Familie Thomas Pape

60 Replies to “1.Korinther”

  1. 1. Korinther 1 – 4

    1. Korinther 2:14-16

    Ein physischer Mensch aber nimmt die Dinge des Geistes Gottes nicht an, denn sie sind ihm Torheit; und er kann [sie] nicht erkennen, weil sie geistig beurteilt werden. 15 Der Geistesmensch dagegen beurteilt tatsächlich alle Dinge, er selbst aber wird von keinem Menschen beurteilt. 16 Denn „wer hat den Sinn Jehovas kennengelernt, daß er ihn unterweise“? Wir aber haben Christi Sinn.

    sind wir ein Geistesmensch?

    Wenn wir bereits den Kreiskongress besucht haben, erinnern wir uns sicherlich noch an den entprechenden Vortrag „Was macht einen Geistesmenschen aus?“, ansonsten haben wir noch die Vorfreude darauf.

    Hier findet ihr bei unseren Notizen schon mal einige Punkte aus dem Vortrag

    1. Korinther 3:1-3

    Und so konnte ich, Brüder, zu euch nicht wie zu Geistesmenschen reden, sondern wie zu fleischlichen Menschen, wie zu Unmündigen in Christus. 2 Ich nährte euch mit Milch, nicht mit etwas zum Essen, denn ihr wart noch nicht stark genug. Ja, ihr seid auch jetzt nicht stark genug, 3 denn ihr seid noch fleischlich. Denn solange es Eifersucht und Streit unter euch gibt, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt ihr nicht wie Menschen? 4 Denn wenn einer sagt: „Ich gehöre zu Paulus“, ein anderer aber sagt: „Ich zu Apollos“, seid ihr da nicht einfach Menschen?

  2. 1. Korinther 6 :1-5

    Wagt es jemand von euch, der eine [Rechts]sache gegen den anderen hat, vor ungerechte Menschen vor Gericht zu gehen und nicht vor die Heiligen? 2 Oder wißt ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr da nicht geeignet, ganz geringfügige Dinge rechtlich zu entscheiden? 3 Wißt ihr nicht, daß wir Engel richten werden? Warum also nicht Dinge dieses Lebens? 4 Wenn ihr nun Dinge dieses Lebens rechtlich zu entscheiden habt, setzt ihr da diejenigen als Richter ein, auf die man in der Versammlung herabblickt? 5 Ich sage [es] zu eurer Beschämung. Ist denn wirklich nicht e i n Weiser unter euch, der zwischen seinen Brüdern richten kann

    da wir dem Frieden nachjagen sollten, sollten wir nicht gegeninander vor Gerichte ziehen.

    Denn welchen Eindruck vermitteln wir wohl, wenn wir einander vor Gericht bis aus Blut befeinden und dann weiss das Gericht wohlmöglich auch noch, dass wir Zeugen Jehovas sind!

    Einige Dinge – wie z.B. bei Scheidung das Sorgerecht – muss leider vor Gericht geklärt werden. Aber wie verhalten wir uns dabei? Werfen wir tonnenweise mit Dreck um uns?

    Sind wir diejenien, die ständig andere verklagen – oder müssen wir uns rechtfertiigen, weil der andere uns laufend verklagt und einfach keine Ruhe geben will?

    Schrecken wir vielleicht nicht einmal vor Falschanklagen und Meineid zurück – oder können wir ruhig bleiben und müssen nicht auf jede Anklage antworten?

    Suchen wir Streit um jeden Preis – oder jagen wir dem Frieden nach und nehmen dafür oft auch Repressalien in Kauf?

    1. Korinther 6 :7

    Nun bedeutet es tatsächlich durchaus eine Niederlage für euch, daß ihr Prozesse miteinander habt. Warum laßt ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum laßt ihr euch nicht lieber übervorteilen?

  3. 1. Korinther 6:7-11

    Nun bedeutet es tatsächlich durchaus eine Niederlage für euch, daß ihr Prozesse miteinander habt. Warum laßt ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum laßt ihr euch nicht lieber übervorteilen? 8 Im Gegenteil, ihr verübt Unrecht und Übervorteilung, und das an euren Brüdern.

    9 Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht erben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei männlichen Personen liegen, 10 noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich erben. 11 Und doch waren das einige von euch. Aber ihr seid reingewaschen worden, aber ihr seid geheiligt worden, aber ihr seid gerechtgesprochen worden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und mit dem Geist unseres Gottes.

    falls wir mal so gehandelt hatten – haben wir diese Dinge dann wirklich hinter uns gelassen?

  4. 1. Korinther 7:10-11

    Den Verheirateten gebe ich Anweisung, doch nicht ich, sondern der Herr, daß eine Frau nicht von ihrem Mann weggehen sollte; 11 doch wenn sie wirklich wegginge, so bleibe sie unverheiratet, oder sonst söhne sie sich mit ihrem Mann wieder aus; und ein Mann sollte seine Frau nicht verlassen.

    denken wir ebenso?

    Handeln wir auch entprechend?

  5. 1. Korinther 7:15-16

    Wenn aber der Ungläubige dann weggeht, so mag er weggehen; ein Bruder oder eine Schwester ist unter solchen Umständen nicht sklavisch gebunden, sondern Gott hat euch zum Frieden berufen. 16 Denn wie weißt du, Frau, daß du [deinen] Mann nicht retten wirst? Oder wie weißt du, Mann, daß du [deine] Frau nicht retten wirst?

    bedeutet das dann: „Wennn dein Partner dich und Jehova verlässt – dann bist du frei“?

    Könnte also ein Bruder, desen Frau ihn und Jehova und die Wahrheit verlässt, wieder neu heiraten? Auch ohne einen Beweis das sie Ehebruch begangen hat?

    Was wäre, wenn sie geht, aber nicht die Scheidung einreicht und einfach so ihr Leben führt, z.B. mit one night stands? Dann kann der Bruder ihr ja die Hurerei nicht nachweisen und ohne Scheidunsgrund hat er ja nicht die Möglichkeit, seinereits die Scheidung anzustreben….

  6. 1. Korinther 5 – 8

    Achtung – hier kommt eine FIKTIVE Geschichte, bitte dies beim Lesen im Sinn behalten!

    1. Korinther 5:1-3

    Tatsächlich wird von Hurerei unter euch berichtet und von einer solchen Hurerei, wie es sie selbst nicht unter den Nationen gibt, daß ein gewisser [Mann] die Frau [seines] Vaters hat. 2 Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht vielmehr getrauert, damit der Mann, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt werde? 3 Ich für meinen Teil habe, obwohl dem Leib nach abwesend, im Geist aber anwesend, den Mann, der auf eine solche Weise gehandelt hat, sicherlich bereits gerichtet, als wäre ich anwesend

    Stellen wir uns bitte mal folgenden fiktiven Fall vor:

    Ein Bruder kommt als Sonderpionier in eine neue Versammlung und gewinnt sofort das Herz einer Schwester im Sturm. Diese Schwester ist bis zu diesem Zeitpunkt seit Jahren glücklich verheiratet und hat mit ihrem Mann mehrere Kinder. Bis zum Auftauchen dieses Bruders war es eine große glückliche Familie. Aber nun rennt die verheiratete Schwester dem Sonderpionier in schamloser Weise hinterher, verläßt nach längerer Zeit und vielen Bemühungen ihres Mannes die eheliche Wohnung mit den Kindern Richtung Frauenhaus und zerstört die Familie. Sie verweigert dem Vater den Kontakt zu den Kindern und als er sich hilfesuchend an die Ältesten wendet, werden ihm alle Vorrechte und Dienstämter entzogen – wohingegen die Schwester auch weiterhin Aufgaben auf der Bühne zugeteilt bekommt.

    Der verlassene Bruder kämpft auch weiterhin um seine Frau und bettelt sie an, doch wieder zu ihm zurück zu kehren und sich an die vielen gemeinsamen glücklichen Jahre zu erinnern – was die Schwester allerdings kalt lässt, denn sie ist total verliebt in den Neuen und hat für nichts anderes mehr einen Kopf.

    Der Bruder leidet sehr darunter, denn er liebt seine Frau und bittet nochmals die Ältesten der gemeinsamen Versammlung ….

  7. 1. Korinther 5:6-13

    [Die Ursache] eures Rühmens ist nicht schön. Wißt ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig die ganze Masse durchsäuert? 7 Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr eine neue Masse seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn Christus, unser Passah, ist tatsächlich geopfert worden. 8 Darum laßt uns das Fest nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Schlechtigkeit und Bosheit begehen, sondern mit ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.

    9 In meinem Brief schrieb ich euch, keinen Umgang mehr mit Hurern zu haben, 10 nicht [in dem Sinne] gänzlich mit den Hurern dieser Welt oder den Habgierigen und Erpressern oder Götzendienern. Sonst müßtet ihr ja aus der Welt hinausgehen. 11 Nun aber schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen. 12 Denn was habe ich damit zu tun, die, die draußen sind, zu richten? Richtet ihr nicht die, die drinnen sind, 13 während Gott die richtet, die draußen sind? „Entfernt den bösen [Menschen] aus eurer Mitte.“

    erinnern wir uns noch an die fiktive Geschichte?

    Wie mag wohl Jehova ùber die Schwester denken, die ihre Gefühle für den neuen Bruder um jeden Preis ausleben wollte – und dies auch über die Jahre getan hat? War sie in SEINEN Augen guter Umgang?

    Wie mag ER über diesen Sonderpionier denken, der die Schwester nicht ausgebremst, sondern in ihren Gefühlen ermuntert hat, obwohl ihr Ehemann ihn in der Zeit, als sie noch bei ihm lebte mehrfach gebeten hat, auf Abstand zu gehen? Auch wenn er nach wie vor Ätester und Sonderpionier geblieben ist, da beide alles abstritten?

    Wie mag ER über die Ältesten der gemeinsamen Versammlung denken, die der gehörnte Ehemann in seiner Verzweiflung um Hilfe gebeten hat und die ihm nicht zugehört und geholfen oder ermuntert haben – sondern ihm sogar noch Steine in den Weg gelegt haben?

    Wie mag ER wohl über das Rechtskommitee denken, das sich mit dem Ehebruch beschäftigen sollte und sich geweigert hat, überhaupt die Beweise anzusehen?

    Wie mag ER über das Rechtskommitee denken, das auf die Lügen und Intrigen der Ehebrecherin hin dem gehörnten Ehemann zuerst die Gemeinschaft entzogen und dann Hausverbot erteilt hat?

    Wie mag ER wohl über die Brüder denken, die diese Frau in den Jahren untertützt haben, „immerhin ist sie ja unsere Schwester“?

    Wie mag ER über die Brüder denken, die später die Heirat der Schwester mit dem Sonderponier unterstützt haben, ihnen eine Ansprache im Saal ermöglicht haben und über diejenigen, die gern auf deren Hochzeit getanzt haben?

    Wiie mag ER über die Eltern des gehörnten Ehemanns denken, die sich peinlichst von ihm und seiner neuen Ehefrau distanziert haben „denn die sind ja ausgeschlossen“ – aber über die Jahre weiterhin Kontakt zu der Ehebrecherin gepflegt haben, „denn immerhin gehört sie mit den Kindern ja zur Familie“?

    Wie mag ER wohl über die Schwester denken, die den gehörnten Bruder auch nach seinem Gemeinschaftsentzug nicht in Stich gelassen hat und daher von ihrem Rechtskommitee den Vorwurf hören musste, sie würde gegen den heiligen Geist sündigen und nunmehr ihrerseits ausgeschlossen wurde – und trotzdem all die Jahre fest zu ihrem Mann gehalten hat?

    Wie mag wohl ER über die Brüder denken, die damals zu ihrer Hochzeit für die beiden völlig überraschend als Trauzeugen erschienen sind und die einzigen Gäste auf diesem „Fest“ waren? Immerhin haben sie ja dagegen verstossen, ‚keinen Umang mit Ausgeschlossenen zu haben‘.

    Wie mag ER wohl über den gehörnten Ehemann und seine neue Frau denken, die Jehova all die Jahre trotz größter Hindernisse und totaler Isolation von den Brüdern und der Versammlung treu geblieben sind?

    Wie mag Jehova über die beiden Ehebrecher denken, denen es gelungen ist, über all die Jahre ein Doppelleben zu führen und nach Außen hin den Anschein zu waren?

    Wie mag Jehova wohl über jede einzelne der beschriebenen Personen denken?

    Wer von ihnen ist wohl in SEINEN Augen derjenige, von dem sich wahre Christen fern halten sollten?

    Können wir uns eventuell vorstellen, dass hier auch das Gleichnis von den Schafen und Böcken greift? Denn sie fragen ja „wann haben wir dir nicht geholfen…?“

    Wie gesagt, war dies nur eine fiktive Geschichte, denn sowas wird ja wohl niemals unter Gottes wahren Anbetern passieren.

    Ich wollte nur mal über diesen Grundsatz mit „Ausschluss“, „keinen Kontakt mit Augeschlossenen pflegen“ und „entfernt den Übeltäter aus eurer Mitte“ näher nachdenken, um es wirklich zu verstehen.

  8. 1. Korinther 7:25-28

    In bezug auf Jungfräuliche nun habe ich keinen Befehl vom Herrn, aber ich äußere meine Meinung als einer, dem vom Herrn Barmherzigkeit erwiesen worden ist, treu zu sein. 26 Deshalb denke ich, daß dies im Hinblick auf die hier bei uns [bestehende] Notlage für einen Menschen gut ist, so zu bleiben, wie er ist. 27 Bist du an eine Frau gebunden? Höre auf, eine Loslösung zu suchen. Bist du von einer Frau gelöst? So höre auf, nach einer Frau zu suchen. 28 Aber auch wenn du heiraten würdest, begingest du keine Sünde. Und wenn ein jungfräulicher [Mensch] heiratete, so würde ein solcher keine Sünde begehen. Indes werden die, die es tun, Drangsal im Fleisch haben. Ich aber schone euch.

    der eindeutige Beweis, dass das Zöllibat kein biblisches Gebot ist und dass es nicht zwingend erforderlich ist, wenn man Jehova von ganzem Herzen und mit ganzer Kraft dienen möchte.

    Also sind solche Geschichten, wie in „Dornenvögel“ und uneheliche Kinder von Priestern nicht in Jehovas Sinne.

    In der katholischen Kirche muss sich der Priester dann zwischen Gott und der Frau entscheiden, was sehr oft sehr schwer fällt, denn wer möchte schon gern Gott ablenen? Leider wird daher oft ein Doppelleben geführt und die Frau und die Kinder sind ihr Leben lang Heimlichkeiten ausgesetzt.

    Etwas, was Jehova garnicht will. Nach diesem Bibeltext steht es einem Mann, der sein Leben in den Dienst Gottes gestellt hat, frei, zu heiraten, wenn er mag.

  9. 1. Korinther 7:29-35

    Übrigens sage ich dies, Brüder: Die verbleibende Zeit ist verkürzt. Fortan seien die, die Ehefrauen haben, so, als ob sie keine hätten, 30 und auch die Weinenden seien wie solche, die nicht weinen, und die sich Freuenden wie solche, die sich nicht freuen, und die Kaufenden wie solche, die nicht besitzen, 31 und die, die von der Welt Gebrauch machen, wie solche, die nicht vollen Gebrauch von ihr machen; denn die Szene dieser Welt wechselt. 32 In der Tat, ich will, daß ihr ohne Sorge seid. Der Unverheiratete ist um die Dinge des Herrn besorgt, wie er dem Herrn wohlgefalle. 33 Der Verheiratete aber ist um die Dinge der Welt besorgt, wie er seiner Frau wohlgefalle, 34 und er ist geteilt. Ferner ist die Unverheiratete und die Jungfrau um die Dinge des Herrn besorgt, damit sie sowohl in ihrem Leib als auch in ihrem Geist heilig sei. Die Verheiratete dagegen ist um die Dinge der Welt besorgt, wie sie ihrem Mann wohlgefalle. 35 Aber ich sage dies um eures persönlichen Vorteils willen, nicht um euch eine Schlinge überzuwerfen, sondern um euch zu dem zu bewegen, was sich schickt, und zu dem, was ständige Dienstbereitschaft für den Herrn bedeutet, ohne sich ablenken zu lassen.

    widerspricht dieserText nicht dem zuvor gesagten?

    1. Korinther 7:36-38

    Wenn aber jemand denkt, er verhalte sich gegenüber seiner Jungfräulichkeit ungehörig, wenn diese über die Blüte der Jugend hinausgeht, und es auf diese Weise geschehen sollte, so tue er, was er will; er sündigt nicht. Sie mögen heiraten. 37 Wenn jemand aber in seinem Herzen feststeht, indem er keine Notwendigkeit empfindet, sondern über seinen eigenen Willen Gewalt hat und diese Entscheidung in seinem eigenen Herzen getroffen hat, seine Jungfräulichkeit zu bewahren, wird er gut tun. 38 Folglich tut auch der gut, der seine Jungfräulichkeit in den Ehestand gibt, wer sie aber nicht in den Ehestand gibt, wird besser tun.

  10. 1. Korinther 9 – 12

    1. Korinther 10:1-11

    Ich will nun nicht, daß ihr unwissend seid, Brüder, daß unsere Vorväter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgingen 2 und alle in Moses getauft wurden durch die Wolke und das Meer; 3 und alle aßen dieselbe geistige Speise, 4 und alle tranken denselben geistigen Trank. Denn sie pflegten aus dem geistigen Felsen zu trinken, der ihnen folgte, und dieser Fels bedeutete den Christus. 5 Dessenungeachtet bekundete Gott gegenüber den meisten von ihnen kein Wohlgefallen, denn sie wurden in der Wildnis niedergestreckt.

    6 Diese Dinge nun sind Vorbilder für uns geworden, damit wir nicht Menschen sind, die schädliche Dinge begehren, so wie jene sie begehrten. 7 Werdet auch nicht Götzendiener wie einige von ihnen, so wie geschrieben steht: „Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um sich zu vergnügen.“ 8 Laßt uns auch nicht Hurerei treiben, wie einige von ihnen Hurerei trieben, so daß an e i n e m Tag [ihrer] dreiundzwanzigtausend fielen. 9 Laßt uns Jehova auch nicht auf die Probe stellen, wie [ihn] einige von ihnen auf die Probe stellten, so daß sie durch die Schlangen umkamen. 10 Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten, so daß sie durch den Vernichter umkamen. 11 Diese Dinge nun widerfuhren ihnen fortgesetzt als Vorbilder, und sie sind zur Warnung für uns geschrieben worden, auf welche die Enden der Systeme der Dinge gekommen sind.

    nehmen wir uns an den Isreliten ein Beispiel?

    Lernen wir daraus, wie sie handelten und wie Jehova darüber dachte?

  11. 1. Korinther 10:20-22

    Nein; sondern ich sage, daß die Dinge, die die Nationen opfern, sie Dämonen opfern und nicht Gott; und ich will nicht, daß ihr Teilhaber mit den Dämonen werdet. 21 Ihr könnt nicht den Becher Jehovas und den Becher der Dämonen trinken; ihr könnt nicht am „Tisch Jehovas“ und am Tisch der Dämonen teilhaben. 22 Oder „reizen wir Jehova zur Eifersucht“? Wir sind doch nicht etwa stärker als er?

    sind wir uns dessen bewusst, dass wir den Dämonen opfern, wenn wir ein Doppelleben führen?

  12. 1. Korinther 10:23-24

    Alle Dinge sind erlaubt; aber nicht alle Dinge sind von Vorteil. Alle Dinge sind erlaubt; aber nicht alle Dinge erbauen. 24 Jeder suche fortwährend nicht seinen eigenen [Vorteil], sondern den des anderen.

    müssen wir alle Grenzen ausreizen?

    Bewegen wir uns öfters in der Grauzone?

    Haben wir schon einmal über unser Verhältnis zu Jehova nachgedacht? Lieben wir ihn so sehr, dass es uns nichts ausmacht, auch mal auf Dinge zu verzichten, die eigentlich nicht in der Bbel verboten werden, die aber unseren Bruder zum Straucheln bringen könnten?

    1. Korinther 10:31-33

    Darum, ob ihr eßt oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Verherrlichung Gottes. 32 Bewahrt euch beständig davor, Juden wie auch Griechen und der Versammlung Gottes Anlaß zum Straucheln zu geben, 33 so wie auch ich allen Menschen in allen Dingen zu Gefallen bin, indem ich nicht meinen eigenen Vorteil suche, sondern den der vielen, damit sie gerettet werden.

  13. 1. Korinther 11:17-19

    Während ich aber diese Anweisungen gebe, lobe ich euch nicht, denn es ist nicht zum Besseren, sondern zum Schlimmeren, daß ihr zusammenkommt. 18 Denn fürs erste höre ich, daß, wenn ihr in einer Versammlung zusammenkommt, Spaltungen unter euch bestehen; und zum Teil glaube ich es. 19 Denn es muß auch Sekten unter euch geben, damit die Bewährten unter euch auch offenbar werden.

    also muss das Unkraut mitten unter dem Weizen wachsen, damit der Weizen offenbar ist?

    Wäre es da nicht besser, wenn es in der Versammlung von vornherein nur Weizen gibt?

  14. 1. Korinther 11:23-29

    Denn ich habe das vom Herrn empfangen, was ich euch auch übermittelt habe, daß der Herr Jesus in der Nacht, in der er überliefert werden sollte, ein Brot nahm, 24 und nachdem er Dank gesagt hatte, brach er es und sprach: „Dies bedeutet meinen Leib, der für euch ist. Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ 25 Ebenso tat er auch in bezug auf den Becher nach dem Abendmahl, indem er sprach: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes. Tut dies immer wieder, sooft ihr ihn trinkt, zur Erinnerung an mich.“ 26 Denn sooft ihr dieses Brot eßt und diesen Becher trinkt, verkündigt ihr immer wieder den Tod des Herrn, bis er gekommen ist.

    27 Wer also in unwürdiger Weise das Brot ißt oder den Becher des Herrn trinkt, wird in bezug auf den Leib und das Blut des Herrn schuldig sein. 28 Zuerst möge sich ein Mensch nach genauer Prüfung als bewährt befinden, und so esse er von dem Brot und trinke aus dem Becher. 29 Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst ein Gericht, wenn er den Leib nicht unterscheidet.

    immer öfter hören wir Berichte, dass Personen von den Symbolen nehmen, die viele Jahre nicht davon genommen haben und zudem noch sehr jung sind. Dies verwirrt viele.

    Ein Beispiel: in der Versammlung, wo ich urprünglich herkomme, nimmt seit einigen Jahren auf einmal eine Schwester um die 40 von den Symbolen. Auf Nachfrage erklärt sie, dass sie bereits seit einigen Jahren das Gefühl habe, zu den Gesalbten zu gehören , diesem Gefühl aber nicht getraut hatte. Nach vielen Jahren und unzähligen Geprächen mit dem Kreisaufseher hat sie nun (2006) den Mut genommen, von den Symbolen zu nehmen.

    Die ganze Versammlung ist hocherfreut, denn dort gab es schon seit vielen Jahren niemand mehr von den Gesalbten.

    Im diesem Jahr (2009) nahm erstmals eine andere Schwester von den Symbolen und das schlug sehr hohe Wellen. Alle machten sich Sorgen um diese Schwester, da Jehova sie verurteilen könne, „da sie ja zu Unrecht davon genommen hatte“.

    Warum freute man sich bei der einen und bekam Panik bei der anderen? Mein Mann, der eine von beiden kennt, stellte verwirrt diese Frage. Immerhin waren bedie Schwestern ungefähr gleich alt und bereits viele viele Jahre in der Wahrheit, bevor sie nun erstmals von den Symbolen nahmen.

    Der einzige Unterschied war, dass die letzte Schwester psychisch krank ist und das bereits seit Jahren. Und so hatten alle Brüder Angst, sie habe aus einer Manie heraus davon genommen.

    Aber wenn Jeova vor 3 Jahren eine Schwester vollig überraschend neu zu den Gesalbten berufen hat, warum sollte er nun nicht auch diese andere Schwester berufen haben? Nur weil sie psychisch krank ist?

    Bei der gesunden Schwester hatte niemand Zweifel an ihrer Berufung, bei der Kranken glaubt niemand, dass sie berufen sein könne. Dabei war die erste Schwester über all die Jahre kaum aus der Masse der Brüder heraus geragt, ausser dass ihre Kommentare im Laufe der Jahre immer mehr von tiefer Liebe und Wertschätzung für Jehova zeugten. Aber das sollte in meinen Augen bei jedem wahren Christen der Falll sein!

    Im Gegenzug dazu hat die kranke Schwester ihr ganzes Leben nur in den Dienst für Jehova gestellt. Bereits in sehr jungen Jahren wurde sie allgemeiner Pionier und sie ging aus ihrem behüteten Elternhaus fort, um einer fremdsprachigen Versammlung zu dienen. Sie ist bis heute unverheiratet geblieben, da es immer ihr Traum gewesen ist, Jehova einmal als Missionar zu dienen und sie hat leider keinen Mann gefunden, der diesen Traum mit ihr teilt. Heute ist sie selbst zu krank für diesen Traum und daher käme nunmehr sie nicht mehr in Frage für den Bruder, nach dem sie immer gesucht hatte.

    Bis zum ersten Auftreten ihrer Krankheit – sie ist manisch/depresiv – hat sie Jehova als allgemeiner Pionier gedient und sie hat dieses Ziel über all die Jahre im Auge behalten, obwohl es zahlreiche Rückschläge in die Krankheit gab. Egal, wie schlecht es ihr im Laufe der Jahre auch ging, sie war niemals untätig, sondern hat immer gepredigt und auch Bibelstudien geführt. Sobald es ihr besser geht, geht sie jeweils vermehrt in den Dienst und sie hat es im Laufe der Jahre mehrfach geschafft, den Hipi durchzuführen!

    Sollte etwa ihre Erkrankung der Grund sein, warum Jehova sie nicht zu den Gesalbten berufen würde? Das glaube ich auf gar keinen Fall!

    Warum nicht?

    Erinnern wir uns noch an den Grund für Hiobs Kranheit? Wer sie ihm beschert hat und aus welchem Grund?

    Dieser Fall liegt wohl sehr ähnlich! Und das kann ich auch belegen. Ähnlich wie Hiob war sie dem Satan ein Dorn im Auge, da sie sich durch nichts und niemand von der wahren Anbetung und von Gottes Auftrag hat abbringen lassen. Also musste der Widersacher sich etwas einfallen lassen.

    Also schickte er ihr einen Mann über den Weg, dem sie nicht aus dem Weg gehen konnte, denn er war ihr Chef und sie musste ihn täglich sehen. Dieser Mann wolte sie unbedingt besitzen, nicht aus Liebe, sondern vielmehr als so eine Art Sport. Das war ihr schon bewusst. Aber er zog sämtliche Register und nach langer Zeit hatte er es geschafft, dass ihr Herz fùr ihn schlug, was sie auf jeden Fall verhindern wollte. Dieser innere Konfllkt hat dann Ende 1991 dazu gefùhrt, dass sie innerlich zerbrochen ist und der innere Konflikt sich mit einer Manie Raum verschaffte. Diese Schwester hat desem Mann und ihren Gefühlen für ihn widerstanden und hat dafür bezahlt, indem sie seither krank und arbeitsunfahig ist.

    Also wäre es vorstellbar, dass ihre Krankheit ein Hinderungsgrund ist, von Jehova zu himmlischem Leben berufen zu werden?

    Diese Schwester, die so taper nd mutig Jehova immer noch mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft mit Freuden dient – trotz der vielen Hindernisse, die der Widersacher ihr in den Weg gelegt hat – ist übrigens meine geistige Mama!

    Leider kann es sich scheinbar keiner in der Versammlung vorstelllen, dass sie eventuell wirklich gesalbt worden ist und so machen sie sich alle Sorgen um sie, da ja Jehova ein hartes Urteil über die spricht, die unberechtigt von den Symbolen nehmen.

    Ich mache mir in dieser Hinsicht überhaupt keine Sorgen um sie.

    Zum einen hört man immer wieder, dass heute neue junge Brüder berufen werden, ich kann mir gut vorstellen, dass Jehova so eine liebe, tapere und treue Schwester unter denen im Himmel haben will – und falls sie wirklich in einer Manie unberechtigt von den Symbolen genommen haben sollte, wird Jehova sie niemals dafür verurteilen.

    Aber wir sehen, dass dieses „von den Symbolen nehmen“ eine ernste Angelegenheit ist, die wir nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

  15. 1. Korinther 13 – 16

    1. Korinther 13:1-3

    Wenn ich mit Menschen- und Engelszungen rede, aber nicht Liebe habe, bin ich ein tönendes [Stück] Erz oder eine schallende Zimbel geworden. 2 Und wenn ich die Gabe des Prophezeiens habe und mit allen heiligen Geheimnissen und aller Erkenntnis vertraut bin und wenn ich allen Glauben habe, um Berge zu versetzen, aber nicht Liebe habe, so bin ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe austeile, um andere zu speisen, und wenn ich meinen Leib hingebe, um mich zu rühmen, aber nicht Liebe habe, so nützt es mir nichts.

    na sowas: wenn ich für andere sterbe, aber der Beweggrund nicht die Liebe ist – dann nutzt es mir nichts?

    Hört sich auf dem ersten Blick sehr hart an!

    Deckt sich aber damit, wie wichtig die richtige Herzenseinstellung und unsere Motivation bei der wahren Anbetung sind.

    Würde das dann auch bedeuten:: „wenn ich Jehova nur aus Angst vor Strafe diene, oder weil es unerlässlich ist, um ein Ticket ins Paradies zu bekommen – so ist es in Jehovas Augen wertlos“?

    Ist nicht Gehorsam an sich ganz ganz wichtig für die wahre Anbetung?

    Dieser Text hier zeigt aber auch, was Jesus über das wichtigste Gebot im GESETZ sagte und worin sich das GESETZ erfüllt.

    Erinnern wir uns?

  16. 1. Korinther 13:4-8

    Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf, 5 benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, läßt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an. 6 Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit. 7 Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles.

    8 Die Liebe versagt nie.

    wir kennen diesen Vers sicherlich bereits auswendig, aber haben wir auch schon mal näher über seine Bedeutung nachgedacht?

    Worin kann ich mich noch verbessern??

    Wo hapert es noch bei mir?

  17. 1. Korinther 13:11-13

    Als ich ein Unmündiger war, pflegte ich wie ein Unmündiger zu reden, wie ein Unmündiger zu denken, wie ein Unmündiger zu überlegen; nun aber, da ich ein Mann geworden bin, habe ich die [Merkmale] eines Unmündigen abgelegt. 12 Denn jetzt sehen wir mit Hilfe eines metallenen Spiegels in verschwommenen Umrissen, dann aber wird es von Angesicht zu Angesicht sein. Jetzt erkenne ich teilweise, dann aber werde ich genau erkennen, so wie ich genau erkannt worden bin. 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.

    habe ich Fortschritte in der Wahrheit gemacht – oder bin ich in geistiger Hinsicht immer noch unmündig?

    Habe ich mein Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch geschult?

    Lese ich auch weiterhin täglich in der Bibel und studiere ich persönlich – oder bin ich der Ansicht „nun, wo ich getauft bin, weiss ich schon alles“?

    Arbeite ich auch weiterhin täglich an meiner christlichen Persönlichkeit?

    Können andere erkennen, dass ich auch weiterhin an geistiger Reife zunehme?

  18. 1. Korinther 14:27-28

    Und wenn jemand in einer Zunge redet, so laßt dies auf höchstens zwei oder drei beschränkt sein, und [das] nacheinander; und jemand möge übersetzen. 28 Ist aber kein Übersetzer da, so schweige er in der Versammlung und rede zu sich selbst und zu Gott.

    habe ich immer noch micht verstanden: worin genau liegt der Sinn von Zungenreden?

  19. Höhepunkte zu dem 1. Brief an die Korinther

    DIE Christenversammlung in Korinth macht dem Apostel Paulus ernstlich Sorgen. Er hat gehört, dass es dort Streitigkeiten gibt. Unmoral wird toleriert. Außerdem haben die Brüder wegen bestimmter Angelegenheiten bei Paulus schriftlich nachgefragt. Als sich Paulus um das Jahr 55 u. Z. während seiner dritten Missionsreise in Ephesus aufhält, schreibt er den ersten von zwei Briefen an die Korinther.

    Der zweite Brief, der wohl nur wenige Monate nach dem ersten geschrieben wurde, ist praktisch eine Fortsetzung. Sowohl die Situation innerhalb als auch außerhalb der Versammlung im damaligen Korinth weist viele Parallelen zur heutigen Zeit auf. Deshalb ist das, was in den beiden Briefen steht, für uns ausgesprochen wertvoll (Heb. 4:12).

    „Bleibt wach, steht fest, werdet stark!“
    (1. Kor. 1:1—16:24)

    Paulus legt den Korinthern eindringlich nahe, dass sie ‘alle übereinstimmend reden’ (1. Kor. 1:10). Christen können gottgefällige Eigenschaften nur auf einer einzigen Grundlage ausbilden: Jesus Christus (1. Kor. 3:11-13). Paulus erwähnt einen Hurer, der sich in der Versammlung befindet, und sagt: „Entfernt den bösen Menschen aus eurer Mitte“ (1. Kor. 5:13). „Der Leib . . . ist nicht für Hurerei da“, so Paulus, „sondern für den Herrn“ (1. Kor. 6:13).

    Jetzt geht Paulus auf die Angelegenheiten ein, ‘über die sie geschrieben haben’, und gibt Verheirateten und Unverheirateten praktischen Rat (1. Kor. 7:1). Nachdem er sich über das biblische Leitungsprinzip, die Ordnung in den Zusammenkünften und die Gewissheit der Auferstehung geäußert hat, rät er dringend: „Bleibt wach, steht fest im Glauben, benehmt euch wie Männer, werdet stark“ (1. Kor. 16:13).

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:21 — Macht Jehova tatsächlich von „Torheit“ Gebrauch, um gläubige Menschen zu retten?
    Nein, das tut er nicht. Da allerdings „die Welt durch ihre Weisheit Gott nicht kennengelernt hat“, erscheint ihr die Art und Weise, wie Jehova Menschen rettet, als Torheit (Joh. 17:25).

    5:5 — Was ist damit gemeint, den bösen Menschen ‘zur Vernichtung des Fleisches dem Satan zu übergeben, damit der Geist gerettet werde’?
    Wenn jemandem, der schwerwiegende Sünden nicht bereut, die Gemeinschaft der Versammlung entzogen wird, gehört er wieder zur bösen Welt Satans (1. Joh. 5:19). In diesem Sinn wird er dem Satan übergeben. Der Ausschluss eines solchen Menschen bewirkt, dass sein verderblicher fleischlicher Einfluss auf die Versammlung „vernichtet“ oder ausgeschaltet wird und der Geist, das heißt die gute Grundhaltung der Versammlung, bewahrt bleibt (2. Tim. 4:22).

    7:33, 34 — Was ist mit den „Dingen der Welt“ gemeint, um die man als Ehemann oder als Ehefrau besorgt ist?
    Paulus bezieht sich auf die alltäglichen Angelegenheiten, um die man sich als Verheirateter kümmern muss. Dazu zählen Ernährung, Kleidung und Wohnung, nicht aber die schlechten Dinge der Welt, denen man als Christ ja bewusst ausweicht (1. Joh. 2:15-17).

    11:26 — Wie oft sollte des Todes Jesu gedacht werden und bis wann?
    Paulus sagte nicht, dass des Todes Jesu oft gedacht werden sollte. Das griechische Wort für „sooft“ bedeutet „wann immer“ oder „jedes Mal, wenn“. Somit sprach Paulus davon, dass geistgesalbte Christen jedes Mal, wenn sie von den Symbolen nehmen, und zwar einmal jährlich am 14. Nisan, ‘den Tod des Herrn verkündigen’. Das tun sie, „bis er gekommen ist“, sprich, bis Jesus sie auferweckt und in den Himmel aufnimmt (1. Thes. 4:14-17).

    13:13 — Wieso ist Liebe größer als Glaube und Hoffnung?
    Wenn die „erhofften Dinge“ wahr werden und aus der „gesicherten Erwartung“ Realität wird, hören bestimmte Aspekte des Glaubens und der Hoffnung auf zu bestehen (Heb. 11:1). Liebe dagegen bleibt für immer und ist daher größer als Glaube und Hoffnung.

    15:29 — Was bedeutet es, ‘getauft zu werden, um Tote zu sein’?
    Einige Bibelübersetzungen geben diesen Vers so wieder, als ob Paulus sagen wollte, dass lebende Personen sich stellvertretend für ungetaufte Verstorbene taufen lassen könnten. Paulus spricht hier aber vom „Eintauchen“ geistgesalbter Christen in einen neuen Lebensweg: Bis zu ihrem Tod würden sie auf diesem Weg ihre Lauterkeit bewahren und anschließend zu geistigem Leben auferweckt werden.

    Lehren für uns:

    1:26-31; 3:3-9; 4:7. Wenn wir uns einfach in Jehova rühmen, nicht in uns selbst, kommt das der Einheit in der Versammlung sehr zugute.

    2:3-5. Da Korinth eine Hochburg griechischer Geisteswissenschaften war, hatte Paulus beim Predigen vielleicht Bedenken, ob es ihm gelingen würde, seine Zuhörer zu überzeugen. Doch ließ er nicht zu, dass ihn irgendwelche Schwächen oder Ängste von seinem Dienst abhielten, der ihm von Gott übertragen worden war. Genauso dürfen wir uns durch Umstände, die für uns ungewohnt sind, nicht davon zurückhalten lassen, die gute Botschaft von Gottes Königreich zu verkündigen. Wie Paulus können wir zuversichtlich bei Jehova Hilfe suchen.

    2:16. „Christi Sinn“ zu haben bedeutet: mit Jesu Denkart vertraut zu sein, so zu denken wie er, seine Persönlichkeit durch und durch zu kennen und sich an ihm ein Beispiel zu nehmen (1. Pet. 2:21; 4:1). Es ist überaus wichtig, uns gründlich mit Jesu Leben und Dienst zu beschäftigen!

    3:10-15; 4:17. Wir sollten analysieren, wie wir lehren und Jünger machen, und uns um Verbesserungen bemühen (Mat. 28:19, 20). Wenn wir keine guten Lehrer sind, könnte es sein, dass Menschen, mit denen wir die Bibel studieren, Glaubenserprobungen nicht überstehen und wir einen schmerzlichen Verlust erleiden; es wäre dann so, als würden wir „wie durch Feuer“ gerettet.

    6:18. ‘Vor der Hurerei zu fliehen’ bedeutet nicht nur Handlungen, die unter den Begriff pornéia fallen, peinlich zu meiden, sondern auch Pornografie, sittliche Unreinheit, sexuelle Fantasien und Flirten — also alles, was zu Hurerei führen kann (Mat. 5:28; Jak. 3:17).

    7:29. Wer verheiratet ist, muss aufpassen, nicht so sehr in seiner Ehe aufzugehen, dass die Königreichsinteressen an zweiter Stelle rangieren.

    10:8-11. Als die Israeliten gegen Moses und Aaron murrten, kränkte das Jehova sehr. Wir dürfen es daher klugerweise nie so weit kommen lassen, dass wir gewohnheitsmäßig nörgeln.

    16:2. Wir können das Königreichswerk regelmäßig finanziell unterstützen, wenn wir im Voraus planen und dabei systematisch vorgehen.

  20. „Tut alles zur Verherrlichung Gottes“
    Höhepunkte aus 1. Korinther

    DIE Verherrlichung Jehovas ist für alle, die ihn „mit Geist und Wahrheit“ anbeten, von größter Bedeutung (Johannes 4:23, 24). Der Apostel Paulus schrieb daher an seine Glaubensbrüder im alten Korinth: „Ob ihr eßt oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Verherrlichung Gottes“ (1. Korinther 10:31). Voraussetzung dafür ist, daß wir Jehovas Weg zur Lösung der Probleme annehmen, die uns die materialistische, unsittliche, von der falschen Religion durchdrungene Welt bereiten mag.

    Die Christen in Korinth bedurften der göttlichen Hilfe bei der Lösung ihrer Probleme, denn sie lebten in einer reichen, lasterhaften Stadt, in der die falsche Religion dominierte. Das auf der Landbrücke zwischen dem griechischen Festland und dem Peloponnes gelegene Korinth war die Hauptstadt der römischen Provinz Achaia und hatte schätzungsweise 400 000 Einwohner. Die dortige Christenversammlung war um das Jahr 50 u. Z. von Paulus gegründet worden (Apostelgeschichte 18:1-11).

    Fragen in bezug auf die Ehe und das Essen von Fleisch, das Götzen geopfert worden war, hatten die Korinther veranlaßt, an Paulus zu schreiben (7:1). Dieser war betrübt wegen der Spaltungen und wegen eines Falls von schwerer Unsittlichkeit in ihrer Mitte. Sie benötigten Rat bezüglich der richtigen Durchführung des Abendmahls des Herrn. Es drohte sogar Abtrünnigkeit, und auch was die Liebe in der Versammlung betraf, brauchten sie Rat. Deshalb schrieb Paulus um 55 u. Z. von Ephesus aus seinen ersten inspirierten Brief an die Korinther. Sein Inhalt ist aber auch für uns von Nutzen.

    Einheit und sittliche Reinheit unerläßlich

    Wer „alles zur Verherrlichung Gottes“ tut, wird niemandem nachfolgen, der in der Versammlung Spaltungen herbeizuführen sucht — was eines der Probleme unter den Korinthern war (1:1 bis 4:21). Paulus ermahnte sie, ‘übereinstimmend zu reden und in demselben Sinn und in demselben Gedankengang fest vereint zu sein’. Wenn wir diesen Rat befolgen und gottgefällige Eigenschaften entwickeln, wird Einheit herrschen. Statt uns sündiger Menschen zu rühmen, sollten wir uns vergegenwärtigen, daß, wenn wir auch in geistiger Hinsicht ‘pflanzen und begießen, Gott es ist, der es wachsen läßt’. Jene Korinther, die sich rühmten, besaßen nichts, was sie nicht empfangen hatten; wir sollten uns also niemals für besser halten als unsere Glaubensbrüder. Ein Geist der Demut wird uns helfen, die Einheit zu fördern.

    Einheit herrscht auch, wenn ernannte Älteste die Versammlung in geistiger Hinsicht rein erhalten (5:1 bis 6:20). Da „ein wenig Sauerteig die ganze Masse durchsäuert“, muß reuelosen Hurern, Habgierigen, Götzendienern, Schmähern, Trunkenbolden und Erpressern die Gemeinschaft entzogen werden. Sittliche Unreinheit, durch die Gottes Tempel beschmutzt wird, darf unter Gottes Volk nicht geduldet werden. Statt dessen muß es das tun, was zur Verherrlichung Gottes gereicht.

    Auf andere Rücksicht nehmen

    „Alles zur Verherrlichung Gottes“ zu tun erfordert, den Rat anzunehmen, den Paulus bezüglich der Ehe und des Ledigseins gab (7:1-40). Verheiratete müssen ihren ehelichen Pflichten rücksichtsvoll nachkommen. Ein verheirateter Christ sollte sich nicht von einem ungläubigen Ehepartner trennen, denn dadurch, daß er bei ihm bleibt, kann er ihm möglicherweise helfen, Rettung zu erlangen. Die Ehelosigkeit kann für jemanden von Vorteil sein, der anderen in geistiger Hinsicht behilflich sein möchte, da er dem Herrn ohne Ablenkung dienen kann, wohingegen die Ehe vermehrte Sorgen mit sich bringt.

    Jeder Christ, ob ledig oder verheiratet, ist verpflichtet, auf das geistige Wohl anderer Rücksicht zu nehmen (8:1 bis 10:33). Den Korinthern wurde geraten, andere nicht dadurch zum Straucheln zu bringen, daß sie Speisen aßen, die Götzen geopfert worden waren. Um niemanden daran zu hindern, die gute Botschaft anzunehmen, hatte Paulus nicht einmal von seinem Recht Gebrauch gemacht, eine materielle Unterstützung entgegenzunehmen. Er ‘zerschlug seinen Leib, damit er sich nicht, nachdem er anderen gepredigt hatte, selbst irgendwie als unbewährt erwies’. Uns das vor Augen zu halten, was dem sündigen Israel in der Wildnis widerfuhr, wird uns von Götzendienst und Unrechttun abhalten. Wenn wir „alles zur Verherrlichung Gottes“ tun, werden wir niemanden zum Straucheln bringen.

    Respekt bekunden und die Ordnung bewahren

    „Alles zur Verherrlichung Gottes“ zu tun schließt des weiteren ein, angemessenen Respekt zu bekunden (11:1-34). Im ersten Jahrhundert zeigte eine Christin durch das Tragen einer Kopfbedeckung beim Beten oder Prophezeien in der Versammlung, daß sie die Leitung durch ein Haupt respektierte. Solchen Respekt bekunden gottergebene Frauen auch heute. Außerdem müssen wir alle Achtung vor dem Abendmahl des Herrn haben, um nicht wie die Korinther zurechtgewiesen zu werden.

    Auch ein ordentlicher Ablauf unserer Zusammenkünfte muß gewährleistet sein, damit wir „alles zur Verherrlichung Gottes“ tun (12:1 bis 14:40). Wenn die Christen des ersten Jahrhunderts zusammenkamen, wurden Gaben des Geistes wie das Zungenreden respektvoll und mit Wertschätzung für ihren Ursprung und ihren Zweck gebraucht. Wir verfügen zwar nicht mehr über diese Gaben, verherrlichen Gott aber dadurch, daß wir Liebe bekunden, die diese Gaben noch übertrifft. Desgleichen verherrlichen wir Jehova, weil unsere Zusammenkünfte gut organisiert sind, und wir befolgen respektvoll den Rat des Paulus: „Laßt . . . alle Dinge anständig und nach Anordnung geschehen.“

    Damit wir „alles zur Verherrlichung Gottes“ tun, müssen wir die biblischen Lehren anerkennen und geistig feststehen (15:1 bis 16:24). Möglicherweise unter dem Einfluß griechischer Philosophie behaupteten einige in der Versammlung Korinth, „es gebe keine Auferstehung der Toten“. (Vergleiche Apostelgeschichte 17:18, 32.) Vielleicht vertraten sie die Ansicht Abtrünniger, es gebe keine künftige Auferstehung, sondern die derzeit lebenden Christen hätten eine symbolische, geistige Auferstehung erfahren (2. Timotheus 2:16-18). Paulus trat für die wahre Hoffnung ein, indem er auf die Auferstehung Jesu verwies, und er zeigte, daß gesalbte Christen sterben müssen, um zu unvergänglichem Leben im Himmel auferweckt zu werden. Auch in anderer Hinsicht helfen uns seine Ausführungen, uns vor Abtrünnigkeit zu hüten und ‘im Glauben festzustehen’.

    Immer alles zur Verherrlichung Gottes tun

    Der Rat, den Paulus in 1. Korinther gibt, ist in unserer Zeit ebenso nützlich wie im ersten Jahrhundert u. Z. Die heutigen Zeugen Jehovas werden dadurch angespornt, als reines Volk Gott in Einheit zu dienen. Die Worte des Apostels sollten uns veranlassen, auf andere Rücksicht zu nehmen und angemessenen Respekt zu bekunden. Das, was Paulus sagte, kann uns des weiteren darin bestärken, uns der Abtrünnigkeit zu widersetzen und fest für den wahren Glauben einzustehen.

    Es ist zweifellos der Herzenswunsch jedes treuen Dieners Jehovas, ihn zu lobpreisen, sein Königreich bekanntzumachen und seinen heiligen Namen zu verherrlichen (Psalm 145:1, 2, 10-13). Ja, der erste Brief des Paulus an die Korinther hilft uns, „alles zur Verherrlichung Gottes“ zu tun.

    [Kasten/Bild auf Seite 24, 25]
    Zum Sterben bestimmt
    Paulus spielte in seinen Briefen an die Korinther mehrfach auf den Tod in der Arena an. Er schrieb beispielsweise: „Mir scheint, daß Gott uns, die Apostel, zuletzt zur Schau gestellt hat als zum Tod bestimmte Menschen, denn wir sind ein Schauspiel geworden für die Welt und für Engel und Menschen“ (1. Korinther 4:9). Paulus mag an die Zurschaustellung von bestiarii (Männer, die mit wilden Tieren kämpften) und Gladiatoren (Männer, die gegeneinander kämpften) gedacht haben. Einige kämpften für Lohn; Verbrecher wurden dagegen zum Kampf gezwungen. Diesen Gefangenen wurde anfangs der Gebrauch von Waffen gestattet, später wurden sie jedoch unbekleidet in die Arena getrieben. Sie waren wehrlos und zum Sterben bestimmt.

    Die Apostel glichen diesen zum Tod Bestimmten, die im Finale eines solchen blutigen Schauspiels auftraten, aber bei ihnen waren „Engel und Menschen“ (nicht nur die Menschen„welt“) Zuschauer. Paulus erwähnte, daß er „in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft“ habe, wobei allerdings von einigen bezweifelt wird, daß man einem römischen Bürger eine solche Strafe auferlegte, und meinen, er hätte damit auf Gegner angespielt, die wilden Tieren glichen (1. Korinther 15:32). Doch die Bemerkung des Paulus, Gott habe ihn im Bezirk Asien (wo Ephesus lag) „von etwas so Großem wie dem Tod“ befreit, paßt besser auf ein Erlebnis mit echten wilden Tieren in einer Arena als auf den Widerstand von Menschen (2. Korinther 1:8-10; 11:23; Apostelgeschichte 19:23-41).

    [Kasten/Bild auf Seite 25]
    Den Preis vor Augen haben:

    Paulus nahm auf einige Merkmale der griechischen Sportwettkämpfe des Altertums Bezug, um wichtige Gedanken zu veranschaulichen (1. Korinther 9:24-27). Bei Wettkämpfen wie den Isthmischen Spielen, die alle zwei Jahre in der Nähe von Korinth abgehalten wurden, standen Laufen, Boxkampf und andere Sportarten auf dem Programm. Die Läufer und die Boxkämpfer mußten während der Vorbereitung auf die Wettkämpfe Selbstbeherrschung üben, durften nur gesunde Magerkost zu sich nehmen und zehn Monate lang keinen Wein trinken. Statt nach einem vergänglichen Pinien- oder Efeukranz, den die Sieger bei den Isthmischen Spielen erhielten, strebt ein gesalbter Christ nach der unvergänglichen Krone des nie endenden Lebens. Um diesen Preis zu gewinnen, muß er sein Auge fest darauf gerichtet halten und Selbstbeherrschung üben. Derselbe Grundsatz trifft auf alle Zeugen Jehovas zu, denen ewiges Leben auf der Erde in Aussicht steht.

  21. 1. Korinther 1 – 4

    1. Korinther 3:18-20

    Niemand verführe sich selbst: Wenn jemand unter euch denkt, er sei in diesem System der Dinge weise, so werde er ein Tor, damit er weise werde. 19 Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott; denn es steht geschrieben: „Er fängt die Weisen in ihrer eigenen List.“ 20 Und wiederum: „Jehova weiß, daß die Überlegungen der Weisen nichtig sind.“

    1. Korinther 4:3-5

    Für mich nun ist es etwas sehr Geringfügiges, daß ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtshof beurteilt werde. Ja, ich beurteile mich auch selbst nicht. 4 Denn mir ist nichts bewußt, was gegen mich [spräche]. Doch dadurch werde ich nicht als gerecht befunden, der mich aber beurteilt, ist Jehova. 5 Richtet somit nichts vor der gegebenen Zeit, bis der Herr kommt, der sowohl die verborgenen Dinge der Finsternis ans Licht bringen als auch die Ratschläge der Herzen offenbar machen wird, und dann wird jedem sein Lob von Gott zukommen.

    wie beurteilt Jehova wohl mich und meine Familie?

    Stimmt wohl SEIN Urteil mit dem unserer Mitmenschen oder mit dem weltlicher Gerichte überein?

    Wer müsste wohl hier sein Urteil revidieren?

    Wenn dem so ist, kann es uns dann nicht egal sein, wie Menschen uns beurteilen, wenn wir SEIN Wohlgefallen haben?

    Bedeutet das dann automatisch, dass es uns nicht schmerzt, wenn Menschen uns falsch beurteilen oder verurteilen?

    Wir können auf jeden Fall unseren inneren Frieden bewahren, in dem Bewußtsein, dass wir Jehova wohlgefallen, ganz egal, wie Menschen über uns denken!

  22. 1. Korinther 4:9-13

    Denn mir scheint, daß Gott uns, die Apostel, zuletzt zur Schau gestellt hat als zum Tod bestimmte Menschen, denn wir sind ein Schauspiel geworden für die Welt und für Engel und Menschen. 10 Wir sind Toren um Christi willen, ihr aber seid verständig in Christus; wir sind schwach, ihr aber seid stark; ihr steht in gutem Ruf, wir aber sind in Unehre. 11 Bis gerade zu dieser Stunde leiden wir fortgesetzt Hunger und auch Durst und sind dürftig bekleidet und werden umhergestoßen und haben kein Heim 12 und mühen uns ab, indem wir mit unseren eigenen Händen arbeiten. Wenn beschimpft, segnen wir; wenn verfolgt, halten wir stand; 13 wenn verunglimpft, flehen wir; wir sind wie der Kehricht der Welt geworden, der Abschaum aller Dinge, bis jetzt.

    können wir es ertragen, dass diese Worte auf uns zutreffen – oder tun wir alles, um dies zu umgehen?

  23. 1. Korinther 11:27

    Wer also in unwürdiger Weise das Brot ißt oder den Becher des Herrn trinkt, wird in bezug auf den Leib und das Blut des Herrn schuldig sein.

    Wie konnte man in unwürdiger Weise von den Symbolen nehmen?

    Heute meinen wir dabei, dass jemand davon nimmt, der überhaupt nicht gesalbt ist. Aber damals redete Paulus ja zu den ersten Christen – die ja alle gesalbt waren.

    Wie also konnten diese in unwürdiger Weise davon nehmen?

    *** w70 15. 9. S. 576 Fragen von Lesern ***

    Jemand mag in der Vergangenheit die Symbole bei der Feier des Abendmahls des Herrn in aller Aufrichtigkeit zu sich genommen haben, hat aber später erkannt, daß er nicht zum „Überrest“ gehört hat, sondern ein Glied der ‘großen Volksmenge’ ist. Wird er dadurch schuldig, die Symbole so „in unwürdiger Weise“ zu sich genommen zu haben, wie es die Worte des Paulus in 1. Korinther 11:27-34 bedeuten? Nein, das ist nicht der Fall, wenn er die Bedeutung dieser Symbole nicht absichtlich mißachtet hat.

    Aus dem Zusammenhang geht hervor, daß Paulus, als er von dem Gericht sprach, das sich jemand zuziehen würde, wenn er die Symbole in unwürdiger Weise zu sich nähme, von Personen sprach, die das Mahl nur als Teil ihres normalen Abendessens betrachteten und von denen sich einige dabei sogar betranken. Sie bekundeten Mißachtung und setzten daher den Wert des Leibes und Blutes des Herrn Jesus Christus herab. (1. Kor. 11:20-22, 33, 34)

    Gewiß versuchten diejenigen, die in ihrem Irrtum unter einem falschen Eindruck, aber mit aller nötigen Wertschätzung die Symbole zu sich nahmen, so etwas nicht. Man bedenke, daß Paulus an ‘Geheiligte zu Heiligen Berufene’, schrieb, also an Christen, die verpflichtet waren, des Herrn Abendmahl zur Erinnerung an ihn zu feiern und die Symbole dieses Mahls zu sich zu nehmen. (1. Kor. 1:2)

    Hier dann auch die Antwort auf meine Frage vom letzten Jahr: würde Jehova meine geistige Mama verurteilen, nur weil sie eventuell unter einer Manie von den Symbolen genommen hat, obwohl er sie nicht wirklich berufen hätte?

    Daraus folgt logischerweise ebenfalls, daß sich irgend jemand, der absichtlich vorgibt, zum „Überrest“ zu gehören, und unaufrichtig, heuchlerisch, von den Symbolen nimmt, Gottes Mißfallen zuziehen würde. Man sollte also gewiß zuerst sein Herz erforschen und der Heiligen Schrift ernsthaft Beachtung schenken, bevor man die Symbole zu sich nimmt. Man sollte sehr vorsichtig und völlig überzeugt sein, bevor man sie zu sich nimmt.

    Nein!

    Er würde sie nicht verurteilen.

    Wobei ich immer noch der Überzeugung bin, dass es durchaus möglich sein kann, dass sie wirklich zu himmlischen Leben berufen worden ist

  24. Worin genau liegt der Sinn vom Zungenreden?

    *** g87 8. 4. S. 22-23 Zungenreden — Von Gott? ***

    Warum in Zungen reden?

    Es war zu Pfingsten des Jahres 33 u. Z. Ein Wechsel stand bevor. Der alte jüdische Gesetzesbund sollte durch einen neuen Bund ersetzt werden. Aus welchem Grund? Es sollte eine vorzüglichere Möglichkeit eröffnet werden, Jehova Gott anzubeten. Woran war zu erkennen, daß dieser Wechsel in der Anbetung den Segen Gottes hatte? Gott bediente sich einer Fülle übernatürlicher Ereignisse — das Zungenreden eingeschlossen —, um das Herz gerecht gesinnter Menschen anzusprechen. Sie würden erkennen, daß der allmächtige Gott ihrer Vorväter jetzt tatsächlich seine Anerkennung auf Jesu Jünger übertragen hatte.

    Die Gabe des Zungenredens erfüllte zu Pfingsten noch einen weiteren Zweck. In den Tagen Jesu gab es weder Druckschriften noch Rundfunk. Im allgemeinen besaß der einzelne keine schriftlichen Aufzeichnungen. Folglich mußten die Gläubigen die gute Botschaft, die von Gottes Willen und Gottes Vorsatz handelte, mündlich übermitteln. Anläßlich des Pfingstfestes waren aus über einem Dutzend Ländern — aus Afrika, Asien und Europa — Anbeter Jehovas, die verschiedene Sprachen sprachen, nach Jerusalem gekommen. Auch ungefähr 120 Jünger Jesu hatten sich in Jerusalem versammelt. Durch den heiligen Geist befähigt, fingen die Jünger an, in verschiedenen Zungen zu reden. Welch eine besondere Botschaft die Menge von Anbetern hören durfte! Sie konnten die Jünger ‘in ihren Zungen über die großen Dinge Gottes reden hören’ (Apostelgeschichte 2:5-11).

    Wie wirkte sich dieses Wunder aus? Dreitausend wurden an jenem Tag gläubig! (Apostelgeschichte 2:41). Als die Neubekehrten in ihre ferne Heimat zurückkehrten, legten sie „bis zum entferntesten Teil der Erde“ von der wahren Anbetung Jehovas Zeugnis ab (Apostelgeschichte 1:8).

    Nur etwas mehr als zwei Jahrzehnte später brachte Paulus zur Sprache, daß das Zungenreden schließlich aufhören werde (1. Korinther 13:8). Warum wäre dies vernünftig? Die Wunder zu Pfingsten hatten ihren Zweck — die Bestätigung des frühen Christentums — erfüllt und erübrigten sich.

    Aus ähnlicher Sicht kann das betrachtet werden, was sich über 1 500 Jahre zuvor am Berg Sinai ereignete. Dort verursachte Gott eindrucksvolle übernatürliche Zeichen, um dem versammelten Volk einzuprägen, daß der Gesetzesbund göttlichen Ursprungs war. Sobald das Volk dieser neuen Vereinbarung zugestimmt hatte, waren die Zeichen nicht mehr zu sehen (2. Mose 19:16-19).

    ok, hier wird gesagt, dass es ja genutzt wurde, damit die Besucher Jerusalems alle die Gute Botschaft in ihrer Sprache hören konnten und da die Anwesenden Christen ja nicht jeder Sprache mächtig sein konnten…

    Aber weiter hinten in 1. Korinther habe ich dann gelesen, dass sie ja nicht nur in anderen Sprachen, sondern unverständig redeten, so dass immer noch ein Übersetzer anwesend sein sollte

    1. Korinther 14:26-28

    Was ist also zu tun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, hat einer einen Psalm, ein anderer hat eine Belehrung, ein anderer hat eine Offenbarung, ein anderer hat eine Zungen[rede], ein anderer hat eine Auslegung. Laßt alles zur Erbauung geschehen. 27 Und wenn jemand in einer Zunge redet, so laßt dies auf höchstens zwei oder drei beschränkt sein, und [das] nacheinander; und jemand möge übersetzen. 28 Ist aber kein Übersetzer da, so schweige er in der Versammlung und rede zu sich selbst und zu Gott.

    Also ging es hier bei diesem Zungenreden nicht um eine Sprache, die man selbst nicht spricht – sondern eher um eine Sprache, die niemand so wirklich spricht. Dazu heißt es weiter in dem o.g. Artikel:

    Zungenreden heute

    Heute meinen viele, Gottes heiliger Geist verleihe ihnen die Fähigkeit, in Zungen zu reden. Wie läßt sich das aber mit der Aussage der Bibel vereinbaren, daß das Zungenreden aufhören werde?

    Das Zungenreden läuft vor allem auf Äußerungen unverstandener Laute, verbunden mit übersteigerten Gefühlsergüssen, hinaus.

    So etwas kann unmöglich von Gott kommen. Jesus sagte, daß religiöse Heuchler versuchen würden, derartige „Machttaten“ mit seinem Namen zu verknüpfen. Er würde sie jedoch als „Täter der Gesetzlosigkeit“ abweisen (Matthäus 7:21-23). Auch Paulus warnte prophetisch vor einer Zeit, in der es arglistige Täuschungen oder „lügenhafte Zeichen und Wunder“ geben werde. „Trug der Ungerechtigkeit“ ist ein Fachgebiet des Erzbetrügers, Satans, des Teufels (2. Thessalonicher 2:8-10).

    Unbekannt mag sein, daß das Zungenreden in den Tagen des Paulus auch in gewissen heidnischen Religionen Griechenlands praktiziert wurde. Das Zungenreden war bei heidnischen Riten von Praktiken begleitet, zu denen gehörte, daß man sich ins Fleisch schnitt und unbekleidet ausgelassen tanzte. Solche historischen Beispiele verdeutlichen, daß das Zungenreden auch unter höchst unheiligem Einfluß erfolgen kann.

    Ja, aber es war doch in der Christenversammlung und somit von Gott – oder etwa nicht?

    Vernunft bleibt nicht unverständlich

    Wenn du dir über den Ursprung des ekstatischen Zungenredens von heute noch nicht ganz sicher bist, denke über 1. Johannes 4:1 nach, wo es heißt: „Geliebte, . . . prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen.“ Prüfe die Äußerungen durch ein gründliches Studium des Wortes Gottes unter inständigem Bitten um Hilfe (Apostelgeschichte 17:11). Versuche herauszufinden, ob Angehörige jener Religionsgemeinschaften, in denen heute in Zungen geredet wird, wirklich in die „ganze Wahrheit“ geleitet werden (Johannes 16:13).

    Als im ersten Jahrhundert Christen in Zungen redeten, wurden die Zuhörer erbaut. Die inspirierte Botschaft mußte klar und verständlich sein (1. Korinther 14:26-28).

    Alle, die heute für die biblische Wahrheit eintreten, bringen Äußerungen hervor, die denen überlegen sind, die an jenem Pfingsttag vor langer Zeit von inspirierten Zungen hervorgebracht wurden. Inwiefern? Insofern, als sie Gottes Königreichsherrschaft über die gesamte gehorsame Menschheit einer größeren Zuhörerschaft verkündigen und dieser die Botschaft in einer beständigeren Form überbringen, als es damals der Fall war. Ihre Botschaft ist der Bibel entnommen. Im Unterschied zu den vergleichsweise wenigen Zungen, in denen die Christen im ersten Jahrhundert sprechen konnten, steht die Bibel ganz oder teilweise gegenwärtig in etwa 1 800 Sprachen zur Verfügung.

    Hmmm…

    Also, dass die zu Pfingsten 33 u.Z. in Zungen – also in den verschiedensten Sprachen der anwesenden Leute – redeten, kann ich also gut verstehen.

    Auch, dass sie in der Zeit in unverständlichen Lauten redeten, um anzuzeigen, dass dies von Gott war. Aber wozu das Ganze?

    Wozu in späterer Zeit in den Zusammenkünften in Zungen (unverständlichen Lauten, die niemand versteht) reden, wenn es eh niemand verstand und man einen Übersetzer brauchte?

    War man in der Christenversammlung nicht unter sich? War es da noch nötig, dass es eines solchen Wunders bedurfte, damit man sich sicher sein konnte: dies ist wirklich von Gott?

    Konnte man auf das Zungenreden in diesen Zeiten nicht den gleichen Maßstab anlegen, der unter dem Punkt „Zungenreden heute“ angeführt wird? Wo ist da der Unterschied?

    *** g73 8. 2. S. 7-8 Es ist Zeit, zur Wahrheit zurückzukehren ***

    „Umherspringen“
    Viele unter den „Jesus People“ weisen häufig auf „Pfingst“-Kundgebungen hin, die mit Körperzuckungen verbunden sind. Sie sprechen von „Umherspringen“, „Zungenreden“, „Heilungen“ und dergleichen. Der Apostel Paulus brachte solche Kundgebungen wie das „Zungenreden“ mit der Zeit der ‘Kindheit’ des Christentums in Verbindung. (1. Kor. 13:8-11)

    Nachdem er sich ausdrücklich auf die Gabe des „Zungenredens“ bezogen hatte, sagte er: „Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und war klug wie ein Kind und hatte kindliche Anschläge; da ich aber ein Mann war, tat ich ab, was kindlich war.“ Wie der Apostel es selbst vorhersagte, haben all diese Dinge nun aufgehört.

    Demzufolge müssen solche Kundgebungen jetzt einen anderen Ursprung haben als die „Gaben des Geistes“, die das Christentum des ersten Jahrhunderts aufwies. Heute hängen das Hören von Stimmen und derartige Anfälle mit Spiritismus zusammen. Daher ist es notwendig, die Warnung zu beachten, die ein Jünger, der eng mit Jesus verbunden war, gab: „Geliebte, glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind.“ — 1. Joh. 4:1, NW.

    hier noch weiterer Stoff – in der Hoffnung, eine zufriedenstellende Antwort auf meine Frage zu erhalten:

    *** it-1 S. 792 Gaben Gottes ***

    Das offenkundige Vollbringen von Wundertaten beweist an sich noch nicht, daß jemand im Auftrag Gottes handelt; auch ist das Unvermögen von Dienern Gottes, mit der Hilfe seines Geistes Wunder zu wirken, kein Grund, daran zu zweifeln, daß sie von Gott gebraucht werden (Mat 7:21-23). Im ersten Jahrhundert konnte nicht jeder Christ Machttaten vollbringen, heilen, in Zungen reden und übersetzen. Paulus und zweifellos auch einige andere besaßen aufgrund der unverdienten Güte Gottes eine Anzahl der Geistesgaben. Diese Wundergaben kennzeichneten jedoch das Anfangsstadium der Christenversammlung und sollten, wie vorhergesagt, aufhören. Jesus selbst gab zu verstehen, daß seine Nachfolger nicht an ihren Machttaten, sondern an ihrer Liebe zueinander zu erkennen sein würden (1Ko 12:29, 30; 13:2, 8-13; Joh 13:35).

    Paulus zählt neun verschiedene Kundgebungen oder Wirkungen des Geistes auf: 1. Weisheitsrede, 2. Erkenntnisrede, 3. Glauben, 4. Gaben der Heilungen, 5. Machttaten, 6. Prophezeien, 7. Unterscheidung inspirierter Äußerungen, 8. verschiedene Arten von Zungenreden und 9. Auslegung der Zungenreden. Alle diese Gaben des Geistes dienten einem nützlichen Zweck; sie trugen nicht nur zu dem zahlenmäßigen Wachstum der Versammlung bei, sondern gereichten auch zu ihrer geistigen Erbauung (1Ko 12:7-11; 14:24-26).

    *** it-2 S. 1326-1327 Wunder ***

    Zweck der Wunder in der frühen Christenversammlung
    Die Wunder dienten verschiedenen wichtigen Zwecken. Sie waren vor allem ein Beweis oder eine Bestätigung dafür, daß derjenige, der sie vollbrachte, von Gott ermächtigt worden war und von ihm unterstützt wurde (2Mo 4:1-9). Sowohl bei Moses als auch bei Jesus kamen die Menschen mit Recht zu diesem Schluß (2Mo 4:30, 31; Joh 9:17, 31-33). Durch Moses hatte Gott einen kommenden Propheten verheißen. Die Wunder, die Jesus wirkte, halfen Beobachtern, ihn als diesen Propheten zu erkennen (5Mo 18:18; Joh 6:14). Als das Christentum noch in den Kinderschuhen steckte, halfen die in Verbindung mit der Botschaft gewirkten Wunder den Menschen erkennen, daß Gott das Christentum unterstützte und sich von dem früheren jüdischen System der Dinge abgewandt hatte (Heb 2:3, 4). Im Laufe der Zeit sollten die Wundergaben, wie es sie im ersten Jahrhundert gab, aufhören. Sie waren nur im Anfangsstadium der Christenversammlung notwendig (1Ko 13:8-11).

    Wenn man die Apostelgeschichte liest, erkennt man, daß Jehovas Geist machtvoll darauf hinwirkte, daß Versammlungen gegründet wurden und das Christentum schnell Fuß faßte (Apg 4:4; Kap. 13, 14, 16 bis 19). In den wenigen kurzen Jahren zwischen 33 und 70 u. Z. bildeten Tausende, die gläubig wurden, zahlreiche Versammlungen in Gebieten von Babylon bis Rom und vielleicht sogar noch weiter westlich (1Pe 5:13; Rö 1:1, 7; 15:24).

    Es sei bemerkt, daß Exemplare der inspirierten Schriften damals selten waren. Gewöhnlich besaßen nur die Wohlhabenden irgendwelche Buchrollen oder Bücher. Die Bibel und Jehova, der Gott der Bibel, waren in heidnischen Ländern unbekannt. Im Grunde war man ganz auf das gesprochene Wort angewiesen. Es standen keine Bibelkommentare, Konkordanzen und Enzyklopädien zur Verfügung. Deshalb waren Wundergaben wie besondere Erkenntnis, besondere Weisheit, Zungenreden und das Unterscheiden inspirierter Äußerungen äußerst wichtig für die damalige Versammlung (1Ko 12:4-11, 27-31). Dennoch schrieb der Apostel Paulus, daß diese Gaben aufhören würden, sobald sie nicht mehr benötigt würden.

    *** si S. 212-213 Abs. 18-19 46. Bibelbuch — 1. Korinther ***

    Geistige Gaben; Liebe und ihr Zweck (12:1 bis 14:40)
    Es gibt verschiedene Gaben des Geistes, doch es ist derselbe Geist, es gibt verschiedene Dienstämter und Wirkungen, doch es ist derselbe Herr und derselbe Gott. Ebenso hat der eine geeinte Leib Christi viele Glieder, und wie beim menschlichen Leib benötigt jedes Glied das andere. Gott hat jedes Glied am Leib gesetzt, wie es ihm gefallen hat, und es hat seine Arbeit zu tun, „damit keine Spaltung im Leib sei“ (12:25). Diejenigen, die sich der Gaben des Geistes bedienen, sind ohne die Liebe nichts. Liebe ist langmütig und gütig, nicht eifersüchtig, bläht sich nicht auf. Sie freut sich nur mit der Wahrheit. „Die Liebe versagt nie“ (13:8). Geistige Gaben, zum Beispiel das Prophezeien und das Zungenreden, werden weggetan werden, aber der Glaube, die Hoffnung und die Liebe bleiben. Von diesen ist die Liebe die größte.

    19 „Jagt der Liebe nach“, ermahnt Paulus die Korinther. Mit Hilfe der geistigen Gaben sollte die Versammlung in Liebe erbaut werden. Aus diesem Grund ist das Prophezeien dem Zungenreden vorzuziehen. Paulus würde lieber fünf Worte mit Verstand reden, um andere zu lehren, als zehntausend in einer unbekannten Sprache. Zungen dienen als Zeichen für Ungläubige, aber das Prophezeien ist für die Gläubigen. In diesen Angelegenheiten sollten die Christen in Korinth nicht „kleine Kinder“ an Verständnisvermögen sein. Was Frauen betrifft, sie sollten in der Versammlung untertan sein. „Laßt . . . alle Dinge anständig und nach Anordnung geschehen“ (14:1, 20, 40).

    *** ms S. 540-542 Zungenreden ***

    Zungenreden
    Nicht alle der ersten Christen redeten in Zungen
    1. Kor. 12:27-30 „Ihr nun seid Christi Leib und als einzelne Glieder. Und Gott hat die Betreffenden in der Versammlung gesetzt: erstens Apostel; zweitens Propheten; drittens Lehrer; dann Machttaten; dann Gaben der Heilungen; Hilfeleistungen, Fähigkeiten zu leiten, verschiedene Arten von Zungen. Es sind doch nicht alle Apostel? Es sind doch nicht alle Propheten? Es sind doch nicht alle Lehrer? Es vollbringen doch nicht alle Machttaten? Es haben doch nicht alle Gaben der Heilungen? Es reden doch nicht alle in Zungen? Es sind doch nicht alle Übersetzer?“

    1. Kor. 14:26 „Wenn ihr zusammenkommt, hat einer einen Psalm, ein anderer hat eine Belehrung, ein anderer hat eine Offenbarung, ein anderer hat eine Zungenrede, ein anderer hat eine Auslegung.“

    1. Kor. 14:5 „Wer prophezeit, ist größer als der, der in Zungen redet.“

    Wundergabe des Zungenredens lieferte schlagenden Beweis, daß Gottes Geist auf der damals neu gegründeten Christenversammlung ruhte

    Hebr. 2:4 „Gott [zeugte] mit Zeichen und auch mit Wundern und mancherlei Machttaten und mit Austeilungen des heiligen Geistes seinem Willen gemäß [mit].“

    1. Kor. 14:22 „Zungen [sind] zu einem Zeichen, nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen.“

    Zu Pfingsten diente Gabe des Zungenredens einem praktischen Zweck beim Predigen

    Apg. 1:4-8 „Während er mit ihnen zusammenkam, gab er ihnen die Weisung: ,Entfernt euch nicht von Jerusalem, sondern wartet weiterhin auf das, was der Vater verheißen hat, worüber ihr von mir hörtet; denn Johannes taufte zwar mit Wasser, ihr aber werdet nicht viele Tage nach diesem in heiligem Geist getauft werden. . . . ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zum entferntesten Teil der Erde.‘ “

    Apg. 2:5-11 „Nun wohnten in Jerusalem Juden, ehrfurchtsvolle Männer von jeder Nation derer unter dem Himmel. Als nun dieses Geräusch entstand, kam die Menge zusammen und wurde fassungslos, weil ein jeder sie in seiner eigenen Sprache reden hörte. In der Tat, sie waren erstaunt und begannen sich zu wundern und zu sagen: ,Seht, sind nicht alle diese, die reden, Galiläer? Und doch, wie kommt es, daß jeder von uns seine eigene Sprache hört, in der wir geboren wurden? Parther und Meder und Elamiter und die Bewohner von Mesopotamien und Judäa und Kappadozien, Pontus und dem Bezirk Asien und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden Libyens, das gegen Kyrene hin liegt, und aus Rom Zugezogene, sowohl Juden als auch Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Zungen über die großen Dinge Gottes reden.‘ “
    In der Versammlung gebraucht, um andere aufzuerbauen, nicht, um den zu erhöhen, der die Gabe hatte

    1. Kor. 14:6, 19, 27, 28 „Wenn ich aber . . . in Zungen zu euch redete, was würde ich euch Gutes tun, es sei denn, ich redete zu euch entweder mit einer Offenbarung oder mit Erkenntnis oder mit einer Prophezeiung oder mit einer Belehrung? Dennoch würde ich in einer Versammlung lieber fünf Worte mit meinem Verstand reden, damit ich auch andere mündlich unterweisen könnte, als zehntausend Worte in einer Zunge. Und wenn jemand in einer Zunge redet, so laßt dies auf höchstens zwei oder drei beschränkt sein, und das nacheinander, und jemand möge übersetzen. Ist aber kein Übersetzer da, so schweige er in der Versammlung und rede zu sich selbst und zu Gott.“

    1. Kor. 13:1 „Wenn ich mit Menschen- und Engelszungen rede, aber nicht Liebe habe, bin ich ein tönendes Stück Erz oder eine schallende Zimbel geworden.“

    Mark. 16:17, 18 „Ferner werden folgende Zeichen die Glaubenden begleiten: Unter Benutzung meines Namens werden sie Dämonen austreiben, sie werden in Zungen reden, und mit ihren Händen werden sie Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen sicher nicht schaden. Sie werden ihre Hände Kranken auflegen, und diese werden gesund werden.“

    Wundergaben des Geistes nur durch Apostel oder in ihrer Gegenwart verliehen

    Apg. 8:14-19 „Als die Apostel in Jerusalem hörten, daß Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen; und diese gingen hinab und beteten für sie, damit sie heiligen Geist empfingen. Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur im Namen des Herrn Jesus getauft worden. Dann legten sie ihnen die Hände auf, und von da an empfingen sie heiligen Geist. Als nun Simon sah, daß der Geist durch Händeauflegen der Apostel gegeben wurde, bot er ihnen Geld an, indem er sprach: ,Gebt auch mir diese Gewalt, damit jeder, dem ich die Hände auflege, heiligen Geist empfange.‘ “

    Apg. 19:1-7 „Im Laufe der Ereignisse zog Paulus, während sich Apollos in Korinth befand durch das Landesinnere und kam nach Ephesus herab und fand einige Jünger vor; und er sprach zu ihnen: ,Habt ihr heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?‘ Sie sagten zu ihm: ,Nun, wir haben nicht einmal gehört, daß es heiligen Geist gibt.‘ Da sagte er: ,In was seid ihr denn getauft worden?‘ Sie sprachen: ,In die Taufe des Johannes.‘ Paulus sagte: ,Johannes taufte mit der Taufe als Symbol der Reue, indem er dem Volk sagte, daß sie an den glauben sollten, der nach ihm komme, das heißt an Jesus.‘ Als sie das gehört hatten, wurden sie im Namen des Herrn Jesus getauft. Und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte, kam der heilige Geist über sie, und sie begannen in Zungen zu reden und zu prophezeien. Insgesamt waren es etwa zwölf Männer.“

    Apg. 10:44-46 „Während Petrus noch von diesen Dingen redete, fiel der heilige Geist auf alle, die das Wort hörten. Und die Treuen, die mit Petrus gekommen waren, die zu den Beschnittenen gehörten, staunten, weil die freie Gabe des heiligen Geistes auch auf Leute aus den Nationen ausgegossen wurde. Denn sie hörten sie in Zungen reden und Gott verherrlichen.“

    Wundergabe des Zungenredens, verbunden mit der Kindheit oder dem Anfang der Christenversammlung, sollte vergehen

    1. Kor. 13:8-10 „Die Liebe versagt nie. Seien es aber Gaben des Prophezeiens, sie werden weggetan werden; seien es Zungen, sie werden aufhören . . . Denn wir erkennen teilweise, und wir prophezeien teilweise; wenn aber das Vollständige gekommen ist, wird das Teilweise weggetan werden.“

    Hmmm …. so ganz zufrieden bin ich immer noch nicht mit dem Gefundenen ….

  25. 1. Korinther 15:58

    Darum, meine geliebten Brüder, werdet standhaft, unbeweglich, und seid allezeit reichlich beschäftigt im Werk des Herrn, da ihr wißt, daß eure mühevolle Arbeit in Verbindung mit [dem] Herrn nicht vergeblich ist.

    tue ich das?

  26. 1. Korinther 1 – 4

    1. Korinther 3:1-3

    Liebe Brüder und Schwestern! Ich konnte allerdings zu euch nicht wie zu Menschen reden, die sich vom Geist Gottes leiten lassen und im Glauben erwachsen sind.

    Ihr wart noch wie kleine Kinder, die ihren eigenen Wünschen folgen. 2 Darum habe ich euch nur Milch und keine feste Nahrung gegeben, denn die hättet ihr gar nicht vertragen. Selbst jetzt vertragt ihr diese Nahrung noch nicht;

    3 denn ihr lebt immer noch so, als würdet ihr Christus nicht kennen. Beweisen Neid und Streit unter euch nicht, dass ihr immer noch wie alle anderen Menschen denkt und lebt?

    lassen wir uns von Gottes Geist leiten?

    Erkennen andere dies an unserem Lebenswandel und daran, wie wir mit Problemen umgehen?

  27. 1. Korinther 4:3-5

    Wie es bei mir damit steht?

    Mir ist es nicht so wichtig, wie ihr oder irgendein menschliches Gericht in diesem Punkt über mich urteilen.

    Ich maße mir auch über mich selbst kein Urteil an. 4 Zwar bin ich mir keiner Schuld bewusst, aber damit bin ich noch nicht freigesprochen.

    Entscheidend ist allein Gottes Urteil.

    5 Deshalb urteilt niemals voreilig! Wenn Christus kommt, wird er alles ans Licht bringen, auch unsere geheimsten Wünsche und Gedanken. Dann wird Gott jeden so loben, wie er es verdient hat.

  28. 1. Korinther 4:9

    Wie in einer Arena kämpfen wir vor den Augen der ganzen Welt. Menschen und Engel beobachten gespannt, wie dieser Kampf ausgehen wird.

    Dieser Text erinnert mich an die letzten beiden Studienartikel – ganz besonders an den letzten: Paulus fordert uns auf, so zu laufen, dass wir den Preis gewinnen.

    Ein Gedanke, der mir immer dann hilft, wenn es hart auf hart kommt und ich denke „ich kann nicht mehr!“: mir vorzustellen, wie in einem himmlischen Bereich nicht nur Jehova sitzt und uns beobachtet – sondern alle Engel mit ihm.

    Im Stadion sitzen zwei Parteien: Jehova und seine Engel sind „unsere Fans“, sie sind für uns und wollen, dass wir gewinnen. Sie feuern uns an: „Lauf, bald hast du es geschafft. Gib nicht auf, es ist nicht mehr weit. Du kannst es!‘

    Im anderen Block sitzen Satan und seine Anhänger und sie wollen nicht, dass wir gewinnen. Wie Hooligans bei einem Fußballspiel rufen sie entmutigende Parolen und werfen uns Steine in den Weg, damit wir stolpern, hinfallen und entmutigt liegen bleiben. Aber dann feuern uns Jehova und seine treuen Engel immer wieder an

    Vergessen wir nicht, worum es hier geht: um unsere Loyalität Jehova gegenüber und darum, dass wir nicht aufgeben!

  29. 1. Korinther 5 – 8

    1. Korinther 5:9-12

    Ich habe euch schon einmal geschrieben, dass ihr nichts mit Leuten zu tun haben sollt, die sexuell zügellos leben. 10 Damit habe ich freilich nicht alle auf der Welt gemeint, die zügellos leben, habgierig sind, die Götzen anbeten oder stehlen. Sonst müsstet ihr ja die Welt verlassen.

    11 Nein, ich meinte, dass ihr euch von all denen trennen sollt, die sich Christen nennen und trotzdem verbotene sexuelle Beziehungen eingehen, Götzen anbeten, die geldgierig sind, Gotteslästerer, Trinker oder Diebe. Mit solchen Leuten sollt ihr keinerlei Gemeinschaft haben.

    12 Es ist nicht unsere Aufgabe, Leute zu verurteilen, die nicht zur Gemeinde gehören. Das wird Gott tun. Aber für das, was in der Gemeinde geschieht, tragt ihr die Verantwortung. »Entfernt den Bösen aus eurer Mitte!«, heißt es schon bei Mose.

    lassen wir uns durch solche Dinge nicht entmutigen!

    Denken wir daran, dass es solche Dinge bereits innerhalb der ersten Christenversammlung gab und dass Paulus dies auch für die Zeit des Endes vorhergesagt hatte.

    Legen wir uns unsere „berühmten Scheuklappen“ an und blicken wir nicht links und rechts – sondern konzentrieren wir uns voll und ganz auf unser Ziel! Dann werden wir ins Ziel gelangen und den Preis gewinnen.

  30. mahnende Worte:

    1. Korinther 6:1-11

    Rechtsstreit unter Christen?

    1 Wie ist es möglich, dass ihr als Christen eure Streitigkeiten vor ungläubigen Richtern austragt, statt die Gemeinde um Rat zu bitten! 2 Wisst ihr denn nicht, dass wir als Christen einmal über die Welt richten werden? Dann müsstet ihr doch auch diese Kleinigkeiten unter euch selbst regeln können. 3 Habt ihr vergessen, dass wir sogar die Engel richten werden? Müsstet ihr dann nicht erst recht eure alltäglichen Streitigkeiten schlichten können? 4 Aber ihr lauft damit zu Richtern, die in der Gemeinde nichts zu sagen haben.

    5 Traurig, dass ich darüber reden muss! Gibt es denn in der ganzen Gemeinde keinen Einzigen, der Streit zwischen euch schlichten kann? 6 Stattdessen zieht ein Christ den anderen vor Gericht und verklagt ihn vor den Ungläubigen.

    7 Schlimm genug, dass ihr überhaupt Streit miteinander habt! Weshalb ertragt ihr nicht lieber Unrecht, und warum nehmt ihr nicht eher Nachteile in Kauf, anstatt auf euer Recht zu pochen? 8 Doch ihr tut selbst Unrecht und betrügt andere; sogar eure Brüder und Schwestern in der Gemeinde!

    9 Habt ihr vergessen, dass für Menschen, die Unrecht tun, in Gottes neuer Welt kein Platz sein wird? Täuscht euch nicht: Wer verbotene sexuelle Beziehungen eingeht, andere Götter anbetet, die Ehe bricht, wer sich von seinen Begierden treiben lässt und homosexuell verkehrt, wird nicht in Gottes neue Welt kommen; 10 auch kein Dieb, kein Ausbeuter, kein Trinker, kein Gotteslästerer oder Räuber. 11 Und all das sind einige von euch gewesen. Aber jetzt sind eure Sünden abgewaschen. Ihr gehört nun ganz zu Gott; durch Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes seid ihr freigesprochen.

    … wo finden wir uns hier wieder?

    Haben wir diese Dinge wirklich hinter uns gelassen – oder müssten wir noch an uns arbeiten in dieser Hinsicht?

  31. 1. Korinther 7:29-31

    Denn eins steht fest, Brüder und Schwestern: Wir haben nicht mehr viel Zeit. Deshalb soll von nun an für die Verheirateten ihr Partner nicht das Wichtigste im Leben sein.

    30 Wer weint, soll sich von seiner Trauer nicht gefangen nehmen lassen, und wer sich freut, lasse sich dadurch nicht vom Wesentlichen abbringen.

    Wenn ihr etwas kauft, betrachtet es so, als könntet ihr es nicht behalten.31 Verliert euch nicht an diese Welt, auch wenn ihr in ihr lebt. Denn diese Welt mit allem, was wir haben, wird bald vergehen.

    eine sehr schöne Übersetzung hier in der Hoffnung für Alle

  32. Kapitel 8 – die Sache mit dem Opferfleisch

    1. Korinther 8:1

    Nun wolltet ihr wissen, ob wir das Opferfleisch essen dürfen, das den Göttern geweiht wurde

    Wie passt diese Frage und dann auch noch die Ausführungen des Paulus damit zusammen, was die leitende Körperschaft bereits beschlossen und bekannt gegeben hatte?

    In Apostelgeschichte 15:29 wird eine klare Entscheidung der leiteneden Körperschaft aufgezeigt, die den Brüdern auch durch Briefe an die Versammlungen mitgeteilt wurden:

    Ihr sollt kein Fleisch von Tieren essen, die den Götzen geopfert wurden

    Wenn wir unser Bibelleseprogramm hier in chronologischer Reihenfolge lesen, dann gab es doch bereits einer entsprechende Entscheidung mit Brief an die Versammlungen – und dort hieß es, sie sollten sich von den Dingen enthalten, die den Götzen geopfert worden waren. Wie kann Paulus dann hier sagen, dass dies eine Gewissensentscheidung sei?

    1. Korinther 8:4-9

    Dürfen wir also Opferfleisch essen oder nicht? Wir wissen doch alle, dass es außer dem einen Gott gar keine anderen Götter gibt. 5 Und wenn auch so genannte Götter im Himmel und auf der Erde leben – und es gibt ja tatsächlich viele Mächte und Gewalten -, 6 so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, der alles erschaffen hat und für den wir leben. Und wir haben auch nur einen Herrn, Jesus Christus, durch den alles geschaffen wurde. Durch ihn sind wir zu neuen Menschen geworden.7 Einige Christen haben das aber noch nicht erkannt. Bisher waren sie davon überzeugt, dass es wirklich Götter gibt. Wenn sie nun vom Opferfleisch essen, fürchten sie, damit die Götter anzuerkennen, und bekommen ein schlechtes Gewissen.

    8 Was wir essen, entscheidet nicht darüber, wie wir vor Gott dastehen. Vor ihm sind wir weder besser noch schlechter, ob wir nun das Fleisch essen oder nicht. 9 Trotzdem solltet ihr darauf achten, dass ihr mit eurer neu gewonnenen Freiheit dem nicht schadet, dessen Glaube noch schwach ist.

    Also: wie passt dies hier zusammen?

  33. 1. Korinther 8:10

    Angenommen, du isst in einem heidnischen Tempel Opferfleisch, weil du erkannt hast, dass der Genuss einer Speise dich nicht von Gott trennen kann. Wenn nun dein Bruder, dessen Glaube noch schwach ist, dich dabei sieht – wird er dann nicht ermutigt, es dir nachzumachen, obwohl er dabei gegen sein Gewissen handelt?

    Was genau hätten diese beiden Brüder denn in einem heidnischen Tempel zu suchen, dass sie in eine solche Situation kommen könnten?

  34. 1. Korinther 9 – 12

    1. Korinther 9:12

    Ihr unterstützt doch auch noch andere Prediger, und das ist richtig so. Aber hätten wir nicht ein größeres Anrecht darauf? Dennoch haben wir dieses Recht nie eingefordert. Wir haben darauf verzichtet, um der Botschaft von Jesus Christus keine Steine in den Weg zu legen

    Wie steht es mit uns? Sind auch wir bereit auf unser Recht zu verzichten – um den Frieden in der Versammlung zu erhalten und niemanden zum Straucheln zu bringen?

    Wie äußert sich dies in unserem Handeln und Reden?

  35. 1. Korinther 9:20

    Damit ich die Juden für Christus gewinne, lebe ich wie ein Jude: Wo man alle Vorschriften des jüdischen Gesetzes genau befolgt, lebe ich auch danach, obwohl sie für mich nicht mehr gelten. Denn ich möchte auch die Leute gewinnen, die sich dem Gesetz unterworfen haben.

    Wie passt dies mit dem Gedanken zusammen, den wir diese Woche im Buchstudium hatten?

    Da ging es ja um die Frage der Beschneidung und dabei im Kasten auf der Seite 103 darum, dass Paulus Petrus genau aus diesem Grund kritisierte – weil er sich den Juden angepaßt hatte, um die Juden-Christen nicht zum Straucheln zu bringen.

    Vers 22

    Wenn ich bei Menschen bin, deren Glaube noch schwach und unsicher ist, achte ich sorgfältig darauf, ihnen nicht zu schaden. Ich möchte mich allen gleichstellen, um auf jede erdenkliche Weise wenigstens einige Menschen zu retten und für Christus zu gewinnen.

    Ist dieser Text hier dann nicht ein Widerspruch?

    War es dann nicht richtig, im Interesse der Juden-Christen, dass Petrus zu der Zeit, wo diese zu Besuch waren, sich ihnen anpasste und ihr schwaches Gewissen in Betracht zog?

  36. 1. Korinther 9:24-27

    Ihr kennt das doch: Von allen Läufern, die im Stadion zum Wettlauf starten, gewinnt nur einer den Siegeskranz. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt! 25 Wer im Wettkampf siegen will, setzt dafür alles ein. Ein Athlet verzichtet auf vieles, um zu gewinnen. Und wie schnell ist sein Siegeskranz verwelkt! Wir dagegen kämpfen um einen unvergänglichen Preis. 26 Ich weiß genau, wofür ich kämpfe. Ich laufe nicht irgendeinem ungewissen Ziel entgegen. Wenn ich kämpfe, geht mein Schlag nicht ins Leere.

    27 Ich gebe alles für diesen Sieg und hole das Letzte aus meinem Körper heraus. Er muss sich meinem Willen fügen. Denn ich will nicht andere zum Kampf des Glaubens auffordern und selbst untauglich sein.

    welche Gedanken haben wir aus den beiden Studienartikeln „Lauft und haltet durch!“ und „Lauft und gewinnt den Preis!“ für uns behalten?

    Was hat das Nachsinnen über diesen Stoff in unserem Leben verändert?

  37. 1. Korinther 10:13

    Was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. Gott steht zu euch. Er lässt nicht zu, dass die Versuchung größer ist, als ihr es ertragen könnt. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen

    wir sind nicht allein!

  38. 1. Korinther 11:6-8

    Trägt dagegen eine Frau keine Kopfbedeckung, wenn sie im Gottesdienst betet oder im Auftrag Gottes prophetisch redet, dann entehrt sie sich selbst. Das wäre genauso, als wenn sie kahl geschoren herumliefe. 6 Will eine Frau ihren Kopf nicht bedecken, kann sie sich auch gleich die Haare abschneiden lassen. Aber weil es jede Frau entehrt, wenn ihr das Haar kurz geschnitten oder der Kopf kahl geschoren ist, soll sie ihren Kopf bedecken.

    Könnten wir daraus schließen, dass eine Frau mit Kurzhaarfrisur sich gegen die göttliche Unterordnung auflehnt?

  39. 1. Korinther 12:3

    Ich erkläre euch aber ausdrücklich: Wenn in einem Menschen der Geist Gottes wirkt, kann er nicht mehr sagen: »Verflucht sei Jesus!« Und keiner kann bekennen: »Jesus ist der Herr!«, wenn er nicht den Heiligen Geist hat.

    Wie passt diese Aussage damit zusammen, dass es innerhalb von Gottes Volk Personen geben würde, die nur vorgeben, Gott zu dienen – aber in Wirklichkeit ein Doppelleben führen und ihre Brüder zun Straucheln bringen würden?

  40. 1. Korinther 12:6-11

    Es gibt verschiedene Wirkungen des Geistes Gottes; aber in jedem Fall ist es Gott selbst, der alles bewirkt.

    7 Wie auch immer sich die Gaben des Geistes bei jedem Einzelnen von euch zeigen, sie sollen der ganzen Gemeinde nützen.

    8 Dem einen schenkt er im rechten Augenblick das richtige Wort.

    Ein anderer kann durch den Geist die Weisheit Gottes klar erkennen und weitersagen.

    9 Wieder anderen schenkt Gott durch seinen Geist unerschütterliche Glaubenskraft

    und dem Nächsten die Gabe, Kranke zu heilen.

    10 Manchen ist es gegeben, Wunder zu wirken.

    Einige sprechen in Gottes Auftrag prophetisch;

    andere sind fähig zu unterscheiden, was vom Geist Gottes kommt und was nicht.

    Einige reden in unbekannten Sprachen, und manche schließlich können das Gesagte für die Gemeinde auslegen.

    11 Dies alles bewirkt ein und derselbe Geist. Und so empfängt jeder die Gabe, die der Geist ihm zugedacht hat.

    wie wir sehen, hat jeder von uns eine andere Gabe von Jehova bekommen. Aber was tun wir damit?

    Setzen wir sie zum Nutzen der Versammlung ein – oder um uns selbst zu beweihräuchern?

  41. 1. Korinther 13 – 16

    1. Korinther 13:2

    Wenn ich

    in Gottes Auftrag prophetisch reden kann,
    alle Geheimnisse Gottes weiß,
    seine Gedanken erkennen kann
    und einen Glauben habe, der Berge versetzt,

    aber ich habe keine Liebe, so bin ich nichts.

  42. Was ist wahre Liebe?

    hier einige unterschiedliche Übersetzungen von 1. Korinther 13:4-8. Die Neue-Welt-Übersetzung hatten wir ja bereits im Jahr 2009 hier eingestellt

    Hoffnung für Alle

    Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht verbissen, sie prahlt nicht und schaut nicht auf andere herab. 5 Liebe verletzt nicht den Anstand und sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt sich nicht reizen und ist nicht nachtragend. 6 Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. 7 Liebe ist immer bereit zu verzeihen, stets vertraut sie, sie verliert nie die Hoffnung und hält durch bis zum Ende.
    8 Die Liebe wird niemals vergehen.

    Neue Genfer Übersetzung

    Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet. 5 Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach. 6 Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit. 7 Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand.
    8 Die Liebe vergeht niemals.

    Schlachter 2000

    Die Liebe ist langmütig und gütig , die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; 5 sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre , sie lässt sich nicht erbittern , sie rechnet das Böse nicht zu; 6 sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.
    8 Die Liebe hört niemals auf

    Elberfelder

    Die Liebe ist langmütig, ist gütig; die Liebe neidet nicht; die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, 5 sie gebärdet sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihrige, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit, sie erträgt alles, 7 sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 8 Die Liebe vergeht nimmer

    Albrecht NT und Psalmen

    Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist freundlich. Sie ist nicht neidisch, prahlt nicht, ist nicht aufgeblasen. 5 Sie gibt nicht Anstoß, sucht nicht ihren Vorteil, läßt sich nicht zum Zorn reizen, trägt nicht Böses nach. 6 Sie freut sich nicht über Unrecht, sie wünscht vielmehr der Wahrheit Glück. 7 Alles deckt sie, alles glaubt sie, alles hofft sie, alles trägt sie 8 Die Liebe hört niemals auf.

    Luther

    Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, 5 sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, 6 sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit; 7 sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. 8 Die Liebe höret nimmer auf

  43. 1. Korinther 15:19

    Wenn der Glaube an Christus uns nur für dieses Leben Hoffnung gibt, sind wir die bedauernswertesten unter allen Menschen.

    Diesem Satz an sich möchte ich für mich persönlich gern widersprechen:

    Selbst, wenn ich persönlich das Paradies nicht erleben würde, weil ich in Jehovas Augen nicht würdig wäre, so wäre mein Glaube doch nicht vergeblich! Denn ich diene Jehova nicht wegen dem Lohn, sondern weil er so eine faszinierende und beeindruckende Persönlichkeit ist. Weil man jemanden, der so ist, einfach lieben muss. Und weil es so toll ist, dass er absolut gerecht ist und auch gerecht richten wird! Der Preis ist für mich nur eine nette Beigabe. Es würde mir schon ausreichen zu sehen, wie er die Bösen richten wird – damit hat sich für mich alles erfüllt, wonach ich mich bereits seit frühester Kindheit sehne.

    Aber hier geht es ja nicht darum, ob man Jehova auch ohne den Preis dienen könne, ob es sich lohnen würde, sondern darum, dass sich der ganze christliche Glaube darauf aufbaut, dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist und sein Opfer bei Jehova für uns „abgegeben“ hat, damit wir leben können.

    Und sicherlich ist es auch eine tolle Motivation, zu wissen, dass: egal was uns in diesem System passiert, es kein bleibender Schaden sein kann – weil Jehova alles wieder gut machen wird!

  44. Kapitel 15 – die Sache mit der Auferstehung

    Wenn ich dieses Kapitel so in der Hoffnung für alle lese, dann begreife ich, wie die Kirchen darauf kommen, dass nach dem Tod unsere Seele weiterleben würde. Es wird hier ziemlich mißverständlich ausgedrückt.

    Was mache ich, wenn mir im Dienst jemand dieses Kapitel aus seiner Bibel vorliest – als Beweis, dass die Seele nach dem Tod weiterlebt?

    Sage ich ihm, dass seine Bibeluebersetzung falsch ist und nur wir mit der Neue-Welt-Übersetzung die einzig wahre Bibel haben?
    Suche ich ihm einen passenden Wachtturm oder ein Traktat oder eine Broschüre raus?

    Würde so ein Vorgehen wirklich Sinn machen – bei einem Menschen, der selbst in der Bibel liest und sich in seiner Bibel gut auskennt?

    Könnten wir hier anhand der Schriften argumentieren?

    Kennen wir die Stellen, wo gezeigt wird, dass vor Jesu Tod noch niemand eine wahre – weil dauerhafte – Auferstehung hatte? Wissen wir, wo wir finden, dass es noch eine weitere Herde gibt, dass die, die himmlisches Leben bekommen, über andere regieren werden?

    Fallen uns die passenden Argumente ein, weil wir unsererseits die Bibel gut kennen und wir daher nicht nur mit einzelnen Versen und Kapiteln gut vertraut sind – sondern die Bibel als großes Ganzes kennen?

    Was könnten wir tun, wenn wir uns nicht ganz so gut auskennen?

    Sind wir mit den biblischen Gesprächsthemen hinten in unserer Bibel gut vertraut? Wissen wir, wie wir mit den Querverweisen in unserer Bibel umgehen?

    Falls nicht: jetzt ist noch die gelegene Zeit – kaufen wir sie weise aus!

  45. 1. Korinther 1 – 4

    1. Korinther 1 – Haben wir den Geist Gottes?

    Absender und Empfänger. Segensgruß

    1-2 Paulus, Apostel Jesu Christi, von Gott selbst berufen und beauftragt, an die Gemeinde Gottes in Korinth. Zusammen mit dem Bruder Sosthenes grüße ich euch, die ihr durch Jesus Christus Gottes Eigentum geworden seid. Gott hat euch berufen, und ihr gehört zu seinem heiligen Volk, genauso wie an jedem anderen Ort alle dazugehören , die den Namen Jesu Christi im Gebet anrufen, den Namen ihres und unseres Herrn. 3 ´Ich wünsche` euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn.

    Dank für Gottes Gnade und Treue

    4 Jedes Mal, wenn ich für euch bete, danke ich meinem Gott für die Gnade, die er euch durch Jesus Christus geschenkt hat. 5 Durch ihn hat er euch in jeder Hinsicht reich gemacht – reich an ´geistgewirkten` Worten und reich an ´geistlicher` Erkenntnis. 6 Er hat die Botschaft von Christus, die wir euch gebracht haben, in eurer Mitte so nachhaltig bekräftigt , 7 dass euch nicht eine von den Gaben fehlt, die er in seiner Gnade schenkt. Nun wartet ihr sehnsüchtig darauf, dass Jesus Christus, unser Herr, ´in seiner ganzen Herrlichkeit` erscheint. 8 Gott wird euch die Kraft geben, ´im Glauben` festzubleiben , bis das Ziel erreicht ist, damit an jenem ´großen` Tag, dem Tag unseres Herrn Jesus Christus, keine Anklage gegen euch erhoben werden kann. 9 Ja, Gott ist treu; ´er wird euch ans Ziel bringen`. Denn er hat euch dazu berufen, ´jetzt und für immer` mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn, verbunden zu sein.

    Parteibildungen in der Gemeinde

    10 Geschwister, im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn, fordere ich euch alle auf, eins zu sein. Redet so, dass eure Worte euch nicht gegeneinander aufbringen , und lasst es nicht zu Spaltungen unter euch kommen . Seid vielmehr ganz auf dasselbe Ziel ausgerichtet und haltet in völliger Übereinstimmung zusammen.
    11 Warum sage ich das? Von Chloës Leuten habe ich erfahren, dass es Streitigkeiten unter euch gibt, liebe Geschwister. 12 Ihr wisst, was ich meine. Einer von euch sagt: »Ich bin Anhänger von Paulus!«, ein anderer: »Ich von Apollos !«, wieder ein anderer: »Ich von Petrus !« und noch ein anderer: »Ich von Christus!«
    13 Ist Christus denn zerspalten? Bin etwa ich, Paulus, für euch am Kreuz gestorben? Oder seid ihr auf meinen Namen getauft worden? 14 Ich danke Gott, dass ich außer Krispus und Gaius keinen von euch getauft habe! 15 So kann doch wenigstens niemand behaupten, eure Taufe sei eine Taufe auf meinen Namen gewesen. 16 Da fällt mir ein: Ich habe auch noch Stephanas getauft und die, die zu seiner Familie gehören. Aber davon abgesehen kann ich mich nicht erinnern, jemand getauft zu haben. 17 Denn Christus hat mich nicht beauftragt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkünden. Und das darf nicht mit klugen Worten geschehen, weil sonst der Botschaft von Christus und seinem Tod am Kreuz die Kraft genommen würde .

    Der Unterschied zwischen göttlicher und menschlicher Weisheit, aufgezeigt an der Botschaft vom Kreuz …

    18 Mit der Botschaft vom Kreuz ist es nämlich so: In den Augen derer, die verloren gehen, ist sie etwas völlig Unsinniges; für uns aber, die wir gerettet werden, ist sie ´der Inbegriff von` Gottes Kraft. 19 Nicht umsonst heißt es in der Schrift:
    »Die Klugen werde ich an ihrer Klugheit scheitern lassen;
    die Weisheit derer, die als weise gelten, werde ich zunichte machen.«
    20 Wie steht es denn mit ihnen, den Klugen, den Gebildeten , den Vordenkern unserer Welt? Hat Gott die Klugheit dieser Welt nicht als Torheit entlarvt? 21 Denn obwohl sich seine Weisheit in der ganzen Schöpfung zeigt, hat ihn die Welt mit ihrer Weisheit nicht erkannt. Deshalb hat er beschlossen, eine scheinbar unsinnige Botschaft verkünden zu lassen, um die zu retten , die daran glauben.
    22 Die Juden wollen Wunder sehen, die Griechen fordern kluge Argumente. 23 Wir jedoch verkünden Christus, den gekreuzigten Messias. Für die Juden ist diese Botschaft eine Gotteslästerung und für die anderen Völker völliger Unsinn. 24 Für die hingegen, die Gott berufen hat, Juden wie Nichtjuden , erweist sich Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn hinter dem scheinbar so widersinnigen Handeln Gottes steht eine Weisheit, die alle menschliche Weisheit übertrifft; Gottes vermeintliche Ohnmacht stellt alle menschliche Stärke in den Schatten.

    … an der Erwählung der Christen von Korinth

    26 Seht euch doch einmal in euren eigenen Reihen um, Geschwister: Was für Leute hat Gott sich ausgesucht, als er euch berief? Es sind nicht viele Kluge und Gebildete darunter, wenn man nach menschlichen Maßstäben urteilt , nicht viele Mächtige, nicht viele von vornehmer Herkunft. 27 Im Gegenteil: Was nach dem Urteil der Welt ungebildet ist, das hat Gott erwählt, um die Klugheit der Klugen zunichte zu machen , und was nach dem Urteil der Welt schwach ist, das hat Gott erwählt, um die Stärke der Starken zunichte zu machen . 28 Was in dieser Welt unbedeutend und verachtet ist und was ´bei den Menschen` nichts gilt, das hat Gott erwählt, damit ans Licht kommt, wie nichtig das ist, was ´bei ihnen` etwas gilt . 29 Denn niemand soll gegenüber Gott ´mit vermeintlichen Vorzügen` prahlen können.
    30 Ist es bei euch nicht genauso? Dass ihr mit Jesus Christus verbunden seid, verdankt ihr nicht euch selbst, sondern Gott. Erhat in Christus seine Weisheit sichtbar werden lassen, eine Weisheit, die uns zugute kommt. Denn Christus ist unsere Gerechtigkeit, durch Christus gehören wir zu Gottes heiligem Volk, und durch Christus sind wir erlöst. 31 »Wenn also« – um es mit den Worten der Schrift zu sagen – »jemand auf etwas stolz sein will, soll er auf den Herrn stolz sein.«

    Reicht es schon aus, nur Jesu Namen zu benutzen? Was sagt Paulus hier dazu?

  46. 1. Korinther 2 – Begehren oder Verwehren

    … und an der Verkündigung des Paulus

    1 An diesen Grundsatz habe auch ich mich gehalten. Als ich zu euch kam, Geschwister, um euch das Geheimnis zu verkünden, das Gott uns enthüllt hat, versuchte ich nicht, euch mit geschliffener Rhetorik und scharfsinnigen Argumenten zu beeindrucken . 2 Nein, ich hatte mir vorgenommen, eure Aufmerksamkeit einzig und allein auf Jesus Christus zu lenken – auf Jesus Christus, den Gekreuzigten . 3 Außerdem fühlte ich mich schwach; ich war ängstlich und sehr unsicher, als ich zu euch sprach . 4 Was meine Verkündigung kennzeichnete, waren nicht Überredungskunst und kluge Worte; es war das machtvolle Wirken von Gottes Geist. 5 Denn euer Glaube sollte sich nicht auf Menschenweisheit gründen, sondern auf Gottes Kraft.

    Gottes Geist lässt uns Gottes Weisheit erkennen

    6 Und doch ist unsere Botschaft eine Botschaft voller Weisheit. Verstanden wird diese Weisheit allerdings nur von denen , die der Glaube an Christus zu geistlich reifen Menschen gemacht hat . Denn sie hat nichts zu tun mit der Weisheit dieser Welt und mit der Klugheit ihrer Herrscher, deren Macht schon bald vergeht. 7 Nein, was wir verkünden, ist Gottes Weisheit. Wir verkünden ein Geheimnis: den Plan, den Gott schon vor der Erschaffung der Welt gefasst hat und nach dem er uns Anteil an seiner Herrlichkeit geben will. Dieser Plan ist bisher verborgen gewesen. 8 Keiner von den Machthabern dieser Welt hat etwas von dem Plan gewusst; keiner von ihnen hat Gottes Weisheit erkannt. Sonst hätten sie den Herrn, dem alle ´Macht und` Herrlichkeit gehört,nicht kreuzigen lassen. 9 Es heißt ja in der Schrift:
    »Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr hat je gehört,
    und kein Mensch konnte sich jemals auch nur vorstellen, was Gott für die bereithält, die ihn lieben.«
    10 Uns aber hat Gott dieses Geheimnis durch seinen Geist enthüllt – durch den Geist, der alles erforscht, auch die verborgensten Gedanken Gottes . 11 Nur Gottes Geist ist dazu imstande. Denn genauso, wie die Gedanken eines Menschen nur diesem Menschen selbst bekannt sind – und zwar durch den menschlichen Geist -, genauso kennt auch nur der Geist Gottes die Gedanken Gottes; niemand sonst hat sie je ergründet. 12 Wir aber haben diesen Geist erhalten – den Geist, der von Gott kommt, nicht den Geist der Welt. Darum können wir auch erkennen , was Gott uns in seiner Gnade alles geschenkt hat.
    13 Und wenn wir davon reden, tun wir es mit Worten, die nicht menschliche Klugheit, sondern der Geist Gottes uns lehrt; wir erklären das, was Gott uns durch seinen Geist offenbart hat , mit Worten, die Gottes Geist uns eingibt .
    14 Ein Mensch, der Gottes Geist nicht hat, lehnt ab, was von Gottes Geist kommt; er hält es für Unsinn und ist nicht in der Lage, es zu verstehen, weil ihm ohne den Geist Gottes das nötige Urteilsvermögen fehlt. 15 Wer hingegen den Geist Gottes hat, ist imstande , über alle diese Dinge ´angemessen` zu urteilen, während er selbst von niemand, ´der Gottes Geist nicht hat, zutreffend` beurteilt werden kann. 16 Es heißt ja in der Schrift:
    »Wer hat jemals die Gedanken des Herrn ergründet?
    Wer wäre je imstande, ihn zu belehren?«
    Wir jedoch haben den Geist Christi bekommen, sodass uns seine Gedanken nicht verborgen sind.

    Haben wir diesen Geist? Begehren oder Verwehren wir ihn?

  47. 1. Korinther 3 – Unreifes Verhalten der Christen in Korinth

    1 Allerdings konnte ich mit euch, liebe Geschwister, nicht wie mit geistlich reifen Menschen reden . Ihr habt euch von den Vorstellungen und Wünschen eurer eigenen Natur bestimmen lassen, sodass ihr euch, was euren Glauben an Christus betrifft, wie unmündige Kinder verhalten habt . 2 Milch habe ich euch gegeben , keine feste Nahrung, weil ihr die noch nicht vertragen konntet. Selbst heute könnt ihr sie noch nicht vertragen, 3 denn ihr lasst euch immer noch von eurer eigenen Natur bestimmen. Oder wird euer Leben etwa vom Geist Gottes regiert , solange noch Rivalität und Streit unter euch herrschen? ´Beweist ein solches Verhalten nicht vielmehr, dass` ihr euch nach dem richtet, was unter den Menschen üblich ist? 4 Der eine sagt: »Ich bin Anhänger von Paulus!«, der andere: »Ich von Apollos!« So reden Menschen, die Gott nicht kennen!

    Die Apostel – Diener Gottes und Diener der Gemeinde

    5 Wer ist denn Apollos? Und wer ist Paulus? Diener sind wir, durch die ihr zum Glauben gekommen seid. Und jeder von uns hat das getan, was der Herr ihm aufgetragen hat. 6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum geschenkt. 7 Auf wen kommt es denn nun an? Doch nicht auf den, der pflanzt, oder auf den, der begießt, sondern auf den, der das Wachstum schenkt, auf Gott. 8 Und was ist mit dem, der pflanzt, und mit dem, der begießt? Ihre Aufgaben, so unterschiedlich sie sind, dienen demselben Ziel , und beide werden ´von Gott` ihren Lohn bekommen – den Lohn, der ihrem persönlichen Einsatz entspricht.
    9 Es ist also Gottes Werk, an dem wir miteinander arbeiten , und ihr seid Gottes Ackerfeld; ihr seid Gottes Bauwerk.

    Die Gemeinde als Gottes Tempel – das Fundament, das Baumaterial und die Bauleute

    10 Weil Gott mich in seiner Gnade dazu befähigt hat, habe ich als ein kluger und umsichtiger Bauleiter das Fundament gelegt; andere bauen jetzt darauf weiter. Aber jeder soll sich sorgfältig überlegen, wie er die Arbeit fortführt. 11 Das Fundament ist bereits gelegt, und niemand kann je ein anderes legen. Dieses Fundament ist Jesus Christus. 12 Wienun aber jemand darauf weiterbaut – ob mit Gold, Silber, Edelsteinen , Holz, Schilfrohr oder Stroh -, 13 das wird nicht verborgen bleiben; der Tag des Gerichts wird bei jedem ans Licht bringen, welches Material er verwendet hat. Denn im Feuer des Gerichts wird das Werk jedes Einzelnen auf seine Qualität geprüft werden. 14 Wenn das, was jemand auf dem Fundament aufgebaut hat, ´die Feuerprobe` besteht, wird ´Gott` ihn belohnen. 15 Wenn es jedoch verbrennt, wird er seinen Lohn verlieren . Er selbst wird zwar gerettet werden, aber nur wie einer, der im letzten Augenblick aus dem Feuer gerissen wird .
    16 Wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel Gottes seid und dass Gottes Geist in eurer Mitte wohnt? 17 Wer den Tempel Gottes zerstört, zerstört sich damit selbst, weil er Gottes Gericht über sich bringt. Denn Gottes Tempel ist heilig, und dieser heilige Tempel seid ihr .

    Die Klugheit dieser Welt führt in die Irre

    18 Niemand soll sich selbst etwas vormachen! Wenn einer von euch meint, er gehöre zu den Klugen dieser Welt , muss er erst einmal begreifen, dass seine Klugheit Torheit ist; nur so wird er wirklich klug . 19 Denn was die Welt für klug hält, das ist bei Gott töricht.Die Schrift sagt es so:
    »Er fängt die Klugen im ´Netz` ihrer eigenen Schlauheit.«
    20 Und an einer anderen Stelle heißt es:
    »Der Herr kennt die Gedanken der Klugen;
    er weiß, wie unnütz ihre Überlegungen sind.«

    Alles gehört uns – wir gehören Christus

    21 Was folgt aus dem allem? Niemand soll sich an andere Menschen hängen und damit auch noch prahlen. Alles gehört doch euch: 22 Paulus, Apollos und Petrus, die Welt, das Leben und der Tod, die Gegenwart und die Zukunft – alles gehört euch, 23 ihr selbst aber gehört Christus, und Christus gehört Gott.

    Vielleicht fragt ihr euch ja, warum ich in den letzten Monaten immer fast die ganzen Kapitel rein kopiert habe?

    Weil ich nicht will, dass ihr nur meine eigenen Gedanken lest – sondern ich möchte euch gern dazu motivieren, in der Bibel zu lesen. Denn es ist GOTTES WORT, das lebendig ist und Macht ausübt – nicht meins!

    Ich möchte nur auf den Geschmack bringen und die Liebe und Begeisterung für Jehova und sein Wort wecken und euch dazu motivieren, dieses Wort – nämlich die Bibel – selbst in euch lebendig werden zu lassen. Ich möchte nur so eine Art Hilfestellung dabei geben, ebenso wie dies die WT-Gesellschaft will.

    Dies erinnert mich auch an die „Malkurse“ mit Bob Ross, die auf BRapha kommen: hier malt er in einer knappen halben Stunde ein super tolles Bild. Aber er will nicht, dass wir seine Bilder nachmalen, sondern uns nur zeigen, wie es geht. Die Bilder sehen so super toll aus, wenn sie fertig sind, dass wir uns überhaupt nicht vorstellen können, wie man das so hinbekommt. Aus Angst und Unsicherheit nehmen wir garnicht erst einen Pinsel in die Hand – wir denken, das könnten wir nie.

    Aber dann sehen wir dabei zu, wie er diese Bilder fast schon zaubert. Es ist so einfach, wenn man nur weiss, wie es geht. Wie man den Himmel so „malt“, dass man später die untergehende Sonne sieht, Bäume, bei denen man fast die einzelnen Blätter sieht oder die Spiegelung im Wasser. Für uns Laien ein unüberwindliches Hindernis. Darum fangen wir garnicht erst an.

    Bob Ross ist ein Maler aus Leidenschaft. Mit Hingabe und viel Freude malt er Landschaftsbilder, die uns fast schon ins Paradies versetzen. Er weiss, dass es nicht schwer ist, wenn man nur die Technik kennt. Und so malt er uns Folge für Folge vor, wie auch wir dies können. „Es ist so einfach“ und „genieße, dass du malst“. Er weiss, dass auch wir viel Freude daran hätten. Aber dazu müssen wir erst mal anfangen.

    Ich möchte gern euer „Bob Ross der Bibel“ sein. Euch zeigen, dass es garnicht so schwer ist. Daher machen wir es euch hier vor. Aber auch wir wollen nicht, „dass ihr nur nachmalt“ was ihr bei uns seht, sondern ihr sollt nur „die Technik abgucken“. Ihr sollt sehen, wie einfach es ist, Freude am Bibellesen zu haben. „Nehmt den Pinsel selbst in die Hand und malt eure eigenen Bilder. Es ist garnicht so schwer!“

    Um dies zu verdeutlichen, bekommt ihr hier fast den ganzen Text in der Bibel. Denn ihr sollt zuallererst in der Bibel lesen und dies auf euch wirken lassen.

    Alles andere ist nur „nettes Beiwerk“

  48. 1. Korinther 4 – Das Urteil, auf das alles ankommt

    1 Nun wisst ihr auch, wie ihr von uns denken müsst: Diener Christi sind wir, denen die Verkündigung der Geheimnisse anvertraut ist, die Gott uns enthüllt hat. 2 Und was erwartet man von jemand, dem eine Aufgabe anvertraut ist ? Man erwartet, dass er sie zuverlässig ausführt. 3 Allerdings hat es für mich keinerlei Bedeutung, welches Urteil ihr über mich fällt oder ob sonst irgendeine menschliche Instanz über mich zu Gericht sitzt. Nicht einmal ich selbst maße mir ein Urteil über mich an. 4 Ich wüsste zwar nicht, dass ich mir etwas hätte zuschulden kommen lassen, aber damit bin ich noch nicht gerechtfertigt. Entscheidend ist das Urteil, das der Herr über mich spricht. 5 Urteilt also nicht vorschnell, ´sondern wartet,` bis der Herr kommt. Er wird alles Verborgene ans Licht bringen, alles, was jetzt noch im Dunkeln liegt, und wird die geheimsten Gedanken der Menschen aufdecken. Dann wird jeder von Gott die Anerkennung bekommen, die er verdient .

    Statt Überheblichkeit: Bereitschaft zum Leiden

    6 Geschwister, wenn ich jetzt so viel und mit immer neuen Vergleichen von mir und Apollos gesprochen habe , geschah das in eurem Interesse. An unserem Beispiel wollte ich euch zeigen, was es bedeutet, die Grenzen nicht zu überschreiten, die uns durch die Schrift gesetzt sind . Keiner von euch darf den einen ´von uns` auf Kosten des anderen hervorheben und sich damit auch noch wichtig machen. 7 Was bringt dich überhaupt dazu, so überheblich zu sein? Ist nicht alles, was du hast, ein Geschenk ´Gottes`? Wenn es dir aber geschenkt wurde, warum prahlst du dann damit, als hättest du es dir selbst zu verdanken ?
    8 Aber ihr seid ja schon satt. Ihr seid ja schon reich. Ihr sitzt bereits auf dem Thron – und das alles, ohne dass wir daran Anteil hätten .
    Was gäbe ich darum, ihr würdet tatsächlich schon regieren! Dann wären auch wir jetzt am Ziel und würden zusammen mit euch herrschen. 9 InWirklichkeit aber, so scheint mir, hat Gott uns Aposteln einen Platz zugewiesen, wie er erniedrigender nicht sein könnte ; es ist, als wären wir zum Tod ´in der Arena` verurteilt . Ein Schauspiel für die ganze ´sichtbare und unsichtbare` Welt sind wir geworden, für Engel und Menschen. 10 Wir gelten als dumm und ungebildet, weil wir uns zu Christus halten, ihr dagegen steht durch euren Glauben an Christus als kluge und vernünftige Leute da. Wir sind schwach, aber ihr seid stark. Euch ehrt man, während man uns verachtet. 11 Bis zu diesem Augenblick leiden wir Hunger und Durst. Wir haben nicht genug anzuziehen. Wir werden geschlagen und misshandelt. Nirgends haben wir ein Zuhause. 12 Wir leisten harte körperliche Arbeit, um selbst für unseren Unterhalt aufzukommen. Man verflucht uns, aber wir segnen; man verfolgt uns, aber wir geben nicht auf. 13 Auf Beleidigungen reagieren wir mit freundlichen Worten. Die Welt behandelt uns, als wären wir Abfall ; wir sind der Abschaum der Gesellschaft – und daran hat sich bis heute nichts geändert.

    Mahnung eines Vaters an seine Kinder

    14 Ich schreibe diese Dinge nicht, um euch in Verlegenheit zu bringen. Ich möchte euch nur wieder auf den richtigen Weg führen. Schließlich seid ihr doch meine geliebten Kinder! 15 Denn selbst wenn ihr Tausende von Erziehern hättet, die euch in eurem Christsein voranbringen, hättet ihr deswegen noch lange nicht tausend Väter. Dadurch, dass ich euch das Evangelium verkündet und euch zum Glauben an Jesus Christus geführt habe, bin ich euer Vater geworden. 16 Daher bitte ich euch eindringlich: Folgt meinem Beispiel! 17 Um euch dabei zu helfen, habe ich Timotheus zu euch geschickt , den ich liebe, als wäre er mein eigener Sohn, und der mir ein zuverlässiger Mitarbeiter in meinem Dienst für den Herrn ist . Er wird euch die Grundsätze in Erinnerung rufen, nach denen ich meinen Weg mit Jesus Christus gehe und die ich überall, in jeder Gemeinde, lehre.
    18 Einige von euch spielen sich groß auf, weil sie der Meinung sind , ich würde es nicht wagen, noch einmal persönlich zu euch zu kommen. 19 Doch ´ihr werdet sehen`: Wenn es dem Plan des Herrn entspricht, werde ich sehr bald zu euch kommen. Und dann interessieren mich nicht die Worte dieser Wichtigtuer; dann interessiert mich, ob in ihrem Leben Gottes Kraft sichtbar wird. 20 Denn das Reich Gottes gründet sich nicht auf Worte, sondern auf ´Gottes` Kraft. 21 Was ist euch lieber? Soll ich mit dem Stock zu euch kommen oder mit Liebe und nachsichtiger Geduld ?

    Hier haben wir eine sehr anschauliche Szene in dem Drama – wo Timotheus nach Ephesus geschickt wird, um die Versammlung wieder auf den richtigen Weg zu schicken. Der Materialismus hatte um sich gegriffen und einige waren scheinbar der Ansicht, sie könnten sich mit großzügigen Spenden vom Predigtdienst und vom Gutestun loskaufen. Die Ziele der Jugend bestanden zumeist darin, die „Erfolgreichen“ Brüder nachzuahmen und so gerät Timotheus mit einem wohlhabenden Bruder aneinander, der Timotheus für zu extrem hält, ja er nennt ihn sogar „Marionette von Paulus“. Was als Schimpfwort gedacht ist, ist in Wirklichkeit ein Kompliment.

    Es ist gut, wenn wir treu an der Lehre festhalten, die Jesus – und später seine Apostel – uns gebracht hat. Lassen wir uns davon nicht abbringen, ganz egal, auf welchen Widerstand wir dabei stoßen. Selbst, wenn es innerhalb der Bruderschaft oder von leitenden Brüdern ist. Wir sind in erster Linie Jehova verantwortlich und haben uns Jehova hingegeben – nicht Menschen!

  49. 1. Korinther 5 – 8

    1. Korinther 5 – Ein krasser Fall von Unsittlichkeit in der Gemeinde

    1 Mir ist noch etwas berichtet worden. Es gibt bei euch doch tatsächlich einen so unglaublichen Fall von Unmoral, dass er nicht einmal bei denen ´toleriert würde` , die Gott nicht kennen: Einer von euch hat ein Verhältnis mit seiner eigenen Stiefmutter! 2 Und da spielt ihr euch immer noch groß auf? Solltet ihr nicht vielmehr beschämt und traurig sein und den, der sich so etwas hat zuschulden kommen lassen, aus eurer Gemeinschaft ausschließen?

    3 Ich jedenfalls habe bereits entschieden, was zu tun ist. Denn wenn ich auch nicht persönlich unter euch bin, bin ich es doch mit meinen Gedanken. Auf solche Weise bei euch anwesend, habe ich folgendes Urteil über den gefällt, der diese schändliche Beziehung eingegangen ist : 4 Im Namen von Jesus, unserem Herrn , sollt ihr eine Versammlung abhalten; ich werde in Gedanken daran teilnehmen, und Jesus, unser Herr, wird mit seiner Kraft zugegen sein. 5 Wir werden zusammenkommen, um diesen Menschen dem Satan auszuliefern. Er soll die zerstörerische Macht des Satans am eigenen Leib erfahren , damit er zur Besinnung kommt und an dem Tag, an dem der Herr Gericht hält, doch noch gerettet wird.

    »Schließt den, der Böses tut, aus eurer Gemeinschaft aus!«

    6 Ihr habt wirklich keinen Grund, stolz und überheblich zu sein! Habt ihr vergessen, dass schon die kleinste Menge Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? 7 ´Macht es daher so, wie man es vor dem Passafest macht :` Entfernt den alten, durchsäuerten Teig, damit ihr wieder das werdet, was ihr doch schon seid – ein frischer, ungesäuerter Teig . ´Ihr seid es,` weil der geopfert wurde, der unser Passalamm ist: Christus. 8 Deshalb wollen wir nicht mit dem alten, durchsäuerten Teig feiern, dem Sauerteig der Bosheit und der Schlechtigkeit, sondern mit dem ungesäuerten Brot der Reinheit und der Wahrheit.

    9 In meinem früheren Brief habe ich euch vor dem Umgang mit Menschen gewarnt, die ein unmoralisches Leben führen. 10 Dabei dachte ich natürlich nicht an Menschen, mit denen ihr zwar in dieser Welt zu tun habt, die aber Gott nicht kennen. Wenn ihr den Kontakt mit allen vermeiden wolltet, die ein unmoralisches Leben führen, geldgierig sind, andere berauben oder Götzen anbeten, bliebe euch nichts anderes übrig, als die Welt zu verlassen. 11 Darum schreibe ich euch jetzt ´noch einmal unmissverständlich` : Habt mit niemand etwas zu tun, der sich zur Gemeinde zählt und trotzdem ein unmoralisches Leben führt oder geldgierig ist, Götzen anbetet, Verleumdungen verbreitet, ein Trinker ist oder andere beraubt. Lasst einen solchen Menschen also auch nicht mehr an euren gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen.

    12 Ist es etwa unsere Aufgabe, über die zu Gericht zu sitzen, die außerhalb der Gemeinde stehen? Seid ihr nicht vielmehr verpflichtet, eure eigenen Leute zur Verantwortung zu ziehen? 13 Über die draußen wird Gott selbst das Urteil sprechen . »Schließt also den, der Böses tut, aus eurer Gemeinschaft aus!«

  50. 1. Korinther 6 – Rechtsstreitigkeiten unter Christen

    1 Bei euch bringt es doch tatsächlich jemand fertig, seinen Streit mit einem anderen ´Gemeindeglied` vor einem weltlichen Gericht auszutragen, statt die Sache von denen entscheiden zu lassen, die zu Gottes heiligem Volk gehören ! 2 Wisst ihr denn nicht, dass die, die zu Gottes Volk gehören, einmal die Welt richten werden? Die ganze Welt muss im Gericht vor euch erscheinen! Und da gebt ihr solch ein unwürdiges Bild ab und seid nicht einmal imstande, über die kleinsten Kleinigkeiten zu urteilen? 3 Wisst ihr nicht, dass wir sogar Engel richten werden? Da müssen wir doch auch in der Lage sein, Streitfälle des täglichen Lebens zu entscheiden! 4 Aber was macht ihr, wenn ihr solche Streitfälle habt? Ihr wählt ausgerechnet die als Richter, die nicht zur Gemeinde gehören und auf deren Urteil die Gemeinde sonst nichts gibt !
    5 Zu eurer Schande muss ich das sagen. Gibt es denn wirklich keinen Einzigen unter euch, der die Weisheit besitzt, einen Streit zwischen zwei Brüdern zu schlichten? 6 Aber nein – ein Bruder prozessiert gegen den anderen, und das Schlimmste daran ist: Ihr verklagt einander vor Menschen, die nicht an Gott glauben!

    7 Dass ihr überhaupt gegeneinander vor Gericht zieht, ist schon eine Niederlage für euch alle . Warum seid ihr nicht bereit, euch Unrecht zufügen zu lassen? Warum könnt ihr es nicht ertragen, wenn jemand sich auf eure Kosten bereichert ? 8 Stattdessen tut ihr selbst Unrecht und verschafft euch Vorteile auf Kosten von anderen – und diese anderen sind eure Geschwister!
    9 Muss ich euch daran erinnern, dass die, die Unrecht tun, keinen Anteil am Reich Gottes bekommen werden, dem Erbe, das Gott für uns bereithält? Macht euch nichts vor: Keiner, der ein unmoralisches Leben führt, Götzen anbetet, die Ehe bricht, homosexuelle Beziehungen eingeht , 10 stiehlt, geldgierig ist, trinkt, Verleumdungen verbreitet oder andere beraubt , wird an Gottes Reich teilhaben.

    11 Auch ihr gehörtet zu denen, die so leben und sich so verhalten – zumindest einige von euch. Aber das ist Vergangenheit. Der Schmutz eurer Verfehlungen ist von euch abgewaschen , ihr gehört jetzt zu Gottes heiligem Volk, ihr seid von aller Schuld freigesprochen , und zwar durch den Namen von Jesus Christus, dem Herrn, und durch den Geist unseres Gottes.

    Christliche Freiheit: kein Freibrief für sexuelle Unmoral

    12 »Alles ist mir erlaubt!« ´Wer so redet, dem antworte ich:` Aber nicht alles, ´was mir erlaubt ist,` ist auch gut ´für mich und für andere`. – »Alles ist mir erlaubt!« Aber es darf nicht dahin kommen, dass ich mich von irgendetwas beherrschen lasse.
    13 ´Ihr sagt:` »Das Essen ist für den Magen da und der Magen für das Essen, und dem einen wie dem anderen wird Gott ein Ende bereiten.«

    ´Einverstanden,` aber ´das heißt noch lange nicht, dass wir mit unserem Körper machen können, was wir wollen`. Der Körper ist nicht für die Unmoral da, sondern für den Herrn, und der Herr ist für den Körper da ´und hat das Recht, über ihn zu verfügen` . 14 Und genauso, wie Gott den Herrn von den Toten auferweckt hat, wird er durch seine Macht auch uns vom Tod auferwecken ´und unseren Körper wieder lebendig machen`.

    15 Wisst ihr nicht, dass ihr zum Leib Christi gehört und dass damit auch euer Körper ein Teil seines Leibes ist? Soll ich denn nun, indem ich mich mit einer Prostituierten einlasse, Christus das wegnehmen, was einen Teil seines Leibes ausmacht, und es zu einem Teil ihres Leibes machen? Niemals! 16 Überlegt doch einmal: Wer sich mit einer Prostituierten einlässt, wird mit ihr eins; sein Körper verbindet sich mit ihrem Körper. Es heißt ja in der Schrift: »Die zwei werden ein Leib sein.« 17 Wer sich hingegen mit dem Herrn verbindet, wird eins mit ihm; sein Geist verbindet sich mit dem Geist des Herrn.

    18 Lasst euch unter keinen Umständen zu sexueller Unmoral verleiten! Was immer ein Mensch für Sünden begehen mag – bei keiner Sünde versündigt er sich so unmittelbar an seinem eigenen Körper wie bei sexueller Unmoral. 19 Habt ihr denn vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist? Der Geist, den Gott euch gegeben hat, wohnt in euch , und ihr gehört nicht mehr euch selbst. 20 Gott hat euch als sein Eigentum erworben ; denkt an den Preis, den er dafür gezahlt hat! Darum geht mit eurem Körper so um, dass es Gott Ehre macht!

    Klare und deutliche Worte, die keine Erklärungen benötigen.

    Wir müssen uns nur darauf besinnen, dass wir Jesu Nachfolger sind. Nicht nur dem Namen nach, sondern indem wir ihn wirklich nachahmen. Dabei ist es von grosser Bedeutung, was Jesus für uns getan hat: er ist für uns gestorben. Wie könnten wir ihm da nur halbherzig nachfolgen?

  51. 1. Korinther 7 – Rat zum Thema Ehe und Ehelosigkeit

    Sexuelle Enthaltsamkeit in der Ehe?

    1 Kommen wir nun zu dem, was ihr mir geschrieben habt. ´Ihr sagt:` »Es ist das Beste, wenn ein Mann überhaupt keinen Geschlechtsverkehr mit einer Frau hat .« 2 ´Meine Antwort darauf lautet:` Wegen der Gefahr sexueller Unmoral soll ein Mann die eheliche Beziehung mit seiner Frau pflegen, und eine Frau soll die eheliche Beziehung mit ihrem Mann pflegen . 3 Der Mann darf sich seiner Frau nicht verweigern, und genauso wenig darf sich die Frau ihrem Mann verweigern. 4 Nicht die Frau verfügt über ihren Körper, sondern der Mann, und ebenso verfügt nicht der Mann über seinen Körper, sondern die Frau. 5 Keiner von euch darf sich seinem Ehepartner entziehen, es sei denn, ihr beschließt gemeinsam, eine Zeitlang auf den ehelichen Verkehr zu verzichten, um euch ganz auf das Gebet zu konzentrieren. Aber danach sollt ihr wieder zusammenkommen; sonst könnte euch der Satan in Versuchung bringen, weil es euch schwer fallen würde, euer sexuelles Verlangen zu kontrollieren . 6 Versteht mich nicht falsch: Was ich hier über zeitweilige Enthaltsamkeit sage , ist ein Zugeständnis an euch und nicht etwa eine Vorschrift.
    7 Am liebsten wäre mir ja, wenn jeder wie ich die Befähigung hätte, ledig zu bleiben . Aber es haben nicht alle die gleiche Gabe; dem einen gibt Gott diese, dem anderen eine andere.

    Heiraten oder nicht?

    8 Den Unverheirateten und den Verwitweten rate ich, ´ehelos` zu bleiben, wie ich es bin; das ist das Beste für sie. 9 Fällt es ihnen jedoch zu schwer, ihr Verlangen zu beherrschen, dann sollen sie heiraten. Es ist besser zu heiraten, als ´von unerfülltem Verlangen` verzehrt zu werden.

    Die Frage der Scheidung

    10 Nun zu den Verheirateten. Für sie habe ich eine Anweisung, die nicht von mir stammt, sondern die der Herr selbst gegeben hat : Eine Frau darf sich nicht von ihrem Mann scheiden lassen. 11 Wenn sie es bereits getan hat , soll sie ehelos bleiben oder sich mit ihrem Mann aussöhnen. Dasselbe gilt für den Mann: Er darf sich nicht von seiner Frau trennen.

    12 Für Verheiratete, deren Ehepartner nicht an Christus glauben, hat uns der Herr keine ausdrückliche Weisung hinterlassen. Ihnen sage ich Folgendes: Der gläubige Mann soll sich nicht von seiner ungläubigen Frau trennen, wenn sie bereit ist, bei ihm zu bleiben. 13 Und die ´gläubige` Frau soll sich nicht von ihrem ungläubigen Mann trennen, wenn er bereit ist, bei ihr zu bleiben. 14 Denn der ungläubige Mann hat durch die Gemeinschaft mit seiner Frau teil an dem Segen, den Gott ihr gibt, und die ungläubige Frau hat durch die Gemeinschaft mit ihrem Mann teil an dem Segen, den Gott ihm gibt. Andernfalls wären ja auch eure Kinder von der Gemeinschaft mit Gott ausgeschlossen, während sie doch in Wirklichkeit an seinem Segen teilhaben.
    15 Wenn sich der ungläubige Partner jedoch scheiden lassen will, mag er es tun. Der gläubige Mann oder die gläubige Frau ist in diesem Fall nicht verpflichtet, an der Ehe festzuhalten . Denkt daran, dass Gott euch zu einem Leben im Frieden berufen hat. 16 Weißt du denn, Frau, ob du deinen Mann retten kannst? Oder weißt du, Mann, ob du deine Frau retten kannst?

    Christsein ist nicht abhängig von den Lebensumständen

    17 Grundsätzlich gilt: Akzeptiert die Lebensverhältnisse, die der Herr euch zugewiesen hat und in denen ihr wart, als Gott euch zum Glauben rief. So ordne ich es in allen Gemeinden an. 18 War jemand beschnitten, als Gott ihn rief? Dann soll er nicht versuchen, die Beschneidung rückgängig zu machen . War jemand unbeschnitten, als Gott ihn rief? Dann soll er sich nicht beschneiden lassen. 19 Ob einer beschnitten ist oder ob er unbeschnitten ist, macht keinerlei Unterschied. Worauf es ankommt, ist, Gottes Gebote zu halten.

    20 Jeder soll die Lebensumstände akzeptieren, in denen er sich befand, als er zum Glauben gerufen wurde. 21 Warst du ein Sklave, als Gott dich rief? Lass dich davon nicht niederdrücken! Wenn sich dir allerdings eine Gelegenheit bietet, die Freiheit zu erlangen, dann mach dankbar davon Gebrauch. 22 Ob du frei bist oder nicht, spielt letztlich keine Rolle. Denn wenn du ein Sklave warst, als du in die Gemeinschaft mit dem Herrn gerufen wurdest, bist du jetzt durch den Herrn ein freier Mensch. Und wenn du frei warst, als Gott dich rief, bist du jetzt ein Sklave – ein Sklave von Christus. 23 Denkt an den Preis, den Christus gezahlt hat, um euch als sein Eigentum zu erwerben! Macht euch daher nicht selbst zu Sklaven von Menschen!

    24 Noch einmal, Geschwister: Jeder soll die Lebensverhältnisse akzeptieren, in denen er sich befand, als er zum Glauben gerufen wurde, und soll seinen Platz so ausfüllen, wie es Gott gefällt.

    Die Vorteile der Ehelosigkeit

    25 Nun ´zu eurer Anfrage` im Hinblick auf die, die noch unverheiratet sind . Ich habe diesbezüglich keine ausdrückliche Anweisung vom Herrn; aber weil der Herr mir sein Erbarmen erwiesen und mich in seinen Dienst gestellt hat, könnt ihr meinem Urteil vertrauen . 26 Ich meine, dass es wegen der bedrängten Lage, in der wir uns befinden , das Beste ist, unverheiratet zu bleiben . 27 Wenn du bereits an eine Frau gebunden bist, dann versuche nicht, diese Bindung aufzulösen. Bist du jedoch noch ungebunden, dann bemühe dich nicht darum, eine Frau zu finden. 28 Allerdings begehst du keine Sünde, wenn du heiratest. Und auch die ledige Frau sündigt nicht, wenn sie heiratet. Nur ist es eben so, dass euer irdisches Leben damit zusätzlichen Belastungen ausgesetzt ist , die ich euch gern ersparen möchte.
    29 Eins ist sicher, Geschwister: Es geht immer schneller dem Ende zu. Deshalb darf es in der Zeit, die uns noch bleibt, beim Verheirateten nicht die Ehe sein, die sein Leben bestimmt; 30 beim Traurigen darf es nicht die Traurigkeit sein und beim Fröhlichen nicht die Freude. Wer etwas kauft, soll damit so umgehen, als würde es ihm nicht gehören, 31 und wer von den Dingen dieser Welt Gebrauch macht, darf sich nicht von ihnen gefangen nehmen lassen. Denn die Welt in ihrer jetzigen Gestalt ist dem Untergang geweiht.

    32 Ich möchte, dass ihr frei seid von ´unnötigen` Sorgen. Wenn ein Mann ledig ist, gilt seine ganze Sorge der Sache des Herrn; er bemüht sich, so zu leben, dass der Herr Freude daran hat. 33 Aber wenn er verheiratet ist, bemüht er sich, auch seiner Frau Freude zu machen. Daher sorgt er sich auch um Dinge, die zum Leben in dieser Welt gehören, 34 und das führt dazu, dass seine Interessen geteilt sind. Genauso ist es bei der Frau: Wenn sie noch nicht verheiratet ist oder wenn sie keinen Mann mehr hat , gilt ihre ganze Sorge der Sache des Herrn ; sie möchte ihm dienen mit allen ihren Gedanken und all ihrem Tun . Aber wenn sie verheiratet ist, sorgt sie sich auch um irdische Dinge; sie bemüht sich, ihrem Mann Freude zu machen.

    35 Ich sage das in eurem eigenen Interesse und nicht, um euch in eurer Freiheit einzuschränken . Vielmehr will ich euch helfen, das zu tun, was gut und richtig ist, und dem Herrn unbeirrt und mit ungeteilter Hingabe zu dienen.

    Die Verlobten

    36 Vielleicht denkt jemand, er verhalte sich nicht richtig gegenüber seiner Verlobten , ´wenn er sie nicht heiratet`; vielleicht ist sein Verlangen nach ihr so stark, dass für ihn nur Heiraten in Frage kommt . Nun, dann soll er tun, was er vorhat; er begeht damit keine Sünde. Die beiden sollen ruhig heiraten. 37 Jemand anders hingegen ist zu der festen Überzeugung gekommen, ´dass es besser ist, wenn er ledig bleibt`. Es fällt ihm nicht schwer, auf die Ehe zu verzichten , und er kann seine Entscheidung aus freiem Willen treffen. Wenn er daher beschließt, seine Verlobte nicht zu heiraten , handelt er ebenfalls richtig.

    38 Beide treffen also eine gute Entscheidung – der, der seine Verlobte heiratet, und der, der ledig bleibt. Besser ist allerdings der zweite Weg.

    Die Witwen

    39 Eine Frau ist an ihren Mann gebunden, solange er lebt. Wenn er stirbt, ist sie frei und kann heiraten, wen sie will, vorausgesetzt, der Betreffende gehört wie sie dem Herrn . 40 Besser ist es allerdings für sie , wenn sie nicht noch einmal heiratet . Wenigstens ist das meine Meinung, und ich denke, dass auch ich den Geist Gottes habe.

    Obwohl Paulus selbst nicht verheiratet ist, weiss er doch, dass Ehe und Beziehung nicht immer eitel Sonnenschein ist.

    Wer verheiratet ist, hat die Verantwortung, auch nach der Heirat weiterhin an der Beziehung zu arbeiten. Die Ehefrau freut sich auch nach der Heirat noch darüber, wenn sie von ihrem Mann umworben wird und der Mann geniesst auch als Ehemann weiterhin die Achtung und den Respekt. Damit eine Ehe glücklich und harmonisch bleibt, müssen beide Partner ständig daran arbeiten.

    Wenn Paulus sagt, dass die Ehepflichten unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, die dann beim Dienst nicht mehr eingesetzt werden kann – dann spricht er wahre Worte: der Mann muss länger und mehr arbeiten, denn er muss nun für beide sorgen, muss Rücksicht auf die Befindlichkeiten seiner Frau nehmen. Auch die Frau hat „mehr Arbeit“, indem sie nun die Wäsche für zwei erledigen muss, darauf achten muss, dass jeden Tag ein leckeres und nahrhaftes Essen auf dem Tisch steht usw.

    Außerdem haben beide Ehepartner emotionale Bedürfnisse. Sie wollen wahrgenommen werden, möchten Nähe und Zuwendung. Sie können nach einem anstrengenden Tag nicht einfach ins Bett fallen, sondern „müssen“ sich dem Ehepartner widmen, damit sich dieser nicht vernachlässigt fühlt.

    Daher sollte sich jeder von uns gut überlegen, ob, wann und wen er heiratet. Denn danach gibt es kein Zurück mehr.

    Wahrscheinlich hat Paulus im Laufe der Jahre viele unglückliche Eheleute gesehen, die sich gegenseitig das Leben schwer machen, weil sie sich in ihren Gefühlen verletzt fühlten. Daher ist er für sich selbst zu der Ansicht gekommen, dass man Jehova noch besser dienen könnte, wenn man allein ist und niemand Aufmerksamkeit und Zuwendung „schuldet“. So kann man sich voll und ganz auf Jehova und die wahre Anbetung konzentrieren.

    Aber er weiss auch, dass nicht jeder diese Gabe der Ehelosigkeit hat. Jehova hat den Mensch so erschaffen, dass er sich in der Regel einsam fühlt, wenn er nicht die Nähe und Zuwendung eines Ehepartners hat. Und da ist ja auch noch die Sexualität. Wenn man nun nicht heiraten würde, aber dafür immer wieder seine sexuellen Bedürfnisse mit jemanden auslebt, der nicht sein Ehepartner ist – dann versündigt man sich. Sexualität und Nähe wie Kuscheln und zärtliches Umarmen gehören in eine Ehe.

    So muss also jeder für sich selbst abwägen: kann er überhaupt ohne Partner sein? Falls ja, so kann er Jehova noch auf eine andere Weise dienen, als die anderen. Aber wer nicht für so ein Leben geboren ist, der muss kein schlechtes Gewissen haben, denn es sind natürliche Bedürfnisse. Sie müssen nur in die richtige Richtung gelenkt werden.

    Wenn Paulus hier davon spricht, dass die Ehelosigkeit der Ehe vorzuziehen sei, dann sagt er jedesmal dazu, dass dies seine eigene persönliche Ansicht ist, die nicht jeder teilen muss. Bei den Punkten zur Scheidung und wen man heiraten sollte – da zeigt er ganz klar auf, dass dies GOTTES Ansicht ist, nicht seine eigene.

    Wir sollten halt bei allem, was wir tun, immer Jehova mit einbeziehen. Fragen wir uns, was Jehova davon hält und was er von uns erwartet – und dann tun wir es. Dann werden wir uns in Gottes Liebe bewahren.

    Vielleicht erinnern wir uns auch noch an den Studienartikel „Weiser Rat zum Thema Ehe und Ehelosigkeit“?

  52. 1. Korinther 8 – Zwischen Freiheit und Rücksichtnahme:

    Die Frage nach dem Essen von Götzenopferfleisch

    1 Nun zu einem anderen Punkt, den ihr angesprochen habt: Darf man Fleisch essen, das den Götzen geopfert wurde? »Wir alle wissen doch in dieser Sache Bescheid«, sagt ihr, und damit habt ihr sicher Recht. Aber bloßes Wissen macht überheblich. Was uns wirklich voranbringt, ist die Liebe. 2 Wenn sich jemand etwas auf sein Wissen einbildet, weiß er noch gar nicht, was es bedeutet, echtes Wissen zu haben. 3 Echtes Wissen ist nur bei dem zu finden, der Gott liebt; denn wer Gott liebt, weiß, dass Gott ihn kennt und liebt.

    4 Zurück zur Frage nach dem Essen von Götzenopferfleisch. Ihr habt Recht : »Die Götzen gibt es in Wirklichkeit gar nicht; es gibt keinen Gott außer dem einen.« 5 Viele behaupten zwar, dass es Götter gibt – Götter im Himmel und Götter auf der Erde; und es werden ja auch zahlreiche Götter und zahlreiche Herren verehrt . 6 Aber für uns ´steht fest`: Es gibt nur einen Gott – den Vater, von dem alles kommt und für den wir ´geschaffen` sind. Und es gibt nur einen Herrn – Jesus Christus, durch den alles ´geschaffen` wurde und durch den auch wir ´das Leben haben`.

    7 Doch nicht alle haben schon die volle Konsequenz aus dieser Erkenntnis gezogen. Manche haben sich bis heute nicht von ihren alten Vorstellungen über Götzen gelöst. Wenn sie Opferfleisch essen, meinen sie immer noch, sie würden damit den Götzen anerkennen, für den das Tier geschlachtet wurde , und das belastet ihr empfindliches Gewissen.

    8 Nun hat zwar das, was wir essen, keine Auswirkung auf unser Verhältnis zu Gott. Wir sind in seinen Augen nicht weniger wert, wenn wir kein Opferfleisch essen , und wir sind in seinen Augen nicht mehr wert, wenn wir davon essen. 9 Doch ihr müsst darauf achten, dass die Freiheit, die ihr für euch in Anspruch nehmt, für diejenigen, die ein empfindliches Gewissen haben, kein Hindernis wird, an dem sie zu Fall kommen.

    10 Stell dir nur einmal vor, du nimmst im Tempel eines Götzen an einem Opfermahl teil (wozu du dich aufgrund deiner Erkenntnis berechtigt fühlst), und jemand mit einem empfindlichen Gewissen sieht dich dort! Wird er da etwa im Glauben gefestigt? Wird er nicht vielmehr dazu verleitet, gegen seine Überzeugung zu handeln und ebenfalls Götzenopferfleisch zu essen? 11 Deine Erkenntnis wird also dem, der ein empfindliches Gewissen hat, zum Verhängnis, deinem Bruder , für den Christus gestorben ist! 12 Ja, ihr versündigt euch nicht nur an euren Geschwistern, wenn ihr so rücksichtslos mit ihrem empfindlichen Gewissen umgeht; ihr versündigt euch ´letztlich` an Christus selbst.

    13 Um diesen Punkt zusammenzufassen: Mein Bruder und meine Schwester dürfen wegen dem, was ich esse, nicht in Sünde geraten . Lieber will ich mein Leben lang auf Fleisch verzichten, als dass eines von meinen Geschwistern durch mich zu einer Sünde verführt wird .

    Nehmen auch wir auf das Gewissen und die Gefühle unserer Brüder und Schwestern Rücksicht?

  53. 1. Korinther 9 – 12

    1. Korinther 9 – Das Beispiel des Paulus:

    Die ihm als Apostel zustehenden Rechte …

    1 Bin ich nicht frei? Bin ich nicht ein Apostel? Habe ich nicht Jesus, unseren Herrn, gesehen? Und seid nicht ihr das Ergebnis meiner Arbeit für den Herrn? 2 Auch wenn andere mich nicht als Apostel anerkennen – ihr jedenfalls wisst, dass ich ein Apostel bin : Die Tatsache, dass es eure Gemeinde gibt, ist eine sichtbare Bestätigung dafür, dass der Herr mich zum Apostel berufen hat.

    3 Daher möchte ich denen, die sich als meine Richter aufspielen, Folgendes zu bedenken geben : 4 Hätten Barnabas und ich nicht das Recht, uns für unsere Arbeit von der Gemeinde mit Essen und Trinken versorgen zu lassen ? 5 Hätten wir nicht das Recht, eine gläubige Frau zu heiraten und sie auf unsere Reisen mitzunehmen , wie das die anderen Apostel tun und die Brüder des Herrn und auch Petrus? 6 Bei ihnen allen ist es selbstverständlich, dass sie für ihren Lebensunterhalt nicht selbst aufkommen müssen. Sind Barnabas und ich die Einzigen, denen dieses Recht nicht zusteht? 7 Welcher Soldat zieht jemals auf eigene Kosten in den Krieg? Wer pflanzt einen Weinberg an und isst dann nicht von dessen Trauben? Wer hütet eine Herde, ohne von der Milch der Schafe zu trinken?

    8 Vielleicht hält man mir entgegen, ich würde die Sache nur von einem menschlichen Standpunkt aus betrachten. Aber sagt das Gesetz, das Mose uns im Auftrag Gottes gab, nicht genau dasselbe? 9 Dort heißt es doch : »Binde einem Ochsen beim Dreschen nicht das Maul zu!« Geht es Gott ´hier` um die Ochsen? 10 Sagt er das nicht in erster Linie wegen uns? Ja, unseretwegen steht diese Anweisung in der Schrift. Gott zeigt damit: Wer pflügt oder drischt, erwartet zu Recht , dass er für seine Arbeit einen Teil vom Ernteertrag bekommt.

    11 Nun, wir haben bei euch gesät; wir haben Saatgut ausgestreut, das eurem geistlichen Leben zugute kommt. Wäre es da nicht recht und billig, wenn wir – gewissermaßen als unseren Anteil an der Ernte – das von euch bekämen, was wir für unser irdisches Leben brauchen? 12 Wenn andere das Recht haben, sich von euch unterstützen zu lassen , hätten wir es dann nicht noch viel mehr?

    Doch wir haben von unserem Recht keinen Gebrauch gemacht. Und alle Schwierigkeiten, ´die dieser Verzicht mit sich bringt,` nehmen wir bereitwillig in Kauf, um ´die Ausbreitung` des Evangeliums von Christus in keiner Weise zu behindern.

    … und sein Verzicht, davon Gebrauch zu machen

    13 Ihr wisst doch: Die, die im Tempel Dienst tun, bekommen ihren Unterhalt von den Einkünften des Tempels ; und die, die am Altar den Opferdienst verrichten, bekommen einen Anteil an den Opfergaben . 14 Genauso hat es der Herr auch im Hinblick auf die angeordnet, die das Evangelium verkünden: Sie haben das Recht, von der Verkündigung des Evangeliums zu leben.
    15 Ich aber habe nichts von dem, was mir zusteht, in Anspruch genommen. Und ich schreibe das auch nicht in der Absicht, mich in Zukunft von euch versorgen zu lassen . Lieber würde ich sterben, als dass ich mir meinen Ruhm von jemand zunichte machen lasse! 16 Mein Ruhm besteht ja nicht darin, dass ich das Evangelium verkünde. Das ist schließlich eine Verpflichtung, der ich nicht ausweichen kann – wehe mir, wenn ich sie nicht erfülle! 17 Hätte ich diese Aufgabe aus eigenem Antrieb übernommen, könnte ich einen Lohn dafür erwarten. Ich habe sie aber nicht gewählt; sie ist mir übertragen worden: Gott hat mir die Aufgabe anvertraut, seine Botschaft zu verkünden. 18 Heißt das dann, dass ich überhaupt keinen Lohn bekomme? O doch: Mein Lohn besteht genau darin, dass ich das Evangelium unentgeltlich verkünde und keinerlei Gebrauch von dem Recht mache, das ich als Verkündiger dieser Botschaft habe .

    Seine freiwillige Unterordnung unter alle anderen …

    19 Ich bin also frei und keinem Menschen gegenüber zu irgendetwas verpflichtet. Und doch habe ich mich zum Sklaven aller gemacht, um möglichst viele ´für Christus` zu gewinnen. 20 Wenn ich mit Juden zu tun habe, verhalte ich mich wie ein Jude, um die Juden zu gewinnen. Wenn ich mit denen zu tun habe, die dem Gesetz des Mose unterstehen , verhalte ich mich so, als wäre ich ebenfalls dem Gesetz des Mose unterstellt (obwohl das nicht mehr der Fall ist); denn ich möchte auch diese Menschen gewinnen. 21 Wenn ich mit denen zu tun habe, die das Gesetz des Mose nicht kennen, verhalte ich mich so, als würde ich es ebenfalls nicht kennen ; denn auch sie möchte ich gewinnen. (Das bedeutet allerdings nicht, dass mein Leben mit Gott nicht doch einem Gesetz untersteht; ich bin ja an das Gesetz gebunden, das Christus uns gegeben hat .) 22 Und wenn ich mit Menschen zu tun habe, deren Gewissen empfindlich ist, verzichte ich auf meine Freiheit , weil ich auch diese Menschen gewinnen möchte. In jedem einzelnen Fall nehme ich jede nur erdenkliche Rücksicht auf die, mit denen ich es gerade zu tun habe , um jedes Mal wenigstens einige zu retten. 23 Das alles tue ich wegen des Evangeliums; denn ich möchte an dem Segen teilhaben, den diese Botschaft bringt .

    … und seine Selbstdisziplin

    24 Ihr wisst doch, wie es ist, wenn in einem Stadion ein Wettlauf stattfindet: Viele nehmen daran teil , aber nur einer bekommt den Siegespreis. ´Macht es wie der siegreiche Athlet:` Lauft so, dass ihr den Preis bekommt! 25 Jeder, der an einem Wettkampf teilnehmen will, unterwirft sich einer strengen Disziplin. Die Athleten tun es für einen Siegeskranz, der bald wieder verwelkt.Unser Siegeskranz hingegen ist unvergänglich.

    26 Für mich gibt es daher nur eins: Ich laufe wie ein Läufer, der das Ziel nicht aus den Augen verliert , und kämpfe wie ein Boxer, dessen Schläge nicht ins Leere gehen. 27 Ich führe einen harten Kampf gegen mich selbst, als wäre mein Körper ein Sklave, dem ich meinen Willen aufzwinge. Denn ich möchte nicht anderen predigen und dann als einer dastehen, der sich selbst nicht an das hält, was er sagt.

    Paulus spricht an mehreren Stellen davon, dass er selbst für seinen Lebensunterhalt gesorgt hatte – obwohl er die Unterstützung der Versammlung verdient hätte, sie ihm gewissermassen zugestanden hätte. Wir hatten erst vor einigen Tagen in der Apostelgeschichte davon gelesen, und ich erinnere mich noch, dass ich auch im ketzten Jahr einiges dazu geschrieben hatte. Es muss also noch kommen.

    Interessant für mich persönlich ist der Kontext, der Zusammenhang, in dem er dies schreibt:

    Es geht nicht nur darum, dass er auf die Gefühle anderer Rücksicht nimmt – um sie nicht von der Guten Botschaft abzulenken. Es geht auch um eine gewisse Freiheit, offen und ehrlich das Wort Gottes zu verkünden.

    Wenn ich finanziell abhängig bin oder von jemanden Geld und Geschenke erhalte, kann es mir passieren, dass ich ihm gegenüber etwas nachhiebiger bin. Ich rede jetzt hier nicht unbedingt von Bestechung, aber es bewirkt ein gewisses Gefühl von Dankbarkeit und sich revanchieren müssen.

    Stellen wir uns einmal vor, er wäre von der Versammlung in Korinth großzügig unterstützt worden, hätte seine ganze Zeit in den Predigtdienst verbringen können, weil er nicht arbeiten mußte. Nun erinnern wir uns daran, was wir gestern im Korintherbrief gelesen hatten: es gab einen Fall von großer Unmoral, der von ihnen auch noch toleriert wurde. Paulus weiss, dass dies Jehova missfällt. Eigentlich muss er es ansprechen. Aber dann denkt er daran, wie liebevoll sie für ihn gesorgt hatten. „Sie sind ja keine schlechten Menschen. Muss ich wirklich etwas sagen? Sie kommen sicherlich von allein darauf“. Es wäre ihm unangenehm.

    Stellen wir uns den anderen Fall vor, dass er nicht in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen und ist auf ihre Mittel angewiesen. Wird er jetzt etwas sagen? Bestünde nicht die Gefahr, dass sie ihn nicht mehr unterstützen? Und dann? Hier hätte er das Problem der Loyalität und der Abhängigkeit. In der Welt gibt es ein Sprichwort: „Dessen Brot ich ess – dessen Lied ich sing“ und dies enthält eine tiefe Wahrheit.

    Ich denke da auch an die Anfänge der Zeugen Jehovas, damals Bibelforscher. Bruder Russel konnte „es sich leisten“, die Dinge offen und ehrlich anzusprechen. Er war der Herausgeber der Zeitschriften und er finanzierte sie. Keiner konnte ihm Gelder entziehen, wenn er ihm auf den Schlips treten sollte. Das machte ihn mutig. Heute ist dies nicht mehr so einfach; heute sind keine eigenen Gelder mehr vorhanden und die Gesellschaft ist auf die Spenden angewiesen. Sie müssen sich genau überlegen, was sie wie schreiben. Vieles muss in Watte gepackt werden. Ich rede hier ebenfalls nicht von Bestechung und Parteilichkeit. Es ist nur ein anderes Gefühl, wenn wir von anderen abhängig sind. Dann können wir uns nicht so offen und frei bewegen, wie wir vielleicht gern würden. Man erkennt es daran, dass die Sprache nicht mehr so deutlich ist wie früher – oder eben: etwas seltener.

    Wie gesagt: dies hat nichts danit zu tun, dass die Brüder lasch oder bestechlich wären, aber es stellt ein Problem dar.

    Genau dieses Problem scheint Paulus erkannt zu haben. Er wußte, dass ihm die Unterstützung eigentlich zugestanden hätte, aber er nahm sie ganz bewußt nicht in Anspruch. Zu wichtig war ihm die Freiheit, die Dinge beim Namen zu nennen.

    Sicherlich auch mit ein Grund, warum er ehelos blieb. Wir hatten ja gestern darüber nachgedacht, warum er die Ehelosigkeit als vorteilhafter hinstellte. Auch hier ging es um die Freiheit, sich voll und ganz im Dienst für Jehova einsetzen zu können, niemandem Rechenschaft schuldig zu sein.

    Er war ein konsequenter Mann. Der Dienst für Jehova ging ihm über alles. Vielleicht hatte auch seine Vorgeschichte damit zu tun. Vielleicht wollte er damit das Schlimme wieder gutmachen, was er den Jüngern Jesu angetan hatte, bevor er selbst bekehrt wurde.

  54. 1. Korinther 10 – Warnende Beispiele aus Israels Geschichte

    1 Ihr dürft nämlich nicht vergessen , Geschwister, wie es unseren Vorfahren ´zur Zeit des Mose` erging. Über ihnen allen war die Wolkensäule , und alle durchquerten sie das Meer , 2 sodass sie alle gewissermaßen eine Taufe auf Mose erlebten – eine Taufe durch die Wolke und durch das Meer . 3 Sie aßen alle dieselbe Nahrung – das Brot vom Himmel, das Gott ihnen gab -, 4 und tranken alle denselben Trank – einen Trank, den Gott ihnen gab, das Wasser aus dem Felsen (wobei der wahre Fels, der sie begleitete und von dessen Wasser sie tranken, Christus war) . 5 Und trotzdem hatte Gott an den meisten von ihnen keine Freude, sodass er sie in der Wüste umkommen ließ .

    6 Was damals mit unseren Vorfahren geschah, ist eine Warnung an uns : Unser Verlangen darf nicht auf das Böse gerichtet sein, wie es bei ihnen der Fall war. 7 Werdet keine Götzendiener, wie manche von ihnen es waren. Es heißt ja in der Schrift: »Das Volk feierte ein Fest zu Ehren des goldenen Stieres; man setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und dann wurde wild und zügellos getanzt.« 8 Auch auf Hurerei dürfen wir uns nicht einlassen, wie manche von ihnen es taten. ´Ihre Unmoral wurde damit bestraft,` dass an einem einzigen Tag dreiundzwanzigtausend von ihnen umkamen. 9 Wir müssen uns davor hüten, Christus herauszufordern, wie manche von ihnen es taten, worauf sie von Schlangen gebissen wurden und starben . 10 Hütet euch auch davor, euch gegen Gott aufzulehnen und ihm Vorwürfe zu machen , denn manche von ihnen wurden deshalb von dem Engel des Gerichts getötet .

    11 Aus dem, was mit unseren Vorfahren geschah, sollen wir eine Lehre ziehen. Die Schrift berichtet davon, um uns zu warnen – uns, die wir am Ende der Zeit leben .

    12 Wer also meint, er stehe fest und sicher, der gebe Acht, dass er nicht zu Fall kommt. 13 Die Prüfungen , denen ihr bisher ausgesetzt wart, sind nicht über ein für uns Menschen erträgliches Maß hinausgegangen . Und Gott ist treu; er wird euch ´auch in Zukunft` in keine Prüfung geraten lassen, die eure Kraft übersteigt. Wenn er euren Glauben auf die Probe stellt, wird er euch auch einen Weg zeigen, auf dem ihr die Probe bestehen könnt.

    Die Unvereinbarkeit von Abendmahl und Götzenopferfest

    14 Wenn ihr euch das alles vor Augen haltet, meine lieben Freunde, gibt es nur eins: Lasst euch unter keinen Umständen zum Götzendienst verleiten! 15 Ich spreche doch zu vernünftigen Leuten. Beurteilt selbst, ob das, was ich sage, richtig ist. 16 Beim Mahl des Herrn trinken wir aus dem Becher, für den wir Gott mit einem Dankgebet preisen. Bedeutet das nicht, dass wir alle Anteil an dem haben, was das Blut Christi für uns bewirkt hat? Wir brechen das Brot in Stücke und essen davon. Bedeutet das nicht, dass wir alle Anteil an dem haben, was Christus durch die Hingabe seines Leibes in den Tod für uns getan hat ? 17 Es ist ein Brot, und weil wir alle von diesem einen Brot essen, sind wir alle – wie viele ´und wie unterschiedlich` wir auch sein mögen – ein Leib.
    18 Denkt an das israelitische Volk ! Kommen nicht alle, die vom Fleisch der Opfertiere essen, in Verbindung mit dem Altar ´und dadurch mit Gott, dem der Altar geweiht ist`? 19 Was folgt daraus im Hinblick auf das Götzenopferfleisch? Ist es etwa doch mehr als nur Fleisch? Gibt es die Götzen in Wirklichkeit doch? 20 Nein, das nicht; aber was den Götzen geopfert wird, wird den Dämonen geopfert und nicht dem ´wahren` Gott. Und ich möchte nicht, dass ihr in Verbindung mit Dämonen kommt. 21 Ihr könnt nicht aus dem Becher des Herrn trinken und zugleich aus dem Becher der Dämonen. Ihr könnt nicht am Tisch des Herrn essen und zugleich am Tisch der Dämonen. 22 Oder wollen wir den Herrn herausfordern, indem wir ihm unsere ungeteilte Hingabe aufkündigen? Sind wir etwa stärker als er?

    Richtiger Umgang mit christlicher Freiheit

    23 »Alles ist erlaubt!« ´sagt ihr`. ´Mag sein,` aber nicht alles ist deshalb auch hilfreich. – »Alles ist erlaubt!« Aber nicht alles dient der Gemeinde. 24 Jeder soll auf den Vorteil des anderen bedacht sein, nicht auf den eigenen Vorteil.

    25 ´Was heißt das konkret?` Bei Fleisch, das auf dem Markt verkauft wird, braucht ihr nicht nachzuforschen, ´ob es einem Götzen geopfert wurde`. Ihr könnt alles ohne Bedenken und mit gutem Gewissen essen, 26 denn »die Erde und alles, was darauf lebt, gehört dem Herrn«.

    27 ´Dasselbe gilt auch,` wenn jemand, der nicht ´an Christus` glaubt, euch zum Essen einlädt und ihr die Einladung annehmt: Ihr könnt alles, was euch vorgesetzt wird, unbedenklich und mit gutem Gewissen essen und braucht nicht nachzuforschen, ´woher das Fleisch kommt` . 28 Sollte allerdings jemand ausdrücklich zu euch sagen: »Dieses Fleisch wurde als Opfer dargebracht!«, dann esst nicht davon, und zwar mit Rücksicht auf den, der euch darauf aufmerksam gemacht hat – genauer gesagt, mit Rücksicht auf sein Gewissen . 29 Wohlgemerkt, ich spreche vom Gewissen des anderen. Was mein eigenes Gewissen betrifft, bin ich frei. Doch warum sollte ich mich so verhalten, dass das Gewissen des anderen verletzt wird und er meine Freiheit verurteilt? 30 Ich könnte zwar mit einem Dankgebet an der Mahlzeit teilnehmen. Aber soll es etwa dahin kommen, dass man mir Vorhaltungen macht wegen etwas, wofür ich Gott danke?

    31 Was immer ihr tut, ob ihr esst oder trinkt oder was es auch sei – verhaltet euch so, dass Gott dadurch geehrt wird 32 und dass ihr für niemand ein Glaubenshindernis seid, weder für Juden noch für Nichtjuden, noch für die Gemeinde Gottes . 33 ´Nach diesem Grundsatz handle` auch ich: Bei allem, was ich tue, nehme ich Rücksicht auf alle. Ich bin nicht auf meinen eigenen Vorteil aus, sondern habe die vielen anderen Menschen im Blick; denn ich möchte, dass sie gerettet werden.

    Dieses „Rücksicht auf andere nehmen“ ist gut und richtig. Aber es darf nicht soweit gehen, dass wir Gottes Maßstäbe übertreten oder gottentehrendes Verhalten dulden.

    Vorhin beim Lesen des zweiten Vortrages über die Ehe, wurde ein schönes Beispiel angeführt. Es liest sich fast so, als hätte es in einem unserer Jahrbücher gestanden:

    Vor ein paar Jahren hörte ich eine Geschichte über Smith Wigglesworth. Er war ein außerordentlicher Mann Gottes und wurde mächtig von Gott gebraucht. Und er sagte: „Alles, was ich bin und was ich mit meinem Dienst erreicht habe, verdanke ich meiner lieben Frau.“ Als sie heirateten, war er Klempner. Er machte seine Sache wirklich gut. Er installierte und reparierte Gegenstände in den Häusern vieler reicher Menschen. Alle liebten ihn, weil er so zuverlässig war und er verdiente viel Geld. Schließlich arbeitete er sieben Tage in der Woche und ging nicht mehr in die Kirche. Er war zwar gerettet, aber er ging nicht mehr in die Kirche und er sagte, er wurde gleichgültig und driftete immer mehr ab.

    Aber seine Frau wollte trotzdem noch in die Kirche gehen. Und wenn jemand abdriftet und ein anderer in die Kirche gehen will, plagt ihn sein Gewissen und das gefällt ihm nicht unbedingt. Er sagte zu ihr: „Du gehst zu oft in die Kirche.“ So weit war es mit ihm gekommen. Er sagte: „Ab sofort gehst du nicht mehr dort hin. Ich kenne die Bibel gut genug, um zu wissen, dass der Mann das Haupt ist und die Frau dem Mann gehorchen muss. Und ich sage dir: Du gehst nicht mehr in die Kirche und du wirst mir gehorchen.“

    Da lächelte sie ihn freundlich an und sagte: „Nun, Smith, du bist das Oberhaupt dieses Hauses und du bist mein Ehemann. Was immer du in diesem Haus sagst, gilt. Und du weißt so gut wie ich, dass ich weder dich noch die Kinder noch das Haus in irgendeiner Weise vernachlässige. Aber du bist nicht mein Herr. Jesus ist mein Herr. Und die Bibel sagt, dass wir uns als Christen versammeln sollen. Und deshalb weiß ich, dass ich in die Kirche gehen soll und das werde ich auch tun.“

    Da wurde er sehr wütend auf sie. Und eines Tages sagte er zu ihr: „Wenn du heute abend in die Kirche gehst, sperre ich dich aus.“ Sie schlossen ihre Türen wohl nachts gewöhnlich nicht ab, da sie keinen Schlüssel benötigte. Sie ging trotzdem in die Kirche. Als sie nach Hause kam, fand sie die Tür verschlossen und da sie keinen Schlüssel hatte, konnte sie nicht hinein.

    Am nächsten Morgen öffnete er die Hintertür, und da saß sie und fiel fast ins Haus, weil sie sich dagegen gelehnt hatte. Sie hatte die ganze Nacht dort verbracht. Da stand sie einfach auf und fragte: „Wie war dein Morgen?“, was er wahrscheinlich mit „gut“ beantwortete und fragte dann: „Was hättest du gern zum Frühstück?“ Sie war sehr freundlich und bereitete ihm sein Lieblingsessen zu.

    Und er sagte, er hätte sich gewünscht, dass sie ein wenig mit ihm schimpfte, denn dann hätte er sich besser gefühlt. Aber das tat sie nicht. Sie machte ihm einfach Frühstück und er sagte: „Okay, okay, okay, ich hatte unrecht.“ Sie führte ihn durch ihre Liebe zurück zu Gott. Er sagte: „Wenn sie mir gehorcht hätte, wären wir beide in Schwierigkeiten gekommen.“Als Frau sollten Sie also nichts tun, was Gottes Wort widerspricht. Kein Mann kann Gottes Gebote aufheben. Aber abgesehen davon sollten Sie sich Ihrem Ehemann anpassen und sich ihm unterordnen. Das gibt Gott die Ehre und bringt große Freude in Ihr Leben.

    Wie wir sehen, ist es zwar ausgesprochen wichtig, Rücksicht auf die Gefühle der anderen zu nehmen – aber in erster Linie muss es uns um Jehova und seinen Willen gehen!

  55. 1. Korinther 11 – Mann und Frau im Gottesdienst:

    Die Frage der Kopfbedeckung

    1 Folgt meinem Beispiel, so wie ich dem Beispiel folge, das Christus uns gegeben hat. 2 Im Übrigen kann ich euch nur loben, weil ihr in allem an das denkt, was ich euch gesagt habe , und treu an dem festhaltet, was der Herr gelehrt hat und was ich an euch weitergegeben habe.

    3 Eine Sache allerdings möchte ich zur Sprache bringen, weil ihr darüber offensichtlich noch nicht Bescheid wisst: Der Mann hat Christus als Haupt über sich, die Frau hat den Mann als Haupt über sich, und Christus hat Gott als Haupt über sich. 4 Wenn ein Mann seinen Kopf bedeckt, während er betet oder prophetisch redet, entehrt er den, der sein Haupt ist . 5 Eine Frau hingegen entehrt ihr Haupt , wenn sie ohne Kopfbedeckung betet oder prophetisch redet. Es ist dann nicht anders, als wenn sie kahlgeschoren wäre. 6 Denn eine Frau, die ihren Kopf nicht bedeckt, sollte ´so konsequent sein und` sich auch die Haare abschneiden lassen. Nun ist es aber doch entehrend für eine Frau, kurzgeschnittenes Haar zu haben oder völlig kahlgeschoren zu sein. Folglich soll sie auch eine Kopfbedeckung tragen.

    7 Der Mann soll keine Kopfbedeckung tragen, denn er ist das Abbild Gottes und spiegelt Gottes Herrlichkeit wider. In der Frau hingegen spiegelt sich die Herrlichkeit des Mannes. 8 Denn bei der Schöpfung wurde nicht der Mann aus der Frau gemacht , sondern die Frau aus dem Mann. 9 Und der Mann wurde nicht wegen der Frau erschaffen, sondern die Frau wegen des Mannes. 10 Deshalb also und wegen der Engel soll die Frau eine Kopfbedeckung tragen – ein Zeichen dafür, dass sie der Autorität des Mannes untersteht .

    11 Es muss allerdings klar gesagt werden, dass nach der Ordnung, die der Herr geschaffen hat, nicht nur die Frau auf den Mann angewiesen ist, sondern ebenso der Mann auf die Frau . 12 Denn auch wenn die ´erste` Frau aus dem Mann geschaffen wurde, ist doch seither jeder Mann durch eine Frau auf die Welt gekommen. Und letztlich kommen beide, Mann und Frau, von Gott, der alles geschaffen hat.

    13 Urteilt selbst: Gehört es sich für eine Frau, ohne Kopfbedeckung zu Gott zu beten? 14 Lehrt euch nicht schon euer natürliches Empfinden , dass es für den Mann eine Schande, 15 für die Frau dagegen eine Ehre ist, das Haar lang zu tragen? Das lange Haar ist der Frau nämlich als ´eine Art` Umhüllung gegeben.
    16 Wenn aber jemand das alles bestreitet und rechthaberisch auf seiner Meinung beharrt, ´soll er wissen, dass` wir keine andere gottesdienstliche Praxis kennen – weder wir ´hier in Ephesus` noch irgendeine andere von den Gemeinden Gottes.

    Missstände bei der Feier des Abendmahls

    17 Es gibt noch eine Sache, in der ich Anordnungen treffen muss, und diesmal handelt es sich um etwas, wofür ich euch nicht loben kann. Ihr verhaltet euch bei euren Zusammenkünften nämlich so, dass es ´die Gemeinde` nicht fördert, sondern ihr schadet. 18 Ich habe – um damit zu beginnen – gehört, dass ihr euch, wenn ihr als Gemeinde zusammenkommt, in Gruppen aufspaltet, und zumindest teilweise glaube ich das auch. 19 So, wie es bei euch steht, muss es ja zu Spaltungen kommen; nur dann wird sichtbar, wer von euch ´im Glauben` bewährt ist.

    20 Wie sieht es denn nun bei euren Zusammenkünften aus? ´Ihr nehmt zwar alle` am selben Ort ´eine Mahlzeit ein`, aber als Mahl des Herrn kann man dieses Essen nicht bezeichnen; 21 es ist die Privatmahlzeit jedes Einzelnen. Denn statt zu warten, bis alle da sind, beginnt jeder für sich zu essen , und so kommt es, dass der eine hungrig bleibt, während der andere ´im Übermaß isst und` sich sogar betrinkt. 22 Könnt ihr denn nicht bei euch zu Hause essen und trinken? Oder bedeutet euch die Gemeinde Gottes so wenig, dass es euch nichts ausmacht, die bloßzustellen , die nichts haben? Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch loben? In diesem Punkt lobe ich euch nicht.

    23 Ihr wisst doch, was der Herr über dieses Mahl gesagt hat; ich selbst habe seine Worte so an euch weitergegeben, wie sie mir berichtet wurden :
    In der Nacht, in der er verraten wurde, nahm Jesus, der Herr, das Brot , 24 dankte Gott dafür, brach es in Stücke und sagte: »Das ist mein Leib, der für euch geopfert wird. Wenn ihr künftig dieses Mahl feiert und von dem Brot esst, dann ruft euch in Erinnerung, was ich für euch getan habe !« 25 Nachdem sie gegessen hatten, nahm er den Becher, dankte Gott auch dafür und sagte: »Dieser Becher ist der neue Bund, besiegelt mit meinem Blut. Wenn ihr künftig aus dem Becher trinkt, dann ruft euch jedes Mal in Erinnerung, was ich für euch getan habe !«

    26 Seid euch also darüber im Klaren: Jedes Mal, wenn ihr von dem Brot esst und aus dem Becher trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn – bis der Herr wiederkommt. 27 Wer daher auf unwürdige Weise von dem Brot isst oder aus dem Becher des Herrn trinkt, macht sich am Leib und am Blut des Herrn schuldig. 28 Deshalb soll sich jeder prüfen, und erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Becher trinken. 29 Denn wer isst und trinkt, ohne sich vor Augen zu halten, dass es bei diesem Mahl um den Leib des Herrn geht , der zieht sich mit seinem Essen und Trinken das Gericht ´Gottes` zu. 30 Das ist übrigens auch der Grund, weshalb so viele von euch schwach und krank sind. Manche aus eurer Gemeinde sind sogar gestorben. 31 Würden wir uns selbst einer kritischen Beurteilung unterziehen, dann müsste der Herr uns nicht richten. 32 Wenn er uns allerdings straft, tut er es, um uns auf den rechten Weg zu bringen, damit wir nicht zusammen mit der übrigen Welt verurteilt werden.

    33 Was bedeutet das konkret, liebe Geschwister? Wenn ihr zusammenkommt, um miteinander zu essen ´und das Mahl des Herrn zu feiern`, dann nehmt aufeinander Rücksicht und wartet, bis alle da sind . 34 Wenn jemand so hungrig ist, ´dass er nicht warten kann,` soll er zu Hause essen. Dann werdet ihr nicht durch eure Zusammenkünfte das Gericht ´Gottes` über euch bringen.

    Alles weitere werde ich regeln, wenn ich komme .

    Hier hört sich das „miteinander Essen“ zuerst so an, als wäre es eine Art Versammlungsfest, wo man zusammen grillt, Kaffee trinkt oder Frühstückt. Aber später wird Paulus ja ganz deutlich:

    Er formuliert es extra genau so, weil viele der Brüder das „Abendmahl des Herrn“ als genau so Etwas zu betrachten scheinen. Als wäre es nur so eine Art Geselliges Beisammen Sein, wo sie zusammen essen und trinken.

    Scheinbar hatten sie den Sinn und die Tragweite dessen, an das sie sich dabei erinnern „wollten“ aus den Augen verloren.

    Bei den meisten von uns stellt sich ja nicht die Frage, ob wir „von den Brot essen“ und „von dem Wein trinken“. Aber wie steht es mit unserem Besuch der Zusammenkünfte?

    Sind wir uns des Sinnes und der Tragweite bewußt, warum wir zusammenkommen? Worüber reden wir vor und nach der Zusammenkunft? Sind es überwiegend Privatgespräche, die nichts mit unserem Glauben und Jehova zu tun haben? Reden wir über Schule, unsere Arbeit, unsere Hobbys, Freizeit usw? Oder unterhalten wir uns über Dinge, die mit Jehova zu tun haben?

    Wissen wir, aus welchem Grund es das Gebot gibt, dass wir zusammenkommen sollten? Wir sollten unseren Glauben stärken und uns gegenseitig ermuntern, an unserem Glauben festzuhalten und Werke des Glaubens hervorzubringen. Denken wir, dass wir dies tun, indem wir uns über unser neues tolles Auto oder Schmuck und Strickmuster unterhalten?

    Dies an sich ist nicht verkehrt. Aber so, wie alles seine Zeit hat, so hat auch alles seinen Platz: die Versammlung für geistige Belange und das Private dann auch bitte im privaten Rahmen. In der Regel haben wir die Telefonnummer unserer Brüder und Schwestern. Dann verabreden wir uns doch privat und reden dort über solche Dinge.

    So können auch wir zeigen, dass wir Wertschätzung für die Vorkehrung Gottes haben

  56. 1. Korinther 12 – Die Gaben, die Gottes Geist den Christen schenkt (Kapitel 12 bis 14)

    Was ist vom Heiligen Geist gewirkt? Das Bekenntnis zu Jesus als entscheidendes Kriterium

    1 Ein weiterer Punkt, den ihr erwähnt habt , liebe Geschwister, sind die Fähigkeiten, die uns durch Gottes Geist gegeben werden. Es liegt mir sehr daran, dass ihr in dieser Sache genau Bescheid wisst. 2 Denkt an die Zeit, als ihr noch nicht an Christus geglaubt habt: Damals habt ihr euch ständig irreführen und dazu hinreißen lassen, den Götzen zu dienen – Götzenbildern, die nicht einmal reden können. 3 Deshalb weise ich euch auf Folgendes hin: Niemand, der unter der Leitung von Gottes Geist redet, wird jemals sagen: »Jesus sei verflucht!« Und umgekehrt kann niemand sagen: »Jesus ist der Herr!«, es sei denn, er wird vom Heiligen Geist geleitet .

    Ein Geist – viele Gaben

    4 Es gibt viele verschiedene Gaben, aber es ist ein und derselbe Geist, ´der sie uns zuteilt`. 5 Es gibt viele verschiedene Dienste, aber es ist ein und derselbe Herr, ´der uns damit beauftragt `. 6 Es gibt viele verschiedene Kräfte, aber es ist ein und derselbe Gott, durch den sie alle in ´uns` allen wirksam werden.

    7 Bei jedem zeigt sich das Wirken des Geistes ´auf eine andere Weise`, aber immer geht es um den Nutzen ´der ganzen Gemeinde`. 8 Dem einen wird durch den Geist die Fähigkeit geschenkt, Einsichten in Gottes Weisheit weiterzugeben . Der andere erkennt und sagt mit Hilfe desselben Geistes , was in einer bestimmten Situation zu tun ist. 9 Einem dritten wird – ebenfalls durch denselben Geist – ´ein besonderes Maß an` Glauben gegeben, und wieder ein anderer bekommt durch diesen einen Geist die Gabe, Kranke zu heilen . 10 Einer wird dazu befähigt, Wunder zu tun, ein anderer, prophetische Aussagen zu machen, wieder ein anderer, zu beurteilen, ob etwas vom Geist Gottes gewirkt ist oder nicht . Einer wird befähigt, in Sprachen zu reden, ´die von Gott eingegeben sind,` und ein anderer, das Gesagte in verständlichen Worten wiederzugeben . 11 Das alles ist das Werk ein und desselben Geistes, und es ist seine freie Entscheidung, welche Gabe er jedem Einzelnen zuteilt.

    Ein Körper – viele Glieder

    12 Denkt zum Vergleich an den ´menschlichen` Körper! Er stellt eine Einheit dar, die aus vielen Teilen besteht; oder andersherum betrachtet: Er setzt sich aus vielen Teilen zusammen, die alle miteinander ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Genauso ist es bei Christus. 13 Denn wir alle – ob Juden oder Nichtjuden , Sklaven oder Freie – sind mit demselben Geist getauft worden und haben von derselben Quelle, dem Geist Gottes, zu trinken bekommen , und dadurch sind wir alle zu einem Leib geworden .

    14 Und wie jeder Körper besteht dieser Leib aus vielen Teilen , nicht nur aus einem. 15 Wenn der Fuß behaupten würde: »Weil ich nicht die Hand bin, gehöre ich nicht zum Körper!«, würde er trotzdem nicht aufhören, ein Teil des Körpers zu sein. 16 Und wenn das Ohr behaupten würde: »Weil ich nicht das Auge bin, gehöre ich nicht zum Körper!«, würde es trotzdem nicht aufhören, ein Teil des Körpers zu sein. 17 Wenn der ganze Körper nur aus Augen bestünde, wo bliebe dann das Gehör? Wenn er nur aus Ohren bestünde, wo bliebe der Geruchssinn? 18 Tatsache jedoch ist, dass Gott, entsprechend seinem Plan, jedem einzelnen Teil ´eine besondere Aufgabe` innerhalb des Ganzen zugewiesen hat. 19 Was wäre das schließlich für ein Körper, wenn alle Teile dieselbe Aufgabe hätten? 20 Aber so ist es ja nicht. Es gibt einerseits viele verschiedene Teile und andererseits nur einen Körper.

    21 Das Auge kann nicht einfach zur Hand sagen: »Ich brauche dich nicht!« oder der Kopf zu den Füßen: »Ich brauche euch nicht!« 22 Nein, gerade die Teile des Körpers, die schwächer zu sein scheinen, sind besonders wichtig ; 23 gerade den Teilen, die wir für weniger ehrenwert halten, schenken wir besonders viel Aufmerksamkeit ; gerade bei den Teilen, die Anstoß erregen könnten, achten wir besonders darauf, dass sie sorgfältig bedeckt sind 24 (bei denen, die keinen Anstoß erregen, ist das nicht nötig). Gott selbst, der ´die verschiedenen Teile des` Körpers zusammengefügt hat, hat dem, was unscheinbar ist, eine besondere Würde verliehen . 25 Es darf nämlich im Körper nicht zu einer Spaltung kommen ; vielmehr soll es das gemeinsame Anliegen aller Teile sein, füreinander zu sorgen. 26 Wenn ein Teil des Körpers leidet, leiden alle anderen mit, und wenn ein Teil geehrt wird, ist das auch für alle anderen ein Anlass zur Freude.

    Verschiedenheit und Vielfalt der Gaben

    27 ´Das alles gilt nun auch im Hinblick auf euch, denn` ihr seid der Leib Christi, und jeder Einzelne von euch ist ein Teil dieses Leibes. 28 Gott hat in der Gemeinde allen eine bestimmte Aufgabe zugewiesen. An erster Stelle sind die Apostel zu nennen, an zweiter die Propheten, an dritter die Lehrer. Weiter gibt es die, die dazu befähigt sind, Wunder zu tun, oder denen die Gabe des Heilens geschenkt ist oder die imstande sind, praktische Hilfe zu leisten oder Leitungsaufgaben zu übernehmen, oder die in Sprachen reden können, ´die von Gott eingegeben sind`. 29 Sind etwa alle Apostel? Sind alle Propheten? Sind alle Lehrer? Natürlich nicht! Es sind auch nicht alle dazu befähigt, Wunder zu tun; 30 nicht alle haben die Gabe des Heilens; nicht alle können in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache reden oder das Gesagte in verständlichen Worten wiedergeben. 31 Allerdings ist der Nutzen für die Gemeinde nicht bei allen Gaben gleich groß. Bemüht euch um die Gaben, die der Gemeinde am meisten nützen!

    Und jetzt zeige ich euch einen Weg, der weit über das alles hinausführt.

    Wir hatten vor einiger Zeit einige sehr schöne Studienartikel, der sich mit diesem Kapitel befasst. Hier wurde auch der Merksatz geprägt: dier heilige Geist hat viele Auswirkungen. Aber nur, weil wir eine der Auswirkungen an uns verspüren, bedeutet dies nicht, dass wir mit heiligem Geist gesalbt sind. Es bedeutet nur, dass wir dem heiligen Geist gestatten, in uns zu wirken.

    Sehr schön ist auch der Vergleich mit dem Leib. Wir müssen lernen, uns wieder mehr als Teil eines großen Ganzen zu sehen.

    Leider ist ja heute immer mehr die Tendenz dahin, sich selbst für sehr wichtig zu nehmen. Dabei verlieren wir dann aber leider die Fähigkeit, über unseren eigenen Tellerrand hinauszublicken. Dadurch gibt es Streitigkeiten und Spaltungen und alles kann nicht mehr richtig funktionieren.

    Man kann es auch mit einem großen Hotel vergleichen. Hier gibt es verschiedene Berufszweige, die für einen reibungslosen Ablauf wichtig sind. Da gibt es den Besitzer, den Manager, Geschäftsführer, die Hausdame, Zimmernädchen, Putzfrau, Wäscherei, Pagen, das Küchenpersonal, die Kellner usw.

    Jeder Einzelne von ihnen ist für den reibungslosen Ablauf wichtig. Auch wenn der Geschäftsführer sich für wichtiger hält als die Zimmernädchen und die Putzfrauen – wie würde es wohl im Hotel aussehen, wenn diese nur einen Tag nicht zur Arbeit kämen? Auf der anderen Seite könnten diese ohne den Geschäftsführer auch nicht den Laden allein schmeißen. Jeder von ihnen ist wichtig.

    Oder denken wir an eine Uhr. Hier ist jedes Rädchen wichtig. Wenn eines fehlt oder kaputt ist, geht die ganze Uhr nicht mehr.

    Besonders auffällig ist es auch im Zusammenspiel der Natur. Jehova hat alles so wunderbar erschaffen. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt. Aber es funktioniert nur so lange, wie wir nicht in dieses Gleichgewicht eingreifen. Jede Pflanze dient irgendeinem Tier zur Speise. Es gibt unter den Tieren Fressfeinde. Sie sorgen für das natürliche Gleichgewicht. Nehmen wir zum Beispiel Wespen und Hornissen. Dies sind Tiere, die vielen von uns Angst machen. Also versuchen wir alles, um sie auszurotten. Aber diese waren eigentlich von Jehova vorgesehen, um bestimmte andere Insekten in Schach zu halten. Wenn nun die Wespen und die Hornissen fehlen, haben wir mit anderen „Schädlingen“ zu kämpfen. Diejenigen, die sich selbst von ihnen ernähren sollten, werden immer weniger, weil das Futter fehlt.

    Nehmen wir als anderes Beispiel die Wölfe. Es gibt nur noch sehr wenige in freier Wildbahn, denn sie machen uns Menschen Angst. Dadurch, dass die Wölfe fehlen, können sich Rehe und Damm- und Rotwild ungehindert vermehren. Nun sind unsere Wälder gefährdet, denn sie können sich von den wenigen freien Wiesen- und Feldern, die wir Menschen ihnen noch lassen, nicht ausreichend ernähren und so knabbern sie die Bäume im Wald an. Die wenigsten von uns wissen, dass ihr ursprünglicher Lebensraum Lichtungen und Felder sind. Da die Waldschäden zunehmen, müssen sich Jäger um das Problem kümmern – das keines wäre, wenn es noch Wölfe gäbe.

    Auch hier hat der Mensch verlernt, das große Ganze zu sehen. Er sieht scheinbar nur noch das, was vor seiner eigenen Nase ist. Auch in der Natur ist jeder Einzelne wichtig: jedes Tier und jede Pflanze. Nur dann haben wir ein natürliches und gesundes Gleichgewicht.

    Und so ist es auch mit uns Menschen. Viele Frauen empfinden ihren Mann als hart und unfair. In der Regel sind die Väter strenger als wir Mütter. Aber weil die Mutter selbst unter ihrem strengen Vater „gelitten hat“, trennt sie sich vielleicht, wie sie meint im Interesse ihrer Kinder, von dem strengen Vater und zieht die Kinder lieber alleine groß. Ihre Kinder sollen es besser haben, als sie selbst. Sie denkt, sie tut den Kindern etwas Gutes. Aber da „die strenge Hand“ des Vaters fehlt, ist nichts da, was die Nachgiebigkeit der Mutter ausgleicht. Jehova hatte aber vorgesehen, dass Vater und Mutter gemeinsam die Kinder erziehen und jedem von ihnen seine eigene Rolle in dem Ganzen zugewiesen: der Vater etwas strenger und nicht ganz so übervorsichtig wie die Mutter. Die Mutter etwas sanfter, zärtlicher, die das Kind dann tröstet, wenn ihm die Worte des Vaters, die aber zur Erziehung nötig waren, weh getan haben. So war der Plan Jehovas und wenn wir meinen, wir wüßten es besser, dann machen wir leider oft mehr kaputt als wir wollten. Wir meinten es doch nur gut. Aber so, wie Jehova es gemacht hatte: „siehe, es war sehr gut!“

    Jehova hat jedem einzelnen von uns einen eigenen Platz zugewiesen und unsere Aufgabe ist es, diesen auszufüllen. Ein Vortragsredner sagte mal, dass Jehova für jeden von uns einen Plan hat. Stellen wir uns dies nur einmal vor: wir sind so wichtig, dass wir Teil seines Planes sind. Jeden von uns hat er an einen Platz gestellt, wo wir wirklich hilfreich sind und Gutes tun können. Die Frage ist nur: „Fülle ich meinen Platz aus, oder bin ich unzufrieden?“

    Gehen wir wieder zu dem Beispiel mit dem Hotel zurück. Stellen wir uns vor, wir sind die Putzfrau und sind der Meinung, diese Stellung würde uns nicht gerecht. Also übernehmen wir kurzerhand die Geschäftsleitung. Nun kommen wir uns viel wichtiger vor und wir selbst fühlen uns toll dabei. Aber wäre es wirklich gut für das Hotel und die ganzen anderen Angestellten? Würde das Hotel nicht sehr bald pleite gehen – weil wir garkeine Ahnung von kaufmännischen Belangen haben? Auch umgekehrt würde der Geschäftsführer keine gute Putzfrau abgeben. Er weiss nicht, worauf es beim Putzen ankommt, putzt vielleicht die Fenster mit scharfem WC-Reiniger, weil er es nicht besser weiss. Vielleicht fühlt er selbst sich dabei ganz wohl, aber wie würden bald die Fenster in dem Hotel aussehen? Bald blieben die Gäste weg.

    Ähnlich ist es in der Versammlung: jeder hat seinen Platz und jeder ist wichtig! Aber die Versammlung kann nur dann funktionieren, wenn jeder seinen Platz ausfüllt, so gut er es kann. Ein Ältester ist in Jehovas Augen nicht mehr Wert als ein normaler Verkündiger. Er hat nur andere Talente (Voraussetzungen, die Eigenschaften, die ein Ältester benötigt). Auch ist ein Pionier nicht mehr Wert als die alte Schwester, die vielleicht gerade mal eine Stunde im Monat berichten kann. Beide geben das ihnen Beste. Der Pionier ist jünger und gesund. Er hat mehr Zeit und Kraft als die alte Schwester. Er kann mehr in den Dienst gehen und weil er Jehova mit ganzem Herzen und allem was er hat dienen will – so dient er als Pionier.

    Die alte Schwester ist gebrechlich. Sie kommt nicht mehr mit so vielen Menschen in Berührung, hat nicht mehr so viele Möglichkeiten zum Predigen. Zum Briefeschreiben oder telefonieren reicht ihre Kraft nicht mehr. Aber einmal die Woche kommt eine Frau, die bei ihr putzt. Und die Zeit, wenn diese eine Kaffepause macht, nutzt die liebe alte Schwester, um der Putzfrau von Jehova und seinem Königreich zu erzählen. Sie gibt alles, was sie kann und da das jede Woche eine viertel Stunde ist – die Zeit, die die Putzfrau für einen Kaffe braucht – ist dies „nur“ eine Stunde im Monat.

    Aber warum ist diese alte Schwester dann noch ebenso wichtig wie der Pionier und die anderen Verkündiger?

    Weil die Frau, die bei ihr putzt, nicht zu Hause anzutreffen ist. Sie verdient ihren Lebensunterhalt damit, dass sie bei ganz vielen alten Leuten putzt, die das selbst nicht mehr können. So wird sie nie angetroffen, in unserem Gebiet gibt es vielleicht niemanden, der in der S-Bahn andere anspricht und so würde sie nicht erreicht. Aber unsere liebe alte Schwester erzählt ihr jede Woche in der Kaffepause mit leuchtenden Augen von ihrem Glauben. Bald kann sie eine Bibelstelle dabei vorlesen und „steter Tropfen höhlt den Stein“. Und so kommt diese Frau, die bei unserer alten Schwester putzt, mit der Zeit in die Wahrheit und lässt sich taufen. Denken wir, sie würde diese liebe alte Schwester weniger achten, als die Pioniere?

    Jeder von uns ist wichtig. Jeder von uns kann seinen persönlichen Teil zu dem großen Ganzen tun. Wir sind keine Konkurrenten, wir haben ja alle das gleiche Ziel: die Menschen zu Jehova und Jesus hinzuführen. Dabei ist jeder Einzelne wichtig.

    Tun wir unseren Teil dazu?

  57. 1. Korinther 13 – 16

    1. Korinther 13 – Die Liebe – größer als alle Gaben

    1 Wenn ich in Sprachen rede, die von Gott eingegeben sind – in irdischen Sprachen und sogar in der Sprache der Engel -, aber keine Liebe habe, bin ich nichts weiter als ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke . 2 Wenn ich prophetische Eingebungen habe, wenn mir alle Geheimnisse enthüllt sind und ich alle Erkenntnis besitze, wenn mir der Glaube im höchsten nur denkbaren Maß gegeben ist , sodass ich Berge versetzen kann – ´wenn ich alle diese Gaben besitze,` aber keine Liebe habe, bin ich nichts. 3 Wenn ich meinen ganzen Besitz an die Armen verteile , wenn ich sogar bereit bin, mein Leben zu opfern und mich bei lebendigem Leib verbrennen zu lassen , aber keine Liebe habe, nützt es mir nichts.

    4 Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich . Sie kennt keinen Neid , sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet. 5 Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung , sie trägt keinem etwas nach . 6 Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit . 7 Alles erträgt sie , in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand.

    8 Die Liebe vergeht niemals. Prophetische Eingebungen werden aufhören ; das Reden in Sprachen, ´die von Gott eingegeben sind,` wird verstummen; die ´Gabe der` Erkenntnis wird es einmal nicht mehr geben . 9 Denn was wir erkennen, ist immer nur ein Teil des Ganzen, und die prophetischen Eingebungen, die wir haben, enthüllen ebenfalls nur einen Teil des Ganzen. 10 Eines Tages aber wird das sichtbar werden, was vollkommen ist. Dann wird alles Unvollkommene ein Ende haben.

    11 Als ich noch ein Kind war, redete ich, wie Kinder reden, dachte, wie Kinder denken , und urteilte, wie Kinder urteilen. Doch als Erwachsener habe ich abgelegt, was kindlich ist. 12 Jetzt sehen wir alles nur wie in einem Spiegel und wie in rätselhaften Bildern ; dann aber werden wir ´Gott` von Angesicht zu Angesicht sehen . Wenn ich jetzt etwas erkenne, erkenne ich immer nur einen Teil des Ganzen ; dann aber werde ich alles so kennen , wie Gott mich jetzt schon kennt .

    13 Was für immer bleibt , sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe.

    Wie sieht unsere Liebe aus? Kann sich unser Ehepartner von uns geliebt fühlen oder unsere Kinder – wenn sie uns erleben?

    Wo müßten wir noch an uns arbeiten? Bei mir ist es die Geduld mit den anderen und nicht nachtragend zu sein.

  58. 1. Korinther 14 – Prophetisches Reden und Reden in Sprachen, die von Gott eingegeben sind:

    ein Vergleich

    1 Das soll also euer Ziel sein: ein Leben, das von der Liebe bestimmt wird. Bemüht euch aber auch um die Fähigkeiten, die uns durch Gottes Geist gegeben werden, und wenn ich das sage, denke ich vor allem an die Gabe des prophetischen Redens.

    2 Wenn jemand in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache redet, richten sich seine Worte nicht an Menschen, sondern an Gott. Keiner versteht ihn; was er – durch Gottes Geist gewirkt – ausspricht, bleibt ein Geheimnis . 3 Wenn jemand hingegen eine prophetische Botschaft verkündet, richten sich seine Worte an die Menschen; was er sagt, bringt ihnen Hilfe, Ermutigung und Trost. 4 Wer in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache redet, bringt damit sich selbst ´im Glauben` weiter; wer prophetisch redet, dient der ganzen Gemeinde.

    5 Ich wünschte, ihr alle könntet in Sprachen reden, ´die von Gott eingegeben sind`; aber noch lieber wäre es mir, ihr alle hättet die Gabe, prophetisch zu reden. Denn wer prophetisch redet, ist von größerem Nutzen für die Gemeinde als der, der in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache redet, es sei denn, dieser gibt das Gesagte anschließend mit verständlichen Worten wieder ; dann ist auch sein Beitrag eine Hilfe für die Gemeinde.

    6 Stellt euch vor, Geschwister, ich würde bei meinem nächsten Besuch ´nur` in Sprachen zu euch reden, ´die von Gott eingegeben sind`! Was hättet ihr davon? Nützen wird euch mein Kommen erst dann etwas, wenn ich ´mit verständlichen Worten` zu euch spreche – zum Beispiel, indem ich eine Offenbarung, eine Erkenntnis, eine prophetische Botschaft oder eine Lehre weitergebe. 7 Denkt zum Vergleich an ein Musikinstrument, eine Flöte etwa oder eine Harfe. Wenn die Töne, die damit hervorgebracht werden, sich nicht deutlich voneinander unterscheiden, wie soll man dann erkennen, was auf der Flöte oder der Harfe gespielt wird? 8 Oder – um ein anderes Beispiel zu nennen -: Wenn ´vor einer Schlacht` die Trompete nicht ein klares Signal gibt, wer wird sich dann zum Kampf bereitmachen? 9 Genauso ist es nun auch, wenn ihr in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache redet, statt verständliche Worte zu gebrauchen. Wie soll man da wissen, was ihr sagt? Eure Worte verhallen im Wind. 10 Es gibt in der Welt eine Vielzahl verschiedener Sprachen , und jede ist dazu da, dass Menschen sich verständigen können . 11 Wenn ich allerdings die Sprache, in der jemand mit mir redet, nicht verstehe, bleibe ich für ihn ein Fremder, und er bleibt es für mich.

    12 Was folgt daraus im Hinblick auf euch? Ich weiß, wie eifrig ihr euch um die Gaben bemüht, die uns durch Gottes Geist gegeben werden . Aber dabei muss es euer Ziel sein, vor allem die Gaben zu bekommen, die eine Hilfe für die ganze Gemeinde sind. 13 Wer daher in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache reden kann, soll Gott um die Fähigkeit bitten, das Gesagte auch mit verständlichen Worten wiederzugeben. 14 Denn wenn ich zum Beispiel bete und dabei eine ´von Gott eingegebene` Sprache benutze, betet zwar mein Geist, aber mein Verstand bleibt untätig .

    15 Was soll ich also tun? Ich will auf beide Weisen beten – auf die, bei der nur mein Geist zu Gott spricht, aber auch auf die, bei der mein Verstand tätig ist. Ich will auf die Weise singen, bei der nur mein Geist Gott lobt, aber auch auf die, bei der mein Verstand tätig ist. 16 Denn wenn du Gott anbetest, ohne dass dein Verstand daran beteiligt ist, wie kann dann jemand, der diese Sprache nicht versteht , deinem Gebet mit einem Amen zustimmen? Er weiß ja gar nicht, was du sagst. 17 An deinem Dankgebet ist nichts Verkehrtes, aber dem anderen bringt es ´für seinen Glauben` keinen Gewinn.

    18 Ich bin Gott dankbar, dass ich in Sprachen reden kann, ´die von ihm eingegeben sind,` und ich mache davon mehr Gebrauch als ihr alle . 19 Aber wenn die Gemeinde versammelt ist, will ich lieber fünf verständliche Worte sagen , damit auch andere ´einen Gewinn davon haben und im Glauben` unterrichtet werden, als zehntausend Wörter in einer Sprache, ´die keiner versteht`.

    20 Geschwister, seid doch nicht wie Kinder, wenn es darum geht, ´diese Dinge` zu beurteilen! Wie Kinder sollt ihr nur in Bezug auf das Böse sein; in eurem Urteilsvermögen erweist euch als erwachsene Menschen!
    21 Im Gesetz heißt es:
    »Durch fremde Menschen mit fremden Sprachen
    werde ich zu diesem Volk reden, sagt der Herr;
    aber auch dann werden sie nicht auf mich hören.«
    22 Das Reden in Sprachen, ´die von Gott eingegeben sind,` ist demnach nicht ein Zeichen für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen – ´ein Zeichen des Gerichts`. Mit dem prophetischen Reden ist es umgekehrt: Es ist nicht ein Zeichen für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen – ´ein Zeichen von Gottes Gegenwart`.

    23 Stellt euch nur einmal Folgendes vor: Ihr seid als ganze Gemeinde am selben Ort versammelt und fangt alle an, in Sprachen zu reden, ´die von Gott eingegeben sind`. Und nun kommen Leute dazu, die noch nicht viel oder noch gar nichts vom Glauben wissen . Werden sie nicht sagen: »Ihr seid verrückt!« ? 24 Und dann stellt euch vor, ihr alle verkündet prophetische Botschaften. Wenn jetzt jemand dazukommt, der vom Glauben nichts oder nicht viel weiß, macht alles, was ihr sagt, ihm bewusst, dass er ein Sünder ist. Durch alles, was er hört, sieht er sich zur Rechenschaft gezogen , 25 und seine verborgensten Gedanken kommen ans Licht. Er wird sich niederwerfen , um Gott anzubeten, und wird ausrufen: »Gott ist wirklich in eurer Mitte!«

    Der richtige Gebrauch der Geistesgaben im Gottesdienst

    26 Was ergibt sich aus dem allem für eure Zusammenkünfte, Geschwister? Es steht jedem frei, etwas beizutragen – ein Lied oder eine Lehre oder eine Botschaft, die Gott ihm offenbart hat, oder ein Gebet in einer von Gott eingegebenen Sprache oder dessen Wiedergabe in verständlichen Worten. Aber jedem soll es darum gehen, dass ´alle` einen Gewinn ´für ihren Glauben` haben .

    27 Was ist beim Reden in Sprachen zu beachten, ´die von Gott eingegeben sind`? ´Im Verlauf einer Zusammenkunft` sollen nicht mehr als zwei oder höchstens drei reden, und zwar nacheinander, nicht gleichzeitig; außerdem soll jemand das Gesagte in verständlichen Worten wiedergeben. 28 Wenn niemand da ist, der das kann, sollen die Betreffenden schweigen. Sie sollen dann nicht in der Gemeinde reden, sondern wenn sie allein sind und nur Gott es hört .

    29 Und wie steht es mit dem prophetischen Reden? Von denen, die diese Gabe haben, sollen ebenfalls nur zwei oder drei das Wort ergreifen ; die anderen ´Gläubigen ` sollen das Gesagte beurteilen. 30 Und wenn, ´während jemand eine prophetische Botschaft verkündet,` einem , der dabeisitzt ´und zuhört`, von Gott etwas offenbart wird, soll der Redende seinen Beitrag beenden, um den Betreffenden zu Wort kommen zu lassen . 31 Auf diese Weise hat – ohne dass mehrere gleichzeitig reden – jeder von euch die Möglichkeit, eine prophetische Botschaft weiterzugeben , sodass dann alle etwas lernen und alle ermutigt werden. 32 Propheten stehen schließlich nicht unter dem Zwang, reden zu müssen, wenn sie eine prophetische Botschaft empfangen. 33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens.

    Wie in allen Gemeinden derer, die zu Gottes heiligem Volk gehören, 34 sollen sich auch bei euch die Frauen während der Zusammenkünfte still verhalten. Es ist ihnen nicht erlaubt, das Wort zu führen ; vielmehr sollen sie sich unterordnen, wie es auch das Gesetz vorschreibt . 35 Und wenn sie in einer Sache genauere Auskunft haben möchten , sollen sie zu Hause ihren Mann fragen. Denn es ist nicht ehrenhaft für eine Frau, bei einer Zusammenkunft der Gemeinde das Wort zu führen .

    36 ´Ihr seid damit nicht einverstanden?` Ja, ist denn Gottes Botschaft von euch aus ´in die Welt` hinausgegangen? Oder seid ihr die Einzigen, zu denen sie gekommen ist? 37 Vielleicht meint jemand, er sei ein Prophet oder Gottes Geist habe ihm sonst irgendwelche Gaben geschenkt. Nun, dann muss er zuerst einmal anerkennen , dass das, was ich euch schreibe, vom Herrn angeordnet ist. 38 Wenn er das nicht anerkennt, braucht er auch nicht damit zu rechnen, dass man ihn anerkennt .

    39 Um das Ganze zusammenzufassen, liebe Geschwister: Bemüht euch um die Gabe des prophetischen Redens, und hindert keinen daran, in Sprachen zu reden, ´die von Gott eingegebenen sind`. 40 Sorgt aber dafür, dass alles korrekt und geordnet zugeht.

  59. 1. Korinther 15 – Die Auferstehung Christi: Kernstück des Evangeliums …

    1 Geschwister, ich möchte euch an das Evangelium erinnern, das ich euch verkündet habe. Ihr habt diese Botschaft angenommen, sie ist die Grundlage eures Lebens geworden, 2 und durch sie werdet ihr gerettet – vorausgesetzt, ihr lasst euch in keinem Punkt von dem abbringen , was ich euch verkündet habe. Andernfalls wärt ihr vergeblich zum Glauben gekommen!

    3 Zu dieser Botschaft, die ich so an euch weitergegeben habe, wie ich selbst sie empfing, gehören folgende entscheidenden Punkte:
    Christus ist -in Übereinstimmung mit den Aussagen der Schrift- für unsere Sünden gestorben.
    4 Er wurde begraben, und drei Tage danach hat Gott ihn von den Toten auferweckt – auch das in Übereinstimmung mit der Schrift.
    5 Als der Auferstandene hat er sich zunächst Petrus gezeigt und dann dem ganzen Kreis der Zwölf .
    6 Später zeigte er sich mehr als fünfhundert von seinen Nachfolgern auf einmal; einige sind inzwischen gestorben, aber die meisten leben noch. 7 Danach zeigte er sich Jakobus und dann allen Aposteln. 8 Als Letztem von allen hat er sich auch mir gezeigt; ich war wie einer, für den es keine Hoffnung mehr gibt, so wenig wie für eine Fehlgeburt . 9 Ja, ich bin der unwürdigste von allen Aposteln. Eigentlich verdiene ich es überhaupt nicht, ein Apostel zu sein , denn ich habe die Gemeinde Gottes verfolgt. 10 Dass ich trotzdem ein Apostel geworden bin, verdanke ich ausschließlich der Gnade Gottes. Und dass Gott mir seine Gnade erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen. Keiner von allen anderen ´Aposteln` hat so viel gearbeitet wie ich. Aber ´wie ich schon sagte`: Nicht mir verdanke ich das ´Erreichte`, sondern der Gnade Gottes, die mit mir war.

    11 Im Übrigen ist die Botschaft, die wir verkünden – ob nun ich oder die anderen Apostel -, immer dieselbe, und diese Botschaft ist es auch, die ihr im Glauben angenommen habt.

    … und Fundament des Glaubens

    12 Christus wird somit als der verkündet, den Gott von den Toten auferweckt hat. Wie können da einige von euch behaupten: »Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht!«? 13 Angenommen, es gibt wirklich keine Totenauferstehung: Dann ist auch Christus nicht auferstanden. 14 Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist es sinnlos, dass wir das Evangelium verkünden, und sinnlos, dass ihr daran glaubt. 15 Und nicht nur das: Wir stehen dann als falsche Zeugen da, weil wir etwas über Gott ausgesagt haben, was nicht zutrifft. Wir haben bezeugt , dass er Christus auferweckt hat; aber wenn es stimmt, dass die Toten nicht auferweckt werden, hat er das ja gar nicht getan.

    16 Um es noch einmal zu sagen: Wenn die Toten nicht auferstehen, ist auch Christus nicht auferstanden. 17 Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist euer Glaube eine Illusion ; die Schuld, die ihr durch eure Sünden auf euch geladen habt, liegt dann immer noch auf euch . 18 Und auch die, die im Glauben an Christus gestorben sind, sind dann verloren. 19 Wenn die Hoffnung, die Christus uns gegeben hat, nicht über das Leben in der jetzigen Welt hinausreicht , sind wir bedauernswerter als alle anderen Menschen.

    Die Auferstehung der Toten – Konsequenz der Auferstehung Christi

    20 Doch es verhält sich ja ganz anders: Christus ist von den Toten auferstanden! Er ist der Erste, den Gott auferweckt hat, und seine Auferstehung gibt uns die Gewähr, dass auch die, die im Glauben an ihn gestorben sind , auferstehen werden. 21 Der Tod kam durch einen Menschen in die Welt; entsprechend kommt es nun auch durch einen Menschen zur Auferstehung der Toten. 22 Genauso, wie wir alle sterben müssen, weil wir von Adam abstammen, werden wir alle lebendig gemacht werden, weil wir zu Christus gehören.

    23 Aber das geschieht nach der von Gott festgelegten Ordnung. Zuerst ist Christus auferstanden. Als nächstes werden, wenn er wiederkommt, die auferstehen , die zu ihm gehören. 24 Und dann wird Christus die Herrschaft Gott, dem Vater, übergeben – dann, wenn er allen gottfeindlichen Mächten, Kräften und Gewalten ein Ende bereitet hat; dann ist das Ziel erreicht. 25 Denn Christus muss so lange herrschen, bis »Gott ihm alle seine Feinde unter die Füße gelegt hat« . 26 Der letzte Feind ist der Tod, aber auch ihm wird schließlich ein Ende bereitet, 27 denn es heißt in der Schrift: »Alles hat Gott ihm unter die Füße gelegt.« Ausgenommen von diesem »alles« ist natürlich der , der Christus zum Herrscher über alles gemacht hat. 28 Wenn dann alles unter die Herrschaft von Christus gestellt ist, wird er selbst, der Sohn, sich dem unterstellen , der ihn zum Herrn über alles gemacht hat. Und dann ist Gott alles in allen .

    Auferstehungshoffnung und christlicher Alltag

    29 Wenn das, was ich über die Auferstehung gesagt habe, nicht zutrifft, was für einen Sinn hat es dann, dass einige von euch sich für die Toten taufen lassen? Wieso lässt man sich für Tote taufen, wenn Tote gar nicht auferstehen? 30 Oder warum setzen wir Apostel uns ´in unserem Dienst` ständig Gefahren aus? 31 Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht vom Tod bedroht bin. Das ist keine Übertreibung – so wahr ich durch Jesus Christus, unseren Herrn, stolz auf euch bin , Geschwister; ´euer Glaube ist ja ein Ergebnis meines gefahrvollen Dienstes.` 32 Hier in Ephesus hatte ich mit Gegnern des Evangeliums eine Auseinandersetzung, die wie ein Kampf mit wilden Tieren war, ein Kampf auf Leben und Tod. Weshalb hätte ich mich darauf einlassen sollen, wenn ich nicht überzeugt wäre, dass es eine Auferstehung der Toten gibt? Wenn die Toten nicht auferstehen, ´können wir es gleich mit denen halten, die sagen:` »Kommt, wir essen und trinken, denn morgen sind wir tot!« 33 Lasst euch ´durch solche Reden` nicht täuschen! »Schlechter Umgang verdirbt auch den besten Charakter .« 34 Kommt doch einmal richtig zur Besinnung und hört auf zu sündigen! Denn einige von euch kennen Gott letztlich überhaupt nicht; das muss ich zu eurer Schande sagen.

    Der Körper der Auferstandenen

    35 »Aber«, wird mir jemand entgegenhalten, »wie soll die Auferstehung der Toten denn vor sich gehen? Mit was für einem Körper werden sie ´aus ihren Gräbern` kommen?« 36 Wer so redet, weiß nicht, was er sagt! Wenn du Getreide aussäst, muss die Saat doch auch zuerst sterben, ehe neues Leben daraus entsteht. 37 Und was du säst – Weizen oder sonst eine Getreideart -, hat nicht das Aussehen der künftigen Pflanze ; es sind Samenkörner und weiter nichts. 38 Aber wenn der Samen dann aufgeht und zur Pflanze wird, bekommt er eine neue Gestalt – die Gestalt, die ihm von Gott bestimmt ist. Und aus jeder Samenart lässt Gott eine andere Pflanze entstehen. 39 Bei den Lebewesen ist es genauso: Der menschliche Körper ist anders als der von Tieren, der Körper von Vögeln anders als der von Fischen. 40 Außerdem gibt es nicht nur auf der Erde Körper; es gibt auch Körper am Himmel, und deren Schönheit ist von ganz anderer Art als die der irdischen Körper. 41 ´Bei den Himmelskörpern gibt es auch wieder Unterschiede:` Das Leuchten der Sonne ist anders als das Leuchten des Mondes, das Mondlicht ist anders als der Glanz der Sterne, und selbst die Sterne unterscheiden sich in ihrer Leuchtkraft voneinander.

    42 Entsprechend verhält es sich mit der Auferstehung der Toten. Der menschliche Körper ist wie ein Samenkorn, das in die Erde gelegt wird. Erst ist er vergänglich, aber wenn er dann auferweckt wird, ist er unvergänglich. 43 Erst ist er unansehnlich, dann aber erfüllt von Gottes Herrlichkeit. Erst ist er schwach, dann voller Kraft. 44 Indie Erde gelegt wird ein irdischer Körper. Auferweckt wird ein Körper, der durch Gottes Geist erneuert ist. Genauso, wie es einen irdischen Körper gibt, gibt es auch einen durch Gottes Geist erneuerten Körper.

    45 Dasselbe zeigt ein Vergleich zwischen Adam und Christus. Unser jetziger Körper entspricht dem, den Adam, der erste Mensch, bekam, als Gott ihn – wie die Schrift sagt – zu einem »lebendigen Wesen« machte. Unser künftiger Körper hingegen entspricht dem, den Christus, der letzte Adam, bei seiner Auferstehung bekam – Christus, der uns durch seinen Geist lebendig macht. 46 Aber wohlgemerkt: Nicht die durch Gottes Geist erneuerte Ordnung ist zuerst da, sondern die irdische Ordnung; die andere kommt erst danach. 47 Der erste Adam war aus dem Staub der Erde gemacht ; der zweite Adam hat seinen Ursprung im Himmel . 48 So, wie der irdische Adam beschaffen war, sind alle beschaffen, die zur Erde gehören; und so, wie der himmlische Adam beschaffen ist, werden alle beschaffen sein, die zum Himmel gehören. 49 Genauso, wie wir jetzt das Abbild des irdischen Adams sind, werden wir einmal das Abbild des himmlischen Adams sein.

    Die Auferstehung: Endgültiger Sieg über den Tod

    50 Eines müsst ihr wissen, Geschwister: Mit einem Körper aus Fleisch und Blut können wir nicht an Gottes Reich teilhaben, dem Erbe, das er für uns bereithält. Das Vergängliche hat keinen Anteil an dem, was unvergänglich ist. 51 Ich sage euch jetzt ein Geheimnis: Wir werden nicht alle sterben, aber bei uns allen wird es zu einer Verwandlung ´des Körpers` kommen. 52 Ineinem einzigen Augenblick wird das geschehen, und zwar dann, wenn vom Himmel her die Posaune zu hören ist, die das Ende der Zeit ankündigt . Sobald die Posaune erklingt, werden die Toten auferweckt werden und einen unvergänglichen Körper bekommen, und auch bei uns, ´die wir dann noch am Leben sind,` wird ´der Körper` verwandelt werden. 53 Denn was jetzt vergänglich ist, ist dazu bestimmt, das Kleid der Unvergänglichkeit anzuziehen; was jetzt sterblich ist, muss das Kleid der Unsterblichkeit anziehen. 54 Und wenn das geschieht – wenn das Vergängliche mit Unvergänglichkeit bekleidet wird und das Sterbliche mit Unsterblichkeit -, dann geht die Aussage in Erfüllung, die in der Schrift steht: »Der Tod ist auf der ganzen Linie besiegt! « 55 »Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein tödlicher Stachel?« 56 Der Stachel, der uns den Tod bringt , ist die Sünde, und dass die Sünde solche Macht hat, liegt am Gesetz . 57 Gott aber sei Dank! Durch Jesus Christus, unseren Herrn, schenkt er uns den Sieg!

    58 Haltet daher unbeirrt am Glauben fest, meine lieben Geschwister, und lasst euch durch nichts vom richtigen Weg abbringen. Setzt euch unaufhörlich und mit ganzer Kraft für die Sache des Herrn ein! Ihr wisst ja, dass das, was ihr für den Herrn tut, nicht vergeblich ist .

    Schon „gruselig“, wie die Verse in dieser Übersetzung hier den Glauben daran stützen, dass wir nach dem Tod alle in Himmel kommen, dass das Reich Gottes im Himmel sein würde.

    Aber wir dürfen ja nicht vergessen, zu wem Paulus hier spricht: damals waren es ja alles Gesalbte – bis die Zahl voll war. Erst danach trat die große Volksmenge in Erscheinung,

    Wenn er sagt, dass man nur dann zum Reich Gottes gehören könne, wenn man mit einem Geistesleib im Himmel lebt, dann hat er deshalb Recht, weil sich die Regierung dieses Reiches auch im Himmel befinden wird. Dies sehen wir ja dann auch in der Offenbarung, wenn sie im Himmel, nahe bei Jesus auf Thronen sitzen werden (Offenbarung 14.1-3).

    Aber die Große Volksmenge bedindet sich in der Vision in der Offenbarung scheinbar auch im Himmel – vor dem Thron Gottes (Offenbarung 7:9). Wie kommen wir da zu der Auffassung, dass nicht alle im Himmel leben, sondern die große Volksmenge auf der Erde? Wenn ich das richtig verstanden habe, sind wir als Zeugen Jehovas scheinbar mit den Neuapostolen die Einzigen, die an ein Paradies auf der Erde glauben. Wie kommen wir darauf, dass die Ansicht der anderen nicht richtig ist?

    Fangen wir mit dem „Vater Unser“ an, dass jedem Christen bekannt ist. Hier bittet Jesus darum, dass Gottes „Wille geschehe, im Himmel sowie auch auf Erden“ (Matthäus 6:9-10).

    Wenn wir nun glauben, dass alle guten Menschen nach dem Tod in den Himmel kommen – warum bitten wir dann darum, dass Gottes Wille auch auf der Erde geschehen würde? Wir wissen doch, dass „der Herrscher dieses Systems“ Satan ist (2. Korinther 4:4; Johannes 12:31; 1. Johannes 5:19). Also kann Gottes Wille hier erst geschehen, wenn diesem Widersacher endlich Einhalt geboten wird. Manche glauben, dass wir dies heute selbst schon tun könnten, indem wir uns nicht mehr von ihm beeinflussen lassen. Aber wie passt dann die Stelle in Offenbarung damit zusammen, dass der Satan „1000 Jahre im Abgrund gebunden“ werden würde? (Offenbarung 20:1-3)

    Der zweite Punkt ist die Aussage der Bibel, dass Jehova „die Erde nicht einfach umsonst erschuf“, sondern „damit sie auch bewohnt werde“ (Jesaja 45:18). Nun könnte man ja einwenden, dass dies kein Problem sei, wenn nur diejenigen in den Himmel gehen, die bereits gestorben sind. Die anderen würden ja weiterhin auf der Erde bleiben. Aber wie passt dies dann damit zusammen, was die Bibel über den Zustand der Toten sagt? „Sie sind sich nicht des Geringsten bewußt“ und im Tod gibt es „weder Denken noch Planen“ (Prediger 9:5,10). Was sagte Jesus über Lazarus, der gestorben war? „Lazarus schläft“ (Johannes 11:11-14). Hört sich dies nach einem Leben nach dem Tod an?

    Dann gibt es noch die Texte in den Psalmen, besonders in Psalm 37, wo davon geredet wird, dass „die Gerechten die Erde besitzen werden“ und von der Bösen „du wirst dich nach ihnen umsehen, aber ihre Stätte wird nicht gefunden werden“ (Psalm 37:29, 34-36).

    Wie verstehen die anderen christlichen Gruppierungen diese Texte? Wie passen sie für sie selbst zu der Ansicht, dass alle Guten nach dem Tod in den Himmel kommen?

    Ich kann mich noch gut an eine meiner ersten Freundinnen in der Grundschule erinnern. Sie war ein türkisches Mädchen und erzählte mir immer viel vom Paradies. Das, was sie da in bunten Farben vor mir ausmalte, kam immer dem gleich, was wir von den Paradiesbildern der Gesellschaft kennen. Ich hatte mich bereits damals gefragt, wieso ich dann erst in den Himmel kommen muss, wenn es dort so aussieht, wie hier bei uns auf der Erde.

    Und hier haben wir noch einen Punkt: wo war denn das Paradies, in das Jehova Adam und Eva setzte? Wir lesen in der Genesis, dass Jehova Himmel und Erde erschuf und dann nach und nach die Erde zu einem wunderschönen Garten machte, in den er dann den ersten Menschen setzte (1. Mose 2:7-8). Als er Eva erschaffen und die beiden vermählt hatte, gab er ihnen eine Aufgabe: sie sollten Kinder hervorbringen und die ganze Erde füllen und sie sich unterwerfen (1. Mose 1:27-28). Nach dem Sündenfall warf er sie aus diesem Paradies in den Teil der Erde, der noch von ihnen zum Paradies umgestaltet werden sollte. Das Paradies Gottes war also auf der Erde (1. Mose 3:23-249. Er entzog ihnen nur seinen Schutz, denn sie wollten ja alleine, ohne IHN, klarkommen.

    Warum sollte dann das Paradies, das Königreich auf das wir Christen alle hoffen, woanders sein?

    • Jehova schuf die Erde für den Menschen (1.Mose 2:7-8) .
    • Hier war das Paradies, in dem sie glücklich und in Frieden leben und IHN anbeten sollten (1. Mose 1:27-28).
    • Er verspricht uns, dass die Erde niemals zerstört wird (Jesaja 45:18) und
    • dass Menschen, die ihm dienen, die Erde besitzen und bewohnen werden (Psalm 37:29, 34-36).
    • Wir sollten auf Jesu Aufforderung hin darum bitten, dass Gottes Wille auch auf der Erde geschieht (Matthäus 6:9-10) und
    • in der Offenbarung sieht Johannes in einer Vision „das Zelt Gottes ist bei den Menschen und er wird bei ihnen sein“(Offenbarung 21:3).

    Alles „Indizien“ die darauf hinweisen, dass das ewige Paradies, auf das wir hoffen, hier auf der Erde sein wird.

    Aber da Paulus seinerzeit zu denen spricht, die von Jesus mit dem heiligen Geist gesalbt wurden, sollten diese später – nach ihrem Tod – zu ihm in den Himmel kommen und dann als Könige und Priester über die gereinigte Erde herrschen (Lukas 22:29; Luk. 12:32; Offb. 7:4; 14:1, 3; 20:6).

    Vielleicht kommt hier jetzt die Frage auf, wie wir darauf kommen, dass die Zahl der Gesalbten voll ist und wir ewiges Leben im Paradies auf der Erde in Aussicht haben? In der Offenbarung wird mehrfach die Zahl der Gesalbten genannt: 144 000. Angefangen wurde diese Gruppe mit Jesu Tod und Himmelfahrt.

    Wir erinnern uns, dass Jesus sagte, dass Johannes der Täufer ein ganz besonderer Mensch war, trotzdem „ist der Geringste im Königreich der Himmel größer als er“ (Matthäus 11:11). Warum? Einfach aus dem Grund, dass vorher niemand in den Himmel kam. Die Hoffnung auf ein Leben im Himmel gab es bis dahin nicht. Dies ist auch der Grund, warum Paulus es hier erklären muss, wie dies gehen soll. Jesus schloss erst bei dem Abendmahl kurz vor seinem Tod einen Bund mit ihnen, „einen neuen Bund“, damit „ihr mit mir in meinem Königreich zu Tisch liegt“ (Lukas 22:28-30). Es war ein ganz neuer Gedanke für die Jünger damals. Jesus hat mehrfach darüber gesprochen, weil sie ihn nicht begreifen konnten. Auch Nikodemus, der in den Schriften und Lehren der Juden gut bewandert war, mußte mehrfach nachfragen.

    Erst Jesus erschloß mit seiner Himmelfahrt die Möglichkeit, in diesen neuen Bund aufgenommen zu werden und nach dem Tod in den geistigen Bereich überzugehen.

    Wenn dies so ist, wo würden dann all die treuen Männer und Frauen sein, die davor gestorben sind? Gab es für sie keine Hoffnung auf ewiges Leben? Wieso spricht dann Hiob davon, dass er wieder kommen würde, wenn Gott ihn ruft?

    Dass all diese treuen nicht in einer Art Übergangslager gewartet haben, bis Jesus die Möglichkeit eröffnet hätte und dann alle mit einem Mal in den Himmel kommen – bis dahin hätten sie dann in gewisser Hinsicht geschlafen – zeigt seine Aussage über Johannes den Täufer.

    Da aber alle Anbeter des wahren Gottes schon immer eine Hoffnung auf ewiges Leben im Paradies hatten, muss es also eine andere Möglichkeit geben. Ganz gewiß war ihre Hoffnung nicht vergeblich. Denken wir hier auch an Abraham, von dem Paulus in Hebräer sagt, er sei nur ein „zeitweilig Ansässiger“ gewesen und hatte auf „das wirkliche Leben“ gewartet (Hebräer 11:13-14).

    Wenn all diese treuen Männer und Frauen doch die Zusage Gottes auf ein „wirkliches besseres Leben“ hatten und doch nicht in den Himmel kommen – dann ziehen wir noch mal all die Gedanken über ein Paradies auf der Erde in Betracht. Erscheint uns dieser Gedanke nun nicht viel logischer?

    Wir verstehen also, dass Paulus hier zwar von himmlischen Leben spricht, aber er redet ja auch die Gesalbten an.

    Nun kommen wir noch einmal zu der Zahl: 144.000

    Die Zählung würde bei den treuen Christen beginnen, die nach Jesu Himmelfahrt gestorben sind. Dies begann also Pfingsten 33 u.Z. Seither sind fast 2000 Jahre vergangen. Auch wenn das Christentum immer wieder verwässert wurde – siehe Kreuzzüge, Inquisition und Hexenverbrennung, um nur einige zu nennen, so hat es doch immer einige treue Männer und Frauen gegeben. Sollten wir nicht annehmen, dass die Zahl der Gesalbten bereits voll ist?

    Wenn diese Zahl voll, die betreffende Gruppe also abgeschlossen ist, wäre es da nicht logisch, dass die treuen Christen danach die gleiche Hoffnung haben würden, wie all die treuen Anbeter Gottes vor Entstehung dieser Gruppe?

    Daher sind wir davon überzeugt, dass wir die Hoffnung haben, einmal ewig im Paradies auf der Erde zu leben. Trotzdem ist auch für uns heute noch interessant, was Paulus hier zu seinen Brüdern über die himmlische Hoffnung sagt. Ist es nicht auch eher ein Beweis für unsere irdische Hoffnung?

    Jehova hatte den Menschen von Anbeginn die Ewigkeit in ihr Herz gegeben (Prediger 3:10-11). Aufgrund der Paradiesgeschichte im Garten Eden war die ganz natürliche Hoffnung ein Leben im irdischen Bereich. Darum ist es hier für Paulus immer wieder notwendig, ihnen zu erklären, wie ihre Hoffnung aussieht und wie diese Auferstehung vor sich gehen würde.

    Aber diese himmlische Hoffnung, die alle ersten Christen hatten, ist nicht unsere Hoffnung heute. Wir gehören nicht zu der Gruppe der Gesalbten, zu der er hier spricht. Diese Gruppe ist voll, abgeschlossen. Wir gehören zu der Gruppe derer, die vor Jesu Himmelfahrt gestorben sind. Falls wir vor dem Kommen des Paradieses sterben werden, würden wir wie diese Treuen im Schlaf auf die Auferstehung warten. Aber dies ist nicht schlimm, denn ebenso wie bei einer Vollnarkose werden wir die Zeit nicht merken.

    Haben wir nicht einen wunderbaren Gott?

  60. 1. Korinther 16 – Eine Geldsammlung für die Gemeinde in Jerusalem

    1 Nun noch ein Wort zu der Geldsammlung für die Gläubigen ´in Jerusalem`. Macht es so, wie ich es auch in den Gemeinden von Galatien angeordnet habe: 2 Am ersten Tag jeder Woche, ´dem Sonntag` , soll jeder von euch bei sich zu Hause einen Betrag auf die Seite legen, der seinen Möglichkeiten entspricht. Auf diese Weise kommt nach und nach eine größere Summe zusammen , und das Geld muss nicht erst dann gesammelt werden, wenn ich komme. 3 Sobald ich bei euch bin, werde ich diejenigen, die ihr für geeignet haltet, mit Empfehlungsbriefen nach Jerusalem schicken und eure Gabe überbringen lassen. 4 Vielleicht werde ich, wenn es mir angebracht scheint, auch selbst hinreisen, sodass sie mich dann begleiten können.

    Reisepläne, Mitteilungen, Anweisungen

    5 Allerdings werde ich, ehe ich euch besuche, durch Mazedonien reisen. Ich habe jedoch nicht vor, mich dort länger aufzuhalten. 6 Bei euch hingegen werde ich, wenn irgend möglich, eine Zeitlang bleiben, vielleicht sogar den ganzen Winter über. Danach kann ich die Reise dann – was auch immer mein nächstes Ziel sein wird – mit eurer Unterstützung fortsetzen. 7 Ich könnte es zwar so einrichten, dass ich gerade jetzt zu euch komme; aber das möchte ich nicht, weil es mir nur einen kurzen Besuch erlauben würde. Vielmehr hoffe ich – wenn der Herr es mir möglich macht -, eine längere Zeit bei euch zu verbringen. 8 Außerdem habe ich vor, noch bis Pfingsten in Ephesus zu bleiben; 9 denn hier haben sich mir große und vielversprechende Möglichkeiten eröffnet. Meine Anwesenheit in dieser Stadt ist auch deshalb noch nötig, weil es zahlreiche Gegner gibt.

    10 Wenn Timotheus zu euch kommt, macht es ihm nicht schwer, seinen Auftrag zu erfüllen; denn er tut wie ich die Arbeit, die der Herr uns zugewiesen hat. 11 Niemand soll ihn geringschätzig behandeln! ´Und wenn er dann wieder aufbricht,` verseht ihn mit allem, was er für seine Rückreise braucht, ´und verabschiedet ihn` mit dem Friedensgruß . Ich warte sehnsüchtig auf ihn und auf die Brüder, die mit ihm gereist sind.

    12 Was unseren Bruder Apollos betrifft, so habe ich ihn eindringlich gebeten, sich den Brüdern anzuschließen, die inzwischen auf dem Weg zu euch sind ; aber er war entschieden dagegen, euch zum jetzigen Zeitpunkt zu besuchen . Er wird jedoch kommen, sobald sich ihm eine günstige Gelegenheit bietet.

    13 Seid wachsam! Haltet unbeirrt am Glauben fest! Seid mutig und seid stark! 14 Lasst euch in allem, was ihr tut, von der Liebe bestimmen.
    15 Ich habe noch eine Bitte an euch, Geschwister: Ihr wisst, dass Stephanas und die, die zu seiner Familie gehören, die Ersten in der Provinz Achaia waren, die an Jesus Christus glaubten , und dass sie es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Gläubigen zu dienen. 16 Seid daher bereit, euch ihnen unterzuordnen – ihnen und allen anderen, die mit unermüdlichem Einsatz ´für den Herrn` arbeiten. 17 Aber zunächst einmal sind Stephanas, Fortunatus und Achaikus bei mir, und darüber freue ich mich. Ihr Kommen hat mich dafür entschädigt, dass ich nicht bei euch sein kann. 18 Ich war voller Unruhe, wenn ich an euch dachte, aber der Besuch dieser drei hat mich ermutigt, und das zu erfahren ist sicher auch für euch eine Ermutigung . Ich möchte, dass ihr Leuten wie ihnen Respekt und Anerkennung entgegenbringt.

    Grüße und persönliches Schlusswort

    19 Die Gemeinden ´der Provinz` Asien lassen euch grüßen. Besonders herzliche Grüße senden euch Aquila und Priska, die durch den Herrn mit euch verbunden sind, sowie die Gemeinde, die in ihrem Haus zusammenkommt. 20 Alle Geschwister, ´die hier sind,` lassen euch grüßen. Grüßt einander mit einem Kuss als Ausdruck dafür, dass ihr alle zu Gottes heiligem Volk gehört .
    21 Ich selbst, Paulus, grüße euch ebenfalls; ich schreibe diesen Gruß mit eigener Hand. 22 Wenn jemand den Herrn nicht liebhat, soll er verflucht ´und von Gott getrennt` sein. Marána tá – Unser Herr, komm! 23 Die Gnade des Herrn Jesus sei mit euch! 24 Meine Liebe gilt euch allen, die ihr durch Jesus Christus mit mir verbunden seid.

    Wie gut und ermunternd, wenn wir Gemeinschaft mit unseren Brüdern uns Schwestern pflegen können.

    Wir sollten nach Paulus mit ihnen zusammenkommen, um uns gegenseitig zu ermuntern und zu motivieren, weiter eifrig im Werke des Herrn zu sein und auch weiterhin an uns zu arbeiten – damit wir die Frucht des Geistes noch besser hervorbringen

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