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der Friede Gottes

und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und euren Sinn bewahren in Christo Jesu.

Elberfelder Bibel 1905 Philipper 4,7}}

Dann wird der Frieden Gottes, der allen Verstand übersteigt, euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Php 4,7

Dann wird der Friede Gottes, der größer ist, als Menschen sich vorstellen können, euer Fühlen und Denken wie ein Schutzwall umgeben in der Kraft Christi Jesu.

Johannes Greber – Php 4,7


Dann wird der Frieden* Gottes, der alles menschliche Begreifen weit übersteigt, euer Denken und Wollen im Guten bewahren, geborgen in der Gemeinschaft mit Jesus Christus. (Joh 14,27S; Kol 3,15)

Gute Nachricht Bibel – Php 4,7

Frieden: Anders als im abendländischen Denken ist Frieden im orientalisch-biblischen nicht einfach die Abwesenheit von Krieg, sondern ein viel weiterer und vornehmlich positiv gefüllter Begriff. „Frieden“ (hebräisch schalom) meint: umfassendes Glück, Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, gelungenes Leben in gelungenen Beziehungen – zueinander, zu sich selbst, zur Umwelt, zu Gott. Ein Idealbild dessen, was „Frieden“ in diesem Sinne heißt, zeichnet Ps 72, wo das Wort an zentralen Stellen, in 3 und in 7 (dort mit „Wohlstand“ übersetzt), vorkommt.
Für biblisches Denken hat die gelungene Beziehung zu Gott grundlegende Bedeutung für alle anderen Beziehungen. Heilvolles Leben in allen Dimensionen, die das Leben ausmachen, ist nur möglich, wo Gott geehrt wird und seine Rechts- und Lebensordnungen bewahrt werden (Ps 85,9-14; 119,165; 147,10-14; Jes 32,15-18; 48,18; 54,13; 57,21).
Im Neuen Testament ist „Frieden“ vor allem die Wiederherstellung des durch die Sünde gestörten Verhältnisses zu Gott und das daraus erwachsende umfassende Heil (Lk 1,79; 2,14; Apg 10,36). Jesus Christus „ist unser Frieden“ (Eph 2,14; vgl. Mi 5,4), weil aufgrund seines Opfertodes das gestörte Verhältnis der Menschen zu Gott wieder in Ordnung gebracht ist.

Kommentar zu Frieden in der „Gute Nachricht Bibel“

Gott kann euch ein entspanntes Leben geben, einen Frieden, den man mit seinem Hirn nicht begreifen kann. Dieser Frieden geht über den Verstand hinaus. Er sorgt dafür, dass wir mit unseren Gefühlen und Gedanken bei Jesus bleiben.

VolxBibel – Php 4,7

ὑπερ-έχουσα Ptz. Fem. -έχω überragen; übertreffen, übersteigen; attr. νοῦς (νοός νοΐ νοῦν) Verstand, Vernunft. φρουρήσει Fut. φρουρέω bewachen; bewahren, beschützen. νόημα3 Gedanke, Sinn.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Freude und Güte (V. 4-5) sollten eigentlich, zusammen mit dem Bewußtsein, daß die Rückkehr Christi unmittelbar bevorsteht, jede Angst vertreiben. Paulus fordert die Philipper denn auch auf: „Sorgt euch um nichts.“ Das ist allerdings kein Aufruf zu einem leichtfertigen Leben. Sich um etwas zu kümmern und wirklich Anteil zu nehmen, ist eines, sich zu ängstigen ein anderes. Paulus und Timotheus engagierten sich für die Menschen, denen sie dienten ( 2Kor 11,28; Phil 2,20), doch sie setzten ihr Vertrauen auch dabei auf Gott. Schon Jesus hatte die Menschen vor der Angst und Sorge gewarnt, die das Vertrauen auf Gott untergraben ( Mt 6,25-33 ).
Paulus ermahnt die Philipper statt dessen zum Gebet. Gebet und Danksagung erwachsen aus dem Vertrauen auf Gott. Mit vier Begriffen wird hier die Gemeinschaft und das Gespräch des Gläubigen mit Gott beschrieben. „Im Gebet“ (proseuchE) bezeichnet den Weg, auf dem der Christ sich Gott nähert. „Das Flehen“ (deEsai) betont die Bitte um Antwort auf ein bestimmtes Bedürfnis. „Danksagung“ (eucharistias) ist eine innere Einstellung, die im Gebet niemals fehlen darf. Die „Bitten“ (aitEmata) beziehen sich auf ganzbestimmte Dinge, um deren Erfüllung der Gläubige bittet.
Wer die Ermahnungen in Vers 4-6 befolgt, wird erfahren, wie der Friede Gottes (V. 7) seine bedrängte Seele zur Ruhe bringt. Der Friede eines Christen ist der Herr Jesus Christus selbst (Eph 2,14). Durch seinen Tod hat jedes Kind Gottes in der Rechtfertigung aus Glauben Frieden mit Gott (Röm 5,1). Der Friede Gottes (oder der Friede von Gott) dagegen bezieht sich auf die innere Ruhe des Christen, die die Nähe zu Gott ihm gibt.
Dieser Friede ist höher als alle Vernunft, d. h. er übersteigt das Fassungsvermögen der Menschen. Er bewahrt die Gläubigen. „Bewahre“ (phrourEsei; vgl. auch 1 Petrus 1,5) ist die Übersetzung eines griechischen Terminus aus dem militärischen Bereich, der „durch eine Wache schützen“ bedeutet. Wie Soldaten ein bestimmtes Gebiet bewachen, so schützt der Friede Gottes die Herzen und Sinne, d. h. die Gefühle und Gedanken seiner Kinder.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Auch wir dürfen uns die Frage stellen: Wenn der himmlische Vater mich liebt, habe ich dann nicht allen Grund, dankbar zu sein für das, was Er getan hat und für mich vorsieht? Wenn wir auf diese Zusage Gottes bauen, darf unser Herz auch Friede und Freude empfinden (s. Phil 4,6ff).

Dankbarkeit – ein Gefühl?
Was aber, wenn sich diese Empfindungen nicht bei mir einstellen? Wenn ich weiterhin niedergedrückt und freudlos bin? Dann dürfen wir zunächst festhalten, dass Dankbarkeit keine Sache der Empfindungen ist.
Dankbarkeit ist eine Haltung und Überzeugung, für die ich mich bewusst und willentlich entscheide. Damit ist mein Wille gefragt und nicht mein Gefühl. Ich brauche nicht auf die richtigen Empfindungen zu warten, um dankbar zu werden. Ich kann aber auch fehlende Dankbarkeit nicht mit negativen Gefühlen entschuldigen.
In jedem Moment meines Lebens darf und soll ich die bewusste Entscheidung treffen, die Dinge so zu sehen, wie Gott sie sieht. Egal ob ich mich einsam und trostlos fühle, oder ob es mir in einem besonderen Moment – zum Beispiel im Kreis der Geschwister – gerade gut geht.
Wenn ich meinen Blick und meine Gedanken auf den Herrn richte und alles dankbar von Ihm annehme, wird Er auch meine Empfindungen zu Ihm erheben – auch wenn dies manchmal eine Zeit in Anspruch nehmen mag (s. Ps 4,8).

Und wenn die Gedanken anders wollen?
Was aber, wenn sich meine Gedanken nicht zu diesem Blick auf den Herrn richten lassen und sich, im Kreis drehend, immer mit niederdrückenden Sachen beschäftigen wollen? Dann sind wir aufgefordert, unsere „Gedanken gefangen (zu) nehmen unter den Gehorsam des Christus“ (2 Korinther 10,5).
Wir können plötzlich aufkommende Gedanken nicht vermeiden, aber wir können verhindern, dass sie von uns Besitz ergreifen. Luther sagte einmal, dass wir nicht ändern können, dass „Vögel der Sorge und des Kummers über unserem Haupt fliegen“, aber dass wir wohl verhindern können, dass sie dort Nester bauen.
Stattdessen können wir unsere Gedankenwelt mit Dingen beschäftigen, die wohllauten, die lieblich sind, wahr, würdig und gerecht (s. Phil 4,8). Gott sagt uns, dass wir solche Dinge „erwägen“ sollen, was bedeutet, dass wir aktiv und intensiv unsere inneren Blicke darauf richten sollen.
Wir müssen nicht dulden, dass andere Gedanken unsere innere Haltung beherrschen und uns von einer willentlichen Entscheidung zur Dankbarkeit abhalten. Dadurch kommen wir nicht unbedingt in eine gefühlte Hochstimmung, aber der „Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt“, wird in unser Herz einziehen und unseren Sinn – und damit auch unsere unruhige Gedankenwelt – bewahren (s. Phil 4,6)

Bleib in mir 2017 – Wofür bist du dankbar?

Mit diesem wohl ursprünglich als Briefschluss gedachten Segenswort lenkt Paulus die Gedanken zurück auf die gefährliche Situation, in der sich die Gemeinde befindet, weist aber gleichzeitig auf die Geborgenheit in Jesus Christus hin. Die Rede vom Frieden Gottes muss, wie die politisch brisanten Aussagen in Phil 3,20, als Gegenüber zum römischen Friedensreich (lat. »Pax romana«) gesehen werden. Wo die Gemeinde sich in die Gefahr der Verfolgung begibt, weil sie nicht bereit ist, im Kaiser den Heilsbringer der Welt zu sehen, darf sie wissen, dass der Friede des Reiches Gottes in dieser Welt bereits Wirklichkeit ist. Freilich bleibt die Spannung zwischen dem Vorgeschmack der Christen und der noch verdorbenen Welt bestehen. Es wird hier nicht verhelfen, dass der Friede Gottes die Weltordnung um uns herum schon vor der Wiederkunft Christi umgestalten wird. Es wird verheißen, dass wir den Frieden Gottes jetzt schon inmitten einer zerstrittenen und verlorenen Welt erleben können. Dies ist gemeint, wenn es heißt, dass »Herz und Sinn« durch den Frieden Gottes bewahrt werden sollen. Es geht hier um den inwendigen Menschen, nicht um unser leibliches Leben, auch nicht um unsere gesellschaftlichen Strukturen oder politischen Systeme. Dies wird Jesus an seinem Tag umgestalten. Die Verheißung aber für uns in dieser Welt ist, dass wir in aller Unfriedsamkeit der Welt vom Frieden Gottes getragen werden, und zwar »in Christus Jesus«. »Er ist unser Friede« (Eph 2,14).

Auch das griechische Wort für »bewahren« (eigentlich »eine Wache stellen, bewachen«) weist auf die politische Bedeutung dieser Aussage hin. Es handelt sich hier um ein militärisches, politisches Wort. Der Friede Gottes, den es nur in Jesus Christus gibt, bedeutet Schutz für diejenigen, die zum Herrschaftsbereich Jesu Christi gehören. Selbst eine anstehende Verfolgung gibt keinen Grund zur Sorge für diejenigen, die sich in Christus geborgen wissen.

Dieser Friede Gottes »überragt allen Verstand«. Schon zum dritten Mal im Philipperbrief verwendet Paulus hier das Wort »überragen« (Phil 2,3; 3,8). An der einzigen anderen Stelle, an der dieses Wort von Paulus sonst verwendet wird (Röm 13,1), hat es ebenfalls politische Bedeutung. »Überragen« bzw. »höher sein« drückt die Macht bzw. Herrschaftsstellung aus (Phil 2,3). Der Friede Christi, die Zugehörigkeit zur neuen Weltordnung bereits innerhalb der alten, ist eine Wirklichkeit, die jegliche menschliche Vernunft übersteigt. Ging es im letzten Kapitel um das wahre Gottesvolk, um das Bundeszeichen und um den Bund zwischen Gott und Mensch, so wird hier der Inhalt des Bundes noch einmal genannt. Der Friede mit Gott ist schon immer Inhalt des Bundes gewesen. dass Gott diesen Frieden, diese Beziehung zum Menschen sucht, übersteigt den menschlichen Verstand. Das können wir nicht fassen, dass der allmächtige und ewige Gott inmitten eines unbegreiflich großen Universums sich nicht nur für uns Menschen interessiert, sondern seinen eingeborenen Sohn opfert (Joh 3,14-16), damit wir in Ewigkeit Frieden in seiner Gemeinschaft haben können.

Die nächsten zwei Verse zeigen nun, dass der Mensch gefragt ist, diesen Friedensbund von seiner Seite aus aufrechtzuerhalten

Gerhardt Maier – Edition C

Wie gut hat es eine Gemeinde Jesu! Das, wozu sie „gemahnt“ wird, ist ja doch lauter Glück! „Freude“, „Milde“ und nun auch „Sorglosigkeit!“ Warum ist solche Aufforderung „Um nichts macht euch Sorgen!“ etwas anderes als eine erbauliche Rederei, die man am Sonntag von zehn bis elf in der Kirche anhören mag, aber am Montagmorgen beim Aufstehen in die Woche hinein doch nicht durchführen |144| kann? Weil hier dem negativen „Nichts sorgen“ das mächtige, tragende Positivum zur Seite tritt: „sondern beten!“ „Sondern in allem sollen durch das Gebet und durch das Bitten mit Danksagung eure Anliegen kundwerden zu Gott!“ Statt „in allem“ sollten wir vielleicht noch besser übersetzen „in jedem einzelnen Fall“. Die „Anliegen“ sind im griechischen Wort „die Dinge, die man vom andern begehrt und erbittet“. Was wir in unserer Lage brauchen, das hat Gott für uns reichlich bereit. Darum sollen wir das, was wir haben müssen, nicht sorgend uns selbst vorerzählen – das ergibt einen wahren „Teufelskreis“ der ständigen Steigerung des Sorgens und Ängstens -, sondern bittend im Gebet zu Gott hin kundwerden lassen. Dass wir wirklich vertrauensvoll beten und nicht nur unsere Not hinausrufen, wird sich daran zeigen, dass wir auch jetzt „danken“ und dankend dessen gedenken, was Gottes Hilfe uns so oft schon gegeben hat. Das „Bitten mit Danksagung“ legt Zuversicht und Kraft in unser Beten. Sind wir Christen in einer von Angst und Sorgen umgetriebenen Welt als die heilig Sorglosen erkennbar?
Aus dem Satz von dem bewahrenden Frieden haben wir einen bloßen Wunsch gemacht, der dann wie so viele unserer Wünsche recht ungewiss bleibt. Paulus aber gab eine feste Zusage: Der Friede Gottes wird bewahren! In dies „Bewahren“ müssen wir mit dem griechischen Wort etwas von dem hineinhören, was in unserm deutschen gerichtlichen Ausdruck „Sicherheitsverwahrung“ oder in dem ursprünglichen Sinn von „Schutzhaft“ lag. 2 Kor 11,32 benutzt Paulus das gleiche Wort für die „Bewachung“ der Stadttore in Damaskus, um ein Entkommen des Apostels aus der Stadt zu verhindern. So ist der Friede Gottes eine bewahrende und bewachende Macht. Die Hinzufügung „in Christus Jesus“ kann sich auf das Satzganze beziehen: Hier wie überall, wo Gott handelt, geschieht Sein helfendes Tun durch Jesus. Sie kann aber auch angeben, in welchem Raum die Herzen und Gedanken bewahrend festgehalten werden. Die Wortstellung spricht für dieses Verständnis. Dann wird der ganze Satz konkret und deutlich. Der Friede Gottes wird bewirken, dass unser unruhiges, schwankendes Herz, das sich so leicht erschrecken oder locken lässt, dennoch „in Christus Jesus“ bleibt, im Licht Seiner Wahrheit und im Leben Seiner Liebe. Der Friede Gottes achtet aber auch auf unsere „Gedanken“. Das Wort meint wieder nicht intellektualistisch unsere Theoretischen Denkgebilde, sondern praktisch unsere Pläne und Vorsätze. Paulus verwendet es in 2 Kor 2,11. um die Absichten, die Satan hat, zu bezeichnen. Aus dem Herzen steigen all die „Gedanken“ auf, mit denen wir unsere Ziele für unser Leben und Handeln zu erfassen suchen. Diese „Gedanken“ sind also die Keime unserer Entschlüsse. Wie wichtig ist es, dass gerade sie „in Christus Jesus“ bleiben, in Seinen heiligen Willenslinien und Geboten.
Was aber ist dieser „Friede Gottes“, der das alles tut? Ist der Genetiv hier ein objektiver oder ein subjektiver, meint er „Friede mit Gott oder Friede von Gott“? Aber „Friede mit Gott“ gibt es für |145| uns nur, wenn Gott Frieden macht und uns in diesen Frieden ruft und in diesem Frieden erhält. Dass Gott dies wirklich tut, das „übersteigt freilich alles Denken“. Je mehr ein Mensch Gott in Seiner ganzen Heiligkeit und sich selbst in seiner ganzen Verdorbenheit, Ichhaftigkeit und Untreue kennenlernt, um so weniger wird er es „verstehen können“, dass Gott uns Seinen Frieden schenkt. Je größer und erstaunlicher uns aber dieses Geschenk ist, um so mehr wird es die bewahrende und bewachende Macht über unser Herz und unsere Gedankenwelt haben.

Wuppertaler Studienbibel

Fragt einer, was denn dieser Friede sei, so kann ich nur auf Vergängliches als Gleichnis für Unvergängliches hinweisen. Weißt du etwas vom Frieden eines schlafenden Kindes, weißt du etwas vom Frieden, den der Mann findet fern von aller Leidenschaft, wenn er der geliebten Frau, den der Freund findet, wenn er dem treuen Freund ins Auge sieht, weißt du etwas vom Frieden, den ein Sohn im Arm seiner Mutter fühlt, vom Frieden, der auf so manchem gereiften Antlitz ruht, wenn es zum Sterben geht, weißt du etwas vom Frieden der Abendsonne und der alles bedeckenden Nacht und der ewigen Sterne, und weißt du etwas vom Frieden dessen, der am Kreuze starb – so nimm das als vergängliches Zeichen, als schwaches Symbol für das, was der Friede Gottes ist. Frieden haben heißt sich getragen wissen, sich geliebt wissen, sich behütet wissen, heißt still, ganz still werden können, mit einem Menschen Frieden haben heißt auf seine Treue unerschütterlich bauen können, heißt sich mit ihm eins wissen, sich von ihm vergeben wissen. Frieden haben heißt eine Heimat haben in der Unruhe der Welt, heißt festen Boden unter den Füßen haben, da mag nun die Welle branden und toben, sie können mir meinen Frieden nicht mehr rauben, mein Friede hat mich frei gemacht von der Welt, stark gemacht gegen die Welt, reif gemacht für die andere Welt. Daß wir aber solchen Frieden mit Gott haben sollen, das ist eine Sache, die über alles menschliche Begreifen, über alle Vernunft geht. Der Friede Gottes aber ist ein Friede, der höher ist als alle Vernunft. Wer kann es fassen, daß der ewige Gott mit ihm, gerade mit ihm, der von Gott unzählige Mal abgefallen ist, der ist wie ein Blatt, das der Wind verweht, wie ein Sandkorn am Meer, einer von vielen, einer wie andere auch, ersetzlich wie jeder Teil der gewaltigen Maschine, daß Gott mit ihm Frieden gemacht hat; daß er zu ihm spricht: komm heraus aus der Hast und der Angst und der Unruhe der Welt, zu mir und zu meinem Frieden. Gib mir dein geplagtes, friedloses Herz und ich will die Wunden heilen und ihm den Frieden Gottes geben. Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen ich will euch erquicken, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
Der Friede Gottes ist die Treue Gottes unserer Untreue zum Trotz, im Frieden Gottes sind wir geborgen, behütet und geliebt. Freilich er nimmt uns unsere Sorge, unsere Verantwortung, unsere Unruhe nicht völlig ab, aber hinter all dem Treiben und Sorgen ist der göttliche Friedensbogen aufgegangen, wir wissen unser Leben getragen und in Einheit mit dem ewigen Leben Gottes, wir wissen, daß der Riß, den wir immer wieder schmerzlich empfinden müssen, nur ein immer erneuter Hinweis darauf ist, daß Gott den Riß geschlossen hat, daß er uns in sein Leben hineingezogen, so wie wir sind, als Menschen der Erde, als Menschen mit Herzen und Sinnen, das heißt in der Sprache der Bibel: mit Leidenschaften und Nöten, mit den Eindrücken der Welt befangen. Der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Er bändige unsere Leidenschaft, er nehme in Zucht unsere Gedanken und unseren Willen und führe uns zu dem Frieden Jesu Christi, der gesprochen hat, der sich uns gegeben hat in der Nacht von Golgatha, Meinen Frieden gebe ich, meinen Frieden lasse ich euch, nicht gebe ich wie die Welt gibt, euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Der Friede Gottes aber ist größer als alles, was wir von ihm sagen können, er steht über allem menschlichen Wollen und Denken, er hat die Welt versöhnt, er verbindet, was getrennt war, er heilt was wund war, er bewahrt unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Dietrich Bonhoeffer Werke – Barcelona, Berlin, Amerika 1928–1931


Kannst du mit all deinen Sorgen wirklich zu Jehovah laufen und deine Sorgen und Probleme dort abgeben? Dass ist das Ziel in diesem persönlichen Verhältnis!

Geschrieben von Thomas am 9. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

zu Gott beten, weil wir etwas benötigen?

Geschrieben von Thomas am 8. Juli 2020 | Abgelegt unter chritliche Seelsorge,Religion | Keine Kommentare

einseitiger Bund

Aber mit dir will ich meinen Bund errichten, und du sollst in die Arche gehen, du und deine Söhne und dein Weib und die Weiber deiner Söhne mit dir.

Elberfelder Bibel 1905 – Gen 6,18

Mit dir aber schließe ich meinen Bund. Ich verspreche dir: Du sollst gerettet werden. Geh mit deiner Frau, deinen Söhnenund deinen Schwiegertöchtern in die Arche!
Gute Nachricht

Mit dir nun treffe ich mein Abkommen, und so gehst du samt deinen Söhnen, deinem Weibe und deinen Schwiegertöchtern in die Arche.
Grünwald

Und ich werde meine Verfügung für dich aufstellen: Du wirst nämlich hineingehen in den Kasten, du und deine Söhne und deine Frauund die Frauen deiner Söhne mit dir.
Septuaginta

Aber mit dir will ich weiter-machen. Ich will mit dir einen Vertrag abschließen. Darum schnapp dir mal deine Kinder mit ihren Familien und auch deine Frauund schließt euch dann in den ‚Kasten‘ ein.
Volxbibel

Dann wird Noah in 1. Mose 6,17 gesagt, was die Mittel der Zerstörung sein werden: Und ich, siehe, ich bringe die Wasserflut auf diese Erde. Es hatte noch nie eine Flut gegeben, weil es vorher nicht geregnet hatte. Diese Ankündigung war eine Neuigkeit für Noah. Das hebräische Wort für Flut ist mabul mit einem bestimmten Artikel, ha-mabul, was „die Flut“ bedeutet. Dieses spezifische hebräische Wort für Flut wird nur für die Noah-Flut und keine andere Flut verwendet. Außerhalb von Genesis 6–9 wird das Wort in Psalm 29:10 nur noch einmal gefunden. In anderen Erscheinungen des Wortes Flut im Alten Testament ist es ein anderes hebräisches Wort. Das hebräische Wort Mabul wird ausschließlich für die Noah-Flut verwendet. Dies zeigt, dass diese Flut insofern einzigartig war, als sie die ganze Welt und nicht nur ein lokales Gebiet abdeckte. Das hebräische Wort unterscheidet also die Noah-Flut von allen anderen Fluten. Dies gilt auch für das griechische Neue Testament, das das Wort kataklusmos verwendet, die Quelle des englischen Wortes cataclysm. Kataklusmos ist ein Wort, das ausschließlich für die Noah-Flut verwendet wird (Mt 24,39; Lukas 17,27; II Pet 2,5,3,3,6), anstelle des normalen griechischen Wortes für Flut. Die Verwendung des hebräischen Wortes mabul oder des griechischen Wortes kataklusmos zeigt also wiederum, dass sich die Flut von allen anderen Fluten unterscheidet. Was es einzigartig und einzigartig machte, war, dass es universell und nicht nur lokal war. Der Zweck der Sintflut war: alles Fleisch, in dem der Atem des Lebens ist, unter dem Himmel zu zerstören. Mit anderen Worten, das Ziel ist es, alle luftatmenden Tiere und Menschen zu zerstören. Die Fische wären hier nicht enthalten, da sie im Wasser überleben werden. Das Ergebnis wird sein: Alles, was auf der Erde ist, wird sterben.
In 6: 18a sagt Gott das Kommen des Noah-Bundes voraus: Aber ich werde meinen Bund mit Ihnen schließen. Der Noah-Bund soll geschlossen werden, dessen Einzelheiten in Kapitel 9 angegeben werden. Dies ist die erste Verwendung des Wortes Bund.

Genesis 6: 18b – 21 listet die Einschlüsse für die Arche auf. In Vers 18b ist die Familie Noahs enthalten: Du sollst in die Arche kommen, du und deine Söhne und deine Frau und die Frauen deiner Söhne mit dir. In den Versen 19–20 liegt der Schwerpunkt auf dem Tierreich. In Vers 19 sollen die Tiere paarweise genommen werden: Von jedem Lebewesen allen Fleisches sollen zwei von jeder Art in die Arche gebracht werden. Der Zweck war: sie mit dir am Leben zu halten; und beide Geschlechter sollen kommen: sie sollen männlich und weiblich sein, um sich offensichtlich nach ihrer Art zu reproduzieren. In Vers 20 gibt er die Kategorien an, von denen es drei gibt: Erstens von den Vögeln nach ihrer Art; zweitens vom Vieh nach ihrer Art; und drittens von jedem kriechenden Ding des Bodens nach seiner Art. Auch hier werden die Fische nicht erwähnt, da sie natürlich im Wasser überleben würden. Der Fokus lag vorerst auf den Paaren, zwei von jeder Art. Später wird Noah gesagt, wie viele Paare von jedem er nehmen soll. Später wird ihm gesagt, er solle ein Paar der unreinen und sieben Paare der sauberen nehmen. Derzeit wird ihm jedoch nur gesagt, dass alle Tiere paarweise und nicht einzeln genommen werden sollen. Dann fügt Gott hinzu: wird zu dir kommen. Noah musste nicht ausgehen und diese Tiere jagen und sammeln; Sie wurden übernatürlich zu Noah gebracht. Dies zerstört das Argument der Kritiker, dass diese vier Männer keine Zeit gehabt hätten, nach all diesen Tieren zu suchen. Es war keine Jagd notwendig; Gott brachte die Tiere übernatürlich zu ihnen. Basierend auf bekannten Arten, wie der Begriff heute sowohl ausgestorben als auch nicht ausgestorben verwendet wird, wären maximal 75.000 Tiere auf der Arche gewesen. Das hebräische Wort für Art ist breiter als das englische Wort „Spezies“, und daher wäre die Zahl tatsächlich geringer als die 75.000, da es keine genaue Entsprechung zwischen der hebräischen Art und der englischen „Spezies“ gibt. Aber mit der höchstmöglichen Zahl von 75.000 würde die Arche immer noch nur zu 60 Prozent voll sein, basierend auf der Schätzung des Platzes für 130.000 Schafe, die in der Diskussion von 6:15 geschätzt wurde. Darüber hinaus war es nicht erforderlich, dass die Tiere ausgewachsen waren. Die verbleibenden 40 Prozent des Platzes an Bord der Arche wären für Insekten, Nahrung und Wohnräume bestimmt. Vers 21 befasst sich dann mit dem Essen: Nimm dir alles Essen, das gegessen wird, mit anderen Worten, einen ausreichenden Vorrat; und sammle es dir. Während die Tiere übernatürlich zu Noah kommen, ist er daher dafür verantwortlich, das Futter für sie zu sammeln. Der Zweck ist es, das Leben zweier Arten aufrechtzuerhalten: Es soll Nahrung für Sie sein, was für das menschliche Leben bedeutet, und für sie, was das Tierleben bedeutet.

Dieser Abschnitt endet in 6:22 mit Noahs Gehorsam: So auch Noah. Noah gehorchte: Nach allem, was Gott ihm geboten hatte, tat er es auch. Dies steht im Gegensatz zum Ungehorsam seiner Zeitgenossen. Die Betonung von Noahs Gehorsam wird dreimal wiederholt (7: 5, 7: 9, 7:16).

Entsprechende Passagen des Neuen Testaments sind: Lukas 17: 26–27, 1. Petrus 3:20 und 2. Petrus 2: 5.

Ariels Bibelkommentar: das Buch Genesis

Mein Bund Dies ist die erste biblische Verwendung des hebräischen Begriffs berit, eines der wichtigsten und allgegenwärtigen Konzepte der biblischen Theologie. Es wird für die Beziehung zwischen Gott und Mensch und insbesondere zwischen Gott und Israel eingesetzt. In der vorliegenden Passage ist es ungewiss, ob das herrschende Verb bedeutet, einen Bund neu zu schließen oder einen bereits geschlossenen zu erfüllen. Außerhalb der Flut-Erzählung bevorzugen alle biblischen Verwendungen des Ausdrucks die letztere Interpretation. Die Bedeutung wäre dann, dass der göttliche Segen, der Adam in 1:28 gegeben wurde, durch Noah und seine Linie erfüllt würde, eine Zusicherung, dass er und seine Familie überleben und die Welt regenerieren würden. Da der „Bund“ jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Segen Adams verwendet wird, könnte der Satz bedeuten, dass Noah jetzt eine neue, bedingungslose Heilsgarantie gegeben wird. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Begriff hier als Vorwegnahme des nach der Sintflut geschlossenen Bundes zu verstehen, wie in 9: 8–17 aufgezeichnet.

du sollst die Arche betreten mit … Die menschlichen Bewohner sollen auf insgesamt acht Personen beschränkt sein, eine einzige Familie, aus der eine erneuerte Menschenfamilie hervorgehen wird.

JPS–Torakommentar

Sie haben vielleicht irgendwo auf dem Weg gehört, dass die Bibel lehrt, dass die Welt so viel Böses in sich hat, weil die Menschheit im Garten Eden in Sünde verfällt. Das stimmt nur teilweise. Nach der Tragödie von Eden gab es zwei weitere Episoden, die die Menschheit weiter in die Tiefen der Verderbtheit und des Chaos stürzten.
Die erste davon ist in Genesis 6: 1–4 beschrieben, wohl einer der seltsamsten Vorfälle in der gesamten Bibel. (Vertrau mir, ich habe ganze Bücher darüber geschrieben.) Die Geschichte handelt davon, wie einige der übernatürlichen Kinder Gottes (die „Söhne Gottes“) Gott nachahmen wollten, indem sie ihre eigenen menschlichen Kinder hervorbrachten, um sich selbst vorzustellen. Sie beschlossen, zu diesem Zweck menschliche Frauen (die „Töchter des Mannes“) einzusetzen. Dies machte sie zu Rivalen zu Gott, ihrem eigenen himmlischen Vater. Anstatt mit Gottes Wunsch, Menschen zu Mitgliedern ihrer Familie zu machen, glücklich zu sein, beschlossen sie, Oberherren ihrer eigenen Menschen zu sein. Das hatte Gott nicht im Sinn. Gott wollte eine Familie, keine Sklaven.
Diese „Engel, die gesündigt haben“ (2 Pet 2: 4) haben die Grenze zwischen Himmel und Erde überschritten. Sie „blieben nicht in ihrer eigenen Autoritätsposition, sondern verließen ihre richtige Wohnung“ (Judas 6). Gott sandte sie infolgedessen in die Hölle (2 Pet 2: 4–5; Judas 6), aber die Tat wurde getan und hatte katastrophale Folgen. Schauen Sie sich die beiden Verse an, die der biblischen Darstellung dieser Rebellion folgen:

    Der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen auf Erden groß war und dass jede Absicht der Gedanken seines Herzens nur fortwährend böse war. Und der HERR bedauerte, dass er den Menschen auf Erden gemacht hatte, und es betrübte ihn bis ins Herz. (Gen 6: 5–6)

Denk darüber nach. Jede Absicht in jedermanns Herzen war nur fortwährend böse. Gott bedauerte, dass er die Menschheit geschaffen hatte; der Gedanke betrübte ihn.
Dies ist genau die Definition von Verderbtheit und der Trauer, die sie mit sich bringt. Die erste übernatürliche Rebellion führte dazu, dass die Menschheit das ewige Leben mit Gott verlor (was schlimm genug ist). Diese Rebellion brachte die Auswirkungen der Sünde auf eine andere Ebene und beschleunigte die Selbstzerstörung des Menschen. Gott empfand tiefe Reue darüber, wie sich die Dinge entwickelt hatten. Die Menschheit war dauerhaft geschädigt worden.
Die Bibel sagt uns, dass Gott keine andere Lösung sehen konnte, als die Flut zu senden, um die Menschheit auszulöschen (Gen 6:17). Es ist wichtig zu bemerken, dass die Flutgeschichte niemals sagt, dass Gott wütend war. Es heißt nur, dass er über das, was vor sich ging, von Herzen betroffen war. Gott hatte beschlossen, den Menschen Freiheit zu geben. Er konnte es nicht wegnehmen, da dies bedeuten würde, dass sie nicht mehr wie er sein würden – sie wären nicht mehr wirklich menschlich. Die einzige Wahl war, von vorne zu beginnen und dem ein Ende zu setzen, was die rebellischen Söhne Gottes verursacht hatten.
Nur ein Mann soll in Gottes Augen gerecht sein – Noah (Gen 6: 9). Zumindest gab es einen. Gott würde es nehmen. Er würde seinen Plan, eine menschliche Familie zu haben, fortsetzen.
Gott sagte Noah, er solle eine Arche (ein großes Schiff) bauen, damit er, seine Familie und eine Vielzahl von Tieren überleben würden. Aber Gott hoffte immer noch, dass seine menschlichen Kinder, so tief die menschliche Verderbtheit geworden war, bei ihm sein könnten. Zum Glück gab er Noah 120 Jahre Zeit, um sich auf die Flut vorzubereiten (Gen 6: 3) und den Menschen zu sagen, was passieren würde, damit sie sich von ihrer Verderbtheit abwenden und vergeben werden konnten (2 Pet 2: 5).
Am Ende würden die Leute nicht zuhören. Sie lehnten Gottes gnädige Warnung ab. Wieder einmal wandten sich Gottes Kinder von ihm ab, wie es ihnen freigestellt war. Ist es ein Wunder, dass Gottes Herz so gebrochen war? Zumindest gab es Noah und seine Familie. Nach der Flut wiederholte Gott die ursprünglichen Befehle, die er Adam und Eva gegeben hatte („Sei fruchtbar und vermehr dich und fülle die Erde“; Gen 9: 1). Gott fing mit ihnen von vorne an. Er schloss einen Bund mit Noah, der sich auf die ganze Menschheit erstreckte (Gen 9: 8–17). Ein Bund ist ein Versprechen oder ein Versprechen. Dieser Bund war einseitig; Es ging um Gottes Versprechen, die Menschheit niemals zu zerstören (Gen 9,11). Erstaunlicherweise wollte Gott immer noch eine menschliche Familie.
Nicht so erstaunlich – aber immer noch ziemlich unglaublich – würde der Missbrauch von Gottes Güte weitergehen. Ein dritter Aufstand folgte der Flut. Dieser würde den Rest der biblischen Geschichte umrahmen und erneut Gottes unüberwindliche Geduld und Liebe zeigen.

Was will Gott? – Heiser

Es gibt ja immer wieder Personen, die Jehovah als einen mörderischen Despoten beschreiben. Entweder haben diese die Bibel nicht gelesen oder eben nicht verstanden – warum auch immer. Die Bibel beschreibt IHN aber so, wie Michael Heiser es gut zusammenfasst, als den Schöpfer, der an seiner Schöpfung liebevoll interessiert ist, und der nur den vom Feind verursachten Schaden beseitigen muss.
Aber so wie es in der momentanen „Corona-Krise“ Menschen gibt, die ihre Zeit und ihr Geld in Mittel gegen Corona stecken, und deshalb angefeindet werden, so ist es wohl schon immer ein Drang vom Menschen, alles Gute als Schlecht zu bezeichnen. Deshalb sagte Jesus wohl auch, dass das Zeichen woran man wahre Christen erkennen würde, die Liebe wäre – also nicht die Fehler und Macken des Gegenüber zu suchen, sondern diese zuzudecken. Wie sieht das in MEINEM Leben aus? Suche ich nach den Fehlern? Oder spiegele ich die Liebe Gottes wieder?
Jehovah schloß damals einen einseitigen Bund mit Noah – um die Menschheit zu retten. Interessanter weise wird nur von Noah gesagt, dass er in den Augen Gottes gerecht war – von den Söhnen und den Frauen in der Arche wird das nirgens gesagt. Und doch traf dieser Bund auf Noahs Familie zu! Und nicht Noah suchte sich das aus – sondern der Schöpfer ging auf Noah zu! So werden auch im kommenden Gericht Gottes an den ungehorsamen Menschen, die Gerechten unabhängig ihrer Stellung direkt von Jehovah gerettet – unabhängig von irgendeiner Kirche oder org.

Geschrieben von Thomas am 22. Mai 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah,Religion | Keine Kommentare

„bedeutet auch, das Fiese zu hassen“

Die Furcht Jehovas ist: das Böse hassen. Hoffart und Hochmut und den Weg des Bösen und den Mund der Verkehrtheit hasse ich.

Elberfelder Bibel 1905 – Spr 8,13

Die Furcht vor Jehova ist: zu hassen das Böse, Stolz und Uebermuth. Böse Wege sowohl, als den Mund der Falschheit hasse ich.
van Eß

Die Furcht Jehovas bedeutet das Böse hassen. Selbsterhöhung und Stolz und den schlechtenWeg und den verkehrten Mund habe ich gehaßt.
Neue Welt 1985


Ehrfurcht vor Jehova bedeutet, das Böse zuhassen. Ich hasse Selbsterhöhung, Stolz, den schlechten Weg und verlogene Worte.
Neue Welt 2018

Alle, die den Herrn achten, hassen das Böse.Deshalb hasse ich Hochmut, Stolz, ein Leben voller Unrechtund Lüge.
Neues Leben 2006

Wenn man Respekt vor Gott hat, bedeutet es auch, das Fiese zu hassen. Prollige Einstellung, überheblich sein, zu denken, man ist der Geile, so was finde ich zum Kotzen.
Volxbibel

Wenn ein Mensch Weisheit besitzt, dann besitzt er auch Klugheit (vgl. den Kommentar zu Sprüche 1,4; vgl. Sprüche 8,5 ), Einsicht und Besonnenheit. Alle drei Nomen finden sich in Sprüche 1,4 .Manche Ausleger sind der Meinung, daß Sprüche 8,13 den Gedankenfluß zwischen Vers 12 und Vers 14 unterbricht. Vers 13 erinnert jedoch daran, daß eine verständige, besonnene Lebensführung (V. 12 ) nicht in irgendeiner Weise mit den in Vers 13 erwähnten Untugenden in Beziehung steht. Vers 13 zeigt: Weisheit besitzen, heißt, auf moralischem und geistigem Gebiet weise sein. Wer den Herrn fürchtet (vgl. den Kommentar zu Sprüche 1,7 ) und deshalb weise ist, der wird das Böse (vgl. Sprüche 3,7;14,16;16,6; Ps 97,10 ) und auch das stolze, hochmütige Verhalten und die verkehrte Rede hassen (zurückweisen). Das Wort für „verkehrt“ ( tahpVKCh ) kommt in den Sprüchen achtmal vor (vgl. den Kommentar zu Sprüche 2,12 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Weisheit sagt was sie haßt und warum sie es haßt v. 13: Die Furcht Jahve’s ist Hassen des Bösen — Hoffart und Hochmut und Laster-Weg und falschrednerischen Mund hasse ich. Wenn Gottesfurcht der Weisheit Anfang ist (9,10. 1,7), so steht die persönlich gedachte Weisheit vor allem andern was von ihr zu sagen ist in einem der Gottesfurcht auf Seite der Menschen entsprechenden Verhältnisse der Hingabe oder Ergebenheit zu Gott, und wenn, wie die Prämisse 13a lautet, Gottesfurcht zu ihrer Kehrseite Hassen des Bösen hat, so ergibt sich daraus, was die Weisheit mit שָׂנֵאתִי von sich aussagt. Statt des mit יִרְאַת gleichgeformten n. actionis שִׂנְאַת, welches den Art. annehmend zum Subst. wird, gebraucht der Verf., um das Präd. als solches zu kennzeichnen (Hitz.), lieber das n. actionis שְׂנֹאת, welches zwar auch Nomen ist, aber doch nicht substantivisch gebraucht wird; שְׂנֹאת wie מְלֹאת Jer. 29,10. קְרֹאת Richt. 8,1 ist s. v. a. שְׂנֹאֶת wie יְבֹשֶׁת das Trocknen, יְכֹלֶת das Können, vgl. شناءة das Hassen, ملاءة das Vollsein, قراءة das Lesen (Fl.). Das Böse, das die Weisheit haßt, wird nun besondert wie 6,16–19 das Böse das Jahve haßt. Die Tugend aller Tugenden ist die Demut, darum haßt die Weisheit vor allem die Selbstüberhebung in allen Gestalten; die Paronomasie גֵּאָה וְגָאוֹן will den Begriff seinem ganzen Inhalte und Umfange nach ausdrücken (vgl. Jes. 15,6. 3,1 und oben zu 1,27 extr.), גֵּאָה (v. גֵּאֶה der Nominalform der Gebrechen) Hochfahrendes = Hoffart steht neben גאון wie Iob 4,10 גָבֹהּ Hohes = Hoheit. Es folgt viam mali, die Sünden des Wandels d.i. des Handelns befassend, und os fallax (s. zu 2,12), die Sünden des Mundes repräsentirend. Mit Recht verwirft Hitz. die Interpunction רָ֑ע und bevorzugt רָ֭ע. Diesem Dechî (Tiphcha init.) zufolge hat וּפִ֨י תַהְפֻּכֹ֬ת in Codd. und guten Ausgg. die Diener Asla und Illuj (s. Baer, Thorath Emeth p. 11); Abenezra und Mose Kimchi betrachten das Asla irrig als Trenner und meinen ופי et os = axioma meum erklären zu sollen, aber Asla verbindet und hat nach sich ת raphatum. Nachdem die Weisheit gesagt was sie haßt und also nicht ist, sagt sie nun, was sie ist und hat und gewährt v. 14–16: Mein ist Rath und Förderung, ich bin Einsicht, mein ist Thatkraft. Durch mich regieren Könige und Oberherren verfügen Rechtsgemäßheit. Durch mich herrschen Herrscher und Edle — alle Richter der Erde. Wer etwas schenkt, muß es selbst besitzen; in diesem Sinne spricht sich die Weisheit Rathfertigkeit, Förderung (im Sinne der Darreichung und des Inbegriffs wesentlicher, wahrhaft beglückender Güter, s. über תוּשִׁיָּה 2,7) und Thatkraft (s. Koh. 7,19) zu; בִינָה aber besitzt sie nicht blos, diese ist vielmehr ihr eigenstes Wesen und fällt mit ihr in eins zusammen. Daß v. 14 sich nach Iob 12,13. 16 gestaltet hat (Hitz.), ist möglich, ohne daß daraus etwas gegen die Aechtheit folgt. Und wenn v. 15f. und Jes. 32,1. 10,1 in unzufälligem Wechselverh. stehen, so ist die Priorität auf Seiten unseres Spruchdichters. Der Zusammenhang gibt dem an sich misverständlich knappen Ausdruck seine beabsichtigte Prägnanz. Es ist nicht gemeint, daß die Weisheit die höchsten Stellen im Staate zu vergeben hat, sondern daß sie zur Behauptung und Ausfüllung derselben befähigt. Bei 15b liegt es nahe, an Gesetzgebung zu denken, aber der Sprachgebrauch weist für das Po. חֹקֵק nur die Bedd. des Befehligens und Decretirens oder Urtelns auf; צֶדֶק ist Objektsacc., das Gegentheil der חִקְקֵי־אָוֶן Jes. 10,1. רֹזֵן ist ein poet. Wort v. רָזַן = رَزُنَ schwer, gewichtig, dann fest, unerschütterlich s., trop. von der majestätischen Ruhe, Würde und Gesetztheit (vgl. وقار und כָּבוֹד) im ganzen äußern Habitus, im Sprechen und Handeln, wie sie sich für einen Machthaber ziemt (Fl.). In 16b darf man nicht erklären: et ad ingenua impelluntur quicunque terrae imperant, denn נָדִיב ist Adj. ohne so flüssigen Verbalsinn. Aber überhaupt ist נדיבים nicht Präd., wozu es sich nicht eignet, weil es mit Verwischung seiner ethischen Bed. (v. נָדַב innerlich antreiben, näml. zu edler That, bes. zur Freigebigkeit) auch den Edlen nur von Geschlecht und nicht von Gesinnung (Jes. 32,8) bez. Also ist נדיבים ein viertes Synonym für Hochgestellte und כל־שׁפטי ארץ die summarische Zusammenfassung aller Arten von Hoheitsstellung, denn שָׁפַט vereinigt in sich die Beziehungen auf Regiment, Rechtspflege und Verwaltung. Es heißt כל, nicht וכל — eine sogen. asyndeton summativum. Statt אָֽרֶץ (LXX) findet sich auch die LA צֶדֶק (Syr. Targ. Hier. Venetus, aufgenommen nach Codd. und Neapel 1487 von Norzi). Aber diese LA, wenn nicht durch Abirrung auf den Ausgang des vorigen Verses entstanden, ist eine Aufhülfe, deren der Text nicht bedarf und gibt eine Summirung, welche zu dem was summirt wird (מלכים, רזנים, שׂרים, נדיבים) nicht recht paßt; übrigens nennt die Schrift sonst nur Gott selber שׁופט צדק (Ps. 9,5. Jer. 11,20). Die masoretische LA1 der meisten Ausgg., welche auch der Cod. von Hilla (ספר הללי) bot, verdient den Vorzug.
Die Rede der Weisheit erhebt sich nun wie v. 13 von neuem: sie sagt wie sie denen die sie lieben diese Liebe lohnend erwidert v. 17–21: Ich bethätige den mich Liebenden Liebe, und die frühe nach mir suchen finden mich. Reichtum und Ehre ist bei mir, bleibende Habe und Gerechtigkeit. Besser ist meine Frucht als Hochgold und Feingold, und mein Ertrag (besser) als auserlesenes Silber. In der Bahn der Gerechtigkeit schreite ich, inmitten der Steige des Rechts, zum Erbgut zu geben den mich Liebenden Reelles, und ihre Schatzkammern füll’ ich.

Keil & Delitzsch – Biblischer Commentar über das Alte Testament


Der Punkt der Weisheit, ein Haus mit den anderen Tugenden zu teilen oder diese zu besitzen, ist, dass man die anderen findet, wenn man eine findet. Diejenigen, die den Herrn fürchten, haben den Geist Christi und sehen das Böse daher genauso wie Gott (1Ko 2: 15-16). Arroganter Stolz übersetzt zwei hebräische Wörter für Stolz; Der erste ist in 15:25 und 16:19 zu finden, der zweite in 16:18. Stolz und Arroganz sind Merkmale derer, die sich weigern, Gottes Herrschaft anzuerkennen. Guter Rat und gesunde Weisheit implizieren einen Rat, der Erfolg bringt (19:20; 20:18; Is 28:29). Diese Eigenschaften gehören Gott (Jb 12,13). Der Geist (Jes 11: 2) und der Sohn (1Ko 1:30) vermitteln göttlichen Menschen die Eigenschaften der Weisheit.

CSB Study Bible: Notes

Die Weisheit lebt im selben Haus wie die Klugheit. Sie gehören immer zusammen, sodass wir, wenn wir Weisheit haben, damit auch Einsicht besitzen. Die Weisheit gibt Erkenntnis und Unterscheidungsvermögen, damit wir die Angelegenheiten unseres Lebens gut bewältigen können.
Es gibt andere Dinge, mit der die Weisheit (die Furcht des Herrn) nicht zusammenlebt. Sie stehen im moralischen Gegensatz zu ihr, und sie verachtet diese Dinge, nämlich alle Arten des Bösen, ob Hochmut, Stolz, böses Verhalten oder lügenhaftes Reden.

MacDonald – Kommentar zum Alten Testament

Im „normalen Leben“ haben wir uns ja alle „eingerichtet“, so dass man gar nicht mehr mitbekommt, wie der andere „tickt“. Aber in den aktuellen „Krisenzeiten“, wo alles sich verändert, die Kinder nicht in die Einrichtung/Schule gehen, der Ehepartner nicht zur Arbeit geht usw., da kommen Eigenschaften und Lebensmuster zum vorschein … und man kann sehen, was man selber hasst, und was man liebt! Sind es wirklich die Eigenschaften die zeigen, dass ich von Jehovah geleitet werde? Sind es Eigenschaften die mich als Christen zeigen? Spiegle ich das Leben Christi wieder? Nicht, weil ich ein Kreuz trage, macht mich zum Christen, sondern dass ich die Eigenschaften hervorbringe, die einen Christen ausmachen – und zeigen, dass der Geist Gottes mich erfüllt hat.

Geschrieben von Thomas am 19. Mai 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

„Wenn jemand am Ende ist und Hunger nach Gott hat“

Die Sanftmütigen werden essen und satt werden; es werden Jehova loben, die ihn suchen; euer Herz lebe immerdar.

Elberfelder Bibel 1905 – Ps 22,26

Die Armen sollen sich sattessen; die nach dir, HERR, fragen, sollen Loblieder singen; immer möge es ihnen gut gehen!
Gute Nachricht

Essen sollen Demütige und satt werden; / Preisen werden Jahwe, die ihn suchen: / „EuerHerz soll sich laben auf ewig!“ (Der aus seinem Todesleiden Errettete bringt nach seinem Danklied (V.24-25) auch ein Dankopfer dar, wozu er die Demütigen, die irdisch und geistlich Armen, einlädt. V.27c ist gleichsam der Segenswunsch des Gastgebers an seine und Jahwes Gäste, und der Wunsch will 
Ludwig Albrecht

 Die sich vor ihm beugen, dieessen sich satt. / Die ihn suchen, die loben Jahwe. / Für immer lebeeuer Herz auf!
NeÜ

Die Sanftenwerden essen und satt werden. DieJehova suchen, werden ihn preisen. Mögt ihr für immer leben.
Neue Welt 2018

 Die Sanftmütigen werden essen undgesättigtwerden; Die ihn suchen, werden Jehova preisen. Möge euer Herz immerdar leben.
Neue Welt Bi12

Wenn jemand am Ende ist und Hunger nach dir hat, zeigst du dich ihm, und du machst ihn wieder satt.
Volxbibel

Die Elenden sollen essen. Dies bezieht sich auf eine damals übliche Sitte. Mit den Opfern pflegte nämlich ein Gastmahl verbunden zu sein. David verspricht nun ein solches Mahl, das zugleich eine Übung der Liebe und ein Zeugnis derselben sein soll. Und schließlich sind ja auch nur solche Opfer, die mit Güte und Mitleid verbunden sind, Gott lieb und angenehm. Sonst sind alle heiligen Handlungen, mit denen die Menschen Gott zu dienen vorgeben, mit allem ihrem Glanz und Aufwand nur Dunst. Indessen wird David nicht bloß versprechen wollen, dass er etwas ausgeben werde, um die Armen und Hungrigen zu speisen. Dass sie essen und satt werden sollen, sagt er auch noch aus einem anderen Grunde: es wird ihnen dies zum Trost dienen, und ein freudiger Sinn wird wieder bei ihnen einziehen. Denn bei solchem Mahle schauten sie wie in einem Spiegel die Güte Gottes, die sich allen Unglücklichen darbietet; das war ein unglaublicher Trost, der den Schmerz über alle Leiden linderte. Deshalb heißt es weiter: und die nach dem Herrn fragen, werden ihn loben. Ist auch schon die bloße Sättigung ein Grund zur Dankbarkeit, so wird doch hier ohne Zweifel der eigentliche Zweck des Opfers angegeben, wie der Schluss des Verses noch deutlicher ersehen lässt: euer Herz soll ewiglich leben. Eine Mahlzeit allein würde doch nicht genügen, um die Herzen für ewig zu beleben. Das vermag allein die Hoffnung, die wir daraus schöpfen, dass Gott unser Helfer ist. Denn mit Recht bezogen alle Frommen die Erlösung dieses einen Menschen auch auf sich. Daraus folgt, dass diese Lobpreisungen bei den Dankopfern auch zur Belebung der Hoffnung dienten. Da aber die Heuchler sich mit toten äußerlichen Handlungen begnügten, so beschränkt David diese rechte Ausübung auf die wahren und heiligen Israeliten, die nach dem Herrn fragen und ihn suchen. Denn eben dies ist das sichere Kennzeichen der Frömmigkeit. Die Väter unter dem Gesetz wurden also durch diese heiligen Mahlzeiten für das geistliche Leben gestärkt. Diese Wirkung zeigt sich aber in noch stärkerem Maße beim heiligen Abendmahle, wenn nur die, die daran teilnehmen, den Herrn aufrichtig und von Herzen suchen.

Jean Calvin, – Aus dem Psalmenkommentar

Dann rief der Psalmist die Versammlung dazu auf, den Herrn mit ihm zu preisen, weil er nicht den Bedrängten (den Psalmisten, der gelitten hatte) verachtete, sondern auf sein Rufen um Hilfe gehört (vgl. V. 2-3 ) und sein Gebet erhört hatte. Aufgrund dieses Lobes sagte David, daß er sein Gelübde erfüllen würde, und er ermutigte die Versammlung, mit ihm den Herrn zu preisen. Darüber hinaus ermutigte er das Volk, am Gebet festzuhalten ( euer Herz soll ewiglich leben bedeutet „nicht aufzugeben“; vgl. „Herz“ in V. 15 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar


Lerne auch du Gott richtig kennen, indem du regelmäßig in seinem Wort liest! Fange am besten vorne an und lese jeden Tag einen Teil der Bibel. Wenn auch beim ersten Lesen der Bibel nicht gleich alles verständlich erscheint – auch beim 30.igsten oder 50igsten lesen der gesamten Bibel werden wieder neue Aspekte und neue Gedanken auftauchen! Die Bibel ist das einzigste Buch, dass mir bekannt ist, indem man immer und immer wieder von vorn anfangen kann zu lesen und immer wieder neue Gedanken findet. Vorraussetzung ist aber „Hunger nach Gott“ – denn wer IHN ablehnt, wird die Bibel langweilig und widersprüchlich finden!
Meine Einladung gilt noch immer: nutze die Blog-funktion von jehovah-shammah.de, um deine Gedanken aufzuschreiben und mit anderen zu teilen!

Geschrieben von Thomas am 17. Mai 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Warum nicht „geistig“ zu verstehen? Teil 1

Als meine Frau und ich nicht mehr regelmäßig in „unsere Gemeinde“ gehen durften, haben wir lange ersteinmal daran gearbeitet, immer auf dem „laufenden zu sein“ . Doch irgendwann hat man geistigen Hungern – und dann bin ich auf sermon-online gestoßen und habe dort alle Vorträge, die dort geparkt sind, gehört. Und wer sich den Spaß einmal gemacht hat, und dann vielleich auch noch bei bibel.tv alle Sendungen und Vorträge anschaut, der hat bald einen Knoten in seinen Gedanken. Denn der eine Vortragsredner hat einen anderen Ursprung als der andere, und so gibt es viele viele Lehren die sich widersprechen. Und dann stellt sich unweigerlich die Frage:
Wer von den verschiednen Lehrern hat Recht?
Gut, nun kann man sich den Bibellehrer nach Geschmack aussuchen – nach dem was mir am Besten gefällt, was mir am meisten zusagt, welcher mir mein Heil am Besten mitteilt. Aber ich denke, man sollte bei Bibellehrern nicht auf den Geschmack schauen, sondern auf das erste Wort: BIBEL. Also welche Lehre ist wirlich biblisch?
Aber jeder Bibellehrer ist wohl davon überzeugt, dass seine Lehre auf der Bibel gründet. Aber ist dir beim Lesen/Hören von Predigten aufgefallen, dass viele Lehren nur funktionieren, wenn man nicht selbst in der Bibel liest? Da wird hier ein Vers und da ein Vers aus dem Zusammenhang gerissen, und sich daraus eine eigene Lehre aufgebaut.
Dann gibt es die, die Spezialisten von einzelnen Bibelbüchern sind, aber die gesamte Bibel – also nein – da gibt es dann Widersprüche in anderen Teilen der Bibel, oder der Höhepunkt: das gesamte AT wird abgeleht, oder nur Paulus und seine Briefe….
Dann gibt es die, denen es auffällt, dass es Widersprüche in ihrer Bibellehre gibt, und die dann alles, was in der Bibel ihrer Lehre widerspricht, einfach als „geistlich“ bezeichnen. Da ist dann jemand „geistig tot“ ein „geistiger Israelit“ usw. usf.
Jetzt würde mich einmal interessieren WELCHE PUNKTE du für dich als ganz wichtig nehmen würdest, wenn du unter den verschiednen Bibellehrern unterscheiden solltest.

In den nächsten Tagen werden dann weitere Teile zu diesem Thema erscheinen, und das Bild abrunden/die obrige Frage beantworten.

Geschrieben von Thomas am 20. April 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah,Religion | Keine Kommentare

Wo ist Gottes Herrlichkeit heute?

Und die Herrlichkeit Jehovas hatte sich von dem Cherub auf die Schwelle des Hauses hin erhoben; und das Haus war von der Wolke erfüllt, und der Vorhof war voll von dem Glanze der Herrlichkeit Jehovas.
Und das Rauschen der Flügel der Cherubim wurde bis in den äußeren Vorhof gehört wie die Stimme Gottes, des Allmächtigen, wenn er redet.

Elberfelder Bibel 1905 – Ez 10,4–5

Und die Herrlichkeit Jahwes hatte sich von dem Cherub auf die Schwelle des Hauses hin erhoben; und das Haus war von der Wolke erfüllt, und der Vorhof war voll von dem Glanze der Herrlichkeit Jahwes.
Und das Rauschen der Flügel der Cherubim wurde bis in den äusseren Vorhof gehört wie die Stimme Gottes (El), des Allmächtigen, wenn er redet.

Free Bible – 2004 – Ez 10,4–5

Die Herrlichkeit Jehovas erhob sich von den Chẹrubim zur Schwelle vom Eingang des Hauses. Nach und nach erfüllte die Wolke das Haus und das Leuchten der Herrlichkeit Jehovas erfüllte den Vorhof. 5 Das Rauschen der Chẹrubimflügel war im äußeren Vorhof zu hören. Es klang wie die Stimme Gottes, des Allmächtigen, wenn er redet.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Ez 10,4–5

Plötzlich bewegte sich wieder diese Wolke, wo Gottes besonders krasse Art drin war. Sie schwebte vom Chefsessel weg und kam zum Eingang des Tempels. Die Wolke nebelte den ganzen Bereich, der vor dem Tempel lag, komplett ein. Gott war jetzt voll da.
Die Bewegung von den Flügeln der Engel machte ein lautes Geräusch. Es klang so wie ein lauter Donner, so, wie Gott manchmal redet. Man konnte den Lärm bis in den äußersten Bereich vom Vorhof hören.

Martin Deyer – Ez 10,4–5

Er sprach mit dem Mann in Leinen. In einer Vision sieht Yechezk’el einen Thron und der darauf sitzende befiehlt dem in Leinen gekleideten Mann, in die wirbelnden Räder einzutreten, um Kohlen zu erhalten, die sich über die Stadt verteilen, was die Zerstörung von Yerushalayim durch Feuer symbolisiert. Yechezk’el beschrieb seine Vision der K’ruvim (Cherubim) im Tempel als identisch mit der Vision, die er in der Ebene in Bavel sah (vgl. 1: 4–28; 10: 1–15, 20–22).

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Die Abreise des Herrn von Jerusalem. Gottes Thronwagen wird in 43: 1–12 zurückkehren, wenn die Stadt gereinigt und der Tempel wieder aufgebaut ist. Die Abreise der Gegenwart des Herrn aus dem Tempel steht im Gegensatz zu Darstellungen der Manifestation der göttlichen Gegenwart als Feuer und Wolke in der Wildnis-Stiftshütte (2. Mose 40: 34–38) und im Tempel Salomos (1. Könige 8: 1). 6–13; 2 Chron. 5: 3–6: 2). Sobald Gott gegangen ist, ist die Stadt offen für fremde Invasionen und Zerstörungen. 10: 1: Die Weite über den Köpfen der Engel ist mit Saphir verbunden. Das blaue Bild des Saphirs erinnert an die Identifizierung der Weite als Himmel oder Himmel in 1. Mose 1: 6–8 und an die Pflasterung des Saphirs (oder Lapis) unter den Füßen Gottes, die Moses, Aaron, Nadab, Abihu und die siebzig Älteste in Exod. 24: 9–11. In der späteren kabbalistischen Tradition wird der Begriff Saphir (hebräisch „Sapir“) manchmal mit dem hebräischen Begriff „Sefira“ („Zählen“) assoziiert, der in kabbalistischen Texten die „Emanationen“ Gottes oder die in der Welt manifestierten göttlichen Eigenschaften bezeichnet. Die beiden Begriffe sind jedoch etymologisch nicht verwandt. 2: Gott befiehlt dem in Leinen gekleideten Mann, glühende Kohlen zwischen den Engeln zu nehmen und sie über die Stadt zu verteilen. Dieser Akt ähnelt Josias Zerstörung des Bethel-Altars, in dem er befahl, den Altar zu verbrennen und zu Staub zu zermahlen und die Leichen des götzendienerischen Priesters an der Stelle zu verbrennen, um ihn zu entweihen (2. Könige 23: 15-18). Es ähnelt auch der späteren Reinigung des Tempels durch Juda den Makkabäer, der den befleckten Altar zerstören musste, um den Tempel neu zu weihen (1. Makk. 4: 36–59). Soweit Hesekiel die Wiederherstellung des Tempels zu einem bestimmten Zeitpunkt nach seiner Zerstörung vorsieht (11: 14–21; Kap. 40–48), wird er durch die Opferbilder dieses Aktes auch mit den im Tempel dargestellten Reinigungs- und Schuldopfern verglichen (Lev. chs 4–5; 7: 1–10). Solche Opfer spielen eine Rolle beim Sühnen für Ungerechtigkeit und Unreinheit, damit der Täter als Mitglied der Gemeinschaft „zurückkehren“ kann. 4: Gottes Gegenwart wird durch die Wolke (2. Mose 19: 9; 1. Könige 8: 10–11) und das Strahlen der Gegenwart des Herrn angezeigt, wenn sie sich im Tempelkomplex bewegt. 6–7: Wegen der Heiligkeit des Thronwagens oder der Arche kann sich der in Leinen gekleidete Mann nicht nähern und ein Cherub gibt ihm das Feuer (2 Sam. 6: 6–11).

Die jüdische Studienbibel

Gottes Herrlichkeit verläßt den Tempel ( Hes 10 )

Gott würde seinen Wohnort niemals mit anderen „Göttern“ teilen, und sein Heiligtum durfte nicht mit Götzendienst verunreinigt werden. Das Zentrum der Anbetung Gottes in Silo wurde, kurz nachdem seine Herrlichkeit von dort gewichen war, von dort entfernt ( 1Sam 4,1-4.10-11.19-23; Jer 7,12-14 ). Das gleiche Schicksal würde dem Tempel von Jerusalem widerfahren.
Hesekiel, noch immer neben dem Altar stehend, blickte auf das Heiligtum und sah etwas wie einen Thron aus Saphir über dem Raum, der über den Köpfen der Cherubim war . Dies war der azurblaue Thron Gottes, der auch auf seinem Thronwagen gewesen war (vgl. die Anmerkungen zu Hes 1,26 ). Gott selbst war im Eingang des Heiligtums, aber sein Thronwagen war „auf der Südseite des Tempels“ ( Hes 10,3 ).
Gott sagte dem Engelsschreiber: Geh zwischen die Räder unter den Cherubim und nimm brennende Kohlen und verstreue sie über die Stadt . Die „brennenden Kohlen“ unter den Cherubim hatte Hesekiel bereits vorher gesehen ( Hes 1,13 ; vgl. Jes 6,6 ). Nun benutzte Gott solche Kohlen, um seine „heilige“ Stadt zu reinigen.

Hesekiels Aufmerksamkeit wandte sich wieder dem Thronwagen Gottes zu, der neben dem Heiligtum stand. Eine Wolke füllte den inneren Hof und machte Gottes Gegenwart auf der Schwelle des Heiligtums deutlich (vgl. 2Mo 33,9-10; 1Kö 8,10-11; Jes 6,1-4 ). Hesekiel erwähnte noch einmal, daß sich die Herrlichkeit des HERRN von dem Thronwagen zur Schwelle begab ( Hes 10,4 ; vgl. Hes 9,3 ). Als die Wolke den Tempel erfüllte, war der Hof voll des Glanzes der Herrlichkeit (vgl. die Anmerkungen zu Hes 1,28 ) des HERRN . Die Manifestation der Herrlichkeit Gottes schien durch die Wolke hindurch, um den Platz zu erleuchten, auf dem Hesekiel stand. Neben dieser blendenden Helligkeit vernahm Hesekiel das Geräusch der Flügel der Cherubim, das so laut war, daß man es im äußeren Hof hören konnte (vgl. Hes 1,24 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Wenn nach Hesekiel 10 die Herrlichkeit Jehovahs den Tempel verließ – wann war das? und kam sie wieder zurück? Und wenn ja wann?
Hesekiel ist ein wohl selten gelesenes Bibelbuch.
Deshalb viel Freude beim lesen – es gibt viel spannendes zu finden.

Geschrieben von Thomas am 15. April 2020 | Abgelegt unter jehovah-shammah | Keine Kommentare

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