Deshalb, das Wort von dem Anfang des Christus lassend, laßt uns fortfahren zum vollen Wuchse (O. zur Vollkommenheit; vergl. die vorhergehende Anmerkung) und nicht wiederum einen Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott,
Elberfelder 1871 – Hebräer 6,1
Weil uns nun aber daran liegt, dass ihr im Glauben erwachsen werdet, wollen wir nicht bei den Anfangslektionen der Botschaft von Christus stehen bleiben, sondern uns dem zuwenden, was zur Reife im Glauben gehört. Wir wollen nicht von neuem über die Dinge reden, die das Fundament bilden: über die Abkehr von Taten, die letztlich zum Tod führen, und über den Glauben an Gott,
Neue Genfer Übersetzung 2013 – Hebräer 6:1
Da wir deshalb die zum Start mit dem Messias gehörende Lehre auslassen, lasst uns auf die Vervollkommnung Bezug nehmen, indem wir nicht ein zweites Mal ein Fundament niederlegen von Umkehr von toten Handlungen, Vertrauen Gott gegenüber,
Gottes Agenda – Hebr 6,1
Deshalb lasst uns jetzt die Lehre, die vom Anfang unseres Lebens im Machtbereich des Messias handelt, hinter uns lassen und uns dem Thema eines reifen, erwachsenen Glaubenslebens zuwenden. Wir wollen also nicht wieder die Grundlagen behandeln, wo es um die Lebensumkehr geht, wie sich ein Mensch von den sinnlosen Lebensweisen abwendet und sich hinwendet zum Vertrauen auf Gott.
das Buch – Hebr 6:1

Ich persönlich finde es wirklich interessant, wie verschiedene Menschen mit Gottes Wort umgehen! Da sind die einen, die „nie genug bekommen können“ und immer auf der Suche nach neuen Wahrheiten über diesen wunderbaren Schöpfer sind. Und dann sind da die anderen, die „nur die Grundlagen“ verstanden haben, und deshalb sich mit jedem über alles streiten müssen, so wie es im Kindergarten halt üblich ist, sich über Spielzeug zu streiten. Diese wollen einfach kein eigenes Wachstum und bleiben deshalb wirklich im „Kindergartenalter“ stehen. Ähnliches sieht man auch bei vielen Zeitschriften und christlichen Büchern: die einen wachsen von Jahr zu Jahr, die anderen wiederholen über Jahrzehnte hinweg immer wieder die gleichen seichten Inhalte!
ἀφ-έντες Aor. Ptz. -ίημι hier beiseite lassen (B 3b), hinter sich lassen, im Sinn v. nicht länger erörtern (nicht etwa, um sie für ungültig zu erklären); temp., übers. am besten koordinierend (A291,1 Anm. 1); ἀφέντες … ἐπί … φερώμεθα wir wollen … beiseite/hinter uns lassen und uns (nun) … zuwenden. ὁ τῆς ἀρχῆς τοῦ Χριστοῦ λόγος „die Anfangsbotschaft/Anfangslehre Christi“, gen. obi. (A158) die grundlegende Botschaft/Lehre über Christus (vgl. 5,12). τελειότης3 (< τέλειος vollendet) Vollendung, Vollkommenheit, Reife (Ggs. Anfängertum); hier viell. Metonymie, Abstraktum für das Konkrete (A381f): Lehre für Gereifte od. Lehre, die zur Reife/Vollkommenheit führt. φερώμεθα Konj. Pass. φέρω, hier Pass. (eig. vom Wind) getrieben werden, sich treiben lassen; (vom Wind selbst:) daherfahren, (v. geistiger Bewegung, m. ἐπί) auf etwas losgehen (B 3c), sich etwas zuwenden; adhortativer Konj. (A254). θεμέλιος Fundament; nachfolgende Subst. (auch ohne Art. best., A106) gen. epexegeticus dazu (A163); θεμέλιον … μετανοίας … πίστεως … διδαχῆς Fundament … bestehend in der Abkehr … in dem Glauben … in der Lehre; ἐπιθέσεως … ἀναστάσεως … κρίματος setzt die Reihe fort (bestehend) im Auflegen … in der Auferstehung … im Gericht od. – wohl besser (s. Konjunktionen τε … τε … καί) – ist wie βαπτισμῶν abhängig v. διδαχῆς: in der Lehre von den Taufen, vom Auflegen … von der Auferstehung … vom Gericht [Var. διδαχήν (zusammen m. den nachfolgenden Gen.) App. (A70) zu θεμέλιον]. κατα-βαλλόμενοι Ptz. Med. -βάλλω niederwerfen; Med. (Fundament) legen; mod. neg. ohne zu legen. μετά-νοια Sinnesänderung, Umkehr, Bekehrung bzw. hier Abkehr. νεκρὰ ἔργα tote Werke, d. h. wohl Taten, die den Tod zur Folge haben (näml. Sünden, bes. Götzendienst), evtl. (viell. gleichzeitig) solche, die – weil ohne göttl. Leben – nutzlos sind (u. a. v. Ritualen).
Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament
Im Bilde gesprochen kommt Paulus nun zu den weiterführenden Lehren, indem er die Grundlagen aufzählt, über die er nun nicht mehr sprechen will und die er bereits angesprochen hatte, sodass ἀφέντες („gelassen haben“) vorzeitig gebracht. Chrysostomus stellt sich in Epistulam ad Hebraeos 63.76,51 die Frage: „Τί δέ ἐστιν ἡ ἀρχὴ τοῦ λόγου, αὐτὸς ἐφεξῆς ἑρμηνεύει, λέγων“. „Was bedeutet nun die Grundlage des Wortes? Er erklärt es als nächstes, indem er schreibt“. Darauf zitiert Chrysostomos den weiteren Vers, den er als diesen Grund erkennt. Somit können wir an Ende dieses und im nächsten Vers die Antwort erhalten, was die Grundlage des Christus ist.
P. Streitenberger
Das „Deshalb“, womit dieses Kapitel beginnt, führt in einer lieblichen Zusammenschau von Argumentation und Appell die Warnungen vor den Gefahren der Unreife und Trägheit fort und möchte die Leser ermuntern, dem vollen Wuchs nachzujagen. Da Unreife, Unerfahrenheit und fehlendes Wachstum für den wahren Gläubigen so unerfreulich sind, heißt es mit den Worten des Schreibers: „Deshalb … laßt uns fortfahren.“ Wir müssen „das Wort von dem Anfang“, die Anfangslehre (vgl. Zürcher, Schlachter) bzw. die Anfangsgründe (vgl. Menge) verlassen und uns der Reife zuwenden.
Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt
Nun verlassen wir aber diese Anfangsgründe nicht in dem Sinne, daß wir sie aufgeben oder hinter uns lassen, als ob sie uns nicht behagen. Wir lassen sie so hinter uns, wie eine Pflanze aus der Wurzel oder Knolle hervorsprießt und auch weiterhin darauf angewiesen ist, um sich zu nähren und zu wachsen. Und doch entwächst sie ihr, um Blätter, Blüten und Früchte anzusetzen. Wir verlassen diese Anfangsgründe, so wie ein Kind das Alphabet, die Buchstaben und die einfachen Anfangslektionen hinter sich läßt und doch jederzeit auf genau diese Buchstaben angewiesen ist, um zukünftig Kenntnisse zu erwerben oder zu vermitteln und sich zu einem intelligenten Menschen zu entwickeln. Wir lassen diese Anfangsgründe hinter uns, so wie ein Gebäude während der Bauphase über dem Fundament emporwächst. Der Baumeister wird nicht ständig am Fundament arbeiten, sondern nach dessen Fertigstellung weiter- und höherbauen. Trotzdem ruht das Bauwerk stets darauf. So auch diese Anfangsgründe, das Wort von dem Anfang des Christus: Sie bilden das Fundament. Wir verlassen sie und stützen uns dennoch immer darauf. Sie sind ein Anfang, aber eben nur das. Dazu sagte ein Gelehrter: „Anfänge gehören zu einer Phase, die sie längst hinter sich hätten lassen sollen.“ Wir müssen weitereilen, müssen voranschreiten. Wir müssen vorwärtskommen. Die „Vollkommenheit“ (Konkordante), wozu wir gelangen müssen, entspricht dem Zustand von „Erwachsenen“ in 5,14. Hier steht das gleiche Wort. Es umfaßt vollen Wuchs (vgl. Elberf) oder Reife.
Doch was ist dieses „Wort von dem Anfang des Christus“ (J.N. Darby; vgl. Elberf)? Worin bestehen diese „Anfangsgründe der Lehre Christi“ (vgl. Menge)? Es ist bedeutsam zu erkennen, daß all diese Anfangsgründe innerhalb des Judentums zu finden waren. Der Schreiber zählt sechs Lehren bzw. Einzelheiten auf, die trotz ihrer Zugehörigkeit zu den ersten Anfängen des christlichen Glaubens nicht ausschließlich oder typisch christlich sind. Sie waren alle in den alttestamentlichen Schriften zu finden und jedem denk enden Juden gut bekannt, unabhängig vom Christentum. Für den gläubigen Juden nahmen sie nun eine neue Dimension und Bedeutung an, doch der Fallstrick für ihn bestand darin, sich weiterhin mit diesen Anfangsgründen zu beschäftigen und nicht zu dem vorzudrin gen, was mit Demjenigen verbunden war, der sich jetzt in der Herrlichkeit befand. Trotz ihrer Bedeutung dienten sie alle nur der Vorbereitung und als Grundlage. Es lag nun an jedem einzelnen, ob er nach vollem Wuchs und Reife verlangte, um diese Dinge hinter sich lassen und sich des reichen Erbes, des Verbundenseins mit dem Verherrlichten erfreuen zu können. Man konnte vermehrte Segnungen empfangen, indem man immer tiefer Ihn als denjenigen erkannte und verstand, der – nachdem Er in den alttestamentlichen Schriften vorgeschattet worden war – aufgrund Seines vollbrachten Werkes jetzt in den Himmeln thronte. Wahrer Fortschritt bestand darin, Ihn besser kennenlernen. Diese Anfangsgründe waren die Grundlage für Größeres. Die sechs Anfangsgründe werden in drei Zweiergruppen aufgezählt. Sie bewegen sich dabei vom Grundlegenden über das Erfahrungsmäßige bis hin zu dem, was endgültig und ewig ist. Einige meinen, es sei durchaus möglich, daß der Schreiber einen hebräischen Katechismus der Frühzeit erwähnt oder daraus zitiert. Es geht um: Buße und Glauben Taufe und Händeauflegen Auferstehung und Gericht
Deshalb wollen wir das Wort vom Anfang des Christus lassen und uns der vollen Reife zuwenden und nicht wieder einen Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott, der Lehre von Waschungen und der Handauflegung, der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht. Und dies werden wir tun, wenn Gott es erlaubt. Dennes ist unmöglich, diejenigen, die einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind und das gute Wort Gottes und die Kräfte des zukünftigen Zeitalters geschmeckt haben und doch abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich den Sohn Gottes wieder kreuzigen und dem Spott aussetzen. Denn ein Land, das den häufig darauf kommenden Regen trinkt und nützliches Kraut hervorbringt für diejenigen, um derentwillen es auch bebaut wird, empfängt Segen von Gott; wenn es aber Dornen und Disteln hervorbringt, so ist es unbrauchbar und dem Fluch nahe, der am Ende zu Verbrennung führt.
Arnold Fruchtenbaum – Der Hebräerbrief
Ihr zuvor erwähnter geistlicher Zustand zeigt, dass sie Wachstum nötig hatten. Wenn sie nicht wachsen würden, wäre die Gefahr groß, rückfällig zu werden. Dieser Abschnitt enthält eines der in Bibelstudien am meisten diskutierten Stellen. Deshalb ist es weise, gewisse Prinzipien zu bedenken, wenn man diesen Text auslegt.
Das erste Prinzip lautet: Diese acht Verse müssen im Kontext des gesamten Hebräerbriefes ausgelegt werden. Deshalb ist es immer besser, das Kapitel 6 erst dann zu behandeln, wenn man sich bereits mit den ersten fünf Kapiteln beschäftigt hat. Dieses Buch als Ganzes wurde speziell an eine Gruppe von Gläubigen geschrieben. Und der Verfasser des Buches spricht sie als Gläubige an und behandelt sie als solche. Außerdem wurde es speziell an Judenchristen geschrieben, die im Ernst erwogen, zum Judaismus und zum levitischen System zurückzukehren, um der Verfolgung zu entgehen, die sie damals gerade erlitten. Diese Judenchristen meinten, sie könnten zum Judaismus zurückkehren und später noch einmal gerettet werden, wenn die Verfolgung abgeklungen ist. Die neue Errettung würde die Sünde ihres Abweichens auslöschen.
Das zweite Prinzip lautet: Dieser Text muss unter Berücksichtigung des unmittelbaren Kontexts ausgelegt werden. Der unmittelbare Zusammenhang, der in Kap. 5,11 begann, ist Folgender: Der Verfasser versucht, die Gläubigen zur geistlichen Reife zu führen. Das ist sein Ziel. Sie müssen das Säuglingsstadium und die Milch verlassen, sie müssen Fortschritte machen in Richtung feste Speise und Reife. Sollten sie das nicht tun, stehen sie in Gefahr, einen unwiderruflichen Entschluss zu fassen, in dessen Folge sie dauerhaft im Zustand geistlicher Unreife bleiben werden.
Das dritte Prinzip ist die Tatsache, dass die Schrift sich nicht selbst widerspricht. Folglich muss dieser Text im Einklang mit den übrigen biblischen Wahrheiten ausgelegt werden. Wenn die Bibel durchgehend auf die ewige Sicherheit hinweist, dann kann ein einzelner Vers die vielen anderen nicht aufheben. Die schwierige Stelle muss unter Verwendung der eindeutigen Stellen ausgelegt werden.
In Vers 1-3 betont er die Anfangsgründe, die man nun hinter sich lassen muss. Das Wort deshalb verbindet diesen Abschnitt mit dem, was unmittelbar davor steht (5,11-14). Deshalb müssen die Leser diese Basics der Schrift verlassen und zu Wichtigerem übergehen, nämlich der festen Speise der Schrift. Sie waren bereits gläubig, aber sie waren Unmündige. Obwohl sie unmündig waren, führten sie ein geistliches Leben. Wie der Verfasser in den vier Versen zuvor erläutert hat, brauchen sie zu diesem Zeitpunkt nicht noch mehr Wissen. Was sie tun mussten, war, das Wissen, das sie bereits besaßen, anzuwenden und dann nach mehr zu verlangen. Wie er schon erklärt hat, waren sie in die Trägheit zurückgefallen, da sie diese Kenntnisse nicht benutzt hatten. Somit versagten sie darin, Fortschritte zu machen und noch mehr zu lernen. Noch einmal: Sie waren echte Gläubige. Ansonsten hätte der Verfasser nicht von ihnen verlangt, jetzt bereits Lehrer zu sein. Er ermahnt sie: Deshalb wollen wir … uns der vollen Reife zuwenden. Das griechische Wort für volle Reife bedeutet „Vollkommenheit in der Reife“. Es stammt von der griechischen Wurzel, welche bedeutet, „ein Ziel zu erreichen.“ Dieses Ziel ist die geistliche Reife. Das ist es, was Gott mit einem jeden Gläubigen, einschließlich den Adressaten dieses Briefes, vorhat. Das wiederum ist der Schwerpunkt des Hebräerbriefes: sich der geistlichen Reife zuwenden. Die Betonung liegt auf der Notwendigkeit, geistliche Fortschritte zu machen, da sonst die Gefahr des Rückfalls besteht. Sie müssen Fortschritte machen, denn die Vergangenheit kann man nicht wiederholen. Der Verfasser wird in Vers 7.8 die Natur als Bild verwenden, um diese Unmöglichkeit zu veranschaulichen. Die Leser sind unreife, unmündige Gläubige, nicht etwa, weil sie erst vor kurzem errettet worden sind, sondern weil sie keine Anstalten machten, an Mündigkeit zuzunehmen, nachdem sie vor einiger Zeit gerettet worden waren. Diese unreifen Christen müssen das Einmaleins des Glaubens hinter sich lassen. Diese Dinge müssen sich in ihrem Gedächtnis ein für allemal festsetzen, damit die Leser zu fester Speise übergehen können.
In Vers 1.2 listet der Verfasser ein paar Grundprinzipien aus dem Einmaleins des Glaubens auf. Es gibt sechs Dinge, aber sie werden in drei Doppelpaketen aufgezählt. Das erste hat mit der Bekehrung zu tun, das zweite mit den kultischen Elementen und das dritte befasst sich mit der Endzeitlehre.
Die erste Basislehre, die man hinter sich lassen soll, ist die von der Buße von den toten Werken. Der „Bußefaktor“ unterstreicht den negativen Aspekt des Bekehrungsprozesses – ein Sich-Abwenden. In diesem Fall ist damit speziell das levitische System gemeint. Daraus sind nämlich tote Werke geworden, da die Existenz des levitischen Systems begrenzt war. Mit dem Tod des Messias hatte es bereits seine Gültigkeit verloren. Während es noch immer von Ungläubigen ausgeübt wurde, wurde es von Gott nicht mehr beachtet. Es konnte also in keiner Weise irgendeine Wirkung haben. Der griechische Begriff für tote Werke wird nur hier und in 9,14 verwendet.
Die zweite Basislehre war der Glaube an Gott. Das ist die positive Seite der Bekehrung, eine Hinwendung. Damit ist die ein für allemal gültige Hingabe an den Messias gemeint, der sie in den Zustand der Errettung versetzt hat.
Die dritte Basislehre ist die Lehre von den Waschungen. Das Wort Waschungen steht im Plural und bedeutet „Eintauchungen“ oder „Waschungen durch Untertauchen“. Wahrscheinlich ist darunter die zeremonielle Reinigung innerhalb des levitischen Systems zu verstehen, wie sie in 9,10 erwähnt wird. Wenn damit die Taufe gemeint ist, gäbe es für die Leser eine spezielle Anwendung, denn der Verfasser schreibt an Judenchristen, und bei diesen war die Taufe das letzte Zeichen der Trennung vom Judaismus.
Die vierte Basislehre ist die von der Handauflegung. Im Alten Testament war die Handauflegung ein Mittel, um Segnungen zu übertragen. Das wurde im Neuen Testament übernommen, und zwar in Mt 19,13 und Apg 8,17. Außerdem bedeutete die Handauflegung im Alten Testament eine Ernennung zu einem Amt oder einer Funktion. Der Priester wurde durch Handauflegung in sein Amt eingeführt. Dies setzt sich im Neuen Testament fort, sodass Älteste und Diakone durch Handauflegung eingesetzt werden (Apg 6,6 und andere in 1Tim 4,14; 5,25). Eine dritte Art der Handauflegung kommt im Alten Testament im Sinne von Identifikation zum Einsatz. Wenn der Priester seine Hände auf den Kopf des Opfertieres legte, dann wurde das Opfer mit Israel gleichgesetzt (3Mose 1,4; 16,21).
Die fünfte Basislehre ist die von der Totenauferstehung. Auch dies hätte sich längst in den Köpfen der Leser festsetzen müssen, denn auch das ist alttestamentliche Lehre (Hi 19,25; Jes 26,19; Dan 12,2).
Die sechste Basislehre ist die vom ewigen Gericht. Gemeint ist das Gericht vor dem großen weißen Thron und der Feuersee.
Diese sechs Themen gehören zum Glaubenseinmaleins. Dies sind „Milchprinzipien“ und sie sollten schon frühzeitig im geistlichen Leben eines Gläubigen ein für allemal beherrscht werden. Das sind die Dinge, die man hinter sich lassen muss, um an Reife zuzunehmen