Die Worte Jeremias, des Sohnes Hilkịjas, eines der Priester, die in Ạnathoth im Land Bẹnjamin waren, 2 an den das Wort Jehovas erging in den Tagen Josịas, des Sohnes Ạmons, des Königs von Juda, im dreizehnten Jahr seiner Regierung. 3 Und es erging weiter in den Tagen Jọjakims, des Sohnes Josịas, des Königs von Juda, bis zur Vollendung des elften Jahres Zedekịas, des Sohnes Josịas, des Königs von Juda, bis Jerusalem im fünften Monat ins Exil ging.
Ach so, darum kommt erst Jeremia, weil er in der Zeit von König Josia bis Zedekia prophezeit hatte.
Jeremia 1:19
Und sie werden gewiß gegen dich kämpfen, aber sie werden nicht die Oberhand über dich gewinnen, denn ‚ich bin mit dir‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚um dich zu befreien‘.“
Ja, Jeremia hatte wirklich Trost nötig. Er kannte seine Landsleute und das, was er ihnen sagen hatte, würde ihnen sicherlich nicht schmecken.
Da war es gut zu wissen, dass er nicht allein war, sondern Jehoa an seiner Seite.
Hat eine Nation Götter vertauscht, sogar mit denen, die keine Götter sind? Aber mein eigenes Volk hat meine Herrlichkeit mit etwas vertauscht, was keinen Nutzen bringen kann. 12 Starrt vor Entsetzen darüber, o ihr Himmel; und schaudert vor gewaltigem Grauen‘, ist der Ausspruch Jehovas, 13 ‚denn zweifach Schlechtes hat mein Volk getan: Mich, den Quell lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, zerbrochene Zisternen, die das Wasser nicht halten können.‘
Wie wahr!
Auch ich finde es wirklich ausgesprochen dumm, was sie getan haben und was auch heute scheinbar sehr viele tun.
Wie kann man – wenn man Jehova kennen gelernt hat und sich ihm hingegeben – ihm den Rücken kehren, um irgendwelchen anderen Göttern nachzulaufen?
Das ist ja fast so, als hätte ich einen wertvollen goldenen Ring mit vielen Brillianten – und nun sehe ich einen billigen Plastikring aus dem Kaugummiautomaten und werfe meinen goldenen Ring weg um den Plastikring auf meinen Finger zu streifen!
Wie dumm ist das denn?
Warum handeln die Menschen so unvernünftig?
“Naja, weil mein Gott ja nichts tut. Ich sitze hier und flehe dauernd um Hilfe, aber er macht ja nichts. Da schadet es doch nicht, wenn ich zusätzlich einen anderen Gott anbete, damit mich dieser aus der schlimmen Situation rettet.”
Hä?
Einen anderen Gott zusätzlich anbeten? Wie dumm ist das denn? Haben wir aus der Geschichte der Israeliten denn garnichts gelernt?
Jehova ist ein eifersüchtiger Gott. Wir können nicht ihn und andere Götter anbeten – nur ihn oder andere.
Wir können nicht den billigen Plastikring und den Diamantring gleichzeitig tragen. Einen müssen wir abstreifen. Für welchen entscheiden wir uns?
Hast du dir dieses dann nicht selbst angetan, indem du Jehova, deinen Gott, verließest während der Zeit, da [er] dich auf dem Weg ziehen ließ? 18 Und nun, was sollte dich der Weg Ägyptens kümmern, um die Wasser des Schịhor zu trinken? Und was sollte dich der Weg Assyriens kümmern, um die Wasser des STROMES zu trinken? 19 Deine Schlechtigkeit sollte dich zurechtbringen, und deine eigenen Taten der Untreue sollten dich zurechtweisen. Erkenne denn und sieh, daß es etwas Schlechtes und Bitteres ist, daß du Jehova, deinen Gott, verlassen hast und kein Schrecken vor mir dich [befallen hat]‘ ist der Ausspruch des Souveränen Herrn, Jehovas der Heerscharen.
20 ‚Denn vor langem zerschmetterte ich dein Joch; ich zerriß deine Bande. Du aber sprachst: „Ich werde nicht dienen“, denn auf jedem hohen Hügel und unter jedem üppigen Baum lagst du ausgespreizt, indem du dich der Prostitution hingabst. 21 Und was mich betrifft, ich hatte dich als eine rote Edelrebe gepflanzt, alles davon ein echter Same. Wie also hast du dich mir gegenüber verwandelt in die entarteten [Schößlinge] eines fremdländischen Weinstocks?‘
22 ‚Aber auch wenn du dich mit Alkali waschen und dir große Mengen Lauge nehmen solltest, würde dein Vergehen gewiß ein Schmutzfleck vor mir sein‘ ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova.
Hier wieder der Punkt, warum Jehova sein Volk züchtigt: Es geht nicht darum, dass sie in ihrer Unvollkommenheit Fehler gemacht hatten. Nein, sie hatten schwer gesündigt!! Jehova hat sie in seiner Liebe darauf hingewiesen und sie immer wieder liebevoll gebeten, doch bitte von ihrem schlechten Weg zu ihm zurückzukehren. Aber sie wollten nicht!
Jehova ist zwar sehr barmherzig und er hat viel Geduld. Aber irgendwann haben wir dann den Bogen überspannt, weil wir uns hartnäckig weigern, das zu tun, was er gern möchte. Meist geht es dabei darum, dass wir anderen schaden.
Vielleicht ist es ja ein Spiel für uns?
“Wenn es Grenzen gibt dann sollte man doch zumindest bis zum äußersten Rand gehen”
Reizen wir unsere Grenzen aus? Gucken wir, wie weit wir gehen können, ohne dass wir bestraft werden? Finden wir dieses Spiel lustig?
Das steht uns frei. Aber wir werden früher oder später die Konsequenzen dafür tragen.
Jehova wird uns ganz bestimmt richten – gemäß unseren Taten. Und wir sehen hier, dass ER dieses Spielchen garnicht lustig findet. Er bestraft sein Volk sehr hart für sein Vergehen.
Wollen wir es wirklich so weit kommen lassen??
Rudern wir lieber bereits jetzt zurück – solange noch Zeit ist!
Wie sich ein Dieb schämen muß, wenn er ertappt wird, so haben sich die vom Hause Israel geschämt, sie, ihre Könige, ihre Fürsten und ihre Priester und ihre Propheten. 27 Sie sagen zu einem Baum: ‚Du bist mein Vater‘ und zu einem Stein: ‚Du selbst hast mich geboren.‘ Aber mir haben sie den Nacken zugewandt und nicht das Gesicht. Und zur Zeit ihres Unglücks werden sie sprechen: ‚Steh doch auf, und rette uns!‘
28 Doch wo sind deine Götter, die du dir gemacht hast? Mögen sie aufstehen, wenn sie dich retten können zur Zeit deines Unglücks. Denn wie die Zahl deiner Städte sind deine Götter geworden, o Juda.
29 ‚Warum streitet ihr ständig gegen mich? Warum habt ihr euch alle gegen mich vergangen?‘ ist der Ausspruch Jehovas.
“Ja, das wusste ich doch nicht, dass das so schlimm ist, ich dachte doch…”
Egal, was du dachtest – hier steht, was ER denkt und darauf kommt es an.
Wer von denen, die sich unter Jehovas wahren Anbetern befinden – die regelmässig zur Versammlung gehen, regelmässig die biblischen Publikationen lesen und die regelmässig in der Bibel lesen – will mir ernsthaft weißmachen, dass er nicht wusste, wie sehr Jehova so ein Verhalten verabscheut?
Und das soll ich nun glauben?
Immer und immer wieder lesen wir in der Bibel, wie sehr die Israeliten Jehova mit ihrem Verhalten kränkten. Dass er sie immer wieder bat, doch von ihren verkehrten Wegen zu ihm umzukehren und sie letztendlich dann zu seiner Zeit hart dafür ins Gericht brachte.
Aber auch dass Jehova eigentlich nicht strafen will. Dass er eigentlich will, dass wir uns selbst entscheiden umzukehren – damit er uns Barmherzigkeit erweisen kann.
Aber auch, dass seine Geduld irgendwann am Ende ist. Dass er dann eingreifen muss und es auch tut – um der wenigen willen, die ihn wirklich und aufrichtig anbeten.
Warum lernen wir nichts aus dem, was wir da lesen?
“Naja, das ist mir nicht so bekannt. Ich habe so viel zu tun. Ich schaffe es nicht, in der Bibel zu lesen, Daher weiss ich das nicht. Sorry”
Gut gebrüllt, Löwe.
Aber du gehst doch regelmässig zur Versammlung und auf Kongrese. Dann hast du auch immer wieder davon gehört.
“Ne, da bin ich dann immer so müde und die Kinder sind auch immer so unruhig. Da bekomme ich nie was mit”
Tja, schwerer Fall.
Gut, dass nicht wir Menschen übereinander richten müssen, sondern dass es Jehva tut. Derjenige, der in die Herzen schaut und unsere Gedanken und Beweggründe beurteilt. Ihn können wir nicht täuschen.
Aber wir dürfen ganz sicher sein, dass Jehova gerecht ist und uns gerecht gemäß unseren Taten und Beweggründen richten wird.
Macht uns dieser Gedanke nun Angst – oder beruhigt er uns?
29 ‚Warum streitet ihr ständig gegen mich? Warum habt ihr euch alle gegen mich vergangen?‘ ist der Ausspruch Jehovas. 30 Vergebens habe ich eure Söhne geschlagen. Keine Zucht nahmen sie an. Euer Schwert hat eure Propheten verzehrt wie ein Löwe, der Verderben verursacht. 31 O Generation, seht selbst das Wort Jehovas.
Bin ich eine bloße Wildnis für Israel geworden oder ein Land tiefer Finsternis? Wie kommt es, daß diese, mein Volk, gesagt haben: ‚Wir sind umhergeschweift. Wir werden nicht mehr zu dir kommen.‘? 32 Kann eine Jungfrau ihren Schmuck vergessen, eine Braut ihre Brustbänder? Und doch, mein eigenes Volk — sie haben mich zahllose Tage vergessen.
33 Warum, o Frau, besserst du deinen Weg, um Liebe zu suchen? Darum hast du auch in bösen Dingen deine Wege unterwiesen. 34 Auch sind an deinen Rocksäumen die Blutspuren der Seelen unschuldiger Armer gefunden worden. Nicht beim Einbruch habe ich sie gefunden, sondern [sie sind] auf allen diesen.
35 Aber du sprichst: ‚Ich bin unschuldig geblieben. Gewiß hat sich sein Zorn von mir abgewandt.‘
Siehe, ich trete in einen Rechtsstreit mit dir ein, weil du sagst: ‚Ich habe nicht gesündigt.‘ 36 Warum achtest du es als sehr unbedeutend, deinen Weg zu ändern? Auch Ägyptens wegen wirst du beschämt werden, so wie du Assyriens wegen beschämt wurdest. 37 Aus diesem Grund wirst du auch mit deinen Händen auf deinem Kopf ausziehen, weil Jehova die Gegenstände deines Vertrauens verworfen hat, und du wirst keinen Erfolg damit haben.“
ja, Jehova richtet wirklich gerecht.
Was wir auch getan haben, ob wir Gutes getan haben oder schlecht gehandelt haben – Jehova wird uns gemäß unseren Taten richten.
Er ist wirklich ein gerechter Richter, er sich nicht blenden lässt.
Somit werden ausgiebige Regenschauer zurückgehalten, und nicht einmal ein Frühlingsregen ist eingetroffen. Und dein ist die Stirn einer Ehefrau geworden, die Prostitution begeht. Du hast dich geweigert, dich gedemütigt zu fühlen. 4 Hast du mir von jetzt an zugerufen: ‚Mein Vater, du bist der vertraute Freund meiner Jugend! 5 Sollte man auf unabsehbare Zeit grollen oder fortfahren, immerdar [auf etwas] achtzugeben?‘? Siehe! Du hast geredet, und du fuhrst fort, schlechte Dinge zu tun und die Oberhand zu gewinnen.“
6 Und dann sprach Jehova in den Tagen Josịas, des Königs, zu mir: „ ,Hast du gesehen, was Israel, die Untreue, getan hat? Sie geht auf jeden hohen Berg und unter jeden üppigen Baum, um dort Prostitution zu treiben. 7 Und nachdem sie all diese Dinge getan hatte, sagte ich weiterhin, daß sie doch zu mir zurückkehren sollte, aber sie kehrte nicht zurück; und Juda fuhr fort, auf ihre eigene treulose Schwester zu schauen. 8 Als ich das zu sehen bekam, schickte ich sie aus ebendiesem Grund weg, weil Israel, die Untreue, Ehebruch begangen hatte, und gab ihr dann das Zeugnis ihrer völligen Scheidung, doch Juda, die treulos Handelnde, ihre Schwester, fürchtete sich dann nicht, sondern auch sie begann hinzugehen und Prostitution zu treiben. 9 Und ihre Prostitution erfolgte wegen [ihrer] Leichtfertigkeit, und ständig entweihte sie das Land und beging Ehebruch mit Steinen und mit Bäumen; 10 und trotz alledem kehrte ihre treulose Schwester Juda nicht mit ihrem ganzen Herzen zu mir zurück, sondern nur trügerisch‘ ist der Ausspruch Jehovas.“
…ohne Worte …
Jeremia 3:11-17
Und Jehova sprach weiter zu mir: „Israel, die Untreue, hat bewiesen, daß ihre eigene Seele gerechter ist als Juda, die treulos Handelnde. 12 Geh, und du sollst diese Worte nach Norden hin ausrufen und sagen:
, „Kehre doch zurück, o Israel, [du] Abtrünnige“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ ‚ „Ich werde mein Angesicht nicht [zürnend] auf euch senken, denn ich bin loyal“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ ‚ „Ich werde nicht auf unabsehbare Zeit grollen. 13 Nur nimm Kenntnis von deinem Vergehen, denn gegen Jehova, deinen Gott, hast du dich vergangen. Und du verstreutest deine Wege fortgesetzt an die Fremden unter jedem üppigen Baum, aber auf meine Stimme hörtet ihr nicht“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ “
14 „Kehrt zurück, o ihr abtrünnigen Söhne“ ist der Ausspruch Jehovas. „Denn ich selbst bin euer ehelicher Besitzer geworden; und ich will euch nehmen, e i n e n aus einer Stadt und zwei aus einer Familie, und ich will euch nach Zion bringen. 15 Und ich will euch Hirten geben in Übereinstimmung mit meinem Herzen, und sie werden euch gewiß mit Erkenntnis und Einsicht weiden. 16 Und es soll geschehen, daß ihr viele werdet und bestimmt Frucht tragen werdet im Land in jenen Tagen“ ist der Ausspruch Jehovas. „Nicht mehr wird man sagen: ‚Die Lade des Bundes Jehovas!‘, noch wird sie im Herzen aufkommen, noch wird man ihrer gedenken, noch sie vermissen, und sie wird nicht wieder gemacht werden. 17 Zu jener Zeit wird man Jerusalem den Thron Jehovas nennen; und zu ihr sollen alle Nationen zusammengebracht werden, zum Namen Jehovas in Jerusalem, und sie werden nicht mehr nach dem Starrsinn ihres schlechten Herzens wandeln.“
Immer wieder Jehovas Barmherzigkeit: “kehrt doch bitte zu mir um, damit ich euch Barmherzigeit erweisen kann!”
Hatten die Propheten also eine schlechte Botschaft? Bedrohten sie das Volk mit dem Tod?
Nein!
Jeder hatte sein Schicksal selbst in der Hand. Jeder konnte umkehren, wenn er wenn wollte.
Wer nicht wollte, der hatte halt um die Strafe (und oft auch um den Tod) gebettelt.
Aber eigentlich war die Botschaft der Propheten durchweg eine gute Botschaft: “Jehova wird euch Barmherzigkeit erweisen – wenn ihr nur umkehrt”.
Jeremia 3:22-25
22 „Kehrt zurück, ihr abtrünnigen Söhne. Ich werde euren abtrünnigen Zustand heilen.“
„Hier sind wir! Wir sind zu dir gekommen, denn du, o Jehova, bist unser Gott. 23 Wahrlich, die Hügel wie auch das Getöse auf den Bergen gehören zur Falschheit. Wahrlich, in Jehova, unserem Gott, ist die Rettung Israels. 24 Die Schändlichkeit aber hat die Mühe unserer Vorväter von unserer Jugend an verzehrt, ihre Kleinviehherden und ihre Rinderherden, ihre Söhne und ihre Töchter. 25 Wir legen uns hin in unserer Schande, und unsere Demütigung bedeckt uns ständig; denn gegen Jehova, unseren Gott, haben wir gesündigt, wir und unsere Väter, von unserer Jugend an und bis auf diesen Tag, und wir haben der Stimme Jehovas, unseres Gottes, nicht gehorcht.“
„Wenn du umkehren willst, o Israel“, ist der Ausspruch Jehovas, „kannst du auch zu mir umkehren. Und wenn du um meinetwillen deine abscheulichen Dinge entfernen wirst, dann wirst du nicht als Flüchtling gehen. 2 Und [wenn] du gewiß schwören wirst: ‚So wahr Jehova lebt in Wahrheit, in Recht und in Gerechtigkeit!‘, dann werden sich in ihm die Nationen tatsächlich segnen, und in ihm werden sie sich rühmen.“
Ja, Jehova streckt uns versöhnlich seine Hand entgegen.
Greifen wir zu – oder schlagen wir sie weg?
Sehen wir, dass wir selbst den Ausgang in der Hand haben?
Sehen wir Jehovas tiefe Liebe und Barmherzigkeit?
Wie reagieren wir darauf?
Erfüllt es uns mit tiefer Liebe und Dankbarkeit? Oder denken wir “mit dem können wir es ja machen, der verzeiht uns ja doch immer wieder” und treiben unser Spielchen weiter? In der Zuversicht, dass uns ja nichts pasieren kann, denn “unser Gott ist ja barmherzig und gnädig und hat keinen Gefallen am Tode des Bösen.”
Lernen wir doch bitte aus den Fehlern des Volkes Israel!
Und ich sagte dann: „Ach, o Souveräner Herr Jehova! Wahrlich, du hast dieses Volk und Jerusalem gründlich getäuscht, indem [du] sprachst: ‚Ja Frieden wird euch zuteil werden‘, und das Schwert hat bis an die Seele gereicht.“
Nanu? Jehova täuscht sein Volk?
Das geht doch garnicht. Passt doch garnicht zu dem, was wir bisher in diesem Jahr über Jehova gelesen haben und auch nicht zu dem, was wir über Jehova wissen.
Wie ist dieser Text dann gemeint? Hat Jehova sein Volk wirklich getäuscht? und wenn “ja”, warum?
(Hesekiel 4:9-11) Und was dich betrifft, nimm dir Weizen und Gerste und dicke Bohnen und Linsen und Hirse und Spelt, und du sollst sie in e i n Gefäß tun und dir Brot daraus machen für die Zahl der Tage, die du auf deiner Seite liegst; dreihundertneunzig Tage wirst du es essen. 10 Und deine Speise, die du essen wirst, wird nach dem Gewicht sein — zwanzig Schekel täglich. Von Zeit zu Zeit wirst du es essen. 11 Und Wasser wirst du nur nach dem Maß trinken, den sechsten Teil von einem Hin. Von Zeit zu Zeit wirst du trinken.
(2. Thessalonicher 2:9-12) Doch ist die Gegenwart des Gesetzlosen gemäß der Wirksamkeit des Satans mit jeder Machttat und mit lügenhaften Zeichen und Wundern 10 und mit jedem Trug der Ungerechtigkeit für die, die zur Vergeltung dafür zugrunde gehen, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, damit sie gerettet würden. 11 Und darum läßt Gott ihnen eine Wirksamkeit des Irrtums zugehen, damit sie der Lüge glauben, 12 so daß sie alle gerichtet werden, weil sie der Wahrheit nicht glaubten, sondern an Ungerechtigkeit Gefallen hatten.
Wasche dein Herz rein von aller Schlechtigkeit, o Jerusalem, damit du gerettet wirst. Wie lange werden deine irrigen Gedanken in dir verweilen?
Das ist es, was Jehova von uns will!
Wollen wir das auch? Sind wir bereit dazu?
Jeremia 4:18
„Dein Weg und deine Handlungen — diese werden dir zurückerstattet werden. Dies ist das Unglück über dich, denn es ist bitter; denn es hat dir bis ans Herz gereicht.“
Jeremia 4:22
Denn mein Volk ist töricht. Von mir haben sie nicht Notiz genommen. Sie sind unweise Söhne; und sie sind nicht solche, die Verstand haben. Weise sind sie zum Bösestun, aber zum Gutestun haben sie tatsächlich keine Erkenntnis.
Streift umher in den Straßen Jerusalems, und seht nun und erkennt, und sucht selbst auf ihren öffentlichen Plätzen, ob ihr jemand finden könnt, ob irgendeiner da ist, der Recht übt, irgendeiner, der Treue sucht, und ich werde ihr vergeben. 2 Selbst wenn sie sagen sollten: „So wahr Jehova lebt!“, würden sie dadurch zu völliger Falschheit schwören.
3 O Jehova, sind nicht diese deine Augen auf [die] Treue gerichtet? Du hast sie geschlagen, doch wurden sie nicht krank. Du rottetest sie aus. Sie weigerten sich, Zucht anzunehmen. Sie machten ihr Gesicht härter als einen zerklüfteten Felsen. Sie weigerten sich umzukehren. 4 Ich hatte ja selbst gesprochen: „Sicher sind sie von niedrigem Stand. Sie handelten töricht, denn sie haben den Weg Jehovas, das Gericht ihres Gottes, außer acht gelassen. 5 Ich will meines Weges zu den Großen gehen und mit ihnen reden; denn sie selbst müssen Kenntnis genommen haben von dem Weg Jehovas, dem Gericht ihres Gottes. Sicherlich müssen sie selbst allesamt das Joch zerbrochen haben; sie müssen die Bande entzweigerissen haben.“
Freut sich Jehova, dass er die Bösen endlich vernichten kann?
Nein, er ist traurig, er hätte sich so sehr gewünscht, dass sie umkehren und er sie verschonen kann.
In Jeremia 4:19 haben wir bereits gelesen, welch grossen Schmerz ihm das bereitet:
O meine Eingeweide, meine Eingeweide! Ich winde mich vor Schmerzen in meines Herzens Wänden. Mein Herz ist ungestüm in mir. Ich kann nicht schweigen, denn den Schall des Horns hat meine Seele gehört, das Alarmsignal des Krieges.
Ja, er hat wirklich keinen Gefalllen am Tod des Bösen!
Aber er muss es tun, um seiner eigenen Gerechtigkeit Willen:
Jeremia 5:7-9
Wie kann ich dir ebendieser Sache wegen vergeben? Deine eigenen Söhne haben mich verlassen, und sie schwören ständig bei dem, was kein Gott ist. Und ich sättigte sie unaufhörlich, aber sie fuhren fort, Ehebruch zu begehen, und zum Haus einer Prostituierten gehen sie scharenweise. 8 Brünstige Rosse, die [starke] Hoden haben, sind sie geworden. Sie wiehern ein jeder nach der Frau seines Gefährten.
9 „Sollte ich eben wegen dieser Dinge nicht Abrechnung halten?“ ist der Ausspruch Jehovas. „Oder sollte sich an einer Nation, die wie diese ist, meine Seele nicht rächen?“
Also verlassen wir uns nicht zu sehr darauf, dass uns Jehova ja schon vergeben wird, da er ja barmherzig ist und keinen Gefallen am Tod des Bösen hat – um dann weiterhin hartnäckig zu sündigen.
Denn das Haus Israel und das Haus Juda haben ganz bestimmt treulos an mir gehandelt“ ist der Ausspruch Jehovas. 12 „Sie haben Jehova verleugnet, und sie sagen ständig: ‚Er ist nicht. Und über uns wird kein Unglück kommen, und weder Schwert noch Hungersnot werden wir sehen.‘ 13 Und die Propheten selbst werden zu Wind, und das Wort ist nicht in ihnen. So wird ihnen getan werden.“
14 Dies ist daher, was Jehova, der Gott der Heerscharen, gesprochen hat: „Weil ihr diese Sache sprecht, siehe, so mache ich meine Worte in deinem Mund zu Feuer, und dieses Volk wird [wie] Holzstücke sein, und es wird sie gewiß verzehren.“
Hier sagt Jehova selbst, wie er über Personen denkt, die so tun, als würden sie ihn anbeten, dann aber hartnäckig in ihrem sündigen Handeln verharren, weil sie denken “Jehova tut ja eh nix”.
Jeremia 5:19
Und es soll geschehen, daß ihr sprechen werdet: ‚Zufolge welcher Tatsache hat Jehova, unser Gott, uns all diese Dinge angetan?‘ Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Ebenso, wie ihr mich verlassen habt und hingegangen seid, in eurem Land einem fremdländischen Gott zu dienen, so werdet ihr Fremden dienen in einem Land, das nicht das eure ist.‘ “
Berichtet dies im Hause Jakob, und verkündigt es in Juda, indem [ihr] sprecht: 21 „Hört nun dies, o unweises Volk, das ohne Herz ist: Sie haben Augen, doch können sie nicht sehen; sie haben Ohren, doch können sie nicht hören. 22 ‚Fürchtet ihr sogar mich nicht‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚oder windet ihr euch selbst meinetwegen nicht vor Schmerzen, der ich dem Meer den Sand als Grenze gesetzt habe, eine auf unabsehbare Zeit dauernde Bestimmung, die es nicht überschreiten kann? Obwohl seine Wellen wogen, können sie doch nicht die Oberhand gewinnen; und [obwohl] sie doch ungestüm werden, können sie sie nicht überschreiten. 23 Aber ebendieses Volk hat ein störrisches und rebellisches Herz bekommen; sie sind abgewichen und gehen weiterhin ihres Weges. 24 Aber sie haben in ihrem Herzen nicht gesagt: „Laßt uns nun Jehova, unseren Gott, fürchten, IHN, der den Regenguß und den Herbstregen und den Frühlingsregen zu seiner Zeit gibt, IHN, der sogar die vorgeschriebenen Wochen der Ernte für uns bewahrt.“ 25 Eure eigenen Vergehungen haben diese Dinge abgewendet, und eure eigenen Sünden haben das, was gut ist, von euch zurückgehalten.
26 Denn unter meinem Volk sind böse Menschen gefunden worden. Sie spähen beständig, wie wenn sich Vogelsteller ducken. Sie haben eine verderbliche [Falle] gestellt. Menschen sind es, die sie fangen. 27 Wie ein Käfig voll ist von fliegenden Geschöpfen, so sind ihre Häuser voller Trug. Darum sind sie groß geworden, und sie gewinnen Reichtum. 28 Sie sind fett geworden; sie glänzen. Sie sind auch übergelaufen vor schlechten Dingen. Keinen Rechtsfall haben sie geführt, selbst nicht den Rechtsfall des vaterlosen Knaben, so daß sie Gelingen haben könnten; und das Recht der Armen haben sie nicht vertreten.‘ “
29 „Sollte ich nicht gerade dieser Dinge wegen Abrechnung halten“, ist der Ausspruch Jehovas, „oder sollte an einer Nation, die wie diese ist, meine Seele sich nicht rächen? 30 Eine entsetzliche Sachlage, ja etwas Gräßliches, ist im Land herbeigeführt worden: 31 Die Propheten selbst prophezeien tatsächlich in Falschheit; und was die Priester betrifft, sie gehen nach ihren Kräften auf Unterwerfung aus. Und mein eigenes Volk hat [es] so geliebt; und was werdet ihr am Ausgang davon tun?“
Jehovas Urteil über sein Volk – und warum er es gefällt hat.
Die Botschaft der Propheten – wie empfinden wir sie?
Fühlen wir und “mit dem Tod bedroht”, wenn uns jemand darauf hinweist, dass wir nicht so handeln, wie Jehova das gern möchte?
Diese Frage kam ja in den letzten Wochen immer öfters auf. Besonders durch die Betrachtung der ganzen prophetischen Bücher und den ganzen “Morddrohungen” von denen diese triefen (in den Augen einiger Menschen).
Daher hier etwas zusätzlicher Stoff für all diejenigen, die sich durch das Gelesene bedroht fühlten und noch fühlen:
*** w90 15. 7. S. 11-12 Den Wohlgeruch der Erkenntnis Gottes verbreiten ***
Wohlgeruch des Lebens oder Todesgeruch?
7 Dadurch, daß Jehovas Zeugen überall die Wahrheiten der Bibel bezüglich des Königreiches Gottes unter Christus bekanntmachen, verbreiten sie überall den lieblichen Wohlgeruch der Erkenntnis des gütigen Gottes, dessen Wahrheit sie von der falschen Religion befreit hat; sie machen diesen Wohlgeruch wahrnehmbar. Triumphierend ziehen sie im Dienst Jehovas umher. Ihr Dienst als Zeugen für Jehova und seinen König ist für ihren Gott wie eine Opfergabe wohlgefälligen Räucherwerks. So können wir verstehen, was der Apostel meinte, als er sagte: „Wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die zugrunde gehen; für die letzteren ein vom Tod ausgehender Geruch zum Tod, für die ersteren ein vom Leben ausgehender Geruch zum Leben [„ein Duft, der sie lebendig macht“, Gute Nachricht für Sie; „Lebenshauch für die, auf die das Leben wartet“, Fotobibel]“ (2. Korinther 2:15, 16).
8 Aufrichtige Menschen mit einer schafähnlichen Einstellung nehmen die von den Zeugen verbreitete liebliche Erkenntnis Jehovas wahr. Für solche Menschen hat das Werk der Zeugen den Geruch von Gesundheit und Leben an sich, den Geruch lebendiger, ja lebengebender Wahrheit. Sie danken Jehova und seinem König, deren Triumphzug sie sich anschließen, und rufen laut aus: „Die Rettung verdanken wir unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm“ (Offenbarung 7:10). Sie atmen die Luft der Königreichswahrheit ein, die ein erfrischender Lebenshauch ist, ein Wohlgeruch, der zum Leben führt. Aber der Geruchssinn derer, die mit der falschen Religion verbunden bleiben, ist von Satan und seinen Dämonen verdorben worden, so daß sie sich gleichsam die Nase zuhalten und die Wahrheit geringschätzig ablehnen. Denjenigen, „die zugrunde gehen“, kommt es so vor, als würde durch die Wahrheit und ihre treuen Verkündiger ein Geruch des Todes verbreitet, der zum Tode führt. Die Einheitsübersetzung spricht von einem „Todesgeruch, der Tod bringt“, und die Übersetzung von Pfäfflin (1957) nennt ihn einen „Todesduft . . ., der ihnen das nahe Ende kündet“.
12 Sehr viele haben sich heute wissentlich oder unwissentlich eine verfälschte Form des Christentums erworben, weil diese ihren selbstsüchtigen Begierden zusagt und sie in ihrer Lebensweise nicht einengt. Sie meinen, Gott nehme sie aufgrund ihrer Behauptung an, im Herzen Liebe zu ihm zu haben. Sobald ihnen aber gezeigt wird, daß ihre Glaubensansichten und ihr Verhalten dem Wort Gottes widersprechen, verdrehen sie die betreffenden Bibelstellen und erheben damit ihre persönliche Ansicht über das richtige biblische Verständnis (Matthäus 15:8, 9; 2. Petrus 3:16). Jehovas Zeugen legen dagegen die reine, unverfälschte Wahrheit der Bibel dar und bringen so einen lieblichen Wohlgeruch hervor, der für Gott und seine wahren Anbeter annehmbar ist. Dadurch vertreiben sie alle religiösen Traditionen und alle Hindernisse, die der wahren Erkenntnis Gottes im Wege stehen.
10 „Zu wem soll ich reden und [wem] Warnung erteilen, damit sie hören? Siehe! Ihr Ohr ist unbeschnitten, so daß sie nicht aufzumerken vermögen. Siehe! Das Wort Jehovas selbst ist ihnen zur Schmach geworden, sie können daran kein Gefallen finden. 11 Und ich bin voll des Grimmes Jehovas geworden. Ich bin müde geworden, an mich zu halten.“
sicherlich keine leichte Augabe…
Aber kier kommt auch eine Formulierng vor, die meine Gedanken von Gestern bestätigt: “Warnung”. Das, was Jeremia dem Volk mitteilte, war eine Warnung. Eine Warnung vor Gefahr.
Warum warnen wir andere vor einer Gefahr? Damit sie sich aus der Gefahrenzone begeben und ihnen nichts geschieht!
Wenn ich jemanden warne, dass er sich auf einen Abgrund zubewegt, da dieser blind ist und nicht sehen kann – warum tue ich das?
Bedrohe ich ihn mit dem Tod? Oder wünsche ich ihm den Tod?
Nein, ich sehe, dass er in Gefahr ist und möchte ihn gern vor dem Unheil (Sturz, Schmerzen und vielleicht dem Tod) bewahren, denn ich habe Mitgefühl und Bedauern für ihn.
Darum rufe ich laut: “Komm da weg, das ist gefährlich. Wenn du weitergehst, wirst du in den Abgrund stürzen und sicherlich sterben!”
Wie reagiert der Blinde?
Im günstigsten Fall hört er auf mich, dreht um und ist dankbar, dass ich ihn vor Unglück bewahrt habe.
Aber es kann auch sein, dass er wütend ist und denkt “das ist doch meine Sache. Ich bin ein erwachsener Mensch, ich kann tun, was ich will” und ignoriert mich.
Und nun?
Wie reagieren wir, wenn wir einen Selbstmörder auf dem Dach eines hohen Gebäudes sehen, der sich in den Tod stürzen will? “Ist ja schließlich sein Leben und wenn er sich umbringen will – bitte sehr!”?
Nein, wir werden ihn sicherlich davon abhalten wollen, vielleicht indem wir die Polizei oder die Feuerwehr zur Hilfe rufen.
Ein ähnliches Gefùhl von Dringlichkeit und Handlungsbedarf verspüren wir sicherlich, wenn wir sehen, dass der Blinde weiterhin unbeirrt auf den Abgrund zugeht. Wir drehen uns nicht einfach um, gehen weiter und sagen uns “”wenn er nicht will, dann eben nicht!”.
Wir rufen ihm immer wieder zu “pass auf! Da ist ein Abgrund! Wenn du weiterläufst, wirst du in die Tiefe stürzen und sterben!”
Aber der Blinde läuft unbeirrt weiter und schimpft vor sich hin: “Diese unverschämte Person. Die hetzt gegen mich und bedroht mich mit dem Tode.”
Und nun?
Wir rufen noch lauter, denn wir haben Bedauern mit dieser Person. Sicherlich, sie ist unvernünftig und auch erwachsen genug, um selbst zu entscheiden – aber wir wollen nicht mitschuldig werden, also rufen wir ihr weiterhin zu “pass auf, das ist gefährlich!”
Wir sind schon ganz heiser vom vielen Schreien und können einfach nicht verstehen, dass der Blinde weiterläuft, obwohl wir ihn mehrfach und immer lauter gewarnt haben.
Plötzlich hören wir, wie der Blinde in sein Handy spricht “die wünscht mir den Tod” und läuft lustig weiter, immer näher auf den Abgrund zu.
Wie empfinden wir dabei?
Wie beurteilen wohl andere, die als Schaulustige die Situation beobachten, das was sie da sehen?
Was, wenn der Blinde wirklich den Abgrund hinunter fällt, weil er nicht hören wollte – warum auch immer?
Hat dann der Rufende sich schuldig gemacht? Werden die Schaulustigen denken: “ja, der hat den Blinden in den Tod getrieben. Ich habe genau gehört, wie er immer wieder davon gesprochen hat, dass der Blinde sterben würde.”?
So ist es auch mit der Botschaft der Bibel und ganz insbesondere mit der Botschaft der Propheten: sie rufen dem Blinden zu: “pass auf, da ist ein Abgrund. Wenn du weiterläufst, wirst du runter stürzen und sterben!”
Wie würden wir auf den beschriebenen Blinden reagieren?
“Neee, wenn der hier behauptet, ich bedrohe ihn mit dem Tode oder wünsche ihm den Tod. Das lasse ich mir nicht gefallen. Soll er doch!”
Ich würde ihn trotzdem immer weiter warnen. Solange noch irgendeine Chance besteht, dass er umdrehen kann, werde ich ihm zurufen “pass auf!”
Aber wenn er wirklich runtergefallen ist, dann werde ich mich nicht schuldig fühlen, denn das hat er sich dann selbst zuzuschreiben. Ich hatte mein Mögliches getan.
Aber ich werde auch Bedauern empfinden und denken “hätte er bloss auf meine Warnungen gehört!”
„Denn von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten macht jeder ungerechten Gewinn für sich; und vom Propheten selbst bis zum Priester handelt ein jeder trügerisch. 14 Und sie versuchen den Zusammenbruch meines Volkes leichthin zu heilen, indem [sie] sprechen: ‚Da ist Frieden! Da ist Frieden!‘, wenn kein Frieden da ist. 15 Schämten sie sich, weil sie sogar etwas Verabscheuungswürdiges getan hatten? Fürs erste schämen sie sich ganz bestimmt nicht; und zum andern haben sie nicht einmal kennengelernt, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen. Darum werden sie unter den Fallenden fallen; zu der Zeit, da ich Abrechnung mit ihnen halten muß, werden sie straucheln“, hat Jehova gesprochen.
Dies ist eine Beschreibung des “Abgrunds”, auf den einige zulaufen.
Jeremia 6:16-19
Dies ist, was Jehova gesagt hat: „Bleibt auf den Wegen stehen und seht, und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo nun der gute Weg ist; und geht darauf, und findet Rast für eure Seele.“ Aber sie sprachen fortgesetzt: „Wir werden nicht gehen.“ 17 „Und ich erweckte Wächter über euch: ‚Gebt acht auf den Schall des Horns!‘ “ Aber sie sagten fortgesetzt: „Wir werden nicht achtgeben.“ 18 „Daher hört, o ihr Nationen! Und erkenne, o du Gemeinde, was unter ihnen sein wird. 19 Höre, o Erde! Siehe, ich bringe Unglück über dieses Volk als den Fruchtertrag ihrer Gedanken, denn auf meine eigenen Worte gaben sie nicht acht; und mein Gesetz — sie verwarfen es auch unaufhörlich.“
eine deutliche Warnung: “da ist der Abgrund, wenn du weitergehst, wirst du umkommen.”
Jeremia 7:1-7
Das Wort, das von Jehova an Jeremia erging, lautete: 2 „Stell dich in das Tor des Hauses Jehovas, und du sollst dort dieses Wort ausrufen, und du sollst sprechen: ‚Hört das Wort Jehovas, ihr alle von Juda, die ihr in diese Tore eintretet, um euch vor Jehova niederzubeugen. 3 Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesagt hat: „Macht eure Wege und eure Handlungen gut, und ich will euch an dieser Stätte weilen lassen. 4 Setzt euer Vertrauen nicht in täuschende Worte, indem [ihr] sprecht: ‚Der Tempel Jehovas, der Tempel Jehovas, der Tempel Jehovas sind sie!‘ 5 Denn wenn ihr eure Wege und eure Handlungen ganz bestimmt gut machen werdet, wenn ihr auch wirklich das Recht ausüben werdet zwischen einem Mann und seinem Gefährten, 6 wenn ihr keinen ansässigen Fremdling, keinen vaterlosen Knaben und keine Witwe bedrücken werdet und ihr kein unschuldiges Blut an dieser Stätte vergießen und ihr nicht anderen Göttern, zum Unglück für euch, nachgehen werdet, 7 so werde ich euch meinerseits gewiß dauernd an dieser Stätte weilen lassen, in dem Land, das ich euren Vorvätern gegeben habe, von unabsehbarer Zeit ja bis auf unabsehbare Zeit.“ ‘ “
Die ausgestreckte Hand Jehovas der uns helfen will – “bitte kehre doch zu mir um, weg von dem Abgrund”.
8 „Seht, ihr setzt euer Vertrauen in täuschende Worte — es wird bestimmt von gar keinem Nutzen sein. 9 Kann man etwa stehlen, morden und Ehebruch begehen und falsch schwören und dem Baal räuchern und anderen Göttern nachgehen, die ihr nicht gekannt hattet — 10 und ihr wollt herkommen und vor mich treten in diesem Haus, über dem mein Name genannt worden ist, und wollt sprechen: ‚Wir werden gewiß befreit werden‘ ungeachtet all dieser verübten Abscheulichkeiten? 11 Ist denn dieses Haus, über dem mein Name genannt worden ist, in euren Augen eine bloße Räuberhöhle geworden? Siehe, ich selbst habe [es] auch gesehen“ ist der Ausspruch Jehovas.
Jehova macht noch einmal klar, dass ihre Handlung dem entsprechen, als würden sie unaufhörlich auf einen Abgrund zugehen.
Wenn sie nicht von ihrem verkehrten Weg umkehrten, würden sie unweigerlich in einen Abgrund fallen.
Erwarteten sie wirklich, dass Jehova die Naturgesetze ändern oder ausser Kraft setzen würde, bloß weil sie hartnäckig weiter gingen?
Es war ja ihre Entscheidung. Er hat sie gewarnt. Wenn sie meinten, sie müssten weiter gehen, dann müssten sie auch die Konsequenzen tragen. Er würde nicht die Schwerkraft ausser Kraft setzen, damit sie sich nicht verletzen würden.
Dies sagt er hier laut und deutlich. Es ist also ihre Entscheidung, wie es mit ihnen ausgehen würde.
Ist Jehova ein harter und unbarmherziger Gott – weil er nicht für sie die Naturgesetze ändert?
12 „ ,Geht jedoch nun zu meiner Stätte, die in Sịlo war, wo ich meinen Namen zuerst weilen ließ, und seht, was ich ihr wegen der Schlechtigkeit meines Volkes Israel getan habe. 13 Und nun, weil ihr fortgesetzt all diese Werke tatet‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und ich ständig zu euch redete, indem ich mich früh aufmachte und redete, ihr aber nicht hörtet, und ich euch ständig rief, ihr aber nicht antwortetet, 14 will ich auch dem Haus, über dem mein Name genannt worden ist, auf das ihr vertraut, und der Stätte, die ich euch und euren Vorvätern gab, ebenso tun, wie ich Sịlo tat. 15 Und ich will euch von meinem Angesicht wegwerfen, so wie ich alle eure Brüder weggeworfen habe, die ganze Nachkommenschaft Ẹphraims.‘
Jeremia 7:16-20
Und was dich betrifft, bete nicht zugunsten dieses Volkes, noch erhebe für sie einen inständigen Ruf oder ein Gebet, noch dringe in mich, denn ich werde nicht auf dich hören. 17 Siehst du nicht, was sie in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems tun? 18 Die Söhne lesen Holzstücke auf, und die Väter zünden das Feuer an, und die Frauen kneten Mehlteig, um Opferkuchen für die ‚Himmelskönigin‘ zu machen; und es werden Trankopfer ausgegossen für andere Götter zu dem Zweck, mich zu kränken. 19 ‚Bin ich es, den sie kränken?‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Sind nicht sie selbst es, zur Beschämung ihres Angesichts?‘ 20 Dies ist daher, was der Souveräne Herr Jehova gesagt hat: ‚Siehe! Mein Zorn und mein Grimm wird sich über diese Stätte ergießen, über Menschen und über Haustiere und über den Baum des Feldes und über den Fruchtertrag des Erdbodens; und er soll brennen, und er wird nicht ausgelöscht werden.‘
Ebenso wie das Gesetz der Schwerkraft, was besagt, dass die Dinge unweigerlich nach unten fallen – so besagt Jehovas Gesetz: “wenn du meine Gebote nicht hälst, muss ich dich bestrafen, um mein Volk rein zu erhalten”.
Ebenso wie ein Vermieter, wenn er einen Mieter hat, der systematisch das ganze Haus zerstört. Er wird diesen Zerstörer mehrmals abmahnen. Aber wenn dieser nicht mit seinem schädlichen Verhalten aufhört, muss er ihn aus dem Haus werfen. Er kann nicht warten, bis das gane Haus zerstört und unbewohnbar ist. Ausserdem muss er seine anderen Mieter schützen. Und das wird er auch unweigerlich tun.
Ist er deshalb ein harter unbarmheriger Vermieter?
“Ich hab doch garnichts emacht…”, sagt der Zerstörer.
Denn ich redete nicht mit euren Vorvätern, noch gebot ich ihnen an dem Tag, an dem ich sie aus dem Land Ägypten herausführte, hinsichtlich der Dinge des Ganzbrandopfers und des Schlachtopfers. 23 Dieses Wort jedoch habe ich ihnen anbefohlen, indem [ich] sprach: „Gehorcht meiner Stimme, und ich will euer Gott werden, und ihr selbst werdet mein Volk werden; und ihr sollt auf dem ganzen Weg wandeln, den ich euch gebieten werde, damit es euch gutgeht.“ ‘ 24 Sie aber hörten nicht, noch neigten sie ihr Ohr, sondern sie wandelten dann in den Ratschlägen, in dem Starrsinn ihres schlechten Herzens, so daß sie sich rückwärts wandten und nicht vorwärts, 25 von dem Tag an, da eure Vorväter aus dem Land Ägypten herauskamen, bis zu diesem Tag; und ich sandte ständig alle meine Knechte, die Propheten, zu euch, indem ich mich täglich früh aufmachte und [sie] sandte. 26 Aber sie hörten nicht auf mich, und sie neigten ihr Ohr nicht, sondern sie verhärteten fortgesetzt ihren Nacken. Sie handelten schlimmer als ihre Vorväter!
Ist Jehova wirklich hart und unbarmerzig, wenn er ihrem schändlichen Treiben ein Ende setzt?
Wie denken wir darüber??
Jeremia 7:27-31
27 Und du sollst alle diese Worte zu ihnen reden, aber sie werden nicht auf dich hören; und du sollst ihnen zurufen, aber sie werden dir nicht antworten. 28 Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Das ist die Nation, deren Volk der Stimme Jehovas, seines Gottes, nicht gehorcht hat und nicht Zucht angenommen hat. Die Treue ist entschwunden, und sie ist weggetilgt worden von ihrem Mund.‘
29 Schere dein ungeschnittenes Haar ab, und wirf [es] weg, und auf den kahlen Hügeln erhebe ein Totenklagelied, denn Jehova hat die Generation, über die er sehr erzürnt ist, verworfen und wird [sie] im Stich lassen. 30 ‚Denn die Söhne Judas haben getan, was böse ist in meinen Augen‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Sie haben ihre abscheulichen Dinge in dem Haus aufgestellt, über dem mein Name genannt worden ist, um es zu verunreinigen. 31 Und sie haben die Höhen des Tọphet gebaut, das im Tal des Sohnes Hịnnoms ist, um ihre Söhne und ihre Töchter im Feuer zu verbrennen, etwas, was ich nicht geboten hatte und was in meinem Herzen nicht aufgekommen war.‘
„Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Werden sie fallen und nicht wieder aufstehen? Wenn der eine umkehren würde, wird der andere nicht auch umkehren? 5 Wie kommt es, daß dieses Volk, Jerusalem, untreu ist mit einer dauernden Untreue? Sie haben an Trug festgehalten; sie haben sich geweigert umzukehren. 6 Ich habe aufgemerkt, und ich hörte ständig hin. Es war nicht recht, wie sie fortgesetzt redeten. Da war niemand, der seine Schlechtigkeit bereute, indem [er] sprach: ‚Was habe ich getan?‘ Jeder geht zurück zu dem allgemein beliebten Lauf wie ein Roß, das in die Schlacht stürmt. 7 Sogar der Storch am Himmel — er kennt seine bestimmten Zeiten wohl; und die Turteltaube und der Mauersegler und die Drossel — sie halten die Zeit der Ankunft eines jeden gut ein. Was aber mein Volk betrifft, sie haben das Gericht Jehovas nicht erkannt.“ ‘
Jeremia 8:8-12
‚Wie könnt ihr sagen: „Wir sind weise, und das Gesetz Jehovas ist bei uns.“? Nun, sicherlich hat der falsche Griffel der Sekretäre in völliger Falschheit gearbeitet. 9 Die Weisen sind beschämt worden. Sie sind erschrocken und werden gefangen. Siehe! Sie haben sogar das Wort Jehovas verworfen, und welche Weisheit haben sie? 10 Daher werde ich ihre Frauen anderen Männern geben, ihre Felder den Besitzergreifenden; denn vom Geringsten selbst bis zum Größten macht jeder ungerechten Gewinn; vom Propheten selbst bis zum Priester handelt ein jeder trügerisch. 11 Und sie versuchen den Zusammenbruch der Tochter meines Volkes leichthin zu heilen, indem [sie] sprechen: „Da ist Frieden! Da ist Frieden!“, wenn kein Frieden da ist. 12 Schämten sie sich, weil sie sogar etwas Verabscheuungswürdiges getan hatten? Fürs erste konnten sie sich ganz bestimmt nicht beschämt fühlen; zum andern wußten sie auch gar nicht, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen.
Darum werden sie unter den Fallenden fallen. Zu der Zeit, da die Aufmerksamkeit auf sie gerichtet wird, werden sie straucheln‘, hat Jehova gesprochen.
Wie denkt also Jehova über uns, wenn wir hartnäckig in unserem schlechten Tun verharren?
Berührt uns das?
Werden wir etwas ändern – oder ist uns Jehova egal und wie er über uns denkt?
und sie spannen ihre Zunge als ihren Bogen in Falschheit; aber nicht für [die] Treue haben sie sich als mächtig erwiesen im Land.
„Denn von Schlechtigkeit zu Schlechtigkeit schritten sie fort, und sogar mich ließen sie außer acht“ ist der Ausspruch Jehovas.
4 „Hütet euch ein jeder vor seinem eigenen Gefährten, und setzt euer Vertrauen überhaupt nicht auf einen Bruder. Denn sogar jeder Bruder würde ganz bestimmt [einen anderen] verdrängen, und jeder Gefährte, er würde als bloßer Verleumder umhergehen, 5 und sie treiben ein jeder ständig sein Spiel mit seinem Gefährten; und sie reden überhaupt keine Wahrheit. Sie haben ihre Zunge gelehrt, Falsches zu reden. Sie haben sich lediglich im Unrechttun müde gemacht.
6 Dein Wohnsitz ist inmitten von Trug. Durch Trug haben sie sich geweigert, mich zu erkennen“ ist der Ausspruch Jehovas.
7 Dies ist daher, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: „Siehe, ich schmelze sie, und ich muß sie prüfen, denn wie soll ich sonst handeln wegen der Tochter meines Volkes? 8 Ihre Zunge ist ein schlachtender Pfeil. Trug hat sie geredet. Mit seinem Mund redet [jemand] ständig Frieden mit seinem eigenen Gefährten; aber in seinem Innern legt er seinen Hinterhalt.“
9 „Sollte ich wegen dieser Dinge nicht Abrechnung mit ihnen halten?“ ist der Ausspruch Jehovas. „Oder sollte sich an einer Nation, die wie diese ist, meine Seele nicht rächen?
Alles Dinge, die Jehova hasst.
Jeremia 9:12-15
Wer ist der Mann, der weise ist, damit er dies versteht, ja der, zu dem der Mund Jehovas geredet hat, damit er es berichtet? Weswegen sollte das Land tatsächlich zugrunde gehen, tatsächlich verbrannt werden, der Wildnis gleich, ohne daß irgendeiner hindurchzieht?“
13 Und Jehova sprach dann: „Weil sie mein Gesetz verlassen haben, das ich gab, [damit es] vor ihnen [sei], und [weil] sie meiner Stimme nicht gehorcht haben und nicht darin gewandelt sind, 14 sondern fortgesetzt dem Starrsinn ihres Herzens und den Baalsbildnissen nachgingen, über die ihre Väter sie belehrt hatten; 15 darum hat Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, dies gesagt: ‚Siehe, ich lasse sie, das heißt dieses Volk, Wermut essen, und ich will sie Giftwasser trinken lassen;
Ja, sie hatten wirklich Strafe verdient.
Oder sehen wir das anders?
Jeremia 9:23-24
Dies ist, was Jehova gesagt hat: „Möge sich der Weise nicht seiner Weisheit rühmen, und möge sich der Starke nicht seiner Macht rühmen. Möge sich der Reiche nicht seines Reichtums rühmen.“
24 „Wer sich aber rühmt, rühme sich allein dessen: Einsicht zu haben und Erkenntnis von mir zu haben, daß ich Jehova bin, der liebende Güte, Recht und Gerechtigkeit auf der Erde übt; denn an diesen Dingen habe ich Gefallen“ ist der Ausspruch Jehovas.
welcher dieser drei Textpassagen trifft auf mich zu?
6 In keiner Hinsicht ist irgend jemand dir gleich, o Jehova. Du bist groß, und dein Name ist groß an Macht. 7 Wer sollte dich nicht fürchten, o König der Nationen, denn dir gebührt es; denn unter allen Weisen der Nationen und in all ihren Königreichen ist in keiner Hinsicht irgend jemand dir gleich.
Jeremia 11:6-8
Und Jehova sprach weiter zu mir: „Ruf all diese Worte in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems aus, indem [du] sagst: ‚Hört die Worte dieses Bundes, und ihr sollt sie tun. 7 Denn feierlich ermahnte ich eure Vorväter an dem Tag, an dem ich sie aus dem Land Ägypten heraufführte, und bis auf diesen Tag, früh mich aufmachend und ermahnend, indem [ich] sprach: „Gehorcht meiner Stimme.“ 8 Aber sie hörten nicht, noch neigten sie ihr Ohr, sondern sie wandelten, ein jeder, fortgesetzt im Starrsinn ihres bösen Herzens; und so brachte ich alle Worte dieses Bundes über sie, die zu tun ich [ihnen] geboten hatte, die sie aber nicht taten.‘ “
Du bist gerecht, o Jehova, wenn ich meine Klage an dich richte, ja wenn ich sogar über Rechtssachen mit dir rede. Wie kommt es, daß der Weg der Bösen Gelingen gehabt hat, daß alle, die Treulosigkeit begehen, die Sorgenfreien sind? 2 Du hast sie gepflanzt; sie haben auch Wurzel gefaßt. Sie gehen ständig vorwärts; sie haben auch Frucht hervorgebracht. Nahe bist du in ihrem Mund, doch weit entfernt von ihren Nieren. 3 Und du selbst, o Jehova, kennst mich wohl; du siehst mich, und du hast mein Herz in Gemeinschaft mit dir geprüft. Sondere sie aus wie Schafe zur Schlachtung, und setze sie beiseite für den Tag des Tötens. 4 Wie lange sollte das Land dahinwelken und sogar der Pflanzenwuchs des ganzen Feldes verdorren? Wegen der Schlechtigkeit der darin Wohnenden sind die Tiere und die fliegenden Geschöpfe weggerafft worden. Denn sie haben gesagt: „Er sieht unsere Zukunft nicht.“
“Nahe bist du ihrem Mund, doch weit entfernt von ihren Nieren”…
Hört und leiht euer Ohr. Seid nicht hochmütig, denn Jehova selbst hat geredet. 16 Gebt Jehova, eurem Gott, Ehre, bevor er Finsternis verursacht und bevor eure Füße auf den Bergen bei der Dämmerung aneinanderstoßen. Und ihr werdet gewiß auf das Licht hoffen, und er wird es tatsächlich zu tiefem Schatten machen; er wird [es] in dichtes Dunkel verwandeln.
Jeremia 13:20-22
20 „Erheb deine Augen und sieh die, die vom Norden her kommen. Wo ist die Herde, die man dir gab, deine schöne Kleinviehherde? 21 Was wirst du sagen zu der Zeit, da einer seine Aufmerksamkeit auf dich richtet, wenn du selbst sie als vertraute Freunde direkt an deiner Seite zu Beginn belehrt hast? Werden nicht Geburtswehen dich ergreifen wie die einer gebärenden Frau? 22 Und wenn du in deinem Herzen sprechen wirst: ‚Wie kommt es, daß diese Dinge mich betroffen haben?‘, so sind wegen der Fülle deiner Vergehung deine Rocksäume als Bedeckung weggenommen worden; deine Fersen sind mißhandelt worden.
Jeremia 13:23-27
Kann ein Kuschịt seine Haut ändern? Oder ein Leopard seine Flecken? Ihr selbst könntet auch Gutes tun, die ihr Personen seid, die man Schlechtes zu tun gelehrt hat. 24 So werde ich sie zerstreuen wie Stoppeln, die im Wind von der Wildnis her dahinfahren. 25 Dies ist dein Los, dein von mir zugemessener Teil“, ist der Ausspruch Jehovas, „weil du mich vergessen hast und du ständig dein Vertrauen auf Falschheit setzt. 26 Und ich selbst will auch deine Rocksäume über dein Gesicht hochheben, und deine Unehre wird gewiß gesehen werden, 27 deine Taten des Ehebruchs und dein Gewieher, deine Zügellosigkeit in der Prostitution. Auf den Hügeln, auf dem Feld habe ich deine abscheulichen Dinge gesehen. Wehe dir, o Jerusalem! Du kannst nicht rein sein — nach wieviel längerer [Zeit]?“
Dies stützt meine Gedanken von Gestern:
Jehova ist barmherzig und gnädig. Er warnt sein Volk immer wieder Ja, er hat keinen Gefallen am Tod des Bösen.
Er wünscht sich, dass sie zu ihm umkehren und er ihnen Barmherzigkeit erweisen kann.
Aber wenn sie hartnäckig in ihrem schlechten Tun verharren und sich hartnäckig weigern, ihm zu gehorchen – dann muss er sie strafen.
Denn er ist nicht nur liebevoll und barherzig, sondern er ist auch ein gerechter Gott!
Jeremia 14:10
Dies ist, was Jehova hinsichtlich dieses Volkes gesagt hat: „So haben sie geliebt umherzuschweifen; ihre Füße haben sie nicht zurückgehalten. Daher hat Jehova selbst kein Wohlgefallen an ihnen gefunden. Jetzt wird er ihrer Vergehung gedenken und wird die Aufmerksamkeit auf ihre Sünden richten.“
11 Und Jehova sprach dann zu mir: „Bete nicht für dieses Volk zum Guten. 12 Wenn sie fasten, höre ich nicht auf ihr inständiges Rufen; und wenn sie das Ganzbrandopfer und das Getreideopfer opfern, habe ich kein Wohlgefallen an ihnen; denn durch das Schwert und durch Hunger und durch Pest bereite ich ihnen ihr Ende.“
Jehova hat die Nase voll – sie haben den Bogen überspannt.
Jeremia 14:13
Darauf sagte ich: „Ach, o Souveräner Herr Jehova! Siehe, die Propheten sprechen zu ihnen: ‚Ihr werdet kein Schwert sehen, und es wird euch keine Hungersnot widerfahren, sondern wahren Frieden werde ich euch an diesem Ort geben.‘ “
gute Frage
Jeremia 14:14-16
Und Jehova sprach weiter zu mir: „Falsches prophezeien die Propheten in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, noch habe ich ihnen geboten, noch zu ihnen geredet. Eine falsche Vision und Wahrsagerei und Wertlosigkeit und den Trug ihres Herzens reden sie prophetisch zu euch. 15 Dies ist daher, was Jehova hinsichtlich der Propheten gesagt hat, die in meinem Namen prophezeien und die ich selbst nicht sandte und die sprechen, daß sich weder Schwert noch Hunger in diesem Land einstellen werden: ‚Durch Schwert und durch Hunger werden jene Propheten ihr Ende finden. 16 Und das Volk selbst, dem sie prophezeien, wird zu Menschen werden, die hinausgeworfen sind auf die Straßen Jerusalems wegen der Hungersnot und des Schwertes, ohne daß jemand sie begräbt — sie, ihre Frauen und ihre Söhne und ihre Töchter. Und ich will ihr Unglück über sie ausschütten.‘
das ist es, was Jehova darüber denkt und er wird diese Lügner endlich strafen
Jeremia 14:17
Und du sollst zu ihnen dieses Wort sprechen: ‚Mögen meine Augen in Tränen zerfließen Nacht und Tag, und mögen sie nicht gestillt werden, denn mit großem Zusammenbruch ist die Jungfrau, Tochter meines Volkes, zerbrochen worden, mit einem ganz heillosen Schlag.
aber er hat keine Freude daran, das ungehorsame Volk zu strafen – denn seine “Augen zerfließen” wegen dem großen Zusammenbruch seines Volkes.
Hast du Juda gänzlich verworfen, oder hat deine Seele sogar Zion verabscheut? Warum hast du uns geschlagen, so daß es keine Heilung für uns gibt? Man hoffte auf Frieden, aber nichts Gutes [kam]; und auf eine Zeit der Heilung, und siehe, Schrecken! 20 Wir erkennen doch, o Jehova, unsere Bosheit, die Vergehung unserer Vorväter, denn wir haben gegen dich gesündigt.
Jetzt werde ich aber echt sauer!
Wie frech und anmaßend sie sind!
Jetzt auf einmal soll JEHOVA seines Bundes mit ihnen gedenken – wo sie ihn doch all die Jahre vergessen haben.
“AberJehova ist ja barherzig und gnädig, er muss uns ja verzeihen, wenn wir um Gnade betteln”.
boah, ich fass es nicht *grummel*
Hierzu kann ich nur zwei Punkte anführen, die sich die Personen hinter die Ohren schreiben sollten, die heute den Israeliten von damals gleichen und dabei sind, den Bogen zu überspannen:
1.) kann uns Jehova ins Herz gucken und sieht, ob unsere Reue echt ist, der nur show. Und die Vorraussetzung für Jehovas Vergebung ist echte Reue.
2.) vergibt Jehova zwar unsere Sünden, wenn wir ihn darum bitten – aber er wird uns keine Straffreiheit gewähren. Wir werden also nicht ganz ungeschoren davon kommen. Wir werden die Konsequenzen für unser schlechtes Handeln tragen müssen. Und zwar, ohne zu klagen.
Aber wenn wir wirklich aufrichtig und von Herzen bereuen, dann werden wir die auferlegte Strafe klaglos tragen und als gerechtfertigt hinnehmen.
Ich denke da an den Zeitungsbericht den ich vorhin erst gelesen habe. Da hat eine Tagesmutter ein Kind zu Tode geschüttelt und ist zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.
Erst hatte sie ihre Tat nicht bekannt Aber dann wurde sie überführt, gab alles zu und wurde zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt. Obwohl sie selbst zwei Töchter hat, die sie nun nur noch alle zwei Wochen im Gefängnis sehen kann, nimmt sie ihre Strafe demütig an. Denn sie weiss, dass sie diese Strafe verdient hat.
Diese Frau hat das, was sie getan hat, aufrichtig bereut und sie besteht nicht darauf, dass man sie ja nun nicht mehr betrafen kann, da sie ja geständig war.
So ist es auch mit uns.
Jehova vergibt uns, wenn wir unser schlechtes Handeln bereuen und Taten der Reue hervorbringen. Aber wir müssen halt auch demütig die Konsequenzen annehmen.
Dann nimmt uns auch Jehova wieder an. Und das wollen wir ja, oder?
Jeremia 15:5-6
Denn wer wird dir Mitleid erweisen, o Jerusalem, und wer wird dir gegenüber Mitgefühl bekunden, und wer wird abbiegen, um nach deinem Wohlergehen zu fragen?‘
6 ‚Du selbst hast mich im Stich gelassen‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Rückwärts geht der Weg, den du fortwährend wandelst. Und ich werde meine Hand gegen dich ausstrecken und dich verderben. Ich bin des Bedauerns müde geworden.
20 „Und ich habe dich diesem Volk zu einer befestigten kupfernen Mauer gemacht; und sie werden gewiß gegen dich kämpfen, aber sie werden nicht die Oberhand über dich gewinnen. Denn ich bin mit dir, um dich zu retten und dich zu befreien“ ist der Ausspruch Jehovas. 21 „Und ich will dich aus der Hand der Bösen befreien, und ich will dich erlösen aus der Faust der Tyrannischen.“
tröstliche Worte für all diejenigen, die um Jehovas Namen und der Gerechtigkeit Willen leiden. Damals – ebenso wie heute!
Jeremia 16:10
Und es soll geschehen, wenn du diesem Volk alle diese Worte mitteilst und sie tatsächlich zu dir sagen: ‚Weswegen hat Jehova all dieses große Unglück gegen uns geredet, und was ist unsere Vergehung, und was ist unsere Sünde, mit der wir gegen Jehova, unseren Gott, gesündigt haben?‘,
Ich fass es nicht! Sie haben es immer noch nicht kapiert?
Jahrelang, jahrzehntelang haben sie lustig das getan, was ihnen so in den Sinn kam – ohne sich Gedanken über Jehova zu machen, ob sie ihn wohl kränkten – und nun sind sie sich keiner Schuld bewußt?
Kann das wirklich sein, dass jemand, der hartnäckig und scheinbar ohne jegliches Gewissen Jehovas Maßstäbe übertritt, aufrichtig davon überzeugt ist, ein guter Zeuge Jehovas zu sein?
Ich kann es einfach nicht glauben. Dieser Punkt hat schon sehr oft hier bei uns zu lebhaften Diskussionen geführt.
Wie kann ein Mench, der sich regelmäßig mit Gottes Volk versammelt und regelmässig aus Gottes Wort belehrt wird – jemand, der einen Bund mit Gott geschlossen hat und seine Maßstäbe kennt – jahrelang hartnäckig gegen seine Gebote verstossen und trotzdem denken, er wäre ein guter Anbeter Jehovas?
Bloß weil Jehova die vielen Jahre nicht eingegriffen und mich nicht für meine Taten gestraft hat – heisst dass dann, dass ich von ihm eine Art Sondergenehmigung habe?
“Eigentlich hasst Jehvova ja Ehebruch und Lügen (und noch vieles mehr), aber ich darf das, mir nimmt er das nicht übel. Sonst hätte er längst was gemacht”?
Kann man wirklich so denken?
Und ist dann aufrichtig empört und sich keiner Schuld bewusst, wenn Jehova dann doch mal auf den Tisch haut und fragt tatsächlich noch “warum”?
Dem kann ich leider nicht folgen. Diese Logik ist mir echt zu hoch.
Hatte Jehova denn nicht immer wieder die Propheten geschickt, die ihnen sagten, dass sie falsch handeln und dass Jehova sie ins Gericht bringen würde, wenn sie nicht umkehrten?
“Ja, aber das waren doch nur einzelne. Es gab doch so viele Propheten, die sagten, dass Jehova sich über uns freut”.
Ach ja?
“Woher sollten wir denn wissen, dass der Einzelne Recht hatte? Die anderen waren doch viel mehr, darum hatten wir ihnen geglaubt”
Hm.
Da fällt mir ein Spruch ein, den ich oft gehört habe, als ich noch ein Kind war: “Leute, esst mehr Scheisse. Millionen Fliegen können ich nicht irren”
Oder der hier: “wenn XY sagt, du sollst aus dem Fenster springen – tut du das dann auch?”
Wir wissen doch, dass es gefährlich ist, aus dem Fenster zu springen. Wir wissen, dass man Exremente beseitigt, wegen der Hygiene. Und wir wissen auch, was Jehova für Maßstäbe hat.
Warum sollten wir Menschen Glauben schenken, die uns auf einmal erzählen, wir könnten ruhig die Ehe brechen, andere verleumden, durch Lügen ihren Ruf und ihr Leben zerstören und vieles mehr – und trotzdem Jehova gefallen?
Weil es unsere Ohren kitzelt und unseren eigenen Neigungen und Wünschen entgegen kommt?
Ist ja o.k., können wir ja auch ruhig.
Aber dann Jehova entsetzt angucken und fragen “warum strafst du mich denn jetzt, ich war doch ganz lieb?”
Was meinen wir, wie Jehova sich dabei fühlt?
Das ist uns egal?
Bitte sehr, aber dann nehmen wir auch erhobenen Hauptes die Strafe an und kommen Jehova nicht mit so einem Unsinn wie: “du musst mir ja vergeben…”
daß du dann zu ihnen sprechen sollst: ‚ „Wegen der Tatsache, daß eure Väter mich verlassen haben“, ist der Ausspruch Jehovas, „und sie ständig anderen Göttern nachgingen und ihnen dienten und sich vor ihnen niederbeugten. Aber mich verließen sie, und mein Gesetz hielten sie nicht. 12 Und ihr selbst habt schlimmer gehandelt in eurem Tun als eure Väter, und siehe, ihr seid ein jeder dem Starrsinn seines bösen Herzens nachgegangen, indem ihr mir nicht gehorchtet. 13 Und ich will euch aus diesem Land hinausschleudern in das Land, das ihr selbst nicht gekannt habt noch eure Väter, und dort werdet ihr anderen Göttern dienen müssen Tag und Nacht, weil ich euch keine Gunst erweisen werde.“ ‘
Naja, Jehova hat mehr Beherrschung als ich und schenkt sich einige Formulierungen von denen, die ich grad gebraucht habe
Aber ich bin überzeugt, dass er ebenso empfindet- aber sich halt gewählter ausdrückt.
Denn meine Augen sind auf alle ihre Wege [gerichtet]. Sie sind vor mir nicht verhüllt gewesen, auch ist ihre Vergehung vor meinen Augen nicht verborgen gewesen. 18 Und zuallererst will ich den vollen Betrag ihrer Vergehung und ihrer Sünde heimzahlen, weil sie mein Land entweihten. Mit den Leichen ihrer abscheulichen Dinge und mit ihren Abscheulichkeiten hatten sie mein Erbe erfüllt.‘ “
Ja, machen wir uns bitte nichts vor!
Nur, weil Jehova uns noch gewähren lässt und unser Handeln bisher keine Konsequenzen hatte – haben wir noch lange nicht sein Wohlgefallen.
Und nur, weil unsere Freunde uns nicht für unser schlechtes Verhalten kritisieren, sondern uns sagen, wie toll wir doch sind – handeln wir noch lange nicht richtig.
“Aber woher soll ich denn wissen, ob ich richtig handele?”
Ganz einfach: aufmerksam zuhören, wenn Jehova zu uns spricht!
“Hä? Die spinnt ja. Jeder weiss, dass Jehova heute mit niemand mehr spricht”.
Ja, direkt und aufsehenerregend aus dem Himmel nicht mehr Aber jedesmal, wenn wir in den Zusamenkünften sind und einem Vortrag zuhören – dann spricht er mit uns.
Auch jedesmal, wenn wir in der Bibel lesen, spricht er zu uns. Wir müssen ihm nur zuhören.
Und auch jedesmal, wenn uns jemand anhand eines Textes in der Bibel zeigt, dass wir falsch handeln – dann spricht er zu uns
O Jehova, meine Stärke und meine Feste und mein Zufluchtsort am Tag der Bedrängnis, zu dir werden die Nationen selbst kommen von den Enden der Erde, und sie werden sprechen: „In der Tat, unsere Vorväter haben schließlich lauter Falschheit, Nichtigkeit und Dinge besessen, an denen nichts Nützliches war.“ 20 Kann sich der Erdenmensch Götter machen, wenn sie keine Götter sind?
21 „Darum siehe, ich lasse sie erkennen; dieses eine Mal werde ich sie meine Hand und meine Macht erkennen lassen, und sie werden erkennen müssen, daß mein Name Jehova ist.“
Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Verflucht ist der kräftige Mann, der sein Vertrauen auf den Erdenmenschen setzt und tatsächlich Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz sich von Jehova selbst abwendet. 6 Und er wird gewiß wie ein einzelner Baum in der Wüstenebene werden und wird nicht sehen, wenn Gutes kommt, sondern er muß an ausgetrockneten Orten in der Wildnis weilen, in einem Salzland, das unbewohnt ist. 7 Gesegnet ist der kräftige Mann, der sein Vertrauen auf Jehova setzt und dessen Zuversicht Jehova geworden ist. 8 Und er wird zweifellos wie ein an den Wassern gepflanzter Baum werden, der seine Wurzeln direkt am Wasserlauf aussendet; und er wird [es] nicht sehen, wenn Hitze kommt, sondern sein Laub wird sich tatsächlich als üppig erweisen. Und im Jahr der Dürre wird er sich nicht sorgen, noch wird er davon ablassen, Frucht hervorzubringen.
Jeremia 7:9-10
Das Herz ist verräterischer als sonst irgend etwas und ist heillos. Wer kann es kennen? 10 Ich, Jehova, erforsche das Herz, prüfe die Nieren, ja um einem jeden zu geben gemäß seinen Wegen, gemäß dem Fruchtertrag seiner Handlungen.
was sieht Jehova wohl bei uns?
Jeremia 17:13-14
O Jehova, du Hoffnung Israels, alle, die dich verlassen, werden beschämt werden. Die von mir abfallen, werden selbst in die Erde eingeschrieben werden; denn sie haben Jehova, den Quell lebendigen Wassers, verlassen. 14 Heile mich, o Jehova, und ich werde geheilt werden. Rette mich, und ich werde bestimmt gerettet werden; denn du bist mein Lobpreis.
In irgendeinem Augenblick, da ich gegen eine Nation und gegen ein Königreich reden mag, um [sie] auszurotten und [sie] niederzureißen und [sie] zu vernichten, 8 und jene Nation tatsächlich umkehrt von ihrer Schlechtigkeit, gegen die ich redete, so will ich Bedauern empfinden über das Unglück, das ich an ihr zu vollstrecken gedacht hatte. 9 Aber in irgendeinem Augenblick, da ich über eine Nation und über ein Königreich reden mag, um [sie] aufzubauen und zu pflanzen, 10 und sie tatsächlich tut, was böse ist in meinen Augen, indem [sie] meiner Stimme nicht gehorcht, so will ich Bedauern empfinden über das Gute, das zu ihrem Guten zu tun ich [bei mir selbst] sagte.‘
Hier ist wieder der Gedanke von vorgestern:
Jehova warnt sein Volk. Er sagt ihnen, dass das, was sie gerade tun, ihn kränkt und er sie deshalb strafen will. Wenn sie aber von ihren verkehrten Wegen umkehren, dann wird er sich ihrer erbarmen und ihnen vergeben.
Ist dies nicht ein wundervoller Gedanke?
Wer ist ein Gott wie dieser?
“Barmherig und gnädig und überströmend an liebender Güte, der aber keine Straffreiheit gewährt.”
Ich jedenfalls – ich schätze mich glücklich, dass ich diesen wundervollen Gott kennen lernen durfte und ihn anbeten und lieben darf.
Wovon sprudelt dein Herz und damit dein Mund über?
Jeremia 18:11
Und nun sprich bitte zu den Männern von Juda und zu den Bewohnern von Jerusalem: ‚Dies ist, was Jehova gesagt hat: „Siehe, ich bilde Unglück gegen euch und denke gegen euch einen Gedanken. Kehrt bitte um, jeder von seinem schlechten Weg, und macht eure Wege und eure Handlungen gut.“ ‘ “
Und nun sprich bitte zu den Männern von Juda und zu den Bewohnern von Jerusalem: ‚Dies ist, was Jehova gesagt hat: „Siehe, ich bilde Unglück gegen euch und denke gegen euch einen Gedanken. Kehrt bitte um, jeder von seinem schlechten Weg, und macht eure Wege und eure Handlungen gut.“ ‘ “
12 Und sie sprachen: „Es ist hoffnungslos! Denn unseren eigenen Gedanken werden wir nachgehen, und wir werden ein jeder nach dem Starrsinn seines schlechten Herzens handeln.“
Und sie sprachen dann: „Kommt, und laßt uns gegen Jeremia einige Gedanken ausdenken, denn das Gesetz wird nicht schwinden vom Priester noch der Rat vom Weisen, noch das Wort vom Propheten. Kommt, und laßt uns ihn mit der Zunge schlagen, und laßt uns nicht aufmerken auf irgendeines seiner Worte.“
diesem Volk ist echt nicht mehr zu helfen!
Jehova hat wirklich eine unglaubliche Geduld. Ich an seiner Stelle hätte schon viel eher mit der Faust auf den Tisch gehauen.
Unfassbar, wie halsstarrig dieses Volk ist.
Könnte es sein, dass Jehova über mich ebenso denkt?
Bin ich zu einer ehrlichen Selbstprüfung bereit?
Und dann?
Wie geht’s dann mit mir und meinem künftigen Tun weiter?
Schenke du mir Aufmerksamkeit, o Jehova, und höre auf die Stimme meiner Gegner. 20 Sollte Gutes mit Bösem vergolten werden? Denn sie haben für meine Seele eine Grube ausgehoben. Gedenke, wie ich vor dir stand, um sogar über sie Gutes zu reden, um deinen Grimm von ihnen abzuwenden.
ja, sie zeigen mit ihrem Verhalten, dass sie die Vernichtung wirklich verdient haben!
Jeremia 18:22-23
Ein Schrei werde gehört aus ihren Häusern, wenn du plötzlich eine Plündererstreifschar über sie bringst. Denn sie haben eine Grube ausgehoben, um mich zu fangen, und Fallstricke haben sie versteckt für meine Füße.
23 Du aber, o Jehova, kennst ja all ihre Ratschläge gegen mich zu [meinem] Tode. Decke ihre Vergehung nicht zu, und tilge diese ihre Sünde nicht aus vor dir; sondern laß sie die werden, die vor dir zum Straucheln gebracht werden. Zur Zeit deines Zorns geh gegen sie vor.
Und du sollst sagen: ‚Hört das Wort Jehovas, o ihr Könige von Juda und ihr Bewohner von Jerusalem. Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat:
„Siehe, ich bringe Unglück über diesen Ort, wovon jedem, der es hört, die Ohren gellen werden; 4 darum, daß sie mich verlassen haben und darangegangen sind, diesen Ort unkenntlich zu machen und darin anderen Göttern zu räuchern, die sie nicht gekannt hatten, sie und ihre Vorväter und die Könige von Juda; und sie haben diesen Ort mit dem Blut der Unschuldigen erfüllt. 5 Und sie bauten die Höhen des Baal, um ihre Söhne dem Baal als Ganzbrandopfer im Feuer zu verbrennen, etwas, was ich nicht geboten und wovon ich nicht geredet hatte und was nicht in meinem Herzen aufgekommen war.“ ‘
6 ‚ „Darum siehe, es kommen Tage“, ist der Ausspruch Jehovas, „da dieser Ort nicht mehr Tọphet und das Tal des Sohnes Hịnnoms genannt werden wird, sondern das Tal des Tötens. 7 Und ich will den Rat Judas und Jerusalems zunichte machen an diesem Ort, und ich will sie durchs Schwert vor ihren Feinden fallen lassen und durch die Hand derer, die ihnen nach der Seele trachten. Und ich will ihre Leichname den fliegenden Geschöpfen der Himmel und den Tieren der Erde zur Speise geben. 8 Und ich will diese Stadt zu einem Gegenstand des Entsetzens und zu etwas zum Auspfeifen machen. Jeder, der daran vorbeizieht, wird entsetzt hinstarren und wegen all ihrer Plagen pfeifen. 9 Und ich will veranlassen, daß sie das Fleisch ihrer Söhne und das Fleisch ihrer Töchter essen; und sie werden ein jeder das Fleisch seines Mitmenschen essen zufolge der Einengung und zufolge der Bedrängnis, womit ihre Feinde und diejenigen, die ihnen nach der Seele trachten, sie einengen werden.“ ‘
harte Worte!
Ist Jehova wirklich hart, unbarmherzig und brutal?
Wie denken wir darüber?
Jeremia 19:10-15
Und du sollst den Krug vor den Augen der Männer, die mit dir gehen, zerbrechen. 11 Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: „Ebenso werde ich dieses Volk und diese Stadt zerbrechen, wie jemand das Gefäß des Töpfers zerbricht, so daß es nicht mehr ausgebessert werden kann; und im Tọphet wird man begraben, bis es keinen Platz zum Begraben mehr gibt.“ ‘
12 ‚So werde ich diesem Ort tun‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und seinen Bewohnern, ja, um diese Stadt dem Tọphet gleichzumachen. 13 Und die Häuser von Jerusalem und die Häuser der Könige von Juda sollen dem Ort Tọphet gleich werden, unrein, das heißt alle Häuser, auf deren Dächern man dem ganzen Heer der Himmel räucherte und für andere Götter Trankopfer ausgoß.‘ “
14 Und dann kam Jeremia vom Tọphet, wohin Jehova ihn gesandt hatte, zu prophezeien, und trat in den Vorhof des Hauses Jehovas und sagte zum ganzen Volk: 15 „Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Siehe, ich bringe über diese Stadt und über alle ihre Städte all das Unglück, das ich gegen sie geredet habe, weil sie ihren Nacken verhärtet haben, um meinen Worten nicht zu gehorchen.‘ “
Jeremia 20:6
Und was dich betrifft, o Pạschhur, und alle Bewohner deines Hauses, ihr werdet in die Gefangenschaft gehen; und nach Babylon wirst du kommen, und dort wirst du sterben, und dort wirst du selbst begraben werden mit allen, die dich lieben, weil du ihnen in Falschheit prophezeit hast.‘ “
Du hast mich betört, o Jehova, so daß ich mich habe betören lassen. Du gebrauchtest deine Stärke gegen mich, so daß du die Oberhand gewannst. Ich wurde ein Gegenstand des Gelächters den ganzen Tag lang; jeder verspottet mich. 8 Denn sooft ich rede, schreie ich. Gewalttat und Verheerung rufe ich aus. Denn das Wort Jehovas wurde für mich eine Ursache zur Schmach und zur Verhöhnung den ganzen Tag lang.
kennen wir dieses Gefühl?
Jeremia 20:9
Und ich sprach: „Ich werde ihn nicht erwähnen, und ich werde nicht mehr in seinem Namen reden.“ Und in meinem Herzen erwies es sich wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen; und ich wurde müde, an mich zu halten, und [es zu ertragen,] vermochte ich nicht.
Haben wir auch schon mal so gedacht?
Ist es uns dann gelungen, lange Zeit nicht mehr über Jehova zu reden?
Warum nicht?
“Aus der Fülle des Herzens redet der Mund”
womit ist mein Herz gefüllt?
Jeremia 20:9-11
Und ich sprach: „Ich werde ihn nicht erwähnen, und ich werde nicht mehr in seinem Namen reden.“ Und in meinem Herzen erwies es sich wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen; und ich wurde müde, an mich zu halten, und [es zu ertragen,] vermochte ich nicht. 10 Denn ich hörte den schlechten Bericht vieler. Da war Schrecken ringsum. „Sagt aus, damit wir über ihn aussagen können.“ Jeder sterbliche Mensch, der mir „Frieden!“ entbietet — sie lauern darauf, daß ich hinke: „Vielleicht wird er betört werden, so daß wir die Oberhand über ihn gewinnen und unsere Rache an ihm nehmen können.“ 11 Aber Jehova war mit mir wie ein schrecklich Mächtiger. Darum werden gerade meine Verfolger straucheln und nicht die Oberhand gewinnen. Sie werden bestimmt sehr zuschanden werden, denn sie werden kein Gelingen gehabt haben. [Ihre] auf unabsehbare Zeit dauernde Demütigung wird derart sein, daß sie nicht vergessen wird.
O Haus Davids, dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Fällt jeden Morgen das Urteil nach Recht, und befreit den Beraubten aus der Hand des Übervorteilers, damit mein Grimm nicht wie ein Feuer ausgeht und tatsächlich brennt und keiner da ist, es zu löschen, wegen der Schlechtigkeit eurer Handlungen.“ ‘
Jeremia 22:3-5
Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Übt Recht und Gerechtigkeit, und befreit den, der beraubt wird, aus der Hand des Übervorteilers; und behandelt einen ansässigen Fremdling, einen vaterlosen Knaben oder eine Witwe nicht schlecht. Tut [ihnen] keine Gewalt an. Und vergießt kein unschuldiges Blut an diesem Ort. 4 Denn wenn ihr ganz bestimmt diesem Wort nachkommen werdet, so werden durch die Tore dieses Hauses die Könige, die für David auf seinem Thron sitzen, gewiß hereinkommen, indem sie in Wagen und auf Rossen einherfahren, er mit seinen Dienern und seinem Volk.“ ‘
5 ‚Wenn ihr aber diesen Worten nicht gehorchen werdet, schwöre ich tatsächlich bei mir selbst‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚daß dieses Haus zu nichts als einer verwüsteten Stätte werden wird.‘
Jeremia 22:8-9
Und viele Nationen werden tatsächlich an dieser Stadt vorüberziehen und zueinander sprechen: „Weswegen hat Jehova an dieser großen Stadt so getan?“ 9 Und man wird sagen müssen: „Deswegen, weil sie den Bund Jehovas, ihres Gottes, verlassen und sich dann vor anderen Göttern niedergebeugt und ihnen gedient haben.“ ‘
Jeremia 22:21
Ich redete zu dir, während du frei warst von Sorge. Du sprachst: ‚Ich werde nicht gehorchen.‘ Das ist dein Weg gewesen von deiner Jugend an, denn du gehorchtest meiner Stimme nicht.
23 „Wehe den Hirten, die die Schafe meiner Weide umbringen und zerstreuen!“ ist der Ausspruch Jehovas.
2 Dies ist daher, was Jehova, der Gott Israels, gegen die Hirten gesagt hat, die mein Volk hüten: „Ihr selbst habt meine Schafe zerstreut; und ihr versprengtet sie ständig, und ihr habt ihnen eure Aufmerksamkeit nicht zugewandt.“
„Siehe, ich wende euch wegen der Schlechtigkeit eurer Handlungen meine Aufmerksamkeit zu“ ist der Ausspruch Jehovas.
3 „Und ich selbst werde den Überrest meiner Schafe aus allen Ländern zusammenbringen, wohin ich sie versprengt hatte, und ich will sie zurückbringen zu ihrem Weidegrund, und sie werden gewiß fruchtbar sein und viele werden. 4 Und ich will über sie Hirten erwecken, die sie tatsächlich hüten werden; und sie werden sich nicht mehr fürchten, auch werden sie in keinerlei Schrecken versetzt werden, und keines wird vermißt werden“ ist der Ausspruch Jehovas.
Jeremia 23:11-14
„Denn sowohl der Prophet als der Priester selbst sind entweiht worden. Auch in meinem eigenen Haus habe ich ihre Schlechtigkeit gefunden“ ist der Ausspruch Jehovas. 12 „Darum wird ihr Weg für sie wie schlüpfrige Stellen im Dunkel werden, sie werden darauf gestoßen und fallen bestimmt.“
„Denn ich werde über sie Unglück bringen, das Jahr, in dem die Aufmerksamkeit auf sie gerichtet wird“ ist der Ausspruch Jehovas. 13 „Und an den Propheten Samạrias habe ich Ungebührliches gesehen. Sie sind als von Baal [angetriebene] Propheten aufgetreten, und stets lassen sie mein Volk, ja Israel, umherirren. 14 Und an den Propheten Jerusalems habe ich Gräßliches gesehen: Ehebruch begehen und in Falschheit wandeln; und sie haben die Hände der Übeltäter gestärkt, damit sie nicht umkehren sollten, jeder von seiner eigenen Schlechtigkeit. Für mich sind sie alle wie Sọdom geworden und ihre Bewohner wie Gomọrra.“
Jeremia 23:16-18
Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: „Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch prophezeien. Sie veranlassen, daß ihr nichtig werdet. Die Vision ihres eigenen Herzens ist das, was sie reden — nicht aus dem Mund Jehovas. 17 Sie sprechen immer wieder zu denen, die keinen Respekt vor mir haben: ‚Jehova hat geredet: „Frieden werdet ihr haben.“ ‘ Und [zu] jedem, der im Starrsinn seines Herzens wandelt, haben sie gesagt: ‚Kein Unglück wird über euch kommen.‘ 18 Denn wer hat in der Gruppe der Vertrauten Jehovas gestanden, daß er sein Wort sehe und höre? Wer hat seinem Wort Aufmerksamkeit geschenkt, daß er es höre?
Jeremia 23:19-20
19 Siehe! Der Windsturm Jehovas, Grimm selbst, wird gewiß ausgehen, ja ein Wirbelsturm. Auf das Haupt der Bösen wird er niederwirbeln. 20 Der Zorn Jehovas wird sich nicht wenden, bis er ausgeführt und bis er verwirklicht haben wird die Gedanken seines Herzens. Im Schlußteil der Tage werdet ihr mit Verständnis darauf achten.
Jeremia 23:21-22
Ich habe die Propheten nicht gesandt, dennoch sind sie gelaufen. Ich habe nicht zu ihnen geredet, dennoch haben sie prophezeit. 22 Hätten sie aber in der Gruppe meiner Vertrauten gestanden, dann hätten sie mein Volk meine eigenen Worte hören lassen, und sie hätten sie veranlaßt, von ihrem schlechten Weg und von der Schlechtigkeit ihrer Handlungen umzukehren.“
Jeremia 23:24-28
„Oder kann irgendein Mann in Verstecken verborgen sein, und ich, ich sähe ihn nicht?“ ist der Ausspruch Jehovas.
„Sind es nicht die Himmel und die Erde, die ich selbst wirklich erfülle?“ ist der Ausspruch Jehovas. 25 „Ich habe gehört, was die Propheten, die in meinem eigenen Namen Falsches prophezeien, gesagt haben, indem [sie] sprechen: ‚Ich habe einen Traum gehabt! Ich habe einen Traum gehabt!‘ 26 Wie lange wird dies im Herzen der Propheten bestehen, die Falsches prophezeien und die Propheten des Truges ihres eigenen Herzens sind? 27 Sie denken daran, durch ihre Träume, die sie fortgesetzt jeder dem anderen erzählen, meinen Namen bei meinem Volk in Vergessenheit zu bringen, so wie ihre Väter meinen Namen über dem Baal vergaßen. 28 Der Prophet, bei dem ein Traum ist, erzähle den Traum; der aber, bei dem mein eigenes Wort ist, rede mein Wort der Wahrheit gemäß.“
„Was hat das Stroh mit dem Getreide zu tun?“ ist der Ausspruch Jehovas.
Und ich will ihnen ein Herz geben, mich zu erkennen, daß ich Jehova bin; und sie sollen mein Volk werden, und ich selbst werde ihr Gott werden, denn sie werden mit ihrem ganzen Herzen zu mir umkehren.
Nun ist es an der Zeit, dass Jehova für die Zukunft plant. Er sieht, dass letztendlich die Übriggelassenen aufrichtig zu ihm umkehren werden, dass ein gereinigtes Volk zurückkehren kann.
Jeremia 25:3-9
„Vom dreizehnten Jahr Josịas, des Sohnes Ạmons, des Königs von Juda, und bis auf diesen Tag, diese dreiundzwanzig Jahre, ist das Wort Jehovas an mich ergangen, und ich redete beständig zu euch, früh mich aufmachend und redend, aber ihr hörtet nicht zu. 4 Und Jehova sandte alle seine Knechte, die Propheten, zu euch, früh sich aufmachend und [sie] sendend, aber ihr hörtet nicht zu, noch neigtet ihr euer Ohr, um zu hören, 5 während [sie] sagten: ‚Wendet euch bitte ab, ein jeder von seinem schlechten Weg und von der Schlechtigkeit eurer Handlungen, und wohnt weiterhin auf dem Boden, den Jehova euch und euren Vorvätern von langer Zeit her und auf lange künftige Zeit hin gegeben hat. 6 Und geht nicht anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen und euch vor ihnen niederzubeugen, damit ihr mich nicht kränkt mit dem Werk eurer Hände und damit ich euch nicht ins Unglück bringe.‘
7 ‚Aber ihr hörtet nicht auf mich‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚in der Absicht, mich mit dem Werk eurer Hände zu kränken, euch zum Unglück.‘
8 Dies ist daher, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚ „Darum, daß ihr meinen Worten nicht gehorchtet, 9 siehe, so sende ich hin, und ich will alle Familien des Nordens holen“, ist der Ausspruch Jehovas, „[indem ich] sogar zu Nebukadrẹzar, dem König von Babylon, meinem Knecht, [sende,] und ich will sie gegen dieses Land und gegen seine Bewohner und gegen all diese Nationen ringsum bringen; und ich will sie der Vernichtung weihen und sie zu einem Gegenstand des Entsetzens machen und zu etwas, was man auspfeift, und zu Orten, die auf unabsehbare Zeit verwüstet sein werden.
Auch hier noch mal die Zusammenfassung der ganzen Propheten: “Jeder ist seines Glückes Schmied.”
Wir haben es selbst in der Hand, welches Urteil Jehova letztendlich über uns fällt und ob wir den Segen oder den Fluch erhalten.
„Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Tritt in den Vorhof des Hauses Jehovas, und du sollst hinsichtlich all der Städte Judas, die hereinkommen, um sich im Haus Jehovas niederzubeugen, all die Worte reden, die ich dir gebieten will, zu ihnen zu reden. Nimm kein Wort hinweg. 3 Vielleicht werden sie zuhören und umkehren, jeder von seinem schlechten Weg, und ich werde Bedauern empfinden müssen wegen des Unglücks, das ich an ihnen zu vollziehen gedenke wegen der Schlechtigkeit ihrer Handlungen. 4 Und du sollst zu ihnen sagen: „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Wenn ihr nicht auf mich hören werdet, indem ihr in meinem Gesetz wandelt, das ich euch vorgelegt habe, 5 indem ihr auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, hört, die ich zu euch sende, ja, mich früh aufmachend und [sie] sendend, auf die ihr nicht gehört habt, 6 will ich meinerseits dieses Haus dem in Sịlo gleichmachen, und diese Stadt werde ich allen Nationen der Erde zu einem Fluch machen.‘ “ ‘ “
Wie reagierten seine Zuhörer?
Jeremia 26:7-11
Und die Priester und die Propheten und das ganze Volk begannen zuzuhören, während Jeremia diese Worte im Haus Jehovas redete. 8 So geschah es, als Jeremia alles zu Ende geredet hatte, was Jehova [ihm] geboten hatte, zum ganzen Volk zu reden, daß ihn dann die Priester und die Propheten und alles Volk ergriffen und sprachen: „Du wirst ganz bestimmt sterben. 9 Warum hast du im Namen Jehovas prophezeit, indem [du] sprachst: ‚Gleich demjenigen in Sịlo wird dieses Haus werden, und diese Stadt selbst wird verwüstet werden, um ohne Bewohner zu sein.‘?“ Und das ganze Volk versammelte sich fortwährend um Jeremia im Haus Jehovas.
10 Im Laufe der Zeit bekamen die Fürsten von Juda diese Worte zu hören, und sie kamen dann aus dem Haus des Königs hinauf zum Haus Jehovas und setzten sich im Eingang des neuen Tores Jehovas nieder. 11 Und die Priester und die Propheten begannen zu den Fürsten und zum ganzen Volk zu sprechen: „Diesem Mann gebührt das Todesurteil, denn er hat über diese Stadt prophezeit, so wie ihr mit euren eigenen Ohren gehört habt.“
War ihre Handlungsweise vernùnftig?
Jeremia 26:12-15
Darauf sagte Jeremia zu allen Fürsten und zum ganzen Volk: „Jehova war es, der mich sandte, um hinsichtlich dieses Hauses und hinsichtlich dieser Stadt alle Worte zu prophezeien, die ihr gehört habt. 13 Und nun, macht eure Wege und eure Handlungen gut, und gehorcht der Stimme Jehovas, eures Gottes, und Jehova wird Bedauern empfinden wegen des Unglücks, das er gegen euch geredet hat. 14 Und was mich betrifft, siehe, ich bin in eurer Hand. Tut mir gemäß dem, was gut, und gemäß dem, was recht ist in euren Augen. 15 Nur solltet ihr auf jeden Fall wissen, daß ihr, wenn ihr mich zu Tode bringt, unschuldiges Blut auf euch und auf diese Stadt und auf ihre Bewohner bringt, denn in Wahrheit hat mich Jehova tatsächlich zu euch gesandt, um vor euren Ohren alle diese Worte zu reden.“
Erinnern wir uns noch an den Blinden, der unbeirrt auf einen Abgrund zuläuft?
“Ich hatte das so verstanden, dass sie mir den Tod wünschen.”
Handelten die Israeliten nun weise?
Jeremia 26:16-19
Dann sprachen die Fürsten und das ganze Volk zu den Priestern und zu den Propheten: „Diesem Mann gebührt kein Todesurteil, denn im Namen Jehovas, unseres Gottes, redete er zu uns.“
17 Überdies erhoben sich gewisse von den älteren Männern des Landes und begannen zur ganzen Versammlung des Volkes zu sagen: 18 „Micha von Morẹscheth selbst prophezeite gerade in den Tagen Hiskịas, des Königs von Juda, und sprach dann zum ganzen Volk von Juda: ‚Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: „Zion selbst wird als bloßes Feld umgepflügt werden, und was Jerusalem betrifft, es wird zu nichts als Trümmerhaufen werden, und der Berg des HAUSES wird zu Waldeshöhen werden.“ ‘ 19 Brachten ihn Hiskịa, der König von Juda, und alle die von Juda etwa zu Tode? Fürchtete er nicht Jehova und besänftigte dann das Angesicht Jehovas, so daß Jehova schließlich Bedauern empfand wegen des Unglücks, das er gegen sie geredet hatte? So bringen wir ein großes Unglück über unsere Seelen.
Hatten sie es kapiert? Etwas gelernt? Etwas geändert?
Jeremia 26:20-23
Und da war gerade auch ein Mann, der im Namen Jehovas prophezeite, Urịja, der Sohn Schemạjas, von Kịrjath-Jẹarim. Und er prophezeite fortgesetzt gegen diese Stadt und gegen dieses Land in Übereinstimmung mit allen Worten Jeremias. 21 Und König Jọjakim und alle seine starken Männer und alle Fürsten bekamen seine Worte zu hören, und der König begann danach zu trachten, ihn zu Tode zu bringen. Als Urịja [davon] zu hören bekam, geriet er sogleich in Furcht und lief weg und kam nach Ägypten. 22 Aber König Jọjakim sandte Männer nach Ägypten, Ẹlnathan, den Sohn Ạchbors, und andere Männer mit ihm nach Ägypten. 23 Und sie holten dann Urịja aus Ägypten und brachten ihn zum König Jọjakim, der ihn dann mit dem Schwert erschlug und seinen Leichnam in die Begräbnisstätte der Söhne des Volkes warf.“
Dachten sie wirklich, dass Jehova sein Wort nicht ausführen wird, nur weil sie die Propheten “mundtot machten”?
Jeremia 26:24
Überdies erwies es sich, daß die Hand Ạhikams, des Sohnes Schạphans, mit Jeremia war, damit man ihn nicht in die Hand des Volkes gab, um ihn zu Tode zu bringen.
Es hat schon immer auch solche unter Gottes Volk gegeben, die Jehova wirklich aufrichtig und von ganzem Herzen gedient haben.
9 ‚Und was euch betrifft, hört nicht auf eure Propheten und auf diejenigen von euch, die Wahrsagerei treiben, und auf eure Träumer und auf eure Magietreibenden und auf eure Zauberer, die zu euch sagen: „Ihr werdet dem König von Babylon nicht dienen.“ 10 Denn Falsches prophezeien sie euch, um euch von eurem Boden weit wegführen zu lassen; und ich werde euch versprengen müssen, und ihr werdet umkommen müssen.
11 Und was die Nation betrifft, die ihren Hals unter das Joch des Königs von Babylon bringen und ihm tatsächlich dienen wird, ich will sie auch auf ihrem Boden ruhen lassen‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und sie wird ihn gewiß bebauen und darauf wohnen.‘ “ ‘ “
12 Sogar zu Zedekịa, dem König von Juda, redete ich gemäß all diesen Worten, indem [ich] sprach: „Bringt euren Hals unter das Joch des Königs von Babylon, und dient ihm und seinem Volk, und bleibt am Leben. 13 Warum solltet ihr sterben, du und dein Volk, durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest gemäß dem, was Jehova zu der Nation geredet hat, die dem König von Babylon nicht dient? 14 Und hört nicht auf die Worte der Propheten, die zu euch sagen: ‚Ihr werdet dem König von Babylon nicht dienen‘, denn Falsches prophezeien sie euch.
15 ‚Denn ich habe sie nicht gesandt‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚sondern sie prophezeien trügerisch in meinem Namen zu dem Zweck, daß ich euch versprenge und ihr umkommen müßt, ihr und die Propheten, die euch prophezeien.‘ “
Wieder ein sehr schönes Beispiel für Jehova Vorgehensweise: er warnt sein Volk und sagt ihnen, was sie tun mùssten, damit er sie verschonen kann
Wie also könnte es hart und unbarmherzig sein, wenn Jehova die Bösen letztendlich straft, die ihm hartnäckig widerstehen?
Und Jeremia, der Prophet, sprach dann zu Hanạnja, dem Propheten, vor den Augen der Priester und vor den Augen des ganzen Volkes, das im Haus Jehovas stand; 6 ja, Jeremia, der Prophet, sagte dann: „Amen! So möge Jehova tun! Möge Jehova deine Worte bestätigen, die du prophezeit hast, indem er die Geräte des Hauses Jehovas und alle ins Exil Weggeführten aus Babylon an diesen Ort zurückbringe! 7 Höre jedoch bitte dieses Wort, das ich vor deinen Ohren und vor den Ohren des ganzen Volkes rede. 8 Was die Propheten betrifft, die von alters her vor mir und vor dir waren, auch sie prophezeiten gewöhnlich hinsichtlich vieler Länder und hinsichtlich großer Königreiche von Krieg und von Unglück und von Pest. 9 Was den Propheten betrifft, der von Frieden prophezeit, wenn das Wort des Propheten eintrifft, wird der Prophet, den Jehova in Wahrheit gesandt hat, erkannt werden.“
Tja, manche lernen es scheinbar nie. Gerade noch hat Jeremia Jehovas Urteil über die falschen Propheten gesprochen, als Hananja aufsteht und sich wichtig tut (Verse 10-11).
Und nun? Kann er Jeremia und Jehova damit beeindrucken? (Verse 12-14)
Jeremia 28:15-17
Und Jeremia, der Prophet, sagte weiter zu Hanạnja, dem Propheten: „Höre bitte, o Hanạnja! Jehova hat dich nicht gesandt, sondern du selbst hast dieses Volk auf Falschheit vertrauen lassen. 16 Dies ist daher, was Jehova gesprochen hat: ‚Siehe! Ich sende dich von der Oberfläche des Erdbodens hinweg. Dieses Jahr sollst du sterben, denn du hast offenkundige Auflehnung gegen Jehova geredet.‘ “
17 Da starb Hanạnja, der Prophet, in jenem Jahr im siebten Monat.
Sein hochmütiges und anmaßendes Getue (vielleicht um sein Gesicht vor dem Volk zu wahren) hat ihm nichts genutzt.
Was wir auch tun, um gegen den Beschluß Jehovas zu reden – es wird keinen Erfolg haben.
Jehova wird sein Wort und seinen Vorsatz auf jeden Fall ausführen. Wie er es hier bei Hananja getan hat.
Denn dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: „Laßt euch nicht von euren Propheten, die mitten unter euch sind, und von denen von euch, die Wahrsagerei treiben, betrügen, und hört nicht auf ihre Träume, die sie träumen. 9 Denn ‚in Falschheit prophezeien sie euch in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt‘ ist der Ausspruch Jehovas.“ ‘ “
Jehova warnt sie nochmals nachhaltig, sagt ihnen, wie sie im Exil leben sollten.
Aber er zeigt ihnen auch, dass das, was er beschlossen hat, auch tatsächlich eintreffen wird – auch wenn wieder falsche Propheten auftreten sollten und etwas anderes in seinem Namen behaupten würden.
Jeremia 29:10-11
„Denn dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚In Übereinstimmung mit der Erfüllung von siebzig Jahren in Babylon werde ich euch meine Aufmerksamkeit zuwenden, und ich will euch gegenüber mein gutes Wort bestätigen, indem ich euch an diesen Ort zurückbringe.‘
11 ‚Denn ich selbst weiß ja, welche Gedanken ich euch gegenüber habe‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚Gedanken des Friedens und nicht des Unglücks, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.
So ist Jehova: in dem Moment wo er sein halsstarriges und ungehorsames Volk bestraft hat, ist er schon wieder voller Liebe zu ihnen und macht ihnen Mut.
Wer ist ein Gott wie dieser?
Und ihr werdet mich gewiß anrufen und kommen und zu mir beten, und ich will auf euch hören.‘
13 ‚Und ihr werdet mich tatsächlich suchen und [mich] finden, denn ihr werdet mit eurem ganzen Herzen nach mir suchen. 14 Und ich will mich von euch finden lassen‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Und ich will eure Gefangenenschar versammeln und euch zusammenbringen aus allen Nationen und aus allen Orten, wohin ich euch versprengt habe‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Und ich will euch an den Ort zurückführen, von dem ich euch ins Exil gehen ließ.‘
Was für ein Gott?
Läuft nicht unser Herz voller Liebe und Dankbarkeit zu ihm über?
Wie kann man nur so einen wundervollen Gott gegen leblose Götzen oder fremde hartherzige Götter eintauschen?
Selbst, wenn diese mir das Leben erleichtern würden in Momenten, wo Jehova noch abwartet, weil es noch nicht SEINE Zeit ist – ich würde niemals tauschen wollen.
Dies ist mein Gott! Und in seinem Namen will ich wandeln. Komme da, was wolle!
O fragt bitte und seht, ob ein Männlicher gebiert. Wie kommt es, daß ich jeden kräftigen Mann mit seinen Händen auf seinen Lenden gesehen habe gleich einer Gebärenden und alle Gesichter in Blässe verwandelt?
heute möglich?
Nein!
Der “Mann”, der nun bereits ein zweites Baby erwartet, ist eigentlich eine Frau. Nur wollte “er” keine Frau mehr sein und hat sich deshalb einer OP unterzogen. Ist “er” daher wirklich ein Mann?
Jeremia 30:12-15
Denn dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Es gibt keine Heilung für deinen Zusammenbruch. Dein Schlag ist chronisch. 13 Es gibt keinen, der deine Sache vertritt, für [dein] Geschwür. Es gibt kein Heilmittel, kein Heilpflaster für dich. 14 Alle, die dich inbrünstig lieben, sie haben dich vergessen. Du bist nicht die, nach der sie ständig suchen. Denn mit dem Schlag eines Feindes habe ich dich geschlagen, mit der Züchtigung eines Grausamen, wegen der Menge deiner Vergehungen; deine Sünden sind zahlreich geworden. 15 Warum schreist du wegen deines Zusammenbruchs? Dein Schmerz ist unheilbar wegen der Menge deiner Vergehungen; deine Sünden sind zahlreich geworden. Ich habe dir diese Dinge getan
Noch mal der Grund, warum Jehova sein Volk straft. Hier wird ganz deutlich, wie Jehova empfindet, wenn sie sich nun über die Strafe beschweren.
Jeremia 30:22-24
„Und ihr werdet gewiß mein Volk werden, und ich selbst werde euer Gott werden.“
23 Siehe! Ein Windsturm von Jehova, Grimm selbst ist ausgegangen, ein dahinfegender Sturm. Auf das Haupt der Bösen wird er niederwirbeln. 24 Jehovas Zornglut wird sich nicht abwenden, bis er vollzogen und bis er ausgeführt haben wird die Gedanken seines Herzens. Im Schlußteil der Tage werdet ihr auf dieses achten.
„Zu jener Zeit“, ist der Ausspruch Jehovas, „werde ich zum Gott werden allen Familien Israels; und was sie betrifft, sie werden mein Volk werden.“
2 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Das Volk derer, die das Schwert überleben, fand Gunst in der Wildnis, als Israel wanderte, um seine Ruhe zu erlangen.“ 3 Von fern her erschien mir Jehova selbst [und sagte]: „Und mit einer Liebe auf unabsehbare Zeit habe ich dich geliebt. Darum habe ich dich mit liebender Güte gezogen. 4 Noch werde ich dich wieder aufbauen, und du wirst tatsächlich wieder aufgebaut werden, o Jungfrau Israel. Du wirst dich noch mit deinen Tamburinen schmücken und tatsächlich ausziehen im Reigentanz der Lachenden. 5 Du wirst noch Weingärten pflanzen in den Bergen Samạrias. Die Pflanzer werden gewiß pflanzen und anfangen, [sie] zu nutzen. 6 Denn da ist ein Tag, an dem diejenigen, die in der Berggegend von Ẹphraim Ausschau halten, tatsächlich ausrufen werden: ‚O macht euch auf, und laßt uns nach Zion hinaufziehen, zu Jehova, unserem Gott!‘ “
Ja, so ist mein Gott: wirklich barmherzig und gnädig. Gerade hat er ihnen sein Strafgericht verkündet – und schon macht er ihnen Hoffnung.
“Ja, ich strafe euch, weil ihr euch hartnäckig weigert, mir zu gehorchen. aber ich liebe euch und wenn ihr nun umkehrt, werde ich euch wieder mein Angesicht zuwenden und euch heilen.”
Wer ist ein Gott wie dieser?
“Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken – und meine Gedanken sind höher als eure Gedanken.”
Wie wahr!
Mal ganz ehrlich: Wer von uns hat eine solche Größe, dass er denen, die ihn über Jahre verhöhnen und verleumden, denen die sich hartnäckig weigern von ihrem schlechten Tun umzukehren, so tun kann?
Wie würde ich reagieren, wenn die Schadenstifter von ihrem verkehrten Wege umkehren, nachdem sie dafür bestraft wurden? Würde ich ihnen ebenso vergeben können, wie Jehova es hier tut?
Könnte ich ihnen noch glauben und vertrauen, alles vergessen und neu anfangen?
Ich wünsche mir das von Herzen, denn ganz hinten, in einem geheimen Winkel meines Herzens, tun sie mir leid.
Trotzdem wird das schwer für mich werden, wenn wir dann noch in diesem alten System leben. Aber ich möchte meinem Gott auch in dieser Hinsicht nachahmen, denn das beeindruckt mich schwer!
Mein geliebter Mann schafft das übrigens: egal, wie sehr ich ihn auch mit meinem Verhalten gekränkt haben mag, wenn ich mich entschuldige, sagt er immer “ach, das war doch gestern. Heute ist Heute. Und nun gucken wir nach vorn”.
Teilweise kann ich das auch, aber nicht so gut wie er und Fine. Ich kämpfe immer noch dagegen an, nachtragend zu sein.
Aber dieser Charakterzug beeindruckt mich zutiefst. Ich weiss, wie schwer es ist, so zu reagieren, wenn mich jemand immer wieder kränkt, auch wenn es dieser nur aus Schwäche tut.
Mir vorzustellen, so liebevoll und barmherzig mit einer Person zu sein, die mich über Jahre so gekränkt hat – und dies nicht aus Schwäche, sondern weil sie bösartig ist und ihre Freude daran hat…
Aber eins wird ja in den letzten Kapiteln auch wieder deutlich: Jehova vergiebt ihnen, weil sie aufrichtig bereuen und ihn nun mit ganzem Herzen suchen.
Wenn jemand so aufrichtig bereut, dann fällt es sicherlich auch mir leichter, ihm zu vergeben, nach vorn zu schauen und fortan das Gute in ihm zu sehen.
Was für ein Gott!
Und wir dürfen ihm dienen!
Machen wir Gebrauch von diesem Vorrecht?
Jeremia 31:7-9
Denn dies ist, was Jehova gesagt hat: „Jubelt Jakob mit Freude zu, und jauchzt an der Spitze der Nationen. Verkündigt [es]. Preiset und sprecht: ‚Rette, o Jehova, dein Volk, den Überrest Israels.‘ 8 Seht, ich bringe sie aus dem Land des Nordens, und ich will sie zusammenbringen von den entlegensten Teilen der Erde. Unter ihnen werden der Blinde und der Lahme sein, die Schwangere und die Gebärende, allesamt. Als eine große Versammlung werden sie hierher zurückkehren. 9 Mit Weinen werden sie kommen, und mit [ihren] flehentlichen Bitten um Gunst werde ich sie herbringen. Ich werde sie zu wasserführenden Wildbachtälern wandern lassen, auf einem rechten Weg, auf dem sie nicht zum Straucheln veranlaßt werden. Denn ich bin Israel zum Vater geworden; und was Ẹphraim betrifft, er ist mein Erstgeborener.“
‚Und es gibt eine Hoffnung für deine Zukunft‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und die Söhne werden zweifellos in ihr eigenes Gebiet zurückkehren.‘ “
18 „Ganz bestimmt habe ich gehört, wie sich Ẹphraim selbst bedauerte: ‚Du hast mich zurechtgebracht, damit ich zurechtgebracht werde, wie ein Kalb, das nicht abgerichtet worden ist. Veranlasse mich umzukehren, und ich will umkehren, denn du bist Jehova, mein Gott. 19 Denn nach meiner Umkehr empfand ich Bedauern; und nachdem ich zur Erkenntnis geführt worden war, schlug ich [mir] auf den Oberschenkel. Ich schämte mich, und ich fühlte mich auch gedemütigt, denn ich hatte die Schmach meiner Jugend getragen.‘ “
20 „Ist mir Ẹphraim ein teurer Sohn oder ein lieb behandeltes Kind? Denn in dem Maße, wie ich gegen ihn rede, werde ich ganz bestimmt weiter an ihn denken. Darum sind meine Eingeweide seinetwegen ungestüm geworden. Auf jeden Fall werde ich mich seiner erbarmen“ ist der Ausspruch Jehovas.
Jeremia 31:31-34
„Siehe! Es kommen Tage“, ist der Ausspruch Jehovas, „da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen; 32 nicht einen wie den Bund, den ich mit ihren Vorvätern schloß an dem Tag, an dem ich ihre Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, ‚welchen meinen Bund s i e brachen, obwohl ich selbst ihr ehelicher Besitzer war‘ ist der Ausspruch Jehovas.“
33 „Denn das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde“ ist der Ausspruch Jehovas. „Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen, und in ihr Herz werde ich es schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.“
34 „Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Gefährten und ein jeder seinen Bruder lehren, indem [sie] sprechen: ‚Erkennt Jehova!‘, denn sie alle werden mich erkennen, von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten“ ist der Ausspruch Jehovas. „Denn ich werde ihre Vergehung vergeben, und ihrer Sünde werde ich nicht mehr gedenken.“
Ja, Jehova sagt ihnen bereits jetzt, während sie noch weiterhin auf ihren schlechten Wegen verharren, dass es eine Zeit geben wird, wo sie zu ihm umkehren und er sie voller Liebe und Verzeihens in den Arm nehmen und an sein Herz drücken würde.
„Ach, o Souveräner Herr Jehova! Siehe, du selbst hast die Himmel und die Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm. Die ganze Sache ist nicht zu wunderbar für dich, 18 den Einen, der liebende Güte gegenüber Tausenden übt und das Vergehen der Väter in den Busen ihrer Söhne nach ihnen vergilt, den [wahren] Gott, den Großen, den Starken, Jehova der Heerscharen ist sein Name, 19 groß an Rat und überströmend an Taten, du, dessen Augen über alle Wege der Menschensöhne geöffnet sind, um jedem gemäß seinen Wegen und gemäß der Frucht seiner Handlungen zu geben; 20 du, der du Zeichen und Wunder setztest im Land Ägypten bis auf diesen Tag und in Israel und unter den Menschen, damit du dir selbst einen Namen machest so wie an diesem Tag. 21 Und du gingst daran, dein Volk Israel aus dem Land Ägypten herauszuführen mit Zeichen und mit Wundern und mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit großer Furchteinflößung.
Hier fasst Jeremia meine Empfindungen in Worte. Er erinnert das Volk daran, dass Jehova sie immer wieder aus ihrer Bedrängnis befreit hat.
Es ist einfach zu schön, um es euch vorzuenthalten. Und auch, wenn ihr diese Verse gerade selber in eurer Bibel gelesen habt – sie sind so schön, dass man sie einfach nochmal lesen muss.
Das mache ich übrigens immer wieder, wenn ich in der Bibel lese. Manche lese ich noch mal und dann oft nach einer Pause nochmal. Sie sind so schön, dass ich sie “mir einfach auf der Zunge zergehen lassen” muss!
Jeremia 32:26-27
26 Darauf erging das Wort Jehovas an Jeremia und lautete: 27 „Hier bin ich, Jehova, der Gott allen Fleisches. Ist für mich überhaupt irgendeine Sache zu wunderbar?
Er sagt ihnen, dass er sie auch dieses Mal wieder befreien wird, wenn es an der Zeit ist. Was für ein wundervoller Gedanke!
‚Denn die Söhne Israels und die Söhne Judas haben sich nur als Täter dessen erwiesen, was böse war in meinen Augen, von ihrer Jugend an; denn die Söhne Israels kränken mich sogar durch das Werk ihrer Hände‘ ist der Ausspruch Jehovas. 31 ‚Denn diese Stadt ist von dem Tag an, da man sie baute, bis auf diesen Tag nichts als eine Ursache zum Zorn in mir und eine Ursache zum Grimm in mir geworden, so daß ich sie von meinem Angesicht entferne 32 wegen all der Schlechtigkeit der Söhne Israels und der Söhne Judas, die sie getan haben, um mich zu kränken, sie, ihre Könige, ihre Fürsten, ihre Priester und ihre Propheten und die Männer von Juda und die Bewohner von Jerusalem. 33 Und sie wandten mir ständig den Rücken zu und nicht das Gesicht; obwohl man sie lehrte, indem man sich früh aufmachte und lehrte, aber keiner von ihnen hörte zu, um Zucht anzunehmen. 34 Und sie gingen daran, ihre abscheulichen Dinge in das Haus zu setzen, über dem mein eigener Name genannt worden ist, um es zu verunreinigen. 35 Ferner bauten sie die Höhen Baals, die im Tal des Sohnes Hịnnoms sind, um ihre Söhne und ihre Töchter dem Mọlech durch [das Feuer] gehen zu lassen, etwas, was ich ihnen nicht gebot, noch kam es in meinem Herzen auf, diese Abscheulichkeit zu tun zu dem Zweck, Juda zum Sündigen zu veranlassen.‘
36 Und nun, darum hat Jehova, der Gott Israels, hinsichtlich dieser Stadt, von der ihr sagt, sie werde gewiß durch das Schwert und durch die Hungersnot und durch die Pest in die Hand des Königs von Babylon gegeben werden, dies gesprochen: 37 ‚Siehe, ich bringe sie aus allen Ländern zusammen, wohin ich sie versprengt haben werde in meinem Zorn und in meinem Grimm und mit großem Unmut; und ich will sie an diesen Ort zurückbringen und sie in Sicherheit wohnen lassen. 38 Und sie werden gewiß mein Volk werden, und ich selbst werde ihr Gott werden. 39 Und ich will ihnen e i n Herz und e i n e n Weg geben, damit sie mich allezeit fürchten, zum Guten für sie und für ihre Söhne nach ihnen. 40 Und ich will mit ihnen einen auf unabsehbare Zeit dauernden Bund schließen, daß ich mich nicht hinter ihnen her [davon] abwenden werde, ihnen Gutes zu tun; und die Furcht vor mir werde ich in ihr Herz legen, damit sie nicht von mir abweichen. 41 Und ich will über sie frohlocken, um ihnen Gutes zu tun, und ich will sie in diesem Land pflanzen in Wahrhaftigkeit mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Seele.‘ “
42 „Denn dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚So, wie ich über dieses Volk all dieses große Unglück gebracht habe, so bringe ich über sie all das Gute, das ich sie betreffend rede.
Wundervoll!
Wieder dieses Zusammenspiel:
“das, was ihr da tut, kränkt mich. Wegen eurem Ungehorsam muss ich euch bestrafen. Aber ich weiss, dass ihr es dann begreifen und zu mir umkehren werdet. Ich freue mich schon darauf, weil ich euch dann liebende Güte erweisen kann und euch segnen. Denn es macht mir viel mehr Freude, euch Gutes zu tun, als euch zu strafen.”
Und einem solchen Gott wenden manche den Rücken?
Tauschen ihn lieber gegen irgendwelche “mistigen Götzen” oder andere Götter, die sich dem Widersacher in seiner Rebellion angeschlossen haben?
Unvorstellbar!
Jeremia 32:42-44
42 „Denn dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚So, wie ich über dieses Volk all dieses große Unglück gebracht habe, so bringe ich über sie all das Gute, das ich sie betreffend rede. 43 Und es werden gewiß Felder gekauft werden in diesem Land, von dem ihr sagen werdet: „Es ist eine wüste Einöde, ohne Mensch und Haustier. Es ist in die Hand der Chaldạ̈er gegeben worden.“ ‘
44 ‚Ja Felder wird man um Geld kaufen, und man wird es in die Urkunde einschreiben und es versiegeln, und man wird Zeugen nehmen im Land Bẹnjamin und in den Umgebungen Jerusalems und in den Städten von Juda und in den Städten der Berggegend und in den Städten der Niederung und in den Städten des Südens, denn ich werde ihre Gefangenen zurückbringen‘ ist der Ausspruch Jehovas.“
‚Siehe, ich führe für sie Genesung und Gesundheit herbei; und ich will sie heilen und ihnen eine Fülle von Frieden und Wahrheit offenbaren. 7 Und ich will die Gefangenen Judas und die Gefangenen Israels zurückbringen, und ich will sie bauen so wie zu Beginn. 8 Und ich will sie reinigen von all ihrer Vergehung, womit sie gegen mich gesündigt haben, und ich will all ihre Vergehungen vergeben, womit sie gegen mich gesündigt haben und womit sie sich gegen mich vergangen haben. 9 Und sie wird mir gewiß zum Namen des Frohlockens, zum Lobpreis und zur schönen Auszeichnung gegenüber all den Nationen der Erde werden, die von all dem Guten hören werden, das ich ihnen erweise. Und sie werden bestimmt erschaudern und erbeben wegen all des Guten und wegen all des Friedens, den ich ihr zukommen lasse.‘ “
„Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Geh, und du sollst zu den Männern von Juda und zu den Bewohnern von Jerusalem sagen: „Habt ihr nicht fortgesetzt Mahnungen empfangen, meinen Worten zu gehorchen?“ ist der Ausspruch Jehovas. 14 „Man hat die Worte Jọnadabs, des Sohnes Rẹchabs, ausgeführt, die er seinen Söhnen gebot, [nämlich] keinen Wein zu trinken, und sie haben keinen getrunken bis auf diesen Tag, weil sie dem Gebot ihres Vorvaters gehorcht haben. Und was mich betrifft, ich habe zu euch geredet, früh mich aufmachend und redend, aber ihr habt mir nicht gehorcht. 15 Und ich sandte ständig all meine Knechte, die Propheten, zu euch, früh mich aufmachend und [sie] sendend, und sprach: ‚Kehrt bitte um, jeder von seinem schlechten Weg, und macht eure Handlungen gut, und wandelt nicht anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen. Und bleibt auf dem Erdboden wohnen, den ich euch und euren Vorvätern gegeben habe.‘ Doch ihr neigtet euer Ohr nicht, noch hörtet ihr auf mich. 16 Aber die Söhne Jọnadabs, des Sohnes Rẹchabs, haben das Gebot ihres Vorvaters ausgeführt, das er ihnen gebot; aber was dieses Volk betrifft, sie haben nicht auf mich gehört.“ ‘ “
Jeremia 35:17
„Dies ist daher, was Jehova, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Siehe, ich bringe über Juda und über alle Bewohner Jerusalems all das Unglück, das ich gegen sie geredet habe, darum, daß ich zu ihnen geredet habe, sie aber nicht hörten, und ich ihnen ständig zurief, sie aber nicht antworteten.‘ “
Ist Jehova nun unbarmherzig und brutal?
Wie empfinden wir, wenn wir diese Verse lesen?
Wie denken wir über das Volk? Tun sie uns leid?
Wie betrifft das Gelesene uns persönlich?
Jeremia 35:18-19
Und zu der Hausgemeinschaft der Rechabịter sagte Jeremia: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Darum, daß ihr dem Gebot Jọnadabs, eures Vorvaters, gehorcht habt und fortfahrt, alle seine Gebote zu halten und gemäß allem zu tun, was er euch geboten hat, 19 darum hat Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, dies gesagt: „Es wird von Jọnadab, dem Sohn Rẹchabs, kein Mann davon abgeschnitten werden, vor mir zu stehen allezeit.“ ‘ “
Und Jeremia rief dann Bạruch, den Sohn Nerịjas, damit Bạruch aus dem Mund Jeremias all die Worte Jehovas, die ER zu ihm geredet hatte, auf die Buchrolle schrieb. 5 Dann gebot Jeremia Bạruch, indem [er] sprach: „Ich bin eingeschlossen. Ich kann nicht in das Haus Jehovas hineingehen. 6 Und du selbst sollst hineingehen und aus der Rolle, die du aus meinem Mund geschrieben hast, die Worte Jehovas vor den Ohren des Volkes im Haus Jehovas am Fasttag vorlesen; und auch vor den Ohren aller von Juda, die aus ihren Städten herkommen, solltest du sie vorlesen. 7 Vielleicht fällt ihr Flehen um Gunst vor [das Angesicht] Jehovas nieder, und sie werden umkehren, jeder von seinem schlechten Weg, denn groß ist der Zorn und der Grimm, wovon Jehova gegen dieses Volk geredet hat.“
wie wir sehen, hat auch Jeremia Mitleid mit dem Volk. Er wünscht sich bis zum Schluß, dass sie doch umkehren und von dem Strafgericht verschont bleiben würden.
Nun wird es interessant. Baruch liest die Rolle vor dem ganzen Volk vor (Vers 10). Die Reaktion?
Jeremia 36:11-13
11 Und Michạja, der Sohn Gemạrjas, des Sohnes Schạphans, bekam alle Worte Jehovas aus dem Buch zu hören. 12 Darauf ging er zum Haus des Königs hinab, zum Speiseraum des Sekretärs, und siehe, dort saßen alle Fürsten, Elischạma, der Sekretär, und Delạja, der Sohn Schemạjas, und Ẹlnathan, der Sohn Ạchbors, und Gemạrja, der Sohn Schạphans, und Zedekịa, der Sohn Hanạnjas, und alle anderen Fürsten. 13 Und Michạja teilte ihnen dann alle Worte mit, die er gehört hatte, als Bạruch vor den Ohren des Volkes aus dem Buch vorlas.
Darauf lassen die Fürsten Baruch mit der Buchrolle holen und nötigen ihn, ihnen auch daraus vorzulesen (Vers 14-15). Die Reaktion?
Jeremia 36:16
Nun geschah es, sobald sie alle Worte hörten, daß sie einander erschrocken anschauten; und sie sagten dann zu Bạruch: „Wir werden dem König ganz bestimmt alle diese Worte mitteilen.“
Sie laufen direkt zum König und seinem Gefolge und teilen ihm mit, was sie erfahren haben (Vers 17-20).
Der König lässt die Rolle holen und daraus vorlesen (Vers 21-22). Die Reaktion?
Jeremia 36:23-24
Dann geschah es, sobald Jehụdi drei oder vier Seitenspalten gelesen hatte, daß er daranging, es mit dem Messer des Sekretärs abzureißen und [es] dann in das Feuer zu werfen, das im Kohlenbecken war, bis sich zum Schluß die ganze Rolle in dem Feuer befand, das im Kohlenbecken war. 24 Und sie erschraken nicht; auch zerrissen der König und alle seine Diener, die all diese Worte hörten, ihre Kleider nicht.
Ganz schön abgebrüht, oder?
Aber das Gefolge des Königs hatte den Ernst der Lage erkannt – darum waren sie ja auch mit der Buchrolle zum König gegangen. Nun versuchen sie, ihm den Ernst klarzumachen (Vers 25-26). Leider erfolglos!
Was dachte der König sich?
Die Worte Jehovas machten ihn wütend. Das kann ich gut verstehen, denn sie wurden ja in gewisser Form damit angegriffen. Aber dachte der König wirklich, wenn er Jeremia den Mund verbot und die Rolle im Feuer verbrannte – dass er damit das Strafgericht stoppen könne?
Warum reagierte er so? Warum lief er weiterhin stur auf den Abgrund zu, laut über Jeremia und seine Worte (die ja eigentlich Jehovas Worte waren) schimpfend?
Warum reagierte er so stur und kam nicht zur Besinnung?
Es wäre so leicht gewesen zu sagen “ups, ich habe Mist gebaut, das tut mir leid. Ich werde mich bessern”.
Dann hätte Jehova sich seiner erbarmen können und er hätte damit das Strafgericht abgewendet.
Warum sind manche Menschen so stur und unvernünftig?
Sind wir selbst vielleicht auch “so eine Sorte Mensch”?
Müssen auch wir immer darauf beharren, im Recht zu sein – und versperren uns damit selbst den Weg zu Jehova?
Wie reagierte Jehova nun? War es ihm egal? “Bei dem ist doch Hopfen und Malz verloren”?
Jeremia 36:27-31
Und das Wort Jehovas erging weiter an Jeremia, nachdem der König die Rolle mit den Worten, die Bạruch aus dem Mund Jeremias geschrieben hatte, verbrannt hatte, und lautete: 28 „Nimm dir wieder eine Rolle, eine andere, und schreib darauf all die ersten Worte, die sich auf der ersten Rolle vorfanden, die Jọjakim, der König von Juda, verbrannt hat. 29 Und gegen Jọjakim, den König von Juda, solltest du sagen: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Du selbst hast diese Rolle verbrannt, indem [du] sagtest: ‚Warum hast du darauf geschrieben, indem [du] sprachst: „Ganz bestimmt wird der König von Babylon kommen und wird dieses Land gewiß ins Verderben bringen und Mensch und Tier daraus aufhören lassen.“?‘ 30 Dies ist daher, was Jehova gegen Jọjakim, den König von Juda, gesagt hat: ‚Er wird schließlich niemand haben, der auf dem Thron Davids sitzt, und sein eigener Leichnam wird [zu] etwas werden, was der Hitze bei Tag und dem Frost bei Nacht hingeworfen sein wird. 31 Und ich will ihn und seine Nachkommen und seine Diener über ihr Vergehen zur Rechenschaft ziehen, und ich will über sie und über die Bewohner von Jerusalem und über die Männer von Juda all das Unglück bringen, das ich gegen sie geredet habe, und sie hörten nicht zu.‘ “ ‘ “
Was tat Jeremia? Sagte er zu Jehova “warum soll ich den ganzen Mist nochmal aufschreiben? Weisst du eigentlich, was das für eine Arbeit ist? Das ist doch eh verlorene Liebesmüh. Der ändert sich ja doch nicht. Das einzige, was noch passieren wird, ist dass es mir an den Kragen gehen wird.”?
Nein, Jeremia schrieb die Worte nochmals gehorsam auf, ebenso wie den Zusatz für König Zedekia.
Jeremia 36:32
Und Jeremia seinerseits nahm eine andere Rolle und gab sie dann Bạruch, dem Sohn Nerịjas, dem Sekretär, der daranging, aus dem Mund Jeremias alle Worte des Buches darauf zu schreiben, das Jọjakim, der König von Juda, im Feuer verbrannt hatte; und es wurden viele weitere Worte gleich jenen zu ihnen hinzugefügt.
Und König Zedekia, der Sohn Josias, begann an Stelle Konjas, des Sohnes Jojakims, zu regieren, den Nebukadrezar, der König von Babylon, im Land Juda zum König gemacht hatte. 2 Und er selbst und seine Diener und das Volk des Landes hörten nicht auf die Worte Jehovas, die er durch Jeremia, den Propheten, redete.
3 Und König Zedekia sandte dann Jehuchal, den Sohn Schelemjas, und Zephanja, den Sohn Maasejas, den Priester, zu Jeremia, dem Propheten, und ließ sagen: “Bete bitte zu unseren Gunsten zu Jehova, unserem Gott.”
Hä?
Sie “hörten nicht auf die Worte Jehovas”, aber sie sagten zu Jeremia: “Bete bitte zu unseren Gunsten zu Jehova”.
Was sollte das denn?
Was haben sie sich denn dabei gedacht?
Dachten sie, Jehova würde dieses Gebet erhören? Warum sollte er das tun?
Und Schephatja, der Sohn Mattans, und Gedalja, der Sohn Paschhurs, und Juchal, der Sohn Schelemjas, und Paschhur, der Sohn Malkijas, bekamen die Worte zu hören, die Jeremia zum ganzen Volk redete, indem [er] sagte: 2 “Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‘Wer in dieser Stadt wohnen bleibt, der wird durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest sterben. Wer aber zu den Chaldaern hinausgeht, der wird am Leben bleiben, und er wird seine Seele zweifellos zur Beute haben und leben.’ 3 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‘Diese Stadt wird ganz bestimmt in die Hand der Streitmacht des Königs von Babylon gegeben werden, und er wird sie gewiß einnehmen.’ ”
4 Und die Fürsten begannen zum König zu sagen: “Möge dieser Mann bitte zu Tode gebracht werden, denn so schwächt er die Hände der Kriegsleute, die in dieser Stadt übriggeblieben sind, und die Hände des ganzen Volkes, indem er zu ihnen gemäß diesen Worten redet. Denn dieser Mann trachtet nicht nach dem Frieden dieses Volkes, sondern nach Unglück.” 5 Da sprach König Zedekia: “Siehe! Er ist in euren Händen. Denn es gibt überhaupt nichts, worin der König selbst die Oberhand über euch gewinnen kann.”
“Dieser Mann trachtet nicht nach dem Frieden des Volkes, sondern nach Unglück”.
“Sie bedroht mich mit dem Tod”.
Wie hätten wir empfunden, wenn wir an der Stelle dieser Männer gewesen wären?
Dann sprach König Zedekia zu Jeremia: “Mir bangt vor den Juden, die zu den Chaldaern abgefallen sind, davor, daß sie mich in ihre Hand geben und sie mich gewiß schimpflich behandeln könnten.” 20 Jeremia aber sagte: “Man wird [dich] nicht übergeben. Gehorche bitte der Stimme Jehovas in dem, was ich zu dir rede, und es wird dir gutgehen, und deine Seele wird weiterhin leben. 21 Wenn du dich aber weigerst hinauszugehen, so ist dies die Sache, die Jehova mich hat sehen lassen:
Immer wieder das, was Jehova gesagt hat – mit der Bitte, Jehova doch zu gehorchen, damit er ihnen Barmherzigkeit erweisen kann.
Wie hätten wir an der Stelle des Königs reagiert?
Hätten wir auf die Stimme des Propheten und somit auf Jehova gehort?
Hätten wir genug Vertrauen gehabt, das uns Jehova sicherlich nicht “in eine Falle locken” würde?
Kennen wir Jehova und seine Maßstäbe gut genug, um 100% auf ihn zu vertrauen?
“Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‘Wer in dieser Stadt wohnen bleibt, der wird durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest sterben. Wer aber zu den Chaldaern hinausgeht, der wird am Leben bleiben, und er wird seine Seele zweifellos zur Beute haben und leben.’ 3 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‘Diese Stadt wird ganz bestimmt in die Hand der Streitmacht des Königs von Babylon gegeben werden, und er wird sie gewiß einnehmen.’ “
das war, was Jeremia im Auftrag Jehovas gesagt hatte. Der König hat danach seine Hand schützend über Jeremia gehalten. Und nun passiert sowas:
Jeremia 39:4-7
Nun geschah es, sobald Zedekia, der König von Juda, und alle Kriegsleute sie sahen, daß sie begannen, wegzueilen und bei Nacht aus der Stadt hinauszugehen auf dem Weg des Königsgartens durch das Tor zwischen der Doppelmauer; und sie zogen weiter fort auf dem Weg der Araba. 5 Und eine Streitmacht der Chaldaer jagte ihnen dann nach, und sie holten Zedekia schließlich in den Wüstenebenen von Jericho ein. Dann nahmen sie ihn und brachten ihn zu Nebukadrezar, dem König von Babylon, nach Ribla im Land Hamath hinauf, damit er über ihn richterliche Entscheidungen fällte. 6 Und der König von Babylon ging daran, die Söhne Zedekias in Ribla vor seinen Augen hinzuschlachten, und alle Edlen von Juda schlachtete der König von Babylon hin. 7 Und die Augen Zedekias blendete er, worauf er ihn mit kupfernen Fesseln band, um ihn nach Babylon zu bringen.
Was ist passiert?
Hatte Zedekia nicht das getan, was Jehova gesagt hatte? Er war nicht in der Stadt gebieben.
Ja, er war noch am Leben – aber war dies wirklich “ein Glück”?
Stellen wir uns vor, dass wir dabei zusehen müssten, wie man vor unseren Augen unsere geliebten Kinder hinrichtet Und dann blendet man unsere Augen, so dass dies die letzten Bilder sind, die wir gesehen haben. Dass diese Bilder künftig immer vor unseren Augen stehen werden.
Empfinden wir es dann als Glùck, dass wir überlebt haben?
Fühlen wir uns dann als “von Jehova belohnt”, weil wir auf sein Wort gehört haben?
Ja, ER hat sein Wort gehalten: weil wir nicht in der Stadt geblieben sind, wurde unser Leben verschont.
Würden wir uns von Jehova betrogen fühlen?
Jeremia 39:18
‘Denn ich werde ganz bestimmt für dein Entrinnen sorgen, und durch das Schwert wirst du nicht fallen; und deine Seele wird dir gewiß zur Beute sein, weil du auf mich vertraut hast’ ist der Ausspruch Jehovas.”
Sorry, nun bin ich an Jeremia Kapitel 39 hängen geblieben, denn es irritiert mich erst mal.
Die ganzen letzten Tage war ich voller Begeisterung über unseren liebevollen, barmherzigen und gerechten Gott. Wie wunderbar es doch ist, dass er uns sündigen Menschen immer wieder seine Hand entgegenstreckt – obwohl wir zur Zeit immer noch hartnäckig an unserem Ungehorsam festhalten.
Wer ist ein Gott wie dieser?
Ich konnte nicht verstehen, warum das Volk immer noch hartnäckig in seinem verkehrten Tun verharrt. Warum sie nicht einfach seine Hand nehmen und zu ihm umkehrten..
Ja klar, Jehova bietet ihnen versöhnlich seine Hand, sagt ihnen, dass er sie leider strafen muss, aber dass er sich dann wieder ihnen zuwenden wird (wenn sie aufrichtig bereuen und zu ihm umkehren) und sie befreien wird und dann segnen wird.
Ja, ich habe viele schlaue Dinge dazu gesagt. Dass sie ja immerhin gesündigt hatten und ihre Strafe verdient haben. Daher sollten sie sie doch bitte auch demütig annehmen – ohne zu klagen.
Und nun klage ich selbst, wo ich lese, was Zedekia erdulden musste. Er tut mir leid. War er nicht bereits vor der Strafe zur Besinnung gekommen? Immerhin hatte er zum Schluß Jeremia vor den aufgebrachten Menschen geschützt. Und nun so eine harte Strafe?
Im ersten Moment tut er mir leid und ich empfinde seine Strafe als ungewöhnlich hart. Als etwas, was nicht so richtig zu Jehova und seiner Persönlichkeit passt. Wo ist denn da seine Barmherzigkeit und seine Versöhnlichkeit?
Ja sicherlich, Zedekia hatte verwerflich gehandelt – aber er war zum Schluß einsichtig, hatte sich nach dem Wort Jehoas erkundigt und seinen Propheten geschützt.
Es stimmt auch, dass Jehova von sich wohl sagt, dass er barmherzig und gnädig ist, zum Vergeben bereit – aber er sagt auch, dass er keinesfalls Straffreiheit gewähren würde.
Wie hat er in anderen Fällen gehandelt?
Wie war es bei David und Bathseba?
Als David seine Sünde erkannte, bekannte er sie und bereute. Und Jehova vergab ihm und Bathseba. Aber ER strafte auch diesen Mann und seine Frau sehr hart, denn er brachte das gemeinsame Kind – die Frucht der Sünde – um.
Dies war sicherlich auch für diese beiden sehr sehr hart. Aber sie nahmen die Strafe demütig an und nach dem ersten Schmerz beklagten sie sich nicht mehr darüber, sondern nahmen sie als verdiente Strafe an.
Später segnete Jehova die beiden für ihre aufrichtige Reue und erwählte den nächsten Sohn der Beiden als den Samen, aus dem der Messias hervorgehen würde. Und das, obwohl David bereits davor viele Söhne von anderen Frauen hatte.
Könnte man nun also sagen, “es hat sich ja für Zedekia garnicht gelohnt, dass er zum Schluss bereute, zu Jehoa umkehrte und auf ein Wort hörte”?
Am Anfang, beim ersten Lesen habe ich so gedacht und auch so empfunden. Ich war irgendwie wütend auf Jehova und von ihm enttäuscht. Aber nun, wo ich näher darüber nachgedacht habe, sehe ich das etwas anders.
Wenn Reue und Umkehr zu Jehova automatisch Straffreiheit bedeuten würde, dann wäre das sicherlich leicht. Auch für diejenigen, die ein wirklich böses Herz haben und egoistisch nur nach ihren eigenen Interessen ausblicken und für ihr persönliches Glück über Leichen gehen.
So können wir aber zeigen, dass wir aufrichtig bereuen und nun wirklich unserem Gott dienen wollen – egal, wie hoch der Preis auch ist.
Denn: warum kehre ich denn zu Jehova um??
Weil ich weiß, dass er mich sonst bestraft und “ich keinen Bock auf Strafe habe”?
Würde ich damit Jehova gefallen?
Oder kehre ich um, weil ich einsehe, dass ich falsch gehandelt und Jehova sehr gekränkt habe?
Möchte ich mich bessern und Jehova nun gefallen?
Würde ich dann nun zu ihm sagen:
“hey, du hast mich ja ausgetrixt. Du hast gesagt, wenn ich nicht in der Stadt bleibe, dann würde mir nix passieren. Und was ist? Hast du eine Ahnung, wie schlimm das nun für mich war? Wie konntest du zulassen, dass der König von Babylon sowas mit meinen Söhnen gemacht hat? Wozu habe ich denn dann auf dich gehört? Da hätte ich ja auch in der Stadt bleiben können!”
Nein, ich wäre trotzdem froh, auf Jehova gehört zu haben – denn nun habe ich wieder das Wohlgefallen Jehovas.
Ja, es tut verdammt weh, was mit meinen Söhnen passiert ist und dass ich das auch noch mit ansehen musste. Aber wie oft habe ich Jehova gekränkt? Wie sehr muss es IHN geschmerzt haben, dass ich mich solange hartnäckig geweigert habe, richtig zu handeln und zu ihm umzukehren?
Ja, das mit meinen Söhnen ist schlimm. Ich trauere um sie und ich werde sie schmerzlich vermissen. Aber ich weiß auch, dass Jehova fair ist. Weiß, dass er zu seiner Zeit die Toten wieder zum Leben erwecken wird.
Meine Söhne. Meine armen Söhne! Sie wurden dahingeschlachtet. Was sie wohl dabei empfunden haben? Wie gut, dass im Paradies “die früheren Dinge nicht mehr in den Sinn gerufen werden”.
Dass Jehova sie nicht nur auferwecken wird, sondern dass sie sich auch nicht mehr daran erinnern werden, wie sie gestorben sind. Sie werden sich nicht mehr an die Angst und Panik erinnern, als sie die Männer mit dem Schwert auf sich zukommen sahen und sie werden sich nicht mehr an den Schmerz erinnern, als sie ihnen die Köpfe abhieben.
So dass die Strafe eigentlich mich persönlich trifft und nicht wirklich meine Söhne. Denn ich muss nun damit leben. Dass meine Kinder meinetwegen sterben mussten. Muss mit dem Anblick leben, wie es geschah. Werde die Bilder immer vor Augen haben.
Und ich werde mich bemühen, mein Verhältnis zu Jehova wieder zu stärken, so dass ich sein Wohlgefallen wieder erlange und dann später im Paradies sein werde, um meine Söhne wieder in die Arme zu schließen.
Ja, das ist wirklich nichts für egoistische Menschen, denen es immer nur um sich selbst geht und darum, dass es ihnen selbst gut geht. Denen egal ist, wie Jehova denkt und fühlt.
Und so sortiert Jehova die Menschen bereits mit dem “ich werde keinesfalls Straffreiheit gewähren” aus. So dass man nicht als reinen Showact zu ihm umkehren kann, einzig und allein, um die Strafe abzuwenden und ansonsten weiterhin innerlich ein schlechter Mensch bleiben.
Jehova ist wirklich sehr weise.
Ich kann mir gut vorstellen, dass er Zedekia für die restliche Zeit die Kraft gegeben hat, um mit dem Geschehenen fertig zu werden, ohne den Verstand zu verlieren!
Dann kamen all die Obersten der Streitkräfte und Johanan, der Sohn Kareachs, und Jesanja, der Sohn Hoschajas, und alles Volk, vom Kleinsten ja bis zum Größten, herbei 2 und sprachen zu Jeremia, dem Propheten: “Möge unser Flehen um Gunst bitte vor dich niederfallen, und bete du doch zu unseren Gunsten zu Jehova, deinem Gott, zugunsten dieses ganzen Überrestes, denn wenige von vielen sind wir übriggeblieben, so wie deine Augen uns sehen. 3 Und möge Jehova, dein Gott, uns den Weg mitteilen, auf dem wir wandeln sollten, und die Sache, die wir tun sollten.”
4 Darauf sagte Jeremia, der Prophet, zu ihnen: “Ich habe [es] gehört. Siehe, ich bete zu Jehova, eurem Gott, gemäß euren Worten; und es wird gewiß geschehen, daß ich euch jedes Wort, das Jehova euch zur Antwort gibt, mitteilen werde. Ich werde euch kein Wort vorenthalten.”
5 Und sie ihrerseits sprachen zu Jeremia: “Möge sich Jehova als wahrer und treuer Zeuge gegen uns erweisen, wenn wir nicht genau jedem Wort entsprechend tun werden, mit dem Jehova, dein Gott, dich zu uns sendet. 6 Ob gut oder böse, es ist die Stimme Jehovas, unseres Gottes, zu dem wir dich senden, der wir gehorchen werden mit der Absicht, daß es uns gutgeht, weil wir der Stimme Jehovas, unseres Gottes, gehorchen.”
geht doch!
Jeremia 42:9-12
und er sagte weiter zu ihnen: “Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesprochen hat, zu dem ihr mich gesandt habt, um euer Flehen um Gunst vor ihn niederfallen zu lassen: 10 ‘Wenn ihr wirklich in diesem Land wohnen bleibt, so will ich euch aufbauen, und ich werde [euch] nicht niederreißen, und ich will euch pflanzen, und ich werde [euch] nicht ausreißen; denn ich werde bestimmt Bedauern empfinden über das Unglück, das ich euch verursacht habe. 11 Fürchtet euch nicht wegen des Königs von Babylon, vor dem ihr in Furcht seid.’
,Fürchtet euch nicht seinetwegen’, ist der Ausspruch Jehovas, ‘denn ich bin mit euch, um euch zu retten und euch aus seiner Hand zu befreien. 12 Und ich werde euch Barmherzigkeit erweisen, und er wird gewiß Erbarmen mit euch haben und euch auf euren eigenen Boden zurückbringen.
Wenn ihr aber sagt: “Nein; wir werden nicht in diesem Land wohnen!”, so daß ihr der Stimme Jehovas, eures Gottes, nicht gehorcht, 14 indem [ihr] sprecht: “Nein, sondern in das Land Ägypten werden wir ziehen, wo wir keinen Krieg sehen und den Schall des Horns nicht hören und nicht nach Brot hungern werden; und dort werden wir wohnen”; 15 nun denn, hört daher das Wort Jehovas, o Überrest Judas. Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesagt hat: “Wenn ihr selbst euer Angesicht ganz bestimmt darauf richtet, nach Ägypten zu ziehen, und ihr tatsächlich hinkommt, um dort als Fremdlinge zu weilen, 16 dann soll es geschehen, daß gerade das Schwert, vor dem ihr euch fürchtet, euch dort erreichen wird, im Land Ägypten, und gerade die Hungersnot, vor der euch bangt, wird euch auf dem Fuße dorthin nach Ägypten folgen; und dort werdet ihr sterben. 17 Und es wird geschehen, daß alle Männer, die ihr Angesicht darauf gerichtet haben, nach Ägypten zu ziehen, um dort als Fremdlinge zu weilen, die sein werden, die durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest sterben; und sie werden schließlich weder einen Überlebenden noch einen Entronnenen haben wegen des Unglücks, das ich über sie bringe.” ‘
Er war zwar aus der Stadt heraus gegangen, aber nicht mutig dem König von Babylon entgegen, wie Jehova gesagt hatte – sondern er war heimlich in eine andere Richtung geflohen. Vielleicht hatte er nicht genügend Vertrauen in Jehova, dass dieser ihn wirklich aus der Hand des Königs von Babylon befreien würde.
Wie sagte Jehova in Jeremia 42:15-16?
nun denn, hört daher das Wort Jehovas, o Überrest Judas. Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesagt hat: “Wenn ihr selbst euer Angesicht ganz bestimmt darauf richtet, nach Ägypten zu ziehen, und ihr tatsächlich hinkommt, um dort als Fremdlinge zu weilen, 16 dann soll es geschehen, daß gerade das Schwert, vor dem ihr euch fürchtet, euch dort erreichen wird, im Land Ägypten, und gerade die Hungersnot, vor der euch bangt, wird euch auf dem Fuße dorthin nach Ägypten folgen; und dort werdet ihr sterben.
Nun geschah es, sobald Jeremia zum ganzen Volk alle Worte Jehovas, ihres Gottes, mit denen ihn Jehova, ihr Gott, zu ihnen sandte, zu Ende geredet hatte, ja alle diese Worte, 2 daß dann Asarja, der Sohn Hoschajas, und Johanan, der Sohn Kareachs, und alle vermessenen Männer zu Jeremia sagten: “Es ist eine Unwahrheit, was du redest. Jehova, unser Gott, hat dich nicht gesandt und gesprochen: ‘Zieht nicht nach Ägypten, um dort als Fremdlinge zu weilen.’ 3 Sondern Baruch, der Sohn Nerijas, reizt dich gegen uns auf zu dem Zweck, uns in die Hand der Chaldaer zu geben, daß sie uns zu Tode bringen oder uns ins Exil nach Babylon führen.”
Boah, haben die eine Macke!
Manche lernen es scheinbar nie! Was soll das denn jetzt? Was wollen sie damit bezwecken?
Jehova lässt ihnen sagen, was sie tun sollen, damit sie keinen Schaden nehmen – und da stehen welche auf und sagen, dass die Worte nicht von Jehova sind?
Was denken sie eigentlich, wer sie sind?
“alle vermessenen Männer…”
Kein Wunder, dass Jehova sie später so hart bestraft. Sie haben es wahrlich verdient – sich wirklich hart erarbeitet.
Warum sie wohl so unvernünftig handeln?
Denken sie, sie könnten das Strafgericht aufhalten, wenn sie sagen “diese Worte kommen nicht von Jehova”? Aber Jehova weiss doch, was er gesagt hat. Er wird sich doch nicht von ein paar vermessenen Männern “für dum verkaufen lassen”.
Oder hatten sie einfach Angst, ihr Gesicht zu verlieren? Aber mal ehrlich, was nützt mir denn im Angesicht von Gottes Strafgericht, ob die anderen gut von mir denken? Müsste ich nicht viel lieber alles daran setzen, nun Jehova zu besänftigen, ihm zu gefallen, um zu überleben?
Wahrlich sture Menschen das, ziemlich unvernünftig. Sie haben das Strafgericht wirklich verdient.
Wie steht es mit uns?
Sagen auch wir “das ist ja nicht von Jehova, ich handle schon richtig”, wenn mir jemand anhand der Bibel sagt, dass ich Jehova mit meinem Verhalten kränke und er mich betrafen wird, wenn ich nicht umkehre?
Laufen wir weiterhin stur auf den Abgrund zu, “ich weiss schon was ich tue”??
Jeremia 43:4
Und Johanan, der Sohn Kareachs, und alle Obersten der Streitkräfte und alles Volk gehorchten nicht der Stimme Jehovas, im Land Juda wohnen zu bleiben.
Das Wort, das an Jeremia erging für all die Juden, die im Land Ägypten wohnten, diejenigen, die in Migdol und in Tachpanhes und in Noph und im Land Pathros wohnten, lautete: 2 “Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‘Ihr selbst habt all das Unglück gesehen, das ich über Jerusalem und über alle Städte Judas gebracht habe, und siehe, sie sind ein verwüsteter Ort an diesem Tag, und kein Bewohner ist darin. 3 Es ist wegen ihrer Schlechtigkeit, die sie verübten, um mich dadurch zu kränken, daß sie hingingen und räucherten und anderen Göttern Dienst leisteten, die sie selbst nicht gekannt hatten, weder ihr noch eure Vorväter. 4 Und ich sandte fortwährend alle meine Knechte, die Propheten, zu euch, früh mich aufmachend und [sie] sendend, und ließ sagen: “Tut bitte nicht so etwas Abscheuliches, was ich gehaßt habe.” 5 Aber sie hörten nicht, noch neigten sie ihr Ohr, um sich abzuwenden von ihrer Schlechtigkeit, indem sie anderen Göttern nicht geräuchert hätten. 6 Da wurde mein Grimm und mein Zorn ausgegossen, und er brannte in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems; und sie wurden ein verwüsteter Ort, eine wüste Einöde, wie an diesem Tag.’
Jehova erinnert sie an das, was sie bereits schon erlebt und bei anderen gesehen haben.
Jeremia 44:7-10
Und nun, dies ist, was Jehova, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‘Warum tut ihr eurer Seele so großes Unglück an, um von euch Mann und Frau, Kind und Säugling aus der Mitte Judas wegzutilgen, so daß ihr euch keinen Überrest übriglaßt; 8 indem ihr mich mit den Werken eurer Hände dadurch kränkt, daß ihr anderen Göttern räuchert im Land Ägypten, in das ihr einzieht, um dort als Fremdlinge zu weilen; so daß ihr euch selbst eine Abschneidung verursacht und so daß ihr zum Fluch und zur Schmach werdet unter allen Nationen der Erde? 9 Habt ihr die schlechten Taten eurer Vorväter vergessen und die schlechten Taten der Könige von Juda und die schlechten Taten ihrer Frauen und eure eigenen schlechten Taten und die schlechten Taten eurer Frauen, die sie getan haben im Land Juda und in den Straßen Jerusalems? 10 Und bis auf diesen Tag fühlten sie sich nicht zerschlagen, und sie gerieten nicht in Furcht, noch wandelten sie in meinem Gesetz und in meinen Satzungen, die ich euch und euren Vorvätern vorlegte.’
Wir sollten aus der Geschichte und dem selbst Erlebten lernen.
Jeremia 44:11-14
Dies ist daher, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ‘Siehe, ich richte mein Angesicht gegen euch zum Unglück und zur Wegtilgung von ganz Juda. 12 Und ich will den Überrest Judas nehmen, die ihr Angesicht darauf gerichtet haben, in das Land Ägypten zu ziehen, um dort als Fremdlinge zu weilen, und sie werden gewiß alle ihr Ende finden im Land Ägypten. Sie werden durch das Schwert fallen; [und] durch den Hunger werden sie ihr Ende finden, vom Kleinsten ja bis zum Größten; durch das Schwert und durch den Hunger werden sie sterben. Und sie sollen zum Fluch, zum Gegenstand des Entsetzens und zur Verwünschung und zur Schmach werden. 13 Und ich will Abrechnung halten mit denen, die im Land Ägypten wohnen, so wie ich mit Jerusalem Abrechnung gehalten habe, mit dem Schwert, mit dem Hunger und mit der Pest. 14 Und es wird schließlich für den Überrest Judas, der einzieht, um dort, im Land Ägypten, als Fremdling zu weilen, keinen Entronnenen oder Überlebenden geben, ja um zurückzukehren in das Land Juda, zu dem sie ihr Seelen[begehren] erheben, [nämlich] zurückzukehren, um dort zu wohnen; denn sie werden nicht zurückkehren, ausgenommen einige Entronnene.’ “
Ja, sie hatten ja die Wahl gehabt. Jehova hatte ihnen gesagt, was sie tun mussten, um das Unheil von sich abzuwenden. Nun haben sie ihre gerechte Strafe bekommen. Jehova sagt hier quasi “ihr seid selbst schuld”. Und das stimmt ja auch!
Und? Hatten sie was gelernt? Wie reagierten sie auf das, was Jehova ihnen durch Jeremia sagen ließ?
Jeremia 44:15-16
Und alle Männer, die wußten, daß ihre Frauen anderen Göttern geräuchert hatten, und alle Frauen, die als eine große Versammlung dastanden, und alles Volk, das im Land Ägypten wohnte, in Pathros, antworteten dann Jeremia, indem [sie] sagten: 16 “Was das Wort betrifft, das du zu uns im Namen Jehovas geredet hast, wir hören nicht auf dich;
Bei denen ist echt “Hopfen und Malz verloren”!
Ich fasse es nicht, dass Menschen so dumm sein können!
Was geht bloß in deren Köpfen vor, dass sie sich immer noch hartnäckig weigern, zur Besinnung zu kommen?
“Was das Wort betrifft, das du zu uns im Namen Jehovas geredet hast, wir hören nicht auf dich; 17 sondern wir wollen ganz bestimmt nach jedem Wort tun, das aus unserem Mund hervorgegangen ist, um der ‘Himmelskönigin’ zu räuchern und für sie Trankopfer auszugießen, so wie wir selbst und unsere Vorväter, unsere Könige und unsere Fürsten in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems taten, als wir stets mit Brot gesättigt wurden und es uns gutging und wir überhaupt kein Unglück sahen. 18 Und von der Zeit an, da wir aufhörten, der ‘Himmelskönigin’ zu räuchern und für sie Trankopfer auszugießen, hat es uns an allem gefehlt, und durch das Schwert und durch den Hunger ist es mit uns zu Ende gegangen.
Was für ein Argument!
“Wir müssen ja den anderen Göttern dienen, sonst entziehen sie uns ihren Segen. Auf Jehova vertrauen? Ne, das geht net, denn der segnet uns ja net so, wie wir das gern hätten. Wir können uns noch gut daran erinnern, wie wir mal den anderen Göttern nicht gedient haben – da hat es uns an allem gefehlt!”
Unglaublich!
“Ich muss neben Jehova noch anderen Gottern dienen, sonst fehlt es mir an den Nötigsten.”?
Jehova kann das nicht alleine?
“Andere Götter strafen mich sofort, wenn ich nicht tue, was sie wollen – Jehova hat ja jede Menge Geduld, darum ist es nicht so wichtig, IHM zugefallen.”?
Was für eine Argumentation.
Jehova ist doch jedem anderen Gott überlegen. Wieso sollte ich einen billigen Ring aus dem Kaugummiautomaten einem Brilliantring vorziehen?
Wollen wir wirklich den kostbaren Brilliantring wegwerfen, nur damit wir den “wertvollen”" Plastikring gut sichtbar tragen können?
Darauf sagte Jeremia zum ganzen Volk, zu den kräftigen Männern und zu den Frauen und zu allem Volk, die ihm mit einem Wort antworteten, indem [er] sprach: 21 “Was den Opferrauch betrifft, den ihr in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems aufsteigen ließet, ihr und eure Vorväter, eure Könige und eure Fürsten und das Volk des Landes, gedachte Jehova nicht dessen und ließ es in seinem Herzen aufkommen? 22 Schließlich konnte Jehova es nicht länger ertragen wegen der Schlechtigkeit eurer Handlungen, wegen der Abscheulichkeiten, die ihr getan hattet, und so wurde euer Land zum verwüsteten Ort und zum Gegenstand des Entsetzens und zum Fluch, ohne Bewohner, wie an diesem Tag. 23 Wegen der Tatsache, daß ihr räuchertet und daß ihr gegen Jehova sündigtet und der Stimme Jehovas nicht gehorchtet und in seinem Gesetz und in seinen Satzungen und in seinen Mahnungen nicht wandeltet, darum ist euch dieses Unglück widerfahren wie an diesem Tag.”
Jeremia 44:26-28
Darum hört das Wort Jehovas, ganz Juda, die ihr im Land Ägypten wohnt: ‘ “Siehe, ich selbst habe bei meinem großen Namen geschworen”, hat Jehova gesprochen, “daß sich mein Name nicht mehr als etwas erweisen wird, was vom Mund irgendeines Mannes von Juda ausgerufen wird, indem [er] sagt: ‘So wahr der Souveräne Herr Jehova lebt!’ im ganzen Land Ägypten. 27 Siehe, ich bleibe ihnen gegenüber wachsam zum Unglück und nicht zum Guten; und alle Männer von Juda, die im Land Ägypten sind, werden gewiß ihr Ende finden durch das Schwert und durch den Hunger, bis sie zu sein aufhören. 28 Und was die betrifft, die dem Schwert entrinnen, sie werden aus dem Land Ägypten ins Land Juda zurückkehren, wenige an Zahl; und alle vom Überrest Judas, die in das Land Ägypten kommen, um dort als Fremdlinge zu weilen, werden sicherlich erkennen, wessen Wort wahr wird, das meinige oder das ihrige.” ‘ “
Ist das nicht traurig, dass Jehova so zu ihnen reden muss?
Jehova verkündet sein Strafgericht. Nun ist es soweit und sie werden die gerechte Strafe für ihre Vergehen erhalten.
Jeremia 48:7
Weil du auf deine Werke und auf deine Schätze vertraust, wirst du selbst auch eingenommen werden. Und Kạmos wird gewiß ins Exil ziehen, seine Priester und seine Fürsten zur selben Zeit.
Jeremia 48:11,27,29,42
11 Die Moabịter sind sorglos gewesen von ihrer Jugend an, und sie bleiben ruhig auf ihren Hefen. Und sie sind nicht von einem Gefäß in ein anderes Gefäß geleert worden, und ins Exil sind sie nicht gegangen. Darum ist ihr Geschmack in ihnen steckengeblieben, und sogar ihr Geruch hat sich nicht verändert.
Und wurde Israel nicht ein bloßer Gegenstand des Gespötts für dich? Oder wurde er unter offenkundigen Dieben gefunden? Denn du hast dich stets geschüttelt, sooft du gegen ihn redetest.
„Wir haben vom Stolz Mọabs gehört — er ist sehr hochmütig —, von seiner Höhe und von seinem Stolz und von seinem Hochmut und von der Überheblichkeit seines Herzens.“
,Und Mọab wird bestimmt vertilgt werden, so daß es kein Volk mehr ist, denn gegen Jehova hat es großgetan.
Jeremia 49:1
Für die Söhne Ạmmons hat Jehova dies gesprochen: „Hat denn Israel keine Söhne, oder hat er keinen Erben? Wie kommt es, daß Mạlkam von Gad Besitz ergriffen und sein eigenes Volk sogar in [Israels] Städten Wohnsitz genommen hat?“
Jeremia 49:15-16
„Denn siehe, ich habe dich tatsächlich kleingemacht unter den Nationen, verachtet unter den Menschen. 16 Das Schaudern, das du verursachtest, hat dich getäuscht, die Vermessenheit deines Herzens, o der du in den Schlupfwinkeln des zerklüfteten Felsens weilst, die Höhe des Hügels innehast. Obwohl du dein Nest hoch oben baust wie ein Adler, werde ich dich von dort herunterholen“ ist der Ausspruch Jehovas.
Denn eine Nation ist gegen sie herangekommen aus dem Norden. Es ist die, die ihr Land zum Gegenstand des Entsetzens macht, so daß sich niemand vorfindet, der darin wohnt. Sowohl Mensch als Haustier haben die Flucht ergriffen. Sie sind weggezogen.”
4 “In jenen Tagen und zu jener Zeit”, ist der Ausspruch Jehovas, “werden die Söhne Israels kommen, sie und die Söhne Judas zusammen. Sie werden wandeln, unter Weinen wandeln, und sie werden Jehova, ihren Gott, suchen. 5 Nach Zion werden sie fortgesetzt den Weg erfragen, dorthin ihr Angesicht richten [und sagen]: ‘Kommt, und schließen wir uns Jehova an in einem auf unabsehbare Zeit dauernden Bund, der nicht vergessen werden wird.’ 6 Eine Herde umkommender Geschöpfe ist mein Volk geworden. Ihre eigenen Hirten haben sie umherirren lassen. Auf die Berge haben sie sie weggeführt. Von Berg zu Hügel sind sie gegangen. Sie haben ihren Ruheort vergessen. 7 Alle, die sie fanden, haben sie aufgefressen, und ihre eigenen Widersacher haben gesagt: ‘Wir werden uns nicht schuldig machen zufolge der Tatsache, daß sie gegen Jehova gesündigt haben, den Aufenthaltsort der Gerechtigkeit und die Hoffnung ihrer Vorväter, Jehova.’ “
Jeremia 51:1-2
Dies ist, was Jehova gesprochen hat: “Siehe, ich erwecke gegen Babylon und gegen die Bewohner von Leb-Kamai einen verderblichen Wind; 2 und ich will nach Babylon Worfler senden, die sie bestimmt worfeln und die ihr Land ausleeren werden; denn es wird sich tatsächlich erweisen, daß sie am Tag des Unglücks auf allen Seiten gegen sie sind.
wieso straft Jehova eigentlich Babylon dafür, dass es sein Volk in die Gefangenschaft geführt hat? War nicht ER es, der sie extra dazu heraufgerufen hatte? Warum nun diese harte Strafe?
Jeremia 51:5
Denn Israel und Juda sind nicht verwitwet gelassen von ihrem Gott, von Jehova der Heerscharen. Denn das Land jener ist vom Standpunkt des Heiligen Israels aus voll von Schuld gewesen.
warum?
Jeremia 51:29
Und die Erde möge beben und sich winden vor Schmerz, denn gegen Babylon haben sich die Gedanken Jehovas erhoben, um das Land Babylon zum Gegenstand des Entsetzens zu machen, ohne Bewohner.
Jeremia 51:35-38
35 ‘Die an mir und meinem Organismus verübte Gewalttat komme über Babylon!’ wird die Bewohnerin Zions sagen. ‘Und mein Blut sei auf den Bewohnern Chaldaas!’ wird Jerusalem sprechen.”
36 Dies ist daher, was Jehova gesprochen hat: “Siehe, ich führe deinen Rechtsfall, und ich werde gewiß Rache für dich vollziehen. Und ich will ihr Meer austrocknen, und ich will ihre Brunnen vertrocknen lassen. 37 Und Babylon soll zu Steinhaufen werden, zum Lager von Schakalen, zum Gegenstand des Entsetzens und zu etwas, was man auspfeift, ohne Bewohner. 38 Allesamt werden sie brüllen so wie mähnige junge Löwen. Sie werden sicherlich knurren wie die Jungen von Löwen.”
Warum will Jehova nun das Blut seines Volkes an Babylons Händen rächen – wenn doch ER es war, der Babylon benutzt hatte, um sein Volk zu strafen?
20 ‚Denn vor langem zerschmetterte ich dein Joch; ich zerriß deine Bande. Du aber sprachst: „Ich werde nicht dienen“, denn auf jedem hohen Hügel und unter jedem üppigen Baum lagst du ausgespreizt, indem du dich der Prostitution hingabst.
In der Luther-Bibel heißt es: “Ich will nicht unterworfen sein”
Ist es wirklich so etwas Schreckliches, sich jemanden unterzuordnen? Und das gerade bei Jehova, der doch nun wirklich gerecht und liebevoll ist?
Auf der anderen Seite haben sie kein Problem damit, den mistigen und wertlosen Götzen zu dienen?
Haben wir genug Demut, um uns auf der Stelle wohlzufühlen, wo uns Jehova hingestellt hat, um mit der Rolle zufrieden zu sein, die ER uns zugewiesen hat?
“Die zum Holz sagen… Aber in der Not kommt ihr zu mir”
Jeremia 2:27-28
Sie sagen zu einem Baum: ‚Du bist mein Vater‘ und zu einem Stein: ‚Du selbst hast mich geboren.‘ Aber mir haben sie den Nacken zugewandt und nicht das Gesicht. Und zur Zeit ihres Unglücks werden sie sprechen: ‚Steh doch auf, und rette uns!‘
28 Doch wo sind deine Götter, die du dir gemacht hast? Mögen sie aufstehen, wenn sie dich retten können zur Zeit deines Unglücks. Denn wie die Zahl deiner Städte sind deine Götter geworden, o Juda.
können wir es Jehova verdenken, dass ihn so ein Verhalten stinksauer macht?
Wie würde sich wohl eine Ehefrau fühlen, deren Mann nie Zeit mit ihr verbringt, der seine Freizeit und die schönen Dinge mit anderen Frauen teilt, aber wenn es um Arbeit geht, um seinen persönlichen Vorteil – dann, ja dann ist sie seine Frau?
Oder wie mag sich ein Ehemann fühlen, der sich für die Frau und die Kinder abschuftet, weit über seine Kräfte hinaus arbeitet, damit es seiner Familie gut geht – aber diese interessieren sich überhaupt nicht für ihn, nur dann, wenn sie etwas von ihm wollen?
Wie enttäuscht muss Jehova sein, seinem Volk in seinem verkehrten Lauf zuzusehen, wie sie ständig anderen Göttern dienen, IHN und seine Anbetung und seine Gebote aber vernachlässigen – denn zur Zeit brauchen sie ihn nicht – aber wenn es eng wird, ja, dann darf er helfen?
“Darum hast du dich auch gewöhnt, auf bösen Wegen zu wandeln. … Du sprichst: ich habe nicht gesündigt”
Jeremia 2:29-35
‚Warum streitet ihr ständig gegen mich? Warum habt ihr euch alle gegen mich vergangen?‘ ist der Ausspruch Jehovas. 30 Vergebens habe ich eure Söhne geschlagen. Keine Zucht nahmen sie an. Euer Schwert hat eure Propheten verzehrt wie ein Löwe, der Verderben verursacht. 31 O Generation, seht selbst das Wort Jehovas.
Bin ich eine bloße Wildnis für Israel geworden oder ein Land tiefer Finsternis? Wie kommt es, daß diese, mein Volk, gesagt haben: ‚Wir sind umhergeschweift. Wir werden nicht mehr zu dir kommen.‘? 32 Kann eine Jungfrau ihren Schmuck vergessen, eine Braut ihre Brustbänder? Und doch, mein eigenes Volk — sie haben mich zahllose Tage vergessen.
33 Warum, o Frau, besserst du deinen Weg, um Liebe zu suchen? Darum hast du auch in bösen Dingen deine Wege unterwiesen. 34 Auch sind an deinen Rocksäumen die Blutspuren der Seelen unschuldiger Armer gefunden worden. Nicht beim Einbruch habe ich sie gefunden, sondern [sie sind] auf allen diesen.
35 Aber du sprichst: ‚Ich bin unschuldig geblieben. Gewiß hat sich sein Zorn von mir abgewandt.‘
Siehe, ich trete in einen Rechtsstreit mit dir ein, weil du sagst: ‚Ich habe nicht gesündigt.‘
die Übersetzung in der Lutherbibel sagt es viel treffender: sie hatten sich daran gewöhnt, Böses zu tun. Ironischer Weise sagen sie trotzdem zu Jehova, sie seien sich keiner Schuld bewußt.
Wissen sie wirklich nicht, dass sie Jehovas Gebote ständig mit Füßen treten und ihn kränken? Oder meinen sie gar, sie könnten den Höchsten “veräppeln”?
Fakt ist, dass ihr Verhalten keinerlei Achtung und Respekt vor Jehova erkennen lässt – selbst dann nicht, wenn sie regelmäßig in den Tempel gehen und opfern sollten. Sie verhöhnen Jehova mit ihrem Verhalten!!!
Jeremia 3 – 5 “Du redest: ‘lieber Vater, soll denn dein Grimm ewig dauern?’ Und lässt nicht vom Bösen”
Jeremia 3:4-5
Hast du mir von jetzt an zugerufen: ‚Mein Vater, du bist der vertraute Freund meiner Jugend! 5 Sollte man auf unabsehbare Zeit grollen oder fortfahren, immerdar [auf etwas] achtzugeben?‘? Siehe! Du hast geredet, und du fuhrst fort, schlechte Dinge zu tun und die Oberhand zu gewinnen.“
unglaublich, dass sie so unverschämt sind und sich so respektlos Jehova gegenüber verhalten!
Wäre es jetzt nicht erst mal an der Zeit gewesen, zu bereuen und umzukehren? Hätten sie dann nicht eher “das Recht gehabt”, Jehova zu fragen, wie lange sie noch für ihre Sünden leiden sollten?
, „Kehre doch zurück, o Israel, [du] Abtrünnige“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ ‚ „Ich werde mein Angesicht nicht [zürnend] auf euch senken, denn ich bin loyal“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ ‚ „Ich werde nicht auf unabsehbare Zeit grollen. 13 Nur nimm Kenntnis von deinem Vergehen, denn gegen Jehova, deinen Gott, hast du dich vergangen. Und du verstreutest deine Wege fortgesetzt an die Fremden unter jedem üppigen Baum, aber auf meine Stimme hörtet ihr nicht“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ “
14 „Kehrt zurück, o ihr abtrünnigen Söhne“ ist der Ausspruch Jehovas
ist das unfair, hart und fordernd von Jehova?
Ist dies nicht eine ganz natürliche Abfolge?
Wie kann ich Vergebung erwarten, ohne dass ich einsehe, dass ich einen Fehler gemacht habe und ihn bereue?
10 Und ich sagte dann: „Ach, o Souveräner Herr Jehova! Wahrlich, du hast dieses Volk und Jerusalem gründlich getäuscht, indem [du] sprachst: ‚Ja Frieden wird euch zuteil werden‘, und das Schwert hat bis an die Seele gereicht.“
das ist dann wohl doch die Höhe: sie fühlten sich von ihrem Gott getäuscht?
Jehova, den allein wahren, gerechten und barmherzigen Gott, der tut was er sagt und nicht lügt und an dem kein Trug ist?
Wie kommen sie dazu, IHM vorzuwerfen, er würde sie täuschen?
“Denn ihrer Sünden sind zu viele und sie bleiben in ihrem Ungehorsam…”
Jeremia 5:6-9
Darum hat sie ein Löwe aus dem Wald geschlagen, ja ein Wolf von den Wüstenebenen verheert sie ständig, ein Leopard bleibt ständig wach an ihren Städten. Jeder, der aus ihnen hinausgeht, wird in Stücke gerissen. Denn ihrer Übertretungen sind viele geworden; ihre Taten der Untreue sind zahlreich geworden.
7 Wie kann ich dir ebendieser Sache wegen vergeben? Deine eigenen Söhne haben mich verlassen, und sie schwören ständig bei dem, was kein Gott ist. Und ich sättigte sie unaufhörlich, aber sie fuhren fort, Ehebruch zu begehen, und zum Haus einer Prostituierten gehen sie scharenweise. 8 Brünstige Rosse, die [starke] Hoden haben, sind sie geworden. Sie wiehern ein jeder nach der Frau seines Gefährten.
9 „Sollte ich eben wegen dieser Dinge nicht Abrechnung halten?“ ist der Ausspruch Jehovas. „Oder sollte sich an einer Nation, die wie diese ist, meine Seele nicht rächen?“
trotzdem vergibt Jehova immer wieder einem jeden, der aufrichtige Reue erkennen lässt und diese auch durch seine Taten zeigt.
Hatten sie hier den Punkt überschritten, wo ER vergeben kann (oder will)?
“Sie verleugnen den Herrn und sagen: das wird ER nicht tun”
Jeremia 5:10-12
10 „Kommt gegen ihre [Weinstock]reihen herauf, und verursacht Verderben, doch bewirkt nicht eine tatsächliche Ausrottung. Nehmt ihre wuchernden Ranken weg, denn sie gehören nicht Jehova. 11 Denn das Haus Israel und das Haus Juda haben ganz bestimmt treulos an mir gehandelt“ ist der Ausspruch Jehovas. 12 „Sie haben Jehova verleugnet, und sie sagen ständig: ‚Er ist nicht. Und über uns wird kein Unglück kommen, und weder Schwert noch Hungersnot werden wir sehen.‘
was ist nur los mit ihnen – warum lassen sie jeglichen Respekt vor Jehova vermissen?
Denken sie, er könne sie nicht strafen? Glauben sie, es gäbe ihn garnicht? Meinen sie, es wäre IHM egal, wenn sie seinen heiligen Namen mit Dreck bewerfen?
“Wenn sie sagen: warum tut unser Gott dies alles? … Ihr tolles Volk, das keinen Verstand hat”
Jeremia 5:19-26
Und es soll geschehen, daß ihr sprechen werdet: ‚Zufolge welcher Tatsache hat Jehova, unser Gott, uns all diese Dinge angetan?‘ Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Ebenso, wie ihr mich verlassen habt und hingegangen seid, in eurem Land einem fremdländischen Gott zu dienen, so werdet ihr Fremden dienen in einem Land, das nicht das eure ist.‘ “
20 Berichtet dies im Hause Jakob, und verkündigt es in Juda, indem [ihr] sprecht: 21 „Hört nun dies, o unweises Volk, das ohne Herz ist: Sie haben Augen, doch können sie nicht sehen; sie haben Ohren, doch können sie nicht hören. 22 ‚Fürchtet ihr sogar mich nicht‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚oder windet ihr euch selbst meinetwegen nicht vor Schmerzen, der ich dem Meer den Sand als Grenze gesetzt habe, eine auf unabsehbare Zeit dauernde Bestimmung, die es nicht überschreiten kann? Obwohl seine Wellen wogen, können sie doch nicht die Oberhand gewinnen; und [obwohl] sie doch ungestüm werden, können sie sie nicht überschreiten. 23 Aber ebendieses Volk hat ein störrisches und rebellisches Herz bekommen; sie sind abgewichen und gehen weiterhin ihres Weges. 24 Aber sie haben in ihrem Herzen nicht gesagt: „Laßt uns nun Jehova, unseren Gott, fürchten, IHN, der den Regenguß und den Herbstregen und den Frühlingsregen zu seiner Zeit gibt, IHN, der sogar die vorgeschriebenen Wochen der Ernte für uns bewahrt.“ 25 Eure eigenen Vergehungen haben diese Dinge abgewendet, und eure eigenen Sünden haben das, was gut ist, von euch zurückgehalten.
26 Denn unter meinem Volk sind böse Menschen gefunden worden
wäre es nicht furchtbar, wenn unser Gott so über uns persönlich denken würde?
Wieso fragen sie eigentlich, warum sie diese harte Strafe bekommen? Müsste es ihnen nicht bewußt sein? Immerhin hatte Jehova doch durch das Gesetz, dass er ihnen durch Moses gegeben hatte, bereits ganz klar festgelegt, was passieren würde, wenn sie so treuelos wären.
Haben sie IHN etwa nicht ernst genommen? Wenn ja, warum nicht?
“Sie sprechen niemals in ihrem Herzen: ‘lasst uns doch unseren Gott fürchten’”
Jeremia 5:24-26
Aber sie haben in ihrem Herzen nicht gesagt: „Laßt uns nun Jehova, unseren Gott, fürchten, IHN, der den Regenguß und den Herbstregen und den Frühlingsregen zu seiner Zeit gibt, IHN, der sogar die vorgeschriebenen Wochen der Ernte für uns bewahrt.“ 25 Eure eigenen Vergehungen haben diese Dinge abgewendet, und eure eigenen Sünden haben das, was gut ist, von euch zurückgehalten.
26 Denn unter meinem Volk sind böse Menschen gefunden worden. Sie spähen beständig, wie wenn sich
warum sind sie eigentlich so stur und verhärten ihren Nacken? Wollen sie unbedingt von Jehova bestraft werden – oder wollen sie ausprobieren, ob ER sie wirklich strafen würde?
“Das Wort Jehovas ist ihnen zur Schmach geworden, sie können daran keinen Gefallen finden”
Jeremia 6:10
„Zu wem soll ich reden und [wem] Warnung erteilen, damit sie hören? Siehe! Ihr Ohr ist unbeschnitten, so daß sie nicht aufzumerken vermögen. Siehe! Das Wort Jehovas selbst ist ihnen zur Schmach geworden, sie können daran kein Gefallen finden.
wie ist dies gemeint? Dass Jehova von vornherein plant, dass sie nicht hören können, dazu garnicht in der Lage wären?
Sicherlich ist hier eher gemeint, dass jemand, der so in seinem schlechten Tun verhärtet ist, garnicht mehr anders kann, dass er sich so fest gebissen hat darin, dass er nicht mehr anders will. So einer Person kann nicht gefallen, dass Jehova sie verurteilt, denn sie tut ja eh, was sie will und ihr ist egal, wie Jehova über sie denkt…
Schämten sie sich, weil sie sogar etwas Verabscheuungswürdiges getan hatten? Fürs erste schämen sie sich ganz bestimmt nicht; und zum andern haben sie nicht einmal kennengelernt, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen. Darum werden sie unter den Fallenden fallen; zu der Zeit, da ich Abrechnung mit ihnen halten muß, werden sie straucheln“, hat Jehova gesprochen.
haben sie jegliches Schamgefühl verloren?
Wie steht es mit ihrem Gewissen? Müsste nicht ihr natürliches Gewissen sie anklagen, ihnen zeigen, dass sie falsch laufen und ein Gefühl der Scham verursachen?
Einen ähnlichen Gedanken hatten wir am Sonntag im WT-Studium, wo die Gleichung “Erkenntnis = von Sünde weichen” betrachtet wurde.
Nicht die Erkenntnis veranlaßt uns, von Sünde abzustehen – sondern das Anwenden der Erkenntnis.
Außerdem kennen wir ja den Vergleich mit dem Gewissen als Würfel. Solange der Würfel intakt ist und spitze Ecken hat, wird es uns jedesmal weh tun, wenn er in unserem Inneren aneckt. Aber wenn wir unser Gewissen zu lange “auf stumm stellen”, dann werden sich die Ecken des Würfels mit der Zeit immer mehr abrunden, bis er eine weiche Kugel ist – diese tut uns nicht weh!
“Fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der gute Weg ist”
Jeremia 6:16
16 Dies ist, was Jehova gesagt hat: „Bleibt auf den Wegen stehen und seht, und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo nun der gute Weg ist; und geht darauf, und findet Rast für eure Seele.“ Aber sie sprachen fortgesetzt: „Wir werden nicht gehen.“
immer wieder redet ER ihnen liebevoll zu Herzen, immer in der Hoffnung, dass sie erkennen, wie verkehrt der Weg ist, auf dem sie gerade wandeln und dass sie doch umkehren mögen.
Wie sehr muss ihr Verhalten Jehova geschmerzt haben.
Tun wir alles daran, dass nicht auch wir Jehova solch einen harten Schmerz bereiten?
17 „Und ich erweckte Wächter über euch: ‚Gebt acht auf den Schall des Horns!‘ “ Aber sie sagten fortgesetzt: „Wir werden nicht achtgeben.“
machen wir uns Gedanken darüber, wie Jehova uns ganz persönlich sieht?
Sehen wir regelmäßig in den Spiegel, ob wir nicht vielleicht einen dicken Fleck voller Essensreste im Gesicht haben – oder ist uns dies egal?
Lesen wir regelmäßig in Gottes Wort, damit sein Wort auf uns wirken kann und uns auf die rechte Weise beeinflußt – oder vertrödeln wir unsere Zeit, indem wir vielleicht Rat bei Freunden suchen, die toll finden, was wir tun oder uns durch schlechte Unterhaltung beeinflussen lassen?
“In das Tor des Hauses Jehovas – und dort sprecht”
Jeremia 7:1-2
Das Wort, das von Jehova an Jeremia erging, lautete: 2 „Stell dich in das Tor des Hauses Jehovas, und du sollst dort dieses Wort ausrufen, und du sollst sprechen: ‚Hört das Wort Jehovas, ihr alle von Juda, die ihr in diese Tore eintretet, um euch vor Jehova niederzubeugen.
wo werden wir das Wort Jehovas hören? In seinem Haus = in den Zusammenkünften und auf Kongressen
Aber noch ein anderer wichtiger Gedanke: die, die durch das Tor in das Haus Jehovas eintreten, sollen sich zuerst “sorgfältig die Füße abtreten”, damit sie keinen Schmutz mit hineinbringen.
Wer in die Zusammenkünfte kommt, sollte dies tun, um sich vor Jehova niederzubeugen: d.h. dass wir auf das Wort Jehovas hören und entsprechend handeln. In die Zusammenkünfte zu kommen, um Unruhe und Mißtrauen unter Brüdern zu säen, wäre kein so guter Gedanke
“Kann man anderen Göttern nachgehen und trotzdem in mein Haus kommen?”
Jeremia 7:8-11
8 „Seht, ihr setzt euer Vertrauen in täuschende Worte — es wird bestimmt von gar keinem Nutzen sein. 9 Kann man etwa stehlen, morden und Ehebruch begehen und falsch schwören und dem Baal räuchern und anderen Göttern nachgehen, die ihr nicht gekannt hattet — 10 und ihr wollt herkommen und vor mich treten in diesem Haus, über dem mein Name genannt worden ist, und wollt sprechen: ‚Wir werden gewiß befreit werden‘ ungeachtet all dieser verübten Abscheulichkeiten? 11 Ist denn dieses Haus, über dem mein Name genannt worden ist, in euren Augen eine bloße Räuberhöhle geworden? Siehe, ich selbst habe [es] auch gesehen“ ist der Ausspruch Jehovas.
ein Punkt, den ich noch nie so richtig verstanden habe:
warum kommt jemand zur Versammlung, der eigentlich überhaupt nicht dem wahren Gott Jehova dienen möchte, sondern weiterhin dem Widersacher als Werkzeug dient?
Dass Interessierte nicht sofort komplett ihr Leben umstellen können ist ja völlig klar und dies erwartet auch niemand von ihnen – weder die Brüder noch Jehova. Aber eine Person, die sich Jehova bereits hingegeben hat und sich nach seinem Namen nennt: wie kann so eine Person zeitgleich dem Satan dienen?
Paulus sagte treffend: “wir können nicht am Tisch Jehovas und am Tisch der Dämonen teilhaben” – ganz einfach aus dem Grund, dass hier zwei ganz gegensätzliche Ansichten vertreten werden, die in keinster Weise miteinander harmonieren. Wir müssen uns entscheiden, wem wir dienen wollen!
“Bete nicht für dieses Volk, denn ich werde dich nicht anhören”
Jeremia 7:15-17
Und ich will euch von meinem Angesicht wegwerfen, so wie ich alle eure Brüder weggeworfen habe, die ganze Nachkommenschaft Ephraims.‘
16 Und was dich betrifft, bete nicht zugunsten dieses Volkes, noch erhebe für sie einen inständigen Ruf oder ein Gebet, noch dringe in mich, denn ich werde nicht auf dich hören. 17 Siehst du nicht, was sie in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems tun?
ein Gedanke, der jetzt – in diesem Zusammenhang – endlich Sinn für mich macht!
Bisher war es mir immer schwer gefallen zu verstehen, warum wir nicht für Ausgeschlossene und Abtrünnige beten sollten. Hatten sie nicht auch noch die Möglichkeit, sich zu ändern und umzukehren – etwas, was wir uns als Freude oder Angehörige einer solchen Person sicherlich wünschen würden?
Wenn man diese ersten Kapitel in Jeremia liest, dann machen die Worte echten Sinn:
Hier spricht Jehova über Personen, die sich hartnäckig weigern, das zu tun, was Jehova von ihnen erwartet, obwohl er sie immer wieder liebevoll warnt und dazu auffordert. Aber sie verspotten ihn, fühlen sich toll bei dem, was sie tun und verharren frech darin, gegen IHN und das zu arbeiten, wofür er steht. Weil sie so hartnäckig an dem Bösen festhalten, sagt er zu ihnen: “aus diesem Grund werde ich eure Gebete nicht erhören”. Wenn diese Leute nun versuchen, Jehova auszutricksen und andere, die noch treu in der Wahrheit sind, bitten, für sie zu beten “denn meine Gebete erhört er nicht mehr, aber dir wird er schon zuhören”, dann würden wir uns mit solchen böswilligen Personen auf eine Stufe stellen. Das wollen wir sicherlich nicht.
Und wir wissen ja: eigentich werden nur diejenigen ausgeschlossen, die sich weigern, ihr verkehrtes Tun zu bereuen und zu lassen. Jeder andere kann mit der Barmherzigkeit Jehovas rechnen und Ausgeschlossene haben ja jederzeit die Gelegenheit, dies zu tun.
Vor diesem Hintergrund macht dieser Text echten Sinn!
“Ich sandte ständig meine Propheten, indem ich mich täglich aufmachte. Aber sie haben ihren Nacken verhärtet”
Jeremia 7:13
Und nun, weil ihr fortgesetzt all diese Werke tatet‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und ich ständig zu euch redete, indem ich mich früh aufmachte und redete, ihr aber nicht hörtet, und ich euch ständig rief, ihr aber nicht antwortetet,
welch eine “Engelsgeduld” Jehova mit seinem Volk hat. Warum lässt er sie nicht einfach? Sie wollen doch nicht, es ist ihnen doch egal, was er denkt und fühlt und ganz besonders, was er sagt. Warum gibt er sich weiterhin noch so viel Mühe mit ihnen?
“In dem Haus, über dem mein Name genannt worden ist”
Jeremia 7:9-11
Kann man etwa stehlen, morden und Ehebruch begehen und falsch schwören und dem Baal räuchern und anderen Göttern nachgehen, die ihr nicht gekannt hattet — 10 und ihr wollt herkommen und vor mich treten in diesem Haus, über dem mein Name genannt worden ist, und wollt sprechen: ‚Wir werden gewiß befreit werden‘ ungeachtet all dieser verübten Abscheulichkeiten? 11 Ist denn dieses Haus, über dem mein Name genannt worden ist, in euren Augen eine bloße Räuberhöhle geworden? Siehe, ich selbst habe [es] auch gesehen“ ist der Ausspruch Jehovas.
denken wir, man könnte so leben – und trotzdem Jehova dienen? Sein Herz erfreuen und erreichen, dass ER stolz auf uns ist?
In etwa 5 Monaten haben wir einen Kreiskongress, der sich ganz spezifisch mit diesem Thema auseinander setzen wird: Wie wir den Namen unseres Gottes heiligen können
Hören wir auf Kongressen gut zu uns bemühen uns, das Gelernte auch in unserem Leben umzusetzen?
“Mit einer dauernden Untreue. Sie haben am Trug festgehalten, da ist niemand, der bereute”
Jeremia 8:4-7
„Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Werden sie fallen und nicht wieder aufstehen? Wenn der eine umkehren würde, wird der andere nicht auch umkehren? 5 Wie kommt es, daß dieses Volk, Jerusalem, untreu ist mit einer dauernden Untreue? Sie haben an Trug festgehalten; sie haben sich geweigert umzukehren. 6 Ich habe aufgemerkt, und ich hörte ständig hin. Es war nicht recht, wie sie fortgesetzt redeten. Da war niemand, der seine Schlechtigkeit bereute, indem [er] sprach: ‚Was habe ich getan?‘ Jeder geht zurück zu dem allgemein beliebten Lauf wie ein Roß, das in die Schlacht stürmt. 7 Sogar der Storch am Himmel — er kennt seine bestimmten Zeiten wohl; und die Turteltaube und der Mauersegler und die Drossel — sie halten die Zeit der Ankunft eines jeden gut ein. Was aber mein Volk betrifft, sie haben das Gericht Jehovas nicht erkannt.“ ‘
ganz besonders der Vers 5!
Für mich immer wieder unglaublich, nicht nachvollziehbar: Wie kann man so tun, als würde man Jehova anbeten, aber in Wirklichkeit IHN und seinen Namen mit Schmutz bewerfen?
Wie kann man regelmäßig die Zudammenkünfte und Kongresse besuchen, hören, was dort von der Bühne gesagt wird und trotzdem entgegengesetzt handeln – und auch noch glauben, man wäre ein guter Diener Jehovas?
sorry, aber das geht in meinen Schädel einfach nicht hinein…
“Wie könnt ihr sprechen: das Wort Jehovas ist bei uns?”
Jeremia 8:8-9
‚Wie könnt ihr sagen: „Wir sind weise, und das Gesetz Jehovas ist bei uns.“? Nun, sicherlich hat der falsche Griffel der Sekretäre in völliger Falschheit gearbeitet. 9 Die Weisen sind beschämt worden. Sie sind erschrocken und werden gefangen. Siehe! Sie haben sogar das Wort Jehovas verworfen, und welche Weisheit haben sie?
“Sie wußten auch gar nicht, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen”
Jeremia 8:12
Schämten sie sich, weil sie sogar etwas Verabscheuungswürdiges getan hatten? Fürs erste konnten sie sich ganz bestimmt nicht beschämt fühlen; zum andern wußten sie auch gar nicht, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen.
ein Satz, der immer wieder auftaucht: “sie wußten auch garnicht, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen”. Wie ist dies gemeint?
“Setzt euer Vertrauen überhaupt nicht auf einen Bruder”
Jeremia 9:4-5
„Hütet euch ein jeder vor seinem eigenen Gefährten, und setzt euer Vertrauen überhaupt nicht auf einen Bruder. Denn sogar jeder Bruder würde ganz bestimmt [einen anderen] verdrängen, und jeder Gefährte, er würde als bloßer Verleumder umhergehen, 5 und sie treiben ein jeder ständig sein Spiel mit seinem Gefährten; und sie reden überhaupt keine Wahrheit. Sie haben ihre Zunge gelehrt, Falsches zu reden. Sie haben sich lediglich im Unrechttun müde gemacht.
das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, wie ich denke: wenn man sich innerhalb der Familie oder sogar innerhalb der Bruderschaft nicht mehr vertrauen kann. Wenn nicht dort, wo dann? Wenn ich meiner Familie und meinen Glaubensbrüdern nicht mehr trauen kann – wem denn dann? Ein furchtbares, zersetzendes Gefühl.
Aber gerade dies ist es, was die Abtrünnigen verfolgen und gerade aus diesem Grund sind sie und ihr Einfluß so gefährlich und gerade aus diesem Grund sollten wir solchen Personen kein Gehör schenken.
Welcher aufrichtige Bruder, jemand, der Jehova wirklich von Herzen anbetet, würde Unruhe und Mißtrauen gegenüber Brüdern säen?
Wäre dies nicht ein Kriterium, uns von solchen Personen abzuwenden und ihnen nicht zuzuhören? Wenn jemand kommt und so etwas bei uns versucht – hören wir ihm dann zu? Oder drehen wir uns nicht viel eher weg und sagen ihm “ich will mich nicht mit dir unterhalten”?
8 Ihre Zunge ist ein schlachtender Pfeil. Trug hat sie geredet. Mit seinem Mund redet [jemand] ständig Frieden mit seinem eigenen Gefährten; aber in seinem Innern legt er seinen Hinterhalt.“
wäre es nicht furchtbar, wenn wir einer solchen “doppelzüngigen” Person auf den Leim gehen würden?
Wie könnten wir uns davor schützen? Achten wir gut auf unserem Umgang. Nicht nur bei der Auswahl unserer Unterhaltung wie Musik, Lesestoff und Film und Fernsehen, sondern auch auf unseren Umgang innerhalb der Versammlung.
Wenn wir uns ganz eng an Personen halten, die durch ihren Eifer für Gott hervorstechen – nicht nur, indem sie viel Zeit im Predigtdienst verbringen, sondern der sich auch in ihren Gesprächen widerspiegelt – dann sind wir schon ein wenig auf der sicheren Seite.
Ich persönlich empfinde diese heutigen Zeiten als besonders schlimm. Die Brüder, die unter einer offenen Verfolgung litten, wußten wenigstens, woher die Gefahr kam. Schlimm ist es für mich, wenn man sich in Sicherheit wähnt und dann “hinterrücks niedergestochen wird”.
Was kann uns in diesen schweren Zeiten helfen?
Halten wir uns ganz ganz eng an Jehova. Kaufen wir unsere Zeit weise aus, indem wir so viel Zeit wie möglich mit Jehova und seinem Wort verbringen. Betrachten wir die Bibel als DAS Buch, vertrödeln wir unsere kostbare Zeit nicht mit minderwertigem Lesestoff oder indem wir uns Filme ansehen, die uns unserem Gott nicht wirklich näher bringen. Zwar wird in Vorträgen immer öfters gesagt, dass Jesus sagte, wir sollten zuerst das Königreich suchen, aber nicht nur. Das ist richtig und wir sollten nicht extrem werden. Aber die Zeit, die wir mit Jehova und seinem Wort und dem Nachsinnen und Reden darüber verbringen – in dieser Zeit hat der Widersacher keine Chance, uns mit seinem giftigen Geist zu infizieren…
“Wer ist der Mann der weise ist, damit er mein Wort verstehe?”
Jeremia 9:13
Wer ist der Mann, der weise ist, damit er dies versteht, ja der, zu dem der Mund Jehovas geredet hat, damit er es berichtet? Weswegen sollte das Land tatsächlich zugrunde gehen, tatsächlich verbrannt werden, der Wildnis gleich, ohne daß irgendeiner hindurchzieht?“
wie können wir das Wort Gottes verstehen? Wie können wir ihn zu uns reden lassen?
s.o.
Halten wir uns ganz ganz eng an Jehova. Kaufen wir unsere Zeit weise aus, indem wir so viel Zeit wie möglich mit Jehova und seinem Wort verbringen. Betrachten wir die Bibel als DAS Buch, vertrödeln wir unsere kostbare Zeit nicht mit minderwertigem Lesestoff oder indem wir uns Filme ansehen, die uns unserem Gott nicht wirklich näher bringen. Zwar wird in Vorträgen immer öfters gesagt, dass Jesus sagte, wir sollten zuerst das Königreich suchen, aber nicht nur. Das ist richtig und wir sollten nicht extrem werden. Aber die Zeit, die wir mit Jehova und seinem Wort und dem Nachsinnen und Reden darüber verbringen – in dieser Zeit hat der Widersacher keine Chance, uns mit seinem giftigen Geist zu infizieren…
aber wir können noch mehr tun: wir alle haben die Wtlib oder zumindest ältere Literatur bei uns im Regal stehen. Verstauben die alten Bücher? Nutzen wir die Literatur gut?
Noch einfacher, als mit der Wtlib geht es schon garnicht mehr. Zwar ist sie nicht “so einfach zu nutzen” wie, wenn wir nach einem Begriff oder einer Frage googeln würden – aber dafür bekommen wir vernünftige Informationen, die nicht nur Hand und Fuß haben, sondern uns unserem Gott noch viel näher bringen.
Eine Erfahrung, die man in den Zusammenkünften immer wieder macht: ältere Brüder und Schwestern, die schon sehr lange in der Wahrheit sind und daher schon zig Zusammenkünfte besucht haben, geben viel tiefere Kommentare als jüngere oder die, die nicht so lange in der Wahrheit sind. Das liegt nicht etwa daran, dass sie intelligenter oder älter sind, auch nicht unbedingt daran, dass sie mehr Lebenserfahrung haben – sondern daran, dass sie “die tiefen Dinge Gottes” verstehen. Sie kennen die Bibel sicherlich viel besser, da sie sie schon so viele Jahre immer wieder lesen und daher auch die Zusammenhänge viel besser verstehen.
Dies ist auch ein Kriterium für geistigen Fortschritt. Wer die Dinge wirklich versteht, weil er die Zusammenhänge kennt, vieles hinterfragt hat, der gibt ganz andere Kommentare. Im Übrigen gibt es auch sehr viele jüngere Schwestern und Brüder, die sehr schöne tiefgehende Kommentare geben – weil sie sich persönlich sehr viel damit beschäftigen und nicht nur in den Zusammenkünften oder bei der Vorbereitung auf das WT-Studium
“Wie sehr haben wir uns geschämt, denn wir haben das Land verlassen”
Jeremia 9:17-21
Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Benehmt euch mit Verstand, und ruft die Frauen, die Totenklagelieder singen, damit sie kommen; und sendet selbst nach den kundigen Frauen, damit sie kommen 18 und damit sie herbeieilen und eine Wehklage über uns erheben. Und mögen unsere Augen von Tränen fließen und unsere eigenen glänzenden Augen von Wasser rinnen. 19 Denn die Stimme der Wehklage ist aus Zion gehört worden: „Wie sind wir ausgeplündert worden! Wie sehr haben wir uns geschämt! Denn wir haben das Land verlassen; denn sie haben unsere Wohnsitze hingeworfen.“ 20 Doch hört, o ihr Frauen, das Wort Jehovas, und euer Ohr vernehme das Wort seines Mundes. Dann lehrt eure Töchter eine Wehklage und jede Frau ihre Gefährtin ein Totenklagelied. 21 Denn der Tod ist durch unsere Fenster gestiegen; er ist in unsere Wohntürme gekommen, um das Kind von der Straße wegzutilgen, die jungen Männer von den öffentlichen Plätzen.‘
schämen sie sich wirklich für ihr schäbiges Verhalten oder geht es hier nur um den Verlust?
Hört das Wort, das Jehova gegen euch geredet hat, o Haus Israel! 2 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Lernt den Weg der Nationen überhaupt nicht, und laßt euch selbst vor den Zeichen der Himmel nicht in Schrecken versetzen, weil die Nationen vor ihnen erschrecken. 3 Denn die Bräuche der Völker sind nur Dunst, weil es ein bloßer Baum aus dem Wald ist, den einer gehauen hat, das Werk der Hände des Kunsthandwerkers mit dem Schneidewerkzeug. 4 Mit Silber und mit Gold macht man es schön. Mit Nägeln und mit Hämmern befestigt man sie, damit keines wackelt. 5 Sie sind wie eine Vogelscheuche eines Gurkenfeldes und können nicht reden. Sie werden ganz bestimmt getragen, denn sie können keine Schritte machen. Fürchtet euch nicht ihretwegen, denn sie können nichts Unheilvolles tun, und darüber hinaus steht etwas Gutes zu tun nicht bei ihnen.“
hier geht es ja in erster Linie um Götzendienst und damit haben wir ja als Anbeter Jehovas nichts zu tun – oder?
Trotzdem ein warnender Text für uns. Warum, haben wir auf diesem BZK erfahren, als es um die Feinde des Königreiches gingen und wir vor dem Einfluß Babylon der Großen gewarnt wurden. Hier haben wir erfahren, dass die zu laxe Einstellung zur Moral auch aus der falschen Anbetung kommt.
Das Problem ist, dass wir heute alle so bemüht sind, offen für andere Dinge zu sein, den anderen zu verstehen. Das an sich ist auch nicht sonderlich verkehrt. Aber es könnte sein, dass sich dadurch eine gewisse “unangebrachte Tolleranz” dadurch in uns breit macht. Ein Beispiel: Jehova sagt ganz deutlich in seinem Wort “Homosexualität ist verkehrt”. Wir könnten die Wege der Nationen dadurch kennen lernen, indem wir uns damit beschäftigen, wie es kommt, dass Menschen homosexuell werden. Dadurch würden wir tolleranter. Immerhin müssen wir ja im Predigtdienst auf diese Personen eingehen können und weil wir diplomatisch sind, sagen wir “Gott hasst keine Homosexuellen als Menschen, sondern nur ihr Tun”. Das ist ja auch richtig. Aber wenn wir uns nun näher darauf einlassen zu erfahren, warum jemand so geworden ist, könnte es sein, dass unser Mitgefühl uns nicht nur verstehen lässt, dass “derjenige ja aufgrund seiner Umstände so werden musste”, sondern man könnte auch denken “Gott wird schon Verständnis haben”.
Wir sind so damit beschäftigt, die Beweggründe der Einzelnen zu verstehen, seien es Homosexuelle, oder Ehebrecher, dass wir darüber vergessen, dass es verkehrt ist und solches Verhalten von Jehova gehasst wird. Das hält uns dann leider auch oftmals davon ab, klar und deutlich zu sagen, wie Jehova darüber denkt, denn “ich will der Schwester ja nicht weh tun, sie hat so viel durchgemacht”. Ja, das hat sie sicherlich, aber es ändert nichts daran, wie Jehova die Dinge sieht. Er ändert sich nicht, wie er uns in der Bibel sagt. Ehebruch bleibt Ehebruch, auch dann, wenn der Partner uns nicht die Aufmerksamkeit schenkt, die wir gerne hätten und Homosexualität bleibt Homosexualität, auch dann, wenn die Frau vielleicht aufgrund früherer schrecklicher Erfahrungen eine Abneigung gegen Männer entwickelt hat.
Wenn wir nun aus Gründen der Höflichkeit schweigen – könnte es dann nicht sein, dass wir damit Blutschuld auf uns laden? Wenn niemand der Schwester sagt, dass Jehova es nicht gutheißt, dass sie sich aus einem solchen Grund von ihrem Mann trennt – dann denkt die doch, sie handelt richtig. Wenn alle in der Versammlung sie unterstützen und ihr helfen, eine Wohnung zu finden und sie einzurichten, denn die arme tut ihnen ja so leid – ist dies dann wirklich liebevoll? Gebe ich der Schwester damit nicht zu verstehen, dass sie richtig handelt? Und das, obwohl Jehova die Dinge anders sieht? Was wird mit ihr, wenn Jehova Gericht spricht? Unwissenheit schützt ja bekanntlich vor Strafe nicht….
Das Problem ist einfach, dass wir “den Weg der Nationen lernen”, indem wir lernen, wie die Menschen denken und warum und dies einfach oftmals Mitgefühl schafft, das eigentlich unangebracht ist.
Dies ist sicherlich auch mit diesem Bibeltext gemeint…
Ich weiß wohl, o Jehova, daß nicht beim Erdenmenschen sein Weg steht. Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten. 24 Bringe mich zurecht, o Jehova, doch nach Recht; nicht in deinem Zorn, damit du mich nicht zunichte machst.
glauben wir das wirklich?
Wollen wir das wirklich?
Auch dann, wenn dies bedeutet, dass wir liebgewordene Dinge aufgeben müssten?
“Hört die Worte dieses Bundes – und ihr sollt sie tun. Aber sie wandelten im Starrsinn ihres Herzens”
Jeremia 11:1-8
Das Wort, das von Jehova an Jeremia erging, lautete: 2 „Hört die Worte dieses Bundes!
Und du sollst sie zu den Männern von Juda und den Bewohnern von Jerusalem reden, 3 und du sollst zu ihnen sprechen: ‚Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: „Verflucht ist der Mann, der auf die Worte dieses Bundes nicht hört, 4 den ich euren Vorvätern an dem Tag gebot, an dem ich sie aus dem Land Ägypten, aus dem Eisenschmelzofen, herausführte, indem [ich] sprach: ‚Gehorcht meiner Stimme, und ihr sollt [die] Dinge gemäß allem tun, was ich euch gebiete; und ihr werdet gewiß mein Volk werden, und ich selbst werde euer Gott werden, 5 damit ich den Eid ausführe, den ich euren Vorvätern geschworen habe, ihnen das Land zu geben, das von Milch und Honig fließt, wie an diesem Tag.‘ “ ‘ “
Und ich antwortete und sagte dann: „Amen, o Jehova.“
6 Und Jehova sprach weiter zu mir: „Ruf all diese Worte in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems aus, indem [du] sagst: ‚Hört die Worte dieses Bundes, und ihr sollt sie tun. 7 Denn feierlich ermahnte ich eure Vorväter an dem Tag, an dem ich sie aus dem Land Ägypten heraufführte, und bis auf diesen Tag, früh mich aufmachend und ermahnend, indem [ich] sprach: „Gehorcht meiner Stimme.“ 8 Aber sie hörten nicht, noch neigten sie ihr Ohr, sondern sie wandelten, ein jeder, fortgesetzt im Starrsinn ihres bösen Herzens; und so brachte ich alle Worte dieses Bundes über sie, die zu tun ich [ihnen] geboten hatte, die sie aber nicht taten.‘ “
hören wir zu, wenn Jehova zu uns spricht? Hören wir auf seine Worte?
Passend hierzu hatten wir auf dem letzten BZK einen Programmpunkt: “Höre Jehovas Stimme, wo du auch bist”, der uns zeigt, wie wichtig es ist, dass wir nicht nur auf Jehova hören, sondern dass wir richtig zuhören.
Um die Dinge zu tun, die Jehova von uns getan haben möchte, müssen wir zuerst gut zuhören, damit wir wissen, was er von uns erwartet. DANN werden wir das Gehörte auch umsetzen (wenn wir den richtigen Herzenszustand haben)
“Deshalb werde ich nicht hören, wenn sie zu mir rufen”. Darum sollen wir auch nicht für sie beten
Jeremia 11:9-14
9 Ferner sagte Jehova zu mir: „Es hat sich Verschwörung unter den Männern Judas und unter den Bewohnern Jerusalems gefunden. 10 Sie sind zurückgekehrt zu den Vergehungen ihrer Vorväter, der ersten, die sich weigerten, meinen Worten zu gehorchen, die aber selbst anderen Göttern nachgegangen sind, um ihnen zu dienen. Das Haus Israel und das Haus Juda haben meinen Bund gebrochen, den ich mit ihren Vorvätern schloß. 11 Dies ist daher, was Jehova gesprochen hat: ‚Siehe, ich bringe Unglück über sie, aus dem sie nicht herauskommen können; und sie werden zu mir gewiß um Hilfe rufen, aber ich werde nicht auf sie hören. 12 Und die Städte Judas und die Bewohner Jerusalems werden hingehen und um Hilfe rufen müssen zu den Göttern, denen sie räuchern, die ihnen aber zur Zeit ihres Unglücks ganz bestimmt keine Rettung bringen werden. 13 Denn deine Götter sind so viele geworden wie deine Städte, o Juda; und so viele Altäre wie die Straßen Jerusalems habt ihr für die Schändlichkeit aufgestellt, Altäre, um dem Baal zu räuchern.‘
14 Und was dich betrifft, bete nicht zugunsten dieses Volkes, und erhebe für sie keinen inständigen Ruf noch ein Gebet, denn ich werde nicht hören zu der Zeit, da sie hinsichtlich ihres Unglücks zu mir rufen.
einen ähnlichen Gedanken hatten wir bereits einige Kapitel zuvor in Jeremia 7:16
wer sich absichtlich und wissend von Jehova abwendet, der darf keine Gnade und keine Barmherzigkeit von Jehova erwarten – und auch wir sollten solche Personen in keinster Weise unterstützen – sonst machen wir uns mit ihnen schuldig
“Jehova selbst hat mich unterrichtet, dass ich es verstehe und lässt mich ihre Handlungen sehen”
Jeremia 11:18
18 Und Jehova selbst hat mich unterrichtet, damit ich [es] wisse. Zu jener Zeit hast du mich ihre Handlungen sehen lassen.
aber Jehova kann uns nur dann unterrichten, wenn wir ihn lassen, wenn wir uns für ihn und sein Wort öffnen. Wir hatten gestern eine sehr interessante Dienstansprache, die das Thema hatte “Immer und überall für Jehovas Stimme ganz Ohr sein” (Notizen kommen noch). Mir ist so, als habe ein Programmpunkt auf einem der letzten Kongresse im letzten Jahr genau so gehießen, aber beim Suchen habe ich nur den gefunden: “Höre auf Jehovas Stimme, wo du auch bist”
“Wie kommt es, dass die Treulosen Gelingen haben?”
Jeremia 12:1
Du bist gerecht, o Jehova, wenn ich meine Klage an dich richte, ja wenn ich sogar über Rechtssachen mit dir rede. Wie kommt es, daß der Weg der Bösen Gelingen gehabt hat, daß alle, die Treulosigkeit begehen, die Sorgenfreien sind?
ja, wie kommt das? Wieso sieht es so aus, als würden die Treulosen den Segen Gottes haben, wohingegen SEINE Diener mit Drangsal zu kämpfen haben?
Einen ähnlichen Gedanken hatten wir bereits in Psalm 73:3. Wir wissen ja, dass dies nur ein scheinbarer Friede ist, dass sie keinesfalls den Frieden Gottes haben, der in Philipper 4 erwähnt wird.
Also lassen wir uns bitte dadurch nicht entmutigen.
Mein Mann sagte gestern zu mir, ich solle mir in solchen Momenten vor meinem geistigen Auge vorstellen, wie diese Personen in Jehovas Augen sind:
sie sitzen bereits in der Todeszelle und sie haben nur noch eine kurze Zeit. Bald sind solche Personen von der Erde verschwunden.
Also – wenn uns der Mut verliert, dann denken wir doch einfach “diese Personen sind bereits tot (denn geistig gesehen und in Jehovas Augen sind sie dies auch) und daher ist mir egal, ob sie heute scheinbar Erfolg haben”!
“Weil kein Mensch da ist, der es zu Herzen genommen hat”
Jeremia 12:7-13
7 „Ich habe mein Haus verlassen; ich habe mein Erbe im Stich gelassen; ich habe die Geliebte meiner Seele in die Faust ihrer Feinde gegeben. 8 Mein Erbe ist mir wie ein Löwe im Wald geworden. Es hat seine Stimme sogar gegen mich ergehen lassen. Darum habe ich es gehaßt. 9 Mein Erbe ist mir wie ein bunter Raubvogel; die Raubvögel sind ringsum darüber her. Kommt, versammelt euch, all ihr wildlebenden Tiere des Feldes; bringt [sie] her zum Fraß. 10 Selbst viele Hirten haben meinen Weingarten verdorben; sie haben meinen Anteil zertreten. Sie haben meinen begehrenswerten Anteil in die Wildnis einer wüsten Einöde verwandelt. 11 Man hat ihn zu einer wüsten Einöde gemacht; er ist dahingewelkt; er ist für mich verödet. Das ganze Land ist öde gemacht worden, weil kein Mensch da ist, der [es] zu Herzen genommen hat. 12 Über all die gebahnten Pfade durch die Wildnis sind die Verheerer gekommen. Denn das Schwert, das Jehova gehört, verzehrt von einem Ende des Landes selbst bis zum anderen Ende des Landes. Da ist kein Frieden für irgendwelches Fleisch. 13 Sie haben Weizen gesät, aber Dornen haben sie geerntet. Sie haben sich krank gearbeitet; sie werden von keinem Nutzen sein. Und sie werden sich sicherlich eurer Erzeugnisse schämen wegen der Zornglut Jehovas.“
haben denn wir ganz persönlich uns Jehova Wort zu Herzen genommen? Leben wir entsprechend?
Welche Auswirkungen hat das was wir tun und sagen darauf, wie andere Jehova und seine Organisation sehen?
Dies ist daher, was Jehova gesprochen hat: „Wenn du umkehren wirst, dann werde ich dich zurückbringen. Vor mir wirst du stehen. Und wenn du das, was kostbar ist, aus wertlosen Dingen hervorbringen wirst, wirst du wie mein eigener Mund werden. Sie selbst werden zu dir zurückkehren, du aber wirst nicht zu ihnen zurückkehren.“
Jehova schickte ein Volk erst mal ins Exil. Auch, als sie sich wieder auf ihn besinnen, belässt er es bei der Strafe. Sie müssen im Exil bleiben – so lange, wie er es ihnen angekündigt hatte..
Wenn sie wirklich aufrichtig bereuten und wirklich mit ihrem ganzen Herzen zu ihm umgekehrt waren und wirklich eingesehen hatten, wie falsch ihr Handeln war und wie sehr sie IHN damit gekränkt hatten – dann nahmen sie die Jahre des Exils als gerechte Strafe an.
die Sache mit dem Gürtel – auch wir benötigen Eifer und Ausdauer in der wahren Anbetung!
Jeremia 13:1-7
Dies ist, was Jehova zu mir gesprochen hat: „Geh, und du sollst dir einen leinenen Gürtel beschaffen und ihn um deine Hüften legen, aber du sollst ihn nicht ins Wasser bringen.“ 2 Da beschaffte ich den Gürtel gemäß dem Wort Jehovas und legte ihn um meine Hüften. 3 Und das Wort Jehovas erging dann zum zweiten Mal an mich und lautete: 4 „Nimm den Gürtel, den du beschafftest, der um deine Hüften ist, und mache dich auf, geh zum Euphrat, und verbirg ihn dort in einer Spalte des zerklüfteten Felsens.“ 5 Da ging ich und versteckte ihn am Euphrat, so wie es Jehova mir geboten hatte.
6 Aber es geschah am Ende vieler Tage, daß Jehova dann zu mir sagte: „Mache dich auf, geh zum Euphrat, und nimm von dort den Gürtel, den ich dir dort zu verstecken gebot.“ 7 Demgemäß ging ich zum Euphrat und grub und nahm den Gürtel von der Stelle, an der ich ihn versteckt hatte, und siehe, der Gürtel war verdorben; er taugte zu gar nichts.
diese Verse lesen sich so leicht und schnell – aber haben wir schon mal darüber nachgedacht, dass es ein weiter Weg für Jeremia war, bis zum Euphrat zu laufen, den Gürtel zu verstecken, wieder zurück zu laufen – und einige Tage später soll er wieder dahin gehen und den Gürtel holen und wieder zurück.
Und warum das Ganze?
Hätte er nicht einfach ohne diese Aktion die Worte Jehovas verkünden können?
Ob sich Jeremia übervorteilt fühlte? Ob er sich fragte, warum er diesen langen Weg zwei Mal machen musste und alles nur für ein Volk, das eh halsstarrig war?
Wie sehen wir die Dringlichkeit und Notwendigkeit des Predigtwerkes?
In den beiden Dienstansprachen, die wir bereits in dieser Woche hatten, wird immer wieder beton, wie wichtig es ist, dass die Menschen begreifen, dass sie das Lösegelde benötigen. Jehova möchte niemanden in seinem Krieg vernichten, ER möchte am liebsten, dass alle von ihren bösen Wegen umkehren und ihm aus Liebe dienen, so kann er sie nicht nur verschonen, sondern auch noch belohnen.
Aber damit die Menschen dies verstehen und damit sie merken, dass sie verkehrt laufen und dann umkehren können – dazu muss jemand da sein, der sie darauf aufmerksam macht. Hier sind wir gefragt! Eine Schwester sagte gestern im Zusammenhang mit dem Buchstudium, dass es für uns eine Ehre ist, dass wir dieses Wort verkünden dürfen. Denn Jehova hat uns für würdig erachtet, in sein Volk zu kommen, uns als seine Freunde zu erweisen und dazu gehört auch, dass die Freunde Jehovas anderen helfen, ebenfalls mit Gott versöhnt zu werden.
Also lassen wir uns nicht davon entmutigen, dass es in unserem Gebiet vielleicht nicht mehr so viele Leute gibt, die wirklich hören wollen. Die Zeit, die wir im Predigtwerk verbringen, diese Zeit sind wir wirklich gut und sinnvoll beschäftigt und wir wissen ja, dass wir das Herz unseres liebevollen Schöpfers damit erfreuen – und dies ist es doch, was wir wollen – oder?
Wenn wir Jehova wirklich lieben, dann ist dies das einzige Ziel, was uns im Leben wichtig ist: nicht so sehr die Belohnung, dass wir mal im Paradies leben werden – sondern, dass wir uns so verhalten, dass dieser wundervolle Schöpfer seine Freude an uns hat.
Dann ist es uns auch nicht zu viel, immer und immer wieder zu den Menschen hinzugehen, selbst dann nicht, wenn es aus unserer menschlichen Sicht heraus sinnlos wäre
9 „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Ebenso werde ich den Stolz Judas und den großen Stolz Jerusalems verderben. 10 Dieses schlechte Volk, das sich weigert, meinen Worten zu gehorchen, das im Starrsinn seines Herzens wandelt und das ständig anderen Göttern nachgeht, um ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzubeugen, wird ebenso wie dieser Gürtel werden, der zu nichts taugt.‘ 11 ‚Denn so, wie ein Gürtel an den Hüften eines Mannes haftet, so ließ ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda sogar mir anhaften‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚damit sie mir zum Volk und zum Namen und zum Lobpreis und zu etwas Schönem werden; aber sie gehorchten nicht.‘
wo sehen wir uns, wenn wir diese Verse lesen?
Wollen wir so leben, wie es uns am Besten passt? So, wie wir denken, dass wir dabei am glücklichsten werden? Unsere Gefühle und Bedürfnisse ausleben? Egal, um welchen Preis?
Oder wollen wir zu denen gehören, die “Jehova zum Lobpreis, zu etwas Schönem” werden?
Jehova hat keine Freude am Tod des Bösen
Jeremia 13:15-17
Hört und leiht euer Ohr. Seid nicht hochmütig, denn Jehova selbst hat geredet. 16 Gebt Jehova, eurem Gott, Ehre, bevor er Finsternis verursacht und bevor eure Füße auf den Bergen bei der Dämmerung aneinanderstoßen. Und ihr werdet gewiß auf das Licht hoffen, und er wird es tatsächlich zu tiefem Schatten machen; er wird [es] in dichtes Dunkel verwandeln. 17 Und wenn ihr es nicht hören werdet, wird an verborgenen Orten wegen des Stolzes meine Seele weinen und wird ganz bestimmt Tränen vergießen; und mein Auge wird in Tränen zerfließen, weil die Herde Jehovas gefangen weggeführt worden sein wird.
wie geht es uns, wenn wir diese Verse lesen?
Wie empfinden wir, wenn wir an Personen denken, die uns vielleicht seit Jahren das Leben nicht nur schwer, sondern gar “zur Hölle machen”? Wünschen wir solchen Personen nicht, dass sie endlich ihre gerechte Strafe erhalten?
Können wir uns aufrichtig wünschen, dass diese Personen noch rechtzeitig von ihrem Wege umkehren? Immerhin würde dies ja nicht nur bedeuten, dass die Bedrückungen von ihrer Seite endlich aufhören würden – sondern dass diese Personen später mit uns im Paradies sein würden. Löst eine solche Vorstellung Groll in uns aus? Könnten wir ihnen aufrichtig vergeben und uns für sie freuen, falls diese einmal von ihrem verkehrten Wege umkehren würden?
Oder müssten wir vielleicht in dieser Hinsicht an uns arbeiten?
Kann ein Kuschit seine Haut ändern? Oder ein Leopard seine Flecken? Ihr selbst könntet auch Gutes tun, die ihr Personen seid, die man Schlechtes zu tun gelehrt hat. 24 So werde ich sie zerstreuen wie Stoppeln, die im Wind von der Wildnis her dahinfahren. 25 Dies ist dein Los, dein von mir zugemessener Teil“, ist der Ausspruch Jehovas, „weil du mich vergessen hast und du ständig dein Vertrauen auf Falschheit setzt. 26 Und ich selbst will auch deine Rocksäume über dein Gesicht hochheben, und deine Unehre wird gewiß gesehen werden, 27 deine Taten des Ehebruchs und dein Gewieher, deine Zügellosigkeit in der Prostitution. Auf den Hügeln, auf dem Feld habe ich deine abscheulichen Dinge gesehen. Wehe dir, o Jerusalem! Du kannst nicht rein sein — nach wieviel längerer [Zeit]?“
was für ein Bild! Stellen wir uns bitte mal vor, wir würden auf einem belebten Platz sein, vielleicht sogar in den Zusammenkünften und Jehova würde unser Kleid wirklich so weit lüften, dass es über unserem Gesicht wäre. Wie sehr würden wir uns schämen, wenn wir so nackt vor den anderen stünden!!!
Auf der anderen Seite: je länger das Gewand ist, das wir anhaben, als bei uns Schwestern vielleicht unser Rock oder Kleid, desto weniger müsste es gelüftet werden, um über unser Gesicht zu gelangen. Bei einem Mini-Rock würden wir ganz nackt da stehen, mit einem langen Rock würde man vielleicht nur unsere Knie sehen. Dies ist zwar nicht das, was Jehova mit diesen Worten gemeint hatte – aber ist auch wert, darüber mal nachzudenken
Warum erkennen wir erst unser verkehrtes Tun an, wenn Jehova uns den Segen entzieht?
Jeremia 14:4-7
Wegen des Bodens, der zerbröckelt ist, weil sich kein Regenguß über dem Land eingestellt hat, sind die Landwirte beschämt worden; sie haben ihr Haupt bedeckt. 5 Denn sogar die Hindin auf dem Feld hat geboren, verläßt [es] aber, weil es kein zartes Gras gegeben hat. 6 Und selbst die Zebras sind auf den kahlen Hügeln stehengeblieben; sie haben den Wind geschnüffelt wie die Schakale; ihre Augen haben versagt, weil kein Pflanzenwuchs da ist. 7 Selbst wenn unsere eigenen Vergehungen tatsächlich gegen uns zeugen, o Jehova, handle um deines Namens willen; denn unserer Taten der Untreue sind viele geworden; es ist gegen dich, daß wir gesündigt haben.
warum sind wir Menschen so?
Warum halten wir starrsinnig an etwas fest, was eindeutig verkeht ist? Sind wir zu stolz, eigene Fehler einzusehen?
Warum können wir dies dann, wenn garnichts anderes mehr geht? Warum rufen sie nun zu Gott und erkennen ihre Sündhaftigkeit an, die sie so lange standhaft abgestritten hatten? Warum können und wollen sie nun auf Jehova hören, wo sie sich doch so lange hartnäckig geweigert hatten, zu tun, was er von ihnen erwartete und immer wieder hatte sagen lassen?
Warum gerade jetzt?
Könnte man sagen, dass sie wirklich aufrichtig und von Herzen bereut hatten – oder ging es nur darum, dass sie wußten, sie müssen jetzt bereuen, sonst vernichtet Jehova sie ganz?
Falsche Propheten sind eine Gefahr für sich und andere
Jeremia 14:13-16
Darauf sagte ich: „Ach, o Souveräner Herr Jehova! Siehe, die Propheten sprechen zu ihnen: ‚Ihr werdet kein Schwert sehen, und es wird euch keine Hungersnot widerfahren, sondern wahren Frieden werde ich euch an diesem Ort geben.‘ “
14 Und Jehova sprach weiter zu mir: „Falsches prophezeien die Propheten in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, noch habe ich ihnen geboten, noch zu ihnen geredet. Eine falsche Vision und Wahrsagerei und Wertlosigkeit und den Trug ihres Herzens reden sie prophetisch zu euch. 15 Dies ist daher, was Jehova hinsichtlich der Propheten gesagt hat, die in meinem Namen prophezeien und die ich selbst nicht sandte und die sprechen, daß sich weder Schwert noch Hunger in diesem Land einstellen werden: ‚Durch Schwert und durch Hunger werden jene Propheten ihr Ende finden. 16 Und das Volk selbst, dem sie prophezeien, wird zu Menschen werden, die hinausgeworfen sind auf die Straßen Jerusalems wegen der Hungersnot und des Schwertes, ohne daß jemand sie begräbt — sie, ihre Frauen und ihre Söhne und ihre Töchter. Und ich will ihr Unglück über sie ausschütten.‘
hier ein Gedanke, der öfters in der Bibel vorkommt: unser Handeln beeinflußt nicht nur uns selbst, sondern auch die Personen, die mit uns zu tun haben.
Hier ist zwar von den Propheten die Rede, aber wir könnten diesen Vers auch auf uns ganz persönlich anwenden, auch dann, wenn wir keine Älteste sind.
Überlegen wir einmal: dadurch, dass wir uns nach Gottes Namen nennen und die Zusammenkünfte besuchen und in den Predigtdienst gehen, machen wir uns als Anbeter Jehovas kenntlich. Die Menschen werden alles, was wir tun, mit Jehova und seinem Willen in Verbindung bringen. Wenn wir es nun mit dem Einhalten der Gebote nicht so genau nehmen, dann könnte dies in den Menschen, die mit uns Kontakt haben – in den Menschen, die uns beobachten und zuhören – zu falschen Schlußfolgerungen führen. Wenn ich es mit der Treue in der Ehe nicht so genau nehme oder wenn Jugendliche, die bereits getaufte Zeugen Jehovas sind, es mit der Achtung und dem Respekt vor ihren Eltern nicht so genau nehmen, könnte der Eindruck entstehen, solch ein Verhalten wäre für Jehova annehmbar. Dies würde diese Menschen in falscher Sicherheit wiegen, sie würden keine Veranlassung sehen, sich zu ändern.
Was, wenn wir Kinder in unserem Haushalt leben haben? Wie sollten wir uns dann verhalten? Sind wir uns bewußt, dass wir für sie ein Vorbild sind, dass Kinder uns in ihrem Verhalten nachahmen?
Was, wenn ich ihnen vorlebe, dass man es mit den Maßstäben Jehovas nicht so genau nehmen muß? Dass man die Anweisungen des treuen und verständigen Sklaven großzügig so auslegen kann und trotzdem ein “guter Zeuge Jehovas ist”? Was dann?
Werden wir mit so einem Verhalten nicht Blutschuld auf uns laden? Werden wir damit nicht dafür verantwortlich sein, dass unsere Kinder nicht Jehovas Wohlgefallen haben können und sogar dafür noch die Strafe erleiden müssen?
Wären wir wirklich liebevoll, wenn wir so handelten?
Was aber, wenn unsere Kinder und Jugendlichen sich genervt von uns abwenden, weil wir die Dinge mit der wahren Anbetung so extrem sehen? Immerhin sehen andere Eltern das nicht so streng wie wir und deren Kinder dürfen viele Dinge, von denen wir ihnen sagen, dass dies Jehova kränkt? Wenn ihre Freunde sogar Kinder von Ältesten sind und das dürfen und wir lassen unsere Kinder nicht, obwohl wir vielleicht nicht so angesehen in der Versammlung (oder sogar ausgeschlossen) sind?
Sollten wir dann einknicken um des lieben Friedens Willen? Damit unsere Kinder uns lieb haben und nicht zu dem anderen Elternteil ziehen?
Worum geht es hier? Lassen sie wirklich aufrichtige Reue erkennen?
Jeremia 14:9-22
Hast du Juda gänzlich verworfen, oder hat deine Seele sogar Zion verabscheut? Warum hast du uns geschlagen, so daß es keine Heilung für uns gibt? Man hoffte auf Frieden, aber nichts Gutes [kam]; und auf eine Zeit der Heilung, und siehe, Schrecken! 20 Wir erkennen doch, o Jehova, unsere Bosheit, die Vergehung unserer Vorväter, denn wir haben gegen dich gesündigt. 21 Mißachte [uns] nicht um deines Namens willen; verachte nicht deinen herrlichen Thron. Gedenke; brich nicht deinen Bund mit uns. 22 Existieren unter den nichtigen Götzen der Nationen irgendwelche, die Regen herabgießen können, oder können gar die Himmel selbst ausgiebige Regenschauer geben? Bist du es nicht, o Jehova, unser Gott? Und wir hoffen auf dich, denn du selbst hast all diese Dinge getan.
was geht denn hier ab?
Haben sie wirklich aufrichtig und von Herzen ihr verkehrtes Tun bereut oder sind sie nur zum Schein umgekehrt, damit Jehova wieder gut mit ihnen ist?
Ich persönlich empfinde es als unglaublich frech, was sie hier tun. Denn sie sagen ja sinngemäß zu unserem Gott “nun stell dich nicht so an, wir haben doch bereut, nun sieh mal zu, dass es uns ganz schnell wieder gut geht, immerhin haben wir unseren Teil getan”. Wie fühlte sich Jehova dabei? Die nächsten Verse zeigen ganz klar, dass er es ebenso empfindet wie ich
Jeremia 15:6
‚Du selbst hast mich im Stich gelassen‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Rückwärts geht der Weg, den du fortwährend wandelst. Und ich werde meine Hand gegen dich ausstrecken und dich verderben. Ich bin des Bedauerns müde geworden.
Du selbst hast [es] gewußt. O Jehova, gedenke meiner, und wende mir deine Aufmerksamkeit zu, und räche mich an meinen Verfolgern. In deiner Langsamkeit zum Zorn nimm mich nicht hinweg. Nimm zur Kenntnis, daß ich um deiner selbst willen Schmach trage. 16 Deine Worte fanden sich, und ich aß sie dann; und dein Wort wird mir zum Frohlocken und zur Freude meines Herzens; denn dein Name ist über mir genannt worden, o Jehova, Gott der Heerscharen.
wenn wir manchmal das Gefühl haben, es dauere noch ewig, bis Jehova uns zu unserem Recht verhilft – was können wir dann tun?
Ahmen wir doch Jeremia nach und beschäftigen wir uns noch intensiver mit Gottes Wort!
Ist es nicht auch für uns sehr ermunternd, wenn wir in der Bibel lesen, dass Jehova die Dinge ebenso sieht, wie wir? Dass der Böse zwar scheinbar Gelingen hat – aber nicht das Wohlgefallen Jehovas? Wenn wir sehen, dass Jehova stolz auf uns ist, weil wir ihm trotz all den Schwierigkeiten immer noch dienen – obwohl wir zur Zeit vielleicht nur Nachteile davon haben?
Wenn wir lesen, dass Jehova diese Menschen ebenso verabscheut und dass er sie bald gerade wegen ihrem schlimmen Verhalten beseitigen wird und dass in seinem Königreich kein Platz für solche Menschen ist?
Dies erinnert mich wieder an den Aspekt, der im Programmpunkt “Wir müssen durch vielerlei Drangsale in Gottes Königreich eingehen” gesagt wurde: die meisten der Bedrängten haben sich gerade in dieser Zeit noch enger an ihren Gott gewandt – und dies hat ihnen geholfen, auszuharren.
Und es soll geschehen, wenn du diesem Volk alle diese Worte mitteilst und sie tatsächlich zu dir sagen: ‚Weswegen hat Jehova all dieses große Unglück gegen uns geredet, und was ist unsere Vergehung, und was ist unsere Sünde, mit der wir gegen Jehova, unseren Gott, gesündigt haben?‘, 11 daß du dann zu ihnen sprechen sollst: ‚ „Wegen der Tatsache, daß eure Väter mich verlassen haben“, ist der Ausspruch Jehovas, „und sie ständig anderen Göttern nachgingen und ihnen dienten und sich vor ihnen niederbeugten. Aber mich verließen sie, und mein Gesetz hielten sie nicht. 12 Und ihr selbst habt schlimmer gehandelt in eurem Tun als eure Väter, und siehe, ihr seid ein jeder dem Starrsinn seines bösen Herzens nachgegangen, indem ihr mir nicht gehorchtet. 13 Und ich will euch aus diesem Land hinausschleudern in das Land, das ihr selbst nicht gekannt habt noch eure Väter, und dort werdet ihr anderen Göttern dienen müssen Tag und Nacht, weil ich euch keine Gunst erweisen werde.“ ‘
ist es wirklich ungerecht und unbarmherzig, wenn Jehova sie nun als sein Volk verwirft?
Traurig ist allerdings, dass letztendlich alle darunter leiden müssen – denn selbst die Treuen wurden ja ins Exil geführt…
“Für Jehovas Stimme immer und überall ganz Ohr sein”
David vertraute Jehova – warum? In Psalm 139:1 finden wir den Grund:
O Jehova, du hast mich durchforscht, und du kennst [mich].
David vertraute Jehova, weil er wußte, dass ER ihn in- und auswendig kannte, weil er ihn ganz genau kennt. Diesen Gedanken finden wir in 1. Samuel 16:7 bestätigt
Aber Jehova sprach zu Samuel: „Schau nicht auf sein Aussehen und auf die Höhe seines Wuchses, denn ich habe ihn verworfen. Denn nicht wie der Mensch sieht, [sieht Gott,] denn der Mensch sieht das, was vor den Augen erscheint; Jehova aber, er sieht, wie das Herz ist.“
Jehova sieht, wie das Herz ist. Daher kennt er nicht nur David, sondern jeden einzelnen von uns ganz genau. Denn in Psalm 139:2,3 heißt es
Du selbst hast mein Sitzen und mein Aufstehen erkannt.
Du hast meine Gedanken von fern bemerkt.
3 Mein Wandern und mein Liegen hast du ermessen,
Und du bist ja mit all meinen Wegen vertraut geworden.
David fand es nicht unangenehm, dass Jehova ihn so genau kannte, im Gegenteil, er freute sich darüber, denn in den Versen 23 und 24 bat er
Durchforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz.
Prüfe mich, und erkenne meine beunruhigenden Gedanken,
24 Und sieh, ob in mir irgendein Weg des Schmerzes ist,
Und führe mich auf dem Weg der unabsehbaren Zeit.
Er bat Jehova geradezu darum, ihn auch in den Zeiten genau zu beobachten, wenn er vielleicht falsch läuft. Genau in diesen Momenten wollte er von IHM darauf hingewiesen werden, was er ändern könnte.
Aber kann man Jehovas Stimme überhaupt heute noch hören? Im Einsichtenbuch heißt es hierzu auszugsweise
Die Stimme Gottes zu hören bedeutet nicht unbedingt, daß man eine buchstäbliche, hörbare Stimme vernimmt. Häufig bedeutet es, daß man klar erkennt, was Gott in seinem Wort niederschreiben und durch seine ihn vertretenden irdischen Diener übermitteln ließ, und dem dann auch gehorcht (1Jo 2:3, 4). Somit wird „Stimme“ auf ‘jede Äußerung, die durch den Mund Jehovas ausgeht’, angewandt, nämlich auf seine Gebote, die jemandem mündlich von Gott persönlich, von Engeln oder Menschen oder durch inspirierte Schriften mitgeteilt werden (Ps 103:20; Mat 4:4; siehe GEHORSAM).
Jehovas Stimme zu hören, bedeutet also, dass “man klar erkennt, was Gott in seinem Wort niederschreiben ließ´” und seine Gebote versteht. In Jesaja 30:20 und 21 ist die Rede davon, dass wir ein Wort hinter uns hören
dein Großer Unterweiser wird sich nicht mehr verbergen, und deine Augen sollen [Augen] werden, die deinen Großen Unterweiser sehen. 21 Und deine Ohren, sie werden ein Wort hinter dir sagen hören: „Dies ist der Weg. Wandelt darauf“, falls ihr zur Rechten gehen solltet oder falls ihr zur Linken gehen solltet.
Jehova ist dieser große Unterweiser, der mit uns Kontakt aufnimmt. Aber wie geht es, ihn auf der einen Seite vor uns zu sehen und auf der anderen Seite seine Stimme hinter uns zu hören? Ist diese kein Widerspruch?
Nein, den die Worte dass wir den Unterweiser sehen weisen auf den sichtbaren Teil seiner Organisation hin und sein Wort, das wir hinter uns hören ist die Bibel.
Allerdings gibt es einige Störgeräusche, die uns daran hindern sollen, auf IHN zu hören. Welche sind dies?
1.) Zeit, die wir mit anderen Dingen verbringen, wie z.B. mit dem Hören von Musik, dem Lesen von irgendwelchen Büchern oder Illustrierten oder auch mit dem Fernsehen. “Dies ist alles Zeit, die man dann nicht mehr dazu nutzen kann, auf die Stimme Jehovas zu hören”
2.) Gedanken und Wünsche
In Markus 4:23 sagt Jesus
Wer Ohren hat zu hören, höre zu.“
wir müssen uns also darauf einstellen, unseren Sender klar einstellen, damit wir (nicht nur akustisch) alles genau verstehen. Weiter heißt es in Vers 24
Er sprach ferner zu ihnen: „Gebt acht auf das, was ihr hört. Mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird euch gemessen werden, ja, es wird euch noch hinzugefügt werden.
Wir müssen also darauf achten, was wir uns anhören. Hier kommt dann der Aspekt hinzu: wer reichlich auf das Wort Gottes hört, dem wird hinzugefügt werden, wer sich aber überhaupt nicht damit beschäftigt, oder nur sehr wenig, dem wird auch noch das wenige weggenommen werden, bis Gottes Worte und auch die Personen ganz weg sind.
Zu den Störgeräuschen zählen beim buchstäblichen Radiosender Radiowellen, die sich in Knacken oder ähnlichen Geräuschen äußern und es uns erschweren, genau zu verstehen, was eigentlich gesagt wird. Wir müssen also bereit sein, uns ganz darauf einzustellen, Gottes Wort zu hören und alles Störende dabei auszublenden.
Aber unser Herz will immer wieder die Frequenz ändern, damit es seinen Wünschen nachgehen kann, die nicht mit Gottes Wort kompatibel sind. Hier gibt es 3 Punkte, die es uns erschweren:
1.) wir denken, wir wären intelligent und hätten es nicht nötig, uns damit zu beschäftigen. Schon in Lukas 11:35 warnt uns Jesus
35 Sei daher wachsam. Vielleicht ist das Licht, das in dir ist, Finsternis.
Wir mögen vielleicht denken, dass wir es nicht nötig hätten, weil wir bereits alles wissen, aber in Wirklichkeit haben wir das Ziel bereits aus den Augen verloren. Die Erfahrung zeigt, dass ganz besonders Personen gefährdet sind, die sich sehr sicher fühlen, wie z.B. Älteste. Sie dachten, sie wären sicher und haben so verkehrte Wünsche zugelassen und mussten später ausgeschlossen werden. Oftmals fing dies Verhängnis damit an, dass sie ihre Frauen verließen.
2.) wir glauben, uns in der Gewalt zu haben
3.) wir verlassen uns auf unser eigenes Urteil, weil ja bisher auch alles gut ging
durch jeden einzelnen dieser drei Punkte verlieren wir das Gespür dafür, wohin uns der heilige Geist führen will!
In Sprüche 3:5-7 heißt es
Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand. 6 Beachte ihn auf all deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade gerademachen.
7 Werde nicht weise in deinen eigenen Augen. Fürchte Jehova, und weiche vom Bösen.
und in Jeremia 17:9 wird von unserem verräterischem Herzen gesprochen
Das Herz ist verräterischer als sonst irgend etwas und ist heillos. Wer kann es kennen?
Im Einsichtenbuch heißt es zu diesem Punkt
Das Herz kann „verräterisch“ sein
Obwohl vollkommen, ließ Adam zu, daß ihn sein Herz verführte; er verwarf die Wahrheit und wandte sich von Gott ab. (Siehe Jak 1:14, 15.) Folglich wurden alle Menschen, d. h. die Nachkommen des gefallenen Adam, in Sünde empfangen und in Vergehen hervorgebracht (Ps 51:5). Nach der Flut sagte Gott hinsichtlich der Menschheit im allgemeinen: „Die Neigung des Menschenherzens [ist] böse . . . von seiner Jugend an“ (1Mo 8:21).
Gott erklärte der rebellischen Nation Juda: „Das Herz ist verräterischer als sonst irgend etwas und ist heillos“ (Jer 17:9). Diese Aussage ist für diejenigen, die Gott gefallen möchten, eine ernste Warnung, denn sie müssen nicht nur auf das achten, was andere bei ihnen sehen, sondern auch auf den inneren Menschen, d. h. auf das, was sie in Wirklichkeit sind. Jemand mag schon viele Jahre ein Christ sein, eine gute Bibelkenntnis besitzen und fest davon überzeugt sein, daß er ohne weiteres mit jeder Situation fertig werden würde. Doch obwohl er genau weiß, daß eine bestimmte Handlungsweise falsch und im Gesetz Gottes ausdrücklich verboten ist, können ihn Überlegungen und Wünsche, die er im geheimen hegt, dazu veranlassen, eine Sünde zu begehen.
Deshalb muß ein Christ, obwohl er die Wahrheit kennt und sich vielleicht als reif bezeichnet, daran denken, daß sein Herz ihn verraten kann, und daher muß er große Sorgfalt walten lassen, um Versuchungen aus dem Weg zu gehen (Mat 6:13; 1Ko 10:8-12).
Interessant, dass hier gesagt wird, dass wir auf das achten müssen, waws wir in Wirklichkeit sind und nicht war wir meinen zu sein und dass wir auch dann noch immer wachsam bleiben müssen, wenn wir vielleicht bereits viele Jahre in der Wahrheit sind. Paulus sagte ja auch an anderer Stelle “wer denkt, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle”. Daher fragen wir uns immer wieder: “bin ich im Geheimen mit etwas beschäftigt, was abträglich wäre?”.
Es gibt 3 Eigenschaften, die uns daran hindern könnten, wirklich auf die Stimme Jehovas zu hören:
1. Stolz
In Sprüche 16:18 heißt es
Stolz geht einem Sturz voraus und ein hochmütiger Geist dem Straucheln.
Hierfür gibt es einige Beispiele, wie David und Ananias und Saphira.
David zählte das Volk (2. Samuel 24). Er wollte damit prahlen, wie groß das Heer Israels ist, obwohl Jehova verboten hatte, das Volk zu zählen. Auch Ananias und Saphira waren stolz und machten daher falsche Angaben, damit sie besser vor den anderen dastanden (Apostelgeschichte 5)
2. Habgier
Auch hier gibt es wieder 2 biblische Beispiele, wie Bileam und Gehasi.
Bileam sollte das Volk Gottes verfluchen, dafür hätte er viel Geld bekommen. Aber jehova stoppte ihn imme wieder. Letztendlich zahlte Bileam seine Habgier mit dem Leben. Auch Gehasi log aus Habgier, er gab an, er käme im Auftrag Elisas. Als “Lohn” kam der Aussatz auf ihn, der gerade von Naaman genommen war.
3. Menschenfurcht
Menschenfurcht bedeutet, dass wir aus Angst alles tun, um dem Druck aus dem Weg zu gehen, als gutes Beispiel dient hier Pilatus. Er wußte, dass Jesus unschuldig war, aber er hatte Angst vor Cäsar und darum ließ er Jesus letztendlich hinrichten.
Wir sollten uns immer über die Folgen Gedanken machen, wohin solche Eigenschaften letztendlich führen!
nun kommen wir zu einigen Bereichen, wo wir ganz Ohr sein müssen:
1. die Zusammenkünfte
In Psalm 29 wird 7 mal die Stimme Jehovas erwähnt
29 O ihr Söhne von Starken, schreibt Jehova zu,
Schreibt Jehova Herrlichkeit und Stärke zu.
2 Schreibt Jehova die Herrlichkeit seines Namens zu.
Beugt euch vor Jehova nieder in heiligem Schmuck.
3 Die Stimme Jehovas ist über den Wassern;
Der Gott der Herrlichkeit selbst hat gedonnert.
Jehova ist über vielen Wassern.
4 Die Stimme Jehovas ist kraftvoll;
Die Stimme Jehovas ist voll Pracht.
5 Die Stimme Jehovas zerbricht die Zedern;
Ja Jehova bricht die Zedern des Libanon in Stücke,
6 Und er läßt sie umherhüpfen wie ein Kalb,
Libanon und Sirjon wie die Söhne von Wildstieren.
7 Die Stimme Jehovas haut mit den Feuerflammen;
8 Die Stimme Jehovas, sie läßt die Wildnis sich winden,
Jehova läßt die Wildnis von Kadesch sich winden.
9 Die Stimme Jehovas, sie läßt die Hindinnen sich vor Geburtsschmerzen winden
Und entblößt die Wälder.
Und in seinem Tempel spricht jeder: „Herrlichkeit!“
10 Jehova hat auf der Sintflut seinen Sitz gehabt;
Und Jehova sitzt als König auf unabsehbare Zeit.
11 Jehova selbst wird gewiß Stärke geben seinem Volk.
Jehova selbst wird sein Volk segnen mit Frieden.
In seinem Tempel spricht jeder: „Herrlichkeit!“. Dies tun wir automatisch, wenn wir über die Macht Jehovas nachdenken. Hier in der Versammlung preisen wir Jehova. “Der Königreichssaal ist das wichtigste Gebäudein unserem Versammlungsgebiet!”
Wie wir in Psalm 48:9 sehen, werden wir inmitten dieses “Tempels” auf die Eigenschaften Jehovas aufmerksam gemacht
Wir haben nachgedacht, o Gott, über deine liebende Güte
Inmitten deines Tempels.
In unseren Jahrbüchern finden wir immer wieder Berichte über die Wichtigkeit der Zusammenkünfte. Im Jahrbuch 2009 finden wir auf den Seiten 139-139 eine sehr schöne Erfahrung von einer alleinerziehenden Mutter, aus der wir für uns persönlich sehr viel lernen können
„Für die Zusammenkünfte ist kein Weg zu weit“
VALU LOTONUU
GEBURTSJAHR: 1949
TAUFE: 1995
KURZPORTRÄT: Sie und ihre sechs Kinder gingen immer 22 Kilometer über Berg und Tal zu den Zusammenkünften.
IM Jahr 1993 wurde ich in Lefaga von Zeugen Jehovas besucht und war damit einverstanden, die Bibel zu studieren. Nach kurzer Zeit ging ich mit meinen Kindern zu den Zusammenkünften in Faleasiu, das auf der anderen Seite der Insel 22 Kilometer entfernt lag.
Für die Zusammenkünfte unter der Woche holte ich die Kinder immer schon früh von der Schule ab. Einige Lehrer drohten damit, die Kinder von der Schule zu werfen, bis ich ihnen erklärte, dass uns die Zusammenkünfte aus religiösen Gründen sehr wichtig sind. Jedes Kind hatte in einer Plastiktüte gute Sachen zum Anziehen dabei, eine Bibel, ein Liederbuch und was wir sonst noch in der Zusammenkunft brauchten. Manchmal nahm uns ein Bus mit, doch meistens gingen wir die ganzen 22 Kilometer zu Fuß.
Wenn wir dann beim Königreichssaal in Faleasiu ankamen, nahmen uns die Brüder in Empfang und gaben uns zu essen. Wir durften uns bei ihnen auch duschen und umziehen. Nach der Zusammenkunft machten wir uns dann wieder auf den langen Weg nach Hause. Auf dem Gebirgskamm, der die Insel in der Mitte durchzieht, legten wir für gewöhnlich eine kleine Pause ein und die Kinder schliefen eine Runde. Ich hielt inzwischen Ausschau, ob irgendjemand vorbeikam, der uns mitnehmen konnte. Zumeist waren wir erst weit nach Mitternacht daheim. Am nächsten Morgen war ich um 5 Uhr schon wieder auf den Beinen und fuhr mit dem ersten Bus nach Faleasiu, um dort zu predigen.
Einmal wurde ich vor den Dorfrat zitiert, dem der ranghöchste matai im Dorf vorstand. Sie wollten von mir wissen, warum ich immer bis nach Faleasiu fuhr, statt eine Kirche im Ort zu besuchen, vor allem die Kirche, die mein Großvater gegründet hatte. Zu guter Letzt verboten sie mir, nach Faleasiu in die Zusammenkünfte zu gehen. Doch ich ließ mich durch nichts und niemand irremachen. Ich war fest entschlossen, Gott mehr zu gehorchen als Menschen (Apg. 5:29).
Bald danach spitzte sich die Sache richtig zu. Als ich nicht zum toonai ging — ein Dorffest am Sonntag, das auch vom Pfarrer, den Diakonen und den matai besucht wird —, wurde ich vom Dorfrat dazu verdonnert, als Strafe fünf große Schweine zu zahlen. Das war für mich eine echte Härte, denn ich war alleinstehend und hatte sechs kleine Kinder. Irgendwie konnte ich die fünf Schweine jedoch von meiner Herde abknapsen. Mit der Zeit akzeptierten die Dorfbewohner unsere feste Überzeugung und machten uns keinen Ärger mehr.
Der Besuch der Zusammenkünfte hat uns im Lauf der Jahre zwar einiges abverlangt, aber es war die Mühe wert! Meine Kinder sind alle voll mit dabei und einer meiner Söhne ist Dienstamtgehilfe.
Meine Kinder und ich gehen nach wie vor zu Fuß zu den Zusammenkünften — allerdings keine 22 Kilometer mehr bis Faleasiu, sondern einfach die Straße runter. 2001 wurde in unserem Dorf ein schöner, neuer Königreichssaal eingeweiht und wir haben hier jetzt eine blühende Versammlung. Ja, für die Zusammenkünfte ist wirklich kein Weg zu weit!
wo sind hier die Lehrpunkte für uns?
1. sie war alleinerziehend mit 6 kleinen Kindern und ging trotzdem regelmäßig mit ihnen 22 km zu Fuß zur Versammlung – welch eine Wertschätzung
2. sie erhielt starken Druck von Außen, wie z.B. vom Lehrer und den Leuten im Dorf, trotzdem blieb sie fest entschlossen und sagte “die Zusammenküpnfte sind wichtiger als die Schule, denn hier werden wir von Jehova belehrt”
3. sie nahm finanzielle Einbußen in Kauf, wie die 5 großen Schweine, die sie als Strafe zu zahlen hatte
nehmen auch wir finanzielle Einbußen in Kauf, um die Zusammenkünfte zu besuchen? z.B. Beteiligung an den Spritkosten, Fahrt zum Kongress und evtl. Hotelkosten
Sind für uns die Zusammenkünfte ebenso wichtig, wie für diese tapfere Schwester? Zeigt sich dies darin, dass wir persönlich regelmäßig alle Zusammenkünfte besuchen und nur dann fehlen, wenn es garnicht anders geht? Wir haben es ja hier und heute ziemlich einfach, denn es besteht die Möglichkeit, im Falle einer Erkrankung per Telefon mitzuhören. Nutzen wir diese Möglichkeit?
2. unser Predigtdienst
Wir werden 3 Texte in der Offenbarung lesen, die einen Zusammenhang zwischen Jehovas Macht und dem Predigtwerk herstellen
Offenbarung 1:8
8 „Ich bin das Alpha und das Omega“, spricht Jehova Gott, „[der,] der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.“
Offenbarung 21:5-8
Und der, der auf dem Thron saß, sprach: „Siehe! Ich mache alle Dinge neu.“ Auch sagt er: „Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.“ 6 Und er sprach zu mir: „Sie sind geschehen! Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wen dürstet, dem will ich kostenfrei vom Quell des Wassers des Lebens geben. 7 Wer siegt, wird diese Dinge erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. 8 Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod.“
hier ist am Schluß von denjenigen die Rede, die nicht auf die Stimme Jehovas hören, sie werden vernichtet. Aber Jehova möchte, dass alle hören und von dem Wasser des lebens nehmen. Dies geht nur über das Predigtwerk!
Offenbarung 22:12-15
12 ‚Siehe! Ich komme eilends, und ich habe den Lohn, den ich gebe, bei mir, um einem jeden zu erstatten, wie sein Werk ist. 13 Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. 14 Glücklich sind die, die ihre langen Gewänder waschen, damit ihnen die Befugnis zuteil werde, zu den Bäumen des Lebens [zu gehen], und damit sie durch die Tore Eingang in die Stadt erlangen. 15 Draußen sind die Hunde und die, die Spiritismus treiben, und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt.‘
er wird einem jeden gemäß seinem eigenen Werk erstatten und sie werden ihre langen Gewänder im Blut des Lammes waschen.
Jehova möchte, dass die Menschen glücklich werden, dass alle ihre langen Gewänder waschen, dass alle zu den Bäumen des Lebens gehen und alle in die Stadt eingehen. Hierzu lässt er eine Einladung an alle ergehen – durch unseren Predigtdienst!
In Vers 12 sagt er uns, dass er sieht, was und wieviel wir als seine Diener machen, welchen Anteil wir am Predigtwerk haben, ob wir dem Predigtwerk, der Einladungsaktion eine möglichst große Aufmerksamkeit schenken.
Warum ist es so wichtig, auf die Stimme Jehovas zu hören?
Hier dient uns Simson als Beispiel. Er war ein sehr starker Mann, aber wodurch hatte er seine Kraft? Durch den Geist Jehovas, er durfte die Flechten seines Haares nicht scheren lassen. In Richter 16:19-21 lesen wir von dem Verrat durch seine Verlobte
19 Und sie ließ ihn dann auf ihren Knien einschlafen. Dann rief sie den Mann und ließ ihn die sieben Flechten seines Hauptes abscheren, worauf sie anfing, zu zeigen, daß sie ihn bezwang, und seine Kraft wich ständig von ihm. 20 Nun sprach sie: „Die Philister sind über dir, Simson!“ Darauf erwachte er aus seinem Schlaf und sagte: „Ich werde [frei] ausgehen wie die anderen Male und mich losschütteln.“ Und er wußte selbst nicht, daß Jehova von ihm gewichen war. 21 Da packten ihn die Philister und bohrten ihm die Augen aus und brachten ihn nach Gasa hinab und banden ihn mit zwei kupfernen Fesseln; und er wurde im Gefangenenhaus einer, der mahlt.
Seine Kraft wich ständig von ihm und “er wußte absolut nicht, dass Jehova von ihm gewichen war. Wann erst merkte Simson, dass er keine Kraft mehr hatte? Als es zu spät war, in der Zeit der Prüfung!
Sind wir persönlich wachsam? Wir wollen nicht erst in de Zeit der Prüfung merken, dass wir nicht mehr die Kraft haben – daher sollten wir bereits heute ganz Ohr sein!
Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Verflucht ist der kräftige Mann, der sein Vertrauen auf den Erdenmenschen setzt und tatsächlich Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz sich von Jehova selbst abwendet.
Wie würde Jehova uns sehen, wenn wir alle Hebel in Bewegung setzen, um unser vermeintliches Recht einzufordern – und dabei seine Maßstäbe außer Acht lassen?
Das Herz ist verräterischer als sonst irgend etwas und ist heillos. Wer kann es kennen?
Teilen wir diese Ansicht? Erkennen wir an, dass wir ohne unseren Gott gar nichts sind und dass wir seine Anleitung benötigen, um unseren Weg zum Erfolg zu machen?
Siehe! Da sind die, die zu mir sagen: „Wo ist das Wort Jehovas? Es treffe bitte ein.“ 16 Aber was mich betrifft, ich bin nicht davon weggeeilt, ein Hirte hinter dir her zu sein, und nach dem heillosen Tag zeigte ich kein Verlangen. Du selbst hast die Äußerung meiner Lippen gekannt; vor deinem Angesicht ist sie erfolgt. 17 Werde mir nicht zum Schrecknis. Du bist meine Zuflucht am Tag des Unglücks.
Wie sieht Jehova uns und das was wir sagen und tun?
Dies ist, was Jehova zu mir gesprochen hat: „Geh, und du sollst in das Tor der Söhne des Volkes treten, durch das die Könige von Juda eingehen und durch das sie ausgehen, und in alle Tore von Jerusalem. 20 Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Hört das Wort Jehovas, ihr Könige von Juda und ganz Juda und all ihr Bewohner von Jerusalem, die ihr durch diese Tore eingeht. 21 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Gebt acht auf eure Seele, und tragt am Sabbattag keinerlei Last, die ihr durch die Tore von Jerusalem hineinbringen müßt. 22 Und ihr sollt am Sabbattag keine Last aus euren Häusern hinaustragen; und ihr sollt überhaupt keine Arbeit tun. Und ihr sollt den Sabbattag heiligen, so wie ich euren Vorvätern gebot; 23 aber sie hörten nicht und neigten ihr Ohr nicht, und sie verhärteten dann ihren Nacken, um nicht zu hören und um keine Zucht anzunehmen.“ ‘
Ist das nicht furchtbar? Jeremia sprach hier nicht etwa zu den Nationen – sondern zu seinen Brüdern, die wie er selbst zum Volke Jehovas zählten.
Sicherlich erforderte dies viel Mut von ihm, denn wie wir sehen, hörten sie nicht auf ihn und dankten es ihm auch nicht. Im Gegenteil: sie verspotteten ihn und trachteten ihm nach dem Leben.
In irgendeinem Augenblick, da ich gegen eine Nation und gegen ein Königreich reden mag, um [sie] auszurotten und [sie] niederzureißen und [sie] zu vernichten, 8 und jene Nation tatsächlich umkehrt von ihrer Schlechtigkeit, gegen die ich redete, so will ich Bedauern empfinden über das Unglück, das ich an ihr zu vollstrecken gedacht hatte. 9 Aber in irgendeinem Augenblick, da ich über eine Nation und über ein Königreich reden mag, um [sie] aufzubauen und zu pflanzen, 10 und sie tatsächlich tut, was böse ist in meinen Augen, indem [sie] meiner Stimme nicht gehorcht, so will ich Bedauern empfinden über das Gute, das zu ihrem Guten zu tun ich [bei mir selbst] sagte.‘
Könnte man hiervon ableiten, dass wir mit Jehova irgendwelche Spielchen spielen können?
Dass wir es in der Hand haben, dass Jehova uns segnet und dass wir nur die richtigen Knöpfe zur rechten Zeit drücken müssen – und schon tut Jehova, was wir wollen und wir erhalten das Ticket ins Paradies zum Schleuderpreis?
Denn mein Volk hat mich vergessen, indem sie etwas Wertlosem räuchern und indem sie Menschen straucheln machen auf ihren Wegen, den Pfaden von alters her, um auf Wegen zu wandeln, einem nicht aufgeschütteten Weg,
Von welchen Menschen spricht Jehova hier?
Es geht um Personen, die ihn nicht wirklich lieben, die nur deshalb seine Anbeter geworden sind, weil sie gern den Lohn – ewiges Leben im Paradies – erhalten wollen. Dazu nehmen sie in Kauf, seine Gebote halten zu müssen.
Sie haben nicht gelernt, das zu hassen, was Jehova hasst, aber das wollen sie auch nicht. Sie wollen in ihrem Leben nichts ändern und sind ständig damit beschäftigt auszureizen, wie weit sie gehen können, ohne dass ihnen etwas passiert.
Solange Jehova ruhig zusieht und noch nicht handelt, fühlen sie sich auf der sicheren Seite.
Jeremia 19 – Jehova gibt Jeremia einen Auftrag: er soll SEINEM Volk sein Wort verkünden, ihnen sagen, wie Jehova über sie denkt und sein Urteil über sie verkünden.
Woher sollten seine Brüder denn wissen, dass dies wirklich das Wort Jehovas war und sich Jeremia nicht nur einfach selbstgerecht vor ihnen aufspielte?
Hatten ihnen denn die Priester nicht versichert, zwischen ihnen und Jehova wäre alles in Ordnung? Wer ist schon Jeremia und warum hätten sie gerade auf ihn hören sollen?
Wo hätten wir gestanden, wenn wir zu seiner Zeit gelebt hätten und dabei gewesen wären?
Was lernen wir daraus, wie seine Brüder reagierten?
Fühlen wir uns dadurch nicht noch mehr gedrängt, unseren Gott noch besser kennen zu lernen indem wir täglich die Bibel lesen und darüber nachdenken?
nun hörte Pạschhur, der Sohn Ịmmers, der Priester, der auch der führende Beauftragte im Haus Jehovas war, Jeremia fortwährend zu, während er diese Worte prophezeite. 2 Dann schlug Pạschhur Jeremia, den Propheten, und legte ihn in den Stock, der im Oberen Bẹnjamintor war, das im Haus Jehovas war. 3 Aber es geschah am folgenden Tag, daß Pạschhur Jeremia dann aus dem Stock herausließ, und Jeremia sagte nun zu ihm:
„Jehova hat deinen Namen nicht Pạschhur genannt, sondern ‚Schrecken ringsum‘. 4 Denn dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Siehe, ich mache dich zum Schrecken für dich und für alle, die dich lieben, und sie werden gewiß durch das Schwert ihrer Feinde fallen, während deine Augen zuschauen werden; und ganz Juda werde ich in die Hand des Königs von Babylon geben, und er wird sie tatsächlich ins Exil nach Babylon mitnehmen und sie mit dem Schwert schlagen. 5 Und ich will alle angehäuften Dinge dieser Stadt und all ihr Erzeugnis und all ihre kostbaren Dinge [preis]geben, und alle Schätze der Könige von Juda werde ich in die Hand ihrer Feinde geben. Und sie werden sie bestimmt plündern und sie nehmen und sie nach Babylon bringen. 6 Und was dich betrifft, o Pạschhur, und alle Bewohner deines Hauses, ihr werdet in die Gefangenschaft gehen; und nach Babylon wirst du kommen, und dort wirst du sterben, und dort wirst du selbst begraben werden mit allen, die dich lieben, weil du ihnen in Falschheit prophezeit hast.‘ “
Wenn wir nun Paschur gewesen wären, hätten wir dann die Worte Jeremias ernst genommen?
Oder hätten wir nicht eher gedacht, dieser Wutausbruch und Fluch sei nun seine ganz persönliche Rache dafür, dass wir ihn in der Stock gelegt hatten?
du hast mich betört, o Jehova, so daß ich mich habe betören lassen. Du gebrauchtest deine Stärke gegen mich, so daß du die Oberhand gewannst. Ich wurde ein Gegenstand des Gelächters den ganzen Tag lang; jeder verspottet mich. 8 Denn sooft ich rede, schreie ich. Gewalttat und Verheerung rufe ich aus. Denn das Wort Jehovas wurde für mich eine Ursache zur Schmach und zur Verhöhnung den ganzen Tag lang.
Können wir uns hier in Jeremia hinein versetzen?
Stoßen wir immer auf Gegenliebe und Zustimmung, wenn wir fest für Jehova, sein Wort und seine Maßstäbe eintreten?
Und ich sprach: „Ich werde ihn nicht erwähnen, und ich werde nicht mehr in seinem Namen reden.“ Und in meinem Herzen erwies es sich wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen; und ich wurde müde, an mich zu halten, und [es zu ertragen,] vermochte ich nicht.
Kennen wir dieses Gefühl?
Brennt das Wort Jehovas auch in uns wie ein Feuer, das man nicht löschen kann? Können auch wir nicht damit aufhören davon zu reden, was wir über Jehova gesehen und gehört haben?
“Aus der Fülle des Herzens redet der Mund” – was kommt bei uns raus, wenn wir den Mund aufmachen?
Das Wort, das von Jehova an Jeremia erging, als König Zedekịa Pạschhur, den Sohn Malkịjas, und Zephạnja, den Sohn Maasẹjas, den Priester, zu ihm sandte und sagen ließ: 2 „Befrage bitte für uns Jehova, weil Nebukadrẹzar, der König von Babylon, Krieg gegen uns führt. Vielleicht wird Jehova gemäß all seinen wunderbaren Werken an uns tun, so daß er von uns abziehen wird.“
3 Und Jeremia sprach dann zu ihnen: „Dies ist, was ihr zu Zedekịa sagen werdet: 4 ‚Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesprochen hat: „Siehe, ich kehre die Kriegswaffen um, die in eurer Hand sind, mit denen ihr den König von Babylon und die Chaldạ̈er bekämpft, die euch außerhalb der Mauer belagern, und ich will sie in die Mitte dieser Stadt zusammenbringen. 5 Und ich selbst will mit ausgestreckter Hand und mit starkem Arm und mit Zorn und mit Grimm und mit großem Unmut gegen euch kämpfen. 6 Und ich will die Bewohner dieser Stadt schlagen, sowohl Mensch als Tier. Durch eine große Pest werden sie sterben.“ ‘
Was muss dies für ein Schock für sie gewesen sein:
sie bitten Jehova um seine Hilfe und er sagt nicht nur, dass er ihnen nicht helfen wird, sondern im Gegenteil: er wird selbst gegen sie kämpfen! Damit hatten sie sicherlich nicht gerechnet
Aber war das, was Jehova hier vorhat, wirklich so eine Überraschung? Hatte nicht er selbst sie immer wieder warnen lassen und ihnen immer wieder sagen lassen: “wenn ihr nicht umkehrt, dann wende ich mich von euch ab!”?
Und mal ganz ehrlich: waren sie denn hier gerade zu ihm umgekehrt?
Hatten sie eingesehen, dass sie falsch gehandelt hatten und bedauerten sie wirklich, dass sie ihren Gott so lange hartnäckig gekränkt hatten? Oder ging es hier nicht eher darum, dass sie zu IHM kamen, weil sie ihn brauchten?
Könnte es sein, dass wir ihnen in gewisser Weise gleichen?
Haben wir ein echtes, ein inniges Verhältnis und sind immer wieder sorgfältig bemüht, Jehova durch unser Verhalten zu erfreuen – oder erinnern wir uns nur dann an ihn, wenn es uns schlecht geht?
Und zu diesem Volk wirst du sagen: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Siehe, ich lege euch den Weg des Lebens und den Weg des Todes vor. 9 Wer in dieser Stadt sitzen bleibt, wird durch das Schwert und durch den Hunger und durch die Pest sterben; wer aber hinausgeht und tatsächlich zu den Chaldạ̈ern abfällt, die euch belagern, wird am Leben bleiben, und seine Seele wird ihm zweifellos zur Beute werden.“ ‘
Was für ein Gott! Und wir dürfen IHM dienen!
Obwohl sie ihn ständig kränkten und reizten und er sie zu Recht hätte in die Hände ihrer Feinde fallen lassen können, bietet er ihnen hier eine Chance: sie können beweisen, dass sie verstanden hatten, worum es ging und dass sie aufrichtig bereuten und umkehren wollten.
Hier ging es um ihr Vertrauen: sie kannten Jehova und die Art, wie er denkt und handelt sehr gut. Sie wußten, dass er jedem beistehen würde, der ihm aufrichtig dient. Wenn er nun gt, sie sollen raus gehen, ihren Feinden entgegen – dann würden sie gerettet – dann würde er es auch wirklich tun.
Was aber, wenn sie in ihrem Herzen nicht aufrichtig waren? Konnten sie dann erwarten, dass ER sein Versprechen einlöste?
War es nun ein echtes Risiko, den Feinden entgegen zu gehen?
Wo lag das Risiko? Bei den Feinden, bei Jehova – oder doch eher an ihnen selbst und daran, dass sie vielleicht kein aufrichtiges Herz hatten?
Hätten wir genügend Vertrauen in unseren Gott gehabt, um seinen Anweisungen zu folgen?
Wie könnten wir heute in einer ähnlichen Situation sein?
Was, wenn wir um Urlaub für einen Kongress bitten oder darum, an den Tagen wo wir Zusammenkünfte haben, eher gehen zu dürfen und der Chef sagt, dass er uns dann leer kündigen müsse?
Was, wenn uns eine winzige Unehrlichkeit davor bewahren könnte, mit der ganzen Familie obdachlos zu werden?
Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Übt Recht und Gerechtigkeit, und befreit den, der beraubt wird, aus der Hand des Übervorteilers; und behandelt einen ansässigen Fremdling, einen vaterlosen Knaben oder eine Witwe nicht schlecht. Tut [ihnen] keine Gewalt an. Und vergießt kein unschuldiges Blut an diesem Ort. 4 Denn wenn ihr ganz bestimmt diesem Wort nachkommen werdet, so werden durch die Tore dieses Hauses die Könige, die für David auf seinem Thron sitzen, gewiß hereinkommen, indem sie in Wagen und auf Rossen einherfahren, er mit seinen Dienern und seinem Volk.“ ‘
5 ‚Wenn ihr aber diesen Worten nicht gehorchen werdet, schwöre ich tatsächlich bei mir selbst‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚daß dieses Haus zu nichts als einer verwüsteten Stätte werden wird.‘
Wir haben es selbst in der Hand – werden wir Segen oder Fluch ernten?
Wir kann es uns gelingen, die richtig Wahl zu treffen?
Reicht es, die Gebote einzig und allein aus dem Grund zu halten, um das Ticket ins Paradies zu bekommen?
Kann man in dieser Hinsicht auf Dauer Erfolg haben, wenn man weiterhin Gefallen an dem findet, was Jehova verabscheut?
Und viele Nationen werden tatsächlich an dieser Stadt vorüberziehen und zueinander sprechen: „Weswegen hat Jehova an dieser großen Stadt so getan?“ 9 Und man wird sagen müssen: „Deswegen, weil sie den Bund Jehovas, ihres Gottes, verlassen und sich dann vor anderen Göttern niedergebeugt und ihnen gedient haben.“ ‘
Wäre es nicht beschämend, wenn es hierbei um uns ginge?
Wenn sich andere, vielleicht Aussenstehende erkundigen, was mit uns ist und ihnen gesagt werden würde, dass wir scheinheilig wären?
Erkennt man nicht immer an den Taten einer Person, ob sie gottesfuerchtig ist?
Was die Propheten betrifft, so ist mein Herz in mir gebrochen. Alle meine Gebeine haben zu beben begonnen. Ich bin wie ein Mann geworden, der betrunken ist, und wie ein kräftiger Mann, den der Wein überwältigt hat, Jehovas wegen und seiner heiligen Worte wegen. 10 Denn von Ehebrechern ist das Land voll geworden. Denn des Fluches wegen hat das Land dann getrauert, die Weidegründe der Wildnis sind ausgetrocknet; und ihre Handlungsweise erweist sich als schlecht, und ihre Macht ist nicht recht.
11 „Denn sowohl der Prophet als der Priester selbst sind entweiht worden. Auch in meinem eigenen Haus habe ich ihre Schlechtigkeit gefunden“ ist der Ausspruch Jehovas. 12 „Darum wird ihr Weg für sie wie schlüpfrige Stellen im Dunkel werden, sie werden darauf gestoßen und fallen bestimmt.“
Jehova wird jeden gemäß seinen eigenen Taten richten.
Die Tatsache, dass wir vielleicht Vorrechte in der Versammlung inne haben, ist kein Schutz oder Freibrief. Denn Jehova verurteilt hier sogar die Priester und die Propheten für ihr schlechtes tun.
Also wiegen wir uns bitte nicht in falscher Sicherheit – sondern vergewissern wir uns immer wieder, ob wir noch in Gottes Liebe sind
Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: „Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch prophezeien. Sie veranlassen, daß ihr nichtig werdet. Die Vision ihres eigenen Herzens ist das, was sie reden — nicht aus dem Mund Jehovas. 17 Sie sprechen immer wieder zu denen, die keinen Respekt vor mir haben: ‚Jehova hat geredet: „Frieden werdet ihr haben.“ ‘ Und [zu] jedem, der im Starrsinn seines Herzens wandelt, haben sie gesagt: ‚Kein Unglück wird über euch kommen.‘ 18 Denn wer hat in der Gruppe der Vertrauten Jehovas gestanden, daß er sein Wort sehe und höre? Wer hat seinem Wort Aufmerksamkeit geschenkt, daß er es höre?
Sind wir uns unserer Verantwortung bewußt?
Sind wir uns dessen bewußt, dass wir durch unsere Worten und Taten nicht nur uns selbst schaden?
Was bewirkt dies bei uns als Eltern?
Sind wir uns darüber im Klaren, dass wir als Eltern eine ganz besondere Verantwortung haben? Nicht nur für uns selbst, sondern auch dafür, welchen Weg unsere Kinder einschlagen und ob sie Jehova aufrichtig und von Herzen dienen?
Veranlaßt uns dies nicht, noch mehr über Jehova zu erfahren und darüber, wie ER denkt? Motiviert uns dies nicht zu lernen, die Dinge zu lieben, die Jehova liebt und diejenigen zu hassen, die ER hasst?
Hätten sie aber in der Gruppe meiner Vertrauten gestanden, dann hätten sie mein Volk meine eigenen Worte hören lassen, und sie hätten sie veranlaßt, von ihrem schlechten Weg und von der Schlechtigkeit ihrer Handlungen umzukehren.“
Woran können wir aber denn erkennen, ob wir wirklich in der richtigen Gruppe stehen?
Sind Brüder die Dinge sagen, die uns unbequem sind, in unseren Augen “falsche Propheten”? Lassen wir uns lieber “die Ohren kitzeln”?
Woran können wir denn erkennen, wer wirklich ein “mit Jehova Vertrauter” ist? Woran erkennen wir, wer wirklich Gottes Wort redet?
Auch hier kommen wir wieder zu dem Punkt, wie wichtig es ist, regelmäßig, ja täglich, in der Bibel zu lesen und warum es hier nicht ausreicht, wenn wir den Tagestext mit dem jeweiligen Kommentar lesen!
Wir müssen wirklich mit Jehova vertraut werden. Nur in der Bibel lesen wir das pure Wort Gottes. Die Publikationen können und dürfen nur Hilfen sein. Sie dürfen kein Ersatz für das persönliche Lesen in der Bibel sein!
Interessanter weise betont selbst die leitende Körperschaft diesen Aspekt immer wieder
„Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Wie diese guten Feigen, so werde ich die ins Exil Weggeführten von Juda, die ich aus diesem Ort wegsenden will ins Land der Chaldạ̈er, zum Guten ansehen. 6 Und ich will mein Auge auf gute Weise auf sie richten, und ich werde sie gewiß in dieses Land zurückkehren lassen. Und ich will sie aufbauen, und ich werde nicht niederreißen; und ich will sie pflanzen, und ich werde nicht ausreißen. 7 Und ich will ihnen ein Herz geben, mich zu erkennen, daß ich Jehova bin; und sie sollen mein Volk werden, und ich selbst werde ihr Gott werden, denn sie werden mit ihrem ganzen Herzen zu mir umkehren.
Wer ist wie dieser Gott?
In einem Atemzug verkündet er die Strafe – und im nächsten spricht er schon von Versöhnung, dass er ihnen helfen will.
Was für eine selbstlose Liebe! Könnten wir ihn nachahmen?
„Vom dreizehnten Jahr Josịas, des Sohnes Ạmons, des Königs von Juda, und bis auf diesen Tag, diese dreiundzwanzig Jahre, ist das Wort Jehovas an mich ergangen, und ich redete beständig zu euch, früh mich aufmachend und redend, aber ihr hörtet nicht zu. 4 Und Jehova sandte alle seine Knechte, die Propheten, zu euch, früh sich aufmachend und [sie] sendend, aber ihr hörtet nicht zu, noch neigtet ihr euer Ohr, um zu hören, 5 während [sie] sagten: ‚Wendet euch bitte ab, ein jeder von seinem schlechten Weg und von der Schlechtigkeit eurer Handlungen, und wohnt weiterhin auf dem Boden, den Jehova euch und euren Vorvätern von langer Zeit her und auf lange künftige Zeit hin gegeben hat. 6 Und geht nicht anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen und euch vor ihnen niederzubeugen, damit ihr mich nicht kränkt mit dem Werk eurer Hände und damit ich euch nicht ins Unglück bringe.‘
bei diesen Worten muss ich wieder an den Vortrag “Werdet versöhnt mit Gott” denken.
Was für eine Liebe und Geduld von Jehova und seinen Propheten, immer wieder zu diesem halsstarrigen Volk zu gehen und sie immer wieder voller Liebe zu bitten, doch von ihrem schlechten Lauf umzukehren.
Dies zeigt aber auch, warum die richtige Motivation für unsere Predigtwerk so wichtig ist: nur dann, wenn auch wir voller Liebe zu den Menschen sind, werden wir auch weiterhin voller Eifer unser scheinbar fruchtloses Gebiet bearbeiten – und nicht nur die Stunden absolvieren.
Und die Priester und die Propheten und das ganze Volk begannen zuzuhören, während Jeremia diese Worte im Haus Jehovas redete. 8 So geschah es, als Jeremia alles zu Ende geredet hatte, was Jehova [ihm] geboten hatte, zum ganzen Volk zu reden, daß ihn dann die Priester und die Propheten und alles Volk ergriffen und sprachen: „Du wirst ganz bestimmt sterben. 9 Warum hast du im Namen Jehovas prophezeit, indem [du] sprachst: ‚Gleich demjenigen in Sịlo wird dieses Haus werden, und diese Stadt selbst wird verwüstet werden, um ohne Bewohner zu sein.‘?“ Und das ganze Volk versammelte sich fortwährend um Jeremia im Haus Jehovas.
Ja, warum nur mußte dieser Jeremia sie mit Gottes Wort “fertig machen”?
Was fiel dem denn ein, zu sagen, dass Jehova sie verworfen hatte?
Und dann sprach er Gottes Urteil auch noch über seine eigenen Brüder, die doch Anbeter Jehovas waren – wie anmaßend und selbstgerecht dieser Jeremia doch war!
Verkünden auch wir mutig Gottes Wort – auch auf die Gefahr hin, dass man uns für anmaßend und selbstgerecht hält und sich Menschen von uns abwenden, die glauben, sie wären mit Jehova im Reinen?
Darauf sagte Jeremia zu allen Fürsten und zum ganzen Volk: „Jehova war es, der mich sandte, um hinsichtlich dieses Hauses und hinsichtlich dieser Stadt alle Worte zu prophezeien, die ihr gehört habt. 13 Und nun, macht eure Wege und eure Handlungen gut, und gehorcht der Stimme Jehovas, eures Gottes, und Jehova wird Bedauern empfinden wegen des Unglücks, das er gegen euch geredet hat. 14 Und was mich betrifft, siehe, ich bin in eurer Hand. Tut mir gemäß dem, was gut, und gemäß dem, was recht ist in euren Augen. 15 Nur solltet ihr auf jeden Fall wissen, daß ihr, wenn ihr mich zu Tode bringt, unschuldiges Blut auf euch und auf diese Stadt und auf ihre Bewohner bringt, denn in Wahrheit hat mich Jehova tatsächlich zu euch gesandt, um vor euren Ohren alle diese Worte zu reden.“
Wie mag wohl Jehova empfinden, wenn er mitbekommt, wie Personen die meinen IHM zu dienen, einen Menschen beschimpfen und strafen wollen, der doch SEIN Wort redet? Der eigentlich kommt, um sie wieder mit IHM zu versöhnen?
Rufen unsere Worte immer Gegenliebe bei Menschen hervor, die dem Namen nach Jehova anbeten?
Liegt dies dann an unseren Worten – oder nicht vielleicht doch eher daran, dass sie in Wirklichkeit gar nicht das tun, was Jehova will?
Dann sprachen die Fürsten und das ganze Volk zu den Priestern und zu den Propheten: „Diesem Mann gebührt kein Todesurteil, denn im Namen Jehovas, unseres Gottes, redete er zu uns.“
Einige erkennen, worum es geht und dass Jeremia sich nicht hervor tun will – sondern ihnen nur helfen will.
Dann hatte ich mir die Formulierung noch mal genau angesehen, was Jehova in diesem Zusammenhang über die falschen Propheten sagte und dabei ist mir folgendes aufgefallen:
Die falschen Propheten redeten nur über ihre Träume, sie sagten “ich habe geträumt…”, Gottes Propheten sagten aber “Gott hat gesagt…”
Jeremia 23:25-28
25 „Ich habe gehört, was die Propheten, die in meinem eigenen Namen Falsches prophezeien, gesagt haben, indem [sie] sprechen: ‚Ich habe einen Traum gehabt! Ich habe einen Traum gehabt!‘ 26 Wie lange wird dies im Herzen der Propheten bestehen, die Falsches prophezeien und die Propheten des Truges ihres eigenen Herzens sind? 27 Sie denken daran, durch ihre Träume, die sie fortgesetzt jeder dem anderen erzählen, meinen Namen bei meinem Volk in Vergessenheit zu bringen, so wie ihre Väter meinen Namen über dem Baal vergaßen. 28 Der Prophet, bei dem ein Traum ist, erzähle den Traum; der aber, bei dem mein eigenes Wort ist, rede mein Wort der Wahrheit gemäß.“
Wie können wir dies für uns heute umsetzen?
Wenn wir ein Problem haben und vielleicht nicht wissen, was wir tun oder wie wir uns entscheiden sollen, dann gehen wir ja zu jemanden, den wir für einen geistig reifen Christen halten und fragen ihn um Rat. Was, wenn dieser dann sagt “ich denke”, “ich meine”, meiner Ansicht nach” – ist dieser wirklich geistig reif? Hilft uns so eine Person, Gott näher zu kommen? Können wir glauben, dass dieser tatsächlich gerade von Jehova benutzt wird? Oder entspricht dies nicht eher dem satanischen und dämonischen Einfluß?
Was würde jemand sagen, der “ein Prophet Jehovas” ist? Würde so eine Person uns nicht in der Bibel zeigen, was Jehova in so einem Fall sagt?
Aber sind wir dann wirklich immer auf der richtigen Seite, wenn wir “Rat mit Bibeltexten” bekommen? Es gibt auch Personen, die das Gebot der Nächstenliebe anführen, um uns zu zeigen, dass wir egoistischer sein müssen: “du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Also mußt du zuerst lernen, dich selbst zu lieben damit du diesem Gebot nachkommen kannst”. Sind dies wirklich Gottes Gedanken? Passen sie zu dem Gesamtbild, das in der Bibel über Jehova gezeichnet wird?
Hier sehen wir wieder, warum es so wichtig ist, regelmäßig in der Bibel zu lesen: damit wir verstehen, wie Jehova denkt und warum. Dann werden wir uns nicht auf verkehrte Wege begeben und dann werden wir auch diejenigen erkennen können, die wirklich das reden, was Jehova ihnen eingegeben hat
Wer war denn dieser Hananja? Im Einsichtenbuch habe ich hierzu folgendes gefunden:
Sohn Asurs; ein falscher Prophet aus der benjaminitischen Stadt Gibeon, der sich Jeremia, dem Propheten Jehovas, entgegenstellte. Während der Herrschaft König Zedekias von Juda forderte Jeremia das Volk der Juden auf, ihren Hals unter das Joch des Königs von Babylon zu bringen und so am Leben zu bleiben (Jer 27:12-14).
Hananja dagegen prophezeite, daß die Macht Babylons innerhalb von zwei Jahren zerbrechen werde; die dort im Exil lebenden Juden kämen frei, und alle beschlagnahmten Geräte aus dem Tempel würden zurückgebracht werden. Um seine Vorhersage zu veranschaulichen, nahm Hananja die hölzerne Jochstange vom Hals Jeremias ab und zerbrach sie.
Daraufhin gebot Jehova Jeremia, Hananja mitzuteilen, daß die Jochstange von Holz durch ein Joch von Eisen ersetzt werden würde und daß Hananja noch im gleichen Jahr sterben werde. Wie vorhergesagt, starb der falsche Prophet auch im selben Jahr (Jer, Kap. 28).
10 „Denn dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚In Übereinstimmung mit der Erfüllung von siebzig Jahren in Babylon werde ich euch meine Aufmerksamkeit zuwenden, und ich will euch gegenüber mein gutes Wort bestätigen, indem ich euch an diesen Ort zurückbringe.‘
11 ‚Denn ich selbst weiß ja, welche Gedanken ich euch gegenüber habe‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚Gedanken des Friedens und nicht des Unglücks, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. 12 Und ihr werdet mich gewiß anrufen und kommen und zu mir beten, und ich will auf euch hören.‘
13 ‚Und ihr werdet mich tatsächlich suchen und [mich] finden, denn ihr werdet mit eurem ganzen Herzen nach mir suchen. 14 Und ich will mich von euch finden lassen‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Und ich will eure Gefangenenschar versammeln und euch zusammenbringen aus allen Nationen und aus allen Orten, wohin ich euch versprengt habe‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Und ich will euch an den Ort zurückführen, von dem ich euch ins Exil gehen ließ.‘
Nun ist Geduld gefragt.
Sie hatten deindeutig den Bogen überspannt und daher konnte Jehova ihnen jetzt nicht mehr sofort Barmherzigkeit erweisen, wie er es z.b. bei David getan hatte. Er hatte ihnen lange genug Zeit gegeben zu bereuen und zu IHM umzukehren und sie wollten nicht. Nun mussten sie seine Strafe schmecken, mussten durch diese 70 Jahre hindurch.
Aber was war mit den Treuen, so wie Jeremia und andere, die ihm trotz der Halsstarrigkeit des restlichen Volkes treu geblieben waren? Auch sie mussten doch mit ins Exil.
Ist es nicht ungerecht, dass sie mit den anderen mitleiden mussten? Ließ er sie in der Prüfung allein?
Jemand, der sich von Jehova abwendet ist noch lange kein Freiwild – ganz besonders nicht in den Augen Jehovas
Jeremia 30:16
12 Denn dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Es gibt keine Heilung für deinen Zusammenbruch. Dein Schlag ist chronisch. 13 Es gibt keinen, der deine Sache vertritt, für [dein] Geschwür. Es gibt kein Heilmittel, kein Heilpflaster für dich. 14 Alle, die dich inbrünstig lieben, sie haben dich vergessen. Du bist nicht die, nach der sie ständig suchen. Denn mit dem Schlag eines Feindes habe ich dich geschlagen, mit der Züchtigung eines Grausamen, wegen der Menge deiner Vergehungen; deine Sünden sind zahlreich geworden. 15 Warum schreist du wegen deines Zusammenbruchs? Dein Schmerz ist unheilbar wegen der Menge deiner Vergehungen; deine Sünden sind zahlreich geworden. Ich habe dir diese Dinge getan. 16 Darum werden alle, die dich verzehren, selbst verzehrt werden; und was alle deine Widersacher betrifft, in Gefangenschaft werden sie alle gehen. Und die, die dich berauben, werden gewiß zum Raub werden, und alle, die dich plündern, werde ich der Plünderung hingeben.“
den Vers 16 im Zusammenhang zu lesen, ist sehr interessant, denn es lehrt uns viel über unseren Gott:
er straft zwar sein Volk, weil es sich gegen IHN vergangen hat, aber er züchtigt es nur, er gibt es nicht als Freiwild frei!
Jehova hasst das verkehrte Tun und darum nimmt er sie in Zucht. Aber all dies hat nichts an der Liebe zu seinem Volk geändert und darum wird er auch jeden zur Rechenschaft ziehen, der ihre Notlage ausnutzt und ihnen in irgendeiner Weise absichtlich schadet.
Wie könnten wir dies für uns heute umsetzen?
Es gibt Brüder, die meinen, sie könnten einen Ausgeschlossenen wie eine Art Freiwild behandeln. Sie dürfen und wollen zwar keinerlei Umgang mehr mit so einer Person haben – aber sie schrecken nicht davor zurück, einen solchen Menschen zu beschimpfen, zu verfolgen und ihm in jeglicher Hinsicht zu schaden. Aber dies sind nicht Jehovas Gedanken! Was hatte Paulus über Personen gesagt, die sich nicht mehr an die Gebote Gottes halten wollen? Sie sollten aus den Versammlungen hinausgetan werden und man sollte ihnen keinen Gruß mehr entbieten. Dies entspricht der Zuchtmaßnahme Jehovas wie hier an seinem Volk. Jesus sagte, dass solche Menschen für uns wie Menschen von den Nationen werden sollten. Diese würden wir sicherlich nicht einfach so verfolgen, beleidigen und ihnen finanziell und emotional schaden – oder?
Ein Punkt, den wir immer wieder in Vorträgen oder den Publikationen lernen:
Jehova hasst nicht die Person, sondern nur das Schlechte, das sie tut.
Dieser Gedanke wird hier in den Versen sehr deutlich: sie werden ins Exil gehen müssen, als Strafe oder Zuchtmaßnahme für ihr halsstarriges Tun. Aber er liebt sie immer noch und er hat ein Auge auf sie. Er wird niemanden ungestraft davon kommen lassen, der seinerseits nun meint, ihnen schaden zu können. “Mein ist die Rache, spricht Jehova”, und dies hat einen sehr guten Grund: Jehova ist immer gerecht und er weiß, was er tut und warum er es tut. ER hat immer lautere Beweggründe.
Und dies erwartet er in gewisser Weise auch von jedem, der ihm wirklich dienen möchte.
Schadenstiftendes Verhalten disqualifiziert uns als Anbeter Jehovas!
Und sein Majestätischer wird bestimmt aus ihm stammen, und aus seiner Mitte wird sein eigener Herrscher hervorgehen; und ich will ihn herankommen lassen, und er soll sich mir nähern.“
„Denn wer nun ist dieser, der sein Herz zum Pfand gegeben hat, um sich mir zu nähern?“ ist der Ausspruch Jehovas. 22 „Und ihr werdet gewiß mein Volk werden, und ich selbst werde euer Gott werden.“
Auch wir wollen uns Jehova nähern! Was ist damit gemeint?
Hier einige Querverweise zu diesem Punkt:
(4. Mose 16:5)
Dann redete er zu Korah und zu seiner ganzen Gemeinde, indem [er] sprach: „Am Morgen wird Jehova kundtun, wer zu ihm gehört und wer heilig ist und wer sich ihm nahen soll, und wen immer er erwählt, der wird sich ihm nahen.
(5. Mose 30:6)
Und Jehova, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden müssen, damit du Jehova, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, um deines Lebens willen.
(Jeremia 24:7)
Und ich will ihnen ein Herz geben, mich zu erkennen, daß ich Jehova bin; und sie sollen mein Volk werden, und ich selbst werde ihr Gott werden, denn sie werden mit ihrem ganzen Herzen zu mir umkehren.
(Markus 12:30)
und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn und mit deiner ganzen Kraft.‘
(Römer 2:29)
sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung ist die des Herzens durch Geist und nicht durch ein geschriebenes Recht. Das Lob eines solchen kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.
(2. Timotheus 2:22)
So fliehe vor den Begierden, die der Jugend eigen sind, jage aber nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden zusammen mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen.
geben wir Jehova “unser Herz zum Pfand”?
Verzichten wir auf alles andere, nur um IHM zu gefallen? und betrachten wir alle Dinge, auf die wir dafür “verzichten” müssen, als “eine Menge Kehrricht”, wie Paulus es tat?
Ist es uns eine Lust, unserem Gott zu dienen? Ist es unser innigster Herzenswunsch, alles zu tun, um diesem wundervollen Gott zu gefallen und zu erfreuen?
Spiegelt sich dieser innige Wunsch in allem wieder, was wir tun und wovon wir reden?
8 Seht, ich bringe sie aus dem Land des Nordens, und ich will sie zusammenbringen von den entlegensten Teilen der Erde. Unter ihnen werden der Blinde und der Lahme sein, die Schwangere und die Gebärende, allesamt. Als eine große Versammlung werden sie hierher zurückkehren. 9 Mit Weinen werden sie kommen, und mit [ihren] flehentlichen Bitten um Gunst werde ich sie herbringen. Ich werde sie zu wasserführenden Wildbachtälern wandern lassen, auf einem rechten Weg, auf dem sie nicht zum Straucheln veranlaßt werden. Denn ich bin Israel zum Vater geworden; und was Ephraim betrifft, er ist mein Erstgeborener.“
zwei ganz kurze Verse – mit gehaltvollem Inhalt:
Jehova wartet nur darauf, uns Barmherzigkeit erweisen zu können. Da er ja in jeder Hinsicht gerecht ist, verlangt es diese Gerechtigkeit, dass wir zuerst umkehren müssen, damit er uns wieder aufnehmen kann.
Wenn wir dies aber wirklich wollen, dann steht uns nichts mehr im Wege! Es liegt an uns!
Und sie werden bestimmt kommen und jubeln auf der Höhe Zions und werden strahlen über das Gute Jehovas, über das Getreide und über den neuen Wein und über das Öl und über die Jungen des Kleinviehs und die Rinder. Und ihre Seele wird einfach wie ein gut bewässerter Garten werden, und nie wieder werden sie hinschmachten.“
13 „Zu jener Zeit wird sich die Jungfrau freuen im Reigentanz, auch die jungen Männer und die alten Männer, allesamt. Und ich will ihre Trauer in Frohlocken umwandeln, und ich will sie trösten und sie erfreuen, indem [ich sie] ihrem Kummer entreiße. 14 Und ich will die Seele der Priester mit Fettigkeit satt tränken, und mein Volk wird mit meinem Guten gesättigt werden“ ist der Ausspruch Jehovas.
ist es nicht wunderbar, wie großzügig unser Gott uns vergibt? Und wir müssen nur den winzigen Schritt auf ihn zugehen, er wartet nur darauf!
“ihre Seele wird einfach wie ein gut bewässerter Garten werden” – lassen wir uns dies einmal auf der Zunge zergehen!
Erinnern wir uns noch an den unglaublich heißen Sommer im letzten Jahr? Erinnern wir uns, wie es war, als es dann endlich mal geregnet hatte? Wie der Boden die Feuchtigkeit aufgesogen hatte – nur leider war es nie so richtig genug?
Können wir uns vorstellen, wie es ist, wenn nach einer langen Dürre auf einmal genügend Regen kommt, so dass der Boden satt getränkt wird? Wie dann auf einmal alles blüht und auflebt? (siehe auch die Gedanken zu dem Naturfilm “die Wüste blüht”)
Wenn wir diesen Gedanken nun von der Natur auf uns selbst übertragen: wenn wir aufeinmal so erfrischt und gestärkt werden – macht uns dies nicht ganz demütig?
Und dies alles, obwohl wir uns gegen unseren Gott vergangen haben, trotz alle dem ist er so gütig und liebevoll zu uns.
Und so einem wundervollen Gott dürfen wir dienen – ist das nicht wunderbar???
Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „ ,Halte deine Stimme zurück vom Weinen und deine Augen von Tränen, denn es gibt eine Belohnung für deine Tätigkeit‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und sie werden gewiß aus dem Land des Feindes zurückkehren.‘
17 ‚Und es gibt eine Hoffnung für deine Zukunft‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und die Söhne werden zweifellos in ihr eigenes Gebiet zurückkehren.‘ “
ja, zu dem Zeitpunkt wird es ihnen wirklich noch sehr schlecht gehen. Aber Jehova sagt Jeremia, dass es keinen Grund zur Trauer gibt:
zum einen baden sie gerade nur das aus, was sie sich selbst eingebrockt haben und zum anderen gibt es ja Grund zur Hoffnung.
Diese Hoffnung ist auch für uns ganz wichtig. Wir sehen es ja bereits an Jesus, den wir ja als Vorbild nachahmen sollen, dass es die Freude ist, die uns hilft, unter Prüfungen auszuharren. Paulus sagte später “für die vor ihm liegende Freude…”. Daran hatte er sich festgehalten.
Wenn also dieses Blicken auf die Freude selbst für unseren vollkommenen Erlöser so wichtig war – um wieviel mehr denn für uns?
18 „Ganz bestimmt habe ich gehört, wie sich Ephraim selbst bedauerte: ‚Du hast mich zurechtgebracht, damit ich zurechtgebracht werde, wie ein Kalb, das nicht abgerichtet worden ist. Veranlasse mich umzukehren, und ich will umkehren, denn du bist Jehova, mein Gott.
worüber genau empfanden sie nun Bedauern?
Bedauerten sie, dass sie sich falsch verhalten hatten – oder bedauerten sie sich selbst, weil es ihnen gerade schlecht erging?
Wie gut, dass es Jehova ist, der uns richtet! Denn ER ist immer gerecht und er kennt alle Umstände und kann auf dieser Grundlage ein wirklich gerechtes Urteil über uns fällen.
Bitten wir Jehova “veranlasse mich, umzukehren”?
In Vers 19 heißt es weiter:
Denn nach meiner Umkehr empfand ich Bedauern; und nachdem ich zur Erkenntnis geführt worden war, schlug ich [mir] auf den Oberschenkel. Ich schämte mich, und ich fühlte mich auch gedemütigt, denn ich hatte die Schmach meiner Jugend getragen.‘ “
es ging hier also um wirkliche Reue über das, was sie getan hatten
„Ist mir Ephraim ein teurer Sohn oder ein lieb behandeltes Kind? Denn in dem Maße, wie ich gegen ihn rede, werde ich ganz bestimmt weiter an ihn denken. Darum sind meine Eingeweide seinetwegen ungestüm geworden. Auf jeden Fall werde ich mich seiner erbarmen“ ist der Ausspruch Jehovas.
ja, Jehova straft sie hier hart – aber sicherlich tut ihm das mehr weh als ihnen. Ein Widerspruch?
Ich kann mich daran erinnern, dass mein Vater das früher oftmals gesagt hatte, wenn er uns bestraft hatte und wir heulten wie ein Schloßhund. Damals konnte ich mir nicht vorstellen, dass es ihm mehr weh täte als mir, denn er hätte es ja lassen können. Heute sehe ich die Dinge anders, habe aus Erfahrung erkannt, wie wichtig es ist, die Kinder in die richtige Richtung zu erziehen, sie auf den rechten Weg zu bringen. Da wir unsere Kinder lieben, möchten wir ihnen natürlich nicht absichtlich weh tun. Aber es gibt Situationen, wo es nicht anders geht. Da müssen wir Eltern dann abwägen, was wirklich schlimm ist.
Für uns Eltern, die wir den wahren Gott anbeten, gibt es nichts Schlimmeres, als wenn die Kinder Dinge tun, von denen wir wissen, dass sie Jehova kränken und letztendlich dazu führen würden, dass wir nicht gemeinsam mit unseren Kids im Paradies sein würden. Es geht um ihr ewiges Leben – und noch viel wichtiger: um ihr Verhältnis zu unserem liebevollen Gott!
Sicherlich tut es uns oft weh, wenn wir unseren Kindern etwas abschlagen, was sie gern möchten. Jugendliche sind ja in einer Phase, wo sie meinen, sie wären schon so erwachsen und könnten alles für sich selbst entscheiden, sie wüssten, was für sie gut ist. Leider treffen sie dabei oftmals Entscheidungen, für die sie den Rest ihres Lebens zahlen müssen. Leider wollen sie oft auch nicht auf die Eltern hören und wenn wir dann ein Veto einlegen müssen, unsere Autorität ausspielen müssen, um sie vor etwas zu schützen, dann tut uns das in dem Moment sehr weh. Denn wir lieben unser Kind und wollen, dass es sich gut fühlt. Nun haben wir ihm etwas verwehrt, was es unbedingt will und im Moment fühlt es sich schrecklich, weil es das nicht darf, weil wir es ihm verbieten. Im Moment geht es ihm dabei nicht gut, dass wir das Verbot aussprechen, aber wir als erfahrene Eltern wissen, dass es für sein Leben wichtig ist und darum müssen wir hart bleiben.
Liebe Kinder und Jugendliche: bitte denkt auch mal über diesen Aspekt nach und glaubt nicht dem Satan, dass wir euch etwas vorenthalten wollen, was für euch gut ist. Mit der selben Lügen hatte er bereits zu Anfang der Menschheitsgeschichte Eva geködert – und wo hat das geendet?
Glaubt uns: oftmals tut uns dieses Hart-bleiben mehr weh als euch. Ganz besonders dann, wenn ihr euch aus Frust von euch abwendet und uns aus dem Wege geht.
Wir meinen es nur gut mit euch, so wie hier Jehova mit seinem Volk!!!
„Denn das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde“ ist der Ausspruch Jehovas. „Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen, und in ihr Herz werde ich es schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.“
ein Punkt, den ich noch viel mehr verinnerlichen muss!
Denn in letzter Zeit bin ich immer wieder verwirrt, dass so viele Dinge heute als Gewissensentscheidung dargestellt werden, für die man früher ausgeschlossen worden ist. Ich kann es nicht verstehen, denn meiner Ansicht nach nimmt dadurch wieder Unordnung Einzug in die Versammlungen. Es passieren Dinge, die es früher unter Gottes Volk nicht gab und worauf wir doch als Anbeter Jehovas so stolz waren. So nimmt die Zahl der Ehescheidungen auch unter Gottes Volk immer mehr zu, etwas, was Jehova doch nach eigener Aussge haßt und er ändert sich ja nicht…
Mein Liebster kommt dann immer mit einem Argument, was auch hier in dem Vers gesagt wird: es geht wahrscheinlich darum, auszusortieren, den Menschen die Möglichkeit zu geben zu beweisen, dass sie Jehova wirklich lieben und dass es ihnen um IHN geht und nicht nur um die Belohnung!
Ein Punkt, der sich ja auch durch Jesu Leben zieht: er machte dem Volk die Denkweise Jehovas klar. Er versuchte, ihnen zu zeigen, wie Jehova denkt und warum – damit sie dann aus ihrem Herzen voller Liebe zu IHM heraus entscheiden, Dinge zu meiden, die Jehova kränken.
Der Punkt ist ja auch, dass eine Person, die Jehova wirklich liebt, automatisch vom Bösen weicht. Dass wir dann alles tun werden,um unserem Gott zu gefallen. Nicht aus Angst vor Strafe oder weil wir sonst nicht ins Paradies kommen – sondern weil wir Jehova lieben und möchten, dass er stolz auf uns ist. Wenn wir frisch verliebt sind, dann handeln wir ja ebenso: wir tun alles, um unserem Liebsten zu gefallen. Ebenso sollte es mit unserer Liebe zu jehova sein.
Die Juden zur Zeit Jesu hatten eine ansehnliche Gesetzessammlung. Wir sehen es ja bereits in der Bibel, wie umfangreich das war. Dann gab es noch die ganzen Auslegungen und Überlieferungen, die einzuhalten waren. Allerdings hatte dies nicht bewirkt, dass die Juden Jehova wirklich dienten. Gerade diesen Punkt bekommen wir hier in den Propheten ja immer wieder vor Augen geführt. Sie wussten, was Jehova von ihnen wollte, machten aber trotzdem das, was ihnen gefiel.
Jesus hat in der Zeit seines Dienstes hier auf der Erde daran gearbeitet, die Liebe zu Jehova in ihnen zu vertiefen und ihnen zu zeigen, worum es wirklich ging. Auf diesen Punkt weist der o.g. Bibeltext ja hin: das Gesetz wäre ihnen ins Herz geschrieben und sie würden sich von ihrem Herzen leiten lassen, alles zu tun, um Jehova eine Freude zu machen.
Auch wenn viele Dinge heute unter Gottes Volk zu einer “Gewissensentscheidung” geworden sind, so werden doch Personen, die Jehova aufrichtig lieben und wissen, wie er denkt und fühlt, alles daran setzten, genau so zu leben: dass sie sein Herz erfreuen.
Wie die Geschichte des Volkes Israel zeigt, hat das andere, das strenge, ja nicht die Wirkung, die erzielt werden sollte
tja, ein Punkt, wo ich hart an mir selbst und meiner Einstellung arbeiten muss: dies als positiv anzusehen
30 ‚Denn die Söhne Israels und die Söhne Judas haben sich nur als Täter dessen erwiesen, was böse war in meinen Augen, von ihrer Jugend an; denn die Söhne Israels kränken mich sogar durch das Werk ihrer Hände‘ ist der Ausspruch Jehovas. 31 ‚Denn diese Stadt ist von dem Tag an, da man sie baute, bis auf diesen Tag nichts als eine Ursache zum Zorn in mir und eine Ursache zum Grimm in mir geworden, so daß ich sie von meinem Angesicht entferne 32 wegen all der Schlechtigkeit der Söhne Israels und der Söhne Judas, die sie getan haben, um mich zu kränken, sie, ihre Könige, ihre Fürsten, ihre Priester und ihre Propheten und die Männer von Juda und die Bewohner von Jerusalem. 33 Und sie wandten mir ständig den Rücken zu und nicht das Gesicht; obwohl man sie lehrte, indem man sich früh aufmachte und lehrte, aber keiner von ihnen hörte zu, um Zucht anzunehmen. 34 Und sie gingen daran, ihre abscheulichen Dinge in das Haus zu setzen, über dem mein eigener Name genannt worden ist, um es zu verunreinigen. 35 Ferner bauten sie die Höhen Baals, die im Tal des Sohnes Hinnoms sind, um ihre Söhne und ihre Töchter dem Molech durch [das Feuer] gehen zu lassen, etwas, was ich ihnen nicht gebot, noch kam es in meinem Herzen auf, diese Abscheulichkeit zu tun zu dem Zweck, Juda zum Sündigen zu veranlassen.‘
dieser Text stützt den Gedanken von vorhin, dass das Kennen des Gesetzes sie nicht davon abhielt, alles zu tun, um sich selbst bei ihrem Gott “stinkend zu machen”
Siehe, ich führe für sie Genesung und Gesundheit herbei; und ich will sie heilen und ihnen eine Fülle von Frieden und Wahrheit offenbaren.
Ein roter Faden, der sich durch das ganze Buch Jeremia zieht und dies von den anderen Propheten stark unterscheidet:
Bei den anderen Propheten steht “die Anklage” im Vordergrund. Jehova sagt ihnen, was sie falsch machen und dass sie umkehren müssen. Er lässt ihnen sagen, dass er sie aufgrund ihres bösen Tuns verworfen hat und hart bestrafen wird.
Hier steht aber seine Barmherzigkeit im Vordergrund. Hier bedauert er, dass er sie aufgrund ihres Tuns strafen muss – aber ihnen Barmherzigkeit erweisen will und auch wird.
Wenn wir dabei bedenken, dass er hier zu seinem halsstarrigen Volk redet, dass er ihnen in diesem Buch überwiegend Hoffnung macht … Was für ein Gott!
Besonders faszinierend finde ich, dass sich Jehova nicht durch seine verletzten Gefühle “blenden lässt”, wie wir Menschen.
In dem Vortrag über die Abtrünnigen auf dem BZK wird das sehr schön gezeigt. Es ist die Rede davon, dass wir vielleicht durch eine ungerechte Behandlung anderer den Blick komplett getrübt haben können. Wir sehen die ganze Person in einem völlig anderen Licht. Auf einmal ist alles schlecht, jegliches Verhalten wird als Angriff gewertet, wir sehen nicht mehr das Gute, was uns vorher an dem anderen gefallen hat und die Dankbarkeit stirbt. Wir wenden uns völlig von ihm ab. Eine Person, die wir vielleicht zuvor sehr geliebt haben, wird völlig abgelehnt.
Zwar ging es hier um Abtrünnige, dass sich einige komplett von der Organisation Jehovas abwenden, weil sie sich von den Ältesten ungerecht behandelt fühlen – aber es zeigt auch ein grundsätzliches Problem von uns Menschen auf.
Dieses Problem hat Jehova nicht. Thom sagt, wir Menschen neigen dazu, nur das Hier und Jetzt zu sehen, dass wir uns gerade verletzt fühlen. Jehova sieht aber das Ganze – und daher das Gute.
ER sieht nicht das ungehorsame halsstarrige Volk, das sie gerade im Moment sind – sondern ER sieht seine treuen Diener der Vergangenheit, wie Moses, Abraham und David. Diese erwähnt er auch immer wieder, wenn er sagt, er gedenke des Bundes, den er z.B mit David geschlossen hat.
Wie sehr wünsche ich mir, ich könnte Jehova in dieser Hinsicht nachahmen und auch mehr “über meinen Tellerrand hinaus blicken”. Mich nicht auf die Kränkungen zu konzentrieren, sondern mehr auf die Hoffnung, dass wir alle reifer und verstaendiger werden und auch diejenigen bald zur Besinnung kommen, die uns heute emotional verprügeln..
Und ihr selbst kehrt heute um und tut, was recht ist in meinen Augen, indem ein jeder Freiheit für seinen Gefährten ausruft, und ihr schließt einen Bund vor mir in dem Haus, über dem mein Name genannt worden ist. 16 Dann wendet ihr euch um und entweiht meinen Namen und holt ein jeder seinen Knecht und ein jeder seine Magd zurück, die ihr nach dem Belieben ihrer Seele frei ausgehen ließt, und ihr unterwerft sie, damit sie euch zu Knechten und zu Mägden werden.‘
Ist dies nicht verlogen?
Warum tun sie dann erst, was Jehova von ihnen fordert?
Ist uns bewußt, wie mutig diese Männer eigentlich waren? Immerhin hatte Jehova Jeremia gesagt, er solle sie auffordern Wein zu trinken. Trotzdem widersetzten sie sich – weil sie des früheren Bundes gedachten.
Warum hielten sie so stur daran fest? War es nicht der Prophet Gottes, der ihnen gebot, Wein zu trinken?
Hier fällt mir wieder die Geschichte mit dem alten Propheten ein, die wir auf dem BZK im Sommer 2006 als Drama gesehen haben. Dieser Prophet folgte gutgläubig der Aufforderung des alten Propheten – und bezahlte es mit dem Leben.
Ob die Söhne Jonadabs bei Jeremias Aufforderung ebenfalls an diesen Mann dachten?
Dann gebot Jeremia Bạruch, indem [er] sprach: „Ich bin eingeschlossen. Ich kann nicht in das Haus Jehovas hineingehen. 6 Und du selbst sollst hineingehen und aus der Rolle, die du aus meinem Mund geschrieben hast, die Worte Jehovas vor den Ohren des Volkes im Haus Jehovas am Fasttag vorlesen; und auch vor den Ohren aller von Juda, die aus ihren Städten herkommen, solltest du sie vorlesen.
Welchen Mut Bạruch wohl brauchte, um diese Worte vorzulesen?
Immerhin war Jeremia ja gerade deshalb eingesperrt – weil er mit dieser Botschaft einflußreichen Männern auf die Füße getreten war. Mußte Bạruch nicht damit rechnen, ebenfalls inhaftiert zu werden?
Und Zedekịa sagte dann zu Jeremia: „Möge gar kein Mensch von diesen Dingen erfahren, damit du nicht stirbst. 25 Und falls die Fürsten hören, daß ich mit dir geredet habe, und sie tatsächlich zu dir hereinkommen und zu dir sprechen: ‚Teile uns doch bitte mit: Worüber hast du zum König geredet? Verhehle uns nichts, und wir werden dich nicht zu Tode bringen. Und worüber hat der König zu dir geredet?‘, 26 dann sollst du zu ihnen sagen: ‚Ich ließ mein Flehen um Gunst vor den König niederfallen, mich nicht zum Haus Jọnathans zurückzusenden, daß ich dort sterbe.‘ “
Wieso hatte der König Angst vor den Fürsten? Stand er nicht weit über ihnen?
Oder ging es ihm hier eher um die Sicherheit von Jeremia?
Im Einsichtenbuch heißt es hierzu auszugsweise:
Daß Zedekia ein sehr schwacher Herrscher war, geht aus seiner Äußerung gegenüber den Fürsten hervor, als sie später darum baten, Jeremia zu Tode bringen zu lassen, weil er angeblich den Kampfgeist des belagerten Volkes schwächte. Zedekia sagte: „Siehe! Er ist in euren Händen. Denn es gibt überhaupt nichts, worin der König selbst die Oberhand über euch gewinnen kann.“ Danach gewährte Zedekia jedoch die Bitte Ebed-Melechs, Jeremia zu befreien, und gebot Ebed-Melech, 30 Männer als Helfer mitzunehmen. Später hatte Zedekia nochmals eine private Unterredung mit Jeremia. Er versicherte dem Propheten, daß er ihn weder töten noch ihn in die Hände derer ausliefern werde, die ihm nach dem Leben trachteten. Zedekia befürchtete aber, die Juden, die zu den Chaldäern abgefallen waren, könnten ihn feindselig behandeln, und deshalb beachtete er den inspirierten Rat Jeremias nicht, sich den Fürsten von Babylon zu ergeben. Die Furcht des Königs zeigte sich auch darin, daß er Jeremia darum bat, das Thema ihres persönlichen Gesprächs nicht den mißtrauischen Fürsten zu verraten (Jer 38:1-28).
Überdies erteilte Nebukadrẹzar, der König von Babylon, durch Nebusạradan, den Obersten der Leibwache, betreffend Jeremia Befehl, indem [er] sprach: 12 „Nimm ihn, und halte deine eigenen Augen auf ihn gerichtet, und tu ihm überhaupt nichts Böses. Sondern so, wie er zu dir reden mag, so tu mit ihm.“
Ist es nicht eine Ironie, dass Jeremia ausgerechnet von demjenigen befreit wurde, der ein Feind seines Volkes war?
Dann nahm der Oberste der Leibwache Jeremia und sprach zu ihm: „Jehova, dein Gott, selbst hat dieses Unglück gegen diesen Ort geredet, 3 damit Jehova [es] wahr machen und so tun würde, wie er geredet hat, weil ihr gegen Jehova gesündigt und seiner Stimme nicht gehorcht habt. Und diese Sache ist euch widerfahren.
Der Oberste welcher Leibwache spricht hier zu Jeremia – der des Koenigs von Babylon?
Muss es Jeremia nicht sehr merkwürdig vorgekommen sein, dass “ein Weltmensch’ sagte, dass Gottes Volk seinen Gott enttäuscht hatte?
Jeremia 41 – warum genau brachten sie nun Gedalja zu Tode?
Was genau hatte er getan, un sich den Zorn von Ismael und seinen Leuten zu zuziehen und warum mußten seine Leute mit ihm sterben?
Worum ging es hier eigentlich?
Im Einsichtenbuch habe ich hierzu folgendes gefunden:
Der Sohn Ahikams, des Sohnes Schaphans. Nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 607 v. u. Z. setzte König Nebukadnezar Gedalja als Statthalter über die Juden ein, die im Land Juda zurückgelassen worden waren. Gedalja machte Mizpa zu seinem Amtssitz, und dort ließ sich auch der Prophet Jeremia nieder. Als dann die judäischen Heerobersten, die der Gefangenschaft entgangen waren, hörten, daß Gedalja als Statthalter eingesetzt worden war, kamen sie mit ihren Männern zu ihm nach Mizpa. Gedalja schwor ihnen, daß es ihnen gutgehen werde, solange sie dem König von Babylon dienten, und er forderte sie auf, Wein, Öl und Sommerfrüchte einzusammeln. Sogar die Juden aus Moab, Ammon, Edom und anderen Ländern, wohin sie versprengt worden waren, kamen fortgesetzt zu Gedalja.
All das gefiel Baalis, dem König von Ammon, offensichtlich nicht. Es gelang ihm, Ismael für einen Mordanschlag gegen den Statthalter Gedalja zu gewinnen. Als Johanan und die anderen Obersten der Streitkräfte davon erfuhren, berichteten sie es Gedalja, aber er glaubte ihnen nicht. Johanan bot ihm bei einem geheimen Treffen sogar an, Ismael zu töten und dadurch die Verschwörung zu zerschlagen. Doch Gedalja wollte davon nichts wissen, denn er glaubte, der Bericht über Ismael sei nicht wahr. Als dann Ismael zusammen mit zehn anderen Männern nach Mizpa kam, traf Gedalja keine Vorsichtsmaßnahmen. Er kam mit ihnen zusammen, um mit ihnen zu essen. Während des Essens erhoben sich Ismael und die Männer, die bei ihm waren, und töteten Gedalja sowie alle Juden und Chaldäer, die sich bei ihm befanden (2Kö 25:22-25; Jer 39:14; 40:5 bis 41:3).
Die Zisterne nun, in die Ịsmael alle Leichname der Männer warf, die er erschlagen hatte, war eine große Zisterne, diejenige, die König Ạsa wegen Bạscha, des Königs von Israel, gemacht hatte. Sie war es, die Ịsmael, der Sohn Nethạnjas, mit den Erschlagenen füllte.
War das nicht gefährlich?
Konnten sich dadurch nicht Seuchen über das Trinkwasser ausbreiten?
Thom hat mir erklärt, dass dies nicht geht, da eine Zisterne nicht eine Art Brunnen war, sondern eher so etwas wie eine Regentonne. Solange die Erschlagenen in dieser Zisterne waren, hat sicherlich niemand Wasser daraus geschöpft. Außerdem werden sie die wohl in eine der Zisternen getan haben, die eh schon leer war…
und sprachen zu Jeremia, dem Propheten: „Möge unser Flehen um Gunst bitte vor dich niederfallen, und bete du doch zu unseren Gunsten zu Jehova, deinem Gott, zugunsten dieses ganzen Überrestes, denn wenige von vielen sind wir übriggeblieben, so wie deine Augen uns sehen. 3 Und möge Jehova, dein Gott, uns den Weg mitteilen, auf dem wir wandeln sollten, und die Sache, die wir tun sollten.“
Warum sagten sie “Jehova, dein Gott”? War er nicht auch ihr Gott?
Oder trauten sie sich nicht, ihn “mein” oder “unser” Gott zu nennen – weil sie sich schämten?
Darauf sagte Jeremia, der Prophet, zu ihnen: „Ich habe [es] gehört. Siehe, ich bete zu Jehova, eurem Gott, gemäß euren Worten; und es wird gewiß geschehen, daß ich euch jedes Wort, das Jehova euch zur Antwort gibt, mitteilen werde. Ich werde euch kein Wort vorenthalten.“
Interessant, dass Jeremia wiederum hier von Jehova als “eurem” Gott spricht!
Hätte er nicht allen Grund gehabt, ihnen Vorwürfe zu machen, ihnen zu sagen, dass sie sich gegen Gott versündigt hatten?
Aber das tat er nicht. Scheinbar sah er sie so, wie Jehova sie sah. Was für eine Größe!
Und sie ihrerseits sprachen zu Jeremia: „Möge sich Jehova als wahrer und treuer Zeuge gegen uns erweisen, wenn wir nicht genau jedem Wort entsprechend tun werden, mit dem Jehova, dein Gott, dich zu uns sendet. 6 Ob gut oder böse, es ist die Stimme Jehovas, unseres Gottes, zu dem wir dich senden, der wir gehorchen werden mit der Absicht, daß es uns gutgeht, weil wir der Stimme Jehovas, unseres Gottes, gehorchen.“
Hier macht mich wieder die Formulierung stutzig: warum genau wollten sie nun ihrem Gott gehorchen?
Weil sie einsahen, dass sie verkehrt gehandelt hatten und sich nun Mühe geben wollten, diesem barmherzigen Gott keinen Kummer zu bereiten?
Oder weil sie gesehen haben, dass sie ansonsten von IHM bestraft werden würden?
daß dann Asạrja, der Sohn Hoschạjas, und Jọhanan, der Sohn Karẹachs, und alle vermessenen Männer zu Jeremia sagten: „Es ist eine Unwahrheit, was du redest. Jehova, unser Gott, hat dich nicht gesandt und gesprochen: ‚Zieht nicht nach Ägypten, um dort als Fremdlinge zu weilen.‘
Uups? Johanan wird mit vermessenen Männern in einen Topf geworfen? Ich hatte gedacht, er wäre “einer von den Guten” gewesen?
Im Einsichtenbuch heißt es zu seiner Person:
Einer der Obersten der Streitkräfte, die in Juda nach der allgemeinen Wegführung ins Babylonische Exil im Sommer 607 v. u. Z. zurückgeblieben waren. Dieser Sohn Kareachs war ohne weiteres bereit, die Ernennung Gedaljas zu unterstützen, und als er erfuhr, daß sich Ismael verschworen hatte, den Statthalter zu ermorden, bat er Gedalja um die Erlaubnis, Ismael insgeheim zu töten, doch es wurde ihm nicht erlaubt (Jer 40:7, 8, 13-16). Gedalja wurde ermordet, und Johanan sowie die Männer, die bei ihm waren, zogen aus, um ihn zu rächen; das Volk, das Ismael gefangengenommen hatte, wurde befreit, aber der Mörder entkam nach Ammon (Jer 41:11-16). Da Johanan und die, die bei ihm waren, befürchteten, die Babylonier könnten Vergeltungsmaßnahmen ergreifen, fragten sie Jeremia um Rat; anstatt jedoch den Rat Jehovas zu befolgen und im Land zu bleiben, flohen sie nach Ägypten und nahmen auch Jeremia mit (Jer 42:1 bis 43:7; 2Kö 25:23-26).
er war also eigentlich ein guter Mensch gewesen, aber als es darum ging, ist er eingeknickt und hat nicht den Rat Jehovas befolgt.
Was können wir daraus lernen?
Es dauert Jahre, sich einen guten Ruf bei Jehova “zu erarbeiten”, aber ein Augenblick reicht, um ihn wieder zu zerstören. Dies zeigt uns wieder einmal, wie wichtig es ist, uns immer wieder zu versichern, ob wir noch in der Wahrheit sind!
Das Wort Jehovas ist lebendig
Höhepunkte aus dem Buch Jeremia
WIE schockiert müssen Jeremias Landsleute gewesen sein, als sie hörten, welche Katastrophen er ihnen ankündigte! Der herrliche Tempel — seit über drei Jahrhunderten ein Zentrum der wahren Anbetung — sollte völlig niedergebrannt werden. Die Stadt Jerusalem und das Land Juda würden veröden, ihre Bewohner als Gefangene weggeführt werden. Diese und andere Gerichtsbotschaften sind im zweitlängsten Buch der Bibel aufgezeichnet, im Buch Jeremia. Es berichtet auch von Jeremias persönlichen Erlebnissen während der 67 Jahre seines treuen Dienstes als Prophet. Der Inhalt des Buches ist nicht chronologisch angeordnet, sondern thematisch.
Welche Bedeutung hat das Buch Jeremia für uns? Seine erfüllten Prophezeiungen vertiefen unseren Glauben an Jehova als denjenigen, der seine Versprechen hält (Jesaja 55:10, 11). Das prophetische Wirken Jeremias und die Reaktion der Menschen auf seine Botschaft haben Parallelen in der Gegenwart (1. Korinther 10:11). Zudem unterstreicht der Bericht über Jehovas Handlungsweise mit seinem Volk die Eigenschaften Gottes und sollte uns sehr nachdenklich machen (Hebräer 4:12).
„ZWEIFACH SCHLECHTES HAT MEIN VOLK GETAN“
(Jeremia 1:1 bis 20:18)
Jeremia wird im 13. Regierungsjahr des judäischen Königs Josia als Prophet beauftragt, 40 Jahre vor der Zerstörung Jerusalems 607 v. u. Z. (Jeremia 1:1, 2). In den verbleibenden 18 Jahren der Regentschaft Josias stellen Jeremias Botschaften vor allem die Schlechtigkeit Judas bloß und verkündigen Jehovas Strafgericht. „Ich will Jerusalem zu Steinhaufen machen“, spricht Jehova, „und die Städte Judas werde ich zu einer wüsten Einöde machen, ohne Bewohner“ (Jeremia 9:11). Warum? „Denn zweifach Schlechtes hat mein Volk getan“ (Jeremia 2:13).
Die Botschaft besagt auch, dass ein reumütiger Überrest zurückkehren wird (Jeremia 3:14-18; 12:14, 15; 16:14-21). Dennoch wird der Überbringer der Botschaft nicht gut aufgenommen. „Der führende Beauftragte im Haus Jehovas“ schlägt Jeremia und legt ihn über Nacht in den Stock (Jeremia 20:1-3).
Antworten auf biblische Fragen:
1:11, 12 — Warum wird das Wachen Jehovas über sein Wort mit einem „Mandelbaumschössling“ in Verbindung gebracht?
Der Mandelbaum ist „einer der ersten blühenden Bäume im Frühling“ (Vers 11, Fußnote). Im übertragenen Sinn machte sich Jehova täglich früh auf und sandte seine Propheten, um sein Volk vor dem Gericht zu warnen, und er ‘wachte ständig’, bis es sich erfüllte (Jeremia 7:25).
2:10, 11 — Was war am Verhalten der untreuen Israeliten so ungewöhnlich?
Die heidnischen Nationen von Kittim im Westen bis nach Kedar im Osten wandten sich nicht nur ihren eigenen Gottheiten, sondern auch den Göttern anderer Nationen zu, doch die eigenen gänzlich gegen fremde Götter auszutauschen war völlig undenkbar. Die Israeliten dagegen verließen Jehova und tauschten die Herrlichkeit des lebendigen Gottes gegen leblose Götzen aus.
3:11-22; 11:10-12, 17 — Warum schloss Jeremia das Zehnstämmereich im Norden in seine Ankündigungen ein, obwohl Samaria schon 740 v. u. Z. gefallen war?
Weil die Zerstörung Jerusalems im Jahr 607 v. u. Z. ein Ausdruck des Strafgerichts Jehovas nicht allein über Juda, sondern über die ganze Nation Israel war (Hesekiel 9:9, 10). Außerdem wurden die Interessen des Zehnstämmereiches selbst nach dessen Fall in Jerusalem vertreten, denn die Botschaft der Propheten Gottes bezog die Israeliten auch weiterhin mit ein.
4:3, 4 — Was bedeutet dieses Gebot?
Treulose Juden mussten sozusagen den Boden ihres Herzens vorbereiten, erweichen und reinigen. Sie mussten „die Vorhaut“ ihres Herzens entfernen, das heißt sich von unreinen Gedanken, Gefühlen und Beweggründen trennen (Jeremia 9:25, 26; Apostelgeschichte 7:51). Das erforderte eine Änderung der Lebensweise — nicht länger Schlechtes zu tun, sondern das, was Gottes Segen eintrug.
4:10; 15:18 — In welchem Sinn hat Jehova sein rebellisches Volk getäuscht?
Zur Zeit Jeremias gab es Propheten, die ‘in Falschheit prophezeiten’ (Jeremia 5:31; 20:6; 23:16, 17, 25-28, 32). Jehova hinderte sie nicht daran, irreführende Botschaften zu verkünden.
16:16 — In welchem Sinn sendet Jehova „nach vielen Fischern“ und „nach vielen Jägern“?
Damit könnte das Aussenden feindlicher Heere gemeint sein, die nach untreuen Juden suchten, an denen Jehova Gericht üben würde. Angesichts der Aussage in Jeremia 16:15 könnte der Vers jedoch auch auf die Suche nach den reumütigen Israeliten anspielen.
20:7 — Auf welche Weise gebrauchte Jehova seine Stärke gegen Jeremia und betörte ihn?
Jeremia überbrachte die Urteilssprüche Jehovas und wurde mit Gleichgültigkeit, Ablehnung und Verfolgung konfrontiert; vielleicht hatte er das Gefühl, am Ende seiner Kräfte zu sein. Doch Jehova ließ seine Stärke gegen solche Gefühle wirksam werden und gab Jeremia die Kraft, weiterzumachen. Somit betörte Jehova Jeremia, indem er ihn dazu gebrauchte, etwas zu vollbringen, was der Prophet sich selbst nicht zugetraut hätte.
Lehren für uns:
1:8. Manchmal befreit Jehova sein Volk aus Verfolgung, indem er vielleicht unvoreingenommene Richter auftreten lässt oder gegnerische Amtspersonen durch vernünftigere ersetzt. Auch gibt er seinen Dienern Kraft, auszuharren (1. Korinther 10:13).
2:13, 18. Die untreuen Israeliten taten zweifach Schlechtes. Sie verließen Jehova, den zuverlässigen Quell des Segens, der Leitung und des Schutzes. Und sie hieben sich sozusagen eigene Zisternen aus, indem sie versuchten, Militärbündnisse mit Ägypten und Assyrien einzugehen. Wer heute dem wahren Gott den Rücken kehrt, um sich menschlichen Philosophien, Theorien und weltlicher Politik zuzuwenden, tauscht „den Quell lebendigen Wassers“ gegen „zerbrochene Zisternen“ aus.
6:16. Jehova mahnte sein rebellisches Volk, innezuhalten, eine Selbstprüfung vorzunehmen und auf die „Pfade“ ihrer treuen Vorväter zurückzukehren. Sollten wir uns nicht ebenfalls von Zeit zu Zeit vergewissern, ob wir unseren Lebenswandel wirklich so führen, wie Jehova es möchte?
7:1-15. Lediglich auf den Tempel zu vertrauen, als gehe von diesem eine Art schützender Zauber aus, rettete die Juden nicht. Wir sollten durch Glauben wandeln, nicht durch Schauen (2. Korinther 5:7).
15:16, 17. Wie Jeremia können auch wir gegen Entmutigung kämpfen. Freude am tiefgründigen Bibelstudium, Jehovas Namen im Predigtwerk zu preisen und schlechte Gesellschaft zu meiden ist uns dabei eine Hilfe.
17:1, 2. Jehova hatte wegen der Sünden des Volkes kein Gefallen an dessen Opfern. Sittliche Unreinheit macht unsere Opfer des Lobpreises unannehmbar.
17:5-8. Wir vertrauen Menschen und Institutionen nur in dem Maß, wie sie in Übereinstimmung mit Gottes Willen und göttlichen Grundsätzen handeln. Was beispielsweise Rettung, echten Frieden und Sicherheit betrifft, tun wir gut daran, allein auf Jehova zu vertrauen (Psalm 146:3).
20:8-11. Wir sollten niemals zulassen, dass Gleichgültigkeit, Widerstand oder Verfolgung uns daran hindern, eifrig das Königreich zu verkündigen (Jakobus 5:10, 11).
„BRINGT EUREN HALS UNTER DAS JOCH
DES KÖNIGS VON BABYLON“
(Jeremia 21:1 bis 51:64)
Jeremia verkündet nicht nur den letzten vier Königen von Juda Gerichtsbotschaften, sondern wendet sich auch gegen falsche Propheten, verantwortungslose Hirten und korrupte Priester. Mit Bezug auf den treuen Überrest — veranschaulicht durch gute Feigen — spricht Jehova: „Ich will mein Auge auf gute Weise auf sie richten“ (Jeremia 24:5, 6). Drei Prophezeiungen in Kapitel 25 fassen Gerichtsurteile zusammen, die in späteren Kapiteln näher erklärt werden.
Die Priester und die Propheten intrigieren gegen Jeremia, um ihn zu Tode zu bringen. Seine Botschaft lautet, dass sie dem König von Babylon dienen müssen. Zu König Zedekia sagt Jeremia: „Bringt euren Hals unter das Joch des Königs von Babylon“ (Jeremia 27:12). Doch „der Israel zerstreut, wird es selbst zusammenbringen“ (Jeremia 31:10). Die Rechabiter erhalten ein verdientes Versprechen. Jeremia wird „im Wachthof in Gewahrsam“ gesetzt (Jeremia 37:21). Jerusalem ist zerstört und die meisten seiner Bewohner gehen in Gefangenschaft. Unter den Zurückgebliebenen sind Jeremia und sein Schreiber Baruch. Entgegen Jeremias Warnung gehen diese verängstigten Menschen nach Ägypten. Die Kapitel 46 bis 51 enthalten die Aussprüche Jeremias gegen die Nationen.
Antworten auf biblische Fragen:
22:30 — Wurde durch diesen Erlass der Anspruch Jesu auf den Thron Davids aufgehoben? (Matthäus 1:1, 11).
Nein. Der Erlass hinderte die Nachkommen Jojachins daran, „auf dem Thron Davids zu sitzen . . . in Juda“. Jesus sollte vom Himmel aus regieren, nicht von einem Thron im Land Juda aus.
23:33 — Was ist „die Last Jehovas“?
Einerseits waren die gewichtigen Worte des Propheten über die Zerstörung Jerusalems für seine Landsleute eine Last. Andererseits wurde das unempfängliche Volk für Jehova zu solch einer Bürde, dass er es verwerfen würde. Entsprechend ist die biblische Botschaft über die kommende Vernichtung der Christenheit für diese eine Last, und diejenigen, die der Botschaft keine Beachtung schenken, sind für Gott eine Bürde.
31:33 — Wann ist Gottes Gesetz ins Herz geschrieben?
Man kann sagen, dass Gottes Gesetz in jemandes Herz geschrieben ist, wenn er den innigen Wunsch verspürt, Jehovas Willen zu tun.
32:10-15 — Warum wurde ein einziger Handel durch zwei Urkunden dokumentiert?
Den Inhalt der unversiegelten Urkunde konnte man einsehen. Bei Bedarf konnte das versiegelte Exemplar die Genauigkeit der offenen Urkunde bestätigen. Indem Jeremia sogar bei einem Geschäft mit einem Verwandten und Glaubensbruder vernünftige rechtliche Erfordernisse berücksichtigte, hinterließ er heutigen Christen ein gutes Beispiel.
33:23, 24 — Von welchen „beiden Familien“ ist hier die Rede?
Es handelt sich um die königliche Familie aus der Linie König Davids und um die priesterliche Familie der Nachkommen Aarons. Als Jerusalem und der Tempel Jehovas zerstört wurden, sah es so aus, als habe Jehova diese beiden Familien verworfen und würde weder länger ein Königtum über die Erde ausüben noch seine Anbetung wiederherstellen.
46:22 — Warum wird die Stimme Ägyptens mit der einer Schlange verglichen?
Das könnte sich auf einen zischenden Rückzug beziehen oder auf eine katastrophale nationale Demütigung. Die Analogie zeigt außerdem, wie wenig es den ägyptischen Pharaonen nutzte, auf ihrem Kopfschmuck eine Darstellung der „heiligen“ Schlange zu tragen, um den vermeintlichen Schutz der Schlangengöttin Uatchit zu erlangen.
Lehren für uns:
21:8, 9; 38:19. Den reuelosen Bewohnern Jerusalems, die eigentlich den Tod verdienten, gab Jehova sogar noch in letzter Minute eine Chance. Ja, „viele sind seiner Erbarmungen“ (2. Samuel 24:14; Psalm 119:156).
31:34. Wie tröstlich ist es, zu wissen, dass sich Jehova die Sünden derjenigen, denen er vergibt, weder in den Sinn zurückruft noch später gegen sie vorgeht.
38:7-13; 39:15-18. Jehova vergisst unseren treuen Dienst nicht, der einschließt, ‘den Heiligen zu dienen’ (Hebräer 6:10).
45:4, 5. Wie in den letzten Tagen Judas ist es auch in den „letzten Tagen“ des gegenwärtigen Systems der Dinge nicht an der Zeit, nach „großen Dingen“ zu suchen, wie Reichtum, Berühmtheit oder materielle Sicherheit (2. Timotheus 3:1; 1. Johannes 2:17).
JERUSALEM IN FLAMMEN
(Jeremia 52:1-34)
Es ist das Jahr 607 v. u. Z., das 11. Regierungsjahr König Zedekias. Seit 18 Monaten wird Jerusalem von Nebukadnezar, dem König von Babylon, belagert. Im 19. Regierungsjahr Nebukadnezars, am siebten Tag des fünften Monats, kommt Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, nach Jerusalem (2. Könige 25:8). Möglicherweise erkundet er von seinem Lager vor der Stadtmauer aus die Situation und plant das weitere Vorgehen. Drei Tage später, am zehnten Tag des Monats, rückt er in Jerusalem ein und setzt die Stadt in Flammen (Jeremia 52:12, 13).
Jeremia liefert einen präzisen Bericht über den Fall Jerusalems. Seine Beschreibung ist die Basis für die Totenklage und die Wehklage, die in dichterischer Form das Bibelbuch Klagelieder bilden.
Jeremia 1 – 2
Jeremia 1:1-3
Ach so, darum kommt erst Jeremia, weil er in der Zeit von König Josia bis Zedekia prophezeit hatte.
Jeremia 1:19
Ja, Jeremia hatte wirklich Trost nötig. Er kannte seine Landsleute und das, was er ihnen sagen hatte, würde ihnen sicherlich nicht schmecken.
Da war es gut zu wissen, dass er nicht allein war, sondern Jehoa an seiner Seite.
Jeremia 2:11-13
Wie wahr!
Auch ich finde es wirklich ausgesprochen dumm, was sie getan haben und was auch heute scheinbar sehr viele tun.
Wie kann man – wenn man Jehova kennen gelernt hat und sich ihm hingegeben – ihm den Rücken kehren, um irgendwelchen anderen Göttern nachzulaufen?
Das ist ja fast so, als hätte ich einen wertvollen goldenen Ring mit vielen Brillianten – und nun sehe ich einen billigen Plastikring aus dem Kaugummiautomaten und werfe meinen goldenen Ring weg um den Plastikring auf meinen Finger zu streifen!
Wie dumm ist das denn?
Warum handeln die Menschen so unvernünftig?
“Naja, weil mein Gott ja nichts tut. Ich sitze hier und flehe dauernd um Hilfe, aber er macht ja nichts. Da schadet es doch nicht, wenn ich zusätzlich einen anderen Gott anbete, damit mich dieser aus der schlimmen Situation rettet.”
Hä?
Einen anderen Gott zusätzlich anbeten? Wie dumm ist das denn? Haben wir aus der Geschichte der Israeliten denn garnichts gelernt?
Jehova ist ein eifersüchtiger Gott. Wir können nicht ihn und andere Götter anbeten – nur ihn oder andere.
Wir können nicht den billigen Plastikring und den Diamantring gleichzeitig tragen. Einen müssen wir abstreifen. Für welchen entscheiden wir uns?
Für mich ganz klar, welchen ich tragen würde!
Jeremia 2:17-22
Hier wieder der Punkt, warum Jehova sein Volk züchtigt: Es geht nicht darum, dass sie in ihrer Unvollkommenheit Fehler gemacht hatten. Nein, sie hatten schwer gesündigt!! Jehova hat sie in seiner Liebe darauf hingewiesen und sie immer wieder liebevoll gebeten, doch bitte von ihrem schlechten Weg zu ihm zurückzukehren. Aber sie wollten nicht!
Jehova ist zwar sehr barmherzig und er hat viel Geduld. Aber irgendwann haben wir dann den Bogen überspannt, weil wir uns hartnäckig weigern, das zu tun, was er gern möchte. Meist geht es dabei darum, dass wir anderen schaden.
Vielleicht ist es ja ein Spiel für uns?
“Wenn es Grenzen gibt dann sollte man doch zumindest bis zum äußersten Rand gehen”
Reizen wir unsere Grenzen aus? Gucken wir, wie weit wir gehen können, ohne dass wir bestraft werden? Finden wir dieses Spiel lustig?
Das steht uns frei. Aber wir werden früher oder später die Konsequenzen dafür tragen.
Jehova wird uns ganz bestimmt richten – gemäß unseren Taten. Und wir sehen hier, dass ER dieses Spielchen garnicht lustig findet. Er bestraft sein Volk sehr hart für sein Vergehen.
Wollen wir es wirklich so weit kommen lassen??
Rudern wir lieber bereits jetzt zurück – solange noch Zeit ist!
Jeremia 2:26-29
“Ja, das wusste ich doch nicht, dass das so schlimm ist, ich dachte doch…”
Egal, was du dachtest – hier steht, was ER denkt und darauf kommt es an.
Wer von denen, die sich unter Jehovas wahren Anbetern befinden – die regelmässig zur Versammlung gehen, regelmässig die biblischen Publikationen lesen und die regelmässig in der Bibel lesen – will mir ernsthaft weißmachen, dass er nicht wusste, wie sehr Jehova so ein Verhalten verabscheut?
Und das soll ich nun glauben?
Immer und immer wieder lesen wir in der Bibel, wie sehr die Israeliten Jehova mit ihrem Verhalten kränkten. Dass er sie immer wieder bat, doch von ihren verkehrten Wegen zu ihm umzukehren und sie letztendlich dann zu seiner Zeit hart dafür ins Gericht brachte.
Aber auch dass Jehova eigentlich nicht strafen will. Dass er eigentlich will, dass wir uns selbst entscheiden umzukehren – damit er uns Barmherzigkeit erweisen kann.
Aber auch, dass seine Geduld irgendwann am Ende ist. Dass er dann eingreifen muss und es auch tut – um der wenigen willen, die ihn wirklich und aufrichtig anbeten.
Warum lernen wir nichts aus dem, was wir da lesen?
“Naja, das ist mir nicht so bekannt. Ich habe so viel zu tun. Ich schaffe es nicht, in der Bibel zu lesen, Daher weiss ich das nicht. Sorry”
Gut gebrüllt, Löwe.
Aber du gehst doch regelmässig zur Versammlung und auf Kongrese. Dann hast du auch immer wieder davon gehört.
“Ne, da bin ich dann immer so müde und die Kinder sind auch immer so unruhig. Da bekomme ich nie was mit”
Tja, schwerer Fall.
Gut, dass nicht wir Menschen übereinander richten müssen, sondern dass es Jehva tut. Derjenige, der in die Herzen schaut und unsere Gedanken und Beweggründe beurteilt. Ihn können wir nicht täuschen.
Aber wir dürfen ganz sicher sein, dass Jehova gerecht ist und uns gerecht gemäß unseren Taten und Beweggründen richten wird.
Macht uns dieser Gedanke nun Angst – oder beruhigt er uns?
Jeremia 2:29-37
ja, Jehova richtet wirklich gerecht.
Was wir auch getan haben, ob wir Gutes getan haben oder schlecht gehandelt haben – Jehova wird uns gemäß unseren Taten richten.
Er ist wirklich ein gerechter Richter, er sich nicht blenden lässt.
Wie beruhigend für mich!
Jeremia 3 – 5
Jeremia 3:3-10
…ohne Worte …
Jeremia 3:11-17
Immer wieder Jehovas Barmherzigkeit: “kehrt doch bitte zu mir um, damit ich euch Barmherzigeit erweisen kann!”
Hatten die Propheten also eine schlechte Botschaft? Bedrohten sie das Volk mit dem Tod?
Nein!
Jeder hatte sein Schicksal selbst in der Hand. Jeder konnte umkehren, wenn er wenn wollte.
Wer nicht wollte, der hatte halt um die Strafe (und oft auch um den Tod) gebettelt.
Aber eigentlich war die Botschaft der Propheten durchweg eine gute Botschaft: “Jehova wird euch Barmherzigkeit erweisen – wenn ihr nur umkehrt”.
Jeremia 3:22-25
Wie empfinden wir persönlich das, was die Propheten sagen?
Jeremia 4:1-2
Ja, Jehova streckt uns versöhnlich seine Hand entgegen.
Greifen wir zu – oder schlagen wir sie weg?
Sehen wir, dass wir selbst den Ausgang in der Hand haben?
Sehen wir Jehovas tiefe Liebe und Barmherzigkeit?
Wie reagieren wir darauf?
Erfüllt es uns mit tiefer Liebe und Dankbarkeit? Oder denken wir “mit dem können wir es ja machen, der verzeiht uns ja doch immer wieder” und treiben unser Spielchen weiter? In der Zuversicht, dass uns ja nichts pasieren kann, denn “unser Gott ist ja barmherzig und gnädig und hat keinen Gefallen am Tode des Bösen.”
Lernen wir doch bitte aus den Fehlern des Volkes Israel!
Jeremia 4:10
Nanu? Jehova täuscht sein Volk?
Das geht doch garnicht. Passt doch garnicht zu dem, was wir bisher in diesem Jahr über Jehova gelesen haben und auch nicht zu dem, was wir über Jehova wissen.
Wie ist dieser Text dann gemeint? Hat Jehova sein Volk wirklich getäuscht? und wenn “ja”, warum?
Ach so!
Jeremia 4:14
Das ist es, was Jehova von uns will!
Wollen wir das auch? Sind wir bereit dazu?
Jeremia 4:18
Jeremia 4:22
Jeremia 5:1-5
Freut sich Jehova, dass er die Bösen endlich vernichten kann?
Nein, er ist traurig, er hätte sich so sehr gewünscht, dass sie umkehren und er sie verschonen kann.
In Jeremia 4:19 haben wir bereits gelesen, welch grossen Schmerz ihm das bereitet:
Ja, er hat wirklich keinen Gefalllen am Tod des Bösen!
Aber er muss es tun, um seiner eigenen Gerechtigkeit Willen:
Jeremia 5:7-9
Also verlassen wir uns nicht zu sehr darauf, dass uns Jehova ja schon vergeben wird, da er ja barmherzig ist und keinen Gefallen am Tod des Bösen hat – um dann weiterhin hartnäckig zu sündigen.
Jeremia 5:11-14
Hier sagt Jehova selbst, wie er über Personen denkt, die so tun, als würden sie ihn anbeten, dann aber hartnäckig in ihrem sündigen Handeln verharren, weil sie denken “Jehova tut ja eh nix”.
Jeremia 5:19
Jeremia 5:20-31
Jehovas Urteil über sein Volk – und warum er es gefällt hat.
Was bedeutet das für uns?
Was können wir daraus lernen?
Wie werden wir reagieren?
Die Botschaft der Propheten – wie empfinden wir sie?
Fühlen wir und “mit dem Tod bedroht”, wenn uns jemand darauf hinweist, dass wir nicht so handeln, wie Jehova das gern möchte?
Diese Frage kam ja in den letzten Wochen immer öfters auf. Besonders durch die Betrachtung der ganzen prophetischen Bücher und den ganzen “Morddrohungen” von denen diese triefen (in den Augen einiger Menschen).
Daher hier etwas zusätzlicher Stoff für all diejenigen, die sich durch das Gelesene bedroht fühlten und noch fühlen:
*** w90 15. 7. S. 11-12 Den Wohlgeruch der Erkenntnis Gottes verbreiten ***
Jeremia 6 – 8
Jeremia 6:10-11
sicherlich keine leichte Augabe…
Aber kier kommt auch eine Formulierng vor, die meine Gedanken von Gestern bestätigt: “Warnung”. Das, was Jeremia dem Volk mitteilte, war eine Warnung. Eine Warnung vor Gefahr.
Warum warnen wir andere vor einer Gefahr? Damit sie sich aus der Gefahrenzone begeben und ihnen nichts geschieht!
Wenn ich jemanden warne, dass er sich auf einen Abgrund zubewegt, da dieser blind ist und nicht sehen kann – warum tue ich das?
Bedrohe ich ihn mit dem Tod? Oder wünsche ich ihm den Tod?
Nein, ich sehe, dass er in Gefahr ist und möchte ihn gern vor dem Unheil (Sturz, Schmerzen und vielleicht dem Tod) bewahren, denn ich habe Mitgefühl und Bedauern für ihn.
Darum rufe ich laut: “Komm da weg, das ist gefährlich. Wenn du weitergehst, wirst du in den Abgrund stürzen und sicherlich sterben!”
Wie reagiert der Blinde?
Im günstigsten Fall hört er auf mich, dreht um und ist dankbar, dass ich ihn vor Unglück bewahrt habe.
Aber es kann auch sein, dass er wütend ist und denkt “das ist doch meine Sache. Ich bin ein erwachsener Mensch, ich kann tun, was ich will” und ignoriert mich.
Und nun?
Wie reagieren wir, wenn wir einen Selbstmörder auf dem Dach eines hohen Gebäudes sehen, der sich in den Tod stürzen will? “Ist ja schließlich sein Leben und wenn er sich umbringen will – bitte sehr!”?
Nein, wir werden ihn sicherlich davon abhalten wollen, vielleicht indem wir die Polizei oder die Feuerwehr zur Hilfe rufen.
Ein ähnliches Gefùhl von Dringlichkeit und Handlungsbedarf verspüren wir sicherlich, wenn wir sehen, dass der Blinde weiterhin unbeirrt auf den Abgrund zugeht. Wir drehen uns nicht einfach um, gehen weiter und sagen uns “”wenn er nicht will, dann eben nicht!”.
Wir rufen ihm immer wieder zu “pass auf! Da ist ein Abgrund! Wenn du weiterläufst, wirst du in die Tiefe stürzen und sterben!”
Aber der Blinde läuft unbeirrt weiter und schimpft vor sich hin: “Diese unverschämte Person. Die hetzt gegen mich und bedroht mich mit dem Tode.”
Und nun?
Wir rufen noch lauter, denn wir haben Bedauern mit dieser Person. Sicherlich, sie ist unvernünftig und auch erwachsen genug, um selbst zu entscheiden – aber wir wollen nicht mitschuldig werden, also rufen wir ihr weiterhin zu “pass auf, das ist gefährlich!”
Wir sind schon ganz heiser vom vielen Schreien und können einfach nicht verstehen, dass der Blinde weiterläuft, obwohl wir ihn mehrfach und immer lauter gewarnt haben.
Plötzlich hören wir, wie der Blinde in sein Handy spricht “die wünscht mir den Tod” und läuft lustig weiter, immer näher auf den Abgrund zu.
Wie empfinden wir dabei?
Wie beurteilen wohl andere, die als Schaulustige die Situation beobachten, das was sie da sehen?
Was, wenn der Blinde wirklich den Abgrund hinunter fällt, weil er nicht hören wollte – warum auch immer?
Hat dann der Rufende sich schuldig gemacht? Werden die Schaulustigen denken: “ja, der hat den Blinden in den Tod getrieben. Ich habe genau gehört, wie er immer wieder davon gesprochen hat, dass der Blinde sterben würde.”?
So ist es auch mit der Botschaft der Bibel und ganz insbesondere mit der Botschaft der Propheten: sie rufen dem Blinden zu: “pass auf, da ist ein Abgrund. Wenn du weiterläufst, wirst du runter stürzen und sterben!”
Wie würden wir auf den beschriebenen Blinden reagieren?
“Neee, wenn der hier behauptet, ich bedrohe ihn mit dem Tode oder wünsche ihm den Tod. Das lasse ich mir nicht gefallen. Soll er doch!”
Ich würde ihn trotzdem immer weiter warnen. Solange noch irgendeine Chance besteht, dass er umdrehen kann, werde ich ihm zurufen “pass auf!”
Aber wenn er wirklich runtergefallen ist, dann werde ich mich nicht schuldig fühlen, denn das hat er sich dann selbst zuzuschreiben. Ich hatte mein Mögliches getan.
Aber ich werde auch Bedauern empfinden und denken “hätte er bloss auf meine Warnungen gehört!”
Jeremia 6:13-15
Dies ist eine Beschreibung des “Abgrunds”, auf den einige zulaufen.
Jeremia 6:16-19
eine deutliche Warnung: “da ist der Abgrund, wenn du weitergehst, wirst du umkommen.”
Jeremia 7:1-7
Die ausgestreckte Hand Jehovas der uns helfen will – “bitte kehre doch zu mir um, weg von dem Abgrund”.
Jeremia 7:8-11
Jehova macht noch einmal klar, dass ihre Handlung dem entsprechen, als würden sie unaufhörlich auf einen Abgrund zugehen.
Wenn sie nicht von ihrem verkehrten Weg umkehrten, würden sie unweigerlich in einen Abgrund fallen.
Erwarteten sie wirklich, dass Jehova die Naturgesetze ändern oder ausser Kraft setzen würde, bloß weil sie hartnäckig weiter gingen?
Es war ja ihre Entscheidung. Er hat sie gewarnt. Wenn sie meinten, sie müssten weiter gehen, dann müssten sie auch die Konsequenzen tragen. Er würde nicht die Schwerkraft ausser Kraft setzen, damit sie sich nicht verletzen würden.
Dies sagt er hier laut und deutlich. Es ist also ihre Entscheidung, wie es mit ihnen ausgehen würde.
Ist Jehova ein harter und unbarmherziger Gott – weil er nicht für sie die Naturgesetze ändert?
Wie denken wir darüber?
Jeremia 7:12-15
Jeremia 7:16-20
Ebenso wie das Gesetz der Schwerkraft, was besagt, dass die Dinge unweigerlich nach unten fallen – so besagt Jehovas Gesetz: “wenn du meine Gebote nicht hälst, muss ich dich bestrafen, um mein Volk rein zu erhalten”.
Ebenso wie ein Vermieter, wenn er einen Mieter hat, der systematisch das ganze Haus zerstört. Er wird diesen Zerstörer mehrmals abmahnen. Aber wenn dieser nicht mit seinem schädlichen Verhalten aufhört, muss er ihn aus dem Haus werfen. Er kann nicht warten, bis das gane Haus zerstört und unbewohnbar ist. Ausserdem muss er seine anderen Mieter schützen. Und das wird er auch unweigerlich tun.
Ist er deshalb ein harter unbarmheriger Vermieter?
“Ich hab doch garnichts emacht…”, sagt der Zerstörer.
Jeremia 7:22-26
Ist Jehova wirklich hart und unbarmerzig, wenn er ihrem schändlichen Treiben ein Ende setzt?
Wie denken wir darüber??
Jeremia 7:27-31
Jeremia 8:4-7
Jeremia 8:8-12
Wie denkt also Jehova über uns, wenn wir hartnäckig in unserem schlechten Tun verharren?
Berührt uns das?
Werden wir etwas ändern – oder ist uns Jehova egal und wie er über uns denkt?
Jeremia 9 – 12
Jeremia 9:3-9
Alles Dinge, die Jehova hasst.
Jeremia 9:12-15
Ja, sie hatten wirklich Strafe verdient.
Oder sehen wir das anders?
Jeremia 9:23-24
welcher dieser drei Textpassagen trifft auf mich zu?
Wie sieht und beurteilt Jehova mich?
Müsste ich was ändern?
Was?
Tue ich das auch?
Jeremia 10:6-7
Jeremia 11:6-8
Jeremia 12:1-4
“Nahe bist du ihrem Mund, doch weit entfernt von ihren Nieren”…
Jeremia 13 – 16
Jeremia 13:15-16
Jeremia 13:20-22
Jeremia 13:23-27
Dies stützt meine Gedanken von Gestern:
Jehova ist barmherzig und gnädig. Er warnt sein Volk immer wieder Ja, er hat keinen Gefallen am Tod des Bösen.
Er wünscht sich, dass sie zu ihm umkehren und er ihnen Barmherzigkeit erweisen kann.
Aber wenn sie hartnäckig in ihrem schlechten Tun verharren und sich hartnäckig weigern, ihm zu gehorchen – dann muss er sie strafen.
Denn er ist nicht nur liebevoll und barherzig, sondern er ist auch ein gerechter Gott!
Jeremia 14:10
Jeremia 14:11-12
Jehova hat die Nase voll – sie haben den Bogen überspannt.
Jeremia 14:13
gute Frage
Jeremia 14:14-16
das ist es, was Jehova darüber denkt und er wird diese Lügner endlich strafen
Jeremia 14:17
aber er hat keine Freude daran, das ungehorsame Volk zu strafen – denn seine “Augen zerfließen” wegen dem großen Zusammenbruch seines Volkes.
Jeremia 14:19-22
Jetzt werde ich aber echt sauer!
Wie frech und anmaßend sie sind!
Jetzt auf einmal soll JEHOVA seines Bundes mit ihnen gedenken – wo sie ihn doch all die Jahre vergessen haben.
“AberJehova ist ja barherzig und gnädig, er muss uns ja verzeihen, wenn wir um Gnade betteln”.
boah, ich fass es nicht *grummel*
Hierzu kann ich nur zwei Punkte anführen, die sich die Personen hinter die Ohren schreiben sollten, die heute den Israeliten von damals gleichen und dabei sind, den Bogen zu überspannen:
1.) kann uns Jehova ins Herz gucken und sieht, ob unsere Reue echt ist, der nur show. Und die Vorraussetzung für Jehovas Vergebung ist echte Reue.
2.) vergibt Jehova zwar unsere Sünden, wenn wir ihn darum bitten – aber er wird uns keine Straffreiheit gewähren. Wir werden also nicht ganz ungeschoren davon kommen. Wir werden die Konsequenzen für unser schlechtes Handeln tragen müssen. Und zwar, ohne zu klagen.
Aber wenn wir wirklich aufrichtig und von Herzen bereuen, dann werden wir die auferlegte Strafe klaglos tragen und als gerechtfertigt hinnehmen.
Ich denke da an den Zeitungsbericht den ich vorhin erst gelesen habe. Da hat eine Tagesmutter ein Kind zu Tode geschüttelt und ist zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.
Erst hatte sie ihre Tat nicht bekannt Aber dann wurde sie überführt, gab alles zu und wurde zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt. Obwohl sie selbst zwei Töchter hat, die sie nun nur noch alle zwei Wochen im Gefängnis sehen kann, nimmt sie ihre Strafe demütig an. Denn sie weiss, dass sie diese Strafe verdient hat.
Diese Frau hat das, was sie getan hat, aufrichtig bereut und sie besteht nicht darauf, dass man sie ja nun nicht mehr betrafen kann, da sie ja geständig war.
So ist es auch mit uns.
Jehova vergibt uns, wenn wir unser schlechtes Handeln bereuen und Taten der Reue hervorbringen. Aber wir müssen halt auch demütig die Konsequenzen annehmen.
Dann nimmt uns auch Jehova wieder an. Und das wollen wir ja, oder?
Jeremia 15:5-6
Jeremia 15:20-21
tröstliche Worte für all diejenigen, die um Jehovas Namen und der Gerechtigkeit Willen leiden. Damals – ebenso wie heute!
Jeremia 16:10
Ich fass es nicht! Sie haben es immer noch nicht kapiert?
Jahrelang, jahrzehntelang haben sie lustig das getan, was ihnen so in den Sinn kam – ohne sich Gedanken über Jehova zu machen, ob sie ihn wohl kränkten – und nun sind sie sich keiner Schuld bewußt?
Kann das wirklich sein, dass jemand, der hartnäckig und scheinbar ohne jegliches Gewissen Jehovas Maßstäbe übertritt, aufrichtig davon überzeugt ist, ein guter Zeuge Jehovas zu sein?
Ich kann es einfach nicht glauben. Dieser Punkt hat schon sehr oft hier bei uns zu lebhaften Diskussionen geführt.
Wie kann ein Mench, der sich regelmäßig mit Gottes Volk versammelt und regelmässig aus Gottes Wort belehrt wird – jemand, der einen Bund mit Gott geschlossen hat und seine Maßstäbe kennt – jahrelang hartnäckig gegen seine Gebote verstossen und trotzdem denken, er wäre ein guter Anbeter Jehovas?
Bloß weil Jehova die vielen Jahre nicht eingegriffen und mich nicht für meine Taten gestraft hat – heisst dass dann, dass ich von ihm eine Art Sondergenehmigung habe?
“Eigentlich hasst Jehvova ja Ehebruch und Lügen (und noch vieles mehr), aber ich darf das, mir nimmt er das nicht übel. Sonst hätte er längst was gemacht”?
Kann man wirklich so denken?
Und ist dann aufrichtig empört und sich keiner Schuld bewusst, wenn Jehova dann doch mal auf den Tisch haut und fragt tatsächlich noch “warum”?
Dem kann ich leider nicht folgen. Diese Logik ist mir echt zu hoch.
Hatte Jehova denn nicht immer wieder die Propheten geschickt, die ihnen sagten, dass sie falsch handeln und dass Jehova sie ins Gericht bringen würde, wenn sie nicht umkehrten?
“Ja, aber das waren doch nur einzelne. Es gab doch so viele Propheten, die sagten, dass Jehova sich über uns freut”.
Ach ja?
“Woher sollten wir denn wissen, dass der Einzelne Recht hatte? Die anderen waren doch viel mehr, darum hatten wir ihnen geglaubt”
Hm.
Da fällt mir ein Spruch ein, den ich oft gehört habe, als ich noch ein Kind war: “Leute, esst mehr Scheisse. Millionen Fliegen können ich nicht irren”
Oder der hier: “wenn XY sagt, du sollst aus dem Fenster springen – tut du das dann auch?”
Wir wissen doch, dass es gefährlich ist, aus dem Fenster zu springen. Wir wissen, dass man Exremente beseitigt, wegen der Hygiene. Und wir wissen auch, was Jehova für Maßstäbe hat.
Warum sollten wir Menschen Glauben schenken, die uns auf einmal erzählen, wir könnten ruhig die Ehe brechen, andere verleumden, durch Lügen ihren Ruf und ihr Leben zerstören und vieles mehr – und trotzdem Jehova gefallen?
Weil es unsere Ohren kitzelt und unseren eigenen Neigungen und Wünschen entgegen kommt?
Ist ja o.k., können wir ja auch ruhig.
Aber dann Jehova entsetzt angucken und fragen “warum strafst du mich denn jetzt, ich war doch ganz lieb?”
Was meinen wir, wie Jehova sich dabei fühlt?
Das ist uns egal?
Bitte sehr, aber dann nehmen wir auch erhobenen Hauptes die Strafe an und kommen Jehova nicht mit so einem Unsinn wie: “du musst mir ja vergeben…”
Wie reagiert Jehova auf diese ungeheuere Frage?
Jeremia 16:11-13
Naja, Jehova hat mehr Beherrschung als ich und schenkt sich einige Formulierungen von denen, die ich grad gebraucht habe
Aber ich bin überzeugt, dass er ebenso empfindet - aber sich halt gewählter ausdrückt.
Jeremia 16:17-18
Ja, machen wir uns bitte nichts vor!
Nur, weil Jehova uns noch gewähren lässt und unser Handeln bisher keine Konsequenzen hatte – haben wir noch lange nicht sein Wohlgefallen.
Und nur, weil unsere Freunde uns nicht für unser schlechtes Verhalten kritisieren, sondern uns sagen, wie toll wir doch sind – handeln wir noch lange nicht richtig.
“Aber woher soll ich denn wissen, ob ich richtig handele?”
Ganz einfach: aufmerksam zuhören, wenn Jehova zu uns spricht!
“Hä? Die spinnt ja. Jeder weiss, dass Jehova heute mit niemand mehr spricht”.
Ja, direkt und aufsehenerregend aus dem Himmel nicht mehr Aber jedesmal, wenn wir in den Zusamenkünften sind und einem Vortrag zuhören – dann spricht er mit uns.
Auch jedesmal, wenn wir in der Bibel lesen, spricht er zu uns. Wir müssen ihm nur zuhören.
Und auch jedesmal, wenn uns jemand anhand eines Textes in der Bibel zeigt, dass wir falsch handeln – dann spricht er zu uns
Wie reagieren wir darauf?
Fühlen wir uns mit dem Tod bedroht – oder sehen wir, dass Jehova zu uns spricht?
Was tun wir dann?
Jeremia 16:19-21
Jeremia 17 – 20
Jeremia 17:5-8
Jeremia 7:9-10
was sieht Jehova wohl bei uns?
Jeremia 17:13-14
Jeremia 18:7-10
Hier ist wieder der Gedanke von vorgestern:
Jehova warnt sein Volk. Er sagt ihnen, dass das, was sie gerade tun, ihn kränkt und er sie deshalb strafen will. Wenn sie aber von ihren verkehrten Wegen umkehren, dann wird er sich ihrer erbarmen und ihnen vergeben.
Ist dies nicht ein wundervoller Gedanke?
Wer ist ein Gott wie dieser?
“Barmherig und gnädig und überströmend an liebender Güte, der aber keine Straffreiheit gewährt.”
Ich jedenfalls – ich schätze mich glücklich, dass ich diesen wundervollen Gott kennen lernen durfte und ihn anbeten und lieben darf.
Wovon sprudelt dein Herz und damit dein Mund über?
Jeremia 18:11
Jeremia 18:11-12, 18
diesem Volk ist echt nicht mehr zu helfen!
Jehova hat wirklich eine unglaubliche Geduld. Ich an seiner Stelle hätte schon viel eher mit der Faust auf den Tisch gehauen.
Unfassbar, wie halsstarrig dieses Volk ist.
Könnte es sein, dass Jehova über mich ebenso denkt?
Bin ich zu einer ehrlichen Selbstprüfung bereit?
Und dann?
Wie geht’s dann mit mir und meinem künftigen Tun weiter?
Undank ist der Welten Lohn:
Jeremia 18:19-20
ja, sie zeigen mit ihrem Verhalten, dass sie die Vernichtung wirklich verdient haben!
Jeremia 18:22-23
Jeremia 19:3-9
harte Worte!
Ist Jehova wirklich hart, unbarmherzig und brutal?
Wie denken wir darüber?
Jeremia 19:10-15
Jeremia 20:6
Jeremia 20:7-8
kennen wir dieses Gefühl?
Jeremia 20:9
Haben wir auch schon mal so gedacht?
Ist es uns dann gelungen, lange Zeit nicht mehr über Jehova zu reden?
Warum nicht?
“Aus der Fülle des Herzens redet der Mund”
womit ist mein Herz gefüllt?
Jeremia 20:9-11
Jeremia 21 – 23
Jeremia 21:12
Jeremia 22:3-5
Jeremia 22:8-9
Jeremia 22:21
Kapitel 23
Jeremia 23:1-4
Jeremia 23:11-14
Jeremia 23:16-18
Jeremia 23:19-20
Jeremia 23:21-22
Jeremia 23:24-28
Jeremia 24 – 26
Jeremia 24:7
Nun ist es an der Zeit, dass Jehova für die Zukunft plant. Er sieht, dass letztendlich die Übriggelassenen aufrichtig zu ihm umkehren werden, dass ein gereinigtes Volk zurückkehren kann.
Jeremia 25:3-9
Auch hier noch mal die Zusammenfassung der ganzen Propheten: “Jeder ist seines Glückes Schmied.”
Wir haben es selbst in der Hand, welches Urteil Jehova letztendlich über uns fällt und ob wir den Segen oder den Fluch erhalten.
Jeremia 26:2-6
Wie reagierten seine Zuhörer?
Jeremia 26:7-11
War ihre Handlungsweise vernùnftig?
Jeremia 26:12-15
Erinnern wir uns noch an den Blinden, der unbeirrt auf einen Abgrund zuläuft?
Wie war das noch mal mit “dem Geruch zum Tode“?
“Ich hatte das so verstanden, dass sie mir den Tod wünschen.”
Handelten die Israeliten nun weise?
Jeremia 26:16-19
Hatten sie es kapiert? Etwas gelernt? Etwas geändert?
Jeremia 26:20-23
Dachten sie wirklich, dass Jehova sein Wort nicht ausführen wird, nur weil sie die Propheten “mundtot machten”?
Jeremia 26:24
Es hat schon immer auch solche unter Gottes Volk gegeben, die Jehova wirklich aufrichtig und von ganzem Herzen gedient haben.
Jeremia 27 – 29
Jeremia 27:9-15
Wieder ein sehr schönes Beispiel für Jehova Vorgehensweise: er warnt sein Volk und sagt ihnen, was sie tun mùssten, damit er sie verschonen kann
Wie also könnte es hart und unbarmherzig sein, wenn Jehova die Bösen letztendlich straft, die ihm hartnäckig widerstehen?
Haben sie sich nicht selbst ihr Schicksal erwählt?
Wie denken wir darüber?
Wie berührt uns das?
Wie beeinflusst dies unser eigenes Leben und das, was wir tun?
Jeremia 28:5-9
Tja, manche lernen es scheinbar nie. Gerade noch hat Jeremia Jehovas Urteil über die falschen Propheten gesprochen, als Hananja aufsteht und sich wichtig tut (Verse 10-11).
Und nun? Kann er Jeremia und Jehova damit beeindrucken? (Verse 12-14)
Jeremia 28:15-17
Sein hochmütiges und anmaßendes Getue (vielleicht um sein Gesicht vor dem Volk zu wahren) hat ihm nichts genutzt.
Was wir auch tun, um gegen den Beschluß Jehovas zu reden – es wird keinen Erfolg haben.
Jehova wird sein Wort und seinen Vorsatz auf jeden Fall ausführen. Wie er es hier bei Hananja getan hat.
Ist uns dies eine Warnung?
Jeremia 29:8-9
Jehova warnt sie nochmals nachhaltig, sagt ihnen, wie sie im Exil leben sollten.
Aber er zeigt ihnen auch, dass das, was er beschlossen hat, auch tatsächlich eintreffen wird – auch wenn wieder falsche Propheten auftreten sollten und etwas anderes in seinem Namen behaupten würden.
Jeremia 29:10-11
So ist Jehova: in dem Moment wo er sein halsstarriges und ungehorsames Volk bestraft hat, ist er schon wieder voller Liebe zu ihnen und macht ihnen Mut.
Wer ist ein Gott wie dieser?
Hatte da jemand behauptet, Jehova sei hart und unbarmherzig?
Wie empfinden wir, wenn wir diese Verse lesen?
Jeremia 29:12-14
Was für ein Gott?
Läuft nicht unser Herz voller Liebe und Dankbarkeit zu ihm über?
Wie kann man nur so einen wundervollen Gott gegen leblose Götzen oder fremde hartherzige Götter eintauschen?
Selbst, wenn diese mir das Leben erleichtern würden in Momenten, wo Jehova noch abwartet, weil es noch nicht SEINE Zeit ist – ich würde niemals tauschen wollen.
Dies ist mein Gott! Und in seinem Namen will ich wandeln. Komme da, was wolle!
Kein Gott “kann ihm das Wasser reichen”!
Jeremia 30 – 33
Jeremia 30:6
heute möglich?
Nein!
Der “Mann”, der nun bereits ein zweites Baby erwartet, ist eigentlich eine Frau. Nur wollte “er” keine Frau mehr sein und hat sich deshalb einer OP unterzogen. Ist “er” daher wirklich ein Mann?
Jeremia 30:12-15
Noch mal der Grund, warum Jehova sein Volk straft. Hier wird ganz deutlich, wie Jehova empfindet, wenn sie sich nun über die Strafe beschweren.
Jeremia 30:22-24
Jeremia 31:1-6
Ja, so ist mein Gott: wirklich barmherzig und gnädig. Gerade hat er ihnen sein Strafgericht verkündet – und schon macht er ihnen Hoffnung.
“Ja, ich strafe euch, weil ihr euch hartnäckig weigert, mir zu gehorchen. aber ich liebe euch und wenn ihr nun umkehrt, werde ich euch wieder mein Angesicht zuwenden und euch heilen.”
Wer ist ein Gott wie dieser?
“Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken – und meine Gedanken sind höher als eure Gedanken.”
Wie wahr!
Mal ganz ehrlich: Wer von uns hat eine solche Größe, dass er denen, die ihn über Jahre verhöhnen und verleumden, denen die sich hartnäckig weigern von ihrem schlechten Tun umzukehren, so tun kann?
Wie würde ich reagieren, wenn die Schadenstifter von ihrem verkehrten Wege umkehren, nachdem sie dafür bestraft wurden? Würde ich ihnen ebenso vergeben können, wie Jehova es hier tut?
Könnte ich ihnen noch glauben und vertrauen, alles vergessen und neu anfangen?
Ich wünsche mir das von Herzen, denn ganz hinten, in einem geheimen Winkel meines Herzens, tun sie mir leid.
Trotzdem wird das schwer für mich werden, wenn wir dann noch in diesem alten System leben. Aber ich möchte meinem Gott auch in dieser Hinsicht nachahmen, denn das beeindruckt mich schwer!
Mein geliebter Mann schafft das übrigens: egal, wie sehr ich ihn auch mit meinem Verhalten gekränkt haben mag, wenn ich mich entschuldige, sagt er immer “ach, das war doch gestern. Heute ist Heute. Und nun gucken wir nach vorn”.
Teilweise kann ich das auch, aber nicht so gut wie er und Fine. Ich kämpfe immer noch dagegen an, nachtragend zu sein.
Aber dieser Charakterzug beeindruckt mich zutiefst. Ich weiss, wie schwer es ist, so zu reagieren, wenn mich jemand immer wieder kränkt, auch wenn es dieser nur aus Schwäche tut.
Mir vorzustellen, so liebevoll und barmherzig mit einer Person zu sein, die mich über Jahre so gekränkt hat – und dies nicht aus Schwäche, sondern weil sie bösartig ist und ihre Freude daran hat…
Aber eins wird ja in den letzten Kapiteln auch wieder deutlich: Jehova vergiebt ihnen, weil sie aufrichtig bereuen und ihn nun mit ganzem Herzen suchen.
Wenn jemand so aufrichtig bereut, dann fällt es sicherlich auch mir leichter, ihm zu vergeben, nach vorn zu schauen und fortan das Gute in ihm zu sehen.
Was für ein Gott!
Und wir dürfen ihm dienen!
Machen wir Gebrauch von diesem Vorrecht?
Jeremia 31:7-9
Jeremia 31:17-20
Jeremia 31:31-34
Ja, Jehova sagt ihnen bereits jetzt, während sie noch weiterhin auf ihren schlechten Wegen verharren, dass es eine Zeit geben wird, wo sie zu ihm umkehren und er sie voller Liebe und Verzeihens in den Arm nehmen und an sein Herz drücken würde.
Was für ein Gott!
Wer ist wie dieser?
Jeremia 32:17-21
Hier fasst Jeremia meine Empfindungen in Worte. Er erinnert das Volk daran, dass Jehova sie immer wieder aus ihrer Bedrängnis befreit hat.
Es ist einfach zu schön, um es euch vorzuenthalten. Und auch, wenn ihr diese Verse gerade selber in eurer Bibel gelesen habt – sie sind so schön, dass man sie einfach nochmal lesen muss.
Das mache ich übrigens immer wieder, wenn ich in der Bibel lese. Manche lese ich noch mal und dann oft nach einer Pause nochmal. Sie sind so schön, dass ich sie “mir einfach auf der Zunge zergehen lassen” muss!
Jeremia 32:26-27
Er sagt ihnen, dass er sie auch dieses Mal wieder befreien wird, wenn es an der Zeit ist. Was für ein wundervoller Gedanke!
Jeremia 32:30-42
Wundervoll!
Wieder dieses Zusammenspiel:
Und einem solchen Gott wenden manche den Rücken?
Tauschen ihn lieber gegen irgendwelche “mistigen Götzen” oder andere Götter, die sich dem Widersacher in seiner Rebellion angeschlossen haben?
Unvorstellbar!
Jeremia 32:42-44
Jeremia 33 – 36
Jeremia 33:6-9
Wunderbare Aussichten, die er ihnen da gibt!
Jeremia 35:13-16
Jeremia 35:17
Ist Jehova nun unbarmherzig und brutal?
Wie empfinden wir, wenn wir diese Verse lesen?
Wie denken wir über das Volk? Tun sie uns leid?
Wie betrifft das Gelesene uns persönlich?
Jeremia 35:18-19
Jeremia 36:4-7
wie wir sehen, hat auch Jeremia Mitleid mit dem Volk. Er wünscht sich bis zum Schluß, dass sie doch umkehren und von dem Strafgericht verschont bleiben würden.
Nun wird es interessant. Baruch liest die Rolle vor dem ganzen Volk vor (Vers 10). Die Reaktion?
Jeremia 36:11-13
Darauf lassen die Fürsten Baruch mit der Buchrolle holen und nötigen ihn, ihnen auch daraus vorzulesen (Vers 14-15). Die Reaktion?
Jeremia 36:16
Sie laufen direkt zum König und seinem Gefolge und teilen ihm mit, was sie erfahren haben (Vers 17-20).
Der König lässt die Rolle holen und daraus vorlesen (Vers 21-22). Die Reaktion?
Jeremia 36:23-24
Ganz schön abgebrüht, oder?
Aber das Gefolge des Königs hatte den Ernst der Lage erkannt – darum waren sie ja auch mit der Buchrolle zum König gegangen. Nun versuchen sie, ihm den Ernst klarzumachen (Vers 25-26). Leider erfolglos!
Was dachte der König sich?
Die Worte Jehovas machten ihn wütend. Das kann ich gut verstehen, denn sie wurden ja in gewisser Form damit angegriffen. Aber dachte der König wirklich, wenn er Jeremia den Mund verbot und die Rolle im Feuer verbrannte – dass er damit das Strafgericht stoppen könne?
Warum reagierte er so? Warum lief er weiterhin stur auf den Abgrund zu, laut über Jeremia und seine Worte (die ja eigentlich Jehovas Worte waren) schimpfend?
Warum reagierte er so stur und kam nicht zur Besinnung?
Es wäre so leicht gewesen zu sagen “ups, ich habe Mist gebaut, das tut mir leid. Ich werde mich bessern”.
Dann hätte Jehova sich seiner erbarmen können und er hätte damit das Strafgericht abgewendet.
Warum sind manche Menschen so stur und unvernünftig?
Sind wir selbst vielleicht auch “so eine Sorte Mensch”?
Müssen auch wir immer darauf beharren, im Recht zu sein – und versperren uns damit selbst den Weg zu Jehova?
Wie reagierte Jehova nun? War es ihm egal? “Bei dem ist doch Hopfen und Malz verloren”?
Jeremia 36:27-31
Was tat Jeremia? Sagte er zu Jehova “warum soll ich den ganzen Mist nochmal aufschreiben? Weisst du eigentlich, was das für eine Arbeit ist? Das ist doch eh verlorene Liebesmüh. Der ändert sich ja doch nicht. Das einzige, was noch passieren wird, ist dass es mir an den Kragen gehen wird.”?
Nein, Jeremia schrieb die Worte nochmals gehorsam auf, ebenso wie den Zusatz für König Zedekia.
Jeremia 36:32
Wie geht es nun weiter?
Jeremia 37 – 39
Jeremia 37:1-3
Hä?
Sie “hörten nicht auf die Worte Jehovas”, aber sie sagten zu Jeremia: “Bete bitte zu unseren Gunsten zu Jehova”.
Was sollte das denn?
Was haben sie sich denn dabei gedacht?
Dachten sie, Jehova würde dieses Gebet erhören? Warum sollte er das tun?
Denken wir vielleicht auch so?
Jeremia 38:1-5
“Dieser Mann trachtet nicht nach dem Frieden des Volkes, sondern nach Unglück”.
“Sie bedroht mich mit dem Tod”.
Wie hätten wir empfunden, wenn wir an der Stelle dieser Männer gewesen wären?
Jeremia 38:19-21
Immer wieder das, was Jehova gesagt hat – mit der Bitte, Jehova doch zu gehorchen, damit er ihnen Barmherzigkeit erweisen kann.
Wie hätten wir an der Stelle des Königs reagiert?
Hätten wir auf die Stimme des Propheten und somit auf Jehova gehort?
Hätten wir genug Vertrauen gehabt, das uns Jehova sicherlich nicht “in eine Falle locken” würde?
Kennen wir Jehova und seine Maßstäbe gut genug, um 100% auf ihn zu vertrauen?
Jeremia 38:2-3
das war, was Jeremia im Auftrag Jehovas gesagt hatte. Der König hat danach seine Hand schützend über Jeremia gehalten. Und nun passiert sowas:
Jeremia 39:4-7
Was ist passiert?
Hatte Zedekia nicht das getan, was Jehova gesagt hatte? Er war nicht in der Stadt gebieben.
Ja, er war noch am Leben – aber war dies wirklich “ein Glück”?
Stellen wir uns vor, dass wir dabei zusehen müssten, wie man vor unseren Augen unsere geliebten Kinder hinrichtet Und dann blendet man unsere Augen, so dass dies die letzten Bilder sind, die wir gesehen haben. Dass diese Bilder künftig immer vor unseren Augen stehen werden.
Empfinden wir es dann als Glùck, dass wir überlebt haben?
Fühlen wir uns dann als “von Jehova belohnt”, weil wir auf sein Wort gehört haben?
Ja, ER hat sein Wort gehalten: weil wir nicht in der Stadt geblieben sind, wurde unser Leben verschont.
Würden wir uns von Jehova betrogen fühlen?
Jeremia 39:18
Sorry, nun bin ich an Jeremia Kapitel 39 hängen geblieben, denn es irritiert mich erst mal.
Die ganzen letzten Tage war ich voller Begeisterung über unseren liebevollen, barmherzigen und gerechten Gott. Wie wunderbar es doch ist, dass er uns sündigen Menschen immer wieder seine Hand entgegenstreckt – obwohl wir zur Zeit immer noch hartnäckig an unserem Ungehorsam festhalten.
Wer ist ein Gott wie dieser?
Ich konnte nicht verstehen, warum das Volk immer noch hartnäckig in seinem verkehrten Tun verharrt. Warum sie nicht einfach seine Hand nehmen und zu ihm umkehrten..
Ja klar, Jehova bietet ihnen versöhnlich seine Hand, sagt ihnen, dass er sie leider strafen muss, aber dass er sich dann wieder ihnen zuwenden wird (wenn sie aufrichtig bereuen und zu ihm umkehren) und sie befreien wird und dann segnen wird.
Ja, ich habe viele schlaue Dinge dazu gesagt. Dass sie ja immerhin gesündigt hatten und ihre Strafe verdient haben. Daher sollten sie sie doch bitte auch demütig annehmen – ohne zu klagen.
Und nun klage ich selbst, wo ich lese, was Zedekia erdulden musste. Er tut mir leid. War er nicht bereits vor der Strafe zur Besinnung gekommen? Immerhin hatte er zum Schluß Jeremia vor den aufgebrachten Menschen geschützt. Und nun so eine harte Strafe?
Im ersten Moment tut er mir leid und ich empfinde seine Strafe als ungewöhnlich hart. Als etwas, was nicht so richtig zu Jehova und seiner Persönlichkeit passt. Wo ist denn da seine Barmherzigkeit und seine Versöhnlichkeit?
Ja sicherlich, Zedekia hatte verwerflich gehandelt – aber er war zum Schluß einsichtig, hatte sich nach dem Wort Jehoas erkundigt und seinen Propheten geschützt.
Es stimmt auch, dass Jehova von sich wohl sagt, dass er barmherzig und gnädig ist, zum Vergeben bereit – aber er sagt auch, dass er keinesfalls Straffreiheit gewähren würde.
Wie hat er in anderen Fällen gehandelt?
Wie war es bei David und Bathseba?
Als David seine Sünde erkannte, bekannte er sie und bereute. Und Jehova vergab ihm und Bathseba. Aber ER strafte auch diesen Mann und seine Frau sehr hart, denn er brachte das gemeinsame Kind – die Frucht der Sünde – um.
Dies war sicherlich auch für diese beiden sehr sehr hart. Aber sie nahmen die Strafe demütig an und nach dem ersten Schmerz beklagten sie sich nicht mehr darüber, sondern nahmen sie als verdiente Strafe an.
Später segnete Jehova die beiden für ihre aufrichtige Reue und erwählte den nächsten Sohn der Beiden als den Samen, aus dem der Messias hervorgehen würde. Und das, obwohl David bereits davor viele Söhne von anderen Frauen hatte.
Könnte man nun also sagen, “es hat sich ja für Zedekia garnicht gelohnt, dass er zum Schluss bereute, zu Jehoa umkehrte und auf ein Wort hörte”?
Am Anfang, beim ersten Lesen habe ich so gedacht und auch so empfunden. Ich war irgendwie wütend auf Jehova und von ihm enttäuscht. Aber nun, wo ich näher darüber nachgedacht habe, sehe ich das etwas anders.
Wenn Reue und Umkehr zu Jehova automatisch Straffreiheit bedeuten würde, dann wäre das sicherlich leicht. Auch für diejenigen, die ein wirklich böses Herz haben und egoistisch nur nach ihren eigenen Interessen ausblicken und für ihr persönliches Glück über Leichen gehen.
So können wir aber zeigen, dass wir aufrichtig bereuen und nun wirklich unserem Gott dienen wollen – egal, wie hoch der Preis auch ist.
Denn: warum kehre ich denn zu Jehova um??
Weil ich weiß, dass er mich sonst bestraft und “ich keinen Bock auf Strafe habe”?
Würde ich damit Jehova gefallen?
Oder kehre ich um, weil ich einsehe, dass ich falsch gehandelt und Jehova sehr gekränkt habe?
Möchte ich mich bessern und Jehova nun gefallen?
Würde ich dann nun zu ihm sagen:
Nein, ich wäre trotzdem froh, auf Jehova gehört zu haben – denn nun habe ich wieder das Wohlgefallen Jehovas.
Ja, es tut verdammt weh, was mit meinen Söhnen passiert ist und dass ich das auch noch mit ansehen musste. Aber wie oft habe ich Jehova gekränkt? Wie sehr muss es IHN geschmerzt haben, dass ich mich solange hartnäckig geweigert habe, richtig zu handeln und zu ihm umzukehren?
Ja, das mit meinen Söhnen ist schlimm. Ich trauere um sie und ich werde sie schmerzlich vermissen. Aber ich weiß auch, dass Jehova fair ist. Weiß, dass er zu seiner Zeit die Toten wieder zum Leben erwecken wird.
Meine Söhne. Meine armen Söhne! Sie wurden dahingeschlachtet. Was sie wohl dabei empfunden haben? Wie gut, dass im Paradies “die früheren Dinge nicht mehr in den Sinn gerufen werden”.
Dass Jehova sie nicht nur auferwecken wird, sondern dass sie sich auch nicht mehr daran erinnern werden, wie sie gestorben sind. Sie werden sich nicht mehr an die Angst und Panik erinnern, als sie die Männer mit dem Schwert auf sich zukommen sahen und sie werden sich nicht mehr an den Schmerz erinnern, als sie ihnen die Köpfe abhieben.
So dass die Strafe eigentlich mich persönlich trifft und nicht wirklich meine Söhne. Denn ich muss nun damit leben. Dass meine Kinder meinetwegen sterben mussten. Muss mit dem Anblick leben, wie es geschah. Werde die Bilder immer vor Augen haben.
Und ich werde mich bemühen, mein Verhältnis zu Jehova wieder zu stärken, so dass ich sein Wohlgefallen wieder erlange und dann später im Paradies sein werde, um meine Söhne wieder in die Arme zu schließen.
Ja, das ist wirklich nichts für egoistische Menschen, denen es immer nur um sich selbst geht und darum, dass es ihnen selbst gut geht. Denen egal ist, wie Jehova denkt und fühlt.
Und so sortiert Jehova die Menschen bereits mit dem “ich werde keinesfalls Straffreiheit gewähren” aus. So dass man nicht als reinen Showact zu ihm umkehren kann, einzig und allein, um die Strafe abzuwenden und ansonsten weiterhin innerlich ein schlechter Mensch bleiben.
Jehova ist wirklich sehr weise.
Ich kann mir gut vorstellen, dass er Zedekia für die restliche Zeit die Kraft gegeben hat, um mit dem Geschehenen fertig zu werden, ohne den Verstand zu verlieren!
Jeremia 40 – 42
Jeremia 42:1-6
geht doch!
Jeremia 42:9-12
Gleich macht ER ihnen wieder Mut.
Jeremia 42:13-17
Hier finden wir auch den wahren Grund für das, was König Zedekia widerfahren ist: er hatte nicht geradeso gehandelt wie Jehova es gesagt hatte.
Er war zwar aus der Stadt heraus gegangen, aber nicht mutig dem König von Babylon entgegen, wie Jehova gesagt hatte – sondern er war heimlich in eine andere Richtung geflohen. Vielleicht hatte er nicht genügend Vertrauen in Jehova, dass dieser ihn wirklich aus der Hand des Königs von Babylon befreien würde.
Wie sagte Jehova in Jeremia 42:15-16?
Mein Gott – bin ich froh, dass ich mich nicht in meinem Gott geirrt habe
Jeremia 43 – 46
Jeremia 43:1-3
Boah, haben die eine Macke!
Manche lernen es scheinbar nie! Was soll das denn jetzt? Was wollen sie damit bezwecken?
Jehova lässt ihnen sagen, was sie tun sollen, damit sie keinen Schaden nehmen – und da stehen welche auf und sagen, dass die Worte nicht von Jehova sind?
Was denken sie eigentlich, wer sie sind?
“alle vermessenen Männer…”
Kein Wunder, dass Jehova sie später so hart bestraft. Sie haben es wahrlich verdient – sich wirklich hart erarbeitet.
Warum sie wohl so unvernünftig handeln?
Denken sie, sie könnten das Strafgericht aufhalten, wenn sie sagen “diese Worte kommen nicht von Jehova”? Aber Jehova weiss doch, was er gesagt hat. Er wird sich doch nicht von ein paar vermessenen Männern “für dum verkaufen lassen”.
Oder hatten sie einfach Angst, ihr Gesicht zu verlieren? Aber mal ehrlich, was nützt mir denn im Angesicht von Gottes Strafgericht, ob die anderen gut von mir denken? Müsste ich nicht viel lieber alles daran setzen, nun Jehova zu besänftigen, ihm zu gefallen, um zu überleben?
Wahrlich sture Menschen das, ziemlich unvernünftig. Sie haben das Strafgericht wirklich verdient.
Wie steht es mit uns?
Sagen auch wir “das ist ja nicht von Jehova, ich handle schon richtig”, wenn mir jemand anhand der Bibel sagt, dass ich Jehova mit meinem Verhalten kränke und er mich betrafen wird, wenn ich nicht umkehre?
Laufen wir weiterhin stur auf den Abgrund zu, “ich weiss schon was ich tue”??
Jeremia 43:4
Jeremia 44:1-6
Jehova erinnert sie an das, was sie bereits schon erlebt und bei anderen gesehen haben.
Jeremia 44:7-10
Wir sollten aus der Geschichte und dem selbst Erlebten lernen.
Jeremia 44:11-14
Ja, sie hatten ja die Wahl gehabt. Jehova hatte ihnen gesagt, was sie tun mussten, um das Unheil von sich abzuwenden. Nun haben sie ihre gerechte Strafe bekommen. Jehova sagt hier quasi “ihr seid selbst schuld”. Und das stimmt ja auch!
Und? Hatten sie was gelernt? Wie reagierten sie auf das, was Jehova ihnen durch Jeremia sagen ließ?
Jeremia 44:15-16
Bei denen ist echt “Hopfen und Malz verloren”!
Ich fasse es nicht, dass Menschen so dumm sein können!
Was geht bloß in deren Köpfen vor, dass sie sich immer noch hartnäckig weigern, zur Besinnung zu kommen?
Jeremia 44:16-18
Was für ein Argument!
“Wir müssen ja den anderen Göttern dienen, sonst entziehen sie uns ihren Segen. Auf Jehova vertrauen? Ne, das geht net, denn der segnet uns ja net so, wie wir das gern hätten. Wir können uns noch gut daran erinnern, wie wir mal den anderen Göttern nicht gedient haben – da hat es uns an allem gefehlt!”
Unglaublich!
“Ich muss neben Jehova noch anderen Gottern dienen, sonst fehlt es mir an den Nötigsten.”?
Jehova kann das nicht alleine?
“Andere Götter strafen mich sofort, wenn ich nicht tue, was sie wollen – Jehova hat ja jede Menge Geduld, darum ist es nicht so wichtig, IHM zugefallen.”?
Was für eine Argumentation.
Jehova ist doch jedem anderen Gott überlegen. Wieso sollte ich einen billigen Ring aus dem Kaugummiautomaten einem Brilliantring vorziehen?
Wollen wir wirklich den kostbaren Brilliantring wegwerfen, nur damit wir den “wertvollen”" Plastikring gut sichtbar tragen können?
Jeremia 44:20-23
Jeremia 44:26-28
Ist das nicht traurig, dass Jehova so zu ihnen reden muss?
Hat er das wirklich nötig?
Jeremia 47 – 49
Jehova verkündet sein Strafgericht. Nun ist es soweit und sie werden die gerechte Strafe für ihre Vergehen erhalten.
Jeremia 48:7
Jeremia 48:11,27,29,42
Jeremia 49:1
Jeremia 49:15-16
um nur einige Gründe zu nennen…
Jeremia 50 – 52
Jeremia 50:3-7
Jeremia 51:1-2
wieso straft Jehova eigentlich Babylon dafür, dass es sein Volk in die Gefangenschaft geführt hat? War nicht ER es, der sie extra dazu heraufgerufen hatte? Warum nun diese harte Strafe?
Jeremia 51:5
warum?
Jeremia 51:29
Jeremia 51:35-38
Warum will Jehova nun das Blut seines Volkes an Babylons Händen rächen – wenn doch ER es war, der Babylon benutzt hatte, um sein Volk zu strafen?
ein passendes Drama zu Jeremia und all den Widrigkeiten, die er zu erdulden hatte:
Ein furchtloser Verkündiger einer unbeliebten Botschaft
ich hoffe, ihr habt es noch irgendwo zu Hause auf Casette, denn es ist sehr ermunternd
Jeremia 1 – 2
“ich will nicht unterworfen sein…”
Jeremia 2:20
In der Luther-Bibel heißt es: “Ich will nicht unterworfen sein”
Ist es wirklich so etwas Schreckliches, sich jemanden unterzuordnen? Und das gerade bei Jehova, der doch nun wirklich gerecht und liebevoll ist?
Auf der anderen Seite haben sie kein Problem damit, den mistigen und wertlosen Götzen zu dienen?
Haben wir genug Demut, um uns auf der Stelle wohlzufühlen, wo uns Jehova hingestellt hat, um mit der Rolle zufrieden zu sein, die ER uns zugewiesen hat?
“Die zum Holz sagen… Aber in der Not kommt ihr zu mir”
Jeremia 2:27-28
können wir es Jehova verdenken, dass ihn so ein Verhalten stinksauer macht?
Wie würde sich wohl eine Ehefrau fühlen, deren Mann nie Zeit mit ihr verbringt, der seine Freizeit und die schönen Dinge mit anderen Frauen teilt, aber wenn es um Arbeit geht, um seinen persönlichen Vorteil – dann, ja dann ist sie seine Frau?
Oder wie mag sich ein Ehemann fühlen, der sich für die Frau und die Kinder abschuftet, weit über seine Kräfte hinaus arbeitet, damit es seiner Familie gut geht – aber diese interessieren sich überhaupt nicht für ihn, nur dann, wenn sie etwas von ihm wollen?
Wie enttäuscht muss Jehova sein, seinem Volk in seinem verkehrten Lauf zuzusehen, wie sie ständig anderen Göttern dienen, IHN und seine Anbetung und seine Gebote aber vernachlässigen – denn zur Zeit brauchen sie ihn nicht – aber wenn es eng wird, ja, dann darf er helfen?
“Darum hast du dich auch gewöhnt, auf bösen Wegen zu wandeln. … Du sprichst: ich habe nicht gesündigt”
Jeremia 2:29-35
die Übersetzung in der Lutherbibel sagt es viel treffender: sie hatten sich daran gewöhnt, Böses zu tun. Ironischer Weise sagen sie trotzdem zu Jehova, sie seien sich keiner Schuld bewußt.
Wissen sie wirklich nicht, dass sie Jehovas Gebote ständig mit Füßen treten und ihn kränken? Oder meinen sie gar, sie könnten den Höchsten “veräppeln”?
Fakt ist, dass ihr Verhalten keinerlei Achtung und Respekt vor Jehova erkennen lässt – selbst dann nicht, wenn sie regelmäßig in den Tempel gehen und opfern sollten. Sie verhöhnen Jehova mit ihrem Verhalten!!!
Jeremia 3 – 5
“Du redest: ‘lieber Vater, soll denn dein Grimm ewig dauern?’ Und lässt nicht vom Bösen”
Jeremia 3:4-5
unglaublich, dass sie so unverschämt sind und sich so respektlos Jehova gegenüber verhalten!
Wäre es jetzt nicht erst mal an der Zeit gewesen, zu bereuen und umzukehren? Hätten sie dann nicht eher “das Recht gehabt”, Jehova zu fragen, wie lange sie noch für ihre Sünden leiden sollten?
Unfassbar so ein Verhalten!!!
“Kehrt um, dann will ich euch heilen”
Jeremia 3:12-14
ist das unfair, hart und fordernd von Jehova?
Ist dies nicht eine ganz natürliche Abfolge?
Wie kann ich Vergebung erwarten, ohne dass ich einsehe, dass ich einen Fehler gemacht habe und ihn bereue?
“Du hast uns sehr getäuscht!”
Jeremia 4:10
das ist dann wohl doch die Höhe: sie fühlten sich von ihrem Gott getäuscht?
Jehova, den allein wahren, gerechten und barmherzigen Gott, der tut was er sagt und nicht lügt und an dem kein Trug ist?
Wie kommen sie dazu, IHM vorzuwerfen, er würde sie täuschen?
“Denn ihrer Sünden sind zu viele und sie bleiben in ihrem Ungehorsam…”
Jeremia 5:6-9
trotzdem vergibt Jehova immer wieder einem jeden, der aufrichtige Reue erkennen lässt und diese auch durch seine Taten zeigt.
Hatten sie hier den Punkt überschritten, wo ER vergeben kann (oder will)?
“Sie verleugnen den Herrn und sagen: das wird ER nicht tun”
Jeremia 5:10-12
was ist nur los mit ihnen – warum lassen sie jeglichen Respekt vor Jehova vermissen?
Denken sie, er könne sie nicht strafen? Glauben sie, es gäbe ihn garnicht? Meinen sie, es wäre IHM egal, wenn sie seinen heiligen Namen mit Dreck bewerfen?
“Wenn sie sagen: warum tut unser Gott dies alles? … Ihr tolles Volk, das keinen Verstand hat”
Jeremia 5:19-26
wäre es nicht furchtbar, wenn unser Gott so über uns persönlich denken würde?
Wieso fragen sie eigentlich, warum sie diese harte Strafe bekommen? Müsste es ihnen nicht bewußt sein? Immerhin hatte Jehova doch durch das Gesetz, dass er ihnen durch Moses gegeben hatte, bereits ganz klar festgelegt, was passieren würde, wenn sie so treuelos wären.
Haben sie IHN etwa nicht ernst genommen? Wenn ja, warum nicht?
“Sie sprechen niemals in ihrem Herzen: ‘lasst uns doch unseren Gott fürchten’”
Jeremia 5:24-26
warum sind sie eigentlich so stur und verhärten ihren Nacken? Wollen sie unbedingt von Jehova bestraft werden – oder wollen sie ausprobieren, ob ER sie wirklich strafen würde?
Jeremia 6 – 8
“Das Wort Jehovas ist ihnen zur Schmach geworden, sie können daran keinen Gefallen finden”
Jeremia 6:10
wie ist dies gemeint? Dass Jehova von vornherein plant, dass sie nicht hören können, dazu garnicht in der Lage wären?
Sicherlich ist hier eher gemeint, dass jemand, der so in seinem schlechten Tun verhärtet ist, garnicht mehr anders kann, dass er sich so fest gebissen hat darin, dass er nicht mehr anders will. So einer Person kann nicht gefallen, dass Jehova sie verurteilt, denn sie tut ja eh, was sie will und ihr ist egal, wie Jehova über sie denkt…
“Fürs erste schämten sie sich nicht”
Jeremia 6:15
haben sie jegliches Schamgefühl verloren?
Wie steht es mit ihrem Gewissen? Müsste nicht ihr natürliches Gewissen sie anklagen, ihnen zeigen, dass sie falsch laufen und ein Gefühl der Scham verursachen?
Einen ähnlichen Gedanken hatten wir am Sonntag im WT-Studium, wo die Gleichung “Erkenntnis = von Sünde weichen” betrachtet wurde.
Nicht die Erkenntnis veranlaßt uns, von Sünde abzustehen – sondern das Anwenden der Erkenntnis.
Außerdem kennen wir ja den Vergleich mit dem Gewissen als Würfel. Solange der Würfel intakt ist und spitze Ecken hat, wird es uns jedesmal weh tun, wenn er in unserem Inneren aneckt. Aber wenn wir unser Gewissen zu lange “auf stumm stellen”, dann werden sich die Ecken des Würfels mit der Zeit immer mehr abrunden, bis er eine weiche Kugel ist – diese tut uns nicht weh!
“Fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der gute Weg ist”
Jeremia 6:16
immer wieder redet ER ihnen liebevoll zu Herzen, immer in der Hoffnung, dass sie erkennen, wie verkehrt der Weg ist, auf dem sie gerade wandeln und dass sie doch umkehren mögen.
Wie sehr muss ihr Verhalten Jehova geschmerzt haben.
Tun wir alles daran, dass nicht auch wir Jehova solch einen harten Schmerz bereiten?
“Sie sprachen: wir wollen nicht acht geben”
Jeremia 6:17
machen wir uns Gedanken darüber, wie Jehova uns ganz persönlich sieht?
Sehen wir regelmäßig in den Spiegel, ob wir nicht vielleicht einen dicken Fleck voller Essensreste im Gesicht haben – oder ist uns dies egal?
Lesen wir regelmäßig in Gottes Wort, damit sein Wort auf uns wirken kann und uns auf die rechte Weise beeinflußt – oder vertrödeln wir unsere Zeit, indem wir vielleicht Rat bei Freunden suchen, die toll finden, was wir tun oder uns durch schlechte Unterhaltung beeinflussen lassen?
“In das Tor des Hauses Jehovas – und dort sprecht”
Jeremia 7:1-2
wo werden wir das Wort Jehovas hören? In seinem Haus = in den Zusammenkünften und auf Kongressen
Aber noch ein anderer wichtiger Gedanke: die, die durch das Tor in das Haus Jehovas eintreten, sollen sich zuerst “sorgfältig die Füße abtreten”, damit sie keinen Schmutz mit hineinbringen.
Wer in die Zusammenkünfte kommt, sollte dies tun, um sich vor Jehova niederzubeugen: d.h. dass wir auf das Wort Jehovas hören und entsprechend handeln. In die Zusammenkünfte zu kommen, um Unruhe und Mißtrauen unter Brüdern zu säen, wäre kein so guter Gedanke
“Kann man anderen Göttern nachgehen und trotzdem in mein Haus kommen?”
Jeremia 7:8-11
ein Punkt, den ich noch nie so richtig verstanden habe:
warum kommt jemand zur Versammlung, der eigentlich überhaupt nicht dem wahren Gott Jehova dienen möchte, sondern weiterhin dem Widersacher als Werkzeug dient?
Dass Interessierte nicht sofort komplett ihr Leben umstellen können ist ja völlig klar und dies erwartet auch niemand von ihnen – weder die Brüder noch Jehova. Aber eine Person, die sich Jehova bereits hingegeben hat und sich nach seinem Namen nennt: wie kann so eine Person zeitgleich dem Satan dienen?
Paulus sagte treffend: “wir können nicht am Tisch Jehovas und am Tisch der Dämonen teilhaben” – ganz einfach aus dem Grund, dass hier zwei ganz gegensätzliche Ansichten vertreten werden, die in keinster Weise miteinander harmonieren. Wir müssen uns entscheiden, wem wir dienen wollen!
Ist diese Entscheidung wirklich so schwer?
“Bete nicht für dieses Volk, denn ich werde dich nicht anhören”
Jeremia 7:15-17
ein Gedanke, der jetzt – in diesem Zusammenhang – endlich Sinn für mich macht!
Bisher war es mir immer schwer gefallen zu verstehen, warum wir nicht für Ausgeschlossene und Abtrünnige beten sollten. Hatten sie nicht auch noch die Möglichkeit, sich zu ändern und umzukehren – etwas, was wir uns als Freude oder Angehörige einer solchen Person sicherlich wünschen würden?
Wenn man diese ersten Kapitel in Jeremia liest, dann machen die Worte echten Sinn:
Hier spricht Jehova über Personen, die sich hartnäckig weigern, das zu tun, was Jehova von ihnen erwartet, obwohl er sie immer wieder liebevoll warnt und dazu auffordert. Aber sie verspotten ihn, fühlen sich toll bei dem, was sie tun und verharren frech darin, gegen IHN und das zu arbeiten, wofür er steht. Weil sie so hartnäckig an dem Bösen festhalten, sagt er zu ihnen: “aus diesem Grund werde ich eure Gebete nicht erhören”. Wenn diese Leute nun versuchen, Jehova auszutricksen und andere, die noch treu in der Wahrheit sind, bitten, für sie zu beten “denn meine Gebete erhört er nicht mehr, aber dir wird er schon zuhören”, dann würden wir uns mit solchen böswilligen Personen auf eine Stufe stellen. Das wollen wir sicherlich nicht.
Und wir wissen ja: eigentich werden nur diejenigen ausgeschlossen, die sich weigern, ihr verkehrtes Tun zu bereuen und zu lassen. Jeder andere kann mit der Barmherzigkeit Jehovas rechnen und Ausgeschlossene haben ja jederzeit die Gelegenheit, dies zu tun.
Vor diesem Hintergrund macht dieser Text echten Sinn!
“Ich sandte ständig meine Propheten, indem ich mich täglich aufmachte. Aber sie haben ihren Nacken verhärtet”
Jeremia 7:13
welch eine “Engelsgeduld” Jehova mit seinem Volk hat. Warum lässt er sie nicht einfach? Sie wollen doch nicht, es ist ihnen doch egal, was er denkt und fühlt und ganz besonders, was er sagt. Warum gibt er sich weiterhin noch so viel Mühe mit ihnen?
Könnte der Gedanke “werdet mit Gott versöhnt” damit zusammenhängen?
“In dem Haus, über dem mein Name genannt worden ist”
Jeremia 7:9-11
denken wir, man könnte so leben – und trotzdem Jehova dienen? Sein Herz erfreuen und erreichen, dass ER stolz auf uns ist?
In etwa 5 Monaten haben wir einen Kreiskongress, der sich ganz spezifisch mit diesem Thema auseinander setzen wird: Wie wir den Namen unseres Gottes heiligen können
Hören wir auf Kongressen gut zu uns bemühen uns, das Gelernte auch in unserem Leben umzusetzen?
“Mit einer dauernden Untreue. Sie haben am Trug festgehalten, da ist niemand, der bereute”
Jeremia 8:4-7
ganz besonders der Vers 5!
Für mich immer wieder unglaublich, nicht nachvollziehbar: Wie kann man so tun, als würde man Jehova anbeten, aber in Wirklichkeit IHN und seinen Namen mit Schmutz bewerfen?
Wie kann man regelmäßig die Zudammenkünfte und Kongresse besuchen, hören, was dort von der Bühne gesagt wird und trotzdem entgegengesetzt handeln – und auch noch glauben, man wäre ein guter Diener Jehovas?
sorry, aber das geht in meinen Schädel einfach nicht hinein…
“Wie könnt ihr sprechen: das Wort Jehovas ist bei uns?”
Jeremia 8:8-9
gute Frage: wie geht so etwas?
“Sie wußten auch gar nicht, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen”
Jeremia 8:12
ein Satz, der immer wieder auftaucht: “sie wußten auch garnicht, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen”. Wie ist dies gemeint?
“Ist kein Balsam in Gilead?”
Jeremia 8:22
was für eine Frage: Warum sollten sie denn Gelingen haben, wenn sie ihrem Gott immer wieder ins Angesicht spuckten?
Jeremia 9 – 12
“Setzt euer Vertrauen überhaupt nicht auf einen Bruder”
Jeremia 9:4-5
das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, wie ich denke: wenn man sich innerhalb der Familie oder sogar innerhalb der Bruderschaft nicht mehr vertrauen kann. Wenn nicht dort, wo dann? Wenn ich meiner Familie und meinen Glaubensbrüdern nicht mehr trauen kann – wem denn dann? Ein furchtbares, zersetzendes Gefühl.
Aber gerade dies ist es, was die Abtrünnigen verfolgen und gerade aus diesem Grund sind sie und ihr Einfluß so gefährlich und gerade aus diesem Grund sollten wir solchen Personen kein Gehör schenken.
Welcher aufrichtige Bruder, jemand, der Jehova wirklich von Herzen anbetet, würde Unruhe und Mißtrauen gegenüber Brüdern säen?
Wäre dies nicht ein Kriterium, uns von solchen Personen abzuwenden und ihnen nicht zuzuhören? Wenn jemand kommt und so etwas bei uns versucht – hören wir ihm dann zu? Oder drehen wir uns nicht viel eher weg und sagen ihm “ich will mich nicht mit dir unterhalten”?
“Durch Trug haben sie sich geweigert, mich zu erkennen”
Jeremia 9:6
wie kann man sich weigern, Gott zu erkennen? Sieht man ihn nicht?
Vielleicht auch mit ein Grund, warum das tägliche Lesen in der Bibel so wichtig ist? Damit wir Jehova gut kennen lernen und ihn somit erkennen?
Und auch erkennen, wenn wir auf eine falsche Fährte gelockt werden?
“Aber in seinem Innern legt er einen Hinterhalt”
Jeremia 9:8
wäre es nicht furchtbar, wenn wir einer solchen “doppelzüngigen” Person auf den Leim gehen würden?
Wie könnten wir uns davor schützen? Achten wir gut auf unserem Umgang. Nicht nur bei der Auswahl unserer Unterhaltung wie Musik, Lesestoff und Film und Fernsehen, sondern auch auf unseren Umgang innerhalb der Versammlung.
Wenn wir uns ganz eng an Personen halten, die durch ihren Eifer für Gott hervorstechen – nicht nur, indem sie viel Zeit im Predigtdienst verbringen, sondern der sich auch in ihren Gesprächen widerspiegelt – dann sind wir schon ein wenig auf der sicheren Seite.
Ich persönlich empfinde diese heutigen Zeiten als besonders schlimm. Die Brüder, die unter einer offenen Verfolgung litten, wußten wenigstens, woher die Gefahr kam. Schlimm ist es für mich, wenn man sich in Sicherheit wähnt und dann “hinterrücks niedergestochen wird”.
Was kann uns in diesen schweren Zeiten helfen?
Halten wir uns ganz ganz eng an Jehova. Kaufen wir unsere Zeit weise aus, indem wir so viel Zeit wie möglich mit Jehova und seinem Wort verbringen. Betrachten wir die Bibel als DAS Buch, vertrödeln wir unsere kostbare Zeit nicht mit minderwertigem Lesestoff oder indem wir uns Filme ansehen, die uns unserem Gott nicht wirklich näher bringen. Zwar wird in Vorträgen immer öfters gesagt, dass Jesus sagte, wir sollten zuerst das Königreich suchen, aber nicht nur. Das ist richtig und wir sollten nicht extrem werden. Aber die Zeit, die wir mit Jehova und seinem Wort und dem Nachsinnen und Reden darüber verbringen – in dieser Zeit hat der Widersacher keine Chance, uns mit seinem giftigen Geist zu infizieren…
“Wer ist der Mann der weise ist, damit er mein Wort verstehe?”
Jeremia 9:13
wie können wir das Wort Gottes verstehen? Wie können wir ihn zu uns reden lassen?
s.o.
aber wir können noch mehr tun: wir alle haben die Wtlib oder zumindest ältere Literatur bei uns im Regal stehen. Verstauben die alten Bücher? Nutzen wir die Literatur gut?
Noch einfacher, als mit der Wtlib geht es schon garnicht mehr. Zwar ist sie nicht “so einfach zu nutzen” wie, wenn wir nach einem Begriff oder einer Frage googeln würden – aber dafür bekommen wir vernünftige Informationen, die nicht nur Hand und Fuß haben, sondern uns unserem Gott noch viel näher bringen.
Eine Erfahrung, die man in den Zusammenkünften immer wieder macht: ältere Brüder und Schwestern, die schon sehr lange in der Wahrheit sind und daher schon zig Zusammenkünfte besucht haben, geben viel tiefere Kommentare als jüngere oder die, die nicht so lange in der Wahrheit sind. Das liegt nicht etwa daran, dass sie intelligenter oder älter sind, auch nicht unbedingt daran, dass sie mehr Lebenserfahrung haben – sondern daran, dass sie “die tiefen Dinge Gottes” verstehen. Sie kennen die Bibel sicherlich viel besser, da sie sie schon so viele Jahre immer wieder lesen und daher auch die Zusammenhänge viel besser verstehen.
Dies ist auch ein Kriterium für geistigen Fortschritt. Wer die Dinge wirklich versteht, weil er die Zusammenhänge kennt, vieles hinterfragt hat, der gibt ganz andere Kommentare. Im Übrigen gibt es auch sehr viele jüngere Schwestern und Brüder, die sehr schöne tiefgehende Kommentare geben – weil sie sich persönlich sehr viel damit beschäftigen und nicht nur in den Zusammenkünften oder bei der Vorbereitung auf das WT-Studium
“Wie sehr haben wir uns geschämt, denn wir haben das Land verlassen”
Jeremia 9:17-21
schämen sie sich wirklich für ihr schäbiges Verhalten oder geht es hier nur um den Verlust?
“Lernt den Weg der Nationen überhaupt nicht”
Jeremia 10:1-5
hier geht es ja in erster Linie um Götzendienst und damit haben wir ja als Anbeter Jehovas nichts zu tun – oder?
Trotzdem ein warnender Text für uns. Warum, haben wir auf diesem BZK erfahren, als es um die Feinde des Königreiches gingen und wir vor dem Einfluß Babylon der Großen gewarnt wurden. Hier haben wir erfahren, dass die zu laxe Einstellung zur Moral auch aus der falschen Anbetung kommt.
Das Problem ist, dass wir heute alle so bemüht sind, offen für andere Dinge zu sein, den anderen zu verstehen. Das an sich ist auch nicht sonderlich verkehrt. Aber es könnte sein, dass sich dadurch eine gewisse “unangebrachte Tolleranz” dadurch in uns breit macht. Ein Beispiel: Jehova sagt ganz deutlich in seinem Wort “Homosexualität ist verkehrt”. Wir könnten die Wege der Nationen dadurch kennen lernen, indem wir uns damit beschäftigen, wie es kommt, dass Menschen homosexuell werden. Dadurch würden wir tolleranter. Immerhin müssen wir ja im Predigtdienst auf diese Personen eingehen können und weil wir diplomatisch sind, sagen wir “Gott hasst keine Homosexuellen als Menschen, sondern nur ihr Tun”. Das ist ja auch richtig. Aber wenn wir uns nun näher darauf einlassen zu erfahren, warum jemand so geworden ist, könnte es sein, dass unser Mitgefühl uns nicht nur verstehen lässt, dass “derjenige ja aufgrund seiner Umstände so werden musste”, sondern man könnte auch denken “Gott wird schon Verständnis haben”.
Wir sind so damit beschäftigt, die Beweggründe der Einzelnen zu verstehen, seien es Homosexuelle, oder Ehebrecher, dass wir darüber vergessen, dass es verkehrt ist und solches Verhalten von Jehova gehasst wird. Das hält uns dann leider auch oftmals davon ab, klar und deutlich zu sagen, wie Jehova darüber denkt, denn “ich will der Schwester ja nicht weh tun, sie hat so viel durchgemacht”. Ja, das hat sie sicherlich, aber es ändert nichts daran, wie Jehova die Dinge sieht. Er ändert sich nicht, wie er uns in der Bibel sagt. Ehebruch bleibt Ehebruch, auch dann, wenn der Partner uns nicht die Aufmerksamkeit schenkt, die wir gerne hätten und Homosexualität bleibt Homosexualität, auch dann, wenn die Frau vielleicht aufgrund früherer schrecklicher Erfahrungen eine Abneigung gegen Männer entwickelt hat.
Wenn wir nun aus Gründen der Höflichkeit schweigen – könnte es dann nicht sein, dass wir damit Blutschuld auf uns laden? Wenn niemand der Schwester sagt, dass Jehova es nicht gutheißt, dass sie sich aus einem solchen Grund von ihrem Mann trennt – dann denkt die doch, sie handelt richtig. Wenn alle in der Versammlung sie unterstützen und ihr helfen, eine Wohnung zu finden und sie einzurichten, denn die arme tut ihnen ja so leid – ist dies dann wirklich liebevoll? Gebe ich der Schwester damit nicht zu verstehen, dass sie richtig handelt? Und das, obwohl Jehova die Dinge anders sieht? Was wird mit ihr, wenn Jehova Gericht spricht? Unwissenheit schützt ja bekanntlich vor Strafe nicht….
Das Problem ist einfach, dass wir “den Weg der Nationen lernen”, indem wir lernen, wie die Menschen denken und warum und dies einfach oftmals Mitgefühl schafft, das eigentlich unangebracht ist.
Dies ist sicherlich auch mit diesem Bibeltext gemeint…
“Bringe mich zurecht – oh, Jehova”
Jeremia 10:23-24
glauben wir das wirklich?
Wollen wir das wirklich?
Auch dann, wenn dies bedeutet, dass wir liebgewordene Dinge aufgeben müssten?
“Hört die Worte dieses Bundes – und ihr sollt sie tun. Aber sie wandelten im Starrsinn ihres Herzens”
Jeremia 11:1-8
hören wir zu, wenn Jehova zu uns spricht? Hören wir auf seine Worte?
Passend hierzu hatten wir auf dem letzten BZK einen Programmpunkt: “Höre Jehovas Stimme, wo du auch bist”, der uns zeigt, wie wichtig es ist, dass wir nicht nur auf Jehova hören, sondern dass wir richtig zuhören.
Um die Dinge zu tun, die Jehova von uns getan haben möchte, müssen wir zuerst gut zuhören, damit wir wissen, was er von uns erwartet. DANN werden wir das Gehörte auch umsetzen (wenn wir den richtigen Herzenszustand haben)
“Deshalb werde ich nicht hören, wenn sie zu mir rufen”. Darum sollen wir auch nicht für sie beten
Jeremia 11:9-14
einen ähnlichen Gedanken hatten wir bereits einige Kapitel zuvor in Jeremia 7:16
wer sich absichtlich und wissend von Jehova abwendet, der darf keine Gnade und keine Barmherzigkeit von Jehova erwarten – und auch wir sollten solche Personen in keinster Weise unterstützen – sonst machen wir uns mit ihnen schuldig
“Jehova selbst hat mich unterrichtet, dass ich es verstehe und lässt mich ihre Handlungen sehen”
Jeremia 11:18
aber Jehova kann uns nur dann unterrichten, wenn wir ihn lassen, wenn wir uns für ihn und sein Wort öffnen. Wir hatten gestern eine sehr interessante Dienstansprache, die das Thema hatte “Immer und überall für Jehovas Stimme ganz Ohr sein” (Notizen kommen noch). Mir ist so, als habe ein Programmpunkt auf einem der letzten Kongresse im letzten Jahr genau so gehießen, aber beim Suchen habe ich nur den gefunden: “Höre auf Jehovas Stimme, wo du auch bist”
“Wie kommt es, dass die Treulosen Gelingen haben?”
Jeremia 12:1
ja, wie kommt das? Wieso sieht es so aus, als würden die Treulosen den Segen Gottes haben, wohingegen SEINE Diener mit Drangsal zu kämpfen haben?
Einen ähnlichen Gedanken hatten wir bereits in Psalm 73:3. Wir wissen ja, dass dies nur ein scheinbarer Friede ist, dass sie keinesfalls den Frieden Gottes haben, der in Philipper 4 erwähnt wird.
Also lassen wir uns bitte dadurch nicht entmutigen.
Mein Mann sagte gestern zu mir, ich solle mir in solchen Momenten vor meinem geistigen Auge vorstellen, wie diese Personen in Jehovas Augen sind:
Also – wenn uns der Mut verliert, dann denken wir doch einfach “diese Personen sind bereits tot (denn geistig gesehen und in Jehovas Augen sind sie dies auch) und daher ist mir egal, ob sie heute scheinbar Erfolg haben”!
“Weil kein Mensch da ist, der es zu Herzen genommen hat”
Jeremia 12:7-13
haben denn wir ganz persönlich uns Jehova Wort zu Herzen genommen? Leben wir entsprechend?
Welche Auswirkungen hat das was wir tun und sagen darauf, wie andere Jehova und seine Organisation sehen?
Jeremia 15:19
widerspricht dies nicht dem, was ich vorhin gesagt habe?
Nein!
Warum nicht?
Jehova schickte ein Volk erst mal ins Exil. Auch, als sie sich wieder auf ihn besinnen, belässt er es bei der Strafe. Sie müssen im Exil bleiben – so lange, wie er es ihnen angekündigt hatte..
Wenn sie wirklich aufrichtig bereuten und wirklich mit ihrem ganzen Herzen zu ihm umgekehrt waren und wirklich eingesehen hatten, wie falsch ihr Handeln war und wie sehr sie IHN damit gekränkt hatten – dann nahmen sie die Jahre des Exils als gerechte Strafe an.
Jeremia 13 – 16
die Sache mit dem Gürtel – auch wir benötigen Eifer und Ausdauer in der wahren Anbetung!
Jeremia 13:1-7
diese Verse lesen sich so leicht und schnell – aber haben wir schon mal darüber nachgedacht, dass es ein weiter Weg für Jeremia war, bis zum Euphrat zu laufen, den Gürtel zu verstecken, wieder zurück zu laufen – und einige Tage später soll er wieder dahin gehen und den Gürtel holen und wieder zurück.
Und warum das Ganze?
Hätte er nicht einfach ohne diese Aktion die Worte Jehovas verkünden können?
Ob sich Jeremia übervorteilt fühlte? Ob er sich fragte, warum er diesen langen Weg zwei Mal machen musste und alles nur für ein Volk, das eh halsstarrig war?
Wie sehen wir die Dringlichkeit und Notwendigkeit des Predigtwerkes?
In den beiden Dienstansprachen, die wir bereits in dieser Woche hatten, wird immer wieder beton, wie wichtig es ist, dass die Menschen begreifen, dass sie das Lösegelde benötigen. Jehova möchte niemanden in seinem Krieg vernichten, ER möchte am liebsten, dass alle von ihren bösen Wegen umkehren und ihm aus Liebe dienen, so kann er sie nicht nur verschonen, sondern auch noch belohnen.
Aber damit die Menschen dies verstehen und damit sie merken, dass sie verkehrt laufen und dann umkehren können – dazu muss jemand da sein, der sie darauf aufmerksam macht. Hier sind wir gefragt! Eine Schwester sagte gestern im Zusammenhang mit dem Buchstudium, dass es für uns eine Ehre ist, dass wir dieses Wort verkünden dürfen. Denn Jehova hat uns für würdig erachtet, in sein Volk zu kommen, uns als seine Freunde zu erweisen und dazu gehört auch, dass die Freunde Jehovas anderen helfen, ebenfalls mit Gott versöhnt zu werden.
Also lassen wir uns nicht davon entmutigen, dass es in unserem Gebiet vielleicht nicht mehr so viele Leute gibt, die wirklich hören wollen. Die Zeit, die wir im Predigtwerk verbringen, diese Zeit sind wir wirklich gut und sinnvoll beschäftigt und wir wissen ja, dass wir das Herz unseres liebevollen Schöpfers damit erfreuen – und dies ist es doch, was wir wollen – oder?
Wenn wir Jehova wirklich lieben, dann ist dies das einzige Ziel, was uns im Leben wichtig ist: nicht so sehr die Belohnung, dass wir mal im Paradies leben werden – sondern, dass wir uns so verhalten, dass dieser wundervolle Schöpfer seine Freude an uns hat.
Dann ist es uns auch nicht zu viel, immer und immer wieder zu den Menschen hinzugehen, selbst dann nicht, wenn es aus unserer menschlichen Sicht heraus sinnlos wäre
“Jehova zu etwas Schönem werden”
Jeremia 13:9-11
wo sehen wir uns, wenn wir diese Verse lesen?
Wollen wir so leben, wie es uns am Besten passt? So, wie wir denken, dass wir dabei am glücklichsten werden? Unsere Gefühle und Bedürfnisse ausleben? Egal, um welchen Preis?
Oder wollen wir zu denen gehören, die “Jehova zum Lobpreis, zu etwas Schönem” werden?
Sind wir bereit, dafür persönliche Einbußen in Kauf zu nehmen? Auf Dinge zu verzichten, die wir vielleicht gerne hätten? Sind wir bereit, an unserer Selbstbeherrschung zu arbeiten und Wünsche zurückzuweisen, von denen wir wissen, dass wir Jehova damit kränken würden – selbst, wenn diese Wünsche aus menschlicher Sicht verständlich sind?
Jehova hat keine Freude am Tod des Bösen
Jeremia 13:15-17
wie geht es uns, wenn wir diese Verse lesen?
Wie empfinden wir, wenn wir an Personen denken, die uns vielleicht seit Jahren das Leben nicht nur schwer, sondern gar “zur Hölle machen”? Wünschen wir solchen Personen nicht, dass sie endlich ihre gerechte Strafe erhalten?
Können wir uns aufrichtig wünschen, dass diese Personen noch rechtzeitig von ihrem Wege umkehren? Immerhin würde dies ja nicht nur bedeuten, dass die Bedrückungen von ihrer Seite endlich aufhören würden – sondern dass diese Personen später mit uns im Paradies sein würden. Löst eine solche Vorstellung Groll in uns aus? Könnten wir ihnen aufrichtig vergeben und uns für sie freuen, falls diese einmal von ihrem verkehrten Wege umkehren würden?
Oder müssten wir vielleicht in dieser Hinsicht an uns arbeiten?
“deine Rocksäume über dein Gesicht hochheben”
Jeremia 13:23-27
was für ein Bild! Stellen wir uns bitte mal vor, wir würden auf einem belebten Platz sein, vielleicht sogar in den Zusammenkünften und Jehova würde unser Kleid wirklich so weit lüften, dass es über unserem Gesicht wäre. Wie sehr würden wir uns schämen, wenn wir so nackt vor den anderen stünden!!!
Auf der anderen Seite: je länger das Gewand ist, das wir anhaben, als bei uns Schwestern vielleicht unser Rock oder Kleid, desto weniger müsste es gelüftet werden, um über unser Gesicht zu gelangen. Bei einem Mini-Rock würden wir ganz nackt da stehen, mit einem langen Rock würde man vielleicht nur unsere Knie sehen. Dies ist zwar nicht das, was Jehova mit diesen Worten gemeint hatte – aber ist auch wert, darüber mal nachzudenken
Warum erkennen wir erst unser verkehrtes Tun an, wenn Jehova uns den Segen entzieht?
Jeremia 14:4-7
warum sind wir Menschen so?
Warum halten wir starrsinnig an etwas fest, was eindeutig verkeht ist? Sind wir zu stolz, eigene Fehler einzusehen?
Warum können wir dies dann, wenn garnichts anderes mehr geht? Warum rufen sie nun zu Gott und erkennen ihre Sündhaftigkeit an, die sie so lange standhaft abgestritten hatten? Warum können und wollen sie nun auf Jehova hören, wo sie sich doch so lange hartnäckig geweigert hatten, zu tun, was er von ihnen erwartete und immer wieder hatte sagen lassen?
Warum gerade jetzt?
Könnte man sagen, dass sie wirklich aufrichtig und von Herzen bereut hatten – oder ging es nur darum, dass sie wußten, sie müssen jetzt bereuen, sonst vernichtet Jehova sie ganz?
Falsche Propheten sind eine Gefahr für sich und andere
Jeremia 14:13-16
hier ein Gedanke, der öfters in der Bibel vorkommt: unser Handeln beeinflußt nicht nur uns selbst, sondern auch die Personen, die mit uns zu tun haben.
Hier ist zwar von den Propheten die Rede, aber wir könnten diesen Vers auch auf uns ganz persönlich anwenden, auch dann, wenn wir keine Älteste sind.
Überlegen wir einmal: dadurch, dass wir uns nach Gottes Namen nennen und die Zusammenkünfte besuchen und in den Predigtdienst gehen, machen wir uns als Anbeter Jehovas kenntlich. Die Menschen werden alles, was wir tun, mit Jehova und seinem Willen in Verbindung bringen. Wenn wir es nun mit dem Einhalten der Gebote nicht so genau nehmen, dann könnte dies in den Menschen, die mit uns Kontakt haben – in den Menschen, die uns beobachten und zuhören – zu falschen Schlußfolgerungen führen. Wenn ich es mit der Treue in der Ehe nicht so genau nehme oder wenn Jugendliche, die bereits getaufte Zeugen Jehovas sind, es mit der Achtung und dem Respekt vor ihren Eltern nicht so genau nehmen, könnte der Eindruck entstehen, solch ein Verhalten wäre für Jehova annehmbar. Dies würde diese Menschen in falscher Sicherheit wiegen, sie würden keine Veranlassung sehen, sich zu ändern.
Was, wenn wir Kinder in unserem Haushalt leben haben? Wie sollten wir uns dann verhalten? Sind wir uns bewußt, dass wir für sie ein Vorbild sind, dass Kinder uns in ihrem Verhalten nachahmen?
Was, wenn ich ihnen vorlebe, dass man es mit den Maßstäben Jehovas nicht so genau nehmen muß? Dass man die Anweisungen des treuen und verständigen Sklaven großzügig so auslegen kann und trotzdem ein “guter Zeuge Jehovas ist”? Was dann?
Werden wir mit so einem Verhalten nicht Blutschuld auf uns laden? Werden wir damit nicht dafür verantwortlich sein, dass unsere Kinder nicht Jehovas Wohlgefallen haben können und sogar dafür noch die Strafe erleiden müssen?
Wären wir wirklich liebevoll, wenn wir so handelten?
Was aber, wenn unsere Kinder und Jugendlichen sich genervt von uns abwenden, weil wir die Dinge mit der wahren Anbetung so extrem sehen? Immerhin sehen andere Eltern das nicht so streng wie wir und deren Kinder dürfen viele Dinge, von denen wir ihnen sagen, dass dies Jehova kränkt? Wenn ihre Freunde sogar Kinder von Ältesten sind und das dürfen und wir lassen unsere Kinder nicht, obwohl wir vielleicht nicht so angesehen in der Versammlung (oder sogar ausgeschlossen) sind?
Sollten wir dann einknicken um des lieben Friedens Willen? Damit unsere Kinder uns lieb haben und nicht zu dem anderen Elternteil ziehen?
Wie sieht Jehova die Dinge?
Worum geht es hier? Lassen sie wirklich aufrichtige Reue erkennen?
Jeremia 14:9-22
was geht denn hier ab?
Haben sie wirklich aufrichtig und von Herzen ihr verkehrtes Tun bereut oder sind sie nur zum Schein umgekehrt, damit Jehova wieder gut mit ihnen ist?
Ich persönlich empfinde es als unglaublich frech, was sie hier tun. Denn sie sagen ja sinngemäß zu unserem Gott “nun stell dich nicht so an, wir haben doch bereut, nun sieh mal zu, dass es uns ganz schnell wieder gut geht, immerhin haben wir unseren Teil getan”. Wie fühlte sich Jehova dabei? Die nächsten Verse zeigen ganz klar, dass er es ebenso empfindet wie ich
Jeremia 15:6
was uns in schweren Zeiten hilft
Jeremia 15:15-16
wenn wir manchmal das Gefühl haben, es dauere noch ewig, bis Jehova uns zu unserem Recht verhilft – was können wir dann tun?
Ahmen wir doch Jeremia nach und beschäftigen wir uns noch intensiver mit Gottes Wort!
Ist es nicht auch für uns sehr ermunternd, wenn wir in der Bibel lesen, dass Jehova die Dinge ebenso sieht, wie wir? Dass der Böse zwar scheinbar Gelingen hat – aber nicht das Wohlgefallen Jehovas? Wenn wir sehen, dass Jehova stolz auf uns ist, weil wir ihm trotz all den Schwierigkeiten immer noch dienen – obwohl wir zur Zeit vielleicht nur Nachteile davon haben?
Wenn wir lesen, dass Jehova diese Menschen ebenso verabscheut und dass er sie bald gerade wegen ihrem schlimmen Verhalten beseitigen wird und dass in seinem Königreich kein Platz für solche Menschen ist?
Dies erinnert mich wieder an den Aspekt, der im Programmpunkt “Wir müssen durch vielerlei Drangsale in Gottes Königreich eingehen” gesagt wurde: die meisten der Bedrängten haben sich gerade in dieser Zeit noch enger an ihren Gott gewandt – und dies hat ihnen geholfen, auszuharren.
wie steht es mit uns? Unternehmen wir die nötigen und ganz besonders die richtigen Schritte, um uns für eine solche Zeit zu wappnen?
ist Jehova etwa unbarmherzig?
Jeremia 16:10-13
ist es wirklich ungerecht und unbarmherzig, wenn Jehova sie nun als sein Volk verwirft?
Traurig ist allerdings, dass letztendlich alle darunter leiden müssen – denn selbst die Treuen wurden ja ins Exil geführt…
hier die versprochenen Notizen von der Dienstansprache
“Für Jehovas Stimme immer und überall ganz Ohr sein”
David vertraute Jehova – warum? In Psalm 139:1 finden wir den Grund:
David vertraute Jehova, weil er wußte, dass ER ihn in- und auswendig kannte, weil er ihn ganz genau kennt. Diesen Gedanken finden wir in 1. Samuel 16:7 bestätigt
Jehova sieht, wie das Herz ist. Daher kennt er nicht nur David, sondern jeden einzelnen von uns ganz genau. Denn in Psalm 139:2,3 heißt es
David fand es nicht unangenehm, dass Jehova ihn so genau kannte, im Gegenteil, er freute sich darüber, denn in den Versen 23 und 24 bat er
Er bat Jehova geradezu darum, ihn auch in den Zeiten genau zu beobachten, wenn er vielleicht falsch läuft. Genau in diesen Momenten wollte er von IHM darauf hingewiesen werden, was er ändern könnte.
Aber kann man Jehovas Stimme überhaupt heute noch hören? Im Einsichtenbuch heißt es hierzu auszugsweise
Jehovas Stimme zu hören, bedeutet also, dass “man klar erkennt, was Gott in seinem Wort niederschreiben ließ´” und seine Gebote versteht. In Jesaja 30:20 und 21 ist die Rede davon, dass wir ein Wort hinter uns hören
Jehova ist dieser große Unterweiser, der mit uns Kontakt aufnimmt. Aber wie geht es, ihn auf der einen Seite vor uns zu sehen und auf der anderen Seite seine Stimme hinter uns zu hören? Ist diese kein Widerspruch?
Nein, den die Worte dass wir den Unterweiser sehen weisen auf den sichtbaren Teil seiner Organisation hin und sein Wort, das wir hinter uns hören ist die Bibel.
Allerdings gibt es einige Störgeräusche, die uns daran hindern sollen, auf IHN zu hören. Welche sind dies?
1.) Zeit, die wir mit anderen Dingen verbringen, wie z.B. mit dem Hören von Musik, dem Lesen von irgendwelchen Büchern oder Illustrierten oder auch mit dem Fernsehen. “Dies ist alles Zeit, die man dann nicht mehr dazu nutzen kann, auf die Stimme Jehovas zu hören”
2.) Gedanken und Wünsche
In Markus 4:23 sagt Jesus
wir müssen uns also darauf einstellen, unseren Sender klar einstellen, damit wir (nicht nur akustisch) alles genau verstehen. Weiter heißt es in Vers 24
Wir müssen also darauf achten, was wir uns anhören. Hier kommt dann der Aspekt hinzu: wer reichlich auf das Wort Gottes hört, dem wird hinzugefügt werden, wer sich aber überhaupt nicht damit beschäftigt, oder nur sehr wenig, dem wird auch noch das wenige weggenommen werden, bis Gottes Worte und auch die Personen ganz weg sind.
Zu den Störgeräuschen zählen beim buchstäblichen Radiosender Radiowellen, die sich in Knacken oder ähnlichen Geräuschen äußern und es uns erschweren, genau zu verstehen, was eigentlich gesagt wird. Wir müssen also bereit sein, uns ganz darauf einzustellen, Gottes Wort zu hören und alles Störende dabei auszublenden.
Aber unser Herz will immer wieder die Frequenz ändern, damit es seinen Wünschen nachgehen kann, die nicht mit Gottes Wort kompatibel sind. Hier gibt es 3 Punkte, die es uns erschweren:
1.) wir denken, wir wären intelligent und hätten es nicht nötig, uns damit zu beschäftigen. Schon in Lukas 11:35 warnt uns Jesus
Wir mögen vielleicht denken, dass wir es nicht nötig hätten, weil wir bereits alles wissen, aber in Wirklichkeit haben wir das Ziel bereits aus den Augen verloren. Die Erfahrung zeigt, dass ganz besonders Personen gefährdet sind, die sich sehr sicher fühlen, wie z.B. Älteste. Sie dachten, sie wären sicher und haben so verkehrte Wünsche zugelassen und mussten später ausgeschlossen werden. Oftmals fing dies Verhängnis damit an, dass sie ihre Frauen verließen.
2.) wir glauben, uns in der Gewalt zu haben
3.) wir verlassen uns auf unser eigenes Urteil, weil ja bisher auch alles gut ging
durch jeden einzelnen dieser drei Punkte verlieren wir das Gespür dafür, wohin uns der heilige Geist führen will!
In Sprüche 3:5-7 heißt es
und in Jeremia 17:9 wird von unserem verräterischem Herzen gesprochen
Im Einsichtenbuch heißt es zu diesem Punkt
Interessant, dass hier gesagt wird, dass wir auf das achten müssen, waws wir in Wirklichkeit sind und nicht war wir meinen zu sein und dass wir auch dann noch immer wachsam bleiben müssen, wenn wir vielleicht bereits viele Jahre in der Wahrheit sind. Paulus sagte ja auch an anderer Stelle “wer denkt, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle”. Daher fragen wir uns immer wieder: “bin ich im Geheimen mit etwas beschäftigt, was abträglich wäre?”.
Es gibt 3 Eigenschaften, die uns daran hindern könnten, wirklich auf die Stimme Jehovas zu hören:
1. Stolz
In Sprüche 16:18 heißt es
Hierfür gibt es einige Beispiele, wie David und Ananias und Saphira.
David zählte das Volk (2. Samuel 24). Er wollte damit prahlen, wie groß das Heer Israels ist, obwohl Jehova verboten hatte, das Volk zu zählen. Auch Ananias und Saphira waren stolz und machten daher falsche Angaben, damit sie besser vor den anderen dastanden (Apostelgeschichte 5)
2. Habgier
Auch hier gibt es wieder 2 biblische Beispiele, wie Bileam und Gehasi.
Bileam sollte das Volk Gottes verfluchen, dafür hätte er viel Geld bekommen. Aber jehova stoppte ihn imme wieder. Letztendlich zahlte Bileam seine Habgier mit dem Leben. Auch Gehasi log aus Habgier, er gab an, er käme im Auftrag Elisas. Als “Lohn” kam der Aussatz auf ihn, der gerade von Naaman genommen war.
3. Menschenfurcht
Menschenfurcht bedeutet, dass wir aus Angst alles tun, um dem Druck aus dem Weg zu gehen, als gutes Beispiel dient hier Pilatus. Er wußte, dass Jesus unschuldig war, aber er hatte Angst vor Cäsar und darum ließ er Jesus letztendlich hinrichten.
Wir sollten uns immer über die Folgen Gedanken machen, wohin solche Eigenschaften letztendlich führen!
nun kommen wir zu einigen Bereichen, wo wir ganz Ohr sein müssen:
1. die Zusammenkünfte
In Psalm 29 wird 7 mal die Stimme Jehovas erwähnt
In seinem Tempel spricht jeder: „Herrlichkeit!“. Dies tun wir automatisch, wenn wir über die Macht Jehovas nachdenken. Hier in der Versammlung preisen wir Jehova. “Der Königreichssaal ist das wichtigste Gebäudein unserem Versammlungsgebiet!”
Wie wir in Psalm 48:9 sehen, werden wir inmitten dieses “Tempels” auf die Eigenschaften Jehovas aufmerksam gemacht
In unseren Jahrbüchern finden wir immer wieder Berichte über die Wichtigkeit der Zusammenkünfte. Im Jahrbuch 2009 finden wir auf den Seiten 139-139 eine sehr schöne Erfahrung von einer alleinerziehenden Mutter, aus der wir für uns persönlich sehr viel lernen können
wo sind hier die Lehrpunkte für uns?
1. sie war alleinerziehend mit 6 kleinen Kindern und ging trotzdem regelmäßig mit ihnen 22 km zu Fuß zur Versammlung – welch eine Wertschätzung
2. sie erhielt starken Druck von Außen, wie z.B. vom Lehrer und den Leuten im Dorf, trotzdem blieb sie fest entschlossen und sagte “die Zusammenküpnfte sind wichtiger als die Schule, denn hier werden wir von Jehova belehrt”
3. sie nahm finanzielle Einbußen in Kauf, wie die 5 großen Schweine, die sie als Strafe zu zahlen hatte
nehmen auch wir finanzielle Einbußen in Kauf, um die Zusammenkünfte zu besuchen? z.B. Beteiligung an den Spritkosten, Fahrt zum Kongress und evtl. Hotelkosten
Sind für uns die Zusammenkünfte ebenso wichtig, wie für diese tapfere Schwester? Zeigt sich dies darin, dass wir persönlich regelmäßig alle Zusammenkünfte besuchen und nur dann fehlen, wenn es garnicht anders geht? Wir haben es ja hier und heute ziemlich einfach, denn es besteht die Möglichkeit, im Falle einer Erkrankung per Telefon mitzuhören. Nutzen wir diese Möglichkeit?
2. unser Predigtdienst
Wir werden 3 Texte in der Offenbarung lesen, die einen Zusammenhang zwischen Jehovas Macht und dem Predigtwerk herstellen
Offenbarung 1:8
Offenbarung 21:5-8
hier ist am Schluß von denjenigen die Rede, die nicht auf die Stimme Jehovas hören, sie werden vernichtet. Aber Jehova möchte, dass alle hören und von dem Wasser des lebens nehmen. Dies geht nur über das Predigtwerk!
Offenbarung 22:12-15
er wird einem jeden gemäß seinem eigenen Werk erstatten und sie werden ihre langen Gewänder im Blut des Lammes waschen.
Jehova möchte, dass die Menschen glücklich werden, dass alle ihre langen Gewänder waschen, dass alle zu den Bäumen des Lebens gehen und alle in die Stadt eingehen. Hierzu lässt er eine Einladung an alle ergehen – durch unseren Predigtdienst!
In Vers 12 sagt er uns, dass er sieht, was und wieviel wir als seine Diener machen, welchen Anteil wir am Predigtwerk haben, ob wir dem Predigtwerk, der Einladungsaktion eine möglichst große Aufmerksamkeit schenken.
Warum ist es so wichtig, auf die Stimme Jehovas zu hören?
Hier dient uns Simson als Beispiel. Er war ein sehr starker Mann, aber wodurch hatte er seine Kraft? Durch den Geist Jehovas, er durfte die Flechten seines Haares nicht scheren lassen. In Richter 16:19-21 lesen wir von dem Verrat durch seine Verlobte
Seine Kraft wich ständig von ihm und “er wußte absolut nicht, dass Jehova von ihm gewichen war. Wann erst merkte Simson, dass er keine Kraft mehr hatte? Als es zu spät war, in der Zeit der Prüfung!
Sind wir persönlich wachsam? Wir wollen nicht erst in de Zeit der Prüfung merken, dass wir nicht mehr die Kraft haben – daher sollten wir bereits heute ganz Ohr sein!
Jeremia 17 – 20
Jeremia 17:5
Wie würde Jehova uns sehen, wenn wir alle Hebel in Bewegung setzen, um unser vermeintliches Recht einzufordern – und dabei seine Maßstäbe außer Acht lassen?
Jeremia 17:7
Reicht unser Vertrauen zu Jehova aus, so dass wir in Stille auf IHN warten können? Darauf, dass er die Dinge zu seiner Zeit richtig stellt?
Oder muss ich mein Recht sofort bekommen – auch auf die Gefahr hin, dass ich mich dabei nicht so verhalte, wie ER es von mir erwartet?
Jeremia 17:9
Teilen wir diese Ansicht? Erkennen wir an, dass wir ohne unseren Gott gar nichts sind und dass wir seine Anleitung benötigen, um unseren Weg zum Erfolg zu machen?
Jeremia 7:10
Haben wir Angst davor, dass Jehova uns sieht, wie wir wirklich sind?
Wünschen wir uns von Herzen, dass ER bei uns genau hinsieht – oder haben wir etwas zu verbergen?
Denken wir vielleicht, wir könnten unseren Gott hinters Licht führen?
Jeremia 17:15-17
Wie sieht Jehova uns und das was wir sagen und tun?
Jeremia 17:19-23
Ist das nicht furchtbar? Jeremia sprach hier nicht etwa zu den Nationen – sondern zu seinen Brüdern, die wie er selbst zum Volke Jehovas zählten.
Sicherlich erforderte dies viel Mut von ihm, denn wie wir sehen, hörten sie nicht auf ihn und dankten es ihm auch nicht. Im Gegenteil: sie verspotteten ihn und trachteten ihm nach dem Leben.
Hätten wir den gleichen Mut wie Jeremia?
Jeremia 18:7-10
Könnte man hiervon ableiten, dass wir mit Jehova irgendwelche Spielchen spielen können?
Dass wir es in der Hand haben, dass Jehova uns segnet und dass wir nur die richtigen Knöpfe zur rechten Zeit drücken müssen – und schon tut Jehova, was wir wollen und wir erhalten das Ticket ins Paradies zum Schleuderpreis?
Jeremia 18:15
Von welchen Menschen spricht Jehova hier?
Es geht um Personen, die ihn nicht wirklich lieben, die nur deshalb seine Anbeter geworden sind, weil sie gern den Lohn – ewiges Leben im Paradies – erhalten wollen. Dazu nehmen sie in Kauf, seine Gebote halten zu müssen.
Sie haben nicht gelernt, das zu hassen, was Jehova hasst, aber das wollen sie auch nicht. Sie wollen in ihrem Leben nichts ändern und sind ständig damit beschäftigt auszureizen, wie weit sie gehen können, ohne dass ihnen etwas passiert.
Solange Jehova ruhig zusieht und noch nicht handelt, fühlen sie sich auf der sicheren Seite.
Wollen wir solchen Personen gleichen?
Jeremia 19 – Jehova gibt Jeremia einen Auftrag: er soll SEINEM Volk sein Wort verkünden, ihnen sagen, wie Jehova über sie denkt und sein Urteil über sie verkünden.
Woher sollten seine Brüder denn wissen, dass dies wirklich das Wort Jehovas war und sich Jeremia nicht nur einfach selbstgerecht vor ihnen aufspielte?
Hatten ihnen denn die Priester nicht versichert, zwischen ihnen und Jehova wäre alles in Ordnung? Wer ist schon Jeremia und warum hätten sie gerade auf ihn hören sollen?
Wo hätten wir gestanden, wenn wir zu seiner Zeit gelebt hätten und dabei gewesen wären?
Was lernen wir daraus, wie seine Brüder reagierten?
Fühlen wir uns dadurch nicht noch mehr gedrängt, unseren Gott noch besser kennen zu lernen indem wir täglich die Bibel lesen und darüber nachdenken?
Jeremia 20:1-6
Wenn wir nun Paschur gewesen wären, hätten wir dann die Worte Jeremias ernst genommen?
Oder hätten wir nicht eher gedacht, dieser Wutausbruch und Fluch sei nun seine ganz persönliche Rache dafür, dass wir ihn in der Stock gelegt hatten?
Jeremia 20:7-8
Können wir uns hier in Jeremia hinein versetzen?
Stoßen wir immer auf Gegenliebe und Zustimmung, wenn wir fest für Jehova, sein Wort und seine Maßstäbe eintreten?
Jeremia 20:9
Kennen wir dieses Gefühl?
Brennt das Wort Jehovas auch in uns wie ein Feuer, das man nicht löschen kann? Können auch wir nicht damit aufhören davon zu reden, was wir über Jehova gesehen und gehört haben?
“Aus der Fülle des Herzens redet der Mund” – was kommt bei uns raus, wenn wir den Mund aufmachen?
Jeremia 21 – 23
Jeremia 21:1-6
Was muss dies für ein Schock für sie gewesen sein:
sie bitten Jehova um seine Hilfe und er sagt nicht nur, dass er ihnen nicht helfen wird, sondern im Gegenteil: er wird selbst gegen sie kämpfen! Damit hatten sie sicherlich nicht gerechnet
Aber war das, was Jehova hier vorhat, wirklich so eine Überraschung? Hatte nicht er selbst sie immer wieder warnen lassen und ihnen immer wieder sagen lassen: “wenn ihr nicht umkehrt, dann wende ich mich von euch ab!”?
Und mal ganz ehrlich: waren sie denn hier gerade zu ihm umgekehrt?
Hatten sie eingesehen, dass sie falsch gehandelt hatten und bedauerten sie wirklich, dass sie ihren Gott so lange hartnäckig gekränkt hatten? Oder ging es hier nicht eher darum, dass sie zu IHM kamen, weil sie ihn brauchten?
Könnte es sein, dass wir ihnen in gewisser Weise gleichen?
Haben wir ein echtes, ein inniges Verhältnis und sind immer wieder sorgfältig bemüht, Jehova durch unser Verhalten zu erfreuen – oder erinnern wir uns nur dann an ihn, wenn es uns schlecht geht?
Jeremia 21:8-9
Was für ein Gott! Und wir dürfen IHM dienen!
Obwohl sie ihn ständig kränkten und reizten und er sie zu Recht hätte in die Hände ihrer Feinde fallen lassen können, bietet er ihnen hier eine Chance: sie können beweisen, dass sie verstanden hatten, worum es ging und dass sie aufrichtig bereuten und umkehren wollten.
Hier ging es um ihr Vertrauen: sie kannten Jehova und die Art, wie er denkt und handelt sehr gut. Sie wußten, dass er jedem beistehen würde, der ihm aufrichtig dient. Wenn er nun gt, sie sollen raus gehen, ihren Feinden entgegen – dann würden sie gerettet – dann würde er es auch wirklich tun.
Was aber, wenn sie in ihrem Herzen nicht aufrichtig waren? Konnten sie dann erwarten, dass ER sein Versprechen einlöste?
War es nun ein echtes Risiko, den Feinden entgegen zu gehen?
Wo lag das Risiko? Bei den Feinden, bei Jehova – oder doch eher an ihnen selbst und daran, dass sie vielleicht kein aufrichtiges Herz hatten?
Hätten wir genügend Vertrauen in unseren Gott gehabt, um seinen Anweisungen zu folgen?
Wie könnten wir heute in einer ähnlichen Situation sein?
Was, wenn wir um Urlaub für einen Kongress bitten oder darum, an den Tagen wo wir Zusammenkünfte haben, eher gehen zu dürfen und der Chef sagt, dass er uns dann leer kündigen müsse?
Was, wenn uns eine winzige Unehrlichkeit davor bewahren könnte, mit der ganzen Familie obdachlos zu werden?
Fallen uns noch weitere Situationen ein?
Jeremia 22:3-5
Wir haben es selbst in der Hand – werden wir Segen oder Fluch ernten?
Wir kann es uns gelingen, die richtig Wahl zu treffen?
Reicht es, die Gebote einzig und allein aus dem Grund zu halten, um das Ticket ins Paradies zu bekommen?
Kann man in dieser Hinsicht auf Dauer Erfolg haben, wenn man weiterhin Gefallen an dem findet, was Jehova verabscheut?
Jeremia 22:8-9
Wäre es nicht beschämend, wenn es hierbei um uns ginge?
Wenn sich andere, vielleicht Aussenstehende erkundigen, was mit uns ist und ihnen gesagt werden würde, dass wir scheinheilig wären?
Erkennt man nicht immer an den Taten einer Person, ob sie gottesfuerchtig ist?
Jeremia 23:9-12
Jehova wird jeden gemäß seinen eigenen Taten richten.
Die Tatsache, dass wir vielleicht Vorrechte in der Versammlung inne haben, ist kein Schutz oder Freibrief. Denn Jehova verurteilt hier sogar die Priester und die Propheten für ihr schlechtes tun.
Also wiegen wir uns bitte nicht in falscher Sicherheit – sondern vergewissern wir uns immer wieder, ob wir noch in Gottes Liebe sind
Jeremia 23:16-18
Sind wir uns unserer Verantwortung bewußt?
Sind wir uns dessen bewußt, dass wir durch unsere Worten und Taten nicht nur uns selbst schaden?
Was bewirkt dies bei uns als Eltern?
Sind wir uns darüber im Klaren, dass wir als Eltern eine ganz besondere Verantwortung haben? Nicht nur für uns selbst, sondern auch dafür, welchen Weg unsere Kinder einschlagen und ob sie Jehova aufrichtig und von Herzen dienen?
Veranlaßt uns dies nicht, noch mehr über Jehova zu erfahren und darüber, wie ER denkt? Motiviert uns dies nicht zu lernen, die Dinge zu lieben, die Jehova liebt und diejenigen zu hassen, die ER hasst?
Jeremia 23:22
Woran können wir aber denn erkennen, ob wir wirklich in der richtigen Gruppe stehen?
Sind Brüder die Dinge sagen, die uns unbequem sind, in unseren Augen “falsche Propheten”? Lassen wir uns lieber “die Ohren kitzeln”?
Woran können wir denn erkennen, wer wirklich ein “mit Jehova Vertrauter” ist? Woran erkennen wir, wer wirklich Gottes Wort redet?
Auch hier kommen wir wieder zu dem Punkt, wie wichtig es ist, regelmäßig, ja täglich, in der Bibel zu lesen und warum es hier nicht ausreicht, wenn wir den Tagestext mit dem jeweiligen Kommentar lesen!
Wir müssen wirklich mit Jehova vertraut werden. Nur in der Bibel lesen wir das pure Wort Gottes. Die Publikationen können und dürfen nur Hilfen sein. Sie dürfen kein Ersatz für das persönliche Lesen in der Bibel sein!
Interessanter weise betont selbst die leitende Körperschaft diesen Aspekt immer wieder
Jeremia 24 – 26
Jeremia 24:5-7
Wer ist wie dieser Gott?
In einem Atemzug verkündet er die Strafe – und im nächsten spricht er schon von Versöhnung, dass er ihnen helfen will.
Was für eine selbstlose Liebe! Könnten wir ihn nachahmen?
Jeremia 25:3-6
bei diesen Worten muss ich wieder an den Vortrag “Werdet versöhnt mit Gott” denken.
Was für eine Liebe und Geduld von Jehova und seinen Propheten, immer wieder zu diesem halsstarrigen Volk zu gehen und sie immer wieder voller Liebe zu bitten, doch von ihrem schlechten Lauf umzukehren.
Dies zeigt aber auch, warum die richtige Motivation für unsere Predigtwerk so wichtig ist: nur dann, wenn auch wir voller Liebe zu den Menschen sind, werden wir auch weiterhin voller Eifer unser scheinbar fruchtloses Gebiet bearbeiten – und nicht nur die Stunden absolvieren.
Jeremia 25:14
Ein Text, der uns Angst macht?
Nur wann müssen wir deshalb besorgt sein?
Nur wer kann dies ändern?
Wie entscheiden wir uns?
Jeremia 26:7-9
Ja, warum nur mußte dieser Jeremia sie mit Gottes Wort “fertig machen”?
Was fiel dem denn ein, zu sagen, dass Jehova sie verworfen hatte?
Und dann sprach er Gottes Urteil auch noch über seine eigenen Brüder, die doch Anbeter Jehovas waren – wie anmaßend und selbstgerecht dieser Jeremia doch war!
Verkünden auch wir mutig Gottes Wort – auch auf die Gefahr hin, dass man uns für anmaßend und selbstgerecht hält und sich Menschen von uns abwenden, die glauben, sie wären mit Jehova im Reinen?
Jeremia 26:12-16
Wie mag wohl Jehova empfinden, wenn er mitbekommt, wie Personen die meinen IHM zu dienen, einen Menschen beschimpfen und strafen wollen, der doch SEIN Wort redet? Der eigentlich kommt, um sie wieder mit IHM zu versöhnen?
Rufen unsere Worte immer Gegenliebe bei Menschen hervor, die dem Namen nach Jehova anbeten?
Liegt dies dann an unseren Worten – oder nicht vielleicht doch eher daran, dass sie in Wirklichkeit gar nicht das tun, was Jehova will?
Jeremia 26:16
Einige erkennen, worum es geht und dass Jeremia sich nicht hervor tun will – sondern ihnen nur helfen will.
Gestern hab ich noch lange über den letzten Gedanken zur Bibellesung nachgedacht: woher konnten sie denn wissen, dass er Gottes Wort verkündete, dass er von Gott zu ihnen gesandt war? Und wie könnten wohl wir heute dies richtig unterscheiden?
Dann hatte ich mir die Formulierung noch mal genau angesehen, was Jehova in diesem Zusammenhang über die falschen Propheten sagte und dabei ist mir folgendes aufgefallen:
Die falschen Propheten redeten nur über ihre Träume, sie sagten “ich habe geträumt…”, Gottes Propheten sagten aber “Gott hat gesagt…”
Jeremia 23:25-28
Wie können wir dies für uns heute umsetzen?
Wenn wir ein Problem haben und vielleicht nicht wissen, was wir tun oder wie wir uns entscheiden sollen, dann gehen wir ja zu jemanden, den wir für einen geistig reifen Christen halten und fragen ihn um Rat. Was, wenn dieser dann sagt “ich denke”, “ich meine”, meiner Ansicht nach” – ist dieser wirklich geistig reif? Hilft uns so eine Person, Gott näher zu kommen? Können wir glauben, dass dieser tatsächlich gerade von Jehova benutzt wird? Oder entspricht dies nicht eher dem satanischen und dämonischen Einfluß?
Was würde jemand sagen, der “ein Prophet Jehovas” ist? Würde so eine Person uns nicht in der Bibel zeigen, was Jehova in so einem Fall sagt?
Aber sind wir dann wirklich immer auf der richtigen Seite, wenn wir “Rat mit Bibeltexten” bekommen? Es gibt auch Personen, die das Gebot der Nächstenliebe anführen, um uns zu zeigen, dass wir egoistischer sein müssen: “du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Also mußt du zuerst lernen, dich selbst zu lieben damit du diesem Gebot nachkommen kannst”. Sind dies wirklich Gottes Gedanken? Passen sie zu dem Gesamtbild, das in der Bibel über Jehova gezeichnet wird?
Hier sehen wir wieder, warum es so wichtig ist, regelmäßig in der Bibel zu lesen: damit wir verstehen, wie Jehova denkt und warum. Dann werden wir uns nicht auf verkehrte Wege begeben und dann werden wir auch diejenigen erkennen können, die wirklich das reden, was Jehova ihnen eingegeben hat
Jeremia 27 – 29
Jeremia 28 – ein Duell mit Jeremia?
Wer war denn dieser Hananja? Im Einsichtenbuch habe ich hierzu folgendes gefunden:
Jeremia 29:10-14
Nun ist Geduld gefragt.
Sie hatten deindeutig den Bogen überspannt und daher konnte Jehova ihnen jetzt nicht mehr sofort Barmherzigkeit erweisen, wie er es z.b. bei David getan hatte. Er hatte ihnen lange genug Zeit gegeben zu bereuen und zu IHM umzukehren und sie wollten nicht. Nun mussten sie seine Strafe schmecken, mussten durch diese 70 Jahre hindurch.
Aber was war mit den Treuen, so wie Jeremia und andere, die ihm trotz der Halsstarrigkeit des restlichen Volkes treu geblieben waren? Auch sie mussten doch mit ins Exil.
Ist es nicht ungerecht, dass sie mit den anderen mitleiden mussten? Ließ er sie in der Prüfung allein?
Jeremia 30 – 32
Jemand, der sich von Jehova abwendet ist noch lange kein Freiwild – ganz besonders nicht in den Augen Jehovas
Jeremia 30:16
den Vers 16 im Zusammenhang zu lesen, ist sehr interessant, denn es lehrt uns viel über unseren Gott:
Jehova hasst das verkehrte Tun und darum nimmt er sie in Zucht. Aber all dies hat nichts an der Liebe zu seinem Volk geändert und darum wird er auch jeden zur Rechenschaft ziehen, der ihre Notlage ausnutzt und ihnen in irgendeiner Weise absichtlich schadet.
Wie könnten wir dies für uns heute umsetzen?
Es gibt Brüder, die meinen, sie könnten einen Ausgeschlossenen wie eine Art Freiwild behandeln. Sie dürfen und wollen zwar keinerlei Umgang mehr mit so einer Person haben – aber sie schrecken nicht davor zurück, einen solchen Menschen zu beschimpfen, zu verfolgen und ihm in jeglicher Hinsicht zu schaden. Aber dies sind nicht Jehovas Gedanken! Was hatte Paulus über Personen gesagt, die sich nicht mehr an die Gebote Gottes halten wollen? Sie sollten aus den Versammlungen hinausgetan werden und man sollte ihnen keinen Gruß mehr entbieten. Dies entspricht der Zuchtmaßnahme Jehovas wie hier an seinem Volk. Jesus sagte, dass solche Menschen für uns wie Menschen von den Nationen werden sollten. Diese würden wir sicherlich nicht einfach so verfolgen, beleidigen und ihnen finanziell und emotional schaden – oder?
Ein Punkt, den wir immer wieder in Vorträgen oder den Publikationen lernen:
Dieser Gedanke wird hier in den Versen sehr deutlich: sie werden ins Exil gehen müssen, als Strafe oder Zuchtmaßnahme für ihr halsstarriges Tun. Aber er liebt sie immer noch und er hat ein Auge auf sie. Er wird niemanden ungestraft davon kommen lassen, der seinerseits nun meint, ihnen schaden zu können. “Mein ist die Rache, spricht Jehova”, und dies hat einen sehr guten Grund: Jehova ist immer gerecht und er weiß, was er tut und warum er es tut. ER hat immer lautere Beweggründe.
Und dies erwartet er in gewisser Weise auch von jedem, der ihm wirklich dienen möchte.
Schadenstiftendes Verhalten disqualifiziert uns als Anbeter Jehovas!
Jeremia 30:21-22
Auch wir wollen uns Jehova nähern! Was ist damit gemeint?
Hier einige Querverweise zu diesem Punkt:
geben wir Jehova “unser Herz zum Pfand”?
Verzichten wir auf alles andere, nur um IHM zu gefallen? und betrachten wir alle Dinge, auf die wir dafür “verzichten” müssen, als “eine Menge Kehrricht”, wie Paulus es tat?
Ist es uns eine Lust, unserem Gott zu dienen? Ist es unser innigster Herzenswunsch, alles zu tun, um diesem wundervollen Gott zu gefallen und zu erfreuen?
Spiegelt sich dieser innige Wunsch in allem wieder, was wir tun und wovon wir reden?
Jeremia 31:8-9
zwei ganz kurze Verse – mit gehaltvollem Inhalt:
Jehova wartet nur darauf, uns Barmherzigkeit erweisen zu können. Da er ja in jeder Hinsicht gerecht ist, verlangt es diese Gerechtigkeit, dass wir zuerst umkehren müssen, damit er uns wieder aufnehmen kann.
Wenn wir dies aber wirklich wollen, dann steht uns nichts mehr im Wege! Es liegt an uns!
Jeremia 31:12-14
ist es nicht wunderbar, wie großzügig unser Gott uns vergibt? Und wir müssen nur den winzigen Schritt auf ihn zugehen, er wartet nur darauf!
“ihre Seele wird einfach wie ein gut bewässerter Garten werden” – lassen wir uns dies einmal auf der Zunge zergehen!
Erinnern wir uns noch an den unglaublich heißen Sommer im letzten Jahr? Erinnern wir uns, wie es war, als es dann endlich mal geregnet hatte? Wie der Boden die Feuchtigkeit aufgesogen hatte – nur leider war es nie so richtig genug?
Können wir uns vorstellen, wie es ist, wenn nach einer langen Dürre auf einmal genügend Regen kommt, so dass der Boden satt getränkt wird? Wie dann auf einmal alles blüht und auflebt? (siehe auch die Gedanken zu dem Naturfilm “die Wüste blüht”)
Wenn wir diesen Gedanken nun von der Natur auf uns selbst übertragen: wenn wir aufeinmal so erfrischt und gestärkt werden – macht uns dies nicht ganz demütig?
Und dies alles, obwohl wir uns gegen unseren Gott vergangen haben, trotz alle dem ist er so gütig und liebevoll zu uns.
Und so einem wundervollen Gott dürfen wir dienen – ist das nicht wunderbar???
Jeremia 31:16-17
ja, zu dem Zeitpunkt wird es ihnen wirklich noch sehr schlecht gehen. Aber Jehova sagt Jeremia, dass es keinen Grund zur Trauer gibt:
zum einen baden sie gerade nur das aus, was sie sich selbst eingebrockt haben und zum anderen gibt es ja Grund zur Hoffnung.
Diese Hoffnung ist auch für uns ganz wichtig. Wir sehen es ja bereits an Jesus, den wir ja als Vorbild nachahmen sollen, dass es die Freude ist, die uns hilft, unter Prüfungen auszuharren. Paulus sagte später “für die vor ihm liegende Freude…”. Daran hatte er sich festgehalten.
Wenn also dieses Blicken auf die Freude selbst für unseren vollkommenen Erlöser so wichtig war – um wieviel mehr denn für uns?
Jeremia 31:18
worüber genau empfanden sie nun Bedauern?
Bedauerten sie, dass sie sich falsch verhalten hatten – oder bedauerten sie sich selbst, weil es ihnen gerade schlecht erging?
Wie gut, dass es Jehova ist, der uns richtet! Denn ER ist immer gerecht und er kennt alle Umstände und kann auf dieser Grundlage ein wirklich gerechtes Urteil über uns fällen.
Bitten wir Jehova “veranlasse mich, umzukehren”?
In Vers 19 heißt es weiter:
es ging hier also um wirkliche Reue über das, was sie getan hatten
Jeremia 31:20
ja, Jehova straft sie hier hart – aber sicherlich tut ihm das mehr weh als ihnen. Ein Widerspruch?
Ich kann mich daran erinnern, dass mein Vater das früher oftmals gesagt hatte, wenn er uns bestraft hatte und wir heulten wie ein Schloßhund. Damals konnte ich mir nicht vorstellen, dass es ihm mehr weh täte als mir, denn er hätte es ja lassen können. Heute sehe ich die Dinge anders, habe aus Erfahrung erkannt, wie wichtig es ist, die Kinder in die richtige Richtung zu erziehen, sie auf den rechten Weg zu bringen. Da wir unsere Kinder lieben, möchten wir ihnen natürlich nicht absichtlich weh tun. Aber es gibt Situationen, wo es nicht anders geht. Da müssen wir Eltern dann abwägen, was wirklich schlimm ist.
Für uns Eltern, die wir den wahren Gott anbeten, gibt es nichts Schlimmeres, als wenn die Kinder Dinge tun, von denen wir wissen, dass sie Jehova kränken und letztendlich dazu führen würden, dass wir nicht gemeinsam mit unseren Kids im Paradies sein würden. Es geht um ihr ewiges Leben – und noch viel wichtiger: um ihr Verhältnis zu unserem liebevollen Gott!
Sicherlich tut es uns oft weh, wenn wir unseren Kindern etwas abschlagen, was sie gern möchten. Jugendliche sind ja in einer Phase, wo sie meinen, sie wären schon so erwachsen und könnten alles für sich selbst entscheiden, sie wüssten, was für sie gut ist. Leider treffen sie dabei oftmals Entscheidungen, für die sie den Rest ihres Lebens zahlen müssen. Leider wollen sie oft auch nicht auf die Eltern hören und wenn wir dann ein Veto einlegen müssen, unsere Autorität ausspielen müssen, um sie vor etwas zu schützen, dann tut uns das in dem Moment sehr weh. Denn wir lieben unser Kind und wollen, dass es sich gut fühlt. Nun haben wir ihm etwas verwehrt, was es unbedingt will und im Moment fühlt es sich schrecklich, weil es das nicht darf, weil wir es ihm verbieten. Im Moment geht es ihm dabei nicht gut, dass wir das Verbot aussprechen, aber wir als erfahrene Eltern wissen, dass es für sein Leben wichtig ist und darum müssen wir hart bleiben.
Liebe Kinder und Jugendliche: bitte denkt auch mal über diesen Aspekt nach und glaubt nicht dem Satan, dass wir euch etwas vorenthalten wollen, was für euch gut ist. Mit der selben Lügen hatte er bereits zu Anfang der Menschheitsgeschichte Eva geködert – und wo hat das geendet?
Glaubt uns: oftmals tut uns dieses Hart-bleiben mehr weh als euch. Ganz besonders dann, wenn ihr euch aus Frust von euch abwendet und uns aus dem Wege geht.
Wir meinen es nur gut mit euch, so wie hier Jehova mit seinem Volk!!!
Jeremia 31:33
ein Punkt, den ich noch viel mehr verinnerlichen muss!
Denn in letzter Zeit bin ich immer wieder verwirrt, dass so viele Dinge heute als Gewissensentscheidung dargestellt werden, für die man früher ausgeschlossen worden ist. Ich kann es nicht verstehen, denn meiner Ansicht nach nimmt dadurch wieder Unordnung Einzug in die Versammlungen. Es passieren Dinge, die es früher unter Gottes Volk nicht gab und worauf wir doch als Anbeter Jehovas so stolz waren. So nimmt die Zahl der Ehescheidungen auch unter Gottes Volk immer mehr zu, etwas, was Jehova doch nach eigener Aussge haßt und er ändert sich ja nicht…
Mein Liebster kommt dann immer mit einem Argument, was auch hier in dem Vers gesagt wird: es geht wahrscheinlich darum, auszusortieren, den Menschen die Möglichkeit zu geben zu beweisen, dass sie Jehova wirklich lieben und dass es ihnen um IHN geht und nicht nur um die Belohnung!
Ein Punkt, der sich ja auch durch Jesu Leben zieht: er machte dem Volk die Denkweise Jehovas klar. Er versuchte, ihnen zu zeigen, wie Jehova denkt und warum – damit sie dann aus ihrem Herzen voller Liebe zu IHM heraus entscheiden, Dinge zu meiden, die Jehova kränken.
Der Punkt ist ja auch, dass eine Person, die Jehova wirklich liebt, automatisch vom Bösen weicht. Dass wir dann alles tun werden,um unserem Gott zu gefallen. Nicht aus Angst vor Strafe oder weil wir sonst nicht ins Paradies kommen – sondern weil wir Jehova lieben und möchten, dass er stolz auf uns ist. Wenn wir frisch verliebt sind, dann handeln wir ja ebenso: wir tun alles, um unserem Liebsten zu gefallen. Ebenso sollte es mit unserer Liebe zu jehova sein.
Die Juden zur Zeit Jesu hatten eine ansehnliche Gesetzessammlung. Wir sehen es ja bereits in der Bibel, wie umfangreich das war. Dann gab es noch die ganzen Auslegungen und Überlieferungen, die einzuhalten waren. Allerdings hatte dies nicht bewirkt, dass die Juden Jehova wirklich dienten. Gerade diesen Punkt bekommen wir hier in den Propheten ja immer wieder vor Augen geführt. Sie wussten, was Jehova von ihnen wollte, machten aber trotzdem das, was ihnen gefiel.
Jesus hat in der Zeit seines Dienstes hier auf der Erde daran gearbeitet, die Liebe zu Jehova in ihnen zu vertiefen und ihnen zu zeigen, worum es wirklich ging. Auf diesen Punkt weist der o.g. Bibeltext ja hin: das Gesetz wäre ihnen ins Herz geschrieben und sie würden sich von ihrem Herzen leiten lassen, alles zu tun, um Jehova eine Freude zu machen.
Auch wenn viele Dinge heute unter Gottes Volk zu einer “Gewissensentscheidung” geworden sind, so werden doch Personen, die Jehova aufrichtig lieben und wissen, wie er denkt und fühlt, alles daran setzten, genau so zu leben: dass sie sein Herz erfreuen.
Wie die Geschichte des Volkes Israel zeigt, hat das andere, das strenge, ja nicht die Wirkung, die erzielt werden sollte
tja, ein Punkt, wo ich hart an mir selbst und meiner Einstellung arbeiten muss: dies als positiv anzusehen
Jeremia 32:30-35
dieser Text stützt den Gedanken von vorhin, dass das Kennen des Gesetzes sie nicht davon abhielt, alles zu tun, um sich selbst bei ihrem Gott “stinkend zu machen”
Jeremia 33 – 36
Jeremia 33:6
Ein roter Faden, der sich durch das ganze Buch Jeremia zieht und dies von den anderen Propheten stark unterscheidet:
Bei den anderen Propheten steht “die Anklage” im Vordergrund. Jehova sagt ihnen, was sie falsch machen und dass sie umkehren müssen. Er lässt ihnen sagen, dass er sie aufgrund ihres bösen Tuns verworfen hat und hart bestrafen wird.
Hier steht aber seine Barmherzigkeit im Vordergrund. Hier bedauert er, dass er sie aufgrund ihres Tuns strafen muss – aber ihnen Barmherzigkeit erweisen will und auch wird.
Wenn wir dabei bedenken, dass er hier zu seinem halsstarrigen Volk redet, dass er ihnen in diesem Buch überwiegend Hoffnung macht … Was für ein Gott!
Besonders faszinierend finde ich, dass sich Jehova nicht durch seine verletzten Gefühle “blenden lässt”, wie wir Menschen.
In dem Vortrag über die Abtrünnigen auf dem BZK wird das sehr schön gezeigt. Es ist die Rede davon, dass wir vielleicht durch eine ungerechte Behandlung anderer den Blick komplett getrübt haben können. Wir sehen die ganze Person in einem völlig anderen Licht. Auf einmal ist alles schlecht, jegliches Verhalten wird als Angriff gewertet, wir sehen nicht mehr das Gute, was uns vorher an dem anderen gefallen hat und die Dankbarkeit stirbt. Wir wenden uns völlig von ihm ab. Eine Person, die wir vielleicht zuvor sehr geliebt haben, wird völlig abgelehnt.
Zwar ging es hier um Abtrünnige, dass sich einige komplett von der Organisation Jehovas abwenden, weil sie sich von den Ältesten ungerecht behandelt fühlen – aber es zeigt auch ein grundsätzliches Problem von uns Menschen auf.
Dieses Problem hat Jehova nicht. Thom sagt, wir Menschen neigen dazu, nur das Hier und Jetzt zu sehen, dass wir uns gerade verletzt fühlen. Jehova sieht aber das Ganze – und daher das Gute.
ER sieht nicht das ungehorsame halsstarrige Volk, das sie gerade im Moment sind – sondern ER sieht seine treuen Diener der Vergangenheit, wie Moses, Abraham und David. Diese erwähnt er auch immer wieder, wenn er sagt, er gedenke des Bundes, den er z.B mit David geschlossen hat.
Wie sehr wünsche ich mir, ich könnte Jehova in dieser Hinsicht nachahmen und auch mehr “über meinen Tellerrand hinaus blicken”. Mich nicht auf die Kränkungen zu konzentrieren, sondern mehr auf die Hoffnung, dass wir alle reifer und verstaendiger werden und auch diejenigen bald zur Besinnung kommen, die uns heute emotional verprügeln..
Jeremia 34:15-16
Ist dies nicht verlogen?
Warum tun sie dann erst, was Jehova von ihnen fordert?
Denken sie vielleicht, dass Jehova sie nicht weiter beobachtet, wenn sie erst mal zum Schein darauf eingehen?
Jeremia 35 – die Söhne Jonadabs und der Wein
Ist uns bewußt, wie mutig diese Männer eigentlich waren? Immerhin hatte Jehova Jeremia gesagt, er solle sie auffordern Wein zu trinken. Trotzdem widersetzten sie sich – weil sie des früheren Bundes gedachten.
Warum hielten sie so stur daran fest? War es nicht der Prophet Gottes, der ihnen gebot, Wein zu trinken?
Hier fällt mir wieder die Geschichte mit dem alten Propheten ein, die wir auf dem BZK im Sommer 2006 als Drama gesehen haben. Dieser Prophet folgte gutgläubig der Aufforderung des alten Propheten – und bezahlte es mit dem Leben.
Ob die Söhne Jonadabs bei Jeremias Aufforderung ebenfalls an diesen Mann dachten?
Jeremia 36:5-6
Welchen Mut Bạruch wohl brauchte, um diese Worte vorzulesen?
Immerhin war Jeremia ja gerade deshalb eingesperrt – weil er mit dieser Botschaft einflußreichen Männern auf die Füße getreten war. Mußte Bạruch nicht damit rechnen, ebenfalls inhaftiert zu werden?
Hätten wir den Mut gehabt?
Jeremia 37 – 39
Jeremia 37:12
Was für einen Anteil wollte er für sich holen?
Jeremia 38 – wieso setzt der König sich jetzt für Jeremia ein?
Hatte er nicht gegen ihn prophezeit? Hatte er den Propheten nicht die ganze Zeit verfolgt?
Warum nun diese Umkehr?
Jeremia 38:24-26
Wieso hatte der König Angst vor den Fürsten? Stand er nicht weit über ihnen?
Oder ging es ihm hier eher um die Sicherheit von Jeremia?
Im Einsichtenbuch heißt es hierzu auszugsweise:
Jeremia 39:11-12
Ist es nicht eine Ironie, dass Jeremia ausgerechnet von demjenigen befreit wurde, der ein Feind seines Volkes war?
Ob Jehova ihm die Worte ins Herz geleg hatte?
Jeremia 40 – 42
Jeremia 40:2-3
Der Oberste welcher Leibwache spricht hier zu Jeremia – der des Koenigs von Babylon?
Muss es Jeremia nicht sehr merkwürdig vorgekommen sein, dass “ein Weltmensch’ sagte, dass Gottes Volk seinen Gott enttäuscht hatte?
Jeremia 41 – warum genau brachten sie nun Gedalja zu Tode?
Was genau hatte er getan, un sich den Zorn von Ismael und seinen Leuten zu zuziehen und warum mußten seine Leute mit ihm sterben?
Worum ging es hier eigentlich?
Im Einsichtenbuch habe ich hierzu folgendes gefunden:
Jeremia 41:9
War das nicht gefährlich?
Konnten sich dadurch nicht Seuchen über das Trinkwasser ausbreiten?
Thom hat mir erklärt, dass dies nicht geht, da eine Zisterne nicht eine Art Brunnen war, sondern eher so etwas wie eine Regentonne. Solange die Erschlagenen in dieser Zisterne waren, hat sicherlich niemand Wasser daraus geschöpft. Außerdem werden sie die wohl in eine der Zisternen getan haben, die eh schon leer war…
Jeremia 42:2-3
Warum sagten sie “Jehova, dein Gott”? War er nicht auch ihr Gott?
Oder trauten sie sich nicht, ihn “mein” oder “unser” Gott zu nennen – weil sie sich schämten?
Jeremia 42:4
Interessant, dass Jeremia wiederum hier von Jehova als “eurem” Gott spricht!
Hätte er nicht allen Grund gehabt, ihnen Vorwürfe zu machen, ihnen zu sagen, dass sie sich gegen Gott versündigt hatten?
Aber das tat er nicht. Scheinbar sah er sie so, wie Jehova sie sah. Was für eine Größe!
Jeremia 42:5-6
Hier macht mich wieder die Formulierung stutzig: warum genau wollten sie nun ihrem Gott gehorchen?
Weil sie einsahen, dass sie verkehrt gehandelt hatten und sich nun Mühe geben wollten, diesem barmherzigen Gott keinen Kummer zu bereiten?
Oder weil sie gesehen haben, dass sie ansonsten von IHM bestraft werden würden?
Jeremia 43 – 46
Jeremia 43:2
Uups? Johanan wird mit vermessenen Männern in einen Topf geworfen? Ich hatte gedacht, er wäre “einer von den Guten” gewesen?
Im Einsichtenbuch heißt es zu seiner Person:
er war also eigentlich ein guter Mensch gewesen, aber als es darum ging, ist er eingeknickt und hat nicht den Rat Jehovas befolgt.
Was können wir daraus lernen?
Es dauert Jahre, sich einen guten Ruf bei Jehova “zu erarbeiten”, aber ein Augenblick reicht, um ihn wieder zu zerstören. Dies zeigt uns wieder einmal, wie wichtig es ist, uns immer wieder zu versichern, ob wir noch in der Wahrheit sind!
Jeremia 43:4
Warum wollte Jehova eigentlich, dass sie im Land wohnen bleiben würden?
Entgingen sie damit nicht ihrer gerechten Strafe? Waren die anderen nicht ins Exil nach Babylon weggeschickt worden?
Ging es hier vielleicht eher darum, ihren Glauben und ihr Vertrauen zu testen – als darum, dass einige von den Juden weiterhin in dem Land blieben?
WT 15.03.2007
Das Wort Jehovas ist lebendig
Höhepunkte aus dem Buch Jeremia
WIE schockiert müssen Jeremias Landsleute gewesen sein, als sie hörten, welche Katastrophen er ihnen ankündigte! Der herrliche Tempel — seit über drei Jahrhunderten ein Zentrum der wahren Anbetung — sollte völlig niedergebrannt werden. Die Stadt Jerusalem und das Land Juda würden veröden, ihre Bewohner als Gefangene weggeführt werden. Diese und andere Gerichtsbotschaften sind im zweitlängsten Buch der Bibel aufgezeichnet, im Buch Jeremia. Es berichtet auch von Jeremias persönlichen Erlebnissen während der 67 Jahre seines treuen Dienstes als Prophet. Der Inhalt des Buches ist nicht chronologisch angeordnet, sondern thematisch.
Welche Bedeutung hat das Buch Jeremia für uns? Seine erfüllten Prophezeiungen vertiefen unseren Glauben an Jehova als denjenigen, der seine Versprechen hält (Jesaja 55:10, 11). Das prophetische Wirken Jeremias und die Reaktion der Menschen auf seine Botschaft haben Parallelen in der Gegenwart (1. Korinther 10:11). Zudem unterstreicht der Bericht über Jehovas Handlungsweise mit seinem Volk die Eigenschaften Gottes und sollte uns sehr nachdenklich machen (Hebräer 4:12).
„ZWEIFACH SCHLECHTES HAT MEIN VOLK GETAN“
(Jeremia 1:1 bis 20:18)
Jeremia wird im 13. Regierungsjahr des judäischen Königs Josia als Prophet beauftragt, 40 Jahre vor der Zerstörung Jerusalems 607 v. u. Z. (Jeremia 1:1, 2). In den verbleibenden 18 Jahren der Regentschaft Josias stellen Jeremias Botschaften vor allem die Schlechtigkeit Judas bloß und verkündigen Jehovas Strafgericht. „Ich will Jerusalem zu Steinhaufen machen“, spricht Jehova, „und die Städte Judas werde ich zu einer wüsten Einöde machen, ohne Bewohner“ (Jeremia 9:11). Warum? „Denn zweifach Schlechtes hat mein Volk getan“ (Jeremia 2:13).
Die Botschaft besagt auch, dass ein reumütiger Überrest zurückkehren wird (Jeremia 3:14-18; 12:14, 15; 16:14-21). Dennoch wird der Überbringer der Botschaft nicht gut aufgenommen. „Der führende Beauftragte im Haus Jehovas“ schlägt Jeremia und legt ihn über Nacht in den Stock (Jeremia 20:1-3).
Antworten auf biblische Fragen:
1:11, 12 — Warum wird das Wachen Jehovas über sein Wort mit einem „Mandelbaumschössling“ in Verbindung gebracht?
Der Mandelbaum ist „einer der ersten blühenden Bäume im Frühling“ (Vers 11, Fußnote). Im übertragenen Sinn machte sich Jehova täglich früh auf und sandte seine Propheten, um sein Volk vor dem Gericht zu warnen, und er ‘wachte ständig’, bis es sich erfüllte (Jeremia 7:25).
2:10, 11 — Was war am Verhalten der untreuen Israeliten so ungewöhnlich?
Die heidnischen Nationen von Kittim im Westen bis nach Kedar im Osten wandten sich nicht nur ihren eigenen Gottheiten, sondern auch den Göttern anderer Nationen zu, doch die eigenen gänzlich gegen fremde Götter auszutauschen war völlig undenkbar. Die Israeliten dagegen verließen Jehova und tauschten die Herrlichkeit des lebendigen Gottes gegen leblose Götzen aus.
3:11-22; 11:10-12, 17 — Warum schloss Jeremia das Zehnstämmereich im Norden in seine Ankündigungen ein, obwohl Samaria schon 740 v. u. Z. gefallen war?
Weil die Zerstörung Jerusalems im Jahr 607 v. u. Z. ein Ausdruck des Strafgerichts Jehovas nicht allein über Juda, sondern über die ganze Nation Israel war (Hesekiel 9:9, 10). Außerdem wurden die Interessen des Zehnstämmereiches selbst nach dessen Fall in Jerusalem vertreten, denn die Botschaft der Propheten Gottes bezog die Israeliten auch weiterhin mit ein.
4:3, 4 — Was bedeutet dieses Gebot?
Treulose Juden mussten sozusagen den Boden ihres Herzens vorbereiten, erweichen und reinigen. Sie mussten „die Vorhaut“ ihres Herzens entfernen, das heißt sich von unreinen Gedanken, Gefühlen und Beweggründen trennen (Jeremia 9:25, 26; Apostelgeschichte 7:51). Das erforderte eine Änderung der Lebensweise — nicht länger Schlechtes zu tun, sondern das, was Gottes Segen eintrug.
4:10; 15:18 — In welchem Sinn hat Jehova sein rebellisches Volk getäuscht?
Zur Zeit Jeremias gab es Propheten, die ‘in Falschheit prophezeiten’ (Jeremia 5:31; 20:6; 23:16, 17, 25-28, 32). Jehova hinderte sie nicht daran, irreführende Botschaften zu verkünden.
16:16 — In welchem Sinn sendet Jehova „nach vielen Fischern“ und „nach vielen Jägern“?
Damit könnte das Aussenden feindlicher Heere gemeint sein, die nach untreuen Juden suchten, an denen Jehova Gericht üben würde. Angesichts der Aussage in Jeremia 16:15 könnte der Vers jedoch auch auf die Suche nach den reumütigen Israeliten anspielen.
20:7 — Auf welche Weise gebrauchte Jehova seine Stärke gegen Jeremia und betörte ihn?
Jeremia überbrachte die Urteilssprüche Jehovas und wurde mit Gleichgültigkeit, Ablehnung und Verfolgung konfrontiert; vielleicht hatte er das Gefühl, am Ende seiner Kräfte zu sein. Doch Jehova ließ seine Stärke gegen solche Gefühle wirksam werden und gab Jeremia die Kraft, weiterzumachen. Somit betörte Jehova Jeremia, indem er ihn dazu gebrauchte, etwas zu vollbringen, was der Prophet sich selbst nicht zugetraut hätte.
Lehren für uns:
1:8. Manchmal befreit Jehova sein Volk aus Verfolgung, indem er vielleicht unvoreingenommene Richter auftreten lässt oder gegnerische Amtspersonen durch vernünftigere ersetzt. Auch gibt er seinen Dienern Kraft, auszuharren (1. Korinther 10:13).
2:13, 18. Die untreuen Israeliten taten zweifach Schlechtes. Sie verließen Jehova, den zuverlässigen Quell des Segens, der Leitung und des Schutzes. Und sie hieben sich sozusagen eigene Zisternen aus, indem sie versuchten, Militärbündnisse mit Ägypten und Assyrien einzugehen. Wer heute dem wahren Gott den Rücken kehrt, um sich menschlichen Philosophien, Theorien und weltlicher Politik zuzuwenden, tauscht „den Quell lebendigen Wassers“ gegen „zerbrochene Zisternen“ aus.
6:16. Jehova mahnte sein rebellisches Volk, innezuhalten, eine Selbstprüfung vorzunehmen und auf die „Pfade“ ihrer treuen Vorväter zurückzukehren. Sollten wir uns nicht ebenfalls von Zeit zu Zeit vergewissern, ob wir unseren Lebenswandel wirklich so führen, wie Jehova es möchte?
7:1-15. Lediglich auf den Tempel zu vertrauen, als gehe von diesem eine Art schützender Zauber aus, rettete die Juden nicht. Wir sollten durch Glauben wandeln, nicht durch Schauen (2. Korinther 5:7).
15:16, 17. Wie Jeremia können auch wir gegen Entmutigung kämpfen. Freude am tiefgründigen Bibelstudium, Jehovas Namen im Predigtwerk zu preisen und schlechte Gesellschaft zu meiden ist uns dabei eine Hilfe.
17:1, 2. Jehova hatte wegen der Sünden des Volkes kein Gefallen an dessen Opfern. Sittliche Unreinheit macht unsere Opfer des Lobpreises unannehmbar.
17:5-8. Wir vertrauen Menschen und Institutionen nur in dem Maß, wie sie in Übereinstimmung mit Gottes Willen und göttlichen Grundsätzen handeln. Was beispielsweise Rettung, echten Frieden und Sicherheit betrifft, tun wir gut daran, allein auf Jehova zu vertrauen (Psalm 146:3).
20:8-11. Wir sollten niemals zulassen, dass Gleichgültigkeit, Widerstand oder Verfolgung uns daran hindern, eifrig das Königreich zu verkündigen (Jakobus 5:10, 11).
„BRINGT EUREN HALS UNTER DAS JOCH
DES KÖNIGS VON BABYLON“
(Jeremia 21:1 bis 51:64)
Jeremia verkündet nicht nur den letzten vier Königen von Juda Gerichtsbotschaften, sondern wendet sich auch gegen falsche Propheten, verantwortungslose Hirten und korrupte Priester. Mit Bezug auf den treuen Überrest — veranschaulicht durch gute Feigen — spricht Jehova: „Ich will mein Auge auf gute Weise auf sie richten“ (Jeremia 24:5, 6). Drei Prophezeiungen in Kapitel 25 fassen Gerichtsurteile zusammen, die in späteren Kapiteln näher erklärt werden.
Die Priester und die Propheten intrigieren gegen Jeremia, um ihn zu Tode zu bringen. Seine Botschaft lautet, dass sie dem König von Babylon dienen müssen. Zu König Zedekia sagt Jeremia: „Bringt euren Hals unter das Joch des Königs von Babylon“ (Jeremia 27:12). Doch „der Israel zerstreut, wird es selbst zusammenbringen“ (Jeremia 31:10). Die Rechabiter erhalten ein verdientes Versprechen. Jeremia wird „im Wachthof in Gewahrsam“ gesetzt (Jeremia 37:21). Jerusalem ist zerstört und die meisten seiner Bewohner gehen in Gefangenschaft. Unter den Zurückgebliebenen sind Jeremia und sein Schreiber Baruch. Entgegen Jeremias Warnung gehen diese verängstigten Menschen nach Ägypten. Die Kapitel 46 bis 51 enthalten die Aussprüche Jeremias gegen die Nationen.
Antworten auf biblische Fragen:
22:30 — Wurde durch diesen Erlass der Anspruch Jesu auf den Thron Davids aufgehoben? (Matthäus 1:1, 11).
Nein. Der Erlass hinderte die Nachkommen Jojachins daran, „auf dem Thron Davids zu sitzen . . . in Juda“. Jesus sollte vom Himmel aus regieren, nicht von einem Thron im Land Juda aus.
23:33 — Was ist „die Last Jehovas“?
Einerseits waren die gewichtigen Worte des Propheten über die Zerstörung Jerusalems für seine Landsleute eine Last. Andererseits wurde das unempfängliche Volk für Jehova zu solch einer Bürde, dass er es verwerfen würde. Entsprechend ist die biblische Botschaft über die kommende Vernichtung der Christenheit für diese eine Last, und diejenigen, die der Botschaft keine Beachtung schenken, sind für Gott eine Bürde.
31:33 — Wann ist Gottes Gesetz ins Herz geschrieben?
Man kann sagen, dass Gottes Gesetz in jemandes Herz geschrieben ist, wenn er den innigen Wunsch verspürt, Jehovas Willen zu tun.
32:10-15 — Warum wurde ein einziger Handel durch zwei Urkunden dokumentiert?
Den Inhalt der unversiegelten Urkunde konnte man einsehen. Bei Bedarf konnte das versiegelte Exemplar die Genauigkeit der offenen Urkunde bestätigen. Indem Jeremia sogar bei einem Geschäft mit einem Verwandten und Glaubensbruder vernünftige rechtliche Erfordernisse berücksichtigte, hinterließ er heutigen Christen ein gutes Beispiel.
33:23, 24 — Von welchen „beiden Familien“ ist hier die Rede?
Es handelt sich um die königliche Familie aus der Linie König Davids und um die priesterliche Familie der Nachkommen Aarons. Als Jerusalem und der Tempel Jehovas zerstört wurden, sah es so aus, als habe Jehova diese beiden Familien verworfen und würde weder länger ein Königtum über die Erde ausüben noch seine Anbetung wiederherstellen.
46:22 — Warum wird die Stimme Ägyptens mit der einer Schlange verglichen?
Das könnte sich auf einen zischenden Rückzug beziehen oder auf eine katastrophale nationale Demütigung. Die Analogie zeigt außerdem, wie wenig es den ägyptischen Pharaonen nutzte, auf ihrem Kopfschmuck eine Darstellung der „heiligen“ Schlange zu tragen, um den vermeintlichen Schutz der Schlangengöttin Uatchit zu erlangen.
Lehren für uns:
21:8, 9; 38:19. Den reuelosen Bewohnern Jerusalems, die eigentlich den Tod verdienten, gab Jehova sogar noch in letzter Minute eine Chance. Ja, „viele sind seiner Erbarmungen“ (2. Samuel 24:14; Psalm 119:156).
31:34. Wie tröstlich ist es, zu wissen, dass sich Jehova die Sünden derjenigen, denen er vergibt, weder in den Sinn zurückruft noch später gegen sie vorgeht.
38:7-13; 39:15-18. Jehova vergisst unseren treuen Dienst nicht, der einschließt, ‘den Heiligen zu dienen’ (Hebräer 6:10).
45:4, 5. Wie in den letzten Tagen Judas ist es auch in den „letzten Tagen“ des gegenwärtigen Systems der Dinge nicht an der Zeit, nach „großen Dingen“ zu suchen, wie Reichtum, Berühmtheit oder materielle Sicherheit (2. Timotheus 3:1; 1. Johannes 2:17).
JERUSALEM IN FLAMMEN
(Jeremia 52:1-34)
Es ist das Jahr 607 v. u. Z., das 11. Regierungsjahr König Zedekias. Seit 18 Monaten wird Jerusalem von Nebukadnezar, dem König von Babylon, belagert. Im 19. Regierungsjahr Nebukadnezars, am siebten Tag des fünften Monats, kommt Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, nach Jerusalem (2. Könige 25:8). Möglicherweise erkundet er von seinem Lager vor der Stadtmauer aus die Situation und plant das weitere Vorgehen. Drei Tage später, am zehnten Tag des Monats, rückt er in Jerusalem ein und setzt die Stadt in Flammen (Jeremia 52:12, 13).
Jeremia liefert einen präzisen Bericht über den Fall Jerusalems. Seine Beschreibung ist die Basis für die Totenklage und die Wehklage, die in dichterischer Form das Bibelbuch Klagelieder bilden.