Es freue sich der Himmel, und es frohlocke die Erde! es brause das Meer und seine Fülle! Es frohlocke das Gefilde und alles, was darauf ist! Dann werden jubeln alle Bäume des Waldes-
Vor Jehova; denn er kommt, denn er kommt, die Erde zu richten: er wird den Erdkreis richten in Gerechtigkeit, und die Völker in seiner Treue
Elberfelder 1871 – Psalm 96,11–13
Freuen sollen sich die Himmel,
jauchzen soll das Erdreich,
das Meer dröhnen und was es füllt,
das Gefild sich ergötzen und alles was drauf ist,
dann sollen jubeln alle Bäume des Waldes
vor SEINEM Antlitz, da er kommt,
da er kommt, das Erdreich zu richten:
er richtet die Welt mit Wahrspruch,
die Völker mit seiner Treue.
Buber & Rosenzweig – Psalm 96:11–13
Es freue sich der Himmel, und es juble die Erde! Es brause das Meer und seine Fülle! Es jauchze das Feld und alles, was darauf ist! Dann werden jubeln alle Bäume des Waldes vor dem Angesicht des Ewigen, denn er ist dabei zu kommen, denn er ist dabei zu kommen, die Erde zu richten. Er wird den Erdkreis richten in Gerechtigkeit und die Völker in seiner Treue.
Streitenberger – Der Tanach Deutsch – Ps 96,11–13
Es freue sich der Himmel, und frohlocke die Erde, es brause das Meer, und was es erfüllt; fröhlich sei die Flur, und alles, was darauf ist, da sollen jauchzen alle Bäume des Waldes vor Jehova! Denn er kommt, denn er kommt zu richten die Erde. Richten wird er die Welt mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit.
de Wette Bibel – Ps 96:11–13

Schau dir die Verse genau an: Wie kann die Schöpfung Jehovah willkommen heißen, wenn ER nicht persönlich hier auf die Erde kommt???
Wird Jehovah selbst richten – oder wird ER Menschen dafür einsetzen???
Und wird hier gesagt, man müsse einer bestimmten Organisation zugehörig sein???
Oder wird ER ALLE Organisationen „gerecht und unbestechlich“ richten???
Die gesamte Schöpfung wird eingeladen, in die Festfreude einzustimmen, wenn der HERR (Jehova/Jahwe) kommt, um die Erde zu regieren. Die Himmel sollen sich freuen, und die Erde soll frohlocken. »Das Meer und alles, was in ihm ist, wird donnerndes Lob erschallen lassen« (Gelineau). Kein Feld wird schweigen und »kein Baum im Walde, sondern sich freuen, seinen ankommenden Herrn zu begrüßen« (Knox). Denn er kommt, um vollkommen gerecht und absolut aufrichtig über die Erde zu herrschen.
MacDonald – Kommentar zum Alten Testament
»Und nun, warum schweigt ihr, anstatt den König wieder zurückzuholen?« (2Sam 19,11).
„Der Herr regiert“ (V. 10siehe 93,1) kann auch mit „Der Herr ist König geworden“ übersetzt werden (siehe Offb 11,17) und bezieht sich auf den Tag, an dem Jesus auf dem Thron Davids sitzen und über die Völker herrschen wird (Lk 1,26-33; Offb 19,11-16). Erst dann wird es wahre Gerechtigkeit auf der Erde geben (Jes 9,6-7; 32,1, 16; 42:1-4). Heute ist die Schöpfung aufgrund der Sünde Adams an Verderbnis und Vergeblichkeit gebunden, aber wenn die Kinder Gottes bei der Wiederkunft Christi vollständig erlöst sind, wird auch die Schöpfung befreit sein (Röm. 8:18-23). Kein Wunder, dass der Psalmist die Freude des Himmels und der Erde, der Meere und des trockenen Landes und sogar der Bäume der Erde beschreibt, wenn sie ihren Schöpfer willkommen heißen, und dann wird auf der Erde Gerechtigkeit herrschen (7,6-8; 9,7-8; 98,7-9; Jes 55,12). „Die ganze Schöpfung ist auf den Zehenspitzen, um den wunderbaren Anblick der Söhne Gottes zu sehen, die zu ihrem Recht kommen“ (Röm 8,19, PHILLIPS). Freut euch!
Warren W. Wiersbe . Sei Commentary Serie
Lobpreisend also sollen die, die Gott anbeten, im Gottesdienstraum und aus ihm heraustretend unter den Völkern sagen: »Jahwe ist König!« Nicht mehr die Götter, nicht mehr das Totenreich, nicht mehr die Sternenwelten dürfen sie irritieren und in Beschlag nehmen. Eine solche Verkündigung entspricht dem, was Jesus später mit seiner Botschaft »Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen« meinte. Weil Gott allein König der Erde ist, steht der Erdkreis fest (solange Gott ihn bestehen lassen will). Darum wird es kein Geschöpf geben, das nicht in den Lobpreis des Schöpfers und Weltvollenders einstimmt; denn zur Freude an Gott gehört die Freude auf Gott; denn er kommt, die Erde zu richten.
Schneider – Wuppertaler Studienbibel
In der dritten Strophe werden Himmel und Erde aufgerufen, den zu loben, der kommt, um gerecht zu richten.
Benedikt Peters – Die Psalmen
»Es freue sich der Himmel, es jauchze die Erde«: Mit dem Himmel sind die Bewohner des Himmels, mit der Erde die Bewohner der Erde gemeint. Die Engel und die Menschen insgesamt sollen sich freuen (Jes 44,23; 49,13; 55,12).
»Es brause das Meer und was es erfüllt«: Die Wogen des Meeres werden nicht mehr im Aufruhr ihre Stimmen gegen den Himmel erheben (siehe Ps 93,3.4), nein, die ganze Schöpfung und mit ihm das weite Meer und alles, was in ihm wimmelt, gibt dem Schöpfer und Erlöser Ehre und frohlockt laut vor ihm. Wovon David in lyrischer Sprache singt, spricht Paulus als Lehrer der Nationen: Die Schöpfung wird eines Tages auf der Grundlage der Erlösung, die Christus gewirkt hat, erlöst werden von der Knechtschaft des Verfalls; die seufzende Kreatur wird von allen Folgen der Sünde befreit werden (Röm 8,19–22). In Offenbarung 5,13 hören wir das Lob einer gemäß Kolosser 1,20 von allen Folgen der Sünde erlösten Schöpfung.
»das Feld und alles, was auf ihm ist«, d. h. die ganze Tier- und Pflanzenwelt, die noch in Geburtswehen liegt und sehnlich harrt auf das Offenbarwerden des Heils (Röm 8,19.22), wird frohlocken, und »alle Bäume des Waldes« werden jubeln, weil niemand mehr kommt, um sie zu fällen (Jes 14,8).
Der kommende HERR, Jahwe, ist der ewige Gott, der Erlöser Israels (2Mo 3), Jesus, der Christus. Er ist Gott, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige (Offb 1,8).
»denn er kommt«: Das ist der Grund für den Jubel (V. 11.12), das ist die Hoffnung aller Gerechten. Der Christ kann heute schon sagen: »Der Herr ist nahe« (Phil 4,5), denn er ist ihm nahegebracht worden (Eph 2,14). Darum wartet er täglich auf den Augenblick, an dem seine Stimme ergehen und er alle seine Erlösten zu sich rufen wird (1Thes 4,16.17; vgl. Offb 4,1). Und die Gerechten in Israel werden dann auf sein Erscheinen warten (Offb 19,11). Wenn er erscheint, werden sie erkennen, dass der König und Richter niemand anders ist als Jesus von Nazareth, den sie bei seinem ersten Kommen verworfen hatten (Jes 53,3–6; Sach 12,10.11). Er ist der Menschensohn, dem Gott, der Vater, alles Gericht übergeben hat (Joh 5,22.27). Er ist der von Gott verordnete Mann, der den Erdkreis richten wird (Apg 17,31). Wenn er kommt, wird er »die Erde … richten« in Gerechtigkeit (Ps 72,1.2; Jes 11,4) und »die Völker in seiner Treue«, denn er, der richtet, heißt »Treu und Wahrhaftig« (Offb 19,11). Er wird jedes angekündigte Gericht vollstrecken und kein einziges der Worte, die er als der treue Zeuge (Offb 1,5) gesprochenen hat, wird dahinfallen.
Welch seliges Wissen, dass ein solcher Tag noch kommt! So endet dieser Psalm mit dem triumphierenden Klang der Hoffnung der Heiligen.
