„er will nichts tun ohne Gebet“

Jubeln wollen wir über deine Rettung, und im Namen unseres Gottes das Panier erheben. (O. schwingen) Jehova erfülle alle deine Bitten!
Elberfelder 1871 – Ps 20,6

Wir werden jubeln über deine Rettungstaten,
im Namen unseres Gottes werden wir unsere Fahnen hochhalten.
Jehova erfülle dir alle deine Bitten.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Psalm 20:5

Wir werden jauchzen über dein Heil; und im Namen unsers Gottes uns rühmen. Jehova erfülle alle deine Bitten!
van Ess 1858 – Ps 20,6

Der Sänger weiß um die Fürbitte seines Volkes für ihn, den König des Volkes. Wir wissen nicht, ob so vielleicht zu Beginn einer Schlacht gebetet wurde (was manche vermuten); auf jeden Fall wird klar, worauf er sich stützen und allein verlassen will: Gebet zu Gott und Opfer vor Gott sind die Grundpfeiler der Regierung Davids. Er tut keinen Dienst ohne Anrufung Gottes, er will nichts tun ohne Gebet. Nur durch Beten wird ihm die freudige Zuversicht zuteil, daß der Sieg bereits in seiner Hand ist.

Bruns – Die Bibel mit Erklärungen: Erklärungen

Beim Fürbittegebet betete die Versammlung gemeinsam, daß Gott die Bitte ihres Königs um den Sieg und um Bewahrung (V. 2 ) doch erhören und ihm vom Heiligtum her (der Stiftshütte), dem Ort, an dem Gott wohnte (V. 3 ), helfen möge. Sie beteten darum, daß Gott seine Opfer, die er mit seinem Gebet darbrachte, annähme (V. 4 ), daß das Verlangen seines Herzens gestillt würde (vgl. Ps 21,3 ) und daß seine Vorhaben Erfolg haben mögen ( Ps 20,5 ).
Die Versammelten drückten darauf ihr Vertrauen aus, daß Gott die Gebete ihres Königs beantworten würde. Sie wollten dann über ihren Triumph jubeln. Dann wiederholten sie ihre Fürbitte und unterstützten damit die Gebete ihres Herrschers: Möge der HERR dir alle deine Bitten gewähren

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Jubeln wollen wir dann usw. Dieser Vers wird in zweifacher Weise erklärt. Einige fassen ihn als Gebet, als wenn gesagt wäre: Mache, Herr, dass wir rühmen können! Andere meinen dagegen, dass jetzt das Gebet ein Ende hat und die Gläubigen in einen Ruf der Hoffnung, ja des schon gegenwärtigen Triumphs ausbrechen. Und in der Tat mischt David öfter solche Freudenausbrüche unter seine Bitten und stärkt damit seinen Gebetseifer. Ich habe jedoch bei genauer Überlegung die Ansicht gewonnen, dass hier auf die Frucht einer gnädigen Erhörung hingewiesen werden soll. Um den Herrn desto gewisser zur gnädigen Hilfe für ihren König zu bestimmen, halten die Gläubigen ihm vor, welche allgemeine Freude und Danksagung er damit schaffen würde. Sie geben zu verstehen, dass es sich bei ihrer Fürbitte nicht bloß um das Wohl eines einzelnen Mannes, sondern der ganzen Gemeinde handle. Die Worte „über dein Glück“, bei denen an den König zu denken ist, ließen sich auch übersetzen „über deine Hilfe“, – und dann wäre Gott geradezu angeredet. Doch fordert der Zusammenhang die Beziehung auf den König, in dessen Schatten, mit Jeremia (Klagel. 4, 20) zu reden, das Volk lebt. Denn die Gläubigen wollen eben bezeugen, dass, wenn er unversehrt und glücklich regiert, auch sie fröhlich und wohlbehalten sein werden. Um aber ihre Freude von den unheiligen Siegestänzen der Heiden deutlich zu unterscheiden, fügen sie hinzu: im Namen unseres Gottes werfen wir Panier auf. Sie wollen also Gottes Gnade rühmen, wenn sie ihres Königs Triumph feiern.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Was für ein Bild! Voller Vertrauen, dass das Gebet erhört ist – und deshalb herrscht Jubel! Nicht nur ein kurzes „Danke“ und weiter geht es etwa ohne Gott – nein es geht und ging nur mit Jehovah! Wie ganz anders die, die sich selbst besingen lassen – ist hier der Mittel der Anbetung und des Lebens der Gott, der alles Leben erschaffen hat und bewahrt.

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