Philipper

Der Brief des Apostel Paulus an die Philipper
das alte Philippi

hier als mp3, die Gedanken und Kommentare zu den einzelnen Kapiteln findet ihr hier:

die Höhepunkte zum Brief an die Philipper finden wir im WT vom 15.08.2008

Thomas 9. Dezember 2009 25 Kommentare Trackback URI Comments RSS

25 Kommentare zu “Philipper”

  1. Juleam 9. Dezember 2009 um 11:53 Link zum Kommentar

    Philipper 1 – 4

    Philipper 1:9-11

    Und um das bete ich weiterhin, daß eure Liebe noch mehr und mehr überströme mit genauer Erkenntnis und allem Unterscheidungsvermögen, 10 damit ihr euch der wichtigeren Dinge vergewissern mögt, um bis zum Tag Christi lauter zu sein und nicht andere zum Straucheln zu bringen, 11 und erfüllt seid mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus kommt, zur Verherrlichung und zum Lobpreis Gottes.

    würden wir es überspannt finden, wenn ein Bruder heute so zu uns reden würde?

    Worüber reden wir so?

    Worum drehen sich unsere Gepräche, wenn wir mit anderen Brudern zusammenkommen?

    Fühlen wir uns genervt, wenn andere ständig über Jehova und all das tolle reden wollen, was sie in der Bibel oder den Publikationen gelesen haben, oder was sie in den Zusammenkünften oder auf Kongressen gehört haben?

  2. Juleam 9. Dezember 2009 um 11:55 Link zum Kommentar

    Philipper 2:1-4

    Wenn es also irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendein Teilhaben am Geist, wenn irgendwelche [Gefühle] inniger Zuneigung und des Erbarmens, 2 so macht meine Freude dadurch voll, daß ihr gleichen Sinnes seid und die gleiche Liebe habt und mit vereinter Seele auf das e i n e bedacht seid, 3 indem ihr nichts aus Streitsucht oder aus Ichsucht tut, sondern in Demut die anderen höher achtet als euch selbst, 4 indem ihr nicht nur die eigenen Dinge in eurem Interesse im Auge behaltet, sondern auch persönlich Interesse zeigt für die der anderen.

    sind uns die Dinge anderer wichtiger als unsere personlichen Interessen?

  3. Juleam 9. Dezember 2009 um 12:28 Link zum Kommentar

    Philpper 2:14-16

    Tut weiterhin alles ohne Murren und Widerreden, 15 so daß ihr euch als untadelig und unschuldig erweist, Kinder Gottes ohne Makel inmitten einer verkehrten und verdrehten Generation, unter der ihr wie Lichtspender in der Welt leuchtet, 16 indem ihr euch mit festem Griff an das Wort des Lebens klammert, damit ich am Tag Christi Ursache zum Frohlocken habe, daß ich nicht vergeblich gelaufen bin oder vergeblich hart gearbeitet habe.

    klammern wir uns fest an das Wort Gottes?

    Können Aussenstehene das an unserem Lebenswandel erkennen?

  4. Juleam 9. Dezember 2009 um 12:33 Link zum Kommentar

    Pilippper 2:21

    Denn alle anderen suchen ihre eigenen Interessen, nicht diejenigen Christi Jesu.

    sind wir um unsere eigenen Dinge besorgt – oder um die Jehovas und Jesu?

  5. Juleam 9. Dezember 2009 um 12:34 Link zum Kommentar

    Philipper 4:6-7

    Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern laßt in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekanntwerden; 7 und der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, wird euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten.

  6. Juleam 9. Dezember 2009 um 12:36 Link zum Kommentar

    Philipper 4:8-9

    Schließlich, Brüder, alles, was wahr, alles, was von ernsthaftem Interesse ist, alles, was gerecht, alles, was keusch, alles, was liebenswert ist, alles, worüber gut gesprochen wird, wenn es irgendeine Tugend und irgend etwas Lobenswertes gibt, diese Dinge erwägt weiterhin. 9 Die Dinge, die ihr gelernt und auch angenommen und gehört und in Verbindung mit mir gesehen habt, diese setzt in die Tat um, und der Gott des Friedens wird mit euch sein.

    beachten wir dies bei allem, was wir tun?

    Bei der Auswahl unserer Unterhatung?

    Bei unseren Gesprächen?

    wenn wir nichts haben, was in diese Kathegorie zählt, worüber wir reden könne, dann sollten wir vielleicht besser den Mund halten?

  7. Juleam 9. Dezember 2009 um 12:38 Link zum Kommentar

    Philipper 4:11-13

    Nicht, daß ich dies eines Mangels wegen sage, denn ich habe gelernt, unter welchen Umständen ich mich auch immer befinde, selbstgenügsam zu sein. 12 Ich weiß tatsächlich, wie man [an Mitteln] knapp sein kann, ich weiß tatsächlich, wie man Überfluß haben kann. In allem und unter allen Umständen habe ich das Geheimnis kennengelernt, sowohl satt zu sein als auch zu hungern, sowohl Überfluß zu haben als auch Mangel zu leiden. 13 Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht.

    sind wir selbtgenügsam?

    Können wir auch mit wenigem zufrieden sein?

  8. WT 15.08.2008am 9. Dezember 2009 um 22:51 Link zum Kommentar

    Höhepunkte zu dem Brief an die Philipper

    ‘Weiter nach derselben Ordnung wandeln’
    (Phil. 1:1—4:23)

    Der Brief des Paulus an die Philipper strahlt Liebe aus. „Um das bete ich weiterhin“, sagt er, „dass eure Liebe noch mehr und mehr überströme mit genauer Erkenntnis und allem Unterscheidungsvermögen.“ Er möchte die Philipper vor der Schlinge des übersteigerten Selbstvertrauens bewahren und ermahnt sie daher: „Fahrt fort, . . . mit Furcht und Zittern eure eigene Rettung zu bewirken“ (Phil. 1:9; 2:12).

    Paulus ermutigt diejenigen, die reif sind, ‘dem Ziel entgegenzujagen, dem Preis der Berufung Gottes nach oben’. Er erklärt: „Lasst uns in dem Maße, wie wir Fortschritte gemacht haben, weiterhin nach derselben festen Ordnung wandeln“ (Phil. 3:14-16).

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:23 und Fußnote — Unter dem Druck welcher „beiden Dinge“ stand Paulus, und was für eine „Erlösung“ wünschte er sich?
    Aufgrund der Umstände stand Paulus unter Druck. Es gab für ihn zwei Möglichkeiten, nämlich entweder zu leben oder zu sterben (Phil. 1:21). Paulus sagt nicht, welche der beiden Möglichkeiten er wählen würde, sondern erklärt, was er sich wirklich wünscht: „die Erlösung und das Zusammensein mit Christus“ (Phil. 3:20, 21; 1. Thes. 4:16). Diese „Erlösung“ während der Gegenwart Christi würde bedeuten, dass er den Lohn empfängt, den Jehova für ihn vorgesehen hat (Mat. 24:3).

    2:12, 13 — Auf welche Weise bewirkt Gott in uns „das Wollen und das Handeln“?
    Jehovas heiliger Geist kann auf unser Herz und unseren Sinn einwirken und dabei unseren Wunsch verstärken, ihm nach besten Kräften zu dienen. Wir sind also nicht ohne Hilfe, während wir ‘fortfahren, unsere eigene Rettung zu bewirken’.

    Lehren für uns:

    1:3-5. Obwohl die Philipper nicht viel besaßen, waren sie großzügig und gaben damit ein nachahmenswertes Beispiel (2. Kor. 8:1-6).

    2:5-11. Wie das Beispiel Jesu zeigt, ist Demut kein Zeichen von Schwäche, sondern von moralischer Stärke. Außerdem werden demütige Menschen von Jehova erhöht (Spr. 22:4).

    3:13. „Die Dinge dahinten“ könnten beispielsweise eine verheißungsvolle Karriere sein, die Sicherheit, die eine wohlhabende Familie bietet, oder sogar zurückliegende schwere Sünden, von denen man aber „reingewaschen worden“ ist, weil man sie bereut hat (1. Kor. 6:11). Wir sollten solche Dinge vergessen, das heißt uns keine Gedanken mehr darüber machen, und uns ‘nach den Dingen ausstrecken, die vor uns sind’.

  9. Juleam 9. Dezember 2010 um 12:39 Link zum Kommentar

    „Den listigen Handlungen des Teufels gewachsen sein“

    Ein Drama, das aufzeigt, wie gefährlich falscher Umgang sein kann und dass dieser nicht immer gleich so offensichtlich ist.

  10. Juleam 9. Dezember 2010 um 12:40 Link zum Kommentar

    Philipper 1 – 4

    Philipper 1:12-14

    Nun möchte ich euch wissen lassen, Brüder, daß meine Angelegenheiten eher zur Förderung der guten Botschaft ausgeschlagen sind als zu etwas anderem, 13 so daß meine Fesseln in Verbindung mit Christus unter der ganzen Prätorianergarde und bei allen übrigen öffentlich bekanntgeworden sind; 14 und die meisten der Brüder im Herrn, die zufolge meiner Fesseln Zuversicht gewonnen haben, bekunden um so mehr Mut, das Wort Gottes furchtlos zu reden.

    Wie ist es mit unserem persönlichen Verhalten?

    Trägt es zur Förderung der guten Botschaft bei?

    Harren auch wir unter Druck und Problemen aus? Lassen wir uns nicht von dem besten Lebensweg abbringen? Machen wir auch dann keine Abstriche, wenn sie uns Linderung oder Befreiung brächten?

    Werden meine Brüder ermuntert, wenn sie uns sehen?

  11. Juleam 9. Dezember 2010 um 12:41 Link zum Kommentar

    Philipper 1:15-17

    Allerdings predigen einige den Christus aus Neid und Rivalität, andere aber auch aus gutem Willen.

    16 Die letzteren machen den Christus aus Liebe öffentlich bekannt, denn sie wissen, daß ich zur Verteidigung der guten Botschaft hierhergestellt bin;

    17 die ersteren jedoch tun es aus Streitsucht, nicht aus einem reinen Beweggrund, denn sie gedenken, [mir] in meinen Fesseln Drangsal zu verursachen.

    Zu welcher der beiden hier beschriebenen Personengruppen gehören wir?

  12. Juleam 9. Dezember 2010 um 12:53 Link zum Kommentar

    Philpper 1:27-28

    Nur betragt euch auf eine Weise, die der guten Botschaft über den Christus würdig ist, damit ich, ob ich komme und euch sehe oder abwesend bin, von den Dingen, die euch betreffen, höre, daß ihr feststeht in e i n e m Geist, mit e i n e r Seele Seite an Seite für den Glauben der guten Botschaft streitend, 28 und euch in keiner Hinsicht von euren Gegnern erschrecken laßt.

    Was hört und sieht der Christus?

    Handeln wir immer so, dass wir uns nicht vor ihm schämen müssen?

    Auf dem Kreiskongress 2002, auf dem meine Große getauft wurde, hat ein Redner einen guten Merksatz geprägt:

    Frage dich bei allem, was du tust: „würde ich ebenso handeln, wenn Jesus jetzt direkt neben mir stehen würde?“

    Einige Jahre später fand ich auf dem Pioniertisch folgende Geschichte:

    Wenn Jesus zu dir nach Hause käm

    Versuche dir einmal vorzustellen, es würde an deiner Haustür schellen. Jesus steht da und stellt dir die Frage: „Könnte ich bleiben, für ein – zwei Tage?“

    Sicherlich wäre es dein Bestreben ihm nur die besten Dinge zu geben: Dein bestes Zimmer, das beste Essen; von morgens bis abends nur Delikatessen. Mit Sicherheit wärst du darauf stolz, dass gerade d u ihn bewirten sollst. Du würdest sagen: Mein Anteil ist klein, doch bin ich froh, mit dir zusammen zu sein.

    Jedoch, wäre das gleiche geschehen hättest du ihn von weitem kommen sehen? Wärst du ihm entgegen gegangen und hättest ihn mit offenen Armen empfangen?

    Oder hättest du dich schnell noch umgezogen und fühltest dich vielleicht bewogen schnell noch ein paar Zeitschriften zu verstecken, die er auf keinen Fall dürfte entdecken? Dafür legtest du die Bibel auf den Tisch und denkst, das freut ihn sicherlich. Würdest du den Fernseher verstecken und hoffen er würde ihn nicht entdecken? Und murmeltest du in einem fort: Hoffendlich sag ich kein falsches Wort! Wären plötzlich, wo sonst Disco-Platten ( CD‘ s ) stehen nur noch Königreichsmelodien zu sehen? Könntest du ihn empfangen, oder müsstest du erst mit dem Aufräumen anfangen?

    Außerdem würde ich mich fragen, ob du dich verhältst wie an allen Tagen?

    Würdest du deine Sprache verstellen oder sogar dein Leben umstellen? Würde es dir vielleicht Probleme bereiten, mit ihm zu beten vor den Mahlzeiten? Singst du mit ihm die gleichen Lieder, die du sonst auch singst immer wieder? Müsstest du dich vor ihm schämen, deinen Lesestoff zu erwähnen? Womit du deinen Geist ernährst, dürfte er es wissen oder bekämst du dann ein schlechtes Gewissen?

    Was ich mich frage vor allen Dingen: wie würdest du mit ihm die Freizeit verbringen? Würde er deinen Umgang sehen, wollte er dann noch mit dir gehen? Müsstest du erst umdisponieren um dich auch nicht zu blamieren? Hofftest du, dass sich deine Freunde nicht sehen lassen bis Jesus dich hat wieder verlassen? Würde es dir Freude bereiten wenn er bliebe für alle Zeiten?

    Ja, ich hätte zu gern gewusst, was du an diesem Tage tust. Ich möchte wissen, wie es dir geht, wenn er leibhaftig vor der Türe steht, und er stellt dir die große Frage: Kann ich bleiben, für ein – zwei Tage?

    Wie steht es mit uns ganz persönlich: können wir Jesus völlig spontan mit zu uns nach Hause nehmen – oder müßten wir uns schämen?

    Würden wir uns freuen, wenn wir sehen, dass Jesus plötzlich für eine Weile direkt neben uns geht?

    Oder würden wir uns schamhaft fragen, wie lange er bereits neben uns läuft und was er alles schon mitbekommen hat, bevor wir ihn neben uns bemerkt haben?

  13. Juleam 9. Dezember 2010 um 13:06 Link zum Kommentar

    Philipper 2:1-5

    Wenn es also irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendein Teilhaben am Geist, wenn irgendwelche [Gefühle] inniger Zuneigung und des Erbarmens, 2 so macht meine Freude dadurch voll, daß ihr gleichen Sinnes seid und die gleiche Liebe habt und mit vereinter Seele auf das e i n e bedacht seid, 3 indem ihr nichts aus Streitsucht oder aus Ichsucht tut, sondern in Demut die anderen höher achtet als euch selbst, 4 indem ihr nicht nur die eigenen Dinge in eurem Interesse im Auge behaltet, sondern auch persönlich Interesse zeigt für die der anderen.

    Dies ist ein sehr gravierendes Kennzeichen wahrer Christen: sie sollten Frieden untereinander haben. Wie Jesus sagte, würde man sie ja an ihren Früchten erkennen.

    Wer also laufend streitet oder Streit und Mißtrauen unter den Brüdern sät – ist kein wahrer Anbeter Gottes. Im Gegenteil!

    Wie sind wir selbst?

    Bin ich wirklich demütig – oder müssen meine Brüder nach meiner Pfeife tanzen?

    Bin ich mir selbst so wichtig, dass ich sofort laut werde, wenn andere nicht so wollen, wie ich?

    Versuche ich dann vielleicht sogar, andere auf meine Seite zu ziehen und sorge so für Streitigkeiten und Spaltungen unter meinen Brüdern?

    Wie passt dieses Verhalten zu dem, was Paulus hier sagte?

    Bin ich bereit, persönliche Abstriche zu machen, wenn es dem lieben Frieden dient?

    Oder mache ich in so einer Situation dem anderen klar, was er alles falsch macht und was er erst mal alles an sich ändern und für mich tun muss, damit es Frieden geben kann?

    Mache ich den anderen vielleicht lautstark und wütend auf Bibelstellen aufmerksam, die ihn zwingen, sich so zu verhalten, dass es zu meinem eigenen persönlichen Vorteil ist – und vergesse dabei, mich selbst so zu verhalten, dass es der guten Botschaft fórderlich und dem Christus würdig ist?

    Müßte ich in diesem Punkt noch an mir arbeiten?

  14. Juleam 9. Dezember 2010 um 13:07 Link zum Kommentar

    Philipper 2:13

    denn Gott ist es, der um [seines] Wohlgefallens willen beides in euch wirkt, das Wollen und das Handeln.

    Könnte man diesem Vers entnehmen, dass Personen, die nicht mehr so wandeln, den Segen Gottes verloren haben?

    Dass er ihnen den Segen ebenso entzogen hat, wie damals König Saul?

    Und auch noch aus dem selben Grund: weil sie IHM nicht mehr gehorchten – und anstatt ihr verkehrtes Verhalten zu ändern, lieber diejenigen anfeinden, die es noch tun?

  15. Juleam 9. Dezember 2010 um 13:09 Link zum Kommentar

    Philipper 2:12-16

    Darum, meine Geliebten, fahrt fort, in der Weise, wie ihr allezeit gehorcht habt, nicht nur während meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel bereitwilliger während meiner Abwesenheit, mit Furcht und Zittern eure eigene Rettung zu bewirken; 13 denn Gott ist es, der um [seines] Wohlgefallens willen beides in euch wirkt, das Wollen und das Handeln. 14 Tut weiterhin alles ohne Murren und Widerreden, 15 so daß ihr euch als untadelig und unschuldig erweist, Kinder Gottes ohne Makel inmitten einer verkehrten und verdrehten Generation, unter der ihr wie Lichtspender in der Welt leuchtet, 16 indem ihr euch mit festem Griff an das Wort des Lebens klammert

    Stechen wir aus dieser verkehrten Welt deutlich heraus?

    Fallen wir durch unser Verhalten positiv auf?

    Oder hat uns der Geist der Welt bereits eingeholt und wir handeln ähnlich wie die Welt – wenn vielleicht auch nicht ganz so schlimm?

    Was wurde auf dem diesjährigen Kreiskongress gesagt?

    Um uns zu schützen, müssen wir uns ganz fest an das Wort Gottes klammern, damit der Geist Gottes in uns wirken kann.

    Wenn wir unseren Sinn reichlich mit geistigen Dingen füllen, dann ist da kein Platz mehr für den Geist der Welt.

    Gehören wir vielleicht zu denjenigen, die leider nicht mehr die Zeit finden, täglich in der Bibel zu lesen?

    Was müßten wir dann bei uns ändern?

  16. Juleam 9. Dezember 2010 um 13:10 Link zum Kommentar

    Philipper 2:20-21

    Denn ich habe sonst niemand, der die gleiche Einstellung hat wie er und sich mit echter Sorge um die euch betreffenden Dinge kümmern wird. 21 Denn alle anderen suchen ihre eigenen Interessen, nicht diejenigen Christi Jesu.

    Haben wir selbst auch schon mal so empfunden?

  17. Juleam 9. Dezember 2010 um 13:12 Link zum Kommentar

    Philipper 3:2-3

    Nehmt euch vor den Hunden in acht, nehmt euch vor denen in acht, die Schaden stiften, nehmt euch vor denen in acht, die das Fleisch verstümmeln. 3 Denn w i r sind die mit der wirklichen Beschneidung, die wir durch Gottes Geist heiligen Dienst leisten und uns in Christus Jesus rühmen und unser Vertrauen nicht auf das Fleisch setzen,

    Sind auch wir wirklich am Herzen „beschnitten“?

    Oder gehören wir zu denen, die Schaden stiften – und wie Paulus sagte, sich darauf ausruhen, dass sie das äussere Kennzeichen haben?

    Wie sieht uns wohl Jehova?

    Philipper 3:16-19

    Auf jeden Fall laßt uns in dem Maße, wie wir Fortschritte gemacht haben, weiterhin nach derselben festen Ordnung wandeln.

    17 Werdet vereint meine Nachahmer, Brüder, und haltet euer Auge auf die gerichtet, welche auf eine Weise wandeln, die dem Vorbild entspricht, das ihr in uns habt. 18 Denn es gibt viele, ich pflegte sie oft zu erwähnen, erwähne sie jetzt aber auch weinend, die als die Feinde des Marterpfahls des Christus wandeln, 19 und ihr Ende ist Vernichtung, und ihr Gott ist ihr Bauch, und ihre Herrlichkeit besteht in ihrer Schande, und ihr Sinn steht nach Dingen auf der Erde.

    und damit wirkt der Geist der Welt in ihnen. Etwas, was wir von uns ja nicht wollen:

    wir wollen ja dem Geist der Welt widerstehen – oder?

  18. Juleam 10. Dezember 2011 um 20:36 Link zum Kommentar

    Philipper 1 – 4

    Philipper 1:3-6

    Immer bin ich meinem Gott dankbar, wenn ich an euch denke, 4 und das tue ich in jedem meiner Gebete mit großer Freude. 5 Denn ihr habt euch vom ersten Tag an bis heute mit mir für die rettende Botschaft eingesetzt. 6 Deshalb bin ich auch ganz sicher, dass Gott sein Werk, das er bei euch begonnen hat, zu Ende führen wird, bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus kommt.

    Auch wir denken immer wieder voller Freude an Brüder und Schwestern, die sich mit uns gemeinsam voller Eifer im Werke des Herrn eingesetzt haben.

    Können andere mit solchen Empfindungen und aus eben diesem Grund auch an uns denken?

    Philipper 1:7-9

    Es ist ja nicht erstaunlich, dass ich so von euch denke, denn ihr liegt mir ganz besonders am Herzen. Daran ändert sich nichts, auch wenn ich jetzt im Gefängnis bin und vor Gericht die Wahrheit der rettenden Botschaft verteidigen und bezeugen muss. Ihr alle habt Anteil an der Gnade, die Gott mir damit erweist.

    8 Gott allein weiß, wie sehr ich mich nach euch allen sehne; liebe ich euch doch so, wie auch Jesus Christus euch liebt.

    9 Ich bete darum, dass eure Liebe immer reicher und tiefer wird und dass ihr immer mehr Weisheit und Einsicht erlangt.

    Auch wir vermissen die Brüder und Schwestern, an die wir uns voller Liebe und Freude als Dienstgefährten erinnern – die wir aus Gründen, auf die wir leider keinen Einfluß haben, weder sehen noch sprechen konnten. Aber wir haben euch nicht vergessen, wir denken sehr oft an euch und bitten Jehova, dass er euch helfen möge, damit auch ihr eure Freude nicht verliert – sondern treu ausharrt. Es ist nicht mehr lang. Bitte habt noch etwas Geduld!

    Ihr wisst doch: unser Gott ist nicht ungerecht, ER wird die Liebe nicht vergessen, mit der wir ihm gedient haben und immer noch dienen. Außerdem gehören wir so zu denen, die ihren Lohn nicht hier bereits erhalten haben – also dürfen wir uns auf das Kommende freuen.

    Bitte gebt nicht auf, wir sind so kurz vor dem Ziel!

    Wie wir im Studienartikel vor einigen Wochen erfahren haben, gibt es bei jedem Marathonlauf den Punkt, wo wir denken, wir schaffen es nicht mehr und der Schmerz würde uns umbringen. Aber genau dann müssen wir die Zähne zusammen beißen und weiterlaufen, über den Schmerz hinweg laufen, denn es ist nicht mehr weit – und wenn wir es tun, dann lässt der Schmerz auch nach und auch die Energie ist dann wieder da. Genau an diesem Punkt befinden wir uns jetzt. Jetzt kommts darauf an! Also: Zähne zusammen beißen und durch! Jehova wird uns die Kraft geben, die wir dazu benötigen. Dies ist ganz sicher!

  19. Juleam 10. Dezember 2011 um 20:59 Link zum Kommentar

    Philipper 1:12

    Meine lieben Brüder und Schwestern! Ihr sollt wissen, dass meine Gefangenschaft die Ausbreitung der rettenden Botschaft nicht hinderte. Im Gegenteil!

    A M E N !!!

    Auch uns konnten die Umstände nicht hindern, die Gute Botschaft von unserem Gott zu erzählen. Aber dies ist eigentlich nichts Besonderes, denn bereits Jesus sagte „aus der Fülle des Herzens redet der Mund“ – und so sprudelt ein Herz voller Liebe zu Jehova ganz automatisch über!

    So wie Jeremia, der es eigentlich leid war und eigentlich nicht mehr über Jehova und sein Wort reden wollte. Er wollte schweigen, aber er konnte nicht! Warum?

    Es drängte buchstäblich aus ihm raus, er konnte nicht an sich halten!

    So ist es auch mit uns: man mag die Umstände zwar so manipulieren können, dass wir nicht mehr offiziell und öffentlich von Haus-zu-Haus gehen können, aber dadurch schweigen wir nicht – sondern suchen einfach nur nach anderen Möglichkeiten. So ist diese besondere Situation einfach nur eine wundervolle Gelegenheit, sich im informellen Zeugnisgeben zu üben. So ändert sich einfach nur das Predigtdienstgebiet, der Dienstzweig, mehr nicht!

    Jemand, der Jehova wirklich liebt, den kann man nicht zum Schweigen bringen, egal was sich Feinde auch einfallen lassen. Gute Beispiele sind unsere alten Brüder und Schwestern, sie geben eifrig Zeugnis, solange noch ein Funken Leben in ihnen ist:

    Bei uns in Iserlohn gehörten diese treuen Prediger zum Stadtgebiet. Einige Schwestern bezogen jeden Tag ihren Platz in einer sehr belebten Fußgängerzone. Die eine lehnte immer mit dem Rücken am Brückengeländer, um Rücken und Beine zu entlasten. Als es ihr sehr schlecht ging und sie zu ihrer Tochter gezogen war, die in einer anderen Stadt wohnte, wurde sie recht bald vermisst. Viele Leute haben mich angesprochen, wie es ihr geht. Sie haben zwar nur selten oder gar keine Literatur von ihr genommen, aber „sie gehört einfach zum Stadtbild, wir machen uns Sorgen“. Die Information, dass sie lediglich zu ihrer Tochter gezogen war, bereitete vielen Menschen, die sie nicht mal kannten, große Erleichterung. Was für ein Zeugnis!

    Andere Schwestern, die außerhalb der City wohnten und sehr schlecht zu Fuß waren, fuhren täglich mit dem Bus in die Stadt. Bereits beim Warten auf den Bus sprachen sie andere Wartende an, gaben oftmals während der Fahrt Zeugnis und liefen dann von der sehr zentral gelegenen Haltestelle die wenigen hundert Meter bis zu ihrem Stammplatz. Der Weg war für sie zwar sehr beschwerlich und mühsam, aber „das macht nichts, ich kann dann ja dort sitzen“! Ihr Stammplatz waren einige Bänke in dieser belebten Fußgängerzone. Hier setzten sie sich jeweils hin und hielten die Publikationen gut sichtbar hoch. Dies haben sie solange getan, wie es ihnen möglich war. Als auch dies nicht mehr ging, waren sie sehr unglücklich, einige konnten aber so bis zu ihrem Tod weiterhin eifrig tätig sein.

    Die, denen das nicht mehr gelang, suchten nach neuen Möglichkeiten, denn sie brauchten es wie die tägliche Speise – ohne fühlten sie sich nicht wohl, und das nicht aus reiner Gewohnheit! Die eine war bald ein Pflegefall und so mußte sie täglich den Pflegedienst bemühen. War sie nun mundtot geworden? Niemals – sie predigte einfach während der Morgentoilette der jeweiligen Pflegerin!

    Erinnern wir uns noch an die Erfahrung, die wir vor sehr sehr vielen Jahren in den Publikationen gelesen hatten? Die Schwester hat fast ihr ganzes Leben in einer eisernen Lunge verbracht. Ein Grund, warum sie nicht predigen „musste“? Nein, sie wollte und sie konnte auch. Sie suchte sich einfach Möglichkeiten und so war sie bis zum Tod eine eifrige Verkuendigerin der Guten Botschaft! Diese Erfahrung hatten wir 1996 in der Dienstzusammenkunft noch mal besprochen:

    Eine Schwester, die Kinderlähmung hatte, konnte ihre eiserne Lunge nicht verlassen. Sie konnte nicht in den Königreichssaal gehen oder einen Kongreß besuchen. Aber sie war eifrig damit beschäftigt, die gute Botschaft zu verkündigen. In den 37 Jahren, in denen sie in der eisernen Lunge lag, konnte sie 17 Menschen helfen, die Wahrheit kennenzulernen! Wie schaffte sie dies? Obwohl sie nicht von Tür zu Tür gehen konnte, fand sie jeden Tag eine Möglichkeit, denen informell Zeugnis zu geben, die Kontakt mit ihr hatten.

    Wie berühren uns solche Erfahrungen?

    Verspüren wir einen ebenso starken Drang, mit anderen über unseren Gott zu sprechen?

    Falls nicht: woran liegt das? Wie steht es mit unserer Liebe zu unserem liebevollen Gott Jehova und zur Wahrheit, die wir durch sein Wort kennenlernen durften? Müßten wir sie eventuell neu entfachen? Wie könnten wir das tun?

    Wenn unser Mund aus der Fülle unseres Herzens redet – warum sprudelt es dann nicht voller Liebe und Wertschätzung zu Jehova über? Woran liegt das dann? Was ist denn in unserem Herzen? Womit füllen wir unser Herz und unseren Sinn? Mit was für Menschen umgeben wir uns? Sind unsere Freunde Menschen, die bereits auch Jehovas Freunde sind, oder müßten wir uns für sie vor Jehova und Jesus schämen?

    Dinge, worüber es sich lohnt, mal in aller Ruhe nachzudenken

  20. Juleam 11. Dezember 2011 um 11:59 Link zum Kommentar

    Philipper 1:15-18

    Zwar verkünden manche nur deswegen die Botschaft von Christus, weil sie neidisch sind und mir eine erfolgreiche Missionsarbeit nicht gönnen; andere aber lassen sich bei ihrer Predigt von den besten Absichten leiten. 16 Sie handeln aus Liebe, weil sie wissen, dass ich im Gefängnis bin, um für die rettende Botschaft einzutreten. 17 Die anderen aber reden von Jesus Christus nur aus Eigennutz. Sie meinen es nicht ehrlich und wollen mir noch zusätzlich Kummer bereiten.

    18 Doch was macht das schon! Wichtig ist allein, dass die rettende Botschaft von Jesus Christus verbreitet wird; mag das nun mit Hintergedanken oder in ehrlicher Absicht geschehen. Wenn nur jeder erfährt, wer Jesus Christus ist! Darüber freue ich mich, und ich werde mich auch in Zukunft darüber freuen!

  21. Juleam 11. Dezember 2011 um 12:09 Link zum Kommentar

    an die Brüder unserer Versammlung!

    Philipper 2:1-2

    Es gibt über euch so viel Gutes zu berichten: Ihr ermutigt euch als Christen gegenseitig und seid zu liebevollem Trost bereit. Man spürt bei euch etwas von der Gemeinschaft, die der Geist Gottes bewirkt, und herzliche, mitfühlende Liebe verbindet euch. 2 Darüber freue ich mich sehr

    wie wohltuend es ist, wenn man in einer liebevollen Versammlung „Gastrecht hat“, wenn man die Brüder dabei beobachten darf, wie sie voller Liebe an Jehova hängen, wie sehr sie sein Wort lieben. Aus jedem Kommentar kann man erkennen, wie sehr die Einzelnen Jehova lieben und mit welcher Freude und Hingabe sie sich mit Gottes Wort befassen.

    Da wird nachgeforscht, wenn man die Dinge nicht ganz versteht oder wenn der Gedanke in den Publikationen nicht ganz eindeutig macht, warum das so ist – und diese Gedanken fließen in die Kommentare mit ein. Und dies bei jedem Einzelnen, der sich zu Wort meldet. Die einen sind erst frisch in der Wahrheit und man erkennt es zwar in den Kommentaren, aber die tiefe Liebe zu Jehova und der Eifer, ihn noch besser zu verstehen und ihm noch näher zu kommen, die mit dabei durchklingen, machen all dies wieder wett. Aber auch die, die bereits seit Jahren in der Wahrheit sind, lassen tiefe Liebe erkennen. Sie wissen schon mehr und helfen uns, die einzelnen Gedanken miteinander zu verknüpfen, so dass wir die einzelnen Teile des Puzzles zu einem wunderschönen Bild zusammensetzen können.

    Auch die Liebe untereinander ist gut zu erkennen, selbst, wenn man nur von Weitem zuguckt: da wird dem Redner ohne Worte und ohne viel Aufhebens ein Glas Wasser gereicht, weil es heiß ist und man an seiner Stimme erkennt, dass der Hals trocken ist, da wird nach einer Schwester gesehen, die fluchtartig den Saal verlässt, da wird immer wieder kurz nach der Schwester geschaut, die wegen anhaltender Schmerzen oftmals im zweiten Saal dem Programm folgt, da wird nach denen gesehen, die ein Problem mit dem Ehepartner haben und liebevoll und ohne viel Aufhebens so guter Rat gegeben, dass sich alles ganz schnell und sogar sichtbar wieder einrenkt, da werden alte Schwestern mit größter Selbstverständlichkeit und ohne viel Aufhebens nach dem Vortrag wieder nach Hause gefahren, weil sie nicht so lange aushalten können und man kommt danach sofort wieder, setzt sich, als wäre man nur kurz auf dem Klo gewesen, da wird sich liebevoll um das Ehepaar gekümmert, das erst vor kurzem sein Kind verloren hat, sie werden zum 1. Todestag eingeladen und wenn die Schwester es nicht in ihrem Kommentar erwähnt hätte, wie gut ihr die liebevolle Fürsorge getan hatte, hätten wir es sicherlich nicht einmal erfahren.

    Diese lieben Brüder und Schwestern tun wirklich alles, um unserem liebevollen Gott Jehova zu gefallen und zwar so, dass sie damit nicht prahlen oder sich in den Vordergrund drängen, sondern im Verborgenen, so wie Jesus es von uns erwartet. Sie reden nicht groß über ihre Taten, aber an jedem Wort, an jeder Handlung, die wir so am Rande mitbekommen, können wir die tiefe Liebe zu Jehova und somit auch zur Bruderschaft und zur Organisation Jehovas erkennen.

    Dies ermuntert und wirklich sehr und wir sind sehr dankbar, dass wir uns mit ihnen versammeln dürfen – mit einer Versammlung, wo an jeder Ecke Jehovas Geist und sein Segen zu verspüren ist!

  22. Juleam 12. Dezember 2012 um 21:07 Link zum Kommentar

    Philipper 1 – 4

    Philipper 1 – ein Brief an unsere lieben Älteren und Kranken, der ihnen Mut macht:

    Absender und Empfänger des Briefes. Segenswunsch

    1-2 Paulus und Timotheus, Diener Jesu Christi, an die Gemeinde in Philippi mit ihren Leitern und Diakonen. Euch allen, die ihr durch Jesus Christus zu Gottes heiligem Volk gehört, wünschen wir Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn.

    Dank an Gott und Gebet für die Gemeinde

    3 Jedes Mal, wenn ich ´im Gebet` an euch denke, danke ich meinem Gott für euch alle. 4 Ja, ich bete ständig für euch, und ich tue es mit großer Freude, 5 weil ihr euch, ´seit ihr an Christus glaubt,` für das Evangelium eingesetzt habt – vom ersten Tag an bis heute. 6 Ich bin überzeugt, dass der, der etwas so Gutes in eurem Leben angefangen hat, dieses Werk auch weiterführen und bis zu jenem großen Tag zum Abschluss bringen wird, an dem Jesus Christus wiederkommt .

    7 ´Geschwister,` ich habe euch so ins Herz geschlossen, dass es mehr als selbstverständlich für mich ist, mit solcher Zuversicht an euch alle zu denken. Denn ob ich nun inhaftiert bin oder ob ich für das Evangelium eintrete und seine Wahrheit bekräftige – immer beteiligt ihr alle euch an dem Auftrag, den Gott mir gegeben hat, und habt damit auch Anteil an der Gnade, die er mich erfahren lässt . 8 Gott weiß, wie sehr ich mich nach euch allen sehne; er ist mein Zeuge. Er weiß auch, dass hinter dieser Sehnsucht meine tiefe Liebe zu euch steht, eine Liebe, die Jesus Christus selber in mir gewirkt hat.

    9 Und das ist meine Bitte an Gott: dass er eure Liebe, verbunden mit der rechten Erkenntnis und dem nötigen Einfühlungsvermögen, immer größer werden lässt. 10 Dann werdet ihr ´in allem` ein sicheres Urteil haben und werdet ein reines, untadeliges Leben führen, bereit für den Tag, an dem Christus wiederkommt . 11 Durch ihn, Jesus Christus, wird euer Tun von dem geprägt sein, was gut und richtig ist – zum Ruhm und zur Ehre Gottes.

    Die Gefangenschaft des Apostels: kein Hindernis für das Evangelium

    12 Ich bin froh, euch mitteilen zu können , Geschwister, dass das, was mit mir geschehen ist, die Ausbreitung des Evangeliums sogar noch gefördert hat. 13 Bei der ganzen kaiserlichen Garde und weit darüber hinaus hat es sich inzwischen herumgesprochen , dass meine Gefangenschaft eine Gefangenschaft wegen Christus ist. 14 Und bei den meisten Geschwistern ist gerade, weil ich inhaftiert bin, das Vertrauen auf den Herrn so gewachsen, dass sie jetzt noch viel mutiger sind und das Evangelium ohne Furcht weitersagen.

    15 Bei manchen sind zwar Neid und Streitsucht mit im Spiel, wenn sie die Botschaft von Christus verkünden. Doch es gibt auch solche, die es in der richtigen Haltung tun. 16 Sie handeln aus Liebe ´zu mir `, denn sie wissen, dass ich mit dem Auftrag hier bin , für das Evangelium einzutreten. 17 Die anderen hingegen verkünden Christus aus selbstsüchtigen Motiven. Sie meinen es nicht ehrlich, sondern hoffen, mir in meiner Gefangenschaft noch zusätzliche Schwierigkeiten zu bereiten. 18 Aber was macht das schon? Ob es nun mit Hintergedanken geschieht oder in aller Aufrichtigkeit – entscheidend ist, dass im einen wie im anderen Fall die Botschaft von Christus verkündet wird, und darüber freue ich mich.

    Auch in Zukunft wird nichts mir meine Freude nehmen können. 19 Denn ich weiß, dass am Ende von allem, was ich jetzt durchmache, meine Rettung stehen wird, weil ihr für mich betet und weil Jesus Christus mir durch seinen Geist beisteht . 20 Ja, es ist meine sehnliche Erwartung und meine feste Hoffnung, dass ich in keiner Hinsicht beschämt und enttäuscht dastehen werde, sondern dass ich – wie es bisher immer der Fall war – auch jetzt mit ganzer Zuversicht auftreten kann und dass die Größe Christi bei allem sichtbar wird, was mit mir geschieht , ob ich nun am Leben bleibe oder sterbe.

    21 Denn der Inhalt meines Lebens ist Christus , und ´deshalb` ist Sterben für mich ein Gewinn. 22 Andererseits kann ich, solange ich noch hier auf der Erde lebe, eine Arbeit tun, die Früchte trägt. Daher weiß ich nicht, was ich vorziehen soll. 23 Ich bin hin- und hergerissen: Am liebsten würde ich das irdische Leben hinter mir lassen und bei Christus sein; das wäre bei weitem das Beste. 24 Doch ihr braucht mich noch, und deshalb – davon bin ich überzeugt – ist es wichtiger, dass ich weiterhin hier auf der Erde bleibe.

    25 Darum bin ich auch sicher, dass ich nicht sterben werde, sondern euch allen erhalten bleibe. Denn dann kann ich dazu beitragen, dass ihr im Glauben vorankommt und dass euch durch den Glauben eine immer tiefere Freude erfüllt. 26 Ja, wenn ich wieder bei euch bin, werdet ihr noch viel mehr Grund haben, auf Jesus Christus stolz zu sein und ihn für das zu preisen, was er durch mich für euch getan hat .

    Standhaftigkeit und Zusammenhalt bei Anfeindungen

    27 Aber das Entscheidende ist: Lebt so , dass es im Einklang mit dem Evangelium von Christus steht! Dann werdet ihr – ob ich nun komme und euch besuche oder ob ich nur aus der Ferne von euch höre – einmütig zusammenstehen. Ihr werdet Seite an Seite für den Glauben kämpfen, der sich auf das Evangelium gründet , 28 und werdet euch durch nichts von euren Gegnern einschüchtern lassen. An dem allem zeigt sich , dass sie verloren gehen und ihr gerettet werdet; so ist es von Gott selbst gefügt. 29 Er hat euch die Gnade erwiesen, nicht nur an Christus zu glauben, sondern auch für Christus zu leiden. 30 Ja, ihr habt jetzt denselben Kampf zu bestehen wie ich – den Kampf, den ihr miterlebt habt, als ich bei euch war, und in dem ich – wie ihr gehört habt – immer noch stehe .

    Kennen wir das Gefühl, wenn wir am liebsten schon mal „im Schlafwagen vorfahren wollen“, weil uns Krankheit und Probleme zu sehr bedrängen?

    Oft denken wir dann, es sei besser, wenn das Ganze schon vorbei wäre, denn was können wir schon noch tun? Was waren das noch für Zeiten, als wir jung, gesund und voller Kraft waren und einen sinnvollen Anteil am Predigtwerk hatten. Als wir uns noch ganz verausgaben konnten und viel zu geben hatten. Aber heute sind wir alt und gebrechlich, oder durch einer chronischen Erkrankung unserer Kraft beraubt. Wir fühlen uns oftmals nutzlos und fragen uns, welchen Sinn unser Leben noch macht. Vielleicht haben wir sogar das Gefühl, wir wären für unsere Familie nur noch ein Klotz am Bein. Wir sind innerlich noch voller Pläne, aber können sie nicht umsetzen, weil uns so viele Grenzen gesetzt sind. Da kann es Phasen geben, wo wir uns fragen, welchen Sinn das alles noch macht. Wäre es nicht besser für alle Beteiligten, wenn wir unser unseeliges Leben beenden könnten? Vielleicht wünschen wir uns wie Hiob, Jakob oder Elia den Tod.

    Wenn wir uns so fühlen, dann machen uns die Worte des Paulus Mut! Denn auch wenn wir vielleicht nicht mehr so viel tun können wie früher und wie wir es uns wünschen – so können wir unseren Brüdern noch als ermunterndes Beispiel dienen. Ich hatte im letzten Jahr das Beispiel einiger älterer Schwestern meiner Ursprungsversammlung erzählt und im Zusammenhang mit Paulus‘ Aussage, dass wir alle Glieder eines Leibes sind, über die ältere Schwester mit der einen Stunde auf dem Berichtszettel nachgedacht. Jeder von uns, dessen Herz immer noch brennt, kann die anderen Brüder und Schwestern ermuntern.

    Vielleicht indem wir aus unserem Leben in der Wahrheit erzählen, was wir alles schon mit Jehova erlebt haben. Aber auch unser treues Ausharren macht anderen Mut.

    Ganz besonders das Feuer, das trotz der widrigen Umstände immer noch nicht in uns erloschen ist, kann andere ermuntern und motivieren. Denn „aus der Fülle des Herzens redet der Mund“ und so werden sich unsere Gespräche um den Eifer für die wahre Anbetung drehen. Oft auch darum, wie traurig wir sind, dass wir heute nicht mehr so können. Was denken wir wohl, was dies in einem Jugendlichen bewirken wird, der die Wahrheit zur Zeit eher mechanisch praktiziert und seine obligatorische Stunde auf den Berichtszettel schreibt? Wird es ihn nicht beschämen, dass wir als Alte und Kranke traurig sind, nicht mehr tun zu können? Wird er nicht darüber nachdenken, warum wir so anders sind, als er? Vielleicht fragt er uns das sogar und so könnten wir ihn mit unserer Begeisterung anstecken.

    Wenn wir vielleicht unsere erste Liebe und Begeisterung für die Wahrheit verloren haben, dann berührt uns so eine ältere und kranke Schwester. Sie möchte und kann nicht, aber sie tut alles, was sie kann – obwohl sie dafür viele Beschwernisse in Kauf nehmen muss. Da ist es mir peinlich, wenn ich jung und gesund bin und meine Zeit vielleicht vor dem Fernsehen oder im Internet vertrödle. Ich könnte, aber ich tue es nicht. Wie peinlich und beschämend. Und mir macht es nicht einmal etwas aus, wohingegen sie totunglücklich über die Grenzen ist, die ihr gesetzt sind. Warum macht sie das traurig? Warum ist sie nicht froh, dass sie nicht mehr „muss“? Auch wenn ich mich vielleicht nicht traue, sie das zu fragen, so denke ich doch immer wieder darüber nach. Und damit denke ich auch über mich und meine eigene Situation nach. Warum habe ich diesen Wunsch nicht, sie aber schon? Wo ist der Unterschied?

    Vielleicht achte ich nun mehr darauf, was sie so sagt – in der Versammlung, wenn sie Kommentare gibt, und vielleicht auch vor und nach der Versammlung. Vielleicht unterhalte ich mich ein wenig unverbindlich mit ihr, und sage nicht nur „Hallo“ und „Tschüss“. Und so erkenne ich die tiefe Liebe zu Jehova, die immer noch in ihr brennt. Nanu? Ist sie denn nicht schon zig Jahre in der Wahrheit? Warum brennt die Liebe zu Jehova in ihr so stark – und bei mir glimmt vielleicht gerade nur noch der Docht? Wo ist meine Liebe geblieben? Was ist passiert? Was hat sie anders gemacht als ich?

    Liebe alte Schwester und lieber kranker Bruder – wenn nur ein Bruder oder eine Schwester sich solche Gedanken macht, dann ist es noch lange nicht Zeit „zu gehen“. Dann ist dein Leben und deine Schmerzen und was dich sonst noch so behindert, nicht ohne Sinn. Dann gebraucht dich Jehova!

    Auch wenn derjenige, den du zum Nachdenken bringst, nicht zu dir kommt und dich dies wissen lässt – was weisst du denn, wieviele Brüder und Schwestern im Paradies auf dich zukommen werden und sich bei dir bedanken. Dafür, dass du ihnen geholfen hast, über sich und ihre Einstellung nachzudenken und ihre alte Liebe neu zu entfachen. Wahrscheinich hast du dies nicht zu der Zeit bewirkt, als du noch so konntest wie du wolltest und viel Zeit im Dienst verbracht hast. Viel wahrscheinlicher ist, dass du sie gerade jetzt – in deiner Schwachheit – ermuntert hast.

    Weil dein Feuer immer noch so heiß in dir brennt, dass du oft Tränen der Enttäuschung vergiesst. Dabei bemerkst du nicht, dass Jehova dich gerade jetzt auf eine ganz besondere Weise benutzt – weil dies Feuer so schmerzhaft in dir brennt! Sei dir gewiss: Jehova, sein Sohn, die Engel und auch die anderen Gesalbten sehen gerade jetzt voller Freude und Stolz auf dich herab und sie rufen dir zu: „mach weiter so! Halte aus!“

    Bitte rufe dir dies immer wieder in den Sinn. Ganz besonders dann, wenn du morgens beim Wachwerden frustriert bist und dich fragst; „wozu das Alles?“ – weil du so von Jehova auf eine ganz besondere Weise benutzt wirst. Halte durch!

  23. Juleam 14. Dezember 2012 um 10:38 Link zum Kommentar

    Philipper 2 – Anleitung für eine bessere Ehe:

    Selbstlosigkeit als Voraussetzung für die Einheit der Gemeinde

    1 Nicht wahr, es ist euch wichtig, einander im Namen von Christus zu ermutigen? Es ist euch wichtig, euch gegenseitig mit seiner Liebe zu trösten, durch den Heiligen Geist Gemeinschaft miteinander zu haben und einander tiefes Mitgefühl und Erbarmen entgegenzubringen? 2 Nun, dann macht meine Freude vollkommen und haltet entschlossen zusammen ! Lasst nicht zu, dass euch etwas gegeneinander aufbringt, sondern begegnet allen mit der gleichen Liebe und richtet euch ganz auf das gemeinsame Ziel aus . 3 Rechthaberei und Überheblichkeit dürfen keinen Platz bei euch haben. Vielmehr sollt ihr demütig genug sein, von euren Geschwistern höher zu denken als von euch selbst. 4 Jeder soll auch auf das Wohl der anderen bedacht sein, nicht nur auf das eigene Wohl.

    5 Das ist die Haltung, die euren Umgang miteinander bestimmen soll; es ist die Haltung, die Jesus Christus uns vorgelebt hat.

    Jesus Christus, unser Vorbild

    6 Er, der Gott in allem gleich war und auf einerStufe mit ihm stand, nutzte seine Macht nicht zu seinem eigenen Vorteil aus . 7 Im Gegenteil: Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener . Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen. 8 Aber er erniedrigte sich ´noch mehr`: Im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich; er starb am Kreuz ´wie ein Verbrecher`.

    9 Deshalb hat Gott ihn auch so unvergleichlich hoch erhöht und hat ihm ´als Ehrentitel` den Namen gegeben, der bedeutender ist als jeder andere Name . 10 Und weil Jesus diesen Namen trägt, werden sich einmal alle vor ihm auf die Knie werfen, alle, die im Himmel, auf der Erde und unter der Erde sind. 11 Alle werden anerkennen, dass Jesus Christus der Herr ist, und werden damit Gott, dem Vater, die Ehre geben.

    Die Gemeinde Jesu: Licht in einer dunklen Welt

    12 Was folgt daraus, liebe Freunde? So, wie ihr Gott bisher immer gehorsam gewesen seid, sollt ihr euch ihm auch weiterhin mit Respekt und tiefer Ehrfurcht unterstellen und alles daransetzen, dass eure Rettung sich in eurem Leben voll und ganz auswirkt – nicht nur, wenn ich bei euch bin, sondern erst recht jetzt, während meiner Abwesenheit. 13 Gott selbst ist ja in euch am Werk und macht euch nicht nur bereit, sondern auch fähig, das zu tun, was ihm gefällt.

    14 Verbannt alle Unzufriedenheit und alle Streitsucht aus eurer Mitte, 15 denn ihr sollt ein tadelloses Leben führen, das in keiner Weise vom Bösen beeinflusst ist. Wenn ihr als Kinder Gottes mitten in dieser verdorbenen und heillosen Welt vorbildlich lebt, werdet ihr unter euren Mitmenschen wie Sterne am Nachthimmel leuchten. 16 Haltet daher an der Botschaft fest, die zum Leben führt! Dann kann ich dem Tag, an dem Christus wiederkommt, voll Zuversicht entgegensehen, glücklich darüber, dass ich das Ziel meiner Arbeit nicht verfehlt habe und dass meine Mühe nicht umsonst gewesen ist.

    17 Und selbst wenn ich zum Tod verurteilt werde und sterben muss, werde ich mich freuen. Mein Leben ist dann wie ein Trankopfer, das für Gott ausgegossen wird und das eure Opfergabe vervollständigt – den Dienst, den ihr Gott aufgrund eures Glaubens erweist . Ja, auch dann werde ich mich freuen. Außerdem habe ich ja teil an der Freude, die euch alle erfüllt. 18 Macht ihr es doch genauso: Freut euch, und nehmt teil an meiner Freude!

    Uneigennütziger Einsatz von Timotheus und Epaphroditus

    19 Übrigens hoffe ich im Vertrauen auf den Herrn Jesus, Timotheus schon bald zu euch schicken zu können. Das wird nicht nur euch neuen Mut geben, sondern auch mir , weil ich ´durch ihn` erfahren werde, wie es um euch steht. 20 Ich habe nämlich keinen, der in allem so mit mir übereinstimmt und der sich, ´wenn er zu euch kommt,` so aufrichtig um eure Belange kümmern wird wie er. 21 Den anderen geht es allen nur um sich selbst und nicht um die Sache Jesu Christi . 22 Ihr wisst ja selbst, was für ein bewährter ´Mitarbeiter` Timotheus ist: Wie ein Sohn an der Seite seines Vaters, so hat er mit mir zusammen dem Evangelium gedient. 23 Ihn also hoffe ich so bald wie möglich zu euch zu schicken; nur muss ich erst einmal abwarten, bis ich sehe, wie es mit mir weitergeht. 24 Und im Vertrauen auf den Herrn bin ich überzeugt, dass auch ich selbst euch bald besuchen kann.

    25 Allerdings habe ich es für notwendig gehalten, Epaphroditus zu euch zurückzuschicken, meinen Bruder und Mitarbeiter, der Seite an Seite mit mir für den Glauben gekämpft hat . Von euch dazu beauftragt, hat er mir in meiner gegenwärtigen Notlage geholfen. 26 Aber er sehnte sich nach euch allen und war darüber hinaus in großer Unruhe, weil ihr von seiner Krankheit gehört hattet. 27 Ja, er war wirklich krank – so krank, dass er beinahe gestorben wäre. Doch Gott hatte Erbarmen mit ihm, und nicht nur mit ihm, sondern auch mit mir; denn er wollte nicht, dass ich einen Kummer nach dem anderen erlebe. 28 Ich schicke ihn jetzt also so schnell wie möglich zu euch zurück. Dann habt ihr die Freude, ihn wiederzusehen, und ich muss mir weniger Sorgen machen . 29 Heißt ihn als euren Bruder ganz herzlich willkommen ; Menschen wie ihm könnt ihr nicht genug Achtung entgegenbringen. 30 Denn dass er an den Rand des Todes geriet, lag an seinem Einsatz für die Sache Christi . Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt, um mir den Dienst zu leisten, den ihr selbst mir nicht erweisen konntet .

    Alles was Paulus hier über das Zusammenleben innerhalb der Bruderschaft sagt, trifft auch auf unser Eheleben zu. Denn unser Ehepartner ist ja auch gleichzeitig noch unser Bruder.

    Wir alle sind Kinder Gottes und Nachfolger Jesu. Uns alle hat Jehova zu sich gezogen und wir alle sind Diener des Höchsten. Wir alle haben das selbe Ziel: unserem wunderbaren Gott Jehova zu gefallen und SEIN Wort und die Gute Botschaft über Jesus und das „Versöhntwerden mit Gott“ bekanntzumachen. Daher sind wir nicht nur Ehepartner, sondern auch ein Team, das auf das gleiche Ziel hinarbeitet.

    Dies wird sehr schön in dem Film „Zurück ins Glück – erste Liebe, zweite Chance“ gezeigt, wenn die Ehepaare mit Fußfesseln zu dem Ort hinfinden müssen, wo der Schlüssel für die Fesseln liegt. Allein wären sie nicht ans Ziel gelangt. Es ging nicht, dass der Eine in die eine Richtung und der Andere in die andere geht. So wären sie nicht vorangekommen. Sie mussten gemeinsam in dieselbe Richtung laufen, einander über Steine und Hindernisse helfen, sich dem Tempo des anderen anpassen usw. – nur so kamen sie ans Ziel.

    Unser Ziel ist das Tun des Willens Jehovas, durch unseren Lebenswandel zu bewirken, dass sich andere Menschen zu Jehova und seiner Wahrheit hingezogen fühlen. „Gefesselt“ sind wir durch das Tun des Willens Gottes. Dies hält uns zusammen und sein Wort die Bibel ermahnt uns immer wieder, doch zusammenzuhalten und Rücksicht aufeinander zu nehmen.

    Interessant, dass Paulus hier sagt, es solle Teil ihrer Persönlichkeit werden – es solle sich nicht nur auf die Zeit beziehen, wo er unter ihnen anwesend ist. Auch wir müssen die neue Persönlichkeit ganz anziehen, einen Teil von uns selbst werden lassen – ganz mit ihr verschmelzen. Es reicht nicht, uns nur dann wie ein Christ zu benehmen, wenn wir uns unter unseren Brüdern befinden. Denn allein mit unserem Ehepartner und unseren Kindern, sind wir ja auch „unter Brüdern“.

    Hier kommt es dann darauf an, wie wichtig wir Jehova und sein Wort nehmen und ob wir es wirklich in jedem Bereich unseres Lebens umsetzen

  24. Juleam 14. Dezember 2012 um 18:39 Link zum Kommentar

    Philipper 3 – Die wahre Beschneidung

    1 Vor allem , liebe Geschwister: Freut euch darüber, dass ihr mit dem Herrn verbunden seid!

    Was ich euch im Folgenden schreibe, sind Dinge, die ich euch schon früher gesagt habe. Mir macht es nichts aus, mich zu wiederholen , und euch gibt es ´eine umso größere` Sicherheit ´im Glauben`.

    2 Nehmt euch in Acht vor den ´unreinen` Hunden ! Nehmt euch in Acht vor den Unheilstiftern! Nehmt euch in Acht vor denen, die letztlich nicht beschneiden, sondern verstümmeln ! 3 Die wirklich Beschnittenen sind wir, denn wir dienen Gott unter der Leitung seines Geistes und vertrauen nicht auf unsere Vorrechte und auf eigene Leistungen, sondern auf Jesus Christus; er ist unser ganzer Stolz .

    4 Dabei hätte gerade ich allen Grund, mich auf Vorrechte und Leistungen zu verlassen. Wenn andere meinen, sie könnten auf solche Dinge bauen – ich könnte es noch viel mehr: 5 Ich wurde, ´wie es das Gesetz des Mose vorschreibt,` acht Tage nach meiner Geburt beschnitten. Ich bin meiner Herkunft nach ein Israelit, ein Angehöriger des Stammes Benjamin, ein Hebräer mit rein hebräischen Vorfahren. Meine Treue zum Gesetz zeigte sich darin, dass ich zu den Pharisäern gehörte , 6 und in meinem Eifer, ´für das Gesetz zu kämpfen,` ging ich so weit, dass ich die Gemeinde verfolgte. Ja, was die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit betrifft , war mein Verhalten tadellos.

    7 Doch genau die Dinge, die ich damals für einen Gewinn hielt, haben mir – wenn ich es von Christus her ansehe – nichts als Verlust gebracht. 8 Mehr noch: Jesus Christus , meinen Herrn, zu kennen ist etwas so unüberbietbar Großes, dass ich, wenn ich mich auf irgendetwas anderes verlassen würde, nur verlieren könnte . Seinetwegen habe ich allem, was mir früher ein Gewinn zu sein schien, den Rücken gekehrt ; es ist in meinen Augen nichts anderes als Müll. Denn der Gewinn, nach dem ich strebe, ist Christus; 9 es ist mein tiefster Wunsch, mit ihm verbunden zu sein . Darum will ich nichts mehr wissen von jener Gerechtigkeit, die sich auf das Gesetz gründet und die ich mir durch eigene Leistungen erwerbe. Vielmehr geht es mir um die Gerechtigkeit, die uns durch den Glauben an Christus geschenkt wird – die Gerechtigkeit, die von Gott kommt und deren Grundlage der Glaube ist. 10 Ja, ich möchte Christus immer besser kennen lernen; ich möchte die Kraft, mit der Gott ihn von den Toten auferweckt hat , an mir selbst erfahren und möchte an seinem Leiden teilhaben, sodass ich ihm bis in sein Sterben hinein ähnlich werde . 11 Dann werde auch ich – das ist meine feste Hoffnung – unter denen sein, die von den Toten auferstehen.

    Noch nicht am Ziel, aber ganz auf das Ziel ausgerichtet

    12 Es ist also nicht etwa so, dass ich das ´alles` schon erreicht hätte und schon am Ziel wäre . Aber ich setze alles daran, ans Ziel zu kommen und von diesen Dingen Besitz zu ergreifen, nachdem Jesus Christus von mir Besitz ergriffen hat. 13 Geschwister, ich bilde mir nicht ein, das Ziel schon erreicht zu haben. Eins aber tue ich: Ich lasse das, was hinter mir liegt, bewusst zurück, konzentriere mich völlig auf das, was vor mir liegt, 14 und laufe mit ganzer Kraft dem Ziel entgegen, um den Siegespreis zu bekommen – den Preis, der in der Teilhabe an der himmlischen Welt besteht, zu der uns Gott durch Jesus Christus berufen hat .

    15 Wir alle, die der Glaube an Christus zu geistlich reifen Menschen gemacht hat , wollen uns ganz auf dieses Ziel ausrichten . Und wenn eure Einstellung in dem einen oder anderen Punkt davon abweicht, wird Gott euch auch darin die nötige Klarheit schenken. 16 Doch von dem, was wir bereits erreicht haben, wollen wir uns auf keinen Fall wieder abbringen lassen!

    17 Folgt alle meinem Beispiel, Geschwister, und richtet euch auch an denen aus, deren Leben dem Vorbild entspricht, das ihr an uns habt. 18 Viele leben nämlich ganz anders. Ich habe euch schon oft vor ihnen gewarnt, und auch jetzt kann ich nur unter Tränen von ihnen reden: Sie sind Feinde des Kreuzes Christi, 19 und sie enden im Verderben. Ihr Gott sind ihre eigenen Begierden , und sie sind stolz auf Dinge, für die sie sich eigentlich schämen müssten . Das Einzige, was sie interessiert, ist diese irdische Welt.

    20 Wir dagegen sind Bürger des Himmels, und vom Himmel her erwarten wir auch unseren Retter – Jesus Christus, den Herrn. 21 Er wird unseren unvollkommenen Körper umwandeln und wird ihn seinem eigenen Körper gleichmachen, der Gottes Herrlichkeit widerspiegelt . Er hat die Macht dazu, genauso, wie er auch die Macht hat, das ganze Universum seiner Herrschaft zu unterstellen.

    Hoffentlich gleichen wir niemals den Personen, an die Paulus hier unter Tränen denkt. Erweisen wir uns zu jeder Zeit und in jeder Lage als ein wahrer Nachfolger Jesu – und geben so selbst anderen ein gutes Beispiel.

    Dies ist übrigens auch etwas, was jeder von uns tun kann, egal in welcher Situation er sich befindet. Auch hier können unsere lieben treuen alten und kranken Brüder viel bewirken – indem sie eine vorbildliche Herzenseinstellung beweisen und so andere motivieren!

  25. Juleam 14. Dezember 2012 um 18:52 Link zum Kommentar

    Philipper 4 – andere profitieren von der Gefangenschaft des Paulus

    1 Das soll also eure Einstellung sein, liebe Freunde. Haltet daher treu zum Herrn! Ihr seid doch meine Geschwister, die ich liebe und nach denen ich mich sehne; ihr seid meine Freude und mein Siegeskranz, ´der Lohn für alle meine Mühe`!

    Anweisungen und Ratschläge

    2 Ich ermahne Evodia, und ich ermahne Syntyche, ihre Unstimmigkeiten beizulegen und sich ganz auf das gemeinsame Ziel auszurichten; sie gehören ja beide dem Herrn . 3 Und dich, meinen treuen Weggefährten , bitte ich, ihnen dabei zu helfen. Schließlich haben diese beiden Frauen Seite an Seite mit mir für die Sache des Evangeliums gekämpft – sie und Klemens und meine übrigen Mitarbeiter, deren Namen im Buch des Lebens stehen.

    4 Freut euch, was auch immer geschieht; freut euch darüber, dass ihr mit dem Herrn verbunden seid ! Und noch einmal sage ich: Freut euch! 5 Seid freundlich im Umgang mit allen Menschen; ´ihr wisst ja, dass` das Kommen des Herrn nahe bevorsteht. 6 Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn. 7 Dann wird der Frieden Gottes, der weit über alles Verstehen hinausreicht , über euren Gedanken wachen und euch in eurem Innersten bewahren – euch, die ihr mit Jesus Christus verbunden seid .

    8 Und noch etwas, Geschwister: Richtet eure Gedanken ganz auf die Dinge, die wahr und achtenswert, gerecht, rein und unanstößig sind und allgemeine Zustimmung verdienen; beschäftigt euch mit dem, was vorbildlich ist und zu Recht gelobt wird. 9 Haltet euch bei allem, was ihr tut, an die Botschaft, die euch verkündet worden ist und die ihr angenommen habt ; lebt so, wie ich es euch gesagt und vorgelebt habe . Dann wird der Gott des Friedens mit euch sein.

    Dank für die empfangene Hilfe

    10 Ich habe mich sehr gefreut und bin dem Herrn dankbar , dass es euch wieder einmal möglich war, etwas für mich zu tun. Ihr hattet das ja die ganze Zeit über im Sinn, doch fehlte euch bisher die Gelegenheit dazu. 11 Ich sage das nicht etwa wegen der Entbehrungen, die ich zu ertragen hatte ; denn ich habe gelernt, in jeder Lebenslage zufrieden zu sein. 12 Ich weiß, was es heißt, sich einschränken zu müssen, und ich weiß, wie es ist, wenn alles im Überfluss zur Verfügung steht. Mit allem bin ich voll und ganz vertraut: satt zu sein und zu hungern, Überfluss zu haben und Entbehrungen zu ertragen. 13 Nichts ist mir unmöglich, weil der, der bei mir ist, mich stark macht.

    14 Trotzdem war es gut , dass ihr euch in meiner schwierigen Lage um mich gekümmert habt. 15 Dieselbe Hilfsbereitschaft habt ihr ja von allem Anfang an bewiesen, liebe Philipper; ihr wisst es selbst am besten. Nachdem ich euch das Evangelium verkündet hatte und dann aus der Provinz Mazedonien abgereist war , kam es zwischen euch und mir zu einem gegenseitigen Geben und Nehmen; ihr wart die einzige Gemeinde, mit der es sich so verhielt. 16 Ja, sogar als ich noch ´in Mazedonien` war, in Thessalonich, habt ihr mir mehr als einmal etwas zu meiner Unterstützung zukommen lassen. 17 Denkt jetzt nicht, ich wäre darauf aus, noch mehr zu bekommen. Es geht mir vielmehr darum, dass der Gewinn, den ihr selbst von eurem Geben habt, immer weiter anwächst.

    18 Im Übrigen habe ich alles erhalten, was ihr mir geschickt habt, und habe jetzt mehr als genug. Ich bin mit allem reichlich versorgt, seit Epaphroditus mir eure Gabe überbracht hat. Sie ist wie ein Opfer, dessen Duft vom Altar zu Gott aufsteigt , ein Opfer, das Gott willkommen ist und an dem er Freude hat. 19 Und was eure eigenen Bedürfnisse angeht, so wird derselbe Gott, der für mich sorgt, auch euch durch Jesus Christus mit allem versorgen, was ihr braucht – er, der unerschöpflich reich ist und dem alle Macht und Herrlichkeit gehört. 20 Gott, unserem Vater, gebührt die Ehre für immer und ewig! Amen.

    Abschließende Grüße

    21 Grüßt jeden einzelnen Gläubigen im Namen von Jesus Christus. Die Geschwister, die bei mir sind, lassen euch grüßen. 22 Auch alle anderen Gläubigen hier schicken euch Grüße, besonders die, die im Dienst des Kaisers stehen . 23 Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit jedem von euch !

    Ganz zu Schluß klingt am Rande das an, warum es nicht verkehrt war, sich auf Cäsar zu berufen: sein neues einzigartiges Gebiet scheint ergiebig gewesen zu sein, wenn er hier von den Gläubigen spricht, die ihnen Grüße schicken, „besonders die, die im Dienst des Kaisers stehen“. Diese konnte er nur erreichen, weil er im Zusammenhang mit seiner Gefangenschaft mit ihnen in Berührung kam.

    Denken wir doch beim nächsten Mal daran, wenn uns unsere eigene Situation entmutigt. Vielleicht kommen auch wir gerade dadurch mit Menschen in Kontakt, die im normalen Haus-zu-Haus-Dienst nicht erreicht werden würden!

    Jehova kann jeden Fluch, den andere oder der Widersacher über uns bringen will, in einen Segen verwandeln!

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