Jeremia


Jeremia

Übersicht und thematische Verlinkung der Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 8. August 2009 234 Kommentare Trackback URI Comments RSS

234 Kommentare zu “Jeremia”

  1. Juleam 11. August 2009 um 12:36 Link zum Kommentar

    Jeremia 1 – 2

    Jeremia 1:1-3

    Die Worte Jeremias, des Sohnes Hilkịjas, eines der Priester, die in Ạnathoth im Land Bẹnjamin waren, 2 an den das Wort Jehovas erging in den Tagen Josịas, des Sohnes Ạmons, des Königs von Juda, im dreizehnten Jahr seiner Regierung. 3 Und es erging weiter in den Tagen Jọjakims, des Sohnes Josịas, des Königs von Juda, bis zur Vollendung des elften Jahres Zedekịas, des Sohnes Josịas, des Königs von Juda, bis Jerusalem im fünften Monat ins Exil ging.

    Ach so, darum kommt erst Jeremia, weil er in der Zeit von König Josia bis Zedekia prophezeit hatte.

    Jeremia 1:19

    Und sie werden gewiß gegen dich kämpfen, aber sie werden nicht die Oberhand über dich gewinnen, denn ‚ich bin mit dir‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚um dich zu befreien‘.“

    Ja, Jeremia hatte wirklich Trost nötig. Er kannte seine Landsleute und das, was er ihnen sagen hatte, würde ihnen sicherlich nicht schmecken.

    Da war es gut zu wissen, dass er nicht allein war, sondern Jehoa an seiner Seite.

  2. Juleam 11. August 2009 um 12:39 Link zum Kommentar

    Jeremia 2:11-13

    Hat eine Nation Götter vertauscht, sogar mit denen, die keine Götter sind? Aber mein eigenes Volk hat meine Herrlichkeit mit etwas vertauscht, was keinen Nutzen bringen kann. 12 Starrt vor Entsetzen darüber, o ihr Himmel; und schaudert vor gewaltigem Grauen‘, ist der Ausspruch Jehovas, 13 ‚denn zweifach Schlechtes hat mein Volk getan: Mich, den Quell lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, zerbrochene Zisternen, die das Wasser nicht halten können.‘

    Wie wahr!

    Auch ich finde es wirklich ausgesprochen dumm, was sie getan haben und was auch heute scheinbar sehr viele tun.

    Wie kann man – wenn man Jehova kennen gelernt hat und sich ihm hingegeben – ihm den Rücken kehren, um irgendwelchen anderen Göttern nachzulaufen?

    Das ist ja fast so, als hätte ich einen wertvollen goldenen Ring mit vielen Brillianten – und nun sehe ich einen billigen Plastikring aus dem Kaugummiautomaten und werfe meinen goldenen Ring weg um den Plastikring auf meinen Finger zu streifen!

    Wie dumm ist das denn?

    Warum handeln die Menschen so unvernünftig?

    „Naja, weil mein Gott ja nichts tut. Ich sitze hier und flehe dauernd um Hilfe, aber er macht ja nichts. Da schadet es doch nicht, wenn ich zusätzlich einen anderen Gott anbete, damit mich dieser aus der schlimmen Situation rettet.“

    Hä?

    Einen anderen Gott zusätzlich anbeten? Wie dumm ist das denn? Haben wir aus der Geschichte der Israeliten denn garnichts gelernt?

    Jehova ist ein eifersüchtiger Gott. Wir können nicht ihn und andere Götter anbeten – nur ihn oder andere.

    Wir können nicht den billigen Plastikring und den Diamantring gleichzeitig tragen. Einen müssen wir abstreifen. Für welchen entscheiden wir uns?

    Für mich ganz klar, welchen ich tragen würde!

  3. Juleam 11. August 2009 um 12:42 Link zum Kommentar

    Jeremia 2:17-22

    Hast du dir dieses dann nicht selbst angetan, indem du Jehova, deinen Gott, verließest während der Zeit, da [er] dich auf dem Weg ziehen ließ? 18 Und nun, was sollte dich der Weg Ägyptens kümmern, um die Wasser des Schịhor zu trinken? Und was sollte dich der Weg Assyriens kümmern, um die Wasser des STROMES zu trinken? 19 Deine Schlechtigkeit sollte dich zurechtbringen, und deine eigenen Taten der Untreue sollten dich zurechtweisen. Erkenne denn und sieh, daß es etwas Schlechtes und Bitteres ist, daß du Jehova, deinen Gott, verlassen hast und kein Schrecken vor mir dich [befallen hat]‘ ist der Ausspruch des Souveränen Herrn, Jehovas der Heerscharen.

    20 ‚Denn vor langem zerschmetterte ich dein Joch; ich zerriß deine Bande. Du aber sprachst: „Ich werde nicht dienen“, denn auf jedem hohen Hügel und unter jedem üppigen Baum lagst du ausgespreizt, indem du dich der Prostitution hingabst. 21 Und was mich betrifft, ich hatte dich als eine rote Edelrebe gepflanzt, alles davon ein echter Same. Wie also hast du dich mir gegenüber verwandelt in die entarteten [Schößlinge] eines fremdländischen Weinstocks?‘

    22 ‚Aber auch wenn du dich mit Alkali waschen und dir große Mengen Lauge nehmen solltest, würde dein Vergehen gewiß ein Schmutzfleck vor mir sein‘ ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova.

    Hier wieder der Punkt, warum Jehova sein Volk züchtigt: Es geht nicht darum, dass sie in ihrer Unvollkommenheit Fehler gemacht hatten. Nein, sie hatten schwer gesündigt!! Jehova hat sie in seiner Liebe darauf hingewiesen und sie immer wieder liebevoll gebeten, doch bitte von ihrem schlechten Weg zu ihm zurückzukehren. Aber sie wollten nicht!

    Jehova ist zwar sehr barmherzig und er hat viel Geduld. Aber irgendwann haben wir dann den Bogen überspannt, weil wir uns hartnäckig weigern, das zu tun, was er gern möchte. Meist geht es dabei darum, dass wir anderen schaden.

    Vielleicht ist es ja ein Spiel für uns?

    „Wenn es Grenzen gibt dann sollte man doch zumindest bis zum äußersten Rand gehen“

    Reizen wir unsere Grenzen aus? Gucken wir, wie weit wir gehen können, ohne dass wir bestraft werden? Finden wir dieses Spiel lustig?

    Das steht uns frei. Aber wir werden früher oder später die Konsequenzen dafür tragen.

    Jehova wird uns ganz bestimmt richten – gemäß unseren Taten. Und wir sehen hier, dass ER dieses Spielchen garnicht lustig findet. Er bestraft sein Volk sehr hart für sein Vergehen.

    Wollen wir es wirklich so weit kommen lassen??

    Rudern wir lieber bereits jetzt zurück – solange noch Zeit ist!

  4. Juleam 11. August 2009 um 12:47 Link zum Kommentar

    Jeremia 2:26-29

    Wie sich ein Dieb schämen muß, wenn er ertappt wird, so haben sich die vom Hause Israel geschämt, sie, ihre Könige, ihre Fürsten und ihre Priester und ihre Propheten. 27 Sie sagen zu einem Baum: ‚Du bist mein Vater‘ und zu einem Stein: ‚Du selbst hast mich geboren.‘ Aber mir haben sie den Nacken zugewandt und nicht das Gesicht. Und zur Zeit ihres Unglücks werden sie sprechen: ‚Steh doch auf, und rette uns!‘

    28 Doch wo sind deine Götter, die du dir gemacht hast? Mögen sie aufstehen, wenn sie dich retten können zur Zeit deines Unglücks. Denn wie die Zahl deiner Städte sind deine Götter geworden, o Juda.

    29 ‚Warum streitet ihr ständig gegen mich? Warum habt ihr euch alle gegen mich vergangen?‘ ist der Ausspruch Jehovas.

    „Ja, das wusste ich doch nicht, dass das so schlimm ist, ich dachte doch…“

    Egal, was du dachtest – hier steht, was ER denkt und darauf kommt es an.

    Wer von denen, die sich unter Jehovas wahren Anbetern befinden – die regelmässig zur Versammlung gehen, regelmässig die biblischen Publikationen lesen und die regelmässig in der Bibel lesen – will mir ernsthaft weißmachen, dass er nicht wusste, wie sehr Jehova so ein Verhalten verabscheut?

    Und das soll ich nun glauben?

    Immer und immer wieder lesen wir in der Bibel, wie sehr die Israeliten Jehova mit ihrem Verhalten kränkten. Dass er sie immer wieder bat, doch von ihren verkehrten Wegen zu ihm umzukehren und sie letztendlich dann zu seiner Zeit hart dafür ins Gericht brachte.

    Aber auch dass Jehova eigentlich nicht strafen will. Dass er eigentlich will, dass wir uns selbst entscheiden umzukehren – damit er uns Barmherzigkeit erweisen kann.

    Aber auch, dass seine Geduld irgendwann am Ende ist. Dass er dann eingreifen muss und es auch tut – um der wenigen willen, die ihn wirklich und aufrichtig anbeten.

    Warum lernen wir nichts aus dem, was wir da lesen?

    „Naja, das ist mir nicht so bekannt. Ich habe so viel zu tun. Ich schaffe es nicht, in der Bibel zu lesen, Daher weiss ich das nicht. Sorry“

    Gut gebrüllt, Löwe.

    Aber du gehst doch regelmässig zur Versammlung und auf Kongrese. Dann hast du auch immer wieder davon gehört.

    „Ne, da bin ich dann immer so müde und die Kinder sind auch immer so unruhig. Da bekomme ich nie was mit“

    Tja, schwerer Fall.

    Gut, dass nicht wir Menschen übereinander richten müssen, sondern dass es Jehva tut. Derjenige, der in die Herzen schaut und unsere Gedanken und Beweggründe beurteilt. Ihn können wir nicht täuschen.

    Aber wir dürfen ganz sicher sein, dass Jehova gerecht ist und uns gerecht gemäß unseren Taten und Beweggründen richten wird.

    Macht uns dieser Gedanke nun Angst – oder beruhigt er uns?

  5. Juleam 11. August 2009 um 12:49 Link zum Kommentar

    Jeremia 2:29-37

    29 ‚Warum streitet ihr ständig gegen mich? Warum habt ihr euch alle gegen mich vergangen?‘ ist der Ausspruch Jehovas. 30 Vergebens habe ich eure Söhne geschlagen. Keine Zucht nahmen sie an. Euer Schwert hat eure Propheten verzehrt wie ein Löwe, der Verderben verursacht. 31 O Generation, seht selbst das Wort Jehovas.

    Bin ich eine bloße Wildnis für Israel geworden oder ein Land tiefer Finsternis? Wie kommt es, daß diese, mein Volk, gesagt haben: ‚Wir sind umhergeschweift. Wir werden nicht mehr zu dir kommen.‘? 32 Kann eine Jungfrau ihren Schmuck vergessen, eine Braut ihre Brustbänder? Und doch, mein eigenes Volk — sie haben mich zahllose Tage vergessen.

    33 Warum, o Frau, besserst du deinen Weg, um Liebe zu suchen? Darum hast du auch in bösen Dingen deine Wege unterwiesen. 34 Auch sind an deinen Rocksäumen die Blutspuren der Seelen unschuldiger Armer gefunden worden. Nicht beim Einbruch habe ich sie gefunden, sondern [sie sind] auf allen diesen.

    35 Aber du sprichst: ‚Ich bin unschuldig geblieben. Gewiß hat sich sein Zorn von mir abgewandt.‘

    Siehe, ich trete in einen Rechtsstreit mit dir ein, weil du sagst: ‚Ich habe nicht gesündigt.‘ 36 Warum achtest du es als sehr unbedeutend, deinen Weg zu ändern? Auch Ägyptens wegen wirst du beschämt werden, so wie du Assyriens wegen beschämt wurdest. 37 Aus diesem Grund wirst du auch mit deinen Händen auf deinem Kopf ausziehen, weil Jehova die Gegenstände deines Vertrauens verworfen hat, und du wirst keinen Erfolg damit haben.“

    ja, Jehova richtet wirklich gerecht.

    Was wir auch getan haben, ob wir Gutes getan haben oder schlecht gehandelt haben – Jehova wird uns gemäß unseren Taten richten.

    Er ist wirklich ein gerechter Richter, er sich nicht blenden lässt.

    Wie beruhigend für mich!

  6. Juleam 11. August 2009 um 12:52 Link zum Kommentar

    Jeremia 3 – 5

    Jeremia 3:3-10

    Somit werden ausgiebige Regenschauer zurückgehalten, und nicht einmal ein Frühlingsregen ist eingetroffen. Und dein ist die Stirn einer Ehefrau geworden, die Prostitution begeht. Du hast dich geweigert, dich gedemütigt zu fühlen. 4 Hast du mir von jetzt an zugerufen: ‚Mein Vater, du bist der vertraute Freund meiner Jugend! 5 Sollte man auf unabsehbare Zeit grollen oder fortfahren, immerdar [auf etwas] achtzugeben?‘? Siehe! Du hast geredet, und du fuhrst fort, schlechte Dinge zu tun und die Oberhand zu gewinnen.“

    6 Und dann sprach Jehova in den Tagen Josịas, des Königs, zu mir: „ ,Hast du gesehen, was Israel, die Untreue, getan hat? Sie geht auf jeden hohen Berg und unter jeden üppigen Baum, um dort Prostitution zu treiben. 7 Und nachdem sie all diese Dinge getan hatte, sagte ich weiterhin, daß sie doch zu mir zurückkehren sollte, aber sie kehrte nicht zurück; und Juda fuhr fort, auf ihre eigene treulose Schwester zu schauen. 8 Als ich das zu sehen bekam, schickte ich sie aus ebendiesem Grund weg, weil Israel, die Untreue, Ehebruch begangen hatte, und gab ihr dann das Zeugnis ihrer völligen Scheidung, doch Juda, die treulos Handelnde, ihre Schwester, fürchtete sich dann nicht, sondern auch sie begann hinzugehen und Prostitution zu treiben. 9 Und ihre Prostitution erfolgte wegen [ihrer] Leichtfertigkeit, und ständig entweihte sie das Land und beging Ehebruch mit Steinen und mit Bäumen; 10 und trotz alledem kehrte ihre treulose Schwester Juda nicht mit ihrem ganzen Herzen zu mir zurück, sondern nur trügerisch‘ ist der Ausspruch Jehovas.“

    …ohne Worte …

    Jeremia 3:11-17

    Und Jehova sprach weiter zu mir: „Israel, die Untreue, hat bewiesen, daß ihre eigene Seele gerechter ist als Juda, die treulos Handelnde. 12 Geh, und du sollst diese Worte nach Norden hin ausrufen und sagen:

    , „Kehre doch zurück, o Israel, [du] Abtrünnige“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ ‚ „Ich werde mein Angesicht nicht [zürnend] auf euch senken, denn ich bin loyal“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ ‚ „Ich werde nicht auf unabsehbare Zeit grollen. 13 Nur nimm Kenntnis von deinem Vergehen, denn gegen Jehova, deinen Gott, hast du dich vergangen. Und du verstreutest deine Wege fortgesetzt an die Fremden unter jedem üppigen Baum, aber auf meine Stimme hörtet ihr nicht“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ “

    14 „Kehrt zurück, o ihr abtrünnigen Söhne“ ist der Ausspruch Jehovas. „Denn ich selbst bin euer ehelicher Besitzer geworden; und ich will euch nehmen, e i n e n aus einer Stadt und zwei aus einer Familie, und ich will euch nach Zion bringen. 15 Und ich will euch Hirten geben in Übereinstimmung mit meinem Herzen, und sie werden euch gewiß mit Erkenntnis und Einsicht weiden. 16 Und es soll geschehen, daß ihr viele werdet und bestimmt Frucht tragen werdet im Land in jenen Tagen“ ist der Ausspruch Jehovas. „Nicht mehr wird man sagen: ‚Die Lade des Bundes Jehovas!‘, noch wird sie im Herzen aufkommen, noch wird man ihrer gedenken, noch sie vermissen, und sie wird nicht wieder gemacht werden. 17 Zu jener Zeit wird man Jerusalem den Thron Jehovas nennen; und zu ihr sollen alle Nationen zusammengebracht werden, zum Namen Jehovas in Jerusalem, und sie werden nicht mehr nach dem Starrsinn ihres schlechten Herzens wandeln.“

    Immer wieder Jehovas Barmherzigkeit: „kehrt doch bitte zu mir um, damit ich euch Barmherzigeit erweisen kann!“

    Hatten die Propheten also eine schlechte Botschaft? Bedrohten sie das Volk mit dem Tod?
    Nein!

    Jeder hatte sein Schicksal selbst in der Hand. Jeder konnte umkehren, wenn er wenn wollte.

    Wer nicht wollte, der hatte halt um die Strafe (und oft auch um den Tod) gebettelt.

    Aber eigentlich war die Botschaft der Propheten durchweg eine gute Botschaft: „Jehova wird euch Barmherzigkeit erweisen – wenn ihr nur umkehrt“.

    Jeremia 3:22-25

    22 „Kehrt zurück, ihr abtrünnigen Söhne. Ich werde euren abtrünnigen Zustand heilen.“

    „Hier sind wir! Wir sind zu dir gekommen, denn du, o Jehova, bist unser Gott. 23 Wahrlich, die Hügel wie auch das Getöse auf den Bergen gehören zur Falschheit. Wahrlich, in Jehova, unserem Gott, ist die Rettung Israels. 24 Die Schändlichkeit aber hat die Mühe unserer Vorväter von unserer Jugend an verzehrt, ihre Kleinviehherden und ihre Rinderherden, ihre Söhne und ihre Töchter. 25 Wir legen uns hin in unserer Schande, und unsere Demütigung bedeckt uns ständig; denn gegen Jehova, unseren Gott, haben wir gesündigt, wir und unsere Väter, von unserer Jugend an und bis auf diesen Tag, und wir haben der Stimme Jehovas, unseres Gottes, nicht gehorcht.“

    Wie empfinden wir persönlich das, was die Propheten sagen?

  7. Juleam 11. August 2009 um 12:54 Link zum Kommentar

    Jeremia 4:1-2

    „Wenn du umkehren willst, o Israel“, ist der Ausspruch Jehovas, „kannst du auch zu mir umkehren. Und wenn du um meinetwillen deine abscheulichen Dinge entfernen wirst, dann wirst du nicht als Flüchtling gehen. 2 Und [wenn] du gewiß schwören wirst: ‚So wahr Jehova lebt in Wahrheit, in Recht und in Gerechtigkeit!‘, dann werden sich in ihm die Nationen tatsächlich segnen, und in ihm werden sie sich rühmen.“

    Ja, Jehova streckt uns versöhnlich seine Hand entgegen.

    Greifen wir zu – oder schlagen wir sie weg?

    Sehen wir, dass wir selbst den Ausgang in der Hand haben?

    Sehen wir Jehovas tiefe Liebe und Barmherzigkeit?

    Wie reagieren wir darauf?

    Erfüllt es uns mit tiefer Liebe und Dankbarkeit? Oder denken wir „mit dem können wir es ja machen, der verzeiht uns ja doch immer wieder“ und treiben unser Spielchen weiter? In der Zuversicht, dass uns ja nichts pasieren kann, denn „unser Gott ist ja barmherzig und gnädig und hat keinen Gefallen am Tode des Bösen.“

    Lernen wir doch bitte aus den Fehlern des Volkes Israel!

  8. Juleam 11. August 2009 um 12:57 Link zum Kommentar

    Jeremia 4:10

    Und ich sagte dann: „Ach, o Souveräner Herr Jehova! Wahrlich, du hast dieses Volk und Jerusalem gründlich getäuscht, indem [du] sprachst: ‚Ja Frieden wird euch zuteil werden‘, und das Schwert hat bis an die Seele gereicht.“

    Nanu? Jehova täuscht sein Volk?

    Das geht doch garnicht. Passt doch garnicht zu dem, was wir bisher in diesem Jahr über Jehova gelesen haben und auch nicht zu dem, was wir über Jehova wissen.

    Wie ist dieser Text dann gemeint? Hat Jehova sein Volk wirklich getäuscht? und wenn „ja“, warum?

    (Hesekiel 4:9-11) Und was dich betrifft, nimm dir Weizen und Gerste und dicke Bohnen und Linsen und Hirse und Spelt, und du sollst sie in e i n Gefäß tun und dir Brot daraus machen für die Zahl der Tage, die du auf deiner Seite liegst; dreihundertneunzig Tage wirst du es essen. 10 Und deine Speise, die du essen wirst, wird nach dem Gewicht sein — zwanzig Schekel täglich. Von Zeit zu Zeit wirst du es essen. 11 Und Wasser wirst du nur nach dem Maß trinken, den sechsten Teil von einem Hin. Von Zeit zu Zeit wirst du trinken.

    (2. Thessalonicher 2:9-12) Doch ist die Gegenwart des Gesetzlosen gemäß der Wirksamkeit des Satans mit jeder Machttat und mit lügenhaften Zeichen und Wundern 10 und mit jedem Trug der Ungerechtigkeit für die, die zur Vergeltung dafür zugrunde gehen, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, damit sie gerettet würden. 11 Und darum läßt Gott ihnen eine Wirksamkeit des Irrtums zugehen, damit sie der Lüge glauben, 12 so daß sie alle gerichtet werden, weil sie der Wahrheit nicht glaubten, sondern an Ungerechtigkeit Gefallen hatten.

    Ach so!

  9. Juleam 11. August 2009 um 12:59 Link zum Kommentar

    Jeremia 4:14

    Wasche dein Herz rein von aller Schlechtigkeit, o Jerusalem, damit du gerettet wirst. Wie lange werden deine irrigen Gedanken in dir verweilen?

    Das ist es, was Jehova von uns will!

    Wollen wir das auch? Sind wir bereit dazu?

    Jeremia 4:18

    „Dein Weg und deine Handlungen — diese werden dir zurückerstattet werden. Dies ist das Unglück über dich, denn es ist bitter; denn es hat dir bis ans Herz gereicht.“

    Jeremia 4:22

    Denn mein Volk ist töricht. Von mir haben sie nicht Notiz genommen. Sie sind unweise Söhne; und sie sind nicht solche, die Verstand haben. Weise sind sie zum Bösestun, aber zum Gutestun haben sie tatsächlich keine Erkenntnis.

  10. Juleam 11. August 2009 um 13:02 Link zum Kommentar

    Jeremia 5:1-5

    Streift umher in den Straßen Jerusalems, und seht nun und erkennt, und sucht selbst auf ihren öffentlichen Plätzen, ob ihr jemand finden könnt, ob irgendeiner da ist, der Recht übt, irgendeiner, der Treue sucht, und ich werde ihr vergeben. 2 Selbst wenn sie sagen sollten: „So wahr Jehova lebt!“, würden sie dadurch zu völliger Falschheit schwören.

    3 O Jehova, sind nicht diese deine Augen auf [die] Treue gerichtet? Du hast sie geschlagen, doch wurden sie nicht krank. Du rottetest sie aus. Sie weigerten sich, Zucht anzunehmen. Sie machten ihr Gesicht härter als einen zerklüfteten Felsen. Sie weigerten sich umzukehren. 4 Ich hatte ja selbst gesprochen: „Sicher sind sie von niedrigem Stand. Sie handelten töricht, denn sie haben den Weg Jehovas, das Gericht ihres Gottes, außer acht gelassen. 5 Ich will meines Weges zu den Großen gehen und mit ihnen reden; denn sie selbst müssen Kenntnis genommen haben von dem Weg Jehovas, dem Gericht ihres Gottes. Sicherlich müssen sie selbst allesamt das Joch zerbrochen haben; sie müssen die Bande entzweigerissen haben.“

    Freut sich Jehova, dass er die Bösen endlich vernichten kann?

    Nein, er ist traurig, er hätte sich so sehr gewünscht, dass sie umkehren und er sie verschonen kann.

    In Jeremia 4:19 haben wir bereits gelesen, welch grossen Schmerz ihm das bereitet:

    O meine Eingeweide, meine Eingeweide! Ich winde mich vor Schmerzen in meines Herzens Wänden. Mein Herz ist ungestüm in mir. Ich kann nicht schweigen, denn den Schall des Horns hat meine Seele gehört, das Alarmsignal des Krieges.

    Ja, er hat wirklich keinen Gefalllen am Tod des Bösen!

  11. Juleam 11. August 2009 um 13:03 Link zum Kommentar

    Aber er muss es tun, um seiner eigenen Gerechtigkeit Willen:

    Jeremia 5:7-9

    Wie kann ich dir ebendieser Sache wegen vergeben? Deine eigenen Söhne haben mich verlassen, und sie schwören ständig bei dem, was kein Gott ist. Und ich sättigte sie unaufhörlich, aber sie fuhren fort, Ehebruch zu begehen, und zum Haus einer Prostituierten gehen sie scharenweise. 8 Brünstige Rosse, die [starke] Hoden haben, sind sie geworden. Sie wiehern ein jeder nach der Frau seines Gefährten.

    9 „Sollte ich eben wegen dieser Dinge nicht Abrechnung halten?“ ist der Ausspruch Jehovas. „Oder sollte sich an einer Nation, die wie diese ist, meine Seele nicht rächen?“

    Also verlassen wir uns nicht zu sehr darauf, dass uns Jehova ja schon vergeben wird, da er ja barmherzig ist und keinen Gefallen am Tod des Bösen hat – um dann weiterhin hartnäckig zu sündigen.

  12. Juleam 11. August 2009 um 13:06 Link zum Kommentar

    Jeremia 5:11-14

    Denn das Haus Israel und das Haus Juda haben ganz bestimmt treulos an mir gehandelt“ ist der Ausspruch Jehovas. 12 „Sie haben Jehova verleugnet, und sie sagen ständig: ‚Er ist nicht. Und über uns wird kein Unglück kommen, und weder Schwert noch Hungersnot werden wir sehen.‘ 13 Und die Propheten selbst werden zu Wind, und das Wort ist nicht in ihnen. So wird ihnen getan werden.“

    14 Dies ist daher, was Jehova, der Gott der Heerscharen, gesprochen hat: „Weil ihr diese Sache sprecht, siehe, so mache ich meine Worte in deinem Mund zu Feuer, und dieses Volk wird [wie] Holzstücke sein, und es wird sie gewiß verzehren.“

    Hier sagt Jehova selbst, wie er über Personen denkt, die so tun, als würden sie ihn anbeten, dann aber hartnäckig in ihrem sündigen Handeln verharren, weil sie denken „Jehova tut ja eh nix“.

    Jeremia 5:19

    Und es soll geschehen, daß ihr sprechen werdet: ‚Zufolge welcher Tatsache hat Jehova, unser Gott, uns all diese Dinge angetan?‘ Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Ebenso, wie ihr mich verlassen habt und hingegangen seid, in eurem Land einem fremdländischen Gott zu dienen, so werdet ihr Fremden dienen in einem Land, das nicht das eure ist.‘ “

  13. Juleam 11. August 2009 um 13:07 Link zum Kommentar

    Jeremia 5:20-31

    Berichtet dies im Hause Jakob, und verkündigt es in Juda, indem [ihr] sprecht: 21 „Hört nun dies, o unweises Volk, das ohne Herz ist: Sie haben Augen, doch können sie nicht sehen; sie haben Ohren, doch können sie nicht hören. 22 ‚Fürchtet ihr sogar mich nicht‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚oder windet ihr euch selbst meinetwegen nicht vor Schmerzen, der ich dem Meer den Sand als Grenze gesetzt habe, eine auf unabsehbare Zeit dauernde Bestimmung, die es nicht überschreiten kann? Obwohl seine Wellen wogen, können sie doch nicht die Oberhand gewinnen; und [obwohl] sie doch ungestüm werden, können sie sie nicht überschreiten. 23 Aber ebendieses Volk hat ein störrisches und rebellisches Herz bekommen; sie sind abgewichen und gehen weiterhin ihres Weges. 24 Aber sie haben in ihrem Herzen nicht gesagt: „Laßt uns nun Jehova, unseren Gott, fürchten, IHN, der den Regenguß und den Herbstregen und den Frühlingsregen zu seiner Zeit gibt, IHN, der sogar die vorgeschriebenen Wochen der Ernte für uns bewahrt.“ 25 Eure eigenen Vergehungen haben diese Dinge abgewendet, und eure eigenen Sünden haben das, was gut ist, von euch zurückgehalten.

    26 Denn unter meinem Volk sind böse Menschen gefunden worden. Sie spähen beständig, wie wenn sich Vogelsteller ducken. Sie haben eine verderbliche [Falle] gestellt. Menschen sind es, die sie fangen. 27 Wie ein Käfig voll ist von fliegenden Geschöpfen, so sind ihre Häuser voller Trug. Darum sind sie groß geworden, und sie gewinnen Reichtum. 28 Sie sind fett geworden; sie glänzen. Sie sind auch übergelaufen vor schlechten Dingen. Keinen Rechtsfall haben sie geführt, selbst nicht den Rechtsfall des vaterlosen Knaben, so daß sie Gelingen haben könnten; und das Recht der Armen haben sie nicht vertreten.‘ “

    29 „Sollte ich nicht gerade dieser Dinge wegen Abrechnung halten“, ist der Ausspruch Jehovas, „oder sollte an einer Nation, die wie diese ist, meine Seele sich nicht rächen? 30 Eine entsetzliche Sachlage, ja etwas Gräßliches, ist im Land herbeigeführt worden: 31 Die Propheten selbst prophezeien tatsächlich in Falschheit; und was die Priester betrifft, sie gehen nach ihren Kräften auf Unterwerfung aus. Und mein eigenes Volk hat [es] so geliebt; und was werdet ihr am Ausgang davon tun?“

    Jehovas Urteil über sein Volk – und warum er es gefällt hat.

    Was bedeutet das für uns?

    Was können wir daraus lernen?

    Wie werden wir reagieren?

  14. Juleam 11. August 2009 um 13:14 Link zum Kommentar

    Die Botschaft der Propheten – wie empfinden wir sie?

    Fühlen wir und „mit dem Tod bedroht“, wenn uns jemand darauf hinweist, dass wir nicht so handeln, wie Jehova das gern möchte?

    Diese Frage kam ja in den letzten Wochen immer öfters auf. Besonders durch die Betrachtung der ganzen prophetischen Bücher und den ganzen „Morddrohungen“ von denen diese triefen (in den Augen einiger Menschen).

    Daher hier etwas zusätzlicher Stoff für all diejenigen, die sich durch das Gelesene bedroht fühlten und noch fühlen:

    *** w90 15. 7. S. 11-12 Den Wohlgeruch der Erkenntnis Gottes verbreiten ***

    Wohlgeruch des Lebens oder Todesgeruch?

    7 Dadurch, daß Jehovas Zeugen überall die Wahrheiten der Bibel bezüglich des Königreiches Gottes unter Christus bekanntmachen, verbreiten sie überall den lieblichen Wohlgeruch der Erkenntnis des gütigen Gottes, dessen Wahrheit sie von der falschen Religion befreit hat; sie machen diesen Wohlgeruch wahrnehmbar. Triumphierend ziehen sie im Dienst Jehovas umher. Ihr Dienst als Zeugen für Jehova und seinen König ist für ihren Gott wie eine Opfergabe wohlgefälligen Räucherwerks. So können wir verstehen, was der Apostel meinte, als er sagte: „Wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die zugrunde gehen; für die letzteren ein vom Tod ausgehender Geruch zum Tod, für die ersteren ein vom Leben ausgehender Geruch zum Leben [„ein Duft, der sie lebendig macht“, Gute Nachricht für Sie; „Lebenshauch für die, auf die das Leben wartet“, Fotobibel]“ (2. Korinther 2:15, 16).

    8 Aufrichtige Menschen mit einer schafähnlichen Einstellung nehmen die von den Zeugen verbreitete liebliche Erkenntnis Jehovas wahr. Für solche Menschen hat das Werk der Zeugen den Geruch von Gesundheit und Leben an sich, den Geruch lebendiger, ja lebengebender Wahrheit. Sie danken Jehova und seinem König, deren Triumphzug sie sich anschließen, und rufen laut aus: „Die Rettung verdanken wir unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm“ (Offenbarung 7:10). Sie atmen die Luft der Königreichswahrheit ein, die ein erfrischender Lebenshauch ist, ein Wohlgeruch, der zum Leben führt. Aber der Geruchssinn derer, die mit der falschen Religion verbunden bleiben, ist von Satan und seinen Dämonen verdorben worden, so daß sie sich gleichsam die Nase zuhalten und die Wahrheit geringschätzig ablehnen. Denjenigen, „die zugrunde gehen“, kommt es so vor, als würde durch die Wahrheit und ihre treuen Verkündiger ein Geruch des Todes verbreitet, der zum Tode führt. Die Einheitsübersetzung spricht von einem „Todesgeruch, der Tod bringt“, und die Übersetzung von Pfäfflin (1957) nennt ihn einen „Todesduft . . ., der ihnen das nahe Ende kündet“.

    12 Sehr viele haben sich heute wissentlich oder unwissentlich eine verfälschte Form des Christentums erworben, weil diese ihren selbstsüchtigen Begierden zusagt und sie in ihrer Lebensweise nicht einengt. Sie meinen, Gott nehme sie aufgrund ihrer Behauptung an, im Herzen Liebe zu ihm zu haben. Sobald ihnen aber gezeigt wird, daß ihre Glaubensansichten und ihr Verhalten dem Wort Gottes widersprechen, verdrehen sie die betreffenden Bibelstellen und erheben damit ihre persönliche Ansicht über das richtige biblische Verständnis (Matthäus 15:8, 9; 2. Petrus 3:16). Jehovas Zeugen legen dagegen die reine, unverfälschte Wahrheit der Bibel dar und bringen so einen lieblichen Wohlgeruch hervor, der für Gott und seine wahren Anbeter annehmbar ist. Dadurch vertreiben sie alle religiösen Traditionen und alle Hindernisse, die der wahren Erkenntnis Gottes im Wege stehen.

  15. Juleam 12. August 2009 um 14:11 Link zum Kommentar

    Jeremia 6 – 8

    Jeremia 6:10-11

    10 „Zu wem soll ich reden und [wem] Warnung erteilen, damit sie hören? Siehe! Ihr Ohr ist unbeschnitten, so daß sie nicht aufzumerken vermögen. Siehe! Das Wort Jehovas selbst ist ihnen zur Schmach geworden, sie können daran kein Gefallen finden. 11 Und ich bin voll des Grimmes Jehovas geworden. Ich bin müde geworden, an mich zu halten.“

    sicherlich keine leichte Augabe…

    Aber kier kommt auch eine Formulierng vor, die meine Gedanken von Gestern bestätigt: „Warnung“. Das, was Jeremia dem Volk mitteilte, war eine Warnung. Eine Warnung vor Gefahr.

    Warum warnen wir andere vor einer Gefahr? Damit sie sich aus der Gefahrenzone begeben und ihnen nichts geschieht!

    Wenn ich jemanden warne, dass er sich auf einen Abgrund zubewegt, da dieser blind ist und nicht sehen kann – warum tue ich das?

    Bedrohe ich ihn mit dem Tod? Oder wünsche ich ihm den Tod?

    Nein, ich sehe, dass er in Gefahr ist und möchte ihn gern vor dem Unheil (Sturz, Schmerzen und vielleicht dem Tod) bewahren, denn ich habe Mitgefühl und Bedauern für ihn.

    Darum rufe ich laut: „Komm da weg, das ist gefährlich. Wenn du weitergehst, wirst du in den Abgrund stürzen und sicherlich sterben!“

    Wie reagiert der Blinde?

    Im günstigsten Fall hört er auf mich, dreht um und ist dankbar, dass ich ihn vor Unglück bewahrt habe.

    Aber es kann auch sein, dass er wütend ist und denkt „das ist doch meine Sache. Ich bin ein erwachsener Mensch, ich kann tun, was ich will“ und ignoriert mich.

    Und nun?

    Wie reagieren wir, wenn wir einen Selbstmörder auf dem Dach eines hohen Gebäudes sehen, der sich in den Tod stürzen will? „Ist ja schließlich sein Leben und wenn er sich umbringen will – bitte sehr!“?

    Nein, wir werden ihn sicherlich davon abhalten wollen, vielleicht indem wir die Polizei oder die Feuerwehr zur Hilfe rufen.

    Ein ähnliches Gefùhl von Dringlichkeit und Handlungsbedarf verspüren wir sicherlich, wenn wir sehen, dass der Blinde weiterhin unbeirrt auf den Abgrund zugeht. Wir drehen uns nicht einfach um, gehen weiter und sagen uns „“wenn er nicht will, dann eben nicht!“.

    Wir rufen ihm immer wieder zu „pass auf! Da ist ein Abgrund! Wenn du weiterläufst, wirst du in die Tiefe stürzen und sterben!“

    Aber der Blinde läuft unbeirrt weiter und schimpft vor sich hin: „Diese unverschämte Person. Die hetzt gegen mich und bedroht mich mit dem Tode.“

    Und nun?

    Wir rufen noch lauter, denn wir haben Bedauern mit dieser Person. Sicherlich, sie ist unvernünftig und auch erwachsen genug, um selbst zu entscheiden – aber wir wollen nicht mitschuldig werden, also rufen wir ihr weiterhin zu „pass auf, das ist gefährlich!“

    Wir sind schon ganz heiser vom vielen Schreien und können einfach nicht verstehen, dass der Blinde weiterläuft, obwohl wir ihn mehrfach und immer lauter gewarnt haben.

    Plötzlich hören wir, wie der Blinde in sein Handy spricht „die wünscht mir den Tod“ und läuft lustig weiter, immer näher auf den Abgrund zu.

    Wie empfinden wir dabei?

    Wie beurteilen wohl andere, die als Schaulustige die Situation beobachten, das was sie da sehen?

    Was, wenn der Blinde wirklich den Abgrund hinunter fällt, weil er nicht hören wollte – warum auch immer?

    Hat dann der Rufende sich schuldig gemacht? Werden die Schaulustigen denken: „ja, der hat den Blinden in den Tod getrieben. Ich habe genau gehört, wie er immer wieder davon gesprochen hat, dass der Blinde sterben würde.“?

    So ist es auch mit der Botschaft der Bibel und ganz insbesondere mit der Botschaft der Propheten: sie rufen dem Blinden zu: „pass auf, da ist ein Abgrund. Wenn du weiterläufst, wirst du runter stürzen und sterben!“

    Wie würden wir auf den beschriebenen Blinden reagieren?

    „Neee, wenn der hier behauptet, ich bedrohe ihn mit dem Tode oder wünsche ihm den Tod. Das lasse ich mir nicht gefallen. Soll er doch!“

    Ich würde ihn trotzdem immer weiter warnen. Solange noch irgendeine Chance besteht, dass er umdrehen kann, werde ich ihm zurufen „pass auf!“

    Aber wenn er wirklich runtergefallen ist, dann werde ich mich nicht schuldig fühlen, denn das hat er sich dann selbst zuzuschreiben. Ich hatte mein Mögliches getan.

    Aber ich werde auch Bedauern empfinden und denken „hätte er bloss auf meine Warnungen gehört!“

  16. Juleam 13. August 2009 um 13:43 Link zum Kommentar

    Jeremia 6:13-15

    „Denn von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten macht jeder ungerechten Gewinn für sich; und vom Propheten selbst bis zum Priester handelt ein jeder trügerisch. 14 Und sie versuchen den Zusammenbruch meines Volkes leichthin zu heilen, indem [sie] sprechen: ‚Da ist Frieden! Da ist Frieden!‘, wenn kein Frieden da ist. 15 Schämten sie sich, weil sie sogar etwas Verabscheuungswürdiges getan hatten? Fürs erste schämen sie sich ganz bestimmt nicht; und zum andern haben sie nicht einmal kennengelernt, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen. Darum werden sie unter den Fallenden fallen; zu der Zeit, da ich Abrechnung mit ihnen halten muß, werden sie straucheln“, hat Jehova gesprochen.

    Dies ist eine Beschreibung des „Abgrunds“, auf den einige zulaufen.

    Jeremia 6:16-19

    Dies ist, was Jehova gesagt hat: „Bleibt auf den Wegen stehen und seht, und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo nun der gute Weg ist; und geht darauf, und findet Rast für eure Seele.“ Aber sie sprachen fortgesetzt: „Wir werden nicht gehen.“ 17 „Und ich erweckte Wächter über euch: ‚Gebt acht auf den Schall des Horns!‘ “ Aber sie sagten fortgesetzt: „Wir werden nicht achtgeben.“ 18 „Daher hört, o ihr Nationen! Und erkenne, o du Gemeinde, was unter ihnen sein wird. 19 Höre, o Erde! Siehe, ich bringe Unglück über dieses Volk als den Fruchtertrag ihrer Gedanken, denn auf meine eigenen Worte gaben sie nicht acht; und mein Gesetz — sie verwarfen es auch unaufhörlich.“

    eine deutliche Warnung: „da ist der Abgrund, wenn du weitergehst, wirst du umkommen.“

    Jeremia 7:1-7

    Das Wort, das von Jehova an Jeremia erging, lautete: 2 „Stell dich in das Tor des Hauses Jehovas, und du sollst dort dieses Wort ausrufen, und du sollst sprechen: ‚Hört das Wort Jehovas, ihr alle von Juda, die ihr in diese Tore eintretet, um euch vor Jehova niederzubeugen. 3 Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesagt hat: „Macht eure Wege und eure Handlungen gut, und ich will euch an dieser Stätte weilen lassen. 4 Setzt euer Vertrauen nicht in täuschende Worte, indem [ihr] sprecht: ‚Der Tempel Jehovas, der Tempel Jehovas, der Tempel Jehovas sind sie!‘ 5 Denn wenn ihr eure Wege und eure Handlungen ganz bestimmt gut machen werdet, wenn ihr auch wirklich das Recht ausüben werdet zwischen einem Mann und seinem Gefährten, 6 wenn ihr keinen ansässigen Fremdling, keinen vaterlosen Knaben und keine Witwe bedrücken werdet und ihr kein unschuldiges Blut an dieser Stätte vergießen und ihr nicht anderen Göttern, zum Unglück für euch, nachgehen werdet, 7 so werde ich euch meinerseits gewiß dauernd an dieser Stätte weilen lassen, in dem Land, das ich euren Vorvätern gegeben habe, von unabsehbarer Zeit ja bis auf unabsehbare Zeit.“ ‘ “

    Die ausgestreckte Hand Jehovas der uns helfen will – „bitte kehre doch zu mir um, weg von dem Abgrund“.

  17. Juleam 13. August 2009 um 13:46 Link zum Kommentar

    Jeremia 7:8-11

    8 „Seht, ihr setzt euer Vertrauen in täuschende Worte — es wird bestimmt von gar keinem Nutzen sein. 9 Kann man etwa stehlen, morden und Ehebruch begehen und falsch schwören und dem Baal räuchern und anderen Göttern nachgehen, die ihr nicht gekannt hattet — 10 und ihr wollt herkommen und vor mich treten in diesem Haus, über dem mein Name genannt worden ist, und wollt sprechen: ‚Wir werden gewiß befreit werden‘ ungeachtet all dieser verübten Abscheulichkeiten? 11 Ist denn dieses Haus, über dem mein Name genannt worden ist, in euren Augen eine bloße Räuberhöhle geworden? Siehe, ich selbst habe [es] auch gesehen“ ist der Ausspruch Jehovas.

    Jehova macht noch einmal klar, dass ihre Handlung dem entsprechen, als würden sie unaufhörlich auf einen Abgrund zugehen.

    Wenn sie nicht von ihrem verkehrten Weg umkehrten, würden sie unweigerlich in einen Abgrund fallen.

    Erwarteten sie wirklich, dass Jehova die Naturgesetze ändern oder ausser Kraft setzen würde, bloß weil sie hartnäckig weiter gingen?

    Es war ja ihre Entscheidung. Er hat sie gewarnt. Wenn sie meinten, sie müssten weiter gehen, dann müssten sie auch die Konsequenzen tragen. Er würde nicht die Schwerkraft ausser Kraft setzen, damit sie sich nicht verletzen würden.

    Dies sagt er hier laut und deutlich. Es ist also ihre Entscheidung, wie es mit ihnen ausgehen würde.

    Ist Jehova ein harter und unbarmherziger Gott – weil er nicht für sie die Naturgesetze ändert?

    Wie denken wir darüber?

  18. Juleam 13. August 2009 um 14:04 Link zum Kommentar

    Jeremia 7:12-15

    12 „ ,Geht jedoch nun zu meiner Stätte, die in Sịlo war, wo ich meinen Namen zuerst weilen ließ, und seht, was ich ihr wegen der Schlechtigkeit meines Volkes Israel getan habe. 13 Und nun, weil ihr fortgesetzt all diese Werke tatet‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und ich ständig zu euch redete, indem ich mich früh aufmachte und redete, ihr aber nicht hörtet, und ich euch ständig rief, ihr aber nicht antwortetet, 14 will ich auch dem Haus, über dem mein Name genannt worden ist, auf das ihr vertraut, und der Stätte, die ich euch und euren Vorvätern gab, ebenso tun, wie ich Sịlo tat. 15 Und ich will euch von meinem Angesicht wegwerfen, so wie ich alle eure Brüder weggeworfen habe, die ganze Nachkommenschaft Ẹphraims.‘

    Jeremia 7:16-20

    Und was dich betrifft, bete nicht zugunsten dieses Volkes, noch erhebe für sie einen inständigen Ruf oder ein Gebet, noch dringe in mich, denn ich werde nicht auf dich hören. 17 Siehst du nicht, was sie in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems tun? 18 Die Söhne lesen Holzstücke auf, und die Väter zünden das Feuer an, und die Frauen kneten Mehlteig, um Opferkuchen für die ‚Himmelskönigin‘ zu machen; und es werden Trankopfer ausgegossen für andere Götter zu dem Zweck, mich zu kränken. 19 ‚Bin ich es, den sie kränken?‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Sind nicht sie selbst es, zur Beschämung ihres Angesichts?‘ 20 Dies ist daher, was der Souveräne Herr Jehova gesagt hat: ‚Siehe! Mein Zorn und mein Grimm wird sich über diese Stätte ergießen, über Menschen und über Haustiere und über den Baum des Feldes und über den Fruchtertrag des Erdbodens; und er soll brennen, und er wird nicht ausgelöscht werden.‘

    Ebenso wie das Gesetz der Schwerkraft, was besagt, dass die Dinge unweigerlich nach unten fallen – so besagt Jehovas Gesetz: „wenn du meine Gebote nicht hälst, muss ich dich bestrafen, um mein Volk rein zu erhalten“.

    Ebenso wie ein Vermieter, wenn er einen Mieter hat, der systematisch das ganze Haus zerstört. Er wird diesen Zerstörer mehrmals abmahnen. Aber wenn dieser nicht mit seinem schädlichen Verhalten aufhört, muss er ihn aus dem Haus werfen. Er kann nicht warten, bis das gane Haus zerstört und unbewohnbar ist. Ausserdem muss er seine anderen Mieter schützen. Und das wird er auch unweigerlich tun.

    Ist er deshalb ein harter unbarmheriger Vermieter?

    „Ich hab doch garnichts emacht…“, sagt der Zerstörer.

  19. Juleam 13. August 2009 um 14:11 Link zum Kommentar

    Jeremia 7:22-26

    Denn ich redete nicht mit euren Vorvätern, noch gebot ich ihnen an dem Tag, an dem ich sie aus dem Land Ägypten herausführte, hinsichtlich der Dinge des Ganzbrandopfers und des Schlachtopfers. 23 Dieses Wort jedoch habe ich ihnen anbefohlen, indem [ich] sprach: „Gehorcht meiner Stimme, und ich will euer Gott werden, und ihr selbst werdet mein Volk werden; und ihr sollt auf dem ganzen Weg wandeln, den ich euch gebieten werde, damit es euch gutgeht.“ ‘ 24 Sie aber hörten nicht, noch neigten sie ihr Ohr, sondern sie wandelten dann in den Ratschlägen, in dem Starrsinn ihres schlechten Herzens, so daß sie sich rückwärts wandten und nicht vorwärts, 25 von dem Tag an, da eure Vorväter aus dem Land Ägypten herauskamen, bis zu diesem Tag; und ich sandte ständig alle meine Knechte, die Propheten, zu euch, indem ich mich täglich früh aufmachte und [sie] sandte. 26 Aber sie hörten nicht auf mich, und sie neigten ihr Ohr nicht, sondern sie verhärteten fortgesetzt ihren Nacken. Sie handelten schlimmer als ihre Vorväter!

    Ist Jehova wirklich hart und unbarmerzig, wenn er ihrem schändlichen Treiben ein Ende setzt?

    Wie denken wir darüber??

    Jeremia 7:27-31

    27 Und du sollst alle diese Worte zu ihnen reden, aber sie werden nicht auf dich hören; und du sollst ihnen zurufen, aber sie werden dir nicht antworten. 28 Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Das ist die Nation, deren Volk der Stimme Jehovas, seines Gottes, nicht gehorcht hat und nicht Zucht angenommen hat. Die Treue ist entschwunden, und sie ist weggetilgt worden von ihrem Mund.‘

    29 Schere dein ungeschnittenes Haar ab, und wirf [es] weg, und auf den kahlen Hügeln erhebe ein Totenklagelied, denn Jehova hat die Generation, über die er sehr erzürnt ist, verworfen und wird [sie] im Stich lassen. 30 ‚Denn die Söhne Judas haben getan, was böse ist in meinen Augen‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Sie haben ihre abscheulichen Dinge in dem Haus aufgestellt, über dem mein Name genannt worden ist, um es zu verunreinigen. 31 Und sie haben die Höhen des Tọphet gebaut, das im Tal des Sohnes Hịnnoms ist, um ihre Söhne und ihre Töchter im Feuer zu verbrennen, etwas, was ich nicht geboten hatte und was in meinem Herzen nicht aufgekommen war.‘

  20. Juleam 13. August 2009 um 14:14 Link zum Kommentar

    Jeremia 8:4-7

    „Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Werden sie fallen und nicht wieder aufstehen? Wenn der eine umkehren würde, wird der andere nicht auch umkehren? 5 Wie kommt es, daß dieses Volk, Jerusalem, untreu ist mit einer dauernden Untreue? Sie haben an Trug festgehalten; sie haben sich geweigert umzukehren. 6 Ich habe aufgemerkt, und ich hörte ständig hin. Es war nicht recht, wie sie fortgesetzt redeten. Da war niemand, der seine Schlechtigkeit bereute, indem [er] sprach: ‚Was habe ich getan?‘ Jeder geht zurück zu dem allgemein beliebten Lauf wie ein Roß, das in die Schlacht stürmt. 7 Sogar der Storch am Himmel — er kennt seine bestimmten Zeiten wohl; und die Turteltaube und der Mauersegler und die Drossel — sie halten die Zeit der Ankunft eines jeden gut ein. Was aber mein Volk betrifft, sie haben das Gericht Jehovas nicht erkannt.“ ‘

    Jeremia 8:8-12

    ‚Wie könnt ihr sagen: „Wir sind weise, und das Gesetz Jehovas ist bei uns.“? Nun, sicherlich hat der falsche Griffel der Sekretäre in völliger Falschheit gearbeitet. 9 Die Weisen sind beschämt worden. Sie sind erschrocken und werden gefangen. Siehe! Sie haben sogar das Wort Jehovas verworfen, und welche Weisheit haben sie? 10 Daher werde ich ihre Frauen anderen Männern geben, ihre Felder den Besitzergreifenden; denn vom Geringsten selbst bis zum Größten macht jeder ungerechten Gewinn; vom Propheten selbst bis zum Priester handelt ein jeder trügerisch. 11 Und sie versuchen den Zusammenbruch der Tochter meines Volkes leichthin zu heilen, indem [sie] sprechen: „Da ist Frieden! Da ist Frieden!“, wenn kein Frieden da ist. 12 Schämten sie sich, weil sie sogar etwas Verabscheuungswürdiges getan hatten? Fürs erste konnten sie sich ganz bestimmt nicht beschämt fühlen; zum andern wußten sie auch gar nicht, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen.

    Darum werden sie unter den Fallenden fallen. Zu der Zeit, da die Aufmerksamkeit auf sie gerichtet wird, werden sie straucheln‘, hat Jehova gesprochen.

    Wie denkt also Jehova über uns, wenn wir hartnäckig in unserem schlechten Tun verharren?

    Berührt uns das?

    Werden wir etwas ändern – oder ist uns Jehova egal und wie er über uns denkt?

  21. Juleam 13. August 2009 um 14:18 Link zum Kommentar

    Jeremia 9 – 12

    Jeremia 9:3-9

    und sie spannen ihre Zunge als ihren Bogen in Falschheit; aber nicht für [die] Treue haben sie sich als mächtig erwiesen im Land.

    „Denn von Schlechtigkeit zu Schlechtigkeit schritten sie fort, und sogar mich ließen sie außer acht“ ist der Ausspruch Jehovas.

    4 „Hütet euch ein jeder vor seinem eigenen Gefährten, und setzt euer Vertrauen überhaupt nicht auf einen Bruder. Denn sogar jeder Bruder würde ganz bestimmt [einen anderen] verdrängen, und jeder Gefährte, er würde als bloßer Verleumder umhergehen, 5 und sie treiben ein jeder ständig sein Spiel mit seinem Gefährten; und sie reden überhaupt keine Wahrheit. Sie haben ihre Zunge gelehrt, Falsches zu reden. Sie haben sich lediglich im Unrechttun müde gemacht.

    6 Dein Wohnsitz ist inmitten von Trug. Durch Trug haben sie sich geweigert, mich zu erkennen“ ist der Ausspruch Jehovas.

    7 Dies ist daher, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: „Siehe, ich schmelze sie, und ich muß sie prüfen, denn wie soll ich sonst handeln wegen der Tochter meines Volkes? 8 Ihre Zunge ist ein schlachtender Pfeil. Trug hat sie geredet. Mit seinem Mund redet [jemand] ständig Frieden mit seinem eigenen Gefährten; aber in seinem Innern legt er seinen Hinterhalt.“

    9 „Sollte ich wegen dieser Dinge nicht Abrechnung mit ihnen halten?“ ist der Ausspruch Jehovas. „Oder sollte sich an einer Nation, die wie diese ist, meine Seele nicht rächen?

    Alles Dinge, die Jehova hasst.

    Jeremia 9:12-15

    Wer ist der Mann, der weise ist, damit er dies versteht, ja der, zu dem der Mund Jehovas geredet hat, damit er es berichtet? Weswegen sollte das Land tatsächlich zugrunde gehen, tatsächlich verbrannt werden, der Wildnis gleich, ohne daß irgendeiner hindurchzieht?“

    13 Und Jehova sprach dann: „Weil sie mein Gesetz verlassen haben, das ich gab, [damit es] vor ihnen [sei], und [weil] sie meiner Stimme nicht gehorcht haben und nicht darin gewandelt sind, 14 sondern fortgesetzt dem Starrsinn ihres Herzens und den Baalsbildnissen nachgingen, über die ihre Väter sie belehrt hatten; 15 darum hat Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, dies gesagt: ‚Siehe, ich lasse sie, das heißt dieses Volk, Wermut essen, und ich will sie Giftwasser trinken lassen;

    Ja, sie hatten wirklich Strafe verdient.

    Oder sehen wir das anders?

    Jeremia 9:23-24

    Dies ist, was Jehova gesagt hat: „Möge sich der Weise nicht seiner Weisheit rühmen, und möge sich der Starke nicht seiner Macht rühmen. Möge sich der Reiche nicht seines Reichtums rühmen.“

    24 „Wer sich aber rühmt, rühme sich allein dessen: Einsicht zu haben und Erkenntnis von mir zu haben, daß ich Jehova bin, der liebende Güte, Recht und Gerechtigkeit auf der Erde übt; denn an diesen Dingen habe ich Gefallen“ ist der Ausspruch Jehovas.

    welcher dieser drei Textpassagen trifft auf mich zu?

    Wie sieht und beurteilt Jehova mich?

    Müsste ich was ändern?

    Was?

    Tue ich das auch?

  22. Juleam 13. August 2009 um 14:21 Link zum Kommentar

    Jeremia 10:6-7

    6 In keiner Hinsicht ist irgend jemand dir gleich, o Jehova. Du bist groß, und dein Name ist groß an Macht. 7 Wer sollte dich nicht fürchten, o König der Nationen, denn dir gebührt es; denn unter allen Weisen der Nationen und in all ihren Königreichen ist in keiner Hinsicht irgend jemand dir gleich.

    Jeremia 11:6-8

    Und Jehova sprach weiter zu mir: „Ruf all diese Worte in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems aus, indem [du] sagst: ‚Hört die Worte dieses Bundes, und ihr sollt sie tun. 7 Denn feierlich ermahnte ich eure Vorväter an dem Tag, an dem ich sie aus dem Land Ägypten heraufführte, und bis auf diesen Tag, früh mich aufmachend und ermahnend, indem [ich] sprach: „Gehorcht meiner Stimme.“ 8 Aber sie hörten nicht, noch neigten sie ihr Ohr, sondern sie wandelten, ein jeder, fortgesetzt im Starrsinn ihres bösen Herzens; und so brachte ich alle Worte dieses Bundes über sie, die zu tun ich [ihnen] geboten hatte, die sie aber nicht taten.‘ “

  23. Juleam 13. August 2009 um 14:23 Link zum Kommentar

    Jeremia 12:1-4

    Du bist gerecht, o Jehova, wenn ich meine Klage an dich richte, ja wenn ich sogar über Rechtssachen mit dir rede. Wie kommt es, daß der Weg der Bösen Gelingen gehabt hat, daß alle, die Treulosigkeit begehen, die Sorgenfreien sind? 2 Du hast sie gepflanzt; sie haben auch Wurzel gefaßt. Sie gehen ständig vorwärts; sie haben auch Frucht hervorgebracht. Nahe bist du in ihrem Mund, doch weit entfernt von ihren Nieren. 3 Und du selbst, o Jehova, kennst mich wohl; du siehst mich, und du hast mein Herz in Gemeinschaft mit dir geprüft. Sondere sie aus wie Schafe zur Schlachtung, und setze sie beiseite für den Tag des Tötens. 4 Wie lange sollte das Land dahinwelken und sogar der Pflanzenwuchs des ganzen Feldes verdorren? Wegen der Schlechtigkeit der darin Wohnenden sind die Tiere und die fliegenden Geschöpfe weggerafft worden. Denn sie haben gesagt: „Er sieht unsere Zukunft nicht.“

    „Nahe bist du ihrem Mund, doch weit entfernt von ihren Nieren“…

  24. Juleam 13. August 2009 um 17:21 Link zum Kommentar

    Jeremia 13 – 16

    Jeremia 13:15-16

    Hört und leiht euer Ohr. Seid nicht hochmütig, denn Jehova selbst hat geredet. 16 Gebt Jehova, eurem Gott, Ehre, bevor er Finsternis verursacht und bevor eure Füße auf den Bergen bei der Dämmerung aneinanderstoßen. Und ihr werdet gewiß auf das Licht hoffen, und er wird es tatsächlich zu tiefem Schatten machen; er wird [es] in dichtes Dunkel verwandeln.

    Jeremia 13:20-22

    20 „Erheb deine Augen und sieh die, die vom Norden her kommen. Wo ist die Herde, die man dir gab, deine schöne Kleinviehherde? 21 Was wirst du sagen zu der Zeit, da einer seine Aufmerksamkeit auf dich richtet, wenn du selbst sie als vertraute Freunde direkt an deiner Seite zu Beginn belehrt hast? Werden nicht Geburtswehen dich ergreifen wie die einer gebärenden Frau? 22 Und wenn du in deinem Herzen sprechen wirst: ‚Wie kommt es, daß diese Dinge mich betroffen haben?‘, so sind wegen der Fülle deiner Vergehung deine Rocksäume als Bedeckung weggenommen worden; deine Fersen sind mißhandelt worden.

    Jeremia 13:23-27

    Kann ein Kuschịt seine Haut ändern? Oder ein Leopard seine Flecken? Ihr selbst könntet auch Gutes tun, die ihr Personen seid, die man Schlechtes zu tun gelehrt hat. 24 So werde ich sie zerstreuen wie Stoppeln, die im Wind von der Wildnis her dahinfahren. 25 Dies ist dein Los, dein von mir zugemessener Teil“, ist der Ausspruch Jehovas, „weil du mich vergessen hast und du ständig dein Vertrauen auf Falschheit setzt. 26 Und ich selbst will auch deine Rocksäume über dein Gesicht hochheben, und deine Unehre wird gewiß gesehen werden, 27 deine Taten des Ehebruchs und dein Gewieher, deine Zügellosigkeit in der Prostitution. Auf den Hügeln, auf dem Feld habe ich deine abscheulichen Dinge gesehen. Wehe dir, o Jerusalem! Du kannst nicht rein sein — nach wieviel längerer [Zeit]?“

    Dies stützt meine Gedanken von Gestern:

    Jehova ist barmherzig und gnädig. Er warnt sein Volk immer wieder Ja, er hat keinen Gefallen am Tod des Bösen.

    Er wünscht sich, dass sie zu ihm umkehren und er ihnen Barmherzigkeit erweisen kann.

    Aber wenn sie hartnäckig in ihrem schlechten Tun verharren und sich hartnäckig weigern, ihm zu gehorchen – dann muss er sie strafen.

    Denn er ist nicht nur liebevoll und barherzig, sondern er ist auch ein gerechter Gott!

    Jeremia 14:10

    Dies ist, was Jehova hinsichtlich dieses Volkes gesagt hat: „So haben sie geliebt umherzuschweifen; ihre Füße haben sie nicht zurückgehalten. Daher hat Jehova selbst kein Wohlgefallen an ihnen gefunden. Jetzt wird er ihrer Vergehung gedenken und wird die Aufmerksamkeit auf ihre Sünden richten.“

  25. Juleam 13. August 2009 um 17:30 Link zum Kommentar

    Jeremia 14:11-12

    11 Und Jehova sprach dann zu mir: „Bete nicht für dieses Volk zum Guten. 12 Wenn sie fasten, höre ich nicht auf ihr inständiges Rufen; und wenn sie das Ganzbrandopfer und das Getreideopfer opfern, habe ich kein Wohlgefallen an ihnen; denn durch das Schwert und durch Hunger und durch Pest bereite ich ihnen ihr Ende.“

    Jehova hat die Nase voll – sie haben den Bogen überspannt.

    Jeremia 14:13

    Darauf sagte ich: „Ach, o Souveräner Herr Jehova! Siehe, die Propheten sprechen zu ihnen: ‚Ihr werdet kein Schwert sehen, und es wird euch keine Hungersnot widerfahren, sondern wahren Frieden werde ich euch an diesem Ort geben.‘ “

    gute Frage

    Jeremia 14:14-16

    Und Jehova sprach weiter zu mir: „Falsches prophezeien die Propheten in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, noch habe ich ihnen geboten, noch zu ihnen geredet. Eine falsche Vision und Wahrsagerei und Wertlosigkeit und den Trug ihres Herzens reden sie prophetisch zu euch. 15 Dies ist daher, was Jehova hinsichtlich der Propheten gesagt hat, die in meinem Namen prophezeien und die ich selbst nicht sandte und die sprechen, daß sich weder Schwert noch Hunger in diesem Land einstellen werden: ‚Durch Schwert und durch Hunger werden jene Propheten ihr Ende finden. 16 Und das Volk selbst, dem sie prophezeien, wird zu Menschen werden, die hinausgeworfen sind auf die Straßen Jerusalems wegen der Hungersnot und des Schwertes, ohne daß jemand sie begräbt — sie, ihre Frauen und ihre Söhne und ihre Töchter. Und ich will ihr Unglück über sie ausschütten.‘

    das ist es, was Jehova darüber denkt und er wird diese Lügner endlich strafen

    Jeremia 14:17

    Und du sollst zu ihnen dieses Wort sprechen: ‚Mögen meine Augen in Tränen zerfließen Nacht und Tag, und mögen sie nicht gestillt werden, denn mit großem Zusammenbruch ist die Jungfrau, Tochter meines Volkes, zerbrochen worden, mit einem ganz heillosen Schlag.

    aber er hat keine Freude daran, das ungehorsame Volk zu strafen – denn seine „Augen zerfließen“ wegen dem großen Zusammenbruch seines Volkes.

  26. Juleam 13. August 2009 um 17:37 Link zum Kommentar

    Jeremia 14:19-22

    Hast du Juda gänzlich verworfen, oder hat deine Seele sogar Zion verabscheut? Warum hast du uns geschlagen, so daß es keine Heilung für uns gibt? Man hoffte auf Frieden, aber nichts Gutes [kam]; und auf eine Zeit der Heilung, und siehe, Schrecken! 20 Wir erkennen doch, o Jehova, unsere Bosheit, die Vergehung unserer Vorväter, denn wir haben gegen dich gesündigt.

    Jetzt werde ich aber echt sauer!

    Wie frech und anmaßend sie sind!

    Jetzt auf einmal soll JEHOVA seines Bundes mit ihnen gedenken – wo sie ihn doch all die Jahre vergessen haben.

    „AberJehova ist ja barherzig und gnädig, er muss uns ja verzeihen, wenn wir um Gnade betteln“.

    boah, ich fass es nicht *grummel*

    Hierzu kann ich nur zwei Punkte anführen, die sich die Personen hinter die Ohren schreiben sollten, die heute den Israeliten von damals gleichen und dabei sind, den Bogen zu überspannen:

    1.) kann uns Jehova ins Herz gucken und sieht, ob unsere Reue echt ist, der nur show. Und die Vorraussetzung für Jehovas Vergebung ist echte Reue.

    2.) vergibt Jehova zwar unsere Sünden, wenn wir ihn darum bitten – aber er wird uns keine Straffreiheit gewähren. Wir werden also nicht ganz ungeschoren davon kommen. Wir werden die Konsequenzen für unser schlechtes Handeln tragen müssen. Und zwar, ohne zu klagen.

    Aber wenn wir wirklich aufrichtig und von Herzen bereuen, dann werden wir die auferlegte Strafe klaglos tragen und als gerechtfertigt hinnehmen.

    Ich denke da an den Zeitungsbericht den ich vorhin erst gelesen habe. Da hat eine Tagesmutter ein Kind zu Tode geschüttelt und ist zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.

    Erst hatte sie ihre Tat nicht bekannt Aber dann wurde sie überführt, gab alles zu und wurde zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt. Obwohl sie selbst zwei Töchter hat, die sie nun nur noch alle zwei Wochen im Gefängnis sehen kann, nimmt sie ihre Strafe demütig an. Denn sie weiss, dass sie diese Strafe verdient hat.

    Diese Frau hat das, was sie getan hat, aufrichtig bereut und sie besteht nicht darauf, dass man sie ja nun nicht mehr betrafen kann, da sie ja geständig war.

    So ist es auch mit uns.

    Jehova vergibt uns, wenn wir unser schlechtes Handeln bereuen und Taten der Reue hervorbringen. Aber wir müssen halt auch demütig die Konsequenzen annehmen.

    Dann nimmt uns auch Jehova wieder an. Und das wollen wir ja, oder?

    Jeremia 15:5-6

    Denn wer wird dir Mitleid erweisen, o Jerusalem, und wer wird dir gegenüber Mitgefühl bekunden, und wer wird abbiegen, um nach deinem Wohlergehen zu fragen?‘

    6 ‚Du selbst hast mich im Stich gelassen‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Rückwärts geht der Weg, den du fortwährend wandelst. Und ich werde meine Hand gegen dich ausstrecken und dich verderben. Ich bin des Bedauerns müde geworden.

  27. Juleam 13. August 2009 um 17:50 Link zum Kommentar

    Jeremia 15:20-21

    20 „Und ich habe dich diesem Volk zu einer befestigten kupfernen Mauer gemacht; und sie werden gewiß gegen dich kämpfen, aber sie werden nicht die Oberhand über dich gewinnen. Denn ich bin mit dir, um dich zu retten und dich zu befreien“ ist der Ausspruch Jehovas. 21 „Und ich will dich aus der Hand der Bösen befreien, und ich will dich erlösen aus der Faust der Tyrannischen.“

    tröstliche Worte für all diejenigen, die um Jehovas Namen und der Gerechtigkeit Willen leiden. Damals – ebenso wie heute!

    Jeremia 16:10

    Und es soll geschehen, wenn du diesem Volk alle diese Worte mitteilst und sie tatsächlich zu dir sagen: ‚Weswegen hat Jehova all dieses große Unglück gegen uns geredet, und was ist unsere Vergehung, und was ist unsere Sünde, mit der wir gegen Jehova, unseren Gott, gesündigt haben?‘,

    Ich fass es nicht! Sie haben es immer noch nicht kapiert?

    Jahrelang, jahrzehntelang haben sie lustig das getan, was ihnen so in den Sinn kam – ohne sich Gedanken über Jehova zu machen, ob sie ihn wohl kränkten – und nun sind sie sich keiner Schuld bewußt?

    Kann das wirklich sein, dass jemand, der hartnäckig und scheinbar ohne jegliches Gewissen Jehovas Maßstäbe übertritt, aufrichtig davon überzeugt ist, ein guter Zeuge Jehovas zu sein?

    Ich kann es einfach nicht glauben. Dieser Punkt hat schon sehr oft hier bei uns zu lebhaften Diskussionen geführt.

    Wie kann ein Mench, der sich regelmäßig mit Gottes Volk versammelt und regelmässig aus Gottes Wort belehrt wird – jemand, der einen Bund mit Gott geschlossen hat und seine Maßstäbe kennt – jahrelang hartnäckig gegen seine Gebote verstossen und trotzdem denken, er wäre ein guter Anbeter Jehovas?

    Bloß weil Jehova die vielen Jahre nicht eingegriffen und mich nicht für meine Taten gestraft hat – heisst dass dann, dass ich von ihm eine Art Sondergenehmigung habe?

    „Eigentlich hasst Jehvova ja Ehebruch und Lügen (und noch vieles mehr), aber ich darf das, mir nimmt er das nicht übel. Sonst hätte er längst was gemacht“?

    Kann man wirklich so denken?

    Und ist dann aufrichtig empört und sich keiner Schuld bewusst, wenn Jehova dann doch mal auf den Tisch haut und fragt tatsächlich noch „warum“?

    Dem kann ich leider nicht folgen. Diese Logik ist mir echt zu hoch.

    Hatte Jehova denn nicht immer wieder die Propheten geschickt, die ihnen sagten, dass sie falsch handeln und dass Jehova sie ins Gericht bringen würde, wenn sie nicht umkehrten?

    „Ja, aber das waren doch nur einzelne. Es gab doch so viele Propheten, die sagten, dass Jehova sich über uns freut“.

    Ach ja?

    „Woher sollten wir denn wissen, dass der Einzelne Recht hatte? Die anderen waren doch viel mehr, darum hatten wir ihnen geglaubt“

    Hm.

    Da fällt mir ein Spruch ein, den ich oft gehört habe, als ich noch ein Kind war: „Leute, esst mehr Scheisse. Millionen Fliegen können ich nicht irren“ 😉

    Oder der hier: „wenn XY sagt, du sollst aus dem Fenster springen – tut du das dann auch?“

    Wir wissen doch, dass es gefährlich ist, aus dem Fenster zu springen. Wir wissen, dass man Exremente beseitigt, wegen der Hygiene. Und wir wissen auch, was Jehova für Maßstäbe hat.

    Warum sollten wir Menschen Glauben schenken, die uns auf einmal erzählen, wir könnten ruhig die Ehe brechen, andere verleumden, durch Lügen ihren Ruf und ihr Leben zerstören und vieles mehr – und trotzdem Jehova gefallen?

    Weil es unsere Ohren kitzelt und unseren eigenen Neigungen und Wünschen entgegen kommt?

    Ist ja o.k., können wir ja auch ruhig.

    Aber dann Jehova entsetzt angucken und fragen „warum strafst du mich denn jetzt, ich war doch ganz lieb?“

    Was meinen wir, wie Jehova sich dabei fühlt?

    Das ist uns egal?

    Bitte sehr, aber dann nehmen wir auch erhobenen Hauptes die Strafe an und kommen Jehova nicht mit so einem Unsinn wie: „du musst mir ja vergeben…“

  28. Juleam 13. August 2009 um 17:55 Link zum Kommentar

    Wie reagiert Jehova auf diese ungeheuere Frage?

    Jeremia 16:11-13

    daß du dann zu ihnen sprechen sollst: ‚ „Wegen der Tatsache, daß eure Väter mich verlassen haben“, ist der Ausspruch Jehovas, „und sie ständig anderen Göttern nachgingen und ihnen dienten und sich vor ihnen niederbeugten. Aber mich verließen sie, und mein Gesetz hielten sie nicht. 12 Und ihr selbst habt schlimmer gehandelt in eurem Tun als eure Väter, und siehe, ihr seid ein jeder dem Starrsinn seines bösen Herzens nachgegangen, indem ihr mir nicht gehorchtet. 13 Und ich will euch aus diesem Land hinausschleudern in das Land, das ihr selbst nicht gekannt habt noch eure Väter, und dort werdet ihr anderen Göttern dienen müssen Tag und Nacht, weil ich euch keine Gunst erweisen werde.“ ‘

    Naja, Jehova hat mehr Beherrschung als ich und schenkt sich einige Formulierungen von denen, die ich grad gebraucht habe

    Aber ich bin überzeugt, dass er ebenso empfindet – aber sich halt gewählter ausdrückt.

  29. Juleam 13. August 2009 um 18:04 Link zum Kommentar

    Jeremia 16:17-18

    Denn meine Augen sind auf alle ihre Wege [gerichtet]. Sie sind vor mir nicht verhüllt gewesen, auch ist ihre Vergehung vor meinen Augen nicht verborgen gewesen. 18 Und zuallererst will ich den vollen Betrag ihrer Vergehung und ihrer Sünde heimzahlen, weil sie mein Land entweihten. Mit den Leichen ihrer abscheulichen Dinge und mit ihren Abscheulichkeiten hatten sie mein Erbe erfüllt.‘ “

    Ja, machen wir uns bitte nichts vor!

    Nur, weil Jehova uns noch gewähren lässt und unser Handeln bisher keine Konsequenzen hatte – haben wir noch lange nicht sein Wohlgefallen.

    Und nur, weil unsere Freunde uns nicht für unser schlechtes Verhalten kritisieren, sondern uns sagen, wie toll wir doch sind – handeln wir noch lange nicht richtig.

    „Aber woher soll ich denn wissen, ob ich richtig handele?“

    Ganz einfach: aufmerksam zuhören, wenn Jehova zu uns spricht!

    „Hä? Die spinnt ja. Jeder weiss, dass Jehova heute mit niemand mehr spricht“.

    Ja, direkt und aufsehenerregend aus dem Himmel nicht mehr Aber jedesmal, wenn wir in den Zusamenkünften sind und einem Vortrag zuhören – dann spricht er mit uns.

    Auch jedesmal, wenn wir in der Bibel lesen, spricht er zu uns. Wir müssen ihm nur zuhören.

    Und auch jedesmal, wenn uns jemand anhand eines Textes in der Bibel zeigt, dass wir falsch handeln – dann spricht er zu uns

    Wie reagieren wir darauf?

    Fühlen wir uns mit dem Tod bedroht – oder sehen wir, dass Jehova zu uns spricht?

    Was tun wir dann?

    Jeremia 16:19-21

    O Jehova, meine Stärke und meine Feste und mein Zufluchtsort am Tag der Bedrängnis, zu dir werden die Nationen selbst kommen von den Enden der Erde, und sie werden sprechen: „In der Tat, unsere Vorväter haben schließlich lauter Falschheit, Nichtigkeit und Dinge besessen, an denen nichts Nützliches war.“ 20 Kann sich der Erdenmensch Götter machen, wenn sie keine Götter sind?

    21 „Darum siehe, ich lasse sie erkennen; dieses eine Mal werde ich sie meine Hand und meine Macht erkennen lassen, und sie werden erkennen müssen, daß mein Name Jehova ist.“

  30. Juleam 14. August 2009 um 18:27 Link zum Kommentar

    Jeremia 17 – 20

    Jeremia 17:5-8

    Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Verflucht ist der kräftige Mann, der sein Vertrauen auf den Erdenmenschen setzt und tatsächlich Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz sich von Jehova selbst abwendet. 6 Und er wird gewiß wie ein einzelner Baum in der Wüstenebene werden und wird nicht sehen, wenn Gutes kommt, sondern er muß an ausgetrockneten Orten in der Wildnis weilen, in einem Salzland, das unbewohnt ist. 7 Gesegnet ist der kräftige Mann, der sein Vertrauen auf Jehova setzt und dessen Zuversicht Jehova geworden ist. 8 Und er wird zweifellos wie ein an den Wassern gepflanzter Baum werden, der seine Wurzeln direkt am Wasserlauf aussendet; und er wird [es] nicht sehen, wenn Hitze kommt, sondern sein Laub wird sich tatsächlich als üppig erweisen. Und im Jahr der Dürre wird er sich nicht sorgen, noch wird er davon ablassen, Frucht hervorzubringen.

    Jeremia 7:9-10

    Das Herz ist verräterischer als sonst irgend etwas und ist heillos. Wer kann es kennen? 10 Ich, Jehova, erforsche das Herz, prüfe die Nieren, ja um einem jeden zu geben gemäß seinen Wegen, gemäß dem Fruchtertrag seiner Handlungen.


    was sieht Jehova wohl bei uns?

    Jeremia 17:13-14

    O Jehova, du Hoffnung Israels, alle, die dich verlassen, werden beschämt werden. Die von mir abfallen, werden selbst in die Erde eingeschrieben werden; denn sie haben Jehova, den Quell lebendigen Wassers, verlassen. 14 Heile mich, o Jehova, und ich werde geheilt werden. Rette mich, und ich werde bestimmt gerettet werden; denn du bist mein Lobpreis.

  31. Juleam 14. August 2009 um 18:30 Link zum Kommentar

    Jeremia 18:7-10

    In irgendeinem Augenblick, da ich gegen eine Nation und gegen ein Königreich reden mag, um [sie] auszurotten und [sie] niederzureißen und [sie] zu vernichten, 8 und jene Nation tatsächlich umkehrt von ihrer Schlechtigkeit, gegen die ich redete, so will ich Bedauern empfinden über das Unglück, das ich an ihr zu vollstrecken gedacht hatte. 9 Aber in irgendeinem Augenblick, da ich über eine Nation und über ein Königreich reden mag, um [sie] aufzubauen und zu pflanzen, 10 und sie tatsächlich tut, was böse ist in meinen Augen, indem [sie] meiner Stimme nicht gehorcht, so will ich Bedauern empfinden über das Gute, das zu ihrem Guten zu tun ich [bei mir selbst] sagte.‘

    Hier ist wieder der Gedanke von vorgestern:

    Jehova warnt sein Volk. Er sagt ihnen, dass das, was sie gerade tun, ihn kränkt und er sie deshalb strafen will. Wenn sie aber von ihren verkehrten Wegen umkehren, dann wird er sich ihrer erbarmen und ihnen vergeben.

    Ist dies nicht ein wundervoller Gedanke?

    Wer ist ein Gott wie dieser?

    „Barmherig und gnädig und überströmend an liebender Güte, der aber keine Straffreiheit gewährt.“

    Ich jedenfalls – ich schätze mich glücklich, dass ich diesen wundervollen Gott kennen lernen durfte und ihn anbeten und lieben darf.

    Wovon sprudelt dein Herz und damit dein Mund über?

    Jeremia 18:11

    Und nun sprich bitte zu den Männern von Juda und zu den Bewohnern von Jerusalem: ‚Dies ist, was Jehova gesagt hat: „Siehe, ich bilde Unglück gegen euch und denke gegen euch einen Gedanken. Kehrt bitte um, jeder von seinem schlechten Weg, und macht eure Wege und eure Handlungen gut.“ ‘ “

  32. Juleam 14. August 2009 um 18:32 Link zum Kommentar

    Jeremia 18:11-12, 18

    Und nun sprich bitte zu den Männern von Juda und zu den Bewohnern von Jerusalem: ‚Dies ist, was Jehova gesagt hat: „Siehe, ich bilde Unglück gegen euch und denke gegen euch einen Gedanken. Kehrt bitte um, jeder von seinem schlechten Weg, und macht eure Wege und eure Handlungen gut.“ ‘ “
    12 Und sie sprachen: „Es ist hoffnungslos! Denn unseren eigenen Gedanken werden wir nachgehen, und wir werden ein jeder nach dem Starrsinn seines schlechten Herzens handeln.“

    Und sie sprachen dann: „Kommt, und laßt uns gegen Jeremia einige Gedanken ausdenken, denn das Gesetz wird nicht schwinden vom Priester noch der Rat vom Weisen, noch das Wort vom Propheten. Kommt, und laßt uns ihn mit der Zunge schlagen, und laßt uns nicht aufmerken auf irgendeines seiner Worte.“

    diesem Volk ist echt nicht mehr zu helfen!

    Jehova hat wirklich eine unglaubliche Geduld. Ich an seiner Stelle hätte schon viel eher mit der Faust auf den Tisch gehauen.

    Unfassbar, wie halsstarrig dieses Volk ist.

    Könnte es sein, dass Jehova über mich ebenso denkt?

    Bin ich zu einer ehrlichen Selbstprüfung bereit?

    Und dann?

    Wie geht’s dann mit mir und meinem künftigen Tun weiter?

  33. Juleam 14. August 2009 um 18:34 Link zum Kommentar

    Undank ist der Welten Lohn:

    Jeremia 18:19-20

    Schenke du mir Aufmerksamkeit, o Jehova, und höre auf die Stimme meiner Gegner. 20 Sollte Gutes mit Bösem vergolten werden? Denn sie haben für meine Seele eine Grube ausgehoben. Gedenke, wie ich vor dir stand, um sogar über sie Gutes zu reden, um deinen Grimm von ihnen abzuwenden.

    ja, sie zeigen mit ihrem Verhalten, dass sie die Vernichtung wirklich verdient haben!

    Jeremia 18:22-23

    Ein Schrei werde gehört aus ihren Häusern, wenn du plötzlich eine Plündererstreifschar über sie bringst. Denn sie haben eine Grube ausgehoben, um mich zu fangen, und Fallstricke haben sie versteckt für meine Füße.
    23 Du aber, o Jehova, kennst ja all ihre Ratschläge gegen mich zu [meinem] Tode. Decke ihre Vergehung nicht zu, und tilge diese ihre Sünde nicht aus vor dir; sondern laß sie die werden, die vor dir zum Straucheln gebracht werden. Zur Zeit deines Zorns geh gegen sie vor.

  34. Juleam 14. August 2009 um 18:37 Link zum Kommentar

    Jeremia 19:3-9

    Und du sollst sagen: ‚Hört das Wort Jehovas, o ihr Könige von Juda und ihr Bewohner von Jerusalem. Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat:
    „Siehe, ich bringe Unglück über diesen Ort, wovon jedem, der es hört, die Ohren gellen werden; 4 darum, daß sie mich verlassen haben und darangegangen sind, diesen Ort unkenntlich zu machen und darin anderen Göttern zu räuchern, die sie nicht gekannt hatten, sie und ihre Vorväter und die Könige von Juda; und sie haben diesen Ort mit dem Blut der Unschuldigen erfüllt. 5 Und sie bauten die Höhen des Baal, um ihre Söhne dem Baal als Ganzbrandopfer im Feuer zu verbrennen, etwas, was ich nicht geboten und wovon ich nicht geredet hatte und was nicht in meinem Herzen aufgekommen war.“ ‘
    6 ‚ „Darum siehe, es kommen Tage“, ist der Ausspruch Jehovas, „da dieser Ort nicht mehr Tọphet und das Tal des Sohnes Hịnnoms genannt werden wird, sondern das Tal des Tötens. 7 Und ich will den Rat Judas und Jerusalems zunichte machen an diesem Ort, und ich will sie durchs Schwert vor ihren Feinden fallen lassen und durch die Hand derer, die ihnen nach der Seele trachten. Und ich will ihre Leichname den fliegenden Geschöpfen der Himmel und den Tieren der Erde zur Speise geben. 8 Und ich will diese Stadt zu einem Gegenstand des Entsetzens und zu etwas zum Auspfeifen machen. Jeder, der daran vorbeizieht, wird entsetzt hinstarren und wegen all ihrer Plagen pfeifen. 9 Und ich will veranlassen, daß sie das Fleisch ihrer Söhne und das Fleisch ihrer Töchter essen; und sie werden ein jeder das Fleisch seines Mitmenschen essen zufolge der Einengung und zufolge der Bedrängnis, womit ihre Feinde und diejenigen, die ihnen nach der Seele trachten, sie einengen werden.“ ‘

    harte Worte!

    Ist Jehova wirklich hart, unbarmherzig und brutal?

    Wie denken wir darüber?

    Jeremia 19:10-15

    Und du sollst den Krug vor den Augen der Männer, die mit dir gehen, zerbrechen. 11 Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: „Ebenso werde ich dieses Volk und diese Stadt zerbrechen, wie jemand das Gefäß des Töpfers zerbricht, so daß es nicht mehr ausgebessert werden kann; und im Tọphet wird man begraben, bis es keinen Platz zum Begraben mehr gibt.“ ‘
    12 ‚So werde ich diesem Ort tun‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und seinen Bewohnern, ja, um diese Stadt dem Tọphet gleichzumachen. 13 Und die Häuser von Jerusalem und die Häuser der Könige von Juda sollen dem Ort Tọphet gleich werden, unrein, das heißt alle Häuser, auf deren Dächern man dem ganzen Heer der Himmel räucherte und für andere Götter Trankopfer ausgoß.‘ “
    14 Und dann kam Jeremia vom Tọphet, wohin Jehova ihn gesandt hatte, zu prophezeien, und trat in den Vorhof des Hauses Jehovas und sagte zum ganzen Volk: 15 „Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Siehe, ich bringe über diese Stadt und über alle ihre Städte all das Unglück, das ich gegen sie geredet habe, weil sie ihren Nacken verhärtet haben, um meinen Worten nicht zu gehorchen.‘ “

    Jeremia 20:6

    Und was dich betrifft, o Pạschhur, und alle Bewohner deines Hauses, ihr werdet in die Gefangenschaft gehen; und nach Babylon wirst du kommen, und dort wirst du sterben, und dort wirst du selbst begraben werden mit allen, die dich lieben, weil du ihnen in Falschheit prophezeit hast.‘ “

  35. Juleam 14. August 2009 um 18:39 Link zum Kommentar

    Jeremia 20:7-8

    Du hast mich betört, o Jehova, so daß ich mich habe betören lassen. Du gebrauchtest deine Stärke gegen mich, so daß du die Oberhand gewannst. Ich wurde ein Gegenstand des Gelächters den ganzen Tag lang; jeder verspottet mich. 8 Denn sooft ich rede, schreie ich. Gewalttat und Verheerung rufe ich aus. Denn das Wort Jehovas wurde für mich eine Ursache zur Schmach und zur Verhöhnung den ganzen Tag lang.

    kennen wir dieses Gefühl?

    Jeremia 20:9

    Und ich sprach: „Ich werde ihn nicht erwähnen, und ich werde nicht mehr in seinem Namen reden.“ Und in meinem Herzen erwies es sich wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen; und ich wurde müde, an mich zu halten, und [es zu ertragen,] vermochte ich nicht.

    Haben wir auch schon mal so gedacht?

    Ist es uns dann gelungen, lange Zeit nicht mehr über Jehova zu reden?

    Warum nicht?

    „Aus der Fülle des Herzens redet der Mund“

    womit ist mein Herz gefüllt?

    Jeremia 20:9-11

    Und ich sprach: „Ich werde ihn nicht erwähnen, und ich werde nicht mehr in seinem Namen reden.“ Und in meinem Herzen erwies es sich wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen; und ich wurde müde, an mich zu halten, und [es zu ertragen,] vermochte ich nicht. 10 Denn ich hörte den schlechten Bericht vieler. Da war Schrecken ringsum. „Sagt aus, damit wir über ihn aussagen können.“ Jeder sterbliche Mensch, der mir „Frieden!“ entbietet — sie lauern darauf, daß ich hinke: „Vielleicht wird er betört werden, so daß wir die Oberhand über ihn gewinnen und unsere Rache an ihm nehmen können.“ 11 Aber Jehova war mit mir wie ein schrecklich Mächtiger. Darum werden gerade meine Verfolger straucheln und nicht die Oberhand gewinnen. Sie werden bestimmt sehr zuschanden werden, denn sie werden kein Gelingen gehabt haben. [Ihre] auf unabsehbare Zeit dauernde Demütigung wird derart sein, daß sie nicht vergessen wird.

  36. Juleam 15. August 2009 um 11:20 Link zum Kommentar

    Jeremia 21 – 23

    Jeremia 21:12

    O Haus Davids, dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Fällt jeden Morgen das Urteil nach Recht, und befreit den Beraubten aus der Hand des Übervorteilers, damit mein Grimm nicht wie ein Feuer ausgeht und tatsächlich brennt und keiner da ist, es zu löschen, wegen der Schlechtigkeit eurer Handlungen.“ ‘

    Jeremia 22:3-5

    Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Übt Recht und Gerechtigkeit, und befreit den, der beraubt wird, aus der Hand des Übervorteilers; und behandelt einen ansässigen Fremdling, einen vaterlosen Knaben oder eine Witwe nicht schlecht. Tut [ihnen] keine Gewalt an. Und vergießt kein unschuldiges Blut an diesem Ort. 4 Denn wenn ihr ganz bestimmt diesem Wort nachkommen werdet, so werden durch die Tore dieses Hauses die Könige, die für David auf seinem Thron sitzen, gewiß hereinkommen, indem sie in Wagen und auf Rossen einherfahren, er mit seinen Dienern und seinem Volk.“ ‘

    5 ‚Wenn ihr aber diesen Worten nicht gehorchen werdet, schwöre ich tatsächlich bei mir selbst‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚daß dieses Haus zu nichts als einer verwüsteten Stätte werden wird.‘

    Jeremia 22:8-9

    Und viele Nationen werden tatsächlich an dieser Stadt vorüberziehen und zueinander sprechen: „Weswegen hat Jehova an dieser großen Stadt so getan?“ 9 Und man wird sagen müssen: „Deswegen, weil sie den Bund Jehovas, ihres Gottes, verlassen und sich dann vor anderen Göttern niedergebeugt und ihnen gedient haben.“ ‘

    Jeremia 22:21

    Ich redete zu dir, während du frei warst von Sorge. Du sprachst: ‚Ich werde nicht gehorchen.‘ Das ist dein Weg gewesen von deiner Jugend an, denn du gehorchtest meiner Stimme nicht.

  37. Juleam 15. August 2009 um 11:24 Link zum Kommentar

    Kapitel 23

    Jeremia 23:1-4

    23 „Wehe den Hirten, die die Schafe meiner Weide umbringen und zerstreuen!“ ist der Ausspruch Jehovas.

    2 Dies ist daher, was Jehova, der Gott Israels, gegen die Hirten gesagt hat, die mein Volk hüten: „Ihr selbst habt meine Schafe zerstreut; und ihr versprengtet sie ständig, und ihr habt ihnen eure Aufmerksamkeit nicht zugewandt.“

    „Siehe, ich wende euch wegen der Schlechtigkeit eurer Handlungen meine Aufmerksamkeit zu“ ist der Ausspruch Jehovas.

    3 „Und ich selbst werde den Überrest meiner Schafe aus allen Ländern zusammenbringen, wohin ich sie versprengt hatte, und ich will sie zurückbringen zu ihrem Weidegrund, und sie werden gewiß fruchtbar sein und viele werden. 4 Und ich will über sie Hirten erwecken, die sie tatsächlich hüten werden; und sie werden sich nicht mehr fürchten, auch werden sie in keinerlei Schrecken versetzt werden, und keines wird vermißt werden“ ist der Ausspruch Jehovas.

    Jeremia 23:11-14

    „Denn sowohl der Prophet als der Priester selbst sind entweiht worden. Auch in meinem eigenen Haus habe ich ihre Schlechtigkeit gefunden“ ist der Ausspruch Jehovas. 12 „Darum wird ihr Weg für sie wie schlüpfrige Stellen im Dunkel werden, sie werden darauf gestoßen und fallen bestimmt.“

    „Denn ich werde über sie Unglück bringen, das Jahr, in dem die Aufmerksamkeit auf sie gerichtet wird“ ist der Ausspruch Jehovas. 13 „Und an den Propheten Samạrias habe ich Ungebührliches gesehen. Sie sind als von Baal [angetriebene] Propheten aufgetreten, und stets lassen sie mein Volk, ja Israel, umherirren. 14 Und an den Propheten Jerusalems habe ich Gräßliches gesehen: Ehebruch begehen und in Falschheit wandeln; und sie haben die Hände der Übeltäter gestärkt, damit sie nicht umkehren sollten, jeder von seiner eigenen Schlechtigkeit. Für mich sind sie alle wie Sọdom geworden und ihre Bewohner wie Gomọrra.“

    Jeremia 23:16-18

    Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: „Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch prophezeien. Sie veranlassen, daß ihr nichtig werdet. Die Vision ihres eigenen Herzens ist das, was sie reden — nicht aus dem Mund Jehovas. 17 Sie sprechen immer wieder zu denen, die keinen Respekt vor mir haben: ‚Jehova hat geredet: „Frieden werdet ihr haben.“ ‘ Und [zu] jedem, der im Starrsinn seines Herzens wandelt, haben sie gesagt: ‚Kein Unglück wird über euch kommen.‘ 18 Denn wer hat in der Gruppe der Vertrauten Jehovas gestanden, daß er sein Wort sehe und höre? Wer hat seinem Wort Aufmerksamkeit geschenkt, daß er es höre?

    Jeremia 23:19-20

    19 Siehe! Der Windsturm Jehovas, Grimm selbst, wird gewiß ausgehen, ja ein Wirbelsturm. Auf das Haupt der Bösen wird er niederwirbeln. 20 Der Zorn Jehovas wird sich nicht wenden, bis er ausgeführt und bis er verwirklicht haben wird die Gedanken seines Herzens. Im Schlußteil der Tage werdet ihr mit Verständnis darauf achten.

    Jeremia 23:21-22

    Ich habe die Propheten nicht gesandt, dennoch sind sie gelaufen. Ich habe nicht zu ihnen geredet, dennoch haben sie prophezeit. 22 Hätten sie aber in der Gruppe meiner Vertrauten gestanden, dann hätten sie mein Volk meine eigenen Worte hören lassen, und sie hätten sie veranlaßt, von ihrem schlechten Weg und von der Schlechtigkeit ihrer Handlungen umzukehren.“

    Jeremia 23:24-28

    „Oder kann irgendein Mann in Verstecken verborgen sein, und ich, ich sähe ihn nicht?“ ist der Ausspruch Jehovas.

    „Sind es nicht die Himmel und die Erde, die ich selbst wirklich erfülle?“ ist der Ausspruch Jehovas. 25 „Ich habe gehört, was die Propheten, die in meinem eigenen Namen Falsches prophezeien, gesagt haben, indem [sie] sprechen: ‚Ich habe einen Traum gehabt! Ich habe einen Traum gehabt!‘ 26 Wie lange wird dies im Herzen der Propheten bestehen, die Falsches prophezeien und die Propheten des Truges ihres eigenen Herzens sind? 27 Sie denken daran, durch ihre Träume, die sie fortgesetzt jeder dem anderen erzählen, meinen Namen bei meinem Volk in Vergessenheit zu bringen, so wie ihre Väter meinen Namen über dem Baal vergaßen. 28 Der Prophet, bei dem ein Traum ist, erzähle den Traum; der aber, bei dem mein eigenes Wort ist, rede mein Wort der Wahrheit gemäß.“

    „Was hat das Stroh mit dem Getreide zu tun?“ ist der Ausspruch Jehovas.

  38. Juleam 15. August 2009 um 11:27 Link zum Kommentar

    Jeremia 24 – 26

    Jeremia 24:7

    Und ich will ihnen ein Herz geben, mich zu erkennen, daß ich Jehova bin; und sie sollen mein Volk werden, und ich selbst werde ihr Gott werden, denn sie werden mit ihrem ganzen Herzen zu mir umkehren.

    Nun ist es an der Zeit, dass Jehova für die Zukunft plant. Er sieht, dass letztendlich die Übriggelassenen aufrichtig zu ihm umkehren werden, dass ein gereinigtes Volk zurückkehren kann.

    Jeremia 25:3-9

    „Vom dreizehnten Jahr Josịas, des Sohnes Ạmons, des Königs von Juda, und bis auf diesen Tag, diese dreiundzwanzig Jahre, ist das Wort Jehovas an mich ergangen, und ich redete beständig zu euch, früh mich aufmachend und redend, aber ihr hörtet nicht zu. 4 Und Jehova sandte alle seine Knechte, die Propheten, zu euch, früh sich aufmachend und [sie] sendend, aber ihr hörtet nicht zu, noch neigtet ihr euer Ohr, um zu hören, 5 während [sie] sagten: ‚Wendet euch bitte ab, ein jeder von seinem schlechten Weg und von der Schlechtigkeit eurer Handlungen, und wohnt weiterhin auf dem Boden, den Jehova euch und euren Vorvätern von langer Zeit her und auf lange künftige Zeit hin gegeben hat. 6 Und geht nicht anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen und euch vor ihnen niederzubeugen, damit ihr mich nicht kränkt mit dem Werk eurer Hände und damit ich euch nicht ins Unglück bringe.‘

    7 ‚Aber ihr hörtet nicht auf mich‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚in der Absicht, mich mit dem Werk eurer Hände zu kränken, euch zum Unglück.‘

    8 Dies ist daher, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚ „Darum, daß ihr meinen Worten nicht gehorchtet, 9 siehe, so sende ich hin, und ich will alle Familien des Nordens holen“, ist der Ausspruch Jehovas, „[indem ich] sogar zu Nebukadrẹzar, dem König von Babylon, meinem Knecht, [sende,] und ich will sie gegen dieses Land und gegen seine Bewohner und gegen all diese Nationen ringsum bringen; und ich will sie der Vernichtung weihen und sie zu einem Gegenstand des Entsetzens machen und zu etwas, was man auspfeift, und zu Orten, die auf unabsehbare Zeit verwüstet sein werden.

    Auch hier noch mal die Zusammenfassung der ganzen Propheten: „Jeder ist seines Glückes Schmied.“

    Wir haben es selbst in der Hand, welches Urteil Jehova letztendlich über uns fällt und ob wir den Segen oder den Fluch erhalten.

  39. Juleam 15. August 2009 um 11:38 Link zum Kommentar

    Jeremia 26:2-6

    „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Tritt in den Vorhof des Hauses Jehovas, und du sollst hinsichtlich all der Städte Judas, die hereinkommen, um sich im Haus Jehovas niederzubeugen, all die Worte reden, die ich dir gebieten will, zu ihnen zu reden. Nimm kein Wort hinweg. 3 Vielleicht werden sie zuhören und umkehren, jeder von seinem schlechten Weg, und ich werde Bedauern empfinden müssen wegen des Unglücks, das ich an ihnen zu vollziehen gedenke wegen der Schlechtigkeit ihrer Handlungen. 4 Und du sollst zu ihnen sagen: „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Wenn ihr nicht auf mich hören werdet, indem ihr in meinem Gesetz wandelt, das ich euch vorgelegt habe, 5 indem ihr auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, hört, die ich zu euch sende, ja, mich früh aufmachend und [sie] sendend, auf die ihr nicht gehört habt, 6 will ich meinerseits dieses Haus dem in Sịlo gleichmachen, und diese Stadt werde ich allen Nationen der Erde zu einem Fluch machen.‘ “ ‘ “

    Wie reagierten seine Zuhörer?

    Jeremia 26:7-11

    Und die Priester und die Propheten und das ganze Volk begannen zuzuhören, während Jeremia diese Worte im Haus Jehovas redete. 8 So geschah es, als Jeremia alles zu Ende geredet hatte, was Jehova [ihm] geboten hatte, zum ganzen Volk zu reden, daß ihn dann die Priester und die Propheten und alles Volk ergriffen und sprachen: „Du wirst ganz bestimmt sterben. 9 Warum hast du im Namen Jehovas prophezeit, indem [du] sprachst: ‚Gleich demjenigen in Sịlo wird dieses Haus werden, und diese Stadt selbst wird verwüstet werden, um ohne Bewohner zu sein.‘?“ Und das ganze Volk versammelte sich fortwährend um Jeremia im Haus Jehovas.

    10 Im Laufe der Zeit bekamen die Fürsten von Juda diese Worte zu hören, und sie kamen dann aus dem Haus des Königs hinauf zum Haus Jehovas und setzten sich im Eingang des neuen Tores Jehovas nieder. 11 Und die Priester und die Propheten begannen zu den Fürsten und zum ganzen Volk zu sprechen: „Diesem Mann gebührt das Todesurteil, denn er hat über diese Stadt prophezeit, so wie ihr mit euren eigenen Ohren gehört habt.“

    War ihre Handlungsweise vernùnftig?

    Jeremia 26:12-15

    Darauf sagte Jeremia zu allen Fürsten und zum ganzen Volk: „Jehova war es, der mich sandte, um hinsichtlich dieses Hauses und hinsichtlich dieser Stadt alle Worte zu prophezeien, die ihr gehört habt. 13 Und nun, macht eure Wege und eure Handlungen gut, und gehorcht der Stimme Jehovas, eures Gottes, und Jehova wird Bedauern empfinden wegen des Unglücks, das er gegen euch geredet hat. 14 Und was mich betrifft, siehe, ich bin in eurer Hand. Tut mir gemäß dem, was gut, und gemäß dem, was recht ist in euren Augen. 15 Nur solltet ihr auf jeden Fall wissen, daß ihr, wenn ihr mich zu Tode bringt, unschuldiges Blut auf euch und auf diese Stadt und auf ihre Bewohner bringt, denn in Wahrheit hat mich Jehova tatsächlich zu euch gesandt, um vor euren Ohren alle diese Worte zu reden.“

    Erinnern wir uns noch an den Blinden, der unbeirrt auf einen Abgrund zuläuft?

    Wie war das noch mal mit „dem Geruch zum Tode„?

    „Ich hatte das so verstanden, dass sie mir den Tod wünschen.“

    Handelten die Israeliten nun weise?

    Jeremia 26:16-19

    Dann sprachen die Fürsten und das ganze Volk zu den Priestern und zu den Propheten: „Diesem Mann gebührt kein Todesurteil, denn im Namen Jehovas, unseres Gottes, redete er zu uns.“

    17 Überdies erhoben sich gewisse von den älteren Männern des Landes und begannen zur ganzen Versammlung des Volkes zu sagen: 18 „Micha von Morẹscheth selbst prophezeite gerade in den Tagen Hiskịas, des Königs von Juda, und sprach dann zum ganzen Volk von Juda: ‚Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: „Zion selbst wird als bloßes Feld umgepflügt werden, und was Jerusalem betrifft, es wird zu nichts als Trümmerhaufen werden, und der Berg des HAUSES wird zu Waldeshöhen werden.“ ‘ 19 Brachten ihn Hiskịa, der König von Juda, und alle die von Juda etwa zu Tode? Fürchtete er nicht Jehova und besänftigte dann das Angesicht Jehovas, so daß Jehova schließlich Bedauern empfand wegen des Unglücks, das er gegen sie geredet hatte? So bringen wir ein großes Unglück über unsere Seelen.

    Hatten sie es kapiert? Etwas gelernt? Etwas geändert?

    Jeremia 26:20-23

    Und da war gerade auch ein Mann, der im Namen Jehovas prophezeite, Urịja, der Sohn Schemạjas, von Kịrjath-Jẹarim. Und er prophezeite fortgesetzt gegen diese Stadt und gegen dieses Land in Übereinstimmung mit allen Worten Jeremias. 21 Und König Jọjakim und alle seine starken Männer und alle Fürsten bekamen seine Worte zu hören, und der König begann danach zu trachten, ihn zu Tode zu bringen. Als Urịja [davon] zu hören bekam, geriet er sogleich in Furcht und lief weg und kam nach Ägypten. 22 Aber König Jọjakim sandte Männer nach Ägypten, Ẹlnathan, den Sohn Ạchbors, und andere Männer mit ihm nach Ägypten. 23 Und sie holten dann Urịja aus Ägypten und brachten ihn zum König Jọjakim, der ihn dann mit dem Schwert erschlug und seinen Leichnam in die Begräbnisstätte der Söhne des Volkes warf.“

    Dachten sie wirklich, dass Jehova sein Wort nicht ausführen wird, nur weil sie die Propheten „mundtot machten“?

    Jeremia 26:24

    Überdies erwies es sich, daß die Hand Ạhikams, des Sohnes Schạphans, mit Jeremia war, damit man ihn nicht in die Hand des Volkes gab, um ihn zu Tode zu bringen.

    Es hat schon immer auch solche unter Gottes Volk gegeben, die Jehova wirklich aufrichtig und von ganzem Herzen gedient haben.

  40. Juleam 15. August 2009 um 11:42 Link zum Kommentar

    Jeremia 27 – 29

    Jeremia 27:9-15

    9 ‚Und was euch betrifft, hört nicht auf eure Propheten und auf diejenigen von euch, die Wahrsagerei treiben, und auf eure Träumer und auf eure Magietreibenden und auf eure Zauberer, die zu euch sagen: „Ihr werdet dem König von Babylon nicht dienen.“ 10 Denn Falsches prophezeien sie euch, um euch von eurem Boden weit wegführen zu lassen; und ich werde euch versprengen müssen, und ihr werdet umkommen müssen.

    11 Und was die Nation betrifft, die ihren Hals unter das Joch des Königs von Babylon bringen und ihm tatsächlich dienen wird, ich will sie auch auf ihrem Boden ruhen lassen‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und sie wird ihn gewiß bebauen und darauf wohnen.‘ “ ‘ “

    12 Sogar zu Zedekịa, dem König von Juda, redete ich gemäß all diesen Worten, indem [ich] sprach: „Bringt euren Hals unter das Joch des Königs von Babylon, und dient ihm und seinem Volk, und bleibt am Leben. 13 Warum solltet ihr sterben, du und dein Volk, durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest gemäß dem, was Jehova zu der Nation geredet hat, die dem König von Babylon nicht dient? 14 Und hört nicht auf die Worte der Propheten, die zu euch sagen: ‚Ihr werdet dem König von Babylon nicht dienen‘, denn Falsches prophezeien sie euch.

    15 ‚Denn ich habe sie nicht gesandt‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚sondern sie prophezeien trügerisch in meinem Namen zu dem Zweck, daß ich euch versprenge und ihr umkommen müßt, ihr und die Propheten, die euch prophezeien.‘ “

    Wieder ein sehr schönes Beispiel für Jehova Vorgehensweise: er warnt sein Volk und sagt ihnen, was sie tun mùssten, damit er sie verschonen kann

    Wie also könnte es hart und unbarmherzig sein, wenn Jehova die Bösen letztendlich straft, die ihm hartnäckig widerstehen?

    Haben sie sich nicht selbst ihr Schicksal erwählt?

    Wie denken wir darüber?

    Wie berührt uns das?

    Wie beeinflusst dies unser eigenes Leben und das, was wir tun?

  41. Juleam 15. August 2009 um 11:48 Link zum Kommentar

    Jeremia 28:5-9

    Und Jeremia, der Prophet, sprach dann zu Hanạnja, dem Propheten, vor den Augen der Priester und vor den Augen des ganzen Volkes, das im Haus Jehovas stand; 6 ja, Jeremia, der Prophet, sagte dann: „Amen! So möge Jehova tun! Möge Jehova deine Worte bestätigen, die du prophezeit hast, indem er die Geräte des Hauses Jehovas und alle ins Exil Weggeführten aus Babylon an diesen Ort zurückbringe! 7 Höre jedoch bitte dieses Wort, das ich vor deinen Ohren und vor den Ohren des ganzen Volkes rede. 8 Was die Propheten betrifft, die von alters her vor mir und vor dir waren, auch sie prophezeiten gewöhnlich hinsichtlich vieler Länder und hinsichtlich großer Königreiche von Krieg und von Unglück und von Pest. 9 Was den Propheten betrifft, der von Frieden prophezeit, wenn das Wort des Propheten eintrifft, wird der Prophet, den Jehova in Wahrheit gesandt hat, erkannt werden.“

    Tja, manche lernen es scheinbar nie. Gerade noch hat Jeremia Jehovas Urteil über die falschen Propheten gesprochen, als Hananja aufsteht und sich wichtig tut (Verse 10-11).

    Und nun? Kann er Jeremia und Jehova damit beeindrucken? (Verse 12-14)

    Jeremia 28:15-17

    Und Jeremia, der Prophet, sagte weiter zu Hanạnja, dem Propheten: „Höre bitte, o Hanạnja! Jehova hat dich nicht gesandt, sondern du selbst hast dieses Volk auf Falschheit vertrauen lassen. 16 Dies ist daher, was Jehova gesprochen hat: ‚Siehe! Ich sende dich von der Oberfläche des Erdbodens hinweg. Dieses Jahr sollst du sterben, denn du hast offenkundige Auflehnung gegen Jehova geredet.‘ “

    17 Da starb Hanạnja, der Prophet, in jenem Jahr im siebten Monat.

    Sein hochmütiges und anmaßendes Getue (vielleicht um sein Gesicht vor dem Volk zu wahren) hat ihm nichts genutzt.

    Was wir auch tun, um gegen den Beschluß Jehovas zu reden – es wird keinen Erfolg haben.

    Jehova wird sein Wort und seinen Vorsatz auf jeden Fall ausführen. Wie er es hier bei Hananja getan hat.

    Ist uns dies eine Warnung?

  42. Juleam 15. August 2009 um 11:54 Link zum Kommentar

    Jeremia 29:8-9

    Denn dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: „Laßt euch nicht von euren Propheten, die mitten unter euch sind, und von denen von euch, die Wahrsagerei treiben, betrügen, und hört nicht auf ihre Träume, die sie träumen. 9 Denn ‚in Falschheit prophezeien sie euch in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt‘ ist der Ausspruch Jehovas.“ ‘ “

    Jehova warnt sie nochmals nachhaltig, sagt ihnen, wie sie im Exil leben sollten.

    Aber er zeigt ihnen auch, dass das, was er beschlossen hat, auch tatsächlich eintreffen wird – auch wenn wieder falsche Propheten auftreten sollten und etwas anderes in seinem Namen behaupten würden.

    Jeremia 29:10-11

    „Denn dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚In Übereinstimmung mit der Erfüllung von siebzig Jahren in Babylon werde ich euch meine Aufmerksamkeit zuwenden, und ich will euch gegenüber mein gutes Wort bestätigen, indem ich euch an diesen Ort zurückbringe.‘

    11 ‚Denn ich selbst weiß ja, welche Gedanken ich euch gegenüber habe‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚Gedanken des Friedens und nicht des Unglücks, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.

    So ist Jehova: in dem Moment wo er sein halsstarriges und ungehorsames Volk bestraft hat, ist er schon wieder voller Liebe zu ihnen und macht ihnen Mut.
    Wer ist ein Gott wie dieser?

    Hatte da jemand behauptet, Jehova sei hart und unbarmherzig?

    Wie empfinden wir, wenn wir diese Verse lesen?

    Jeremia 29:12-14

    Und ihr werdet mich gewiß anrufen und kommen und zu mir beten, und ich will auf euch hören.‘

    13 ‚Und ihr werdet mich tatsächlich suchen und [mich] finden, denn ihr werdet mit eurem ganzen Herzen nach mir suchen. 14 Und ich will mich von euch finden lassen‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Und ich will eure Gefangenenschar versammeln und euch zusammenbringen aus allen Nationen und aus allen Orten, wohin ich euch versprengt habe‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Und ich will euch an den Ort zurückführen, von dem ich euch ins Exil gehen ließ.‘

    Was für ein Gott?

    Läuft nicht unser Herz voller Liebe und Dankbarkeit zu ihm über?

    Wie kann man nur so einen wundervollen Gott gegen leblose Götzen oder fremde hartherzige Götter eintauschen?

    Selbst, wenn diese mir das Leben erleichtern würden in Momenten, wo Jehova noch abwartet, weil es noch nicht SEINE Zeit ist – ich würde niemals tauschen wollen.

    Dies ist mein Gott! Und in seinem Namen will ich wandeln. Komme da, was wolle!

    Kein Gott „kann ihm das Wasser reichen“!

  43. Juleam 16. August 2009 um 17:02 Link zum Kommentar

    Jeremia 30 – 33

    Jeremia 30:6

    O fragt bitte und seht, ob ein Männlicher gebiert. Wie kommt es, daß ich jeden kräftigen Mann mit seinen Händen auf seinen Lenden gesehen habe gleich einer Gebärenden und alle Gesichter in Blässe verwandelt?

    heute möglich?

    Nein!

    Der „Mann“, der nun bereits ein zweites Baby erwartet, ist eigentlich eine Frau. Nur wollte „er“ keine Frau mehr sein und hat sich deshalb einer OP unterzogen. Ist „er“ daher wirklich ein Mann?

    Jeremia 30:12-15

    Denn dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Es gibt keine Heilung für deinen Zusammenbruch. Dein Schlag ist chronisch. 13 Es gibt keinen, der deine Sache vertritt, für [dein] Geschwür. Es gibt kein Heilmittel, kein Heilpflaster für dich. 14 Alle, die dich inbrünstig lieben, sie haben dich vergessen. Du bist nicht die, nach der sie ständig suchen. Denn mit dem Schlag eines Feindes habe ich dich geschlagen, mit der Züchtigung eines Grausamen, wegen der Menge deiner Vergehungen; deine Sünden sind zahlreich geworden. 15 Warum schreist du wegen deines Zusammenbruchs? Dein Schmerz ist unheilbar wegen der Menge deiner Vergehungen; deine Sünden sind zahlreich geworden. Ich habe dir diese Dinge getan

    Noch mal der Grund, warum Jehova sein Volk straft. Hier wird ganz deutlich, wie Jehova empfindet, wenn sie sich nun über die Strafe beschweren.

    Jeremia 30:22-24

    „Und ihr werdet gewiß mein Volk werden, und ich selbst werde euer Gott werden.“

    23 Siehe! Ein Windsturm von Jehova, Grimm selbst ist ausgegangen, ein dahinfegender Sturm. Auf das Haupt der Bösen wird er niederwirbeln. 24 Jehovas Zornglut wird sich nicht abwenden, bis er vollzogen und bis er ausgeführt haben wird die Gedanken seines Herzens. Im Schlußteil der Tage werdet ihr auf dieses achten.

  44. Juleam 16. August 2009 um 17:29 Link zum Kommentar

    Jeremia 31:1-6

    „Zu jener Zeit“, ist der Ausspruch Jehovas, „werde ich zum Gott werden allen Familien Israels; und was sie betrifft, sie werden mein Volk werden.“

    2 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Das Volk derer, die das Schwert überleben, fand Gunst in der Wildnis, als Israel wanderte, um seine Ruhe zu erlangen.“ 3 Von fern her erschien mir Jehova selbst [und sagte]: „Und mit einer Liebe auf unabsehbare Zeit habe ich dich geliebt. Darum habe ich dich mit liebender Güte gezogen. 4 Noch werde ich dich wieder aufbauen, und du wirst tatsächlich wieder aufgebaut werden, o Jungfrau Israel. Du wirst dich noch mit deinen Tamburinen schmücken und tatsächlich ausziehen im Reigentanz der Lachenden. 5 Du wirst noch Weingärten pflanzen in den Bergen Samạrias. Die Pflanzer werden gewiß pflanzen und anfangen, [sie] zu nutzen. 6 Denn da ist ein Tag, an dem diejenigen, die in der Berggegend von Ẹphraim Ausschau halten, tatsächlich ausrufen werden: ‚O macht euch auf, und laßt uns nach Zion hinaufziehen, zu Jehova, unserem Gott!‘ “

    Ja, so ist mein Gott: wirklich barmherzig und gnädig. Gerade hat er ihnen sein Strafgericht verkündet – und schon macht er ihnen Hoffnung.

    „Ja, ich strafe euch, weil ihr euch hartnäckig weigert, mir zu gehorchen. aber ich liebe euch und wenn ihr nun umkehrt, werde ich euch wieder mein Angesicht zuwenden und euch heilen.“

    Wer ist ein Gott wie dieser?

    „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken – und meine Gedanken sind höher als eure Gedanken.“

    Wie wahr!

    Mal ganz ehrlich: Wer von uns hat eine solche Größe, dass er denen, die ihn über Jahre verhöhnen und verleumden, denen die sich hartnäckig weigern von ihrem schlechten Tun umzukehren, so tun kann?

    Wie würde ich reagieren, wenn die Schadenstifter von ihrem verkehrten Wege umkehren, nachdem sie dafür bestraft wurden? Würde ich ihnen ebenso vergeben können, wie Jehova es hier tut?

    Könnte ich ihnen noch glauben und vertrauen, alles vergessen und neu anfangen?

    Ich wünsche mir das von Herzen, denn ganz hinten, in einem geheimen Winkel meines Herzens, tun sie mir leid.

    Trotzdem wird das schwer für mich werden, wenn wir dann noch in diesem alten System leben. Aber ich möchte meinem Gott auch in dieser Hinsicht nachahmen, denn das beeindruckt mich schwer!

    Mein geliebter Mann schafft das übrigens: egal, wie sehr ich ihn auch mit meinem Verhalten gekränkt haben mag, wenn ich mich entschuldige, sagt er immer „ach, das war doch gestern. Heute ist Heute. Und nun gucken wir nach vorn“.

    Teilweise kann ich das auch, aber nicht so gut wie er und Fine. Ich kämpfe immer noch dagegen an, nachtragend zu sein.

    Aber dieser Charakterzug beeindruckt mich zutiefst. Ich weiss, wie schwer es ist, so zu reagieren, wenn mich jemand immer wieder kränkt, auch wenn es dieser nur aus Schwäche tut.

    Mir vorzustellen, so liebevoll und barmherzig mit einer Person zu sein, die mich über Jahre so gekränkt hat – und dies nicht aus Schwäche, sondern weil sie bösartig ist und ihre Freude daran hat…

    Aber eins wird ja in den letzten Kapiteln auch wieder deutlich: Jehova vergiebt ihnen, weil sie aufrichtig bereuen und ihn nun mit ganzem Herzen suchen.

    Wenn jemand so aufrichtig bereut, dann fällt es sicherlich auch mir leichter, ihm zu vergeben, nach vorn zu schauen und fortan das Gute in ihm zu sehen.

    Was für ein Gott!

    Und wir dürfen ihm dienen!

    Machen wir Gebrauch von diesem Vorrecht?

    Jeremia 31:7-9

    Denn dies ist, was Jehova gesagt hat: „Jubelt Jakob mit Freude zu, und jauchzt an der Spitze der Nationen. Verkündigt [es]. Preiset und sprecht: ‚Rette, o Jehova, dein Volk, den Überrest Israels.‘ 8 Seht, ich bringe sie aus dem Land des Nordens, und ich will sie zusammenbringen von den entlegensten Teilen der Erde. Unter ihnen werden der Blinde und der Lahme sein, die Schwangere und die Gebärende, allesamt. Als eine große Versammlung werden sie hierher zurückkehren. 9 Mit Weinen werden sie kommen, und mit [ihren] flehentlichen Bitten um Gunst werde ich sie herbringen. Ich werde sie zu wasserführenden Wildbachtälern wandern lassen, auf einem rechten Weg, auf dem sie nicht zum Straucheln veranlaßt werden. Denn ich bin Israel zum Vater geworden; und was Ẹphraim betrifft, er ist mein Erstgeborener.“

  45. Juleam 16. August 2009 um 17:31 Link zum Kommentar

    Jeremia 31:17-20

    ‚Und es gibt eine Hoffnung für deine Zukunft‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und die Söhne werden zweifellos in ihr eigenes Gebiet zurückkehren.‘ “

    18 „Ganz bestimmt habe ich gehört, wie sich Ẹphraim selbst bedauerte: ‚Du hast mich zurechtgebracht, damit ich zurechtgebracht werde, wie ein Kalb, das nicht abgerichtet worden ist. Veranlasse mich umzukehren, und ich will umkehren, denn du bist Jehova, mein Gott. 19 Denn nach meiner Umkehr empfand ich Bedauern; und nachdem ich zur Erkenntnis geführt worden war, schlug ich [mir] auf den Oberschenkel. Ich schämte mich, und ich fühlte mich auch gedemütigt, denn ich hatte die Schmach meiner Jugend getragen.‘ “

    20 „Ist mir Ẹphraim ein teurer Sohn oder ein lieb behandeltes Kind? Denn in dem Maße, wie ich gegen ihn rede, werde ich ganz bestimmt weiter an ihn denken. Darum sind meine Eingeweide seinetwegen ungestüm geworden. Auf jeden Fall werde ich mich seiner erbarmen“ ist der Ausspruch Jehovas.

    Jeremia 31:31-34

    „Siehe! Es kommen Tage“, ist der Ausspruch Jehovas, „da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen; 32 nicht einen wie den Bund, den ich mit ihren Vorvätern schloß an dem Tag, an dem ich ihre Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, ‚welchen meinen Bund s i e brachen, obwohl ich selbst ihr ehelicher Besitzer war‘ ist der Ausspruch Jehovas.“

    33 „Denn das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde“ ist der Ausspruch Jehovas. „Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen, und in ihr Herz werde ich es schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.“

    34 „Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Gefährten und ein jeder seinen Bruder lehren, indem [sie] sprechen: ‚Erkennt Jehova!‘, denn sie alle werden mich erkennen, von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten“ ist der Ausspruch Jehovas. „Denn ich werde ihre Vergehung vergeben, und ihrer Sünde werde ich nicht mehr gedenken.“

    Ja, Jehova sagt ihnen bereits jetzt, während sie noch weiterhin auf ihren schlechten Wegen verharren, dass es eine Zeit geben wird, wo sie zu ihm umkehren und er sie voller Liebe und Verzeihens in den Arm nehmen und an sein Herz drücken würde.

    Was für ein Gott!

    Wer ist wie dieser?

  46. Juleam 16. August 2009 um 17:35 Link zum Kommentar

    Jeremia 32:17-21

    „Ach, o Souveräner Herr Jehova! Siehe, du selbst hast die Himmel und die Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm. Die ganze Sache ist nicht zu wunderbar für dich, 18 den Einen, der liebende Güte gegenüber Tausenden übt und das Vergehen der Väter in den Busen ihrer Söhne nach ihnen vergilt, den [wahren] Gott, den Großen, den Starken, Jehova der Heerscharen ist sein Name, 19 groß an Rat und überströmend an Taten, du, dessen Augen über alle Wege der Menschensöhne geöffnet sind, um jedem gemäß seinen Wegen und gemäß der Frucht seiner Handlungen zu geben; 20 du, der du Zeichen und Wunder setztest im Land Ägypten bis auf diesen Tag und in Israel und unter den Menschen, damit du dir selbst einen Namen machest so wie an diesem Tag. 21 Und du gingst daran, dein Volk Israel aus dem Land Ägypten herauszuführen mit Zeichen und mit Wundern und mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit großer Furchteinflößung.

    Hier fasst Jeremia meine Empfindungen in Worte. Er erinnert das Volk daran, dass Jehova sie immer wieder aus ihrer Bedrängnis befreit hat.

    Es ist einfach zu schön, um es euch vorzuenthalten. Und auch, wenn ihr diese Verse gerade selber in eurer Bibel gelesen habt – sie sind so schön, dass man sie einfach nochmal lesen muss.

    Das mache ich übrigens immer wieder, wenn ich in der Bibel lese. Manche lese ich noch mal und dann oft nach einer Pause nochmal. Sie sind so schön, dass ich sie „mir einfach auf der Zunge zergehen lassen“ muss!

    Jeremia 32:26-27

    26 Darauf erging das Wort Jehovas an Jeremia und lautete: 27 „Hier bin ich, Jehova, der Gott allen Fleisches. Ist für mich überhaupt irgendeine Sache zu wunderbar?

    Er sagt ihnen, dass er sie auch dieses Mal wieder befreien wird, wenn es an der Zeit ist. Was für ein wundervoller Gedanke!

  47. Juleam 16. August 2009 um 17:38 Link zum Kommentar

    Jeremia 32:30-42

    ‚Denn die Söhne Israels und die Söhne Judas haben sich nur als Täter dessen erwiesen, was böse war in meinen Augen, von ihrer Jugend an; denn die Söhne Israels kränken mich sogar durch das Werk ihrer Hände‘ ist der Ausspruch Jehovas. 31 ‚Denn diese Stadt ist von dem Tag an, da man sie baute, bis auf diesen Tag nichts als eine Ursache zum Zorn in mir und eine Ursache zum Grimm in mir geworden, so daß ich sie von meinem Angesicht entferne 32 wegen all der Schlechtigkeit der Söhne Israels und der Söhne Judas, die sie getan haben, um mich zu kränken, sie, ihre Könige, ihre Fürsten, ihre Priester und ihre Propheten und die Männer von Juda und die Bewohner von Jerusalem. 33 Und sie wandten mir ständig den Rücken zu und nicht das Gesicht; obwohl man sie lehrte, indem man sich früh aufmachte und lehrte, aber keiner von ihnen hörte zu, um Zucht anzunehmen. 34 Und sie gingen daran, ihre abscheulichen Dinge in das Haus zu setzen, über dem mein eigener Name genannt worden ist, um es zu verunreinigen. 35 Ferner bauten sie die Höhen Baals, die im Tal des Sohnes Hịnnoms sind, um ihre Söhne und ihre Töchter dem Mọlech durch [das Feuer] gehen zu lassen, etwas, was ich ihnen nicht gebot, noch kam es in meinem Herzen auf, diese Abscheulichkeit zu tun zu dem Zweck, Juda zum Sündigen zu veranlassen.‘

    36 Und nun, darum hat Jehova, der Gott Israels, hinsichtlich dieser Stadt, von der ihr sagt, sie werde gewiß durch das Schwert und durch die Hungersnot und durch die Pest in die Hand des Königs von Babylon gegeben werden, dies gesprochen: 37 ‚Siehe, ich bringe sie aus allen Ländern zusammen, wohin ich sie versprengt haben werde in meinem Zorn und in meinem Grimm und mit großem Unmut; und ich will sie an diesen Ort zurückbringen und sie in Sicherheit wohnen lassen. 38 Und sie werden gewiß mein Volk werden, und ich selbst werde ihr Gott werden. 39 Und ich will ihnen e i n Herz und e i n e n Weg geben, damit sie mich allezeit fürchten, zum Guten für sie und für ihre Söhne nach ihnen. 40 Und ich will mit ihnen einen auf unabsehbare Zeit dauernden Bund schließen, daß ich mich nicht hinter ihnen her [davon] abwenden werde, ihnen Gutes zu tun; und die Furcht vor mir werde ich in ihr Herz legen, damit sie nicht von mir abweichen. 41 Und ich will über sie frohlocken, um ihnen Gutes zu tun, und ich will sie in diesem Land pflanzen in Wahrhaftigkeit mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Seele.‘ “

    42 „Denn dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚So, wie ich über dieses Volk all dieses große Unglück gebracht habe, so bringe ich über sie all das Gute, das ich sie betreffend rede.

    Wundervoll!

    Wieder dieses Zusammenspiel:

    „das, was ihr da tut, kränkt mich. Wegen eurem Ungehorsam muss ich euch bestrafen. Aber ich weiss, dass ihr es dann begreifen und zu mir umkehren werdet. Ich freue mich schon darauf, weil ich euch dann liebende Güte erweisen kann und euch segnen. Denn es macht mir viel mehr Freude, euch Gutes zu tun, als euch zu strafen.“

    Und einem solchen Gott wenden manche den Rücken?

    Tauschen ihn lieber gegen irgendwelche „mistigen Götzen“ oder andere Götter, die sich dem Widersacher in seiner Rebellion angeschlossen haben?

    Unvorstellbar!

    Jeremia 32:42-44

    42 „Denn dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚So, wie ich über dieses Volk all dieses große Unglück gebracht habe, so bringe ich über sie all das Gute, das ich sie betreffend rede. 43 Und es werden gewiß Felder gekauft werden in diesem Land, von dem ihr sagen werdet: „Es ist eine wüste Einöde, ohne Mensch und Haustier. Es ist in die Hand der Chaldạ̈er gegeben worden.“ ‘

    44 ‚Ja Felder wird man um Geld kaufen, und man wird es in die Urkunde einschreiben und es versiegeln, und man wird Zeugen nehmen im Land Bẹnjamin und in den Umgebungen Jerusalems und in den Städten von Juda und in den Städten der Berggegend und in den Städten der Niederung und in den Städten des Südens, denn ich werde ihre Gefangenen zurückbringen‘ ist der Ausspruch Jehovas.“

  48. Juleam 16. August 2009 um 17:40 Link zum Kommentar

    Jeremia 33 – 36

    Jeremia 33:6-9

    ‚Siehe, ich führe für sie Genesung und Gesundheit herbei; und ich will sie heilen und ihnen eine Fülle von Frieden und Wahrheit offenbaren. 7 Und ich will die Gefangenen Judas und die Gefangenen Israels zurückbringen, und ich will sie bauen so wie zu Beginn. 8 Und ich will sie reinigen von all ihrer Vergehung, womit sie gegen mich gesündigt haben, und ich will all ihre Vergehungen vergeben, womit sie gegen mich gesündigt haben und womit sie sich gegen mich vergangen haben. 9 Und sie wird mir gewiß zum Namen des Frohlockens, zum Lobpreis und zur schönen Auszeichnung gegenüber all den Nationen der Erde werden, die von all dem Guten hören werden, das ich ihnen erweise. Und sie werden bestimmt erschaudern und erbeben wegen all des Guten und wegen all des Friedens, den ich ihr zukommen lasse.‘ “

    Wunderbare Aussichten, die er ihnen da gibt!

  49. Juleam 16. August 2009 um 17:42 Link zum Kommentar

    Jeremia 35:13-16

    „Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Geh, und du sollst zu den Männern von Juda und zu den Bewohnern von Jerusalem sagen: „Habt ihr nicht fortgesetzt Mahnungen empfangen, meinen Worten zu gehorchen?“ ist der Ausspruch Jehovas. 14 „Man hat die Worte Jọnadabs, des Sohnes Rẹchabs, ausgeführt, die er seinen Söhnen gebot, [nämlich] keinen Wein zu trinken, und sie haben keinen getrunken bis auf diesen Tag, weil sie dem Gebot ihres Vorvaters gehorcht haben. Und was mich betrifft, ich habe zu euch geredet, früh mich aufmachend und redend, aber ihr habt mir nicht gehorcht. 15 Und ich sandte ständig all meine Knechte, die Propheten, zu euch, früh mich aufmachend und [sie] sendend, und sprach: ‚Kehrt bitte um, jeder von seinem schlechten Weg, und macht eure Handlungen gut, und wandelt nicht anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen. Und bleibt auf dem Erdboden wohnen, den ich euch und euren Vorvätern gegeben habe.‘ Doch ihr neigtet euer Ohr nicht, noch hörtet ihr auf mich. 16 Aber die Söhne Jọnadabs, des Sohnes Rẹchabs, haben das Gebot ihres Vorvaters ausgeführt, das er ihnen gebot; aber was dieses Volk betrifft, sie haben nicht auf mich gehört.“ ‘ “

    Jeremia 35:17

    „Dies ist daher, was Jehova, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Siehe, ich bringe über Juda und über alle Bewohner Jerusalems all das Unglück, das ich gegen sie geredet habe, darum, daß ich zu ihnen geredet habe, sie aber nicht hörten, und ich ihnen ständig zurief, sie aber nicht antworteten.‘ “

    Ist Jehova nun unbarmherzig und brutal?

    Wie empfinden wir, wenn wir diese Verse lesen?

    Wie denken wir über das Volk? Tun sie uns leid?

    Wie betrifft das Gelesene uns persönlich?

    Jeremia 35:18-19

    Und zu der Hausgemeinschaft der Rechabịter sagte Jeremia: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Darum, daß ihr dem Gebot Jọnadabs, eures Vorvaters, gehorcht habt und fortfahrt, alle seine Gebote zu halten und gemäß allem zu tun, was er euch geboten hat, 19 darum hat Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, dies gesagt: „Es wird von Jọnadab, dem Sohn Rẹchabs, kein Mann davon abgeschnitten werden, vor mir zu stehen allezeit.“ ‘ “

  50. Juleam 16. August 2009 um 17:44 Link zum Kommentar

    Jeremia 36:4-7

    Und Jeremia rief dann Bạruch, den Sohn Nerịjas, damit Bạruch aus dem Mund Jeremias all die Worte Jehovas, die ER zu ihm geredet hatte, auf die Buchrolle schrieb. 5 Dann gebot Jeremia Bạruch, indem [er] sprach: „Ich bin eingeschlossen. Ich kann nicht in das Haus Jehovas hineingehen. 6 Und du selbst sollst hineingehen und aus der Rolle, die du aus meinem Mund geschrieben hast, die Worte Jehovas vor den Ohren des Volkes im Haus Jehovas am Fasttag vorlesen; und auch vor den Ohren aller von Juda, die aus ihren Städten herkommen, solltest du sie vorlesen. 7 Vielleicht fällt ihr Flehen um Gunst vor [das Angesicht] Jehovas nieder, und sie werden umkehren, jeder von seinem schlechten Weg, denn groß ist der Zorn und der Grimm, wovon Jehova gegen dieses Volk geredet hat.“

    wie wir sehen, hat auch Jeremia Mitleid mit dem Volk. Er wünscht sich bis zum Schluß, dass sie doch umkehren und von dem Strafgericht verschont bleiben würden.

  51. Juleam 16. August 2009 um 17:47 Link zum Kommentar

    Nun wird es interessant. Baruch liest die Rolle vor dem ganzen Volk vor (Vers 10). Die Reaktion?

    Jeremia 36:11-13

    11 Und Michạja, der Sohn Gemạrjas, des Sohnes Schạphans, bekam alle Worte Jehovas aus dem Buch zu hören. 12 Darauf ging er zum Haus des Königs hinab, zum Speiseraum des Sekretärs, und siehe, dort saßen alle Fürsten, Elischạma, der Sekretär, und Delạja, der Sohn Schemạjas, und Ẹlnathan, der Sohn Ạchbors, und Gemạrja, der Sohn Schạphans, und Zedekịa, der Sohn Hanạnjas, und alle anderen Fürsten. 13 Und Michạja teilte ihnen dann alle Worte mit, die er gehört hatte, als Bạruch vor den Ohren des Volkes aus dem Buch vorlas.

    Darauf lassen die Fürsten Baruch mit der Buchrolle holen und nötigen ihn, ihnen auch daraus vorzulesen (Vers 14-15). Die Reaktion?

    Jeremia 36:16

    Nun geschah es, sobald sie alle Worte hörten, daß sie einander erschrocken anschauten; und sie sagten dann zu Bạruch: „Wir werden dem König ganz bestimmt alle diese Worte mitteilen.“

    Sie laufen direkt zum König und seinem Gefolge und teilen ihm mit, was sie erfahren haben (Vers 17-20).

    Der König lässt die Rolle holen und daraus vorlesen (Vers 21-22). Die Reaktion?

    Jeremia 36:23-24

    Dann geschah es, sobald Jehụdi drei oder vier Seitenspalten gelesen hatte, daß er daranging, es mit dem Messer des Sekretärs abzureißen und [es] dann in das Feuer zu werfen, das im Kohlenbecken war, bis sich zum Schluß die ganze Rolle in dem Feuer befand, das im Kohlenbecken war. 24 Und sie erschraken nicht; auch zerrissen der König und alle seine Diener, die all diese Worte hörten, ihre Kleider nicht.

    Ganz schön abgebrüht, oder?

    Aber das Gefolge des Königs hatte den Ernst der Lage erkannt – darum waren sie ja auch mit der Buchrolle zum König gegangen. Nun versuchen sie, ihm den Ernst klarzumachen (Vers 25-26). Leider erfolglos!

    Was dachte der König sich?

    Die Worte Jehovas machten ihn wütend. Das kann ich gut verstehen, denn sie wurden ja in gewisser Form damit angegriffen. Aber dachte der König wirklich, wenn er Jeremia den Mund verbot und die Rolle im Feuer verbrannte – dass er damit das Strafgericht stoppen könne?

    Warum reagierte er so? Warum lief er weiterhin stur auf den Abgrund zu, laut über Jeremia und seine Worte (die ja eigentlich Jehovas Worte waren) schimpfend?

    Warum reagierte er so stur und kam nicht zur Besinnung?

    Es wäre so leicht gewesen zu sagen „ups, ich habe Mist gebaut, das tut mir leid. Ich werde mich bessern“.

    Dann hätte Jehova sich seiner erbarmen können und er hätte damit das Strafgericht abgewendet.

    Warum sind manche Menschen so stur und unvernünftig?

    Sind wir selbst vielleicht auch „so eine Sorte Mensch“?

    Müssen auch wir immer darauf beharren, im Recht zu sein – und versperren uns damit selbst den Weg zu Jehova?

  52. Juleam 16. August 2009 um 17:51 Link zum Kommentar

    Wie reagierte Jehova nun? War es ihm egal? „Bei dem ist doch Hopfen und Malz verloren“?

    Jeremia 36:27-31

    Und das Wort Jehovas erging weiter an Jeremia, nachdem der König die Rolle mit den Worten, die Bạruch aus dem Mund Jeremias geschrieben hatte, verbrannt hatte, und lautete: 28 „Nimm dir wieder eine Rolle, eine andere, und schreib darauf all die ersten Worte, die sich auf der ersten Rolle vorfanden, die Jọjakim, der König von Juda, verbrannt hat. 29 Und gegen Jọjakim, den König von Juda, solltest du sagen: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Du selbst hast diese Rolle verbrannt, indem [du] sagtest: ‚Warum hast du darauf geschrieben, indem [du] sprachst: „Ganz bestimmt wird der König von Babylon kommen und wird dieses Land gewiß ins Verderben bringen und Mensch und Tier daraus aufhören lassen.“?‘ 30 Dies ist daher, was Jehova gegen Jọjakim, den König von Juda, gesagt hat: ‚Er wird schließlich niemand haben, der auf dem Thron Davids sitzt, und sein eigener Leichnam wird [zu] etwas werden, was der Hitze bei Tag und dem Frost bei Nacht hingeworfen sein wird. 31 Und ich will ihn und seine Nachkommen und seine Diener über ihr Vergehen zur Rechenschaft ziehen, und ich will über sie und über die Bewohner von Jerusalem und über die Männer von Juda all das Unglück bringen, das ich gegen sie geredet habe, und sie hörten nicht zu.‘ “ ‘ “

    Was tat Jeremia? Sagte er zu Jehova „warum soll ich den ganzen Mist nochmal aufschreiben? Weisst du eigentlich, was das für eine Arbeit ist? Das ist doch eh verlorene Liebesmüh. Der ändert sich ja doch nicht. Das einzige, was noch passieren wird, ist dass es mir an den Kragen gehen wird.“?

    Nein, Jeremia schrieb die Worte nochmals gehorsam auf, ebenso wie den Zusatz für König Zedekia.

    Jeremia 36:32

    Und Jeremia seinerseits nahm eine andere Rolle und gab sie dann Bạruch, dem Sohn Nerịjas, dem Sekretär, der daranging, aus dem Mund Jeremias alle Worte des Buches darauf zu schreiben, das Jọjakim, der König von Juda, im Feuer verbrannt hatte; und es wurden viele weitere Worte gleich jenen zu ihnen hinzugefügt.

    Wie geht es nun weiter?

    … „to be continued“…

  53. Juleam 18. August 2009 um 02:26 Link zum Kommentar

    Jeremia 37 – 39

    Jeremia 37:1-3

    Und König Zedekia, der Sohn Josias, begann an Stelle Konjas, des Sohnes Jojakims, zu regieren, den Nebukadrezar, der König von Babylon, im Land Juda zum König gemacht hatte. 2 Und er selbst und seine Diener und das Volk des Landes hörten nicht auf die Worte Jehovas, die er durch Jeremia, den Propheten, redete.

    3 Und König Zedekia sandte dann Jehuchal, den Sohn Schelemjas, und Zephanja, den Sohn Maasejas, den Priester, zu Jeremia, dem Propheten, und ließ sagen: „Bete bitte zu unseren Gunsten zu Jehova, unserem Gott.“

    Hä?

    Sie „hörten nicht auf die Worte Jehovas“, aber sie sagten zu Jeremia: „Bete bitte zu unseren Gunsten zu Jehova“.

    Was sollte das denn?

    Was haben sie sich denn dabei gedacht?

    Dachten sie, Jehova würde dieses Gebet erhören? Warum sollte er das tun?

    Denken wir vielleicht auch so?

  54. Juleam 18. August 2009 um 02:28 Link zum Kommentar

    Jeremia 38:1-5

    Und Schephatja, der Sohn Mattans, und Gedalja, der Sohn Paschhurs, und Juchal, der Sohn Schelemjas, und Paschhur, der Sohn Malkijas, bekamen die Worte zu hören, die Jeremia zum ganzen Volk redete, indem [er] sagte: 2 „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Wer in dieser Stadt wohnen bleibt, der wird durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest sterben. Wer aber zu den Chaldaern hinausgeht, der wird am Leben bleiben, und er wird seine Seele zweifellos zur Beute haben und leben.‘ 3 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Diese Stadt wird ganz bestimmt in die Hand der Streitmacht des Königs von Babylon gegeben werden, und er wird sie gewiß einnehmen.‘ “

    4 Und die Fürsten begannen zum König zu sagen: „Möge dieser Mann bitte zu Tode gebracht werden, denn so schwächt er die Hände der Kriegsleute, die in dieser Stadt übriggeblieben sind, und die Hände des ganzen Volkes, indem er zu ihnen gemäß diesen Worten redet. Denn dieser Mann trachtet nicht nach dem Frieden dieses Volkes, sondern nach Unglück.“ 5 Da sprach König Zedekia: „Siehe! Er ist in euren Händen. Denn es gibt überhaupt nichts, worin der König selbst die Oberhand über euch gewinnen kann.“

    „Dieser Mann trachtet nicht nach dem Frieden des Volkes, sondern nach Unglück“.

    „Sie bedroht mich mit dem Tod“.

    Wie hätten wir empfunden, wenn wir an der Stelle dieser Männer gewesen wären?

  55. Juleam 18. August 2009 um 02:29 Link zum Kommentar

    Jeremia 38:19-21

    Dann sprach König Zedekia zu Jeremia: „Mir bangt vor den Juden, die zu den Chaldaern abgefallen sind, davor, daß sie mich in ihre Hand geben und sie mich gewiß schimpflich behandeln könnten.“ 20 Jeremia aber sagte: „Man wird [dich] nicht übergeben. Gehorche bitte der Stimme Jehovas in dem, was ich zu dir rede, und es wird dir gutgehen, und deine Seele wird weiterhin leben. 21 Wenn du dich aber weigerst hinauszugehen, so ist dies die Sache, die Jehova mich hat sehen lassen:

    Immer wieder das, was Jehova gesagt hat – mit der Bitte, Jehova doch zu gehorchen, damit er ihnen Barmherzigkeit erweisen kann.

    Wie hätten wir an der Stelle des Königs reagiert?

    Hätten wir auf die Stimme des Propheten und somit auf Jehova gehort?

    Hätten wir genug Vertrauen gehabt, das uns Jehova sicherlich nicht „in eine Falle locken“ würde?

    Kennen wir Jehova und seine Maßstäbe gut genug, um 100% auf ihn zu vertrauen?

  56. Juleam 18. August 2009 um 02:32 Link zum Kommentar

    Jeremia 38:2-3

    „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Wer in dieser Stadt wohnen bleibt, der wird durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest sterben. Wer aber zu den Chaldaern hinausgeht, der wird am Leben bleiben, und er wird seine Seele zweifellos zur Beute haben und leben.‘ 3 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Diese Stadt wird ganz bestimmt in die Hand der Streitmacht des Königs von Babylon gegeben werden, und er wird sie gewiß einnehmen.‘ „

    das war, was Jeremia im Auftrag Jehovas gesagt hatte. Der König hat danach seine Hand schützend über Jeremia gehalten. Und nun passiert sowas:

    Jeremia 39:4-7

    Nun geschah es, sobald Zedekia, der König von Juda, und alle Kriegsleute sie sahen, daß sie begannen, wegzueilen und bei Nacht aus der Stadt hinauszugehen auf dem Weg des Königsgartens durch das Tor zwischen der Doppelmauer; und sie zogen weiter fort auf dem Weg der Araba. 5 Und eine Streitmacht der Chaldaer jagte ihnen dann nach, und sie holten Zedekia schließlich in den Wüstenebenen von Jericho ein. Dann nahmen sie ihn und brachten ihn zu Nebukadrezar, dem König von Babylon, nach Ribla im Land Hamath hinauf, damit er über ihn richterliche Entscheidungen fällte. 6 Und der König von Babylon ging daran, die Söhne Zedekias in Ribla vor seinen Augen hinzuschlachten, und alle Edlen von Juda schlachtete der König von Babylon hin. 7 Und die Augen Zedekias blendete er, worauf er ihn mit kupfernen Fesseln band, um ihn nach Babylon zu bringen.

    Was ist passiert?

    Hatte Zedekia nicht das getan, was Jehova gesagt hatte? Er war nicht in der Stadt gebieben.

    Ja, er war noch am Leben – aber war dies wirklich „ein Glück“?

    Stellen wir uns vor, dass wir dabei zusehen müssten, wie man vor unseren Augen unsere geliebten Kinder hinrichtet Und dann blendet man unsere Augen, so dass dies die letzten Bilder sind, die wir gesehen haben. Dass diese Bilder künftig immer vor unseren Augen stehen werden.

    Empfinden wir es dann als Glùck, dass wir überlebt haben?

    Fühlen wir uns dann als „von Jehova belohnt“, weil wir auf sein Wort gehört haben?

    Ja, ER hat sein Wort gehalten: weil wir nicht in der Stadt geblieben sind, wurde unser Leben verschont.

    Würden wir uns von Jehova betrogen fühlen?

    Jeremia 39:18

    ‚Denn ich werde ganz bestimmt für dein Entrinnen sorgen, und durch das Schwert wirst du nicht fallen; und deine Seele wird dir gewiß zur Beute sein, weil du auf mich vertraut hast‘ ist der Ausspruch Jehovas.“

  57. Juleam 18. August 2009 um 02:41 Link zum Kommentar

    Sorry, nun bin ich an Jeremia Kapitel 39 hängen geblieben, denn es irritiert mich erst mal.

    Die ganzen letzten Tage war ich voller Begeisterung über unseren liebevollen, barmherzigen und gerechten Gott. Wie wunderbar es doch ist, dass er uns sündigen Menschen immer wieder seine Hand entgegenstreckt – obwohl wir zur Zeit immer noch hartnäckig an unserem Ungehorsam festhalten.

    Wer ist ein Gott wie dieser?

    Ich konnte nicht verstehen, warum das Volk immer noch hartnäckig in seinem verkehrten Tun verharrt. Warum sie nicht einfach seine Hand nehmen und zu ihm umkehrten..

    Ja klar, Jehova bietet ihnen versöhnlich seine Hand, sagt ihnen, dass er sie leider strafen muss, aber dass er sich dann wieder ihnen zuwenden wird (wenn sie aufrichtig bereuen und zu ihm umkehren) und sie befreien wird und dann segnen wird.

    Ja, ich habe viele schlaue Dinge dazu gesagt. Dass sie ja immerhin gesündigt hatten und ihre Strafe verdient haben. Daher sollten sie sie doch bitte auch demütig annehmen – ohne zu klagen.

    Und nun klage ich selbst, wo ich lese, was Zedekia erdulden musste. Er tut mir leid. War er nicht bereits vor der Strafe zur Besinnung gekommen? Immerhin hatte er zum Schluß Jeremia vor den aufgebrachten Menschen geschützt. Und nun so eine harte Strafe?

    Im ersten Moment tut er mir leid und ich empfinde seine Strafe als ungewöhnlich hart. Als etwas, was nicht so richtig zu Jehova und seiner Persönlichkeit passt. Wo ist denn da seine Barmherzigkeit und seine Versöhnlichkeit?

    Ja sicherlich, Zedekia hatte verwerflich gehandelt – aber er war zum Schluß einsichtig, hatte sich nach dem Wort Jehoas erkundigt und seinen Propheten geschützt.

    Es stimmt auch, dass Jehova von sich wohl sagt, dass er barmherzig und gnädig ist, zum Vergeben bereit – aber er sagt auch, dass er keinesfalls Straffreiheit gewähren würde.

    Wie hat er in anderen Fällen gehandelt?

    Wie war es bei David und Bathseba?

    Als David seine Sünde erkannte, bekannte er sie und bereute. Und Jehova vergab ihm und Bathseba. Aber ER strafte auch diesen Mann und seine Frau sehr hart, denn er brachte das gemeinsame Kind – die Frucht der Sünde – um.

    Dies war sicherlich auch für diese beiden sehr sehr hart. Aber sie nahmen die Strafe demütig an und nach dem ersten Schmerz beklagten sie sich nicht mehr darüber, sondern nahmen sie als verdiente Strafe an.

    Später segnete Jehova die beiden für ihre aufrichtige Reue und erwählte den nächsten Sohn der Beiden als den Samen, aus dem der Messias hervorgehen würde. Und das, obwohl David bereits davor viele Söhne von anderen Frauen hatte.

    Könnte man nun also sagen, „es hat sich ja für Zedekia garnicht gelohnt, dass er zum Schluss bereute, zu Jehoa umkehrte und auf ein Wort hörte“?

    Am Anfang, beim ersten Lesen habe ich so gedacht und auch so empfunden. Ich war irgendwie wütend auf Jehova und von ihm enttäuscht. Aber nun, wo ich näher darüber nachgedacht habe, sehe ich das etwas anders.

    Wenn Reue und Umkehr zu Jehova automatisch Straffreiheit bedeuten würde, dann wäre das sicherlich leicht. Auch für diejenigen, die ein wirklich böses Herz haben und egoistisch nur nach ihren eigenen Interessen ausblicken und für ihr persönliches Glück über Leichen gehen.

    So können wir aber zeigen, dass wir aufrichtig bereuen und nun wirklich unserem Gott dienen wollen – egal, wie hoch der Preis auch ist.

    Denn: warum kehre ich denn zu Jehova um??

    Weil ich weiß, dass er mich sonst bestraft und „ich keinen Bock auf Strafe habe“?

    Würde ich damit Jehova gefallen?

    Oder kehre ich um, weil ich einsehe, dass ich falsch gehandelt und Jehova sehr gekränkt habe?

    Möchte ich mich bessern und Jehova nun gefallen?

    Würde ich dann nun zu ihm sagen:

    hey, du hast mich ja ausgetrixt. Du hast gesagt, wenn ich nicht in der Stadt bleibe, dann würde mir nix passieren. Und was ist? Hast du eine Ahnung, wie schlimm das nun für mich war? Wie konntest du zulassen, dass der König von Babylon sowas mit meinen Söhnen gemacht hat? Wozu habe ich denn dann auf dich gehört? Da hätte ich ja auch in der Stadt bleiben können!“

    Nein, ich wäre trotzdem froh, auf Jehova gehört zu haben – denn nun habe ich wieder das Wohlgefallen Jehovas.

    Ja, es tut verdammt weh, was mit meinen Söhnen passiert ist und dass ich das auch noch mit ansehen musste. Aber wie oft habe ich Jehova gekränkt? Wie sehr muss es IHN geschmerzt haben, dass ich mich solange hartnäckig geweigert habe, richtig zu handeln und zu ihm umzukehren?

    Ja, das mit meinen Söhnen ist schlimm. Ich trauere um sie und ich werde sie schmerzlich vermissen. Aber ich weiß auch, dass Jehova fair ist. Weiß, dass er zu seiner Zeit die Toten wieder zum Leben erwecken wird.

    Meine Söhne. Meine armen Söhne! Sie wurden dahingeschlachtet. Was sie wohl dabei empfunden haben? Wie gut, dass im Paradies „die früheren Dinge nicht mehr in den Sinn gerufen werden“.

    Dass Jehova sie nicht nur auferwecken wird, sondern dass sie sich auch nicht mehr daran erinnern werden, wie sie gestorben sind. Sie werden sich nicht mehr an die Angst und Panik erinnern, als sie die Männer mit dem Schwert auf sich zukommen sahen und sie werden sich nicht mehr an den Schmerz erinnern, als sie ihnen die Köpfe abhieben.

    So dass die Strafe eigentlich mich persönlich trifft und nicht wirklich meine Söhne. Denn ich muss nun damit leben. Dass meine Kinder meinetwegen sterben mussten. Muss mit dem Anblick leben, wie es geschah. Werde die Bilder immer vor Augen haben.

    Und ich werde mich bemühen, mein Verhältnis zu Jehova wieder zu stärken, so dass ich sein Wohlgefallen wieder erlange und dann später im Paradies sein werde, um meine Söhne wieder in die Arme zu schließen.

    Ja, das ist wirklich nichts für egoistische Menschen, denen es immer nur um sich selbst geht und darum, dass es ihnen selbst gut geht. Denen egal ist, wie Jehova denkt und fühlt.

    Und so sortiert Jehova die Menschen bereits mit dem „ich werde keinesfalls Straffreiheit gewähren“ aus. So dass man nicht als reinen Showact zu ihm umkehren kann, einzig und allein, um die Strafe abzuwenden und ansonsten weiterhin innerlich ein schlechter Mensch bleiben.

    Jehova ist wirklich sehr weise.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass er Zedekia für die restliche Zeit die Kraft gegeben hat, um mit dem Geschehenen fertig zu werden, ohne den Verstand zu verlieren!

  58. Juleam 18. August 2009 um 02:44 Link zum Kommentar

    Jeremia 40 – 42

    Jeremia 42:1-6

    Dann kamen all die Obersten der Streitkräfte und Johanan, der Sohn Kareachs, und Jesanja, der Sohn Hoschajas, und alles Volk, vom Kleinsten ja bis zum Größten, herbei 2 und sprachen zu Jeremia, dem Propheten: „Möge unser Flehen um Gunst bitte vor dich niederfallen, und bete du doch zu unseren Gunsten zu Jehova, deinem Gott, zugunsten dieses ganzen Überrestes, denn wenige von vielen sind wir übriggeblieben, so wie deine Augen uns sehen. 3 Und möge Jehova, dein Gott, uns den Weg mitteilen, auf dem wir wandeln sollten, und die Sache, die wir tun sollten.“

    4 Darauf sagte Jeremia, der Prophet, zu ihnen: „Ich habe [es] gehört. Siehe, ich bete zu Jehova, eurem Gott, gemäß euren Worten; und es wird gewiß geschehen, daß ich euch jedes Wort, das Jehova euch zur Antwort gibt, mitteilen werde. Ich werde euch kein Wort vorenthalten.“

    5 Und sie ihrerseits sprachen zu Jeremia: „Möge sich Jehova als wahrer und treuer Zeuge gegen uns erweisen, wenn wir nicht genau jedem Wort entsprechend tun werden, mit dem Jehova, dein Gott, dich zu uns sendet. 6 Ob gut oder böse, es ist die Stimme Jehovas, unseres Gottes, zu dem wir dich senden, der wir gehorchen werden mit der Absicht, daß es uns gutgeht, weil wir der Stimme Jehovas, unseres Gottes, gehorchen.“

    geht doch!

    Jeremia 42:9-12

    und er sagte weiter zu ihnen: „Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesprochen hat, zu dem ihr mich gesandt habt, um euer Flehen um Gunst vor ihn niederfallen zu lassen: 10 ‚Wenn ihr wirklich in diesem Land wohnen bleibt, so will ich euch aufbauen, und ich werde [euch] nicht niederreißen, und ich will euch pflanzen, und ich werde [euch] nicht ausreißen; denn ich werde bestimmt Bedauern empfinden über das Unglück, das ich euch verursacht habe. 11 Fürchtet euch nicht wegen des Königs von Babylon, vor dem ihr in Furcht seid.‘

    ,Fürchtet euch nicht seinetwegen‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚denn ich bin mit euch, um euch zu retten und euch aus seiner Hand zu befreien. 12 Und ich werde euch Barmherzigkeit erweisen, und er wird gewiß Erbarmen mit euch haben und euch auf euren eigenen Boden zurückbringen.

    Gleich macht ER ihnen wieder Mut.

  59. Juleam 18. August 2009 um 02:49 Link zum Kommentar

    Jeremia 42:13-17

    Wenn ihr aber sagt: „Nein; wir werden nicht in diesem Land wohnen!“, so daß ihr der Stimme Jehovas, eures Gottes, nicht gehorcht, 14 indem [ihr] sprecht: „Nein, sondern in das Land Ägypten werden wir ziehen, wo wir keinen Krieg sehen und den Schall des Horns nicht hören und nicht nach Brot hungern werden; und dort werden wir wohnen“; 15 nun denn, hört daher das Wort Jehovas, o Überrest Judas. Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesagt hat: „Wenn ihr selbst euer Angesicht ganz bestimmt darauf richtet, nach Ägypten zu ziehen, und ihr tatsächlich hinkommt, um dort als Fremdlinge zu weilen, 16 dann soll es geschehen, daß gerade das Schwert, vor dem ihr euch fürchtet, euch dort erreichen wird, im Land Ägypten, und gerade die Hungersnot, vor der euch bangt, wird euch auf dem Fuße dorthin nach Ägypten folgen; und dort werdet ihr sterben. 17 Und es wird geschehen, daß alle Männer, die ihr Angesicht darauf gerichtet haben, nach Ägypten zu ziehen, um dort als Fremdlinge zu weilen, die sein werden, die durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest sterben; und sie werden schließlich weder einen Überlebenden noch einen Entronnenen haben wegen des Unglücks, das ich über sie bringe.“ ‚

    Hier finden wir auch den wahren Grund für das, was König Zedekia widerfahren ist: er hatte nicht geradeso gehandelt wie Jehova es gesagt hatte.

    Er war zwar aus der Stadt heraus gegangen, aber nicht mutig dem König von Babylon entgegen, wie Jehova gesagt hatte – sondern er war heimlich in eine andere Richtung geflohen. Vielleicht hatte er nicht genügend Vertrauen in Jehova, dass dieser ihn wirklich aus der Hand des Königs von Babylon befreien würde.

    Wie sagte Jehova in Jeremia 42:15-16?

    nun denn, hört daher das Wort Jehovas, o Überrest Judas. Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesagt hat: „Wenn ihr selbst euer Angesicht ganz bestimmt darauf richtet, nach Ägypten zu ziehen, und ihr tatsächlich hinkommt, um dort als Fremdlinge zu weilen, 16 dann soll es geschehen, daß gerade das Schwert, vor dem ihr euch fürchtet, euch dort erreichen wird, im Land Ägypten, und gerade die Hungersnot, vor der euch bangt, wird euch auf dem Fuße dorthin nach Ägypten folgen; und dort werdet ihr sterben.

    Mein Gott – bin ich froh, dass ich mich nicht in meinem Gott geirrt habe

  60. Juleam 18. August 2009 um 13:06 Link zum Kommentar

    Jeremia 43 – 46

    Jeremia 43:1-3

    Nun geschah es, sobald Jeremia zum ganzen Volk alle Worte Jehovas, ihres Gottes, mit denen ihn Jehova, ihr Gott, zu ihnen sandte, zu Ende geredet hatte, ja alle diese Worte, 2 daß dann Asarja, der Sohn Hoschajas, und Johanan, der Sohn Kareachs, und alle vermessenen Männer zu Jeremia sagten: „Es ist eine Unwahrheit, was du redest. Jehova, unser Gott, hat dich nicht gesandt und gesprochen: ‚Zieht nicht nach Ägypten, um dort als Fremdlinge zu weilen.‘ 3 Sondern Baruch, der Sohn Nerijas, reizt dich gegen uns auf zu dem Zweck, uns in die Hand der Chaldaer zu geben, daß sie uns zu Tode bringen oder uns ins Exil nach Babylon führen.“

    Boah, haben die eine Macke!

    Manche lernen es scheinbar nie! Was soll das denn jetzt? Was wollen sie damit bezwecken?

    Jehova lässt ihnen sagen, was sie tun sollen, damit sie keinen Schaden nehmen – und da stehen welche auf und sagen, dass die Worte nicht von Jehova sind?

    Was denken sie eigentlich, wer sie sind?

    „alle vermessenen Männer…“

    Kein Wunder, dass Jehova sie später so hart bestraft. Sie haben es wahrlich verdient – sich wirklich hart erarbeitet.

    Warum sie wohl so unvernünftig handeln?

    Denken sie, sie könnten das Strafgericht aufhalten, wenn sie sagen „diese Worte kommen nicht von Jehova“? Aber Jehova weiss doch, was er gesagt hat. Er wird sich doch nicht von ein paar vermessenen Männern „für dum verkaufen lassen“.

    Oder hatten sie einfach Angst, ihr Gesicht zu verlieren?
    Aber mal ehrlich, was nützt mir denn im Angesicht von Gottes Strafgericht, ob die anderen gut von mir denken? Müsste ich nicht viel lieber alles daran setzen, nun Jehova zu besänftigen, ihm zu gefallen, um zu überleben?

    Wahrlich sture Menschen das, ziemlich unvernünftig. Sie haben das Strafgericht wirklich verdient.

    Wie steht es mit uns?

    Sagen auch wir „das ist ja nicht von Jehova, ich handle schon richtig“, wenn mir jemand anhand der Bibel sagt, dass ich Jehova mit meinem Verhalten kränke und er mich betrafen wird, wenn ich nicht umkehre?

    Laufen wir weiterhin stur auf den Abgrund zu, „ich weiss schon was ich tue“??

    Jeremia 43:4

    Und Johanan, der Sohn Kareachs, und alle Obersten der Streitkräfte und alles Volk gehorchten nicht der Stimme Jehovas, im Land Juda wohnen zu bleiben.

  61. Juleam 18. August 2009 um 18:16 Link zum Kommentar

    Jeremia 44:1-6

    Das Wort, das an Jeremia erging für all die Juden, die im Land Ägypten wohnten, diejenigen, die in Migdol und in Tachpanhes und in Noph und im Land Pathros wohnten, lautete: 2 „Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Ihr selbst habt all das Unglück gesehen, das ich über Jerusalem und über alle Städte Judas gebracht habe, und siehe, sie sind ein verwüsteter Ort an diesem Tag, und kein Bewohner ist darin. 3 Es ist wegen ihrer Schlechtigkeit, die sie verübten, um mich dadurch zu kränken, daß sie hingingen und räucherten und anderen Göttern Dienst leisteten, die sie selbst nicht gekannt hatten, weder ihr noch eure Vorväter. 4 Und ich sandte fortwährend alle meine Knechte, die Propheten, zu euch, früh mich aufmachend und [sie] sendend, und ließ sagen: „Tut bitte nicht so etwas Abscheuliches, was ich gehaßt habe.“ 5 Aber sie hörten nicht, noch neigten sie ihr Ohr, um sich abzuwenden von ihrer Schlechtigkeit, indem sie anderen Göttern nicht geräuchert hätten. 6 Da wurde mein Grimm und mein Zorn ausgegossen, und er brannte in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems; und sie wurden ein verwüsteter Ort, eine wüste Einöde, wie an diesem Tag.‘

    Jehova erinnert sie an das, was sie bereits schon erlebt und bei anderen gesehen haben.

    Jeremia 44:7-10

    Und nun, dies ist, was Jehova, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Warum tut ihr eurer Seele so großes Unglück an, um von euch Mann und Frau, Kind und Säugling aus der Mitte Judas wegzutilgen, so daß ihr euch keinen Überrest übriglaßt; 8 indem ihr mich mit den Werken eurer Hände dadurch kränkt, daß ihr anderen Göttern räuchert im Land Ägypten, in das ihr einzieht, um dort als Fremdlinge zu weilen; so daß ihr euch selbst eine Abschneidung verursacht und so daß ihr zum Fluch und zur Schmach werdet unter allen Nationen der Erde? 9 Habt ihr die schlechten Taten eurer Vorväter vergessen und die schlechten Taten der Könige von Juda und die schlechten Taten ihrer Frauen und eure eigenen schlechten Taten und die schlechten Taten eurer Frauen, die sie getan haben im Land Juda und in den Straßen Jerusalems? 10 Und bis auf diesen Tag fühlten sie sich nicht zerschlagen, und sie gerieten nicht in Furcht, noch wandelten sie in meinem Gesetz und in meinen Satzungen, die ich euch und euren Vorvätern vorlegte.‘

    Wir sollten aus der Geschichte und dem selbst Erlebten lernen.

    Jeremia 44:11-14

    Dies ist daher, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Siehe, ich richte mein Angesicht gegen euch zum Unglück und zur Wegtilgung von ganz Juda. 12 Und ich will den Überrest Judas nehmen, die ihr Angesicht darauf gerichtet haben, in das Land Ägypten zu ziehen, um dort als Fremdlinge zu weilen, und sie werden gewiß alle ihr Ende finden im Land Ägypten. Sie werden durch das Schwert fallen; [und] durch den Hunger werden sie ihr Ende finden, vom Kleinsten ja bis zum Größten; durch das Schwert und durch den Hunger werden sie sterben. Und sie sollen zum Fluch, zum Gegenstand des Entsetzens und zur Verwünschung und zur Schmach werden. 13 Und ich will Abrechnung halten mit denen, die im Land Ägypten wohnen, so wie ich mit Jerusalem Abrechnung gehalten habe, mit dem Schwert, mit dem Hunger und mit der Pest. 14 Und es wird schließlich für den Überrest Judas, der einzieht, um dort, im Land Ägypten, als Fremdling zu weilen, keinen Entronnenen oder Überlebenden geben, ja um zurückzukehren in das Land Juda, zu dem sie ihr Seelen[begehren] erheben, [nämlich] zurückzukehren, um dort zu wohnen; denn sie werden nicht zurückkehren, ausgenommen einige Entronnene.‘ „

    Ja, sie hatten ja die Wahl gehabt. Jehova hatte ihnen gesagt, was sie tun mussten, um das Unheil von sich abzuwenden. Nun haben sie ihre gerechte Strafe bekommen. Jehova sagt hier quasi „ihr seid selbst schuld“. Und das stimmt ja auch!

    Und? Hatten sie was gelernt? Wie reagierten sie auf das, was Jehova ihnen durch Jeremia sagen ließ?

    Jeremia 44:15-16

    Und alle Männer, die wußten, daß ihre Frauen anderen Göttern geräuchert hatten, und alle Frauen, die als eine große Versammlung dastanden, und alles Volk, das im Land Ägypten wohnte, in Pathros, antworteten dann Jeremia, indem [sie] sagten: 16 „Was das Wort betrifft, das du zu uns im Namen Jehovas geredet hast, wir hören nicht auf dich;


    Bei denen ist echt „Hopfen und Malz verloren“!

    Ich fasse es nicht, dass Menschen so dumm sein können!

    Was geht bloß in deren Köpfen vor, dass sie sich immer noch hartnäckig weigern, zur Besinnung zu kommen?

  62. Juleam 18. August 2009 um 18:18 Link zum Kommentar

    Jeremia 44:16-18

    „Was das Wort betrifft, das du zu uns im Namen Jehovas geredet hast, wir hören nicht auf dich; 17 sondern wir wollen ganz bestimmt nach jedem Wort tun, das aus unserem Mund hervorgegangen ist, um der ‚Himmelskönigin‘ zu räuchern und für sie Trankopfer auszugießen, so wie wir selbst und unsere Vorväter, unsere Könige und unsere Fürsten in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems taten, als wir stets mit Brot gesättigt wurden und es uns gutging und wir überhaupt kein Unglück sahen. 18 Und von der Zeit an, da wir aufhörten, der ‚Himmelskönigin‘ zu räuchern und für sie Trankopfer auszugießen, hat es uns an allem gefehlt, und durch das Schwert und durch den Hunger ist es mit uns zu Ende gegangen.

    Was für ein Argument!

    „Wir müssen ja den anderen Göttern dienen, sonst entziehen sie uns ihren Segen. Auf Jehova vertrauen? Ne, das geht net, denn der segnet uns ja net so, wie wir das gern hätten. Wir können uns noch gut daran erinnern, wie wir mal den anderen Göttern nicht gedient haben – da hat es uns an allem gefehlt!“

    Unglaublich!

    „Ich muss neben Jehova noch anderen Gottern dienen, sonst fehlt es mir an den Nötigsten.“?

    Jehova kann das nicht alleine?

    „Andere Götter strafen mich sofort, wenn ich nicht tue, was sie wollen – Jehova hat ja jede Menge Geduld, darum ist es nicht so wichtig, IHM zugefallen.“?

    Was für eine Argumentation.

    Jehova ist doch jedem anderen Gott überlegen. Wieso sollte ich einen billigen Ring aus dem Kaugummiautomaten einem Brilliantring vorziehen?

    Wollen wir wirklich den kostbaren Brilliantring wegwerfen, nur damit wir den „wertvollen““ Plastikring gut sichtbar tragen können?

  63. Juleam 18. August 2009 um 18:22 Link zum Kommentar

    Jeremia 44:20-23

    Darauf sagte Jeremia zum ganzen Volk, zu den kräftigen Männern und zu den Frauen und zu allem Volk, die ihm mit einem Wort antworteten, indem [er] sprach: 21 „Was den Opferrauch betrifft, den ihr in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems aufsteigen ließet, ihr und eure Vorväter, eure Könige und eure Fürsten und das Volk des Landes, gedachte Jehova nicht dessen und ließ es in seinem Herzen aufkommen? 22 Schließlich konnte Jehova es nicht länger ertragen wegen der Schlechtigkeit eurer Handlungen, wegen der Abscheulichkeiten, die ihr getan hattet, und so wurde euer Land zum verwüsteten Ort und zum Gegenstand des Entsetzens und zum Fluch, ohne Bewohner, wie an diesem Tag. 23 Wegen der Tatsache, daß ihr räuchertet und daß ihr gegen Jehova sündigtet und der Stimme Jehovas nicht gehorchtet und in seinem Gesetz und in seinen Satzungen und in seinen Mahnungen nicht wandeltet, darum ist euch dieses Unglück widerfahren wie an diesem Tag.“

    Jeremia 44:26-28

    Darum hört das Wort Jehovas, ganz Juda, die ihr im Land Ägypten wohnt: ‚ „Siehe, ich selbst habe bei meinem großen Namen geschworen“, hat Jehova gesprochen, „daß sich mein Name nicht mehr als etwas erweisen wird, was vom Mund irgendeines Mannes von Juda ausgerufen wird, indem [er] sagt: ‚So wahr der Souveräne Herr Jehova lebt!‘ im ganzen Land Ägypten. 27 Siehe, ich bleibe ihnen gegenüber wachsam zum Unglück und nicht zum Guten; und alle Männer von Juda, die im Land Ägypten sind, werden gewiß ihr Ende finden durch das Schwert und durch den Hunger, bis sie zu sein aufhören. 28 Und was die betrifft, die dem Schwert entrinnen, sie werden aus dem Land Ägypten ins Land Juda zurückkehren, wenige an Zahl; und alle vom Überrest Judas, die in das Land Ägypten kommen, um dort als Fremdlinge zu weilen, werden sicherlich erkennen, wessen Wort wahr wird, das meinige oder das ihrige.“ ‚ „

    Ist das nicht traurig, dass Jehova so zu ihnen reden muss?

    Hat er das wirklich nötig?

  64. Juleam 20. August 2009 um 10:54 Link zum Kommentar

    Jeremia 47 – 49

    Jehova verkündet sein Strafgericht. Nun ist es soweit und sie werden die gerechte Strafe für ihre Vergehen erhalten.

    Jeremia 48:7

    Weil du auf deine Werke und auf deine Schätze vertraust, wirst du selbst auch eingenommen werden. Und Kạmos wird gewiß ins Exil ziehen, seine Priester und seine Fürsten zur selben Zeit.

    Jeremia 48:11,27,29,42

    11 Die Moabịter sind sorglos gewesen von ihrer Jugend an, und sie bleiben ruhig auf ihren Hefen. Und sie sind nicht von einem Gefäß in ein anderes Gefäß geleert worden, und ins Exil sind sie nicht gegangen. Darum ist ihr Geschmack in ihnen steckengeblieben, und sogar ihr Geruch hat sich nicht verändert.

    Und wurde Israel nicht ein bloßer Gegenstand des Gespötts für dich? Oder wurde er unter offenkundigen Dieben gefunden? Denn du hast dich stets geschüttelt, sooft du gegen ihn redetest.

    „Wir haben vom Stolz Mọabs gehört — er ist sehr hochmütig —, von seiner Höhe und von seinem Stolz und von seinem Hochmut und von der Überheblichkeit seines Herzens.“

    ,Und Mọab wird bestimmt vertilgt werden, so daß es kein Volk mehr ist, denn gegen Jehova hat es großgetan.

    Jeremia 49:1

    Für die Söhne Ạmmons hat Jehova dies gesprochen: „Hat denn Israel keine Söhne, oder hat er keinen Erben? Wie kommt es, daß Mạlkam von Gad Besitz ergriffen und sein eigenes Volk sogar in [Israels] Städten Wohnsitz genommen hat?“

    Jeremia 49:15-16

    „Denn siehe, ich habe dich tatsächlich kleingemacht unter den Nationen, verachtet unter den Menschen. 16 Das Schaudern, das du verursachtest, hat dich getäuscht, die Vermessenheit deines Herzens, o der du in den Schlupfwinkeln des zerklüfteten Felsens weilst, die Höhe des Hügels innehast. Obwohl du dein Nest hoch oben baust wie ein Adler, werde ich dich von dort herunterholen“ ist der Ausspruch Jehovas.

    um nur einige Gründe zu nennen…

  65. Juleam 20. August 2009 um 22:31 Link zum Kommentar

    Jeremia 50 – 52

    Jeremia 50:3-7

    Denn eine Nation ist gegen sie herangekommen aus dem Norden. Es ist die, die ihr Land zum Gegenstand des Entsetzens macht, so daß sich niemand vorfindet, der darin wohnt. Sowohl Mensch als Haustier haben die Flucht ergriffen. Sie sind weggezogen.“

    4 „In jenen Tagen und zu jener Zeit“, ist der Ausspruch Jehovas, „werden die Söhne Israels kommen, sie und die Söhne Judas zusammen. Sie werden wandeln, unter Weinen wandeln, und sie werden Jehova, ihren Gott, suchen. 5 Nach Zion werden sie fortgesetzt den Weg erfragen, dorthin ihr Angesicht richten [und sagen]: ‚Kommt, und schließen wir uns Jehova an in einem auf unabsehbare Zeit dauernden Bund, der nicht vergessen werden wird.‘ 6 Eine Herde umkommender Geschöpfe ist mein Volk geworden. Ihre eigenen Hirten haben sie umherirren lassen. Auf die Berge haben sie sie weggeführt. Von Berg zu Hügel sind sie gegangen. Sie haben ihren Ruheort vergessen. 7 Alle, die sie fanden, haben sie aufgefressen, und ihre eigenen Widersacher haben gesagt: ‚Wir werden uns nicht schuldig machen zufolge der Tatsache, daß sie gegen Jehova gesündigt haben, den Aufenthaltsort der Gerechtigkeit und die Hoffnung ihrer Vorväter, Jehova.‘ „

    Jeremia 51:1-2

    Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Siehe, ich erwecke gegen Babylon und gegen die Bewohner von Leb-Kamai einen verderblichen Wind; 2 und ich will nach Babylon Worfler senden, die sie bestimmt worfeln und die ihr Land ausleeren werden; denn es wird sich tatsächlich erweisen, daß sie am Tag des Unglücks auf allen Seiten gegen sie sind.


    wieso straft Jehova eigentlich Babylon
    dafür, dass es sein Volk in die Gefangenschaft geführt hat? War nicht ER es, der sie extra dazu heraufgerufen hatte? Warum nun diese harte Strafe?

    Jeremia 51:5

    Denn Israel und Juda sind nicht verwitwet gelassen von ihrem Gott, von Jehova der Heerscharen. Denn das Land jener ist vom Standpunkt des Heiligen Israels aus voll von Schuld gewesen.

    warum?

    Jeremia 51:29

    Und die Erde möge beben und sich winden vor Schmerz, denn gegen Babylon haben sich die Gedanken Jehovas erhoben, um das Land Babylon zum Gegenstand des Entsetzens zu machen, ohne Bewohner.

    Jeremia 51:35-38

    35 ‚Die an mir und meinem Organismus verübte Gewalttat komme über Babylon!‘ wird die Bewohnerin Zions sagen. ‚Und mein Blut sei auf den Bewohnern Chaldaas!‘ wird Jerusalem sprechen.“

    36 Dies ist daher, was Jehova gesprochen hat: „Siehe, ich führe deinen Rechtsfall, und ich werde gewiß Rache für dich vollziehen. Und ich will ihr Meer austrocknen, und ich will ihre Brunnen vertrocknen lassen. 37 Und Babylon soll zu Steinhaufen werden, zum Lager von Schakalen, zum Gegenstand des Entsetzens und zu etwas, was man auspfeift, ohne Bewohner. 38 Allesamt werden sie brüllen so wie mähnige junge Löwen. Sie werden sicherlich knurren wie die Jungen von Löwen.“

    Warum will Jehova nun das Blut seines Volkes an Babylons Händen rächen – wenn doch ER es war, der Babylon benutzt hatte, um sein Volk zu strafen?

  66. Juleam 20. August 2009 um 23:40 Link zum Kommentar

    ein passendes Drama zu Jeremia und all den Widrigkeiten, die er zu erdulden hatte:

    Ein furchtloser Verkündiger einer unbeliebten Botschaft

    ich hoffe, ihr habt es noch irgendwo zu Hause auf Casette, denn es ist sehr ermunternd

  67. Juleam 9. August 2011 um 10:55 Link zum Kommentar

    Jeremia 1 – 2

    „ich will nicht unterworfen sein…“

    Jeremia 2:20

    20 ‚Denn vor langem zerschmetterte ich dein Joch; ich zerriß deine Bande. Du aber sprachst: „Ich werde nicht dienen“, denn auf jedem hohen Hügel und unter jedem üppigen Baum lagst du ausgespreizt, indem du dich der Prostitution hingabst.

    In der Luther-Bibel heißt es: „Ich will nicht unterworfen sein“

    Ist es wirklich so etwas Schreckliches, sich jemanden unterzuordnen? Und das gerade bei Jehova, der doch nun wirklich gerecht und liebevoll ist?

    Auf der anderen Seite haben sie kein Problem damit, den mistigen und wertlosen Götzen zu dienen?

    Haben wir genug Demut, um uns auf der Stelle wohlzufühlen, wo uns Jehova hingestellt hat, um mit der Rolle zufrieden zu sein, die ER uns zugewiesen hat?

  68. Juleam 9. August 2011 um 11:02 Link zum Kommentar

    „Die zum Holz sagen… Aber in der Not kommt ihr zu mir“

    Jeremia 2:27-28

    Sie sagen zu einem Baum: ‚Du bist mein Vater‘ und zu einem Stein: ‚Du selbst hast mich geboren.‘ Aber mir haben sie den Nacken zugewandt und nicht das Gesicht. Und zur Zeit ihres Unglücks werden sie sprechen: ‚Steh doch auf, und rette uns!‘

    28 Doch wo sind deine Götter, die du dir gemacht hast? Mögen sie aufstehen, wenn sie dich retten können zur Zeit deines Unglücks. Denn wie die Zahl deiner Städte sind deine Götter geworden, o Juda.

    können wir es Jehova verdenken, dass ihn so ein Verhalten stinksauer macht?

    Wie würde sich wohl eine Ehefrau fühlen, deren Mann nie Zeit mit ihr verbringt, der seine Freizeit und die schönen Dinge mit anderen Frauen teilt, aber wenn es um Arbeit geht, um seinen persönlichen Vorteil – dann, ja dann ist sie seine Frau?

    Oder wie mag sich ein Ehemann fühlen, der sich für die Frau und die Kinder abschuftet, weit über seine Kräfte hinaus arbeitet, damit es seiner Familie gut geht – aber diese interessieren sich überhaupt nicht für ihn, nur dann, wenn sie etwas von ihm wollen?

    Wie enttäuscht muss Jehova sein, seinem Volk in seinem verkehrten Lauf zuzusehen, wie sie ständig anderen Göttern dienen, IHN und seine Anbetung und seine Gebote aber vernachlässigen – denn zur Zeit brauchen sie ihn nicht – aber wenn es eng wird, ja, dann darf er helfen?

  69. Juleam 9. August 2011 um 11:07 Link zum Kommentar

    „Darum hast du dich auch gewöhnt, auf bösen Wegen zu wandeln. … Du sprichst: ich habe nicht gesündigt“

    Jeremia 2:29-35

    ‚Warum streitet ihr ständig gegen mich? Warum habt ihr euch alle gegen mich vergangen?‘ ist der Ausspruch Jehovas. 30 Vergebens habe ich eure Söhne geschlagen. Keine Zucht nahmen sie an. Euer Schwert hat eure Propheten verzehrt wie ein Löwe, der Verderben verursacht. 31 O Generation, seht selbst das Wort Jehovas.

    Bin ich eine bloße Wildnis für Israel geworden oder ein Land tiefer Finsternis? Wie kommt es, daß diese, mein Volk, gesagt haben: ‚Wir sind umhergeschweift. Wir werden nicht mehr zu dir kommen.‘? 32 Kann eine Jungfrau ihren Schmuck vergessen, eine Braut ihre Brustbänder? Und doch, mein eigenes Volk — sie haben mich zahllose Tage vergessen.

    33 Warum, o Frau, besserst du deinen Weg, um Liebe zu suchen? Darum hast du auch in bösen Dingen deine Wege unterwiesen. 34 Auch sind an deinen Rocksäumen die Blutspuren der Seelen unschuldiger Armer gefunden worden. Nicht beim Einbruch habe ich sie gefunden, sondern [sie sind] auf allen diesen.

    35 Aber du sprichst: ‚Ich bin unschuldig geblieben. Gewiß hat sich sein Zorn von mir abgewandt.‘

    Siehe, ich trete in einen Rechtsstreit mit dir ein, weil du sagst: ‚Ich habe nicht gesündigt.‘

    die Übersetzung in der Lutherbibel sagt es viel treffender: sie hatten sich daran gewöhnt, Böses zu tun. Ironischer Weise sagen sie trotzdem zu Jehova, sie seien sich keiner Schuld bewußt.

    Wissen sie wirklich nicht, dass sie Jehovas Gebote ständig mit Füßen treten und ihn kränken? Oder meinen sie gar, sie könnten den Höchsten „veräppeln“?

    Fakt ist, dass ihr Verhalten keinerlei Achtung und Respekt vor Jehova erkennen lässt – selbst dann nicht, wenn sie regelmäßig in den Tempel gehen und opfern sollten. Sie verhöhnen Jehova mit ihrem Verhalten!!!

  70. Juleam 9. August 2011 um 11:13 Link zum Kommentar

    Jeremia 3 – 5

    „Du redest: ‚lieber Vater, soll denn dein Grimm ewig dauern?‘ Und lässt nicht vom Bösen“

    Jeremia 3:4-5

    Hast du mir von jetzt an zugerufen: ‚Mein Vater, du bist der vertraute Freund meiner Jugend! 5 Sollte man auf unabsehbare Zeit grollen oder fortfahren, immerdar [auf etwas] achtzugeben?‘? Siehe! Du hast geredet, und du fuhrst fort, schlechte Dinge zu tun und die Oberhand zu gewinnen.“

    unglaublich, dass sie so unverschämt sind und sich so respektlos Jehova gegenüber verhalten!

    Wäre es jetzt nicht erst mal an der Zeit gewesen, zu bereuen und umzukehren? Hätten sie dann nicht eher „das Recht gehabt“, Jehova zu fragen, wie lange sie noch für ihre Sünden leiden sollten?

    Unfassbar so ein Verhalten!!!

  71. Juleam 9. August 2011 um 11:16 Link zum Kommentar

    „Kehrt um, dann will ich euch heilen“

    Jeremia 3:12-14

    , „Kehre doch zurück, o Israel, [du] Abtrünnige“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ ‚ „Ich werde mein Angesicht nicht [zürnend] auf euch senken, denn ich bin loyal“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ ‚ „Ich werde nicht auf unabsehbare Zeit grollen. 13 Nur nimm Kenntnis von deinem Vergehen, denn gegen Jehova, deinen Gott, hast du dich vergangen. Und du verstreutest deine Wege fortgesetzt an die Fremden unter jedem üppigen Baum, aber auf meine Stimme hörtet ihr nicht“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ “

    14 „Kehrt zurück, o ihr abtrünnigen Söhne“ ist der Ausspruch Jehovas

    ist das unfair, hart und fordernd von Jehova?

    Ist dies nicht eine ganz natürliche Abfolge?

    Wie kann ich Vergebung erwarten, ohne dass ich einsehe, dass ich einen Fehler gemacht habe und ihn bereue?

  72. Juleam 9. August 2011 um 11:19 Link zum Kommentar

    „Du hast uns sehr getäuscht!“

    Jeremia 4:10

    10 Und ich sagte dann: „Ach, o Souveräner Herr Jehova! Wahrlich, du hast dieses Volk und Jerusalem gründlich getäuscht, indem [du] sprachst: ‚Ja Frieden wird euch zuteil werden‘, und das Schwert hat bis an die Seele gereicht.“

    das ist dann wohl doch die Höhe: sie fühlten sich von ihrem Gott getäuscht?

    Jehova, den allein wahren, gerechten und barmherzigen Gott, der tut was er sagt und nicht lügt und an dem kein Trug ist?

    Wie kommen sie dazu, IHM vorzuwerfen, er würde sie täuschen?

  73. Juleam 9. August 2011 um 11:20 Link zum Kommentar

    „Denn ihrer Sünden sind zu viele und sie bleiben in ihrem Ungehorsam…“

    Jeremia 5:6-9

    Darum hat sie ein Löwe aus dem Wald geschlagen, ja ein Wolf von den Wüstenebenen verheert sie ständig, ein Leopard bleibt ständig wach an ihren Städten. Jeder, der aus ihnen hinausgeht, wird in Stücke gerissen. Denn ihrer Übertretungen sind viele geworden; ihre Taten der Untreue sind zahlreich geworden.

    7 Wie kann ich dir ebendieser Sache wegen vergeben? Deine eigenen Söhne haben mich verlassen, und sie schwören ständig bei dem, was kein Gott ist. Und ich sättigte sie unaufhörlich, aber sie fuhren fort, Ehebruch zu begehen, und zum Haus einer Prostituierten gehen sie scharenweise. 8 Brünstige Rosse, die [starke] Hoden haben, sind sie geworden. Sie wiehern ein jeder nach der Frau seines Gefährten.

    9 „Sollte ich eben wegen dieser Dinge nicht Abrechnung halten?“ ist der Ausspruch Jehovas. „Oder sollte sich an einer Nation, die wie diese ist, meine Seele nicht rächen?“

    trotzdem vergibt Jehova immer wieder einem jeden, der aufrichtige Reue erkennen lässt und diese auch durch seine Taten zeigt.

    Hatten sie hier den Punkt überschritten, wo ER vergeben kann (oder will)?

  74. Juleam 9. August 2011 um 11:25 Link zum Kommentar

    „Sie verleugnen den Herrn und sagen: das wird ER nicht tun“

    Jeremia 5:10-12

    10 „Kommt gegen ihre [Weinstock]reihen herauf, und verursacht Verderben, doch bewirkt nicht eine tatsächliche Ausrottung. Nehmt ihre wuchernden Ranken weg, denn sie gehören nicht Jehova. 11 Denn das Haus Israel und das Haus Juda haben ganz bestimmt treulos an mir gehandelt“ ist der Ausspruch Jehovas. 12 „Sie haben Jehova verleugnet, und sie sagen ständig: ‚Er ist nicht. Und über uns wird kein Unglück kommen, und weder Schwert noch Hungersnot werden wir sehen.‘

    was ist nur los mit ihnen – warum lassen sie jeglichen Respekt vor Jehova vermissen?

    Denken sie, er könne sie nicht strafen? Glauben sie, es gäbe ihn garnicht? Meinen sie, es wäre IHM egal, wenn sie seinen heiligen Namen mit Dreck bewerfen?

  75. Juleam 9. August 2011 um 11:35 Link zum Kommentar

    „Wenn sie sagen: warum tut unser Gott dies alles? … Ihr tolles Volk, das keinen Verstand hat“

    Jeremia 5:19-26

    Und es soll geschehen, daß ihr sprechen werdet: ‚Zufolge welcher Tatsache hat Jehova, unser Gott, uns all diese Dinge angetan?‘ Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Ebenso, wie ihr mich verlassen habt und hingegangen seid, in eurem Land einem fremdländischen Gott zu dienen, so werdet ihr Fremden dienen in einem Land, das nicht das eure ist.‘ “

    20 Berichtet dies im Hause Jakob, und verkündigt es in Juda, indem [ihr] sprecht: 21 „Hört nun dies, o unweises Volk, das ohne Herz ist: Sie haben Augen, doch können sie nicht sehen; sie haben Ohren, doch können sie nicht hören. 22 ‚Fürchtet ihr sogar mich nicht‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚oder windet ihr euch selbst meinetwegen nicht vor Schmerzen, der ich dem Meer den Sand als Grenze gesetzt habe, eine auf unabsehbare Zeit dauernde Bestimmung, die es nicht überschreiten kann? Obwohl seine Wellen wogen, können sie doch nicht die Oberhand gewinnen; und [obwohl] sie doch ungestüm werden, können sie sie nicht überschreiten. 23 Aber ebendieses Volk hat ein störrisches und rebellisches Herz bekommen; sie sind abgewichen und gehen weiterhin ihres Weges. 24 Aber sie haben in ihrem Herzen nicht gesagt: „Laßt uns nun Jehova, unseren Gott, fürchten, IHN, der den Regenguß und den Herbstregen und den Frühlingsregen zu seiner Zeit gibt, IHN, der sogar die vorgeschriebenen Wochen der Ernte für uns bewahrt.“ 25 Eure eigenen Vergehungen haben diese Dinge abgewendet, und eure eigenen Sünden haben das, was gut ist, von euch zurückgehalten.

    26 Denn unter meinem Volk sind böse Menschen gefunden worden

    wäre es nicht furchtbar, wenn unser Gott so über uns persönlich denken würde?

    Wieso fragen sie eigentlich, warum sie diese harte Strafe bekommen? Müsste es ihnen nicht bewußt sein? Immerhin hatte Jehova doch durch das Gesetz, dass er ihnen durch Moses gegeben hatte, bereits ganz klar festgelegt, was passieren würde, wenn sie so treuelos wären.

    Haben sie IHN etwa nicht ernst genommen? Wenn ja, warum nicht?

  76. Juleam 9. August 2011 um 11:38 Link zum Kommentar

    „Sie sprechen niemals in ihrem Herzen: ‚lasst uns doch unseren Gott fürchten'“

    Jeremia 5:24-26

    Aber sie haben in ihrem Herzen nicht gesagt: „Laßt uns nun Jehova, unseren Gott, fürchten, IHN, der den Regenguß und den Herbstregen und den Frühlingsregen zu seiner Zeit gibt, IHN, der sogar die vorgeschriebenen Wochen der Ernte für uns bewahrt.“ 25 Eure eigenen Vergehungen haben diese Dinge abgewendet, und eure eigenen Sünden haben das, was gut ist, von euch zurückgehalten.

    26 Denn unter meinem Volk sind böse Menschen gefunden worden. Sie spähen beständig, wie wenn sich

    warum sind sie eigentlich so stur und verhärten ihren Nacken? Wollen sie unbedingt von Jehova bestraft werden – oder wollen sie ausprobieren, ob ER sie wirklich strafen würde?

  77. Juleam 9. August 2011 um 11:43 Link zum Kommentar

    Jeremia 6 – 8

    „Das Wort Jehovas ist ihnen zur Schmach geworden, sie können daran keinen Gefallen finden“

    Jeremia 6:10

    „Zu wem soll ich reden und [wem] Warnung erteilen, damit sie hören? Siehe! Ihr Ohr ist unbeschnitten, so daß sie nicht aufzumerken vermögen. Siehe! Das Wort Jehovas selbst ist ihnen zur Schmach geworden, sie können daran kein Gefallen finden.

    wie ist dies gemeint? Dass Jehova von vornherein plant, dass sie nicht hören können, dazu garnicht in der Lage wären?

    Sicherlich ist hier eher gemeint, dass jemand, der so in seinem schlechten Tun verhärtet ist, garnicht mehr anders kann, dass er sich so fest gebissen hat darin, dass er nicht mehr anders will. So einer Person kann nicht gefallen, dass Jehova sie verurteilt, denn sie tut ja eh, was sie will und ihr ist egal, wie Jehova über sie denkt…

  78. Juleam 9. August 2011 um 11:47 Link zum Kommentar

    „Fürs erste schämten sie sich nicht“

    Jeremia 6:15

    Schämten sie sich, weil sie sogar etwas Verabscheuungswürdiges getan hatten? Fürs erste schämen sie sich ganz bestimmt nicht; und zum andern haben sie nicht einmal kennengelernt, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen. Darum werden sie unter den Fallenden fallen; zu der Zeit, da ich Abrechnung mit ihnen halten muß, werden sie straucheln“, hat Jehova gesprochen.

    haben sie jegliches Schamgefühl verloren?

    Wie steht es mit ihrem Gewissen? Müsste nicht ihr natürliches Gewissen sie anklagen, ihnen zeigen, dass sie falsch laufen und ein Gefühl der Scham verursachen?

    Einen ähnlichen Gedanken hatten wir am Sonntag im WT-Studium, wo die Gleichung „Erkenntnis = von Sünde weichen“ betrachtet wurde.

    Nicht die Erkenntnis veranlaßt uns, von Sünde abzustehen – sondern das Anwenden der Erkenntnis.

    Außerdem kennen wir ja den Vergleich mit dem Gewissen als Würfel. Solange der Würfel intakt ist und spitze Ecken hat, wird es uns jedesmal weh tun, wenn er in unserem Inneren aneckt. Aber wenn wir unser Gewissen zu lange „auf stumm stellen“, dann werden sich die Ecken des Würfels mit der Zeit immer mehr abrunden, bis er eine weiche Kugel ist – diese tut uns nicht weh!

  79. Juleam 9. August 2011 um 11:50 Link zum Kommentar

    „Fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der gute Weg ist“

    Jeremia 6:16

    16 Dies ist, was Jehova gesagt hat: „Bleibt auf den Wegen stehen und seht, und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo nun der gute Weg ist; und geht darauf, und findet Rast für eure Seele.“ Aber sie sprachen fortgesetzt: „Wir werden nicht gehen.“

    immer wieder redet ER ihnen liebevoll zu Herzen, immer in der Hoffnung, dass sie erkennen, wie verkehrt der Weg ist, auf dem sie gerade wandeln und dass sie doch umkehren mögen.

    Wie sehr muss ihr Verhalten Jehova geschmerzt haben.

    Tun wir alles daran, dass nicht auch wir Jehova solch einen harten Schmerz bereiten?

  80. Juleam 9. August 2011 um 11:53 Link zum Kommentar

    „Sie sprachen: wir wollen nicht acht geben“

    Jeremia 6:17

    17 „Und ich erweckte Wächter über euch: ‚Gebt acht auf den Schall des Horns!‘ “ Aber sie sagten fortgesetzt: „Wir werden nicht achtgeben.“

    machen wir uns Gedanken darüber, wie Jehova uns ganz persönlich sieht?

    Sehen wir regelmäßig in den Spiegel, ob wir nicht vielleicht einen dicken Fleck voller Essensreste im Gesicht haben – oder ist uns dies egal?

    Lesen wir regelmäßig in Gottes Wort, damit sein Wort auf uns wirken kann und uns auf die rechte Weise beeinflußt – oder vertrödeln wir unsere Zeit, indem wir vielleicht Rat bei Freunden suchen, die toll finden, was wir tun oder uns durch schlechte Unterhaltung beeinflussen lassen?

  81. Juleam 9. August 2011 um 11:57 Link zum Kommentar

    „In das Tor des Hauses Jehovas – und dort sprecht“

    Jeremia 7:1-2

    Das Wort, das von Jehova an Jeremia erging, lautete: 2 „Stell dich in das Tor des Hauses Jehovas, und du sollst dort dieses Wort ausrufen, und du sollst sprechen: ‚Hört das Wort Jehovas, ihr alle von Juda, die ihr in diese Tore eintretet, um euch vor Jehova niederzubeugen.

    wo werden wir das Wort Jehovas hören? In seinem Haus = in den Zusammenkünften und auf Kongressen

    Aber noch ein anderer wichtiger Gedanke: die, die durch das Tor in das Haus Jehovas eintreten, sollen sich zuerst „sorgfältig die Füße abtreten“, damit sie keinen Schmutz mit hineinbringen.

    Wer in die Zusammenkünfte kommt, sollte dies tun, um sich vor Jehova niederzubeugen: d.h. dass wir auf das Wort Jehovas hören und entsprechend handeln. In die Zusammenkünfte zu kommen, um Unruhe und Mißtrauen unter Brüdern zu säen, wäre kein so guter Gedanke

  82. Juleam 9. August 2011 um 12:02 Link zum Kommentar

    „Kann man anderen Göttern nachgehen und trotzdem in mein Haus kommen?“

    Jeremia 7:8-11

    8 „Seht, ihr setzt euer Vertrauen in täuschende Worte — es wird bestimmt von gar keinem Nutzen sein. 9 Kann man etwa stehlen, morden und Ehebruch begehen und falsch schwören und dem Baal räuchern und anderen Göttern nachgehen, die ihr nicht gekannt hattet — 10 und ihr wollt herkommen und vor mich treten in diesem Haus, über dem mein Name genannt worden ist, und wollt sprechen: ‚Wir werden gewiß befreit werden‘ ungeachtet all dieser verübten Abscheulichkeiten? 11 Ist denn dieses Haus, über dem mein Name genannt worden ist, in euren Augen eine bloße Räuberhöhle geworden? Siehe, ich selbst habe [es] auch gesehen“ ist der Ausspruch Jehovas.

    ein Punkt, den ich noch nie so richtig verstanden habe:

    warum kommt jemand zur Versammlung, der eigentlich überhaupt nicht dem wahren Gott Jehova dienen möchte, sondern weiterhin dem Widersacher als Werkzeug dient?

    Dass Interessierte nicht sofort komplett ihr Leben umstellen können ist ja völlig klar und dies erwartet auch niemand von ihnen – weder die Brüder noch Jehova. Aber eine Person, die sich Jehova bereits hingegeben hat und sich nach seinem Namen nennt: wie kann so eine Person zeitgleich dem Satan dienen?

    Paulus sagte treffend: „wir können nicht am Tisch Jehovas und am Tisch der Dämonen teilhaben“ – ganz einfach aus dem Grund, dass hier zwei ganz gegensätzliche Ansichten vertreten werden, die in keinster Weise miteinander harmonieren. Wir müssen uns entscheiden, wem wir dienen wollen!

    Ist diese Entscheidung wirklich so schwer?

  83. Juleam 9. August 2011 um 12:08 Link zum Kommentar

    „Bete nicht für dieses Volk, denn ich werde dich nicht anhören“

    Jeremia 7:15-17

    Und ich will euch von meinem Angesicht wegwerfen, so wie ich alle eure Brüder weggeworfen habe, die ganze Nachkommenschaft Ephraims.‘

    16 Und was dich betrifft, bete nicht zugunsten dieses Volkes, noch erhebe für sie einen inständigen Ruf oder ein Gebet, noch dringe in mich, denn ich werde nicht auf dich hören. 17 Siehst du nicht, was sie in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems tun?

    ein Gedanke, der jetzt – in diesem Zusammenhang – endlich Sinn für mich macht!

    Bisher war es mir immer schwer gefallen zu verstehen, warum wir nicht für Ausgeschlossene und Abtrünnige beten sollten. Hatten sie nicht auch noch die Möglichkeit, sich zu ändern und umzukehren – etwas, was wir uns als Freude oder Angehörige einer solchen Person sicherlich wünschen würden?

    Wenn man diese ersten Kapitel in Jeremia liest, dann machen die Worte echten Sinn:

    Hier spricht Jehova über Personen, die sich hartnäckig weigern, das zu tun, was Jehova von ihnen erwartet, obwohl er sie immer wieder liebevoll warnt und dazu auffordert. Aber sie verspotten ihn, fühlen sich toll bei dem, was sie tun und verharren frech darin, gegen IHN und das zu arbeiten, wofür er steht. Weil sie so hartnäckig an dem Bösen festhalten, sagt er zu ihnen: „aus diesem Grund werde ich eure Gebete nicht erhören“. Wenn diese Leute nun versuchen, Jehova auszutricksen und andere, die noch treu in der Wahrheit sind, bitten, für sie zu beten „denn meine Gebete erhört er nicht mehr, aber dir wird er schon zuhören“, dann würden wir uns mit solchen böswilligen Personen auf eine Stufe stellen. Das wollen wir sicherlich nicht.

    Und wir wissen ja: eigentich werden nur diejenigen ausgeschlossen, die sich weigern, ihr verkehrtes Tun zu bereuen und zu lassen. Jeder andere kann mit der Barmherzigkeit Jehovas rechnen und Ausgeschlossene haben ja jederzeit die Gelegenheit, dies zu tun.

    Vor diesem Hintergrund macht dieser Text echten Sinn!

  84. Juleam 10. August 2011 um 11:05 Link zum Kommentar

    „Ich sandte ständig meine Propheten, indem ich mich täglich aufmachte. Aber sie haben ihren Nacken verhärtet“

    Jeremia 7:13

    Und nun, weil ihr fortgesetzt all diese Werke tatet‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und ich ständig zu euch redete, indem ich mich früh aufmachte und redete, ihr aber nicht hörtet, und ich euch ständig rief, ihr aber nicht antwortetet,

    welch eine „Engelsgeduld“ Jehova mit seinem Volk hat. Warum lässt er sie nicht einfach? Sie wollen doch nicht, es ist ihnen doch egal, was er denkt und fühlt und ganz besonders, was er sagt. Warum gibt er sich weiterhin noch so viel Mühe mit ihnen?

    Könnte der Gedanke „werdet mit Gott versöhnt“ damit zusammenhängen?

  85. Juleam 10. August 2011 um 11:09 Link zum Kommentar

    „In dem Haus, über dem mein Name genannt worden ist“

    Jeremia 7:9-11

    Kann man etwa stehlen, morden und Ehebruch begehen und falsch schwören und dem Baal räuchern und anderen Göttern nachgehen, die ihr nicht gekannt hattet — 10 und ihr wollt herkommen und vor mich treten in diesem Haus, über dem mein Name genannt worden ist, und wollt sprechen: ‚Wir werden gewiß befreit werden‘ ungeachtet all dieser verübten Abscheulichkeiten? 11 Ist denn dieses Haus, über dem mein Name genannt worden ist, in euren Augen eine bloße Räuberhöhle geworden? Siehe, ich selbst habe [es] auch gesehen“ ist der Ausspruch Jehovas.

    denken wir, man könnte so leben – und trotzdem Jehova dienen? Sein Herz erfreuen und erreichen, dass ER stolz auf uns ist?

    In etwa 5 Monaten haben wir einen Kreiskongress, der sich ganz spezifisch mit diesem Thema auseinander setzen wird: Wie wir den Namen unseres Gottes heiligen können

    Hören wir auf Kongressen gut zu uns bemühen uns, das Gelernte auch in unserem Leben umzusetzen?

  86. Juleam 10. August 2011 um 11:13 Link zum Kommentar

    „Mit einer dauernden Untreue. Sie haben am Trug festgehalten, da ist niemand, der bereute“

    Jeremia 8:4-7

    „Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Werden sie fallen und nicht wieder aufstehen? Wenn der eine umkehren würde, wird der andere nicht auch umkehren? 5 Wie kommt es, daß dieses Volk, Jerusalem, untreu ist mit einer dauernden Untreue? Sie haben an Trug festgehalten; sie haben sich geweigert umzukehren. 6 Ich habe aufgemerkt, und ich hörte ständig hin. Es war nicht recht, wie sie fortgesetzt redeten. Da war niemand, der seine Schlechtigkeit bereute, indem [er] sprach: ‚Was habe ich getan?‘ Jeder geht zurück zu dem allgemein beliebten Lauf wie ein Roß, das in die Schlacht stürmt. 7 Sogar der Storch am Himmel — er kennt seine bestimmten Zeiten wohl; und die Turteltaube und der Mauersegler und die Drossel — sie halten die Zeit der Ankunft eines jeden gut ein. Was aber mein Volk betrifft, sie haben das Gericht Jehovas nicht erkannt.“ ‘

    ganz besonders der Vers 5!

    Für mich immer wieder unglaublich, nicht nachvollziehbar: Wie kann man so tun, als würde man Jehova anbeten, aber in Wirklichkeit IHN und seinen Namen mit Schmutz bewerfen?

    Wie kann man regelmäßig die Zudammenkünfte und Kongresse besuchen, hören, was dort von der Bühne gesagt wird und trotzdem entgegengesetzt handeln – und auch noch glauben, man wäre ein guter Diener Jehovas?

    sorry, aber das geht in meinen Schädel einfach nicht hinein…

  87. Juleam 10. August 2011 um 11:16 Link zum Kommentar

    „Wie könnt ihr sprechen: das Wort Jehovas ist bei uns?“

    Jeremia 8:8-9

    ‚Wie könnt ihr sagen: „Wir sind weise, und das Gesetz Jehovas ist bei uns.“? Nun, sicherlich hat der falsche Griffel der Sekretäre in völliger Falschheit gearbeitet. 9 Die Weisen sind beschämt worden. Sie sind erschrocken und werden gefangen. Siehe! Sie haben sogar das Wort Jehovas verworfen, und welche Weisheit haben sie?

    gute Frage: wie geht so etwas?

  88. Juleam 10. August 2011 um 11:24 Link zum Kommentar

    „Sie wußten auch gar nicht, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen“

    Jeremia 8:12

    Schämten sie sich, weil sie sogar etwas Verabscheuungswürdiges getan hatten? Fürs erste konnten sie sich ganz bestimmt nicht beschämt fühlen; zum andern wußten sie auch gar nicht, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen.

    ein Satz, der immer wieder auftaucht: „sie wußten auch garnicht, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen“. Wie ist dies gemeint?

  89. Juleam 10. August 2011 um 11:26 Link zum Kommentar

    „Ist kein Balsam in Gilead?“

    Jeremia 8:22

    Ist kein Balsam in Gilead? Oder gibt es dort keinen Heiler? Warum denn ist die Genesung der Tochter meines Volkes nicht gekommen?

    was für eine Frage: Warum sollten sie denn Gelingen haben, wenn sie ihrem Gott immer wieder ins Angesicht spuckten?

  90. Juleam 10. August 2011 um 11:31 Link zum Kommentar

    Jeremia 9 – 12

    „Setzt euer Vertrauen überhaupt nicht auf einen Bruder“

    Jeremia 9:4-5

    „Hütet euch ein jeder vor seinem eigenen Gefährten, und setzt euer Vertrauen überhaupt nicht auf einen Bruder. Denn sogar jeder Bruder würde ganz bestimmt [einen anderen] verdrängen, und jeder Gefährte, er würde als bloßer Verleumder umhergehen, 5 und sie treiben ein jeder ständig sein Spiel mit seinem Gefährten; und sie reden überhaupt keine Wahrheit. Sie haben ihre Zunge gelehrt, Falsches zu reden. Sie haben sich lediglich im Unrechttun müde gemacht.

    das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, wie ich denke: wenn man sich innerhalb der Familie oder sogar innerhalb der Bruderschaft nicht mehr vertrauen kann. Wenn nicht dort, wo dann? Wenn ich meiner Familie und meinen Glaubensbrüdern nicht mehr trauen kann – wem denn dann? Ein furchtbares, zersetzendes Gefühl.

    Aber gerade dies ist es, was die Abtrünnigen verfolgen und gerade aus diesem Grund sind sie und ihr Einfluß so gefährlich und gerade aus diesem Grund sollten wir solchen Personen kein Gehör schenken.

    Welcher aufrichtige Bruder, jemand, der Jehova wirklich von Herzen anbetet, würde Unruhe und Mißtrauen gegenüber Brüdern säen?

    Wäre dies nicht ein Kriterium, uns von solchen Personen abzuwenden und ihnen nicht zuzuhören? Wenn jemand kommt und so etwas bei uns versucht – hören wir ihm dann zu? Oder drehen wir uns nicht viel eher weg und sagen ihm „ich will mich nicht mit dir unterhalten“?

  91. Juleam 10. August 2011 um 11:37 Link zum Kommentar

    „Durch Trug haben sie sich geweigert, mich zu erkennen“

    Jeremia 9:6

    Dein Wohnsitz ist inmitten von Trug. Durch Trug haben sie sich geweigert, mich zu erkennen“ ist der Ausspruch Jehovas

    wie kann man sich weigern, Gott zu erkennen? Sieht man ihn nicht?

    Vielleicht auch mit ein Grund, warum das tägliche Lesen in der Bibel so wichtig ist? Damit wir Jehova gut kennen lernen und ihn somit erkennen?

    Und auch erkennen, wenn wir auf eine falsche Fährte gelockt werden?

  92. Juleam 10. August 2011 um 11:43 Link zum Kommentar

    „Aber in seinem Innern legt er einen Hinterhalt“

    Jeremia 9:8

    8 Ihre Zunge ist ein schlachtender Pfeil. Trug hat sie geredet. Mit seinem Mund redet [jemand] ständig Frieden mit seinem eigenen Gefährten; aber in seinem Innern legt er seinen Hinterhalt.“

    wäre es nicht furchtbar, wenn wir einer solchen „doppelzüngigen“ Person auf den Leim gehen würden?

    Wie könnten wir uns davor schützen? Achten wir gut auf unserem Umgang. Nicht nur bei der Auswahl unserer Unterhaltung wie Musik, Lesestoff und Film und Fernsehen, sondern auch auf unseren Umgang innerhalb der Versammlung.

    Wenn wir uns ganz eng an Personen halten, die durch ihren Eifer für Gott hervorstechen – nicht nur, indem sie viel Zeit im Predigtdienst verbringen, sondern der sich auch in ihren Gesprächen widerspiegelt – dann sind wir schon ein wenig auf der sicheren Seite.

    Ich persönlich empfinde diese heutigen Zeiten als besonders schlimm. Die Brüder, die unter einer offenen Verfolgung litten, wußten wenigstens, woher die Gefahr kam. Schlimm ist es für mich, wenn man sich in Sicherheit wähnt und dann „hinterrücks niedergestochen wird“.

    Was kann uns in diesen schweren Zeiten helfen?

    Halten wir uns ganz ganz eng an Jehova. Kaufen wir unsere Zeit weise aus, indem wir so viel Zeit wie möglich mit Jehova und seinem Wort verbringen. Betrachten wir die Bibel als DAS Buch, vertrödeln wir unsere kostbare Zeit nicht mit minderwertigem Lesestoff oder indem wir uns Filme ansehen, die uns unserem Gott nicht wirklich näher bringen. Zwar wird in Vorträgen immer öfters gesagt, dass Jesus sagte, wir sollten zuerst das Königreich suchen, aber nicht nur. Das ist richtig und wir sollten nicht extrem werden. Aber die Zeit, die wir mit Jehova und seinem Wort und dem Nachsinnen und Reden darüber verbringen – in dieser Zeit hat der Widersacher keine Chance, uns mit seinem giftigen Geist zu infizieren…

  93. Juleam 10. August 2011 um 11:46 Link zum Kommentar

    „Wer ist der Mann der weise ist, damit er mein Wort verstehe?“

    Jeremia 9:13

    Wer ist der Mann, der weise ist, damit er dies versteht, ja der, zu dem der Mund Jehovas geredet hat, damit er es berichtet? Weswegen sollte das Land tatsächlich zugrunde gehen, tatsächlich verbrannt werden, der Wildnis gleich, ohne daß irgendeiner hindurchzieht?“

    wie können wir das Wort Gottes verstehen? Wie können wir ihn zu uns reden lassen?

    s.o.

    Halten wir uns ganz ganz eng an Jehova. Kaufen wir unsere Zeit weise aus, indem wir so viel Zeit wie möglich mit Jehova und seinem Wort verbringen. Betrachten wir die Bibel als DAS Buch, vertrödeln wir unsere kostbare Zeit nicht mit minderwertigem Lesestoff oder indem wir uns Filme ansehen, die uns unserem Gott nicht wirklich näher bringen. Zwar wird in Vorträgen immer öfters gesagt, dass Jesus sagte, wir sollten zuerst das Königreich suchen, aber nicht nur. Das ist richtig und wir sollten nicht extrem werden. Aber die Zeit, die wir mit Jehova und seinem Wort und dem Nachsinnen und Reden darüber verbringen – in dieser Zeit hat der Widersacher keine Chance, uns mit seinem giftigen Geist zu infizieren…

    aber wir können noch mehr tun: wir alle haben die Wtlib oder zumindest ältere Literatur bei uns im Regal stehen. Verstauben die alten Bücher? Nutzen wir die Literatur gut?

    Noch einfacher, als mit der Wtlib geht es schon garnicht mehr. Zwar ist sie nicht „so einfach zu nutzen“ wie, wenn wir nach einem Begriff oder einer Frage googeln würden – aber dafür bekommen wir vernünftige Informationen, die nicht nur Hand und Fuß haben, sondern uns unserem Gott noch viel näher bringen.

    Eine Erfahrung, die man in den Zusammenkünften immer wieder macht: ältere Brüder und Schwestern, die schon sehr lange in der Wahrheit sind und daher schon zig Zusammenkünfte besucht haben, geben viel tiefere Kommentare als jüngere oder die, die nicht so lange in der Wahrheit sind. Das liegt nicht etwa daran, dass sie intelligenter oder älter sind, auch nicht unbedingt daran, dass sie mehr Lebenserfahrung haben – sondern daran, dass sie „die tiefen Dinge Gottes“ verstehen. Sie kennen die Bibel sicherlich viel besser, da sie sie schon so viele Jahre immer wieder lesen und daher auch die Zusammenhänge viel besser verstehen.

    Dies ist auch ein Kriterium für geistigen Fortschritt. Wer die Dinge wirklich versteht, weil er die Zusammenhänge kennt, vieles hinterfragt hat, der gibt ganz andere Kommentare. Im Übrigen gibt es auch sehr viele jüngere Schwestern und Brüder, die sehr schöne tiefgehende Kommentare geben – weil sie sich persönlich sehr viel damit beschäftigen und nicht nur in den Zusammenkünften oder bei der Vorbereitung auf das WT-Studium

  94. Juleam 10. August 2011 um 11:56 Link zum Kommentar

    „Wie sehr haben wir uns geschämt, denn wir haben das Land verlassen“

    Jeremia 9:17-21

    Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Benehmt euch mit Verstand, und ruft die Frauen, die Totenklagelieder singen, damit sie kommen; und sendet selbst nach den kundigen Frauen, damit sie kommen 18 und damit sie herbeieilen und eine Wehklage über uns erheben. Und mögen unsere Augen von Tränen fließen und unsere eigenen glänzenden Augen von Wasser rinnen. 19 Denn die Stimme der Wehklage ist aus Zion gehört worden: „Wie sind wir ausgeplündert worden! Wie sehr haben wir uns geschämt! Denn wir haben das Land verlassen; denn sie haben unsere Wohnsitze hingeworfen.“ 20 Doch hört, o ihr Frauen, das Wort Jehovas, und euer Ohr vernehme das Wort seines Mundes. Dann lehrt eure Töchter eine Wehklage und jede Frau ihre Gefährtin ein Totenklagelied. 21 Denn der Tod ist durch unsere Fenster gestiegen; er ist in unsere Wohntürme gekommen, um das Kind von der Straße wegzutilgen, die jungen Männer von den öffentlichen Plätzen.‘

    schämen sie sich wirklich für ihr schäbiges Verhalten oder geht es hier nur um den Verlust?

  95. Juleam 10. August 2011 um 12:09 Link zum Kommentar

    „Lernt den Weg der Nationen überhaupt nicht“

    Jeremia 10:1-5

    Hört das Wort, das Jehova gegen euch geredet hat, o Haus Israel! 2 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Lernt den Weg der Nationen überhaupt nicht, und laßt euch selbst vor den Zeichen der Himmel nicht in Schrecken versetzen, weil die Nationen vor ihnen erschrecken. 3 Denn die Bräuche der Völker sind nur Dunst, weil es ein bloßer Baum aus dem Wald ist, den einer gehauen hat, das Werk der Hände des Kunsthandwerkers mit dem Schneidewerkzeug. 4 Mit Silber und mit Gold macht man es schön. Mit Nägeln und mit Hämmern befestigt man sie, damit keines wackelt. 5 Sie sind wie eine Vogelscheuche eines Gurkenfeldes und können nicht reden. Sie werden ganz bestimmt getragen, denn sie können keine Schritte machen. Fürchtet euch nicht ihretwegen, denn sie können nichts Unheilvolles tun, und darüber hinaus steht etwas Gutes zu tun nicht bei ihnen.“

    hier geht es ja in erster Linie um Götzendienst und damit haben wir ja als Anbeter Jehovas nichts zu tun – oder?

    Trotzdem ein warnender Text für uns. Warum, haben wir auf diesem BZK erfahren, als es um die Feinde des Königreiches gingen und wir vor dem Einfluß Babylon der Großen gewarnt wurden. Hier haben wir erfahren, dass die zu laxe Einstellung zur Moral auch aus der falschen Anbetung kommt.

    Das Problem ist, dass wir heute alle so bemüht sind, offen für andere Dinge zu sein, den anderen zu verstehen. Das an sich ist auch nicht sonderlich verkehrt. Aber es könnte sein, dass sich dadurch eine gewisse „unangebrachte Tolleranz“ dadurch in uns breit macht. Ein Beispiel: Jehova sagt ganz deutlich in seinem Wort „Homosexualität ist verkehrt“. Wir könnten die Wege der Nationen dadurch kennen lernen, indem wir uns damit beschäftigen, wie es kommt, dass Menschen homosexuell werden. Dadurch würden wir tolleranter. Immerhin müssen wir ja im Predigtdienst auf diese Personen eingehen können und weil wir diplomatisch sind, sagen wir „Gott hasst keine Homosexuellen als Menschen, sondern nur ihr Tun“. Das ist ja auch richtig. Aber wenn wir uns nun näher darauf einlassen zu erfahren, warum jemand so geworden ist, könnte es sein, dass unser Mitgefühl uns nicht nur verstehen lässt, dass „derjenige ja aufgrund seiner Umstände so werden musste“, sondern man könnte auch denken „Gott wird schon Verständnis haben“.

    Wir sind so damit beschäftigt, die Beweggründe der Einzelnen zu verstehen, seien es Homosexuelle, oder Ehebrecher, dass wir darüber vergessen, dass es verkehrt ist und solches Verhalten von Jehova gehasst wird. Das hält uns dann leider auch oftmals davon ab, klar und deutlich zu sagen, wie Jehova darüber denkt, denn „ich will der Schwester ja nicht weh tun, sie hat so viel durchgemacht“. Ja, das hat sie sicherlich, aber es ändert nichts daran, wie Jehova die Dinge sieht. Er ändert sich nicht, wie er uns in der Bibel sagt. Ehebruch bleibt Ehebruch, auch dann, wenn der Partner uns nicht die Aufmerksamkeit schenkt, die wir gerne hätten und Homosexualität bleibt Homosexualität, auch dann, wenn die Frau vielleicht aufgrund früherer schrecklicher Erfahrungen eine Abneigung gegen Männer entwickelt hat.

    Wenn wir nun aus Gründen der Höflichkeit schweigen – könnte es dann nicht sein, dass wir damit Blutschuld auf uns laden? Wenn niemand der Schwester sagt, dass Jehova es nicht gutheißt, dass sie sich aus einem solchen Grund von ihrem Mann trennt – dann denkt die doch, sie handelt richtig. Wenn alle in der Versammlung sie unterstützen und ihr helfen, eine Wohnung zu finden und sie einzurichten, denn die arme tut ihnen ja so leid – ist dies dann wirklich liebevoll? Gebe ich der Schwester damit nicht zu verstehen, dass sie richtig handelt? Und das, obwohl Jehova die Dinge anders sieht? Was wird mit ihr, wenn Jehova Gericht spricht? Unwissenheit schützt ja bekanntlich vor Strafe nicht….

    Das Problem ist einfach, dass wir „den Weg der Nationen lernen“, indem wir lernen, wie die Menschen denken und warum und dies einfach oftmals Mitgefühl schafft, das eigentlich unangebracht ist.

    Dies ist sicherlich auch mit diesem Bibeltext gemeint…

  96. Juleam 10. August 2011 um 12:13 Link zum Kommentar

    „Bringe mich zurecht – oh, Jehova“

    Jeremia 10:23-24

    Ich weiß wohl, o Jehova, daß nicht beim Erdenmenschen sein Weg steht. Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten. 24 Bringe mich zurecht, o Jehova, doch nach Recht; nicht in deinem Zorn, damit du mich nicht zunichte machst.

    glauben wir das wirklich?

    Wollen wir das wirklich?

    Auch dann, wenn dies bedeutet, dass wir liebgewordene Dinge aufgeben müssten?

  97. Juleam 12. August 2011 um 09:50 Link zum Kommentar

    „Hört die Worte dieses Bundes – und ihr sollt sie tun. Aber sie wandelten im Starrsinn ihres Herzens“

    Jeremia 11:1-8

    Das Wort, das von Jehova an Jeremia erging, lautete: 2 „Hört die Worte dieses Bundes!

    Und du sollst sie zu den Männern von Juda und den Bewohnern von Jerusalem reden, 3 und du sollst zu ihnen sprechen: ‚Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: „Verflucht ist der Mann, der auf die Worte dieses Bundes nicht hört, 4 den ich euren Vorvätern an dem Tag gebot, an dem ich sie aus dem Land Ägypten, aus dem Eisenschmelzofen, herausführte, indem [ich] sprach: ‚Gehorcht meiner Stimme, und ihr sollt [die] Dinge gemäß allem tun, was ich euch gebiete; und ihr werdet gewiß mein Volk werden, und ich selbst werde euer Gott werden, 5 damit ich den Eid ausführe, den ich euren Vorvätern geschworen habe, ihnen das Land zu geben, das von Milch und Honig fließt, wie an diesem Tag.‘ “ ‘ “

    Und ich antwortete und sagte dann: „Amen, o Jehova.“

    6 Und Jehova sprach weiter zu mir: „Ruf all diese Worte in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems aus, indem [du] sagst: ‚Hört die Worte dieses Bundes, und ihr sollt sie tun. 7 Denn feierlich ermahnte ich eure Vorväter an dem Tag, an dem ich sie aus dem Land Ägypten heraufführte, und bis auf diesen Tag, früh mich aufmachend und ermahnend, indem [ich] sprach: „Gehorcht meiner Stimme.“ 8 Aber sie hörten nicht, noch neigten sie ihr Ohr, sondern sie wandelten, ein jeder, fortgesetzt im Starrsinn ihres bösen Herzens; und so brachte ich alle Worte dieses Bundes über sie, die zu tun ich [ihnen] geboten hatte, die sie aber nicht taten.‘ “

    hören wir zu, wenn Jehova zu uns spricht? Hören wir auf seine Worte?

    Passend hierzu hatten wir auf dem letzten BZK einen Programmpunkt: „Höre Jehovas Stimme, wo du auch bist“, der uns zeigt, wie wichtig es ist, dass wir nicht nur auf Jehova hören, sondern dass wir richtig zuhören.

    Um die Dinge zu tun, die Jehova von uns getan haben möchte, müssen wir zuerst gut zuhören, damit wir wissen, was er von uns erwartet. DANN werden wir das Gehörte auch umsetzen (wenn wir den richtigen Herzenszustand haben)

  98. Juleam 12. August 2011 um 10:00 Link zum Kommentar

    „Deshalb werde ich nicht hören, wenn sie zu mir rufen“. Darum sollen wir auch nicht für sie beten

    Jeremia 11:9-14

    9 Ferner sagte Jehova zu mir: „Es hat sich Verschwörung unter den Männern Judas und unter den Bewohnern Jerusalems gefunden. 10 Sie sind zurückgekehrt zu den Vergehungen ihrer Vorväter, der ersten, die sich weigerten, meinen Worten zu gehorchen, die aber selbst anderen Göttern nachgegangen sind, um ihnen zu dienen. Das Haus Israel und das Haus Juda haben meinen Bund gebrochen, den ich mit ihren Vorvätern schloß. 11 Dies ist daher, was Jehova gesprochen hat: ‚Siehe, ich bringe Unglück über sie, aus dem sie nicht herauskommen können; und sie werden zu mir gewiß um Hilfe rufen, aber ich werde nicht auf sie hören. 12 Und die Städte Judas und die Bewohner Jerusalems werden hingehen und um Hilfe rufen müssen zu den Göttern, denen sie räuchern, die ihnen aber zur Zeit ihres Unglücks ganz bestimmt keine Rettung bringen werden. 13 Denn deine Götter sind so viele geworden wie deine Städte, o Juda; und so viele Altäre wie die Straßen Jerusalems habt ihr für die Schändlichkeit aufgestellt, Altäre, um dem Baal zu räuchern.‘

    14 Und was dich betrifft, bete nicht zugunsten dieses Volkes, und erhebe für sie keinen inständigen Ruf noch ein Gebet, denn ich werde nicht hören zu der Zeit, da sie hinsichtlich ihres Unglücks zu mir rufen.

    einen ähnlichen Gedanken hatten wir bereits einige Kapitel zuvor in Jeremia 7:16

    wer sich absichtlich und wissend von Jehova abwendet, der darf keine Gnade und keine Barmherzigkeit von Jehova erwarten – und auch wir sollten solche Personen in keinster Weise unterstützen – sonst machen wir uns mit ihnen schuldig

  99. Juleam 12. August 2011 um 10:07 Link zum Kommentar

    „Jehova selbst hat mich unterrichtet, dass ich es verstehe und lässt mich ihre Handlungen sehen“

    Jeremia 11:18

    18 Und Jehova selbst hat mich unterrichtet, damit ich [es] wisse. Zu jener Zeit hast du mich ihre Handlungen sehen lassen.

    aber Jehova kann uns nur dann unterrichten, wenn wir ihn lassen, wenn wir uns für ihn und sein Wort öffnen. Wir hatten gestern eine sehr interessante Dienstansprache, die das Thema hatte „Immer und überall für Jehovas Stimme ganz Ohr sein“ (Notizen kommen noch). Mir ist so, als habe ein Programmpunkt auf einem der letzten Kongresse im letzten Jahr genau so gehießen, aber beim Suchen habe ich nur den gefunden: „Höre auf Jehovas Stimme, wo du auch bist“

  100. Juleam 12. August 2011 um 10:15 Link zum Kommentar

    „Wie kommt es, dass die Treulosen Gelingen haben?“

    Jeremia 12:1

    Du bist gerecht, o Jehova, wenn ich meine Klage an dich richte, ja wenn ich sogar über Rechtssachen mit dir rede. Wie kommt es, daß der Weg der Bösen Gelingen gehabt hat, daß alle, die Treulosigkeit begehen, die Sorgenfreien sind?

    ja, wie kommt das? Wieso sieht es so aus, als würden die Treulosen den Segen Gottes haben, wohingegen SEINE Diener mit Drangsal zu kämpfen haben?

    Einen ähnlichen Gedanken hatten wir bereits in Psalm 73:3. Wir wissen ja, dass dies nur ein scheinbarer Friede ist, dass sie keinesfalls den Frieden Gottes haben, der in Philipper 4 erwähnt wird.

    Also lassen wir uns bitte dadurch nicht entmutigen.

    Mein Mann sagte gestern zu mir, ich solle mir in solchen Momenten vor meinem geistigen Auge vorstellen, wie diese Personen in Jehovas Augen sind:

    sie sitzen bereits in der Todeszelle und sie haben nur noch eine kurze Zeit. Bald sind solche Personen von der Erde verschwunden.

    Also – wenn uns der Mut verliert, dann denken wir doch einfach „diese Personen sind bereits tot (denn geistig gesehen und in Jehovas Augen sind sie dies auch) und daher ist mir egal, ob sie heute scheinbar Erfolg haben“!

  101. Juleam 12. August 2011 um 10:18 Link zum Kommentar

    „Weil kein Mensch da ist, der es zu Herzen genommen hat“

    Jeremia 12:7-13

    7 „Ich habe mein Haus verlassen; ich habe mein Erbe im Stich gelassen; ich habe die Geliebte meiner Seele in die Faust ihrer Feinde gegeben. 8 Mein Erbe ist mir wie ein Löwe im Wald geworden. Es hat seine Stimme sogar gegen mich ergehen lassen. Darum habe ich es gehaßt. 9 Mein Erbe ist mir wie ein bunter Raubvogel; die Raubvögel sind ringsum darüber her. Kommt, versammelt euch, all ihr wildlebenden Tiere des Feldes; bringt [sie] her zum Fraß. 10 Selbst viele Hirten haben meinen Weingarten verdorben; sie haben meinen Anteil zertreten. Sie haben meinen begehrenswerten Anteil in die Wildnis einer wüsten Einöde verwandelt. 11 Man hat ihn zu einer wüsten Einöde gemacht; er ist dahingewelkt; er ist für mich verödet. Das ganze Land ist öde gemacht worden, weil kein Mensch da ist, der [es] zu Herzen genommen hat. 12 Über all die gebahnten Pfade durch die Wildnis sind die Verheerer gekommen. Denn das Schwert, das Jehova gehört, verzehrt von einem Ende des Landes selbst bis zum anderen Ende des Landes. Da ist kein Frieden für irgendwelches Fleisch. 13 Sie haben Weizen gesät, aber Dornen haben sie geerntet. Sie haben sich krank gearbeitet; sie werden von keinem Nutzen sein. Und sie werden sich sicherlich eurer Erzeugnisse schämen wegen der Zornglut Jehovas.“

    haben denn wir ganz persönlich uns Jehova Wort zu Herzen genommen? Leben wir entsprechend?

    Welche Auswirkungen hat das was wir tun und sagen darauf, wie andere Jehova und seine Organisation sehen?

  102. Juleam 12. August 2011 um 10:26 Link zum Kommentar

    Jeremia 15:19

    Dies ist daher, was Jehova gesprochen hat: „Wenn du umkehren wirst, dann werde ich dich zurückbringen. Vor mir wirst du stehen. Und wenn du das, was kostbar ist, aus wertlosen Dingen hervorbringen wirst, wirst du wie mein eigener Mund werden. Sie selbst werden zu dir zurückkehren, du aber wirst nicht zu ihnen zurückkehren.“

    widerspricht dies nicht dem, was ich vorhin gesagt habe?

    Nein!

    Warum nicht?

    Jehova schickte ein Volk erst mal ins Exil. Auch, als sie sich wieder auf ihn besinnen, belässt er es bei der Strafe. Sie müssen im Exil bleiben – so lange, wie er es ihnen angekündigt hatte..

    Wenn sie wirklich aufrichtig bereuten und wirklich mit ihrem ganzen Herzen zu ihm umgekehrt waren und wirklich eingesehen hatten, wie falsch ihr Handeln war und wie sehr sie IHN damit gekränkt hatten – dann nahmen sie die Jahre des Exils als gerechte Strafe an.

  103. Juleam 12. August 2011 um 10:36 Link zum Kommentar

    Jeremia 13 – 16

    die Sache mit dem Gürtel – auch wir benötigen Eifer und Ausdauer in der wahren Anbetung!

    Jeremia 13:1-7

    Dies ist, was Jehova zu mir gesprochen hat: „Geh, und du sollst dir einen leinenen Gürtel beschaffen und ihn um deine Hüften legen, aber du sollst ihn nicht ins Wasser bringen.“ 2 Da beschaffte ich den Gürtel gemäß dem Wort Jehovas und legte ihn um meine Hüften. 3 Und das Wort Jehovas erging dann zum zweiten Mal an mich und lautete: 4 „Nimm den Gürtel, den du beschafftest, der um deine Hüften ist, und mache dich auf, geh zum Euphrat, und verbirg ihn dort in einer Spalte des zerklüfteten Felsens.“ 5 Da ging ich und versteckte ihn am Euphrat, so wie es Jehova mir geboten hatte.

    6 Aber es geschah am Ende vieler Tage, daß Jehova dann zu mir sagte: „Mache dich auf, geh zum Euphrat, und nimm von dort den Gürtel, den ich dir dort zu verstecken gebot.“ 7 Demgemäß ging ich zum Euphrat und grub und nahm den Gürtel von der Stelle, an der ich ihn versteckt hatte, und siehe, der Gürtel war verdorben; er taugte zu gar nichts.

    diese Verse lesen sich so leicht und schnell – aber haben wir schon mal darüber nachgedacht, dass es ein weiter Weg für Jeremia war, bis zum Euphrat zu laufen, den Gürtel zu verstecken, wieder zurück zu laufen – und einige Tage später soll er wieder dahin gehen und den Gürtel holen und wieder zurück.

    Und warum das Ganze?

    Hätte er nicht einfach ohne diese Aktion die Worte Jehovas verkünden können?

    Ob sich Jeremia übervorteilt fühlte? Ob er sich fragte, warum er diesen langen Weg zwei Mal machen musste und alles nur für ein Volk, das eh halsstarrig war?

    Wie sehen wir die Dringlichkeit und Notwendigkeit des Predigtwerkes?

    In den beiden Dienstansprachen, die wir bereits in dieser Woche hatten, wird immer wieder beton, wie wichtig es ist, dass die Menschen begreifen, dass sie das Lösegelde benötigen. Jehova möchte niemanden in seinem Krieg vernichten, ER möchte am liebsten, dass alle von ihren bösen Wegen umkehren und ihm aus Liebe dienen, so kann er sie nicht nur verschonen, sondern auch noch belohnen.

    Aber damit die Menschen dies verstehen und damit sie merken, dass sie verkehrt laufen und dann umkehren können – dazu muss jemand da sein, der sie darauf aufmerksam macht. Hier sind wir gefragt! Eine Schwester sagte gestern im Zusammenhang mit dem Buchstudium, dass es für uns eine Ehre ist, dass wir dieses Wort verkünden dürfen. Denn Jehova hat uns für würdig erachtet, in sein Volk zu kommen, uns als seine Freunde zu erweisen und dazu gehört auch, dass die Freunde Jehovas anderen helfen, ebenfalls mit Gott versöhnt zu werden.

    Also lassen wir uns nicht davon entmutigen, dass es in unserem Gebiet vielleicht nicht mehr so viele Leute gibt, die wirklich hören wollen. Die Zeit, die wir im Predigtwerk verbringen, diese Zeit sind wir wirklich gut und sinnvoll beschäftigt und wir wissen ja, dass wir das Herz unseres liebevollen Schöpfers damit erfreuen – und dies ist es doch, was wir wollen – oder?

    Wenn wir Jehova wirklich lieben, dann ist dies das einzige Ziel, was uns im Leben wichtig ist: nicht so sehr die Belohnung, dass wir mal im Paradies leben werden – sondern, dass wir uns so verhalten, dass dieser wundervolle Schöpfer seine Freude an uns hat.

    Dann ist es uns auch nicht zu viel, immer und immer wieder zu den Menschen hinzugehen, selbst dann nicht, wenn es aus unserer menschlichen Sicht heraus sinnlos wäre

  104. Juleam 12. August 2011 um 10:46 Link zum Kommentar

    „Jehova zu etwas Schönem werden“

    Jeremia 13:9-11

    9 „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Ebenso werde ich den Stolz Judas und den großen Stolz Jerusalems verderben. 10 Dieses schlechte Volk, das sich weigert, meinen Worten zu gehorchen, das im Starrsinn seines Herzens wandelt und das ständig anderen Göttern nachgeht, um ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzubeugen, wird ebenso wie dieser Gürtel werden, der zu nichts taugt.‘ 11 ‚Denn so, wie ein Gürtel an den Hüften eines Mannes haftet, so ließ ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda sogar mir anhaften‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚damit sie mir zum Volk und zum Namen und zum Lobpreis und zu etwas Schönem werden; aber sie gehorchten nicht.‘

    wo sehen wir uns, wenn wir diese Verse lesen?

    Wollen wir so leben, wie es uns am Besten passt? So, wie wir denken, dass wir dabei am glücklichsten werden? Unsere Gefühle und Bedürfnisse ausleben? Egal, um welchen Preis?

    Oder wollen wir zu denen gehören, die „Jehova zum Lobpreis, zu etwas Schönem“ werden?

    Sind wir bereit, dafür persönliche Einbußen in Kauf zu nehmen? Auf Dinge zu verzichten, die wir vielleicht gerne hätten? Sind wir bereit, an unserer Selbstbeherrschung zu arbeiten und Wünsche zurückzuweisen, von denen wir wissen, dass wir Jehova damit kränken würden – selbst, wenn diese Wünsche aus menschlicher Sicht verständlich sind?

  105. Juleam 12. August 2011 um 10:51 Link zum Kommentar

    Jehova hat keine Freude am Tod des Bösen

    Jeremia 13:15-17

    Hört und leiht euer Ohr. Seid nicht hochmütig, denn Jehova selbst hat geredet. 16 Gebt Jehova, eurem Gott, Ehre, bevor er Finsternis verursacht und bevor eure Füße auf den Bergen bei der Dämmerung aneinanderstoßen. Und ihr werdet gewiß auf das Licht hoffen, und er wird es tatsächlich zu tiefem Schatten machen; er wird [es] in dichtes Dunkel verwandeln. 17 Und wenn ihr es nicht hören werdet, wird an verborgenen Orten wegen des Stolzes meine Seele weinen und wird ganz bestimmt Tränen vergießen; und mein Auge wird in Tränen zerfließen, weil die Herde Jehovas gefangen weggeführt worden sein wird.

    wie geht es uns, wenn wir diese Verse lesen?

    Wie empfinden wir, wenn wir an Personen denken, die uns vielleicht seit Jahren das Leben nicht nur schwer, sondern gar „zur Hölle machen“? Wünschen wir solchen Personen nicht, dass sie endlich ihre gerechte Strafe erhalten?

    Können wir uns aufrichtig wünschen, dass diese Personen noch rechtzeitig von ihrem Wege umkehren? Immerhin würde dies ja nicht nur bedeuten, dass die Bedrückungen von ihrer Seite endlich aufhören würden – sondern dass diese Personen später mit uns im Paradies sein würden. Löst eine solche Vorstellung Groll in uns aus? Könnten wir ihnen aufrichtig vergeben und uns für sie freuen, falls diese einmal von ihrem verkehrten Wege umkehren würden?

    Oder müssten wir vielleicht in dieser Hinsicht an uns arbeiten?

  106. Juleam 12. August 2011 um 10:57 Link zum Kommentar

    „deine Rocksäume über dein Gesicht hochheben“

    Jeremia 13:23-27

    Kann ein Kuschit seine Haut ändern? Oder ein Leopard seine Flecken? Ihr selbst könntet auch Gutes tun, die ihr Personen seid, die man Schlechtes zu tun gelehrt hat. 24 So werde ich sie zerstreuen wie Stoppeln, die im Wind von der Wildnis her dahinfahren. 25 Dies ist dein Los, dein von mir zugemessener Teil“, ist der Ausspruch Jehovas, „weil du mich vergessen hast und du ständig dein Vertrauen auf Falschheit setzt. 26 Und ich selbst will auch deine Rocksäume über dein Gesicht hochheben, und deine Unehre wird gewiß gesehen werden, 27 deine Taten des Ehebruchs und dein Gewieher, deine Zügellosigkeit in der Prostitution. Auf den Hügeln, auf dem Feld habe ich deine abscheulichen Dinge gesehen. Wehe dir, o Jerusalem! Du kannst nicht rein sein — nach wieviel längerer [Zeit]?“

    was für ein Bild! Stellen wir uns bitte mal vor, wir würden auf einem belebten Platz sein, vielleicht sogar in den Zusammenkünften und Jehova würde unser Kleid wirklich so weit lüften, dass es über unserem Gesicht wäre. Wie sehr würden wir uns schämen, wenn wir so nackt vor den anderen stünden!!!

    Auf der anderen Seite: je länger das Gewand ist, das wir anhaben, als bei uns Schwestern vielleicht unser Rock oder Kleid, desto weniger müsste es gelüftet werden, um über unser Gesicht zu gelangen. Bei einem Mini-Rock würden wir ganz nackt da stehen, mit einem langen Rock würde man vielleicht nur unsere Knie sehen. Dies ist zwar nicht das, was Jehova mit diesen Worten gemeint hatte – aber ist auch wert, darüber mal nachzudenken

  107. Juleam 12. August 2011 um 11:02 Link zum Kommentar

    Warum erkennen wir erst unser verkehrtes Tun an, wenn Jehova uns den Segen entzieht?

    Jeremia 14:4-7

    Wegen des Bodens, der zerbröckelt ist, weil sich kein Regenguß über dem Land eingestellt hat, sind die Landwirte beschämt worden; sie haben ihr Haupt bedeckt. 5 Denn sogar die Hindin auf dem Feld hat geboren, verläßt [es] aber, weil es kein zartes Gras gegeben hat. 6 Und selbst die Zebras sind auf den kahlen Hügeln stehengeblieben; sie haben den Wind geschnüffelt wie die Schakale; ihre Augen haben versagt, weil kein Pflanzenwuchs da ist. 7 Selbst wenn unsere eigenen Vergehungen tatsächlich gegen uns zeugen, o Jehova, handle um deines Namens willen; denn unserer Taten der Untreue sind viele geworden; es ist gegen dich, daß wir gesündigt haben.

    warum sind wir Menschen so?

    Warum halten wir starrsinnig an etwas fest, was eindeutig verkeht ist? Sind wir zu stolz, eigene Fehler einzusehen?

    Warum können wir dies dann, wenn garnichts anderes mehr geht? Warum rufen sie nun zu Gott und erkennen ihre Sündhaftigkeit an, die sie so lange standhaft abgestritten hatten? Warum können und wollen sie nun auf Jehova hören, wo sie sich doch so lange hartnäckig geweigert hatten, zu tun, was er von ihnen erwartete und immer wieder hatte sagen lassen?

    Warum gerade jetzt?

    Könnte man sagen, dass sie wirklich aufrichtig und von Herzen bereut hatten – oder ging es nur darum, dass sie wußten, sie müssen jetzt bereuen, sonst vernichtet Jehova sie ganz?

  108. Juleam 12. August 2011 um 11:13 Link zum Kommentar

    Falsche Propheten sind eine Gefahr für sich und andere

    Jeremia 14:13-16

    Darauf sagte ich: „Ach, o Souveräner Herr Jehova! Siehe, die Propheten sprechen zu ihnen: ‚Ihr werdet kein Schwert sehen, und es wird euch keine Hungersnot widerfahren, sondern wahren Frieden werde ich euch an diesem Ort geben.‘ “

    14 Und Jehova sprach weiter zu mir: „Falsches prophezeien die Propheten in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, noch habe ich ihnen geboten, noch zu ihnen geredet. Eine falsche Vision und Wahrsagerei und Wertlosigkeit und den Trug ihres Herzens reden sie prophetisch zu euch. 15 Dies ist daher, was Jehova hinsichtlich der Propheten gesagt hat, die in meinem Namen prophezeien und die ich selbst nicht sandte und die sprechen, daß sich weder Schwert noch Hunger in diesem Land einstellen werden: ‚Durch Schwert und durch Hunger werden jene Propheten ihr Ende finden. 16 Und das Volk selbst, dem sie prophezeien, wird zu Menschen werden, die hinausgeworfen sind auf die Straßen Jerusalems wegen der Hungersnot und des Schwertes, ohne daß jemand sie begräbt — sie, ihre Frauen und ihre Söhne und ihre Töchter. Und ich will ihr Unglück über sie ausschütten.‘

    hier ein Gedanke, der öfters in der Bibel vorkommt: unser Handeln beeinflußt nicht nur uns selbst, sondern auch die Personen, die mit uns zu tun haben.

    Hier ist zwar von den Propheten die Rede, aber wir könnten diesen Vers auch auf uns ganz persönlich anwenden, auch dann, wenn wir keine Älteste sind.

    Überlegen wir einmal: dadurch, dass wir uns nach Gottes Namen nennen und die Zusammenkünfte besuchen und in den Predigtdienst gehen, machen wir uns als Anbeter Jehovas kenntlich. Die Menschen werden alles, was wir tun, mit Jehova und seinem Willen in Verbindung bringen. Wenn wir es nun mit dem Einhalten der Gebote nicht so genau nehmen, dann könnte dies in den Menschen, die mit uns Kontakt haben – in den Menschen, die uns beobachten und zuhören – zu falschen Schlußfolgerungen führen. Wenn ich es mit der Treue in der Ehe nicht so genau nehme oder wenn Jugendliche, die bereits getaufte Zeugen Jehovas sind, es mit der Achtung und dem Respekt vor ihren Eltern nicht so genau nehmen, könnte der Eindruck entstehen, solch ein Verhalten wäre für Jehova annehmbar. Dies würde diese Menschen in falscher Sicherheit wiegen, sie würden keine Veranlassung sehen, sich zu ändern.

    Was, wenn wir Kinder in unserem Haushalt leben haben? Wie sollten wir uns dann verhalten? Sind wir uns bewußt, dass wir für sie ein Vorbild sind, dass Kinder uns in ihrem Verhalten nachahmen?

    Was, wenn ich ihnen vorlebe, dass man es mit den Maßstäben Jehovas nicht so genau nehmen muß? Dass man die Anweisungen des treuen und verständigen Sklaven großzügig so auslegen kann und trotzdem ein „guter Zeuge Jehovas ist“? Was dann?

    Werden wir mit so einem Verhalten nicht Blutschuld auf uns laden? Werden wir damit nicht dafür verantwortlich sein, dass unsere Kinder nicht Jehovas Wohlgefallen haben können und sogar dafür noch die Strafe erleiden müssen?

    Wären wir wirklich liebevoll, wenn wir so handelten?

    Was aber, wenn unsere Kinder und Jugendlichen sich genervt von uns abwenden, weil wir die Dinge mit der wahren Anbetung so extrem sehen? Immerhin sehen andere Eltern das nicht so streng wie wir und deren Kinder dürfen viele Dinge, von denen wir ihnen sagen, dass dies Jehova kränkt? Wenn ihre Freunde sogar Kinder von Ältesten sind und das dürfen und wir lassen unsere Kinder nicht, obwohl wir vielleicht nicht so angesehen in der Versammlung (oder sogar ausgeschlossen) sind?

    Sollten wir dann einknicken um des lieben Friedens Willen? Damit unsere Kinder uns lieb haben und nicht zu dem anderen Elternteil ziehen?

    Wie sieht Jehova die Dinge?

  109. Juleam 12. August 2011 um 11:18 Link zum Kommentar

    Worum geht es hier? Lassen sie wirklich aufrichtige Reue erkennen?

    Jeremia 14:9-22

    Hast du Juda gänzlich verworfen, oder hat deine Seele sogar Zion verabscheut? Warum hast du uns geschlagen, so daß es keine Heilung für uns gibt? Man hoffte auf Frieden, aber nichts Gutes [kam]; und auf eine Zeit der Heilung, und siehe, Schrecken! 20 Wir erkennen doch, o Jehova, unsere Bosheit, die Vergehung unserer Vorväter, denn wir haben gegen dich gesündigt. 21 Mißachte [uns] nicht um deines Namens willen; verachte nicht deinen herrlichen Thron. Gedenke; brich nicht deinen Bund mit uns. 22 Existieren unter den nichtigen Götzen der Nationen irgendwelche, die Regen herabgießen können, oder können gar die Himmel selbst ausgiebige Regenschauer geben? Bist du es nicht, o Jehova, unser Gott? Und wir hoffen auf dich, denn du selbst hast all diese Dinge getan.

    was geht denn hier ab?

    Haben sie wirklich aufrichtig und von Herzen ihr verkehrtes Tun bereut oder sind sie nur zum Schein umgekehrt, damit Jehova wieder gut mit ihnen ist?

    Ich persönlich empfinde es als unglaublich frech, was sie hier tun. Denn sie sagen ja sinngemäß zu unserem Gott „nun stell dich nicht so an, wir haben doch bereut, nun sieh mal zu, dass es uns ganz schnell wieder gut geht, immerhin haben wir unseren Teil getan“. Wie fühlte sich Jehova dabei? Die nächsten Verse zeigen ganz klar, dass er es ebenso empfindet wie ich

    Jeremia 15:6

    ‚Du selbst hast mich im Stich gelassen‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Rückwärts geht der Weg, den du fortwährend wandelst. Und ich werde meine Hand gegen dich ausstrecken und dich verderben. Ich bin des Bedauerns müde geworden.

  110. Juleam 12. August 2011 um 11:31 Link zum Kommentar

    was uns in schweren Zeiten hilft

    Jeremia 15:15-16

    Du selbst hast [es] gewußt. O Jehova, gedenke meiner, und wende mir deine Aufmerksamkeit zu, und räche mich an meinen Verfolgern. In deiner Langsamkeit zum Zorn nimm mich nicht hinweg. Nimm zur Kenntnis, daß ich um deiner selbst willen Schmach trage. 16 Deine Worte fanden sich, und ich aß sie dann; und dein Wort wird mir zum Frohlocken und zur Freude meines Herzens; denn dein Name ist über mir genannt worden, o Jehova, Gott der Heerscharen.

    wenn wir manchmal das Gefühl haben, es dauere noch ewig, bis Jehova uns zu unserem Recht verhilft – was können wir dann tun?

    Ahmen wir doch Jeremia nach und beschäftigen wir uns noch intensiver mit Gottes Wort!

    Ist es nicht auch für uns sehr ermunternd, wenn wir in der Bibel lesen, dass Jehova die Dinge ebenso sieht, wie wir? Dass der Böse zwar scheinbar Gelingen hat – aber nicht das Wohlgefallen Jehovas? Wenn wir sehen, dass Jehova stolz auf uns ist, weil wir ihm trotz all den Schwierigkeiten immer noch dienen – obwohl wir zur Zeit vielleicht nur Nachteile davon haben?

    Wenn wir lesen, dass Jehova diese Menschen ebenso verabscheut und dass er sie bald gerade wegen ihrem schlimmen Verhalten beseitigen wird und dass in seinem Königreich kein Platz für solche Menschen ist?

    Dies erinnert mich wieder an den Aspekt, der im Programmpunkt „Wir müssen durch vielerlei Drangsale in Gottes Königreich eingehen“ gesagt wurde: die meisten der Bedrängten haben sich gerade in dieser Zeit noch enger an ihren Gott gewandt – und dies hat ihnen geholfen, auszuharren.

    wie steht es mit uns? Unternehmen wir die nötigen und ganz besonders die richtigen Schritte, um uns für eine solche Zeit zu wappnen?

  111. Juleam 12. August 2011 um 11:38 Link zum Kommentar

    ist Jehova etwa unbarmherzig?

    Jeremia 16:10-13

    Und es soll geschehen, wenn du diesem Volk alle diese Worte mitteilst und sie tatsächlich zu dir sagen: ‚Weswegen hat Jehova all dieses große Unglück gegen uns geredet, und was ist unsere Vergehung, und was ist unsere Sünde, mit der wir gegen Jehova, unseren Gott, gesündigt haben?‘, 11 daß du dann zu ihnen sprechen sollst: ‚ „Wegen der Tatsache, daß eure Väter mich verlassen haben“, ist der Ausspruch Jehovas, „und sie ständig anderen Göttern nachgingen und ihnen dienten und sich vor ihnen niederbeugten. Aber mich verließen sie, und mein Gesetz hielten sie nicht. 12 Und ihr selbst habt schlimmer gehandelt in eurem Tun als eure Väter, und siehe, ihr seid ein jeder dem Starrsinn seines bösen Herzens nachgegangen, indem ihr mir nicht gehorchtet. 13 Und ich will euch aus diesem Land hinausschleudern in das Land, das ihr selbst nicht gekannt habt noch eure Väter, und dort werdet ihr anderen Göttern dienen müssen Tag und Nacht, weil ich euch keine Gunst erweisen werde.“ ‘

    ist es wirklich ungerecht und unbarmherzig, wenn Jehova sie nun als sein Volk verwirft?

    Traurig ist allerdings, dass letztendlich alle darunter leiden müssen – denn selbst die Treuen wurden ja ins Exil geführt…

  112. Juleam 12. August 2011 um 13:21 Link zum Kommentar

    hier die versprochenen Notizen von der Dienstansprache

    „Für Jehovas Stimme immer und überall ganz Ohr sein“

    David vertraute Jehova – warum? In Psalm 139:1 finden wir den Grund:

    O Jehova, du hast mich durchforscht, und du kennst [mich].

    David vertraute Jehova, weil er wußte, dass ER ihn in- und auswendig kannte, weil er ihn ganz genau kennt. Diesen Gedanken finden wir in 1. Samuel 16:7 bestätigt

    Aber Jehova sprach zu Samuel: „Schau nicht auf sein Aussehen und auf die Höhe seines Wuchses, denn ich habe ihn verworfen. Denn nicht wie der Mensch sieht, [sieht Gott,] denn der Mensch sieht das, was vor den Augen erscheint; Jehova aber, er sieht, wie das Herz ist.“

    Jehova sieht, wie das Herz ist. Daher kennt er nicht nur David, sondern jeden einzelnen von uns ganz genau. Denn in Psalm 139:2,3 heißt es

    Du selbst hast mein Sitzen und mein Aufstehen erkannt.
    Du hast meine Gedanken von fern bemerkt.

    3 Mein Wandern und mein Liegen hast du ermessen,
    Und du bist ja mit all meinen Wegen vertraut geworden.

    David fand es nicht unangenehm, dass Jehova ihn so genau kannte, im Gegenteil, er freute sich darüber, denn in den Versen 23 und 24 bat er

    Durchforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz.
    Prüfe mich, und erkenne meine beunruhigenden Gedanken,
    24 Und sieh, ob in mir irgendein Weg des Schmerzes ist,
    Und führe mich auf dem Weg der unabsehbaren Zeit.

    Er bat Jehova geradezu darum, ihn auch in den Zeiten genau zu beobachten, wenn er vielleicht falsch läuft. Genau in diesen Momenten wollte er von IHM darauf hingewiesen werden, was er ändern könnte.

    Aber kann man Jehovas Stimme überhaupt heute noch hören? Im Einsichtenbuch heißt es hierzu auszugsweise

    Die Stimme Gottes zu hören bedeutet nicht unbedingt, daß man eine buchstäbliche, hörbare Stimme vernimmt. Häufig bedeutet es, daß man klar erkennt, was Gott in seinem Wort niederschreiben und durch seine ihn vertretenden irdischen Diener übermitteln ließ, und dem dann auch gehorcht (1Jo 2:3, 4). Somit wird „Stimme“ auf ‘jede Äußerung, die durch den Mund Jehovas ausgeht’, angewandt, nämlich auf seine Gebote, die jemandem mündlich von Gott persönlich, von Engeln oder Menschen oder durch inspirierte Schriften mitgeteilt werden (Ps 103:20; Mat 4:4; siehe GEHORSAM).

    Jehovas Stimme zu hören, bedeutet also, dass „man klar erkennt, was Gott in seinem Wort niederschreiben ließ´“ und seine Gebote versteht. In Jesaja 30:20 und 21 ist die Rede davon, dass wir ein Wort hinter uns hören

    dein Großer Unterweiser wird sich nicht mehr verbergen, und deine Augen sollen [Augen] werden, die deinen Großen Unterweiser sehen. 21 Und deine Ohren, sie werden ein Wort hinter dir sagen hören: „Dies ist der Weg. Wandelt darauf“, falls ihr zur Rechten gehen solltet oder falls ihr zur Linken gehen solltet.

    Jehova ist dieser große Unterweiser, der mit uns Kontakt aufnimmt. Aber wie geht es, ihn auf der einen Seite vor uns zu sehen und auf der anderen Seite seine Stimme hinter uns zu hören? Ist diese kein Widerspruch?

    Nein, den die Worte dass wir den Unterweiser sehen weisen auf den sichtbaren Teil seiner Organisation hin und sein Wort, das wir hinter uns hören ist die Bibel.

    Allerdings gibt es einige Störgeräusche, die uns daran hindern sollen, auf IHN zu hören. Welche sind dies?

    1.) Zeit, die wir mit anderen Dingen verbringen, wie z.B. mit dem Hören von Musik, dem Lesen von irgendwelchen Büchern oder Illustrierten oder auch mit dem Fernsehen. „Dies ist alles Zeit, die man dann nicht mehr dazu nutzen kann, auf die Stimme Jehovas zu hören“

    2.) Gedanken und Wünsche
    In Markus 4:23 sagt Jesus

    Wer Ohren hat zu hören, höre zu.“

    wir müssen uns also darauf einstellen, unseren Sender klar einstellen, damit wir (nicht nur akustisch) alles genau verstehen. Weiter heißt es in Vers 24

    Er sprach ferner zu ihnen: „Gebt acht auf das, was ihr hört. Mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird euch gemessen werden, ja, es wird euch noch hinzugefügt werden.

    Wir müssen also darauf achten, was wir uns anhören. Hier kommt dann der Aspekt hinzu: wer reichlich auf das Wort Gottes hört, dem wird hinzugefügt werden, wer sich aber überhaupt nicht damit beschäftigt, oder nur sehr wenig, dem wird auch noch das wenige weggenommen werden, bis Gottes Worte und auch die Personen ganz weg sind.

    Zu den Störgeräuschen zählen beim buchstäblichen Radiosender Radiowellen, die sich in Knacken oder ähnlichen Geräuschen äußern und es uns erschweren, genau zu verstehen, was eigentlich gesagt wird. Wir müssen also bereit sein, uns ganz darauf einzustellen, Gottes Wort zu hören und alles Störende dabei auszublenden.

    Aber unser Herz will immer wieder die Frequenz ändern, damit es seinen Wünschen nachgehen kann, die nicht mit Gottes Wort kompatibel sind. Hier gibt es 3 Punkte, die es uns erschweren:

    1.) wir denken, wir wären intelligent und hätten es nicht nötig, uns damit zu beschäftigen. Schon in Lukas 11:35 warnt uns Jesus

    35 Sei daher wachsam. Vielleicht ist das Licht, das in dir ist, Finsternis.

    Wir mögen vielleicht denken, dass wir es nicht nötig hätten, weil wir bereits alles wissen, aber in Wirklichkeit haben wir das Ziel bereits aus den Augen verloren. Die Erfahrung zeigt, dass ganz besonders Personen gefährdet sind, die sich sehr sicher fühlen, wie z.B. Älteste. Sie dachten, sie wären sicher und haben so verkehrte Wünsche zugelassen und mussten später ausgeschlossen werden. Oftmals fing dies Verhängnis damit an, dass sie ihre Frauen verließen.

    2.) wir glauben, uns in der Gewalt zu haben

    3.) wir verlassen uns auf unser eigenes Urteil, weil ja bisher auch alles gut ging

    durch jeden einzelnen dieser drei Punkte verlieren wir das Gespür dafür, wohin uns der heilige Geist führen will!

    In Sprüche 3:5-7 heißt es

    Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand. 6 Beachte ihn auf all deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade gerademachen.

    7 Werde nicht weise in deinen eigenen Augen. Fürchte Jehova, und weiche vom Bösen.

    und in Jeremia 17:9 wird von unserem verräterischem Herzen gesprochen

    Das Herz ist verräterischer als sonst irgend etwas und ist heillos. Wer kann es kennen?

    Im Einsichtenbuch heißt es zu diesem Punkt

    Das Herz kann „verräterisch“ sein
    Obwohl vollkommen, ließ Adam zu, daß ihn sein Herz verführte; er verwarf die Wahrheit und wandte sich von Gott ab. (Siehe Jak 1:14, 15.) Folglich wurden alle Menschen, d. h. die Nachkommen des gefallenen Adam, in Sünde empfangen und in Vergehen hervorgebracht (Ps 51:5). Nach der Flut sagte Gott hinsichtlich der Menschheit im allgemeinen: „Die Neigung des Menschenherzens [ist] böse . . . von seiner Jugend an“ (1Mo 8:21).

    Gott erklärte der rebellischen Nation Juda: „Das Herz ist verräterischer als sonst irgend etwas und ist heillos“ (Jer 17:9). Diese Aussage ist für diejenigen, die Gott gefallen möchten, eine ernste Warnung, denn sie müssen nicht nur auf das achten, was andere bei ihnen sehen, sondern auch auf den inneren Menschen, d. h. auf das, was sie in Wirklichkeit sind. Jemand mag schon viele Jahre ein Christ sein, eine gute Bibelkenntnis besitzen und fest davon überzeugt sein, daß er ohne weiteres mit jeder Situation fertig werden würde. Doch obwohl er genau weiß, daß eine bestimmte Handlungsweise falsch und im Gesetz Gottes ausdrücklich verboten ist, können ihn Überlegungen und Wünsche, die er im geheimen hegt, dazu veranlassen, eine Sünde zu begehen.

    Deshalb muß ein Christ, obwohl er die Wahrheit kennt und sich vielleicht als reif bezeichnet, daran denken, daß sein Herz ihn verraten kann, und daher muß er große Sorgfalt walten lassen, um Versuchungen aus dem Weg zu gehen (Mat 6:13; 1Ko 10:8-12).

    Interessant, dass hier gesagt wird, dass wir auf das achten müssen, waws wir in Wirklichkeit sind und nicht war wir meinen zu sein und dass wir auch dann noch immer wachsam bleiben müssen, wenn wir vielleicht bereits viele Jahre in der Wahrheit sind. Paulus sagte ja auch an anderer Stelle „wer denkt, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle“. Daher fragen wir uns immer wieder: „bin ich im Geheimen mit etwas beschäftigt, was abträglich wäre?“.

    Es gibt 3 Eigenschaften, die uns daran hindern könnten, wirklich auf die Stimme Jehovas zu hören:

    1. Stolz
    In Sprüche 16:18 heißt es

    Stolz geht einem Sturz voraus und ein hochmütiger Geist dem Straucheln.

    Hierfür gibt es einige Beispiele, wie David und Ananias und Saphira.

    David zählte das Volk (2. Samuel 24). Er wollte damit prahlen, wie groß das Heer Israels ist, obwohl Jehova verboten hatte, das Volk zu zählen. Auch Ananias und Saphira waren stolz und machten daher falsche Angaben, damit sie besser vor den anderen dastanden (Apostelgeschichte 5)

    2. Habgier
    Auch hier gibt es wieder 2 biblische Beispiele, wie Bileam und Gehasi.

    Bileam sollte das Volk Gottes verfluchen, dafür hätte er viel Geld bekommen. Aber jehova stoppte ihn imme wieder. Letztendlich zahlte Bileam seine Habgier mit dem Leben. Auch Gehasi log aus Habgier, er gab an, er käme im Auftrag Elisas. Als „Lohn“ kam der Aussatz auf ihn, der gerade von Naaman genommen war.

    3. Menschenfurcht
    Menschenfurcht bedeutet, dass wir aus Angst alles tun, um dem Druck aus dem Weg zu gehen, als gutes Beispiel dient hier Pilatus. Er wußte, dass Jesus unschuldig war, aber er hatte Angst vor Cäsar und darum ließ er Jesus letztendlich hinrichten.

    Wir sollten uns immer über die Folgen Gedanken machen, wohin solche Eigenschaften letztendlich führen!

    nun kommen wir zu einigen Bereichen, wo wir ganz Ohr sein müssen:

    1. die Zusammenkünfte

    In Psalm 29 wird 7 mal die Stimme Jehovas erwähnt

    29 O ihr Söhne von Starken, schreibt Jehova zu,
    Schreibt Jehova Herrlichkeit und Stärke zu.

    2 Schreibt Jehova die Herrlichkeit seines Namens zu.
    Beugt euch vor Jehova nieder in heiligem Schmuck.

    3 Die Stimme Jehovas ist über den Wassern;
    Der Gott der Herrlichkeit selbst hat gedonnert.
    Jehova ist über vielen Wassern.

    4 Die Stimme Jehovas ist kraftvoll;
    Die Stimme Jehovas ist voll Pracht.

    5 Die Stimme Jehovas zerbricht die Zedern;
    Ja Jehova bricht die Zedern des Libanon in Stücke,
    6 Und er läßt sie umherhüpfen wie ein Kalb,
    Libanon und Sirjon wie die Söhne von Wildstieren.

    7 Die Stimme Jehovas haut mit den Feuerflammen;
    8 Die Stimme Jehovas, sie läßt die Wildnis sich winden,
    Jehova läßt die Wildnis von Kadesch sich winden.

    9 Die Stimme Jehovas, sie läßt die Hindinnen sich vor Geburtsschmerzen winden
    Und entblößt die Wälder.
    Und in seinem Tempel spricht jeder: „Herrlichkeit!“

    10 Jehova hat auf der Sintflut seinen Sitz gehabt;
    Und Jehova sitzt als König auf unabsehbare Zeit.

    11 Jehova selbst wird gewiß Stärke geben seinem Volk.
    Jehova selbst wird sein Volk segnen mit Frieden.

    In seinem Tempel spricht jeder: „Herrlichkeit!“. Dies tun wir automatisch, wenn wir über die Macht Jehovas nachdenken. Hier in der Versammlung preisen wir Jehova. „Der Königreichssaal ist das wichtigste Gebäudein unserem Versammlungsgebiet!“

    Wie wir in Psalm 48:9 sehen, werden wir inmitten dieses „Tempels“ auf die Eigenschaften Jehovas aufmerksam gemacht

    Wir haben nachgedacht, o Gott, über deine liebende Güte
    Inmitten deines Tempels.

    In unseren Jahrbüchern finden wir immer wieder Berichte über die Wichtigkeit der Zusammenkünfte. Im Jahrbuch 2009 finden wir auf den Seiten 139-139 eine sehr schöne Erfahrung von einer alleinerziehenden Mutter, aus der wir für uns persönlich sehr viel lernen können

    „Für die Zusammenkünfte ist kein Weg zu weit“
    VALU LOTONUU
    GEBURTSJAHR: 1949
    TAUFE: 1995
    KURZPORTRÄT: Sie und ihre sechs Kinder gingen immer 22 Kilometer über Berg und Tal zu den Zusammenkünften.

    IM Jahr 1993 wurde ich in Lefaga von Zeugen Jehovas besucht und war damit einverstanden, die Bibel zu studieren. Nach kurzer Zeit ging ich mit meinen Kindern zu den Zusammenkünften in Faleasiu, das auf der anderen Seite der Insel 22 Kilometer entfernt lag.

    Für die Zusammenkünfte unter der Woche holte ich die Kinder immer schon früh von der Schule ab. Einige Lehrer drohten damit, die Kinder von der Schule zu werfen, bis ich ihnen erklärte, dass uns die Zusammenkünfte aus religiösen Gründen sehr wichtig sind. Jedes Kind hatte in einer Plastiktüte gute Sachen zum Anziehen dabei, eine Bibel, ein Liederbuch und was wir sonst noch in der Zusammenkunft brauchten. Manchmal nahm uns ein Bus mit, doch meistens gingen wir die ganzen 22 Kilometer zu Fuß.

    Wenn wir dann beim Königreichssaal in Faleasiu ankamen, nahmen uns die Brüder in Empfang und gaben uns zu essen. Wir durften uns bei ihnen auch duschen und umziehen. Nach der Zusammenkunft machten wir uns dann wieder auf den langen Weg nach Hause. Auf dem Gebirgskamm, der die Insel in der Mitte durchzieht, legten wir für gewöhnlich eine kleine Pause ein und die Kinder schliefen eine Runde. Ich hielt inzwischen Ausschau, ob irgendjemand vorbeikam, der uns mitnehmen konnte. Zumeist waren wir erst weit nach Mitternacht daheim. Am nächsten Morgen war ich um 5 Uhr schon wieder auf den Beinen und fuhr mit dem ersten Bus nach Faleasiu, um dort zu predigen.

    Einmal wurde ich vor den Dorfrat zitiert, dem der ranghöchste matai im Dorf vorstand. Sie wollten von mir wissen, warum ich immer bis nach Faleasiu fuhr, statt eine Kirche im Ort zu besuchen, vor allem die Kirche, die mein Großvater gegründet hatte. Zu guter Letzt verboten sie mir, nach Faleasiu in die Zusammenkünfte zu gehen. Doch ich ließ mich durch nichts und niemand irremachen. Ich war fest entschlossen, Gott mehr zu gehorchen als Menschen (Apg. 5:29).

    Bald danach spitzte sich die Sache richtig zu. Als ich nicht zum toonai ging — ein Dorffest am Sonntag, das auch vom Pfarrer, den Diakonen und den matai besucht wird —, wurde ich vom Dorfrat dazu verdonnert, als Strafe fünf große Schweine zu zahlen. Das war für mich eine echte Härte, denn ich war alleinstehend und hatte sechs kleine Kinder. Irgendwie konnte ich die fünf Schweine jedoch von meiner Herde abknapsen. Mit der Zeit akzeptierten die Dorfbewohner unsere feste Überzeugung und machten uns keinen Ärger mehr.

    Der Besuch der Zusammenkünfte hat uns im Lauf der Jahre zwar einiges abverlangt, aber es war die Mühe wert! Meine Kinder sind alle voll mit dabei und einer meiner Söhne ist Dienstamtgehilfe.

    Meine Kinder und ich gehen nach wie vor zu Fuß zu den Zusammenkünften — allerdings keine 22 Kilometer mehr bis Faleasiu, sondern einfach die Straße runter. 2001 wurde in unserem Dorf ein schöner, neuer Königreichssaal eingeweiht und wir haben hier jetzt eine blühende Versammlung. Ja, für die Zusammenkünfte ist wirklich kein Weg zu weit!

    wo sind hier die Lehrpunkte für uns?

    1. sie war alleinerziehend mit 6 kleinen Kindern und ging trotzdem regelmäßig mit ihnen 22 km zu Fuß zur Versammlung – welch eine Wertschätzung

    2. sie erhielt starken Druck von Außen, wie z.B. vom Lehrer und den Leuten im Dorf, trotzdem blieb sie fest entschlossen und sagte „die Zusammenküpnfte sind wichtiger als die Schule, denn hier werden wir von Jehova belehrt“

    3. sie nahm finanzielle Einbußen in Kauf, wie die 5 großen Schweine, die sie als Strafe zu zahlen hatte
    nehmen auch wir finanzielle Einbußen in Kauf, um die Zusammenkünfte zu besuchen? z.B. Beteiligung an den Spritkosten, Fahrt zum Kongress und evtl. Hotelkosten

    Sind für uns die Zusammenkünfte ebenso wichtig, wie für diese tapfere Schwester? Zeigt sich dies darin, dass wir persönlich regelmäßig alle Zusammenkünfte besuchen und nur dann fehlen, wenn es garnicht anders geht? Wir haben es ja hier und heute ziemlich einfach, denn es besteht die Möglichkeit, im Falle einer Erkrankung per Telefon mitzuhören. Nutzen wir diese Möglichkeit?

    2. unser Predigtdienst

    Wir werden 3 Texte in der Offenbarung lesen, die einen Zusammenhang zwischen Jehovas Macht und dem Predigtwerk herstellen

    Offenbarung 1:8

    8 „Ich bin das Alpha und das Omega“, spricht Jehova Gott, „[der,] der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.“

    Offenbarung 21:5-8

    Und der, der auf dem Thron saß, sprach: „Siehe! Ich mache alle Dinge neu.“ Auch sagt er: „Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.“ 6 Und er sprach zu mir: „Sie sind geschehen! Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wen dürstet, dem will ich kostenfrei vom Quell des Wassers des Lebens geben. 7 Wer siegt, wird diese Dinge erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. 8 Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod.“

    hier ist am Schluß von denjenigen die Rede, die nicht auf die Stimme Jehovas hören, sie werden vernichtet. Aber Jehova möchte, dass alle hören und von dem Wasser des lebens nehmen. Dies geht nur über das Predigtwerk!

    Offenbarung 22:12-15

    12 ‚Siehe! Ich komme eilends, und ich habe den Lohn, den ich gebe, bei mir, um einem jeden zu erstatten, wie sein Werk ist. 13 Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. 14 Glücklich sind die, die ihre langen Gewänder waschen, damit ihnen die Befugnis zuteil werde, zu den Bäumen des Lebens [zu gehen], und damit sie durch die Tore Eingang in die Stadt erlangen. 15 Draußen sind die Hunde und die, die Spiritismus treiben, und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt.‘

    er wird einem jeden gemäß seinem eigenen Werk erstatten und sie werden ihre langen Gewänder im Blut des Lammes waschen.

    Jehova möchte, dass die Menschen glücklich werden, dass alle ihre langen Gewänder waschen, dass alle zu den Bäumen des Lebens gehen und alle in die Stadt eingehen. Hierzu lässt er eine Einladung an alle ergehen – durch unseren Predigtdienst!

    In Vers 12 sagt er uns, dass er sieht, was und wieviel wir als seine Diener machen, welchen Anteil wir am Predigtwerk haben, ob wir dem Predigtwerk, der Einladungsaktion eine möglichst große Aufmerksamkeit schenken.

    Warum ist es so wichtig, auf die Stimme Jehovas zu hören?
    Hier dient uns Simson als Beispiel. Er war ein sehr starker Mann, aber wodurch hatte er seine Kraft? Durch den Geist Jehovas, er durfte die Flechten seines Haares nicht scheren lassen. In Richter 16:19-21 lesen wir von dem Verrat durch seine Verlobte

    19 Und sie ließ ihn dann auf ihren Knien einschlafen. Dann rief sie den Mann und ließ ihn die sieben Flechten seines Hauptes abscheren, worauf sie anfing, zu zeigen, daß sie ihn bezwang, und seine Kraft wich ständig von ihm. 20 Nun sprach sie: „Die Philister sind über dir, Simson!“ Darauf erwachte er aus seinem Schlaf und sagte: „Ich werde [frei] ausgehen wie die anderen Male und mich losschütteln.“ Und er wußte selbst nicht, daß Jehova von ihm gewichen war. 21 Da packten ihn die Philister und bohrten ihm die Augen aus und brachten ihn nach Gasa hinab und banden ihn mit zwei kupfernen Fesseln; und er wurde im Gefangenenhaus einer, der mahlt.

    Seine Kraft wich ständig von ihm und „er wußte absolut nicht, dass Jehova von ihm gewichen war. Wann erst merkte Simson, dass er keine Kraft mehr hatte? Als es zu spät war, in der Zeit der Prüfung!

    Sind wir persönlich wachsam? Wir wollen nicht erst in de Zeit der Prüfung merken, dass wir nicht mehr die Kraft haben – daher sollten wir bereits heute ganz Ohr sein!

  113. Juleam 13. August 2011 um 10:10 Link zum Kommentar

    Jeremia 17 – 20

    Jeremia 17:5

    Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Verflucht ist der kräftige Mann, der sein Vertrauen auf den Erdenmenschen setzt und tatsächlich Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz sich von Jehova selbst abwendet.

    Wie würde Jehova uns sehen, wenn wir alle Hebel in Bewegung setzen, um unser vermeintliches Recht einzufordern – und dabei seine Maßstäbe außer Acht lassen?

  114. Juleam 13. August 2011 um 10:11 Link zum Kommentar

    Jeremia 17:7

    Gesegnet ist der kräftige Mann, der sein Vertrauen auf Jehova setzt und dessen Zuversicht Jehova geworden ist.

    Reicht unser Vertrauen zu Jehova aus, so dass wir in Stille auf IHN warten können? Darauf, dass er die Dinge zu seiner Zeit richtig stellt?

    Oder muss ich mein Recht sofort bekommen – auch auf die Gefahr hin, dass ich mich dabei nicht so verhalte, wie ER es von mir erwartet?

  115. Juleam 13. August 2011 um 10:13 Link zum Kommentar

    Jeremia 17:9

    Das Herz ist verräterischer als sonst irgend etwas und ist heillos. Wer kann es kennen?

    Teilen wir diese Ansicht? Erkennen wir an, dass wir ohne unseren Gott gar nichts sind und dass wir seine Anleitung benötigen, um unseren Weg zum Erfolg zu machen?

  116. Juleam 13. August 2011 um 10:14 Link zum Kommentar

    Jeremia 7:10

    10 Ich, Jehova, erforsche das Herz, prüfe die Nieren, ja um einem jeden zu geben gemäß seinen Wegen, gemäß dem Fruchtertrag seiner Handlungen.

    Haben wir Angst davor, dass Jehova uns sieht, wie wir wirklich sind?

    Wünschen wir uns von Herzen, dass ER bei uns genau hinsieht – oder haben wir etwas zu verbergen?

    Denken wir vielleicht, wir könnten unseren Gott hinters Licht führen?

  117. Juleam 13. August 2011 um 10:15 Link zum Kommentar

    Jeremia 17:15-17

    Siehe! Da sind die, die zu mir sagen: „Wo ist das Wort Jehovas? Es treffe bitte ein.“ 16 Aber was mich betrifft, ich bin nicht davon weggeeilt, ein Hirte hinter dir her zu sein, und nach dem heillosen Tag zeigte ich kein Verlangen. Du selbst hast die Äußerung meiner Lippen gekannt; vor deinem Angesicht ist sie erfolgt. 17 Werde mir nicht zum Schrecknis. Du bist meine Zuflucht am Tag des Unglücks.

    Wie sieht Jehova uns und das was wir sagen und tun?

  118. Juleam 13. August 2011 um 10:16 Link zum Kommentar

    Jeremia 17:19-23

    Dies ist, was Jehova zu mir gesprochen hat: „Geh, und du sollst in das Tor der Söhne des Volkes treten, durch das die Könige von Juda eingehen und durch das sie ausgehen, und in alle Tore von Jerusalem. 20 Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Hört das Wort Jehovas, ihr Könige von Juda und ganz Juda und all ihr Bewohner von Jerusalem, die ihr durch diese Tore eingeht. 21 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Gebt acht auf eure Seele, und tragt am Sabbattag keinerlei Last, die ihr durch die Tore von Jerusalem hineinbringen müßt. 22 Und ihr sollt am Sabbattag keine Last aus euren Häusern hinaustragen; und ihr sollt überhaupt keine Arbeit tun. Und ihr sollt den Sabbattag heiligen, so wie ich euren Vorvätern gebot; 23 aber sie hörten nicht und neigten ihr Ohr nicht, und sie verhärteten dann ihren Nacken, um nicht zu hören und um keine Zucht anzunehmen.“ ‘

    Ist das nicht furchtbar? Jeremia sprach hier nicht etwa zu den Nationen – sondern zu seinen Brüdern, die wie er selbst zum Volke Jehovas zählten.

    Sicherlich erforderte dies viel Mut von ihm, denn wie wir sehen, hörten sie nicht auf ihn und dankten es ihm auch nicht. Im Gegenteil: sie verspotteten ihn und trachteten ihm nach dem Leben.

    Hätten wir den gleichen Mut wie Jeremia?

  119. Juleam 13. August 2011 um 10:18 Link zum Kommentar

    Jeremia 18:7-10

    In irgendeinem Augenblick, da ich gegen eine Nation und gegen ein Königreich reden mag, um [sie] auszurotten und [sie] niederzureißen und [sie] zu vernichten, 8 und jene Nation tatsächlich umkehrt von ihrer Schlechtigkeit, gegen die ich redete, so will ich Bedauern empfinden über das Unglück, das ich an ihr zu vollstrecken gedacht hatte. 9 Aber in irgendeinem Augenblick, da ich über eine Nation und über ein Königreich reden mag, um [sie] aufzubauen und zu pflanzen, 10 und sie tatsächlich tut, was böse ist in meinen Augen, indem [sie] meiner Stimme nicht gehorcht, so will ich Bedauern empfinden über das Gute, das zu ihrem Guten zu tun ich [bei mir selbst] sagte.‘

    Könnte man hiervon ableiten, dass wir mit Jehova irgendwelche Spielchen spielen können?

    Dass wir es in der Hand haben, dass Jehova uns segnet und dass wir nur die richtigen Knöpfe zur rechten Zeit drücken müssen – und schon tut Jehova, was wir wollen und wir erhalten das Ticket ins Paradies zum Schleuderpreis?

  120. Juleam 13. August 2011 um 10:19 Link zum Kommentar

    Jeremia 18:15

    Denn mein Volk hat mich vergessen, indem sie etwas Wertlosem räuchern und indem sie Menschen straucheln machen auf ihren Wegen, den Pfaden von alters her, um auf Wegen zu wandeln, einem nicht aufgeschütteten Weg,

    Von welchen Menschen spricht Jehova hier?

    Es geht um Personen, die ihn nicht wirklich lieben, die nur deshalb seine Anbeter geworden sind, weil sie gern den Lohn – ewiges Leben im Paradies – erhalten wollen. Dazu nehmen sie in Kauf, seine Gebote halten zu müssen.

    Sie haben nicht gelernt, das zu hassen, was Jehova hasst, aber das wollen sie auch nicht. Sie wollen in ihrem Leben nichts ändern und sind ständig damit beschäftigt auszureizen, wie weit sie gehen können, ohne dass ihnen etwas passiert.

    Solange Jehova ruhig zusieht und noch nicht handelt, fühlen sie sich auf der sicheren Seite.

    Wollen wir solchen Personen gleichen?

  121. Juleam 13. August 2011 um 10:21 Link zum Kommentar

    Jeremia 19 – Jehova gibt Jeremia einen Auftrag: er soll SEINEM Volk sein Wort verkünden, ihnen sagen, wie Jehova über sie denkt und sein Urteil über sie verkünden.

    Woher sollten seine Brüder denn wissen, dass dies wirklich das Wort Jehovas war und sich Jeremia nicht nur einfach selbstgerecht vor ihnen aufspielte?

    Hatten ihnen denn die Priester nicht versichert, zwischen ihnen und Jehova wäre alles in Ordnung? Wer ist schon Jeremia und warum hätten sie gerade auf ihn hören sollen?

    Wo hätten wir gestanden, wenn wir zu seiner Zeit gelebt hätten und dabei gewesen wären?

    Was lernen wir daraus, wie seine Brüder reagierten?

    Fühlen wir uns dadurch nicht noch mehr gedrängt, unseren Gott noch besser kennen zu lernen indem wir täglich die Bibel lesen und darüber nachdenken?

  122. Juleam 13. August 2011 um 10:23 Link zum Kommentar

    Jeremia 20:1-6

    nun hörte Pạschhur, der Sohn Ịmmers, der Priester, der auch der führende Beauftragte im Haus Jehovas war, Jeremia fortwährend zu, während er diese Worte prophezeite. 2 Dann schlug Pạschhur Jeremia, den Propheten, und legte ihn in den Stock, der im Oberen Bẹnjamintor war, das im Haus Jehovas war. 3 Aber es geschah am folgenden Tag, daß Pạschhur Jeremia dann aus dem Stock herausließ, und Jeremia sagte nun zu ihm:

    „Jehova hat deinen Namen nicht Pạschhur genannt, sondern ‚Schrecken ringsum‘. 4 Denn dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Siehe, ich mache dich zum Schrecken für dich und für alle, die dich lieben, und sie werden gewiß durch das Schwert ihrer Feinde fallen, während deine Augen zuschauen werden; und ganz Juda werde ich in die Hand des Königs von Babylon geben, und er wird sie tatsächlich ins Exil nach Babylon mitnehmen und sie mit dem Schwert schlagen. 5 Und ich will alle angehäuften Dinge dieser Stadt und all ihr Erzeugnis und all ihre kostbaren Dinge [preis]geben, und alle Schätze der Könige von Juda werde ich in die Hand ihrer Feinde geben. Und sie werden sie bestimmt plündern und sie nehmen und sie nach Babylon bringen. 6 Und was dich betrifft, o Pạschhur, und alle Bewohner deines Hauses, ihr werdet in die Gefangenschaft gehen; und nach Babylon wirst du kommen, und dort wirst du sterben, und dort wirst du selbst begraben werden mit allen, die dich lieben, weil du ihnen in Falschheit prophezeit hast.‘ “

    Wenn wir nun Paschur gewesen wären, hätten wir dann die Worte Jeremias ernst genommen?

    Oder hätten wir nicht eher gedacht, dieser Wutausbruch und Fluch sei nun seine ganz persönliche Rache dafür, dass wir ihn in der Stock gelegt hatten?

  123. Juleam 13. August 2011 um 10:24 Link zum Kommentar

    Jeremia 20:7-8

    du hast mich betört, o Jehova, so daß ich mich habe betören lassen. Du gebrauchtest deine Stärke gegen mich, so daß du die Oberhand gewannst. Ich wurde ein Gegenstand des Gelächters den ganzen Tag lang; jeder verspottet mich. 8 Denn sooft ich rede, schreie ich. Gewalttat und Verheerung rufe ich aus. Denn das Wort Jehovas wurde für mich eine Ursache zur Schmach und zur Verhöhnung den ganzen Tag lang.

    Können wir uns hier in Jeremia hinein versetzen?

    Stoßen wir immer auf Gegenliebe und Zustimmung, wenn wir fest für Jehova, sein Wort und seine Maßstäbe eintreten?

  124. Juleam 13. August 2011 um 10:25 Link zum Kommentar

    Jeremia 20:9

    Und ich sprach: „Ich werde ihn nicht erwähnen, und ich werde nicht mehr in seinem Namen reden.“ Und in meinem Herzen erwies es sich wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen; und ich wurde müde, an mich zu halten, und [es zu ertragen,] vermochte ich nicht.

    Kennen wir dieses Gefühl?

    Brennt das Wort Jehovas auch in uns wie ein Feuer, das man nicht löschen kann? Können auch wir nicht damit aufhören davon zu reden, was wir über Jehova gesehen und gehört haben?

    „Aus der Fülle des Herzens redet der Mund“ – was kommt bei uns raus, wenn wir den Mund aufmachen?

  125. Juleam 13. August 2011 um 12:16 Link zum Kommentar

    Jeremia 21 – 23

    Jeremia 21:1-6

    Das Wort, das von Jehova an Jeremia erging, als König Zedekịa Pạschhur, den Sohn Malkịjas, und Zephạnja, den Sohn Maasẹjas, den Priester, zu ihm sandte und sagen ließ: 2 „Befrage bitte für uns Jehova, weil Nebukadrẹzar, der König von Babylon, Krieg gegen uns führt. Vielleicht wird Jehova gemäß all seinen wunderbaren Werken an uns tun, so daß er von uns abziehen wird.“

    3 Und Jeremia sprach dann zu ihnen: „Dies ist, was ihr zu Zedekịa sagen werdet: 4 ‚Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesprochen hat: „Siehe, ich kehre die Kriegswaffen um, die in eurer Hand sind, mit denen ihr den König von Babylon und die Chaldạ̈er bekämpft, die euch außerhalb der Mauer belagern, und ich will sie in die Mitte dieser Stadt zusammenbringen. 5 Und ich selbst will mit ausgestreckter Hand und mit starkem Arm und mit Zorn und mit Grimm und mit großem Unmut gegen euch kämpfen. 6 Und ich will die Bewohner dieser Stadt schlagen, sowohl Mensch als Tier. Durch eine große Pest werden sie sterben.“ ‘

    Was muss dies für ein Schock für sie gewesen sein:

    sie bitten Jehova um seine Hilfe und er sagt nicht nur, dass er ihnen nicht helfen wird, sondern im Gegenteil: er wird selbst gegen sie kämpfen! Damit hatten sie sicherlich nicht gerechnet

    Aber war das, was Jehova hier vorhat, wirklich so eine Überraschung? Hatte nicht er selbst sie immer wieder warnen lassen und ihnen immer wieder sagen lassen: „wenn ihr nicht umkehrt, dann wende ich mich von euch ab!“?

    Und mal ganz ehrlich: waren sie denn hier gerade zu ihm umgekehrt?

    Hatten sie eingesehen, dass sie falsch gehandelt hatten und bedauerten sie wirklich, dass sie ihren Gott so lange hartnäckig gekränkt hatten? Oder ging es hier nicht eher darum, dass sie zu IHM kamen, weil sie ihn brauchten?

    Könnte es sein, dass wir ihnen in gewisser Weise gleichen?

    Haben wir ein echtes, ein inniges Verhältnis und sind immer wieder sorgfältig bemüht, Jehova durch unser Verhalten zu erfreuen – oder erinnern wir uns nur dann an ihn, wenn es uns schlecht geht?

  126. Juleam 13. August 2011 um 12:18 Link zum Kommentar

    Jeremia 21:8-9

    Und zu diesem Volk wirst du sagen: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Siehe, ich lege euch den Weg des Lebens und den Weg des Todes vor. 9 Wer in dieser Stadt sitzen bleibt, wird durch das Schwert und durch den Hunger und durch die Pest sterben; wer aber hinausgeht und tatsächlich zu den Chaldạ̈ern abfällt, die euch belagern, wird am Leben bleiben, und seine Seele wird ihm zweifellos zur Beute werden.“ ‘

    Was für ein Gott! Und wir dürfen IHM dienen!

    Obwohl sie ihn ständig kränkten und reizten und er sie zu Recht hätte in die Hände ihrer Feinde fallen lassen können, bietet er ihnen hier eine Chance: sie können beweisen, dass sie verstanden hatten, worum es ging und dass sie aufrichtig bereuten und umkehren wollten.

    Hier ging es um ihr Vertrauen: sie kannten Jehova und die Art, wie er denkt und handelt sehr gut. Sie wußten, dass er jedem beistehen würde, der ihm aufrichtig dient. Wenn er nun gt, sie sollen raus gehen, ihren Feinden entgegen – dann würden sie gerettet – dann würde er es auch wirklich tun.

    Was aber, wenn sie in ihrem Herzen nicht aufrichtig waren? Konnten sie dann erwarten, dass ER sein Versprechen einlöste?

    War es nun ein echtes Risiko, den Feinden entgegen zu gehen?

    Wo lag das Risiko? Bei den Feinden, bei Jehova – oder doch eher an ihnen selbst und daran, dass sie vielleicht kein aufrichtiges Herz hatten?

    Hätten wir genügend Vertrauen in unseren Gott gehabt, um seinen Anweisungen zu folgen?

    Wie könnten wir heute in einer ähnlichen Situation sein?

    Was, wenn wir um Urlaub für einen Kongress bitten oder darum, an den Tagen wo wir Zusammenkünfte haben, eher gehen zu dürfen und der Chef sagt, dass er uns dann leer kündigen müsse?

    Was, wenn uns eine winzige Unehrlichkeit davor bewahren könnte, mit der ganzen Familie obdachlos zu werden?

    Fallen uns noch weitere Situationen ein?

  127. Juleam 13. August 2011 um 12:19 Link zum Kommentar

    Jeremia 22:3-5

    Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Übt Recht und Gerechtigkeit, und befreit den, der beraubt wird, aus der Hand des Übervorteilers; und behandelt einen ansässigen Fremdling, einen vaterlosen Knaben oder eine Witwe nicht schlecht. Tut [ihnen] keine Gewalt an. Und vergießt kein unschuldiges Blut an diesem Ort. 4 Denn wenn ihr ganz bestimmt diesem Wort nachkommen werdet, so werden durch die Tore dieses Hauses die Könige, die für David auf seinem Thron sitzen, gewiß hereinkommen, indem sie in Wagen und auf Rossen einherfahren, er mit seinen Dienern und seinem Volk.“ ‘

    5 ‚Wenn ihr aber diesen Worten nicht gehorchen werdet, schwöre ich tatsächlich bei mir selbst‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚daß dieses Haus zu nichts als einer verwüsteten Stätte werden wird.‘

    Wir haben es selbst in der Hand – werden wir Segen oder Fluch ernten?

    Wir kann es uns gelingen, die richtig Wahl zu treffen?

    Reicht es, die Gebote einzig und allein aus dem Grund zu halten, um das Ticket ins Paradies zu bekommen?

    Kann man in dieser Hinsicht auf Dauer Erfolg haben, wenn man weiterhin Gefallen an dem findet, was Jehova verabscheut?

  128. Juleam 13. August 2011 um 12:20 Link zum Kommentar

    Jeremia 22:8-9

    Und viele Nationen werden tatsächlich an dieser Stadt vorüberziehen und zueinander sprechen: „Weswegen hat Jehova an dieser großen Stadt so getan?“ 9 Und man wird sagen müssen: „Deswegen, weil sie den Bund Jehovas, ihres Gottes, verlassen und sich dann vor anderen Göttern niedergebeugt und ihnen gedient haben.“ ‘

    Wäre es nicht beschämend, wenn es hierbei um uns ginge?

    Wenn sich andere, vielleicht Aussenstehende erkundigen, was mit uns ist und ihnen gesagt werden würde, dass wir scheinheilig wären?

    Erkennt man nicht immer an den Taten einer Person, ob sie gottesfuerchtig ist?

  129. Juleam 13. August 2011 um 12:21 Link zum Kommentar

    Jeremia 23:9-12

    Was die Propheten betrifft, so ist mein Herz in mir gebrochen. Alle meine Gebeine haben zu beben begonnen. Ich bin wie ein Mann geworden, der betrunken ist, und wie ein kräftiger Mann, den der Wein überwältigt hat, Jehovas wegen und seiner heiligen Worte wegen. 10 Denn von Ehebrechern ist das Land voll geworden. Denn des Fluches wegen hat das Land dann getrauert, die Weidegründe der Wildnis sind ausgetrocknet; und ihre Handlungsweise erweist sich als schlecht, und ihre Macht ist nicht recht.

    11 „Denn sowohl der Prophet als der Priester selbst sind entweiht worden. Auch in meinem eigenen Haus habe ich ihre Schlechtigkeit gefunden“ ist der Ausspruch Jehovas. 12 „Darum wird ihr Weg für sie wie schlüpfrige Stellen im Dunkel werden, sie werden darauf gestoßen und fallen bestimmt.“

    Jehova wird jeden gemäß seinen eigenen Taten richten.

    Die Tatsache, dass wir vielleicht Vorrechte in der Versammlung inne haben, ist kein Schutz oder Freibrief. Denn Jehova verurteilt hier sogar die Priester und die Propheten für ihr schlechtes tun.

    Also wiegen wir uns bitte nicht in falscher Sicherheit – sondern vergewissern wir uns immer wieder, ob wir noch in Gottes Liebe sind

  130. Juleam 13. August 2011 um 12:22 Link zum Kommentar

    Jeremia 23:16-18

    Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: „Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch prophezeien. Sie veranlassen, daß ihr nichtig werdet. Die Vision ihres eigenen Herzens ist das, was sie reden — nicht aus dem Mund Jehovas. 17 Sie sprechen immer wieder zu denen, die keinen Respekt vor mir haben: ‚Jehova hat geredet: „Frieden werdet ihr haben.“ ‘ Und [zu] jedem, der im Starrsinn seines Herzens wandelt, haben sie gesagt: ‚Kein Unglück wird über euch kommen.‘ 18 Denn wer hat in der Gruppe der Vertrauten Jehovas gestanden, daß er sein Wort sehe und höre? Wer hat seinem Wort Aufmerksamkeit geschenkt, daß er es höre?

    Sind wir uns unserer Verantwortung bewußt?

    Sind wir uns dessen bewußt, dass wir durch unsere Worten und Taten nicht nur uns selbst schaden?

    Was bewirkt dies bei uns als Eltern?

    Sind wir uns darüber im Klaren, dass wir als Eltern eine ganz besondere Verantwortung haben? Nicht nur für uns selbst, sondern auch dafür, welchen Weg unsere Kinder einschlagen und ob sie Jehova aufrichtig und von Herzen dienen?

    Veranlaßt uns dies nicht, noch mehr über Jehova zu erfahren und darüber, wie ER denkt? Motiviert uns dies nicht zu lernen, die Dinge zu lieben, die Jehova liebt und diejenigen zu hassen, die ER hasst?

  131. Juleam 13. August 2011 um 12:23 Link zum Kommentar

    Jeremia 23:22

    Hätten sie aber in der Gruppe meiner Vertrauten gestanden, dann hätten sie mein Volk meine eigenen Worte hören lassen, und sie hätten sie veranlaßt, von ihrem schlechten Weg und von der Schlechtigkeit ihrer Handlungen umzukehren.“

    Woran können wir aber denn erkennen, ob wir wirklich in der richtigen Gruppe stehen?

    Sind Brüder die Dinge sagen, die uns unbequem sind, in unseren Augen „falsche Propheten“? Lassen wir uns lieber „die Ohren kitzeln“?

    Woran können wir denn erkennen, wer wirklich ein „mit Jehova Vertrauter“ ist? Woran erkennen wir, wer wirklich Gottes Wort redet?

    Auch hier kommen wir wieder zu dem Punkt, wie wichtig es ist, regelmäßig, ja täglich, in der Bibel zu lesen und warum es hier nicht ausreicht, wenn wir den Tagestext mit dem jeweiligen Kommentar lesen!

    Wir müssen wirklich mit Jehova vertraut werden. Nur in der Bibel lesen wir das pure Wort Gottes. Die Publikationen können und dürfen nur Hilfen sein. Sie dürfen kein Ersatz für das persönliche Lesen in der Bibel sein!

    Interessanter weise betont selbst die leitende Körperschaft diesen Aspekt immer wieder

  132. Juleam 14. August 2011 um 09:13 Link zum Kommentar

    Jeremia 24 – 26

    Jeremia 24:5-7

    „Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Wie diese guten Feigen, so werde ich die ins Exil Weggeführten von Juda, die ich aus diesem Ort wegsenden will ins Land der Chaldạ̈er, zum Guten ansehen. 6 Und ich will mein Auge auf gute Weise auf sie richten, und ich werde sie gewiß in dieses Land zurückkehren lassen. Und ich will sie aufbauen, und ich werde nicht niederreißen; und ich will sie pflanzen, und ich werde nicht ausreißen. 7 Und ich will ihnen ein Herz geben, mich zu erkennen, daß ich Jehova bin; und sie sollen mein Volk werden, und ich selbst werde ihr Gott werden, denn sie werden mit ihrem ganzen Herzen zu mir umkehren.

    Wer ist wie dieser Gott?

    In einem Atemzug verkündet er die Strafe – und im nächsten spricht er schon von Versöhnung, dass er ihnen helfen will.

    Was für eine selbstlose Liebe! Könnten wir ihn nachahmen?

  133. Juleam 14. August 2011 um 09:15 Link zum Kommentar

    Jeremia 25:3-6

    „Vom dreizehnten Jahr Josịas, des Sohnes Ạmons, des Königs von Juda, und bis auf diesen Tag, diese dreiundzwanzig Jahre, ist das Wort Jehovas an mich ergangen, und ich redete beständig zu euch, früh mich aufmachend und redend, aber ihr hörtet nicht zu. 4 Und Jehova sandte alle seine Knechte, die Propheten, zu euch, früh sich aufmachend und [sie] sendend, aber ihr hörtet nicht zu, noch neigtet ihr euer Ohr, um zu hören, 5 während [sie] sagten: ‚Wendet euch bitte ab, ein jeder von seinem schlechten Weg und von der Schlechtigkeit eurer Handlungen, und wohnt weiterhin auf dem Boden, den Jehova euch und euren Vorvätern von langer Zeit her und auf lange künftige Zeit hin gegeben hat. 6 Und geht nicht anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen und euch vor ihnen niederzubeugen, damit ihr mich nicht kränkt mit dem Werk eurer Hände und damit ich euch nicht ins Unglück bringe.‘

    bei diesen Worten muss ich wieder an den Vortrag „Werdet versöhnt mit Gott“ denken.

    Was für eine Liebe und Geduld von Jehova und seinen Propheten, immer wieder zu diesem halsstarrigen Volk zu gehen und sie immer wieder voller Liebe zu bitten, doch von ihrem schlechten Lauf umzukehren.

    Dies zeigt aber auch, warum die richtige Motivation für unsere Predigtwerk so wichtig ist: nur dann, wenn auch wir voller Liebe zu den Menschen sind, werden wir auch weiterhin voller Eifer unser scheinbar fruchtloses Gebiet bearbeiten – und nicht nur die Stunden absolvieren.

  134. Juleam 14. August 2011 um 09:16 Link zum Kommentar

    Jeremia 25:14

    und ich will ihnen gemäß ihrem Tun und gemäß dem Werk ihrer Hände vergelten.

    Ein Text, der uns Angst macht?

    Nur wann müssen wir deshalb besorgt sein?

    Nur wer kann dies ändern?

    Wie entscheiden wir uns?

  135. Juleam 14. August 2011 um 09:18 Link zum Kommentar

    Jeremia 26:7-9

    Und die Priester und die Propheten und das ganze Volk begannen zuzuhören, während Jeremia diese Worte im Haus Jehovas redete. 8 So geschah es, als Jeremia alles zu Ende geredet hatte, was Jehova [ihm] geboten hatte, zum ganzen Volk zu reden, daß ihn dann die Priester und die Propheten und alles Volk ergriffen und sprachen: „Du wirst ganz bestimmt sterben. 9 Warum hast du im Namen Jehovas prophezeit, indem [du] sprachst: ‚Gleich demjenigen in Sịlo wird dieses Haus werden, und diese Stadt selbst wird verwüstet werden, um ohne Bewohner zu sein.‘?“ Und das ganze Volk versammelte sich fortwährend um Jeremia im Haus Jehovas.

    Ja, warum nur mußte dieser Jeremia sie mit Gottes Wort „fertig machen“?

    Was fiel dem denn ein, zu sagen, dass Jehova sie verworfen hatte?

    Und dann sprach er Gottes Urteil auch noch über seine eigenen Brüder, die doch Anbeter Jehovas waren – wie anmaßend und selbstgerecht dieser Jeremia doch war!

    Verkünden auch wir mutig Gottes Wort – auch auf die Gefahr hin, dass man uns für anmaßend und selbstgerecht hält und sich Menschen von uns abwenden, die glauben, sie wären mit Jehova im Reinen?

  136. Juleam 14. August 2011 um 09:19 Link zum Kommentar

    Jeremia 26:12-16

    Darauf sagte Jeremia zu allen Fürsten und zum ganzen Volk: „Jehova war es, der mich sandte, um hinsichtlich dieses Hauses und hinsichtlich dieser Stadt alle Worte zu prophezeien, die ihr gehört habt. 13 Und nun, macht eure Wege und eure Handlungen gut, und gehorcht der Stimme Jehovas, eures Gottes, und Jehova wird Bedauern empfinden wegen des Unglücks, das er gegen euch geredet hat. 14 Und was mich betrifft, siehe, ich bin in eurer Hand. Tut mir gemäß dem, was gut, und gemäß dem, was recht ist in euren Augen. 15 Nur solltet ihr auf jeden Fall wissen, daß ihr, wenn ihr mich zu Tode bringt, unschuldiges Blut auf euch und auf diese Stadt und auf ihre Bewohner bringt, denn in Wahrheit hat mich Jehova tatsächlich zu euch gesandt, um vor euren Ohren alle diese Worte zu reden.“

    Wie mag wohl Jehova empfinden, wenn er mitbekommt, wie Personen die meinen IHM zu dienen, einen Menschen beschimpfen und strafen wollen, der doch SEIN Wort redet? Der eigentlich kommt, um sie wieder mit IHM zu versöhnen?

    Rufen unsere Worte immer Gegenliebe bei Menschen hervor, die dem Namen nach Jehova anbeten?

    Liegt dies dann an unseren Worten – oder nicht vielleicht doch eher daran, dass sie in Wirklichkeit gar nicht das tun, was Jehova will?

  137. Juleam 14. August 2011 um 09:26 Link zum Kommentar

    Jeremia 26:16

    Dann sprachen die Fürsten und das ganze Volk zu den Priestern und zu den Propheten: „Diesem Mann gebührt kein Todesurteil, denn im Namen Jehovas, unseres Gottes, redete er zu uns.“

    Einige erkennen, worum es geht und dass Jeremia sich nicht hervor tun will – sondern ihnen nur helfen will.

    Gestern hab ich noch lange über den letzten Gedanken zur Bibellesung nachgedacht: woher konnten sie denn wissen, dass er Gottes Wort verkündete, dass er von Gott zu ihnen gesandt war? Und wie könnten wohl wir heute dies richtig unterscheiden?

    Dann hatte ich mir die Formulierung noch mal genau angesehen, was Jehova in diesem Zusammenhang über die falschen Propheten sagte und dabei ist mir folgendes aufgefallen:

    Die falschen Propheten redeten nur über ihre Träume, sie sagten „ich habe geträumt…“, Gottes Propheten sagten aber „Gott hat gesagt…“

    Jeremia 23:25-28

    25 „Ich habe gehört, was die Propheten, die in meinem eigenen Namen Falsches prophezeien, gesagt haben, indem [sie] sprechen: ‚Ich habe einen Traum gehabt! Ich habe einen Traum gehabt!‘ 26 Wie lange wird dies im Herzen der Propheten bestehen, die Falsches prophezeien und die Propheten des Truges ihres eigenen Herzens sind? 27 Sie denken daran, durch ihre Träume, die sie fortgesetzt jeder dem anderen erzählen, meinen Namen bei meinem Volk in Vergessenheit zu bringen, so wie ihre Väter meinen Namen über dem Baal vergaßen. 28 Der Prophet, bei dem ein Traum ist, erzähle den Traum; der aber, bei dem mein eigenes Wort ist, rede mein Wort der Wahrheit gemäß.“

    Wie können wir dies für uns heute umsetzen?

    Wenn wir ein Problem haben und vielleicht nicht wissen, was wir tun oder wie wir uns entscheiden sollen, dann gehen wir ja zu jemanden, den wir für einen geistig reifen Christen halten und fragen ihn um Rat. Was, wenn dieser dann sagt „ich denke“, „ich meine“, meiner Ansicht nach“ – ist dieser wirklich geistig reif? Hilft uns so eine Person, Gott näher zu kommen? Können wir glauben, dass dieser tatsächlich gerade von Jehova benutzt wird? Oder entspricht dies nicht eher dem satanischen und dämonischen Einfluß?

    Was würde jemand sagen, der „ein Prophet Jehovas“ ist? Würde so eine Person uns nicht in der Bibel zeigen, was Jehova in so einem Fall sagt?

    Aber sind wir dann wirklich immer auf der richtigen Seite, wenn wir „Rat mit Bibeltexten“ bekommen? Es gibt auch Personen, die das Gebot der Nächstenliebe anführen, um uns zu zeigen, dass wir egoistischer sein müssen: „du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Also mußt du zuerst lernen, dich selbst zu lieben damit du diesem Gebot nachkommen kannst“. Sind dies wirklich Gottes Gedanken? Passen sie zu dem Gesamtbild, das in der Bibel über Jehova gezeichnet wird?

    Hier sehen wir wieder, warum es so wichtig ist, regelmäßig in der Bibel zu lesen: damit wir verstehen, wie Jehova denkt und warum. Dann werden wir uns nicht auf verkehrte Wege begeben und dann werden wir auch diejenigen erkennen können, die wirklich das reden, was Jehova ihnen eingegeben hat

  138. Juleam 17. August 2011 um 12:31 Link zum Kommentar

    Jeremia 27 – 29

    Jeremia 28 – ein Duell mit Jeremia?

    Wer war denn dieser Hananja? Im Einsichtenbuch habe ich hierzu folgendes gefunden:

    Sohn Asurs; ein falscher Prophet aus der benjaminitischen Stadt Gibeon, der sich Jeremia, dem Propheten Jehovas, entgegenstellte. Während der Herrschaft König Zedekias von Juda forderte Jeremia das Volk der Juden auf, ihren Hals unter das Joch des Königs von Babylon zu bringen und so am Leben zu bleiben (Jer 27:12-14).

    Hananja dagegen prophezeite, daß die Macht Babylons innerhalb von zwei Jahren zerbrechen werde; die dort im Exil lebenden Juden kämen frei, und alle beschlagnahmten Geräte aus dem Tempel würden zurückgebracht werden. Um seine Vorhersage zu veranschaulichen, nahm Hananja die hölzerne Jochstange vom Hals Jeremias ab und zerbrach sie.

    Daraufhin gebot Jehova Jeremia, Hananja mitzuteilen, daß die Jochstange von Holz durch ein Joch von Eisen ersetzt werden würde und daß Hananja noch im gleichen Jahr sterben werde. Wie vorhergesagt, starb der falsche Prophet auch im selben Jahr (Jer, Kap. 28).

  139. Juleam 17. August 2011 um 12:36 Link zum Kommentar

    Jeremia 29:10-14

    10 „Denn dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚In Übereinstimmung mit der Erfüllung von siebzig Jahren in Babylon werde ich euch meine Aufmerksamkeit zuwenden, und ich will euch gegenüber mein gutes Wort bestätigen, indem ich euch an diesen Ort zurückbringe.‘

    11 ‚Denn ich selbst weiß ja, welche Gedanken ich euch gegenüber habe‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚Gedanken des Friedens und nicht des Unglücks, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. 12 Und ihr werdet mich gewiß anrufen und kommen und zu mir beten, und ich will auf euch hören.‘

    13 ‚Und ihr werdet mich tatsächlich suchen und [mich] finden, denn ihr werdet mit eurem ganzen Herzen nach mir suchen. 14 Und ich will mich von euch finden lassen‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Und ich will eure Gefangenenschar versammeln und euch zusammenbringen aus allen Nationen und aus allen Orten, wohin ich euch versprengt habe‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Und ich will euch an den Ort zurückführen, von dem ich euch ins Exil gehen ließ.‘

    Nun ist Geduld gefragt.

    Sie hatten deindeutig den Bogen überspannt und daher konnte Jehova ihnen jetzt nicht mehr sofort Barmherzigkeit erweisen, wie er es z.b. bei David getan hatte. Er hatte ihnen lange genug Zeit gegeben zu bereuen und zu IHM umzukehren und sie wollten nicht. Nun mussten sie seine Strafe schmecken, mussten durch diese 70 Jahre hindurch.

    Aber was war mit den Treuen, so wie Jeremia und andere, die ihm trotz der Halsstarrigkeit des restlichen Volkes treu geblieben waren? Auch sie mussten doch mit ins Exil.

    Ist es nicht ungerecht, dass sie mit den anderen mitleiden mussten? Ließ er sie in der Prüfung allein?

  140. Juleam 20. August 2011 um 08:55 Link zum Kommentar

    Jeremia 30 – 32

    Jemand, der sich von Jehova abwendet ist noch lange kein Freiwild – ganz besonders nicht in den Augen Jehovas

    Jeremia 30:16

    12 Denn dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Es gibt keine Heilung für deinen Zusammenbruch. Dein Schlag ist chronisch. 13 Es gibt keinen, der deine Sache vertritt, für [dein] Geschwür. Es gibt kein Heilmittel, kein Heilpflaster für dich. 14 Alle, die dich inbrünstig lieben, sie haben dich vergessen. Du bist nicht die, nach der sie ständig suchen. Denn mit dem Schlag eines Feindes habe ich dich geschlagen, mit der Züchtigung eines Grausamen, wegen der Menge deiner Vergehungen; deine Sünden sind zahlreich geworden. 15 Warum schreist du wegen deines Zusammenbruchs? Dein Schmerz ist unheilbar wegen der Menge deiner Vergehungen; deine Sünden sind zahlreich geworden. Ich habe dir diese Dinge getan. 16 Darum werden alle, die dich verzehren, selbst verzehrt werden; und was alle deine Widersacher betrifft, in Gefangenschaft werden sie alle gehen. Und die, die dich berauben, werden gewiß zum Raub werden, und alle, die dich plündern, werde ich der Plünderung hingeben.“

    den Vers 16 im Zusammenhang zu lesen, ist sehr interessant, denn es lehrt uns viel über unseren Gott:

    er straft zwar sein Volk, weil es sich gegen IHN vergangen hat, aber er züchtigt es nur, er gibt es nicht als Freiwild frei!

    Jehova hasst das verkehrte Tun und darum nimmt er sie in Zucht. Aber all dies hat nichts an der Liebe zu seinem Volk geändert und darum wird er auch jeden zur Rechenschaft ziehen, der ihre Notlage ausnutzt und ihnen in irgendeiner Weise absichtlich schadet.

    Wie könnten wir dies für uns heute umsetzen?

    Es gibt Brüder, die meinen, sie könnten einen Ausgeschlossenen wie eine Art Freiwild behandeln. Sie dürfen und wollen zwar keinerlei Umgang mehr mit so einer Person haben – aber sie schrecken nicht davor zurück, einen solchen Menschen zu beschimpfen, zu verfolgen und ihm in jeglicher Hinsicht zu schaden. Aber dies sind nicht Jehovas Gedanken! Was hatte Paulus über Personen gesagt, die sich nicht mehr an die Gebote Gottes halten wollen? Sie sollten aus den Versammlungen hinausgetan werden und man sollte ihnen keinen Gruß mehr entbieten. Dies entspricht der Zuchtmaßnahme Jehovas wie hier an seinem Volk. Jesus sagte, dass solche Menschen für uns wie Menschen von den Nationen werden sollten. Diese würden wir sicherlich nicht einfach so verfolgen, beleidigen und ihnen finanziell und emotional schaden – oder?

    Ein Punkt, den wir immer wieder in Vorträgen oder den Publikationen lernen:

    Jehova hasst nicht die Person, sondern nur das Schlechte, das sie tut.

    Dieser Gedanke wird hier in den Versen sehr deutlich: sie werden ins Exil gehen müssen, als Strafe oder Zuchtmaßnahme für ihr halsstarriges Tun. Aber er liebt sie immer noch und er hat ein Auge auf sie. Er wird niemanden ungestraft davon kommen lassen, der seinerseits nun meint, ihnen schaden zu können. „Mein ist die Rache, spricht Jehova“, und dies hat einen sehr guten Grund: Jehova ist immer gerecht und er weiß, was er tut und warum er es tut. ER hat immer lautere Beweggründe.

    Und dies erwartet er in gewisser Weise auch von jedem, der ihm wirklich dienen möchte.

    Schadenstiftendes Verhalten disqualifiziert uns als Anbeter Jehovas!

  141. Juleam 20. August 2011 um 09:08 Link zum Kommentar

    Jeremia 30:21-22

    Und sein Majestätischer wird bestimmt aus ihm stammen, und aus seiner Mitte wird sein eigener Herrscher hervorgehen; und ich will ihn herankommen lassen, und er soll sich mir nähern.“

    „Denn wer nun ist dieser, der sein Herz zum Pfand gegeben hat, um sich mir zu nähern?“ ist der Ausspruch Jehovas. 22 „Und ihr werdet gewiß mein Volk werden, und ich selbst werde euer Gott werden.“

    Auch wir wollen uns Jehova nähern! Was ist damit gemeint?

    Hier einige Querverweise zu diesem Punkt:

    (4. Mose 16:5)
    Dann redete er zu Korah und zu seiner ganzen Gemeinde, indem [er] sprach: „Am Morgen wird Jehova kundtun, wer zu ihm gehört und wer heilig ist und wer sich ihm nahen soll, und wen immer er erwählt, der wird sich ihm nahen.

    (5. Mose 30:6)
    Und Jehova, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden müssen, damit du Jehova, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, um deines Lebens willen.

    (Jeremia 24:7)
    Und ich will ihnen ein Herz geben, mich zu erkennen, daß ich Jehova bin; und sie sollen mein Volk werden, und ich selbst werde ihr Gott werden, denn sie werden mit ihrem ganzen Herzen zu mir umkehren.

    (Markus 12:30)
    und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn und mit deiner ganzen Kraft.‘

    (Römer 2:29)
    sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung ist die des Herzens durch Geist und nicht durch ein geschriebenes Recht. Das Lob eines solchen kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.

    (2. Timotheus 2:22)
    So fliehe vor den Begierden, die der Jugend eigen sind, jage aber nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden zusammen mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen.

    geben wir Jehova „unser Herz zum Pfand“?

    Verzichten wir auf alles andere, nur um IHM zu gefallen? und betrachten wir alle Dinge, auf die wir dafür „verzichten“ müssen, als „eine Menge Kehrricht“, wie Paulus es tat?

    Ist es uns eine Lust, unserem Gott zu dienen? Ist es unser innigster Herzenswunsch, alles zu tun, um diesem wundervollen Gott zu gefallen und zu erfreuen?

    Spiegelt sich dieser innige Wunsch in allem wieder, was wir tun und wovon wir reden?

  142. Juleam 20. August 2011 um 09:44 Link zum Kommentar

    Jeremia 31:8-9

    8 Seht, ich bringe sie aus dem Land des Nordens, und ich will sie zusammenbringen von den entlegensten Teilen der Erde. Unter ihnen werden der Blinde und der Lahme sein, die Schwangere und die Gebärende, allesamt. Als eine große Versammlung werden sie hierher zurückkehren. 9 Mit Weinen werden sie kommen, und mit [ihren] flehentlichen Bitten um Gunst werde ich sie herbringen. Ich werde sie zu wasserführenden Wildbachtälern wandern lassen, auf einem rechten Weg, auf dem sie nicht zum Straucheln veranlaßt werden. Denn ich bin Israel zum Vater geworden; und was Ephraim betrifft, er ist mein Erstgeborener.“

    zwei ganz kurze Verse – mit gehaltvollem Inhalt:

    Jehova wartet nur darauf, uns Barmherzigkeit erweisen zu können. Da er ja in jeder Hinsicht gerecht ist, verlangt es diese Gerechtigkeit, dass wir zuerst umkehren müssen, damit er uns wieder aufnehmen kann.

    Wenn wir dies aber wirklich wollen, dann steht uns nichts mehr im Wege! Es liegt an uns!

  143. Juleam 20. August 2011 um 09:53 Link zum Kommentar

    Jeremia 31:12-14

    Und sie werden bestimmt kommen und jubeln auf der Höhe Zions und werden strahlen über das Gute Jehovas, über das Getreide und über den neuen Wein und über das Öl und über die Jungen des Kleinviehs und die Rinder. Und ihre Seele wird einfach wie ein gut bewässerter Garten werden, und nie wieder werden sie hinschmachten.“

    13 „Zu jener Zeit wird sich die Jungfrau freuen im Reigentanz, auch die jungen Männer und die alten Männer, allesamt. Und ich will ihre Trauer in Frohlocken umwandeln, und ich will sie trösten und sie erfreuen, indem [ich sie] ihrem Kummer entreiße. 14 Und ich will die Seele der Priester mit Fettigkeit satt tränken, und mein Volk wird mit meinem Guten gesättigt werden“ ist der Ausspruch Jehovas.

    ist es nicht wunderbar, wie großzügig unser Gott uns vergibt? Und wir müssen nur den winzigen Schritt auf ihn zugehen, er wartet nur darauf!

    „ihre Seele wird einfach wie ein gut bewässerter Garten werden“ – lassen wir uns dies einmal auf der Zunge zergehen!

    Erinnern wir uns noch an den unglaublich heißen Sommer im letzten Jahr? Erinnern wir uns, wie es war, als es dann endlich mal geregnet hatte? Wie der Boden die Feuchtigkeit aufgesogen hatte – nur leider war es nie so richtig genug?

    Können wir uns vorstellen, wie es ist, wenn nach einer langen Dürre auf einmal genügend Regen kommt, so dass der Boden satt getränkt wird? Wie dann auf einmal alles blüht und auflebt? (siehe auch die Gedanken zu dem Naturfilm „die Wüste blüht“)

    Wenn wir diesen Gedanken nun von der Natur auf uns selbst übertragen: wenn wir aufeinmal so erfrischt und gestärkt werden – macht uns dies nicht ganz demütig?

    Und dies alles, obwohl wir uns gegen unseren Gott vergangen haben, trotz alle dem ist er so gütig und liebevoll zu uns.

    Und so einem wundervollen Gott dürfen wir dienen – ist das nicht wunderbar???

  144. Juleam 21. August 2011 um 09:48 Link zum Kommentar

    Jeremia 31:16-17

    Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „ ,Halte deine Stimme zurück vom Weinen und deine Augen von Tränen, denn es gibt eine Belohnung für deine Tätigkeit‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und sie werden gewiß aus dem Land des Feindes zurückkehren.‘

    17 ‚Und es gibt eine Hoffnung für deine Zukunft‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und die Söhne werden zweifellos in ihr eigenes Gebiet zurückkehren.‘ “

    ja, zu dem Zeitpunkt wird es ihnen wirklich noch sehr schlecht gehen. Aber Jehova sagt Jeremia, dass es keinen Grund zur Trauer gibt:

    zum einen baden sie gerade nur das aus, was sie sich selbst eingebrockt haben und zum anderen gibt es ja Grund zur Hoffnung.

    Diese Hoffnung ist auch für uns ganz wichtig. Wir sehen es ja bereits an Jesus, den wir ja als Vorbild nachahmen sollen, dass es die Freude ist, die uns hilft, unter Prüfungen auszuharren. Paulus sagte später „für die vor ihm liegende Freude…“. Daran hatte er sich festgehalten.

    Wenn also dieses Blicken auf die Freude selbst für unseren vollkommenen Erlöser so wichtig war – um wieviel mehr denn für uns?

  145. Juleam 21. August 2011 um 09:53 Link zum Kommentar

    Jeremia 31:18

    18 „Ganz bestimmt habe ich gehört, wie sich Ephraim selbst bedauerte: ‚Du hast mich zurechtgebracht, damit ich zurechtgebracht werde, wie ein Kalb, das nicht abgerichtet worden ist. Veranlasse mich umzukehren, und ich will umkehren, denn du bist Jehova, mein Gott.

    worüber genau empfanden sie nun Bedauern?

    Bedauerten sie, dass sie sich falsch verhalten hatten – oder bedauerten sie sich selbst, weil es ihnen gerade schlecht erging?

    Wie gut, dass es Jehova ist, der uns richtet! Denn ER ist immer gerecht und er kennt alle Umstände und kann auf dieser Grundlage ein wirklich gerechtes Urteil über uns fällen.

    Bitten wir Jehova „veranlasse mich, umzukehren“?

    In Vers 19 heißt es weiter:

    Denn nach meiner Umkehr empfand ich Bedauern; und nachdem ich zur Erkenntnis geführt worden war, schlug ich [mir] auf den Oberschenkel. Ich schämte mich, und ich fühlte mich auch gedemütigt, denn ich hatte die Schmach meiner Jugend getragen.‘ “

    es ging hier also um wirkliche Reue über das, was sie getan hatten

  146. Juleam 21. August 2011 um 10:04 Link zum Kommentar

    Jeremia 31:20

    „Ist mir Ephraim ein teurer Sohn oder ein lieb behandeltes Kind? Denn in dem Maße, wie ich gegen ihn rede, werde ich ganz bestimmt weiter an ihn denken. Darum sind meine Eingeweide seinetwegen ungestüm geworden. Auf jeden Fall werde ich mich seiner erbarmen“ ist der Ausspruch Jehovas.

    ja, Jehova straft sie hier hart – aber sicherlich tut ihm das mehr weh als ihnen. Ein Widerspruch?

    Ich kann mich daran erinnern, dass mein Vater das früher oftmals gesagt hatte, wenn er uns bestraft hatte und wir heulten wie ein Schloßhund. Damals konnte ich mir nicht vorstellen, dass es ihm mehr weh täte als mir, denn er hätte es ja lassen können. Heute sehe ich die Dinge anders, habe aus Erfahrung erkannt, wie wichtig es ist, die Kinder in die richtige Richtung zu erziehen, sie auf den rechten Weg zu bringen. Da wir unsere Kinder lieben, möchten wir ihnen natürlich nicht absichtlich weh tun. Aber es gibt Situationen, wo es nicht anders geht. Da müssen wir Eltern dann abwägen, was wirklich schlimm ist.

    Für uns Eltern, die wir den wahren Gott anbeten, gibt es nichts Schlimmeres, als wenn die Kinder Dinge tun, von denen wir wissen, dass sie Jehova kränken und letztendlich dazu führen würden, dass wir nicht gemeinsam mit unseren Kids im Paradies sein würden. Es geht um ihr ewiges Leben – und noch viel wichtiger: um ihr Verhältnis zu unserem liebevollen Gott!

    Sicherlich tut es uns oft weh, wenn wir unseren Kindern etwas abschlagen, was sie gern möchten. Jugendliche sind ja in einer Phase, wo sie meinen, sie wären schon so erwachsen und könnten alles für sich selbst entscheiden, sie wüssten, was für sie gut ist. Leider treffen sie dabei oftmals Entscheidungen, für die sie den Rest ihres Lebens zahlen müssen. Leider wollen sie oft auch nicht auf die Eltern hören und wenn wir dann ein Veto einlegen müssen, unsere Autorität ausspielen müssen, um sie vor etwas zu schützen, dann tut uns das in dem Moment sehr weh. Denn wir lieben unser Kind und wollen, dass es sich gut fühlt. Nun haben wir ihm etwas verwehrt, was es unbedingt will und im Moment fühlt es sich schrecklich, weil es das nicht darf, weil wir es ihm verbieten. Im Moment geht es ihm dabei nicht gut, dass wir das Verbot aussprechen, aber wir als erfahrene Eltern wissen, dass es für sein Leben wichtig ist und darum müssen wir hart bleiben.

    Liebe Kinder und Jugendliche: bitte denkt auch mal über diesen Aspekt nach und glaubt nicht dem Satan, dass wir euch etwas vorenthalten wollen, was für euch gut ist. Mit der selben Lügen hatte er bereits zu Anfang der Menschheitsgeschichte Eva geködert – und wo hat das geendet?

    Glaubt uns: oftmals tut uns dieses Hart-bleiben mehr weh als euch. Ganz besonders dann, wenn ihr euch aus Frust von euch abwendet und uns aus dem Wege geht.

    Wir meinen es nur gut mit euch, so wie hier Jehova mit seinem Volk!!!

  147. Juleam 21. August 2011 um 10:19 Link zum Kommentar

    Jeremia 31:33

    „Denn das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde“ ist der Ausspruch Jehovas. „Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen, und in ihr Herz werde ich es schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.“

    ein Punkt, den ich noch viel mehr verinnerlichen muss!

    Denn in letzter Zeit bin ich immer wieder verwirrt, dass so viele Dinge heute als Gewissensentscheidung dargestellt werden, für die man früher ausgeschlossen worden ist. Ich kann es nicht verstehen, denn meiner Ansicht nach nimmt dadurch wieder Unordnung Einzug in die Versammlungen. Es passieren Dinge, die es früher unter Gottes Volk nicht gab und worauf wir doch als Anbeter Jehovas so stolz waren. So nimmt die Zahl der Ehescheidungen auch unter Gottes Volk immer mehr zu, etwas, was Jehova doch nach eigener Aussge haßt und er ändert sich ja nicht…

    Mein Liebster kommt dann immer mit einem Argument, was auch hier in dem Vers gesagt wird: es geht wahrscheinlich darum, auszusortieren, den Menschen die Möglichkeit zu geben zu beweisen, dass sie Jehova wirklich lieben und dass es ihnen um IHN geht und nicht nur um die Belohnung!

    Ein Punkt, der sich ja auch durch Jesu Leben zieht: er machte dem Volk die Denkweise Jehovas klar. Er versuchte, ihnen zu zeigen, wie Jehova denkt und warum – damit sie dann aus ihrem Herzen voller Liebe zu IHM heraus entscheiden, Dinge zu meiden, die Jehova kränken.

    Der Punkt ist ja auch, dass eine Person, die Jehova wirklich liebt, automatisch vom Bösen weicht. Dass wir dann alles tun werden,um unserem Gott zu gefallen. Nicht aus Angst vor Strafe oder weil wir sonst nicht ins Paradies kommen – sondern weil wir Jehova lieben und möchten, dass er stolz auf uns ist. Wenn wir frisch verliebt sind, dann handeln wir ja ebenso: wir tun alles, um unserem Liebsten zu gefallen. Ebenso sollte es mit unserer Liebe zu jehova sein.

    Die Juden zur Zeit Jesu hatten eine ansehnliche Gesetzessammlung. Wir sehen es ja bereits in der Bibel, wie umfangreich das war. Dann gab es noch die ganzen Auslegungen und Überlieferungen, die einzuhalten waren. Allerdings hatte dies nicht bewirkt, dass die Juden Jehova wirklich dienten. Gerade diesen Punkt bekommen wir hier in den Propheten ja immer wieder vor Augen geführt. Sie wussten, was Jehova von ihnen wollte, machten aber trotzdem das, was ihnen gefiel.

    Jesus hat in der Zeit seines Dienstes hier auf der Erde daran gearbeitet, die Liebe zu Jehova in ihnen zu vertiefen und ihnen zu zeigen, worum es wirklich ging. Auf diesen Punkt weist der o.g. Bibeltext ja hin: das Gesetz wäre ihnen ins Herz geschrieben und sie würden sich von ihrem Herzen leiten lassen, alles zu tun, um Jehova eine Freude zu machen.

    Auch wenn viele Dinge heute unter Gottes Volk zu einer „Gewissensentscheidung“ geworden sind, so werden doch Personen, die Jehova aufrichtig lieben und wissen, wie er denkt und fühlt, alles daran setzten, genau so zu leben: dass sie sein Herz erfreuen.

    Wie die Geschichte des Volkes Israel zeigt, hat das andere, das strenge, ja nicht die Wirkung, die erzielt werden sollte

    tja, ein Punkt, wo ich hart an mir selbst und meiner Einstellung arbeiten muss: dies als positiv anzusehen

  148. Juleam 21. August 2011 um 10:29 Link zum Kommentar

    Jeremia 32:30-35

    30 ‚Denn die Söhne Israels und die Söhne Judas haben sich nur als Täter dessen erwiesen, was böse war in meinen Augen, von ihrer Jugend an; denn die Söhne Israels kränken mich sogar durch das Werk ihrer Hände‘ ist der Ausspruch Jehovas. 31 ‚Denn diese Stadt ist von dem Tag an, da man sie baute, bis auf diesen Tag nichts als eine Ursache zum Zorn in mir und eine Ursache zum Grimm in mir geworden, so daß ich sie von meinem Angesicht entferne 32 wegen all der Schlechtigkeit der Söhne Israels und der Söhne Judas, die sie getan haben, um mich zu kränken, sie, ihre Könige, ihre Fürsten, ihre Priester und ihre Propheten und die Männer von Juda und die Bewohner von Jerusalem. 33 Und sie wandten mir ständig den Rücken zu und nicht das Gesicht; obwohl man sie lehrte, indem man sich früh aufmachte und lehrte, aber keiner von ihnen hörte zu, um Zucht anzunehmen. 34 Und sie gingen daran, ihre abscheulichen Dinge in das Haus zu setzen, über dem mein eigener Name genannt worden ist, um es zu verunreinigen. 35 Ferner bauten sie die Höhen Baals, die im Tal des Sohnes Hinnoms sind, um ihre Söhne und ihre Töchter dem Molech durch [das Feuer] gehen zu lassen, etwas, was ich ihnen nicht gebot, noch kam es in meinem Herzen auf, diese Abscheulichkeit zu tun zu dem Zweck, Juda zum Sündigen zu veranlassen.‘

    dieser Text stützt den Gedanken von vorhin, dass das Kennen des Gesetzes sie nicht davon abhielt, alles zu tun, um sich selbst bei ihrem Gott „stinkend zu machen“

  149. Juleam 22. August 2011 um 11:01 Link zum Kommentar

    Jeremia 33 – 36

    Jeremia 33:6

    Siehe, ich führe für sie Genesung und Gesundheit herbei; und ich will sie heilen und ihnen eine Fülle von Frieden und Wahrheit offenbaren.

    Ein roter Faden, der sich durch das ganze Buch Jeremia zieht und dies von den anderen Propheten stark unterscheidet:

    Bei den anderen Propheten steht „die Anklage“ im Vordergrund. Jehova sagt ihnen, was sie falsch machen und dass sie umkehren müssen. Er lässt ihnen sagen, dass er sie aufgrund ihres bösen Tuns verworfen hat und hart bestrafen wird.

    Hier steht aber seine Barmherzigkeit im Vordergrund. Hier bedauert er, dass er sie aufgrund ihres Tuns strafen muss – aber ihnen Barmherzigkeit erweisen will und auch wird.

    Wenn wir dabei bedenken, dass er hier zu seinem halsstarrigen Volk redet, dass er ihnen in diesem Buch überwiegend Hoffnung macht … Was für ein Gott!

    Besonders faszinierend finde ich, dass sich Jehova nicht durch seine verletzten Gefühle „blenden lässt“, wie wir Menschen.

    In dem Vortrag über die Abtrünnigen auf dem BZK wird das sehr schön gezeigt. Es ist die Rede davon, dass wir vielleicht durch eine ungerechte Behandlung anderer den Blick komplett getrübt haben können. Wir sehen die ganze Person in einem völlig anderen Licht. Auf einmal ist alles schlecht, jegliches Verhalten wird als Angriff gewertet, wir sehen nicht mehr das Gute, was uns vorher an dem anderen gefallen hat und die Dankbarkeit stirbt. Wir wenden uns völlig von ihm ab. Eine Person, die wir vielleicht zuvor sehr geliebt haben, wird völlig abgelehnt.

    Zwar ging es hier um Abtrünnige, dass sich einige komplett von der Organisation Jehovas abwenden, weil sie sich von den Ältesten ungerecht behandelt fühlen – aber es zeigt auch ein grundsätzliches Problem von uns Menschen auf.

    Dieses Problem hat Jehova nicht. Thom sagt, wir Menschen neigen dazu, nur das Hier und Jetzt zu sehen, dass wir uns gerade verletzt fühlen. Jehova sieht aber das Ganze – und daher das Gute.

    ER sieht nicht das ungehorsame halsstarrige Volk, das sie gerade im Moment sind – sondern ER sieht seine treuen Diener der Vergangenheit, wie Moses, Abraham und David. Diese erwähnt er auch immer wieder, wenn er sagt, er gedenke des Bundes, den er z.B mit David geschlossen hat.

    Wie sehr wünsche ich mir, ich könnte Jehova in dieser Hinsicht nachahmen und auch mehr „über meinen Tellerrand hinaus blicken“. Mich nicht auf die Kränkungen zu konzentrieren, sondern mehr auf die Hoffnung, dass wir alle reifer und verstaendiger werden und auch diejenigen bald zur Besinnung kommen, die uns heute emotional verprügeln..

  150. Juleam 22. August 2011 um 11:03 Link zum Kommentar

    Jeremia 34:15-16

    Und ihr selbst kehrt heute um und tut, was recht ist in meinen Augen, indem ein jeder Freiheit für seinen Gefährten ausruft, und ihr schließt einen Bund vor mir in dem Haus, über dem mein Name genannt worden ist. 16 Dann wendet ihr euch um und entweiht meinen Namen und holt ein jeder seinen Knecht und ein jeder seine Magd zurück, die ihr nach dem Belieben ihrer Seele frei ausgehen ließt, und ihr unterwerft sie, damit sie euch zu Knechten und zu Mägden werden.‘

    Ist dies nicht verlogen?

    Warum tun sie dann erst, was Jehova von ihnen fordert?

    Denken sie vielleicht, dass Jehova sie nicht weiter beobachtet, wenn sie erst mal zum Schein darauf eingehen?

  151. Juleam 22. August 2011 um 11:07 Link zum Kommentar

    Jeremia 35 – die Söhne Jonadabs und der Wein

    Ist uns bewußt, wie mutig diese Männer eigentlich waren? Immerhin hatte Jehova Jeremia gesagt, er solle sie auffordern Wein zu trinken. Trotzdem widersetzten sie sich – weil sie des früheren Bundes gedachten.

    Warum hielten sie so stur daran fest? War es nicht der Prophet Gottes, der ihnen gebot, Wein zu trinken?

    Hier fällt mir wieder die Geschichte mit dem alten Propheten ein, die wir auf dem BZK im Sommer 2006 als Drama gesehen haben. Dieser Prophet folgte gutgläubig der Aufforderung des alten Propheten – und bezahlte es mit dem Leben.

    Ob die Söhne Jonadabs bei Jeremias Aufforderung ebenfalls an diesen Mann dachten?

  152. Juleam 22. August 2011 um 11:10 Link zum Kommentar

    Jeremia 36:5-6

    Dann gebot Jeremia Bạruch, indem [er] sprach: „Ich bin eingeschlossen. Ich kann nicht in das Haus Jehovas hineingehen. 6 Und du selbst sollst hineingehen und aus der Rolle, die du aus meinem Mund geschrieben hast, die Worte Jehovas vor den Ohren des Volkes im Haus Jehovas am Fasttag vorlesen; und auch vor den Ohren aller von Juda, die aus ihren Städten herkommen, solltest du sie vorlesen.

    Welchen Mut Bạruch wohl brauchte, um diese Worte vorzulesen?

    Immerhin war Jeremia ja gerade deshalb eingesperrt – weil er mit dieser Botschaft einflußreichen Männern auf die Füße getreten war. Mußte Bạruch nicht damit rechnen, ebenfalls inhaftiert zu werden?

    Hätten wir den Mut gehabt?

  153. Juleam 23. August 2011 um 22:19 Link zum Kommentar

    Jeremia 37 – 39

    Jeremia 37:12

    daß Jeremia aus Jerusalem hinauszugehen begann, um in das Land Bẹnjamin zu gehen und von dort [seinen] Anteil zu holen inmitten des Volkes.

    Was für einen Anteil wollte er für sich holen?

  154. Juleam 23. August 2011 um 22:35 Link zum Kommentar

    Jeremia 38 – wieso setzt der König sich jetzt für Jeremia ein?

    Hatte er nicht gegen ihn prophezeit? Hatte er den Propheten nicht die ganze Zeit verfolgt?

    Warum nun diese Umkehr?

  155. Juleam 23. August 2011 um 22:38 Link zum Kommentar

    Jeremia 38:24-26

    Und Zedekịa sagte dann zu Jeremia: „Möge gar kein Mensch von diesen Dingen erfahren, damit du nicht stirbst. 25 Und falls die Fürsten hören, daß ich mit dir geredet habe, und sie tatsächlich zu dir hereinkommen und zu dir sprechen: ‚Teile uns doch bitte mit: Worüber hast du zum König geredet? Verhehle uns nichts, und wir werden dich nicht zu Tode bringen. Und worüber hat der König zu dir geredet?‘, 26 dann sollst du zu ihnen sagen: ‚Ich ließ mein Flehen um Gunst vor den König niederfallen, mich nicht zum Haus Jọnathans zurückzusenden, daß ich dort sterbe.‘ “

    Wieso hatte der König Angst vor den Fürsten? Stand er nicht weit über ihnen?

    Oder ging es ihm hier eher um die Sicherheit von Jeremia?

    Im Einsichtenbuch heißt es hierzu auszugsweise:

    Daß Zedekia ein sehr schwacher Herrscher war, geht aus seiner Äußerung gegenüber den Fürsten hervor, als sie später darum baten, Jeremia zu Tode bringen zu lassen, weil er angeblich den Kampfgeist des belagerten Volkes schwächte. Zedekia sagte: „Siehe! Er ist in euren Händen. Denn es gibt überhaupt nichts, worin der König selbst die Oberhand über euch gewinnen kann.“ Danach gewährte Zedekia jedoch die Bitte Ebed-Melechs, Jeremia zu befreien, und gebot Ebed-Melech, 30 Männer als Helfer mitzunehmen. Später hatte Zedekia nochmals eine private Unterredung mit Jeremia. Er versicherte dem Propheten, daß er ihn weder töten noch ihn in die Hände derer ausliefern werde, die ihm nach dem Leben trachteten. Zedekia befürchtete aber, die Juden, die zu den Chaldäern abgefallen waren, könnten ihn feindselig behandeln, und deshalb beachtete er den inspirierten Rat Jeremias nicht, sich den Fürsten von Babylon zu ergeben. Die Furcht des Königs zeigte sich auch darin, daß er Jeremia darum bat, das Thema ihres persönlichen Gesprächs nicht den mißtrauischen Fürsten zu verraten (Jer 38:1-28).

  156. Juleam 23. August 2011 um 22:39 Link zum Kommentar

    Jeremia 39:11-12

    Überdies erteilte Nebukadrẹzar, der König von Babylon, durch Nebusạradan, den Obersten der Leibwache, betreffend Jeremia Befehl, indem [er] sprach: 12 „Nimm ihn, und halte deine eigenen Augen auf ihn gerichtet, und tu ihm überhaupt nichts Böses. Sondern so, wie er zu dir reden mag, so tu mit ihm.“

    Ist es nicht eine Ironie, dass Jeremia ausgerechnet von demjenigen befreit wurde, der ein Feind seines Volkes war?

    Ob Jehova ihm die Worte ins Herz geleg hatte?

  157. Juleam 23. August 2011 um 22:42 Link zum Kommentar

    Jeremia 40 – 42

    Jeremia 40:2-3

    Dann nahm der Oberste der Leibwache Jeremia und sprach zu ihm: „Jehova, dein Gott, selbst hat dieses Unglück gegen diesen Ort geredet, 3 damit Jehova [es] wahr machen und so tun würde, wie er geredet hat, weil ihr gegen Jehova gesündigt und seiner Stimme nicht gehorcht habt. Und diese Sache ist euch widerfahren.

    Der Oberste welcher Leibwache spricht hier zu Jeremia – der des Koenigs von Babylon?

    Muss es Jeremia nicht sehr merkwürdig vorgekommen sein, dass „ein Weltmensch‘ sagte, dass Gottes Volk seinen Gott enttäuscht hatte?

  158. Juleam 23. August 2011 um 22:44 Link zum Kommentar

    Jeremia 41 – warum genau brachten sie nun Gedalja zu Tode?

    Was genau hatte er getan, un sich den Zorn von Ismael und seinen Leuten zu zuziehen und warum mußten seine Leute mit ihm sterben?

    Worum ging es hier eigentlich?

    Im Einsichtenbuch habe ich hierzu folgendes gefunden:

    Der Sohn Ahikams, des Sohnes Schaphans. Nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 607 v. u. Z. setzte König Nebukadnezar Gedalja als Statthalter über die Juden ein, die im Land Juda zurückgelassen worden waren. Gedalja machte Mizpa zu seinem Amtssitz, und dort ließ sich auch der Prophet Jeremia nieder. Als dann die judäischen Heerobersten, die der Gefangenschaft entgangen waren, hörten, daß Gedalja als Statthalter eingesetzt worden war, kamen sie mit ihren Männern zu ihm nach Mizpa. Gedalja schwor ihnen, daß es ihnen gutgehen werde, solange sie dem König von Babylon dienten, und er forderte sie auf, Wein, Öl und Sommerfrüchte einzusammeln. Sogar die Juden aus Moab, Ammon, Edom und anderen Ländern, wohin sie versprengt worden waren, kamen fortgesetzt zu Gedalja.

    All das gefiel Baalis, dem König von Ammon, offensichtlich nicht. Es gelang ihm, Ismael für einen Mordanschlag gegen den Statthalter Gedalja zu gewinnen. Als Johanan und die anderen Obersten der Streitkräfte davon erfuhren, berichteten sie es Gedalja, aber er glaubte ihnen nicht. Johanan bot ihm bei einem geheimen Treffen sogar an, Ismael zu töten und dadurch die Verschwörung zu zerschlagen. Doch Gedalja wollte davon nichts wissen, denn er glaubte, der Bericht über Ismael sei nicht wahr. Als dann Ismael zusammen mit zehn anderen Männern nach Mizpa kam, traf Gedalja keine Vorsichtsmaßnahmen. Er kam mit ihnen zusammen, um mit ihnen zu essen. Während des Essens erhoben sich Ismael und die Männer, die bei ihm waren, und töteten Gedalja sowie alle Juden und Chaldäer, die sich bei ihm befanden (2Kö 25:22-25; Jer 39:14; 40:5 bis 41:3).

  159. Juleam 23. August 2011 um 22:46 Link zum Kommentar

    Jeremia 41:9

    Die Zisterne nun, in die Ịsmael alle Leichname der Männer warf, die er erschlagen hatte, war eine große Zisterne, diejenige, die König Ạsa wegen Bạscha, des Königs von Israel, gemacht hatte. Sie war es, die Ịsmael, der Sohn Nethạnjas, mit den Erschlagenen füllte.

    War das nicht gefährlich?

    Konnten sich dadurch nicht Seuchen über das Trinkwasser ausbreiten?

    Thom hat mir erklärt, dass dies nicht geht, da eine Zisterne nicht eine Art Brunnen war, sondern eher so etwas wie eine Regentonne. Solange die Erschlagenen in dieser Zisterne waren, hat sicherlich niemand Wasser daraus geschöpft. Außerdem werden sie die wohl in eine der Zisternen getan haben, die eh schon leer war…

  160. Juleam 23. August 2011 um 22:47 Link zum Kommentar

    Jeremia 42:2-3

    und sprachen zu Jeremia, dem Propheten: „Möge unser Flehen um Gunst bitte vor dich niederfallen, und bete du doch zu unseren Gunsten zu Jehova, deinem Gott, zugunsten dieses ganzen Überrestes, denn wenige von vielen sind wir übriggeblieben, so wie deine Augen uns sehen. 3 Und möge Jehova, dein Gott, uns den Weg mitteilen, auf dem wir wandeln sollten, und die Sache, die wir tun sollten.“

    Warum sagten sie „Jehova, dein Gott“? War er nicht auch ihr Gott?

    Oder trauten sie sich nicht, ihn „mein“ oder „unser“ Gott zu nennen – weil sie sich schämten?

  161. Juleam 23. August 2011 um 22:49 Link zum Kommentar

    Jeremia 42:4

    Darauf sagte Jeremia, der Prophet, zu ihnen: „Ich habe [es] gehört. Siehe, ich bete zu Jehova, eurem Gott, gemäß euren Worten; und es wird gewiß geschehen, daß ich euch jedes Wort, das Jehova euch zur Antwort gibt, mitteilen werde. Ich werde euch kein Wort vorenthalten.“

    Interessant, dass Jeremia wiederum hier von Jehova als „eurem“ Gott spricht!

    Hätte er nicht allen Grund gehabt, ihnen Vorwürfe zu machen, ihnen zu sagen, dass sie sich gegen Gott versündigt hatten?

    Aber das tat er nicht. Scheinbar sah er sie so, wie Jehova sie sah. Was für eine Größe!

  162. Juleam 23. August 2011 um 22:50 Link zum Kommentar

    Jeremia 42:5-6

    Und sie ihrerseits sprachen zu Jeremia: „Möge sich Jehova als wahrer und treuer Zeuge gegen uns erweisen, wenn wir nicht genau jedem Wort entsprechend tun werden, mit dem Jehova, dein Gott, dich zu uns sendet. 6 Ob gut oder böse, es ist die Stimme Jehovas, unseres Gottes, zu dem wir dich senden, der wir gehorchen werden mit der Absicht, daß es uns gutgeht, weil wir der Stimme Jehovas, unseres Gottes, gehorchen.“

    Hier macht mich wieder die Formulierung stutzig: warum genau wollten sie nun ihrem Gott gehorchen?

    Weil sie einsahen, dass sie verkehrt gehandelt hatten und sich nun Mühe geben wollten, diesem barmherzigen Gott keinen Kummer zu bereiten?

    Oder weil sie gesehen haben, dass sie ansonsten von IHM bestraft werden würden?

  163. Juleam 23. August 2011 um 22:56 Link zum Kommentar

    Jeremia 43 – 46

    Jeremia 43:2

    daß dann Asạrja, der Sohn Hoschạjas, und Jọhanan, der Sohn Karẹachs, und alle vermessenen Männer zu Jeremia sagten: „Es ist eine Unwahrheit, was du redest. Jehova, unser Gott, hat dich nicht gesandt und gesprochen: ‚Zieht nicht nach Ägypten, um dort als Fremdlinge zu weilen.‘

    Uups? Johanan wird mit vermessenen Männern in einen Topf geworfen? Ich hatte gedacht, er wäre „einer von den Guten“ gewesen?

    Im Einsichtenbuch heißt es zu seiner Person:

    Einer der Obersten der Streitkräfte, die in Juda nach der allgemeinen Wegführung ins Babylonische Exil im Sommer 607 v. u. Z. zurückgeblieben waren. Dieser Sohn Kareachs war ohne weiteres bereit, die Ernennung Gedaljas zu unterstützen, und als er erfuhr, daß sich Ismael verschworen hatte, den Statthalter zu ermorden, bat er Gedalja um die Erlaubnis, Ismael insgeheim zu töten, doch es wurde ihm nicht erlaubt (Jer 40:7, 8, 13-16). Gedalja wurde ermordet, und Johanan sowie die Männer, die bei ihm waren, zogen aus, um ihn zu rächen; das Volk, das Ismael gefangengenommen hatte, wurde befreit, aber der Mörder entkam nach Ammon (Jer 41:11-16). Da Johanan und die, die bei ihm waren, befürchteten, die Babylonier könnten Vergeltungsmaßnahmen ergreifen, fragten sie Jeremia um Rat; anstatt jedoch den Rat Jehovas zu befolgen und im Land zu bleiben, flohen sie nach Ägypten und nahmen auch Jeremia mit (Jer 42:1 bis 43:7; 2Kö 25:23-26).

    er war also eigentlich ein guter Mensch gewesen, aber als es darum ging, ist er eingeknickt und hat nicht den Rat Jehovas befolgt.

    Was können wir daraus lernen?

    Es dauert Jahre, sich einen guten Ruf bei Jehova „zu erarbeiten“, aber ein Augenblick reicht, um ihn wieder zu zerstören. Dies zeigt uns wieder einmal, wie wichtig es ist, uns immer wieder zu versichern, ob wir noch in der Wahrheit sind!

  164. Juleam 23. August 2011 um 22:59 Link zum Kommentar

    Jeremia 43:4

    Und Jọhanan, der Sohn Karẹachs, und alle Obersten der Streitkräfte und alles Volk gehorchten nicht der Stimme Jehovas, im Land Juda wohnen zu bleiben.

    Warum wollte Jehova eigentlich, dass sie im Land wohnen bleiben würden?

    Entgingen sie damit nicht ihrer gerechten Strafe? Waren die anderen nicht ins Exil nach Babylon weggeschickt worden?

    Ging es hier vielleicht eher darum, ihren Glauben und ihr Vertrauen zu testen – als darum, dass einige von den Juden weiterhin in dem Land blieben?

  165. Juleam 26. September 2011 um 12:40 Link zum Kommentar

    WT 15.03.2007

    Das Wort Jehovas ist lebendig
    Höhepunkte aus dem Buch Jeremia

    WIE schockiert müssen Jeremias Landsleute gewesen sein, als sie hörten, welche Katastrophen er ihnen ankündigte! Der herrliche Tempel — seit über drei Jahrhunderten ein Zentrum der wahren Anbetung — sollte völlig niedergebrannt werden. Die Stadt Jerusalem und das Land Juda würden veröden, ihre Bewohner als Gefangene weggeführt werden. Diese und andere Gerichtsbotschaften sind im zweitlängsten Buch der Bibel aufgezeichnet, im Buch Jeremia. Es berichtet auch von Jeremias persönlichen Erlebnissen während der 67 Jahre seines treuen Dienstes als Prophet. Der Inhalt des Buches ist nicht chronologisch angeordnet, sondern thematisch.

    Welche Bedeutung hat das Buch Jeremia für uns? Seine erfüllten Prophezeiungen vertiefen unseren Glauben an Jehova als denjenigen, der seine Versprechen hält (Jesaja 55:10, 11). Das prophetische Wirken Jeremias und die Reaktion der Menschen auf seine Botschaft haben Parallelen in der Gegenwart (1. Korinther 10:11). Zudem unterstreicht der Bericht über Jehovas Handlungsweise mit seinem Volk die Eigenschaften Gottes und sollte uns sehr nachdenklich machen (Hebräer 4:12).

     

    „ZWEIFACH SCHLECHTES HAT MEIN VOLK GETAN“
    (Jeremia 1:1 bis 20:18)

    Jeremia wird im 13. Regierungsjahr des judäischen Königs Josia als Prophet beauftragt, 40 Jahre vor der Zerstörung Jerusalems 607 v. u. Z. (Jeremia 1:1, 2). In den verbleibenden 18 Jahren der Regentschaft Josias stellen Jeremias Botschaften vor allem die Schlechtigkeit Judas bloß und verkündigen Jehovas Strafgericht. „Ich will Jerusalem zu Steinhaufen machen“, spricht Jehova, „und die Städte Judas werde ich zu einer wüsten Einöde machen, ohne Bewohner“ (Jeremia 9:11). Warum? „Denn zweifach Schlechtes hat mein Volk getan“ (Jeremia 2:13).

    Die Botschaft besagt auch, dass ein reumütiger Überrest zurückkehren wird (Jeremia 3:14-18; 12:14, 15; 16:14-21). Dennoch wird der Überbringer der Botschaft nicht gut aufgenommen. „Der führende Beauftragte im Haus Jehovas“ schlägt Jeremia und legt ihn über Nacht in den Stock (Jeremia 20:1-3).

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:11, 12 — Warum wird das Wachen Jehovas über sein Wort mit einem „Mandelbaumschössling“ in Verbindung gebracht?
    Der Mandelbaum ist „einer der ersten blühenden Bäume im Frühling“ (Vers 11, Fußnote). Im übertragenen Sinn machte sich Jehova täglich früh auf und sandte seine Propheten, um sein Volk vor dem Gericht zu warnen, und er ‘wachte ständig’, bis es sich erfüllte (Jeremia 7:25).

    2:10, 11 — Was war am Verhalten der untreuen Israeliten so ungewöhnlich?
    Die heidnischen Nationen von Kittim im Westen bis nach Kedar im Osten wandten sich nicht nur ihren eigenen Gottheiten, sondern auch den Göttern anderer Nationen zu, doch die eigenen gänzlich gegen fremde Götter auszutauschen war völlig undenkbar. Die Israeliten dagegen verließen Jehova und tauschten die Herrlichkeit des lebendigen Gottes gegen leblose Götzen aus.

    3:11-22; 11:10-12, 17 — Warum schloss Jeremia das Zehnstämmereich im Norden in seine Ankündigungen ein, obwohl Samaria schon 740 v. u. Z. gefallen war?
    Weil die Zerstörung Jerusalems im Jahr 607 v. u. Z. ein Ausdruck des Strafgerichts Jehovas nicht allein über Juda, sondern über die ganze Nation Israel war (Hesekiel 9:9, 10). Außerdem wurden die Interessen des Zehnstämmereiches selbst nach dessen Fall in Jerusalem vertreten, denn die Botschaft der Propheten Gottes bezog die Israeliten auch weiterhin mit ein.

    4:3, 4 — Was bedeutet dieses Gebot?
    Treulose Juden mussten sozusagen den Boden ihres Herzens vorbereiten, erweichen und reinigen. Sie mussten „die Vorhaut“ ihres Herzens entfernen, das heißt sich von unreinen Gedanken, Gefühlen und Beweggründen trennen (Jeremia 9:25, 26; Apostelgeschichte 7:51). Das erforderte eine Änderung der Lebensweise — nicht länger Schlechtes zu tun, sondern das, was Gottes Segen eintrug.

    4:10; 15:18 — In welchem Sinn hat Jehova sein rebellisches Volk getäuscht?
    Zur Zeit Jeremias gab es Propheten, die ‘in Falschheit prophezeiten’ (Jeremia 5:31; 20:6; 23:16, 17, 25-28, 32). Jehova hinderte sie nicht daran, irreführende Botschaften zu verkünden.

    16:16 — In welchem Sinn sendet Jehova „nach vielen Fischern“ und „nach vielen Jägern“?
    Damit könnte das Aussenden feindlicher Heere gemeint sein, die nach untreuen Juden suchten, an denen Jehova Gericht üben würde. Angesichts der Aussage in Jeremia 16:15 könnte der Vers jedoch auch auf die Suche nach den reumütigen Israeliten anspielen.

    20:7 — Auf welche Weise gebrauchte Jehova seine Stärke gegen Jeremia und betörte ihn?
    Jeremia überbrachte die Urteilssprüche Jehovas und wurde mit Gleichgültigkeit, Ablehnung und Verfolgung konfrontiert; vielleicht hatte er das Gefühl, am Ende seiner Kräfte zu sein. Doch Jehova ließ seine Stärke gegen solche Gefühle wirksam werden und gab Jeremia die Kraft, weiterzumachen. Somit betörte Jehova Jeremia, indem er ihn dazu gebrauchte, etwas zu vollbringen, was der Prophet sich selbst nicht zugetraut hätte.

    Lehren für uns:

    1:8. Manchmal befreit Jehova sein Volk aus Verfolgung, indem er vielleicht unvoreingenommene Richter auftreten lässt oder gegnerische Amtspersonen durch vernünftigere ersetzt. Auch gibt er seinen Dienern Kraft, auszuharren (1. Korinther 10:13).

    2:13, 18. Die untreuen Israeliten taten zweifach Schlechtes. Sie verließen Jehova, den zuverlässigen Quell des Segens, der Leitung und des Schutzes. Und sie hieben sich sozusagen eigene Zisternen aus, indem sie versuchten, Militärbündnisse mit Ägypten und Assyrien einzugehen. Wer heute dem wahren Gott den Rücken kehrt, um sich menschlichen Philosophien, Theorien und weltlicher Politik zuzuwenden, tauscht „den Quell lebendigen Wassers“ gegen „zerbrochene Zisternen“ aus.

    6:16. Jehova mahnte sein rebellisches Volk, innezuhalten, eine Selbstprüfung vorzunehmen und auf die „Pfade“ ihrer treuen Vorväter zurückzukehren. Sollten wir uns nicht ebenfalls von Zeit zu Zeit vergewissern, ob wir unseren Lebenswandel wirklich so führen, wie Jehova es möchte?

    7:1-15. Lediglich auf den Tempel zu vertrauen, als gehe von diesem eine Art schützender Zauber aus, rettete die Juden nicht. Wir sollten durch Glauben wandeln, nicht durch Schauen (2. Korinther 5:7).

    15:16, 17. Wie Jeremia können auch wir gegen Entmutigung kämpfen. Freude am tiefgründigen Bibelstudium, Jehovas Namen im Predigtwerk zu preisen und schlechte Gesellschaft zu meiden ist uns dabei eine Hilfe.

    17:1, 2. Jehova hatte wegen der Sünden des Volkes kein Gefallen an dessen Opfern. Sittliche Unreinheit macht unsere Opfer des Lobpreises unannehmbar.

    17:5-8. Wir vertrauen Menschen und Institutionen nur in dem Maß, wie sie in Übereinstimmung mit Gottes Willen und göttlichen Grundsätzen handeln. Was beispielsweise Rettung, echten Frieden und Sicherheit betrifft, tun wir gut daran, allein auf Jehova zu vertrauen (Psalm 146:3).

    20:8-11. Wir sollten niemals zulassen, dass Gleichgültigkeit, Widerstand oder Verfolgung uns daran hindern, eifrig das Königreich zu verkündigen (Jakobus 5:10, 11).

     

    „BRINGT EUREN HALS UNTER DAS JOCH
    DES KÖNIGS VON BABYLON“
    (Jeremia 21:1 bis 51:64)

    Jeremia verkündet nicht nur den letzten vier Königen von Juda Gerichtsbotschaften, sondern wendet sich auch gegen falsche Propheten, verantwortungslose Hirten und korrupte Priester. Mit Bezug auf den treuen Überrest — veranschaulicht durch gute Feigen — spricht Jehova: „Ich will mein Auge auf gute Weise auf sie richten“ (Jeremia 24:5, 6). Drei Prophezeiungen in Kapitel 25 fassen Gerichtsurteile zusammen, die in späteren Kapiteln näher erklärt werden.

    Die Priester und die Propheten intrigieren gegen Jeremia, um ihn zu Tode zu bringen. Seine Botschaft lautet, dass sie dem König von Babylon dienen müssen. Zu König Zedekia sagt Jeremia: „Bringt euren Hals unter das Joch des Königs von Babylon“ (Jeremia 27:12). Doch „der Israel zerstreut, wird es selbst zusammenbringen“ (Jeremia 31:10). Die Rechabiter erhalten ein verdientes Versprechen. Jeremia wird „im Wachthof in Gewahrsam“ gesetzt (Jeremia 37:21). Jerusalem ist zerstört und die meisten seiner Bewohner gehen in Gefangenschaft. Unter den Zurückgebliebenen sind Jeremia und sein Schreiber Baruch. Entgegen Jeremias Warnung gehen diese verängstigten Menschen nach Ägypten. Die Kapitel 46 bis 51 enthalten die Aussprüche Jeremias gegen die Nationen.

    Antworten auf biblische Fragen:

    22:30 — Wurde durch diesen Erlass der Anspruch Jesu auf den Thron Davids aufgehoben? (Matthäus 1:1, 11).
    Nein. Der Erlass hinderte die Nachkommen Jojachins daran, „auf dem Thron Davids zu sitzen . . . in Juda“. Jesus sollte vom Himmel aus regieren, nicht von einem Thron im Land Juda aus.

    23:33 — Was ist „die Last Jehovas“?
    Einerseits waren die gewichtigen Worte des Propheten über die Zerstörung Jerusalems für seine Landsleute eine Last. Andererseits wurde das unempfängliche Volk für Jehova zu solch einer Bürde, dass er es verwerfen würde. Entsprechend ist die biblische Botschaft über die kommende Vernichtung der Christenheit für diese eine Last, und diejenigen, die der Botschaft keine Beachtung schenken, sind für Gott eine Bürde.

    31:33 — Wann ist Gottes Gesetz ins Herz geschrieben?
    Man kann sagen, dass Gottes Gesetz in jemandes Herz geschrieben ist, wenn er den innigen Wunsch verspürt, Jehovas Willen zu tun.

    32:10-15 — Warum wurde ein einziger Handel durch zwei Urkunden dokumentiert?
    Den Inhalt der unversiegelten Urkunde konnte man einsehen. Bei Bedarf konnte das versiegelte Exemplar die Genauigkeit der offenen Urkunde bestätigen. Indem Jeremia sogar bei einem Geschäft mit einem Verwandten und Glaubensbruder vernünftige rechtliche Erfordernisse berücksichtigte, hinterließ er heutigen Christen ein gutes Beispiel.

    33:23, 24 — Von welchen „beiden Familien“ ist hier die Rede?
    Es handelt sich um die königliche Familie aus der Linie König Davids und um die priesterliche Familie der Nachkommen Aarons. Als Jerusalem und der Tempel Jehovas zerstört wurden, sah es so aus, als habe Jehova diese beiden Familien verworfen und würde weder länger ein Königtum über die Erde ausüben noch seine Anbetung wiederherstellen.

    46:22 — Warum wird die Stimme Ägyptens mit der einer Schlange verglichen?
    Das könnte sich auf einen zischenden Rückzug beziehen oder auf eine katastrophale nationale Demütigung. Die Analogie zeigt außerdem, wie wenig es den ägyptischen Pharaonen nutzte, auf ihrem Kopfschmuck eine Darstellung der „heiligen“ Schlange zu tragen, um den vermeintlichen Schutz der Schlangengöttin Uatchit zu erlangen.

    Lehren für uns:

    21:8, 9; 38:19. Den reuelosen Bewohnern Jerusalems, die eigentlich den Tod verdienten, gab Jehova sogar noch in letzter Minute eine Chance. Ja, „viele sind seiner Erbarmungen“ (2. Samuel 24:14; Psalm 119:156).

    31:34. Wie tröstlich ist es, zu wissen, dass sich Jehova die Sünden derjenigen, denen er vergibt, weder in den Sinn zurückruft noch später gegen sie vorgeht.

    38:7-13; 39:15-18. Jehova vergisst unseren treuen Dienst nicht, der einschließt, ‘den Heiligen zu dienen’ (Hebräer 6:10).

    45:4, 5. Wie in den letzten Tagen Judas ist es auch in den „letzten Tagen“ des gegenwärtigen Systems der Dinge nicht an der Zeit, nach „großen Dingen“ zu suchen, wie Reichtum, Berühmtheit oder materielle Sicherheit (2. Timotheus 3:1; 1. Johannes 2:17).

     

    JERUSALEM IN FLAMMEN
    (Jeremia 52:1-34)

    Es ist das Jahr 607 v. u. Z., das 11. Regierungsjahr König Zedekias. Seit 18 Monaten wird Jerusalem von Nebukadnezar, dem König von Babylon, belagert. Im 19. Regierungsjahr Nebukadnezars, am siebten Tag des fünften Monats, kommt Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, nach Jerusalem (2. Könige 25:8). Möglicherweise erkundet er von seinem Lager vor der Stadtmauer aus die Situation und plant das weitere Vorgehen. Drei Tage später, am zehnten Tag des Monats, rückt er in Jerusalem ein und setzt die Stadt in Flammen (Jeremia 52:12, 13).

    Jeremia liefert einen präzisen Bericht über den Fall Jerusalems. Seine Beschreibung ist die Basis für die Totenklage und die Wehklage, die in dichterischer Form das Bibelbuch Klagelieder bilden.

  166. Juleam 7. August 2012 um 09:51 Link zum Kommentar

    Jeremia 1 – 2

    Jeremia 1:4-10 Jeremia wird von Gott berufen

    4 Eines Tages sprach der Herr zu mir: 5 »Ich habe dich schon gekannt, ehe ich dich im Mutterleib bildete, und ehe du geboren wurdest, habe ich dich erwählt. Du sollst ein Prophet sein, der den Völkern meine Botschaften verkündet.«

    6 Ich aber erwiderte: »O nein, mein Herr und Gott! Ich habe keine Erfahrung im Reden, denn ich bin noch viel zu jung!« 7 Doch der Herr entgegnete: »Sag nicht: Ich bin zu jung! Zu allen Menschen, zu denen ich dich sende, sollst du gehen und ihnen alles verkünden, was ich dir sagen werde. 8 Fürchte dich nicht vor ihnen, ich bin bei dir und werde dich beschützen. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort.«

    9 Er streckte mir seine Hand entgegen, berührte meinen Mund und sagte: »Ich lege dir meine Worte in den Mund 10 und gebe dir Vollmacht über Völker und Königreiche. Du wirst sie niederreißen und entwurzeln, zerstören und stürzen, aber auch aufbauen und einpflanzen!«

    Ähnlich wie Jona und Moses fühlt sich Jeremia der Aufgabe nicht gewachsen. Gut, dass er so offen mit Jehova darüber reden kann.

    Jehova lässt ihn nicht allein, sondern versichert ihm, dass ER immer mit ihm sein wird. Was für ein Gott!

  167. Juleam 8. August 2012 um 09:04 Link zum Kommentar

    Jeremia 1:17-19

    Und nun mach dich auf, geh zu ihnen und verkünde ihnen alles, was ich dir auftrage! Fürchte dich nicht vor ihnen, sonst sorge ich dafür, dass du noch viel mehr Angst bekommst, wenn sie dir gegenüberstehen. 18 Ich mache dich stark, Jeremia, stark wie eine Festung, wie eine Säule aus Eisen, wie eine Mauer aus Bronzeplatten. Denn du wirst allein gegen das ganze Land stehen, gegen die Könige Judas und die führenden Männer, gegen die Priester und gegen das Volk.

    19 Sie alle werden dich bekämpfen – doch ohne Erfolg, denn ich stehe dir bei und beschütze dich. Das verspreche ich dir.«

    Ein Gedanke, der mich bereits in den Vorjahren fasziniert hatte.

    Leider habe ich ihn bisher nicht wiedergefunden. Aber mir ist so, als sei es auch in Jeremia gewesen. Jehova sagt zum Volk, dass sie genau das ereilen wird, wovor sie sich fürchten – wenn sie nicht das tun, was er ihnen sagt.

    Ähnlich wie damals in der Wüste: die Kundschafter haben mit ihrem negativen Bericht das Volk in Angst und Schrecken versetzt. Sie warfen Moses vor, dass sie und ihre Kinder in der Wüste sterben würden wenn sie das Land erobern würden. Das Ergebnis kennen wir: Jehova ließ sie so lange in der Wüste umher wandern, bis alle gestorben waren, die seine Wunder in Ägypten und am Roten Meer miterlebt hatten.

  168. Juleam 8. August 2012 um 09:12 Link zum Kommentar

    Jeremia 2 – Mein Volk läuft einem Trugbild nach

    1 Der Herr befahl mir: 2 »Geh nach Jerusalem, und rufe den Menschen dort zu: So spricht der Herr: Ich denke daran, Israel, wie du mir treu gewesen bist, als du noch jung warst. Du liebtest mich wie eine Braut ihren Bräutigam. Selbst durch die Wüste bist du mit mir gegangen, dorthin, wo man weder sät noch erntet. 3 Du gehörtest mir allein, so wie die ersten Früchte der Ernte mir gehören. Wer sich an dir vergriff, machte sich schuldig, und ich brachte Unheil über ihn.

    4 Hört, was ich euch sage, ihr Nachkommen Jakobs, ihr Sippen Israels: 5 Was habe ich euren Vorfahren Böses getan, dass sie sich so weit von mir entfernten? Sie liefen einem Trugbild nach, sie verehrten andere Götter und betrogen sich selbst damit. 6 Von mir wollten sie nichts mehr wissen, dabei hatte ich sie doch aus Ägypten geführt, durch die Wüste hatte ich sie geleitet, durch ein dürres und zerklüftetes Land, das trocken und dunkel ist, das niemand durchwandert und wo kein Mensch wohnt. 7 Ich brachte euch in ein fruchtbares Land, damit ihr seine besten Früchte genießen könnt. Doch kaum wart ihr angekommen, da habt ihr es entweiht; mein eigenes Land habt ihr zu einem Ort gemacht, den ich verabscheue. 8 Die Priester haben nicht nach mir gefragt, sie, die mit dem Gesetz vertraut sein sollten, kannten mich nicht einmal! Die Führer meines Volkes haben sich gegen mich aufgelehnt, und die Propheten haben im Namen des Gottes Baal geweissagt, nutzlosen Götzen sind sie nachgelaufen! 9 Darum muss ich euch weiterhin anklagen, euch und sogar noch eure Enkel!

    10 Fahrt doch einmal übers Meer nach Zypern, sendet Boten ins Wüstenland Kedar, und forscht nach, ob es so etwas jemals gab: 11 Hat eines dieser Völker je seine Götter gewechselt? Und dabei sind sie doch gar keine Götter! Mein Volk aber hat seinen herrlichen Gott mit einem Götzen vertauscht, der ihm nicht helfen kann! 12 Entsetzt euch darüber, ihr Himmel, zittert vor Schreck und Empörung! 13 Denn mein Volk hat eine doppelte Sünde begangen: Erst haben sie mich verlassen, die Quelle mit frischem Wasser, und dann haben sie sich rissige Zisternen ausgehauen, die das Wasser nicht halten.«

    Deine Untreue bringt dich zu Fall

    14 »Israel, bist du denn ein Knecht, schon als Sklave geboren, dass jeder dich als Beute nimmt? 15 Deine Feinde brüllen wie die Löwen, sie brüllen und verwüsten dein Land, die Städte sind niedergebrannt und menschenleer. 16 Die Ägypter aus Memfis und Tachpanhes kommen und scheren dir den Kopf kahl.

    17 Das alles hast du dir selbst zuzuschreiben, weil du mich, den Herrn, verlassen hast, deinen Gott, der dich so sicher geführt hat! 18 Was versprichst du dir davon, nach Ägypten und Assyrien zu reisen? Willst du etwa aus dem Nil und aus dem Euphrat trinken? 19 Deine eigene Bosheit wird dich strafen, deine Untreue bringt dich zu Fall: Erkenne doch, wie schmerzlich und bitter es ist, dass du mich, den Herrn, deinen Gott, verlassen hast und mir keine Ehrfurcht mehr erweist. Das sage ich, der allmächtige Herr und Gott.

    20 Schon seit jeher hast du dich geweigert, mir zu dienen, du hast dich losgerissen, dich von mir befreit wie von einem drückenden Joch. Und dann warfst du dich anderen Göttern an den Hals wie eine Hure. Auf allen Hügeln und unter jedem dicht belaubten Baum bautest du deine Altäre auf. 21 Ich hatte dich als edlen Weinstock eingepflanzt, als Rebe aus bester Züchtung. Wie kommt es dann, dass du zu einem wilden Weinstock wurdest, zu einer schlechten Rebe? 22 Du kannst dich waschen, soviel du willst, mit Seife, sogar mit Natronlauge – den Schmutz deiner Schuld wirst du nicht los, das sage ich, der Herr!

    23 Wie kannst du da behaupten: ›Ich habe nichts getan! Niemals bin ich anderen Göttern nachgelaufen.‹? Führ dir doch vor Augen, was du da unten im Hinnomtal treibst, denk über deine Taten nach! Du bist wie eine brünstige Kamelstute, die ständig hin und her läuft, 24 wie eine wilde Eselin, die jeden Pfad in der Wüste kennt; vor Gier schnappt sie nach Luft, und niemand kann sie zurückhalten. Kein Hengst, der sie sucht, muss sich müde laufen: In ihrer Brunstzeit wird er sie schnell finden. 25 Israel, lauf dir nicht die Füße wund, sieh zu, dass du nicht verdurstest, wenn du den Göttern hinterherrennst! Du aber sagst: ›Es hat keinen Zweck, mich zu ermahnen! Ich liebe sie nun einmal, die anderen Götter, und hinter ihnen bin ich her!‹

    26 Doch wie ein Dieb, der auf frischer Tat ertappt wird, kleinlaut dasteht, so wird auch Israel sich schämen: die Könige und führenden Männer, die Priester und Propheten, 27 sie, die zu einer Holzstatue sagen: ›Du bist mein Vater!‹, und zu einer Steinsäule: ›Du hast mir das Leben geschenkt!‹ Mir kehren sie nur noch den Rücken zu. Doch wenn sie in Not geraten, dann schreien sie zu mir: ›O Herr, rette uns!‹ 28 Ihr Judäer, wo sind nun eure Götter, die ihr euch selbst angefertigt habt? Sollen sie doch kommen und euch aus dem Unglück retten! Denn ihr habt so viele Götter wie Städte im Land! 29 Warum klagt ihr mich an? Schließlich habt ihr alle mich verlassen! 30 Vergeblich habe ich euch geschlagen, ihr wolltet euch nicht ändern. Ich sandte Propheten zu euch, doch ihr habt euch auf sie gestürzt wie wilde Löwen und sie mit euren Schwertern umgebracht.

    31 Ihr seid ein Volk von Mördern! Hört, was ich, der Herr, euch sage: War ich etwa gefährlich für euch wie die Wüste, wie ein Land, in dem Finsternis herrscht? Warum ruft ihr denn: ›Wir wollen weg von dir und kehren nie wieder zurück!‹ 32 Vergisst ein Mädchen seinen Schmuck oder eine Braut ihr Hochzeitskleid? Mein Volk jedoch hat mich seit langer Zeit vergessen!

    33 Überall hast du nach Liebhabern gesucht, Israel – und hattest Erfolg damit! Selbst vor Verbrechen schreckst du nicht zurück. 34 Das Blut unschuldiger, armer Menschen klebt an deinen Kleidern. Sie waren keine Einbrecher, du hast sie nicht in Notwehr getötet. Doch trotz allem 35 behauptest du: ›Ich habe nichts getan! Gott wird schon nicht länger zornig auf mich sein!‹ Aber ich werde dich zur Rechenschaft ziehen, gerade weil du dich für unschuldig hältst!

    36 Warum läufst du überall umher und suchst einen Bündnispartner? Ägypten wird dich genauso bitter enttäuschen, wie Assyrien es tat!

    37 Auch von dort wirst du völlig verzweifelt zurückkehren. Denn ich, der Herr, will von diesen Völkern, auf die du dein Vertrauen setzt, nichts wissen, du wirst mit ihnen kein Glück haben!«

  169. Juleam 8. August 2012 um 09:16 Link zum Kommentar

    Jeremia 3 – 5

    Jeremia 3 – Israel hat mich betrogen

    1 So spricht der Herr: »Wenn ein Mann sich von seiner Frau scheiden lässt und sie einen anderen heiratet, darf er sie dann später wieder zur Frau nehmen? Würde dadurch nicht das ganze Land entweiht? Du aber, Volk Israel, hast dich mit vielen Liebhabern eingelassen – und jetzt willst du zu mir zurückkommen?

    2 Sieh dich doch um! Kannst du mir einen Hügel nennen, auf dem du nicht Ehebruch begangen und andere Götter angebetet hast? Wie die Araber in der Wüste im Hinterhalt auf Beute lauern, so hast du ständig Ausschau nach deinen Liebhabern gehalten. Mit deiner Hurerei und Bosheit hast du das ganze Land entweiht. 3 Darum sind auch die Herbst- und Frühjahrsregen ausgeblieben. Doch du bist eine richtige Hure: Du kennst keine Scham! 4 Und jetzt plötzlich rufst du zu mir: ›Mein Vater! Du liebst mich doch von meiner Kindheit an! 5 Du wirst doch nicht für immer zornig auf mich sein! Willst du mir nie mehr vergeben?‹ Jawohl, so redest du, und dabei treibst du es mit deiner Bosheit immer weiter und setzt deinen Kopf durch.«

    6 Während der Regierungszeit König Josias sprach der Herr zu mir: »Hast du gesehen, wie Israel mir die Treue bricht? Auf jedem Hügel, unter jedem dicht belaubten Baum, überall betrügt sie mich mit ihren Liebhabern. 7 Ich dachte: ›Bestimmt kehrt sie wieder zu mir zurück, wenn sie genug davon hat.‹ Aber sie kam nicht! Juda, Israels Schwester, die ebenso treulos ist wie sie, sah zu. 8 Sie sah auch, wie ich Israel die Scheidungsurkunde gab und sie wegjagte, weil sie die Ehe gebrochen hatte. Doch Juda ließ sich davon nicht abschrecken: Auch sie wurde mir untreu und fing an, Hurerei zu treiben. 9 Dabei kannte sie keine Scham! Holz- und Steinfiguren hat sie verehrt und den Bund mit mir gebrochen. So entweihte sie das Land. 10 Und danach kehrte sie zu mir, dem Herrn, zurück, aber es war nur geheuchelt.«

    Komm zu mir zurück!

    11 Weiter sprach der Herr zu mir: »Israel hat sich zwar von mir losgesagt, aber trotz allem kann sie eher vor mir bestehen als Juda, diese treulose Frau! 12 Deshalb ruf dem Nordreich Israel zu: So spricht der Herr: Komm zurück zu mir! Du warst mir untreu, doch ich will nicht länger zornig auf dich sein! Denn ich bin ein barmherziger Gott und werde dir vergeben.

    13 Nur – bekenne offen deine Schuld! Gib zu, dass du dich von mir, deinem Gott, losgesagt hast, dass du hinter anderen Göttern hergelaufen bist und nicht mehr auf mich hören wolltest. 14 Kehr um, abtrünniges Volk, denn ich bin immer noch dein Herr! Ich werde aus jeder Stadt und aus jeder Sippe einige von euch zum Berg Zion zurückbringen.

    15 Dann setze ich wieder Könige über euch ein, die euch weise und verständig regieren, so wie es mir gefällt. 16 Ich verspreche euch: Wenn ihr dann zahlreich geworden seid und euch im Land ausgebreitet habt, dann werdet ihr nicht mehr nach der Bundeslade fragen, sie kommt euch nicht mehr in den Sinn. Ihr werdet sie nicht vermissen und auch keine neue anfertigen. 17 Denn in jener Zeit wird man ganz Jerusalem ›Thron des Herrn‹ nennen, und alle Völker werden sich dort versammeln, um mich anzubeten. Sie werden nicht länger das tun, wozu ihr böses und eigensinniges Herz sie treibt. 18 Dann werden Juda und Israel sich wieder zusammenschließen; gemeinsam kehrt ihr aus dem Norden in das Land zurück, das ich euren Vorfahren für immer geschenkt habe.

    19 Israel, ich wollte dich als mein Kind annehmen und dir ein herrliches Land geben, das prächtigste weit und breit. Ich dachte, du würdest mich dann ›Vater‹ nennen und dich nicht mehr von mir abwenden. 20 Doch wie eine Frau ihren Mann betrügt, so bist auch du mir untreu geworden.

    21 Hört ihr die Schreie auf den kahlen Hügeln? Die Israeliten weinen und flehen um Gnade, denn sie sind in die Irre gegangen und haben mich, den Herrn, ihren Gott, vergessen.

    22 Kehrt um zu mir, ihr Kinder, die ihr von mir weggelaufen seid, ich will euch von eurer Untreue heilen!«
    »Ja, wir kommen zu dir, o Herr, denn nur du bist unser Gott! 23 Es ist wahr: Die Götter, zu denen wir auf den Hügeln laut geschrien haben, helfen uns nicht. Nur bei dir, Herr, dem Gott Israels, finden wir Rettung! 24 Wir haben diesem schrecklichen Gott Baal gedient und ihm alles hergegeben, was wir seit Generationen mühsam erworben haben: unseren ganzen Besitz, unsere Schafe und Rinder. Ja, sogar unsere Söhne und Töchter haben wir ihm geopfert.

    25 Nun liegen wir am Boden und schämen uns. Welch eine Schande! Wir haben gegen dich, den Herrn, unseren Gott, gesündigt, wir und unsere Vorfahren, von jeher bis heute. Wir haben nicht auf dich gehört, Herr, unser Gott!«

    Wie schmerzhaft dies alles für Jehova ist! Können wir uns in IHN hinein versetzen?

    Sehen wir die große Liebe und Geduld, die Jehova all die Jahre – und auch jetzt noch – mit seinem Volk hatte? Wie er sie immer noch bittet, doch wieder seine geliebte Frau bzw seine geliebten Kinder zu sein?

    Sehen wir, wie liebevoll und gütig er ist, immer zum Vergeben bereit, obwohl sie sich so schäbig ihm gegenüber verhalten haben?

    So ist er auch mit uns. Was für ein wunderbarer Gott! Es gibt keinen, der so ist wie er und der wirklich unsere tiefe Liebe und aufrichtige Anbetung verdient hat!

    Zeigen wir Wertschätzung für seine Liebe und Güte? Erweisen wir uns als dankbar?

    Halten wir ihm die Treue?

  170. Juleam 8. August 2012 um 09:19 Link zum Kommentar

    Jeremia 4:1-4 Fangt neu an!

    1 Der Herr lässt dir verkünden: »Kehr um, Israel, komm zurück zu mir! Wirf deine abscheulichen Götzen weg, und wende dich nicht länger von mir ab. 2 Wenn du bei meinem Namen schwörst, sei aufrichtig, ehrlich und halte dich daran. Dann werden auch die anderen Völker einander in meinem Namen Segen wünschen und sich glücklich schätzen, mich zu kennen.

    3 Ich, der Herr, sage zu den Bewohnern von Juda und Jerusalem: Pflügt neues Land, streut eure Saat dort aus und nicht im Dornengestrüpp! 4 Haltet euch an euren Bund mit mir, wendet euch von ganzem Herzen mir zu! Wenn ihr nicht von euren falschen Wegen umkehrt, entbrennt mein Zorn wie ein Feuer, das niemand löschen kann.«

    Zu viel von uns verlangt?

    Aber: was wollen wir eigentlich? Worum geht es uns?

    Ist es uns wichtig, wie Jehova denkt und fühlt? Lassen wir dies dann in unseren Taten erkennen? Erinnern wir uns, was der Apostel Johannes sagte? Wenn wir Jehova lieben, dann werden wir SEINE Gebote halten. Und weil wir ihn lieben, werden wir das gern tun, dann ist es keine Last für uns!

    Wenn wir uns aber entscheiden, lieber „unser eigenes Ding durchzuziehen“, dann müssen wir halt auch die Konsequenzen dafür tragen. Jehova sagt hier seinem Volk, dass ihn so ein egozentrisches Verhalten sehr schmerzt und dass es ihn „zwingt“, solche Personen mit allen anderen Götzendienern zu vernichten. Wenn sie diesen dienen wollen, sollen sie es doch tun. Dann sollen sie auch weiterhin ihr Vertrauen auf diese Götzen setzen. Aber er macht sie auch darauf aufmerksam, dass diese Götzen sie nicht vor seinem Zorn retten können.

    Wir alle stehen vor der selben Wahl: jeder von uns muss sich entscheiden, was ihm wichtiger ist. Jehova lässt uns großzügig diese Wahl, macht uns aber auch auf die Konsequenzen aufmerksam.

    Sind wir uns eigentlich dessen bewußt, wie liebevoll, fair und barmherzig unser Gott ist?

    Selbst, wenn wir uns gerade jetzt noch auf dem falschen Weg befinden – es gibt noch eine Chance. Er erinnert uns liebevollerweise daran, worum es geht und was uns unser Alleingang kostet. Aber er gibt uns nicht so einfach auf, so als „wäre bei uns Hopfen und Malz verloren“, sondern er gibt uns noch eine Chance. Es liegt an uns selbst, diese zu nutzen!

    Wenn wir unseren Gott Jehova wirklich lieben und nachahmen wollen, dann sind wir uns auch dessen bewußt, welche Verantwortung wir tragen:

    Auch wenn ER uns nicht – wie Jeremia – zu seinen Propheten berufen hat, so „müssen“ wir dennoch die Menschen warnen. Bringen wir sie mit der Bibel und damit mit unserem wundervollen barmherzigen Gott in Berührung, damit auch sie eine gute Wahl treffen können. Was sie dann daraus machen, liegt dann bei ihnen selbst…

  171. Juleam 9. August 2012 um 00:03 Link zum Kommentar

    Jeremia 6 – 8

    Jeremia 7 – Ändert euer Leben!

    1 Der Herr sprach zu Jeremia: 2 »Stell dich an den Eingang des Tempels, und verkünde dort diese Botschaft: Ihr Bewohner von Juda, hört, was der Herr euch sagt! Ihr kommt hierher zum Tempel, um den Herrn anzubeten. 3 Doch der Herr, der allmächtige Gott Israels, spricht: Ihr müsst euer Leben vollkommen ändern, nur dann werde ich euch weiter in diesem Land wohnen lassen. 4 Glaubt den Lügnern nicht, die euch einreden: ›Hier sind wir sicher, denn dies ist der Tempel des Herrn. Es ist die Wohnung Gottes, er hat sich hier niedergelassen.‹ 5 Ich sage euch: Ändert euer Leben von Grund auf! Geht gerecht und gut miteinander um, 6 unterdrückt nicht die Ausländer, die Waisen und die Witwen, und hört auf, unschuldige Menschen hinzurichten! Lauft nicht mehr anderen Göttern nach, denn damit schadet ihr euch nur selbst. 7 Erst dann lasse ich euch für immer in diesem Land leben, das ich euren Vorfahren geschenkt habe.

    8 Doch ihr vertraut auf falsche Versprechungen, die euch nichts nützen. 9 Ihr stehlt und mordet, brecht die Ehe und schwört Meineide, ihr bringt dem Götzen Baal Räucheropfer dar und verehrt fremde Götter, die ihr früher nicht kanntet. 10 Dann kommt ihr in meinen Tempel, tretet vor mich hin und sagt: ›Hier kann uns nichts geschehen!‹ Danach treibt ihr es genauso schlimm wie vorher.

    11 Meint ihr etwa, dieses Haus, das meinen Namen trägt, sei eine Räuberhöhle? Ich, der Herr, sehe genau, was ihr tut, darauf könnt ihr euch verlassen! 12 Geht doch einmal zur Stadt Silo, wo früher mein Heiligtum stand. Schaut euch an, wie ich es damals zerstören ließ wegen der Bosheit meines Volkes Israel. 13 Ich, der Herr, sage euch: Ihr handelt genauso vermessen wie eure Vorfahren, und obwohl ich immer wieder zu euch geredet habe, wolltet ihr nicht hören. Ich habe euch gerufen, aber ihr habt mir keine Antwort gegeben. 14 Darum werde ich diesen Tempel, der meinen Namen trägt und in dem ihr euch so sicher fühlt, restlos zerstören. Ja, dieser Ort, den ich euren Vorfahren gab, wird dasselbe Schicksal erleiden wie Silo. 15 Ich werde euch aus meiner Nähe verstoßen, so wie ich eure Brüder, den Stamm Ephraim, vertrieben habe.«

    Ich will eure Opfer nicht mehr!

    16 Der Herr sprach zu mir: »Bete nicht mehr für dieses Volk, fleh nicht für sie um Gnade, bestürme mich nicht mehr mit Bitten, denn ich werde dich nicht erhören! 17 Siehst du nicht, was sie in den Städten von Juda und auf den Plätzen von Jerusalem tun? 18 Die Kinder sammeln Brennholz, die Männer machen damit Feuer, und die Frauen kneten einen Teig, um Kuchen als Opfergabe für die Himmelskönigin zu backen. Sie gießen Wein aus als Trankopfer für andere Götter und beleidigen mich damit.

    19 Doch fügen sie mir dadurch etwa Schaden zu, mir, dem Herrn? Nein, sie schaden sich selbst und bringen Schande über sich! 20 Ich, der Herr, der allmächtige Gott, sage: Mein glühender Zorn wird sich über diesen Ort ergießen, über Mensch und Tier, über Bäume und Felder. Mein Zorn wird brennen wie ein Feuer und nicht erlöschen.«

    21 So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: »Ich will eure Brandopfer nicht mehr! Esst das Fleisch der Tiere doch auf, wenn ihr eure Opfermahlzeit haltet! 22 Als ich eure Vorfahren aus Ägypten führte, habe ich ihnen nicht aufgetragen, mir Opfer darzubringen. 23 Ich habe ihnen nur dies eine befohlen: ›Hört auf mich, dann will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. Lebt nach meinen Weisungen, dann wird es euch gut gehen.‹ 24 Aber sie gehorchten mir nicht, ja, sie hörten mir nicht einmal zu, sondern lebten so, wie sie es wollten, und taten, wozu ihr Eigensinn sie trieb. Sie wandten sich von mir ab und kehrten mir den Rücken. 25 So ist es bis heute geblieben. Von Anfang an, seit eure Vorfahren aus Ägypten gezogen sind, habe ich immer wieder meine Boten, die Propheten, zu euch gesandt, 26 aber ihr wolltet nicht auf mich hören und mir nicht gehorchen. Starrköpfig seid ihr, schlimmer noch als eure Vorfahren!

    27 Und selbst wenn du, Jeremia, ihnen dies alles verkündest, werden sie doch nicht auf dich hören. Dein Rufen wird ohne Antwort bleiben. 28 Sag ihnen: Ihr seid das Volk, das dem Herrn, seinem Gott, nicht gehorcht und sich nichts sagen lässt. Treue und Wahrheit habt ihr verloren, ihr sprecht nicht einmal mehr darüber!«

    Hinnomtal – Tal der Toten

    29 »Trauere, Israel! Schneide dein langes Haar ab, und wirf es fort! Stimm die Totenklage an, draußen auf den kahlen Hügeln! Denn ich, der Herr, habe dich verstoßen, ich will nichts mehr von dir wissen, mein Zorn lastet schwer auf dir!

    30 Die Bewohner von Juda haben etwas getan, was ich hasse: Im Tempel, der meinen Namen trägt, haben sie ihre abscheulichen Götzen aufgestellt und ihn so entweiht. 31 Im Hinnomtal haben sie den Tofet errichtet und verbrennen auf dieser Opferstätte ihre Kinder. Niemals habe ich so etwas befohlen, mit keinem Gedanken je daran gedacht!

    32 Darum hört nun, was ich sage: Es kommt die Zeit, da wird man diesen Ort nicht mehr Tofet oder Hinnomtal nennen, sondern Mordtal. Man wird die Toten dort begraben, weil anderswo der Platz fehlt. 33 Die Geier und Schakale werden die herumliegenden Leichen fressen, ohne dass jemand sie verscheucht.

    34 In den Straßen Jerusalems und in den anderen Städten Judas bereite ich allem Jubel und aller Freude ein Ende, es wird auch keine fröhlichen Hochzeitsfeiern mehr geben, denn das Land soll zur trostlosen Wüste werden.

    Wie furchtbar! Wie gehen sie nur mit ihrem und unserem liebevollen Gott um?

    Auch hier wieder die Hauptbotschaft der Propheten: „Bitte kehrt doch um!“. Das ist es, worum es Jehova geht. Er will sie nicht strafen müssen. Ach, wenn sie doch nur hören wollten!

  172. Juleam 9. August 2012 um 00:15 Link zum Kommentar

    Viele der Punkte, die Jehova ihnen hier in Kapitel 7 ans Herz legt, haben wir auch auf dem Kongress gehört:

    Jeremia 7:5

    Ich sage euch: Ändert euer Leben von Grund auf! Geht gerecht und gut miteinander um,

    Irgendwie kamen mir beim Lesen des Kapitels die Programmpunkte mit der Ehe in den Sinn. Wir hatten ja auch direkt vor dem Kongress die beiden Studienartikel mit der Ehe: dass sie eine Gabe Gottes ist und wie wir eine Ehe, die kriselt, retten können.

    Hier sagt uns Jehova, wir sollten gut und gerecht miteinander umgehen. Dies betrifft auch unseren Umgang mit unserem Ehepartner. Wie sehen wir ihn? Als eine Gabe Gottes? Behandeln wir ihn so, dass wir uns vor unserem Gott nicht schämen müssen?

    Jeremia 7:6

    Lauft nicht mehr anderen Göttern nach, denn damit schadet ihr euch nur selbst.

    Wenn wir unseren Ehepartner nicht gut behandeln, weil uns unsere eigenen Interessen und Gefühle wichtiger sind, dann ist dies auch eine Art von Götzendienst. Denn dazu zählt ja bekanntlich alles, was uns wichtiger ist als Jehova und seine Maßstäbe. Und Jehova hat uns ja ganz klare Anweisungen für unsere Ehe gegeben. Beachten wir diese auch dann, wenn es uns schwer fällt, weil uns unsere verletzten Gefühle im Weg sind?

    Hier kommt mir wieder der Film „Trennung mit Hindernissen“ in den Sinn, den ich zufällig gerade in der Zeit gesehen habe, als wir uns im WT-Studium mit der Ehe beschäftigt hatten. Vielleicht sollte sich jeder, der Probleme mit seinem Ehepartner hat, diesen Film ansehen – am besten beide Partner gemeinsam?

    Es ging um ein junges Ehepaar, die eigentlich sehr glücklich miteinander waren. Aber nach einer Feier mit gemeinsamen Freunden kamen Unstimmigkeiten auf. Die Frau war genervt davon, dass der Mann sie die ganze Arbeit allein machen ließ und bauschte dann alles auf. Auf einmal stellte sie die ganze Beziehung in Frage.

    Eigentlich ging es nur darum, dass sie sich mit der Arbeit allein gelassen fühlte, die eigentlich niemand von ihr erwartet hatte. Vielleicht ähnlich wie Martha, die sich bei Jesus darüber beschwerte, dass Maria sie alles allein machen ließ. Erinnern wir uns auch an die Demonstration auf dem BZK am Sonntag, als es um Martha ging.

    Dieses Paar hatte einen langen und eigentlich schönen Abend mit Freunden und Familie verbracht. Der Mann sitzt hinterher gemütlich auf dem Sofa, irgendwie froh, dass nun wieder Ruhe einkehrt. Die Frau fängt an, alles aufzuräumen und meckert ihren Mann an, weil er ihr nicht hilft. Sie ist müde und will ins Bett. Der Mann erwidert, sie solle doch alles stehen und liegen lassen, „morgen ist auch noch ein Tag“. Aber „du weisst doch, dass ich das nicht kann. Bei mir muss alles aufgeräumt sein, denn ich mag es nicht, morgens in eine unaufgeräumte Küche zu kommen.“ Ein Wort ergibt das andere, es kommt zu einem heftigen Streit, den sie damit beendet, dass sie ihn aus der gemeinsamen Wohnung wirft. Bis hierher alles noch irgendwie verständlich, in der Hitze des Gefechts sagen und tun wir Dinge, die uns hinterher leid tun.

    Leider steigern die beiden sich danach aber da hinein, wer im Recht ist. Beide lassen sich von ihren Freunden beraten, für die es nur eine Strategie gibt: man muss den anderen manipulieren, damit er seinen Fehler einsieht und sich entschuldigt. Es ist ganz ganz wichtig, dass es der andere ist, der den ersten Schritt macht. Und damit beginnt dann das Unglück richtig.

    Sie überbieten einander darin, dem anderen weh zu tun, nur damit dieser merkt, wie schmerzlich er den anderen vermisst. Dann kommt er bestimmt angekrochen und dann … Ja dann kann man sich endlich versöhnlich in die Arme fallen….

    Es tut richtig weh, den beiden dabei zuzusehen. Immer wieder fühlt man sich gedrängt, ihnen zuzurufen: „Mensch, lass doch den Unsinn, du liebst sie/ihn doch!“

    Und genau das ist das Schlimme daran: sie lieben einander beide wirklich und sie tun mit ihren Aktionen nicht mur dem anderen, sondern ganz besonders auch sich selbst weh. So trifft hier ein, was Jeremia in Kapitel 7 Vers 6 sagt: sie schaden sich selbst! Wenn sie hier statt mit ihren Freunden zu reden, Rat bei Jehova gesucht hätten, so wäre ihnen vieles erspart geblieben. Das fängt schon damit an, dass wir die Sonne nicht über unserer gereizten Stimmung untergehen lassen sollten. Wir sollten uns selbst nicht zu wichtig nehmen und unseren dummen Stolz herunter schlucken. Außerdem sollten wir die Interessen des anderen höher achten als unsere eigenen und so wären wir sicherlich bereit, dem anderen entgegen zu kommen.

    Leider kennen diese beiden den guten Rat Jehovas nicht und so scheitert die Ehe, sie lassen sich scheiden – und dies, obwohl sie sich lieben!

    Jeremia 7:8-9

    8 Doch ihr vertraut auf falsche Versprechungen, die euch nichts nützen. 9 Ihr stehlt und mordet, brecht die Ehe

    Wir wissen ja, dass Jehova Ehescheidung hasst. Lassen wir uns von diesem Grundsatz leiten – oder neigen wir eher dazu, es den beiden aus dem Film nachzutun?

    19 Doch fügen sie mir dadurch etwa Schaden zu, mir, dem Herrn? Nein, sie schaden sich selbst und bringen Schande über sich!
    24 Aber sie gehorchten mir nicht, ja, sie hörten mir nicht einmal zu, sondern lebten so, wie sie es wollten, und taten, wozu ihr Eigensinn sie trieb. Sie wandten sich von mir ab und kehrten mir den Rücken.

    Und wenn wir uns in so einer vertrackten Situation wie das Paar aus dem Film befinden und uns wie die Alex aus dem Drama Rat bei den falschen Freunden, in den falschen Ratgebern suchen – dann könnten auch glatt noch diese Worte auf uns zutreffen:

    29 »Trauere, Israel! Schneide dein langes Haar ab, und wirf es fort! Stimm die Totenklage an, draußen auf den kahlen Hügeln! Denn ich, der Herr, habe dich verstoßen, ich will nichts mehr von dir wissen, mein Zorn lastet schwer auf dir!

    30 Die Bewohner von Juda haben etwas getan, was ich hasse: Im Tempel, der meinen Namen trägt, haben sie ihre abscheulichen Götzen aufgestellt und ihn so entweiht. 31 Im Hinnomtal haben sie den Tofet errichtet und verbrennen auf dieser Opferstätte ihre Kinder. Niemals habe ich so etwas befohlen, mit keinem Gedanken je daran gedacht!

    Wieso? Na, wenn wir uns selbst und unsere Gefühle zu wichtig nehmen und uns von unserem Ehepartner scheiden lassen, dann opfern auch wir gewissermaßen unsere Kinder auf dem Altar des Egoismus! Denn Kinder leiden immer unter der Trennung ihrer Eltern!

    In dem Studienartikel mit der Ehe in der Krise wird es ja sehr schön gesagt: wenn sich zwei Anbeter Jehovas trennen (ausgenommen, wenn man von seinem Ehepartner betrogen worden ist), dann stimmt etwas nicht mit ihrem Verhältnis zu Jehova. Denn wer Jehova liebt, wird IHN und seine Maßstäbe über alles andere stellen. Er wird über genügend Demut verfügen, nicht solche dummen Spielchen zu spielen und alles daran setzen, alles zu tun, um ihre Ehe zu einem Erfolg zu machen.

    Erinnern wir uns noch an die Alex aus dem Drama? Sie hatte bereits die Scheidung eingereicht. Aber nachdem ihr klar geworden ist, wie Jehova darüber denkt und sie ihre eigene Verantwortung übernommen und selbst positiv gehandelt hat – da „hatte Jehova etwas, was er segnen konnte“. Sie konnte sich selbst da beherrschen, als ihr Mann sie angreift. Jehova half ihr nach einem Stoßgebet dabei. Ihre Selbstbeherrschung bewirkte dann, dass auch ihr Mann sich Mühe gab.

    Hätte sie weiterhin darauf gewartet, dass ihr Mann den ersten Schritt macht, wäre ihre Ehe vielleicht so ausgegangen wie bei den beiden im Film. Und: sie hätte ihr gutes Verhältnis zu Jehova eingebüßt

  173. Juleam 9. August 2012 um 00:21 Link zum Kommentar

    Jeremia 8:4

    Sag ihnen: So spricht der Herr: Wenn jemand hingefallen ist, steht er gleich wieder auf, und wenn einer vom Weg abkommt, kehrt er gern wieder um

    Das ist es, worauf es ankommt:

    Es geht nicht darum, dass wir immer und überall alles richtig machen, dass wir nicht sündigen. Denn Paulus sagte, dass ‚wir alle gesündigt haben und nicht die Herrlichkeit Gottes erlangen‘.

    Es kommt darauf an, nicht willentlich zu sündigen und nicht in der Sünde zu verharren.

    Erinnern wir uns nur an König David: trotz seiner schweren Sünde mit Bathseba und dem Mord an ihrem Ehemann um den Fehltritt zu vertuschen – sagt Jehova später von ihm, dass er immer das tat, was Jehova gefällt. Dies konnte ER sagen, weil David aufrichtig bereut und Jehova ihm vergeben hatte.

    Also stehen auch wir immer wieder auf. Lassen wir uns nicht entmutigen: wir sind nicht allein, Jehova hilft uns!

  174. Juleam 9. August 2012 um 00:23 Link zum Kommentar

    Jeremia 8:13

    Ich werde sie ausrotten, denn sie sind wie ein schlechter Weinstock, der keine Trauben hat, und wie ein Feigenbaum, der keine Früchte hervorbringt, ja, selbst die Blätter sind welk! Darum werde ich ihnen ihre Feinde schicken, die sie umbringen sollen.

    Erinnert uns dies nicht an eine Begebenheit in den letzten Tagen Jesu, wo er etwas Ähnliches äußert?

    (Matthäus 21:18-19)
    18 Als er frühmorgens in die Stadt zurückkehrte, wurde er hungrig. 19 Und er erblickte einen Feigenbaum am Weg und ging zu ihm hin, fand aber nichts daran als nur Blätter, und er sprach zu ihm: „Keine Frucht komme mehr von dir immerdar.“ Und der Feigenbaum verdorrte augenblicklich.

  175. Juleam 10. August 2012 um 10:45 Link zum Kommentar

    Jeremia 9 – 12

    Jeremia 9:24

    Denn all diese Völker halten sich zwar an die Vorschrift der Beschneidung, aber ihr Herz gehört mir nicht – und selbst in Israel ist es nicht anders!«

    Könnte dies auch auf uns heute zutreffen?

    Halten vielleicht auch wir „die Regeln“ ein, aber sind mit dem Herzen meilenweit von Jehova entfernt?

    Aber was wäre daran so schlimm? Erwartet Jehova nicht Gehorsam von uns und dass wir ‚auf seine Gebote merken‘? Warum wirft er dies hier seinem Volk dann vor?

    Wahrscheinlich geht es hier um unsere Motivation: wenn wir Jehova nur deshalb dienen, weil wir ins Paradies wollen und deshalb die Gebote halten, weil dies nun einmal der Preis für das Ticket ins Paradies ist – erfreuen wir dann sein Herz?

    Und ist denn nicht genau dies der Streitpunkt zwischen Jehova und Satan?

    Wem würden wir dann ein gutes Argument in die Hand geben?

  176. Juleam 11. August 2012 um 16:28 Link zum Kommentar

    Jeremia 10:11

    Sagt den Völkern: Diese Götter, die Himmel und Erde nicht erschaffen haben, sie werden aus dem Himmel und von der Erde verschwinden.

    Viele Leute sagen, es gäbe keine anderen Götter – es sind nur Götzenfiguren, die die Menschen selbst gemacht haben, ohne jede Macht.

    Ja, jeremia spricht in den Versen zuvor von den Götzenfiguren, diese haben keine Macht, denn sie sind nur von Menschen gemacht. Aber hier in Vers 11 ist nicht von diesen von Menschen gemachten Figuren die Rede. Denn solche wären mit Sicherheit niemals im Himmel gewesen!

    Hier ist von Satan und seinen Dämonen die Rede, die sich selbst zu Göttern gemacht haben, weil sie so angebetet werden wollen wie Jehova. Diese haben sehr wohl Macht, denn sie sind Engelwesen, die sich von Jehova abgewandt hatten. Wir erinnern uns sicherlich noch an die Engel, sie mit Frauen auf der Erde Kinder zeugten und die Nephilim hervorbrachten.

    Jeremia sagt hier etwas voraus, was erst „in unseren Tagen“ passiert ist: 1914 „brach Krieg aus im Himmel“ und Jesus schmiss Satan und seine Dämonen aus dem Himmel. Der Apostel Johannes hatte damals bereits eine Vision davon bekommen und er rief aus: „darum seid fröhlich ihr Himmel. Aber Wehe der Erde, weil der Teufel hinabgekommen ist und nur noch kurze Zeit hat“ (Offenbarung 12:7-12). Damals erfüllte sich der erste Teil der Prophezeiung Jeremias.

    Und Krieg brach aus im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften, 8 doch gewann er nicht die Oberhand, auch wurde für sie keine Stätte mehr im Himmel gefunden. 9 Und hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert. 10 Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen:

    „Jetzt ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus herbeigekommen, denn der Ankläger unserer Brüder ist hinabgeschleudert worden, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagt! 11 Und sie haben ihn wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses besiegt, und sie haben ihre Seele selbst angesichts des Todes nicht geliebt. 12 Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr, die ihr darin weilt! Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, daß er [nur] eine kurze Frist hat.“

    Der zweite Teil steht noch aus. Zuerst wird der Ta Jehovas kommen und die Erde gereinigt werden. Dann werden wir 1000 Jahre im Paradies Ruhe und Frieden genießen, weil „Satan und seine Dämonen für 1000 im Abgrund gebunden werden“. Dann gibt es eine Schlußprüfung, für die sie kurz herausgelassen werden – und dann ist es endlich soweit!: sie werden für immer von der Erde verschwinden.

    Im 20. Kapitel der Offenbarung wird geschildert, wie Satan von einem großen Engel für tausend Jahre gebunden und in einen Abgrund geschleudert wird. Dieser Engel ist ohne Zweifel Jesus Christus, der den Schlüssel des Abgrunds hat und der der „Same“ ist, der Satan den Kopf zermalmen soll. (Vgl. Off 1:18; siehe ABGRUND.)

    Satans letzter Angriff führt zu seiner endgültigen Niederlage. Die Prophezeiung erwähnt, daß er, sobald die Tausendjahrherrschaft Christi zu Ende ist, für „eine kleine Weile“ losgelassen wird und rebellische Personen in einem erneuten Angriff gegen Gottes Souveränität anführen wird. Er wird jedoch (samt seinen Dämonen) in den Feuer- und Schwefelsee geschleudert, was ewige Vernichtung bedeutet (Off 20:1-3, 7-10; vgl. Mat 25:41)
    (Quelle: Einsichtenbuch

    Und all dies in so kurzen und knappen Worten von Jeremia vorher gesagt …

  177. Juleam 11. August 2012 um 16:30 Link zum Kommentar

    Allerdings – wenn dem so ist – wieso hatte der Baal dann nicht geantwortet, als das Duell zwischen Jehova und Baal war? Wieso hatte er auf die Schreie seiner Anbeter nicht reagiert?

    Hatte ihn Jehova davon zurück gehalten, damit alle sehen, dass ER allein der wahre Gott ist?

    Jeremia 10:15-16

    Wenn Gott sein Urteil spricht, ist es aus mit ihnen. 16 Der Gott Jakobs ist mächtiger als diese Götter, er hat das Weltall geschaffen und Israel als Volk erwählt, das ihm allein gehört.

  178. Juleam 11. August 2012 um 16:33 Link zum Kommentar

    Jeremia 10:23-25

    Herr, ich habe erkannt: Das Leben eines Menschen liegt nicht in seiner Hand. Niemand kann seine Schritte nach eigenem Plan lenken. 24 Strafe uns, o Herr, aber geh nicht zu hart mit uns ins Gericht! Lass deinen Zorn nicht an uns aus, denn dann wären wir verloren!

    25 Gieß deinen Zorn aus über die Völker, die dich nicht anerkennen und dich nicht verehren. Denn sie haben dein Volk vernichtet, es völlig ausgerottet und seine Heimat verwüstet!

    „Ich weiß wohl, o Jehova…“

  179. Juleam 11. August 2012 um 16:34 Link zum Kommentar

    Jeremia 11:6-17

    Dann befahl mir der Herr: »Geh in alle Städte Judas, geh auf die Straßen Jerusalems und verkünde den Menschen dort: Denkt an meinen Bund mit euch, und haltet euch daran! 7 Seit ich eure Vorfahren aus Ägypten führte, habe ich euch immer wieder ermahnt, nach meinen Weisungen zu leben. 8 Aber schon eure Vorfahren haben mir nicht gehorcht, ja, sie haben mir nicht einmal zugehört. Sie taten das, wozu ihr eigensinniges, böses Herz sie trieb, und hielten sich nicht an meine Gebote. Darum ließ ich all die Flüche über sie kommen, die ich ihnen damals schon angedroht hatte, als ich den Bund mit ihnen schloss.«

    9 Weiter sagte mir der Herr: »Die Bewohner von Jerusalem und ganz Juda haben sich gegen mich verschworen. 10 Sie begehen dieselben Sünden wie ihre Vorfahren, die sich damals weigerten, meine Weisungen zu beachten, und anderen Göttern nachliefen. Das Volk von Israel und von Juda hat den Bund gebrochen, den ich mit ihren Vorfahren schloss.

    11 Darum werde ich, der Herr, Unheil über sie bringen, dem sie nicht entrinnen können. Und wenn sie zu mir um Hilfe schreien, höre ich nicht darauf. 12 Dann werden die Bewohner von Jerusalem und ganz Juda ihre Götter anflehen, denen sie Opfer bringen, aber die werden sie nicht retten können. 13 Jede Stadt hat doch ihren eigenen Gott, und in Jerusalem steht an jeder Straßenecke ein Altar für den abscheulichen Götzen Baal! 14 Und du, Jeremia, bete nicht für dieses Volk! Fleh nicht zu mir um Gnade, bestürme mich nicht mehr mit Bitten. Wenn das Unheil sie trifft und sie zu mir schreien, werde ich sie nicht erhören.

    15 Mein geliebtes Volk tut, was ich verabscheue. Was habt ihr da noch in meinem Tempel zu suchen? Meint ihr, der Strafe zu entgehen, nur weil ihr mir geweihtes Opferfleisch bringt? Eure Machenschaften gefallen euch doch nach wie vor!«

    16 Früher wart ihr für den Herrn wie ein grünender Ölbaum, der herrliche Früchte bringt. Doch nun höre ich Feuer prasseln: Der Herr hat den Baum angezündet, die Zweige bersten. 17 Ja, der Herr, der allmächtige Gott, hat dich gepflanzt, Israel und Juda, doch nun hat er deinen Untergang beschlossen. Denn du hast seinen Zorn herausgefordert, weil du getan hast, was er verabscheut: Du brachtest dem Gott Baal Räucheropfer dar.

    Wieder mal Ursache und Wirkung

    Könnten wir wirklich zu Recht Mitleid mit diesem ungehorsamen Volk haben? Wäre es logisch, Jehovas Gericht an ihnen hier grausam und unbarmherzig zu finden?

  180. Juleam 11. August 2012 um 16:56 Link zum Kommentar

    Jeremia 12 – Warum geht es den Gottlosen so gut?

    1 Herr, wenn ich dich anklagte, dann würdest du am Ende ja doch Recht behalten. Trotzdem will ich mit dir über deine Gerechtigkeit reden: Warum geht es den Menschen, die dich missachten, so gut? Warum leben alle, die dir untreu sind, in Ruhe und Frieden? 2 Du hast sie eingepflanzt, und sie haben Wurzeln geschlagen; sie wachsen und bringen Frucht. Ständig führen sie deinen Namen im Mund, aber ihr Herz ist weit von dir entfernt. 3 Herr, du kennst mich ganz genau, du siehst mich und weißt, dass mein Herz dir gehört. Herr, lass diese Menschen sterben wie Schafe, die geschlachtet werden! Sie dürfen dem Todesurteil nicht entgehen!

    4 Wie lange soll die Dürre in unserem Land noch dauern? Das Gras ist längst vertrocknet, das Vieh ist verendet, und die Vögel sind fortgezogen. Dies alles geschah wegen der Bosheit der Menschen. Sie sagen: »Gott sieht doch gar nicht, was wir tun.«

    5 Gott sprach zu mir: »Wenn du schon mit Fußgängern kaum Schritt halten kannst, wie willst du dann mit Pferden um die Wette laufen? Und wenn du dich nur im friedlichen Land sicher fühlst, was willst du dann erst im gefährlichen Dickicht am Jordan tun? 6 Denn sogar deine Brüder und andere Verwandte haben dich betrogen und verleumden dich hinter deinem Rücken. Trau ihnen nicht, selbst wenn sie freundlich mit dir reden!«

    Eine Frage, die immer wieder in treuen Dienern Jehovas aufkommt und dies, obwohl sie die Streitfrage kennen.

    Manchmal denke ich, es geht nicht darum, nicht zu wissen, warum ER das zuläßt – sondern darum dass es weh tut! Dass das Zulassen der Bosheit die Bösen erst in ihrem Tun bestärkt, „da die Strafe nicht sofort erfolgt“.

    Es ist ein Unterschied, die Theorie zu kennen – zu wissen, dass es um die Streitfrage geht – und der Praxis. Wir wissen wohl, dass Jehova die Dinge eine gewisse Zeit zulassen muss – denn sonst hätte der Satan ja Recht: wir könnten Jehova dienen, weil wir uns Befreiung erhoffen. Aber wenn wir eine sehr lange Zeit von schlechten Menschen bedrückt werden und es immer schlimmer wird, dann kommt oft der Gedanke: „aber jetzt muss er doch…, er kann doch nicht …“. Ich erinnere mich an „ein Gespräch mit Jehova“ in so einem Moment, wo ich der Ansicht war, dies könne er doch nicht auch noch zulassen. Antwort von Jehova: „aber du weißt doch …“ Ja, ich wusste, aber das ging mir dann doch eindeutig zu weit. Reaktion von Jehova: „aber das habe ich ja sogar bei meinem geliebten Sohn Jesus zugelassen“. „Ich weiss, aber da hattest du ja auch einen guten Grund.“ „Wer sagt dir, dass ich bei euch nicht auch einen guten Grund habe? Bedenke doch …“

    Ja, ER hat einen guten Grund. Aber das Wissen allein darum ändert leider nichts daran, dass wir oft genug haben, endlich Befreiung wünschen und Jehova dann fragen: „warum?“ und „wie lange noch?“

  181. Juleam 11. August 2012 um 16:59 Link zum Kommentar

    Jeremia 13 – 16

    Jeremia 13 – Der verrottete Gürtel

    1 Der Herr sprach zu mir: »Kauf dir einen Gürtel aus Leinen, binde ihn dir um und sorg dafür, dass er nicht nass wird!« 2 Ich kaufte einen Gürtel und legte ihn an. 3 Da gab mir der Herr einen neuen Auftrag: 4 »Geh mit deinem neuen Gürtel an den Euphrat, und versteck ihn dort in einer Felsspalte!« 5 Ich tat, was der Herr mir gesagt hatte, ging zum Euphrat und versteckte den Gürtel dort. 6 Nach langer Zeit sprach der Herr zu mir: »Geh wieder an den Euphrat, und hol den Gürtel, den du auf meinen Befehl dort versteckt hast!« 7 Da wanderte ich wieder zum Euphrat und holte den Gürtel aus seinem Versteck hervor. Er war verrottet und zu nichts mehr zu gebrauchen.

    8 Der Herr sprach zu mir: 9 »Genauso werde ich den Hochmut der Bewohner von Jerusalem und ganz Juda zunichte machen. 10 Sie sind ein boshaftes Volk, das sich weigert, auf mich zu hören, und tut, wozu sein Eigensinn es treibt. Anderen Göttern laufen sie nach, dienen ihnen und beten sie an – darum werden sie diesem Gürtel gleichen, der zu nichts mehr zu gebrauchen ist! 11 Wie sich ein Mann seinen Gürtel umlegt, so wollte ich, der Herr, mich mit Israel und Juda schmücken. Mein Volk sollten sie sein, meinen Namen bekannt machen, mir Lob und Ehre bringen – doch sie haben mir nicht gehorcht!«

    Die Weinkrüge sind voll

    12 »Sag ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Weinkrüge müssen voll sein. Wenn sie dir entgegnen: ›Wer weiß das nicht, dass Weinkrüge voll sein müssen?‹, 13 dann antworte: Der Herr kündigt euch an: Die Bewohner dieses Landes, die Könige, die Davids Nachfolger sind, die Priester und Propheten, ja, alle Einwohner von Jerusalem – sie sind die Krüge, und ich werde sie mit Wein füllen, bis sie betrunken sind! 14 Und dann schlage ich sie gegeneinander, so dass einer am anderen zerbricht, die Väter und die Söhne. Ich werde kein Mitleid mit ihnen haben und sie nicht schonen, sondern sie erbarmungslos zerschmettern. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort.«

    Die Schrecken der Gefangenschaft

    15 Der Herr hat zu euch gesprochen, seid nicht überheblich, sondern hört genau zu, und nehmt es euch zu Herzen! 16 Ehrt den Herrn, euren Gott, bevor er die Nacht hereinbrechen lässt und ihr in der Dämmerung auf den Hügeln umherstolpert, ehe er das Licht, auf das ihr wartet, in tiefe Nacht und hoffnungslose Dunkelheit verwandelt. 17 Doch wenn ihr seine Warnungen in den Wind schlagt, werde ich heimlich über euren Hochmut weinen; dann kann ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten, weil Gottes Volk, seine Herde, in die Gefangenschaft getrieben wird.

    18 Der Herr sagt: »Richtet dem König und seiner Mutter aus: Steigt herab vom Thron, und setzt euch auf den Boden, denn die Zeit eurer glanzvollen Herrschaft ist vorbei! 19 Die Städte im Süden Judas werden belagert, und niemand kann zu ihnen durchkommen. Ganz Juda wird in die Gefangenschaft verschleppt.

    20 Jerusalem, siehst du, wie deine Feinde von Norden her kommen? Was soll nun aus deiner Herde werden, die du beschützen solltest und auf die du so stolz warst? 21 Was wirst du sagen, wenn ich die als Herren über dich einsetze, die du für deine Freunde hieltest? Schmerzen werden dich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau. 22 Und wenn du dich dann fragst: ›Warum trifft mich dieses Unheil?‹, dann sollst du wissen: Wegen deiner unzähligen Sünden reißt man dir jetzt dein Kleid hoch und vergewaltigt dich.

    23 Ich, der Herr, sage dir: Kann ein Schwarzer etwa seine Hautfarbe wechseln oder ein Leopard sein geflecktes Fell? Genauso wenig kannst du Gutes tun, die du ans Böse gewöhnt bist! 24 Zerstreuen werde ich deine Einwohner wie Spreu im Wüstenwind!

    25 Dieses Los erwartet dich, das ist der gerechte Lohn, den ich dir gebe, weil du mich vergessen und falschen Göttern geglaubt hast. 26 Darum werde auch ich dir jetzt das Kleid hochreißen, hoch bis über dein Gesicht, damit alle dich nackt sehen.

    27 Dein ständiges Ehebrechen, dein aufreizendes Lachen und deine schamlose Hurerei: Das alles ist mir nicht entgangen! Auf den Hügeln und Feldern hast du abscheuliche Götzen verehrt. Ich warne dich, Jerusalem! Du willst nicht damit aufhören – wie lange soll es noch so weitergehen?«

    Bloß weil die Strafe nicht auf dem Fuße folgt, bedeutet dies nicht, dass Jerhova es nicht sieht oder dass es ihm egal wäre.

    Vielleicht lässt er uns manches Mal so lange in unserem Bösen Weg gewähren, damit wir selbst beweisen können, wie schlecht wir wirklich sind?

    Pharao hatte er verstockt werden und gewähren lassen, um SEINE Macht zu zeigen.

    Böse Menschen lässt ER noch gewähren, weil es das System der Dinge ist, weil wir in der Welt Satans leben.

    Außerdem gibt er so seinen wahren Anbetern die Gelegenheit, ihre Treue und Loyalität zu beweisen

  182. Juleam 11. August 2012 um 17:01 Link zum Kommentar

    Jeremia 14:7-22

    Herr, unsere Sünden klagen uns an, doch hilf uns und mach deinem Namen Ehre! Wir haben dir oft die Treue gebrochen, gegen dich haben wir gesündigt. 8 Du bist Israels einzige Hoffnung, sein Retter in Zeiten der Not. Warum verhältst du dich wie ein Fremder bei uns im Land, wie ein Wanderer, der nur für eine Nacht bleibt? 9 Warum bist du wie ein Soldat, der überwältigt wurde und niemandem mehr helfen kann? Du wohnst doch mitten unter uns! Wir tragen deinen Namen. Herr, verlass uns nicht!

    Bete nicht mehr für dieses Volk!

    10 Aber der Herr antwortete mir: »Dieses Volk liebt es, mir davonzulaufen, sie wollen einfach nicht bei mir bleiben. Darum finde ich kein Gefallen mehr an ihnen, ich verschone sie nicht mehr, sondern ziehe sie für ihre Sünden zur Rechenschaft.« 11 Und weiter sprach der Herr zu mir: »Jeremia, bete nicht mehr für das Wohl dieses Volkes! 12 Wenn sie auch fasten und mich um Gnade anflehen, werde ich sie doch nicht erhören. Wenn sie mir Brand- und Speiseopfer bringen, nehme ich ihre Opfer nicht an; nein, ich werde sie auslöschen durch Kriege, Hungersnot und Seuchen.«

    13 »Aber Herr«, erwiderte ich, »die Propheten reden ihnen ein: ›Ihr werdet keinen Krieg und keine Hungersnot erleben. Der Herr wird unserem Land bleibenden Frieden geben.‹«

    14 Doch der Herr sprach zu mir: »Was diese Propheten in meinem Namen verkünden, ist nichts als Lüge! Ich habe sie weder beauftragt noch gesandt, kein Wort habe ich mit ihnen geredet! Erlogene Visionen geben sie euch weiter, trügerische Wahrsagerei und ihre eigenen Wunschgedanken. 15 Das sage ich, der Herr, über diese Propheten, die in meinem Namen auftreten: Ich habe sie nicht gesandt, und doch behaupten sie: ›Weder Krieg noch Hungersnot wird dieses Land je treffen!‹ Genau diese Propheten werden im Krieg umkommen oder vor Hunger sterben! 16 Und die Menschen, denen sie geweissagt haben, werden auf den Straßen von Jerusalem liegen, verhungert oder vom Schwert durchbohrt: Männer, Frauen und Kinder, niemand wird sie begraben. Ihre Bosheit werde ich ihnen reichlich vergelten.«

    Herr, vergib uns, wir haben gesündigt!

    17 Der Herr befahl mir: »Verheimliche ihnen deine Trauer nicht! Sag ihnen: ›Ich weine hemmungslos, meine Tränen fließen Tag und Nacht. Denn mein Volk ist schwer verwundet, zerschlagen liegt es am Boden. 18 Wenn ich hinaus aufs Land gehe, sehe ich die Leichen daliegen – vom Schwert durchbohrt; gehe ich zurück in die Stadt, sehe ich verhungernde Menschen. Die Priester und Propheten werden in ein Land verschleppt, das sie nicht einmal kennen.‹«

    19 Herr, hast du Juda aufgegeben? Verabscheust du Jerusalem, die Stadt auf dem Berg Zion? Warum hast du uns so verwundet, dass wir nicht mehr gesund werden? Wir hofften, alles werde wieder gut – doch vergeblich! Wir dachten, die Wunden unseres Volkes würden heilen – aber wir erleben nichts als Schrecken!

    20 Herr, gegen dich haben wir gesündigt, wir bekennen dir unsere Schuld und die Schuld unserer Vorfahren. 21 Herr, verstoß uns jetzt nicht, es geht doch um deine Ehre! Gib den Tempel, deinen herrlichen Thron, nicht dem Gespött preis! Denk an den Bund, den du mit uns geschlossen hast, und brich ihn nicht!

    22 Kein Götze der Heiden kann uns helfen, keiner kann Regen bringen, und auch der Himmel gibt den Regen nicht von selbst. Nein, du bist es, Herr, unser Gott! Du hast alles geschaffen. Darum hoffen wir auf dich!

    Wer spricht eigentlich hier in den letzten Versen ab Vers 19?

    Redet das untreue und ungehorsame Volk? Oder ist es Jeremia, der ähnlich wie damals Moses für sein Volk eintritt – weil der Ruf Jehovas auf dem Spiel steht?

  183. Juleam 11. August 2012 um 17:02 Link zum Kommentar

    Jeremia 15:9

    Eine Mutter, die sieben Kinder hatte, wird vom Kummer verzehrt. Ihr ist nichts mehr geblieben, woran sie sich freuen könnte. Jede Hoffnung hat sie verloren, und an diesem Schmerz ist sie zerbrochen.

    Also eine ganz normale Reaktion auf so einen Verlust. Es hat nichts mit Krankheit oder „nicht normal zu sein“ zu tun!

  184. Juleam 11. August 2012 um 17:05 Link zum Kommentar

    Jeremia 15:10-21 Jeremia leidet unter seiner Aufgabe

    10 Ich unglücklicher Mensch! Warum bin ich überhaupt geboren? Jeder im Land streitet mit mir und bekämpft mich. Ich habe niemals Geld gegen Wucherzinsen verliehen und schulde niemandem etwas. Trotzdem verfluchen mich alle! 11 Da antwortete der Herr: »Ich werde dich bewahren und dafür sorgen, dass alles für dich ein gutes Ende nimmt. Das verspreche ich dir. Deine Verfolger werden in Not und Bedrängnis geraten und dich anflehen.

    12 Denn es wird ein mächtiger Feind aus dem Norden kommen, unüberwindlich wie eine Mauer aus Eisen und Bronze.13 Den Besitz und die Schätze dieses Volkes gebe ich zur Plünderung frei wegen ihrer Sünden, die sie im ganzen Land begangen haben. 14 Sie werden ihren Feinden dienen müssen in einem fremden Land. Denn mein Zorn ist wie ein Feuer, das sie verbrennt.«

    15 Herr, du siehst doch alles! Denk an mich, und setz dich für mich ein! Lass meine Feinde ihre gerechte Strafe bekommen. Halte deinen Zorn gegen sie nicht länger zurück, sonst komme ich noch um! Du weißt doch, dass sie mich deinetwegen beschimpfen. 16 Immer wenn du mit mir sprachst, nahm ich deine Worte mit großem Verlangen auf. Ja, dein Wort ist meine Freude und mein Glück, denn ich gehöre dir, Herr, allmächtiger Gott. 17 Nie saß ich fröhlich mit anderen Menschen zusammen, ich konnte nicht mit ihnen lachen. Nein, einsam war ich, weil deine Hand auf mir lag; dein Zorn über dieses Volk hatte auch mich gepackt. 18 Warum hören meine Schmerzen nicht auf? Warum wollen meine Wunden nicht heilen? Du hast mich enttäuscht, du bist wie ein Bach, der versiegt.

    19 Da antwortete der Herr: »Kehr um zu mir, dann nehme ich dich wieder in meinen Dienst. Wenn du nicht leichtfertig daherredest, sondern das sagst, was Wert hat, wirst du mein Bote bleiben. Das Volk soll wieder auf dich hören, du aber höre nicht auf sie! 20 Ich werde dich ihnen gegenüber stark machen wie eine Mauer aus Bronzeplatten. Sie werden dich bekämpfen – doch ohne Erfolg, denn ich bin bei dir und werde dich retten und bewahren. Ich, der Herr, verspreche es dir.

    21 Aus der Hand boshafter und gewalttätiger Menschen werde ich dich befreien.«

    Also auch dies eine ganz normale Reaktion: wir sind eben nicht für Alleinsein und Isolation geschaffen!

    Man könnte ja nun sagen: „warum beschwert er sich denn hier? Hat er nicht Jehova als seinen Freund? Sollte ihm das nicht reichen? Und was ist mit der Tatsache, dass er Jehovas Segen und Wohlgefallen hat – ist das nichts wert?“

    Das ist alles richtig. Trotzdem lebt er fast in totaler Isolation und dies ist nicht gut für den Menschen. Ok, er hatte seine Isolation selbst gewählt, er hätte sich ja anpassen oder sonstwie Umgang mit den Gottlosen haben können. Aber jemand, der Jehova aufrichtig liebt, der kann keine Gemeinschaft mit jenen pflegen, die diesen Gott verspotten. Das geht nicht! Es wäre so, als würde jemand, der allergisch auf Nüsse reagiert, freiwillig und mit Genuß Nusstorte essen.

    Wie gerne würde auch er sich mit anderen Leuten treffen, sich austauschen, Spass haben. Aber da ist niemand, der die Anbetung Jehovas ernst nimmt und da kein geeigneter Umgang vorhanden ist, da ist er halt allein.

    War Jeremia eigentlich verheiratet? Oder war er wirklich ganz allein mit Jehova?

    Jeremia 15:1-2

    Der Herr sprach zu mir: 2 »In einem Land wie diesem sollst du nicht heiraten und keine Kinder haben!

    Kennen wir das Gefühl, uns in einer großen lebendigen Menschenmenge allein zu fühlen? So fühlt sich hier Jeremia!

    Jehova sichert ihm zwar bessere Zeiten zu, sagt ihm, dass er sein Leid sieht und versteht – aber er bittet ihn auch um Geduld, denn noch ist nicht SEINE Zeit gekommen…

  185. Juleam 11. August 2012 um 17:06 Link zum Kommentar

    Jeremia 16:17-18

    Denn ich sehe alles, was sie tun, sie können sich nicht vor mir verbergen. Ihre ganze Schuld liegt offen vor mir. 18 Nun werde ich sie für ihre schweren Sünden ohne Mitleid strafen, denn sie haben mein Land mit ihren leblosen Götzenstatuen entweiht und überall ihre abscheulichen Figuren aufgestellt.

    Ja: er lässt sie eine ganze Weile gewähren – aber er sieht nicht weg!

    Er sieht, was sie tun und er wird sie zu seiner Zeit dafür zur Rechenschaft ziehen.

    Darum lohnt es sich auch nicht, ein Doppelleben zu führen. Es gibt keine Pluspunkte, wenn ich schlecht handle aber trotzdem weiterhin die Versammlung besuche und mir den Anschein gebe, ein Anbeter Jehovas zu sein. Jehova verabscheut so ein Tun!

  186. Juleam 11. August 2012 um 17:08 Link zum Kommentar

    Jeremia 17 – 20

    Jeremia 17:4

    Ich hatte euch dieses Land für immer geschenkt; doch ihr werdet es wieder verlieren, und daran seid ihr selbst schuld!

    Ist das nicht unfair?: „Geschenkt ist geschenkt und wiederholen ist gestohlen“?

  187. Juleam 11. August 2012 um 17:11 Link zum Kommentar

    Jeremia 17:9-10

    Nichts ist so undurchschaubar wie das menschliche Herz, es ist unheilbar krank. Wer kann es ergründen? 10 Ich, der Herr, durchschaue es; ich kenne jeden Menschen ganz genau und gebe ihm, was er für seine Taten verdient.

    erinnert uns dieser Text nicht an den BZK?

  188. Juleam 11. August 2012 um 17:15 Link zum Kommentar

    Jeremia 19:1-14 Der zerschmetterte Krug

    1 Der Herr befahl mir: »Kauf dir beim Töpfer einen Tonkrug. Dann nimm einige von den Ältesten des Volkes und den Priestern mit, 2 und geh zum Scherbentor hinaus ins Hinnomtal! Dort sollst du verkünden, was ich dir sage!

    3 Richte ihnen aus:
    Hört die Botschaft des Herrn, ihr Könige von Juda und ihr Einwohner Jerusalems! So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: Ich werde über diesen Ort so großes Unheil bringen, dass keiner es ertragen kann, davon zu hören. 4 Denn die Bewohner haben mich verlassen und diesen Ort ihren Götzen geweiht. Sie verbrennen Weihrauch für Götter, die weder sie noch ihre Vorfahren, noch die Könige von Juda gekannt haben. Dazu haben sie dieses Tal mit dem Blut unschuldiger Menschen getränkt. 5 Für den Gott Baal haben sie Opferstätten errichtet, wo sie ihm ihre Kinder verbrennen. Niemals habe ich so etwas befohlen, nie davon gesprochen, ja, nicht einmal daran gedacht!

    6 Darum hört nun, was ich sage: Es kommt die Zeit, in der man diesen Ort nicht mehr Hinnomtal oder Tofet, sondern Mordtal nennen wird! 7 An diesem Ort will ich die Pläne der Bewohner von Juda und Jerusalem vereiteln. Ich lasse sie ihren Todfeinden in die Hände fallen, und die werden sie umbringen. Ihre Leichen gebe ich den Geiern und Schakalen zum Fraß. 8 Ich mache diese Stadt zu einem Ort des Grauens und zur Zielscheibe des Spotts. Wer an ihr vorüberzieht, wird entsetzt sein und sie verachten. 9 Wenn ihre Todfeinde die Stadt belagern, wird die Hungersnot darin so groß, dass die Einwohner ihre Kinder und schließlich auch sich gegenseitig essen werden.

    10 Nachdem du ihnen das angekündigt hast, sollst du den Tonkrug vor den Augen der Männer, die dich begleitet haben, zerschmettern 11 und sagen: So spricht der Herr, der allmächtige Gott: Ich will dieses Volk und diese Stadt zerschmettern wie den Tonkrug, den man nicht wiederherstellen kann. Man wird die Toten im Tofet begraben, weil anderswo der Platz fehlt. 12 Auch diese Stadt mache ich, der Herr, zu einem einzigen Leichenfeld! 13 Die Häuser in Jerusalem und die Paläste der Könige von Juda sollen dadurch unrein werden wie der Tofet: alle Häuser, auf deren Dächern man den Sternen Räucheropfer brachte und anderen Göttern Trankopfer ausgoss.«

    14 Nachdem Jeremia im Tofet die Botschaft des Herrn verkündet hatte, ging er in die Stadt zurück.

    Was genau war das Scherbentor?

    Hieß es wegen dieser Geschichte so, um daran zu erinnern – oder wurde es schon immer Scherbentor genannt? Wenn ja: warum?

    Aschenhaufentor – Dieses Tor ist auch als das Scherbentor bekannt und wird gewöhnlich das Misttor genannt (Ne 2:13; 12:31). Nach der Beschreibung Nehemias scheint es 1 000 Ellen (445 m) ö. des Taltores gelegen zu haben (Ne 3:13, 14). Es befand sich an der SO-Ecke der Stadtmauer und führte ins Tal Hinnom, und zwar in der Nähe der Stelle, wo es mit dem Tyropöontal zusammenstieß (Jer 19:2). Durch dieses Tor gelangten die Götzenanbeter, die ihre Kinder als Opfer für Baal verbrannten, in das im Tal Hinnom gelegene Tophet (Jer 19:1-6). Auch Jeremia führte einige der älteren Männer und Priester Israels durch dieses Tor und kündigte für Jerusalem Unglück an, indem er einen irdenen Töpferkrug zerbrach; dadurch wollte er veranschaulichen, wie Gott das Volk zerbrechen würde, weil es anderen Göttern diente (Jer 19:1-3, 10, 11).

    Der Name „Scherbentor“ mag daher rühren, daß man Tonscherben, die Abfall waren, in dessen Nähe warf oder daß dort Tonscherben zermalmt wurden; aus dem daraus entstehenden Pulver stellte man Mörtel zum Verputzen von Zisternen her (wie dies in der heutigen Zeit in der Nähe eines Teiches in der sw. Ecke der Stadt geschehen ist). Unweit dieses Tores wurde möglicherweise auch das Töpfergewerbe betrieben, denn in dem nahe gelegenen Tal Hinnom war Ton vorhanden und am Eingang des Tyropöontales sowie am Brunnen von En-Rogel gab es Wasser. (Vgl. Jer 18:2; 19:1, 2.) Das „Feld des Töpfers“ (Mat 27:7, 8) verlegt man gemäß der Tradition seit dem 4. Jahrhundert u. Z. auf die s. Seite des Hinnomtales.
    (Quelle: Einsichtenbuch)

  189. Juleam 11. August 2012 um 17:17 Link zum Kommentar

    Jeremia 20 – Jeremia wird misshandelt

    1 Als der Priester Paschhur, der Sohn Immers, ein Oberaufseher im Tempel, diese Weissagungen Jeremias hörte, 2 ließ er ihn schlagen und in einen Raum im oberen Benjamintor bringen, das zum Tempelbezirk führte. Dort schloss er Jeremias Hände und Füße in einen Holzblock ein.

    3 Am nächsten Morgen ließ Paschhur Jeremia wieder frei. Da sagte der Prophet zu ihm: »Der Herr nennt dich nicht mehr Paschhur, sondern Magor Missabib – ›Schrecken überall‹. 4 Denn so spricht der Herr: ›Ich mache dich zum Schrecken – für dich selbst und für all deine Freunde! Mit eigenen Augen wirst du sehen, wie sie durchs Schwert der Feinde umkommen. Ich liefere die Bewohner von ganz Juda dem König von Babylonien aus; er wird die einen in sein Land verschleppen und die anderen hinrichten lassen. 5 Den ganzen Reichtum dieser Stadt übergebe ich ihren Feinden: die wertvollen Gegenstände, den mühsam erworbenen Besitz und die Schätze der Könige von Juda. Alles wird geplündert und nach Babylon gebracht. 6 Dich, Paschhur, wird man samt deinen Hausbewohnern nach Babylonien in die Gefangenschaft führen. Dort wirst du sterben, und dort wird man dich begraben, dich und all deine Freunde, denen du hier falsche Prophetien verkündet hast!‹«

    Herr, du hast den Kampf gewonnen!

    7 Herr, du hast mich überredet, und ich habe mich überreden lassen! Du bist stärker als ich und hast den Kampf gewonnen. Und nun werde ich lächerlich gemacht – tagaus, tagein; alle verhöhnen mich! 8 Denn sooft ich das Wort ergreife, schreie ich: »Gewalt und Zerstörung erwarten euch!« Deine Botschaft bringt mir nichts als Hohn und Spott. 9 Wenn ich mir aber vornehme: »Ich will nicht mehr an den Herrn denken und nicht länger in seinem Namen reden«, dann brennt dein Wort in meinem Herzen wie ein Feuer, ja, es glüht tief in mir. Ich habe versucht, es zurückzuhalten, aber ich kann es nicht! 10 Ich höre viele hinter meinem Rücken tuscheln: »Von ihm hört man nichts als Schreckensmeldungen! Zeigt ihn an, wir wollen ihn verklagen!« Alle, denen ich vertraut habe, lauern darauf, wann ich zu Fall gebracht werde. »Vielleicht lässt er sich hereinlegen, dann ist er in unserer Gewalt, und wir können uns an ihm rächen!«, sagen sie.

    11 Aber du, Herr, stehst mir bei wie ein mächtiger Held! Darum werden meine Feinde stürzen und nicht den Sieg davontragen. Nein, es wird ihnen niemals gelingen! Unvergesslich und groß wird ihre Schande sein! 12 Herr, allmächtiger Gott, du prüfst die Menschen, die dir dienen, du kennst sie ganz genau. Lass mich mit eigenen Augen sehen, wie du meine Feinde für ihre Bosheit bestrafst! Dir habe ich meinen Fall anvertraut. 13 Singt für den Herrn und lobt ihn! Denn er rettet den Armen aus der Gewalt boshafter Menschen.

    Warum nur bin ich geboren?

    14 Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren wurde; der Tag, an dem meine Mutter mich zur Welt brachte, soll für immer vergessen werden! 15 Verflucht sei der Mann, der meinem Vater die frohe Nachricht brachte: »Du hast einen Sohn bekommen!« 16 Es möge ihm ergehen wie den Städten, die der Herr erbarmungslos vernichtet hat! Schon am Morgen soll er Schreckensschreie hören und am Mittag Kriegsalarm! 17 Wäre ich doch im Mutterleib gestorben. Dann wäre meine Mutter mein Grab geworden und für immer schwanger geblieben!

    18 Warum nur bin ich geboren? Um ein Leben zu führen, das mir nichts als Leid und Elend bringt? Um jeden Tag nur Schimpf und Schande zu ernten?

    Genau so fühle ich mich gerade!

    w95 15. 11. S. 24 Ihr Licht erlosch nicht
    Einmal wurde Jeremia wegen seiner Prophezeiungen von Paschhur, dem Priester, der auch der führende Beauftragte im Haus Jehovas war, geschlagen und in den Stock gelegt. Angesichts dieses scheinbaren Rückschlags sagte Jeremia: „Ich wurde ein Gegenstand des Gelächters den ganzen Tag lang; jeder verspottet mich. Denn sooft ich rede, schreie ich. Gewalttat und Verheerung rufe ich aus. Denn das Wort Jehovas wurde für mich eine Ursache zur Schmach und zur Verhöhnung den ganzen Tag lang.“ So sehr war der Prophet entmutigt, daß er sogar sagte: „Ich werde ihn [Jehova] nicht erwähnen, und ich werde nicht mehr in seinem Namen reden“ (Jeremia 20:1, 2, 7-9).

    Aber Jeremia ließ sich nicht von Entmutigung überwältigen. Über „das Wort Jehovas“ erklärte er: „In meinem Herzen erwies es sich wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen; und ich wurde müde, an mich zu halten, und es zu ertragen, vermochte ich nicht“ (Jeremia 20:8, 9). Höchst motiviert, die Aussprüche Gottes zu reden, wurde Jeremia durch heiligen Geist gestützt, und er erfüllte seinen Auftrag.

    da haben wir dann etwas gemeinsam: egal, was man uns sonst noch so alles „auferlegen mag“, es wird nichts daran ändern, dass die Wahrheit in meinem Herzen brennt und dass ich nicht aufhören werde, über Jehova und die wunderbaren Dinge zu reden, die ER getan hat. Und wenn es das Letzte ist, was ich tue!

  190. Juleam 12. August 2012 um 22:00 Link zum Kommentar

    heute beim Lesen vom Jeremia-Buch gefunden, was ich begleitend zur Bibellesung in Jeremia lese:

    2 Als Gott die Rückkehr der Juden aus Babylon voraussagte, betonte er auch, wie sie sich dann fühlen würden: „Du wirst dich noch mit deinen Tamburinen schmücken und tatsächlich ausziehen im Reigentanz der Lachenden.“ (Lies Jeremia 30:18, 19; 31:4, 12-14.) Die anschließenden Worte Jehovas werden dich sehr berühren: „Ich will die müde Seele satt tränken, und jede schmachtende Seele will ich füllen.“ Eine andere Bibel drückt das so aus: „Ich will den Erschöpften neue Kraft geben, und alle, die vom Hunger geschwächt sind, bekommen von mir zu essen“ (Jer. 31:25, Hoffnung für alle).

    3 Ist das nicht eine tröstende Zusicherung? Jehova hat versprochen, die Müden und Bedrückten satt zu tränken oder ihnen neue Kraft zu geben. Und Gott hält, was er verspricht. Jeremias Aufzeichnungen geben uns die Sicherheit, dass auch wir eines Tages satt getränkt werden. Außerdem werden wir durch Jeremia kennenlernen, wie wir schon heute Mut fassen und optimistisch sein können. …

    4 Das gerade erwähnte Versprechen Jehovas gab Jeremia immer wieder neue Kraft und kann auch uns Mut machen. Erinnerst du dich noch an den Gedanken aus Kapitel eins, dass Jeremia genauso wie Elia ein Mensch „mit Gefühlen gleich den unseren“ war? (Jak. 5:17). Jeremia war manchmal bedrückt oder schon fast deprimiert. Einige mögliche Ursachen dafür werden wir uns nun anschauen. Versuch dabei, dich in Jeremia hineinzuversetzen, und überleg dir, in welchen Situationen du selbst hin und wieder den Mut verlierst (Röm. 15:4)….

    Du kannst sicher sein, dass Jehova auch deine Situation genau beobachtet (Ps. 11:4; 66:7). Und wer weiß? Wenn du bei dem bleibst, was du aus der Bibel gelernt hast, und den richtigen Weg gehst, kannst du vielleicht sogar bewirken, dass ein Gegner seinem Unglück entgeht (1. Tim. 4:16).

    7 Die Drohungen der Bewohner Anathoths waren längst nicht das Einzige, worunter Jeremia zu leiden hatte. Einmal bekam er es mit dem Priester Paschhur zu tun, einem Mann, der in Jerusalem viel zu sagen hatte. Aus Ärger über eine Prophezeiung Gottes „schlug Paschhur Jeremia, den Propheten, und legte ihn in den Stock“ (Jer. 20:1, 2). Paschhur hat ihm wohl nicht einfach nur eine Ohrfeige gegeben. Man vermutet, dass er ihn mit bis zu 40 Schlägen oder Peitschenhieben bestrafte (5. Mo. 25:3). Als Jeremia misshandelt wurde, haben ihn die Leute bestimmt verspottet, wüst beschimpft oder sogar angespuckt. Und das war noch nicht alles. Paschhur legte Jeremia über Nacht in den Stock. Das entsprechende hebräische Wort lässt darauf schließen, dass er in eine krumme Haltung gezwängt wurde. Höchstwahrscheinlich schloss man ihn in einen Holzblock ein und er machte eine qualvolle Nacht durch.

    8 Was denkst du, wie Jeremia zumute war? „Ich wurde ein Gegenstand des Gelächters den ganzen Tag lang“, vertraute er sich Gott an (Jer. 20:3-7). Am liebsten hätte er alles hingeworfen und nicht mehr im Namen Gottes geredet. Doch das brachte er nicht fertig. Er sagte: „In meinem Herzen erwies es sich wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen.“ Er konnte die Botschaft Jehovas einfach nicht für sich behalten. (Lies Jeremia 20:8, 9.)

    9 Daran können wir denken, wenn Verwandte, Nachbarn, Kollegen oder Mitschüler über uns herziehen. Es ist ganz normal, dass so etwas nicht spurlos an uns vorübergeht. Auch wenn man wegen seines Glaubens an Jehova tätlich angegriffen wird, kann einen das ganz schön mitnehmen. Jeremia machten solche Angriffe ziemlich zu schaffen, denn schließlich war er ein unvollkommener Mensch wie du und ich. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass er mit Gottes Hilfe seine Freude und sein inneres Gleichgewicht zurückgewann. Seine Mutlosigkeit war kein Dauerzustand und das braucht auch bei uns nicht der Fall zu sein (2. Kor. 4:16-18).

    10 Jeremias Stimmung schlug manchmal ganz plötzlich um. Kennst du das auch? Eben noch warst du voller Freude und Optimismus und im nächsten Moment versinkst du in tiefe Schwermut. Wie sich Jeremias Hochstimmung ausdrückte, erfährst du in Jeremia 20:12, 13. (Lies.) Nachdem Jeremia den Angriff Paschhurs überstanden hatte, fühlte er sich überglücklich. Es ging ihm wie einem armen, elenden Menschen, der „aus der Hand der Übeltäter befreit“ worden war. Würdest du auch manchmal am liebsten vor Freude in die Luft springen und ein Lied für Jehova singen? Vielleicht weil du aus einer schwierigen Situation befreit worden bist? Oder weil du in deinem persönlichen Leben oder im Dienst für Jehova etwas besonders Schönes erlebt hast? Was für ein Gefühl! (Apg. 16:25, 26).

    11 Doch wir unvollkommenen Menschen können wie Jeremia von einem Augenblick zum anderen in ein tiefes Loch fallen (((vielleicht, weil etwas passiert, das uns an eine schmerzliche Sache erinnert))). Nachdem der Prophet gerufen hatte: „Singt Jehova!“, stürzte er in tiefe Verzweiflung. Vielleicht liefen ihm sogar die Tränen übers Gesicht. (Lies Jeremia 20:14-16.) Er war so niedergeschlagen, dass er wünschte, er wäre nicht geboren worden. In seiner düsteren Stimmung dachte er, dem Mann, der seine Geburt angekündigt hatte, soll es genauso ergehen wie Sodom und Gomorra. Doch jetzt die entscheidende Frage: Blieb Jeremia in seinem Tief? Gab er auf und versank er völlig in seiner Niedergeschlagenheit? Nein, er muss etwas getan haben, um diesen Zustand zu überwinden (((vielleicht, indem er sich für eine Weile in Gottes Wort vertieft und zu Jehova gebetet hat))), und kam aus seinem Tief heraus. Sehen wir uns einmal an, was im Buch Jeremia gleich als Nächstes erzählt wird. Als sich der andere Paschhur, der Fürst, im Auftrag König Zedekias über die Belagerung Jerusalems erkundigte, stellte sich Jeremia der Situation. Mutig verkündete er Gottes Gerichtsbotschaft und wie es mit Jerusalem ausgehen würde (Jer. 21:1-7). Ganz klar, Jeremia machte als Prophet weiter.

    12 So mancher von uns leidet unter Stimmungsschwankungen. Mitunter haben sie eine körperliche Ursache … und ein Facharzt kann eventuell Abhilfe schaffen (Luk. 5:31). Doch die meisten von uns erleben Höhen und Tiefen, die noch im Normalbereich liegen. Negative Gefühle hängen zum größten Teil wohl einfach mit unserer Unvollkommenheit zusammen. Eine Ursache kann Übermüdung oder Trauer sein. Falls du gerade in einem Tief steckst, kannst du daran denken, dass ja auch Jeremia Stimmungsschwankungen hatte, aber deswegen nicht von Jehova verurteilt wurde. Vielleicht musst du dir einfach mehr Ruhe gönnen oder dir Zeit lassen, Gefühle der Trauer zu verarbeiten. In jedem Fall ist es äußerst wichtig, die Zusammenkünfte und andere christliche Aktivitäten nicht zurückzustellen. Das ist entscheidend dafür, dass du ausgeglichen bleibst und im Dienst für Jehova die Freude nicht verlierst (Mat. 5:3; Röm. 12:10-12).

    13 Ob deine Mutlosigkeit in regelmäßigen Abständen wiederkehrt oder eher die Ausnahme ist, Jeremias Erlebnisse können dir viel geben. Wie wir gesehen haben, war er manchmal ziemlich am Boden. Doch er sagte sich in seiner Niedergeschlagenheit nie von Jehova los — dem Gott, den er liebte und dem er treu diente. Als ihm seine Feinde Gutes mit Bösem vergalten, suchte er bei Jehova Hilfe und vertraute auf ihn (Jer. 18:19, 20, 23). Nimm dir fest vor, es genauso zu machen (Klag. 3:55-57).
    (Quelle: Jeremia-Buch Kapitel 7)

  191. Juleam 14. August 2012 um 11:27 Link zum Kommentar

    Jeremia 21 – 23

    Jeremia 21:1-2

    König Zedekia sandte Paschhur, den Sohn Malkijas, und den Priester Zefanja, den Sohn Maasejas, zu Jeremia. Sie sollten ihm mitteilen: »Nebukadnezar, der König von Babylonien, führt Krieg gegen uns. Befrage doch den Herrn und bitte ihn, ob er nicht ein Wunder für uns tut wie schon so oft und Nebukadnezar zum Abzug zwingt!«
    Da empfing Jeremia eine Botschaft vom Herrn

    der selbe Paschur, der damals schon die Aufräumarbeiten unter König Josia boykottierte und der einige Kapitel zuvor Jeremia in einen Stock legen ließ?

    Wie mag sich dieser nun wohl dabei gefühlt haben, ausgerechnet „diesen selbstgerechten“ Jeremia im Auftrag des Königs zu befragen?

  192. Juleam 15. August 2012 um 09:37 Link zum Kommentar

    Jeremia 24 – 26

    Jeremia 25:1-14 – Siebzig Jahre in Babylonien

    1 Im 4.Regierungsjahr Jojakims, des Sohnes Josias, empfing Jeremia eine Botschaft für das ganze Volk von Juda. Es war das 1.Regierungsjahr des babylonischen Königs Nebukadnezar. 2 Der Prophet Jeremia gab die Botschaft weiter an alle Einwohner von Jerusalem und an das ganze Volk von Juda.

    3 Er sagte:
    »Dreiundzwanzig Jahre lang – vom 13.Regierungsjahr unseres Königs Josia, des Sohnes Amons, bis zum heutigen Tag – hat der Herr immer wieder zu mir gesprochen. Ich habe euch seine Worte verkündet, aber ihr wolltet sie nie annehmen. 4 Der Herr hat ständig seine Boten, die Propheten, zu euch gesandt, aber ihr habt euch beharrlich geweigert, auf sie zu hören. Ihr habt sie gar nicht ernst genommen, 5 wenn sie euch sagten: ›Jeder von euch soll umkehren von seinen falschen Wegen! Hört auf, Böses zu tun! Dann könnt ihr für immer in diesem Land bleiben, das der Herr euch und euren Vorfahren geschenkt hat.‹ 6 Der Herr warnte euch: ›Dient nicht anderen Göttern, macht euch keine Götzenfiguren, und verehrt sie nicht, sonst fordert ihr meinen Zorn heraus, und ich bringe Unheil über euch!

    7 Aber ihr habt alle meine Worte in den Wind geschlagen. Mit eurem Götzendienst habt ihr meinen Zorn heraufbeschworen und euch selbst damit geschadet.‹ 8 So spricht der Herr, der allmächtige Gott: ›Weil ihr nicht auf mich gehört habt, 9 rufe ich alle Völker aus dem Norden herbei, auch meinen Diener Nebukadnezar, den König von Babylonien. Sie werden euch und alle eure Nachbarvölker überfallen. Über euch alle habe ich mein Urteil gesprochen – eure Länder werden zerstört und für immer zur Wüste gemacht. Ein Bild des Schreckens werdet ihr sein, das nur Verachtung erntet. 10 Ich bereite bei euch allem Jubel und aller Freude ein Ende, es wird auch keine fröhlichen Hochzeitsfeiern mehr geben; dann hört man keine Kornmühle mehr in den Häusern, und die Öllampen verlöschen. 11 Euer ganzes Land wird zu einem Trümmerfeld, zu einer unbewohnten Wüste. Siebzig Jahre lang werdet ihr und eure Nachbarvölker dem König von Babylonien unterworfen sein.

    12 Aber nach den siebzig Jahren gehe ich mit dem König von Babylonien und seinem Volk ins Gericht und mache ihr Land für immer zur Wüste. 13 Ich lasse alle Drohungen, die ich gegen dieses Land ausgesprochen habe, in Erfüllung gehen, alle Weissagungen Jeremias über die Völker, wie sie in diesem Buch aufgeschrieben sind. 14 Viele Völker und mächtige Könige werden kommen und die Babylonier unterwerfen. So ziehe ich sie zur Rechenschaft für alles, was sie getan haben.‹«

    Eine klare Ansage, warum Jehova sie so hart straft.

    Immer hat er die Menschen vorher von Jehova warnen lassen. Wer dann noch durch SEIN Gericht umkommt – der ist selber Schuld!

  193. Juleam 15. August 2012 um 09:49 Link zum Kommentar

    Jeremia 25:15-29 Den bitteren Kelch müssen alle Völker trinken!

    15 Der Herr, der Gott Israels, sprach zu mir: »Nimm diesen Kelch, den ich dir reiche! Er ist gefüllt mit meinem Zorn. Gib allen Völkern, zu denen ich dich sende, davon zu trinken! 16 Sie sollen trinken, taumeln und den Verstand verlieren, wenn ich Krieg und Tod über sie bringe!«

    17 Da nahm ich den Kelch aus der Hand des Herrn entgegen und ließ alle Völker daraus trinken, zu denen mich der Herr sandte: 18 zuerst Jerusalem und die anderen Städte im Land Juda mit ihren Königen und führenden Männern; da wurde das ganze Land zu einem einzigen Trümmerfeld, an dem die Leute entsetzt vorübergingen, über dessen Schicksal sie spotteten und es auch anderen herbeiwünschten – so wie es schon heute geschieht.

    19 Dann kam der Pharao an die Reihe, der König von Ägypten, mit seinem Hofstaat, den obersten Beamten und dem ganzen Volk 20 samt allen Ausländern in seinem Land. Danach mussten die Könige des Landes Uz aus dem Kelch trinken, die Könige des Landes der Philister mit den Städten Aschkelon, Gaza, Ekron und der restlichen Bevölkerung von Aschdod, 21 dann die Edomiter, Moabiter und Ammoniter, 22 die Könige der Hafenstädte Tyrus und Sidon sowie die Herrscher der Inseln jenseits des Mittelmeers, 23 die Beduinen von Dedan, Tema und Bus und die anderen Stämme, die sich das Haar an den Schläfen stutzen, 24 alle Könige Arabiens und der Nomadenstämme in der Wüste, 25 alle Könige von Simri, Elam und Medien, 26 dann die Herrscher der nahen und fernen Länder im Norden, einer nach dem anderen, ja, alle Königreiche der ganzen Welt. Zuletzt musste der König von Babylonien aus dem Kelch trinken.

    27 Dann befahl mir der Herr, ihnen allen diese Botschaft auszurichten: »So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: Trinkt aus diesem Kelch, bis ihr betrunken seid und euch erbrechen müsst; trinkt, bis ihr zu Boden stürzt und nicht mehr aufstehen könnt, weil mein Schwert unter euch wütet!« 28 Weiter sprach der Herr zu mir: »Wenn sie sich weigern, den Kelch aus deiner Hand entgegenzunehmen und daraus zu trinken, dann befiehl: Im Namen des allmächtigen Gottes: Ihr müsst ihn austrinken! 29 Über die Stadt, die meinen Namen trägt, lasse ich das Unheil zuerst hereinbrechen – und ihr meint, ich würde euch verschonen? Nein, ihr entkommt eurer Strafe nicht! Ich bringe Krieg und Tod über alle Bewohner der Erde, ich, der allmächtige Gott.«

    Geht es hier wirklich um einen buchstäblichen Kelch?

    Jeremia sagt zwar zu Anfang, dass er ihn aus der Hand des Herrn entgegen nimmt – aber wie könnten sich so viele Nationen daraus so sehr betrinken, dass sie im Taumel sind?

    Wird nicht auch in der Offenbarung „der Becher des Grimmes Gottes“ erwähnt? Was war nochmal dort die Bedeutung?

    Offb. 14:9-11 „Ein anderer Engel, ein dritter, folgte ihnen und sprach mit lauter Stimme: ‚Wenn jemand das wilde Tier und sein Bild anbetet und ein Kennzeichen an seiner Stirn oder auf seiner Hand empfängt, wird er auch von dem Wein des Grimmes Gottes trinken, der unverdünnt im Becher seines Zornes eingeschenkt ist, und er wird vor den Augen der heiligen Engel und vor den Augen des Lammes mit Feuer und Schwefel gequält werden. Und der Rauch ihrer Qual steigt auf immer und ewiglich, und Tag und Nacht haben sie keine Ruhe, diejenigen, die das wilde Tier und sein Bild anbeten, und wer immer das Kennzeichen seines Namens empfängt.‘ “

    Aussprüche über bevorstehende Vernichtung quälen die Verurteilten

    Offb. 11:10 „Die auf der Erde wohnen, freuen sich über sie und sind froh, und sie werden einander Gaben senden, weil diese zwei Propheten die, die auf der Erde wohnen, quälten.“

    Jer. 25:15, 29, 34-36 „Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, zu mir gesprochen hat: ,Nimm diesen Becher des Grimmweins aus meiner Hand, und du sollst ihn alle Nationen, zu denen ich dich sende, trinken lassen. Denn siehe! über die Stadt, über der mein Name genannt wird, fange ich an, Unglück zu bringen, und ihr selbst solltet irgendwie straffrei ausgehen? Heult, ihr Hirten, und schreit! Und wälzt euch, ihr Majestätischen der Herde, denn eure Tage zur Schlachtung und zu eurem Zerstreutwerden sind erfüllt, und ihr sollt fallen wie ein begehrenswertes Gefäß! Und ein Zufluchtsort ist den Hirten entschwunden und ein Mittel des Entrinnens den Majestätischen der Herde. Horch! Das Geschrei der Hirten und das Geheul der Majestätischen der Herde, denn Jehova verheert ihre Weide.‘ “

    Jer. 26:8, 9 „So begab es sich, als Jeremia alles zu Ende geredet hatte, was Jehova ihm geboten hatte, zum ganzen Volk zu reden, daß ihn dann die Priester und die Propheten und alles Volk ergriffen und sprachen: ,Du wirst ganz bestimmt sterben. Warum hast du im Namen Jehovas prophezeit, indem du sprachst: „Gleich demjenigen in Silo wird dieses Haus werden, und diese Stadt selbst wird verwüstet werden, um ohne Bewohner zu sein.“?‘ Und das ganze Volk versammelte sich fortwährend um Jeremia im Hause Jehovas.“
    ms S. 286 Höllenfeuer

    Im Einsichtenbuch heißt es hierzu:

    Desgleichen waren die Priester und Führer Judas auf sinnbildliche Weise betrunken. Als religiöse Führer häuften sie Traditionen von Menschen auf; sie redeten Falschheit und sahen falsche Dinge für Gottes heilige Nation. Sie blickten auf Assyrien, um Hilfe zu erhalten, statt auf Gott (Jes 29:1, 9-14; 2Kö 16:5-9). Wie vorhergesagt worden war, wurde das „betrunkene“ Israel 740 v. u. Z. von den Assyrern weggeführt. Später wurde das abtrünnige Juda gezwungen, den Becher des Grimmes Jehovas zu trinken, und wurde 607 v. u. Z. taumelnd ins Exil nach Babylon weggesandt (Jes 51:17-23). Wegen seiner bedrückenden Behandlung des Volkes Gottes mußte Babylon („der König von Scheschach“) denselben Becher 68 Jahre später auch austrinken (Jer 25:15-29).

    Die symbolische Stadt „Babylon die Große“ wird in der Bibel als betrunkene Hure dargestellt, die einen goldenen Becher „voll von abscheulichen Dingen und den Unreinheiten ihrer Hurerei“ in der Hand hat. Die Bewohner der Erde sind mit „dem Wein ihrer Hurerei“ trunken gemacht worden. Sie selbst ist „trunken . . . vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu“. Die Folge ihrer Ausschweifung wird ewige Vernichtung sein (Off 17:1-6, 16; 14:8; 18:8)

    hier geht es dann also wohl eher um einen symbolischen Becher, der den Zorn Jehovas mit dem darauf folgenden Gericht darstellt

  194. Juleam 15. August 2012 um 09:50 Link zum Kommentar

    Jeremia 26 – Kehrt um zum Herrn!

    1 Nicht lange nachdem Jojakim, der Sohn Josias, König von Juda geworden war, sprach der Herr zu Jeremia: 2 »Geh in den Tempelvorhof, und richte allen Menschen, die aus den Städten Judas kommen, um mich im Tempel anzubeten, meine Botschaft aus! Lass kein Wort davon weg! 3 Vielleicht hören sie darauf und kehren um von ihren falschen Wegen. Dann werde ich meinen Entschluss ändern und das angedrohte Unheil nicht über sie hereinbrechen lassen.

    4 Sag ihnen: So spricht der Herr: Wenn ihr nichts von mir wissen wollt und euch nicht an meine Weisungen haltet, 5 wenn ihr die Warnungen der Propheten nicht beachtet, wenn ihr nicht auf meine Boten hört, die ich immer wieder zu euch sende, 6 dann werde ich diesen Tempel zerstören so wie damals das Heiligtum in Silo. Alle anderen Völker der Erde werden jedem, den sie verfluchen wollen, das Schicksal Jerusalems herbeiwünschen.«

    Jeremia vor Gericht

    7 Die Priester, die Propheten und das Volk hatten zugehört, wie Jeremia diese Warnungen vor dem Tempel aussprach. 8 Kaum hatte er ihnen die Botschaft des Herrn ausgerichtet, nahmen sie ihn fest. »Das wirst du mit dem Leben bezahlen!«, schrien sie. 9 »Wie kannst du im Namen des Herrn behaupten, dass es diesem Tempel wie dem Heiligtum in Silo ergeht und dass Jerusalem zerstört und menschenleer sein wird?« Im Nu war Jeremia auf dem Tempelvorplatz von einer großen Menschenmenge umringt.

    10 Als die führenden Männer von Juda erfuhren, was geschehen war, gingen sie vom Königspalast zum Tempel hinauf und nahmen ihre Plätze vor dem Neuen Tor ein, um Gericht zu halten. 11 Die Priester und Propheten klagten Jeremia vor den führenden Männern und allen Versammelten an: »Dieser Mann verdient den Tod! Er hat unserer Stadt ein böses Ende angekündigt, ihr habt es ja selbst gehört!«

    12 Darauf erwiderte Jeremia: »Der Herr hat mich beauftragt, dies alles gegen den Tempel und die Stadt vorauszusagen. 13 Ändert euer Leben, und hört wieder auf den Herrn, euren Gott! Dann wird er einlenken und das angedrohte Unheil nicht über euch hereinbrechen lassen. 14 Macht mit mir ruhig, was ihr wollt! Ich bin in eurer Hand. 15 Doch eins sollt ihr wissen: Wenn ihr mich hinrichten lasst, dann ladet ihr Schuld auf euch, auf diese Stadt und ihre Einwohner, weil ihr einen Unschuldigen umgebracht habt! Denn so wahr ich hier stehe: Der Herr hat mich zu euch gesandt, um euch alles anzukündigen, was ihr gehört habt.«

    16 Da waren sich die Richter und das Volk einig. »Dieser Mann hat auf keinen Fall die Todesstrafe verdient«, sagten sie zu den Priestern und Propheten, »denn er hat im Auftrag des Herrn zu uns geredet.«

    17 Dann traten einige von den Ältesten des Landes nach vorne und erzählten: 18 »Als König Hiskia noch regierte, gab es einen Propheten namens Micha aus Moreschet. Im Auftrag des Herrn weissagte er dem ganzen Volk: ›So spricht der Herr, der allmächtige Gott: Der Berg Zion wird zu einem umgepflügten Acker werden, die Stadt Jerusalem zu einem Trümmerhaufen, und auf dem Tempelberg wird das Dornengestrüpp wuchern!‹19 Doch weder König Hiskia von Juda noch das Volk ließen ihn deswegen töten; nein, Hiskia erschrak und flehte zum Herrn um Erbarmen. Da ließ der Herr das Unheil nicht geschehen, das er angekündigt hatte. – Wenn wir jetzt Jeremia töten, bringen wir großes Unglück über uns!«

    Der Prophet Uria bezahlt seine Botschaft mit dem Leben

    20 In jener Zeit gab es noch einen anderen Propheten, der wie Jeremia im Auftrag des Herrn weissagte: Uria, der Sohn Schemajas, aus Kirjat-Jearim. Auch er kündigte Jerusalem und dem ganzen Land Juda Unheil an.

    21 Als König Jojakim, seine Heerführer und die führenden Männer davon hörten, wollten sie ihn töten lassen. Uria erfuhr es und floh voller Angst nach Ägypten. 22 Doch Jojakim schickte Elnatan, den Sohn Achbors, mit einigen anderen Männern dorthin. 23 Sie nahmen Uria gefangen und brachten ihn zu Jojakim zurück. Der ließ ihn mit dem Schwert hinrichten und seine Leiche auf dem Armenfriedhof verscharren.

    24 Jeremia aber kam mit dem Leben davon. Er wurde nicht dem Volk ausgeliefert, das ihn umgebracht hätte, denn Ahikam, der Sohn Schafans, setzte sich für ihn ein.

    harte Zeiten für Jeremia – und das alles nur, weil er Jehova mit ganzem Herzen dient!

  195. Juleam 15. August 2012 um 09:53 Link zum Kommentar

    Jeremia 27 – 29

    Jeremia 27 – Beugt euch unter Nebukadnezars Joch!

    1 Als Zedekia, der Sohn Josias, die Herrschaft über Juda angetreten hatte, empfing ich eine Botschaft vom Herrn.

    2 Der Herr sprach zu mir:
    »Fertige dir ein Joch aus Holz an, binde die Stangen mit Lederriemen zusammen, und leg dir das Joch auf den Nacken! 3 Dann geh zu den Gesandten der Könige von Edom, Moab, Ammon, Tyrus und Sidon, die gerade bei König Zedekia in Jerusalem sind! 4 Sie sollen ihren Königen diese Botschaft von mir ausrichten: So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: 5 Ich habe mit meiner starken Hand die Erde geschaffen, die Menschen und die Tiere. Ich lasse über sie herrschen, wen ich dazu erwähle. 6 Alle eure Länder gebe ich in die Gewalt Nebukadnezars, des Königs von Babylonien, der mein Diener ist. Selbst die wilden Tiere sind seiner Macht unterworfen. 7 Alle Völker werden ihm und später seinem Sohn und Enkel dienen müssen, so lange, bis ich auch der Herrschaft der Babylonier ein Ende setze. Dann werden mächtige Könige aus anderen Ländern kommen und Babylonien erobern. 8 Doch wenn sich jetzt ein Volk oder Königreich nicht unter das Joch Nebukadnezars beugen will und seine Herrschaft nicht anerkennt, dann lasse ich Krieg, Hungersnot und Seuchen über dieses Land kommen, bis Nebukadnezar es ganz erobert hat! Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort.

    9 Ihr Könige, hört nicht auf eure Propheten, Wahrsager und Traumdeuter, auf eure Geisterbeschwörer und Magier, die euch weismachen wollen, ihr müsstet dem König von Babylonien nicht dienen! 10 Was sie euch erzählen, ist nichts als Lüge, und wenn ihr auf sie hört, werdet ihr aus eurer Heimat vertrieben, ja, ich selbst vertreibe euch dann, und ihr kommt dabei um. 11 Doch wer sich unter das Joch Nebukadnezars beugt und ihm dient, dessen Volk lasse ich in seiner Heimat bleiben, damit es das Land bebauen und darin leben kann. Das verspreche ich, der Herr.«

    12 Dann ging ich auch zu König Zedekia und wiederholte meine Warnungen: »Du und dein Volk, beugt euch dem König von Babylonien, unterwerft euch ihm und den Babyloniern, dann bleibt ihr am Leben! 13 Oder willst du, dass dein Volk mit dir im Krieg umkommt, verhungert oder an Seuchen stirbt? Denn diese Folgen hat der Herr jedem Land angedroht, das sich nicht dem König von Babylonien unterwirft. 14 Hört nicht auf eure Propheten, die euch weismachen wollen, ihr müsstet Nebukadnezars Herrschaft nicht anerkennen! Was sie euch sagen, ist nichts als Lüge! 15 So spricht der Herr: ›Ich habe diese Propheten nicht zu euch gesandt; sie erzählen euch Lügen und berufen sich dabei auch noch auf mich! Wenn ihr auf sie hört, werde ich euch vertreiben, und ihr werdet umkommen, ihr und diese Propheten, die euch nur täuschen wollen!‹«

    16 Dann wandte ich mich an die Priester und an das ganze Volk: »So spricht der Herr: ›Hört nicht auf eure Propheten, wenn sie euch weismachen, die Gegenstände aus dem Tempel würden bald von Babylon nach Jerusalem zurückgebracht werden! Sie belügen euch. 17 Hört nicht auf sie! Unterwerft euch Nebukadnezar, dann bleibt ihr am Leben! Oder wollt ihr, dass er diese Stadt zu einer Trümmerstätte macht? 18 Wenn eure Propheten wirklich Propheten wären, zu denen ich, der Herr, der allmächtige Gott, spreche, dann würden sie zu mir beten. Sie würden mich darum bitten, dass die übrigen wertvollen Tempelgegenstände, die es noch im Tempel, im Königspalast oder anderswo in Jerusalem gibt, nicht auch nach Babylon gebracht werden.

    19-22 Noch sind sie hier, die Bronzesäulen, das große Wasserbecken, die Kesselwagen, die Tempelgefäße und -werkzeuge. Nebukadnezar hat sie nicht mitgenommen, als er den judäischen König Jechonja, den Sohn Jojakims, mit den führenden Männern von Jerusalem und Juda nach Babylonien verschleppen ließ. Aber ich, der Herr, der allmächtige Gott Israels, sage euch: Alle wertvollen Gegenstände, die noch im Tempel, im Königspalast oder anderswo in Jerusalem zurückgeblieben sind, werden auch nach Babylon gebracht. Dort bleiben sie, bis ich mich wieder ihrer annehme und sie nach Jerusalem zurückholen lasse. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort.‹«

    Ob diese „falschen Propheten“ eigentlich selbst daran glaubten, dass sie Jehovas Worte verkünden?

    Oder sind sie tatsächlich so dreist, ganz bewußt Dinge im Namen Jehovas zu reden, die sie überhaupt nicht von IHM haben?

    Führen sie ihre Brüder ganz bewußt in die Irre? Was hätten sie dann davon? Macht es ihnen nichts aus, dass alle die, die auf sie hören, mit ihnen zu Tode kommen?

    Dann würden sie sich ja als Werkzeuge des Widersachers Gottes gebrauchen lassen, denn dies ist ja genau Satans Ziel. Ob sie sich dessen bewußt sind?

    Was haben denn die, die auf sie hören, davon? Welchen Nutzen haben sie davon, sich „die Ohren kitzeln zu lassen“? Ist es das wert?

  196. Juleam 15. August 2012 um 09:55 Link zum Kommentar

    Jeremia 28 – Jeremia oder Hananja – wer ist vom Herrn gesandt?

    1 Im 5.Monat desselben Jahres, dem 4.Regierungsjahr des judäischen Königs Zedekia, kam der Prophet Hananja, der Sohn Asurs, aus Gibeon in den Tempel und sagte in Gegenwart der Priester und des Volkes zu Jeremia: 2 »So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: ›Ich werde das Joch des Königs von Babylonien zerbrechen! 3 Innerhalb von zwei Jahren lasse ich alle wertvollen Tempelgegenstände, die Nebukadnezar nach Babylon mitgenommen hat, hierher zurückbringen. 4 Ich sorge auch dafür, dass König Jechonja von Juda, der Sohn Jojakims, wieder nach Jerusalem zurückkehrt, er und alle anderen Judäer, die nach Babylonien verschleppt wurden. Ja, ich will der Herrschaft Nebukadnezars ein Ende setzen!‹«

    5 Da entgegnete Jeremia dem Propheten Hananja vor dem Volk und den Priestern, die sich im Tempel aufhielten: 6 »Möge der Herr tun, was du gesagt hast! Ich wünschte, er ließe deine Verheißung in Erfüllung gehen und brächte alle verschleppten Menschen und die wertvollen Tempelgegenstände wieder zurück! 7 Doch jetzt hör gut zu, Hananja, was ich dir und den Versammelten sage: 8 Propheten hat es schon immer gegeben, lange bevor du und ich lebten; sie haben vielen Völkern und mächtigen Königreichen Unheil, Kriege und Seuchen angekündigt. 9 Gewiss kann ein Prophet auch Glück und Frieden voraussagen, doch ob er wirklich vom Herrn gesandt ist, wird sich erst zeigen, wenn seine Weissagung eintrifft!«

    10 Da nahm der Prophet Hananja das hölzerne Joch von Jeremias Nacken, zerbrach es 11 und rief: »So spricht der Herr: ›Genauso werde ich innerhalb von zwei Jahren das Joch Nebukadnezars zerbrechen. Alle Völker will ich von der Last seiner Herrschaft befreien!‹« Daraufhin verließ der Prophet Jeremia den Tempel.

    12 Kurze Zeit nachdem Hananja das Joch zerbrochen hatte, das Jeremia auf der Schulter trug, empfing Jeremia eine Botschaft vom Herrn: 13 »Geh und sag zu Hananja: So spricht der Herr: Das hölzerne Joch hast du zerbrechen können – doch nun kommt ein Joch aus Eisen! 14 Ich selbst lege allen Völkern ringsum ein eisernes Joch auf den Nacken: Sie werden Nebukadnezar, dem König von Babylonien, dienen müssen, ja, selbst die wilden Tiere sind seiner Macht unterworfen! Mein Wort gilt, denn ich bin der Herr, der allmächtige Gott Israels.«

    15 Dann sagte Jeremia zu Hananja: »Der Herr hat dich nicht gesandt, du verführst das Volk dazu, auf deine Lügen zu vertrauen! 16 So spricht der Herr: ›Weil du das getan hast, lasse ich dich vom Erdboden verschwinden. Noch in diesem Jahr wirst du sterben, denn du hast zum Ungehorsam gegen mich aufgerufen!‹«

    17 Zwei Monate später, im 7.Monat desselben Jahres, starb der Prophet Hananja.

    Warum verlässt Jeremia nach Hananjas Worten den Tempel?

    Zieht er vielleicht in Betracht, dass dieser mit seinen Worten Recht haben könne? Ist er nicht sicher, ob Hananjas Reden nicht doch von Jehova sein könnten?

    Oder geht er vielleicht, weil es eh sinnlos ist? „Ein Prophet des Herrn hat es nicht nötig sich zu streiten“?

    Vielleicht geht er aber auch, weil er weiß, dass ihm nun erst mal niemand mehr zuhören wird, denn natürlich hören die Menschen lieber positive Voraussagen und werden das von Hananja vorziehen…

    Für mich persönlich ist eher interessant, ob Hananja mit seinen Worten bei Jeremia eine Unsicherheit hervorgerufen hat – ob dieser nicht doch die Worte Jehovas redet

    Aber warum hätte Jehova seine Ansicht über das Volk in der Zwischenzeit ändern sollen? Sie hatten doch nicht positiv reagiert. Da war ja niemand (oder kaum einer) der bereute

  197. Juleam 15. August 2012 um 10:00 Link zum Kommentar

    Jeremia 29 – Jeremias Brief an die Verbannten in Babylonien

    1 Der Prophet Jeremia schickte aus Jerusalem einen Brief an die Ältesten, die Priester, die Propheten und alle anderen, die den Angriff der Babylonier überlebt hatten und von Nebukadnezar nach Babylonien verschleppt worden waren. 2 König Jechonja, seine Mutter, die Hofbeamten und die führenden Männer von Juda und Jerusalem waren zusammen mit den Schmieden und Schlossern Jerusalems in die Verbannung geführt worden. 3 Elasa, der Sohn Schafans, und Gemarja, der Sohn Hilkijas, nahmen Jeremias Brief mit, als Zedekia sie zu König Nebukadnezar nach Babylon sandte.

    4 Jeremia schrieb:
    »So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels, zu allen Verbannten, die er von Jerusalem nach Babylonien wegführen ließ:

    5 ›Baut euch Häuser und wohnt darin! Legt Gärten an und ernährt euch von ihren Früchten! 6 Heiratet und zeugt Kinder! Wählt für eure Söhne Frauen aus, und lasst eure Töchter heiraten, damit auch sie Kinder zur Welt bringen. Euer Volk soll wachsen und nicht kleiner werden. 7 Bemüht euch um das Wohl der Stadt, in die ich euch wegführen ließ, und betet für sie. Wenn es ihr gut geht, wird es auch euch gut gehen.

    8 Ich, der Herr, der allmächtige Gott Israels, warne euch: Lasst euch nicht von euren Propheten und Wahrsagern in die Irre führen! Wenn sie euch ihre Träume verkünden, dann hört nicht darauf!9 Sie erzählen euch Lügen und berufen sich dabei auch noch auf mich. Ich, der Herr, habe sie nicht gesandt. 10 Denn ich sage euch: Die Babylonier werden siebzig Jahre herrschen, und wenn diese Zeit um ist, werde ich Erbarmen mit euch haben. Dann lasse ich meine Verheißung in Erfüllung gehen und bringe euch wieder in euer Land zurück. 11 Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der Herr, werde euch Frieden schenken und euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. 12 Wenn ihr dann zu mir ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, will ich euch erhören. 13 Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, 14 will ich mich von euch finden lassen. Das verspreche ich euch. Ich werde eurer Gefangenschaft ein Ende machen: Aus allen Ländern, in die ich euch zerstreut habe, will ich euch wieder sammeln und in das Land zurückbringen, aus dem ich euch damals fortgejagt habe.

    15 Ihr behauptet: Der Herr hat uns hier in Babylonien Propheten gegeben, die uns die Zukunft voraussagen. – 16 Doch ich, der Herr, kündige etwas ganz anderes an: Über den König, der ein Nachkomme Davids ist, und über die restlichen Einwohner von Jerusalem, die nicht mit euch in die Gefangenschaft ziehen mussten, 17 sage ich, der Herr, der allmächtige Gott: Ich bringe Kriege, Hungersnot und Seuchen über sie; sie sind für mich wie verfaulte Feigen, die man wegwirft, weil man sie nicht mehr essen kann. 18 Ja, Krieg, Hungersnot und Seuchen lasse ich über sie hereinbrechen. In allen Königreichen ringsum, in allen Ländern, in die ich sie vertreibe, wird man über ihr Unglück entsetzt sein, sie verachten und verspotten; wer einen anderen verfluchen will, wird ihm dasselbe Schicksal herbeiwünschen, das sie getroffen hat. 19 Denn sie haben meine Warnungen in den Wind geschlagen, die meine Boten, die Propheten, ihnen immer wieder überbrachten. Was ich, der Herr, ihnen zu sagen hatte, war ihnen völlig gleichgültig.

    20 Ihr aber, die ich aus Jerusalem nach Babylonien verschleppen ließ, hört auf mich! 21 Denn ich, der Herr, der allmächtige Gott Israels, sage euch: Ahab, der Sohn Kolajas, und Zedekia, der Sohn Maasejas, führen euch mit ihren Weissagungen in die Irre und berufen sich dabei auf mich. Darum gebe ich sie in die Gewalt des Königs Nebukadnezar. Er wird sie vor euren Augen hinrichten. 22 Wenn ihr Verbannten in Babylonien dann jemanden verwünscht, werdet ihr sagen: Der Herr strafe dich wie Zedekia und Ahab, die der König von Babylonien bei lebendigem Leib rösten ließ! – 23 Sie haben große Schuld auf sich geladen: Mit den Frauen anderer Männer brachen sie die Ehe, sie gaben sich als meine Propheten aus und erzählten Lügen. Niemals habe ich sie damit beauftragt! Das bezeuge ich, der Herr.‹«

    Gottes Botschaft an den Propheten Schemaja in Babylonien

    24-25 Der Herr, der allmächtige Gott Israels, gab mir den Auftrag, Schemaja aus Nehelam diesen Brief zu schreiben: »Eigenmächtig hast du von Babylonien aus Briefe an die Einwohner von Jerusalem und an alle Priester geschickt. An den Priester Zefanja, den Sohn Maasejas, schriebst du:

    26 ›Der Herr hat dich an Jojadas Stelle zum Priester berufen. Als Tempelaufseher musst du jeden Wahnsinnigen, der als Prophet auftritt, ins Gefängnis werfen, seine Hände und Füße in einen Holzblock einschließen und ihm das Halseisen umlegen. 27 Warum unternimmst du dann nichts gegen Jeremia aus Anatot, der sich als Prophet ausgibt? 28 Er hat einen Brief an uns in Babylonien geschickt und darin behauptet, wir müssten noch lange hier bleiben. Wir sollten uns Häuser bauen und darin wohnen, Gärten anlegen und uns von ihren Früchten ernähren.‹

    29 Das alles hast du Zefanja geschrieben. Doch er hat mir deinen Brief vorgelesen, 30 und der Herr hat mich beauftragt, 31 allen Verbannten in Babylonien diese Botschaft über dich weiterzugeben: ›Schemaja aus Nehelam spricht zu euch, als wäre er ein Prophet, doch ich habe ihn nicht gesandt. Er verführt euch dazu, auf Lügen zu vertrauen.

    32 Hört nun, was ich, der Herr, sage: Ich werde Schemaja aus Nehelam strafen, ihn und seine Kinder. Seine Nachkommen werden alle sterben, und auch er selbst wird das Gute nicht erleben, das ich meinem Volk einst schenken werde. Denn er hat zum Ungehorsam aufgerufen gegen mich, den Herrn!‹«

    Schlimme Sache das: jeder „behauptet von sich“, der wahre Prophet Jehovas zu sein und der andere würde lügen. Dies habe ihm Jehova selbst gesagt.

    Schwere Zeiten für das Volk, sie werden verunsichert – hin und her gerissen – sein. Wem sollten sie nun glauben? Woran könnten sie erkennen, wer hier die Wahrheit sagt und wirklich den Geist Jehovas hat?

    Was, wenn wir uns heute in einer ähnliche Situation befinden? Woran sollten wir erkennen können, wer wirklich den Geist Jehovas hat und es gut mit uns meint?

    Welche Schlüsse lassen die Worte und Taten der einzelnen zu? Wer erweist sich wirklich als Anbeter und Freund Jehovas? Könnte es sein, dass es auch hier derjenige ist, der sich zurückzieht, weil er merkt, dass es eh keinen Sinn hat? Dass man ihm eh nicht glaubt, egal was er sagen würde?

    Was können wir tun, wenn wir in dieser Hinsicht unsicher sind? Könnten wir nicht Jehova befragen und in der Bibel lesen, was sich Jehova wünscht und dies mit dem Lebenswandel derjenigen vergleichen, die uns so verunsichern? Wer von beiden motiviert uns wirklich, in der wahren Anbetung Fortschritte zu machen, Jehova zu einem Teil in unserem Leben zu machen? Wer von diessen beiden Parteien motiviert uns dazu, richtig in der Bibel zu lesen und dies jeden Tag? Wer sagt uns, wir müssten alles nicht so ernst nehmen und nicht so streng mit uns selbst sein?

    Welche Auswirkungen hatten die Worte Hananjas und Jeremias auf Jehova und darauf, wie er über jeden von ihnen dachte? Wie dachte Jehova über diejenigen, die dem Volk die Ohren kitzelten?

    Woran erkenne ich denn, ob ich mir gerade die Ohren kitzeln lasse? Erinnern wir uns noch an den entsprechenden Programmpunkt auf dem BZK?

  198. Juleam 15. August 2012 um 18:25 Link zum Kommentar

    Jeremia 30 – 32

    Jeremia 30 – Gott befreit sein Volk aus der Gefangenschaft

    1 Jeremia empfing diese Botschaft vom Herrn: 2 »So spricht der Herr, der Gott Israels: Schreib alle meine Worte auf einer Buchrolle nieder! 3 Es kommt die Zeit, in der ich das Schicksal der Israeliten und Judäer, die mein Volk sind, wieder zum Guten wende. Ich bringe sie zurück in das Land, das ich ihren Vorfahren gegeben habe, und sie können es wieder in Besitz nehmen.

    4 Ich, der Herr, sage zu Israel und Juda: 5 Ich höre Angstgeschrei, Entsetzen macht sich breit, und der Friede ist unerreichbar fern. 6 Können Männer denn Kinder gebären? Warum sehe ich, wie alle Männer sich krümmen vor Schmerz, als hätten sie Wehen? Warum sind sie alle totenbleich?

    7 Ja, es wird ein Tag kommen – so furchtbar wie kein zweiter! Die Nachkommen Jakobs geraten in große Not, aber ich werde sie retten. 8 An jenem Tag werde ich das Joch, das auf ihnen lastet, zerbrechen und ihre Fesseln zerreißen. Das verspreche ich, der allmächtige Gott. Keine fremden Völker werden mein Volk mehr unterwerfen. 9 Nein, mir wird es dienen, dem Herrn, seinem Gott, und einem Nachkommen Davids, den ich als König über sie einsetze.

    10 Fürchtet euch nicht, ihr Nachkommen Jakobs, meine Diener! Hab keine Angst, Volk Israel! Ich, der Herr, werde euch aus einem fernen Land zurückholen. Ich befreie eure Nachkommen aus dem Land, in dem sie Gefangene sind. Dann werdet ihr in Frieden und Sicherheit leben, niemand bedroht euch mehr. 11 Denn ich, der Herr, bin bei euch, um euch zu helfen. Die Völker, in deren Länder ich euch vertrieb, lasse ich vom Erdboden verschwinden, doch euch lösche ich nicht aus. Zwar werde ich auch euch bestrafen, aber nicht mehr als unbedingt nötig.

    12 Israel, du bist böse zugerichtet worden, deine Wunden sind unheilbar. 13 Keiner tritt für dich ein, niemand verbindet deine Wunden, es gibt keine Hoffnung auf Heilung mehr für dich! 14 Alle deine Freunde haben dich vergessen, sie lassen dich im Stich. Du hast große Schuld auf dich geladen und unzählige Sünden begangen. Darum habe ich dich geschlagen – unbarmherzig und grausam wie ein Feind.

    15 Warum klagst du jetzt über deine Wunden, warum schreist du in deinem Schmerz, den niemand lindern kann? Weil deine Schuld so groß ist und du viele Sünden begangen hast, darum habe ich dich so zugerichtet!

    16 Doch alle Völker, die dich ausrotten wollen, sollen auch ausgerottet werden. Deine Feinde werden wie du in die Gefangenschaft ziehen. Sie haben dich beraubt – nun fallen sie selbst anderen zur Beute; dich haben sie ausgeplündert, nun gebe ich auch sie der Plünderung preis. 17 Aber zu dir sage ich, der Herr: Ich will dich wieder gesund machen und deine Wunden heilen, auch wenn deine Feinde meinen, du seist von mir verstoßen worden. ›Zion, um die sich niemand kümmert‹, nennen sie dich. 18 Doch ich verspreche dir: Ich wende das Schicksal meines Volkes wieder zum Guten und sorge dafür, dass ihre Häuser neu errichtet werden. Aus den Ruinen wird Jerusalem wiederaufgebaut, und der Königspalast wird an seiner alten Stelle stehen.

    19 Dann hört man dort wieder Danklieder und frohes Lachen. Ich lasse mein Volk immer größer werden und verleihe ihnen so viel Ansehen, dass niemand sie mehr verachtet. 20 Ihre Kinder können in Sicherheit aufwachsen wie früher, ja, das ganze Volk wird von mir geschützt. Doch alle, die sie unterdrücken, bekommen meine Strafe zu spüren!

    21 Ein König aus dem eigenen Volk wird sie regieren; einer aus ihrer Mitte wird ihr Herrscher sein. Er darf vor mich treten, weil ich es ihm gewähre. Denn wer sonst könnte es wagen, sich mir zu nähern, mir, dem Herrn? Er würde sein Leben aufs Spiel setzen. 22 Ihr Israeliten sollt wieder mein Volk sein, und ich will euer Gott sein!«

    23 Der Zorn des Herrn bricht los wie ein Sturm, wie ein Wirbelsturm fegt er über die hinweg, die den Herrn verachten.

    24 Er wird sich erst legen, wenn alles ausgeführt ist, was der Herr sich vorgenommen hat. Die Zeit kommt, in der ihr das klar erkennen werdet!

    Jeremia spricht hier davon, dass sich ihre Freunde von ihnen abgewandt haben und sie unerträgliche Schmerzen erdulden – weil sie sich gegen Jehova versündigt haben. Es war seine Strafe für ihr Verhalten.

    Traurigerweise gibt es auch einige unter dem Volk Jehovas, die daraus ableiten, dass andere – denen es heute so schlecht geht – ebenfalls dies als Strafe Jehovas für ihre Sünden erleiden. Haben sie damit Recht?

    War dies nicht auch das, was Hiobs Freunde ihm vorwarfen? Wie dachte Jehova über Hiob und wie dachte er über seine „Freunde“?

    Erinnern wir uns noch an den Asaph, der den 73. Psalm schrieb und was Jehova zu seinen Gedanken und Gefühlen sagte?

    Erinnern wir uns noch an Micha, der fragte „wie lange noch?“? Erinnern wir uns an Jeremias Frage in sieser Hinsicht?

    Was schließen wir daraus? Stimmt die Rechnung: wenn du Jehova gefällst geht es dir gut – wenn du Dinge tust, die er hasst, geht es dir schlecht?

    Hier in Jeremia 30 sagt Jehova seinem Volk durch Jeremia, dass es ihnen schlecht gehen wird, weil sie so schlimm gesündigt haben. Aber es bedeutet nicht, dass jeder, der heute leidet, zwangsläufig Jehovas Mißfallen hat.

    Denken wir auch an all die Dinge, die Jesus auf der Erde erdulden mußte – gerade weil er Jehova treu und loyal blieb! Denken wir auch an die Schlußworte in dem Vortrag „Die letzten Stunden im Leben Jesu“, was der Redner darüber sagte, wenn wir einen ruhigen und sicheren Platz in unserer Versammlung haben. Ein ähnlicher Gedanke wurde auf dem BZK auch geäußert: jeder, der sich aufrichtig bemüht, Jehovas Willen zu tun, wird in der heutigen Zeit verfolgt werden. Denken wir auch an die Worte des Paulus:

    (2. Timotheus 3:12)
    Tatsächlich werden alle, die in Gemeinschaft mit Christus Jesus in Gottergebenheit leben wollen, auch verfolgt werden

  199. Juleam 15. August 2012 um 18:38 Link zum Kommentar

    Jeremia 31 – Ich bringe euch in euer Land zurück

    1 So spricht der Herr: »Es kommt die Zeit, in der ich der Gott aller Stämme Israels sein werde, und sie werden mein Volk sein.

    2 Alle, die dem Schwert der Feinde entkommen sind, ziehen durch die Wüste zurück in ihr Land, wo sie in Ruhe und Sicherheit leben können.
    Denn ich, der Herr, habe Erbarmen mit ihnen. 3 Ich bin ihnen von ferne erschienen und habe zu ihnen gesagt: ›Ich habe euch schon immer geliebt, darum bin ich euch stets mit Güte begegnet.‹ 4 Ich baue dich wieder auf, Volk Israel, deine Städte und Dörfer werden neu errichtet. Dann wirst du fröhlich sein und mit dem Tamburin hinausgehen zum Reigentanz. 5 Im Bergland von Samaria legst du wieder Weinberge an. Die Weinbauern bepflanzen sie und genießen ihre Früchte. 6 Die Wächter im Bergland von Ephraim rufen: ›Auf, wir wollen zum Berg Zion gehen, zum Herrn, unserem Gott!‹

    7 Ich, der Herr, sage: Freut euch über die Nachkommen Jakobs, jubelt über das bedeutendste aller Völker! Singt mir Loblieder und ruft laut: ›Der Herr hat sein Volk befreit, er hat alle gerettet, die von Israel übrig geblieben sind!‹ 8 Ich, der Herr, bringe sie aus dem Land im Norden zurück, ich hole sie vom Ende der Erde herbei. Blinde und Lahme sind unter ihnen, schwangere Frauen und solche, die gerade erst ein Kind geboren haben. Sie alle kehren als großes Volk in ihr Land zurück. 9 Weinend werden sie kommen, sie werden zu mir beten, während ich sie nach Hause bringe. Ich führe sie zu Bächen mit frischem Wasser, ich lasse sie auf gut gebahnten Wegen gehen, damit sie nicht stürzen. Denn ich bin Israels Vater, und der Stamm Ephraim ist mein erster Sohn.

    10 Ihr Völker, hört, was ich, der Herr, sage, verkündet es auf den fernsten Inseln! Ruft: ›Der Herr hat die Israeliten in alle Winde zerstreut, aber nun sammelt er sie wieder und schützt sein Volk wie ein Hirte seine Herde.‹ 11 Ja, ich, der Herr, habe die Nachkommen Jakobs erlöst, ich habe sie aus der Gewalt ihrer Unterdrücker befreit. 12 Sie werden auf den Berg Zion kommen und jubeln vor Freude; dann genießen sie die guten Gaben, die ich ihnen schenke: Korn, jungen Wein und Olivenöl in Fülle, dazu junge Schafe und Rinder. Mein Volk wird einem gut bewässerten Garten gleichen, nie wieder werden sie Mangel leiden. 13 Die Mädchen tanzen im Reigen, die jungen Männer und die Alten feiern miteinander. Denn ich verwandle ihre Trauer in Freude, ich tröste sie und schenke ihnen Glück nach all ihrem Leid. 14 Den Priestern gebe ich das beste Fleisch der Opfertiere; mein Volk soll satt werden von meinen guten Gaben. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort.«

    15 So spricht der Herr: »Schreie der Angst hört man in der Stadt Rama, das Klagen nimmt kein Ende. Rahel weint um ihre Kinder, sie will sich nicht trösten lassen, denn ihre Kinder wurden ihr genommen.

    16 Doch ich, der Herr, sage: Du brauchst nicht mehr zu weinen und zu klagen! Wisch dir die Tränen ab, denn ich werde dich für das belohnen, was du für deine Nachkommen getan hast: Sie kehren aus dem Land ihrer Feinde zurück. 17 Du hast eine Zukunft! Du darfst neue Hoffnung schöpfen! Denn deine Kinder kommen in ihre Heimat zurück.

    18 Ich habe genau gehört, wie Ephraim stöhnt: ›Herr, du hast mich gestraft, ich musste geschlagen werden wie ein junges Rind, das sich nicht ans Joch gewöhnen will, ich habe deine Strafe verdient! Doch jetzt bring mich zurück zu dir, lass mich umkehren, denn du bist der Herr, mein Gott. 19 Ich komme zu dir zurück, und jetzt packt mich die Reue über das, was ich getan habe. Ich erkenne meine Sünden, sie tun mir leid. Ich schäme mich, und mein Gewissen quält mich. Die Schuld meiner Jugend hat mich in Verruf gebracht.‹

    20 Ich, der Herr, antworte: Ephraim ist mein geliebter Sohn, mein Lieblingskind! Immer wenn ich ihm Strafe androhe, muss ich doch in Liebe an ihn denken. Es bricht mir das Herz, ich muss Erbarmen mit ihm haben!

    21 Ihr Israeliten, stellt euch Wegweiser auf, kennzeichnet die Straßen! Erinnert euch, auf welchem Weg ihr gekommen seid, und dann kehrt in eure Städte zurück! 22 Wie lange willst du noch umherirren, mein Volk, das mir die Treue gebrochen hat? Wenn du wieder in deinem Land bist, lasse ich etwas ganz Neues geschehen: Du wirst bei mir bleiben wie eine Frau bei ihrem Mann.«

    Israel und Juda werden wieder besiedelt

    23 Der Herr, der allmächtige Gott Israels, sprach zu mir: »Wenn ich das Schicksal meines Volkes zum Guten wende, werden die Einwohner der Städte Judas sagen: ›Der Herr segne dieses Land, das ihm gehört, und den Berg Zion, auf dem er wohnt!‹ 24 Alle Menschen werden im Land Juda friedlich zusammenleben: Bauern und Nomaden, die mit ihren Herden umherziehen. 25 Ich will den Erschöpften neue Kraft geben, und alle, die vom Hunger geschwächt sind, bekommen von mir zu essen.«

    26 Da wachte ich auf, ich war erfrischt und gestärkt.

    27 Der Herr sprach: »Es kommt die Zeit, in der ich Israel und Juda wieder mit Menschen und Tieren bevölkern werde. 28 Damals habe ich sie entwurzelt und ausgerissen, nun werde ich sie wieder einpflanzen und gedeihen lassen. Das verspreche ich, der Herr. 29 Dann wird man nicht mehr das Sprichwort anführen: ›Die Väter haben saure Trauben gegessen, und die Söhne haben davon stumpfe Zähne bekommen.‹ 30 Nein, wer saure Trauben isst, wird selbst stumpfe Zähne bekommen; jeder wird für seine eigene Schuld sterben.«

    Der neue Bund

    31 So spricht der Herr: »Es kommt die Zeit, in der ich mit dem Volk Israel und dem Volk von Juda einen neuen Bund schließe. 32 Er ist nicht mit dem zu vergleichen, den ich damals mit ihren Vorfahren schloss, als ich sie mit starker Hand aus Ägypten befreite. Diesen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr war!

    33 Der neue Bund mit dem Volk Israel wird ganz anders aussehen: Ich schreibe mein Gesetz in ihr Herz, es soll ihr ganzes Denken und Handeln bestimmen. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. 34 Niemand muss dann den anderen noch belehren, keiner braucht seinem Bruder mehr zu sagen: ›Erkenne doch den Herrn!‹ Denn alle – vom Kleinsten bis zum Größten – werden erkennen, wer ich bin. Ich vergebe ihnen ihre Schuld und denke nicht mehr an ihre Sünden. Mein Wort gilt!

    35 Ich, der Herr, habe die Sonne dazu bestimmt, den Tag zu erhellen, den Mond und die Sterne, damit sie nachts leuchten. Sie alle folgen einer festen Ordnung. Ich lasse die Wellen des Meeres tosen, denn ich bin der Herr, der allmächtige Gott. 36 Ich sage: So wie diese feste Ordnung für immer besteht, wird auch Israel für immer mein Volk sein. 37 Und wie man die Weite des Himmels und die Fundamente der Erde niemals ermessen kann, so werde ich Israel nicht verstoßen trotz allem, was es getan hat. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort!«

    Jerusalem wird wieder aufgebaut

    38 So spricht der Herr: »Es kommt die Zeit, in der man die Stadt Jerusalem für mich wieder aufbauen wird. Ihre Mauer verläuft vom Hananelturm bis zum Ecktor, 39 von dort weiter bis zum Garebhügel und im Bogen bis nach Goa.

    40 Das ganze Tal, in dem man die Leichen verbrennt und die Opferasche ausschüttet, außerdem die Terrassenfelder bis zum Bach Kidron und zur Ecke des Rosstors im Osten – alles wird dann einzig und allein mir gehören. Nie mehr wird man die Stadt abreißen und zerstören.«

    Huch! Wieder widersprüchliche Verse?

    Israel würde immer Jehovas Volk sein und Jerusalem würde er nie wieder zerstört?

    Hatten wir diesen Gedanken nicht schon an anderer Stelle?

    Und ist hier nicht auch von einem anderen Bund die Rede, wo ER sein Gesetz in ihr Herz schreiben würde?

  200. Juleam 15. August 2012 um 18:51 Link zum Kommentar

    Jeremia 32 –Jeremia kauft einen Acker

    1 Im 10.Regierungsjahr des judäischen Königs Zedekia empfing Jeremia eine Botschaft vom Herrn. Es war das 18.Regierungsjahr König Nebukadnezars, 2 und das babylonische Heer belagerte damals gerade Jerusalem. Jeremia wurde im Wachhof beim Königspalast gefangen gehalten. 3 Zedekia hatte ihn verhaften lassen, weil er immer wieder verkündet hatte: »So spricht der Herr: ›Ich gebe diese Stadt in die Gewalt des babylonischen Königs, er wird sie erobern. 4 Auch König Zedekia entkommt ihm nicht, er wird Nebukadnezar Auge in Auge gegenüberstehen und ihm Rechenschaft ablegen müssen. 5 Dann verschleppt man Zedekia nach Babylon, und dort wird er bleiben, bis ich, der Herr, mich wieder seiner annehme. Ihr könnt noch so sehr gegen die Babylonier kämpfen, ihr werdet doch nicht siegen!‹«

    6 Jeremia berichtet über die Botschaft, die Gott ihm gab:
    Der Herr sprach zu mir: 7 »Hanamel, der Sohn deines Onkels Schallum, wird zu dir kommen und dich auffordern, seinen Acker in Anatot zu kaufen, weil du als nächster Verwandter das Vorkaufsrecht hast.«

    8 Wie der Herr es angekündigt hatte, kam Hanamel zu mir in den Wachhof und sagte: »Ich muss meinen Acker verkaufen, der in Anatot im Gebiet von Benjamin liegt. Du bist der nächste Verwandte und hast das Vorkaufsrecht. Nimm den Acker, damit er unserer Sippe nicht verloren geht!«
    Ich wusste, dass durch ihn der Herr zu mir sprach, 9 darum kaufte ich Hanamel den Acker ab und gab ihm siebzehn Silberstücke dafür. 10 Ich unterzeichnete den Kaufvertrag, ließ die Zeugen unterschreiben und versiegelte das Schriftstück. Die Silberstücke wog ich auf der Waage ab. 11-12 In Gegenwart Hanamels, der Zeugen, die den Vertrag beglaubigt hatten, und der anderen Judäer, die sich im Wachhof aufhielten, gab ich dann den versiegelten Vertrag und eine unversiegelte Abschrift Baruch, dem Sohn Nerijas und Enkel Machsejas. 13 Ich sagte zu ihm:

    14 »So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: ›Nimm diesen versiegelten Kaufvertrag und die offene Abschrift, und bewahre sie in einem Tonkrug auf, damit sie lange erhalten bleiben. 15 Denn ich, der Herr, der allmächtige Gott Israels, verspreche: Es kommt die Zeit, in der man in diesem Land wieder Häuser, Äcker und Weinberge kaufen wird!‹«

    Jeremia lobt Gott

    16 Nachdem ich den Kaufvertrag Baruch, dem Sohn Nerijas, übergeben hatte, betete ich:

    17 »Herr, allmächtiger Gott, durch deine starke Hand und deine Macht hast du den Himmel und die Erde geschaffen. Nichts ist dir unmöglich. 18 Die Söhne strafst du für die Schuld ihrer Väter, aber deine Güte erweist du an Tausenden von Generationen. Du bist groß und unüberwindlich, Herr, allmächtiger Gott! 19 Deine Gedanken sind weise, und alles, was du tust, zeigt deine unerschöpfliche Macht. Vor deinen Augen liegen die Wege aller Menschen offen da, du gibst jedem, was er für seine Taten verdient.

    20 Du hast damals in Ägypten Zeichen und Wunder vollbracht, und so tust du es bis heute an Israel und an allen Menschen. Dein Name ist in aller Welt bekannt. 21 Du hast dein Volk Israel mit starker Hand aus Ägypten befreit, durch deine Wunder und die Zeichen deiner Macht hast du ihre Feinde in Angst und Schrecken versetzt. 22 Deinem Volk gabst du dieses Land, das du schon ihren Vorfahren mit einem Eid versprochen hattest, ein Land, wo Milch und Honig fließen.

    23 Doch als unsere Vorfahren es in Besitz genommen hatten, hörten sie nicht mehr auf dich, den Herrn, sie richteten sich nicht nach deinen Geboten, und was du ihnen sagtest, war ihnen völlig gleichgültig. Darum hast du nun das Unheil über sie hereinbrechen lassen. 24 Die Belagerungswälle reichen schon bis dicht an die Stadtmauer! Die Babylonier werden Jerusalem erobern, und wir halten ihrem Angriff nicht mehr stand, denn wir sind von Hunger und Seuchen geschwächt. Herr, sieh doch, es ist alles so gekommen, wie du es angedroht hast. 25 Und obwohl die Stadt bald den Babyloniern in die Hände fallen wird, hast du, Herr, allmächtiger Gott, mir noch befohlen, den Acker zu kaufen und den Vertrag von Zeugen beglaubigen zu lassen!«

    Gottes Antwort

    26 Da sprach der Herr zu mir: 27 »Ich bin der Herr über alle Menschen, mir ist nichts unmöglich. 28 Ich liefere diese Stadt König Nebukadnezar und den Babyloniern aus. 29 Noch belagern sie Jerusalem, doch dann werden sie es erobern und niederbrennen. Alle Häuser, auf deren Dächern man für Baal Räucheropfer darbrachte und anderen Göttern Trankopfer ausgoss, werden in Flammen aufgehen. Denn die Einwohner haben meinen Zorn damit herausgefordert.

    30 Die Israeliten und die Judäer haben von Anfang an nur das getan, was ich verabscheue, ständig haben sie mich zornig gemacht. 31 Seit Jerusalem gegründet wurde, haben die Menschen dort mich bis aufs äußerste gereizt! Darum werde ich diese Stadt nun dem Erdboden gleichmachen. 32 Ja, mich haben sie herausgefordert mit ihrer Bosheit, die Könige und führenden Männer, die Priester, Propheten und das ganze Volk von Juda und Jerusalem. 33 Sie haben mir den Rücken gekehrt und wollten nichts mehr von mir wissen. Obwohl ich ihnen immer wieder meine Weisungen gab, weigerten sie sich beharrlich, auf mich zu hören und mir zu gehorchen. 34 Sogar in meinem Tempel haben sie ihre abscheulichen Götzen aufgestellt und ihn so entweiht. 35 Und nicht genug damit: Im Hinnomtal errichteten sie Opferstätten für Baal und verbrannten ihre Kinder als Opfer für den Gott Moloch. Niemals habe ich ihnen so etwas befohlen, mit keinem Gedanken je daran gedacht, dass sie sich in so entsetzliche Schuld verstricken sollten! Damit haben sie ganz Juda zur Sünde verführt.

    36 Ihr sagt: ›Jerusalem wird dem König von Babylonien in die Hände fallen, denn die Kämpfe, der Hunger und die Seuchen haben unseren Widerstand gebrochen.‹ Doch hört, was ich dieser Stadt verkünde, ich, der Herr und Gott Israels:

    37 Zwar zerstreue ich ihre Einwohner voller Zorn in alle Länder, aber ich will sie wieder von dort sammeln und zurückbringen, damit sie hier in Ruhe und Frieden wohnen können. 38 Sie sollen mein Volk sein, und ich will wieder ihr Gott sein. 39 Dann werden sie nur ein Ziel haben: mich zu achten und zu ehren, denn ich selbst lege ihnen diesen Wunsch ins Herz. Darum wird es ihnen und ihren Nachkommen gut gehen.

    40 Ich will einen Bund mit ihnen schließen, der für alle Zeiten gilt: Nie werde ich aufhören, ihnen Gutes zu tun. Ich gebe ihnen Ehrfurcht vor mir, damit sie sich nie mehr von mir abwenden. 41 Es wird mir Freude bereiten, ihnen Gutes zu tun, und wenn ich sie wieder in diesem Land wohnen lasse, dann tue ich dies von ganzem Herzen und bleibe auch dabei. 42 Ich, der Herr, verspreche: Ich lasse all das Gute eintreffen, das ich diesem Volk angekündigt habe, so wie ich auch das Unheil über sie hereinbrechen ließ. 43 Jetzt klagt ihr noch: ›Unser Land wird verwüstet und bald von Menschen und Tieren verlassen sein, denn es fällt den Babyloniern in die Hände.‹ Doch ich, der Herr, sage euch: Man wird im ganzen Land wieder Felder kaufen

    44 und verkaufen, den Preis aushandeln und Verträge abschließen, sie von Zeugen bestätigen lassen und versiegeln: im Stammesgebiet von Benjamin, in den Dörfern um Jerusalem, in den Städten Judas und des Berglandes, in den Städten des Hügellandes im Westen und im Negev. Ich, der Herr, werde das Schicksal meines Volkes wieder zum Guten wenden.«

    Hier sehen wir, was für ein enges Verhältnis Jeremia mit Jehova hat:

    Ähnlich wie seinerzeit Abraham scheut er sich nicht, Jehova nach Dingen zu befragen, die er nicht versteht! Und beide hatten ja Recht: es war schon seltsam, anzunehmen, dass Jehova den Gerechten mit dem Ungerechten vernichten solle – wie Abraham fragte. Und warum soll ich mir Land kaufen, wenn ich sowieso recht bald ins Exil gehe?

    Beide Männer kannten Jehova so gut, dass sie nachharkten. Wenn Jeremia so kurz vor dem Exil in Jehovas Namen Land kaufen sollte – dann musste dies einen guten Grund haben. Ebenso wie die Sache mit dem leinernen Gürtel, den er 600 lm entfernt vergraben sollte und dem Joch aus Holz, dass er anfertigen sollte.

    Jehova erwartet von seinen Anbetern zwar „Gottesfurcht“, aber damit ist nicht gemeint, dass wir wie Marionetten handeln und einfach nur monoton Gebote ausführen. Jehova will, dass wir ihn gut kennenlernen und verstehen, warum er etwas tut. Am besten verstehen wir Dinge, die wir nicht kennen, dadurch, dass wir sie hinterfragen.

    Erinnern wir uns auch an Jesus. Was hatte er eigentlich gelehrt, als er auf der Erde war? Er hat nicht die einzelnen Gebote aufgeführt oder neue hinzugefügt – er hat dem Volk geholfen, Grundsätze zu verstehen. Sie sollten lernen, so zu denken und zu fühlen, wie unser gemeinsamer himmlischer Vater. Jeremia und Abraham fragten nach, weil sie es verstehen wollten.

    Wie eng ist unser Verhältnis zu Jehova? Stehen wir eingeschüchtert in der Ecke – oder sind wir so vertraut mit Jehova, dass wir „uns auch trauen“, Jehova nach dem „warum?“ Zu fragen?

    Wollen wir ihn überhaupt verstehen?

  201. Juleam 16. August 2012 um 09:51 Link zum Kommentar

    Jeremia 33 – 36

    Jeremia 33 – In Jerusalem wird wieder Freude herrschen

    1 Während Jeremia im Wachhof gefangen gehalten wurde, redete der Herr ein zweites Mal mit ihm: 2 »So spricht der Herr, der allmächtige Gott, der die Erde geschaffen hat, der sie formte und ihr Bestand gab: 3 Rufe zu mir, dann will ich dir antworten und dir große und geheimnisvolle Dinge zeigen, von denen du nichts weißt!

    4-5 Ihr Einwohner von Jerusalem, hört meine Botschaft: Ihr habt Teile des Königspalasts und anderer Häuser der Stadt abgerissen. Ihr wolltet die Steine und Balken dazu verwenden, euch gegen die angreifenden Babylonier mit ihren Belagerungswällen zu schützen. Doch ich sage euch: In den Ruinen dieser Häuser werden überall die Leichen der Gefallenen liegen, die ich in meinem glühenden Zorn umkommen lasse. Denn wegen ihrer Bosheit habe ich mich von dieser Stadt abgewandt.

    6 Doch ich sorge dafür, dass eure Häuser neu errichtet werden; ich gebe euch dauerhaften Frieden und Sicherheit. 7 Ja, ich wende das Schicksal Judas und Israels zum Guten und baue das Land wieder auf wie früher. 8 Mein Volk werde ich von aller Schuld befreien. Sie haben mir die Treue gebrochen und gegen mich gesündigt, doch ich will ihnen vergeben! 9 Dann werde ich mich über Jerusalem freuen, die Stadt wird mir Ruhm und Ehre bringen; ja, alle Völker werden mich preisen, wenn sie hören, wie viel Gutes ich Jerusalem tue. Sie werden von Ehrfurcht überwältigt sein, weil ich der Stadt Glück und Frieden schenke.

    10 Ihr sagt: ›Unsere Stadt ist verwüstet, es leben keine Menschen und Tiere mehr darin; die Städte Judas und die Straßen Jerusalems sind wie ausgestorben.‹ Doch ich, der Herr, verspreche euch: 11 Überall wird wieder Freude und Jubel herrschen, es wird fröhliche Hochzeitsfeiern geben. Ihr werdet hören, wie die Menschen mich preisen und sagen: ›Lobt den Herrn, den allmächtigen Gott, denn er ist gut, und seine Gnade hört niemals auf!‹ Ihr werdet sehen, wie sie wieder in den Tempel gehen, um mir Dankopfer darzubringen. Ja, ich wende das Schicksal eures Landes zum Guten, so wie es früher war!«

    12 So spricht der Herr, der allmächtige Gott: »Jetzt ist eure Stadt verwüstet, von Menschen und Tieren verlassen. Aber hier und in den anderen Städten wird es wieder Weideplätze geben, auf denen Hirten ihre Herden lagern lassen. 13 In den Städten des Berglandes und des Hügellandes im Westen, im Negev, im Stammesgebiet von Benjamin, in den Dörfern um Jerusalem und in den Städten Judas – überall werden die Hirten ihre Schafe zählen. Das verspreche ich, der Herr.«

    Ich schließe mit euch einen ewigen Bund

    14 So spricht der Herr: »Es kommt die Zeit, da erfülle ich meine Verheißung für Israel und Juda: 15 Ich mache einen Nachkommen Davids zum König, den man wirklich als gerecht bezeichnen kann. Er wird in seinem Land für Recht und Gerechtigkeit sorgen. 16 Unter seiner Regierung wird Juda Hilfe finden und Jerusalem in Sicherheit leben. ›Der Herr, unsere Rettung‹, so wird man Jerusalem nennen. 17 Ich, der Herr, sage euch: Immer wird ein Nachkomme Davids als König über Israel regieren. 18 Und aus dem Stamm Levi werden immer Priester kommen, die mir dienen und regelmäßig Brandopfer, Speiseopfer und andere Opfergaben darbringen.«

    19 Wieder empfing Jeremia eine Botschaft vom Herrn: 20 »So spricht der Herr: Ich habe mit dem Tag und der Nacht einen Bund geschlossen, dass sie zur rechten Zeit aufeinander folgen; niemand kann diese Ordnung umstoßen. 21 Auch mit meinem Diener David habe ich einen Bund geschlossen, dass immer einer seiner Nachkommen als König regieren wird, ebenso mit den Priestern aus dem Stamm Levi, dass sie mir immer dienen werden. Diese Bündnisse kann niemand aufheben. 22 Ich lasse die Nachkommen Davids und die Nachkommen der Leviten so zahlreich werden wie die Sterne und wie den Sand am Meer.«

    23 Dann sprach der Herr zu Jeremia: 24 »Hörst du, was die Leute sagen? ›Der Herr hat Israel und Juda als sein Volk erwählt, aber jetzt hat er es verstoßen!‹ Mit Verachtung schauen sie auf die Israeliten herab, als wären sie gar kein Volk mehr. 25 Doch ich, der Herr, sage: Meinen Bund mit dem Tag und der Nacht werde ich niemals brechen, und die Ordnungen von Himmel und Erde lasse ich für alle Zeiten gelten.

    26 Genauso sicher könnt ihr sein, dass ich die Nachkommen Jakobs und Davids nie verstoßen werde; immer wird einer von ihnen König sein über das Volk Abrahams, Isaaks und Jakobs. Dann will ich ihr Schicksal wieder zum Guten wenden und Erbarmen mit ihnen haben.«

    Wieso befindet sich Jeremia immer noch im Hof in Gefangenschaft?

    Und wie kann Jehova zu ihnen sagen, dass immer einer aus der Linie Davids König über sie sein würde und dass die Leviten immer für sie opfern würden?

    Ok, seit 1914 regiert Jesus im Himmel. Aber was ist in der Zeit zwischen dem Exil in Babylon bis dahin?

    Die Leviten mögen nach der Rückkehr nach Jerusalem wieder als Priester gedient haben – aber was ist mit der Zeit nach Jesu Tod?

    Hatte Jehova da nicht das Volk verworfen? Ok, die Leviten amten vielleicht auch heute noch als Priester über die Juden? Aber hatte Jehova das gemeint?

  202. Juleam 16. August 2012 um 09:53 Link zum Kommentar

    Jeremia 34 – König Zedekia wird nicht im Krieg umkommen

    1 König Nebukadnezar von Babylonien belagerte Jerusalem und die umliegenden Städte mit seinem Heer und mit den Truppen der Völker, die er unterworfen hatte. In dieser Zeit empfing Jeremia eine Botschaft vom Herrn:

    2 »So spricht der Herr, der Gott Israels: Geh zu König Zedekia und sag ihm: Ich, der Herr, gebe deine Stadt in die Gewalt des babylonischen Königs, und er wird sie in Brand stecken. 3 Du selbst wirst ihm nicht entkommen, nein, du wirst gefangen genommen, musst ihm Auge in Auge gegenüberstehen und ihm Rechenschaft ablegen. Dann wird man dich nach Babylon bringen. 4 Doch höre, Zedekia, König von Juda, was ich, der Herr, dir außerdem sage: Du wirst nicht im Krieg umkommen, 5 sondern einmal in Frieden sterben. Dann wird man dir zu Ehren ein großes Feuer anzünden wie bei deinen Vorgängern, man wird um dich trauern und rufen: ›Unser König ist tot!‹ Ich selbst gebe dir darauf mein Wort.«

    6 Der Prophet Jeremia gab diese Botschaft dem König in Jerusalem weiter, 7 als die Babylonier noch um Jerusalem, Lachisch und Aseka kämpften. Von allen befestigten Städten Judas leisteten nur diese noch Widerstand.

    Ein folgenschwerer Wortbruch

    8-9 König Zedekia befahl den Einwohnern von Jerusalem, alle jüdischen Sklaven und Sklavinnen freizulassen und niemanden aus dem eigenen Volk mehr als Sklaven zu halten. 10 Die führenden Männer und das ganze Volk willigten ein, verpflichteten sich mit einem Eid und schenkten ihren Sklaven die Freiheit. 11 Doch dann überlegten sie es sich anders, holten ihre Sklaven zurück und zwangen sie wieder zum Dienst. 12 Da empfing Jeremia eine Botschaft vom Herrn:

    13 »So spricht der Herr, der Gott Israels: Als ich eure Vorfahren aus der Sklaverei befreite und sie aus Ägypten herausführte, schloss ich mit ihnen einen Bund und befahl: 14 ›Lasst jeden jüdischen Sklaven, der sich euch verdingt hat, im siebten Jahr seines Dienstes frei!‹ Aber eure Vorfahren wollten nicht auf mich hören, sie haben mein Gebot missachtet. 15 Ihr nun habt getan, was mir gefällt: Ihr habt eure Sklaven freigelassen und euch sogar mit einem Eid vor mir in meinem Tempel dazu verpflichtet. 16 Doch jetzt habt ihr eure Meinung geändert, eure Sklaven zurückgeholt und wieder zum Dienst gezwungen, obwohl ihr sie freigelassen hattet und sie gehen konnten, wohin sie wollten. Damit habt ihr meinem Namen Schande bereitet!

    17 Und nun hört, was ich euch sage: Ihr habt meine Worte in den Wind geschlagen und den Sklaven aus eurem Volk nicht die Freiheit geschenkt. Darum gebe ich, der Herr, euch nun die Freiheit, im Krieg zu fallen, an einer Seuche zu sterben oder zu verhungern! In allen Königreichen der Welt wird man entsetzt sein über das, was ich euch antue. 18-19 Die führenden Männer von Juda und Jerusalem, die Hofbeamten, die Priester und das Volk haben mit mir einen Bund geschlossen: Sie zerlegten ein Kalb in zwei Hälften und schritten zwischen ihnen hindurch. Doch dann haben sie den Bund mit mir gebrochen und sich nicht an ihre Verpflichtungen gehalten. Darum werde ich sie so zurichten wie das Kalb, zwischen dessen Teilen sie hindurchgegangen sind. 20 Ich lasse sie ihren Todfeinden in die Hände fallen und werfe ihre Leichen den Geiern und Schakalen zum Fraß vor.

    21 Auch König Zedekia von Juda und die führenden Männer gebe ich in die Gewalt ihres erbitterten Feindes, des Königs von Babylonien. Selbst wenn sein Heer jetzt von euch abgezogen ist,

    22 wird es auf meinen Befehl wieder umkehren und diese Stadt belagern, sie erobern und niederbrennen. Auch die anderen Städte Judas mache ich zu einer menschenleeren Wüste. Mein Wort gilt!«

    Wie schade!

    Hatte Jehova nicht gerade in den Versen zuvor liebe und freundliche Worte für König Zedekia gefunden? Und nun das! Warum nur?

    Auch die Sache mit den Sklaven: sie erinnert doch stark an die Sache mit den 10 Plagen. Jedesmal versprach der Pharao dem Volk die Freiheit. Nur, damit Jehova die jeweilige Plage von ihnen abwendet. Aber sobald er sich und sein Volk in Sicherheit wähnte, wußte er nichts mehr davon und unterdrückte die israelitischen Sklaven wieder. Ob auch Jeremia an diese Geschichte erinnert wurde?

    Was mag das Volk bei diesen Worten Jehovas empfunden haben? Ob die sich schämten?

    Gibt es hier vielleicht auch einen weiteren Zusammenhang? Wir wissen ja (spätestens seit dem Jeremia-Buch), dass das Buch Jeremia nicht in chronologischer Reihenfolge geschrieben wurde. Kann es sein, dass sie zuerst ihre Sklaven wegsandten, weil sie Angst vor den Babyloniern hatten? Immerhin hatte Jehova ihnen durch Jeremia ankündigen lassen, dass sie von Babylon eingenommen würden und dass dies ihr Strafgericht von Jehova für ihre Sünden sei. Kann es sein, dass die Babylonier noch mal abzogen – und sie so fälschlich dachten, die Gefahr sei vorbei?

  203. Juleam 16. August 2012 um 09:56 Link zum Kommentar

    Jeremia 35 – Jeremia soll die Rechabiter auf die Probe stellen

    1 Als Jojakim, der Sohn Josias, noch König von Juda war, sprach der Herr zu mir: 2 »Geh zur Sippe der Rechabiter, bitte sie, in einen der Räume des Tempels zu kommen, und biete ihnen dort Wein an!«

    3 Da lud ich die ganze Sippe der Rechabiter ein: Jaasanja, den Sohn Jirmejas und Enkel Habazzinjas, mit seinen Kindern und Verwandten. 4 Ich führte sie in den Raum der Söhne Hanans; Hanan war ein Sohn des Propheten Jigdalja. Dieser Raum lag neben dem der Fürsten, im ersten Stock über dem Zimmer Maasejas, der ein Sohn des Torwächters Schallum war. 5 Dort stellte ich den Rechabitern volle Weinkrüge hin, gab ihnen Becher und forderte sie zum Trinken auf.

    6 »Wir trinken keinen Wein«, erwiderten sie, »denn unser Stammvater Jonadab, der Sohn Rechabs, hat es uns und unseren Nachkommen verboten. 7 Er befahl uns auch: ›Baut keine Häuser, kauft keine Äcker und Weinberge, und bepflanzt sie nicht! Ihr sollt immer in Zelten wohnen. Nur dann werdet ihr lange in dem Land leben, durch das ihr als Nomaden zieht.‹ 8 Und so halten wir uns an die Anordnungen unseres Stammvaters Jonadab, des Sohnes Rechabs: Wir trinken keinen Wein, weder wir noch unsere Frauen und Kinder. 9 Wir bauen auch keine Häuser, um sesshaft zu werden; wir besitzen weder Felder noch Weinberge und Saatgut. 10 Wir sind Nomaden und wohnen immer in Zelten, denn wir befolgen die Weisungen unseres Stammvaters Jonadab genau. 11 Erst als König Nebukadnezar von Babylonien unser Land angriff, entschlossen wir uns, nach Jerusalem zu ziehen, um vor dem Heer der Babylonier und Aramäer Schutz zu suchen. Nur deshalb halten wir uns jetzt in der Stadt auf!«

    12 Da empfing ich eine Botschaft vom Herrn:

    13 »So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: Geh zu den Bewohnern von Juda und Jerusalem, und richte ihnen aus: Warum lasst ihr euch nichts sagen? Warum missachtet ihr meine Gebote? 14 Jonadab, der Sohn Rechabs, befahl seinen Nachkommen, keinen Wein zu trinken, und sie gehorchten ihm. Bis heute halten sich die Rechabiter daran. Ich aber kann mit euch reden, sooft ich will, und ihr stellt euch taub.

    15 Immer wieder habe ich meine Boten, die Propheten, zu euch gesandt und euch durch sie aufgefordert: ›Kehrt um von euren falschen Wegen! Jeder von euch soll sein Leben von Grund auf ändern! Lauft nicht anderen Göttern nach, dient ihnen nicht! Nur dann lasse ich euch weiter in diesem Land wohnen, das ich euren Vorfahren gegeben habe.‹ Doch ihr habt mir keine Beachtung geschenkt und euch nicht nach meinen Geboten gerichtet. 16 Die Nachkommen Jonadabs, des Sohnes Rechabs, haben sich an die Weisung ihres Stammvaters gehalten, aber dieses Volk hier schlägt meine Worte in den Wind!

    17 Darum sage ich, der Herr, der allmächtige Gott Israels: Ich lasse über die Bewohner von Juda und Jerusalem das Unheil hereinbrechen, das ich ihnen angedroht habe. Denn ich redete mit ihnen, doch sie stellten sich taub; ich rief sie, aber sie antworteten nicht!«

    18 Zur Sippe der Rechabiter sagte ich im Auftrag des Herrn: »So spricht der allmächtige Gott Israels: ›Weil ihr das Gebot eures Stammvaters Jonadab befolgt und euch an alle seine Weisungen gehalten habt,

    19 wird es immer einen Nachkommen Jonadabs geben, der mir dient. Das verspreche ich, der Herr!‹«

    Warum erinnert mich dies gerade ganz stark an „das neue Licht“ in Bezug auf die Blutfrage?

    Seit einigen Jahren ist es „eine Gewissensentscheidung“, ob wir gewisse Bestandteile zu medizinischen Zwecken nutzen. Für mich und meinen Mann hat sich durch dieses neue Licht nichts geändert. Denn die leitende Körperschaft im ersten Jahrhundert hatte das Gebot, das Jehova damals Noah und später dem Volk Israel gab, bestätigt. Dieses lautet: „ihr sollt kein Blut zu euch nehmen“, „ihr sollt es zur Erde ausgiessen“. Daher kommen für uns auch keine Bestandteile in Frage. Es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten.

    Nun ist es ja eine Gewissensentscheidung, wie die leitende Körperschaft sagt und diese ist ja zur Zeit Jehovas irdisches Organ.

    Aber auch Jeremia war ein Prophet Gottes und er setzte den Rehabitern den Wein sogar auf das Geheiß Jehovas hin vor. Trotzdem lobt Jehova sie hier dafür, dass sie an dem Bund festhalten.

    Was in Hinsicht mit den Blutbestandteilen und der Gewissensentscheidung nun nichtig ist, kann nur Jehova allein entscheiden. Jeder muss nach seinem eigenen persönlichen Gewissen entscheiden und wir respektieren es, wenn andere sich für Bestandteile entscheiden. Unser Gewissen zieht hier eine klare Grenze.

    Aber dies kam mir einfach hier bei der Geschichte in den Sinn. Sorry

  204. Juleam 16. August 2012 um 10:07 Link zum Kommentar

    Jeremia 36 – Baruch liest Jeremias Buchrolle im Tempel vor

    1 Im 4.Regierungsjahr König Jojakims, des Sohnes Josias, sprach der Herr zu Jeremia: 2 »Nimm eine Buchrolle und schreib alle Botschaften auf, die ich dir seit der Regierungszeit Josias für Israel, Juda und die anderen Völker gegeben habe! 3 Wenn die Bewohner Judas von dem Unheil hören, das ich über sie bringen will, werden sie vielleicht von ihren falschen Wegen umkehren und ihr Leben ändern. Dann will ich ihre Schuld und Sünde vergeben.«

    4 Da rief Jeremia Baruch, den Sohn Nerijas, zu sich und diktierte ihm alles, was der Herr zu ihm gesprochen hatte. Baruch schrieb es auf eine Buchrolle. 5 Jeremia durfte den Tempel nicht betreten, darum gab er Baruch den Auftrag: 6 »Geh in den Tempel, und lies alle Worte des Herrn vor, so wie ich sie dir diktiert habe! Die Einwohner Jerusalems und der anderen Städte Judas werden sich am Fastentag dort versammeln. 7 Vielleicht flehen sie dann den Herrn um Gnade an und kehren von ihren falschen Wegen um, denn der Herr ist voller Zorn über sie und hat ihnen großes Unheil angedroht.«

    8 Baruch befolgte die Anweisungen Jeremias und verkündete die Botschaft des Herrn im Tempel. 9 Im 9.Monat des 5.Regierungsjahres Jojakims, des Sohnes Josias, hatte man nämlich das ganze Volk von Juda und Jerusalem zum Fasten aufgerufen, um den Herrn um Gnade zu bitten. 10 Baruch las die Worte Jeremias im Tempel vor, und alle hörten gespannt zu. Er saß in der Kammer Gemarjas, der ein Sohn des Hofsekretärs Schafan war; die Kammer lag am oberen Vorhof, dicht beim Neuen Tor.

    11 Als Michaja, ein Sohn Gemarjas und Enkel Schafans, die Worte des Herrn hörte, 12 lief er zum Königspalast und ging in den Raum des Hofsekretärs. Dort saßen alle führenden Männer beieinander: der Hofsekretär Elischama, Delaja, der Sohn Schemajas, Elnatan, der Sohn Achbors, Gemarja, der Sohn Schafans, Zedekia, der Sohn Hananjas, und die übrigen hohen Würdenträger. 13 Michaja berichtete ihnen, was Baruch aus der Buchrolle vorgelesen hatte. 14 Da schickten die führenden Männer einen Mann namens Jehudi, den Sohn Netanjas, Enkel Schelemjas und Urenkel Kuschis, zu Baruch und ließen ihm sagen: »Komm zu uns, und bring die Buchrolle mit!« Baruch nahm sie und ging zu ihnen.

    15 »Setz dich und lies uns daraus vor«, baten sie ihn. Und so las Baruch ihnen alles vor. 16 Als die Männer die Weissagungen hörten, schauten sie sich entsetzt an und sagten zu Baruch: »Wir müssen das unbedingt dem König melden! 17 Wie bist du dazu gekommen, dies alles aufzuschreiben?« 18 »Jeremia hat mir jedes Wort diktiert«, antwortete Baruch, »und ich habe alles mit Tinte auf dieser Buchrolle niedergeschrieben.«

    19 »Ihr müsst euch verstecken, du und Jeremia«, rieten die Männer. »Niemand darf wissen, wo ihr seid!«

    Jojakim verbrennt die Buchrolle

    20 Sie bewahrten die Rolle im Raum des Hofsekretärs Elischama auf, gingen in den inneren Hof des Palasts und erstatteten dem König Bericht. 21 Jojakim ließ Jehudi die Buchrolle aus dem Raum Elischamas holen. Dann las Jehudi sie dem König und den führenden Männern vor, die sich um ihn versammelt hatten.

    22 Weil es der neunte Monat des Jahres war, saß der König im Winterhaus, und vor ihm stand ein Kohlenbecken, in dem ein Feuer brannte. 23 Sobald Jehudi drei oder vier Spalten vorgelesen hatte, schnitt der König sie mit einem Federmesser ab und warf sie ins Feuer, bis er die ganze Buchrolle verbrannt hatte.

    24 Weder der König noch seine Würdenträger waren entsetzt über das, was sie gehört hatten; niemand zerriss in Trauer sein Gewand. 25 Nur Elnatan, Delaja und Gemarja flehten den König an, die Buchrolle nicht zu verbrennen, aber er hörte nicht auf sie. 26 Er befahl seinem Sohn Jerachmeel sowie Seraja, dem Sohn Asriëls, und Schelemja, dem Sohn Abdeels, sie sollten den Schreiber Baruch und den Propheten Jeremia gefangen nehmen. Aber der Herr sorgte dafür, dass man die beiden nicht fand.

    Baruch schreibt Gottes Botschaft noch einmal auf

    27 Nachdem der König die Buchrolle verbrannt hatte, die Jeremia Baruch diktiert hatte, sprach der Herr zu Jeremia:

    28 »Nimm eine andere Rolle, und schreib alle Botschaften nieder, die auf der ersten standen!

    29 Richte Jojakim aus:
    So spricht der Herr: Du hast die erste Rolle verbrannt und Jeremia gefragt: ›Warum kündigst du an, dass der König von Babylonien unser Land zu einer Wüste machen wird, in der es keine Menschen und Tiere mehr gibt?‹

    30 Höre nun, König von Juda, was ich, der Herr, über dich sage:
    In Zukunft wird niemand aus deiner Familie mehr als Nachkomme Davids über Juda regieren. Deine Leiche wird man draußen liegen lassen, tagsüber ist sie der Hitze und nachts der Kälte ausgesetzt. 31 Ich bestrafe dich, deine Nachkommen und deine Würdenträger wegen eurer Schuld. Ja, über euch, über die Einwohner Jerusalems und alle Judäer lasse ich das Unheil hereinbrechen, das ich euch angedroht habe, denn ihr wolltet nicht auf mich hören!«

    32 Jeremia nahm eine andere Buchrolle und gab sie dem Schreiber Baruch, dem Sohn Nerijas. Baruch schrieb nach Jeremias Anweisung alle Botschaften der alten Rolle nieder, die König Jojakim von Juda verbrannt hatte. Außerdem wurden noch viele andere Worte des Herrn hinzugefügt.

    Wieso durfte Jeremia den Tempel nicht betreten?

    Interessant hier auch die unterschiedlichen Reaktionen auf ein und dieselben Worte:

    Während die Fürsten und die führenden Männer sich betroffen demütigen und sich ändern wollen – berühren die Worte den König und sein Gefolge überhaupt nicht.

    Warum dieser Unterschied bei der Reaktion? Hatten sie nicht alle die gleichen Worte gehört?

    Ok, da war ja auch noch Hananja und die anderen Propheten, die das Gegenteil von Jeremia sagten. Der König und seine Leute vertrauten auf Hananja und die anderen falschen Propheten. Die Fürsten glaubten Jeremia.

    Und noch mal die Frage: „warum?“

    Beide hatten die gleichen Worte gehört. Sie wußten beide, was Hananja und die anderen Propheten sagten und sie wußten beide, was Jeremia sagte. Beide Propheten sagten von sich selbst, dass sie im Namen Jehovas reden würden. Also warum reagierten die Hörer der Worte hier so unterschiedlich darauf?

    Es muss etwas mit ihrem Herzenszustand zu tun gehabt haben. Vielleicht auch damit, wie gut jeder Einzelne von ihnen Jehova und sein Wort kannte.

    Das, was Jeremia im Namen Jehovas sagte, erforderte ja von jedem von ihnen, dass er sich demütigte und umkehrte. Beide konnten sich in ihren Gefühlen verletzt fühlen.

    Wieso dann diese unterschiedliche Reaktion?

    Und auf welcher Seite hätten wir gestanden, wenn wir damals gelebt hätten?

    Wir hatten auf dem Kongress einen Programmpunkt, wo es um ein „mangelndes Herz“ ging. Wir haben gelernt, dass jemand mit einem mangelnden Herzen durchaus gute Beweggründe haben kann. Ihm fehlt einfach noch die Erkenntnis. Er ist etwas naiv und kann noch nicht die ganzen Konsequenzen erkennen, die sein Handeln hat. Ihm fehlt es noch an Unterscheidungsvermögen.

    Dies finde ich sehr gefährlich, gerade in der heutigen Zeit. Denn auch wir heute leben zu einer Zeit, wo Jehova eingreifen und die Menschen richten wird. Einen jeden nach seinen Taten. Und auch heute gibt es Menschen, die andere in falscher Sicherheit wiegen und sich den Anschein geben, sie würden die Worte Jehovas reden. Was, wenn wir noch nicht genügend Unterscheidungsvermögen haben, um zu erkennen, wer wirklich in Jehovas Namen redet?

    Was, wenn wir sehen, wie jemand auf die falschen Leute hört und damit eigentlich in sein Unglück rennt? Wenn er unsere Warnungen nicht einmal hören will? Wenn uns diese Person aber emotional sehr nahe steht? Was, wenn sich diese Person deswegen sogar von uns abwendet, weil sie überzeugt worden ist, dass wir diejenigen sind, „die falsches im Namen Jehovas reden?“

    Müssen wir dann resignieren? Nein! Wir können ja noch zu Jehova für sie beten.

    Aber worum sollten wir denn genau beten? Darüber habe ich lange nachgedacht. Aber es ist eigentlich ganz einfach: wenn wir darum beten, dass Jehova ihnen hilft zu erkennen, wie wichtig es ist, jeden Tag „ein Stück“ in der Bibel zu lesen und sich dann auch die Zeit dafür einräumen – dann werden sie von Jehova seinen Geist erhalten. Dann wird sein Wort in ihnen wirken, lebendig werden. Sie werden den Willen Jehovas besser kennenlernen und mit der Zeit Unterscheidungsvermögen entwickeln. Dann werden auch sie erkennen können, wer die Wahrheit und wer die Lüge redet.

    Aber in erster Linie werden sie ein eigenes enges Verhältnis zu Jehova aufbauen, das immer inniger wird, mit jedem Tag und jedem Kapitel, das sie in der Bibel lesen. Und das ist das allerwichtigste. Alles andere kommt dann ganz von selbst.

    Natürlich müssen wir Jehova dann auch um ganz viel Geduld bitten, damit wir es auch „erwarten können“ und nicht an der Situation zerbrechen. Aber ER sichert uns ja in Philipper den Frieden zu, der alles Denken übertrifft!

    (Philipper 4:6-7)
    Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern laßt in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekanntwerden; 7 und der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, wird euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten.

  205. Juleam 18. August 2012 um 16:57 Link zum Kommentar

    Jeremia 37 – 39

    Jeremia 37 – Jeremia warnt König Zedekia

    1 König Nebukadnezar von Babylonien setzte Zedekia, den Sohn Josias, als König von Juda ein. Er trat an die Stelle Jojachins, des Sohnes Jojakims. 2 Zedekia, seine obersten Beamten und das Volk hörten nicht auf das, was der Herr ihnen durch den Propheten Jeremia sagte.

    3 Eines Tages schickte Zedekia Juchal, den Sohn Schelemjas, und den Priester Zefanja, den Sohn Maasejas, zu Jeremia mit der Bitte: »Bete für uns zum Herrn, unserem Gott!«

    4 Man hatte Jeremia noch nicht gefangen genommen, er konnte sich frei unter dem Volk bewegen. 5 Das Heer des Pharaos war gerade aus Ägypten aufgebrochen, und als die Babylonier, die vor Jerusalem ihr Lager aufgeschlagen hatten, davon erfuhren, zogen sie ab. 6 Da gab der Herr dem Propheten Jeremia eine Botschaft für die Abgesandten des Königs:

    7 »So spricht der Herr, der Gott Israels: Sagt dem König von Juda, der euch zu mir gesandt hat und mich um Rat fragen will: Das Heer des Pharaos ist losgezogen, um euch zu helfen, aber es wird wieder nach Ägypten umkehren. 8 Dann werden die Babylonier zurückkommen und eure Stadt angreifen, sie werden sie einnehmen und in Brand stecken. 9 Ja, ich, der Herr, warne euch: Täuscht euch nur nicht! Ihr hofft, dass die Babylonier endgültig abgezogen sind. Aber sie werden wiederkommen! 10 Selbst wenn ihr das ganze Heer besiegen würdet und nur ein paar Verwundete in ihren Zelten übrig blieben, würden sie aufstehen und eure Stadt niederbrennen!«

    Jeremia wird ins Gefängnis geworfen

    11 Die Babylonier waren von Jerusalem abgezogen, weil das ägyptische Heer heranrückte. 12 Jeremia wollte Jerusalem verlassen und ins Stammesgebiet von Benjamin gehen, um dort mit seinen Verwandten das Familienerbe zu teilen. 13 Am Benjamintor hielt ihn der wachhabende Offizier Jirija an, der Sohn Schelemjas und Enkel Hananjas. »Du willst zu den Babyloniern überlaufen«, sagte er. 14 »Das ist nicht wahr«, entgegnete Jeremia, »ich bin kein Überläufer!« Aber Jirija glaubte ihm nicht, sondern nahm ihn fest und brachte ihn zu den anderen Offizieren. 15 Sie wurden zornig und ließen Jeremia schlagen. Dann führten sie ihn zum Haus des Hofsekretärs Jonatan, das sie zum Gefängnis gemacht hatten, 16 und sperrten ihn in ein unterirdisches Verlies, eine ehemalige Zisterne. Dort musste er lange bleiben.

    17 Eines Tages ließ König Zedekia ihn heimlich zu sich in den Palast holen und fragte: »Hast du eine Botschaft vom Herrn für mich?« »Ja«, erwiderte Jeremia, »du wirst dem König von Babylonien in die Hände fallen!« 18 Dann fuhr er fort: »Welches Unrecht habe ich dir, deinen Beamten oder dem Volk getan, dass du mich ins Gefängnis werfen ließest? 19 Wo sind nun eure Propheten geblieben, die euch weissagten, der babylonische König werde euch und euer Land nicht angreifen? 20 Und nun, mein Herr und König, hör mich an und gewähre mir eine Bitte: Lass mich nicht wieder ins Haus Jonatans bringen. Dort komme ich um!«

    21 Da ordnete König Zedekia an, Jeremia in den Wachhof zu verlegen. Er ließ ihm täglich einen Laib Brot aus der Bäckergasse bringen, bis es in der Stadt kein Brot mehr gab. So blieb Jeremia im Wachhof.

    Armer Jeremia!

    Es ist sehr schlimm, wenn man gute Beweggründe hat und andere einem schlechte, ja sogar böse, unterstellen und dich daraufhin richten.

    Jeremia hatte zwar immer noch das gute Verhältnis und die innige Freundschaft mit Jehova. Aber es tut trotzdem sehr weh. Wenn er „wenigstens“ etwas getan hätte, womit er die schlimme Behandlung herausgefordert hätte.

    Aber er hatte nur Gutes im Sinn – und erntet trotzdem Verachtung und Schläge…

  206. Juleam 18. August 2012 um 17:00 Link zum Kommentar

    Jeremia 38 – Jeremia soll sterben

    1 Schefatja, der Sohn Mattans, Gedalja, der Sohn Paschhurs, Juchal, der Sohn Schelemjas, und Paschhur, der Sohn Malkijas, hörten, wie Jeremia dem ganzen Volk verkündete:

    2 »So spricht der Herr: ›Wer in der Stadt bleibt, muss sterben – durch Schwert, Hunger oder Seuchen! Aber wer hinausgeht und sich den Babyloniern ergibt, der wird wenigstens sein Leben retten! 3 Diese Stadt wird dem babylonischen König in die Hände fallen. Er wird sie erobern. Darauf könnt ihr euch verlassen!‹«

    4 Da sagten die obersten Beamten zum König: »Man sollte diesen Mann hinrichten! Er raubt den wenigen Soldaten in der Stadt allen Mut zur Verteidigung und ebenso dem ganzen Volk! Jeremia will uns nicht helfen, sondern nur schaden!«

    5 »Macht mit ihm, was ihr wollt«, erwiderte König Zedekia, »ich kann euch nicht hindern.« 6 Da griffen sie Jeremia und ließen ihn an Stricken in die Zisterne des Prinzen Malkija hinab, die beim Wachhof lag. In der Zisterne war kein Wasser mehr, sondern nur noch Schlamm, und Jeremia sank tief darin ein.

    7 Doch der Äthiopier Ebed-Melech, ein Hofbeamter, erfuhr, was mit Jeremia geschehen war. Als der König im Benjamintor saß, um Gericht zu halten, 8 verließ Ebed-Melech den Palast, ging zu Zedekia und sagte: 9 »Mein Herr und König, was diese Männer dem Propheten Jeremia angetan haben, ist ein schreiendes Unrecht! Sie haben ihn in die Zisterne geworfen, und dort muss er elendig verhungern, weil es fast kein Brot mehr in der Stadt gibt!«

    10 Da befahl der König dem Äthiopier Ebed-Melech: »Nimm dreißig Männer von hier mit, und dann zieht Jeremia aus der Zisterne, ehe er stirbt!« 11 Ebed-Melech ging mit den Männern in einen Raum unter den Vorratskammern im Palast. Er nahm von dort Lumpen und zerrissene Kleider mit und ließ sie an Stricken zu Jeremia in die Zisterne hinab. 12 »Leg dir die Lumpen unter die Achseln, damit die Stricke nicht einschneiden!«, rief er dem Propheten zu. Als Jeremia fertig war, 13 zogen sie ihn an den Stricken aus der Zisterne heraus. Dann wurde er wieder im Wachhof gefangen gehalten.

    Eine letzte Warnung an Zedekia

    14 König Zedekia sandte einen Boten zum Propheten Jeremia und ließ ihn heimlich zum dritten Tempeleingang bringen. »Ich will dich fragen, ob du eine Botschaft des Herrn für mich hast«, begann Zedekia, »verschweige mir nichts!« 15 Jeremia erwiderte: »Wenn ich dir die Wahrheit sage, dann wirst du mich töten lassen, und wenn ich dir einen Rat gebe, beachtest du ihn sowieso nicht!« 16 Da schwor ihm der König: »So wahr der Herr lebt, der uns das Leben gegeben hat – ich lasse dich nicht töten und liefere dich nicht denen aus, die dich umbringen wollen!«

    17 Jeremia entgegnete:
    »So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: ›Wenn du dich den Heerführern des babylonischen Königs ergibst, bleibst du mit deiner ganzen Familie am Leben und verhinderst, dass die Stadt niedergebrannt wird. 18 Doch wenn du dich ihnen nicht ergibst, werden sie die Stadt erobern und in Brand stecken. Du wirst ihnen nicht entkommen!‹«

    19 »Aber ich habe Angst vor den Judäern, die schon zu den Babyloniern übergelaufen sind«, entgegnete Zedekia, »man könnte mich ihnen ausliefern, und sie würden mich vielleicht misshandeln.« 20 »Du wirst ihnen nicht ausgeliefert«, versicherte Jeremia, »gehorche dem Herrn, und tu, was ich dir sage, dann wird es dir gut gehen, und du bleibst verschont! 21 Der Herr hat mir in einer Vision gezeigt, was geschieht, wenn du dich nicht ergibst: 22 Dann wird man alle deine Frauen, die noch im königlichen Harem wohnen, zu den Heerführern des babylonischen Königs hinausbringen. Sie werden über dich klagen und rufen: ›Seine besten Freunde haben ihn getäuscht und überwältigt! Und jetzt, wo er tief im Sumpf steckt, lassen sie ihn im Stich!‹ 23 Ja, alle deine Frauen und Kinder wird man zu den Babyloniern hinausführen, und auch du wirst ihnen nicht entkommen. Man wird dich dem König von Babylonien gefangen vorführen. Und Jerusalem wird niedergebrannt!«

    24 Zedekia warnte Jeremia: »Niemand darf erfahren, was wir geredet haben, sonst bringen sie dich um! 25 Wenn meine Beamten von unserem Treffen hören, werden sie dich fragen: ›Worüber habt ihr gesprochen? Erzähl es uns, sonst töten wir dich!‹ 26 In diesem Fall sag einfach: ›Ich habe den König angefleht, mich nicht wieder ins Gefängnis im Haus Jonatans werfen zu lassen, weil ich dort sterben würde.‹«

    27 Tatsächlich kamen alle Beamten zu Jeremia, um ihn auszufragen. Aber er erzählte ihnen nur, was ihm der König geraten hatte, und so ließen sie ihn in Ruhe. Niemand hatte seine Unterredung mit dem König gehört.

    28 Jeremia blieb als Gefangener im Wachhof bis zu dem Tag, an dem Jerusalem erobert wurde.

    Und wieder mal „gute Freunde – schlechte Freunde“.

    Sie warnen den König vor Jeremia, weil dieser ihm und dem Volk nur Böses wollen würde. Dabei war genau das Gegenteil der Fall: er wollte sie doch nur von Jehova warnen, damit ER sie nicht vernichten müsse.

    In der Gegenüberstellung vom Kreisaufseher mit den schlechten Freunden heißt es, dass schlechte Freunde aus egoistischen Gründen Freunde entzweien. Weil sie sich etwas für sich selbst davon versprechen. Aber was versprechen sich diese hier denn davon?

    Gehören sie vielleicht zu den falschen Propheten und empfinden Jeremia deshalb als Konkurrent? Wollen sie die Achtung und Anerkennung des Königs nicht verlieren?

    Aber haben sie damit eigentlich wirklich was gewonnen? So laufen doch sie selbst auch in die Vernichtung. Wissen sie dies nicht – oder ist es ihnen sogar egal?

  207. Juleam 18. August 2012 um 17:02 Link zum Kommentar

    Jeremia 39 – Jerusalem wird erobert

    1 (2.Könige 24, 20 – 25, 21;2.Chronik 36, 16-21)
    Im 9.Regierungsjahr König Zedekias, im 10.Monat, zog König Nebukadnezar von Babylonien mit seinem ganzen Heer nach Jerusalem und belagerte die Stadt. 2 Im 11.Regierungsjahr Zedekias, am 9.Tag des 4.Monats, schlugen die Babylonier eine Bresche in die Mauer. 3 Alle Heerführer Nebukadnezars zogen in die Stadt zum Mitteltor und übernahmen dort die Befehlsgewalt: Nergal-Sarezer, der Fürst von Sin-Magir, Nebuschasban, ein hoher Offizier, Nergal-Sarezer, ein anderer hoher Beamter, und alle übrigen Würdenträger des babylonischen Königs.

    4 Als König Zedekia und seine Soldaten das sahen, flohen sie in der Nacht. Sie verließen die Stadt durch das Tor, das zwischen den beiden Mauern beim Garten des Königs lag, dann flüchteten sie in Richtung Jordanebene. 5 Die babylonischen Truppen verfolgten Zedekia und nahmen ihn bei Jericho gefangen. Sie brachten ihn zu König Nebukadnezar nach Ribla im Gebiet von Hamat, und der sprach das Urteil über ihn: 6 Zedekia musste zusehen, wie alle seine Söhne hingerichtet wurden. Auch die führenden Männer von Juda wurden umgebracht. 7 Nebukadnezar ließ Zedekia die Augen ausstechen und ihn in Ketten nach Babylon bringen.

    8 Die Babylonier steckten den Königspalast und die Häuser Jerusalems in Brand und rissen die Stadtmauer ein. 9 Nebusaradan, der Oberbefehlshaber der Leibwache, nahm alle Judäer gefangen, die sich noch in der Stadt befanden oder zu den Babyloniern übergelaufen waren, und brachte sie nach Babylonien. 10 Nur die arme Landbevölkerung, die nichts besaß, ließ er zurück und teilte ihnen Weinberge und Äcker zu.

    11 König Nebukadnezar sagte zu Nebusaradan: 12 »Du bist für Jeremia verantwortlich. Nimm ihn unter deinen Schutz, und tu ihm kein Leid an! Gewähre ihm alles, worum er dich bittet!«

    13 Nebusaradan, Nebuschasban, ein hoher Offizier, Nergal-Sarezer, ein hoher Beamter, und die anderen Würdenträger des babylonischen Königs 14 ließen Jeremia aus dem Wachhof holen. Sie stellten ihn unter den Schutz Gedaljas, des Sohnes Ahikams und Enkel Schafans. Gedalja gab ihm die Erlaubnis, in seinen Heimatort zurückzukehren. So wohnte Jeremia mitten unter seinem Volk.

    Hoffnung für Ebed-Melech

    15 Als Jeremia noch im Wachhof gefangen war, sprach der Herr zu ihm:

    16 »Geh zu dem Äthiopier Ebed-Melech und sag ihm: So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: Das Unheil, das ich dieser Stadt angedroht habe, lasse ich über sie hereinbrechen. Du wirst es mit eigenen Augen sehen. 17 Dich aber werde ich retten, das verspreche ich dir. Du wirst nicht in die Hände deiner Feinde fallen, vor denen du dich so sehr fürchtest.

    18 Ich lasse dich entkommen, damit du nicht getötet wirst. Du sollst am Leben bleiben, weil du mir vertraut hast. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort!«

    Warum geht Nebukadnezar hier so sanft und liebevoll mit Jeremia um?

    Kannte er ihn bereits vom Hörensagen? Wusste er davon, dass Jeremia dem Volk und dem König im Namen Jehovas geraten hatte, sich dem König von Babylon zu ergeben?

    Kannte Nebukadnezar vielleicht Jehova, weil er von ihm und seinen Taten gehört hatte und verschonte er deshalb Jeremia, weil dieser ein wahrer Prophet Gottes war?

    Oder war es „einfach nur“, weil es ihm Jehova ins Herz gegeben hatte?

  208. Juleam 18. August 2012 um 17:06 Link zum Kommentar

    Jeremia 40 – 42

    Jeremia 40:1-6 Jeremia wird befreit

    1 Jeremia war gefesselt nach Rama gebracht worden, zusammen mit den Gefangenen aus Juda und Jerusalem, die in die Verbannung nach Babylonien geführt werden sollten. Dort empfing er auch weiterhin Botschaften vom Herrn. Nebusaradan, der Oberbefehlshaber der babylonischen Leibwache, sorgte dafür, dass Jeremia freigelassen wurde. 2 Er ließ ihn zu sich holen und sagte: »Der Herr, euer Gott, hat Jerusalem dieses Unheil angekündigt. 3 Nun ist es eingetroffen – Gott hat seine Weissagung erfüllt. Ihr habt gegen den Herrn gesündigt und wolltet nicht auf ihn hören, darum müsst ihr dies nun erleben. 4 Doch dir nehme ich jetzt die Fesseln von den Händen ab. Du bist frei! Wenn du willst, komm mit mir nach Babylonien. Dort stehst du unter meinem Schutz. Aber du kannst auch hier bleiben, wenn es dir lieber ist. Das ganze Land steht dir offen. Geh, wohin du möchtest!«

    5 Während Jeremia noch überlegte, schlug Nebusaradan vor: »Geh doch zu Gedalja, dem Sohn Ahikams und Enkel Schafans! Ihn hat der babylonische König zum Statthalter über die Städte der Provinz Judäa ernannt. Bleib bei ihm wohnen, mitten unter deinem Volk, oder zieh, wohin du möchtest!«
    Nebusaradan gab Jeremia Verpflegung und Geschenke mit und ließ ihn gehen. 6 Jeremia kam zu Gedalja nach Mizpa und wohnte dort unter der Bevölkerung, die im Land übrig geblieben war.

    Interessant, dass hier zwei der Könige von den Nationen scheinbar Jehova anerkennen!

    Von Cyrus war es mir bisher bekannt, dass er die Prophezeiung kannte, auf sich bezog und Jehova die Ehre für den Sieg über Babylon gab (kommt noch, nach der 70jährigen Gefangenschaft).

    Aber dass auch Nebusaradan scheinbar die entsprechende Prophezeiung kennt und Jehova die Ehre gibt, war mir bisher neu. Neu in dem Sinne, dass ich es bisher nicht bewußt wahrgenommen hatte.

    Dieser Nebusaradan scheint auch Achtung und Respekt vor Jehova zu haben, denn er erkennt Jeremia nicht nur als Gottes wahren Propheten an, sondern behandelt ihn auch sehr zuvorkommend. Was für eine Wohltat für den Propheten, der über die Jahre von seinen eigenen Brüdern verachtet und hart verfolgt worden ist.

    Trotz alle dem liebt Jeremia sein Volk nach wie vor. Denn er hätte ja auch das Angebot annehmen können, mit nach Babylon zu gehen und dort eine bevorzugte Behandlung genießen.

    Dies zeigt uns, dass wir trotzdem eine positive Einstellung zu unseren Brüdern und der Organisation Jehovas bewahren können – auch wenn uns diese schlecht behandeln. Es sind nach wie vor unsere Brüder und eine schlechte Behandlung von dieser Seite ändert nichts daran, dass dies die Organisation Jehovas ist.

    Ähnlich reagierten auch Samuel – der die schlimmen Sünden von Elis Söhnen hautnah miterlebte und auch David, der viele Jehre vor Saul fliehen mußte, obwohl er ihm keinen Grund dazu gab.

  209. Juleam 18. August 2012 um 17:08 Link zum Kommentar

    Jeremia 40;7-16 Mordpläne gegen Gedalja

    7 (2.Könige 25, 22-24)
    Im Landesinneren hielten sich immer noch judäische Offiziere mit ihren Einheiten versteckt. Sie hörten, dass der König von Babylonien Gedalja, den Sohn Ahikams, zum Statthalter von Judäa ernannt und ihm die Verantwortung für die arme Landbevölkerung übertragen hatte, die nicht in die Verbannung nach Babylonien ziehen musste. 8 Da gingen die Offiziere zu Gedalja nach Mizpa. Es waren Jismael, der Sohn Netanjas, Johanan und Jonatan, die Söhne Kareachs, Seraja, der Sohn Tanhumets, die Söhne Efais aus Netofa und Jaasanja aus Maacha. Einige ihrer Soldaten begleiteten sie. 9 Gedalja sagte zu ihnen: »Unterwerft euch den Babyloniern! Ich gebe euch mein Wort: Ihr habt von ihnen nichts zu befürchten. Siedelt euch im Land an, und dient Nebukadnezar, dann wird es euch gut gehen! 10 Ich bleibe hier in Mizpa und setze mich bei den Babyloniern für euch ein. Haltet die Weinlese, erntet die Sommerfrüchte und Oliven, und hebt sie in Vorratskrügen auf! Bewohnt die Städte, die man euch überlassen hat!«

    11 Viele Judäer waren nach Moab, Ammon, Edom und in die anderen Nachbarländer geflohen. Als sie hörten, dass der König von Babylonien einen Teil der Bevölkerung in Judäa zurückgelassen und Gedalja als Statthalter eingesetzt hatte, 12 kehrten sie zurück und meldeten sich bei Gedalja in Mizpa. In jenem Sommer brachten sie eine reiche Wein- und Obsternte ein.

    13 Johanan, der Sohn Kareachs, und die anderen Offiziere, die sich im Landesinneren versteckt hatten, gingen noch einmal zu Gedalja 14 und warnten ihn: »Sei vorsichtig! König Baalis von Ammon hat Jismael, den Sohn Netanjas, beauftragt, dich umzubringen!« Aber Gedalja glaubte ihnen nicht. 15 Da traf sich Johanan heimlich mit Gedalja und bot ihm an: »Ich werde Jismael töten, ohne dass jemand erfährt, wer es war. Denn wenn ich es nicht tue, bringt er dich um! Dann werden die Babylonier alle Judäer, die noch im Land sind, verschleppen, und es wird kein Mensch mehr hier wohnen!«

    16 »Nein«, widersprach Gedalja, »du beschuldigst Jismael zu Unrecht! Tu ihm nichts!«

    Hm! Was war Johanan für ein Mensch?

    Was war seine Motivation für diese Warnung? Ging es ihm um das Leben Gedaljas? Ging es ihm un seine eigenen persönlichen Interessen?

    Es ging ihm um das ganze Volk, um den Erhalt seiner Brüder und der Stadt, die ja die Stadt der Könige Jehovas war und in der der Tempel Gottes stand.

    Aber warum hört Gedalja nicht auf ihn? Ist dies eine Schwäche, die in der menschlichen Unvollkommenheit begründet ist? Man will sich nichts sagen lassen, weiss alles besser?

    Seine Antwort lässt eher vermuten, dass ihm Geschwätz jeglicher Art ein Greuel ist.

    Vielleicht glaubt er auch an das Gute im Menschen und kann sich nicht vorstellen, das Ismael so hinterhältig ist.

  210. Juleam 18. August 2012 um 17:10 Link zum Kommentar

    Jeremia 41 – Jismael ermordet den Statthalter Gedalja

    1 (2.Könige 25, 25-26)
    Jismael, der Sohn Netanjas und Enkel Elischamas, ein Mann von königlicher Herkunft, hatte zu den hohen Beamten des Königs von Juda gehört. Im 7.Monat kam er mit zehn Männern zu Gedalja nach Mizpa. Als sie zusammen beim Gastmahl saßen, 2 zogen Jismael und seine Männer plötzlich das Schwert, fielen über Gedalja her und stachen ihn nieder. So brachte Jismael den Statthalter um, den der babylonische König über die Provinz Judäa eingesetzt hatte. 3 Er tötete auch alle Judäer, die bei Gedalja in Mizpa waren, und die babylonischen Soldaten, die dort Wache hielten.

    4 Am Tag nach der Ermordung Gedaljas, als noch niemand davon wusste, 5 waren achtzig Männer aus Sichem, Silo und Samaria unterwegs nach Jerusalem. Sie wollten Speiseopfer und Weihrauch an die Stelle bringen, wo früher der Tempel gestanden hatte. Als Zeichen ihrer Trauer trugen sie zerrissene Gewänder, sie hatten sich ihre Bärte abrasiert und die Haut eingeritzt. 6 Jismael ging ihnen von Mizpa aus weinend entgegen. Als er auf sie traf, bat er sie: »Kommt und seht, was mit Gedalja geschehen ist!«

    7 Doch kaum waren sie in der Stadt, da stachen Jismael und seine Verbündeten die Männer nieder und warfen ihre Leichen in eine Zisterne. 8 Nur zehn von ihnen ließ Jismael am Leben, denn sie baten ihn: »Töte uns nicht! Wir geben dir alle unsere Vorräte an Weizen, Gerste, Öl und Honig, die wir auf den Feldern draußen versteckt haben.«

    9 Die Zisterne, in die Jismael die Leichen der Ermordeten werfen ließ, war sehr groß. König Asa von Juda hatte sie seinerzeit anlegen lassen, als er im Krieg gegen König Bascha von Israel die Stadt Mizpa ausbaute. Nachdem Jismael die Leichen hineingeworfen hatte, 10 nahm er die restlichen Einwohner von Mizpa gefangen: die Töchter des Königs und alle anderen, über die Nebusaradan, der Oberbefehlshaber der babylonischen Leibwache, Gedalja als Statthalter eingesetzt hatte. Jismael wollte mit seinen Gefangenen zu den Ammonitern fliehen.

    11 Doch Johanan, der Sohn Kareachs, und die anderen Offiziere hörten von Jismaels Verbrechen. 12 Sie riefen ihre Truppen zusammen und jagten ihm nach. Am großen Teich von Gibeon holten sie ihn ein. 13 Als Jismaels Gefangene Johanan und seine Offiziere sahen, waren sie erleichtert. 14 Sie liefen weg und schlossen sich ihm an. 15 Jismael aber konnte mit acht Männern entkommen und floh zu den Ammonitern.

    16 Johanan und die Offiziere seiner Truppen übernahmen nun die Verantwortung für die Soldaten, Frauen, Kinder und Hofbeamten, die Jismael entführt hatte und die von ihnen befreit worden waren. 17 Sie zogen mit ihnen fort und rasteten in der Nähe von Bethlehem bei der Herberge Kimhams, um von dort weiter nach Ägypten zu fliehen.

    18 Sie fürchteten die Rache der Babylonier, weil Jismael den Statthalter Gedalja umgebracht hatte, der vom babylonischen König über die Provinz Judäa eingesetzt worden war.

    Nun ist also doch eingetreten, was Johanan befürchtet hatte. Er hatte ja sein möglichstes getan, um dies hier zu verhindern.

    Aber nochmal zu Ismael und dem Grund, warum er dies getan hatte: worum war es ihm eigentlich gegangen? Wollte er Macht und Ansehen? Hatte sich dies nun wirklich für ihn gelohnt – wenn er nun auf der Flucht vor Babylon sein mußte?

    Ging es ihm um die Einkünfte der Israeliten? Hatten wir nicht erst gerade zuvor gelesen, dass die Ernten so reichlich waren wie nie zuvor – und kaum noch Volk übrig war, die es verbrauchen konnten? Hätte es da nicht eine andere, bessere Lösung gegeben?

    Waren das nun eigentlich seine Brüder, die er hier fast komplett vernichtet hat?

  211. Juleam 18. August 2012 um 17:16 Link zum Kommentar

    Jeremia 42 – Zieht nicht nach Ägypten!

    1 Johanan, der Sohn Kareachs, und Asarja, der Sohn Hoschajas, kamen mit den anderen Offizieren und allen, die sie befreit hatten, 2 zum Propheten Jeremia und baten ihn: »Wir flehen dich an: Bete für uns zum Herrn, deinem Gott! Wir waren einmal ein großes Volk, aber jetzt ist nur noch ein kleiner Rest von uns übrig geblieben, du siehst es ja selbst! 3 Bitte den Herrn, deinen Gott, uns zu zeigen, wohin wir gehen und was wir tun sollen!«

    4 »Gut«, erwiderte der Prophet Jeremia, »ich will eure Bitte vor den Herrn, euren Gott, bringen. Und ich verspreche, dass ich euch alles sagen werde, was der Herr antwortet. Ich verheimliche euch nichts.« 5 Da entgegneten sie: »Der Herr soll als wahrhaftiger und unbestechlicher Zeuge gegen uns auftreten, wenn wir nicht jede seiner Weisungen befolgen! 6 Ganz gleich, ob uns seine Antwort gefällt oder nicht, wir wollen auf den Herrn, unseren Gott, hören, zu dem du in unserem Auftrag betest. Wir wollen tun, was er sagt, denn dann geht es uns gut!«

    7 Zehn Tage später empfing Jeremia die Antwort vom Herrn. 8 Er rief Johanan, die anderen Offiziere und alle Leute, Jung und Alt, zu sich. 9 »Ihr habt mich beauftragt, eure Bitte vor den Herrn zu bringen«, sagte Jeremia. »So spricht der Herr, der Gott Israels: 10 ›Wenn ihr in diesem Land bleibt, will ich euch aufbauen und nicht niederreißen, euch einpflanzen und nicht mehr entwurzeln, denn mir tut das Unheil leid, das ich über euch hereinbrechen ließ. 11 Jetzt fürchtet ihr euch vor dem König von Babylonien. Aber ich, der Herr, sage: Habt keine Angst! Denn ich bin bei euch, ich werde euch retten und vor ihm schützen. 12 Weil ich Erbarmen mit euch habe, sorge ich dafür, dass er sich gnädig zeigt und euch im Land bleiben lässt.

    13 Hört auf mich, den Herrn, euren Gott! Sagt nicht: Wir wollen das Land verlassen 14 und nach Ägypten fliehen, wo wir nichts mehr vom Krieg sehen, keine Alarmsignale hören und nicht mehr hungern müssen! – 15 Denn ich, der Herr, der allmächtige Gott Israels, sage euch: Wenn ihr Judäer, die ihr nicht verschleppt worden seid, nach Ägypten ziehen wollt, 16 dann werden Krieg und Hunger, vor denen ihr so große Angst habt, euch gerade dort treffen. Ihr werdet in diesem Land umkommen. 17 Jeder, der nach Ägypten geht, wird im Krieg, an Hunger oder an einer Seuche sterben. Keiner entkommt dem Unheil, das ich dann über euch bringe.

    18 Ja, ich, der Herr, der allmächtige Gott Israels, kündige euch an: Wie mein glühender Zorn die Einwohner Jerusalems getroffen hat, so wird er auch euch treffen, wenn ihr nach Ägypten zieht. Man wird entsetzt sein über euer Schicksal, ihr werdet verhöhnt und verachtet. Wer einen anderen verfluchen will, wünscht ihm das gleiche Unglück, das ihr erlitten habt. Eure Heimat seht ihr dann nie wieder!‹

    19 Ihr Judäer, die ihr noch übrig geblieben seid, hört, was der Herr euch sagt! Zieht nicht nach Ägypten! Ich warne euch davor! 20 Ihr setzt nur euer Leben aufs Spiel. Ihr habt mich beauftragt, für euch zum Herrn, eurem Gott, zu beten. Ich sollte euch seine Antwort weitergeben, und ihr habt fest versprochen, ihm zu gehorchen. 21 Heute habe ich euch seine Botschaft verkündet. Doch ich weiß, ihr wollt nicht auf die Worte des Herrn, eures Gottes, hören.

    22 Wenn ihr wirklich in Ägypten Zuflucht sucht, werdet ihr im Krieg, an Hunger oder an einer Seuche sterben. Darauf könnt ihr euch verlassen!«

    Hier kommt also der Text, den ich seit einiger Zeit gesucht hatte: „euch wird genau das ereilen, wovor ihr eigentlich weglaufen wollt“!

    Interessant auch der Apsekt, dass sich Jehova 10 (!!!) Tage Zeit mit der Antwort lässt. Wenn wir bedenken, dass die Propheten oftmals bereits von Jehova die Antwort erhielten, bevor überhaupt gefragt wurde. So, wie Jesaja schon die Antwort Jehovas bereit hatte, als die Abgesandten Hiskias wegen Sanherib zu ihm kamen. Oder wie schnell Jehova auf das Bittgebet Hiskias antwortete. Jesaja war noch nicht einmal bis zum Palasttor gekommen, als ihn Jehova mit einer Antwort zurück schickt.

    Hier lässt ER sich also 10 ganze Tage Zeit.

    Aber Jehova lässt hier nicht nur das Volk zappeln, was ja aufgrund der jahrelangen hartnäckigen Verweigerung des Gehorsams verständlich wäre. Auch Jeremia „tappt im Dunkeln“.

    Könnte es sein, dass Jehova sie hier nicht nur zappeln lassen will – sondern selbst eine ganze Weile benötigt, um abzuwägen?

  212. Juleam 20. August 2012 um 15:42 Link zum Kommentar

    Jeremia 43 – 46

    Jeremia 43 – Jeremias Warnung wird überhört

    1 (2.Könige 25, 26)
    Jeremia hatte den Judäern alles verkündet, was er ihnen im Auftrag des Herrn, ihres Gottes, sagen sollte. 2 Da erwiderten Asarja, der Sohn Hoschajas, Johanan, der Sohn Kareachs, und die anderen Männer verächtlich: »Du lügst! Der Herr, unser Gott, hat dich nicht zu uns gesandt. Er hat uns nicht vor der Flucht nach Ägypten gewarnt. 3 Baruch, der Sohn Nerijas, steckt dahinter; er hetzt dich gegen uns auf! Er will doch nur, dass wir den Babyloniern in die Hände fallen, damit sie uns umbringen oder verschleppen!«

    4 Johanan, die anderen Offiziere und alle, die zu Jeremia gekommen waren, schlugen die Weisung des Herrn in den Wind und blieben nicht in Judäa. 5 Sie machten sich auf den Weg und nahmen alle Judäer mit, die aus den Nachbarländern zurückgekehrt waren, in denen sie Schutz gesucht hatten: 6 Männer, Frauen und Kinder sowie die Töchter des Königs und alle anderen, die Nebusaradan, der Oberbefehlshaber der babylonischen Leibwache, unter Gedaljas Aufsicht zurückgelassen hatte. Auch der Prophet Jeremia und Baruch, der Sohn Nerijas, mussten mitkommen. 7 So missachteten sie die Weisung des Herrn und zogen nach Ägypten bis zur Grenzstadt Tachpanhes.

    Auch Ägypten wird besiegt

    8 In Tachpanhes empfing Jeremia eine Botschaft vom Herrn: 9 »Hol ein paar große Steine, und vergrab sie im Lehmboden unter dem Ziegelweg am Eingang zum Palast des Pharaos! Die Judäer sollen dir dabei zusehen. 10 Sag ihnen: So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: Ich lasse meinen Diener, König Nebukadnezar von Babylonien, in dieses Land einfallen und seinen Thron über diesen Steinen errichten, die Jeremia hier vergraben hat. Über ihnen wird Nebukadnezar seinen Baldachin ausbreiten. 11 Ja, er wird kommen und Ägypten besiegen. Wer für den Tod bestimmt ist, wird sterben, wer für die Gefangenschaft bestimmt ist, wird in die Gefangenschaft ziehen, und wer im Krieg umkommen soll, wird im Krieg umkommen.

    12-13 Nebukadnezar wird die Tempel niederbrennen und die ägyptischen Götterstatuen mitnehmen. Wie ein Hirte die Läuse von seinem Gewand aufliest, so wird er in Ägypten alles packen und zerstören. Er reißt die Steinsäulen von Heliopolis nieder und steckt die Tempel der ägyptischen Götter in Brand. Dann zieht er unbehelligt fort.«

    Warum wollen sie eigentlich nicht auf Jeremia hören?
    Warum zweifeln sie seine Worte an?

    Glauben sie nicht, dass seine Worte die Worte Jehovas sind, oder wollen sie nicht hören, weil ihnen die Botschaft nicht passt?

    Sind sie vielleicht bereits so sehr von den falschen Propheten beeinflusst?

    Glauben sie denen, weil sie in der Überzahl sind?

    Halten sie Jeremia für einen Spinner oder sogar für abtrünnig?

  213. Juleam 20. August 2012 um 16:27 Link zum Kommentar

    Jeremia 44 – wie Jehova seinen Dienern vergibt

    Warum verehrt ihr immer noch andere Götter?

    1 Jeremia empfing eine Botschaft für alle Judäer in Unterägypten – in Migdol, Tachpanhes und Memfis – und in Oberägypten:

    2 »So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: ›Ihr habt mit eigenen Augen gesehen, welches Unheil ich über Jerusalem und die anderen Städte Judas hereinbrechen ließ. Nun liegen sie in Trümmern und sind menschenleer, 3 denn ihre Einwohner wollten nichts von mir wissen. Sie haben meinen Zorn herausgefordert, weil sie anderen Göttern Opfer darbrachten und sie verehrten, Götzen, die weder sie noch ihre Vorfahren jemals gekannt haben. 4 Immer wieder habe ich meine Boten, die Propheten, zu ihnen gesandt und sie gewarnt: Hört auf mit dem Götzendienst, denn ich hasse ihn! – 5 Aber sie haben mich nicht ernst genommen und nicht auf mich gehört. Sie sind nicht von ihren falschen Wegen umgekehrt, sondern haben weiterhin anderen Göttern Räucheropfer dargebracht.

    6 Da bekamen sie meinen glühenden Zorn zu spüren. Er zerstörte die Städte Judas und verwüstete die Straßen Jerusalems. Noch heute liegen sie in Trümmern, niemand wohnt mehr dort.

    7 Ich, der Herr, der allmächtige Gott Israels, frage euch: Warum beschwört ihr wieder ein so schreckliches Unheil herauf? Wollt ihr unbedingt, dass Mann und Frau, Kind und Säugling aus dem Volk Juda ausgerottet werden, bis keiner von euch mehr übrig bleibt? 8 Mit euren Taten fordert ihr mich heraus. Auch hier in Ägypten, wo ihr Zuflucht sucht, bringt ihr anderen Göttern Räucheropfer dar. Wollt ihr wirklich ausgerottet werden, wollt ihr ein abschreckendes Beispiel sein, verhöhnt und verspottet von den anderen Völkern der Erde? 9 Habt ihr schon vergessen, was ihr in Juda und auf den Straßen Jerusalems getan habt, ihr und eure Frauen, eure Vorfahren, eure Könige und deren Frauen? 10 Bis heute hat keiner von euch seine Schuld zugegeben, keiner erweist mir Ehrfurcht und lebt nach meinem Gesetz, nach den Geboten, die ich euch und euren Vorfahren gegeben habe.

    11 Darum sage ich, der Herr, der allmächtige Gott Israels: Ich bin fest entschlossen, Unheil über euch zu bringen und das ganze Volk von Juda auszurotten. 12 Ich lasse alle von euch umkommen, die sich in Ägypten in Sicherheit bringen wollten. Jung und Alt werden im Krieg oder an Hunger sterben. Man wird entsetzt sein über euer Schicksal, von allen werdet ihr verhöhnt und verachtet. Wer einen anderen verfluchen will, wünscht ihm das gleiche Los, das euch getroffen hat. 13 Euch Judäer in Ägypten werde ich ebenso strafen wie damals die Einwohner von Jerusalem: durch Krieg, Hunger und Seuchen. 14 Das Unheil wird alle treffen, die hier in Ägypten Schutz gesucht haben. Niemand von euch wird nach Juda zurückkehren, wo ihr so gerne wieder leben würdet, niemand außer ein paar Flüchtlingen!«

    Wir haben die Himmelskönigin viel zu wenig verehrt!

    15 Alle Judäer in Unter- und Oberägypten, Männer und Frauen, hatten sich zu einer großen Versammlung eingefunden. Die Männer wussten sehr wohl, dass ihre Frauen anderen Göttern Räucheropfer darbrachten. Sie alle entgegneten Jeremia: 16 »Was du uns da im Auftrag des Herrn sagst, werden wir auf keinen Fall befolgen! 17 Wir wollen weiterhin der Himmelskönigin Räucheropfer und Trankopfer darbringen, so wie wir, unsere Vorfahren, unsere Könige und führenden Männer es schon früher getan haben. Unser Entschluss steht fest, und wir lassen uns durch niemanden davon abbringen! Als wir die Himmelskönigin noch in der Heimat verehrten, ging es uns gut. Wir hatten genug zu essen und blieben vom Unglück verschont. 18 Aber seit wir das Opfern unterlassen, geht es uns in jeder Hinsicht schlecht, viele von uns sind im Krieg umgekommen oder verhungert.« 19 Dann sagten die Frauen: »Unsere Männer erlauben uns, der Himmelskönigin zu opfern. Wir verbrennen Weihrauch für die Göttin, wir backen Kuchen, die sie darstellen sollen, und gießen Wein als Trankopfer für sie aus.«

    Nur ein kleiner Rest von euch wird übrig bleiben

    20 Jeremia erwiderte den Männern und Frauen, die ihm widersprochen hatten: 21 »Meint ihr, der Herr hätte nicht gesehen, was ihr in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems getrieben habt? Anderen Göttern habt ihr Räucheropfer dargebracht, ihr und eure Vorfahren, die Könige, die führenden Männer und das ganze Volk. 22 Der Herr konnte eure Bosheit und euren abscheulichen Götzendienst nicht länger ertragen. Darum hat er euer Land zu einer trostlosen Wüste und zu einem Bild des Schreckens gemacht. Wer einen anderen verfluchen will, wünscht ihm dasselbe Schicksal, das euch getroffen hat. 23 Das Unheil ist über euch hereingebrochen, gerade weil ihr der Himmelskönigin Räucheropfer dargebracht und damit gegen den Herrn gesündigt habt. Ihr wolltet nicht auf ihn hören und habt nicht nach seinem Gesetz, nach seinen Geboten und Weisungen gelebt.«

    24 Dann verkündete Jeremia dem ganzen Volk und besonders den Frauen: »Hört, was der Herr euch sagt, ihr Judäer, die ihr nach Ägypten gezogen seid! 25 So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: ›Ihr und eure Frauen habt geschworen, der Himmelskönigin Räucheropfer und Trankopfer darzubringen, und ihr habt euer Gelübde erfüllt. Ja, haltet euch nur an eure Versprechen, tut, was ihr geschworen habt!

    26 Aber hört, was ich, der Herr, euch sage, ihr Judäer in Ägypten: Ich, der Herr, schwöre bei mir selbst: Es wird in diesem Land bald keinen mehr geben, der in meinem Namen einen Eid leistet und sagt: So wahr der Herr lebt. – 27 Ich lasse euch nur noch Leid und nichts Gutes mehr erfahren. Ihr alle fallt im Krieg oder verhungert. 28 Nur wenige werden den Schwertern der Feinde entkommen und nach Juda zurückkehren. Dann werden sie erkennen, wessen Ankündigung sich erfüllt hat – ihre oder meine. 29 Ich, der Herr, gebe euch ein Zeichen, damit ihr wisst: Meine Drohungen sind keine leeren Worte, hier im Land trifft euch meine Strafe.

    30 Wie ich König Zedekia seinem Todfeind Nebukadnezar ausgeliefert habe, so werde ich auch den Pharao Hofra in die Gewalt seiner Todfeinde geben. Mein Wort gilt!‹«

    Ein sehr schönes Kapitel zum Thema Vergebung: Jehova erwartet zuerst einmal, dass sie ihre Schuld eingestehen und bereuen. Ohne dies kann es keine Vergebung geben.

    Warum ist dies so interessant? Weil einige meinen, sie könnten machen, was sie wollen, denn ihre Brüder müßten ihnen immer wieder vergeben.

    Immerhin hatte Jesus auf eine Nachfrage geantwortet: „sogar bis zu 77 mal“ und an anderer Stelle sagte er, wir sollten sogar unsere Feinde lieben. Daher kann ich scheinbar meinem Bruder immer und immer wieder absichtlich schaden und „darf auf großzügige Vergebung hoffen“.

    Wenn wir uns nun ansehen, wie Jehova mit seinem Volk gehandelt hatte, dann erkennen wir, dass er immer zuerst auf ein Zeichen von ihnen gewartet hatte, damit er ihnen Barmherzigkeit erweisen könne. Die Formulierung ist immer die gleiche: „bitte kehrt von euren verkehrten Wegen um, damit ich euch meine Liebe erweisen kann„.

    Jehova redet hier von aufrichtiger Umkehr, dass sie von Herzen bereuen müssen – nicht nur so zur Show. Im Gegensatz zu uns kann er den Menschen ins Herz sehen und erkennen, ob die Reue echt ist und es eine wahre Grundlage für Vergebung und Barmherzigkeit gibt.

    Woran könnten wir als unvollkommene Menschen erkennen, ob der andere es ernst meint? Jehova erwartet Taten der Reue. Sie müssen ihr schädliches Verhalten lassen, eingestehen, dass sie Mist gebaut haben, sich entschuldigen und den Schaden wieder gut machen – soweit das möglich ist.

    Dies erwartet selbst Jehova und dies erwartet er insbesondere von seinem Volk, das seinen Namen trägt!

    Sicherlich erwartet er nicht von uns unvollkommenen Menschen, dass wir auf die Voraussetzungen, die ER selbst als Grundlage für Vergebung verlangt, verzichten und jedem vergeben – weil wir es müssen.

    Hier kommt es wieder auf Ausgeglichenheit an. Wir haben in dem neuen Studien-WT einen Artikel über die Vergebung, wo es heißt, dass ein Bruder, der wieder aufgenommen wird, ein Prüfsiegel der Ältestenschaft trägt – das ihm die Reue bescheinigt. Damit müsse die Angelegenheit dann auch für uns erledigt sein, auch dann wenn derjenige uns persönlich geschadet hätte und wir noch heute unter den Auswirkungen leiden.

    Dies ist richtig. Fakt ist aber auch, dass derjenige – wenn er wirklich bereut, was er uns angetan hat – demütig genug ist, sich bei uns zu entschuldigen und versuchen wird, den Schaden zu begrenzen. Und er wird auch demütig genug sein, anzuerkennen, dass wir Zeit brauchen, um ihm wieder zu vertrauen. Wir hatten ja erst vor kurzem einen Artikel darüber, wie schwer es ist, das Vertrauen in der Ehe wieder herzustellen, wenn einer der Partner Ehebruch begangen hat. Selbst wenn der Unschuldige ihm verzeiht, wird dieser Zeit benötigen, um wieder normal mit seinem untreuen Ehepartner umzugehen. Und hier ist es dann an dem Untreuen, zu beweisen, dass er sein Verhalten aufrichtig bereut. Ebenso, wie er seinem Ehepartner die Zeit gibt, die dieser benötigt, um das alles zu verdauen.

    Wie wir sehen, ist hier Unterscheidungsvermögen gefragt. Jemand, der einem anderen ganz massiv geschadet hat, kann unmöglich von dem anderen erwarten, dass dieser so einfach wieder zur Tagesordnung über geht.

    Da wir ja als Christen unseren liebevollen und barmherzigen Gott Jehova nachahmen wollen – ahmen wir ihn auch in dieser Hinsicht nach: vergewissern wir uns, dass der andere sein Verhalten wirklich bereut – und dann erweisen wir ihm barmherzige Liebe, indem wir ihm vergeben und die Angelegenheit damit auch begraben

  214. Juleam 20. August 2012 um 16:33 Link zum Kommentar

    Jeremia 45 – Eine Botschaft für Baruch

    1 Im 4.Regierungsjahr des judäischen Königs Jojakim, des Sohnes Josias, sagte der Prophet Jeremia zu Baruch, dem Sohn Nerijas, der gerade Jeremias Botschaften auf eine Buchrolle geschrieben hatte: 2 »So spricht der Herr, der Gott Israels: 3 ›Du klagst: Ich unglücklicher Mensch! Leide ich nicht schon genug? Und nun lädt mir der Herr noch neuen Kummer auf! Vom vielen Seufzen bin ich völlig erschöpft und finde keine Ruhe! – 4 Ich, der Herr, sage dir: Was ich in diesem Land aufgebaut habe, zerstöre ich wieder, und was ich eingepflanzt habe, reiße ich wieder aus!

    5 Und da hoffst du, du könntest in Glück und Frieden leben? Erwarte nicht zu viel! Denn ich, der Herr, lasse Unheil über die ganze Welt hereinbrechen. Doch eines verspreche ich dir: Wo immer du hingehst, wirst du mit dem Leben davonkommen!‹«

    Bei uns heißt es „du begehrst große Dinge“. Wir hatten diesen Gedanken gerade heute im Studienartikel und im ergänzenden Stoff (Fußnote) konnten wir uns ein Bild davon machen, was wohl diese „großen Dinge“ gewesen sind:

    WAS WAREN DIE „GROSSEN DINGE“?

    3 Baruch muss gewusst haben, worum es sich bei den „großen Dingen“ handelte, und ihm war auch klar: Gottes „Augen sind auf die Wege des Menschen gerichtet, und all seine Schritte sieht er“ (Hiob 34:21). Baruch glaubte, „keinen Ruheort“ zu haben. Das hatte aber nichts mit seiner Aufgabe zu tun, die prophetischen Aussprüche Jeremias niederzuschreiben, sondern vielmehr mit seiner Ansicht darüber, was groß und wichtig sei. Die Suche nach „großen Dingen“ beschäftigte ihn dermaßen, dass er die wichtigeren Dinge aus den Augen verlor, nämlich alles, was mit dem Willen Gottes zu tun hatte (Phil. 1:10). Die Neue-Welt-Übersetzung sagt sogar, dass er „ständig“ danach suchte, und gibt damit die genaue Bedeutung der entsprechenden hebräischen Verbform wieder. Es war also nicht nur ein flüchtiger Gedanke, der Baruch durch den Kopf schoss. Als Jehova ihn auf das Problem aufmerksam machte, hatte Baruch bereits eine Weile nach „großen Dingen“ gesucht. Dieser treue Sekretär Jeremias tat zwar den Willen Gottes, sehnte sich aber gleichzeitig nach Größerem.

    4 Es kann gut sein, dass Baruch großen Wert auf Ruhm und Ehre legte. Offensichtlich war er mehr als nur der Privatsekretär Jeremias. In Jeremia 36:32 wird für ihn der Titel „der Sekretär“ gebraucht. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass er ein hochrangiger Beamter am Königshof war. Er trug denselben Titel wie „Elischama, der Sekretär“, der zu den Fürsten Judas zählte. Da er Elischama praktisch gleichgestellt war, durfte er sicher auch den „Speiseraum des Sekretärs“ im „Haus des Königs“ betreten (Jer. 36:11, 12, 14). Baruch muss also ein Hofbeamter mit einer hohen Bildung gewesen sein. Auch sein Bruder Seraja hatte eine hohe Position. Er war Quartiermeister Zedekias und begleitete den König auf einer bedeutenden Mission nach Babylon. (Lies Jeremia 51:59.) Wahrscheinlich war er für den Proviant und das Quartier des Königs verantwortlich, wenn dieser auf Reisen war.

    5 Es ist leicht nachzuvollziehen, dass es für eine hochgestellte Persönlichkeit wie Baruch frustrierend sein konnte, eine endlose Liste von Strafankündigungen gegen Juda aufzuschreiben. Baruch setzte dadurch, dass er den Propheten Gottes unterstützte, seine Karriere aufs Spiel. Und dann war da noch die Aussage, dass Jehova das, was er aufgebaut hatte, niederreißen wollte, wie wir in Jeremia 45:4 lesen. Die „großen Dinge“, die Baruch im Sinn hatte — sei es mehr Ansehen am Königshof oder Reichtum —, hätten sich dann wahrscheinlich in Nichts aufgelöst. Falls er auf einen sicheren Platz in der untergehenden jüdischen Gesellschaftsordnung aus war, hatte Gott allen Grund, ihn auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

    6 Nehmen wir einmal an, Baruchs „große Dinge“ drehten sich mehr um Reichtum. Das wäre nicht verwunderlich gewesen, denn die Nachbarvölker Judas vertrauten auch auf ihre Reichtümer. Moab brüstete sich mit seinen Werken und Schätzen, ebenso Ammon. Und Babylon wird von Jeremia als „reich an Schätzen“ beschrieben (Jer. 48:1, 7; 49:1, 4; 51:1, 13). Doch Jehova hatte alle diese Völker verworfen.

    7 Falls Baruch also nach Geld und Besitz strebte, kann man gut verstehen, warum Jehova ihn warnte. Wenn Gott schließlich seine Hand gegen die Juden ausstrecken würde, würden ihre Häuser und Felder ohnehin ihren Feinden in die Hände fallen (Jer. 6:12; 20:5). Versetz dich einmal in die Zeit Baruchs: Du wohnst in Jerusalem und die meisten um dich herum — Fürsten, Priester und sogar der König — wollen gegen die anrückenden Babylonier kämpfen. Doch du hast die Aufforderung Jeremias gehört: „Dient dem König von Babylon, und bleibt am Leben“ (Jer. 27:12, 17). Wäre dir diese Warnung Gottes willkommen gewesen, wenn du in der Stadt jede Menge Besitz gehabt hättest? Hättest du auf Jeremia gehört oder wäre dir dein Hab und Gut so wichtig gewesen, dass du den Weg der Masse gegangen wärst? Da alle Schätze Judas und Jerusalems, selbst die im Tempel, geplündert und nach Babylon gebracht wurden, hätte es wenig Sinn gemacht, Besitz anzuhäufen (Jer. 27:21, 22). Stimmt einen das nicht nachdenklich?

  215. Juleam 20. August 2012 um 16:36 Link zum Kommentar

    Jeremia 46 – Ägyptens Heer wird geschlagen

    1 Dies sind die Botschaften, die der Herr dem Propheten Jeremia über die anderen Völker gab. 2 Eine davon richtete sich gegen das Heer des ägyptischen Pharaos Necho. Es wurde im 4.Regierungsjahr des judäischen Königs Jojakim, des Sohnes Josias, vom babylonischen König Nebukadnezar bei Karkemisch am Euphrat geschlagen.

    3-4 Da sprach der Herr:
    »Eure Heerführer rufen: ›Haltet die Schilde bereit! Rund- und Langschilde! Spannt die Pferde vor die Streitwagen! Die Reiter sollen aufsitzen! Alle in Schlachtordnung! Helme auf! Speere schärfen! Brustpanzer umschnallen! Jetzt zieht in den Kampf!‹ 5 Doch was sehe ich? Entsetzt weichen sie zurück! Ihre kampferprobten Soldaten sind gefallen, andere fliehen Hals über Kopf, ohne noch einmal zurückzuschauen. Überall herrschen Angst und Schrecken. 6 Selbst die schnellen Läufer können nicht mehr entkommen, die besten Soldaten nicht mehr fliehen. Am Euphrat im Norden stolpern sie und fallen.

    7 Wer steigt da herauf wie die Fluten des Nil, wie Ströme, die alles überschwemmen? 8 Das ist Ägypten, es sagt: ›Ich will aufsteigen, alle Länder der Erde überfluten, die Städte zerstören und die Bewohner auslöschen! 9 Ihr Pferde, galoppiert! Rast, ihr Streitwagen! Stürzt euch in den Kampf, ihr mutigen Soldaten! Ihr Soldaten aus Äthiopien und Libyen, greift zu euren Schilden, und ihr aus Lydien, nehmt eure Bogen!‹

    10 Doch dieser Tag gehört mir, dem Herrn, dem allmächtigen Gott. An diesem Tag werde ich mich an meinen Feinden rächen. Mein Schwert wird sie auffressen, bis es satt geworden ist, und es wird ihr Blut trinken, bis sein Durst gestillt ist. Ja, ich, der Herr, der allmächtige Gott, richte meine Feinde im Norden hin, am Ufer des Euphrat!

    11 Volk von Ägypten, zieh nur ins Land Gilead, und hol dir Salben für deine Wunden! Es nützt ja doch nichts! Deine Wunden heilen nicht mehr, da kannst du noch so viele Salben nehmen. 12 Die Völker erfahren von deiner beschämenden Niederlage, dein Klagegeschrei ist im ganzen Land zu hören. Deine Soldaten fliehen, in Panik stürzt einer über den anderen.«

    Nebukadnezar fällt in Ägypten ein

    13 Als der babylonische König Nebukadnezar mit seinem Heer nach Ägypten zog, um das Land anzugreifen, sprach der Herr zu Jeremia:

    14 »Richte den ägyptischen Städten Migdol, Memfis und Tachpanhes aus, sie sollen sich zum Kampf rüsten! Denn es wird Krieg geben, schon wurden die Nachbarländer zerstört.

    15 Ägypten, warum sind deine Soldaten gestürzt? Sie konnten nicht standhalten, weil ich, der Herr, sie zu Boden stieß! 16 Ja, ich ließ viele von ihnen stürzen, einer fiel über den anderen. Die Söldner rufen einander zu: ›Kommt, wir fliehen und kehren zurück in unsere Heimat, bevor wir alle umkommen!‹ 17 Sie sagen: ›Der Pharao von Ägypten ist ein Angeber, der seine Gelegenheit verschlafen hat!‹

    18 Ich, der allmächtige Gott, bin König. Ich schwöre euch, so wahr ich lebe: Einer wird euch angreifen, der mächtiger ist als alle anderen, so wie der Tabor die anderen Berge überragt und wie der Gipfel des Karmel hoch über dem Meer liegt! 19 Ihr Ägypter, packt zusammen, was ihr in die Verbannung mitnehmen müsst, denn Memfis wird zu einer trostlosen Wüste werden, zerstört und menschenleer.

    20 Ägypten ist wie eine schöne junge Kuh, die von einer Bremse aus dem Norden angegriffen wird. 21 Ihre Söldner sind wie gemästete Kälber, sie ergreifen die Flucht, nicht einer leistet Widerstand. Der Tag des Verderbens ist für sie gekommen, jetzt hat ihre Stunde geschlagen! 22 Ägypten weicht zurück, es zischt wie eine fliehende Schlange, während das Heer der Feinde heranrückt. Sie kommen mit Äxten wie Holzfäller, 23 sie zerschlagen Ägypten, wie man ein Walddickicht abholzt. Ein riesiges Heer rückt heran, sie fallen über das Land her, als wären sie ein Heuschreckenschwarm. 24 Ägypten erntet Verachtung, es ist dem Volk aus dem Norden hilflos ausgeliefert.

    25 Ich, der Herr, der allmächtige Gott Israels, werde Amon, den Gott von Theben, strafen, ebenso den Pharao und ganz Ägypten mit seinen Göttern und Königen! Ja, der Pharao und alle, die sich auf ihn verlassen, bekommen meine Strafe zu spüren.

    26 Ich gebe sie in die Gewalt ihrer Todfeinde, ich lasse sie dem babylonischen König Nebukadnezar und seinen Heerführern in die Hände fallen.
    Aber danach soll Ägypten wieder bewohnt werden wie früher. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort!

    27 Fürchtet euch nicht, ihr Nachkommen Jakobs, meine Diener! Hab keine Angst, Volk Israel! Ich, der Herr, werde euch aus einem fernen Land zurückholen. Ich befreie eure Nachkommen aus dem Land, in dem sie Gefangene sind. Dann werdet ihr in Frieden und Sicherheit leben, niemand bedroht euch mehr.

    28 Fürchtet euch nicht, ihr Nachkommen Jakobs, meine Diener! Denn ich, der Herr, bin bei euch, um euch zu helfen! Die Völker, in deren Länder ich euch vertrieb, lasse ich vom Erdboden verschwinden, doch euch lösche ich nicht aus. Zwar werde ich auch euch bestrafen, aber nicht mehr als unbedingt nötig.«

  216. Juleam 20. August 2012 um 22:09 Link zum Kommentar

    Jeremia 47 – 49

    Jeremia 47 – Die Philister werden ausgerottet

    1 Ehe der Pharao die Stadt Gaza angriff, empfing der Prophet Jeremia vom Herrn eine Botschaft für die Philister:

    2 »So spricht der Herr: ›Seht, aus dem Norden droht eine Flut; das Wasser wird zum reißenden Strom, der über die Ufer tritt. Er überschwemmt das Land und die Felder, er reißt Städte und Menschen mit fort. Die Bewohner rufen um Hilfe, im ganzen Land schreien sie laut! 3 Denn sie hören Pferde galoppieren, Räder rasseln, Streitwagen herandonnern. Die Väter fliehen und sehen sich nicht mehr nach ihren Kindern um, die Angst hat sie gepackt! 4 Der Tag ist gekommen, an dem das Land der Philister verwüstet wird; die letzten Verbündeten von Tyrus und Sidon werden ausgerottet. Ja, ich, der Herr, lösche die restlichen Philister aus, die einst von der Insel Kreta gekommen sind.

    5 Die Einwohner von Gaza sind verzweifelt und scheren sich den Kopf kahl, die Menschen in Aschkelon wurden alle umgebracht. Wie lange ritzt ihr euch vor Trauer die Haut blutig, ihr Nachkommen der Enakiter? 6 Ihr schreit: Du Schwert des Herrn, wie lange willst du noch zustechen? Hör auf damit, lass uns endlich in Ruhe! –

    7 Doch wie kann das Schwert ruhen, wenn ich, der Herr, ihm einen Auftrag gegeben habe? Ich selbst habe ihm befohlen, Aschkelon und das Gebiet an der Küste zu zerstören!‹«

    Tja, so sind sie:

    Erst treiben sie jahrelang Dinge, die Jehova verabscheut und die nach seinem GESETZ den Fluch nach sich ziehen – und dann soll Jehova Erbarmen mit ihnen haben!

    Denken wir vielleicht auch so?

    In Vorträgen und Publikationen ist immer wieder von „Namenchristen“ die Rede und damit meinen wir die Angehörigen der falschen Religion. Der Ausdruck deshalb, weil sie sich Christen nennen – aber nicht danach handeln. Manchmal kommt mir der Verdacht, dass es in der heutigen Zeit auch „Namenzeugenjehovas“ gibt. Das sind dann diejenigen, die sich zwar so nennen, sich auch als Zeugen Jehovas haben taufen lassen – aber ebenso wie die Namenchristen nicht danach leben.

    Im Zusammenhang mit Jesaja 43 hatte wir ja bereits behandelt, wie der Name „Zeugen Jehovas“ ursprünglich zustande gekommen ist und was er eigentlich bedeutet. Nun finde ich es sehr auffällig, dass in letzter Zeit immer wieder der Predigtdienst Thema von Ansprachen, Programmpunkten und Artikeln ist. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass wir in der Zeit des Endes leben und der Predigtdienst daher so wichtig für Jehova sei.

    Das macht mir irgendwie Bauchschmerzen, denn ich gehe nach wie vor davon aus, dass sich nur diejenigen Jehova hingeben und sich als Zeugen Jehovas taufen lassen, die Jehova nicht nur kennen gelernt haben, sondern auch von Herzen lieben. Der Gedanke, dass manche dies nur als „eine Art Lebensversicherung“ tun, ist mir nach wie vor suspekt.

    Würde denn nicht jeder Mensch, der Jehova aus tiefsten Herzen liebt auch von ihm und seinem Wort reden wollen? Ähnlich wie Jeremia, der gar nicht anders konnte, weil Gottes Wort in seinem Herzen brannte!

    Könnten wir uns vorstellen, dass Treue wie Abraham, David, Elia und auch Jeremia gedrängt werden mussten, über Jehova und sein Wort zu reden? Denken wir auch an die ersten Christen und was sie alles auf sich nahmen, weil „sie nicht aufhören konnten, von den Dingen zu reden, die sie gehört und gesehen hatten“. Es ist eine ganz natürliche Reaktion, denn „aus dem Herzen redet der Mund“. Ein echter Christ und ebenso ein echter Zeuge Jehovas muss auch „nicht aufhören können“. Sollte nicht die Wahrheit in unser aller Herzen brennen?

    Sollte es nicht oberste Priorität für uns haben, den Namen Jehovas von allen Lügen reinzuwaschen? Müßte es nicht ein Herzensbedürfnis für jeden von uns sein, den Menschen zu zeigen, wie wundervoll unser Gott Jehova ist? Ihnen erzählen, dass ER bald alles Böse von der Erde beseitigt? Und ihnen in diesem Zusammenhang zu zeigen, dass dies keinesfalls unbarmherzig von Jehova ist?

    Auf der Bewerbung zum Pionier und zum Hilfspionier steht: „weil ich Jehova liebe… und weil ich die Menschen liebe…“ Lieben wir die Menschen so sehr, dass wir sie gerne und eifrig warnen und ihnen gern und mit all unserer Kraft helfen, ihr Leben mit Jehova ins Reine zu bringen?

    Wenn ich immer wieder an die Wichtigkeit des Predigtdienstes erinnert werden muss – was sagt dies eigentlich über mich aus? Mache ich es dann eben als ein notwendiges Übel um den Preis für das Ticket zu zahlen? Was haben wir auf dem Kongress darüber gehört, wie Jehova solche Geschenke betrachtet?

    Könnte es sein, dass Jehova über uns ähnlich denkt, wie hier über die Philister – und das, obwohl wir doch getaufte Zeugen Jehovas sind?

  217. Juleam 20. August 2012 um 22:16 Link zum Kommentar

    Jeremia 48 – Moabs Untergang

    1 So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels, über Moab:
    »Verloren ist die Stadt Nebo, sie liegt in Trümmern! Kirjatajim ist erobert worden, seine Bergfestung wurde niedergerissen. Nun hat man nur noch Verachtung übrig für die Stadt. 2 Moabs Ruhm ist dahin! In Heschbon haben die Feinde seinen Untergang geplant. ›Kommt und lasst uns die Moabiter ausrotten!‹, sagen sie. Auch du, Stadt Madmen, wirst vom Erdboden verschwinden! Der Feind wird dich überrollen.

    3 In Horonajim rufen sie schon: ›Unser Land ist verwüstet, alles liegt in Trümmern!‹ 4 Ja, die Moabiter sind geschlagen. Hört ihr, wie ihre kleinen Kinder schreien? 5 Weinend schleppen sich die Menschen den steilen Weg nach Luhit hinauf. Sie klagen laut über ihren Untergang, auf der Flucht nach Horonajim rufen sie: 6 ›Flieht! Lauft, so schnell ihr könnt! Wir müssen in der Wüste leben!‹

    7 Ihr Moabiter habt euch auf eure Stärke und euren Reichtum verlassen, und gerade darum wird euer Land jetzt erobert. Euren Gott Kemosch wird man in die Verbannung bringen, zusammen mit den Priestern und den führenden Männern. 8 Der Feind zieht heran und verwüstet ganz Moab; keine Stadt bleibt verschont. Ob unten im Jordantal oder auf der Hochebene – alle trifft das gleiche Los, so wie ich, der Herr, es angekündigt habe. 9 Gebt den Moabitern Flügel, denn sie werden Hals über Kopf fliehen müssen. Ihre Städte werden zu Ruinen, in denen keiner mehr wohnt.

    10 Verflucht sei, wer meinen Auftrag nachlässig ausführt! Verflucht sei, wer nicht zuschlägt und die Moabiter tötet! 11 Sie haben lange Zeit in Sicherheit gelebt, nie mussten sie in Gefangenschaft ziehen. Sie gleichen einem Wein, der lange lagert und nicht von einem Fass ins andere umgegossen wird. So ist er in Ruhe ausgereift, sein Duft und sein Geschmack konnten sich voll entfalten. 12 Doch es kommt der Tag, an dem ich, der Herr, den Moabitern Leute schicke, die den Wein ausschütten, die Fässer leeren und die Weinkrüge zerschlagen! 13 Dann wird Moab von seinem Gott Kemosch bitter enttäuscht sein, so wie das Nordreich Israel enttäuscht wurde, als es auf seine Götzen in Bethel vertraute.

    14 Ihr Moabiter prahlt: ›Wir sind Helden und kampferprobte Soldaten!‹ 15 Doch ich, der Herr, sage euch: Euer Land wird zur Wüste, bald sind eure Städte erobert! Eure Elitetruppen werden zur Schlachtbank geführt. Ich bin der allmächtige Gott und König. Mein Wort gilt!«

    Moabs Macht ist gebrochen

    16 »Moabs Untergang steht kurz bevor, das Unheil lässt nicht mehr lange auf sich warten! 17 Sprecht den Moabitern euer Beileid aus, ihr Nachbarvölker und alle, die ihr sie kennt! Klagt: ›Moabs Macht und Ruhm ist dahin! Sein Zepter ist zerbrochen!‹

    18 Ihr Einwohner von Dibon, steigt herab von eurem hohen Ross, und setzt euch in den Staub! Denn der Feind, der Moab verwüstet, zieht auch gegen euch heran und zerstört eure Festungen! 19 Stellt euch an die Straße, und seht euch um, ihr Einwohner von Aroër! Fragt die Flüchtlinge und die Vertriebenen, was geschehen ist. 20 ›Moab ist erobert, Angst und Schrecken herrschen überall‹, klagen sie und fordern euch auf: ›Weint und schreit! Sagt den Leuten am Fluss Arnon, dass ihr Land verwüstet ist!‹

    21 Jetzt halte ich, der Herr, Gericht über die Städte auf der Hochebene: über Holon, Jahaz, Mefaat, 22 Dibon, Nebo, Bet-Diblatajim, 23 Kirjatajim, Bet-Gamul, Bet-Meon, 24 Kerijot, Bozra und alle anderen moabitischen Städte nah und fern!

    25 Moab ist machtlos geworden, seine Kraft ist gebrochen! 26 Macht Moab betrunken, bis es sich in seinem Erbrochenen wälzt und von allen verspottet wird, denn es hat mich, den Herrn, herausgefordert!

    27 Ihr Moabiter, ständig habt ihr euch über die Israeliten lustig gemacht. Ihr habt auf sie herabgesehen, als seien sie Diebe, die auf frischer Tat ertappt wurden. 28 Verlasst eure Städte, und haust in Höhlen, lebt wie die Tauben, die ihr Nest am Felsabhang bauen!«

    29 »Wir haben gehört, wie stolz und hochmütig die Moabiter sind. Eingebildet und selbstherrlich benehmen sie sich, hochtrabend und überheblich!«

    30 »Doch ich, der Herr, durchschaue ihre Prahlerei – es ist nichts als Geschwätz! Sie gaukeln anderen nur etwas vor. 31 Darum klage ich laut über die Moabiter und ihr Land, ich trauere um die Einwohner von Kir-Heres. 32 Mehr als über die Einwohner von Jaser weine ich über die Stadt Sibma. Sie war berühmt für ihren Wein, ihre Ranken erstreckten sich bis zum Toten Meer, bis nach Jaser. Doch dann fiel der Feind über ihre Weintrauben und ihre ganze Ernte her. 33 In den Obstgärten und auf den Feldern Moabs singt und jubelt man nicht mehr. Ich habe dafür gesorgt, dass niemand mehr die Trauben presst, kein Wein fließt aus der Kelter. Man hört zwar lautes Rufen – aber Freudenschreie sind es nicht!

    34 In Heschbon rufen die Menschen verzweifelt um Hilfe, sie sind noch in Elale und Jahaz zu hören, und die Schreie in Zoar dringen bis Horonajim und Eglat-Schelischija. Selbst der Bach von Nimrim ist ausgetrocknet. 35 Ich, der Herr, lasse es nicht mehr zu, dass man in Moab zu den heiligen Höhen hinaufsteigt, um dort den Göttern zu opfern und Weihrauch zu verbrennen. Alle, die dies tun, rotte ich aus!«

    36 Darüber bin ich tief erschüttert. Ich trauere um Moab und die Einwohner von Kir-Heres wie jemand, der ein Klagelied auf der Flöte spielt. Denn sie haben alles verloren, was sie erspart haben. 37 Vor Kummer und Sorgen haben sich alle Männer den Kopf kahl geschoren und den Bart abrasiert. Sie ritzen sich die Hände blutig und ziehen Trauergewänder aus Sacktuch an.

    38 Auf den Dächern der Häuser und auf den Straßen hört man lautes Klagen.
    So spricht der Herr: »Ich habe Moab zerschmettert wie ein unbrauchbares Tongefäß. 39 Ja, Moab ist zerschlagen! Es schreit verzweifelt, vor Scham wendet es sich ab. Bei allen Nachbarvölkern ist es zum Gespött geworden, zum Bild des Schreckens!«

    Moab hat den Herrn herausgefordert

    40 So spricht der Herr: »Seht, der Feind greift schon an, wie ein Adler kreist er über Moab, 41 er erobert die Städte und Festungen. Dann zittern die mutigen Soldaten vor Angst wie eine Frau in den Wehen! 42 Ja, Moab wird ausgelöscht, es wird kein Volk mehr sein, denn es hat mich herausgefordert.

    43 Ich, der Herr, sage: Angst und Schrecken werden euch packen, in Fallgruben und Schlingen werdet ihr geraten, ihr Moabiter! 44 Wer dem Schrecken entfliehen will, stürzt in die Grube, und wer sich daraus noch befreien kann, der verfängt sich in der Schlinge. Ja, es kommt das Jahr, in dem ich Gericht halte über Moab. Mein Wort gilt!

    45 Erschöpft suchen die Flüchtlinge Schutz in der Stadt Heschbon, wo König Sihon früher regierte. Doch von Heschbon geht ein Feuer aus, mitten aus der Stadt lodern die Flammen hervor. Sie versengen den Moabitern, diesen vorlauten Angebern, den Kopf. 46 Ihr seid verloren, ihr Moabiter! Euer Volk, das Kemosch verehrte, ist zugrunde gegangen. Denn eure Söhne und Töchter wurden in die Gefangenschaft verschleppt.

    47 Doch es kommt der Tag, da werde ich euer Schicksal wieder zum Guten wenden. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort!«
    Hier endet die Gerichtsbotschaft über Moab.

    „Ja Moment mal: Moab und auch die Philister waren ja nicht Jehovas Volk! Wieso bezieht die Jule das denn dann auf uns als Zeugen Jehovas? Wir gehören schließlich als solche zu seinem Volk. Wir sind ein Volk für seinen Namen! Was hat das Ganze also mit mir zu tun?“

    Gute Frage. Aber ist uns auch aufgefallen, warum Jehova sie verurteilt? Wegen Götzendienst und weil sie vorgeben, etwas zu sein, was sie nicht sind und sich darauf noch etwas einbilden.

    Wenn ich nun also immer stolz darauf verweise, dass ich als Zeuge Jehovas zu Gottes Volk gehöre (und darum auch besser bin, als die Namenchristen), aber nicht entsprechend lebe (wie im Kommentar zum Kapitel zuvor erwähnt) – dann treffen die letzten Worte auf mich zu.

    „Ja, aber mit Götzendienst habe ich nun wirklich nichts zu tun“

    Wirklich nicht? Erinnern wir uns an die Definition von „Götzendienst“, die wir auf dem BZK gehört haben? Zu Götzendienst gehört alles, was mich davon abhält, „Jehova mit ganzem Herzen, ganzer Kraft und ganzem Sinnzu dienen“.

    Womit verbringe ich meine Zeit? Tue ich im Predigtdienst nur das Nötigste und bin schon froh, wenn ich es schaffe, jeden Tag den Tagestext zu lesen – habe aber jede Menge Zeit, die ich mit Freunden verbringe, im Chat, beim Checken meiner Mails, mit Fernsehen, mit dem Lesen von total spannenden Büchern?

    Betreffen mich die Worte Jehovas an Moab also wirklich nicht?

    Warum stehen all diese Dinge denn überhaupt in der Bibel? Um uns bloßzustellen oder uns ein schlechtes Gefühl zu machen? Oder nicht viel eher, um uns wachzurütteln und uns zu helfen, uns der wichtigeren Dinge zu vergewissern?

    Warum schickte Jehova denn seine Propheten immer wieder zu seinem Volk? Wollte er sie beschämen, sie fertigmachen? Wir wissen, dass dies nicht so ist. Es ging Jehova immer darum, sein Volk zur Besinnung zu bringen. Er wollte sie daran erinnern, dass sie auf dem falschen Weg waren. Dass er sie strafen müßte, wenn sie nicht davon umkehren würde. Und immer wieder mit der Bitte: „kehrt doch bitte um, damit ich euch nicht strafen muss“.

    Wie reagieren wir, wenn wir Worte wie in diesen Kapitel hier lesen und auf uns und unser Verhalten beziehen? Sind wir dann sauer – oder erkennen wir die Chance, wieder auf den richtigen Weg zu gelangen?

    Erkennen wir dies als einen Beweis für Gottes Liebe zu uns?

  218. Juleam 20. August 2012 um 22:18 Link zum Kommentar

    Jeremia 49 – Die Ammoniter haben mein Volk beraubt!

    1 Dies ist die Botschaft des Herrn an die Ammoniter:
    »Hat Israel denn keine Kinder, keine Erben, die das Land verteidigen? Warum hat ein Volk, das den Götzen Milkom verehrt, sich im Land Gad niedergelassen? Warum wohnen nun die Ammoniter in Israels Städten? 2 Ich, der Herr, sage: Es kommt der Tag, an dem man in Rabba, der Hauptstadt der Ammoniter, den Kriegsruf hören wird. Die Stadt soll zu einem einzigen Trümmerhaufen werden, und die Orte ringsum gehen in Flammen auf. Dann erobert Israel das Land von denen zurück, die es ihm genommen haben. Das verspreche ich, der Herr.

    3 Weint, ihr Einwohner von Heschbon, denn Ai ist verwüstet! Ihr Frauen von Rabba, schreit vor Verzweiflung! Zieht euch Trauerkleider an! Lauft durch eure Stadt und klagt! Denn Milkom, euer Gott, wird verbannt und mit ihm die Priester und führenden Männer. 4 Ihr prahlt mit euren fruchtbaren Tälern. Ihr verlasst euch auf euren Reichtum, doch von mir wollt ihr nichts wissen. Ihr behauptet: ›Uns greift keiner an!‹ 5 Doch ich, der Herr, der allmächtige Gott, werde euch in Angst und Schrecken stürzen. Die Völker ringsum fallen über euch her, und ihr werdet in alle Richtungen zerstreut. Niemand wird euch mehr in euer Land zurückführen.

    6 Doch später will ich das Schicksal der Ammoniter wieder zum Guten wenden. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort!«

    Edom muss den Kelch bis zur Neige leeren

    7 So spricht der allmächtige Gott über Edom:
    »Die Einwohner von Teman wissen nicht mehr, was sie tun sollen. Sind ihren klugen Beratern die Einfälle ausgegangen? Hat die Weisheit sie verlassen?

    8 Schnell, flieht! Ihr Einwohner von Dedan, sucht euch sichere Verstecke! Denn ich lasse Unheil über euch hereinbrechen, ihr Nachkommen Esaus, jetzt trifft euch meine Strafe! 9 Die Feinde kommen und plündern euer Land wie Winzer, die keine Nachlese mehr übrig lassen. Sie überfallen euch wie ein Dieb in der Nacht und nehmen alles mit, was ihnen gefällt. 10 Ich liefere euch euren Feinden schutzlos aus und nehme euch alle Schlupfwinkel, in denen ihr euch verstecken konntet. Eure Verwandten, eure Nachbarn und Freunde – sie alle kommen um. 11 Nur wenige Kinder überleben und bleiben als Waisen zurück. Sie sollt ihr meiner Fürsorge anvertrauen. Ich erhalte sie am Leben, und auch eure Witwen finden bei mir Schutz.

    12 Selbst Völker, die nicht dazu verurteilt waren, müssen den bitteren Kelch austrinken. Und da solltet ihr verschont bleiben? Nein, auch ihr werdet diesen Kelch bis zur Neige leeren müssen. Darauf könnt ihr euch verlassen! 13 Ich, der Herr, habe bei meinem Namen geschworen: Die Stadt Bozra und alle Städte ringsum sollen zu Trümmerfeldern werden! Man wird über ihr Unglück entsetzt sein und sie verachten. Wer einen anderen verfluchen will, wird ihm dasselbe Schicksal herbeiwünschen, das sie getroffen hat.«

    14 Der Herr hat mir gesagt, dass er einen Boten zu den Völkern gesandt hat. Er soll ihnen befehlen: »Versammelt euch, und zieht gegen die Edomiter in den Krieg!«

    15 Der Herr kündigt euch an: »Ich lasse euch Edomiter zu einem kleinen Volk werden, das von den anderen Völkern verachtet wird. 16 Eure Feinde fürchteten sich vor eurer Macht, ihr seid überheblich geworden und habt euch damit selbst getäuscht. Ihr wohnt oben in den Felsen und beherrscht das ganze Gebirge. Doch selbst wenn ihr euer Nest in der Höhe baut wie ein Adler, stoße ich, der Herr, euch von dort hinunter!

    17 Ja, das Land der Edomiter soll verwüstet werden; wer daran vorüberzieht und sieht, wie schlimm es zugerichtet wurde, ist entsetzt und schüttelt voller Verachtung den Kopf. 18 Edom wird dasselbe Schicksal erleiden wie damals Sodom und Gomorra samt den Nachbarstädten. Kein Mensch wird mehr dort wohnen. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort. 19 Wie ein Löwe, der aus dem Dickicht am Jordan hervorbricht und in fruchtbares Weideland einfällt, so werde ich die Edomiter aus ihrem Land vertreiben. Dann wird einer, den ich selbst erwählt habe, über Edom regieren. Wer ist mir gleich und kann mich zur Rechenschaft ziehen? Welcher Herrscher ist imstande, sich mir zu widersetzen?

    20 So hört nun, welches Urteil ich über die Edomiter spreche und was ich den Einwohnern von Teman antun will: Man wird sie alle, auch die Jüngsten unter ihnen, fortschleppen. Jeder, der davon erfährt, wird entsetzt sein.21 Edoms Sturz lässt die Erde erbeben; noch am Roten Meer sind laute Hilfeschreie zu hören. 22 Seht, der Feind greift schon an, wie ein Adler kreist er über der Stadt Bozra und stürzt sich auf seine Beute. Edoms mutige Soldaten zittern vor Angst wie eine Frau in den Wehen!«

    Damaskus ist verloren!

    23 So spricht der Herr über Damaskus:
    »Die Einwohner von Hamat und Arpad sind wie gelähmt, denn sie haben eine schlimme Nachricht bekommen. Jeder Mut hat sie verlassen, sie sind unruhig wie ein aufgewühltes Meer im Sturm. 24 Die Menschen in Damaskus sind hilflos, Hals über Kopf ergreifen sie die Flucht. Angst und Schmerzen haben sie überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau.

    25 Warum hat man Damaskus nicht schon früher aufgegeben? Jetzt ist sie verloren, die berühmte Stadt, die mir so gefiel! 26-27 Die jungen Männer kommen in den Straßen um, und alle Soldaten fallen im Kampf. Ich lege ein Feuer an die Mauern von Damaskus, es brennt die Paläste des Königs Ben-Hadad nieder. Darauf gebe ich, der Herr, der allmächtige Gott, mein Wort.«

    Die Beduinen werden in alle Winde zerstreut

    28 Dies ist die Botschaft des Herrn über die Beduinenstämme von Kedar und Hazor. Als König Nebukadnezar von Babylonien sie angriff, befahl der Herr ihm und seinen Soldaten:
    »Zieht gegen Kedar in den Krieg! Besiegt die Beduinenstämme im Osten! 29 Raubt ihre Zelte, die Viehherden und Kamele! Nehmt ihre Zeltdecken und all ihren Besitz mit! Ruft ihnen zu: ›Es gibt kein Entkommen!‹

    30 Ich, der Herr, fordere die Beduinen auf: Flieht schnell und versteckt euch gut, ihr Stämme in der Gegend von Hazor! Denn König Nebukadnezar von Babylonien will euch angreifen – sein Entschluss steht fest! 31 Ich habe den Babyloniern befohlen: Zieht in den Krieg gegen ein Volk, das fern von allen anderen sicher und sorglos lebt! Ihre Städte haben weder Mauern noch Tore. 32 Ihre Kamele sollen geraubt und die großen Viehherden als Beute weggetrieben werden. Ja, ich, der Herr, werde dieses Volk, das sich die Haare an den Schläfen stutzt, in alle Winde zerstreuen! Von allen Seiten lasse ich das Unheil über sie hereinbrechen. 33 Hazor bleibt für immer ein Ort voller Ruinen, in dem die Schakale hausen. Kein Mensch wird mehr dort wohnen!«

    Ich zerbreche die Bogen der Elamiter

    34 Zu Beginn der Regierungszeit König Zedekias von Juda empfing der Prophet Jeremia vom Herrn diese Botschaft über Elam:

    35 »So spricht der allmächtige Gott: ›Ich zerbreche die Bogen der Elamiter, durch die sie vorher unschlagbar waren. 36 Aus allen vier Himmelsrichtungen lasse ich Stürme über sie hereinbrechen. Ich vertreibe sie aus ihrem Land, ja, in alle Winde werden sie zerstreut. Es wird kein Volk mehr geben, zu dem sich nicht vertriebene Elamiter flüchten. 37 Sie sollen keinen Mut mehr haben, gegen ihre Todfeinde zu kämpfen. Ich, der Herr, will Unheil über sie bringen, mein glühender Zorn soll sie treffen! Mit dem Schwert verfolge ich sie, bis ich sie ausgerottet habe. 38 Dann stelle ich meinen Thron im Land der Elamiter auf und bringe den König und die führenden Männer um.

    39 Aber später werde ich das Schicksal der Elamiter wieder zum Guten wenden. Das verspreche ich, der Herr!‹«

  219. Juleam 21. August 2012 um 19:51 Link zum Kommentar

    Jeremia 50 – 52

    Jeremia 50 – Der Untergang Babyloniens

    1 Der Herr gab dem Propheten Jeremia diese Botschaft, die an Babylonien und seine Hauptstadt gerichtet war:

    2 »Sagt es den Völkern, verkündet es überall! Stellt Feldzeichen auf und haltet die Neuigkeit nicht zurück! Ruft: ›Die Stadt Babylon ist erobert worden! Marduk, der Götze, der sie schützen sollte, ist vernichtet, ja, Babylons Götter, diese hilflosen Figuren, wurden zerschmettert. Ein Bild der Schande sind sie geworden!‹ 3 Aus dem Norden zieht ein Volk heran zum Angriff gegen Babylonien; das ganze Land wird es verwüsten. Menschen und Tiere ergreifen die Flucht, bis keiner mehr dort lebt.

    4 Ich, der Herr, sage: Wenn diese Zeit gekommen ist, kehren die Israeliten und die Judäer aus der Verbannung zurück. Sie weinen und rufen nach mir, dem Herrn, ihrem Gott. 5 Sie fragen: ›Welcher Weg führt zum Berg Zion?‹ und gehen in diese Richtung weiter. ›Kommt‹, fordern sie einander auf, ›wir wollen wieder dem Herrn gehören! Wir schließen mit ihm einen Bund, an den wir uns für immer halten werden!‹ 6 Mein Volk war wie eine Herde, die sich verlaufen hat. Seine Hirten führten es auf einen falschen Weg und ließen es in den Bergen umherirren. So zog es über Berge und Hügel und vergaß, wohin es gehört. 7 Wer immer diese Herde fand, griff sie an und schlachtete sie ab. Die Feinde Israels sagten: ›Wir begehen kein Unrecht, denn schließlich haben sie den Herrn vergessen, den Gott, bei dem sie ganz sicher Weide finden und dem schon ihre Vorfahren vertrauten!‹«

    Flieht aus Babylonien!

    8 »Ihr Israeliten, flieht aus Babylonien und aus seiner Hauptstadt! Geht den anderen Völkern voran wie Leittiere den Schafen! 9 Denn ich sorge dafür, dass mächtige Völker aus dem Norden ein Bündnis schließen und sich zum Angriff gegen Babylon rüsten. Dann werden sie kommen und die Stadt erobern. Ihre Soldaten sind treffsichere Schützen, die ihr Ziel niemals verfehlen. 10 Sie werden Babylonien plündern, keiner von ihnen kehrt mit leeren Händen zurück. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort.

    11 Jetzt triumphiert ihr noch und jubelt, ihr Babylonier, weil ihr mein Land ausgeraubt habt! Ihr seid ausgelassen und springt vor Freude umher wie Kälber auf der Weide, ihr wiehert wie übermütige Hengste! 12 Doch das Land, in dem ihr geboren seid, wird nun auch unterworfen und von allen verachtet. Es soll ein unbedeutender Fleck Erde sein, eine dürre und trostlose Wüste. 13 Mein Zorn wird Babylon treffen und es zu einem Trümmerhaufen machen, in dem niemand mehr wohnt. Wer vorüberzieht und die Ruinen sieht, schüttelt entsetzt den Kopf.

    14 Ihr Bogenschützen, stellt euch rings um die Stadt zum Angriff auf und schießt! Spart nicht mit Pfeilen! Denn Babylon hat gegen mich, den Herrn, gesündigt. 15 Umzingelt die Stadt und stimmt das Kriegsgeschrei an! – Da, sie ergibt sich! Ihre Türme stürzen ein, die Mauern reißt man nieder! Ich, der Herr, strafe sie für all ihre Bosheit. Rächt auch ihr euch an Babylon! Zahlt ihm das heim, was es euch angetan hat! 16 In Babylon soll es keinen mehr geben, der die Saat ausstreut und die Ernte einbringt! Alle Ausländer, die in der Stadt lebten, werden vor dem Schwert des Feindes fliehen und in ihre Heimat zurückkehren.

    17 Israel ist wie eine Herde, die von Löwen auseinander getrieben wurde. Zuerst ist der König von Assyrien über sie hergefallen, und dann hat König Nebukadnezar von Babylonien ihre Knochen abgenagt. 18 Ich, der Herr, der allmächtige Gott Israels, sage: Ich bestrafe den König von Babylonien und sein ganzes Land, so wie ich auch den König von Assyrien zur Rechenschaft gezogen habe. 19 Aber mein Volk, meine Herde, bringe ich zurück zu ihrem Weideplatz, dann breitet sie sich beim Berg Karmel und im Hochland von Baschan aus, und auch im Bergland von Ephraim und in Gilead findet sie genug zu essen. 20 Ich, der Herr, verspreche euch: Wer zu dieser Zeit nach Israels Schuld sucht, wird sie nicht finden. Man wird den Bewohnern Judas keine einzige Sünde vorhalten können. Denn wer mein Gericht überlebt, dem werde ich vergeben.«

    Gott übt Rache für seinen zerstörten Tempel

    21 »Ich, der Herr, sage euch: Tut, was ich euch befehle! Greift das Land Meratajim an, zieht gegen die Bewohner von Pekod in den Kampf! Vernichtet sie, zerstört alles ohne Erbarmen!

    22 Hört das Kriegsgeschrei, Babyloniens Untergang naht! 23 Alle Völker hat es niedergeschlagen wie ein Hammer, doch nun liegt es selbst zerschmettert am Boden. Bei diesem Anblick werden die Völker von Entsetzen gepackt.

    24 Ich habe dir eine Falle gestellt, Babylonien, und du bist hineingelaufen, ehe du wusstest, was geschah! Man hat dich eingeholt und überwältigt, denn du hast gegen mich, den Herrn, Krieg geführt. 25 Ich öffne meine Waffenkammer und hole die Waffen heraus, mit denen ich dich voller Zorn angreifen werde. Ja, für mich, den allmächtigen Gott, gibt es in diesem Land viel zu tun!

    26 Nehmt es von allen Seiten ein, brecht seine Kornspeicher auf, und schüttet die Beute auf einen Haufen! Dann vernichtet alles, und zerstört das ganze Land – lasst nichts mehr übrig! 27 Stecht all seine Soldaten nieder, schlachtet sie ab! Sie sind verloren! Denn nun ist der Tag gekommen, an dem ihre Strafe sie trifft.

    28 Hört, was die Flüchtlinge aus Babylonien erzählen! In Jerusalem berichten sie: ›Der Herr, unser Gott, hat sich an den Feinden gerächt, er hat sie gestraft, weil sie seinen Tempel zerstört haben.‹

    29 Ruft die Bogenschützen zum Kampf gegen Babylon herbei! Belagert die Stadt und lasst keinen entkommen! Vergeltet ihr alles Unrecht! Zahlt ihr heim, was sie euch angetan hat. Denn Babylon hat sich voller Stolz gegen mich, den heiligen Gott Israels, aufgelehnt. 30 Die jungen Männer kommen in den Straßen um, und alle Soldaten fallen im Kampf.

    31 Ich, der Herr, der allmächtige Gott, greife dich an, du stolze Stadt! Deine Strafe lässt nicht länger auf sich warten. 32 Du wirst stürzen, und niemand richtet dich wieder auf. Ich stecke dich und deine Nachbarstädte in Brand, das Feuer wird alles ringsum verzehren.«

    Der Herr befreit sein Volk

    33 So spricht der Herr, der allmächtige Gott: »Noch werden die Israeliten und Judäer unterdrückt. Ihre Feinde halten sie gefangen und lassen sie nicht in ihr Land zurückkehren. 34 Aber ich, der Herr, der allmächtige Gott, bin stärker und werde sie befreien. Ich selbst verhelfe ihnen zu ihrem Recht. Auf der ganzen Welt sorge ich für Ruhe und Frieden, aber die Bewohner von Babylonien stürze ich in Angst und Schrecken.

    35 Ich, der Herr, sage: Tod den Babyloniern und der Stadt Babylon mit ihren führenden Männern und Beratern! 36 Tod ihren Wahrsagern, diesen Schwätzern! Tod ihren Soldaten – die Angst soll sie packen! 37 Tod den Pferden und Streitwagen und allen Söldnern, die Babylonien unterstützt haben, sie werden sich nicht mehr wehren können. Die Schätze Babyloniens gebe ich der Plünderung preis. 38 Alle Gewässer des Landes sollen austrocknen! Denn Babylonien ist ein Land voll abscheulicher Götzenstatuen, die seinen Bewohnern den Verstand geraubt haben. 39 Wilde Wüstentiere werden in den Trümmern hausen, Schakale und Strauße streifen dort umher. Ja, Babylonien wird nie mehr bewohnt sein, für alle Zeiten bleibt es unbesiedelt. 40 Es soll zerstört werden wie damals Sodom und Gomorra mit ihren Nachbarstädten; kein Mensch wird mehr dort leben. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort.«

    Der Feind aus dem Norden

    41 »Seht, von Norden zieht ein großes Volk heran, eine mächtige Nation macht sich auf den Weg vom Ende der Erde her. Viele Königreiche wollen gegen Babylonien Krieg führen. 42 Mit Schwertern und Bogen sind sie bewaffnet, sie sind grausam und kennen kein Erbarmen. Wenn sie auf ihren Pferden heranstürmen, klingt es wie das Tosen des Meeres. Sie haben sich zum Kampf gerüstet gegen dich, Babylonien! 43 Dein König hört die Schreckensmeldung, ihn hat aller Mut verlassen. Er zittert vor Angst wie eine Frau in den Wehen.

    44 Ja, ich will die Babylonier aus ihrem Land vertreiben wie ein Löwe, der aus dem Dickicht am Jordan hervorbricht und in fruchtbares Weideland einfällt. Dann wird einer, den ich selbst erwählt habe, über Babylonien regieren. Wer ist mir gleich und kann mich zur Rechenschaft ziehen? Welcher Herrscher ist imstande, sich mir zu widersetzen?

    45 So hört nun, welches Urteil ich über die Babylonier spreche und was ich ihnen antun will: Man wird sie alle, auch die jüngsten unter ihnen, fortschleppen. Jeder, der davon erfährt, wird entsetzt sein.

    46 Babyloniens Sturz lässt die Erde erbeben, selbst die anderen Völker hören noch die lauten Hilfeschreie.«

    Was für ein Wandel für Babylon:

    Erst hatte Jehova sie erwählt, sein Volk zu strafen und ins Exil zu führen – und nun trifft sie selbst SEIN Urteil! Warum?

    Wir erinnern uns noch daran, wie freundlich und respektvoll Nebukadnezar mit Jeremia umging? Er wußte, dass er von Jehova den Auftrag erhalten hatte, das Volk Israel einzunehmen und ins Exil zu führen und er wußte, dass Jeremia ein wahrer Prophet Gottes war. Damals gab er Jehova die Ehre für seinen Sieg über Israel.

    Dadurch, dass viele Juden bereits in Babylon waren und er z.B Daniel kannte und schätzte, war er mit dem Gott der Israeliten bereits vertraut. Außerdem hatte er selbst bereits Erfahrungen mit Jehova gemacht. Wir erinnern uns hierbei daran, dass Jehova ihn mehrere Jahre wie ein Tier hatte leben lassen, um ihn für seinen Stolz zu strafen. Danach erkannte er Jehova an und dieser setzte ihn wieder auf seinen Thron.

    Also ein König, der mit Jehova und seinem Willen gut vertraut war und der die Ehre für seinen Sieg Jehova zuschrieb.

    Warum dann dieser Wandel? Wieso wird er auf einmal von Jehova verworfen und so sehr bestraft, dass er so tief gedemütigt und von Jehova selbst gestraft wird. Was hatte sich verändert?

    Wenn wir uns das Ganze etwas näher ansehen, wann Babylon vernichtet wurde und wer damals König über Babylon war, dann stellen wir fest, dass dies nicht mehr Nebukadnezar war. Der Nachfolger hatte keine Achtung vor Jehova. Das wissen wir daher, dass er an dem Abend, als man die Hand an der Wand sah, die Geräte aus dem Tempel Jehovas kommen ließ, um sie bei einer wilden Orgie zu missbrauchen. Dies zeugt keineswegs von Respekt vor Jehova. Der neue König war stolz und unterdrückte das Volk und beutete es aus. Dies war nicht im Sinne Jehovas.

    Dadurch machte er sich selbst zu einem Feind Jehovas und damit hatte er sich sein Unglück selbst zuzuschreiben…

  220. Juleam 21. August 2012 um 19:54 Link zum Kommentar

    Jeremia 51 – Babyloniens Zeit ist abgelaufen

    1 So spricht der Herr: »Seht, ich lasse einen verheerenden Sturm über Babylonien und seine Bewohner kommen, denn dort haben sich meine Feinde zusammengerottet. 2 Fremde werden das Land erobern und die Menschen davonjagen, so wie der Wind die Spreu fortweht. Ja, ganz Babylonien wird verwüstet. An dem Tag, den ich für seinen Untergang bestimme, fallen die Feinde von allen Seiten über das Land her. 3 Ich befehle ihnen: Schießt die babylonischen Schützen nieder, tötet die Soldaten in ihren Rüstungen! Bringt die jungen Männer schonungslos um, vernichtet das gesamte Heer!

    4 Dann werden die Leichen der Gefallenen überall herumliegen, vom Schwert Durchbohrte füllen die Straßen Babylons. 5 Ich, der allmächtige Gott, habe Israel und Juda nicht verlassen, sie sind immer noch mein Volk. Doch auf dem Land der Babylonier lastet eine schwere Schuld: Sie haben gegen mich, den heiligen Gott Israels, gesündigt. 6 Flieht aus Babylon! Lauft um euer Leben! Sonst trifft auch euch die Strafe für seine Schuld. Denn jetzt ist die Stunde gekommen, nun ziehe ich, der Herr, die Babylonier zur Rechenschaft. Sie bekommen von mir, was sie verdienen.

    7 Babylon war wie ein goldener Kelch voll Wein in meiner Hand. Alle Völker mussten daraus trinken, bis sie taumelten und den Verstand verloren. 8 Doch nun ist der Kelch heruntergefallen und zerbrochen. Trauert um Babylonien! Holt Salben, um seinen Schmerz zu lindern, vielleicht wird es wieder gesund! 9 Aber die Fremden, die dort leben, erwidern: ›Wir wollten ihnen helfen, doch es war zu spät! Babyloniens Wunden sind unheilbar. Kommt, wir verlassen das Land und ziehen in unsere Heimat! Denn Babylonien ist grausam bestraft worden, die Folgen sind nicht zu beheben.‹

    10 Die Israeliten sagen: ›Jetzt hat der Herr uns zum Recht verholfen. Kommt, wir gehen nach Jerusalem und erzählen, was der Herr, unser Gott, getan hat!‹

    11 Ich, der Herr, habe die Könige von Medien dazu gebracht, Babylon anzugreifen, denn ich will die Stadt verwüsten. Ich räche mich an ihren Einwohnern, weil sie meinen Tempel zerstört haben. Schärft die Pfeile! Nehmt die Schilde! 12 Richtet euer Feldzeichen vor den Mauern Babylons auf! Verstärkt die Wachen! Stellt Beobachtungsposten auf! Legt einen Hinterhalt! Ja, ich, der Herr, führe aus, was ich Babylon angedroht habe.

    13 Du große Stadt, von vielen Wasserläufen durchzogen, dein Reichtum ist unermesslich! Doch jetzt ist dein Ende gekommen, deine Zeit ist abgelaufen! 14 Ich, der allmächtige Gott, schwöre, so wahr ich lebe: Ich lasse Feinde über dich herfallen wie einen Heuschreckenschwarm. Sie werden dich erobern und ein Triumphlied über dich anstimmen.«

    15 Der Herr hat die Erde durch seine Macht geschaffen. In seiner großen Weisheit hat er ihr Fundament gelegt und den Himmel ausgebreitet. 16 Wenn er es befiehlt, tosen die Wassermassen oben am Himmel; er lässt die Wolken aufsteigen vom Horizont. Er sendet Blitz und Regen und schickt den Wind aus seinen Kammern auf die Reise. 17 Davor muss jeder Mensch verstummen! Dumm ist er gegenüber Gottes großer Weisheit. Und die Goldschmiede müssen sich schämen über ihre Götterstatuen, denn sie sind blanker Betrug, kein Leben ist in ihnen. 18 Eine Täuschung sind sie und verdienen nichts als Spott! Wenn Gott sein Urteil spricht, ist es aus mit ihnen. 19 Der Gott Jakobs ist mächtiger als diese Götter, er hat das Weltall geschaffen und Israel als Volk erwählt, das ihm allein gehört. »Herr der ganzen Welt« wird er genannt.

    Jetzt greife ich dich an!

    20 »Babylonien, du warst wie ein Hammer in meiner Hand; ich benutzte dich als Waffe, um ganze Völker zu vernichten und Königreiche zu zerstören. 21 Mit dir zerschmetterte ich Pferde und Reiter, Streitwagen mitsamt den Wagenlenkern. 22 Ich erschlug Männer und Frauen, Kinder und Alte, junge Männer und Mädchen! 23 Hirten und Herden habe ich mit deiner Hilfe ausgerottet, Bauern und ihre Rindergespanne, Provinzstatthalter und mächtige Fürsten fielen dir zum Opfer.

    24 Doch ich will dir und allen deinen Bewohnern das Unrecht vergelten, das ihr Jerusalem zugefügt habt. Mit eigenen Augen werden die anderen Völker es sehen. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort.

    25 Babylonien, du bist wie ein Vulkan, der Verderben und Zerstörung über die ganze Welt bringt. Aber jetzt greife ich dich an, ich lasse deine Felsen einstürzen und mache dich zu einem Berg von verkohlten Steinen, 26 mit denen keiner mehr ein Fundament legen kann. Für alle Zeiten bleibst du ein Trümmerfeld, das sage ich, der Herr!

    27 Gebt das Zeichen zum Angriff gegen Babylonien! Alle Völker sollen die Trompeten blasen und sich für den Kampf rüsten. Ruft die Königreiche von Ararat, Minni und Aschkenas herbei! Wählt euch Heerführer aus! Überfallt das Land mit einem Reiterheer, das so groß ist wie ein Heuschreckenschwarm! 28 Die Völker sollen sich auf den Krieg vorbereiten, die Könige der Meder, ihre Statthalter, ihre Befehlshaber und die Heere aller Länder, über die sie herrschen! 29 Die ganze Erde bebt und erzittert, denn ich, der Herr, will Babylonien zerstören und zur Wüste machen, in der keiner mehr wohnt. Mein Entschluss steht fest!

    30 Die Elitetruppen Babyloniens ziehen nicht in den Krieg, sie bleiben in ihren Festungen, denn sie sind erschöpft und haben allen Mut verloren. Schon sind die Stadttore aufgebrochen, und die Häuser stehen in Flammen. 31 Von überall kommen die Boten angelaufen und melden dem König von Babylonien: ›Die Stadt ist von allen Seiten eingenommen worden! 32 Die Feinde besetzen die Übergänge am Euphrat und brennen die Festungen nieder. Unsere Soldaten sind in Panik geraten!‹

    33 Ich, der Herr, der allmächtige Gott Israels, sage: Die Stadt Babylon wird niedergetreten werden wie ein Dreschplatz, den man fest stampft, bevor die Erntezeit kommt.«

    Jerusalem, ich verhelfe dir zum Recht

    34 »Jerusalem klagt: ›König Nebukadnezar hat mich zerfleischt und aufgefressen. Wie ein Drache hat er mich verschlungen, hat sich den Bauch voll geschlagen mit dem, was ich besaß – und mich dann weggeworfen wie ein leeres Gefäß! 35 Doch nun soll Babylon für das Unrecht bestraft werden, das es an mir begangen hat. Die Babylonier haben unser Blut vergossen – nun soll ihres fließen!‹

    36 Ich, der Herr, sage zu Jerusalem: Ich selbst werde dir zum Recht verhelfen und mich an deinen Feinden rächen. Ich lasse Babyloniens Teiche und Flüsse vertrocknen und die Quellen versiegen. 37 Seine Hauptstadt soll zu einem einzigen Trümmerfeld werden, wo die Schakale hausen und kein Mensch es mehr aushält. Wer das sieht, wird entsetzt sein und die Stadt verabscheuen.

    38 Noch brüllen die Babylonier wie Löwen und knurren wie Löwenjunge. 39 Sie sind voller Gier! Darum bereite ich, der Herr, ihnen ein Festmahl und mache sie betrunken, bis sie fröhlich und ausgelassen sind. Dann versinken sie in ewigen Schlaf und werden nie mehr erwachen. 40 Ich führe sie fort zum Schlachten wie Lämmer, Schaf- und Ziegenböcke.

    41 Babylon ist gefallen! Die weltberühmte Stadt wurde erobert! Welch ein Bild des Schreckens bietet sie nun der ganzen Welt! 42 Das Meer hat Babylon überflutet, seine tosenden Wellen sind über die Stadt hereingebrochen. 43 Die Städte des Landes sind verwüstet; sie liegen da wie eine dürre, wasserlose Steppe. Kein Mensch wohnt mehr dort, niemand reist hindurch.

    44 Ich werde ihren Götzen Marduk strafen. Was er verschlungen hat, muss er nun wieder ausspucken! Die Völker kommen nicht mehr, um ihn anzubeten. Babylons Mauern sind gefallen!

    45 Flieht, ihr Israeliten! Lauft um euer Leben, damit euch mein glühender Zorn nicht auch trifft!

    46 Verliert nicht den Mut, habt keine Angst, wenn ihr die Gerüchte hört, die man sich im Land erzählt. Jedes Jahr wird ein anderes Gerücht umgehen – Meldungen über blutige Aufstände und über Machtkämpfe zwischen den Herrschern. 47 Glaubt mir, es kommt die Zeit, in der ich die Götzen Babyloniens strafen werde! Dann ist der Ruhm des Landes dahin, und überall liegen die Gefallenen am Boden. 48 Die ganze Welt bricht in Jubel aus, wenn die Völker aus dem Norden heranziehen, Babylonien angreifen und zerstören. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort.

    49 Babylonien hat unzählige Menschen auf der ganzen Welt umgebracht, doch nun wird es selbst zugrunde gehen, weil es so viele Israeliten tötete.

    50 Ihr Menschen aus Israel, die ihr dem Schwert eurer Feinde entkommen seid, flieht! Bleibt nicht stehen! Auch wenn ihr weit von eurem Land entfernt seid, denkt an mich, euren Herrn, und vergesst Jerusalem nicht! 51 Ihr sagt: ›Es ist eine Schande! Fremde sind in den Tempel eingedrungen, in das Haus unseres Gottes! Sie haben uns verspottet und verhöhnt.‹

    52 Doch hört, was ich, der Herr, euch antworte: Es kommt die Zeit, in der ich Babyloniens Götter strafen werde. Dann hört man im ganzen Land die Verwundeten stöhnen. 53 Selbst wenn die Mauern Babylons bis an den Himmel reichten und seine Festungstürme uneinnehmbar hoch wären, würde ich doch die Feinde schicken, die alles in Schutt und Asche legen. Mein Wort gilt!

    54 Hört ihr, wie Babylonien um Hilfe schreit? Das ganze Land ist dem Untergang geweiht, 55 denn ich, der Herr, zerstöre es nun und bringe es zum Schweigen. Die Feinde donnern heran wie mächtige Meereswogen, hört ihr das laute Gebrüll? 56 Ja, sie verwandeln Babylonien in eine Wüste, sie nehmen die Soldaten gefangen und zerbrechen ihre Bogen. Denn ich, der Herr, bin ein Gott, der Vergeltung übt und sie so straft, wie sie es verdienen.

    57 Ich, der allmächtige Gott, der König der ganzen Welt, mache sie alle betrunken – die führenden Männer von Babylonien, ihre weisen Berater, die Statthalter, Befehlshaber und die einfachen Soldaten; dann versinken sie in ewigen Schlaf und werden nie mehr erwachen.

    58 Die starken Mauern Babylons werden dem Erdboden gleichgemacht und die hohen Tore niedergebrannt. So trifft auch für diese Stadt das Wort zu: ›Was Völker mühsam errichtet haben, hat keinen Bestand – ihre Bauwerke werden ein Raub der Flammen!‹ Das sage ich, der allmächtige Gott.«

    Harte Worte!

    Jehova verurteilt Babylon also nicht nur, weil sie sein Volk bedrückten – sondern auch wegen dem Götzendienst. Aber warum?

    Babylon gehörte ja nicht zu seinem Volk. Sie hatten ihm nicht versprochen, keine anderen Götter neben IHM zu haben. Warum also die harte Strafe?

    Auch wenn sie Jehova nicht als ihren Gott anerkannten, so war er dennoch auch ihr Gott: denn ER ist der allein wahre Gott, ER ist derjenige, der alles erschaffen hat (siehe auch Offenbarung 4:11), IHM verdankten sie ihr Leben und ER war derjenige, der ihnen Regen und Sonne und gute Ernten gab. Ganz unabhängig davon, ob sie ihnen als ihren Gott anerkennen würden.

  221. Juleam 21. August 2012 um 20:02 Link zum Kommentar

    Jeremia 51:59-64 Jeremias Botschaft wird nach Babylon gesandt

    59 In seinem 4.Regierungsjahr reiste der judäische König Zedekia nach Babylon. Als Jeremia davon hörte, gab er Seraja, der den König begleitete und für sein Wohlergehen verantwortlich war, eine Botschaft mit; Seraja war ein Sohn Nerijas und Enkel Machsejas.

    60 Jeremia hatte auf einer Buchrolle niedergeschrieben, welches Unheil der Herr Babylonien androhte, alle Botschaften gegen das Land waren darauf festgehalten. 61 Er sagte zu Seraja: »Wenn du nach Babylon kommst, so lies alles, was ich aufgeschrieben habe, laut vor! 62 Dann bete: ›Herr, du hast dieser Stadt die Zerstörung angekündigt. Sie soll für alle Zeiten zu einer Wüste werden, in der weder Menschen noch Tiere leben.‹ 63 Wenn du diese Buchrolle vorgelesen hast, binde einen Stein daran, wirf sie in den Euphrat

    64 und ruf: ›Genauso wird Babylon untergehen und nie wieder nach oben kommen! Denn der Herr wird großes Unheil über seine Einwohner bringen!‹«
    Hier enden die Worte Jeremias.

    Also doch schon so früh das Urteil? Noch zur Zeit Nebukadnezars? Was sagt denn das Einsichtenbuch zu Nebukadnezar?

    Zweiter Herrscher des Neubabylonischen Reiches; Sohn Nabupolassars und Vater von Awil-Marduk (Ewil-Merodach), der ihm auf den Thron folgte. Nebukadnezar herrschte 43 Jahre (624—582 v. u. Z.) als König; diese Zeitperiode schloß die „sieben Zeiten“ ein, in denen er wie ein Stier Pflanzen aß (Da 4:31-33). Um diesen Monarchen von dem gleichnamigen babylonischen Herrscher zu unterscheiden, der viel früher lebte (während der Isin-Dynastie), bezeichnen ihn Geschichtsschreiber als Nebukadnezar II.

    Der Bibelbericht wird durch noch vorhandene Keilinschriften, die historische Aufzeichnungen über Nebukadnezar enthalten, etwas ergänzt. In den Keilinschriften heißt es, daß Nabupolassar im 19. Jahr seiner Regierung sein Heer zusammenbrachte und sein Sohn Nebukadnezar, der damalige Kronprinz, dasselbe tat. Offensichtlich waren beide Heere unabhängig voneinander, und nachdem Nabupolassar innerhalb eines Monats nach Babylon zurückgekehrt war, führte Nebukadnezar erfolgreich Krieg in gebirgigem Gebiet und kam später mit großer Beute nach Babylon zurück. Im 21. Regierungsjahr Nabupolassars marschierte Nebukadnezar mit dem babylonischen Heer nach Karkemisch und kämpfte gegen die Ägypter. Er trug den Sieg davon. Dies geschah im 4. Jahr Jojakims, des Königs von Juda (625 v. u. Z.) (Jer 46:2).

    Aus den Inschriften geht weiter hervor, daß Nebukadnezar wegen der Nachricht vom Tod seines Vaters nach Babylon zurückkehrte und am 1. Elul (August/September) den Thron bestieg. Im selben Jahr kehrte er nach Hattu zurück, und „im Monat Schebaṭ [Januar/Februar 624 v. u. Z.] brachte er schweren Tribut aus Hattu nach Babel heim“ (Textbuch zur Geschichte Israels, herausgegeben von K. Galling, Tübingen 1979, S. 74). Im Jahr 624 v. u. Z. — in seinem ersten offiziellen Regierungsjahr — zog Nebukadnezar mit seiner Streitmacht erneut durch Hattu; er nahm die Philisterstadt Askalon ein und plünderte sie. (Siehe ASKALON.) Während seines 2., 3. und 4. Jahres als König führte er weitere Feldzüge in Hattu durch, und offensichtlich machte er im 4. Jahr den judäischen König Jojakim zu seinem Vasallen (2Kö 24:1). In seinem 4. Jahr führte Nebukadnezar seine Streitkräfte auch nach Ägypten, und in dem folgenden Kampf hatten beide Seiten schwere Verluste zu verzeichnen.

    Eroberung Jerusalems
    Die spätere Rebellion des judäischen Königs Jojakim gegen Nebukadnezar hatte offensichtlich zur Folge, daß die Babylonier Jerusalem belagerten. Anscheinend starb Jojakim während der Belagerung, und sein Sohn Jojachin setzte sich auf den Thron in Juda. Doch schon drei Monate und zehn Tage später endete die Herrschaft des neuen Königs, denn Jojachin ergab sich Nebukadnezar (gemäß den Babylonischen Chroniken im Monat Adar [Februar/März], im 7. Regierungsjahr Nebukadnezars [das im Nisan 617 v. u. Z. endete]). Eine Keilinschrift (Britisches Museum 21946) lautet: „Im 7. Jahre . . ., im Monat Kislew, bot der König von Akkad seine Truppen auf und zog nach Hattu. Die Stadt von Juda . . . griff er an. Am 2. Adar eroberte er die Stadt. Den König [Jojachin] nahm er gefangen. Einen König [Zedekia] nach seinem Herzen setzte er über sie. Schweren Tribut nahm er mit und brachte (ihn) nach Babel“ (Textbuch zur Geschichte Israels, S. 74; BILD, Bd. 2, S. 326). Nebukadnezar nahm Jojachin sowie weitere Glieder des Königshauses, Hofbeamte, Handwerker und Krieger mit ins Exil nach Babylon. Er machte den Onkel Jojachins, Mattanja, zum König von Juda und änderte seinen Namen in Zedekia um (2Kö 24:11-17; 2Ch 36:5-10; siehe CHRONOLOGIE; JOJACHIN; JOJAKIM Nr. 1).

    Einige Zeit später rebellierte Zedekia gegen Nebukadnezar und verbündete sich mit Ägypten, um militärischen Schutz zu erhalten (Hes 17:15; vgl. Jer 27:11-14). Daraufhin kamen die Babylonier nach Jerusalem zurück, und am 10. Tebeth (Dezember/Januar), im 9. Jahr der Herrschaft Zedekias, begann Nebukadnezar Jerusalem zu belagern (2Kö 24:20; 25:1; 2Ch 36:13). Aber die Nachricht, daß eine Streitmacht Pharaos aus Ägypten kommen werde, veranlaßte die Babylonier, von der Belagerung vorübergehend abzulassen (Jer 37:5). Später wurden die Truppen Pharaos gezwungen, nach Ägypten zurückzukehren, und die Babylonier nahmen die Belagerung Jerusalems wieder auf (Jer 37:7-10). Im Jahr 607 v. u. Z., am 9. Tammus (Juni/Juli), im 11. Jahr der Herrschaft Zedekias (im 19. Jahr Nebukadnezars, von seinem Thronbesteigungsjahr an gerechnet, oder in seinem 18. Regierungsjahr), wurde die Mauer Jerusalems schließlich durchbrochen. Zedekia und seine Leute flohen, wurden aber in den Wüstenebenen von Jericho eingeholt. Da sich Nebukadnezar nach Ribla „im Land Hamath“ zurückgezogen hatte, wurde Zedekia zu ihm dorthin gebracht. Nebukadnezar ließ alle Söhne Zedekias hinschlachten, und dann blendete er Zedekia und band ihn mit Fesseln, um ihn als Gefangenen nach Babylon zu bringen. Um das, was nach der Eroberung zu erledigen war — u. a. wurden der Tempel und die Häuser in Jerusalem verbrannt, die Tempelgeräte fortgeschafft und viele Leute gefangen weggeführt —, kümmerte sich Nebusaradan, der Oberste der Leibwache. Über diejenigen, die nicht gefangengenommen worden waren, setzte Nebukadnezar Gedalja als Statthalter ein (2Kö 25:1-22; 2Ch 36:17-20; Jer 52:1-27, 29).

    Sein Traum von einem riesigen Standbild
    Im Buch Daniel heißt es, daß Nebukadnezar im „zweiten Jahr“ seines Königtums (wahrscheinlich von der Zerstörung Jerusalems 607 v. u. Z. an gerechnet und deshalb in Wirklichkeit sein 20. Regierungsjahr) einen Traum von einem Standbild mit einem goldenen Haupt hatte (Da 2:1). Im Gegensatz zu dem jüdischen Propheten Daniel konnten die Magie treibenden Priester, die Beschwörer und die Chaldäer den Traum nicht deuten. Das veranlaßte Nebukadnezar, den Gott Daniels als ‘einen Gott der Götter und einen Herrn der Könige und einen Offenbarer von Geheimnissen’ anzuerkennen. Demzufolge machte er Daniel zum „Herrscher über den ganzen Gerichtsbezirk Babylon und zum Oberpräfekten über alle Weisen Babylons“. Auch die drei Freunde Daniels, Schadrach, Meschach und Abednego, setzte Nebukadnezar in Verwaltungsämter ein (Da 2).

    Spätere jüdische Exilierte
    Etwa drei Jahre später, im 23. Jahr der Herrschaft Nebukadnezars, wurden weitere Juden ins Exil geführt (Jer 52:30). Wahrscheinlich handelte es sich hierbei um Juden, die in Länder geflohen waren, die später von den Babyloniern erobert wurden. Diese Schlußfolgerung wird durch die Worte des Geschichtsschreibers Josephus gestützt: „Im fünften Jahre nach der Zerstörung Jerusalems, welches das dreiundzwanzigste seiner Regierung war, rückte Nabuchodonosor mit Heeresmacht in Coelesyrien ein, eroberte es und überzog dann die Ammaniter und Moabiter mit Krieg. Nach Unterjochung dieser Völkerschaften griff er Aegypten an“ (Jüdische Altertümer, übersetzt von H. Clementz, 10. Buch, Kap. 9, Abs. 7, S. 629, 630).

    Erobert Tyrus
    Kurz nach dem Sturz Jerusalems 607 v. u. Z. begann Nebukadnezar, auch Tyrus zu belagern. Während der Belagerung wurden die Häupter seiner Soldaten durch das Scheuern der Helme „kahl gemacht“, und ihre Schultern wurden „bloßgerieben“, weil sie so viel Material zum Bau des Belagerungswerkes herbeischleppen mußten. Nebukadnezar erhielt keinen „Lohn“ dafür, daß er von Jehova als Instrument benutzt wurde, Gottes Gericht an Tyrus zu vollziehen; deshalb versprach ihm Jehova den Reichtum Ägyptens (Hes 26:7-11; 29:17-20; siehe TYRUS). Auf einem Fragment eines babylonischen Textes, das in das 37. Jahr Nebukadnezars (588 v. u. Z.) datiert wurde, wird tatsächlich ein Feldzug gegen Ägypten erwähnt (Ancient Near Eastern Texts, herausgegeben von J. B. Pritchard, 1974, S. 308). Es kann jedoch nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob es sich dabei um die erste Eroberung oder um ein späteres militärisches Vorgehen handelt.

    Bauprojekte
    Abgesehen davon, daß Nebukadnezar eine ganze Anzahl militärischer Siege errang und, wie vorhergesagt (vgl. Jer 47 bis 49), das Babylonische Reich ausdehnte, entfaltete er auch eine enorme Bautätigkeit. Um das Heimweh seiner aus Medien stammenden Königin zu stillen, baute er die berühmten Hängenden Gärten in Babylon, die als eines der Sieben Weltwunder der alten Zeit galten. In vielen der noch vorhandenen Keilinschriften Nebukadnezars wird von seinen Bauprojekten berichtet, die Tempel, Paläste und Mauern einschlossen. Eine dieser Inschriften lautet auszugsweise:

    „Nebukadrezar, König von Babylon, der Wiederhersteller von Esagila und Ezida, Sohn Nabupolassars bin ich. Zum Schutz Esagilas, damit kein mächtiger Feind und Eroberer Babylon einnehme, damit die Schlachtreihe sich Imgur-Bel, der Mauer Babylons, nicht nahe, [tat ich,] was kein früherer König getan hatte; bei der Ummauerung von Babylon ummauerte ich es mit einer starken Mauer an der Ostseite. Ich hob einen Graben aus, ich erreichte das Grundwasser. Ich sah dann, daß die Mauer, die mein Vater errichtet hatte, in ihrer Bauweise zu klein war. Mit Asphalt und Ziegeln baute ich eine starke Mauer, die gleich einem Berg nicht versetzt werden konnte, und ich verband sie mit der Mauer meines Vaters; ich legte ihre Grundlagen am Busen der Unterwelt; ihren oberen Rand erhöhte ich gleich einem Berg. Entlang dieser Mauer baute ich zur Verstärkung eine dritte, und als Grundlage einer Schutzmauer legte ich eine Grundlage aus Ziegeln und baute sie am Busen der Unterwelt und legte ihre Grundlage. Die Befestigungen von Esagila und Babylon verstärkte ich, und ich begründete den Namen meiner Regierung für immer“ (G. Barton, Archaeology and the Bible, 1949, S. 478, 479).

    Das Obenerwähnte stimmt mit Nebukadnezars Prahlerei kurz vor seiner Geisteskrankheit überein: „Ist das nicht Babylon die Große, die ich selbst für das Königshaus mit der Stärke meiner Macht und für die Würde meiner Majestät gebaut habe?“ (Da 4:30). Aber als in Erfüllung seines von Gott kommenden Traums über den umgehauenen Baum Nebukadnezars Verstand zu ihm zurückkehrte, mußte er anerkennen, daß Jehova die, die in Stolz wandeln, erniedrigen kann (Da 4:37; siehe WAHNSINN).

    Sehr religiös
    Anscheinend war Nebukadnezar äußerst religiös, und er baute und verschönerte die Tempel vieler babylonischer Gottheiten. Insbesondere war er der Anbetung Marduks, des Hauptgottes Babylons, hingegeben. Nebukadnezar gab ihm die Ehre für seine militärischen Siege. Kriegstrophäen, u. a. auch die heiligen Gefäße aus dem Tempel Jehovas, wurden, wie es scheint, im Tempel Marduks (Merodachs) aufbewahrt (Esr 1:7; 5:14). In einer Inschrift Nebukadnezars heißt es: „Zu deiner Ehre, o erhabener MERODACH, habe ich ein Haus gebaut. . . . Möge darin hoher Tribut von den Königen der Nationen und von allen Völkern entgegengenommen werden!“ (Records of the Past: Assyrian and Egyptian Monuments, Bd. V, London 1875, S. 135).

    Das Standbild von Gold, das Nebukadnezar in der Ebene Dura aufstellte, war vielleicht Marduk geweiht und sollte im Reich die religiöse Einheit fördern. Wütend darüber, daß Schadrach, Meschach und Abednego sich weigerten, das Bild anzubeten, obwohl man ihnen dazu noch eine zweite Gelegenheit eingeräumt hatte, befahl Nebukadnezar, sie in einen Feuerofen zu werfen, der siebenmal heißer war als gewöhnlich. Als Jehovas Engel die drei Hebräer jedoch befreite, sah sich Nebukadnezar gezwungen zu sagen, daß „kein anderer Gott existiert, der befreien kann wie dieser“ (Da 3).

    Höchstwahrscheinlich ließ sich Nebukadnezar bei seinen militärischen Feldzügen auch sehr von Wahrsagerei leiten. Aus Hesekiels Prophezeiung geht beispielsweise hervor, daß der König von Babylon bei der Entscheidung, ob er gegen Rabba von Ammon oder gegen Jerusalem ziehen solle, zur Wahrsagung Zuflucht nahm (Hes 21:18-23).

  222. Juleam 21. August 2012 um 20:04 Link zum Kommentar

    Wenn mit Ende des Kapitels 51 die Worte Jeremias zu Ende sind – wer hat dann das 52. geschrieben?

    Jeremia 52 – Flucht und Gefangennahme Zedekias

    1 (2.Könige 24, 20 – 25, 7;2.Chronik 36, 16-17)
    Zedekia war 21 Jahre alt, als er König wurde; er regierte elf Jahre in Jerusalem. Seine Mutter hieß Hamutal, sie war eine Tochter Jirmejas aus Libna. 2 Wie Jojakim tat auch Zedekia, was der Herr verabscheute.

    3 Der Herr war voller Zorn über die Bewohner von Jerusalem und Juda, und so wandte er sich von ihnen ab.
    Zedekia lehnte sich gegen die Herrschaft des babylonischen Königs auf.

    4 Darum zog Nebukadnezar mit seinem ganzen Heer nach Jerusalem, um die Stadt anzugreifen.
    Im 9.Regierungsjahr Zedekias, am 10.Tag des 10.Monats, begannen die Babylonier mit der Belagerung Jerusalems. Rings um die Stadt schütteten sie einen Wall auf. 5 Bis ins 11.Regierungsjahr Zedekias hielt Jerusalem der Belagerung stand.

    6 Doch schließlich waren alle Vorräte aufgebraucht, und die Einwohner litten unter einer schweren Hungersnot.
    Am 9.Tag des 4.Monats 7 schlugen die Babylonier eine Bresche in die Stadtmauer. In der Nacht darauf gelang Zedekia mit allen seinen Soldaten die Flucht, obwohl die Feinde einen geschlossenen Belagerungsring um die Stadt gebildet hatten. Sie nahmen den Weg durch das Tor, das zwischen den beiden Mauern beim Garten des Königs lag, und flohen in Richtung Wüste. 8 Doch die Babylonier nahmen die Verfolgung Zedekias auf. In der Nähe von Jericho holten sie ihn ein. Seine Soldaten liefen in alle Richtungen davon, und so wurde er allein gefangen genommen. 9 Die Babylonier führten ihn zu ihrem König nach Ribla in der Provinz Hamat, dort sprach Nebukadnezar das Urteil über ihn: 10 Zedekia musste zusehen, wie alle seine Söhne hingerichtet wurden. Auch die obersten Beamten von Juda ließ der babylonische König töten. 11 Danach stach man Zedekia die Augen aus und brachte ihn in Ketten nach Babylon. Dort wurde er ins Gefängnis geworfen, wo er bis zu seinem Tod blieb.

    Jerusalem und der Tempel werden zerstört

    12 (2.Könige 25, 8-21;2.Chronik 36, 18-21)
    Im 19.Regierungsjahr König Nebukadnezars von Babylonien, am 10.Tag des 5.Monats, traf Nebusaradan in Jerusalem ein. Er war der Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache und ein enger Vertrauter Nebukadnezars. 13 Er ließ den Tempel des Herrn, den Königspalast und alle großen Häuser in Flammen aufgehen. 14 Seine Soldaten rissen die Stadtmauer nieder. 15 Nebusaradan ließ alle Judäer gefangen nehmen: die restliche Bevölkerung der Stadt, die ärmsten Bewohner Judas und die übrig gebliebenen Handwerker. Auch alle, die zu den Babyloniern übergelaufen waren, führte er in die Verbannung. 16 Nur einige der ärmsten Landarbeiter ließ er zurück, um die Äcker und Weinberge zu bestellen.

    17 Im Tempel zerschlugen die Babylonier die beiden Säulen aus Bronze, die Kesselwagen und das runde Wasserbecken und brachten die Bronze nach Babylon. 18 Auch die Eimer, Schaufeln, Messer, Schüsseln und Schalen sowie alle anderen bronzenen Gegenstände, die für den Tempeldienst gebraucht worden waren, nahmen sie mit, 19 ebenso die Kelche, die Eimer zum Tragen der glühenden Kohlen, die Schüsseln, Töpfe, Leuchter und Opferschalen aus reinem Gold und Silber. Dies alles ließ der Oberbefehlshaber der Leibwache nach Babylon bringen. 20 Auch die Bronze der beiden Säulen, des runden Wasserbeckens, der zwölf Rinderfiguren und der Kesselwagen, die Salomo für den Tempel des Herrn hatte anfertigen lassen, wurde mitgenommen. Es kam so viel Bronze zusammen, dass man sie gar nicht mehr wiegen konnte. 21 Allein die beiden Säulen waren schon neun Meter hoch, und ihr Umfang betrug sechs Meter. Sie waren innen hohl und hatten eine Wandstärke von acht Zentimetern. 22 Auf jeder Säule ruhte noch ein bronzenes Kapitell von zweieinhalb Metern Höhe. Die Kapitelle waren ringsum verziert mit Ketten und Granatäpfeln, ebenfalls aus Bronze. 23 Bei jeder Säule gab es insgesamt hundert Granatäpfel an den Ketten ringsum, sechsundneunzig davon konnte man von unten sehen.

    24 Nebusaradan, der Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache, ließ einige Männer von den Gefangenen aussondern: den Hohenpriester Seraja, seinen Stellvertreter Zefanja und die drei Priester, die den Tempeleingang bewachten, 25 einen Hofbeamten, der die Aufsicht über die Truppen in der Stadt hatte, sieben Männer aus Jerusalem, die zu den engsten Vertrauten des Königs gehörten, den Offizier, der für die Musterung der Truppen verantwortlich war, und schließlich sechzig Männer aus Juda, die sich gerade in Jerusalem aufhielten. 26 Sie alle sonderte Nebusaradan aus und brachte sie nach Ribla in der Provinz Hamat zum König von Babylonien.

    27 Dort ließ Nebukadnezar sie alle hinrichten.
    Die Bevölkerung von Juda wurde aus ihrer Heimat vertrieben.

    28 In seinem 7.Regierungsjahr ließ Nebukadnezar 3023 Judäer in die Verbannung führen, 29 im 18.Jahr 832 Einwohner von Jerusalem, 30 und im 23.Jahr ließ Nebusaradan, der Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache, 745 Judäer verschleppen. Insgesamt wurden 4600 Judäer nach Babylonien gebracht.

    Jojachin wird begnadigt

    31 (2.Könige 25, 27-30)
    37 Jahre nach der Gefangennahme Jojachins, des früheren Königs von Juda, wurde Ewil-Merodach König von Babylonien. Im 1.Jahr seiner Regierung, am 25.Tag des 12.Monats, begnadigte er Jojachin von Juda und holte ihn aus dem Gefängnis. 32 Er behandelte ihn freundlich und gab ihm eine bevorzugte Stellung unter den Königen, die in Babylon gefangen gehalten wurden. 33 Jojachin durfte seine Gefängniskleidung ablegen und bis an sein Lebensende an der königlichen Tafel essen.

    34 Der König sorgte auch sonst für seinen Unterhalt. Jojachin bekam täglich, was er zum Leben brauchte.

    Sieht für mich doch so aus, als wäre dies von Jeremia geschrieben. Aber warum steht es am Ende von dem Buch, wenn es doch Vorkommnisse behandelt, die viel früher passiert sind?

    Sollte es die Überleitung zu den Klageliedern sein, die wir im Anschluss lesen? Damit der Leser versteht, worauf sich die Klage bezieht?

    Ist dieses Kapitel wirklich nicht von Jeremia geschrieben? Wer war es dann?

  223. Juleam 25. September 2013 um 18:08 Link zum Kommentar

    Jeremia 1 – 2

    Jeremia 1 – was ist ein Wächterbaum?

    1 Die Worte Jeremias, des Sohnes Hilkias, von den Priestern, die in Anatot im Land Benjamin wohnten, 2 an welchen das Wort des Herrn erging in den Tagen Josias , des Sohnes Amons, des Königs von Juda, im dreizehnten Jahr seiner Regierung, 3 und auch in den Tagen Jojakims , des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis zum Ende des elften Jahres Zedekias , des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis zur Wegführung Jerusalems im fünften Monat.

    4 Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen : 5 Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen , und bevor du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt ; zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt!

    6 Da sprach ich: Ach, Herr, Herr , siehe, ich kann nicht reden, denn ich bin noch zu jung ! 7 Aber der Herr sprach zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«; sondern du sollst zu allen hingehen, zu denen ich dich sende, und du sollst alles reden, was ich dir gebiete! 8 Fürchte dich nicht vor ihnen ! Denn ich bin mit dir, um dich zu erretten, spricht der Herr .

    9 Und der Herr streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an; und der Herr sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund! 10 Siehe, ich setze dich am heutigen Tag über die Völker und über die Königreiche ein, um auszurotten und niederzureißen, und um zu zerstören und abzubrechen, um zu bauen und zu pflanzen.

    11 Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: Was siehst du, Jeremia? Da sprach ich: Ich sehe den Zweig eines Wächterbaumes . 12 Da sprach der Herr zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich werde über meinem Wort wachen, um es auszuführen!

    13 Und das Wort des Herrn erging zum zweiten Mal an mich: Was siehst du? Da antwortete ich: Ich sehe einen siedenden Topf , der kommt von Norden her! 14 Und der Herr sprach zu mir: Von Norden her wird das Unheil über alle Bewohner des Landes entfesselt werden. 15 Denn siehe, ich rufe alle Geschlechter der Königreiche des Nordens, spricht der Herr , damit sie kommen und jeder seinen Thron aufstellt vor den Toren Jerusalems und gegen alle seine Mauern ringsum und gegen alle Städte Judas; 16 und ich will mein Urteil über sie fällen wegen all ihrer Bosheit, dass sie mich verlassen haben und anderen Göttern Räucherwerk dargebracht und die Werke ihrer Hände angebetet haben.

    17 Du aber, gürte deine Lenden, mache dich auf und rede zu ihnen alles, was ich dir gebieten werde! Sei nicht verzagt vor ihnen, damit ich dich nicht vor ihnen verzagt mache! 18 Siehe, ich mache dich heute zu einer festen Stadt und zu einer eisernen Säule und zu einer ehernen Mauer gegen das ganze Land, gegen die Könige von Juda, gegen ihre Fürsten, gegen ihre Priester und gegen das Volk des Landes; 19 sie werden zwar gegen dich kämpfen , aber sie werden dich nicht überwältigen; denn ich bin mit dir, spricht der Herr , um dich zu erretten !

    Was ist denn ein Wächterbaum?

    Im Übersetzungshinweis heißt es, dass es sich hierbei um einen Zweig des Mandelbaums handelt. Da dieser als erster in Israel im Frühjahr blüht, hat er auch den Namen „Wächter“.

    Ist mir bisher nie aufgefallen. Wie wird dies denn in den Übersetzungen gesagt, die ich bisher gelesen habe?

    In der NW-Übersetzung ist von einem Mandelbaumschoessling die Rede, in der Luther von einem erwachenden Zweig, in der Hoffnung für Alle von einem Mandelbaumzweig.

    Weitere Gedanken zum 1. Kapitel in Jeremia finden wir hier

  224. Juleam 25. September 2013 um 18:13 Link zum Kommentar

    Jeremia 2 – eine klare Ansage

    1 Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: 2 Geh hin und rufe in die Ohren Jerusalems und sprich: So spricht der Herr :

    Ich denke noch an die Zuneigung deiner Jugendzeit, an deine bräutliche Liebe, als du mir nachgezogen bist in der Wüste , in einem Land ohne Aussaat. 3 Israel war [damals] dem Herrn geheiligt , der Erstling seines Ertrages; alle, die es verzehren wollten, machten sich schuldig; es kam Unheil über sie, spricht der Herr . 4 Hört das Wort des Herrn , ihr vom Haus Jakob, und alle Geschlechter des Hauses Israel! 5 So spricht der Herr :

    Was haben eure Väter denn Unrechtes an mir gefunden, dass sie sich von mir entfernt haben und dem Nichtigen nachgegangen und zunichtegeworden sind? 6 Und sie haben nicht gefragt: Wo ist der Herr , der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt und uns durch die Wüste geleitet hat, durch ein wildes und zerklüftetes Land, durch ein dürres und totes Land, durch ein Land, das niemand durchwandert und kein Mensch bewohnt? 7 Und ich brachte euch in das fruchtbare Land , damit ihr dessen Früchte und Güter genießt; und ihr kamt hinein und habt mein Land verunreinigt , und mein Erbteil habt ihr zum Gräuel gemacht! 8 Die Priester fragten nicht: Wo ist der Herr ? Und die mit dem Gesetz umgingen, erkannten mich nicht; die Hirten fielen von mir ab, und die Propheten weissagten durch Baal und liefen denen nach, die nicht helfen können.

    9 Darum will ich weiter mit euch rechten , spricht der Herr , und auch mit euren Kindeskindern will ich rechten! 10 Fahrt doch hinüber zu den Inseln der Kittäer und schaut, und sendet nach Kedar und erkundigt euch genau und seht, ob es dort so zugeht! 11 Hat je ein Heidenvolk die Götter gewechselt, die doch nicht einmal Götter sind? Aber mein Volk hat seine Herrlichkeit vertauscht gegen das, was nicht hilft! 12 Entsetzt euch darüber, ihr Himmel, und schaudert, werdet schreckensstarr!, spricht der Herr . 13 Denn mein Volk hat eine zweifache Sünde begangen: Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen , um sich Zisternen zu graben, löchrige Zisternen, die kein Wasser halten!

    14 Ist denn Israel ein Knecht oder unfrei geboren ? Warum ist es zur Beute geworden? 15 Junge Löwen brüllen es an mit lautem Gebrüll und machen sein Land zur Wüste, seine Städte zu Brandstätten, die niemand bewohnt. 16 Auch weiden dir die Söhne von Noph und Tachpanches den Scheitel ab. 17 Hast du dir dies nicht selbst bereitet, indem du den Herrn , deinen Gott, verlassen hast zu der Zeit, als er dich auf dem Weg führte?

    18 Und nun, was soll dir die Reise nach Ägypten helfen, um die Wasser des Nil zu trinken? Oder was soll dir die Reise nach Assyrien helfen, um die Wasser des Euphrat zu trinken? 19 Deine Bosheit straft dich, und deine Abtrünnigkeit züchtigt dich! Erkenne doch und sieh, wie schlimm und bitter es ist, dass du den Herrn , deinen Gott, verlassen hast und dass keine Furcht vor mir in dir ist!, spricht der Herrscher, der Herr der Heerscharen.

    20 Denn vor langer Zeit habe ich dein Joch zerbrochen und deine Bande zerrissen; aber du hast gesagt: »Ich will nicht dienen!« Ja, du hast dich auf allen hohen Hügeln und unter allen grünen Bäumen als Hure hingestreckt! 21 Und doch hatte ich dich gepflanzt als eine Edelrebe von ganz echtem Samen; wie hast du dich mir verwandeln können in wilde Ranken eines fremden Weinstocks?

    22 Denn wenn du dich auch mit Lauge waschen und viel Seife dazu nehmen würdest, so würde deine Schuld vor meinem Angesicht doch schmutzig bleiben! spricht Gott , der Herr . 23 Wie kannst du sagen: »Ich habe mich nicht verunreinigt und bin den Baalen nicht nachgelaufen?« Schau doch deinen Weg im Tal an; erkenne, was du getan hast, du leichtfüßige Kamelin, die kreuz und quer läuft! 24 Die Wildeselin , welche die Wüste gewohnt ist, die in der Begierde ihrer Lust nach Luft schnappt, wer kann sie aufhalten in ihrer Brunst ? Alle, die sie suchen, brauchen sich nicht abzumühen; in ihrem Monat finden sie sie.

    25 Bewahre deinen Fuß vor dem Barfußgehen und deine Kehle vor dem Durst! Aber du sprichst: Nein, da wird nichts daraus ! Denn ich liebe die Fremden, und ihnen will ich nachlaufen ! 26 Wie ein Dieb sich schämen muss, wenn er ertappt wird, so ist das Haus Israel zuschanden geworden – sie, ihre Könige, ihre Fürsten, ihre Priester und ihre Propheten, 27 die zum Holz sagen: »Du bist mein Vater!« und zum Stein: »Du hast mich geboren!« Denn sie haben mir den Rücken zugewandt und nicht das Angesicht; zur Zeit ihres Unglücks aber werden sie sagen: »Mache dich auf und rette uns!«

    28 Wo sind denn deine Götter, die du dir gemacht hast? Sie sollen sich aufmachen , wenn sie dich retten können zur Zeit deines Unglücks! Denn so viele Städte du hast, Juda, so viele Götter hast du auch! 29 Warum wollt ihr denn mit mir rechten ? Ihr seid ja alle von mir abgefallen !, spricht der Herr . 30 Vergeblich habe ich eure Kinder geschlagen – sie haben die Züchtigung nicht angenommen; euer Schwert hat eure Propheten gefressen wie ein reißender Löwe. 31 O du [verkehrtes] Geschlecht, achte doch auf das Wort des Herrn ! Bin ich denn für Israel eine Wüste gewesen oder ein Land tiefer Finsternis? Warum spricht denn mein Volk: »Wir schweifen frei umher! Wir kommen nicht mehr zu dir!«

    32 Vergisst auch eine Jungfrau ihren Schmuck, oder eine Braut ihren Gürtel? Aber mein Volk hat mich vergessen seit unzähligen Tagen. 33 Wie gut weißt du deinen Weg einzurichten, um Liebe zu suchen! Darum hast du dich auch an Verbrechen gewöhnt auf deinen Wegen. 34 Sogar an deinen [Kleider-]Säumen findet man das Blut armer, unschuldiger Seelen, die du nicht etwa beim Einbruch angetroffen hast, sondern auf all diesen [Wegen]. 35 Aber du sagst: »Ich bin doch unschuldig ; gewiss hat sich sein Zorn schon von mir abgewandt!« –

    Siehe, ich will mit dir ins Gericht gehen, weil du sagst: »Ich habe nicht gesündigt !«

    36 Was läufst du ständig hin und her und änderst deinen Weg? Du wirst an Ägypten ebenso zuschanden werden, wie du an Assyrien zuschanden geworden bist! 37 Auch von dort wirst du abziehen müssen, die Hände auf dem Kopf; denn der Herr hat die verworfen, auf welche du dein Vertrauen setzt, und es wird dir mit ihnen nicht gelingen !

    Klar und eindeutig!

    Vielleicht hatte John am Sonntag ja doch Recht, wenn er sagte, dass die Diebe, Ehebrecher und Götzendiener in der Offenbarung nicht deshalb „draußen bleiben“, weil man sie nicht in die Stadt lässt – sondern weil sie es gar nicht anders wollen!

    Sie lieben ihr Leben und den Weg, den sie gehen und sie wollen auch nicht um den Preis des ewigen Lebens davon abweichen – wobei: was machen dann die ganzen Leute, die ein Doppelleben führen, in den Versammlungen und Gemeinden?

    Fakt ist, dass Jehova ihnen ihr Verhalten ganz klar vorwirft: obwohl sie alles tun, um ihn zu reizen und zu verärgern, sagen sie immer wieder „wir haben ja gar nichts getan“. Aber auch, wenn sie selbst dies so sehen, ändert dies nichts daran, wie Jehova sie sieht.

    weitere Gedanken zu Jeremia 2 finden wir hier

  225. Juleam 25. September 2013 um 18:56 Link zum Kommentar

    Jeremia 3 – 5

    Jeremia 3 – trotz allem…

    1 Und er spricht: »Wenn ein Mann seine Frau verstößt und sie ihn verlässt und einem anderen Mann zu eigen wird, darf er wieder zu ihr zurückkehren? Würde nicht ein solches Land dadurch entweiht? Du aber hast mit vielen Liebhabern gehurt ; doch kehre wieder zu mir zurück!«, spricht der Herr .

    2 Erhebe deine Augen zu den Höhen und schau : Wo hast du dich nicht schänden lassen? An den Wegen sitzend, hast du auf sie gewartet wie ein Araber in der Wüste, und du hast das Land entweiht durch deine Hurerei und deine Bosheit! 3 Deshalb blieben die Regenschauer aus und kein Spätregen fiel; aber du hattest die Stirn eines Hurenweibes und wolltest dich nicht schämen . 4 Hast du nicht eben jetzt angefangen, mir zuzurufen: »Mein Vater, der Freund meiner Jugend bist du! 5 Sollte er ewiglich grollen , für immer zürnen?« – Siehe, so hast du gesprochen und dabei Böses getan und es durchgesetzt!

    6 Und der Herr sprach zu mir in den Tagen des Königs Josia : Hast du gesehen, was Israel, die Abtrünnige , getan hat? Sie ist auf jeden hohen Berg und unter jeden grünen Baum gelaufen und hat dort Hurerei getrieben! 7 Und ich dachte, nachdem sie das alles getan hat, wird sie zu mir zurückkehren . Aber sie kehrte nicht zurück. Und ihre treulose Schwester Juda sah dies; 8 ich aber sah, dass, obwohl ich die abtrünnige Israel wegen ihres Ehebruchs entlassen und ihr den Scheidebrief gegeben hatte, sich ihre treulose Schwester Juda nicht fürchtete, hinzugehen und auch Hurerei zu treiben. 9 Und so kam es, dass sie durch ihre leichtfertige Hurerei das Land entweihte ; und sie trieb Ehebruch mit Stein und Holz. 10 Trotz alledem ist ihre treulose Schwester Juda nicht von ganzem Herzen zu mir zurückgekehrt, sondern nur zum Schein , spricht der Herr .

    11 Und der Herr sprach zu mir: Israel, die Abtrünnige , steht gerechter da als Juda, die Treulose . 12 Geh hin, rufe diese Worte aus gegen den Norden hin und sprich: Kehre um, Israel, du Abtrünnige!, spricht der Herr . Ich will mein Angesicht nicht vor euch verdüstern, denn ich bin gnädig, spricht der Herr , und zürne nicht ewig! 13 Nur erkenne deine Schuld, dass du dem Herrn , deinem Gott, die Treue gebrochen hast und hierhin und dorthin zu den Fremden gelaufen bist unter jeden grünen Baum; aber auf meine Stimme habt ihr nicht gehört !, spricht der Herr .

    14 Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder, spricht der Herr , denn ich bin euer Eheherr ! Und ich will euch nehmen , einen aus [jeder] Stadt und zwei aus [jeder] Familie, und euch nach Zion bringen . 15 Und ich will euch Hirten nach meinem Herzen geben, die sollen euch weiden mit Erkenntnis und Einsicht. 16 Und es wird geschehen, wenn ihr euch dann in jenen Tagen mehrt und fruchtbar werdet im Land, spricht der Herr , so wird man nicht mehr sagen: »Die Bundeslade des Herrn «; und sie wird niemand mehr in den Sinn kommen, man wird an sie nicht mehr gedenken und sie nicht mehr vermissen; es wird auch keine mehr gemacht werden.

    17 Zu jener Zeit wird man Jerusalem » Thron des Herrn « nennen, und alle Heidenvölker werden sich dorthin versammeln, zum Namen des Herrn , nach Jerusalem, und sie werden künftig nicht mehr dem Starrsinn ihres bösen Herzens folgen. 18 In jenen Tagen wird das Haus Juda mit dem Haus Israel ziehen, und sie werden miteinander aus dem Land des Nordens in das Land kommen, das ich euren Vätern zum Erbteil gegeben habe.

    19 Ich hatte zwar gedacht : Was für eine Stellung will ich dir geben unter den Söhnen ! Ich will dir das erwünschte Land schenken, das allerschönste Erbteil der Völker! Und ich hatte auch gedacht, ihr würdet mich » Vater « nennen und ihr würdet euch nicht mehr von mir abwenden. 20 Aber wie eine Frau ihrem Gefährten untreu wird, so seid ihr mir untreu geworden, Haus Israel!, spricht der Herr .

    21 Eine Stimme hört man auf den kahlen Höhen: Es ist das flehentliche Weinen der Kinder Israels, weil sie ihren Weg verkehrt und den Herrn , ihren Gott, vergessen haben. 22 Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder! Ich will eure Abtrünnigkeit heilen ! –

    »Siehe, wir kommen zu dir, denn du bist der Herr , unser Gott. 23 Wahrlich, die Höhen haben uns betrogen , das Lärmen auf den Bergen; wahrlich, bei dem Herrn , unserem Gott, steht das Heil Israels! 24 Aber die Schande hat den Erwerb unserer Väter verzehrt von unserer Jugend an, ihre Schafe und ihre Rinder, ihre Söhne und ihre Töchter; 25 wir müssen in unserer Schande daliegen, und unsere Schmach bedeckt uns; denn wir haben an dem Herrn , unserem Gott, gesündigt , wir und unsere Väter, von unserer Jugend an bis zu diesem Tag, und wir haben nicht gehört auf die Stimme des Herrn , unseres Gottes!«

    So sehr liebt Jehova sein Volk, dass er sie trotz allem zur Umkehr bittet.

    Er sagt es ja selbst: laut dem mosaischen Gesetz darf ein Mann seine geschiedene Frau nicht wieder heiraten, wenn sie zwischenzeitlich die Frau eines anderen geworden war. Und dies sind ja Juda und Israel: sie haben Jehova den Rücken gekehrt und verlassen, um sich anderen Göttern hinzugeben.

    Unglaublich, dass Juda nichts aus dem gelernt hat, was Israel als Frucht seiner Werke geerntet hat.

    Auch interessant der Aspekt mit der Bundeslade.
    Gibt es diese zu der Zeit noch in Jerusalem?
    Was passiert eigentlich damit, wenn sie ins Exil geführt werden?
    Nehmen die Babylonier sie auch mit?

    Fast scheint es so, als würde hier bereits die ewige Suche danach vorhergesagt, auf die sich immer wieder Schatzjäger und Gläubige gemacht haben

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  226. Juleam 25. September 2013 um 19:02 Link zum Kommentar

    Jeremia 4 – wo ist der Unterschied zwischen ihnen und den Niniviten?

    1 Wenn du umkehrst , Israel, spricht der Herr , wenn du zu mir umkehrst und wenn du deine Gräuel von meinem Angesicht entfernst , so brauchst du nicht mehr umherzuirren ; 2 und wenn du in Wahrheit , Recht und Gerechtigkeit schwörst : »So wahr der Herr lebt !«, so werden sich die Heiden in Ihm segnen und sich rühmen in Ihm!

    3 Denn so spricht der Herr zu den Männern von Juda und zu Jerusalem: Pflügt einen Neubruch und sät nicht unter die Dornen ! 4 Beschneidet euch für den Herrn und beseitigt die Vorhaut eurer Herzen, ihr Männer von Juda und ihr Einwohner von Jerusalem, damit mein Zorn nicht ausbricht wie ein Feuer , das niemand löschen kann, wegen der Bosheit eurer Taten! 5 Verkündigt es in Juda und lasst es hören in Jerusalem und sagt es; stoßt in das Schopharhorn im Land, ruft aus voller Kehle und sprecht: » Versammelt euch und lasst uns in die festen Städte ziehen!«

    6 Richtet ein Banner auf nach Zion hin, flieht und steht nicht still! Denn ich bringe Unheil von Norden her und eine große Zerstörung : 7 Der Löwe ist aus seinem Dickicht hervorgekommen, und der Verderber der Völker ist aufgebrochen; er ist ausgegangen von seinem Ort, um dein Land zur Wüste zu machen, damit deine Städte zerstört werden und niemand mehr darin wohnt. 8 Darum gürtet euch Sacktuch um, klagt und jammert ; denn die Zornglut des Herrn hat sich nicht von uns abgewandt! 9 Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der Herr , da werden der König und die Fürsten den Mut verlieren, und die Priester werden entsetzt sein und die Propheten erstarrt.

    10 Da sprach ich: »Ach, Herr, Herr , du hast wahrlich dieses Volk und Jerusalem sehr getäuscht, indem du sprachst: Ihr sollt Frieden haben!, aber nun ist [ihnen] das Schwert an die Kehle gesetzt!«

    11 Zu jener Zeit wird zu diesem Volk und zu Jerusalem gesagt werden: Ein heißer Wind kommt von den kahlen Höhen der Wüste zu der Tochter meines Volkes, nicht zum Worfeln und nicht zum Säubern; 12 ein Wind, zu heftig dafür, kommt von mir. Nun will auch ich ihnen mein Urteil sprechen! 13 Siehe, gleich Wolken zieht er herauf, und wie ein Sturmwind sind seine Streitwagen; schneller als Adler sind seine Rosse! Wehe uns, denn wir sind verwüstet!

    14 Wasche dein Herz rein von [deiner] Bosheit, o Jerusalem, damit du gerettet wirst! Wie lange sollen deine heillosen Pläne in deinem Herzen bleiben? 15 Denn eine Stimme meldet es von Dan her und verkündet Unheil vom Bergland Ephraim aus: 16 Lasst es die Völker wissen; siehe, verkündet es über Jerusalem: Belagerer sind aus einem fernen Land gekommen und lassen ihre Stimme erschallen gegen die Städte Judas; 17 wie Feldhüter lagern sie sich rings um [Juda] her; denn es hat sich gegen mich empört , spricht der Herr .

    18 Dein Wandel und deine Taten haben dir das eingetragen ; deine Bosheit ist schuld daran, dass es [nun] so bitter steht, dass es dir bis ans Herz dringt! 19 Meine Brust ! Meine Brust! Mir ist so angst! O ihr Wände meines Herzens! Mein Herz rast in mir; ich kann nicht schweigen ! Denn du, meine Seele, hörst den Schall des Horns , das Kriegsgeschrei. 20 Zerstörung über Zerstörung wird gemeldet; denn das ganze Land ist verheert; plötzlich sind meine Zelte verwüstet , in einem Augenblick meine Zeltbahnen! 21 Wie lange muss ich noch das Kriegsbanner sehen und den Schall des Schopharhornes hören?

    22 Wahrlich, mein Volk ist töricht , sie kennen mich nicht; närrische Kinder sind sie und ohne Einsicht; weise sind sie, Böses zu tun, aber Gutes zu tun verstehen sie nicht. 23 Ich schaute zur Erde – doch siehe, sie war wüst und leer! und zum Himmel – aber sein Licht war verschwunden! 24 Ich schaute die Berge an – doch siehe, sie erbebten und alle Hügel schwankten! 25 Ich schaute – und siehe, da war kein Mensch mehr, und alle Vögel des Himmels waren verschwunden! 26 Ich schaute – und siehe, das fruchtbare Land war zur Wüste geworden, und alle seine Städte waren zerstört vor dem Herrn , vor der Glut seines Zorns.

    27 Denn so spricht der Herr : Das ganze Land soll verwüstet werden; doch ich will ihm nicht ganz ein Ende machen. 28 Darum wird die Erde trauern und der Himmel droben sich in Schwarz kleiden, weil ich entschlossen bin, zu tun, was ich gesagt habe; und es reut mich nicht , und ich gehe nicht davon ab.

    29 Vor dem Geschrei der Reiter und der Bogenschützen flieht die ganze Stadt; sie verstecken sich im Gebüsch und steigen auf die Felsen; die ganze Stadt ist verlassen; kein Mensch wohnt mehr darin.

    30 Und nun, du Verwüstete, was willst du tun ? Wenn du dich auch in Scharlach kleidest, wenn du dich auch mit Goldgeschmeide schmückst, wenn du auch deine Augen mit Schminke herausstreichst, so machst du dich doch vergeblich schön; deine Liebhaber verschmähen dich und trachten dir nach dem Leben! 31 Denn ich höre ein Geschrei wie von einer, die in Wehen liegt, einen Angstruf wie von einer, die zum ersten Mal Mutter wird: die Stimme der Tochter Zion, die stöhnt und ihre Hände ausbreitet: O wehe mir, denn meine Seele erliegt kraftlos den Mördern!

    Diesmal wird es ihn nicht gereuen – ganz im Gegensatz zu Ninive, die er zu Jonas Zeiten dann doch verschont hatte.

    Wo ist hier der Unterschied?

    Hat es damit zu tun, dass ER zu Anfang von ihrer Bosheit spricht? Aber war denn nicht Ninive noch viel bösartiger und grausamer?

    Abtrünnigkeit kann er vergeben, aber Treulosigkeit nicht. Warum? Wo ist hier der Unterschied, der das erste erträglicher als Treulosigkeit macht?

    Ist nicht Treulosigkeit ein Ausdruck von unseren schwachen Fleisch – aber Abtrünnigkeit, entspringt sie nicht der Bosheit?

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  227. Juleam 25. September 2013 um 19:09 Link zum Kommentar

    Jeremia 5 – Warum sollte ich dir vergeben?

    1 Streift durch die Gassen Jerusalems und schaut doch nach und erkundigt euch und forscht nach auf ihren Plätzen, ob ihr einen Mann findet, ob einer da ist, der Recht übt und nach Wahrhaftigkeit strebt ; so will ich ihr vergeben ! 2 Aber wenn sie auch sagen: »So wahr der Herr lebt!«, so schwören sie dennoch falsch. 3 Herr , sehen deine Augen nicht auf Wahrhaftigkeit ? Du hast sie geschlagen, aber es tat ihnen nicht weh; du hast sie aufgerieben, aber sie haben sich geweigert, Zucht anzunehmen ; sie haben ihr Angesicht härter als Fels gemacht, sie haben sich geweigert , umzukehren!

    4 Ich aber dachte: Nur die Geringen sind so; sie benehmen sich so töricht , weil sie den Weg des Herrn , das Recht ihres Gottes nicht kennen. 5 Ich will doch zu den Großen gehen und mit ihnen reden; denn sie kennen den Weg des Herrn , das Recht ihres Gottes! Aber sie haben allesamt das Joch zerbrochen, die Bande zerrissen.

    6 Darum schlägt sie der Löwe aus dem Wald, überfällt sie der Steppenwolf ; der Leopard lauert vor ihren Städten, sodass jeder, der sie verlässt, zerrissen wird; denn ihre Übertretungen sind zahlreich, und groß sind ihre Abweichungen !

    7 Warum sollte ich dir vergeben? Deine Kinder haben mich verlassen und bei denen geschworen, die keine Götter sind; und nachdem ich sie gesättigt hatte, brachen sie die Ehe und drängten sich scharenweise ins Hurenhaus ! 8 Wie brünstige Hengste schweifen sie umher; jeder wiehert nach der Ehefrau seines Nächsten. 9 Sollte ich dies nicht heimsuchen, spricht der Herr , und sollte sich meine Seele an einem solchen Volk nicht rächen? 10 Erklimmt ihre Mauern und verderbt, aber richtet sie nicht völlig zugrunde ! Schneidet ihre Ranken ab, denn sie gehören nicht dem Herrn !

    11 Denn ganz und gar treulos haben das Haus Israel und das Haus Juda an mir gehandelt, spricht der Herr . 12 Sie haben den Herrn verleugnet und gesagt: » Nicht Er ist“s! Kein Unglück wird über uns kommen; weder Schwert noch Hungersnot werden wir zu sehen bekommen! 13 Die Propheten sind ja nur Windbeutel , und das Wort ist nicht in ihnen; ihnen selbst soll es so ergehen!«

    14 Darum spricht der Herr , der Gott der Heerscharen: Weil ihr das gesagt habt, siehe, so will ich meine Worte in deinem Mund zu einem Feuer machen und dieses Volk zu Holz, sodass es sie verzehren wird. 15 Siehe , ich bringe über euch, du Haus Israel , ein Volk aus der Ferne , spricht der Herr , ein zähes Volk, ein uraltes Volk, ein Volk, dessen Sprache du nicht kennst und dessen Rede du nicht verstehst. 16 Sein Köcher ist wie ein offenes Grab , und es besteht aus lauter Helden. 17 Und es wird deine Ernte und dein Brot aufessen, sie werden deine Söhne und deine Töchter verzehren, deine Schafe und deine Rinder fressen; es wird deinen Weinstock und deinen Feigenbaum abfressen; und deine festen Städte, auf die du dich verlässt, wird es mit dem Schwert zerstören .

    18 Aber auch in jenen Tagen, spricht der Herr , will ich mit euch nicht ganz ein Ende machen. 19 Und wenn es dann geschieht, dass ihr fragt: » Weshalb hat der Herr , unser Gott, uns das alles angetan?«, so sollst du ihnen antworten: »Gleichwie ihr mich verlassen und fremden Göttern gedient habt in eurem Land, so müsst ihr auch jetzt Fremden dienen in einem Land, das nicht euch gehört!«

    20 Verkündigt dies im Haus Jakob und lasst es hören in Juda und sprecht: 21 Höre doch dies, du törichtes Volk ohne Einsicht , die ihr Augen habt und doch nicht seht, die ihr Ohren habt und doch nicht hört! 22 Mich wollt ihr nicht fürchten , spricht der Herr , vor mir nicht erzittern, der ich dem Meer den Sand zur Grenze gesetzt habe, zur ewigen Schranke, die es nicht überschreiten darf? Wenn sich seine Wogen auch dagegen auflehnen, so sind sie doch machtlos; wenn sie auch toben, können sie sie nicht überschreiten.

    23 Aber dieses Volk hat ein halsstarriges, aufrührerisches Herz; sie haben sich abgewandt und sind davongelaufen; 24 und sie haben in ihrem Herzen nicht gedacht: Wir wollen doch den Herrn , unseren Gott, fürchten, der den Regen gibt, Früh- und Spätregen zu seiner Zeit, der die bestimmten Wochen der Ernte für uns einhält!

    25 Eure Missetaten haben dies verhindert, und eure Sünden haben das Gute von euch zurückgehalten. 26 Denn unter meinem Volk finden sich Gottlose ; sie liegen auf der Lauer , ducken sich wie Vogelsteller; sie stellen Fallen, um Menschen zu fangen. 27 Wie ein Käfig voller Vögel geworden ist, so haben sich ihre Häuser mit Betrug gefüllt; auf diese Weise sind sie groß und reich geworden. 28 Sie glänzen vor Fett ; auch fließen sie über von bösen Taten. Für das Recht sorgen sie nicht, für das Recht der Waisen , um ihnen zum Gelingen zu verhelfen; und die Rechtssache der Armen führen sie nicht.

    29 Sollte ich dies nicht heimsuchen?, spricht der Herr ; ja, sollte sich meine Seele an einem solchen Volk nicht rächen? 30 Entsetzliches und Abscheuliches ist im Land geschehen: 31 Die Propheten weissagen falsch, und die Priester herrschen mit ihrer Unterstützung; und mein Volk liebt es so! Was wollt ihr aber tun, wenn das Ende von [all] dem kommt

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  228. Juleam 25. September 2013 um 20:13 Link zum Kommentar

    Jeremia 6 – 8

    Jeremia 6 – zu wem spricht Jehova hier?

    1 Flieht , ihr Kinder Benjamins , aus Jerusalems Mitte, und stoßt in das Schopharhorn in Tekoa , und über Beth-Kerem richtet ein Zeichen auf; denn ein Unheil droht von Norden her und ein großes Verderben! 2 Die Liebliche und Verzärtelte, die Tochter Zion, gebe ich hiermit der Vernichtung preis. 3 Hirten mit ihren Herden werden zu ihr kommen; ihre Zelte werden sie aufschlagen rings um sie her, und jeder wird sein Teil abweiden.

    4 »Heiligt einen Krieg gegen sie! Auf, lasst uns am Mittag hinaufziehen!«
    »Wehe uns, der Tag neigt sich, und die Abendschatten werden länger!«.
    5 »Auf, lasst uns bei Nacht hinaufziehen und ihre Paläste zerstören!«

    6 Denn so hat der Herr der Heerscharen befohlen: Fällt Bäume und schüttet einen Wall auf gegen Jerusalem! Das ist die Stadt, die heimgesucht werden soll; denn lauter Gewalttat ist in ihrer Mitte. 7 Wie ein Brunnen sein Wasser hervorsprudeln lässt, so haben sie ihre Bosheit hervorsprudeln lassen; von Gewalttat und Bedrückung hört man in ihr; Leid und Misshandlung muss ich beständig mit ansehen. 8 Lass dich warnen, Jerusalem, damit sich meine Seele nicht ganz von dir losreißt , damit ich dich nicht zur Wüste mache, zu einem unbewohnten Land! 9 So spricht der Herr der Heerscharen: Am Überrest Israels wird man Nachlese halten wie am Weinstock. Lege nochmals deine Hand an wie ein Weinleser an die Ranken!

    10 Zu wem soll ich reden, wem Zeugnis ablegen, dass sie darauf hören? Siehe, ihr Ohr ist unbeschnitten ; sie können nicht darauf achten . Siehe, das Wort des Herrn ist ihnen zum Hohn geworden; sie haben keine Lust daran.

    11 Und ich bin erfüllt von dem Grimm des Herrn , dass ich ihn kaum zurückhalten kann. Gieße ihn aus über die Kinder auf der Gasse und zugleich über die Schar der jungen Männer! Ja, Mann und Frau sollen gefangen werden, Alte und Hochbetagte. 12 Ihre Häuser sollen anderen zugewandt werden, samt den Äckern und Frauen ; denn ich will meine Hand ausstrecken gegen die Bewohner dieses Landes!, spricht der Herr .

    13 Denn vom Kleinsten bis zum Größten trachten sie alle nach unrechtem Gewinn, und vom Propheten bis zum Priester gehen sie alle mit Lügen um. 14 Und sie heilen den Schaden der Tochter meines Volkes leichthin, indem sie sprechen: »Friede, Friede!«, wo es doch keinen Frieden gibt. 15 Schämen sollten sie sich, weil sie Gräuel verübt haben! Aber sie wissen nicht mehr, was sich schämen heißt, und empfinden keine Scham. Darum werden sie fallen unter den Fallenden; zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie stürzen!, spricht der Herr .

    16 So spricht der Herr : Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, welches der gute Weg ist, und wandelt darauf, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!

    Sie aber sprechen: »Wir wollen nicht darauf wandeln!«

    17 Und ich habe Wächter über euch bestellt: Achtet doch auf den Schall des Schopharhorns !
    Sie aber sprechen: »Wir wollen nicht darauf achten!«

    18 So hört nun, ihr Völker, und du, Gemeinde, erkenne, was mit ihnen geschieht! 19 Höre es, Erde ! Siehe, ich will Unheil über dieses Volk kommen lassen, die Frucht ihrer Gedanken; denn auf meine Worte haben sie nicht geachtet, und mein Gesetz, das haben sie verworfen . 20 Was soll mir der Weihrauch von Saba und das köstliche Gewürzrohr aus fernem Land? Eure Brandopfer sind mir nicht wohlgefällig, und eure Schlachtopfer sind mir nicht angenehm!

    21 Darum, so spricht der Herr : Siehe, ich will diesem Volk Steine des Anstoßes in den Weg legen, damit Väter und Kinder zugleich daran zu Fall kommen; der Nachbar und sein Freund werden miteinander umkommen! 22 So spricht der Herr : Siehe, es kommt ein Volk aus dem Land des Nordens, und eine große Nation erhebt sich von den äußersten Enden der Erde. 23 Mit Bogen und Wurfspieß sind sie bewaffnet; grausam sind sie und ohne Erbarmen. Ihr Lärmen ist wie das Brausen des Meeres, und auf Pferden reiten sie, gerüstet wie ein Mann zum Kampf gegen dich, o Tochter Zion!

    24 Als wir von ihnen hörten, da wurden unsere Hände schlaff; Angst ergriff uns, Wehen wie eine Gebärende.

    25 Geh ja nicht aufs Feld hinaus und betritt die Straße nicht! Denn das Schwert des Feindes [verbreitet] Schrecken ringsum. 26 Gürte Sacktuch um dich, o Tochter meines Volkes, und wälze dich in der Asche; trauere wie um den einzigen Sohn , halte bittere Klage! Denn plötzlich wird der Verwüster über uns kommen.

    27 Ich habe dich zum Prüfer über mein Volk bestellt, zum Goldprüfer, damit du ihren Weg erkennst und prüfst.

    28 Sie sind alle widerspenstige Empörer , gehen als Verleumder umher; Erz und Eisen sind sie, Verderber alle miteinander. 29 Der Blasebalg schnaubt; vom Feuer ist das Blei verzehrt, vergebens hat man geschmolzen und geschmolzen; die Bösen werden doch nicht ausgeschieden! 30 » Verworfenes Silber « nennt man sie, weil der Herr sie verworfen hat.

    Zu wem oder von wem sagt Jehova hier, er habe ihn als Prüfer über sein Volk bestimmt – zu Jeremia oder zu Jesus?

    Leider geht dies auch nicht aus den Querverweisen hervor.

    Kann mir hier jemand weiterhelfen?

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  229. Juleam 25. September 2013 um 20:18 Link zum Kommentar

    Jeremia 7 – Silo, worum geht es hier?

    1 Dies ist das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging: 2 Stelle dich in das Tor am Haus des Herrn und rufe dort dieses Wort aus und sprich: Hört das Wort des Herrn , ihr alle aus Juda, die ihr zu diesen Toren hineingeht, um den Herrn anzubeten!

    3 So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Bessert euren Wandel und eure Taten, so will ich euch an diesem Ort wohnen lassen! 4 Verlasst euch nicht auf trügerische Worte wie diese: »Der Tempel des Herrn , der Tempel des Herrn , der Tempel des Herrn ist dies!« 5 Denn nur wenn ihr euren Wandel und eure Taten ernstlich bessert, wenn ihr wirklich Recht übt untereinander, 6 wenn ihr die Fremdlinge, die Waisen und Witwen nicht bedrückt und an dieser Stätte kein unschuldiges Blut vergießt und nicht anderen Göttern nachwandelt zu eurem eigenen Schaden – 7 dann will ich euch an diesem Ort wohnen lassen, in dem Land , das ich euren Vätern gegeben habe, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    8 Siehe, ihr verlasst euch auf trügerische Reden, die keinen Nutzen bringen! 9 Meint ihr denn, nachdem ihr gestohlen, gemordet, die Ehe gebrochen, falsch geschworen, dem Baal geräuchert habt und anderen Göttern nachgelaufen seid, die ihr nicht kennt, 10 dass ihr dann kommen und vor mein Angesicht treten könnt in diesem Haus , das nach meinem Namen genannt ist, und sprechen: »Wir sind errettet!« – nur, um dann alle diese Gräuel weiter zu verüben?

    11 Ist denn dieses Haus, das nach meinem Namen genannt ist, in euren Augen zu einer Räuberhöhle geworden? Ja wahrlich, auch ich sehe es so an!, spricht der Herr . 12 Denn geht doch hin zu meiner Stätte in Silo , wo ich zuerst meinen Namen wohnen ließ, und seht, wie ich mit ihr verfahren bin wegen der Bosheit meines Volkes Israel!

    13 Und nun, weil ihr alle diese Werke verübt habt, spricht der Herr , und weil ich zu euch geredet habe, indem ich mich früh aufmachte und [immer wieder] redete , ihr aber nicht hören wolltet; weil ich euch gerufen habe, ihr aber nicht geantwortet habt, 14 so will ich auch mit dem Haus, das nach meinem Namen genannt ist und auf das ihr euch verlasst, und mit dem Ort, den ich euch und euren Vätern gegeben habe, so verfahren, wie ich mit Silo verfahren bin; 15 und ich will auch euch von meinem Angesicht verwerfen, gleichwie ich alle eure Brüder, die ganze Nachkommenschaft Ephraims, verworfen habe!

    16 Du aber sollst für dieses Volk keine Fürbitte einlegen, sollst weder Flehen noch Gebet für sie erheben und nicht in mich dringen; denn ich werde dich keineswegs erhören! 17 Siehst du denn nicht, was sie in den Städten Judas und auf den Straßen von Jerusalem tun?

    18 Die Kinder lesen Holz zusammen, und die Väter zünden das Feuer an, die Frauen aber kneten Teig, um der Himmelskönigin Kuchen zu backen; und fremden Göttern spenden sie Trankopfer , um mich zu ärgern. 19 Ärgern sie denn mich damit, spricht der Herr , und nicht vielmehr sich selbst , damit sie zuschanden werden?

    20 Darum, so spricht Gott , der Herr: Siehe, mein Zorn und mein Grimm wird sich über diesen Ort ergießen, über die Menschen und über das Vieh, über die Bäume des Feldes und über die Früchte der Erde, und er wird unauslöschlich brennen!

    21 So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Bringt nur eure Brandopfer zu euren Schlachtopfern hinzu und esst Fleisch! 22 Denn ich habe zu euren Vätern nichts gesagt und ihnen nichts befohlen in Bezug auf Brandopfer und Schlachtopfer an dem Tag, als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte, 23 sondern dieses Wort habe ich ihnen befohlen: Gehorcht meiner Stimme , so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; und wandelt auf dem ganzen Weg, den ich euch gebieten werde, damit es euch wohlergehe !

    24 Aber sie gehorchten nicht und neigten mir ihre Ohren nicht zu, sondern sie wandelten nach den Ratschlägen, nach dem Starrsinn ihres bösen Herzens, und sie wandten mir den Rücken zu und nicht das Angesicht. 25 Von dem Tag an, als eure Väter aus dem Land Ägypten zogen, bis zu diesem Tag habe ich euch alle meine Knechte, die Propheten, gesandt, [und zwar] täglich, indem ich mich früh aufmachte und sie [immer wieder] sandte, 26 aber sie haben mir nicht gehorcht und mir kein Gehör geschenkt, sondern sie zeigten sich noch halsstarriger und böser als ihre Väter.

    27 Und wenn du auch alle diese Worte zu ihnen redest, so werden sie doch nicht auf dich hören; und wenn du ihnen zurufst, werden sie dir nicht antworten. 28 Darum sollst du zu ihnen sagen: Dies ist das Volk, das auf die Stimme des Herrn , seines Gottes, nicht hören will und keine Züchtigung annimmt; dahin ist die Wahrhaftigkeit , ausgerottet aus ihrem Mund!

    29 So schere nun deinen Haarschmuck ab und wirf ihn weg, und stimme auf kahlen Höhen ein Klagelied an! Denn verworfen und verstoßen hat der Herr das Geschlecht, über das er zornig ist. 30 Denn die Kinder Judas haben getan, was böse ist in meinen Augen, spricht der Herr ; sie haben ihre Gräuelgötzen in dem Haus aufgestellt, das nach meinem Namen genannt ist, um es zu verunreinigen. 31 Sie haben auch die Höhen des Tophet im Tal Ben-Hinnom errichtet, um ihre Söhne und Töchter mit Feuer zu verbrennen, was ich ihnen nie geboten habe und was mir nie in den Sinn gekommen ist.

    32 Darum siehe, es kommen Tage, spricht der Herr , da man nicht mehr vom »Tophet« oder vom »Tal Ben-Hinnom« reden wird, sondern vom »Tal der Schlachtung«; und man wird im Tophet begraben müssen, weil es sonst keinen Raum mehr gibt; 33 und die Leichname dieses Volkes werden den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren zur Speise dienen, und niemand wird sie verscheuchen. 34 So will ich in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems das Jubel- und Freudengeschrei zum Verstummen bringen, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut; denn das Land soll zur Einöde werden!

    Wir sehen, dass sich Jehova nicht geändert hat: er hasst es nach wie vor, wenn wir anderen schaden und falschen Göttern oder Götzen nachlaufen.

    Interessant die Aufzählung, was vor dem Gesetz war: zu der Zeit ging es „nur“ darum, treu mit dem Schöpfer zu wandeln, ohne viele Gesetze und Rituale. An diesem Punkt sind wir auch heute wieder. Und erinnern wir uns, was Jehova in Micha sagt, was er sich von uns wünscht?

    Am Anfang hatte mich die Sache mit Silo irritiert – was war denn da, wovon ist hier die Rede? Aber mit den Querverweisen war ich schnell wieder auf dem Laufenden: in Silo stand die Stiftshütte.

    Was war mit Silo passiert? Er gab es auf. Die Bundeslade fiel in die Hände der Philister.

    Warum wird das hier erwähnt?

    Weil sie sich in falscher Sicherheit wiegen: sie denken, ihnen könne nichts passieren, denn bei ihnen war ja das Haus des Herrn und es war SEINE Stätte, hier war er anwesend. Was kann uns schon passieren, wenn der höchste Gott in der Nähe ist?

    Aber er ließ auch zu, dass die Bundeslade in die Hände der Feinde fiel. Wir erinnern uns: zwischen den Cheruben auf ihrem Deckel war Jehova in Form eines Sheka-Lichtes anwesend. Die Lade war viel heiliger als der Ort, an dem sie stand – dennoch war nicht einmal sie vor dem Feind sicher.

    Warum sollten sie es sein, wenn nicht einmal so etwas Heiliges sicher war – wo sie doch mit ihrem verwerflichen Handeln alles, was irgendwie an ihnen heilig sein könnte, zunichte machten?

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  230. Juleam 25. September 2013 um 20:22 Link zum Kommentar

    Jeremia 8 – es liegt an uns

    1 Zu jener Zeit, spricht der Herr , wird man die Gebeine der Könige von Juda, die Gebeine seiner Fürsten, die Gebeine der Priester, die Gebeine der Propheten und die Gebeine der Bewohner Jerusalems aus ihren Gräbern hervorholen; 2 und man wird sie ausbreiten vor der Sonne und dem Mond und vor dem ganzen Heer des Himmels, die sie lieb gehabt, denen sie gedient haben und nachgelaufen sind, die sie gesucht und angebetet haben; man wird sie weder zusammenlesen noch begraben, sondern zu Dünger auf dem Erdboden sollen sie werden! 3 Und der ganze Überrest, der von diesem bösen Geschlecht übrig bleibt, wird lieber sterben als leben wollen an allen Orten, wohin ich die Übriggebliebenen verstoßen habe, spricht der Herr der Heerscharen.

    4 So sollst du zu ihnen sagen: So spricht der Herr : Wer fällt und steht nicht wieder auf? Wer weicht [vom rechten Weg] ab und kehrt nicht wieder um? 5 Warum ist denn dieses Volk [vom rechten Weg] abgewichen , verharrt Jerusalem in fortwährender Abkehr? Sie halten fest am Betrug; sie weigern sich, umzukehren !

    6 Denn ich gab acht und horchte: Sie reden nicht, was recht ist; da ist keiner, der seine Bosheit bereut , der sagt: »Was habe ich getan!« Sondern sie alle wenden sich zu ihrem Lauf wie ein Ross, das sich in den Kampf stürzt. 7 Selbst der Storch am Himmel kennt seine bestimmten Zeiten; Turteltaube, Schwalbe und Kranich halten die Zeit ihrer Wiederkehr ein; aber mein Volk kennt die Rechtsordnung des Herrn nicht!

    8 Wie könnt ihr da sagen : »Wir sind weise, und das Gesetz des Herrn ist bei uns«?

    Wahrlich, ja, zur Lüge gemacht hat es der Lügengriffel der Schriftgelehrten! 9 Zuschanden geworden sind die Weisen; sie sind erschrocken und haben sich selbst gefangen; denn siehe, sie haben das Wort des Herrn verworfen – was für eine Weisheit bleibt ihnen da noch übrig?

    10 Darum will ich ihre Frauen anderen geben, ihre Felder neuen Besitzern. Denn vom Kleinsten bis zum Größten trachten sie alle nach [unrechtem] Gewinn, und vom Propheten bis zum Priester gehen sie alle mit Lügen um. 11 Und sie heilen den Schaden der Tochter meines Volkes leichthin, indem sie sprechen: »Friede, Friede!«, wo es doch keinen Frieden gibt. 12 Schämen sollten sie sich, weil sie Gräuel verübt haben! Aber sie wissen nicht mehr, was sich schämen heißt, und empfinden keine Scham. Darum werden sie fallen unter den Fallenden; zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie stürzen!, spricht der Herr .

    13 Ich will ihnen ganz und gar ein Ende machen , spricht der Herr ; keine Trauben sollen mehr am Weinstock sein, keine Feigen mehr am Feigenbaum , und die Blätter sollen verwelken: Was ich ihnen gab, wird man von ihnen wegbringen! 14 Wozu sitzen wir herum? Versammelt euch, und lasst uns in die festen Städte ziehen, damit wir dort zugrunde gehen ! Denn der Herr , unser Gott, lässt uns zugrunde gehen und tränkt uns mit Giftwasser , weil wir gegen den Herrn gesündigt haben. 15 Man hofft auf Frieden – aber es wird nicht besser! auf eine Zeit der Heilung – aber siehe da, Schrecken!

    16 Von Dan hört man das Schnauben seiner Rosse; vom Wiehern seiner starken Pferde bebt das ganze Land; ja, sie kommen und fressen das Land auf und was darin ist, die Stadt und ihre Bewohner. 17 Denn siehe, ich will Schlangen unter euch senden, Giftschlangen, die sich nicht beschwören lassen, und sie werden euch beißen!, spricht der Herr .

    18 Wenn mir doch Erquickung zuteilwürde in meinem Kummer! Aber mein Herz ist krank in mir.

    19 Horch! das laute Geschrei der Tochter meines Volkes aus einem fernen Land: »Ist denn der Herr nicht in Zion , ist ihr König nicht bei ihr?« – Warum haben sie mich mit ihren Götzenbildern erzürnt , mit den nichtigen Götzen aus der Fremde? 20 »Die Ernte ist vorüber, der Sommer ist zu Ende, und wir sind nicht gerettet!«

    21 Wegen des Zusammenbruchs der Tochter meines Volkes bin ich ganz zerbrochen; ich trage Leid, und Entsetzen hat mich ergriffen. 22 Ist denn kein Balsam in Gilead? Ist kein Arzt da? Warum hat die Heilung der Tochter meines Volkes keine Fortschritte gemacht? 23 O dass mein Haupt zu Wasser würde und mein Auge zum Tränenquell, so würde ich Tag und Nacht die Erschlagenen der Tochter meines Volkes beweinen!

    Wie schade, dass sie einfach nicht hören wollen. Dabei wäre es so leicht – denn Jehova streckt ihnen ja hier noch die Hand zur Versöhnung hin!

    weitere Gedanken aus Jeremia 8 finden wir hier

  231. Juleam 28. September 2013 um 09:44 Link zum Kommentar

    Jeremia 9 – 12

    Jeremia 9 – wie gebrauchen wir unsere Zunge?

    1 O dass ich in der Wüste eine Herberge für Wanderer hätte, dass ich mein Volk verlassen und von ihm wegziehen könnte! Denn sie sind alle Ehebrecher und ein treuloser Haufen. 2 Sie haben ihre Zunge als ihren Bogen mit Lügen gespannt, und nicht durch Wahrheit sind sie mächtig geworden im Land; denn sie schreiten fort von Bosheit zu Bosheit; mich aber erkennen sie nicht!, spricht der Herr .

    3 Jeder hüte sich vor seinem Freund, und keiner traue seinem Bruder! Denn jeder Bruder übt Hinterlist, und jeder Freund geht als Verleumder umher. 4 Einer hintergeht den anderen, und die Wahrheit reden sie nicht; sie haben ihre Zungen das Lügen gelehrt; sie mühen sich ab mit Unrechttun. 5 Deine Wohnung ist mitten in Arglist; aus Arglist wollen sie mich nicht kennen!, spricht der Herr .

    6 Darum spricht der Herr der Heerscharen so: Siehe, ich will sie schmelzen und läutern ; denn wie sollte ich anders umgehen mit der Tochter meines Volkes? 7 Ihre Zunge ist ein tödlicher Pfeil, Lügen redet sie: Mit dem Mund redet man Frieden mit seinem Nächsten, aber im Herzen legt man ihm einen Hinterhalt. 8 Sollte ich sie wegen dieser Dinge nicht strafen?, spricht der Herr , und sollte sich meine Seele an einem solchen Volk nicht rächen?

    9 Auf den Bergen will ich ein Weinen und Klagen anheben und auf den Auen der Steppe ein Trauerlied anstimmen, weil sie so verbrannt sind, dass niemand sie mehr durchwandert; man hört das Blöken der Herde nicht mehr; die Vögel des Himmels und das Vieh sind entflohen, weggezogen. 10 Ich will Jerusalem zu einem Steinhaufen machen, zu einer Wohnung für Schakale; und die Städte Judas will ich so wüst machen, dass niemand mehr darin wohnt.

    11 Wer ist so weise , dass er dies versteht? Und zu wem hat der Mund des Herrn geredet , dass er verkündet, weshalb das Land zugrunde geht und warum es verbrannt ist gleich einer Wüste, die niemand durchwandert?

    12 Und der Herr spricht: Weil sie mein Gesetz verlassen haben, das ich ihnen gab, und meiner Stimme nicht gehorcht haben und nicht danach lebten , 13 sondern dem Starrsinn ihres Herzens und den Baalen nachgelaufen sind, was ihre Väter sie gelehrt haben. 14 Darum, so spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich will sie, dieses Volk, mit Wermut speisen und sie mit Giftwasser tränken; 15 und ich will sie unter die Heidenvölker zerstreuen , die weder sie noch ihre Väter gekannt haben, und will das Schwert hinter ihnen herschicken, bis ich sie aufgerieben habe.

    16 So spricht der Herr der Heerscharen: Gebt acht, und ruft die Klageweiber herbei und lasst sie kommen, und schickt nach weisen Frauen und lasst sie kommen 17 und eilends ein Trauerlied über uns singen, dass Tränen aus unseren Augen rinnen und Wasser von unseren Wimpern fließt. 18 Denn man hört ein klägliches Geschrei von Zion: »Wie sind wir so verwüstet! Wie sind wir so jämmerlich geschändet! Wir mussten ja das Land verlassen; denn sie haben unsere Wohnungen niedergerissen!«

    19 So hört nun, ihr Frauen , das Wort des Herrn , und fasst zu Ohren das Wort seines Mundes, und lehrt eure Töchter Wehklage und jede ihre Nachbarin den Trauergesang! 20 Denn der Tod ist durch unsere Fenster hereingestiegen; er ist in unsere Paläste gekommen, um die Kinder von der Straße wegzuraffen und die jungen Männer von den Plätzen.

    21 Sage: So spricht der Herr : Die Leichname der Menschen werden fallen wie Dünger auf dem freien Feld und wie Garben hinter dem Schnitter, die niemand sammelt. 22 So spricht der Herr : Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke, der Reiche rühme sich nicht seines Reichtums; 23 sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er Einsicht hat und mich erkennt , dass ich der Herr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden! Denn daran habe ich Wohlgefallen , spricht der Herr .

    24 Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr , da werde ich alle heimsuchen, die, obgleich beschnitten, doch unbeschnitten sind : 25 die Ägypter, die Juden, die Edomiter, die Ammoniter, die Moabiter und alle mit gestutztem Bart, die in der Wüste wohnen ; denn alle Heiden sind unbeschnitten , das ganze Haus Israel aber hat ein unbeschnittenes Herz.

    Interessant, dass Jeremia hier das anspricht, worüber wir letzten Sonntag geredet haben: „Es ist wichtig, was und wie wir reden“ (Kommentar vom 12.08.).

    Sicherlich ist es ganz interessant, wenn wir uns im Zusammenhang mit diesem Kapitel noch mal die Ansprache zu Jakobus 3 anhören, ebenso, wie den Text in Sprüche 6:16-19 lesen:

    Sechs Dinge gibt es, die Jehova wirklich haßt; ja sieben sind Dinge, verabscheuungswürdig für seine Seele: 17 hohe Augen, eine falsche Zunge und Hände, die unschuldiges Blut vergießen, 18 ein Herz, das schädliche Pläne schmiedet, Füße, die eilends zum Schlechten hinlaufen, 19 ein falscher Zeuge, der Lügen vorbringt, und jeder, der Streitigkeiten unter Brüdern entfesselt.

    weitere Gedanken zu Jeremia 9 finden wir hier

  232. Juleam 28. September 2013 um 09:46 Link zum Kommentar

    Jeremia 10 – leblos und tot oder lebendig und kraftvoll

    1 Hört das Wort, das der Herr zu euch redet, o Haus Israel! 2 So spricht der Herr : Lernt nicht den Weg der Heiden und erschreckt nicht vor den Zeichen des Himmels, auch wenn die Heiden sich vor ihnen fürchten! 3 Denn die Bräuche der Heiden sind nichtig . Denn ein Holz ist“s, das man im Wald gehauen hat und das der Künstler mit dem Schnitzmesser anfertigt. 4 Er verziert es mit Silber und Gold und befestigt es mit Hämmern und Nägeln, damit es nicht wackelt; 5 sie sind gedrechselten Palmbäumen gleich, sie können nicht reden; man muss sie tragen, denn sie können nicht gehen. Fürchtet euch nicht vor ihnen, denn sie können nichts Böses tun, und auch Gutes zu tun steht nicht in ihrer Macht! 6 Doch dir, o Herr , ist niemand gleich ! Groß bist du, und groß ist dein Name an Macht!

    7 Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker ? Denn dir gebührt dies; unter allen Weisen der Völker und in allen ihren Königreichen ist ja keiner wie du!

    8 Sie sind allesamt dumm und töricht, eine äußerst nichtige Lehre: Holz sind sie. 9 Gehämmertes Silber wird von Tarsis gebracht, und Gold von Uphas, eine Arbeit des Künstlers und der Hände des Goldschmieds; mit blauem und rotem Purpur sind sie bekleidet; sie sind alle nur das Werk von Kunstfertigen. 10 Aber der Herr ist in Wahrheit Gott ; er ist der lebendige Gott und ein ewiger König . Vor seinem Zorn erbebt die Erde, und die Völker können seinen Grimm nicht ertragen.

    11 So sollt ihr nun zu ihnen sagen: Die Götter, welche weder Himmel noch Erde erschaffen haben, sie werden von der Erde und unter dem Himmel verschwinden!

    12 Er ist“s, der die Erde erschaffen hat durch seine Kraft, der in seiner Weisheit den Weltkreis abgegrenzt und mit seinem Verstand den Himmel ausgespannt hat. 13 Sobald er den Donnerschall gibt, [sammelt sich] eine Wassermenge am Himmel, und Wolken ziehen herauf vom Ende der Erde. Blitze macht er zum Regen, und den Wind führt er aus seinen Kammern hervor.

    14 Dumm steht jeder Mensch da, ohne es zu begreifen, und jeder Goldschmied wird an seinem Götzenbild zuschanden; denn sein gegossenes Bild ist Betrug , und kein Geist ist darin. 15 Schwindel ist’s, ein lächerliches Machwerk! Zur Zeit ihrer Heimsuchung gehen sie zugrunde.

    16 Aber Jakobs Teil ist nicht wie diese, sondern der Schöpfer des Alls ist er, und Israel ist der Stamm seines Erbteils : Herr der Heerscharen ist sein Name.

    17 Raffe dein Bündel auf von der Erde, die du in Belagerung sitzt ! 18 Denn so hat der Herr gesprochen: Siehe, diesmal will ich die Bewohner des Landes hinausschleudern und sie ängstigen, damit sie es herausfinden . 19 Wehe mir wegen meines Schadens! Wie tut mir meine Wunde so weh! Doch ich dachte: Sicherlich ist das mein Leiden; ich will es auch tragen . 20 Mein Zelt ist verwüstet, und alle meine Zeltstricke sind abgerissen; meine Kinder haben mich verlassen, sie sind nirgends mehr. Niemand schlägt mir mehr mein Zelt auf oder bringt meine Zeltbahnen an!

    21 Denn die Hirten sind töricht geworden und haben den Herrn nicht gesucht; darum hatten sie kein Gelingen, und ihre ganze Herde ist zerstreut. 22 Horch! ein Gerücht: Siehe, es kommt, und zwar ein großes Toben aus dem Land des Nordens , um die Städte Judas zu Trümmern zu machen und zu einer Wohnung für die Schakale!

    23 Ich weiß, Herr , dass der Weg des Menschen nicht in seiner Macht steht, dass der Mann, wenn er geht, seine Schritte nicht lenken kann. 24 Züchtige du mich, Herr , doch mit rechtem Maß und nicht in deinem Zorn , damit du mich nicht zunichtemachst!

    25 Gieße deinen Zorn über die Heiden aus, die dich nicht kennen , und über die Geschlechter, die deinen Namen nicht anrufen; denn sie haben Jakob verzehrt, ja, ganz und gar aufgezehrt und aufgerieben und seine Wohnung verwüstet!

    Eine sehr schöne Gegenüberstellung: auf der einen Seite die nutzlosen Götzen, die sich die Menschen selbst angefertigt haben – und auf der anderen Seite Jehova, der lebendige Gott.

    Für welche Seite entscheiden wir uns ganz persönlich?

    weitere Gedanken zu Jeremia 10 finden wir hier

  233. Juleam 28. September 2013 um 09:55 Link zum Kommentar

    Jeremia 11 – Grundlage für das Gleichnis mit dem Weinberg?

    1 Das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging, lautete folgendermaßen: 2 »Hört auf die Worte dieses Bundes und redet zu den Männern von Juda und den Einwohnern von Jerusalem! 3 Und du sollst zu ihnen sprechen: So spricht der Herr , der Gott Israels: Verflucht ist der Mann, der nicht hört auf die Worte dieses Bundes, 4 die ich euren Vätern geboten habe zu der Zeit, als ich sie aus dem Land Ägypten führte , aus dem Eisenschmelzofen , indem ich sprach: Hört auf meine Stimme und tut diese [Worte], ganz wie ich es euch gebiete, so sollt ihr mein Volk sein, und ich will euer Gott sein, 5 damit ich den Eid aufrechterhalte, den ich euren Vätern geschworen habe, ihnen ein Land zu geben, in dem Milch und Honig fließt, wie es heute der Fall ist!« Da antwortete ich und sprach: So sei es, Herr !

    6 Darauf sprach der Herr zu mir: Verkündige alle diese Worte in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems und sprich: Hört auf die Worte dieses Bundes und tut sie! 7 Denn ich habe euren Vätern eindringlich bezeugt von dem Tag an, als ich sie aus dem Land Ägypten heraufführte, bis zu diesem Tag, indem ich mich früh aufmachte und es [immer wieder] bezeugte und sprach: »Hört auf meine Stimme!« 8 Aber sie haben nicht darauf gehört; sie haben mir kein Gehör geschenkt, sondern jeder von ihnen wandelte nach dem Starrsinn seines bösen Herzens; darum brachte ich alle Worte dieses Bundes über sie, die zu halten ich ihnen befohlen habe, die sie aber nicht gehalten haben.

    9 Und der Herr sprach zu mir: Es besteht eine Verschwörung unter den Männern von Juda und unter den Bewohnern von Jerusalem. 10 Sie sind zu den Sünden ihrer Vorväter zurückgekehrt, die sich geweigert haben, meinen Worten zu gehorchen; sie selbst sind auch fremden Göttern nachgefolgt und haben ihnen gedient. Das Haus Israel und das Haus Juda haben meinen Bund gebrochen , den ich mit ihren Vätern geschlossen habe!

    11 Darum, so spricht der Herr : Siehe, ich will ein Unheil über sie bringen, dem sie nicht werden entfliehen können; und wenn sie dann zu mir schreien, werde ich sie nicht erhören. 12 Dann werden die Städte Judas und die Bewohner Jerusalems hingehen und die Götter anrufen, denen sie geräuchert haben, aber sie werden sie zur Zeit ihres Unheils keineswegs erretten können. 13 Denn so viele Städte du hast, Juda, so viele Götter hast du auch, und so viele Straßen es in Jerusalem gibt, so viele Altäre habt ihr der Schande errichtet, Altäre, um dem Baal zu räuchern!

    14 Du aber sollst für dieses Volk nicht beten und für sie weder Flehen noch Fürbitte erheben, denn ich werde keineswegs erhören zu der Zeit, wenn sie wegen ihres Unheils zu mir rufen werden.

    15 Was geschieht meinem Geliebten in meinem Haus ? Es werden von den Großen gegen ihn böse Anschläge geschmiedet.

    Wird das heilige [Opfer-]Fleisch etwa deine Bosheit von dir wegnehmen? Dann kannst du ja frohlocken ! 16 »Einen grünen Ölbaum mit schöner, wohlgestalteter Frucht« hat dich der Herr genannt. Mit mächtigem Brausen legt er nun Feuer an ihn, und seine Äste krachen. 17 Denn der Herr der Heerscharen, der dich pflanzte, hat dir Unheil angedroht wegen der Bosheit des Hauses Israel und des Hauses Juda, die sie verübt haben, um mich zu erzürnen, indem sie dem Baal räucherten.

    18 Und der Herr hat mich dies wissen lassen, sodass ich es erkannte; damals hast du mir ihr Treiben offenbart. 19 Ich aber war wie ein zahmes Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wusste nicht, dass sie solche Anschläge gegen mich schmiedeten: »Lasst uns den Baum samt seiner Frucht verderben und ihn aus dem Land der Lebendigen ausrotten , dass nicht mehr an seinen Namen gedacht werde!«

    20 Aber du, o Herr der Heerscharen, du gerechter Richter, der du Nieren und Herzen prüfst : Lass mich deine Rache an ihnen sehen; denn dir habe ich meine Rechtssache anvertraut!

    21 Darum, so spricht der Herr über die Männer von Anatot , die dir nach dem Leben trachten und sagen: »Du sollst uns nicht mehr im Namen des Herrn weissagen , sonst musst du durch unsere Hand sterben!« 22 Darum, so spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ich will sie heimsuchen; die jungen Männer sollen durchs Schwert umkommen, und ihre Söhne und Töchter sollen vor Hunger sterben, 23 und es soll ihnen kein Überrest verbleiben; denn ich will Unheil über die Männer von Anatot bringen im Jahr ihrer Heimsuchung!

    Wenn sie doch nur gehört hätten!

    Ob Jesus wohl auch dieses Kapitel im Sinn gehabt hatte, als er das Gleichnis vom Weinberg erzählte, wo sie am Schluss sogar den Sohn des Besitzers umbringen?

    weitere Gedanken zu Jeremia 11 finden wir hier

  234. Juleam 28. September 2013 um 10:07 Link zum Kommentar

    Jeremia 12 – Mißtrauen und Liebe, wie passt das zusammen?

    1 O Herr , du bleibst im Recht , wenn ich mit dir rechte ; dennoch will ich über [deine] Rechtsentscheide mit dir reden: Warum ist der Weg der Gottlosen so erfolgreich und bleiben alle, die treulos handeln, unangefochten? 2 Du hast sie gepflanzt , sie schlagen auch Wurzeln, sie gedeihen und bringen sogar Frucht. Du bist zwar ihrem Mund nahe, aber fern von ihrem Herzen ! 3 Doch du, o Herr , du kennst mich, du durchschaust mich, du prüfst , wie mein Herz zu dir steht. Reiße sie wie Schafe hin zur Schlachtbank und weihe sie für den Tag der Schlachtung!

    4 Wie lange soll das Land noch trauern und das Gewächs auf dem ganzen Feld verdorren ? Infolge der Bosheit derer, die darin wohnen , werden Vieh und Vögel weggerafft; denn sie sagen: Er wird unser Ende nicht sehen! 5 Wenn du mit Fußgängern gelaufen bist und sie dich müde gemacht haben, wie willst du dann mit Rossen um die Wette laufen? Und wenn du dich nur in einem friedlichen Land sicher fühlst, was willst du tun im Dickicht des Jordan ?

    6 Denn auch deine Brüder und das Haus deines Vaters sind treulos gegen dich gewesen; sie haben dir aus voller Kehle nachgeschrien. Glaube ihnen nicht, wenn sie auch freundlich mit dir reden! 7 Ich habe mein Haus verlassen, mein Erbe verstoßen; ich habe den Liebling meiner Seele in die Hand seiner Feinde gegeben.

    8 Mein Erbteil ist mir geworden wie ein Löwe im Wald; es hat seine Stimme gegen mich erhoben, darum hasse ich es. 9 Ist mein Erbteil für mich zu einer Hyänenhöhle geworden, um die sich die Raubvögel ringsum scharen? Geht hin und versammelt alle Tiere des Feldes; bringt sie herzu, damit sie fressen!

    10 Viele Hirten haben meinen Weinberg verwüstet und meinen Acker zertreten; meinen kostbaren Acker haben sie zur öden Wüste gemacht. 11 Man hat ihn verheert; verwüstet trauert er vor mir. Das ganze Land liegt wüst, denn niemand nahm es sich zu Herzen.

    12 Über alle kahlen Höhen der Steppe sind Zerstörer gekommen; denn das Schwert des Herrn frisst von einem Ende des Landes bis zum anderen; da gibt es keinen Frieden für alles Fleisch. 13 Sie haben Weizen gesät und Dornen geerntet, sie haben sich abgemüht und doch nichts erzielt; so müsst ihr zuschanden werden an euren Erträgen wegen des grimmigen Zornes des Herrn !

    14 So spricht der Herr über alle meine bösen Nachbarn , die das Erbteil antasten, das ich meinem Volk Israel gegeben habe: Siehe, ich will sie aus ihrem Land herausreißen, und ich will das Haus Juda aus ihrer Mitte wegreißen. 15 Und es soll geschehen, nachdem ich sie herausgerissen habe, will ich mich wieder über sie erbarmen und will sie wieder heimführen, jeden zu seinem Erbteil und jeden in sein Land.

    16 Und es wird geschehen, wenn sie die Wege meines Volkes eifrig gelernt haben, sodass sie bei meinem Namen schwören: »So wahr der Herr lebt!«, so wie sie mein Volk auch gelehrt haben, beim Baal zu schwören, so sollen sie inmitten meines Volkes aufgebaut werden; 17 wenn sie aber nicht gehorchen wollen, so will ich ein solches Volk endgültig ausrotten und vertilgen!, spricht der Herr .

    Au weia: Jehova ruft uns hier auf, auch unseren Brüdern nicht zu vertrauen, nur weil sie es dem Namen nach sind. Er warnt uns sogar eingehend vor ihrem Hinterhalt!

    Ebenso, wie es unter Gottes Volk zu Jeremias Zeiten viele gab, die keine echte Beziehung zu Jehova hatten – obwohl sie doch in einem Bundesverhältnis zu Jehova standen – so gibt es auch immer wieder unter Gottes Volk solche.

    Ich finde diese Tatsache immer wieder erschreckend beunruhigend, aber Jehova sagt es immer wieder voraus.

    Wie geht das denn, seinen Brüdern offen und voller Liebe zu begegnen, auch denen, die wir persönlich überhaupt nicht kennen – und gleichzeitig auf der Hut zu bleiben? Wir können ja nicht jedem mit Mißtrauen begegnen. Ich denke, wir müssen einfach bereit sein, uns darauf einzulassen und Enttäuschungen in Kauf zu nehmen.

    Erst gestern hatte ich eine sehr interessante Ansprache von Joyce Meyer gehört: „Die Schmerzen der Enttäuschung überwinden“ und es gibt eine weitere dazu von John Angelina den zweiten Teil der Ansprache „Unfassbare Liebe“: „Ablehnung überwinden“.

    Machen wir bitte nicht denselben Fehler, den ich vor gut drei Jahren gemacht habe: weil mir eininge sehr enge vertraute Personen in den Rücken gefallen sind, habe ich völlig dicht gemacht und niemanden mehr an mich herangelassen. Einfach aus der Angst heraus, es könnte wieder passieren. Dabei ist in mir sehr vieles abgestorben und ich habe nicht mehr wirklich gelebt, was sich dann auch in räumlichen Mauern geäußert hat.

    War es das Wert? Ich denke nicht! Ich habe mir selbst meine Lebensqualität damit geraubt.

    Heute lasse ich meine Brüder wieder an mich heran – auch in dem Bewußtsein, dass es wieder passieren könnte. Aber heute weiss ich, dass es nichts mit mir und meinem Wert als Person zu tun hat, falls es wieder passiert. Ich bin bereit, das Risiko einzugehen und den Schmerz in Kauf zu nehmen, den die Angst davor verursacht.

    Ich will nicht, dass sich der Widersacher die Hände reibt, weil es ihm gelungen ist, Zweifel und Mißtrauen unter Brüdern zu säen!

    Jesus sagte, dass gerade diese Liebe das Kennzeichen wahrer Christen sein würden. Sicherlich wird dies auch ab und an schamlos ausgenutzt und wir könnten enttäuscht und verletzt werden – aber wir haben ja die Gewissheit, dass wir dann damit nicht allein sind, sondern uns Jehova und Jesus durch den heiligen Geist beistehen werden

    weitere Gedanken zu Jeremia 12 finden wir hier

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