägt ihnen die Sprache. Manchmal ist das Leid eines anderen so schwerwiegend, dass uns die Worte fehlen. Was sollen wir sagen? Was können wir sagen?

    Als von unserem damaligen Kreisaufseher die Frau nach längerem Krebsleiden gestorben war, ging es mir ähnlich wie den Freunden von Hiob. Ich war total geschockt und wußte nicht, was ich sagen sollte. Leider hielt das ziemlich lange bei mir an. Ich hätte ihn so gern getröstet – nur wie? Schließlich konnte ich ihn – als damals ledige Schwester – ja nicht laufend in den Arm nehmen. Und was sollte ich sagen?

    “Jetzt leidet sie wenigstens nicht mehr”? Das mag ja sein, trotzdem empfand er einen tiefen Schmerz, den ich buchstäblich fühlen konnte. “Sie wird ja bald wieder auferstehen”. Das mag ja sein und das glaubte er sicherlich auch – aber könnte das wirklich den Schmerz nehmen?

    Ich habe mich so hilflos gefühlt und in meiner Verzweiflung noch mal die Broschüre “Wenn ein geliebter Mensch gestorben ist” gelesen – besonders das Kapitel “Wie können andere helfen?”. Mir war klar, dass es auch keine Lösung ist, ihm aus dem Weg zu gehen. Ich wollte ihn ja schließlich nicht entmutigen – sondern irgendwie trösten.

    Nach einem längeren Gespräch mit Jehova bin ich vor der nächsten Versammlung auf ihn zugegangen und habe ihm gesagt, dass mir leider die Worte fehlen und dass es mir leid tut, dass ich ihm deshalb aus dem Weg gegangen war. Dass ich Angst hätte, etwas zu sagen, was ihn entmutigen oder seinen Schmerz noch vergrößern würde. Seine Antwort war: “Behandel mich bitte ganz normal. Wenn ich nicht darüber reden möchte, dann werde ich es schon sagen” – und das selbe sagte er allen anderen Brüdern noch am selben Abend in einem Kommentar..

    Ja, hier kann ich Hiobs Freunde noch sehr gut verstehen. Es kann durchaus vorkommen, dass das Leid eines lieben Menschen uns verstummen lässt. Nicht aus mangelndem Mitgefühl – sondern weil uns einfach die Worte fehlen und alles irgendwie hohl und banal für den Leidenden klingen muss

  83. Juleam 18. Januar 2012 um 09:20 Link zum Kommentar

    Hiob 3 – der Schmerz und das Leid sind so groß, dass Hiob am liebsten sterben würde.

    Warum muss ich noch leben?

    1 Dann erst begann Hiob zu sprechen. Er verfluchte den Tag seiner Geburt 2 und sagte:

    3 »Ausgelöscht sei der Tag, an dem ich geboren wurde, und auch die Nacht, in der man sagte: ›Es ist ein Junge!‹ 4 Jener Tag versinke in tiefer Finsternis – kein Licht soll ihn erhellen! Selbst Gott da oben vergesse ihn! 5 Ja, der Tod soll ihn holen – diesen Tag! Ich wünschte, dass sich dunkle Wolken auf ihn legten und die Finsternis sein Licht erstickte!

    6 Für immer soll sie dunkel bleiben – die Nacht meiner Geburt! Ausgelöscht sei sie aus dem Jahreskreis, nie wieder erscheine sie auf dem Kalender! 7 Stumm und öde soll sie sein, eine Nacht, in der sich keiner mehr freut! 8 Verfluchen sollen sie die Zauberer, die Tag und Nacht verwünschen können und die das Ungeheuer wecken! 9 Jene Nacht soll finster bleiben, ohne alle Sternenpracht! Vergeblich warte sie aufs Sonnenlicht, die Strahlen des Morgenrots sehe sie nicht! 10 Denn sie ließ zu, dass meine Mutter mich empfing, die Mühen des Lebens hat sie mir nicht erspart.

    11 Warum bin ich nicht bei der Geburt gestorben, als ich aus dem Leib meiner Mutter kam? 12 Wozu hat sie mich auf den Knien gewiegt und an ihrer Brust gestillt? 13 Wenn ich tot wäre, dann läge ich jetzt ungestört, hätte Ruhe und würde schlafen 14 so wie die Könige und ihre Berater, die sich hier prachtvolle Paläste bauten – längst zu Ruinen zerfallen -, 15 und wie die Herrscher, die Gold und Silber besaßen und ihre Häuser damit füllten. 16 Warum wurde ich nicht wie eine Fehlgeburt verscharrt, wie Totgeborene, die nie das Tageslicht sahen? 17 Bei den Toten können die Verbrecher nicht mehr toben, und ihre Opfer haben endlich Ruhe. 18 Auch die Gefangenen lässt man dort in Frieden; sie hören nicht mehr das Geschrei des Aufsehers. 19 Ob groß oder klein: Dort sind alle gleich, und der Sklave ist seinen Herrn los.

    20 Warum nur lässt Gott die Menschen leben? Sie mühen sich ab, sind verbittert und ohne Hoffnung. 21 Sie sehnen sich den Tod herbei – aber er kommt nicht! Sie suchen ihn mehr als verborgene Schätze, 22 und erst wenn sie endlich im Grab ruhen, empfinden sie die größte Freude! 23 Warum muss ich noch leben? Gott hat mich eingepfercht; ich sehe nur noch Dunkelheit! 24 Laut schreie ich auf vor Schmerzen, wenn ich essen will, und das Stöhnen bricht aus mir heraus. 25 Meine schlimmsten Befürchtungen sind eingetroffen, und wovor mir immer graute – das ist jetzt da!

    26 Ohne Ruhe und Frieden lebe ich dahin, getrieben von endloser Qual!«

    Heißt dies, dass Jehova ihn nun verwirft, weil er die Gabe des Lebens nicht mehr schätzt?

    Glauben wir wirklich, dass Jehova so unbarmherzig ist? Er weiss doch, warum Hiob so denkt und fühlt – er kennt doch unser Innerstes. Sicherlich empfindet ER ein schmerzliches Bedauern, dass es Hiob jetzt so schlecht geht. Aber er hat einen guten Grund, warum er Hiob noch nicht aus dem Elend hinaus hilft.

    Erinnern wir uns noch an Elia, der vor der rachsüchtigen Königin Isebel in die Wüste floh? Wie Jehova über diese Flucht dachte?

    Ich denke, dass wir nicht oft genug über solche Berichte nachsinnen können. Denn sonst könnten uns solche Gefühle noch mehr entmutigen, weil der Satan uns dann weis macht, dass wir damit nicht mehr für unseren Gott annehmbar sind

  84. Juleam 18. Januar 2012 um 09:22 Link zum Kommentar

    Hiob 4:6-9

    Dabei hast du allen Grund zur Hoffnung! Dein Leben war stets tadellos, und Gott hast du von Herzen geehrt. Sei zuversichtlich! 7 Kannst du mir nur ein Beispiel nennen, wo ein gerechter Mensch schuldlos zugrunde ging? 8 Im Gegenteil – immer wieder habe ich gesehen: Wer Unrecht sät, wird Unglück ernten! 9 Denn Gott rafft Übeltäter im Zorn hinweg und richtet sie zugrunde.

    Da hat er ja im Prinzip Recht. Allerdings vergißt er etwas ganz Entscheidendes:

    Noch ist für Jehova nicht die Zeit zum Eingreifen und wir dürfen nicht davon ausgehen, dass Jehova immer ein Wunder wirken muss, wenn wir in Bedrängnis geraten.

    Wie wir heute in der Bibel lesen können, hatte Jehova einen guten Grund, jetzt noch nicht einzugreifen. Auch heute gibt es einen Grund, warum er zuläßt, dass wir leiden. Denken wir auch an den Psalmisten, der beinahe vom rechten Weg abgewichen ist – weil er diese Tatsache aus den Augen verloren hatte.

    Also lassen wir uns bitte nichts einreden. Bewahren wir uns unseren Glauben und unser Vertrauen auf Jehova und lassen wir die Verbindung zwischen uns und Jehova bitte niemals abreißen!

  85. Juleam 19. Januar 2012 um 10:13 Link zum Kommentar

    Hiob 5 – 7

    Hiob 5:12-27

    Die Pläne verschlagener Menschen vereitelt er, so dass ihnen gar nichts gelingt. 13 Er fängt die Klugen mit ihrer eigenen Klugheit, und ihre Machenschaften durchkreuzt er. 14 Am helllichten Tage tappen sie umher, als wäre es stockdunkle Nacht. 15 Gott hilft dem Armen aus der Gewalt der Mächtigen und rettet ihn vor ihren mörderischen Plänen. 16 Er gibt den Armen wieder Hoffnung und bringt die Ungerechtigkeit zum Schweigen.

    17 Glücklich ist der Mensch, den Gott zurechtweist! Der Allmächtige will dich erziehen! Sträube dich nicht! 18 Er schlägt dich zwar, doch er heilt auch wieder; er verbindet alle Wunden, die er dir zufügt. 19 Bricht ein Unglück herein, so wird er dich retten; jedes Mal bleibst du vom Untergang verschont. 20 In der Hungersnot erhält er dich am Leben, und im Krieg bewahrt er dich vor gewaltsamem Tod. 21 Er beschützt dich vor übler Nachrede, die wie Peitschenhiebe verletzt. Du musst nicht befürchten, dass dein Besitz verwüstet wird. 22 Verderben und Hungersnot lachst du aus, und vor den wilden Tieren hier im Lande hast du keine Angst. 23 Niemand wird Steine auf deinen Acker werfen, und die wilden Tiere werden dich nicht angreifen. 24 In Ruhe und Frieden kannst du in deinem Haus leben, und schaust du nach deinem Hab und Gut, fehlt nichts. 25 Kinder und Enkel wirst du sehen, so zahlreich wie die Blumen auf dem Feld. 26 Du bleibst rüstig bis ins hohe Alter, und wenn du einst begraben wirst, gleichst du dem Korn, das erst in voller Reife geerntet wird.

    27 Das alles haben wir erforscht. Du kannst uns glauben, es ist wahr! Nun richte dich danach!«

    Wirklich?

    Was zeigt die Geschichte des Volkes Gottes? Ging es da den gottesfürchtigen Menschen immer gut? Brauchten sie keine Angst zu haben? Beschützte Jehova sie immer und überall?

  86. Juleam 19. Januar 2012 um 10:15 Link zum Kommentar

    Hiob 6:8-15

    Warum schlägt Gott mir meine Bitte ab und gibt mir nicht, was ich so sehnlich wünsche? 9 Ich wünsche mir nur eins: dass er mich zermalmt und mir das Lebenslicht ausbläst! 10 Denn einen Trost hätte ich auch dann noch, Grund zum Jubeln trotz schrecklicher Schmerzen: Was der heilige Gott geboten hat, daran habe ich mich immer gehalten! 11 Aber meine Kraft reicht nicht aus, um noch länger zu hoffen! Auf welches gute Ende soll ich geduldig warten? 12 Bin ich denn hart und unverwundbar wie ein Stein? Ist mein Körper kraftvoll, wie aus Erz gegossen? 13 Ich bin völlig hilflos und weiß nicht mehr aus noch ein!

    14 Wer so verzweifelt ist wie ich, braucht Freunde, die fest zu ihm halten, selbst wenn er Gott nicht mehr glaubt. 15 Ihr aber enttäuscht mich wie die Flüsse in der Wüste, deren Bett vertrocknet, sobald kein Regen mehr fällt.

    wie schlimm muss es Hiob gegangen sein, dass er so gequält redet…

  87. Juleam 19. Januar 2012 um 10:17 Link zum Kommentar

    Hiob 7:4

    Wenn ich mich schlafen lege, denke ich: ›Wann kann ich endlich wieder aufstehen?‹ Die Nacht zieht sich in die Länge, ich wälze mich schlaflos hin und her bis zum Morgen

    Und umgekehrt: tagsüber denke ich oft “hoffentlich ist der Tag bald vorbei!”

    So geht es mir in den Schmerzphasen immer wieder.

    Wobei ich die schlaflosen Nächte seit einigen Jahren gut zu nutzen weiss: ich habe einfach die Zeit zum Bibellesen dorthin verschoben. Da ich eh jede Nacht wach werde und wegen der chronischen Schmerzen stundenlang nicht mehr einschlafen kann, ist dies meine Zeit für mein persönliches Bibelleseprogramm. Da ich die Zeit also gut nutze, komme ich mit den schmerzhaften Nächten oftmals besser klar, als mit den Tagen, die nur aus Schmerz bestehen.

    Aber an diesen Tagen höre ich dann Vorträge und Kongresse und konzentriere meinen Sinn auf die positiven Dinge – und halte so meine Hoffnung lebendig:

    Bald wird es keine Schmerzen mehr geben und ich werde all die schlimmen Zeiten vergessen haben. Nur noch eine ganz kleine Weile

  88. Juleam 19. Januar 2012 um 10:20 Link zum Kommentar

    Hiob 7:11-20

    Nein – ich kann nicht schweigen! Der Schmerz wühlt in meinem Innern. Ich lasse meinen Worten freien Lauf, ich rede aus bitterem Herzen.

    12 O Gott, warum lässt du mich so scharf bewachen? Bin ich denn das Meer oder ein Meeresungeheuer? 13-14 Wenn ich dachte: ›Ich will im Schlaf Ruhe finden und mein Elend vergessen‹, dann hast du mich bis in die Träume verfolgt und mir durch Visionen Angst eingejagt. 15 Am liebsten würde ich erhängt! Lieber sterben, als noch länger in diesem elenden Körper leben!

    16 Ich gebe auf! So will ich nicht mehr weiterleben! Lass mich in Ruhe, denn mein Leben hat keinen Sinn mehr!

    17 Gott, warum nimmst du einen Menschen so ernst? Warum beachtest du ihn überhaupt? 18 Jeden Morgen verlangst du Rechenschaft von ihm; du beobachtest ihn jeden Augenblick. 19 Wie lange schaust du mich noch prüfend an? Du lässt mich keinen Augenblick in Ruhe!

    20 Du Menschenwächter – hat dich meine Sünde denn verletzt? Warum machst du mich zu deiner Zielscheibe? Bin ich dir zur Last geworden?

    Wie schrecklich, wenn ein wahrer Anbeter Jehovas seinen Gott so empfindet!

    Und warum das alles? Weil es dem Satan nicht gefällt, dass hier ein Mensch ist, der seine Anbetung Jehovas sehr sehr ernst nimmt. So einen muss man ja zerstören… *grummel*

  89. Juleam 19. Januar 2012 um 10:38 Link zum Kommentar

    Hiob 8 – 10

    Hiob 8:5-7

    Du aber solltest unermüdlich nach Gott suchen und zum Allmächtigen um Gnade flehen. 6 Wenn du aufrichtig und ehrlich bist, dann wird er sich noch heute um dich kümmern und Haus und Hof dir wiedergeben, wie du es verdienst. 7 Was du früher besessen hast, wird dir gering erscheinen verglichen mit dem, was Gott dir schenken wird!

    Achtung! Fallen wir bitte nicht darauf herein!

    So einfach ist das nicht. Wir wissen, dass Jehova nicht für jeden seiner Diener jetzt und sofort ein Wunder wirkt.

    Sicherlich hat er dies in der Vergangenheit auch immer wieder getan. Wenn wir nut an die drei jungen Hebräer denken, die er im Feuerofen bewahrt hatte – sie rochen nicht einmal nach Rauch. Oder erinnern wir uns an Daniel: er war eine ganze Nacht mit hungrigen Löwen in einer Grube und ihm ist nichts passiert.

    Aber wir wissen auch, dass es bei einigen seiner Diener sehr lange dauerte, bis er eingriff: denken wir hier an Hiob und dass seine Kinder erst in der Auferstehung nach Harmagedon wieder zum Leben kommen werden. Jakob wurde über 20 Jahre von seinem Schwiegervater mißbraucht. Denken wir an David und die vielen Jahre, die er vor Saul auf der Flucht war und an seinen so geliebten Sohn Jesus Christus, wo er zuließ, dass er einen schändlichen und qualvollen Tod starb. Denken wir auch an die treuen Christen wie Stephanus, der wegen seines Glaubens gesteinigt wurde und an die, die von den Nazis im KZ gequält und dann getötet wurden.

    Richtig ist: Jehova kann jetzt und hier eingreifen, aber er muss es nicht.

    Die drei Hebräer hatten dies erkannt, denn sie sagten genau dies zu Nabukadnezar:

    sie sprachen zum König: „O Nebukadnẹzar, es besteht für uns keine Notwendigkeit, dir in dieser Hinsicht ein Wort zu erwidern. 17 Wenn es sein soll, so kann uns unser Gott, dem wir dienen, befreien. Aus dem brennenden Feuerofen und aus deiner Hand, o König, wird er [uns] befreien. 18 Wenn aber nicht, so werde dir, o König, kund, daß wir deinen Göttern nicht dienen, und das Bild aus Gold, das du aufgerichtet hast, werden wir nicht anbeten.“
    (Daniel 3:16-18)

    Das Gemeine an dem, was dieser sogenannte Freund zu Hiob sagt, ist die Entmutigung, die zwangsläufig kommen muss, wenn Jehova dann doch nicht eingreift. Weil wir dann denken könnten, das mit uns etwas nicht stimmt. Dass wir vielleicht den Segen Jehovas verloren hätten.

    Denn das Einzige, was mich seit Jahren noch aufrecht hält, ist der Gedanke, dass Jehova mich kennt und liebt und dass er voller Freude auf mich runter blickt, weil ich alles tue, um ihm zu gefallen.

    Genau diese Zuversicht will der Satan durch Entmutigung zerstören – damit er uns doch noch zu Fall bringen kann.

    Also lassen wir uns nicht entmutigen, fallen wir nicht auf seine Lügen herein!

  90. Juleam 19. Januar 2012 um 10:40 Link zum Kommentar

    Hiob 8:13-14

    Genauso geht es dem, der Gott vergisst; wer ihm die Treue bricht, hat keine Hoffnung mehr. 14 Worauf er sich stützte, das zerbricht, und seine Sicherheit zerreißt wie ein Spinnennetz.

    Dies erinnert mich an einen sehr guten Vergleich, den ich vor kurzem gehört hatte. Es ging um Sprüche 3:5, dass wir uns nicht auf unseren eigenen Verstand stützen sollten:

    Unser Verstand ist wie ein Blindenstock – dazu da, um sich tastend fortzubewegen. Wenn wir uns darauf abstützen würden wie auf einer Krücke, dann würde der Stock zusammenbrechen und wir hinfallen.

    Ähnlich sind solche Gedanken wie der vorherige, dass Jehova uns sofort durch ein Wunder helfen würde, wenn wir nur so lebten, wie es IHM gefällt.

    Richtig ist aber auch der Gedanke, dass derjenige, der nicht mit Jehova in Übereinstimmung lebt, nicht von Bestand ist. Da aber die Strafe nicht sofort folgt, wiegt sich der Übeltäter in falscher Sicherheit. Noch mag es ihm gut gehen, aber zu SEINER Zeit wird Jehova die Strafe verhängen.

    Es gibt ein weltliches Sprichwort: “aufgeschoben ist nicht aufgehoben”.

    Dieser Gedanke macht wiederum denen Mut, die mit unserem Gott Jehova wandeln

  91. Juleam 19. Januar 2012 um 10:54 Link zum Kommentar

    Kapitel 9 – der Widersacher scheint es geschafft zu haben:

    Hiob erwiderte:

    2 »Das alles weiß ich doch schon längst! Nur eins verrate mir: Wie kann ein Mensch vor Gott sein Recht bekommen? 3 Wenn er dich vor Gericht zieht und Anklage erhebt, weißt du auf tausend Fragen keine Antwort. 4 Gott ist weise, stark und mächtig! Wer hat sich je erfolgreich gegen ihn gestellt?

    5 Ohne Vorwarnung verrückt er Berge, und wenn er zornig wird, zerstört er sie. 6 Er lässt die Erde zittern und beben, so dass ihre Säulen schwanken. 7 Er spricht nur ein Wort – schon verfinstert sich die Sonne, die Sterne dürfen nicht mehr leuchten. 8 Er allein hat den Himmel ausgebreitet, ist über die Wogen der Meere geschritten. 9 Den großen Wagen hat er geschaffen, den Orion, das Siebengestirn und auch die Sternbilder des Südens. 10 Er vollbringt gewaltige Taten; unzählbar sind seine Wunder, kein Mensch kann sie begreifen!

    11 Unbemerkt zieht er an mir vorüber; er geht vorbei, er streift mich, und ich nehm es gar nicht wahr! 12 Niemand kann ihn hindern, wenn er einen Menschen aus dem Leben reißt. Wer wagt es, ihn zu fragen: ›Halt! Was tust du da?‹? 13 Gott lässt seinem Zorn freien Lauf; er unterwarf sich seine Feinde, die dem Meeresungeheuer halfen, als es sich ihm widersetzte. 14 Und ich? Was kann ich denn erwidern, mit welchen Worten ihm entgegentreten? 15 Auch wenn ich schuldlos wäre, könnte ich ihm nichts entgegnen, nein, ich müsste ihn als meinen Richter noch um Gnade anflehen!

    16 Selbst wenn ich darauf drängte, dass er mir endlich eine Antwort gibt, würde er mich kaum beachten. 17 Im Gegenteil: Er würde im Orkan mich packen und grundlos meine Qual vermehren. 18 Er gönnt mir keine Atempause und sättigt mich mit Bitterkeit. 19 Wollte ich meine Kraft mit ihm messen – er ist der Stärkere! Aber es geht ums Recht! Warum lädt er mich nicht vor, damit ich mich verteidigen kann? 20 Selbst wenn ich Recht hätte, würde Gott mich zum Geständnis zwingen; ich müsste mich vor ihm für schuldig erklären, auch wenn ich schuldlos wäre. 21 Ja, ich bin unschuldig! Aber es ist mir völlig gleichgültig, so sehr hasse ich mein Leben! 22 Es ist alles einerlei; deshalb sage ich: Egal, ob du gottlos bist oder fromm – er bringt dich doch um! 23 Und wenn sein Schlag plötzlich Unschuldige trifft, dann spottet er noch über ihren Schmerz! 24 Fällt ein Land Tyrannen in die Hände und werden alle Richter blind für das Recht, so hat Gott das getan! Wenn nicht er – wer sonst?

    25 Meine Jahre sind vorbeigeeilt, schneller als ein Läufer, verschwunden sind sie ohne eine Spur von Glück. 26 Sie gleiten dahin, geschwind wie ein Boot, fliegen rascher als ein Adler, der sich auf die Beute stürzt. 27 Wenn ich mir sage: Jetzt will ich mein Klagen vergessen, will glücklich sein und mich freuen,

    28 dann packt mich doch die Angst, dass meine Schmerzen wiederkommen.
    O Gott, ich weiß es: Du hältst mich für schuldig! 29 Ich bin ja schon verurteilt – wozu soll ich mich noch abmühen? 30 Wenn ich meine Hände mit Schneewasser wüsche oder mit Lauge reinigte, als Zeichen meiner Unschuld, 31 dann würdest du mich doch in eine Jauchegrube tauchen, dass sich selbst meine Kleider vor mir ekelten!

    32 Wärst du ein Mensch wie ich, dann könnte ich dir antworten! Wir würden beide vor Gericht gehen, damit der Streit entschieden wird. 33 Aber es gibt keinen, der zwischen dir und mir entscheidet und für Recht sorgt. 34 Hör auf, mich zu bestrafen! Halte deine Schrecken von mir fern!

    35 Dann kann ich endlich frei und furchtlos reden, denn ich bin mir keiner Schuld bewusst!«

    Das hört sich wirklich nicht gut an. Eigentlich weiss Hiob ja, dass dies so nicht stimmt.

    Ein Gedanke aus Prediger könnte glatt von ihm sein, so als habe Hiob ihn im Nachhinein aufgeschrieben: “allein Bedrückung kann bewirken, dass ein Weiser unsinnig handelt.” (Prediger 7:7)

    Etwas ähnliches erlebten Moses und Aaron später, als sie von dem ständigen Rumgejammer der Israeliten so genervt sind, dass sie vergessen, Jehova die Ehre für das Wunder zu geben.

    Trotzdem verurteilt Jehova Hiob nicht hart, denn er weiss, dass es die Situation war, die ihn so zermürbt hatte. Allerdings wird ER sicherlich nicht so milde über “den guten Freund” denken, der Hiob mit seinem Gerede in die Ecke gedrängt hatte.

    Jesus sagte, dass wir uns davor hüten sollten, andere zum Straucheln zu bringen, sonst würde uns ein hartes Gericht treffen. (Matthäus 18:6)

    Wer immer aber einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, straucheln macht, für den ist es nützlicher, daß ihm ein Mühlstein, wie er von einem Esel gedreht wird, um den Hals gehängt und er ins weite, offene Meer versenkt werde.

    Warum dies eine ernste Angelegenheit ist, sehen wir hier an Hiob. Denn wenn er entmutigt aufgegeben hätte, dann hätte sein Freund Blutschuld auf sich geladen.

    Vielleicht ist es deshalb auch ganz wichtig, dies immer im Sinn zu behalten und darauf zu achten was und wie wir reden.

    Mein Vater sagte immer scherzhaft: “vor Inbetriebnahme des Mundes bitte immer zuerst das Gehirn einschalten”.

  92. Juleam 20. Januar 2012 um 09:09 Link zum Kommentar

    Hiob 10 – 13

    Interessant für mich der Wandel, der sich in den letzten Kapiteln bei Hiob vollzieht:

    Erst haben seine sogenannten Freunde ihn derart zermürbt und entmutig, dass Hiob Unsinn redet, aber dann kriegt er die Kurve. Er ist wieder ganz klar und weiß, dass das Gerede seiner Freunde Unsinn ist und nicht mit dem übereinstimmt, was er selbst über Jehova weiss.

    Hiob weiss, dass Jehova absolut gerecht ist und da er auch weiss, dass er sich nichts gravierendes hat zuschulden kommen lassen – macht das, was ihm gerade widerfährt, irgendwie überhaupt keinen Sinn.

    Was tut er?

    Er fragt den Höchsten selbst, will nicht hören, was sich seine “Freunde” so zusammen spinnen, sondern er will wissen, was Jehova dazu sagt.

    Damit geht die Taktik des Satans nicht auf. Ja, sie geht sogar nach hinten los, denn der Widersacher will ja, dass sich Hiob von seinem Schöpfer abwendet. Vielleicht hatte er sich schon als Sieger gesehen, als Hiob Unsinn redet und sich ins Fäustchen gelacht.

    Aber was passiert denn nun? Dieser “verrückte Hiob” wendet sich wieder Jehova zu und sagt:

    “ich glaub das alles nicht! Ich kann und will das nicht glauben, was diese Typen da erzählen. Ich denke, ich kenne dich besser. Der Gott, den ich kenne, der ist absolut gerecht und der würde nie so ungerecht handeln. Das passt einfach nicht. Aber ich verstehe einfach nicht, was hier gerade passiert.

    Ach, kannst du nicht einfach mal runter kommen und es mir erklären? Ich zerbreche mir den Kopf, aber ich komme nicht drauf, was ich getan haben könnte, dass mir so etwas passiert. Was ist nur los?”

    Ja, dies passt dem Widersacher natürlich nicht. Hatte er sich doch schon als Sieger gesehen. In seinen Gedanken stand er doch schon triumphierend vor Jehova, und sagte höhnisch: “ich habs der ja gesagt. Ich hatte Recht”. Vielleicht plante er schon sein Freudenfest, überlegte, mit wem er diesen großartigen Triumph feiern wollte. Was für ein Tag!

    Und nun kommt dieser doofe Hiob daher und reißt ihn unsanft aus seinen Träumen. Was war nur passiert? Hatte der noch nicht genug? Was für eine Schmach, was für eine Niederlage.

    Aber mal im Ernst: was mag diesen Wandel in Hiob bewirkt haben? Ob ihm hier Jehova zur Hilfe gekommen war?

  93. Juleam 20. Januar 2012 um 09:13 Link zum Kommentar

    Hiob 14 – 17

    Hiob 14:10-12

    Aber wenn ein Mensch gestorben ist, dann ist er dahin. Er hat sein Leben ausgehaucht. Wo ist er nun? 11 Wie Wasser, das aus einem See ausläuft, und wie ein Flussbett, das vertrocknet, 12 so ist der Mensch, wenn er stirbt: Er legt sich nieder und steht nie wieder auf. Ja, die Toten werden niemals erwachen, solange der Himmel besteht! Nie wieder werden sie aus ihrem Schlaf erweckt!

    Das hört sich zuerst mal so an, als würde Hiob nicht an die Auferstehung glauben. Aber schon der nächste Vers zeigt, dass dies so nicht stimmt:

    Vers 13-17

    O Gott, versteck mich doch bei den Toten! Schließ mich für eine Weile dort ein, bis dein Zorn verflogen ist! Aber setz dir eine Frist und denk dann wieder an mich! – 14 Meinst du, ein Mensch wird wieder lebendig, wenn er gestorben ist? – Dort bei den Toten würde ich warten und die Tage zählen wie ein Zwangsarbeiter, bis er entlassen wird.

    15 Aber dann wirst du mich rufen, und ich werde kommen.
    Du wirst dich nach mir sehnen, weil du selbst mich geschaffen hast. 16 Meine Wege siehst du auch dann noch, aber meine Sünden hältst du mir nicht mehr vor. 17 Was immer ich begangen habe, ist dann vergeben und vergessen, meine Schuld löschst du für immer aus.

    hier können wir wieder sehen, wie wichtig es ist, die Bibel als Ganzes, im Zusammenhang zu lesen, und nicht nur einzelne Verse. Nur so können wir wirklich verstehen, was Jehova uns sagen will und wie er denkt und fühlt und was wirklich passiert ist

  94. Juleam 21. Januar 2012 um 22:09 Link zum Kommentar

    Hiob 18 – 20

    Hiob 18:11-14

    Angst und Schrecken bedrängen ihn von allen Seiten, sie verfolgen ihn auf Schritt und Tritt. 12 Das Unheil lauert ihm auf, das Unglück wird ihn überfallen. 13 Eine furchtbare Krankheit frisst seine Glieder, als Bote des Todes zehrt sie ihn aus. 14 Sie entwurzelt ihn aus seiner Heimat, wo er sich sicher glaubte, und treibt ihn zum König aller Schrecken – hin zum Tod.

    Und warum dies alles?

    Seine “Freunde” wollen ihm einreden, dies alles sei, weil er sich von Jehova abgewandt hätte. Aber in Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall!

    Weiss jemand, wie lange das ganze Elend anhielt? Wenn ich daran denke, dass seine drei “Feunde” scheinbar die ganze Zeit da waren und ihn entmutigten, dann scheint es sich ja nicht um eine sehr lange Zeitspanne gehandelt haben. Immerhin hätten sie ja auch nach ihren eigenen Familien und Feldern oder Herden sehen müssen. Denn Sozialhilfe oder Hartz4 gab es ja noch nicht – dass sie hätten unbeschäftigt anderen auf die Nerven gehen konnten. Selbst wenn sie arm gewesen wären, hätten sie auf den Feldern sein und Nachlese halten müssen, um sich zu ernähren. Hiob selbst hatte ja nichts mehr, was er mit ihnen teilen konnte.

    Aber selbst wenn diese Zeit relativ kurz war – so kann es uns selbst in so einer Situation wie eine Ewigkeit vorkommen!

    Wäre es nun ein Zeichen von Glaubensschwäche oder dass uns Jehova seinen Segen entzogen hat, wenn wir uns in so einer Situation wie ausgebrannt fühlen?

    Ich habe mal in einem Vortrag gehört, dass sich Jehova sehr gern so einer Schwachheit und Kraftlosigkeit bedient, um seine eigene Kraft und Macht zu demonstrieren!

    Denn wenn wir aufgrund von jahrelanger permanenter Verfolgung und vielleicht sogar aufgrund von Anfeindungen aus der eigenen Familie oder von falschen Brüdern uns wie ausgebrannt und völlig kraftlos fühlen – und trotzdem das wenige an Kraft, das uns geblieben ist, weiterhin voll und ganz für Jehova und die wahre Anbetung einsetzen – was kann man dann erkennen?

    Dass dies von Jehova ist! Aus rein menschlichem Ermessen wäre dies überhaupt nicht möglich! Ohne Jehova Zutun hätte man in so einer Situation längst aufgegeben und seinen Glauben verloren. Und ganz sicher würde man seine letzte noch verbliebene Energie dann für ganz andere Dinge eingesetzt.

    Selbst wenn wir schwach sind, sind wir stark – durch Jehova!

  95. Juleam 22. Januar 2012 um 23:13 Link zum Kommentar

    Hiob 21 – 24

    Hiob 22:2-3

    »Meinst du, dass ein Mensch für Gott von Nutzen ist? Wer weise und verständig ist, nützt doch nur sich selbst! 3 Machst du Gott damit eine Freude, dass du dir nichts zuschulden kommen lässt? Bringt es ihm Gewinn, wenn du ein tadelloses Leben führst?

    Hier kann nur ein eindeutiges “ja” kommen!

    Ja, es nutzt Jehova und es ist IHM von Gewinn!

    “Nein”, er ist nicht auf uns angewiesen und darauf, dass wir ihm treu dienen. Aber wir wissen auch, worum es hier im Bibelbuch Hiob geht. Hier ist eine Art Streit (oder auch Wettstreit) zwischen Satan und Jehova entbrannt. Wir erinnern uns?

    Der Widersacher hatte behauptet, dass die Menschen Gott nur aus Eigennutz dienen und IHN und ihren Glauben an ihn fallen lassen würden, sobald es ihnen schlecht erginge. Viele Jahre später lässt Jehova in Sprüche 27:11 aufschreiben:

    Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich dem, der mich höhnt, eine Antwort geben kann.

    Jeder Mensch, der Jehova auch selbst unter härtesten Bedingungen treu dient, ist ein Argument für Jehova. Eine Antwort, die ER seinem Widersacher geben kann.

    In diesem Sinne hat Jehova sehr wohl etwas davon. Nicht nur die Freude zu sehen, wie sehr wir IHN lieben und wie loyal wir zu ihm stehen, sondern auch etwas, “womit er das Schandmaul des Satans stopfen kann”.

    Dazu lassen wir uns sicherlich alle gern gebrauchen, die wir Jehova von Herzen lieben!

  96. Juleam 22. Januar 2012 um 23:22 Link zum Kommentar

    Hiob 23:1-17

    Hiob: Wenn ich Gott nur finden könnte!
    1 Hiob sagte:

    2 »Auch heute muss ich bitter klagen, schwer lastet Gottes Hand auf mir, ich kann nur noch stöhnen! 3 Wenn ich doch wüsste, wo ich ihn finden könnte und wie ich zu seinem Thron gelange! 4 Ich würde ihm meinen Fall darlegen und alle Gründe nennen, die zu meinen Gunsten sprechen! 5 Ich wollte wissen, was er mir zur Antwort gibt, und verstehen, was er mir dann sagt. 6 Würde er wohl alle Kraft aufbieten, um mit mir zu streiten? Nein! Er würde mir Beachtung schenken! 7 So könnte ich meine Unschuld beweisen, und Gott würde mich endgültig freisprechen.

    8 Doch ich kann ihn nirgends finden! Ich habe ihn im Osten gesucht – er ist nicht dort, und auch im Westen entdecke ich ihn nicht. 9 Wirkt er im Norden, oder wendet er sich zum Süden hin, sehe ich doch keine Spur von ihm; nirgends ist er zu erblicken!

    10 Doch er kennt meinen Weg genau; wenn er mich prüfte, wäre ich rein wie Gold. 11 Unbeirrbar bin ich dem Weg gefolgt, den er mir zeigte, niemals bin ich von ihm abgeirrt. 12 Ich habe seine Gebote nicht übertreten; seine Befehle zu beachten war mir wichtiger als das tägliche Brot. 13 Aber Gott allein ist der Herr. Was er sich vornimmt, das tut er auch, und niemand bringt ihn davon ab. 14 So wird er ausführen, was er über mich beschlossen hat; und dieser Plan ist nur einer von vielen, die er bereithält.

    15 Darum habe ich Angst vor ihm; wenn ich darüber nachdenke, packt mich die Furcht! 16 Ja, Gott hat mir jeden Mut genommen; der Allmächtige versetzt mich in Angst und Schrecken!

    17 Doch die Dunkelheit bringt mich nicht zum Schweigen, diese tiefe Finsternis, die mich jetzt bedeckt.«

    Hiobs Freunde – wer hat sie eigentlich geschickt? Oder: wessen Geistes Kind sind die eigentlich?

    Mich macht der Dialog der letzten Kapitel richtig wütend! Was sind das nur für Menschen, seine sogenannten Freunde?

    Am Anfang hat man den Eindruck, dass es seine Freunde sind und dass Jehova sie geschickt hat, um seinen treuen Diener Hiob zu trösten. Um ihm das Gefühl zu geben, dass er nicht allein ist und um ihm zu zeigen, dass ER ihn liebt. Aber im Laufe des Dialogs habe ich immer mehr das Gefühl, als seien sie vom Widersacher geschickt worden, um Hiob zu entmutigen, damit dieser aufgibt und er selbst Jehova triumphierend ins Gesicht schleudern kann: “siehst du, ich hatte Recht!”

    Irgendwie kommt auch die Frage auf, ob sie nicht ursprünglich von Jehova geschickt worden waren, sich aber dann von Satan haben missbrauchen lassen, um Hiob zu schwächen?

    Nur: wie kann so etwas passieren?

    Kann ein Mensch, der von Jehova geschickt wird, dem Einfluß des Satans erliegen? Warum sollte er das tun? Würde dies bedeuten, dass Jehova die falschen Leute ausgewählt und geschickt hätte? Oder dass etwas Gravierendes im Verlauf mit ihnen passiert ist? Wenn ja: was könnte dies sein?

    Könnte es sein, dass sie zu Anfang aufrichtig waren, sich aber durch Hiobs Art in die Ecke gedrängt fühlten und dann das Bedürfnis hatten, ihn nun zu schlagen, statt zu trösten? Weil er bei ihnen einen wunden Punkt berührt hatte und somit eine Schwäche offenbar wurde?

    Vielleicht waren seine Freunde nicht ganz so aufrichtig und gottesfürchtig, was die Anbetung Jehovas anging. Vielleicht nahmen sie dies nicht ganz so genau wie Hiob. Das war vielleicht unter normalen Umständen kein Problem für sie, da Hiob es sie nicht spüren ließ.

    Aber nun hatten sie ihre Überlegungen geäußert, dass sein Leid auch daher kommen könne, dass er Jehova gekränkt und gesündigt hätte. Vielleicht fielen ihnen dabei einige Dinge ein, wieso Jehova über sie selbst so ein Leid bringen könnte. Als Hiob sich verteidigt und klar stellt, dass er all diese Dinge nicht getan hat, empfinden sie seine Worte vielleicht als selbstgerecht. Wieso sollte der besser sein als sie selbst? Jeder Mensch ist ja unvollkommen und vielleicht haben sie ihr eigenes Verhalten damit immer vor sich selbst gerechtfertigt. Wenn Hiob nun sagt, dass er solche Dinge nicht getan hat, weil er Jehova viel zu sehr liebt, empfinden sie dies vielleicht als Angriff. Hat er damit nicht gleichzeitig gesagt, dass sie Jehova nicht lieben, sonst würden sie so nicht handeln?

    Nein! Dies hat Hiob nicht gesagt. Aber vielleicht kommt es so bei ihnen an und das macht sie wütend. Denn es fühlt sich für sie nicht gut an. Ach, dieser arrogante und selbstgerechte Hiob, was weiss der schon? Vielleicht löst dieses ungute Gefühl bei ihnen das Bedürfnis aus, dass auch er sich in geistiger Hinsicht schlecht fühlt.

    Ob dies der Grund ist, warum sie ihn entmutigen, statt zu ernutigen?

  97. Juleam 24. Januar 2012 um 10:45 Link zum Kommentar

    Hiob 25 – 27

    Hiob 26:1-4

    Hiob: Wie klug hast du mich beraten!
    1 Darauf entgegnete Hiob:

    2 »Ach, wie gut hast du mir beigestanden, mir, der keine Kraft besitzt! Wie sehr hast du mir geholfen – arm und schwach wie ich bin! 3 Wie hast du mich so gut beraten, mich, dem jede Weisheit fehlt! Welche Einsicht hast du mir vermittelt, tief und umfangreich! 4 Mit wessen Hilfe hast du so geredet? Wer hat dir diese Worte eingegeben?«

    Das erinnert mich an meine Frage von gestern – ob die “Freunde” von Jehova zur Ermunterung, oder doch eher vom Widersacher geschickt wurden

  98. Juleam 27. Januar 2012 um 11:24 Link zum Kommentar

    Hiob 28 – 31

    AHiob 30:1-16

    Ausgestoßen!

    1 »Und jetzt? Jetzt lachen sie mich aus – sie, die jünger sind als ich; ihre Väter hätte ich nicht einmal für wert geachtet, sie zu den Hunden meiner Herde zu stellen! 2 Was sollen mir diese Schwächlinge nützen, die keine Kraft mehr in den Knochen haben? 3 Ausgezehrt von Hunger und Armut nagen sie die Wurzeln in der Wüste ab, draußen im Land der Einsamkeit. 4 Sie pflücken Salzkraut von den Büschen, und Ginsterwurzeln sind ihr Brot. 5 Aus der menschlichen Gemeinschaft wurden sie verjagt, man schreit ihnen nach wie Dieben. 6 In verlassenen Tälern hausen sie, zwischen Felsen und in Erdhöhlen. 7 Im Gestrüpp, da kauern sie und schreien, unter hohen Distelsträuchern drängen sie sich zusammen. 8 Dieses Gesindel, diese Brut, aus dem Lande weggejagt!

    9 Und jetzt? Jetzt machen sie Spottverse, sie zerreißen sich das Maul über mich. 10 Sie verabscheuen mich und gehen mir aus dem Weg; und wenn sie mir doch einmal begegnen, spucken sie mir ins Gesicht! 11 Gott hat meine Lebenskraft zerbrochen und mich gedemütigt, darum kennen sie in meiner Gegenwart keine Rücksicht mehr. 12 Ja, diese Brut greift mich an! Sie versuchen, mich zu Fall zu bringen, sie schütten einen Belagerungswall rings um mich auf. 13 Sie schneiden mir den Weg ab und zerstören mein Lebenb, niemand hält sie dabei auf. 14 Sie durchbrechen meine Verteidigungsmauer und zertrümmern, was ihnen in die Quere kommt. 15 Furcht und Entsetzen haben mich gepackt und meine Würde wie im Sturm verjagt; meine Sicherheit ist vertrieben wie eine Wolke. 16 Mein Leben verrinnt, das Elend hat mich fest im Griff.

    Selbst, wenn Jehova Hiob tatsächlich verworfen hätte – ist ihr Verhalten dann gerechtfertigt?

    Was, wenn jemanden die Gemeinschaft entzogen werden mußte: wäre dieses Verhalten ihm gegenüber dann gerechtfertigt?

    Wie mag wohl Jehova über solche Personen aus seinem Volk denken, die einen Ausgeschlossenen so behandeln, wie Hiob es hier beschreibt? Würde ER es gut finden?

  99. Juleam 27. Januar 2012 um 11:27 Link zum Kommentar

    Hiob 32 – 34

    Hiob 33:14-30

    Gott spricht immer wieder, auf die eine oder die andere Weise, nur wir Menschen hören nicht darauf! 15 Gott redet durch Träume, durch Visionen in der Nacht, wenn tiefer Schlaf auf die Menschen fällt. Sie liegen da und schlummern, 16 doch dann erschreckt er sie mit seiner Warnung, und sie hören aufmerksam zu. 17 Gott will sie abbringen von bösem Tun, und ihren Hochmut will er ihnen austreiben. 18 Er will sie vor dem Tod bewahren, davor, dass ihr Leben unter seinem Richterschwert ein jähes Ende findet.

    19 Gott weist einen Menschen auch durch Schmerzen zurecht, wenn er daliegt in seinen Qualen 20 und sich vor jeder Speise ekelt, selbst vor seinem Lieblingsgericht. 21 Seine Gestalt verfällt zusehends, man kann alle seine Knochen zählen. 22 Er steht schon mit einem Fuß im Grab, bald holen ihn die Todesboten. 23 Doch wenn ein Engel sich für ihn einsetzt, einer von den Tausenden, die den Menschen sagen, was richtig für sie ist, 24 wenn dieser Engel Mitleid mit ihm hat und zu Gott sagt: ›Verschone ihn! Lass ihn nicht sterben! Hier ist das Lösegeld!‹, 25 dann blüht er wieder auf, wird gesund und frisch, er wird stark wie damals in der Jugend. 26 Dann betet er zu Gott, und sein Gebet wird gnädig angenommen. Mit lautem Jubel tritt er hin vor ihn und dankt für seine Rettung. 27 Offen bekennt er den Menschen: ›Ich hatte gesündigt und das Recht missachtet, doch Gott hat mir’s nicht angerechnet! 28 Er hat mich vor dem sicheren Tod bewahrt, nun darf ich weiterleben und sehe das Licht.‹

    29 Das alles tut Gott mehr als einmal im Leben eines Menschen, 30 um ihn vor dem Tode zu bewahren und ihm die Lebensfreude zu erhalten.

    Irgendwie erinnert mich das Gesagte hier an Hiskia – der von Jehova gesagt bekam, er solle seine Angelegenheiten in Ordnung bringen, denn er habe nicht mehr lange zu leben. Dann aber erhörte ER sein Flehen und wurde nicht nur gesund, sondern bekam noch einige gute Jahre hinzugefügt,

  100. Juleam 27. Januar 2012 um 11:28 Link zum Kommentar

    Hiob 34:10-15

    Hört mir zu, ihr klugen Männer: Sollte Gott jemals Böses tun? Nein, niemals! Der Allmächtige verdreht nicht das Recht! 11 Gott bestraft einen Menschen nur für seine eigenen Taten; jedem gibt er zurück, was er verdient. 12 Gott begeht kein Unrecht, das ist unvorstellbar! Der Allmächtige beugt niemals das Recht! 13 Er herrscht über Himmel und Erde, er hat sie geschaffen. Niemand steht über ihm! 14 Wenn er wollte, könnte er seinen Geist und seinen Lebensatem aus dieser Welt zurückziehen, 15 dann würde alles Leben mit einem Schlage sterben, und die Menschen zerfielen zu Staub!

    nein – Unrecht kommt niemals von Jehova – aber: er lässt es zu!

  101. Juleam 27. Januar 2012 um 11:31 Link zum Kommentar

    Hiob 35 – 37

    Hiob 37:1-5

    Auch mein Herz klopft vor Angst, wenn das Gewitter naht; es schlägt immer schneller. 2 Hört ihr, wie der Donner rollt? Hört ihr Gottes Stimme? Welch ein Grollen kommt aus seinem Mund! 3 Er lässt den Donner los – der ganze Himmel ist davon erfüllt, und seine Blitze zucken weithin über die Erde! 4 Dann brüllt der Donner; ja, Gottes mächtige Stimme erklingt. Und wieder zucken die Blitze, und wieder kracht der Donner. 5 Gott lässt es donnern – seine Stimme überwältigt uns; er vollbringt große Wunder, die wir nicht begreifen.

    Das erinnert mich irgendwie an meine Angst, die ich als Kind vor einem Gewitter hatte. Leider erklären ja manche Eltern den Kindern, dass der liebe Gott nun wütend ist. Bei so einer Demonstration von Macht fühlen wir uns dann ganz klein.

    Meine Eltern haben uns so einen Unsinn nicht erzählt, sondern erklärt, was wirklich bei einem Gewitter passiert, allerdings muss ich zugeben, dass bei jedem Donnerschlag immer eher das Gefühl eines zornigen Gottes in mir aufkam. Das Bild paßte meines Empfindens nach eher zu dem, was ich erlebte, als die Vorstellung, dass da gerade zwei Wolken aufeinander prallen. Die sehen doch immer so locker und flockig aus, die könnten doch unmöglich so einen gewaltigen Krach machen…

  102. Juleam 27. Januar 2012 um 23:05 Link zum Kommentar

    Hiob 38 – 42

    Hiob 38:12-15

    Sag, hast du je das Tageslicht herbeigerufen und der Morgenröte ihren Weg gewiesen? 13 Sie fasst die Erde bei den Zipfeln und schüttelt die Übeltäter aus ihrem dunklen Versteck. 14 In ihrem Licht färbt die Erde sich bunt wie ein Kleid; ihre Gestalt tritt hervor, deutlich wie ein Siegelabdruck auf Ton. 15 Dann wird den Übeltätern das schützende Dunkel genommen, und ihr drohend erhobener Arm wird zerbrochen.

    Was für eine wunderschöne poetische Formulierung. Ich stelle es mir gerade bildlich vor, wie sie aus einem Tuch ausgeschüttelt werden. Vielleicht ähnlich, wie wir nach dem Frühstück das Tischtuch ausschütteln und alle Krümmel zur Erde purzeln…

  103. Juleam 27. Januar 2012 um 23:08 Link zum Kommentar

    Hiob 38:36

    Wer lässt die Wolken wohlgeordnet ziehen? Wer bestimmt das Wetter nach einem weisen Plan

    Da haben wir schon oft drüber geredet: wie gut, dass der Mensch nicht entscheiden kann, wie das Wetter wird!

    Wie oft sagen Menschen im Scherz: “bestell mal bei Petrus gutes Wetter”. Stellen wir uns mal vor, dies ginge. Sicherlich würde es Mord und Todschlag geben. Denn jeder hat andere Vorstellungen und Bedürfnisse. Der eine will viel Sonne und heiss soll es sein. Aber der Bauer will Regen, denn durch die ständige Hitze ist der Boden und sind die Pflanzen völlig verdorrt. Er hat Angst um seine Ernte.

    Mein Liebster sagt: “Regen ist ja ok, aber bitte nicht Nachts. Denn ich will nicht nass werden, wenn ich Zeitungen austrage.” Wann dann? Tagsüber? Da sind die Bauern auf dem Feld und die Leute wollen schönes Wetter. In der Zeit zwischen 22 und 2 Uhr? Auch da sind noch viele Menschen unterwegs. Sie haben sich für Theater, Konzert oder Disco “schön gemacht”, ein Regenguss würde alles verderben.

    Sehen wir, wie weise es ist, dass wir Menschen da kein Mitspracherecht haben?

    Wie gut, dass Jehova “den Plan für das Wetter macht” und kein Mensch…

  104. Juleam 27. Januar 2012 um 23:10 Link zum Kommentar

    Hiob 38:39-41

    Erjagst du die Beute für die Löwin, stillst du den Hunger ihrer Jungen, 40 wenn sie in Höhlen sich verkriechen, im Dickicht auf der Lauer liegen?

    41 Wer lässt den Raben Futter finden, wenn seine Jungen zu Gott schreien, wenn sie hungrig und hilflos umherirren?

    Hiob 39:1-30

    Kannst du mir sagen, wann die Steinböcke werfen, schaust du zu, wie die Hirschkühe kalben? 2 Zählst du die Monate ihrer Tragezeit, und weißt du, wann sie gebären? 3 Sie kauern nieder, bringen ihre Jungen zur Welt, und dann hören ihre Wehen auf. 4 Ihre Jungen wachsen in der Wildnis auf und werden stark; sie ziehen fort und kehren nicht mehr zurück.

    5 Wer hat dem Wildesel die Freiheit gegeben, wer hat seine Fesseln gelöst? 6 Ich gab ihm die Steppe als Lebensraum, die Salzwüste als sein Gebiet. 7 Er lacht über das Lärmen in der Stadt, die Schreie des Treibers hört er nicht. 8 Er wählt sich das Bergland als Weide aus und sucht dort überall nach etwas Grünem.

    9 Meinst du, der Wildstier würde dir freiwillig dienen und über Nacht in deinem Stall an der Krippe stehen? 10 Kannst du ihn mit dem Pfluggeschirr in der Furche halten, im Tal über dein Feld ihn eggen lassen? 11 Kannst du dich auf seine gewaltige Kraft verlassen und ihm deine schwere Arbeit aufbürden? 12 Vertraust du ihm, dass er deine Ernte einbringt und sie zu deinem Dreschplatz zieht?

    13 Fröhlich schlägt die Straußenhenne mit den Flügeln, doch sie sind nicht zu vergleichen mit den Schwingen und Federn eines Storches. 14 Sie lässt ihre Eier auf der Erde liegen, damit der heiße Sand sie wärmt. 15 Dass ein Mensch sie zertreten, dass Tiere sie zertrampeln könnten – so weit denkt sie nicht. 16 Herzlos behandelt sie die Jungen, als wären es nicht ihre eigenen. Und wenn ihre Mühe vergeblich war, kümmert sie das nicht. 17 Denn ich habe ihr die Weisheit versagt; von Klugheit findet sich bei ihr keine Spur! 18 Doch wenn sie ihre Flügel ausbreitet und losrennt, läuft sie jedem Reiter davon.

    19 Sag, hast du das Pferd so stark gemacht, schmückst du seinen Hals mit einer Mähne? 20 Wie es zum Sprung ansetzt! Hast du ihm die Kraft gegeben? Sein gewaltiges Schnauben ist furchterregend. 21 Es stampft auf den Boden, freut sich über seine Kraft und jagt dann der Schlacht entgegen. 22 Es lacht über die Angst, fürchtet nichts und schreckt vor dem feindlichen Schwert nicht zurück. 23 Der Köcher klirrt an seiner Seite, Schwert und Lanze blitzen. 24 Wild und ungestüm fliegt es dahin; sobald das Signal ertönt, gibt es kein Halten mehr. 25 Beim Klang der Hörner wiehert es laut, wittert den Kampf schon von ferne; es hört, wie die Anführer Befehle schreien und wie der Schlachtruf ertönt.

    26 Breitet der Falke seine Schwingen aus, um nach Süden zu fliegen, weil du den Wandertrieb in ihn gelegt hast? 27 Schwingt sich der Adler auf deinen Befehl so hoch empor und baut in der Höhe sein Nest? 28 Oben im Felsen haust er und baut auf Bergzacken seinen Horst wie eine Festung. 29 Von dort erspäht er seine Beute, seine Augen entdecken sie von weitem.

    30 Schon seine Jungen gieren nach Blut; wo Leichen liegen, da ist er zur Stelle.«

    hier ist nur ein ganz kurzer Bericht über die Tierwelt – sicherlich fiele uns dazu noch viel mehr ein…

  105. Juleam 30. Januar 2012 um 11:37 Link zum Kommentar

    Hiob 42:7-12

    Gott stellt sich hinter Hiob

    7 Nachdem der Herr dies alles zu Hiob gesagt hatte, wandte er sich an Elifas aus Teman: »Ich bin voller Zorn über dich und deine beiden Freunde, ihr habt nicht die Wahrheit über mich gesagt, so wie mein Diener Hiob es tat! 8 Bringt nun sieben junge Stiere und sieben Schafböcke, geht damit zu meinem Diener Hiob, und bringt sie als Brandopfer dar! Hiob soll für euch beten, denn nur ihn will ich erhören und euch um seinetwillen nichts Böses tun. Denn ihr habt nicht wie er die Wahrheit über mich gesagt.«

    9 Da taten Elifas aus Teman, Bildad aus Schuach und Zofar aus Naama, was ihnen der Herr befohlen hatte. Und Gott erhörte Hiobs Gebet.

    10 Als Hiob für seine Freunde betete, da wendete der Herr für ihn alles zum Guten. Er gab ihm doppelt so viel, wie er früher besessen hatte. 11 Alle seine Brüder und Schwestern und die früheren Bekannten besuchten ihn wieder. Sie aßen mit ihm in seinem Haus und trösteten ihn wegen des Unglücks, das der Herr über ihn gebracht hatte. Jeder schenkte ihm ein Silberstück und einen Ring aus Gold.

    12 Der Herr segnete Hiob von jetzt an mehr als zuvor.

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein, um kommentieren zu können.

Switch to our mobile site