4.Mose

Numeri
“Zählung”

vor der Stiftshütte

thematische Linkliste der einzelnen Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 1. Juni 2009 119 Kommentare Trackback URI Comments RSS

119 Kommentare zu “4.Mose”

  1. Thomasam 17. Februar 2009 um 07:56 Link zum Kommentar

    4.Mose 1-3

    Zu Beginn des 4.Mose wird von einer Volkszählung besonderen Ausmaßes berichtet. Dann wird die Besonderheit des Stammes Levi hervorgehoben. Besondes interessant finde ich die Anordnung der Stämme um die Bundeslade. Diese Anordnung ist nicht militärisch und bietet auch keinen besonderen Schutz. So zeigten die Israeliten, dass sie ihrem Gott völlig vertrauen würden, so dass er sie beschützen würde.

    Auf der schon zitierten Website heißt es:

    Die Parascha BaMidbar besteht auf den ersten Blick in einer endlosen Auflistung von Namen und Fakten, die von vielen gerne überschlagen werden. Doch die statistische Erhebung des Volkes Israel hat durch die Jahrhunderte hinweg die verschiedensten Rabbiner veranlasst, auch über diese „Statistiken“ nachzudenken und sie zu kommentieren.

    Das Besondere an dieser Zählung und Erfassung der einzelnen Stämme im Volk ist vor allem, dass es keinen offensichtlichen Grund dafür gibt. Wofür David einige Jahre später bestraft wurde, wird hier von Gott selbst veranlasst.

    Warum also war es Gott wichtig, jeden einzelnen Namen aufschreiben zu lassen?

    Zwei verschiedene Annahmen werden unter den bekannten Rabbinern, z.B. bei Nachmanides, als mögliche Antworten auf diese Frage bevorzugt.

    1.) Um dem Volk anhand von Zahlen zu „beweisen“, dass Gott seine Versprechen einhält.

    Das Versprechen Gottes, das an Abraham und an Israel erging, war, dass ihre Nachkommen so zahlreich werden würden wie die Sterne am Himmel. Als die kleine Familie Israels nach Ägypten ging, um bei Josef zu wohnen, waren es 70 männliche Nachkommen, die in der Bibel verzeichnet wurden. ( 1.Mose 46:27).
    Nun aber, nach dem Auszug aus Ägypten, nach Gerichten und Plagen und anderen „Dezimierungen“ waren es über 600.000 wehrfähige Männer!

    Gott hatte sein Versprechen gehalten und dies sollte nach Meinung der Rabbiner schriftlich festgehalten werden.

    2.) Um einen Überblick über die Truppenstärke des israelischen Heeres zu erhalten.

    Da nur Männer ab einem Alter von 20 Jahren aufgenommen wurden, diente diese Aufstellung als Übersicht für die Heeresverbände, die dann später bei der Einnahme des Landes zur Anwendung kam.

    Neben diesen beiden rationalen Gründen für die Zählung gibt es jedoch auch einen geistigen Grund, der im Zusammenhang mit der dieswöchigen Hafatralesung gesehen werden muß.

    „Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Söhne Israel auf nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, alles männliche nach ihren Köpfen!“ (4. Mose 1:2)

    Obwohl die Zählung die Stärke des Hauses Israels als Ganzes darstellt, kommt es Gott auf den Einzelnen an. Es war ihm wichtig, jeden Einzelnen mit Namen zu erwähnen. Obwohl eine einfache Abzählung aller Männer über 20 Jahren genügt hätte, bestimmt Gott, jeden einzelnen Namen aufzunehmen.

    Dort in der Wüste zeigt uns Gott, dass wir keine Nummern sind, sondern Personen, ja – dass er uns mit Namen kennt. Gott, der das Volk Israel aus Ägypten erlöste und sich zum Eigentum nahm, nahm sind nicht nur irgendeine Menschenmenge, sondern Individuen, die er durch und durch kannte. Und das Gewaltige daran ist, das er dies tat, obwohl er wußte, wie schnell und deutlich sich Israel von ihm abwenden würde, um anderen Göttern nachzulaufen.

    Wenn ich diese Entscheidung Gottes betrachte, dann denke ich unwillkürlich an die Beziehung Gottes zu jedem einzelnen Christen. Gott kennt uns und hat uns beim Namen gerufen, damit wir seinem auserwählten Messias Jesus nachfolgen. Doch immer wieder fallen wir – wie Israel. Wir treffen unsere eigenen Entscheidungen statt Gott zu fragen, wir stellen andere Dinge des Alltages höher als den Höchsten und wir sündigen gegen Gott und Menschen.

    Trotzdem verläßt Gott uns nicht! Er geht uns nach und umwirbt uns, ruft uns immer wieder beim Namen. Aber wenn wir ehrlich gegen uns selbst sind, müssen wir zugeben, dass wir in der Regel zuerst in eine „Wüste“ geführt werden müssen, damit wir wieder auf Gott hören und ihm nachfolgen.

  2. Thomasam 18. Februar 2009 um 07:56 Link zum Kommentar

    4.Mose 4-6

    Tja, der TreueTest bei dem Priester war wirklich interessant! Der Allmächtige offenbarte die Wahrheit – den wer nimmt schon zwei oder drei Zeugen mit, wenn er die Ehe brechen will?
    Aber wenn wir mal das reale Beispiel nehmen: die Partner hatten danach keine Wahl mehr: sie waren weiterhin aneinander gebunden. Nichts mit Scheidung! Wer seine Frau also nicht wirklich liebte, stellte ihr lieber ein Scheidungszeugnis aus, als sich ewig an diese zu binden ;-)

    So konnte man also seinen Partner an sich binden ;-) und Kinder wurden vor untreuen und verlogenen Eltern geschützt – wahrlich ein Segen des Stifters der Familie FÜR DIE FAMILIE! und es lag in seiner Hand, die Wahrheit offen zu legen! Schade, das heute Menschen das “Recht in die Hand nehmen” und meinen, sie könnten wichtige Entscheidungen treffen, obwohl sie die Hintergründe und Wirklichkeiten nicht kennen.

  3. Thomasam 18. Februar 2009 um 07:58 Link zum Kommentar

    Gelübde eines Nasiräers – was soll das? Gibt es das noch heute? Nunja, es gibt ja die Gelübte gegenüber dem Schöpfer bei der Hingabe und dann bei der anschließenden Taufe, dann gibt es das Versprechen vor Gott seinem Ehepartner gegenüber, aber es gibt auch heute noch weitere Versprechen Gott gegenüber wie zB die sich einem Orden anschließen – wird nicht von “Pio und SoPis” mehr erwartet, und müssen diese nicht auch einen Teil ihrer “Freiheit” beschränken und sich “besonders rein” erhalten? Wenn diese natürlich nur auf dem Zettel ihren “Dienst nach Vorschrift machen” und nicht mehr ihrem Gelübde gemäß, so ist dieser Dienst für den Heiligen auch heute nicht annehmbar.

  4. Juleam 18. Februar 2009 um 14:12 Link zum Kommentar

    4. Mose 6:24-26

    „Jehova segne dich und behüte dich.

    25 Jehova lasse sein Angesicht dir gegenüber leuchten und erweise dir Gunst.

    26 Jehova erhebe sein Angesicht zu dir hin und verleihe dir Frieden.“ ‘

    ist wohl jedem Kirchgänger bekannt – oder?

    Als ich noch die evangelische Kirche besuchte, war das jedesmal der Schlußsegen, mit dem der Pastor die Gemeinde entließ. Und das Wort für Wort, wie es hier steht.

  5. Juleam 18. Februar 2009 um 14:14 Link zum Kommentar

    Kapitel 5 beschäftigt sich mit dem Thema “Eifersucht”: falls Zweifel an der Treue der Frau bestanden, sollte sie zum Priester gebracht werden, damit dieser Jehova befragte. Wirkte das Wasser in ihr zum Fluch, zeigte Jehova damit ihre Schuld an. Und er musste es ja wissen, denn er sieht alles.

    Interessant – oder? Nicht der Priester sollte die Entscheidung über Schuld oder Unschuld treffen – sondern er sollte Jehova befragen um eine wirkliche Antwort zu bekommen!

    Das Thema Eifersucht und Treue in der Ehe ist in der Vergangenheit oft in unseren Publikationen behandelt worden. Gerade in den letzten Zeitschriften gibt es einen aussagekräftigen Artikel darüber. Erwachet vom April 2009, S. 28 bis 29 Treue in der Ehe – was ist damit wirklich gemeint?

    Ich finde, er passt ganz wunderbar zu dem Aspekt, von dem wir heute lesen. Vielleicht denken wir ja, unser Partner habe gar keinen Grund zur Eifersucht, “der stellt sich einfach nur an, immerhin habe ich mit keinem anderen Mann irgendwelche Beziehungen.”

    Scheinbar denken in letzter Zeit immer häufiger Diener Jehovas, sie könnten eine platonische Freundschaft zu jemanden vom anderen Geschlecht pflegen, denn es ist ja keine Hurerei und daher auch kein Betrug.

    Die Artikel der letzten Zeit, die wir in unseren Publikationen lesen können, sprechen da allerdings eine anders Sprache. Daher will ich hier mal aus dem erwähnten Artikel zitieren. Da ich schreibfaul bin *grins* bekommt ihr hier nicht den ganzen Artikel, sondern nur ein Unterthema, was sich damit beschäftigt. Aber ihr könnt euch den ganzen Artikel gern hier anhören. Kleiner Tip von mir: es lohnt sich trotzdem, sich den ganzen Artikel mal in aller Ruhe durchzulesen und darüber nachzudenken.

  6. Juleam 18. Februar 2009 um 14:15 Link zum Kommentar

    In seinen Gefühlen treu bleiben – warum?
    Eine glückliche Ehe erfordert “ausschließliche Ergebenheit” gegenüber dem eigenen Ehepartner (Hohes Lied 8:6; Sprüche 5:15-18). Was bedeutet das? Es ist zwar normal, Freunde beiderlei Geschlechts zu haben. In erster Linie aber hat der eigene Ehepartner ein Anrecht auf unsere Aufmerksamkeit, unsere Zeit und unser gefühlsmäßiges Engagement. Jede Verbindung, bei der der Partner zugunsten eines anderen auf das verzichten muss, was ihm rechtmäßig zusteht, ist eine Form von “Untreue”, selbst, wenn keine sexuellen Handlungen im Spiel sind.

    Wie könnte eine solche Verbindung mit jemanden vom anderen Geschlecht entstehen? Vielleicht wirkt der Betreffende anziehender oder verständnisvoller als der eigene Partner. Hat man dann viel miteinander zu tun – zum Beispiel am Arbeitsplatz (oder auch in der Versammlung) – kommen möglicherweise persönliche Angelegenheiten zur Sprache wie Probleme oder Enttäuschungen in der Ehe. So kann sich eine emotionale Abhängigkeit entwickeln. In solchen Gesprächen – ob persönlich, per Telefon oder online – könnte es zu einem Vertrauensbruch kommen. Es gibt Angelegenheiten, die nur die Eheleute selbst angehen, und der Ehepartner kann zu Recht erwarten, dass “vertrauliches Gespräch” unter vier Augen bleibt (Sprüche 25:9).

    Sehr gefährlich ist es, wenn man sich selbst etwas vormacht und vorhandene romantische Gefühle leugnet!“Das Herz ist verräterisch”, heißt es in Jeremia 17:9. Wer eng mit jemanden vom anderen Geschlecht befreundet ist, wäre gut beraten, sich zu fragen: “Gehe ich schnell min eine Verteidigungshaltung oder habe ich Heimlichkeiten, wenn es um die Freundschaft geht? Würde es mir etwas ausmachen, wenn mein Partner unsere Gespräche hört? Wie würde ich mich fühlen, wenn er eine ähnliche Freundschaft hätte?” (Matthäus 7:12).

    Eine unpassende Beziehung kann die Ehe zerstören, denn emotionale Nähe bereitet letztendlich den Boden für sexuelle Intimität. Jesus wies warnend darauf hin, dass Ehebruch “aus dem Herzen” kommt (Matthäus 15:19). Und selbst wenn es nicht zum Ehebruch kommt, ist das verlorene Vertrauen oft nur extrem schwierig wiederherzustellen. Eine Betroffene namens Karen (Namen wurden geändert) berichtet: “Als ich dahinter kam, dass mein Mann Mark heimlich mehrmals am Tag mit einer anderen Frau telefonierte, brach es mir das Herz. Es fällt mir schwer, zu glauben, dass die beiden nicht irgendwie intim geworden sind. Ich weiß nicht, ob ich ihm je wieder vertrauen kann“.

    Freundschaften mit Personen vom anderen Geschlecht dürfen angemessene Grenzen nicht überschreiten. Dabei gilt es, unangebrachte Gefühle nicht zu übergehen oder unreine Beweggründe wegzuerklären. Beim Anzeichen einer Gefahr für die Ehe ist es wichtig, die Freundschaft umgehend einzuschränken oder ganz zu beenden. In der Bibel heißt es: “Klug ist der, der das Unglück gesehen hat und sich dann verbirgt” (Sprüche 22:3).

    Mit ein Punkt, der auch immer wieder bei solchen Freundschaften vergessen wird ist der, dass eigentlich unser Ehepartner neben Jehova unser bester Freund sein sollte. Warum also so enge Freundschaften zu jemand vom anderen Geschlecht aufbauen? Nicht mal eine “beste Freundin” kann das ersetzen, was eigentlich mein Ehepartner für mich ist!

    Also betrachten wir die Anweisungen in 4. Mose Kapitel 5 bitte auch unter diesem Aspekt. Liefern wir doch bitte unserem Ehepartner garnicht erst Grund zur Eifersucht.

    Wenn wir ihn und Jehova aus tiefsten Herzen lieben, sollte uns das eigentlich nicht schwer fallen…

    Wenn du diese Zeitschrift nicht hast – frage doch den nächsten Zeugen Jehovas danach, der an deiner Tür klingelt oder sprech einen von ihnen an, der im Straßendienst Zeitschriften anbietet. Es ist der Erwachet von April 2009!

  7. Juleam 18. Februar 2009 um 14:19 Link zum Kommentar

    im neuen Erwachet von April 2009 finden wir übrigens einige schöne Vorschläge, wie wir das Bibellesen für uns interessanter gestalten können.

    Wer ihn hat, bitte unbedingt aufmerksam lesen. Wer ihn nicht hat, wie z.B. meine Eltern oder Nadja, ihr könnt ihn hier als Hördatei herunterladen und euch anhören…

  8. Juleam 18. Februar 2009 um 14:21 Link zum Kommentar

    Danke an Thom fürs Einstellen von diesem tollen Artikel, über den ich heute in der Apothekenzeitung gestolpert bin – beschreibt er doch sehr schön, was ich schon aus dem EW rausgesucht hatte. Nur das dies von keinem ZJ geschrieben wurde, sondern von einem Normalo

    Gestatten, dass ich mich vorstelle? Die Treue von Peter Bacher

  9. Thomasam 19. Februar 2009 um 07:56 Link zum Kommentar

    4.Mose 7-10

    Im Kapitel 9 werden Anweisungen zum Passah gegeben. Was ist daran besonders? Jehova erklärt, dass nur zu seinem Volk gehören kann, wer sich an bestimmte Regeln hält – hier das Feiern eines von ihm angegebnen Datums. Wer nicht daran teilnimt, weil er keine Lust hat, der schließt sich damit selbst aus der Gemeinschaft aus. Es ist also nicht möglich, sich zum Volke Gottes zu zählen und dabei unverbindlich zu leben!

    Im weiterern Verlauf des Kapitels zeigt der Allmächtige, wohin sein Volk ziehen soll – durch die Wolken- bzw Feuersäule. Auch hier klar erkennbar: es kann nicht jeder machen was er will, sondern hat seinen Blick auf den Allmächtigen gerichtet zu halten. Er sollte der Mittelpunkt unseres Lebens und der Richtungsgeber sein – und dass in allen Momenten, auch in Dingen, die uns persönlich nicht in den Kram passen sollten.

  10. Thomasam 19. Februar 2009 um 07:58 Link zum Kommentar

    4. Mose 8:24

    „Dies bezieht sich auf die Levịten: Vom Fünfundzwanzigjährigen aufwärts wird er kommen, um in die Schar im Dienst des Zeltes der Zusammenkunft einzutreten. 25 Aber nachdem er fünfzig Jahre alt geworden ist, wird er sich von der Dienstschar zurückziehen und nicht länger dienen. 26 Und er soll seinen Brüdern im Zelt der Zusammenkunft beim Besorgen der Obliegenheiten dienen, doch soll er keinen Dienst verrichten. Demgemäß wirst du mit den Levịten in bezug auf ihre Obliegenheiten verfahren.“

    Ein Gedanke der mir sehr gefällt. Ab einem bestimmten Alter wurde man nicht in Rente geschickt, man war weiterhin nützlich und konnte helfen. Aber man musste die schwere Arbeit nicht mehr tun. Auf der anderen Seite war es ein Schutz für die Jugend, denn es “klebten keine Alten an ihren Posten”. Sowie das heute manchmal ist: da haben Menschen mit Anfang/Mitte 20 eine Aufgabe erhalten und halten an dieser so fest, dass selbst Personen die schon Mitte 30 oder Mitte 40 sind noch als “viel zu jung für solche Verantwortung” abgekanzelt werden. Und jüngere Personen sollten bereit stehen und für jegliche Aufgaben und Arbeiten bereit sein. Eine hervorragende Anweisung des Schöpfers zeigt, wie er darüber denkt.

  11. Thomasam 19. Februar 2009 um 07:59 Link zum Kommentar

    zu 4. Mose 10:29-32 – Im “Überlebenbuch” heißt es über Chobab

    Chobab war der Schwager von Moses. Er war kein Israelit, sondern ein Angehöriger des Stammes der Keniter, der im Gebiet Midians lebte. Nachdem die Israeliten das Gesetz durch Moses empfangen und die heilige Stiftshütte zur Anbetung Jehovas gebaut hatten, kam die Zeit, daß sie nach Norden in Richtung des Verheißenen Landes ziehen sollten. Die Wolkensäule, die Jehovas Gegenwart darstellte, sollte vor ihnen herziehen und ihnen zeigen, welchen Weg sie nehmen und wo sie lagern sollten. Doch es wäre ihnen eine Hilfe gewesen, jemanden bei sich zu haben, der das Terrain kannte und wußte, wo man alles zum Lagern Nötige finden konnte. Moses bat Chobab, mit ihnen zu ziehen, doch Chobab lehnte zunächst ab, da er dachte, es sei besser, bei seinen Angehörigen an seinem Geburtsort zu bleiben. Doch Moses legte ihm nahe, sich die Sache noch einmal zu überlegen und mit den Israeliten zu gehen, um ihnen ‘als Auge zu dienen’. Er würde dann auch an den Segnungen teilhaben, die Jehova seinem Volk zuteil werden ließe. Wie aus Richter 1:16 hervorgeht, handelte Chobab weise und ging mit.

    Und wir heute? Lassen wir uns schnell abwimmeln? Oder versuchen wir, dass Gute mit anderen zu teilen, wie dies hier der Moses tat? Und wenn es uns peinlich ist, eingeladen zu werden – gleichen wir dem Chobab indem wir darüber nachdenken, und gute Einladungen doch noch annehmen? Wir sollten also nicht zu schnell mit unseren Entscheidungen sein

  12. Juleam 19. Februar 2009 um 14:22 Link zum Kommentar

    4. Mose 7 – 10

    4. Mose 9:7-8

    Dann sagten diese Männer zu ihm: „Wir sind durch eine Menschenseele unrein [geworden]. Warum sollten wir daran gehindert sein, Jehova die Opfergabe zu ihrer bestimmten Zeit inmitten der Söhne Israels darzubringen?“ 8 Darauf sprach Moses zu ihnen: „Bleibt stehen, und laßt mich hören, was Jehova euch betreffend gebietet.“

    als Fragen bezüglich des Passah aufkamen, entschied Moses nicht einfach selbst – sondern er ließ die Fragesteller warten, um erst mal Jehova zu befragen.

    Wenn wir uns in einem Punkt der mit der wahren Anbetung zusammenhängt nicht sicher sind, sollten wir also nicht aus einem Bauchgefühl heraus entscheiden - sondern uns auch die Zeit nehmen, erst mal Jehova zu befragen.

    Wie könnten wir das tun?

    Wir haben die Wtlib, die einen unerschöpflichen Schatz birgt. Mit ihr können wir zu jeder Frage eine Antwort finden.

    Wissen wir, wie wir sie auf bestmögliche Weise nutzen können?

    Wissen unsere Kinder, wie sie mit ihrer Hilfe Antworten auf ihre Fragen finden können?

    Wenn nicht, dann nehmen wir uns doch mal die Zeit, um ihnen zu zeigen, wie sie daraus Nutzen ziehen können…

  13. Thomasam 20. Februar 2009 um 07:57 Link zum Kommentar

    4.Mose 11-12

    Eine ähnliche Situation, wie wir sie schon einmal in 2.Mose 16 beschrieben: die Israelieten murren wegen Essen! Aber damals hatten sie hunger – und bekamen das Manna. Jetzt meckert man über das Manna… “immer Manna, immer Manna” Oh, der Fisch in Ägypten war kostenlos – ähm, mussten sie nun für das Manna etwa bezahlen???
    Auf jeden Fall ist Mose so weit, dass er keine Lust mehr hat, diesem Volk zu dienen. Der Allmächtige gibt deshalb weitere Helfer hinzu, die durch den Geist angeleitet werden.
    Der Allmächtige sorgt anschließend für Wachteln – in überreichlichen Mengen. Er hatte zu Moses gesagt, dass ihm nichts unmöglich ist! Und was machen die Israelieten – Tag und Nacht sammeln sie diese Tiere für sich ein. Hallo? Was ist das für eine Einstellung?
    Auch wir könnten heute unzufrieden sein, weil unser Leben momentan vielleicht nicht so läuft, wie wir es erwartet haben. Nehmen wir nun alles in die eigene Hand? Sehen wir Dinge dann als “Notausstieg” und nutzen diese Möglichkeiten, um die Gesetze des Allerhöchsten zu übertreten? Die Israelieten glaubten nun Wachtel über Wachtel sammeln zu dürfen! Denken wir daran, dass wir die für Gott heiligen Gesetze auf keinen Fall übertreten dürfen!

    Von Moses lernen wir, wie schnell auch gute Menschen an ihre natürlichen Grenzen gelangen. Obwohl der Schöpfer durch seinen Geist Moses zusätzliche Kraft gab, war hier ein Punkt erreicht, wo es einfach nicht mehr ging. Also nahm Moses Urlaub? Nein, er sprach mit dem Heiligen und es gab eine perfekte Lösung.

    Von Josua – der meinte, man müsse den zwei Männern (Vers 27-30) wehren – können wir auch lernen: seien wir über jeden Menschen froh, der durch Gottes Geist angeleitet wird. Egal wo und wie – freuen wir uns mit ihm – und es ist nicht ganz so wichtig an welchem Ort sich derjenige befindet – es ist nur wichtig das der betreffende durch sein Handeln ein gutes Verhältnis zum Schöpfer hat.

    Kapitel 12: Oh, ich will auch, warum immer nur die anderen! Wie schnell kann man auf Aufgaben oder Segnungen anderer Menschen eifersüchtig werden! Aber warum? Seien wir doch anders, als Aaron und Myriam! Suchen wir nicht bei anderen die Fehler, ob nun wirklich vorhanden oder nur in unseren Augen ein Fehler! Und neiden wir ihnen nicht das, was Gott ihnen übertragen hat. Könnten wir durch Neid, Intrigen oder Geschrei deren Verhältnis zu Gott zerstören? Es scheint manchmal vielleicht so – aber das Beispiel hier zeigt deutlich: nur wir zerstören unser Verhältnis zu dem Allmächtigen!

    Deshalb sei froh, wenn der Allmächtige dir Aufgaben übertragen haben sollte! und nutze die Chance, von ihm auf die eine oder andere Art ernährt zu werden.

  14. Thomasam 20. Februar 2009 um 07:58 Link zum Kommentar

    Abschließend zwei Artikel aus älteren Wachttumausgaben
    1. 10.1977

    Israels Wanderungen in der Wildnis

    Es war am zwanzigsten Tag des zweiten Monats im zweiten Jahr nach dem Auszug aus Ägypten, als sich die Wolke, die auf der Stiftshütte ruhte, erhob und dadurch anzeigte, daß die Israeliten aufbrechen sollten. Nachts ruhte eine Feuersäule über der Stiftshütte und leitete das Volk. Wenn die Israeliten das Lager abbrachen, sagte Moses: „Steh auf, o Jehova, und laß deine Feinde zerstreut werden; und mögen die, die dich aufs tiefste hassen, vor dir fliehen!“ Und wenn sich die Wolke niederließ, sagte Moses: „Kehre doch zurück, o Jehova, zu den Myriaden der Tausende Israels!“ (4. Mose 10:35, 36).

    Gleich zu Beginn ihrer Wanderung durch die Wildnis wurde den Israeliten vor Augen geführt, daß es etwas Schwerwiegendes ist, Jehova auf die Probe zu stellen. Wie geschah dies? Kaum hatten sie das Lager abgebrochen, da wurde das Volk wie „Menschen, die vor den Ohren Jehovas über etwas Übles zu klagen haben“ (4. Mose 11:1). Das mißfiel Jehova so sehr, daß er ein Feuer sandte, das am äußersten Ende des Lagers einige zu verzehren begann. Moses legte Fürbitte ein, und Jehova erhörte ihn und ließ das Feuer erlöschen (4. Mose 11:2).

    Anscheinend stellte gleich danach das Mischvolk, das mit den Israeliten Ägypten verlassen hatte, Jehova auf die Probe. Auf welche Weise? Indem sie murrten und klagten, weil sie kein Fleisch, keinen Fisch und kein Gemüse wie Gurken, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch zu essen hatten, sondern von Manna leben mußten, einem süßen zerealienähnlichen Nahrungsmittel, das sie täglich, außer am Sabbat, auf übernatürliche Weise erhielten. Das schmerzte Moses so sehr, daß er sich bei Jehova mit den Worten beklagte: „Habe ich selbst dieses ganze Volk empfangen . . ., so daß du zu mir sagen solltest: ,Trage sie an deinem Busen . . .‘?“ Darauf versicherte Jehova Moses, daß er den Israeliten Fleisch geben werde. Moses fragte, wie das möglich wäre, worauf Jehova antwortete: „Ist etwa die Hand Jehovas verkürzt?“ Nun, sie war nicht verkürzt, denn Jehova sorgte für eine gewaltige Schar von Wachteln. Doch wegen ihres Murrens und ihrer Gier sandte Jehova ihnen eine Plage, die zu „einer sehr großen Schlachtung“ führte. Dadurch wurde ihnen erneut nachdrücklich vor Augen geführt, was es bedeutete, Jehova auf die Probe zu stellen (4. Mose 11:4-33).

    Danach waren es keine Geringeren als Aaron, der Bruder des Moses, und seine Schwester Mirjam, die Jehova auf die Probe stellten, indem sie über die Befugnisse des Moses murrten. Das mißfiel Jehova so sehr, daß er auf die einzigartige, begünstigte Stellung aufmerksam machte, die Moses vor ihm einnahm, Mirjam aber mit Aussatz schlug. Moses leistete für seine Schwester Fürbitte, und daher beschränkte Gott ihre Quarantänezeit auf sieben Tage (4. Mose 12:1-15).

    Da die Israeliten offensichtlich neugierig waren, wie das Verheißene Land aussehen würde, überredeten sie Moses, zwölf Männer auszusenden, einen für jeden der zwölf Stämme, um das Land auszukundschaften (5. Mose 1:22, 23). Nach vierzig Tagen kehrten diese Männer mit köstlichen Früchten zurück, die bewiesen, daß das Verheißene Land wirklich „von Milch und Honig“ floß (4. Mose 13:23-27). Aber zehn der Kundschafter machten so viel Aufhebens wegen der Körpergröße seiner Bewohner und wegen der befestigten Städte, daß die Israeliten den Mut verloren und nach Ägypten zurückkehren wollten. Josua und Kaleb, die beiden treuen Kundschafter, protestierten dagegen und forderten die Israeliten auf, an Jehova zu glauben. Als das Volk jedoch davon sprach, Moses, Aaron und die beiden treuen Kundschafter zu steinigen, schritt Jehova ein und ließ sie wissen, daß er geneigt war, die ganze Nation zu vernichten und durch Moses eine neue hervorzubringen. Aber Moses trat, wie schon einmal, für sein Volk ein und erinnerte Jehova daran, daß sein Name und sein Ruhm mit dem Geschick der Israeliten verbunden wären. Jehova empfand Mitleid, doch entschied er, daß das Volk vierzig Jahre in der Wildnis umherwandern sollte — ein Jahr für jeden Tag, den die Späher benötigt hatten, um das Land auszukundschaften —, bis alle im Alter von zwanzig Jahren und darüber gestorben wären. Nur Josua und Kaleb sowie der Stamm Levi bildeten eine Ausnahme, da sie nicht an der Auflehnung beteiligt waren. Da es die Israeliten immer noch nicht gelernt hatten, Jehova nicht auf die Probe zu stellen, versuchten sie, das Verheißene Land zu betreten, obwohl Moses ihnen geboten hatte, es nicht zu tun. Sie erlitten eine entmutigende Niederlage (4. Mose 14:39-45).

  15. Thomasam 20. Februar 2009 um 07:59 Link zum Kommentar

    WT vom 1. 4. 1980

    Mirjam — in der Jugend und im Alter bevorrechtet

    Achtzig Jahre später zogen die Israeliten als ein freies Volk unter der Führung Mose aus Ägypten aus. Als Pharao und seine Streitkräfte ihnen nachjagten, wirkte Jehova Gott ein aufsehenerregendes Wunder, indem er das Rote Meer teilte, so daß sein Volk hindurchziehen konnte. Danach füllte sich der Korridor schnell wieder mit Wasser, und die ägyptischen Verfolger wurden allesamt vernichtet. Am anderen Ufer des Meeres führte Mirjam die israelitischen Frauen im Gesang und Tanz, womit sie Jehova für die Befreiung priesen. Mirjam war damals ungefähr 90 Jahre alt und diente im Volk Israel als Prophetin (2. Mose 15:20, 21).

    Im darauffolgenden Jahr wurde die bevorrechtete Stellung, die Mirjam einnahm, für sie zu einer Ursache des Strauchelns. Sie fing an, gegen ihren Bruder Moses zu reden, und brachte sogar Aaron auf ihre Seite. Gegenstand der Nörgelei war die kuschitische Frau des Moses, die zum Anlaß genommen wurde, seine einzigartige Stellung in Frage zu ziehen. Die Bibel berichtet uns: „Wiederholt sagten sie: ,Hat Jehova nur durch Moses allein geredet? Hat er nicht auch durch uns geredet?‘ “ Damit wollten sie praktisch sagen, Moses handle gegenüber seinem älteren Bruder und seiner Schwester geringschätzig und schwinge sich zum einzigen Wortführer Gottes auf (4. Mose 12:1-3).

    Diese Anschuldigung entbehrte jeglicher Grundlage. Daher sagte der Höchste zu Aaron und Mirjam: „Hört bitte meine Worte. Wenn sich unter euch ein Prophet für Jehova befände, würde ich mich ihm in einer Vision kundtun. In einem Traum würde ich zu ihm reden. Nicht so mit meinem Knecht Moses! Er ist mit meinem ganzen Hause betraut. Von Mund zu Mund rede ich zu ihm, indem ich ihn so schauen lasse, und nicht durch Rätsel; und die Erscheinung Jehovas erblickt er. Warum also habt ihr euch nicht gefürchtet, gegen meinen Knecht, gegen Moses, zu reden?“ (4. Mose 12:6-8). Ja, Moses hatte sich nicht über Aaron oder einen anderen Angehörigen der israelitischen Nation aufgeschwungen. Er war von Jehova direkt ernannt worden. Deshalb wurden Aaron und Mirjam beschuldigt, gegen den Höchsten zu sprechen.

    Mirjams Murren war vielleicht auf Eifersucht zurückzuführen. In ihrer Stellung als Prophetin mag sie befürchtet haben, ihre Schwägerin erlange größere Bedeutung unter dem Volk als sie. Ihr Stolz machte sie für das, worauf es eigentlich ankam, blind, nämlich sich demütig der Einrichtung Jehovas unterzuordnen.

    Da Mirjam die Grenzen der ihr von Gott zugewiesenen Stellung überschritt und gegen ihren Bruder ungerechtfertigte Anschuldigungen erhob, wurde sie mit Aussatz geschlagen. Welch ein furchterregender Beweis göttlichen Mißfallens! Aaron bat um Barmherzigkeit, und Moses flehte zugunsten seiner Schwester aufrichtig zu Jehova mit den Worten: „O Gott, bitte! Heile sie doch!“ Mirjam wurde geheilt, mußte aber einen demütigenden siebentägigen Aufenthalt in Quarantäne außerhalb des Lagers Israels auf sich nehmen (4. Mose 12:9-15). Als Mirjam in dem Jahr starb, in dem die Israeliten in das Land Kanaan einzogen, stand sie aber in der Gunst Jehovas (4. Mose 20:1).

    Alle Diener des Höchsten können aus den Erfahrungen Mirjams etwas Wichtiges lernen. Viele Segnungen zu genießen schließt nicht aus, daß man zu Fall kommen kann. Wir müssen uns wirklich bemühen, immer demütig vor unserem Gott zu wandeln, und dürfen uns nicht von Stolz beherrschen lassen. Vergessen wir nicht die inspirierten Worte: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber verleiht er unverdiente Güte“ (Jak. 4:6).

  16. Thomasam 20. Februar 2009 um 08:05 Link zum Kommentar

    4.Mose 13-14

    Wo stehen WIR? Was hätte ich gemacht?
    Auftrag von Moses: Werde ein Spion und kundschafte aus, WIE das Land ist, und WER dort wohnt.
    OK – klingt einfach. Wir gehen also hin, und schauen uns dass Land an – sind ja eine kleine Gruppe. Haben Mut. Ja den haben wir! Wir sind gegangen und haben uns das ganze Land angeschaut! Herrliche Landstriche! Und nicht nur ein Tag – nein VIERZIG Tage waren wir unterwegs! Ja wir haben wirklich viel gesehen! Oh das Land ist wirklich gut!

    ABER?

    Nun ja, es leben dort viele Menschen, kräftige Menschen. Und nun kommt die Frage, WIE HÄTTE ICH gedacht?
    Es gab nur zwei Möglichkeiten: entweder:”Ja, mit Gottes Hilfe, der schon so viel getan hat für uns, werden wir das Land einnehmen! Vertrauen wir auf den Allmächtigen”
    oder “Ähm, nein, dass schaffen wir nicht! Wir sind doch keine Krieger! Also lassen wir das lieber”

    Und? Wie sehen wir heute aus, wenn Probleme vor uns stehen? Vertrauen wir auf den Allmächtigen, der schon so viel für uns getan hat? Oder schauen wir mit menschlichen Auge, und ziehen verzweifelt unsere menschliche Sicht vor?

    Die 10 Kundschafter, die ihre menschliche Sicht vorgetragen haben, haben das Volk in ihren Bann gezogen – und haben erreicht, dass man Josua und Kaleb töten wollte! Heute gewinnen leider oft auch diejenigen, die sich vom Allmächtigen abgewandt haben, und man versucht die wahren Anbeter geistig zu töten, manchmal gelingt es sogar Rufmord zu begehen! Na und?

    Damals hat das Volk – durch die falsche Mehrheitsentscheidung bewogen – den Zorn des Allmächtigen auf sich gezogen. Ja – egal was er für sie getan hatte, die Plagen, der Weg durchs Rote Meer usw usf… sie vertrauten nicht auf ihn, sahen weiterhin menschlich, fleischlich – und hatten “deshalb das Vorrecht” nun 40 Jahre zu wandern – und in der Wüste zu sterben. Ihre Kinder erst sollten nun in das versprochene Land! Was für eine Strafe! 600000 Mann – so hatte Moses im letzten Kapitel gesagt – soviele Menschen! 600 000 Menschen, die nun aufgrund von Unglauben nicht in das verheißene Land durften! Wer glaubt, heute durch Intriegen und Lügen in das “verheißene Land” zu gelangen, kann daraus lernen, dass der Allmächtige alles sieht und niemals Falschheit tolleriert!
    Nun, als die Israeliten hörten, was die Strafe wäre, haben sie sich aufgemacht, und sind losgezogen – eine wirklich “weise Entscheidung”! So haben sich diejenigen, die nun erschlagen wurden ein paar Jahre Wanderschaft erspart. Ich wünschte mir oft, das diejenigen, die durch Lug und Betrug sich sowieso ihr Verhältnis zum Schöpfer zerstört haben, auch einfach sein Volk verlassen würden. Dann könnten die wahren Anbeter in Ruhe leben, und diejenigen, die ihr “verheißenes Land” eh verwirkt haben, könnten in Ruhe die paar Monate “richtig leben”. Aber wie damals so auch heute – die Guten mussten und den Falschen leiden.

    Auf der schon zitierten Website heißt es:

    Endlich sollte es so weit sein. Nach dem Auszug aus Ägypten, der Bundesschließung am Sinai, nach langer Wanderschaft in der Wüste und mehreren Vertrauensbrüchen des Volkes gegen Gott, stand das Haus Israel endlich an der Grenze, um in das verheißene Land hineinzugehen.

    Und der Herr redete zu Mose und sprach: Sende dir Männer aus, dass sie das Land Kanaan auskundschaften, das ich den Söhnen Israel gebe! (4.Mose 13:1)

    Doch das Ergebnis dieser Erkundung war verheerend. Von zwölf Kundschaftern brachten nur zwei einen positiven Bericht, während die anderen nur Angst wegen der Bewohner des Landes in das Herz des restlichen Volkes legten. Und nicht nur das. Das Volk wollte sich schließlich sogar ein anderes Oberhaupt erwählen und zurück nach Ägypten gegen, wobei sie zuvor noch Mose und Aaron steinigen wollten (13:10).

    In diesem Moment erscheint die Herrlichkeit des Herrn der ganzen Gemeinde Israel und Gott spricht:

    „Wie lange will mich dieses Volk verachten, und wie lange wollen sie mir nicht glauben bei all den Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe? Ich will es mit der Pest schlagen und es austilgen; und ich will dich zu einer Nation machen, größer und stärker als sie.“

    Welch ein Angebot an Mose! Anstelle Israels will Gott ihn zu einem Volk machen und ihm dadurch einen Namen machen. Aber die Antwort Mose passt zu dem demütigsten Mann der Erde:

    Dann werden es die Ägypter hören. Denn durch deine Macht hast du dieses Volk aus ihrer Mitte heraufgeführt; und man wird es den Bewohnern dieses Landes sagen. Sie haben gehört, dass du, HERR, in der Mitte dieses Volkes bist, dass du, HERR, Auge in Auge dich sehen lässt und dass deine Wolke über ihnen steht und du in einer Wolkensäule vor ihnen hergehst bei Tag und in einer Feuersäule bei Nacht. Und wenn du dieses Volk wie einen Mann tötest, werden die Nationen, die die Kunde von dir gehört haben, sagen: Weil der HERR dieses Volk nicht in das Land bringen konnte, das er ihnen zugeschworen hatte, darum hat er sie in der Wüste hingeschlachtet. Und nun möge sich doch die Macht des Herrn groß erweisen, so wie du geredet hast, als du sprachst: «Der HERR ist langsam zum Zorn und groß an Gnade, der Schuld und Treubruch vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten Generation.» Vergib doch die Schuld dieses Volkes nach der Größe deiner Gnade und so, wie du diesem Volk vergeben hast von Ägypten an bis hierher! (4.M. 13-19)

    Anstatt das „Angebot“ Gottes anzunehmen, leistet er Fürbitte für sein Volk und der Herr lässt sich erbitten:

    Und der HERR sprach: Ich habe vergeben nach deinem Wort. (13:20)

    Obwohl das Volk nicht ungestraft blieb, so wurde seine Existenz doch bewahrt und so lebt es noch heute!

    Interessant ist die Argumentation des Mose bei seinem Fürbittegebet. Statt direkt um Gnade zu flehen und über das Volk Israel zu sprechen, oder die Bündnisse mit Abraham, Isaak und Jakob in „Erinnerung“ zu bringen, geht es Mose nur um eines: den Namen Gottes.

    „Dann werden es die Ägypter hören“ ist sein Argument. Es war der HERR, der das Volk nicht in das Land bringen konnte, so würden die Ägypter denken.

    Mose appelliert an den Heiligen Namen Gottes, er erinnert damit an einen Zusammenhang, der im Judentum heute „Chillul HaShem“ genannt wird. Chillul HaShem bedeutet den Namen Gottes in Misskredit bringen. Gott kann es jedoch nicht zulassen, das sein Name in Misskredit gebracht wird, da der der Name Gottes seinen Charakter widerspiegelt, daher wird er aktiv, um seinen Namen wieder „herzustellen“.

    Der Name Gottes wird im Judentum als so heilig angesehen, dass er nicht mehr ausgesprochen wird. Dies hat unter anderem den Effekt, dass wir heute nicht mehr mit 100% Sicherheit sagen können, wie der Name Gottes, das Tetragramm „JHVH“ wirklich ausgesprochen werden muss. Anstelle des Tetragramms wird von den Juden der Name „HaSchem“ benutzt, was übersetzt einfach „Der Name“ bedeutet. Nebenbei gesagt, wird der Name Mose im Hebräischen so geschrieben, dass sein Name rückwärts gelesen genau diesen Ausdruck „HaShem“ ergibt.

    In dem Fürbittegebet des Moses wird klar, dass es weder um das Volk Israel geht, noch um den Einzelnen Gläubigen, sondern einzig und allein um den Namen Gottes.

    Gott hält, was er verspricht! Selbst wenn wir untreu sind, ist er treu und vergibt uns unsere Schuld um seines heiligen Namens willen.

    In Hesekiel 37:19-24 spricht der HERR:
    Und ich versprengte sie unter die Nationen, und sie wurden in die Länder zerstreut; nach ihrem Weg und nach ihren Taten richtete ich sie.
    So kamen sie zu den Nationen, aber wohin sie auch kamen, da entweihten sie meinen heiligen Namen, indem man von ihnen sagte: «Das Volk des HERRN sind diese, und aus seinem Land haben sie hinausziehen müssen.»
    Da tat es mir leid um meinen heiligen Namen, den das Haus Israel unter den Nationen entweiht hatte, wohin sie auch kamen.
    Darum sage zum Haus Israel: So spricht der Herr, HERR: Nicht um euretwillen handle ich, Haus Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entweiht habt unter den Nationen, zu denen ihr gekommen seid.
    Und ich werde meinen großen, unter den Nationen entweihten Namen heiligen, den ihr mitten unter ihnen entweiht habt. Und die Nationen werden erkennen, dass ich der HERR bin, spricht der Herr, HERR, wenn ich mich vor ihren Augen an euch als heilig erweise.
    Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen.

    Warum ist denn der Name so wichtig?

    Der Name einer Person spiegelt in der Torah mehr als nur die einfache Benennung zur Identifikation wider. Der Name ist vielmehr ein Abbild des Charakters und des Wesens einer Person. In mehreren Fällen erhielten Persönlichkeiten der Bibel eine Namensänderung, in dem Moment, wo sich ihre Berufung und/oder ihr Charakter änderte.

    Aus Abram (Vater ist erhaben) wurde Abraham (Vater einer Menge), aus Sarai (Prinzessin) wurde Sara (Fürstin), aus Jakob (Fersenhalter) wurde Israel (Kämpfer Gottes).

    Gottes Name ist unveränderlich, weil auch seine Person unveränderlich ist. Er ist der Gleiche gestern, heute und morgen. Den Namen Gottes zu verachten, bedeutet seine Person und seinen Charakter, ja sein ganzes Wesen zu verachten.

  17. Juleam 20. Februar 2009 um 14:26 Link zum Kommentar

    4. Mose 11 – 14

    Aaron und Miriam redeten beide gegen Moses. Warum wurde nur Miriam bestraft?

    die Antwort darauf findet ihr hier – Thom hat einigen ergänzenden Stoff dazu herausgesucht…

    Du bekommst das, wovor du Angst hast, oder was du vermeiden willst.

    Ein Grundsatz, den ich in den letzten Jahren mehrfach in der Bibel gelesen habe. In diesen wenigen Kapiteln kommt er auch gleich zwei Mal zum Tragen.

    Die Israeliten sind mit dem Manna nicht zufrieden, meckern rum, wollen “was Anständiges” essen. Sie bekommen Wachteln bis ihnen diese ihrerseits “aus dem Hals heraushängen”. Zu dem Zeitpunkt, als sie meckern, sind sie erst zwei Jahre aus Ägypten weg. Nun müssen sie vierzig Jahre Manna essen. Super!

    Das Volk ist in Panik wegen dem Bericht der Kundschafter. Sie haben Angst, dass sie und ihre Familien in der Wüste sterben – weil sie nicht glauben, dass Jehova mit ihnen ist. Haben sie vielleicht auch Angst, dass ihr Verhältnis zu Jehova nicht ganz so in Ordnung ist?

    Jehova sagt ihnen, dass sie für ihren Unglauben genau das bekommen, wovor sie Angst hatten: sie werden in der Wüste sterben!

    Was ist mit unserem persönlichen Verhältnis zu Jehova? Glauben WIR, dass Jehova mit uns ist?

    Wir wissen schon, dass Jehova nur dann mit uns ist, wenn wir uns in allen Bereichen des täglichen Lebens vertrauensvoll eng an ihn halten. Wenn wir also Angst haben oder uns nicht sicher sind, ob Jehova mit uns ist – dann sollten wir schleunigst darüber nachdenken, was uns selbst von Gottes Liebe trennt und das dann ändern und bereinigen.

  18. Thomasam 20. Februar 2009 um 19:57 Link zum Kommentar

    “Warum wurde nur Mirjam bestraft?”

    Im Buch “Einsichten in die heilige Schrift” heißt es unter anderem***

    Warum wurde Aaron nicht dafür bestraft, daß er das Goldene Kalb gemacht hatte?

    Trotz seiner bevorrechtigten Stellung machte Aaron Fehler. Als Moses das erstemal 40 Tage auf dem Berg Sinai war, „versammelte sich das Volk um Aaron und sprach zu ihm: ‚Auf, mache uns einen Gott, der vor uns hergehen wird, denn von diesem Moses, dem Mann, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, wissen wir wirklich nicht, was ihm widerfahren ist‘ “ (2Mo 32:1). Aaron ging darauf ein und machte mit diesen Empörern zusammen ein goldenes Standbild in Form eines Kalbes (2Mo 32:2-6). Als er später von Moses zur Rede gestellt wurde, brachte er eine dürftige Entschuldigung vor (2Mo 32:22-24). Jehova bezeichnete ihn jedoch nicht als den Hauptübeltäter, sondern sagte zu Moses: „So laß mich nun, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und ich sie ausrotte“ (2Mo 32:10). Moses brachte die Sache zur Entscheidung, indem er rief: „Wer ist auf der Seite Jehovas? Zu mir!“ (2Mo 32:26). Alle Söhne Levis, zweifellos auch Aaron, folgten seiner Aufforderung. Darauf wurden dreitausend Götzendiener, wahrscheinlich die Hauptanstifter der Empörung, von ihnen erschlagen (2Mo 32:28). Doch Moses erinnerte später die übrigen des Volkes daran, daß sie sich mitschuldig gemacht hatten (2Mo 32:30). Somit war Aaron nicht der einzige, dem Gott Barmherzigkeit erwies. Seine nachherigen Handlungen ließen erkennen, daß er im Grunde seines Herzens mit der götzendienerischen Bewegung nicht einverstanden gewesen war, sondern lediglich dem Druck der Empörer nachgegeben hatte (2Mo 32:35). Jehova bewies, daß er Aaron vergeben hatte, indem er dessen Ernennung zum Hohenpriester aufrechterhielt (2Mo 40:12, 13).

    Nachdem Aaron seinen jüngeren Bruder Moses in vielen schwierigen Situationen unterstützt hatte und kurz nachdem er von ihm, dem Vertreter Gottes, als Hoherpriester eingesetzt worden war, handelte er töricht, indem er zusammen mit seiner Schwester Mirjam Moses kritisierte, weil er eine Kuschitin zur Frau genommen hatte. Die beiden zogen auch Moses’ einzigartiges Verhältnis zu Jehova Gott und seine Stellung in Frage, indem sie sagten: „Hat Jehova nur durch Moses allein geredet? Hat er nicht auch durch uns geredet?“ (4Mo 12:1, 2). Jehova handelte schnell; er forderte die drei auf, beim Zelt der Zusammenkunft vor ihm zu erscheinen, und wies Aaron und Mirjam streng zurecht, weil sie seine Ernennung des Moses nicht respektiert hatten. Da nur Mirjam mit Aussatz geschlagen wurde, ist anzunehmen, daß sie Aaron zu diesem Vorgehen angestiftet hatte und er sich ihr wiederum aus Schwäche angeschlossen hatte. Wäre Aaron jedoch ebenfalls mit Aussatz geschlagen worden, so wäre er gemäß dem Gesetz Gottes für seine Aufgabe als Hoherpriester nicht mehr tauglich gewesen (3Mo 21:21-23). Seine richtige Herzenseinstellung zeigte sich darin, daß er sofort bekannte, töricht gehandelt zu haben, und sich entschuldigte sowie Moses verzweifelt bat, für die vom Aussatz befallene Mirjam Fürbitte einzulegen (4Mo 12:10-13).

    Aaron machte sich erneut an einer Sünde mitschuldig, als er mit Moses bei der Beschaffung von Wasser in Meriba bei Kadesch versäumte, Gott vor der Gemeinde zu ehren und zu heiligen. Gott bestimmte deshalb, daß keiner von ihnen das Vorrecht genießen sollte, das Volk in das Land der Verheißung zu führen (4Mo 20:9-13).

  19. Thomasam 21. Februar 2009 um 07:57 Link zum Kommentar

    4.Mose 15-17

    In Kapitel 15 wird ein Fall berichtet, der im Gesetz bis dahin nicht aufgeführt war. Was tat Mose? Es wäre einfach gewesen, eine Entscheidung aus dem Bauchgefühl zu treffen – oder? Schließlich war er ja der Führer! Nein, er war nicht der Führer – er war nur derjenige der den Auftrag des Allerhöchsten ausführte. Deshalb überließ Mose die Entscheidung auch dem Allmächtigen!
    Heute ist es oft genauso: wirkliche Anbeter lassen sich vom Geist leiten und entscheiden NIE aus dem Bauch heraus, oder danach ob sie den betreffenden leiden oder nicht leiden können. Die Entscheidungen des Allmächtigen sind immer gerecht.

  20. Thomasam 21. Februar 2009 um 07:58 Link zum Kommentar

    Der Wachtturm vom 15. 1.1984 schrieb zu den anschließenden Versen


    Bleibe für ‘unseren Gott heilig’

    16 Die Glieder des Volkes Jehovas unterscheiden sich von der Welt durch ihr Hoffen, durch all ihr Sinnen und Trachten und dadurch, daß sie sich dem Willen ihres heiligen Gottes fügen (2. Mose 39:30). Sie sollten sich Gott als heilig erweisen. Aus diesem Grunde mußten sich die Israeliten in alter Zeit „mit Fransen besetzte Ränder an die Säume ihrer Kleider machen“ und oberhalb davon eine blaue Schnur anbringen. Dadurch unterschieden sie sich in der Kleidung von den Moabitern, den Ägyptern und von anderen und wurden daran erinnert, daß sie als Volk Jehovas anders sein und ihm gehorchen sollten, indem sie sich ‘ihrem Gott als heilig erwiesen’ (4. Mose 15:37-41). Der Wunsch, für ‘unseren Gott heilig’ zu sein, sollte uns veranlassen, Vorsicht walten zu lassen, wenn wir von der Welt Gebrauch machen.

    17 Weltliche Ziele drehen sich um Reichtum, Ruhm und Aktivitäten, die in geistiger Hinsicht schädlich sind und den christlichen Glauben untergraben können. Zum Beispiel kann uns das Streben nach materiellen Dingen und Reichtum, wenn wir zulassen, daß es unser Leben beherrscht, dazu verleiten, um des selbstsüchtigen Vorteils willen unrecht zu tun, so daß wir unser Verhältnis zu Jehova gefährden (Sprüche 28:20; vergleiche Jeremia 5:26-28; 17:9-11). Wer von der Welt in einem Maße Gebrauch macht, daß das Streben nach materiellen Dingen zu seinem Hauptinteresse wird, steht in der Gefahr, sich in unehrliche Praktiken zu verstricken und seinen Glauben zu verlieren, weil er geistige Dinge vernachlässigt. Jemand, der im Geschäftsleben erfolgreich ist oder reich wird, mag „hochmütig“ werden und in stolzer Weise seine eigenen Ansichten über den Rat der Versammlung Gottes stellen (1. Timotheus 6:9, 10, 17). Auf diese Weise bleibt er gewiß nicht für ‘unseren Gott heilig’.

    18 Jesus sagte treffend: „Macht euch Freunde mit dem ungerechten Reichtum, damit, wenn dieser versagt, sie [eure himmlischen Freunde, Jehova Gott und Jesus Christus] euch in die ewigen Wohnstätten aufnehmen“ (Lukas 16:9). Zwar benötigen wir einige materielle Dinge, und wir können solche Mittel zur Förderung der Königreichsinteressen gebrauchen und uns im Himmel Freunde machen, doch dürfen wir nicht zulassen, daß das weltliche Streben, diese Dinge im Überfluß zu haben, unser Herz verdirbt (Lukas 12:34).

    19 Ein anderes weltliches Ziel besteht darin, eine gute Stellung, Ruhm und Ehre zu erlangen. Das setzt in vielen Fällen eine jahrelange Ausbildung und das Hocharbeiten auf der sozialen Stufenleiter voraus. Doch diejenigen, die auf die eigene Ehre aus sind, werden in der Bibel mit jemandem verglichen, der zuviel Honig ißt, was Übelkeit hervorrufen kann. So heißt es zum Beispiel: „Im Überfluß Honig essen ist nicht gut, noch ist es etwas Ehrenhaftes, die eigene Ehre zu suchen“ (Sprüche 25:16, 27, Rotherham). Es ist auch schriftwidrig, weltliche Helden oder Stars zu verehren. Christliche Eltern mögen es mitunter für nötig erachten, ihre Kinder freundlich darauf hinzuweisen. (Vergleiche Apostelgeschichte 12:21-23.) Bestimmt ist die richtige Ansicht über solche Dinge ebenfalls notwendig, wenn wir für ‘unseren Gott heilig’ bleiben und es vermeiden wollen, vollen Gebrauch von der Welt zu machen.

  21. Thomasam 21. Februar 2009 um 09:59 Link zum Kommentar

    Neu dazu kommt in der heutigen Zeit, der Geist der Unabhängigkeit – unabhängig von den Eltern und unabhängig von seinem Ehepartner leben zu wollen, und dies durch Lügen und Betrug umzusetzen. Dieser Geist der Unabhängigkeit fängt aber auch in den Gemeinden an, wenn einige selbst Entscheidungen fällen, deren Entscheidung eigentlich durch den Kanal geschehen sollte. Dann wird davon gesprochen, dass dies ja “nur Empfehlungen” seien, und man solle “nicht alles so Buchstabengemäß umsetzen”.

    Korah war ein solcher Mensch in alter Zeit. Er war unzufrieden. Er wollte die Stellung die der Allmächtige dem Moses und dem Aaron gegeben hatte, beseitigen. Er wollte eine “demokratische Führung” in einer “Theokratie”. Kann es sein, dass wir manchmal auch den Kanal nicht akzeptieren und Dinge “so machen, wie es uns gefällt” – z.B. Entscheidungen treffen, oder Einleitungen und Studien so führen, wie wir es für richtig erachten, anstatt nach den “Anweisungen die wir schwarz auf weiß” erhalten? Hören wir vielleicht aus Ansprachen Dinge heraus, die uns “besser gefallen” als das, was Gott sagt, um uns weiterhin von ihm abzuwenden?

    Dathan und Abiram lehnen den Führungsanspruch von Mose ab, weil er ihrer Meinung nach, versagt hat. Sind auch wir enttäuscht, weil wir schon seit Jahren auf das Paradies warten und schließen uns deshalb der Meinung von Spöttern an, die sagen “das dauert eh noch 10 bis 15 Jahre”?

    Diese Einstellung ist im Prinzip die selbe Auflehnung, wie sie Dathan und Abiram hier äußerten. Es ist also wichtig, den Kanal zu akzeptieren, durch den der Allmächtige handelt. Und wie finde ich diesen? Ich persönlich kenne nur eine einzige Organisation, die Literatur verschenkt, und sich nur durch Spenden finanziert. Welche Organisation gibt Zeitschriften herraus, die sich um Gottes Königreich reden, der die Wahrheit über den Höchsten weltweit verbreitet?

    „Es ist die einzige Zeitschrift, die Gottes Königreich — von dem die Bibel eigentlich handelt — verkündigt oder überhaupt darüber spricht.“ „Für uns ist er wie eine Rettungsleine, die dazu dient, uns aus dem Meer der Vernichtung herauszuziehen.“

    Ähnlich, wie damals durch den blühenden Stab von Aaron – also durch ein Wunder – klargestelt wurde, wer vom Höchsten annehmbar war, so kann man auch heute klar erkennen, welche Männer von Gottes Geist geleitet werden. Entscheiden wir an “diesem Sklaven” vorbei? – oder handeln wir nach den “Anweisungen des Sklaven”?

    Lese diese Zeitschrift, gleich wenn du sie erhalten hast, und handle nach dem Gelesenen! Wer ihn nur zur Show liest und anstreicht oder bemalt, damit es gesehen wird, verfehlt bei weitem das Ziel.

  22. Juleam 21. Februar 2009 um 14:51 Link zum Kommentar

    auch zum Stoff von heute finden wir Dramen von der Gesellschaft:

    autorität

    Jehovas Autorität achten

    hier könnt ihr es direkt von der Seite der Gesellschaft runterladen und euch anhören, damit der Stoff von heute richtig lebendig wird

    Das andere Drama zu dem Stoff – “Hüte dich vor rebellischen Reden” – wurde auf dem Kongress 1981 “Loyale Unterstützer des Königreiches” aufgeführt, aber leider gibt es das nicht offiziell auf der Seite der Gesellschaft. Vielleicht habt ihr es ja als CD oder Kasette zu Hause.

  23. Thomasam 22. Februar 2009 um 07:58 Link zum Kommentar

    4.Mose 18-20

    Kapitel 20 – wir machen nun einen Zeitsprung und sind im 40. Jahr der Wanderung. So kurz vor dem verheißenen Land – so kurz vor dem Ziel – und? Leider müssen Mirjam und Aaron sterben. So kurz davor – was für ein harter Schlag. Ungern erinnere ich mich an meine Großeltern, die gehofft hatten, das verheißene Land der Neuzeit sehen zu können….

    Und Mose? Der sonst so sanftmütige Mann wird durch seine Mitmenschen so sehr gereizt, dass er einen folgenschweren Fehler begeht!
    Was bedeutet das für uns? Nutzen wir die Zeit unserer Jugend, die Zeit wo wir Gesundheit und Kraft haben um uns bei Gott einen guten Namen zu machen. Und seine wir immer dem Schöpfer gehorsam und lassen wir uns nie von unseren Mitmenschen ablenken! Egal was andere denken oder tun, sollten wir unser Auge nie von Gottes Wort wenden und dann demgemäß handeln!
    Warum Aaron und Mirjam dort begraben werden, ist mir schleierhaft, denn Josephs Gebeine sollten die ganze Zeit mitgenommen werden um ihn im verheißenen Land in die Familiengruft zu legen…

    Was hatte Moses eigentlich falsch gemacht?
    Der Auftrag war klar “Rede zu dem Fels”
    und die Ausführung: er schlug an den Fels UND sagte “sollen WIR euch Wasser geben.” – er vergaß es dem Schöpfer zu zuschreiben. Schade, aber verständlich, wenn man bedenkt, wie unweise und egoistisch das Volk mal wieder auftrat.

  24. Juleam 22. Februar 2009 um 15:26 Link zum Kommentar

    4. Mose 18 – 20

    4. Mose 20:12

    Später sprach Jehova zu Moses und Aaron: “Weil ihr nicht Glauben an mich bekundet habt, mich vor den Augen der Söhne Israels zu heiligen, darum werdet ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich ihnen bestimmt geben werde.”

    weil Moses gesagt hatte “sollen wir” darf er nicht in das Land der Verheissung ziehen. Ist das nicht eine sehr harte Strafe dafür, dass er und Aaron sich im Wort vergriffen haben?

    Später sagt Jehova, dass sie in dem Moment gegen ihn rebelliert hätten. Warum wird das so hart gesehen? Sie hatten die Nerven verloren.. War das nicht verständlich vor dem Hintergrund, dass die Israeliten ihnen immer wieder Druck machten?

    Habe ich dann nicht auch gegen Jehova rebelliert, wenn ich unter dem ganzen Druck gefragt habe, wo er denn ist?

    :22-26

    Und die Söhne Israels, die ganze Gemeinde, gingen daran, von Kadesch wegzuziehen und zum Berg Hor zu kommen. 23 Dann sagte Jehova zu Moses und Aaron auf dem Berg Hor an der Grenze des Landes Edom folgendes: 24 “Aaron wird zu seinem Volk versammelt werden, denn er wird nicht in das Land eingehen, das ich den Söhnen Israels bestimmt geben werde, aufgrund dessen, daß ihr gegen meinen Befehl hinsichtlich der Wasser von Meriba rebelliert habt. 25 Nimm Aaron und Eleasar, seinen Sohn, und bring sie auf den Berg Hor hinauf. 26 Und streife Aaron seine Kleider ab, und du sollst Eleasar, seinen Sohn, damit bekleiden; und Aaron wird [zu seinem Volk] versammelt werden und soll dort sterben.”

    Moses wird mit Aaron und seinem Sohn auf den Berg geschickt. Aaron soll dort sterben. Aber vorher soll er noch sein Amt auf seinen Sohn übertragen. Ganz schön hart, wie ich finde.

    Und warum das?
    Als Strafe, weil sie gegen Jehova rebelliert hatten…

  25. Fineam 22. Februar 2009 um 15:27 Link zum Kommentar

    Ich persönlich finde 4. Mose 9:19-23 sehr interessant, wo es um die Wolkensäule und Feuersäule geht.

    Ein Bethelredner verglich diese Wolkensäule und Feuersäule einmal mit dem treuen verständigen Sklaven.

    Denn in 4. Mose 9: 17 heißt es :
    “Und wann immer sich die Wolke von [der Stelle] über dem Zelt erhob, pflegten die Söhne Israels gleich danach wegzuziehen, und an dem Ort, wo die Wolke jeweils verweilte, da pflegten die Söhne Israels zu lagern.”

    Und im Vers 21 heißt es weiter dazu:
    “Ob sich die Wolke bei Tag oder bei Nacht erhob, so zogen sie weg.”

    Der Bethelredner erzählte dazu, dass keiner sagen konnte “oh schaut, ich glaube die Wolkensäule hat sich etwas erhoben” und er packte dann nicht einfach schon seine Sachen und ging voraus. Nein. Wahrscheinlich stand jemand in der Nähe von der Wolkensäule und wenn sie sich wirklich erhob, dann erzählte er das durch etwas wir einen Trommelschlag oder so weiter.

    Aber wenn die Wolke sich erhob und man grade erst alles ausgepackt hatte, konnte man auch nicht sagen “och nö, ich bleibe erstmal hier und ruhe mich aus. Ich komme später nach. Nein er ging immer mit, wenn die Wolkensäule sich erhob. Er ging nicht vor und hinkte auch nicht nach.

    Und genauso ist es mit dem treuen und verständigen Sklaven, er hinkt nicht nach und geht auch nicht vor. Sondern er gibt uns Speise zur rechten Zeit.

    Joa, das war ersteinmal ein Gedanke zu 4.Mose von mir.

    Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Gedanken und Highlights zu 4. Mose äußert.

  26. Fineam 22. Februar 2009 um 15:28 Link zum Kommentar

    in 4.Mose Kapitel 10 wird deutlich gemacht, dass 2 Trompeten dazu dienten.

    In 4.Mose 10:1,2 heißt es:

    “Und Jehova redete dann zu Moses, indem [er] sprach: „Mache dir zwei Trompeten aus Silber. In getriebener Arbeit wirst du sie machen, und sie sollen dir zur Einberufung der Gemeinde und zum Aufbruch der Lager dienen. ”

    In 4. Mose 9: 17 hieß es :
    “Und wann immer sich die Wolke von [der Stelle] über dem Zelt erhob, pflegten die Söhne Israels gleich danach wegzuziehen, und an dem Ort, wo die Wolke jeweils verweilte, da pflegten die Söhne Israels zu lagern.”

    Sie bließen also die Trompeten zum Aufbruch, wenn die Wolke sich von der Stelle über dem Zelt erhob.

  27. Thomasam 23. Februar 2009 um 07:58 Link zum Kommentar

    4.Mose 21-24

    Was für ein netter Mensch. Wenn ich nicht wüsste, dass er schon lange tot sein muss, würd ich fast denken, dass er noch heute versucht sein Unwesen zu treiben. Von wem ist die Rede? Nun, unser heutiges Bibelleseprogramm dreht sich in erster Linie um einen Geldgierigen Menschen, der behauptet dem wahren Gott zu dienen. Aber wer genauer hinschaut – aber wer tut das schon? – erkennt man, dass er dümmer ist als ein Esel, nein, ein Esel hat mehr Verstand wie er ;-)

    Heute scheinen einige auch das Wissen zu haben, aber haben es vorzuziehen, egoistische Ziele in den Vordergrund zu schieben und sich damit den Blick auf die göttlichen Maßstäbe zu verdecken.
    Fakt ist, man kann Gott nicht überlisten, und man kann auch seine Diener nicht dauerhaft Schaden zufügen. Nur zeitweilig scheint man einen Sieg davon zu tragen – das Ende ist immer das Selbe.

    Noch besser bringt es aber ein Wachttum aus dem Jahe 1978 auf den Punkt:

    Ein Mann, der sich dem Willen Gottes widersetzte

    BILEAM war ein Wahrsager, der weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus für seine wirkungsvollen Flüche und Segenssprüche bekannt war. Seine Heimatstadt war Pethor, das im oberen Euphrattal lag, in der Nähe des Flusses Sajur. Unweit von dort lag Charan, die Stadt, in der einst gottesfürchtige Männer wie Abraham, Lot und Jakob gewohnt hatten. Das mag erklären, weshalb der Wahrsager Bileam über den wahren Gott Bescheid wußte und ihn sogar ‘Jehova, mein Gott’ nannte (4. Mose 22:18).

    Doch wie kam es dazu, daß sich Bileam dem Willen Gottes widersetzte? Als die Israeliten vor dem Einzug in das Verheißene Land standen, hatte diese große Menge — wahrscheinlich etwa 3 000 000 Menschen — den Moabiterkönig Balak und sein Volk in Schrecken versetzt. Die Abgesandten der Moabiter berieten sich mit den Ältesten Midians und kamen zu dem Ergebnis, daß das Volk Israel eine Gefahr für ihr Wohlergehen darstellte (4. Mose 22:1-4). Sie waren sich völlig dessen bewußt, was Jehova Gott für die Israeliten durch die Befreiung aus Ägypten getan hatte, und wußten auch, daß er ihnen geholfen hatte, die mächtigen Amoriterkönigreiche östlich des Jordan vernichtend zu schlagen. Es bestand für sie also keine Hoffnung, die Israeliten in einer Schlacht zu besiegen. Aber sie überlegten: Was wäre, wenn es eine Möglichkeit gäbe, die Israeliten zu verfluchen? Würde man sie dadurch nicht so weit schwächen, daß man sie vertreiben könnte? Die Aussicht, der Israeliten Herr zu werden, veranlaßte König Balak daher, um Bileams Hilfe zu bitten.

    Die erste Abordnung
    Bald war eine Abordnung von moabitischen und midianitischen Ältesten nach Pethor unterwegs. Ihre Botschaft an Bileam lautete: „Siehe! Ein Volk ist aus Ägypten gekommen. Siehe! So weit man sehen kann, haben sie die Erde bedeckt, und sie wohnen direkt vor mir. Und nun komm doch bitte; verfluche mir dieses Volk, denn sie sind mächtiger als ich. Vielleicht vermag ich sie zu schlagen, und ich kann sie aus dem Land vertreiben; denn ich weiß wohl, daß der, den du segnest, ein Gesegneter ist, und der, dem du fluchst, verflucht ist“ (4. Mose 22:5-7).

    Bileam bat die Abordnung daraufhin, über Nacht zu bleiben, und versprach, den Männern am nächsten Tag das Wort Jehovas mitzuteilen. Was offenbarte Gott dem Bileam? „Du sollst nicht mit ihnen gehen. Du sollst das Volk nicht verfluchen, denn es ist gesegnet“ (4. Mose 22:8, 12). Deshalb sprach Bileam zu den Männern: „Geht in euer Land, denn Jehova hat sich geweigert, mich mit euch gehen zu lassen“ (4. Mose 22:13). Aus diesen Worten konnte die Abordnung schlußfolgern, daß Bileam eigentlich gern gegangen wäre, doch nicht die Erlaubnis dazu hatte. Als die Männer Balak Bericht erstatteten, sagten sie: „Bileam hat sich geweigert, mit uns zu kommen“ (4. Mose 22:14).

    Eine vornehmere Abordnung gesandt
    Balak folgerte somit anscheinend, das Bileam unterbreitete Angebot und die Abordnung selbst seien nicht eindrucksvoll genug gewesen. Der Moabiterkönig dachte offenbar, Bileam habe seinen Preis. Aber er wollte diesen Wahrsager unbedingt herbeischaffen, damit ein wirkungsvoller Fluch ausgesprochen werden könnte. Daher sandte er eine größere und geehrtere Abordnung und ließ Bileam versichern, er werde ihn hoch ehren, wenn er Israel verwünsche (4. Mose 22:15-17).

    Bileam begehrt den Lohn
    Was würde Bileam nun tun? Er sagte: „Wenn Balak mir sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so vermöchte ich nicht, den Befehl Jehovas, meines Gottes, zu übertreten, um etwas Kleines oder Großes zu tun“ (4. Mose 22:18). Bileam wußte nur zu gut, daß jeder Versuch, Israel zu verfluchen, dem Willen Jehovas widersprach. Aber er sandte die Männer nicht weg, sondern spielte offenbar mit dem Gedanken, Jehova könnte ihm gestatten, die Boten zu begleiten. Daher sagte er zu ihnen: „Nun, bitte haltet euch auch diese Nacht hier auf, damit ich wissen möge, was Jehova ferner mit mir reden wird“ (4. Mose 22:19). Bileam sagte zwar, er könne Israel um keinen Preis verfluchen, doch in Wirklichkeit begehrte er den Lohn. Bestimmt dachte er: Ich würde nicht zögern, sofort nach Moab zu gehen, wenn Gott es mir erlauben würde.

    Die späteren Ereignisse zeigten, daß Bileam tatsächlich so dachte. Noch in derselben Nacht erhielt er, was er wollte: Gottes Erlaubnis, die Abordnung zu begleiten. Aber Gottes Bedingung lautete: „Nur das Wort, das ich zu dir reden werde, darfst du reden“ (4. Mose 22:20). Bileam zögerte nicht. Am Morgen sattelte er seine Eselin und begab sich mit den Fürsten, die Balak gesandt hatte, auf den Weg nach Moab. Nachdem Bileam nun die Erlaubnis für diese Reise hatte, war er entschlossen, Israel zu verfluchen, um so den versprochenen Lohn zu erhalten. Nichts konnte ihn aufhalten. Oder doch?

    Jehova Gott gefiel es nicht, daß Bileam mit den Männern ging und bereit war, Israel zu verfluchen, obwohl ihm geboten worden war, es nicht zu tun. Bileam sollte eine Überraschung erleben. Seine Eselin fing an, sich sehr ungewöhnlich zu verhalten. Warum? Ein Engel Jehovas hatte sich ihr in den Weg gestellt. Bileam wurde eindrucksvoll gezeigt, daß es für ihn den Tod bedeuten würde, wenn er sich Gottes Willen widersetzte. Erneut wurde er daran erinnert, daß er nur das sagen dürfe, was Jehova ihn sagen lassen möchte (4. Mose 22:22-35).

    Änderte Bileam danach seine Absicht? Diesen Anschein hat es, wenn man nach dem geht, was er König Balak sagte: „Das Wort, das Gott in meinen Mund legen wird, das werde ich reden“ (4. Mose 22:38). In Wirklichkeit jedoch wollte Bileam immer noch den Lohn und war bereit, alles ihm Mögliche zu tun, um ihn zu erlangen.

    Dadurch mögen sich die Fragen erheben: Warum entschloß sich der wahre Gott, durch einen Wahrsager zu sprechen? Warum ließ er ihn nicht einfach einen Fluch über die Israeliten aussprechen, der sich schließlich als völlig wirkungslos erwiesen hätte? In dieser Hinsicht müssen wir im Sinn behalten, daß die Moabiter und die Midianiter anerkannten, daß sie mit militärischer Macht allein nicht gegen die Israeliten ankommen würden. Für sie war Bileam die mächtigste Waffe gegen das Volk Israel, nämlich das Werkzeug, einen wirkungsvollen Fluch über Israel aussprechen zu lassen. Außerdem wollte Bileam mit ihnen gemeinsame Sache machen, damit er die angebotene reiche Belohnung erhalten könnte. Was wäre aber, wenn dieser berühmte Wahrsager, statt die Israeliten zu verfluchen, gezwungen werden würde, sie bis zum äußersten zu segnen, obwohl er das Gegenteil tun wollte? Würde das nicht beweisen, daß keine Waffe gegen Gottes Volk Erfolg hätte? Daß Jehova zur Bestürzung des Moabiterkönigs Balak die Israeliten durch Bileam segnen ließ, diente somit offensichtlich seinem Vorsatz.

    Als Bileam eintraf, muß sich der Moabiterkönig wirklich gefreut haben. Er ließ den Göttern Moabs Opfer darbringen, zweifellos aus Dankbarkeit dafür, daß man den Wahrsager hatte veranlassen können zu kommen. Die Opfer boten die Gelegenheit zu einem Festessen, an dem Bileam und die Fürsten teilnahmen, indem sie sich Teile senden ließen (4. Mose 22:40).

    Bileam verflucht Israel nicht
    Später nahm Balak Bileam mit auf eine erhöhte Stelle, von wo aus der Wahrsager das Lager der Israeliten gut überblicken konnte. Sogleich ging Bileam daran, das auszuführen, was man von ihm verlangt hatte. Er bat Balak, sieben Altäre zu errichten und darauf sieben Stiere und sieben Widder zu opfern. Dann zog sich Bileam allein auf einen kahlen Hügel zurück, offensichtlich um dort irgendwelche Kulthandlungen auszuführen, weil er ‘auf unglückkündende Omen ausging’. Aber hier zwang Jehova Bileam, einen Segen über Israel auszusprechen. Zwei weitere Versuche, Gottes Volk zu verfluchen, schlugen genauso jämmerlich fehl (4. Mose 23:1 bis 24:9).

    Daher entbrannte Balaks Zorn gegen Bileam. „Um meine Feinde zu verwünschen, habe ich dich gerufen“, sagte er, „und siehe! du hast sie bis zum äußersten gesegnet diese drei Male. Und nun, lauf hin zu deinem Ort“ (4. Mose 24:10, 11). Bileam versuchte sein Versagen mit den Worten zu entschuldigen: „Hatte ich nicht auch zu deinen Boten, die du zu mir sandtest, geredet und gesagt: ,Wenn Balak mir sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so vermöchte ich nicht den Befehl Jehovas zu übertreten, um aus meinem eigenen Herzen etwas Gutes oder Böses zu tun: Was immer Jehova reden mag, das werde ich reden.‘?“ (4. Mose 24:12, 13).

    Danach äußerte Bileam, von Gottes Geist getrieben, prophetische Aussprüche, die unter anderem eine verhängnisvolle Botschaft für Moab enthielten. Balak und Bileam trennten sich dann. Wie die Bibel berichtet, „ging“ Bileam „und kehrte an seinen Ort zurück“, was lediglich bedeutet, daß der Wahrsager seiner Wege ging. Hatte Bileam aber schließlich gelernt, daß es nutzlos war, sich Gottes Willen zu widersetzen? Kehrte er nach Pethor zurück? Nein (4. Mose 24:14-25).

    Bileam widersetzt sich Gottes Willen bis zum Ende
    Bileam wünschte immer noch den Lohn und versuchte auf jede mögliche Weise, ihn zu erhalten. Da er Israel nicht verfluchen konnte, legte er einen Plan vor, mit dem die Israeliten sich selbst Gottes Fluch zuziehen würden. Er zeigte Balak, wie er die israelitischen Männer mit Hilfe midianitischer und moabitischer Frauen dazu veranlassen könne, Götzendienst und Hurerei zu treiben (4. Mose 31:16; Offb. 2:14). Der Plan hatte einen gewissen Erfolg, denn Tausende ließen sich zu den Ausschweifungen des Geschlechtskults verlocken. Als Folge davon kamen 24 000 Männer Israels ums Leben (4. Mose 25:1-9).

    Lohnte es sich aber, daß sich Bileam dem Willen Gottes hartnäckig widersetzt hatte? Im Endeffekt nicht. Als Jehova den Israeliten gebot, sich an den Midianitern dafür zu rächen, daß sie mitgeholfen hatten, Israeliten zu verführen, befand sich Bileam immer noch in Midian und wurde so vom Hinrichtungsschwert ereilt (4. Mose 31:7, 8). Ja, Bileam mußte sein eigensinniges Handeln mit dem Leben bezahlen.

    Der Wahrsager aus Pethor ist somit ein warnendes Beispiel für alle, die eigensinnig Gottes Willen außer acht lassen und nach selbstsüchtigem Gewinn streben (2. Petr. 2:15, 16; Jud. 11). Wir sollten uns ermuntert fühlen, die Bibel zu studieren, um zu erfahren, was Gott von uns verlangt, und dann entsprechend handeln. Wir sollten nicht so töricht sein wie Bileam.

  28. Juleam 23. Februar 2009 um 15:35 Link zum Kommentar

    4. Mose 21 – 24

    Kapitel 21:4-10

    Während sie vom Berg Hor aus auf dem Weg des Roten Meeres weiterzogen, um das Land Ẹdom zu umgehen, begann die Seele des Volkes wegen des Weges zu ermüden. 5 Und das Volk redete fortwährend gegen Gott und Moses: „Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgebracht, damit wir in der Wildnis sterben? Denn kein Brot und kein Wasser ist da, und das verächtliche Brot widert unsere Seele allmählich an.“ 6 Da sandte Jehova giftige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk ständig, so daß viele Leute von Israel starben.

    7 Schließlich kam das Volk zu Moses und sagte: „Wir haben gesündigt, denn wir haben gegen Jehova und gegen dich geredet. Lege bei Jehova Fürsprache ein, daß er die Schlangen von uns entfernt.“ Und Moses ging daran, zugunsten des Volkes Fürsprache einzulegen. 8 Dann sprach Jehova zu Moses: „Mache dir eine feurige Schlange, und setze sie auf eine Signalstange. Und es soll geschehen, wenn irgendeiner gebissen worden ist, daß er sie dann anschauen muß, und so soll er am Leben bleiben.“ 9 Moses machte sogleich eine Schlange aus Kupfer und setzte sie auf die Signalstange; und es geschah, wenn eine Schlange einen Mann gebissen hatte und er auf die Kupferschlange schaute, daß er dann am Leben blieb.

    10 Danach zogen die Söhne Israels weg und lagerten in Ọboth.

    Das Volk nervt so langsam. Ihm fällt aber auch nix neues mehr ein.

    Die Klagen sind immer die gleichen und das 40 Jahre lang.

    Und dann sind sie auch nicht besser als Pharao, dass sie dann immer wieder Moses auffordern, für sie Fürbitte einzulegen.

    Aber irgendwie hat man nicht den Eindruck, dass sie ihre “Reue ernst nehmen”, denn bald geht alles wieder von vorne los.

  29. Juleam 23. Februar 2009 um 15:36 Link zum Kommentar

    Kapitel 23 und 24
    Ein Volk, das Jehovas Segen hat, macht Angst. Wie kann man die bloß los werden? Denn sie sind ja stärker als wir…

    Wohl am Besten, man verflucht sie oder lässt sie verfluchen, falls man selbst nicht die Möglichkeit dazu hat. Also wird fix jemand gesucht und Bileam ist da ja ganz praktisch. Schnell eine Abordnung hingeschickt und um seinen Fluch gebeten.

    Ist Bileam nicht süß????

    Er weiß, dass das Volk Israel Gottes Volk ist und SEINEN Segen hat und nun will er es verfluchen, fragt aber Gott zuvor, wie er das machen soll.

    Hallo???

    Jehova sagt ihm auch ganz deutlich, dass er das lassen soll, dass er nicht will, dass er sein Volk verflucht. Trotzdem bereitet Beleam mit Balak 7 Altäre auf dem Berg und Opfert Jehova (?) und dann geht er ein wenig vom Opfer weg und sagt, er wolle Fühlung mit Jehova aufnehmen und hören, was er ihm zu sagen habe – damit er Jehovas Volk ordentlich verfluchen kann (23:3). Ist das nicht irre?

    Naja, Jehova hat Erbarmen mit ihm und legt ihm die richtigen Worte in den Mund (Vers 8). Aber scheinbar hört Bileam sich selbst nicht zu oder er versteht den Sinn dessen nicht. Denn er probiert es immer wieder*grummel*

    4.Mose 23:21

    Er hat keine unheimliche Macht gegen Jakob in Betracht gezogen,
    Und kein Ungemach hat er gegen Israel gesehen.
    Jehova, sein Gott, ist mit ihm.

    ganz klar, Bileams Verfluchungen kommen nicht gegen Jehova an. Jehova ist mächtiger als jeder andere. Sei es ein Mensch, seien es Dämonen oder seien es Anbeter der Gegenseite. Wenn Jehova segnet, kann man es nicht mit einem Fluch zerstören!

    Vers 23

    Denn es gibt keinen unglückkündenden Bannspruch gegen Jakob
    Noch irgendeine Wahrsagerei gegen Israel.

    Bileam ist irgendwie ein wenig begriffsstutzig, scheint mir – denn er versucht es immer und immer wieder. Und das, obwohl ihm Jehova von Anfang an klar gemacht hat, dass er es nicht zu lassen wird.

    Lassen wir uns nicht irreführen:

    Wen Jehova liebt und segnet – den liebt und segnet er. Und was Gegner, Schadenstifter und andere auch immer versuchen: Sie kommen nicht dagegen an, dass wir das Wohlgefallen Jehovas haben!

  30. Juleam 23. Februar 2009 um 15:38 Link zum Kommentar

    (Josua 10:25) . . .”Fürchtet euch nicht, und erschreckt nicht. Seid mutig und stark, denn ebenso wird Jehova allen euren Feinden tun”

    (1. Samuel 17:33-37) . . .

    Saul aber sagte zu David: “Du kannst nicht gegen diesen Philister angehen, um mit ihm zu kämpfen, denn du bist nur ein Knabe, und er ist ein Kriegsmann von seinem Knabenalter an.” 34 Und David sprach weiter zu Saul: “Dein Knecht wurde ein Schafhirt seines Vaters unter der Kleinviehherde, und da kam ein Löwe und auch ein Bär, und [jeder] trug ein Schaf von der Herde fort. 35 Und ich zog aus, hinter ihm her, und schlug ihn nieder und entriß es seinem Rachen. Wenn er sich gegen mich zu erheben begann, so packte ich ihn bei seinem Bart und schlug ihn nieder und brachte ihn zu Tode. 36 Sowohl den Löwen als auch den Bären schlug dein Knecht nieder; und dieser unbeschnittene Philister soll wie einer von ihnen werden, denn er hat die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt.” 37 Dann fügte David hinzu: “Jehova, der mich von der Tatze des Löwen und von der Tatze des Bären befreite, er ist es, der mich aus der Hand dieses Philisters befreien wird.”. . .

    unsere Erfahrungen mit Jehova machen uns stark und mutig. Und auch, dass wir wissen, dass Jehova mit uns ist

    (1. Samuel 17:41-47) . . .

    Und der Philister begann zu kommen und kam immer näher an David heran, und der Mann, der den großen Schild trug, war vor ihm her. 42 Als nun der Philister hinschaute und David sah, begann er ihn zu verachten, weil es sich zeigte, daß er ein Knabe war und rötlich, von schöner Erscheinung. 43 Da sprach der Philister zu David: “Bin ich ein Hund, so daß du mit Stöcken zu mir kommst?” Darauf rief der Philister bei seinen Göttern Übles auf David herab. 44 Und der Philister sagte weiter zu David: “Komm nur her zu mir, und ich will dein Fleisch den Vögeln der Himmel und den Tieren des Feldes geben.” 45 David dagegen sprach zu dem Philister: “Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß, ich aber komme zu dir mit dem Namen Jehovas der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast. 46 An diesem Tag wird Jehova dich in meine Hand liefern, und ich werde dich bestimmt niederschlagen und deinen Kopf von dir nehmen; und ich werde gewiß die Leichname des Lagers der Philister an diesem Tag den Vögeln der Himmel und den wilden Tieren der Erde geben; und Leute der ganzen Erde werden erkennen, daß ein Gott existiert, der zu Israel gehört. 47 Und diese ganze Versammlung wird erkennen, daß Jehova weder mit Schwert noch mit Speer rettet, denn Jehova gehört die Schlacht, und er wird euch bestimmt in unsere Hand geben.”

    Wenn wir ebensolches Vertrauen in Jehova und seine rettende Hand haben, dann ist es auch uns möglich, mutig in eine Schlacht zu gehen, die wir aus rein menschlicher Sicht verlieren müssten.

    Vergessen wir niemals, warum man uns verfolgt.

    Erinnern wir uns noch an die anfängliche Frage?

    Ein Volk, DAS JEHOVAS SEGEN HAT, macht Angst. Wie kann man die bloß los werden? Denn sie sind ja stärker als wir…

  31. Juleam 23. Februar 2009 um 15:47 Link zum Kommentar

    das passende Drama zum Stoff gestern und heute:

    warnend

    Warnende Beispeile für unsere Zeit

    das wir uns direkt auf der Seite der Gesellschaft herunterladen und anhören können

  32. Thomasam 24. Februar 2009 um 07:00 Link zum Kommentar

    4.Mose 25-27

    “Jung und Kraftvoll – gerade schwere Arbeit hinter sich gebracht. Was ist gegen Entspannung in einer solchen Situation zu sagen? Warum meckern die Alten nur immer, wenn man etwas unternehmen will? Warum sind alle anderen immer “schlechter Umgang”? Bin ich nicht schon genug Erwachsen, um selbst zu entscheiden wer für mich guter oder schlechter Umgang ist? Und einfach nur Essen und Trinken und ein bisschen Tanzen – was kann daran schon falsch sein? Ein bisschen Musik – was ist daran verkehrt? Und der Sohn von dem Bruder Kennichauch ist auch dort, und dessen Eltern unterstützen das auch noch, also warum meckern meine Eltern andauernd? Die wollen mich nur einengen! Ein Glück dass ich schon alt genug bin, selbst zu entscheiden ;-)

    So oder ähnlich denken heute viele – und die meisten, die sich in der Situation befanden, die wir im Kapitel 25 erleben. Und was hat es ihnen gebracht? Lies es in deiner eigenen Bibel bitte nach.

    Peor bedeutet “Gier, Verlangen, den Mund aufsperren” – eine treffende Bezeichnung, für das, was oft heute den Lebensmittelpunkt dazustellen scheint. Da opfert man seine Jugend, seine Familie dem eigennützigen Verlangen – und wird oftmals, wie auch damals, als “Vorbild, als guter Mensch” empfunden. Nicht ein einziger Israelit hat sich dem Simri in den Weg gestellt! Außer Pinehas – und wäre er nicht der Hohepriester gewesen, dann hätte man ihn wahrscheinlich anschließend angegriffen!?! WIr lernen, nicht unsere Gedanken stimmen oft mit den Gedanken des Höchsten überein, weil wir uns oft mit dem eigenen Verlangen beschäftigt halten, anstatt dem Allmächtigen zu dienen.

    Dann erleben wir wieder einmal eine Volkszählung
    wenn man sich überlegt, wie wenige Menschen nach Ägypten eingezogen waren, dass es dann 603.550 Krieger waren, als die erste Zählung war, und vergleichen, dass es nun 601.730 Krieger sind, kann man erkennen, dass das Volk nur unwesentlich in der Wüste abgenommen hat, obwohl die 603.550 im Laufe der 40 Jahre gestorben sind. 603.550 kräftige Männer sind gestorben innerhalb von den 40 Jahren – dazu die Frauen, und einige vom Mischvolk und den Leviten …. eine riesige Zahl! Und obwohl jetzt junge Menschen zur Verfügung stehen, die die Sklaverei nie gesehen haben, fallen sie auf solche Tricks wie in Kapitel 25 hinein.

    Kurz vor dem Einzugs in das verheißene Land, wird ein neuer Anführer gewählt. Nein, kein König, auch kein Chef, oder Fürst – er wird als HIRTE bezeichnet. Es wird vom Allerhöchsten gesagt, das Josua diese Aufgabe übernehmen wird – und im Gegensatz zu dem bisherigen Ablauf, wird Jehoschua nicht mit Gott von Angesicht zu Angesicht reden dürfen, sondern muss nun zum Hohenpriester, der widerum für ihn den Herrn um Anleitung befragen wird. Wir lernen, das sich die Ordnung, wie sie von Gott gewollt ist, manchmal etwas ändert, und dass er diejenigen, die ihm dienen in Aufgaben einsetzt und absetzt wann und wie er will. Das was Menschen dazutun oder unterlassen ist für den Allmächtigen nicht bindend. Halten wir uns an die vom Allmächtigen eingesetzen Personen, und “ziehen wir mit diesen ein und aus”

  33. Juleam 24. Februar 2009 um 15:52 Link zum Kommentar

    4. Mose 25 – 27

    Tja, hier zeigt es sich wieder, wie wahr der Ausspruch ist “Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen – ausser wir selbst.”

    Hatte in den Kapiteln zuvor Bileam mehrfach vergeblich versucht, das Volk Jehovas zu verfluchen, so schafften sie es nun selbst, Jehova derart zu verärgern, dass er sie vernichten wollte. Einzig und allein das beherzte Eingreifen von Pinehas konnte die Plage abwenden.

    Was tat er?

    Er schaute dem Unrecht nicht zu, sondern griff ein als er sah, dass jemand Jehova so offensichtlich verhöhnte.

    Pinehas kannte die Gebote Jehovas und wusste, dass Jehova ausschliessliche Ergbebenheit fordert. Er konnte es nicht ruhig mit ansehen, wie jemand so frech war, ganz offen im Lager des Volkes Gottes dessen Maßstäbe zu übertreten. Seine tiefe Liebe und loyale Ergebenheit Jehova gegenüber veranlassten ihn zum Handeln.

    Sind wir selbst auch bereit so beherzt für die Maßstäbe Jehovas einzutreten?

    Oder sehen wir weg, weil wir denken “das geht mich ja nix an, sollen doch die anderen”?

  34. Juleam 24. Februar 2009 um 15:54 Link zum Kommentar

    Interessant auch, dass hier – mal wieder – das ganze Volk unter dem Verhalten einiger zu leiden hatte. Jehova entzog ihnen seinen Segen, solange sie in ihrer Mitte eine solche Ungerechtigkeit duldeten.

    Sind wir persönlich uns bewusst, dass sich unser Verhalten auf die ganze Versammlung auswirken kann?

    Nehmen wir es vielleicht sogar in Kauf, dass der Versammlung, der wir angehören, der Segen entzogen wird, weil wir ein Doppelleben führen?

    Was ist mit meiner persönlichen Verantwortung?

    Bin ich vielleicht bereit auf mein (vermeintliches) Recht zu verzichten um, damit zu vermeiden, dass Unruhe in der Versammlung entsteht?

    Denken wir daran:

    Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen – nur wir selbst, indem wir uns selbst von ihm abwenden

  35. Juleam 24. Februar 2009 um 16:26 Link zum Kommentar

    mose

    passend zum Stoff von 2. Mose 15 bis 20, 31 bis 35 und 4. Mose 11 bis 27 das Drama

    Bleibe treu im Glauben, indem du dich nicht von Jehova zurückziehst

    direkt auf der Seite der Gesellschaft

  36. Thomasam 25. Februar 2009 um 07:30 Link zum Kommentar

    4.Mose 28-30

    Nach einer Auflistung von Feiertagen und welche Opfer dabei dagebracht werden müssen, kommt Moses auf ein anderes Thema: Gelübde

    Welche Formen der Gelübde sind heute noch aktuell?
    Sind Gelübde für uns bindend – bzw. wie kann ich diese lösen, wenn sie nicht mehr in meinen Lebensstiel passen?

    wili sagt dazu

    Gelübde ist ein Gott überlegt und frei gegebenes Versprechen, wodurch man sich unter Sünde verpflichtet, dessen Inhalt möglich und besser als sein Gegenteil ist, und aufgrund der Tugend der Gottesverehrung erfüllt werden muss.

    Versprechen
    Das Gelübde ist nicht nur eine Entscheidung oder ein Vorsatz, sondern ein Versprechen, das zu halten man sich unter Sünde verpflichtet.

    Überlegt und freiwillig
    Das Gelübde setzt voraus, dass man weiß, was man verspricht, dieses Versprechen bewusst ablegt und dabei völlig frei ist.

    Gott gemacht
    Dadurch wird die Einhaltung des Versprechens zu einem Akt der Tugend der Gottesverehrung (Liturgie) und seine Übertretung zu einer sündhaften Schändung dieser Tugend, zu einem Sakrileg.

    möglich
    Wer einen Turm bauen will, soll sich zuerst hinsetzen und rechnen, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen (Lk 14,28). Niemand darf sich zu etwas Unmöglichem verpflichten. So wäre z.B. das Gelübde, alle Sünden zu meiden, ungültig, da dies über die Kraft des Menschen geht.

    besser als sein Gegenteil
    Der Gegenstand des Gelübde muss besser sein als sein Gegenteil, andernfalls würde es nicht zur Ehre Gottes gereichen.
    Private oder öffentliche Gelübde

    Man unterscheidet private Gelübde, die nur privat, und öffentliche Gelübde, die im Angesichte der Kirche (rechtmäßiger Oberer) abgelegt und in ihrem Namen entgegengenommen werden (Can. 1192 §1). Das letzte gilt von den Ordensgelübden (Profess in Orden und Kongregationen) und vom Zölibat.

    Private Gelübde, wenn sie nicht dem Apostolischen Stuhle vorbehalten sind, können von dem Gelobenden selbst in ein gleichwertiges oder besseres und aus entsprechenden Gründen vom Ortsordinarius oder einem anderen vom Apostolischen Stuhle bevollmächtigten Priester, bei Ordensleuten von den eigenen Oberen, auch in ein geringeres gutes Werk umgewandelt oder ganz dispensiert werden. Dem Apostolischen Stuhle vorbehaltene privaten Gelübde, sind nur das Gelübde vollkommener und ewiger Keuschheit und das Gelübde, in einen Orden mit feierlichen Gelübde einzutreten, wenn sie nach dem vollendeten 18. Lebensjahre ohne jede Bedingung abgelegt worden sind. Sie sind ein aufschiebendes Ehehindernis.

    Ein Gelübde ist feierlich, wenn es als solches von der Kirche anerkannt worden ist, andernfalls ist es einfach (Can. 1192 §2)
    Ordensgelübde oder auch Evangelische Räte

    Ordensgelübde werden und auch Evangelische Räte genannt, da sie im Evangelium (der Heiligen Schrift) geraten werden, jedoch nicht allgemein zum ewigen Heile notwendig sind. Sie beruhen auf der Lehre und dem Beispiel Christi und sind ein Geschenk Gottes, der die Gläubigen in besonderer Weise dazu beruft.

  37. Thomasam 25. Februar 2009 um 07:31 Link zum Kommentar

    Gelübde
    Karl Hörmann
    Lexikon der christlichen Moral
    LChM 1976, Sp. 579-587

    1. Das G. (von geloben = versprechen; lat. votum) ist ein aus freien Stücken Gott gemachtes Versprechen, durch das sich der Mensch zur Verwirklichung eines sittl. Wertes in bestimmter konkreter Gestalt, gegebenenfalls auch in Verbindung mit einer Sachleistung, verpflichtet (vgl. Thomas v. Aq., S.Th. 2,2 q.88 a.12; CICc. 1037 § 1; c. 1038 § 4). Vom bloßen Vorsatz (dem Willen, etwas zu tun od. zu lassen, wobei über eine etwa schon bestehende Verpflichtung hinaus nicht eine neue geschaffen wird) unterscheidet sich das G. dadurch, daß sich der Gelobende neu binden will.

    2. Mit der Verwirklichung sittl. Werte, letztl. der Liebe, trägt der Mensch zum volleren Aufleuchten der Herrlichkeit Gottes bei. Durch die Ausrichtung darauf hin wird das G. zur Betätigung der Gottesverehrung. Das kann es natürl. nur sein, wenn sich der Mensch dadurch wirkl. an Gott hingeben, nicht aber, wenn er über Gott verfügen od. durch Leistung etwas von Gott erkaufen will.

    Von der Hl. Schrift wird das G. als gutes Tun aufgezeigt: “Weiht G. Jahwe, eurem Gott, und löset sie ein”, Ps 75 [76],12; vgl. Ps 60 [61],6; Nah 2,1). Als Muster kann das G. gelten, durch das Jakob seine Bitte unterstreicht u. sich zum Dank bereit erklärt, da er für den Fall guten Geleites Gott die Errichtung eines Heiligtums u. die Entrichtung des Zehents verspricht (Gen 28,20-22). Paulus macht, vermutl. aus Dankbarkeit für den guten Erfolg der korinthischen Mission, ein G. (Apg 18,8) u. beteiligt sich später an einem Nasiräer-G. (Apg 21,23 f.26).

    Die christl. Tradition steht dem G. freundl. gegenüber. “Jeder gelobe und leiste, was er kann. Gelobet nicht, ohne es zu leisten; jeder gelobe vielmehr und leiste, was er kann. Seid nicht faul zu geloben; ihr werdet es nämlich nicht mit euren Kräften erfüllen” (Augustinus, In Ps 75 en. 16; vgl. In Ps 131 en. 1; Ambrosius, De off. III 12,76-81; PL 36,967; 37,1717; 16,176 ff). Im besonderen zeigt die Geschichte der Verwirklichung der ev. Räte im Ordensleben die Hochschätzung der G.

    Die Kirche hat den Wert des G.s gegenüber den Reformatoren (Luther, Von der Freiheit eines Christenmenschen; Calvin, Inst. IV 13) mit aller Entschiedenheit verteidigt (Konz. v. Trient, D 1622; vgl. D 2203 2265). Heute ist das G. in ev. Ordensgemeinschaften wieder zu Ehren gekommen.

    Selbstverständl. kann Gott durch ein G. des Menschen ebensowenig gewinnen wie durch sonstige Übungen der Gottesverehrung. Der Mensch aber wird durch das G. fester an den sittl. Wert u. in ihm an Gott gebunden (vgl. Thomas v. Aq., S.Th. 2,2 q.88 a.4). Von dieser Bindung sagt Augustinus: “Selig die Notwendigkeit, die zum Besseren antreibt” (Ep. 127,8; PL 33,487). “Was geleistet wird, bringt dem Leistenden einen Zuwachs” (Ep. 127,6; PL 33,486).

    3. Jedes richtige G. verpflichtet wie sonst ein gültiges Versprechen den Gelobenden zur Erfüllung (Treue), freil. mit der eigenen Note der Verehrung Gottes, dem der Gelobende sich ja in besonderer Weise hingeben will (vgl. Thomas v. Aq., S.Th. 2,2 q.88 a.3; CICc. 1307 § 1). “Wenn du Jahwe, deinem Gotte, ein G. machst, so säume nicht, es zu erfüllen. Denn Jahwe, dein Gott, würde es streng von dir fordern, und Schuld würde an dir haften” (Dtn 23, 22; vgl. 23,24; Num 30,3-5.7 f.10-12; Koh 5,3 f). Auch die Tradition betont diese Pflicht (vgl. Augustinus, De coniug. ad. I 30; PL 40,468).

    Das G. bindet an sich nur den Gelobenden (CICc. 1310 § 1). Niemand kann ja in einer Sache, die der Freiheit des Menschen überlassen ist, für einen anderen eine Verpflichtung eingehen. Wenn das Gelübde jedoch eine Sachleistung betrifft, könnte nach der Absicht des Gelobenden die Verpflichtung dazu auf Personen übergehen, die von ihm Sachwerte übernehmen (vgl. CICc. 1310 § 2).

    Aus verschiedenen Gründen kann die Notwendigkeit eintreten, nach dem genauen Ausmaß der Verpflichtung eines G.s zu fragen. Da die Verpflichtung in der Absicht des Gelobenden ihren Ursprung hat, ist diese Absicht die erste Richtschnur der Interpretation. Weitere Hilfen können die Besinnung auf das Wesen des G.s, die Gewohnheit der Kirche, die allg. Gewohnheit sein.

    So bindet ein unter einer Bedingung gemachtes G. gemäß dem Willen des Gelobenden nur nach Eintritt der Bedingung (vgl. Gen 28,21 f).

    Wenn der Gelobende einen Zeitpunkt für die Erfüllung festgesetzt hat, ist er zu dieser Zeit dazu verpflichtet. Sonst soll er trachten, das Gelobte zu leisten, sobald es ohne größere Schwierigkeit geschehen kann (vgl. Thomas v. Aq., S.Th. 2,2 q.88 a.3 ad 3). Im Fall der verschuldeten od. unverschuldeten Nichterfüllung zum festgesetzten Zeitpunkt erlischt jede weitere Verpflichtung, wenn der Gelobende sich ausdrückl. nur für den Zeitpunkt verpflichten wollte (ad finiendam obligationem), nicht aber, wenn er mit dem Zeitpunkt nicht eine Grenze der Verpflichtung setzen wollte (ad urgendam obligationem; vgl. CICc. 1311). Der sittl. Ernst verbietet es, die Erfüllung eines G.s solange hinauszuschieben, bis sie unmögl. wird od. an Wert verliert.

    4. Verpflichten kann nur ein gültiges G. Die Gültigkeit hängt von verschiedenen Voraussetzungen auf seiten des Gelobenden u. auf seiten des gelobten Tuns ab.

    a) Der Gelobende muß wissen, was er gelobt, u. die Absicht haben, es zu geloben (vgl. Thomas v. Aq., S.Th. q.88 a.1).

    Die genügende Kenntnis (deliberatio) des Gegenstandes des G.s ist notwendig, da sich niemand vernünftigerweise zu einer Sache verpflichten kann, die er nicht kennt. G., deren Gegenstand nach seiner Tragweite nicht erfaßt werden kann (im Kindesalter, in halber Benommenheit, in Unwissenheit), verpflichten nicht. Die Kirche erklärt die Ablegung von zeitl. Ordens-G.n vor Vollendung des 16. Lebensjahres, von ewigen vor Vollendung des 21. Lebensjahres für ungültig (CICc. 573; vgl. Thomas v. Aq., S.Th. 2,2 q.88 a.9). Ein G., bei dem aus guten Gründen im nachhinein bezweifelt wird, ob es genügend überlegt war, ist als ungültig zu betrachten. – Zum G. erforderl. u. ausreichend ist die Kenntnis der Sache dem Wesen nach, wenn auch einzelne Nebenumstände nicht erfaßt werden. Ein Irrtum macht das G. ungültig, wenn er das Wesen der Sache od. einen wesentl. Umstand (z.B. den einzigen Hauptzweck) betrifft (bei richtiger Erkenntnis hätte der Gelobende das G. nicht gemacht).

    Auch bei genügender Kenntnis des Gegenstandes kann ein G. nur dann eine Verpflichtung schaffen, wenn der Gelobende die Absicht (intentio) hat, wirklich ein verpflichtendes G. abzulegen. Er kann diese Absicht nicht haben, wenn ihm die Fähigkeit der freien Entscheidung fehlt. Schwere Furcht z.B. könnte diese Fähigkeit nehmen; ein in solcher Unfähigkeit abgelegtes G. wäre ungültig. Darüber hinaus behandelt die Kirche jedes G. als ungültig, das dem Gelobenden von einem anderen durch ungerechte Erregung schwerer Furcht abgenötigt wurde (CICc. 1307 § 3); dabei fehlt es ja an der wahren Absicht des Gelobens.

    b) Ein G. ist nur dann gültig, wenn sein Gegenstand (das gelobte Tun) mögl. u. sittl. gut ist u. nicht etwas Besseres verhindert (”de bono possibili et meliore”, CICc. 1307 § 1).

    Das Erfordernis der Möglichkeit ergibt sich daraus, daß das Versprechen einer unmögl. Sache ein Unsinn ist, auf dem nicht eine Verpflichtung aufbauen kann. Dies leuchtet für das physisch Unmögliche ein, d.h. für das, was überhaupt nicht geschehen kann; aber auch für das moralisch Unmögliche, d.h. für das, was nur unter großen Schwierigkeiten geschehen kann, muß man es anerkennen, weil in den meisten Fällen der Gelobende dadurch übermäßig belastet würde, außer er wollte sich ausdrückl. gerade zu dieser schwierigen Leistung verpflichten. Wenn sich das gelobte Tun teils als mögl., teils als unmögl. herausstellt, hängt die Verpflichtung auf das Mögliche davon ab, ob dieses einen Sinn hat u. ob sich der Gelobende auf das Mögliche verpflichten wollte (vgl. Thomas v. Aq., S.Th. 2,2 q.88 a.3 ad 2).

    Selbstverständl. muß der Gegenstand des G.s sittl. gut sein. Der Mensch kann nur durch ein solches Verhalten Gott ehren, das dem Willen Gottes entspricht u. dadurch die Eigenart Gottes, letztl. seine Liebe, aufleuchten läßt (vgl. Thomas v. Aq., S.Th. 2,2 q.88 a.2; Augustinus, De coniug. ad. I 30; PL 40,468). Ein G. über eine in ihrer konkreten Gestalt sittl. indifferente Sache trägt nichts zur Gottesverehrung bei u. ist deshalb als ungültig, ja als leichte Verunehrung Gottes anzusehen. Mehr noch verunehrt der Mensch Gott durch ein G. über ein seiner Beschaffenheit nach böses Tun od. ein Tun, das von einer bösen Zielsetzung (”damit der geplante Diebstahl gelingt”) od. einem bösen Umstand (”wenn mir der Diebstahl gelingt”) beherrscht wird. Im AT wird z.B. die Erfüllung eines G.s mit Geld, das durch Unzucht erworben wurde, abgelehnt (Dtn 23,19). Jesus wendet sich gegen G., durch die man sich natürlicher Pflichten wie der Sorge für Vater und Mutter entledigen will (Mk 7,9-13).

    Schließl. trägt der Gegenstand des G.s nur dann zu einer besonderen Ehrung Gottes, d.h. zu einem helleren Aufleuchten seiner Eigenart, bei, wenn er nicht etwas Besseres verhindert. Man ist nicht verpflichtet, ein G. zu machen (”Wenn du näml. davon absiehst, etwas zu geloben, haftet an dir keine Schuld”, Dtn 23,23; vgl. Koh 5,4). Wenn man jedoch ein G. macht, soll es sinnvoll sein, d.h. einen höheren Wert zum Inhalt haben. “Gut” u. “Besser” sind dabei nach den konkreten Gegebenheiten des Gelobenden (Situation) zu bestimmen. Eine ohnehin gebotene Sache kann auch durch ein G. versprochen werden (vgl. die Tauf-G.), da sie nicht etwas Besseres verhindert, sondern dafür die unentbehrl. Grundlage schafft; ein solches G. hätte den Sinn, das gebotene Verhalten ausdrückl. in die Gottesverehrung einzubeziehen u. die Bereitschaft zu ihr zu bestärken. Das eigentl. Gebiet des G.s machen aber die “Werke der Übergebühr” aus, die über das allg. zum Heil Notwendige hinausgehen (Räte; vgl. Thomas v. Aq., S.Th. 2,2 q.88 a.2).

    5. Die Verpflichtung eines G.s kann aus verschiedenen Gründen aufhören.

    a) Sie erlischt einfach (vgl. CICc. 1311) 1. durch Ablauf der vorgesehenen Zeit, 2. durch wesentl. Änderung der Umstände, die bewirkt, daß die gelobte Sache physisch od. moralisch unmöglich od. sittl. unerlaubt wird od. etwas Besseres verhindert, 3. durch Wegfall einer Bedingung, von der das G. abhängig gemacht wurde, 4. durch Wegfall des einzigen od. des Hauptzweckes, um dessen willen das G. gemacht wurde.

    b) Wenn der Gelobende beim Geloben irgendwie von einem anderen abhängig ist, kann dieser sein G. aufheben (Irritation). Die Abhängigkeit kann die Person des Gelobenden od. die gelobte Sache betreffen (vgl. Thomas v. Aq., S.Th. 2,2 q.88 a.8).

    Soweit Menschen das Recht haben, über die Lebensgestaltung anderer zu entscheiden, können sie gegen deren G. Einspruch erheben u. sie so schlechthin aufheben (direkte Irritation; vgl. CICc. 1312 § 1). Solches Entscheidungsrecht hat der Vater (u. jeder, der in der Leitungsgewalt an seiner Stelle steht) über seine Kinder, solange sie auf seine umfassende Leitung angewiesen sind (vgl. Num 30,4-6). Je mehr diese aber zu selbständiger Lebensgestaltung fähig werden, umso mehr entwachsen sie auch seiner Befehlsgewalt hinsichtl. ihrer G. Gatten unterstehen einander nicht in dieser Weise (vgl. D 3709), können sich aber mit Recht der Erfüllung unkluger G. ihrer Partner entgegenstellen, durch die das Familienleben beeinträchtigt wird. Ordenspersonen haben sich ihren Vorgesetzten so unterstellt, daß sie nur mit deren Zustimmung G. machen können u. vor der Profeß gemachte G. auf die Dauer der Ordenszugehörigkeit von den Oberen außer Kraft gesetzt werden können; ausgenommen sind die wesentl. Ordens-G. selbst, die damit verbundenen G. u. das G., in einen strengeren Orden überzutreten (vgl. CICc. 1315). Die Ausführung eines G.s über eine Sache, die einem anderen untersteht, kann dieser andere behindern, solange er in der Ausführung einen Nachteil für sich erblickt (indirekte Irritation; vgl. CICc. 1312 § 2). Schon das AT ließ privatrechtl. Bindungen u. Besitzverhältnisse durch G. nicht zerstört werden (vgl. Num 30,7-9.11-16).

    c) Kirchl. Obere dispensieren in der Ausübung der Lösegewalt der Kirche aus triftigem Grund von der Bindung durch das G., näml. in Fällen, in denen sich zeigt, daß wegen besonderer Schwierigkeiten die versprochene Sache für den Menschen, der das G. abgelegt hat, sich nicht als Gegenstand eines verpflichtenden G.s eignet (vgl. Thomas v. Aq., S.Th. 2,2 q.88 a.10). Ohne einen solchen Grund würde eine Dispens zu Unrecht erteilt u. würde sie einem Dispensierten nicht das Recht geben, sich im Gewissen als von der Verpflichtung frei zu betrachten. Wenn G. zugunsten anderer gemacht wurden u. diese die Begünstigung angenommen haben, sind bei etwaiger Dispens auch ihre Interessen zu berücksichtigen.

    Bei manchen G.n ist wegen ihrer besonderen Bedeutung die Dispens dem Apost. Stuhl vorbehalten (reserviert; CICc. 1308 § 3). Dazu gehören alle öffentl. G., d.h. alle, die im Namen der Kirche von den zuständigen kirchl. Oberen entgegengenommen werden (c. 1308 § 1), u. von den nichtöffentl. (privaten) zwei, wenn sie absolut (ohne Bedingung) u. nach Vollendung des 18. Lebensjahres abgelegt werden: das G. der vollkommenen u. immerwährenden Keuschheit u. das G., in einen Orden mit feierl. G.n einzutreten (c. 1309; kirchenrechtl. werden die Ordens-G. in feierliche u. einfache geschieden: das einfache G. macht die entgegenstehende Handlung nur unerlaubt, das feierliche auch ungültig; so liegt in den feierl. G.n eine vollkommenere Hingabe an Gott; vgl. CICc. 579; c. 1308 § 2; Thomas v. Aq., S.Th. 2,2 q.88 a.7 ad 1). Die Ortsordinarien können von reservierten G.n nur bei dringender Notwendigkeit dispensieren, wenn Gefahr schweren Schadens im Verzug ist u. der Papst nicht gleich angegangen werden kann (c. 81).

    Von den nichtreservierten G.n können außer dem Papst der Ortsordinarius seine Untergebenen u. die auf seinem Gebiet lebenden Fremden u. der höhere Obere eines von der bischöfl. Leitungsgewalt ausgenommenen (exemten) Ordens kraft päpstlicher Bevollmächtigung seine Untergebenen dispensieren (c. 1313 nn. 1.2).

    Die vom Apost. Stuhl Bevollmächtigten sind zum Dispensieren nach dem Umfang ihrer Vollmacht befugt (c. 1313 n. 3).

    d) Schließl. kann die Verpflichtung eines G.s dadurch aufhören, daß ein anderes an seine Stelle gesetzt wird (Tausch).

    Zum Tauschen ist bei nichtreservierten G.n der Gelobende selbst berechtigt, falls er an die Stelle des versprochenen Tuns ein (hinsichtl. der Förderung seiner Hingabe an Gottes Ehre) gleichwertiges od. besseres setzen will. Eine Ausnahme bilden nur die G. zugunsten anderer Personen, die angenommen haben, da bei ihnen deren Zustimmung eingeholt werden muß. Die Vertauschung gegen etwas Gleichwertiges soll nicht ohne vernünftigen Grund geschehen, während der Übergang zum Besseren in sich genügender Rechtfertigungsgrund ist. Beim Tausch gegen eine geringere Sache wird ein Teil der Verpflichtung aufgehoben; daher ist dazu jener befugt, der Dispensgewalt hat (c. 1314). Reservierte G. können nur durch den Apost. Stuhl vertauscht werden (c. 1308 § 3).

  38. Thomasam 25. Februar 2009 um 07:32 Link zum Kommentar

    Der Wachttrum 15. 3.2008 schrieb

    5 Das Ehegelübde ist in Gottes Augen heilig. Mit Bezug auf die erste Ehe erklärte Jesus, der Sohn Gottes: „Was . . . Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander“ (Mat. 19:6). Der Psalmist unterstrich, wie ernst man Gelübde nehmen muss: „Bring als dein Schlachtopfer Gott Dank dar, und bezahl dem Höchsten deine Gelübde“ (Ps. 50:14). Die Neuvermählten dürfen über all dem Glück, das sie gewiss empfinden, nicht vergessen, wie ernst das ist, was sie am Hochzeitstag gelobt haben, und welche Verantwortung es mit sich bringt (5. Mo. 23:21).

    6 Interessant ist in diesem Zusammenhang der Fall Jephthas, der im 12. Jahrhundert v. u. Z. Richter in Israel war. Er legte Jehova folgendes Gelübde ab: „Wenn du die Söhne Ammons wirklich in meine Hand gibst, soll es auch geschehen, dass der Herauskommende, der aus den Türen meines Hauses herauskommt, mir entgegen, wenn ich in Frieden von den Söhnen Ammons zurückkehre, dann Jehova gehören soll, und ich will diesen als ein Brandopfer opfern.“ Versuchte Jephtha sein Gelübde zu brechen, als bei seiner Heimkehr nach Mizpa ausgerechnet seine Tochter, sein einziges Kind, als Erstes zu ihm herauskam? Nein. Er sagte: „Ich habe meinen Mund vor Jehova aufgetan, und ich kann nicht zurücktreten“ (Ri. 11:30, 31, 35). Jephtha hielt sein Versprechen, das er Jehova gegeben hatte, obwohl dies bedeutete, keinen Nachkommen zu haben, durch den sein Name fortbestehen würde. Jephthas Gelübde hat zwar vom Inhalt her nichts mit einem Ehegelübde zu tun, aber die Tatsache, dass er sich daran hielt, dient christlichen Eheleuten als vorzügliches Beispiel für ihr Gelübde.

  39. Thomasam 26. Februar 2009 um 07:30 Link zum Kommentar

    4.Mose 31-33

    Eigentlich hätten die Midianiter leben sollen, und nicht vertrieben werden dürfen. Aber weil sie sich gegen das Volk haben benutzen lassen – wird jetzt ein ungewöhnlicher Krieg gegen sie gestartet: vorran geht der Sohn des Hohepriesters – und nun muss das Volk gereinigt werden…

    In einem Nachschlagewerk heißt es hierzu:

    Israel hätte nichts mit den Midianitern zu tun haben sollen, aber nachdem es einmal in einem unbedachten Augenblick mit ihnen in Verbindung gekommen war, blieb nichts anderes übrig als Krieg gegen sie mit dem Ziel sie völlig auszurotten.
    Genauso ist es mit uns als Christen. Es ist unsere Aufgabe, als Fremde und als Pilger durch diese Welt zu gehen, mit der wir nichts anderes zu tun haben sollen als in ihr die …Zeugen …zu sein und so in der uns umgebenen Finsternis als Lichter zu scheinen. Leider halten wir nur alzuoft diese scharfr Trennung nicht aufrecht. Wir lassen uns in Verbindungen mit der Welt ein und kommen dadruch in Unruhe und in Kämpfe, die eigentlich gar nicht unsere Aufgabe wären.

  40. Thomasam 26. Februar 2009 um 07:31 Link zum Kommentar

    Dann wird das Land “aufgeteilt” – und “diesseits des Stromes” werden sich auch Stämme ansiedeln. Ob das vom Allmächtigen so vorgesehen war? Einige Gelehrte sind der Meinung, dass das nicht geplant war, und Moses deshalb so schroff reagiert. Welchen Nachteil hat es, sich hier anzusiedeln?

    04 1. 6. 2004
    Vor dem Einzug in das Land der Verheißung baten Angehörige des Stammes Gad um die Erlaubnis, sich in dem Gebiet östlich des Jordan niederzulassen, denn es eignete sich gut für die Viehzucht (4. Mose 32:1-5). Dort hätten sie jedoch immer wieder mit ernsten Schwierigkeiten zu kämpfen. Für die Stämme auf der Westseite des Jordan wäre der Fluss ein gewisser Schutz — eine natürliche Abschirmung vor einer militärischen Invasion (Josua 3:13-17). Was aber das Land östlich des Jordan angeht, heißt es in einem Werk von George Adam Smith: „Alle [diese Gebiete] fallen fast ohne eine natürliche Grenze zur großen arabischen Hochebene hin ab. Demzufolge sind sie zu allen Zeiten den Einfällen gieriger Nomaden ausgeliefert gewesen, von denen manche auf der Suche nach Weide jedes Jahr hinaufzogen“ (The Historical Geography of the Holy Land).
    Wie würde es den Gaditern angesichts dieses immer wiederkehrenden Problems ergehen? Jahrhunderte zuvor hatte Jakob, ihr Vorfahr, in seiner Sterbebettprophezeiung vorausgesagt: „Was Gad betrifft, eine Plündererstreifschar wird ihn überfallen, er aber wird den äußersten Nachtrab überfallen“ (1. Mose 49:19). Auf den ersten Blick wirken diese Worte bedrohlich. Doch eigentlich sind sie eine Aufforderung an die Gaditer, sich zu wehren. In diesem Fall, so versicherte ihnen Jakob, müssten die Plünderer einen demütigenden Rückzug antreten, wobei sich die Gaditer ihnen an die Fersen heften würden.

    Solche wiederkehrende Probleme sind heute: Sorgen um Lebensunterhalt, Probleme in der Familie und Krankheiten uvm.
    Auch wir könnten heute, wie die Stämme die schon “vor dem verheißenen Land siedeln” wollten, meinen, dass wir uns heute – halt “diesseits des verheißenen Landes” schon ein bequemes Leben zu machen und das Beste aus allem herauszuholen. Es wäre möglich den Willen des Allmächtigen entgegeen zu handeln, um eigene Interessen zu frönen.
    Da anschließend die Grenzen des Landes noch einmal aufgezeigt werden, sehen wir, dass Gott damals vorhatte, sein Versprechen an Abraham zu halten und auch heute wird er sein Versprechen tatsächlich umsetzen.

  41. Thomasam 26. Februar 2009 um 19:01 Link zum Kommentar

    Nachtrag zu 4.Mose 31-33

    In Kapitel 31 in den Versen 14-18 wird Moses Reaktion gezeigt, auf die “normalen Krieger”, die die Frauen haben leben lassen. Nun ja, dass scheint wohl der Grund zu sein, warum Jesus später das Verbot der Scheidung wieder eingeführt hat ;-) ? Scheinbar ist dies bis heute eine Schwäche von Männern, dass sie zu Frauen “besonders barmherzig” sind, weil man die ja noch zur eigenen Frau machen könnte? So kenn ich mehrere Fälle wo man den Mann “deaktiviert hat” und der “herzenslieben Frau” alle Fehler zugedeckt hat :-(

    Eine Frage, die weiter oben gestellt wurde war, ob es ungerecht war, dass Moses und Aaron nicht über die Schwelle ins verheißene Land durften. Wenn wir den Vers 38,39 in KLapitel 33 lesen, stellen wir aber fest, dass er weit über das damals übliche Alter hinaus war! Würde mal behaupten, dass die nötige Lebenskraft von Lebengeber direkt zusätzlich geschenkt wurde, um mit 123 Jahren noch solche Aktivitäten durchführen zu können.

  42. Thomasam 27. Februar 2009 um 07:01 Link zum Kommentar

    4.Mose 34-36

    Entgegen dem in unserem Land üblichen Verfahren, einen Menschen auf Grund von Aussagen von einem Lügner hin zu be-/verurteilen, wurde von Gott der Grundsatz festgelegt: “ein einzelner Zeuge aber soll keine Aussage machen” – nun das war zwar kein wirklicher Schutz, wie wir später bei Jesu Verurteilung oder der Verfolgung der Propheten sehen werden, aber zeigt, dass der Allmächtige schon damals wusste, dass es immer schlechte und durchtriebene Menschen geben würde.

    Was können wir aus der Funktion der Zufluchtsstädte lernen: also erst einmal galt diese Zuflucht, dieser Schutz nur für “aus Versehen” und ungeplante Verbrechen, und derjenige der sich dort zu Recht aufgehalten hat, durfte die Stadt nicht verlassen – was eine schwere Einschränkung seiner Freiheit bedeutete. Aber wir können auch erkennen, dass hier nicht nach dem Motto “Schicksal” gehandelt wurde. Oder kannst du dir vorstellen, dass ein VersehentlichMörder auf dem Weg zur Zufluchtsstadt langsam dahin spazierte, nach dem Motto “wenn es mein Schicksal ist, werd ich es schaffen, aber wenn es nicht mein Schicksal ist zu Leben, dann wird mich der Bluträcher wohl doch einholen” ?? Nein – er wird gerannt sein, was es kostet – nämlich um sein Leben gerannt sein! So manch einer bewegt sich heute ganz im Spazierschritt auf dem Weg zu Gott, als wäre es schon festgelegtes Schicksal ob er Gottes Gunst erhalten oder bewahren kann. In Wirklichkeit ist dazu aber Kraftanstrengungen nötig!

  43. Juleam 27. Februar 2009 um 17:21 Link zum Kommentar

    Interessant der Punkt mit den Zufluchtsstätten. Hier wird ganz klar deffiniert, wer ein Mörder und wer ein Totschläger ist.

    Es geht um die Gefühle, die der Betreffende vorher für das Opfer hegte.

    Wenn ich die Verse hier richtig verstanden habe, gilt man dann als Mörder, wenn man vorher Hassgefühle für das Opfer gehegt hat. Wie will man in so einem Fall beweisen, dass es ein Unfall war? Und auf Mord stand die Todesstrafe!

    Hier kommt wieder zum Tragen, wie wichtig es ist, sogar unsere Gefühle in Schach zu halten.. Dass wir garnicht erst Hassgefühle in uns aufkommen lassen. Denn für Jehova sind sie gleichgestellt mit Mord.

    Zwar gibt es heute keine Todesstrafe mehr. Zumindestens nicht in unserem Land und so mag es sein, dass wir für unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen nicht sofort die Konsequenzen tragen müssen – aber denken wir daran: “Jehova hat sich nicht geändert” und zu SEINER Zeit werden wir dann doch die Konsequenzen tragen.

    Interessant in dem Zusammenhang auch, dass sich auch das Leben eines Totschlägers, der nicht mit Absicht getötet hat, grundlegend änderte. Er war nicht mehr frei, musste in eine Zufluchtsstadt fliehen und dort bis zum Tod des Hohepriesters bleiben.

    Diese Verse sind immer so schnell gelesen – aber haben wir wirklich verstanden, was dies für den Totschläger bedeutet hatte?

    Er durfte nicht mehr zu seinem eigenen Erbbesitz zurückkehren und musste in einer anderen Statt leben, die er nicht verlassen durfte. Wahrscheinlich war er auch von seiner Familie getrennt, denn jemand musste sich ja um seinen Erbbesitz kümmern.

    Also alles keine leichte Sache.

    Aber es zeigt auch mal wieder, wie wertvoll Leben für Jehova ist.

    Jeder, der – aus welchem Grund auch immer – einen Menschen getötet hatte, musste mit tiefgreifenden Konsequenzen rechnen. Bei Absicht mit dem Tod und bei Versehen mit ganz gravierenden Einschränkungen

    Da zählte dann kein “ich kann ja garnix dafür” – an den Konsequenzen kam man nicht vorbei.

    Als achten wir bitte nicht nur auf unsere Taten und Worte – sondern bitte auch auf unsere Gedanken und Gefühle. Lassen wir Hass, Neid und Missgunst garnicht in unserem Herzen aufkommen.

    Richten wir unseren Blick und unsere Gedanken auf positive Dinge

    Philipper 4:4-9

    “Freut euch allezeit im Herrn. Nochmals will ich sagen: Freut euch! 5 Laßt eure Vernünftigkeit allen Menschen bekanntwerden. Der Herr ist nahe. 6 Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern laßt in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekanntwerden; 7 und der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, wird euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten. 8 Schließlich, Brüder, alles, was wahr, alles, was von ernsthaftem Interesse ist, alles, was gerecht, alles, was keusch, alles, was liebenswert ist, alles, worüber gut gesprochen wird, wenn es irgendeine Tugend und irgend etwas Lobenswertes gibt, diese Dinge erwägt weiterhin. 9 Die Dinge, die ihr gelernt und auch angenommen und gehört und in Verbindung mit mir gesehen habt, diese setzt in die Tat um, und der Gott des Friedens wird mit euch sein.”

  44. Juleam 18. Februar 2010 um 04:09 Link zum Kommentar

    4. Mose 4 – 6

    4. Mose 5:29-31

    Dies ist das Gesetz über Eifersucht, wenn eine Frau auf Abwege gerät, während sie ihrem Mann unter[steht], und sie sich tatsächlich verunreinigt, 30 oder im Fall eines Mannes, wenn der Geist der Eifersucht über ihn kommt und er seine Frau tatsächlich der Untreue verdächtigt; und er soll die Frau vor Jehova stellen, und der Priester soll dieses ganze Gesetz ihr gegenüber ausführen. 31 Und der Mann soll eines Vergehens unschuldig sein, aber jene Frau wird sich für ihr Vergehen verantworten.’ “

    Warum soll der Mann als unschuldig gelten? Hatten nicht beide den selben Fehler gemacht?

  45. Thomasam 18. Februar 2010 um 13:51 Link zum Kommentar

    Nimm einmal eine andere Übersetzung: (gute Nachricht)

    29 So muss verfahren werden, wenn ein Mann den Verdacht hat, dass seine Frau ihm untreu geworden ist, 30 oder ihn die Eifersucht plagt. Die Frau muss vor den Herrn gestellt werden und der Priester führt mit ihr die beschriebenen Handlungen aus. 31 Der Mann wird nicht zur Rechenschaft gezogen, wenn er sich geirrt hat; aber die Frau muss, wenn sie schuldig ist, die Folgen tragen.

    es geht also nicht um den Ehebrecher und die Ehebrecherin, sondern um Ehemann und Ehefrau…

  46. Juleam 20. Februar 2010 um 04:15 Link zum Kommentar

    4. Mose 11 – 14

    4. Mose 11:24-29

    Danach ging Moses hinaus und redete zum Volk die Worte Jehovas. Und er ging daran, siebzig Männer aus den älteren Männern des Volkes zu versammeln, und stellte sie dann rings um das Zelt auf. 25 Da kam Jehova in einer Wolke herab und redete zu ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, etwas weg und legte es auf jeden der siebzig älteren Männer. Und es geschah, sobald der Geist sich auf sie niedergelassen hatte, daß sie dann anfingen, als Propheten aufzutreten; doch taten sie es nicht wieder.

    26 Nun waren da zwei der Männer im Lager zurückgeblieben. Der Name des einen war Eldad, und der Name des anderen war Medad. Und der Geist begann sich auf sie niederzulassen, da sie unter den Aufgeschriebenen waren, aber sie waren nicht zum Zelt hinausgegangen. Daher traten sie dann im Lager als Propheten auf. 27 Und ein junger Mann lief hin und berichtete es Moses und sprach: “Eldad und Medad treten im Lager als Propheten auf!” 28 Da erwiderte Josua, der Sohn Nuns, der von seinem Jünglingsalter an der Diener des Moses war, und sagte: “Mein Herr Moses, halte sie zurück!” 29 Doch Moses sprach zu ihm: “Eiferst du für mich? Nein, ich wünschte, daß alle von Jehovas Volk Propheten wären, denn Jehova würde seinen Geist auf sie legen!”

    Die siebzig Männer: zwei von ihnen waren im Lager zurück geblieben und nicht beim Zelt als Jehova den heiligen Geist ausgoss. Trotzdem erhielten sie den heiligen Geist – weil Jehova es so wollte.

    Dies zeigt, dass es nicht wichtig ist, wo wir uns befinden – sondern nur, dass Jehova uns erwählt hat.

    Was bedeutet dies im Zusammenhang mit der Frage, ob wir am Tag des Gerichts alle an einem bestimmten Ort sein müssen, um gerettet zu werden?

  47. Thomasam 20. Februar 2010 um 07:01 Link zum Kommentar

    Im Gegensatz zu dem Bericht in 3.Mose – Rat von Jethro – nun die Weisung von Jehova:

    (4. Mose 11:16-17) 16 Darauf sprach Jehova zu Moses: „Versammle mir siebzig Männer von den älteren Männern Israels, von denen du weißt, daß sie ältere Männer des Volkes und dessen Beamte sind, und du sollst sie zum Zelt der Zusammenkunft bringen, und sie sollen sich dort mit dir aufstellen. 17 Und ich will herabkommen und dort mit dir reden; und ich will von dem Geist, der auf dir ist, etwas nehmen und es auf sie legen, und sie werden dir helfen müssen, die Last des Volkes zu tragen, damit nicht du, nur du allein, sie trägst.

    Die Umsetzung des Rates Jethro hatte also keinen wirklichen Erfolg – nun handelte Jehova! Und wir sehen die Einstellung von Mose:

    “Eiferst du für mich? Nein, ich wünschte, daß alle von Jehovas Volk Propheten wären, denn Jehova würde seinen Geist auf sie legen!”

    Keine Spur von wegen “Alle müssen auf mich hören, und ich akzeptiere kein Vorrandrängen” – im Gegenteil – Mose wäre froh gewesen, wenn jeder Gottes Geist erhalten hätte und allein mit Gott im reinen gewesen wäre. Jeder ein Prophet! Ist das auch mein Ziel, oder mache ich Menschen von mir abhängig, in der Hoffnung, dass sie mich dann immer fragen müssten? Nein – wie froh könnten wir sein, wenn jeder täglich in der Bibel lesen würde und ohne Anleitung das gelesene umsetzen würde, wenn jeder ein gutes Verhältnis zu Gott haben würde.

  48. Thomasam 20. Februar 2010 um 13:21 Link zum Kommentar

    4.Mose 11-14


    4. Mose 12,10
    Warum wurde Mirjam so schwer bestraft? Weil sie wegen der Heirat Moses erzürnte?

    Es ist ein verhängnisvoller Fehler, sich gegen einen Knecht Gottes und dann noch gegen einen solch treuen Diener Gottes wie Mose aufzuhalten. Ihre Einstellung in dieser Sache war ganz verfehlt, denn Mose hatte in Übereinstimmung mit den Ratschlüssen Gottes gehandelt, indem er von dem herrlichen Geheimnis Gottes, das von Ewigkeit her den Geschlechtern verborgen war – der Einheit des Christus mit der Kirche – ein wunderbares Vorbild lieferte. Sie nahm also indirekt das Wort wider Gott und nicht wider Moses. Müssen wir uns wundern, wenn sie ein solches Gericht traf? Der Herr bewahre uns vor übereilten Schlüssen und Reden.
    Adolf Küpfer

  49. Juleam 21. Februar 2010 um 04:33 Link zum Kommentar

    4. Mose 15 – 17

    hier mal etwas, was ich im Jahre 2004 im Rahmen eines Programmpunktes in der Dienstzusammenkunft geschrieben habe. Ein Hoch auf die Festplatte und die Word-Dateien, die man sich jederzeit und immer wieder rauskramen kann…

    Als ich gestern abend zur Vorbereitung auf die Dienstzusammenkunft das Drama “Jehovas Autorität achten” angehört habe, ist mir aufgfallen, was es eigentlich wirklich bedeutet, “sich auf die Seite von jemanden zu stellen”!

    Ist uns aufgefallen, welche Tragweite es hatte, auf welcher Seite man stand, wie wichtig es war, auf der richtigen Seite zu stehen? Alle, die sich mit den Rebellen auf eine Seite gestellt haben, sind umgekommen, die auf der richtigen Seiten haben überlebt. – So habe ich das eigentlich noch nie gesehen. Wir sollten uns also niemals unüberlegt oder aus Sympathie auf die Seite von jemanden anderes stellen.

    Aus dem Drama ging ja auch hervor, was Loyalität Jehova gegenüber wirklich bedeutet, und daß uns unsere Gefühle für unsere Freunde oder unsere Familie nicht wichtiger sein dürfen, als die Gefühle Jehovas.

    Wenn man so darüber nachdenkt, was das im täglichen Leben bedeutet…

    Vor vielen Jahren habe ich meine Loyalität leider auf die falsche Seite gesetzt, als ich anfing, mich mit meinem Nachbar – nur zum Kniffel und Rommee spielen – zu treffen. Ich wollte doch nichts von dem, da war ich mir ganz sicher – und was bitte hat das mit Loyaliät Jehova gegenüber zu tun? Wir tun doch nichts unbiblisches. Aber, wie wir ja alle wissen, schläft der Satan nicht, und ganz heimlich still und schleichend habe ich Gefühle für den entwickelt und war danach für jeden Rat taub. Als die Ältesten es bemerkten und mich davon abhalten wollten, den zu heiraten, war ich schon so “verknallt” das nichts mehr zu machen war. Sie sagten mir, daß das Ungehorsam Jehova gegenüber wäre, aber mir waren meine Gefühle für den Mann wichtiger und so haben wir geheiratet. Natürlich ist es nicht gut gegangen “du hast doch nicht wirklich gedacht, das etwas, was du gegen den Rat Jehovas tust, Gelingen haben kann” – naja, aus Fehlern lernt man.

    Aber auch solche Situationen haben mit Loyalität Jehova gegenüber zu tun.

    Wenn wir wirklich loyal Jehova gegenüber sind und richtig handeln, können wir uns viel Schmerz ersparen.

    Das Unloyalität Jehova gegenüber sehr schmerzhaft sein kann, habe ich also bereits am eigenen Leib festgestellt. Aber es kann auch tödlich sein.

    Mich hat besonders beeindruckt, wie die, die die richtige Einstellung hatten, von anderen hart bedrängt wurden, doch die Seiten zu wechseln, “schließlich ist er euer Vater”. Also appelliert Satan an unsere familiäre Bindung, da er weiß daß sie für uns so wichtig ist. Aber nicht nur das, biblische Aussagen wurden sogar verdreht, “es steht doch in den Schriften, daß du Vater und Mutter ehren sollst”. Klasse Trick oder, fällt der schlechte Beweggrund garnicht so auf.

    Das zeigt uns auch wieder, daß wir nie vorsichtig genug sein könen, mit wem wir Kontakt haben und was wir uns anhören. Auch in der Versammlung kann es falsche Freunde geben, die uns irgendwelche Bibeltexte “um die Ohren hauen” mit denen sie ihr falsches Verhalten begründen und versuchen, uns auf ihre Seite zu ziehen!

    Vergessen wir nicht, daß es echte Konsequenzen hat, auf welcher Seite wir stehen und laßt uns wachsam bleiben, alles zu tun, was in Jehovas Augen recht ist!

  50. Thomasam 21. Februar 2010 um 13:22 Link zum Kommentar

    4.Mose 15-17
    Auf einer anderen Website heißt es dazu:

    Es ist schon erstaunlich, dass es das Volk nach drei großartigen Zeichen Gottes, immer noch nicht verstand, worauf es ankam und sich die Frage stellte: “SOllten wir denn ganz vergehen?”.

    Was war passiert?

    Zuerst stellt sich Korach mit einer ganzen Reihe führender Männer aus dem Volk gegen Mose und Aaron. Als dann Korach und seine ganze Familie vor ihr Zelt traten, tat sich die Erde auf und verschlang die gesamte Familie Korachs und Feuer vom Herrn ließ alle 250 Komplizen in Rauch aufgehen.

    Obwohl das Volk die Wunder Gottes sah, hörte es nicht, sondern ging sofort wieder dazu über, gegen Mose und Aaron zu murren. Das Resultat: 14.700 Menschen sterben und nur durch die Fürbitte und der Opfer Moses und Aarons konnte die Zahl der Toten begrenzt werden.

    Zum letzten dann, legen die Fürsten der Stämme Israels ihre Hirtenstäbe vor den Herrn und der bestätigt die Autorität Aarons dadurch, dass er den Hirtenstab Aarons zum Blühen bringt und sogar Früchte daran wachsen lässt.

    Nach alledem spricht der Herr zu Mose:

    „Bring den Stab Aarons vor das Zeugnis zurück, um ihn als Zeichen für die Widerspenstigen aufzubewahren, damit du ihrem Murren vor mir ein Ende machst und sie nicht sterben!“ (17:25)

    Die Antwort des Volkes darauf war:

    „Siehe wir vergehen, wir kommen um, wir alle kommen um. Jeder, der irgend der Wohnung des Herrn naht, der stirbt. Sollen wir denn ganz und gar vergehen?“ (17:27-28)

    Die Reaktion des Volkes ist wirklich erstaunlich. Anstatt umzukehren und sich vor dem Herrn zu beugen, bleibt die widerspenstige Herzenshaltung bestehen. Nicht die Frage „Herr wie kann ich dir in Heiligkeit dienen?“, sondern „Jeder der sich dem Herrn nähert stirbt, ja sollen wir denn alle sterben?“ kommt dem Volk in den Sinn.

    Gott kam, um mitten unter dem Volk zu wohnen. Er erwählte Israel, erlöste Israel, machte einen Bund mit Israel, versorgte Israel in der Wüste und er war tagtäglich dem Volk präsent. Gott wollte Gemeinschaft mit Israel haben. Er hatte Israel zur „Braut“ erwählt und wollte mit Israel ewiglich zusammen bleiben.

    Was hatte Israel also falsch verstanden, wenn es sagte „Jeder, der irgend der Wohnung des Herrn naht, stirbt.“?

    A) Wer gegen die von Gott eingesetzte Autorität handelt, handelt gegen Gott.

    Das Volk murrte zu keiner Zeit direkt gegen Gott, sondern immer und immer wieder gegen Mose und Aaron. Sie verstanden nicht, das es keinen Unterschied machte, ob sie gegen Mose und Aaron oder direkt gegen Gott murrten.
    Wir müssen verstehen, das jegliche Leiterschaft und Autorität von Gott eingesetzt wurde, selbst, wenn die Leiterschaft gottlos sein sollte (war ja bei Mose und Aaron nicht der Fall war)!
    1.Petrus 2:11-17 beschreibt es als unsere Pflicht, selbst den menschlich eingesetzten Herren zu dienen und ihnen zu gehorchen, wie viel mehr dann auch den göttlich eingesetzten.

    Israel verstieß gegen diesen Grundsatz Gottes und lehnte sich gegen göttlich eingesetzte Autorität auf und wurde dafür „zurechtgewiesen“.

    Auch wir heute, müssen die richtige Einstellung zu unseren Leitern haben, da auch wir sonst zurechtgewiesen werden!

    “Erweist allen Ehre; liebt die Bruderschaft; fürchtet Gott; ehrt den König!” (1.Petrus 2:17)

    Könige, Herrscher und andere Oberhäupter, wie Pastoren, Lehrer, Bürgermeister etc. sind von Gott eingesetzt, um das Gute zu belohnen und das Böse zu bestrafen. Sie sind der „verlängerte“ Arm Gottes um Belohnung, oder Gericht über ein Volk zu bringen, oder aber auch, dem Volk eine geistige Lektion zu lehren.

    Die geistige Lektion im Falle unserer Parasha ist das Wunder des blühenden Hirtenstabes. Aber auch dieses Zeichen wurde vom Volk nicht erkannt. Und führte zum zweiten Problem.

    B) Das Volk verwarf das Zeichen Gottes

    Der Hirtenstab wurde als Zeichen in die Bundeslade gelegt, die im Allerheiligsten stand. Die Geschichte der Bundeslade, und somit auch des blühenden Hirtenstabes, ist abenteuerlich, denn nach der Zerstörung des salomonischen Tempels, verschwindet die Bundeslade im Dunkeln der Vergangenheit und taucht nicht mehr auf.

    Und es wird geschehen, wenn ihr euch im Land vermehrt und fruchtbar seid in jenen Tagen, spricht der HERR, wird man nicht mehr sagen: «Die Bundeslade des HERRN»; und sie wird keinem mehr in den Sinn kommen, und man wird nicht mehr an sie denken noch sie suchen, und sie wird nicht wiederhergestellt werden. (Jeremia 3:16)

    Obwohl die Bundeslade schon seit über 2.500 Jahren verschwunden ist, bleibt die Erfüllung der Prophezeiung Jeremias aus. Es gibt duzende Bücher, Videos, Theorien und haarsträubende Spekulationen darüber, wo sich die Bundeslade heute befindet.

    Die einen vermuten die Lade unter dem Tempelberg in Jerusalem, die andere in Äthiopien, wieder andere unter Golgatha. Gefunden hat sie jedoch niemand.

    Warum also beschäftigen sich unzählige Menschen mit der Suche der Bundeslade, wenn Jeremia prophezeit, das sie keiner mehr suchen würde?

    Ich persönlich glaube daran, das der Grund darin liegt, das die Leute das Zeichen welches IN der Bundeslade lag, nicht verstanden. Der Schreiber des Hebräerbriefes versucht ein wenig Licht in die Angelegenheit zu bringen, lässt aber im Kapitel 9 einige Details offen, denen wir auf den Grund gehen wollen.

    Denn es wurde ein Zelt aufgerichtet, das vordere in dem sowohl der Leuchter als auch der Tisch und die Schaubrote waren das das Heilige genannt wird, hinter dem zweiten Vorhang aber ein Zelt, das das Allerheiligste genannt wird, das einen goldenen Räucheraltar und die überall mit Gold überdeckte Lade des Bundes hatte, in welcher der goldene Krug, der das Manna enthielt, und der Stab Aarons, der gesprosst hatte, und die Tafeln des Bundes waren; oben über ihr aber die Cherubim der Herrlichkeit, die den Versöhnungsdeckel überschatteten, von welchen Dingen jetzt nicht im einzelnen zu reden ist. (Hebräer 9:2-5)

    Da wir in vorherigen Kommentaren zur Torah schon die Stiftshütte und deren Instrumente besprochen hatten, wollen wir uns an dieser Stelle nur auf die Bundeslade konzentrieren.

    Die Bundeslade bestand aus zwei Teilen. Der erste Teil war die eigentliche Lade. Die Lade war ein Holzkasten, der mit Gold überzogen war und verschiedene Gegenstände enthielt.

    Der zweite Teil war der Deckel der Lade, welcher der „Thron der Gnade“ genannt wird. Der Thron der Gnade wurde auf die Lade gelegt und verschloss somit den Kasten mit den Gegenständen.

    Auf dem Deckel befanden sich zwei Cherubim, die ihre Flügel zueinander streckten. Zwischen diesen beiden Flügeln wohnte die Herrlichkeit Gottes im Tempel. Der einzige Weg sich dieser Lade zu nähern, bestand darin, am Yom Kippur, am Versöhnungstag, Blut eines Lammes zu nehmen und dieses an die Lade zu sprenkeln. Das Nähern zur Lade war dazu nur dem Hohenpriester gestattet, sonst niemandem.

    D.H. um die Herrlichkeit Gottes sehen zu können, brauchte man das Blut eines Lammes und erhielt dann Zugang zu den drei Zeichen Gottes.

    • Tafeln des Bundes.
    • Manna aus der Wüste.
    • Blühender Stab Aarons.

    Alle drei Gegenstände, bzw. Zeichen repräsentieren den Messiahs!

    Die Tafeln des Bundes.

    Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (Johannes 1:14)

    Das Manna aus der Wüste.

    Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben das Manna in der Wüste gegessen und sind gestorben. Dies aber ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, damit man davon esse und nicht sterbe. (Johannes 6:48-50)

    Der tote Stab Aaron, der blühte und Frucht trug.

    Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; (Johannes 11:25)

    Alle Zeichen, incl. „unseres“ Hirtenstabes wurden dem Volk für eine kurze Zeit als Zeichen gezeigt, um sie dann unter dem „Thron der Gnade“ einzuschließen. Um sie sehen zu könne, musste man also „unter“ die Gnade Gottes kommen.

    Obwohl also die Zeichen da waren, konnte sie keiner sehen, da ja selbst der Hohe Priester den Deckel nicht öffnen durfte. Alle Gegenstände wurden von Mose selbst hineingelegt und waren bis zum Verschwinden der Bundeslade „unsichtbar“.

    In dem Moment wo wir die Zeichen verstehen, wird die physische Anwesenheit der Bundeslade in einem Tempel vollkommen belanglos.

    „Sollen wir denn ganze vergehen?“ war die Frage zu Beginn. Obwohl die Frage im Text unserer Parasha nicht direkt beantwortet wird, so wird sie doch im Laufe der Geschichte beantwortet.

    Die Antwort lautet ganz klar „NEIN!“.

    Gott gab den blühenden Stab Aarons zum Zeichen für das ganze Haus Israel. Leben aus den Toten, Widerbelebung von längst aufgegebenen und ewige Treue zu seinem Bundesvolk.


  51. Thomasam 22. Februar 2010 um 02:10 Link zum Kommentar

    4.Mose 18-20
    Auf einer anderen Website heißt es dazu:

    Der wassergebende Felsen (20:6-13)

    Wieder einmal murrte das Haus Israel. Diesmal nach Wasser. Daraufhin befahl Gott, das Mose zu einem Felsen sprechen sollte, damit dieser Wasser gibt. Anstatt zu sprechen, schlägt Mose zweimal auf den Felsen.

    Wegen diesem kleinen Unterschied, dürfen er und Aaron nicht in das verheißene Land hinein. Was für eine Strafe! Mose, der in allem Treu gewesen ist, den Gott den demütigsten Mann auf dem Erdboden bezeichnet und mit ihm von Angesicht zu Angesicht spricht, darf das Land nicht sehen, weil er geschlagen, anstatt gesprochen hatte!

    Die Strafe mit zwei Gründen erteilt. Erstens hatte Mose Gott nicht geglaubt und zweitens weil er Gott nicht vor den Augen Israels geheiligt hatte.

    Das Wunder alleine zählte nicht, Gott zu heiligen, sondern es war der Unterschied zwischen sprechen und schlagen. Aber was war denn das besondere an dem Felsen, das man ihn nicht schlagen durfte?

    Der Talmud und andere jüdische Kommentare besagen, dass dieser Fels das Volk in der Wüste begleitete. Es war eine Art rollender Stein, der dem Volk folgte.

    Noch heute wird an jedem Sabbat in einem religiösen Haushalt ein Lied gesungen, welches diesen Fels, der Speis und Trank gab besingt. Auch Paulus greift diesen Fels auf:

    „und alle denselben geistlichen Trank tranken; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. Der Fels aber war der Christus.“ (1.Korinther 10:4)

    Obwohl man sich nicht sicher ist, wie Paulus auf die Idee kommt, das dieser Fels der Christus ist, scheint es bei genauerem Hinsehen einleuchtend, denn auch Jesus spricht:

    „wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.“ (Johannes 4:14)

    Um an dieses Wasser zu gelangen, muss man glauben das Gott die Quelle des Lebens öffnen wird und zu ihm sprechen (beten). Dadurch das Gott dann die Quelle öffnet und wir unseren Durst nach Leben stillen können, wird sein Name geheiligt.


  52. Juleam 22. Februar 2010 um 04:36 Link zum Kommentar

    4. Mose 18 – 20

    Kapitel 19

    “Bis auf unabsehbare Zeit” – nicht ‘für ewig’!

    Diese Formulierung zeigt schon an, dass dieser Teil des Gesetzes irgendwann nicht mehr in Kraft sein wurde

  53. Juleam 22. Februar 2010 um 04:39 Link zum Kommentar

    4. Mose 20:2-13

    Nun gab es da kein Wasser für die Gemeinde, und man begann sich gegen Moses und Aaron zu versammeln. 3 Und das Volk fing an, mit Moses zu hadern und zu sagen: “Wären wir nur dahingeschieden, als unsere Brüder vor Jehova dahinschieden! 4 Und warum habt ihr Jehovas Versammlung in diese Wildnis gebracht, damit wir und unsere Lasttiere da sterben? 5 Und warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, um uns an diesen üblen Ort zu bringen? Es ist kein Ort der Aussaat und der Feigen und der Weinstöcke und der Granatäpfel, und kein Wasser zum Trinken ist da.” 6 Dann kamen Moses und Aaron von [der Stelle] vor der Versammlung zum Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und fielen auf ihr Angesicht, und Jehovas Herrlichkeit begann ihnen zu erscheinen.

    7 Dann redete Jehova zu Moses, indem [er] sprach: 8 “Nimm den Stab, und rufe die Gemeinde zusammen, du und Aaron, dein Bruder, und ihr sollt vor ihren Augen zu dem zerklüfteten Felsen reden, damit er tatsächlich sein Wasser gibt; und du sollst für sie Wasser aus dem zerklüfteten Felsen hervorbringen und der Gemeinde und ihren Lasttieren zu trinken geben.”

    9 Da nahm Moses den Stab vor Jehova weg, so wie er es ihm geboten hatte. 10 Danach riefen Moses und Aaron die Versammlung vor dem zerklüfteten Felsen zusammen, und er sagte dann zu ihnen: “Hört nun, ihr Widerspenstigen! Sollen wir euch aus diesem zerklüfteten Felsen Wasser hervorbringen?” 11 Hierauf erhob Moses seine Hand und schlug den zerklüfteten Felsen mit seinem Stab zweimal; und viel Wasser begann hervorzukommen, und die Gemeinde und ihre Lasttiere begannen zu trinken.

    12 Später sprach Jehova zu Moses und Aaron: “Weil ihr nicht Glauben an mich bekundet habt, mich vor den Augen der Söhne Israels zu heiligen, darum werdet ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich ihnen bestimmt geben werde.” 13 Dies sind die Wasser von Meriba, weil die Söhne Israels mit Jehova haderten, so daß er unter ihnen geheiligt wurde.

    Ich persönlich empfinde es als sehr hart, dass Mose eine so harte Strafe bekommt – denn dieses halsstarrige Volk kann einem wirklich mächtig auf den Keks gehen.

    Denken wir nur an die Bibellese gestern: nur einen Tag nach Korahs Aufstand rebellieren sie schon wieder, obwohl sie gesehen hatten, was Jehova von ihrer Rebellion hielt! “Mose ist schuld daran” – wieso Moses? Hatte nicht Jehova selbst die Rebellen vernichtet? Dachten sie wirklich, das hätte ER auf Mose Geheiß getan?

    Mose war dem verheißenen Land so nahe und durfte es doch nicht betreten – nur wegen seiner “lieben” Brüder, die scheinbar nicht wußten, was Dankbarkeit ist. Wie gemein! Dabei war dieses verheißene Land das Ziel, das sein ganzes Leben bestimmt hatte!

    Aber mein Mann hat ja Recht, wenn er sagt:

    wann wäre es dir denn lieber gewesen? Moses war schon alt, hatte schon eh ein sehr langes Leben gehabt und im verheißenen Land selbst wäre es ja nicht besser gewesen, denn sie haben sich ja dann ewig Zeit damit gelassen es einzunehmen, wie es ihnen Jehova gesagt hatte. So war das verheißene Land das Letzte was er sah und wenn er wieder aufersteht, ist Harmagedon schon vorbei

    So betrachtet hat er schon Recht…

  54. Thomasam 23. Februar 2010 um 01:48 Link zum Kommentar

    4.Mose 21-24
    Auf einer anderen Website heißt es dazu:

    Die Geschichte Bileams, ist mit drei vollen Kapiteln einer wichtigsten Einblicke in Gottes Handeln mit Israel, nicht nur im Buch Bamidbar, sondern in der gesamten Torah.

    Jeder kennt die Geschichte: Balak, der König Moabs kommt zum Wahrsager Bileam und beauftragt ihn Israel zu verfluchen. Obwohl Gott dagegen ist, geht Bileam.

    Auf dem Weg spricht Bileams Esel zu ihm und zu guter Letzt segnet Bileam Israel zum Entsetzen Balaks.

    Die Kernaussage der Parasha, um die sich alles aufbaut, sind die Worte Gottes wenn er spricht:

    „Du sollst nicht mit ihnen gehen; du sollst das Volk nicht verfluchen! Denn es ist gesegnet!“ (22:12)

    Dieser Kernsatz ist eingebettet in der Geschichte Bileam, aber nicht nur das, sondern er ist auch eingebettet in zwei Vorkommnissen von Rebellion des Volkes gegen Gott. Vor den Geschehnissen mit Bileam, haben wir im 4.Mose 21:4-9 den „Zwischenfall“ der ehernen Schlange und direkt nach Bileam, am Ende unserer Parasha in 4.Mose 25:1-9, den Götzendienst des Volkes bei dem 24.000 Menschen ihr Leben verlieren.

    Obwohl also das Volk widerspenstig und götzendienerisch ist, spricht Gott inmitten dieser Rebellion und des Ungehorsam: Israel ich stehe zu dir, Israel ich segne dich, Israel ich beschütze dich von außen.

    Das ist etwas, was wir mit unserer menschlichen Logik einfach nicht verstehen können. Wie ist es möglich, das Gott ein Volk liebt und beschützt, welches immer und immer wieder gegen ihn ist, seinen Namen untern den Völkern ins Lächerliche zieht und gegen seine Gebote verstößt?

    Diese Frage wurde lange nicht verstanden und es entstand die sogenannte Ersatztheologie, die besagt, dass Israel wegen der besagten Halsstarrigkeit von Gott verstoßen wurde und nun die Gemeinde, oder die Kirche Christi, das „wahre“ Israel sei.

    Diese Ersatztheologie führte zu den schrecklichsten Judenverfolgungen unserer Geschichte, die im Holocaust ihren bisherigen Höhepunkt fand. Denn wenn Gott dieses Volk bestrafte, hat die „erlöste“ Gemeinde ja wohl das Recht, diese Aufgabe Gottes weiter zu führen, so die Argumentation dieser Ersatztheologie.

    Doch diese „Theologie“ hat nichts mit dem Wort Gottes, der Bibel zu tun. Eines der besten Beispiele gegen diese Theologie finden wir in den Segenssprüchen.

    Bileam in unserer heutigen Parasha.

    1. Segen

    Wie soll ich verfluchen, wen Gott nicht verflucht, und wie verwünschen, wen der HERR nicht verwünscht hat? Denn vom Gipfel der Felsen sehe ich es, und von den Höhen herab schaue ich es; siehe, ein Volk, das abgesondert wohnt und sich nicht zu den Nationen rechnet. Wer könnte zählen den Staub Jakobs und der Zahl nach den vierten Teil Israels? Meine Seele sterbe den Tod der Aufrichtigen, und mein Ende sei gleich dem ihren! (4.Mose 23:8-10)

    Obwohl Gott das Volk Israel züchtigt, um es letztendlich so zu „erziehen“ wie es sein sollte, verflucht und verwirft er Israel nicht. Israel ist zwar abgesondert, aber nicht verlassen. Israel wird nicht zu den Nationen gerechnet und teilt somit die Welt in zwei „Lager“. Israel auf der einen Seite und die Nationen auf der anderen.

    2.Segen

    Nicht ein Mensch ist Gott, dass er lüge, noch der Sohn eines Menschen, dass er bereue. Sollte gesprochen haben und es nicht tun und geredet haben und es nicht aufrechthalten? Siehe, zu segnen habe ich empfangen; er hat gesegnet, und ich kann’s nicht wenden. Er erblickt kein Unrecht in Jakob und sieht kein Verderben in Israel; der HERR, sein Gott, ist mit ihm, und Königsjubel ist in ihm.

    Gott ist es, der es geführt. Es hat Kraft wie die Hörner des Büffels. Denn es gibt keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel. Jetzt wird zu Jakob und zu Israel gesagt: Was hat Gott gewirkt! Siehe, ein Volk: wie eine Löwin steht es auf, und wie ein Löwe erhebt es sich. Es legt sich nicht nieder, bis es die Beute verzehrt und das Blut der Erschlagenen getrunken hat! (4.Mose 22:19-24)

    Auch Paulus erinnert uns daran, das Gott wahrhaftig, jeder Mensch aber ein Lügner ist. Der Punkt hier ist, dass Gott sein Wort hält. Aber wem hat er denn etwas versprochen? Dem Abraham, Isaak und Jakob! Mit ihnen machte er einen Bund und versprach ihnen, dass ihre Nachkommen in das Land Israel kommen werden.

    Ihnen versprach er, dass ihre Nachkommen wie der Staub der Erde sein wird und sowohl zu Abraham als auch zu Jakob sprach er „wer dich verflucht der ist verflucht und wer dich segnet der ist gesegnet“!

    Wir müssen verstehen, dass Gott über alle Zeit hinweg sieht. Er kennt nicht nur den Anfang, sondern auch schon das Ende, daher legt er weniger wert auf das “jetzt“. Er sieht Israel nicht so wie es ist, sondern so wie es sein wird. Er hat es erlöst und behandelt es auch so. Genauso uns. Der Herr sieht nicht unseren jetzigen Zustand, sondern sieht uns in dem Zustand, wie wir eines Tages im Himmel vor ihm stehen werden. Nicht als jemand von den Nationen, sondern als jemanden der ein Teil des Hauses Israels ist.

    3. Segen

    Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel! Wie Täler breiten sie sich aus, wie Gärten am Strom, wie Aloebäume, die der HERR gepflanzt hat, wie Zedern an den Wassern. Wasser rinnt aus seinen Eimern, und seine Saat steht in reichlichen Wassern; und sein König wird höher werden als Agag, und sein Königreich wird erhaben sein. Gott hat ihn aus Ägypten herausgeführt. Er hat Kraft wie die Hörner des Büffels. Er wird die Nationen, seine Gegner, fressen und ihre Gebeine zermalmen, mit seinen Pfeilen sie durchbohren. Er duckt sich, er legt sich nieder wie ein Löwe und wie eine Löwin. Wer will ihn aufstören? Die dich segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht! (4.Mose 24:5-9)

    Gott bestätigt hier zum dritten Mal in der Schrift, das das Versprechen des Segens und des Fluches nicht nur für eine Einzelne Person bestimmt ist, sondern für ein Volk. Hätte er dieses Versprechen nur Abraham gegeben, hätte man es auch auf z.B. die Araber anwenden können. Durch seine Bestätigung dem Jakob gegenüber und nun dem gesamten Volk, wird klar, das jeder Fluch ernten wird, der schlecht gegen Israel reden wird.

    Es ist interessant zu beobachten, wie Gott mit gesamten Nationen umgeht, die für oder gegen Israel sind….

    4. Segen

    Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, ich schaue ihn, aber nicht nahe. Es tritt hervor ein Stern aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus Israel und zerschlägt die Schläfen Moabs und zerschmettert alle Söhne Sets. Und Edom wird sein Besitz, und Seir wird sein Besitz, seine Feinde; und Israel wird Mächtiges tun. Und einer aus Jakob wird herrschen, und er wird den Überrest aus der Stadt verloren gehen lassen.
    (4.Mose 24:17-19)

    In dem letzten Segen Gottes über Israel, verheißt er dem Volk den Messias. Dieser Messias wird die Feinde Israels, die auch seine Feinde sind, vernichten.


    Erklärung von Johannes Runkel zu 4.Mose 22
    Ist es kein Widerspruch, wenn Gott Bileam in 4. Mose 22,19 in einer Vision anweist, mit den Gesandten Balaks zu gehen, dann aber in Vers 22 darüber in Zorn gerät?

    Wenn man nur diese beiden Verse sieht, dann könnte man tatsächlich einen Widerspruch sehen. Doch wenn man den ganzen Anfang des Kapitels beachten, wird deutlich, wie die Begebenheit zu verstehen ist.

    In den Versen 1-14 lesen wir, dass Balak, der Moabiter seine Vertreter zu Bileam schickt, damit sie ihn bitten, dass er das Volk Israel verfluche. Bileam antwortet darauf, dass er darüber zuerst Gott befragen müsse. In dieser ersten Nacht sagt Gott ihm ganz klar, was er zu tun hat: Er soll das Volk auf keinen Fall verfluchen.

    Balak ist damit aber nicht zufrieden und schickt nochmals Boten zu Bileam mit der gleichen Anfrage (V. 15-21). Bileam fragt daraufhin nochmals Gott. Die Frage ist, warum tut er das? Er wusste doch genau, wie Gott darüber dachte. Sollte Gott heute etwas sagen, und morgen genau das Gegenteil? Bileam hätte den Boten direkt sagen können und sollen, dass er nicht mit ihnen ginge, weil Gott es ihm bereits verboten hatte. Trotzdem fragt er Gott nochmals.

    Der Grund, warum Gott in dieser zweiten Nacht anders antwortet, ist ziemlich ernst. Bileam hat, obwohl er klar die Antwort wusste, Gott erneut gefragt. Er hat sich bewusst Gott widersetzt. Gott lässt ihn daraufhin seinen eigenen Willen tun. Das ist ein allgemeines Prinzip in der Bibel: Wenn sich jemand bewusst Gottes Willen widersetzt, dann kann es sein, dass Gott ihn einfach lässt. Gott zwingt keinen, seinen Willen zu tun. Er sucht freiwilligen Gehorsam. Wenn wir ihm aber nicht gehorchen, dann lässt Gott uns unsere eigenen Wege gehen – mit der Folge, dass wir dann auch die negativen Konsequenzen tragen müssen.

    Gottes Geduld zeigt sich darin, dass er immer noch versucht, Bileam durch den Engel aufzuhalten (V. 22-35). Doch auch hierauf reagiert Bileam nicht. Dreimal versucht Gott ihn durch den Engel aufzuhalten. Doch im blinden Eigenwillen sieht er ihn nicht und will weiterziehen. Was hat ihn dazu bewogen? Versprach er sich sein Glück von den von Balak versprochenen Reichtümern? Es ist eigentlich kaum zu verstehen, aber als er beim dritten Mal den Engel sehen kann, fragt er immer noch, ob er weitergehen soll oder nicht. Gott lässt ihn dann laufen. Der Engel hatte klar gesagt, dass der Weg ihn ins Verderben stürzen würde, doch Bileam konnte dies immer noch nicht glauben und akzeptieren.

    Bileam ist ein trauriges Beispiel. Gott beschönigt nichts in der Bibel. Wir sollten daraus lernen, dass wir in allen Umständen nicht nur nach Gottes Willen fragen, sondern diesen auch akzeptieren und ausführen. Dadurch können wir uns sehr viel Schmerz ersparen und Gottes Segen genießen.


  55. Thomasam 24. Februar 2010 um 17:28 Link zum Kommentar

    4.Mose 25-27


    Die Ehre Gottes und das Wohl Israels waren die beiden Dinge, durch die sich Pinehas bei dieser Gelegenheit leiten ließ. Es war ein entscheidender Augenblick. Er fühlte, dass sehr ernst gehandelt werden musste. Es war nicht die Zeit für falsche Nachsicht. Es gibt in der Geschichte des Volkes Gottes Augenblicke, in denen Nachsicht gegen Menschen zur Untreue gegen Gott wird, und es ist sehr wichtig, dass man fähig ist, solche Augenblicke zu erkennen. Das entschlossene Handeln des Pinehas rettete die ganze Gemeinde, verherrlichte den HERRN in der Mitte seines Volkes und vereitelte die Absicht des Feindes. Bileam fiel unter den gerichteten Midianitern, Pinehas aber erlangte ein ewiges Priestertum.


    Mose darf nicht über den Jordan gehen. Es ist nicht nur so, dass nicht er das Volk offiziell hinüberführen kann, sondern auch er selbst darf nicht gehen. Das war der Regierungsbeschluss Gottes. Aber andererseits sehen wir die Gnade in ungewöhnlichem Glanz strahlen in der Tatsache, dass Mose von Gottes eigener Hand auf den Gipfel des Pisga geführt wird. Von dort aus sieht er das Land der Verheißung in seiner ganzen Pracht, nicht nur so, wie Israel es nachher besaß, sondern so, wie Gott es ursprünglich gegeben hatte. …ieser gesegnete Mann Gottes zeichnete sich immer aus durch einen Geist der Uneigennützigkeit, diese seltene und bewundernswerte Gnade. Wir sehen ihn nie seine eigenen Interessen suchen; im Gegenteil, wenn sich ihm eine Gelegenheit bot, seinen eigenen Ruf und sein Glück zu suchen, zeigte er wieder und wieder, dass die Ehre Gottes und das Wohl seines Volkes sein Herz so sehr ausfüllten, dass für persönliche Rücksichten kein Raum blieb.

    So ist es auch in diesem Abschnitt unseres Kapitels. Als Mose hörte, dass er nicht über den Jordan gehen soll, bewegen ihn nicht Trauer und Schmerz, sondern er denkt einzig und allein an die Interessen der Gemeinde. „Und Mose redete zu dem HERRN und sprach: Der HERR, der Gott der Geister allen Fleisches, bestelle einen Mann über die Gemeinde, der vor ihnen her aus- und einzieht, und der sie aus- und einführt, damit die Gemeinde des HERRN nicht sei wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (V. 15-17).

    Was für uneigennützige Worte sind das! Wie wertvoll müssen sie für das Herz Gottes gewesen sein, der sein Volk so sehr liebte und so unermüdlich umsorgte! Wenn nur dem entsprochen war, was Israel brauchte, war Mose zufrieden. Wenn nur das Werk ausgeführt wurde – ihm lag nichts daran, wer es tat. Im Blick auf seine Person, seine Interessen und seine Bestimmung konnte er ruhig alles der Hand Gottes überlassen. Er wusste, dass Gott für ihn sorgen würde; aber er ist wegen des geliebten Volkes Gottes bewegt. In demselben Augenblick, als er Josua als dessen Führer eingesetzt sieht, ist er bereit, Abschied zu nehmen und ewig auszuruhen.

  56. Juleam 24. Februar 2010 um 18:11 Link zum Kommentar

    Warnende Beispeile für unsere Zeit

    ein Drama direkt auf der Seite der Gesellschaft:

    Hier hat mir ganz besonders die Einstellung gefallen, mit der der junge Mann nach Rat gefragt und wie er darauf reagiert hat.

    Leider ist es ja oft so, dass – falls überhaupt noch um Rat gefragt wird – es das Ziel ist, uns bestätigen zu lassen, dass wir alles richtig machen. Falls die Antwort nicht wie gewünscht ausfällt, ‘dann frage ich halt noch jemand anderen!’

    Dieser junge Mann wollte wirklich hören, was Pinehas denkt – denn er wollte wirklich so handeln, dass er Jehova gefällt. Als die Antwort anders als erwartet ausfällt fragt er nach, warum Pinehas das so sieht.

    Dieser gibt sich wirklich Mühe, indem er immer wieder durch Fragen darauf hinweist, wie Jehova in ähnlichen Situationen gehandelt und gedacht hat. Sehr schön auch, wie der junge Mann seine Gedanken formuliert: ‘aber ich habe gehört, dass …’ und wie Pinehas darauf eingeht.

    Sicherlich steht nichts von diesem Gespräch in der Bibel – aber es hilft uns, ganz in das Geschehen einzutauchen und alles lebendig werden zu lassen.

    Wir haben uns das Drama diesmal auf DVD angesehen – aber wer diese nicht hat, kann es sich auch als Hörspiel direkt auf der Seite der Gesellschaft herunter laden *freu*. Dort finden wir auch noch ein anderes biblisches Drama zum Herunter laden:

    Bleibe treu im Glauben, indem du dich nicht von Jehova zurückziehst

    Dieses Drama spannt einen großen Bogen, angefangen von der Zeit direkt nach dem Auszug aus Ägypten, über die Rebellion, die Kundschafter, Korah, Dathan und Abiram und endet mit der Geschichte um Pinehas und die Zeit, als sie in den Ebenen Moabs lagerten, kurz bevor sie ins verheißene Land einzogen.

    Danke an die Gesellschaft, die uns immer wieder solche Kostbarkeiten zur Verfügung stellt. Machen wir persönlich guten Gebrauch davon?

  57. Thomasam 25. Februar 2010 um 02:25 Link zum Kommentar

    4.Mose 28-30
    Auf einer anderen Website heißt es dazu:

    In unserem Sprachgebrauch findet sich der Ausdruck „Ein Mann ein Wort!“

    Und dieser Ausdruck könnte direkt aus dem ersten Kapitel unserer Lesung kommen.

    Wenn ein Mann dem HERRN ein Gelübde ablegt, oder einen Eid schwört, ein Enthaltungsgelübde auf seine Seele zu nehmen, dann soll er sein Wort nicht brechen: nach allem, was aus seinem Mund hervorgegangen ist, soll er tun. (30:3)

    Auch heute noch gibt es verschiedene Glaubensrichtungen, die Gott ein Gelübde ablegen. Ein Schweigegelübde, ein Gelübde zur Ehelosigkeit, oder sich bestimmter Nahrung zu enthalten. Dies kann zwar aus den verschiedensten Beweggründen geschehen, jedoch sollten alle eines gemeinsam haben: das Gelübde sollte auf freiwilliger Basis geschehen.

    Gott verlangt an keiner Stelle ein bestimmtes Gelübde von uns, sondern er weist uns nur darauf hin, dass WENN wir ein freiwilliges Gelübde ablegen, wir daran gebunden sind.

    Ein Versprechen an Gott, aber auch an andere Menschen hat einen sehr hohen Stellenwert. Gerade in einer Zeit, wo man nicht nur ellenlange Verträge unterschreiben soll, sondern auch noch mit der Lupe das Kleingedruckte untersuchen muss, ist Gottes Standard anders. Er verlangt ganz ausdrücklich, dass alles was unser Mund redet, getan werden muss.

    Dieses Konzept, welches hier das erste Mal auftaucht, wird auch im Neuen Testament nicht nur bestätigt, sondern sogar noch verschärft.

    Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was aber darüber hinausgeht, ist vom Bösen. (Matthäus 5:37)

    Jesus macht uns darauf aufmerksam, dass es nicht reicht dem Herrn seine Eide zu erfüllen, oder davon abzulassen falsch zu schwören, sondern dass unsere gesamte Rede aufrichtig ist und wir das vollbringen und tun, was wir sagen. Wenn wir JA sagen, dann heißt das nicht „vielleicht“ oder „später“, sondern JA, ich tue, was ich gerade geredet habe.

    Die Einhaltung dieses Gebotes würde dazu führen, das wir keinerlei Verträge mehr benötigten, unsere Kinder und Ehepartner unseren Versprechen vertrauen könnten, und unser Umfeld in dem wir leben verändert werden würde.

    Wie oft haben wir etwas versprochen, was wir nicht gehalten haben? Unserem Arbeitgeber, unseren Kindern, unseren Ehefrauen oder –männern, unserem Pastor oder einem Bruder oder Schwester in der Gemeinde?

    Obwohl es vielen schwer fällt „Nein“ zu sagen, ist es besser einmal „Nein“ zu sagen, als zu etwas „Ja“ zu sagen und es dann nicht zu halten.

    Interessant ist das Verhältnis von Frauen gegenüber ihren Versprechen oder Gelübden. Während das Versprechen einer Witwe oder einer Entlassenen (Geschiedenen) direkt „Gewicht“ hat (4.Mose 30:10), hat bei noch nicht verheirateten Töchter, der Vater (30:4ff) und bei verheirateten Frauen (30:11) der Ehemann „das letzte Wort“.

    In dem Moment wo die unverheiratete Frau in den Stand der Ehe eintritt, hat der Ehemann das Recht ihr Gelübde aufzuheben, in dem Moment wo er davon hört.

    Obwohl es sicherlich in verschiedenen Gesellschaft etwas aus der Mode gekommen ist, spiegelt diese Vorgehensweise bei Gelübden von Frauen, die göttliche Ordnung wider.

    Ich will aber, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, das Haupt der Frau aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott. (1.Korinther 11:3)

    Der Mann als Haupt der Frau, kann der Frau den nötigen Schutz geben, den sie in Hinblick auf Gott benötigt. Dies hat nichts mit einer Wertung der Stellung der Frau zu tun, sondern ist eine Feststellung der Gott gegebenen Ordnung und hat nichts mit einer feministisch-humanistisch beeinflussten Gesellschaft zu tun.

    Um die Sache ein wenig verständlicher zu machen ein kleines Beispiel:

    Der Ehemann verspricht dem Nachbarn am Sonntag beim Umzug zu helfen. Nachdem er dies dem Nachbarn versprochen hat, kommt seine Frau und möchte einen Familienausflug machen. Der Mann hat sein Versprechen gegeben, somit an sein Wort gebunden und kann nicht absagen, ohne gegen Gottes Gebot zu verstoßen.

    Die Ehefrau verspricht ihrer Nachbarin beim Umzug zu helfen. Für den gleichen Tag hat der Ehemann einen Ausflug geplant. Als er von dem Versprechen der Frau hört interveniert er. Er hebt damit das Versprechen der Frau auf, die nicht mehr an ihr Versprechen gebunden ist. Sie ist ohne Schuld.

    Im Allgemeinen haben die Dinge die wir sagen einen entscheidenden Einfluss auf unser Leben. Während die Gebote über Gelübde die erste Aufzeichnung über die Konsequenzen unseres Sprechens darstellen, gibt es unzählige Verse in der Bibel, die uns über die Wichtigkeit des gesagten in Kenntnis setzten.

    Otternbrut! Wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund. (Matthäus 12:34)

    Es ist der Mund der unser Inneres hervorbringt. Durch den Mund zeigt es sich ob wir wahrhaft Nachfolger Christi sind und in Langmut und Liebe reden, oder ob wir immer noch in Finsternis verweilen, lügen und schlechte Dinge reden.

    Der Mund des Gerechten spricht Weisheit aus, und seine Zunge redet Recht;.. (Psalm 37:30)

    Wenn jemand meint, er diene Gott, und zügelt nicht seine Zunge, sondern betrügt sein Herz, dessen Gottesdienst ist vergeblich. (Jakobus 1:26)

    Aber es ist nicht nur das, was wir anderen mit unsere Zunge oder unserem Mund antun, sondern auch was wir uns selber antun.

    Denn wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der halte Zunge und Lippen vom Bösen zurück, daß sie nicht Trug reden;.. (1.Petrus 3:10)

    Wenn wir nicht aufpassen, was wir sagen, werden wir unseren Lebenslauf beeinflussen, auf die ein oder andere Weise. Wir können segnen oder verfluchen. Wir können zusammenbringen oder zerreißen, Hass oder Liebe verteilen. Wir sind es, die durch ihre Zunge unser eigenes Leben steuern.

    Siehe, auch die Schiffe, die so groß und von heftigen Winden getrieben sind, werden durch ein sehr kleines Steuerruder gelenkt, wohin das Trachten des Steuermanns will. So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, welch kleines Feuer, welch einen großen Wald zündet es an! (Jakobus 3:4-5)

    Ach ja…. wie heißt es noch? Reden ist Silber, Schweigen Gold.

  58. Juleam 25. Februar 2010 um 14:08 Link zum Kommentar

    4. Mose 28 – 30

    Wieso konnte ein Vater das Gelübde seiner Tochter ungültig machen oder der Ehemann das seiner Frau?

    Hab mal geguckt, was Thom so im letzten Jahr zu “Gelübde” an ergänzendem Stoff rausgesucht hatte und bin doch glatt fündig geworden:

    Soweit Menschen das Recht haben, über die Lebensgestaltung anderer zu entscheiden, können sie gegen deren G. Einspruch erheben u. sie so schlechthin aufheben (direkte Irritation; vgl. CICc. 1312 § 1). Solches Entscheidungsrecht hat der Vater (u. jeder, der in der Leitungsgewalt an seiner Stelle steht) über seine Kinder, solange sie auf seine umfassende Leitung angewiesen sind (vgl. Num 30,4-6). Je mehr diese aber zu selbständiger Lebensgestaltung fähig werden, umso mehr entwachsen sie auch seiner Befehlsgewalt hinsichtl. ihrer G. Gatten unterstehen einander nicht in dieser Weise (vgl. D 3709), können sich aber mit Recht der Erfüllung unkluger G. ihrer Partner entgegenstellen, durch die das Familienleben beeinträchtigt wird.

  59. Thomasam 26. Februar 2010 um 02:37 Link zum Kommentar

    4.Mose 31-33

    Dass Ruben und Gad sich nicht in dieser Weise leiten ließen, geht aus der ganzen Geschichte deutlich hervor. Sie waren Menschen mit „halbem Herzen“, mit gemischten Grundsätzen, Menschen, die ihr eigenes Interesse suchten und nicht die Interessen Gottes. Hätten die Dinge Gottes ihr Herz ausgefüllt, dann hätte nichts sie dazu bringen können, außerhalb der wirklichen Grenze zu wohnen!

    Offensichtlich war Mose mit ihrem Vorschlag nicht einverstanden. Dass er selbst nicht über den Jordan gehen durfte, war ein Gericht des HERRN wegen seines Verhaltens. Sein Herz aber war in dem verheißenen Land, und er sehnte sich danach, persönlich dorthin zu gelangen. Wie hätte er daher das Verhalten derer gutheißen können, die nicht nur bereit waren, anderswo zu wohnen, sondern das sogar wünschten? Der Glaube kann sich nie mit einer Lösung begnügen, die geringer ist als die wahre Stellung und das volle Recht des Volkes Gottes. Das Interesse eines treuen Herzens richtet sich allein auf das, was Gott gegeben hat. Daher verurteilte Mose sogleich den Vorschlag Rubens und Gads. Allerdings milderte er nachher sein Urteil und gab seine Zustimmung zu ihren Plänen. Ihr Versprechen, den Jordan gerüstet vor ihren Brüdern her zu überschreiten, rief bei Mose eine Art Beifall hervor. Es schien ein außerordentliches Zeichen von Uneigennützigkeit und Energie zu sein, wenn sie alle ihre Lieben zurückließen und den Jordan überschritten, nur um für ihre Brüder zu kämpfen. Aber fragen wir: Wo eigentlich ließen sie die Ihrigen zurück? Sie nahmen ihnen den Platz im Land der Verheißung, das Erbteil, von dem Gott zu Abraham, Isaak und Jakob gesprochen hatte. Und das lediglich deshalb, um für ihr Vieh gute Weide zu bekommen! Wegen eines armseligen Zwecks verließen die zweieinhalb Stämme ihren Platz innerhalb der wahren Grenzen des Israels Gottes.

    Das ist die Lehre, die dieser Teil unseres Buches uns gibt. Es ist sehr wichtig, entschieden und eindeutig für Christus zu sein. Es wird der Sache Gottes und dem Zeugnis Christi großer Schaden zugefügt von denen, die bekennen, Christen zu sein, die aber ihre himmlische Berufung und ihr himmlisches Wesen praktisch verleugnen und leben, als wären sie Bürger dieser Welt. Ein solches Verhalten ist ein gutes Werkzeug in den Händen Satans. Die bei den Bekennern fehlende Verwirklichung hat der Sache Gottes viel mehr Schaden zugefügt als alle Formen moralischen Verderbens zusammengenommen. Diese Behauptung mag hart erscheinen, aber sie ist wahr. Christliche Bekenner, die bloß „Grenznachbarn“ sind, Menschen mit gemischten Grundsätzen, Leute mit nicht eindeutigem Verhalten – das sind gerade diejenigen, die der Sache Christi am meisten schaden und die Absichten des Feindes Christi fördern. Was wir brauchen, sind Männer mit ganzem Herzen: entschiedene Zeugen für Jesus Christus, Männer, die offen bekennen, dass sie ein besseres Vaterland suchen, ernste, fromme Männer, die dieser Welt fremd sind. Es ist besonders traurig und entmutigend, wenn die, die ein hohes Bekenntnis ablegen und auf ihre erhabenen Lehren und himmlischen Vorrechte stolz sind, so leben, dass ihre Wege das widerlegen, was sie sagen. Sie lieben die Welt und die Dinge dieser Welt. Sie lieben das Geld und trachten danach, so viel wie möglich zu verdienen.

  60. Thomasam 27. Februar 2010 um 01:45 Link zum Kommentar

    4.Mose 34-36


    Zweifellos war der Totschläger dafür verantwortlich, seine ganze Kraft einzusetzen, um den geheiligten Bezirk zu erreichen, und sicher tat er es auch. Es wäre wohl niemand so blind und töricht gewesen, gleichgültig zu sagen: „Wenn es mein Los ist zu entrinnen, so werde ich entrinnen, und daher ist meine Anstrengung zwecklos. Und wenn es mein Los ist, nicht zu entrinnen, so kann ich nicht entrinnen, mag ich mich auch noch so sehr anstrengen.“ Man kann sich nicht vorstellen, dass ein Totschläger so dumm geredet haben sollte. Er wusste ganz gut, dass, wenn es dem Bluträcher gelang, ihn zu ergreifen, alle solche Überlegungen völlig wertlos sein würden. Es gab für ihn nur eins: um seines Lebens willen zu eilen, um dem drohenden Gericht zu entfliehen und hinter den Toren der Zufluchtsstadt einen sicheren Aufenthaltsort zu finden. Wenn er dort angelangt war, konnte er frei aufatmen. Kein Übel konnte ihn dort mehr erreichen. In dem Augenblick, in dem er das Tor passiert hatte, war er so sicher, wie die Vorsorge Gottes ihn nur machen konnte. Hätte ihm innerhalb der Grenzen der Stadt ein Haar gekrümmt werden können, so wäre das für die Einrichtung Gottes eine Unehre und eine Schmach gewesen. Wohl hatte er sich sehr in Acht zu nehmen. Er durfte es nicht wagen, vor das Tor zu gehen. Innerhalb der Stadt war er in vollkommener Sicherheit; außerhalb war er dem Bluträcher schutzlos preisgegeben. Er durfte selbst seine Freunde nicht besuchen. Er war aus dem Haus seines Vaters verbannt. Er war ein „Gefangener auf Hoffnung“. Abwesend von der Heimat, wohin ihn sein Herz zog, wartete er auf den Tod des Hohenpriesters. Dieser Tod würde ihn vollkommen frei machen, ihn wieder in sein Erbe einsetzen und zu seinem Volk zurückführen.

  61. Juleam 27. Februar 2010 um 14:12 Link zum Kommentar

    4. Mose 34 – 36

    Die Zufluchtsstadt – hier musste ich an die Diskussion mit Fine nach dem Krimi letzte Woche denken: “Wieso wird der nun verhaftet? Der wollte das ja nicht und außerdem hatte das Opfer ja seine Schwester vergewaltigt!”

    Für Jehova ist Leben heilig und niemand hat das Recht jemand anderen das Leben zu nehmen. Im Fall des Krimis war es zumindest Totschlag (wobei ich denke, dass es in Jehovas Augen Mord war, denn er hatte sein Opfer gehasst).

    Bei Totschlag mußte ein Israelit in eine Zufluchtsstadt fliehen um dem Tod zu entgehen. Dies bedeutete, dass er die Stadt viele Jahre lang nicht verlassen durfte und weder seine Freunde noch seine Familie sehen durfte.

    Wohl hatte er sich sehr in Acht zu nehmen. Er durfte es nicht wagen, vor das Tor zu gehen. Innerhalb der Stadt war er in vollkommener Sicherheit; außerhalb war er dem Bluträcher schutzlos preisgegeben. Er durfte selbst seine Freunde nicht besuchen. Er war aus dem Haus seines Vaters verbannt. Er war ein „Gefangener auf Hoffnung“. Abwesend von der Heimat, wohin ihn sein Herz zog, wartete er auf den Tod des Hohenpriesters. Dieser Tod würde ihn vollkommen frei machen, ihn wieder in sein Erbe einsetzen und zu seinem Volk zurückführen.

    So hat Jehova es angeordnet um klar zu machen, dass für ihn jedes Leben heilig ist.

    Wäre die Verhaftung des Mannes, der den Vergewaltiger seiner Schwester krankenhausreif geschlagen und dann sich selbst überlassen hatte so dass dieser verblutet ist, in Jehovas Augen ungerecht?

    Erinnern wir uns, dass wir bereits dann Blutschuld auf uns laden, wenn wir es versäumen, für die nötige Sicherheit zu sorgen?

    Wie ist es mir uns? Fällt es uns oft schwer, die Dinge so zu sehen, wie Jehova sie sieht?

  62. [...] Was bedeutete es, dass Geist auf diese Männer kam? Ist es so, wie auch die Erbauer der Stiftshütte von Gottes Geist überschattet wurden, um diese genau nach den Weisungen Gottes zu erstellen? Wer kann heute diesen Geist erhalten? Jeder der danach sucht und begehrlich danach trachtet? Was bewirkte der Geist Gottes in den betreffenden Menschen? Das diese prophezeiten und “das redeten was der Herr ihnen eingab”! [...]

  63. WT 01.08.2004am 17. Februar 2011 um 10:02 Link zum Kommentar

    Das Wort Jehovas ist lebendig
    Höhepunkte aus 4. Mose

    NACH dem Auszug aus Ägypten wurden die Israeliten zu einer Nation organisiert. Schon bald darauf hätten sie in das Land der Verheißung einziehen können, doch stattdessen mussten sie etwa vier Jahrzehnte durch eine „große und furchteinflößende Wildnis“ wandern (5. Mose 8:15). Warum? Das erfahren wir aus dem Geschichtsbericht in 4. Mose. Er führt uns deutlich vor Augen, wie wichtig es ist, Jehova Gott zu gehorchen und seine Vertreter zu achten.

    Dieses Bibelbuch, das Moses in der Wildnis und in den Ebenen Moabs schrieb, behandelt 38 Jahre und 9 Monate — von 1512 v. u. Z. bis 1473 v. u. Z. (4. Mose 1:1; 5. Mose 1:3). Es wird auch „Numeri“ genannt. Diese Bezeichnung bezieht sich auf zwei Volkszählungen der Israeliten, die im Abstand von etwa 38 Jahren durchgeführt wurden (Kapitel 1 bis 4 und 26). Der Bericht besteht aus drei Teilen. Der erste Teil handelt von Ereignissen am Sinai. Im zweiten Teil lesen wir über Begebenheiten in der Wildnis und der letzte Teil berichtet über das, was in den Ebenen Moabs geschah. Beim Lesen des Berichts könnten wir uns fragen: Was lernen wir daraus? Enthält der Bericht Grundsätze, die uns heute bereichern?

    Am Sinai
    (4. Mose 1:1 bis 10:10)

    Die erste der beiden Volkszählungen wird durchgeführt, als die Israeliten noch am Sinai lagern. Man zählt — mit Ausnahme der Leviten — 603 550 Männer im Alter von 20 Jahren und darüber. Bei dieser Zählung spielen offensichtlich militärische Überlegungen eine Rolle. Zusammen mit den Frauen, den Kindern und den Leviten sind wahrscheinlich über drei Millionen Menschen im Lager.

    Nach der Volkszählung werden die Israeliten über die Marschordnung informiert. Sie erfahren Einzelheiten über die Aufgaben der Leviten und den Dienst an der Stiftshütte. Außerdem erhalten sie Quarantänevorschriften und Gesetze, die Fälle von Eifersucht sowie die Gelübde der Nasiräer regeln. Im Kapitel 7 lesen wir von Opfergaben der Vorsteher, die sie bei der Einweihung des Altars darbringen, und Kapitel 9 behandelt die Passahfeier. Der Gemeinde wird auch gesagt, wie sie sich lagern soll und was beim Aufbrechen des Lagers beachtet werden muss.

    Antworten auf biblische Fragen:

    2:1, 2 — Was waren die „Zeichen“, bei denen sich die Dreistämmeabteilungen in der Wildnis lagern sollten?
    Diese Zeichen werden zwar in der Bibel nicht näher erklärt, sie wurden aber nicht als heilige Symbole angesehen und ihnen wurde keine religiöse Bedeutung beigemessen. Sie waren einfach nützliche Sammelzeichen, die jedem halfen, seinen Platz im Lager zu finden.

    5:27 — Was ist darunter zu verstehen, dass die „Hüfte“ einer ehebrecherischen Frau „einfallen“ sollte?
    Der Ausdruck „Hüfte“ bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Fortpflanzungsorgane (1. Mose 46:26). Das „Einfallen“ deutet darauf hin, dass diese Organe verkümmerten und die Frau unfruchtbar wurde.

    Lehren für uns:

    6:1-7. Nasiräer mussten opferbereit sein, denn sie durften weder berauschendes Getränk noch Erzeugnisse des Weinstocks zu sich nehmen. Wie eine Frau, die sich ihrem Mann unterordnete, oder ein Mädchen, das sich seinem Vater unterordnete, mussten sie sich Jehova unterordnen und als Zeichen hierfür ihr Kopfhaar wachsen lassen. Nasiräer durften auch keine Leiche berühren, nicht einmal die eines nahen Angehörigen. Die Selbstlosigkeit von Vollzeitdienern heute zeigt sich sowohl in ihrer Opferbereitschaft als auch darin, dass sie sich Jehova und seinen Verfahrensweisen bereitwillig unterordnen. Für einige, die in einem entfernten Land ihren Dienst durchführen, ist es vielleicht sehr schwierig, wenn nicht unmöglich, bei der Beerdigung eines nahen Angehörigen anwesend zu sein.

    8:25, 26. Damit die Leviten ihren Aufgaben richtig nachkommen konnten und aus Rücksicht auf das Alter, sollten die älteren Männer aus dem obligatorischen Dienst ausscheiden. Sie durften aber anderen Leviten bei der Arbeit helfen. Auch wenn wir heute nicht aus dem Dienst als Königreichsverkündiger ausscheiden, können wir aus dem Grundsatz dieses Gebots etwas Wertvolles lernen. Ein Christ, dem bestimmte Aufgaben wegen seines Alters zu viel werden, könnte stattdessen Arbeiten durchführen, die er bewältigen kann.

    In der Wildnis von Ort zu Ort
    (4. Mose 10:11 bis 21:35)

    Schließlich erhebt sich die Wolke, die über der Stiftshütte schwebt, und die Israeliten machen sich auf den Weg, der sie in 38 Jahren und ein oder zwei Monaten zu den Ebenen Moabs führt. Wir können ihren Weg mithilfe der Karte auf Seite 9 in der von Jehovas Zeugen herausgegebenen Broschüre „Das gute Land sehen“ mitverfolgen.

    Auf dem Weg nach Kadesch in der Wildnis Paran wird bei mindestens drei Gelegenheiten gemurrt. Jehova beendet das Murren bei der ersten Gelegenheit durch Feuer, das einige tötet. Danach verlangen die Israeliten Fleisch, und Jehova sorgt für Wachteln. Und nachdem Mirjam sich zusammen mit Aaron über Moses beschwert hat, wird sie vorübergehend aussätzig.

    Nachdem die Israeliten ihr Lager in Kadesch aufgeschlagen haben, beauftragt Moses 12 Männer, das Land der Verheißung auszukundschaften. Nach 40 Tagen kehren sie zurück. Das Volk glaubt den 10 Kundschaftern, die einen schlechten Bericht geben, und will Moses, Aaron und die beiden treuen Kundschafter Josua und Kaleb steinigen. Jehova hat vor, das Volk mit Pest zu schlagen, doch als Moses sich für das Volk einsetzt, bestimmt Gott, dass es 40 Jahre in der Wildnis umherwandern soll — so lange, bis alle gestorben sind, die man bei der Volkszählung erfasst hat.

    Jehova erlässt weitere Gebote. Korah rebelliert mit anderen gegen Moses und Aaron. Daraufhin werden die Rebellen entweder durch Feuer getötet oder von der Erde verschlungen. Am nächsten Tag murrt die ganze Gemeinde gegen Moses und Aaron. Daher sterben 14 700 Menschen an einer Plage von Jehova. Gott lässt den Stab Aarons Knospen treiben und bestätigt dadurch, dass er ihn zum Hohen Priester eingesetzt hat. Anschließend erlässt Jehova weitere Gesetze, die mit den Pflichten der Leviten und der Reinigung des Volkes zu tun haben. Die Verwendung der Asche einer roten Kuh deutet auf die Reinigung durch das Opfer Jesu hin (Hebräer 9:13, 14).

    Die Söhne Israels kehren nach Kadesch zurück, wo Mirjam stirbt. Und wieder murrt die Gemeinde gegen Moses und Aaron. Warum? Es fehlt an Wasser. Als Jehova durch ein Wunder für Wasser sorgt, versäumen es Moses und Aaron, den Namen Jehovas zu heiligen, und dürfen daher das Land der Verheißung nicht betreten. Die Israeliten brechen von Kadesch auf und Aaron stirbt auf dem Berg Hor. Als das Volk um Edom herumzieht, ermüdet es und redet gegen Gott und Moses. Jehova bestraft sie, indem er Giftschlangen unter sie sendet. Wieder tritt Moses für das Volk ein und Gott weist ihn an, eine Kupferschlange herzustellen und sie an einer Stange zu befestigen. Jeder, der auf die Kupferschlange blickt, wird von seinem Schlangenbiss geheilt. Die Schlange deutet auf die Hinrichtung Jesu Christi am Pfahl hin, wodurch es uns möglich ist, ewig gesegnet zu werden (Johannes 3:14, 15). Die Israeliten besiegen die amoritischen Könige Sihon und Og und besetzen deren Gebiete.

    Antworten auf biblische Fragen:

    12:1 — Warum wurde Moses von Mirjam und Aaron kritisiert?
    Der eigentliche Grund für ihre Kritik war, dass Mirjam anscheinend größeren Einfluss ausüben wollte. Sie könnte befürchtet haben, ihre Stellung als angesehenste Frau im Lager zu verlieren, als Zippora, Moses’ Frau, sich ihrem Mann in der Wildnis anschloss (2. Mose 18:1-5).

    12:9-11 — Warum wurde nur Mirjam mit Aussatz geschlagen?
    Höchstwahrscheinlich stiftete sie zu der Beschwerde an und überredete Aaron, sie dabei zu unterstützen. Aaron war richtig eingestellt und gab seinen Fehler zu.

    21:14, 15 — Worum handelt es sich bei dem hier erwähnten Buch?
    In der Heiligen Schrift werden verschiedene Bücher erwähnt, die die Bibelschreiber als Informationsquelle nutzten (Josua 10:12, 13; 1. Könige 11:41; 14:19, 29). Hierzu gehörte auch das „Buch der Kriege Jehovas“. Es war ein Geschichtsbericht über die Kriege des Volkes Jehovas.

    Lehren für uns:

    11:27-29. Moses’ ausgezeichnetes Beispiel lehrt uns, wie wir reagieren sollten, wenn andere im Dienst für Jehova irgendwelche Vorrechte erhalten. Statt eifersüchtig zu sein und alles daranzusetzen, selbst geehrt zu werden, freute sich Moses, als Eldad und Medad als Propheten auftraten.

    12:2, 9, 10; 16:1-3, 12-14, 31-35, 41, 46-50. Jehova erwartet, dass seine Anbeter diejenigen achten, denen er gewisse Befugnisse verliehen hat.

    14:24. Wir können dem Druck der Welt, schlecht zu handeln, widerstehen, wenn wir einen „anderen Geist“ — eine andere Einstellung — entwickeln. Unser Geist muss sich deutlich vom Geist der Welt unterscheiden.

    15:37-41. Die einzigartigen Fransen an den Kleidern der Israeliten sollten sie daran erinnern, dass sie als Volk abgesondert wurden, um Gott anzubeten und seinen Geboten zu gehorchen. Sollten wir uns nicht genauso auffällig von der Welt unterscheiden, indem wir uns an die Maßstäbe Gottes halten?

    In den Ebenen Moabs
    (4. Mose 22:1 bis 36:13)

    Die Israeliten lagern nun in den Wüstenebenen Moabs und die Moabiter empfinden Grauen vor ihnen. Der moabitische König Balak bittet daher Bileam, die Israeliten gegen Bezahlung zu verfluchen. Doch Jehova bewirkt, dass Bileam sie segnet. Als daraufhin Moabiterinnen und Midianiterinnen die Männer von Israel zu Unmoral und Götzendienst verführen, veranlasst Jehova, dass 24 000 Missetäter sterben. Die Plage endet, nachdem Pinehas durch sein Handeln gezeigt hat, dass er keine Rivalität gegenüber Jehova duldet.

    Nach der zweiten Volkszählung stellt sich heraus, dass außer Josua und Kaleb niemand mehr von denen am Leben ist, die bei der ersten Zählung erfasst wurden. Josua wird als Moses’ Nachfolger eingesetzt. Die Israeliten erfahren etwas über die Vorgehensweise bei verschiedenen Opferungen und erhalten bestimmte Anweisungen über das Ablegen von Gelübden. Außerdem rächen sie sich an den Midianitern. Die Stämme Ruben, Gad und der halbe Stamm Manasse lassen sich östlich vom Jordan nieder. Die Israeliten erhalten Befehle im Zusammenhang mit der Überquerung des Jordan und der Einnahme des Landes. Der genaue Grenzverlauf wird festgelegt und das Erbe durch das Los verteilt. Die Leviten erhalten 48 Städte, von denen 6 Zufluchtsstädte werden sollen.

    Antworten auf biblische Fragen:

    22:20-22 — Warum entbrannte der Zorn Gottes gegen Bileam?
    Jehova verbot dem Propheten Bileam, die Israeliten zu verfluchen (4. Mose 22:12). Doch Bileam wollte Israel unbedingt verfluchen und begleitete daher die Männer Balaks. Er hatte es auf den Lohn abgesehen und wollte dem König von Moab gefallen (2. Petrus 2:15, 16; Judas 11). Auch nachdem Jehova bewirkt hatte, dass er Israel segnete, statt es zu verfluchen, bemühte sich Bileam um die Anerkennung des Königs. Er schlug vor, die israelitischen Männer von Baalsanbeterinnen verführen zu lassen (4. Mose 31:15, 16). Wegen Bileams skrupelloser Habgier wurde Gott auf ihn zornig.

    30:6-8 — Kann ein Christ ein Gelübde seiner Frau aufheben?
    Was Gelübde betrifft, handelt Jehova heute mit seinen Anbetern ganz individuell. Die Hingabe an Jehova ist beispielsweise ein persönliches Gelübde (Galater 6:5). Der Ehemann hat nicht das Recht, solch ein Gelübde seiner Frau zu ignorieren oder außer Kraft zu setzen. Allerdings sollte eine Frau kein Gelübde ablegen, das nicht mit Gottes Wort übereinstimmt oder sie daran hindern würde, ihren Pflichten gegenüber ihrem Mann nachzukommen.

    Lehren für uns:

    25:11. Was für ein gutes Beispiel uns doch Pinehas durch seinen Eifer gab! Weil wir die Versammlung rein erhalten möchten, sollten wir den Ältesten eine schwere Unsittlichkeit, von der wir wissen, bestimmt nicht verheimlichen.

    35:9-29. Das Leben ist heilig und wir müssen Achtung davor haben. Das lehrt uns die Tatsache, dass ein unabsichtlicher Totschläger verpflichtet war, sein Zuhause zu verlassen, um in eine Zufluchtsstadt zu fliehen, in der er eine gewisse Zeit bleiben musste.

    35:33. Das vergossene Blut Unschuldiger, durch das die Erde entweiht ist, kann nur durch das Blut derer gesühnt werden, die es vergossen haben. Es ist daher absolut gerechtfertigt, dass Jehova die Bösen vernichtet, bevor die Erde ein Paradies wird (Sprüche 2:21, 22; Daniel 2:44).

    Gottes Wort übt Macht aus

    Es ist unerlässlich, dass wir sowohl Jehova achten als auch diejenigen, die in seinem Volk Verantwortung tragen. Das geht ganz deutlich aus 4. Mose hervor. Dieser wichtige Grundsatz trägt heute zum Frieden und zur Einheit in den Versammlungen bei!

    Die Berichte aus 4. Mose zeigen uns, wie schnell man zum Sündigen — wie beispielsweise zum Murren, zur Unmoral oder zum Götzendienst — verleitet werden kann, wenn man nicht auf seine geistige Gesinnung achtet. Man könnte einige dieser Beispiele und Lehren als „örtliche Bedürfnisse“ in einer Dienstzusammenkunft der Versammlung der Zeugen Jehovas besprechen. Ja, „das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus“ (Hebräer 4:12).

  64. Juleam 17. Februar 2011 um 13:32 Link zum Kommentar

    4. Mose 1 – 3

    4. Mose 1:4-16

    Und einige Männer sollten bei euch sein, e i n Mann für einen Stamm; jeder ist ein Haupt des Hauses seiner Väter. 5 Und dies sind die Namen der Männer, die bei euch stehen werden: von Ruben: Elizur, der Sohn Schedëurs; 6 von Simeon: Schelumiël, der Sohn Zurischaddais; 7 von Juda: Nachschon, der Sohn Amminadabs; 8 von Issachar: Nethanel, der Sohn Zuars; 9 von Sebulon: Eliab, der Sohn Helons; 10 von den Söhnen Josephs: von Ephraim: Elischama, der Sohn Ammihuds; von Manasse: Gamaliel, der Sohn Pedazurs; 11 von Benjamin: Abidan, der Sohn Gideonis; 12 von Dan: Ahieser, der Sohn Ammischaddais; 13 von Ascher: Pagiël, der Sohn Ochrans; 14 von Gad: Eljasaph, der Sohn Deuëls; 15 von Naphtali: Ahira, der Sohn Enans. 16 Dies sind die von der Gemeinde Berufenen, die Vorsteher der Stämme ihrer Väter. Sie sind die Häupter der Tausendschaften Israels.“

    Wenn von Jospeph zwei Söhne aufgeführt sind und es 12 Stämme sind – welcher der Söhne Jakobs fehlt hier und warum?

    Im Einsichtenbuch heißt es hierzu auszugsweise:

    Stämme Israels

    Die Stämme des Volkes Israel waren Nachkommen der 12 Söhne Jakobs (1Mo 29:32 bis 30:24; 35:16-18). Diese „zwölf Familienhäupter [gr.: dodeka patriárchas]“ sind die Begründer der „zwölf Stämme Israels“ (1Mo 49:1-28; Apg 7:8). Jakob segnete die beiden Söhne Josephs, Manasse, den älteren, und Ephraim, den jüngeren, und sagte: „Ephraim und Manasse werden mein werden wie Ruben und Simeon [seine eigenen Söhne]“ (1Mo 48:5, 13-20). Als die Stämme im Land der Verheißung ihr Erbteil erhielten (Jos 13-19), gab es keinen „Stamm“ Joseph. Aber „die Söhne Josephs“, Manasse und Ephraim, wurden in Israel als je ein Stamm gerechnet. (Siehe GRENZE; KARTE, Bd. 1, S. 744.) Doch Jehova hatte vorgesehen, daß trotzdem nicht 13 Stämme Israels ein Erbteil erhielten, denn die Leviten erbten kein Land. Jehova hatte „den Stamm Levi“ (4Mo 1:49) anstelle der Erstgeborenen der anderen Stämme auserwählt, damit er ihm im Heiligtum diene (2Mo 13:1, 2; 4Mo 3:6-13, 41; 5Mo 10:8, 9; 18:1; siehe LEVITEN). Daher gab es in Israel 12 nichtlevitische Stämme (Jos 3:12, 13; Ri 19:29; 1Kö 11:30-32; Apg 26:7).

    ach so!

    Ein Stamm waren ja die Söhne Levis – die Leviten – die keinen Teil am Land hatten und daher zwei Söhne von Joseph. Nu habe ich es verstanden

  65. Juleam 18. Februar 2011 um 13:53 Link zum Kommentar

    4. Mose 4 – 6

    4. Mose 5:20

    falls du dich verunreinigt hast und ein Mann seinen Samenerguß in dich gegeben hat außer deinem Mann

    ist dies vielleicht der Bibeltext, auf den sich viele berufen, die denken, es sei keine Hurerei, keine Sünde gegen Jehova, wenn sie nur “ein bißchen rumalbern” und Hurerei sei nur dann, wenn der Geschlechtsakt vollzogen worden ist?

    Wir wissen heute, dass zu Hurerei alle Arten von Geschlechtsbeziehungen zählen, nicht nur die Kopulation. Dazu zählen auch Petting, Oralsex usw. Im WT vom 15.02.2004 heißt es hierzu auszugsweise:

    Um vor der Hurerei fliehen zu können, muss man auch genau wissen, was mit Hurerei gemeint ist. Manche haben eine falsche Vorstellung davon. Sie meinen, sie könnten ihre sexuellen Bedürfnisse außerhalb der Ehe befriedigen, solange sie auf den eigentlichen Geschlechtsakt verzichten. In dem Bemühen, die Zahl der Teenagerschwangerschaften zu reduzieren, empfehlen selbst geachtete Gesundheitseinrichtungen Jugendlichen irgendwelche Sexualpraktiken, die nicht zu einer Schwangerschaft führen. Solche Empfehlungen sind leider irreführend. Eine außereheliche Schwangerschaft zu vermeiden ist nicht dasselbe wie moralisch rein zu bleiben. Das Wort „Hurerei“ steht für viel mehr.

    15 Das griechische Wort pornéia, das mit „Hurerei“ wiedergegeben wird, hat ein ziemlich breites Bedeutungsspektrum. Es bezieht sich sowohl auf Geschlechtsbeziehungen zwischen unverheirateten (ledigen) Personen als auch auf den Missbrauch der Geschlechtsteile. pornéia schließt oralen und analen Geschlechtsverkehr ein sowie die Masturbation einer anderen Person — Handlungen, die in einem Bordell üblich sind. Wer meint, solche Handlungen seien keine „Hurerei“, betrügt sich selbst und geht Satan in die Falle (2. Timotheus 2:26). Um moralisch rein zu bleiben, reicht es überdies nicht, keine Handlungen zu begehen, die Hurerei sind. Um ‘vor der Hurerei zu fliehen’, muss man alle Arten von sexueller Unreinheit und zügellosem Wandel vermeiden, die zu der schweren Sünde der pornéia führen könnten (Epheser 4:19). Nur so bleibt man moralisch rein.

    Aber hier kommt es wieder darauf an, ob wir unseren Gott wirklich lieben und ihn gut kennen gelernt haben. Wissen wir, wie er denkt? Was ER liebt und was er haßt?

    Haben wir gelernt, zu lieben, was Jehova liebt und zu hassen, was er haßt?

    Wie denken wir über den o.g. Bibeltext?

    Reicht es uns, die Buchstaben des Gesetzes zu erfüllen, z.B. durch einen Koitus interuptus? Dann könnten wir unbeschadet Sex haben und hätten doch das Gebot eingehalten und der Mann hätte ja seinen Samenerguß nicht in die Frau gegeben…

    Wie denken wir über so eine Angelegenheit?

  66. Juleam 19. Februar 2011 um 14:10 Link zum Kommentar

    4. Mose 7 – 10

    4. Mose 9:15-16

    Am Tag der Aufrichtung der Stiftshütte nun bedeckte die Wolke die Stiftshütte des ZEUGNIS-Zeltes, aber am Abend blieb etwas, das Feuer zu sein schien, über der Stiftshütte bis zum Morgen. 16 So ging es beständig: Die Wolke bedeckte sie jeweils bei Tag und der Feuerschein bei Nacht.

    wie konnten die Israeliten da noch an ihrem Gott zweifeln?

    Sahen sie nicht ständig die Wolke oder die Feursäule? Konnten sie daran nicht erkennen, dass Jehova immer noch unter ihnen war?

    Wie konnte man da seinen Glauben verlieren oder in seinem Glauben schwach werden?

    Neigen wir vielleicht dazu, an unserem Gott zu zweifeln, weil er unsere Gebote nicht so erhört, wie wir das gerne hätten? Weil er unseren Wunschzettel nicht erfüllt?

    Können wir auf Jehova warten?

    Was haben wir als sichtbare Zeichen dafür, dass unser Gott mit uns ist?

  67. Juleam 20. Februar 2011 um 14:25 Link zum Kommentar

    4. Mose 11 – 14

    4. Mose 11:4-6

    Und die gemischte Volksmenge, die in ihrer Mitte war, gab einem selbstsüchtigen Verlangen Ausdruck, und auch die Söhne Israels begannen wieder zu weinen und zu sagen: „Wer wird uns Fleisch zu essen geben? 5 Wie wir doch der Fische gedenken, die wir in Ägypten jeweils umsonst zu essen bekamen, der Gurken und der Wassermelonen und des Lauchs und der Zwiebeln und des Knoblauchs! 6 Jetzt aber ist unsere Seele vertrocknet. Gar nichts haben wir vor unseren Augen als nur das Manna.“

    ach ja? Was das wirklich so gewesen?

    sie hatten tatsächlich Fische umsonst zu essen bekommen? Mussten nicht dafür arbeiten und führten ein Leben in Frieden, Liebe und Luxus?

    Au weia, da hatte sich ihre Erinnerung aber mächtig verändert.

    Dabei war es zu diesem Zeitpunkt erst 2 Jahre her, dass sie aus Ägypten geflohen waren!

  68. Juleam 20. Februar 2011 um 14:34 Link zum Kommentar

    4. Mose 11:10

    Und Moses hörte dann die Leute in ihren Familien weinen, jeden am Eingang seines Zeltes. Und Jehovas Zorn entbrannte heftig, und es war böse in Moses’ Augen.

    nun könnte es unter dem Volk glatt Personen gegeben haben, die der Ansicht waren, Moses sei selbstgerecht.

    Wie kamm dieser Blödi denn dazu, dass ihr Verhalten in seinen Augen böse war? “Ist doch wahr, immer nur dieses doofe Manna, wir wollen endlich mal wieder was Gescheites essen!”

    Wir heute wissen, dass Moses nicht selbstgerecht war, sondern seinen Gott Jehova gut kannte, wusste, wie ER dachte und sich SEINE Denkweise angeeignet hatte.

    Sind wir schnell dabei, andere Brüder als selbstgerecht einzustufen, weil sie uns aufzeigen, dass unser Verhalten verkehrt ist?

    Wieso konnte Moses “so selbstgerecht sein”?

    Weil er sich viel mit Jehova beschäftigte. Er wandelte jeden Tag mit seinem Gott, redete mit ihm, hörte ihm zu und machte sich darüber seine Gedanken. Er sann über Jehovas Worte nach und eignete sich nach und nach Gottes Denkweise an.

    Wir heute können ebenso lernen, wie Jehova zu denken und zu fühlen, wenn auch wir jeden Tag mit unserem Gott wandeln. Jeden Tag mit unserem Gott reden, ihm täglich zuhören, indem wir in seinem Wort lesen und darüber nachdenken, was er uns damit sagen möchte.

    Dann wird auch uns sehr bald manches Verhalten anderer als böse erscheinen, auch wenn sie unsere Brüder sind. Denn Jehova hat bestimmte Maßstäbe festgelegt, an die sich jeder halten muss, der ihm wirklich gefallen möchte.

    Falls uns SEINE Maßstäbe nicht wirklich zusagen, dann seien wir bitte so ehrlich und geben dies zu und unterstellen nicht anderen aufrichtigen Brüdern, sie seien selbstgerecht, nur weil sie sagen, dass das entsprechende Verhalten verkehrt ist.

    Wie wir hier bei Moses gessehen haben, erschien er ihnen nur als selbstgerecht, denn wir lesen, dass Gottes Zorn gegen sein Volk entbrannte, weil sie so undankbar waren…

  69. Juleam 20. Februar 2011 um 14:40 Link zum Kommentar

    4. Mose 12:1-2

    Mirjam und Aaron nun begannen gegen Moses zu reden wegen der kuschitischen Frau, die er sich genommen hatte, denn er hatte sich eine kuschitische Frau genommen. 2 Und wiederholt sagten sie: „Hat Jehova nur durch Moses allein geredet? Hat er nicht auch durch uns geredet?“ Und Jehova hörte [es].

    hierzu heißt es im WT vom 15.06.1984 auszugsweise:

    Zippora, Moses’ Frau, war eine Zeitlang nicht zugegen gewesen, hatte sich ihm aber wieder angeschlossen, und Mirjam fürchtete, als First Lady des Lagers abgelöst zu werden (2. Mose 18:1-5). So veranlaßte sie Aaron, mit ihr gemeinsam Moses wegen seiner Heirat mit einer Kuschitin zu kritisieren und seine einzigartige Stellung vor Gott in Frage zu ziehen.

    Im WT vom 15.08.2004 heißt es unter “Antworten auf biblischen Fragen” zu diesem Text:

    12:1 — Warum wurde Moses von Mirjam und Aaron kritisiert?
    Der eigentliche Grund für ihre Kritik war, dass Mirjam anscheinend größeren Einfluss ausüben wollte. Sie könnte befürchtet haben, ihre Stellung als angesehenste Frau im Lager zu verlieren, als Zippora, Moses’ Frau, sich ihrem Mann in der Wildnis anschloss (2. Mose 18:1-5).

    Wie wir sehen, ging es Miriam hier um etwas ganz anderes. Sie wollte ihre erhabene Stellung nicht aufgeben und war bereit, dafür etwas zu tun. Aber was tut man am Besten, wenn man sich von einer anderen Person bedroht fühlt?

    Man kritisiert sie!

    Und wenn sich nichts Wirkliches, Reales finden lässt, dann schiebt man einfach etwas vor, wie Miriam hier.

    Sie fühlte sich von Zippora bedroht, wollte ihr Ansehen nicht verlieren. Also greift sie Moses an. Nicht, weil seine Frau eine scheinbar bessere Stellung hat als sie selbst – das, worum es wirklich ging – sondern sie suchte nach Gründen, die ihm zeigten, dass er gegen Gott gesündigt hätte!

    Sie dachte und handelte verkehrt, ihre Einstellung war falsch – und nun schiebt sie es ihrem Bruder in die Schuhe, der ganz klar von Jehova benutzt wird. Jeder kann sehen, dass Jehova nur mit Moses handelt. Aber das macht nichts, man kann ihm trotzdem an den Kopf werfen, er handle verkehrt!

  70. Juleam 20. Februar 2011 um 16:17 Link zum Kommentar

    4. Mose 13:1-2

    Jehova redete nun zu Moses, indem [er] sprach: 2 „Sende Männer für dich aus, daß sie das Land Kanaan auskundschaften, das ich den Söhnen Israels gebe. Ihr werdet e i n e n Mann für jeden Stamm seiner Väter aussenden, jeder ein Vorsteher unter ihnen.“

    wieder die Frage, wie schon zuvor: “Warum war es überhaupt nötig, dass Kundschafter ausgesandt wurden?” Reichte es nicht aus, dass Jehova ihnen zugesichert hatte, dass er ihnen das Land geben würde?

    Wir wir sehen, ging die Initiative dazu scheinbar von Jehova aus. Auf der Suche nach dem Grund dazu habe ich im Einsichtenbuch folgendes gefunden:

    Im Jahre 1512 v. u. Z. schickte Moses vom Lager Israels aus, das sich in der Wildnis Paran befand, 12 Vorsteher fort (Vertreter aller Stämme, ausgenommen des Stammes Levi), um das Land Kanaan auszukundschaften. Jehova gab dazu die Erlaubnis, nachdem die Israeliten mit folgenden Worten darum gebeten hatten: „Laß uns doch Männer vor uns hersenden, damit sie für uns das Land erforschen und uns Bericht erstatten über den Weg, auf dem wir hinaufziehen sollten, und über die Städte, zu denen wir kommen werden“ (5Mo 1:22, 23).

    Jehova ging hier also auf der Bitte des Volkes ein, sich vorher zu vergewissern, ob das Land auch ok sei. Im WT vom 01.10.1977 heißt es hierzu auszugsweise

    Da die Israeliten offensichtlich neugierig waren, wie das Verheißene Land aussehen würde, überredeten sie Moses, zwölf Männer auszusenden, einen für jeden der zwölf Stämme, um das Land auszukundschaften (5. Mose 1:22, 23)

    Aber warum ist Jehova darauf eingegangen? Musste er nicht wissen, was dabei herauskommen würde? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, sie einfach zu schicken, so wie er es zuerst vorgehabt hatte? Warum ging Jehova auf ihre Bitte ein? Sollte es so eine Art Prüfung sein?

  71. Juleam 20. Februar 2011 um 16:29 Link zum Kommentar

    Im WT vom 01.12.2002 ist ein interessanter Artikel zu diesem Thema und hier wird auszugsweise zu der Geschichte mit den Kundschaftern folgendes gesagt:

    “Was Josua sich merkte”

    Eine Bewährungsprobe in Josuas Leben ereignete sich kurz nachdem Israel das mosaische Gesetz erhalten hatte. Er wurde ausgewählt, als Vertreter seines Stammes das Land der Verheißung auszukundschaften. Die Geschichte ist nur allzu bekannt: Alle zwölf Kundschafter sind sich einig, dass das Land tatsächlich ‘von Milch und Honig fließt’, wie Jehova versprochen hatte. Zehn Kundschafter jedoch befürchten, Israel werde die Bewohner des Landes nicht enteignen können. Nur Josua und Kaleb appellieren an das Volk, nicht gegen Jehova zu rebellieren oder sich zu fürchten, da Jehova bestimmt mit ihnen sein werde. Daraufhin protestiert die Gemeinde und spricht davon, die beiden mit Steinen zu bewerfen. Womöglich hätten sie das auch getan, wäre nicht Jehova mit einer Kundgebung seiner Herrlichkeit eingeschritten. Gott verfügt, wegen des Unglaubens der Israeliten werde niemand unter ihren Eingeschriebenen vom Zwanzigjährigen aufwärts am Leben bleiben und in Kanaan einziehen. Nur Josua, Kaleb und die Leviten bleiben davon ausgenommen (4. Mose 13:1-16, 25-29; 14:6-10, 26-30).

    Aber hatte denn nicht das ganze Volk Jehovas Machttaten in Ägypten gesehen? Was befähigte Josua, an Gottes Hilfe zu glauben, während die Mehrheit daran zweifelte?

    Josua muss sich immer deutlich vor Augen gehalten und darüber nachgedacht haben, was Jehova alles verheißen und getan hatte. Jahre später konnte er sagen, dass ‘kein einziges Wort von allen guten Worten, die Jehova zu Israel geredet hatte, dahingefallen war. Sie alle waren eingetroffen’ (Josua 23:14). Deshalb vertraute Josua glaubensvoll darauf, dass sich auch alles, was Jehova für die Zukunft vorhergesagt hatte, unfehlbar bewahrheiten würde (Hebräer 11:6).

    Das sollte uns veranlassen, uns zu fragen:

    „Wie steht es mit mir? Hat mich das, was ich an Studium und Nachsinnen über Jehovas Verheißungen investiert habe, davon überzeugt, dass sie vertrauenswürdig sind?

    Glaube ich, dass Gott mich zusammen mit seinem Volk in der bevorstehenden großen Drangsal beschützen kann?“

    Josua bewies nicht nur Glauben, sondern zeigte auch Rückgrat. Er und Kaleb standen mit ihrer Haltung allein da, und die ganze Gemeinde sprach davon, sie zu steinigen.

    Fragen wir uns:

    „Wie hätte ich mich gefühlt? Hätte ich mich einschüchtern lassen?“

    Nicht so Josua! Er und Kaleb sagten freiheraus, was sie dachten. Wollen wir Jehova gegenüber loyal bleiben, müssen wir eines Tages womöglich genauso handeln.

    Wie berührt dies unser Leben?

    • Haben wir einen starken Glauben?
    • Vergewissern wir uns immer wieder, ob wir noch im Glauben sind?
    • Haben wir unser Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch geübt?
    • Wie sind meine Studiengewohnheiten?
    • Wie ist mein persönliches Verhältnis zu Jehova?
  72. Juleam 20. Februar 2011 um 16:34 Link zum Kommentar

    4. Mose 14:1-4

    Da erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme, und das Volk fuhr fort, seiner Stimme freien Lauf zu lassen und jene ganze Nacht hindurch zu weinen. 2 Und alle Söhne Israels begannen gegen Moses und Aaron zu murren, und die ganze Gemeinde begann gegen sie zu sagen: „Wären wir nur im Land Ägypten gestorben, oder wären wir nur in dieser Wildnis gestorben! 3 Und warum bringt uns Jehova in dieses Land, daß wir durch das Schwert fallen? Unsere Frauen und unsere Kleinen werden Plündergut werden. Ist es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren?“ 4 Sie sagten dann sogar zueinander: „Laßt uns ein Haupt bestimmen, und laßt uns nach Ägypten zurückkehren!“

    unfassbar, dass sie so dachten!

    und dies nach allem, was sie mit Jehova bereits erlebt hatten!

  73. Juleam 20. Februar 2011 um 16:50 Link zum Kommentar

    4. Mose 14:17-19

    17 Und nun, laß bitte deine Macht groß werden, o Jehova, so wie du geredet hast, indem [du] sprachst: 18 ‚Jehova, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte, der Vergehen und Übertretung verzeiht, aber keineswegs Befreiung von Strafe gewähren wird, der Strafe bringt für das Vergehen der Väter über Söhne, über die dritte Generation und über die vierte Generation.‘ 19 Vergib bitte das Vergehen dieses Volkes gemäß der Größe deiner liebenden Güte und so, wie du diesem Volk von Ägypten an bis hierher verziehen hast.“

    du magst jetzt sagen:

    “Wir sind doch alle unvollkommen, machen alle Fehler” und wenn du nun nicht so denkst, “dann bist du halt selbstgerecht!”.
    “Ihr denkt wohl, ihr allein würdet richtig handeln und alle anderen sind keine wahren Anbeter Jehovas”
    (oh, wie selbstgerecht ihr doch seid).

    Sicherlich haben die anderen vom Volk Israel Josua und Kaleb ebenso als “selbstgerecht” empfunden. Immerhin waren sie außer Mose scheinbar die einzigen, die Jehova wirklich vertrauten und die Jehovas Wohlgefallen hatten. Aber änderte dies etwas daran, wie Jehova sie sah?

    4. Mose 14:11-12

    Schließlich sprach Jehova zu Moses: „Wie lange wird dieses Volk mir gegenüber respektlos handeln, und wie lange werden sie keinen Glauben in mich setzen bei all den Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe? 12 Ich will sie mit der Pest schlagen und sie vertreiben, und ich will dich zu einer Nation machen, die größer und mächtiger ist als sie.“

    Jehova hat halt Ansprüche an diejenigen, die seine wahren Anbeter sein möchten und es ist wichtig, dies auch auszusprechen und andere, die dies vielleicht aus den Augen verloren haben, darauf hinzuweisen. Dies hat nichts damit zu tun, dass man selbstgerecht ist.

    Sicherlich sind wir alle unvollkommen und machen Fehler. Keine Frage. Und sicherlich können wir die Reaktion und das falsche Handeln anderer, ganz besonders derer, die wir lieben, in gewisser Weise nachvollziehen. Aber dies ändert nichts daran, dass es verkehrt ist, auch wenn es ein Ausdruck der Unvollkommenheit ist.

    Wir können uns nicht immer dahinter verstecken, dass Jehova barmherzig und gnädig ist und unsere Übertretungen verzeiht.

    Auch wenn wir nicht zu denen gehören, die dies komplett mißbrauchen, indem wir sagen “ich kann ruhig leben wie ich möchte, denn Jesus ist ja für meine Sünden gestorben”, so ist es auch verkehrt, zu so zu handeln, wie es Jehova mißfällt, weil es andersherum emotional zu belastend für mich ist.

    Jehova ändert sich nicht und wenn Jehova sagt, dass er Scheidung hasst und sein Sohn uns erklärt hat, dass der einzige Scheidungsgrund ist, wenn der Ehepartner uns betrogen hat – dann ist dies auch heute noch so. Dies ist ein Grundsatz, der immer gelten wird.

    Wenn ich dann sehe, wie eine liebe Schwester, die ich sehr mag und sehr schätze, ihren Mann verläßt und als Begründung angibt, er sei ein Muttersöhnchen, dann kann ich das vielleicht verstehen, weil ich aus Erfahrung (der Vergangenheit) selbst weiß, wie weh das tut, wenn der Ehepartner einem nicht die Beachtung schenkt, die wir uns vielleicht wünschen – aber es ändert “leider” auch nichts daran, dass es trotzdem in Jehovas Augen verkehrt ist.

    Und wenn ich eine liebevolle Schwester bin, dann sage ich dies auch. Sage klar und deutlich

    “ich kann dich zwar gut verstehen, aber Jehova haßt, was du da gerade tust”.

    Das hat nichts damit zu tun, dass ich selbstgerecht bin, sondern es ist Loyalität Jehova gegenüber.

    Hierzu auch der Gedanke vom letzten Kreiskongress “Schütze deine geistige Gesinnung”, wo es unter dem Programmpunkt “unangebrachte Tolleranz meiden” hieß

    Unangebrachte Tolerenz ist Vorstufe von Gesetzlosigkeit
    Reihenfolge:

    liberales denken >> dann wird mit Personen sympatisiert, die falsch handeln >> dann wird selbst falsch gehandelt!

  74. Juleam 21. Februar 2011 um 12:29 Link zum Kommentar

    4. Mose 15 – 17

    4. Mose 15:27-31

    Und wenn irgendeine Seele aus Versehen sündigen sollte, dann soll sie eine in ihrem ersten Jahr [stehende] Ziege als Sündopfer darbringen. 28 Und der Priester soll Sühne leisten für die Seele, die durch eine Sünde unabsichtlich vor Jehova einen Fehler begangen hat, um so Sühne dafür zu leisten, und es soll ihr vergeben werden. 29 Was den Einheimischen unter den Söhnen Israels betrifft und den ansässigen Fremdling, der als Fremdling in ihrer Mitte weilt, so sollte sich e i n Gesetz für euch vorfinden in bezug auf etwas, was unabsichtlich getan wird.

    30 Die Seele aber, die etwas willentlich tut, ob es ein Einheimischer oder ein ansässiger Fremdling ist, redet sie von Jehova schimpflich, so soll in diesem Fall diese Seele von den Reihen ihres Volkes abgeschnitten werden. 31 Weil es Jehovas Wort ist, das sie verachtet hat, und sein Gebot, das sie gebrochen hat, sollte diese Seele unweigerlich [vom Leben] abgeschnitten werden. Ihr eigenes Vergehen ist auf ihr.‘ “

    Hier wird ein ganz deutlicher Unterschied gemacht: eine unabsichtliche und die willentliche Sünde.

    Wenn wir aus Verseheh sündigen, dann greift das Opfer Jesu Christi und Jehova wird uns vergeben, wenn wir ihn darum bitten.

    Wenn wir aber mit Absicht die Maßstäbe Jehovas brechen, dann wird er uns verwerfen. Zwar gibt es heute keine Todesstrafe mehr, aber ein uneinsichtiger Sünder wird heute aus der Versammlung des Volkes Gottes ausgestoßen, er wird ausgeschlossen.

    Ist dies hart?

    Seien wir lieber froh, dass das mosaische Gesetz heute nicht mehr greift.

    Wobei: im Endeffekt ist es immer noch die Todesstrafe, denn wenn wir nicht bereuen, bis Jehovas Tag kommt, dann wird er uns mit den ganzen anderen Sündern beseitigen.

    Noch ist die gelegene Zeit: bringen wir unser Verhältnis mit Jehova ins Reine, damit er uns vergeben und wieder in seine Gunst aufnehmen kann.

    Falls wir ein Doppelleben führen, dann führen wir uns bitte vor Augen, wie ernst diese Angelegenheit ist und nutzen wir die Zeit, um unser Verhältnis zu Jehova wieder neu zu beleben und wieder in seine Gunst zu gelangen!

  75. Juleam 21. Februar 2011 um 12:42 Link zum Kommentar

    4. Mose 15:37-41

    Und Jehova fuhr fort, zu Moses folgendes zu sagen: 38 „Rede zu den Söhnen Israels, und du sollst zu ihnen sagen, daß sie sich mit Fransen besetzte Ränder an die Säume ihrer Kleider machen sollten durch ihre Generationen hindurch, und oberhalb des mit Fransen besetzten Randes des Saums sollen sie eine blaue Schnur anbringen: 39 ‚Und es soll euch als ein mit Fransen besetzter Rand dienen, und ihr sollt es sehen und aller Gebote Jehovas gedenken und sie tun, und ihr sollt nicht umhergehen, indem ihr eurem Herzen und euren Augen folgt, denen ihr zu unsittlichem Verkehr nachgeht. 40 Der Zweck ist, daß ihr aller meiner Gebote gedenkt und [sie] bestimmt tut und euch eurem Gott wirklich als heilig erweist. 41 Ich bin Jehova, euer Gott, der euch aus dem Land Ägypten herausgebracht hat, um mich als euer Gott zu erweisen. Ich bin Jehova, euer Gott.‘ “

    hier sieht man wieder mal, wie wichtig es ist, den Sinn hinter den Dingen zu verstehen, die Jehova anordnet!

    Es ging nicht darum, dass sie eine bestimmte Art von Kleidung trugen, dass es ganz wichtig und lebensrettend war, wenn sie diese Kleidung trugen. Es war kein Talismann!

    Die andersartige Kleidung sollte sie deutlich von dem Rest der Welt um sich herum abheben. Man sollte deutlich sehen, dass sie anders waren. Allerdings ging dieses Anderssein über die Kleidung hinaus. Sie sollten in ihrem Herzen, in ihrer Anbetung und in ihren Handlungen anders sein. Die Kleidung war nur ein Symbol dafür!

    Ähnlich ist es heute. Wir unterscheiden uns von den anderen Religionen durch unseren Namen!

    Aber das ist nicht alles. Wenn sich unser Anderssein darin erschöpfen würde und darin, dass wir die christlichen Zusammenkünfte besuchen und einen gewissen Anteil am Predigtwerk haben – dann reicht dies allein nicht aus.

    Unsere Anbetung muss unser ganzes Leben durchdringen, alles, was wir tun!

    Wir sollten uns jederzeit, 24 Stunden am Tag, daran erinnern, dass es Jehova ist, den wir anbeten und dem wir gefallen wollen. Dies beinhaltet alles, was wir tun. Alle unsere Entscheidungen sollten so sein, dass sie Jehova gefallen, alles, was wir uns ansehen, was wir uns anhören, worüber wir reden, worüber wir nachsinnen.

    Jesus sagte mal “aus der Fülle des Herzens redet der Mund”. So ist dies eine gute Meßlatte. Wir können an dem, womit wir uns beschäftigen, worum sich unsere Gespräche drehen, erkennen, in wieweit Jehova in unserem Leben eine Rolle spielt.

    Wenn man uns jederzeit als Anbeter Jehovas erkennen kann, nicht nur dann, wenn wir in den Zusammekünften sind oder für den Predigtdienst fertig gemacht sind – dann tragen wir die besondere Kleidung, die hier den Israeliten geboten wurde.

    Erinnern wir uns noch daran, dass wir die christliche Persönlichkeit anziehen sollten?

    Ziehen wir etwa ein sauberes neues Gewand über ein altes verschwitztes an, mit dem wir gerade von einer schmutzigen schweißtreibenden Arbeit kommen?

    Nein, wir werden zuerst die dreckige Kleidung ausziehen, uns gründlich duschen oder baden und dann die saubere gute Kleidung anziehen. Dann fühlen wir uns sauber und wohl.

    Wie steht es mit unserer christlichen Persönlichkeit?

    Haben wir vielleich nur schnell die vorgeschriebenen Fransen an ein altes verdrecktes Gewand genäht, da es uns zu zeitaufwändig ist, es auf die richtig Weise zu tun?

  76. Juleam 21. Februar 2011 um 12:58 Link zum Kommentar

    4. Mose 16:41

    Und gleich am nächsten Tag begann die ganze Gemeinde der Söhne Israels gegen Moses und Aaron zu murren, indem [sie] sagte: „Ihr, ihr habt Jehovas Volk zu Tode gebracht.“

    manche Menschen scheinen nie dazu zu lernen!

    Hatten sie nicht gerade miterlebt, wie Jehova durch ein Zeichen gezeigt hatte, dass er mit Moses war und dass Korah, Dathan und Abiram in SEINEN Augen verworfen waren?

    Wie kommen sie nun dazu, Moses die Schuld dafür zu geben?

    War denn Moses Schuld daran, dass sie ständig murren mussten? Dass sie nicht mit den Vorkehrungen Jehovas zufrieden waren?

    Ähnlich verhält es sich mit vielen, die vom Volke Jehovas ausgeschlossen worden sind. Sie geben den anderen die Schuld, den Ältesten, die das Rechtskommitee gebildet haben, oder ihren Brüdern, die sie ja zum Straucheln gebracht hätten. Dabei waren doch sie es, die nicht bereut haben und darum sind sie ausgeschlossen worden.

    Teilweise verhalten sie sich dann recht merkwürdig. Anstatt sich umzudrehen und wegzugehen und nun ihr eigenes Leben zu leben, so wie es ihnen gefällt, verbringen sie immense Zeit damit, ihre ehemaligen Brüder zu belauern und gegen sie zu reden.

    Ich habe mir sagen lassen, dass es eine große “Gemeinde von Ausgeschlossenen” gibt, die heute mehr Zeit mit den Publikationen des treuen und verständigen Sklaven verbringen, als die Brüder, die noch aktiv mit der Versammlung verbunden sind. Sie haben die Publikationen schon oft gelesen, sogar studiert, bevor sie überhaupt in den Versammlungen ausgegeben werden. Sie kennen jeden Vortrag, hören sich jeden Vortrag und jeden Kongress aufmerksam an.

    Allerdings ist hier ein sehr merkwürdiger Beweggrund: Sie wollen nicht hören, was Jehova ihnen zu sagen hat und wo sie sich ändern sollten, um IHM zu gefallen. Nein, sie suchen nach Fehlern bei ihren Brüdern. Nehmen jeden Satz auseinander um anderen zu zeigen, wie dumm die Zeugen Jehovas doch sind und dass es falsch ist, was diese glauben.

    Ich finde so ein Verhalten ziemlich dumm!

    Entweder möchte ich Jehova dienen und darum lese ich in der Bibel, in den Publikationen, gehe zur Versammlung, höre mir Vorträge und Kongresse an.

    Wenn ich mich aber entscheiden würde, dass dies nicht die Wahrheit ist und dass ich die Gebote meines Gottes lieber nicht halten möchte, sondern lieber das Leben führe, das mir selbst so vorschwebt – dann würde ich wirklich gehen und nicht nach Fehlern bei meinen Brüdern suchen.

    Hier in 4. Moses sehen wir, wie Jehova über solche Personen denkt. Sie greifen hier Moses an, anstatt einzusehen, dass die anderen von Jehova vernichtet worden sind, weil sie falsch gehandelt, weil sie sich gegen Jehova aufgelehnt hatten. Damit sind sie nicht wirklich besser als diejenigen, die Jehova gerade vernichtet hatte und passenderweise bringt Jehova dies auch ganz klar zum Ausdruck. Moses muss für sie Fürbitte einlegen, damit Jehova die Plage wieder von ihnen nahm.

    Mir ist nur schleierhaft, warum sie aus dem Vorfall mit Korah und Konsorten nicht die richtigen Schlußfolgerungen gezogen hatten?

  77. Juleam 22. Februar 2011 um 11:56 Link zum Kommentar

    4. Mose 18 – 20

    4. Mose 20:2-5

    Nun gab es da kein Wasser für die Gemeinde, und man begann sich gegen Moses und Aaron zu versammeln. 3 Und das Volk fing an, mit Moses zu hadern und zu sagen: „Wären wir nur dahingeschieden, als unsere Brüder vor Jehova dahinschieden! 4 Und warum habt ihr Jehovas Versammlung in diese Wildnis gebracht, damit wir und unsere Lasttiere da sterben? 5 Und warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, um uns an diesen üblen Ort zu bringen? Es ist kein Ort der Aussaat und der Feigen und der Weinstöcke und der Granatäpfel, und kein Wasser zum Trinken ist da.“

    ja, warum eigentlich?

    *** Ironie an ***

    Warum hatte sich dieser Moses bloß angemaßt, das Volk gegen seinen Willen aus Ägypten zu entführen, aus dem Land, das sich für sie als ein Schlaraffenland erwiesen hatte?

    Warum nur?

    Mir ist so, als habe Jehova dies Moses aufgetragen – wie in 2. Mose 2:10 steht:

    Und nun, komm, und laß mich dich zu Pharao senden, und führe du mein Volk, die Söhne Israels, aus Ägypten hinaus.“

    Ach, dann war ja Jehova schuld?

    Was fiel diesem Gott nur ein, sie gegen ihren ausdrücklichen Willen aus einem Land zu entführen, in dem es ihnen so gut ging?

    Ist ja direkt unverschämt

    *** Ironie wieder aus ***

  78. Juleam 22. Februar 2011 um 12:00 Link zum Kommentar

    4. Mose 20:26

    Und streife Aaron seine Kleider ab, und du sollst Eleasar, seinen Sohn, damit bekleiden; und Aaron wird [zu seinem Volk] versammelt werden und soll dort sterben.“

    Ob dies Aaron wohl Angst gemacht hatte?

    Wie würden wir reagieren, wenn Jehova so etwas zu uns sagen würde?

  79. Juleam 25. Februar 2011 um 12:31 Link zum Kommentar

    4. Mose 28 – 30

    noch einige interessante Gedanken zum Thema Gelübde:

    Interessant ist das Verhältnis von Frauen gegenüber ihren Versprechen oder Gelübden.

    Während das Versprechen einer Witwe oder einer Entlassenen (Geschiedenen) direkt „Gewicht“ hat (4.Mose 30:10),

    hat bei noch nicht verheirateten Töchter, der Vater (30:4ff) und bei verheirateten Frauen (30:11) der Ehemann „das letzte Wort“.

    Ich finde diesen Gedanken sehr interessant im Zusammenhang mit Jugendlichen, die die Entscheidungen ihrer Eltern nicht akzeptieren wollen und alles daran setzen, um ihren Willen letztendlich doch noch durchzusetzen.

    Denn weiter heißt es in diesem Beitrag:

    Obwohl es sicherlich in verschiedenen Gesellschaften etwas aus der Mode gekommen ist, spiegelt diese Vorgehensweise bei Gelübden von Frauen, die göttliche Ordnung wider.

    Ich will aber, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, das Haupt der Frau aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott. (1.Korinther 11:3)

    Der Mann als Haupt der Frau, kann der Frau den nötigen Schutz geben, den sie in Hinblick auf Gott benötigt. Dies hat nichts mit einer Wertung der Stellung der Frau zu tun, sondern ist eine Feststellung der Gott gegebenen Ordnung und hat nichts mit einer feministisch-humanistisch beeinflussten Gesellschaft zu tun.

    dazu hatte ich auch im letzten Jahr noch etwas anderes gefunden:

    Wieso konnte ein Vater das Gelübde seiner Tochter ungültig machen oder der Ehemann das seiner Frau?

    wo es auszugsweise hieß:

    Soweit Menschen das Recht haben, über die Lebensgestaltung anderer zu entscheiden, können sie gegen deren Gelübde Einspruch erheben u. sie so schlechthin aufheben (direkte Irritation; vgl. CICc. 1312 § 1).

    Solches Entscheidungsrecht hat der Vater (u. jeder, der in der Leitungsgewalt an seiner Stelle steht) über seine Kinder … können sich aber mit Recht der Erfüllung unkluger Gelübde (oder Entscheidungen) ihrer Partner (oder Kinder) entgegenstellen, durch die das Familienleben beeinträchtigt wird.

    Also noch mal die Frage:

    wie sieht Jehova wohl mich als Jugendlichen, wenn ich der Entscheidung meiner erziehungsberechtigten Eltern mit aller Gewalt zu entkommen suche?

    noch mal zur Erinnerung:

    der Vater ist das Haupt der Familie, die Mutter hat nur eine untergeordnete Rolle. Also ist mein Vater der Entscheidungsbefugte und ich muss mich seiner Entscheidung beugen!

    Der Grundsatz, dass Kinder ihren Eltern in Gemeinschaft mit dem Herrn gehorchen sollen, bedeutet lediglich, dass sie den Anweisungen folgen und die Entscheidungen der Eltern respektieren müssen, soweit sie keinen biblischen Grundsätzen entgegen sprechen. Ich kann mich nicht damit herausreden, dass ich eine Entscheidung anders treffen würde, weil ich scheinbar theokratische Ziele damit verfolgen will.

    4. Mose 30:16

    Dies sind die Bestimmungen, die Jehova Moses geboten hat [über das Verhalten] zwischen einem Mann und seiner Frau, zwischen einem Vater und seiner Tochter in ihrer Jugend im Hause ihres Vaters.“

    Falls ich mich als minderjähriger Jugendlicher also nicht der Entscheidung meiner Eltern beuge und anstatt dessen nach Wegen suche, wie ich trotzdem machen kann, was ich will, dann kann ich mir ausmalen, wie Jehova in so einem Fall über mich denkt

  80. [...] Damals setzte die römische Besatzungsmacht die propagandistische Bezeichnung Syria durch.Heimat der Juden wurde schon früh Kanaan. Das ist ein schmales Durchgangsland im Schnittpunkt zwisc…ist ein antiker Name für das Gebiet im vorderen Orient, das allgemeiner mit West-Palästina [...]

  81. Juleam 18. Februar 2012 um 13:48 Link zum Kommentar

    4. Mose 1 – 3

    4. Mose 1:2-3

    Zähle zusammen mit Aaron die ganze Gemeinschaft der Israeliten! Mustert ihre Truppen! Schreibt die Namen aller wehrfähigen Männer ab zwanzig Jahren auf, nach Sippen und Familien geordnet.

    Interessanter Gedanke dazu vor einiger Zeit auf einer anderen WebSite: daran, dass Jehova den Namen jedes Einzelnen aufschreiben ließ, können wir sehen, dass Jehova uns als Individuum sieht und behandelt. Dort hieß es auszugsweise zu dem Grund, warum Jehova das Volk zählen ließ:

    Dort in der Wüste zeigt uns Gott, dass wir keine Nummern sind, sondern Personen, ja – dass er uns mit Namen kennt. Gott, der das Volk Israel aus Ägypten erlöste und sich zum Eigentum nahm, nahm sind nicht nur irgendeine Menschenmenge, sondern Individuen, die er durch und durch kannte. Und das Gewaltige daran ist, das er dies tat, obwohl er wußte, wie schnell und deutlich sich Israel von ihm abwenden würde, um anderen Göttern nachzulaufen.

    Wenn ich diese Entscheidung Gottes betrachte, dann denke ich unwillkürlich an die Beziehung Gottes zu jedem einzelnen Christen. Gott kennt uns und hat uns beim Namen gerufen, damit wir seinem auserwählten Messias Jesus nachfolgen. Doch immer wieder fallen wir – wie Israel. Wir treffen unsere eigenen Entscheidungen statt Gott zu fragen, wir stellen andere Dinge des Alltages höher als den Höchsten und wir sündigen gegen Gott und Menschen.

    Trotzdem verläßt Gott uns nicht! Er geht uns nach und umwirbt uns, ruft uns immer wieder beim Namen. Aber wenn wir ehrlich gegen uns selbst sind, müssen wir zugeben, dass wir in der Regel zuerst in eine „Wüste“ geführt werden müssen, damit wir wieder auf Gott hören und ihm nachfolgen.

  82. Juleam 18. Februar 2012 um 13:53 Link zum Kommentar

    Männer im wehrfähigen Alter:
    46 500 vom Stamm Ruben
    59 300 vom Stamm Simeon
    45 650 vom Stamm Gad
    74 600 vom Stamm Juda
    54 400 vom Stamm Issaschar
    57 400 vom Stamm Sebulon
    40 500 vom Stamm Ephraim
    32 200 vom Stamm Manasse
    35 400 vom Stamm Benjamin
    62 700 vom Stamm Dan
    41 500 vom Stamm Asser
    53 400 vom Stamm Naftali

    Die Gesamtzahl der wehrfähigen Israeliten ab zwanzig Jahren betrug 603 550 Mann.

    Eine beachtliche Mehrung des Volkes, wenn man bedenkt, dass sie damals nur 70 waren, als Jakob mit seiner Familie nach Ägypten zog

  83. Juleam 18. Februar 2012 um 14:01 Link zum Kommentar

    4. Mose 2:34

    Die Israeliten führten alles so aus, wie der Herr es Mose befohlen hatte: Ob sie lagerten oder weiterzogen, jeder von ihnen blieb bei seiner Familie, seiner Sippe und seiner Abteilung.

    Bis hierher war noch alles gut:

    Die Israeliten erkannten Moses als den von Gott eingesetzten Führer an und taten alles so, wie ihnen geboten wurde!

    Jeder blieb auf seinem Platz – auf dem Platz, der ihm von Jehova zugewiesen wurde. Ganz im Gegensatz zu den ungehorsamen Engeln, die ihre von Gott zugewiesene Stellung verließen um das zu tun, was ihnen besser gefiel.

    Warum waren die Israeliten hier noch so fügsam?

    Weil sie Jehova als einen liebevollen und barmherzigen – aber auch als einen eifernden Gott – kennen gelernt hatten. Sie hatten Achtung und Respekt vor ihm, außerdem hatten sie ihm gerade versprochen, so zu leben, wie er es von seinem Volk wünscht. Ihnen war noch ganz deutlich in Erinnerung, was er Moses zum Thema “Segen und Fluch” hatte sagen lassen. Sie erinnerten sich noch gut an ihre Hingabe und an das Versprechen, das sie damit Jehova gegeben hatten. Darum hielten sie sich an das, was Jehova sagte.

    Wie ist es mit uns? Ist uns unsere Hingabe und unser Versprechen an Jehova noch deutlich vor Augen – und leben wir danach?

    Was, wenn wir vielleicht Probleme mit unserem Ehepartner oder unseren Eltern haben? Laufen wir dann weg, verlassen wir dann die Stellung, auf die uns unser Gott gesetzt hat?

    Erinnern wir uns?: die Ehe ist für Jehova heilig – ist sie es für uns auch? Unsere Eltern sind unser Haupt und wir schulden ihnen Gehorsam und Respekt, wenn wir Jehova gefallen wollen. Zwei sehr schöne Studienartikel dazu haben wir im WT vom 15.05.2012

    Leben wir gemäß unserem Hingabeversprechen? Können Außenstehende das gut erkennen?

  84. Juleam 19. Februar 2012 um 23:14 Link zum Kommentar

    4. Mose 3:12

    du siehst, ich habe von allen Stämmen die Leviten ausgesucht. Ich nehme sie anstelle eurer ältesten Söhne, damit sie ganz für mich da sind.

    Warum ausgerechnet den Stamm Levi?

    Gibt es dafür einen bestimmten Grund, oder hatte Jehova willkürlich einen Stamm ausgewählt?

  85. Juleam 19. Februar 2012 um 23:18 Link zum Kommentar

    4. Mose 4 – 6

    4. Mose 4:7-8

    Auch über den Tisch für die mir geweihten Brote sollen sie ein violettes Tuch legen. Darauf kommen die Brote, die Schüsseln, die Schalen und Opferschalen sowie die Kannen für das Trankopfer. 8 Über dies alles sollen Aaron und seine Söhne ein rotes Tuch und eine Decke aus Tachasch-Leder ausbreiten. Zum Schluss müssen auch hier Tragstangen angebracht werden.

    Wie soll das gehen? Ist das hier vielleicht ein Übersetzungsfehler?

    Denn wenn alle diese Sache beim Transport auf dem Tisch stehen, fällt da beim Transport nichts runter?

    Würde die Decke darüber dies wirklich verhindern – oder würde Jehova seine schützende Hand darüber halten?

  86. Juleam 19. Februar 2012 um 23:20 Link zum Kommentar

    4. Mose 4:48

    Insgesamt zählten Mose, Aaron und die führenden Männer Israels 8 580 Leviten, die im Heiligtum dienen und es tragen sollten, wenn das Volk unterwegs war.

    Das sah bestimmt sehr beeindruckend aus: eine so grosse Gruppe, die die heiligen Dinge des Volkes tragen sollten.

    Ob dies die Grundlage für spätere Prozessionen bei den Katholiken legte? Denn auch dort werden ja heilige Dinge getragen und auch diese Prozessionen sehen immer sehr beeindruckend aus – auch wenn oftmals nur einer etwas trägt und hochhält

  87. Juleam 19. Februar 2012 um 23:25 Link zum Kommentar

    4. Mose 4:49

    Unter der Aufsicht Moses erfuhr jeder Einzelne genau, was er zu tun hatte und was er tragen sollte. So hatte der Herr es Mose befohlen.

    Jehova erweist sich hier als ein Gott, der alles bis ins Kleinste organisiert.

    Auch hier ist die Demut des Einzelnen sehr wichtig, dass jeder die Interessen Jehovas über seine eigenen stellt. Denn jeder musste dort dienen, wo Jehova ihn hingestellt hatte – sie konnten sich nicht aussuchen, was sie machen oder tragen wollten. Sie konnten sich nicht für einen bestimmten Dienst melden oder bewerben, alles war von Jehova festgelegt. Die Abteilung, in der sie dienen sollten, hatte mit dem Stamm zu tun, in den sie hinein geboren waren. Hier war wirklich kein Platz für ihre eigene Kreativität. Hier war ausschließlich Gehorsam gefordert.

    Wie konnten sie trotzdem ihren Dienst mit Freude verrichten? Indem sie Jehova um seinen Geist baten.

    Mit Jehovas Geist ist uns alles möglich: er kann uns erinnern, uns belehren, uns Kraft geben – er hilft uns aber auch, die Frucht des Geistes hervorzubringen. Eine der Facetten dieser Frucht ist Demut und so können wir Jehova freimütig darum bitten.

    Besonders dann, wenn wir mal nicht so zufrieden mit dem Platz sind, auf den Jehova uns gestellt hat. Sei es, dass wir ein Problem mit unserem Ehepartner haben, uns ungerecht von unseren Eltern behandelt fühlen oder wenn wir mit unseren Aufgaben in der Versammlung nicht so zufrieden sind. Vielleicht möchte ein junger Bruder lieber anspruchsvollere Aufgaben übernehmen, als die Ältesten ihm zutrauen. Dann sind wir immer gut beraten, wenn wir Jehova um seinen Geist bitten,

    Bitten wir ihn darum, dass er uns hilft, die Dinge so zu sehen, wie ER sie sieht und seine Interessen über unsere eigenen Interessen zu setzen.

    Bitten wir ihn darum, dass er in unserer Ehe der Dritte im Bunde ist und dass wir es schaffen, uns selbst nicht zu wichtig zu nehmen, sondern dass wir darauf bedacht sind, dass der Frieden und die Harmonie in der Ehe und der Familie gewahrt bleiben.

    Bitten wir ihn darum, dass er uns daran erinnert, was er von uns Kindern erwartet und dass er uns hilft, das Problem auf eine Weise zu lösen, die IHM gefällt. Reden wir mit unseren Eltern, aber bitte respektvoll und denken wir dabei daran, dass auch wir unserer Teil zum Gelingen und dem Frieden der Familie beitragen müssen und dass auch wir dem Frieden nachjagen sollten. Dies ist nicht nur die Aufgabe der Eltern.

    Bitten wir Jehova um die Demut, damit wir daran denken, was das Wort “Dienstamt” eigentlich bedeutet. Es bedeutet, dass wir der Versammlung dienen und zu dem Gelingen der Zusammenkünfte beitragen. Da ist es nicht wichtig, ob wir uns die Aufgabe selbst auch ausgesucht hätten – sondern dass wir hier, auf genau dieser Position, gebraucht werden.

    Vielleicht denken wir in so einem Fall auch an die Leviten, die mit dem Dienst in der Stiftshütte betraut waren. Sie wanderten 40 Jahre in der Wüste und hatten Tag für Tag immer die selbe – ihnen von Gott zugeteilte – Aufgabe zu verrichten.

    Aber wahrscheinlich ist gerade dies der Schlüssel:

    machen wir uns bewußt, dass es Jehova ist, der uns genau auf diesen Platz gestellt hat und dass wir in Wirklichkeit Jehova damit dienen!

  88. Juleam 19. Februar 2012 um 23:26 Link zum Kommentar

    4. Mose 5:1-4

    Wer unrein ist, muss das Lager verlassen

    1 Der Herr sprach zu Mose: 2 »Befiehl den Israeliten, jeden aus dem Lager zu schicken, der aussätzig ist, eine Hautkrankheit hat oder an einem Ausfluss leidet. Es darf auch niemand dableiben, der einen Toten berührt hat und dadurch unrein geworden ist. 3 Ganz gleich, ob es Männer oder Frauen sind, sie sollen das Lager verlassen, damit es nicht verunreinigt wird. Denn ich selbst wohne hier mitten unter euch!« 4 Die Israeliten gehorchten dem Herrn und schickten alle aus dem Lager, die nicht rein waren.

    So ist es mit der Versammlung heute auch:

    Die Versammlung ist in dem Sinne heilig, weil Jehova hier mitten unter uns ist. Daher erwartet er auch von uns heute, dass die Versammlung rein ist.

    Jemand, der sich durch Dinge verunreinigt, die Jehova hasst, hat dort nichts zu suchen!

  89. Juleam 19. Februar 2012 um 23:27 Link zum Kommentar

    4. Mose 5:11-31

    Bei Verdacht auf Ehebruch entscheidet Gott

    11 Der Herr befahl Mose: 12 »Sag den Israeliten: Stellt euch vor, eine verheiratete Frau gerät auf Abwege. Sie wird ihrem Mann untreu 13 und schläft mit einem anderen. So hat sie Schuld auf sich geladen. Ihr Mann hat sie nicht dabei gesehen, weil es heimlich geschehen ist. Niemand hat sie ertappt, es gibt keine Zeugen. 14 Aber der Mann hat eine böse Ahnung. Die Eifersucht packt ihn, weil er meint, dass seine Frau ihm untreu war. Doch weiß er es nicht sicher, sie könnte auch unschuldig sein.

    15 In einem solchen Fall soll der Mann seine Frau zum Priester bringen. Er soll für sie eine Opfergabe von eineinhalb Kilogramm Gerstenmehl mitnehmen. Das Mehl darf nicht mit Öl übergossen oder mit Weihrauch bestreut werden, denn es dient als Eifersuchtsopfer, das verborgene Schuld aufdeckt. 16 Der Priester lässt die Frau näher kommen und vor den Altar treten. 17 Er füllt geweihtes Wasser in ein Tongefäß und streut Erde vom Boden des Heiligtums hinein. 18 Dann löst er das Haar der Frau, die vor dem Altar steht, und legt das Eifersuchtsopfer in ihre Hände. Er selbst hält das Wasser, das Fluch und Qual bringt.

    19 Dann spricht der Priester eindringlich zu der Frau und sagt: ›Wenn du deinem Mann nicht untreu warst und nicht mit einem anderen geschlafen hast, soll dir dieses Wasser des Fluches und der Qual nichts anhaben. 20 Aber wenn du Schuld auf dich geladen und als verheiratete Frau mit einem anderen Mann geschlafen hast, 21-22 dann soll der Herr dich unfruchtbar machen und deinen Unterleib anschwellen lassen! Dieses fluchbringende Wasser wird in deine Eingeweide eindringen. Es wird dich unfruchtbar machen und deinen Bauch aufblähen. Mit Schrecken und Abscheu werden die Leute auf dich zeigen!‹ So warnt der Priester die Frau vor der drohenden Strafe. Und die Frau soll antworten: ›Ja, so soll es sein!‹

    23 Dann schreibt der Priester den Fluch auf ein Blatt und taucht es in das Wasser, bis die Schrift sich auflöst. 24 Dieses Wasser muss die Frau später trinken, damit es in ihren Körper gelangt und der Fluch sie treffen kann. 25 Vorher nimmt der Priester das Eifersuchtsopfer aus ihren Händen. Er schwingt es vor dem heiligen Zelt hin und her, um zu zeigen, dass es mir, dem Herrn, gehören soll; dann geht er damit zum Altar. 26 Hier lässt er eine Hand voll Mehl in Rauch aufgehen. Schließlich gibt er der Frau das Wasser zu trinken. 27 Wenn sie schuldig ist und ihrem Mann untreu war, wird sie schwer erkranken. Das Wasser wird sie unfruchtbar machen und ihren Unterleib aufblähen. Voller Schrecken und Abscheu werden die Leute sich von ihr fern halten. 28 Hat die Frau aber keine Schuld auf sich geladen, dann wird das Fluchwasser ihr nicht schaden, und sie wird weiter Kinder bekommen können.

    29-30 Dieses Gesetz gilt für den Fall, dass ein Mann seine Frau des Ehebruchs verdächtigt. Wenn ihn die Eifersucht packt und er glaubt, dass seine Frau sich schuldig gemacht hat und ihm untreu geworden ist, soll er sie zum Heiligtum bringen. Dann soll der Priester alles so ausführen, wie dieses Gesetz es vorschreibt.

    31 Den Mann trifft in einem solchen Fall keine Schuld. Hat aber die Frau tatsächlich die Ehe gebrochen, muss sie die Folgen tragen.«

  90. Juleam 20. Februar 2012 um 13:06 Link zum Kommentar

    4. Mose 7 – 10

    4. Mose 7:89

    Der Herr redet im Heiligtum

    89 Dann ging Mose in das heilige Zelt, um mit dem Herrn zu sprechen. Er hörte die Stimme Gottes zwischen den beiden Cherub-Engeln, die auf der Deckplatte der Bundeslade standen. Hier sprach der Herr von nun an zu Mose.

    Ach ja, nun kann ich ja doch noch das einbringen, was ich dazu im Geist-Buch gelesen hatte:

    Die höhere Stellung, die Jehova gegenüber den Cheruben einnimmt, kam auch bei der Bundeslade zum Ausdruck, die der Prophet Moses errichten mußte (Hebräer 9:5).

    32 In dieser goldenen Lade oder Truhe wurden heilige Gegenstände aufbewahrt. Sie hatte einen Deckel, der von zwei goldenen Cheruben überragt wurde, deren ausgebreitete Flügel den Gnadenstuhl oder Sühnedeckel bedeckten.

    Als diese Lade in das Allerheiligste der Stiftshütte und später in das Allerheiligste des Tempels gestellt wurde, erschien über den Flügeln der Cherube ein übernatürliches Licht (das Schekinalicht) (2. Mose 25:10-22; 2. Könige 19:15).

    Auf diese Weise wurde Jehova dargestellt, als throne er über den Cheruben und gebe von dort aus Anweisungen.

    Moses konnte aus eigener Erfahrung hierüber berichten: „Wann immer nun Moses in das Zelt der Zusammenkunft hineinging, um mit ihm zu reden, hörte er dann jeweils die Stimme, die mit ihm von oberhalb des Deckels aus redete, der auf der Lade des Zeugnisses war, von der Stelle zwischen den beiden Cheruben aus; und er redete jeweils zu ihm“ (4. Mose 7:89).

  91. Juleam 20. Februar 2012 um 13:10 Link zum Kommentar

    4. Mose 9:1-5

    Das erste Passahfest in der Wüste

    1 Im 1. Monat des 2. Jahres, nachdem die Israeliten Ägypten verlassen hatten, sprach der Herr in der Wüste Sinai zu Mose:

    2 »Ihr sollt das Passahfest zur vorgeschriebenen Zeit feiern: 3 am Abend des 14. Tages in diesem Monat. Haltet euch an alle Bestimmungen und Vorschriften für das Fest!« 4 Mose teilte es den Israeliten mit. 5 So feierten sie am Abend des 14. Tages im 1. Monat das Passahfest in der Wüste Sinai. Sie befolgten dabei alle Anweisungen des Herrn.

    War dies wirklich das erste Passah, wie die Überschrift andeutet?

    Hatte Jehova ihnen nicht in Ägypten geboten, dies in jedem Jahr an diesem Tag zu feiern? Wenn sie nun schon das zweite Jahr in der Wüste waren, hatten sie denn dann nicht im Jahr zuvor bereits ein Passah-Fest gefeiert?

  92. Juleam 20. Februar 2012 um 13:20 Link zum Kommentar

    4. Mose 9:15-23

    Der Herr führt sein Volk

    15 Als man das heilige Zelt aufgestellt hatte, in dem die Gesetzestafeln aufbewahrt wurden, kam die Wolke des Herrn und bedeckte es. In der folgenden Nacht leuchtete sie wie Feuer. 16 Sie blieb von nun an über dem Heiligtum. Am Tag glich sie einer Wolke und nachts einem Feuer. 17 Wenn sie aufstieg, brachen die Israeliten auf und folgten ihr. Und wo sie sich niederließ, schlugen sie ihr Lager wieder auf. 18 Durch die Wolke gab ihnen der Herr das Zeichen zum Weiterziehen oder Haltmachen. Solange die Wolke auf dem Heiligtum ruhte, ließen die Israeliten ihre Zelte stehen. 19 Das dauerte manchmal sehr lange. Auch dann hielten sie sich an die Weisung des Herrn und brachen nicht auf. 20 Es kam auch vor, dass sie nur wenige Tage an einem Ort blieben, ganz wie der Herr es befahl. 21 Manchmal ließ die Wolke sich am Abend nieder und stieg schon am nächsten Morgen wieder auf. Dann zogen die Israeliten sofort los. Die Wolke konnte einen Tag und eine Nacht bleiben, 22 aber auch zwei Tage, einen Monat oder noch länger. Immer wenn die Wolke auf dem heiligen Zelt ruhte, schlugen die Israeliten ihre Zelte auf und blieben so lange, bis die Wolke sich wieder erhob.

    23 Sie folgten bei ihrem Zug durch die Wüste den Weisungen des Herrn und taten, was er ihnen durch Mose sagte.

    Dies erinnert mich an die Stelle in Hesekiel, wo von dem himmlischen Wagen die Rede ist und an einen Studienartikel, den wir vor vielen Jahren dazu hatten:

    Hesekiel 1:4-21

    Und ich begann zu sehen, und siehe, da war ein stürmischer Wind, der vom Norden kam, eine große Wolkenmasse und zuckendes Feuer, und ein Glanz war daran ringsum, und mitten aus ihm hervor, da war etwas wie der Anblick von Goldsilber, mitten aus dem Feuer. 5 Und mitten aus ihm hervor war etwas, was vier lebenden Geschöpfen glich, und so sahen sie aus: Sie waren das Gleichnis des Erdenmenschen. 6 Und [jedes] hatte vier Gesichter und [jedes] von ihnen vier Flügel. 7 Und ihre Füße waren gerade Füße, und die Sohle ihrer Füße war wie die Sohle des Fußes eines Kalbes; und sie funkelten wie mit der Glut von geglättetem Kupfer. 8 Und Menschenhände waren unter ihren Flügeln an ihren vier Seiten, und alle vier hatten ihre Gesichter und ihre Flügel. 9 Ihre Flügel waren aneinandergefügt. Sie pflegten sich nicht umzuwenden, wenn sie gingen; sie gingen ein jedes stets geradeaus.

    10 Und was das Gleichnis ihrer Gesichter betrifft, sie hatten alle vier ein Menschengesicht mit einem Löwengesicht zur Rechten, und alle vier hatten ein Stiergesicht zur Linken; alle vier hatten auch ein Adlergesicht. 11 So waren ihre Gesichter. Und ihre Flügel breiteten sich nach oben hin aus. Jedes hatte zwei, die sich aneinanderfügten, und zwei bedeckten ihren Leib.

    12 Und sie gingen ein jedes stets geradeaus. Wohin immer der Geist zu gehen geneigt war, dahin gingen sie jeweils. Sie wandten sich nicht, während sie gingen. 13 Und was das Gleichnis der lebenden Geschöpfe betrifft, ihr Aussehen war wie brennende Feuerkohlen. Etwas wie das Aussehen von Fackeln bewegte sich zwischen den lebenden Geschöpfen hin und her, und das Feuer war von hellem Schein, und Blitze gingen aus dem Feuer hervor. 14 Und von seiten der lebenden Geschöpfe gab es ein Ausgehen und ein Zurückkehren wie bei dem Aussehen des Blitzes.

    15 Während ich die lebenden Geschöpfe weiterhin sah, nun siehe, da war e i n Rad auf der Erde neben den lebenden Geschöpfen, bei den vier Gesichtern eines jeden. 16 Was das Aussehen der Räder und ihren Bau betrifft, es war wie das Glühen von Chrysolith; und alle vier waren von e i n e m Gleichnis. Und ihr Aussehen und ihr Bau waren so, wie wenn sich ein Rad inmitten eines Rades befände. 17 Wenn sie gingen, pflegten sie nach ihren vier entsprechenden Seiten hin zu gehen. Sie wandten sich nicht in eine andere Richtung, wenn sie gingen. 18 Und was ihre Felgen betrifft, sie hatten eine solche Höhe, daß sie Furcht erweckten; und ihre Felgen waren voll Augen ringsum, alle vier. 19 Und wenn die lebenden Geschöpfe gingen, so gingen jeweils die Räder neben ihnen, und wenn die lebenden Geschöpfe von der Erde emporgehoben wurden, wurden die Räder jeweils emporgehoben. 20 Wohin immer der Geist zu gehen geneigt war, pflegten sie zu gehen, da der Geist [geneigt war], dahin zu gehen; und die Räder selbst wurden dicht neben ihnen jeweils emporgehoben, denn der Geist des lebenden Geschöpfes war in den Rädern. 21 Wenn sie gingen, pflegten diese zu gehen; und wenn sie stehenblieben, pflegten diese stehenzubleiben; und wenn sie von der Erde emporgehoben wurden, so wurden die Räder dicht neben ihnen jeweils emporgehoben, denn der Geist des lebenden Geschöpfes war in den Rädern.

    WT vom 15.03.1991

    Jehovas himmlischer Wagen ist in Bewegung

    „Was die Räder betrifft, so wurde ihnen vor meinen Ohren zugerufen: ‚O Räderwerk!‘ “ (HESEKIEL 10:13).

    WENN die heutigen Führer der Welt mit ihren modernen Düsenjets unterwegs sind, denken sie vielleicht, sie würden sich des effizientesten Verkehrsmittels bedienen. Doch Jehova offenbarte vor 2 600 Jahren, daß er über ein alles überragendes Transportmittel verfügt, wie es noch kein Ingenieur je gesehen hat. Es handelt sich um einen riesigen, scheueinflößenden Wagen. Ist es nicht seltsam, daß sich der Schöpfer des Universums eines wagenähnlichen Fahrzeugs bedient? Nein, denn Jehovas himmlischer Wagen unterscheidet sich bei weitem von allen Fahrzeugen, die Menschen entworfen haben.

    2 Im 1. Kapitel der Prophezeiung Hesekiels wird Jehova so dargestellt, als fahre er auf einem himmlischen Kolossalwagen. Das scheueinflößende vierräderige Fahrzeug verfügt über Selbstantrieb und kann Erstaunliches vollbringen. Hesekiel sah diesen himmlischen Wagen im Jahr 613 v. u. Z. in einer Vision, als er sich an einem der Kanäle des alten Babylon befand. Der Prophet lenkt die Aufmerksamkeit zunächst auf diejenigen, die den himmlischen Wagen Jehovas bedienen. Versuchen wir beim Lesen, uns vorzustellen, was Hesekiel sah.

    Vier lebende Geschöpfe

    3 Hesekiel berichtet: „Ich begann zu sehen, und siehe, da war ein stürmischer Wind, der vom Norden kam, eine große Wolkenmasse und zuckendes Feuer, und ein Glanz war daran ringsum . . . Und mitten aus ihm hervor war etwas, was vier lebenden Geschöpfen glich“ (Hesekiel 1:4, 5). Jedes dieser vier lebenden Geschöpfe oder Cherube hatte vier Flügel und vier Gesichter. Sie hatten ein Löwengesicht, das für Jehovas Gerechtigkeit stand, ein Stiergesicht, das Gottes Macht darstellte, und ein Adlergesicht, das ein Sinnbild seiner Weisheit war. Auch ein Menschengesicht hatten sie, das für Jehovas Liebe stand (5. Mose 32:4; Hiob 12:13; Jesaja 40:26; Hesekiel 1:10; 1. Johannes 4:8).

    4 Jedes Gesicht der Cherube blickte in eine der vier Richtungen. So war es ihnen möglich, augenblicklich die Richtung zu ändern und dem Gesicht zu folgen, das in die gewünschte Richtung schaute. Aber welche Geschwindigkeit konnten die Cherube erreichen? Nun, sie konnten sich mit der Schnelligkeit des Blitzes fortbewegen (Hesekiel 1:14). Kein menschliches Fahrzeug hat je diese Geschwindigkeit erreicht.

    5 Plötzlich sind die Räder des Wagens zu sehen. Welch ungewöhnlicher Anblick! In Vers 16 und 18 heißt es: „Ihr Aussehen und ihr Bau waren so, wie wenn sich ein Rad inmitten eines Rades befände. Und was ihre Felgen betrifft, sie hatten eine solche Höhe, daß sie Furcht erweckten; und ihre Felgen waren voll Augen ringsum, alle vier.“ Ein Rad neben jedem Cherub ergab vier Räder an vier entsprechenden Stellen. Die Räder glühten wie Chrysolith — ein durchsichtiger, lichtdurchlässiger gelblicher oder grünlicher Stein. Das verlieh dieser herrlichen Vision noch zusätzlich Licht und Schönheit. Da die Felgen der Räder „voll Augen ringsum“ waren, schlugen sie nicht blindlings irgendeine Richtung ein. Und die Räder waren außergewöhnlich hoch, so hoch, daß sie mit einer einzigen Umdrehung eine große Strecke zurücklegen konnten. Sie konnten sich gleich den vier Cheruben so schnell wie Blitze fortbewegen.

    Räder inmitten von Rädern

    6 Noch etwas war ungewöhnlich. In jedem Rad befand sich ein anderes Rad, eines mit demselben Durchmesser, quer in das Basisrad eingefügt. Nur so konnte von den Rädern gesagt werden, daß sie „nach ihren vier entsprechenden Seiten hin“ gingen (Vers 17). Sie konnten augenblicklich die Richtung ändern, weil in jede Richtung eine Seite des Rades wies. Die Räder bewegten sich stets in die Richtung, die die vier Cherube einschlugen. Auf den vier Rädern konnte das Oberteil des Wagens Gottes durch unsichtbare Unterstützung genauso fahren wie ein starkes Fahrzeug, das auf einem Luftkissen über das Wasser gleitet.

    7 Woher hatten die Räder die Kraft, sich allen Bewegungen der vier Cherube anzupassen? Vom heiligen Geist Gottes, des Allmächtigen. In Vers 20 heißt es: „Wohin immer der Geist zu gehen geneigt war, pflegten sie zu gehen, . . . der Geist des lebenden Geschöpfes war in den Rädern.“ In jenen Rädern war dieselbe unsichtbare wirksame Kraft Gottes wie in den Cheruben.

    8 Die Räder werden als „Räderwerk“ bezeichnet (Hesekiel 10:13). Dieser Name ist offenbar auf das zurückzuführen, was ein Rad tut: Es rollt oder dreht sich. Die Bezeichnung dieses Teils des himmlischen Wagens lenkt die Aufmerksamkeit auf die Geschwindigkeit, mit der sich der Wagen fortbewegt. Obwohl sich seine Räder so schnell drehten, konnten sie stets ihren Weg sehen, weil sie voller Augen waren.

    9 Aber erheben wir nun unseren Blick über die vier furchterregend hohen und sich schnell bewegenden Räder, um zu sehen, was sich darüber befindet. In Hesekiel 1:22 wird gesagt: „Über den Häuptern der lebenden Geschöpfe war das Gleichnis einer Ausdehnung wie das Glitzern von scheueinflößendem Eis, ausgespannt oben über ihren Häuptern.“ Die Ausdehnung war zwar fest, jedoch lichtdurchlässig — „wie das Glitzern von scheueinflößendem Eis“; sie glitzerte wie Tausende von sonnenbeschienenen Diamanten. Wirklich scheueinflößend!

    Der herrliche Wagenlenker

    10 Offensichtlich hält der Wagen an, damit der Wagenlenker zu Hesekiel sprechen kann. Über der Ausdehnung war das Gleichnis eines Thrones aus Saphir, tiefblau. Auf dem Thron saß jemand, der wie ein Erdenmensch aussah. Für Hesekiel war die Menschengestalt die beste Hilfe, diese göttliche Kundgebung zu begreifen. Aber jene Menschengestalt war in Herrlichkeit gehüllt, so daß sie wie Goldsilber glühte — wie eine glänzende Legierung aus Silber und Gold. Welch eine atemberaubende Schönheit! Von der Taille der menschenähnlichen Gestalt an erstreckte sich diese vornehme Herrlichkeit sowohl aufwärts als auch abwärts. Die ganze Gestalt war so von Herrlichkeit umhüllt. Das deutete an, daß Jehova unbeschreiblich herrlich ist. Außerdem war der Wagenlenker von einem lieblichen Regenbogen umgeben. Welch eine Ruhe und Stille wird doch durch den Regenbogen nach einem Gewitterregen vermittelt! Mit einer solchen Ruhe und Gelassenheit bewahrt Jehova seine Eigenschaften Weisheit, Gerechtigkeit, Macht und Liebe in vollkommenem Gleichgewicht.

    11 Jehovas Wagen und Thron sind von Licht und schönen Farben umgeben. Welch ein Gegensatz zu Satan, dem Fürsten der Finsternis und des Okkulten! Und wie berührte Hesekiel all das? „Als ich es zu sehen bekam“, berichtet er, „da fiel ich auf mein Angesicht, und ich begann die Stimme eines Redenden zu hören“ (Hesekiel 1:28).

    Was der Wagen darstellt

    12 Was stellt dieser wunderbare Wagen dar? Die himmlische Organisation Jehovas, bestehend aus all seinen heiligen Geistgeschöpfen im unsichtbaren Reich — Seraphe, Cherube und Engel. Da Jehova der höchste Gott ist, sind ihm alle seine Geistgeschöpfe untertan, und er fährt in dem Sinne auf ihnen einher, daß er sie wohlwollend beherrscht und sie gemäß seinem Vorsatz gebraucht (Psalm 103:20).

    13 Wie auf einem Wagen fährt Jehova auf dieser Organisation einher, indem er sie dorthin lenkt, wohin immer sein Geist sie treibt. Sie bewegt sich nicht sinn- und ziellos umher, ohne Führung und Leitung. Gott läßt nicht zu, daß sich die Organisation in irgendeine beliebige Richtung bewegt, sondern sie folgt seinen Anweisungen. Gemeinsam bewegen sich alle vereint vorwärts, bis Gottes Ziele völlig erreicht sind. Welch wunderbare himmlische Organisation wird doch durch die Vision von dem sich bewegenden vierräderigen himmlischen Wagen Jehovas geoffenbart! Im Einklang damit wird Jehovas Organisation als ein Quadrat dargestellt, als vollkommen ausgewogen.

    Als Wächter eingesetzt

    14 Wen versinnbildlicht aber der Prophet Hesekiel? Die geschichtlichen Tatsachen lassen erkennen, daß die Gruppe der geistgezeugten Zeugen Jehovas mit dem himmlischen Wagen in Verbindung steht. Somit stellt Hesekiel treffend den gesalbten Überrest der Zeugen Jehovas seit dem Jahr 1919 dar. In jenem Jahr nahm Jehovas himmlische Organisation in geistiger Hinsicht Verbindung mit dem gesalbten Überrest auf und belebte diese Gruppe als Zeugen Jehovas für die ganze Welt. (Vergleiche Offenbarung 11:1-12.) Die wagenähnliche Organisation war damals in Bewegung und ist es auch heute. Ja, ihre Räder des Fortschritts drehen sich schneller denn je. Jehova fährt darauf schnell einher.

    15 Hesekiel wollte wissen, warum der himmlische Wagen bei ihm vorgefahren war und angehalten hatte. Er erfuhr es durch eine Stimme, die von demjenigen kam, der auf dem Wagen saß. Von dem scheueinflößenden Schauspiel überwältigt, warf sich Hesekiel nieder. Stell dir vor, wie die Stimme dessen, der auf dem himmlischen Wagen fuhr, erklärte: „Menschensohn, stell dich auf deine Füße, damit ich mit dir rede“ (Hesekiel 2:1). Dann erhielt Hesekiel von Jehova den Auftrag, als Wächter das rebellische Haus Israel zu warnen. Er wurde sogar beauftragt, im Namen Gottes zu reden. Hesekiels Name bedeutet „Gott stärkt“. Dementsprechend hat Gott die Hesekiel-Klasse gestärkt und sie als Wächter für die Christenheit eingesetzt und ausgesandt.

    16 Die Vision von dem himmlischen Wagen wirkte auf Hesekiel ernüchternd und überwältigend zugleich und bereitete ihn auch auf den Auftrag vor, als Wächter die Warnung vor der kommenden Zerstörung Jerusalems erschallen zu lassen. Genauso verhält es sich heute mit der Wächterklasse. Das Verständnis der Vision von dem sich bewegenden himmlischen Wagen Jehovas hat den gesalbten Überrest stark beeindruckt. 1931 erfuhr er durch den 1. Band des Buches Rechtfertigung mehr über die Vision Hesekiels. Der Überrest war daraufhin mit solch einer Wertschätzung erfüllt, daß er das Titelblatt des Wachtturms änderte. Beginnend mit der englischen Ausgabe vom 15. Oktober 1931 (deutsch: 1. November), trug das Titelblatt bis 1. August 1950 (deutsch: 15. Oktober) im rechten oberen Teil ein Bild von Hesekiels Vision des himmlischen Wagens, und zwar gemäß der Vorstellung eines Künstlers. Somit hat die Hesekiel-Klasse nach dem ihr erteilten Auftrag gehandelt und als Wächter gedient, indem sie Gottes Warnung erschallen ließ. Die Zeit für die feurige Vernichtung der Christenheit von seiten Jehovas, der auf seinem himmlischen Wagen thront, war noch nie so nahe.

    17 Heute ist eine „große Volksmenge“ schafähnlicher Menschen mit dem gesalbten Überrest verbunden (Offenbarung 7:9). Gemeinsam lassen sie die Warnung vor der kommenden Vernichtung der Christenheit und des gesamten teuflischen Systems der Dinge ergehen. Das Warnungswerk geht schnell voran und wird, wie in Offenbarung 14:6, 7 angedeutet, von Engeln unterstützt.

    Sich mit dem himmlischen Wagen bewegen

    18 Die unterwürfigen Engel bewegen sich als ein Teil der himmlischen Organisation Gottes in völliger Harmonie mit ihr, während sie Jehovas irdischen Dienern bei der Erfüllung ihres Auftrags behilflich sind, warnend auf das Strafgericht Gottes hinzuweisen. Wenn wir weiterhin von diesen mächtigen Dienern Gottes beschützt und geleitet werden möchten, müssen auch wir uns in völliger Harmonie mit dem symbolischen Räderwerk bewegen und mit ihm Schritt halten. Überdies müssen wir als ein Teil der sichtbaren Organisation Jehovas, die sich im Einklang mit dem himmlischen Wagen bewegt, für die Leitung des Geistes Gottes empfänglich sein. (Vergleiche Philipper 2:13.) Als Zeugen Jehovas müssen wir uns in dieselbe Richtung bewegen wie der himmlische Wagen; wir dürfen uns ihm keinesfalls widersetzen. Wir sollten Anweisungen in bezug auf den Weg, den wir gehen sollten, befolgen. Dann ist die Versammlung nicht geteilt (1. Korinther 1:10).

    19 Die Augen, die ringsum an den Rädern des himmlischen Wagens sind, deuten Wachsamkeit an. Genauso wachsam wie die himmlische Organisation müssen auch wir sein, und zwar in bezug auf die Unterstützung der irdischen Organisation Jehovas. Auf Versammlungsebene geschieht das durch die Zusammenarbeit mit den Ältesten am Ort (Hebräer 13:17). Und in der heutigen unruhvollen Zeit müssen sich Christen sehr eng an Jehovas Organisation halten. Wir dürfen nicht versuchen, gewisse Ereignisse selbst auszulegen, denn dann würden wir uns nicht mit dem himmlischen Wagen Jehovas bewegen. Fragen wir uns stets: „Wohin bewegt sich der himmlische Wagen?“ Wenn wir uns zusammen mit Gottes sichtbarer Organisation vorwärts bewegen, werden wir uns auch im Einklang mit der unsichtbaren Organisation bewegen.

    20 Der Apostel Paulus schrieb diesbezüglich: „Brüder, ich betrachte mich selbst noch nicht so, als ob ich es ergriffen habe; doch da ist e i n e s diesbezüglich: Die Dinge vergessend, die dahinten sind, und mich nach den Dingen ausstreckend, die vor mir sind, jage ich dem Ziel entgegen, dem Preis der Berufung Gottes nach oben durch Christus Jesus. Laßt uns denn, so viele von uns reif sind, diese Gesinnung haben; und wenn ihr in irgendeiner Hinsicht anders gesinnt seid, wird Gott euch die obenerwähnte Gesinnung offenbaren. Auf jeden Fall laßt uns in dem Maße, wie wir Fortschritte gemacht haben, weiterhin nach derselben festen Ordnung wandeln“ (Philipper 3:13-16).

    21 Der Begriff „feste Ordnung“ hat nicht die negative Bedeutung eines eingefahrenen Gleises, das wir nicht verlassen könnten. Jehovas Diener haben eine feste Ordnung, durch die sie in geistiger Hinsicht Fortschritte machen. Es ist eine feste Ordnung, zu der das persönliche Bibelstudium gehört, der Besuch der Versammlungszusammenkünfte und das regelmäßige Predigen der guten Botschaft vom Königreich; eingeschlossen ist auch, daß sie die Eigenschaften der himmlischen Organisation Gottes widerspiegeln. Diese feste Ordnung hilft ihnen, der Leitung der himmlischen, wagenähnlichen Organisation Jehovas zu folgen. Wenn wir in dieser Weise vorangehen, werden wir unser Ziel erreichen, sei es der Preis unvergänglichen Lebens in den Himmeln oder ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde.

    22 Wie aus Johannes 10:16 zu erkennen ist, würden die „anderen Schafe“ und die Hesekiel-Klasse eine geeinte Organisation bilden. Demnach sollten alle, die zu Jehovas Organisation gehören, unbedingt die volle Bedeutung der in Hesekiel, Kapitel 1 geschilderten Vision verstehen, damit sie sich im Einklang mit Gottes himmlischem Wagen bewegen können. Diese Vision hilft uns verstehen, daß wir uns in Übereinstimmung mit Jehovas Organisation — der sichtbaren wie der unsichtbaren — bewegen sollten. Behalten wir im Sinn: Jehovas Augen „durchschweifen die ganze Erde, damit er sich stark erweist zugunsten derer, deren Herz ihm gegenüber ungeteilt ist“ (2. Chronika 16:9). Seiner Aufmerksamkeit entgeht nicht das Geringste, insbesondere nichts, was mit seinem Vorsatz, sich als universeller Souverän zu rechtfertigen, zu tun hat.

    23 Jehovas himmlischer Wagen ist heute bestimmt in Bewegung. Bald wird, so wie es dem glorreichen Wagenlenker entspricht, alles zur Herrlichkeit gebracht werden — und das zu seiner Rechtfertigung als Souveräner Herr des Universums. Seine Seraphe, Cherube und Engel stehen in dem großartigen weltweiten Predigtwerk hinter uns. Bewegen wir uns also mit Jehovas himmlischer Organisation vorwärts. Wie können wir aber mit dem sich schnell bewegenden himmlischen Wagen Schritt halten?

    ebenso wie die Räder des himmlischen Wagens, die sofort der Aufforderung des Wagenlenkers folgen, so folgten die Israeliten auch sofort der Aufforderung Jehovas:

    Wenn sie die Wolken- oder Feuersäule erhob, dann brachen sie mit dem gesamten Lager auf – wsenn sie sich niederließ, dann ließen auch sie sich nieder und lagerten

  93. Juleam 20. Februar 2012 um 13:23 Link zum Kommentar

    4. Mose 10:11

    Am 20. Tag des 2. Monats – die Israeliten hatten Ägypten vor gut einem Jahr verlassen – erhob sich die Wolke vom heiligen Zelt

    Tja, ich glaube, hier ist meine Antwort auf die Frage nach dem ersten Passah. Wer lesen kann, ist hier eindeutig im Vorteil *schäm*

    Denn hier und auch im Text davor wurde nicht gesagt, dass sie bereits vor 2 Jahren aus Ägypten ausgezogen waren, sondern dass es im 2. Jahr nach dem Auszug war. Beachte: das erste Jahr ist um und nun beginnt das 2. Jahr. Hier ist der Jahrestag. Wir sind hier also in eine Zeit versetzt, als sie gerade etwas länger als ein Jahr aus Ägypten weg waren

  94. Juleam 21. Februar 2012 um 10:31 Link zum Kommentar

    4. Mose 11 – 14

    4. Mose 12:1-10

    Mirjam und Aaron lehnen sich gegen Mose auf

    1 Mirjam und Aaron machten Mose Vorwürfe, weil er eine Äthiopierin geheiratet hatte.

    2-3 Sie sagten auch: »Spricht der Herr etwa nur durch Mose? Hat er nicht auch durch uns geredet?«

    Mose schwieg dazu. Er war ein zurückhaltender Mann, demütiger als alle anderen Menschen auf der Welt. Aber der Herr hatte gehört, was Aaron und Mirjam gesagt hatten.

    4 Darum befahl er den beiden und Mose: »Geht zum heiligen Zelt!«

    Die drei gehorchten. 5 Der Herr kam in der Wolkensäule herab und stellte sich an den Eingang des Zeltes. Er rief Aaron und Mirjam, und sie traten vor. 6 Dann wies er sie zurecht: »Hört, was ich euch sage! Wenn ich einem Propheten unter euch etwas mitteilen will, erscheine ich ihm in einer Vision oder spreche im Traum zu ihm. 7 Mit Mose aber rede ich anders. Denn er ist mein treuer Diener, ihm habe ich mein Volk anvertraut. 8 Ich rede mit ihm von Angesicht zu Angesicht, nicht in geheimnisvollen Bildern, sondern in klaren Worten. Er kann mich sogar sehen. Wie könnt ihr es da wagen, ihn anzugreifen?«

    9 Nach diesen Worten entfernte sich der Herr voller Zorn, 10 und die Wolke verschwand vom heiligen Zelt.

    Bei uns steht (glaub ich): “sie rebellierten”, bei anderen Übersetzungen “sie lehnten sich auf”. Hier wird es übersetzt mit ‘sie machten ihm Vorwürfe”.

    Das heißt: wenn ich als Frau meinem Ehemann Vorwürfe mache, oder die Kinder den Eltern, oder wir unseren Ältesten – dann rebellieren wir in Wirklichkeit.

    Und zwar nicht nur gegen diesen Menschen, sondern in Wirklichkeit gegen Jehova!

  95. Juleam 21. Februar 2012 um 10:34 Link zum Kommentar

    4. Mose 12:14

    Der Herr antwortete ihm: »Wenn ihr Vater ihr verächtlich ins Gesicht gespuckt hätte, würde sie sich da nicht eine Woche lang schämen? Deshalb soll sie sieben Tage außerhalb des Lagers festgehalten werden. Danach könnt ihr sie wieder bei euch aufnehmen.«

    “Also ne! Wenn mir mein Vater verächtlich ins Gesicht spucken würde, dem würde ich es aber zeigen. So lass ich nicht mit mir umgehen, das lasse ich mir nicht gefallen, da gehe ich zum Jugendamt oder zeige meinen Vater direkt an. Muß ja icht stimmen, aber das soll er mir büßen!”

    Sehen wir, wie weit wir uns bereits von Jehova und seiner Denkweise abgewandt haben?

    Der Vater steht über uns. Er ist unser Haupt, dem wir uns unterordnen müssen – wenn wir Jehova gefallen wollen!

    Wenn wir ihm statt dessen Vorwürfe machen, weil wir der Ansicht sind, wir wüßten alles besser und könnten für uns selbst entscheiden – dann “spuckt er uns ins Gesicht” und das zu Recht.

    Sicherlich ist hier kein buchstäbliches Anspucken gemeint, sondern eine Art scharfe Zurechtweisung, die uns sehr demütigt.

    (Jesaja 50:6)
    Meinen Rücken bot ich den Schlagenden und meine Wangen denen, die [das Haar] ausraufen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Demütigungen* und Speichel.
    *Fußnote:
    od.: „Beschimpfungen“.

    Dann sollten wir uns wirklich von Herzen für unser anmaßendes Verhalten schämen – wenn wir Jehova gefallen wollen.

    Wer statt dessen mit Wut und Vergeltungsaktionen reagiert, macht die Sache in Jehovas Augen sicherlich nicht besser.

    Im Gegenteil!

  96. Juleam 21. Februar 2012 um 10:42 Link zum Kommentar

    Kapitel 13 und 14 – Mose sendet Kundschafter nach Kanaan

    1 (5. Mose 1, 19-28)
    Der Herr sprach zu Mose: 2 »Sende Kundschafter nach Kanaan! Sie sollen sich in dem Land umsehen, das ich euch Israeliten geben will. Such dazu aus jedem Stamm einen angesehenen Mann aus!«

    3 Mose tat, was der Herr ihm befohlen hatte. Alle, die er in der Wüste Paran auswählte, gehörten zu den führenden Männern ihrer Stämme.

    4 Es waren Schammua, der Sohn Sakkurs vom Stamm Ruben,

    5 Schafat, der Sohn Horis vom Stamm Simeon,

    6 Kaleb, der Sohn Jefunnes aus Juda,

    7 Jigal, der Sohn Josefs vom Stamm Issaschar,

    8 Hoschea, der Sohn Nuns aus Ephraim,

    9 Palti, der Sohn Rafus aus Benjamin,

    10 Gaddiël, der Sohn Sodis vom Stamm Sebulon,

    11 Gaddi, der Sohn Susis vom Stamm Manasse,

    12 Ammiël, der Sohn Gemallis aus Dan,

    13 Setur, der Sohn Michaels aus Asser,

    14 Nachbi, der Sohn Wofsis vom Stamm Naftali,

    15 und Gëuël, der Sohn Machis vom Stamm Gad.

    16 Diese Männer beauftragte Mose, das Land zu erkunden. Hoschea, dem Sohn Nuns, gab er einen neuen Namen: Josua (»Der Herr ist Rettung«).

    17 Bevor Mose die Kundschafter losschickte, sagte er zu ihnen: »Nehmt den Weg durch die Wüste Negev, und geht ins Gebirge hinauf! 18 Seht euch das Land an und die Menschen, die dort leben. Findet heraus, ob sie stark oder schwach sind, zahlreich oder wenig, 19 ob sie in ungeschützten Siedlungen oder in befestigten Städten wohnen. Seht, ob das Land gut oder schlecht ist, 20 fruchtbar oder karg, und ob es dort Bäume gibt. Habt keine Angst! Und bringt uns etwas von den Früchten mit, die dort wachsen.« Zu der Jahreszeit reiften nämlich gerade die ersten Trauben.

    21 Die Männer brachen auf und erkundeten das Land Kanaan von der Wüste Zin im Süden bis zur Stadt Rehob im Norden, die an der Straße nach Hamat liegt. 22 Zunächst durchquerten sie die Wüste Negev und erreichten Hebron. Dort lebten die Sippen Ahiman, Scheschai und Talmai vom Volk der Anakiter. Ihre Stadt war sieben Jahre früher als das ägyptische Zoan gegründet worden. 23 Dann kamen die Kundschafter ins Eschkoltal. Dort pflückten sie Granatäpfel und Feigen. Sie schnitten eine Weinrebe ab, die so schwer war, dass zwei Männer sie an einer Stange tragen mussten. 24 Darum nannte man dieses Tal später Eschkol (»Traube«).

    25 Vierzig Tage lang erkundeten die zwölf Männer das Land. Dann kehrten sie zurück. 26 Als die Kundschafter in Kadesch in der Wüste Paran eintrafen, berichteten sie Mose, Aaron und dem ganzen Volk, was sie gesehen hatten, und zeigten ihnen die Früchte aus Kanaan. 27 Sie sagten zu Mose: »Wir sind in dem Land gewesen, in das du uns geschickt hast. Du hattest Recht: Dort fließen Milch und Honig. Sieh dir nur diese Früchte an! 28 Allerdings leben mächtige Völker dort, und ihre Städte sind gewaltige Festungen. Wir haben Anakiter gesehen. 29 Und in der Wüste Negev siedeln die Amalekiter, im Gebirge die Hetiter, Jebusiter und Amoriter. Außerdem wohnen am Mittelmeer und am Jordan die Kanaaniter.«

    30 Da machten die Israeliten Mose wieder Vorwürfe. Kaleb versuchte, sie zu beruhigen, und rief: »Wir sind stark genug, das Land zu erobern. Wir müssen nur losziehen und es in Besitz nehmen!« 31 Aber die anderen Kundschafter widersprachen: »Gegen diese Völker können wir auf keinen Fall antreten. Sie sind viel stärker als wir.« 32 Und sie erzählten den Israeliten die schlimmsten Geschichten über ihre Reise: »Wir haben das Land durchzogen, wir wissen, wie es dort aussieht. Glaubt uns, dort herrschen Mord und Totschlag! Alle Menschen, die wir gesehen haben, sind groß und kräftig.

    33 Die Anakiter, die wir getroffen haben, sind Riesen. In deren Augen waren wir klein wie Heuschrecken, und so haben wir uns auch gefühlt!«

    Die Israeliten wollen nicht nach Kanaan

    1 (5. Mose 1, 26-40)
    Die Israeliten schrien entsetzt auf und weinten die ganze Nacht. 2 Alle schimpften auf Mose und Aaron. »Wären wir doch in Ägypten oder hier in der Wüste gestorben!«, riefen sie. 3 »Warum bringt uns der Herr in solch ein Land? Damit man uns tötet und unsere Frauen und Kinder als Gefangene verschleppt? Lieber kehren wir nach Ägypten zurück!« 4 Dann legten sie sich einen Plan zurecht: »Lasst uns einen neuen Anführer wählen und zurück nach Ägypten gehen!«

    5 Da warfen sich Mose und Aaron vor dem versammelten Volk zu Boden. 6 Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, zerrissen entsetzt ihre Gewänder 7 und riefen den Israeliten zu: »Das Land, das wir erkundet haben, ist sehr gut! 8 Dort gibt es alles im Überfluss! Wenn der Herr Gefallen an uns hat, wird er uns dorthin bringen und uns das Land schenken. 9 Lehnt euch nicht gegen ihn auf! Ihr müsst keine Angst vor den Leuten dort haben. Wir werden sie leicht überwältigen, denn sie haben keinen Schutz mehr. Ihr braucht euch nicht vor ihnen zu fürchten, der Herr ist auf unserer Seite!«

    10 Aber die Israeliten schrien: »Steinigt sie!« Da erschien der Herr in seiner Macht und Herrlichkeit am heiligen Zelt, so dass alle es sehen konnten. 11 Er sprach zu Mose: »Dieses Volk hört nicht auf, mich zu beleidigen. Wie viele Wunder habe ich vor ihren Augen getan, und sie vertrauen mir noch immer nicht! Doch damit ist jetzt Schluss, 12 denn ich werde sie durch eine Seuche ausrotten. An ihrer Stelle will ich deine Nachkommen zu einem Volk machen, das größer und mächtiger ist als sie.«

    13 Doch Mose wandte ein: »Wenn das geschieht, werden es die Ägypter erfahren. Sie haben erlebt, wie du unser Volk mit gewaltigen Taten aus ihrem Land befreit hast. 14 Auch die Bewohner von Kanaan haben gehört, dass du, Herr, mitten unter uns bist und dich uns sogar zeigst. Sie wissen, dass deine Wolke über uns steht, dass du uns bei Tag in der Wolkensäule vorangehst und bei Nacht in der Feuersäule. 15 Wenn du nun ganz Israel auf einen Schlag tötest, dann werden alle diese Völker, die schon so viel von dir gehört haben, davon erfahren und sagen: 16 ›Der Herr konnte dieses Volk nicht in das Land bringen, das er ihnen mit einem Eid versprochen hat. Er hat sie in der Wüste abgeschlachtet.‹ 17 Darum bitte ich dich, Herr: Zeige deine Macht auf andere Weise. Du hast gesagt: 18 ›Meine Geduld ist groß, und meine Liebe kennt kein Ende. Ja, ich vergebe die Schuld, doch ich strafe auch. Wer sündigt, muss die Folgen tragen, aber nicht nur er, sondern auch seine Kinder, Enkel und Urenkel!‹ 19 Herr, weil deine Liebe so groß ist, bitte ich dich: Vergib diesem Volk, wie du es auf dem ganzen Weg von Ägypten bis hierher immer wieder getan hast.«

    20 Da antwortete der Herr: »Ich will dem Volk vergeben, weil du mich darum bittest. 21 Aber ich sage dir: So wahr ich lebe und so wahr die ganze Welt meine Herrlichkeit erkennen wird: 22-23 Diese Leute hier werden das Land nicht sehen, das ich ihren Vorfahren versprochen habe. Keiner, der mich beleidigt hat, wird hineinkommen. Zehnmal haben sie mich nun schon herausgefordert. Obwohl sie meine Macht und die Wunder in Ägypten und hier in der Wüste mit eigenen Augen gesehen haben, wollen sie einfach nicht auf mich hören. 24 Nur eine Ausnahme gibt es: Kaleb, meinen Diener, der mir immer treu gefolgt ist. Ihn werde ich in das Land bringen, das er bereits gesehen hat. Seine Nachkommen sollen es besitzen. 25 Die Amalekiter und die Kanaaniter jedoch werden in der Ebene wohnen bleiben. Aber zuvor werdet ihr alle in die Wüste zurückkehren. Morgen sollt ihr wieder in Richtung Schilfmeer aufbrechen.«

    Vierzig Jahre in der Wüste

    26 (5. Mose 1, 34-40)
    Der Herr sprach zu Mose und Aaron: 27 »Ich habe gehört, was die Israeliten mir vorwerfen. Soll ich ihre Bosheit noch weiter dulden? Sie haben sich lange genug gegen mich aufgelehnt! 28 Darum richtet ihnen aus: Ich habe genau gehört, was ihr gesagt habt. Ich schwöre, so wahr ich lebe, dass ich euren Wunsch erfüllen werde! 29 Hier in der Wüste werdet ihr sterben, und zwar jeder wehrfähige Mann, der heute zwanzig Jahre oder älter ist. Weil ihr euch gegen mich aufgelehnt habt, 30 werdet ihr niemals in das Land kommen, das ich euch mit einem Eid versprochen habe. Nur Kaleb, den Sohn Jefunnes, und Josua, den Sohn Nuns, 31 werde ich dorthin bringen, und auch eure Kinder, die ihr schon in der Gewalt eurer Feinde gesehen habt. Sie werden das Land kennen lernen, das ihr nicht haben wolltet. 32 Aber eure Leichen werden in der Wüste verwesen. 33 Eure Kinder sollen vierzig Jahre mit euch umherziehen, bis ihr alle tot seid. So lange müssen sie mit darunter leiden, dass ihr mir untreu wart. 34 Vierzig Tage lang habt ihr das Land erkundet – vierzig Jahre lang werdet ihr nicht hineinkommen. Für jeden Tag, den ihr dort unterwegs wart, werdet ihr ein Jahr lang die Folgen eurer Sünde tragen. Ihr sollt erleben, was es heißt, wenn ich mich abwende. 35 Das verspreche ich, der Herr, und ich werde es auch tun. Ja, ich schwöre euch: Alle, die sich gegen mich verbündet haben, werden in der Wüste umkommen. Dieses ganze boshafte Volk wird hier sterben!«

    36-37 Die Männer aber, die Mose als Kundschafter losgeschickt hatte, tötete der Herr sofort. Denn sie hatten die schlimmen Gerüchte über das Land verbreitet und das Volk in Aufruhr gebracht. 38 Nur zwei von ihnen blieben am Leben: Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes.

  97. Juleam 21. Februar 2012 um 10:45 Link zum Kommentar

    4. Mose 14:39-44

    Als Mose den Israeliten die Worte des Herrn ausgerichtet hatte, fingen sie an zu weinen und zu klagen. 40 Am nächsten Morgen machten sie sich bereit, ins nördliche Bergland vorzurücken. Sie sagten: »Wir wollen unseren Fehler wieder gutmachen! Wir gehorchen jetzt und ziehen hinauf in das Land, von dem der Herr gesprochen hat!«

    41 Aber Mose rief: »Warum widersetzt ihr euch schon wieder dem Befehl des Herrn? Das kann nicht gut gehen! 42 Bleibt hier! Der Herr ist nicht mit euch, er schützt euch nicht vor euren Feinden. 43 Dort drüben erwarten euch die Amalekiter und Kanaaniter, und sie werden euch umbringen. Der Herr wird euch nicht helfen, denn ihr habt euch von ihm abgewandt!«

    44 Doch die Israeliten hörten in ihrem Stolz nicht zu, sondern zogen ins Bergland hinauf. Mose ging nicht mit

    Am Anfang könnte man tatsächlich meinen, dass sie aufrichtig bereuen und ihren Fehler wirklich wieder gut machen wollen. So als wollten sie sagen:

    “sorry, dass wir nicht auf Gott vertraut haben. Du hast natürlich Recht: Mit Jehova an unserer Seite können wir alles schaffen. Wenn Jehova mit uns ist, wer wird dann gegen uns sein? Also mutig los!”

    Aber warum hören sie jetzt nicht auf Moses?

    Die Bibel sagt, dass sie aus Stolz nicht hören wollten. Und das, kurz nachdem Jehova sie gerade deshalb gerügt hatte. Warum nur lernten sie nicht aus ihren Fehlern?

    Aber kann es nicht auch sein, dass sie die 40 Jahre Wanderung abkürzen wollten?

    Immerhin hatte Jehova ja auch gesagt, dass alle erwachsen Männer in der Wüste sterben und das Land nicht sehen würden. Ja, sie sollten nicht mal ein ruhiges Leben in der Wildnis haben, sondern weiterhin – eigentlich ja ziellos – umherwandern. Das war sicherlich ein sehr anstrengendes Unterfangen, wie sie wußten, denn sie waren ja nun schon eine Weile unterwegs.

    Dachten sie vielleicht:

    “was solls? Wir werden eh ein anstrengendes Leben haben und das verheißene Land nicht sehen. Lasst uns einfach ausprobieren, was passiert. Vielleicht ist unser Gott ja doch mit uns und so nehmen wir das verheißene Land ein und leben in Glück und Frieden. Und wenn nicht: was ist unser Leben dann schon wert? Es wäre voller Mühsal und so ganz ohne unseren Gott leben – das wollen wir auch nicht. Also auf! Lassen wir es darauf ankommen.”

  98. Juleam 24. Februar 2012 um 08:36 Link zum Kommentar

    4. Mose 15 – 17

    4. Mose 15:30-31

    Wer absichtlich sündigt, muss sterben

    30 »Wenn aber jemand aus eurem Volk oder ein Ausländer, der bei euch lebt, mit Absicht eins meiner Gebote übertritt, dann beleidigt er mich und muss sterben. 31 Er hat mein Wort verachtet und mein Gesetz gebrochen. Darum muss er die Folgen tragen und mit seinem Leben dafür bezahlen.«

    Da können wir sehen, wie barmherzig Jehova heute mit uns ist. Wenn wir Mist bauen, werden wir zwar aus der Versammlung ausgeschlossen, wenn nicht hinreichend Reue erkennbar ist – aber wir haben auch die Gelegenheit, wieder in den Schoß der Versammlung zurückzukehren.

    Denken wir nur an Jesu Gleichnis vom verlorenen Sohn!

  99. Juleam 24. Februar 2012 um 08:38 Link zum Kommentar

    4. Mose 15:32-36

    Während des Zuges durch die Wüste wurde einmal ein Israelit dabei gesehen, wie er am Sabbat Holz sammelte. 33-34 Man brachte ihn zu Mose und Aaron, und vor dem ganzen Volk wurde beraten, was mit ihm geschehen sollte. Da niemand genau wusste, welche Strafe er verdiente, wurde er zunächst eingesperrt.

    35 Dann sprach der Herr zu Mose: »Dieser Mann muss sterben! Das ganze Volk soll ihn draußen vor dem Lager steinigen.« 36 Da führten die Israeliten ihn aus dem Lager und steinigten ihn, wie der Herr es durch Mose angeordnet hatte.

    Warum sollte jeder mit Hand anlegen, wenn ein Sünder gesteinigt wurde?

    Sollte ihnen so ganz klar vor Augen geführt werden, dass es keine leichte Sache ist, gegen Gottes Gebote zu verstoßen? Immerhin wurden sie sich dadurch sicherlich bewußt, dass ihr Handeln schlimme Konsequenzen haben würde.

  100. Juleam 24. Februar 2012 um 08:40 Link zum Kommentar

    4. Mose 15:37-40

    Gottes Gebote immer vor Augen

    37 Der Herr sprach zu Mose: 38 »Sag den Israeliten, dass sie und alle ihre Nachkommen an die Zipfel ihrer Gewänder Quasten nähen sollen, die mit einem Stück Schnur aus violettem Purpur zusammengebunden sind. 39 Die Quasten sollen euch daran erinnern, meinen Geboten zu gehorchen. Immer wenn ihr sie seht, sollt ihr an meine Weisungen denken.

    Das wird euch helfen, nicht mit euren Gedanken oder Blicken umherzuschweifen und eure eigenen Ziele zu verfolgen.

    40 Ich möchte, dass ihr meine Gebote im Herzen bewahrt und sie befolgt. Ihr sollt ganz mir gehören.

  101. Juleam 24. Februar 2012 um 08:44 Link zum Kommentar

    Kapitel 16 und 17

    Korach hetzt das Volk auf

    1 Der Levit Korach, ein Sohn Jizhars aus der Sippe Kehat, wollte das Volk gegen Mose aufhetzen. Drei Männer vom Stamm Ruben schlossen sich ihm an: Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, ein Sohn Pelets. Sie brachten 250 Israeliten auf ihre Seite, führende und einflussreiche Männer. 3 Gemeinsam gingen sie zu Mose und Aaron und sagten zu ihnen: »Wir haben jetzt genug von euch! Wer gibt euch das Recht, euch über die Gemeinde des Herrn zu stellen? Der Herr ist mitten unter uns! Wir alle sind heilig, nicht nur ihr!«

    4 Als Mose das hörte, warf er sich zu Boden und betete. 5-7 Dann sagte er zu Korach und den anderen: »Morgen wird der Herr zeigen, wer zu ihm gehört und heilig ist. Darum kommt morgen zum Heiligtum, du, Korach, und alle deine Leute. Bringt Räucherpfannen mit, und zündet Weihrauch darin an. Dann werden wir sehen, wer heilig ist, denn der Herr wird nur den in die Nähe des Heiligtums lassen, den er dazu bestimmt hat. Reicht euch das, ihr Leviten?«

    8 Dann wandte er sich noch einmal an Korach und seine Leute und mahnte sie: »Hört zu, ihr Leviten! 9 Der Gott Israels hat aus diesem ganzen Volk allein euch dazu ausgewählt, in seine Nähe zu kommen. Er hat euch beauftragt, die Arbeiten an seinem Heiligtum zu verrichten und damit dem ganzen Volk zu dienen. Ist euch das noch zu wenig? 10 Du und deine Verwandten vom Stamm Levi, ihr dürft doch immer in der Nähe des Herrn sein! Aber das reicht euch offenbar nicht! Ihr wollt auch noch Priester werden. 11 Doch denkt daran: Wenn ihr Aaron sein Amt als Priester streitig macht, lehnt ihr euch gegen den Herrn auf! Ja, gegen ihn habt ihr euch zusammengerottet!«

    12 Dann ließ Mose Datan und Abiram zu sich rufen. Die beiden aber lehnten ab: »Wir kommen nicht! 13 Du hast uns aus einem schönen, fruchtbaren Land herausgeholt, damit wir in der Wüste verenden. Ist das noch nicht genug? Musst du dich auch noch als Herrscher aufspielen? 14 Wo ist denn das verheißene Land, in dem Milch und Honig fließen? Wo sind die Felder und Weinberge, die wir bekommen sollten? Du willst die Leute wohl für dumm verkaufen! Nein, wir kommen nicht!«

    15 Da wurde Mose sehr zornig und bat den Herrn: »Nimm ihr Opfer nicht an! Ich habe keinem von ihnen je etwas getan. Nicht einmal einen Esel habe ich ihnen weggenommen.«

    Der Herr greift ein

    16 Dann forderte Mose Korach auf: »Morgen sollst du mit deinen 250 Leuten vor dem Herrn erscheinen! Auch Aaron wird da sein. 17 Jeder soll eine Pfanne mit Weihrauch für den Herrn mitbringen, auch du selbst und Aaron.« 18 So kamen die Männer Korachs am folgenden Tag mit ihren glühenden Räucherpfannen zum Eingang des heiligen Zeltes. Auch Mose und Aaron waren dort,

    19 und die übrigen Israeliten versammelten sich ebenfalls. Es war Korach gelungen, das ganze Volk gegen Mose und Aaron aufzuwiegeln.
    Da erschien der Herr in seiner Macht und Herrlichkeit, und alle Israeliten sahen es. 20 Er befahl Mose und Aaron: 21 »Verlasst dieses Volk, denn ich werde es auf einen Schlag vernichten!« 22 Doch die beiden warfen sich zu Boden und riefen: »O Gott, du hast doch alles, was lebt, geschaffen! Willst du ein ganzes Volk ausrotten, nur weil ein einziger Mann gesündigt hat?«

    23 Der Herr antwortete Mose: 24 »Dann befiehl den Israeliten, sich von den Zelten Korachs, Datans und Abirams zurückzuziehen!« 25 Mose stand auf und ging zu Datan und Abiram. Die Ältesten Israels folgten ihm. 26 Dann rief Mose den Israeliten zu: »Geht weg von den Zelten dieser gottlosen Menschen, und fasst nichts an, was ihnen gehört, sonst kommt ihr mit ihnen um!«

    27 Da entfernten sich die Israeliten vom Lager der Aufrührer.
    Als Datan und Abiram aus ihren Zelten kamen und mit ihren Frauen und Kindern davor standen, 28 rief Mose: »Nun sollt ihr sehen, dass der Herr mich gesandt hat und ich nicht tue, was ich will, sondern was er will. 29 Wenn diese Menschen in Frieden alt werden und sterben wie alle anderen, dann hat der Herr mich nicht gesandt. 30 Wenn er aber etwas tut, was es noch nie gab, dann werdet ihr merken, dass sie den Herrn beleidigt haben. Ich sage euch: Der Erdboden wird sich öffnen und sie mit allem, was sie haben, verschlingen. Der Herr wird sie mitten aus dem Leben ins Totenreich hinabreißen.«

    31 Kaum hatte Mose das gesagt, da spaltete sich die Erde. 32 Der Boden öffnete sich und verschlang Datan, Abiram und alle Anhänger Korachs mit ihren Familien und ihrem ganzen Besitz. 33 Mitten aus dem Leben wurden sie ins Totenreich hinabgerissen und von der Erde begraben, die sich über ihnen wieder schloss. So verschwanden sie aus der Mitte ihres Volkes. 34 Als die anderen Israeliten ihre Todesschreie hörten, flohen sie nach allen Seiten und riefen: »Weg von hier! Sonst verschlingt die Erde auch uns!«

    35 Im selben Moment schickte der Herr Feuer und verbrannte die 250 Männer, die ihm Weihrauch darbringen wollten.

    1 Dann sprach der Herr zu Mose: 2 »Befiehl dem Priester Eleasar, dem Sohn Aarons, dass er die Räucherpfannen aus der Asche sammeln und die Glut ausschütten soll. Diese Pfannen gehören mir, 3 weil man sie mir dargebracht hat. Ihr sollt Bleche daraus hämmern und den Brandopferaltar damit überziehen. Das wird die Israeliten in Zukunft daran erinnern, wie sich diese Menschen durch ihre Sünde selbst ins Verderben gestürzt haben.«

    4 Der Priester Eleasar sammelte die bronzenen Räucherpfannen der verbrannten Männer ein und ließ daraus eine Verkleidung für den Altar anfertigen, 5 wie der Herr es ihm durch Mose aufgetragen hatte. Diese Altarverkleidung sollte die Israeliten daran erinnern, dass nur Aaron und seine Nachkommen sich dem Heiligtum nähern und Räucheropfer darbringen durften. Jeder andere, der es versuchte, würde enden wie Korach und seine Leute.

    Das Volk hat nichts begriffen

    6 Am nächsten Tag machten die Israeliten Mose und Aaron schwere Vorwürfe und riefen: »Ihr habt Menschen umgebracht, die der Herr erwählt hat!« 7 Das ganze Volk stellte sich gegen sie. Da drehten sich die beiden zum heiligen Zelt um. Im selben Augenblick wurde es von der Wolke Gottes bedeckt, und der Herr erschien in seiner Herrlichkeit. 8 Mose und Aaron traten vor den Eingang, 9 und der Herr sprach zu Mose: 10 »Geht weg von diesen Leuten! Ich werde sie auf einen Schlag vernichten!« Da warfen sich die beiden zu Boden, 11 und Mose sagte zu Aaron: »Nimm eine Räucherpfanne, fülle sie mit Glut vom Altar, und streu Weihrauch darüber! Bring es zu den Leuten, und versöhne sie mit dem Herrn! Beeil dich, denn der Herr ist zornig; er hat schon begonnen, die Menschen zu töten.«

    12 Aaron tat, was Mose gesagt hatte, und lief mit der Räucherpfanne mitten in die versammelte Menge. Viele Menschen waren bereits gestorben. Aaron verbrannte den Weihrauch und versöhnte durch dieses Opfer das Volk mit Gott. 13 So konnte er das Verderben aufhalten. Der Ort, an dem Aaron stand, war die Grenze zwischen den Toten und den Lebenden. 14 14 700 Menschen waren umgekommen, die Leute Korachs nicht mitgerechnet.

    15 Als das Sterben aufgehört hatte, kehrte Aaron zurück zu Mose an den Eingang des heiligen Zeltes.

  102. Juleam 25. Februar 2012 um 09:16 Link zum Kommentar

    4. Mose 18 – 20

    4. Mose 18:5-6

    Eure levitischen Brüder sind mein Geschenk an euch. Ich habe sie aus allen Stämmen Israels ausgewählt, damit sie mir im Heiligtum dienen. Aber für den Altar und das heilige Zelt selbst seid allein ihr Priester zuständig. Wenn sich andere Israeliten in euer Amt einmischen, wird mein Zorn sie treffen.

    Nanu?

    Ich dachte die Leviten seien die erwachsenen Söhne vom Stamm Levi?

    Wieso heißt es nun, Jehova habe sie aus allen Stämmen Israels ausgewählt? Meinte er damit, dass er den einen Stamm aus allen ausgewählt hatte?

    Vor einigen Tag hatte ich mich ja gefragt, warum ER ausgerechnet diesen Stamm ausgewählt hatte. Aber ich denke, ich habe gestern die Antwort gefunden:

    Moses und Aaron waren aus dem Stamm Levi. Aaron und seine Söhne stellten die Priester. Da war es nur logisch, dass der Rest des Stammes den Dienst im Tempel übernehmen würde

  103. Juleam 25. Februar 2012 um 09:35 Link zum Kommentar

    4. Mose 18:20-32

    Der Anteil der Leviten

    20 Dann sprach der Herr zu Aaron: »Dein Stamm wird in Kanaan kein Land erhalten und kein eigenes Gebiet besitzen wie die anderen Israeliten. Denn ich selbst bin euer Anteil und Erbe. 21 Als Lohn für euren Dienst gebe ich euch den zehnten Teil der Ernte, den die Israeliten zum Heiligtum bringen. 22 Außer euch Priestern und Leviten darf sich keiner dem heiligen Zelt nähern. Das wäre eine Sünde, für die er mit dem Leben bezahlen muss. 23 Nur ihr Leviten dürft die Arbeiten am Heiligtum verrichten, ihr allein seid dort für alles verantwortlich. So soll es immer bleiben, bei euch und bei euren Nachkommen. Ihr erhaltet also kein eigenes Stammesgebiet in Israel, 24 sondern bekommt stattdessen den zehnten Teil der Ernte, den die Israeliten mir als Abgabe bringen.«

    Die Leviten sollen mit den Priestern teilen

    25-26 Weiter ließ der Herr den Leviten durch Mose ausrichten: »Ich habe euch den zehnten Teil von allem zugesagt, was in Israel geerntet wird. Davon sollt ihr mir wiederum den zehnten Teil geben. 27 Dieses Opfer zählt für mich genauso, als hättet ihr das Getreide selbst gedroschen und den Wein selbst gekeltert. 28 Wie die anderen Israeliten sollt auch ihr Leviten mir einen Teil von allem geben, was ihr bekommt. Bringt es dem Priester Aaron. 29 Das Beste von eurem Anteil sollt ihr mir überlassen, denn es ist heilig und gehört mir. 30 Wenn ihr das tut, dann nehme ich eure Gabe an, als hättet ihr Getreide und Wein aus eurer eigenen Ernte dargebracht. 31 Euren Anteil könnt ihr dann mit euren Familien essen, wo immer ihr wollt. Dies ist der Lohn für eure Arbeit am heiligen Zelt.

    32 Wenn ihr vorher das Beste abgegeben habt, ladet ihr keine Schuld auf euch. So sorgt ihr dafür, dass die heiligen Gaben der Israeliten nicht entweiht werden und ihr nicht sterben müsst.«

    Erinnern wir uns noch an den Studienartikel “Jehova ist mein Anteil” und an den ergänzenden Stoff aus dem Einsichtenbuch, wo aufgelistet war, was alles zu den Dingen gehörte, die die Leviten bekamen?

    Erinnern wir uns auch noch an den darauf folgenden Artikel – was dies für uns heute bedeutet?

  104. Juleam 25. Februar 2012 um 09:41 Link zum Kommentar

    4. Mose 20:2-13

    Mose und Aaron enttäuschen den Herrn

    2 (2. Mose 17, 1-7)
    In Kadesch fanden die Israeliten kein Wasser. Darum gingen sie zu Mose und Aaron 3 und machten ihrem Unmut Luft: »Ach, wären wir doch auch ums Leben gekommen, als der Herr unsere Brüder getötet hat! 4 Wozu habt ihr das Volk des Herrn in diese Wüste geführt? Doch nur, um uns und unser Vieh verdursten zu lassen! 5 Warum habt ihr uns aus Ägypten geholt und an diesen schrecklichen Ort gebracht? Hier wächst nichts: kein Getreide, keine Feigen, keine Trauben und keine Granatäpfel. Nicht einmal Wasser gibt es!«

    6 Mose und Aaron verließen die versammelte Menge, gingen zum Eingang des heiligen Zeltes und warfen sich dort zu Boden. Da erschien ihnen der Herr in seiner Herrlichkeit. 7 Er sprach zu Mose: 8 »Nimm deinen Stab! Ruf mit deinem Bruder Aaron das Volk vor dem Felsen dort zusammen! Sprecht laut zu dem Stein, so dass alle es hören! Dann wird Wasser aus ihm herausfließen, und ihr könnt den Menschen und Tieren zu trinken geben.«

    9 Mose gehorchte und nahm den Stab, der im Heiligtum lag. 10 Gemeinsam mit Aaron versammelte er die Israeliten vor dem Felsen und rief: »Passt gut auf, ihr widerspenstigen Menschen! Sollen wir euch Wasser aus diesem Felsen holen?« 11 Er hob den Stab und schlug zweimal damit gegen das Gestein. Da strömte eine große Menge Wasser heraus. Das ganze Volk und alle Tiere konnten ihren Durst stillen.

    12 Aber der Herr sprach zu Mose und Aaron: »Ihr habt mir nicht vertraut und meinen heiligen Namen nicht geehrt, sondern euch selbst in den Mittelpunkt gestellt. Deshalb dürft ihr mein Volk nicht in das Land bringen, das ich ihnen geben werde.«

    13 Von nun an nannte man die Quelle Meriba (»Vorwurf«), denn die Israeliten hatten hier dem Herrn Vorwürfe gemacht, und er hatte ihnen seine Macht gezeigt.

    Auch diesen Punkt hatten wir vor einiger Zeit in einem Studienartikel behandelt.

    Ja! Moses war wirklich sehr demütig. Er sah ein, dass er verkehrt gehandelt hatte und daher nicht ins verheißene Land durfte.

    Ganz im Gegensatz zu seinem Brüdern hätte er zu Recht sagen können: “ihr seid schuld. Nur wegen euch!

    Aber er sagte es nicht, sondern nahm es demütig hin. Ja, er schämte sich sicherlich dafür. Immerhin kam das Urteil von Jehova – und Jehova ist immer absolut gerecht

  105. Juleam 25. Februar 2012 um 09:47 Link zum Kommentar

    4. Mose 21 – 24

    4. Mose 22:28-30

    Da ließ der Herr das Tier sprechen. Es sagte zu Bileam: »Was habe ich dir getan? Warum hast du mich jetzt schon zum dritten Mal geschlagen?« 29 Bileam schrie: »Weil du mich zum Narren hältst! Hätte ich nur ein Schwert zur Hand, ich würde dich töten!« 30 Das Tier erwiderte: »Bin ich nicht deine Eselin, auf der du schon immer geritten bist? Habe ich jemals so etwas getan wie heute?« Bileam sagte: »Nein.«

    Wieso wundert sich Bileam hier eigentlich nicht, dass sein Esel mit ihm spricht?

    Das ganze liest sich so, als wäre dies das Normalste von der Welt für Bileam gewesen. Oder wird seine Verwunderung nur deshalb nicht erwähnt, um nicht von den wichtigeren Dingen abzulenken?

  106. Juleam 25. Februar 2012 um 12:48 Link zum Kommentar

    4. Mose 25 – 27

    4. Mose 25:1-3

    Als die Israeliten in Schittim lagerten, ließen sie sich mit moabitischen Frauen ein. 2-3 Sie wurden von ihnen zu Opferfesten eingeladen, aßen dort das Fleisch der Opfertiere und beteten Baal-Peor an, den Gott der Moabiter. Ganz Israel verehrte ihn und warf sich vor ihm nieder. Da wurde der Herr zornig auf sein Volk

    Nanu? Fehlt hier nicht etwas?

    Wo ist denn der Teil geblieben, dass Bileam Balak dazu geraten hatte?

    Liegt es an der Übersetzung?

    Nein, es wird nur erst an späterer Stelle in der Bibel erwähnt:

    4. Mos4 33:16

    Siehe! Sie sind es, die auf das Wort Bileams hin den Söhnen Israels Anlaß gegeben haben, wegen der Angelegenheit des Peor Untreue gegen Jehova zu begehen, so daß die schlagartige Plage über die Gemeinde Jehovas kam.

    Ach so!

  107. Juleam 25. Februar 2012 um 13:00 Link zum Kommentar

    Die Volkszählung:

    43 730 vom Stamm Ruben
    22 200 vom Stamm Simeon
    40 500 vom Stamm Gad
    76 500 vom Stamm Juda
    64 300 vom Stamm Issaschar
    60 500 vom Stamm Sebulon
    52 700 vom Stamm Manasse
    32 500 vom Stamm Ephraim
    45 600 vom Stamm Benjamin
    64 400 vom Stamm Dan
    53 400 vom Stamm Asser
    45 400 vom Stamm Naftali

    Die Gesamtzahl der israelitischen Männer betrug 601 730.

    Wie sieht das im Vergleich mit denen aus, die damals aus Ägypten kamen?

    damals – heute
    46 500 – 43 730 vom Stamm Ruben
    59 300 – 22 200 vom Stamm Simeon
    45 650 – 40 500 vom Stamm Gad
    74 600 – 76 500 vom Stamm Juda
    54 400 – 64 300 vom Stamm Issaschar
    57 400 – 60 500 vom Stamm Sebulon
    40 500 – 32 500 vom Stamm Ephraim
    32 200 – 52 700 vom Stamm Manasse
    35 400 – 45 600 vom Stamm Benjamin
    62 700 – 64 400 vom Stamm Dan
    41 500 – 53 400 vom Stamm Asser
    53 400 – 45 400 vom Stamm Naftali
    603 550 – 601 730 gesamt

    Insgesamt ist der Unterschied nicht so groß – allerdings fällt bei einigen Stämmen eine deutliche Veränderung auf:

    der Stamm Simeon hat nur noch weniger als die Hälfte Angehörhige und Manasse hat deutlich zugenommen, wohingegen Ephraim sehr viel abgenommen hat.

    Woran liegt das?

    Woher diese deutlichen Unterschiede?

  108. Juleam 25. Februar 2012 um 13:03 Link zum Kommentar

    4. Mose 27:21

    Das Los bestimmt, wann das Volk aufbricht und wann es Halt macht. Josua und alle Israeliten sollen ihm gehorchen.

    Heißt das, dass Jehova nach Mose Tod nicht mehr in Form von einer Wolken- oder Feuersäule bei ihnen sein würde?

    Dies wäre ja dann eine deutliche Veränderung in der Führung Jehovas!

  109. Juleam 27. Februar 2012 um 08:23 Link zum Kommentar

    4. Mose 28 – 30

    Die Sache mit den Gelübden – hat viele Aspekte

    Wenn man sich den zusammengetragenen Stoff der letzten Jahre so durchliest, dann kommt man ins Grübeln:

    Wo finden wir denn heute noch wirkliche Gelübde?

    Unser Ehegelübde und unsere Hingabe, die wir durch die Taufe symbolisiert haben. Bei beiden haben wir Jehova etwas versprochen und an ihnen müssen wir unbedingt festhalten. Daran gibt es überhaupt nichts zu rütteln!

    Welche Gelübde gibt es heute noch?

    Es gibt Ordensschwestern, die sich als “Braut Christi” verstehen und ihr ganzes Leben in den Dienst für Gott gestellt haben. Diese Frauen nehmen ihr Versprechen sehr ernst, ebenso wie die Ordensbrüder. Dann gibt es noch die Priester, die bei ihrer Weihe das Zöllibat geloben.

    Hier gibt es meiner Meinung nach ein Problem: in dem angegebenen Stoff wird gesagt, dass man nichts geloben darf, was man nicht halten kann, weil z.B unmenschlich oder unmoralisch.

    Nun hat der Schöpfer uns ja nicht für die Ehelosigkeit geschaffen, sondern mit dem Wunsch nach einem Ehegefährten. Mag sein, dass man dieses Gefühl eine ziemlich lange Zeit unterdrücken kann, aber irgendwann kommt der Punkt, wo dieser Wunsch übermächtig wird.

    Jetzt hat ja die Nonne die Möglichkeit, aus dem Kloster auszutreten und der Priester kann sein Priesteramt niederlegen und dann heiraten. Aber beide würden an dem inneren Konflikt zerbrechen, da sie Gott ihr Leben geweiht haben und sich nun wie ein Verräter an Jehova vorkommen würden.

    Daher dürfte es solche Gelübde eigentlich nicht geben, weil sie eigentlich nicht einzuhalten sind und von daher in gewisser Form unmenschlich.

    So weit – so gut!

    Aber nun kann ein anderer daher kommen und sagen, dass man sein Ehegelübde auch nicht einhalten könne. Denn was ist, wenn ich mich mit meinem Mann nicht mehr verstehe und unglücklich bin? Ist das nicht auch unmenschlich? Was, wenn ich als Verheiratete/r jemand treffe, der viel besser zu mir passt und mit dem ich glücklicher wäre? Wäre es dann nicht auch unmenschlich, wenn ich meine Gefühle für den anderen unterdrücken müßte? Wäre ich dann nicht in der gleichen verzwickten Lage wie die Ordensschwester oder der Priester?

    Welche Gelübde könnte man dann überhaupt mit gutem Gewissen ablegen?

    Fakt ist, dass Jehova von uns erwartet, dass wir mit unserem Partner eine ewige Bindung eingehen – also heiraten. Und die Ehe ist für Jehova unantastbar. Wenn wir also eine Liebesbeziehung eingehen wollen, dann müssen wir das für die Ewigkeit tun. Das ist ein One-Way-Ticket!

    Auf der anderen Seite muss ein Mensch, der ins Kloster gehen oder Priester werden will, auch ein entsprechendes Gelübde ablegen und dann den Rest seines Lebens ehelos bleiben.

    Wobei es hier doch noch einen Unterschied gibt: der Verheiratete kann eine Liebesbeziehung leben – mit seinem Ehepartner. Der Ordensmensch und der Priester nicht, denn sie haben Ehelosigkeit gelobt.

    Ziemlich verzwickt das Ganze!

  110. Juleam 27. Februar 2012 um 08:25 Link zum Kommentar

    Wo hat Jehova eigentlich Gelübde von Menschen verlangt?

    Mir fällt dazu nicht so richtig was ein: Noah durfte so überleben, mit Abraham hatte er einen Bund geschlossen, ohne Gegenleistungen zu verlangen, die Priester wurden gesalbt und eingesetzt – ohne Gelübde – ebenso wie die Könige, die Propheten und schließlich der Messias. Scheinbar gingen die Gelübde immer von Menschen aus und das immer freiwillig.

    Immer?

    Ich hatte immer gedacht, der Ausdruck “gelobtes” Land würde sich von dem Guten ableiten, was sie dort erwartete. Es war etwas, was zu loben war, so würde das Land “gelobt”.

    Nun merke ich, dass dies gar nicht der Ursprung des Wortes ist, sondern Jehova hatte ihnen dieses Land versprochen. Er hatte Abraham ein Gelübde abgelegt – ihm versprochen, dieses Land seinen Nachkommen zu geben.

    Gelübde – das Gelobte Land

  111. Juleam 27. Februar 2012 um 08:28 Link zum Kommentar

    4. Mose 28:3-6

    Für ein Opfer, das mir gefällt, gelten folgende Anweisungen:

    Jeden Tag sollt ihr zwei fehlerlose, einjährige Lämmer für mich, den Herrn, verbrennen, 4 eins am Morgen, das andere am Abend. 5 Bringt mit jedem Lamm ein Speiseopfer dar von eineinhalb Kilogramm Mehl, vermengt mit einem Liter bestem Olivenöl. 6-8 Dies ist das tägliche Brandopfer, wie ihr es mir zum ersten Mal am Berg Sinai dargebracht habt. Diese Gaben gefallen mir, dem Herrn. Gießt außerdem bei jedem Opfer morgens und abends ein Trankopfer von einem Liter Wein am Altar aus.

    Das sieht auf dem ersten Blick nach sehr viel Vieh und Speisen und Wein aus.

    Aber wir hatten ja gestern die Volkszählung und dabei festgestellt, dass es über 600.000 Israeliten waren – ohne Frauen, Kinder und Leviten. Auf diese Menschenmenge verteilt ist es nicht zu viel, jeden Tag 2 Lämmer zu opfern.

    Wobei: für die Priester war es trotzdem viel Arbeit – wie wir in den letzten Jahren festgestellt hatten

  112. Juleam 27. Februar 2012 um 08:32 Link zum Kommentar

    4. Mose 30:2-17

    Wann sind Gelübde von Frauen gültig?

    2 Danach gab Mose den Oberhäuptern der Stämme Israels erneut eine Weisung vom Herrn weiter:

    3 »Wenn jemand dem Herrn etwas verspricht oder sich mit einem Eid verpflichtet, auf irgendetwas zu verzichten, darf er sein Wort nicht brechen. Er muss alles tun, was er gesagt hat.

    4 Gibt eine junge Frau, die noch bei ihren Eltern lebt, dem Herrn ein Versprechen 5 und ihr Vater lässt sie gewähren, so hat sie sich daran zu halten. 6 Erhebt aber ihr Vater am selben Tag, an dem er davon hört, Einwände gegen ihr Gelübde, wird es ungültig. Dann wird der Herr ihr verzeihen, dass sie es nicht einhält.

    7 Wenn eine Frau sich vor ihrer Heirat durch ein Gelübde oder ein leichtfertiges Versprechen zu irgendetwas verpflichtet hat 8 und ihr Mann dazu schweigt, muss sie ihr Wort halten. 9 Erhebt er jedoch am selben Tag Einspruch, an dem er davon erfährt, ist sie nicht mehr an ihr Versprechen gebunden. Der Herr wird ihr vergeben, wenn sie in diesem Fall ihr Wort nicht hält. 10 Ist aber die Frau, die dem Herrn ein Versprechen gibt, verwitwet oder geschieden, so muss sie es erfüllen.

    11 Legt eine verheiratete Frau ein Gelübde ab 12 und ihr Mann sagt nichts dagegen, muss sie tun, was sie versprochen hat. 13 Der Mann kann das Gelübde jedoch am selben Tag aufheben, an dem er davon hört. Der Herr wird der Frau verzeihen, dass sie es nicht einhält. 14 Der Mann hat das Recht, alles für ungültig zu erklären oder zu bestätigen, was seine Frau versprochen hat, ganz gleich, ob sie etwas tun oder auf etwas verzichten wollte. 15 Wenn er sich am Tag, an dem er davon erfährt, nicht dazu äußert, bestätigt er ihr Gelübde. Durch sein Schweigen wird es verbindlich. 16 Hebt er das Gelübde nach dem ersten Tag auf, trifft ihn allein die Schuld, wenn es gebrochen wird.«

    17 Diese Weisungen erhielt Mose vom Herrn. Sie regeln den Umgang mit Gelübden von verheirateten und unverheirateten Frauen und bestimmen, welchen Einfluss Väter und Ehemänner auf die Gelübde haben.

  113. Juleam 27. Februar 2012 um 08:38 Link zum Kommentar

    4. Mose 31 – 33

    4. Mose 31:6

    Mose sandte sie unter der Führung von Pinhas los, dem Sohn des Priesters Eleasar

    Das hatte sich Pinehas auch ganz bestimmt verdient:

    Immerhin war er derjenige, der als Einziger aktiv etwas dagegen unternommen hatte, dass das Volk mit den Midianiterinnen sündigte. Denken wir nur daran, mit welcher grimmigen Entschlossenheit er dem frechen Simri ins Zelt hinterher ging und diese Unverschämtheit beendete!

    Sicherlich hatte er sich durch diese entschlossene Tat als geeigneter Mann erwiesen, das Volk gegen diese götzendienerische Naiton in den Krieg zu führen!

  114. Juleam 27. Februar 2012 um 08:39 Link zum Kommentar

    4. Mose 31:36-41

    Die Soldaten erhielten von allem die Hälfte, also 337 500 Schafe oder Ziegen, 36 000 Rinder und 30 500 Esel; von den Mädchen bekamen sie 16 000. Dem Herrn überließen sie 675 Schafe und Ziegen, 72 Rinder, 61 Esel, dazu 32 Mädchen. 41 Diesen Anteil gab Mose dem Priester Eleasar, wie der Herr es befohlen hatte.

    Was genau sollten die Priester mit den Mädchen? Hätten sie denn eine Frau aus den heidnischen Nationen heiraten oder ihrem Sohn zur Frau geben dürfen?

    Oder sollten diese als Magd oder Sklavin für sie und ihre Familien arbeiten?

  115. Juleam 27. Februar 2012 um 08:44 Link zum Kommentar

    4. Mose 32:1-5

    Die Stämme Ruben und Gad wollen im Ostjordanland bleiben

    1 (5. Mose 3, 18-20)
    Die Stämme Ruben und Gad besaßen große Viehherden. Als sie das gute Weideland der Gebiete Jaser und Gilead östlich des Jordan sahen, 2 kamen sie zu Mose, zum Priester Eleasar und zu den führenden Männern des Volkes und sagten: 3-4 »Das Land, das wir mit der Hilfe des Herrn schon erobert haben, hat gute Weidegebiete: Atarot, Dibon, Jaser, Nimra, Heschbon, Elale, Sibma, Nebo und Beon. Wir können es gut gebrauchen, denn wir haben viel Vieh. 5 Wenn ihr es erlaubt, würden wir dieses Land gern in Besitz nehmen und nicht mit über den Jordan ziehen.«

    Ein Ansinnen, das durchweg als negativ dargestellt wird: sie wollen nicht in das Verheißene Land, sondern draußen bleiben – wegen dem guten Weideland.

    Das ist ja richtig. Allerdings stellt sich ja auch die Frage, wozu sie all die Städte, das ganze Land, einnehmen sollten?

    Wenn wir nun an das Land der Mideaniter denken: sie haben ja alle Männer und Frauen ausgerottet. Nur die Jungfrauen und Kinder waren übrig. Was hätte denn aus dem eroberten Land werden sollen? Wer hätte es bestellen sollen?

  116. Juleam 27. Februar 2012 um 08:47 Link zum Kommentar

    4. Mose 32:18-22

    Wir versprechen, dass wir nicht eher hierher zurückkehren, bis jeder Israelit seinen Grundbesitz erhalten hat. 19 Wir selbst aber wollen nicht wie die anderen Stämme westlich des Jordan Land bekommen, sondern hier im Osten unseren Anteil erhalten.«

    20 Mose antwortete: »Ich bin damit einverstanden, wenn ihr das tut, was ihr sagt. Rüstet euch zum Kampf, und stellt euch an die Spitze des Heeres! 21 Eure Soldaten sollen unter der Führung des Herrn den Jordan überqueren und nicht eher zurückkehren, bis der Herr seine Feinde vertrieben hat 22 und das Land für ihn erobert ist. Danach könnt ihr hierher zurückkommen, ohne dass ihr euch am Herrn oder am Volk Israel schuldig macht. Der Herr wird euch dann dieses Land hier zum Eigentum geben.

    Das ist ja schon in gewissen Sinne eine Strafe.

    Denn diese Formulierung erinnert mich sehr stark an den Wortlaut des Briefes, den David Uria mit an die Front mit gab – was sein Todesurteil sein sollte

  117. Juleam 27. Februar 2012 um 08:48 Link zum Kommentar

    4. Mose 32:34-40

    Die Männer vom Stamm Gad bauten einige der zerstörten Städte wieder auf: Dibon, Atarot, Aroër, 35 Atrot-Schofan, Jaser, Jogboha, 36 Bet-Nimra und BetHaram. Sie errichteten Häuser, zogen Mauern hoch und stellten Zäune für ihre Herden auf. 37 Die Männer vom Stamm Ruben taten das Gleiche in den Städten Heschbon, Elale und Kirjatajim, 38 in Nebo und Baal-Meon, denen sie neue Namen gaben, und in Sibma. Manche Namen änderten sie, andere behielten sie bei.

    39 Die Männer der Sippe Machir vom Stamm Manasse zogen nach Gilead, eroberten es und vertrieben die Amoriter, die dort lebten. 40 Mose erklärte das Land, das sie eingenommen hatten, zu ihrem Eigentum, und sie ließen sich dort nieder.

    Ich stelle mir gerade die ganze Zeit vor, ich sei von einem der anderen Stämme. Ich bin 40 Jahre durch die Wüste gewandert, bis endlich alle tot waren, die nicht mit ins gelobte Land durften – endlich konnte es losgehen. Darauf habe ich doch schon so lange gewartet, aber was ist das?

    Da wollen welche auf einmal nicht mit. Und nicht nur das: sie halten uns alle auf. Denn sie wollen erst mal ihre Städte bauen und befestigen. Wie lange sollte das denn nun dauern? Ich will endlich in dieses verheißene Land, endlich selbst in einem richtigen Haus wohnen und endlich etwas anderes als dieses Manna essen. Und nun geht es wegen ein paar Brüdern nicht weiter. Die halten den ganzen Verkehr auf. Mann, bin ich sauer.

    Aber was kann ich tun? Eine kleine Ruhepause? Oder sollte ich nicht lieber beim Bau mit anpacken?

    Ist zwar nicht mein Haus, nicht mein Stamm, nicht meine Stadt – aber wir wären schneller fertig …

  118. Juleam 27. Februar 2012 um 08:50 Link zum Kommentar

    Kapitel 33

    Die Lagerplätze Israels beim Zug durch die Wüste

    1 Mose hatte auf Anweisung des Herrn alle Lagerplätze der Israeliten aufgeschrieben, seit sie unter seiner und Aarons Führung von Ägypten aufgebrochen waren. An folgenden Orten hatten sie, nach Heeresverbänden geordnet, das Lager aufgeschlagen:

    3 Am 15. Tag des 1. Monats, am Morgen nach der Passahfeier, zogen die Israeliten von Ramses los. Die Ägypter mussten zusehen, wie das Volk unter dem Schutz des Herrn das Land verließ.

    4 Der Herr hatte die ägyptischen Götter als machtlose Götzen entlarvt und die ältesten Söhne der Ägypter umgebracht.
    Während man die Toten begrub, 5 zogen die Israeliten von Ramses nach Sukkot. Hier schlugen sie ihr erstes Lager auf. 6 Dann ging es weiter nach Etam am Rand der Wüste. 7 Dort bogen sie nach Pi-Hahirot bei Baal-Zefon ab und lagerten vor Migdol. 8 Von hier aus zogen sie mitten durchs Meer. Auf der anderen Seite führte ihr Weg drei Tagesreisen lang durch die Wüste Etam bis nach Mara, dem nächsten Lagerplatz. 9 Von dort ging es weiter nach Elim, einer Oase mit zwölf Quellen und siebzig Palmen. Nachdem sie hier gelagert hatten, 10 brachen sie zum Ufer des Roten Meers auf. 11 Danach kamen sie in die Wüste Sin.

    12 Ihre nächsten Haltepunkte waren: Dofka, 13 Alusch, 14 Refidim, wo sie kein Trinkwasser hatten, 15 dann die Wüste Sinai, 16 Kibrot-Hattaawa, 17 Hazerot, 18 Ritma, 19 Rimmon-Perez, 20 Libna, 21 Rissa, 22 Kehelata, 23 der Berg Schefer, 24 Harada, 25 Makhelot, 26 Tahat, 27 Tarach, 28 Mitka, 29 Haschmona, 30 Moserot, 31 Bene-Jaakan, 32 Hor-Gidgad, 33 Jotbata, 34 Abrona, 35 Ezjon-Geber, 36 Kadesch in der Wüste Zin 37 und der Berg Hor an der Grenze des Landes Edom.

    38 Der Herr befahl dem Priester Aaron, auf den Berg Hor zu steigen. Dort starb Aaron am 1. Tag des 5. Monats, vierzig Jahre nachdem die Israeliten Ägypten verlassen hatten. 39 Er wurde 123 Jahre alt.

    40 Um diese Zeit erfuhr der Kanaaniterkönig, der in Arad im Süden von Kanaan regierte, dass die Israeliten auf sein Land zukamen.

    41 Vom Berg Hor zogen sie nach Zalmona weiter. 42 Ihre nächsten Lagerplätze waren Punon, 43 Obot, 44 Ije-Abarim im Gebiet von Moab, 45 Dibon-Gad, 46 Almon-Diblatajim 47 und das Gebirge Abarim nahe der Stadt Nebo. 48 Von hier aus stiegen sie ins Jordantal hinab und schlugen in der moabitischen Steppe gegenüber von Jericho ihr Lager auf. 49 Es erstreckte sich von Bet-Jeschimot bis nach Abel-Schittim

  119. Juleam 28. Februar 2012 um 18:05 Link zum Kommentar

    4. Mose 34 – 36

    4. Mose 35:10-34

    »Sag den Israeliten:

    Wenn ihr den Jordan überquert und ins Land Kanaan kommt, 11 sollt ihr Zufluchtsstädte bestimmen, in die jeder von euch fliehen kann, der ohne Absicht einen Menschen getötet hat. 12 Dort ist er vor der Blutrache sicher, bis ihr den Fall vor Gericht untersucht habt. 13 Wählt dazu sechs Städte aus, 14 drei hier im Osten und drei drüben im Land Kanaan. 15 Sie bieten jedem von euch Schutz, auch den Ausländern, die bei euch zu Gast sind oder ständig bei euch leben. Jeder, der unabsichtlich einen Menschen getötet hat, soll dorthin fliehen.

    16-18 Wer einen anderen aber vorsätzlich mit einem Gegenstand aus Metall, Stein oder Holz erschlägt, ist ein Mörder und muss sterben. 19 Der nächste Verwandte des Ermordeten soll ihn töten, sobald er ihn findet. 20-21 Denn wer aus Hass und Feindschaft einen Menschen absichtlich erschlägt oder mit einem Wurfgeschoss oder mit der Faust tödlich verletzt, muss auf jeden Fall mit dem Tod bestraft werden.

    22 Anders ist es, wenn jemand nicht aus Feindschaft, sondern zufällig und unabsichtlich einen Menschen tötet, indem er ihn zu Boden stößt, mit einem Wurfgeschoss trifft 23 oder einen Stein auf ihn fallen lässt. 24 In diesem Fall sollt ihr vor Gericht darüber urteilen, ob der Bluträcher ihn töten darf. Haltet euch dabei an dieses Gesetz! 25 Ist der Angeklagte unschuldig, dann sollt ihr ihn vor der Rache schützen und in die Zufluchtsstadt zurückbringen, in die er geflohen war. Dort muss er bleiben, bis der Hohepriester stirbt, der gerade im Amt ist. 26 Wenn der Totschläger aber die Stadt verlässt, in die er geflohen ist, verliert er seinen Schutz. 27 Trifft der Bluträcher ihn außerhalb der Stadt an, darf er ihn töten, ohne sich schuldig zu machen. 28 Denn der Totschläger soll bis zum Tod des Hohenpriesters an seinem Zufluchtsort bleiben. Erst danach kann er nach Hause zurückkehren. 29 Dieses Gesetz gilt für euch und eure Nachkommen überall, wo ihr lebt.

    30 Ein Mörder muss zum Tod verurteilt werden, wenn mindestens zwei Zeugen gegen ihn aussagen. Eine einzelne Zeugenaussage reicht dazu nicht aus.

    31 Ein Mörder kann sich nicht freikaufen. Ihr dürft kein Geld von ihm annehmen, sondern müsst ihn auf jeden Fall töten. 32 Nehmt auch kein Geld von einem Totschläger an! Er darf sich nicht das Recht erkaufen, seine Zufluchtsstadt zu verlassen und nach Hause zurückzukehren, bevor der Hohepriester gestorben ist.

    33 Ihr sollt das Land, in dem ihr lebt, nicht entweihen. Entweiht wird es, wenn jemand darin einen Menschen tötet. Es kann nur dadurch wieder rein werden, dass der Mörder selbst sein Leben lässt.

    34 Euer Land soll rein sein, denn ich, der Herr, wohne mitten unter euch Israeliten!«

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