Philipper
Der Brief des Apostel Paulus an die Philipper

Übersicht und thematische Verlinkung der einzelnen Gedanken – sortiert nach Kapiteln
Der Brief des Apostel Paulus an die Philipper

Übersicht und thematische Verlinkung der einzelnen Gedanken – sortiert nach Kapiteln
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Philipper 1 – 4
Philipper 1:9-11
würden wir es überspannt finden, wenn ein Bruder heute so zu uns reden würde?
Worüber reden wir so?
Worum drehen sich unsere Gepräche, wenn wir mit anderen Brudern zusammenkommen?
Fühlen wir uns genervt, wenn andere ständig über Jehova und all das tolle reden wollen, was sie in der Bibel oder den Publikationen gelesen haben, oder was sie in den Zusammenkünften oder auf Kongressen gehört haben?
Philipper 2:1-4
sind uns die Dinge anderer wichtiger als unsere personlichen Interessen?
Philpper 2:14-16
klammern wir uns fest an das Wort Gottes?
Können Aussenstehene das an unserem Lebenswandel erkennen?
Pilippper 2:21
sind wir um unsere eigenen Dinge besorgt – oder um die Jehovas und Jesu?
Philipper 4:6-7
…
Philipper 4:8-9
beachten wir dies bei allem, was wir tun?
Bei der Auswahl unserer Unterhatung?
Bei unseren Gesprächen?
wenn wir nichts haben, was in diese Kathegorie zählt, worüber wir reden könne, dann sollten wir vielleicht besser den Mund halten?
Philipper 4:11-13
sind wir selbtgenügsam?
Können wir auch mit wenigem zufrieden sein?
Höhepunkte zu dem Brief an die Philipper
‘Weiter nach derselben Ordnung wandeln’
(Phil. 1:1—4:23)
Der Brief des Paulus an die Philipper strahlt Liebe aus. „Um das bete ich weiterhin“, sagt er, „dass eure Liebe noch mehr und mehr überströme mit genauer Erkenntnis und allem Unterscheidungsvermögen.“ Er möchte die Philipper vor der Schlinge des übersteigerten Selbstvertrauens bewahren und ermahnt sie daher: „Fahrt fort, . . . mit Furcht und Zittern eure eigene Rettung zu bewirken“ (Phil. 1:9; 2:12).
Paulus ermutigt diejenigen, die reif sind, ‘dem Ziel entgegenzujagen, dem Preis der Berufung Gottes nach oben’. Er erklärt: „Lasst uns in dem Maße, wie wir Fortschritte gemacht haben, weiterhin nach derselben festen Ordnung wandeln“ (Phil. 3:14-16).
Antworten auf biblische Fragen:
1:23 und Fußnote — Unter dem Druck welcher „beiden Dinge“ stand Paulus, und was für eine „Erlösung“ wünschte er sich?
Aufgrund der Umstände stand Paulus unter Druck. Es gab für ihn zwei Möglichkeiten, nämlich entweder zu leben oder zu sterben (Phil. 1:21). Paulus sagt nicht, welche der beiden Möglichkeiten er wählen würde, sondern erklärt, was er sich wirklich wünscht: „die Erlösung und das Zusammensein mit Christus“ (Phil. 3:20, 21; 1. Thes. 4:16). Diese „Erlösung“ während der Gegenwart Christi würde bedeuten, dass er den Lohn empfängt, den Jehova für ihn vorgesehen hat (Mat. 24:3).
2:12, 13 — Auf welche Weise bewirkt Gott in uns „das Wollen und das Handeln“?
Jehovas heiliger Geist kann auf unser Herz und unseren Sinn einwirken und dabei unseren Wunsch verstärken, ihm nach besten Kräften zu dienen. Wir sind also nicht ohne Hilfe, während wir ‘fortfahren, unsere eigene Rettung zu bewirken’.
Lehren für uns:
1:3-5. Obwohl die Philipper nicht viel besaßen, waren sie großzügig und gaben damit ein nachahmenswertes Beispiel (2. Kor. 8:1-6).
2:5-11. Wie das Beispiel Jesu zeigt, ist Demut kein Zeichen von Schwäche, sondern von moralischer Stärke. Außerdem werden demütige Menschen von Jehova erhöht (Spr. 22:4).
3:13. „Die Dinge dahinten“ könnten beispielsweise eine verheißungsvolle Karriere sein, die Sicherheit, die eine wohlhabende Familie bietet, oder sogar zurückliegende schwere Sünden, von denen man aber „reingewaschen worden“ ist, weil man sie bereut hat (1. Kor. 6:11). Wir sollten solche Dinge vergessen, das heißt uns keine Gedanken mehr darüber machen, und uns ‘nach den Dingen ausstrecken, die vor uns sind’.
“Den listigen Handlungen des Teufels gewachsen sein”
Ein Drama, das aufzeigt, wie gefährlich falscher Umgang sein kann und dass dieser nicht immer gleich so offensichtlich ist.
Philipper 1 – 4
Philipper 1:12-14
Wie ist es mit unserem persönlichen Verhalten?
Trägt es zur Förderung der guten Botschaft bei?
Harren auch wir unter Druck und Problemen aus? Lassen wir uns nicht von dem besten Lebensweg abbringen? Machen wir auch dann keine Abstriche, wenn sie uns Linderung oder Befreiung brächten?
Werden meine Brüder ermuntert, wenn sie uns sehen?
Philipper 1:15-17
Zu welcher der beiden hier beschriebenen Personengruppen gehören wir?
Philpper 1:27-28
Was hört und sieht der Christus?
Handeln wir immer so, dass wir uns nicht vor ihm schämen müssen?
Auf dem Kreiskongress 2002, auf dem meine Große getauft wurde, hat ein Redner einen guten Merksatz geprägt:
Einige Jahre später fand ich auf dem Pioniertisch folgende Geschichte:
Versuche dir einmal vorzustellen, es würde an deiner Haustür schellen. Jesus steht da und stellt dir die Frage: “Könnte ich bleiben, für ein – zwei Tage?”
Sicherlich wäre es dein Bestreben ihm nur die besten Dinge zu geben: Dein bestes Zimmer, das beste Essen; von morgens bis abends nur Delikatessen. Mit Sicherheit wärst du darauf stolz, dass gerade d u ihn bewirten sollst. Du würdest sagen: Mein Anteil ist klein, doch bin ich froh, mit dir zusammen zu sein.
Jedoch, wäre das gleiche geschehen hättest du ihn von weitem kommen sehen? Wärst du ihm entgegen gegangen und hättest ihn mit offenen Armen empfangen?
Oder hättest du dich schnell noch umgezogen und fühltest dich vielleicht bewogen schnell noch ein paar Zeitschriften zu verstecken, die er auf keinen Fall dürfte entdecken? Dafür legtest du die Bibel auf den Tisch und denkst, das freut ihn sicherlich. Würdest du den Fernseher verstecken und hoffen er würde ihn nicht entdecken? Und murmeltest du in einem fort: Hoffendlich sag ich kein falsches Wort! Wären plötzlich, wo sonst Disco-Platten ( CD’ s ) stehen nur noch Königreichsmelodien zu sehen? Könntest du ihn empfangen, oder müsstest du erst mit dem Aufräumen anfangen?
Außerdem würde ich mich fragen, ob du dich verhältst wie an allen Tagen?
Würdest du deine Sprache verstellen oder sogar dein Leben umstellen? Würde es dir vielleicht Probleme bereiten, mit ihm zu beten vor den Mahlzeiten? Singst du mit ihm die gleichen Lieder, die du sonst auch singst immer wieder? Müsstest du dich vor ihm schämen, deinen Lesestoff zu erwähnen? Womit du deinen Geist ernährst, dürfte er es wissen oder bekämst du dann ein schlechtes Gewissen?
Was ich mich frage vor allen Dingen: wie würdest du mit ihm die Freizeit verbringen? Würde er deinen Umgang sehen, wollte er dann noch mit dir gehen? Müsstest du erst umdisponieren um dich auch nicht zu blamieren? Hofftest du, dass sich deine Freunde nicht sehen lassen bis Jesus dich hat wieder verlassen? Würde es dir Freude bereiten wenn er bliebe für alle Zeiten?
Ja, ich hätte zu gern gewusst, was du an diesem Tage tust. Ich möchte wissen, wie es dir geht, wenn er leibhaftig vor der Türe steht, und er stellt dir die große Frage: Kann ich bleiben, für ein – zwei Tage?
Wie steht es mit uns ganz persönlich: können wir Jesus völlig spontan mit zu uns nach Hause nehmen – oder müßten wir uns schämen?
Würden wir uns freuen, wenn wir sehen, dass Jesus plötzlich für eine Weile direkt neben uns geht?
Oder würden wir uns schamhaft fragen, wie lange er bereits neben uns läuft und was er alles schon mitbekommen hat, bevor wir ihn neben uns bemerkt haben?
Philipper 2:1-5
Dies ist ein sehr gravierendes Kennzeichen wahrer Christen: sie sollten Frieden untereinander haben. Wie Jesus sagte, würde man sie ja an ihren Früchten erkennen.
Wer also laufend streitet oder Streit und Mißtrauen unter den Brüdern sät – ist kein wahrer Anbeter Gottes. Im Gegenteil!
Wie sind wir selbst?
Bin ich wirklich demütig – oder müssen meine Brüder nach meiner Pfeife tanzen?
Bin ich mir selbst so wichtig, dass ich sofort laut werde, wenn andere nicht so wollen, wie ich?
Versuche ich dann vielleicht sogar, andere auf meine Seite zu ziehen und sorge so für Streitigkeiten und Spaltungen unter meinen Brüdern?
Wie passt dieses Verhalten zu dem, was Paulus hier sagte?
Bin ich bereit, persönliche Abstriche zu machen, wenn es dem lieben Frieden dient?
Oder mache ich in so einer Situation dem anderen klar, was er alles falsch macht und was er erst mal alles an sich ändern und für mich tun muss, damit es Frieden geben kann?
Mache ich den anderen vielleicht lautstark und wütend auf Bibelstellen aufmerksam, die ihn zwingen, sich so zu verhalten, dass es zu meinem eigenen persönlichen Vorteil ist – und vergesse dabei, mich selbst so zu verhalten, dass es der guten Botschaft fórderlich und dem Christus würdig ist?
Müßte ich in diesem Punkt noch an mir arbeiten?
Philipper 2:13
Könnte man diesem Vers entnehmen, dass Personen, die nicht mehr so wandeln, den Segen Gottes verloren haben?
Dass er ihnen den Segen ebenso entzogen hat, wie damals König Saul?
Und auch noch aus dem selben Grund: weil sie IHM nicht mehr gehorchten – und anstatt ihr verkehrtes Verhalten zu ändern, lieber diejenigen anfeinden, die es noch tun?
Philipper 2:12-16
Stechen wir aus dieser verkehrten Welt deutlich heraus?
Fallen wir durch unser Verhalten positiv auf?
Oder hat uns der Geist der Welt bereits eingeholt und wir handeln ähnlich wie die Welt – wenn vielleicht auch nicht ganz so schlimm?
Was wurde auf dem diesjährigen Kreiskongress gesagt?
Gehören wir vielleicht zu denjenigen, die leider nicht mehr die Zeit finden, täglich in der Bibel zu lesen?
Was müßten wir dann bei uns ändern?
Philipper 2:20-21
Haben wir selbst auch schon mal so empfunden?
Philipper 3:2-3
Sind auch wir wirklich am Herzen “beschnitten”?
Oder gehören wir zu denen, die Schaden stiften – und wie Paulus sagte, sich darauf ausruhen, dass sie das äussere Kennzeichen haben?
Wie sieht uns wohl Jehova?
Philipper 3:16-19
und damit wirkt der Geist der Welt in ihnen. Etwas, was wir von uns ja nicht wollen:
wir wollen ja dem Geist der Welt widerstehen – oder?
Philipper 1 – 4
Philipper 1:3-6
Auch wir denken immer wieder voller Freude an Brüder und Schwestern, die sich mit uns gemeinsam voller Eifer im Werke des Herrn eingesetzt haben.
Können andere mit solchen Empfindungen und aus eben diesem Grund auch an uns denken?
Philipper 1:7-9
Auch wir vermissen die Brüder und Schwestern, an die wir uns voller Liebe und Freude als Dienstgefährten erinnern – die wir aus Gründen, auf die wir leider keinen Einfluß haben, weder sehen noch sprechen konnten. Aber wir haben euch nicht vergessen, wir denken sehr oft an euch und bitten Jehova, dass er euch helfen möge, damit auch ihr eure Freude nicht verliert – sondern treu ausharrt. Es ist nicht mehr lang. Bitte habt noch etwas Geduld!
Ihr wisst doch: unser Gott ist nicht ungerecht, ER wird die Liebe nicht vergessen, mit der wir ihm gedient haben und immer noch dienen. Außerdem gehören wir so zu denen, die ihren Lohn nicht hier bereits erhalten haben – also dürfen wir uns auf das Kommende freuen.
Bitte gebt nicht auf, wir sind so kurz vor dem Ziel!
Wie wir im Studienartikel vor einigen Wochen erfahren haben, gibt es bei jedem Marathonlauf den Punkt, wo wir denken, wir schaffen es nicht mehr und der Schmerz würde uns umbringen. Aber genau dann müssen wir die Zähne zusammen beißen und weiterlaufen, über den Schmerz hinweg laufen, denn es ist nicht mehr weit – und wenn wir es tun, dann lässt der Schmerz auch nach und auch die Energie ist dann wieder da. Genau an diesem Punkt befinden wir uns jetzt. Jetzt kommts darauf an! Also: Zähne zusammen beißen und durch! Jehova wird uns die Kraft geben, die wir dazu benötigen. Dies ist ganz sicher!
Philipper 1:12
A M E N !!!
Auch uns konnten die Umstände nicht hindern, die Gute Botschaft von unserem Gott zu erzählen. Aber dies ist eigentlich nichts Besonderes, denn bereits Jesus sagte “aus der Fülle des Herzens redet der Mund” – und so sprudelt ein Herz voller Liebe zu Jehova ganz automatisch über!
So wie Jeremia, der es eigentlich leid war und eigentlich nicht mehr über Jehova und sein Wort reden wollte. Er wollte schweigen, aber er konnte nicht! Warum?
Es drängte buchstäblich aus ihm raus, er konnte nicht an sich halten!
So ist es auch mit uns: man mag die Umstände zwar so manipulieren können, dass wir nicht mehr offiziell und öffentlich von Haus-zu-Haus gehen können, aber dadurch schweigen wir nicht – sondern suchen einfach nur nach anderen Möglichkeiten. So ist diese besondere Situation einfach nur eine wundervolle Gelegenheit, sich im informellen Zeugnisgeben zu üben. So ändert sich einfach nur das Predigtdienstgebiet, der Dienstzweig, mehr nicht!
Jemand, der Jehova wirklich liebt, den kann man nicht zum Schweigen bringen, egal was sich Feinde auch einfallen lassen. Gute Beispiele sind unsere alten Brüder und Schwestern, sie geben eifrig Zeugnis, solange noch ein Funken Leben in ihnen ist:
Bei uns in Iserlohn gehörten diese treuen Prediger zum Stadtgebiet. Einige Schwestern bezogen jeden Tag ihren Platz in einer sehr belebten Fußgängerzone. Die eine lehnte immer mit dem Rücken am Brückengeländer, um Rücken und Beine zu entlasten. Als es ihr sehr schlecht ging und sie zu ihrer Tochter gezogen war, die in einer anderen Stadt wohnte, wurde sie recht bald vermisst. Viele Leute haben mich angesprochen, wie es ihr geht. Sie haben zwar nur selten oder gar keine Literatur von ihr genommen, aber “sie gehört einfach zum Stadtbild, wir machen uns Sorgen”. Die Information, dass sie lediglich zu ihrer Tochter gezogen war, bereitete vielen Menschen, die sie nicht mal kannten, große Erleichterung. Was für ein Zeugnis!
Andere Schwestern, die außerhalb der City wohnten und sehr schlecht zu Fuß waren, fuhren täglich mit dem Bus in die Stadt. Bereits beim Warten auf den Bus sprachen sie andere Wartende an, gaben oftmals während der Fahrt Zeugnis und liefen dann von der sehr zentral gelegenen Haltestelle die wenigen hundert Meter bis zu ihrem Stammplatz. Der Weg war für sie zwar sehr beschwerlich und mühsam, aber “das macht nichts, ich kann dann ja dort sitzen”! Ihr Stammplatz waren einige Bänke in dieser belebten Fußgängerzone. Hier setzten sie sich jeweils hin und hielten die Publikationen gut sichtbar hoch. Dies haben sie solange getan, wie es ihnen möglich war. Als auch dies nicht mehr ging, waren sie sehr unglücklich, einige konnten aber so bis zu ihrem Tod weiterhin eifrig tätig sein.
Die, denen das nicht mehr gelang, suchten nach neuen Möglichkeiten, denn sie brauchten es wie die tägliche Speise – ohne fühlten sie sich nicht wohl, und das nicht aus reiner Gewohnheit! Die eine war bald ein Pflegefall und so mußte sie täglich den Pflegedienst bemühen. War sie nun mundtot geworden? Niemals – sie predigte einfach während der Morgentoilette der jeweiligen Pflegerin!
Erinnern wir uns noch an die Erfahrung, die wir vor sehr sehr vielen Jahren in den Publikationen gelesen hatten? Die Schwester hat fast ihr ganzes Leben in einer eisernen Lunge verbracht. Ein Grund, warum sie nicht predigen “musste”? Nein, sie wollte und sie konnte auch. Sie suchte sich einfach Möglichkeiten und so war sie bis zum Tod eine eifrige Verkuendigerin der Guten Botschaft! Diese Erfahrung hatten wir 1996 in der Dienstzusammenkunft noch mal besprochen:
Wie berühren uns solche Erfahrungen?
Verspüren wir einen ebenso starken Drang, mit anderen über unseren Gott zu sprechen?
Falls nicht: woran liegt das? Wie steht es mit unserer Liebe zu unserem liebevollen Gott Jehova und zur Wahrheit, die wir durch sein Wort kennenlernen durften? Müßten wir sie eventuell neu entfachen? Wie könnten wir das tun?
Wenn unser Mund aus der Fülle unseres Herzens redet – warum sprudelt es dann nicht voller Liebe und Wertschätzung zu Jehova über? Woran liegt das dann? Was ist denn in unserem Herzen? Womit füllen wir unser Herz und unseren Sinn? Mit was für Menschen umgeben wir uns? Sind unsere Freunde Menschen, die bereits auch Jehovas Freunde sind, oder müßten wir uns für sie vor Jehova und Jesus schämen?
Dinge, worüber es sich lohnt, mal in aller Ruhe nachzudenken
Philipper 1:15-18
an die Brüder unserer Versammlung!
Philipper 2:1-2
wie wohltuend es ist, wenn man in einer liebevollen Versammlung “Gastrecht hat”, wenn man die Brüder dabei beobachten darf, wie sie voller Liebe an Jehova hängen, wie sehr sie sein Wort lieben. Aus jedem Kommentar kann man erkennen, wie sehr die Einzelnen Jehova lieben und mit welcher Freude und Hingabe sie sich mit Gottes Wort befassen.
Da wird nachgeforscht, wenn man die Dinge nicht ganz versteht oder wenn der Gedanke in den Publikationen nicht ganz eindeutig macht, warum das so ist – und diese Gedanken fließen in die Kommentare mit ein. Und dies bei jedem Einzelnen, der sich zu Wort meldet. Die einen sind erst frisch in der Wahrheit und man erkennt es zwar in den Kommentaren, aber die tiefe Liebe zu Jehova und der Eifer, ihn noch besser zu verstehen und ihm noch näher zu kommen, die mit dabei durchklingen, machen all dies wieder wett. Aber auch die, die bereits seit Jahren in der Wahrheit sind, lassen tiefe Liebe erkennen. Sie wissen schon mehr und helfen uns, die einzelnen Gedanken miteinander zu verknüpfen, so dass wir die einzelnen Teile des Puzzles zu einem wunderschönen Bild zusammensetzen können.
Auch die Liebe untereinander ist gut zu erkennen, selbst, wenn man nur von Weitem zuguckt: da wird dem Redner ohne Worte und ohne viel Aufhebens ein Glas Wasser gereicht, weil es heiß ist und man an seiner Stimme erkennt, dass der Hals trocken ist, da wird nach einer Schwester gesehen, die fluchtartig den Saal verlässt, da wird immer wieder kurz nach der Schwester geschaut, die wegen anhaltender Schmerzen oftmals im zweiten Saal dem Programm folgt, da wird nach denen gesehen, die ein Problem mit dem Ehepartner haben und liebevoll und ohne viel Aufhebens so guter Rat gegeben, dass sich alles ganz schnell und sogar sichtbar wieder einrenkt, da werden alte Schwestern mit größter Selbstverständlichkeit und ohne viel Aufhebens nach dem Vortrag wieder nach Hause gefahren, weil sie nicht so lange aushalten können und man kommt danach sofort wieder, setzt sich, als wäre man nur kurz auf dem Klo gewesen, da wird sich liebevoll um das Ehepaar gekümmert, das erst vor kurzem sein Kind verloren hat, sie werden zum 1. Todestag eingeladen und wenn die Schwester es nicht in ihrem Kommentar erwähnt hätte, wie gut ihr die liebevolle Fürsorge getan hatte, hätten wir es sicherlich nicht einmal erfahren.
Diese lieben Brüder und Schwestern tun wirklich alles, um unserem liebevollen Gott Jehova zu gefallen und zwar so, dass sie damit nicht prahlen oder sich in den Vordergrund drängen, sondern im Verborgenen, so wie Jesus es von uns erwartet. Sie reden nicht groß über ihre Taten, aber an jedem Wort, an jeder Handlung, die wir so am Rande mitbekommen, können wir die tiefe Liebe zu Jehova und somit auch zur Bruderschaft und zur Organisation Jehovas erkennen.
Dies ermuntert und wirklich sehr und wir sind sehr dankbar, dass wir uns mit ihnen versammeln dürfen – mit einer Versammlung, wo an jeder Ecke Jehovas Geist und sein Segen zu verspüren ist!