Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Geh hinter mich, Satan! du bist mir ein Ärgernis, denn du sinnest nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist.
Elberfelder 1871 – Matthäus 16,23
Aber Jesus wandte sich von ihm ab und sagte: »Geh weg! Hinter mich, an deinen Platz, du Satan! Du willst mich von meinem Weg abbringen! Deine Gedanken stammen nicht von Gott, sie sind typisch menschlich.«
Gute Nachricht Bibel 2018 – Matthäus 16:23
Er aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Mir aus den Augen, Satan! [Tritt] hinter mich! Ein Fallstrick bist du für mich, denn deine Gedanken sind nicht die Gedanken Gottes, sondern sind Menschengedanken.
Menge 2020 – Mt 16,23
Aber Jesus wandte sich um und sagte zu Petrus: »Geh weg von mir, Satan! Du willst mich zu Fall bringen. Was du denkst, kommt nicht von Gott, sondern ist menschlich!«
Neue Genfer Übersetzung 2013 – Mt 16:23
Aber Jesus wandte sich zu ihm und sagte: »Weg mit dir, Satan! Du willst mich hindern, meinen Auftrag zu erfüllen. Was du da sagst, ist menschlich gedacht, aber Gottes Gedanken sind anders.«
Hoffnung für Alle – Matth 16,23
Aber Jesus drehte sich um und sagte zu Petrus: »Weg mit dir, verschwinde, du Satan! Denn du willst mich zu Fall bringen! Was du denkst, ist zu kurz gegriffen. Du verstehst Gottes Gedanken nicht, sondern denkst nur in rein menschlichen Bahnen!«
Roland Werner – Das Buch – 2009 – Matth 16:23

Wir Menschen versuchen seit Jahrhunderten herauszufinden, wann Jesus wieder kommt. Und wir benutzen einige Bibelverse, um das Jahr zu berechnen, die Ereignisse vorherzusehen. Aber uns geht es so wie Petrus! Petrus ging von den Bibelstellen des AT – seiner Bibel aus. Petrus erwartete, dass der Messias das Königreich Davids wieder aufbauen würde, und für echten Frieden sorgen würde. Petrus übersah dabei, dass es auch Bibelstellen gab, die vom Tod des Messias und seiner Auferstehung sprachen. Ähnlich geht es uns heute. Wir sehen nur das, was wir sehen wollen! Aber wenn Jesus wiedergekommen sein wird, werden wir endlich erkennen, welche Bibelverse wir übersehen hatten!
Gleichzeitig werden die „falschen Propheten“ entlarvt, die sich als Religionsgemeinschaften und Kirchen ausgeben, und behaupten, dass Jesus im Jahr 1874, 1914, usw usf wiedergekommen sein sollte. Das heißt aber nicht, dass wir nicht jeden Tag darauf hoffen, dass Jesus jetzt wiederkommen würde, und dementsprechend leben!
Gottes Wort wird uns immer neuer; nicht nur durch neuere und bessere Übersetzungen desselben in unserer Sprache, sondern besonders durch die Erfüllung seiner Prophezeiungen und indem unter der erleuchtenden Kraft des Geistes Gottes und
mit Hilfe seiner theokratischen Organisationseine Lehren immer klarer hervortreten. Lasst uns Gottes Gedanken denken. Erinnern wir uns, dass Petrus einen Fehler machte und Jesus von seinem Opferwege abzuhalten suchte, so dass Jesus zu Petrus sagte: „Du denkst nicht Gottes Gedanken, sondern die der Menschen.“ (Matthäus 16:23, NW) Wir können nicht in alle Gedanken Gottes eindringen. Wir können dem Sinn Gottes weder Rat noch Unterweisung erteilen. Sein Sinn ist dem unsrigen weit voraus und steht hoch erhaben darüber. Aber wir können Aufschlüsse, Geheimnisse, Offenbarungen aus seinem Sinn aufnehmen. Über die Gedanken, die er seinem Volke durch seinen Geist und durch sein Wort enthüllt, können wir nachdenken, und indem wir dies tun, werden wir davor bewahrt, so irrezugehen wie Petrus. Wie ein liebender Vater sagt Gott zu uns, die wir inmitten dieses ehebrecherischen Menschengeschlechts leben: „Gib mir, mein Sohn, dein Herz, und lass deine Augen Gefallen haben an meinen Wegen [meine Wege beachten, Zunz].“ (Sprüche 23:26) Dies bedeutet, dass wir ihm von Herzen unsere Aufmerksamkeit schenken, während er sich uns offenbart, und dass wir seine Wege beachten. Dies können wir nur tun, indem wir studieren und uns genau an sein Wort halten und seine Verfahrungsweise mit seinemorganisiertenVolke beobachten. Dies wird uns helfen, umgewandelt zu werden.Wachtturm – Dezember 1951
Das erforderte einen Tadel des Herrn Jesus. Er war in diese Welt gekommen, um für die Sünder zu sterben. Alles, was ihn daran hindern wollte, stand außerhalb des Willens Gottes. So sagte er zu Petrus: »Geh hinter mich, Satan! Du bist mir ein Ärgernis, denn du sinnst nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist.« Indem er Petrus »Satan« nannte, wollte Jesus nicht andeuten, dass der Apostel von Dämonen besessen oder von Satan beherrscht war. Er meinte einfach, dass die Taten und Worte von Petrus so waren, wie man sie von Satan (dieser Name bedeutet Widersacher) erwarten konnte. Indem Petrus sich gegen Golgatha auflehnte, wurde er für den Heiland zum Hindernis.
MacDonald – Kommentar zum Neuen Testament
Jeder Christ ist aufgerufen, sein Kreuz auf sich zu nehmen und dem Herrn Jesus zu folgen, doch wenn wir das Kreuz vor uns sehen, dann sagt eine Stimme in uns: »Bloß nicht! Bring dich lieber in Sicherheit!« Oder vielleicht versuchen die Stimmen unserer Lieben, uns vom Pfad des Gehorsams abzubringen. In solchen Zeiten müssen auch wir sagen: »Geh hinter mich, Satan! Du bist mir ein Ärgernis.«
Derselbe Mann, der eben noch auf Grund seines Bekenntnisses »Felsen« genannt wurde, erschrickt beim Hören der Botschaft vom Kreuz. Warum erschrickt Petrus?
Rienecker – Wuppertaler Studienbibel}
Er erschrickt über das völlig Unbegreifliche dieser Passionspredigt. Das soll das Ende sein? Das Ende ihres besten Freundes, ihres Herrn und Meisters, der nur Gutes getan hat fort und fort, ohne Rast und Ruh’ umhergezogen war und geholfen hat von morgens früh bis abends spät, der sich aufopferte für die anderen, selbst auf jede Bequemlichkeit verzichtend, nur immer und immer wieder besorgt gewesen war für die Notleidenden, voller Mitleid geliebt und getröstet hat ohnegleichen – der soll nun am Straßenrand gehängt werden? Und dazu nicht von Räubern und Verbrechern oder Heiden meuchlings umgebracht werden, sondern von den höchsten und geachtetsten Vertretern des auserwählten Volkes, von den Ältesten, Hohenpriestern und Schriftgelehrten? Nein, das ist unmöglich, das kann Gott nicht zulassen!
Petrus erschrickt über Jesus selbst. Wenn Jesus der Christus ist, »der Sohn des lebendigen Gottes«, wie Petrus es eben bekannt hatte, dann ist ein solches Ende völlig unmöglich, denn es ist ja des Sohnes Gottes nicht würdig. Immer und immer wieder hatte der Herr mächtige Wunder getan, und nun sollte er ohnmächtig, hilf- und ehrlos am Galgen hängen?
Petrus erschrickt über Gott. Wenn Gott Gott ist, dann ist es doch so: Die Gerechtigkeit Gottes bestraft den Schuldigen, den Heiden, aber nicht den Unschuldigen und Gerechten und hier noch dazu den Sohn Gottes selbst. Wenn Gott Liebe ist, dann ist solch ein Ende ein Schlag in das Antlitz, in das Wesen Gottes.
Petrus erschrickt über die Zukunft. Was soll werden nach einem solchen Ende, welches das Werk Jesu völlig in Frage stellen müßte? Soeben hat Jesus noch die Unüberwindlichkeit seiner Gemeinde gerühmt, nun sollte er, der Herr der Gemeinde, schmählich verschwinden?
Wir begreifen des Petrus und der anderen Jünger tiefes Erschrecken.
Und dieses Erschrecken über das Ende Jesu ist weiterhin geblieben. Paulus sagt zweimal in 1Ko 1: »Das Wort vom Fluchholz ist den Juden ein Skandal, den Griechen ein Ärgernis, ein Unsinn«, und ein paar Verse später: »Wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit.« Und auch heute noch ist dieses Unbegreifliche über das Ende Jesu immer wieder ein Anstoß und Ärgernis. Man fragt sich, wie kann ein am Schandpfahl aufgehängter Verurteilter ewiges Heil bringen? Daß Petrus erschrocken war, ist nur zu begreiflich. Des Petrus gutgemeinter Rat, sich nicht in einen solchen Tod zu begeben, ist nur zu verständlich.
2. Dem »Nein« des Petrus zum Kreuz folgt nun das unumstößliche göttliche »Ja« des Herrn zum Kreuz. Des Petrus erschrockener und gutgemeinter Rat erhält seitens des Herrn allerschärfste Zurückweisung. Jesus sagt: »Geh hinter mich und nicht gegen mich.« Der vordrängende, gutmeinende Petrus wird nach hinten gewiesen. Der aus der Nachfolge ausbrechende Petrus wird in die Nachfolge zurückgewiesen. Zu Satan selbst sagt Jesus in der Versuchungsgeschichte: Hebe dich weg von mir, Satan! Zu Petrus sagt Jesus: Gehe hinter mich! Der Ausdruck »Satan«, dem Petrus gegenüber gesagt, ist ein scharfes Wort Jesu. Derselbe Petrusmund, dem soeben von Gott her das Christusbekenntnis geschenkt worden war, wird zur Stimme des Versuchers. »Satan« heißt: Du stehst mir im Wege, du bist ein Gegner Gottes. Obwohl du es menschlich vielleicht gut meinst, bist du dennoch der Feind.
Die Schärfe der Antwort Jesu zeigt sich daran, dass die Wendung »Geh… Satan!« wörtlich an Mt 4,10 erinnert. Jesus antwortet dem Petrus wie damals dem Teufel. In der Tat verlockte Petrus wie der Teufel zu einer Herrlichkeit ohne Leiden und ohne Sühnetod. Hier prallen zwei Grundstrategien zusammen. Die eine, die göttliche, vereinigt vollkommene Gerechtigkeit mit vollkommener Liebe durch Sühnung der Sünde unter Hingabe des Sohnes. Die zweite, die satanische, raubt Gott entweder die Gerechtigkeit – nämlich durch Unterlassung der Sühne – oder die Liebe – nämlich durch den Verdienstgedanken. Darum stellt Jesus »göttliche« und »menschliche Gedanken« einander gegenüber.
Jesus muss im Tiefsten getroffen worden sein. Die Worte »Du bist mir ein Anstoß« lassen die Wucht der Versuchung erkennen. Jesus stand wirklich in Gefahr, Petrus nachzugeben, war »versucht wie wir« (Hebr 4,15). Denn »Anstoß«, bedeutet biblisch die Gefahr, Gottes Wege zu verlassen. Und doch durchschaut Jesus im Lichte des AT und unter der Führung des Geistes die Gefahr. Petrus wird »Satan« genannt, weil er trotz subjektiv guter Meinung objektiv ein Werkzeug des Teufels wurde. Wir müssen also zwei Ebenen unterscheiden. Auf der einen Ebene war Petrus ein Jünger und Theologe, der vom AT her urteilen wollte. Auf der anderen Ebene war er in diesem Moment ein Gehilfe Satans. Was wäre geschehen, wenn Petrus über Jesus gesiegt hätte? Jesu Kreuz wäre leer geblieben, die Menschheit noch in ihren Sünden.
»Geh hinter mich!« Die Wendung »hinter mich« ist in der Heimatsprache Jesu fest verankert. Sie enthält die Aufforderung zur Nachfolge. Petrus soll also Jesu Jünger bleiben! Noch genauer: Er soll seiner Platzanweisung gehorchen, Jesu Jünger und nicht Jesu Meister sein! Darin liegt eine uns persönlich berührende Entscheidung. Die Tatsache, dass wir gelegentlich Satans Sprachrohr werden, bedeutet noch nicht, dass wir aus der Jüngerschaft entlassen wären. Für den, der Jesu Jünger bleiben will, kann Jesus die Dinge wieder in Ordnung bringen. Das Betrüben des Heiligen Geistes durch Petrus (vgl. Eph 4,30) war noch keine Lästerung des Heiligen Geistes. Und das zweite: Was für ein schwaches und wankelmütiges Wesen ist doch der Mensch! Vor kurzem erst hatte Petrus eine göttliche Offenbarung empfangen und das feierliche Bekenntnis zum Messias gesprochen (Mt 16,16ff.). Und nun redet derselbe Petrus wie Satan, hat menschliche und nicht göttliche Gedanken. Wir verstehen Paulus, wenn er sagt: »Wer sich lässt dünken, er stehe, mag wohl zusehen, dass er nicht falle« (1 Kor 10,12). Beten wir gezielter um Gottes Bewahrung!
Gerhard Maier – Edition C
Jetzt buchstabierte Jeschua zum ersten Mal das Programm seines Todes und seiner Auferstehung aus. Petrus, der im vorigen Abschnitt die Prüfung so glorreich bestanden hatte, versagte hier: Und Petrus ergriff ihn und fing an, ihn zurechtzuweisen (Matthäus 16:22a). Das griechische Wort für Zurechtweisung, epitiman, bedeutet „zurechtweisen“ oder „tadeln“ und beschreibt jemanden, der versucht, eine Handlung zu verhindern, und dazu körperlichen Zwang anwendet. In der Tat ergriff Petrus Jeschua, indem er körperlichen Zwang anwandte, und tadelte ihn mit den Worten: „Das sei ferne von dir, Herr, das soll dir niemals widerfahren“ (Matthäus 16:22b). „Das soll dir niemals widerfahren.“ Verpassen Sie nicht das Paradoxon. Es war Petrus, der bekannte: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes“ (Matthäus 16,16). Doch Petrus war auch derjenige, der den Messias, den Sohn des lebendigen Gottes, zurechtwies.
Daraufhin sagte Jeschua: „Geh hinter mich, Satan“ (Matthäus 16,23a). Er hatte keinen plötzlichen Gedächtnisverlust erlebt, der ihn den Namen des Petrus vergessen ließ. In diesem Moment wurde Petrus von Satan beeinflusst und beteiligte sich an der Mission des Teufels, den Messias vom Kreuz fernzuhalten. Während Satan Jeschua tot sehen wollte, wollte er nicht, dass er zur richtigen Zeit (Passah) oder auf die richtige Weise (durch Kreuzigung) starb. Seine ständigen Versuche, Jeschua vom Kreuz abzuhalten, machten ihn zum Stolperstein (Matthäus 16,23b). Satan ist nicht auf den Willen Gottes ausgerichtet, sondern auf die sündigen Begierden des Menschen.
Arnold Fruchtenbaum – Jeschua – Das Leben des Messias aus einer messianisch-jüdischen Perspektive
Der Herr antwortete nicht mit »Simon«, seinem natürlichen Namen, sondern mit »Petrus«, seinem geistlichen Namen. Er war, mit anderen Worten, fehlbar sowohl bevor ihm die Offenbarung geschenkt worden war als auch danach. Die Reaktion des Petrus ging auf satanisches Wirken zurück. Trotz der eben geschenkten Offenbarung waren seine Gedanken nicht beständig von Gottes Gedanken bestimmt. Dieser Widerstreit wird auch in 1Kor 2,14 deutlich, wo es heißt, daß der natürliche Mensch die Offenbarung des Geistes nicht annehmen kann. In Röm 8,5-6 lesen wir, daß die Gesinnung des Fleisches Feindschaft ist wider Gott. Irdische Gesinnung steht im Widerspruch zur Gesinnung derer, die ihr Bürgertum im Himmel haben (Phil 3,19-20). Wir sollen auf das sinnen, was oben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist (Kol 3,2).
Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt
Einige erklären die Stelle so, daß der Herr den Petrus aufgefordert habe, sich hinter Ihn zu stellen, damit Er sich direkt an den Satan wenden könne. Das scheint zum nachfolgenden Vers im Widerspruch zu stehen, wo der Herr sich an Seine Jünger wandte und Petrus nicht davon ausgenommen ist. Wir meinen vielmehr, daß der Herr dem Satan befahl, sich hinter Ihn zu stellen, damit Petrus nicht mehr von ihm versucht werde. Der Herr verwendete nämlich in der Versuchung in der Wüste dem Satan gegenüber die gleichen Worte (Lk 4,8). Das Ärgernis ging von Satan aus, der Petrus als sein Werkzeug verwendete, um das Ärgergnis weiterzureichen.