Matthäus

Die gute Botschaft nach Matthäus
Matthäus

hier als mp3, die Gedanken und Kommentare zu den einzelnen Kapiteln finden wir hier

sowie weiteren ergänzenden Stoff

Thomas 15. Oktober 2009 213 Kommentare Trackback URI Comments RSS

213 Kommentare zu “Matthäus”

  1. Juleam 15. Oktober 2009 um 12:54 Link zum Kommentar

    Matthäus 1 – 4

    Matthäus 1:5-6

    Sạlmon wurde der Vater des Bọas, dessen Mutter Rạhab war;
    Bọas wurde der Vater Ọbeds, dessen Mutter Ruth war;
    Ọbed wurde der Vater Ịsaïs;
    6 Ịsaï wurde der Vater Davids, des Königs.
    David wurde der Vater Sạlomos, dessen Mutter die Frau Urịas war;

    ist ja der Hamer! Das ist mir noch garnicht so aufgefallen!

    Rahab war die Mutter von Boas – das war die Zeit, als die Israeiten Jericho einnahmen. Dann taucht schon Ruth auf, die die Frau von Boas wird und dadurch dann die Mutter von Davids Opa wird.

    Dass die Vorkommnisse so eng zusammen liegen wusste ich nicht.

    So sind es von Rahab und der Eroberung Jerichos mit dem Einzug ins verheissene Land bis zu David nur 4 Generationen?

    Erstaunlich

    Umso mehr, dass ich doch in diesem Jahr die Bibel in der Reihenfolge lese, wie sich die Dinge ereignet haben – und es ist mir trotzdem nicht aufgefallen, wie dicht alles zeitlich nebebeinander ablief.

  2. Juleam 15. Oktober 2009 um 12:57 Link zum Kommentar

    Matthäus 1:17

    Alle Generationen von Abraham bis David waren also vierzehn Generationen und von David bis zur Wegführung nach Babylon vierzehn Generationen und von der Wegführung nach Babylon bis zum Christus vierzehn Generationen

    hat es eine besondere Bewandnis damit, dass jeweils 14 Generationen dazwischen liegen?

    Oder ist das einfach nur Zufall?

  3. Juleam 15. Oktober 2009 um 12:59 Link zum Kommentar

    Matthäus 1:18-24

    Mit der Geburt Jesu Christi aber verhielt es sich so: Als seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, fand es sich, daß sie vor ihrer Vereinigung durch heiligen Geist schwanger war. 19 Doch weil Joseph, ihr Mann, gerecht war und sie nicht öffentlich zur Schau stellen wollte, beabsichtigte er, sich heimlich von ihr scheiden zu lassen. 20 Als er aber über diese Dinge nachgedacht hatte, siehe, da erschien ihm Jehovas Engel im Traum und sprach: „Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, heimzuführen, denn was in ihr gezeugt worden ist, ist durch heiligen Geist. 21 Sie wird einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von ihren Sünden erretten.“ 22 Das alles geschah in Wirklichkeit, damit sich erfülle, was Jehova durch seinen Propheten geredet hatte, welcher sagt: 23 „Siehe! Die Jungfrau wird schwanger werden und wird einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immạnuel geben“, was übersetzt „Mit uns ist Gott“ bedeutet.

    24 Joseph erwachte dann aus seinem Schlaf und tat, wie ihn der Engel Jehovas angewiesen hatte, und er führte seine Frau heim.

    die Geschichte von Maria und Joseph – allen Christen sehr gut bekannt

    Ich kann die Zweifel von Joseph sehr gut nachvollziehen, als er von Marias Schangerschaft erfuhr.

    Oder hätte er von vornherein in Betracht ziehen müssen, dass es seine Maria ist, von der in den Schriften gesagt wurde, dass „eine Jungfrau ein Kind gebären“ würde? Immerhin war er als Jude gut mit den Schriften vertraut.

    Ob es wohl zu der damaligen Zeit viele ledige Mütter gab, da man sich doch mit dieser Prophezeiung herausreden konnte?

  4. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:01 Link zum Kommentar

    Außerdem sehen wir hier, dass es sich immer lohnt, auf Jehova zu vertrauen, denn wie mag wohl Maria empfunden haben, als sie erfuhr, dass sie unehelich schwanger werden würde?

    Ob sie sich wohl Sorgen machte, wie ihr Verlobter darauf reagieren würde?

    Trotzdem ließ sie sich auf das „Abendteuer“ ein und Jehova segnete ihr Vertrauen, indem ER selbst Joseph sagte, wie sich die Dinge verhielten.

  5. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:03 Link zum Kommentar

    Wie hatte Joseph von der Schwangerschaft erfahren?

    Hatte es ihm Maria selbst erzählt, vielleicht sofort nach dem Erscheinen des Engels? Aber dann hätte er doch nicht die Wahrheit angezweifelt, wo er doch die Prophezeiung kannte?

    Wie hätten wir an seiner Stelle auf die Nachricht reagiert?

    Wie hätte ich an Marias Stelle gehandelt – hätte ich meinem Verlobten sofort von der Begegnung mit dem Engel erzählt oder hätte ich vielleicht gehofft, dass die Hochzeit schnell genug stattfindet, so dass man es erst merkt und sieht, wenn ich verheiratet bin?

    Ob sie manchmal Angst hatte, was werden würde – oder war sie einfach von Freude darüber erfüllt, dass Jehova sie ausgewählt hat?

  6. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:05 Link zum Kommentar

    Matthäus 2:16-18

    Als Herodes nun sah, daß er von den Astrologen überlistet worden war, geriet er in große Wut, und er sandte hin und ließ in Bẹthlehem und in dessen ganzem Gebiet alle Knaben im Alter von zwei Jahren und darunter umbringen, entsprechend der Zeit, die er von den Astrologen genau ermittelt hatte. 17 Damals erfüllte sich, was durch den Propheten Jeremia geredet worden war, welcher sagt: 18 „Eine Stimme wurde in Rạma gehört, Weinen und viel Wehklagen; es war Rahel, die um ihre Kinder weinte, und sie wollte sich nicht trösten lassen, weil sie nicht mehr sind.“

    ist das nicht furchtbar?

    Wie hätte sich wohl Maria gefühlt, wenn sie erfahren hätte, dass so viele unschuldige Kinder sterben mussten, damit ihr Kind geschützt wurde?

    Gut, dass Jehova dafür gesorgt hatte, dass sie und ihre Familie „so weit weg vom Schuss“ waren. Höchstwahrscheinlich weit genug, dass die Kunde darüber garnicht bis dahin drang.

    Ob es ihr später jemand erzählt hat?

  7. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:08 Link zum Kommentar

    Matthäus 3:1-6

    In jenen Tagen trat Johạnnes der Täufer auf und predigte in der Wildnis von Judạ̈a, 2 indem er sprach: „Bereut, denn das Königreich der Himmel hat sich genaht.“ 3 Dieser ist es tatsächlich, von dem durch Jesaja, den Propheten, in diesen Worten geredet wurde: „Horch! Es ruft jemand in der Wildnis: ‚Bereitet den Weg Jehovas! Macht seine Straßen gerade.‘ “ 4 Ebendieser Johạnnes aber trug eine Kleidung aus Kamelhaar und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; auch bestand seine Nahrung aus Heuschrecken und wildem Honig. 5 Da zogen Jerusalem und ganz Judạ̈a und die ganze Umgegend des Jordan zu ihm hinaus, 6 und man ließ sich von ihm im Jordanfluß taufen und bekannte offen seine Sünden.

    wie hätten wir wohl auf das Erscheinen des Johannes reagiert?

    Hätten wir uns daran gestoßen, dass er „ein komischer Kauz“ zu sein schien?

  8. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:12 Link zum Kommentar

    Matthäus 3:7-12

    Als er viele von den Pharisäern und Sadduzạ̈ern erblickte, die zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: „Ihr Otternbrut, wer hat euch zu verstehen gegeben, daß [ihr] dem kommenden Zorn entfliehen könnt? 8 So bringt denn Frucht hervor, die der Reue entspricht; 9 und maßt euch nicht an, euch einzureden: ‚Wir haben Abraham zum Vater.‘ Denn ich sage euch, daß Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag. 10 Schon liegt die Axt an der Wurzel der Bäume; jeder Baum nun, der keine vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen werden. 11 Ich für meinen Teil taufe euch mit Wasser, weil ihr bereut; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, [und] ich bin nicht wert, ihm die Sandalen abzunehmen. Dieser wird euch mit heiligem Geist und mit Feuer taufen. 12 Er hat seine Worfschaufel in seiner Hand, und er wird seine Tenne gründlich säubern und wird seinen Weizen in das Vorratshaus sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“

    klare deutliche Worte, die nichts beschönigen, sondern sagen, wie Jehova über sie denkt.

    Haben wir den gleichen Freimut der Rede, wenn wir sehen, dass unser Bruder ein Doppelleben führt?

    Oder denken wir vielleicht selbst, dass es reicht, wenn wir die Zusammenkünfte besuchen – aber ansonsten leben wir so, wie es uns gefällt?

    Maßen wir uns an, zu sagen „wir sind ja Zeugen Jehovas“?

    Was sagte Johannes hier was wir tun sollten, falls diese Worte auf uns zutreffen? Haben wir das in diesem Jahr nicht zigmal in der Bibel gelesen, dass Jehova uns auffordert, von unseren schlechten Wegen umzukehren?

    Sind wir zur Umkehr bereit – und auch dazu, den durch uns entstandenen Schaden wieder gut zu machen?

    Wie nennt Johannes hier die Personen, die sagen, sie wären Anbeter Jehovas, aber in Wirklickeit nicht nach Gottes Maßstäben leben? „Schlangen, Otternbrut“!

    Wie nennen wir sie heute?

    Seit dem Kongress im Sommer hat sich der Begriff „Fake“ eingeprägt

    Sind wir selbst ein Fake? Und vielleicht sogar noch stolz darauf, wie raffiniert wir sind, dass wir die anderen bereits schon so lange täuschen?

    Wie sieht uns Jehova?

    Matthäus 3:10

    Schon liegt die Axt an der Wurzel der Bäume; jeder Baum nun, der keine vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen werden.

  9. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:14 Link zum Kommentar

    Matthäus 3:13-15

    Dann kam Jesus von Galilạ̈a her zu Johạnnes an den Jordan, um sich von ihm taufen zu lassen. 14 Dieser aber suchte ihn davon abzuhalten, indem er sprach: „Ich habe es nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir?“ 15 Da entgegnete ihm Jesus und sagte: „Laß es diesmal so sein, denn auf diese Weise ziemt es sich für uns, alles auszuführen, was gerecht ist.“ Da hörte er auf, ihn davon abzuhalten.

    ein wahres Beispiel an Demut

    Wären wir ebenso demütig und bescheiden wie Jesus gewesen – oder wären wir huldvoll auf das Angebot des Täufers eingegangen?

    Hätten wir Aufhebens um unsere Person gemacht – oder hätten wir es genossen, dass Johannes uns so hoch über sich sieht?

  10. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:16 Link zum Kommentar

    Matthäus 3:17

    Siehe! Da kam auch eine Stimme aus den Himmeln, welche sprach: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“

    könnte Jehova dies wohl auch von uns sagen?

    Kann er Wohlgefallen an uns finden, weil wir gern alles tun, was ihm gefällt?

    Wie steht es mit uns? Loben wir andere?

    Sagen wir unserem Ehepartner und unseren Kindern, dass wir sie lieben und stolz auf sie sind?

  11. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:22 Link zum Kommentar

    Matthäus 4:1-11

    Dann wurde Jesus vom Geist in die Wildnis hinaufgeführt, um vom Teufel versucht zu werden. 2 Nachdem er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. 3 Auch kam der VERSUCHER und sagte zu ihm: „Wenn du ein Sohn Gottes bist, so sage diesen Steinen, daß sie Brote werden.“ 4 Er aber antwortete und sprach: „Es steht geschrieben: ‚Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jeder Äußerung, die durch den Mund Jehovas ausgeht.‘ “

    5 Dann nahm ihn der Teufel mit in die heilige Stadt, und er stellte ihn auf die Zinne des Tempels 6 und sagte zu ihm: „Wenn du ein Sohn Gottes bist, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: ‚Seinen Engeln wird er deinetwegen Befehl geben, und auf ihren Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß niemals an einen Stein stößt.‘ “ 7 Jesus sprach zu ihm: „Wieder steht geschrieben: ‚Du sollst Jehova, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.‘ “

    8 Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen ungewöhnlich hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit, 9 und er sagte zu ihm: „Alle diese Dinge will ich dir geben, wenn du niederfällst und mir einen Akt der Anbetung erweist.“ 10 Da sprach Jesus zu ihm: „Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “ 11 Da ließ der Teufel von ihm ab, und siehe, Engel kamen und begannen ihm zu dienen.

    was können wir aus den Versuchungen Jesu lernen und daraus, wie der Teufel vorging und wie Jesus reagierte?

    Der Teufel suchte Jesus in die Irre zu führen, indem er Gottes Wort zitierte und damit sagen wollte, dass es von Jehova gut geheissen werden würde. Aber Jesus kannte Jehova und sein Wort sehr genau. Er kannte Jehovas Maßstäbe und wie er dachte und warum. Darum ließ er sich nicht irreführen, sondern antwortete dem Widersacher sogar mit einem Gegenzitat aus Gottes Wort, das zeigte, wie unsinnig das Ansinnen des Teufels war.

    Ist es uns auch schon mal passiert, dass jemand uns in die Irre führen wollte, indem er einen Bibeltext aus dem Zusammenhang gerissen und falsch angewendet hat um uns ein falsches Verhalten als richtig zu verkaufen?

    Wussten wir darauf eine Antwort?

    Kennen wir die Bibel als Ganzes und nicht nur einzelne Verse, so dass wirJehovas Denkweise verstanden haben?

    Wüssten wir jemanden zu antworten, der uns in die Irre führen will? Könnten wir mit der Bibel die Gegenargumentation liefern? Könnten wir so jemanden anhand der Bibel beweisen, dass er es ist, der falsch liegt – so dass derjenige die richtigen Zusammenhänge erkennt?

    Was, wenn jemand uns mit einem Bibetext manipulieren will, seinen Willen zu tun und seinen eigenen Interessen zu dienen? Könnten wir ihm antworten – oder kann er uns ein schlechtes Gewissen einreden, weil wir nicht bereit sind, seinen eigenen egoistischen Interessen zu dienen?

    Sind wir in der Lage, Argumente aus der Bibel zu bringen, die ihn und sein egoistisches Ansinnen als das boßstellen, was es ist und dass es überhaut nichts mit Gottes Willen zu tun hat?

    Könnten wir das taktvoll aber bestimmt tun?

    Übrigen ist der Dialog zwischen Satan und Jesus ein sehr gute Beispiel für den Gedanken, den wir gestern in Maleachi hatten:

    es reicht nicht, den Namen Jehovas zu gebrauchen und mit anderen über Jehova und sein Wort zu reden. Wenn wir Gottes Wort gebrauchen, indem wir Texte aus dem Zusammenhang reissen, um einen anderen für unsere eigenen egoistischen Zwecke zu manipulieren – dann gebrauchen wir Jehovas Namen in unwürdiger Weise. Ganz besonders, wenn wir vorgeben, ein Anbeter Jehovas zu sein.

    Wie denkt Jehova über solche Personen? Was haben wir in den letzten Monaten darüber gelesen?

    Wie denkt Jehova über mich?

  12. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:26 Link zum Kommentar

    noch mal der Gedanke, dass mir jemand durch einen falsch angewandten Bibeltext Gutes als schlecht verkaufen will und Schlechtes als gut – wie denkt wohl Jehova darüber?

    Wer war der erste in der Bibel, von dem wir so etwas gehört haben?

    Wie dachte Jehova über die falschen Propheten, die dem Volk nicht sein Wort brachten, sondern das Volk in dem falschen Glauben gewiegt haben, dass sie fürJehova annehmbar wären -obwohl sie Hurer, Ehebrecher, Lügner und Götzendiener waren?

    Und das, obwhl sie eigentlich das Volk warnen sollten, dass sie sich auf dem falschen Weg befinden und Jehova sie richten muss, wenn sie nicht bald umkehren.

    Wie dachte Jehova im Verlauf der Geschichte des Volkes Israel über die Priester, die er eigentlich eingesetzt hatte, das Volk über SEINEN Willen zu belehren – und die selber Hurer, Götzendiener und vieles mehr waren und das Volk in ihrem verkehrten Tun bestärkten?

    Die selbst nicht nach Jehovas Geboten lebten und sicherlich auch vor denen, die sie darauf hinwiesen, einige Bibeltexte zu ihrer Rechtfertigung anführen konnten?

    Erkennen wir unsere Verantwortung als Eltern? Erziehen wir unsere Kinder gemäß dem Weg für sie?

    Bringen wir unseren Kindern bei, die Dinge zu hinterfragen, damit sie Jehova und seinen Willen wirklich verstehen und sich voller Liebe zu ihm hingezogen fühlen?

    Oder gehören wir vielleicht zu denen, die ihr eigenes falsches Verhalten durch aus dem Kontext gerissene Bibeltexte rechtfertigen – und so den Kindern ein verkehrtes Bild von Jehova vermitteln, das aber für uns und unsere Zwecke ganz praktisch ist?

    Das aber auch unsere Kinder daran hindert, ein echtes inniges Verhältnis zu Jehova zu entwickeln und sie dahin erzieht, später auch ein Doppeleben zu führen?

    Wie sieht Jehova uns??

  13. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:30 Link zum Kommentar

    hier kommen noch einige Gedanken von Anfang 2005 – die ich als Notizen am Rand meiner Studienbibel stehen habe:

    Matthäus 1:6

    Ịsaï wurde der Vater Davids, des Königs.
    David wurde der Vater Sạlomos, dessen Mutter die Frau Urịas war;

    Jehova verzieh David und Bathseba wirklich, denn er wählte von Davids vielen Frauen die, mit der er gesündigt hatte.

  14. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:31 Link zum Kommentar

    Matthäus 1:20

    Als er aber über diese Dinge nachgedacht hatte, siehe, da erschien ihm Jehovas Engel im Traum und sprach: „Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, heimzuführen, denn was in ihr gezeugt worden ist, ist durch heiligen Geist.

    wenn wir aufrichtig und gebetsvoll nachsinnen, geben wir Jehova die Gelegenheit, sich uns mitzuteilen – und finden manchmal unwöhnliche Lösungen.

    Das erfordert allerdings Demut von uns.

  15. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:34 Link zum Kommentar

    demütiger Gehorsam

    Matthäus 1:24

    Joseph erwachte dann aus seinem Schlaf und tat, wie ihn der Engel Jehovas angewiesen hatte, und er führte seine Frau heim.

    Manchmal ist es nicht nur für uns von Vorteil, wenn wir Anweisungen von oben befolgen – selbst, wenn wir das Problem anders gelöst hätten.

  16. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:36 Link zum Kommentar

    Matthäus 2:11

    Und als sie in das Haus kamen, sahen sie das kleine Kind bei Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und huldigten ihm. Auch öffneten sie ihre Schätze und brachten ihm Gaben dar: Gold und duftendes Harz und Myrrhe.

    „in das Haus“, nicht ‚in die Stadt‘

    Also muss Jesus zu dem Zeitpunkt schon älter gewesen sein.

  17. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:39 Link zum Kommentar

    Vertrauen auf Jehova

    Matthäus 2:12-13

    Weil sie aber im Traum eine göttliche Warnung erhielten, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg in ihr Land zurück.

    13 Als sie weggezogen waren, siehe, da erschien Jehovas Engel dem Joseph im Traum und sprach: „Steh auf, nimm das kleine Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten, und halte dich dort auf, bis ich dir Bescheid gebe; denn Herodes ist im Begriff, nach dem kleinen Kind zu suchen, um es zu vernichten.“

    Jehova sorgt auf ungewöhnliche Weise für Jesu Schutz, da es seinem Vorsatz entspricht.

    Aber es ist ihm auch möglich, uns auf ungewöhnliche Weise zu schützen.

  18. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:41 Link zum Kommentar

    Matthäus 3:8-9

    So bringt denn Frucht hervor, die der Reue entspricht; 9 und maßt euch nicht an, euch einzureden: ‚Wir haben Abraham zum Vater.‘ Denn ich sage euch, daß Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag.

    uns nicht selbst vormachen, dass wir für immer gerettet sind.

    Wir müssen immer wieder eine Selbstprüfung vornehmen und uns korrigieren.

  19. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:43 Link zum Kommentar

    Matthäus 4:6

    und sagte zu ihm: „Wenn du ein Sohn Gottes bist, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: ‚Seinen Engeln wird er deinetwegen Befehl geben, und auf ihren Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß niemals an einen Stein stößt.‘ “

    wir müssen die Bibel gut lesen und den Sinn dahinter verstehen – damit uns niemand mit Bibelstellen verunsichern kann, die aus dem Zusammenang gerissen sind.

  20. Juleam 15. Oktober 2009 um 13:45 Link zum Kommentar

    Matthäus 4:9

    und er sagte zu ihm: „Alle diese Dinge will ich dir geben, wenn du niederfällst und mir einen Akt der Anbetung erweist.“

    Satan ist es ganz egal, wie und womit er uns zum Straucheln bringt. Er ist schon mit einem ganz kleinen Akt der Anbetung zufrieden.

    Wir müssen also auch in kleinen Dingen treu sein – und auch bleiben.

  21. Juleam 16. Oktober 2009 um 13:50 Link zum Kommentar

    Matthäus 5 – 7

    Matthäus 5:3-12

    „Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind, da das Königreich der Himmel ihnen gehört.

    4 Glücklich sind die Trauernden, da sie getröstet werden.

    5 Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden.

    6 Glücklich sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, da sie gesättigt werden.

    7 Glücklich sind die Barmherzigen, da ihnen Barmherzigkeit erwiesen wird.

    8 Glücklich sind die, die reinen Herzens sind, da sie Gott sehen werden.

    9 Glücklich sind die Friedsamen, da sie ‚Söhne Gottes‘ genannt werden.

    10 Glücklich sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt worden sind, da das Königreich der Himmel ihnen gehört.

    11 Glücklich seid ihr, wenn man euch schmäht und euch verfolgt und lügnerisch allerlei Böses gegen euch redet um meinetwillen. 12 Freut euch, und springt vor Freude, da euer Lohn groß ist in den Himmeln; denn ebenso verfolgte man vor euch die Propheten.

    hach ja, ist das schön!!!!!!

    Gehören wir zu der Gruppe derer, die hier angeführt werden?

    * zu den Trauernden,
    * zu den Mildgesinnten,
    * zu dejenigen, die sich nach Gerechtigkeit sehnen,
    * zu den Barmherzigen,
    * zu den Friedsamen,
    * zu dejenigen die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden und
    * zu dejenigen, die man schmäht, verfolgt und über die lügnerisch allerlei Böses geredet wird – weil sie auch weiterhin am wahren Glauben festhalten

    Jeder, der zu dieser Gruppe gehört, weiß wie schwer das manchmal sein kann, ruhig zu bleiben und die Schmach nicht einfach selbst zu beenden, indem man unchristlich vorgeht.

    Ich könnte mir vorstellen, dass Jesus auch diesen Gesichtspunkt gemeint haben könnte, wenn er später sagt, wir sollten auch noch die andere Wange hinhalten.

    Denn wenn wir bis aufs Blut angegriffen werden mit Lügen, Intrigen, Falschanklagen (also Rufmord) und uns damit alles genommen wird bis auf unser Leben und unser Verhältnis zu Jehova – dann ist es unglaublich schwer, ruhig zu bleiben und nicht mit gleicher Münze zurück zu schlagen.

    Oft haben wir in so einer Situation das Gefühl, dass wir dumm sind, weil wir die Verfolger auch weiterhin auf uns einschlagen lassen. Sicherlich gleichzusetzen damit, ihnen auch die andere Wange noch hinzuhalten.

    Dies kann man dann nur, wenn man bedingunglos auf Jehova vertraut und darauf, dass er zu seiner Zeit diejenigen von uns wegreißt, die immer noch auf uns einprügeln und dem ganzen Spuk ein Ende bereiten wird.

    Reicht unser Glaube und vertrauen wir genug auf Jehova, dass wir es schaffen, uns solange ruhig zu verhalten?

    Vertrauen wir wirklich darauf, dass Jehova den Schaden, der bis dahin entsteht, wieder gutmachen kann und auch wird?

  22. Juleam 16. Oktober 2009 um 13:53 Link zum Kommentar

    Matthäus 5:14-16

    14 Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt kann nicht verborgen sein, wenn sie auf einem Berg liegt. 15 Man zündet eine Lampe an und stellt sie nicht unter das Maßgefäß, sondern auf den Leuchter, und sie leuchtet allen, die im Haus sind. 16 Ebenso laßt euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure vortrefflichen Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.

    darum ist unser Lebenswandel so entscheidend!

    Denn welchen Eindruck bekommen die Menschen, wenn sie sehen, wie wir handeln und wenn sie hören, was und wie wir reden?

    Wenn wir ein Doppelleben führen und uns Außenstehene dabei beobachten – fühlen sie sich dann wohl veranlasst, unseren liebevollen himmlischen Vater zu verherrlichen?

    Oder könnte es sogar sein, dass unser Lebenswandel andere abstößt und daran hindert, die Bibel zu studieren und Jehova noch besser kennen zu lernen?

    Würde das dann nicht bedeuten, dass wir Blutschuld auf uns geladen haben?

  23. Juleam 16. Oktober 2009 um 13:55 Link zum Kommentar

    Matthäus 5:18-19

    denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur e i n kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.

    hm

    könnte dieser Text auch bedeuten, dass es verkehrt ist, wenn wir als ZJ lehren, dass man z.B. den Sabbat nicht mehr halten muss?

    Denn wir halten ja den Sabbat nicht mehr und lehren auch andere, dass dies heute nicht mehr wichtig ist…

    Den Sabbat zu halten war aber eins der Gebote, die Jehova dem Volk Israel durch Mose gegeben hatte.

    Querverweise?

  24. Juleam 16. Oktober 2009 um 13:59 Link zum Kommentar

    den Sinn der Gesetze verstehen:

    Matthäus 5:21-22

    Ihr habt gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht morden; wer immer aber einen Mord begeht, wird dem Gerichtshof Rechenschaft geben müssen.‘ 22 Doch ich sage euch, daß jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen, während jeder, der sagt: ‚Du verächtlicher Tor!‘, der feurigen Gehẹnna verfallen sein wird.

    was zählt gemäß Jesu Worten bereits zu Mord?

    Zürnen wir unseren Brüdern fortgesetzt? Wünschen wir ihnen den Tod?

    Bereits Worte könnten dazu zählen – also auch Rufmord!

    Würden wir ebenso handeln, wenn wir unseren Nächsten lieben würden wie uns selbst?

    Immerhin ist dies die Grundlage des GESETZES, ebenso wie die Liebe zu Jehova.

    Wenn wir beide Grundlagen erfüllen würden – könnten wir dann so handeln?

    Wäre dann da noch Platz dafür, hässliche Gedanken über unseren Bruder zu hegen? Oder alles mögliche zu unternehmen um ihm zu schaden, „immerhin hat er mich ja so gekränkt“ oder „er hat mich schlecht behandelt“ oder „er hat aber.. und darum muss ich jetzt…“ oder oder…

  25. Juleam 16. Oktober 2009 um 14:20 Link zum Kommentar

    Matthäus 5:23-24

    Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.

    eine kleine Bestärkung des vorherigen Gedankens!

    Denn solange wir keinen Frieden mit unserem Bruder haben, ist alles, was wir ansonsten für die wahre Anbetung tun, sinnlos. Sei es der Besuch der Zusammenkünfte, der Predigtdienst oder sogar eine grosse finanzielle Spende.

    Sind wir uns dessen bewußt, wie wichtig das ist?

    Erinnern wir uns noch an den Studienartikel vom letzten Jahr, der sich mit diesem Gedanken beschäftigt hat? Warum nicht nochmal reinschauen und uns die Gedanken in Erinnerung rufen?

    w08 15. 5. S. 6-7 Wie sollten wir andere behandeln?
    ‘Schließe mit deinem Bruder Frieden’
    17 Jesus warnte seine Jünger in der Bergpredigt davor, anhaltend auf einen Bruder zornig zu sein oder ihn zu verachten. Man sollte sich stattdessen bemühen, möglichst schnell Frieden mit ihm zu schließen. (Lies Matthäus 5:21-25.) Ist dir aufgefallen, was Jesus genau riet? Stell dir vor, du hättest damals eine Gabe zum Altar gebracht und dich dort daran erinnert, dass ein Bruder etwas gegen dich hat. Was tun? Du hättest deine Gabe vor dem Altar lassen und weggehen sollen, um Frieden mit ihm zu schließen. Anschließend hättest du zurückkommen und deine Gabe darbringen können.

    18 Bei der „Gabe“ handelte es sich häufig um ein Schlachtopfer, das im Tempel Jehovas dargebracht wurde. Tieropfer spielten eine wichtige Rolle im Gesetz Mose, in dem Gott vorgeschrieben hatte, wie er von den Israeliten angebetet werden wollte. Aber wenn du dich nun vor dem Altar daran erinnert hättest, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, dann gab es etwas noch Wichtigeres, als das Opfer darzubringen, nämlich die Angelegenheit zu regeln! Jesus sagte: „Lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.“ Sich mit dem Bruder zu versöhnen hatte Vorrang vor einer im Gesetz vorgeschriebenen Verpflichtung!

    19 Jesus beschränkte seine Anweisung nicht auf bestimmte Opfer oder ein bestimmtes Fehlverhalten. Jedes Opfer war zurückzustellen, wenn sich jemand erinnerte, dass sein Bruder etwas gegen ihn hatte. Sollte ein Tier geopfert werden, musste es „vor dem Altar“ im Vorhof der Priester im Tempel zurückgelassen werden. Erst wenn das Problem gelöst war, konnte der Betreffende zurückkehren und sein Opfer darbringen.

    20 Wie wir mit unseren Brüdern umgehen, ist aus Jehovas Sicht mitentscheidend dafür, ob er unsere Anbetung annehmen kann. Tieropfer waren ihm nichts wert, wenn der Opfernde seinen Nächsten nicht gut behandelte (Mi. 6:6-8). Deshalb forderte Jesus seine Jünger auf, sich „eilends zu verständigen“ (Mat. 5:25). Paulus schrieb zu diesem Thema: „Seid erzürnt, und doch sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurer gereizten Stimmung untergehen, auch gebt dem Teufel nicht Raum“ (Eph. 4:26, 27). Selbst wenn wir zu Recht ärgerlich sind, sollten wir uns schnell versöhnen, damit wir nicht in einer gereizten Stimmung bleiben und so dem Teufel in die Hände spielen (Luk. 17:3, 4).

    Schließen wir zuerst mit unserem Bruder Frieden?

    Was, wenn wir bereits alles in unserer Macht stehende getan haben, aber unser Bruder einfach nicht darauf eingeht?

    Paulus sagte, dass wir mit allen Menschen Frieden halten sollten, soweit es von uns abhängt. Wenn wir alles uns Mögliche getan haben, dann haben wir dieses Erfordernis erfüllt.

    Aber bitte machen wir uns nicht selbst etwas vor, denken wir daran, dass Jehova unser Herz und unsere Beweggründe sehen kann.

    Haben wir in Jehovas Augen alles getan?

    Dann werden wir sicherlich seinen Segen haben.

    Matthäus 5:25-26

    Sei bereit, dich mit dem, der dich beim Gericht verklagt, eilends zu verständigen, solange du noch mit ihm dorthin unterwegs bist, damit der Kläger dich nicht etwa dem Richter übergibt und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen wirst. 26 Ich sage es dir als Tatsache: Du wirst von dort bestimmt nicht herauskommen, bis du die letzte Münze von sehr geringem Wert zurückgezahlt hast.

  26. Juleam 16. Oktober 2009 um 14:30 Link zum Kommentar

    Matthäus 5:27-32

    Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst nicht ehebrechen.‘ 28 Ich aber sage euch, daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat. 29 Wenn nun dein rechtes Auge dich straucheln macht, so reiß es aus und wirf es von dir weg. Denn es ist dir nützlicher, daß dir eines deiner Glieder verlorengehe, als daß dein ganzer Leib in die Gehẹnna gestürzt werde. 30 Und wenn deine rechte Hand dich straucheln macht, so hau sie ab und wirf sie von dir weg. Denn es ist nützlicher für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Gehẹnna kommt.

    31 Außerdem ist gesagt worden: ‚Wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, gebe ihr ein Scheidungszeugnis.‘ 32 Doch ich sage euch, daß jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen wegen Hurerei, sie dem Ehebruch aussetzt, und wer eine Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.

    In Vers 28 geht es nicht so sehr um das Ansehen an sich, sondern um die Beweggründe.

    Die nächsten Verse zeigen, dass ganz entschiedenes Handeln unsererseits erforderlich ist, wenn wir uns dabei ertappen, romantische Gefühle für jemanden zu hegen, der nicht unser Ehepartner ist oder der verheiratet ist.

    Sind wir dazu bereit – auch wenn es weh tut?

    Sind wir bereit, jeglichen unangebrachten Kontakt mit einer solchen Person zu vermeiden, oder suchen wir auch weiterhin nach Möglichkeiten, den anderen zu sehen? (siehe auch hier)

    Ich selbst war mal vor einigen Jahren in einer solchen Situation. Auf dem Kreisongress 2002, auf dem meine Tochter Yve getauft wurde, gab es eine Ansprache genau zu diesem Thema und da wurde mir klar, was ich zu tun hatte. Das war nicht einfach, da dieser Bruder den Ernst der Lage nicht erkannt hatte (erkennen wollte?) und so musste ich ihm mehrfach sagen, dass das so nicht geht und mehrfach immer wieder mehr Distanz rein bringen. Ich lebte zwar von meinem Mann seit Jahren getrennt, aber ich war nicht frei, da ich keine Beweise für einen biblischen Scheidungsgrund hatte. Diese Jahre waren sehr schwer für mich, denn mein Herz wollte eine neue Beziehung mit diesem Bruder, aber es hätte Jehova nicht gefallen.

    Es ist mir mit Jehovas Hilfe gelungen, der Versuchung aus dem Weg zu gehen und später, als der Scheidungsgrund dann bewiesen war und die Scheidung lief und mein Traum in greifbare Nähe gerückt war, da habe ich erkannt, dass dieser Bruder nur mit meinen Gefühlen gespielt hatte. Kurz nach meiner Scheidung hat mich Jehova einem ganz wunderbaren Mann über den Weg geschickt und im Laufe vieler Monate entwickelte sich auf beiden Seiten eine tiefe Liebe. Heute sind wir seit vielen Jahren sehr glücklich verheiratet und ich bin Jehova sehr dankbar, wie er die Dinge gelenkt hätte.

    Auch heute denke ich öfters über die damals so schwere Zeit nach und bin immer wieder froh, dass ich mit Jehovas Hilfe die richtigen Schritte unternommen hatte. Denn selbst wenn dieser Bruder damals nicht nur mit meinen Gefühlen gespielt hätte und aus uns beiden ein Paar geworden wäre – wir wären beide totunglücklich geworden, denn wir passten überhaupt nicht zuammen.

    Wie wir sehen, belehrt uns Jehova immer zu unserem eigenen Nutzen und auch wenn es in dem Moment sehr schwer und schmerzhaft ist, das Richtige zu tun – so schmerzhaft, als würden wir uns selbst einen Körperteil abhacken – so ist es doch zu unserem eigenen Nutzen!

    Hätte ich damals meinen Gefühlen nachgegeben und auf mein verräterisches Herz gehört, dann wäre ich heute vielleicht auch verheiratet, aber mit dem falschen Mann und hätte nie das Vorrecht gehabt, meinen wundervollen Mann kennen zu lernen.

    Heute liege ich oft Nachts neben meinem schlafenden Mann wach und danke Jehova inbrünstig dafür, dass er die Dinge so wunderbar gelenkt hat und dass ich mit diesem wundervollen Mann verheiratet sein darf.

    Gehorsam lohnt sich also – auch wenn es am Anfang schmerzhaft sein kann!

  27. Juleam 16. Oktober 2009 um 14:32 Link zum Kommentar

    Matthäus 5:33-37

    Ferner habt ihr gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht schwören, ohne entsprechend zu handeln, sondern du sollst Jehova deine Gelübde bezahlen.‘ 34 Doch ich sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, 35 noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. 36 Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn du kannst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz machen. 37 Euer Wort Ja bedeute einfach ja, euer Nẹin nein; denn was darüber hinausgeht, ist von dem, der böse ist.

    halten wir unsere Gelübde? Kann man sich auf uns verlassen?

    Matthäus 5:38-42

    Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Auge um Auge und Zahn um Zahn.‘ 39 Doch ich sage euch: Widersteht nicht dem, der böse ist, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu. 40 Und wenn jemand mit dir vor Gericht gehen und dein inneres Kleid in Besitz nehmen will, so überlasse ihm auch dein äußeres Kleid; 41 und wenn jemand mit Befugnis dich für eine Meile zum Dienst zwingt, so gehe mit ihm zwei Meilen. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem ab, der [zinslos] von dir borgen will.

    wie gehen wir mit Menschen um, die uns nicht wohl gesonnen sind? Müssen wir immer auf unserem Recht beharren – oder können wir auch mal Unrecht herunter schlucken, wenn es dem Frieden der Mehrheit dient?

  28. Juleam 16. Oktober 2009 um 14:38 Link zum Kommentar

    Matthäus 5:43-48

    Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.‘ 44 Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen, 45 damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt. 46 Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Steuereinnehmer dasselbe? 47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes? Handeln nicht auch die Leute von den Nationen ebenso? 48 Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

    auch hierzu hatten wir im letzten Jahr einen wundervollen Studienartikel.

    Können wir uns noch erinnern?

    w08 15. 5. S. 7-9 Tut weiter Gutes

    ‘Liebt eure Feinde’
    3 In seiner berühmten Bergpredigt ermahnte Jesus seine Zuhörer, ihre Feinde zu lieben und für die zu beten, die sie verfolgen. (Lies Matthäus 5:43-45.) Jesus sprach bei dieser Gelegenheit zu Juden, die das Gebot Gottes kannten: „Du sollst nicht Rache nehmen an den Söhnen deines Volkes noch Groll gegen sie hegen; und du sollst deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst“ (3. Mo. 19:18). Allerdings lehrten jüdische Religionsführer im ersten Jahrhundert, die Ausdrücke „Söhne deines Volkes“ und „Mitmensch“ würden sich ausschließlich auf Juden beziehen. Nun stand zwar im mosaischen Gesetz, die Israeliten sollten sich von anderen Nationen getrennt halten, aber daraus hatte sich die Auffassung entwickelt, jeder Nichtjude sei ein Feind und müsse gehasst werden.

    4 Jesus dagegen erklärte: „Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen“ (Mat. 5:44). Seine Jünger sollten alle, die ihnen feindlich gesinnt waren, liebevoll behandeln. Der Evangelist Lukas gibt Jesu Worte wie folgt wieder: „Ich sage euch, die ihr zuhört: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen, die zu segnen, die euch fluchen, für die zu beten, die euch beleidigen“ (Luk. 6:27, 28). Wie diejenigen, die seine Worte im ersten Jahrhundert beherzigten, tun auch wir ‘denen Gutes, die uns hassen’, indem wir ihrer Feindseligkeit freundliche Handlungen entgegensetzen. Wir ‘segnen die, die uns fluchen’, sprechen also liebenswürdig mit ihnen. Und wir ‘beten für die, die uns verfolgen’ — die uns körperliche Gewalt antun oder uns ‘beleidigend’ behandeln. Wir richten liebevolle Fürbitten an Jehova, dass sich die Verfolger doch ändern und die richtigen Schritte unternehmen, um ihm zu gefallen.

    5 Warum sollten wir unsere Feinde lieben? Jesus sagte: „Damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist“ (Mat. 5:45). Befolgen wir diesen Rat, erweisen wir uns als „Söhne“ Gottes, das heißt, wir nehmen uns Jehova zum Vorbild, der „seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen lässt“. Wie Lukas es ausdrückt, ist Gott „gütig gegen die Undankbaren und Bösen“ (Luk. 6:35).

    6 Warum es für Jünger Christi so wichtig ist, dass sie ‘fortfahren, ihre Feinde zu lieben’, betonte Jesus mit den Worten: „Wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Steuereinnehmer dasselbe? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes? Handeln nicht auch die Leute von den Nationen ebenso?“ (Mat. 5:46, 47). Würden wir nur denen Liebe erweisen, die sie uns erwidern, hätten wir keinen „Lohn“, also keine Gunst von Jehova verdient. Sogar die allgemein verachteten Steuereinnehmer behandelten die liebevoll, die ihnen mit Liebe begegneten (Luk. 5:30; 7:34).

    7 Zum üblichen jüdischen Gruß gehörte das Wort „Friede“ (Ri. 19:20; Joh. 20:19). Man drückte damit aus, dass man dem anderen Gesundheit, Wohlergehen und Wohlstand wünschte. Würden wir nur die grüßen, die wir als „Brüder“ betrachten, wäre das nichts „Besonderes“. Wie Jesus sagte, handelten „Leute von den Nationen“ genauso.

    8 Kein Jünger Christi kann fehlerlos sein, denn wir haben alle die Sünde geerbt (Röm. 5:12). Trotzdem schloss Jesus diesen Teil seines Vortrags mit der Aussage ab: „Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist“ (Mat. 5:48). Damit forderte er seine Zuhörer auf, sie sollten sich ihren „himmlischen Vater“, Jehova, zum Vorbild nehmen und ihre Liebe vervollkommnen — sie vervollständigen, indem sie lernten, ihre Feinde zu lieben. Dasselbe wird auch von uns erwartet.

  29. Juleam 16. Oktober 2009 um 14:53 Link zum Kommentar

    Jesus hatte hier in Matthäus 5:21-48 acht Punkte aufgeführt:

    * Mord fängt schon damit an, Groll zu hegen
    * mit unseren Brüdern Frieden zu halten ist so wichtig, dass unsere Anbetung wertlos ist, wenn wir nicht zuvor alles in unserer Macht stehende tun, um einen Streit zu beenden.
    * wenn wir verklagt werden, sollten wir alles von unserer Seite tun, um es zu bereinigen – ohne erst ein Gericht zu bemühen
    * Ehebruch fängt schon damit an, unangebracht viel Zeit mit jemanden zu verbringen, der nicht unser Ehepartner ist und es kann sehr schmerzhaft für uns sein, bereits den Anfängen zu wehren
    * es gibt für Jehova nur einen einzigen Scheidungsgrund, den er anerkennt: wenn unser Ehepartner die Ehe gebrochen hat
    * wir müssen zuverlässig sein und das auch halten, was wir versprechen
    * wir sollten Böses nicht mit Bösem vergelten und uns nicht auf das Niveau von Schadenstiftern herabbegeben um es ihnen heimzuzahlen und
    * wir sollten lernen, auch unsere Feinde mit Achtung und Respekt zu behandeln, sonst sind wir nicht besser als andere, die nicht Jeova anbeten

    Hm. Hatte Jesus da etwas absolut Neues erzählt?

    All diese Gedanken hatten wir bereits öfters in diesem Jahr in der Bibel gelesen und wer von uns wirklich über das Gelesene nachgedacht hat – für den ist es nichts Neues, was Jesus da erzählt.

    Lesen auch wir auf eine Weise in der Bibel, dass wir den Sinn dahinter verstehen?

    Kommen auch wir Jehova durch das Bibellesen näher und erkennen wir dadurch wie er denkt und fühlt – und warum?

    Ist dies unser Ziel beim Bibellesen?

  30. Juleam 16. Oktober 2009 um 14:56 Link zum Kommentar

    Matthäus 6:1-4

    Achtet gut darauf, daß ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen übt, um von ihnen beobachtet zu werden; sonst werdet ihr keinen Lohn bei eurem Vater haben, der in den Himmeln ist. 2 Wenn du also Gaben der Barmherzigkeit spendest, so posaune nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Straßen tun, damit sie von den Menschen verherrlicht werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn. 3 Du aber, wenn du Gaben der Barmherzigkeit spendest, so laß deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, 4 damit deine Gaben der Barmherzigkeit im Verborgenen seien; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten.

    wieder der Gedanke dass es auf unseren Beweggrund ankommt.

    Wenn wir z.B. den Pionierdienst anstreben, dann sollten wir uns fragen, warum wir das tun.

    Geht es uns um Anerkennung von Menschen – oder um die Anerkennung von Jehova?

    Auch ich war mir da nie so sicher, hatte immer Angst, dass es mir um die Anerkennung der Brüder gehen könnte. Aber als dann Ende 2005 meine Bewerbung um den allgemeinen Pionierdienst abgelehnt wurde, da wusste ich, dass es mir um Jehova ging. Denn ich habe mich nicht beirren lassen und bis zum Schluss einfach inoffiziell Pionier gemacht. Einzig und allein der Sekretär wusste davon, da er auf dem Berichtszettel meine Stunden gesehen hatte.

    Trotz allen Schwierigkeiten war das mit die schönste Zeit in meinem Leben und ich bin froh dass ich mich so entschieden hatte.

    Heute sehe ich, dass die Ablehnung meiner Bewerbung auch Vorteile hatte, denn so habe ich gesehen, dass ich den richtigen Beweggrund hatte und es nicht wegen der Anerkennung – sondern wegen Jehova – getan hatte.

    Matthäus 6:5-15

    Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht wie die Heuchler sein; denn sie beten gern stehend in den Synagogen und an den Ecken der breiten Straßen, um von den Menschen gesehen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn. 6 Du hingegen, wenn du betest, geh in deinen Privatraum, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten. 7 Wenn ihr aber betet, sagt nicht immer und immer wieder dasselbe wie die Leute von den Nationen, denn sie meinen, daß sie erhört werden, weil sie viele Worte machen. 8 So macht euch ihnen nicht gleich, denn Gott, euer Vater, weiß, welche Dinge ihr benötigt, schon ehe ihr ihn überhaupt bittet.

    9 Ihr sollt daher auf folgende Weise beten:

    ,Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. 10 Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde. 11 Gib uns heute unser Brot für diesen Tag; 12 und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben. 13 Und bringe uns nicht in Versuchung, sondern befreie uns von dem, der böse ist.‘

    14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; 15 wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, wird euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

  31. Juleam 16. Oktober 2009 um 15:00 Link zum Kommentar

    Matthäus 6:16-18

    16 Hört auf, wenn ihr fastet, ein trübseliges Gesicht zu machen wie die Heuchler, denn sie verstellen ihr Gesicht, um den Menschen als Fastende zu erscheinen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn. 17 Du aber, wenn du fastest, öle dein Haupt und wasche dein Gesicht, 18 damit du nicht den Menschen als ein Fastender erscheinst, sondern deinem Vater, der im Verborgenen ist; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten.

    hier noch einige Gedanken von Anfang 2005 dazu:

    Wie ist es, wenn ich in die Versammlung gehe, wenn es mir nicht gut geht – markiere ich dann „das Leiden Christi“ und mache den Eindruck eines Märtyrers?

    Oder lege ich mehr Wert auf die Freude – dass ich da bin und es trotz meiner Phobie geschafft habe?

    Welchen Eindruck möchte ich erwecken?

  32. Juleam 16. Oktober 2009 um 15:03 Link zum Kommentar

    Matthäus 6:19-21

    Hört auf, euch Schätze auf der Erde aufzuhäufen, wo Motte und Rost [sie] verzehren und wo Diebe einbrechen und stehlen. 20 Häuft euch vielmehr Schätze im Himmel auf, wo weder Motte noch Rost [sie] verzehren und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. 21 Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.

    Womit ist mein Herz und somit auch meine Gedanken, angefüllt?

    Geistige Dinge sollten immer im Vordergrund stehen – keine romantischen Anwandlungen für jemand, der nicht unser Ehepartner ist.

    Sollten wir ein Problem mit unserem Herzen haben, weil wir in Gedanken bereits fremd gehen, dann sollten wir noch mehr Wert auf das Bibellesen und das persönliche Studium legen.

    So justieren wir unser Auge wieder auf die wichtigeren Dinge.

    Matthäus 6:22-24

    Die Lampe des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; 23 wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn in Wirklichkeit das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß ist diese Finsternis!

  33. Juleam 16. Oktober 2009 um 15:07 Link zum Kommentar

    Matthäus 6:25-34

    Deswegen sage ich euch: Hört auf, euch Sorgen zu machen um eure Seele über das, was ihr essen oder was ihr trinken werdet, oder um euren Leib über das, was ihr anziehen werdet. Bedeutet die Seele nicht mehr als die Speise und der Leib [mehr] als die Kleidung? 26 Beobachtet aufmerksam die Vögel des Himmels, denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie [etwas] in Vorratshäuser ein; dennoch ernährt sie euer himmlischer Vater. Seid ihr nicht mehr wert als sie? 27 Wer von euch kann dadurch, daß er sich sorgt, seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzufügen? 28 Auch hinsichtlich der Kleidung, weshalb macht ihr euch Sorgen? Lernt eine Lektion von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht ab, noch spinnen sie; 29 doch sage ich euch, daß nicht einmal Sạlomo in all seiner Herrlichkeit wie eine von diesen bekleidet war. 30 Wenn nun Gott die Pflanzen des Feldes, die heute stehen und morgen in den Ofen geworfen werden, so kleidet, wird er nicht vielmehr euch kleiden, ihr Kleingläubigen? 31 Darum macht euch nie Sorgen und sprecht: ‚Was sollen wir essen?‘ oder: ‚Was sollen wir trinken?‘ oder: ‚Was sollen wir anziehen?‘, 32 denn all diesen Dingen streben die Nationen begierig nach. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all diese Dinge benötigt.

    33 So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden. 34 Macht euch also niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird seine eigenen Sorgen haben. Jeder Tag hat an seinem eigenen Übel genug.

    vertrauen wir genug auf Jehova, dass wir unsere Sorgen und Nöte in seine Hand legen?

    Gerade in diesen Tagen zeigt es sich wieder, dass es auch ein wundervoller Schutz für uns sein kann, wenn wir die teokratischen Belange in den Vordergrund stellen.

    So hat uns vor einiger Zeit eine schlechte Nachricht erreicht, die mir eigentlich völlig den Boden unter den Füssen weggezogen hat. Aber anstatt völlig in Panik zu geraten – wie es sonst meine Angewohnheit ist – habe ich trotz allem Herzensfrieden und bin in der Lage mit der Situation umzugehen. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass das Bibelleseprogramm in diesem Jahr mich total gestärkt hat. Auch dass ich trotz allem damit fortfahre, anstatt über Umstämde nachzugrübeln, die ich nicht ändern kann, ist sehr hilfreich.

    Auch unsere Tochter hat unglaubliches Glück, dass sie ausgerechnet in diesem Monat Hipi macht, denn so hat auch sie weder Zeit noch Gelegenheit, über das Schmerzliche nachzugrübeln.

    wie hatte Jehova gesagt:

    Matthäus 6:33-34

    So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden. 34 Macht euch also niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird seine eigenen Sorgen haben. Jeder Tag hat an seinem eigenen Übel genug

    wir können hier am eigenen Leib erkennen, dass dies stimmt!

  34. Juleam 16. Oktober 2009 um 15:15 Link zum Kommentar

    Matthäus 7:1-6

    Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet; 2 denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird man euch messen. 3 Warum schaust du also auf den Strohhalm im Auge deines Bruders, beachtest aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge? 4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Erlaube mir, den Strohhalm aus deinem Auge zu ziehen‘, wenn, siehe, ein Balken in deinem eigenen Auge ist? 5 Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm aus deines Bruders Auge ziehen kannst.

    6 Gebt das Heilige nicht Hunden, noch werft eure Perlen Schweinen vor, damit sie sie nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.

    auch zu diesem Punkt hatten wir im vergangenen Jahr einen Studienartiel, der das genau erklärte.

    Warum bereitwillig vergeben?
    9 Unbeirrt Gutes zu tun schließt ein, dass wir barmherzig sind und vergeben, wenn jemand gegen uns gesündigt hat. Sogar Jesu Mustergebet enthält ja die Worte: „Vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben“ (Mat. 6:12). Hier ist natürlich nicht von Geldschulden die Rede. Gemäß dem Lukasevangelium gebrauchte Jesus „Schulden“ im Sinn von „Sünden“; es heißt darin nämlich: „Vergib uns unsere Sünden, denn auch wir selbst vergeben jedem, der uns verschuldet ist“ (Luk. 11:4).

    10 Auch darin sollten wir uns ein Beispiel an Jehova Gott nehmen, der reumütigen Sündern bereitwillig vergibt. Der Apostel Paulus schrieb: „Werdet . . . gütig zueinander, voll zarten Erbarmens, einander bereitwillig vergebend, so wie auch Gott euch durch Christus bereitwillig vergeben hat“ (Eph. 4:32). Und der Psalmist David schrieb in einem Lied: „Jehova ist barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte. . . . Er hat uns selbst nicht nach unseren Sünden getan; noch hat er nach unseren Vergehungen das auf uns gebracht, was wir verdienen. . . . So fern der Sonnenaufgang ist vom Sonnenuntergang, so weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt. Wie ein Vater seinen Söhnen Barmherzigkeit erweist, hat Jehova denen Barmherzigkeit erwiesen, die ihn fürchten. Denn er selbst kennt ja unser Gebilde, ist eingedenk dessen, dass wir Staub sind“ (Ps. 103:8-14).

    11 Nur wer schon denen vergeben hat, die gegen ihn gesündigt haben, dem vergibt Gott auch seine Sünden (Mar. 11:25). Das betonte Jesus, als er weiter sagte: „Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, wird euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben“ (Mat. 6:14, 15). Gott vergibt also nur denen, die selbst bereitwillig anderen vergeben. Beständig Gutes zu tun schließt somit ein, den Rat des Apostels Paulus zu befolgen: „So, wie Jehova euch bereitwillig vergeben hat, so tut auch ihr“ (Kol. 3:13).

    „Hört auf zu richten“
    12 Jesu Zuhörer sollten auch dadurch Gutes tun, dass sie aufhörten, andere zu richten. Wie wichtig das ist, machte er mit einer eindrucksvollen Veranschaulichung deutlich. (Lies Matthäus 7:1-5.) Betrachten wir genauer, was er mit der Formulierung „Hört auf zu richten“ sagen wollte.

    13 Im Matthäusevangelium wird Jesus wie folgt zitiert: „Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet“ (Mat. 7:1). Nach Lukas sagte Jesus: „Hört . . . auf zu richten, und ihr werdet bestimmt nicht gerichtet werden; und hört auf zu verurteilen, und ihr werdet bestimmt nicht verurteilt werden. Fahrt fort freizulassen, und ihr werdet freigelassen werden“ (Luk. 6:37). Die Pharisäer im ersten Jahrhundert spielten sich als strenge Richter über andere auf und stützten sich dabei auf unbiblische Traditionen. Falls unter Jesu Zuhörern jemand war, der das ebenfalls tat, sollte er damit „aufhören“. Stattdessen sollte er ‘fortfahren freizulassen’, das heißt, die Fehler anderer zu vergeben. Der Apostel Paulus gab, wie bereits erwähnt, ähnlichen Rat.

    14 Jesu Jünger würden die, denen sie vergaben, dadurch motivieren, selbst auch zum Vergeben bereit zu sein. Jesus sagte: „Mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch messen“ (Mat. 7:2). Auch für zwischenmenschliche Beziehungen gilt: Man erntet, was man sät (Gal. 6:7).

    15 Um zu verdeutlichen, wie falsch es wäre, überkritisch zu urteilen, stellte Jesus ja die Frage: „Warum schaust du also auf den Strohhalm im Auge deines Bruders, beachtest aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Erlaube mir, den Strohhalm aus deinem Auge zu ziehen‘, wenn, siehe, ein Balken in deinem eigenen Auge ist?“ (Mat. 7:3, 4). Wer der Versuchung nachgibt, seinen Bruder zu kritisieren, weil er einen geringfügigen Mangel in seinem „Auge“ entdeckt hat, unterstellt ihm, seine Wahrnehmung sei beeinträchtigt, sodass er nicht richtig urteilen könne. So minimal die Beeinträchtigung — ein winziges Stückchen Stroh — auch ist, der Kritiker will sie beheben. Scheinheilig bietet er dem Bruder Hilfe an, den Strohhalm ‘aus seinem Auge zu ziehen’, damit er klarer sehen könne.

    16 Ausgesprochen kritisch gingen die jüdischen Religionsführer mit anderen um. Einmal erklärte zum Beispiel ein Blinder, den Christus geheilt hatte, Jesus müsse von Gott gesandt worden sein. Darauf konterten die Pharisäer scharf: „Du bist ganz und gar in Sünden geboren worden, und dennoch lehrst du uns?“ (Joh. 9:30-34). Die auf Jehovas Sichtweise gestützte Fähigkeit, klar zu sehen und richtig zu urteilen, fehlte den Pharisäern völlig; sie hatten sozusagen einen „Balken“ im Auge und waren stockblind! Kein Wunder, dass Jesus ausrief: „Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm aus deines Bruders Auge ziehen kannst“ (Mat. 7:5; Luk. 6:42). Wer entschlossen ist, Gutes zu tun und seine Mitmenschen gut zu behandeln, schwingt sich nicht zum strengen Kritiker auf, ständig auf der Suche nach „Strohhalmen“ im Auge seines Bruders. Stattdessen ist er sich bewusst, dass wir alle unvollkommen sind und er sich davor hüten muss, selbstgerecht über seine Glaubensbrüder zu urteilen und sie zu kritisieren.

    Packen wir uns zuerst an die eigene Nase?

    Oder sind wir der Ansicht, dass wir ganz toll sind – aber unsere Brüder alle schlecht?

    Neigen wir vieleicht dazu, mit Dreck nach unseren Brüdern zu werfen – damit niemand sieht, dass wir selbst massenhaft Dreck am Stecken haben?

    Wie denkt wohl Jehova über uns?

  35. Juleam 16. Oktober 2009 um 15:23 Link zum Kommentar

    Matthäus 7:7-11

    Bittet fortwährend, und es wird euch gegeben werden; sucht unablässig, und ihr werdet finden; klopft immer wieder an, und es wird euch geöffnet werden. 8 Denn jeder, der bittet, empfängt, und jeder, der sucht, findet, und jedem, der anklopft, wird geöffnet werden. 9 In der Tat, wer ist der Mensch unter euch, den sein Sohn um Brot bittet — er wird ihm doch nicht etwa einen Stein reichen? 10 Oder vielleicht wird er um einen Fisch bitten — er wird ihm doch nicht etwa eine Schlange reichen? 11 Darum, wenn ihr, obwohl ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, denen gute Dinge geben, die ihn bitten!

    wie sieht es mit unserem Gebetsleben aus?

    Was, wenn uns himmelschreiendes Unrecht widerfährt? Wohin wenden wir uns dann?

    Rennen wir dann vielleicht zu einem Gericht und bringen irgendwelche Falschanklagen vor – nur, weil uns auf legalem Weg unser vermeintliches Recht verwehrt bleibt?

    Oder schreien wir immer wieder zu Jehova und bitten IHN, uns zu unserem Recht zu verhelfen – weil wir alle legalen Mittel und alles ausgeschöpft haben, was mit Jeovas Maßstäben vereinbar ist?

    Wie stark ist unser Glaube und wie sehr vertrauen wir auf ihn?

    Können wir die Angelegenheit auch dann noch in SEINER Hand belassen, wenn er anscheinend nichts tut, um die Ungerechtigkeit zu beenden?

  36. Juleam 16. Oktober 2009 um 15:25 Link zum Kommentar

    Matthäus 7:12

    Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun; in der Tat, das ist es, was das GESETZ und die PROPHETEN bedeuten.

    die goldene Regel – das, was meine Eltern uns immer wieder eingetrichtert haben und der Grundsatz, der mich mein ganzes Leben lang begleitet hat.

    Wenn sich alle Menschen nur an diesen einen Grundsatz halten würden – dann sähe die Welt ganz anders aus!

  37. Juleam 16. Oktober 2009 um 15:27 Link zum Kommentar

    Matthäus 7:13-14

    Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; 14 doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.

    hätten wir selbst gern manchmal ein bequemeres Leben?

    Jeder, der auf dem richtigen Weg ist, muss mit Schwierigkeiten rechnen.

    Nehmen wir Schwierigkeiten in Kauf um auf dem rechten Weg zu bleiben?

  38. Juleam 16. Oktober 2009 um 15:30 Link zum Kommentar

    Matthäus 7:15-27

    Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. 16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? 17 Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor; 18 ein guter Baum kann nicht wertlose Frucht tragen, noch kann ein fauler Baum vortreffliche Frucht hervorbringen. 19 Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 20 Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen.

    21 Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

    24 Jeder nun, der diese meine Worte hört und danach handelt, wird mit einem verständigen Mann verglichen, der sein Haus auf den Felsen baute. 25 Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und schlugen gegen jenes Haus, aber es stürzte nicht ein, denn es war auf den Felsen gegründet worden. 26 Ferner wird jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, mit einem törichten Mann verglichen, der sein Haus auf den Sand baute. 27 Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus, und es stürzte ein, und sein Zusammensturz war groß.“

    Guter Wille und Eifer allein reichen nicht aus.

    Wenn ich das Wohnzimmer putzen soll, bezahlt mich mein Boss nicht fürs Fegen. Wenn wir einen Auftrag bekommen sollten wir genau zuhören und diesen dann auch genau ausführen.

    Aber der Gedanke, dass man die wahren Anbeter Jehovas an ihren Früchten erkennen wird und dass nur die den Lohn bekommen, die auch Jehovas Willen tun – erinnert wieder an das diesjährige Drama und den Ausdruck der dort geprägt wurde: fakes!

    Was erkennt man an unseren Früchten? Sind wir wahre Anbeter Gottes – oder nur Fakes?

  39. Juleam 17. Oktober 2009 um 15:32 Link zum Kommentar

    Matthäus 8 – 11

    Matthäus 8:3-4

    Und so streckte er [seine] Hand aus, rührte ihn an und sagte: „Ich will es. Werde rein!“ Und sogleich wurde er von seinem Aussatz gereinigt. 4 Dann sagte Jesus zu ihm: „Sieh zu, daß du es niemandem erzählst, sondern geh, zeig dich dem Priester, und bringe die Gabe dar, die Moses bestimmt hat, zu einem Zeugnis für sie.“

    hätte ich es geschafft, den Mund zu halten?

    Oder wäre ich nicht viel mehr vor Begeisterung und Dankbarkeit übergesprudelt und hätte jedem erzählt – von diesem tollen Jesus, der mich geheilt hat?

  40. Juleam 17. Oktober 2009 um 15:34 Link zum Kommentar

    Matthäus 8:13

    Dann sagte Jesus zu dem Offizier: „Geh! So, wie du geglaubt hast, so geschehe dir.“ Und der Diener wurde in jener Stunde geheilt.

    so wie wir geglaubt haben – so geschehe uns!

    Wie stark ist unser Glaube?

    Wie sehr vertrauen wir darauf, dass uns Jehova helfen will?

    Heisst das im Gegenzug: wenn ich Jehova um etwas bitte aber nicht davon überzeugt bin, dass er mir meine Bitte gewährt – dass ich dann leer ausgehe?

  41. Juleam 17. Oktober 2009 um 15:39 Link zum Kommentar

    Matthäus 9:1-8

    Da stieg er in das Boot, fuhr hinüber und kam in seine eigene Stadt. 2 Und siehe, man brachte ihm einen Gelähmten, der auf einem Bett lag. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: „Fasse Mut, Kind; deine Sünden sind vergeben.“ 3 Und siehe, einige von den Schriftgelehrten sagten bei sich: „Dieser Mensch lästert.“ 4 Und Jesus, der ihre Gedanken erkannte, sprach: „Warum denkt ihr Böses in eurem Herzen? 5 Was ist zum Beispiel leichter, zu sagen: Deine Sünden sind vergeben, oder zu sagen: Steh auf, und geh umher? 6 Damit ihr aber wißt, daß der Menschensohn Gewalt hat, auf der Erde Sünden zu vergeben —“, darauf sprach er zu dem Gelähmten: „Steh auf, heb dein Bett auf, und geh zu deinem Haus.“ 7 Und er stand auf und ging weg zu seinem Haus. 8 Als die Volksmengen dies sahen, wurden sie von Furcht ergriffen, und sie verherrlichten Gott, der Menschen solche Gewalt gab.

    interessanterweise wurde auch Jesus auf eine Weise verfolgt, die wir heute immer wieder erleben:

    man redet das Gute, dass er tut schlecht und unterstellt ihm falsche Beweggründe und Anmaßung.

    Jesus fragt sie: „Warum denkt ihr Böses in eurem Herzen?“

    Sollte es uns da überraschen, wenn Personen, die nur vorgeben Jehova zu dienen (denn dies taten ja die Pharisäer und Schriftgelehrten – sie waren fakes) uns schlecht machen und uns unterstellen, wir würden Jehova nicht gefallen?

    Man muss sich das mal vorstellen:

    Jesus war Gottes Sohn und vollkommen, von Jehova auf die Erde gesandt, um den Menschen klar zu machen, dass sie falsch laufen und sie auf den richtigen Weg zu bringen

    Die Schriftgelehrten und Pharisäer waren nur dem Namen nach Anbeter Jehovas. Sie machten nach Außen hin einen auf show, taten so, als wären sie ganz tolle ernsthafte und eifrige Anbeter Gottes. Aber in Wirklichkeit traten sie Jehovas Maßstäbe mit Füßen und lebten so, wie sie selbst es für gut befanden. Und egal, für wie toll sie sich selbst hielten – änderte das Nichts daran, wie Jehova sie sah. ER hatte sie bereits für ihr Tun verurteilt.

    Ja, sie waren das, was wir heute Fakes nennen!

    Und diese Fakes gingen nun daher und warfen Jesus, dem Menschen, der Jehova wirklich diente und zwar so, wie dieser es wollte – diese Fakes warfen diesem Jesus vor, dass er Gott lästert!

    Das muss man sich mal vorstellen.

    Was für anmassende und unverschämte Menschen!

    Können wir uns vorstellen, wie Jehova empfunden haben muss, als er dies beobachtete?

    Wie mag ER wohl heute empfinden, wenn fakes umherlaufen und wahren Anbetern schaden wollen – indem sie behaupten, dass diese Gott lästern, seine Gebote mit Füßen treten würden und Unruhe in der Versammlung stiften würden, so dass man auf ihre Veranlassung hin den wahren Anbetern den Zutritt zur Versammlung verweigert?

    Selbst wenn diese fakes mit ihrem Tun Erfolg haben, bedeutet das dann, dass Jehova das ebenso sieht und uns verworfen hat?

    Wie beurteilt Jehova diese fakes?

    Wird ihr Tun auf Dauer Erfolg haben?

    Lassen wir uns einschüchtern, falls fakes so eine Nummer mit uns abziehen – oder wissen wir, wie Jehova die Sache sieht und gehen unbeirrt unseren Weg weiter?

  42. Juleam 17. Oktober 2009 um 15:42 Link zum Kommentar

    Matthäus 9:9-13

    Als Jesus danach von dort weiterging, erblickte er einen Menschen namens Matthạ̈us, der im Steuerbüro saß, und er sprach zu ihm: „Folge mir nach!“ Darauf stand er auf und folgte ihm. 10 Später, als er in dem Haus zu Tisch lag, siehe, da kamen viele Steuereinnehmer und Sünder und legten sich mit Jesus und seinen Jüngern zu Tisch. 11 Als aber die Pharisäer das sahen, begannen sie zu seinen Jüngern zu sagen: „Wie kommt es, daß euer Lehrer mit Steuereinnehmern und Sündern ißt?“ 12 Als er sie hörte, sprach er: „Gesunde benötigen keinen Arzt, wohl aber die Leidenden. 13 Geht also hin und lernt, was dies bedeutet: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer.‘ Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“

    was sind das bloß für Menschen?

    Halten sich für etwas besseres, weil sie sich den Anschein geben, Anbeter Gottes zu sein?

    Wenn sie Jesus vorwerfen, er läge mit Sündern zu Tisch – tut er das nicht auch dann, wenn er mit ihnen gemeinsam isst?

    Warum reagieren die Steuereinnehmer so? Sind sie neidisch, dass die anderen Jesu Aufmerksamkeit geniessen?

    Denken sie wirklich, dass sie etwas besseres sind?

  43. Juleam 17. Oktober 2009 um 15:46 Link zum Kommentar

    Matthäus 9:29

    Da rührte er ihre Augen an und sprach: „Euch geschehe gemäß eurem Glauben.“

    auch hier zeigt sich wieder, wie wichtig völliges Vertrauen zu Jehova ist.

    Wenn ich um Mut und Kraft bitte, muss ich mich auch voller Überzeugung aufraffen – denn wie sonst soll mir Jehova helfen?

    (Gedanken von Anfang 2005)

  44. Juleam 17. Oktober 2009 um 15:48 Link zum Kommentar

    Matthäus 9:37-38

    Dann sprach er zu seinen Jüngern: „Ja, die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige. 38 Bittet daher den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte aussende.“

    nicht denken, ich müsse alles allein bewältigen

    1.) Jehova um Kraft, Führung und seinen Geist bitten

    2.) die Ältesten oder andere Schwestern um Hilfe bitten

    Wir alle tragen Verantwortung für die Interessierten – nicht nur ich!

    (Gedanken von Anfang 2005)

  45. Juleam 17. Oktober 2009 um 15:53 Link zum Kommentar

    Matthäus 10:16-18

    Siehe! Ich sende euch aus wie Schafe inmitten von Wölfen; darum erweist euch vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben. 17 Hütet euch vor den Menschen; denn sie werden euch an örtliche Gerichte ausliefern, und sie werden euch in ihren Synagogen geißeln. 18 Ja, ihr werdet vor Statthalter und Könige geschleppt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zu einem Zeugnis.

    ob sich Jesus damals bereits darüber im Klaren war, dass es in der Zeit des Endes sogar unter Gottes Volk einige geben würde, die wahre Anbeter, die ja eigentlich ihre Brüder sein sollten, wegen ihres eigenen persönlichen Vorteils verklagen würden?

    Ja, die nicht einmal vor Falschanklagen und Rufmord zurückschrecken?

    Matthäus 10:19-23

    Wenn man euch aber ausliefert, so macht euch keine Sorgen darüber, wie oder was ihr reden sollt; denn was ihr reden sollt, wird euch in jener Stunde gegeben werden; 20 denn die Redenden seid nicht nur ihr, sondern der Geist eures Vaters ist es, der durch euch redet. 21 Ferner wird ein Bruder den Bruder zum Tode überliefern und ein Vater sein Kind, und Kinder werden gegen die Eltern aufstehen und werden sie zu Tode bringen lassen. 22 Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein; wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 23 Wenn man euch in einer Stadt verfolgt, so flieht in eine andere; denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit dem Kreis der Städte Israels keinesfalls zu Ende sein, bis der Menschensohn gekommen ist.

    Hier dann also die Antwort:

    in Vers 21 wird gesagt, dass sogar Brüder einander verklagen würden und nicht einmal Kinder davor zurückschrecken würden, ihrem Vater mit Falschanklagen zu schaden – so dass ihm sogar die Todesstrafe drohen könnte.

    Und warum das alles?

    Matthäus 10:22

    Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein; wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden.

    weil wir Jehova lieben und ihn auch weiterhin erfreuen wollen und weil wir seinen geliebten Sohn Jesus Christus nachahmen.

    Alles klar?

    Gehören wir zu denen, die bis zum Ende ausgeharrt haben werden?

  46. Juleam 17. Oktober 2009 um 15:55 Link zum Kommentar

    Matthäus 10:24-31

    Ein Jünger steht nicht über seinem Lehrer noch ein Sklave über seinem Herrn. 25 Es genügt, wenn der Jünger wie sein Lehrer wird und der Sklave wie sein Herr. Wenn man den Hausherrn Beelzebub genannt hat, wieviel mehr [wird man] seine Hausgenossen so [nennen]! 26 Darum fürchtet euch nicht vor ihnen; denn es ist nichts zugedeckt, was nicht aufgedeckt, und [nichts] verborgen, was nicht bekanntwerden wird. 27 Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht; und was ihr im Flüsterton hört, das predigt von den Hausdächern. 28 Und werdet nicht furchtsam vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib in der Gehẹnna vernichten kann. 29 Werden nicht zwei Sperlinge für eine Münze von kleinem Wert verkauft? Doch kein einziger von ihnen wird ohne eures Vaters [Wissen] zur Erde fallen. 30 Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. 31 Darum fürchtet euch nicht: Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.

    macht uns dieser Gedanke in Vers 26 nicht Mut?

    Lassen wir uns nicht von den Schadenstiftern einschüchtern. Auch wenn sie jetzt noch mit ihren Lügen und Intrigen Erfolg haben sollten – Jehova kennt die Tatsachen und zu seiner Zeit werden sie die Rechnung für ihr Tun bekommen.

    Richten wir auch weiterhin unser ganzes Augenmerk und unsere ganze Kraft und Energie darauf, den Willen unseres himmlischen Vaters bekannt zu machen!

    Egal, was sie uns antun mögen – Jehova kann und wird zu seiner Zeit alles wieder gut machen!

  47. Juleam 17. Oktober 2009 um 15:58 Link zum Kommentar

    Matthäus 10:32-42

    Jeder nun, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, will auch ich vor meinem Vater, der in den Himmeln ist, bekennen; 33 wer immer mich aber vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen, der in den Himmeln ist. 34 Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern ein Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, um zu entzweien: einen Menschen mit seinem Vater und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine junge Ehefrau mit ihrer Schwiegermutter. 36 In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. 38 Und wer seinen Marterpfahl nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. 39 Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden.

    40 Wer euch aufnimmt, nimmt [auch] mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt [auch] den auf, der mich ausgesandt hat. 41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird eines Propheten Lohn erhalten, und wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird eines Gerechten Lohn erhalten. 42 Und wer immer einem von diesen Kleinen nur einen Becher kaltes Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Er wird seines Lohnes keinesfalls verlustig gehen.“

    wir sollten uns nicht mit Hilfsaktionen für Weltmenschen verausgaben. Denken wir bitte in erster Linie an unsere Brüder und suchen wir den Umgang mit den Personen, die Jehova von Herzen lieben und ebenso wie wir alles für ihn tun würden.

  48. Juleam 17. Oktober 2009 um 16:00 Link zum Kommentar

    Matthäus 11:2-3

    Johạnnes aber, der im Gefängnis von den Werken des Christus gehört hatte, sandte durch seine eigenen Jünger hin 3 und ließ ihm sagen: „Bist du der Kommende, oder sollen wir einen anderen erwarten?“

    warum ließ Johannes Jesus fragen, ob er der Messias war?

    War nicht er selbst es, der Jesus getauft hatte und hatte er danach nicht selbst die Stimme aus dem Himmel gehört „dieser ist mein Sohn, der geliebte“?

    Und war nicht Johannes selbst es, der später von Jesus gesagt hatte „siehe das Lamm Gottes“?

    Warum also ließ er nun durch seine Jünger nachfragen? Wozu brauchte er die Bestätigung?

  49. Juleam 17. Oktober 2009 um 16:09 Link zum Kommentar

    Matthäus 11:25

    Zu jener Zeit antwortete Jesus und sprach: „Ich preise dich öffentlich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du diese Dinge vor den Weisen und Intellektuellen verborgen und sie Unmündigen geoffenbart hast.

    Wurde auch auf dem Kreiskonress wieder gesagt:

    „wenn man einen besonderen Intellekt oder eine bestimmte Bildung benötigen würde, um die Wahrheit zu erkennen – wäre das dann nicht unfair? Und wäre Jehova dann nicht parteiisch?“

    Außerdem hatten wir in dem Programmpunkt, was einen Geistesmenschen ausmacht den Gedanken, dass Fleischesmenschen nicht nachvollziehen können, wie Geistesmenschen handeln. Sie empfinden deren Tun als unsinnig, völlig verrückt.

    Was bedeutet das also für uns, wenn wir über jemanden, der sich zum ersten Mal als Hipi vermehrt in den Dienst einsetzten will, denken „der ist ja völlig verrückt. Wenn der nicht vorher (bevor er anfängt) schon so viele Verabredungen hat, dass er das Stundenziel eines allgemeinen Pioniers erreicht, dann ist der doch völlig bekloppt. Das würde ich nie machen“?

    Besonders interessant, wenn wir so denken, aber niemals selbst als Hipi gedient haben, obwohl wir schon so viele Jahre in der Wahrheit sind.

    Denken wir so?

    Was sagt so eine Einstellung darüber aus, ob wir wirklich ein Geistesmensch sind?

    Warum nicht diesen frischgebackenen Hipi untertützen, anstatt über ihn zu lästern? Könnten wir uns nicht als Dienstpartner anbieten?

    Eine kleine persönliche Erfahrung aus dem Jahr 2005. Ich hatte mich für den November als Hipi beworben und für Dezember eine Bewerbung zum allgemeinen Pionierdienst abgegeben. Endlich rückte mein langersehntes Ziel in greifbare Nähe!

    Leider hatte ich Anfang November immer noch nicht genügend Verabredungen, da es in meiner damaligen Versammlung üblich war, dass die Schwestern nur 1-2 Mal die Woche in den Predigtdienst gingen und das immer nur mit dem selben Partner. Anfang November hatten wir Dienstwoche und so ging ich einfach unverabredet zu den Treffpunkten und sprach auch weiterhin beharrlich jede Schwester immer wieder an. Nach der Dienstwoche hatte ich immer noch nicht genügend Verabredungen und genau zu dieser Zeit bekam ich das Angebot, für zwei Wochen völlig kostenlos Urlaub in Spanien zu machen, all inclusive.

    Ich war schon ewig nicht mehr im Urlaub und würde auch niemals danach wieder die Möglichkeit dazu bekommen. Außerdem hatte ich immer noch nur sehr spärlich gesäte Verabredungen, würde also aus rein menschliche Ermessen den Hipi eh nicht schaffen.

    Ich habe das Urlaubsangebot trotzdem abgelehnt!

    „Die ist ja völlig bekloppt, ich hätte das Angebot angenommen!“ Denkst du so?

    Warum ich abgelehnt hatte?

    Ich hatte Jehova ein Versprechen gegeben und in der ersten Woche immer wieder flehentlich um Verabredungen gebetet – wie konnte ich da in den Urlaub fahren? Musste ich nicht Jehova die Möglichkeit geben, meine Gebete zu erhören? Ich habe das Angebot ohne zu zögern abgelehnt.

    War ich wirklich verrückt? Wie ist diese Geschichte ausgegangen?

    Eine Schwester, die in der Dienstwoche hörte, dass ich kaum Verabredungen hatte, bat mich um ein Gespräch. Sie war seit Jahren nicht mehr im Predigtdienst gewesen und konnte sich auch trotz der liebevollen Hirtenbesuche im Laufe der Jahre nicht dazu überwinden. Aber ich tat ihr leid und so bot sie sich mir als Dauerverabredung an. Sie wollte regelmäßig einmal die Woche 2,5 Stunden mit mir gehen, bat nur um Geduld mit ihr. Sie hat ihr Versprechen gehalten und inzwischen hat sie ihre Scheu verloren und geht seither wieder regelmässig in den Predigtdienst, auch mit anderen Schwestern.

    Interessanterweise war diese Schwester dabei, als mir im Predigtdienst von einer Wohnungsinaberin (!) dieses Angebot gemacht wurde und ich ablente.

    Aber es ist nicht nur bei dieser Dauerverabredung geblieben, sondern plötzlich hatte ich so viele Verabredungen, dass ich fast das Stundenziel eines allgemeinen Pioniers am Monatsende erreicht hatte, obwohl auch einige abgesagt haben, weil sie krank wurden. In den Monaten darauf habe ich immer das Stundenziel eines Pioniers geschafft.

    Also: war ich wirklich verrückt mich zu bewerben, obwohl ich um Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht genügend Verabredungen hatte?

    Diese Erfahrung habe ich unserem Finchen vor gut einem Monat erzählt, als sie noch zögerte, die Bewerbung zum Hipi abzugeben (zum allerersten Mal, denn sie wurde diesen Sommer erst getauft). Sie hatte Bedenken, ob sie es schaffen würde, dabei sind diesen Monat zwei Wochen Ferien.

    Wie ist ihre Geschichte ausgegangen?

    Naja, der Monat ist noch nicht vorbei. Aber es läut gut. Sie hat Jehova im Gebet um viel Kraft und besonders um Mut gebeten und hat ihre Bewerbung abgegeben. Mitte des Monats hatte sie bereits das halbe Stundenziel erreicht und es lagen/liegen noch zwei Wochen vor ihr, die sie ganztags verplanen kann.

    Ja, es hat sie viel Mut gekostet, ihre Ängste zu überwinden – aber nun ist sie froh, dass sie Jehova auf die Probe gestellt hat und sie hat sehr sehr viel Freude an ihrem Dienst.

    Wer ist nun ein Geistesmensch und was macht ihn aus?

    Was ist mit denen, die über sie gelacht haben, wel sie ihrer Meinung nach nicht genug Verabredungen hatte? Interessanterweise Personen, die niemals selbst als Hipi gedient haben.

    Jehova ist gerecht und er lässt jeden, der ein aufrichtiges Herz hat, sein Wort verstehen und die Wahrheit erkennen.

    Personen, die nicht die richtige Herzenseinstellung haben, werden das niemals verstehen, egal welche großartige Bildung sie auch haben mögen.

    Wie ist es mit dir? Bist du ein Geistesmensch?

    Haben dich meine und Fines Erfahrung vielleicht angespornt, es auch mal mit dem Hipi zu versuchen, auch wenn du bisher gezögert hast, weil du Angst hattest, es nicht zu schaffen?

    Wenn du es dumm fandest, was wir getan haben – bist du nun nachdenklich geworden?

    Sind wir in Jehovas Augen dumm?

  50. Juleam 17. Oktober 2009 um 16:12 Link zum Kommentar

    Matthäus 11:28-30

    28 Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

    ist die wahre Anbetung für uns eine Belastung – oder Grund zur Freude?

  51. Juleam 18. Oktober 2009 um 09:45 Link zum Kommentar

    Matthäus 12 – 15

    Matthäus 12:7

    Wenn ihr aber verstanden hättet, was dies bedeutet: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer‘, so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben

    ein guter Gedanke!

    Verstehen wir das, was wir in der Bibel lesen und was wir in den Zusammenkünften hören?

    Ist uns etwas aufgefallen?

    Hier kommt der Gedanke zum Tragen, dass Jehova nur denen die Wahrheit offenbart, die die richtige Herzenseinstellung haben.

    Die Pharisäer und Schriftgelehrten, zu denen Jesus hier spricht, waren sicherlich sehr intelligente und gebildete Leute. Aber sie verstanden nur die Buchstaben des Gesetzes – nicht den Sinn dahinter.

    Wie sah Jehova sie an?

    Waren sie Geistesmenschen?

    Warum verurteilte Jesus diese Gruppe immer wieder so hart?

  52. Juleam 18. Oktober 2009 um 09:48 Link zum Kommentar

    Matthäus 12:10

    und siehe, ein Mensch mit einer verdorrten Hand. Da fragten sie ihn: „Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen?“, damit sie einen Anklagegrund gegen ihn fänden.

    was für Menschen waren das denn?

    Versuchen hier jemanden in die Pfanne zu hauen. Aber nicht irgend jemand, sondern Jesus Christus – den Sohn Gottes!

    Ja, sie halten sich für sehr schlau, aber sind sie das auch?

    Wie sah Jehova sie?

    Wie sieht Jehova wohl uns, wenn wir „ebenso schlau sind“?

  53. Juleam 18. Oktober 2009 um 09:51 Link zum Kommentar

    Matthäus 12:10-13

    und siehe, ein Mensch mit einer verdorrten Hand. Da fragten sie ihn: „Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen?“, damit sie einen Anklagegrund gegen ihn fänden. 11 Er sagte zu ihnen: „Welcher Mensch unter euch, der ein einziges Schaf hat, wird dieses, wenn es am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreifen und es herausheben? 12 Wenn man alles in Betracht zieht: Wieviel wertvoller ist doch ein Mensch als ein Schaf! Somit ist es erlaubt, am Sabbat etwas Vortreffliches zu tun.“ 13 Darauf sprach er zu dem Menschen: „Strecke deine Hand aus!“ Und er streckte sie aus, und sie wurde wiederhergestellt, gesund wie die andere Hand.

    ja, dies ist der Unterschied zwischen Jesus und den Pharisäern und Schriftgelehrten: sie halten sich an den Buchstaben des Gesetzes fest – aber nicht aus Liebe zu Jehova, sondern um ihre eigenen Interessen zu verwirklichen und durchzusetzen und sich selbst als Gerecht darzustellen, was sie garnicht sind. Das sieht man an dem Beweggrund für die Frage und an dem, wie sie nachher auf das Geschehene reagieren.

    Jesus dagegen hat das Gesetz verstanden und lebt es voller Liebe zu Jehova und zu den Menschen aus.

    Ihre Reden sind immer Vorwürfe „du und deine Jünger, ihr macht nicht.. .obwohl das Gesetz sagt…“ und dann Schwenker auf sie selbst: „aber wir halten das Gesetz buchstabengetreu ein“.

    Dabei haben sie nichts verstanden, wie sie durch ihr Tun zeigen. Es geht ihnen nur darum zu zeigen, wie toll sie selbst sind, indem sie das Volk schlecht machen. Damit führen sie keine Menschen zu Jehova hin, sondern sie schrecken diese eher ab.

    Jesus ist da anders. Da er verstanden hat, wie Jehova denkt und fühlt, kann er sagen „wenn man alles bedenkt…“ und zieht die richtigen Schlüsse. Sein Tun und seine Lehre bringen die Menschen zu Jehova hin – denn er zeigt ihnen, dass Jehova keinesfalls hartherzig ist, sondern liebevoll und barmherzig.
    Was für ein wohltuender Unterschied.

    Wem gleichen wir – Jesus oder den Pharisäern?

  54. Juleam 18. Oktober 2009 um 09:56 Link zum Kommentar

    Matthäus 12:14-21

    Aber die Pharisäer gingen hinaus und hielten Rat gegen ihn, damit sie ihn vernichten könnten. 15 Als Jesus [dies] erfuhr, zog er sich von dort zurück. Viele folgten ihm auch, und er heilte sie alle, 16 doch befahl er ihnen ausdrücklich, ihn nicht bekannt zu machen, 17 damit erfüllt werde, was durch Jesaja, den Propheten, geredet wurde, welcher gesagt hat:

    18 „Siehe! Mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen gefunden hat! Ich will meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Nationen das Recht erklären. 19 Er wird weder zanken noch schreien, noch wird jemand seine Stimme auf den breiten Straßen hören. 20 Ein zerstoßenes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Flachsdocht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht erfolgreich aussendet. 21 In der Tat, auf seinen Namen werden [die] Nationen hoffen.“

    könnten wir Jesus in dieser Hinsicht nacheifern?

    Inden wir anderen Jehova erklären und wie er denkt und fühlt?

    Brechen wir gern einen Streit vom Zaun – oder ziehen wir uns eher zurück, um dem Streit aus dem Weg zu gehen und unnötige Unruhe zu vermeiden?

    Gehen wir liebevoll und barmherzig mit unseren Brüdern und unseren Mitmenschen um?

    Was sehen unsere Kinder bei uns?

    Welche Werte vermitteln wir ihnen?

    Wie sieht uns Jehova?

    Was würde Jesus über uns sagen, wenn er heute unser Zeitgenosse wäre?

  55. Juleam 18. Oktober 2009 um 10:42 Link zum Kommentar

    Matthäus 12:22-32

    Dann brachte man einen von Dämọnen Besessenen zu ihm, der blind und stumm war; und er heilte ihn, so daß der Stumme redete und sah. 23 Ja, alle Volksmengen waren einfach hingerissen und begannen zu sagen: „Ist dieser nicht vielleicht der Sohn Davids?“ 24 Als die Pharisäer das hörten, sagten sie: „Dieser Mensch treibt die Dämọnen nicht anders aus als durch Beelzebub, den Herrscher der Dämọnen.“ 25 Er erkannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: „Jedes Königreich, das gegen sich selbst entzweit ist, wird verödet, und jede Stadt oder jedes Haus, das gegen sich selbst entzweit ist, wird nicht bestehen. 26 Ebenso, wenn der Satan den Satan austreibt, so ist er gegen sich selbst entzweit worden; wie wird denn sein Königreich bestehen? 27 Übrigens, wenn ich durch Beelzebub die Dämọnen austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. 28 Wenn ich aber durch Gottes Geist die Dämọnen austreibe, so hat euch das Königreich Gottes wirklich eingeholt. 29 Oder wie kann jemand in das Haus eines Starken eindringen und seine bewegliche Habe ergreifen, wenn er nicht zuerst den Starken bindet? Und dann wird er sein Haus plündern. 30 Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.

    31 Deswegen sage ich euch: Jede Art von Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben werden. 32 Zum Beispiel, wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden.

    was für arrogante und selbstgerechte Menschen!

    Ihnen geht es überhaupt nicht um Jehova oder die Wahrheit – sondern nur um sich selbst und dass sie selbst ganz toll dastehen.

    Was für armseelige Kreaturen!

    Gleichen wir ihnen etwa in unserem Handeln, Reden und Denken?

  56. Juleam 18. Oktober 2009 um 10:46 Link zum Kommentar

    Matthäus 12:33-37

    Entweder ihr macht den Baum vortrefflich und seine Frucht vortrefflich, oder ihr macht den Baum faul und seine Frucht faul; denn an seiner Frucht wird der Baum erkannt. 34 Otternbrut, wie könnt ihr Gutes reden, wenn ihr böse seid? Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund. 35 Der gute Mensch bringt aus seinem guten Schatz Gutes hervor, während der böse Mensch aus seinem bösen Schatz Böses hervorbringt. 36 Ich sage euch, daß die Menschen von jedem nutzlosen Ausspruch, den sie machen, am Gerichtstag Rechenschaft ablegen werden; 37 denn durch deine Worte wirst du gerechtgesprochen werden, und durch deine Worte wirst du verurteilt werden.“

    ein Gedanke, den ich in diesem Jahr immer wieder angeführt habe

    Auf dem Kongress wurde ein weltliches Sprichwort angeführt: „man ist was man isst“.

    Womit füttern wir unseren Sinn? Was lassen wir in Herz und Sinn? Wir reden immer über die Dinge, die uns am meisten beschäftigen.

    Was sagen unsere Worte und Taten darüber aus, wo wir stehen?

    Könnte man wirklich annehmen, dass jemand der immer wieder herumläuft und über andere schlecht redet oder Unruhe und Mißtrauen unter Brüdern provoziert, ein wahrer Anbeter Jehovas ist?

    Zu welcher Art Baum würde so eine Person zählen?

    Wollten wir mit so jemanden Umgang haben?

    Zu welcher Art Baum zählen wir? Welche Früchte bringen wir selbst hervor?

    Wären wir guter oder schlechter Umgang für unsere Brüder?

  57. Juleam 18. Oktober 2009 um 10:50 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:13-15

    Deshalb rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie, obgleich sie schauen, vergeblich schauen und, obgleich sie hören, vergeblich hören und auch den Sinn davon nicht erfassen; 14 und an ihnen erfüllt sich die Prophezeiung Jesajas, welche sagt: ‚Hörend werdet ihr hören, doch keineswegs den Sinn davon erfassen; und schauend werdet ihr schauen, doch keineswegs sehen. 15 Denn das Herz dieses Volkes ist unempfänglich geworden, und mit ihren Ohren haben sie gehört, ohne zu reagieren, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht etwa sehen und mit ihren Ohren hören und mit ihrem Herzen den Sinn davon erfassen und umkehren und ich sie heile.‘

    es geht also doch?

    Man kann also doch jahrelang zur Versammlung gehen, zuhören, in den Publikationen und in der Bibel lesen – und trotzdem ein Doppelleben führen und aufrichtig überzeugt sein, dass man ein guter ZJ wäre?

    Nach Jesu Worten hier geht das schon: weil sie den Sinn nicht verstehen!

    Aber macht dann sowas denn Sinn? Denn Jehova verurteilt sie ja doch für ihr Tun, auch wenn sie selbst meinen, sie wären ganz toll.

    Ist es dann nicht sinnvoller, sie wenden der Wahrheit ganz offen den Rücken und leben ihr Leben so wie sie denken – ohne so zu tun, als würden sie Jehova anbeten?

    Hätten sie es dann nicht viel leichter, wirklich zu Jehova und zur wahren Anbetung zurückzukehren?

    Wie leben wir?

    Verstehen wir den Sinn dahinter, wenn wir von Jehova hören und lesen?

    Woran könnten wir denn erkennen, ob wir den Sinn verstehen oder geistig blind sind?

    Könnte es nicht auch uns passieren, dass wir aufrichtig überzeugt sind, dass wir Jehovas Wohlgefallen haben – aber ER uns ganz anders sieht?

    Bisher hatte ich immer gedacht, ich würde es beim Lesen in der Bibel und den Publikationen erkennen. Sie wie einen Spiegel benutzen und mich beim Lesen fragen, wo ich da stehe.

    Hatte immer gedacht, solche Menschen müssten doch spätestens in den Zusammenkünften oder beim Bibellesen erkennen, dass sie völlig falsch laufen.

    Wer sagt mir denn, dass nicht auch mein Sinn verblendet ist?

  58. Juleam 18. Oktober 2009 um 10:53 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:19

    19 Wo jemand das Wort vom Königreich hört, aber dessen Sinn nicht erfaßt, kommt der Böse und reißt weg, was in sein Herz gesät worden ist; dieser ist es, der an den Weg gesät wurde.

    daher ist es so wichtig, denn Sinn dessen zu verstehen, was uns Jehova und sein Sohn und der treue und verständige Sklave sagen.

    Aber auch unser Umgang ist sehr wichtig. Denn „der Böse“ ist ja nicht nur Satan und seine Anbeter, sondern auch Personen, die sich von ihm benutzen lassen, könnten uns von der Wahrheit abziehen.

    Dies trift ja ganz besonders zu, wenn wir noch sehr unreif sind. Sei es, weil wir erst frisch in der Wahrheit sind, oder auch auf Kinder und Jugendliche.

    Leider sind es gerade diese Zielgrupen, die sich nicht gern dreinreden lassen und „schon selbst wissen, was für sie gut ist“.

    Fallen wir darauf rein?

    Was könnten wir persönlich tun, damit wir den Sinn erfassen?

  59. Juleam 18. Oktober 2009 um 10:55 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:20-21

    Was den betrifft, der auf die felsigen Stellen gesät wurde, dieser ist es, der das Wort hört und es sogleich mit Freuden annimmt. 21 Doch hat er keine Wurzel in sich, sondern bleibt [bloß] eine Zeitlang, und nachdem Drangsal oder Verfolgung wegen des Wortes entstanden ist, bringt ihn dies sogleich zum Straucheln.

    ist unser Glaube fest verwurzelt?

    Könnten auch wir von Schwierigkeiten und Verfolgung so eingeschüchtert werden, dass wir dann aufgeben?

    Was könnten wir tun, um die erforderlichen Wurzeln zu entwickkeln?

  60. Juleam 18. Oktober 2009 um 10:57 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:22

    Was den betrifft, der unter die Dornen gesät wurde, dieser ist es, der das Wort hört, doch die Sorgen dieses Systems der Dinge und die trügerische Macht des Reichtums ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht.

    lassen wir uns den Sinn von unseren Sorgen vergiften?

    Könnte man diesen und den vorherigen Punkt nicht zusammen fassen? Zumindest in der heutigen Zeit?

    Wie könnten wir dagegen angehen, dass uns die alltäglichen Sorgen von der wahren Anbetung ablenken?

  61. Juleam 18. Oktober 2009 um 11:00 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:23

    Was den betrifft, der auf den vortrefflichen Boden gesät wurde, dieser ist es, der das Wort hört und dessen Sinn erfaßt, der wirklich Frucht trägt und hervorbringt, dieser hundertfach, jener sechzigfach, der andere dreißigfach.“

    natürlich wollen wir diesem Menschen hier gleichen.

    Was müssten wir tun um diesen Menschen nachzuahmen? Denn wenn es eine reine Sache des Naturells oder Charakters wäre, dann wäre es ja wieder unfair. Jeder sollte ja die Chance haben, in Gottes Liebe zu gelangen und sich dann auch darin zu bewahren.

    Wir müssen also den Sinn erfassen und die entsprechenden Früchte hervorbringen.

    Da komme ich wieder zu der Frage, woran ich denn erkennen kann, ob ich wirklich den Sinn erfasst habe und nicht doch auch zu den geistig Blinden zähle:

    welche Früchte bringe ich denn hervor?

    Wenn ich mir in Galater 5 die verschiedenen Früchte ansehe – bringe ich dann die Frucht des Fleisches oder die Frucht des Geistes hervor?

    Könnte es wirklich sein, dass ich so blind bin, dass ich nicht erkenne, dass ich immer nur an anderen rummeckere, schlecht über sie rede, Mißtrauen und Unruhe unter Brüdern säe und alles daran setze, um anderen zu schaden?

    Oder erkenne ich es schon und fühle mich angegriffen und bedroht, wenn jemand, dem ich seit Jahren ganz bewusst schade und der trotzdem noch weiterhin Jehova treu bleibt – wenn so jemand Texte aus der Bibel zitiert und darauf hinweist, dass Menschen, die so verwerflich handeln, hart von Jehova bestraft werden?

    Immerhin haben die untreuen Israeliten immmer wieder die Propheten verfolgt und getötet, weil diese ihnen mit ihre Gerede auf den Keks gingen, wenn sie sie bloss gestellt haben. Sie wollten das nicht hören, wollten sich lieber weiterhin in falscher Sicherheit wiegen.

    Wie war es mit den Schriftgelehrten und Pharisäern? Waren sie nicht ähnlich gestrickt? Wollten nicht auch sie Jesus mundtot machen, da ihnen nicht gefiel, was er sagte?

    Könnte man dann sagen, dass Menschen, die wirklich den Sinn verstanden haben, positiv darauf reagieren, wenn ihnen jemand anderes anhand der Bibel zeigt, dass ihr Tun nicht richtig ist und Jehova kränkt?

    Welchem von den nun erwähnten Menschen gleichen wir?

    Wie steht es mit uns? Wie ist der Same der Wahrheit bei uns aufgegangen?

    Sind wir demütig bereit, uns zu ändern?

  62. Juleam 18. Oktober 2009 um 11:06 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:24-30

    Ein weiteres Gleichnis legte er ihnen vor, indem er sprach: „Das Königreich der Himmel ist einem Menschen gleich geworden, der vortrefflichen Samen auf sein Feld säte. 25 Während die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut hinzu, mitten unter den Weizen, und ging weg. 26 Als die Saat sproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut. 27 Da traten die Sklaven des Hausherrn herzu und sagten zu ihm: ‚Herr, hast du nicht vortrefflichen Samen auf dein Feld gesät? Woher hat es denn Unkraut?‘ 28 Er sprach zu ihnen: ‚Ein Feind, ein Mensch, hat das getan.‘ Sie sagten zu ihm: ‚Willst du denn, daß wir hingehen und es zusammenlesen?‘ 29 Er sprach: ‚Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts den Weizen mit ihm ausreißt. 30 Laßt beides zusammen wachsen bis zur Ernte; und zur Erntezeit will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen, dann geht und sammelt den Weizen in mein Vorratshaus.‘ “

    das Gleichnis, das sich bereits 1919 zum ersten Mal erfüllt hat – sich heute aber nochmals erfüllt. „Wir stecken mittendrin“.

    Auch heute erkennen wir, dass sich in die Christenversammlung Unkraut eingeschlichen hat. Seit einiger Zeit erkennt man immer wieder, dass es Personen mitten unter uns gibt, die sich zwar den Anschein geben, Jehova zu dienen, aber die in Wirklichkeit die Versammlung untergraben wollen.

    Sie halten sich nicht wirklich an das, was Jehova geboten hat und sie gehen noch viel verwerflicher vor, indem sie ihrem Ruf als Unkraut gerecht werden und den Weizen ersticken und ihm die Kraft nehmen.

    So sorgen sie für Unruhe, Verwirrung und Mißtrauen unter den Brüdern und ziehen schwächere mit sich fort, indem sie diese in die Kunst des Doppellebens einweisen. Sie sind schlimmer als ein fake!

    Wie sagte Jesus hier? Er wird zu seiner Zeit das Unkraut rausreissen und vernichten. Das wird sein, wenn Jehova mit seinem Gericht bei seinem Haus anfängt. Hoffentlich ist es bald soweit.

    Aber: wem gleichen wir?

    Sind wir Weizen – oder zählt uns Jehova zum Unkraut?

    Matthäus 13:40-43

    So, wie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein. 41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Königreich alle Dinge herauslesen, die Anlaß zum Straucheln geben, und Personen, die gesetzlos handeln, 42 und sie werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein. 43 Zu jener Zeit werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne im Königreich ihres Vaters. Wer Ohren hat, höre zu!

  63. Juleam 18. Oktober 2009 um 11:10 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:34-35

    Alle diese Dinge redete Jesus durch Gleichnisse zu den Volksmengen. Ja, ohne ein Gleichnis redete er nicht zu ihnen, 35 damit erfüllt werde, was durch den Propheten geredet worden war, welcher sagte: „Ich will meinen Mund zu Gleichnissen auftun, ich will Dinge verkündigen, die von der Grundlegung an verborgen waren.“

    Matthäus 13:47-51

    Wiederum ist das Königreich der Himmel einem Schleppnetz gleich, das ins Meer hinabgelassen wurde und [Fische] von jeder Art zusammenbrachte. 48 Als es voll wurde, zog man es herauf an den Strand, und nachdem man sich gesetzt hatte, las man die vortrefflichen in Gefäße zusammen, die unbrauchbaren aber warf man weg. 49 So wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten trennen 50 und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein.

    51 Habt ihr den Sinn von allen diesen Dingen erfaßt?“ Sie sprachen zu ihm: „Ja.

  64. Juleam 18. Oktober 2009 um 11:12 Link zum Kommentar

    Nachlese von Anfang 2005:

    Matthäus 12:30

    Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.

    warum jemand in der Welt kein guter Umgang ist, auch wenn er noch so lieb und nett ist

    Wer nicht für Jesus ist – ist gegen ihn und daher kein guter Umgang

  65. Juleam 18. Oktober 2009 um 11:14 Link zum Kommentar

    Matthäus 12:34

    Otternbrut, wie könnt ihr Gutes reden, wenn ihr böse seid? Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund.

    mal darüber nachdenken, worüber ich so dauernd nachdenke

    Womit ist mein Herz angefüllt?

    Kann ich mich darin nicht noch verbessern?

  66. Juleam 18. Oktober 2009 um 11:16 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:8

    Noch andere fielen auf den vortrefflichen Boden, und sie begannen Frucht zu tragen, dieses hundertfach, jenes sechzigfach, das andere dreißigfach.

    es kommt nicht auf die Menge dessen an, was wir geben – sondern gemäß dem, was wir haben

  67. Juleam 18. Oktober 2009 um 11:18 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:13-15

    Deshalb rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie, obgleich sie schauen, vergeblich schauen und, obgleich sie hören, vergeblich hören und auch den Sinn davon nicht erfassen; 14 und an ihnen erfüllt sich die Prophezeiung Jesajas, welche sagt: ‚Hörend werdet ihr hören, doch keineswegs den Sinn davon erfassen; und schauend werdet ihr schauen, doch keineswegs sehen. 15 Denn das Herz dieses Volkes ist unempfänglich geworden, und mit ihren Ohren haben sie gehört, ohne zu reagieren, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht etwa sehen und mit ihren Ohren hören und mit ihrem Herzen den Sinn davon erfassen und umkehren und ich sie heile.‘

    welche Einstellung lasse ich erkennen?

    Berührt das Gelernte mein Herz – und bewirkt es etwas?

    Matthäus 13:15

    Denn das Herz dieses Volkes ist unempfänglich geworden, und mit ihren Ohren haben sie gehört, ohne zu reagieren, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht etwa sehen und mit ihren Ohren hören und mit ihrem Herzen den Sinn davon erfassen und umkehren und ich sie heile.‘

    wenn wir den Sinn des Gelernten erfassen, bringt dies immer eine Handlung mit sich

    auch eine Änderung in unserem Verhalten, eine Umkehr

  68. Juleam 18. Oktober 2009 um 11:20 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:24

    Ein weiteres Gleichnis legte er ihnen vor, indem er sprach: „Das Königreich der Himmel ist einem Menschen gleich geworden, der vortrefflichen Samen auf sein Feld säte.

    ernsthaft darum beten, dass ich der 4. Person gleiche – und dabei auch meine eigenen Grenzen berücksichtige

  69. Juleam 18. Oktober 2009 um 11:22 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:30

    Laßt beides zusammen wachsen bis zur Ernte; und zur Erntezeit will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen, dann geht und sammelt den Weizen in mein Vorratshaus.‘ “

    zur Erntezeit ist ganz offensichtlich, wer zum Weizen und wer zum Unkraut gehört

  70. Juleam 19. Oktober 2009 um 02:32 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:44-46

    Das Königreich der Himmel ist einem im Feld verborgenen Schatz gleich, den ein Mensch fand und verbarg; und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenes Feld.

    45 Ferner ist das Königreich der Himmel einem reisenden Kaufmann gleich, der schöne Perlen suchte. 46 Nachdem er eine einzige Perle von hohem Wert gefunden hatte, ging er hin und verkaufte sogleich alles, was er hatte, und kaufte sie.

    Schatz und Perle weisen auf die richtige Einstellung hin

    Bin ich bereit, alles andere was mir bisher wichtig war, aufzugeben um das Königreich Gottes zu erlangen?

    Wir reagiere ich z.B. wenn ich nicht frei bin und Gefühle für jemand vom anderen Geschlecht entwickel? Oder wenn derjenige, den mein Herz interessiert, nicht frei ist?

    Bin ich dann bereit, um des Königreiches Gottes darauf zu verzichten? Vermeide ich jeglichen unnötigen Kontakt, um garnicht erst in Versuchung zu kommen und mein Herz davon weg zu wenden?

  71. Juleam 19. Oktober 2009 um 02:35 Link zum Kommentar

    Matthäus 14:13, 23

    Als Jesus dies hörte, zog er sich von dort in einem Boot an einen einsamen Ort zurück, um für sich zu sein; doch als die Volksmengen davon hörten, folgten sie ihm zu Fuß aus den Städten nach.
    Als er die Volksmengen schließlich weggesandt hatte, stieg er für sich allein auf den Berg, um zu beten. Obwohl es spät wurde, war er dort allein.

    wie kommen wir zur Ruhe?

    Vielleicht ging es Jesus ähnlich wie mir: nirgends hat man mehr Ruhe und fühlt sich Jehova so nahe, als wenn man in der Natur mit Jehova allein ist

  72. Juleam 19. Oktober 2009 um 02:41 Link zum Kommentar

    Matthäus 14:14-21

    Als er nun hervortrat, sah er eine große Volksmenge; und er empfand Mitleid mit ihnen, und er heilte ihre Kranken. 15 Doch als es Abend wurde, kamen seine Jünger zu ihm und sagten: „Der Ort ist einsam, und die Stunde ist schon weit vorgerückt; sende die Volksmengen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen.“ 16 Jesus sagte jedoch zu ihnen: „Sie brauchen nicht fortzugehen; gebt i h r ihnen etwas zu essen.“ 17 Sie sagten zu ihm: „Wir haben nichts hier als fünf Brote und zwei Fische.“ 18 Er sprach: „Bringt sie mir her.“ 19 Darauf gebot er den Volksmengen, sich auf dem Gras zu lagern, und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach einen Segen, und nachdem er die Brote gebrochen hatte, verteilte er sie unter die Jünger [und] die Jünger ihrerseits unter die Volksmengen. 20 Da aßen alle und wurden satt, und sie hoben die Brocken auf, die übrig waren, zwölf Körbe voll. 21 Derer aber, die aßen, waren etwa fünftausend Männer, außer Frauen und kleinen Kindern.

    wir kennen diese Geschichte ja und wissen um das Wunder und dass es auch uns heute noch in etwas anderer Form widerfahren kann

    hier noch eine kleine Erfahrung dazu:

    unsere 16jährige Tochter dient seit fast zwei Jahren in der tagalüg-Sprachgruppe. Diese besteht aus etwa 30 Verkündigern und hat 7 allgemeine Pioniere und diesen Monat 3 Hipis, wovon unsere Fine einer ist.

    Diese Woche ist dort Dienstwoche und da Fine Ferien hat und zudem noch Hipi macht, will sie natürlich diese Dienstwoche voll und ganz unterstützen. Dies bedeutet, jeden Treffpunkt zu besuchen und dann in den Predigtdienst. An drei Tagen ist zudem noch Versammlung und sie benötigt für jeden Weg in den Königreichssaal eine Stunde.

    So wäre es ziemlich sinnlos, zum Essen nach Hause zu kommen, da damit nur wertvolle Zeit verplempert würde. Wir haben also überlegt, wie das Porblem zu lösen wäre, denn sie kann ja schlecht die ganze Zeit Essen mit sich rumschleppen und um jeden Tag irgendwo in einem Imbiss etwas zu essen, fehlt leider das Geld. Natürlich haben wir Jehova das Problem im Gebet vorgetragen und damit sie sich wenigstes ein wenig unterwegs stärken kann, habe ich einige Schokoriegel gekauft, die wenig Platz einnehmen und das erste Hungergefühl lindern. Aber irgendwie ist das keine gute Lösung.

    Gestern war der erste Dienst-Tag der Dienstwoche und da abends im Saal noch die Pionierbesprechung war, an der sie im ersten Teil noch teilnehmen konnte, wurde es sehr spät. Sie ist schon um halb neun morgens hier los und würde erst abends so um achte nach Hause kommen. Wir haben gehofft, dass es sie nicht zu sehr entkräften würde.

    Dann unsere Überraschung: Nach der Pionierbesprechung gab es für die Pioniere ein Essen, was die Schwestern im Saal für sie bereitet hatten. Das fanden wir sehr nett. Aber es kommt noch besser:

    Es ist organisiert, dass alle Verkündiger mit dort zum Essen kommen, wo der Kreisauseher zum Essen eingeladen ist!

    Das haben wir bisher nicht gewusst, denn Fine hatte bisher ja noch nie Ferien, wenn es in der Tagalog-Gruppe Dienstwoche war und ist dann immer nur zu den Treffpunkten gegangen.

    Was für ein wundervoller Gedanke! Die Brüder kommen ja eh zu dem zweiten Treffpunkt und so ist es keine verplemperte Zeit, die mit unnötigen Wegen verbraucht wird. Und jeder Verkündiger kann frisch gestärkt wieder in den Predigtdienst gehen.

    Eine wundervolle Einrichtung für die fleissigen Prediger – aber auch jede Menge Arbeit für die Schwester, die an dem betreffenden Tag damit dran ist, für diese vielen Leute zu kochen!

    Wir können diesen Schwestern wirklich für ihre Mühen dankbar sein!

    Diese Erfahrung, die wir gerade hier machen, ist nicht nur sehr ermunternd, sondern fällt meiner Meinung nach auch in den gleichen Bereich, wie Jesu Speisung der 5000

  73. Juleam 19. Oktober 2009 um 02:43 Link zum Kommentar

    Matthäus 14:23-34

    Als er die Volksmengen schließlich weggesandt hatte, stieg er für sich allein auf den Berg, um zu beten. Obwohl es spät wurde, war er dort allein. 24 Das Boot war nun schon viele hundert Meter vom Land entfernt und wurde von den Wellen hart mitgenommen, denn man hatte Gegenwind. 25 Aber in der vierten Nachtwache kam er, über das Meer schreitend, auf sie zu. 26 Als sie ihn auf dem Meer schreiten sahen, wurden die Jünger beunruhigt und sprachen: „Es ist eine Erscheinung!“ Und sie schrien vor Furcht. 27 Sogleich aber redete Jesus sie mit den Worten an: „Faßt Mut, ich bin’s; fürchtet euch nicht.“ 28 Petrus antwortete ihm und sprach: „Herr, wenn du es bist, so gebiete mir, über die Wasser zu dir zu kommen.“ 29 Er sagte: „Komm!“ Darauf stieg Petrus vom Boot herab, schritt über die Wasser und ging Jesus entgegen. 30 Als er aber auf den Windsturm blickte, wurde ihm angst, und als er zu sinken anfing, schrie er: „Herr, rette mich!“ 31 Sofort streckte Jesus seine Hand aus, faßte ihn und sprach zu ihm: „Du Kleingläubiger, warum hast du dem Zweifel Raum gegeben?“ 32 Und nachdem sie in das Boot gestiegen waren, ließ der Windsturm nach. 33 Die im Boot waren, huldigten ihm dann, indem sie sprachen: „Du bist wirklich Gottes Sohn.“ 34 Und sie fuhren hinüber und kamen in Genezareth ans Land.

    In Vers 30 lesen wir wieder, wie wichtig es ist, unseren Blick auf die richtigen und positiven Dinge gerichtet zu halten – damit wir nicht in Panik geraten und untergehen.

    In Vers 31 lesen wir, dass Jesus die Hand ausstreckte und Petrus half.

    Ebenso nahe ist uns Jehova. Geraten wir bitte nicht in Panik! Denn Jehova kann uns sofort helfend die Hand entgegen strecken wenns für uns mal eng wird.

  74. Juleam 19. Oktober 2009 um 02:45 Link zum Kommentar

    Matthäus 15:1-11

    Dann kamen Pharisäer und Schriftgelehrte von Jerusalem zu Jesus und sagten: 2 „Wie kommt es, daß deine Jünger die Überlieferung der Männer früherer Zeiten übertreten? Zum Beispiel waschen sie sich die Hände nicht, bevor sie ein Mahl einnehmen.“

    3 Als Antwort sagte er zu ihnen: „Wie kommt es, daß auch ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen übertretet? 4 Zum Beispiel sprach Gott: ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter‘ und: ‚Wer Vater oder Mutter beschimpft, soll im Tod enden.‘ 5 Ihr aber sagt: ‚Wer irgend zu seinem Vater oder seiner Mutter spricht: „Was immer ich habe, wodurch ich dir nützen könnte, ist eine Gott gewidmete Gabe“, 6 der braucht seinen Vater gar nicht zu ehren.‘ Und so habt ihr das Wort Gottes um eurer Überlieferung willen ungültig gemacht. 7 Ihr Heuchler, treffend hat Jesaja von euch prophezeit, als er sagte: 8 ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit entfernt von mir. 9 Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren.‘ “ 10 Darauf rief er die Volksmenge herbei und sagte zu ihnen: „Hört zu, und erfaßt den Sinn davon: 11 Nicht was in [seinen] Mund hineingeht, verunreinigt einen Menschen; sondern was aus [seinem] Mund herauskommt, das verunreinigt einen Menschen.“

    die Pharisäer und Schriftgelehrten zeigen immer wieder deutlich, wessen Geistes Kind sie sind!

    Wenn ich Jehova nicht aus ganzem Herzen anbete, ist alles was ich tue vergeblich.

    Egal, wie oft ich Hipi mache, oder welche Vorrechte ich habe, oder welche guten Werke ich tun mag.

    Sind wir uns dessen bewußt?

    Handeln wir danach?

  75. Juleam 19. Oktober 2009 um 02:46 Link zum Kommentar

    Matthäus 15:12-20

    Dann traten die Jünger herzu und sprachen zu ihm: „Weißt du, daß die Pharisäer Anstoß nahmen, als sie hörten, was du sagtest?“ 13 Als Antwort sagte er: „Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird entwurzelt werden. 14 Laßt sie. Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.“ 15 Darauf antwortete Petrus und sagte zu ihm: „Erkläre uns das Gleichnis.“ 16 Er sprach darauf: „Seid auch ihr noch ohne Verständnis? 17 Merkt ihr nicht, daß alles, was in den Mund hineingeht, in die Eingeweide wandert und in den Abort ausgeschieden wird? 18 Was dagegen aus dem Mund herauskommt, kommt aus dem Herzen, und dieses verunreinigt einen Menschen. 19 Zum Beispiel kommen aus dem Herzen böse Überlegungen, Mordtaten, Ehebrüche, Hurereien, Diebstähle, falsche Zeugnisse, Lästerungen. 20 Das sind die Dinge, die einen Menschen verunreinigen; aber ein Mahl mit ungewaschenen Händen einzunehmen verunreinigt einen Menschen nicht.“

    was verraten meine Gespräche über meinen Herzenszustand?

  76. Juleam 19. Oktober 2009 um 02:58 Link zum Kommentar

    Matthäus 16 – 19

    Matthäus 16:19

    19 Ich will dir die Schlüssel des Königreiches der Himmel geben, und was immer du auf der Erde binden magst, wird das sein, was in den Himmeln gebunden ist, und was immer du auf der Erde lösen magst, wird das sein, was in den Himmeln gelöst ist.“

    könnte man daraus auch schliessen, dass die heutigen Ältesten die Macht haben, über die Zukunft der ihnen anvertrauten Brüder zu entscheiden?

    Was, wenn sie jemand aufgrund von Falschanklagen und falschen Zeugenaussagen ausschließen und ihm auch auf dieser Grundlage eine Rückkehr in die Versammlung verwehren?

    Dann hätten sie einen Bruder „auf der Erde gebunden“. Bedeutet das dann automatisch, dass Jehova den Fall genauso sehen muss? Weil das, was sie auf Erden gebunden haben, auch im Himmel gebunden ist?

    Das würde dann auch bedeuten, dass irgendwelche bösartigen Menschen, die sich in die Versammlung eingeschlichen haben und Unruhe und Mißtrauen säen wollen, Einfluß auf die Zukunftshoffnung derer hätten, denen sie schaden wollen.

    Würden diese Gedankengänge mit Jehovas Maßstäben und seinen Gedanken übereinstimmen?

    Was ist damit, dass Jehova ins Herz sehen kann und uns gemäß unseren Taten beurteilt und gemäß unserer Herzenseinstellung beurteilt?

    Würde Jehova wirklich „den Werkzeugen des Satans“ die Macht gewähren, seine Diener des ewigen Lebens zu berauben?

    Glauben wir so etwas wirklich?

    Ist das unser Bild, dass wir von Jehova haben?

    Oder haben wir Jehova „wirklich gesehen“ und erkannt, wie er denkt und fühlt – und wissen daher, dass solche Überlegungen völliger Unsinn sind?

    Haben wir eine Vorstellung davon, wie Jehova über Menschen denkt, die so etwas mit ihren Brüdern versuchen?

    Hüten wir uns also vor solchem anmaßenden Verhalten und solchen niederträchtigen Gedankengängen! Glauben wir nicht, wir könnten Jehova austricksen – so, wie die Beamten es damals mit dem König taten, dass sie ihn mit dem eigenen Gesetz gebunden hatten und er Daniel schaden musste, obwohl er das überhaupt nicht wollte.

    So etwas funtioniert nicht!

    Allerdings würde die Strafe für solche vermessenen Personen ebenso ausfallen, wie die Strafe, die die intriganten Beamten getroffen hat.

    Nutzen wir lieber die Zeit um Jehova wirklich kennen zu lernen und unser Denken mit seinem Denken in Übereinstimmung zu bringen und entsprechend zu handeln.

    Das ist viel sinnvoller.

    Und das macht uns wirklich glücklich!

  77. Juleam 19. Oktober 2009 um 03:02 Link zum Kommentar

    Matthäus 16:24-27

    Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: „Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme seinen Marterpfahl auf und folge mir beständig. 25 Denn wer immer seine Seele retten will, wird sie verlieren; wer immer aber seine Seele um meinetwillen verliert, wird sie finden. 26 Denn welchen Nutzen wird ein Mensch haben, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele einbüßt? Oder was wird ein Mensch zum Tausch für seine Seele geben? 27 Denn es ist dem Menschensohn bestimmt, in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln zu kommen, und dann wird er jedem gemäß seiner Handlungsweise vergelten.

    beonders interessant Vers 26:

    was nützt es uns, wenn wir heute unseren Bruder schaden und ausgrenzen, von den anderen Brüdern isolieren können und somit in unseren Augen „die ganze Welt gewinnen“?

    Wenn wir doch im Gegenzug „unsere Seele einbüßen“?

    In Vers 27 sagt Jesus doch ganz deutlich, dass er „jedem gemäß seiner Handlungsweise vergelten“ wird!

    Matthäus 18:6-7

    Wer immer aber einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, straucheln macht, für den ist es nützlicher, daß ihm ein Mühlstein, wie er von einem Esel gedreht wird, um den Hals gehängt und er ins weite, offene Meer versenkt werde.

    7 Wehe der Welt wegen der Ursachen des Strauchelns! Zwar muß es Ursachen des Strauchelns geben, doch wehe dem Menschen, durch den es eine Ursache des Strauchelns gibt!

    Ist es da nicht wirklich viel viel besser, dafür zu sorgen, dass wir selbst in Gottes Liebe gelangen und auch dort bleiben – anstatt alles daran zu setzen, unseren Bruder daraus vertreiben zu wollen?

    Kleiner Tip: das gelingt uns sowieso nicht! Denn Paulus sagt in dem Brief an die Römer „Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen, nur wir selbst“.

    Also warum Zeit, Kraft und Energie darauf verschwenden, sich als Werkzeug des Widersachers mißbrauchen zu lassen und einem Projekt nachzujagen, was völlig aussichtslos ist?

    Und das, wo wir doch einem so wunderbaren Gott – Jehova – dienen können. Ein „Projekt“, das sich wirklich lohnt!

    Entscheiden wir uns doch bitte für den richtigen Lohn.

  78. Juleam 19. Oktober 2009 um 03:12 Link zum Kommentar

    Matthäus 18:6-10

    Wer immer aber einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, straucheln macht, für den ist es nützlicher, daß ihm ein Mühlstein, wie er von einem Esel gedreht wird, um den Hals gehängt und er ins weite, offene Meer versenkt werde.

    7 Wehe der Welt wegen der Ursachen des Strauchelns! Zwar muß es Ursachen des Strauchelns geben, doch wehe dem Menschen, durch den es eine Ursache des Strauchelns gibt! 8 Wenn nun deine Hand oder dein Fuß dich straucheln macht, so hau ihn ab und wirf ihn von dir weg; es ist besser für dich, verstümmelt oder lahm ins Leben einzugehen, als mit zwei Händen oder zwei Füßen in das ewige Feuer geworfen zu werden. 9 Auch wenn dein Auge dich straucheln macht, so reiß es aus und wirf es von dir weg; es ist besser für dich, einäugig ins Leben einzugehen, als mit zwei Augen in die feurige Gehenna geworfen zu werden. 10 Seht zu, daß ihr keinen von diesen Kleinen verachtet, denn ich sage euch, daß ihre Engel im Himmel allezeit das Angesicht meines Vaters schauen, der im Himmel ist.

    Jehova verurteilt hier diejenigen, die einen Heidenspaß daran haben, andere von ihm und der wahren Anbetung abzubringen. Sie werden eine harte Strafe bekommen.

    Aber er sagt auch uns – die wir ihm von Herzen gern dienen wollen – dass wir selbst auf uns achten müssen und alles, was uns zum Straucheln bringen könnte, um jeden Preis vermeiden müssen.

    Wie z.B. wenn wir nicht frei sind und uns in jemanden verlieben – dann müssen wir schon ganz zu Anfang (sobald wir es merken) drastische Schritte unternehmen und jeden unangebrachten Kontakt mit dieser Person meiden!

    Was ist, wenn ich verheiratet bin und mich in einen anderen Bruder meiner Versammlung verliebe? Sollte ich dann ganz gezielt den Kontakt zu diesem Bruder zu erweitern suchen?

    Was, wenn mein Mann davon erfahren hat und mich bittet, dem anderen Bruder aus dem Weg zu gehen? Mache ich ihm dann eine Szene und verlange sogar von meinem Mann, dass er diesen Bruder öfters zu uns einlädt, weil ich sonst ja sooo unglücklich bin?

    Was, wenn ich in diesem Drama der Bruder bin, in den sich die verheiratete Schwester verliebt hat und ihr Mann mich bittet, jeglichen unnötigen Kontakt zu seiner Frau zu vermeiden?

    Tue ich das dann – oder suche ich nach Möglicheiten, mich heimlich mit der Frau bei einer anderen eingeweihten Schwester zu treffen, schreibe mir heimlich mit ihr Briefe und kaufe ihr sogar ein Handy, damit wir heimlich telefonieren können?

    Wie denkt wohl Jehova, wenn wir so handeln wie dieser Bruder oder diese Schwester?


    „Aber ich liebe ihn/sie doch und kann doch nichts für meine Gefühle“
    .

    Was hatte Jesus hier gesagt, was Jehova in so einem Fall von uns erwartet?

    Er hat nicht gesagt, dass das einfach sein würde und dass es uns nicht weh täte.

    „Aber das kann ER doch nicht von uns verlangen. Das ist doch so nicht gemeint. In unserem Fall ist das etwas ganz anderes. Wir lieben uns wirklich“.

    Mag sein, dass wir in so einer Situation so empfinden. Aber das ändert nichts an Jehovas Maßstäben und daran, wie er über uns denkt.

    Jehova hat gesagt, dass wir so drastisch handeln müssten, als würden wir uns einen Körperteil amputieren. Denken wir, das wäre einfach und täte nicht weh?

    Was würden wir denn tun, wenn wir eine Blutvergiftung hätten und nur eine Amputation unseres Beines könnte noch unser Leben retten? Würden wir das dann nicht tun – auch wenn es sehr schmerzhaft sein wird und wir unser Bein für den Rest unseres Lebens schmerzhaft vermissen würden?

    Warum handeln wir nicht in Herzenangelegenheiten ebenso konsequent?

    Ist es uns eigentlich klar, dass es darauf ankommt, wie Jehova uns sieht – und nicht darauf, wie wir selbst über uns und unser Handeln denken?

    Was ist uns wichtiger?

    Immerhin hat Jehova uns den freien Willen gegeben und wir können selbst wählen. Aber wir müssen dann auch die Konsequenzen in Kauf nehmen.

    So, wie derjenige der sich sein Bein bei einer Sepsis nicht amputieren lässt, sterben muss – so hat auch unser ehebrecherisches Verhalten Konsequenzen!

    Tragen wir diese dann ohne zu klagen?

  79. Juleam 19. Oktober 2009 um 03:18 Link zum Kommentar

    Mattäus 18:15-17

    Überdies, wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde. 17 Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.

    wie gehen wir mit unserem Bruder um, wenn wir ein Problem mit ihm haben?

    Auch zu diesem Gedanken gab es im letzten Jahr einen Studienartikel

  80. Juleam 19. Oktober 2009 um 12:16 Link zum Kommentar

    Matthäus 18:21-34

    Dann trat Petrus herzu und sagte zu ihm: „Herr, wievielmal mag mein Bruder gegen mich sündigen und soll ich ihm vergeben? Bis zu siebenmal?“ 22 Jesus sprach zu ihm: „Ich sage dir: Nicht bis zu siebenmal, sondern: Bis zu siebenundsiebzigmal.

    23 Darum ist das Königreich der Himmel einem Menschen, einem König, gleich geworden, der mit seinen Sklaven abrechnen wollte. 24 Als er mit der Abrechnung anfing, wurde ein Mann hereingebracht, der ihm zehntausend Talente [= 60 000 000 Denare] schuldete. 25 Weil er aber nicht die Mittel hatte, [es] zurückzuzahlen, befahl sein Herr, daß er und seine Frau und seine Kinder und alle seine Habe verkauft werden und Zahlung erfolgen sollte. 26 Deshalb fiel der Sklave nieder und begann ihm zu huldigen, indem er sprach: ‚Hab Geduld mit mir, und ich will dir alles zurückzahlen.‘ 27 Darüber von Mitleid bewegt, ließ der Herr dieses Sklaven ihn gehen und tilgte seine Schuld. 28 Dieser Sklave jedoch ging hinaus und fand einen seiner Mitsklaven, der ihm hundert Denare schuldete; und er packte ihn und begann ihn zu würgen, indem er sagte: ‚Zahl zurück, was du [mir] schuldest.‘ 29 Deshalb fiel sein Mitsklave nieder und begann ihn inständig zu bitten, indem er sprach: ‚Hab Geduld mit mir, und ich will [es] dir zurückzahlen.‘ 30 Er wollte aber nicht, sondern ging hin und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er das, was er [ihm] schuldete, zurückzahle. 31 Als nun seine Mitsklaven sahen, was geschehen war, wurden sie tief betrübt, und sie gingen hin und machten ihrem Herrn alles klar, was geschehen war. 32 Darauf rief ihn sein Herr zu sich und sagte zu ihm: ‚Böser Sklave, ich habe deine ganze Schuld getilgt, als du mich inständig batest. 33 Hättest nicht auch du gegen deinen Mitsklaven barmherzig sein sollen, wie auch ich gegen dich barmherzig war?‘ 34 Und erzürnt überlieferte ihn sein Herr den Gefängniswärtern, bis er alles, was er [ihm] schuldete, zurückzahle.

    die Sache mit der Vergebung

    Warum sind wir Menschen eigentlich so? Warum können wir nicht ebenso mit unseren Brüdern umgehen, wie wir es uns von ihnen wünschen?

    Hier greift wieder die goldene Regel.

    Der Sklave, dem die grosse Schuld erlassen worden ist war doch sicherlich froh und glücklich darüber. Hätte da nicht die vernünftige Reaktion auf seinen Mitsklaven sein müssen, diesem ebenfalls (die zudem recht kleine) Schuld zu erlassen?

    Hier in den Versen haben wir gelesen, wie Jehova denkt und was er von uns erwartet.

    Wenn wir überkritisch mit unseren Brüdern und Mitmenschen sind, wie können wir da Barmherzigkeit und Milde von unserem Gott erwarten, der uns doch dabei zusieht, was wir tun?

    Ist dieser Grundsatz „ich richte dich so, wie du andere richtest“ ungerecht und unfair?

    Empfinden wir persönlich ihn als unfair?

    Auch zu diesem Gedanken im letzten Jahr ein Studienartikel

  81. Juleam 19. Oktober 2009 um 12:20 Link zum Kommentar

    Matthäus 19:3-9

    Und Pharisäer traten an ihn heran, in der Absicht, ihn zu versuchen, und sprachen: „Ist es einem Mann erlaubt, sich von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden zu lassen?“ 4 In Erwiderung sagte er: „Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat 5 und sprach: ‚Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘, 6 so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ 7 Sie sagten zu ihm: „Warum schrieb denn Moses vor, ihr ein Entlassungszeugnis zu geben und sich von ihr scheiden zu lassen?“ 8 Er sprach zu ihnen: „Im Hinblick auf eure Herzenshärte hat Moses euch das Zugeständnis gemacht, [daß ihr] euch von euren Frauen scheiden lassen [könnt], aber von Anfang an ist dies nicht der Fall gewesen. 9 Ich sage euch, daß, wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen aufgrund von Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht.“

    hier der Gedanke, dass Jehova Scheidungen hasst und es nur einen einzigen Scheidungsgrund gibt: Hurerei

    Denkst du vielleicht:

    „Ja, aber da steht auch in Vers 5 dass der Mann seine Eltern verlassen und fest zu seiner Frau halten sollte. Mein Mann ist ein Muttersöhnchen und verbringt mehr Zeit mit seiner Mutter und achtet diese höher als mich. Das muss ich mir doch nicht gefallen lassen, das ist doch auch gegen Gottes Gebot! Also trenne ich mich von meinem Mann und werde beizeiten die Scheidung einreichen“.

    Denken wir so, und verstehen die Schwester, die so handelt, sehr gut und unterstützen sie noch in ihrem Tun, indem wir ihr helfen, die neue eigene Wohnung einzurichten?

    Was hatte Jesus hier gesagt? Was ist der einzige Scheidungsgrund?

    Da Jehova Scheidung hasst – wie denkt er wohl über mich als Schwester, wenn ich so handel wie beschrieben?

    Ist es hart und unfair, wenn er von mir erwartet, dass auch ich mich an seine Maßstäbe halte, wo mich doch das Verhalten von meinem Mann so schmerzt und ich mich ja nur selbst emotional schützen will?

    Wie war das noch mal mit der Amputation im Falle einer Sepsis?

    Könnte ich vor dem Hintergrund dieses Gedankens für mich ableiten, dass Jehova von mir erwartet, dass ich zu meinem Mann zurück kehre und mit der Hilfe der Ältestenschaft das Problem löse?

    Wie denkt Jehova wohl über mich, wenn ich meine persönlichen verletzten Gefühle wichtiger nehme als seine Maßstäbe und wie ER über mich denkt?

    Kann ich mich in so eine Fall wirklich in Gottes Liebe bewahren?

  82. Juleam 19. Oktober 2009 um 12:30 Link zum Kommentar

    Matthäus 19:16-24

    Nun siehe, jemand trat auf ihn zu und sprach: „Lehrer, was soll ich Gutes tun, um ewiges Leben zu erhalten?“ 17 Er sagte zu ihm: „Warum fragst du mich über das, was gut ist? Da ist e i n e r , der gut ist. Wenn du indes ins Leben eingehen willst, so halte stets die Gebote.“ 18 Er sprach zu ihm: „Welche?“ Jesus sagte: „Nun: ‚Du sollst nicht morden‘, ‚Du sollst nicht ehebrechen‘, ‚Du sollst nicht stehlen‘, ‚Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen‘, 19 ‚Ehre [deinen] Vater und [deine] Mutter‘ und ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst‘.“ 20 Der junge Mann sprach zu ihm: „Ich habe das alles gehalten; was fehlt mir noch?“ 21 Jesus sagte zu ihm: „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deine Habe und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach.“ 22 Als der junge Mann dieses Wort hörte, ging er betrübt hinweg, denn er hatte viele Besitztümer. 23 Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: „Wahrlich, ich sage euch, daß es für einen Reichen schwierig sein wird, in das Königreich der Himmel einzugehen. 24 Wieder sage ich euch: Es ist leichter für ein Kamel, durch ein Nadelöhr zu gehen, als für einen Reichen, in das Königreich Gottes einzugehen.“

    solange wir bereit sind, für Jehova und das Königreich Opfer zu bringen und diese Opfer nicht als Anlass nehmen, aus der Wahrheit zu verschwinden – solange sind wir Jehova wohlgefällig und er segnet uns.

    Es geht hier um die Bereitschaft – und nicht darum, wie schwer uns der Verzicht fällt.

    siehe das Beispiel:
    * verheiratete Schwester verliebt sich in einen anderen Mann,
    * eine andere Schwester, die aus anderen Gründen nicht frei ist, verliebt sich oder
    * eine ledige Schwester verliebt sich in einen Weltmenschen
    * aber auch die Schwester, die sich von ihrem Mann trennt, weil sie ihrer Meinung nach nicht genügend Aufmerksamkeit von ihm bekommt

    Jede dieser Schwestern (und auch die Brüder, die in so einer Situation sind) wird es sehr schmerzen, auf die Erfüllung ihrer Wünsche zu verzichten. Aber wenn sie Jehova liebt, hat diese Liebe zu Gott für sie Vorrang und sie wird den Schmerz bereitwillig ertragen – um Jehova auch weiterhin zu gefallen.

    Wie handeln wir, wenn wir in so einer Situation sind?

    Unternehmen wir dann die richtigen Schritte – oder dienen wir Jehova nur solange es nicht zu schmerzlich wird und suchen, die Grenzen soweit auszureizen, wie es geht?

    Wie denkt wohl Jehova über uns?

    Matthäus 19:29

    Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Ländereien verlassen hat, wird vielmal mehr empfangen und wird ewiges Leben erben.

  83. Juleam 20. Oktober 2009 um 12:37 Link zum Kommentar

    Matthäus 20 – 22

    Matthäus 21:12-13

    Und Jesus begab sich in den Tempel und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und stieß die Tische der Geldwechsler und die Bänke der Taubenverkäufer um. 13 Und er sprach zu ihnen: „Es steht geschrieben: ‚Mein Haus wird ein Haus des Gebets genannt werden‘, ihr aber macht es zu einer Räuberhöhle.“

    empfinden wir ebenso, wenn wir sehen, dass in der Versammlung Dinge geschehen, die gegen Jehovas Maßstäbe verstoßen und ihn ganz gewiß kränken?

    Haben auch wir Eifer für Jehova und seine Organisation?

    Wie reagieren wir, wenn wir sehen, dass jemand Jehovas Namen durch seinen schlechten Lebenswandel beschmutzt?

    Lassen wir die Dinge auf sich beruhen – oder unternehmen wir die nötigen Schritte, um Jehovas Namen wieder reinzuwaschen?

    Was, wenn wir mitbekommen, dass ein Bruder sein schlechtes Tun vor Weltmenschen damit begründen will, dass er ein Zeuge Jehovas ist? Wenn er durch seinen Lebenswandel die Gegner von Gottes Volk in ihren Vorurteilen bestärkt?

    Stellen wir die Dinge dann richtig und zeigen auf, dass er dies keinesfalls tut, weil er ein Zeuge Jehovas ist, sondern im Gegenteil mit seinem Handeln gegen Gottes Wort und gegen jede Lehre und jeden Rat der Gesellschaft verstößt?

    Oder sagen wir uns „das geht mich nichts an“?

  84. Juleam 20. Oktober 2009 um 12:39 Link zum Kommentar

    Matthäus 21:22

    Und alles, worum ihr glaubensvoll im Gebet bittet, werdet ihr empfangen.“

    beten wir glaubensvoll zu Gott?

    Matthäus 21:23-27

    Nachdem er nun in den Tempel gegangen war, traten die Oberpriester und die älteren Männer des Volkes, während er lehrte, zu ihm und sagten: „Mit welcher Befugnis tust du diese Dinge? Und wer hat dir diese Befugnis gegeben?“ 24 In Erwiderung sprach Jesus zu ihnen: „Auch ich will euch e i n e s fragen. Wenn ihr es mir sagt, will auch ich euch sagen, mit welcher Befugnis ich diese Dinge tue: 25 Woher stammte die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von Menschen?“ Sie aber begannen unter sich zu überlegen und sprachen: „Wenn wir sagen: ‚Vom Himmel‘, wird er zu uns sagen: ‚Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt?‘ 26 Sagen wir aber: ‚Von Menschen‘, so müssen wir das Volk fürchten, denn sie alle halten Johannes für einen Propheten.“ 27 Als Antwort sagten sie daher zu Jesus: „Wir wissen es nicht.“ Darauf sprach er zu ihnen: „Dann sage ich euch auch nicht, mit welcher Befugnis ich diese Dinge tue.

    müssen wir immer jedem alles sagen?

    Warum hatte Jesus hier so ausweichend geantwortet?

    Was können wir hier von ihm lernen?

  85. Juleam 20. Oktober 2009 um 12:50 Link zum Kommentar

    Matthäus 21:28-32

    Was denkt ihr? Ein Mensch hatte zwei Kinder. Er ging zu dem ersten hin und sprach: ‚Kind, geh heute im Weingarten arbeiten.‘ 29 Als Antwort sagte dieser: ‚Ich will, Herr‘, ging aber nicht hin. 30 Da trat er zum zweiten hin und sagte das gleiche. In Erwiderung sagte dieser: ‚Ich will nicht.‘ Nachher gereute es ihn, und er ging hin. 31 Welcher von den beiden hat den Willen [seines] Vaters getan?“ Sie sprachen: „Der letztere.“ Jesus sagte zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch, daß die Steuereinnehmer und die Huren vor euch in das Königreich Gottes eingehen. 32 Denn Johannes ist auf einem Weg der Gerechtigkeit zu euch gekommen, doch habt ihr ihm nicht geglaubt. Die Steuereinnehmer und die Huren aber haben ihm geglaubt, und obwohl ihr [dies] saht, gereute es euch danach nicht, so daß ihr ihm geglaubt hättet.

    wr kennen die Anwendung dieses Gleichnisses. Aber in letzter Zeit kommt mir hierzu noch ein ganz anderer Gedanke – ähnlich wie das mit dem Gleichnis und dem Weizen und dem Unkraut.

    Jesus spricht ja hier zu den Parisäern und Schriftgelehrten – denen, die zu Gottes Volk gehörten. Auch wir gehören ja durch unsere Hingabe und Taufe zu Gottes Nation. Wir haben damals zu unserem Vater Jehova gesagt „ich will hingehen“.

    Was, wenn wir nun nicht mehr dieser Zusage (unserer Hingabe) gemäß leben? Wenn wir ein Doppelleben führen, fakes sind? Gleichen nicht dann wir eher den Pharisäern?

    Und was ist mit Menschen wie meinen Eltern, die seit ich denken kann sagen „ich will mit Religion nichts zu tun haben“, aber eigentlich so leben, wie Jehova das möchte und uns entsprechend erzogen haben? Gehören solche Menschen nicht zu denen die sagen, „ich will nicht“, aber dann doch hingehen und den Willen des Vaters tun?

    Wie sieht Jehova wohl diese Personengruppen?

    Die erstere sind ja Menschen, die ihm ein Versprechen gegeben haben, aber nicht entsprechend leben und mit ihrem Lebenswandel Dreck auf seinen Namen werfen. Diese verurteilt er ebenso hart, wie seine Propheten damals das Volk Israel.

    Die andere Personengruppe hat sich ihm nicht hinegeben, weil sie etwas daran hindert – wie z.B. schlimme Erfahrungen im Leben, die sie einfach nicht verstehen lassen, dass ein liebevoller Gott so etwas zulassen kann. Aber sie leben trotzdem so, wie Jehova es eigentlich von seinen Anbetern erwartet, tun nicht böses und lehren ihre Kinder ebenso eine gute Moral.

    Jesus hat zwar an anderer Stelle gesagt „wer nicht für mich ist – ist gegen mich“.

    Aber wirft er die fakes und solche Personen wirklich in einen Topf?

    Etwas, was ich mir im Laufe diesen Jahres, wo wir die Bibel im Ganzen lesen, immer weniger vorstellen kann!

    Mattäus 21:43

    Darum sage ich euch: Das Königreich Gottes wird von euch genommen und einer Nation gegeben werden, die dessen Früchte hervorbringt.

    Wie denkt Jehova wirklich über Menschen wie meine Eltern?

    Wie denkt er über uns? Stimmt unser Leben immer noch mit unserer Hingabe überein?

  86. Juleam 20. Oktober 2009 um 12:58 Link zum Kommentar

    Matthäus 22:23-27

    An jenem Tag kamen Sadduzaer zu ihm, die sagen, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn: 24 „Lehrer, Moses hat gesagt: ‚Wenn ein Mann stirbt, ohne Kinder zu haben, soll sein Bruder dessen Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen erwecken.‘ 25 Nun gab es bei uns sieben Brüder; und der erste heiratete und starb, und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder. 26 Ebenso erging es auch dem zweiten und dem dritten, ja schließlich allen sieben. 27 Als letzte von allen starb die Frau. 28 Wer von den sieben wird sie demnach in der Auferstehung zur Frau haben? Denn sie alle hatten sie.“

    eigentlich eine sehr interessante Frage – besonders für uns, die wir an die Auferstehung glauben!

    Jesus sagt ihnen zwar, dass die Auferstandenen gleich Engeln sein würden – aber damit hat er sicherlich diejenigen gemeint, die zu himmlischen Leben auferweckt werden. Eine Hoffnung, die ja damals alle Anbeter Jehovas hatten.

    Aber was ist mit denen, die zu ewigem Leben im Paradies auferweckt werden?

    Denn diese Hoffnung haben wir ja, weil Jehova den Schaden, der durch die Rebellion entstanden ist, wieder gut machen will und dann damit seinen ursprünglichen Vorsatz in die Tat umsetzen will. Und Jehova hatte Adam vor dem Sündenfall eine Frau gegeben und gesagt „es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“. Also gehört für mich zum ewigen Leben im Paradies mein Ehepartner dazu – so wie heute. Als Ehepartner!

    Jehova hatte den Menschen die ehelichen Beziehungen ja nicht einzig und allein als einen Trieb, der der Fortpflanzung dienen sollte, gegeben – sondern auch als eine Möglichkeit, ihre innigen Gefühle der Liebe zum Ausdruck zu bringen. Etwas, was im Tierreich fehlt.

    Und was ist damit, dass Forscher festgestellt haben, dass der Mensch Körperkontat braucht, um zu leben? Dass Kinder, die wenig Körperkontakt bekamen, sehr schnell verstarben. Dass z.B. Berührungen den Schmerz lindern können – sei es emotionaler oder körperlicherSchmerz.

    Wer von uns Verheirateten möchte seine gewohnten Kuscheleinheiten missen – sich zum Einschlafen in die Arme des Partners kuscheln und sich den Rücken krabbeln lassen? Das kann ich ja nur mit meinem Ehepartner tun. Nie käme ich auf die Idee, mit einem Kumpel oder irgendeinem meiner Brüder das Bett zu teilen. Etwas, was auch Jehova verurteilt.

    Gründe, die meine Überzeugung bestärken, dass wir auch noch im Paradies verheiratet sein werden und Jesu Aussage, die Auferstandenen würden wie die Engel sein, nur auf die Geistgesalbten zutrifft.

    So, nun wieder zum Ausgangspunkt: eine Frau (oder ein Mann), die mehrfach verheiratet war z.B. wenn der Ehemann bereits ganz früh im Krieg gestorben ist und die Frau war noch sehr jung und heiratet später noch einmal, da sie nicht für ein Leben allein geschaffen ist.

    Sagen wir, sie ist eine treue Schwester und hat ihr ganzes Leben gemeinsam mit ihrem neuen Ehepartner in den Dienst für Jehova gestellt und die beiden ùberleben Harmagedon. Nun kommt im Paradies die Auferstehung und ihr erster Mann, der so jung im Krieg gefallen war, kommt wieder zum Leben. Was dann?

    Sie ist die Ehefrau seiner Jugend und er ist der Ehemann ihrer Jugend. Aber heute ist sie seit vielen Jahrzehnten mit dem neuen Mann verheiratet. Was wird nun sein? Welchen von den beiden Männern sieht Jehova nun als ihren Ehemann an?

    Ich denke, es wird der Mann sein, mit dem sie bis zum Schluss verheiratet war. Alles andere wäre herzlos. Ich denke, dass Jehova in dem auferstandenen Mann bewirken wird, dass es ihn nicht schmerzt. Aber irgendwie komisch wäre es schon.

    Wenn sie nun die einzige Überlebende wäre, beide Ehemänner vor Harmagedon gestorben sind und nur sie lebend ins Paradies gekommen ist – wer wäre dann ihr Mann?

    Eine interessante Frage?

    Wir werden heute noch keine richtige Antwort dazu bekommen, sind alles nur reine Spekulationen. Eins ist aber sicher: Jehova wird das so regeln, dass alle glücklich sein können und niemand emotionalen Schmerz leiden muss.

    Mein Mann und ich sind uns auf jeden Fall einig, dass wir auf den anderen warten werden, sollte einer von uns beiden vor Harmagedon sterben.

    Denn wir lieben uns sehr und wir sind beide der festen Überzeugung, dass Jehova uns füreinander bestimmt hat und wir daher für immer und ewig zusammen gehören. Für uns beide gibt es kein „bis dass der Tod uns scheidet“ – der Tod wäre lediglich eine kurzfristige Trennung, mehr nicht.

    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, nach ihm noch mal einen anderen Mann so sehr lieben zu können. Das, was wir beide zusammen haben, werde ich mit niemand anderen haben können, denn es ist so perfekt – eben gerade weil wir beide zusammen sind!

    Überigens denken wir beide in diesem Punkt absolut gleich.

    Also: auch wenn die Sadduzäer die Frage aus dem falschen Beweggrund gestellt haben, so ist sie doch auch für uns interessant.

  87. Juleam 20. Oktober 2009 um 13:03 Link zum Kommentar

    Matthäus 22:36-40

    36 „Lehrer, welches ist das größte Gebot im GESETZ?“ 37 Er sprach zu ihm: „ ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.‘ 38 Dies ist das größte und erste Gebot. 39 Das zweite, ihm gleiche, ist dieses: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ 40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze GESETZ und die PROPHETEN.“

    haben wir diesen Gedanken wirklich verstanden?

    Ähnlich wie die goldene Regel ist es mit dem Gebot den Nächsten wie uns selbst zu lieben. Wenn wir alles vermeiden würden, was wir selbt auch nicht wollen

    Denn wer möchte schon gern von seinem Ehepartner betrogen und verlassen werden?

    Wer möchte schon gern darauf verzichten, seine Kinder zu sehen – falls ihn der Ehepartner mit ihnen verlassen hat?

    Wer möchte schon gern seinen guten Ruf verlieren, weil ein anderer mit Lügen und Intrigen alles daran setzt?

    Wer möchte schon gern bestohlen und betrogen werden?

    Wer möchte schon gern von seinem Ehepartner geschlagen und gedemütigt werden?

    Wer möchte schon gern von einem anderen überfallen, ausgeraubt, verprügelt, gequält oder getötet werden?

    Wer möchte schon gern in einem Krieg angeschossen oder getötet werden?

    Dies und vieles mehr sind die Dinge, die uns heute das Leben schwer machen.

    Wenn wir unseren Nächsten lieben würden wie uns selbst, dann würden wir ihm niemals irgendetwas von den oben genannten Dingen zufügen.

    Würde die Welt dann nicht ganz anders aussehen?

    Erkennen wir, dass Jehova uns zu unserem Nutzen belehrt und nicht, um uns mit seinen Geboten und Maßstäben das Leben schwer zu machen?

    Fällt es uns schwer, so einen wunderbaren Gott zu lieben und ihm ganzherzig zu dienen?

  88. Juleam 21. Oktober 2009 um 13:13 Link zum Kommentar

    Matthäus 23 – 25

    Matthäus 23:11-12

    Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. 12 Wer immer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer immer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

    denken wir unsere Brüder sind dazu da, um uns das Leben so angenehm wie möglich zu machen – oder sind wir gern bereit, für andere was Gutes zu tun?

  89. Juleam 21. Oktober 2009 um 13:20 Link zum Kommentar

    Matthäus 23:13

    Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Königreich der Himmel vor den Menschen verschließt! Denn ihr selbst geht nicht hinein, noch erlaubt ihr, daß die hineingehen, die sich auf dem Weg dorthin befinden.

    könnte dieser Text vielleicht auch auf uns zutreffen?

    Wie?

    Die Schriftgelehrten und Pharisäer hatte die Aufgabe, das Volk über Gottes Willen zu belehren und ihnen zu helfen, Jehovas Maßstäbe im täglichen Leben anzuwenden.

    Welche Aufgabe und Verantwortung haben wir als Eltern?

    5. Mose 6:5-7

    Und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele und deiner ganzen Tatkraft. 6 Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; 7 und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst

    Was, wenn wir als Eltern ein Doppelleben führen und unseren Kindern beibringen „das muss man alles nicht so eng sehen“?

    Wie sieht uns dann Jehova?

    Welche Konsequenzen hat das dann leider auch für unsere Kinder?

    Grund genug für uns, von unserem verkehrten Weg umzukehren?

  90. Juleam 21. Oktober 2009 um 13:22 Link zum Kommentar

    Matthäus 23:23-28

    Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr den Zehnten gebt von der Minze und dem Dill und dem Kümmel; aber ihr habt die gewichtigeren Dinge des GESETZES außer acht gelassen, nämlich das Recht und die Barmherzigkeit und die Treue. Diese Dinge hätte man tun, die anderen Dinge jedoch nicht außer acht lassen sollen. 24 Blinde Leiter, die ihr die Mücke aussiebt, das Kamel aber hinunterschluckt!

    25 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, innen aber sind sie mit Raub und Unmäßigkeit gefüllt. 26 Blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äußeres rein werde.

    27 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr getünchten Gräbern gleicht, die zwar von außen schön scheinen, innen aber voll von Totengebeinen und jeder Art Unreinheit sind. 28 So erscheint auch ihr von außen zwar vor Menschen gerecht, im Innern aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.

    hüten wir uns, ihnen darin zu gleichen!

    Matthäus 23:30

    und ihr sagt: ‚Wären wir in den Tagen unserer Vorväter, wir hätten nicht mit ihnen teil an dem Blut der Propheten.‘

  91. Juleam 21. Oktober 2009 um 13:25 Link zum Kommentar

    Matthäus 24:9-13

    Dann wird man euch der Drangsal überliefern und wird euch töten, und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Nationen sein.

    10 Dann werden auch viele zum Straucheln gebracht werden und werden einander verraten und werden einander hassen. 11 Und viele falsche Propheten werden aufstehen und viele irreführen; 12 und wegen der zunehmenden Gesetzlosigkeit wird die Liebe der meisten erkalten.

    13 Wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden.

    sind das nicht Dinge, die wir heute beobachten können?

    Matthäus 24:22

    Tatsächlich, wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.

  92. Juleam 21. Oktober 2009 um 13:27 Link zum Kommentar

    Matthäus 24:36-39

    Von jenem Tag und jener Stunde hat niemand Kenntnis, weder die Engel der Himmel noch der Sohn, sondern nur der Vater. 37 Denn geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein. 38 Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut waren: sie aßen und tranken, Männer heirateten und Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging, 39 und sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein.

    sieht vielleicht unser Leben ähnlich aus?

    Sind wir uns bewusst, in was für einer bedeutungsvollen Zeit wir leben?

    Zeigt sich dies in unserem Lebenswandel?

    Matthäus 24:42-44

    Wacht deshalb beharrlich, weil ihr nicht wißt, an welchem Tag euer Herr kommt.

    43 Doch erkennt e i n e s , daß der Hausherr, wenn er gewußt hätte, in welcher Wache der Dieb kommen würde, wach geblieben wäre und nicht in sein Haus hätte einbrechen lassen. 44 Deswegen erweist auch ihr euch als solche, die bereit sind, denn zu einer Stunde, da ihr es nicht denkt, kommt der Menschensohn.

  93. Juleam 21. Oktober 2009 um 13:36 Link zum Kommentar

    Matthäus 24:48-51

    Wenn aber jener übelgesinnte Sklave je in seinem Herzen sagen sollte: ‚Mein Herr bleibt noch aus‘ 49 und anfangen sollte, seine Mitsklaven zu schlagen, und mit den Gewohnheitstrinkern essen und trinken sollte, 50 wird der Herr jenes Sklaven an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt, 51 und wird ihn mit der größten Strenge bestrafen und wird ihm sein Teil mit den Heuchlern zuweisen. Dort wird [sein] Weinen und [sein] Zähneknirschen sein.

    könnte es sein, dass diese Worte auf uns zutreffen?

    Denken vielleicht auch wir „Harmagedon kommt noch lange nicht. Erst muss sich ja noch dieses und jenes erfüllen und davon ist noch nichts zu sehen“ – und leben einfach so, wie es uns passt“?

    Kennen wir noch die Kindershow von Michael Schanze „eins zwei oder drei“ und erinnern uns daran, wie die Kids zwischen den verschiedenen Antworten hin und her gesprungen sind und dann am Schluss sangen „letzte Chance – vorbei!“ und dann schnell auf die richtige Antwort gesprungen sind, im allerletzten Moment?

    Denken wir vielleicht, wir könnten dies mit Jehova ebenso machen?

    Wir leben unser Leben wie es uns passt und machen uns keinen Kopf. Wir wissen sehr wohl, dass das, was wir tun, Jehova nicht gefällt. Aber wir haben ja noch Zeit, noch ist Harmagedon ja weit weg. Und wenn es dann heisst „letzte Chance – vorbei!“ dann springen wir schnell auf den richtigen Weg und werden gerettet?

    Glauben wir das?

    „Immerhin hatte Jesus in dem Gleichnis mit den Lohnarbeitern ja gesagt, dass die Letzten den gleichen Lohn bekommen wie die, die den ganzen Tag hart gearbeitet haben. Wozu also den ganzen Tag hart arbeiten? Es reicht doch, wenn wir kurz vor der Lohnzahlung dazustossen und den Lohn einfach und ohne jegliche Mühe einstreichen“

    Denken wir so?

    Glauben wir wirklich, wir könnten Jehova so austricksen: Wir leben unser Leben so wie es uns gefällt und kehren im allerletzten Moment um – Jehova muss uns ja dann belohnen, „hat schon Jesus so in der Bibel gesagt“?

    Halten wir uns vielleicht für besonder schlau, weil wir das so erkannt haben und nicht so dumm wie die anderen Pappnasen sind, die sich Jahrelang abrackern, wenn sie den Lohn auch einfacher bekommen können?

    Wie war das nochmal mit den Geistesmenschen? Hier ein kleiner Auszug aus Thoms Notizen zu dem Programmpunkt

    Was macht einen Geistesmenschen aus?
    Da wir als unvollkommene Menschen geboren sind, kostes es uns ungeheure Kraft ein Geistesmensch zu werden und zu bleiben.

    Was ist Geistesmensch??
    Er orientiert sich an Gott- er will in allen Angelegenheiten erfahren, wie Gott darüber denkt
    1.Kor.2: 14-16
    Gottes Geist kann nicht im schmutzigen Gefäßen bzw. in einem schmutzige Sinn wohnen. Deshalb müssen wir filtern, was wir in unseren Sinn aufnehmen.

    Woran erkennt man Geistesmenschen?
    * einfaches, ausgelichenes Leben
    – wesentliches im Mittelpunkt, lauteres Auge
    * wie Zeit genutzt? für Projekte des Königreiches?
    * wie ernähre ich mich? 1.Kor. 10:21 auch nicht täuschen lassen
    von Fälschungen deshalb die Zutatenliste beachten
    * Einstellung zu wichtigeren Dinge
    Philipper 1:9,10 sind wir im Schongang dh. mit uns
    selbstzufrieden?

    Ausserdem macht Jehova bereits von Anfang an darin einen Unterschied, ob wir aus Unwissenheit und wegen unserer Unvollkommenheit aus Schwäche sündigen – und dem bewussten Sündigen:

    „Wenn wir wissen, was wir tun sollten und es dann doch nicht tun, ganz bewusst, dann gereicht uns das zur Sünde. „

    Dies ist dann eine Sünde, die Jehova nicht so einfach vom Tisch wischen wird, weil Jesus ja für uns und unsere Sünden gestorben ist.

    Sind wir uns dessen bewusst?

  94. Juleam 21. Oktober 2009 um 13:44 Link zum Kommentar

    Matthäus 25:14-30

    Denn es ist so, wie wenn ein Mensch, der im Begriff stand, außer Landes zu reisen, seine eigenen Sklaven zu sich rief und ihnen seine Habe übergab. 15 Und dem einen gab er fünf Talente, einem anderen zwei, noch einem anderen eines, einem jeden nach seiner eigenen Fähigkeit, und er ging außer Landes. 16 Sogleich ging der, der die fünf Talente empfangen hatte, hin und machte Geschäfte damit und gewann fünf weitere. 17 Desgleichen gewann der, der die zwei empfangen hatte, zwei weitere. 18 Der aber, der nur eines empfangen hatte, ging hin und grub in die Erde und verbarg das Silbergeld seines Herrn.

    19 Nach langer Zeit kam der Herr jener Sklaven und rechnete mit ihnen ab. 20 Da trat der herzu, der fünf Talente empfangen hatte, und brachte fünf weitere Talente und sprach: ‚Herr, du hast mir fünf Talente übergeben; siehe, ich habe fünf weitere Talente gewonnen.‘ 21 Sein Herr sagte zu ihm: ‚Wohlgetan, [du] guter und treuer Sklave! Du warst über weniges treu. Ich will dich über vieles setzen. Geh ein in die Freude deines Herrn.‘ 22 Als nächster trat der herzu, der die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: ‚Herr, du hast mir zwei Talente übergeben; siehe, ich habe zwei weitere Talente gewonnen.‘ 23 Sein Herr sagte zu ihm: ‚Wohlgetan, [du] guter und treuer Sklave! Du warst über weniges treu. Ich will dich über vieles setzen. Geh ein in die Freude deines Herrn.‘

    24 Schließlich trat der herzu, der das eine Talent empfangen hatte, und sagte: ‚Herr, ich wußte, daß du ein strenger Mann bist und erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht geworfelt hast. 25 Da fürchtete ich mich und ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Hier hast du das Deine.‘ 26 In Erwiderung sprach sein Herr zu ihm: ‚[Du] böser und träger Sklave! Du wußtest also, daß ich erntete, wo ich nicht säte, und sammelte, wo ich nicht worfelte? 27 Nun, so hättest du mein Silbergeld bei den Bankleuten anlegen sollen, und bei meiner Ankunft hätte ich das Meine mit Zins erhalten.

    28 Deshalb nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat. 29 Denn jedem, der hat, wird mehr gegeben werden, und er wird in Fülle haben; dem aber, der nicht hat, wird selbst das, was er hat, weggenommen werden. 30 Und den unnützen Sklaven werft hinaus in die Finsternis draußen. Dort wird [sein] Weinen und [sein] Zähneknirschen sein.‘

    könnte man bei diesem Gleichnis auf den Gedanken kommen, dass diejenigen, die wenig haben, immer im Nachteil sind – denn Jesus sagt ja hier so etwas?

    Was war der Fehler des letzten Arbeiters? Dass er die Talente nicht genügend vermehrt hat? Ging es hier nicht eher darum, dass er überhaupt nichts damit getan hat – sein Talent hat brach liegen lassen?

    Könnte es sein, dass auch wir unsere Talente brach liegen lassen? Wie?

    Was fangen wir mit unerer Zeit, Kraft und Energie, sowie mit unseren finanziellen Mitteln an? Lassen wir sie auch in theokratischer Hinsicht brachliegen – oder nutzen wir sie gut?

    Heisst das dann, dass wir in Jesu Augen ein fauler Sklave sind, weil wir vielleicht viele Stunden in den Predigtdienst gehen, aber niemanden finden, der die Wahrheit kennen lernen will?

    Haben wir alles uns mögliche getan und haben nicht nur rein mechanisch die Stunden abgerissen – sondern uns immer wieder bemüht, die Qualität unseres Dienstes zu verbessern?

    Dann sind wir in Jesu Augen kein fauler Sklave.

    Aber wenn wir überhaupt nicht predigen gingen oder nur lieblos und rein mechanisch unsere Stunden abreissen – dann haben wir unser Talent verschwendet.

    Wie gebrauchen wir unsere Talente?

    Sind wir vielleicht in Jesu Augen ein fauler Sklave?

  95. Juleam 21. Oktober 2009 um 13:50 Link zum Kommentar

    Matthäus 25:31-40

    Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

    34 Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: ‚Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet worden seid, erbt das Königreich, das von der Grundlegung der Welt an für euch bereitet ist. 35 Denn ich wurde hungrig, und ihr gabt mir etwas zu essen; ich wurde durstig, und ihr gabt mir etwas zu trinken. Ich war ein Fremder, und ihr nahmt mich gastfreundlich auf, 36 nackt, und ihr bekleidetet mich. Ich wurde krank, und ihr saht nach mir. Ich war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir.‘ 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: ‚Herr, wann sahen wir dich hungrig und speisten dich oder durstig und gaben dir etwas zu trinken? 38 Wann sahen wir dich als einen Fremden und nahmen dich gastfreundlich auf oder nackt und bekleideten dich? 39 Wann sahen wir dich krank oder im Gefängnis und kamen zu dir?‘ 40 Und der König wird ihnen erwidern und sagen: ‚Wahrlich, ich sage euch: In dem Maße, wie ihr es einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan.‘

    das Gleichnis von den Schafen und Böcken – wie betrifft es uns, wie Jehova die Menschen beurteilt?

    Matthäus 25:41-46

    Dann wird er seinerseits zu denen zu seiner Linken sagen: ‚Geht weg von mir, ihr, die ihr verflucht worden seid, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist. 42 Denn ich wurde hungrig, aber ihr gabt mir nichts zu essen, und ich wurde durstig, aber ihr gabt mir nichts zu trinken. 43 Ich war ein Fremder, aber ihr nahmt mich nicht gastfreundlich auf, nackt, aber ihr bekleidetet mich nicht, krank und im Gefängnis, aber ihr saht nicht nach mir.‘ 44 Dann werden auch sie antworten und sagen: ‚Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als einen Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und dienten dir nicht?‘ 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: ‚Wahrlich, ich sage euch: In dem Maße, wie ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es mir nicht getan.‘ 46 Und diese werden in die ewige Abschneidung weggehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“

    nun gut aufgepasst, denn dieser Gruppe wollen wir ja auf keinem Fall gleichen.

    Wie könnten diese Verse auf uns ganz persönlich zutreffen?

    „Ist doch ganz einfach. Wir haben doch gelernt, dass dieser ‚Geringste unter ihnen‘ die Gesalbten sind und wenn wir denen helfen, dann gehören wir nicht zu dieser Gruppe, die hier erwähnt wird“.

    Ok. Aber wir haben auch im Laufe der Jahre gelernt, dass sich manche Dinge in der Bibel zwei- oder mehrmals erfüllen.

    Die erste Erfüllung ist also das, was du gesagt hast. Aber wenn das so einfach wäre, warum fragen dann die Schafe, wann sie die Gesalbten unterstützt haben – wüssten sie das dann nicht? Und warum sind sich die Böcke nicht bewusst, dass sie die Gesalbten nicht unterstützt haben?

    Immerhin sollte diese Begebenhheit in der Zeit des Endes stattfinden und wir leben bereits so lange darin, dass heute jeder weiss, wer die Gesabten sind und somit ist es eigentlich kein Kunststück, diese zu unterstützen. Es geht ja hier nicht darum, dass die Böcke den Gesalbten ganz bewusst ihre Hilfe untersagt haben – also ist das wohl doch nicht so offensichtlich, wie wir dachten.

    Wie also könnten die Schafe „den Geringsten Jesu Brüder“ unwissentlich untertützt haben, so dass sie hinterher ganz erstaunt sind, da sie sich dessen nicht bewusst waren?

    Und wie konnten die Böcke „den geringsten der Brüder Jesu“ geschadet haben, ohne dass ihnen das klar war?

    Schon mal darüber nachgedacht?

    Mir fällt dazu sehr wohl etwas ein, aber ich werde es hier nicht öffentlich schreiben, weil ihr sonst vielleicht denkt, ich wäre ketzerisch.

    Warten wir ab, was die Gesellschaft in der nächsten Zeit dazu veröffentlichen wird. Denn es ist in den letzten 4 Jahren sehr oft passiert, dass mir Gedanken zu bestimmten Sachen durch den Kopf gingen, mein Mann und ich lange darüber nachgedacht und geredet hatten, ob es nicht genau so sein könnte – und einige Wochen später erschien in einer der Publikationen genau dieser Gedanke. Ganz genauso, wie wir vermutet hatten.

    Daher warten wir ab, wie das Licht immer heller wird und ob sich auch meine Vermutung in dieser Hinsicht vom treuen und verständigen Sklaven bestätigt werden wird.

  96. Juleam 22. Oktober 2009 um 13:53 Link zum Kommentar

    Matthäus 26 – 28

    Matthäus 26:20-25

    Als es nun Abend geworden war, lag er mit den zwölf Jüngern zu Tisch. 21 Während sie aßen, sprach er: „Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten.“ 22 Tief betrübt darüber, fing jeder einzelne von ihnen an, zu ihm zu sagen: „Herr, ich bin es doch nicht etwa?“ 23 Er erwiderte und sprach: „Der seine Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. 24 Allerdings geht der Menschensohn weg, so wie über ihn geschrieben steht, wehe aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre besser für ihn, wenn dieser Mensch nicht geboren worden wäre.“ 25 Judas, der im Begriff stand, ihn zu verraten, gab ihm zur Antwort: „Ich bin es doch nicht etwa, Rabbi?“ Er sprach zu ihm: „Du selbst hast [es] gesagt.“

    auch Judas?

    Ist das nicht krass? Er hatte bereits mit den Oberpriestern geregelt, dass er Jesus verraten würde und nun fragt auch er Jesus scheinheilig „ich bin es doch nicht etwa?“

    Wie konnte er so frech und dreist fragen? Er wusste doch aus Erfahrung, dass Jesus den Menschen ins Herz sehen konnte.

    Wusste er nicht, dass Jesus die Scheinheiligkeit hinter dieser Frage erkannte?

    Wie kommt es überhaupt, dass ein Mensch, der Jesus in den Jahren seines Lehrens und Wirkens begleitet hatte, der so eng mit Jesus zusammen gewesen war – wie kann so ein Mensch auf den Gedanken kommen, diesen wundervollen Jesus ans Messer zu liefern?

    Könnte es sein, dass wir Judas Iskariot in seiner Einstellung gleichen?

    Was wäre gewesen, wenn wir damals gelebt hätten und ebenso engen und intensiven Kontakt zu diesem Jesus gehabt hätten?

  97. Juleam 22. Oktober 2009 um 13:56 Link zum Kommentar

    Matthäus 26:31-35

    Dann sprach Jesus zu ihnen: „Ihr alle werdet in dieser Nacht meinetwegen zum Straucheln gebracht werden, denn es steht geschrieben: ‚Ich will den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden zerstreut werden.‘ 32 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, will ich euch nach Galilaa vorangehen.“ 33 Petrus aber gab ihm zur Antwort: „Wenn auch alle anderen deinetwegen zum Straucheln kommen, werde ich niemals zum Straucheln gebracht werden!“ 34 Jesus sprach zu ihm: „Wahrlich, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe ein Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ 35 Petrus sagte zu ihm: „Selbst wenn ich mit dir sterben müßte, will ich dich auf keinen Fall verleugnen.“ Auch alle anderen Jünger sagten dasselbe.

    armer Petrus!

    War er doch so felsenfest davon überzeugt, dass er in allem fest zu seinem Freund und Herrn Jesus halten würde. Er war sogar bereit, für ihn in den Tod zu gehen Und dann verleugnet er ihn kurz darauf drei Mal.

    Können wir uns vorstellen, wie beschämend das für ihn gewesen sein musste?

  98. Juleam 22. Oktober 2009 um 13:58 Link zum Kommentar

    Matthäus 26:36-45

    Dann kam Jesus mit ihnen zu der Stelle, die Gethsemane hieß, und er sprach zu den Jüngern: „Setzt euch hier nieder, während ich dorthinüber gehe und bete.“ 37 Und er nahm Petrus und die beiden Söhne des Zebedaus mit und fing an, betrübt und schmerzlich beunruhigt zu sein. 38 Dann sprach er zu ihnen: „Meine Seele ist tief betrübt, ja bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir.“ 39 Und er ging ein wenig weiter, fiel auf sein Angesicht, betete und sprach: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

    40 Und er kam zu den Jüngern und fand sie schlafend, und er sprach zu Petrus: „Konntet ihr denn nicht auch nur e i n e Stunde mit mir wachen? 41 Wacht und betet unablässig, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist zwar voller Eifer, aber das Fleisch ist schwach.“ 42 Wieder ging er hin, zum zweiten Mal, und betete, indem er sprach: „Mein Vater, wenn es nicht möglich ist, daß dieser vorübergehe, ohne daß ich ihn trinke, so geschehe dein Wille.“ 43 Und er kam wieder und fand sie schlafend, denn ihre Augen waren schwer. 44 Da ließ er sie zurück, ging wieder weg und betete zum dritten Mal, indem er nochmals dasselbe Wort sprach. 45 Dann kam er zu den Jüngern und sprach zu ihnen: „Zu einer solchen Zeit, wie diese es ist, schlaft ihr und ruht euch aus! Seht! Die Stunde hat sich genaht, da der Menschensohn in die Hände von Sündern überliefert wird.

    können wir uns vorstellen, wie peinlich das seinen Jüngern war, dass sie sich vom Schlaf hatten übermannen lassen?

    Wie sie sich wohl später gefühlt hatten, als Jesus am Pfahl gestorben war? Als ihnen bewusst wure, dass sie ihn in seiner schwersten Stunde allein gelassen hatten? Dass sie ein unglaubliches Vorrecht gehabt hatten, ihm in seinen letzten schweren Stunden beizustehen.

    Ob ihnen da seine enttäuschten Worte im Kopf widergehallt sind?

  99. Juleam 22. Oktober 2009 um 14:02 Link zum Kommentar

    Matthäus 26:59-68

    Mittlerweile suchten die Oberpriester und der gesamte Sanhedrin nach einem falschen Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen, 60 aber sie fanden keines, obwohl viele falsche Zeugen auftraten. Später traten zwei auf 61 und sprachen: „Dieser hat gesagt: ‚Ich kann den Tempel Gottes niederreißen und ihn in drei Tagen aufbauen.‘ “ 62 Darauf stand der Hohepriester auf und sagte zu ihm: „Hast du keine Antwort? Was ist das, worin diese gegen dich zeugen?“ 63 Jesus aber schwieg. Da sprach der Hohepriester zu ihm: „Bei dem lebendigen Gott stelle ich dich unter Eid, uns zu sagen, ob du der Christus, der Sohn Gottes, bist!“ 64 Jesus sprach zu ihm: „Du selbst hast [es] gesagt. Doch ich sage euch: Von jetzt an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“ 65 Da zerriß der Hohepriester seine äußeren Kleider und sprach: „Er hat gelästert! Wozu brauchen wir weiter Zeugen? Seht! Jetzt habt ihr die Lästerung gehört. 66 Was ist eure Meinung?“ Sie entgegneten ihm: „Er ist des Todes schuldig.“ 67 Darauf spien sie ihm ins Gesicht und schlugen ihn mit ihren Fäusten. Andere gaben ihm Backenstreiche 68 und sprachen: „Prophezeie uns, du Christus: Wer ist es, der dich schlug?“

    wie sich Jesus wohl dabei gefühlt hatte?

    Eigentlich war dieser Prozess ja grotesk! Die Personen, die über die Jahre die Gebote seines Vaters mit Füßen getreten und mit ihrem Tun Gott gelästert hatten – ebendiese Personen klagten ihn nun dessen an, was sie selbst taten!

    Waren wir selbst schon einmal in einer solchen ähnlichen Situation?

    Wie mögen die Jünger wohl empfunden haben, als sie das lächerliche Urteil hörten?

    Wie reagieren wir heute, wenn wir mitbekommen, dass ein Bruder für etwas angeklagt wird, was er nicht gemacht hat und was ihm niemals in den Sinn kommen würde – von einer Person, die genau diese Dinge selbst tut, deren sie ihn anklagt?

    Was, wenn die Falschankläger damit auch noch durchkommen und der Bruder von einem Gericht zu Unrecht verurteilt wird?

    Wie reagieren wir da? Schweigen wir und denken „Gott wird ihm schon helfen“?

    Wenn wir zu so einem himmelschreiendem Unrecht schweigen, könnte es dann sein, dass wir den Böcken aus Jesu Gleichnis gleichen und er zu uns sagt „ihr habt mir nicht geholfen“?

    Und wir wissen nicht, was Jesus damit meint und fragen ihn „wann haben wir dir nicht geholfen?“ Könnte es sein, dass er dann zu uns sagt „ihr habt tatenlos dabei zugesehen, wie man das Leben dieses Bruders durch Rufmord zerstört hat – und das, obwohl ihr wusstet, wie grotesk die Vorwürfe waren. Ihr wusstet, dass sie ebenso grotesk waren, wie es damals war, als die Gotteslästerer ausgerechnet mir Gotteslästerung vorgeworfen haben und mich damit an dem Pfahl zu Tode gebracht haben. Ihr hättet als Zeugen autreten und diese Schweinerei aufdecken müssen. Statt dessen habt hr euch zurückgehalten, aus Angst um eure eigene Haut, obwohl ihr wusstet, dass hier ein himmelschreiendes Unrecht geschieht!“

    Haben wir darüber schon einmal nachgedacht wie Jehova solche Personen sieht?

  100. Juleam 22. Oktober 2009 um 14:04 Link zum Kommentar

    Matthäus 27:44

    44 Desgleichen begannen ihn auch die Räuber zu schmähen, die mit ihm zusammen an den Pfahl gebracht worden waren.

    wirklich beide?

    Heisst es nicht an anderer Stelle, dass der eine den anderen schalt und Jesus bat, seiner zu gedenken, wenn er in sein Königreich käme?

  101. WT 15.01.2008am 23. Oktober 2010 um 14:53 Link zum Kommentar

    Das Wort Jehovas ist lebendig

    Höhepunkte aus dem Buch Matthäus

    DER Erste, der einen begeisternden Bericht über das Leben und Wirken Jesu verfasste, war Matthäus, ehemaliger Steuereinnehmer und enger Weggefährte Jesu. Sein Evangelium, um das Jahr 41 u. Z. zunächst in Hebräisch verfasst und später ins Griechische übersetzt, schlägt die Brücke zwischen den Hebräischen Schriften und den Christlichen Griechischen Schriften.

    Offenbar hauptsächlich für eine jüdische Leserschaft gedacht, beschreibt dieses zu Herzen gehende und aussagestarke Evangelium Jesus als den vorhergesagten Messias und Sohn Gottes. Auch unser Glaube an Gott, seinen Sohn und an das, was Gott versprochen hat, wird vertieft, wenn wir uns eingehend mit der Botschaft dieses Evangeliums befassen (Heb. 4:12).

    „Das Königreich der Himmel hat sich genaht“
    (Mat. 1:1—20:34)

    Matthäus rückt das Königreich und die Lehren Jesu in den Mittelpunkt, weshalb er nicht immer alles strikt chronologisch berichtet. Die Bergpredigt zum Beispiel steht ziemlich am Anfang seines Buches, obwohl Jesus sie ungefähr in der Mitte seines Dienstes hielt.

    In Galiläa wirkt Jesus Wunder, schult seine 12 Apostel im Predigtdienst, verurteilt öffentlich die Pharisäer und erzählt Gleichnisse vom Königreich. Dann verlässt er Galiläa und begibt sich „zu den Grenzen Judäas jenseits des Jordan“ (Mat. 19:1). Unterwegs klärt er seine Jünger darüber auf, dass sie nach Jerusalem gehen, wo der Menschensohn zum Tode verurteilt und umgebracht, am dritten Tag aber auferweckt werden wird (Mat. 20:18, 19).

    Antworten auf biblische Fragen:

    3:16 — Wie wurden bei Jesu Taufe ‘die Himmel geöffnet’?
    Offenbar konnte sich Jesus von da an wieder an seine vormenschliche Existenz im Himmel erinnern.

    5:21, 22 — Ist es schlimmer, seinem Zorn Luft zu machen, als zornig zu sein?
    Jesus warnte vor der schweren Sünde, feindselige Gefühle gegen seinen Bruder zu hegen. Diesen Gefühlen durch Worte der Verachtung Ausdruck zu verleihen, ist allerdings noch verwerflicher und wird nicht vor einem örtlichen Gericht abgeurteilt werden, sondern vor einer höheren Instanz.

    5:48 — Können wir wirklich ‘vollkommen sein, wie unser himmlischer Vater vollkommen ist’?
    Ja, in relativer Hinsicht. Jesus sprach hier über Liebe und sagte seinen Zuhörern, sie sollten sich an Gott ein Beispiel nehmen und auf vollkommene oder vollständige Weise Liebe zeigen (Mat. 5:43-47). Wie? Indem sie auch ihre Feinde lieben.

    7:16 — An was für „Früchten“ ist die wahre Religion zu erkennen?
    Dazu gehören nicht nur Verhaltensweisen, sondern auch Glaubensansichten — die Lehren, denen wir folgen.

    10:34-38 — Ist die Botschaft der Bibel schuld, wenn Familien auseinanderbrechen?
    Nein, überhaupt nicht! Der Grund ist vielmehr im Verhalten ungläubiger Angehöriger zu suchen. Wenn sie das Christentum ablehnen oder bekämpfen, sorgt das für Zwietracht in der Familie (Luk. 12:51-53).

    11:2-6 — Johannes hatte doch bei Jesu Taufe Gottes Stimme und Äußerung des Wohlgefallens gehört, sodass er wusste, wer der Messias ist. Warum fragte er dann Jesus: „Bist du der Kommende?“?
    Er könnte nach einer persönlichen Bestätigung Jesu gefragt haben. Aber außerdem wollte er offensichtlich wissen, ob noch ‘ein anderer’ zu erwarten sei, der mit Königsmacht all die Hoffnungen der Juden erfüllen würde. Jesu Antwort machte deutlich, dass kein Nachfolger kommen sollte.

    19:28 — Was ist unter den ‘zwölf Stämmen Israels’ zu verstehen, die gerichtet werden?
    Das sind nicht die 12 Stämme des geistigen Israel (Gal. 6:16; Offb. 7:4-8). Jesus sprach hier zu den Aposteln, die keine Richter über das geistige Israel sein sollten, sondern selbst dazugehören würden. Er machte ‘einen Bund mit ihnen für ein Königreich’, und sie sollten ‘ein Königtum und zu Priestern für Gott’ werden (Luk. 22:28-30; Offb. 5:10). Von den geistigen Israeliten heißt es, sie würden ‘die Welt richten’ (1. Kor. 6:2). Mit den zu richtenden ‘zwölf Stämmen Israels’ ist demnach die Welt, das heißt die Menschheit, gemeint, die nicht zu dieser königlichen Priesterklasse gehört, dargestellt durch die 12 nicht priesterlichen Stämme am Sühnetag (3. Mo., Kap. 16).

    Lehren für uns:

    4:1-10. Der Bericht beweist, dass Satan nicht lediglich das Böse im Menschen ist, sondern eine tatsächliche Person. Er benutzt „die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und die auffällige Zurschaustellung der Mittel, die jemand zum Leben hat“, um uns in Versuchung zu führen. Aber wenn wir uns eng an biblische Grundsätze halten, können wir Gott treu bleiben (1. Joh. 2:16).

    5:1—7:29. Sei dir deiner geistigen Bedürftigkeit bewusst. Sei friedsam. Hüte dich vor unsittlichen Gedanken. Halte dein Wort. Gib in deinen Gebeten geistigen Interessen den Vorrang vor materiellen Bedürfnissen. Sei reich Gott gegenüber. Suche zuerst das Königreich und Gottes Gerechtigkeit. Sei nicht kritisch. Tu den Willen Gottes. Wie viele praktische Lehren die Bergpredigt doch enthält!

    9:37, 38. Wenn wir ‘den Herrn der Ernte bitten, Arbeiter in seine Ernte auszusenden’, sollten wir auch selbst danach handeln und uns eifrig am Jüngermachen beteiligen (Mat. 28:19, 20).

    10:32, 33. Wir sollten nie davor zurückschrecken, über unseren Glauben zu sprechen.

    13:51, 52. Wer den Sinn der Königreichswahrheiten erfasst, steht damit in der Pflicht, selbst auch andere zu lehren und diese Schätze an sie weiterzugeben.

    14:12, 13, 23. Ab und zu für sich zu sein, ist sehr wichtig, um konzentriert nachsinnen zu können (Mar. 6:46; Luk. 6:12).

    17:20. Um Hindernisse, die wie Berge unserem geistigen Fortschritt im Weg stehen, zu überwinden und mit Schwierigkeiten zurechtzukommen, brauchen wir Glauben. Wir dürfen nicht vernachlässigen, unseren Glauben an Jehova und an das, was er versprochen hat, zu stärken und zu festigen (Mar. 11:23; Luk. 17:6).

    18:1-4; 20:20-28. Unvollkommenheit und ein von Statusdenken geprägtes religiöses Umfeld veranlassten Jesu Jünger, sich zu viel Gedanken über Rang und Namen zu machen. Wir sollten an Demut arbeiten, um gegen sündige Neigungen gewappnet zu sein und Vorrechte und verantwortliche Aufgaben richtig einzuordnen.

    „Der Menschensohn soll überliefert werden“
    (Mat. 21:1—28:20)

    „Auf einem Esel reitend“ zieht Jesus am 9. Nisan 33 u. Z. in Jerusalem ein (Mat. 21:5). Am nächsten Tag begibt er sich in den Tempel und reinigt ihn. Am 11. Nisan lehrt er im Tempel, verurteilt öffentlich die Schriftgelehrten und Pharisäer und nennt später seinen Jüngern ‘das Zeichen seiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge’ (Mat. 24:3). Einen Tag später informiert er sie: „Ihr wisst, dass in zwei Tagen das Passah sein wird, und der Menschensohn soll überliefert werden, um an den Pfahl gebracht zu werden“ (Mat. 26:1, 2).

    Der 14. Nisan ist angebrochen. Jesus setzt die Feier zum Gedenken an seinen unmittelbar bevorstehenden Tod ein, wird anschließend verraten, verhaftet, vor Gericht gestellt und an den Pfahl gebracht. Am dritten Tag wird er von den Toten auferweckt. Vor seiner Himmelfahrt gebietet der auferstandene Jesus seinen Nachfolgern: „Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen“ (Mat. 28:19).

    Antworten auf biblische Fragen:

    22:3, 4, 9 — Wann ergehen die drei Benachrichtigungen an die Eingeladenen zum Hochzeitsfest?
    Der erste Ruf, mit dem die Brautklasse eingesammelt werden sollte, erging von 29 u. Z. an, als Jesus und seine Nachfolger zu predigen begannen, und er war bis 33 u. Z. zu hören. Der zweite Ruf erging von Pfingsten 33 u. Z. an, als der heilige Geist ausgegossen wurde, bis 36 u. Z. Beide Benachrichtigungen waren ausschließlich an Juden, Proselyten und Samariter gerichtet. Der dritte Ruf dagegen erging an Menschen von den Straßen außerhalb der Stadt — an unbeschnittene Nichtjuden —, und zwar von 36 u. Z. an, als sich der römische Offizier Kornelius zum Christentum bekehrte, bis in unsere Zeit.

    23:15 — Warum war ein Proselyt der Pharisäer ‘ein Gegenstand für die Gehenna, doppelt so schlimm’ wie die Pharisäer selbst?
    Vielleicht hatten einige, die zum Pharisäertum übertraten, zuvor schon schwer gesündigt. Als sie sich dann zum Extremismus der Pharisäer bekehrten, verschlimmerten sie ihre Lage und wurden womöglich noch extremer als ihre verurteilten Lehrer. Deshalb waren sie im Vergleich zu den jüdischen Pharisäern in doppelter Hinsicht ein „Gegenstand für die Gehenna“.

    27:3-5 — Was für Gewissensbisse hatte Judas?
    Nichts lässt darauf schließen, dass Judas echte Reue empfunden hätte. Statt Gott um Vergebung zu bitten, ging er zu den Oberpriestern und älteren Männern und bekannte, er habe gesündigt. Da Judas „eine Sünde, die den Tod nach sich zieht“, begangen hatte, war er logischerweise von Schuldgefühlen und Hoffnungslosigkeit überwältigt (1. Joh. 5:16). Seine Gewissensbisse rührten also von seiner verzweifelten Lage her.

    Lehren für uns:

    21:28-31. Worauf es Jehova wirklich ankommt, ist, dass wir seinen Willen tun. Zum Beispiel sollten wir uns eifrig daran beteiligen, das Königreich zu predigen und Jünger zu machen (Mat. 24:14; 28:19, 20).

    22:37-39. Wie treffend fassen die beiden größten Gebote doch zusammen, was Gott von denen erwartet, die ihn anbeten!

  102. Juleam 18. Oktober 2011 um 09:15 Link zum Kommentar

    Matthäus 1 – 4

    einige Prophezeiungen – die sich an Jesus erfüllt haben

    aus dem Stamm Juda
    1. Mose 49:10 —-> Lukas 3:23, 31-34

    in Bethlehem geboren
    Micha 5:2 —-> Matthäus 2:1,5,6

    von einer Jungfrau geboren
    Jesaja 7:14 —-> Matthäus 1:18-25

    danach kleine Kinder getötet
    Jeremia 31:15-16 —-> Matthäus 2:16-18

    aus Ägypten gerufen
    Hosea 11:1 —-> Matthäus 2:13-15

    ein Wegbereiter vor ihm her
    Maleachi 4:5,6 —-> Matthäus 11:12-14

    an seiner Aufgabe zu erkennen
    Jesaja 61:1 —-> Lukas 4:16-21

    öffentlicher Dienst
    Jesaja 9:1,2 —-> Matthäus 4:12-16

    gebraucht Gleichnisse und Veranschaulichungen
    Psalm 78:2 —-> Matthäus 13:34

    nimmt für uns die Krankheiten auf sich
    Jesaja 53:4 —-> Matthäus 8:16

    viele glauben nicht an ihn

    Jesaja 53:1 —-> Johannes 12:37

    ohne Grund gehasst
    Psalm 69:4 —-> Johannes 15:24

    begeistert als König empfangen
    Sacharja 9:9; Psalm 118:26 —-> Matthäus 21:4-9

    allen Beweisen zum Trotz nicht als Messias anerkannt
    Jesaja 53:3 —-> Markus 9:12
    Psalm 118:22,23 —-> Markus 12:10,11

    von einem falschen Freund verraten
    Psalm 41:9 —-> Johannes 13:18

    zum Preis eines Sklaven verkauft (30 Silberstücke)
    Sacharja 11:12,13 —-> Matthäus 26:14-16

    von seinen Jüngern im Stich gelassen
    Sacharja 13:7 —-> Matthäus 26:31,56

    vor Gericht gestellt und verurteilt
    Jesaja 53:8 —-> Markus 15:1-5

    falsche Zeugen
    Psalm 35:11 —-> Markus 14:56

    antwortet seinen Anklägern nicht
    Jesaja 53:7 —-> Matthäus 27:12-14

    wird geschlagen werden
    Jesaja 50:6, Micha 5:1 —> Markus 14:65; 15:19

    Umstände des Todes
    Psalm 22:16 —-> Markus 15:25
    Jesaja 53:12 —-> Matthäus 27:38

    verspottet
    Psalm 22:7,8 —-> Matthäus 27:39-43

    über seine Kleidung Lose geworfen
    Psalm 22:18 —> Matthäus 27:35

    Essig und Galle gegeben
    Psalm 69:21 —-> Matthäus 27:34,48

    Anschein, er sei von Gott verlassen
    Psalm 22:1 —> Markus 15:34

    durchstochen und keinen Knochen gebrochen
    Sacharja 12:10, Psalm 34:20 —-> Johannes 19:33-37

    bei den Reichen begraben
    Jesaja 53:5,8,9 —-> Matthäus 27:57-60

    auferweckt
    Psalm 16:10 —-> Markus 16:6

    Gott steht öffentlich zu ihm
    Psalm 2:7 —> Matthäus 3:17

  103. Juleam 18. Oktober 2011 um 09:22 Link zum Kommentar

    Matthäus 5 – zum Thema „friedliebend sein“

    Matthäus 5:21-22

    Ihr habt gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht morden; wer immer aber einen Mord begeht, wird dem Gerichtshof Rechenschaft geben müssen.‘ 22 Doch ich sage euch, daß jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen, während jeder, der sagt: ‚Du verächtlicher Tor!‘, der feurigen Gehenna verfallen sein wird.

    „Jeder, der seinen Bruder hasst“

    Kann jemand Frieden lieben und gleichzeitig seinen Bruder hassen? Passt das zusammen?

    Hätte Jakob nicht Grund gehabt, seinen Bruder Esau zu hassen? Immerhin hatte dieser sein Erstgeburtsrecht freiwillig an ihn verkauft, ja er hatte Jakob sogar zu diesem Handel gedrängt.

    Trotzdem ging er in friedlicher Absicht auf ihn zu, schickte ihm Geschenke, um den Bruder gnädig zu stimmen und demütigte sich sogar so weit, dass er sich mehrfach vor ihm verbeugte. Dabei hätte sich Esau bei ihm entschuldigen müssen!

    Abraham hasste Abimelech und sein Volk nicht, obwohl sie ihm immer wieder die von seinen Männern gegrabenen Brunnen weg genommen hatten. Ja, er demütigte sich vor dem König, nahm ohne Bedingungen den Friedensvertrag an und schenkte ihm sogar noch sieben Lämmer! Könnte man denken, dass Abraham Abimelech und sein Volk hasste?

    Joseph hasste seine Brüder nicht, obwohl diese sich seinen Hass redlich verdient hätten! Sie hatten ihn in jungen Jahren verkauft, ihm „seine Kindheit gestohlen“ und waren für vieles Leid in seinem Leben verantwortlich. Aber er hasste sie nicht. Er war zwar sehr traurig und verletzt über ihr Verhalten, aber er hasste sie nicht.

    Zwar fiel er ihnen nicht sofort freudestrahlend um den Hals, als er sie sah, sondern wartete erst mal einen Reuebeweis ab – aber dann vergab er ihnen voller Freude. Ja, er ging sogar noch viel weiter: er nahm ihnen die Schuldgefühle, indem er ihnen aufzeigte, dass das alles auch irgendwie etwas Gutes hatte.

    All diese Männer, die wir im vergangenen WT-Studium betrachtet haben, hatten etwas gemeinsam: obwohl sie eigentlich im Recht waren, waren sie es, die sich demütigten und aktiv nach Frieden suchten.

    Bezeichnenderweise waren das auch alles Männer, die durch ein sehr enges Verhältnis zu ihrem Schöpfer herausragten.

    Was war zuerst da? Das gute Verhältnis zu Jehova und deshalb handelten sie so – oder gelangten sie durch dieses friedfertige Verhalten erst in ein besonderes Verhältnis zu Jehova?

    Haben wir den Lehrpunkt hier erkannt?

  104. Juleam 18. Oktober 2011 um 09:31 Link zum Kommentar

    aktiv Frieden schließen, auch wenn wir uns selbst keiner Schuld bewußt sind

    Matthäus 5:23-24

    Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.

    „Dass dein „Bruder was gegen dich hat“

    Das Gebot, aktiv Frieden mit anderen zu schließen, gilt also nicht nur, wenn wir selbst ein Problem mit einem anderen haben, sondern auch dann, wenn uns klar wird, dass ein anderer scheinbar ein Problem mit uns hat.

    Auch hier erwartet Jehova, dass wir selbst aktiv auf den anderen zugehen und ihn darauf ansprechen, dass wir das Gefühl haben, dass er ein Problem mit uns hat. Wir selbst suchen aktiv den Frieden, indem wir uns erniedrigen und demütigen und ihn fragen, was er für ein Problem mit uns hat und dann nach Lösungen suchen. Wir müssen nicht darauf warten, dass der andere kommt und uns mitteilt, dass wir irgendwas gegen ihn gesündigt hätten, dass wir ihn vielleicht mit irgendeinem – uns unbedachtem – Wort verletzt hätten.

    Jehova erwartet von uns, dass wir feinfühlig genug sind, wahrzunehmen, dass der andere ein Problem mit uns hat und das zu lösen. Vielleicht ist der andere ja nicht in der Lage auf uns zuzugehen und uns anzusprechen, dass wir ihm weh getan haben. Vielleicht ist er eine Person, die dazu neigt, alles in sich hineinzufressen, weil sie nicht gelernt hat, offen über solche Dinge zu sprechen. Vielleicht ist der anderre ja jemand, der „harmoniesüchtig“ ist und daher lieber nichts sagt – innerlich aber völlig aufgefressen wird von seinen persönlichen verletzten Gefühlen.

    Sollten wir da denken: „was geht das mich an? Solange der andere nichts sagt, muss ich auch nicht handeln“?

    Nein, wir sollten lernen, die Dinge von der Sicht Jehovas aus zu sehen und wir sollten friedliebend sein! Dazu gehört, dass wir wirklich den Frieden suchen, ihn mit aller Kraft unseres Herzens zu wünschen. Wenn wir dies tun, können wir uns garnicht wohl fühlen, wenn es irgendeine Mißstimmung innerhalb der Versammlung oder Familie gibt. Dann haben wir genügend Demut, selbst nachzugeben, damit der Frieden wieder hergestellt wird. Dann müssen wir nicht auf unser Recht pochen oder darauf, dass wir selbst ja überhaupt nichts gemacht haben.

    Wenn wir den Frieden wirklich lieben, dann werden wir alles unternehmen, um ihn wieder herzustellen. Im WT vom Sonntag gab es einen wunderschönen Satz: „dann ist uns kein Opfer zu hoch“.

    Denken und fühlen wir so? Oder müssten wir in diesem Punkt noch an uns arbeiten?

  105. Juleam 18. Oktober 2011 um 09:41 Link zum Kommentar

    „Wenn ihr die liebt, die euch lieben“ ist es nichts besonderes

    Matthäus 5:46

    Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Steuereinnehmer dasselbe?

    Mit jemand gut auszukommen, mit dem wir seelenverwand oder auf gleicher Wellenlänge sind – das ist nichts besonderes. Unseren Eltern zu gehorchen, wenn wir mit dem einverstanden sind, was sie von uns wollen – das ist nichts besonderes. Sich dem Ehepartner unterzuordnen, solange er genau das will, was ich selbst auch will – das ist nichts besonderes.

    All diese Dinge tun auch Weltmenschen, denn sie liegen ihnen, es ist in ihrem eigenen Interessen.

    Aber was, wenn es mal nicht so ist? Dann zeigt sich, welches Geistes Kind ich bin.

    Nur dann, wenn ich mich meinem Ehepartner unterordne, auch wenn er in eine andere Richtung will, als ich – nur dann habe ich Gottes Geist und handle entsprechend. Mich mit meinem Ehepartner auch dann zu verstehen und auch dann friedlich mit ihm zu reden, wenn wir anderer Ansicht in irgendeiner Hinsicht sind – nur dann habe ich Gottes Geist. Mich meinen Eltern auch dann gehorsam unterzuordnen und ihren Anweisungen zu folgen, wenn sie eine Entscheidung für mich und mein Leben treffen, die mir nicht so ganz in den Kram passt – nur dann habe ich Gottes Geist und bewahre mich in Gottes Liebe.

    Auch bei der Nächstenliebe gibt es dieses Muster:

    Es ist sicherlich kein Problem mit anderen gut auszukommen, die uns nicht widersprechen, die uns nicht anfeinden, die uns nur Gutes wollen. Das kann jedes Kind und das können auch die Menschen, die nicht an Gott glauben und ihm nicht unbedingt dienen wollen.

    Schwierig wird es erst, wenn wir mit Menschen zu tun haben, die uns schaden wollen. Die uns ständig anfeinden, die vielleicht unser Leben ruinieren wollen, vielleicht sogar uns zu Tode bringen wollen. Dann zeigt sich, wessen Geistes Kind ich bin.

    Bin ich auch dann noch in der Lage, ruhig und friedlich mit demjenigen zu kommunizieren? Gehe ich der Person aus dem Wege, wenn es irgendie möglich ist, um ihr erst keine Angriffsfläche zu bieten?

    Bin ich die Person, die ständig Streit vom Zaun bricht? Oder kann ich einfach ruhig und gelassen bleiben und auf meinen Gott warten? Mich bemühen, ruhig mit der Person zu reden oder ihr aus dem Weg zu gehen – in dem Bewußtsein, dass Jehova die Dinge ja richtig sieht und zu seiner Zeit alles wieder ins Lot bringen wird? Auch dann, wenn mir klar wird, dass ich dafür vielleicht bis Harmagedon warten muss, weil es Jehova so für sinnvoll erachtet?

    Wenn ich auch mit einer streitbaren Person nicht herumstreite, sondern bemüht bin, alles friedlich zu regeln – dann erst zeige ich, dass ich Gottes Geist habe.

    Manchmal ist es wirklich sinnvoller, sich selbst und seine Gefühle zurückzunehmen. Wenn ich z.B. weiß, dass ich eh nichts positives erreichen würde, sondern nur weiteren Hass und Streit, dann ist es sinnvoller, die Dinge erst mal auf sich beruhen zu lassen.

    Dann jagen wir dem Frieden nach und ahmen damit unseren Gott Jehova nach!

    Matthäus 5:46-47 Hoffnung für alle

    Wollt ihr etwa noch dafür belohnt werden, dass ihr die Menschen liebt, die euch auch lieben? Das tun sogar die Zolleinnehmer, die sonst nur auf ihren Vorteil aus sind! 47 Wenn ihr nur euren Freunden liebevoll begegnet, ist das etwas Besonderes? Das tun auch die, die von Gott nichts wissen.

  106. Juleam 18. Oktober 2011 um 09:50 Link zum Kommentar

    „Sie haben bereits ihren vollen Lohn“

    Matthäus 6:1-2,5

    Achtet gut darauf, daß ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen übt, um von ihnen beobachtet zu werden; sonst werdet ihr keinen Lohn bei eurem Vater haben, der in den Himmeln ist. 2 Wenn du also Gaben der Barmherzigkeit spendest, so posaune nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Straßen tun, damit sie von den Menschen verherrlicht werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn.

    Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht wie die Heuchler sein; denn sie beten gern stehend in den Synagogen und an den Ecken der breiten Straßen, um von den Menschen gesehen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn.

    eine Wendung, die ich bisher nie so ganz begriffen hatte. Wieso sollten sie bereits ihren vollen Lohn schon hier auf der Erde haben?

    Heute verstehe ich das etwas besser:

    Eine Person, die ihren festen Platz und ein gutes Ansehen innerhalb der Versammlung hat, weil sie für ihre guten Werke weithin bekannt ist, hat in der Form bereits ihren vollen Lohn, dass sie das Positive (Ansehen und guten Ruf bei den Menschen) bereits heute genießt.

    Aber eine Person, die nach Außen hin verachtet wird – vielleicht aufgrund Rufmord und/oder falscher Anschuldigungen – und daher von den anderen gemieden wird – wenn diese trotzdem weiterhin ihrem Gott treu bleibt, ihre Brüder und die Organisation im verborgenen unterstütz – dann hat diese Person in diesem System keinen Lohn. Sie wird weiterhin verachtet und tut die guten Werke zwar vor ihrem Gott, aber nicht vor den Augen der Welt. So eine Person bekommt in Gottes Königreich ihren Lohn, denn dann werden auch die anderen erkennen, dass sie einer Lüge aufgesessen sind und dass die Person, die sie vielleicht gemieden haben, weil sie dachten, sie würde ihren Gott Jehova verleugnen, ihn trotzdem weiterhin im verborgenen gedient hat. Dann wird eine solche Person nicht nur Gottes Ansehen und Wohlgefallen haben, sondern auch wieder von den anderen Anbetern Jehovas liebevoll willkommen geheißen und in die Arme geschlossen werden.

    Dann bekommt sie „ihren vollen Lohn“, aber erst dann!

    Matthäus 6;1-2 Hoffnung für alle

    »Hütet euch davor, nur deshalb Gutes zu tun, damit die Leute euch bewundern. Sonst könnt ihr von eurem Vater im Himmel keinen Lohn mehr erwarten. 2 Wenn du einem Armen etwas gibst, dann posaune es nicht hinaus wie die Heuchler. Sie reden davon in den Synagogen und an jeder Straßenecke, um von allen gelobt zu werden. Das sage ich euch: Diese Leute haben sich ihren Lohn schon selber ausbezahlt.

  107. Juleam 18. Oktober 2011 um 09:53 Link zum Kommentar

    Matthäus 7 – der Strohhalm: aus welcher Perspektive höre ich zu?

    Matthäus 7:3-5

    Warum schaust du also auf den Strohhalm im Auge deines Bruders, beachtest aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge? 4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Erlaube mir, den Strohhalm aus deinem Auge zu ziehen‘, wenn, siehe, ein Balken in deinem eigenen Auge ist? 5 Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm aus deines Bruders Auge ziehen kannst.

    auch hier geht es wieder um unsere innere Herzenseinstellung:

    Wie sehen wir uns und andere im Auge Jehovas?

    Wenn wir auf einem Kongress sitzen und dem Vortrag des Redners folgen, wenn wir in den Zusammenkünften einem Vortrag zuhören, wenn wir die Publikationen lesen, uns auf die Zusammenkünfte vorbereiten, ja selbst, wenn wir in der Bibel lesen – worauf achten wir dabei?

    Gucken wir, ob wir etwas finden, was wir unserem Bruder „um die Ohren hauen können“, oder einer anderen Person, die uns gekränkt hat?

    Oder beziehen wir alles, was wir von Jehova hören und lesen auf uns selbst und darauf, wie wir selbst uns noch verbessern können?

  108. Juleam 19. Oktober 2011 um 09:17 Link zum Kommentar

    Matthäus 8 – 11

    Matthäus 9:13 Hoffnung für alle

    Begreift doch endlich, was Gott meint, wenn er sagt: ›Nicht auf eure Opfer oder Gaben kommt es mir an, sondern darauf, dass ihr barmherzig seid.‹ Ich bin gekommen, um Menschen in die Gemeinschaft mit Gott zu rufen, die ohne ihn leben – und nicht solche, die sich sowieso an seine Gebote halten.«

    hier findet sich ein wichtiger Punkt:

    Hier ist nicht die Rede von Personen, die Jehova nicht kennen, nicht wissen, wer er ist und was er für uns Menschen getan hat oder noch tun wird – sondern von denen, die ihn nicht wirklich beachten!

  109. Juleam 19. Oktober 2011 um 09:22 Link zum Kommentar

    Matthäus 10:6-7 Hoffnung für alle

    sondern geht nur zu den Menschen aus dem Volk Israel, die sich von Gott entfernt haben. Sie sind wie Schafe, die ohne ihren Hirten verloren sind. 7 Ihnen sollt ihr diese Nachricht bringen: ›Jetzt beginnt Gottes neue Welt!‹

    Es geht hier nicht um Menschen, die Gott noch nicht kennen gelernt haben, sondern um solche, die ihm bereits nah gewesen waren – und sich in der Zwischenzeit von ihm entfernt haben.

    Könnte dies vielleicht auch auf uns ganz persönlich zutreffen?

    Jesus sandte seine Jünger zu denen in Gottes Volk, die sich bereits entfernt hatten. Ob sich diese Personen dessen bewußt waren? Waren sie nicht vielleicht ebenso wie die Schriftgelehrten und Pharisaer regelmäßig in der Synagoge anwesend? Könnte es uns passieren, dass auch wir uns unmerklich von unserem Gott entfernen, obwohl wir regelmäßig unsere Versammlung besuchen?

    Wie sollten wir das erkennen?

    Lesen wir bitte täglich in Gottes Wort und lassen wir sein Wort und seinen Geist auf uns wirken!

  110. Juleam 19. Oktober 2011 um 09:29 Link zum Kommentar

    Matthäus 11:20-22 Hoffnung für alle

    Dann drohte Jesus den Städten, in denen er die meisten Wunder getan hatte und die trotzdem nicht zu Gott umgekehrt waren: 21 »Weh euch, ihr Einwohner von Chorazin und Betsaida! Wenn die Wunder, die ich bei euch getan habe, in den nicht jüdischen Städten Tyrus oder Sidon geschehen wären, ihre Einwohner hätten längst Trauerkleider angezogen, sich Asche auf den Kopf gestreut und wären zu Gott umgekehrt! 22 Das kann ich euch versichern: Am Tag des Gerichts wird es Tyrus und Sidon besser ergehen als euch!

    Könnte es sein, dass hier ein ähnlicher Gedanke zum Ausdruck kommt, wie im vorigen Kommentar?

    Könnte es sein, dass die nichtjüdischen Städte bereuten, weil sie sich nicht in Gottes Liebe wähnten?

    Für sie war alles neu und sie nahmen alles voller Begeisterung auf. Sie waren ganz hingerissen von diesem Gott, den Jesus hier verkündete und von der guten Botschaft, die er ihnen brachte. Sie sahen sich selbst als Sünder, waren sich ihrer Fehler bewußt und wollten alles tun, um diesem wunderbaren Gott zu gefallen.

    Die meisten Juden hingegen wähnten sich in Gottes Liebe. Immerhin waren sie bereits seit so vielen Jahren Gottes Volk, kannten die Gesetze und die Überlieferungen, waren in den Synagogen zugegen – und wähnten sich damit in falscher Sicherheit. Sie dachten, sie würden bereits Jehova dienen und sahen daher nicht so recht Anlaß, an sich und ihrer Persönlichkeit, zu arbeiten.

    Ein Phänomen, dass auch wir immer wieder beobachten können: die neuen sind oft so voller Eifer, oftmals mehr als solche, die bereits jahrelang Jehovas Zeugen sind. Irgendwie scheint die wahre Anbetung oftmals eine Formsache geworden zu sein, etwas, was man einfach macht – aber ohne jegliches Feuer.

    Nicht umsonst mußte Jesus eine der Versammlungen später ermahnen, dass sie ihre Liebe, die sie zuerst hatten, verlassen hatten!

    Was, wenn wir erkennen, dass auch wir nicht mehr so für die Wahrheit brennen, wie wir es zu Anfang getan haben?

    Hierzu hatten wir vor einiger Zeit einen sehr schönen Studienartikel: „Vertiefe die Liebe, die du zuerst hattest“

  111. Juleam 20. Oktober 2011 um 09:37 Link zum Kommentar

    Matthäus 12 – 15

    Matthäus 12:34-35 (Neue Genfer Übersetzung)

    ihr Schlangenbrut! Wie solltet ihr auch Gutes reden können, wo ihr doch böse seid? Denn wie der Mensch in seinem Herzen denkt, so redet er. 35 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil sein Herz mit Gutem erfüllt ist. Ein böser Mensch dagegen bringt Böses hervor, weil sein Herz mit Bösem erfüllt ist .

    Hoffnung für alle

    Ihr Schlangenbrut! Wie könnt ihr durch und durch bösen Leute überhaupt etwas Gutes reden? Wovon das Herz erfüllt ist, das spricht der Mund aus!35 Wenn ein guter Mensch spricht, zeigt sich, was an Gutem in ihm ist. Ein Mensch mit einem bösen Herzen ist innerlich voller Gift, und alle merken es, wenn er redet.

    „aus der Fülle des Herzens redet der Mund“ – und wenn nichts vernünftiges drin ist, kann auch nichts vernünftiges aus dem Mund heraus kommen…

  112. Juleam 20. Oktober 2011 um 09:45 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:52 Das Gleichnis vom Schriftgelehrten des Himmelreichs

    52 Da sagte er zu ihnen: »Dann wisst: Jeder Schriftgelehrte, der in der Schule des Himmelreichs ausgebildet ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Schatz Neues und Altes hervorholt.«
    (Neue Genfer Übersetzung)

    Ha? Schriftgelehrte im Himmelreich? Was ist das denn?

    Hoffnung für alle

    Jesus fügte hinzu: »Jeder Schriftgelehrte, der zur neuen Welt Gottes gehört und davon reden kann, ist wie ein Hausherr, der aus seiner Vorratskammer Altes und Neues hervorholt.«

    Elberfelder 1905

    Er aber sprach zu ihnen: Darum ist jeder Schriftgelehrte, der im Reiche der Himmel unterrichtet ist, gleich einem Hausherrn, der aus seinem Schatze Neues und Altes hervorbringt.

    Neue Welt Übersetzung

    Dann sagte er zu ihnen: „Deswegen ist jeder öffentliche Unterweiser, wenn er über das Königreich der Himmel belehrt worden ist, einem Menschen, einem Hausherrn, gleich, der aus dem Schatz seines Vorrats Neues und Altes hervorbringt.“

    Fußnote:
    „jeder Gebildete“.

  113. Juleam 20. Oktober 2011 um 09:51 Link zum Kommentar

    Matthäus 14:3-4

    Herodes hatte Johannes nämlich festnehmen, in Fesseln legen und ins Gefängnis werfen lassen. Der Anlass dazu war Herodias gewesen, die Frau von Philippus, dem Bruder des Herodes. ´Herodes hatte sie Philippus weggenommen,` 4 worauf Johannes zu ihm gesagt hatte: »Du hattest nicht das Recht, sie zur Frau zu nehmen.«
    (Neue Genfer Übersetzung)

    So denkt Jehova über Personen, die die Ehe brechen

    Neue Welt Übersetzung:

    Herodes hatte nämlich Johannes wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, festgenommen und ihn gebunden und ihn ins Gefängnis weggebracht. 4 Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: „Es ist dir nicht erlaubt, sie zu haben.“

    Hoffnung für alle

    Herodes hatte Johannes nämlich verhaften und im Gefängnis in Ketten legen lassen. Denn der König hatte Herodias, die Frau seines eigenen Bruders Philippus, geheiratet,4 tund daraufhin hatte Johannes ihm vorgeworfen: »Es ist nicht richtig, dass du die Frau deines Bruders geheiratet hast!«

    also, mir persönlich gefällt der Text in der Neuen Genfer Übersetzung am besten in diesem Zusammenhang, denn er bringt es meiner Meinung nach am besten auf den Punkt:

    einem anderen Mann die Frau wegzunehmen, ist nicht nur „nicht richtig“, sondern man hat nicht das Recht dazu!

    Auch dann nicht, wenn wir vielleicht meinen, wir selbst würden besser zu ihr passen, der andere hätte sie nicht verdient oder würde sie schlecht behandeln…

  114. Juleam 20. Oktober 2011 um 09:57 Link zum Kommentar

    Der Grund für die Speisung durch ein Wunder

    Matthäus 14:15-21

    Gegen Abend kamen die Jünger zu ihm und sagten: »Wir sind hier an einem einsamen Ort, und es ist schon spät. Schick die Leute fort, dann können sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen.« 16 Jesus erwiderte: »Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt doch ihr ihnen zu essen!« – 17 »Wir haben hier aber nur fünf Brote und zwei Fische«, entgegneten sie. 18 »Bringt sie mir her!«, sagte Jesus. 19 Nachdem er angeordnet hatte, die Leute sollten sich im Gras lagern, nahm er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf und dankte Gott dafür. Dann brach er die Brote in Stücke und gab sie den Jüngern, und die Jünger verteilten sie an die Menge. 20 Und alle aßen und wurden satt. Am Schluss sammelte man auf, was übrig geblieben war – zwölf Körbe voll.
    (Neue Genfer Übersetzung)

    Matthäus 15:33

    Jesus gibt noch einmal einer großen Menschenmenge zu essen

    32 Jesus rief seine Jünger zu sich und sagte: »Mir tun diese Menschen leid. Seit drei Tagen sind sie nun schon bei mir und haben nichts zu essen. Ich will sie nicht hungrig nach Hause gehen lassen, sonst könnten sie unterwegs vor Erschöpfung zusammenbrechen.«
    (Neue Genfer Übersetzung)

    hier kommt sehr schön der Zusammenhang rüber, warum Jesus die Mengen speiste.

    Es ging nicht so sehr darum, dass sie Hunger hatten, sondern darum, dass sie Hunger hatten, weil sie die ganze Zeit aufmerksam dem zugehört hatten, was er sie aus Gottes Wort lehrte. Sie hatten das Königreich allem voran gestellt.

    Dadurch, dass sie kein Wort von ihm versäumen wollten, hatten sie nicht die Gelegenheit gehabt, sich selbst etwas zu essen zu besorgen. Sicherlich würden sie den Hunger erst dann verspüren, wenn sie von Jesus weggingen und auf dem Nach-Hause-Weg wären. Es hätte sogar sein können, dass sie völlig entkräftet wären und nicht mehr bis zur nächsten Möglichkeit, etwas zu Essen zu besorgen, gekommen wären. Darum speiste Jesus sie!

  115. Juleam 20. Oktober 2011 um 10:03 Link zum Kommentar

    Matthäus 14:28-30

    Da sagte Petrus: »Herr, wenn du es bist, dann befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen!« – 29 »Komm!«, sagte Jesus. Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser auf Jesus zu. 30 Doch als er merkte, wie heftig der Sturm war, fürchtete er sich. Er begann zu sinken. »Herr«, schrie er, »rette mich!«
    (Neue Genfer Übersetzung)

    Hoffnung für alle

    Als Petrus aber die hohen Wellen sah, erschrak er, und im selben Augenblick begann er zu sinken. »Herr, hilf mir!«, schrie er.

    Albrecht NT und Psalmen

    Als er aber den starken Wind spürte, ward ihm bange, und er begann zu sinken. Da schrie er auf: „Herr, hilf mir!“

    Nicht zu viel nachdenken, was sein könnte. Uns nicht zu viele Sorgen machen, sondern unsseren Blick auf die positiven Dinge gerichtet halten

    (((übrigens, hier könnt ihr online die Bibel nicht nur lesen, sondern euch auch die verschiedenen Bibelübersetzungen nebeneinander ansehen – sogar in sehr vielen Sprachen)))

  116. Juleam 20. Oktober 2011 um 10:22 Link zum Kommentar

    Matthäus 15:4-6

    Gott hat zum Beispiel gesagt: >Ehre Vater und Mutter!< und: >Wer Vater oder Mutter verflucht , soll mit dem Tod bestraft werden.< 5 Ihr dagegen lehrt, man könne zu seinem Vater oder zu seiner Mutter sagen: >Alles, was dir eigentlich von mir als Unterstützung zusteht, erkläre ich zur Opfergabe< ; 6 dann brauche man seine Eltern nicht mehr zu unterstützen . Damit habt ihr euren eigenen Vorschriften zuliebe das Wort Gottes außer Kraft gesetzt.
    (Neue Genfer Übersetzung)

    Die Sache mit dem Opfer (ganz neuer WT)

    im Einsichten-Buch heißt es auszugsweise

    Heuchlerische Gelübde. Nach dem Exil wurden die Juden zwar nicht mehr völlig in Götzendienst verstrickt, aber sie ‘machten das Wort Gottes um ihrer Überlieferung willen ungültig’. Ihre Scheinargumente bei der Auslegung des mosaischen Gesetzes beeinflußten das Ablegen von Gelübden sowie andere Bereiche der Anbetung, denn ihre religiösen Führer lehrten auf heuchlerische Weise „als Lehren Menschengebote“ (Mat 15:6-9). Zum Beispiel besagte die jüdische Tradition, daß jemand, der gegenüber seinem Vater oder seiner Mutter erklärte: „Was immer ich habe, wodurch ich dir nützen könnte, ist eine Gott gewidmete Gabe“ (eine öffentliche Erklärung, etwas zu weihen oder zu heiligen), dadurch gelobte, all das, wovon er gesprochen hatte, Gott zu heiligen, und er durfte es nicht seinen Eltern als Unterstützung zukommen lassen; angeblich hatte nun der Tempel zuerst Anspruch auf diese Besitztümer, obgleich der Betreffende in Wirklichkeit völlig frei war, sie für sich zu behalten (Mat 15:5, 6).

    hier muss es sich nicht unbedingt um materielle Dinge handeln. Es könnte auch sein, dass sich jemand, der sich mit seinen Eltern nicht versteht (weil sie ihm seiner Meinung nach irgendetwas angetan oder vorenthalten haben) und einen Grund sucht, warum er mit ihnen nur sehr sehr wenig Kontakt haben muss, dahinter versteckt, dass er seine Zeit lieber vermehrt im Predigtdienst einsetzt. Aber wir haben in den letzten Jahren immer wieder durch Studienartikel gelernt, dass dies keine Lösung ist, sondern dass wir zuerst unsere Probleme in solcher Hinsicht lösen sollenerst dann hat unser Opfer für Jehova Wert.

    Aber es kann uns auch treffen, wenn wir unsere Eltern sehr lieben und im Vollzeitdienst stehen. Was, wenn unsere Eltern auf einmal pflegebedürftig werden? Sollten wir dann unbeirrt unseren Vollzeitdienst fortsetzen, auf Kosten unserer Eltern, die vielleicht allein uns hilflos zu Hause sind, oder sie gar in ein Heim abschieben, wenn wir uns selbst um sie kümmern könnten, wäre da nicht der Vollzeitdienst?

    Ist uns aufgefallen, dass in Lebensberichten vieler alter treuer Brüder oftmals dieses Thema angschnitten wird? Wie reagierten sie dann? Hielten sie stoisch an ihrer Zuteilung fest und überließen ihre Eltern sich selbst? Nein! In der Regel haben diese treuen und eifrigen Brüder und Schwestern ihren Vollzeitdienst unterbrochen, um sich zuerst um ihre Eltern zu kümmern – und ihn erst wieder aufgenommen, wenn dies nicht mehr nötig war.

    Ich erinnere mich noch gut an den ersten Kreisaufseher, den ich erlebt hatte: Bruder Heiner. Er war ein wundervoller Kreisaufseher und seine Ansprachen haben mich vom Hocker gerissen. Auf einmal war er nicht mehr im Vollzeitdienst. Warum nicht? Er musste sich um seine betagten Eltern kümmern. Hier musste er gut abwägen, was nun wichtiger ist und was Jehovas Herz mehr erfreuen würde: weiterhin vermehrter Dienst für Jehova oder das Gebot, seine Eltern zu ehren?

    Aber hier sehen wir auch wieder, wie wichtig es ist, dass wir mit Gottes Wort gut vertraut sind. Nicht nur mit einigen ausgewählten Versen oder Geschichten, die unsere Lehrmeinung unterstützen, sondern mit der ganzen Bibel, mit unserem ganzen Gott Jehova und seiner Denkweise. Nur dann werden wir erkennen und abwägen können, was Jehova nun – in dieser ganz besonderen Situation – von uns will!

  117. Juleam 20. Oktober 2011 um 10:34 Link zum Kommentar

    Matthäus 16 – 19

    Matthäus 17:4

    da ergriff Petrus das Wort. »Herr«, sagte er zu Jesus, »wie gut ist es, dass wir hier sind! Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen , eine für dich, eine für Mose und eine für Elia.«
    (Neue Genfer Übersetzung)

    Was glaubte Petrus denn? Dachte er, Moses und Elia seien bereits von den Toten auferstanden und real anwesend?

  118. Juleam 20. Oktober 2011 um 10:36 Link zum Kommentar

    Matthäus 18:20

    Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.
    (Neue Genfer Übersetzung)

    Ein Grund, warum wir nur im Herrn heiraten sollten?

    Wenn wir einen Ehepartner haben, der Jehova ebenso liebt, wie wir selbst – dann wird Jehova immer in unserer Mitte sein. Ganz egal, wie alle anderen äußeren Umstände auch sein mögen.

  119. Juleam 20. Oktober 2011 um 10:37 Link zum Kommentar

    Matthäus 18:27-28

    Da hatte der Herr Mitleid mit seinem Diener; er ließ ihn frei, und auch die Schuld erließ er ihm. 28 Doch kaum war der Mann zur Tür hinaus, da traf er einen anderen Diener , der ihm hundert Denare schuldete. Er packte ihn ´an der Kehle`, würgte ihn und sagte: >Bezahle, was du mir schuldig bist!<

    Mal ganz ehrlich: wie komme ich darauf, so unbarmherzig mit meinem Bruder zu sein, wenn ich gerade eben erst selbst großzügige Barmherzigkeit empfangen habe?

  120. Juleam 20. Oktober 2011 um 10:38 Link zum Kommentar

    Matthäus 19:12

    Manche sind nämlich von Geburt an zur Ehe unfähig , manche werden durch den Eingriff von Menschen dazu unfähig gemacht, und manche verzichten von sich aus auf die Ehe, um ganz für das Himmelreich da zu sein . Wer es begreifen kann, der möge es begreifen!«
    (Neue Genfer Übersetzung)

    In unserer Übersetzung steht „Eunuch“ und ich dachte immer, es ginge hier um Männer, die entmannt sind.

    Hier heisst es, dass sie zur Ehe unfähig sind. Könnte sich dies auf Menschen beziehen, die nicht für eine Beziehung taugen, weil ihnen die soziale und emotionale Kompetenz dazu fehlt?

  121. Juleam 20. Oktober 2011 um 10:46 Link zum Kommentar

    Matthäus 19:17

    »Warum fragst du mich nach dem, was gut ist?«, entgegnete Jesus. »Gut ist nur einer. Wenn du den Weg gehen willst, der zum Leben führt , dann halte die Gebote!«
    (Neue Genfer Übersetzung)

    Bei uns heisst es „warum nennst du mich gut?“

    Wie steht es in anderen Bibel Übersetzungen? Gibt es bei uns eine Fußnote?

    Albrecht NT und Psalmen

    Er antwortete ihm: „Warum fragst du mich nach dem, was gut ist? Nur ein einziger ist gut. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.“

    Hoffnung für alle

    Jesus entgegnete: »Wieso fragst du mich nach dem Guten? Es gibt nur einen, der gut ist, und das ist Gott. Du kannst ewiges Leben bekommen, wenn du Gottes Gebote befolgst.«

    Elberfelder

    Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich über das Gute? Einer ist gut. t Wenn du aber ins Leben eingehen willst, so halte die Gebote.

    in der Schlachter 2000 Übersetzung heißt es ähnlich wie bei uns

    Er aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut ? Niemand ist gut als Gott allein! Willst du aberin das Leben eingehen, so halte die Gebote!

    für mich sind hier zwei verschiedene Gedanken – wie kommt das und welcher Gedanke ist nun richtig?

    uuups

    hab da wohl was durcheinander gebracht, denn bei uns (NW-Übersetzung) heißt es auch

    17 Er sagte zu ihm: „Warum fragst du mich über das, was gut ist? Da ist e i n e r , der gut ist. Wenn du indes ins Leben eingehen willst, so halte stets die Gebote.“

    trotzdem: warum übersetzt eine Bibel das dann ganz anders, mit einem anderen Sinn?

  122. Juleam 23. Oktober 2011 um 08:03 Link zum Kommentar

    Matthäus 23 – 25

    Matthäus 23:23-24

    Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den zehnten Teil von ´Kräutern wie` Minze, Dill und Kümmel und lasst dabei die viel wichtigeren Forderungen des Gesetzes außer Acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue . Diese Forderungen solltet ihr erfüllen und das andere nicht außer Acht lassen. 24 Verblendete Führer seid ihr! Mücken siebt ihr aus, und Kamele verschluckt ihr.
    (Neue Genfer Übersetzung)

    Wir könnten wir ihnen heute gleichen?

    Matthäus 23:28

    Genauso seid auch ihr: Nach außen hin erweckt ihr bei den Menschen den Anschein, gerecht zu sein, in Wirklichkeit aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.

  123. Juleam 23. Oktober 2011 um 08:05 Link zum Kommentar

    Matthäus 23:29-32

    Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr errichtet Grabmäler für die Propheten und schmückt die Gräber der Gerechten 30 und behauptet: >Wenn wir zur Zeit unserer Vorfahren gelebt hätten, hätten wir uns nicht mit ihnen am Tod der Propheten schuldig gemacht .< 31 Damit gebt ihr selbst zu , dass ihr die Nachkommen der Prophetenmörder seid. 32 Ja, macht nur das Maß eurer Vorfahren voll!

    Warum genau war es schlimm, dass sie zugaben, die Nachfahren derer zu sein, die die Propheten getötet zu haben?

    Was konnten sie für die Sünden ihrer Vorfahren?

  124. Juleam 23. Oktober 2011 um 08:07 Link zum Kommentar

    Matthäus 24:10

    Manche werden sich vom Glauben abwenden, einander verraten und hassen
    (Hoffnung für alle)

    Auch dies ist ein Zeichen des Endes: Personen, die bereits mal in einem engen Verhältnis zu Jehova standen, wenden sich von ihm und der wahren Anbetung ab. Damit nicht genug, würden sie ihre ehemaligen Brüder hassen und verfolgen.

    Ob dies auch immer so offensichtlich sein wird? Viel infamer sind djejenigen, die sich vom Glauben abwenden – aber weiterhin so tun als ob und dann ihre Anwesenheit unter Gottes Volk dazu missbrauchen, unter den Brüdern Zwietracht und Mißtrauen säen!

    Wie Jesus sagte, würde dies ein Zeichen des Endes sein.

    Aber keine Sorge: Jehova erstattet jedem gemäß seinem Werk – und wie wir es jetzt erst wieder im Studienartikel haben: „wehe denen, die andere zum Straucheln bringen“!

    Matthäus 24:12-13

    Und weil Gottes Gebote missachtet werden, setzt sich das Böse überall durch. Die Liebe wird bei vielen Menschen erlöschen. 13 Aber wer bis ans Ende durchhält, wird gerettet.

  125. Juleam 23. Oktober 2011 um 08:08 Link zum Kommentar

    Matthäus 25:45

    Darauf wird ihnen der König antworten: ›Lasst es euch gesagt sein: Die Hilfe, die ihr meinen geringsten Brüdern verweigert habt, die habt ihr mir verweigert.‹
    (Hoffnung für alle)

    Das hier wird viel krasser ausgedrückt, als bei uns. In der Neuen-Welt-Übersetzung heißt es: „in dem Masse, wie ihr es mir nicht getan habt“ und man könnte annehmen, dass sie aus Gedankenlosigkeit gehandelt hätten.

    Hier wird gesagt, dass sie es ihnen verweigert hatten. Vielleicht ein ähnlicher Gedanke, wie heute „unterlassene Hilfeleistung“?

  126. Juleam 23. Oktober 2011 um 08:16 Link zum Kommentar

    Matthäus 26 – 28

    Drei kurze Kapitel, und doch passiert so viel!

    Hier beginnen die letzten Tage im Leben Jesu und hier beginnt auch die Bibellesung, die wir immer noch zusätzlich vor dem Gedächtnismahl lesen. Stoff, der mich immer wieder unglaublich wütend und traurig macht und unendlich mitnimmt.

    Aber auch Stoff, der wichtig ist und sein muss. Denn der Sinn von Jesu Leben und Wirken bestand ja nicht darin, all die Wunder zu wirken, sondern dass er uns wieder unserem Gott näher bringt. Auch sein Predigen war dazu sehr wichtig.

    Aber das allerwichtigste war halt sein Tod! Er mußte für uns sterben, damit wir mit Gott versöhnt werden konnten. Genau dies macht mich daran auch so traurig.

    Heute hatten wir uns einen Film über Organspende angesehen, der sehr interessant und informativ war. Hier wurde auch ein Mann gezeigt, der auf ein Spenderherz wartete. Er brauchte es dringend, da er sonst wohl nicht mehr lange zu leben haben würde. Er sagte, dass er ein ziemliches Problem damit habe, dass zuerst ein anderer sterben müsse, damit er leben könne!

    In der Regel verändert so eine OP das ganze restliche Leben einer solchen Person. Er wird es sein Leben lang nicht vergessen und immer dankbar dafür sei, dass er selbst leben darf – weil sich eine andere Person zur Organspende entschieden hat. Sein Leben wird ihm immer kostbar sein, denn er ist „dem Tod schon einmal von der Schippe gesprungen“ und zudem hat sein Leben das Leben eines anderen gekostet. Er wird viel bewusster und voller Dankbarkeit für den edlen Spender leben. Sicherlich wird er seine Zeit und Energie nicht mit allerlei Unsinn verplempern.

    Haben wir eine ebenso große Wertschätzung für das Opfer, das Jesus für uns gebracht hat? Hat dieses Wissen darum unser Leben verändert? Beeinflußt es auch heute noch alles, was wir tun?

    Wie ist es, wenn wir ein Problem mit unserem Bruder haben und uns gekränkt und verletzt fühlen – nehmen wir uns und unsere verletzten Gefühle dann so wichtig, dass wir nicht einlenken können? Denken wir in so einem Fall mal daran, was Jesus alles erdulden musste – und zwar völlig zu Unrecht.

    Warum tat er das? Um uns mit unserem liebevollen Gott zu versöhnen.

    Jesus gab uns das Gebot, dass wir einander lieben sollten, daran würde man seine Jünger erkennen und wir sollten auch unsere Feinde lieben. Sollte uns dieses große Ganze nicht dazu veranlassen, ihn nachzuahmen und uns selbst nicht zu wichtig zu nehmen – um des lieben Friedens willen?

  127. Juleam 19. Oktober 2012 um 18:07 Link zum Kommentar

    Matthäus 1 – 4

    Matthäus 1 – Jesus wird geboren

    18 (Lukas 1, 26 – 2, 20)
    Und so wurde Jesus Christus geboren: Seine Mutter Maria war mit Josef verlobt. Noch vor der Ehe erwartete Maria – durch den Heiligen Geist – ein Kind. 19 Josef wollte nach Gottes Geboten handeln, aber auch Maria nicht öffentlich bloßstellen. So überlegte er, die Verlobung stillschweigend aufzulösen. 20 Noch während er nachdachte, erschien ihm im Traum ein Engel Gottes und sagte: »Josef, du Nachkomme Davids, zögere nicht, Maria zu heiraten! Denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. 21 Sie wird einen Sohn bekommen, den sollst du Jesus nennen. Denn er wird die Menschen seines Volkes von ihren Sünden befreien.«

    22 Dies alles geschah, damit sich erfüllte, was der Herr durch seinen Propheten vorhergesagt hatte: 23 »Eine Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn bekommen. Den wird man Immanuel nennen.« Das bedeutet: »Gott ist mit uns!«

    24 Als Josef erwachte, tat er, was ihm der Engel befohlen hatte, und heiratete Maria.

    25 Er schlief aber nicht mit ihr bis zur Geburt ihres Sohnes. Josef gab ihm den Namen Jesus.

    Ein Satz, der mir das erste Mal bewußt auffällt: „Josef wollte nach Gottes Geboten handeln, aber auch Maria nicht öffentlich bloßstellen“

    Welcher Konflikt bestand denn zwischen einer Heirat Marias und dem Halten der göttlichen Gebote – worum ging es hier?

    Hier hilft uns der Querverweis weiter, der uns zu 5. Mose 22:23-24 führt

    23 Falls es geschehen sollte, daß ein jungfräuliches Mädchen mit einem Mann verlobt ist, und tatsächlich hat ein Mann sie in der Stadt gefunden und sich zu ihr gelegt, 24 so sollt ihr sie beide zum Tor jener Stadt hinausführen und sie mit Steinen bewerfen, und sie sollen sterben, das Mädchen darum, daß sie in der Stadt nicht geschrien hat, und der Mann darum, daß er die Frau seines Mitmenschen erniedrigt hat. So sollst du das, was übel ist, aus deiner Mitte wegschaffen.

    ach so, daran hatte ich beim Lesen dieser Passage bisher noch garnicht gedacht…

  128. Juleam 19. Oktober 2012 um 18:16 Link zum Kommentar

    Matthäus 2 – Gelehrte suchen den neuen König

    1 Jesus wurde in Bethlehem geboren, einer kleinen Stadt in Judäa. Herodes war damals König. Einige Sterndeuter kamen aus dem Orient nach Jerusalem und erkundigten sich: 2 »Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind aus dem Osten hierher gekommen, um ihm die Ehre zu erweisen.«

    3 Als König Herodes das hörte, war er bestürzt und mit ihm alle Einwohner Jerusalems. 4 Er rief die Hohenpriester und Schriftgelehrten zusammen und fragte sie: »Wo soll dieser versprochene Retter geboren werden?« 5 Sie antworteten: »In Bethlehem, im Land Judäa. So heißt es schon im Buch des Propheten: 6 ›Bethlehem, du bist keineswegs die unbedeutendste Stadt im Land Judäa. Denn aus dir kommt der Herrscher, der mein Volk Israel führen wird.‹«

    7 Da rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und fragte sie, wann sie zum ersten Mal den Stern gesehen hätten. Anschließend schickte er sie nach Bethlehem und bat sie: 8 »Sucht nach dem Kind, und gebt mir Nachricht, wenn ihr es gefunden habt. Ich will dann auch hingehen und ihm Ehre erweisen.«

    9 Nach diesem Gespräch gingen die Sterndeuter nach Bethlehem. Der Stern, den sie im Osten gesehen hatten, führte sie. Er blieb über dem Haus stehen, in dem das Kind war. 10 Da kannte ihre Freude keine Grenzen. 11 Sie gingen in das Haus, wo sie das Kind mit seiner Mutter Maria fanden, knieten vor ihm nieder und ehrten es wie einen König. Dann packten sie ihre Schätze aus und beschenkten das Kind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe.

    12 Im Traum befahl ihnen Gott, nicht mehr zu Herodes zurückzugehen. Deshalb wählten sie für ihre Heimreise einen anderen Weg.

    Interessant, dass sich die Sterndeuter aus fernen Ländern in den Schriften und Propheten auskennen – anscheinend ganz im Gegensatz zu dem amtierenden König.

    Ab hier lesen wir auch zusätzlich die Bücher: „Der größte Mensch, der je lebte“, „Komm, folge mir nach“ und für die lieben Kleinen „Lerne von dem großen Lehrer“

    Zusätzlich kann ich euch für die lieben Kleinen die Zeichntrick-Reihe Bibel Geschichten – The Beginners empfehlen, die als Episode 3 auch die Geschichte mit Jesu Geburt beinhaltet. Diese Reihe ist sehr nett und kindgerecht gemacht und hält sich im Großen und Ganzen an die Vorlage der Bibel!

  129. Juleam 19. Oktober 2012 um 18:20 Link zum Kommentar

    Matthäus 3 – Johannes der Täufer ruft: »Kehrt um zu Gott!«

    1 (Markus 1, 2-8; Lukas 3, 1-18; Johannes 1, 19-28)
    In dieser Zeit fing Johannes der Täufer an, in der judäischen Wüste zu predigen. 2 Er rief: »Kehrt um zu Gott! Denn jetzt beginnt seine neue Welt.« 3 Der Prophet Jesaja hatte die Aufgabe des Johannes so beschrieben: »Ein Bote wird in der Wüste rufen: ›Macht den Weg frei für den Herrn! Räumt alle Hindernisse weg!‹«

    4 Johannes trug ein aus Kamelhaar gewebtes Gewand, das von einem Lederriemen zusammengehalten wurde. Er ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig. 5 Viele Menschen aus Jerusalem, aus dem Jordantal und aus der ganzen Provinz Judäa kamen zu ihm. 6 Sie bekannten ihre Sünden und ließen sich von ihm im Jordan taufen.

    7 Als er aber sah, dass auch viele Pharisäer und Sadduzäer kamen, um sich taufen zu lassen, wies er sie ab: »Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, dass ihr dem kommenden Gericht Gottes entrinnen werdet? 8 Zeigt erst einmal durch Taten, dass ihr wirklich zu Gott umkehren wollt! 9 Bildet euch nur nicht ein, ihr könntet euch damit herausreden: ›Abraham ist unser Vater!‹ Ich sage euch: Gott kann selbst aus diesen Steinen hier Nachkommen Abrahams hervorbringen.

    10 Schon ist die Axt erhoben, um die Bäume an der Wurzel abzuschlagen. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 11 Wer umkehrt zu Gott, den taufe ich mit Wasser. Aber nach mir wird einer kommen, der viel mächtiger ist als ich. Ich bin nicht einmal würdig, ihm die Schuhe nachzutragen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. 12 Schon hat er die Schaufel in seiner Hand, mit der er die Spreu vom Weizen trennt. Den Weizen wird er in seine Scheunen bringen, die Spreu aber wird er verbrennen, und niemand kann dieses Feuer löschen.«

    Jesus lässt sich taufen

    13 (Markus 1, 9-11; Lukas 3, 21-22; Johannes 1, 32-34)
    Auch Jesus kam aus seiner Heimat in Galiläa an den Jordan, um sich von Johannes taufen zu lassen. 14 Aber Johannes versuchte, ihn davon abzubringen: »Ich müsste eigentlich von dir getauft werden, und du kommst zu mir?« 15 Jesus erwiderte: »Lass es so geschehen, denn wir müssen alles tun, was Gott will.« Da gab Johannes nach.

    16 Gleich nach der Taufe stieg Jesus wieder aus dem Wasser. Der Himmel öffnete sich über ihm, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.

    17 Gleichzeitig sprach eine Stimme vom Himmel: »Dies ist mein geliebter Sohn, der meine ganze Freude ist.«

    Alle kamen zu Johannes, um sich taufen zu lassen – Jesus auch.

    Allerdings hatte dieser keine Sünden zu bekennen und er benötigt auch keine Umkehr von schlechten Wegen. Wohl ist dies etwas, was seinem Cousin bekannt ist, darum will er ihn zuerst nicht taufen: denn Jesus muss nicht erst mit Gott versöhnt werden

  130. Juleam 19. Oktober 2012 um 18:25 Link zum Kommentar

    Matthäus 4 – Wenn du Gottes Sohn bist, beweise es!

    1 (Markus 1, 12-13; Lukas 4, 1-13)
    Danach wurde Jesus vom Geist Gottes in die Wüste geführt, wo er den Versuchungen des Teufels ausgesetzt sein sollte. 2 Vierzig Tage und Nächte lang aß er nichts. Der Hunger quälte ihn. 3 Da kam der Teufel und stellte ihn auf die Probe. Er forderte ihn heraus: »Wenn du Gottes Sohn bist, dann mach aus diesen Steinen Brot!« 4 Aber Jesus wehrte ab: »Nein, denn es steht in der Heiligen Schrift: ›Der Mensch lebt nicht allein von Brot, sondern von allem, was Gott ihm zusagt!‹«

    5 Da nahm ihn der Teufel mit nach Jerusalem und stellte ihn auf die höchste Stelle des Tempels. 6 »Spring hinunter!«, forderte er Jesus auf. »Du bist doch Gottes Sohn! Und in der Heiligen Schrift steht: ›Gott wird seine Engel schicken. Sie werden dich auf Händen tragen, und du wirst dich nicht einmal an einem Stein verletzen!‹« 7 Jesus entgegnete ihm: »Es steht aber auch in der Schrift: ›Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht herausfordern!‹«

    8 Nun führte ihn der Teufel auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer ganzen Pracht. 9 »Das alles gebe ich dir, wenn du vor mir niederkniest und mich anbetest«, sagte er. 10 Aber Jesus wies ihn ab: »Weg mit dir, Satan, denn es steht in der Heiligen Schrift: ›Bete allein Gott, deinen Herrn, an und diene nur ihm!‹« 11 Da verschwand der Teufel, und die Engel Gottes kamen und sorgten für Jesus.

    Interessant hier, dass sich der Satan gerade in einem Moment der Schwäche an Jesus heran macht. Schließlich hatte dieser zuvor 40 Tage gefastet. Aber Jesus ist gut auf diese Prüfung vorbereitet und so kann er Paroli bieten.

    Erinnern wir uns hier auch noch an den Programmpunkt vom BZK „Uns im Herzen Vorbereiten – auf Verfolgung“? Wenn wir mit Verfolgung und Prüfungen rechnen, dann „erwischt es uns nicht so eiskalt“. Nicht umsonst haben wir im Junge Leute Buch einen „Gruppenzwangplaner“, mit dem sie sich auf verschiedene Fragen vorbereiten können.

    So haben sie auf jeden Einwand ein Argument zur Hand, wenn sie es brauchen. Jesus hatte es hier! haben wir es auch?

  131. Juleam 19. Oktober 2012 um 18:29 Link zum Kommentar

    Matthäus 4:12-17 Hoffnung für alle, die von Gott nichts wissen

    12 (Markus 1, 14-15; Lukas 4, 14-15)
    Als Jesus hörte, dass man Johannes den Täufer verhaftet hatte, zog er sich nach Galiläa zurück. 13 Er verließ Nazareth und wohnte in Kapernaum am See Genezareth, im Gebiet von Sebulon und Naftali. 14 Das geschah, damit sich erfüllte, was Gott durch den Propheten Jesaja gesagt hatte: 15 »Du Land Sebulon und Naftali, Land am See und jenseits des Jordan, du gottloses Galiläa, höre zu! 16 Das Volk, das in der Finsternis wohnt, sieht ein großes Licht. Hell strahlt es auf über denen, die im Schatten des Todes leben und ohne Hoffnung sind.«

    17 Von da an begann Jesus zu predigen: »Kehrt um zu Gott! Denn jetzt beginnt seine neue Welt!«

    Wieso geht er gerade dann, als Johannes verhaftet wird?

    Bei dieser Formulierung hört sich da ja so an, als sei die Verhaftung von Johannes der Anlaß dafür gewesen. Warum gerade jetzt?

  132. Juleam 19. Oktober 2012 um 18:32 Link zum Kommentar

    Matthäus 4:18-25 Vier Fischer folgen Jesus

    18 (Markus 1, 16-20; Lukas 5, 1-11; Johannes 1, 35-51)
    Als Jesus am See Genezareth entlangging, sah er zwei Brüder: Simon, der später Petrus genannt wurde, und seinen Bruder Andreas. Sie waren Fischer und warfen gerade ihre Netze aus. 19 Da forderte Jesus sie auf: »Kommt mit mir! Ich will euch zeigen, wie ihr Menschen für Gott gewinnen könnt.« 20 Sofort ließen die beiden Männer ihre Netze liegen und gingen mit ihm.

    21 Nicht weit davon entfernt begegnete Jesus am Strand zwei anderen Fischern, den Brüdern Jakobus und Johannes. Sie saßen mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und flickten Netze. Auch sie forderte Jesus auf, mit ihm zu gehen. 22 Da verließen sie das Boot und ihren Vater und gingen mit Jesus.

    Jesus wirkt durch Wort und Tat

    23 Jesus wanderte durch das Land Galiläa, predigte in den Synagogen und verkündete überall die rettende Botschaft, dass Gottes neue Welt nun begonnen hatte. Er heilte alle Arten von Krankheiten und Leiden. 24 Bald wurde überall von ihm gesprochen, selbst in Syrien. Man brachte viele Kranke zu ihm, die große Qualen litten: Besessene, Menschen, die Anfälle bekamen, und Gelähmte. Jesus heilte sie alle.

    25 Eine große Menschenmenge folgte ihm, wohin er auch ging. Leute aus Galiläa, aus dem Gebiet der Zehn Städte, aus Jerusalem und dem ganzen Gebiet von Judäa liefen ihm nach. Selbst von der anderen Seite des Jordan kamen sie.

    Stellen wir uns vor, wir hätten in dieser Zeit gelebt! Wie begeisternd muss es gewesen sein, Jesus live zu erleben. Stellen wir uns vor, er hätte uns ganz persönlich angesprochen und aufgefordert, in dem Werk mit ihm zusammen zu arbeiten. Hätten wir es getan – oder wären uns andere Dinge wichtiger gewesen?

    In gewisser Form hat er ja auch uns ganz persönlich aufgefordert, mit ihm gemeinsam Jehova und seinen Willen bekanntzumachen. Lesen wir doch hier mal als Einstieg das erste Kapitel von dem Buch „Komm, folge mir nach!“

  133. Juleam 19. Oktober 2012 um 18:42 Link zum Kommentar

    Matthäus 5 – 7

    Da wir in den vergangenen Jahren so viele Gedanken dazu gesammelt haben, dass ich vorhin über eine Stunde gebraucht habe, um sie alle zu lesen – und mir somit wieder in den Sinn zu rufen – werde ich hier nur noch damit verlinken

    Matthäus 5 – Die Bergpredigt – Maßstäbe, die herausfordern

    1 Als Jesus die Menschenmenge sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. 2 Da begann er, sie zu unterweisen:

    Wen Jesus glücklich nennt

    3 (Lukas 6, 20-23)
    »Glücklich sind, die erkennen, wie arm sie vor Gott sind, denn ihnen gehört die neue Welt Gottes.

    4 Glücklich sind die Trauernden, denn sie werden Trost finden.

    5 Glücklich sind die Friedfertigen, denn sie werden die ganze Erde besitzen.

    6 Glücklich sind, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden.

    7 Glücklich sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.

    8 Glücklich sind, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott sehen.

    9 Glücklich sind, die Frieden stiften, denn Gott wird sie seine Kinder nennen.

    10 Glücklich sind, die verfolgt werden, weil sie nach Gottes Willen leben. Denn ihnen gehört Gottes neue Welt.

    11 Glücklich könnt ihr sein, wenn ihr verachtet, verfolgt und verleumdet werdet, weil ihr mir nachfolgt.

    12 Ja, freut euch und jubelt, denn im Himmel werdet ihr dafür reich belohnt werden! Genauso haben sie die Propheten früher auch verfolgt.«

    Salz und Licht: die Aufgabe der Jünger Jesu in der Welt

    13 (Markus 4, 21; 9, 50; Lukas 8, 16; 11, 33; 14, 34-35)
    »Ihr seid für die Welt wie Salz. Wenn das Salz aber fade geworden ist, wodurch soll es seine Würzkraft wiedergewinnen? Es ist nutzlos geworden, man schüttet es weg, und die Leute treten darauf herum.

    14 Ihr seid das Licht, das die Welt erhellt. Eine Stadt, die hoch auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. 15 Man zündet ja auch keine Öllampe an und stellt sie unter einen Eimer. Im Gegenteil: Man stellt sie so auf, dass sie allen im Haus Licht gibt. 16 Genauso soll euer Licht vor allen Menschen leuchten. Sie werden eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel dafür loben

    Gottes Gebote neu erfüllen

    17 (Lukas 16, 17)
    »Meint nur nicht, ich sei gekommen, das Gesetz und die Worte der Propheten aufzuheben. Ich werde vielmehr beides bekräftigen und erfüllen.

    18 Denn das sage ich euch: Auch der kleinste Buchstabe im Gesetz Gottes behält seine Gültigkeit, solange Himmel und Erde bestehen. 19 Wenn jemand auch nur das geringste Gebot Gottes für ungültig erklärt oder andere dazu verleitet, der wird in Gottes neuer Welt nichts bedeuten. Wer aber anderen Gottes Gebote weitersagt und sich selbst danach richtet, der wird in Gottes neuer Welt großes Ansehen haben. 20 Ich warne euch: Wenn ihr das Gesetz Gottes nicht besser erfüllt als die Pharisäer und Schriftgelehrten, kommt ihr nicht in Gottes neue Welt.«

    Versöhnung mit dem Gegner

    21 (Lukas 12, 57-59)
    »Wie ihr wisst, wurde unseren Vorfahren gesagt: ›Du sollst nicht töten! Wer aber einen Mord begeht, muss vor ein Gericht.‹22 Doch ich sage euch: Schon wer auf seinen Bruder zornig ist, den erwartet das Gericht. Wer zu seinem Bruder sagt: ›Du Idiot!‹, der wird vom Obersten Gericht verurteilt werden, und wer ihn verflucht, dem ist das Feuer der Hölle sicher.

    23 Wenn du eine Opfergabe zum Altar bringst und dir fällt plötzlich ein, dass dein Bruder dir etwas vorzuwerfen hat, 24 dann lass dein Opfer am Altar zurück, geh zu deinem Bruder und versöhne dich mit ihm. Erst danach bring Gott dein Opfer dar. 25 Setz alles daran, dich noch auf dem Weg zum Gericht mit deinem Gegner zu einigen. Sonst wird der Richter dich verurteilen, und der Gerichtsdiener wird dich ins Gefängnis stecken. 26 Und ich sage dir: Von dort wirst du nicht eher wieder herauskommen, bis du auch den letzten Rest deiner Schuld bezahlt hast.«

    Kampf gegen die Sünde

    27 (Matthäus 18, 8-9; Markus 9, 43-48)
    »Ihr wisst, dass es im Gesetz heißt: ›Du sollst nicht die Ehe brechen!‹28 Ich sage euch aber: Schon wer eine Frau mit begehrlichen Blicken ansieht, der hat im Herzen mit ihr die Ehe gebrochen.

    29 Wenn dich also dein rechtes Auge zur Sünde verführt, dann reiß es heraus und wirf es weg! Besser, du verlierst eins deiner Glieder, als dass du unversehrt in die Hölle geworfen wirst. 30 Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, so hack sie ab und wirf sie weg! Es ist besser, verstümmelt zu sein, als unversehrt in die Hölle geworfen zu werden.«

    Ehescheidung

    31 (Matthäus 19, 9; Markus 10, 11-12; Lukas 16, 18)
    »Bisher hieß es: ›Wer sich von seiner Frau trennen will, soll ihr eine Scheidungsurkunde geben.‹32 Ich sage euch aber: Wer sich von seiner Frau trennt, obwohl sie ihn nicht betrogen hat, der treibt sie zum Ehebruch. Und wer eine geschiedene Frau heiratet, der begeht Ehebruch.«

    Keine Beteuerungen!

    33 »Ihr kennt auch diese Anweisung des Gesetzes: ›Du sollst keinen Meineid schwören und alles halten, was du vor Gott versprochen hast.‹34 Ich sage euch aber: Schwört überhaupt nicht! Schwört weder beim Himmel – denn er ist Gottes Thron – 35 noch bei der Erde – denn sie ist der Schemel, auf dem seine Füße ruhen. Beruft euch auch nicht auf Jerusalem, denn sie ist die Stadt Gottes.36 Verbürge dich auch nicht mit deinem Kopf für etwas, denn du kannst ja nicht einmal ein einziges Haar weiß oder schwarz wachsen lassen. 37 Sag einfach ›Ja‹ oder ›Nein‹. Alle anderen Beteuerungen zeigen nur, dass du dich vom Bösen bestimmen lässt.«

    Vergeltung durch Liebe

    38 (Lukas 6, 27-30.32-36)
    »Es heißt auch: ›Auge um Auge, Zahn um Zahn!‹39 Ich sage euch aber: Leistet keine Gegenwehr, wenn man euch Böses antut! Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin! 40 Wenn einer dich vor Gericht bringen will, um dein Hemd zu bekommen, so gib ihm auch noch den Mantel! 41 Und wenn einer von dir verlangt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei Meilen mit ihm! 42 Gib jedem, der dich um etwas bittet, und weise keinen ab, der etwas von dir leihen will.

    43 Es heißt bei euch: ›Liebt eure Freunde und hasst eure Feinde!‹44 Ich sage aber: Liebt eure Feinde und betet für alle, die euch verfolgen! 45 So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne für Böse wie für Gute scheinen, und er lässt es regnen für Fromme und Gottlose. 46 Wollt ihr etwa noch dafür belohnt werden, dass ihr die Menschen liebt, die euch auch lieben? Das tun sogar die Zolleinnehmer, die sonst nur auf ihren Vorteil aus sind! 47 Wenn ihr nur euren Freunden liebevoll begegnet, ist das etwas Besonderes? Das tun auch die, die von Gott nichts wissen.

    48 Ihr aber sollt so vollkommen sein wie euer Vater im Himmel.«

  134. Juleam 19. Oktober 2012 um 18:49 Link zum Kommentar

    Matthäus 6 – Gutes tun

    1 »Hütet euch davor, nur deshalb Gutes zu tun, damit die Leute euch bewundern. Sonst könnt ihr von eurem Vater im Himmel keinen Lohn mehr erwarten. 2 Wenn du einem Armen etwas gibst, dann posaune es nicht hinaus wie die Heuchler. Sie reden davon in den Synagogen und an jeder Straßenecke, um von allen gelobt zu werden. Das sage ich euch: Diese Leute haben sich ihren Lohn schon selber ausbezahlt. 3 Wenn du jemandem hilfst, dann soll deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut; 4 niemand soll davon erfahren. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.«

    Wie man beten soll

    5 (Markus 11, 25-26; Lukas 11, 2-4)
    »Betet nicht wie die Heuchler! Sie beten gern in den Synagogen und an den Straßenecken, um gesehen zu werden. Ich sage euch: Diese Leute haben sich ihren Lohn schon selber ausbezahlt! 6 Wenn du beten willst, geh in dein Zimmer, schließ die Tür hinter dir zu, und bete zu deinem Vater. Und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.

    7 Leiere nicht endlose Gebete herunter wie Leute, die Gott nicht kennen. Sie meinen, sie würden bei Gott etwas erreichen, wenn sie nur viele Worte machen. 8 Folgt nicht ihrem schlechten Beispiel, denn euer Vater weiß genau, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn um etwas bittet.

    9 Ihr sollt deshalb so beten:
    ›Unser Vater im Himmel! Dein heiliger Name soll geehrt werden.

    10 Lass deine neue Welt beginnen. Dein Wille geschehe hier auf der Erde, wie er im Himmel geschieht.

    11 Gib uns auch heute wieder, was wir zum Leben brauchen.

    12 Vergib uns unsere Schuld, wie wir denen vergeben, die uns Unrecht getan haben.

    13 Lass uns nicht in Versuchung geraten, dir untreu zu werden, und befreie uns vom Bösen. Denn dir gehören Herrschaft, Macht und Ehre für alle Zeiten. Amen!‹

    14 Euer Vater im Himmel wird euch vergeben, wenn ihr den Menschen vergebt, die euch Unrecht getan haben. 15 Wenn ihr ihnen aber nicht vergeben wollt, dann wird Gott auch eure Schuld nicht vergeben.«

    Verhalten beim Fasten

    16 »Wenn ihr fastet, dann schaut nicht so drein wie die Heuchler! Sie setzen eine wehleidige Miene auf, damit jeder merkt, dass sie fasten. Ich sage euch: Diese Leute haben sich ihren Lohn schon selber ausbezahlt! 17 Wenn du fastest, dann pflege dein Äußeres so, 18 dass keiner etwas von deinem Verzicht merkt – außer deinem Vater im Himmel. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich belohnen.«

    Unvergänglicher Reichtum

    19 (Lukas 12, 33-34)
    »Häuft in dieser Welt keine Reichtümer an! Ihr wisst, wie schnell Motten und Rost sie zerfressen oder Diebe sie stehlen! 20 Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, die unvergänglich sind und die kein Dieb mitnehmen kann. 21 Wo nämlich eure Schätze sind, da wird auch euer Herz sein

    Licht und Finsternis

    22 (Lukas 11, 34-36)
    »Das Auge gibt dir Licht. Wenn deine Augen das Licht einlassen, wirst du auch im Licht leben. 23 Verschließen sich deine Augen dem Licht, lebst du in Dunkelheit. Wenn aber das Licht in deinem Innern erloschen ist, wie tief ist dann die Finsternis!«

    Macht euch keine Sorgen!

    24 (Lukas 12, 22-31; 16, 13)
    »Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. Wer dem einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des anderen nicht kümmern können. Er wird sich für den einen einsetzen und den anderen vernachlässigen. Auch ihr könnt nicht gleichzeitig für Gott und das Geld leben.

    25 Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Essen, Trinken und Kleidung. Leben bedeutet mehr als Essen und Trinken, und der Mensch ist wichtiger als seine Kleidung. 26 Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid? 27 Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben um keinen Augenblick verlängern.

    28 Weshalb macht ihr euch so viele Sorgen um eure Kleidung? Seht euch an, wie die Lilien auf den Wiesen blühen! Sie können weder spinnen noch weben. 29 Ich sage euch, selbst König Salomo war in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so prächtig gekleidet wie eine dieser Blumen. 30 Wenn Gott sogar das Gras so schön wachsen lässt, das heute auf der Wiese grünt, morgen aber schon verbrannt wird, wie könnte er euch dann vergessen? Vertraut ihr Gott so wenig?

    31 Zerbrecht euch also nicht mehr den Kopf mit Fragen wie: ›Werden wir genug zu essen haben? Und was werden wir trinken? Was sollen wir anziehen?‹ 32 Mit solchen Dingen beschäftigen sich nur Menschen, die Gott nicht kennen. Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht. 33 Sorgt euch vor allem um Gottes neue Welt, und lebt nach Gottes Willen! Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.

    34 Deshalb sorgt euch nicht um morgen – der nächste Tag wird für sich selber sorgen! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Lasten hat.«

    Schaffen wir das – so absolut auf unseren Gott zu vertrauen?

  135. Juleam 19. Oktober 2012 um 18:53 Link zum Kommentar

    Matthäus 7 – Verurteilt niemanden!

    1 (Lukas 6, 37-38.41-42)
    »Urteilt nicht über andere, damit Gott euch nicht verurteilt. 2 Denn so wie ihr jetzt andere verurteilt, werdet auch ihr verurteilt werden. Und mit dem Maßstab, den ihr an andere legt, wird man euch selber messen.

    3 Warum siehst du jeden kleinen Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? 4 Du sagst: ›Mein Bruder, komm her! Ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen!‹ Dabei hast du selbst einen Balken im Auge! 5 Du Heuchler! Entferne zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du klar sehen, um auch den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen.

    6 Werft, was heilig ist, nicht vor die Hunde! Sie werden euch angreifen und in Stücke reißen. Und werft eure Perlen nicht vor die Säue! Sie werden die Perlen nur zertreten!«

    Gott erhört Gebete

    7 (Lukas 11, 5-13)
    »Bittet Gott, und er wird euch geben! Sucht, und ihr werdet finden! Klopft an, und euch wird die Tür geöffnet! 8 Denn wer bittet, der bekommt. Wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird geöffnet.

    9 Würde jemand von euch seinem Kind einen Stein geben, wenn es um ein Stück Brot bittet? 10 Oder eine giftige Schlange, wenn es um einen Fisch bittet? 11 Wenn schon ihr hartherzigen Menschen euren Kindern Gutes gebt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes schenken, die ihn darum bitten!

    12 So wie ihr von den Menschen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch. Denn das ist die Botschaft des Gesetzes und der Propheten.«

    Zwei Wege

    13 (Lukas 13, 24)
    »Geht durch das enge Tor! Denn das Tor zum Verderben ist breit und ebenso der Weg dorthin! Viele Menschen gehen ihn. 14 Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dorthin ist schmal. Deshalb finden ihn nur wenige.«

    Eine Warnung vor falschen Propheten

    15 (Lukas 6, 43-45)
    »Nehmt euch in Acht vor denen, die in Gottes Namen auftreten und falsche Lehren verbreiten! Sie tarnen sich als sanfte Schafe, aber in Wirklichkeit sind sie reißende Wölfe. 16 Wie man einen Baum an seiner Frucht erkennt, so erkennt man sie an dem, was sie tun. Weintrauben kann man nicht von Dornbüschen und Feigen nicht von Disteln ernten.

    17 Ein guter Baum bringt gute Früchte und ein kranker Baum schlechte. 18 Ein guter Baum wird keine schlechten Früchte tragen und ein kranker Baum keine guten. 19 Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und verbrannt. 20 Ebenso werdet ihr die falschen Propheten an ihren Taten erkennen

    21 (Lukas 6, 46; 13, 26-27)
    »Nicht, wer mich dauernd ›Herr‹ nennt, wird in Gottes neue Welt kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. 22 Am Tag des Gerichts werden zwar viele sagen: ›Aber Herr, wir haben doch als deine Propheten das weitergesagt, was du selbst uns aufgetragen hast! Wir haben doch in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mächtige Taten vollbracht!‹ 23 Aber ich werde ihnen antworten: ›Ich kenne euch nicht, denn ihr habt nicht nach meinem Willen gelebt. Geht mir aus den Augen!‹«

    Ein festes Fundament

    24 (Lukas 6, 47-49)
    »Wer meine Worte hört und danach handelt, der ist klug. Man kann ihn mit einem Mann vergleichen, der sein Haus auf felsigen Grund baut. 25 Wenn ein Wolkenbruch niedergeht, das Hochwasser steigt und der Sturm am Haus rüttelt, wird es trotzdem nicht einstürzen, weil es auf Felsengrund gebaut ist. 26 Wer sich meine Worte nur anhört, aber nicht danach lebt, der ist so unvernünftig wie einer, der sein Haus auf Sand baut. 27 Denn wenn ein Wolkenbruch kommt, die Flut das Land überschwemmt und der Sturm um das Haus tobt, wird es aus allen Fugen geraten und krachend einstürzen.«

    Die Wirkung der Bergpredigt

    28 Als Jesus seine Rede beendet hatte, waren die Zuhörer von seinen Worten tief beeindruckt.

    29 Denn anders als ihre Schriftgelehrten sprach Jesus mit einer Vollmacht, die Gott ihm verliehen hatte.

  136. Juleam 19. Oktober 2012 um 19:01 Link zum Kommentar

    Matthäus 8 – 11

    Wie ich vorhin beim Lesen der Kommentare der Vorjahre gesehen habe, hatte ich im letzten Jahr bei Matthäus angefangen, die Hoffnung für Alle zu lesen. Daher geht es nun ab hier mit einer anderen Übersetzung weiter: die NW-Übersetzung hatten wir 2009 schon, ebenso wie die Luther (2010) und die Hoffnung für Alle (2011). Also habe ich diesmal die GANTP ausgesucht „Albrecht Neues Testament und Psalmen“. Diese lesen wir dann also bis zum Ende des Jahres weiter und die reinkopierten Bibelzitate werden dann aus dieser Übersetzung entnommen sein. Also – weiter geht’s:

    Matthäus 8:5-13

    Als er nach Kapernaum zurückkam, nahte ihm ein Hauptmann mit den Worten: 6 „Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen.“ 7 Jesus sprach zu ihm: „Ich soll kommen und ihn heilen?“8 Der Hauptmann antwortete: „Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach trittst; sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Diener schon genesen.9 Denn auch ich bin zwar einem Vorgesetzten untergeben, aber ich habe Kriegsleute unter mir. Sage ich nun zu dem einen: ‚Geh!‘, so geht er, zu dem anderen: ‚Komm!‘, so kommt er, und zu meinem Knechte: ‚Tue das!‘, so tut er’s10 Als Jesus das hörte, wunderte er sich und sprach zu seinen Begleitern: „Wahrlich, sich sage euch: Nirgends habe ich solchen Glauben in Israel gefunden. 11 Ich tue euch aber kund: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Königreiche der Himmel am Mahle teilnehmen. 12 Doch die geborenen Erben des Königreichs werden in die Finsternis, die draußen ist, verstoßen werden; dort wird lautes Klagen und Zähneknirschen sein.“13 Dann sagte Jesus zu dem Hauptmann: „Geh! Dir geschehe, wie du geglaubt!“ Und sein Diener ward gesund in jener Stunde

    Hier heilt Jesus also den Bediensteten eines Heiden? War dieser denn ein Jude?

    Immerhin wehrt er später eine Frau und ihr Begehren mit der Begründung ab, dass er „zu den Kindern Israels“ gesandt worden sei

  137. Juleam 19. Oktober 2012 um 19:03 Link zum Kommentar

    Matthäus 8:24-27

    Plötzlich erhob sich ein heftiger Sturm auf dem See, so daß die Wogen ins Fahrzeug schlugen. Er aber schlief. 25 Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn mit dem Rufe: „Herr, hilf uns, wir ertrinken!“ 26 Er aber sprach zu ihnen: „Was seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen?“ Dann stand er auf und schalt die Winde und den See. Da ward eine tiefe Stille. 27 Die Leute aber sprachen voll Verwunderung: „Was ist das für ein Mann, daß ihm sogar Wind und Wogen gehorchen!“

    Auch diese Szene können sich „unsere lieben Kleinen“ in einer Folge der Bibel-Geschichten ansehen. Sie heißt: „Jesu Wunder“ und stellt dies recht dramatisch dar

  138. Juleam 19. Oktober 2012 um 19:05 Link zum Kommentar

    Matthäus 8:28-34

    Als er ans andre Ufer kam in das Gebiet der Gadarener, begegneten ihm zwei Besessene: die kamen aus den Felsengräbern und waren sehr gefährlich, so daß niemand jenes Weges gehen konnte. 29 Und sie fingen an zu schreien: „Was haben wir mit dir zu schaffen, du Gottessohn? Bist du hierhergekommen, um uns vor der Zeit zu quälen?“30 Nun weidete in der Ferne eine große Schweineherde. 31 Da baten ihn die bösen Geister: „Treibst du uns aus, so laß uns in die Schweineherde fahren!“32 Er sprach zu ihnen: „Geht!“ Da fuhren sie aus und gingen in die Schweine. Nun stürmte die ganze Herde den Abhang hinunter in den See und kam in den Fluten um33 Die Hirten aber flohen. Bei ihrer Ankunft in der Stadt erzählten sie den ganzen Vorgang, und was mit den Besessenen geschehen war. 34 Da gingen alle Einwohner hinaus, Jesus entgegen, und als sie ihn trafen, baten sie ihn, er möge ihr Gebiet verlassen.

    Schon irgendwie verständlich, denn ihnen ist ja auch ein enormer finanzieller Schaden entstanden.

    Aber irgendwie habe ich immer noch nicht richtig verstanden, warum Jesus den Dämonen ihren Willen gab, denn damit schadet er ja dem Besitzer der Herde. Konnte er die Dämonen nicht direkt austreiben? Warum der Umweg über die Schweine?

    Welchen Sinn macht das mit den Schweinen denn überhaupt? Gut, sie sind nun in den Schweinen drin und die Herde rast – vielleicht in Panik? – über die Klippen ins Meer. Wo sind die Dämonen denn dann jetzt? Sie sind doch Geistwesen und kommen daher im Wasser nicht um.

    Warum hat Jesus dann in gewissem Sinne die Schweine eines unbeteiligten Viehzüchters geopfert?

    Spricht dies nicht gegen die Nächstenliebe und gegen den Grundsatz, dass Jehova alles hasst, was einem anderen – unbeteiligten – schadet?

  139. Juleam 19. Oktober 2012 um 19:08 Link zum Kommentar

    Matthäus 9:36-38

    Beim Anblick der Volksscharen aber ward er von Mitleid erfüllt, denn sie waren abgetrieben und ermattet wie Schafe ohne Hirten.37 Da sprach er zu seinen Jüngern: „Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenig. 38 Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter auf sein Erntefeld sende!“

    Haben auch wir Mitleid mit den Menschen, die Jehova und die wunderbare Hoffnung, die er uns gibt, nicht kennen?

    Wenn ja, dann werden wir den Herrn der Ernte nicht nur um Arbeiter bitten – sondern uns auch selbst in diesem Werk verausgaben!

    Vielleicht ähnlich einer Bauernfamilie, die von morgens bis zum späten Nachmittag Heu gemäht hat und nun sieht, dass ein Unwetter im Anmarsch ist. Nun gilt es, so schnell wie möglich das Heu in die schützende Scheune oder den Schober zu bringen. Hier packt jeder mit an, selbst die alte von Arthrose und Rheuma geplagte Oma. Es kommt auf jede Hand an. Jetzt befindet sich sicherlich jeder der Familie auf dem Feld. Oder könnten wir uns vorstellen, dass der Sohn nicht mit dabei ist, sondern lieber mit seiner Play-Station spielt oder die Tochter zum Friseur geht? Vielleicht der Vater in der Kneipe sitzt und die Mutter auf einen Schwatz bei den Nachbarn ist?

    All diese Sachen sind nicht verkehrt – aber der Zeitpunkt wäre verkehrt. Für all diese Dinge ist nachher noch Zeit. Aber jetzt müssen sie sich „auf die Ernte“, die Einfuhr des Heus, konzentrieren.

    Worauf konzentrieren wir uns? Sind wir uns dessen bewußt, dass wir heute „in der Zeit der Ernte“ leben? Kann man dies an unseren Worten und Taten erkennen? Welche Prioritäten setzen wir uns?

  140. Juleam 19. Oktober 2012 um 19:13 Link zum Kommentar

    Matthäus 10:16-39

    Ich sende euch jetzt wie Schafe mitten unter Wölfe. So seid denn klug wie die Schlangen, aber auch ohne Falsch wie die Tauben! 17 Seid aber vor den Menschen auf der Hut! Denn sie werden euch den Gerichten überliefern, und in ihren Versammlungshäusern werden sie euch geißeln.

    18 Ja man wird euch vor Statthalter und Könige führen um meinetwillen, damit ihr ihnen und den Heiden ein Zeugnis gebt. 19 Stellt man euch nun vor ein Gericht, so macht euch keine Sorte, wie oder was ihr reden sollt! Denn in jenem Augenblick wird euch das rechte Wort gegeben werden. 20 Ihr seid es ja nicht, die dann reden, sondern es ist euers Vaters Geist, der durch euch redet.

    21 Ein Bruder aber wird den andern zum Tode bringen und Väter ihre Kinder; ja Kinder werden sich erheben gegen ihre Eltern und sie töten lassen. 22 Und allgemein wird man euch hassen, weil ihr Bekenner meines Namens seid. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der soll errettet werden.

    23 Verfolgen sie euch nun in einer Stadt, so flieht in eine andere! Wahrlich, ich sage euch: Vor des Menschensohnes Kommen wird eure Arbeit an den Städten Israels noch nicht vollendet sein.

    24 Ein Schüler darf kein anderes Los erwarten als sein Lehrer; ein Sklave soll’s nicht besser haben wollen als sein Herr.

    25 Der Schüler muß zufrieden sein, wenn es ihm geht wie seinem Lehrer, der Sklave, wenn es ihm geht wie seinen Herrn. Hat man den Hausherrn mit dem Namen Beelzebul geschmäht, um wieviel mehr wird man seine Hausgenossen so schmähen.

    26 Fürchtet euch darum nicht vor ihnen! Denn nichts ist so verhüllt, daß es nicht einst enthüllt würde; und nichts ist so verborgen, daß es nicht einst gesehen würde.

    27 Was ich euch im geheimen sage, das verkündigt öffentlich; und was ich euch ins Ohr flüstere, das predigt auf den Dächern!

    28 Seid dabei ohne Furcht vor denen, die wohl den Leib, doch nicht die Seele töten können! Seid aber voller Furcht vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann!

    29 Verkauft man nicht zwei Sperlinge für fünf Pfennige? Trotzdem fällt kein einziger von ihnen zu Boden ohne euers Vaters Willen. 30 Bei euch sind aber sogar die Haare euers Hauptes allesamt gezählt. 31 Darum habt keine Furcht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge. 32 Wer sich nun zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel. 33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem Vater im Himmel. 34 Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen! Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern Krieg. 35 Denn ich bin gekommen, um zu entzweien Vater und Sohn, Mutter und Tochter, Schwiegermutter und Schwiegertochter; 36 und die eignen Hausgenossen wird man zu Feinden haben.

    37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist mein nicht wert; wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist mein nicht wert. 38 Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt, und mir nachfolgt, der ist mein nicht wert. 39 Sein Leben retten heißt: es verlieren! Sein Leben verlieren um meinetwillen heißt: es retten!

    Ich finde den Zusammenhang sehr interessant, in dem Jesus dies hier erzählt. Er sagt, wir sollten in eine andere Stadt fliehen, wenn sie uns verfolgen. Aus dem Zusammenhang geht hervor, dass es hier bei der Flucht nicht so sehr „um unsere eigene Haut geht“, sondern vielmehr darum, weiterhin ungehindert die Gute Botschaft zu verkünden. Wir kennen dies ja auch aus unzähligen Erfahrungsberichten aus der alten Zeit und aus den Jahrbüchern.

    Der Sinn jeglicher Verfolgung wahrer Christen ist es ja immer, uns zum Schweigen zu bringen und unser Werk aufzuhalten. Erinnern wir uns nur an die Zeit Nehemias und was die Feinde alles unternahmen, um den Bau des Tempels und der Stadtmauer aufzuhalten.

    Wahre Anbeter Jehovas lassen sich aber dadurch nicht aufhalten. Wenn sie in der einen Hinsicht zum Schweigen „verurteilt sind“, finden sie immer andere Wege. Denken wir an die Zeit im KZ. Hitler wollte „diese Brut ausrotten“. Aber stattdessen hat er geholfen, die Gute Botschaft noch weiter zu verbreiten – denn die Brüder haben natürlich nicht geschwiegen. Sie konnten es gar nicht, denn in jedem wahren Anbeter Gottes brennt die Wahrheit – denken wir nur an Jeremia. Sein Herz fließt über von all dem Guten, „was wir gesehen und gehört haben“. Wie Jesus schon sagte: „aus der Fülle des Herzens redet der Mund“. Und so haben die Brüder einfach denen gepredigt, die sie sahen. So lernten viele die Wahrheit im KZ kennen, die sonst vielleicht überhaupt nicht damit in Berührung gekommen wären.

    Zu DDR-Zeiten konnten die Brüder nicht so offen von Haus-zu-Haus gehen, wie wir das heute ganz selbständig in diesem Land tun können. So haben sie sich andere Möglichkeiten gesucht und informell Zeugnis gegeben.

    Viele alte Brüder und Schwestern können nicht mehr so, wie sie wollen. Manche können nicht einmal mehr das Haus verlassen. Auch diese geben informell Zeugnis.

    Wie wir sehen, wird jeder, der Jehova und sein Wort wirklich liebt, diesen Ausspruch Jesu richtig verstehen und immer Ausschau nach Möglichkeiten halten, um mit anderen über Gottes Botschaft zu reden.

    Denken wir dabei auch an das biblische Drama der Gesellschaft zu Esra. Der Titel sagt hier schon alles: „Befreit, um die wahre Anbetung zu fördern“

    Wie steht es mit uns? „Fliehen wir“ nur, um unsere eigene Haut zu retten – oder geht es uns darum, Jehova und sein Wort hochzuhalten?

  141. Juleam 19. Oktober 2012 um 19:17 Link zum Kommentar

    Matthäus 10:40-42

    40 Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. 41 Wer einen Propheten als solchen aufnimmt, der wird den Lohn empfangen, den ein Prophet empfängt; wer einen Gerechten als solchen aufnimmt, der wird den Lohn empfangen, den ein Gerechter empfängt. 42 Und wer einem dieser kleinen Kinder hier auch nur einen Becher frischen Wassers zum Trunke reicht, weil es mein Jünger ist, der soll — das sage ich euch feierlich — gewiß nicht seines Lebens verlustig gehen!“

    ja, es geht nicht darum, einen Propheten, einen Gerechten oder ein Kind als Solches aufzunehmen – sondern aus welchem Grund.

    Wenn ich jede Menge Kinder als Pflegemutter aufnehme – weil ich dafür gutes Geld vom Staat bekomme oder im Ansehen anderer steige – dann werde ich nicht den Segen Jehovas in dieser Form haben.

    Wenn ich einen Diener Jehovas bewirte oder gar bei mir wohnen lasse, um mich selbst wichtig oder interessant zu machen, dann habe ich bereits meinen vollen Lohn – wie diejenigen, die Aufsehen um ihre guten Taten machen.

    Warum sollte ich sie denn aufnehmen? Wird nicht gesagt „weil sie ein Prophet, ein Gerechter oder ein Kind“ sind? Nicht ganz!

    Der Punkt wird bei dem Kind angedeutet: weil sie das Wohlgefallen Jehovas haben, seine Freunde sind. Das erinnert mich wieder an das Buch „Bewahrt euch in Gottes Liebe“, wo es ein Kapitel zu unserem Umgang geht. Dieses trägt den passenden Namen: „Die lieben, die Gott liebt“.

    Genau das ist der Punkt. Später sagt Jesus etwas ähnliches: ‚das was wir dem Geringsten seiner Brüder getan haben, das haben wir ihm getan‘. Dieser Punkt ist bereits an anderer Stelle hier ausführlich behandelt worden

  142. Juleam 19. Oktober 2012 um 19:19 Link zum Kommentar

    Matthäus 11 – die Sache mit Johannes

    1 Als Jesus seinen zwölf Jüngern diese Weisungen erteilt hatte, ging er von dort weiter, um in den Städten des Landes zu lehren und zu predigen. 2 Als Johannes im Gefängnis von der Wirksamkeit des Messias hörte, ließ er ihn durch seine Jünger fragen: 3 „Bist du es, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?“

    4 Jesus antwortete ihnen: „Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht: 5 Blinde werden sehend und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, ja Tote werden auferweckt und Armen wird die Heilsbotschaft verkündigt;

    6 und selig ist, wer an mir nicht irre wird!“ 7 Als die Boten weggingen, begann Jesus zu den Volksscharen von Johannes zu reden: „Warum seid ihr einst in die Wüste hinausgegangen? Wolltet ihr euch ein Schilfrohr ansehen, das sich im Winde hin und her bewegte? Doch sicher nicht! 8 Warum seid ihr denn hinausgegangen? Wolltet ihr einen feingekleideten Weltmann sehen? Solche feingekleidete Leute finden sich an den Königshöfen. 9 Warum seid ihr denn hinausgegangen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja ich sage euch: Dieser Mann ist noch weit mehr als ein Prophet. 10 Denn er ist es, von dem geschrieben steht: Sieh, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll

    11 Wahrlich, ich sage euch: Unter allen Weibersöhnen ist kein Größerer aufgetreten als Johannes der Täufer; doch der Kleinste im Königreich der Himmel ist größer als er. 12 Aber seit dem Auftreten Johannes des Täufers bis jetzt wird das Königreich der Himmel gestürmt. Und die Stürmer reißen es an sich. 13 Denn alle Propheten und das Gesetz haben davon geweissagt bis auf Johannes.

    14 Und wollt ihr’s gelten lassen: er ist der Elia, der kommen soll.

    15 Wer Ohren hat, der höre!

    Was ist hier mit dem gemeint, was er in Vers 12 sagt? Wie übersetzt dies die Hoffnung für alle, die wir im vergangenen Jahr gelesen haben?

    12 Seit Johannes der Täufer da ist, beginnt Gottes neue Welt, wenn auch andere das mit Gewalt verhindern wollen.

    Ok, das macht jetzt mehr Sinn.

    Ist schon eigenartig, wie sehr sich die deutsche Sprache im Laufe der Jahre immer mehr ändert!

  143. Juleam 20. Oktober 2012 um 23:24 Link zum Kommentar

    Matthäus 12 – 15

    Matthäus 12 – Jesus und der Sabbat

    1 Zu jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch Getreidefelder. Seine Jünger aber hatten Hunger; darum begannen sie, Ähren abzureißen und die Körner zu essen.2 Das sahen die Pharisäer und sprachen zu ihm: „Sieh, deine Jünger tun, was nicht erlaubt ist am Sabbat.“3 Er aber antwortete ihnen: „Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als ihn und seine Begleiter hungerte? 4 Wie er in das Haus Gottes trat und die Schaubrote aß, die doch er und seine Begleiter nicht essen durften, sondern nur die Priester? 5 Habt ihr ferner nicht gelesen im Gesetz, daß die Priester im Tempel auch am Sabbat tätig sind, ohne sich zu versündigen? 6 Doch ich sage euch: Hier ist etwas Größeres als der Tempel.7 Verstündet ihr aber die Bedeutung des Wortes: Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer, so hättet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt. 8 Denn der Menschensohn ist Herr des Sabbats.“

    Wieder der Sabbat:

    Wieso war es denn in Ordnung, dass David und seine Männer ein Gebot Gottes übertraten – nur, weil sie Hunger hatten?

    Dass Jesus als der Sohn Gottes eine andere Berechtigung hat, ist ja die eine Sache und dass er mit seinem Tod später das GESETZ an den Stamm nagelt auch. Aber jetzt ist es ja noch nicht soweit und zudem hatte er einige Kapitel zuvor selbst gesagt, dass niemand nur einen kleinen Buchstaben des Gesetzes ändern darf.

    Wie passt das Ganze dann zusammen? Was könnte ich einem Juden antworten, wenn er diese Argumente anführt?

    Wieso argumentiert Jesus hier so – mit David? Warum zeigt er ihnen nicht sofort, wie unsinnig ihre Auslegung des Sabbats ist? Immerhin ging es Jehova ja nur darum, dass sie einen Tag für Jehova reservieren sollten – an dem sie sich ganz und ohne Ablenkung der wahren Anbetung widmen sollten

    9 Als er von dort weiterging, kam er in ihr Versammlungshaus.10 Da war ein Mann mit einem abgestorbenen Arm, und sie fragten ihn: „Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen?“ Denn sie suchten einen Grund, ihn zu verklagen.11 Er aber antwortete ihnen: „Fiele einem von euch am Sabbat sein einziges Schaf in eine Grube, zöge er’s da nicht sofort heraus? 12 Steht nun ein Mensch nicht hoch über einem Schaf? Also darf man auch am Sabbat Gutes tun.“ 13 Dann sprach er zu dem Mann: „Strecke deinen Arm aus!“ Da streckte er ihn aus, und er ward wiederhergestellt und gesund wie der andere. 14 Als dann die Pharisäer den Gottesdienst verließen, berieten sie sich miteinander wider ihn, wie sie ihn zu Tode bringen könnten.

    Hat sich seine Art der Argumentation darin begründet, dass er ihren Herzenszustand berücksichtigte? Sie wollten ja nicht wirklich eine Antwort, sondern waren nur auf der Suche, wie sie ihn mundtot machen könnten. Da hätte das Argument mit ihrer kleinlichen und falschen Auslegung sicherlich nicht viel weiter gebracht

  144. Juleam 20. Oktober 2012 um 23:27 Link zum Kommentar

    Matthäus 13:24-30 das Unkraut

    24 Ein anderes Gleichnis trug er ihnen vor, indem er sprach: „Das Königreich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25 Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind: der streute Unkrautsamen mitten unter den Weizen und ging dann weg. 26 Als nun die Saat aufging und Frucht ansetzte, zeigte sich auch das Unkraut. 27 Da kamen die Knechte zum Hausherrn und sprachen: ‚Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?‘ 28 Er antwortete ihnen: ‚Das hat ein Feind getan.‘ Da fragten ihn seine Knechte: ‚Sollen wir nun hingehen und es ausjäten?‘ 29 Er sagte: ‚Nein; ihr würdet sonst beim Sammeln des Unkrauts auch den Weizen mit ausreißen. 30 Laßt beides miteinander wachsen bis zur Ernte. Zur Erntezeit will ich dann den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel zum Verbrennen, den Weizen aber bringt in meinen Speicher!'“

    Eigentlich unlogisch, dass das Unkraut stehen gelassen werden soll, um nicht aus Versehen den Weizen mit rauszureissen. Denn das Unkraut erstickt ja auch den Weizen.

    Also muss der Herr der Ernte abwägen: wenn der Weizen schon groß und stark gewachsen und es nicht mehr weit bis zur Ernte ist, dann ist es sicherer, beides stehen zu lassen. Am Anfang, wenn der Weizen noch jung und klein ist und die Ernte fern, dann macht es mehr Sinn, das Unkraut zu entfernen, damit dem begehrten Weizen mehr Luft und Energie bleibt.

    Ist es da nicht eher tröstlich, wenn wir sehen, wie sich heute wieder Unkraut unter dem Weizen breit macht und stehen gelassen wird? Zu Anfang der Saat wurde das Unkraut noch entfernt, heute wird es stehen gelassen, um den Weizen nicht zu gefährden. Dies geht aber nicht sehr lange, weil das Unkraut sonst den Weizen erstickt – also muss die Ernte ganz nah sein!

  145. Juleam 20. Oktober 2012 um 23:41 Link zum Kommentar

    Matthäus 14:1-12 Herodes und „seine“ Frau

    1 Um jene Zeit hörte der Vierfürst Herodes von Jesus, 2 und er sprach zu seinen Hofleuten: „Das ist Johannes der Täufer! Der ist von den Toten auferstanden, darum sind die Wunderkräfte in ihm wirksam.“ 3 Herodes hatte nämlich damals Johannes ergreifen, mit Ketten binden und gefangensetzen lassen wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus.
    4 Denn Johannes hatte ihm gesagt: „Du darfst sie nicht zur Frau haben.“
    5 Er hätte ihn nun gern getötet; aber er scheute sich vor dem Volke, denn das hielt ihn für einen Propheten.

    6 Da geschah es bei der Geburtstagsfeier des Herodes, daß die Tochter der Herodias vor den Gästen tanzte. Das gefiel Herodes so sehr, 7 daß er ihr eidlich versprach, er wolle ihr geben, um was sie bitte. 8 Da sprach sie, von ihrer Mutter dazu angestiftet: „Gib mir hier auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers!“ 9 Darüber ward der König betrübt. Doch um des Eides und der Tischgenossen willen befahl er’s ihr zu geben. 10 So sandte er denn hin und ließ Johannes in seinem Kerker enthaupten. 11 Sein Haupt ward dann auf einer Schüssel hergebracht und dem Mädchen gegeben; die brachte es ihrer Mutter.

    12 Und seine Jünger kamen, holten seinen Leichnam und begruben ihn. Dann gingen sie hin und gaben Jesus Bericht.

    Egoismus und Habsucht sind die Wurzeln allen Übels

    Angefangen hatte es damit, dass Herodes etwas begehrte, was ihm nicht zustand und einem anderen gehörte – die Frau seines Bruders. Dadurch machte er sich angreifbar. Er wurde von Johannes zur Rede gestellt und dieser sagte ihm auf den Kopf zu, dass er „kein Recht habe“, sich die Frau seines Bruders zu nehmen.

    Nun ist Herodes im Zugzwang, denn es kann unmöglich sein, dass Johannes dies öffentlich wiederholt. Also lässt er ihn einsperren. Eigentlich weiß Herodes selbst, dass Johannes Recht hat. Vermutlich ist er gut mit dem GESETZ vertraut. Aber er hatte sich die Frau doch nun schon genommen und lebt seither mit ihr zusammen. Er liebt sie und sie ist schön und begehrenswert. Da kann er sie nicht einfach wieder wegschicken. Er hat zwar ein schlechtes Gewissen, denn er weiss, dass Johannes ein Gerechter, ein Mann Gottes, ist. Er fühlt sich nicht besonders wohl bei dem Gedanken an Johannes im Kerker.

    Aber sei’s drum. Er liebt diese Frau und sagte nicht schon der weise Salomo, dass wahre Liebe stärker ist als der Tod? Warum also gegen diese Liebe ankämpfen? Vielleicht war ja sein Bruder so ein Weichei, das nicht um seine Frau gekämpft hatte („so ein Trottel“) und den Mund hält. Vielleicht haben sie sogar den anderen erzählt, dass ihr Mann es war, der sie weggeschickt hatte und solange Johannes nicht daran rührt, kann ja nichts mehr passieren.

    Also genießt Herodes das aufregende Leben mit dieser wunderschönen Frau. Er ist so stolz auf diese tolle Frau und er gibt gerne mit ihr an. Und so feiert er rauschende Feste und genießt die neidischen und bewundernden Blicke der anderen. Auch die Tochter seiner geliebten Frau ist nicht nur wunderschön, sondern kann auch toll tanzen. Was für eine Augenweide. Er gibt mit ihr, ihrer Schönheit und ihrer Tanzkunst an und lässt sie vor seinen Gästen auftreten. Wie schwillt doch sein „Vater“herz vor Stolz, als sich die Gäste bewundernd dazu äußern. Es gibt sogar einen tosenden Applaus. Herodes sonnt sich in ihrem Glanz und – vielleicht sogar, um zu zeigen, wie toll er sich mit seiner Stieftochter versteht – verspricht er ihr alles, um seinen Stolz und seine Anerkennung zu zeigen.

    Aber plötzlich spürt er einen Schlag in seine Magengrube. Nun zeigt sich wessen Geistes Kind sie sind:

    Die Herodias ist immer noch gekränkt über die Zurechtweisung des Johannes. Was ging das denn den an, mit wem sie lebte? Gut, ihr Mann hat ihn ins Gefängnis werfen lassen, aber er grübelt oftmals über dessen Worte nach. Sie spürt doch sein schlechtes Gewissen und den Zweifel, der ihn ab und an überkommt, ob Johannes nicht doch Recht habe.

    Dieser Johannes muss weg. Sie lässt sich von niemanden vorschreiben, wie sie zu leben hat. Sie lässt sich ihr Glück nicht zerstören. Sie nimmt sich, was sie braucht und wirft weg, was sie stört. Das hatte sie bereits mit ihrem Mann getan – dem Bruder des Herodes. Sie war nicht mehr glücklich mit ihm und der Schwager war doch so charmant und hatte Macht und Ansehen. Mit diesem würde sie glücklicher werden, das wußte sie. Also war sie gegangen und hatte sich genommen, was ihr Herz begehrte. Und hatte es sich nicht als richtig erwiesen? Sie war doch glücklich mit Herodes. Darin erkannte sie eindeutig den Segen Jehovas, denn seit Johannes im Gefängnis war, hatten sie doch Ruhe. Hätte Jehova denn nicht etwas unternommen, wenn Johannes Recht gehabt hätte? ER hätte diesen doch z.B. aus dem Gefängnis befreien können, aber das hatte Jehova nicht getan.

    Als liebende und fürsorgliche Ehefrau denkt sie hier nur an das Wohl ihres geliebten Mannes – Herodes. Dieser Johannes muss weg, das weiß sie schon lange. Nur wie? Bei ihrem Mann stößt sie hier auf taube Ohren. Aber als kluge Frau weiß sie auch, dass manche Menschen einfach zu ihrem Glück gezwungen werden müssen. Ihr Herodes ist so einer.

    Nun bietet sich ihr hier eine gute Gelegenheit. Da sie ein enges und vertrautes Verhältnis zu ihrer Tochter hat, weiß diese um die Gedanken der Mutter. Oft genug war dies ja auch Thema zwischen den Eltern. Was liegt da näher, als „das Angebot“ des Stiefvaters dazu zu nutzen, dass endlich wieder richtige Ruhe in die Familie kommt? Also verlangt sie selbstbewußt den Kopf des Johannes.

    Herodes steht immer noch wie vom Donner gerührt da. Was soll er nun tun? Er weiss doch, dass Johannes ein gerechter Mann Gottes ist, wie kann er ihn da umbringen lassen? Auf der anderen Seite hatte er einen Eid gegeben und er weiß auch, was das GESETZ zum Brechen von einem Eid sagt. Was nun? Es streitet in seiner Brust. Er fühlt sich unwohl und weiß nicht, wie er sich entscheiden soll.

    Alle Augen sind auf ihn gerichtet und er spürt quasi die bohrenden Blicke, die auf ihn ruhen. Im Festsaal ist es jetzt so still, dass wir eine Stecknadel fallen hören könnten. Alle halten vor Spannung den Atem an und diese Spannung ist nicht nur für jeden einzelnen spürbar, sondern auch unerträglich. Er muss eine Entscheidung treffen.

    Sein Blick fällt auf die anderen, die ihn gespannt ansehen. Wie würden sie wohl von ihm denken, wenn er das Ansinnen der Tochter zurück weist? Immerhin ist er ja nicht nur Mann und Vater – sondern auch noch der Stradthalter, eine Autoritätsperson. Würden sie ihn noch respektieren können, wenn er nun sein schon gegebenes Wort bricht? Hatte nicht auch Jesus gerade erst gesagt, dass unser Ja auch Ja bedeuten solle und dass wir zu unserem Wort stehen müssen?

    Also gibt er sich einen Ruck und gewährt seiner Tochter ihre Bitte. Aber ein gutes Gefühl hat er dabei nicht…

    Ob dieser Vorfall Auswirkungen auf seine Ehe und sein Famlienleben gehabt hatte? Ob dieser „Mord“ hinterher zwischen ihm und der Herodias stand?

    Ob es wohl später Zeiten gegeben hat, wo er seinen Entschluss bitter bereute, dass er sich eine Frau genommen hat, die einem anderen gehörte?

  146. Juleam 23. Oktober 2012 um 22:42 Link zum Kommentar

    Matthäus 16 – 19

    Matthäus 17:14-20

    14 Als sie nun zu dem Volkshaufen kamen, trat ein Mann zu ihm, der bat in fußfällig: 15 „Herr, erbarme dich meines Sohnes! Er ist mondsüchtig und hat schwer zu leiden: er fällt oft ins Feuer und ins Wasser. 16 Ich habe ihn zu deinen Jüngern gebracht, aber sie haben ihn nicht heilen können.“ 17 Jesus antwortete: „Ihr ungläubige und verkehrte Art, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn mir her!“ 18 Und Jesus bedrohte den bösen Geist: da fuhr er aus von dem Knaben, so daß er von Stund an gesund wurde. 19 Darauf traten die Jünger zu Jesus, als er mit ihnen allein war, und fragten: „Warum haben wir den bösen Geist nicht austreiben können?“ 20 Er antwortete ihnen: „Weil ihr so wenig Glauben habt. Denn ich versichere euch: Hättet ihr nur Glauben wie ein Senfkorn, so könntet ihr zu dem Berg da sprechen: ‚Rücke von hier weg dorthin!‘ und er würde es tun; ja nichts wäre euch unmöglich.“

    Die Ohnmacht der Jünger und die Vollmacht Jesu

    14 (Markus 9, 14-29; Lukas 9, 37-43)
    Als sie zu der Menschenmenge zurückgekehrt waren, kam ein Mann zu Jesus, fiel vor ihm nieder 15 und sagte: »Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn! Er leidet unter schweren Anfällen. Oft stürzt er dabei sogar ins Feuer oder ins Wasser. 16 Ich habe ihn zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihm nicht helfen.« 17 Jesus rief: »Warum vertraut ihr Gott so wenig? Warum hört ihr nicht auf ihn? Wie lange muss ich noch bei euch sein und euch ertragen? Bringt das Kind her zu mir!« 18 Jesus bedrohte den bösen Geist. Sofort ließ er von dem Kranken ab, und der Junge war wieder gesund.

    19 Als sie später unter sich waren, fragten die Jünger Jesus: »Weshalb konnten wir diesen Dämon nicht austreiben?« 20 »Weil ihr nicht wirklich glaubt«, antwortete Jesus. »Wenn euer Glaube nur so groß wäre wie ein Senfkorn, könntet ihr zu diesem Berg sagen: ›Rücke von hier dorthin!‹, und es würde geschehen. Nichts wäre euch unmöglich! 21 Solche Geister können nur durch Gebet und Fasten vertrieben werden.«
    (HfA)

    Hat Jesus dies hier buchstäblich gemeint? Vielleicht ähnlich wie die Sache, dass Petrus über das Wasser auf ihn zulaufen konnte – bis er ihn nicht mehr genau im Blick hatte

  147. Juleam 23. Oktober 2012 um 22:44 Link zum Kommentar

    Matthäus 18 – Das Gleichnis vom unbarmherzigen Schuldner

    21 (Lukas 17, 4)
    Da fragte Petrus: »Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er mir Unrecht tut? Ist siebenmal denn nicht genug?« 22 »Nein«, antwortete Jesus. »Nicht nur siebenmal, sondern siebzig mal siebenmal.

    23 Man kann die neue Welt Gottes mit einem König vergleichen, der mit seinen Verwaltern abrechnen wollte. 24 Zu ihnen gehörte ein Mann, der ihm einen Millionenbetrag schuldete. 25 Aber er konnte diese Schuld nicht bezahlen. Deshalb wollte der König ihn, seine Frau, seine Kinder und seinen gesamten Besitz verkaufen lassen, um wenigstens einen Teil seines Geldes zu bekommen. 26 Doch der Mann fiel vor dem König nieder und flehte ihn an: ›Herr, hab noch etwas Geduld! Ich will ja alles bezahlen.‹ 27 Da hatte der König Mitleid. Er gab ihn frei und erließ ihm seine Schulden.

    28 Kaum war der Mann frei, ging er zu einem der anderen Verwalter, der ihm einen kleinen Betrag schuldete, packte ihn, würgte ihn und schrie: ›Bezahl jetzt endlich deine Schulden!‹ 29 Da fiel der andere vor ihm nieder und bettelte: ›Hab noch etwas Geduld! Ich will ja alles bezahlen.‹ 30 Aber der Verwalter wollte nicht warten und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er alles bezahlt hätte.

    31 Als nun die anderen sahen, was sich da ereignet hatte, waren sie empört und berichteten es dem König. 32 Da ließ der König den Verwalter zu sich kommen und sagte: ›Was bist du doch für ein hartherziger Mensch! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich darum gebeten hast. 33 Hättest du da nicht auch mit meinem anderen Verwalter Erbarmen haben können, so wie ich mit dir?‹ 34 Zornig übergab er ihn den Folterknechten. Sie sollten ihn erst dann wieder freilassen, wenn er alle seine Schulden zurückgezahlt hätte.

    35 Auf die gleiche Art wird mein Vater im Himmel euch behandeln, wenn ihr euch weigert, eurem Bruder wirklich zu vergeben.«

  148. Juleam 23. Oktober 2012 um 22:51 Link zum Kommentar

    Matthäus 19 – Die Frage nach der Ehescheidung

    1 (Markus 10, 1-12; Lukas 16, 18)
    Nachdem Jesus das gesagt hatte, verließ er Galiläa und kam in das Gebiet von Judäa östlich des Jordan. 2 Eine große Menschenmenge folgte ihm, und er heilte ihre Kranken.

    3 Da kamen einige Pharisäer zu Jesus, weil sie ihm eine Falle stellen wollten. Sie fragten ihn: »Darf sich ein Mann von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden lassen?«

    4 Jesus antwortete: »Lest ihr denn die Heilige Schrift nicht? Da heißt es doch, dass Gott am Anfang Mann und Frau schuf und sagte: 5 ›Ein Mann verlässt seine Eltern und verbindet sich so eng mit seiner Frau, dass die beiden eins sind mit Leib und Seele.‹6 Sie sind also eins und nicht länger zwei voneinander getrennte Menschen. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden

    7 »Doch weshalb«, fragten sie weiter, »hat Mose dann vorgeschrieben, dass der Mann seiner Frau eine Scheidungsurkunde gibt, wenn er sich von ihr trennt?«8 Jesus antwortete: »Mose erlaubte es, weil er euer hartes Herz kannte. Ursprünglich ist es aber anders gewesen. 9 Ich sage euch: Jeder, der sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet, bricht die Ehe, es sei denn, seine Frau hat ihn betrogen.«

    10 Da meinten seine Jünger: »Wenn das mit der Ehe so ist, dann heiratet man besser gar nicht!« 11 Jesus antwortete: »Nicht jeder kann begreifen, was ich jetzt sage, sondern nur die, denen Gott das Verständnis dafür gibt. 12 Manche sind von Geburt an zeugungsunfähig; andere werden es durch menschlichen Eingriff. Und es gibt Menschen, die verzichten auf die Ehe, um Gott besser dienen zu können. Wer es versteht, der richte sich danach!«

    Ja, „lest ihr denn nicht in Gottes Wort?“ – was für eine Frage. Wie würden und müßten wir sie beantworten?

    Kennen wir das Wort Gottes wirklich? Wissen wir, wie Jehova denkt und fühlt?

    Was bewirkt dies in unserem Leben?

  149. Juleam 23. Oktober 2012 um 23:21 Link zum Kommentar

    Matthäus 19:16-30

    Die Reichen und die neue Welt Gottes

    16 (Markus 10, 17-31; Lukas 18, 18-30)
    Ein junger Mann kam mit der Frage zu Jesus: »Lehrer, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu bekommen?« 17 Jesus entgegnete: »Wieso fragst du mich nach dem Guten? Es gibt nur einen, der gut ist, und das ist Gott. Du kannst ewiges Leben bekommen, wenn du Gottes Gebote befolgst.« 18 »Welche denn?«, fragte der Mann, und Jesus antwortete: »Du sollst nicht töten! Du sollst nicht die Ehe brechen. Du sollst nicht stehlen! Sag nichts Unwahres über deinen Mitmenschen! 19 Ehre deinen Vater und deine Mutter, und liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.«20 »Daran habe ich mich immer gehalten! Was muss ich denn noch tun?«, wollte der junge Mann wissen.

    21 Jesus antwortete: »Wenn du vollkommen sein willst, dann verkauf, was du hast, und gib das Geld den Armen. Damit wirst du im Himmel einen Reichtum gewinnen, der niemals verloren geht. Und dann komm, und folge mir nach.« 22 Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg, denn er war sehr reich.

    23 Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Eins ist sicher: Ein Reicher hat es sehr schwer, in Gottes neue Welt zu kommen. 24 Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in Gottes neue Welt kommt.« 25 Darüber waren die Jünger entsetzt und fragten sich: »Wer kann dann überhaupt gerettet werden?« 26 Jesus sah sie an und sagte: »Für Menschen ist es unmöglich, aber für Gott ist alles möglich!«

    27 Jetzt fragte Petrus: »Aber wie ist es nun mit uns? Wir haben doch alles aufgegeben und sind mit dir gegangen. Was bekommen wir dafür?« 28 Jesus antwortete: »Das sollt ihr wissen, die ihr mit mir geht: Wenn der Menschensohn auf dem Thron der Herrlichkeit sitzen und über Gottes neue Welt herrschen wird, werdet ihr ebenfalls auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. 29 Jeder, der sein Haus, seine Geschwister, seine Eltern, seine Frau, seine Kinder oder seinen Besitz zurücklässt, um mir zu folgen, wird dies alles hundertfach zurückerhalten und das ewige Leben empfangen.

    30 Viele, die jetzt einen großen Namen haben, werden dann unbedeutend sein. Und andere, die heute die Letzten sind, werden dort zu den Ersten gehören.«

    Hier sehen wir, wie gefährlich es ist, wenn wir einzelne Passagen aus dem Zusammenhang reissen:

    Jesus meinte hier ganz bestimmt nicht, dass seine Nachfolge ein Trennungs- oder gar Scheidungsgrund sei. Wir haben ja gerade erst davor gelesen, wie Jehova über Scheidung denkt. Wenn also jemand von uns ein Nachfolger Christi sein und entsprechend leben will – dann bedeutet dies nicht, dass er sich von seinem Ehepartner einfach trennen kann, nur weil dieser „nicht mitzieht“.

    Wir hatten ja erst vor einigen Monaten einen Studienartikel dazu, dass die Ehe für uns heilig sein sollte und hier wurde auch der Apostel Paulus angeführt, der ganz klar sagt, dass dies kein Trennungsgrund ist.

    Im Gegenteil: da wir uns als Christen ja bemühen wollen, so zu leben, wie Jehova es will, betrachten auch wir die Ehe als heilig und unauflösbar. Wir beachten das Gebot, fest zu unserem Ehepartner zu halten und für den Unterhalt der ganzen Familie zu sorgen. Zudem hatte Jesus einige Zeit davor davon gesprochen, dass wir uns nicht hinter der Wahrheit verstecken dürfen. Er tadelte die Pharisäer dafür, dass sie zu ihren Eltern sagten, sie könnten ihnen das, was ihnen zusteht, nicht leisten, weil sie es leider schon Gott gewidmet hatten. So ein Vorgehen ist für Jehova verabscheuungswürdig. Wir dürfen uns nicht hinter der Wahrheit verstecken, wenn wir egoistische Interessen durchdrücken wollen.

    Paulus sagte, wenn wir einen ungläubigen Ehepartner haben, der trotzdem mit uns leben will – der nicht seinerseits deshalb selbst die Ehe auflöst – dann sollten auch wir weiterhin daran festhalten. Ja, wir sollten sogar den unsrigen Teil dazu tun, die Ehe nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern glücklich und harmonisch für beide Partner zu machen. Denn nur so können wir bewirken, dass auch unser Ehepartner eines Tages Gefallen an der Wahrheit findet.

    Dies ist es, was Jehova von uns will, nicht dass wir unsererseits eine Ehe mit einem ungläubigen Partner brechen. Dasselbe gilt auch für das Eltern-Kind-Verhältnis.

    Das was Jesus hier in Wirklichkeit meint, ist eine relative Liebe und Loyalität – ebenso wie unsere relative Unterordnung unter unseren Staat. Solange Staat, Arbeitgeber, Eltern oder Ehepartner nichts von uns verlangen, was gegen Jehovas Maßstäbe verstößt, ist alles im grünen Bereich und es gibt keinen Grund, aufzubegehren.

    Sollte unser Ehepartner oder unsere Eltern etwas von uns verlangen, was sich nicht mit den biblischen Maßstäben vereinbaren lässt, dann „verlassen wir diese um Cristi Willen“ in dem Sinne, dass wir in so einem Fall den Willen Jehovas darüber stellen.

    Hier ist nicht zwangsläufig eine räumliche Trennung gemeint. Erinnern wir uns in dieser Hinsicht bitte auch an die vielen Erfahrungsberichte, wo gegnerische Ehepartner oder Eltern doch noch zur Wahrheit gekommen sind. In der Regel hatten sich deren Ehepartner sich nicht wegen der Differenzen von ihnen getrennt – sondern im stillen und milden Geist ausgeharrt und so den gegnerischen Teil beeindruckt, so dass sich dieser doch für Jehova und sein Wort interessierte.

    Wir sehn also, wie wichtig es ist, dass wir mit Gottes Wort gut vertraut sind. Und dies nicht nur durch das Lesen von bibelerklärenden Schriften – sondern durch das Lesen der Bibel selbst. Denn nur die Bibel ist von Gott inspiriert „und nützlich zum Richtigstellen der Dinge, damit der Mensch Gottes völlig tauglich“ ist. Nur Gottes Wort selbst ist lebendig und „imstande, Absichten des Herzens zu beurteilen“ und uns zu einer Änderung zu bewegen.

    Bitte vergessen wir dies niemals!

  150. Juleam 1. November 2012 um 07:50 Link zum Kommentar

    Matthäus 20 – 22

    Ihr habt es ja sicherlich selbst schon gemerkt: nach dem gängigen Text der Hoffnung für alle ist die Albrecht „eine reine Quälerei“. Die umständlichen Formulierungen haben mich eher vom Inhalt abgelenkt. Daher lese ich die Neue-Genfer-Übersetzung weiter. Ich habe gerade gesehen, dass eine Version von 2011 online hängt und diese wird sicherlich angenehmer zu lesen sein. Wir wollen uns ja auf den Inhalt konzentrieren

    Matthäus 20 – Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg

    1 »Denn mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der sich früh am Morgen aufmachte, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen. 2 Er ´fand etliche und` einigte sich mit ihnen auf den ´üblichen` Tageslohn von einem Denar. Dann schickte er sie in seinen Weinberg. 3 Gegen neun Uhr ging er wieder auf den Marktplatz und sah dort noch andere untätig herumstehen. 4 >Geht auch ihr in meinem Weinberg arbeiten!< , sagte er zu ihnen. >Ich werde euch dafür geben, was recht ist.< 5 Da gingen sie an die Arbeit. Um die Mittagszeit und dann noch einmal gegen drei Uhr ging der Mann wieder hin und stellte Arbeiter ein. 6 Als er gegen fünf Uhr ´ein letztes Mal` zum Marktplatz ging, fand er immer noch einige, die dort herumstanden. >Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?< , fragte er sie. 7 >Es hat uns eben niemand eingestellt< , antworteten sie. Da sagte er zu ihnen: >Geht auch ihr noch in meinem Weinberg arbeiten!< 8 Am Abend sagte der Weinbergbesitzer zu seinem Verwalter: >Ruf die Arbeiter zusammen und zahl ihnen den Lohn aus! Fang bei den Letzten an und hör bei den Ersten auf.< 9 Die Männer, die erst gegen fünf Uhr angefangen hatten, traten vor und erhielten jeder einen Denar. 10 Als nun die Ersten an der Reihe waren, dachten sie, sie würden mehr bekommen; aber auch sie erhielten jeder einen Denar. 11 Da begehrten sie gegen den Gutsbesitzer auf. 12 >Diese hier< , sagten sie, >die zuletzt gekommen sind, haben nur eine Stunde gearbeitet, und du gibst ihnen genauso viel wie uns . Dabei haben wir doch den ganzen Tag über schwer gearbeitet und die Hitze ertragen!< 13 Da sagte der Gutsbesitzer zu einem von ihnen: >Mein Freund, ich tue dir kein Unrecht. Hattest du dich mit mir nicht auf einen Denar geeinigt? 14 Nimm dein Geld und geh! Ich will nun einmal dem Letzten hier genauso viel geben wie dir. 15 Darf ich denn mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will?Oder bist du neidisch, weil ich so gütig bin? < 16 So wird es kommen, dass die Letzten die Ersten sind und die Ersten die Letzten. «

    Sicherlich hat der Arbeitgeber das Recht, auch den Letzten den gleichen Lohn zu geben wie mir. Und es stimmt ja, dass unsere Vereinbarung war: 1 Denar für die Arbeit des ganzen Tages.

    Trotzdem finde ich die Reaktion verständlich und stolpere jedesmal wieder darüber. Irgendwie kommt es mir ungerecht vor, dass jemand für eine Stunde Arbeit genauso viel Geld bekommt wie ich, die den ganzen Tag hart gearbeitet hat.

    Thom hat mal vor einiger Zeit dazu angemerkt, dass ja die anderen nicht aus Faulheit den ganzen Tag herumgestanden und es sich gemütlich gemacht haben, sondern sie haben auf Abruf bereit gestanden, eine Arbeit auszuüben, nur wollte sie niemand haben. Dafür konnten sie ja nicht. Zudem sei der Tageslohn von einem Denar nötig gewesen, um das nötigste für den Tag zu bezahlen. Denn auch sie mussten ihre Familie ernähren.

    Vor diesem Hintergrund wird die Barmherzigkeit des Weinbergbesitzers erst richtig deutlich. Er hatte Mitleid mit denen, die er erst zur letzten Stunde angestellt hatte. Er wußte, dass sie nichts für ihre Arbeitslosigkeit konnten, sondern ihr möglichstes getan hatten. Da der Besitzer ein wohlhabender Mann ist, kann er es sich leisten, auch diesen den Tageslohn auszubezahlen, damit auch diese ihre Familie ernähren können.

    Er wäre sicherlich sehr hartherzig und lieblos, wenn er diesen Letzten weniger ausbezahlt hätte – wo er es sich doch bequem leisten konnte.

    Wohlgemerkt ging es bei diesen Letzten nicht um Personen, die keine Lust auf Arbeit gehabt hatten und ihre Zeit lieber für persönliche Belange genutzt hatten. Solchen hätte er sicherlich nur den Lohn für eine Stunde ausgezahlt. Wie wir sehen, ist der Weinbergbesitzer nicht nur ein gerechter, sondern auch ein liebevoller und mitfühlender Mann. Jehova hat seine wahre Freude an ihm.

    Wir wissen ja, dass dieses Gleichnis Jehova und den Lohn, den er uns gibt, veranschaulichen soll. Jehova bittet uns, ihm zu dienen. Die einen kommen eher zur Wahrheit, andere vielleicht erst kurz vor Harmagedon. Trotzdem erhalten wir alle ewiges Leben. Ist dies nun ungerecht von Jehova?

    Jehova kennt die Umstände eines jeden Einzelnen und er weiss, was diese Letzten so lange daran gehindert hat, zu ihm zu finden. Er kennt unser Herz und unsere Beweggründe und wir wissen von seinem Sohn Jesus, dass ’niemand zum Vater kommen kann, es sei denn, ER ziehe ihn‘.

    Wenn Jehova diese „Letzten“ zu sich hingezogen hat, wer sind dann wir, dass wir es ihm nicht gönnen?

    Selbst, wenn mein ärgster Feind, der mich seit Jahren mit seinem Hass verfolgt, mich verleumdet und mir auf jede erdenkliche Weise ganz bewusst schadet, noch vor Harmagedon die Kurve kriegt und zu Jehova umkehrt – auch dann werde ich mich für ihn freuen.

    Denn ich weiss, dass niemand Jehova etwas vormachen kann, und sei er noch so listig. Jehova kann ins Herz sehen und so weiss ER, ob derjenige sich wirklich von ganzem Herzen geändert hat. Und nur dann wird er ja den Lohn erhalten. Also warum sollte ich mich nicht für ihn freuen? Es wird ihm doch leid tun, was er mir angetan hat und sicherlich wird seine Reue und sein schlechtes Gewissen darüber noch eine ganze Weile in ihm rumoren. Ich dagegen werde frei sein, denn das, was er mir angetan hat, wird mir nicht mehr in den Sinn kommen. Also warum sollte ich ihm Böse sein und ihm den Lohn neiden?

  151. Juleam 1. November 2012 um 07:55 Link zum Kommentar

    Matthäus 21 – Die Frage nach der Vollmacht Jesu

    23 Jesus ging wieder in den Tempel. Während er dort lehrte, kamen die führenden Priester und die Ältesten des ´jüdischen` Volkes zu ihm und fragten: »Woher nimmst du dir das Recht, das alles zu tun? Wer hat dir die Vollmacht dazu gegeben?«
    24 »Ich will euch eine Gegenfrage stellen«, erwiderte Jesus. »Wenn ihr mir darauf antwortet, werde ich euch sagen, woher ich die Vollmacht habe, so zu handeln. 25 Die Taufe des Johannes – woher stammte sie? Vom Himmel oder von Menschen?« Sie überlegten miteinander hin und her: »Wenn wir antworten: >Vom HimmelWarum habt ihr Johannes dann nicht geglaubt?Von Menschen<, dann müssen wir uns vor dem Volk fürchten; denn alle sind der Ansicht, dass Johannes ein Prophet war.« 27 Schließlich gaben sie Jesus zur Antwort: »Wir wissen es nicht.« Da erwiderte er: »Dann sage ich euch auch nicht, woher ich die Vollmacht habe, so zu handeln.«

    Erinnern wir uns noch, dass sich uns bei Nehemia eine ähnliche Frage stellte?

    Wahrscheinlich ist dies eine völlig normale Reaktion, dass Menschen irritiert sind, wenn sie kritisiert werden. Ich denke da auch an die Kinder in Stieffamilien, die mit dem Stiefvater oder der Stiefmutter eigentlich gut auskommen. Aber wenn diese ihnen etwas verbieten oder etwas auftragen, was ihnen nicht passt, bekommen diese oft zu hören: „Du hast mir gar nichts zu sagen, du bist nicht mein Vater!“

    Damit haben sie im Prinzip Recht: der Stiefvater ist nicht ihr leiblicher Vater. Dennoch hat er elterliche Autorität, denn er vertritt ja in gewisser Weise den Vater und dieser hat von Jehova die Aufgabe, die Kinder in der ernsten Ermahnung Jehovas zu erziehen. Außerdem ist in der Regel seine Anweisung oder sein Gebot richtig, ganz unabhängig davon, ob er das Kind selbst gezeugt hat.

    Denn wenn er das Kind rügt, weil es faul oder unehrlich ist – so gibt er nur das weiter, was Jehova von seinen Anbetern erwartet, und wenn er das Kind anhält, der Mutter im Haushalt zu helfen, tut er dies ebenso. Denn dies fällt unter die Nächstenliebe und unter die Goldene Regel: die anderen höher zu achten, als uns selbst.

    Auch wenn Nehemia seinerzeit kein Prophet Jehovas gewesen war, so hatte auch er in gewissem Sinne göttliche Autorität. Wir wissen, dass er nur das zu ihnen sagte, was eigentlich Jehova selbst in seinem Wort zu der Nation gesagt hatte. Er erinnerte sie nur daran.

    Ebenso ist es mit Jesus: selbst, wenn wir nicht glauben würden, dass er der Sohn Gottes ist, so wissen wir doch, was Jehova in seinem Wort gesagt hat – und dass uns Jesus dies nur in Erinnerung ruft. Er hat ja keine neuen Lehren in die Welt gesetzt, sondern nur seine Gebote und Maßstäbe in Erinnerung gerufen und erklärt.

    Ebenso ist es mit uns heute: wenn uns ein Bruder oder eine Schwester auf etwas hinweist, was in unserem Wandel gegen Jehovas Gebot verstößt – dann fragen wir nicht, mit welcher Autorität sie das tun, sondern nehmen es dankbar als von Jehova kommend an.

  152. Juleam 1. November 2012 um 07:57 Link zum Kommentar

    Matthäus 21:28-46 Das Gleichnis von den zwei Söhnen

    28 »Was sagt ihr ´zu folgender Geschichte`? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zu dem einen und sagte: >Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg!< - 29 >Ich will aber nicht< , erwiderte dieser. Später bereute er seine Antwort und ging doch. 30 Der Vater wandte sich mit derselben Bitte auch an den anderen Sohn. >Selbstverständlich, Vater < , erwiderte dieser, aber dann ging er doch nicht. 31 Wer von den beiden hat nun getan, was der Vater wollte?« - »Der erste«, antworteten sie. Da sagte Jesus zu ihnen: »Ich versichere euch: Die Zolleinnehmer und die Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr . 32 Denn Johannes ist gekommen und hat euch den Weg der Gerechtigkeit gezeigt , und ihr habt ihm nicht geglaubt. Die Zolleinnehmer und die Huren dagegen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen, und trotzdem wart ihr nicht einmal nachträglich bereit, eure Haltung zu ändern und ihm zu glauben.« >Das Gleichnis von den Weinbergpächtern

    33 »Hört noch ein anderes Gleichnis! Ein Gutsbesitzer legte einen Weinberg an, umgab ihn mit einem Zaun, hob auf dem Gelände eine Grube zum Keltern des Weins aus und baute einen Wachtturm. Dann verpachtete er den Weinberg und verreiste. 34 Als die Zeit der Weinlese kam, schickte er seine Diener zu den Pächtern, um seinen Anteil am Ertrag abholen zu lassen. 35 Doch die Pächter packten seine Diener; einen verprügelten sie, einen anderen schlugen sie tot, und wieder einen anderen steinigten sie. 36 Da schickte der Gutsherr andere Diener, eine größere Zahl als beim ersten Mal; aber mit denen machten sie es genauso.
    37 Zuletzt schickte er seinen Sohn zu ihnen, weil er sich sagte: >Er ist mein Sohn, vor ihm werden sie Achtung haben.< 38 Doch als die Pächter den Sohn sahen, sagten sie zueinander: >Das ist der Erbe. Kommt, wir bringen ihn um, dann gehört das Erbe uns !< 39 Und sie packten ihn, stießen ihn zum Weinberg hinaus und brachten ihn um. 40 Was wird nun der Besitzer des Weinbergs mit diesen Pächtern machen, wenn er zurückkommt?« 41 Sie antworteten: »Ein böses Ende wird er diesen bösen Leuten bereiten, und den Weinberg wird er an andere verpachten, die ihm zur gegebenen Zeit den Ertrag abliefern.« 42 Da sagte Jesus zu ihnen: »Habt ihr jenes Wort in der Schrift nie gelesen: >Der Stein, den die Bauleute für unbrauchbar erklärten,
    ist zum Eckstein geworden.
    Das hat der Herr getan,
    und es ist etwas Wunderbares in unseren Augen < ? 43 Deshalb sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die rechten Früchte hervorbringt. 44 Wer auf jenen Stein fällt, wird zerschmettert, und der, auf den der Stein fällt, wird von ihm zermalmt. « 45 Als die führenden Priester und die Pharisäer diese Gleichnisse hörten, war ihnen klar, dass sie damit gemeint waren. 46 Sie hätten Jesus am liebsten festgenommen, aber sie hatten Angst vor dem Volk, weil es ihn für einen Propheten hielt.

    Ist es nicht etwas merkwürdig, dass sie Angst vor dem Volk hatten – aber jegliche Ehrfurcht vor Jehova, seinem Wort und seinem Willen vermissen ließen?

    Wie kommt dies?

    Glauben sie nicht mehr an Jehova, oder ist es ihnen egal, wie er über sie denkt?

    In beiden Fällen stellt sich dann aber die Frage, warum sie Jehova dennoch der Form halber dienen?

  153. Juleam 1. November 2012 um 08:02 Link zum Kommentar

    Matthäus 22 – Das Gleichnis von der Einladung zum Hochzeitsfest

    1 Jesus fuhr fort, ihnen Gleichnisse zu erzählen. Er sagte: 2 »Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der für seinen Sohn das Hochzeitsfest vorbereitet hatte. 3 Er sandte seine Diener aus, um die, die zum Fest eingeladen waren, rufen zu lassen. Doch sie wollten nicht kommen. 4 Daraufhin sandte der König andere Diener aus und ließ den Gästen sagen: >Ich habe das Festessen zubereiten lassen, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!< 5 Aber sie kümmerten sich nicht darum, sondern wandten sich ihrer Feldarbeit oder ihren Geschäften zu. 6 Einige jedoch packten die Diener des Königs, misshandelten sie und brachten sie um. 7 Da wurde der König zornig. Er schickte seine Truppen und ließ die Mörder töten und ihre Stadt niederbrennen. 8 Dann sagte er zu seinen Dienern: >Das Hochzeitsfest ist vorbereitet, aber die Gäste, die ich eingeladen hatte, waren es nicht wert, ´daran teilzunehmen`. 9 Darum geht hinaus auf die Straßen und ladet alle zur Hochzeit ein, die ihr dort antrefft.< 10 Die Diener gingen auf die Straßen und holten alle herein, die sie fanden, Böse ebenso wie Gute, und der Hochzeitssaal füllte sich mit Gästen. 11 Als der König eintrat, um zu sehen, wer an dem Mahl teilnahm, bemerkte er einen, der kein Festgewand anhatte. 12 >Mein Freund< , sagte er zu ihm, >wie bist du ohne Festgewand hier hereingekommen?< Der Mann wusste darauf nichts zu antworten. 13 Da befahl der König seinen Dienern: >Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn in die Finsternis hinaus, dorthin, wo es nichts gibt als lautes Jammern und angstvolles Zittern und Beben.< 14 Denn viele sind gerufen , aber nur wenige sind auserwählt.«

    Warum gehen die ursprünglich Geladenen eigentlich nicht hin? Freuen sich nicht alle Menschen über eine schöne Feier?

    Was soll ihre Ablehnung symbolisieren? Stellen sie sich als besonders arbeitsam und gewissenhaft dar, indem sie die Arbeit vorziehen? Oder sind sie mit dem Brautpaar nicht einverstanden, weil sie denken, die passen nicht zusammen? Oder mögen sie die Braut oder den Bräutigam nicht?

    Was ist mit dem, der sich hinterher reinschleicht? Warum ist er doch noch gekommen? Warum erst so spät und nicht passend gekleidet?

    Und warum ist der Gastgeber nicht froh, dass dieser eine dann doch noch gekommen ist?

    Erkennen wir die übertragene Bedeutung von dem allen?

  154. Juleam 1. November 2012 um 08:04 Link zum Kommentar

    Matthäus 22 – Die Frage nach der Auferstehung der Toten

    23 Auch aus den Reihen der Sadduzäer, die behaupten, es gebe keine Auferstehung, kamen an jenem Tag einige zu Jesus und legten ihm eine Frage vor. 24 »Meister«, sagten sie, »Mose hat Folgendes bestimmt: >Wenn ein Mann kinderlos stirbt, soll sein Bruder die Witwe heiraten und dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.< 25 Nun lebten da unter uns sieben Brüder.Der erste heiratete, starb jedoch kinderlos und hinterließ darum seine Frau seinem Bruder. 26 Aber auch dieser ´starb kinderlos`, ebenso der dritte, und so ging es weiter bis zum siebten. 27 Zuletzt starb auch die Frau. 28 Wie ist es nun bei der Auferstehung? Wem von den sieben gehört sie dann? Sie alle waren schließlich mit ihr verheiratet gewesen.« 29 Jesus gab ihnen zur Antwort: »Ihr irrt euch, weil ihr weder die Schrift noch die Kraft Gottes kennt. 30 Denn nach der Auferstehung heiraten die Menschen nicht mehr , sondern sind wie die Engel im Himmel. 31 Was nun die Auferstehung der Toten überhaupt betrifft: Habt ihr jenes Wort, das Gott zu euch sagt, nie gelesen: 32 >Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs< ? Gott ist doch nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden!« 33 Die ganze Menschenmenge, die Jesus zugehört hatte, war tief beeindruckt von seiner Lehre.

    An diese Begebenheit muss ich immer denken, wenn ich „Den letzten Bullen“ sehe. Die Serie handelt von einem Mann, der 20 Jahre im Koma gelegen hat. Der Fall schien hoffnungslos und nach einigen Jahren nimmt sich die Frau einen anderen Mann. Immerhin steht sie mit der gemeinsamen Tochter ganz allein da und der Mensch ist bekanntlich nicht gemacht, „dass er allein sei“. Nach zwanzig Jahren wacht der Ehemann auf einmal wieder auf und für ihn hat sich nichts geändert. Er denkt, es könne alles so weitergehen – aber für die anderen hatte sich in der Zwischenzeit alles geändert.

    Die Frau steht zwischen allen Stühlen, die Tochter kennt den Vater kaum, denn sie war noch sehr klein, als er ins Koma fiel und der neue Mann hat aufeinmal einen Konkurrenten um die Gunst der Frau. Alle leiden unglaublich unter der Situation und man fragt sich, ob es wirklich ein Segen war, dass dieser Mann wieder aufgewacht ist.

    Vielleicht haben die Fragensteller hier bei Jesus ja Ähnliches im Sinn?

  155. Juleam 1. November 2012 um 08:12 Link zum Kommentar

    Matthäus 23 – 25

    Matthäus 23 – Warnung vor den Schriftgelehrten und den Pharisäern

    1Dann wandte sich Jesus an die Volksmenge und an seine Jünger 2und sagte: »Das Lehramt des Mose haben heute die Schriftgelehrten und die Pharisäer inne.# 3Richtet euch daher nach allem, was sie euch sagen, und befolgt es. Doch richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden zwar, handeln aber nicht danach. 4Sie binden schwere Lasten zusammen, die man kaum tragen kann, und laden sie den Menschen auf die Schultern; doch sie selbst denken nicht daran, diese Lasten auch nur anzurühren#.
    5Und alles, was sie tun, tun sie nur, um die Leute zu beeindrucken: Sie machen ihre Gebetsriemen besonders breit und die Quasten ihrer Gewänder besonders lang.# 6Bei Festessen nehmen sie die Ehrenplätze für sich in Anspruch und in den Synagogen die vordersten Sitze. 7Sie haben es gern, wenn man sie auf der Straße# ehrfurchtsvoll grüßt und wenn die Leute sie mit ›Rabbi‹ anreden.
    8Ihr aber sollt euch nicht ›Rabbi‹ nennen lassen, denn nur einer ist euer Meister#, und ihr alle seid Brüder. 9Auch sollt ihr niemand hier auf der Erde ›Vater‹ nennen, denn nur einer ist euer Vater, der Vater im Himmel. 10Ihr sollt euch auch nicht ›Lehrer‹ nennen lassen, denn nur einer ist euer Lehrer: Christus#. 11Der Größte unter euch soll# euer Diener sein. 12Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.«
    Jesus geht mit den Schriftgelehrten und den Pharisäern ins Gericht
    13»Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr verschließt den Menschen das Himmelreich. Selbst geht ihr nicht hinein, und die, die hineingehen wollen, lasst ihr nicht hinein.#
    15Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr reist über Land und Meer, um auch nur einen einzigen Anhänger zu gewinnen, und wenn ihr einen gewonnen habt, macht ihr ihn zu einem Anwärter auf die Hölle#, der doppelt so schlimm ist wie ihr.
    16Wehe euch, ihr verblendeten# Führer! Ihr sagt: ›Wenn jemand beim Tempel schwört, braucht er seinen Eid nicht zu halten#; wenn jemand aber beim Gold des Tempels schwört, ist er an seinen Eid gebunden.‹ 17Ihr verblendeten Toren! Was ist denn wichtiger, das Gold oder der Tempel? Durch den Tempel wird das Gold doch erst geheiligt. 18Ihr sagt auch: ›Wenn jemand beim Altar schwört, braucht er seinen Eid nicht zu halten; wenn jemand aber beim Opfer auf dem Altar schwört, ist er an seinen Eid gebunden.‹ 19Wie verblendet ihr seid!# Was ist denn wichtiger, das Opfer oder der Altar? Durch den Altar wird das Opfer doch erst geheiligt. 20Wer also beim Altar schwört, der schwört nicht nur beim Altar, sondern auch bei allem, was darauf ist. 21Und wer beim Tempel schwört, der schwört nicht nur beim Tempel, sondern auch bei dem, der darin wohnt. 22Und wer beim Himmel schwört, der schwört beim Thron Gottes und somit bei dem, der darauf sitzt.
    23Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den zehnten Teil von ´Kräutern wie` Minze, Dill und Kümmel und lasst dabei die viel wichtigeren Forderungen des Gesetzes außer Acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue#. Diese Forderungen solltet ihr erfüllen und das andere nicht außer Acht lassen. 24Verblendete Führer seid ihr! Mücken siebt ihr aus, und Kamele verschluckt ihr.
    25Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr reinigt das Äußere eurer Becher und Schüsseln, ihr Inhalt aber zeugt von eurer Raubgier# und Maßlosigkeit. 26Du verblendeter Pharisäer! Sorg zuerst dafür, dass der Inhalt des Bechers# rein ist, dann wird auch das Äußere rein sein.
    27Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr seid wie weißgetünchte Gräber: Von außen sehen sie schön aus, innen aber sind sie voll von Totengebeinen und von Unreinheit aller Art. 28Genauso seid auch ihr: Nach außen hin erweckt ihr bei den Menschen den Anschein, gerecht zu sein, in Wirklichkeit aber# seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.
    29Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr errichtet Grabmäler für die Propheten# und schmückt die Gräber der Gerechten 30und behauptet: ›Wenn wir zur Zeit unserer Vorfahren gelebt hätten, hätten wir uns nicht mit ihnen am Tod der Propheten schuldig gemacht#.‹ 31Damit gebt ihr selbst zu#, dass ihr die Nachkommen der Prophetenmörder seid. 32Ja, macht nur das Maß eurer Vorfahren voll!
    33Ihr Schlangen, ihr Natternbrut! Wie wollt ihr dem Gericht entgehen und verhindern, dass ihr in die Hölle geworfen werdet#? 34Deshalb hört, was ich euch sage: Ich werde Propheten, Männer voller Weisheit und ´wahre` Schriftgelehrte zu euch schicken. Einige von ihnen werdet ihr umbringen, ja sogar kreuzigen; andere werdet ihr in euren Synagogen auspeitschen und von einer Stadt zur anderen verfolgen. 35So wird schließlich euch die ganze Schuld am Tod der Gerechten angerechnet#, angefangen bei Abel, dem Gerechten, bis hin zu Sacharja, dem Sohn Berechjas, den ihr zwischen dem Tempelgebäude und dem Altar ermordet habt. 36Ich sage euch: Die Strafe für all das wird diese Generation treffen.«

    Ganz schön mutig, diese Leute so kurz vor dem Ende seines Dienstes derart anzugreifen. Man könnte schon fast denken, er habe sie provozieren wollen. Besonders auch bei dem Ausspruch, dass sie Gottes Propheten "kreuzigen" würden. In der Hoffnung für Alle ist es ähnlich formuliert:

    Die Heuchelei der Pharisäer und Schriftgelehrten
    1 (Markus 12, 38-39; Lukas 20, 45-46)
    Dann sprach Jesus zu der Volksmenge und zu seinen Jüngern: 2 »Die Schriftgelehrten und Pharisäer sind dazu eingesetzt, euch das Gesetz des Mose auszulegen. 3 Richtet euch nach ihren Vorschriften! Folgt aber nicht ihrem Beispiel! Denn sie selber tun nicht, was sie von den anderen verlangen.

    4 Sie bürden den Menschen unerträgliche Lasten auf, doch sie selbst rühren keinen Finger, um diese Lasten zu tragen. 5 Mit allem, was sie tun, stellen sie sich zur Schau. Am Arm tragen sie breite Gebetsriemen und an den Gewändern riesige Quasten. 6 Bei euren Festen wollen sie die Ehrenplätze bekommen, und auch in der Synagoge sitzen sie stets in der ersten Reihe. 7 Es gefällt ihnen, wenn man sie auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßt und ›Meister‹ nennt.

    8 Lasst ihr euch nicht so anreden! Nur Gott ist euer Meister, ihr seid untereinander alle Geschwister. 9 Niemanden auf der Erde sollt ihr ›Vater‹ nennen, denn nur einer ist euer Vater: Gott im Himmel. 10 Ihr sollt euch auch nicht Lehrer nennen lassen, weil ihr nur einen Lehrer habt: Christus. 11 Wer unter euch groß sein will, der soll allen anderen dienen. 12 Alle, die sich selbst ehren, werden gedemütigt werden. Wer sich aber selbst erniedrigt, wird geehrt werden.«

    Fromm und doch gottlos

    13 (Lukas 11, 39-51)
    »Wehe euch, ihr Pharisäer und Schriftgelehrten! Ihr seid Heuchler! Durch euch wird anderen der Zugang in die neue Welt Gottes versperrt. Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, hindert ihr daran.

    15 Wehe euch, ihr Scheinheiligen! Ihr reist über das Meer und durchquert jede Wüste, um nur einen einzigen Nichtjuden dafür zu gewinnen, eure Gesetze anzuerkennen. Aber wenn ihr einen gefunden habt, dann wird er durch euch ein Kind der Hölle, das euch an Bosheit noch übertrifft.

    16 Wehe euch! Ihr seid selbst blind und wollt doch andere führen. So behauptet ihr: ›Beim Tempel Gottes schwören, das hat nichts zu bedeuten. Aber wer beim Gold im Tempel schwört, der muss seinen Eid halten.‹ 17 Ihr blinden Narren! Was zählt mehr: das Gold oder der Tempel, durch den das Gold erst geheiligt wird?

    18 Ihr sagt: ›Ein Eid, beim Altar geschworen, hat keine Bedeutung. Wer aber bei dem Opfer auf dem Altar schwört, der muss sein Versprechen halten.‹ 19 Ihr Verblendeten! Was zählt denn mehr: die Gabe auf dem Altar oder der Altar, der die Gabe erst zum Opfer werden lässt? 20 Wer beim Altar schwört, schwört bei allem, was darauf liegt. 21 Wer beim Tempel schwört, der ruft Gott zum Zeugen an, der dort wohnt. 22 Und wer beim Himmel schwört, schwört bei dem Thron Gottes und damit bei Gott selbst, der auf diesem Thron sitzt.

    23 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Scheinheiligen! Sogar von Küchenkräutern wie Minze, Dill und Kümmel gebt ihr Gott den zehnten Teil. Aber die viel wichtigeren Forderungen Gottes nach Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glauben sind euch gleichgültig. Doch gerade darum geht es hier: Das Wesentliche tun und das andere nicht unterlassen. 24 Ihr aber entfernt jede kleine Mücke aus eurem Essen, doch ganze Kamele schluckt ihr bedenkenlos hinunter. Andere wollt ihr führen und seid doch selber blind!

    25 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Heuchler! Ihr poliert eure Becher und Schüsseln außen auf Hochglanz, so wie das Gesetz es erfordert. Doch gefüllt sind sie mit dem, was ihr in eurer maßlosen Gier anderen abgenommen habt. 26 Ihr blinden Verführer, reinigt eure Becher erst einmal von innen, dann werden sie auch außen sauber sein.

    27 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr seid wie die gepflegten Grabstätten: von außen sauber und geschmückt, aber innen ist alles voll stinkender Verwesung. 28 Ihr steht vor den Leuten als solche da, die Gott ehren, aber in Wirklichkeit seid ihr voller Bosheit und Heuchelei.

    29 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Scheinheiligen! Den Propheten baut ihr Denkmäler, und die Gräber derer, die nach Gottes Willen lebten, schmückt ihr. 30 Dazu behauptet ihr noch: ›Wenn wir damals gelebt hätten, wir hätten die Propheten nicht umgebracht wie unsere Vorfahren.‹ 31 Damit gebt ihr also zu, dass ihr die Nachkommen der Prophetenmörder seid. 32 Ja, ihr treibt es sogar noch schlimmer als sie.

    33 Ihr Schlangenbrut! Wie wollt ihr Gottes Gericht und der Hölle entrinnen? 34 Ich werde euch Propheten, weise Männer und Lehrer schicken, die euch die Heilige Schrift erklären. Einige von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen. Andere werdet ihr in den Synagogen auspeitschen und sie von Stadt zu Stadt verfolgen. 35 Dadurch seid ihr am Tod aller dieser Menschen schuldig, die nach Gottes Willen lebten; angefangen bei Abel bis zu Secharja, dem Sohn des Berechja, den ihr zwischen Tempel und Brandopferaltar ermordet habt.

    36 Das sage ich euch: Das Strafgericht für all diese Schuld wird noch über diese Generation hereinbrechen.«

  156. Juleam 1. November 2012 um 08:17 Link zum Kommentar

    Matthäus 24 – Jesu Rede über die Endzeit (Kapitel 24 und 25)

    Jesus kündigt die Zerstörung des Tempels an

    1 Jesus verließ den Tempel und war im Begriff wegzugehen. Da traten seine Jünger zu ihm und machten ihn auf ´die Pracht` der Tempelbauten aufmerksam. 2 »Das alles beeindruckt euch , nicht wahr?«, sagte Jesus. »Doch ich versichere euch: Kein Stein wird hier auf dem anderen bleiben; es wird alles zerstört werden.«

    Vorzeichen des Endes

    3 Später, als Jesus auf dem Ölberg saß und mit seinen Jüngern allein war, wandten sie sich an ihn und baten: »Sag uns doch: Wann wird das geschehen, und welches Zeichen wird deine Wiederkunft und das Ende der Welt ankündigen?«
    4 »Gebt Acht, dass euch niemand irreführt!«, erwiderte Jesus. 5 »Denn viele werden unter meinem Namen auftreten; sie werden behaupten, sie seien der Messias , und werden viele irreführen. 6 Ihr werdet von Kriegen hören; ihr werdet hören, dass Kriegsgefahr droht. Lasst euch dadurch nicht erschrecken. Es muss so kommen, aber das Ende ist es noch nicht. 7 Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Hungersnöte und Erdbeben werden bald diese Gegend heimsuchen und bald jene. 8 Doch das alles ist erst der Anfang, es ist ´wie` der Beginn von Geburtswehen.
    9 Man wird euch verraten, verfolgen und töten. Um meines Namens willen werdet ihr von allen Völkern gehasst werden. 10 Viele werden vom Glauben abfallen; sie werden einander verraten , sie werden einander hassen. 11 Falsche Propheten werden in großer Zahl auftreten und viele irreführen. 12 Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nehmen wird, wird bei den meisten die Liebe erkalten. 13 Wer aber bis ans Ende standhaft bleibt, wird gerettet. 14 Die Botschaft vom Reich ´Gottes` wird in der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker sie hören .Dann erst kommt das Ende.
    15 Der Prophet Daniel hat von dem >Gräuel der Entweihung < gesprochen, der am heiligen Ort stehen wird. (Wer das liest, der überlege, ´was es bedeutet`.) Wenn ihr ihn dort stehen seht, 16 sollen die, die in Judäa sind, in die Berge fliehen. 17 Wer sich gerade auf dem Dach seines Hauses aufhält, soll nicht erst noch hinuntersteigen, um seine Sachen aus dem Haus zu holen. 18 Und wer auf dem Feld ist, soll nicht mehr nach Hause zurücklaufen, um seinen Mantel zu holen. 19 Wie schwer werden es die Frauen haben , die in jener Zeit ein Kind erwarten oder stillen! 20 Betet auch, dass ihr nicht im Winter oder an einem Sabbat fliehen müsst. 21 Denn es wird eine Not herrschen, wie es sie von Beginn der Welt an bis heute nicht gegeben hat und wie es sie danach auch nie mehr geben wird. 22 Würde diese Zeit nicht verkürzt, dann würde kein Mensch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen wird sie verkürzt werden

    Wenn wir hierbei an Jerusalem im Jahre 70 u.Z. denken, dann frage ich mich, warum Jesus es so dringend macht?

    Erinnern wir uns an das biblische Drama von vor einigen Jahren, das wir nun im Sommer als Spielfilm-DVD erhalten haben: „Wandelt durch Glauben, nicht durch Schauen“?

    Warum sollten sie so eilig die Stadt verlassen? Warum sollte keine Zeit bleiben, noch schnell die Sachen aus dem Haus zu holen? Immerhin lebten sie einige Jahre in den Bergen, bevor Jerusalem eingenommen wurde.

    Aber wir erinnern uns auch noch an die beiden Freunde mit dem Weinhandel. Der erste flieht nur mit dem Allernötigsten. Sie wirken am Stadttor wie eine Familie, die nur einen kurzen Besuch bei Freunden machen will und können ohne Probleme passieren.

    Der andere und seine Frau brauchen ewig zum Packen und der Esel ist schwer beladen, als sie gehen. Sie bekommen Probleme, denn man hält sie für Rebellen. Die Ausrede, sie wollten lediglich einen Besuch machen, glaubt ihnen niemand. Man nimmt ihnen alles ab und sie können so ziehen. So haben sie nicht einmal mehr Kleidung zum Wechseln. Ganz süß die Szene mit dem älteren Bruder, der nur die Schriftrollen und ganz wenig zu Essen dabei hat.

    Ja, die lieben Brüder haben sich viel Mühe mit dem Drama gegeben, und eine gewisse Erklärung für die Eile gefunden. Leider können wir nach Harmagedon keinen von den damaligen Flüchtlingen danach fragen, denn sie alle gehörten ja zu den Gesalbten.

  157. Juleam 1. November 2012 um 08:18 Link zum Kommentar

    Matthäus 25 – Das Gericht über die Völker

    31 »Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommen wird und mit ihm alle Engel, dann wird er in königlichem Glanz auf seinem Thron Platz nehmen. 32 Alle Völker werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen in zwei Gruppen teilen, so wie der Hirte die Schafe und die Ziegen voneinander trennt. 33 Die Schafe wird er rechts von sich aufstellen und die Ziegen links.
    34 Dann wird der König zu denen auf der rechten Seite sagen: >Kommt her, ihr seid von meinem Vater gesegnet! Nehmt das Reich in Besitz , das seit der Erschaffung der Welt für euch vorbereitet ist. 35 Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war ein Fremder, und ihr habt mich aufgenommen; 36 ich hatte nichts anzuziehen , und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt euch um mich gekümmert; ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht.< 37 Dann werden ihn die Gerechten fragen: >Herr, wann haben wir dich denn hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden bei uns gesehen und haben dich aufgenommen? Oder wann haben wir dich gesehen, als du nichts anzuziehen hattest, und haben dir Kleidung gegeben? 39 Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis und haben dich besucht?< 40 Darauf wird der König ihnen antworten: >Ich sage euch: Was immer ihr für einen meiner Brüder getan habt – und wäre er noch so gering geachtet gewesen -, das habt ihr für mich getan.< 41 Dann wird er zu denen auf der linken Seite sagen: >Geht weg von mir, ihr seid verflucht! Geht in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel vorbereitet ist! 42 Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben; 43 ich war ein Fremder, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich hatte nichts anzuziehen, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und war im Gefängnis, und ihr habt euch nicht um mich gekümmert.< 44 Dann werden auch sie fragen: >Herr, wann haben wir dich denn hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder ohne Kleidung oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht geholfen?< 45 Darauf wird er ihnen antworten: >Ich sage euch: Was immer ihr an einem meiner Brüder zu tun versäumt habt – und wäre er noch so gering geachtet gewesen -, das habt ihr mir gegenüber versäumt. < 46 So werden sie an ´den Ort` der ewigen Strafe gehen, die Gerechten aber werden ins ewige Leben eingehen.«

  158. Juleam 1. November 2012 um 08:23 Link zum Kommentar

    Matthäus 26 – 28

    Nun kommen also wieder die letzten Kapitel, die ich überhaupt nicht mag – weil das Ganze so ungerecht ist. Aber es mußte ja sein, denn es war Gottes Wille und macht unsere Zukunftshoffnung erst möglich. Mir wäre lieber, wenn dies anders möglich gewesen wäre. Aber ich denke, das hätten Jehova und sein geliebter Sohn auch vorgezogen. Aber um der Gerechtigkeit zu genügen, mußte es genau so sein. Leider!

    Matthäus 26 – Jesu Leiden und Sterben und seine Auferstehung (Kapitel 26 bis 28)

    Jesus kündigt zum letzten Mal sein Leiden und Sterben an

    1 Als Jesus alle diese Dinge gelehrt und seine Rede beendet hatte, sagte er zu seinen Jüngern: 2 »Ihr wisst, dass in zwei Tagen das Passafest beginnt. Dann wird der Menschensohn verraten und gekreuzigt werden.«

    Pläne des Hohen Rates gegen Jesus

    3 Etwa um die gleiche Zeit versammelten sich die führenden Priester und die Ältesten des ´jüdischen` Volkes im Palast des Hohenpriesters Kajafas 4 und berieten miteinander, zu welcher List sie greifen könnten, um Jesus festzunehmen und dann umzubringen. 5 »Auf keinen Fall darf es während des Festes geschehen«, sagten sie, »sonst gibt es einen Aufruhr im Volk.«

    Die Salbung in Betanien

    6 Jesus war in Betanien bei Simon dem Aussätzigen zu Gast . 7 Während der Mahlzeit trat eine Frau mit einem Alabastergefäß voll kostbarem Salböl zu ihm und goss ihm das Öl über den Kopf. 8 Die Jünger waren empört, als sie das sahen: »Was soll diese Verschwendung? 9 Man hätte das Öl teuer verkaufen und das Geld den Armen geben können!«
    10 Jesus merkte, ´wie ärgerlich sie waren`. »Warum macht ihr es der Frau so schwer?«, sagte er zu ihnen. »Sie hat ein gutes Werk an mir getan. 11 Arme wird es immer bei euch geben. Mich aber habt ihr nicht mehr lange bei euch . 12 Indem sie dieses Salböl über mich gegossen hat, hat sie meinen Körper im Voraus für mein Begräbnis gesalbt . 13 Ich sage euch: Überall in der Welt, wo man das Evangelium verkünden wird, wird man sich auch an sie erinnern und von dem reden, was sie getan hat.«

    Judas wird zum Verräter

    14 Danach ging einer der Zwölf, Judas Iskariot, zu den führenden Priestern 15 und sagte: »Was gebt ihr mir, wenn ich dafür sorge, dass ihr Jesus in eure Gewalt bringen könnt ?« Sie zahlten ihm dreißig Silberstücke. 16 Von da an suchte er nach einer günstigen Gelegenheit, Jesus an sie zu verraten.

    Vorbereitung des Passamahls

    17 Am ersten Tag des Festes der ungesäuerten Brote kamen die Jünger zu Jesus und fragten: »Wo sollen wir das Passamahl für dich vorbereiten?« 18 Er antwortete: »Geht in die Stadt zu folgendem Mann« – ´er nannte ihnen den Namen` – »und sagt zu ihm:>Der Meister lässt dir ausrichten: Meine Stunde ist gekommen. Ich will mit meinen Jüngern bei dir das Passamahl feiern.Ich werde den Hirten töten,
    und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.Ich kann den Tempel Gottes niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen.<« 62 Der Hohepriester erhob sich und fragte Jesus: »Hast du darauf nichts zu sagen? Wie stellst du dich zu dem , was diese Leute gegen dich vorbringen?« 63 Aber Jesus schwieg. Da sagte der Hohepriester zu ihm: »Ich nehme dich vor dem lebendigen Gott unter Eid. Sag uns: Bist du der Messias , der Sohn Gottes?« – 64 »Du selbst hast es ausgesprochen«, erwiderte Jesus. »Und ich sage euch: Von jetzt an werdet ihr den Menschensohn an der rechten Seite des Allmächtigen sitzen sehen, und ihr werdet sehen, wie er auf den Wolken des Himmels kommt. « 65 Da zerriss der Hohepriester ´vor Empörung` sein Gewandund rief: »Das ist Gotteslästerung! Wozu brauchen wir noch Zeugen? Ihr habt ja selbst gehört, wie er Gott gelästert hat. 66 Was ist eure Meinung?« – »Er muss sterben!«, antworteten sie.
    67 Dann spuckten sie ihm ins Gesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Einige gaben ihm Ohrfeigen 68 und sagten: »Messias, du bist doch ein Prophet! Sag uns : Wer hat dich geschlagen?«

    Petrus verleugnet Jesus

    69 Petrus saß noch draußen im Hof, als eine Dienerin auf ihn zutrat und sagte: »Du warst doch auch mit diesem Jesus aus Galiläa zusammen!« 70 Aber Petrus stritt es vor allen Leuten ab. »Ich weiß nicht, wovon du redest«, sagte er.
    71 Als er danach zum Eingangstor ging, sah ihn eine andere Dienerin und sagte zu denen, die dort standen: »Der war auch mit diesem Jesus von Nazaret zusammen.« 72 Wieder stritt Petrus es ab, ´diesmal sogar` mit einem Schwur: »Ich kenne den Menschen nicht!«
    73 Doch es dauerte nicht lange, da traten die Umstehenden auf ihn zu und sagten: »Natürlich bist du auch einer von ihnen; deine Sprache verrät dich.« 74 Petrus begann, Verwünschungen auszustoßen, und schwor: »Ich kenne den Menschen nicht!«
    In diesem Augenblick krähte ein Hahn. 75 Da erinnerte sich Petrus daran, wie Jesus zu ihm gesagt hatte: »Bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.« Und er ging hinaus und weinte in bitterer Verzweiflung .

  159. Juleam 1. November 2012 um 08:28 Link zum Kommentar

    Matthäus 27 – Jesus wird Pilatus übergeben

    1 Bei Tagesanbruch fassten alle führenden Priester zusammen mit den Ältesten des ´jüdischen` Volkes den Beschluss, Jesus hinrichten zu lassen. 2 Sie ließen ihn fesseln und abführen und übergaben ihn dem ´römischen` Gouverneur Pilatus.

    Das Ende des Judas

    3 Als Judas sah, dass sein Verrat zur Verurteilung Jesu geführt hatte, bereute er seine Tat. Er brachte den führenden Priestern und den Ältesten die dreißig Silberstücke zurück 4 und sagte: »Ich habe gesündigt, ich habe einen unschuldigen Menschen verraten.« – »Was geht uns das an?«, erwiderten sie. »Das ist deine Sache!« 5 Da nahm Judas das Geld und warf es in den Tempel. Danach ging er weg und erhängte sich.
    6 Die führenden Priester nahmen die Silberstücke an sich und sagten: »Dieses Geld darf man nicht zum Tempelschatz legen, weil Blut daran klebt .« 7 Sie berieten über die Sache und kauften dann von dem Geld den so genannten Töpferacker als Friedhof für die Fremden. 8 Dieses Stück Land heißt daher bis heute »Blutacker«. 9 Damals erfüllte sich, was durch den Propheten Jeremia vorausgesagt worden war: »Sie nahmen die dreißig Silberstücke – den Preis, den die Israeliten für ihn festgesetzt hatten – 10 und kauften davon den Töpferacker, wie mir der Herr befohlen hatte.«

    Jesus vor Pilatus

    11 Als Jesus vor dem Gouverneur stand, fragte ihn dieser: »Bist du der König der Juden?« – »Du selbst sprichst es aus«, erwiderte Jesus. 12 Die führenden Priester und die Ältesten brachten Beschuldigungen gegen ihn vor, aber er verteidigte sich mit keinem Wort. 13 Da sagte Pilatus zu ihm: »Hörst du nicht, was sie alles gegen dich vorbringen?« 14 Doch Jesus gab ihm keine Antwort; zum großen Erstaunen des Gouverneurs sagte er nicht ein einziges Wort .

    Die Verurteilung Jesu

    15 Nun war es so, dass der Gouverneur zum Passafest einen Gefangenen freizulassen pflegte, den das Volk selbst bestimmen durfte. 16 Damals war gerade ein berüchtigter ´Aufrührer` im Gefängnis; er hieß Jesus Barabbas. 17 Pilatus fragte deshalb das Volk, das sich versammelt hatte: »Wen soll ich euch freigeben: Jesus Barabbas oder den Jesus, von dem man sagt, er sei der Messias ?« 18 Denn er wusste genau, dass man Jesus nur aus Neid an ihn ausgeliefert hatte.
    19 Während Pilatus auf dem Richterstuhl saß, ließ seine Frau ihm ausrichten: »Lass die Hände von diesem Mann, er ist unschuldig ! Ich habe seinetwegen heute Nacht im Traum viel Schweres durchgemacht.«
    20 Inzwischen hatten die führenden Priester und die Ältesten das Volk überredet, ´die Freilassung des` Barabbas und die Hinrichtung Jesu zu fordern. 21 Als darum der Gouverneur noch einmal fragte: »Wen von den beiden soll ich euch freigeben?«, antwortete die Menge: »Barabbas!« – 22 »Und was soll ich mit Jesus tun, von dem es heißt, er sei der Messias?«, wollte Pilatus wissen. »Ans Kreuz mit ihm!«, riefen sie alle. 23 »Was für ein Verbrechen hat er denn begangen?«, fragte Pilatus. Doch sie schrien nur noch lauter: »Ans Kreuz mit ihm!« 24 Pilatus sah, dass er nichts erreichte. Im Gegenteil, der Tumult wurde immer schlimmer. Er ließ sich Wasser bringen, wusch sich vor den Augen der Menge die Hände und sagte: »Ich bin unschuldig am Tod dieses Mannes . Was jetzt geschieht, ist eure Sache.« 25 Da rief das ganze Volk: »Die Schuld an seinem Tod soll uns und unseren Kindern angerechnet werden! « 26 Daraufhin gab Pilatus ihnen Barabbas frei. Jesus hingegen ließ er auspeitschen und übergab ihn ´den Soldaten` zur Kreuzigung.

    Die Verspottung Jesu

    27 Die Soldaten des Gouverneurs brachten Jesus ins Prätorium und versammelten die ganze Mannschaft um ihn. 28 Sie zogen ihn aus und hängten ihm einen scharlachroten Mantel um, 29 flochten aus Dornenzweigen eine Krone, setzten sie ihm auf den Kopf und drückten ihm einen Stock in die rechte Hand. Dann knieten sie vor ihm nieder, verspotteten ihn und riefen: »Es lebe der König der Juden!« 30 Sie spuckten ihn an, nahmen den Stock und schlugen ihm damit auf den Kopf. 31 Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und legten ihm seine eigenen Kleider wieder an. Dann führten sie ihn ab, um ihn zu kreuzigen.

    Die Kreuzigung Jesu

    32 Als sie ´die Stadt` verließen, begegnete ihnen ein Mann, der Simon hieß und aus Zyrene stammte. Den zwangen die Soldaten, Jesus das Kreuz zu tragen. 33 So kamen sie an eine Stelle, die Golgata genannt wird. (Golgata bedeutet »Schädelstätte«.) 34 Dort gab man Jesus Wein mit einem Zusatz, der bitter wie Galle war . Aber als er gekostet hatte, wollte er nicht davon trinken.
    35 Nachdem die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, warfen sie das Los um seine Kleider und verteilten sie unter sich. 36 Dann setzten sie sich beim Kreuz nieder und hielten Wache. 37 Über dem Kopf Jesu hatten sie eine Aufschrift angebracht, die den Grund für seine Verurteilung angab: »Dies ist Jesus, der König der Juden.« 38 Zusammen mit ihm wurden zwei Verbrecher gekreuzigt, einer rechts und einer links von ihm.
    39 Die Leute, die vorübergingen, schüttelten den Kopf und riefen höhnisch: 40 »Du wolltest doch den Tempel niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen! Wenn du Gottes Sohn bist, dann hilf dir selbst und steig herab vom Kreuz!« 41 Ebenso machten sich die führenden Priester und die Schriftgelehrten und Ältesten über ihn lustig. 42 »Anderen hat er geholfen, aber sich selbst kann er nicht helfen«, spotteten sie. »Er ist ja der König von Israel! Soll er doch jetzt vom Kreuz herabsteigen, dann werden wir an ihn glauben. 43 Er hat auf Gott vertraut; der soll ihn jetzt befreien, wenn er Freude an ihm hat. Er hat ja gesagt: >Ich bin Gottes Sohn.< « 44 Und genauso beschimpften ihn die Verbrecher, die mit ihm gekreuzigt worden waren. Der Tod Jesu 45 Um zwölf Uhr mittags brach über das ganze Land eine Finsternis herein, die bis drei Uhr nachmittags andauerte. 46 Gegen drei Uhr schrie Jesus laut: »Eli, Eli , lema sabachtani?« (Das bedeutet: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« ) 47 Einige der Umstehenden sagten, als sie das hörten: »Er ruft Elia.« 48 Sofort lief einer los und holte einen Schwamm, tauchte ihn in Weinessig, steckte ihn auf einen Stab und hielt ihn Jesus zum Trinken hin. 49 »Wartet «, riefen die anderen, »wir wollen sehen, ob Elia kommt und ihn rettet!« 50 Jesus aber schrie noch einmal laut auf; dann starb er. 51 Im selben Augenblick riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei; die Erde begann zu beben, die Felsen spalteten sich, 52 und die Gräber öffneten sich. Viele verstorbene Heilige wurden auferweckt. 53 Sie kamen nach der Auferstehung Jesu aus ihren Gräbern, gingen in die Heilige Stadt und erschienen vielen Menschen. 54 Der Hauptmann und die Soldaten, die mit ihm zusammen beim Kreuz Jesu Wache hielten, waren zutiefst erschrocken über das Erdbeben und die anderen Dinge, die sie miterlebt hatten, und sagten: »Dieser Mann war wirklich Gottes Sohn.« 55 Es waren auch viele Frauen dort, die von weitem zusahen. Sie waren Jesus seit den Anfängen in Galiläa gefolgt und hatten ihm gedient. 56 Unter ihnen befanden sich Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus und Josef , sowie die Mutter der Zebedäussöhne. Das Begräbnis Jesu 57 Als es Abend wurde, kam Josef, ein reicher Mann, der aus Arimatäa stammte und ein Jünger Jesu war. 58 Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Pilatus ordnete an, der Tote solle Josef überlassen werden. 59 Da nahm Josef den Leichnam, wickelte ihn in ein reines Leinentuch 60 und legte ihn in das noch unbenutzte Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen. Bevor er fortging, wälzte er einen großen Stein vor den Eingang des Grabes. 61 Maria aus Magdala und die andere Maria waren dabei; sie hatten sich dem Grab gegenüber hingesetzt. Die Bewachung des Grabes 62 Am nächsten Tag gingen die führenden Priester und die Pharisäer gemeinsam zu Pilatus; es war der Tag nach dem Rüsttag . 63 »Herr«, sagten sie, »uns ist eingefallen, dass dieser Betrüger , als er noch lebte, behauptet hat: >Nach drei Tagen werde ich auferstehen.< 64 Befiehl deshalb bitte, dass das Grab bis zum dritten Tag bewacht wird! Sonst könnten seine Jünger kommen und den Leichnam stehlen und dann dem Volk gegenüber behaupten, er sei von den Toten auferstanden. Dieser zweite Betrug wäre noch schlimmer als der erste.« - 65 »Ihr sollt eure Wache haben «, antwortete Pilatus. »Geht und sichert das Grab, so gut ihr könnt !« 66 Da gingen sie zum Grab, versiegelten den Stein am Eingang und sicherten es, indem sie die Wache aufstellten .

    Wie furchtbar dies alles ist!

    Zu diesem Stoff passt die Sammlung zur Vorbereitung auf das Gedächtnismahl, der Vortrag „Die letzten Stunden im Leben Jesu“ und Radio Thyrus „Chronik eines Todes“. Für die lieben Kleinen gibt es von der Zeichentrickreihe „The Beginners Bible“ die Folge „Die Ostergeschichte“

  160. Juleam 1. November 2012 um 08:33 Link zum Kommentar

    Matthäus 28 – Jesus ist auferstanden

    1 Nach dem Sabbat, in der Morgendämmerung des ersten Tages der neuen Woche , kamen Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. 2 Plötzlich fing die Erde an, heftig zu beben. Ein Engel des Herrn war vom Himmel herabgekommen und zum Grab getreten. Er wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. 3 Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee. 4 Als die Wächter ihn sahen, zitterten sie vor Angst und fielen wie tot zu Boden.
    5 Der Engel sagte zu den Frauen: »Ihr braucht euch nicht zu fürchten. Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. 6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er es vorausgesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat. 7 Und dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen, dass er von den Toten auferstanden ist. Er geht euch nach Galiläa voraus; dort werdet ihr ihn sehen. Ihr könnt euch auf meine Worte verlassen. «
    8 Die Frauen waren erschrocken, aber doch voller Freude. So schnell sie konnten, verließen sie das Grab und eilten zu den Jüngern, um ihnen alles zu berichten. 9 Plötzlich trat ihnen Jesus entgegen. »Seid gegrüßt!«, sagte er. Da liefen sie zu ihm hin, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße . 10 »Ihr braucht euch nicht zu fürchten!«, sagte Jesus zu ihnen. »Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen. Dort werden sie mich sehen.«

    Die Bestechung der Wache durch die führenden Priester

    11 Während die Frauen auf dem Weg ´zu den Jüngern` waren, liefen einige Soldaten der Wachmannschaft in die Stadt und berichteten den führenden Priestern alles, was geschehen war. 12 Diese trafen sich daraufhin mit den Ältesten zur Beratung. Sie gaben den Soldaten eine ansehnliche Summe Geld 13 und machten Folgendes mit ihnen ab: »Sagt, seine Jünger seien in der Nacht gekommen, während ihr schlieft, und hätten den Leichnam gestohlen. 14 Wenn der Gouverneur davon erfährt, werden wir ihn beschwichtigen; wir werden dafür sorgen, dass ihr nichts zu befürchten habt.« 15 Die Soldaten nahmen das Geld und taten, wie man ihnen gesagt hatte. So wurde diese Geschichte in Umlauf gebracht und ist bei den Juden bis zum heutigen Tag verbreitet.

    Der Auftrag des Auferstandenen an seine Jünger

    16 Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus für die Begegnung mit ihnen bestimmt hatte. 17 Bei seinem Anblick warfen sie sich vor ihm nieder ; allerdings hatten einige noch Zweifel.
    18 Jesus trat auf sie zu und sagte: »Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. 19 Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.«

    Ende gut – alles gut!

  161. Juleam 12. Dezember 2013 um 12:22 Link zum Kommentar

    Matthäus 1 – 4

    Matthäus 1 – auch Jesu Adoptivvater kommt aus der Linie DAvids

    1 Geschlechtsregister Jesu Christi, des Sohnes Davids , des Sohnes Abrahams . 2 Abraham zeugte den Isaak ; Isaak zeugte den Jakob ; Jakob zeugte den Juda und seine Brüder; 3 Juda zeugte den Perez und den Serach mit der Tamar ; Perez zeugte den Hezron; Hezron zeugte den Aram; 4 Aram zeugte den Amminadab; Amminadab zeugte den Nachschon; Nachschon zeugte den Salmon; 5 Salmon zeugte den Boas mit der Rahab ; Boas zeugte den Obed mit der Ruth ; Obed zeugte den Isai ; 6 Isai zeugte den König David.

    Der König David zeugte den Salomo mit der Frau des Uria ; 7 Salomo zeugte den Rehabeam; Rehabeam zeugte den Abija; Abija zeugte den Asa; 8 Asa zeugte den Josaphat; Josaphat zeugte den Joram; Joram zeugte den Usija; 9 Usija zeugte den Jotam; Jotam zeugte den Ahas; Ahas zeugte den Hiskia; 10 Hiskia zeugte den Manasse; Manasse zeugte den Amon; Amon zeugte den Josia; 11 Josia zeugte den Jechonja und dessen Brüder zur Zeit der Wegführung nach Babylon.

    12 Nach der Wegführung nach Babylon zeugte Jechonja den Schealtiel; Schealtiel zeugte den Serubbabel; 13 Serubbabel zeugte den Abihud; Abihud zeugte den Eljakim; Eljakim zeugte den Asor; 14 Asor zeugte den Zadok; Zadok zeugte den Achim; Achim zeugte den Eliud; 15 Eliud zeugte den Eleasar; Eleasar zeugte den Mattan; Mattan zeugte den Jakob; 16 Jakob zeugte den Joseph , den Mann der Maria, von welcher Jesus geboren ist, der Christus genannt wird.

    17 So sind es nun von Abraham bis zu David insgesamt vierzehn Generationen und von David bis zur Wegführung nach Babylon vierzehn Generationen und von der Wegführung nach Babylon bis zu Christus vierzehn Generationen.

    18 Die Geburt Jesu Christi aber geschah auf diese Weise: Als nämlich seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch ehe sie zusammengekommen waren, erwies es sich, dass sie vom Heiligen Geist schwanger geworden war. 19 Aber Joseph, ihr Mann, der gerecht war und sie doch nicht der öffentlichen Schande preisgeben wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen. 20 Während er aber dies im Sinn hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach:
    Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom Heiligen Geist.

    21 Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.

    22 Dies alles aber ist geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten geredet hat, der spricht: 23 »Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären; und man wird ihm den Namen Immanuel geben« , das heißt übersetzt: »Gott mit uns«.

    24 Als nun Joseph vom Schlaf erwachte, handelte er so, wie es ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich; 25 und er erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte; und er gab ihm den Namen Jesus.

    Ja, das ist eine sehr kurze Zusammenfassung dessen, was John am Sonntag als Einleitung für seine Ansprache zu Jesaja 9 hatte – „starker Gott“.

    Wichtig ist, dass das Kind nicht das leibliche von Joseph war, sondern er war nur der Adoptivvater.

    Aber interessant ist auch, dass Jehova dafür gesorgt hatte, dass selbst dieser aus der Linie Davids abstammte. Denn eigentlich hätte dessen Herkunft doch egal sein können?

    weitere Gedanken zu Matthäus 1 finden wir hier

  162. Juleam 12. Dezember 2013 um 12:29 Link zum Kommentar

    Matthäus 2 – Warum genau hat Herodes eigentlich so eine Angst vor dem neugeborenen Kind?

    1 Als nun Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa , in den Tagen des Königs Herodes , siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem, 2 die sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten ! 3 Als das der König Herodes hörte, erschrak er, und ganz Jerusalem mit ihm. 4 Und er rief alle obersten Priester und Schriftgelehrten des Volkes zusammen und erfragte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. 5 Sie aber sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben durch den Propheten: 6 »Und du, Bethlehem im Land Juda, bist keineswegs die geringste unter den Fürstenstädten Judas; denn aus dir wird ein Herrscher hervorgehen, der mein Volk Israel weiden soll« .

    7 Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit, wann der Stern erschienen war; 8 und er sandte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht genau nach dem Kind. Und wenn ihr es gefunden habt, so lasst es mich wissen, damit auch ich komme und es anbete! 9 Und als sie den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern , den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er ankam und über dem Ort stillstand, wo das Kind war.

    10 Als sie nun den Stern sahen, wurden sie sehr hocherfreut; 11 und sie gingen in das Haus hinein und fanden das Kind samt Maria, seiner Mutter. Da fielen sie nieder und beteten es an; und sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold , Weihrauch und Myrrhe . 12 Und da sie im Traum angewiesen wurden, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg zurück in ihr Land.

    13 Als sie aber weggezogen waren, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und spricht: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter mit dir und fliehe nach Ägypten und bleibe dort, bis ich es dir sage; denn Herodes will das Kind suchen, um es umzubringen! 14 Da stand er auf, nahm das Kind und seine Mutter bei Nacht mit sich und entfloh nach Ägypten. 15 Und er blieb dort bis zum Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten geredet hat, der spricht: »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen« .

    16 Als sich nun Herodes von den Weisen betrogen sah, wurde er sehr zornig, sandte hin und ließ alle Knaben töten, die in Bethlehem und in seinem ganzen Gebiet waren, von zwei Jahren und darunter, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erforscht hatte. 17 Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia gesagt ist, der spricht: 18 »Eine Stimme ist in Rama gehört worden, viel Jammern, Weinen und Klagen; Rahel beweint ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen, weil sie nicht mehr sind« .

    19 Als aber Herodes gestorben war, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph in Ägypten im Traum 20 und spricht: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter zu dir und zieh in das Land Israel; denn die dem Kind nach dem Leben trachteten, sind gestorben! 21 Da stand er auf, nahm das Kind und seine Mutter zu sich und ging in das Land Israel.

    22 Als er aber hörte, dass Archelaus anstatt seines Vaters Herodes über Judäa regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und auf eine Anweisung hin, die er im Traum erhielt, zog er weg in das Gebiet Galiläas . 23 Und dort angekommen, ließ er sich in einer Stadt namens Nazareth nieder, damit erfüllt würde, was durch die Propheten gesagt ist, dass er ein Nazarener genannt werden wird.

    Warum genau hat Herodes eigentlich so eine Angst vor dem neugeborenen Kind? Was sollte es ihm tun oder wegnehmen?

    War Herodes eigentlich Jude? Musste er nicht als solcher wissen, dass hier von dem Messias die Rede ist, der bereits seit jahrtausenden seinem Volk verheißen war und von Gott gesandt sein würde? Was konnte er da als Mensch gegen auswirken?

    Selbst wenn er kein Jude gewesen ist und dies für Herodes nur ein ganz normaler menschlicher Herrscher sein würde, der gerade geboren wurde – welche Gefahr konnte dieser schon für ihn bedeuten? Dieser musste doch eh erst erwachsen werden, bis er an die Macht käme und so hätte Herodes doch noch gut 30 Jahre Zeit. Würde er selbst dann noch am Leben und im Amt sein?

    weitere Gedanken zu Matthäus 2 finden wir hier

  163. Juleam 12. Dezember 2013 um 12:34 Link zum Kommentar

    Matthäus 3 – “dies war aber, damit sich folgendes Wort erfüllte”

    1 In jenen Tagen aber erscheint Johannes der Täufer und verkündigt in der Wüste von Judäa 2 und spricht: Tut Buße , denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! 3 Das ist der, von welchem geredet wurde durch den Propheten Jesaja, der spricht: »Die Stimme eines Rufenden [ertönt] in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade eben!«

    4 Er aber, Johannes, hatte ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden, und seine Speise waren Heuschrecken und wilder Honig . 5 Da zog zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und das ganze umliegende Gebiet des Jordan, 6 und es wurden von ihm im Jordan getauft , die ihre Sünden bekannten.

    7 Als er aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen:
    Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entfliehen? 8 So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind!

    9 Und denkt nicht, bei euch selbst sagen zu können: »Wir haben Abraham zum Vater«. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken! 10 Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen!

    11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße ; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, sodass ich nicht würdig bin, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen. 12 Er hat die Wurfschaufel in seiner Hand und wird seine Tenne gründlich reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.

    13 Da kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. 14 Johannes aber wehrte ihm und sprach: Ich habe es nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir? 15 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt so geschehen; denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen ! Da gab er ihm nach.

    16 Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser; und siehe, da öffnete sich ihm der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und auf ihn kommen. 17 Und siehe, eine Stimme [kam] vom Himmel, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!

    Interessant, dass hier von Anfang an immer der Einschub kommt: „dies war aber, damit sich folgendes Wort erfüllte…“. Das ist mir bisher noch gar nicht so aufgefallen.

    Ist Matthäus der Einzige, der so vorgeht und wenn ja, warum ausgerechnet er?

    Wir wissen, dass jeder der Apostel einen anderen Schwerpunkt bei seinem Evangelium hatte:

    • Lukas hat alles chronologisch aufgeführt,
    • Johannes hat sich auf die Liebe Gottes konzentriert
    • und Matthäus scheinbar darauf, wo sich welche Prophezeiung erfüllt hatte.

    Welchen Schwerpunkt hatte Markus bei seiner Erzählung?

    Dieses Jahr wollen wir beim Lesen einmal darauf achten, wer was wie erzählt und versuchen, herauszufinden, worin sich die Evangelisten unterscheiden und was das über sie, ihren Charakter und ihre Beziehung zu Jesus aussagt 🙂

    weitere Gedanken zu Matthäus 3 finden wir hier

  164. Juleam 12. Dezember 2013 um 12:38 Link zum Kommentar

    Matthäus 4 – Worum ging es bei den Versuchungen?

    1 Darauf wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde. 2 Und als er 40 Tage und 40 Nächte gefastet hatte, war er zuletzt hungrig. 3 Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brot werden! 4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben : »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!«

    5 Darauf nimmt ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels 6 und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab; denn es steht geschrieben: »Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stößt« . 7 Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen !«

    8 Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9 und spricht zu ihm: Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest! 10 Da spricht Jesus zu ihm: Weiche , Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen!«

    11 Da verließ ihn der Teufel; und siehe, Engel traten hinzu und dienten ihm.

    12 Als aber Jesus hörte, dass Johannes gefangen gesetzt worden war, zog er weg nach Galiläa. 13 Und er verließ Nazareth, kam und ließ sich in Kapernaum nieder, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naphtali, 14 damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist, der spricht: 15 »Das Land Sebulon und das Land Naphtali, am Weg des Sees, jenseits des Jordan, das Galiläa der Heiden , 16 das Volk, das in der Finsternis wohnte, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Land des Todesschattens wohnten, ist ein Licht aufgegangen« .

    17 Von da an begann Jesus zu verkündigen und zu sprechen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! 18 Als Jesus aber am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus , und dessen Bruder Andreas ; die warfen das Netz in den See, denn sie waren Fischer . 19 Und er spricht zu ihnen: Folgt mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen! 20 Da verließen sie sogleich die Netze und folgten ihm nach.

    21 Und als er von dort weiterging, sah er in einem Schiff zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und dessen Bruder Johannes, mit ihrem Vater Zebedäus ihre Netze flicken; und er berief sie. 22 Da verließen sie sogleich das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.

    23 Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und verkündigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk. 24 Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien ; und sie brachten alle Kranken zu ihm, die von mancherlei Krankheiten und Schmerzen geplagt waren, und Besessene und Mondsüchtige und Lahme ; und er heilte sie. 25 Und es folgte ihm eine große Volksmenge nach aus Galiläa und aus dem Gebiet der Zehn Städte und aus Jerusalem und Judäa und von jenseits des Jordan.

    Worum ging es bei den Versuchungen?

    Bei den ersten beiden ging es darum, das Besondere nicht für egoistische Belange zu verplempern:

    Aus den Steinen Brot zu machen, wäre an sich nicht verkehrt gewesen – denn später speist er mehrfach große Volksmengen durch ein Wunder und sein erstes Wunder ist, dass er den Gastgebern einer Hochzeit aus der Klemme hilft und ihnen Wein beschafft, damit diese nicht ihr Gesicht verlieren.

    Aber bei diesen Wundern hatte er seine Kräfte eingesetzt, um anderen zu helfen. Hier würde er es nur für sich selbst tun.

  165. Juleam 12. Dezember 2013 um 12:43 Link zum Kommentar

    Auch die zweite Versuchung appelliert an den Egoismus und daran, Gott außer Acht zu lassen oder ihn bewußt zu reizen:

    Richtig ist, dass unser Gott uns versprochen hat, uns zu beschützen – aber wir müssen auch unseren Teil dazu tun. Wir können nicht ganz gezielt unser Leben riskieren und dann von Jehova erwarten, dass er die Naturgesetze außer Kraft setzt, um uns zu beschützen.

    In einem Fall, wo wir ohne eigenes Zutun in eine bedrohliche Situation geraten, dürfen wir IHN um Hilfe bitten. Manchmal greift er dann auch durch ein Wunder ein.

    Denken wir hierbei an Daniel und die Löwengrube: er hatte sich ja nicht freiwillig hinein begeben, sondern wurde in eine solche geworfen – weil er sich weigerte, Jehova zu verleugnen. Jehova beschützte ihn und die Löwen krümmten ihm die ganze Nacht kein einziges Haar. Jehova hatte das Maul der Löwen verschlossen.

    Solche Fälle sind mit dem Text gemeint, mit dem der Satan Jesus auf die Probe stellen wollte.

    Wenn ich jetzt aber auf die Idee kommen würde, in den Tierpark Berlin zu fahren und über die Absperrung in das Gehege der Löwen oder Eisbären zu gehen – darf ich sicherlich nicht auf den Schutz Gottes hoffen.

    Verstehen wir den Unterschied?

  166. Juleam 12. Dezember 2013 um 12:48 Link zum Kommentar

    Die dritte Probe appellierte ebenso an den Egoismus – aber auch an den Stolz.

    Satan wußte genau wie Jesus, was die Aufgabe war, weshalb Jehova seinen Sohn auf die Erde gesandt hatte: er sollte die Menschen zu Gott zurück führen, indem er ihnen durch sein Leben und seine Wunder zeigte, wer Jehova ist. Denken wir hierbei bitte daran, welche Lügen der Widersacher bereits im Paradies über Jehova verbreitet hatte.

    Auch heute wollen viele Menschen nichts mit dem Schöpfer zu tun haben, weil sie diesen Lügen ebenfalls Glauben schenken 🙁

    Der Schaden, den Satan dadurch angerichtet hatte, indem die ersten Menschen ihm glaubten, ungehorsam wurden und aus dem Paradies geflogen sind und ihre enge Beziehung zu Gott verloren hatten – und so unvollkommen geworden sind – musste wieder gut gemacht werden.

    Dazu musste ein Mensch in die Welt kommen, der wie Adam und Eva vollkommen war und das Recht hatte, ewig zu leben, der bereit war, freiwillig für die Sünden der Menschen zu sterben. Denn nur so konnte der Weg zu Gott wieder frei gemacht werden, so dass wir uns wieder voller Freimut unserem Gott nahen dürfen.

    Diese Tatsache ist beiden „Söhnen Gottes“ hier voll und ganz bewußt. Jesus will diese Rolle erfüllen und Satan will ihn davon abhalten!

    Ob Satan Jesus nicht wirklich gut kannte?

    Das, was er ihm hier vorschlägt, hört sich für mich fast so an, als würde er denken, Jesus habe die gleichen Ambitionen wie er selbst: Macht und Anbetung

    Beide kannten sie die Prophezeiungen, die auf den Messias hinweisen und so wissen beide sehr genau, dass dies nicht einfach werden würde. Denn es war auch bereits vorhergesagt worden, dass der Messias auf Gegenwind stoßen würde, dass die Menschen ihn nicht anerkennen und er einen schmählichen Tod sterben würde. Auch wenn die Juden diese Prophezeiungen seinerzeit nicht verstanden, so taten diese beiden es schon. Denn sie waren mit Gott im Himmel, als er sie äußerte und haben ihn bestimmt danach gefragt, wie das wohl gemeint sei.

    Der Messias – also Jesus – sollte wie ein Verbrecher sterben und beide wußten, wie zu der Zeit Verbrecher zu Tode gebracht werden. Sie hatten sicherlich bereits mehrmals aus dem Himmel dabei zugesehen und wußten, was für ein qualvoller Tod dies sein würde!

    Nun zweifelt Satan scheinbar Jesu Beweggründe an, warum dieser sich dazu bereit erklärt hatte: er dachte, es ginge diesem ebenso wie sich selbst nur um Macht und Ansehen.

    Also sagt er ihm; „ich helfe dir, damit du leichter und ohne Schmerz und Qual zu diesem Ansehen kommst. Nimm einfach eine Abkürzung und ich gebe dir diese Macht“. Sollte ihn Jesus da nicht dankbar sein?

    Statt dessen weist er ihn scharf zurück!

    Denn Jesus geht es nicht um Macht und Ansehen. Ihm geht es um den Namen Gottes. Wir haben erst in Maleachi 3 davon gelesen, dass es auch auf der Erde Menschen geben würde, die den Namen und das Ansehen Gottes hoch halten. Dies war Jesu Ziel!

    Wir sehen, dass hier keine Spur von Egoismus an Jesus zu finden ist – einzig und allein tiefe Liebe zu Gott!

    weitere Gedanken zu Matthäus 4 finden wir hier

  167. Juleam 12. Dezember 2013 um 12:53 Link zum Kommentar

    Matthäus 5 – 7

    Matthäus 5 – “Ihr habt gehört …, aber ich sage euch …”

    1 Als er aber die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg; und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm. 2 Und er tat seinen Mund auf [zu einer Rede], lehrte sie und sprach:

    3 Glückselig sind die geistlich Armen , denn ihrer ist das Reich der Himmel!
    4 Glückselig sind die Trauernden , denn sie sollen getröstet werden!
    5 Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben!
    6 Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden!
    7 Glückselig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!
    8 Glückselig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen !
    9 Glückselig sind die Friedfertigen , denn sie werden Söhne Gottes heißen!
    10 Glückselig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel!
    11 Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! 12 Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind.

    13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird.

    14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel , sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind. 16 So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen .

    17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! 18 Denn wahrlich , ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.

    19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel. 20 Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen !

    21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht töten !« , wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein. 22 Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt , wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!, der wird dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: Du Narr! , der wird dem höllischen Feuer verfallen sein.

    23 Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe!

    25 Sei deinem Widersacher bald geneigt, während du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit der Widersacher dich nicht etwa dem Richter ausliefert und der Richter dich dem Gerichtsdiener übergibt und du ins Gefängnis geworfen wirst. 26 Wahrlich, ich sage dir: Du wirst von dort nicht herauskommen, bis du den letzten Groschen bezahlt hast!

    27 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen !« 28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.

    29 Wenn dir aber dein rechtes Auge ein Anstoß [zur Sünde] wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verlorengeht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. 30 Und wenn deine rechte Hand für dich ein Anstoß [zur Sünde] wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verlorengeht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

    31 Es ist auch gesagt: »Wer sich von seiner Frau scheidet, der gebe ihr einen Scheidebrief« . 32 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, ausgenommen wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht. Und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

    33 Wiederum habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht falsch schwören; du sollst aber dem Herrn deine Schwüre halten« . 34 Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron , 35 noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs. 36 Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. 37 Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was darüber ist, das ist vom Bösen.

    38 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: » Auge um Auge und Zahn um Zahn!« 39 Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, so biete ihm auch die andere dar; 40 und dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Hemd nehmen will, dem lass auch den Mantel; 41 und wenn dich jemand nötigt, eine Meile weit zu gehen, so geh mit ihm zwei. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der von dir borgen will!

    43 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, 45 damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.

    46 Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? 47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Machen es nicht auch die Zöllner ebenso? 48 Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist!

    „Ihr habt gehört …, aber ich sage euch …“ – wundervolle Argumentation! Aber setzt Jesus hier das Alte außer Kraft?

    Nein! Wenn wir aufmerksam gelesen haben, erkennen wir, dass es ihm nicht darum ging, sondern dass er ihnen helfen wollte, den Sinn hinter den Gesetzen zu verstehen.

  168. Juleam 12. Dezember 2013 um 13:07 Link zum Kommentar

    Matthäus 5:3-12
    die Seeligpreisungen

    Im Hauskreis haben wir uns erst im Oktober mit der Bergpredigt beschäftigt. Zur Einführung gab es eine Ansprache von John Goering zu den Seeligpreisungen und wir haben uns dann in kleine Gruppen aufgeteilt und darüber gesprochen, was mit den einzelnen Punkten gemeint ist und wie es uns und unser Leben heute betrifft.

    • die geistlich Armen
      die, die feststellen, dass sie ihn brauchen.
      (ZB bei wichtigen Entscheidungen)
    • die Trauernden
      die, die Verlust erleiden.
      (Man erfährt Trost zB bei Todesfall)
    • die Sanftmütigen
      die, die wohlüberlegt geduldig liebevoll sind, sozialkompetent, nicht aufgeben
      (zB geduldig kleinen Kindern erklären, im Ehestreit Barmherzigkeit zeigen)
    • die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten
      Sehnsucht und Verlangen nach Gerechtigkeit auch wenn es mich nicht selbst betrifft
      (z.b. etwas gegen soziale Ungerechtigkeit mit eigenem Geld tun)
    • die Barmherzigen
      der jemandem, der es nicht verdient hat, hilft und Güte zeigt
      (jemandem der einem geschadet hat, Gutes zu tun)
    • die reinen Herzens sind
      die Zielrichtung meines Lebens auf Gott ausgerichtet
      (zB das was ich im Fernsehen etc. anschauen)
    • die Friedfertigen
      die, die sich um Frieden bemühen
      (zB so viel Feuer wie bei Greenpeace, Schalom ist größer – Friede, den die Welt nicht geben kann)
    • die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden,
      sein Leben für Gott zur Verfügung stellen, auch wenn es weh tut
      (zur Wahrheit stehen! auch wenn es weh tut)
    • wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen
      als Folge dessen dass wir Jesus nachfolgen wir von anderen nicht gemocht werden, uns Böses angetan wird und schlecht über uns geredet wird. (Bsp U-Bahn-Erlebnis von Jörg)
  169. Juleam 12. Dezember 2013 um 13:27 Link zum Kommentar

    Am folgenden Wochenende gab es eine Gemeindefreizeit, wo die ganze Bergpredigt in dieser Form auseinander genommen wurde. Ein Vorgehen, das uns als Zeugen Jehovas in der Form nicht bekannt war. Wobei die Ursprünge von WT-Studium und Buchstudium ganz zu Anfang ähnlich waren :-).

    Wieder bildeten sich kleine Gruppen, die die einzelnen Punkte besprochen und hinterher die Ergebnisse der ganzen Gemeinde vorgestellt hatten. Jede Gruppe hat dabei auch ein schönes Schaubild gemacht, das ich euch nicht vorenthalten will. Interessant auch, was die Kinder so alles herausgearbeitet haben. Der Älteste ist gerade mal 8 Jahre 😉

    Aufteilung der Themen

  170. Juleam 12. Dezember 2013 um 14:04 Link zum Kommentar

    Licht der Welt – Matthäus 5:13-16

    das Licht der Welt

    zum Licht der Welt hatten wir auch erst kürzlich eine passende Ansprache 😉

    Umgang mit Zorn und Wut – Matthäus 5:21-26

    Zorn und Wut

    lauteres Auge – Matthäus 5:27-32

    lauteres Auge

    Umgang mit Feinden – Matthäus 5:38-48

    Auge um Auge

    unsere Feinde lieben

  171. Juleam 12. Dezember 2013 um 14:09 Link zum Kommentar

    Matthäus 6:1-4
    Geben: immer im Verborgenen

    1 Habt acht, dass ihr eure Almosen nicht vor den Leuten gebt, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. 2 Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gepriesen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. 3 Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, 4 damit dein Almosen im Verborgenen ist. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht , er wird es dir öffentlich vergelten .

    geben

  172. Juleam 12. Dezember 2013 um 14:24 Link zum Kommentar

    Matthäus 6:5-15
    wie wir beten sollten
    – Arbeit der Kindergruppe 😉

    5 Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. 6 Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten .

    7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. 8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet.
    9 Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten:

    Unser Vater , der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. 10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. 11 Gib uns heute unser tägliches Brot. 12 Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern. 13 Und führe uns nicht in Versuchung , sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.

    14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. 15 Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

    hier sehen wir das Ergebnis, was bei den Kids herausgekommen ist. So verstehen sie das, worum sie im Vater-Unser beten 😉

    vaterunser

  173. Juleam 12. Dezember 2013 um 16:07 Link zum Kommentar

    Matthäus 6:16-24
    die Sache mit den Prioritäten

    16 Wenn ihr aber fastet , sollt ihr nicht finster dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit es von den Leuten bemerkt wird, dass sie fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. 17 Du aber, wenn du fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, 18 damit es nicht von den Leuten bemerkt wird, dass du fastest, sondern von deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.
    .
    19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. 20 Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen! 21 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.
    .
    22 Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. 23 Wenn aber dein Auge verdorben ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!
    .
    24 Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!

    lauteres Auge

  174. Juleam 12. Dezember 2013 um 16:19 Link zum Kommentar

    Matthäus 6:25-34
    unnötige Sorgen und Ängste

    25 Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? 26 Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

    27 Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen?

    28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht; 29 ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. 30 Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen ?

    31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden? 32 Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden , aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. 33 Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit , so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

    34 Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage.

    sorgen

  175. Juleam 12. Dezember 2013 um 16:25 Link zum Kommentar

    Matthäus 7:1-12
    warum wir andere nicht richten sollten

    1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! 2 Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet , werdet ihr gerichtet werden; und mit demselben Maß , mit dem ihr [anderen] zumesst, wird auch euch zugemessen werden.
    .
    3 Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? 4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen ! – und siehe, der Balken ist in deinem Auge? 5 Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen!
    .
    6 Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht vor die Säue, damit diese sie nicht mit ihren Füßen zertreten und [jene] sich nicht umwenden und euch zerreißen.
    .
    7 Bittet , so wird euch gegeben; sucht , so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! 8 Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.
    .
    9 Oder ist unter euch ein Mensch, der, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet, ihm einen Stein gibt, 10 und, wenn er um einen Fisch bittet, ihm eine Schlange gibt?
    .
    11 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!
    .
    12 Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten.

    richten

  176. Juleam 12. Dezember 2013 um 16:31 Link zum Kommentar

    Matthäus 7:13-14
    der eingeengte Weg

    13 Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. 14 Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden.

    der weg

    interessant bei der Arbeit der Kindergruppe war, dass sich jeder irgendwo auf dem Weg positioniert hatte, wo er dachte, dass er selbst jetzt in diesem Moment steht ;-), aber auch die Helfer vom Kindergottesdienst sind mit auf dem Weg mit den Kindern eingetragen, weil diese ihnen helfen, auf dem rechten Weg zu gehen – so wie wir oft Kindergartengruppen mit ihren Erziehern im Park antreffen

  177. Juleam 12. Dezember 2013 um 16:38 Link zum Kommentar

    Matthäus 7:15-20
    die falschen Propheten und woran wir sie von den echten unterscheiden können
    1

    5 Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind!

    16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? 17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. 18 Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. 19 Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 20 Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen.

    früchte

  178. Juleam 12. Dezember 2013 um 16:45 Link zum Kommentar

    Matthäus 7:21-23
    nicht alle werden von Gott als seine Anbeter anerkannt

    21 Nicht jeder, der zu mir sagt : Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr , Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? 23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen !

    dies war eine englische Gruppe (d.h. alle, die englisch als Muttersprache haben, haben in dieser Gruppe mitgearbeitet) und daher ist das Schaubild englisch/deutsch

    echt

  179. Juleam 12. Dezember 2013 um 16:55 Link zum Kommentar

    Matthäus 7:24-29
    Bau nicht dein Haus auf den losen Sand…

    24 Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute. 25 Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn es war auf den Felsen gegründet.

    26 Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Mann gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute. 27 Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, da stürzte es ein, und sein Einsturz war gewaltig.

    28 Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, erstaunte die Volksmenge über seine Lehre, 29 denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.

    haus

    und wieder sind die Kids dran, aber wen wundert das hier, ist doch ihr Lieblingslied „Bau nicht dein Haus auf den Losen Sand“ 😉

    Bau nicht dein Haus auf den losen Sand
    .
    I
    Bau nicht dein Haus auf den losen Sand,
    bau nicht zu nahe am Strand.
    Sieht’s vielleicht auch ganz chic aus,
    mußt du doch bald wieder raus,
    denn dein Haus hält nie und nimmer stand.
    .
    II
    Doch besser: Bau dein Haus auf einen Fels,
    leg ein Fundament auf einen festen Grund.
    Wenn dann Stürme kommen und geh’n,
    bleibt dein Haus doch felsenfest steh’n.

    in der Woche drauf hatten wir dann eine Ansprache, die all dies zusammengefasst hatte. Das war ja echt mal spannend. Ich hoffe, ihr habt wie wir eure Freude an den Ergebnissen der Gruppenarbeit…

    weitere Gedanken zu Matthäus 7 finden wir hier

  180. Juleam 18. Dezember 2013 um 09:54 Link zum Kommentar

    Matthäus 8 – 11

    Matthäus 8 – warum folgen ihm eigentlich so viele?

    1 Als er aber von dem Berg herabstieg, folgte ihm eine große Volksmenge nach.

    2 Und siehe, ein Aussätziger kam, fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen! 3 Und Jesus streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will; sei gereinigt! Und sogleich wurde er von seinem Aussatz rein . 4 Und Jesus spricht zu ihm: Sieh zu, dass du es niemand sagst; sondern geh hin, zeige dich dem Priester und bringe das Opfer dar, das Mose befohlen hat, ihnen zum Zeugnis!

    5 Als Jesus aber nach Kapernaum kam, trat ein Hauptmann zu ihm, bat ihn 6 und sprach: Herr, mein Knecht liegt daheim gelähmt danieder und ist furchtbar geplagt! 7 Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen! 8 Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert , dass du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund werden! 9 Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Vorgesetzten steht, und habe Kriegsknechte unter mir; und wenn ich zu diesem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem anderen: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er“s. 10 Als Jesus das hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Einen so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden!

    11 Ich sage euch aber: Viele werden kommen vom Osten und vom Westen und werden im Reich der Himmel mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tisch sitzen, 12 aber die Kinder des Reiches werden in die äußerste Finsternis hinausgeworfen werden; dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.

    13 Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin, und dir geschehe, wie du geglaubt hast! Und sein Knecht wurde in derselben Stunde gesund.

    14 Und als Jesus in das Haus des Petrus kam, sah er, dass dessen Schwiegermutter daniederlag und Fieber hatte. 15 Und er rührte ihre Hand an; und das Fieber verließ sie, und sie stand auf und diente ihnen.

    16 Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm, und er trieb die Geister aus mit einem Wort und heilte alle Kranken,
    17 damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist, der spricht: »Er hat unsere Gebrechen weggenommen und unsere Krankheiten getragen« .

    18 Als aber Jesus die große Volksmenge um sich sah, befahl er, ans jenseitige Ufer zu fahren. 19 Und ein Schriftgelehrter trat herzu und sprach zu ihm: Meister , ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst! 20 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber der Sohn des Menschen hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann.

    21 Ein anderer seiner Jünger sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben! 22 Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben!

    23 Und er trat in das Schiff, und seine Jünger folgten ihm nach. 24 Und siehe, es erhob sich ein großer Sturm auf dem See, sodass das Schiff von den Wellen bedeckt wurde; er aber schlief. 25 Und seine Jünger traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: Herr, rette uns! Wir kommen um! 26 Da sprach er zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen ? Dann stand er auf und befahl den Winden und dem See; und es entstand eine große Stille . 27 Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Wer ist dieser, dass ihm selbst die Winde und der See gehorsam sind?

    28 Und als er ans jenseitige Ufer in das Gebiet der Gergesener kam, liefen ihm zwei Besessene entgegen, die kamen aus den Gräbern heraus und waren sehr gefährlich, sodass niemand auf jener Straße wandern konnte. 29 Und siehe, sie schrien und sprachen: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus, du Sohn Gottes? Bist du hierhergekommen, um uns vor der Zeit zu quälen ? 30 Es war aber fern von ihnen eine große Herde Schweine auf der Weide. 31 Und die Dämonen baten ihn und sprachen: Wenn du uns austreibst, so erlaube uns, in die Schweineherde zu fahren! 32 Und er sprach zu ihnen: Geht hin! Da fuhren sie aus und fuhren in die Schweineherde. Und siehe, die ganze Schweineherde stürzte sich den Abhang hinunter in den See, und sie kamen im Wasser um.

    33 Die Hirten aber flohen, gingen in die Stadt und verkündeten alles, auch was mit den Besessenen vorgegangen war. 34 Und siehe, die ganze Stadt kam heraus, Jesus entgegen. Und als sie ihn sahen, baten sie ihn, aus ihrem Gebiet wegzugehen.

    Was für ein Mann!

    Gleich zu Anfang des Kapitels kommt Verwunderung auf: direkt nach der Bergpredigt folgen ihm viele Menschen. Warum?

    Hatte er ihre zahlreichen Gesetze denn nicht noch verschärft – wenn er sagt, dass nicht nur die Handlung strafbar ist, sondern bereits die Gedanken?

    Und warum kommt er der Bitte der Dämonen nach und lässt sie in die Schweine fahren, so dass deren Besitzer schwere Verluste haben? Wie passt dies mit seiner Liebe zusammen?

    weitere Gedanken zu Matthäus 8 finden wir hier

  181. Juleam 18. Dezember 2013 um 10:03 Link zum Kommentar

    Matthäus 9 – Kann es sein, dass die Wunder an sich dem Matthäus nicht so wichtig sind?

    1 Und er trat in das Schiff, fuhr hinüber und kam in seine Stadt . 2 Und siehe, da brachten sie einen Gelähmten zu ihm, der auf einer Liegematte lag. Und als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! 3 Und siehe, etliche der Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert! 4 Und da Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr Böses in euren Herzen? 5 Was ist denn leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? 6 Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Liegematte und geh heim! 7 Und er stand auf und ging heim. 8 Als aber die Volksmenge das sah, verwunderte sie sich und pries Gott, der solche Vollmacht den Menschen gegeben hatte.

    9 Und als Jesus von da weiterging, sah er einen Menschen an der Zollstätte sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach.

    10 Und es geschah, als er in dem Haus zu Tisch saß, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen mit Jesus und seinen Jüngern zu Tisch. 11 Und als die Pharisäer es sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isst euer Meister mit den Zöllnern und Sündern? 12 Jesus aber, als er es hörte, sprach zu ihnen: Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken. 13 Geht aber hin und lernt, was das heißt: »Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer « . Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen , sondern Sünder zur Buße.

    14 Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisäer so viel, deine Jünger aber fasten nicht? 15 Und Jesus sprach zu ihnen: Können die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen sein wird, und dann werden sie fasten .

    16 Niemand aber setzt einen Lappen von neuem Tuch auf ein altes Kleid, denn der Flicken reißt von dem Kleid, und der Riss wird schlimmer. 17 Man füllt auch nicht neuen Wein in alte Schläuche, sonst zerreißen die Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die Schläuche verderben; sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche, so bleiben beide miteinander erhalten.

    18 Und als er dies mit ihnen redete, siehe, da kam ein Vorsteher , fiel vor ihm nieder und sprach: Meine Tochter ist eben gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie leben ! 19 Und Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern.

    20 Und siehe, eine Frau, die zwölf Jahre blutflüssig war, trat von hinten herzu und rührte den Saum seines Gewandes an. 21 Denn sie sagte bei sich selbst: Wenn ich nur sein Gewand anrühre, so bin ich geheilt! 22 Jesus aber wandte sich um, sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter! Dein Glaube hat dich gerettet! Und die Frau war geheilt von jener Stunde an.

    23 Als nun Jesus in das Haus des Vorstehers kam und die Pfeifer und das Getümmel sah, 24 spricht er zu ihnen: Entfernt euch! Denn das Mädchen ist nicht gestorben, sondern es schläft. Und sie lachten ihn aus. 25 Als aber die Menge hinausgetrieben war, ging er hinein und ergriff ihre Hand; und das Mädchen stand auf. 26 Und die Nachricht hiervon verbreitete sich in jener ganzen Gegend.

    27 Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, die schrien und sprachen: Du Sohn Davids, erbarme dich über uns! 28 Als er nun ins Haus kam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus fragte sie: Glaubt ihr, dass ich dies tun kann? Sie sprachen zu ihm: Ja, Herr! 29 Da rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! 30 Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus ermahnte sie ernstlich und sprach: Seht zu, dass es niemand erfährt! 31 Sie aber gingen hinaus und machten ihn in jener ganzen Gegend bekannt.

    32 Als sie aber hinausgingen, siehe, da brachte man einen Menschen zu ihm, der stumm und besessen war. 33 Und nachdem der Dämon ausgetrieben war, redete der Stumme. Und die Volksmenge verwunderte sich und sprach: So etwas ist noch nie in Israel gesehen worden! 34 Die Pharisäer aber sagten: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus!

    35 Und Jesus durchzog alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündigte das Evangelium von dem Reich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen im Volk. 36 Als er aber die Volksmenge sah, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie ermattet und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. 37 Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. 38 Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende !

    Faszinierend, in welchem Tempo Matthäus die Wunder nacheinander abharkt. Da kommt man gar nicht mit. Sind die anderen auch so schnell?

    Kann es sein, dass die Wunder an sich dem Matthäus nicht so wichtig sind, wie für Petrus? – siehe auch die Ansprache „Das Abenteuer der Nachfolge“ von John Angelina, die sich mit Petrus und seinem Werdegang und Leben als Christ beschäftigt.

    Matthäus ist dieser Steuereinnehmer, den Jesus zu Anfang beruft und ihm wird wohl die Vergebung und Barmherzigkeit wichtig gewesen sein, denn diese wurde ja ihm selbst im reichen Masse erwiesen.

    Steuereinnehmer waren seinerzeit ja nicht nur die Beamten, die für die Regierung die Steuern beim Volk eintrieben, sondern sie bereicherten sich auch selbst daran, indem sie weit mehr forderten, als auf dem Steuerbescheid stand. War Matthäus ein Jude? Wahrscheinlich schon, denn Jesus war ja zuerst zum Hause Israel gesandt und daher werden die ersten Jünger und auch Apostel wohl Juden gewesen sein. So war Matthäus einer von denen, die ihr eigenes Volk – ihre eigenen Brüder bestahlen. Etwas, was im mosaischen Gesetz verboten war. Unter diesem durftest du nicht einmal Zinsen von deinem Bruder fordern.

    In dem Film über Jesus aus der Reihe „Die Bibel“ sehen wir Matthäus als jemanden, der gerade dabei ist, einer armen Familie auch noch das Letzte zu nehmen, das sie noch haben. In diesem Moment kommen welche von der Gruppe der Zeloten, die das Volk auf eigene Faust (auch ohne den Messias) aus der Bedrückung befreien wollen und richten ein Blutbad an. Matthäus entkommt ihnen nur ganz knapp. Jesus kommt hinzu, sieht das Blutbad, entdeckt Matthäus und fordert ihn auf, ihm nachzufolgen.

    Dies steht natürlich nicht so in der Bibel, aber so könnte es gewesen sein. In einem solchen Falle war Matthäus nicht nur ein Dieb, sondern hätte auch Blutschuld auf sich geladen. Auch dies ist eine ernste Sache unter dem Gesetz, denn du warst auch verantwortlich dafür, wenn in deinem Haus ein tödlicher Unfall passierte, weil deine Sicherheitsmaßnahmen ungenügend waren.

    Trotzdem berief Jesus ihn, sich ihm anzuschließen. Ohne zu fragen, was er sich alles zu Schulden hatte kommen lassen. Er nahm ihn einfach so an, wie er ist und bot ihm die Hand zur Freundschaft. Was für eine Geste der Barmherzigkeit und Vergebung.

    Bei der Party, die er deshalb geschmissen hat, kommt es zum Eklat, die Schriftgelehrten machen Jesus Vorwürfe, weil er so schlechten Umgang pflegt. Jesu Erwiderung muss Matthäus stark beeindruckt haben! Er wollte nicht richten, sondern einfach nur die Dinge richtigstellen. Was für ein Mann und das war der Messias, der von Gott Gesandte. Wie barmherzig muss dieser Gott dann erst sein, der ihn geschickt hatte und den er durch das Gesetz bis dahin scheinbar als sehr hart und schwer zufriedenzustellen erlebt hatte. Sein ganzes Weltbild ist auf den Kopf gestellt.

    Weil dies so neu, faszinierend und begeisternd für ihn gewesen war, hat er scheinbar ganz besonders auf diesen Aspekt geachtet bei allem, was Jesus sagte und tat.

    Wir lesen hier ständig von Vergebung der Sünden.

    Ist es nicht verständlich, dass er gerade darauf geachtet hatte? Hätten wir nicht ähnlich reagiert?

  182. Juleam 18. Dezember 2013 um 10:10 Link zum Kommentar

    Matthäus 9:14-17
    Warum neuer Wein neue Schläuche braucht

    4 Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisäer so viel, deine Jünger aber fasten nicht? 15 Und Jesus sprach zu ihnen: Können die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen sein wird, und dann werden sie fasten .
    16 Niemand aber setzt einen Lappen von neuem Tuch auf ein altes Kleid, denn der Flicken reißt von dem Kleid, und der Riss wird schlimmer. 17 Man füllt auch nicht neuen Wein in alte Schläuche, sonst zerreißen die Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die Schläuche verderben; sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche, so bleiben beide miteinander erhalten.

    Sicherlich sind jedem Zeugen Jehovas und Leser der Publikationen diese Gedanken geläufig. Im Größte-Mensch-Buch wird kurz erklärt, warum dies nicht sinnvoll ist – z.B. dass das neue Tuch noch einläuft und dann zu klein ist und das alte einreißt 😉

    Vor kurzem habe ich mir die Vortragsreihe „Das Neue Testament entdecken“ von John Angelina angehört und hier gibt es eine extra Ansprache zu diesem Punkt: „Neuer Wein braucht neue Schläuche“.

    Der Punkt an sich wird ja auch hier schon klar: aus dem Kontext geht hervor, dass es darum geht, dass nun eine Veränderung kommt, durch die Altes mehr kaputt gemacht wird, als dass es hilft. Dies haben wir ja bereits auch in dem Größte-Mensch-Buch gelesen. Aber was hat es mit dem Wein und den Schläuchen auf sich?

    John Angelina erklärt es sehr anschaulich: damals im alten Israel hat man die komplette Haut von einem Schaf gegerbt und dann so zusammen genäht, dass nur noch oben eine Öffnung bleibt. Hier hat man den Most, den Saft der zertrampelten Trauben hinein geschüttet und alles fest verschlossen. Hier blieb der Most und hier fand der Gärungsprozess statt.

    Am Anfang ist das Leder noch weich und geschmeidig, aber durch die Gärung entstehen Gase, die die Geschmeidigkeit wegnehmen und das Leder wird ganz starr und fest. Dann ist der Wein fertig.

    Aber Traubenmost braucht dieses geschmeidige Leder, um gären zu können. Er braucht den Platz, um sich auszubreiten, denn die Gase, die bei der Gärung entstehen, müssen irgendwo hin können. Dies ist in einem alten Schlauch, in dem bereits Wein gegärt ist, nicht mehr möglich!

    Den Juden damals war dies bekannt, denn sie kelterten ihren Wein noch selbst. Damals gab es noch keinen Discounter, in dem du deinen Wein für ein paar Euro im Tetrapack kaufen konntest 😉

    Für die Juden war es also sofort verständlich und hat sich eingeprägt – was Jesus hier damit sagen will…

    weitere Gedanken zu Matthäus 9 finden wir hier

  183. Juleam 18. Dezember 2013 um 12:50 Link zum Kommentar

    Matthäus 10 – kein lauer Job

    1 Da rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister, sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen. 2 Die Namen der zwölf Apostel aber sind diese: der erste Simon, genannt Petrus , und sein Bruder Andreas ; Jakobus , der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes ; 3 Philippus und Bartholomäus ; Thomas und Matthäus der Zöllner; Jakobus , der Sohn des Alphäus, und Lebbäus, mit dem Beinamen Thaddäus ; 4 Simon der Kananiter , und Judas Ischariot, der ihn auch verriet. 5 Diese zwölf sandte Jesus aus, gebot ihnen und sprach: Begebt euch nicht auf die Straße der Heiden und betretet keine Stadt der Samariter ; 6 geht vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 7 Geht aber hin, verkündigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! 8 Heilt Kranke, reinigt Aussätzige, weckt Tote auf, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es! 9 Nehmt weder Gold noch Silber noch Kupfer in eure Gürtel, 10 keine Tasche auf den Weg, auch nicht zwei Hemden, weder Schuhe noch Stab; denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert. 11 Wo ihr aber in eine Stadt oder in ein Dorf hineingeht, da erkundigt euch, wer es darin wert ist, und bleibt dort, bis ihr weiterzieht. 12 Wenn ihr aber in das Haus eintretet, so grüßt es [mit dem Friedensgruß] . 13 Und wenn das Haus es wert ist, so komme euer Friede über dasselbe. Ist es aber dessen nicht wert, so soll euer Friede wieder zu euch zurückkehren. 14 Und wenn euch jemand nicht aufnehmen noch auf eure Worte hören wird, so geht fort aus diesem Haus oder dieser Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen! 15 Wahrlich, ich sage euch: Es wird dem Land Sodom und Gomorra erträglicher gehen am Tag des Gerichts als dieser Stadt.

    16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben! 17 Hütet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch den Gerichten ausliefern , und in ihren Synagogen werden sie euch geißeln ; 18 auch vor Fürsten und Könige wird man euch führen um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis . 19 Wenn sie euch aber ausliefern, so sorgt euch nicht darum, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. 20 Denn nicht ihr seid es, die reden, sondern der Geist eures Vaters ist’s, der durch euch redet. 21 Es wird aber ein Bruder den anderen zum Tode ausliefern und ein Vater sein Kind; und Kinder werden sich gegen die Eltern erheben und werden sie töten helfen. 22 Und ihr werdet von jedermann gehasst sein um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. 23 Wenn sie euch aber in der einen Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht fertig sein, bis der Sohn des Menschen kommt.

    24 Der Jünger ist nicht über dem Meister, noch der Knecht über seinem Herrn; 25 es ist für den Jünger genug, dass er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausherrn Beelzebul genannt, wie viel mehr seine Hausgenossen! 26 So fürchtet euch nun nicht vor ihnen! Denn es ist nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird, und nichts verborgen, das man nicht erfahren wird. 27 Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht, und was ihr ins Ohr hört, das verkündigt auf den Dächern! 28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle !

    29 Verkauft man nicht zwei Sperlinge um einen Groschen? Und doch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. 30 Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt. 31 Darum fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.

    32 Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel; 33 wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel. 34 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert! 35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; 36 und die Feinde des Menschen werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. 38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert. 39 Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden!

    40 Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. 41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, der wird den Lohn eines Propheten empfangen; und wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, der wird den Lohn eines Gerechten empfangen; 42 und wer einem dieser Geringen auch nur einen Becher mit kaltem Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch, der wird seinen Lohn nicht verlieren!

    Wow!

    Die Apostel werden ausgewählt und bekommen eine besondere Aufgabe – sie sollen Jesus in dem unterstützen, wozu er auf die Erde gekommen ist: das Königreich seines Vaters zu verkündigen. Was für ein Vorrecht!

    Aber er sagt ihnen gleich, dass dies kein lauer Job ist oder etwas, womit man sich leicht Anerkennung und Ehre verdienen kann. Jesus sagt ihnen schon gleich zu Anfang vorher, dass sie verfolgt werden. Wenn sie richtig zugehört haben, dann werden sie verstanden haben, dass auch er bis aufs Blut verfolgt werden würde. Etwas, wovon sie jetzt noch nichts wissen und was sie wohl auch noch nicht wirklich begreifen.

  184. Juleam 18. Dezember 2013 um 13:00 Link zum Kommentar

    Matthäus 10:2-4

    2 Die Namen der zwölf Apostel aber sind diese: der erste Simon, genannt Petrus , und sein Bruder Andreas ; Jakobus , der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes ; 3 Philippus und Bartholomäus ; Thomas und Matthäus der Zöllner; Jakobus , der Sohn des Alphäus, und Lebbäus, mit dem Beinamen Thaddäus ; 4 Simon der Kananiter , und Judas Ischariot, der ihn auch verriet.

    Aber was war das für ein Name unter denen der Apostel?

    Petrus und Andreas, Jakobus und Johannes – diese sind uns bekannt. Sind das nicht die 4 Fischer, die Jesus gleich zu Anfang zu sich ruft? Wir können diese Einladung in Matthäus 4:18-22 nachlesen. Wer mag, hört sich dazu auch die 2. Ansprache aus der Reihe „Das Abenteuer der Nachfolge“ an, denn dort geht es darum, „wie Petrus in die Wahrheit kam“ 😉

    Wen haben wir noch?

    Philippus – ihm begegnen wir später in der Apostelgeschichte, wie er von Heiligen Geist aufgefordert wird, sich dem Wagen des Eunuchen anzuschließen und ihm das zu erklären, was dieser gerade unterwegs liest.

    Uuups, so kann man sich irren, dies war ein anderer Philippus, wie ich gerade im Einsichtenbuch gesehen habe. Aber wir kennen ihn dennoch, denn er ist es, an den Jesus später die Frage richtet, wie man die Tausende ernähren könne, die ihm nachfolgten – siehe auch, was wir im Rahmen der Johannesstudie bereits dazu herausgesucht hatten.

    Thomas und Matthäus kennen wir bereits. Matthäus lesen wir gerade und Thomas war derjenige, der erst dann an Jesu Auferstehung glauben wollte, wenn er seine Hand auf die Wunde der Gekreuzigten legen würde (Johannes 20:24-29).

    Die Namen Jakobus, Simon und Judas Iskariot sagen uns etwas, auch wenn wir die beiden ersten wohl eher in den falschen Zusammenhang bringen.

    Aber was ist mit Bartholomäus und Thaddäus? Und wer waren die hier erwähnten Jakobus und Simon?

    Was wissen wir von ihnen?

    weitere Gedanken zu Matthäus 10 finden wir hier

  185. Juleam 18. Dezember 2013 um 13:05 Link zum Kommentar

    Matthäus 11 – Jesus war nicht nur sanftmütig und gütig!

    1 Und es geschah, als Jesus die Befehle an seine zwölf Jünger vollendet hatte, zog er von dort weg, um in ihren Städten zu lehren und zu verkündigen. 2 Als aber Johannes im Gefängnis von den Werken des Christus hörte, sandte er zwei seiner Jünger 3 und ließ ihm sagen: Bist du derjenige, der kommen soll , oder sollen wir auf einen anderen warten? 4 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr hört und seht: 5 Blinde werden sehend und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote werden auferweckt, und Armen wird das Evangelium verkündigt. 6 Und glückselig ist, wer nicht Anstoß nimmt an mir!

    7 Als aber diese unterwegs waren, fing Jesus an, zu der Volksmenge über Johannes zu reden: Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen zu sehen? Ein Rohr, das vom Wind bewegt wird? 8 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Menschen, mit weichen Kleidern bekleidet? Siehe, die, welche weiche Kleider tragen, sind in den Häusern der Könige! 9 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: einen, der mehr ist als ein Prophet! 10 Denn dieser ist’s, von dem geschrieben steht: »Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten soll« . 11 Wahrlich, ich sage euch: Unter denen, die von Frauen geboren sind, ist kein Größerer aufgetreten als Johannes der Täufer; doch der Kleinste im Reich der Himmel ist größer als er. 12 Aber von den Tagen Johannes des Täufers an bis jetzt leidet das Reich der Himmel Gewalt, und die, welche Gewalt anwenden, reißen es an sich. 13 Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis hin zu Johannes. 14 Und wenn ihr es annehmen wollt: Er ist der Elia, der kommen soll.

    15 Wer Ohren hat zu hören, der höre! 16 Wem soll ich aber dieses Geschlecht vergleichen? Es ist Kindern gleich, die an den Marktplätzen sitzen und ihren Freunden zurufen 17 und sprechen: Wir haben euch aufgespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben euch Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint! 18 Denn Johannes ist gekommen, der aß nicht und trank nicht; da sagen sie: Er hat einen Dämon! 19 Der Sohn des Menschen ist gekommen, der isst und trinkt; da sagen sie: Wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder! Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden von ihren Kindern.

    20 Da fing er an, die Städte zu schelten , in denen die meisten seiner Wundertaten geschehen waren, weil sie nicht Buße getan hatten: 21 Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida ! Denn wenn in Tyrus und Zidon die Wundertaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst in Sack und Asche Buße getan. 22 Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Zidon erträglicher gehen am Tag des Gerichts als euch! 23 Und du, Kapernaum , die du bis zum Himmel erhöht worden bist, du wirst bis zum Totenreich hinabgeworfen werden! Denn wenn in Sodom die Wundertaten geschehen wären, die bei dir geschehen sind, es würde noch heutzutage stehen. 24 Doch ich sage euch: Es wird dem Land Sodom erträglicher gehen am Tag des Gerichts als dir!

    25 Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast! 26 Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir. 27 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater; und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn und der, welchem der Sohn es offenbaren will. 28 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken ! 29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig ; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! 30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

    Eine Stelle, die wir mit denjenigen lesen können, die meinen, Jesus sei nur sanftmütig und gnädig gewesen und mit denen, die meinen, ein Kind auch zu strafen, stimme nicht mit ihrem Gottesbild überein. Denn auch Jesus war nicht immer nur sanft.

    Abgesehen davon, dass er zweimal im Tempel gründlich aufräumte, so hatte er immer auch deutliche Worte für diejenigen, die nicht hören wollten und beratungsresistent waren: hier regt er sich über die Bewohner bestimmter Städte auf, an anderer Stelle „beschimpft er die Schriftgelehrten und Pharisäer“!

    Denken wir bitte beim nächsten Mal daran, wenn wir christliche Eltern kritisieren, die ihre Kinder konsequent erziehen und auch mal laut werden.

    Lassen wir dann diese Stelle vor unserem geistigen Augen lebendig werden. Er hat diese Worte sicherlich nicht geflüstert oder mit sanfter Stimme gesäuselt, um ihre Gefühle oder Würde nicht zu verletzen 🙁

    Jesus war sanftmütig und barmherzig wo möglich – aber auch fest und konsequent, wo nötig!

    Aufrichtigen Menschen mit einem guten Herzen kam er immer entgegen, ihnen gab er die Möglichkeit zur Umkehr – ohne Vorwürfe zu machen. Aber andere, die einfach nicht hören wollten – die bekamen auch deutliche Worte zu hören!

    Wie mag dies wohl Matthäus beeindruckt haben, der selbst von Jesu Sanftmut und Barmherzigkeit profitiert hatte. Sicherlich wird er viel darüber nachgedacht haben, warum Jesus auf Menschen wie ihn und auf diese Menschen so unterschiedlich reagierte.

    weitere Gedanken zu Matthäus 11 finden wir hier

  186. Juleam 18. Dezember 2013 um 13:10 Link zum Kommentar

    Matthäus 12 – Wieder erleben wir Jesus hier als Jemand, der deutliche Worte spricht.

    1 Zu jener Zeit ging Jesus am Sabbat durch die Kornfelder; seine Jünger aber waren hungrig und fingen an, Ähren abzustreifen und zu essen. 2 Als aber die Pharisäer das sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was am Sabbat zu tun nicht erlaubt ist! 3 Er aber sagte zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen , was David tat, als er und seine Gefährten hungrig waren? 4 Wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote aß, welche weder er noch seine Gefährten essen durften, sondern allein die Priester? 5 Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen und doch ohne Schuld sind? 6 Ich sage euch aber: Hier ist einer, der größer ist als der Tempel! 7 Wenn ihr aber wüsstet, was das heißt: »Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer« , so hättet ihr nicht die Unschuldigen verurteilt. 8 Denn der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.

    9 Und er ging von dort weiter und kam in ihre Synagoge. 10 Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Darf man am Sabbat heilen?, damit sie ihn verklagen könnten. 11 Er aber sprach zu ihnen: Welcher Mensch ist unter euch, der ein Schaf hat und, wenn es am Sabbat in eine Grube fällt, es nicht ergreift und herauszieht? 12 Wie viel mehr ist nun ein Mensch wert als ein Schaf! Darum darf man am Sabbat wohl Gutes tun. 13 Dann sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und sie wurde gesund wie die andere. 14 Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten.

    15 Jesus aber zog sich von dort zurück, als er es bemerkte. Und es folgte ihm eine große Menge nach, und er heilte sie alle. 16 Und er befahl ihnen, dass sie ihn nicht offenbar machen sollten, 17 damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet wurde, der spricht: 18 »Siehe, mein Knecht , den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat! Ich will meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Heiden das Recht verkündigen. 19 Er wird nicht streiten noch schreien, und niemand wird auf den Gassen seine Stimme hören. 20 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg hinausführt. 21 Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.«

    22 Da wurde ein Besessener zu ihm gebracht, der blind und stumm war, und er heilte ihn, sodass der Blinde und Stumme sowohl redete als auch sah. 23 Und die Volksmenge staunte und sprach: Ist dieser nicht etwa der Sohn Davids ?

    24 Als aber die Pharisäer es hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen! 25 Da aber Jesus ihre Gedanken kannte , sprach er zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet, und keine Stadt, kein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann bestehen. 26 Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so ist er mit sich selbst uneins. Wie kann dann sein Reich bestehen? 27 Und wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. 28 Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen! 29 Oder wie kann jemand in das Haus des Starken hineingehen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken bindet? Erst dann kann er sein Haus berauben. 30 Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut! 31 Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. 32 Und wer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen. 33 Entweder pflanzt einen guten Baum, so wird die Frucht gut, oder pflanzt einen schlechten Baum, so wird die Frucht schlecht! Denn an der Frucht erkennt man den Baum.

    34 Schlangenbrut , wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund. 35 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus seinem bösen Schatz Böses hervor. 36 Ich sage euch aber, dass die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort , das sie geredet haben. 37 Denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt, und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden! 38 Da antworteten etliche der Schriftgelehrten und Pharisäer und sprachen: Meister, wir wollen von dir ein Zeichen sehen! 39 Er aber erwiderte und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen; aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona . 40 Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Riesenfisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein. 41 Die Männer von Ninive werden im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und werden es verurteilen , denn sie taten Buße auf die Verkündigung des Jona hin; und siehe, hier ist einer, der größer ist als Jona! 42 Die Königin des Südens wird im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und wird es verurteilen, denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören; und siehe, hier ist einer, der größer ist als Salomo! 43 Wenn aber der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchzieht er wasserlose Stätten und sucht Ruhe und findet sie nicht. 44 Dann spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, aus dem ich gegangen bin. Und wenn er kommt, findet er es leer, gesäubert und geschmückt. 45 Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er; und sie ziehen ein und wohnen dort, und es wird zuletzt mit diesem Menschen schlimmer als zuerst. So wird es auch sein mit diesem bösen Geschlecht!

    46 Während er aber noch zu dem Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen und wollten mit ihm reden. 47 Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden! 48 Er aber antwortete und sprach zu dem, der es ihm sagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder ? 49 Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach: Seht da, meine Mutter und meine Brüder! 50 Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter!

    Wieder erleben wir Jesus hier als Jemand, der deutliche Worte spricht.

    Hier ist nichts mit „Kuscheln und lieb haben, denn Gott ist Liebe“. Hier rügt er sie ganz deutlich, um sie zurechtzubringen. Aber sie wollen nicht!

    Hier wird immer wieder ganz deutlich gesagt, dass sie ihn hassen und los werden wollen.

    Allerdings müssen wir dabei immer im Sinn behalten, dass es Jesus nicht um sich und seine eigene Person ging; dass er nicht so deutlich wird, weil sie ihn nicht anerkennen und häßliche Dinge zu ihm sagen – es ging ihm um den Vater und den Plan des Vaters. Das sagt er auch hier, wenn er sagt, dass sie gegen ihn reden können, was sie wollen, aber sie sollten nicht gegen den heiligen Geist reden.

    Jesus war also in der Regel geduldig, liebevoll und barmherzig – wo es auch nur irgendwie möglich war. Aber wenn es gegen Gott und seinen Willen und seine Maßstäbe ging, dann konnte auch er ungemütlich werden.

    weitere Gedanken zu Matthäus 12 finden wir hier

  187. Juleam 18. Dezember 2013 um 13:15 Link zum Kommentar

    Matthäus 13 – was diese Gleichnisse alle gemeinsam haben

    1 An jenem Tag aber ging Jesus aus dem Haus hinaus und setzte sich an den See . 2 Und es versammelte sich eine große Volksmenge zu ihm, sodass er in das Schiff stieg und sich setzte; und alles Volk stand am Ufer. 3 Und er redete zu ihnen vieles in Gleichnissen und sprach:

    Siehe, der Sämann ging aus, um zu säen. 4 Und als er säte, fiel etliches an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf. 5 Anderes aber fiel auf den felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte; und es ging sogleich auf, weil es keine tiefe Erde hatte. 6 Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. 7 Anderes aber fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten es. 8 Anderes aber fiel auf das gute Erdreich und brachte Frucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig und etliches dreißigfältig. 9 Wer Ohren hat zu hören, der höre!

    10 Da traten die Jünger herzu und sprachen zu ihm: Warum redest du in Gleichnissen mit ihnen? 11 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Weil es euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu verstehen; jenen aber ist es nicht gegeben. 12 Denn wer hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluss haben; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er hat. 13 Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht hören und nicht verstehen; 14 und es wird an ihnen die Weissagung des Jesaja erfüllt, welche lautet: »Mit den Ohren werdet ihr hören und nicht verstehen, und mit den Augen werdet ihr sehen und nicht erkennen! 15 Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt , und mit den Ohren hören sie schwer, und ihre Augen haben sie verschlossen, dass sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.« 16 Aber glückselig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören! 17 Denn wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben zu sehen begehrt, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

    18 So hört nun ihr das Gleichnis vom Sämann: 19 Sooft jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht , kommt der Böse und raubt das, was in sein Herz gesät ist. Das ist der, bei dem es an den Weg gestreut war. 20 Auf den felsigen Boden gestreut aber ist es bei dem, der das Wort hört und sogleich mit Freuden aufnimmt; 21 er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch . Wenn nun Bedrängnis oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen, so nimmt er sogleich Anstoß. 22 Unter die Dornen gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorge dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar. 23 Auf das gute Erdreich gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört und versteht; der bringt dann auch Frucht , und der eine trägt hundertfältig, ein anderer sechzigfältig, ein dritter dreißigfältig.

    24 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25 Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. 26 Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut . 27 Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? 28 Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan! Da sagten die Knechte zu ihm: Willst du nun, dass wir hingehen und es zusammenlesen ? 29 Er aber sprach: Nein!, damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausreißt. 30 Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte , und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, dass man es verbrenne; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!

    31 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte. 32 Dieses ist zwar von allen Samenkörnern das kleinste; wenn es aber wächst, so wird es größer als die Gartengewächse und wird ein Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.

    33 Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Scheffel Mehl hineinmischte, bis das Ganze durchsäuert war.

    34 Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu der Volksmenge, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen, 35 damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist, der spricht: »Ich will meinen Mund zu Gleichnisreden öffnen; ich will verkündigen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war« .

    36 Da entließ Jesus die Volksmenge und ging in das Haus. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker! 37 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen. 38 Der Acker ist die Welt ; der gute Same sind die Kinder des Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen. 39 Der Feind, der es sät, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Weltzeit; die Schnitter sind die Engel. 40 Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit. 41 Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich sammeln 42 und werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. 43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!

    44 Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.

    45 Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. 46 Als er eine kostbare Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.

    47 Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und alle Arten [von Fischen] zusammenbrachte. 48 Als es voll war, zogen sie es ans Ufer, setzten sich und sammelten die guten in Gefäße, die faulen aber warfen sie weg. 49 So wird es am Ende der Weltzeit sein: Die Engel werden ausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern 50 und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.

    51 Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen zu ihm: Ja, Herr! 52 Da sagte er zu ihnen: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte , der für das Reich der Himmel unterrichtet ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.

    53 Und es geschah, als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, zog er von dort weg. 54 Und als er in seine Vaterstadt kam, lehrte er sie in ihrer Synagoge, sodass sie staunten und sprachen: Woher hat dieser solche Weisheit und solche Wunderkräfte? 55 Ist dieser nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, und seine Brüder [heißen] Jakobus und Joses und Simon und Judas? 56 Und sind nicht seine Schwestern alle bei uns? Woher hat dieser denn das alles? 57 Und sie nahmen Anstoß an ihm.

    Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nirgends verachtet außer in seinem Vaterland und in seinem Haus! 58 Und er tat dort nicht viele Wunder um ihres Unglaubens willen.

    Hier prasseln die Gleichnisse auf ie Volksmenge und auf die Jünger ein.

    Um welchen Zeitrahmen handelt es sich wohl hierbei? Hatte er die wirklich alle an einen Tag Schlag auf Schlag erzählt – oder fasst Matthäus sie hier nur in dieser Form zusammen?

    Auf der anderen Seite haben sie alle den selben Inhalt: es geht um die Herzenseinstellung der Menschen:

    • Haben sie den richtigen Herzensboden, geht der Same auf und bringt Frucht
    • Wer den rechten Herzenszustand hat, wird in der Sonne leuchten, man wird ihn als solchen erkennen, er wird unter den Fakes herausragen
    • Wer den rechten Herzenszustand hat, wird wachsen und Frucht tragen und anderen ein Segen und eine Hilfe sein
    • Wer den richtigen Herzenszustand hat, wird andere mit seiner Begeisterung anstecken
    • Wenn wir den richtigen Herzenszustand haben, dann wird uns Gott, sein Wort und sein Vorhaben das Wichtigste im Leben sein, alles andere ist dagegen wertlos in unseren Augen
    • Wer den rechten Herzenszustand hat, ist für Gott „ein guter Fang“

    Bei allen Gleichnissen, die er hier so Schlag auf Schlag erzählt, geht es eigentlich um das Gleiche: wir sollten uns fragen, warum wir Gott dienen!

  188. Juleam 18. Dezember 2013 um 13:24 Link zum Kommentar

    Wir sollten hierbei immer im Hinterkopf behalten, zu wem Jesus eigentlich spricht: er redet zu den Juden, zu denen, die zu Gottes Volk gehörten.

    Sie kannten SEIN Gesetz und fühlten sich als etwas Besonderes, da die Juden ja das von Gott selbst auserwählte Volk waren. Sie taten das, was im Gesetz stand, brachten die nötigen Opfer dar, gaben den Zehnten usw. Sie fühlten sich sicher, dachten, alles habe seine Richtigkeit.

    Jesus erinnert sie hier an das Wesentliche: es geht Gott nicht in erster Linie um diese Opfer, sondern dass sie aus der richtigen Motivation heraus gegeben werden. Er will nicht, dass wir dies einfach so tun, weil man es einfach tut – sondern aus der Liebe Gottes heraus.

    Gott hat sein Volk geliebt und er hat auch uns schon geliebt, bevor wir wußten, wer er ist und was er für uns getan hat. Diese Liebe sollte eigentlich in unserem Herzen etwas bewirken, ein Feuer entzünden, das hell brennt, für jeden gut sichtbar ist.

    Daran hat er Freude!

    Das erinnert mich an den Film, den wir gestern gesehen haben und der die Tage auf bibeltv lief: „Der König von Judah – das Lamm Gottes rettet die Welt“. Ein sehr schöner Animationsfilm, nicht nur für Kinder. Hier wird die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht der Tiere erzählt und beginnt da, wo Jesus durchs Land zieht und predigt.

    Ein Lamm – Judah – ist für das Opfer auserwählt und denkt, es würde alle anderen befreien. Aber die anderen Tiere erklären ihm, dass es selbst sterben müsse. Das will es nicht glauben, aber bald erkennt es den Ernst der Lage. Es hört von dem König, der alle befreien soll und hofft auf ihm, hofft darauf, dass dieser es befreien wird. Währenddessen laufen die anderen Tiere auf der Suche nach dem Lamm immer wieder diesem König über den Weg und beobachten, wie er im Tempel aufräumt und „die Tiere befreit“, als er die Tische und damit auch die Käfige umwirft 😉

    Unverständlicherweise kippt die Stimmung: der eben noch bejubelte König wird gefangen genommen, misshandelt und getötet. Während das Lamm für das Opfer bereitet wird und der Priester bereits das Schlachtmesser hochnimmt, stirbt der König, es gibt ein Erdbeben, der Vorhang zerreißt und das Lamm kommt frei. Es weiss nicht wie, aber es weiss, dass dieser König es befreit hat und es rennt jubelnd seine Freunde suchen.

    Die Freunde sind bedrückt, denn sie haben gerade den König sterben sehen – da kommt das Lamm voller Freude gesprungen und ruft immer wieder: „ich bin frei, ich bin frei! Der König hat mich befreit!“ und kann damit überhaupt nicht aufhören. Es will nicht glauben, dass dieser König tot sein solle, denn er hat es doch eben erst befreit.

    Die Freunde wollen wieder nach Hause, denn was hält sie noch in Jerusalem? Aber das Lamm will nicht mit. Es beharrt darauf, vor dem Grab des Königs auf ihn zu warten, denn „er kann nicht tot sein“ und wenn er wirklich in dem Grab liegt, dann muss er auch wieder herauskommen. Und so bleibt es und wartet und die Freunde warten mit ihm. Ihre Geduld wird belohnt und sie sehen den König aus dem Grab treten…

    Dieses Lamm hat die richtige Herzenseinstellung – die Einstellung, die sich unser Gott von uns allen, von allen seinen Anbetern wünscht: große Freude und überströmende Dankbarkeit.

    Aus dieser heraus sind wir bereit, alles zu tun, aus dieser heraus sind wir bereit, auf IHN zu warten und auf Dinge zu verzichten – nicht andersherum!

    Das ist es, was Jesus ihnen hier klar machen will.

    weitere Gedanken zu Matthäus 13 finden wir hier

  189. Juleam 18. Dezember 2013 um 13:27 Link zum Kommentar

    Matthäus 14 – die Reaktion von Jesus auf den Tod seines Cousins

    1 Zu jener Zeit hörte der Vierfürst Herodes das Gerücht von Jesus. 2 Und er sprach zu seinen Dienern: Das ist Johannes der Täufer, der ist aus den Toten auferstanden; darum wirken auch die Wunderkräfte in ihm! 3 Denn Herodes hatte den Johannes ergreifen lassen und ihn binden und ins Gefängnis bringen lassen wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus. 4 Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, sie zu haben! 5 Und er wollte ihn töten , fürchtete aber die Volksmenge, denn sie hielten ihn für einen Propheten .

    6 Als nun Herodes seinen Geburtstag beging, tanzte die Tochter der Herodias vor den Gästen und gefiel dem Herodes. 7 Darum versprach er ihr mit einem Eid, ihr zu geben, was sie auch fordern würde. 8 Da sie aber von ihrer Mutter angeleitet war, sprach sie: Gib mir hier auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers! 9 Und der König wurde betrübt; doch um des Eides willen und derer, die mit ihm zu Tisch saßen, befahl er, es zu geben. 10 Und er sandte hin und ließ Johannes im Gefängnis enthaupten. 11 Und sein Haupt wurde auf einer Schüssel gebracht und dem Mädchen gegeben, und sie brachte es ihrer Mutter. 12 Und seine Jünger kamen herbei, nahmen den Leib und begruben ihn und gingen hin und verkündeten es Jesus.

    13 Und als Jesus das hörte, zog er sich von dort in einem Schiff abseits an einen einsamen Ort zurück.

    Und als die Volksmenge es vernahm, folgte sie ihm aus den Städten zu Fuß nach. 14 Als nun Jesus ausstieg, sah er eine große Menge; und er erbarmte sich über sie und heilte ihre Kranken. 15 Und als es Abend geworden war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Der Ort ist einsam, und die Stunde ist schon vorgeschritten; entlasse das Volk, damit sie in die Dörfer gehen und sich Speise kaufen! 16 Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben es nicht nötig, wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! 17 Sie sprachen zu ihm: Wir haben nichts hier als fünf Brote und zwei Fische. 18 Da sprach er: Bringt sie mir hierher! 19 Und er befahl der Volksmenge, sich in das Gras zu lagern, und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf, dankte , brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie dem Volk. 20 Und sie aßen alle und wurden satt; und sie hoben auf, was an Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll. 21 Die aber gegessen hatten, waren etwa 5 000 Männer, ohne Frauen und Kinder.

    22 Und sogleich nötigte Jesus seine Jünger, in das Schiff zu steigen und vor ihm ans jenseitige Ufer zu fahren, bis er die Volksmenge entlassen hätte. 23 Und nachdem er die Menge entlassen hatte, stieg er auf den Berg, um abseits zu beten ; und als es Abend geworden war, war er dort allein .

    24 Das Schiff aber war schon mitten auf dem See und litt Not von den Wellen; denn der Wind stand ihnen entgegen. 25 Aber um die vierte Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem See. 26 Und als ihn die Jünger auf dem See gehen sahen, erschraken sie und sprachen: Es ist ein Gespenst!, und schrien vor Furcht. 27 Jesus aber redete sogleich mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin“s; fürchtet euch nicht!

    28 Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, zu dir auf das Wasser zu kommen ! 29 Da sprach er: Komm! Und Petrus stieg aus dem Schiff und ging auf dem Wasser, um zu Jesus zu kommen. 30 Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich, und da er zu sinken anfing, schrie er und sprach: Herr, rette mich! 31 Jesus aber streckte sogleich die Hand aus, ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger , warum hast du gezweifelt ?

    32 Und als sie in das Schiff stiegen, legte sich der Wind. 33 Da kamen die in dem Schiff waren, warfen sich anbetend vor ihm nieder und sprachen: Wahrhaftig , du bist Gottes Sohn !

    34 Und sie fuhren hinüber und kamen in das Land Genezareth. 35 Und als ihn die Männer dieser Gegend erkannten, sandten sie in die ganze Umgebung und brachten alle Kranken zu ihm. 36 Und sie baten ihn, dass sie nur den Saum seines Gewandes anrühren dürften; und alle, die ihn anrührten, wurden ganz gesund.

    Was für ein aufregender „Tag“. Ist dies wirklich alles an einem einzigen Tag geschehen?

    Interessant finde ich die Reaktion von Jesus auf den Tod seines Cousins: er will allein sein und beten. Sicherlich ist er sehr betroffen.

    Vielleicht hatten sie ja als Kinder näheren Kontakt gepflegt?

    Oder war er deshalb so betroffen, weil er wußte, dass Johannes um der wahren Anbetung Willen ermordet wurde?

    Er macht hier einen sehr souveränen Eindruck, will nicht, dass alle die Trauer und vielleicht auch Wut darüber mitbekommen. Also zieht er sich zurück.

  190. Juleam 18. Dezember 2013 um 13:33 Link zum Kommentar

    Allerdings stellt er auch hier die Bedürfnisse der anderen über seine eigenen, denn er hätte die Volksmenge ja auch wegschicken können – so nach dem Motto: „wegen Trauerfall geschlossen“. Aber er nimmt sich Zeit für sie und ihre Bedürfnisse.

    Er handelt sie nicht einfach schnell schnell ab, sondern nimmt sich wirklich Zeit: er heilt alle ihre Kranken! Das müssen eine Menge gewesen sein, die alle nach und nach dran kamen.

    Aber damit nicht genug: er lehrt sie auch.

    War dies in diesem Moment unbedingt nötig? Hätte es mit den Heilungen nicht gereicht? Hätte er nicht auch einfach sagen können: „nun seid ihr alle gesund. Bitte kommt morgen wieder, mir geht es heute nicht so gut, mein geliebter Cousin ist gestorben.“?

    Nein! Er weiss, dass die Belehrung eigentlich noch viel wichtiger ist, als ihre körperliche Gesundheit. Er will ihnen helfen, ihr Verhältnis mit Gott wieder in Ordnung zu bringen. Denn dazu ist er ja auf die Erde gekommen – nicht um zu heilen. Er will, dass sie ihm folgen, weil sie daran interessiert sind, wie Jehova denkt und wie sie ihm gefallen können. Die Heilungen sind nur ein Nebenprodukt:

    • weil er Mitleid mit ihnen hat und durch die Heilungen zeigt, dass sich auch Jehova für ihre Sorgen, Nöte und Gesundheit interessiert
    • dann kann Jemand, der gesund ist, die Botschaft sicherlich besser aufnehmen, als wenn er durch Schmerzen abgelenkt ist oder sonstwie behindert
    • die Heilungen sind ein Wunder und beweisen, dass er Gottes Sohn ist und dies hilft ihnen, ihn als den Messias zu erkennen
    • durch die Heilung, die sie empfangen haben, müßten sie eigentlich vor Dankbarkeit überströmen (siehe auch das Lamm aus dem Film, von dem ich gestern erzählt habe)
    • und auch diejenigen, die dies „nur“ gesehen haben, müßten eigentlich im Herzen berührt sein, so dass sie die rechte Herzenseinstellung haben. Auch hiervon hatten wir bereits gestern gesprochen.

    Weil er weiss, wie wichtig diese richtige Herzenseinstellung oder Motivation ist, darum nimmt er sich die Zeit für sie.

  191. Juleam 18. Dezember 2013 um 13:35 Link zum Kommentar

    Wir halten fest: eigentlich will Jesus jetzt lieber allein sein und sich mit seinem Vater aussprechen, denn der Tod des Johannes schmerzt ihn sehr.

    Aber er nimmt sich Zeit für die Volksmengen und heilt sie alle und belehrt sie. Dies alles nimmt schon jede Menge Zeit ein und verlangt ihm sicherlich auch einiges an Selbstbeherrschung ab, denn er muss seine eigenen Gefühle der Trauer erst einmal zurück drängen. Für einen Mann aus dieser Kultur nicht unbedingt üblich, denn dort wird sehr laut geklagt und gejammert in so einem Fall!

    Nun kommen seine Jünger zu ihm und sagen, er soll die Volksmengen wegschicken, da sie ja auch alle essen müssen und hier nicht genügend Nahrung vorhanden ist.

    Wäre dies nicht ein willkommener Anlaß? Sie haben ja Recht und eigentlich wollte er allein sein. Niemand hätte ihm hier einen Vorwurf gemacht, jeder hätte es verstanden.

    Aber er nimmt sich noch mehr Zeit für sie. Er geht in gewissem Sinne mit ihnen auch noch „die zweite Meile“, indem er weit mehr tut, als das, worum er gebeten wurde. Und das in einem Moment, wo es für ihn persönlich eigentlich absolut nicht passt.

    Er sorgt durch ein Wunder für Speise für alle und so essen sie erst einmal und weiter geht es mit der Belehrung.

    Wieviel Zeit mag er ihnen bis hierher bereits geschenkt haben?

  192. Juleam 18. Dezember 2013 um 13:39 Link zum Kommentar

    Doch damit nicht genug: er schickt die Jünger schon mal mit dem Boot vor, um die Leute zu verabschieden.

    Können wir uns das vorstellen? Über 5.000 Leute stehen da und wollen ihm die Hand schütteln und einige persönliche Worte mit ihm wechseln.

    Wir wissen, dass so eine Begrüßung in der damaligen Zeit und Kultur mehr war, als nur „wie geht’s?“. Das war auch der Grund, warum Elia Gehasi aufforderte, unterwegs niemanden zu begrüßen und warum auch Jesus selbst seinen Jüngern später diese Anweisung gibt: es kostet viel Zeit!

    Wenn diese Zeremonie bereits bei einer Person zeitaufwendig ist, der wir zufällig unterwegs begegnen – wieviel Zeit mag wohl die Verabschiedung dieser großen Volksmenge gekostet haben?

    Aber Jesus nimmt sich diese Zeit für jeden von ihnen.

    Erst dann geht er auf den Berg und kann endlich mit seinem Vater allein sein und ihm sein Herz ausschütten, wahrscheinlich sogar endlich lauthals weinen und klagen.

    Hätten wir uns diese Zeit für all die anderen genommen?

    Wieviel Zeit nehmen wir uns heute für andere? Nehmen wir uns die Zeit, auf sie einzugehen – auch dann, wenn es uns selbst vielleicht nicht so gut geht?

    Oftmals nehmen wir uns nicht einmal die Zeit, nach unseren Brüdern zu fragen, die wir beim Gottesdienst vermisst haben, oder die Schwester anzusprechen und ihr zuzuhören, die so ein trauriges Gesicht gemacht hat. Vielleicht sogar deshalb, weil wir nicht wollen, dass sie ihr Herz ausschüttet – denn wir wollen schnell nach Hause, haben ja selbst noch zu tun 🙁

    weitere Gedanken zu Matthäus 14 finden wir hier

  193. Juleam 18. Dezember 2013 um 13:43 Link zum Kommentar

    Matthäus 15 – hier erhalten wir ein ausgeglichenes Bild von Jesus und Jehova

    1 Da kamen die Schriftgelehrten und Pharisäer von Jerusalem zu Jesus und sprachen: 2 Warum übertreten deine Jünger die Überlieferung der Alten ? Denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen. 3 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Und warum übertretet ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen? 4 Denn Gott hat geboten und gesagt: »Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!« und: »Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben!« 5 Ihr aber sagt: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht: Ich habe zur Weihegabe bestimmt, was dir von mir zugutekommen sollte!, der braucht auch seinen Vater oder seine Mutter nicht mehr zu ehren . 6 Und so habt ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen aufgehoben .
    7 Ihr Heuchler ! Treffend hat Jesaja von euch geweissagt, wenn er spricht: 8 »Dieses Volk naht sich zu mir mit seinem Mund und ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir. 9 Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind.«

    10 Und er rief die Volksmenge zu sich und sprach zu ihnen: Hört und versteht! 11 Nicht das, was zum Mund hineinkommt, verunreinigt den Menschen, sondern was aus dem Mund herauskommt, das verunreinigt den Menschen.

    12 Da traten seine Jünger herzu und sprachen zu ihm: Weißt du, dass die Pharisäer Anstoß nahmen, als sie das Wort hörten? 13 Er aber antwortete und sprach: Jede Pflanze , die nicht mein himmlischer Vater gepflanzt hat, wird ausgerissen werden. 14 Lasst sie; sie sind blinde Blindenleiter! Wenn aber ein Blinder den anderen leitet, werden beide in die Grube fallen.

    15 Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Erkläre uns dieses Gleichnis! 16 Jesus aber sprach: Seid denn auch ihr noch unverständig? 17 Begreift ihr noch nicht, dass alles, was zum Mund hineinkommt, in den Bauch kommt und in den Abort geworfen wird? 18 Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen , und das verunreinigt den Menschen.
    19 Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken , Mord , Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen. 20 Das ist“s, was den Menschen verunreinigt! Aber mit ungewaschenen Händen essen, das verunreinigt den Menschen nicht.

    21 Und Jesus ging von dort weg und zog sich in die Gegend von Tyrus und Zidon zurück. 22 Und siehe, eine kanaanäische Frau kam aus jener Gegend, rief ihn an und sprach: Erbarme dich über mich, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen! 23 Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Da traten seine Jünger herzu, baten ihn und sprachen: Fertige sie ab, denn sie schreit uns nach! 24 Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 25 Da kam sie, fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! 26 Er aber antwortete und sprach: Es ist nicht recht, dass man das Brot der Kinder nimmt und es den Hunden vorwirft. 27 Sie aber sprach: Ja, Herr; und doch essen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen! 28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist groß; dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.

    29 Und Jesus zog von dort weiter und kam an den See von Galiläa; und er stieg auf den Berg und setzte sich dort. 30 Und es kamen große Volksmengen zu ihm, die hatten Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere bei sich. Und sie legten sie zu Jesu Füßen, und er heilte sie, 31 sodass sich die Menge verwunderte , als sie sah, dass Stumme redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gingen und Blinde sehend wurden; und sie priesen den Gott Israels.

    32 Da rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach: Ich bin voll Mitleid mit der Menge; denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen, und ich will sie nicht ohne Speise entlassen, damit sie nicht auf dem Weg verschmachten. 33 Und seine Jünger sprachen zu ihm: Woher sollen wir in der Einöde so viele Brote nehmen, um eine so große Menge zu sättigen? 34 Und Jesus sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben, und ein paar Fische. 35 Da gebot er dem Volk, sich auf die Erde zu lagern, 36 und nahm die sieben Brote und die Fische, dankte , brach sie und gab sie seinen Jüngern; die Jünger aber gaben sie dem Volk. 37 Und sie aßen alle und wurden satt und hoben auf, was an Brocken übrig blieb, sieben Körbe voll. 38 Es waren aber etwa 4 000 Männer, die gegessen hatten, ohne Frauen und Kinder.

    39 Und nachdem er die Volksmenge entlassen hatte, stieg er in das Schiff und kam in die Gegend von Magdala.

    Hier erleben wir Jesus in drei verschiedenen Arten: zu den Volksmengen ist er liebevoll und voll Mitleid. So, wie wir ihn kennen und wie auch „das Gottesbild“ der meisten ist. Immer lieb und auf alle eingehend.

    Aber davor erleben wir ihn etwas weniger sanft und weich: er verweigert zuerst einer Frau seine Hilfe. Warum? Weil er eine klare Aufgabe von seinem Vater erhalten hatte – und dies gehört nicht dazu. Er sollte nur zu den Juden gehen. Die Zeit für die Nationen war noch nicht gekommen. (Wobei: er hatte doch auch den Soldaten des Kornelius geheilt?)

    Aber auch wenn die Zeit noch nicht da war, so lässt er sich doch erweichen. Warum? Weil die Frau so hartnäckig war oder weil er Mitleid mit ihr hatte?

    Nein. Weil ihr Glaube ihn beeindruckte und das war es ja, weshalb er auf die Erde gekommen war: die Menschen wieder zu Jehova hinzuführen, den Glauben zu stärken. Und diese Frau war nicht einmal von Gottes Volk…

    Ganz zu Anfang erleben wir Jesus allerdings völlig anders: als er mit den Pharisäer und Schriftgelehrten spricht, ist er hart und unnachgiebig. Er beschimpft sie sogar: „Heuchler!“

    Wir bekommen in diesem Kapitel also ein völlig abgerundetes Bild von Jesus – und damit auch von unserem Gottesbild.

    Jesus und sein Vater Jehova sind eben nicht nur ganz lieb und nett und haben immer Verständnis für alles und Jeden – sondern es gibt auch Grenzen. Bei einigen kann man „mit ihnen verhandeln“, wie Jesus es hier bei der Frau tut. Er gewährt ihr doch die Bitte, obwohl es eigentlich nicht so sein sollte.

    Aber es gibt auch Grenzen, wo Jehova und Jesus nicht nachgeben und da können wir ihnen dann auch nicht mit „der unverdienten Güte“ kommen 🙂

    weitere Gedanken zu Matthäus 15 finden wir hier

  194. Juleam 20. Dezember 2013 um 14:53 Link zum Kommentar

    Matthäus 16 – 19

    Matthäus 16 – Achtung: der erste Teil gehört komplett zusammen!

    1 Und die Pharisäer und Sadduzäer traten herzu, versuchten ihn und verlangten, dass er ihnen ein Zeichen aus dem Himmel zeigen möge. 2 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Am Abend sagt ihr: Es wird schön, denn der Himmel ist rot!, 3 und am Morgen: Heute kommt ein Ungewitter, denn der Himmel ist rot und trübe! Ihr Heuchler, das Aussehen des Himmels versteht ihr zu beurteilen, die Zeichen der Zeit aber nicht! 4 Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona ! Und er verließ sie und ging davon. 5 Als seine Jünger ans jenseitige Ufer kamen, hatten sie vergessen, Brot mitzunehmen. 6 Jesus aber sprach zu ihnen: Habt acht und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer! 7 Da machten sie sich untereinander Gedanken und sagten: Weil wir kein Brot mitgenommen haben! 8 Als es aber Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen , was macht ihr euch Gedanken darüber, dass ihr kein Brot mitgenommen habt? 9 Versteht ihr noch nicht, und denkt ihr nicht an die fünf Brote für die Fünftausend, und wie viele Körbe ihr da aufgehoben habt? 10 Auch nicht an die sieben Brote für die Viertausend, und wie viele Körbe ihr da aufgehoben habt? 11 Warum versteht ihr denn nicht, dass ich euch nicht wegen des Brotes gesagt habe, dass ihr euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer hüten solltet? 12 Da sahen sie ein, dass er nicht gesagt hatte, sie sollten sich hüten vor dem Sauerteig des Brotes, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.

    13 Als aber Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Leute mich, den Sohn des Menschen? 14 Sie sprachen: Etliche für Johannes den Täufer; andere aber für Elia ; noch andere für Jeremia oder einen der Propheten. 15 Da spricht er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? 16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! 17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Sohn des Jona; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel! 18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus , und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen . 19 Und ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein. 20 Da gebot er seinen Jüngern, dass sie niemand sagen sollten, dass er Jesus der Christus sei.

    21 Von da an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten, den obersten Priestern und Schriftgelehrten, und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden müsse. 22 Da nahm Petrus ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren und sprach: Herr, schone dich selbst! Das widerfahre dir nur nicht! 23 Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Weiche von mir, Satan ! Du bist mir ein Ärgernis ; denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich! 24 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach! 25 Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden. 26 Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert? Oder was kann der Mensch als Lösegeld für sein Leben geben ? 27 Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen , und dann wird er jedem Einzelnen vergelten nach seinem Tun. 28 Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Reich!

    Interessante Änderung beim Lesen:

    Bisher habe ich den Text immer auseinander gezogen, um an bestimmten Stellen Denkpausen anzuzeigen, einzelne Gedanken noch mehr sichtbar zu machen – jetzt wird der Text beim Lesen noch mehr zusammengestaucht, um den Zusammenhang besser sichtbar zu machen, in dem Jesus bestimmte Dinge sagte 😉

    Hier merken wir es ganz zu Anfang. Ich habe es bisher immer als zwei verschiedene, einzelne Begebenheiten gelesen. Nur dadurch konnte die Frage aufkommen. Aber es gehört zusammen:

    Zuerst kommen die Schriftgelehrten und Pharisäer und Sadduzäer und wollen Jesus eine Falle stellen. Daher ist es nun für Jesus an der Zeit, seine Jünger vor deren schlechten Einfluß und Gedankengut zu warnen.

    Das, was sich wie die Einleitung für eine neue Geschichte liest, ist in Wirklichkeit nur ein kurzer Einschub, damit der Leser die nun folgenden Gedanken der Jünger versteht. Die Schriftgelehrten sind weg, Jesus warnt vor ihrem Einfluß und zur Erklärung der Hintergründe erfahren wir, dass die Jünger gedanklich bei den fehlenden Broten sind.

    Vor diesem Hintergrund bringen sie das mit dem Sauerteig nicht sofort mit den Lehren und dem schlechten Einfluß in Verbindung – sondern logischerweise mit den Broten, für deren Herstellung Sauerteig benötigt wird.

    Geht es uns nicht auch ab und an so, dass wir den Gedankenfaden verlieren, weil wir mit den Gedanken abgelenkt sind? Wir sitzen in der Versammlung und hören eine tolle Ansprache, aber dann fällt uns ein, was wir noch unbedingt tun oder besorgen müssen – währenddessen spricht der Bruder natürlich weiter – und auf einmal verstehen wir nicht mehr, worum es gerade geht. Wenn nun das, was der Bruder sagt, in irgendeiner Form zu unseren abgeschweiften Gedanken passt, haben wir vielleicht dasselbe Dilemma wie die Jünger hier.

  195. Juleam 20. Dezember 2013 um 14:57 Link zum Kommentar

    Petrus und der Fels
    Matthäus 16:18

    Und ich sage dir auch: Du bist Petrus , und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen

    Hängen wirklich so viele Mißverständnisse an der Sprache?

    Die Katholische Kirche interpretiert(e) diesen Vers so, dass Jesus sagte, er würde seine Gemeinde auf Petrus aufbauen und so sehen sie diesen als den ersten Papst. Denn der Name Petrus bedeutet so viel wie Fels.

    In seiner Vortragsreihe über „Das Abenteuer der Nachfolge“ spricht John Angelina diesen Punkt an und erklärt, was Jesus eigentlich gesagt hat:

    Der Name Petrus steht für ein winziges Stück aus einem Stein. So, wie wenn aus einem Fels ein kleines Stück heraus gebrochen ist oder heraus gehauen wurde. Der „Petrus“ ist also ein kleiner „Ableger“ von einem großen Felsen.

    Der große Felsen ist Jesus selbst und auf diesen würde die Gemeinde Gottes gebaut: auf Jesus selbst!

    Aber auch das Wortspiel, das sich hier ergibt, ist interessant: Petrus ist ein „Ableger“ von dem Felsen Jesus. Er entstammt ihm in gewisser Weise, denn er hat von ihm gelernt und bemüht sich, so zu werden, wie sein Vorbild.

  196. Juleam 20. Dezember 2013 um 15:03 Link zum Kommentar

    „Tritt hinter mich, Satan!“
    Matthäus 16:21-23

    21 Von da an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten, den obersten Priestern und Schriftgelehrten, und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden müsse. 22 Da nahm Petrus ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren und sprach: Herr, schone dich selbst! Das widerfahre dir nur nicht! 23 Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Weiche von mir, Satan ! Du bist mir ein Ärgernis ; denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich!

    Diese Begebenheit bekommt in der mehrteiligen Vortragsfolge eine ganze Ansprache: „Das eigene Sein neu erkennen!“

    Hier geht es darum, dass Petrus gerade eben noch von Jesus gelobt wird, dass er ihn als Messias erkannte – und so kurz darauf bezeichnet er ihn als Satan, als Ursache zum Straucheln.

    Der Grundgedanke dieser Ansprache ist es, dass wir uns oftmals selbst anders sehen, als Jehova uns sieht und dass wir lernen müssen, uns mit SEINEN Augen zu sehen

    weitere Gedanken zu Matthäus 16 finden wir hier

  197. Juleam 1. Januar 2014 um 19:51 Link zum Kommentar

    Matthäus 17 – die Umgestaltung Jesu

    1 Und nach sechs Tagen nahm Jesus den Petrus, den Jakobus und dessen Bruder Johannes mit sich und führte sie beiseite auf einen hohen Berg. 2 Und er wurde vor ihnen verklärt , und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. 3 Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elia, die redeten mit ihm. 4 Da begann Petrus und sprach zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind! Wenn du willst, so lass uns hier drei Hütten bauen, dir eine und Mose eine und Elia eine. 5 Als er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke , und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein geliebter Sohn , an dem ich Wohlgefallen habe; auf ihn sollt ihr hören ! 6 Als die Jünger das hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. 7 Und Jesus trat herzu, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht! 8 Als sie aber ihre Augen erhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. 9 Und als sie den Berg hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Sagt niemand von dem Gesicht, bis der Sohn des Menschen aus den Toten auferstanden ist!

    10 Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, dass zuvor Elia kommen müsse? 11 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt freilich zuvor und wird alles wiederherstellen . 12 Ich sage euch aber, dass Elia schon gekommen ist; und sie haben ihn nicht anerkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Sohn des Menschen von ihnen leiden müssen. 13 Da verstanden die Jünger, dass er zu ihnen von Johannes dem Täufer redete.

    14 Und als sie zur Volksmenge kamen, trat ein Mensch zu ihm, fiel vor ihm auf die Knie 15 und sprach: Herr, erbarme dich über meinen Sohn, denn er ist mondsüchtig und leidet schwer; er fällt nämlich oft ins Feuer und oft ins Wasser! 16 Und ich habe ihn zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen. 17 Da antwortete Jesus und sprach: O du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht! Wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir! 18 Und Jesus befahl dem Dämon, und er fuhr von ihm aus, und der Knabe war gesund von jener Stunde an. 19 Da traten die Jünger allein zu Jesus und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? 20 Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen! Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berg sprechen: Hebe dich weg von hier dorthin!, und er würde sich hinwegheben; und nichts würde euch unmöglich sein. 21 Aber diese Art fährt nicht aus außer durch Gebet und Fasten.

    22 Als sie nun ihren Weg durch Galiläa nahmen, sprach Jesus zu ihnen: Der Sohn des Menschen wird in die Hände der Menschen ausgeliefert werden, 23 und sie werden ihn töten, und am dritten Tag wird er auferweckt werden. Und sie wurden sehr betrübt . 24 Als sie aber nach Kapernaum kamen, traten die Einnehmer der Tempelsteuer zu Petrus und sprachen: Zahlt euer Meister nicht auch die zwei Drachmen? 25 Er antwortete: Doch! Und als er ins Haus trat, kam ihm Jesus zuvor und sprach: Was meinst du, Simon, von wem nehmen die Könige der Erde den Zoll oder die Steuer, von ihren Söhnen oder von den Fremden? 26 Petrus sagte zu ihm: Von den Fremden. Da sprach Jesus zu ihm: So sind also die Söhne frei! 27 Damit wir ihnen aber keinen Anstoß geben, geh hin an den See, wirf die Angel aus und nimm den ersten Fisch, den du herausziehst, und wenn du sein Maul öffnest, wirst du einen Stater finden; den nimm und gib ihn für mich und dich!

    hier finden wir einige Gedanken zu Matthäus 17

  198. Juleam 1. Januar 2014 um 19:55 Link zum Kommentar

    Matthäus 18 – Warum fällt es uns eigentlich so schwer, anderen zu vergeben?

    1 Zu jener Stunde traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wer ist wohl der Größte im Reich der Himmel? 2 Und Jesus rief ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte 3 und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder , so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen! 4 Wer nun sich selbst erniedrigt wie dieses Kind, der ist der Größte im Reich der Himmel. 5 Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf. 6 Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Anstoß [zur Sünde] gibt, für den wäre es besser, dass ein großer Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde. 7 Wehe der Welt wegen der Anstöße [zur Sünde]! Denn es ist zwar notwendig , dass die Anstöße [zur Sünde] kommen, aber wehe jenem Menschen, durch den der Anstoß [zur Sünde] kommt!

    8 Wenn aber deine Hand oder dein Fuß für dich ein Anstoß [zur Sünde] wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Es ist besser für dich, dass du lahm oder verstümmelt in das Leben eingehst, als dass du zwei Hände oder zwei Füße hast und in das ewige Feuer geworfen wirst. 9 Und wenn dein Auge für dich ein Anstoß [zur Sünde] wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Leben eingehst, als dass du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst. 10 Seht zu, dass ihr keinen dieser Kleinen verachtet! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel schauen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel.

    11 Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um das Verlorene zu retten. 12 Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hat, und es verirrt sich eines von ihnen, lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte? 13 Und wenn es geschieht, dass er es findet, wahrlich, ich sage euch: Er freut sich darüber mehr als über die neunundneunzig, die nicht verirrt waren. 14 So ist es auch nicht der Wille eures Vaters im Himmel, dass eines dieser Kleinen verlorengeht.

    15 Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Hört er aber nicht, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen beruht. 17 Hört er aber auf diese nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und ein Zöllner. 18 Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein.

    19 Weiter sage ich euch: Wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen über irgendeine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteilwerden von meinem Vater im Himmel. 20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.

    21 Da trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, der gegen mich sündigt? Bis siebenmal? 22 Jesus antwortete ihm: Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmalsiebenmal! 23 Darum gleicht das Reich der Himmel einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. 24 Und als er anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war 10 000 Talente schuldig. 25 Weil er aber nicht bezahlen konnte, befahl sein Herr, ihn und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und so zu bezahlen . 26 Da warf sich der Knecht nieder, huldigte ihm und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, so will ich dir alles bezahlen! 27 Da erbarmte sich der Herr über diesen Knecht, gab ihn frei und erließ ihm die Schuld. 28 Als aber dieser Knecht hinausging, fand er einen Mitknecht, der war ihm 100 Denare schuldig; den ergriff er, würgte ihn und sprach: Bezahle mir, was du schuldig bist! 29 Da warf sich ihm sein Mitknecht zu Füßen, bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, so will ich dir alles bezahlen! 30 Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er bezahlt hätte, was er schuldig war. 31 Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrübt , kamen und berichteten ihrem Herrn den ganzen Vorfall. 32 Da ließ sein Herr ihn kommen und sprach zu ihm: Du böser Knecht! Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest; 33 solltest denn nicht auch du dich über deinen Mitknecht erbarmen, wie ich mich über dich erbarmt habe? 34 Und voll Zorn übergab ihn sein Herr den Folterknechten, bis er alles bezahlt hätte, was er ihm schuldig war. 35 So wird auch mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn ihr nicht jeder seinem Bruder von Herzen seine Verfehlungen vergebt.

    Das mit der Vergebung ist so eine Sache. Warum eigentlich?

    Warum fällt es uns eigentlich so schwer, anderen zu vergeben? Wir wissen doch, dass auch wir nicht vollkommen sind und immer wieder Fehler machen, wenn auch nicht immer bewußt. Aber wir wollen doch auch, dass man uns dann vergibt (Matthäus 7:12). Warum sind wir dann so hart mit anderen?

    weitere Gedanken zu Matthäus 18 finden wir hier

  199. Juleam 1. Januar 2014 um 20:00 Link zum Kommentar

    Matthäus 19 – Warum wollen wir immer besser und noch angesehener sein als andere?

    1 Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, verließ er Galiläa und kam in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan. 2 Und es folgte ihm eine große Volksmenge nach, und er heilte sie dort. 3 Da traten die Pharisäer zu ihm, versuchten ihn und fragten ihn: Ist es einem Mann erlaubt, aus irgendeinem Grund seine Frau zu entlassen ? 4 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf 5 und sprach: »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen; und die zwei werden ein Fleisch sein« ? 6 So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden! 7 Da sprachen sie zu ihm: Warum hat denn Mose befohlen, ihr einen Scheidebrief zu geben und sie so zu entlassen? 8 Er sprach zu ihnen: Mose hat euch wegen der Härtigkeit eures Herzens erlaubt, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen. 9 Ich sage euch aber: Wer seine Frau entlässt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe. 10 Da sprechen seine Jünger zu ihm: Wenn ein Mann solche Pflichten gegen seine Frau hat, so ist es nicht gut, zu heiraten! 11 Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist. 12 Denn es gibt Verschnittene , die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von Menschen verschnitten sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen. Wer es fassen kann, der fasse es!

    13 Da wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er die Hände auf sie lege und bete. Die Jünger aber tadelten sie. 14 Aber Jesus sprach: Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solcher ist das Reich der Himmel! 15 Und nachdem er ihnen die Hände aufgelegt hatte, zog er von dort weg.

    16 Und siehe, einer trat herzu und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen? 17 Er aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut ? Niemand ist gut als Gott allein! Willst du aber in das Leben eingehen, so halte die Gebote! 18 Er sagt zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Das » Du sollst nicht töten! Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht falsches Zeugnis reden! 19 Ehre deinen Vater und deine Mutter! « und » Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! « 20 Der junge Mann spricht zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend an; was fehlt mir noch? 21 Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach! 22 Als aber der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt davon; denn er hatte viele Güter. 23 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher hat es schwer, in das Reich der Himmel hineinzukommen! 24 Und wiederum sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt! 25 Als seine Jünger das hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Wer kann dann überhaupt gerettet werden? 26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist dies unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.

    27 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür zuteil? 28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen wird, auch auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten . 29 Und jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meines Namens willen, der wird es hundertfältig empfangen und das ewige Leben erben. 30 Aber viele von den Ersten werden Letzte, und Letzte werden Erste sein.

    Warum ist uns Menschen Ansehen und Ehre eigentlich so wichtig? Warum wollen wir immer besser und noch angesehener sein als andere?

    • Die Jünger streiten sich, wer der größere unter ihnen sei
    • Der junge Mann fragt, was er noch tun müsse, tut es dann aber nicht, weil ihm der Preis zu hoch ist
    • Die Jünger wollen wissen, welchen Aufschlag sie auf den Preis bekommen, denn es kann ja nicht sein, dass alle das Gleiche bekommen, wenn sie selbst viel härter arbeiten

    Irgendwie hört sich dies alles nicht so an, als hätten sie wirklich verstanden, worum es geht und als hätten sie die richtige Motivation!

    Denn wenn ich aus Begeisterung mit Jesus mitlaufe, ist es mir dann wirklich wichtig, ob er mich noch etwas lieber hat als die anderen? Ist es mir dann wirklich wichtig, was ich bekomme?

    Ist nicht hier der Weg das Ziel und es nicht bereits Belohnung genug, dass ich diesem wunderbaren Mensch und Messias so nahe sein darf und die zusätzlichen Erklärungen bekomme und Gottes Wort noch besser verstehe?

    weitere Gedanken zu Matthäus 19 finden wir hier

  200. Juleam 1. Januar 2014 um 20:05 Link zum Kommentar

    Matthäus 20 – 22

    Matthäus 20 – er Wunsch nach Ruhm uns Ansehen

    1 Denn das Reich der Himmel gleicht einem Hausherrn, der am Morgen früh ausging, um Arbeiter in seinen Weinberg einzustellen. 2 Und nachdem er mit den Arbeitern um einen Denar für den Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg. 3 Als er um die dritte Stunde ausging, sah er andere auf dem Markt untätig stehen 4 und sprach zu diesen: Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, will ich euch geben! 5 Und sie gingen hin. Wiederum ging er aus um die sechste und um die neunte Stunde und tat dasselbe. 6 Als er aber um die elfte Stunde ausging, fand er andere untätig dastehen und sprach zu ihnen: Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig? 7 Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand eingestellt! Er spricht zu ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, das werdet ihr empfangen! 8 Als es aber Abend geworden war, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Rufe die Arbeiter und bezahle ihnen den Lohn, indem du bei den Letzten anfängst, bis zu den Ersten. 9 Und es kamen die, welche um die elfte Stunde [eingestellt worden waren], und empfingen jeder einen Denar. 10 Als aber die Ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; da empfingen auch sie jeder einen Denar. 11 Und als sie ihn empfangen hatten, murrten sie gegen den Hausherrn 12 und sprachen: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgemacht, die wir die Last und Hitze des Tages getragen haben! 13 Er aber antwortete und sprach zu einem unter ihnen: Freund , ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen? 14 Nimm das Deine und geh hin! Ich will aber diesem Letzten so viel geben wie dir. 15 Oder habe ich nicht Macht, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Blickst du darum neidisch, weil ich gütig bin? 16 So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige auserwählt.

    17 Und als Jesus nach Jerusalem hinaufzog, nahm er die zwölf Jünger auf dem Weg beiseite und sprach zu ihnen: 18 Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den obersten Priestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen 19 und werden ihn den Heiden ausliefern, damit diese ihn verspotten und geißeln und kreuzigen; und am dritten Tag wird er auferstehen.
    20 Da trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich vor ihm nieder, um etwas von ihm zu erbitten. 21 Er aber sprach zu ihr: Was willst du? Sie sagt zu ihm: Sprich, dass diese meine beiden Söhne einer zu deiner Rechten, der andere zur Linken sitzen sollen in deinem Reich! 22 Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet ! Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde? Sie sprechen zu ihm: Wir können es! 23 Und er spricht zu ihnen: Ihr werdet zwar meinen Kelch trinken und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde. Aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu verleihen, steht nicht mir zu, sondern es wird denen zuteil, denen es von meinem Vater bereitet ist.

    24 Und als die Zehn es hörten, wurden sie unwillig über die beiden Brüder. 25 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Fürsten der Heidenvölker sie unterdrücken und dass die Großen Gewalt über sie ausüben. 26 Unter euch aber soll es nicht so sein; sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener, 27 und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, 28 gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

    29 Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm eine große Volksmenge nach. 30 Und siehe, zwei Blinde saßen am Weg. Als sie hörten, dass Jesus vorüberziehe, riefen sie und sprachen: Herr, du Sohn Davids, erbarme dich über uns! 31 Aber das Volk gebot ihnen, sie sollten schweigen. Sie aber riefen nur noch mehr und sprachen: Herr, du Sohn Davids, erbarme dich über uns! 32 Und Jesus stand still, rief sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich euch tun soll? 33 Sie sagten zu ihm: Herr, dass unsere Augen geöffnet werden! 34 Da erbarmte sich Jesus über sie und rührte ihre Augen an, und sogleich wurden ihre Augen wieder sehend, und sie folgten ihm nach.

    Wieder das Thema von gestern: der Wunsch nach Ruhm uns Ansehen. Aber wie taktlos diesmal vorgebracht…

    Habe ich den Absatz hier wirklich richtig gesetzt? Ist die Mutter tatsächlich genau da an Jesus mit der Bitte herangetreten, als er davon gesprochen hatte, was er selbst alles zu erdulden im Begriff sei?

    Wie kann man in so einem Moment an die besten Plätze für sich oder seine Kinder denken? Wie weit mag es bei dieser Frau mit den echten Gefühlen für Jesus bestellt sein?

    Wir müssen uns vorstellen, dass diese beiden zu den Jüngern und sogar zu den Aposteln zählten – zu den engsten Freunden Jesu.

    Stellen wir uns vor, unser sehr enger Freund teilt uns gerade mit, dass er sehr bald einen qualvollen Tod sterben wird – denken wir dann wirklich an unser Erbe? Ist es uns in diesem Moment wirklich wichtig, welche Stellung wir hinterher einnehmen und dass er uns schriftlich in seinem Testament bedenkt?

    Würden wir nicht viel eher überlegen, wie wir ihm helfen oder beistehen könnten?

    Warum sind die anderen Jünger über dieses Ansinnen so ungehalten? Sind sie neidisch oder gehen ihnen ähnliche Gedanken durch den Kopf wie mir?

    weitere Gedanken zu Matthäus 20 finden wir hier

  201. Juleam 1. Januar 2014 um 20:10 Link zum Kommentar

    Matthäus 21 – Warum sind sie eigentlich so wütend auf Jesus?

    1 Als sie sich nun Jerusalem näherten und nach Bethphage an den Ölberg kamen, sandte Jesus zwei Jünger 2 und sprach zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt, und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; die bindet los und führt sie zu mir! 3 Und wenn euch jemand etwas sagt, so sprecht: Der Herr braucht sie!, dann wird er sie sogleich senden.
    4 Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist, der spricht: 5 »Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir demütig und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, dem Jungen des Lasttiers« .
    6 Die Jünger aber gingen hin und taten, wie Jesus ihnen befohlen hatte, 7 und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider auf sie und setzten ihn darauf.

    8 Aber die meisten aus der Menge breiteten ihre Kleider aus auf dem Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. 9 Und die Volksmenge, die vorausging, und die, welche nachfolgten, riefen und sprachen: Hosianna dem Sohn Davids! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe ! 10 Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach: Wer ist dieser? 11 Die Menge aber sagte: Das ist Jesus, der Prophet von Nazareth in Galiläa!

    12 Und Jesus ging in den Tempel Gottes hinein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften , und stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer . 13 Und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden!« Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht! 14 Und es kamen Blinde und Lahme im Tempel zu ihm, und er heilte sie. 15 Als aber die obersten Priester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder, die im Tempel riefen und sprachen: Hosianna dem Sohn Davids!, da wurden sie entrüstet 16 und sprachen zu ihm: Hörst du, was diese sagen? Jesus aber sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr noch nie gelesen : »Aus dem Mund der Unmündigen und Säuglinge hast du ein Lob bereitet« ? 17 Und er verließ sie, ging zur Stadt hinaus nach Bethanien und übernachtete dort.

    18 Als er aber früh am Morgen in die Stadt zurückkehrte, hatte er Hunger. 19 Und als er einen einzelnen Feigenbaum am Weg sah, ging er zu ihm hin und fand nichts daran als nur Blätter. Da sprach er zu ihm: Nun soll von dir keine Frucht mehr kommen in Ewigkeit! Und auf der Stelle verdorrte der Feigenbaum. 20 Und als die Jünger es sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum so plötzlich verdorrt? 21 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich , ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt , so werdet ihr nicht nur tun, was mit dem Feigenbaum geschah, sondern auch, wenn ihr zu diesem Berg sagt: Hebe dich und wirf dich ins Meer!, so wird es geschehen. 22 Und alles, was ihr glaubend erbittet im Gebet, das werdet ihr empfangen!

    23 Und als er in den Tempel kam, traten die obersten Priester und die Ältesten des Volkes zu ihm, während er lehrte, und sprachen: In welcher Vollmacht tust du dies, und wer hat dir diese Vollmacht gegeben? 24 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen; wenn ihr mir darauf antwortet, will ich euch auch sagen, in welcher Vollmacht ich dies tue. 25 Woher war die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von Menschen? Da überlegten sie bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: Vom Himmel, so wird er uns fragen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? 26 Wenn wir aber sagen: Von Menschen, so müssen wir die Volksmenge fürchten, denn alle halten Johannes für einen Propheten. 27 Und sie antworteten Jesus und sprachen: Wir wissen es nicht! Da sprach er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht ich dies tue.

    28 Was meint ihr aber? Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und er ging zu dem ersten und sprach: Sohn, mache dich auf und arbeite heute in meinem Weinberg! 29 Der aber antwortete und sprach: Ich will nicht! Danach aber reute es ihn, und er ging. 30 Und er ging zu dem zweiten und sagte dasselbe. Da antwortete dieser und sprach: Ich [gehe], Herr! und ging nicht. 31 Wer von diesen beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. Da spricht Jesus zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und die Huren kommen eher in das Reich Gottes als ihr! 32 Denn Johannes ist zu euch gekommen mit dem Weg der Gerechtigkeit , und ihr habt ihm nicht geglaubt. Die Zöllner und die Huren aber glaubten ihm; und obwohl ihr es gesehen habt, reute es euch nicht nachträglich, sodass ihr ihm geglaubt hättet.

    33 Hört ein anderes Gleichnis: Es war ein gewisser Hausherr, der pflanzte einen Weinberg, zog einen Zaun darum, grub eine Kelter darin, baute einen Wachtturm, verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes. 34 Als nun die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, um seine Früchte in Empfang zu nehmen. 35 Aber die Weingärtner ergriffen seine Knechte und schlugen den einen, den anderen töteten sie, den dritten steinigten sie. 36 Da sandte er wieder andere Knechte, mehr als zuvor; und sie behandelten sie ebenso. 37 Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen! 38 Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe ! Kommt, lasst uns ihn töten und sein Erbgut in Besitz nehmen! 39 Und sie ergriffen ihn, stießen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn. 40 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er mit diesen Weingärtnern tun? 41 Sie sprachen zu ihm: Er wird die Übeltäter auf üble Weise umbringen und den Weinberg anderen Weingärtnern verpachten, welche ihm die Früchte zu ihrer Zeit abliefern werden. 42 Jesus spricht zu ihnen:
    Habt ihr noch nie in den Schriften gelesen : »Der Stein , den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen« ?
    43 Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das dessen Früchte bringt. 44 Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschmettert werden; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen.

    45 Und als die obersten Priester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, erkannten sie, dass er von ihnen redete. 46 Und sie suchten ihn zu ergreifen, fürchteten aber die Volksmenge, weil sie ihn für einen Propheten hielt.

    „Jeder zieht sich gern den Schuh an, der ihm passt“ – ebenso hier die Pharisäer!

    Warum sind sie eigentlich so wütend auf Jesus? Er hatte doch nicht gesagt, dass er von ihnen spricht, das haben sie selbst erkannt – weil ihnen ihr eigenes Gewissen schlug.

    Was macht sie daran denn so wütend? Zeigt das schlagende Gewissen denn nicht, dass sie selbst erkennen, dass sie im Unrecht sind?

    Warum ändern sie sich dann nicht lieber?

    weitere Gedanken zu Matthäus 21 finden wir hier

  202. Juleam 1. Januar 2014 um 20:14 Link zum Kommentar

    Matthäus 22 – warum will eigentlich niemand kommen?

    1 Da begann Jesus und redete wieder in Gleichnissen zu ihnen und sprach: 2 Das Reich der Himmel gleicht einem König, der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete. 3 Und er sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen; aber sie wollten nicht kommen. 4 Da sandte er nochmals andere Knechte und sprach: Sagt den Geladenen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet; meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit! 5 Sie aber achteten nicht darauf, sondern gingen hin, der eine auf seinen Acker, der andere zu seinem Gewerbe; 6 die Übrigen aber ergriffen seine Knechte, misshandelten und töteten sie. 7 Als der König das hörte, wurde er zornig, sandte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an. 8 Dann sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht würdig. 9 Darum geht hin an die Kreuzungen der Straßen und ladet zur Hochzeit ein, so viele ihr findet! 10 Und jene Knechte gingen hinaus auf die Straßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, Böse und Gute, und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen. 11 Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand anhatte; 12 und er sprach zu ihm: Freund , wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte. 13 Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, führt ihn weg und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein. 14 Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt!

    15 Da gingen die Pharisäer und hielten Rat, wie sie ihn in der Rede fangen könnten. 16 Und sie sandten ihre Jünger samt den Herodianern zu ihm, die sprachen: Meister, wir wissen , dass du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und auf niemand Rücksicht nimmst; denn du siehst die Person der Menschen nicht an. 17 Darum sage uns, was meinst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht? 18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte , sprach er: Ihr Heuchler , was versucht ihr mich? 19 Zeigt mir die Steuermünze! Da reichten sie ihm einen Denar. 20 Und er spricht zu ihnen: Wessen ist dieses Bild und die Aufschrift? 21 Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: So gebt dem Kaiser , was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! 22 Als sie das hörten, verwunderten sie sich, und sie ließen ab von ihm und gingen davon.

    23 An jenem Tag traten Sadduzäer zu ihm, die sagen, es gebe keine Auferstehung , und sie fragten ihn 24 und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: Wenn jemand ohne Kinder stirbt, so soll sein Bruder dessen Frau zur Ehe nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken. 25 Nun waren bei uns sieben Brüder. Der erste heiratete und starb; und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder. 26 Gleicherweise auch der andere und der dritte, bis zum siebten. 27 Zuletzt, nach allen, starb auch die Frau. 28 Wem von den Sieben wird sie nun in der Auferstehung als Frau angehören? Denn alle haben sie zur Frau gehabt. 29 Aber Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften noch die Kraft Gottes kennt. 30 Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Engel Gottes im Himmel. 31 Was aber die Auferstehung der Toten betrifft, habt ihr nicht gelesen , was euch von Gott gesagt ist, der spricht: 32 »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs« ? Gott ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen.

    33 Und als die Menge dies hörte, erstaunte sie über seine Lehre.

    34 Als nun die Pharisäer hörten, dass er den Sadduzäern den Mund gestopft hatte, versammelten sie sich; 35 und einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, stellte ihm eine Frage, um ihn zu versuchen, und sprach: 36 Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? 37 Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken« . 38 Das ist das erste und größte Gebot. 39 Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« . 40 An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.

    41 Als nun die Pharisäer versammelt waren, fragte sie Jesus 42 und sprach: Was denkt ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sagten zu ihm: Davids. 43 Er spricht zu ihnen: Wieso nennt ihn denn David im Geist »Herr« , indem er spricht: 44 »Der Herr hat zu meinem Herrn gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße«? 45 Wenn also David ihn Herr nennt, wie kann er dann sein Sohn sein? 46 Und niemand konnte ihm ein Wort erwidern. Auch getraute sich von jenem Tag an niemand mehr, ihn zu fragen.

    Das Gleichnis mit dem Hochzeitsfest: warum will eigentlich niemand kommen?

    Der König selbst lädt zur Hochzeit seines Sohnes ein und niemand will kommen? Warum nicht? Ist es denn nicht eine ganz besonders hohe Ehre, hierzu eine Einladung zu erhalten?

    Und warum erkennen sich schon wieder die Pharisäer sofort wieder? Würde das nicht bedeuten, dass sie sehr wohl erkannt und verstanden haben, dass Jesus der Sohn Gottes – der von Gott gesandte Messias – ist?

    weitere Gedanken zu Matthäus 22 finden wir hier

  203. Juleam 1. Januar 2014 um 20:20 Link zum Kommentar

    Matthäus 23 – 25

    Matthäus 23 – Warum greift er sie an?

    1 Da redete Jesus zu der Volksmenge und zu seinen Jüngern 2 und sprach: Die Schriftgelehrten und Pharisäer haben sich auf Moses Stuhl gesetzt. 3 Alles nun, was sie euch sagen, dass ihr halten sollt, das haltet und tut; aber nach ihren Werken tut nicht, denn sie sagen es wohl, tun es aber nicht. 4 Sie binden nämlich schwere und kaum erträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; sie aber wollen sie nicht mit einem Finger anrühren. 5 Alle ihre Werke tun sie aber, um von den Leuten gesehen zu werden. Sie machen nämlich ihre Gebetsriemen breit und die Säume an ihren Gewändern groß, 6 und sie lieben den obersten Platz bei den Mahlzeiten und die ersten Sitze in den Synagogen 7 und die Begrüßungen auf den Märkten, und wenn sie von den Leuten »Rabbi, Rabbi« genannt werden. 8 Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn einer ist euer Meister , der Christus; ihr aber seid alle Brüder. 9 Nennt auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. 10 Auch sollt ihr euch nicht Meister nennen lassen; denn einer ist euer Meister, der Christus. 11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. 12 Wer sich aber selbst erhöht , der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

    13 Aber wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Reich der Himmel vor den Menschen zuschließt! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die lasst ihr nicht hinein.
    14 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Häuser der Witwen fresst und zum Schein lange betet. Darum werdet ihr ein schwereres Gericht empfangen!
    15 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr Meer und Land durchzieht, um einen einzigen Proselyten zu machen, und wenn er es geworden ist, macht ihr einen Sohn der Hölle aus ihm, zweimal mehr, als ihr es seid!
    16 Wehe euch, ihr blinden Führer, die ihr sagt: Wer beim Tempel schwört , das gilt nichts; wer aber beim Gold des Tempels schwört, der ist gebunden. 17 Ihr Narren und Blinden, was ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt? 18 Und: Wer beim Brandopferaltar schwört, das gilt nichts; wer aber beim Opfer schwört, das darauf liegt, der ist gebunden. 19 Ihr Narren und Blinden! Was ist denn größer, das Opfer oder der Brandopferaltar, der das Opfer heiligt? 20 Darum, wer beim Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf ist. 21 Und wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt. 22 Und wer beim Himmel schwört, der schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt.

    23 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Minze und den Anis und den Kümmel verzehntet und das Wichtigere im Gesetz vernachlässigt, nämlich das Recht und das Erbarmen und den Glauben ! Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen. 24 Ihr blinden Führer, die ihr die Mücke aussiebt, das Kamel aber verschluckt!
    25 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit! 26 Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äußeres rein werde!
    27 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr getünchten Gräbern gleicht, die äußerlich zwar schön scheinen, inwendig aber voller Totengebeine und aller Unreinheit sind! 28 So erscheint auch ihr äußerlich vor den Menschen als gerecht, inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.
    29 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Gräber der Propheten baut und die Denkmäler der Gerechten schmückt 30 und sagt: Hätten wir in den Tagen unserer Väter gelebt, wir hätten uns nicht mit ihnen des Blutes der Propheten schuldig gemacht. 31 So gebt ihr ja euch selbst das Zeugnis, dass ihr Söhne der Prophetenmörder seid. 32 Ja, macht ihr nur das Maß eurer Väter voll! 33 Ihr Schlangen! Ihr Otterngezücht ! Wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entgehen? 34 Siehe, darum sende ich zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte ; und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr in euren Synagogen geißeln und sie verfolgen von einer Stadt zur anderen, 35 damit über euch alles gerechte Blut kommt, das auf Erden vergossen worden ist, vom Blut Abels, des Gerechten , bis zum Blut des Zacharias , des Sohnes Barachias, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar getötet habt.

    36 Wahrlich, ich sage euch: Dies alles wird über dieses Geschlecht kommen! 37 Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt ! 38 Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden; 39 denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: »Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn!«

    Hier erleben wir Jesus überhaupt nicht als lieb und sanftmütig, es scheint, dass er die Würde der Menschen nicht achtet, zu denen er hier spricht – die Pharisäer!

    Worum geht es hier? Warum greift er sie an?

    Gleich zu Anfang nennt Jesus das Kind beim Namen: es geht um ihre Scheinheiligkeit. Sie sagen Dinge, tun sie aber nicht. Sie geben sich den Anschein, religiös zu sein – aber es sind alles nur leere Rituale.

    Es geht ihnen bei der Anbetung nicht mehr um Gott, sondern um sie selbst und darum, dass sie gut angesehen und geachtet werden. Sie wollen unbedingt den Standard halten, den sie bisher hatten – egal, um welchen Preis.

    Die Erfahrung der Vergangenheit und auch der letzten Jahre zeigt, wie schnell wir in so eine Falle abrutschen können. „Leider“ entzieht uns Jehova aber dann seinen Segen, denn wie Jesus zeigt, kann er so ein Verhalten nicht gutheissen.

    Besonders schlimm empfinde ich es, dass dann falsch darauf reagiert wird. Anstatt umzukehren und so wieder Gottes Wohlgefallen zu erlangen, denn er verzeiht gerne und schnell, wird daran gearbeitet, mit irgendwelchen anderen Mitteln die Stellung beizubehalten, die man innehatte – und dabei geht man dann auch mal über Leichen.

    weitere Gedanken zu Matthäus 23 finden wir hier

  204. Juleam 1. Januar 2014 um 20:25 Link zum Kommentar

    Matthäus 24 – man achte beim Lesen auf den Zusammenhang vom „Zeichen des Endes“ und „dem falschen Propehten“

    1 Und Jesus trat hinaus und ging vom Tempel hinweg. Und seine Jünger kamen herzu, um ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen. 2 Jesus aber sprach zu ihnen: Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird! 3 Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein?

    4 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt acht, dass euch niemand verführt! 5 Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen.

    6 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt acht, erschreckt nicht; denn dies alles muss geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. 7 Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen. 8 Dies alles ist der Anfang der Wehen.

    9 Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten ; und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen. 10 Und dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen. 11 Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen . 12 Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. 13 Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. 14 Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.

    15 Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht (wer es liest, der achte darauf!), 16 dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist; 17 wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinab, um etwas aus seinem Haus zu holen, 18 und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, um seine Kleider zu holen. 19 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! 20 Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschieht. 21 Denn dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird. 22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden.

    23 Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus, oder dort, so glaubt es nicht! 24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen . 25 Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. 26 Wenn sie nun zu euch sagen werden: »Siehe, er ist in der Wüste!«, so geht nicht hinaus; »Siehe, er ist in den Kammern!«, so glaubt es nicht! 27 Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein. 28 Denn wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier.

    29 Bald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. 30 Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen , und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. 31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall , und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen.

    32 Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon saftig wird und Blätter treibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. 33 Also auch ihr, wenn ihr dies alles seht, so erkennt, dass er nahe vor der Türe ist. 34 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist. 35 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. 36 Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater .

    37 Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein. 38 Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging, 39 und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein. 40 Dann werden zwei auf dem Feld sein; der eine wird genommen, und der andere wird zurückgelassen. 41 Zwei werden auf der Mühle mahlen; die eine wird genommen, und die andere wird zurückgelassen. 42 So wacht nun, da ihr nicht wisst, in welcher Stunde euer Herr kommt! 43 Das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. 44 Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.

    45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit? 46 Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird. 47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. 48 Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen!, 49 und anfängt, die Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken, 50 so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen , da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, 51 und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein.

    Interessant, dass im Zusammenhang mit „dem Zeichen des Endes“ immer wieder die Rede von „dem falschen Propheten“ die Rede ist. Scheinbar sind er und „der böse Knecht“ identisch.

    Was auch auffällt, dass die Menschen auf verschiedene Weise falsch reagieren werden:

    • da gibt es die einen, denen das alles egal ist, die einfach ihr eigenes egoistisches Leben leben,
      so nach dem Motto: „nach mir die Sintflut“
    • und auf der anderen Seite werden sich welche als falsche Propheten erweisen,
      die die Menschen, die wachsam sind, anziehen werden.
  205. Juleam 1. Januar 2014 um 20:32 Link zum Kommentar

    Gemeinsamkeiten von dem „falschen Propheten“ und dem „bösen Sklaven“

    Sie werden sie auf sich selbst fokussieren. Das heißt, sie geben sich den Anschein, als wären sie in einem engen Verhältnis mit Gott, als würde Gott mit ihnen reden und sie gebrauchen um sein Volk zu führen. Sie könnten sich sogar den Anschein geben, als hätte Gott sie gesandt, um sein Volk geistig zu ernähren. Vielleicht war dies auch irgendwann mal so, aber dann würden sie sich als der „böse Knecht“ erweisen, der Gottes Auserwählte irreführt.

    Wie konnte man die falschen von den echten Propheten unterscheiden, sowie den treuen und verständigen Sklaven von dem Bösen?

    Beide haben eins gemeinsam: sie führen die Nachfolger Christi und Anbeter Gottes in die Irre. Wie tun sie das?

    Sie „füttern“ sie an, indem sie Gottes Wort verkünden und nachdem sich die Leute um sie versammelt haben, führen sie sie weg und nehmen sie mit. Die Leute sollen ihnen folgen, denn sie allein sind Gottes Propheten oder der gute Knecht. Ihnen sollten wir nicht glauben!

    Hier kommen wir dann wieder zu dem vorherigen Kapitel mit den Pharisäern und Schriftgelehrten und dem, was Jesus ihnen vorwarf: ihnen geht es um sich selbst, um ihre eigene Stellung, ihr eigenes Ansehen.

    Sie sind so damit beschäftigt, dass niemand an ihrem Stuhl sägt, dass sie völlig vergessen, wozu Jehova sie eingesetzt hatte. Es geht nicht um sie und ihre Stellung, sondern um Gott und sein Wort und um unsere Freundschaft mit Gott, die wir doch nicht gefährden wollen. Weder für uns, noch für andere.

    Wahre Propheten und der wahre gute Sklave oder Hausverwalter haben ihren Blick nur auf Jehova gerichte und das werden wir nicht nur an dem erkennen, was sie tun, sondern auch daran, was und worüber sie reden. Bringen sie uns Gott wirklich näher oder wollen sie nur ihre Stellung bewahren?

    Jesus sagte, wir sollten wachsam sein, weil wir die Stunde nicht kennen. Aber verbünden wir uns nicht mit dem Dieb, der kommt, um zu stehlen. Nicht immer kommt er durch das Fenster – einige erschleichen sich auch unser Vertrauen, wiegen uns in Sicherheit und rauben uns dabei ganz unauffällig aus!

    Davor warnt uns Jesus hier

    weitere Gedanken zu Matthäus 24 finden wir hier

  206. Juleam 1. Januar 2014 um 20:36 Link zum Kommentar

    Matthäus 25 – Haben diese drei Gleichnisse vielleicht auch irgendwas gemeinsam?

    1 Dann wird das Reich der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. 2 Fünf von ihnen aber waren klug und fünf töricht. 3 Die törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit sich. 4 Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mitsamt ihren Lampen. 5 Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. 6 Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht aus, ihm entgegen ! 7 Da erwachten alle jene Jungfrauen und machten ihre Lampen bereit. 8 Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen! 9 Aber die klugen antworteten und sprachen: Nein, es würde nicht reichen für uns und für euch. Geht doch vielmehr hin zu den Händlern und kauft für euch selbst! 10 Während sie aber hingingen, um zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit ; und die Tür wurde verschlossen . 11 Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr , Herr, tue uns auf! 12 Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht! 13 Darum wacht! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird.

    14 Denn es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reisen wollte, seine Knechte rief und ihnen seine Güter übergab. 15 Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eins, jedem nach seiner Kraft , und er reiste sogleich ab. 16 Da ging der hin, welcher die fünf Talente empfangen hatte, handelte mit ihnen und gewann fünf weitere Talente. 17 Und ebenso der, welcher die zwei Talente [empfangen hatte], auch er gewann zwei weitere. 18 Aber der, welcher das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und verbarg das Geld seines Herrn. 19 Nach langer Zeit aber kommt der Herr dieser Knechte und hält Abrechnung mit ihnen. 20 Und es trat der hinzu, der die fünf Talente empfangen hatte, brachte noch fünf weitere Talente herzu und sprach: Herr, du hast mir fünf Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen fünf weitere Talente gewonnen. 21 Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn! 22 Und es trat auch der hinzu, der die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen zwei andere Talente gewonnen. 23 Sein Herr sagte zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn! 24 Da trat auch der hinzu, der das eine Talent empfangen hatte, und sprach: Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; 25 und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du das Deine! 26 Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? 27 Dann hättest du mein Geld den Wechslern bringen sollen, so hätte ich bei meinem Kommen das Meine mit Zinsen zurückerhalten. 28 Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! 29 Denn wer hat, dem wird gegeben werden, damit er Überfluss hat; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat. 30 Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.

    31 Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, 32 und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden , wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken. 34 Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich , das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt! 35 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich beherbergt; 36 ich bin ohne Kleidung gewesen, und ihr habt mich bekleidet ; ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht ; ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist, oder durstig, und haben dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt, oder ohne Kleidung, und haben dich bekleidet? 39 Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis, und sind zu dir gekommen? 40 Und der König wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!

    41 Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist! 42 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben; 43 ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt; ohne Kleidung, und ihr habt mich nicht bekleidet; krank und gefangen, und ihr habt mich nicht besucht! 44 Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder ohne Kleidung oder krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient? 45 Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan! 46 Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.

    Harte Worte. Kein Wunder, dass die Pharisäer so sauer sind, denn sie ziehen sich bestimmt wieder einmal mehr den Schuh an, der ihnen passt 🙂

    Haben diese drei Gleichnisse vielleicht auch irgendwas gemeinsam?

    Die ersten beiden bestimmt, denn sie reden davon, dass wir klug und vorausschauend mit den Dingen umgehen.

    Aber auch das zweite und letzte haben etwas gemeinsam: es geht um Dinge, die vom Herrn anvertraut worden sind, auf die sie achten sollten. Bei dem einen waren es die Talente – bei dem letzten die Menschen!

  207. Juleam 1. Januar 2014 um 20:44 Link zum Kommentar

    Wir sollten bei all unserer Anbetung nicht unseren Nächsten aus den Augen verlieren

    Jesus will, dass wir nicht nur auf ihn sehen, was wir ihm Gutes tun können – und dabei unsere Mitmenschen aus den Augen verlieren.

    Denn dann wären wir nicht besser als die Schriftgelehrten und Pharisäer, die er als Heuchler bezeichnete.

    Er will nicht, dass sich unsere Nachfolge oder Anbetung Gottes auf eine reine Zeremonie beschränkt – so nach dem Motto: wenn ich Jesus Gutes tue, ist alles ok.

    Sie soll sich auch nicht auf ein standardmäßig Gutestun beschränken, indem wir vielleicht regelmäßig an bestimmte Organisationen spenden oder irgendwelche Dinge tun, die uns das Gefühl geben, dass wir ganz sozial eingestellt sind.

    Er will, dass wir mit offenen Augen durch das Leben gehen und voller Liebe für die Menschen sind. Wir sollen nicht mit Scheuklappen laufen und irgendwelche Rituale ausführen. Wir sollen ein Herz voller Mitgefühl haben – für alle Menschen!

    Interessant, was wir heute im Gottesdienst gehört haben. Wir haben uns als Hausgemeinde vorgenommen, dass jede Familie sich überlegt, wen sie zu einem Weihnachtsessen einladen könnte. Dies sollten keine Menschen sein, zu denen wir sowieso engen Kontakt haben und die wir eh sonst auch einladen würden, sondern wir sollten überlegen, wem wir Gutes tun könnten und wie man mit ihnen nicht nur das Essen, sondern auch das Evangelium teilen könnte.

    Wir haben lange hin und her überlegt und dabei als Maßstab genommen, dass die Gäste solche Personen sein sollten, die allein stehen, niemanden haben und die Feiertage allein wären. Denn besonders in dieser Zeit wird den Menschen ihr Alleinsein und ihre Einsamkeit bewußt. Außerdem sollten sie noch keine Christen sein, denn wir wollen ja niemanden abwerben ;-). Unsere Wahl ist auf einige Arbeitskollegen von Thom gefallen. Eine Zusage haben wir schon erhalten und wir sind gespannt, wie viele kommen werden und wie es so wird.

    Das an sich ist jetzt nicht das Interessante, denn es geht dabei ja nicht um uns, sondern um Gott und Jesus und darum, anderen zu zeigen, dass sie von Gott geliebt werden.

    Das Interessante ist, welche Personengruppe JP und seine Familie als Gäste ausgewählt haben: sie haben einfach Leute auf der Straße angesprochen und sind gespannt, wer davon dann zum Essen kommen wird. Das ist besonders deshalb so interessant, weil Thom und JP ein Projekt planen, Obdachlose in dieser Zeit mit Essen und warmen Decken zu versorgen. Da kann man sich gut vorstellen, was für Leute sie auf der Straße angesprochen haben.

    Das finde ich besonders toll. Ich hatte auch für einen Moment an diese Möglichkeit gedacht, aber es kamen zuviele Berührungsängste in mir auf. Ängste, die JP und seine Frau scheinbar nicht hatten.

    Hier ist genau das, was Jesus anspricht: wer „einem von diesen Geringsten“ eingeladen hat, der hat eigentlich in Wirklichkeit Jesus selbst eingeladen.

    Wir alle sollten in dieser unserer Liebe noch mehr wachsen und weit werden. Schön, wenn wir Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung haben, die es uns vormachen

    weitere Gedanken zu Matthäus 25 finden wir hier

  208. Juleam 1. Januar 2014 um 21:11 Link zum Kommentar

    Matthäus 26 – 28

    Matthäus 26 – Warum diese Änderung bei Petrus?

    1 Und es geschah, als Jesus alle diese Worte beendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern: 2 Ihr wisst, dass in zwei Tagen das Passah ist; dann wird der Sohn des Menschen ausgeliefert, damit er gekreuzigt werde. 3 Da versammelten sich die obersten Priester und die Schriftgelehrten und die Ältesten des Volkes im Hof des Hohenpriesters, der Kajaphas hieß. 4 Und sie hielten miteinander Rat, wie sie Jesus mit List ergreifen und töten könnten. 5 Sie sprachen aber: Nicht während des Festes, damit kein Aufruhr unter dem Volk entsteht!

    6 Als nun Jesus in Bethanien im Haus Simons des Aussätzigen war, 7 da trat eine Frau zu ihm mit einer alabasternen Flasche voll kostbaren Salböls und goss es auf sein Haupt, während er zu Tisch saß. 8 Als das seine Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Verschwendung? 9 Man hätte dieses Salböl doch teuer verkaufen und den Armen geben können! 10 Als es aber Jesus bemerkte, sprach er zu ihnen: Warum bekümmert ihr diese Frau? Sie hat doch ein gutes Werk an mir getan! 11 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. 12 Damit, dass sie dieses Salböl auf meinen Leib goss, hat sie mich zum Begräbnis bereitet. 13 Wahrlich, ich sage euch: Wo immer dieses Evangelium verkündigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch von dem sprechen, was diese getan hat, zu ihrem Gedenken!

    14 Da ging einer der Zwölf namens Judas Ischariot hin zu den obersten Priestern 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben, wenn ich ihn euch verrate? Und sie setzten ihm 30 Silberlinge fest. 16 Und von da an suchte er eine gute Gelegenheit, ihn zu verraten.

    17 Am ersten Tag der ungesäuerten Brote traten die Jünger nun zu Jesus und sprachen zu ihm: Wo willst du, dass wir dir das Passahmahl zu essen bereiten? 18 Und er sprach: Geht hin in die Stadt zu dem und dem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Passah halten! 19 Und die Jünger machten es, wie Jesus ihnen befohlen hatte, und bereiteten das Passah.

    20 Als es nun Abend geworden war, setzte er sich mit den Zwölfen zu Tisch. 21 Und während sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten! 22 Da wurden sie sehr betrübt, und jeder von ihnen fing an, ihn zu fragen: Herr, doch nicht ich? 23 Er antwortete aber und sprach: Der mit mir die Hand in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. 24 Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; aber wehe jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen verraten wird! Es wäre für jenen Menschen besser, wenn er nicht geboren wäre. 25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Rabbi , doch nicht ich? Er spricht zu ihm: Du hast es gesagt!

    26 Als sie nun aßen, nahm Jesus das Brot und sprach den Segen, brach es, gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, esst! Das ist mein Leib. 27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen denselben und sprach: Trinkt alle daraus! 28 Denn das ist mein Blut , das des neuen Bundes , das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. 29 Ich sage euch aber: Ich werde von jetzt an von diesem Gewächs des Weinstocks nicht mehr trinken bis zu jenem Tag, da ich es neu mit euch trinken werde im Reich meines Vaters! 30 Und nachdem sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.

    31 Da spricht Jesus zu ihnen: Ihr werdet in dieser Nacht alle an mir Anstoß nehmen; denn es steht geschrieben: »Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen« . 32 Aber nachdem ich auferweckt worden bin, will ich euch nach Galiläa vorangehen. 33 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Wenn auch alle an dir Anstoß nehmen, so werde doch ich niemals Anstoß nehmen! 34 Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen! 35 Petrus spricht zu ihm: Und wenn ich auch mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen! Ebenso sprachen auch alle Jünger.

    36 Da kommt Jesus mit ihnen zu einem Grundstück, das Gethsemane genannt wird. Und er spricht zu den Jüngern: Setzt euch hier hin, während ich weggehe und dort bete ! 37 Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit sich; und er fing an, betrübt zu werden, und ihm graute sehr. 38 Da spricht er zu ihnen: Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir! 39 Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will , sondern wie du willst! 40 Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafend und spricht zu Petrus: Könnt ihr also nicht eine Stunde mit mir wachen? 41 Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt ! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. 42 Wiederum ging er zum zweiten Mal hin, betete und sprach: Mein Vater, wenn dieser Kelch nicht an mir vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille ! 43 Und er kommt und findet sie wieder schlafend; denn die Augen waren ihnen schwer geworden. 44 Und er ließ sie, ging wieder hin, betete zum dritten Mal und sprach dieselben Worte. 45 Dann kommt er zu seinen Jüngern und spricht zu ihnen: Schlaft ihr noch immer und ruht? Siehe, die Stunde ist nahe, und der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder ausgeliefert. 46 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, der mich verrät, ist nahe.

    47 Und während er noch redete, siehe, da kam Judas, einer der Zwölf, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und Stöcken, [gesandt] von den obersten Priestern und Ältesten des Volkes. 48 Der ihn aber verriet, hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Der, den ich küssen werde, der ist“s, den ergreift! 49 Und sogleich trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi !, und küsste ihn. 50 Jesus aber sprach zu ihm: Freund , wozu bist du hier? Da traten sie hinzu, legten Hand an Jesus und nahmen ihn fest. 51 Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die Hand aus, zog sein Schwert, schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab. 52 Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Platz! Denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen! 53 Oder meinst du, ich könnte nicht jetzt meinen Vater bitten, und er würde mir mehr als zwölf Legionen Engel schicken? 54 Wie würden dann aber die Schriften erfüllt, dass es so kommen muss?

    55 In jener Stunde sprach Jesus zu der Volksmenge: Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Stöcken, um mich zu fangen! Täglich bin ich bei euch im Tempel gesessen und habe gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen. 56 Das alles aber ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt würden. – Da verließen ihn alle Jünger und flohen. 57 Die aber Jesus festgenommen hatten, führten ihn ab zu dem Hohenpriester Kajaphas, wo die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt waren.

    58 Petrus aber folgte ihnen von ferne bis zum Hof des Hohenpriesters. Und er ging hinein und setzte sich zu den Dienern, um den Ausgang [der Sache] zu sehen. 59 Aber die obersten Priester und die Ältesten und der ganze Hohe Rat suchten ein falsches Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu töten. 60 Aber sie fanden keines; und obgleich viele falsche Zeugen herzukamen, fanden sie doch keines. 61 Zuletzt aber kamen zwei falsche Zeugen und sprachen: Dieser hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes zerstören und ihn in drei Tagen aufbauen! 62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich aussagen? 63 Jesus aber schwieg . Und der Hohepriester begann und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes! 64 Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt! Überdies sage ich euch: Künftig werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels! 65 Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat gelästert! Was brauchen wir weitere Zeugen? Siehe, nun habt ihr seine Lästerung gehört. 66 Was meint ihr? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig! 67 Da spuckten sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten; andere gaben ihm Backenstreiche 68 und sprachen: Christus, weissage uns! Wer ist“s, der dich geschlagen hat?

    69 Petrus aber saß draußen im Hof. Und eine Magd trat zu ihm und sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer ! 70 Er aber leugnete vor allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst! 71 Als er dann in den Vorhof hinausging, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die dort waren: Auch dieser war mit Jesus, dem Nazarener! 72 Und er leugnete nochmals mit einem Schwur: Ich kenne den Menschen nicht! 73 Bald darauf aber traten die Umstehenden herzu und sagten zu Petrus: Wahrhaftig, du bist auch einer von ihnen; denn auch deine Sprache verrät dich. 74 Da fing er an, [sich] zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht ! Und sogleich krähte der Hahn. 75 Und Petrus erinnerte sich an das Wort Jesu, der zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.

    So ist das mit den Menschlichen Schwächen: vorhin war er noch bereit, für Jesus zu sterben und nun leugnet er sogar vehement, ihn überhaupt zu kennen.

    Warum diese Änderung bei Petrus? Was hatte ihm solche Angst gemacht?

  209. Juleam 1. Januar 2014 um 21:15 Link zum Kommentar

    Judas

    In den meisten Jesusfilmen wird er als ein aufrichtiger Mann dargestellt, der nur durch seine falschen Vorstellungen vom Messias fehlgeleitet wird. Diese Figur im Film ist der Ansicht, dass Jesus der Führer der Aufständischen sein solle und das Reich Gottes durch Gewalt einsetzen. Daher verrät er Jesus an die Priester, um ihn dadurch dazu zu zwingen.

    Aber kann diese Vorstellung von Judas richtig sein?

    Wenn Jesus doch hier noch im Beisein von Judas erzählt, was passieren wird – wie konnte Judas dann annehmen, dass er etwas Gutes beschleunigen würde?

    Jesus sagt doch hier ganz klar, was passieren wird: er würde festgenommen, misshandelt und gekreuzigt werden. Sicherlich wußte jeder Jude der damaligen Zeit, welch qualvoller Tod so einem Menschen in Aussicht steht.

    Wenn also die Vorstellung der Filmemacher wirklich auf Judas zutrifft – warum hat er dann nicht spätestens jetzt sein Vorhaben abgesagt?

  210. Juleam 1. Januar 2014 um 21:20 Link zum Kommentar

    Die Frage „Ich bin es doch nicht etwa?“

    Damit konnte ich all die Jahre nichts anfangen, denn man sollte doch eigentlich meinen, dass jeder sehr wohl wußte, ob er Jesus verraten habe oder es vorhatte.

    Die Filmmacher sind bei dem Stoff „das Leben Jesu“ sehr kreativ. Es gibt unzählige Versionen, wovon wir bereits einige gesehen haben. In dem Film „Petrus und das letzte Abendmahl“ machen sich die Filmemacher genau über diese Frage gedanken und ich finde den Lösungsansatz ziemlich interessant. So könnte es gewesen sein und so macht die Frage auch für mich Sinn:

    Jesus sitzt mit seinen Jüngern beim Passah und erzählt ihnen, dass sein Tod nun bald nahe ist, dass er umkommen wird und dass sich seine Jünger zerstreuen werden. Er sagt Petrus, dass selbst er ihn noch vor Sonnenaufgang verleugnen würde. Eine unvorstellbare Tatsache. Wenn selbst dieser treue und eifrige Petrus …

    Nacheinander sehen wir die einzelnen Jüngern – wie die Zeit anhält und sich der Jünger unter Verfolgung vorstellt, wie er die Angst empfindet, sich in einer aussichtslosen Lage für sich selbst sieht. „Wie werde ich dann reagieren? Ob ich dann meinen Herrn verraten werde? Hat er vielleicht hier von mir gesprochen? Könnte es soweit kommen?“

    Nacheinander tauchen wir in die Gedanken und Empfindungen der einzelnen Jünger ein und wir können sie sehr gut nachvollziehen. Jeder einzelne hat echte Angst, dass er unter Druck derart einknicken könne. Jeder hofft für sich, dass dies niemals passieren wird.

    Nur Judas hat solche Visionen nicht. Bei ihm sehen wir lediglich, dass er vor Angst zittert, er könne noch vorher auffliegen. Er hat den Herrn verraten, ohne dass ein solch unmenschlicher Druck auf ihm lastet.

    Ich denke, dass das Bild des Judas in diesem Film am authentischsten dargestellt wird, als einen verschlagenen egoistischen Mann. Denn wenn er Jesus nur aus einer Schwäche heraus verraten hätte, wäre dessen Urteil sicherlich nicht derart hart über Judas ausgefallen.

    Aber seit ich diesen Film gesehen habe, verstehe ich die Fragerei der Jünger besser. Es liest sich nicht mehr ganz so unlogisch.

    weitere Gedanken zu Matthäus 26 finden wir hier

  211. Juleam 1. Januar 2014 um 21:26 Link zum Kommentar

    Matthäus 27 – ich mag diesen Teil nicht sonderlich, Joshua schon

    1 Als es aber Morgen geworden war, hielten alle obersten Priester und die Ältesten des Volkes einen Rat gegen Jesus, um ihn zu töten. 2 Und sie banden ihn, führten ihn ab und lieferten ihn dem Statthalter Pontius Pilatus aus. 3 Als nun Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er verurteilt war, reute es ihn; und er brachte die 30 Silberlinge den obersten Priestern und den Ältesten zurück 4 und sprach: Ich habe gesündigt, dass ich unschuldiges Blut verraten habe! Sie aber sprachen: Was geht das uns an? Da sieh du zu! 5 Da warf er die Silberlinge im Tempel hin und machte sich davon, ging hin und erhängte sich. 6 Die obersten Priester aber nahmen die Silberlinge und sprachen: Wir dürfen sie nicht in den Opferkasten legen, weil es Blutgeld ist! 7 Nachdem sie aber Rat gehalten hatten, kauften sie dafür den Acker des Töpfers als Begräbnisstätte für die Fremdlinge. 8 Daher wird jener Acker »Blutacker« genannt bis zum heutigen Tag.
    9 Da wurde erfüllt , was durch den Propheten Jeremia gesagt ist, der spricht: »Und sie nahmen die 30 Silberlinge, den Wert dessen, der geschätzt wurde, den die Kinder Israels geschätzt hatten, 10 und gaben sie für den Acker des Töpfers, wie der Herr mir befohlen hatte.«

    11 Jesus aber stand vor dem Statthalter; und der Statthalter fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus sprach zu ihm: Du sagst es! 12 Und als er von den obersten Priestern und den Ältesten verklagt wurde, antwortete er nichts. 13 Da sprach Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, was sie alles gegen dich aussagen? 14 Und er antwortete ihm auch nicht auf ein einziges Wort, sodass der Statthalter sich sehr verwunderte. 15 Aber anlässlich des Festes pflegte der Statthalter der Volksmenge einen Gefangenen freizugeben, welchen sie wollten. 16 Sie hatten aber damals einen berüchtigten Gefangenen namens Barabbas. 17 Als sie nun versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, dass ich euch freilasse, Barabbas oder Jesus, den man Christus nennt? 18 Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid ausgeliefert hatten. 19 Als er aber auf dem Richterstuhl saß, sandte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten ; denn ich habe heute im Traum seinetwegen viel gelitten! 20 Aber die obersten Priester und die Ältesten überredeten die Volksmenge, den Barabbas zu erbitten, Jesus aber umbringen zu lassen. 21 Der Statthalter aber antwortete und sprach zu ihnen: Welchen von diesen beiden wollt ihr, dass ich euch freilasse? Sie sprachen: Den Barabbas! 22 Pilatus spricht zu ihnen: Was soll ich denn mit Jesus tun, den man Christus nennt? Sie sprachen alle zu ihm: Kreuzige ihn! 23 Da sagte der Statthalter: Was hat er denn Böses getan? Sie aber schrien noch viel mehr und sprachen: Kreuzige ihn! 24 Als nun Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern dass vielmehr ein Aufruhr entstand, nahm er Wasser und wusch sich vor der Volksmenge die Hände und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten ; seht ihr zu! 25 Und das ganze Volk antwortete und sprach: Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder! 26 Da gab er ihnen den Barabbas frei; Jesus aber ließ er geißeln und übergab ihn zur Kreuzigung.

    27 Da nahmen die Kriegsknechte des Statthalters Jesus in das Prätorium und versammelten die ganze Schar um ihn. 28 Und sie zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel um 29 und flochten eine Krone aus Dornen, setzten sie auf sein Haupt, gaben ihm ein Rohr in die rechte Hand und beugten vor ihm die Knie, verspotteten ihn und sprachen: Sei gegrüßt, König der Juden! 30 Dann spuckten sie ihn an und nahmen das Rohr und schlugen ihn auf das Haupt. 31 Und nachdem sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und legten ihm seine Kleider an. Und sie führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen. 32 Als sie aber hinauszogen , fanden sie einen Mann von Kyrene namens Simon; den zwangen sie, ihm das Kreuz zu tragen. 33 Und als sie an den Platz kamen, den man Golgatha nennt, das heißt »Schädelstätte«, 34 gaben sie ihm Essig mit Galle vermischt zu trinken; und als er es gekostet hatte, wollte er nicht trinken. 35 Nachdem sie ihn nun gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider unter sich und warfen das Los,
    damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist: »Sie haben meine Kleider unter sich geteilt, und das Los über mein Gewand geworfen« . 36 Und sie saßen dort und bewachten ihn. 37 Und sie befestigten über seinem Haupt die Inschrift seiner Schuld : »Dies ist Jesus, der König der Juden«.

    38 Dann wurden mit ihm zwei Räuber gekreuzigt, einer zur Rechten, der andere zur Linken. 39 Aber die Vorübergehenden lästerten ihn, schüttelten den Kopf 40 und sprachen: Der du den Tempel zerstörst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst! Wenn du Gottes Sohn bist, so steige vom Kreuz herab! 41 Gleicherweise spotteten aber auch die obersten Priester samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: 42 Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten! Ist er der König Israels, so steige er nun vom Kreuz herab, und wir wollen ihm glauben ! 43 Er hat auf Gott vertraut; der befreie ihn jetzt, wenn er Lust an ihm hat; denn er hat ja gesagt: Ich bin Gottes Sohn ! 44 Ebenso schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.

    45 Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. 46 Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani, das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« 47 Etliche der Anwesenden sprachen, als sie es hörten: Der ruft den Elia! 48 Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. 49 Die Übrigen aber sprachen: Halt, lasst uns sehen, ob Elia kommt, um ihn zu retten! 50 Jesus aber schrie nochmals mit lauter Stimme und gab den Geist auf. 51 Und siehe, der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei, und die Erde erbebte, und die Felsen spalteten sich. 52 Und die Gräber öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt 53 und gingen aus den Gräbern hervor nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.

    54 Als aber der Hauptmann und die, welche mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und was da geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn !

    55 Es waren aber dort viele Frauen, die von ferne zusahen, welche Jesus von Galiläa her gefolgt waren und ihm gedient hatten; 56 unter ihnen waren Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Joses, und die Mutter der Söhne des Zebedäus. 57 Als es nun Abend geworden war, kam ein reicher Mann von Arimathia namens Joseph, der auch ein Jünger Jesu geworden war. 58 Dieser ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, dass ihm der Leib gegeben werde. 59 Und Joseph nahm den Leib, wickelte ihn in reine Leinwand 60 und legte ihn in sein neues Grab , das er im Felsen hatte aushauen lassen; und er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging davon. 61 Es waren aber dort Maria Magdalena und die andere Maria, die saßen dem Grab gegenüber.

    62 Am anderen Tag nun, der auf den Rüsttag folgt, versammelten sich die obersten Priester und die Pharisäer bei Pilatus 63 und sprachen: Herr, wir erinnern uns, dass dieser Verführer sprach, als er noch lebte: Nach drei Tagen werde ich auferstehen . 64 So befiehl nun, dass das Grab sicher bewacht wird bis zum dritten Tag, damit nicht etwa seine Jünger in der Nacht kommen, ihn stehlen und zum Volk sagen: Er ist aus den Toten auferstanden!, und der letzte Betrug schlimmer wird als der erste. 65 Pilatus aber sprach zu ihnen: Ihr sollt eine Wache haben! Geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt! 66 Da gingen sie hin, versiegelten den Stein und bewachten das Grab mit der Wache .

    Ja, dies ist der Teil der Bibel, den ich absolut nicht mag 🙁

    Vor einiger Zeit habe ich auf die Kinder von unserem Pastor aufgepasst und mit ihnen die Filme aus der Reihe „The beginners Bible“ über Jesus angesehen. Der Älteste (ist gerade mal 8) wollte unbedingt die Ostergeschichte sehen. Warum ich diesen Teil so wenig mag, konnte er überhaupt nicht verstehen – denn er findet die Geschichte toll. „Was magst du denn daran nicht?“

    Ich hasse es, mir vorzustellen, wie sie mit Jesus umgegangen sind. Er war der beste Mensch, der je gelebt hat, er hat allen nur Gutes getan und muss dann so ein schreckliches Ende finden. Und warum? Um uns von unseren Sünden zu erlösen und den Weg frei zu machen, damit wir uns ohne Hemmungen unserem Gott nahen können. Und die wenigsten Menschen haben Wertschätzung dafür.

    Hier sehen wir ein sehr gutes Beispiel für die Frage: „ist das Glas halbvoll oder halbleer?“

    Bei mir scheint das Glas halb leer zu sein, denn ich sehe hier all das Schlimme. Bei Joshua ist es halbvoll: er sieht das Gute, dass Jesus aus Liebe für uns alle gestorben ist, obwohl wir es nicht verdient haben „und ausserdem ist Jesus ja auferstanden“.

    Das stimmt, das weiss ich auch, aber immer wenn ich bei diesem Thema bin, steht das für mich eher im Hintergrund. Denn immerhin musste er ja vorher heftig leiden, auch wenn er sich freiwillig darauf eingelassen hatte.

    Hier erkenne ich immer wieder, wie wichtig es ist, die Dinge ausgeglichen zu sehen.

    Wobei mein Mannn immer sagt, dass eigentlich alle Menschen den Film „Die Passion Christi“ sehen müßten, damit sie begreifen, was Jesus für uns getan hat. Er ist der Ansicht, dass man dann nicht so weiterleben könne, wie bisher. Dies Begreifen des schlimmen Leides würde den ganzen Menschen zwangsläufig verändern. Aus einer tiefen Dankbarkeit heraus erwächst tiefe Liebe – die uns dann wiederum zu einem besseren und gottgefälligem Leben antreibt

    weitere Gedanken zu Matthäus 27 finden wir hier

  212. Juleam 1. Januar 2014 um 21:29 Link zum Kommentar

    Matthäus 28 – warum die Juden nicht glauben, dass Jesus der Messias war

    1 Nach dem Sabbat aber, als der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen. 2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben, denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat herzu, wälzte den Stein von dem Eingang hinweg und setzte sich darauf. 3 Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. 4 Vor seinem furchtbaren Anblick aber erbebten die Wächter und wurden wie tot. 5 Der Engel aber wandte sich zu den Frauen und sprach: Fürchtet ihr euch nicht! Ich weiß wohl, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. 6 Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden , wie er gesagt hat. Kommt her, seht den Ort, wo der Herr gelegen hat! 7 Und geht schnell hin und sagt seinen Jüngern, dass er aus den Toten auferstanden ist. Und siehe, er geht euch voran nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt! 8 Und sie gingen schnell zum Grab hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkünden. 9 Und als sie gingen, um es seinen Jüngern zu verkünden, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Sie aber traten herzu und umfassten seine Füße und beteten ihn an. 10 Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin, verkündet meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen sollen; dort werden sie mich sehen!

    11 Während sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von der Wache in die Stadt und verkündeten den obersten Priestern alles, was geschehen war. 12 Diese versammelten sich samt den Ältesten, und nachdem sie Rat gehalten hatten, gaben sie den Kriegsknechten Geld genug 13 und sprachen: Sagt, seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. 14 Und wenn dies vor den Statthalter kommt, so wollen wir ihn besänftigen und machen, dass ihr ohne Sorge sein könnt. 15 Sie aber nahmen das Geld und machten es so, wie sie belehrt worden waren. Und so wurde dieses Wort unter den Juden verbreitet bis zum heutigen Tag.

    16 Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. 17 Und als sie ihn sahen, warfen sie sich anbetend vor ihm nieder; etliche aber zweifelten . 18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. 19 So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker , und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.

    Ende gut – alles gut. Ich liebe Geschichten mit einem Happy End 🙂

    Aber hier erkennen wir auch, warum die Juden nicht glauben, dass Jesus der Messias war: denn es wurde ihnen versichert, dass er nicht auferstanden war, sondern von seinen Jüngern gestohlen wurde, um das Volk irrezuführen.

    Immerhin haben es die Wachen „glaubhaft“ als Augenzeugen des Diebstahls bezeugt. Warum hätten sie dies anzweifeln sollen?

    Warum glaubten die Christen an die Auferstehung: weil sie den auferstandenen Jesus selbst gesehen hatten oder mit anderen gesprochen, die ihn selbst gesehen hatten.

    Ist es wirklich so logisch, dass wir persönlich damals das Richtige geglaubt hätten? Immerhin gab es auf beiden Seiten Augenzeugen und wenn die Jünger wirklich Betrüger waren?

    Wir mit unserem Wissen haute haben da oftmals leicht reden. Thom und ich versetzen uns oft in diese Zeit hinein und fragen uns ganz ehrlich, ob wir wirklich so selbstverständlich damals Christus nachgefolgt wären, wie es uns heute erscheint

    weitere Gedanken zu Matthäus 28 finden wir hier

  213. Juleam 1. Januar 2014 um 21:34 Link zum Kommentar

    Wenn wir nun das Evangelium des Matthäus so Revue passieren lassen – was sagt es über den Verfasser als Mensch und über seinen Glauben aus?

    hier finden wir noch einigen ergänzenden Stoff dazu:

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