Fünftes Buch der Psalmen

Psalm 107 – 150
Buchrolle

Übersicht und thematische Verlinkung der Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 2. Juni 2009 178 Kommentare Trackback URI Comments RSS

178 Kommentare zu “Fünftes Buch der Psalmen”

  1. Juleam 16. Mai 2009 um 22:42 Link zum Kommentar

    Psalm 107 – 108

    Psalm 107:6-8

    „Und in ihrer Not schrien sie ständig zu Jehova;
    Aus ihren Bedrängnissen befreite er sie dann
    7 Und ließ sie auf dem rechten Weg wandeln,
    Damit sie zu einer Stadt zum Wohnen kämen.

    8 O möge man Jehova danken für seine liebende Güte
    Und für seine wunderbaren Werke an den Menschensöhnen“

    Jehova ist immer wieder für uns da – aber wir müssen ihn auch anrufen, wenn wir in Not sind. Und nicht nur dann!

    Wie können wir Jehova für seine unendliche Güte danken? Nicht nur, indem wir stets von ihm reden und anderen von seinen wundervollen Taten erzählen. Nein. Sondern unsere Taten sprechen eine noch viel lautere Sprache.

    In Vers 6 sagt Jehova, dass er sie aus ihren Bedrängnissen befreite – und in Vers 7 heißt es dann weiter „und ließ sie auf dem rechten Weg wandeln“.

    Unsere Liebe und tiefe Ergebenheit zu Jehova zeigt sich also an dem, worüber wir reden UND in dem, was wir tun!

    Zuviel des Guten?

    Aber wie ist es denn, wenn wir verliebt sind? Drehen sich dann nicht all unsere Gedanken und Gespräche um die Person, der nun unser Herz gehört? Und suchen wir dann nicht nach Gelegenheiten, dem anderen eine Freude zu machen?

    Da sitzt eine Frau neben ihrem Liebsten und guckt sich mit ihm ein Fußballspiel an, obwohl sie sich nicht für Fußball interessiert. Da bringt ein Mann seiner Herzdame Blumen mit oder guckt mit ihr eine Liebesschnulze. Ist ihnen das zuviel oder langweilig?

    Eigentlich kommt dieses Gefühl der Langeweile und „ständig muß ich…“ erst auf, wenn die Gefühle abkühlen, wir den anderen als selbstverständlich ansehen.

    Halten wir uns unsere Liebe zu Jehova frisch – indem wir täglich in der Bibel lesen und uns jeden Tag mit ihm und seinen Werken beschäftigen!

  2. Juleam 16. Mai 2009 um 22:43 Link zum Kommentar

    Psalm 107:13-15

    „Und in ihrer Not begannen sie, zu Jehova um Hilfe zu rufen;
    Aus ihren Bedrängnissen rettete er sie immer wieder.

    14 Er ging daran, sie aus der Finsternis und aus tiefem Schatten herauszuführen
    Und sogar ihre Bande zu zerreißen.

    15 O möge man Jehova danken für seine liebende Güte
    Und für seine wunderbaren Werke an den Menschensöhnen.“

    wie geduldig unser wundervoller Gott doch ist. Auch wenn wir ihn immer wieder kränken, so ist er doch immer wieder da, wenn wir in unserer Not zu ihm rufen.

    In der Welt gibt es einen Spruch: „in der Not kann jeder Mensch beten“. Wie wahr das ist.

    Schön wäre allerdings, wenn wir uns dann auch in Wort und Tat als dankbar erweisen würden.

  3. Juleam 17. Mai 2009 um 22:45 Link zum Kommentar

    Psalm 109 – 111

    Psalm 110:3

    „Dein Volk wird sich willig darbieten am Tag deiner Streitmacht.
    In der Pracht der Heiligkeit, aus dem Schoß der Morgenröte
    Hast du, Tautropfen gleich, deine Jungmannschaft.“

    Wenn wir hier wieder den Grundsatz „aus der Fülle des Herzens redet der Mund“ anwenden, dann ist ja wohl klar, warum es ein großes Heer ist, das die Herrlichkeit Jehovas verkündet.

    Sein Volk wird sich „willig darbieten“ – oder hat man schon mal davon gehört, dass man jemanden, der frisch verliebt ist, auffordern müsse, über den Herzensallerliebsten zu reden?

    Nein, eher im Gegenteil!

  4. Juleam 18. Mai 2009 um 22:45 Link zum Kommentar

    Psalm 112 – 114

    Psalm 112:1,6-8,10

    „Preiset Jah!
    ? (´Áleph)
    Glücklich ist der Mann, der Jehova fürchtet,
    ? (Beth)
    An dessen Geboten er große Lust gefunden hat.

    ? (Kaph)

    6 Denn zu keiner Zeit wird er zum Wanken gebracht werden.
    ? (Lámedh)
    Des Gerechten wird gewiß auf unabsehbare Zeit gedacht werden.

    ? (Mem)

    7 Er wird sich auch vor schlechter Nachricht nicht fürchten,
    ? (Nun)
    Sein Herz ist fest, veranlaßt, auf Jehova zu vertrauen.

    ? (Ssámech)

    8 Sein Herz ist unerschütterlich; er wird sich nicht fürchten,
    ? (`Ájin)
    Bis er auf seine Widersacher hinabblickt.

    ? (Resch)

    10 Der Böse selbst wird [es] sehen, und [es] wird ihn bestimmt verdrießen.
    ? (Schin)
    Er wird gar mit seinen Zähnen knirschen und tatsächlich zerschmelzen.
    ? (Taw)
    Das Begehren der Bösen wird zugrunde gehen.“

    Gute Zusammenfassung, oder?

  5. Juleam 19. Mai 2009 um 22:47 Link zum Kommentar

    Psalm 115 – 118

    Psalm 118:4-8,13-14,17,28-29

    „Mögen die Jehova Fürchtenden jetzt sagen:
    „Denn seine liebende Güte währt auf unabsehbare Zeit.“

    5 Aus den bedrängnisvollen Umständen rief ich Jah an;
    Jah antwortete [und stellte] mich in einen weiten Raum.

    6 Jehova ist auf meiner Seite; ich werde mich nicht fürchten.
    Was kann ein Erdenmensch mir antun?

    7 Jehova ist auf meiner Seite, unter denen, die mir helfen,
    So daß ich selbst auf die hinabblicken werde, die mich hassen.

    8 Es ist besser, Zuflucht zu Jehova zu nehmen,
    Als auf einen Erdenmenschen zu vertrauen.

    13 Du stießest mich hart, daß ich fallen sollte,
    Jehova aber half mir.

    14 Jah ist mein Schirm und [meine] Macht,
    Und er wird mir zur Rettung.

    17 Ich werde nicht sterben, sondern ich werde am Leben bleiben,
    Damit ich die Werke Jahs verkünde.

    28 Du bist mein Göttlicher, und ich werde dich lobpreisen;
    Mein Gott – ich werde dich erheben.

    29 Dankt Jehova, denn er ist gut;
    Denn seine liebende Güte währt auf unabsehbare Zeit.“

    Ja, wenn wir auch weiterhin unser ganzes Vertrauen auf Jehova setzen, dann wird es uns gut gehen.

    Wer ist ein Gott wie ER?

    Wen könnten wir besser zu unserem Verbündeten haben?

    Erfüllen wir die Voraussetzungen dazu, dass Jehova uns als seine Verbündeten haben will?

  6. Juleam 20. Mai 2009 um 22:50 Link zum Kommentar

    Psalm 119

    Vers 5

    „O daß meine Wege gefestigt wären,
    Um deine Bestimmungen zu halten!“

    ist dies auch unser aufrichtiger Wunsch?

    Wünschen wir uns von Herzen Gottes Bestimmungen zu halten – oder halten wir uns nur widerstrebend an Gottes Wort, weil wir Angst vor Strafe haben?

  7. Juleam 20. Mai 2009 um 22:52 Link zum Kommentar

    Vers 11

    „In meinem Herzen habe ich deine Rede aufbewahrt,
    Damit ich nicht gegen dich sündige.“

    Haben auch wir Gottes Rede in unserem Herzen? Sind wir davon erfüllt?

    Lassen wir unser Herz von Gottes Wort erfüllen – so dass es so voll von all dem Guten Jehovas ist, dass wir davon übersprudeln? Erinnern wir uns noch? „Aus der Fülle des Herzens redet der Mund“.

    Wenn wir in unserer Ganzheit so sehr von Jehovas Wort erfüllt sind, dann gelingt es uns auch rein zu bleiben. Zumindest in dem Maße, wie es einem unvollkommenen Menschen möglich ist.

    Vers 20

    „Meine Seele ist zermalmt vor Verlangen
    Nach deinen richterlichen Entscheidungen allezeit.“

    Sehnen auch wir uns so stark nach Jehova, seinem Wort und danach, seine Gebote zu halten?

  8. Juleam 20. Mai 2009 um 22:52 Link zum Kommentar

    Vers 25-27

    „Am Staub hat meine Seele geklebt.
    Erhalte mich am Leben gemäß deinem Wort.

    26 Meine Wege habe ich verkündet, damit du mir antwortest.
    Lehre mich deine Bestimmungen.

    27 Den Weg deiner Befehle laß mich verstehen,
    Damit ich mich mit deinen wunderbaren Werken befasse.“

    Dies sollte unser innigster Wunsch sein: die Befehle Jehovas zu verstehen.

    Wir wollen keine geistig Unmündige bleiben, also nicht nur die Buchstaben des Gesetzes kennen. Nein! Wir wollen reife Anbeter Jehovas werden und den Sinn dahinter verstehen.

    Denn wenn wir Jehova, seine Gedanken und Gefühle verstehen, wenn wir verstehen, warum Jehova so und nicht anders denkt – dann können wir uns seine Gebote zu eigen machen. Dann können wir seine Bestimmungen nicht nur verstehen, sondern wir werden sie auch lieben und uns somit danach sehnen, seine Bestimmungen zu halten.

  9. Juleam 20. Mai 2009 um 22:53 Link zum Kommentar

    Vers 30-31

    „Den Weg der Treue habe ich gewählt.
    Deine richterlichen Entscheidungen habe ich gebührend betrachtet.

    31 Ich habe an deinen Mahnungen gehangen.
    O Jehova, laß mich nicht zuschanden werden.“

    Verse 34-36

    „Laß mich Verständnis haben, damit ich dein Gesetz beobachte
    Und daß ich es mit ganzem Herzen halte.

    35 Laß mich auf den Pfad deiner Gebote treten,
    Denn daran habe ich Gefallen gefunden.

    36 Neige mein Herz zu deinen Mahnungen“

    diese Verse stützen den vorgehenden Gedanken!

  10. Juleam 20. Mai 2009 um 22:54 Link zum Kommentar

    Vers 37

    „Laß meine Augen an dem vorübergehen, was zu sehen wertlos ist,
    Auf deinem Weg erhalte mich am Leben.“

    Was könnte mit „dem, was wertlos ist“ gemeint sein?

    Alles, womit wir uns beschäftigen. Das könnte der Inhalt unserer Gespräche sein – reden wir über positive Dinge oder über die Fehler anderer? Hören wir solchen Menschen zu?
    Womit verbringen wir unsere Freizeit? Bringen uns unsere Unternehmungen Jehova näher?
    Was sehen wir uns im Fernsehen an, welche Musik hören wir? Was ist über unseren Umgang zu sagen?

    Alle Dinge, die uns Jehova nicht näher bringen und uns sogar die Zeit und Energie rauben, uns mit ihm und seinem Wort zu beschäftigen – sie zählen zu „dem, was wertlos ist“!

    Verse 47-48

    „Und ich werde eine Vorliebe bekunden für deine Gebote,
    Die ich geliebt habe.

    48 Und ich werde meine Handflächen zu deinen Geboten, die ich geliebt habe, erheben,
    Und ich will mich mit deinen Bestimmungen befassen.“

  11. Juleam 20. Mai 2009 um 22:57 Link zum Kommentar

    Vers 54

    „Deine Bestimmungen sind mir zu Melodien geworden
    Im Haus der Orte meiner Fremdlingschaft.“

    Wir können Jehova dienen, wo immer wir auch sind. Und auch wenn wir aus Gründen, auf die wir selbst keinen Einfluß haben, nicht zum Haus Gottes kommen können – so werden wir doch immer tiefe Freude und Befriedigung darin finden, unserem wunderbaren Gott zu dienen.

    Verse 60-61

    „Ich beeilte mich, und ich zögerte nicht,
    Deine Gebote zu halten.

    61 Die Stricke der Bösen, sie umgaben mich.
    Dein Gesetz vergaß ich nicht.“

    was auch passieren mag: wir lieben unseren wunderbaren liebevollen Gott so sehr, dass wir ihm immer dienen werden, komme, was da wolle. Selbst, wenn „uns die Stricke des Bösen umgeben“. Das könnte dann der Fall sein, wenn uns Gegner oder Schadenstifter mit ihren Lügen und Intrigen so sehr an die Wand drücken, dass wir scheinbar bewegungslos sind und die Lage auswegslos erscheint.

    Selbst dann noch werden wir die Gebote unseres Gottes halten!

    Verse 68-69

    „Du bist gut und tust Gutes.
    Lehre mich deine Bestimmungen.

    69 Die Vermessenen haben mich mit Unwahrheit beschmiert.
    Was mich betrifft, so werde ich mit [meinem] ganzen Herzen deine Befehle befolgen.“

    Vers 71

    „Es ist gut für mich, daß ich niedergebeugt worden bin,
    Damit ich deine Bestimmungen lerne.“

    Vers 80

    „Laß mein Herz sich in deinen Bestimmungen als untadelig erweisen,
    Damit ich nicht beschämt werde.“

    Dies ist auch unser innigster Wunsch.

    Vers 84-88

    „Wie viele sind der Tage deines Knechtes?
    Wann wirst du Gericht an denen üben, die mich verfolgen?

    85 Die Vermessenen haben Fallgruben ausgehoben, um mich zu fangen,
    Die, die nicht in Übereinstimmung sind mit deinem Gesetz.

    86 All deine Gebote sind Treue selbst.
    Ohne Ursache haben sie mich verfolgt. O hilf mir.

    87 In kurzem hätten sie mich ausgerottet auf der Erde;
    Ich selbst aber habe deine Befehle nicht verlassen.

    88 Gemäß deiner liebenden Güte erhalte mich am Leben,
    Damit ich die Mahnung deines Mundes bewahre.“

    Vers 92-93

    „Wäre mir dein Gesetz nicht lieb gewesen,
    So wäre ich umgekommen in meiner Trübsal.

    93 Auf unabsehbare Zeit werde ich deine Befehle nicht vergessen,
    Denn durch sie hast du mich am Leben erhalten.“

    wahre Worte – die wir mehrfach am eigenen Leib erlebt haben.

    Vers 97,101,104

    „Wie liebe ich doch dein Gesetz!
    Den ganzen Tag befasse ich mich damit.

    101 Von jedem schlechten Pfad habe ich meine Füße zurückgehalten,
    Damit ich dein Wort bewahre.

    104 Dank deinen Befehlen benehme ich mich mit Verstand.
    Darum habe ich jeden falschen Pfad gehaßt.“

    Vers 110

    „Die Bösen haben mir einen Fallstrick gelegt,
    Aber von deinen Befehlen bin ich nicht abgeschweift.“

    Vers 114

    „Du bist mein Ort der Verborgenheit und mein Schild.
    Auf dein Wort habe ich geharrt.“

    Wir wollen auch weiterhin unseren Blick auf unseren Gott und die bald eintreffende Rettung gerichtet halten.

    Vers 123-124

    „Meine Augen, sie haben nach deiner Rettung
    Und nach deiner gerechten Rede geschmachtet.

    124 Handle mit deinem Knecht gemäß deiner liebenden Güte,
    Und lehre mich deine eigenen Bestimmungen.“

  12. Juleam 20. Mai 2009 um 22:58 Link zum Kommentar

    Vers 136

    „Wasserbäche sind aus meinen Augen herabgeflossen,
    Weil man dein Gesetz nicht gehalten hat.“

    Wie ist es mit uns? Berührt es uns, wenn Menschen, die vorgeben, Jehova zu dienen, ein Doppelleben führen und somit Schmach auf Jehovas heiligen Namen bringen?

    Oder denken wir „das ist deren Privatsache, das geht mich nichts an“ – und lassen sie ungehindert weiterhin Dreck auf Jehovas Namen werfen?

    Vers 140

    „Deine Rede ist sehr geläutert,
    Und dein Knecht, er liebt sie.“

    Vers 151-152

    „Du bist nahe, o Jehova,
    Und alle deine Gebote sind Wahrheit.

    152 Längst habe ich einige deiner Mahnungen gekannt,
    Denn auf unabsehbare Zeit hast du sie gegründet.“

    wir möchten noch gern immer weiter zur Reife vorandrängen.

    Vers 158

    „Ich habe die gesehen, die treulos sind im Handeln,
    Und ich empfinde wirklich Ekel, denn deine Rede haben sie nicht bewahrt.“

    Empfinden wir persönlich Ekel, wenn wir sehen, dass andere neben uns ein Doppelleben führen?
    Oder decken wir ihr treuloses Verhalten? Kann es sogar sein, dass wir sie für ihre Rafinesse bewundern???

    Was zeige ich durch mein Verhalten, wenn ich weiterhin Freundschaften zu solchen Personen pflege? „Aber das ist doch mein Bruder/meine Schwester! Der/die ist ja nicht ausgeschlossen. Warum sollte ich mich von denen fern halten?“

    Selbst wenn die Person nicht ausgeschlossen ist, so ist sie trotzdem kein geeigneter Umgang für uns. Wenn wir Jehovas Gebote lieben, dann werden wir wirklich Ekel empfinden und uns von denen fernhalten, die seinen Namen verhöhnen. Ansonsten würden wir sie vielleicht in ihrem verkehrten Verhalten bestärken!

    Vers 163-168

    „Falschheit habe ich gehaßt, und sicherlich verabscheue ich sie ständig.
    Dein Gesetz habe ich geliebt.

    164 Siebenmal am Tag habe ich dich gepriesen
    Wegen deiner gerechten richterlichen Entscheidungen.

    165 Überströmender Frieden gehört denen, die dein Gesetz lieben,
    Und für sie gibt es keine Ursache des Strauchelns.

    166 Ich habe auf deine Rettung gehofft, o Jehova,
    Und nach deinen Geboten habe ich getan.

    167 Meine Seele hat deine Mahnungen eingehalten,
    Und ich liebe sie überaus.

    168 Ich habe deine Befehle und deine Mahnungen eingehalten,
    Denn alle meine Wege sind vor dir.“

    ohne Worte

    Vers 171-172

    „Mögen meine Lippen Lobpreis hervorsprudeln,
    Denn du lehrst mich deine Bestimmungen.

    172 Möge meine Zunge deine Rede besingen,
    Denn alle deine Gebote sind Gerechtigkeit.“

  13. Juleam 21. Mai 2009 um 23:03 Link zum Kommentar

    Psalm 120 – 123

    Psalm 121

    Ich werde meine Augen zu den Bergen erheben.
    Woher wird meine Hilfe kommen?

    2 Meine Hilfe [kommt] von Jehova,
    Der Himmel und Erde gemacht hat.

    3 Er kann unmöglich zulassen, daß dein Fuß wankt.
    Der dich behütet, kann unmöglich schläfrig sein.

    4 Siehe! Er wird nicht schläfrig sein noch schlafen gehen,
    Er, der Israel behütet.

    5 Jehova behütet dich.
    Jehova ist dein Schatten zu deiner Rechten.

    6 Bei Tag wird die Sonne selbst dich nicht treffen
    Noch der Mond bei Nacht.

    7 Jehova selbst wird dich behüten vor allem Unglück.
    Er wird deine Seele behüten.

    8 Jehova selbst wird dein Hinausgehen und dein Hineingehen behüten
    Von nun an bis auf unabsehbare Zeit.

    ein sehr schöner Psalm, der uns Mut macht. Denn er verspricht uns, dass Jehova immer mit uns ist und wir auch weiterhin auf ihn vertrauen dürfen!

    Psalm 122:1

    Ich freute mich, als sie zu mir sprachen:
    „Zum Haus Jehovas laßt uns gehen.“

    ist es für uns ein Vorrecht, uns mit unseren Brüdern versammeln zu dürfen, oder eine lästige Pflicht?

    Warum wollen wir unsere Brüder treffen? Wollen wir einfach nur unsere Freunde sehen, oder gesehen werden, dass andere sehen, wie hübsch wir aussehen?

    Oder geht es uns um Jehova? Darum, noch mehr von ihm und über ihn zu erfahren?

    Lieben wir Jehova und sein Wort?

    Wo liegen unsere Prioritäten?

  14. Juleam 22. Mai 2009 um 23:05 Link zum Kommentar

    Psalm 124 – 126

    Psalm 124:8

    Unsere Hilfe ist im Namen Jehovas,
    Der Himmel und Erde gemacht hat.“

    empfinden wir auch so?

    Psalm 125

    Die auf Jehova vertrauen,
    Sind wie der Berg Zion, der nicht zum Wanken gebracht werden kann, sondern auf unabsehbare Zeit bleibt.

    2 Jerusalem – wie Berge rings darum her sind,
    So ist Jehova rings um sein Volk
    Von nun an bis auf unabsehbare Zeit.

    3 Denn das Zepter der Bosheit wird nicht auf dem Los der Gerechten ruhen bleiben,
    Damit die Gerechten ihre Hand nicht nach irgendwelchem Unrechttun ausstrecken.

    4 O tue Gutes, o Jehova, den Guten,
    Ja denen, die in ihrem Herzen rechtschaffen sind.

    5 Was die betrifft, die auf ihre krummen Wege abbiegen,
    Jehova wird sie weggehen lassen mit denen, die Schädliches treiben.
    Es wird Frieden sein über Israel.

    sind wirvon Herzen rechtschaffen“?

    Psalm 126:5-6

    Die mit Tränen säen,
    Mit Jubelruf werden sie ernten.

    6 Wer auch wirklich auszieht, selbst unter Weinen,
    Einen Beutel voll Samen tragend,
    Wird ganz bestimmt mit Jubelruf heimkommen,
    Seine Garben tragend.

    der ganze Psalm ist wundervoll, aber die beiden letzten Verse sind für mich persönlich herausragend.

    Was für eine wundervolle Zusage: „mit Jubelruf werden sie ernten“ und „wird ganz bestimmt mit Jubelruf heimkommen“!

    Eine Zusage, die nicht nur sehr tröstlich ist, sondern sich in unserem Fall schon mehrfach bewahrheitet hat.

    Das Wissen darum hat uns schon so manches Mal geholfen, in einer scheinbar aussichtslosen Situation auszuharren. Ja, wie oft sind wir bereits „unter Weinen“ ausgezogen! Und immer wieder hat Jehova unser Herz in Freude umgewandelt.

    Was für ein Gott!

    Wer ist wie ER?

    Wer kann sich mit IHM messen? Könnte es wirklich irgendjemanden geben, der es mit ihm aufnehmen kann, der noch wunderbarer sein würde als ER?

    Niemals!

  15. Juleam 23. Mai 2009 um 23:06 Link zum Kommentar

    Psalm 127 – 129

    Psalm 128:1-2

    Glücklich ist jeder, der Jehova fürchtet,
    Der in seinen Wegen wandelt.

    2 Denn du wirst die mühevolle Arbeit deiner eigenen Hände genießen.
    Glücklich wirst du sein, und es wird dir gut ergehen.

    Auch wenn wir in der gegenwärtigen Zeit kein Gelingen haben – weil noch „der Böse“ am längeren Hebel sitzt – so können wir doch Freude und Glück aus der Anbetung Jehovas ziehen.

    Allein das Vorrecht, dass wir zu ihm kommen dürfen und dass wir IHN anbeten dürfen, bereitet unendlich viel Glück. Ganz egal, wie furchtbar die Umstände auch sonst sein mögen, allein schon das Wissen darum, dass wir uns in Gottes Liebe befinden bereitet uns unendlich großes Glück.

    Ein Glück, was durch nichts übertroffen werden kann!

  16. Juleam 24. Mai 2009 um 23:08 Link zum Kommentar

    Psalm 130 – 132

    Psalm 130

    Aus den Tiefen habe ich dich angerufen, o Jehova.

    2 O Jehova, höre doch meine Stimme.
    Möge es sich erweisen, daß deine Ohren auf die Stimme meiner flehentlichen Bitten aufmerken.

    3 Wären Vergehungen das, worauf du achtest, o Jah,
    O Jehova, wer könnte bestehen?

    4 Denn bei dir ist die [wahre] Vergebung,
    Damit man dich fürchtet.

    5 Ich habe gehofft, o Jehova, meine Seele hat gehofft,
    Und auf sein Wort habe ich geharrt.

    6 Meine Seele [hat] auf Jehova [geharrt]
    Mehr als Wächter auf den Morgen,
    Wächter auf den Morgen.

    7 Israel harre auf Jehova.
    Denn bei Jehova ist liebende Güte,
    Und in so reichem Maße gibt es Erlösung bei ihm.

    8 Und er selbst wird Israel erlösen von all seinen Vergehungen.

    Immer wieder ein Thema in den Psamen: wir vertrauen au Jehova und er befreit uns aus all unserer Drangsal.

    Leider sieht es oft nicht danach aus. Leider passiert es immer wieder, dass wir den Mut verlieren, weil die Schadenstifter vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten und wir oft das Gefühl haben, dass wir eh keine Chance haben.

    Aber für Jehova ist kein Ding unmöglich und noch immer kann er die Sitiuation in einem Nu umwandeln.

    Aber er kommt den Schadenstiftern und Verleumdern immer wieder entgegen, indem er sie bittet, zu bereuen, damit er seine Barmherzigkeit auf sie anwenden kann.

    Bleibt zu hoffen, dass sie wirklich noch rechtzeitig von ihrem verkehrten Tun umkehren. Denn eins ist gewiss:

    Es gibt Jehova Gott und er sieht unser Tun und wird zu seiner Zeit jeden gemäß seinen Taten richten.

    Und vergessen wir dabei bitte auch nicht die Worte aus Sprüche 16:25

    Es gibt einen Weg, der vor einem Mann gerade ist, aber sein Ende sind danach die Wege des Todes.

    machen wir uns bitte nicht selbst etwas vor, sondern stehen wir zu dem, was wir tun. Noch können wir es ändern, denn „Jehova hat keinen Gefallen am Tod des Bösen“.

    Ihm wäre es lieber, wenn solche Menschen von ihrem verkehrten Weg umkehren – bevor es zu spät ist!

  17. Juleam 25. Mai 2009 um 23:09 Link zum Kommentar

    Psalm 133 – 135

    Psalm 133:1

    Siehe! Wie gut und wie lieblich es ist,
    Wenn Brüder in Einheit beisammenwohnen!

    diesen Text kennt jeder Zeuge Jehovas. Er wird in den meisten Fällen auf den Besuch der Zusammenkünfte angewandt. Aber es gibt auch noch eine tiefere Anwendung, über die wir uns ernsthaft Gedanken machen sollten: es geht um die Einheit unter ihnen.

    Fragen wir uns bitte selbst:

    tue ich wirklich alles, um den Frieden und die Einheit innerhalb der Versammlung und Bruderschaft zu bewahren?

    Oder neige ich dazu, negativ über meine Brüder zu reden?

    Bin ich bereit, auch auf persönliche Vorteile zu verzichten – damit der Friede bewahrt bleibt? Oder poche ich auf mein „scheinbares“ Recht, will es um jeden Preis einfordern, egal um welchen Preis?

    Ziehe ich andere Brüder in meine Probleme mit hinein, oder halte ich mich dezent zurück, damit der Friede bewahrt bleibt?

    Mein ganzes Tun und alles worüber ich rede – all dies kann im direkten Zusammenhang damit stehen, ob die „Brüder in Einheit beisammenwohnen“ können. Behalte ich diesen Punkt im Sinn?

    Diese Fragen kann sich nur jeder selbst beantworten. Aber machen wir uns bitte nichts vor: die Antwort darauf beeinflußt unser Verhältnis zu unserem Schöpfer

    Und wir alle wollen uns doch in Gottes Liebe bewahren – oder?

    Psalm 135:1-3

    Preiset Jah!
    Preist den Namen Jehovas,
    Bringt Lobpreis dar, o Knechte Jehovas,
    2 Ihr, die ihr im Haus Jehovas steht,
    In den Vorhöfen des Hauses unseres Gottes.

    3 Preiset Jah, denn Jehova ist gut.
    Spielt seinem Namen Melodien, denn es ist lieblich.

    schliessen wir uns diesem Lobpreis an – in Wort und Tat

  18. Juleam 26. Mai 2009 um 23:11 Link zum Kommentar

    Psalm 136 – 138

    Psalm 138

    Ich werde dich lobpreisen mit meinem ganzen Herzen.
    Vor anderen Göttern werde ich dir Melodien spielen.
    2 Ich werde mich niederbeugen gegen deinen heiligen Tempel,
    Und ich werde deinen Namen lobpreisen
    Wegen deiner liebenden Güte und wegen deiner Wahrhaftigkeit.
    Denn du hast dein Wort groß gemacht selbst über all deinen Namen.
    3 An dem Tag, an dem ich rief, hast du mir dann auch geantwortet;
    Du begannst, mich mit Stärke in meiner Seele kühn zu machen.
    4 Alle Könige der Erde werden dich lobpreisen, o Jehova,
    Denn sie werden die Reden deines Mundes gehört haben.
    5 Und sie werden die Wege Jehovas besingen,
    Denn die Herrlichkeit Jehovas ist groß.
    6 Denn Jehova ist hoch, und doch sieht er den Demütigen;
    Aber den Überheblichen kennt er nur von fern.
    7 Wenn ich inmitten von Bedrängnis wandelte, wirst du mich am Leben erhalten.
    Wegen des Zorns meiner Feinde wirst du deine Hand ausstrecken,
    Und deine Rechte wird mich retten.
    8 Jehova selbst wird vollenden, was zu meinen Gunsten ist.
    O Jehova, auf unabsehbare Zeit währt deine liebende Güte.
    Von den Werken deiner Hände laß nicht ab.

    ein wunderschöner Psalm, der eigentlich für sich selbst spricht!

    Jehova ist wirklich unvergleichlich. Ein wunderbarer Gott.

    Wer könnte IHM das Wasser reichen?

  19. Juleam 27. Mai 2009 um 12:34 Link zum Kommentar

    Psalm 139 – 141

    Psalm 139:23-24

    Durchforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz.
    Prüfe mich, und erkenne meine beunruhigenden Gedanken,
    24 Und sieh, ob in mir irgendein Weg des Schmerzes ist,
    Und führe mich auf dem Weg der unabsehbaren Zeit.

    ist dies auch mein Wunsch?

  20. Juleam 28. Mai 2009 um 12:40 Link zum Kommentar

    Psalm 142 – 144

    Psalm 142

    Mit meiner Stimme rief ich dann zu Jehova um Hilfe;
    Mit meiner Stimme begann ich zu Jehova um Gunst zu flehen.

    2 Vor ihm schüttete ich unablässig mein Anliegen aus;
    Meine Bedrängnis tat ich weiterhin vor ihm kund,
    3 Als mein Geist in mir schwach wurde.
    Da kanntest du selbst meinen Weg.
    Auf dem Pfad, auf dem ich wandle,
    Haben sie für mich einen Fallstrick verborgen.

    4 Schau zur Rechten und sieh,
    Daß niemand da ist, der mir irgendwelche Anerkennung zollt.
    Mein Zufluchtsort ist mir entschwunden;
    Da ist niemand, der sich nach meiner Seele erkundigt.

    5 Ich rief zu dir, o Jehova, um Hilfe.
    Ich sprach: „Du bist meine Zuflucht,
    Mein Teil im Land der Lebenden.“

    6 Merke doch auf meinen inständigen Ruf,
    Denn ich bin sehr arm geworden.
    Befreie mich von meinen Verfolgern,
    Denn sie sind stärker als ich.

    7 Bringe doch meine Seele aus dem Kerker heraus,
    Damit ich deinen Namen lobpreise.
    Mögen sich die Gerechten um mich her sammeln,
    Weil du gebührend mit mir handelst.

    Psalm 143:3-12

    Denn der Feind hat meine Seele verfolgt;
    Er hat mein Leben zur Erde selbst zertreten.
    Er hat mich an finsteren Stätten wohnen lassen gleich denen, die tot sind auf unabsehbare Zeit.

    4 Und mein Geist wird in mir schwach;
    In meinem Innern zeigt sich mein Herz empfindungslos.

    5 Ich habe der Tage der Vorzeit gedacht;
    Ich habe nachgesonnen über all dein Tun;
    Willig befaßte ich mich fortwährend mit dem Werk deiner eigenen Hände.

    6 Ich habe meine Hände zu dir ausgebreitet,
    Meine Seele [lechzt] wie ein erschöpftes Land nach dir. Sela.

    7 O eile, antworte mir, o Jehova.
    Mein Geist ist zu Ende gekommen.
    Verbirg dein Angesicht nicht vor mir,
    Sonst müßte ich mit denen vergleichbar werden, die in die Grube hinabfahren.

    8 Am Morgen laß mich deine liebende Güte hören,
    Denn auf dich habe ich mein Vertrauen gesetzt.
    Tu mir den Weg kund, auf dem ich wandeln sollte,
    Denn zu dir habe ich meine Seele erhoben.

    9 Befreie mich von meinen Feinden, o Jehova.
    Ich habe Deckung ja bei dir gesucht.

    10 Lehre mich deinen Willen tun,
    Denn du bist mein Gott.
    Dein Geist ist gut;
    Er führe mich im Land der Geradheit.

    11 Um deines Namens willen, o Jehova, mögest du mich am Leben erhalten.
    In deiner Gerechtigkeit mögest du meine Seele aus Bedrängnis herausführen.

    12 Und in deiner liebenden Güte mögest du meine Feinde zum Schweigen bringen;
    Und du sollst alle die vernichten, die meine Seele befeinden,
    Denn ich bin dein Knecht.

  21. Juleam 29. Mai 2009 um 12:46 Link zum Kommentar

    Psalm 145 – 147

    Psalm 145:5-7

    Die herrliche Pracht deiner Würde
    Und die Dinge deiner wunderbaren Werke, damit will ich mich befassen.

    ? (Waw)

    6 Und sie werden von der Stärke deiner eigenen furchteinflößenden Dinge sprechen;
    Und was deine Größe betrifft, ich will sie verkünden.

    ? (Sájin)

    7 Bei der Erwähnung der Fülle deiner Güte werden sie übersprudeln,
    Und deiner Gerechtigkeit [wegen] werden sie jubeln.

    ja, wir haben wirklich allen Grund, unseren wundervollen Schöpfer und unseren liebevollen himmlischen Vater zu preisen.

    Drängt uns unser Herz dazu?

    Wir wissen ja „aus der Fülle des Herzens redet der Mund“ *freu*

    Psalm 145:14

    Jehova stützt alle Fallenden
    Und richtet auf alle Niedergebeugten.

    was für ein wundervoller tröstlicher Gedanke. Haben wir dies schon einmal am eigenen Leib erlebt?

    Wenn ja, dann sind wir sehr gesegnet!

    Psalm 145:16

    Du öffnest deine Hand
    Und sättigst das Begehren alles Lebenden.

    lassen wir uns dies doch einmal so richtig auf der Zunge zergehen…

    Psalm 145:18-20

    Jehova ist nahe allen, die ihn anrufen,
    Allen, die ihn in Wahrhaftigkeit anrufen.

    ? (Resch)

    19 Das Begehren derer, die ihn fürchten, wird er ausführen,
    Und ihren Hilferuf wird er hören, und er wird sie retten.

    ? (Schin)

    20 Jehova behütet alle, die ihn lieben,
    Aber alle Bösen wird er vertilgen.

    merken wir uns doch solche Verse! Lernen wir sie auswendig, damit wir in Zeiten der Not davon zehren können!

    Psalm 145:21

    Mein Mund wird den Lobpreis Jehovas reden;
    Und alles Fleisch segne seinen heiligen Namen auf unabsehbare Zeit, ja für immer.

    was redet mein Mund???

    Psalm 146:1-2

    Preiset Jah!
    Preise Jehova, o meine Seele.

    2 Ich will Jehova zeit meines Lebens preisen.
    Ich will meinem Gott Melodien spielen, solange ich bin.

    Psalm 147:11

    Jehova findet Gefallen an denen, die ihn fürchten,
    An denen, die auf seine liebende Güte harren.

    zählen wir zu diesen Personen?

  22. Juleam 30. Mai 2009 um 12:51 Link zum Kommentar

    Psalm 148 – 150

    Psalm 148:12-13

    Ihr jungen Männer und auch ihr Jungfrauen,
    Ihr alten Männer zusammen mit Knaben.

    13 Mögen sie den Namen Jehovas preisen,
    Denn sein Name allein ist unerreichbar hoch.
    Seine Würde ist über Erde und Himmel.

    Psalm 149:3-6

    Mögen sie seinen Namen preisen mit Reigentanz,
    Mit dem Tamburin und der Harfe mögen sie ihm Melodien spielen.

    4 Denn Jehova findet Gefallen an seinem Volk.
    Er schmückt die Sanftmütigen mit Rettung.

    5 Die Loyalgesinnten mögen frohlocken in Herrlichkeit;
    Mögen sie jubeln auf ihren Betten.

    6 Lieder, die Gott erhöhen, seien in ihrer Kehle,

    Psalm 150

    Preiset Jah!
    Preist Gott an seiner heiligen Stätte.
    Preist ihn in der Ausdehnung seiner Stärke.

    2 Preist ihn wegen seiner machtvollen Werke.
    Preist ihn nach der Fülle seiner Größe.

    3 Preist ihn mit Hörnerschall.
    Preist ihn mit dem Saiteninstrument und der Harfe.

    4 Preist ihn mit Tamburin und Reigentanz.
    Preist ihn mit Saitenspiel und Pfeife.

    5 Preist ihn mit wohlklingenden Zimbeln.
    Preist ihn mit schmetternden Zimbeln.

    6 Alles, was atmet – es preise Jah.
    Preiset Jah!

    Schliessen wir uns doch diesem Lobpreis an!

  23. Thomasam 16. Mai 2010 um 13:25 Link zum Kommentar

    Psalm 107-108
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 107 bildet eine Art Überschrift oder Einleitung zu diesem allem; er besingt die Güte Gottes, die ewiglich währt. Das ist jener gesegnete Ausdruck des Glaubens an die unwandelbare Güte Jehovas zu allen Zeiten, den wir seit der Entfaltung der Gnade in Davids Tagen so häufig finden. Es wird in besonderer Weise das glückselige Teil des wiederhergestellten Israel sein, diese Güte zu besingen. Unser Psalm zeigt uns die beiden Abschnitte der Befreiung Israels, in denen sich die Güte Jehovas erweist. Sie werden erlöst aus der Hand des Bedrängers, und sie werden gesammelt aus den Ländern von Osten und Westen, von Norden und Süden. Das ist der doppelte Charakter der Wiederherstellung Israels: Befreiung von den Feinden im Lande und Sammlung aus den Nationen von überall her. Aber der eigentliche Gegenstand des Psalmes ist die Güte Jehovas. Verschiedene Arten der Befreiung mit den sie begleitenden besonderen Umständen (und zwar als Antwort auf den Notschrei des Menschen, der sich durch seine Torheit selbst ins Elend gebracht hat) werden betrachtet mit dem Wunsche, dass die Menschen Jehova preisen möchten wegen Seiner Güte und wegen Seiner Wundertaten an den Menschenkindern. Israel ist es, an dem solche Wundertaten Jehovas in besonderer Weise wahrgenommen werden können. Der Psalm schreitet fort bis zu jener Zeit, wo die Juden nach ihrer Rückkehr im Lande Kanaan gezüchtigt werden, zeigt aber, wie schließlich der Stolz des Menschen gänzlich gebeugt werden wird: Jehova „schüttet Verachtung auf Fürsten“ und „hebt den Armen empor aus dem Elend und macht Herden gleich seine Geschlechter“. Das große Endergebnis der Regierungswege Gottes wird dann gezeigt: die Gerechten werden sich freuen, und alle Ungerechtigkeit wird ihren Mund verschließen. Wer weise ist und die Wege Gottes beachtet, wird die Gütigkeiten Jehovas verstehen. Man beachte, dass die Güte Gottes, wie sie hier betrachtet wird, sich ausschließlich in irdischer Rettung und Segnung kundgibt. Das ändert nichts daran, dass es Seine Güte, eine Güte voller Lieblichkeit, ist, aber wir erkennen daraus sehr klar, auf welchem Boden sich diese Belehrungen bewegen.

    Psalm 108 trägt einen besonderen Charakter, indem er aus den Endhälften von zwei anderen Psalmen zusammengesetzt ist, deren erste Hälfte der Notschrei aus tiefer Trübsal, und deren letzte Hälfte die Antwort auf diesen Schrei in Glauben und Hoffnung ist. Vers 1 – 5, das Ende von Psalm 57, ist der Ausdruck der festen Zuversicht des gläubigen Herzens, das nun singen und Gott preisen kann unter den Völkern (ammim), die jetzt mit Israel in näherer Verbindung stehen, sowie unter den übrigen verschiedenen Völkerschaften. Doch das volle Ergebnis dessen, was Gott in Seiner Gunst für Sein Volk tun will, ist noch nicht zutage getreten; deshalb verkündet derselbe Glaube, indem er Psalm 60 aufgreift, aber den Notschrei weglässt, das Hervortreten Gottes, dessen Güte groß ist über die Himmel hinaus, um diejenigen Völker, die noch Teile des Gebietes Israels in Besitz haben, zu unterwerfen.

  24. Thomasam 17. Mai 2010 um 13:51 Link zum Kommentar

    Psalm 109-111
    Zitate von J.N.Darby


    … Wir finden in ihnen den allgemeinen Zustand der Heiligen in den letzten Tagen;… In Vers 1-5 finden wir die Feindschaft der Gesetzlosen, der in Christo und dem frommen Überrest feindlich gesinnten Juden. Judas war ein besonderes Beispiel von dieser Bosheit und diesem Hass gegen Christum. … Vers 20 zeigt sogar klar, dass die Anwendung dieser Bitten um Gericht über die Gesetzlosen allgemein ist. …

    Psalm 110 ist, obgleich höchst bedeutungsvoll, doch so einfach in seiner Anwendung, dass er nur wenige Bemerkungen erfordert. Der Arme und Verachtete, der Hass für Seine Liebe erntete, wie wir in Psalm 109 sahen, ist Davids Herr, zu dem Jehova gesprochen hat: „Setze dich zu meiner Rechten.“ Es ist von höchstem Interesse, zu sehen, wie in Jesaja 6 der „Herr“ (Adonai) zugleich im vollsten Sinne „Jehova der Heerscharen“ ist; und in unserem Psalm sitzt Er, der „Davids Sohn“ ist, zur Rechten Jehovas und zerschmettert Könige am Tage Seines Zornes (vgl. Ps 2). Die ganze Wahrheit bezüglich der Vereinigung der Versammlung mit Christo im Himmel wird hier übergangen, und der Psalm geht von der Tatsache, dass Christus Sich zur Rechten Gottes gesetzt hat, gleich dazu über, dass der Stab Seiner Macht aus Zion gesandt werden wird. Dies beweist wiederum, dass wir uns in den Psalmen auf völlig jüdischem Boden befinden. Man beachte ferner, dass Psalm 110 die Antwort Gottes auf die Verwerfung Christi hienieden ist. Wir finden hier nicht Sein Kommen vom Himmel, um den Antichristen zu vernichten; vielmehr sehen wir, dass Er schon von Zion Besitz genommen hat, und dass der Stab Seiner Macht von Zion ausgeht. Dies entspricht der ganzen Lage der Dinge in diesem fünften Buche der Psalmen, wo wir wohl die Juden wiederhergestellt, aber noch nicht Israels oder Christi Herrschaft in Zion völlig errichtet und in Ausübung sehen. jedoch ist Israel jetzt Sein williges Volk am Tage Seiner Macht (vgl. Hld 6, 12). Ach wie ganz anders war es am Tage Seiner Erniedrigung! Das sahen wir in Psalm 109. Aber hier finden wir den Morgen eines neuen Tages, an dem wir nicht mehr die Väter, sondern die Kinder der Gnade erblicken!

    Psalm 111 preist die Taten Jehovas, die in sich selbst herrlich sind und denen Er ein Gedächtnis gestiftet hat durch Sein mächtiges Einschreiten in Gerechtigkeit; doch zugleich zeigen Seine Taten Ihn als Den, der gnädig und barmherzig ist und Seines Bundes gedenkt. „Er hat seinem Volke kundgemacht die Kraft seiner Taten, um ihnen zu geben das Erbteil der Nationen“, und Seine Taten bleiben bestehen. „Er hat Erlösung gesandt seinem Volke“, darum wird Er gepriesen, und Sein Name ist dadurch bekannt geworden. Und da Jehova also ist, ist Seine Furcht der Weisheit Anfang; wenn wir sie üben, verleiht sie uns in unserem Wandel gute Einsicht, Der Glaube weiß dies schon jetzt; aber die Erscheinung des Herrn im Gericht wird es auch der Welt gegenüber beweisen.

  25. Juleam 17. Mai 2010 um 21:15 Link zum Kommentar

    Psalm 109 – 111

    Psalm 109 – der Fluch über die Bösen

    Bestelle einen Bösen über ihn,
    Und möge ein Widerstandleistender selbst fortwährend zu seiner Rechten stehen.

    7 Wenn er gerichtet wird, gehe er als ein Böser hervor;
    Und möge selbst sein Gebet zur Sünde werden.

    8 Seine Tage mögen sich als wenige erweisen;
    Sein Aufsichtsamt übernehme ein anderer.

    9 Mögen seine Söhne vaterlose Knaben werden,
    Und seine Frau sei eine Witwe.

    10 Und seine Söhne laß ganz gewiß umherirren;
    Und sie sollen betteln gehen,
    Und sie sollen von ihren öden Stätten aus nach [Nahrung] suchen.

    11 Der Wucherer lege Fallstricke für alles, was er hat,
    Und mögen Fremde das Erzeugnis seiner Mühe plündern.

    12 Möge er schließlich niemand haben, der ihm liebende Güte erzeigt,
    Und möge sich niemand finden, der seinen vaterlosen Knaben Gunst erweist.

    13 Seine Nachkommenschaft sei zur Abschneidung [bestimmt].
    In der folgenden Generation werde ihr Name ausgetilgt.

    14 Der Vergehung seiner Vorväter werde vor Jehova gedacht,
    Und die Sünde seiner Mutter — möge sie nicht ausgetilgt werden.

    15 Laß sie beständig vor Jehova sein;
    Und möge er von der Erde die Erinnerung an sie wegtilgen;
    16 Darum, weil er nicht gedachte, liebende Güte zu üben,
    Sondern er jagte dem niedergedrückten und armen Mann unablässig nach
    Und dem, der niedergeschlagenen Herzens war, um [ihn] zu Tode zu bringen.

    17 Und er liebte fortwährend den Fluch, so daß er auf ihn kam;
    Und er fand kein Gefallen an dem Segen,
    So daß er von ihm weit entfernt wurde;
    18 Und er wurde mit Fluch als seinem Gewand bekleidet.
    So kam er wie Wasser in sein Inneres
    Und wie Öl in seine Gebeine.

    19 Möge er sich für ihn wie ein Kleid erweisen, mit dem er sich umhüllt,
    Und wie ein Gürtel, mit dem er sich beständig umgürtet hält.

    20 Dies ist der Lohn von Jehova für den mir Widerstehenden
    Und für die gegen meine Seele übel Redenden.

    Kann man aus diesem Psalm schließen, es sei richtig die Menschen zu verfluchen, die uns Böses wollen und es sei richtig, ihnen die Pest an den Hals zu wünschen?

    Wie passt das zu dem Punkt, dass wir für unsere Feinde beten sollen?

  26. Thomasam 18. Mai 2010 um 13:52 Link zum Kommentar

    Psalm 112-114
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 112 zeigt uns den Charakter derer, die Jehova fürchten, und die Segnungen, die ihnen zuteil werden, wenn Gott Seine Regierung in Macht ausüben wird.

    In Psalm 113 ist das Lob Jehovas ein volleres und allgemeineres als in den vorhergehenden Psalmen; aber die gleichen Beweggründe rufen es hervor. Der Name Jehovas wird gepriesen von nun an bis in Ewigkeit. Sein Lob ist jetzt ausgebreitet über die ganze Erde. Doch Er ist Israels Gott, der hoch oben thront, der Sich jedoch tief herabneigt, um die, welche Er liebt, emporzuheben und sie sitzen zu lassen bei den Edlen Seines Volkes, und die Hoffnungslosen mit Freude zu erfüllen in ihrem Hause.

    Psalm 114 ist von höchstem dichterischem Stil; für uns ist er dadurch wichtig, dass er die Befreiung Israels aus Ägypten vor alters in unmittelbare Verbindung bringt mit der Befreiung des Überrestes in den letzten Tagen, und uns zeigt, dass es in beiden Fällen derselbe Jehova ist, der die Erde auffordert, vor Ihm zu erbeben. So geziemte es sich in jenen Tagen, als Israel aus Ägypten befreit wurde; das Meer floh, und der Jordan wandte sich zurück. Woher kam das? War es der Schrecken vor der Gegenwart eines Menschen, der solches bewirkte? – So soll auch jetzt die Erde erbeben vor Jehova, der einst zur Befreiung Seines Volkes erschien und um ihretwillen das Meer in trockenes Land und den Kieselfelsen in einen Wasserquell verwandelte.

    Im Wachtturm hieß es einmal:

    „Wer ist wie Jehova, unser Gott, er, der seine Wohnung in der Höhe macht?“ (PSALM 113:5).

    3 Der Glaube an Jehova ist begründet, denn er ist ein einzigartiger Gott. Das wird in den Psalmen 113, 114 und 115 hervorgehoben, die zu den sechs Hallelpsalmen gehören. Gemäß der Rabbinerschule Hillels wurden die Psalmen 113 und 114 während des jüdischen Passahmahls gesungen, nachdem der zweite Weinbecher gefüllt und die Bedeutung der Feier erklärt worden war. Die Psalmen 115 bis 118 sang man nach dem vierten Weinbecher. „Hallelpsalmen“ nennt man sie deshalb, weil darin wiederholt der Ausruf Halleluja! — „Preiset Jah!“ — vorkommt.
    4 „Halleluja!“ ist die Transkription eines hebräischen Ausdrucks, der in den Psalmen 24mal vorkommt. An anderer Stelle in der Bibel erscheint eine griechische Form des Wortes 4mal in Verbindung mit der Freude über die Vernichtung Babylons der Großen, des Weltreichs der falschen Religion, und der Freude darüber, daß Jehova Gott als König zu regieren begonnen hat (Offenbarung 19:1-6). Wenn wir uns jetzt mit drei der Hallelpsalmen beschäftigen, können wir uns im Geiste vorstellen, wie wir selbst diese Lieder zum Lobpreis Jehovas singen.
    Preiset Jah!
    5 Psalm 113 beantwortet die Frage, warum Jehova gepriesen werden sollte. Er beginnt mit der Aufforderung: „Preiset Jah! Bringt Lobpreis dar, o ihr Diener Jehovas, preist den Namen Jehovas. Jehovas Name werde gesegnet von nun an bis auf unabsehbare Zeit“ (Psalm 113:1, 2). „Halleluja!“ Ja, „preiset Jah!“ Die Aufforderung ergeht besonders an Gottes Volk in der jetzigen „Zeit des Endes“ (Daniel 12:4). Von nun an bis in alle Ewigkeit soll der Name Jehovas weltweit erhöht werden. Seine Zeugen verkünden heute, daß Jehova Gott ist, daß Christus König ist und daß das Königreich im Himmel aufgerichtet wurde. Satan, der Teufel, und seine Organisation können diese Lobpreisung Jehovas nicht verhindern.
    6 Das Lied des Lobpreises wird gesungen werden, bis Jehova veranlaßt, daß es die Erde erfüllt. „Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang sei Jehovas Name gepriesen“ (Psalm 113:3). Das umfaßt mehr als die tägliche Anbetung, die einige irdische Geschöpfe Jehova darbringen. Die Sonne geht im Osten auf und im Westen unter, und sie scheint auf die ganze Erde. Überall, wo die Sonne scheint, wird der Name Jehovas bald von allen Menschen gepriesen werden, die aus der Knechtschaft der falschen Religion und der Organisation Satans befreit wurden.
    Jehova ist unvergleichlich
    7 Der Psalmist fuhr fort: „Jehova ist hoch über alle Nationen erhaben; seine Herrlichkeit ist über den Himmeln“ (Psalm 113:4). Durch diese Worte wird die Aufmerksamkeit auf zwei Aspekte der Oberhoheit Gottes gelenkt: 1. daß Jehova der Höchste ist, „hoch [erhaben] über alle Nationen“, die gleichsam wie ein Tropfen von einem Eimer sind oder wie bloßer Staub auf den Waagschalen (Jesaja 40:15; Daniel 7:18); 2. daß seine Herrlichkeit weit größer ist als die der buchstäblichen Himmel, denn die Engel tun seinen souveränen Willen (Psalm 19:1, 2; 103:20, 21).
    8 Beeindruckt von der Erhabenheit Gottes, sagte der Psalmist: „Wer ist wie Jehova, unser Gott, er, der seine Wohnung in der Höhe macht? Er neigt sich herab, um auf Himmel und Erde zu schauen“ (Psalm 113:5, 6). Gott ist so erhaben, daß er sich herabneigen muß, um Dinge im Himmel und auf der Erde wahrzunehmen. Obwohl Jehova über allen steht und niemandem untergeordnet ist, bekundet er Demut, indem er niedrigen Sündern Barmherzigkeit erweist und Mitgefühl für sie empfindet. Es war ein Ausdruck der Demut Jehovas, daß er seinen Sohn, Jesus Christus, als „Sühnopfer“ für gesalbte Christen und die übrige Menschenwelt gab (1. Johannes 2:1, 2).
    Jehova ist mitfühlend
    9 Um Jehovas Mitgefühl zu betonen, zeigte der Psalmist weiter, daß er „aus dem Staub den Geringen [erhebt]; aus der Aschengrube erhöht er den Armen, um ihn bei Edlen sitzen zu lassen, bei den Edlen seines Volkes. Er läßt die Unfruchtbare in einem Haus wohnen als eine frohe Mutter von Söhnen. Preiset Jah!“ (Psalm 113:7-9). Diener Jehovas sind überzeugt, daß er arme, aber aufrichtige Menschen befreien, ihren Zustand ändern und ihre berechtigten Bedürfnisse und Wünsche befriedigen kann. ‘Der Hohe und Erhabene belebt den Geist der Erniedrigten und das Herz der Zerschlagenen’ (Jesaja 57:15).
    10 Inwiefern ‘erhöht Jehova den Armen, um ihn bei Edlen sitzen zu lassen’? Wenn es Gottes Wille ist, setzt er seine Diener in ehrenvolle Stellungen ein, die mit denen von Edlen vergleichbar sind. Das tat er im Fall Josephs, der Ägyptens Nahrungsmittelverwalter wurde (1. Mose 41:37-49). In Israel war es ein geschätztes Vorrecht, bei den Edlen oder Autoritätspersonen unter Jehovas Volk zu sitzen. Diese Männer konnten auf die Hilfe und den Segen Gottes zählen.

    Beweise für die Einzigartigkeit Jehovas
    12 Psalm 114 zeigt die Einzigartigkeit Jehovas durch Bezugnahmen auf einzigartige Ereignisse in Verbindung mit den Israeliten. Der Psalmist begann sein Lied wie folgt: „Als Israel aus Ägypten auszog, das Haus Jakob aus einem unverständlich redenden Volk, wurde Juda seine heilige Stätte, Israel sein großartiges Herrschaftsgebiet“ (Psalm 114:1, 2). Gott befreite die Israeliten aus der Sklaverei der Ägypter, deren Sprache in ihren Ohren fremdartig klang. Die Befreiung des Volkes Jehovas, das im poetischen Parallelismus als Juda und als Israel bezeichnet wird, zeigt, daß Gott heute alle seine Diener befreien kann.
    13 Die Souveränität Jehovas über die gesamte Schöpfung kommt in den folgenden Worten zum Ausdruck: „Das Meer selbst sah es und ergriff die Flucht; was den Jordan betrifft, er begann sich zurückzuwenden. Die Berge selbst hüpften wie Widder, die Hügel wie Lämmer. Was war dir, o Meer, daß du die Flucht ergriffst, o Jordan, daß du zurückzuweichen begannst? O Berge, die ihr dann umherhüpftet wie Widder, o Hügel, wie Lämmer?“ (Psalm 114:3-6). Das Rote Meer „ergriff die Flucht“, als Gott für sein Volk einen Weg hindurch öffnete. Israel sah dann die große Hand Jehovas gegen die Ägypter vorgehen, die in den zurückströmenden Wassern umkamen (2. Mose 14:21-31). Bei einer ähnlichen Kundgebung der göttlichen Macht begann der Jordan „zurückzuweichen“, damit ihn die Israeliten überqueren und in Kanaan einziehen konnten (Josua 3:14-16). ‘Die Berge hüpften wie Widder’, als der Berg Sinai bei der Einführung des Gesetzesbundes rauchte und zitterte (2. Mose 19:7-18). Den Höhepunkt seines Liedes vor Augen, formulierte der Psalmist seine Darlegung in Frageform, vielleicht um anzudeuten, daß Unbelebtes wie Meere, Flüsse, Berge und Hügel von Ehrfurcht ergriffen wären angesichts dieser Kundgebungen der Macht Jehovas.
    14 Der Psalmist ging weiter auf die Macht Jehovas ein, wenn er in seinem Lied fortfuhr: „Wegen des Herrn winde dich in Schmerzen, o Erde, wegen des Gottes Jakobs, der den Felsen in einen schilfbestandenen Wasserteich umwandelt, einen Kieselfelsen in einen Wasserquell“ (Psalm 114:7, 8). In bildhafter Form wollte der Psalmist damit zeigen, daß die Menschheit große Ehrfurcht vor Jehova, dem Herrn und Universalherrscher der ganzen Erde, haben sollte. Er war der ‘Gott Jakobs’ oder Israels, und er ist ebenso der Gott der geistigen Israeliten und ihrer Gefährten auf der Erde. In der Wildnis zeigte Jehova bei Meriba und Kadesch seine Macht dadurch, daß er Israel durch ein Wunder mit Wasser versorgte, indem er ‘den Felsen in einen schilfbestandenen Wasserteich umwandelte, einen Kieselfelsen in einen Wasserquell’ (2. Mose 17:1-7; 4. Mose 20:1-11). Solche Hinweise auf die ehrfurchtgebietende Macht Jehovas und seine liebevolle Fürsorge sind für seine Zeugen gute Gründe, fest an ihn zu glauben.
    Anders als die Götzen
    15 Psalm 115 fordert uns auf, Jehova zu preisen und ihm zu vertrauen. Er zeigt, daß von ihm Segen und Hilfe kommen und beweist, daß Götzen wertlos sind. Dieser Psalm wurde möglicherweise im Wechselgesang gesungen. Eine Stimme mag also gesungen haben: „Die ihr Jehova fürchtet, vertraut auf Jehova.“ Die Versammelten antworteten darauf: „Er ist ihre Hilfe und ihr Schild“ (Psalm 115:11).
    16 Herrlichkeit sollte nicht uns gegeben werden, sondern dem Namen Jehovas, des Gottes der liebenden Güte oder loyalen Liebe und der Wahrhaftigkeit (Psalm 115:1). Feinde mögen spöttisch fragen: „Wo ist . . . ihr Gott?“ Jehovas Volk kann jedoch entgegnen: ‘Unser Gott ist in den Himmeln; alles, was er Lust hat zu tun, tut er’ (Vers 2, 3). Die Götzen der Nationen können dagegen nichts bewirken, denn sie sind von Menschen gemachte Standbilder aus Silber oder Gold. Obwohl sie einen Mund, Augen und Ohren haben, sind sie stumm, blind und taub. Sie haben eine Nase, die nicht riechen kann, Füße, die nicht gehen können, und eine Kehle, die keinen Laut äußern kann. Diejenigen, die diese kraftlosen Götter machen, und diejenigen, die auf sie vertrauen, werden so leblos werden wie sie (Vers 4-8).
    17 Als nächstes folgt die Ermahnung, auf Jehova als Helfer und schützenden Schild Israels, des priesterlichen Hauses Aaron, ja aller, die Gott fürchten, zu vertrauen (Psalm 115:9-11). Weil wir Jehova fürchten, haben wir tiefe Ehrfurcht vor ihm und eine gesunde Furcht davor, ihm zu mißfallen. Auch sind wir überzeugt, daß er, „der Himmel und Erde gemacht hat“, seine loyalen Anbeter segnet (Vers 12-15). Die Himmel sind der Ort des Thrones Gottes, die Erde hat er dagegen als ewige Wohnstätte für die loyale und gehorsame Menschheit gemacht. Da die stummen Toten, die ohne Bewußtsein sind, Jehova nicht preisen können, sollten wir, die Lebenden, dies in völliger Ergebenheit und Loyalität tun (Prediger 9:5). Nur wer Jehova preist, wird sich des ewigen Lebens erfreuen und „Jah segnen“ können, indem er „bis auf unabsehbare Zeit“ gut von ihm spricht. Stehen wir daher loyal zu denen, die sich die Ermahnung „Preiset Jah!“ zu Herzen nehmen (Psalm 115:16-18).
    Die vorzüglichen Eigenschaften Jehovas
    18 Im Gegensatz zu leblosen Götzen ist Jehova der lebendige Gott, dem vorzügliche Eigenschaften innewohnen. Er ist der Inbegriff der Liebe und ist „barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte“ (2. Mose 34:6; 1. Johannes 4:8). Wie sehr er sich doch von dem grausamen Kanaanitergott Molech unterscheidet, dem Kinder geopfert wurden! Man nimmt an, daß das Standbild dieses Gottes die Gestalt eines Menschen mit einem Stierkopf hatte. Der Götze soll so stark geheizt worden sein, daß er feuerrot wurde, dann warf man die Kinder auf seine ausgestreckten Arme, so daß sie in den brennenden Ofen hinunterfielen. Jehova ist dagegen so liebevoll und barmherzig, daß die Vorstellung solcher Menschenopfer niemals ‘in seinem Herzen aufgekommen ist’ (Jeremia 7:31).
    19 Zu Jehovas Haupteigenschaften gehören auch vollkommene Gerechtigkeit, grenzenlose Weisheit und Allmacht (5. Mose 32:4; Hiob 12:13; Jesaja 40:26). Wie verhält es sich in dieser Hinsicht mit den mythologischen Gottheiten? Die babylonischen Götter und Göttinnen waren rachsüchtig, statt Gerechtigkeit zu üben. Die ägyptischen Gottheiten waren keine Muster an Weisheit; ihnen wurden statt dessen menschliche Schwächen nachgesagt. Das überrascht nicht, da falsche Götter und Göttinnen immer nur das Produkt ‘hohlköpfiger’ Menschen sind, die sich für weise halten (Römer 1:21-23). Die griechischen Götter sollen sich gegeneinander verschworen haben. Gemäß der Mythologie mißbrauchte Zeus beispielsweise seine Macht, um seinen Vater, Kronos, vom Thron zu stürzen; dieser wiederum hatte zuvor seinen Vater, Uranos, entthront. Welch ein Segen ist es doch, Jehova, dem lebendigen und wahren Gott, zu dienen und ihn zu preisen, ihn, dem vollkommene Liebe, Gerechtigkeit, Weisheit und Macht innewohnt!
    Jehova ist würdig, auf ewig gepriesen zu werden
    20 Wie die Hallelpsalmen zeigen, verdient es Jehova, auf ewig gepriesen zu werden. So sagte David vor der Versammlung, als er und andere Israeliten für die Errichtung des Tempels spendeten: „Gesegnet seist du, o Jehova, du Gott Israels, unseres Vaters, von unabsehbarer Zeit ja bis auf unabsehbare Zeit. Dein, o Jehova, ist die Größe und die Macht und die Schönheit und die Hoheit und die Würde; denn alles in den Himmeln und auf der Erde ist dein. Dein ist das Königreich, o Jehova, der du dich auch als Haupt über alles erhebst. Der Reichtum und die Herrlichkeit sind deinetwegen, und du beherrschst alles; und in deiner Hand sind Kraft und Macht, und in deiner Hand steht es, groß zu machen und allen Stärke zu geben. Und nun, o unser Gott, wir danken dir und preisen deinen herrlichen Namen“ (1. Chronika 29:10-13).
    21 Jehova wird auch in den Himmeln ewig gesegnet und gepriesen werden. Der Apostel Johannes hörte ‘eine große Menge im Himmel’ sagen: „Preiset Jah! Die Rettung und die Herrlichkeit und die Macht gehören unserem Gott, denn seine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht. Denn er hat das Gericht an der großen Hure [Babylon der Großen] vollzogen, die die Erde mit ihrer Hurerei verdarb, und er hat das Blut seiner Sklaven an ihrer Hand gerächt.“ Und ein weiteres Mal sagte die Menge: „Preiset Jah!“ Dasselbe sprachen „die vierundzwanzig Ältesten und die vier lebenden Geschöpfe“. Eine Stimme vom Thron sprach: „Preiset unseren Gott, ihr alle seine Sklaven, die ihn fürchten, die Kleinen und die Großen.“ Johannes fügte dann hinzu: „Ich hörte etwas, was wie eine Stimme einer großen Volksmenge war und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Geräusch schwerer Donner. Sie sprachen: ‚Preiset Jah, denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu regieren begonnen‘ “ (Offenbarung 19:1-6).
    22 Wie passend ist es doch, daß die himmlischen Heerscharen Jehova preisen! In seiner jetzt so nahen neuen Welt werden sich die auferstandenen Loyalen mit den Überlebenden des Endes des gegenwärtigen Systems vereinen, um Jehova zu preisen. Hohe Berge werden ihre Gipfel zu Liedern des Lobpreises für Gott erheben. Grüne Hügel und Fruchtbäume werden seinen Lobpreis singen. Ja jedes Geschöpf, das lebt und atmet, wird den Namen Jehovas in dem großen Hallelujachor preisen! (Psalm 148). Wird man deine Stimme inmitten der freudigen Scharen hören? Das wird der Fall sein, wenn du Jah gemeinsam mit seinem Volk loyal dienst. Dies sollte dein Lebensziel sein — denn wer ist wie Jehova, unser Gott?

  27. Juleam 18. Mai 2010 um 21:19 Link zum Kommentar

    Psalm 112 – 114

    Psalm 112:5-6 – Der Gerechte wird nicht wanken

    Gut ist der Mann, der gnädig ist und leiht.
    ? (Jodh)
    Er stützt seine Angelegenheiten mit [dem] Recht.

    ? (Kaph)

    6 Denn zu keiner Zeit wird er zum Wanken gebracht werden.

    Heißt dies, dass der vor Jehova Gerechte keine Probleme haben wird?

    Psalm 112:6-8

    Des Gerechten wird gewiß auf unabsehbare Zeit gedacht werden.

    ? (Mem)

    7 Er wird sich auch vor schlechter Nachricht nicht fürchten,
    ? (Nun)
    Sein Herz ist fest, veranlaßt, auf Jehova zu vertrauen.

    ? (Ssámech)

    8 Sein Herz ist unerschütterlich; er wird sich nicht fürchten,
    ? (`Ájin)
    Bis er auf seine Widersacher hinabblickt.

    ? (Pe´)

    Jehova verspricht uns hier nicht, uns vor allen Problemen zu bewahren – sondern, dass er uns die nötige Kraft und den nötigen Glauben geben wird

  28. Thomasam 19. Mai 2010 um 14:09 Link zum Kommentar

    Psalm 115-118
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 115 zeigt uns den wahren Endzweck dieser Befreiung Israels, wie das gläubige Herz ihn sieht. Nicht sie, die lsraeliten, sondern Jehova soll gepriesen werden, vor allem Seine Güte, aber auch Seine Treue den Verheißungen gegenüber. Der fromme lsraelit, wir dürfen sagen, der Geist Selbst, bricht dann in die bittere Klage und Frage aus, die wir auch in Joel 2, 17 und in den Psalmen 42-43 finden: „Warum sollen die Nationen sagen: Wo ist denn ihr Gott?“ Mose und Josua sprachen einst in demselben Sinne zu Jehova: „Die, Ägypter werden es hören“, und: „Was wirst du für deinen großen Namen tun?“ (4. Mo 14, 13; Jos 7, 9). Wahrlich, eine gesegnete Kühnheit des Glaubens!

    Diese Seite der Leiden des Überrestes zeigt uns, was Christus am Kreuze empfunden hat, als Er in jenen letzten Leidensstunden auch diese Art des Schmerzes erfahren musste. Denn das bedeutete in der Tat die Frage der Juden an Ihn: Wo ist nun dein Gott? So hätten sie nie vorher fragen können.

    Die Antwort des frommen Israeliten auf die höhnende Frage der Nationen lautet: „Unser Gott ist in den Himmeln.“ Dann zieht er einen Vergleich zwischen Ihm und den Götzen. Israel, das Haus Aaron und alle, die Jehova, fürchten, werden ermuntert, Jehova zu vertrauen. Diese Aufforderung an diejenigen, die Jehova fürchten, öffnet allen Heiden, die Jakobs Angesicht suchen, die Tür. …

    Psalm 116 feiert diese Befreiung Israels, die ihnen zuteil geworden ist, als schon die Bande des Todes sie umfingen. Jehova hat ihr Flehen gehört und sie gerettet, und jetzt werden sie wandeln vor Jehova in dem Lande der Lebendigen. So ist dieser Psalm eine fortlaufende Aufzählung der Erbarmungen Jehovas: sie sind elend gewesen, und Er hat sie errettet. Das erweckt ihre Liebe zu Ihm. In Vers 5 und 6 haben wir Jehovas Charakter: Er bewahrt die Einfältigen. Die Seele, die durch so tiefe Übungen gegangen ist, kann nun zu ihrer Ruhe zurückkehren. Der Tod Seiner Frommen ist kostbar in den Augen Jehovas. Der Gerettete will in der Gegenwart des ganzen Volkes des Herrn, in den Vorhöfen des Hauses Jehovas, in der Mitte Jerusalems, die Gelübde bezahlen, die er in seiner Bedrängnis getan hat, als er Jehova anrief; er will Opfer des Lobes opfern.

    Psalm 117

    In Psalm 117 werden die übrigen Nationen und Völker aufgefordert, Jehova zu preisen, der nun König über die ganze Erde sein wird. Sie stimmen ein in das Lob Jehovas und stehen in dieser glücklichen Beziehung zu Ihm, indem Jehova ihnen bekannt geworden ist durch Seine Wege mit dem Volke Israel. Seine Güte wird hier, wie immer, zuerst genannt, dann Seine Treue oder Wahrheit, die ewiglich währt und trotz aller Untreue des Menschen unwandelbar geblieben ist. Der Psalm schließt mit einem Hallelujah: „Lobet Jehova!“

    Psalm 118

    In Psalm 118 wird gleichfalls Preis und Dank dargebracht, in Verbindung mit jenem, oder vielmehr gegründet auf jenen oft wiederholten Ausdruck. „Seine Güte währt ewiglich.“ Dieselben, die in Psalm 115 aufgefordert wurden, auf Jehova zu vertrauen, werden jetzt ermuntert, Ihn zu preisen. Von Vers 5 an vernehmen wir die Sprache des befreiten Israel; der Heilige Geist redet in ihnen von der Treue Jehovas, und da Er jetzt auf ihrer Seite ist, brauchen sie den Menschen nicht zu fürchten; Jehova ist eine bessere Stütze als Menschen, ja, als Fürsten. In den Versen 10 – 18 werden die Umstände und Prüfungen betrachtet, durch die Israel hindurchgegangen ist. Alle Nationen hatten es umringt; im Namen Jehovas hat es dieselben vertilgt, sie sind erloschen wie Dornenfeuer. Der Feind hatte Israel hart gestoßen, um es zu Fall zu bringen, doch Jehova hat ihm geholfen.

    In den Versen 14 – 17 besingt Israel mit Jubel das herrliche Endergebnis. In Vers 18 betrachtet es die Drangsale von einem neuen Gesichtspunkt aus, nämlich als Züchtigungen von Seiten Jehovas: Er hat Israel hart gezüchtigt, aber sie nicht dem Tode übergeben, der für sie die Macht des Feindes gewesen wäre. So sehen wir hier die Prüfung in ihrer ganzen Ausdehnung, wie wir es auch bei Hiob gefunden haben: zuerst die Werkzeuge, die Menschen, sogar alle Nationen; sodann den Feind, der dahinter steht und auf die Seele einzuwirken sucht, indem er sie hart stößt. Aber hinter allem und zugleich als die Quelle von allem erblicken wir Gott, der wohl züchtigt, aber nicht dem Feinde übergibt. Dies ist voll Unterweisung für uns im Blick auf viele Umstände, durch die wir gehen und in denen sich die genannten Elemente alle wiederfinden.

  29. Juleam 19. Mai 2010 um 21:31 Link zum Kommentar

    Psalm 115 – 118

    Psalm 118:5-6 – Jehova ist auf meiner Seit

    Aus den bedrängnisvollen Umständen rief ich Jah an;
    Jah antwortete [und stellte] mich in einen weiten Raum.

    6 Jehova ist auf meiner Seite; ich werde mich nicht fürchten.
    Was kann ein Erdenmensch mir antun?

    „Jehova ist auf meiner Seit“ – ein Lied das mich bereits seit Jahren begleitet, da es so wunderschön ist und unsere ganze Hoffnung ausdrückt:

    Mein Herz vertraut Jehova Gott
    ganz fest und treu ergeben.
    Gehorsam stets auf seinem Weg
    zu wandeln ist mein Streben.
    Auch wenn den Lebenspfad entlang
    sich Not und Kummer zeigen,
    ist Gott doch stets auf meiner Seit’.
    Zu mir wird er sich neigen.

    Ich weiß, mein Glaube wird erprobt
    in diesen schweren Zeiten.
    Des Teufels Brut wie Bienenschwarm
    greift an von allen Seiten.
    Doch kann ich dank Jehovas Schutz
    sie jederzeit verjagen;
    denn seine Liebe schenkt Gott uns,
    die wir sein’ Namen tragen.

    Jehova ist mit seinem Volk,
    er sorgt für große Mehrung.
    So viele nun sein’ Willen tun,
    befolgen gern Belehrung.
    Gott solchen Unterstützung gibt,
    weil sie ihm wohlgefallen.
    So will auch ich in reichem Maß
    stets eifrig sein mit allen.

    Jehova ist auf meiner Seit’,
    ihn lobpreisen will ich für immer.

    Als mein geliebter Mann und ich im November 2006 unsere Ehe gesetzlich eintragen ließen, hatten wir die Möglichkeit, uns für die Trauung ein Lied auszusuchen und gegebenenfalls selbst eine CD mitzubringen.

    Wir haben dieses Lied ausgesucht und der Standesbeamte war so fasziniert, dass sagte „eigentlich spielen wir das Lied nur kurz an. Aber dies hier ist so schön, dass wir es zu Ende spielen“. Mein Mann, der das Lied extra auf CD gebrannt hatte, hat ihm die CD geschenkt.

    Der Standesbeamte war begeistert und meinte, das würde er auch auf anderen Hochzeiten spielen. Er wird sich sicherlich noch oft an das Ehepaar erinnern, das vor Jahren in sein Büro kam, zum nächsten freien Termin heiraten wollte und fast ganz allein zum Termin erschienen ist. Allerdings zu der Melodie dieses wunderschönen Liedes.

    Ich glaube, er hat nicht so ganz verstanden, warum diese Eile und warum fast ohne Familie und Freunde. Warum wir nicht einfach einen Termin gewählt haben, an dem Freunde und Familie Zeit gehabt hätten.

    Warum nicht?

    Weil wir uns am 4. Februar 2006 vor Jehova ein Versprechen gegeben haben: wir heiraten, sobald uns dies vor dem Gesetzgeber möglich ist!

    Dies haben wir getan – und wir haben es nicht bereut!

    Umso schöner, dass wir bei dieser Gelegenheit dem Standesbeamten hier in Weissensee eine CD mit diesem wunderschönen Lied zum Lobpreis Jehovas geben konnten.

    Ich persönlich liebe dieses Lied und auch während unserer Ehe haben wir gemeinsam als Ehepaar und Familie erlebt, wie wahr diese Worte sind:

    Jehova ist auf unserer Seite – ein wundervolles Gefühl!

  30. Juleam 20. Mai 2010 um 09:00 Link zum Kommentar

    Psalm 119:49-56

    Gedenke des Wortes an deinen Knecht,
    Auf das du mich hast warten lassen.

    50 Dies ist mein Trost in meiner Trübsal,
    Denn deine eigene Zusage hat mich am Leben erhalten.

    51 Die Vermessenen selbst haben mich bis zum äußersten verspottet.
    Von deinem Gesetz bin ich nicht abgewichen.

    52 Ich habe deiner richterlichen Entscheidungen von unabsehbarer Zeit her gedacht, o Jehova,
    Und ich finde Trost für mich.

    53 Eine Zornglut selbst hat mich erfaßt wegen der Bösen,
    Die dein Gesetz verlassen.

    54 Deine Bestimmungen sind mir zu Melodien geworden
    Im Haus der Orte meiner Fremdlingschaft.

    55 In der Nacht habe ich deines Namens gedacht, o Jehova,
    Damit ich dein Gesetz halte.

    56 Auch dies ist mein geworden,
    Weil ich deine Befehle befolgt habe.

    Wie denken wir persönlich über Personen, die erst Jehova kennengelernt und ihm gedient haben – und ihn dann verlassen?

    Oder über diejenigen, die nur vorgeben, Jehova zu dienen – aber durch ihre Handlungen Schmach auf seinen Namen bringen?

    Lachen solche Personen vielleicht sogar über uns, weil wir so treu sind und es mit Gottes Wort viel zu genau nehmen? „Immerhin kann man ja auch in Gottes Volk bleiben wenn man die Grenzen bis zum Äußersten ausreizt, sieh doch mal dich an! Du bist viel zu extrem, aber so warst du ja immer schon“

    Empfinden wir solche Aussprúche als Beleidigung – oder als großes Kompliment?

  31. Juleam 20. Mai 2010 um 08:49 Link zum Kommentar

    Psalm 119:1-8

    Glücklich sind die auf [ihrem] Weg Untadeligen,
    Die im Gesetz Jehovas wandeln.

    2 Glücklich sind, die seine Mahnungen beachten;
    Mit ganzem Herzen suchen sie ihn fortwährend.

    3 In der Tat, sie haben keine Ungerechtigkeit verübt.
    Auf seinen Wegen sind sie gewandelt.

    4 Du selbst hast deine Befehle gebieterisch erlassen,
    Damit sie sorgfältig gehalten werden.

    5 O daß meine Wege gefestigt wären,
    Um deine Bestimmungen zu halten!

    6 In diesem Fall würde ich nicht beschämt sein,
    Wenn ich auf alle deine Gebote schaue.

    7 Ich werde dich lobpreisen in Geradheit des Herzens,
    Wenn ich deine gerechten richterlichen Entscheidungen kennenlerne.

    8 Deine Bestimmungen halte ich fortwährend ein.
    O verlaß mich nicht gänzlich.

    Wie sieht es in meinem Herzen aus?

    Halte ich die Gebote Jehovas gerne ein? Kommt mein Gehorsam wirklich aus dem Herzen? Liebe ich SEINE Gebote? Ist es mir eine Lust, seinen Willen zu tun?

  32. Juleam 20. Mai 2010 um 08:51 Link zum Kommentar

    Psalm 119:9-16

    Wie wird ein junger Mann seinen Pfad rein erhalten?
    Indem er auf der Hut bleibt gemäß deinem Wort.

    10 Mit meinem ganzen Herzen habe ich dich gesucht.
    Laß mich nicht abirren von deinen Geboten.

    11 In meinem Herzen habe ich deine Rede aufbewahrt,
    Damit ich nicht gegen dich sündige.

    12 Gesegnet bist du, o Jehova.
    Lehre mich deine Bestimmungen.

    13 Mit meinen Lippen habe ich
    All die richterlichen Entscheidungen deines Mundes verkündet.

    14 Auf dem Weg deiner Mahnungen habe ich frohlockt
    So wie über alle anderen wertvollen Dinge.

    15 Mit deinen Befehlen will ich mich befassen,
    Und ich will auf deine Pfade schauen.

    16 Für deine Satzungen werde ich Vorliebe zeigen.
    Ich werde dein Wort nicht vergessen.

    Immer wieder der Gedanke, wo die wahre Anbetung eigentlich stattfindet!

    Jehovas Wort muss zuerst in unserem Herzen sein – dann erst kann es eine Vorliebe entwickeln, den Willen Jehovas auch zu tun – uns sogar danach zu sehnen.

    Wenn die wahre Anbetung nur in unserem Kopf stattfindet – vielleicht weil wir gern ewiges Leben im Paradies erhalten möchten und dies nur geht, wenn wir Jehovas Willen tun – dann werden wir vielleicht bald nach Auswegen suchen.

    Wenn Jehovas Wort nicht in unserem Herzen ist und es uns nicht darum geht, diesen wundervollen Gott zu erfreuen, dann werden wir die Grenzen immer mehr ausreizen – gucken, wie weit wir gehen können, ohne dass etwas passiert.

  33. Juleam 20. Mai 2010 um 08:53 Link zum Kommentar

    Psalm 119:17-24

    Handle gebührend gegenüber deinem Knecht, damit ich lebe
    Und damit ich dein Wort halte.

    18 Enthülle mir die Augen, damit ich
    Die wunderbaren Dinge aus deinem Gesetz schaue.

    19 Ich bin nur ein ansässiger Fremdling im Land.
    Verbirg deine Gebote nicht vor mir.

    20 Meine Seele ist zermalmt vor Verlangen
    Nach deinen richterlichen Entscheidungen allezeit.

    21 Du hast die verfluchten Vermessenen gescholten,
    Die von deinen Geboten abirren.

    22 Wälze Schmach und Verachtung von mir ab,
    Denn ich habe deine eigenen Mahnungen beobachtet.

    23 Auch Fürsten haben dagesessen; gegen mich haben sie sich beredet.
    Was deinen Knecht betrifft, er befaßt sich mit deinen Bestimmungen.

    24 Auch sind deine Mahnungen das, was mir lieb ist,
    Wie Männer meines Rates.

    In Vers 20 wird es wieder auf den Punkt gebracht: wir sehnen uns nach Jehova und seinem Wort – wir haben sogar ein tiefes Verlangen danach

  34. Juleam 20. Mai 2010 um 08:54 Link zum Kommentar

    Psalm 119:25-32

    Am Staub hat meine Seele geklebt.
    Erhalte mich am Leben gemäß deinem Wort.

    26 Meine Wege habe ich verkündet, damit du mir antwortest.
    Lehre mich deine Bestimmungen.

    27 Den Weg deiner Befehle laß mich verstehen,
    Damit ich mich mit deinen wunderbaren Werken befasse.

    28 Meine Seele ist schlaflos gewesen vor Kummer.
    Richte mich auf gemäß deinem Wort.

    29 Den falschen Weg entfern von mir,
    Und mit deinem Gesetz beschenk mich durch deine Gunst.

    30 Den Weg der Treue habe ich gewählt.
    Deine richterlichen Entscheidungen habe ich gebührend betrachtet.

    31 Ich habe an deinen Mahnungen gehangen.
    O Jehova, laß mich nicht zuschanden werden.

    32 Den Weg deiner Gebote werde ich laufen,
    Denn du schaffst meinem Herzen Raum.

    „Lehre mich deine Bestimmungen, den Weg deiner Befehle lass mich verstehe“

    Ist dies auch unser innigster Wunsch?

    Betrachten wir Gottes Bestimmungen als ein Geschenk?

    Oder sind sie nur eine lästige Pflicht, ein Mittel zum Zweck, weil wir ja die Belohnung wollen?

  35. Juleam 20. Mai 2010 um 08:56 Link zum Kommentar

    Psalm 119:33-40

    Unterweise mich, o Jehova, im Weg deiner Bestimmungen,
    Damit ich ihn beobachte bis zuletzt.

    34 Laß mich Verständnis haben, damit ich dein Gesetz beobachte
    Und daß ich es mit ganzem Herzen halte.

    35 Laß mich auf den Pfad deiner Gebote treten,
    Denn daran habe ich Gefallen gefunden.

    36 Neige mein Herz zu deinen Mahnungen
    Und nicht Gewinnen zu.

    37 Laß meine Augen an dem vorübergehen, was zu sehen wertlos ist,
    Auf deinem Weg erhalte mich am Leben.

    38 Führe deinem Knecht deine Zusage aus,
    Die auf die Furcht vor dir [abzielt].

    39 Laß meine Schmach, vor der mir bange gewesen ist, vorbeigehen,
    Denn deine richterlichen Entscheidungen sind gut.

    40 Siehe! Ich habe nach deinen Befehlen Verlangen gehabt.
    In deiner Gerechtigkeit erhalte mich am Leben.

    Besonders hier der Vers 34:

    Laß mich Verständnis haben, damit ich dein Gesetz beobachte
    Und daß ich es mit ganzem Herzen halte.

    Wie betrachten wir die Dinge wie z.B. Unterhaltung und Freizeitgestaltung?

    Haben wir uns Jehovas Sichtweise angeeignet? Ist für uns das gleiche „zu sehen wertlos“ wie für Jehova?

  36. Juleam 20. Mai 2010 um 08:58 Link zum Kommentar

    Psalm 119:41-48

    Und mögen mir deine liebenden Gütigkeiten zukommen, o Jehova,
    Deine Rettung gemäß deiner Zusage,
    42 Damit ich dem antworten kann, der mich mit einem Wort schmäht,
    Denn ich habe auf dein Wort vertraut.

    43 Und nimm das Wort der Wahrheit von meinem Mund nicht gänzlich weg,
    Denn auf deine richterliche Entscheidung habe ich geharrt.

    44 Und ich will dein Gesetz beständig halten,
    Auf unabsehbare Zeit, ja immerdar.

    45 Und ich will einherwandeln in weitem Raum,
    Denn ich habe ja nach deinen Befehlen geforscht.

    46 Ich will auch vor Königen über deine Mahnungen reden,
    Und ich werde mich nicht schämen.

    47 Und ich werde eine Vorliebe bekunden für deine Gebote,
    Die ich geliebt habe.

    48 Und ich werde meine Handflächen zu deinen Geboten, die ich geliebt habe, erheben,
    Und ich will mich mit deinen Bestimmungen befassen.

    „Deine Gebote die ich geliebt habe“ „ich will eine Vorliebe dafür bekunden“ – empfinden wir ebenso?

    Drängt auch unser Herz, ständig und überall über diesen wundervollen Gott Jehova zu reden?

  37. Juleam 20. Mai 2010 um 09:02 Link zum Kommentar

    Psalm 119:57-64

    Jehova ist mein Teil;
    Ich habe versprochen, deine Worte zu halten.

    58 Ich habe dein Angesicht besänftigt mit [meinem] ganzen Herzen.
    Erweise mir Gunst nach deiner Zusage.

    59 Ich habe meine Wege betrachtet,
    Damit ich meine Füße zurückwende zu deinen Mahnungen.

    60 Ich beeilte mich, und ich zögerte nicht,
    Deine Gebote zu halten.

    61 Die Stricke der Bösen, sie umgaben mich.
    Dein Gesetz vergaß ich nicht.

    62 Um Mitternacht stehe ich auf, um dir zu danken
    Für deine gerechten richterlichen Entscheidungen.

    63 Ein Mitgenosse bin ich von all denen, die dich wirklich fürchten,
    Und von denen, die deinen Befehlen nachkommen.

    64 Deine liebende Güte, o Jehova, hat die Erde erfüllt.
    Lehre mich deine eigenen Bestimmungen.

    Sind wir persönlich ein Mitgenosse von all denen, die Jehova wirklich fürchten?

  38. Juleam 20. Mai 2010 um 09:03 Link zum Kommentar

    Psalm 119:65-72

    Du hast wirklich gut gehandelt mit deinem Knecht,
    O Jehova, gemäß deinem Wort.

    66 Lehre mich Gutes, Vernünftigkeit und Erkenntnis selbst,
    Denn ich habe Glauben an deine Gebote geübt.

    67 Bevor ich niedergebeugt war, sündigte ich aus Versehen,
    Jetzt aber habe ich deine eigene Rede bewahrt.

    68 Du bist gut und tust Gutes.
    Lehre mich deine Bestimmungen.

    69 Die Vermessenen haben mich mit Unwahrheit beschmiert.
    Was mich betrifft, so werde ich mit [meinem] ganzen Herzen deine Befehle befolgen.

    70 Ihr Herz ist gefühllos geworden wie Fett.
    Mir meinerseits ist dein eigenes Gesetz lieb gewesen.

    71 Es ist gut für mich, daß ich niedergebeugt worden bin,
    Damit ich deine Bestimmungen lerne.

    72 Das Gesetz deines Mundes ist gut für mich,
    Ja mehr als Tausende von Gold- und Silberstücken.

    Könnte es sein, dass auch unser sinnbildliches Herz „verfettet ist“ – gefühllos geworden, was Jehovas Wort betrifft?

  39. Juleam 20. Mai 2010 um 09:04 Link zum Kommentar

    Psalm 119:73-80

    Deine Hände, sie haben mich gemacht, und sie verliehen mir dann Festigkeit.
    Laß mich Verständnis haben, damit ich deine Gebote lerne.

    74 Die dich fürchten, sind die, die mich sehen und sich freuen,
    Denn auf dein Wort habe ich geharrt.

    75 Ich weiß wohl, o Jehova, daß deine richterlichen Entscheidungen Gerechtigkeit sind
    Und daß du mich in Treue niedergebeugt hast.

    76 Möge deine liebende Güte bitte dazu dienen, mich zu trösten,
    Gemäß deiner Zusage an deinen Knecht.

    77 Laß mir deine Erbarmungen zukommen, damit ich weiterhin lebe;
    Denn dein Gesetz ist das, was mir lieb ist.

    78 Laß die Vermessenen beschämt werden, denn ohne Ursache haben sie mich irregeleitet.
    Was mich betrifft, ich befasse mich mit deinen Befehlen.

    79 Laß die, die dich fürchten, zu mir umkehren,
    Auch die, die deine Mahnungen kennen.

    80 Laß mein Herz sich in deinen Bestimmungen als untadelig erweisen,
    Damit ich nicht beschämt werde.

    Wer freut sich, wenn er uns sieht?

    Bei welcher Gruppe genießen wir Ansehen?

    Kann es sein, dass plötzlich Personen die es nicht so genau mit Gottes Wort nehmen, Gefallen an uns finden und voller Freude sagen „endlich bist du einer von uns! Endlich wirst du normal (oder: erwachsen)“?

    Was dann?

    Freuen wir uns dann darüber – oder rudern wir ganz schnell zurück und bringen unser Leben in Ordnung?

  40. Juleam 20. Mai 2010 um 09:06 Link zum Kommentar

    Psalm 119:81-88

    Nach deiner Rettung hat meine Seele geschmachtet;
    Auf dein Wort habe ich geharrt.

    82 Meine Augen haben nach deiner Rede geschmachtet,
    Während [ich] gesagt habe: „Wann wirst du mich trösten?“

    83 Denn ich bin wie ein Schlauch im Rauch geworden.
    Deine Bestimmungen habe ich nicht vergessen.

    84 Wie viele sind der Tage deines Knechtes?
    Wann wirst du Gericht an denen üben, die mich verfolgen?

    85 Die Vermessenen haben Fallgruben ausgehoben, um mich zu fangen,
    Die, die nicht in Übereinstimmung sind mit deinem Gesetz.

    86 All deine Gebote sind Treue selbst.
    Ohne Ursache haben sie mich verfolgt. O hilf mir.

    87 In kurzem hätten sie mich ausgerottet auf der Erde;
    Ich selbst aber habe deine Befehle nicht verlassen.

    88 Gemäß deiner liebenden Güte erhalte mich am Leben,
    Damit ich die Mahnung deines Mundes bewahre.


    Wie reagieren wir auf Verfolgung?

    Lassen wir von unserem Glauben und unserem Gott ab, wenn ernsthafte Probleme deswegen aufkommen?

    Halten wir trotz Schwierigkeiten an Jehova fest?

    Haben wir einen erprobten Glauben?

  41. Juleam 20. Mai 2010 um 09:07 Link zum Kommentar

    Psalm 119:89-96

    Auf unabsehbare Zeit, o Jehova,
    Steht dein Wort in den Himmeln fest.

    90 Deine Treue währt Generation um Generation.
    Du hast die Erde fest erstellt, damit sie bestehenbleibt.

    91 Gemäß deinen richterlichen Entscheidungen stehen sie [noch] heute,
    Denn sie sind alle deine Knechte.

    92 Wäre mir dein Gesetz nicht lieb gewesen,
    So wäre ich umgekommen in meiner Trübsal.

    93 Auf unabsehbare Zeit werde ich deine Befehle nicht vergessen,
    Denn durch sie hast du mich am Leben erhalten.

    94 Ich bin dein. O rette mich,
    Denn nach deinen Befehlen habe ich gesucht.

    95 Auf mich haben die Bösen geharrt, um mich zu vernichten.
    Deinen Mahnungen gegenüber zeige ich mich fortwährend aufmerksam.

    96 An aller Vollkommenheit habe ich ein Ende gesehen.
    Dein Gebot ist sehr weitreichend.

    Betrachten auch wir Jehovas Gebote als überlebenswichtig?

    Lieben wir IHN und seine Gebote wirklich so sehr, dass wir uns unter allen Umständen daran fest klammern?

  42. Juleam 20. Mai 2010 um 09:09 Link zum Kommentar

    Psalm 119:97-104

    Wie liebe ich doch dein Gesetz!
    Den ganzen Tag befasse ich mich damit.

    98 Weiser als meine Feinde macht mich dein Gebot,
    Denn auf unabsehbare Zeit ist es mein.

    99 Mehr Einsicht als all meine Lehrer habe ich erlangt,
    Denn mit deinen Mahnungen befasse ich mich.

    100 Ich benehme mich mit mehr Verstand als ältere Männer,
    Denn ich habe deine eigenen Befehle beobachtet.

    101 Von jedem schlechten Pfad habe ich meine Füße zurückgehalten,
    Damit ich dein Wort bewahre.

    102 Von deinen richterlichen Entscheidungen bin ich nicht abgebogen,
    Denn du selbst hast mich unterwiesen.

    103 Wie lind sind meinem Gaumen deine Reden gewesen,
    Ja mehr als Honig meinem Mund!

    104 Dank deinen Befehlen benehme ich mich mit Verstand.
    Darum habe ich jeden falschen Pfad gehaßt.

    „Wie liebe ich dein Gebot – den ganzen Tag befasse ich mich damit“

    Haben wir ein Familienstudium und einen festen Studierabend?

    Wir hier haben keins und immer wenn auf den Kongressen die Wichtigkeit hervorgehoben wird, werde ich nachdenklich. Aber mein Mann sagt dann „wir beschäftigen uns ja eh rund um die Uhr mit Jehova und seinem Wort und alle unsere Gespräche drehen sich doch darum“. Meine erwachsene Tochter sagte etwas ähnliches: „euer ganzes Leben dreht sich doch darum“.

    Recht haben sie: dieser Rat ist scheinbar nötig, weil das nicht überall so ist und da muss man dann feste Termine festlegen

  43. Juleam 20. Mai 2010 um 09:11 Link zum Kommentar

    Psalm 119:105-112

    Dein Wort ist eine Leuchte meinem Fuß
    Und ein Licht für meinen Pfad.

    106 Ich habe einen Schwur getan, und ich werde ihn ausführen,
    Deine gerechten richterlichen Entscheidungen einzuhalten.

    107 Ich bin in großem Maße niedergebeugt worden.
    O Jehova, erhalte mich am Leben gemäß deinem Wort.

    108 Habe bitte Gefallen an den freiwilligen Gaben meines Mundes, o Jehova,
    Und deine richterlichen Entscheidungen lehre mich.

    109 Meine Seele ist beständig in meiner hohlen Hand;
    Doch dein Gesetz habe ich nicht vergessen.

    110 Die Bösen haben mir einen Fallstrick gelegt,
    Aber von deinen Befehlen bin ich nicht abgeschweift.

    111 Ich habe mir deine Mahnungen auf unabsehbare Zeit zu eigen gemacht,
    Denn sie sind meines Herzens Frohlocken.

    112 Ich habe mein Herz deinen Bestimmungen zugeneigt
    Auf unabsehbare Zeit, bis zuletzt.

    Jehovas Befehle sind unseres Herzens Frohlocken!

    Ja, wir lieben sie und fühlen uns reichlich beschenkt

  44. Juleam 20. Mai 2010 um 09:13 Link zum Kommentar

    Psalm 119:113-120

    Die zwiespältigen [Herzen] habe ich gehaßt,
    Aber dein Gesetz habe ich geliebt.

    114 Du bist mein Ort der Verborgenheit und mein Schild.
    Auf dein Wort habe ich geharrt.

    115 Weicht von mir, ihr Übeltäter,
    Damit ich die Gebote meines Gottes beobachte.

    116 Unterstütze mich gemäß deiner Zusage, damit ich am Leben bleibe,
    Und laß mich nicht wegen meiner Hoffnung zuschanden werden.

    117 Stütze mich, damit ich gerettet werde,
    Und ich werde beständig den Blick auf deine Bestimmungen richten.

    118 Du hast alle, die von deinen Bestimmungen abirren, beiseite geworfen;
    Denn ihre Trugkunst ist Falschheit.

    119 Du hast alle Bösen der Erde wie Schaumschlacke [zu bestehen] aufhören lassen.
    Darum habe ich deine Mahnungen geliebt.

    120 Aus Angst vor dir erschaudert mein Fleisch;
    Und wegen deiner richterlichen Entscheidungen habe ich mich gefürchtet.

    Hier ist von Gottesfurcht die Rede. Nicht von Angst vor Jehovas schrecklicher Strafe – sondern von der Angst etwas zu tun, was ihm nicht gefällt oder ihn sogar kränken würde.

    Wir lieben Jehova und darum möchten wir ihm so gern gefallen, möchten alles vermeiden, was ihm weh tut oder nicht gefällt.

    Erinnern wir uns noch daran wie es war, als wir uns verliebt hatten? Haben wir dann nicht alles daran gesetzt, unserem Liebsten zu gefallen?

  45. Juleam 20. Mai 2010 um 09:15 Link zum Kommentar

    Psalm 119:121-128

    Ich habe Recht und Gerechtigkeit geübt.
    O überlaß mich nicht denen, die mich übervorteilen!

    122 Handle als Bürge für deinen Knecht zum Guten.
    Mögen die Vermessenen mich nicht übervorteilen.

    123 Meine Augen, sie haben nach deiner Rettung
    Und nach deiner gerechten Rede geschmachtet.

    124 Handle mit deinem Knecht gemäß deiner liebenden Güte,
    Und lehre mich deine eigenen Bestimmungen.

    125 Ich bin dein Knecht. Laß mich Verständnis haben,
    Damit ich deine Mahnungen erkenne.

    126 Es ist Zeit für Jehova zu handeln.
    Sie haben dein Gesetz gebrochen.

    127 Darum habe ich deine Gebote geliebt,
    Mehr als Gold, ja geläutertes Gold.

    128 Darum habe ich alle Befehle hinsichtlich aller Dinge als recht betrachtet;
    Jeden falschen Pfad habe ich gehaßt.

    Sind für uns Jehovas Mahnungen auch so wertvoll wie Gold?

  46. Juleam 20. Mai 2010 um 09:16 Link zum Kommentar

    Psalm 119:129-136

    Deine Mahnungen sind wunderbar.
    Darum hat meine Seele sie beachtet.

    130 Ja, die Enthüllung deiner Worte gibt Licht,
    Läßt die Unerfahrenen Verständnis haben.

    131 Meinen Mund habe ich weit aufgetan, um zu lechzen,
    Denn nach deinen Geboten habe ich Verlangen gehabt.

    132 Wende dich zu mir, und erweise mir Gunst
    Gemäß [deiner] richterlichen Entscheidung gegenüber denen, die deinen Namen lieben.

    133 Meine Schritte festige in deiner Rede,
    Und möge keinerlei Schädliches mich beherrschen.

    134 Erlöse mich von irgendeinem Übervorteiler der Menschen,
    Und ich will deinen Befehlen nachkommen.

    135 Dein Angesicht laß leuchten über deinem Knecht,
    Und lehre mich deine Bestimmungen.

    136 Wasserbäche sind aus meinen Augen herabgeflossen,
    Weil man dein Gesetz nicht gehalten hat.

    Sind auch wir traurig darüber, dass immer mehr Menschen sich von unserem wunderbaren Gott abwenden?

  47. Juleam 20. Mai 2010 um 09:17 Link zum Kommentar

    Psalm 119:137-144

    Du bist gerecht, o Jehova,
    Und deine richterlichen Entscheidungen sind gerade.

    138 Du hast deine Mahnungen in Gerechtigkeit geboten
    Und in äußerster Treue.

    139 Mein glühender Eifer hat mir ein Ende gemacht,
    Weil meine Widersacher deine Worte vergessen haben.

    140 Deine Rede ist sehr geläutert,
    Und dein Knecht, er liebt sie.

    141 Ich bin unbedeutend und verächtlich.
    Deine Befehle habe ich nicht vergessen.

    142 Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit,
    Und dein Gesetz ist Wahrheit.

    143 Bedrängnis und Schwierigkeit, sie fanden mich.
    Deine Gebote waren mir lieb.

    144 Die Gerechtigkeit deiner Mahnungen währt auf unabsehbare Zeit.
    Laß mich Verständnis haben, damit ich am Leben bleibe.

    Bitten auch wir immer wieder darum, dass Jehova uns hilft, sein Wort zu verstehen und dann auch entsprechend danach zu handeln?

  48. Juleam 20. Mai 2010 um 09:19 Link zum Kommentar

    Psalm 119:145-152

    Ich habe mit [meinem] ganzen Herzen gerufen. Antworte mir, o Jehova.
    Deine Bestimmungen will ich beachten.

    146 Ich habe dich angerufen. O rette mich!
    Und ich will deine Mahnungen bewahren.

    147 Ich bin früh in der Morgendämmerung aufgestanden, damit ich um Hilfe rufe.
    Auf deine Worte habe ich geharrt.

    148 Meine Augen sind den Nachtwachen zuvorgekommen,
    [Damit ich] mich mit deiner Rede befasse.

    149 O höre doch meine eigene Stimme gemäß deiner liebenden Güte.
    O Jehova, gemäß deiner richterlichen Entscheidung erhalte mich am Leben.

    150 Die der Zügellosigkeit nachjagen, sind nahe gekommen;
    Von deinem Gesetz haben sie sich weit entfernt.

    151 Du bist nahe, o Jehova,
    Und alle deine Gebote sind Wahrheit.

    152 Längst habe ich einige deiner Mahnungen gekannt,
    Denn auf unabsehbare Zeit hast du sie gegründet.

    Wo stehen wir?

    Könnte es sein, dass auch wir der Zügellosigkeit nachjagen – vielleicht sogar, ohne es zu bemerken?

  49. Juleam 20. Mai 2010 um 09:20 Link zum Kommentar

    Psalm 119:153-160

    O sieh meine Trübsal, und befreie mich;
    Denn dein Gesetz habe ich nicht vergessen.

    154 O führe doch meinen Rechtsfall, und bringe mich zurück;
    Erhalte mich am Leben in Übereinstimmung mit deiner Zusage.

    155 Fern ist Rettung von den Bösen,
    Denn sie haben nicht nach deinen eigenen Bestimmungen geforscht.

    156 Viele sind deiner Erbarmungen, o Jehova.
    Gemäß deinen richterlichen Entscheidungen o erhalte mich am Leben.

    157 Meiner Verfolger und meiner Widersacher sind viele.
    Von deinen Mahnungen bin ich nicht abgewichen.

    158 Ich habe die gesehen, die treulos sind im Handeln,
    Und ich empfinde wirklich Ekel, denn deine Rede haben sie nicht bewahrt.

    159 O sieh, daß ich deine eigenen Befehle geliebt habe.
    O Jehova, gemäß deiner liebenden Güte erhalte mich am Leben.

    160 Die Summe deines Wortes ist Wahrheit,
    Und jede gerechte richterliche Entscheidung von dir währt auf unabsehbare Zeit.

    Wie empfinden wir für Personen, die von Gottes Wort abgewichen sind?

    Spielt es dabei eine Rolle, ob diese Personen offiziell ausgeschlossen sind – oder ob sie noch einen Platz und vielleicht sogar „einen guten Ruf in mehrereen Versammlungen haben“?

    Ist es für uns weniger ekelhaft, weil diese Person zu unserer Familie gehört?

  50. Juleam 20. Mai 2010 um 09:23 Link zum Kommentar

    Psalm 119:161-168

    Fürsten selbst haben mich ohne Ursache verfolgt,
    Aber vor deinen Worten ist mein Herz in Schrecken gewesen.

    162 Ich frohlocke über deine Rede
    Wie einer, der viel Beute findet.

    163 Falschheit habe ich gehaßt, und sicherlich verabscheue ich sie ständig.
    Dein Gesetz habe ich geliebt.

    164 Siebenmal am Tag habe ich dich gepriesen
    Wegen deiner gerechten richterlichen Entscheidungen.

    165 Überströmender Frieden gehört denen, die dein Gesetz lieben,
    Und für sie gibt es keine Ursache des Strauchelns.

    166 Ich habe auf deine Rettung gehofft, o Jehova,
    Und nach deinen Geboten habe ich getan.

    167 Meine Seele hat deine Mahnungen eingehalten,
    Und ich liebe sie überaus.

    168 Ich habe deine Befehle und deine Mahnungen eingehalten,
    Denn alle meine Wege sind vor dir.

    Wo stehen wir?

    Psalm 119:169-176

    Möge mein inständiger Ruf nahe vor dich kommen, o Jehova.
    Gemäß deinem Wort o laß mich Verständnis haben.

    170 Möge mein Flehen um Gunst vor dich kommen.
    Gemäß deiner Zusage o befreie mich.

    171 Mögen meine Lippen Lobpreis hervorsprudeln,
    Denn du lehrst mich deine Bestimmungen.

    172 Möge meine Zunge deine Rede besingen,
    Denn alle deine Gebote sind Gerechtigkeit.

    173 Möge deine Hand dazu dienen, mir zu helfen,
    Denn deine Befehle habe ich erwählt.

    174 Mich hat nach deiner Rettung verlangt, o Jehova,
    Und dein Gesetz ist mir lieb.

    175 Möge meine Seele am Leben bleiben und dich preisen,
    Und deine richterlichen Entscheidungen mögen mir helfen.

    176 Ich bin umhergeirrt wie ein verlorenes Schaf. O suche deinen Knecht,
    Denn deine Gebote habe ich nicht vergessen.

    Ja, wo stehen wir?

    Können wir uns mit dem Verfasser dieses Psalms identifizieren?

  51. Thomasam 20. Mai 2010 um 14:11 Link zum Kommentar

    Psalm 119
    Zitate von J.N.Darby


    Dieser Psalm ist im allgemeinen das im Herzen eingeschriebene Gesetz; daher nimmt er einen wichtigen Platz unter den Psalmen ein; auch steht er deutlich in Verbindung mit Israels Drangsalen in den letzten Tagen und ihrem vorhergegangenen Abweichen von Gott. Die verschiedenen Abschnitte des Psalmes (jedes Mal 8 Verse) zeigen uns, wie ich denke, die verschiedenen Arten der Herzensübungen des Überrestes in Verbindung mit dem Gesetz, das auf ihr Herz geschrieben ist, obgleich der allgemeine Grundsatz selbstverständlich durch den ganzen Psalm geht. Ich will ganz kurz auf die hauptsächliche Bedeutung jedes einzelnen dieser Abschnitte hinweisen.

    Der erste Abschnitt (V. 1 – 8 ) macht uns natürlich mit dem allgemeinen Grundsatz bekannt. Wir finden hier zum drittenmal in den Psalmen den Ausdruck: „Glückselig ist der Mann“ – ein Beweis, dass die Seele unter schmerzlichen Prüfungen und Drangsalen zu der großen Wahrheit zurückgekehrt ist, die der erste Psalm entfaltet, wo die Folgen der praktischen Gerechtigkeit in Verbindung mit dem Gesetz Jehovas unter der unmittelbaren Regierung Gottes dargestellt werden. Psalm 32 weist auf die Glückseligkeit der Vergebung hin, und unser Psalm hier auf die Glückseligkeit eines Wandels mit Gott, nachdem der Abgeirrte trotz aller Schwierigkeiten und Schmähungen zurückgekehrt ist. Allerdings finden wir am Ende des ersten Buches der Psalmen (in Ps 41), wo Christus so klar eingeführt wird, auch eine Seligpreisung besonderer Art. Dort wird derjenige glückselig gepriesen, der die Stellung der Niedrigkeit, die Christus hienieden einnahm, versteht und darauf acht hat – sei es im Blick auf Ihn Selbst oder auf diejenigen, die in Seinen Fußstapfen wandeln. Denn der 1. Psalm ließ voraussetzen, dass der Gerechte unter der Regierung Gottes gesegnet sein würde, indem Gott Seinen ganzen Willen in bezug auf Ihn ausführte. Aber das Gegenteil schien wahr zu sein; ja, tatsächlich ist, wie wir wissen, vor den Augen des Menschen jene Erwartung gar nicht eingetreten, indem eine himmlische und göttliche Gerechtigkeit und Erlösung herbeigeführt wurde.

    Daher besteht die wahre Glückseligkeit in der Erkenntnis und dem Verständnis der Stellung, in der Er, der wahre Glückselige, als der von Menschen Verworfene Sich befand – Er, der wahre Arme, der Selbst praktisch den Platz einnahm, den Er als einen glückseligen bezeichnet, wie wir dies in der Bergpredigt sehen, in der die große Wahrheit von dem „Gesetz im Inneren des Herzens“ niedergelegt ist. Doch auch der Umstände, in denen sich der Gerechte befindet, wird in diesem ersten Abschnitt mit den Worten gedacht: „Verlass mich nicht ganz und gar.“

    Der zweite Abschnitt (V. 9 – 16) geht weiter. Das Wort bringt die Seele in Verbindung mit Gott. Wer dasselbe in seinem Herzen verwahrt, ist nicht nur glückselig, sondern das Wort übt auch eine reinigende Wirkung aus; die Seele verlangt wirklich nach dem Worte und wird darin befestigt. Man beachte die Verbindung zwischen Jehova und Seinem Worte (V. 10. 11).

    Im dritten Abschnitt (V. 17-24) sehen wir, wie der, der das Wort im Herzen verwahrt, sich in der Prüfung auf die göttliche Barmherzigkeit stützt. Der fromme Israelit fleht, dass Jehova an ihm wohl tun möge; williger Gehorsam wird die Folge sein. In Vers 19 finden wir seine Lage gekennzeichnet. Vers 21 beweist, was wir in diesem ganzen fünften Buche der Psalmen gefunden haben, dass der Überrest schon Jehovas Einschreiten zu seiner Befreiung erfahren hat, obwohl die volle Segnung noch nicht erreicht ist. Die Verse 22 und 23 deuten hin auf die Verachtung, unter der der arme Überrest in den letzten Tagen leidet; Jehovas Gesetz ist in dieser Lage sein Trost und seine Wonne.

    Der vierte Abschnitt (V. 25-32) enthält mehr innere Übungen. Die Seele klebt am Staube, doch bittet sie, dass Gott sie nach Seinem Worte beleben möge; sie möchte ihr Verlangen gestillt sehen durch dieses lebendige Wasser von Gott. Vor Gott ist sie offenbar geworden; sie hat ihre Wege erzählt. So ist es stets. Sie wünscht, dass Gott jeden Weg des Bösen von ihr abwende. Sie hängt an Seinen Zeugnissen und fleht: „Lass mich nicht beschämt werden!“ Die völlige Befreiung ist noch nicht da, aber der Psalmist sehnt sich nach derselben, um frei und ungehindert auf den Wegen Gottes gehen zu können; das ist die sichere Wirkung der Zucht Gottes. Eine Seele, die ihre Wonne an Seinen Geboten und an Seiner Heiligkeit gefunden hat, sehnt sich danach, frei und ungehindert in Seinen Wegen wandeln zu können. Obwohl auch hier das Wort im Herzen verwahrt wird, handelt es sich in diesem Abschnitt doch mehr um den bestimmt ausgedrückten Willen Gottes, um Seine Gebote, so wie Zacharias und Elisabeth „untadelig wandelten in allen Geboten und Satzungen des Herrn“ – eine liebliche und treue Darstellung des Überrestes! Bei dem Christen wird dies alles unbeschränkter und mehr innerlich sein; es wird sich bei ihm mehr um Heiligkeit als um einzelne Gebote handeln (obwohl es vielleicht mit diesen begonnen hat), sei es nun bei seiner ersten Berufung von Seiten Gottes, oder später unter der Zucht. Für den Christen handelt es sich darum, „im Licht zu wandeln, wie Gott im Lichte ist“, nicht um „Gebote und Satzungen Jehovas“. Doch dem Grundsatz nach ist die Sache wesentlich dieselbe. Diesen Psalm jedoch direkt auf den Christen anwenden, hieße von der Höhe der göttlichen Gedanken auf einen niedrigeren Standpunkt herabsteigen. Ihrer Natur nach sind indessen die in diesem Psalm dargestellten inneren Übungen voll Unterweisung für uns; denn Unterwürfigkeit und Vertrauen inmitten der Prüfung sind immer am Platz, obwohl die Formen, in denen diese Eigenschaften sich zeigen, bei einem Israeliten weit niedriger stehen als bei einem Christen. (Man vergleiche hiermit den Philipperbrief, der uns die christliche Erfahrung zeigt.)

    Im fünften Abschnitt (V. 33 – 40) fleht der Psalmist um göttliche Leitung und Unterweisung in den Wegen Gottes und in Seinem Gesetz;

    im sechsten (V. 41- 48) um die sichtbare Erweisung der Gütigkeiten Jehovas auf diesem Pfade, damit er den Feinden gegenüber Zuversicht haben und an dem Gesetz Gottes festhalten könne.

    Im siebenten Abschnitt (V. 49 – 56) stützt sich der Psalmist, da er durch das Wort Jehovas belebt worden ist, auf dieses Wort; denn Gott hat ihn gelehrt, darauf zu vertrauen, weil es Sein Wort ist, so dass er sich nun auf alle Seine Zusagen verlässt. In den Bedrängnissen, in denen es an jeder Ermunterung von außen her fehlte, trösteten die Rechte Jehovas das Herz.

    Dies führt weiter zu dem achten Abschnitt (V. 57-64). Das Teil des Psalmisten war Jehova; er hatte Ihn gesucht, Selbstgericht geübt und seine Füße zu Seinen Zeugnissen gekehrt. Er vertraut auf Jehova und preist Ihn in den stillen Stunden der Nacht, wo das Herz mit sich allein ist. Er ist der Gefährte derer, die Jehova fürchten. So werden seine Gedanken freudiger gestimmt, und er sieht schon um sich her die Entfaltung der Güte Jehovas in Macht. Wahrlich, eine liebliche Äußerung der Übungen und Gefühle des Herzens.

    Der neunte Abschnitt (V. 65-72) macht uns mit den Umständen des Psalmisten bekannt. Getröstet durch die Güte Jehovas, wie wir im vorigen Abschnitt sahen, kann er nun die ihn umgebenden Umstände mit den Augen Gottes und nach Seinen Gedanken betrachten. Es handelt sich in diesem Abschnitt, wie wir schon sagten, wesentlich um die Umstände, d. h. wir erfahren die Gefühle des Psalmisten über dieselben. Schon hat Jehova Gutes an ihm getan nach Seinem Worte, und er trachtet nach weiterer göttlicher Unterweisung, um die Absichten Gottes völlig zu verstehen. Er ist gedemütigt worden; vorher war er irregegangen, jetzt aber geht er voran in dem Geist und auf dem Pfade des Gehorsams. Die Übermütigen haben Lügen wider ihn erdichtet, und ihr Herz ist dick geworden wie Fett; sie stehen nicht in Verbindung mit Jehova, nicht im Gehorsam Ihm gegenüber. Der Psalmist erkennt, wie gut es für ihn ist, dass er gedemütigt worden ist, um die Satzungen Jehovas zu lernen. Nichts kennzeichnet klarer die richtige innere Stellung der Seele als dieses Sichhinwenden zu den Vorschriften Jehovas („Herr, was willst du, dass ich tun soll?“); man heißt dann alles willkommen, was dahin führt, und gibt dem Willen Gottes den richtigen Platz im Herzen, indem man ihn in seiner Autorität und Vollkommenheit anerkennt.

    Der zehnte Abschnitt (V. 73 – 80) enthält zwei Hauptgedanken, der Psalmist wendet sich erstens zu Jehova als zu seinem Schöpfer: „Deine Hände haben mich gemacht und bereitet“, und er bittet Ihn, Sein armes Geschöpf als ein treuer Schöpfer zu leiten. Die, welche Jehova fürchten, werden ihn sehen und sich freuen, denn sie haben auf Sein Wort geharrt. Zweitens weiß der Psalmist, dass es die Treue Jehovas ist, die ihn gedemütigt hat; aber er bittet nun, dass Seine Erbarmungen über ihn kommen und die Übermütigen beschämt werden möchten, und dass die, welche Jehova fürchten, sich zu Ihm kehren möchten. Dies alles ist verbunden mit dem Begehren, dass das eigene Herz in den Satzungen Jehovas untadelig sein möge.

    Im elften Abschnitt (V. 81 – 88) wird der Ruf dringlicher. Die Seele ist unter dem Druck der Prüfung und schmachtet nach Befreiung; sie erwartet, dass Jehova Gericht übe, denn sie wandelt in Seinen Vorschriften; von den Übermütigen, die Jehova und Sein Gesetz verachten, wird sie ohne Ursache verfolgt.

    Der zwölfte Abschnitt (V. 89 – 96) erblickt in der Schöpfung einen Beweis von der unwandelbaren Treue Gottes: Sein Wort steht fest in den Himmeln, wo nichts dasselbe antasten oder erschüttern kann. Wäre nicht das Gesetz Jehovas die Wonne der Seele und ihr Trost gewesen, so wäre sie dem Druck der Prüfung erlegen. Wahrlich, ein kostbarer Besitz ist das Wort inmitten einer solchen Welt! Wir besitzen mehr als nur Gebote. Doch wir können sagen: „Von aller Vollkommenheit habe ich ein Ende gesehen.“
    Ein anderer tröstlicher Gedanke erwächst aus all diesen Übungen: „Ich bin dein.“

    Im dreizehnten Abschnitt (V. 97 – 104) gibt der Psalmist seiner Wonne an dem Gesetz Jehovas Ausdruck; es wirkt geistliche Einsicht im Herzen.

    Im vierzehnten Abschnitt (V. 105 – 112) ist es das Wort, das die Seele auf ihrem Pfade leitet; bekümmert und niedergebeugt schaut sie nach Trost aus von Dem, in dessen Vorschriften sie wandelt trotz aller Feinde und ihrer Schlingen.

    Im fünfzehnten Abschnitt (V. 113 – 120) sagt der Psalmist: „Die Doppelherzigen hasse ich.“ Gott ist sein Bergungsort, die Übeltäter weist er von sich. Er ruft Jehova an, ihn zu unterstützen, damit er nicht beschämt werde in seiner Hoffnung. Im Blick auf das sichere Gericht der Gesetzlosen empfindet er eine heilige Furcht.

    Im sechzehnten Abschnitt (V. 121 – 128) fleht er ernstlicher um das Einschreiten Jehovas zu seiner Befreiung. Dass die Bösen das Gesetz Jehovas gebrochen haben, dient nur dazu, dass er selbst sich um so fester an dasselbe klammert. Es ist Zeit für Jehova, zu handeln.

    In den folgenden fünf Abschnitten (V. 129 – 168) zeigen sich die Folgen dieses Sich-Anklammerns des Gläubigen an das Gesetz und die Zeugnisse Jehovas sowie der Wert, den diese in jeder Hinsicht für sein Herz haben. Wir finden die Prüfung, in der er sich noch auf dem Pfade der Gerechtigkeit befindet, und das Verlangen, nach seiner Befreiung aus derselben in den Wegen Jehovas zu wandeln, zugleich auch den Ausdruck seines tiefen Schmerzes darüber, dass die Treulosen das Gesetz nicht halten. Er wartet auf Unterweisung, Belebung und Bewahrung, und erinnert sich des ewigen Charakters der Zeugnisse Gottes, so dass er daran festhält, obwohl er von den Bösen unterdrückt wird.

    Der zweiundzwanzigste Abschnitt (V. 169 – 176) trägt, da er den Schluss des Psalmes bildet, einen mehr allgemeinen Charakter; er bringt sozusagen eine kurze Wiederholung des Inhalts aller vorhergehenden Abschnitte. Der Bedrängte, der seine Wonne an dem Gesetz hat, fleht: „Lass mein Schreien nahe vor dich kommen“; er begehrt Einsicht nach dem Worte Jehovas und Errettung nach Seiner Zusage; er will Sein Lob hervorströmen lassen, wenn Er ihn Seine Satzungen gelehrt hat. Seine Zunge soll laut reden von Seinem Worte. Er hat das Bewusstsein, dass alle Gebote Jehovas Gerechtigkeit sind; er erwartet Hilfe von der Hand Jehovas, weil er Seine Vorschriften erwählt hat; er sehnt sich nach Seiner Rettung, denn er hat kein Vertrauen auf Menschen; er hat seine Wonne an dem Gesetz Jehovas, nicht an seinem eigenen Willen oder an den Wegen des Übermütigen. „Lass meine Seele leben“, so bittet er, damit sie Gott preise. Er sagt. „Deine Rechte mögen mir helfen“, denn die Macht des Todes umgibt ihn, und er ist von den Bösen bedrängt. Schließlich erkennt er an, dass er umhergeirrt ist wie ein verlorenes Schaf, und er fleht zu Jehova, dem Hirten Israels: „Suche deinen Knecht, denn ich habe deine Gebote nicht vergessen.“ Das ist der innere Zustand Israels in den letzten Tagen, wenn (bei der Rückkehr ins Land, denke ich) das Gesetz im Innern ihres Herzens eingeschrieben, aber ihre volle Befreiung und endgültige Segnung noch nicht gekommen ist. Der 119. Psalm beschreibt in der Tat den inneren Zustand der Gottesfürchtigen in den Umständen, die der 118. Psalm prophetisch darstellt.

    Im Wachtturm hieß es einmal:

    Vertrauen wir auf Jehovas Wort
    „Ich habe auf dein Wort vertraut“ (PSALM 119:42).
    DEM Schreiber des 119. Psalms lag das Wort Jehovas sehr am Herzen. Wahrscheinlich handelte es sich um den judäischen Thronanwärter Hiskia. Die Gefühle, die in diesem inspirierten Lied ausgedrückt werden, passen zur Einstellung Hiskias, denn als König von Juda „hielt [er] weiterhin fest zu Jehova“ (2. Könige 18:3-7). Eins steht jedenfalls fest: Der Schreiber kannte seine geistigen Bedürfnisse (Matthäus 5:3).
    2 Ein Schlüsselgedanke in Psalm 119 ist der Wert des Wortes Gottes — dessen, was Gott uns sagen will. Wahrscheinlich als Gedächtnishilfe gestaltete der Dichter dieses Lied alphabetisch. Die 176 Verse sind nach dem hebräischen Alphabet angeordnet. In der Ursprache bestehen die 22 Strophen des Psalms aus je 8 Zeilen, die mit dem gleichen Buchstaben anfangen. Dieser Psalm spricht von dem Wort Gottes, seinem Gesetz, seinen Mahnungen, Wegen, Befehlen, Bestimmungen, Geboten, richterlichen Entscheidungen, Reden und Satzungen. In diesem und im folgenden Artikel wird der 119. Psalm, gestützt auf eine genaue Übersetzung des hebräischen Bibeltextes, besprochen. Wenn wir dabei über die Erlebnisse von Dienern Jehovas gestern und heute nachdenken, werden wir dieses von Gott inspirierte Lied umso mehr schätzen und für Gottes Wort, die Bibel, noch dankbarer sein.
    Glücklich ist, wer sich an das Wort Gottes hält
    3 Wahres Glück beruht darauf, im Gesetz Gottes zu wandeln (Psalm 119:1-8). Wenn wir das tun, gehören wir für Jehova zu den „auf ihrem Weg Untadeligen“ (Psalm 119:1). Mit untadelig ist nicht gemeint, dass wir vollkommen sind, wohl aber, dass wir uns bemühen, den Willen Jehovas zu tun. Noah „erwies sich als untadelig unter seinen Zeitgenossen“ und „wandelte mit dem wahren Gott“. Dieser treue Patriarch überlebte mitsamt seiner Familie die Sintflut, weil er ein Leben führte, wie Jehova es ihm umriss (1. Mose 6:9; 1. Petrus 3:20). Auch wir müssen Gottes „Befehle“ genau befolgen, das heißt seinen Willen tun, wenn wir das Ende der heutigen Welt überleben möchten (Psalm 119:4).
    4 Solange wir Jehova „in Geradheit des Herzens“ lobpreisen und seine Bestimmungen einhalten, wird er uns niemals verlassen (Psalm 119:7, 8). Gott ließ auch den israelitischen Führer Josua nicht im Stich, denn er hielt sich an den Rat, Tag und Nacht im Gesetz zu lesen, um alles zu tun, was darin geschrieben steht. Dadurch hatte er Erfolg und handelte klug (Josua 1:8). Bis an sein Lebensende lobpries er Gott und konnte zu den Israeliten sagen: „Ihr wisst wohl mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, dass kein einziges Wort von allen guten Worten, die Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat, dahingefallen ist“ (Josua 23:14). Wie bei Josua und dem Schreiber des 119. Psalms hängt auch unser Glück und unser Erfolg davon ab, dass wir Jehova preisen und auf sein Wort vertrauen.
    Jehovas Wort erhält uns rein
    5 Geistig rein ist, wer „auf der Hut bleibt gemäß deinem [Gottes] Wort“ (Psalm 119:9-16). Das gilt auch für jemanden, der in seinen Eltern kein gutes Beispiel hat. Hiskia, dessen Vater ein Götzendiener war, begradigte seinen Weg. Wahrscheinlich befreite er sich von heidnischen Einflüssen. …
    6 Rahab und Ruth lebten, lange bevor Psalm 119 geschrieben wurde. Auch sie begradigten ihren Weg. Rahab war eine kanaanitische Prostituierte gewesen, doch sie wurde für ihren Glauben als Anbeterin Jehovas bekannt (Hebräer 11:30, 31). Die Moabiterin Ruth verließ ihre Götter, diente Jehova und lebte nach dem Gesetz, das Gott den Israeliten gegeben hatte (Ruth 1:14-17; 4:9-13). Diese beiden Frauen waren zwar keine Israelitinnen, aber sie blieben auf der Hut gemäß Gottes Wort und hatten die große Ehre, Vorfahrinnen Jesu Christi zu werden (Matthäus 1:1, 4-6).
    7 Junge Menschen können selbst in der von Satan beherrschten, verdorbenen Welt rein bleiben, obwohl „die Neigung des Menschenherzens böse ist von seiner Jugend an“ (1. Mose 8:21; 1. Johannes 5:19). Als Daniel und drei andere hebräische Jugendliche nach Babylon weggeführt wurden, blieben sie auf der Hut gemäß Gottes Wort. Sie verunreinigten sich zum Beispiel nicht „mit den Delikatessen des Königs“ (Daniel 1:6-10). Die Babylonier aßen unreine Tiere, die im mosaischen Gesetz verboten waren (3. Mose 11:1-31; 20:24-26). Auch ließen sie die Tiere nicht immer ausbluten und das Essen von unausgeblutetem Fleisch verstieß gegen Gottes Gesetz (1. Mose 9:3, 4). Kein Wunder, dass die vier Hebräer die Delikatessen des Königs ablehnten! Diese gottesfürchtigen Jugendlichen blieben geistig rein und sind uns dadurch ein Vorbild.
    Gottes Wort hilft, treu zu bleiben
    8 Entscheidend dafür, dass wir Jehova treu bleiben, ist eine tiefe Liebe zu seinem Wort (Psalm 119:17-24). Wie schön, wenn wir wie der inspirierte Liederdichter ein Verlangen danach haben, die „wunderbaren Dinge“ aus dem Gesetz Gottes zu verstehen! Dann werden wir uns ständig nach den richterlichen Entscheidungen Jehovas sehnen und seine Mahnungen von Herzen lieben (Psalm 119:18, 20, 24). Haben wir „ein Verlangen nach der unverfälschten Milch, die zum Wort gehört“, entwickelt, selbst wenn wir Jehova noch nicht lange hingegeben sind? (1. Petrus 2:1, 2). Es ist wichtig, dass wir die biblischen Grundlehren begreifen, damit wir Gottes Gesetz besser verstehen und umsetzen können.
    9 Haben wir auch dann eine tiefe Liebe zu Gottes Mahnungen, wenn aus irgendeinem Grund „Fürsten“ gegen uns reden? (Psalm 119:23, 24). Oft wollen uns Amtspersonen zwingen, die Gesetze von Menschen über das Gesetz Gottes zu stellen. Wie verhalten wir uns, wenn man von uns etwas fordert, was gegen den Willen Gottes ist? Unsere tiefe Liebe zum Wort Gottes wird es uns erleichtern, Jehova treu zu bleiben. Wie Jesu Apostel werden auch wir unter Verfolgung sagen: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5:29).
    10 Wir können Jehova selbst unter den schwierigsten Bedingungen treu bleiben (Psalm 119:25-32). Gott die Treue zu halten setzt natürlich voraus, dass wir lernbereit sind und ihn ernsthaft bitten, uns zu unterweisen. Auch müssen wir „den Weg der Treue“ wählen (Psalm 119:26, 30).
    11 Hiskia, von dem man annimmt, dass er den 119. Psalm geschrieben hat, wählte den Weg der Treue. Er ging diesen Weg, obwohl er von falschen Anbetern umgeben war und womöglich von Mitgliedern des Königshofs verspottet wurde. Sehr wahrscheinlich deswegen sagte er: „Meine Seele ist schlaflos gewesen vor Kummer“ (Psalm 119:28). Doch Hiskia vertraute auf Gott, war ein guter König und tat, „was recht war in Jehovas Augen“ (2. Könige 18:1-5). Auch wir können Erprobungen unserer Treue bestehen, wenn wir uns ganz auf Gott verlassen (Jakobus 1:5-8).
    Jehovas Wort gibt Mut
    12 Lassen wir uns vom Wort Gottes leiten, dann bekommen wir den nötigen Mut, um den Prüfungen des Alltags gewachsen zu sein (Psalm 119:33-40). Wir wünschen uns demütig, von Jehova unterwiesen zu werden, damit wir sein Gesetz „mit ganzem Herzen“ halten können (Psalm 119:33, 34). Wie der Psalmendichter bitten wir Gott: „Neige mein Herz zu deinen Mahnungen und nicht Gewinnen [„ungerechtem Gewinn“] zu“ (Psalm 119:36, Fußnote). Wie der Apostel Paulus benehmen wir uns „in allen Dingen ehrlich“ (Hebräer 13:18). Sollte ein Vorgesetzter etwas Unehrliches von uns verlangen, bringen wir den Mut auf, Gottes Anordnungen treu zu bleiben. So ein Verhalten wird Jehova immer segnen. Er hilft uns auch, jede schlechte Neigung in Schach zu halten. So können wir beten: „Lass meine Augen an dem vorübergehen, was zu sehen wertlos ist“ (Psalm 119:37). Niemals möchten wir etwas Wertloses, was Gott hasst, als wünschenswert ansehen (Psalm 97:10). Deswegen hüten wir uns unter anderem vor Pornographie und spiritistischen Praktiken (1. Korinther 6:9, 10; Offenbarung 21:8).
    13 Eine genaue Erkenntnis des Wortes Gottes gibt uns Zuversicht, sodass wir mutig Zeugnis ablegen können (Psalm 119:41-48). Und Mut brauchen wir, um denen zu antworten, die uns verhöhnen (Psalm 119:42). Manchmal ergeht es uns vielleicht wie Jesu Jüngern, die unter Verfolgung beteten: „Jehova, . . . gewähre deinen Sklaven, dass sie dein Wort fortgesetzt mit allem Freimut reden.“ Das Ergebnis? „Sie wurden allesamt mit dem heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimut.“ Derselbe Souveräne Herr wird auch uns den Mut geben, freiheraus sein Wort zu reden (Apostelgeschichte 4:24-31).
    14 Wenn uns „das Wort der Wahrheit“ am Herzen liegt und wir Gottes „Gesetz beständig halten“, werden wir uns nicht schämen, Zeugnis abzulegen (Psalm 119:43, 44). Ein gründliches Bibelstudium gibt uns den Mut, „auch vor Königen“ über Gottes Mahnungen zu reden (Psalm 119:46). Außerdem werden wir durch das Gebet und den Geist Jehovas in die Lage versetzt, zur richtigen Zeit das Richtige zu sagen (Matthäus 10:16-20; Kolosser 4:6). Paulus sprach im ersten Jahrhundert mutig vor Herrschern über Gottes Mahnungen. Zum Beispiel legte er vor dem römischen Statthalter Felix Zeugnis ab und der „hörte ihn über den Glauben an Christus Jesus an“ (Apostelgeschichte 24:24, 25). Auch vor dem Statthalter Festus und vor König Agrippa sprach Paulus über seinen Glauben (Apostelgeschichte 25:22 bis 26:32). Mit der Unterstützung Jehovas können wir ebenfalls mutig Zeugnis ablegen und werden uns für die gute Botschaft nie schämen (Römer 1:16).
    Gottes Wort tröstet uns
    15 Jehovas Wort, die Bibel, schenkt uns beständig Trost (Psalm 119:49-56). Es gibt Zeiten, in denen wir Trost besonders nötig haben. Als Zeugen Jehovas erheben wir mutig unsere Stimme, doch „Vermessene“ — die Gott die Stirn bieten — verspotten uns manchmal „bis zum Äußersten“ (Psalm 119:51). Beim Beten erinnern wir uns vielleicht an positive Gedanken aus der Bibel und finden dadurch Trost (Psalm 119:52). Während wir zu Gott flehen, kommt uns womöglich ein biblisches Gesetz oder ein Grundsatz in den Sinn, der uns in einer belastenden Situation Trost und Mut gibt.
    16 Bei den Vermessenen, die den Psalmenschreiber verspotteten, handelte es sich um Israeliten, um Angehörige eines Gott hingegebenen Volks. Wie beschämend! Nehmen wir uns fest vor, niemals wie sie vom Gesetz Gottes abzuweichen (Psalm 119:51). Unter der NS-Verfolgung oder in ähnlichen Situationen haben sich Tausende von Dienern Gottes viele Jahre lang geweigert, von den Gesetzen und Grundsätzen aus Gottes Wort, der Bibel, abzurücken (Johannes 15:18-21). Doch es ist keine Last, Jehova zu gehorchen, denn seine Bestimmungen sind für uns wie beruhigende Melodien (Psalm 119:54; 1. Johannes 5:3).
    Für Jehovas Wort dankbar sein
    17 Unsere Dankbarkeit für Gottes Wort können wir dadurch beweisen, dass wir danach leben (Psalm 119:57-64). Der Psalmist versprach, Jehovas „Worte zu halten“, und er stand sogar um Mitternacht auf, um Jehova für seine „gerechten richterlichen Entscheidungen“ zu danken. Wenn wir nachts aufwachen, ist das eine gute Gelegenheit, uns im Gebet bei Gott zu bedanken (Psalm 119:57, 62). Die Dankbarkeit für Gottes Wort weckt in uns den Wunsch nach göttlicher Belehrung und macht uns zu glücklichen Freunden derer, die Jehova fürchten, ja die Ehrfurcht vor ihm haben (Psalm 119:63, 64). Bessere Freunde können wir auf der ganzen Erde nicht finden!
    18 Wenn wir von ganzem Herzen beten und Jehova demütig bitten, uns zu lehren, besänftigen wir sein Angesicht, das heißt, wir erfreuen uns seiner Gunst. Sollten uns „die Stricke der Bösen“ umgeben, haben wir es besonders nötig, zu beten (Psalm 119:58, 61). Jehova kann die beengenden Stricke der Feinde zerschneiden, damit wir die Freiheit haben, das Königreich zu predigen und Jünger zu machen (Matthäus 24:14; 28:19, 20). Das hat sich in Ländern, wo unser Werk verboten war, immer wieder bestätigt.
    An Gottes Wort glauben
    19 Der Glaube an Gott und sein Wort hilft uns, Niedergeschlagenheit zu ertragen und seinen Willen zu tun (Psalm 119:65-72). Der Psalmendichter war zwar von Vermessenen „mit Unwahrheit beschmiert“ worden, aber trotzdem sang er: „Es ist gut für mich, dass ich niedergebeugt worden bin“ (Psalm 119:66, 69, 71). Wieso sollte es für einen Diener Jehovas gut sein, niedergebeugt zu werden?
    20 Wenn wir niedergebeugt worden sind, werden wir mit Sicherheit innig zu Jehova flehen, und das bringt uns ihm näher. Vielleicht nehmen wir uns mehr Zeit für das Studium der Bibel und geben uns noch mehr Mühe, danach zu leben. Das führt zu einem glücklicheren Leben. Was aber, wenn in einer leidvollen Situation unerwünschte Charakterzüge wie Ungeduld und Stolz zum Vorschein kommen? Durch innige Gebete, die Bibel und Gottes Geist können wir solche Schwächen überwinden und uns noch besser „mit der neuen Persönlichkeit“ kleiden (Kolosser 3:9-14). Prüfungen durchzustehen stärkt außerdem unseren Glauben (1. Petrus 1:6, 7). Bei Paulus bewirkten Drangsale, dass er sich seiner Abhängigkeit von Jehova noch stärker bewusst wurde (2. Korinther 1:8-10). Lassen auch wir zu, dass Leiden eine positive Wirkung auf uns haben?
    Immer auf Jehova vertrauen
    21 Gottes Wort gibt uns eine solide Grundlage dafür, auf Jehova zu vertrauen (Psalm 119:73-80). Wer wirklich auf seinen Schöpfer vertraut, hat keinen Grund, sich zu schämen. Doch wegen des Verhaltens anderer braucht man manchmal Trost und würde am liebsten beten: „Lass die Vermessenen beschämt werden“ (Psalm 119:76-78). Wenn Jehova sie beschämt, dann geschieht das, um ihre schlechte Handlungsweise aufzudecken und seinen Namen zu heiligen. So viel steht jedenfalls fest: Wer Jehovas Diener verfolgt, hat keine Chance. Seine Zeugen, die von ganzem Herzen auf ihn vertrauen, sind noch nie ausgelöscht worden und das wird auch nie passieren (Sprüche 3:5, 6).
    22 Unter Verfolgung stärkt Gottes Wort unser Vertrauen auf ihn (Psalm 119:81-88). Der Psalmendichter fühlte sich „wie ein Schlauch im Rauch“, als er von vermessenen Menschen verfolgt wurde (Psalm 119:83, 86). In biblischer Zeit wurden Wasser, Wein und andere Flüssigkeiten in beutelartige Behälter aus Leder gefüllt. Wurden diese Schläuche länger nicht benutzt und hingen sie in einem Raum ohne Kamin in der Nähe der Feuerstelle, konnten sie schrumpelig werden. Fühlst auch du dich in schwierigen Situationen oder unter Verfolgung manchmal „wie ein Schlauch im Rauch“? Wenn ja, dann bete im Vertrauen auf Jehova: „Gemäß deiner liebenden Güte erhalte mich am Leben, damit ich die Mahnung deines Mundes bewahre“ (Psalm 119:88).
    23 Aus der ersten Hälfte des 119. Psalms haben wir gelernt, dass Jehova seinen Dienern liebende Güte erweist, weil sie auf sein Wort vertrauen und eine tiefe Liebe zu seinen Satzungen, Mahnungen, Befehlen und Gesetzen haben (Psalm 119:16, 47, 64, 70, 77, 88). Er freut sich, dass alle, die ihm treu ergeben sind, auf der Hut bleiben gemäß seinem Wort (Psalm 119:9, 17, 41, 42). Wenn wir uns als Nächstes der zweiten Hälfte dieses wunderschönen Psalms zuwenden, wäre es gut, uns zu fragen: „Lasse ich meinen Weg wirklich vom Wort Jehovas ausleuchten?“

  52. Juleam 21. Mai 2010 um 09:24 Link zum Kommentar

    Psalm 120 – 123


    Psalm 121 – „meine Hilfe kommt von Jehova“

    Dies war der Jahrestext für das Jahr 2005. Für mich und meine Familie sehr passend, denn in diesem Jahr begann unsere ganz persönliche Verfolgung. Heute, gut 5 Jahre später können wir im Nachhinein sagen, dass unsere Hilfe wirklich von Jehova kam – und auch heute immer noch kommt.

    Sicherlich ist es sehr interessant, sich noch einmal an das zu erinnern, was uns der treue und verständige Sklave damals zu diesem Thema geschrieben hatte. Es gab nicht nur ein Vorwort in der Tagestextbroschure, sondern später auch einen Studienartikel dazu.

    Außerdem habe ich damals auch persönlich meine Gedanken dazu aufgeschrieben, als der Jahrestext bekannt gegeben worden ist. Erinnern wir uns noch daran, dass Ende 2004 der Tsumani die Gemüter beschäftigt hatte?

    „Meine Hilfe kommt von Jehova“ (Ps. 121:2).

    Wer braucht in den gegenwärtigen schwierigen Zeiten keine Hilfe? Jung und Alt, Männer und Frauen haben ständig mit extremen Problemen und Belastungen zu kämpfen. Für Gott hingegebene Christen ist die Situation jedoch besonders ernst. Inwiefern? Weil Satan, der Teufel, seitdem er nach der Inthronisierung Jesu Christi im Jahre 1914 aus dem Himmel geworfen worden ist, „große Wut hat, da er weiß, dass er nur eine kurze Frist hat“. Er ist entschlossen, den Dienern Gottes auf der Erde das Leben so schwer wie eben möglich zu machen (Offb. 12:12, 17). Um standhaft und Jehova treu zu bleiben, müssen Christen angesichts eines solch gefährlichen Gegners wissen, woher sie Hilfe erhalten können.

    Es ist daher höchst passend, dass die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas die Worte aus Psalm 121:2: „Meine Hilfe kommt von Jehova“ als Jahrestext für das Jahr 2005 ausgewählt hat. Und wie tröstlich und beruhigend die Worte doch sind! Sie spiegeln innere Stärke und Geborgenheit desjenigen wider, der auf seinen Schöpfer Jehova vertraut. In der gegenwärtigen Zeit haben bestimmt alle Diener Jehovas ein Bedürfnis nach solcher Stärke und Geborgenheit. Doch was war es, was dem Psalmisten die Zuversicht gab, dass Hilfe ohne weiteres von Jehova erhältlich ist?

    Die Worte, „meine Hilfe kommt von Jehova“ kommen im 121. Psalm vor, der zu einer aus 15 Psalmen (Psalm 120 – 134) bestehenden Gruppe gehört, den „Liedern der Aufstiege“. Einige Gelehrte meinen, diese Psalmen oder Lieder seien von den Israeliten in alter Zeit auf der Reise zu den jährlichen Festen nach Jerusalem gesungen worden. In biblischen Zeiten wurde die Reise in die Hauptstadt oft als ’nach Jerusalem hinaufgehen‘ oder als Aufstieg bezeichnet, da die Stadt hoch oben in den Bergen Judas lag (1. Kö. 12:28; Mat. 20:17, 18; Apg. 21:12).

    Was immer die Worte „Lieder der Aufstiege“ bedeuten: diese Psalmen nahmen im Leben der Israeliten einen bedeutenden Platz ein. ýber den Psalm 121 wurde Folgendes gesagt: „Eines der beliebtesten Loblieder im Psalter. Welch ein wunderbarer Ausdruck des Vertrauens in Gott dieser Psalm doch Generationen hindurch auf den Lippen unzähliger Männer und Frauen war, wenn sie Hilfe brauchten, die über das Menschenmögliche hinausging“ (Soncino Books of the Bible).

    In den beiden einleitenden Versen von Psalm 121 heißt es: „Ich werde meine Augen zu den Bergen erheben. Woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt von Jehova, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Der Psalmist oder diejenigen, die dieses Lied sangen, sahen nicht einfach irgendwelche Berge, sondern höchstwahrscheinlich die Berge, auf denen die heilige Stadt Jerusalem lag (Ps. 3:4). Dort stand der Tempel Jehovas, das Zentrum der wahren Anbetung. Und dann war da auch noch Zion, wo der König, der Jehova vertrat, seinen Regierungssitz hatte. Kein Wunder, dass ihnen beim Anblick der Berge jegliche Bedenken schwanden, die nötige Hilfe zu finden. „Meine Hilfe kommt von Jehova“, lautete die klare und eindeutige Antwort.

    Dieser Text beinhaltet sehr viel, worüber es sich lohnt, ernsthaft nachzudenken. Wir könnten uns fragen: „Geht es uns so wie dem Psalmisten oder vielleicht wie den israelitischen Festteilnehmern, bei denen sich alles um die wahre Anbetung und die Herrschaft Jehovas drehte?“ Das bedeutet mehr, als sich nur an Gott zu wenden, wenn wir Hilfe brauchen. Ist bei uns zu beobachten, dass das Verhältnis zu Jehova im Mittelpunkt unseres Lebens steht? Treten wir durch eifriges Predigen der Königreichsbotschaft und durch unser christliches Benehmen für die Souveränität Jehovas ein? Wenn wir diese Fragen bejahen können, dürfen wir uns dessen sicher sein, was der Psalmist in seinen weiteren Worten sagte: „Er kann unmöglich zulassen, dass dein Fuß wankt. … Jehova selbst wird dich behüten vor allem Unglück. Er wird deine Seele behüten“ (Ps. 121:3, 7).

    Wir wollen Jehova nicht nur in diesem Jahr dankbar sein, sondern jederzeit. Nehmen wir uns also die Worte des Jahrestextes für 2005 zu Herzen: „Meine Hilfe kommt von Jehova“.

    *** w04 15. 12. Jehova ist unser Helfer ***

    Jehova ist unser Helfer
    „Meine Hilfe kommt von Jehova, der Himmel und Erde gemacht hat“ (PSALM 121:2).

    WER von uns benötigt nicht ab und zu eine helfende Hand? Tatsächlich brauchen wir alle hin und wieder Hilfe, sei es, um mit schwierigen Problemen fertig zu werden oder um einen schmerzlichen Verlust zu verkraften, also unter Belastungen auszuharren. Meist wenden wir uns dann an einen guten Freund. Mit ihm zusammen ist es leichter, eine schwere Last zu tragen. Allerdings kann er uns nur begrenzt helfen und vielleicht auch nicht immer gerade dann, wenn es nötig wäre.

    2 Es gibt jedoch einen Helfer, der über unbegrenzte Macht und Mittel verfügt. Er versichert uns sogar, uns niemals im Stich zu lassen. Der Psalmist sagt uns, um wen es sich handelt, wenn er voller Zuversicht erklärt: „Meine Hilfe kommt von Jehova“ (Psalm 121:2). Wieso war er davon überzeugt, dass Jehova ihm helfen würde? Um diese Frage zu klären, wollen wir uns einmal eingehend mit Psalm 121 beschäftigen. Dann werden wir erkennen, warum auch wir darauf vertrauen können, dass Jehova uns hilft.

    Ein zuverlässiger Quell der Hilfe

    3 Zunächst einmal wies der Psalmist auf Jehovas Schöpfermacht als Grundlage für sein Vertrauen hin. Er sagte: „Ich werde meine Augen zu den Bergen erheben. Woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt von Jehova, der Himmel und Erde gemacht hat“ (Psalm 121:1, 2). Der Psalmist erhob seine Augen gewiss nicht zu irgendwelchen Bergen, sondern wahrscheinlich zu den Bergen von Jerusalem, wo bereits der Tempel Jehovas stand, als diese Worte aufgezeichnet wurden. Jene Stadt im judäischen Bergland war Jehovas sinnbildlicher Wohnort (Psalm 135:21). Zu diesen Bergen erhob der Psalmist wohl seine Augen und bat Jehova zuversichtlich um Hilfe. Da Jehova „Himmel und Erde gemacht hat“, war sich der Psalmist absolut sicher, dass Jehova ihm helfen konnte. Er erklärte gewissermaßen: „Es gibt mit Sicherheit nichts, was den allmächtigen Schöpfer daran hindern könnte, mir zu helfen“ (Jesaja 40:26).

    4 Als Nächstes versicherte der Psalmist, dass Jehova stets auf die Bedürfnisse seiner Diener achtet, und sagte: „Er kann unmöglich zulassen, dass dein Fuß wankt. Der dich behütet, kann unmöglich schläfrig sein. Siehe! Er wird nicht schläfrig sein noch schlafen gehen, er, der Israel behütet“ (Psalm 121:3, 4). Gott wird unmöglich zulassen, dass die, die auf ihn vertrauen, ‘wanken’ oder zu Fall kommen und sich nicht wieder erholen (Sprüche 24:16). Wieso? Weil Jehova wie ein äußerst wachsamer Hirte seine Schafe behütet. Ist das nicht ein tröstlicher Gedanke? Auch nicht für einen Augenblick wird er vor den Bedürfnissen seiner Diener die Augen verschließen. Ihnen gilt Tag und Nacht seine Wachsamkeit.

    5 Überzeugt davon, dass Jehova der loyale Beschützer seines Volkes ist, schrieb der Psalmist: „Jehova behütet dich. Jehova ist dein Schatten zu deiner Rechten. Bei Tag wird die Sonne selbst dich nicht treffen noch der Mond bei Nacht“ (Psalm 121:5, 6). Jeder Reisende, der im Nahen Osten zu Fuß unterwegs war, begrüßte einen schattigen Ort als Schutz vor der sengenden Sonne. Jehova erweist sich für seine Diener als ein Schatten, der sie vor der glühenden Hitze des Unglücks schützt. Beachten wir, dass von Jehova gesagt wird, er befinde sich zur „Rechten“. Die rechte Hand eines Kriegers in alter Zeit war relativ ungeschützt, da er den Schild in der linken Hand hielt. Ein loyaler Freund, der zu seiner Rechten kämpfte, konnte ihm aber Schutz bieten. Genauso wie ein solcher Freund steht Jehova loyal neben seinen Anbetern, immer bereit, ihnen zu helfen.

    6 Wird Jehova jemals aufhören, seinen Dienern beizustehen? Das wäre undenkbar. Der Psalmist stellte abschließend fest: „Jehova selbst wird dich behüten vor allem Unglück. Er wird deine Seele behüten. Jehova selbst wird dein Hinausgehen und dein Hineingehen behüten von nun an bis auf unabsehbare Zeit“ (Psalm 121:7, 8). Beachten wir, dass der Schreiber hier von der Gegenwart auf die Zukunft übergeht. In Vers 5 sagte er: „Jehova behütet dich.“ Doch nun lesen wir: „Jehova selbst wird dich behüten.“ Damit erhalten wahre Anbeter die Zusicherung, dass Jehovas Hilfe auch in der Zukunft nicht ausbleiben wird. Ganz gleich wohin sie gehen oder welches Unglück sie trifft, niemals sind sie außerhalb der Reichweite seiner helfenden Hand (Sprüche 12:21).

    7 Der Schreiber des 121. Psalms war wirklich davon überzeugt, dass der allmächtige Schöpfer über seine Diener wacht — so behutsam wie ein fürsorglicher Hirte und so aufmerksam wie ein guter Wächter. Wir haben allen Grund, genauso davon überzeugt zu sein wie der Psalmist, denn Jehova ändert sich nicht (Maleachi 3:6). Heißt das, dass er uns immer vor körperlichem Schaden bewahrt? Nein. Solange wir ihn aber als unseren Helfer betrachten, wird er uns vor allem schützen, was unserem Glauben schaden könnte. Es ist ganz natürlich, dass wir uns fragen: „Wie hilft uns Jehova?“ Betrachten wir hierzu vier Möglichkeiten. Dieser Artikel befasst sich damit, wie Jehova seinen Dienern in biblischen Zeiten half. Im nächsten Artikel wird behandelt, wie er seinem Volk heute hilft.

    Hilfe durch Engel

    8 Millionen und Abermillionen Engel unterstehen dem Befehl Jehovas (Daniel 7:9, 10). Diese Geistsöhne Gottes führen treu seinen Willen aus (Psalm 103:20). Ihnen ist bewusst, dass Jehova seine menschlichen Anbeter sehr liebt und ihnen helfen möchte. Es überrascht deshalb nicht, dass die Engel am Wohl der Diener Gottes auf der Erde lebhaft interessiert sind (Lukas 15:10). Sie müssen sich also sehr darüber freuen, dass Jehova sie gebraucht, um Menschen beizustehen. Wie setzte Jehova in alter Zeit Engel ein, um seinen Dienern auf der Erde zu helfen?

    9 Engel wurden von Gott ermächtigt, treue Menschen zu beschützen und zu befreien. Zwei Engel halfen Lot und seinen Töchtern, der Vernichtung Sodoms und Gomorras zu entrinnen (1. Mose 19:1, 15-17). Ein einziger Engel tötete 185 000 assyrische Soldaten, die Jerusalem bedrohten (2. Könige 19:35). Als man Daniel in eine Löwengrube warf, sandte Jehova ‘seinen Engel und verschloss das Maul der Löwen’ (Daniel 6:21, 22). Ein Engel befreite den Apostel Petrus aus dem Gefängnis (Apostelgeschichte 12:6-11). Die Bibel berichtet noch von vielen weiteren Fällen, in denen Engel Schutz boten, wodurch die Aussage in Psalm 34:7 bestätigt wird: „Der Engel Jehovas lagert sich rings um die her, die ihn fürchten, und er befreit sie.“

    10 Gelegentlich gebrauchte Jehova Engel, um treue Menschen zu ermutigen und zu stärken. Ein rührendes Beispiel dafür finden wir in Daniel, Kapitel 10. Der Prophet Daniel war damals wahrscheinlich fast 100 Jahre alt. Er war offensichtlich sehr entmutigt, weil Jerusalem immer noch verwüstet dalag und der Tempel noch nicht wieder aufgebaut war. Außerdem hatte ihn eine beängstigende Vision sehr beunruhigt (Daniel 10:2, 3, 8). Durch einen Engel ließ Gott ihm liebevollerweise Mut zusprechen. Mehr als einmal betonte der Engel, Daniel sei in Gottes Augen ein „sehr begehrenswerter Mann“. Mit welchem Ergebnis? Der betagte Prophet sagte zu dem Engel: „Du hast mich gestärkt“ (Daniel 10:11, 19).

    11 Jehova gebraucht auch Engel, um das Verkündigen der guten Botschaft zu leiten. Ein Engel wies Philippus an, einen äthiopischen Eunuchen über den Christus zu belehren. Der Äthiopier ließ sich daraufhin taufen (Apostelgeschichte 8:26, 27, 36, 38). Kurze Zeit später war es Gottes Wille, die gute Botschaft unbeschnittenen Nichtjuden zu verkündigen. In einer Vision wurde der gottesfürchtige Kornelius von einem Engel aufgefordert, den Apostel Petrus holen zu lassen. Als die Boten den Apostel fanden, sagten sie: „Kornelius . . . wurde von Gott durch einen heiligen Engel angewiesen, dich in sein Haus kommen zu lassen und das, was du zu sagen hast, zu hören.“ Petrus ging mit ihnen, und so wurden die ersten unbeschnittenen Nichtjuden Mitglieder der Christenversammlung (Apostelgeschichte 10:22, 44-48). Wie wäre uns wohl zumute, wenn wir wüssten, dass uns ein Engel geholfen hat, mit einem Menschen in Kontakt zu kommen, der richtig eingestellt ist?

    Hilfe durch den heiligen Geist

    12 Jesus versicherte seinen Aposteln kurz vor seinem Tod, dass sie nicht ohne Hilfe bleiben würden. Der Vater würde ihnen einen „Helfer“, den heiligen Geist, senden (Johannes 14:26). Die Apostel hatten guten Grund, zu glauben, dass der heilige Geist ihnen helfen konnte. Schließlich gab es in den inspirierten Schriften unzählige Beispiele dafür, wie Jehova durch den heiligen Geist, die stärkste verfügbare Kraft, seinem Volk geholfen hatte.

    13 Bei vielen Gelegenheiten wurden Menschen durch den heiligen Geist befähigt, den Willen Jehovas zu tun. Heiliger Geist ermöglichte es den Richtern Israels, das Volk zu befreien (Richter 3:9, 10; 6:34). Derselbe Geist befähigte die Christen im 1. Jahrhundert, trotz aller Gegnerschaft mutig weiterzupredigen (Apostelgeschichte 1:8; 4:31). Ihr erfolgreicher Predigtdienst war ein überzeugender Beweis für die Wirksamkeit des heiligen Geistes. Wie sollte man sonst erklären, dass „ungelehrte und gewöhnliche Menschen“ imstande waren, die Königreichsbotschaft in der ganzen damals bekannten Welt zu verbreiten? (Apostelgeschichte 4:13; Kolosser 1:23).

    14 Jehova gebrauchte seinen heiligen Geist auch, um seine Diener zu erleuchten. Mithilfe des Geistes Gottes konnte Joseph die prophetischen Träume Pharaos deuten (1. Mose 41:16, 38, 39). Durch seinen Geist sorgte Jehova dafür, dass seine Vorsätze demütigen Menschen geoffenbart wurden, aber den stolzen verborgen blieben (Matthäus 11:25). Was die Dinge angeht, die Gott „denen bereitet hat, die ihn lieben“, sagte der Apostel Paulus nicht umsonst: „Uns hat Gott sie durch seinen Geist geoffenbart“ (1. Korinther 2:7-10). Gottes Willen wirklich zu verstehen ist nur mit der Hilfe des heiligen Geistes möglich.

    Hilfe durch Gottes Wort

    15 Jehovas inspiriertes Wort ist „nützlich zum Lehren“ und ermöglicht es Gottes Dienern, ‘völlig tauglich zu sein, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk’ (2. Timotheus 3:16, 17). Die Bibel enthält viele Beispiele dafür, dass die bereits aufgezeichneten Teile des Wortes Jehovas seinen Dienern in alter Zeit eine Hilfe waren.

    16 Durch die heiligen Schriften erhielten Anbeter Gottes vernünftige Anleitung. Als Josua die Aufgabe bekam, das Volk Israel zu führen, wurde ihm gesagt: „Dieses Buch des Gesetzes [das von Moses aufgezeichnet worden war] sollte nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht mit gedämpfter Stimme darin lesen, damit du darauf achtest, nach allem zu tun, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du deinen Weg zum Erfolg machen, und dann wirst du weise handeln.“ Beachten wir, dass Gott Josua nicht versprach, ihm durch ein Wunder Weisheit zu geben. Josua sollte vielmehr in dem „Buch des Gesetzes“ lesen und darüber nachsinnen. Dann würde er weise handeln (Josua 1:8; Psalm 1:1-3).

    17 Gottes geschriebenes Wort diente auch dazu, seinen Willen und seinen Vorsatz zu offenbaren. Aus den Schriften Jeremias erkannte Daniel beispielsweise, wie lange Jerusalem verödet sein sollte (Jeremia 25:11; Daniel 9:2). Beachten wir auch, was während der Regierung des Königs Josia von Juda geschah. Die Nation hatte sich von Jehova entfernt, und die Könige hatten offensichtlich weder das Gesetz abgeschrieben noch sich daran gehalten (5. Mose 17:18-20). Doch bei der Renovierung des Tempels fand man das „Buch des Gesetzes“. Vielleicht war es sogar das Original, das Moses rund 800 Jahre zuvor angefertigt hatte. Als man Josia daraus vorlas, wurde ihm bewusst, wie weit die Nation vom Willen Jehovas abgewichen war. Entschieden wirkte der König darauf hin, dass all dem entsprochen wurde, was im Gesetz geschrieben stand (2. Könige 22:8; 23:1-7). Zeigt das nicht deutlich, dass die in alter Zeit vorhandenen heiligen
    Schriften für Gottes Volk eine Hilfe waren?

    Hilfe durch Glaubensbrüder

    18 Oftmals sorgt Jehova durch Glaubensbrüder für Hilfe. Ja, eigentlich ist es Jehova zuzuschreiben, wenn unter wahren Anbetern einer dem anderen hilft. Wieso kann man das sagen? Aus zwei Gründen. Erstens spielt Gottes heiliger Geist dabei eine Rolle. Personen, die sich vom heiligen Geist beeinflussen lassen, bringen als Folge davon Früchte wie Liebe und Güte hervor (Galater 5:22, 23). Wenn sich ein Diener Gottes veranlasst fühlt, einem anderen zu helfen, deutet das somit darauf hin, dass Jehovas Geist wirksam ist. Zweitens sind wir im Bilde Gottes gemacht (1. Mose 1:26). Das bedeutet, dass wir seine Eigenschaften widerspiegeln können, so zum Beispiel Freundlichkeit und Mitgefühl. Wenn daher ein Diener Jehovas einem anderen hilft, kommt die Hilfe eigentlich von dem, der dadurch widergespiegelt wird.

    19 Wie sah die Hilfe aus, für die Jehova in biblischer Zeit durch Mitgläubige sorgte? Häufig veranlasste er einen seiner Diener, einem anderen Rat zu geben; Jeremia gab zum Beispiel Baruch einen Rat. Dieser Rat rettete Baruch das Leben (Jeremia 45:1-5). Mitunter fühlten sich wahre Anbeter gedrängt, Mitgläubigen materielle Hilfe zu leisten; diese Bereitschaft zeigte sich bei Christen in Mazedonien und Achaia, die ihren bedürftigen Brüdern in Jerusalem halfen. Wie der Apostel Paulus schrieb, bewirkte solch eine Freigebigkeit zu Recht „eine Dankesäußerung gegenüber Gott“ (2. Korinther 9:11).

    20 Berichte darüber, wie sich Diener Jehovas verausgabten, um einander zu stärken und zu ermutigen, gehen uns besonders nahe. Betrachten wir einmal, was Paulus diesbezüglich erlebte, als er als Gefangener auf der Via Appia nach Rom unterwegs war. Die Reise auf dem letzten Abschnitt dieser Römerstraße war besonders unangenehm, denn sie führte durch sumpfige Niederungen. Was taten die Brüder in der Versammlung in Rom, als sie erfuhren, dass Paulus anreiste? Hielten sie sich bis zu seiner Ankunft in ihren bequemen Stadtwohnungen auf und begrüßten ihn dann?

    21 Der Bibelschreiber Lukas, der Paulus auf dieser Reise begleitete, berichtet uns, was geschah: „Von dort [Rom] kamen uns die Brüder, als sie die Nachricht über uns hörten, bis zu dem Marktplatz des Appius und den Drei Schenken entgegen.“ Können wir uns das vorstellen? Als die Brüder hörten, dass Paulus kam, reiste ihm eine Abordnung aus Rom entgegen. Ein Teil davon wartete auf dem Marktplatz des Appius, einer bekannten Station, 74 Kilometer von Rom entfernt. Die übrigen Brüder warteten bei den Drei Schenken, einer Raststätte ungefähr 58 Kilometer vor der Stadt. Wie reagierte Paulus? Lukas berichtet: „Als Paulus sie erblickte, dankte er Gott und fasste Mut“ (Apostelgeschichte 28:15). Schon allein dass er die Brüder sah, die diesen Weg zurückgelegt hatten, war für ihn eine Kraftquelle und ein Trost. Und bei wem bedankte sich Paulus für diese Unterstützung? Er dankte dem, von dem sie ausging: Jehova Gott.

    22 Der inspirierte Bericht darüber, wie Gott handelt, spricht wirklich für sich selbst. Jehova hilft auf unvergleichliche Weise. Deshalb wurden als Jahrestext für 2005 die Worte aus Psalm 121:2 gewählt: „Meine Hilfe kommt von Jehova.“ Doch wie hilft uns Jehova heute? Diese Frage wird im folgenden Artikel behandelt.

    [Fußnote]
    Der römische Dichter Horaz (65—8 v. u. Z.) machte dieselbe Reise und berichtete über Unbilden auf diesem Streckenabschnitt. Horaz nannte den Marktplatz des Appius „ein Nest mit Schiffertross und Beutelschneidern von Wirten“. Auch beklagte er sich über die „bösen Schnaken und die Frösche im Kanal“ sowie über das „schlimme Wasser“.

    Kannst du dich noch erinnern?
    Wie sorgte Jehova für Hilfe
    • durch Engel
    • durch seinen heiligen Geist
    • durch sein Wort
    • durch Glaubensbrüder?

    *** w04 15. 12. S. 17-22 Nimmst du Jehovas Hilfe an? ***

    Nimmst du Jehovas Hilfe an?
    „Jehova ist mein Helfer; ich will mich nicht fürchten“ (HEBRÄER 13:6).

    STELL dir vor, du bist auf einem Gebirgspfad unterwegs. Ein Bergführer hat sich angeboten, dich zu begleiten. Du bist also nicht allein. Er ist übrigens der beste Führer, den es gibt. Er besitzt viel mehr Erfahrung und Ausdauer als du. Aber er bleibt beharrlich neben dir, denn er merkt, dass du immer wieder einmal stolperst. An einer besonders schwierigen Stelle streckt er dir vorsichtshalber die Hand hin. Würdest du seine Hilfe ausschlagen? Natürlich nicht! Schließlich bist du in Gefahr!

    2 Als Christen befinden wir uns auf einem schwierigen, schmalen Weg. Müssen wir ihn allein gehen? (Matthäus 7:14). Nein. Wie die Bibel zeigt, dürfen Menschen mit Jehova Gott wandeln, dem allerbesten Führer, den es gibt (1. Mose 5:24; 6:9). Hilft Jehova seinen Dienern, diesen Weg zu gehen? Er sagt: „Ich, Jehova, dein Gott, ergreife deine Rechte, der zu dir spricht: ‚Fürchte dich nicht. Ich selbst will dir helfen‘ “ (Jesaja 41:13). Wie der Bergführer reicht Jehova denen, die gern mit ihm wandeln möchten, freundlich die Hand und bietet ihnen seine Freundschaft an. Wer von uns wollte seine Hilfe zurückweisen?

    3 Im vorangegangenen Artikel wurden vier Arten besprochen, wie Jehova seinen Dienern in alter Zeit half. Hilft er seinem Volk heute auf dieselbe Weise? Und was können wir tun, damit uns seine Hilfe zugute kommt? Befassen wir uns einmal mit diesen Fragen. Das wird uns noch mehr davon überzeugen, dass uns Jehova wirklich hilft (Hebräer 13:6).

    Hilfe durch Engel

    4 Helfen Engel Dienern Jehovas heute? Aber ja! Sie treten zwar nicht sichtbar in Erscheinung, um wahre Anbeter aus einer gefährlichen Situation zu befreien. Aber auch in biblischer Zeit schritten sie nur selten sichtbar ein. Meist war ihr Wirken, genau wie heute, für menschliche Augen unsichtbar. Doch sobald Dienern Gottes bewusst wurde, dass Engel zu ihrer Unterstützung bereitstanden, fühlten sie sich sehr ermutigt (2. Könige 6:14-17). Wir haben allen Grund, genauso zu empfinden.

    5 Die Engel Jehovas sind vor allem an einer besonderen Tätigkeit interessiert, einer Tätigkeit, die auch uns angeht. Worum handelt es sich dabei? Die Antwort finden wir in Offenbarung 14:6: „Ich sah einen anderen Engel in der Mitte des Himmels fliegen, und er hatte eine ewige gute Botschaft, um sie als frohe Nachricht denen zu verkünden, die auf der Erde wohnen, sowie jeder Nation und jedem Stamm und jeder Zunge und jedem Volk.“ Diese „ewige gute Botschaft“ hat eindeutig mit der „guten Botschaft vom Königreich“ zu tun, die, wie Jesus vorhersagte, vor dem Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge „auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden [wird], allen Nationen zu einem Zeugnis“ (Matthäus 24:14). Die Engel predigen natürlich nicht persönlich. Diesen wichtigen Auftrag hat Jesus Menschen übertragen (Matthäus 28:19, 20). Doch ist es nicht ermutigend, zu wissen, dass uns bei der Erfüllung dieses Auftrags heilige Engel, ja weise und mächtige Geistgeschöpfe helfen?

    6 Vieles deutet darauf hin, dass Engel unsere Tätigkeit unterstützen. Nicht selten kommt es beispielsweise vor, dass im Predigtdienst jemand angetroffen wird, der gerade zu Gott um Hilfe gebetet hat, weil er die Wahrheit sucht. Solche Fälle sind einfach zu häufig, als dass man sie als Zufall abtun könnte. So helfen Engel dabei mit, dass immer mehr Menschen der Aufforderung nachkommen, die der „Engel in der Mitte des Himmels“ verkündete: „Fürchtet Gott, und gebt ihm die Ehre“ (Offenbarung 14:7).

    7 Möchtest du gern von den mächtigen Engeln Jehovas unterstützt werden? Dann tu im Predigtdienst dein Äußerstes und geh darin auf (1. Korinther 15:58). Wenn wir diesem besonderen Auftrag Jehovas eifrig nachkommen, dürfen wir dabei auf die Hilfe von Engeln zählen.

    Hilfe durch den obersten Engel

    8 Jehova sorgt auch noch durch einen besonderen Engel für Hilfe. In Offenbarung 10:1 ist von einem furchteinflößenden „starken Engel“ die Rede, dessen ‘Gesicht wie die Sonne war’. Dieser Engel stellt offensichtlich Jesus Christus dar, nachdem er im Himmel verherrlicht und mit Herrschermacht ausgestattet wurde (Offenbarung 1:13, 16). Ist Jesus wirklich ein Engel? Ja, denn er wird als Erzengel bezeichnet (1. Thessalonicher 4:16). Was bedeutet dieses Wort? Es steht für den obersten Engel. Jesus ist der mächtigste aller Geistsöhne Jehovas. Ihm hat Jehova die Befehlsgewalt über seine Engelheere übertragen. Als Erzengel hat Jesus tatsächlich bedeutende Macht zu helfen. Auf welche Weise?

    9 Der betagte Apostel Johannes schrieb: „Wenn jemand eine Sünde begeht, so haben wir einen Helfer beim Vater, Jesus Christus, einen Gerechten“ (1. Johannes 2:1). Warum wies Johannes darauf hin, dass Jesus insbesondere dann unser Helfer ist, wenn wir ‘eine Sünde begehen’? Wir sündigen täglich, und die Sünde führt zum Tod (Prediger 7:20; Römer 6:23). Jesus gab aber gerade wegen unserer Sünden sein Leben als Opfer für uns. Und jetzt befindet er sich bei unserem barmherzigen Vater, um Fürbitte für uns einzulegen. Diese Hilfe benötigt jeder von uns. Wie können wir sie uns zunutze machen? Wir müssen unsere Sünden bereuen und gestützt auf Jesu Opfer um Vergebung bitten. Auch müssen wir darauf achten, dass wir unsere Sünden nicht wiederholen.

    10 Jesus ist allerdings nicht nur für uns gestorben, sondern hat uns auch ein vollkommenes Beispiel gegeben (1. Petrus 2:21). Wenn wir uns davon leiten lassen, können wir schwerwiegende Sünden vermeiden und Jehova Gott gefallen. Sind wir nicht froh, diese Hilfe zu haben? Jesus versprach seinen Nachfolgern aber noch einen anderen Helfer.

    Hilfe durch den heiligen Geist

    11 Jesus versprach: „Ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann“ (Johannes 14:16, 17). Der „Geist der Wahrheit“ oder heilige Geist ist keine Person, sondern eine Kraft — die wirksame Kraft Jehovas. Sie ist überaus machtvoll. Durch diese Kraft erschuf Jehova das Universum. Er wirkte dadurch aufsehenerregende Wunder und offenbarte in Visionen seinen Willen. Heute gebraucht Jehova seinen Geist nicht auf solch außergewöhnliche Weise. Bedeutet das, dass wir den heiligen Geist nicht benötigen?

    12 Ganz im Gegenteil! In den heutigen ‘kritischen Zeiten, mit denen man schwer fertig wird’, benötigen wir den Geist Jehovas mehr denn je (2. Timotheus 3:1). Der Geist gibt uns die Kraft, in Prüfungen auszuharren. Er hilft uns, vorzügliche Eigenschaften zu entwickeln, Eigenschaften, die uns Jehova und unseren Glaubensbrüdern und -schwestern näher bringen (Galater 5:22, 23). Wie können wir uns denn diese wunderbare Hilfe von Jehova zunutze machen?

    13 Erstens müssen wir um heiligen Geist beten. Jesus sagte: „Wenn nun ihr, obwohl ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel denen heiligen Geist geben, die ihn bitten!“ (Lukas 11:13). Jehova ist bestimmt der beste Vater, den man sich vorstellen kann. Es wäre undenkbar, dass er uns den heiligen Geist vorenthält, wenn wir ihn glaubensvoll darum bitten. Die Frage ist also, ob wir Jehova darum bitten. Wir sollten diese Bitte jeden Tag im Gebet äußern.

    14 Zweitens kommt uns der heilige Geist nur dann zu Hilfe, wenn wir uns von ihm leiten lassen. Angenommen, ein Christ befasst sich immer wieder mit Pornographie, obwohl er es eigentlich nicht will. Er betet um heiligen Geist, damit er mit dieser unreinen Gewohnheit brechen kann. Er bittet auch Älteste um Hilfe. Sie raten ihm dringend, radikale Schritte zu unternehmen und einen großen Bogen um alles zu machen, was mit etwas so Entwürdigendem zu tun hat (Matthäus 5:29). Was aber, wenn er ihren Rat außer Acht lässt und sich wieder der Versuchung aussetzt? Handelt er dann seinen Gebeten entsprechend, sodass ihm der heilige Geist helfen kann? Oder läuft er nicht vielmehr Gefahr, Gottes Geist zu betrüben und ihn zu verlieren? (Epheser 4:30). Jeder von uns sollte tatsächlich alles ihm Mögliche tun, damit Jehova ihm weiterhin diese wunderbare Hilfe gewährt.

    Hilfe durch Gottes Wort

    15 Seit vielen Jahrhunderten schöpfen treue Diener Jehovas Hilfe aus der Bibel. Nehmen wir die Heilige Schrift niemals für selbstverständlich, und behalten wir im Sinn, welch eine unerschöpfliche Quelle sie ist. Ihre Hilfe zu nutzen setzt allerdings Anstrengungen voraus. Wir müssen uns das regelmäßige Bibellesen zur Gewohnheit machen.

    16 In Psalm 1:2, 3 heißt es von dem Menschen, der Gott wohlgefällig ist, dass er „seine Lust hat an dem Gesetz Jehovas und mit gedämpfter Stimme in seinem Gesetz liest Tag und Nacht. Und er wird gewiss wie ein Baum werden, gepflanzt an Wasserbächen, der seine eigene Frucht gibt zu seiner Zeit und dessen Laub nicht welkt, und alles, was er tut, wird gelingen.“ Erkennen wir, was diese Textpassage sagen soll? Nur allzu leicht könnte man meinen, es werde lediglich ein schönes Bild von einer friedlichen Szene gemalt: ein Schatten spendender Baum an einem Fluss. Wie angenehm es doch wäre, an einem solchen Ort ein Mittagsschläfchen zu halten! Aber dieser Psalm fordert uns ganz und gar nicht auf, ans Ausruhen zu denken. Er zeichnet ein ganz anderes Bild, ein Bild, das zu harter Arbeit anregt. Inwiefern?

    17 Beachten wir, dass es sich hier nicht um einen Schatten spendenden Baum handelt, der rein zufällig an einem Fluss wächst. Es ist ein Baum, der Frucht trägt, und er wurde bewusst an einem bestimmten Ort „gepflanzt“: „an Wasserbächen“. Aber wie kann denn ein und derselbe Baum an mehreren Wasserbächen wachsen? Zum Beispiel dann, wenn der Eigentümer eines Obstgartens Bewässerungsgräben ausgehoben hat, um den Wurzeln seiner wertvollen Bäume Wasser zuzuleiten. Damit kommen wir der Sache schon näher. Wenn wir in geistiger Hinsicht gedeihen wie jener Baum, dann deshalb, weil man für uns viel getan hat. Wir sind mit einer Organisation verbunden, die uns das reine Wasser der Wahrheit zuleitet, doch müssen auch wir unseren Teil tun. Wir müssen nämlich dieses wertvolle Wasser durch Nachsinnen und Nachforschen aufsaugen, damit die Wahrheiten des Wortes Gottes bei uns in Sinn und Herz gelangen. Dann werden auch wir gute Früchte tragen.

    18 Die Bibel nützt uns nichts, wenn sie ungeöffnet im Bücherregal steht. Wir dürfen sie aber auch nicht als eine Art Zaubermittel oder Talisman betrachten, indem wir sie mit geschlossenen Augen aufs Geratewohl aufschlagen und dann auf der vor uns liegenden Seite eine Antwort auf unsere Frage erwarten. Wenn wir vor Entscheidungen stehen, müssen wir nach der „Erkenntnis Gottes“ wie nach einem verborgenen Schatz graben (Sprüche 2:1-5). Oftmals ist fleißiges und sorgfältiges Nachforschen nötig, damit wir für unsere speziellen Bedürfnisse biblisch fundierten Rat finden. Unsere vielen biblischen Veröffentlichungen sind uns dabei eine Hilfe. Wenn wir sie nutzen, um eifrig nach der wertvollen Weisheit in Gottes Wort zu suchen, machen wir in Wirklichkeit von einer Hilfe Jehovas Gebrauch.

    Hilfe durch Glaubensbrüder

    19 Jehovas menschliche Diener haben sich immer untereinander geholfen. Hat Jehova daran etwas geändert? Keinesfalls. Bestimmt kann sich jeder von uns an eine Situation erinnern, in der ihm von Glaubensbrüdern genau zur richtigen Zeit geholfen wurde. Kannst du dich beispielsweise noch an einen Wachtturm- oder Erwachet!-Artikel erinnern, der dich genau zur richtigen Zeit getröstet hat oder der dir half, ein Problem zu lösen oder mit einer Glaubensprüfung fertig zu werden? Diese Hilfe ließ dir Jehova durch den „treuen und verständigen Sklaven“ zukommen, der den Auftrag hat, „Speise zur rechten Zeit“ auszuteilen (Matthäus 24:45-47).

    20 Häufig erhalten wir von Glaubensbrüdern auf noch direktere Weise Hilfe. Ein Ältester hält vielleicht einen Vortrag, der uns tief berührt, oder er hilft uns durch einen Hirtenbesuch über eine schwierige Situation hinweg. Vielleicht gibt er uns einen freundlichen Rat, der uns hilft, eine Schwäche zu erkennen und zu überwinden. Eine dankbare Zeugin Jehovas schreibt, wie ihr ein Ältester half: „Als wir zusammen im Predigtdienst waren, hörte er sich geduldig an, was ich auf dem Herzen hatte. Am Abend zuvor hatte ich Jehova um jemand gebeten, mit dem ich reden könnte. Am nächsten Tag unterhielt sich dieser Bruder mit mir und war sehr mitfühlend. Er half mir zu erkennen, wie Jehova mir schon jahrelang geholfen hat. Ich bin Jehova sehr dankbar, dass er mir diesen Ältesten geschickt hat.“ So zeigt es sich, dass Älteste „Gaben in Form von Menschen“ sind, für die Jehova durch Jesus Christus gesorgt hat, damit sie uns helfen, auf dem Weg zum Leben auszuharren (Epheser 4:8).

    21 Außer den Ältesten sollten auch alle anderen treuen Christen der inspirierten Aufforderung entsprechen, ‘nicht nur die eigenen Dinge im eigenen Interesse im Auge zu behalten, sondern auch persönlich Interesse zu zeigen für die der anderen’ (Philipper 2:4). Wenn alle in der Christenversammlung diesen Rat befolgen, wird auf eindrucksvolle Weise Gutes getan. Eine Familie traf beispielsweise ein zweifaches Unglück. Der Vater hatte die kleine Tochter zum Einkaufen mitgenommen. Auf dem Heimweg hatten sie einen Autounfall, bei dem die Tochter ums Leben kam und der Vater schwer verletzt wurde. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus war er zunächst so behindert, dass er ganz und gar auf Hilfe angewiesen war. Aber seine Frau war noch zu verstört, als dass sie allein für ihn hätte sorgen können. Daher nahm ein Ehepaar aus der Versammlung dieses leidgeprüfte Paar in seine Wohnung auf und umsorgte die beiden mehrere Wochen lang.

    22 Damit man Gutes tun kann, muss sich nicht erst ein Unglück ereignen und es sind auch nicht immer persönliche Opfer nötig. Hilfe wird uns bisweilen in viel kleinerem Umfang geleistet. Dennoch schätzen wir sie. Weißt du noch, wie dir ein Bruder oder eine Schwester durch ein freundliches Wort oder eine wohl überlegte Tat genau die richtige Hilfe zukommen ließ? Oftmals zeigt Jehova auf diese Weise sein Interesse an uns (Sprüche 17:17; 18:24).

    23 Möchtest du gern, dass Jehova dich gebraucht, um anderen zu helfen? Diese besondere Gelegenheit steht dir offen. Jehova schätzt es, wenn du dich entsprechend anstrengst. In seinem Wort heißt es: „Wer dem Geringen Gunst erweist, leiht Jehova, und er wird ihm sein Tun vergelten“ (Sprüche 19:17). Uns für unsere Brüder und Schwestern zu verausgaben bereitet uns große Freude (Apostelgeschichte 20:35). Wer sich dagegen bewusst absondert, verspürt weder die Freude des Hilfeleistens noch die Ermunterung durch eine empfangene Hilfe (Sprüche 18:1). Besuchen wir daher regelmäßig unsere Zusammenkünfte, damit wir einander ermuntern können (Hebräer 10:24, 25).

    24 Ist es nicht schön, zu sehen, wie uns Jehova hilft? Jehova wirkt zwar heute keine aufsehenerregenden Wunder, um das auszuführen, was er sich vorgenommen hat. Aber wir brauchen uns deswegen nicht benachteiligt zu fühlen. Wirklich von Bedeutung ist, dass uns Jehova jede Hilfe bietet, die nötig ist, damit wir treu bleiben können. Und wenn wir gemeinsam im Glauben ausharren, werden wir die aufsehenerregendsten und glorreichsten Taten Jehovas erleben, die die Geschichte gesehen hat. Nehmen wir also unbedingt Jehovas liebevolle Hilfe an und machen wir vollen Gebrauch davon, damit wir den Worten unseres Jahrestextes für 2005 zustimmen können: „Meine Hilfe kommt von Jehova“ (Psalm 121:2).

    Wie denkst du darüber?
    Wie sorgt Jehova für die Hilfe, die wir heute benötigen,
    • durch Engel
    • durch seinen heiligen Geist
    • durch sein Wort
    • durch Glaubensbrüder?

  53. Thomasam 21. Mai 2010 um 14:23 Link zum Kommentar

    Psalm 120-123
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 120 lässt uns den Ruf des Frommen vernehmen, der in seiner Bedrängnis zu Jehova schreit, und Jehova erhört ihn. Was hier besonders den Bedränger kennzeichnet, ist Lüge und Trug; das Gericht darüber wird nicht ausbleiben (V. 4). Es handelt sich hier jedoch nicht um die Jerusalem zugefügte Gewalttat und Bedrückung, noch um den Druck, den das abtrünnige Volk ausübt, sondern um das, was dem Frommen persönlich zugefügt wird. Er bricht in Klagen darüber aus, dass er in Mesech weilt und bei den Zelten Kedars wohnt. Ungerechtigkeit ist im Herzen der Bedrücker, und wenn der Fromme von Frieden redet, so beginnen sie den Krieg.

    In Psalm 121 wird nachdrücklich versichert, dass Jehova der Hüter Israels ist. Er, der nicht schlummert noch schläft, wird nicht zulassen, dass der Fuß des Treuen wankt. Der allgemeine Gedanke, der dem Psalm zugrunde liegt, ist einfach. Ich bin mir nicht ganz klar über die Bedeutung des ersten Verses, es sei denn dass in demselben Jehova, der Schöpfer des Himmels und der Erde, mit dem Berge Zion, der Stadt des großen Königs, verglichen wird. Wie dem auch sei, Jehova, als der große Schirmer Seines Volkes, ist der Gegenstand des Psalmes; das ist ganz klar, und Sein Name wird immer wieder genannt. In diesem doppelten Charakter wird Jehova hier betrachtet: als der Schöpfer des Himmels und der Erde und als der Hüter Israels; Er wird den treuen Überrest unter allen Umständen und für immer bewahren.

    In Psalm 122 steht Jerusalem im Vordergrund; es ist eine Freude für den Frommen, dorthin zu gehen. Die Stämme ziehen dort hinauf, die Throne zum Gericht, die Throne des Hauses Davids, stehen daselbst. Das Herz des frommen Israeliten hängt an Jerusalem, sowohl um seiner Brüder und Genossen als auch um des Hauses Jehovas, des Gottes Israels, willen. Die Beziehungen mit Jerusalem werden wiederhergestellt, die alten in Erinnerung gebracht und neue angeknüpft.

    Psalm 123
    Der Überrest fühlt seine Leiden, kennt aber auch seine Hilfsquelle. Die volle Segnung ist noch nicht da, aber die Frommen heben ihre Augen auf zu Jehova, der in den Himmeln thront, und zwar zu Ihm als dem Gott Israels; der Überrest sagt jetzt „unser Gott“, obwohl er noch den Spott der Sorglosen und die Verachtung der Hoffärtigen zu tragen hat.

  54. Juleam 22. Mai 2010 um 09:27 Link zum Kommentar

    Psalm 124 – 126

    Psalm 125:1

    Die auf Jehova vertrauen,
    Sind wie der Berg Zion, der nicht zum Wanken gebracht werden kann, sondern auf unabsehbare Zeit bleibt.

    Vertrauen wir wirklich auf Jehova?

    Was sagt unser Lebenswandel darüber aus?

  55. Juleam 22. Mai 2010 um 09:29 Link zum Kommentar

    Psalm 126:5-6

    Die mit Tränen säen,
    Mit Jubelruf werden sie ernten.

    6 Wer auch wirklich auszieht, selbst unter Weinen,
    Einen Beutel voll Samen tragend,
    Wird ganz bestimmt mit Jubelruf heimkommen,
    Seine Garben tragend.

    Diese Worte faszinieren mich immer wieder aufs Neue – jedesmal, wenn ich sie in der Bibel lese!

  56. Thomasam 22. Mai 2010 um 14:30 Link zum Kommentar

    Psalm 124-126
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 124
    Der Feind hatte seine Macht gerade jetzt völlig entfaltet gegenüber den Frommen im Lande, die auf Jehova vertrauen. Und nur, weil Jehova für sie gewesen, sind sie dem Untergang entronnen; sonst wären sie von dem Feinde völlig verschlungen worden.

    Psalm 125
    Die Sicherheit derer, die auf Jehova vertrauen, wird hier gepriesen sowie die Stellung, die sie aufgrund des Einschreitens Jehovas nunmehr einnehmen. Jehova Selbst wird sie schützen, und sie werden ewiglich bleiben. Wohlfahrt ist nun Israels gesegnetes Teil. Diejenigen, die auf ihre krummen Wege abbiegen, wird Jehova dahinfahren lassen zum Gericht mit den offenbaren Übeltätern. Die Rute der Gesetzlosigkeit wird nicht auf dem Lose der Gerechten ruhen. Die Rute der Gesetzlosigkeit (welche die Gesetzlosen als eine Gesamtheit darstellt) wird für immer hinweggetan werden; man wird sich von dem Bösen, das durch sie geschehen ist, absondern, damit die Gerechten nicht mehr abirren.

    Psalm 126
    Jetzt, da die Befreiung gekannt ist, findet das Herz des frommen Überrestes seinen Mittelpunkt in Zion. Wie tief hatte Zion daniedergelegen; wie war es bedrängt worden! So groß, so unerwartet ist die Freude über die Rettung, dass alles wie ein Traum erscheint; selbst die Nationen erkennen in derselben die Hand Jehovas. Doch die volle Segnung ist noch nicht erreicht; die Frommen schauen nach ihr aus und möchten die Gefangenschaft in den Vollbesitz der Segnungen umgewandelt sehen. Doch Gott hat Sich offenbart, und die Getreuen, die Sein Zeugnis inmitten der Leiden, unter Schmach und Verachtung, aufgenommen haben, ernten jetzt mit Jubel. So ist es stets; volle Freude wird nur auf dem Wege der Leiden erreicht, denn das Zeugnis Gottes befindet sich inmitten einer bösen Welt.

  57. Thomasam 23. Mai 2010 um 14:38 Link zum Kommentar

    Psalm 127-129
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 127
    Das Bauen des Hauses, das Bewachen der Stadt, eine reiche Anzahl von Söhnen, das sind die Segnungen, nach denen die gläubigen Israeliten ausschauen und die ihnen auch zuteil werden sollen. Jedoch ist es Jehova, der allein diese Segnungen bewirken und darreichen kann; ohne ihn ist das Wirken und Wachen des Menschen vergeblich. Die hier genannten Segnungen tragen, wie wir sehen, einen durchaus jüdischen Charakter. Eine zahlreiche Nachkommenschaft wird deutlich als eine Gabe Gottes bezeichnet: „Siehe, ein Erbteil Jehovas sind Söhne … Glückselig der Mann, der mit ihnen seinen Köcher gefüllt hat!“

    In Psalm 128 werden die besprochenen Segnungen als das Teil eines jeden, der Jehova fürchtet, bezeichnet. Es sind gegenwärtige, zeitliche Segnungen, Segnungen aus Zion und das Begehren des gottesfürchtigen Herzens, nämlich das Wohl Jerusalems zu schauen alle Tage seines Lebens. Obwohl es sich auch hier zunächst um den Überrest handelt, werden doch die Nationen, die Jehova fürchten und den Gott Israels anerkennen, dem Grundsatz nach die gleichen Segnungen genießen und sich mit Seinem Volke freuen.

    Psalm 129 blickt jetzt mit Freude auf die Trübsale und Prüfungen zurück, durch welche die Kinder Zions gegangen sind. Doch Jehova ist gerecht, Er hat das Seil der Gesetzlosen durchschnitten. Alle, die Zion hassen, werden verwelken wie das Gras der Dächer und ohne Hilfsmittel sein, man entbietet ihnen keinen Gruß.

    Im Wachtturm hieß es einmal:

    Kinder erziehen in einer allzu liberalen Gesellschaft
    WER hat das nicht auch schon beobachtet: Eltern wollten ihrem Kind ein bestimmtes Spielzeug nicht kaufen, doch es hörte nicht auf, darum zu betteln. Oder Eltern sagten ihrem Kind: „Du bleibst hier!“, es wollte aber unbedingt herumrennen und spielen. Den Eltern ging es hier offensichtlich nur um das Wohl ihres Kindes. Trotzdem gaben sie irgendwann nach, damit das ewige Gejammer ein Ende hatte. Und schon war aus dem Nein ein Ja geworden. Viele Eltern meinen offenbar, gute Kindererziehung bedeute, dem Willen der Kinder meistens nachzugeben. In den USA wurden 750 Zwölf- bis Siebzehnjährige befragt, was sie tun, wenn ihre Eltern ihnen etwas nicht erlauben. Fast 60 Prozent gaben an, sie würden einfach immer weiter darum bitten. Und etwa 55 Prozent bestätigten, mit dieser Taktik normalerweise erfolgreich zu sein. Ihre Eltern halten solche Nachgiebigkeit vielleicht für Liebe. Ist das aber tatsächlich der Fall?
    Interessant ist in diesem Zusammenhang folgender Spruch aus alter Zeit: „Wenn einer seinen Knecht von Jugend an verzärtelt [verwöhnt, Einheitsübersetzung], wird er in seinem späteren Leben sogar ein Undankbarer werden“ (Sprüche 29:21). Ein Kind ist natürlich kein Knecht. Doch ist der obige Gedanke vom Grundsatz her nicht auch auf die Kindererziehung anwendbar? Kinder, die man „verzärtelt“, indem man ihnen alles gibt, was sie wollen, sind später nicht selten „undankbar“ — verwöhnte, eigensinnige Erwachsene, die alles für selbstverständlich nehmen.
    In der Bibel wird Eltern dagegen geraten: „Erzieh einen Knaben gemäß dem Weg für ihn“ (Sprüche 22:6). Kluge Eltern, die sich an diese Anleitung halten, werden klare, konsequente und vernünftige Regeln aufstellen und durchsetzen. Sie verwechseln Liebe nicht mit Nachgiebigkeit; genauso wenig „belohnen“ sie ihre Kinder noch dafür, dass sie jammern, quengeln oder Trotzanfälle haben. Stattdessen halten sie sich an die weisen Worte Jesu: „Euer Wort Ja bedeute einfach ja, euer Nein nein“ (Matthäus 5:37). Doch was ist weiter damit verbunden, Kinder zu erziehen? Dazu eine einprägsame Veranschaulichung.
    „Wie Pfeile in der Hand“
    In der Bibel wird das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern durch ein Bild veranschaulicht, das deutlich macht, wie sehr ein Kind auf die elterliche Anleitung angewiesen ist. Psalm 127:4, 5 lautet: „Wie Pfeile in der Hand eines Starken, so sind die Söhne der Jugend. Glücklich ist der kräftige Mann, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat.“ Kinder werden also mit Pfeilen verglichen und Eltern mit einem starken Krieger. Ein Bogenschütze weiß, dass seine Pfeile ein Ziel nicht zufällig treffen. Genauso ist liebevollen Eltern bewusst, dass bei der Kindererziehung nichts dem Zufall überlassen werden darf. Sie wünschen für ihre Kinder, ein bestimmtes „Ziel“ zu erreichen — ein befriedigendes Leben als glückliche, verantwortungsbewusste Erwachsene. Ihnen liegt viel daran, dass ihre Kinder gute Entscheidungen treffen, klug handeln, sich unnötige Probleme ersparen und etwas Lohnendes erreichen. Dieser Wunsch allein reicht jedoch nicht aus.
    Welche Voraussetzungen müssen denn erfüllt sein, damit ein Pfeil sein Ziel trifft? Er muss zunächst sorgfältig präpariert oder vorbereitet, dann geschützt aufbewahrt und schließlich kraftvoll, aber gezielt abgeschossen werden. Ebenso müssen Kinder sorgfältig auf das Erwachsenenleben vorbereitet, vor Gefahren geschützt und gezielt angeleitet werden, damit sie später erfolgreich auf eigenen Füßen stehen können. Betrachten wir diese drei Bereiche der Kindererziehung einmal nacheinander.
    Die Pfeile sorgfältig präparieren Pfeile, die von den Bogenschützen in biblischer Zeit verwendet wurden, mussten sorgfältig präpariert werden. Der handgeschnitzte Schaft aus leichtem Holz sollte möglichst gerade sein. Vorn befand sich eine scharfe Spitze. Hinten wurden Federn angebracht, die den Flug des Pfeils stabilisieren, das heißt ihn auf seiner Bahn halten sollten. Eltern wünschen, dass ihre Kinder solchen geraden Pfeilen gleichen — aufrechte und geradlinige Menschen werden. Klugerweise verschließen sie die Augen nicht vor echten Charakterfehlern ihrer Kinder, sondern helfen ihnen liebevoll, dagegen anzugehen und sie zu korrigieren. In dieser Hinsicht gibt es bei jedem Kind viel zu tun, denn „Torheit ist an das Herz eines Knaben geknüpft“ (Sprüche 22:15). Die Bibel fordert Eltern daher auf, ihre Kinder mit der nötigen Festigkeit zu erziehen (Epheser 6:4). Dies ist unerlässlich, um das Denken und den Charakter der Kinder in der rechten Weise zu formen.
    Deshalb heißt es in Sprüche 13:24: „Wer die Rute spart, hasst seinen Sohn, wer ihn liebt, nimmt ihn früh in Zucht“ (Einheitsübersetzung). In diesem Kontext sind mit Rute und Zucht verschiedene Erziehungsmaßnahmen gemeint, allerdings keine harte, entwürdigende Bestrafung. Dadurch, dass Eltern ihr Kind liebevoll, aber entschieden zurechtweisen, wollen sie negative Züge korrigieren, die sich sonst leicht festsetzen und dem Kind später viele Probleme bereiten würden. Wer seinem Kind diese Erziehung vorenthält, würde es also gewissermaßen „hassen“; sie zu praktizieren ist dagegen wirklich liebevoll.
    Liebevolle Eltern machen ihrem Kind auch die Gründe für Regeln verständlich. Zu den Erziehungsmaßnahmen gehört daher mehr, als dem Kind zu sagen, was es zu tun und zu lassen hat, und es nötigenfalls zu bestrafen. Vor allem muss ihm geholfen werden, das Wieso und Warum zu begreifen. Dazu heißt es in der Bibel: „Ein verständiger Sohn beobachtet das Gesetz“ (Sprüche 28:7).
    Die Federn, die ein Bogenschütze an den Pfeilen befestigt, tragen dazu bei, dass sie nach dem Abschuss geradeaus fliegen. In ähnlicher Weise können biblische Lehren, die vom Stifter der Familie stammen, die Kinder auch noch nach dem Verlassen des Elternhauses, ja ihr Leben lang, führen und leiten (Epheser 3:14, 15). Was können Eltern tun, damit die Persönlichkeit ihrer Kinder durch diese Belehrung gefestigt wird?
    In Moses’ Zeiten gab Gott israelitischen Eltern folgenden Rat: „Es soll sich erweisen, dass diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; und du sollst sie deinem Sohn einschärfen“ (5. Mose 6:6, 7). Für Eltern gibt es demnach zweierlei zu tun: Zunächst müssen sie Gottes Wort selbst kennenlernen und anwenden, ja Gottes Gesetze lieben (Psalm 119:97). Dann können sie auch den zweiten Teil des Bibeltextes umsetzen — ihren Kindern Gottes Gesetze „einschärfen“. Das bedeutet, ihren Kindern den Wert dieser Gesetze verständlich zu machen und durch häufiges Wiederholen fest einzuprägen.
    Bestimmt ist es weder altmodisch noch überholt, Kindern biblische Grundsätze zu vermitteln und sie liebevoll zu erziehen, also nötigenfalls auch zurechtzuweisen, um negative Züge zu korrigieren. So vorzugehen ist unverzichtbar, um unsere kostbaren „Pfeile“ auf einen möglichst geraden Flug ins Erwachsenenleben vorzubereiten.
    Die Pfeile schützen Kehren wir noch einmal zu dem Bild in Psalm 127:4, 5 zurück. Wie wir uns erinnern werden, hatte der Bogenschütze „seinen Köcher“ mit Pfeilen gefüllt. Präparierte Pfeile mussten sicher aufbewahrt werden. Man nahm sie in einem Köcher mit, damit sie nicht so leicht beschädigt wurden oder zerbrechen konnten. Interessanterweise spricht die Bibel prophetisch vom Messias als einem geglätteten Pfeil, den sein Vater „in seinem Köcher verbarg“ (Jesaja 49:2). Jehova Gott, der liebevollste Vater, den man sich vorstellen kann, beschützte seinen geliebten Sohn tatsächlich vor jeglichem Schaden, bis er, der Messias, wie vorausgesagt zu Tode gebracht werden sollte. Aber selbst dann bewahrte Gott seinen Sohn noch davor, für immer vom Tod überwunden zu werden, indem er ihn sicher in den Himmel zurückkehren ließ, um dort ewig zu leben.
    Gute Eltern sind ebenfalls darauf bedacht, ihre Kinder vor den Gefahren der heutigen verkommenen Welt zu schützen. Vielleicht verbieten sie ihnen, bestimmte Dinge mitzumachen, durch die sie unnötig gefährlichen Einflüssen ausgesetzt wären. Kluge Eltern nehmen folgenden Grundsatz ernst: „Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten“ (1. Korinther 15:33). Kinder vor dem Umgang mit Personen zu schützen, die keine Achtung vor biblischen Moralbegriffen haben, kann ihnen vieles ersparen, was sie teuer zu stehen kommen oder gar das Leben kosten könnte.
    Kinder sind allerdings oft nicht gerade begeistert von der Fürsorge ihrer Eltern. Manchmal ärgern sie sich sogar darüber — weil damit oft ein Nein verbunden ist. Eine geachtete Autorin von Büchern über Kindererziehung erklärte dazu: „Auch wenn Kinder es nicht immer zeigen und es Ihnen im Augenblick wahrscheinlich nicht danken werden, wünschen sie sich doch Eltern, die für Stabilität und eine gewisse Ordnung in ihrem Leben sorgen. Das können autoritative Eltern erreichen, die ihren Kindern Grenzen setzen.“
    Unsere Kinder vor allem zu schützen, was ihnen den inneren Frieden, ihr unschuldiges Wesen oder ihre gottgefällige Reinheit rauben könnte, ist eine der besten Möglichkeiten, ihnen unsere Liebe zu beweisen. Im Lauf der Zeit werden sie wahrscheinlich verstehen, warum gewisse Regeln sein müssen, und für unseren liebevollen Schutz dankbar sein.
    Die Pfeile lenken Psalm 127:4, 5 vergleicht jemand, der Kinder hat, mit einem „kräftigen Mann“. Bedeutet das, dass nur der Vater seine Kinder erfolgreich erziehen kann? Keineswegs. Der Grundsatz hinter diesem Bild trifft sowohl auf Väter und Mütter als auch auf Alleinerziehende zu (Sprüche 1:8 ). Mit dem Ausdruck „kräftiger Mann“ wird angedeutet, dass es ziemlich viel Kraft erfordert, einen Pfeil abzuschießen. In biblischer Zeit waren manche Bögen mit Kupfer beschlagen, und von Soldaten wurde gesagt, sie würden „den Bogen treten“ — wohl indem sie den Fuß gegen den Bogen stemmten, um die Sehne einzuhängen (Jeremia 50:14, 29). Es kostete offensichtlich auch viel Kraft, die gespannte Sehne nach hinten auszuziehen, um die Pfeile zielsicher abzuschießen.
    Kinder großzuziehen erfordert ebenfalls beträchtliche Anstrengungen. Sie erziehen sich genauso wenig von allein, wie ein Pfeil von selbst sein Ziel trifft. Leider scheinen heute viele Eltern nicht bereit zu sein, sich die erforderliche Mühe zu machen. Sie wählen den leichtesten Weg und überlassen es dem Fernsehen, der Schule und Gleichaltrigen, ihre Kinder über Recht und Unrecht, über Moral und Sexualität aufzuklären. Sie lassen den Kindern fast immer ihren Willen. Wenn es zu anstrengend erscheint, Nein zu sagen, sagen sie einfach Ja — und rechtfertigen ihre Entscheidung damit, die Gefühle der Kinder nicht verletzen zu wollen. In Wirklichkeit ist es aber diese Nachgiebigkeit,
    die ihren Kindern dauerhaft schaden wird.
    Kindererziehung ist nicht leicht. Sich dieser Aufgabe engagiert zu stellen und sich dabei von Gottes Wort anleiten zu lassen, ist gewiss anspruchsvoll, aber das Resultat ist alle Mühe wert. In der Zeitschrift Parents hieß es über die Ergebnisse entsprechender Studien: „Kinder von liebevollen, fürsorglichen Eltern, die sich aber auch Autorität verschaffen und klare Grenzen setzen, bringen bessere schulische Leistungen, haben ein besseres Sozialverhalten, sind selbstbewusster und insgesamt glücklicher als Kinder von Eltern, die entweder alles durchgehen lassen oder extrem streng sind.“
    Aber das ist nicht der einzige Lohn für die Mühe. Wir haben uns bereits mit dem ersten Teil von Sprüche 22:6 beschäftigt: „Erzieh einen Knaben gemäß dem Weg für ihn.“ Der Vers geht mit den ermutigenden Worten weiter: „Auch wenn er alt wird, wird er nicht davon abweichen.“ Gibt dieser inspirierte Spruch eine Erfolgsgarantie? Nicht unbedingt. Jedes Kind hat einen freien Willen, den es als Erwachsener gebrauchen wird.
    Etwas Erfreuliches können Eltern dem Bibeltext auf jeden Fall entnehmen. Was?
    Wenn wir unsere Kinder so erziehen, wie es die Bibel rät, schaffen wir die besten Voraussetzungen für ein hervorragendes Ergebnis:
    Mitzuerleben, wie aus unseren Kindern glückliche, zufriedene und verantwortungsbewusste Erwachsene werden (Sprüche 23:24). Bringen wir daher unbedingt die Energie auf, unsere kostbaren „Pfeile“ gut auf das Erwachsenenleben vorzubereiten, sie zu beschützen und sie in die richtige
    Richtung zu lenken. Die Mühe lohnt auf jeden Fall!

  58. Juleam 24. Mai 2010 um 12:27 Link zum Kommentar

    Psalm 130 – 132

    Psalm 130:3-4

    Wären Vergehungen das, worauf du achtest, o Jah,
    O Jehova, wer könnte bestehen?

    4 Denn bei dir ist die [wahre] Vergebung,
    Damit man dich fürchtet.

    Ein Punkt, an dem ich noch sehr hart an mir arbeiten muss. Wenn ich auf jemanden sauer bin, sehe ich leider nur die negativen Seiten. Mir fällt es dann sehr schwer, das Gute dieser Person zu sehen.

    Aber ich möchte meinem Gott auch in diesem Punkt nachahmen!

  59. Thomasam 24. Mai 2010 um 14:42 Link zum Kommentar

    Psalm 130-132
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 130 nimmt einen anderen Gegenstand auf, von dem wir schon früher deutliche Spuren gefunden haben – er beschäftigt sich mit den Sünden Israels, die zwischen dem Volke und Gott stehen. Jedoch ist es nicht eine nur gesetzliche Betrübnis, die sich hier kundgibt; sie wird vielmehr durch Vertrauen auf Jehova gekennzeichnet, allerdings begleitet von tiefer Beugung und Demütigung. Das wird immer die Wirkung sein, wenn in der Seele die Sünde, zugleich aber auch die Barmherzigkeit Gottes gefühlt wird. Bei einer rein gesetzlichen Betrübnis – so sehr sie dazu dienen mag, jedes Selbstvertrauen zu vernichten und zu zeigen, dass man ganz auf Gnade angewiesen ist – ist die Seele in ihrer Angst mehr mit sich selbst beschäftigt, während sie, wenn das Herz die Gnade kennt, ein tieferes Gefühl darüber hat, dass sie gegen den Gott aller Güte gesündigt hat. Und dies geht schließlich doch tiefer. Der Psalmist sagt hier: „Bei dir ist Vergebung, damit du gefürchtet werdest“, und obwohl die Seele aus den Tiefen ruft, harrt sie doch auf Jehova. Es ist sowohl Verlangen nach Gnade als auch geduldiges Harren auf Jehova vorhanden. In Vers 7 sehen wir den Grund, warum die Seele vertrauen und harren kann und in Vers 8 das volle Ergebnis, das sie vertrauensvoll erwartet. In Vers 3 und 4 erkennt die Seele an, woher ihre Not rührt, aber sie weiß auch, dass die Gnade dieser Not entsprechen kann; ja, sie weiß, worauf sie bei Jehova rechnen darf; und in Vers 8 vertraut sie völlig auf Erlösung für Israel, und zwar nicht nur auf Erlösung aus den Bedrängnissen, sondern von allen Ungerechtigkeiten.

    Psalm 131
    Die Seele beruft sich vor Jehova darauf, dass sie ohne jedes Selbstvertrauen ist und in Niedriggesinntheit gewandelt hat. Israel wird aufgefordert, auf Jehova zu vertrauen von nun an bis in Ewigkeit.

    Psalm 132 ist in mancher Hinsicht von großem Interesse. Er handelt von dem Zurückbringen der Bundeslade an die Stätte ihrer Ruhe, und von den Verheißungen, die Jehova Seinem Knechte als Antwort auf sein Gebet gibt. Wie wir aus den geschichtlichen Büchern gesehen haben, war es eine wichtige Handlung, als David die Bundeslade nach Zion hinaufbrachte. Die Gnade handelte darin mit Macht, nachdem Israel so gänzlich gefehlt hatte, dass die Verbindung mit Gott, insoweit sie auf der Verantwortlichkeit des Volkes beruhte, völlig abgebrochen war; die Bundeslade war in Gefangenschaft geraten, und „lkabod“ (Nicht-Herrlichkeit) war auf alles geschrieben. Nun aber war in vollerem, dauernderem Sinne eine Wohnung gefunden für den mächtigen Gott Jakobs, wo die Frommen „niederfallen wollten vor dem Schemel seiner Füße“. Der wahre Sohn Davids, der Gesalbte Jehovas, soll auf Seinem Throne sitzen, und zwar auf immerdar. Jehova wird in Seine Ruhe eingehen – Er und die Lade Seiner Stärke. Wenn Er in früheren Zeiten aufstand, so geschah es, um „seine Feinde zu zerstreuen“, und dann „kehrte er wieder zu den Myriaden der Tausende Israels“ (4. Mo 10, 35. 36). jetzt aber – und das verleiht dem Psalm seinen wahren Charakter – sind die Feinde für immer zerstreut, und Jehova steht auf zu Seiner Ruhe inmitten Israels. Die freie Erwählung von Seiten Gottes kommt hier zum Ausdruck (V. 13); und dann wird man bemerken, dass die Verheißung, mit der Gott auf die Bitten antwortet, jedes Mal weit über diese hinausgeht (vgl. V. 14 u. 15 mit V. 8; V. 16 mit V. 9; V. 17 u. 18 mit V. 10). Dies ist von höchstem Interesse, da es uns die Gnade des Herrn zeigt sowie Sein Interesse für Sein Volk, und wie Seine Liebe alle Erwartungen Seines Volkes weit übersteigt.

  60. Juleam 25. Mai 2010 um 12:30 Link zum Kommentar

    Psalm 133 – 135

    Psalm 135:13-14,20

    O Jehova, dein Name währt auf unabsehbare Zeit.
    O Jehova, dein Gedenk[name] währt Generation um Generation.

    14 Denn Jehova wird die Rechtssache seines Volkes führen,
    Und hinsichtlich seiner Knechte wird er Bedauern empfinden.

    20 O Haus Levi, segnet doch Jehova.
    Die ihr Jehova fürchtet, segnet Jehova.

    Denken wir ebenso?

    vertrauen wir darauf, dass uns unser Gott zur Hilfe kommen wird?

    Segnen wir Jehova?

  61. Thomasam 25. Mai 2010 um 14:48 Link zum Kommentar

    Psalm 133-135
    Zitate von J.N.Darby


    Israel wohnt nun einträchtig beieinander, und das ist gleich dem köstlichen Öl, mit dem Aaron gesalbt wurde und das, ausgegossen auf das Haupt, den Duft der göttlichen Gunst über alles verbreitete; es ist wie der reiche Tau der hohen Berge, der, von welcher Höhe er auch kommen mag, seine erfrischende Kraft ausdehnt bis zu der Stätte, wo Gott Segen und Leben bis in Ewigkeit verordnet hatte.

    Psalm 134 schließt die Reihe der Stufenlieder, indem die Knechte Jehovas aufgefordert werden, Ihn zu preisen. Nacht und Tag soll Lob zu Ihm emporsteigen, und heilige Hände sollen im Heiligtum erhoben werden, um Jehova zu preisen. Jehova ist gegenwärtig, und Seine Knechte sind da, um Ihn zu erheben. Jehova, der Himmel und Erde gemacht hat, segnet nunmehr nicht einfach vom Himmel aus, sondern von Zion aus; denn Zion ist jetzt der Ort, wo Jehova gepriesen wird und von wo aus Er segnet.

    Psalm 135 ist sehr charakteristisch, da er uns das Verständnis der Psalmen in bemerkenswerter Weise aufschließt, indem er diese in Verbindung bringt mit den früheren Kundgebungen Jehovas in Seinen Beziehungen zu Israel und dadurch ihre Geschichte zu einem Ganzen vereinigt. Der Zweck des ganzen Psalmes ist in der Überschrift angegeben: „Lobet Jehova!“ Jehovas Name soll gepriesen werden, denn Er ist gut, und es ist lieblich, von Ihm zu singen. Jehova hat Sich Jakob erwählt, Israel zu Seinem Eigentum. In Vers 6 wird Er als der allmächtige Gott verherrlicht: Er tut alles, was Ihm wohlgefällt, und verfügt jeden Tag über die ganze Schöpfung. Von Vers 8 ab wird Er dann betrachtet als Der, welcher einst Gericht geübt hat an den Bedrückern Israels, um Sein Volk zu befreien, und der Nationen vertrieb, um ihr Land Seinem Volke zu geben. Sodann wird gezeigt, dass Jehovas Name in Verbindung mit Israel und im Gegensatz zu den Götzen steht. In den Versen 13 und 14 wird das in 2. Mo 3, 15 und 5. Mo 32, 36 Gesagte angeführt. In der ersten Stelle finden wir, dass Gott einst unter dem Namen „Jehova“ Israel für immer aufnahm; in der zweiten ließ Er prophetisch ihre Befreiung ankündigen, nachdem sie gänzlich gefehlt haben würden. Als Gott Mose sandte, um Israel aus Ägypten zu befreien, nannte Er Sich Jehova, den Gott ihrer Väter, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, und erklärte, dass dies Sein Name sei in Ewigkeit und Sein Gedächtnis von Geschlecht zu Geschlecht; und dann verhieß Er ihnen, sie aus der Knechtschaft zu befreien und sie in das Land der Verheißung zu bringen. Damals also nahm Gott in Beziehung zu Israel den Namen Jehova an. Die zweite der angeführten Stellen findet sich in dem prophetischen Lied Moses, wo Er den Kindern Israel das Gemälde ihres Abfalls vor Augen stellt – nicht der Kinder Gottes ist ihr Schandfleck – und ihnen zeigt, dass sie Gott verlassen würden, der sie gemacht, und Ihn zur Eifersucht reizen würden durch fremde Götter, und dass Jehova Sein Angesicht vor ihnen verbergen würde, ja, dass Er ihrem Gedächtnis unter den Menschen ein Ende machen würde, wenn Er nicht die Kränkung seitens des Feindes und den Stolz der Menschen fürchtete. Und dann, wenn sie hilf- und hoffnungslos in sich selbst sein würden, werde Jehova Sein Volk richten und Sich’s gereuen lassen über Seine Knechte, Er werde Gericht üben an den Nationen und sie dann jubeln lassen mit Seinem Volke. Diese beiden Verse zeigen uns also die erste Befreiung Israels und Gottes Vorsatz, und dann das Gericht und die Wege Gottes in den letzten Tagen, in die uns auch die Psalmen einführen. Wir haben hier daher einen trefflichen Schlüssel zum Verständnis der Psalmen überhaupt und wie sie anzuwenden sind. In den Versen 15 – 18 finden wir das auch in 5. Mo 32, 37.38 angekündigte Gericht über die Götzen der Nationen, die Israel zum Fall gedient hatten. Der Psalm wendet sich am Schluss mit der Aufforderung zum Preise Jehovas an die schon mehrfach bezeichneten einzelnen Klassen: das Haus Israel, das Haus Aaron, das Haus Levi und alle, die Jehova fürchten, und zwar wird Jehova nun von Zion aus gepriesen; denn jetzt kann gesagt werden, dass Er in Jerusalem wohnt.

  62. Juleam 26. Mai 2010 um 12:35 Link zum Kommentar

    Psalm 139 – 142

    Psalm 139:23-24

    Durchforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz.
    Prüfe mich, und erkenne meine beunruhigenden Gedanken,
    24 Und sieh, ob in mir irgendein Weg des Schmerzes ist,
    Und führe mich auf dem Weg der unabsehbaren Zeit

    Psalm 141:3-2

    Setz doch eine Hut meinem Mund, o Jehova;
    Setz doch eine Wache über die Tür meiner Lippen.

    4 Neige mein Herz nicht zu etwas Schlechtem,
    Um in Bosheit anrüchige Taten auszuführen
    Mit Männern, die Schädliches treiben,
    Damit ich mich nicht von ihren Leckerbissen nähre.

    Wie schafft man es bloß, seine Lippen in Schach zu halten wenn da jemand ist, der einen ständig bis aufs Blut reizt?

    Wenn diese Person auch noch vorgibt, Jehova zu dienen – aber scheinbar für jeglichen Rat unempfänglich ist?

    Wenn man sich völlig hilflos fühlt, weil man scheinbar nichts gegen diese Unverschämtheiten machen kann?

    Wenn die einzige Lösung zu sein scheint, diesem Menschen mit gleicher Münze heimzuzahlen – und damit unseren Gott zu kränken?

    Auch hier gibt uns der treue und verständige Sklave gute Anleitung:

    Konstruktive Kommunikation – Ein Schlüssel zu einer guten Ehe
    „Schlüssel zum Familienglück – Konflikte lösen“
    „’Gefällige Worte’ – eine Wohltat für die Familie“
    Konfliktlösung – wie sollten wir andere behandeln?
    Junge Leute fragen sich – warum müssen wir immer streiten?
    es lohnt sich, Frieden zu schließen

    und noch viele andere Artikel mehr.

    Vielleicht stöbern wir ja einfach mal wieder in der Wtlib, die uns die Gesellschaft so liebevoller Weise zur Verfügung stellt?

  63. Thomasam 26. Mai 2010 um 18:12 Link zum Kommentar

    Psalm 136-138
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 136 kann als Antwort auf diese Aufforderung zum Preise Jehovas betrachtet werden. Er wird gekennzeichnet durch die wohlbekannten Worte, die, wie wir schon oft bemerkt haben, der Ausdruck der unveränderlichen Güte Jehovas gegen Israel trotz alles Fehlens sind: „Seine Güte währt ewiglich.“ Jehova wird gefeiert als Schöpfer, als der Gott der Götter, als der Befreier Israels, der sie einst durch die Wüste geführt hat; als Der, welcher durch Seine Macht mächtige Könige besiegt und ihr Land Israel zum Erbteil gegeben hat, und endlich als Der, welcher in den letzten Tagen an ihre Niedrigkeit gedacht und sie von ihren Bedrängern errettet hat und nun als der Gott des Himmels allem Fleische Speise gibt.

    Psalm 137 und zwar er allein, nimmt, um die Leiden Israels ganz darzustellen, auf Babel Bezug;…, doch ist er von großer Wichtigkeit, weil damals, als Juda in die babylonische Gefangenschaft zog, jener Zeitraum seinen Abschluss fand, während dessen Gott Seinen Wohnplatz in Jerusalem gehabt hatte, und weil die Macht in die Hände der Nationen gelegt wurde. Doch der Glaube konnte sich nicht zufrieden geben in einem fremden Land, noch ein Lied Jehovas singen auf fremder Erde. …

    Psalm 138 zeigt uns den Grund, auf den der Glaube baut: das Wort Gottes; der fromme Überrest erkennt dasselbe anbetend an, und wenn jenes Wort die Könige der Erde erreicht, werden sie sich zu Jehova wenden, Ihn preisen und Seine Wege besingen. Doch nicht nur um Seiner Wahrheit, auch um Seiner Güte willen preist Ihn der Glaube. Obwohl Jehova so hoch ist, blickt Er doch gnädig auf den Niedrigen; Er belebt und rettet den Gerechten und vollendet alles, was ihn betrifft, so dass dieser ausrufen kann: „Jehova, deine Güte währt ewiglich!“

  64. Thomasam 27. Mai 2010 um 18:12 Link zum Kommentar

    Psalm 139-141
    Zitate von J.N.Darby


    In Psalm 139 finden wir tiefe Herzensübungen in Verbindung mit den Wegen, die Gott mit den Seinigen geht. Obwohl Gott in Seiner Treue alle Seine Segensabsichten zur Ausführung bringen wird, entgeht Ihm doch kein Gedanke in dem Herzen der Seinigen. Moralisch betrachtet, kann niemand in Seiner Gegenwart weilen; aber andererseits gibt es auch kein Entfliehen vor Ihm, kein Entrinnen vor Seinem allsehenden Auge, obgleich das Gewissen nur zu gern fliehen möchte.
    Hier jedoch beginnt ein neuer Gedankengang: Jehova weiß alles, denn Er hat alles gebildet. Er nimmt völlig Kenntnis von uns, und zwar in Güte. ja, Er sorgt für uns und wacht über der Bildung jedes Gliedes, so wie Er jeden unserer Gedanken kennt. Aber wenn das so ist, hat Er auch Seine eigenen Gedanken, und diese sind uns köstlich. Hier zeigt sich die Wirkung des Glaubens in der Seele; daher der Umschwung in den Gedanken. Die Sache nimmt notwendigerweise ihren Anfang in dem Gewissen unter dem Auge Gottes. Es bringt uns in Seine Gegenwart; dort lernen wir die Gedanken Gottes verstehen, der uns für Sich Selbst gebildet hat und der dann unbegrenzte Kreise Seiner Segnungen und Wege vor uns aufschließt. Gott wacht über uns in der Stille des Schlafes, daher befinden wir uns beim Aufwachen in Seiner Gegenwart.

    Steht die Seele jedoch in solcher Verbindung mit Gott, so hat sie mit den Gesetzlosen völlig gebrochen. Gott wird dieselben töten, und der Gläubige ruft ihnen zu: „Weichet von mir!“ Er sieht mit Abscheu auf die Gesetzlosen, eingedenk dessen, was sie für Gott sind; für sich selbst wünscht er, von Gott erforscht und geprüft zu werden, damit nichts Böses in ihm bestehen bleibe.

    In Psalm 140 fleht der gläubige Überrest um Befreiung von dem bösen und gewalttätigen Manne, er steht in Verbindung mit Jehova, ist aber noch umringt von den Hoffärtigen.

    Psalm 141 – Da der Fromme die Regierungswege Jehovas kennen gelernt hat, fleht er um Bewahrung in Worten und Gedanken, damit Jehova ihn segnen könne. Schläge nimmt er willig als Züchtigung an, doch wünscht er, dass seine Gebete bei Gott Annahme finden möchten. Selbst das Gericht, das über die Hoffärtigen (ich denke aus Israel) kommt, betrachtet er als etwas, wodurch die Herzen zusammenbrechen sollen, um dann Seine Worte zu hören. Es ist ein Psalm, wie David ihn niedergeschrieben haben mag, als er von Saul verfolgt wurde. Er erwartet das Gericht der Gesetzlosen, doch auch, dass einige durch die Schrecken desselben zur Umkehr gebracht werden möchten.

    Im Wachtturm hieß es einmal:

    Wir sind „wunderbar gemacht“
    ‘Ich bin auf furchteinflößende Weise wunderbar gemacht’ (PSALM 139:14).
    IN DER Natur sind überall wunderbare Schöpfungswerke zu sehen. Wie sind sie alle ins Dasein gekommen? Viele glauben, dies ließe sich ohne eine schöpferische Intelligenz erklären. Andere meinen dagegen, es erschwere das Verständnis der belebten Welt, einen Schöpfer von vornherein auszuklammern. Dazu sind ihnen die Lebewesen auf der Erde viel zu kompliziert aufgebaut, zu mannigfaltig, ja zu wunderbar für ein Zufallsprodukt. Für nicht wenige, darunter auch Wissenschaftler, hat das Universum einen weisen, mächtigen und gütigen Schöpfer.
    Der israelitische König David gehörte zu denen, die überzeugt waren, dass der Schöpfer für seine wunderbaren Werke zu preisen ist. Zu Davids Lebzeiten war die Wissenschaft zwar nicht so weit wie heute, aber er erkannte um sich herum viele wunderbare Werke Gottes. David brauchte nur sich selbst anzusehen, um wegen der Fähigkeiten des Schöpfers von Ehrfurcht ergriffen zu sein. Er schrieb: „Ich werde dich lobpreisen, weil ich auf furchteinflößende Weise wunderbar gemacht bin. Deine Werke sind wunderbar, wie meine Seele es sehr wohl weiß“ (Psalm 139:14).
    David war aufgrund ernsthafter Überlegungen fest davon überzeugt, dass ein Schöpfer existiert. Damit unser Glaube so stark ist wie Davids Glaube, müssen auch wir ernsthaft nachdenken, denn heute durchsetzen glaubensfeindliche Theorien über den Ursprung des Menschen den Schulunterricht und die Medien. Besonders bei Grundfragen wie der Existenz oder Rolle eines Schöpfers sollten wir nicht andere für uns denken lassen.
    Außerdem vertieft es unsere Dankbarkeit Jehova gegenüber und stärkt unser Vertrauen in seine Verheißungen, wenn wir uns mit seinen Werken befassen. Das wiederum kann in uns den Wunsch wecken, Jehova besser kennenzulernen und ihm zu dienen. Betrachten wir daher, wieso David nach dem heutigen Stand der Wissenschaft recht hatte, als er sagte, dass wir „wunderbar gemacht“ sind.
    Das wunderbare Heranwachsen eines Kindes
    „Du selbst brachtest meine Nieren hervor; du hieltest mich abgeschirmt im Leib meiner Mutter“ (Psalm 139:13). Das Leben jedes Menschen beginnt im Leib der Mutter als eine einzelne Zelle, die kleiner ist als der Punkt am Ende des Satzes. Diese winzige Zelle ist äußerst komplex — eine Art Minichemielabor! Sie vermehrt sich recht schnell. Am Ende des zweiten Monats sind die wichtigeren Organe bereits vorhanden. Dazu gehören die Nieren. Bei der Geburt sind sie so weit ausgebildet, dass sie das Blut filtern können — Giftstoffe und überflüssiges Wasser werden ausgeschieden, nützliche Substanzen dagegen zurückgehalten. Gesunde Nieren filtern bei einem Erwachsenen ungefähr fünf Liter Blut in 45 Minuten!
    Die Nieren regeln außerdem den Mineralstoffgehalt des Blutes sowie dessen Säuregrad und Druck. Hinzu kommen noch viele andere Funktionen. Dazu gehört die Umwandlung von Vitamin D in eine aktive Form, die für die ungestörte Knochenentwicklung und die Bildung von Erythropoetin nötig ist, einem Hormon, das im Knochenmark die Erythrozytenproduktion anregt. Kein Wunder, dass die Nieren als „die Chemiker des Körpers“ bezeichnet worden sind!
    „Mein Gebein war nicht vor dir verborgen, als ich insgeheim gemacht wurde, als ich in den untersten Teilen der Erde gewirkt wurde“ (Psalm 139:15). Die erste Zelle teilt sich und die neu entstehenden teilen sich immer weiter. Bald spezialisieren sich die Zellen zu Nervenzellen, Muskelzellen, Hautzellen und so weiter. Zellen derselben Art gruppieren sich zu Gewebe und dann zu Organen. Zum Beispiel bildet sich von der dritten Schwangerschaftswoche an das Skelett. In der siebten Schwangerschaftswoche ist der Embryo zwar erst etwa 2,5 Zentimeter groß, aber die frühen Formen aller 206 Knochen sind bereits an Ort und Stelle, obwohl sie noch weich und nicht verknöchert sind.
    Dieser erstaunliche Prozess findet im Mutterleib statt, vor den Augen verborgen, wie tief unten in der Erde. Viele der Entwicklungsvorgänge sind noch unerforscht. Was veranlasst zum Beispiel spezielle Gene, in den Zellen die Spezialisierung in Gang zu setzen? Das wird man vielleicht noch herausfinden, aber wie David danach sagte, hat Jehova es als Schöpfer schon immer gewusst.
    „Deine Augen sahen sogar den Embryo von mir, und in dein Buch waren alle seine Teile eingeschrieben hinsichtlich der Tage, da sie gebildet wurden und unter ihnen noch nicht einer da war“ (Psalm 139:16). Die erste Zelle enthielt bereits den Bauplan für den ganzen Körper. Nach diesem Plan läuft in den neun Monaten bis zur Geburt alles ab und es geht sogar noch in den folgenden zwanzig Jahren bis ins Erwachsenenalter weiter. In dieser Zeit durchläuft der Körper viele Stufen, alles nach den Anweisungen in der ersten Zelle.
    David wusste weder etwas über Zellen noch über Gene, ja er besaß nicht einmal ein Mikroskop. Trotzdem hatte er richtig erkannt, dass sein Körper nicht ungeplant herangewachsen war. David muss die Embryonalentwicklung nicht ganz fremd gewesen sein, daher konnte er sich vorstellen, dass jeder Schritt nach einem Muster und einem Zeitplan erfolgte. In poetischer Sprache beschrieb er diesen Entwurf als im „Buch“ Gottes „eingeschrieben“.
    Heute weiß man, dass Erbmerkmale der Eltern und noch früherer Vorfahren wie Größe, Gesichtszüge, Augen- und Haarfarbe sowie Tausende andere in den Genen verankert sind. Jede Zelle enthält Zehntausende von Genen, und jedes Gen ist ein Teilstück einer langen DNA-Kette (Desoxyribonukleinsäure). In der chemischen Struktur der DNA sind die Bauanleitungen für den Körper „festgeschrieben“. Bei jeder Zellteilung — neue Zellen kommen hinzu oder verbrauchte werden ersetzt — liefert die DNA entsprechende Anweisungen, hält den Körper lebendig und bewahrt das grundlegende Aussehen. Welch ein Beispiel für die Macht und Weisheit des Schöpfers im Himmel!
    Unser einzigartiger Verstand
    „Wie kostbar also deine Gedanken für mich sind! O Gott, auf wie viel beläuft sich ihre große Summe! Versuchte ich, sie zu zählen, so sind sie mehr als selbst die Körner des Sandes“ (Psalm 139:17, 18a). Auch die Tiere sind wunderbar gemacht und manche haben sogar empfindlichere Sinne und bessere Fähigkeiten als der Mensch. Doch Gott gab dem Menschen ein Gehirn, das dem der Tiere weit überlegen ist. „Sosehr wir Menschen anderen lebenden Wesen ähneln, sosehr unterscheiden wir uns von den anderen Lebensformen der Erde durch die Fähigkeit zu sprechen und zu denken“, heißt es in einem wissenschaftlichen Lehrbuch. „Wir sind auch einzigartig in Bezug auf die Neugier über uns selbst: Wie ist unser Körper aufgebaut? Wie sind wir ins Dasein gekommen?“ Das fragte sich auch David.
    Im Gegensatz zu Tieren sind wir vor allem darin einzigartig, dass wir über Gottes Gedanken nachsinnen können. Diese besondere Fähigkeit ist eines der Anzeichen, die verraten, dass der Mensch „im Bilde Gottes“ erschaffen ist (1. Mose 1:27). David nutzte die Denkfähigkeit gut. Er sann über die Beweise für die Existenz Gottes nach und über seine guten Eigenschaften, die auf der Erde zu erkennen waren. David besaß auch die frühen Bücher der heiligen Schriften und kannte die Erklärungen Gottes über sich und seine Werke. Aus diesen inspirierten Schriften erlangte David ein Verständnis der Gedanken Gottes, seines Wesens und seines Vorsatzes. Über die Schriften, die Schöpfung und über Gottes Handlungsweise mit ihm nachzudenken bewog David dazu, seinen Schöpfer zu preisen.
    Was der Glaube umfasst
    Je mehr sich David mit der Schöpfung und den Schriften befasste, umso mehr sah er ein, wie sehr die gesamte Erkenntnis Gottes und all seine Fähigkeiten sein Begriffsvermögen überstiegen (Psalm 139:6). Bei uns ist es nicht anders. Wir werden Gottes Schöpfungswerke nie ganz verstehen (Prediger 3:11; 8:17). Aber Gott hat in der Natur und durch die Schriften genug „offenbar gemacht“, damit wahrheitssuchende Menschen jeder Zeitepoche einen gut fundierten Glauben erlangen können (Römer 1:19, 20; Hebräer 11:1, 3).
    Glauben zu haben ist mehr, als bloß einzuräumen, dass das Leben und das Weltall einen intelligenten Ursprung gehabt haben müssen. Es bedeutet auch, Jehova Gott als Person zu vertrauen — als jemand, der möchte, dass man ihn kennenlernt und zu ihm ein gutes Verhältnis hat (Jakobus 4:8). Man denke nur an den Glauben oder das Vertrauen, das Kinder in einen liebevollen Vater setzen. Jemand anders könnte zwar bezweifeln, dass dein Vater dir in einer Notsituation helfen wird, und er lässt sich nicht unbedingt davon überzeugen, dass dein Vater dir immer hilft. Doch du selbst kennst den guten Charakter deines Vaters aus Erfahrung und weißt sicher, dass du dich auf ihn verlassen kannst. Ebenso vertrauen wir Jehova und kommen ihm näher, wenn wir die Bibel studieren, die Schöpfung betrachten oder nach unseren Gebeten seine Hilfe verspüren. Wir wollen dann immer mehr über ihn wissen und ihn aus selbstloser Liebe und Ergebenheit für immer preisen. Es gibt wohl keinen edleren Lebenszweck (Epheser 5:1, 2).
    Die Leitung unseres Schöpfers suchen
    „Durchforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich, und erkenne meine beunruhigenden Gedanken, und sieh, ob in mir irgendein Weg des Schmerzes ist, und führe mich auf dem Weg der unabsehbaren Zeit“ (Psalm 139:23, 24). David wusste, dass Jehova ihn bereits durch und durch kannte — alles, was er dachte, sagte oder tat (Psalm 139:1-12; Hebräer 4:13). Dass Jehova so gut mit ihm vertraut war, gab David ein Gefühl der Geborgenheit, ebenso wie sich ein kleines Kind in den Armen von Vater oder Mutter geborgen fühlt. David legte großen Wert auf ein enges Verhältnis zu Jehova und wollte es sich erhalten, indem er tief über Gottes Werke nachdachte und zu ihm betete. Viele Psalmen Davids — darunter Psalm 139 — sind vertonte Gebete. Durch Nachsinnen und Gebet können auch wir Jehova näherkommen.
    Da wir im Bilde Gottes gemacht sind, haben wir einen freien Willen. Wir können uns entscheiden, Gutes oder Böses zu tun. Diese Freiheit ist allerdings moralisch verpflichtend. David wollte nicht zu den Bösen zählen (Psalm 139:19-22). Er wollte schmerzliche Fehler vermeiden. Daher bat er Jehova demütig, ihm ins Herz zu sehen und ihn auf dem Weg zum Leben zu leiten, denn er hatte über Jehovas allumfassendes Wissen nachgedacht. Gottes gerechte Sittenmaßstäbe gelten für jeden; deshalb müssen auch wir uns richtig entscheiden. Jehova bittet uns dringend, auf ihn zu hören. Das trägt uns seine Gunst und viel Segen ein (Johannes 12:50; 1. Timotheus 4:8). Wenn wir jeden Tag mit Jehova wandeln, finden wir eher innere Ruhe, selbst bei schweren Problemen (Philipper 4:6, 7).
    Unserem wunderbaren Schöpfer folgen!
    In seiner Jugend war David oft draußen als Hirte bei den Herden. Die Schafe senkten den Kopf, um zu grasen, doch er erhob seine Augen zum Himmel. Im Abenddunkel dachte David über die Erhabenheit des Weltalls nach und was das alles zu bedeuten hat. „Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes; und die Ausdehnung tut das Werk seiner Hände kund. Ein Tag nach dem anderen Tag lässt Sprache hervorsprudeln, und eine Nacht nach der anderen Nacht zeigt Kenntnis an“ (Psalm 19:1, 2). David wusste, dass er denjenigen, der alles so wunderbar gemacht hat, suchen und ihm folgen musste. Das müssen auch wir.
    David hat sich so verhalten, wie es sein Sohn Salomo später jungen Leuten empfahl: „Gedenke nun deines großen Schöpfers in den Tagen deines Jünglingsalters . . . Fürchte den wahren Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze Pflicht“ (Prediger 12:1, 13). Bereits als Jugendlicher hatte David erkannt, dass er „wunderbar gemacht“ war. Das in seinem ganzen Leben zu berücksichtigen, wirkte sich sehr gut für ihn aus. Wenn wir, ob alt oder jung, unseren großen Schöpfer preisen und ihm dienen, macht uns unser Leben heute und morgen Freude. Die Bibel verheißt denen, die Jehova nahe bleiben und gemäß seinen gerechten Wegen leben: „Sie werden noch fortfahren zu gedeihen, während sie ergraut sind, saftvoll und frisch werden sie weiterhin sein, um kundzutun, dass Jehova gerade ist“ (Psalm 92:14, 15). Und wir haben die Aussicht, uns für immer der wunderbaren Werke unseres Schöpfers erfreuen zu können.

    Im Wachtturm hieß es einmal:

    Kennt Gott dich wirklich?
    „O Jehova, . . . du bist ja mit all meinen Wegen vertraut geworden“ (PSALM 139:1, 3).
    VERSTEHT wirklich jemand unsere Sorgen, Ängste und Probleme? Weltweit stehen Millionen junge wie alte Menschen ohne Angehörige oder Verwandte da, die sich darum kümmern würden, was mit ihnen geschieht. Selbst unter den Verheirateten haben viele Frauen — und auch Männer — das Gefühl, ihr Ehepartner verstehe nicht wirklich, welcher Druck auf ihnen lastet. Frustriert werfen sie ihrem Partner manchmal vor: „Du verstehst mich ja doch nicht!“ Sogar zahlreiche junge Leute sind der Meinung, niemand verstehe sie. Es gibt jedoch unter denen, die sich nach mehr Verständnis gesehnt haben, einige, deren Leben später einen echten Sinn bekommen hat. Worauf ist das zurückzuführen?
    Das ist deshalb der Fall, weil sie — ungeachtet dessen, ob Mitmenschen ihre Gefühle völlig verstehen oder nicht — die Zuversicht haben, daß Gott versteht, was sie durchmachen, und daß sie als seine Diener nicht mit ihren Problemen allein gelassen werden (Psalm 46:1). … Aus der Bibel erfahren sie, daß ihr treuer Dienst in Gottes Augen kostbar ist und daß es eine sichere Zukunft für diejenigen gibt, die ihre Hoffnung auf ihn setzen und auf die Vorkehrungen, die er durch Jesus Christus getroffen hat (Sprüche 27:11; 2. Korinther 4:17, 18).
    Vielleicht kennen wir Psalm 100:2, wo es heißt: „Dient Jehova mit Freuden. Kommt vor sein Angesicht mit Jubelruf.“ Wie viele bringen Jehova ihre Anbetung wirklich auf diese Weise dar? Daß es gute Gründe dafür gibt, wird in Vers 3 gezeigt, der uns an folgendes erinnert: „Erkennt, daß Jehova Gott ist. Er ist es, der uns gemacht hat, und nicht wir selbst. Wir sind sein Volk und die Schafe seiner Weide.“ Im hebräischen Text wird Gott an dieser Stelle als ’Elohím bezeichnet, wodurch seine Größe in bezug auf Majestät, Würde und Erhabenheit angezeigt wird. Er ist der allein wahre Gott (5. Mose 4:39; 7:9; Johannes 17:3). Seine Diener erkennen seine Göttlichkeit an, und zwar nicht nur als Tatsache, die ihnen gelehrt worden ist, sondern als etwas, was sie aus eigener Erfahrung wissen, und sie beweisen dies durch Gehorsam, Vertrauen und Ergebenheit (1. Chronika 28:9; Römer 1:20).
    Weil Jehova der lebendige Gott ist, der sogar in unser Herz schauen kann, ist vor seinen Augen nichts verborgen. Er ist sich völlig im klaren, was in unserem Leben geschieht. Er versteht die Ursachen der Probleme, vor denen wir stehen, sowie den psychischen und emotionellen Aufruhr, den sie womöglich auslösen. Als Schöpfer kennt er uns besser als wir uns selbst. Er weiß auch, wie er uns helfen kann, damit wir mit unserer Situation fertig werden, und wie er für eine dauerhafte Erleichterung sorgen kann. Liebevoll möchte er uns helfen — gleich einem Hirten, der ein Lamm in seinem Busen trägt —, sofern wir ihm mit ganzem Herzen vertrauen (Sprüche 3:5, 6; Jesaja 40:10, 11). Ein Studium von Psalm 139 kann viel dazu beitragen, dieses Vertrauen zu stärken.
    Der Eine, der all unsere Wege sieht
    Voll tiefer Wertschätzung schrieb der Psalmist David: „O Jehova, du hast mich durchforscht, und du kennst mich“ (Psalm 139:1). David war davon überzeugt, daß Jehova ihn nicht nur oberflächlich kannte. Gott sah David nicht so, wie die Menschen ihn sahen; er sah nicht nur seine Gestalt, seine Redefähigkeit oder seine Geschicklichkeit beim Harfenspiel (1. Samuel 16:7, 18). Jehova hatte Davids Inneres „durchforscht“, und zwar aus liebevoller Sorge um dessen geistiges Wohl. Wenn du ein ergebener Diener Jehovas bist, dann kennt er dich genauso gut, wie er David kannte. Löst das bei dir nicht ein Gefühl der Dankbarkeit und der Ehrfurcht aus?
    Nichts, was David tat, blieb den Augen Jehovas verborgen, und David war sich dessen bewußt. „Du selbst hast mein Sitzen und mein Aufstehen erkannt“, schrieb der Psalmist. „Du hast meine Gedanken von fern bemerkt. Mein Wandern und mein Liegen hast du ermessen, und du bist ja mit all meinen Wegen vertraut geworden“ (Psalm 139:2, 3). Die Tatsache, daß sich Jehova im Himmel befindet, weit entfernt von der Erde, hinderte ihn nicht daran, zu wissen, was David tat und dachte. Er ‘ermaß’ oder untersuchte sorgfältig Davids Taten bei Tag und bei Nacht, um zu erkennen, welcher Art diese waren.
    Als sich der junge David, angetrieben von Liebe zu Gott und Vertrauen in dessen Macht zu befreien, freiwillig für den Kampf gegen den Philisterriesen Goliath meldete, wußte Jehova davon (1. Samuel 17:32-37, 45-47). Später, als die Feindschaft von Menschen David großen Herzensschmerz bereitete und der Druck schließlich so groß wurde, daß er nachts in Tränen ausbrach, tröstete ihn die Erkenntnis, daß Jehova sein Flehen hörte (Psalm 6:6, 9; 55:2-5, 22). Auch wenn Davids dankerfülltes Herz ihn in einer schlaflosen Nacht veranlaßte, über Jehova nachzusinnen, hatte dieser Kenntnis davon (Psalm 63:6; vergleiche Philipper 4:8, 9). Jehova entging ebenfalls nicht, daß David eines Abends die Frau eines Nachbarn beim Baden beobachtete, und er sah, was geschah, als David — wenn auch nur für kurze Zeit — einem sündigen Verlangen gestattete, Gott aus seinem Sinn zu verdrängen (2. Samuel 11:2-4). Als der Prophet Nathan dann zu David gesandt wurde, um diesem die Schwere seiner Sünde vor Augen zu führen, hörte Jehova nicht nur die Worte aus Davids Mund, sondern er sah auch das reumütige Herz, aus dem sie kamen (2. Samuel 12:1-14; Psalm 51:1, 17). Sollten wir uns angesichts dessen nicht ernsthaft Gedanken darüber machen, wohin wir gehen, was wir tun und was in unserem Herzen ist?
    Da Gott von all unserem Tun weiß, sollte es uns nicht überraschen, daß ihm bekannt ist, wie wir die Glieder unseres Körpers gebrauchen, selbst wenn es sich um ein so kleines Glied wie unsere Zunge handelt. König David war sich dessen bewußt, und er schrieb: „Denn da ist kein Wort auf meiner Zunge, doch siehe, o Jehova, du weißt es schon ganz“ (Psalm 139:4). David wußte genau, daß nur solche Menschen als Gäste im Zelt Jehovas willkommen sind, die andere nicht verleumden und die sich weigern, mit ihrer Zunge eine gehörige Portion Geschwätz zu verbreiten und dadurch einen vertrauten Bekannten herabzusetzen. Nur wer sogar in seinem Herzen die Wahrheit redet, steht in der Gunst Jehovas (Psalm 15:1-3; Sprüche 6:16-19). Niemand von uns kann seine Zunge vollkommen beherrschen, aber David kam nicht vorschnell zu dem Schluß, daß er nichts tun könne, um seine Situation zu verbessern. Er verbrachte viel Zeit damit, Lieder zum Lobpreis Jehovas zu komponieren und zu singen. Außerdem erkannte er freimütig an, daß er Hilfe benötigte, und er bat Gott, sie ihm zu gewähren (Psalm 19:12-14). Müßten wir dem Gebrauch unserer Zunge ebenfalls ernsthaft Aufmerksamkeit schenken?
    Jehova sieht uns oder unsere Situation nicht bloß aus einer begrenzten Perspektive. Er kann sich ein vollständiges Bild machen. David gebrauchte eine belagerte Stadt als Vergleich und schrieb: „Hinten und vorn hast du mich belagert.“ In Davids Fall war Gott kein feindlicher Belagerer; er war vielmehr ein aufmerksamer Wächter. „Du legst deine Hand auf mich“, fügte David hinzu, wodurch er auf Gottes Überwachung und Schutz hinwies, die dem ewigen Wohl derjenigen dienen, die ihn lieben. „Solche Erkenntnis ist zu wunderbar für mich. Sie ist zu hoch, als daß ich sie erreichen kann“, mußte David eingestehen (Psalm 139:5, 6). So vollständig, so gründlich kennt Gott seine Diener, daß wir es nicht völlig begreifen können. Doch wir wissen genug, um die Zuversicht zu haben, daß Jehova uns wirklich versteht und daß er uns die beste Hilfe gewährt (Jesaja 48:17, 18).
    Gott kann uns helfen, wo wir auch sind
    Der Psalmist betrachtete die liebevolle Fürsorge Jehovas nun aus einem anderen Blickwinkel und fuhr fort: „Wohin kann ich gehen vor deinem Geist, und wohin kann ich enteilen vor deinem Angesicht?“ Er wollte gar nicht den Versuch unternehmen, von Jehova fortzueilen, sondern er wußte, daß Jehova bekannt wäre, wo immer er sich aufhalten würde, und daß er ihm durch seinen heiligen Geist helfen könnte. „Stiege ich zum Himmel hinauf“, sagte er weiter, „dort wärst du; und breitete ich mein Lager im Scheol aus, siehe, du wärst da. Nähme ich die Flügel der Morgenröte, so daß ich im entlegensten Meer weilte: Auch dort würde deine eigene Hand mich führen, und deine Rechte würde mich fassen. Und spräche ich: ‚Bestimmt wird Finsternis selbst mich erhaschen!‘, dann wäre die Nacht licht um mich her. Auch die Finsternis, sie würde sich dir nicht als zu finster erweisen, sondern sogar die Nacht würde leuchten so wie der Tag; die Finsternis könnte ebensogut das Licht sein“ (Psalm 139:7-12). Wohin wir auch gingen und welche Umstände uns auch träfen — nie würde Jehova uns aus den Augen verlieren und nie wären wir außerhalb der Reichweite seines Geistes, der uns helfen könnte.
    Das ließ der Prophet Jona bei einer Gelegenheit außer acht. Jehova hatte ihn beauftragt, den Bewohnern von Ninive zu predigen. Aus irgendeinem Grund war Jona der Meinung, den Auftrag nicht ausführen zu können. Angesichts des schlechten Rufs der Assyrer jagte Jona der Gedanke, in Ninive zu dienen, wahrscheinlich Angst ein. Daher versuchte er, sich zu verstecken. Im Hafen von Joppe erhielt er eine Mitfahrgelegenheit auf einem Schiff, das nach Tarschisch (was allgemein mit Spanien, über 3 500 Kilometer westlich von Ninive, in Verbindung gebracht wird) fahren sollte. Doch Jehova sah, daß Jona an Bord des Schiffes ging und sich im Laderaum schlafen legte. Gott wußte auch, wo sich Jona befand, als er später über Bord geworfen wurde, und Jehova hörte ihn, als er ihm im Bauch des großen Fisches versprach, seine Gelübde zu bezahlen. Nachdem sich Jona wieder auf trockenem Land befand, erhielt er erneut eine Gelegenheit, seinen Auftrag auszuführen (Jona 1:3, 17; 2:1 bis 3:4).
    Wieviel besser wäre es für Jona gewesen, von Anfang an darauf zu vertrauen, daß der Geist Jehovas ihm helfen würde, seinen Auftrag zu erfüllen. Doch später zeichnete Jona demütig den Bericht über seine Erlebnisse auf, und dieser Bericht hat seitdem vielen geholfen, Vertrauen zu Jehova zu beweisen, ein Vertrauen, das zu erlangen Jona offenbar so schwer fiel (Römer 15:4).
    Eine Erfahrung anderer Art machte Elia. Er hatte treu die Entscheidung Jehovas bekanntgemacht, daß Israel zur Strafe für Sünden unter einer Dürre leiden würde (1. Könige 16:30-33; 17:1). Mutig war er in der Kontroverse zwischen Jehova und Baal auf dem Berg Karmel für die wahre Anbetung eingetreten. Und er hatte alle 450 Propheten Baals im Wildbachtal Kischon hingerichtet. Doch als Königin Isebel zornentbrannt schwor, Elia zu Tode zu bringen, floh er aus dem Land (1. Könige 18:18-40; 19:1-4). War Jehova da, um ihm in dieser schweren Zeit zu helfen? Aber ja. Wenn Elia auf einen hohen Berg oder gleichsam in den Himmel hinaufgestiegen wäre, wenn er sich in einer Höhle in der Erde oder gleichsam im Scheol verborgen hätte, wenn er so schnell wie das Licht, das sich bei Tagesanbruch über die Erde ausbreitet, auf eine ferne Insel geflohen wäre — die Hand Jehovas wäre da gewesen, um ihm Kraft zu verleihen und ihn zu führen. (Vergleiche Römer 8:38, 39.) Und Jehova stärkte Elia nicht nur durch Speise für die Reise, sondern auch durch eine wunderbare Entfaltung seiner wirksamen Kraft. So gestärkt, führte Elia seinen nächsten Auftrag als Prophet aus (1. Könige 19:5-18).
    Die prophetischen Worte in Psalm 139:7-12 bedeuten nicht, daß Gott allgegenwärtig ist, daß er persönlich zu allen Zeiten überall zugegen ist. Wie aus der Bibel deutlich hervorgeht, ist das nicht der Fall (5. Mose 26:15; Hebräer 9:24). Doch seine Diener befinden sich niemals außerhalb seiner Reichweite. Das trifft auf diejenigen zu, die sich wegen theokratischer Aufgaben an ferne Orte begeben. Es war der Fall bei den loyalen Zeugen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern während des Zweiten Weltkriegs sowie bei den Missionaren, die Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre in China in Einzelhaft saßen. Nicht anders war es auch bei unseren lieben Brüdern und Schwestern in einem zentralafrikanischen Land, die wiederholt aus ihren Dörfern, ja sogar aus dem Land fliehen mußten. Nötigenfalls reicht der Arm Jehovas bis in den Scheol, das allgemeine Grab, hinein und kann Treue durch eine Auferstehung zum Leben zurückbringen (Hiob 14:13-15; Lukas 20:37, 38).
    Der Eine, der uns wirklich versteht
    Der Psalmist machte unter Inspiration darauf aufmerksam, daß Gott uns sogar schon vor unserer Geburt kannte, als er sagte: „Denn du selbst brachtest meine Nieren hervor; du hieltest mich abgeschirmt im Leib meiner Mutter. Ich werde dich lobpreisen, weil ich auf furchteinflößende Weise wunderbar gemacht bin. Deine Werke sind wunderbar, wie meine Seele es sehr wohl weiß“ (Psalm 139:13, 14). Durch die Zusammenführung der Gene unseres Vaters und unserer Mutter bei der Empfängnis entsteht ein Muster, das grundlegenden Einfluß auf unsere physischen und geistigen Fähigkeiten hat. Gott kennt diese Fähigkeiten. In Psalm 139 wird speziell auf die Nieren Bezug genommen, die in der Bibel oft gebraucht werden, um die innersten Aspekte der Persönlichkeit zu beschreiben (Psalm 7:9; Jeremia 17:10). Jehova kennt die uns betreffenden Einzelheiten schon vor unserer Geburt. Er ist es auch, der mit liebevoller Fürsorge den menschlichen Körper so gestaltet hat, daß eine befruchtete Zelle im Mutterleib eine Schutzhülle entstehen läßt, um den Embryo ‘abzuschirmen’ und zu schützen, während er heranwächst.
    Dann fügte der Psalmist hinzu, wobei er Gottes durchdringendes Sehvermögen hervorhob: „Mein Gebein war nicht vor dir verborgen, als ich insgeheim gemacht wurde, als ich in den untersten Teilen der Erde [offenbar eine poetische Bezeichnung für den Mutterleib, aber mit einer Anspielung auf Adams Erschaffung aus Staub] gewirkt wurde. Deine Augen sahen sogar den Embryo von mir, und in dein Buch waren alle seine Teile eingeschrieben hinsichtlich der Tage, da sie [die Körperteile] gebildet wurden und unter ihnen noch nicht einer [ein einzelner Körperteil] da war“ (Psalm 139:15, 16). Es steht völlig außer Frage, daß Jehova uns versteht — ob Mitmenschen uns verstehen oder nicht. Wie sollte uns das berühren?

    Im Wachtturm hieß es einmal:

    Jehova kennt uns ganz genau
    JEHOVA kennt uns wirklich, besonders wenn wir zu seinen loyalen Dienern gehören. Nicht einmal Eltern, gute Freunde oder Verwandte kennen uns so gut wie er. Gott kennt uns sogar besser als wir uns selbst.
    Jehovas uneingeschränktes Wissen über seine Diener wird in Psalm 139 anschaulich beschrieben. Was sagte David in diesem Psalm? Und wie sollte sich Gottes Wissen über uns auf unsere Worte und Taten auswirken?
    Wieviel Jehova weiß
    Da Gott unser Schöpfer ist, sollten wir erwarten, daß er uns ganz genau kennt (Apostelgeschichte 17:24-28). Folglich konnte David sagen: „O Jehova, du hast mich durchforscht, und du kennst mich“ (Psalm 139:1). Gottes Wissen über David glich Kenntnissen, die man durch eine gründliche Untersuchung erlangt. Froh darüber, daß Jehova ihn durchforschte, unterwarf sich der Psalmist voll und ganz seiner Führung und Lenkung. Auch Jehovas Zeugen ‘wälzen im Gebet ihren Weg auf Jehova und verlassen sich auf ihn’ in der Überzeugung, daß er stets tut, was recht ist (Psalm 37:5). In unserem Herzen wohnt ein Gefühl geistiger Sicherheit, weil wir bestrebt sind, uns von göttlicher Weisheit leiten zu lassen, und uns bereitwillig der Führung Gottes unterwerfen (Sprüche 3:19-26). Zu wissen, daß Gott uns beobachtet, unsere Probleme versteht und stets bereit ist, uns zu helfen, kann uns wie David trösten.
    Der Psalmist erklärte: „Du selbst hast mein Sitzen und mein Aufstehen erkannt“ (Psalm 139:2a). Gott wußte alles über Davids Tätigkeiten, ob es sich beispielsweise um sein Niedersetzen am Ende eines Arbeitstages oder um sein Aufstehen nach dem nächtlichen Schlaf handelte. Wenn wir Zeugen Jehovas sind, können wir sicher sein, daß Gott das alles auch von uns weiß.
    David anerkannte: „Du hast meine Gedanken von fern bemerkt“ (Psalm 139:2b). Obwohl Gott in den Himmeln wohnt — weit entfernt vom irdischen Schauplatz —, wußte er doch, was David dachte (1. Könige 8:43). Ein solcher Einblick sollte uns nicht überraschen, denn Jehova „sieht, wie das Herz ist“ (1. Samuel 16:7; Sprüche 21:2). Der Umstand, daß Gott auf unsere Gedanken achtet, sollte uns bewegen, über Dinge nachzudenken, die keusch, tugendhaft und lobenswert sind. Und wie passend, daß wir regelmäßig unsere Gedanken durch inbrünstige Gebete zum Ausdruck bringen, damit uns Gottes Führung und der „Frieden Gottes“ zuteil werden! (Philipper 4:6-9).
    Der Psalmist sagte weiter: „Mein Wandern und mein Liegen hast du ermessen, und du bist ja mit all meinen Wegen vertraut geworden“ (Psalm 139:3). Daß Jehova Davids Wandern von Ort zu Ort und sein Liegen beim Ausruhen ermessen hatte, bedeutete offensichtlich, daß er alles, was David tat, genau prüfte. Der Höchste hatte alle Taten Davids ermessen, um festzustellen, von welcher Art sein Verhalten war. Gott war völlig mit Davids Wegen, seiner Handlungsweise, vertraut. Möge unser himmlischer Vater, wenn er uns in ähnlicher Weise durchforscht, feststellen, daß wir ihm treu dienen und auf dem „Pfad der Gerechtigkeit“ bleiben, der zu ewigem Leben führt (Sprüche 12:28).
    Da Gott selbst das nicht verborgen blieb, was David sagen wollte, erklärte dieser: „Denn da ist kein Wort auf meiner Zunge, doch siehe, o Jehova, du weißt es schon ganz“ (Psalm 139:4). Wir mögen so betrübt sein, daß wir nicht wissen, was wir im Gebet sagen sollen, aber Jehovas „Geist selbst tritt für uns ein mit unausgesprochenen Seufzern“ (Römer 8:26). Gott nimmt das wahr, was in unseren Gesprächen ungesagt auf der Zunge bleibt, denn er kennt unsere wahren Gefühle. Und wenn wir Liebe haben, die auf „ungeheucheltem Glauben“ beruht, werden wir andere nie durch „glatte Worte“ zu täuschen suchen (1. Timotheus 1:5; Römer 16:17, 18).
    David fügte hinzu: „Hinten und vorn hast du mich belagert; und du legst deine Hand auf mich“ (Psalm 139:5). Tatsächlich umschloß Jehova David wie eine in der Schlacht belagerte Stadt. Offensichtlich erkannte der Psalmist, daß dem, was er während seines Lebens tun konnte, Grenzen gesetzt waren. Außerdem war ihm klar, daß man dem wachsamen Auge und der lenkenden Hand Gottes unmöglich entgehen kann. Diesen Versuch unternahm er natürlich genausowenig wie wir. Unser Verhalten sollte indes stets von dem Bewußtsein zeugen, daß Jehovas Hand auf uns als seinen Zeugen ruht.
    Daß Gott David kannte, erfüllte diesen mit Ehrfurcht. Deshalb erklärte er: „Solche Erkenntnis ist zu wunderbar für mich. Sie ist zu hoch, als daß ich sie erreichen kann“ (Psalm 139:6). Ganz gleich, wie erfahren oder gebildet wir sind, ist es für uns unfaßbar, wie gründlich Gott uns als einzelne kennt. Da seine Kenntnisse den menschlichen Verstand übersteigen, dürfen wir davon überzeugt sein, daß Jehova weiß, was das Beste für uns ist. Daher sollten wir uns seinem Willen unterwerfen, wenn wir um etwas gebetet haben und seine Antwort ein Nein ist. Der Apostel Johannes schrieb, „daß er uns hört, ungeachtet dessen, was wir gemäß seinem Willen bitten“ (1. Johannes 5:14).
    Kein Entrinnen vor Gottes Geist
    Außer daß Jehova die Gebete seiner loyalen Diener beantwortet, wirkt auch sein Geist auf sie ein und hilft ihnen, seinen Willen zu tun. Ja, David warf die Frage auf: „Wohin kann ich gehen vor deinem Geist, und wohin kann ich enteilen vor deinem Angesicht?“ (Psalm 139:7). Der Psalmist wußte, daß er dem Geist oder der wirksamen Kraft Jehovas nicht entrinnen konnte, denn dieser Geist kann sogar die entferntesten Teile des Universums erreichen. Niemand kann vor dem Angesicht Gottes fliehen, das heißt seinem Beobachtungsvermögen entgehen. Zugegeben, „Jona machte sich . . . auf und lief weg nach Tarschisch, von Jehova hinweg“, aber dieser Prophet konnte weder dem großen Fisch entgehen, den Gott bestellt hatte, ihn zu verschlingen, noch konnte er sich der Verantwortung für seine göttliche Zuteilung entziehen (Jona 1:3, 17; 2:10 bis 3:4). Vertrauen wir also darauf, daß uns Jehovas Geist befähigt, von Gott übertragene Aufgaben zu erfüllen (Sacharja 4:6).
    David wußte, daß es unmöglich wäre, Gott zu entkommen. Daher sagte er: „Stiege ich zum Himmel hinauf, dort wärst du; und breitete ich mein Lager im Scheol aus, siehe, du wärst da“ (Psalm 139:8). Zur Zeit des Psalmisten war mit dem ‘Hinaufsteigen zum Himmel’ das Besteigen der hohen Berge gemeint, deren Spitzen oft in Wolken gehüllt waren. Doch selbst wenn wir auf der höchsten Bergspitze stünden, befänden wir uns nicht außerhalb der Reichweite des Geistes Gottes. Und wir könnten seiner Aufmerksamkeit auch nicht entgehen, wenn wir unser Lager im Scheol aufschlügen, der den untersten Bereich der Erde darstellt. (Vergleiche 5. Mose 30:11-14; Amos 9:2, 3.)
    David sagte: „Nähme ich die Flügel der Morgenröte, so daß ich im entlegensten Meer weilte: Auch dort würde deine eigene Hand mich führen, und deine Rechte würde mich fassen“ (Psalm 139:9, 10). Was soll durch die „Flügel der Morgenröte“ angedeutet werden? Mit diesen Worten wird poetisch darauf angespielt, daß sich das Licht der Morgendämmerung schnell von Ost nach West ausbreitet, als hätte es Flügel. Wie verhielte es sich aber, wenn David die Flügel der Morgenröte nehmen und das entfernteste Meer oder die entferntesten Inseln im Westen erreichen könnte? Immer noch stünde er unter Gottes Hand oder seiner Kontrolle und Leitung. Jehova wäre durch seinen Geist bei ihm, um ihn mitfühlend zu lenken (Psalm 51:11).
    Finsternis — für Gott kein Problem
    Weder durch große Entfernung noch durch Finsternis gelangt man aus Gottes Reichweite. Daher sagte David weiter: „Und spräche ich: ‚Bestimmt wird Finsternis selbst mich erhaschen!‘, dann wäre die Nacht licht um mich her. Auch die Finsternis, sie würde sich dir nicht als zu finster erweisen, sondern sogar die Nacht würde leuchten so wie der Tag; die Finsternis könnte ebensogut das Licht sein“ (Psalm 139:11, 12). Jemand kann in völlige Dunkelheit eingehüllt sein, als ob er von ihr verschluckt worden wäre. Doch für Jehova wäre er so sichtbar, als stünde er in hellem Tageslicht. Niemand kann vor Gott irgendwelche in der Dunkelheit begangene Sünden verbergen (Jesaja 29:15, 16).
    Verborgenheit schließt nicht aus, von unserem Schöpfer beobachtet zu werden. Diesbezüglich sagte David: „Denn du selbst brachtest meine Nieren hervor; du hieltest mich abgeschirmt im Leib meiner Mutter. Ich werde dich lobpreisen, weil ich auf furchteinflößende Weise wunderbar gemacht bin. Deine Werke sind wunderbar, wie meine Seele es sehr wohl weiß. Mein Gebein war nicht vor dir verborgen, als ich insgeheim gemacht wurde, als ich in den untersten Teilen der Erde gewirkt wurde. Deine Augen sahen sogar den Embryo von mir, und in dein Buch waren alle seine Teile eingeschrieben hinsichtlich der Tage, da sie [die Körperteile] gebildet wurden und unter ihnen noch nicht einer [ein einzelner Körperteil] da war“ (Psalm 139:13-16).
    Jehova Gott, der unsere innersten Empfindungen kennt, hatte Davids Nieren gemacht. Die Nieren zählen zu den verborgensten und am schwersten erreichbaren Organen, aber Gott kann sie sehen. Er kann sogar in den Mutterleib schauen. Ja, er kann in das Innere eines sich entwickelnden Embryos sehen. Als David darüber nachdachte, auf welch wunderbare Weise er im Mutterleib gebildet worden war, wurde er veranlaßt, seinen Schöpfer zu preisen. Mit den „untersten Teilen der Erde“ meinte der Psalmist offensichtlich den Mutterleib. Dort werden — dem menschlichen Auge zwar verborgen, für Gott aber sichtbar — die Knochen, Sehnen, Muskeln, Nerven und Blutgefäße eines Babys gewirkt oder zusammengeflochten.
    Bevor Davids Körperteile im Leib seiner Mutter zu erkennen waren, kannte Gott sein Aussehen. Wieso? Weil die Entwicklung des Embryos nach einem bestimmten Muster erfolgt, als ob dabei Anweisungen aus einem Buch befolgt würden. Welch ein Beweis für Jehovas Weisheit und seine Fähigkeit, selbst Verborgenes zu sehen! Das sollte uns auch erkennen helfen, daß Gott die Menschen erschaffen hat und für das Wunder der Fortpflanzung verantwortlich ist, dem wir als einzelne unser Dasein verdanken.
    Wie kostbar Gottes Gedanken sind!
    Als David die Entwicklung eines Kindes in Betracht zog, wurde er veranlaßt, über die Weisheit Gottes nachzusinnen. Deshalb rief er aus: „Wie kostbar also deine Gedanken für mich sind! O Gott, auf wieviel beläuft sich ihre große Summe!“ (Psalm 139:17). David schätzte Jehovas Gedanken überaus, und sie sind so zahlreich, daß ihn „ihre große Summe“ beeindruckte. Wenn Gottes Gedanken in unseren Augen kostbar sind, werden wir die Heilige Schrift eifrig studieren (1. Timotheus 4:15, 16). Seine aufgezeichneten Gedanken sind „nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk“ (2. Timotheus 3:16, 17).
    Hinsichtlich der Gedanken Jehovas erklärte David: „Versuchte ich, sie zu zählen, so sind sie mehr als selbst die Körner des Sandes. Ich bin erwacht, und doch bin ich noch bei dir“ (Psalm 139:18). Gottes Gedanken sind so zahlreich wie die Sandkörner. Würde David bei Tagesanbruch beginnen, sie zu zählen, wäre er bis zum Schlafengehen noch nicht damit fertig. Beim Erwachen am Morgen wäre er immer noch bei Jehova, das heißt, er würde immer noch Gottes Gedanken zählen. Da wir Jehovas Leitung benötigen, kann es ohne weiteres sein, daß wir spät in der Nacht und als erstes am Morgen damit beschäftigt sind, unter Gebet über Gottes Gedanken und Vorsätze nachzusinnen (Psalm 25:8-10).
    Vergeltung den Bösen
    Gott sorgt für weise Leitung. Wie dachte daher David über Personen, die die göttliche Leitung verwarfen? Er betete: „O daß du, o Gott, den Bösen töten würdest! Dann werden sogar die mit Blutschuld beladenen Männer gewiß von mir weichen, die Dinge über dich sagen gemäß ihrer Idee; sie haben deinen Namen auf unwürdige Weise gebraucht — deine Widersacher“ (Psalm 139:19, 20). David versuchte nicht, die Bösen zu töten, sondern betete, daß ihnen durch die Hand Jehovas vergolten werde. Wir sollten ebenso eingestellt sein. Zum Beispiel können wir darum beten, daß wir Gottes Wort mit Freimut reden, wenn Feinde uns verfolgen (Apostelgeschichte 4:18-31). Doch wir sind nicht bestrebt, unsere Feinde zu beseitigen, denn wir wissen, daß Jehova gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ (Hebräer 10:30; 5. Mose 32:35).
    Wenn Gott die Bösen tötete, würden solche mit Blutschuld beladenen Männer von David weichen. Sie hatten Blutschuld auf sich geladen und über Jehova Dinge gesagt, die nicht seinen Gedanken entsprachen, sondern ihren eigenen Ideen. Außerdem verdienten sie den Tod, weil sie Schmach auf Gottes Namen gebracht hatten, indem sie ihn in unwürdiger Weise gebrauchten, möglicherweise um dadurch ihre bösen Pläne zu fördern (2. Mose 20:7). Mögen wir uns nie ähnlicher Sünden schuldig machen!
    Da die Bösen schuldig waren, Blut vergossen und auf Gottes Namen Schmach gebracht zu haben, erklärte David: „Hasse ich nicht die, die dich, o Jehova, aufs tiefste hassen, und empfinde ich nicht Ekel vor denen, die sich gegen dich auflehnen? Mit vollendetem Haß hasse ich sie gewiß. Sie sind mir zu wirklichen Feinden geworden“ (Psalm 139:21, 22). David empfand vor diesen Menschen Ekel, weil sie Jehova aufs tiefste haßten und sich gegen ihn auflehnten. Sie waren Feinde des Psalmisten, weil er ihre Bosheit, Gottlosigkeit und Auflehnung gegen den Höchsten verabscheute.
    Laß dich von Gott durchforschen
    David wollte nicht bösen Menschen gleichen, doch wußte er, daß er ihnen gegenüber nicht feindselig eingestellt sein sollte. Daher äußerte er die inständige Bitte: „Durchforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich, und erkenne meine beunruhigenden Gedanken, und sieh, ob in mir irgendein Weg des Schmerzes ist, und führe mich auf dem Weg der unabsehbaren Zeit“ (Psalm 139:23, 24). Wie der Psalmist sollten wir den Wunsch haben, daß Gott unser Herz durchforscht und erkennt, ob wir unrechte Beweggründe haben (1. Chronika 28:9). Wir sollten Jehova bitten, uns zu prüfen, unsere beunruhigenden Gedanken zu erkennen und zu sehen, ob irgendein Weg des Schmerzes in uns ist. Wenn uns wegen unserer Fehler Sorgen bedrängen oder uns etwas im Innern schmerzt oder unsere Beweggründe nicht stimmen, sollten wir demütig beten und uns uneingeschränkt der Leitung des Geistes Gottes und dem Rat seines Wortes unterwerfen (Psalm 40:11-13). Auf diese Weise kann uns unser bester Freund, Jehova, auf dem Weg der unabsehbaren Zeit führen, das heißt uns helfen, einen gerechten Lauf zu verfolgen, der zu ewigem Leben führt.
    Der 139. Psalm ist also für uns eine große Ermunterung. Er zeigt, daß uns unser himmlischer Vater stets zu Hilfe kommen kann, da seinen Augen nichts entgeht (Hebräer 4:16). Zudem sind wir in seiner liebevollen Fürsorge sicher, weil er uns besser kennt als wir uns selbst (5. Mose 33:27). Wenn wir ihn demütig bitten, uns zu durchforschen und uns auf Schwächen aufmerksam zu machen, können wir mit seiner Hilfe Korrekturen vornehmen. Somit sollte der Umstand, daß Gott uns als einzelne kennt, unser Leben sicherlich vorteilhaft beeinflussen. Wir sollten uns dadurch bewogen fühlen, treue Verteidiger der wahren Anbetung zu sein und vor Jehova, der uns ganz genau kennt, demütig zu wandeln.

  65. Juleam 28. Mai 2010 um 00:14 Link zum Kommentar

    Psalm 139:23-24

    Durchforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz.
    Prüfe mich, und erkenne meine beunruhigenden Gedanken,
    24 Und sieh, ob in mir irgendein Weg des Schmerzes ist,
    Und führe mich auf dem Weg der unabsehbaren Zeit.

    Wollen wir das wirklich?

    Auch dann, wenn wir merken dass wir etwas tun, was Jehova nicht gefällt? Was dann?

    Reden wir uns unser Verhalten dann schön – oder sind wir demütig genug, um anzuerkennen, dass wir im Unrecht sind und uns entsprechend zu ändern?

    Personen, die Jehova wirklich lieben – diese werden schleunigst ihr Verhalten ändern – auch wenn ihnen dies in dem Moment sehr schwer fällt und teilweise weh tut!

    Wie ist es mit uns?

    Wollen wir wirklich, dass Jehova uns auf Herz und Nieren prüft?

    Wie reagieren wir dann gegebenenfalls?

  66. Juleam 28. Mai 2010 um 11:13 Link zum Kommentar

    Psalm 142 – 144

    Psalm 142:3

    Als mein Geist in mir schwach wurde.
    Da kanntest du selbst meinen Weg.
    Auf dem Pfad, auf dem ich wandle,
    Haben sie für mich einen Fallstrick verborgen.

    Beim Lesen diese Verses mußte ich schon die letzten Tage denken „es gibt Menschen, die können keine eigenen Fehler zugeben – immer sind die anderen Schuld, wenn etwas nicht klappt“.

    Kurz danach habe ich mir wieder den Vortrag „wie nennst du den Stein?“ angehört.

    Hier fragt der Bruder, ob wir wirklich ein persönliches Verhältnis zu Jehova gehabt haben können, wenn das Verhalten anderer uns dazu bringen kann, uns von Jehova abzuwenden.

    Fakt ist, dass es tatsächlich Personen gibt, die alles daran setzen, um uns von der wahren Anbetung abzubringen. Und: Ja, es ist sehr schlimm, wenn uns dauernd Knüppel vor die Füße geworfen werden.

    Aber was hat das mit Jehova zu tun und damit, dass wir ihm aus diesem Grund vielleicht nicht mehr dienen wollen?

    Mein Mann und ich habe in den letzten Jahren über sehr viele Knüppel steigen müssen und das war sehr anstrengend und ermüdend. Aber an unserer Liebe zu Jehova hat sich dadurch nichts geändert. Im Gegenteil, wir sind nur noch näher an ihn ran gerückt.

    Wichtig der Gedanke aus dem Vortrag: wie wir den Stein nennen hängt davon ab, was wir daraus machen. Wenn immer alles glatt läuft, erkennen wir nicht, wo wir an uns arbeiten müssen!

    „Es könnte sein, dass wir von uns denken ‚Selbstbeherrschung ist mein zweiter Vorname‘, weil wir nie wirklich in einer Situation waren, wo wir bis aufs Blut gereizt werden. Daher werden wir nicht an diesem Punkt arbeiten. Aber dann kommt eine Situation in der großen Dangsal, wo wir sie dringend brauchen würden und haushoch versagen – und dadurch von Jehova verworfen werden“.

    Ich selbst kenne mich in den letzten 1,5 Jahren nicht mehr wieder. Ich habe mich immer für einen sehr geduldigen und mitfühlenden Menschen gehalten, für jemanden mit dem man gut auskommen kann. Jemand, der für alles Verständnis hat und Frieden und Harmonie um jeden Preis sucht. Dann sind die äußeren Umstände (die wir nicht ändern können) so erdrückend geworden, dass ich mich nicht wiedererkannt habe. Ich habe mich richtig erschrocken und das Gesicht von mir, das mir aus der Bibel entgegen sah, war furchtbar häßlich.

    Seither arbeite ich noch intensiver an mir und daran, noch geduldiger zu werden und die Selbstbeherrschung möglichst in jeder Situation zu bewahren.

    Aber ich habe auch schon was gelernt: die Fehler nicht bei dem anderen zu suchen, sondern bei mir – und bei der Versöhnung den ersten Schritt zu machen, selbst wenn ich immer noch meine, dass „ich im Recht bin“ und eigentlich der andere auf mich zugehen müsse.

    Dies ist der Grundgedanke aus dem Vortrag „wie nennst du den Stein?“:

    das Beste aus der Situation machen und diesen Stein als Stufe zu nutzen, als eine Art Aussichtspunkt – um zu sehen, wo wir stehen!

    Das ist nicht immer so einfach, denn wer wird schon gern kritisiert?

    Aber ich habe mir in den letzten Jahren angewöhnt, in kritischen Situationen noch mehr in der Bibel zu lesen und in der Wtlib nach Lösungsansätzen zu graben.

    Wenn wir es genau nehmen, müßten wir uns eigentlich mit einem großen Blumenstrauß bei den Personen bedanken, die uns verfolgen und auch bei unseren Brüdern, die uns bis aufs Blut reizen.

    Interessant in der Veranschaulichung ja auch der Gedanke, dass die Schwester Trampeltier ja eigentlich Gutes wollte. Sie ist der Schwester Schmerz ja nicht absichtlich auf den kranken Zeh gelatscht – sondern sie hatte gesehen, dass Schwester Schmerz irgendwie traurig und bedrückt aussah und ist darum zu ihr hingeeilt, um sie trösten zu umarmen.

    Sehr gute und wichtige Gedanken.

    Wie ist es mit uns?

    Suchen wir die Fehler immer bei den anderen?

    Sehen wir Probleme als eine Chance, als Möglichkeit um zu sehen wo wir wirklich in Jehovas Augen stehen?

    Arbeiten wir bereitwillig an uns?

    Sind wir uns unserer eigenen Fehler und Schwächen bewußt – und können sie auch zugeben?

  67. Juleam 28. Mai 2010 um 11:50 Link zum Kommentar

    Psalm 142:4

    Schau zur Rechten und sieh,
    Daß niemand da ist, der mir irgendwelche Anerkennung zollt.
    Mein Zufluchtsort ist mir entschwunden;
    Da ist niemand, der sich nach meiner Seele erkundigt.

    Auch ein sehr großer Schwachpunkt bei mir: mir ist die Anerkennung von Menschen sehr wichtig, was sie von mir denken.

    Zwar habe ich in den letzten Jahren daran gearbeitet und auch schon viel erreicht – aber so ganz ist der Wunsch nach Anerkennung noch nicht weg. Ab und zu kommt es wieder bei mir durch.

    Sehr interessant dazu der Artikel in dem neuen Studienwachtturm vom 15. August 2010:

    Beuge dich nicht dem Druck der öffentlichen Meinung!

  68. Juleam 28. Mai 2010 um 11:52 Link zum Kommentar

    Psalm 143:4-6

    Und mein Geist wird in mir schwach;
    In meinem Innern zeigt sich mein Herz empfindungslos.

    5 Ich habe der Tage der Vorzeit gedacht;
    Ich habe nachgesonnen über all dein Tun;
    Willig befaßte ich mich fortwährend mit dem Werk deiner eigenen Hände.

    6 Ich habe meine Hände zu dir ausgebreitet,

    Was tun wir, wenn uns alles zu viel wird, wenn wir das Gefühl haben, wir kõnnten all das Schlimme nicht eine Sekunde länger ertragen?

    Wenden wir uns dann an Jehova? Bitten wir ihn um Hilfe? Vertrauen wir uns IHM an?

    Befassen wir uns dann mit IHM und seinem Wort? Damit, was er in der Vergangenheit schon alles für sein Volk getan hat – und für uns?

    Haben wir ein eigenes Buch „Erfahrungen mit Jehova“?

    Tröstet es uns, wenn wir „darin blättern“?

  69. Juleam 28. Mai 2010 um 11:53 Link zum Kommentar

    Psalm 143:8

    Am Morgen laß mich deine liebende Güte hören,
    Denn auf dich habe ich mein Vertrauen gesetzt.
    Tu mir den Weg kund, auf dem ich wandeln sollte,
    Denn zu dir habe ich meine Seele erhoben.

    Lesen wir täglich in der Bibel?

    Ist uns dies so wichtig wie die Tasse Kaffe am Morgen? Haben wir ebenso ein Verlangen danach?

    Wollen wir uns von Jehova leiten lassen?

    In jedem Bereich unseres Lebens?

    Bestimmt unser Glaube an Jehova und sein Wort und seine Maßstäbe alles was wir tun?

  70. Thomasam 28. Mai 2010 um 18:13 Link zum Kommentar

    Psalm 142-144
    Zitate von J.N.Darby


    In Psalm 142 wird Jehova als die alleinige Zuflucht betrachtet.

    Psalm 143
    Der Fromme fleht hier besonders um Güte und Erbarmen, und dass, während er vom Feinde verfolgt und bedrängt wird, nicht auch Jehova mit ihm ins Gericht gehen, sondern ihm Güte erzeigen möge. Als Jehovas Knecht fleht er um Unterweisung und Leitung. Wir sehen, dass alle diese Psalmen aus großer Bedrängnis heraus reden; doch der Treue steht in Verbindung mit Jehova und wartet darauf, dass die Feinde abgeschnitten werden.

    In Psalm 144 wird Jehova als die Quelle der Kraft gepriesen. Der Glaube erwartet die Vernichtung der Feinde; denn was ist der Mensch? Warum sollte Jehova den Menschen, der doch nur ein Wurm ist, beachten und um seinetwillen den Anbruch der Segnungen hinausschieben, indem Er das Gericht verzögert? So wird die Befreiung hier erwartet, damit die volle, endgültige Segnung für Israel anbrechen könne. „Glückselig das Volk, dem also ist! Glückselig das Volk, dessen Gott Jehova ist!“ Zunächst bezieht sich der Psalm auf David selbst, der sich auch in demselben nennt (V. 10); er erkennt Gott als die Quelle seiner königlichen Macht an, als Den, der ihm sein Volk unterwirft. … Ja, es wird ein großer Tag sein, wenn Jehova die Macht der Feinde Israels für immer niederwerfen und in den Mund Seines Volkes ein neues Lied legen und es mit Segen krönen wird. Sicherlich wird dann der Messias ihr Haupt sein; doch David selbst spricht davon in prophetischer Weise. Der wahre Geliebte wird sicherlich ihr Haupt sein.

    Im Wachtturm hieß es einmal:

    Was hat in unserem Leben absoluten Vorrang?
    „Tu mir den Weg kund, auf dem ich wandeln sollte“ (PSALM 143:8).
    DAS Leben ist, wie wir alle wissen, angefüllt mit Tätigkeiten und Interessen. Bei näherer Betrachtung erweist sich manches davon als unverzichtbar. Anderes ist dagegen weniger wichtig oder sogar sinnlos. Wer zu dieser Erkenntnis gelangt, ist der gleichen Meinung wie König Salomo, einer der weisesten Menschen, die je gelebt haben. Nachdem er sich damit auseinandergesetzt hatte, was man im Laufe seines Lebens alles tut, kam er zu dem Schluß: „Fürchte den wahren Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze Pflicht“ (Prediger 2:4-9, 11; 12:13). Was bedeutet das für uns heute?
    Wer ‘den wahren Gott fürchten und seine Gebote halten’ möchte, sollte sich folgende entscheidende Frage stellen: „Was hat in meinem Leben absoluten Vorrang?“ Zugegeben, über diese Frage macht man sich nicht jeden Tag Gedanken. Aber was spricht dagegen, es jetzt einmal zu tun? Dabei könnten uns einige weitere Fragen in den Sinn kommen, die sich daraus ergeben, wie zum Beispiel: „Lege ich möglicherweise ungebührlich großen Nachdruck auf meine Arbeit, meinen Beruf oder auf materielle Dinge? Wie wichtig sind für mich meine Wohnung, meine Familie und andere mir nahestehende Menschen?“ Ein Jugendlicher könnte sich fragen: „Wieviel Zeit und Aufmerksamkeit widme ich meiner Bildung? Gilt mein Hauptinteresse womöglich einem Hobby, dem Sport, irgendeinem Bereich der Unterhaltung oder der Technik?“ Und ungeachtet unseres Alters oder unserer Umstände sollten wir uns angebrachterweise fragen: „Welchen Platz hat der Dienst für Gott in meinem Leben?“ Über die Notwendigkeit von Prioritäten sind wir uns wahrscheinlich alle einig. Doch wie und wo können wir Hilfe finden, unsere Prioritäten weise zu setzen?
    „Absoluten Vorrang haben“ bedeutet eigentlich, daß etwas vor allem anderen kommt oder als erstes berücksichtigt werden muß. Jeder von uns, ob er bereits ein Zeuge Jehovas ist oder zu den Millionen aufrichtigen Erforschern des Wortes Gottes gehört, die mit Jehovas Zeugen verbunden sind, sollte sich folgende Wahrheit vor Augen führen: „Für alles gibt es eine bestimmte Zeit, ja eine Zeit für jede Angelegenheit unter den Himmeln“ (Prediger 3:1). Darin inbegriffen ist unser berechtigtes, liebevolles Interesse an unseren familiären Beziehungen (Kolosser 3:18-21). Es schließt ein, durch die Berufstätigkeit auf ehrliche Weise für unsere Familie zu sorgen (2. Thessalonicher 3:10-12; 1. Timotheus 5:8). Und als Ausgleich nehmen wir uns Zeit für ein Hobby, gelegentlich auch für Unterhaltung oder Entspannung. (Vergleiche Markus 6:31.) Aber erkennen wir bei einer ernsthaften Betrachtung, daß keines von den erwähnten Dingen in unserem Leben absoluten Vorrang hat? Etwas anderes ist weit wichtiger.
    Wir werden wahrscheinlich zugeben, daß die Richtlinien der Bibel eine wertvolle Hilfe sind, Prioritäten zu setzen und weise Entscheidungen zu treffen. In Philipper 1:9, 10 werden Christen beispielsweise aufgefordert, ‘noch mehr und mehr mit genauer Erkenntnis und allem Unterscheidungsvermögen überzuströmen’. Wozu? Der Apostel Paulus sagte weiter: „Damit ihr euch der wichtigeren Dinge vergewissern mögt.“ Ist das nicht einleuchtend? Auf der Grundlage einer genauen Erkenntnis kann ein Christ mit Unterscheidungsvermögen festlegen, was im Leben von größtem Interesse sein oder absoluten Vorrang haben sollte.
    Ein Beispiel in bezug darauf, was absoluten Vorrang hat
    Folgende Worte des Apostels Petrus enthalten wertvollen Aufschluß für uns: „Zu diesem Lauf wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt“ (1. Petrus 2:21). Ja, wir können erfahren, was im Leben absoluten Vorrang hat, wenn wir untersuchen, wie Jesus Christus darüber dachte. In Psalm 40:8 wurde prophetisch über ihn vorausgesagt: „Deinen Willen zu tun, o mein Gott, ist meine Lust gewesen, und dein Gesetz ist in meinem Innern.“ Den gleichen Gedanken formulierte Jesus selbst wie folgt: „Meine Speise ist, daß ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollende“ (Johannes 4:34; Hebräer 12:2).
    Hier haben wir den Schlüssel: Gottes Willen tun. Das Beispiel Jesu unterstreicht, was im Leben seiner Jünger richtigerweise absoluten Vorrang haben sollte, denn er sagte: „Jeder, der vollkommen unterwiesen ist, wird wie sein Lehrer sein“ (Lukas 6:40). Und Jesus zeigte, als er den von seinem Vater vorgesehenen Weg ging, daß es „Freuden bis zur Sättigung“ bringt, Gottes Willen den absoluten Vorrang einzuräumen (Psalm 16:11; Apostelgeschichte 2:28). Erkennen wir, was das bedeutet? Nachfolger Jesu, die es sich erwählen, dem Tun des Willens Gottes absoluten Vorrang zu geben, werden „Freuden bis zur Sättigung“ erleben und das wirkliche Leben genießen (1. Timotheus 6:19). Für uns sollte es also das Wichtigste sein, Gottes Willen zu tun, und dafür gibt es, wie wir gesehen haben, mehr als einen Grund.
    Nicht lange nachdem sich Jesus Gott dargestellt hatte, um dessen Willen zu tun, bemühte sich der Teufel, ihn davon abzubringen. Wie? Durch Versuchungen auf drei Gebieten. Jesus reagierte auf jede Versuchung mit einer unmißverständlichen biblischen Aussage (Matthäus 4:1-10). Doch weitere Prüfungen standen ihm bevor — Verfolgung, Spott, Verrat durch Judas, Falschanklagen und schließlich der Tod an einem Marterpfahl. Keine dieser Prüfungen konnte jedoch Gottes loyalen Sohn von seinem Weg abbringen. In einer besonders kritischen Situation betete Jesus: „Nicht wie ich will, sondern wie du willst. . . . dein Wille [geschehe]“ (Matthäus 26:39, 42). Sollte dieses Merkmal des uns hinterlassenen Beispiels nicht jeden von uns tief bewegen, ja uns veranlassen, ‘im Gebet zu verharren’? (Römer 12:12).
    Göttliche Anleitung hilft uns wirklich, wenn wir in unserem Leben Prioritäten setzen, vor allem wenn wir mit Feinden der Wahrheit und Gegnern des göttlichen Willens zu tun haben. Denken wir an die inständige Bitte um Anleitung, die der treue König David äußerte, als ihm Feinde Widerstand leisteten. Wir finden sie im 143. Psalm, den wir nun auszugsweise betrachten möchten. Dadurch soll uns vor Augen geführt werden, wie wir unser persönliches Verhältnis zu Jehova festigen können und was uns darin bestärken kann, weiterhin Gottes Willen zu tun und diesen in unserem Leben allem voranzustellen.
    Jehova vernimmt und erhört unsere Gebete
    David war trotz seines sündigen, sterblichen Zustands davon überzeugt, daß Jehova seiner flehentlichen Bitte Gehör schenken würde. Demütig flehte er: „O Jehova, höre mein Gebet; schenk doch meiner flehentlichen Bitte Gehör. In deiner Treue antworte mir, in deiner Gerechtigkeit. Und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir kann kein Lebendiger gerecht sein“ (Psalm 143:1, 2). Auch wenn sich David seiner Unvollkommenheit bewußt war, hatte er Gott gegenüber doch ein ungeteiltes Herz. Daher war er überzeugt, daß Gott ihm in Gerechtigkeit antworten würde. Ist das nicht ermunternd für uns? Obwohl wir Gottes Gerechtigkeit nicht erreichen, können wir zuversichtlich sein, daß er uns hört, sofern unser Herz ihm gegenüber ungeteilt ist (Prediger 7:20; 1. Johannes 5:14). In den gegenwärtigen schlimmen Zeiten müssen wir im Gebet verharren und darauf bedacht sein, ‘das Böse mit dem Guten zu besiegen’ (Römer 12:20, 21; Jakobus 4:7).
    Genau wie wir hatte auch David Feinde. Er machte unruhige Zeiten durch — nicht nur, als er vor Saul fliehen und an einsamen, unzugänglichen Orten Zuflucht suchen mußte, sondern auch, nachdem er König geworden war und von Feinden bedrängt wurde. Das berührte ihn gemäß seinen eigenen Worten wie folgt: „Der Feind hat meine Seele verfolgt . . . Er hat mich an finsteren Stätten wohnen lassen . . . Und mein Geist wird in mir schwach; in meinem Innern zeigt sich mein Herz empfindungslos“ (Psalm 143:3, 4). Hatten wir schon einmal Grund, uns ähnlich zu fühlen?
    Druck von Gegnern, Prüfungen durch wirtschaftliche Notlagen, schwere Krankheiten oder andere belastende Probleme haben bei einigen unter Gottes Volk den Gedanken aufkommen lassen, der Verzweiflung nahe zu sein. Gelegentlich kam es ihnen so vor, als sei ihr Herz empfindungslos. Sie haben sozusagen ausgerufen: „Du hast mich viele Bedrängnisse und Unglücksschläge sehen lassen, mögest du mich wieder beleben . . . Mögest du . . . mich umgeben und mich trösten“ (Psalm 71:20, 21). Wie ist ihnen geholfen worden?
    Feindseligkeit mutig begegnen
    Aus Psalm 143:5 geht hervor, was David tat, wenn er Gefahren und schweren Prüfungen ausgesetzt war: „Ich habe der Tage der Vorzeit gedacht; ich habe nachgesonnen über all dein Tun; willig befaßte ich mich fortwährend mit dem Werk deiner eigenen Hände.“ David rief sich in den Sinn, wie Gott mit seinen Dienern gehandelt und wie er auch ihn schon befreit hatte. Er sann darüber nach, was Jehova um seines großen Namens willen getan hatte. Ja, David befaßte sich unentwegt mit Gottes Werken.

    Es stärkt uns, wenn wir wie David über die Handlungsweise Jehovas nachsinnen. In Verbindung mit der Verwirklichung seines Vorsatzes sorgte Jehova für eine Rettungsvorkehrung, und zwar durch den Tod, die Auferstehung und die Verherrlichung seines Sohnes (1. Timotheus 3:16). Er hat sein himmlisches Königreich aufgerichtet, den Himmel von Satan und den Dämonen gereinigt sowie die wahre Anbetung auf der Erde wiederhergestellt (Offenbarung 12:7-12). Außerdem hat er ein geistiges Paradies ins Dasein gebracht und sein Volk mit Mehrung gesegnet (Jesaja 35:1-10; 60:22). Dieses Volk gibt jetzt, bevor die große Drangsal ausbricht, das Schlußzeugnis (Offenbarung 14:6, 7). Ja, wir haben tatsächlich vieles, worüber wir nachsinnen können.
    Wenn wir uns mit dem Werk der Hände Gottes befassen, statt menschlichen Bemühungen unsere ganze Aufmerksamkeit zu schenken, wird uns klar, daß nichts der Macht Jehovas standhalten kann. Seine wunderbaren Werke beschränken sich aber nicht nur auf die herrlichen Schöpfungswerke, die am Himmel und auf der Erde zu sehen sind (Hiob 37:14; Psalm 19:1; 104:24). Auch die Taten, die er in alter Zeit vollbrachte, um sein auserwähltes Volk aus der Hand feindlicher Bedrücker zu befreien, gehören dazu (2. Mose 14:31; 15:6).
    Den Weg kennen, auf dem wir wandeln sollten
    David betete um Hilfe, da sein Lebenssaft in ihm zu vertrocknen schien: „Ich habe meine Hände zu dir ausgebreitet, meine Seele lechzt wie ein erschöpftes Land nach dir. O eile, antworte mir, o Jehova. Mein Geist ist zu Ende gekommen. Verbirg dein Angesicht nicht vor mir, sonst müßte ich mit denen vergleichbar werden, die in die Grube hinabfahren“ (Psalm 143:6, 7). David war zwar ein Sünder, aber er wußte, daß Gott seine Lage kannte (Psalm 31:7). Auch wir könnten mitunter das Gefühl haben, unsere geistige Gesinnung sei auf einem Tiefpunkt angelangt. Doch die Situation ist nicht hoffnungslos. Jehova, der unsere Gebete hört, kann unsere Wiederherstellung dadurch beschleunigen, daß er uns durch liebevolle Älteste stärken läßt oder uns durch Artikel im Wachtturm oder durch Programmpunkte in den Zusammenkünften, die wie für uns gemacht zu sein scheinen, ermuntert (Jesaja 32:1, 2).
    Unser Vertrauen zu Jehova veranlaßt uns, ihn zu bitten: „Laß mich deine liebende Güte hören, denn auf dich habe ich mein Vertrauen gesetzt. Tu mir den Weg kund, auf dem ich wandeln sollte“ (Psalm 143:8). Wird er dann uns im Stich lassen, wenn wir dem Tun seines Willens in unserem Leben absoluten Vorrang einräumen? Der Teufel und seine Handlanger möchten uns in unserer Tätigkeit, Gottes Königreich zu verkündigen, gern behindern oder ihr Einhalt gebieten. Ob wir in einem Land tätig sind, wo die wahre Anbetung keinerlei Einschränkungen unterliegt, oder dort, wo sie unterdrückt wird — unsere vereinten Gebete entsprechen der Bitte Davids: „Befreie mich von meinen Feinden, o Jehova. Ich habe Deckung ja bei dir gesucht“ (Psalm 143:9). Wir sind vor geistigem Unglück geschützt, wenn wir im Schirm des Höchsten wohnen (Psalm 91:1).
    Unsere Überzeugung in bezug darauf, was absoluten Vorrang hat, ist gut begründet (Römer 12:1, 2). Widerstehen wir daher dem Bemühen der Welt, uns das aufzudrängen, was sie gemäß menschlichen Erwägungen für wichtig hält. Zeigen wir weiterhin in jedem Bereich unseres Lebens, daß es gemäß unserer Überzeugung absoluten Vorrang hat, Gottes Willen zu tun (Matthäus 6:10; 7:21).
    In den ersten neun Versen von Psalm 143 wird das enge persönliche Verhältnis hervorgehoben, das David zu Jehova hatte. Als er von Feinden eingeengt wurde, bat er Gott freimütig um Anleitung. Er schüttete ihm sein Herz aus und wollte sich von ihm helfen lassen, den richtigen Weg zu gehen.

  71. Thomasam 29. Mai 2010 um 18:13 Link zum Kommentar

    Psalm 145-147
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 145 geht in seinen Gedanken schon ins Tausendjährige Reich über, wenn die Drangsal vorüber ist und die volle Befreiung gefeiert werden kann. Wir hören Christum im Geiste, vielleicht sogar in Person, in der Mitte Israels Lobgesänge für Jehova anstimmen und solche in den Herzen der Menschen erwecken. Obgleich daher dieser Psalm nur der Absicht, Jehova zu preisen, Ausdruck gibt, trägt er doch den Charakter eines Wechselgesanges.
    Zuerst drückt der Psalmist seine eigene Absicht aus, Jehova zu preisen, und zwar immer und ewiglich. „Reden will ich von der herrlichen Pracht deiner Majestät.“ Man sieht, sein Herz ist mit Lob und Preis erfüllt und redet davon. Dann heißt es: „Und sie (die Menschen) werden sprechen von der Kraft deiner furchtbaren Taten, und deine Großtaten werde ich erzählen. Das Gedächtnis deiner großen Güte werden sie hervorströmen lassen und deine Gerechtigkeit Jubelnd preisen.“ Da er hier an die Güte erinnert worden ist, bricht er ab – und das ist wunderschön -, um von dieser Güte zu reden, denn „aus der Fülle des Herzens redet der Mund“. Dann heißt es weiter: „Es werden dich loben, Jehova, alle deine Werke, und deine Frommen werden dich preisen“, und zwar wird der Gegenstand ihres Rühmens die Herrlichkeit des Reiches und die Macht Jehovas sein, um den Menschenkindern kundzutun Seine Machttaten und die prachtvolle Herrlichkeit Seines Reiches; und dieses Reich ist ein ewiges Reich. In den Versen 14 – 20 wird dann der Charakter Jehovas entfaltet. In Vers 21 wiederholt der Psalmist den Vorsatz seines Herzens, das Lob Jehovas auszusprechen. Es ist, als ob der Mensch Christus hier redete. Er sagt: „Mein Gott“ (V. 1); und Jehova wird als König betrachtet. Im allgemeinen rühmt hier der Anführer des Lobes das, was Jehova Selbst ist, während die übrigen mehr die äußere Größe und die Machttaten Gottes preisen, obwohl auch jener von den Wundertaten Jehovas redet; doch ist sein Herz vor allem von der Größe, Herrlichkeit und Majestät Jehovas (V. 3. 5. 8. 9) und von Seinen Wegen und Handlungen der Gnade (V. 14 – 19) erfüllt. Wir finden also in diesem Psalm den Anführer des Lobes, ferner die Heiligen (den jüdischen Überrest) und schließlich die Menschenkinder im allgemeinen. Das ist von großem Interesse, denn es ist der Messias, der Sein Wort erfüllt: „Von dir ist mein Lobgesang in der großen Versammlung“ (Ps 22, 25). Und wie erfüllt ist Sein Herz von diesem Lobgesang! Jehovas Reich ist jetzt errichtet, und der Messias lobsingt Ihm zuerst in der Mitte Israels, dann die so wunderbar bewahrten Heiligen, und endlich stimmt, von ihnen angeleitet, die ganze Erde ein in das Lob Jehovas und preist Seine Wunderwerke.

    Psalm 146 bildet die Einleitung zu den Lobgesängen, die den Schluss des ganzen Buches der Psalmen bilden. Das Herz strömt über vom Lobe Jehovas als des Gottes Jakobs, und verkündet, was Er ist und wie gut es ist, auf Ihn zu vertrauen, den Schöpfer aller Dinge, der den Bedrückten Recht schafft, die Niedergebeugten aufrichtet, die Gerechten liebt und den Weg der Gesetzlosen krümmt. „Jehova wird regieren in Ewigkeit, dein Gott, Zion, von Geschlecht zu Geschlecht.“

    In Psalm 147 sehen wir die Heiligen in Jerusalem, in Zion, um Jehova zu preisen, und zu verkündigen, was Er ist. Er ist ihr Gott, der Jerusalem baut und die Vertriebenen Israels sammelt, der da heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und ihre Wunden verbindet. In den Versen 4 – 6 wird Seine Größe und Güte gefeiert, aber auch Sein Gericht gerühmt, und in den folgenden Versen Seine Güte, wie sie sich in der Segnung der Erde kundgibt, besungen. Jehova hat nicht Wohlgefallen an natürlicher Kraft, sondern an denen, die Ihn fürchten. In Vers 12 wendet sich das Lob wieder Seiner gnädigen Handlungsweise mit Jerusalem zu. Die Verse 15 – 18 zeigen, wie Er in Seiner Macht die Naturereignisse leitet.

    Im Wachtturm hieß es einmal:

    Jehova gebührt ewiger Lobpreis
    „Den ganzen Tag will ich dich segnen, und ich will deinen Namen preisen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (PSALM 145:2).
    JEHOVAS loyaler Diener David hatte viele Gründe, Gott zu preisen. Dieser bekannte König des Volkes Israel kannte Jehovas Größe und Güte und wußte, daß dessen Königtum ewig währt. Dem Höchsten gebührt Lobpreis dafür, daß er das Begehren alles Lebenden befriedigt und seinen treuen Dienern Barmherzigkeit erweist.
    Solchen Lobpreis brachte David im 145. Psalm Gott dar. Die Anfangsbuchstaben der Verse dieses akrostichischen Psalms entsprechen im Hebräischen den aufeinanderfolgenden Buchstaben des Alphabets; nur ein Buchstabe (Nun) wurde ausgelassen. Die akrostichische Form war vielleicht eine Gedächtnisstütze. Der 145. Psalm rühmt Jehova zum Beispiel mit den Worten: „Den ganzen Tag will ich dich segnen, und ich will deinen Namen preisen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Psalm 145:2). Aber wie sollte dieser Psalm uns berühren? In welcher Hinsicht kann er uns in bezug auf unser Verhältnis zu Gott eine Hilfe sein? Um das festzustellen, betrachten wir zunächst die Verse 1 bis 10.
    Jehovas Größe — unerforschlich
    David war ein König, doch erkannte er an, daß Jehova als Souverän über ihm stand, indem er sagte: „Ich will dich erheben, o mein Gott und König, und ich will deinen Namen segnen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Psalm 145:1). Mit derselben Ehrfurcht erheben Jehovas Zeugen den Namen Gottes und preisen ihn auf der ganzen Erde. Die Beteiligung an dieser Tätigkeit bereichert unser Leben. Wie David schulden wir Jehova, ‘unserem Gott und König’, Gehorsam und Unterwürfigkeit. Und das zu Recht! Er ist der „König der Ewigkeit“ (Offenbarung 15:3). Außerdem gibt uns Jesus Christus, der größere David, der seit 1914 vom himmlischen Berg Zion aus herrscht, ein hervorragendes Beispiel der Unterwürfigkeit gegenüber Jehova, dem ewigen König.
    David sagte, er wolle ‘den Namen Gottes segnen’. Wie ist das einem Menschen überhaupt möglich? Nun, jemand zu segnen bedeutet unter anderem auch, gut von ihm zu reden. Dadurch, daß wir Gottes Namen segnen, lassen wir erkennen, daß wir tiefe Liebe zu ihm und zu seinem heiligen Namen, Jehova, haben. Wir beklagen uns nie über Gott, haben nie etwas an ihm auszusetzen, stellen seine Güte nie in Frage. Nur mit dieser Einstellung und nur wenn wir uns Jehova hingegeben haben und als seine getauften Zeugen die Lauterkeit bewahren, können wir mit David sagen, daß wir ‘Gottes Namen für immer segnen wollen’. Bewahren wir uns in Gottes Liebe, so werden wir die Gabe des ewigen Lebens empfangen und Jehova ewig segnen können (Judas 20, 21).
    Wenn wir unseren Lebengeber wirklich lieben, werden wir mit David sagen: „Den ganzen Tag will ich dich segnen, und ich will deinen Namen preisen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Psalm 145:2). Wie nutzlos wäre ein Tag, an dem wir Gott nicht segnen würden! Seien wir nie so beschäftigt oder derart um materielle Dinge besorgt, daß wir es versäumen, täglich gut von unserem himmlischen Vater zu reden oder zu ihm zu beten. Daß wir jeden Tag beten sollten, deutete Jesus im Mustergebet mit den Worten an: „Gib uns unser Brot für den Tag, so wie der Tag es erfordert“ (Lukas 11:3). Viele Vollzeitdiener preisen Gott täglich in ihrem christlichen Predigtdienst. Doch ungeachtet unserer Verhältnisse sollte unser Herz uns drängen, Gott jeden Tag auf irgendeine Weise zu preisen. Bedenken wir: Als Jehova hingegebene Zeugen mit der Hoffnung auf ewiges Leben haben wir die wunderbare Aussicht, seinen Namen für immer zu preisen (Johannes 17:3).
    Wir haben wirklich Grund, Gott den ganzen Tag zu preisen, denn David sagte weiter: „Jehova ist groß und sehr zu preisen, und seine Größe ist unerforschlich“ (Psalm 145:3). Jehova ist in seiner Größe einzigartig, ja er ist der absolute Souverän. Der babylonische König Nebukadnezar gab zu: „Es existiert keiner, der seiner [Gottes] Hand wehren oder der zu ihm sprechen kann: ‚Was hast du getan?‘ “ (Daniel 4:34, 35). Jehova „ist furchteinflößend über allen anderen Göttern“ (Psalm 96:4). Kein Wunder, daß er „sehr zu preisen“ ist! Es gibt keine Worte, die zu erhaben wären, wenn es darum geht, ihn zu loben. Ihm gebührt uneingeschränkter, ewiger Lobpreis.
    Jehovas „Größe ist unerforschlich“. Ungeachtet, wie groß er körperlich ist, besteht seine eigentliche Größe darin, was für ein Gott er ist. Ja, das von ihm Erschaffene ist zu wunderbar, als daß wir es begreifen könnten, und wir selbst sind „wunderbar gemacht“ (Psalm 139:14; Hiob 9:10; 37:5). Überdies ist auch sein Verhalten einfach großartig. Treu erfüllt er seine Verheißungen, und liebevoll offenbart er seine Vorsätze. Dennoch werden wir niemals alles über ihn wissen. Bis in alle Ewigkeit werden wir an Erkenntnis über ihn, seine Schöpfung und seine Vorsätze zunehmen können (Römer 11:33-36).
    Jehovas Werke loben
    Zum Lobpreis unseres unerforschlich großen Gottes ist so viel zu sagen, daß sich David zu den Worten gedrängt fühlte: „Generation um Generation wird deine Werke loben, und deine Machttaten werden sie kundtun“ (Psalm 145:4). Eine Menschengeneration nach der anderen hat Jehovas Werke gelobt und von seinen Machttaten gesprochen. Welch ein Vorrecht, davon all denen zu erzählen, mit denen wir ein Heimbibelstudium durchführen! Wir können mit ihnen zum Beispiel darüber sprechen, daß Gott alles erschaffen hat (1. Mose 1:1 bis 2:25; Offenbarung 4:11). Wir können erzählen, welche Machttaten er wirkte, als er die Israeliten aus der ägyptischen Knechtschaft befreite, als er ihnen beistand, die kanaanitischen Feinde zu besiegen, als er sie im alten Persien vor der Ausrottung bewahrte, und noch vieles andere (2. Mose 13:8-10; Richter 4:15; Esther 9:15-17). Und drängt es uns nicht, unseren Kindern von den Werken und Taten Jehovas zu berichten? Wenn wir unsere Kinder so unterweisen und sie sehen, daß wir Gott freudig dienen, betrachten sie die Gottesanbetung höchstwahrscheinlich als eine Freude und wachsen mit ‘der Freude Jehovas als ihrer Feste’ auf (Nehemia 8:10; Psalm 78:1-4). Der gesalbte Überrest bildet eine freudige „Generation“ von Zeugen Jehovas und lobt die Werke Gottes gegenüber der „großen Volksmenge“, die zu der Generation gehört, die die paradiesische Erde bewohnen wird (Offenbarung 7:9).
    Wenn wir über Gottes Werke und Machttaten nachsinnen, wächst in uns die Überzeugung, daß Jehova „sein Volk um seines großen Namens willen nicht im Stich lassen“ wird (1. Samuel 12:22; Psalm 94:14). Wenn Prüfungen, Härten und Verfolgung auf uns zukommen, können wir beruhigt und davon überzeugt sein, daß der „Frieden Gottes“ unser Herz und unsere Denkkraft behüten wird (Philipper 4:6, 7). Wie passend ist es somit, daß wir mit anderen über unseren liebevollen himmlischen Vater sprechen, der uns beschützt!
    Wir sollten uns die Zeit nehmen, über Jehovas Majestät und seine Werke nachzusinnen, denn David sagte weiter: „Die herrliche Pracht deiner Würde und die Dinge deiner wunderbaren Werke, damit will ich mich befassen“ (Psalm 145:5). Gottes Würde ist furchteinflößend und ohnegleichen (Hiob 37:22; Psalm 148:13). David befaßte sich deshalb mit der herrlichen Pracht der Würde Jehovas. Auch seinen ‘wunderbaren Werken’ galt das Interesse des Psalmisten. Dazu zählte unter anderem, daß Gott durch die Sintflut Gerechtigkeit übte, indem er Sünder vernichtete und gottesfürchtige Menschen bewahrte (1. Mose 7:20-24; 2. Petrus 2:9). Über solche Ereignisse nachzudenken stärkt unser Verhältnis zu Jehova und befähigt uns, mit anderen über seine Würde und seine wunderbaren Werke zu sprechen. Während der 40 Tage, die sich Jesus in der Wildnis aufhielt, wurde er gestärkt, Versuchungen standzuhalten, indem er über das nachsann, was er durch die geöffneten Himmel erfahren hatte (Matthäus 3:13 bis 4:11). Danach sprach er mit anderen über die Würde und die wunderbaren Werke Jehovas.
    Dadurch, daß wir über Gottes Würde und seine Werke sprechen, veranlassen wir andere, ebenfalls darüber zu reden. David sagte: „Und sie werden von der Stärke deiner eigenen furchteinflößenden Dinge sprechen; und was deine Größe betrifft, ich will sie verkünden“ (Psalm 145:6). Rahab sprach von dem Schrecken, der auf die Bewohner Jerichos fiel, als sie erfuhren, wie Jehova die Israeliten am Roten Meer gerettet und ihnen zum Sieg über zwei amoritische Könige verholfen hatte. Man muß in Jericho viel über jene „furchteinflößenden Dinge“ gesprochen haben (Josua 2:9-11). Und bestimmt wird auch die bevorstehende „große Drangsal“ furchteinflößend sein (Matthäus 24:21). Was aber für Gott entfremdete Menschen so erschreckend ist, flößt gerechten Herzen die „Furcht Jehovas“ ein, das heißt eine heilsame Scheu vor ihm (Sprüche 1:7). Mit einem so ehrerbietigen Geist sprechen Jehovas Zeugen über die Kundgebungen der Macht Gottes. Ja, der große Wundertäter ist bei Gesprächen der Gesalbten mit ihren Gefährten, die eine irdische Hoffnung haben, das wichtigste Thema. Und selbst durch Verfolgung lassen sie sich nicht davon abhalten, anderen von diesen Dingen und von der „Größe“ Jehovas zu erzählen (Apostelgeschichte 4:18-31; 5:29).
    Jehova wegen seiner Güte preisen
    Gott gebührt nicht nur wegen seiner Größe Lobpreis, sondern auch wegen seiner Güte und Gerechtigkeit. Deshalb sagte David: „Bei der Erwähnung der Fülle deiner Güte werden sie übersprudeln, und deiner Gerechtigkeit wegen werden sie jubeln“ (Psalm 145:7). Jehovas Güte ist so groß, daß wir von Äußerungen darüber „übersprudeln“. Im Hebräischen wird hier der Gedanke vermittelt, daß Wasser aus einer Quelle hervorsprudelt. Lassen wir also dankbaren Lobpreis für Gott wie einen Wildbach hervorsprudeln (Sprüche 18:4). Die Israeliten vergaßen die Güte Jehovas, was für sie großen geistigen Schaden bedeutete (Psalm 106:13-43). Möge unser Herz vor Dankbarkeit überfließen, so daß andere bereuen, wenn sie erfahren, wie gut Jehova zu seinen ihm hingegebenen Zeugen ist (Römer 2:4).
    Auch Kundgebungen des Rechts und der Gerechtigkeit Gottes sollten uns veranlassen zu jubeln. Mit einer solchen Einstellung werden wir nicht nur zuerst Gottes Königreich suchen, sondern auch seine Gerechtigkeit. Stets wird uns daran gelegen sein, Jehova durch unseren Lebenswandel Lobpreis zu bereiten. Ja, wir werden regelmäßige Königreichsverkündiger sein, die im Dienst Gottes reichlich beschäftigt sind. Unser Lobpreis für Jehova wird nie zur Grabesstille verstummen (Matthäus 6:33; 1. Korinther 15:58; Hebräer 10:23).
    Jehova ist barmherzig
    David führte noch weitere lobenswerte Eigenschaften Gottes an, indem er sagte: „Jehova ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an liebender Güte“ (Psalm 145:8). Gott ist insofern gnädig, als er uneingeschränkt gut und großmütig ist (Matthäus 19:17; Jakobus 1:5). Er tut selbst denen Gutes, die ihm nicht dienen (Apostelgeschichte 14:14-17). Jehova ist auch barmherzig, mitfühlend und „eingedenk dessen, daß wir Staub sind“. Ein zerbrochenes Herz verachtet er nicht, noch verfährt er mit uns gemäß unseren Sünden, sondern er ist weit barmherziger als der liebevollste menschliche Vater (Psalm 51:17; 103:10-14). Den größten Beweis seiner Barmherzigkeit lieferte Gott, als er seinen geliebten Sohn sandte und dieser für uns starb, damit wir mit Gott versöhnt werden und wirklich seine Gnade schmecken können (Römer 5:6-11).
    Unser himmlischer Vater ist langsam zum Zorn. Bei ihm gibt es keinen Wutausbruch. Jehova ist zudem „groß an liebender Güte“. Das hebräische Wort bezeichnet eine Güte, die der Liebe entspringt und an einer Sache festhält, bis der Zweck in Verbindung mit dieser Sache erfüllt ist. Eine andere Übersetzung wäre „loyale Liebe“. Gott bekundet zum Beispiel liebende Güte oder loyale Liebe, wenn er Menschen befreit oder am Leben erhält, wenn er sie behütet und beschützt, ihnen in Schwierigkeiten Erleichterung bringt und sie aufgrund des Lösegeldes von Sünde erlöst (Psalm 6:4; 25:7; 31:16, 21; 40:11; 61:7; 119:88, 159; 143:12; Johannes 3:16). Der Umstand, daß Jehova Harmagedon nicht sogleich nach dem ‘Krieg im Himmel’ herbeigeführt hat, ermöglicht es vielen, gerettet zu werden — ein Ausdruck großer liebender Güte Gottes (Offenbarung 12:7-12; 2. Petrus 3:15).
    In Anbetracht der Barmherzigkeit Gottes kann man bei ihm wirklich von Großherzigkeit sprechen. David erklärte: „Jehova ist gut gegen alle, und seine Erbarmungen sind über alle seine Werke“ (Psalm 145:9). Ja, Gott war gut zu den Israeliten. Auch kann gesagt werden, daß „er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt“ (Matthäus 5:43-45). In Eden verhieß Jehova einen „Samen“, der ein Segen sein würde. Später sagte er zu Abraham: „Durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Nationen der Erde . . . segnen“ (1. Mose 3:15; 22:18). Und seine Güte ist in der gegenwärtigen „Zeit des Endes“ so groß, daß jeder ‘kommen und vom Wasser des Lebens kostenfrei nehmen’ kann (Daniel 12:4; Offenbarung 22:17). Jehova ist bereit, allen vernunftbegabten Geschöpfen Gutes zu erweisen, und seine Güte sollte bewirken, daß wir uns immer mehr zu ihm hingezogen fühlen.
    Jehovas „Erbarmungen sind [insofern] über alle seine Werke“, als er für Mensch und Tier reichlich sorgt. Er ist derjenige, „der Speise gibt allem Fleisch“ (Psalm 136:25; 147:9). Es ist keinesfalls so, daß Gott die Reichen ehrt und die Unterdrückten verachtet, daß er die Stolzen erhöht und die Demütigen verabscheut, daß er die Törichten erhebt und die Weisen erniedrigt. Sündige Menschen tun dies zwar, nicht aber unser barmherziger himmlischer Vater (Psalm 102:17; Zephanja 3:11, 12; Prediger 10:5-7). Und wie groß sind doch die Barmherzigkeit, die Güte und die loyale Liebe Gottes, die die Rettung durch das Loskaufsopfer seines geliebten Sohnes ermöglichen! (1. Johannes 4:9, 10).
    Loyalgesinnte segnen Jehova
    Gott gebührt der Lobpreis der ganzen Schöpfung. David drückte es in den Worten aus: „All deine Werke werden dich lobpreisen, o Jehova, und deine Loyalgesinnten werden dich segnen“ (Psalm 145:10). Gottes Schöpfungswerke „lobpreisen“ ihn, wie ein gut gebautes Haus seinen Erbauer ehrt und eine schöne Vase ihren geschickten Töpfer. (Vergleiche Hebräer 3:4; Jesaja 29:16; 64:8.) Jehovas Schöpfungswerke sind so wunderbar, daß sich Engel und Menschen bewogen fühlten, ihn zu preisen. Engelsöhne Gottes jauchzten beifällig, als er die Erde gründete (Hiob 38:4-7). David sagte, daß ‘die Himmel die Herrlichkeit Gottes verkünden und die Ausdehnung das Werk seiner Hände kundtut’ (Psalm 19:1-6). Wir können Jehova lobpreisen, wenn wir sehen, wie ein Falke in die Lüfte steigt oder wie eine Gazelle über einen Grashügel hinwegsetzt (Hiob 39:26; Hoheslied 2:17). Lobpreis geziemt sich, wenn wir Feldfrüchte ernten oder bei Freunden ein Mahl einnehmen (Psalm 72:16; Sprüche 15:17). Auch unser wunderbar gebildeter Körper kann uns zu Äußerungen dankbaren Lobpreises gegenüber Gott veranlassen (Psalm 139:14-16).
    Jehovas geistgesalbte „Loyalgesinnte“, die noch auf der Erde sind, segnen ihn. Sie reden gut von ihm und sehnen sich danach, daß sein Wille auch auf der Erde wie bereits im Himmel geschieht (Matthäus 6:9, 10). Die Gesalbten sprechen mit anderen über Gottes wunderbare Werke, und als Ergebnis nimmt die große Volksmenge ständig zu. Alle ihre Glieder dienen zusammen mit den gesalbten Loyalgesinnten eifrig als Königreichsverkündiger. Drängt dich Dankbarkeit dazu, dich regelmäßig an diesem Werk zum Lobpreis Gottes zu beteiligen?
    Als Zeugen Jehovas bringen wir wie David Gott Lobpreis dar. Die Heiligung des Namens Jehovas und der diesem Namen gebührende Lobpreis sind für uns von überragender Bedeutung. Da der göttliche Name durch Gottes Königreich geheiligt werden wird, ist die biblische Lehre vom Königreich ein wesentlicher Bestandteil der guten Botschaft, die wir verkündigen. Wirft der 145. Psalm auch darauf Licht? Was wird unsere Betrachtung des übrigen Teils dieses Psalms ergeben? In welch anderer Hinsicht beweist er, daß Jehova ewiger Lobpreis gebührt?

    Wer wird den König preisen?
    „Ich will dich erheben, o mein Gott und König, und ich will deinen Namen segnen bis auf unabsehbare Zeit, ja für immer. Den ganzen Tag will ich dich segnen, und ich will deinen Namen preisen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Ps. 145:1, 2).
    KÖNIG David schrieb Worte des Lobpreises über seinen himmlischen König, Jehova Gott. Einigen mag es recht ungewöhnlich erscheinen, daß sich ein irdischer König so ausdrucksvoll zugunsten eines anderen Königs äußerte, der ihm übergeordnet war. Doch David hatte guten Grund dazu. Seine Äußerungen entsprangen seiner Wertschätzung für diesen König, Jehova. David bekundete ihm gegenüber eine Sanftmut, die zur Weisheit gehört (Jak. 3:13). Er war ein loyaler Anbeter Jehovas und hatte ein wunderbares Verhältnis zu diesem „Herrn der Könige“ (Dan. 2:47).
    Aus den vielen Äußerungen Davids, die in der Heiligen Schrift enthalten sind, können wir erkennen, weshalb er seinen König, Jehova Gott, so sehr schätzte. Psalm 19 zeigt, daß David Jehova als Schöpfer, Gesetzgeber und Erlöser schätzte. In Psalm 24 wird gesagt, Jehova sei der Eigentümer der Erde und der König der Herrlichkeit, der Mächtige. In Psalm 103:19 bringt David seine Wertschätzung für Jehovas Königtum zum Ausdruck. Dort heißt es: „Jehova selbst hat seinen Thron in den Himmeln fest errichtet; und sein eigenes Königtum hat über alles geherrscht.“ Darauf ruft David Engel und Menschen auf, Jehova zu segnen oder zu preisen. Das Dankeslied Davids, das in 1. Chronika 16:8-36 aufgezeichnet ist, bringt seine Wertschätzung für Jehova zum Ausdruck.
    Am Ende seiner Regierungszeit sprach David vor seinem gesamten Volk die Empfindungen aus, die er sein ganzes Leben lang gehegt hatte, indem er sagte: „Gesegnet seist du, o Jehova, du Gott Israels, unseres Vaters, von unabsehbarer Zeit ja bis auf unabsehbare Zeit. Dein, o Jehova, ist die Größe und die Macht und die Schönheit und die Hoheit und die Würde; denn alles in den Himmeln und auf der Erde ist dein. Dein ist das Königreich, o Jehova, der du dich auch als Haupt über alles erhebst. Der Reichtum und die Herrlichkeit sind deinetwegen, und du beherrschst alles; und in deiner Hand sind Kraft und Macht, und in deiner Hand steht es, groß zu machen und allen Stärke zu geben. Und nun, o unser Gott, wir danken dir und preisen deinen herrlichen Namen“ (1. Chron. 29:10-13).
    DIE STREITFRAGE UM DAS KÖNIGTUM
    Jehovas Königtum wurde in Israel kurz vor der Geburt Davids zu einer Streitfrage. Es war gegen Ende der Amtszeit Samuels als Richter, wie aus 1. Samuel 8:4-20 zu entnehmen ist. Doch was veranlaßte das Bundesvolk Jehovas, einen König als Herrscher zu erbitten und so Jehova zu verwerfen? Die Israeliten sagten zu Samuel, sie wollten so sein wie all die anderen Nationen. Jehova warnte sie durch Samuel, daß sie einen hohen Preis bezahlen müßten, wenn sie wie die anderen Nationen sein und einen menschlichen König über sich haben wollten. In Wirklichkeit war es für sie viel besser, Jehova als König zu haben. (Siehe auch 5. Mose 4:7.)
    Die Streitfrage war in Israel schon einmal aufgetaucht, nämlich nachdem Jehova dem Volk unter der Leitung Gideons den Sieg über die Midianiter gegeben hatte. „Später sprachen die Männer von Israel zu Gideon: ,Herrsche über uns, du und dein Sohn wie auch dein Enkel, denn du hast uns aus der Hand Midians gerettet.‘ Aber Gideon sprach zu ihnen: ,Ich selbst werde nicht über euch herrschen, noch wird mein Sohn über euch herrschen. Jehova ist es, der über euch herrschen wird‘ “ (Ri. 8:22, 23). Gideon war loyal; er lehnte den Antrag des Volkes Israel ab und bestätigte das Königtum Jehovas. Doch nicht lange nach dem Tod Gideons ermordete einer seiner Söhne namens Abimelech die meisten seiner Brüder und setzte sich selbst als König ein, aber seine Herrschaft war nur von kurzer Dauer, und er nahm ein schreckliches Ende (Ri., Kap. 9). Diese Vorkommnisse waren in Israel wohlbekannt. Sie zeigen, daß das Königtum Jehovas im Laufe der Jahrhunderte wiederholt angefochten wurde. Auch bestand während dieser ganzen Zeit für jeden einzelnen die Gelegenheit, seine Loyalität gegenüber Jehova, dem König, zu bekunden.
    Wie Gottes Wort zeigt, hatten die Angehörigen der weltlichen Nationen schon in sehr früher Zeit Könige über sich. Nicht lange nach der Flut wurden menschliche Königreiche im Widerstand gegen Jehova organisiert, wie es in 1. Mose 10:8-12 berichtet wird. Das geschah unter dem Einfluß Satans, des Teufels, der als erster die Rechtmäßigkeit der Herrschaft Jehovas anfocht, indem er sich gegen Jehova auflehnte und versuchte, andere Geschöpfe von der Anbetung Jehovas wegzuziehen. Jehova hat dem Bösen Zeit eingeräumt, damit er versuchen kann, seine Behauptungen zu beweisen. Er hat auch enthüllt, wie die Sache ausgehen wird (1. Mose 3:15).
    JEHOVAS GRÖSSE VERLANGT LOBPREIS
    David wurde von Samuel im Auftrag Jehovas gesalbt. „Und der Geist Jehovas begann von jenem Tage an über David wirksam zu sein“ (1. Sam. 16:12, 13). David ist ein gutes Beispiel für die Wirksamkeit des Geistes Jehovas über seinen Loyalgesinnten. Gottes Geist trieb David dazu an, die vielen Psalmen zu schreiben, in denen er Jehova pries (2. Sam. 23:2). Eine seiner schönsten Lobpreisungen ist der 145. Psalm. In diesem Psalm segnet, preist, rühmt und verherrlicht er Jehovas Güte, Größe, Macht, Gerechtigkeit, Ewigkeit, Unerforschlichkeit und Barmherzigkeit. Welche Wertschätzung jüdische Gelehrte für diesen Psalm haben, geht aus der Tatsache hervor, daß er dreimal in ihrer täglichen Liturgie vorkommt. Im Hebräischen heißt das Buch der Psalmen Tehillím, was „Lobpreisungen“ bedeutet. Psalm 145 ist der einzige Psalm, dessen Überschrift „Ein Lobpreis“ lautet, die Singularform dieses Begriffes.
    Schon die einleitenden Verse dieses Psalms strömen von Freude und Wertschätzung über:
    „Ich will dich erheben, o mein Gott und König, und ich will deinen Namen segnen bis auf unabsehbare Zeit, ja für immer. Den ganzen Tag will ich dich segnen, und ich will deinen Namen preisen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Ps. 145:1, 2).
    Bibelkommentatoren legen den Entschluß Davids, Gottes Namen „bis auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ zu preisen, im allgemeinen in dem Sinne aus, daß er ihn so lange preisen wollte, wie er lebte. Doch drückt der Entschluß Davids nicht noch etwas mehr aus? Um den Namen Gottes für immer preisen zu können, müßte man auch für immer leben. Hatte David nicht die Zukunftshoffnung auf ewiges Leben? Gewiß hat heute die „große Volksmenge“ der „anderen Schafe“ als Klasse eben diese Hoffnung, nämlich den Namen Jehovas für immer segnen und preisen zu können, weil sie nie von der Erde wegsterben wird (Zeph. 2:3; Joh. 11:26; Offb. 7:14-17; 21:4).
    Davids Lobgesang geht weiter mit den Worten:
    „Jehova ist groß und sehr zu preisen, und seine Größe ist unerforschlich“ (Ps. 145:3).
    Beweise für die Größe Jehovas hat die Menschheit seit ihrer Erschaffung sehen können (Röm. 1:20). Doch nur verhältnismäßig wenig Menschen sind wirklich Lobpreiser Jehovas gewesen, trotz seiner Größe und seiner Schöpfungswerke, aus denen alle Nutzen ziehen. Tatsächlich sind Jehova und die Werke, die er getan hat, so groß, daß die Menschen selbst bis auf den heutigen Tag nur ein wenig in die komplizierte Beschaffenheit einiger seiner Schöpfungswerke eindringen konnten. Der Patriarch Hiob hatte die gleiche Wertschätzung wie David, denn er sagte von Gott, daß er „große, unerforschliche Dinge tut, wunderbare Dinge ohne Zahl“ (Hiob 5:9; 9:10; 26:14). Und der Apostel Paulus fühlte sich, nachdem er über die großartigen Vorsätze Gottes gesprochen hatte, zu dem Ausruf veranlaßt: „O Tiefe des Reichtums und der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unausspürbar seine Wege!“ (Röm. 11:33, 34).
    „Generation um Generation wird deine Werke loben, und deine mächtigen Taten werden sie kundtun“ (Ps. 145:4).
    Ja, Generationen sind gekommen und gegangen, und es waren einige darunter, die von Jehovas Macht redeten. Doch könnte man nicht auch sagen, daß der gesalbte Überrest eine „Generation“ darstellt, die Jehovas Werke gegenüber einer anderen „Generation“, der „großen Volksmenge“ der „anderen Schafe“, ‘gelobt’ hat, damit diese wiederum anderen Jehovas mächtige Taten kundtun kann? Ganz gewiß! Durch eine sorgfältige Betrachtung des Wortes Gottes haben wir, ob wir nun zu der geistigen „Generation“ oder zu der irdischen gehören, die großartigen Werke und mächtigen Taten Jehovas kennengelernt. Welch ein Vorrecht ist es doch, anderen davon zu erzählen! (Siehe Davids Beispiel, der in Psalm 68 von Jehovas mächtigen Taten sprach.)
    „Die herrliche Pracht deiner Würde und die Dinge deiner wunderbaren Werke, damit will ich mich befassen“ (Ps. 145:5).
    Wenn wir unseren Schöpfer richtig preisen wollen, müssen wir über seine herrliche Persönlichkeit und über seine wunderbaren Werke nachsinnen und uns in unserem Herzen damit befassen (Matth. 12:34). Wie zeigst du, daß du dich damit befaßt? Nimmst du dir Zeit, persönlich das zu studieren, was Gott in seinem Wort geoffenbart hat? Sinnst du dabei nach, und läßt du die Bedeutung dessen, was du studierst, tief in dich hinabdringen, so daß es einen bleibenden Eindruck bei dir hinterläßt? Wie können wir gut von Jehova Gott reden oder ihn segnen, wenn wir keine tiefe innere Überzeugung haben und ihn nicht wirklich lieben? Wertschätzung für Jehovas Pracht und Würde hilft uns, mit Begeisterung, Entschlossenheit und Bestimmtheit über den großen König zu sprechen.
    „Und sie werden von der Stärke deiner eigenen furchteinflößenden Dinge sprechen; und was deine Größe betrifft, ich will sie verkünden“ (Ps. 145:6).
    Ja, es gibt noch weit mehr, worüber wir sprechen können. In der Heiligen Schrift werden viele furchteinflößende Dinge über die Macht Jehovas geoffenbart, die er zugunsten seiner treuen Diener und gegen diejenigen, die sich zu seinen Feinden machten, anwandte. Viele dieser mächtigen Taten in der Vergangenheit sind prophetische Vorbilder und Belehrungen, die die heutige Generation der Menschheit benötigt. Ja, „alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können“ (Röm. 15:4). Indem wir von diesen Dingen in der Öffentlichkeit erzählen, erweisen wir anderen einen Liebesdienst. Sie werden dadurch warnend auf Jehovas Vorsätze bezüglich der vor uns liegenden Tage hingewiesen. Diejenigen, die davon erzählen, ziehen selbst auch Nutzen daraus, wie dies in Hesekiel 3:17-19 über den Wächter gesagt wird. Die herannahende „große Drangsal“ wird die Größe Jehovas in Verbindung mit der Verwirklichung seines erklärten Vorsatzes noch mehr demonstrieren. Verkündigen wir ihn daher also, solange uns Jehova in dem gegenwärtigen System der Dinge die Möglichkeit dazu offenhält. In der Art und Weise, wie wir den Menschen Gottes Warnung vor dem Gericht ausrichten, können wir Jesus Christus nachahmen (Matth. 10:28-30; Luk. 19:41-44).
    „Bei der Erwähnung der Fülle deiner Güte werden sie übersprudeln, und deiner Gerechtigkeit wegen werden sie jubeln“ (Ps. 145:7).
    Wir müssen der Welt nicht nur von Jehovas großer Macht erzählen, sondern auch von seiner Güte und seiner Gerechtigkeit. Zu allen Zeiten der Geschichte hat Jehova seinen Dienern Güte erwiesen. Wenn sie ihm treu dienten, empfingen sie immer Segen in Fülle. Bis auf den heutigen Tag hat Jehova denen, die ihn lieben, außerordentliche Güte erwiesen, und das hat sie veranlaßt, einer großen Quelle gleich, die beständig Wasser hervorsprudelt, von Dankesäußerungen überzusprudeln. Dadurch wird unweigerlich in vielen anderen der Wunsch geweckt, die Fülle der Güte Jehovas ebenfalls zu verspüren. Gedanken zu wiederholen trägt dazu bei, sie im Gedächtnis zu behalten. Das ist ein wahrer Segen, denn es hilft uns, nie die Wertschätzung dafür zu verlieren, wie Jehova mit seinem Volk gehandelt hat. Es ist wirklich nutzbringend, öffentlich zu wiederholen, wie gütig Jehova zu uns gewesen ist.
    Haben wir keinen Grund, jetzt zu jubeln? Durch Adam wurden wir alle Sünder und kamen unter das Todesurteil (Röm. 5:12). Doch Jehova bekundete in Verbindung mit seinem Recht und seiner Gerechtigkeit große Liebe, indem er für die Menschheit einen Ausweg aus ihren Schwierigkeiten schuf. Das tat er durch das Loskaufsopfer Jesu Christi. Durch Jehovas geschriebenes Wort haben wir seine gerechte Handlungsweise mit seinen irdischen Kindern kennengelernt. Es ist eine Freude, diese Dinge zu sehen, und wir haben wahrhaft Ursache, über Jehova zu jubeln. Wir haben guten Grund, dem Beispiel König Davids zu folgen, der ausrief: „Was mich betrifft, ich habe auf deine liebende Güte vertraut; es frohlocke mein Herz in deiner Rettung. Ich will dem Jehova singen, denn er hat mich in belohnender Weise behandelt“ (Ps. 13:5, 6).
    „Jehova ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an liebender Güte. Jehova ist gut gegen alle, und seine Erbarmungen sind über alle seine Werke“ (Ps. 145:8, 9).
    Schon in der Frühzeit der Menschheitsgeschichte bekundete Jehova seine wunderbaren Eigenschaften gegenüber der Menschheitsfamilie, während er daranging, seinen Vorsatz, einige Menschen zu retten, zu verwirklichen. Wie Jehova vorgeht, wurde zur Zeit der Sintflut offenbar (1. Petr. 3:20). Gewiß erfuhr David Jehovas Erbarmungen und hatte allen Grund, ihn zu preisen. Wie gut macht uns doch Jesus auf Jehovas Liebe aufmerksam, wie dies aus seinen Worten in Johannes 3:16, 17 hervorgeht! Wertschätzung für Jehovas Liebe sollte uns veranlassen, uns lobend über ihn zu äußern, und uns auch dazu bewegen, andere zu lieben. Der Apostel Johannes erörterte diesen Gedanken wie folgt: „Dadurch wurde die Liebe Gottes in unserem Fall kundgemacht, daß Gott seinen einziggezeugten Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn Leben erlangen könnten. Die Liebe besteht in dieser Hinsicht nicht darin, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und seinen Sohn als ein Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat. Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, dann sind wir selbst verpflichtet, einander zu lieben“ (1. Joh. 4:9-11).
    Wenn wir sehen, wie die gegenwärtige Generation der Menschheit gegenüber Jehova handelt, und davon lesen, wie schlecht und gewalttätig die Menschen in all den Jahrhunderten waren, können wir bestimmt sagen, daß Jehova langsam zum Zorn ist. Wie dankbar sollten wir sein, daß wir in der Zeit leben können, in der Jehova noch Geduld übt! Wenn wir das richtig würdigen, was Petrus in 2. Petrus 3:9 und 15 schrieb, werden wir uns bewogen fühlen, für Jehovas große Barmherzigkeit und seine liebende Güte dankbar zu sein: „Jehova ist . . . geduldig mit euch, weil er nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, daß alle zur Reue gelangen. Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung.“
    Wir wissen, daß das System der Dinge unter Satan zur Vernichtung verurteilt ist, und daher möchten wir alle Menschen auffordern, Gottes Geduld ernst zu nehmen und die nötigen Schritte zur Rettung zu unternehmen, bevor es zu spät ist (Zeph. 2:3; Offb. 18:4). Wie glücklich können wir sein, daß wir die lebenrettenden Schritte unternommen haben! Doch als Nachkommen Adams sind wir den Schwächen des Fleisches unterworfen und machen Fehler, wie sie auch David und andere machten. Da dies so ist, lehrte Jesus uns beten: „Vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben. Und bringe uns nicht in Versuchung, sondern befreie uns von dem, der böse ist“ (Matth. 6:12, 13).
    Die Vorkehrung, die Jehova durch Jesus Christus getroffen hat, bedeutet uns allen sehr viel. Mögen wir stets Jehovas liebende Güte und seine Erbarmungen schätzen sowie alles, was er für uns getan hat! Der Apostel Paulus hatte diese Wertschätzung, denn er schrieb: „Ich bin Christus Jesus, unserem Herrn, der mir Kraft verliehen hat, dankbar, weil er mich für treu erachtete, indem er mir ein Dienstamt zuwies . . . Zuverlässig ist das Wort und verdient völlige Annahme, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten. Unter diesen stehe ich an erster Stelle. Dennoch wurde mir deshalb Barmherzigkeit erwiesen, damit Christus Jesus vornehmlich durch mich seine ganze Langmut als Musterbeispiel für die zeigen könnte, die ihren Glauben zum ewigen Leben in ihn setzen werden. Dem König der Ewigkeit nun, dem unvergänglichen, unsichtbaren, dem alleinigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit für immer und ewig. Amen“ (1. Tim. 1:12, 15-17). Unsere Dankbarkeit sollte uns bewegen, Jehova mehr und mehr zu preisen, während wir ständig von seinem Königtum reden.

  72. Thomasam 30. Mai 2010 um 18:14 Link zum Kommentar

    Psalm 148-150
    Zitate von J.N.Darby


    In Psalm 148 werden zunächst die Himmel und alles, was in ihnen ist, aufgefordert, in das große Halleluja einzustimmen und Jehova zu loben, der sie geschaffen hat und an ihrer Stätte erhält. Dann wird die Erde und alles, was zu ihr gehört, aufgefordert, teilzunehmen am Lobe Jehovas, dessen Name allein hoch erhaben und dessen Majestät über Erde und Himmel ist, der aber das Horn Seines Volkes erhöht, das Lob all Seiner Frommen, des treuen Überrestes; dieser aber macht nun ganz Israel aus und bildet somit das Volk, das Ihm nahe ist. Ja, der große Schöpfer, den Himmel und Erde preisen sollen, ist der Gott Israels, und Israel ist Sein Volk.

    In Psalm 149 wird Israel insbesondere zum Lobe Jehovas aufgefordert. Wie wir überall wahrgenommen haben, steht die Schöpfung in Verbindung mit Israel (die neue Schöpfung mit der Kirche Christi), und das ist der Kreis, in dem die Psalmen sich bewegen. Ein neues Lied wird Jehova gesungen, doch es geschieht jetzt in der Versammlung der Frommen. …: Er ist ihr Schöpfer, der sie gebildet hat zu Seinem Preise, und Er ist ihr König, der in Zion regiert.
    Sodann werden die Gründe, warum man Ihn preisen soll, angegeben: Jehova hat Wohlgefallen an Seinem Volke. Wer aber macht dieses Volk aus? Die Sanftmütigen, die Er mit Rettung schmückt. Dann sagt Er: „Es sollen jubeln die Frommen in Herrlichkeit“; aber wenn einerseits Lobeserhebungen Gottes in ihrer Kehle sind, so ist andererseits das Schwert des irdischen Gerichts in ihrer Hand, um Rache zu üben an den Nationen und Völkerschaften, und um die Mächtigen zu binden, unter deren Bedrückung sie einst litten, und so an ihnen das geschriebene Gericht auszuführen. Das ist die Ehre aller Frommen Jehovas. Um wen es sich hier handelt, ist klar, wie auch die Stellung, die sie einnehmen: es sind die Sanftmütigen aus Israel, die nun aus aller Bedrängnis befreit sind, und der Herr Jesus Selbst, der jetzt König in Zion ist; sie üben Gericht an denen, die sie unterdrückt haben. Das ist, wie gesagt, „das geschriebene Gericht“. Und wir finden dadurch den Gesichtspunkt bestätigt, von dem aus ich die beiden letzten Bücher der Psalmen betrachtet habe, nämlich dass sie uns Israel wieder in Verbindung mit Jehova und in das Land zurückgebracht vorstellen, zugleich aber auch zeigen, dass die volle Segnung erst eintritt, nachdem der Messias gekommen ist und die noch im Lande befindlichen Feinde gerichtet hat. Das ist nun völlig eingetreten. Das Tausendjährige Reich selbst wird nicht beschrieben; die Psalmen bilden nur die Einleitung zu demselben. Aber indem sie Christum, wie wir Ihn in den Evangelien, finden, mit dem Überrest Israels in den letzten Tagen in Verbindung bringen, werfen sie helles Licht auf die Evangelien und helfen uns zum Verständnis derselben.

    Psalm 150 ist eine allgemeine Schluss-Aufforderung, Jehova zu loben im Heiligtum mit all den verschiedenen Instrumenten, die sich im Tempel befinden. Alles, was Odem hat wird aufgefordert, Ihn zu loben wegen Seiner Machttaten und nach der ganzen Fülle Seiner Größe. Es ist ein lauter, chorartiger Schlussgesang und dem jüdischen Tempeldienst angepasst.

  73. Juleam 12. Mai 2011 um 23:24 Link zum Kommentar

    Das Wort Jehovas ist lebendig
    Höhepunkte aus dem fünften Buch der Psalmen

    DIE Reichen behaupten womöglich: „Unsere Söhne sind gleich Pflänzlingen, aufgewachsen in ihrer Jugend, unsere Töchter gleich Ecksäulen, behauen im Palaststil, . . . unsere Kleinviehherden mehren sich zu Tausenden.“ Außerdem könnten die Begüterten ausrufen: „Glücklich ist das Volk, dem es geradeso ergeht!“ Der Psalmist hingegen sagt: „Glücklich ist das Volk, dessen Gott Jehova ist!“ (Psalm 144:12-15). Wie könnte es auch anders sein? Jehova ist der glückliche Gott und daher macht es glücklich, ihm zu dienen (1. Timotheus 1:11). Diese Wahrheit geht deutlich aus der fünften von Gott eingegebenen Liedersammlung hervor, die sich aus den Psalmen 107 bis 150 zusammensetzt.

    Das fünfte Buch der Psalmen hebt außerdem Jehovas überragende Eigenschaften hervor wie liebende Güte, Wahrhaftigkeit und Güte. Je besser wir Gottes Persönlichkeit kennen lernen, umso mehr drängt es uns, ihn zu fürchten und zu lieben. Das wiederum macht uns glücklich. Was für eine wertvolle Aussage doch das fünfte Buch der Psalmen enthält! (Hebräer 4:12).

    GLÜCKLICH AUFGRUND DER LIEBENDEN GÜTE JEHOVAS
    (Psalm 107:1 bis 119:176)

    Bei der Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft singen die Juden: „O möge man Jehova danken für seine liebende Güte und für seine wunderbaren Werke an den Menschensöhnen“ (Psalm 107:8, 15, 21, 31). David lobsingt Jehova: „Deine Wahrhaftigkeit [ist] bis hinauf zu den Wolkenhimmeln“ (Psalm 108:4). In dem folgenden vertonten Gebet bittet er: „Hilf mir, o Jehova, mein Gott; rette mich gemäß deiner liebenden Güte“ (Psalm 109:18, 19, 26). Psalm 110 spricht prophetisch von der Herrschaft des Messias. In Psalm 111:10 heißt es: „Die Furcht Jehovas ist der Weisheit Anfang.“ Gemäß dem nächsten Psalm ‘ist der Mann glücklich, der Jehova fürchtet’ (Psalm 112:1).

    Die Psalmen 113 bis 118 werden Hallelpsalmen genannt, weil darin wiederholt der Ausdruck „Halleluja“ oder „Preiset Jah!“ vorkommt. Nach der Mischna, einer im dritten Jahrhundert erstellten Aufzeichnung der bis dahin mündlichen Überlieferung, sang man diese Lieder beim Passah und bei den drei jährlichen Festen der Juden. Psalm 119, der längste Psalm und das längste Bibelkapitel, preist die Äußerungen Jehovas.

    Antworten auf biblische Fragen:

    109:23 — Was meinte David mit den Worten: „Wie ein Schatten, wenn er sich neigt, muss ich dahingehen“?
    David sprach poetisch davon, dass er bald sterben müsse (Psalm 102:11).

    110:1, 2 — Was tat Davids Herr, Jesus Christus, während er zur Rechten Gottes saß?
    Jesus fuhr nach der Auferstehung in den Himmel auf und wartete zur Rechten Gottes, bis er 1914 als König zu regieren begann. In der Zwischenzeit herrschte Jesus über seine gesalbten Nachfolger, leitete sie beim Predigen und Jüngermachen und bereitete sie darauf vor, mit ihm im Königreich zu herrschen (Matthäus 24:14; 28:18-20; Lukas 22:28-30).

    110:4 — Was bekräftigte Jehova mit einem Schwur, ohne es je zu „bedauern“?
    Dieser Schwur hat mit dem Bund zu tun, den Jehova mit Jesus Christus für ein König- und Priestertum schloss (Lukas 22:29).

    113:3 — Wie soll Jehovas Name „vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang“ gepriesen werden?
    Dazu ist mehr erforderlich als eine lokale Gruppe, die Jehova Tag für Tag verehrt und preist. Irgendwo auf der Erde geht immer gerade die Sonne auf und woanders unter und so erhellen die Sonnenstrahlen nacheinander die ganze Erde. Genauso soll Jehova auf der ganzen Erde gepriesen werden. Dazu ist Organisation nötig. Als Zeugen Jehovas haben wir die ehrenvolle Aufgabe, Gott zu preisen und uns eifrig am Verkündigen des Königreiches zu beteiligen.

    116:15 — Wie „kostbar ist in den Augen Jehovas der Tod seiner Loyalgesinnten“?
    Jehova ist das Leben seiner Anbeter so kostbar, dass der Tod aller für ihn zu schwer wiegen würde. Sonst hätte es den Anschein, als wären seine Feinde mächtiger als er. Außerdem wäre auf der Erde dann niemand mehr übrig für den Grundstock der neuen Welt.

    119:71 — Kann man dem Erleiden von Bedrängnis etwas Gutes abgewinnen?
    Bedrängnis kann uns veranlassen, noch mehr auf Jehova zu vertrauen, noch ernsthafter zu beten sowie gewissenhafter die Bibel zu studieren und danach zu handeln. Wie wir unter Belastung reagieren, kann uns zeigen, wo wir an unserer Persönlichkeit noch etwas verbessern können. Leid wird uns nicht verbittern, wenn wir erkennen, dass wir dadurch zu noch wertvolleren Menschen werden.

    119:96 — Was ist mit den Worten ‘ein Ende aller Vollkommenheit’ gemeint?
    Der Psalmist redet hier von Vollkommenheit aus menschlicher Sicht. Vermutlich dachte er daran, dass alles, was der Mensch als vollkommen gut vorschlägt, Grenzen hat. Was Gott gebietet, kennt hingegen keine solchen Grenzen. Was er rät, ist in allen Lebensbereichen anwendbar. In der Einheitsübersetzung heißt es: „Ich sah, dass alles Vollkommene Grenzen hat; doch dein Gebot kennt keine Schranken.“

    119:164 — Gott „siebenmal am Tag“ zu preisen deutet worauf hin?
    Die Zahl Sieben steht oft für Vollständigkeit. Der Psalmist sagt also, dass Jehova allen Lobpreis verdient.

    Lehren für uns:

    107:27-31. Die Weisheit der Welt wird ‘sich als verwirrt erweisen’, wenn Harmagedon über die Welt hereinbricht (Offenbarung 16:14, 16). Sie kann niemanden vor der Vernichtung bewahren. Nur diejenigen, die bei Jehova Rettung suchen, werden am Leben bleiben und ihm ‘für seine liebende Güte danken’.

    109:30, 31; 110:5. Die rechte Hand, mit der ein Soldat das Schwert führte, war gewöhnlich nicht vom Schild geschützt. Der Schild wurde nämlich links gehalten. Bildlich gesprochen steht Jehova „zur Rechten“ seiner Diener, um für sie zu kämpfen. Dadurch beschützt er sie und steht ihnen bei — ein guter Grund, ihn ‘sehr zu lobpreisen’.

    113:4-9. Jehova ist so erhaben, dass er sich sogar herabneigen muss, um ‘auf den Himmel zu schauen’. Trotzdem behandelt er den Geringen, den Armen und die Unfruchtbare mitfühlend. Der Souveräne Herr Jehova ist demütig und will, dass auch seine Anbeter demütig sind (Jakobus 4:6).

    114:3-7. Was Jehova am Roten Meer, am Jordan und am Sinai Großartiges für sein Volk getan hat, sollte uns tief berühren. Die Menschheit, dargestellt durch die „Erde“, sollte Ehrfurcht haben — sich in übertragenem Sinn ‘in Schmerzen winden’ — wegen des Herrn.

    119:97-101. Durch Gottes Wort Weisheit, Einsicht und Verständnis zu erlangen schützt uns vor geistigem Schaden.

    119:105. Gottes Wort ist eine Leuchte für unseren Fuß, weil es uns bei Problemen, die wir im Augenblick haben, Hilfe bietet. Es beleuchtet sinnbildlich auch unseren Pfad, da es uns erkennen lässt, was Gott in der Zukunft tun wird.

    GLÜCKLICH TROTZ WIDRIGER UMSTÄNDE
    (Psalm 120:1 bis 145:21)

    Wie können wir Schwierigkeiten begegnen und widrige Umstände bewältigen? Die Psalmen 120 bis 134 geben eine deutliche Antwort auf diese Frage. Wir werden mit Problemen zurechtkommen und unsere Freude bewahren, wenn wir uns an Jehova um Hilfe wenden. Diese Psalmen, so genannte Lieder der Aufstiege, wurden von den Israeliten wahrscheinlich gesungen, wenn sie zu den jährlichen Festen nach Jerusalem hinauf reisten.

    Die Psalmen 135 und 136 beschreiben Jehova im krassen Gegensatz zu machtlosen Götzen als den, der ausführt, was immer er will.

    Der 136. Psalm wurde für Wechselgesang geschrieben. Die zweite Vershälfte wurde immer als Erwiderung auf die erste Vershälfte gesungen. Der nächste Psalm berichtet, wie untröstlich die Juden in Babylon waren, die Jehova lieber in Zion anbeten wollten.

    Die Psalmen 138 bis 145 sind von David. Er will Jehova ‘mit seinem ganzen Herzen lobpreisen’. Warum? David sagt: „Weil ich auf furchteinflößende Weise wunderbar gemacht bin“ (Psalm 138:1; 139:14). In den anschließenden fünf Psalmen (140 bis 144) betet David um Schutz vor schlechten Menschen, um Zurechtweisung, um Befreiung von Verfolgern und um Anleitung für seinen Lebenswandel. Er betont, wie glücklich Jehovas Volk ist (Psalm 144:15). Nachdem David über Gottes Güte und Wahrhaftigkeit gesprochen hat, erklärt er: „Mein Mund wird den Lobpreis Jehovas reden; und alles Fleisch segne seinen heiligen Namen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Psalm 145:21).

    Antworten auf biblische Fragen:

    122:3 — In welcher Hinsicht ‘war Jerusalem in Einheit zusammengefügt’?
    In Jerusalem baute man die Häuser dicht an dicht, wie damals in Städten üblich. Die Stadt war überschaubar und dadurch leicht zu verteidigen. Durch die buchstäbliche Nähe zu den Nachbarn konnten die Bewohner außerdem auf Nachbarschaftshilfe und gegenseitigen Schutz zählen. Das lässt auf die geistige Einheit schließen, die unter den 12 Stämmen Israels herrschte, wenn sie sich zur Anbetung versammelten.

    123:2 — Welche Lehre enthält die Veranschaulichung von den Augen der Knechte?
    Knechte und Mägde schauen aus zwei Gründen auf die Hand ihres Herrn oder ihrer Herrin: um herauszufinden, was gewünscht wird, und weil sie von ihnen Schutz erwarten sowie das, was man zum Leben braucht. Genauso richten wir unsere Aufmerksamkeit auf Jehova, um zu erkennen, was sein Wille ist, und um in seine Gunst zu gelangen.

    131:1-3 — Wie hat David ‘seine Seele beschwichtigt und beruhigt gleich einem Entwöhnten bei seiner Mutter’?
    Wie ein entwöhntes Kind schließlich in den Armen seiner Mutter Trost und Geborgenheit findet, lernte David, seine Seele zu beschwichtigen und zu beruhigen „gleich einem Entwöhnten bei seiner Mutter“. Wie? Indem er nicht hochmütig oder überheblich war noch nach Aufgaben strebte, die für ihn zu groß waren. David suchte nicht nach Anerkennung, sondern kannte meist seine Grenzen und erwies sich als demütig. Es ist vernünftig, so eingestellt zu sein wie er, besonders wenn wir in der Versammlung mehr Verantwortung übernehmen möchten.

    Lehren für uns:

    120:1, 2, 6, 7. Verleumderische und beißende Bemerkungen können unerträglichen Kummer verursachen. Unsere Zunge zu zügeln ist eine Möglichkeit, erkennen zu lassen, dass wir ‘für Frieden eintreten’.

    120:3, 4. Wenn wir mit jemand auskommen müssen, der eine ‘trügerische Zunge’ hat, können wir uns damit trösten, dass Jehova zu gegebener Zeit alles richtig stellen wird. Verleumder werden durch die Hand „eines Starken“ Unglück erleiden. Zweifellos werden sie Jehovas feuriges Strafurteil zu spüren bekommen, versinnbildlicht durch die „brennenden Kohlen von Ginstersträuchern“.

    127:1, 2. Wir sollten uns stets von Jehova leiten lassen.

    133:1-3. Die Einheit unter Jehovas Dienern ist wohltuend, förderlich und erfrischend. Wir dürfen sie nicht durch Nörgeln, Streiten oder Klagen stören.

    137:1, 5, 6. Jehovas Anbeter im Exil hingen mit dem Herzen an Zion, das damals Gottes Organisation darstellte. Wie steht es mit uns? Haben wir uns loyal mit der Organisation verbunden, die Jehova heute gebraucht?

    138:2. Jehova ‘macht sein Wort selbst über all seinen Namen groß’, da die Erfüllung all dessen, was er in seinem Namen verheißen hat, unsere Erwartungen bei weitem übertreffen wird. Uns steht Großartiges bevor!

    139:1-6, 15, 16. Jehova weiß, was wir tun und denken, und weiß, was wir sagen wollen — schon bevor wir es aussprechen. Er kennt den Menschen bereits als Embryo, wenn sich die einzelnen Körperteile erst noch entwickeln müssen. Was Gott über uns als Einzelne weiß, ist „zu wunderbar“, als dass wir es ergründen könnten. Wie tröstlich: Jehova sieht nicht nur, was uns womöglich gerade bedrückt, sondern versteht auch, wie es uns berührt.

    139:7-12. Kein Ort kann so entlegen sein, dass Gottes stärkende Kraft uns nicht erreicht.

    139:17, 18. Ist uns die Erkenntnis Jehovas lieblich geworden? (Sprüche 2:10). Dann haben wir eine unerschöpfliche Quelle der Freude für uns gefunden. Jehovas Gedanken ‘sind mehr als selbst die Sandkörner’. Wir werden stets mehr über ihn lernen können.

    139:23, 24. Wir sollten Jehova bitten, unser Innerstes nach ‘Wegen des Schmerzes’ zu durchforschen — nach unangebrachten Gedanken, Wünschen und Neigungen — und uns dabei zu helfen, sie auszumerzen.

    143:4-7. Wie können wir sogar große Nöte und Entbehrungen ertragen? Das verrät uns der Psalmist: Indem wir über Jehovas Tun nachsinnen, uns fortwährend mit seinen Handlungen befassen und ihn um Hilfe bitten.

    „Preiset Jah!“

    Jedes der ersten vier Bücher der Psalmen schließt mit Lobpreis für Jehova ab (Psalm 41:13; 72:19, 20; 89:52; 106:48). Im letzten Buch ist es nicht anders. In Psalm 150:6 heißt es: „Alles, was atmet — es preise Jah. Preiset Jah!“ Das wird sich in der von Gott verheißenen neuen Welt erfüllen.

    Wir freuen uns auf diese herrliche Zeit. Doch schon jetzt haben wir allen Grund, den wahren Gott zu verherrlichen und seinen Namen zu preisen. Drängt es uns nicht, Jehova dankbaren Herzens zu preisen, wenn wir daran denken, wie glücklich wir sind, weil wir ihn kennen und ein gutes Verhältnis zu ihm haben?

    *** w06 1. 9. S. 13-16 Höhepunkte aus dem fünften Buch der Psalmen ***

  74. Juleam 13. September 2011 um 12:01 Link zum Kommentar

    Psalm 120 – 134

    Psalm 120:1-2, 6-7

    Zu Jehova rief ich in meiner Bedrängnis,
    Und er antwortete mir dann.

    2 O Jehova, befreie doch meine Seele von falschen Lippen,
    Von der trügerischen Zunge.

    6 Zu lange hat meine Seele mit denen gezeltet,
    Die den Frieden hassen.

    7 Ich trete für Frieden ein; doch wenn ich rede,
    Sind sie für Krieg.

    zu welcher Gattung zählen wir?

    Gehören wir zu denjenigen, die unter Verleumdung leiden – oder sind wir für Krieg und hassen den Frieden?

    Was verraten unsere Worte und Taten?

  75. Juleam 13. September 2011 um 12:10 Link zum Kommentar

    Psalm 121 – unser Vertrauen zu Jehova, wie stark ist es?

    Psalm 121:1-3, 7-8

    Ich werde meine Augen zu den Bergen erheben.
    Woher wird meine Hilfe kommen?

    2 Meine Hilfe [kommt] von Jehova,
    Der Himmel und Erde gemacht hat.

    3 Er kann unmöglich zulassen, daß dein Fuß wankt.
    Der dich behütet, kann unmöglich schläfrig sein.

    7 Jehova selbst wird dich behüten vor allem Unglück.
    Er wird deine Seele behüten.

    8 Jehova selbst wird dein Hinausgehen und dein Hineingehen behüten
    Von nun an bis auf unabsehbare Zeit.

    Wohin wenden wir uns, wenn wir Probleme haben?

    Rennen wir zu unseren Freunden, oder wenden wir uns vielleicht an irgendwelche Ämter und Gerichte, bereit, mit jeglichen Mitteln unser vermeintliches Recht einzufordern – auch indem wir die Gesetze „großzügig für uns auslegen“?

    Oder wenden wir uns an unseren Gott – weil wir wissen, dass ER uns niemals im Stich lassen wird?

    Hier muss ich wieder an den Artikel zum Jahrestext 2008 denken: „Steht fest und seht die Rettung Jehovas“.

    Weitere sehr ermunternde Artikel dazu findet ihr hier und hier

  76. Juleam 13. September 2011 um 12:25 Link zum Kommentar

    Psalm 122 – unsere Einstellung zu den Zusammenkünften

    Psalm 122:1

    Ich freute mich, als sie zu mir sprachen:
    „Zum Haus Jehovas laßt uns gehen.“

    wie sehen wir unsere Zusammenkünfte?

    Als eine lästige Pflicht – oder freuen wir uns die ganzen Tage zuvor schon darauf?

    Wie äußert sich dies in unserem Leben?

    Nehmen wir uns die Zeit, uns gut darauf vorzubereiten – oder sind wir mit anderen Dingen beschäftigt?

    Was haben die Gedanken im WT-Studium letzte Woche in uns bewirkt? Haben wir begriffen, wie wichtig es ist, uns auf das Wort Gottes zu konzentrieren? Uns täglich mit der Bibel zu beschäftigen und nicht unsere Zeit mit nichtigen Dingen zu verplempern?

    Warum freuen wir uns auf die Zusammenkünfte?

    Geht es uns nur darum, mit unseren Brüdern zusammenzusein, weil sie unsere Freunde sind und wir uns immer freuen, unsere Freunde zu treffen?

    Oder freuen wir uns darauf, ein weiteres Mal von Jehova belehrt zu werden? Darauf, andere zu ermuntern und zu erbauen? Uns durch sinnvolle Kommentare daran zu beteiligen?

    Was hatte Paulus den Hebräern gesagt, warum sie zusammen kommen sollten?

    Hebräer 10:24-25

    Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

    wie zeigen wir, dass wir den Grundgedanken dahinter verstanden haben?

    Freuen wir uns, wenn wir zum Haus unseres Gottes „hinaufgehen“ dürfen?

  77. Juleam 14. September 2011 um 10:07 Link zum Kommentar

    Psalm 124 – Jehova lässt uns niemals im Stich!

    Psalm 124:1-3, 6,8

    „Hätte es sich nicht erwiesen, daß Jehova mit uns war“,
    Spreche Israel jetzt,
    2 „Hätte es sich nicht erwiesen, daß Jehova mit uns war,
    Als Menschen gegen uns aufstanden,
    3 Dann hätten sie uns sogar lebendig verschlungen,
    Als ihr Zorn gegen uns entbrannt war.

    6 Gesegnet sei Jehova, der uns nicht
    Ihren Zähnen zum Raub gegeben hat.

    8 Unsere Hilfe ist im Namen Jehovas,
    Der Himmel und Erde gemacht hat.“

    Ja, wo wären wir heute, wenn nicht Jehova unsere Hand halten würde?

    Nach rein menschlichem Ermessen würde es mich garnicht mehr geben, wäre ich längst zerbrochen.

    Ja, er hat eine ganze Menge zugelassen – viel mehr, als ich gedacht hätte – und oftmals habe ich gedacht, es kann einfach nicht mehr weitergehen. Aber dann hat Jehova jedesmal meine Hand genommen und gedrückt und zu mir gesagt:

    „Nur noch eine kleine Weile. Bitte gedulde dich. Noch ist es nicht die Zeit, die ich für die richtige halte. Aber nur noch eine ganz kleine Weile und ich werde dich befreien. Und bis dahin werde ich dir die nötige Kraft und den inneren Frieden geben.“

    Die vergangenen Jahre haben mich sehr viel Kraft gekostet, nicht nur körperlich und psychisch, sondern ganz besonders emotional. Aber sie haben mich auch meinem Gott noch näher gebracht und mein Vertrauen in ihn immer mehr gestärkt. Denn ER hat sein Versprechen gehalten und uns niemals allein gelassen.

    So wissen wir: egal, was noch kommt und egal, was sich die Verleumder und andere Verfolger noch einfallen lassen – wir werden es überleben!

    Es wird uns sicherlich auch weiterhin viel Kraft kosten, aber wir verspüren auch weiterhin den ermunternden Druck von Jehovas Hand, der unsere Rechte hält und wissen: wir sind nicht allein!

    Psalm 125:1

    Die auf Jehova vertrauen,
    Sind wie der Berg Zion, der nicht zum Wanken gebracht werden kann, sondern auf unabsehbare Zeit bleibt.

  78. Juleam 14. September 2011 um 10:13 Link zum Kommentar

    Psalm 125 – Jehovas Schutzschild hat keinen „toten Winkel“

    Psalm 125:1-2

    Die auf Jehova vertrauen,
    Sind wie der Berg Zion, der nicht zum Wanken gebracht werden kann, sondern auf unabsehbare Zeit bleibt.

    2 Jerusalem — wie Berge rings darum her sind,
    So ist Jehova rings um sein Volk
    Von nun an bis auf unabsehbare Zeit.

    ein interessanter Gedanke, den ich kürzlich in einer Ansprache gehört habe:

    Im Krieg hatten die Soldaten einen Schild um sich zu schützen. Allerdings hatte der den Nachteil, dass es immer eine ungeschützte Stelle gab. Wenn sie ihn vor sich hielten, waren sie zwar vor Angriffen von vorn geschützt, aber gleichzeitig von hinten angreifbar – und umgekehrt.

    Hier wird gesagt, dass sich Jehova rings um uns her lagert, uns zu einem Schutz. Hier gibt es keine toten Winkel, hier sind wir rundum geschützt.

    Was kann uns da noch passieren?

  79. Juleam 14. September 2011 um 10:29 Link zum Kommentar

    Psalm 126 – die Zuversicht, dasss Jehova für uns entretenwird!

    Psalm 126:1-3, 5-6

    Als Jehova die Gefangenen Zions zurückkehren ließ,
    Wurden wir wie Träumende.

    2 Zu jener Zeit wurde unser Mund mit Lachen erfüllt
    Und unsere Zunge mit Jubel.
    Zu jener Zeit ging man daran, unter den Nationen zu sagen:
    „Jehova hat Großes getan durch das, was er mit ihnen getan hat.“

    3 Jehova hat Großes getan durch das, was er mit uns getan hat.
    Wir sind fröhlich geworden.

    5 Die mit Tränen säen,
    Mit Jubelruf werden sie ernten.

    6 Wer auch wirklich auszieht, selbst unter Weinen,
    Einen Beutel voll Samen tragend,
    Wird ganz bestimmt mit Jubelruf heimkommen,
    Seine Garben tragend.

    glauben wir dies?

    Sind wir ebenso zuversichtlich wie der Psalmenschreiber, dass unser Gott uns nicht im Stich lässt und uns befreien wird?

    Wenn wir bedenken, dass dies mit ein „Lied der Aufstiege“ war, eins von denen, die sie sangen, wenn sie zur wahren Anbetung nach Jerusalem hinaufgingen – dann könnten wir dies mit einem unserer Königreichslieder vergleichen, die wir in unseren Zusammenkünften singen.

    Singen wir immer mit?
    Singen wir inbrünstig mit?
    Singen wir es voller Hingabe und Überzeugung?

    Hier fällt mir wieder mein Lieblingslied – Lied 125 ein:

    „Jehova ist auf meiner Seite“ (Psalm 118:6)

    1. Mein Herz vertraut Jehova Gott
    ganz fest und treu ergeben.
    Gehorsam stets auf seinem Weg
    zu wandeln ist mein Streben.

    Auch wenn den Lebenspfad entlang
    sich Not und Kummer zeigen,
    ist Gott doch stets auf meiner Seit’.
    Zu mir wird er sich neigen.

    (Refrain)

    2. Ich weiß, mein Glaube wird erprobt
    in diesen schweren Zeiten.
    Des Teufels Brut wie Bienenschwarm
    greift an von allen Seiten.

    Doch kann ich dank Jehovas Schutz
    sie jederzeit verjagen;
    denn seine Liebe schenkt Gott uns,
    die wir sein’ Namen tragen.

    (Refrain)

    3. Jehova ist mit seinem Volk,
    er sorgt für große Mehrung.
    wo viele nun sein’ Willen tun,
    befolgen gern Belehrung.

    Gott solchen Unterstützung gibt,
    weil sie ihm wohlgefallen.
    So will auch ich in reichem Maß
    stets eifrig sein mit allen.

    (REFRAIN)

    Jehova ist auf meiner Seit’,
    ihn lobpreisen will ich für immer.

  80. Juleam 14. September 2011 um 10:33 Link zum Kommentar

    Psalm 128:1

    Glücklich ist jeder, der Jehova fürchtet,
    Der in seinen Wegen wandelt.

    hier ist das Rezept für wahres Glück – kurz und kompakt!

    Wenn wir Jehova so sehr lieben, dass wir eine Scheu davor empfinden, ihn zu enttäuschen, dann werden wir seine Gebote halten und in seinen Wegen wandeln.

    Dann werden wir wirklich glücklich sein – ganz egal, wie unsere äußeren Umstände auch aussehen mögen…!

  81. Juleam 14. September 2011 um 10:42 Link zum Kommentar

    Psalm 129 – mit Jehova an unserer Seite kann uns niemand wirklich schaden

    Psalm 129:

    „Zur Genüge haben sie mich befeindet von meiner Jugend an;
    Doch haben sie nicht die Oberhand über mich erlangt.

    4 Jehova ist gerecht.
    Er hat die Seile der Bösen zerhauen.

    5 Sie werden beschämt werden und sich zurückwenden,
    Alle, die Zion hassen.

    wenn Jehova mit uns ist, werden unsere Feinde niemals die Oberhand über uns gewinnen.

    Sie mögen zwar vorrübergehend Erfolg mit ihren Taten des Schadenstiftens haben, aber es wird nur vorrübergehend sein, nicht von Dauer!

    Jesaja 54:17

    Welche Waffe es auch immer sei, die gegen dich gebildet sein wird, sie wird keinen Erfolg haben, und welche Zunge es auch immer sei, die sich im Gericht gegen dich erheben wird, du wirst [sie] verurteilen. Das ist der Erbbesitz der Knechte Jehovas, und ihre Gerechtigkeit ist von mir aus“ ist der Ausspruch Jehovas.

    wir selbst haben es in der Hand, wir sind nicht hilflos ausgeliefert!

    Es liegt an uns, ob wir uns in Gottes Liebe bewahren – indem wir voller Liebe alles vermeiden, was ihn schmerzen würde und darauf bedacht sind, so zu leben, wie es sein Herz erfreut (Sprüche 27:11).

    Wenn wir so leben, werden wir uns auch weiterhin in Gottes Liebe bewahren – und wer sich in Gottes Liebe befindet, der muss keine Angst haben. Der hat die Zusicherung des Höchsten, dass ER ihn niemals allein lassen wird und dass ER zu seiner Zeit aufstehen und die Dinge richtig stellen wird.

    Wir glauben ganz fest daran und wir haben das Gefühl, dass SEINE Zeit für uns gerade begonnen hat und er gerade damit anfängt, aufzuräumen und die Dinge, die uns betreffen, wieder in das richtige Lot zu bringen. Dafür sind wir unserem Gott sehr dankbar!!!

  82. Juleam 29. September 2011 um 12:04 Link zum Kommentar

    Psalm 142 – 150

    Psalm 142 – wenn garnichts mehr geht…

    Psalm 142:4-5

    Schau zur Rechten und sieh,
    Daß niemand da ist, der mir irgendwelche Anerkennung zollt.
    Mein Zufluchtsort ist mir entschwunden;
    Da ist niemand, der sich nach meiner Seele erkundigt.

    5 Ich rief zu dir, o Jehova, um Hilfe.
    Ich sprach: „Du bist meine Zuflucht,
    Mein Teil im Land der Lebenden.“

    haben wir uns jemals so allein und verlassen gefühlt?

    Was, wenn wir meinen, wir stünden ganz alleine da und niemand würde sich für uns interessieren?

    Was, wenn wir meinen, wir könnten nicht mehr? Wir würden dringend jemand brauchen, der uns hilft?

    An wen sollten wir uns dann wenden? An wen wenden wir uns dann?

    Der Psalmist machte es richtig: er wandte sich an Jehova!

    Könnten wir dies auch?

    Es gibt eine Hotline und Flatrate direkt zu Jehova! Er ist immer für uns da, hat immer Zeit und immer ein offenes Ohr für uns!

    Wenden wir uns in unserer Not an IHN – dann werden wir niemals allein und verlassen sein

  83. Juleam 29. September 2011 um 12:21 Link zum Kommentar

    Psalm 142 – die Hintergründe

    Wenn wir uns die Überschrift zum Psalm 142 ansehen, erfahren wir, dass er diesen Psalm schrieb, als er sich in der Höhle befand.

    Was für eine Höhle und warum ist dies für uns wichtig?

    David war vor Saul auf der Flucht und versteckte sich mit seinen Mannen immer wieder in verschiedenen Höhlen. Interessanterweise wird im Querverweis 1. Samuel 24:3 angeführt, wo es heißt:

    Schließlich kam er zu den steinernen Schafhürden längs des Weges, wo sich eine Höhle befand. Da ging Saul hinein, um seine Notdurft zu verrichten, während David und seine Männer in den hintersten Teilen der Höhle saßen.

    David betete just in dem Moment, wo Saul sich praktisch – wenn auch unwissentlich – in seine Hände begeben hatte.

    Warum betete David hier so inbrünstig zu Jehova? Erwähnte immer wieder, dass er allein sei und niemand für ihn eintreten würde? Warum bat er IHN nicht einfach, Saul in seine Hand zu geben, damit dies endlich ein Ende haben würde?

    Kennen wir dieses Gefühl? Dass wir jahrelang immensen Druck ausgesetzt sind und mit der Hilfe Jehovas in der Lage waren, diesen Druck auszuhalten, zu kompensieren, indem wir unser Vertrauen auf Jehova setzten?

    Wissen wir, wie es ist, wenn die Befreiung greifbar nahe scheint? Wenn der Druck nachlässt und damit einem großen innerlichen Weinen Platz macht, das man meint, nicht unter Kontrolle zu haben? Wenn einem immer wieder in den Sinn kommt, was man alles erduldet hatte – einzig und allein, weil man seinem Gott treu bleiben wollte? Wenn man nach Außen hin falsch dargestellt worden ist, wenn einem dann immer wieder ganz stark Gedanken kommen, dass man die Dinge richtig stellen möchte, dass alle wissen und erkennen, dass man auf dem richtigen Weg war – auch wenn es nach Außen hin ganz anders ausgesehen hatte?

    Wenn man Angst hat, dass dieses Gefühl sich Raum verschafft und man ganz laut nach draußen schreit, wie es wirklich gewesen ist? Aber man weiß, dass es nicht ratsam wäre, dies zu tun, denn es würde mehr Schaden anrichten als nützen – zumindest für unsere Brüder und es wäre auch nicht in Übereinstimmugn mit dem Willen Jehovas.

    Was tun wir dann?

    Dann schütten wir unserem Gott unser Herz aus, heulen uns bei IHM aus, erzählen ihm, was wir am liebsten nach Draußen schreien würden, bitten ihn, „unsere Tränen in einen Schlauch zu tun“ und uns die Kraft zu geben, stark zu bleiben und jetzt „um Himmels Willen“ nichts unüberlegtes zu tun!

    Schließlich hatte man ja jahrelang dem Druck standgehalten und den Mund gehalten, damit unsere Brüder Jehova in Frieden und ohne Störungen dienen konnten. Wenn man es nun rausschreien würde, wäre das jahrelange „Mundhalten“ völlig vergeblich gewesen und man würde noch im Nachhinein Unruhe stiften…

    David hätte auch rausschreien können: „ich war der Gesalbte Jehovas! Jehova hat mich bereits vor vielen Jahren als sein König gesalbt, da war ich noch ein Knabe. Da hatte er bereits Saul als König verworfen. Aber weil ER noch nichts getan hatte, um mich als König kenntlich zu machen, blieb mir nichts anderes übrig, als vor Saul zu fliehen. Ihr dachtet, ich sei der Geächtete, denn ich bin viele Jahre nicht zur Stiftshütte zum Opfern oder zu den Festen gekommen. Ihr dachtet, ich hätte mich von meinem Gott abgewenden. Aber das Gegenteil war der Fall: Saul war es, den Jehova verworfen hatte und genau darum hatte er mich bis aufs Blut verfolgt all die Jahre“

    David hat es nicht getan. Warum nicht?

    Weil ihm der Wille Jehovas und die Verwirklichung SEINES Vorsatzes wichtiger war, als sein eigenes Wohlbefinden oder wie andere über ihn dachten. Ja, es hat ihn all die Jahre traurig gemacht, dass er so verkannt war, dass seine Brüder ihn verachtet und als abtrünnig betrachtet hatten. Aber was würde es schon nützen, wenn er nun die Wahrheit herausschreiben würde? Lieber würde er auf Jehova warten und das tun, was ER für angebracht halten würde.

    Aber David brauchte auch seeeeehr viel Kraft. Immerhin war nun die Gelegenheit gekommen, all das Elend selbst zu beenden. Schließlich war Saul in seiner Hand. Hätte er sich nun nicht einreden können, dass es Jehova gewesen sei, der ihn in seine Hand gegeben hätte, damit er sich selbst davon befreien könnte?

    Was tat er?

    Er schrie zu seinem Gott und bat ihn, ihm die Kraft zu geben, sich noch eine Weile zurückzuhalten und die Dinge weierhin Jehova zu überlassen.

    Wie wir wissen, hat Jehova ihn sehr dafür gesegnet.

    Wie empfinden wir wohl, wenn wir in einer ähnlichen Situation wären?

    Wie würden wir dann reagieren?

    Wie würde sich dies darauf auswirken, wie Jehova uns sieht?

  84. Juleam 29. September 2011 um 12:29 Link zum Kommentar

    Psalm 143 – wie reagieren wir auf Probleme?

    Psalm 143:4

    Und mein Geist wird in mir schwach;
    In meinem Innern zeigt sich mein Herz empfindungslos.

    was, wenn es uns so geht? Was kann uns dann helfen und uns Mut geben? Die Antwort finden wir in den folgenden Versen:

    Ich habe der Tage der Vorzeit gedacht;
    Ich habe nachgesonnen über all dein Tun;
    Willig befaßte ich mich fortwährend mit dem Werk deiner eigenen Hände.

    6 Ich habe meine Hände zu dir ausgebreitet,

    Ein interessanter Gedanke, der auf dem BZK auch immer wieder zum Tragen kam. Wir hatten dort den Programmpunkt „Wir müssen durch viele Drangsale in Gottes Königreich eingehen“ und in den Interviews kristallisierte sich immer heraus, wie die Bedrängten mit der Situation umgingen:

    Sie beschäftigten sich noch mehr mit Gottes Wort und seinem Tun – als sie es eh schon getan hatten.

    Und genau dies hat sie Jehova noch näher gebracht und ihnen geholfen, auszuharren.

    Wie wir sehen, hatte David genau das selbe getan und wie wir aus der biblischen Geschichte wissen, hatte ihm dies geholfen, sich in Gottes Liebe zu bewahren

    Psalm 143:8-10

    Am Morgen laß mich deine liebende Güte hören,
    Denn auf dich habe ich mein Vertrauen gesetzt.
    Tu mir den Weg kund, auf dem ich wandeln sollte,
    Denn zu dir habe ich meine Seele erhoben.

    9 Befreie mich von meinen Feinden, o Jehova.
    Ich habe Deckung ja bei dir gesucht.

    10 Lehre mich deinen Willen tun,
    Denn du bist mein Gott.

  85. Juleam 29. September 2011 um 12:44 Link zum Kommentar

    Psalm 145:16

    Du öffnest deine Hand
    Und sättigst das Begehren alles Lebenden.

    bei diesem Text fällt mir immer wieder ein Bild ein, das wir mal in unseren Publikationen hatten:

    eine geöffnete Hand, auf der wir alles finden konnten, was das Herz begehrt

    leider finde ich diese Illustration nicht wieder. Weiß jemand, wo genau die zu finden ist und kann sie vielleicht sogar einscannen und uns zuschicken? Das wäre echt lieb

  86. Juleam 29. September 2011 um 12:48 Link zum Kommentar

    Psalm 145:18-20

    Jehova ist nahe allen, die ihn anrufen,
    Allen, die ihn in Wahrhaftigkeit anrufen.

    ? (Resch)

    19 Das Begehren derer, die ihn fürchten, wird er ausführen,
    Und ihren Hilferuf wird er hören, und er wird sie retten.

    ? (Schin)

    20 Jehova behütet alle, die ihn lieben,
    Aber alle Bösen wird er vertilgen.

    ein Text, den wir uns gut merken sollten!

    Warum?

    Weil hier Ursache und Wirkung gegenüber gestellt werden!

    Jehova hilft uns nur dann, wenn wir ihn wirklich und in Wahrhaftigkeit anbeten. Wenn wir uns nur nach Außen hin den Anschein geben, als ob, dann dürfen wir nicht mit seiner Hilfe rechnen.

    Nur, wenn wir Jehova aus einem Herzen voller Liebe bereitwillig folgen und das tun, was seinem Herzen angenehm ist – nur dann wird er uns helfen, unsere Gebete erhören und uns aus bedrängnisvollen Situationen befreien

  87. Juleam 29. September 2011 um 12:53 Link zum Kommentar

    Psalm 146:2

    Ich will Jehova zeit meines Lebens preisen.
    Ich will meinem Gott Melodien spielen, solange ich bin.

    haben wir begriffen, was David hier sagt?

    Zeit unseres Lebens, solange wir sind – solange werden wir Jehova preisen und ihm dienen.

    Hatten wir vielleicht gedacht oder gehofft, dass wir dies nur solange tun müssen, bis unser Ticket am Eingang vom Paradies kontrolliert und entwertet worden ist? Dann denken wir bitte ganz schnell um – denn wir werden Jehova dienen, solange wir atmen!

    Eine unzumutbarre Härte?

    Hier sehen wir wieder, wie wichtig die richtige Motivation und der rechte Herzenszustand ist. Falls wir die wahre Anbetung nur praktizieren, weil wir ins Paradies gelangen wollen und dies halt der Eintrittspreis ist, dann haben wir ein Problem.

    Falls wir aber Jehova aus einem Herzen voller Liebe dienen, weil wir so begeistert von ihm sind, von all dem, was er bisher getan hat und was er noch tun wird – wären wir dann darauf aus, dass wir ihm bald nicht mehr dienen müssten, sondern tun uns lassen könnten, was uns gefällt?

    Wer Jehova wirklich liebt, dem ist es eine Wonne, ihm zu dienen, zu erfragen, was er will und entsprechend zu handeln.

    Bis in alle Ewigkeit!

  88. Juleam 19. Mai 2012 um 20:49 Link zum Kommentar

    Psalm 107 – Herr, du hast uns gerettet!

    1 Preist den Herrn, denn er ist gut, und seine Gnade hört niemals auf!

    2 Dies sollen alle bekennen, die der Herr gerettet hat. Ja, er hat sie aus der Gewalt ihrer Unterdrücker befreit

    3 und aus fernen Ländern wieder zurückgebracht – aus Ost und West, aus Nord und Süd.

    4 Viele irrten in der trostlosen Wüste umher und konnten den Weg zu einer bewohnten Stadt nicht finden.

    5 Vor Hunger und Durst waren sie am Ende ihrer Kraft und verloren allen Mut.

    6 In auswegloser Lage schrien sie zum Herrn, und er rettete sie aus ihrer Not.

    7 Er half ihnen, den richtigen Weg zu finden, und führte sie zu einer Stadt, in der sie wohnen konnten.

    8 Sie sollen den Herrn preisen für seine Gnade und für seine Wunder, die er uns Menschen erleben lässt!

    9 Denn fast wären sie verhungert und verdurstet, doch er gab ihnen genug zu essen und zu trinken.

    10 Andere lagen in finsteren Gefängnissen, gequält und mit eisernen Ketten gefesselt.

    11 Sie hatten missachtet, was Gott ihnen sagte, und seine Weisungen in den Wind geschlagen.

    12 Darum zerbrach er ihren Stolz durch Zwangsarbeit; sie lagen am Boden, und keiner half ihnen auf.

    13 In auswegloser Lage schrien sie zum Herrn, und er rettete sie aus ihrer Not.

    14 Er holte sie aus den finsteren Gefängnissen und riss ihre Fesseln entzwei.

    15 Sie sollen den Herrn preisen für seine Gnade und für seine Wunder, die er uns Menschen erleben lässt.

    16 Denn er hat die gepanzerten Türen zerschmettert und die eisernen Riegel aufgebrochen.

    17 Andere litten unter den Folgen ihrer Sünden und Verfehlungen; sie siechten dahin

    18 und ekelten sich vor jeder Speise – vom Tod gezeichnet.

    19 In auswegloser Lage schrien sie zum Herrn, und er rettete sie aus ihrer Not.

    20 Er sprach nur ein Wort, und sie wurden gesund. So rettete er sie vor dem sicheren Tod.

    21 Sie sollen den Herrn preisen für seine Gnade und für seine Wunder, die er uns Menschen erleben lässt.

    22 Aus Dank sollen sie ihm Opfergaben bringen und voll Freude von seinen Taten erzählen!

    23 Wieder andere fuhren mit ihren Schiffen aufs Meer hinaus, um Handel zu treiben.

    24 Dort erlebten sie Gottes Macht, auf hoher See wurden sie Zeugen seiner wunderbaren Taten.

    25 Nur ein Wort von ihm – und ein Sturm peitschte das Meer. Wogen türmten sich auf,

    26 warfen die Schiffe hoch in die Luft und stießen sie sogleich wieder in gähnende Abgründe. Da verloren sie jede Hoffnung.

    27 Sie wirbelten durcheinander und taumelten wie Betrunkene, mit ihrer Weisheit waren sie am Ende.

    28 In auswegloser Lage schrien sie zum Herrn, und er rettete sie aus ihrer Not.

    29 Er bannte die tödliche Gefahr: Der Sturm legte sich, und die tobenden Wellen wurden ruhig.

    30 Da freuten sie sich, dass es endlich still geworden war! Gott brachte sie in den Hafen, an das ersehnte Ziel.

    31 Sie sollen den Herrn preisen für seine Gnade und für seine Wunder, die er uns Menschen erleben lässt.

    32 Wenn sich das Volk versammelt, sollen sie seine Größe rühmen und ihn vor dem Rat der Ältesten loben.

    33 Der Herr verwandelt wasserreiches Land in dürre Wüste, und wo vorher Quellen sprudelten, entstehen trostlose Steppen.

    34 Fruchtbare Gebiete macht er zur Salzwüste, wenn die Bosheit der Bewohner überhand nimmt.

    35 Doch er verwandelt auch dürres Land in eine Oase und lässt mitten in der Steppe Quellen aufbrechen.

    36 Hungernde Menschen siedeln sich dort an und gründen Städte.

    37 Sie bestellen die Felder, legen Weinberge an und bringen Jahr für Jahr eine reiche Ernte ein.

    38 Gott segnet sie mit vielen Kindern und vergrößert ihre Viehherden immer mehr.

    39 Wenn habgierige Machthaber sie unterdrücken und sie immer weniger werden, gebeugt von Unglück und Leid,

    40 dann macht Gott ihre Unterdrücker zum Gespött und lässt sie in der Wüste umherirren.

    41 Die Hilflosen aber rettet er aus ihrem Elend und lässt ihre Familien wachsen wie große Herden.

    42 Die aufrichtigen Menschen sehen es und freuen sich, und alle niederträchtigen müssen verstummen.

    43 Wer verständig ist, soll immer wieder daran denken. Er wird erkennen, dass der Herr auf vielfache Weise zeigt, wie gnädig er ist!

    Findet sich nicht jeder von uns in dieser Aufzählung wieder?

    Sicherlich hat sich jeder von uns mal verirrt und konnte den Ausweg nicht sehen. Vielleicht nicht unbedingt in einer buchstäblichen Wüste – aber vielleicht wußten wir keinen Ausweg mehr. Vielleicht sind unsere Gefühle schon mal auf verbotene Wege geraten und Jehova hat uns geholfen, unser Herz wieder in die richtige Richtung zu bringen.

    Vielleicht waren auch wir schon mal gefangen. Nicht buchstäblich, aber vielleicht in Trauer, Angst oder Depression.

    Hier werden so viele verschiedene Situationen aufgeführt. Aber sie haben alle eines gemeinsam:

    egal, wie aussichtslos die Situation auch erscheinen mag – Jehova lässt uns nicht allein und reicht uns die Hand und hilft uns. Er bringt uns in gewissem Sinne in Sicherheit, so dass wir uns nicht fürchten müssen.

    Haben wir nicht allen Grund, IHN zu loben und zu preisen?

  89. Juleam 19. Mai 2012 um 20:51 Link zum Kommentar

    Psalm 108 – Gottes Antwort auf die Niederlage

    1 Ein Lied Davids.

    2 Voller Vertrauen blicke ich in die Zukunft, mein Gott; darum will ich singen und dir danken, Herr! Fasse neuen Mut, mein Herz! Wach auf!

    3 Harfe und Zither, wacht auf! Ich will den neuen Tag mit meinem Lied begrüßen.

    4 Herr, ich will dir danken vor den Völkern, vor allen Menschen will ich dir singen.

    5 Groß ist deine Güte! Sie reicht über den Himmel hinaus! Und wohin die Wolken auch ziehen: Überall ist deine Treue!

    6 Gott, zeige deine Größe, die den Himmel überragt; erweise deine Macht und Herrlichkeit auf der ganzen Welt!

    7 Hilf uns und antworte! Rette uns! Wir sind doch dein geliebtes Volk!

    8 Darauf hat Gott in seinem Heiligtum geantwortet: »Im Triumph will ich meinem Volk die Gegend um Sichem geben; das Tal von Sukkot will ich ihnen zuteilen.

    9 Mir gehören die Gebiete von Gilead und Manasse, Ephraim ist mein Helm auf dem Haupt, Juda das Zepter in meiner Hand.

    10 Das Land Moab dient mir als Waschbecken; auf Edom werfe ich meinen Schuh als Zeichen dafür, dass ich von ihm Besitz ergreife. Und über die Philister triumphiere ich als Sieger!«

    11 Wer gibt mir Gewalt über die befestigte Stadt? Wer schenkt mir den Sieg über Edom?

    12 Außer dir, Herr, kommt ja niemand in Frage! Doch gerade du hast uns verstoßen. Gerade du, Gott, ziehst nicht mehr mit unseren Truppen in den Kampf.

    13 Rette uns vor den Feinden! Denn wer sich auf Menschen verlässt, der ist verlassen!

    14 Mit Gott werden wir große Taten vollbringen, er wird unsere Feinde zertreten!

    Ja, „wenn nicht Gott selbst das Haus erbaut, dann ist es umsonst, dass die Bauleute daran gearbeitet haben“

  90. Juleam 19. Mai 2012 um 20:55 Link zum Kommentar

    Psalm 109 – 111

    Psalm 109 – Herr, bestrafe meine Feinde!

    1 Ein Lied Davids.
    Mein Gott, ich lobe dich und bitte: Schweige nicht!

    2 Rücksichtslos gehen gottlose Menschen gegen mich vor, sie reißen ihren Mund auf und verleumden mich.

    3 Sie bedrängen und beschimpfen mich mit hasserfüllten Worten; sie bekämpfen mich ohne jeden Grund.

    4 Meine Liebe zu ihnen beantworten sie mit Feindschaft, ich aber bete weiter zu dir.

    5 Mit Bosheit zahlen sie mir heim, was ich ihnen Gutes tue; meiner Liebe setzen sie nur Hass entgegen.

    6 O Herr, lass einen Ankläger gegen meinen Feind auftreten und bestimme einen Richter, der sich nicht an deine Gesetze hält!

    7 Wenn das Urteil gefällt wird, soll er schuldig gesprochen werden. Selbst sein Gebet rechne ihm als Sünde an!

    8 Er soll nicht mehr lange leben, und seine Stellung soll ein anderer bekommen.

    9 Seine Kinder sollen Waisen werden und seine Frau eine Witwe.

    10 Ruhelos sollen seine Kinder umherirren und betteln, ihr Elternhaus lass zu einer Ruine verfallen.

    11 Seine Gläubiger mögen seinen Besitz an sich reißen, und Fremde sollen rauben, was er sich erworben hat.

    12 Niemand soll sein Andenken in Ehren halten und mit seinen verwaisten Kindern Mitleid haben.

    13 Seine Nachkommen sollen ausgerottet werden, schon in der nächsten Generation möge ihr Name erlöschen.

    14 Der Herr soll meinem Feind das Unrecht seiner Vorfahren nie vergessen, und auch die Schuld seiner Mutter bleibe ungesühnt!

    15 Die Sünden aller seiner Vorfahren sollen dem Herrn stets vor Augen stehen, doch an sie selbst soll niemand mehr denken!

    16 Denn dieser Mensch dachte nicht daran, anderen Gutes zu tun. Die Armen und Hilflosen verfolgte er, und die Niedergeschlagenen trieb er in den Tod.

    17 Er liebte es, andere zu verfluchen – nun soll der Fluch ihn selber treffen! Er hasste es, andere zu segnen – darum bleibe der Segen von ihm fern!

    18 Das Fluchen wurde ihm zur Gewohnheit, er hüllte sich darin ein wie in einen Mantel. Aber nun wird sein Fluch gegen ihn selbst wirksam: er dringt in ihn ein wie Wasser, das man trinkt, und wie Öl, mit dem man sich einreibt.

    19 Er soll ihn bedecken wie ein Gewand und ihn für immer einschnüren wie ein enger Gürtel!

    20 Ja, Herr, damit strafe alle meine Feinde, alle, die mich verleumden!

    21 Herr, mein Gott, tritt für mich ein, es geht um deine Ehre! Rette mich, denn auf deine Gnade ist Verlass!

    22 Ich bin niedergeschlagen und hilflos, im Innersten verwundet.

    23 Mein Leben gleicht einem Schatten am Abend, der bald in der Dunkelheit verschwindet. Ich bin wie eine Heuschrecke, die man vom Arm abschüttelt.

    24 Vom vielen Fasten zittern mir die Knie, ich bin nur noch Haut und Knochen.

    25 Für meine Feinde bin ich zum Gespött geworden; wenn sie mich sehen, schütteln sie den Kopf.

    26 Hilf mir doch, Herr, mein Gott! Steh mir bei – du bist doch ein Gott, der gerne rettet!

    27 Lass meine Feinde erkennen, dass du es bist, der alles so gefügt hat!

    28 Mögen sie mich auch verwünschen – du wirst mich segnen! Sie greifen mich an, aber sie werden dabei scheitern! Zuletzt werde ich mich doch wieder freuen können.

    29 Schimpf und Schande soll über meine Ankläger kommen, soll sie einhüllen wie ein Mantel!

    30 Mit lauter Stimme will ich dem Herrn danken, vor der großen Menge will ich ihn loben.

    31 Er steht dem Wehrlosen zur Seite; er rettet ihn vor den Richtern, die ihn zum Tode verurteilen wollen.

    In den vergangenen Jahren hatte ich mich gefragt, ob es angebracht ist, seine Feinde zu verfluchen. Denn dieser Psam hört sich wie ein einziger Fluch an.

    Aber wenn wir den ganzen Psalm aufmerksam lesen, dann stellen wir fest, dass die Feinde, von denen hier die Rede ist, auch Gottes Feinde sind und den Psalmisten befeinden und verspotten, weil er noch immer an seinem Glauben festhält.

    Hier geht es dem Schreiber also nicht nur um sich selbst, sondern um Jehova und seinen Namen.

    Teilweise kommen uns die Bilder von Hiob und David beim Lesen hoch, wenn er hier im übertragenen Sinne sagt: „Undank ist der Welten Lohn“!

    Aber er hat auch verstanden, worum es wirklich geht und was wirklich wichtig ist:

    solange unser Verhältnis mit unserem Schöpfer stimmt, ist alles andere Nebensache.

    Dann kann uns nichts und niemand die Freude und den inneren Frieden rauben! Denn diese hängen nicht von irgendwelchen äußeren Umständen ab, sondern von dem heiligen Geist. Und diesen gibt ER, wem er will und seinen Freunden, die sich von Herzen bemühen, ihm Freude zu bereiten, gibt er ihn umso lieber.

  91. Juleam 19. Mai 2012 um 21:04 Link zum Kommentar

    Psalm 110 – König und Priester in einer Person

    1 Ein Lied Davids.
    Gott, der Herr, sprach zu meinem Herrn: »Setze dich auf den Ehrenplatz an meiner rechten Seite, bis ich dir alle deine Feinde unterworfen habe, bis du deinen Fuß auf ihren Nacken setzt!«

    2 Vom Berg Zion aus wird der Herr deine königliche Macht ausweiten – nun herrsche über alle deine Feinde!

    3 Wenn du ein Heer zum Kampf aufstellst, wird dir dein Volk begeistert folgen. Feierlich geschmückt, voll jugendlicher Kraft, stehen dir die jungen Krieger in großer Zahl zur Seite.

    4 Gott, der Herr, hat meinem Herrn geschworen: »In alle Ewigkeit sollst du ein Priester sein, so wie es Melchisedek war!« Diesen Schwur wird er niemals brechen.

    5 Der Herr wird dir zur Seite stehen; am Tag des Gerichtes zerschmettert er Könige.

    6 Wenn er über die Völker sein Urteil spricht, wird das Schlachtfeld mit Leichen bedeckt sein. Den Herrscher über ein großes Land wird er vernichten.

    7 Auf seinem Feldzug wird der Herr nur kurz rasten und aus dem Bach am Wege trinken. So gestärkt erringt er den Sieg.

    Eindeutig eine Vorschau auf Jesus, wenn er endlich sein Königtum antreten kann, was er im Himmel und über die Christenversammlung bereits getan hat.

    Interessant hier, wie der erste Vers übersetzt wird. Hier wird ganz klar, dass „Gott der Herr“ und „der Herr“ unterschiedliche Personen sind

    Zum Thema der Überschrift hatten wir ja gerade erst einen Studienartikel betrachtet: „Eine königliche Priesterschaft zum Nutzen der Menschheit“, wo genau der Punkt behandelt wird

    mit den Aufgaben eines Königs und Priesters waren die Israeliten vertraut. Allerdings hatte es in alter Zeit nur einen einzigen Mann gegeben, der mit Jehovas Zustimmung beide Ämter gleichzeitig bekleidete: Melchisedek (1. Mose 14:18). Nun bot Jehova der Nation Israel die Möglichkeit, ein „Königreich von Priestern“ hervorzubringen. Später ließ er durch seinen Geist Hinweise in sein Wort aufnehmen, wonach damit eine königliche Priesterschaft gemeint war – also Könige, die auch als Priester tätig wären (1. Petrus 2:9)

    8 Welche Aufgabe ein König hat, ist klar: er regiert. Aber welche Aufgabe hat ein Priester? Das wird in Hebräer 5:1 erklärt: „Jeder aus den Menschen genommene Hohe Priester wird zugunsten der Menschen über die Dinge gesetzt, die Gott betreffen, damit er Gaben und Schlachtopfer für Sünden darbringe.“ Ein von Jehova eingesetzter Priester vertritt demnach sündhafte Menschen vor Gott. Er bittet ihn, ihre Sünden zu vergeben, indem er vorgeschriebene Opfer darbringt. Gleichzeitig vertritt der Priester auch Jehova vor den Menschen, indem er sie in seinem Gesetz unterweist (3. Mose 10:8-11; Maleachi 2:7). So hilft ein Priester Menschen, wieder mit Jehova versöhnt zu werden.

    9 Der Gesetzesbund eröffnete den Israeliten somit die Möglichkeit, eine königliche Priesterschaft zum Nutzen „aller anderen Völker“ hervorzubringen. Allerdings war an diese großartige Aussicht auch eine Bedingung geknüpft: „Wenn ihr meiner Stimme genau gehorchen und meinen Bund wirklich halten werdet.“ Schafften es die Israeliten, der Stimme Jehovas „genau zu gehorchen“? Bis zu einem gewissen Grad schon. Gelang ihnen das auf vollkommene Weise? Nein (Römer 3:19,20). Als Zwischenlösung setzte Jehova deshalb innerhalb der Nation Israel – und getrennt vom Königshaus – eine Priesterschaft ein. Diese Priester sollten Tieropfer darbringen wegen der Sünden, die die Israeliten unweigerlich begingen (3. Mose 4:1 bis 6:7). Dazu gehörten auch die Sünden der Priester selbst (Hebräer 5:1-3; 8:3). Jehova nahm diese Opfer zwar an, aber die Sünden der Opfernden konnten damit nicht vollständig gesühnt werden. Sie blieben Sünder. Auch Israeliten mit noch so ehrlichem Herzen konnten durch die Priesterschaft unter dem Gesetzesbund nicht vollkommen mit Gott versöhnt werden. Paulus drückte das so aus: „Es ist unmöglich, dass das Blut von Stieren und Ziegenböcken Sünden wegnimmt“ (Hebräer 10:1-4). Weil die Israeliten nicht alle Bestimmungen des Gesetzes Mose halten konnten, kamen sie sogar unter einen Fluch (Galater 3:10). Wie hätten sie da für alle anderen Nationen eine königliche Priesterschaft sein können?!

    Eine königliche Priesterschaft zum Nutzen der Menschheit

    14 Wo sollten die Teilhaber des neuen Bundes ihren Aufgaben nachkommen? Auf der Erde. Dort würden sie eine Priesterschaft bilden, die Jehova vor den Menschen vertritt, indem sie seine „Vorzüglichkeiten weit und breit verkünden“ und für geistige Speise sorgen würde (Matthäus 24:46; 1. Petrus 2:4,5). Nach ihrem Tod und ihrer Auferstehung würden sie mit Christus im Himmel sowohl als Könige wie auch als Priester amtieren und beide Funktionen vollständig ausfüllen (Lukas 22:29; 1. Petrus 1:3-5; Offenbarung 1:6). Das wurde bestätigt durch eine Vision des Apostels Johannes. Er sah eine Anzahl Geistgeschöpfe um den Thron Jehovas im Himmel, die in einem „neuen Lied“, gerichtet an das „Lamm“, Folgendes sangen: „Mit deinem Blut hast du für Gott Personen aus jedem Stamm und jeder Zunge und jedem Volk und jeder Nation erkauft, und du hast sie zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht, und sie sollen als Könige über die Erde regieren“ (Offenbarung 5:8-10). In einer späteren Vision des Johannes heißt es über diese Herrscher: „Sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren“ (Offenbarung 20:6). Zusammen mit Christus bilden sie eine königliche Priesterschaft zum Nutzen der ganzen Menschheit

  92. Juleam 19. Mai 2012 um 21:10 Link zum Kommentar

    Psalm 111 – Was Gott tut, ist einzigartig!

    1 Halleluja – lobt den Herrn! Ich will dem Herrn von ganzem Herzen danken vor allen, die ihm treu sind – ja, vor der ganzen Gemeinde!

    2 Wie gewaltig ist alles, was der Herr vollbracht hat! Wer sich über seine Taten freut, denkt immer wieder darüber nach.

    3 Was der Herr tut, ist eindrucksvoll und einzigartig. Für immer und ewig hält er, was er versprochen hat.

    4 Er selbst hat alles dafür getan, dass seine Wunder nicht in Vergessenheit geraten. Gnädig und barmherzig ist der Herr!

    5 Denen, die ihn ehrten und achteten, gab er immer genug zu essen. Niemals vergisst er den Bund, den er mit Israel geschlossen hat.

    6 Er bewies ihnen seine Macht: Die Länder anderer Völker gab er ihnen zum Besitz.

    7 Er ist zuverlässig und gerecht in allem, was er tut; seinen Geboten kann man völlig vertrauen.

    8 Niemals verlieren sie ihre Gültigkeit, für alle Zeiten bleiben sie bestehen. Er hat sie gegeben, um uns seine Treue und Wahrhaftigkeit vor Augen zu führen.

    9 Der Herr hat sein Volk erlöst und mit ihnen einen Bund geschlossen für immer und ewig. Heilig und furchterregend ist unser Gott!

    10 Alle Weisheit fängt damit an, dass wir ihn ernst nehmen. Wer sein Leben nach Gottes Geboten ausrichtet, der allein gewinnt Einsicht. Nie wird das Lob unseres Gottes verstummen!

    Unser Gott ist wirklich einzigartig. Ganz besonders anziehend finde ich seine Gerechtigkeit.

    Hierzu ganz interessant war ein Artikel in einer evangelischen Kirchenzeitung, wo es in der letzten Ausgabe unter der Überschrift „Gott ist kein Vergebungsapperat“ darum ging, ob Jehova alle Sünden vergibt und ob darunter auch der Attentäter zählt.

    Sehr gut herausgearbeitet war, dass es Jehova ist, der entscheidet, ob er vergibt und nicht wir Menschen. Wir haben nicht das Recht, dies zu beurteilen. Aber wir können absolut sicher sein, dass Jehova in jedem Fall absolut gerecht entscheidet und handelt.

    Wir wissen ja durch unser Bibelstudium, dass es bestimmte Voraussetzungen für Gottes Vergebung gibt:

    man muss seine Tat aufrichtig bereuen und dies auch dadurch zeigen, dass man alles einem mögliche unternimmt, um den Schaden wieder gut zu machen.

    Ob derjenige wirklich bereut, können wir ja gar nicht entscheiden, da wir ihm nicht ins Herz sehen können. Aber Jehova kann es und er tut es auch in so einem Fall.

    Wenn Jehova also vergibt, dann hat das Hand und Fuß. Er weiss, ob der Übeltäter wirklich aufrichtig bereut. Wenn Jehova also jemandem vergeben hat, der uns sein ganzes Leben lang massiv geschadet hat und wir treffen ihn nach Harmagedon wieder, dann können wir ihm getrost auch vergeben und voller Freude dort im Paradies begrüßen. Voller Freude darüber, dass er noch zur Besinnung gekommen ist. Denn dass dies wirklich der Fall ist, hat Jehova ja bereits geprüft und IHM kann niemand etwas vormachen.

    Bei Jehova erreichen wir nichts mit Lügen, Intrigen, Erpressung oder Bestechung. Er durchschaut alles und wenn ER jemand vergeben hat, weil es ihm wirklich leid tut – dann können wir das auch.

    Jehova ist absolut gerecht und er ist für jeden Menschen, der sich nach Frieden und Gerechtigkeit sehnt, sehr anziehend. Und genau diese Menschen sucht Jehova. Diese will er in seinem Königreich haben. Darum hat uns Jesus losgeschickt, diese zu suchen, damit sie von IHM und SEINEM Vorhaben erfahren und damit eine echte Hoffnung haben.

    Was für ein wundervoller Gott!

  93. Juleam 19. Mai 2012 um 21:16 Link zum Kommentar

    Psalm 112 – 114

    Psalm 112 – Geben macht glücklicher als Nehmen!

    1 Halleluja – lobt den Herrn! Glücklich ist, wer dem Herrn in Ehrfurcht begegnet und sich über seine Gebote freut!

    2 Seine Nachkommen werden im ganzen Land hohes Ansehen genießen, denn Gottes Segen liegt auf jeder Generation, die sich von ihm nicht abbringen lässt.

    3 Bei einem solchen Menschen sind Reichtum und Wohlstand zu Hause. Unerschütterlich und treu hält er zu Gott.

    4 Selbst in dunklen Stunden leuchtet ihm ein Licht, er ist voll Erbarmen, großmütig und gerecht.

    5 Gut geht es dem, der freundlich zu den Armen ist und ihnen gerne Geld leiht, der sich an das Recht hält bei allem, was er unternimmt!

    6 Nichts wird ihn zu Fall bringen, einen solchen Menschen vergisst man nicht!

    7 Er fürchtet sich nicht vor schlechter Nachricht, denn sein Glaube ist stark – er vertraut dem Herrn.

    8 Er lässt sich nicht erschüttern und hat keine Angst, denn er weiß, dass er über seine Feinde triumphieren wird.

    9 Großzügig schenkt er den Bedürftigen, was sie brauchen; auf seine barmherzige Liebe kann man immer zählen. Darum ist er überall hoch angesehen.

    10 Alle, die Gott missachten, sehen es und ärgern sich, sie knirschen mit den Zähnen und vergehen vor Wut. Denn was sie sich erträumt haben, zerrinnt in nichts.

    Jehova anzubeten und freigiebig zu sein sind eins.

    Wer ein gutes Verhältnis zu seinem Gott Jehova hat, verspürt einen inneren Frieden und möchte, dass es anderen gut geht. Er findet das toll, was Jehova macht. Dieser ist in gewisser Hinsicht sein Idol, das er nachahmen möchte.

    So kann er nicht wegsehen, wenn er einen anderen Not leiden sieht. Vielleicht erinnert er sich dabei auch an die goldene Regel, die Jesus uns gab und verspürt daher tiefes Mitgefühl. Es muss doch furchtbar sein, wenn man nichts hat, wenn man Not leidet, unter einer schweren Krankheit leidet oder wenn einem Ungerechtigkeit widerfährt. Wenn wir in so einer Situation wären, würden wir uns wünschen, dass uns jemand hilft. Also ist es ganz normal, dass wir demjenigen helfen, der Hilfe bedarf.

    Erinnern wir uns auch an Jesus, wie er immer voller Mitgefühl war. Er wollte, dass es den Menschen besser ging und so handelte er. Nächstenliebe äußert sich nicht nur in Worten – es müssen auch Taten folgen.

    Wenn wir wirklich toll finden, wie Jehova und Jesus gehandelt haben, dann wollen wir sie nachahmen und dann wollen wir helfen, wenn wir andere in Not sehen. Und dann werden wir auch helfen, wenn es uns möglich ist.

    Aus diesem Grund wird jeder, der Jehova liebt und wirklich so leben möchte, wie es IHM gefällt, auch freigiebig sein. Er gibt gern, aus einem Herzen voller Liebe heraus. Und dieses Geben tut ihm gut, es ist befriedigend. Denn es ist ein schönes Gefühl, wenn wir einem anderen helfen konnten, seine Last zu tragen.

    In dieser Hinsicht ist Geben wirklich beglückender als Empfangen!

  94. Juleam 19. Mai 2012 um 21:18 Link zum Kommentar

    Psalm 113 – Hoffnungslos im Elend?

    1 Halleluja! Lobt den Herrn, ihr seine Diener! Lobt seinen herrlichen Namen!

    2 Ja, der Name des Herrn werde gepriesen – jetzt und in alle Zukunft!

    3 Von dort, wo die Sonne aufgeht, bis dorthin, wo sie untergeht – überall werde der Herr gelobt!

    4 Er herrscht über alle Völker, seine Macht und Hoheit überragt den Himmel!

    5-6 Einzigartig ist der Herr! Niemand im Himmel und auf der Erde ist ihm gleich. Sein Thron steht hoch über allen Thronen, und doch sieht er, was in der Tiefe vor sich geht.

    7 Wer hoffnungslos im Elend sitzt, den holt er heraus; wer erniedrigt wurde, den bringt er wieder zu Ehren

    8 und gibt ihm einen Platz unter den Angesehenen, die in seinem Volk Rang und Namen haben.

    9 Auch die kinderlose Frau befreit er von ihrer Schmach und macht sie zu einer glücklichen Mutter. Halleluja!

    Ist es nicht schön, dass jemand, der so weit über uns steht, sich für uns interessiert?

    Er könnte sein unbesorgtes Leben genießen. Er muss sich nicht um uns kümmern. Aber er tut es!

    Weil er uns liebt und weil er deshalb will, dass es uns auch gut geht. Er hilft uns gerne, ja, er hält sogar Ausschau, ob da jemand ist, der seine Hilfe braucht.

    Ist das nicht ein gutes Gefühl?

  95. Juleam 19. Mai 2012 um 21:24 Link zum Kommentar

    Psalm 114 – Gott macht Geschichte

    1 Als Israel aus Ägypten zog, als die Nachkommen Jakobs das Volk verließen, dessen Sprache sie nicht verstehen konnten,

    2 da machte der Herr das Gebiet Juda zu seinem Heiligtum und Israel zu seinem Herrschaftsbereich.

    3 Das Rote Meer sah das Volk kommen und wich zurück, auch der Jordan hörte auf zu fließen und staute sein Wasser.

    4 Die Berge sprangen wie die Schafe, und die Hügel hüpften wie die Lämmer.

    5 Was ist mit dir geschehen, Meer? Warum bist du so plötzlich zurückgewichen? Jordan, warum hast du aufgehört zu fließen?

    6 Ihr Berge, weshalb seid ihr gesprungen wie die Schafe, und ihr Hügel, warum seid ihr wie die Lämmer gehüpft?

    7 Erde, erbebe, wenn der Herr, der Gott Jakobs, erscheint!

    8 Er verwandelte Felsen in Wasserteiche und ließ Quellen sprudeln, wo vorher nur harter Stein zu finden war!

    Was für ein Gott – und wir dürfen ihn anbeten!!!!

  96. Juleam 23. Mai 2012 um 10:05 Link zum Kommentar

    Psalm 115 – 118

    Psalm 115 – Tote Götzen,aber ein lebendiger Herr

    1 Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern dir allein steht Ehre zu! Du allein bist gnädig und treu!

    2 Warum dürfen die Völker höhnisch fragen: »Wo bleibt er denn, ihr Gott?«

    3 Unser Gott ist im Himmel, und alles, was er will, das tut er auch!

    4 Doch ihre Götter sind nur Figuren aus Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht.

    5 Sie haben einen Mund, aber reden können sie nicht; Augen haben sie, doch sie können nicht sehen.

    6 Mit ihren Ohren hören sie nicht, und mit ihren Nasen riechen sie nichts.

    7 Ihre Hände können nicht greifen, mit ihren Füßen gehen sie nicht. Aus ihren Kehlen kommt kein einziger Laut!

    8 Genauso starr und tot sollen alle werden, die diese Götzen schufen, und auch alle, die solchen Götzen vertrauen!

    9 Ihr Israeliten, vertraut dem Herrn! Er allein gibt euch Hilfe und Schutz.

    10 Ihr Priester, vertraut dem Herrn! Er allein gibt euch Hilfe und Schutz.

    11 Ihr alle, die ihr den Herrn achtet – vertraut ihm! Er allein gibt euch Hilfe und Schutz.

    12 Der Herr denkt an uns und wird uns segnen. Sein Segen gilt ganz Israel. Sein Segen gilt den Priestern.

    13 Sein Segen gilt allen, die ihn achten, ganz gleich, ob unbedeutend oder einflussreich!

    14 Der Herr gebe euch viele Kinder, euch und euren Nachkommen!

    15 Auf euch ruht der Segen des Herrn, der Himmel und Erde geschaffen hat.

    16 Der Himmel gehört dem Herrn allein, die Erde aber hat er den Menschen anvertraut.

    17 Die Toten können den Herrn nicht mehr loben, denn dort, wo sie sind, schweigt man für immer.

    18 Doch wir, wir loben und preisen unseren Gott, jetzt und in Ewigkeit! Halleluja!

  97. Juleam 23. Mai 2012 um 10:08 Link zum Kommentar

    Psalm 116 – Du hast mir das Leben neu geschenkt!

    1 Ich liebe den Herrn, denn er hat mich erhört, als ich zu ihm um Hilfe schrie.

    2 Ja, er hat sich zu mir herabgeneigt; mein Leben lang will ich zu ihm rufen!

    3 Ich war schon gefangen in den Klauen des Todes, Angst vor dem Grab überfiel mich, ich war völlig verzweifelt.

    4 Da schrie ich laut zum Herrn, ich flehte ihn an: »O Herr, rette mein Leben!«

    5 Wie gnädig ist der Herr! Was er verspricht, das hält er auch. Unser Gott ist voll Erbarmen!

    6 Er beschützt alle, die sich selbst nicht helfen können. Ich war in großer Gefahr, doch der Herr hat mir herausgeholfen!

    7 Nun sage ich mir: »Werde wieder ruhig! Der Herr hat dir Gutes erwiesen!«

    8 Ja, er hat mich vor dem sicheren Tod errettet. Meine Tränen hat er getrocknet und mich vor dem Untergang bewahrt.

    9 Ich darf am Leben bleiben, in seiner Nähe.

    10 Mein Vertrauen zu ihm blieb unerschüttert, auch als ich zugeben musste: »Jetzt weiß ich nicht mehr aus noch ein!«,

    11 auch als ich bestürzt ausrief: »Keinem Menschen kann man vertrauen!«

    12 Wie soll ich dem Herrn nun danken für all das Gute, das er mir getan hat?

    13 Beim Opfermahl will ich vor allen den Kelch erheben als Zeichen meines Dankes. Denn der Herr hat mich gerettet – das allein will ich bekennen!

    14 So will ich vor Gottes Volk erfüllen, was ich dem Herrn versprochen habe.

    15 Der Herr bewahrt alle, die ihn lieben, denn in seinen Augen ist ihr Leben wertvoll.

    16 Gott, du bist mein Herr, und ich diene dir, wie meine Mutter es schon tat. Du hast mich den Klauen des Todes entrissen.

    17 Deshalb will ich dir ein Dankopfer bringen; laut will ich bekennen, dass du mein Herr bist.

    18-19 Vor deinem ganzen Volk – auf dem Vorhof des Tempels mitten in Jerusalem – will ich dir, Herr, meine Gelübde erfüllen. Halleluja!

    Bei diesen Worten geht mein Herz auf!

    Jehova ist wirklich sehr zu preisen. Er lässt uns nicht im Stich. Immer ist er in unserer Nähe. Wenn er auch die Probleme nicht weg nimmt, so macht er uns doch Mut, tröstet uns und gibt uns Kraft und inneren Frieden. Wer dies schon mal am eigenen Leib erlebt hat – kann er dies vergessen?

    Interessant auch der Vers 6

    Er beschützt alle, die sich selbst nicht helfen können.

    in der Welt gibt es ein ähnliches Sprichwort:

    „hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“

    Vielleicht ähnlich wie die Mutter, deren Kind gerade laufen lernt. Es ist nicht sinnvoll, wenn wir die ganze Zeit hinter ihm herlaufen, wenn nicht wirklich etwas passieren kann. Denn es stirbt nicht davon, wenn es nach hinten auf seinen Po fällt, wenn kein extrem harter Untergrund und scharfkantige Gegenstände herunliegen.

    Aber wir würden unser Kind niemals so unbesorgt dort herumlaufen oder krabbeln lassen, wo es sich verletzen könnte. Im Gegenteil: wir bauen Kindersicherungen ein in Steckdosen usw. Auch gibt es Gelegenheiten, wo wir unser Kind lieber fürsorglich an die Hand nehmen, wie z.B. im Straßenverkehr.

    Ebenso hilft uns Jehova da, wo wir uns selbst nicht helfen können. Manchmal nimmt er uns an die Hand, aber oftmals sorgt er nur für unsere Sicherheit vor oder macht uns Mut, wenn wir Angst bekommen. ER weiss, was wir ertragen können und so greift er oftmals erst im allerletzten Moment ein. Er will, dass wir selbst laufen, weil er weiss, dass wir es können.

    Wissen wir diese Liebe und Fürsorge zu schätzen? Veranlaßt sie uns dazu, über unseren Gott zu jubeln und ihn zu preisen?

    Psalm 117

    Lobt den Herrn, alle Völker!

    1 Lobt den Herrn, alle Völker; preist ihn, alle Nationen!

    2 Denn seine Liebe zu uns ist stark und mächtig, und seine Treue hört niemals auf! Halleluja!

  98. Juleam 23. Mai 2012 um 10:10 Link zum Kommentar

    Psalm 118 – Ein Dankgottesdienst nach dem Sieg

    1 Dankt dem Herrn, denn er ist gut, und seine Gnade hört niemals auf!

    2 Alle Israeliten sollen es sagen: Seine Gnade hört niemals auf!

    3 Die Priester sollen rufen: Seine Gnade hört niemals auf!

    4 Alle, die ihm in Ehrfurcht begegnen, sollen einstimmen: Seine Gnade hört niemals auf!

    5 In auswegloser Lage schrie ich zum Herrn: »Hilf mir!« Er holte mich aus der Bedrängnis heraus und schenkte mir Freiheit.

    6 Der Herr ist auf meiner Seite, und ich brauche mich vor nichts und niemandem zu fürchten. Was kann mir ein Mensch schon antun?

    7 Der Herr steht für mich ein und hilft mir; ich werde noch die Niederlage meiner Feinde erleben.

    8 Es ist viel besser, bei dem Herrn Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen.

    9 Es ist viel besser, bei dem Herrn Schutz zu suchen, als mit denen zu rechnen, die mächtig und einflussreich sind.

    10 Ich war von feindlichen Völkern eingekreist, aber mit der Hilfe des Herrn schlug ich sie in die Flucht.

    11 Sie hatten mich umzingelt, aber mit der Hilfe des Herrn schlug ich sie in die Flucht.

    12 Sie fielen über mich her wie ein Bienenschwarm, aber mit der Hilfe des Herrn schlug ich sie in die Flucht. Wie ein Strohfeuer erlischt, so schnell war es mit ihnen vorbei.

    13 Sie haben mich erbittert bekämpft, um mich zu Fall zu bringen, doch der Herr hat mir geholfen.

    14 Er hat mir Kraft gegeben und mich froh gemacht; nun kann ich wieder singen. Er hat mir den Sieg geschenkt!

    15-16 Hört die Freudenrufe und Siegeslieder in den Zelten der Menschen, die für Gott leben! Sie singen: »Der mächtige Gott vollbringt gewaltige Taten! Er hat die Hand erhoben zum Zeichen des Sieges – ja, er vollbringt Gewaltiges!«

    17 Ich werde nicht sterben, sondern am Leben bleiben und erzählen, was der Herr getan hat!

    18 Er hat mich hart gestraft, doch er ließ nicht zu, dass ich umkam.

    19 Öffnet mir die Tore des Tempels! Ich will durch sie einziehen und dem Herrn danken.

    20 Ein Priester: »Hier ist das Tempeltor, der Zugang zum Herrn! Wer Gott die Treue hält, darf hier hereinkommen!«

    21 Ich danke dir, Herr, denn du hast mich erhört! Du selbst hast mich gerettet.

    22 Der Stein, den die Bauleute wegwarfen, weil sie ihn für unbrauchbar hielten, ist zum Grundstein des ganzen Hauses geworden!

    23 Was keiner für möglich gehalten hat, das tut Gott vor unseren Augen!

    24 Diesen Tag hat er zum Fest gemacht, lasst uns fröhlich sein und jubeln!

    25 O Herr, hilf uns doch! Gib uns Gelingen!

    26 Ein Priester: »Willkommen ist, wer im Auftrag des Herrn kommt! Wir versehen den Dienst am Tempel, darum segnen wir euch.

    27 Der Herr allein ist Gott, er sieht uns freundlich an. Mit Zweigen in euren Händen beginnt den festlichen Reigen um den Altar!«

    28 Du bist mein Gott, dir will ich danken. Mein Gott, dich allein will ich ehren!

    29 Dankt dem Herrn, denn er ist gut zu uns, und seine Gnade hört niemals auf!

  99. Juleam 23. Mai 2012 um 10:14 Link zum Kommentar

    Psalm 119

    1
    Gottes gute Ordnungen sind nicht zu überbieten!

    1.Glücklich sind die Menschen, denen man nichts Böses nachsagen kann, die sich nach Gottes Gesetz richten.

    2 Glücklich sind alle, die sich an seine Weisungen halten und ihm von ganzem Herzen dienen.

    3 Sie tun kein Unrecht, denn sie leben nach seinem Willen.

    4 Was du, Herr, angeordnet hast, soll jeder genau beachten.

    5 Ich wünsche mir noch mehr Beständigkeit, damit ich mich an deine Ordnungen halten kann.

    6 Deine Gebote verliere ich nicht mehr aus den Augen. Darum brauche ich mich nicht zu schämen,

    7 sondern kann dich mit aufrichtigem Herzen loben. Deine guten Gesetze lerne ich immer besser kennen;

    8 ich will mich an deine Ordnungen halten, hilf mir dabei und lass mich nicht im Stich!

    Das geht runter wie Öl und passt in gewisser Hinsicht zu dem Studienartikel für die kommende Woche: „nicht nach den Dingen dahinten blicken“. Hier geht es darum, was es bedeutet und warum wir es nicht tun sollen und was uns dabei hilft

    Es wird davon gesprochen, dass es nur unnötige Kraft raubt, dass wir es ja eh nicht mehr ändern können und dass die Erinnerung oftmals verzerrt ist. Wie damals bei den Israeliten, die sich an die vollen Töpfe Ägyptens zurück sehnten.

    All dies kostet uns nur Kraft, lässt uns ermatten und lenkt von dem ab, was wirklich wichtig ist:

    wie wir vor Jehova dastehen!

    Falls wir zu unrecht behandelt worden sind sollten wir es vertrauensvoll in Jehovas Hand legen, in der Gewißheit, dass ER zu seiner Zeit für Gerechtigkeit sorgen wird!

    Es ist also wieder ein sehr schöner, ermunternder Artikel, der im Glauben stärkt und auf das Wesentliche hinweist

    2

    9 Herr, wie kann ein junger Mensch leben, ohne schuldig zu werden? Indem er sich nach deinen Geboten richtet.

    10 Auch ich will dir treu sein; lass mich nicht von dem Weg abkommen, den du mir gezeigt hast!

    11 Tief präge ich mir dein Wort ein, damit ich nicht vor dir schuldig werde.

    12 Ich will dir danken und dich preisen, Herr! Lehre mich, deinen Ordnungen immer mehr zu gehorchen!

    13 Alle deine Anweisungen sage ich mir immer wieder auf.

    14 Ich freue mich über deine Gebote wie über großen Reichtum.

    15 Ich denke über deine Vorschriften nach und halte mich daran.

    16 Deine Gesetze machen mich glücklich; nie werde ich dein Wort vergessen.

    3

    Herr, ich bin dein Diener! Gib mir alles, was ich brauche; nur so kann ich leben und dein Wort befolgen.

    18 Öffne mir die Augen, damit ich die Wunder erkenne, die dein Gesetz enthält!

    19 Diese Welt wird nicht für immer meine Heimat sein. Deshalb brauche ich deine Gebote, die mir zeigen, was du für richtig hältst.

    20 Ich sehne mich sehr danach, deine Weisungen noch besser kennen zu lernen.

    21 Du strafst die Selbstgerechten und verfluchst alle, die deine Gebote übertreten.

    22 Weil ich mich nach dem richte, was du angeordnet hast, werde ich mit Hohn und Spott überschüttet. Mach dem ein Ende!

    23 Die Herrschenden sitzen zusammen und schmieden gemeine Pläne gegen mich; ich aber will dir dienen und denke über deine Ordnungen nach.

    24 Über deine Gesetze freue ich mich sehr, denn sie sind hervorragende Ratgeber.

    4

    Herr, ich bin am Boden zerstört. Schenke mir neue Kraft, wie du es versprochen hast!

    26 Ich habe dir schon oft meine Not geklagt, und du hast mir immer geholfen. Zeige mir auch jetzt, was ich tun soll!

    27 Hilf mir, deine Anordnungen zu verstehen, damit ich über die Wunder nachdenken kann, von denen dein Wort berichtet.

    28 Vor Kummer weine ich hemmungslos. Richte mich wieder auf, wie du es versprochen hast!

    29 Wenn ich in Versuchung komme, unehrlich zu sein, dann tritt mir in den Weg! Steh mir gnädig bei, und gib mir klare Anweisungen!

    30 Ich habe mich entschlossen, dir treu zu bleiben. Darum will ich mir immer vor Augen halten, was du als göttliches Recht festgelegt hast.

    31 Unbeirrbar halte ich an deinen Anordnungen fest. Herr, lass nicht zu, dass ich deswegen ausgelacht werde!

    32 Zielstrebig will ich den Weg gehen, den deine Gebote mir weisen, denn nur so kann ich froh der Zukunft entgegensehen.

    5

    Herr, zeige mir, was deine Ordnungen für uns bedeuten! Ich will sie beachten, solange ich lebe.

    34 Gib mir Einsicht, damit ich mich an dein Gesetz halte und es entschieden befolge!

    35 Hilf mir, deine Gebote zu erfüllen, denn sie bereiten mir Freude.

    36 Gib mir Liebe zu deinem Wort, und lass nicht zu, dass ich habgierig werde!

    37 Ich will mich nicht mit dem abgeben, was sinnlos und wertlos ist. Hilf mir dabei und schenke mir Freude, deinen Willen zu tun!

    38 Herr, löse deine Zusagen ein! Sie gelten mir und allen, die dich achten und ehren.

    39 Ich habe Angst, dass man mich verlacht und beschimpft. Bewahre mich davor, und verhilf mir zu meinem Recht!

    40 Ich sehne mich danach, deinen Befehlen zu gehorchen. Wenn du dein Versprechen hältst, lebe ich wieder auf.

    6

    Herr, zeige mir immer wieder, wie sehr du mich liebst, und hilf mir, wie du es versprochen hast!

    42 Dann kann ich denen die passende Antwort geben, die mich jetzt noch verachten. Ich vertraue darauf, dass du Wort hältst.

    43 Auf dein Wort habe ich meine Hoffnung gesetzt. Lass mich darum nicht schweigen, wenn ich deine Treue rühmen soll!

    44 Niemals will ich aufhören, dein Gesetz zu befolgen.

    45 Du gewährst mir großen Freiraum für mein Leben, weil ich deine Ordnungen beständig erforsche.

    46 Sogar vor Königen will ich ohne Scheu bezeugen, dass dein Wort unumstößlich gilt.

    47 Ich befolge deine Gebote mit Freude, denn ich liebe sie.

    48 Ich sehne mich nach deinem Wort, denn es ist mir wertvoll; über alles, was du angeordnet hast, denke ich gründlich nach.

    7

    Herr, für dich habe ich mich eingesetzt. Mach dein Versprechen wahr, denn darauf hoffe ich!

    50 Immer, wenn ich in Not war, hat deine Zusage mich wieder aufgerichtet und belebt.

    51 Selbstgefällige Leute reden gehässig über mich, sooft sie nur können. Trotzdem bin ich keinen Fingerbreit von deinem Gesetz abgewichen.

    52 Nie habe ich den Mut verloren, denn ich erinnerte mich daran, wie du schon früher für Recht gesorgt hast.

    53 Wenn ich an die Menschen denke, die sich von dir und deinem Gesetz losgesagt haben, dann packt mich der Zorn.

    54 Nur kurze Zeit lebe ich auf dieser Erde; aber solange ich lebe, werde ich deine Ordnungen besingen.

    55 Herr, sogar in den Nachtstunden denke ich an dich, und deine Gebote werden mir zur festen Gewohnheit.

    56 Immer wieder macht es mich glücklich, unbeirrt nach deinen Leitlinien zu leben.

    8

    57 Das muss ich bekennen: Ich gehöre zu Gott! Deshalb werde ich tun, was er sagt.

    58 Von ganzem Herzen will ich dir gefallen; sei mir gnädig, wie du es versprochen hast!

    59 Ich gebe mir Rechenschaft über mein bisheriges Leben und entschließe mich von neuem, deinen Geboten zu gehorchen.

    60 Ich zögere nicht und will keine Zeit verlieren, das zu tun, was du befohlen hast.

    61 Die Leute, die sich dir widersetzen, wollen mich zu Fall bringen, doch ich vergesse dein Gesetz nicht.

    62 Mitten in der Nacht stehe ich auf, um dir zu danken, weil deine Urteile gerecht sind.

    63 Wer dich achtet und nach deinen Maßstäben lebt, ist mein Freund.

    64 Herr, überall auf dieser Welt können die Menschen deine Güte erleben. Lass mich erkennen, was ich tun soll!

    9

    65 Herr, du bist gut zu mir, wie du es versprochen hast.

    66 Schenke mir Urteilskraft und Verständnis, denn ich vertraue deinem Wort.

    67 Ich bin viele Irrwege gegangen, bis ich mir eingestehen musste: »So geht es nicht weiter!« Daher will ich mich jetzt nach deinem Willen richten.

    68 Gott, du bist gut! Wie viel Gutes hast du mir schon erwiesen! Lass mich verstehen, was ich tun soll!

    69 Unverfrorene Lügner ziehen meinen Namen in den Schmutz, aber ich befolge deine Anordnungen von ganzem Herzen.

    70 Ihr Gewissen ist abgestumpft; an ihnen prallt alles ab, was du sagst. Ich aber freue mich über dein Gesetz.

    71 Für mich war es gut, dass ich erkennen musste: »So geht es nicht weiter!« Denn da erst lernte ich, wie hilfreich deine Gebote sind.

    72 Ja, dein Gesetz lässt sich nicht mit Bergen von Gold aufwiegen!

    10

    73 Herr, mein Schöpfer! Du hast mir das Leben gegeben. Schenke mir nun auch die Einsicht, die ich brauche, um nach deinen Geboten zu leben!

    74 Alle, die dich achten und ehren, werden sich über mich freuen, denn ich verlasse mich auf dein Wort.

    75 Herr, ich weiß, dass deine Entscheidungen richtig sind. Selbst als du mich in unlösbare Schwierigkeiten brachtest, meintest du es gut mit mir.

    76 Lass mich deine Gnade erfahren, und tröste mich, wie du es mir versprochen hast!

    77 Dein Gesetz befolge ich gerne. Erbarme dich über mich, und hilf mir, damit ich wieder Freude am Leben habe.

    78 Bring die unverschämten Lügner zu Fall, denn sie haben mich grundlos ins Elend gestürzt. Ich aber denke über deine Ordnungen nach.

    79 Ich wünsche mir, dass alle, die dich ehren und deine Anweisungen befolgen, zu mir halten.

    80 Ich will mich entschlossen nach deinen Geboten richten, damit ich nicht zu Fall komme.

    11

    81 Voller Sehnsucht warte ich auf deine Hilfe, denn du hast sie mir fest versprochen.

    82 Ich vergehe fast vor Ungeduld, bis du deine Zusage erfüllst. Wann endlich tröstest du mich?

    83 Ich fühle mich nutzlos, alt und verbraucht; trotzdem werde ich nicht müde, deine Ordnungen zu befolgen.

    84 Wie lange muss ich noch warten? Wann gehst du endlich mit denen ins Gericht, die es auf mich abgesehen haben?

    85 Diese frechen, überheblichen Menschen haben mir eine Grube gegraben; dein Gesetz ist ihnen völlig gleichgültig.

    86 Hilf mir, denn sie verfolgen mich ohne Grund! Doch auf deine Gebote kann ich mich verlassen.

    87 Ich weigere mich, gegen deine Anordnungen zu verstoßen, obwohl die Feinde mich fast umgebracht hätten.

    88 Sei mir gnädig und erhalte mein Leben! Dann kann ich weiterhin deine Gebote befolgen!

    12

    89 Herr, dein Wort bleibt für immer und ewig. Schon als du den Himmel erschufst, war es gültig.

    90 Deine Treue gilt für alle Zeiten. Durch sie erhältst du die Erde, seitdem du sie ins Dasein gerufen hast.

    91 Himmel und Erde bestehen bis heute, weil du es so willst, denn dir muss alles dienen.

    92 Wenn ich nicht Freude an deinem Wort gehabt hätte, dann wäre ich in meinem Elend umgekommen.

    93 Nie will ich deine Befehle vergessen, denn sie haben mich gestärkt.

    94 Ich gehöre zu dir, Herr. Hilf mir, denn ich habe mich immer nach deinen Geboten gerichtet!

    95 Gewissenlose Menschen liegen auf der Lauer, um mich zu beseitigen. Doch ich achte umso mehr auf das, was du mir zu sagen hast.

    96 Ich sah, dass alles ein Ende findet, auch wenn es noch so vollkommen ist. Nur dein Wort bleibt für immer.

    13

    97 Wie sehr liebe ich dein Gesetz; den ganzen Tag denke ich darüber nach!

    98 Gerade weil es mir immer gegenwärtig ist, bin ich meinen Feinden an Klugheit überlegen.

    99 Ich habe mehr begriffen als alle meine Lehrer, denn ich mache mir ständig Gedanken über deine Ordnungen.

    100 Ich gewinne noch mehr Einsicht als alte Menschen mit ihrer Lebenserfahrung, denn ich habe mein Leben nach deinen Geboten ausgerichtet.

    101 Nie bin ich vorsätzlich krumme Wege gegangen, denn stets befolge ich dein Wort.

    102 Ich habe deine Belehrungen gerne angenommen, denn einen besseren Lehrer als dich gibt es nicht.

    103 Dein Wort ist meine Lieblingsspeise, es ist süßer als der beste Honig.

    104 Dein Gesetz macht mich klug und einsichtig, deshalb hasse ich jede Art von Falschheit.

    14

    105 Dein Wort ist wie ein Licht in der Nacht, das meinen Weg erleuchtet.

    106 Was du in deinem Wort festgelegt hast, das will ich tun, gerechter Gott! Ich habe einen Eid darauf geleistet, und dazu stehe ich.

    107 Doch jetzt bin ich völlig am Ende! Herr, schenke mir neue Kraft, wie du es versprochen hast!

    108 Herr, nimm meinen Dank als ein Opfer an, und lass mich erkennen, was du von mir willst!

    109 Mein Leben ist ständig in Gefahr, trotzdem vergesse ich dein Gesetz nicht.

    110 Die Gottlosen wollen mich in ihre Fallen locken. Doch ich lasse mich nicht von deinen Geboten abbringen.

    111 Was uns als dein Wille überliefert wurde, ist mein kostbarer Besitz für alle Zeit und erfüllt mich mit Freude.

    112 Entschlossen will ich mich an deine Ordnungen halten, solange ich lebe.

    15

    113 Herr, ich kann es nicht leiden, wenn Menschen einmal »ja« und einmal »nein« zu dir sagen. Aber dein Gesetz liebe ich mit ungeteiltem Herzen.

    114 Bei dir allein bin ich geborgen, bei dir finde ich Schutz. Deine Zusage ist meine einzige Hoffnung.

    115 Verschwindet, ihr Übeltäter! Ich richte mich nach den Geboten meines Gottes. Hindert mich nicht daran!

    116 Herr, gib mir festen Halt, wie du es versprochen hast! Dann lebe ich wieder auf. Lass nicht zu, dass ich vergeblich hoffe und den Mut verliere!

    117 Richte mich auf, Herr, dann ist mir geholfen! Ich will mich stets mit deinen Anordnungen beschäftigen.

    118 Wer deine Befehle ablehnt, den wirst auch du ablehnen, und wer dich hinters Licht führen will, der schadet sich selbst.

    119 Wie Müll beseitigst du alle deine Verächter. Darum liebe ich deine Ordnungen.

    120 Wenn ich daran denke, dass du mich als Richter verurteilen könntest, läuft es mir kalt den Rücken herunter.

    16

    121 Herr, ich habe getan, was richtig und gut ist, darum überlass mich nicht der Willkür meiner Feinde!

    122 Versprich mir, dass alles wieder gut wird, und lass nicht zu, dass mich diese selbstherrlichen Menschen unterdrücken!

    123 Gerechter Gott, ich sehne mich danach, dass du mich befreist und das Versprechen erfüllst, das du mir gegeben hast.

    124 Herr, du hast mich lieb. Bitte hilf mir und lass mich deine Ordnungen verstehen!

    125 Ich stelle mich dir zur Verfügung; nun schenke mir auch das Verständnis für die Überlieferungen, in denen wir deinen Willen erkennen!

    126 Es ist höchste Zeit, dass du eingreifst, Herr, denn die Menschen missachten deine Gesetze.

    127 Ich aber liebe deine Gebote. Sie bedeuten mir mehr als reines Gold.

    128 Jede Art von Falschheit ist mir verhasst. Nur deine Gebote garantieren einen guten und geraden Weg.

    17

    129 Herr, deine Gebote sind wunderbar, deshalb befolge ich sie gern.

    130 Im Leben eines Menschen wird es hell, wenn er anfängt, dein Wort zu verstehen. Wer bisher gedankenlos durchs Leben ging, der wird jetzt klug.

    131 Mein Verlangen nach deinen Geboten ist stärker als der Durst eines Menschen, der in der Hitze nach Wasser lechzt.

    132 Herr, wende dich mir zu, und sei mir gnädig, so wie du es allen versprochen hast, die dich lieben.

    133 Beschütze mich, und mach mich stark, wie du es zugesagt hast! Lass nicht zu, dass das Böse über mich Macht gewinnt!

    134 Rette mich vor den Menschen, die mich gewaltsam unterdrücken; dann kann ich nach deinen Ordnungen leben!

    135 Lass mich erleben, wie gut du es mit mir meinst, und zeige mir, was ich nach deinem Willen tun soll!

    136 Ich weine hemmungslos, wenn ich sehe, wie andere dein Gesetz missachten.

    18

    137 Herr, auf dich kann man sich verlassen, und alles, was du beschließt, ist richtig.

    138 Deine Gebote beweisen: Du bleibst dir selber treu und hältst an der Wahrheit fest.

    139 Ich bin außer mir vor Zorn, weil ich sehe, wie meine Feinde deine Worte übergehen.

    140 Dein Wort ist zuverlässig, darum liebe ich es.

    141 Ich bin klein und verachtet; trotzdem werde ich dein Wort nicht vergessen.

    142 Deine Gerechtigkeit bleibt für immer bestehen; dein Gesetz ist die reine Wahrheit.

    143 Selbst wenn ich vor Angst keinen Ausweg mehr weiß, freue ich mich über deine Gebote;

    144 sie sind gerecht, und daran wird sich nie etwas ändern. Hilf mir, sie besser zu verstehen, damit ich wieder auflebe.

    19

    145 Herr, ich flehe dich an: Antworte mir! Entschlossen will ich mich an deine Ordnungen halten.

    146 Ich bitte dich: Hilf mir; ich möchte doch deine Gebote befolgen!

    147 Schon vor Tagesanbruch schreie ich zu dir um Hilfe, ich setze alle meine Hoffnung auf dein Wort;

    148 auch die ganze Nacht denke ich darüber nach.

    149 Höre mich doch, Herr; ich vertraue ganz auf deine Gnade. Schenke mir neuen Mut durch deine gerechten Gebote.

    150 Böse Menschen machen sich an mich heran, um mir zu schaden; wie weit haben sie sich von deinem Gesetz entfernt!

    151 Aber du, Herr, du bist mir nahe! Auf alle deine Worte kann ich mich verlassen.

    152 Ich habe mich in dein Gesetz vertieft und dabei erkannt: Es gilt für alle Zeiten!

    20

    153 Sieh doch, wie niedergeschlagen ich bin! Hilf mir, denn ich habe dein Gesetz nie aus den Augen verloren!

    154 In meinem Rechtsstreit vertrete du mich als mein Anwalt, und sorge für meinen Freispruch! Rette mich, wie du es mir versprochen hast!

    155 Wer sich dir widersetzt, kann nicht damit rechnen, dass du ihn rettest, denn deine Ordnungen sind ihm gleichgültig.

    156 Herr, schon oft hast du dein Erbarmen gezeigt; nun gib auch mir wieder neuen Mut durch dein gerechtes Urteil!

    157 Viele Feinde verfolgen und bedrängen mich, trotzdem bin ich von deinen Geboten keinen Fingerbreit abgewichen.

    158 Ich empfinde Abscheu und Ekel, wenn ich mir die Menschen ansehe, die dir untreu sind und sich über dein Wort hinwegsetzen.

    159 Herr, ich liebe deine Befehle. Zeige mir nun auch deine Liebe, und schenke mir wieder Freude am Leben!

    160 Jedes Wort, das du sagst, ist wahr. Was du, gerechter Gott, entschieden hast, gilt für immer und ewig.

    21

    161 Herr, die Mächtigen verfolgen mich ohne Grund. Doch mich beeindruckt allein das, was du mir zu sagen hast.

    162 Ich freue mich über dein Wort wie jemand, der einen wertvollen Schatz findet.

    163 Ich verabscheue gemeine Lügen, dein Gesetz aber liebe ich.

    164 Siebenmal am Tag lobe ich dich, Herr, denn deine Entscheidungen sind gut und gerecht.

    165 Wer dein Gesetz lieb hat, lebt in Frieden und wird niemals scheitern.

    166 Herr, ich hoffe darauf, dass du mich rettest, denn ich habe mich nach deinen Geboten gerichtet.

    167 Deine Weisungen sind der Maßstab für mein Handeln; ich habe sie fest ins Herz geschlossen.

    168 Ja, alle deine Befehle und Mahnungen befolge ich aufrichtig, denn du siehst alles, was ich tue.

    22

    169 Herr, ich flehe dich an: Erhöre mich! Lass mich dein Wort immer besser verstehen!

    170 Höre auf mein Schreien, und rette mich, wie du es versprochen hast!

    171 Mein Herz ist erfüllt von deinem Lob. Ich singe und juble, denn du lässt mich deine Ordnungen erkennen.

    172 Fröhlich besinge ich dein Wort, denn alles, was du befiehlst, ist gut.

    173 Greif ein und hilf mir! Ich habe meine Wahl getroffen: Nur deine Gebote sind der Maßstab für mein Leben.

    174 Sehnsüchtig warte ich auf deine Hilfe, Herr; dein Gesetz ist meine größte Freude.

    175 Schenke mir ein langes Leben, damit ich dich immer mehr preisen kann, und hilf mir durch deine Ordnungen!

    176 Heimatlos irre ich umher wie ein Schaf, das seine Herde verloren hat. Suche doch nach mir, denn ich gehöre noch immer zu dir! Ich habe nicht vergessen, was du befohlen hast.

  100. Juleam 23. Mai 2012 um 20:45 Link zum Kommentar

    Psalm 120 – 123

    Psalm 120 – Herr, rette mich vor den Lügnern

    1 Ein Lied für die Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Ich schrie zum Herrn, als ich nicht mehr aus noch ein wusste, und er half mir aus meiner Not.

    2 Herr, rette mich auch jetzt vor diesen Lügnern und Betrügern, die die Wahrheit verdrehen!

    3 Ihr Lügner, glaubt ihr denn, ihr könntet der Strafe Gottes entgehen? Er wird es euch heimzahlen!

    4 Er, der mächtige Gott, wird euch mit seinen Pfeilen treffen und mit glühenden Kohlen versengen!

    5 Bei euch zu leben ist schlimmer als unter den gewalttätigen Völkern von Meschech und Kedar!

    6 Viel zu lange wohne ich schon hier bei euch. Ihr hasst den Frieden,

    7 ich dagegen liebe ihn. Aber sobald ich ein Gespräch beginne, fangt ihr Streit an!

    Huch? Auch dies hier hört sich so an, als würde es abrupt enden und es müsse noch was nach kommen.

    Wie dem auch sei: mit solchen Menschen kann man einfach nicht auskommen. Anbeter Jehovas haben es zwar nicht nötig, sich zu streiten, aber sie müssen sich ja auch auf keinen Disput mit Personen einlassen, die nur Streit suchen und anderen schaden oder anderre entzweien wollen. Dies fällt ja auch unter „schädigendes Gerede“, was wir auf unserem KKG behandelt hatten

  101. Juleam 23. Mai 2012 um 20:46 Link zum Kommentar

    Psalm 121 – Unterwegs unter Gottes Schutz

    1 Ein Lied für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Ich schaue hinauf zu den Bergen – woher kann ich Hilfe erwarten?

    2 Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat!

    3 Der Herr wird nicht zulassen, dass du fällst; er, dein Beschützer, schläft nicht.

    4 Ja, der Beschützer Israels schläft und schlummert nicht.

    5 Der Herr gibt auf dich Acht; er steht dir zur Seite und bietet dir Schutz vor drohenden Gefahren.

    6 Tagsüber wird dich die Sonnenglut nicht verbrennen, und in der Nacht wird der Mond dir nicht schaden.

    7 Der Herr schützt dich vor allem Unheil, er bewahrt dein Leben.

    8 Er gibt auf dich Acht, wenn du aus dem Hause gehst und wenn du wieder heimkehrst. Jetzt und für immer steht er dir bei!

    Wie ermunternd, dass Jehova uns niemals allein lässt. ER ist immer für uns da und in der Krise, wo wir ihn vielleicht nicht sehen, da trägt er uns schon!

  102. Juleam 23. Mai 2012 um 20:48 Link zum Kommentar

    Psalm 122 – Frieden für Jerusalem!

    1 Ein Lied Davids für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Wie sehr habe ich mich gefreut, als man zu mir sagte: »Komm mit, wir gehen zum Tempel, zum Haus des Herrn!«

    2 Nun sind wir am Ziel! Wir haben die Stadttore durchschritten und stehen in Jerusalem.

    3 Jerusalem, du herrliche Stadt, wie mächtig und schön bist du gebaut!

    4 Zu dir ziehen alle Stämme Israels hinauf – das ganze Volk Gottes. Dort preisen sie den Herrn, wie er es ihnen geboten hat.

    5 Jerusalem, in dir regiert das Königshaus Davids, in dir übt der König das höchste Richteramt aus.

    6 Wünscht Jerusalem Frieden! Alle, die dich lieben, sollen hier glücklich leben!

    7 Hinter deinen festen Mauern soll Frieden herrschen und Sicherheit in deinen Palästen!

    8 Weil mir meine Brüder und Freunde am Herzen liegen, wünsche ich dir, Jerusalem, Frieden.

    9 Weil in dir der Tempel des Herrn, unseres Gottes, steht, setze ich mich für dein Wohlergehen ein.

    Ja, weil Jerusalem der Ort ist, wo „das Haus des Herrn“ steht, das Zentrum der wahren Anbetung.

    Genau dies macht den Königreichssaal für uns anziehend und dies ist auch der Grund, warum wir am Urlaubsort oder dort, wo wir zur Kur oder Reha sind, den Saal ausfindig machen und zu den Zusammenkünften gehen:

    Weil wir dort aus Gottes Wort belehrt werden und weil wir dort Gleichgesinnte treffen. Menschen, die Jehova und sein Wort ebenso lieben wie wir!

  103. Juleam 23. Mai 2012 um 20:49 Link zum Kommentar

    Psalm 123 – Das Maß ist voll!

    1 Ein Lied für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Herr, ich richte meine Augen auf dich, der du im Himmel wohnst.

    2 Wie ein Knecht auf ein Handzeichen seines Herrn wartet und eine Magd auf einen Wink ihrer Herrin achtet – so blicken wir auf den Herrn, unseren Gott, bis er uns ein Zeichen seiner Gnade gibt.

    3 Hab Erbarmen mit uns, Herr, hilf uns! Schon viel zu lange haben wir Verachtung erlitten!

    4 Wir haben das Gespött dieser selbstsicheren und überheblichen Gegner satt! Wir können es nicht länger ertragen, dass uns diese Hochmütigen verachten!

    Eigentlich zieht sich durch die ganzen letzten Psalmen ein roter Faden:

    Unsere Freundschaft mit Jehova ist für uns wichtig und kostbar. Es ist beglückend, uns von ihm unterweisen zu lassen und so zu leben, wie es IHM gefällt. Als „nette kleine Beigabe“ sichert ER uns seine Hilfe zu und lässt uns niemals im Stich!

    Guter „Stoff“ für ein Lied, das auf dem Weg zum „Haus Gottes“ gesungen wurde. Vielleicht waren diese Psalmen auch damals das, was wir heute einen „Gassenhauer“ oder „Ohrwurm“ nennen. Etwas, was uns nicht mehr aus dem Sinn geht!

  104. Juleam 23. Mai 2012 um 20:51 Link zum Kommentar

    Psalm 124 – 126

    Psalm 124 – Frei!

    1 Ein Lied Davids für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Israel soll bekennen: Hätte der Herr uns nicht geholfen,

    2 als die Feinde uns angriffen, wäre er nicht für uns eingetreten,

    3 dann hätten sie uns wutentbrannt bei lebendigem Leib verschlungen.

    4 Dann hätten uns mächtige Wogen überschwemmt und Wildbäche uns fortgerissen.

    5 Wir alle wären in den tosenden Fluten versunken!

    6 Lasst uns den Herrn loben! Er hat nicht zugelassen, dass sie uns zerfleischten.

    7 Wir sind ihnen entkommen wie ein Vogel aus dem Netz des Fallenstellers. Das Netz ist zerrissen, und wir sind frei!

    8 Ja, unsere Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde erschaffen hat.

    Ein sehr schönes Lied!

    Sehr schön auch der Anfang: „Israel soll bekennen…“ Jehova hatte sie schon so oft vor Feinden und aus Gefahr gerettet. Aber sie sollten sich diese Tatsache immer wieder bewußt machen. Wie schnell vergessen wir solche Hilfe, sie geht im Chaos und Streß des Alltags unter.

    Aber wenn sie nach Jerusalem zogen, um die Feste Jehovas zu beachten, dann sollten sie dieses Lied singen. So würden sie zum einen immer wieder daran erinnert, dass ihr Gott Jehova ein rettender Gott ist – und um anderen klang es bestimmt ganz toll.

    Ich persönlich bekomme noch heute – nach über 20 Jahren – eine Gänsehaut, wenn zum Schluß vom BZK die tausende Brüder und Schwestern das Dankeslied singen. Wie toll muss sich das erst für Jehova und die Engel anhören, wenn zeitgleich in verschiedenen Städten und Sprachen in einem Lied Jehova gedankt und gepriesen wird!

  105. Juleam 23. Mai 2012 um 20:55 Link zum Kommentar

    Psalm 125 – Auf Gottes Schutz ist Verlass!

    1 Ein Lied für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Wer dem Herrn vertraut, ist wie der Berg Zion; er steht fest und unerschütterlich.

    2 Berge erheben sich rings um Jerusalem – genauso umgibt der Herr schützend sein Volk, jetzt und für alle Zeit.

    3 Nicht mehr lange werden gottlose Könige über unser Land herrschen, das Gott den Gerechten zum Besitz gegeben hat. Sonst könnte es noch so weit kommen, dass auch die dem Unrecht verfallen, die Gott bisher gehorcht haben.

    4 Herr, tue denen Gutes, die Gutes tun, denen, die nach deinem Willen leben!

    5 Aber alle, die sich von dir abwenden und krumme Wege gehen, wirst du verstoßen wie alle anderen Übeltäter! Frieden komme über Israel!

    Wie müssen die Festbesucher doch „aufgeputscht“ sein, wenn sie in Jerusalem ankommen. Der Weg zum Hause Gottes ist weit, oftmals viele Tagesreisen lang – wenn wir daran denken, dass Jesu Eltern erst nach 1,5 Tagesreisen bei einer Rast bemerkt haben, dass der Sohn fehlt.

    Stellen wir uns vor, wir würden mit den Brüdern und Schwestern unserer Stadt viele Tage zu Fuß zu einem Kongress ziehen und würden auf dem ganzen Weg solche ermunternden Königreichslieder singen. Bestimmt würden wir uns spätestens am zweiten Tag unbesiegbar fühlen. Denn wir haben den ganzen Tag von Jehovas rettenden Taten gesungen. In was für einer Stimmung kommen wir dann wohl am Kongressort an?

    Hier fallen mir die ganzen Erlebnisberichte der Brüder ein, die als Delegierte zu einem internationalen Kongress geladen waren. Sie konnten stundenlang davon erzählen, wie die ganze U-Bahn auf der Fahrt zum Kongressort voller Brüder einstimmte, als Einzelne ein Königreichslied sangen. Es machte schon beim Hören der Erzählung Gänsehaut. Oder wie die Brüder auf einem großen Platz in Moskau ein Lied angestimmt haben und sich andere Brüder dorthin versammelten und der Gesang immer lauter und inbrünstiger wurde. Eine unglaubliche Stimmung. Einen kleinen Abklatsch hatten wir 2006 auf dem internationalen Kongress in Dortmund erlebt.

    Was meinen wir wohl, in was für einer „aufgekratzten“ Stimmung die Brüder damals in Jerusalem ankamen?

    „Schade, dass so etwas wie ein internationaler Kongress nicht immer sein kann!“? – wir können täglich selbst etwas tun, um in dieser Stimmung zu sein:

    Jeden Tag, wenn ich in der Bibel lese, fühle ich mich so. Jeder Bericht in der Bibel dreht sich ja um Jehova und die wahre Anbetung. Entweder lese ich von Personen, die Jehova aus der Not befreit hat, oder ich lese zumindest, dass er es hasst, wenn „Gottlose“ sein Volk angreifen und dass er uns bald befreit. Wenn es uns ganz schlimm geht, lesen wir doch Psalmen wie diesen hier – dann „pushen“ wir auch uns auf. Wenn wir nicht nur kurz drüber lesen, sondern es sacken lassen und uns vorstellen, wir würden mehrere Tage mit anderen, die Jehova lieben und erfreuen wollen, zum Zentrum seiner Anbetung wandern und alle gemeinsam diese ermunternden „Königreichslieder“ singen – wie fühlen wir uns dann?

    Sind wir nicht dann auch ganz aufgekratzt und haben das Gefühl: „mit unserem Gott kann uns nichts passieren“?

    Internationaler-Kongress-Stimmung für jeden Tag – ganz einfach zu bekommen…

  106. Juleam 23. Mai 2012 um 21:00 Link zum Kommentar

    Psalm 126 – Die Befreiung ist kein leerer Traum!

    1 Ein Lied für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Als der Herr uns aus der Gefangenschaft nach Jerusalem zurückbrachte, wussten wir nicht, ob wir wachen oder träumen.

    2 Doch dann lachten und jubelten wir laut vor Freude. Auch die anderen Völker mussten zugeben: »Was der Herr für sie getan hat, ist groß und gewaltig!«

    3 Ja, der Herr hat große Taten für uns vollbracht! Wir waren außer uns vor Freude.

    4 Herr, wende auch jetzt unser düsteres Geschick zum Guten, so wie du ausgetrocknete Bäche wieder mit Wasser füllst!

    5 Wer die Saat mit Tränen aussät, wird voller Freude die Ernte einbringen.

    6 Weinend geht er hinaus und streut die Saat aufs Feld; doch wenn er zurückkommt, jubelt er über die reiche Ernte.

    Wenn wir uns immer wieder in den Sinn rufen, wie Jehova für sein Volk und seine Anbeter eingetreten ist und wo und wer uns persönlich schon geholfen hat, dann macht uns das Mut!

    Besonders dann, wenn wir selbst schon mal die Erfahrung gemacht haben, ‚unter Tränen zu säen und unter Jubelruf zu ernten‘. Denn dann fällt es uns leichter, nicht aufzugeben und auch weiter in Gottes Wort zu lesen und darüber zu reden, auch wenn für uns die Welt gerade ganz finster erscheint.

    Dies weiss ich aus eigener Erfahrung und auch viele Brüder haben das schon in Interviews und in Erlebnisberichten in unseren Publikationen berichtet. Woran liegt das?

    Wenn ich mich mit Jehova und seinem Wort beschäftige, dann richte ich meinen Sinn auf etwas Positives – und das, womit sich meine Gedanken beschäftigen, beeinflusst unsere Gefühle.

    Wenn ich gerade eine depressive Verstimmung habe und soll im Predigtdienst an den Türen von Gottes Königreich und dessen Segnungen erzählen, dann beschäftige ich meinen Sinn ja damit und so keimt auch bei mir wieder Hoffnung auf. Dies macht wiederum auch mir Mut und erklärt in sich auch den Ausspruch: „Beglückender ist Geben als Empfangen.“

    Denn wenn mir in so einer Situation davon jemand erzählt, empfinde ich es oft als „bloß schöne Worte“. Wenn ich diese Hoffnung und Segnungen aber einer entmutigten Person im Predigtdienst erzählen will, dann suche ich so lange nach den rechten Worten und immer weiteren ermunternden Beispielen – schließlich will ich meinen Gegenüber trösten – bis auch er Hoffnung schöpft. Im Laufe des Gespräches merke ich dann, wie ich selbst immer ruhiger und zuversichtlicher werde. Vielleicht kennt ihr das ja auch: einen anderen trösten ist einfacher, als sich selbst zu raten.

    Es lohnt sich auf jeden Fall, auch weiterhin in Gottes Wort zu lesen und darüber zu reden.

    Oftmals belohnt Jehova gerade das. So haben wir an so einem Tag besonders schöne Gespräche an den Türen. Ich habe schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass dieselben Leute, die beim letzten Mal interessiert zugehört haben, kein Interesse mehr haben, egal, wie sehr „ich mich anstrenge“. Das hat mich zu der Vermutung gebracht, dass Jehova diesen Menschen an dem Tag hat zuhören lassen, um mich zu ermutigen. Als so eine Art Belohnung, weil ich trotzdem gegangen bin.

    Aber selbst, wenn derjenige nicht zur Wahrheit kommt, so habe ich doch mit Jubelruf geerntet – und wenn es „nur“ die Tatsache ist, dass sich Jehova sehr darüber gefreut hat!

  107. Juleam 26. Mai 2012 um 13:09 Link zum Kommentar

    Psalm 127 – 129

    Psalm 127 – An Gottes Segen ist alles gelegen!

    1 Ein Lied Salomos für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Wenn der Herr nicht das Haus baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst. Wenn der Herr nicht die Stadt bewacht, dann wachen die Wächter vergeblich.

    2 Ihr steht frühmorgens auf und gönnt euch erst spät am Abend Ruhe, um das sauer verdiente Brot zu essen. Doch ohne Gottes Segen ist alles umsonst! Denn Gott gibt denen, die ihn lieben, alles Nötige im Schlaf!

    3 Auch Kinder sind ein Geschenk des Herrn; wer sie bekommt, wird damit reich belohnt.

    4 Die Söhne eines jungen Mannes sind wie Pfeile in der Hand eines Kriegers.

    5 Wer viele solcher Pfeile in seinem Köcher hat, der ist glücklich zu nennen! Seine Söhne werden ihm Recht verschaffen, wenn seine Feinde ihn vor Gericht anklagen.

  108. Juleam 26. Mai 2012 um 13:34 Link zum Kommentar

    Psalm 128 – Eine glückliche Familie

    1 Ein Lied für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Glücklich ist jeder, der dem Herrn gehorcht und nach seinen Weisungen lebt!

    2 Was du dir erarbeitet hast, wirst du auch genießen können. Es geht dir gut, und das Glück ist auf deiner Seite.

    3 Deine Frau gleicht einem fruchtbaren Weinstock, der viele Reben trägt: Die Kinder um deinen Tisch sind so zahlreich wie die jungen Triebe eines Ölbaums!

    4 So segnet Gott einen Mann, der ihn achtet und ehrt.

    5 Der Herr segne dich – er, der auf dem Berg Zion wohnt! Dein Leben lang sollst du sehen, dass es Jerusalem gut geht.

    6 Mögest du so lange leben, dass du dich noch an deinen Enkeln erfreuen kannst! Frieden komme über Israel!

    Eine Familie, in der sich alle bemühen, Jehovas Willen zu tun, wird immer Erfolg haben und ein harmonischer Ort für alle sein – egal, wie rauh es draußen zugeht.

    Jehova segnet den, der dies tut und der seine Rolle, die ihm Jehova im Familienleben zugedacht hat, ausfüllt.

    Wer sich nach Gottews Namen nennt und nicht entsprechend lebt, der kann nicht Jehovas Segen haben und der wird niemals wirklich glücklich sein. Dies ist erst dann wieder möglich, wenn er sich besinnt und wieder das tut, was Jehova möchte.

    Besonders unglücklich werden die werden, die mal ein enges Verhältnis und damit auch den Segen von Jehova hatten und ihn verwirken, weil sie lieber „ihr eigenes Ding durchziehen“. Aber sie haben ja die Wahl, zu Jehova umzukehren.

    Wenn ich mich als Ehefrau also gegen meinen Mann auflehne und die Führung der Familie an mich reiße, weil „mein Mann dazu zu doof ist“, dann wird mir Jehova seinen Segen entziehen und wir können kein Ehe- und Familienglück erfahren. Gleichzeitig kann ER aber meinen Mann segnen und weiterhin geistig wachsen lassen, weil dieser das tut, was Jehova will.

    Wenn ich mich gegen meine Eltern auflehne und die Freiheiten der zerstörten Familien nutze und zum anderen Elternteil ziehe, weil mir der, bei dem ich wohne, nicht das Gewünschte gibt – dann lehne ich mich nicht nur gegen Jehova auf, weil ich dem Elternteil Respekt, Gehorsam und Unterordnung schuldig bleibe – sondern ich schade mir nachhaltig selbst. Denn wenn ich jetzt nicht lerne, mit Konflikten umzugehen und mich dann unterzuordnen, wenn es von Jehova gefordert ist, dann werde ich als junge Frau später in meiner Ehe Probleme bekommen. Denn ich habe nicht gelernt, wie man einen Konflikt austrägt, ohne stur auf seinem Recht zu beharren und ich habe auch nicht gelernt, die Entscheidung meines Hauptes zu respektieren und zu unterstützen, wenn ich anderer Ansicht bin. Diese Dinge lernen die Kinder und Jugendlichen zu Hause im Familienkreis – wenn sie sich bemühen, die Maßstäbe Jehovas dabei zu beachten.

    Wenn ich jetzt ausziehe, habe ich vielleicht gewonnen. Ich habe meinen Willen bekommen. Aber ich habe das Verhältnis zu meinen Eltern eingebüsst und ebenso zu Jehova. Dadurch entsteht ein innerer Konflikt, wenn uns dies bewußt wird und wir können darüber sogar krank werden. Der Frieden, den wir bisher von Jehova als Frucht des Geistes bekommen hatten, wird nicht mehr da sein. Denn dies gibt Jehova nur denen, die sich nach seinem Wort richten. Auch verspüren wir eine tiefe Leere, weil Jehova nicht mehr nahe bei uns ist. Außerdem werden wir früher oder später auch mit demjenigen Konflikte bekommen, zu dem wir gezogen sind. In jeder Beziehung gibt es Probleme und Meinungsverschiedenheiten. Aber wir haben uns selbst die Chance genommen, damit umgehen zu lernen. Wir hatten es mit Flucht gelöst. Wie kann man da eine glückliche Ehe führen? Wieder weglaufen und damit gegen Jehovas Gebot verstoßen, der Scheidung hasst und gesagt hat, dass Mann und Frau ganz fest zusammen halten sollen? Ach, hätten wir doch damals die Chance genutzt und bei unseren Eltern gelernt, wie man auf eine Weise Meinungsverschiedenheiten löst, indem man den Rat Jehovas anwendet…

    Ja, es hat sich nicht wirklich gelohnt, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen!

    Jehova weiss, was für uns gut ist und er hat uns in seinem Wort ganz viel Rat für ein glückliches Familienleben und eine glückliche Ehe aufzeichnen lassen. Nutzen wir ihn und wenden wir ihn an – dann kann Jehova auch uns und unsere Ehe segnen.

    Aber halt nur dann!

  109. Juleam 26. Mai 2012 um 13:36 Link zum Kommentar

    Psalm 129 – Ständig verfolgt, aber nie vernichtet!

    1 Ein Lied für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Das soll Israel bekennen: Solange wir zurückdenken können, wurden wir ständig unterdrückt.

    2 Ja, solange es uns Israeliten gibt, hat man uns verfolgt. Und doch konnten sie uns nicht auslöschen!

    3 Unseren Rücken haben sie bearbeitet wie einen Acker, in den man tiefe Furchen pflügt.

    4 Doch der Herr hat gezeigt, dass auf ihn Verlass ist: Er durchschnitt die Stricke, mit denen uns die Unterdrücker gefangen hielten.

    5 Alle, die Gottes Tempel auf dem Zionsberg hassen, sollen beschämt zurückweichen!

    6 Es soll ihnen ergehen wie dem Gras auf den Dächern, das verdorrt, bevor es aufschießen kann!

    7 Kein Schnitter kann es schneiden, und niemand bindet es zu Bündeln zusammen.

    8 Kein Wanderer ruft im Vorbeigehen den Schnittern zu: »Der Herr segne euch!« Wir aber segnen euch im Auftrag des Herrn!

    Hier wird wieder der Gedanke von zuvor bestätigt:

    Wer Gottes Willen tut – auch dann, wenn es für ihn selbst gerade nicht so praktisch und angenehm istder wird sehr gesegnet werden. Mit der Freundschaft Jehovas und dem inneren Frieden und der Freude, die er als Frucht seines Geistes denen gibt, die seinen Willen tun.

    Wer Jehova und sein Wort verwirft – das sind auch diejenigen, die ein Doppelleben führen – werden diesen gesegneten Zustand niemals erfahren. Im Gegenteil: sie machen sich durch ihr Verhalten zu Feinden Gottes und werden dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

    Aber wunderbarerweise erhalten auch sie die Chance: sie müssen nur von ihren verkehrten Wegen umkehren.

    Ist unser Gott nicht wunderbar?!

  110. Juleam 26. Mai 2012 um 13:40 Link zum Kommentar

    Psalm 130 – 132

    Zitat von Darby zu Psalm 130 – was sehr gut zu dem Gefühl der Leere passt, wenn wir die Nähe zu Jehova verloren haben:

    Das wird immer die Wirkung sein, wenn in der Seele die Sünde, zugleich aber auch die Barmherzigkeit Gottes gefühlt wird. Bei einer rein gesetzlichen Betrübnis – so sehr sie dazu dienen mag, jedes Selbstvertrauen zu vernichten und zu zeigen, dass man ganz auf Gnade angewiesen ist – ist die Seele in ihrer Angst mehr mit sich selbst beschäftigt, während sie, wenn das Herz die Gnade kennt, ein tieferes Gefühl darüber hat, dass sie gegen den Gott aller Güte gesündigt hat. Und dies geht schließlich doch tiefer. Der Psalmist sagt hier: „Bei dir ist Vergebung, damit du gefürchtet werdest“, und obwohl die Seele aus den Tiefen ruft, harrt sie doch auf Jehova. Es ist sowohl Verlangen nach Gnade als auch geduldiges Harren auf Jehova vorhanden.

    In Vers 3 und 4 erkennt die Seele an, woher ihre Not rührt, aber sie weiß auch, dass die Gnade dieser Not entsprechen kann;

  111. Juleam 26. Mai 2012 um 13:42 Link zum Kommentar

    Psalm 130 – Herr, ich bin völlig am Ende!

    1 Ein Lied für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Herr, ich bin völlig am Ende. Darum schreie ich zu dir!

    2 Höre mich, Herr! Ich flehe dich an, bitte höre mir zu!

    3 Wenn du jedes Vergehen gnadenlos anrechnest, wer kann dann vor dir bestehen?

    4 Doch bei dir finden wir Vergebung. Ja, du vergibst, damit wir dir in Ehrfurcht begegnen.

    5 Ich setze meine ganze Hoffnung auf den Herrn; voller Sehnsucht warte ich darauf, dass er zu mir spricht.

    6 Ja, ich warte auf den Herrn, mehr als die Wächter auf den Morgen!

    7 Volk Israel, setze deine Hoffnung auf den Herrn! Denn er allein ist gnädig, er erlöst ganz und gar!

    8 Er wird Israel von aller Schuld befreien.

    Ja, unser Gott Jehova ist nicht nachtragend! Er ist jederzeit zur Vergebung bereit und das Einzige, was wir dafür tun müssen, ist: von unseren verkehrten Wegen umzukehren.

    Ist es wirklich zuviel verlangt, zu sagen: „es tut mir leid“ und dann richtig zu handeln? Wir müssen ja nicht einmal die Angst haben, „unser Gesicht zu verlieren“, denn vor Jehova müssen wir uns nicht schämen. Er wußte doch schon die ganze Zeit, was wir getan haben, es ist nichts Neues für IHN. Auch wird er nicht schlecht von uns denken, wenn wir nun zugeben, dass wir Mist gebaut haben. Im Gegenteil: er freut sich, dass wir es nun einsehen und ändern wollen.

    Und wenn wir erst mal wieder mit Jehova im Reinen sind, fällt es uns auch leicht, auf den zuzugehen, gegen den wir uns vergangen haben. Mit SEINER Hilfe können wir uns getrost demütigen und uns bei dem Menschen entschuldigen, dem wir weh getan oder geschadet haben. Denn dies ist ja Jehovas Wunsch und daher wird er uns auch die Kraft dazu geben!

  112. Juleam 26. Mai 2012 um 13:49 Link zum Kommentar

    Psalm 131 – Das Geheimnis der Zufriedenheit

    1 Ein Lied Davids für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Herr, ich bin nicht hochmütig und schaue nicht auf andere herab. Ich maße mir nicht an, deine Geheimnisse und Wunder zu ergründen.

    2 Ich bin zur Ruhe gekommen. Mein Herz ist zufrieden und still. Wie ein Kind in den Armen seiner Mutter, so ruhig und geborgen bin ich bei dir!

    3 Volk Israel, vertraue dem Herrn, jetzt und für alle Zeiten!

    Ja, wenn wir uns bei Jehova geborgen fühlen, wie in den Armen unserer Mutter – dann können wir wirklich zufrieden sein.

    Vor allen Dingen ist diese Zufriedenheit, dieses Glück, nicht von äußeren Umständen abhängig, sondern wir haben es selbst in der Hand. Ob wir arm oder reich sind, oder ob wir Ansehen bei Menschen haben oder nicht, ob andere uns befeinden oder schlimme Dinge über uns reden, die nicht stimmen – all dies beeinträchtigt nicht unser Verhältnis zu Jehova.

    Nur wir selbst können uns von Gottes Liebe trennen, indem wir es sind, die sich von IHM abwenden.

    Was für ein begeisternder Gedanke!

  113. Juleam 26. Mai 2012 um 13:50 Link zum Kommentar

    Psalm 132 – Gottes Heiligtum und Davids Königshaus

    1 Ein Lied für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Herr, erinnere dich doch, welche Mühe David auf sich nahm!

    2 Denke an den feierlichen Schwur, den er dir leistete, dir, dem starken Gott Jakobs!

    3 Er schwor: »Ich will mein Wohnzelt nicht mehr betreten und mich nicht mehr zur Ruhe legen,

    4 ich will mir keinen Schlaf gönnen und mich nicht mehr ausruhen,

    5 bis ich einen Platz gefunden habe, der dem Herrn, dem starken Gott Jakobs, als Wohnstätte dienen kann!«

    6 In Ephrata bekamen wir Nachricht über die Bundeslade; wir fanden sie dann im Gebiet von Jaar.

    7 Kommt, wir gehen zur Wohnung des Herrn! Wir wollen uns zu seinen Füßen niederwerfen!

    8 Herr, erhebe dich! Begleite die Bundeslade, das Zeichen deiner großen Macht! Lass dich im Heiligtum für immer nieder!

    9 Die Priester, die dir dienen, sollen sich treu an deinen Bund halten! Jeder, der dich liebt, soll jubeln vor Freude!

    10 Herr, denke daran, was du David, deinem Diener, versprochen hast, und weise auch jetzt den König nicht ab, den du erwähltest!

    11 Ja, der Herr hat David einen Treueeid geschworen, und diesen Schwur wird er niemals brechen! Er versprach ihm: »Einen deiner Söhne mache ich zu deinem Thronfolger!

    12 Wenn deine Nachkommen sich an meinen Bund und an meine Gebote halten, die ich ihnen einprägen werde, dann sollen auch ihre Nachkommen König sein für alle Zeit!«

    13 Der Herr hat den Berg Zion ausgewählt, denn dort wollte er wohnen.

    14 Er sprach: »An diesem Ort lasse ich mich für alle Zeiten nieder. Hier soll mein Ruheplatz sein – so habe ich es gewollt!

    15 Die ganze Stadt Jerusalem werde ich reich beschenken mit allem, was sie braucht, auch die Armen sollen genug zu essen haben!

    16 Die Priester sollen dem Volk mein Heil bezeugen. Alle, die mich lieben, sollen laut jubeln vor Freude.

    17 In dieser Stadt festige ich die Herrschaft der Nachkommen Davids, ja, sein Königshaus wird für immer bestehen!

    18 Schimpf und Schande komme über die Feinde des Königs, aber der Ruhm seiner Krone soll immer heller erstrahlen!«

  114. Juleam 26. Mai 2012 um 13:53 Link zum Kommentar

    Psalm 133 – 135

    Psalm 133 – Bruderliebe – kein leeres Wort

    1 Ein Lied Davids für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Wie schön und angenehm ist es, wenn Brüder in Frieden zusammenleben!

    2 Das ist so wohltuend wie duftendes Öl, das auf den Kopf des Priesters Aaron gegossen wird und nun herunterrinnt in seinen Bart, bis zum Halssaum seines Gewandes.

    3 Es ist so wohltuend wie frischer Tau, der vom Berg Hermon auf die Berge Zions niederfällt. Ja, dort schenkt der Herr seinen Segen und Leben, das niemals aufhört.

    Wenn wir uns vorstellen, dass sie dieses Lied gesungen haben, wenn sie als Gruppe zum Hause Gottes zogen

    Stellen wir uns die ganze Sache in unserer heutigen Zeit vor: wir hatten ja schon den Gedanken mit dem internationalen-Kongress-feeling. Wie würden wir empfinden, wenn die ganze U-Bahn zun Kongressort voller Brüder und Schwestern wäre und wenn unser Gesang der Königreichslieder die Bahn erfüllt?

    Hätten wir dann nicht das selbe Gefühl, das dieser Psalm beschreibt?

  115. Juleam 26. Mai 2012 um 13:56 Link zum Kommentar

    Psalm 134 – Nächtliches Lob im Tempel

    1 Ein Lied für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.
    Kommt und lobt den Herrn, alle seine Diener, die ihr nachts in seinem Tempel steht!

    2 Streckt eure Hände in seinem Heiligtum anbetend empor und preist den Herrn!

    3 Der Herr segne dich, er, der auf dem Berg Zion wohnt! Er hat Himmel und Erde geschaffen!

    Welche nächtlichen Besucher würde es denn im Tempel geben?

    Hatte der Tag und Nacht auf und man konnte jederzeit hineingehen und anbeten?

    Was wären das wohl für Leute, die Nachts in den Tempel kommen? Hatten sie am Tage keine Zeit – oder waren sie so sehr von Jehova erfüllt, dass sie auch Nachts ihren Gott preisen wollten?

  116. Juleam 26. Mai 2012 um 14:02 Link zum Kommentar

    Psalm 135 – Der Herr ist mächtiger als alle Götter!

    1 Halleluja – preist den Herrn, lobt den Namen des Herrn! Lobt ihn, alle seine Diener,

    2 die ihr in seinem Tempel steht, in den Vorhöfen am Hause unseres Gottes!

    3 Preist ihn, denn er ist gut zu uns; musiziert zu seiner Ehre, denn er ist freundlich.

    4 Er hat die Nachkommen Jakobs auserwählt und ganz Israel zu seinem Eigentum erklärt.

    5 Ja, ich habe erkannt: Groß ist der Herr! Unser Herr ist mächtiger als alle Götter.

    6 Was er will, das tut er auch – sei es im Himmel oder auf der Erde, im Meer oder in den tiefsten Tiefen.

    7 Er lässt Wolken aufsteigen am Horizont und sendet Regen und Blitze, den Sturmwind holt er aus seiner Kammer und schickt ihn auf die Reise.

    8 In Ägypten tötete er alle Erstgeborenen von Mensch und Vieh.

    9 Er vollbrachte dort Zeichen und Wunder am Pharao und allen seinen Dienern.

    10 Er besiegte viele Völker und tötete mächtige Könige:

    11 Sihon, den König der Amoriter, Og, den König von Baschan, und die anderen Könige Kanaans.

    12 Ihre Länder übergab er Israel, so bekam sein Volk das ganze Gebiet zum bleibenden Besitz.

    13 Herr, dein Name wird nie in Vergessenheit geraten; an dich wird man denken, solange es Menschen gibt.

    14 Du, Herr, wirst dafür sorgen, dass deinem Volk kein Unrecht geschieht. Du erbarmst dich über alle, die zu dir gehören.

    15 Die Götter der anderen Völker sind nur Figuren aus Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht.

    16 Sie haben einen Mund, aber reden können sie nicht; Augen haben sie, doch sie können nicht sehen.

    17 Mit ihren Ohren hören sie nicht, auch können sie nicht atmen.

    18 Genauso starr und tot werden einmal alle sein, die diese Götzen schufen, und auch alle, die solchen Götzen vertrauen!

    19 Volk Israel, lobe den Herrn! Ihr Priester, lobt den Herrn!

    20 Ihr Leviten, lobt den Herrn! Alle, die ihr dem Herrn in Ehrfurcht begegnet – lobt ihn!

    21 Lobt den Herrn auf dem Berg Zion, denn dort in Jerusalem steht sein Tempel. Halleluja!

    wie unsinnig es doch ist, Götzen anzubeten und damit Jehova – dem einzigen wahren Gott – den Rücken zu kehren!

  117. Juleam 27. Mai 2012 um 13:24 Link zum Kommentar

    Psalm 136 – 138

    Psalm 136 – Seine Gnade hört niemals auf!

    1 Dankt dem Herrn, denn er ist gut, seine Gnade hört niemals auf!

    2 Dankt ihm, dem Gott über alle Götter, seine Gnade hört niemals auf!

    3 Dankt ihm, dem Herrn über alle Herren, seine Gnade hört niemals auf!

    4 Er vollbringt große Wunder, er allein. Seine Gnade hört niemals auf!

    5 Mit Weisheit hat er den Himmel geschaffen, seine Gnade hört niemals auf!

    6 Die Fundamente der Erde legte er auf den Meeresgrund, seine Gnade hört niemals auf!

    7 Er hat die großen Lichter geschaffen; seine Gnade hört niemals auf!

    8 Die Sonne, um den Tag zu regieren – seine Gnade hört niemals auf!

    9 Mond und Sterne für die Nacht, seine Gnade hört niemals auf!

    10 In jeder Familie der Ägypter tötete er den ältesten Sohn. Seine Gnade hört niemals auf!

    11 Er führte sein Volk Israel aus Ägypten heraus. Seine Gnade hört niemals auf!

    12 Das alles vollbrachte er durch seine gewaltige Macht, seine Gnade hört niemals auf!

    13 Er teilte das Rote Meer – seine Gnade hört niemals auf!

    14 Sein Volk ließ er mitten hindurchziehen, seine Gnade hört niemals auf!

    15 Den Pharao und sein Heer aber ließ er in die Fluten stürzen, seine Gnade hört niemals auf!

    16 Er führte sein Volk durch die Wüste, seine Gnade hört niemals auf!

    17 Er tötete mächtige Könige, seine Gnade hört niemals auf!

    18 Ja, gewaltige Herrscher brachte er um – seine Gnade hört niemals auf!

    19 Sihon, den König der Amoriter, seine Gnade hört niemals auf!

    20 Og, den König von Baschan, seine Gnade hört niemals auf!

    21 Ihre Länder übergab er Israel, seine Gnade hört niemals auf!

    22 So bekam sein Volk, das ihm diente, das ganze Gebiet zum bleibenden Besitz. Seine Gnade hört niemals auf!

    23 Er vergaß uns nicht, als wir unterdrückt wurden, seine Gnade hört niemals auf!

    24 Er befreite uns von unseren Feinden, seine Gnade hört niemals auf!

    25 Allen Geschöpfen gibt er zu essen, seine Gnade hört niemals auf!

    26 Ja, dankt ihm, dem Gott, der im Himmel regiert, seine Gnade hört niemals auf!

    „Seine Gnade (oder: seine liebende Güte NW) hört niemals auf“ – ob sie dies im Wechselgesang gesungen haben?:

    Ein Vorsänger singt den sich bei jeder Strophe ändernden Text und das Volk fällt in den Refrain ein: „seine Gnade hört niemals auf“.

    So könnte ich mir dies zumindest vorstellen. Gehörte dieser Psalm noch zu den Liedern, die auf dem Weg zum Hause Gottes gesungen wurde? Im Vorwort wird diesmal gar nichts davon erwähnt. Scheinbar sind die „Lieder der Aufstiege“ hier bereits beendet.

    Ob sie es in einer Art Liturgie im Tempel gesungen haben? Ich war ja früher evangelisch und es gab einige Teile, war es z.B. beim Glaubensbekenntnis(?), wo der Pastor ähnlich einem Vorsänger war und die Gemeinde wie hier im Refrain antwortete. Ob es mit diesem Psalm in Stiftshütte und Tempel ähnlich war?

  118. Juleam 27. Mai 2012 um 13:28 Link zum Kommentar

    Psalm 137 – Klagelied der Gefangenen

    1 Wir saßen an den Flüssen Babylons und weinten, wenn wir an Zion dachten.

    2 Unsere Lauten hängten wir an die Zweige der Pappeln, wir hatten aufgehört, auf ihnen zu spielen.

    3 Unsere Peiniger hielten uns gefangen und wollten Lieder von uns hören; sie verlangten von uns, dass wir Freudengesänge anstimmen. Höhnisch forderten sie: »Singt doch eins von euren Zionsliedern!«

    4 Doch wie hätten wir im fremden Land Lieder zur Ehre Gottes singen können?

    5 Jerusalem, wenn ich dich jemals vergesse, dann soll meine rechte Hand lahm werden!

    6 Die Zunge soll mir am Gaumen kleben bleiben, wenn ich nicht mehr an dich denke, wenn du, Jerusalem, nicht mehr meine größte Freude bist!

    7 Herr, vergiss es den Edomitern nicht, wie sie jubelten, als Jerusalem in die Hand der Feinde fiel! Damals grölten sie: »Reißt sie nieder, diese Stadt! Zerstört ihre Häuser bis auf die Grundmauern!«

    8 Babylon, auch dich wird man niederreißen und verwüsten! Glücklich ist, wer dir heimzahlt, was du uns angetan hast!

    9 Glücklich ist, wer deine kleinen Kinder packt und am Felsen zerschmettert!

    „By the river of babylon, where we sat down, there we ware, when we remenber zion…“.

    Dieses Lied von Boney M. kommt mir hier immer in den Sinn. Ging es in diesem Popsong wirklich um den Inhalt dieses Psalms? Hier der Songtext (in englisch):

    By the rivers of Babylon
    There we sat down
    Ye-eah, we wept
    When we remembered Zion

    By the rivers of Babylon
    There we sat down
    Ye-eah, we wept
    When we remembered Zion

    When the wicked carried us away in captivity
    Required from us a song
    Now, how shall we sing the Lord’s song
    In a strange land

    When the wicked carried us away in captivity
    Requiring of us a song
    Now how shall we sing the Lord’s song
    In a strange land

    Let the words of our mouth
    And the meditation of our heart
    Be acceptable in thy sight
    Here tonight

    Let the words of our mouth
    And the meditation of our hearts
    Be acceptable in thy sight
    Here tonight

    By the rivers of Babylon
    There we sat down
    Ye-eah, we wept
    When we remembered Zion

    By the rivers of Babylon
    There we sat down
    Ye-eah, we wept
    When we remembered Zion

    By the rivers of Babylon
    (Dark tears of Babylon)
    There we sat down
    (You got to sing a song)
    Ye-eah we wept
    (Sing a song of love)
    When we remembered Zion
    (Yeah yeah yeah)

    By the rivers of Babylon
    (Rough bits of Babylon)
    There we sat down
    (You hear the people cry)
    Ye-eah, we wept
    (They need that all)
    When we remembered Zion
    (Ooh, have the power)

  119. Juleam 27. Mai 2012 um 13:30 Link zum Kommentar

    Psalm 137:5-6

    Jerusalem, wenn ich dich jemals vergesse, dann soll meine rechte Hand lahm werden!

    6 Die Zunge soll mir am Gaumen kleben bleiben, wenn ich nicht mehr an dich denke, wenn du, Jerusalem, nicht mehr meine größte Freude bist!

    Ist hier wirklich die Stadt Jerusalem gemeint – oder eher die Stätte, die sich Jehova als sein Haus erwählt hat?

    Wenn in der Offenbarung von dem himmlischen Jerusalem die Rede ist, ist ja auch keine Stadt gemeint, sondern Menschen, die Jehova dienen

  120. Juleam 27. Mai 2012 um 13:36 Link zum Kommentar

    Psalm 137:8

    Babylon, auch dich wird man niederreißen und verwüsten! Glücklich ist, wer dir heimzahlt, was du uns angetan hast!

    Ist das nur das Empfinden des Volkes im Exil, oder dachte Jehova ebenso? Immerhin hatte ja ER es dem König von Babylon in den Sinn gegeben, Jerusalem zu zerstören und sein Volk gefangen wegzuführen. Es war ja SEINE Strafe für ihre Untreue.

    Auf der anderen Seite war auch vorhergesagt, dass Jesus verraten werden würde. Eine Prophezeiung, die sich am Messias erfüllen mußte. Trotzdem hatte Judas damit schwere Schuld auf sich geladen, wie Jesus selbst sagte.

    Auf dem TSK wurde ja auch David und 3 Abschnitte seines Lebens behandelt und der Bruder brachte es sehr lebhaft rüber, dass David eigentlich hätte entrüstet sein können, dass er den Tempel nicht bauen durfte, weil an seinen Händen Blut von all den Kriegen klebte. Immerhin hatte Jehova ihn ja aufgefordert, diese Kriege für IHN zu führen.

    Also: verurteilte Jehova Babylon dafür, dass sie das ausgeführt hatten, was SEINEM Willen gemäß getan werden sollte?

    In der Offenbarung ist die Rede davon, dass Jehova es den Königen und Kaufleuten ins Herz legen würde, Babylon die Große zu vernichten. Wird er sie dann auch dafür verurteilen, dass sie damit Blutschuld auf sich geladen haben? Wie passt dies alles dann mit Jehovas Gerechtigkeit zusammen?

  121. Juleam 27. Mai 2012 um 13:38 Link zum Kommentar

    Psalm 138 – Gott steht zu seinem Wort!

    1 Von David.
    Herr, von ganzem Herzen will ich dir danken! Dir und keinem anderen Gott will ich singen.

    2 Vor deinem heiligen Tempel werfe ich mich anbetend nieder, ich preise dich, deine Liebe und Treue. Ja, du hast deine Versprechen eingelöst und alle meine Erwartungen übertroffen.

    3 Als ich zu dir um Hilfe schrie, hast du mich erhört und mir neue Kraft geschenkt.

    4 Herr, alle Herrscher dieser Welt werden dich preisen, wenn sie erfahren, dass du zu deinem Wort stehst!

    5 Sie werden besingen, was du, Herr, getan hast, denn deine Macht und Hoheit ist unermesslich.

    6 Ja, du bist hoch erhaben – trotzdem sorgst du für die, nach denen keiner mehr fragt, und durchschaust die Stolzen schon von ferne!

    7 Selbst wenn ich von allen Seiten bedrängt werde, erhältst du mich am Leben! Du stellst dich meinen zornigen Feinden entgegen und rettest mich durch deine Macht.

    8 Ja, Herr, du wirst dich auch in Zukunft um mich kümmern, deine Gnade hört niemals auf! Was du angefangen hast, das führe zu einem guten Ende!

    Wie wir sehen, ist David voll des Lobes für Jehova.

    Hier ist nicht die Rede von der Sache mit dem Bau des Tempels. David trägt es Jehova nicht nach. Vielleicht hat er es ja nicht einmal als ungerecht empfunden?

    Vielleicht hat er es zuerst einfach nur hingenommen und akzeptiert, weil es die Entscheidung Jehovas war und ‚wer ist schon der Mensch, dass er Jehova kritisiert‘?

    Beim späteren Nachsinnen darüber – weil er gern verstehen will, wie Jehova denkt und warum – kommt ihm bestimmt die Sache mit Uria in den Sinn, den er ja hatte töten lassen, um seine Sünde zu vertuschen. Zumindest dieser Tod hatte nichts mit Jehova und SEINEM Willen zu tun gehabt, sondern entsprach seinen eigenen selbstsüchtigen Bestrebungen.

    Während er daran denkt, empfindet er sicherlich tiefe Dankbarkeit mit Jehovas barmherzigen Vergebung. Immerhin stand laut dem GESETZ auf Ehebruch für beide die Todesstrafe. Aber sein Gott hatte ihm gültigerweise verziehen und er durfte den Samen hervorbringen, aus dessen Linie der Messias kommen sollte. Dieser Gott ist wirklich sehr zu loben!

    Und David tut es!

  122. Juleam 27. Mai 2012 um 22:23 Link zum Kommentar

    Psalm 139 – 141

    Psalm 139 – Herr, du durchschaust mich!

    1 Ein Lied Davids. Herr, du durchschaust mich, du kennst mich durch und durch.

    2 Ob ich sitze oder stehe – du weißt es, aus der Ferne erkennst du, was ich denke.

    3 Ob ich gehe oder liege – du siehst mich, mein ganzes Leben ist dir vertraut.

    4 Schon bevor ich rede, weißt du, was ich sagen will.

    5 Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine schützende Hand über mir.

    6 Dass du mich so genau kennst – unbegreiflich ist das, zu hoch, ein unergründliches Geheimnis!

    7 Wie könnte ich mich dir entziehen; wohin könnte ich fliehen, ohne dass du mich siehst?

    8 Stiege ich in den Himmel hinauf – du bist da! Wollte ich mich im Totenreich verbergen – auch dort bist du!

    9 Eilte ich dorthin, wo die Sonne aufgeht, oder versteckte ich mich im äußersten Westen, wo sie untergeht,

    10 dann würdest du auch dort mich führen und nicht mehr loslassen.

    11 Wünschte ich mir: »Völlige Dunkelheit soll mich umhüllen, das Licht um mich her soll zur Nacht werden!« –

    12 für dich ist auch das Dunkel nicht finster; die Nacht scheint so hell wie der Tag und die Finsternis so strahlend wie das Licht.

    13 Du hast mich geschaffen – meinen Körper und meine Seele, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet.

    14 Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich!

    15 Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen.

    16 Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann!

    17 Deine Gedanken sind zu schwer für mich, o Gott, es sind so unfassbar viele!

    18 Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer; wollte ich sie alle zählen, so käme ich doch nie an ein Ende!

    19 Mein Gott! Wie sehr wünsche ich, dass du alle tötest, die sich dir widersetzen! Ihr Mörder, an euren Händen klebt Blut! Mit euch will ich nichts zu tun haben!

    20 Herr, wenn diese Leute von dir reden, tun sie es in böser Absicht, sie missbrauchen deinen Namen.

    21 Herr, wie hasse ich alle, die dich hassen! Wie verabscheue ich alle, die dich bekämpfen!

    22 Deine Feinde sind auch meine Feinde. Ich hasse sie mit grenzenlosem Hass!

    23 Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle!

    24 Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden, dann hol mich zurück auf den Weg, der zum ewigen Leben führt!

    Was für ein wunderschöner Psalm, besonders auch die WT-Artikel, die Thom vor 2 Jahren dazu rüber kopiert hatte.

    Es ist immer wieder erfrischend, wenn wir die Gedanken des treuen und verständigen Sklaven dazu lesen, denn sie zeugen von tiefer Liebe und Wertschätzung für Jehova und für das, was ER für uns getan hat und noch tut!

  123. Juleam 27. Mai 2012 um 22:27 Link zum Kommentar

    Psalm 139:15

    Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen.

    In dem einem WT-Artikel zu Psalm 139 heißt es auszugsweise:

    Jehova Gott, der unsere innersten Empfindungen kennt, hatte Davids Nieren gemacht. Die Nieren zählen zu den verborgensten und am schwersten erreichbaren Organen, aber Gott kann sie sehen. Er kann sogar in den Mutterleib schauen. Ja, er kann in das Innere eines sich entwickelnden Embryos sehen. Als David darüber nachdachte, auf welch wunderbare Weise er im Mutterleib gebildet worden war, wurde er veranlaßt, seinen Schöpfer zu preisen.

    Vielleicht kamen diese Aussagen damals einigen merkwürdig vor. Für uns sollte es nicht so sein, denn wir können unser ungeborenes Baby auf Ultraschall-Bildern sehen, ebenso wie unsere inneren Organe oder auch unsere Knochen auf Röntgenbildern sichtbar gemacht werden können.

    Vielleicht sollten wir uns daran erinnern, wenn uns künftig einige Aussagen in der Bibel merkwürdig vorkommen sollten…

  124. Juleam 28. Mai 2012 um 08:37 Link zum Kommentar

    Psalm 139:17-18

    Deine Gedanken sind zu schwer für mich, o Gott, es sind so unfassbar viele!

    18 Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer; wollte ich sie alle zählen, so käme ich doch nie an ein Ende!

    Dazu heißt es in dem o.g. WT auszugsweise:

    Wie kostbar Gottes Gedanken sind!
    Als David die Entwicklung eines Kindes in Betracht zog, wurde er veranlaßt, über die Weisheit Gottes nachzusinnen. Deshalb rief er aus: „Wie kostbar also deine Gedanken für mich sind! O Gott, auf wieviel beläuft sich ihre große Summe!“ (Psalm 139:17).

    David schätzte Jehovas Gedanken überaus, und sie sind so zahlreich, daß ihn „ihre große Summe“ beeindruckte. Wenn Gottes Gedanken in unseren Augen kostbar sind, werden wir die Heilige Schrift eifrig studieren (1. Timotheus 4:15, 16). Seine aufgezeichneten Gedanken sind „nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk“ (2. Timotheus 3:16, 17).
    Hinsichtlich der Gedanken Jehovas erklärte David: „Versuchte ich, sie zu zählen, so sind sie mehr als selbst die Körner des Sandes. Ich bin erwacht, und doch bin ich noch bei dir“ (Psalm 139:18). Gottes Gedanken sind so zahlreich wie die Sandkörner. Würde David bei Tagesanbruch beginnen, sie zu zählen, wäre er bis zum Schlafengehen noch nicht damit fertig. Beim Erwachen am Morgen wäre er immer noch bei Jehova, das heißt, er würde immer noch Gottes Gedanken zählen.

    Da wir Jehovas Leitung benötigen, kann es ohne weiteres sein, daß wir spät in der Nacht und als erstes am Morgen damit beschäftigt sind, unter Gebet über Gottes Gedanken und Vorsätze nachzusinnen (Psalm 25:8-10)

    Leider bezeichnen uns einige abfällig als selbstgerecht, wenn sich in unserem Leben alles um Jehova dreht. Dabei ist es doch ganz natürlich, wenn unser Herz überläuft von all dem Guten von Jehova. Schon Jesus sagte: „Aus der Fülle des Herzens redet der Mund“ und einen ähnlichen Gedanken finden wir im Studienartikel für die kommende Woche:

    6 Im Lauf der Zeit vertiefte sich das Verhältnis zwischen Vater und Sohn immer mehr. Der Sohn „wurde der, den er Tag für Tag besonders lieb hatte“. (Lies Sprüche 8:22,23, 30,31). Je länger sie zusammen arbeiteten, desto besser lernte der Sohn die Eigenschaften seines Vaters nachzuahmen und desto stärker muss die Bindung zwischen den beiden geworden sein. Als weitere intelligente Geschöpfe ins Dasein kamen, konnte Jesus beobachten, wie Jehova jedes von ihnen behandelte, wodurch er die Persönlichkeit seines Vaters mit Sicherheit noch weiter schätzen lernte.

    16 Wenn du einen lieben Menschen gut kennen- und sehr schätzen lernst, drängt es dich dann nicht, anderen von ihm zu erzählen? Genau das tat Jesus, als er auf der Erde war: Er sprach über seinen Vater (Johannes 17:25,26). Können denn auch wir anderen Jehova offenbaren?

    Wenn sich bei uns alles um Jehova dreht und wir ständig davon sprechen, dann tun wir das ja nicht, weil wir zeigen wollen, wie toll und wie schlau wir sind. Nein! Das tägliche Lesen in der Bibel hat uns verändert und beeinflusst uns, unsere Gedanken und Gefühle und alles, was wir tun.

    Dadurch, dass wir nun bereits im 4. Jahr die Bibel von Moses bis Offenbarung lesen, verstehe ich viel besser die Zusammenhänge als zuvor. Früher waren die Offenbarung und die prophetischen Bücher für mich „ein Buch mit sieben Siegeln“ und ich habe mich mehr oder weniger da durch gequält. Gelesen ja – aber wirklich den Zusammenhang verstanden – nein!

    Nun ist vieles so lebendig geworden und durch das Lesen innerhalb eines Jahres ist so viel mehr hängen geblieben, dass endlich auch bei mir Verknüpfungen entstehen. Daraus geboren wurde im Sommer 2009 die Linkliste in der Gallery, damit ich die Gedanken schneller wiederfinde und miteinander auch buchstäblich verknüpfen kann. Dies macht alles noch viel lebendiger, denn ich finde immer wieder Dinge, die ich deshalb noch besser verstehe. Das vergrößert meine Begeisterung und spornt noch mehr dazu an, mich damit zu beschäftigen.

    So lese ich seit Anfang die ganzen „alten“ Bücher der Gesellschaft und bin erstaunt, wie wunderbar alles zusammen passt und fühle mich reich von meinem Gott beschenkt – z.B. durch das Buch „Der heilige Geist – die Kraft hinter der neuen Ordnung“. Die alten Bücher werden zwar nicht mehr gedruckt, aber wir haben sie ja auf der WTlib. Im Moment lese ich das Buch „Dann ist das Geheimnis Gottes vollendet“, was wohl ein Vorläufer von dem heutigen Offenbarungs-Buch ist. Und ich bin ganz begeistert, dass ich endlich – nach fast 20 Jahren – verstehe, was ich lese. Und dies liegt daran, dass ich jeden Tag ca 3 Kapitel in der Bibel lese, darüber nachdenke und mit meinem Mann darüber rede.

    Das Bloggen darüber – wie hier oder die Linkliste – sind nicht entstanden und öffentlich gemacht um zu zeigen, wie toll und wie schlau ich bin. Im Gegenteil: ich will meine Begeisterung mit euch teilen, will euch anstecken, denn es soll zeigen, dass Bibellesen Spaß und Freude macht. Man muss nur seinen inneren Schweinehund überwinden und damit anfangen.

    Es bereichert unser Leben und ich bin mir sicher, dass es das Leben von allen bereichert, die sich für Gott und Glauben interessieren.

    Machen wir es doch zu unserem Hobby!

  125. Juleam 28. Mai 2012 um 08:45 Link zum Kommentar

    Psalm 140 – Hinterlistige Feinde

    1 Ein Lied Davids.

    2 Herr, rette mich vor bösen Menschen! Beschütze mich vor denen, die sich mit roher Gewalt durchsetzen!

    3 Ständig brüten sie Gemeinheiten aus und versuchen, Streit anzufangen.

    4 Sie reden mit spitzer Zunge, und was über ihre Lippen kommt, ist bösartig und todbringend wie Schlangengift.

    5-6 Es sind deine Feinde, Herr. Lass nicht zu, dass ich in ihre Gewalt gerate! Diesen überheblichen Leuten ist jedes Mittel recht, mich zu Fall zu bringen. Verschone mich vor ihnen! Heimlich haben sie mir Fallen gestellt. Auf allen Wegen lauert die Gefahr.

    7 Herr, du bist mein Gott! Höre meinen Hilfeschrei!

    8 Herr, mein Gott, ich habe schon so oft deine Hilfe erfahren. Im Kampf hast du mich beschützt, und kein Haar wurde mir gekrümmt!

    9-10 So hilf mir auch jetzt: Durchkreuze die Pläne der Unheilstifter, die mich umringen, damit sie nicht noch überheblicher werden! Lass sie selbst von dem Leid überwältigt werden, das sie mir zufügen wollten!

    11 Sprich ihnen das Urteil: Lass glühende Kohlen auf sie fallen, stürze sie ins Feuer, in tiefe Schluchten, aus denen sie nicht mehr entkommen können!

    12 Wer den guten Ruf eines anderen zerstört, der soll in diesem Land kein Glück haben. Und wer vor brutaler Gewalt nicht zurückschreckt, der soll vom Unglück verfolgt werden.

    13 Ich weiß, dass der Herr den Unterdrückten beisteht und den Wehrlosen Recht verschafft.

    14 Deshalb werden dich, Herr, alle preisen, die dir treu ergeben sind. Deine Nähe erfährt jeder, der offen und ehrlich vor dir lebt.

    Ja, wir dürfen ruhig zu unserem Gott um Hilfe schreien!

    Dass wir Anbeter Jehovas sind, die mildgesinnt und demütig sind und zu denen Jesus sagte, sie sollten auch noch die andere Wange hinhalten – bedeutet nicht, dass es uns nicht berührt und schmerzt.

    Einen sehr schönen Gedanken dazu hatten wir ja heute im Studienartikel, als es darum ging, uns nicht zu sehr mit dem Unrecht zu beschäftigen, denn ändern könnten wir es eh nicht und wenn wir laufend darüber nachdenken, würden wir nur ermatten und vom eigentlich Wichtigen abgelenkt werden. In diesem Zusammenhang ging es auch kurz um Habakuk und seine Klage an Jehova:

    19 Tatsächliche oder vermeintliche Ungerechtigkeiten.

    Manchmal haben wir vielleicht dasselbe Gefühl wie der Prophet Habakuk, der seinen Gott um Hilfe anschrie, weil er nicht verstehen konnte, warum Gott Ungerechtigkeiten zuließ (Habakuk 1:2,3). Dann ist es sehr wichtig, dass wir uns an Habakuks Glauben ein Beispiel nehmen. Er sagte nämlich auch: „Doch ich meinerseits will in Jehova frohlocken; ich will jubeln in dem Gott meiner Rettung“ (Habakuk 3:18).

    Ein Vorbild darin, in festem Vertrauen auf Jehova, den Gott der Gerechtigkeit, zu warten, ist auch Jeremia. Nehmen wir uns an seiner „wartenden Haltung“ ein Beispiel, bleiben wir zuversichtlich, dass alles Unrecht zur richtigen Zeit wieder gut gemacht wird (Klagelieder 3:19-24).

    Wir dürfen uns bei unserem Gott Jehova über das Unrecht beschweren, was uns widerfährt. Aber damit muss dann auch wieder gut sein. Wir müssen die Angelegenheit in Jehovas Hand belassen und darauf vertrauen, dass ER es zu SEINER Zeit schon regeln wird.

    Einen passenden Gedanken dazu finden wir auch in dem aktuellen Studienartikel:

    11 Und wie steht es mit dem Bericht darüber, wie Jesus den Tempel reinigte? Mal dir die Szene aus: Jesus macht aus Stricken eine Peitsche und treibt dann die Rinder und Schafe samt ihren Verkäufern hinaus. Er verstreut die Münzen der Geldwechsler und stößt ihre Tische um (Johannes 2:13-17). Jesus ging so energisch vor, dass seine Jünger unwillkürlich an die prophetischen Worte von König David denken mussten: „Echter Eifer um dein Haus hat mich verzehrt“ (Psalm 69:9). Sein entschlossenes Handeln verriet, wie viel ihm daran lag, die wahre Anbetung zu verteidigen. Erkennst du darin die Persönlichkeit des Vaters?

    Dieser Bericht führt uns vor Augen, dass Jehova nicht nur alle Macht hat, das Böse von der Erde hinweg zu fegen – es ist auch sein brennender Wunsch!

    Die Beschreibung, wie heftig Jesus auf das Böse reagierte, lässt darauf schließen, was Jehova empfindet, wenn er heute mit ansehen muss, wie die Bosheit auf der Erde überhand nimmt. Macht uns das nicht viel Mut, gerade wenn wir unter Ungerechtigkeit zu leiden haben?

  126. Juleam 28. Mai 2012 um 08:55 Link zum Kommentar

    Psalm 141 – Wenn es mich reizt, Böses zu tun

    1 Ein Lied Davids.
    Herr, höre mich an, wenn ich zu dir rufe! Hilf mir schnell!

    2 Ich hebe meine Hände zu dir empor im Gebet. Nimm mein Flehen an, so wie du das Rauchopfer und das Speiseopfer annimmst!

    3 Herr, hilf mir, den Mund zu halten, wenn ich schweigen soll!

    4 Wenn es mich reizt, Böses zu tun, dann bewahre mich, und hilf mir, dass ich mich von den Übeltätern nicht mitreißen lasse! Ihre Schlemmereien sollen mir nicht den Mund wässrig machen.

    5 Wer Gott gehorcht, darf mich zurechtweisen, wenn ich schuldig werde, denn er meint es gut mit mir. Es ist eine große Hilfe, wenn er mir meine Fehler vorhält. Ich wehre mich nicht gegen seinen Rat.
    Die Übeltäter tun weiter viel Böses, aber ich bete darum, dass Gott eingreift.

    6-7 Die Mächtigen werden bald selbst zum Tode verurteilt und die Felswand hinabgestoßen werden. Man lässt ihre Knochen achtlos liegen. Dann wird man wieder auf mich hören und erkennen, dass meine Worte Hilfe und Orientierung geben.

    8 Mein Herr und Gott, dir vertraue ich. Bei dir suche ich Schutz. Lass nicht zu, dass sie mich umbringen,

    9 und bewahre mich vor den tückischen Fallen, die sie mir gelegt haben! Rette mich vor den Verbrechern, die mir nachstellen!

    10 Lass sie alle miteinander in die Gruben fallen, die sie mir gegraben haben; mich aber lass sicher vorbeigehen!

    Das ist wirklich gut: wenn wir uns wieder mal in die Ecke gedrängt fühlen und kurz der Wunsch aufflackert, es den Bösen mit gleicher Münze heimzuzahlen – dann sollten wir tief durchatmen und zu unserem Gott beten!

    Es ist ganz normal, dass wir uns Befreiung wünschen und dass wir in einer scheinbar aussichtslosen Lage den Impuls haben, „nur raus hier, um jeden Preis!“

    Oftmals haben wir auch einen fast unwiderstehlichen Drang, etwas sehr häßliches zu dieser Person zu sagen, mit Worten um uns zu schlagen, die verletzen.

    In so einer Situation ziehe ich mich lieber zurück und versuche es, „meine Worte zu Papier zu bringen“, dem anderen einen Brief oder eine Mail zu schreiben. Denn so habe ich unter Kontrolle, was ich sage. Dabei bin ich mir stets bewußt, dass die Zunge sehr gefährlich sein kann, dass wir mit unseren Worten viel Schaden anrichten können.

    Erinnern wir uns nur an das entsprechende Kapitel im Buch „Bewahrt euch in Gottes Liebe“„Mit Worten Gutes tun“. So überlege ich zuerst, was ich sagen wle und was dies bewirken würde. Was käme dabei heraus, wie würde es bei dem anderen ankommen. Wenn es um einen Menschen geht, der mir schadet, ja, vielleicht sogar ganz bewußt schadet, oder wenn sich jemand in seine Wut und seinen Groll mir gegenüber reingesteigert hat, dann stellt sich ja die Frage, ob es etwas ändern würde, wenn ich etwas erwidere.

    Wenn wir dementsprechend abwägen, was wir sagen, bleibt oftmals nicht viel übrig und dann überlege ich, ob ich nicht lieber gar nichts sage. Denn in erster Linie will ich dem Frieden nachjagen und den Frieden der Familie und der Versammlung bewahren. Wenn meine Worte nichts Gutes bewirken würden, halte ich lieber den Mund.

    Und nun sind wir wieder beim Amfang von Psalm 141: wir benötigen die Hilfe von Jehova, um jetzt und hier besonnen zu bleiben. Wir wollen ja nicht „Böses mit Bösem vergelten“ – und so bitten wir Jehova um die nötige Selbstbeherrschung, damit wir ruhig bleiben, um die Kraft, das Unrecht auch weiter zu erdulden und um den inneren Frieden – das gnädige Vergessen, damit wir nicht weiter ständig darüber grübeln und somit ermatten.

    Wie schön, dass uns unser liebevoller Gott auch hiermit nicht allein lässt!

  127. Juleam 28. Mai 2012 um 23:23 Link zum Kommentar

    Psalm 142 – 144

    Psalm 142 – »Niemand will etwas von mir wissen!«

    1 Ein Gebet Davids, zum Nachdenken. Er verfasste es, als er sich auf der Flucht vor Saul in einer Höhle versteckte.

    2 Ich schreie zum Herrn, so laut ich kann, und flehe um sein Erbarmen.

    3 Ihm klage ich meine Not; ihm sage ich, was mich bedrängt.

    4 Wenn ich niedergeschlagen bin und nicht mehr weiter weiß, kennst du noch einen Ausweg. Wohin ich auch gehe: überall will man mich ins Unglück stürzen.

    5 Wohin ich auch sehe: nirgendwo will man etwas von mir wissen. Ich finde keine Hilfe mehr, und keiner kümmert sich um mich.

    6 Deshalb schreie ich zu dir, Herr! Du allein bist meine Zuflucht! Du sorgst dafür, dass ich am Leben bleibe.

    7 Höre auf meinen Hilfeschrei, denn ich bin völlig verzweifelt! Rette mich vor meinen Verfolgern, denn ich bin ihnen hilflos ausgeliefert!

    8 Hole mich aus dieser Höhle heraus! Dann will ich dir danken vor allen, die dir vertrauen. Denn du hast eingegriffen und mir geholfen.

  128. Juleam 28. Mai 2012 um 23:28 Link zum Kommentar

    Psalm 143 – In die Enge getrieben

    1 Ein Lied Davids.
    Herr, erhöre mein Gebet! Achte auf mein Flehen und antworte mir! Auf dich kann ich mich verlassen, denn du hältst Wort.

    2 Bring mich nicht vor dein Gericht, denn vor dir ist kein Mensch unschuldig.

    3 Der Feind verfolgt mich und treibt mich in die Enge. Mein Leben ist aufs äußerste bedroht.

    4 Ich weiß nicht mehr weiter und bin vor Angst wie gelähmt.

    5 Ich denke zurück an früher, an das, was du damals getan hast, und halte mir deine großen Taten vor Augen.

    6 Zu dir strecke ich meine Hände empor im Gebet. Wie ausgedörrtes Land auf Regen, so warte ich sehnsüchtig auf dein Eingreifen.

    7 Herr, antworte mir doch jetzt, denn ich bin völlig am Ende! Lass mich nicht allein, sonst lebe ich nicht mehr lange!

    8 Zeige mir schon früh am Morgen, dass du es gut mit mir meinst, denn ich vertraue dir. Ich brauche dich! Zeige mir, wohin ich gehen soll,

    9 und rette mich vor meinen Feinden! Nur bei dir bin ich geborgen.

    10 Hilf mir, so zu leben, wie du es willst, denn du bist mein Gott! Führe mich durch deinen guten Geist! Dann werde ich erleben, wie du mir Hindernisse aus dem Weg räumst.

    11 Herr, stehe zu deinem Wort und hilf mir aus der Not! Es wird deinem Namen Ehre machen, wenn du mich am Leben erhältst.

    12 Lass meine Feinde umkommen und vernichte alle, die mich in diese ausweglose Lage gebracht haben! Ich verlasse mich ganz auf dich, denn du bist mein Herr, und ich diene dir.

    Ja, das wertvollste was wir haben ist die Anerkennung Jehovas und seine Freundschaft.

    Wenn wir uns dessen gewiß sind, dass unser Gott ganz nahe neben uns steht und tröstend nach unserer Hand greift, wenn wir Angst haben oder traurig sind – dann fühlen wir uns sicher und stark.

    Was kann uns schon passieren, wenn unser Gott mit uns ist? In Jesaja sagt er selbst von sich, dass ER unsere Rechte ergreift und: „fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.“

    Egal, was wir auch in diesem System schon verloren haben oder noch alles verlieren werden – die Freundschaft mit Jehova kann uns niemand nehmen!

  129. Juleam 28. Mai 2012 um 23:45 Link zum Kommentar

    Psalm 144 – Der König betet

    1 Von David.
    Gepriesen sei der Herr! Bei ihm bin ich geschützt wie hinter einem großen Felsen. Er hat mir gezeigt, wie ich mich wehren kann und wie ich im Kampf die Waffen gebrauchen muss.

    2 Wie gut ist Gott zu mir! Er gewährt mir Zuflucht und Sicherheit. Er ist mein Schild, der mich vor Bösem bewahrt. Er hat mich zum Herrscher über sein Volk gemacht.

    3 Herr, was ist schon der Mensch! Warum schenkst du ihm überhaupt Beachtung? Warum kümmerst du dich um ihn?

    4 Sein Leben ist vergänglich und gleicht einem Schatten, der vorüberhuscht.

    5 Herr, komm vom Himmel herab; berühre die Berge – und sie stoßen Rauch aus!

    6 Schleudere deine Blitze, schieße deine Pfeile, und jage die Feinde auf und davon!

    7 Strecke mir deine Hand von oben entgegen, und reiße mich aus den tosenden Fluten!
    Rette mich vor der Macht der feindlichen Völker!

    8 Ihre Worte sind Lug und Trug. Selbst wenn sie schwören, lügen sie.

    9 Gott, für dich will ich ein neues Lied singen und es auf der Harfe begleiten.

    10 Denn du gibst den Königen Sieg und rettest auch David, deinen Diener, aus tödlicher Gefahr.

    11 Befreie mich, rette mich vor der Macht der feindlichen Völker! Ihre Worte sind Lug und Trug. Selbst wenn sie schwören, lügen sie.

    12 Wenn du uns rettest, können unsere Kinder ungestört aufwachsen. Unsere Söhne werden stark und groß sein wie Bäume. Unsere Töchter werden schön sein wie gemeißelte Statuen, die prächtige Paläste zieren.

    13 Unsere Vorratskammern sind dann randvoll, so dass wir mehr haben, als wir zum Leben brauchen. Unsere Schafe und Ziegen auf den Weiden werfen Tausende von Lämmern,

    14 und unsere Kühe bringen ihre Kälber ohne Fehlgeburten zur Welt. Dann muss niemand mehr auf unseren Märkten klagen und jammern.

    15 Glücklich das Volk, das so etwas erlebt! Glücklich das Volk, dessen Gott der Herr ist!

    Ja, dann ist das Paradies auf Erden wieder hergestellt!

  130. Juleam 1. Juni 2012 um 11:43 Link zum Kommentar

    Psalm 145 – 147

    Psalm 145 – Gottes Liebe ist grenzenlos

    1 Ein Loblied Davids.
    Dich will ich ehren, mein Gott und König! Dich will ich preisen für alle Zeit!

    2 Jeden Tag will ich dich loben und deinen Namen überall bekannt machen.

    3 Groß ist der Herr! Jeder soll ihn rühmen! Seine Größe kann niemand erfassen.

    4 Eine Generation soll der anderen von deinen großen Taten erzählen und schildern, wie machtvoll du eingegriffen hast.

    5 Deine Hoheit und Macht wird in aller Munde sein, und auch ich will stets über deine Wunder nachdenken.

    6 Immer wieder wird man davon sprechen, wie dein Handeln den Menschen Ehrfurcht eingeflößt hat. Auch ich will ihnen sagen, wie groß du bist.

    7 Wenn sie dann zurückdenken, werden sie deine unermessliche Güte rühmen. Weil du deine Versprechen gehalten hast, werden sie dich laut loben:

    8 »Der Herr ist gnädig und barmherzig; seine Geduld hat kein Ende, und seine Liebe ist grenzenlos!

    9 Der Herr ist gut zu allen und schließt niemanden von seinem Erbarmen aus, denn er hat allen das Leben gegeben.«

    10 Darum sollen dich alle deine Geschöpfe loben. Jeder, der dich liebt, soll dich rühmen

    11 und weitersagen, wie großartig deine Königsherrschaft ist! Sie alle sollen erzählen von deiner Stärke,

    12 damit die Menschen erfahren, wie du deine Macht gezeigt hast und wie prachtvoll und herrlich dein königliches Reich ist!

    13 Deine Herrschaft hat kein Ende, sie wird bestehen von einer Generation zur anderen.
    Auf das Wort des Herrn kann man sich verlassen, und was er tut, das tut er aus Liebe.

    14 Wer keinen Halt mehr hat, den hält der Herr; und wer schon am Boden liegt, den richtet er wieder auf.

    15 Alle schauen erwartungsvoll zu dir, und du gibst ihnen zur rechten Zeit zu essen.

    16 Du öffnest deine Hand und sättigst deine Geschöpfe; allen gibst du, was sie brauchen.

    17 Der Herr ist gerecht in allem, was er tut; auf ihn ist Verlass!

    18 Der Herr ist denen nahe, die zu ihm beten und es ehrlich meinen.

    19 Er geht auf die Wünsche derer ein, die voll Ehrfurcht zu ihm kommen. Er hört ihren Hilfeschrei und rettet sie.

    20 Gott bewahrt alle, die ihn lieben, aber wer mit ihm nichts zu tun haben will, den lässt er umkommen.

    21 Ich will den Herrn loben, und alles, was lebt, soll ihn allezeit rühmen. Er ist der heilige Gott!

    in dem 1. von Thom im vergangenen Jahr zitierten WT wird auszugsweise gesagt:

    Wenn wir unseren Lebengeber wirklich lieben, werden wir mit David sagen: „Den ganzen Tag will ich dich segnen, und ich will deinen Namen preisen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Psalm 145:2). Wie nutzlos wäre ein Tag, an dem wir Gott nicht segnen würden! Seien wir nie so beschäftigt oder derart um materielle Dinge besorgt, daß wir es versäumen, täglich gut von unserem himmlischen Vater zu reden oder zu ihm zu beten. Daß wir jeden Tag beten sollten, deutete Jesus im Mustergebet mit den Worten an: „Gib uns unser Brot für den Tag, so wie der Tag es erfordert“ (Lukas 11:3). Viele Vollzeitdiener preisen Gott täglich in ihrem christlichen Predigtdienst. Doch ungeachtet unserer Verhältnisse sollte unser Herz uns drängen, Gott jeden Tag auf irgendeine Weise zu preisen. Bedenken wir: Als Jehova hingegebene Zeugen mit der Hoffnung auf ewiges Leben haben wir die wunderbare Aussicht, seinen Namen für immer zu preisen (Johannes 17:3).

    Wir haben wirklich Grund, Gott den ganzen Tag zu preisen, denn David sagte weiter: „Jehova ist groß und sehr zu preisen, und seine Größe ist unerforschlich“ (Psalm 145:3)

    in dem 2. Artikel heißt es hierzu noch:

    „Die herrliche Pracht deiner Würde und die Dinge deiner wunderbaren Werke, damit will ich mich befassen“ (Ps. 145:5).
    Wenn wir unseren Schöpfer richtig preisen wollen, müssen wir über seine herrliche Persönlichkeit und über seine wunderbaren Werke nachsinnen und uns in unserem Herzen damit befassen (Matth. 12:34). Wie zeigst du, daß du dich damit befaßt? Nimmst du dir Zeit, persönlich das zu studieren, was Gott in seinem Wort geoffenbart hat? Sinnst du dabei nach, und läßt du die Bedeutung dessen, was du studierst, tief in dich hinabdringen, so daß es einen bleibenden Eindruck bei dir hinterläßt? Wie können wir gut von Jehova Gott reden oder ihn segnen, wenn wir keine tiefe innere Überzeugung haben und ihn nicht wirklich lieben? Wertschätzung für Jehovas Pracht und Würde hilft uns, mit Begeisterung, Entschlossenheit und Bestimmtheit über den großen König zu sprechen.

    „Und sie werden von der Stärke deiner eigenen furchteinflößenden Dinge sprechen; und was deine Größe betrifft, ich will sie verkünden“ (Ps. 145:6).
    Ja, es gibt noch weit mehr, worüber wir sprechen können. In der Heiligen Schrift werden viele furchteinflößende Dinge über die Macht Jehovas geoffenbart, die er zugunsten seiner treuen Diener und gegen diejenigen, die sich zu seinen Feinden machten, anwandte. Viele dieser mächtigen Taten in der Vergangenheit sind prophetische Vorbilder und Belehrungen, die die heutige Generation der Menschheit benötigt. Ja, „alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können“ (Röm. 15:4). Indem wir von diesen Dingen in der Öffentlichkeit erzählen, erweisen wir anderen einen Liebesdienst.

    Das ist genau das, was ich auch tief im Herzen empfinde und es zeigt mir, dass es nichts mit Selbstgerechtigkeit zu tun hat, wenn sich das ganze Leben um Jehova dreht und man ständig von ihm spricht.

    Außerdem kann ich auch zu Recht von jedem wahren Anbeter Jehovas erwarten, dass es ihm ebenso geht. Denn genau dies wird in dem zitierten Text gesagt!

    Interessant dazu auch das, was der Zonenaufseher bei seiner Ansprache am Mittwoch sagte

  131. Juleam 1. Juni 2012 um 11:48 Link zum Kommentar

    Psalm 146 – Gott schützt die Schwachen

    1 Halleluja – lobt den Herrn! Ich will den Herrn loben,

    2 ich will ihn loben, solange ich lebe! Zur Ehre Gottes will ich singen mein Leben lang.

    3 Setzt euer Vertrauen nicht auf Männer, die Einfluss haben und Macht ausüben! Sie sind vergängliche Menschen wie ihr und können euch nicht erretten.

    4 Sie müssen sterben, und mit ihnen vergehen ihre Pläne.

    5 Glücklich aber ist der Mensch, der seine Hilfe von dem Gott Jakobs erwartet! Glücklich ist, wer seine Hoffnung auf den Herrn setzt!

    6 Denn er hat Himmel und Erde geschaffen, das Meer und alles, was darin lebt. Niemals bricht er sein Wort!

    7 Den Unterdrückten verschafft er Recht, den Hungernden gibt er zu essen, und die Gefangenen befreit er.

    8-9 Der Herr macht die Blinden wieder sehend und richtet die Niedergeschlagenen auf. Er bietet den Ausländern Schutz und versorgt die Witwen und Waisen. Wer treu zu ihm steht, der erfährt seine Liebe, aber wer ihn verachtet, den führt er in die Irre.

    10 Der Herr regiert für immer und ewig. Jerusalem, dein Gott wird herrschen für alle Zeiten! Halleluja!

    ein weiterer Grund, warum wir unser Vertrauen nicht auf Menschen setzen sollten, sondern auf Jehova – besteht darin, dass ER uns niemals enttäuscht. Wir beschäftigen uns ja in der nächsten Woche beim WT-Studium genau mit dem Gedanken: „Verrat – ein bedrohliches Zeichen unserer Zeit“. Menschen werden uns immer wieder enttäuschen, schon allein aus dem Grund, dass sie unvollkommen sind und die Dinge oftmals nicht mehr in der Hand haben, weil sie ihre Schwächen nicht im Griff haben. Daher kann es auch bei aufrichtigen Menschen vorkommen, dass sie uns enttäuschen.

    Unser Gott enttäuscht uns niemals! Er kann von nichts und niemand aufgehalten werden, das zu tun, was ER sich vorgenommen hat. Schon allein aus diesem Grund ist er absolut vertrauenswürdig und daher immer unsere 1. Wahl!

  132. Juleam 1. Juni 2012 um 11:50 Link zum Kommentar

    Psalm 147 – Der Herr baut Jerusalem wieder auf

    1 Halleluja – lobt den Herrn! Es ist gut, unserem Gott Loblieder zu singen; es macht Freude, ihn zu loben.

    2 Der Herr baut Jerusalem wieder auf. Er bringt die Israeliten zurück, die aus ihrem Land verschleppt wurden.

    3 Er heilt den, der innerlich zerbrochen ist, und verbindet seine Wunden.

    4 Er hat die Zahl der Sterne festgelegt und jedem einen Namen gegeben.

    5 Wie groß ist unser Herr und wie gewaltig seine Macht! Unermesslich ist seine Weisheit.

    6 Der Herr richtet die Erniedrigten auf und tritt alle, die sie unterdrückt haben, in den Staub.

    7 Singt dem Herrn Danklieder! Spielt für unseren Gott auf der Harfe!

    8 Er überzieht den Himmel mit Wolken und lässt es auf der Erde regnen. Er sorgt dafür, dass Gras auf den Weiden wächst,

    9 und gibt den Tieren Futter – auch den jungen Raben, wenn sie danach krächzen.

    10 Viele Menschen erwarten ihre Sicherheit von starken Armeen und guten Soldaten. Gott aber lässt sich davon nicht beeindrucken.

    11 Er freut sich über alle, die ihm in Ehrfurcht begegnen und von seiner Gnade alles erwarten.

    12 Jerusalem, lobe den Herrn! Du Stadt auf dem Berg Zion, rühme deinen Gott!

    13 Er gewährt dir Schutz in deinen Mauern und segnet deine Kinder.

    14 Er gibt deinem Land Frieden und Wohlstand und schenkt dir bei jeder Ernte die besten Erträge.

    15 Er sagt nur ein Wort zur Erde, und was er befiehlt, geschieht sofort.

    16 Er lässt es in dichten Flocken schneien und überzieht alles mit Raureif.

    17 Dicke Hagelkörner lässt er auf die Erde prasseln, er schickt klirrende Kälte, die kaum zu ertragen ist.

    18 Er gibt einen Befehl, und schon schmilzt der Schnee; er lässt den Frühlingswind wehen, und schon taut das Eis.

    19 Auch Israel hat er sein Wort verkündet, damit sein Volk nach seinen Gesetzen und Ordnungen lebt.

    20 An keinem anderen Volk hat Gott so gehandelt. Kein anderes kennt seine Ordnungen. Halleluja!

    Wann und von wem wurde dieser Psalm geschrieben?

    Wann sind sie aus Jerusalem weggeführt worden? Ist der Psalm aus der Zeit, als sie ins Babylonische Exil kamen?

  133. Juleam 1. Juni 2012 um 14:21 Link zum Kommentar

    Psalm 148 – 150

    Psalm 148 – Lobt Gott im Himmel und auf der Erde!

    1 Halleluja – lobt den Herrn! Lobt den Herrn im Himmel, lobt ihn dort in der Höhe!

    2 Lobt ihn, alle seine Engel, lobt ihn, ihr himmlischen Heere!

    3 Lobt ihn, Sonne und Mond, lobt ihn, ihr leuchtenden Sterne!

    4 Lobt ihn auch im fernsten Weltall, lobt ihn, ihr Wassermassen über dem Himmel!

    5 Sie alle sollen den Herrn loben! Denn auf seinen Befehl wurden sie erschaffen.

    6 Er wies ihnen für alle Zeiten ihren Platz im Weltall zu und gab ihnen feste Gesetze, denen sie für immer unterworfen sind.

    7 Lobt den Herrn auf der Erde! Lobt ihn, ihr Walfische und alle Meerestiefen!

    8 Lobt ihn, Blitze, Hagel, Schnee und Nebel, du Sturmwind, der du Gottes Befehle ausführst!

    9 Lobt ihn, ihr Berge und Hügel, ihr Obstbäume und Tannen!

    10 Lobt ihn, ihr wilden und ihr zahmen Tiere, ihr Vögel und alles Gewürm!

    11 Lobt ihn, ihr Könige und alle Völker, ihr Herrscher und Machthaber dieser Welt!

    12 Lobt ihn, ihr jungen Männer und ihr Mädchen, Alte und Junge miteinander!

    13 Sie alle sollen den Herrn loben, denn er allein ist hoch erhaben. Seine Majestät erstreckt sich über Himmel und Erde!

    14 Er hat seinem Volk wieder Kraft und Hoffnung geschenkt. Deshalb lobt ihn Israel. Es ist das Volk, das ihm am nächsten steht und treu zu ihm hält. Halleluja!

    Wie können Tiere und Pflanzen Jehova loben?

    Sie zeigen, dass Jehova ein wundervoller, liebevoller und weiser Schöpfer ist. In Römer finden wir den Gedanken, dass die Schöpfung Gott offenbart.

    Der Apostel Paulus erklärte gegenüber Christen in Rom, dass Gottes ‘unsichtbare Eigenschaften seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen werden, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewig währende Macht und Göttlichkeit, sodass sie [Ungläubige] unentschuldbar sind’ (Römer 1:20)

    Wenn wir sehen, wie wunderbar alles aufeinander abgestimmt ist, kommt uns die Evolutionstheorie völlig unsinnig vor. Ein Beispiel: in einer Reportage wird ein Bauer zitiert, der wegen der Niedrigpreise auf alternative Produktion umgestiegen ist und eine Garnelenart hier züchtet, die sonst aus dem Ausland importiert wird. Diese scheiden sehr viel Kot aus und daher leben die in der Zucht in ihrer eigenen Kloake und sind sehr anfällig für Krankheiten. Darum werden sie in der Regel mit Antibiotika vollgepumpt.

    Der eine Sohn des Bauer hat Biochemie studiert und weiss daher, dass in ihrem natürlichen Lebensraum Mikroorganismen vorkommen, die sich von dem Kot der Tiere ernähren und damit das Wasser sauber halten. Statt Behandlung mit Antibiotika setzt der Bauer daher die Mikroorganismen bei und züchtet so auf natürliche Weise gesunde Tiere.

    Dieses Zusammenspiel – die Symbiose zwischen den Garnelen und den Mikroorganismen – ist genial. Kann so etwas wirklich durch Zufall entstanden sein? Ich denke eher, dass es ein Beweis für einen intelligenten Schöpfer ist. Es ist einfach viel zu ausgeklügelt, um Zufall zu sein.

    Wenn wir uns also mit dem Wunder der Natur beschäftigen, wie wundervoll alles aufeinander abgestimmt ist, dann „sehen“ wir ganz deutlich einen weisen Schöpfer.

    Auf diese Weise „spricht die Schöpfung gut von Gott“ – und dies ist ja die eigentliche Bedeutung von preisen: „gut von Etwas oder Jemanden reden“ oder „Begeisterung dafür wecken“.

    Genau dies können Wolken, Bäume, Berge und Himmel – sie wecken unsere Begeisterung für unseren Gott. So, wie der Zonenaufseher in seiner Ansprache sagte, dass wir beten, wenn wir einen Sonnenaufgang sehen oder „nur ein paar Kühe auf der Weide“. Dann fließt unser Herz voller Begeisterung über und wir müssen unserem Gott für all das Schöne danken!

    auf der Wtlib habe ich im WT vom 01.06.2004 Folgendes dazu gefunden:

    Die Erde und die irdischen Geschöpfe verherrlichen Jehova

    16 In Psalm 148 wird aufgezählt, wie die Schöpfung die Herrlichkeit Gottes noch verkündet. Der Vers 7 lautet:

    „Preist Jehova von der Erde her, ihr Seeungetüme und all ihr Wassertiefen.“

    Die „Wassertiefen“ sind tatsächlich voller Wunder, die von der Weisheit und der Macht Gottes zeugen. Ein Beispiel ist der Blauwal. Er wiegt durchschnittlich 120 Tonnen — so viel wie 30 Elefanten. Allein sein Herz wiegt über 450 Kilogramm und pumpt bis zu 6 400 Liter Blut durch den Körper. Sind diese riesigen Seeungetüme etwa langsam und schwerfällig? Alles andere als das. Sie „sausen durch die Meere“, heißt es in einem Bericht der Europäischen Kampagne gegen den Beifang von Meeressäugern. Bei einer satellitengestützten Verfolgung ihrer Wanderung fiel auf, dass „ein Meeressäuger in 10 Monaten 16 000 Kilometer zurücklegte“.

    17 Der Große Tümmler taucht normalerweise 45 Meter tief, aber man hat einen Tümmler auch schon in einer Tiefe von 547 Metern beobachtet. Wie überlebt der Meeressäuger eine solche Tauchtiefe? Der Herzschlag verlangsamt sich und es wird Blut aus anderen Teilen des Körpers in das Herz, die Lunge und ins Gehirn umgeleitet. Außerdem enthalten seine Muskeln eine Sauerstoff speichernde chemische Verbindung. Seeelefanten und Pottwale können sich in noch größere Tiefen begeben. „Sie gleichen den hohen Druck nicht aus“, heißt es in der Zeitschrift Discover, „sondern lassen zu, dass dieser ihre Lunge ganz zusammendrückt.“ Der meiste Sauerstoff wird in den Muskeln gespeichert. Diese Lebewesen sind eindeutig ein lebendiges Zeugnis für die Weisheit eines allmächtigen Gottes.

    18 Selbst das Meerwasser zeugt von der Weisheit Jehovas. Im Spektrum der Wissenschaft heißt es darüber: „Ein einziger Wassertropfen aus den oberen Schichten des Meeres enthält Tausende mikroskopisch kleiner pflanzlicher Lebewesen: das Phytoplankton.“ Dieser „unsichtbare Wald“ reinigt die Luft, indem er ihr pro Jahr Milliarden Tonnen von Kohlendioxid entzieht. Über die Hälfte des Sauerstoffs in der Atmosphäre stammt vom Phytoplankton.

    19 In Psalm 148:8 heißt es:

    „du Feuer und Hagel, Schnee und dicker Rauch, du stürmischer Wind, der sein Wort vollzieht“.

    Jehova lässt Naturkräfte seinen Willen ausführen, zum Beispiel das Feuer. In vergangenen Jahrzehnten hielt man Waldbrände nur für zerstörerisch. Heute glaubt man, dass Brände eine bedeutende ökologische Rolle spielen: Beseitigung alter, verdorrender Bäume, Förderung der Keimung vieler Samenarten, Wiederaufbereitung von Nährstoffen und sogar Senkung der Gefahr von Flächenbränden. Schnee ist ebenfalls wichtig, da er den Boden bewässert und düngt, Flüsse speist und Pflanzen wie Tiere vor Frost schützt.

    „Ihr Berge und all ihr Hügel, ihr Fruchtbäume und all ihr Zedern“,

    erzählt Psalm 148:9. Die majestätischen Berge sind Zeugnis der großen Macht Jehovas (Psalm 65:6). Sie haben aber auch einen praktischen Nutzen. In einem Bericht des Geographischen Instituts in Bern heißt es: „Alle großen Flüsse der Erde entspringen in Gebirgsregionen. Gebirgsregionen liefern Wasser für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. . . . Diese ‚Wasserschlösser‘ sind für die Versorgung der Menschheit mit Wasser von kritischer Bedeutung.“ Selbst ein gewöhnlicher Baum verherrlicht seinen Erschaffer. Wie es in einem Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen heißt, sind Bäume „für das Wohl der Menschen in allen Ländern wichtig. . . . Viele Bäume sind als Lieferanten von Holz, Obst, Nüssen, Harzen und Kautschuk von größerer wirtschaftlicher Bedeutung. Weltweit benötigen 2 Milliarden Menschen Holz zum Kochen und Heizen.“

    21 Allein die Art, wie ein Baum beschaffen ist, zeugt von einem weisen Schöpfer. Man betrachte nur ein einfaches Blatt. Außen ist es mit einer Wachsschicht überzogen, die das Austrocknen verhindert. Auf der Oberseite befinden sich direkt unter der Wachsschicht Zellen, die Chloroplasten enthalten. Die Chloroplasten sind reich an Chlorophyll, welches das energiereiche Sonnenlicht absorbiert. Die Photosynthese macht aus den Blättern „Nahrungsmittelfabriken“. Die Wurzeln des Baumes nehmen Wasser auf, das dann mithilfe einer ausgeklügelten „Wasserleitung“ in die Blätter gelangt. Tausende winzige „Ventile“ (Spaltöffnungen) an der Blattunterseite öffnen und schließen sich und lassen Kohlendioxid hinein. Das Licht liefert die Energie für die Vereinigung von Wasser und Kohlendioxid zu Kohlenhydraten. Die Pflanze kann sich jetzt von der selbst erzeugten Nahrung ernähren. Diese „Fabrik“ arbeitet lautlos und ist schön anzuschauen. Sie verschmutzt nicht die Umwelt, sondern gibt als Nebenprodukt Sauerstoff ab.

    22 „Ihr wild lebenden Tiere und all ihr Haustiere, ihr Kriechtiere und geflügelten Vögel“, heißt es in Psalm 148:10. Bei vielen Landtieren und fliegenden Geschöpfen sind erstaunliche Fähigkeiten zu beobachten. Der Laysanalbatros kann erstaunliche Strecken zurücklegen — in einem Fall 40 000 Kilometer in 90 Tagen. Der Streifenwaldsänger fliegt nonstop von Nordamerika nach Südamerika und bleibt dabei 80 Stunden lang in der Luft. Kamele legen weite Strecken ohne Wasseraufnahme zurück und trocknen dabei nicht aus. Sie können nämlich Wasser speichern, allerdings nicht wie oft angenommen in den Höckern, sondern im Verdauungssystem. Verständlicherweise befassen sich daher Ingenieure sorgfältig mit dem Tierreich, wenn sie neue Maschinen konstruieren oder neue Werkstoffe entwickeln. „Wenn man etwas bauen möchte, das gut funktioniert . . . und absolut umweltverträglich ist“, schreibt die Autorin Gail Cleere, „ist irgendwo in der Natur wahrscheinlich ein gutes Vorbild zu finden.“

    23 Die Schöpfung verkündet wirklich die Herrlichkeit Gottes. Vom Sternenhimmel bis hin zu den Pflanzen und Tieren preist jedes einzelne Schöpfungswerk seinen Erschaffer.

  134. Juleam 3. Juni 2012 um 20:32 Link zum Kommentar

    Psalm 149 – Sieg und Vergeltung

    1 Halleluja – lobt den Herrn! Singt dem Herrn ein neues Lied! Preist ihn, wenn ihr euch versammelt mit allen, die ihn lieben!

    2 Ganz Israel freue sich über seinen Schöpfer. Jubelt ihm zu, ihr Einwohner Jerusalems! Er ist euer König.

    3 Tanzt zu seiner Ehre, und schlagt den Rhythmus auf dem Tamburin! Spielt für ihn auf der Harfe!

    4 Denn der Herr liebt sein Volk. Er wird die Unterdrückten befreien.

    5 Darüber sollen sie sich freuen und ihn rühmen, selbst noch in der Nacht.

    6 Sie sollen ihre Stimme erheben und Gott loben. In ihren Händen halten sie scharfe Schwerter,

    7 um an den gottlosen Völkern Vergeltung zu üben und sein Strafgericht zu vollziehen.

    8 Dann werden sie die Könige dieser Völker in Ketten legen und ihre hohen Beamten in Handschellen abführen,

    9 um Gottes Urteil zu vollstrecken. So steht es in seinem Gesetz. Für alle, die treu zu Gott halten, ist dies ein Tag des Triumphes. Halleluja!

  135. Juleam 3. Juni 2012 um 20:33 Link zum Kommentar

    Psalm 150 – Lobt den Herrn mit allen Instrumenten!

    1 Halleluja – lobt den Herrn! Lobt Gott in seinem Tempel! Lobt ihn, den Mächtigen im Himmel!

    2 Lobt ihn für seine gewaltigen Taten! Lobt ihn, denn seine Größe ist unermesslich!

    3 Lobt ihn mit Posaunen, lobt ihn mit Harfe und Zither!

    4 Lobt ihn mit Tamburin und Tanz, lobt ihn mit Saitenspiel und Flötenklang!

    5 Lobt ihn mit Zimbelschall und Paukenschlag!

    6 Alles, was lebt, lobe den Herrn! Halleluja!

  136. Juleam 20. Juni 2013 um 16:55 Link zum Kommentar

    Psalm 107 – das meiste hier beruht auf Gottes unverdienter Güte

    1 »Dankt dem Herrn , denn er ist gütig , denn seine Gnade währt ewiglich!«

    2 So sollen sagen die Erlösten des H errn , die er erlöst hat aus der Hand des Bedrängers 3 und die er gesammelt hat aus den Ländern, von Osten und von Westen, von Norden und vom Meer.

    4 Sie irrten umher in der Wüste, auf ödem Weg; sie fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten. 5 Hungrig und durstig waren sie, ihre Seele verschmachtete in ihnen.

    6 Da schrien sie zum H errn in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren Ängsten 7 und führte sie auf den rechten Weg, dass sie zu einer Stadt gelangten, in der sie wohnen konnten.

    8 Sie sollen dem H errn danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern! 9 Denn er hat die durstige Seele getränkt und die hungrige Seele mit Gutem erfüllt!

    10 Die in Finsternis und Todesschatten saßen, gebunden in Elend und Eisen , 11 weil sie den Worten Gottes widerstrebt und den Rat des Höchsten verachtet hatten, 12 sodass er ihr Herz durch Unglück beugte – sie strauchelten, und niemand half ihnen. 13 Da schrien sie zum H errn in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren Ängsten.

    14 Er führte sie heraus aus Finsternis und Todesschatten und zerriss ihre Fesseln. 15 Sie sollen dem H errn danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern. 16 Denn er hat eherne Türen zerbrochen und eiserne Riegel zerschlagen!

    17 Die Toren litten wegen ihres sündigen Wandels und um ihrer Ungerechtigkeit willen. 18 Ihre Seele verabscheute alle Nahrung, und sie gelangten bis an die Pforten des Todes. 19 Da schrien sie zum H errn in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren Ängsten. 20 Er sandte sein Wort und machte sie gesund und ließ sie aus ihren Gräbern entkommen.

    21 Sie sollen dem H errn danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern! 22 Sie sollen ihm Dankopfer bringen und jubelnd seine Taten erzählen !

    23 Die in Schiffen sich aufs Meer begaben und Handel trieben auf großen Wassern, 24 die sahen die Werke des H errn und seine Wunder auf hoher See. 25 Er sprach und erregte einen Sturmwind, der die Wellen in die Höhe warf; 26 sie fuhren empor zum Himmel und hinab zur Tiefe, und ihre Seele verging vor Angst; 27 sie taumelten und schwankten wie ein Trunkener, und alle ihre Weisheit war dahin.

    28 Da schrien sie zum H errn in ihrer Not, und er führte sie heraus aus ihren Ängsten. 29 Er stillte den Sturm, dass er schwieg und die Wellen sich beruhigten; 30 und jene freuten sich, dass sie sich legten; und er führte sie in den ersehnten Hafen.

    31 Sie sollen dem H errn danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern; 32 sie sollen ihn erheben in der Versammlung des Volkes und ihn rühmen im Rat der Ältesten!

    33 Er machte Ströme zur Wüste und Wasserquellen zu dürstendem Land, 34 fruchtbares Land zur Salzwüste wegen der Bosheit derer, die es bewohnten. 35 Er machte aber auch die Wüste zum Wasserteich und dürres Land zu Wasserquellen; 36 und er ließ Hungrige dort siedeln, und sie gründeten eine Stadt , in der sie wohnen konnten. 37 Und sie säten Äcker an und pflanzten Weinberge, die reichen Ertrag an Früchten brachten; 38 und er segnete sie, dass sie sich stark mehrten, und auch ihr Vieh ließ er nicht wenig sein.

    39 Dann aber nahmen sie ab und wurden gebeugt durch Bedrückung, Unglück und Kummer. 40 Auf Fürsten goss er Verachtung aus und ließ sie umherirren in unwegsamer Öde; 41 den Armen aber hob er aus dem Elend empor und mehrte sein Geschlecht wie eine Herde.

    42 Die Redlichen werden es sehen und sich freuen, und alle Bosheit wird ihr Maul verschließen! 43 Wer weise ist, wird dies beachten, und er wird die Gnadenerweise des H errn verstehen .

    Wenn wir hier beim Lesen auf gepasst haben, ist uns aufgefallen, dass die meisten der Befreiungen auf der „unberdienten Güte“ Gottes beruhten: obwohl sie sich durch ihre Gottlosigkeit selbst in die ausweglose Lage gebracht hatten, erhörte ER ihren Hilfeschrei und befreite sie aus ihrer Not.

    Dies hatten sie ganz bestimmt nicht verdient!

    Aber unser Gott ist „barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte“ (2. Mose 34:6-7; siehe auch den Artikel „Jehovas Eigenschaften kennen und schätzen lernen“.

    Fühlen wir uns nicht zu so einem Gott hingezogen? Drängt es uns nicht, anderen von diesen wunderbaren Gott zu erzählen und sie wissen zu lassen, dass dieser auch ihnen die Hand zur Freundschaft reicht?

    weitere Gedanken finden wir hier:

  137. Juleam 20. Juni 2013 um 17:21 Link zum Kommentar

    Psalm 108-109

    Psalm 108 – David hat diese unverdiente Güte Jehovas am eigenen Leib erlebt

    1 Ein Psalmlied. Von David.
    2 Mein Herz ist getrost , o Gott: ich will singen und spielen, auch meine Seele! 3 Harfe und Laute, wacht auf! Ich will die Morgenröte wecken.

    4 H err , ich will dich preisen unter den Völkern und dir lobsingen unter den Nationen; 5 denn groß bis über die Himmel hinaus ist deine Gnade , und deine Treue bis zu den Wolken.

    6 Erhebe dich über die Himmel, o Gott, und über der ganzen Erde sei deine Herrlichkeit! 7 Damit deine Geliebten errettet werden, hilf durch deine Rechte und erhöre mich!

    8 Gott hat gesprochen in seinem Heiligtum: »Ich will frohlocken! Ich will Sichem verteilen und das Tal Sukkoth ausmessen; 9 Gilead gehört mir, Manasse gehört mir, und Ephraim ist die Festung meines Hauptes, Juda mein Herrscherstab; 10 Moab ist mein Waschbecken, auf Edom werfe ich meinen Schuh, Über das Philisterland jauchze ich!«

    11 Wer führt mich in die feste Stadt, wer geleitet mich nach Edom ? 12 Hast du uns, o Gott, nicht verstoßen, und ziehst nicht aus, o Gott, mit unseren Heeren?

    13 Schaffe uns Hilfe in der Drangsal; Menschenhilfe ist ja nichtig! 14 Mit Gott werden wir Gewaltiges vollbringen, und er wird unsere Feinde zertreten.

    Auch David lobt immer wieder Jehovas Güte – ja, seine „unverdiente Güte“.

    David weiss genau, wovon er spricht, denn er hat diese mehrfach am eigenen Leib verspürt. Ganz besonders nach dem Ehebruch mit Bathseba:

    Eigentlich stand nach dem GESETZ die Todesstrafe darauf. David und die Frau hätten zu Tode gesteinigt werden müssen. Aber Jehova hat seine aufrichtige Reue angenommen.

    Wir hatten bereits darüber gesprochen, dass es hierbei ja auch um den Bund ging, den Jehova mit ihm geschlossen hatte. Aber so ein Bund ist natürlich kein Freibrief. Jehova hätte auch einfach einen von Davids Söhnen an seiner Stelle erwählen und salben können – wie er es seinerzeit bei Saul getan hatte. Davids Überleben war nicht unbedingt nötig, Jehova hätte andere Möglichkeiten gehabt.

    Denken wir auch daran, dass Jehova später zwei Mal sein erwähltes Volk verwirft: als sie 607 v.u.Z ins Exil geführt werden und als Jerusalem 70 u.Z. vernichtet wird. Und dies, obwohl sie sein erwähltes Bundesvolk waren.

    Insofern war es „unverdiente Güte“ von Seiten Jehovas, dass er David den Ehebruch und den Mord vergibt und ihn weiterhin benutzt. Natürlich geht David und auch Bathseba nicht straffrei aus – die Frucht der Sünde, das Kind, das bei dem Ehebruch gezeugt wurde, muss sterben. Trotzdem ist es ein Ausdruck von Güte, denn wenn beide gesteinigt worden wären, wäre das Ungeborene ja ebenfalls gestorben.

    Einen weiteren Gedanken finden wir hier:

  138. Juleam 21. Juni 2013 um 13:56 Link zum Kommentar

    Psalm 109 – 111

    Psalm 109 – Wie passt das zu dem Punkt, dass wir für unsere Feinde beten sollen?

    1 Dem Vorsänger. Ein Psalm Davids.

    O Gott, den ich rühme , schweige nicht!

    2 Denn der Mund des Gottlosen und des Betrügers hat sich gegen mich aufgetan; mit lügnerischer Zunge sprechen sie zu mir. 3 Sie umringen mich mit gehässigen Worten und bekämpfen mich ohne Grund.

    4 Dafür, dass ich sie liebe, sind sie mir feind ; ich aber bete . 5 Sie erweisen mir Böses für Gutes und Hass für Liebe.

    6 Setze einen Gottlosen über ihn, und ein Ankläger stehe zu seiner Rechten! 7 Wenn er gerichtet wird, soll er schuldig gesprochen werden, und sein Gebet werde ihm zur Sünde! 8 Seine Tage seien wenige, und sein Amt empfange ein anderer!

    9 Seine Kinder sollen Waisen werden und seine Frau eine Witwe! 10 Seine Kinder sollen umherwandern und betteln, nach [Brot] suchen fern von ihren zerstörten Wohnungen! 11 Der Gläubiger nehme ihm alles weg, und Fremde sollen plündern, was er sich erworben hat.

    12 Niemand gebe ihm Gnadenfrist, und keiner erbarme sich über seine Waisen! 13 Seine Nachkommen sollen ausgerottet werden, ihr Name erlösche in der nächsten Generation!

    14 Der Missetat seiner Väter werde gedacht vor dem H errn , und die Sünde seiner Mutter werde nicht ausgetilgt! 15 Sie sollen allezeit dem H errn vor Augen stehen, und ihr Angedenken werde von der Erde vertilgt , 16 weil er nicht daran dachte, Barmherzigkeit zu üben, sondern den Elenden und Armen verfolgte und den Niedergeschlagenen , um ihn zu töten .

    17 Da er den Fluch liebte, so komme er über ihn; und da er den Segen nicht begehrte, so sei er fern von ihm!

    18 Er zog den Fluch an wie sein Gewand ; so dringe er in sein Inneres wie Wasser und wie Öl in seine Gebeine! 19 Er sei ihm wie das Gewand, das er anzieht, und wie der Gurt, mit dem er sich ständig umgürtet!

    20 Das sei der Lohn für meine Widersacher vonseiten des H errn , für die, welche Böses gegen meine Seele reden!

    21 Du aber, o H err , [mein] Herr, handle an mir um deines Namens willen; deine Gnade ist gut; darum errette mich!

    22 Denn ich bin elend und arm , und mein Herz ist verwundet in meiner Brust. 23 Wie ein Schatten, wenn er sich neigt, schleiche ich dahin; ich werde verscheucht wie eine Heuschrecke. 24 Meine Knie wanken vom Fasten , mein Fleisch magert gänzlich ab, 25 und ich bin ihnen zum Gespött geworden; wer mich sieht, schüttelt den Kopf.

    26 Hilf mir, o H err , mein Gott! Rette mich nach deiner Gnade, 27 so wird man erkennen, dass dies deine Hand ist, dass du, H err , dies getan hast.

    28 Sie mögen fluchen – du aber segne; erheben sie sich [gegen mich], so sollen sie zuschanden werden; aber dein Knecht soll sich freuen. 29 Meine Ankläger sollen Schmach anziehen und in ihre Schande sich hüllen wie in einen Mantel.

    30 Ich will den H errn laut preisen mit meinem Mund, und inmitten vieler will ich ihn rühmen , 31 weil er dem Armen zur Seite stand, um ihn zu retten vor denen, die ihn verurteilten.

    Kann man aus diesem Psalm schließen, es sei richtig die Menschen zu verfluchen, die uns Böses wollen und es sei richtig, ihnen die Pest an den Hals zu wünschen?

    Wie passt das zu dem Punkt, dass wir für unsere Feinde beten sollen?

    Wir würden ihn ja nicht verfluchen, sondern Jehova bitten, dass er demjenigen gemäß seiner Taten vergilt. Jehova selbst hatte ja den Segen und den Fluch festgelegt und sie aufgefordert, das Leben zu wählen

    Weitere Gedanken finden wir hier:

  139. Juleam 21. Juni 2013 um 13:59 Link zum Kommentar

    Psalm 110 – noch ist nicht die Zeit für den Messias!

    1 Ein Psalm Davids.

    Der H err sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße! 2 Der H err wird das Zepter deiner Macht ausstrecken von Zion: Herrsche inmitten deiner Feinde!

    3 Dein Volk ist willig am Tag deines Kriegszuges; in heiligem Schmuck , aus dem Schoß der Morgenröte, tritt der Tau deiner Jungmannschaft hervor.

    4 Der H err hat geschworen , und es wird ihn nicht gereuen: Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks !

    5 Der Herr zu deiner Rechten zerschmettert Könige am Tag seines Zorns. 6 Er wird Gericht halten unter den Heiden , es wird viele Leichen geben; er zerschmettert das Haupt über ein großes Land. 7 Er wird trinken aus dem Bach am Weg; darum wird er das Haupt erheben.

    Hier ist von dem Messias die Rede: noch sind die Feinde nicht besiegt, noch ist nicht die Zeit Jehovas, daher soll er solange abwarten, bis es soweit ist.

    Aber dann wird es kein Entrinnen mehr für die Gottlosen geben, dann wird der weiße Reiter ausziehen um zu siegen und danach wird Ruhe vor dem Bösen sein!

    weitere Gedanken finden wir hier:

  140. Juleam 21. Juni 2013 um 14:01 Link zum Kommentar

    Psalm 111 – Jehova ist treu und wahrhaftig

    1 Hallelujah! Ich will den H errn loben von ganzem Herzen im Kreis der Aufrichtigen und in der Gemeinde.

    2 Groß sind die Werke des H errn , erforscht von allen, die sie lieben. 3 Voll Majestät und Hoheit ist sein Tun , und seine Gerechtigkeit besteht ewiglich. 4 Er hat ein Gedenken seiner Wunder gestiftet; gnädig und barmherzig ist der H err .

    5 Er hat Speise gegeben denen, die ihn fürchten, er wird ewiglich gedenken an seinen Bund . 6 Er hat seinem Volk seine gewaltigen Taten zu erkennen gegeben, indem er ihnen das Erbe der Heiden gab.

    7 Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht ; alle seine Verordnungen sind unwandelbar , 8 bestätigt für immer und ewig , ausgeführt in Treue und Aufrichtigkeit.

    9 Er hat seinem Volk Erlösung gesandt, auf ewig verordnet seinen Bund ; heilig und furchtgebietend ist sein Name .

    10 Die Furcht des H errn ist der Anfang der Weisheit; sie macht alle einsichtig, die sie befolgen . Sein Ruhm bleibt ewiglich bestehen.

    hier finden wir einen Gedanken aus dem vergangenen Jahr dazu:

  141. Juleam 21. Juni 2013 um 14:05 Link zum Kommentar

    Psalm 112 – 114

    Psalm 112 – wohl dem, der eine innige Beziehung zu Jehova lebt

    1 Hallelujah! Wohl dem, der den Herrn fürchtet , der große Freude hat an seinen Geboten!

    2 Sein Same wird gewaltig sein auf Erden; das Geschlecht der Aufrichtigen wird gesegnet sein. 3 Reichtum und Fülle ist in seinem Haus, und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich bestehen.

    4 Den Aufrichtigen geht ein Licht auf in der Finsternis: der Gnädige, Barmherzige und Gerechte.

    5 Wohl dem, der barmherzig ist und leiht ; er wird sein Recht behaupten im Gericht, 6 denn er wird ewiglich nicht wanken ; an den Gerechten wird ewiglich gedacht .

    7 Vor der Unglücksbotschaft fürchtet er sich nicht; sein Herz vertraut fest auf den H errn . 8 Sein Herz ist getrost, er fürchtet sich nicht, bis er seine Lust an seinen Feinden sieht.

    9 Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben ; seine Gerechtigkeit besteht in Ewigkeit, sein Horn wird emporragen in Ehren.

    10 Der Gottlose wird es sehen und sich ärgern; er wird mit den Zähnen knirschen und vergehen; das Verlangen der Gottlosen bleibt unerfüllt.

    einige Gedanken aus den Vorjahren finden wir hier:

  142. Juleam 21. Juni 2013 um 14:09 Link zum Kommentar

    Psalm 113 – Hallelujah, lobt JEHOVA!

    1 Hallelujah! Lobt, ihr Knechte des H errn , lobt den Namen des H errn !

    2 Gepriesen sei der Name des H errn. Von nun an bis in Ewigkeit!

    3 Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name des H errn !

    4 Der H err ist erhaben über alle Heidenvölker, seine Herrlichkeit ist höher als die Himmel. 5 Wer ist wie der H err , unser Gott, der in solcher Höhe thront ?

    6 Der so tief heruntersieht auf den Himmel und auf die Erde; 7 der den Geringen aufrichtet aus dem Staub und den Armen erhöht aus dem Kot, 8 um ihn neben Fürsten zu setzen, neben die Fürsten seines Volkes; 9 der die unfruchtbare Frau des Hauses wohnen lässt als eine fröhliche Mutter von Söhnen. Hallelujah!

    Wie wir sehen, geht es hier um den Namen Jehovas und nicht um den seines Sohnes. Jehovas Name soll hoch erhoben werden, denn ER ist der Höchste über allen anderen, auch über seinem Sohn!

    Einen weiteren Gedanken aus dem vergangenen Jahr finden wir hier:

  143. Juleam 21. Juni 2013 um 14:10 Link zum Kommentar

    Psalm 114 – wer kann vor Jehova bestehen?

    1 Als Israel aus Ägypten zog, das Haus Jakob aus dem Volk fremder Sprache, 2 da wurde Juda sein Heiligtum, Israel sein Herrschaftsgebiet.

    3 Das Meer sah es und floh, der Jordan wandte sich zurück; 4 die Berge hüpften wie Widder, die Hügel wie junge Schafe. 5 Was kam dich an, o Meer, dass du geflohen bist, du Jordan, dass du dich zurückwandtest, 6 ihr Berge, dass ihr hüpftet wie Widder, ihr Hügel wie junge Schafe?

    7 O Erde, erbebe vor dem Angesicht des Herrschers, vor dem Angesicht des Gottes Jakobs, 8 der den Fels verwandelte in einen Wasserteich, den Kieselfels in einen Wasserquell!

    hier finden wir einen Gedanken dazu aus dem vergangenen Jahr:

  144. Juleam 21. Juni 2013 um 14:29 Link zum Kommentar

    Psalm 115 – 118

    Psalm 115 – Das Gefühl der Dringlichkeit

    1 Nicht uns, o H err , nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre, um deiner Gnade und Treue willen!

    2 Warum sollen die Heiden sagen: »Wo ist denn ihr Gott?« 3 Aber unser Gott ist im Himmel ; er tut alles, was ihm wohlgefällt.

    4 Ihre Götzen sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. 5 Sie haben einen Mund und reden nicht, sie haben Augen und sehen nicht; 6 Ohren haben sie und hören nicht, eine Nase haben sie und riechen nicht; 7 Hände haben sie und greifen nicht, Füße haben sie und gehen nicht; mit ihrer Kehle geben sie keinen Laut.

    8 Ihnen gleich werden die, welche sie machen, alle, die auf sie vertrauen.

    9 Israel, vertraue auf den H errn ! Er ist ihre Hilfe und ihr Schild .

    10 Haus Aaron, vertraut auf den H errn ! Er ist ihre Hilfe und ihr Schild.

    11 Die ihr den H errn fürchtet, vertraut auf den H errn ! Er ist ihre Hilfe und ihr Schild.

    12 Der H err wolle an uns gedenken ; er wolle segnen! Er segne das Haus Israel , er segne das Haus Aaron ! 13 Er segne, die den H errn fürchten, die Kleinen samt den Großen!

    14 Der H err mehre euch, euch und eure Kinder! 15 Gesegnet seid ihr von dem Herrn , der Himmel und Erde gemacht hat.

    16 Der Himmel ist der Himmel des H errn ; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben.

    17 Die Toten rühmen den H errn nicht, keiner, der zum Schweigen hinabfährt. 18 Wir aber wollen den H errn preisen von nun an bis in Ewigkeit. Hallelujah!

    Leben wir mit diesem Gefühl der Dringlichkeit – oder ist die Anbetung Jehovas für uns nur eine Nebensache?

    Es geht hier nicht um uns und wie die Menschen über uns denken, sondern es geht um Jehova und seinen herrlichen Namen und um das, was er getan hat, für uns tut und noch tun wird. Machen wir dies bekannt?

    weitere Gedanken aus den Vorjahren finden wir hier:

  145. Juleam 21. Juni 2013 um 14:38 Link zum Kommentar

    Psalm 116 – wer sich als „Knecht des H errn“ erniedrigt, wird beschützt werden

    1 Ich liebe den H errn , denn er hat erhört meine Stimme und mein Flehen; 2 denn er hat sein Ohr zu mir geneigt; darum will ich ihn anrufen mein Leben lang.

    3 Die Fesseln des Todes umfingen mich und die Ängste des Totenreichs trafen mich; ich kam in Drangsal und Kummer. 4 Da rief ich den Namen des H errn an: »Ach, H err , errette meine Seele!«

    5 Der H err ist gnädig und gerecht, ja, unser Gott ist barmherzig. 6 Der H err behütet die Einfältigen ; ich war ganz elend , aber er half mir. 7 Kehre zurück, meine Seele , zu deiner Ruhe, denn der H err hat dir wohlgetan !

    8 Denn du hast meine Seele vom Tod errettet , mein Auge von den Tränen , meinen Fuß vom Fall . 9 Ich werde wandeln vor dem H errn im Land der Lebendigen.

    10 Ich habe geglaubt, darum rede ich; ich wurde aber sehr gebeugt . 11 Ich sprach in meiner Bestürzung: »Alle Menschen sind Lügner!« 12 Wie soll ich dem H errn vergelten all seine Wohltaten an mir?

    13 Den Kelch des Heils will ich nehmen und den Namen des H errn anrufen ; 14 meine Gelübde will ich dem H errn erfüllen, ja, vor seinem ganzen Volk.

    15 Kostbar ist in den Augen des H errn der Tod seiner Getreuen.

    16 Ach, H err , ich bin ja dein Knecht, ich bin dein Knecht, der Sohn deiner Magd; du hast meine Fesseln gelöst .

    17 Dir will ich Dankopfer darbringen und den Namen des H errn anrufen; 18 meine Gelübde will ich dem H errn erfüllen, ja, vor seinem ganzen Volk, 19 in den Vorhöfen des Hauses des H errn , in deiner Mitte, Jerusalem. Hallelujah!

    einige Gedanken aus den Vorjahren finden wir hier:

  146. Juleam 21. Juni 2013 um 14:43 Link zum Kommentar

    Psalm 117 – Lobe den Herrn

    1 Lobt den H errn , alle Heiden! Preist ihn, alle Völker! 2 Denn seine Gnade ist mächtig über uns, und die Treue des H errn währt ewig. Hallelujah !

    Psalm 118 – und erweist euch als dankbar

    1 Dankt dem H errn , denn er ist gütig , ja, seine Gnade währt ewiglich!

    2 So soll denn Israel sprechen: Ja, seine Gnade währt ewiglich!
    3 So soll denn das Haus Aaron sprechen: Ja, seine Gnade währt ewiglich!
    4 So sollen denn, die den H errn fürchten, sprechen: Ja, seine Gnade währt ewiglich!

    5 Ich rief zum H errn in meiner Not, der H err antwortete mir und befreite mich. 6 Der H err ist für mich, ich fürchte mich nicht; was kann ein Mensch mir antun? 7 Der H err ist für mich, er kommt mir zu Hilfe , und ich werde meine Lust sehen an denen, die mich hassen.

    8 Besser ist“s, bei dem H errn Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen; 9 besser ist“s, bei dem H errn Schutz zu suchen, als sich auf Fürsten zu verlassen!

    10 Alle Heiden haben mich umringt; im Namen des H errn schlage ich sie! 11 Sie haben mich umringt, ja, sie haben mich umringt; im Namen des H errn schlage ich sie. 12 Sie haben mich umringt wie Bienen ; sie sind erloschen wie ein Dornenfeuer ; im Namen des H errn schlage ich sie.

    13 Du hast mich hart gestoßen, dass ich fallen sollte; aber der H err half mir. 14 Der H err ist meine Stärke und mein Lied, und er wurde mir zum Heil.

    15 Stimmen des Jubels und des Heils ertönen in den Zelten der Gerechten:

    Die Rechte des H errn hat den Sieg errungen! 16 Die Rechte des H errn ist erhöht, die Rechte des H errn hat den Sieg errungen! 17 Ich werde nicht sterben , sondern leben und die Taten des H errn verkünden .

    18 Der H err hat mich wohl hart gezüchtigt; aber dem Tod hat er mich nicht preisgegeben. 19 Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich durch sie einziehe und den H errn preise! 20 Dies ist das Tor des H errn ; die Gerechten werden durch es eingehen.

    21 Ich danke dir, denn du hast mich erhört und wurdest mein Heil! 22 Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden; 23 vom H errn ist das geschehen; es ist wunderbar in unseren Augen!

    24 Dies ist der Tag, den der H err gemacht hat; wir wollen uns freuen und fröhlich sein in ihm! 25 Ach, H err , hilf ! Ach, H err , lass wohl gelingen!

    26 Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des H errn ! Wir segnen euch vom Haus des H errn aus. 27 Der H err ist Gott, er hat uns Licht gegeben. Bindet das Festopfer mit Stricken an die Hörner des Altars !

    28 Du bist mein Gott, ich will dich preisen! Mein Gott, ich will dich erheben!

    29 Dankt dem H errn , denn er ist gütig, ja, seine Gnade währt ewiglich!

    hier einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  147. Juleam 21. Juni 2013 um 14:47 Link zum Kommentar

    Psalm 119 – ohne Kommentar

    1 Wohl denen, die im Weg untadelig sind, die wandeln nach dem Gesetz des H errn ! 2 Wohl denen, die seine Zeugnisse bewahren , die ihn von ganzem Herzen suchen , 3 die auch kein Unrecht tun, die auf seinen Wegen gehen ! 4 Du hast deine Befehle gegeben, dass man sie eifrig befolge.

    5 O dass meine Wege dahin zielten, deine Anweisungen zu halten! 6 Dann werde ich nicht zuschanden, wenn ich auf alle deine Gebote achte. 7 Ich werde dir danken mit aufrichtigem Herzen, wenn ich die Bestimmungen deiner Gerechtigkeit lerne. 8 Deine Anweisungen will ich halten ; verlass mich niemals!

    9 Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen ? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort ! 10 Von ganzem Herzen suche ich dich; lass mich nicht abirren von deinen Geboten! 11 Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige. 12 Gelobt seist du, o H err ! Lehre mich deine Anweisungen.

    13 Mit meinen Lippen verkünde ich alle Bestimmungen deines Mundes. 14 Ich freue mich an dem Weg, den deine Zeugnisse weisen, wie über lauter Reichtümer. 15 Ich will über deine Befehle nachsinnen und auf deine Pfade achten. 16 Ich habe meine Lust an deinen Anweisungen; dein Wort vergesse ich nicht.

    17 Gewähre deinem Knecht, dass ich lebe und dein Wort befolge! 18 Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz ! 19 Ich bin ein Fremdling auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir! 20 Meine Seele verzehrt sich vor Sehnsucht nach deinen Bestimmungen allezeit. 21 Du hast die Frechen gescholten, die Verfluchten, die abirren von deinen Geboten.

    22 Wälze Schimpf und Schande von mir ab, denn ich habe deine Zeugnisse bewahrt ! 23 Sogar Fürsten sitzen und beraten sich gegen mich; aber dein Knecht sinnt nach über deine Anweisungen. 24 Ja, deine Zeugnisse sind meine Freude ; sie sind meine Ratgeber.

    25 Meine Seele klebt am Staub; belebe mich nach deinem Wort! 26 Ich habe meine Wege erzählt , und du hast mir geantwortet; lehre mich deine Anweisungen! 27 Lass mich den Weg verstehen, den deine Befehle weisen, so will ich reden über deine Wundertaten . 28 Meine Seele weint vor Kummer; richte mich auf nach deinem Wort

    29 Halte den Weg der Lüge fern von mir und begnadige mich mit deinem Gesetz ! 30 Den Weg der Treue habe ich erwählt und deine Bestimmungen vor mich hingestellt . 31 Ich halte fest an deinen Zeugnissen ; H err , lass mich nicht zuschanden werden! 32 Ich laufe den Weg deiner Gebote, denn du machst meinem Herzen Raum

    33 Lehre mich, H err , den Weg deiner Anweisungen, dass ich ihn einhalte bis ans Ende. 34 Gib mir Verständnis, so will ich dein Gesetz bewahren und es befolgen von ganzem Herzen. 35 Lass mich wandeln auf dem Pfad deiner Gebote, denn ich habe Lust an ihm. 36 Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zur Habgier! 37 Halte meine Augen davon ab, nach Nichtigem zu schauen; belebe mich in deinen Wegen! 38 Erfülle an deinem Knecht dein Wort, das denen gilt, die dich fürchten. 39 Wende von mir die Schmach , die ich fürchte; denn deine Bestimmungen sind gut! 40 Siehe, ich sehne mich nach deinen Befehlen; belebe mich durch deine Gerechtigkeit !

    41 H err , lass mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort, 42 damit ich dem antworten kann, der mich schmäht; denn ich verlasse mich auf dein Wort! 43 Und nimm nur nicht das Wort der Wahrheit von meinem Mund; denn ich hoffe auf deine Bestimmungen ! 44 Ich will dein Gesetz stets bewahren, immer und ewiglich.

    45 Und ich werde wandeln in weitem Raum; denn ich suche deine Befehle. 46 Ja, ich will vor Königen von deinen Zeugnissen reden und mich nicht schämen . 47 Und ich will mich erfreuen an deinen Geboten, die ich liebe. 48 Ich will meine Hände ausstrecken nach deinen Geboten, die ich liebe, und will über deine Anweisungen nachsinnen.

    49 Gedenke an das Wort für deinen Knecht, auf das du mich hast hoffen lassen! 50 Das ist mein Trost in meinem Elend, dass dein Wort mich belebt . 51 Die Frechen haben mich arg verspottet ; dennoch bin ich von deinem Gesetz nicht abgewichen . 52 Wenn ich an deine ewigen Bestimmungen denke, o H err , so werde ich getröstet.

    53 Zornglut hat mich ergriffen wegen der Gottlosen, die dein Gesetz verlassen. 54 Deine Anweisungen sind meine Lieder geworden in dem Haus, in dem ich als Fremdling wohne. 55 Bei Nacht denke ich an deinen Namen, o H err , und ich bewahre dein Gesetz. 56 Das ist mir zuteil geworden, dass ich deine Befehle befolgen darf.

    57 Ich sage: Das ist mein Teil, o H err , dass ich deine Worte befolge. 58 Ich flehe von ganzem Herzen um deine Gunst: Sei mir gnädig nach deinem Wort! 59 Als ich meine Wege bedachte, da wandte ich meine Füße zu deinen Zeugnissen. 60 Ich eile und säume nicht, deine Gebote zu befolgen.

    61 Die Schlingen der Gottlosen umgeben mich, aber ich vergesse dein Gesetz nicht. 62 Mitten in der Nacht stehe ich auf, um dir zu danken für die Bestimmungen deiner Gerechtigkeit. 63 Ich bin verbunden mit allen, die dich fürchten, und die deine Befehle befolgen. 64 H err , die Erde ist erfüllt von deiner Güte; lehre mich deine Anweisungen!

    65 Du tust Gutes an deinem Knecht, o H err , nach deinem Wort. 66 Lehre mich rechte Einsicht und Erkenntnis; denn ich habe deinen Geboten geglaubt . 67 Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich ; nun aber befolge ich dein Wort. 68 Du bist gut und tust Gutes; lehre mich deine Anweisungen!

    69 Die Hochmütigen haben Lügen gegen mich erdichtet; ich [aber] befolge von ganzem Herzen deine Befehle. 70 Ihr Herz ist stumpf wie von Fett; doch ich habe meine Wonne an deinem Gesetz . 71 Es ist gut für mich, dass ich gedemütigt wurde, damit ich deine Anweisungen lerne. 72 Das Gesetz, das aus deinem Mund kommt, ist besser für mich als Tausende von Gold- und Silberstücken.

    73 Deine Hände haben mich gemacht und bereitet; gib mir Einsicht , damit ich deine Gebote lerne! 74 Die dich fürchten , werden mich sehen und sich freuen, denn ich hoffe auf dein Wort . 75 H err , ich weiß, dass deine Bestimmungen gerecht sind, und dass du mich in Treue gedemütigt hast.

    76 Lass doch deine Gnade mein Trost sein, nach deinem Wort an deinen Knecht! 77 Lass mir deine Barmherzigkeit widerfahren, dass ich lebe! Denn dein Gesetz ist meine Freude . 78 Lass die Hochmütigen zuschanden werden, weil sie mir mit Lügen Unrecht getan haben; ich aber sinne über deine Befehle nach. 79 Lass die sich mir zuwenden, die dich fürchten und die deine Zeugnisse erkennen.

    80 Mein Herz soll sich redlich an deine Anweisungen halten, damit ich nicht zuschanden werde.
    81 Meine Seele verlangt nach deiner Hilfe; ich hoffe auf dein Wort. 82 Meine Augen verlangen nach deinem Wort und fragen: Wann wirst du mich trösten? 83 Bin ich auch geworden wie ein Schlauch im Rauch , so habe ich doch deine Anweisungen nicht vergessen .

    84 Wie viele Tage bleiben noch deinem Knecht? Wann willst du an meinen Verfolgern das Rechtsurteil vollziehen ? 85 Die Frechen haben mir Gruben gegraben, sie, die sich nicht nach deinem Gesetz richten . 86 Alle deine Gebote sind Wahrheit ; sie aber verfolgen mich mit Lügen; hilf mir! 87 Sie hätten mich fast vertilgt auf Erden; ich aber verlasse deine Befehle nicht.

    88 Belebe mich nach deiner Gnade, so will ich das Zeugnis deines Mundes bewahren . 89 Auf ewig, o H err , steht dein Wort fest in den Himmeln; 90 deine Treue währt von Geschlecht zu Geschlecht! Du hast die Erde gegründet, und sie steht; 91 nach deinen Bestimmungen stehen sie noch heute; denn alles muss dir dienen!

    92 Wäre dein Gesetz nicht meine Freude gewesen, so wäre ich vergangen in meinem Elend. 93 Ich will deine Befehle auf ewig nicht vergessen ; denn durch sie hast du mich belebt . 94 Ich bin dein ; hilf mir, denn ich habe nach deinen Befehlen getrachtet ! 95 Die Gottlosen lauern mir auf, um mich zu verderben; aber ich richte meinen Sinn auf deine Zeugnisse.

    96 Von aller Vollkommenheit habe ich ein Ende gesehen; aber dein Gebot ist unbeschränkt.

    97 Wie habe ich dein Gesetz so lieb ! Ich sinne darüber nach den ganzen Tag. 98 Deine Gebote machen mich weiser als meine Feinde, denn sie sind ewiglich mein [Teil]. 99 Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer, denn über deine Zeugnisse sinne ich nach. 100 Ich bin einsichtiger als die Alten , denn ich achte auf deine Befehle.

    101 Ich halte meine Füße fern von jedem bösen Weg, damit ich dein Wort befolge. 102 Von deinen Bestimmungen bin ich nicht abgewichen, denn du hast mich gelehrt. 103 Wie süß ist dein Wort meinem Gaumen, mehr als Honig meinem Mund! 104 Von deinen Befehlen werde ich verständig ; darum hasse ich jeden Pfad der Lüge. 105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg. 106 Ich habe geschworen und will es halten, dass ich die Bestimmungen deiner Gerechtigkeit bewahren will.

    107 Ich bin tief gebeugt; H err , belebe mich nach deinem Wort! 108 H err , lass dir doch wohlgefallen die freiwilligen Opfer meines Mundes, und lehre mich deine Bestimmungen! 109 Mein Leben ist beständig in Gefahr, aber ich vergesse dein Gesetz nicht. 110 Die Gottlosen haben mir eine Schlinge gelegt; aber ich bin von deinen Befehlen nicht abgeirrt.

    111 Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe , denn sie sind die Wonne meines Herzens. 112 Ich habe mein Herz geneigt, deine Anweisungen zu erfüllen, auf ewig, bis ans Ende. 113 Ich hasse, die geteilten Herzens sind ; aber dein Gesetz habe ich lieb . 114 Du bist mein Schirm und mein Schild; ich hoffe auf dein Wort.

    115 Weicht von mir, ihr Übeltäter, ich will die Gebote meines Gottes befolgen!

    116 Unterstütze mich nach deinem Wort, damit ich lebe und nicht zuschanden werde mit meiner Hoffnung! 117 Stärke du mich, so ist mir geholfen, und ich werde deine Anweisungen stets beachten ! 118 Du wirst alle verwerfen , die von deinen Anweisungen abweichen; denn ihre Täuschung ist vergeblich. 119 Wie Schlacken räumst du alle Gottlosen von der Erde hinweg; darum liebe ich deine Zeugnisse.

    120 Mein Fleisch schaudert aus Furcht vor dir, und ich habe Ehrfurcht vor deinen Bestimmungen! 121 Ich habe Recht und Gerechtigkeit geübt; überlass mich nicht meinen Bedrückern! 122 Tritt als Bürge ein zum Besten für deinen Knecht, dass mich die Frechen nicht unterdrücken!

    123 Meine Augen verlangen nach deiner Rettung und nach dem Wort deiner Gerechtigkeit. 124 Handle mit deinem Knecht nach deiner Gnade und lehre mich deine Anweisungen! 125 Ich bin dein Knecht ; gib mir Einsicht , damit ich deine Zeugnisse verstehe!

    126 Es ist Zeit für den H errn , zu handeln; sie haben dein Gesetz gebrochen !

    127 Darum liebe ich deine Gebote mehr als Gold und feines Gold; 128 darum halte ich alle deine Befehle in allem für recht und hasse jeden Pfad der Lüge . 129 Wunderbar sind deine Zeugnisse; darum bewahrt sie meine Seele. 130 Die Eröffnung deiner Worte erleuchtet und gibt den Unverständigen Einsicht.

    131 Ich tue meinen Mund weit auf und lechze, denn mich verlangt nach deinen Geboten. 132 Wende dich zu mir und sei mir gnädig , nach deinem Rechtsspruch für die, welche deinen Namen lieben! 133 Mache meine Schritte fest durch dein Wort, und lass nichts Böses über mich herrschen ! 134 Erlöse mich von der Bedrückung durch Menschen, und ich will deine Befehle befolgen!

    135 Lass dein Angesicht leuchten über deinen Knecht und lehre mich deine Anweisungen! 136 Tränenströme fließen aus meinen Augen, weil man dein Gesetz nicht befolgt. 137 Gerecht bist du, o H err , und deine Bestimmungen sind richtig! 138 Du hast deine Zeugnisse in Gerechtigkeit verordnet und in großer Treue.

    139 Mein Eifer verzehrt mich, weil meine Widersacher deine Worte vergessen. 140 Dein Wort ist wohlgeläutert , und dein Knecht hat es lieb . 141 Ich bin gering und verachtet; doch deine Befehle habe ich nicht vergessen. 142 Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit .

    143 Angst und Drangsal haben mich getroffen; aber deine Gebote sind meine Freude. 144 Deine Zeugnisse sind auf ewig gerecht; gib mir Einsicht, so werde ich leben ! 145 Ich rufe von ganzem Herzen: H err , erhöre mich; ich will deine Anweisungen befolgen ! 146 Ich rufe zu dir; hilf mir, so will ich deine Zeugnisse bewahren.

    147 Ich komme der Morgendämmerung zuvor und schreie; ich hoffe auf dein Wort. 148 Meine Augen kommen den Nachtwachen zuvor, damit ich nachsinne über dein Wort. 149 Höre meine Stimme nach deiner Gnade! O H err , belebe mich nach deinen Bestimmungen!

    150 Die der Arglist nachjagen, nahen sich; von deinem Gesetz sind sie fern. 151 Du bist nahe , o H err , und alle deine Gebote sind Wahrheit 152 Längst weiß ich aus deinen Zeugnissen, dass du sie auf ewig gegründet hast.

    153 Sieh mein Elend an und errette mich; denn ich habe dein Gesetz nicht vergessen ! 154 Führe meine Sache und erlöse mich; belebe mich nach deinem Wort! 155 Das Heil ist fern von den Gottlosen; denn sie fragen nicht nach deinen Anweisungen. 156 Deine Barmherzigkeit ist groß, o H err ; belebe mich nach deinen Bestimmungen!

    157 Zahlreich sind meine Verfolger und Widersacher; dennoch habe ich mich nicht abgewandt von deinen Zeugnissen. 158 Wenn ich die Abtrünnigen ansehe, empfinde ich Abscheu, weil sie dein Wort nicht bewahren. 159 Siehe, ich liebe deine Befehle; o H err , belebe mich nach deiner Gnade!

    160 Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und jede Bestimmung deiner Gerechtigkeit bleibt ewiglich. 161 Fürsten verfolgen mich ohne Ursache; aber vor deinem Wort fürchtet sich mein Herz. 162 Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute findet.

    163 Ich hasse die Lüge und verabscheue sie; dein Gesetz aber habe ich lieb. 164 Ich lobe dich siebenmal am Tag wegen der Bestimmungen deiner Gerechtigkeit. 165 Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und nichts bringt sie zu Fall.

    166 Ich hoffe auf dein Heil, o H err , und tue deine Gebote. 167 Meine Seele bewahrt deine Zeugnisse und liebt sie sehr. 168 Ich habe deine Befehle und deine Zeugnisse bewahrt; denn alle meine Wege sind vor dir. 169 H err , lass mein Rufen vor dich kommen; gib mir Einsicht entsprechend deinem Wort !

    170 Lass mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deiner Verheißung! 171 Meine Lippen sollen überfließen von Lob, wenn du mich deine Anweisungen lehrst. 172 Meine Zunge soll reden von deinem Wort, denn alle deine Gebote sind gerecht .

    173 Deine Hand komme mir zu Hilfe , denn ich habe deine Befehle erwählt . 174 Ich habe Verlangen nach deinem Heil, o H err , und dein Gesetz ist meine Lust .

    175 Lass meine Seele leben, damit sie dich lobe , und deine Bestimmungen seien meine Hilfe! 176 Ich bin in die Irre gegangen wie ein verlorenes Schaf; suche deinen Knecht! Denn deine Gebote habe ich nicht vergessen .

    da wir in den vergangenen Jahren bereits so viele Gedanken und ergänzenden Stoff zu diesem Psalm gesammelt haben, bleibt er in diesem Jahr ohne Kommentar 😉

  148. Juleam 25. Juni 2013 um 11:52 Link zum Kommentar

    Psalm 120 – 123

    Psalm 120 – von Lügnern verfolgt

    1 Ein Wallfahrtslied.

    Ich rief zum H errn in meiner Not , und er erhörte mich.

    2 H err , rette meine Seele von den Lügenmäulern, von den falschen Zungen! 3 Was wird Er dir geben und was dir hinzufügen, du falsche Zunge?

    4 Geschärfte Kriegerpfeile und glühendes Ginsterholz!

    5 Weh mir, dass ich ein Fremdling bin in Mesech , dass ich wohne bei den Zelten Kedars !

    6 Lange genug hat meine Seele gewohnt bei denen, die den Frieden hassen! 7 Ich bin für den Frieden ; doch wenn ich rede, so sind sie für den Krieg .

    hier einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  149. Juleam 25. Juni 2013 um 11:55 Link zum Kommentar

    Psalm 121 – meine Hilfe kommt von Gott!

    1 Ein Wallfahrtslied.

    Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen : Woher kommt mir Hilfe?

    2 Meine Hilfe kommt von dem H errn , der Himmel und Erde gemacht hat!

    3 Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet , schläft nicht. 4 Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.

    5 Der H err behütet dich; der H err ist dein Schatten zu deiner rechten Hand, 6 dass dich am Tag die Sonne nicht steche, noch der Mond bei Nacht.

    7 Der H err behüte dich vor allem Übel , er behüte deine Seele ; 8 der H err behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit .

    hier einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  150. Juleam 25. Juni 2013 um 11:58 Link zum Kommentar

    Psalm 122 – den Frieden bewahren, um Jehova zu preisen

    1 Ein Wallfahrtslied. Von David.

    Ich freue mich an denen, die zu mir sagen: Lasst uns zum Haus des H errn gehen!

    2 Nun stehen unsere Füße in deinen Toren, Jerusalem!

    3 Jerusalem, du bist gebaut als eine fest gefügte Stadt, 4 wohin die Stämme hinaufziehen , die Stämme des H errn – ein Zeugnis für Israel -, um zu preisen den Namen des H errn !

    5 Denn dort sind Throne zum Gericht aufgestellt, die Throne des Hauses David.

    6 Bittet für den Frieden Jerusalems! Es soll denen wohlgehen, die dich lieben ! 7 Friede sei in deinen Mauern und sichere Ruhe in deinen Palästen !

    8 Um meiner Brüder und Freunde willen sage ich: Friede sei in dir!

    9 Um des Hauses des H errn , unsres Gottes, willen will ich dein Bestes suchen!

    hier einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  151. Juleam 25. Juni 2013 um 12:01 Link zum Kommentar

    Psalm 123 – warum es so wichtig ist, dass wir unseren Blick ganz fest auf Jehova geheftet halten

    1 Ein Wallfahrtslied.

    Zu dir erhebe ich meine Augen, der du im Himmel thronst . 2 Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Gebieterin, so blicken unsere Augen auf den H errn , unseren Gott, bis er uns gnädig ist.

    3 Sei uns gnädig , o H err ! Sei uns gnädig; denn wir sind reichlich gesättigt mit Verachtung !

    4 Reichlich gesättigt ist unsere Seele mit dem Spott der Sorglosen, mit der Verachtung der Hochmütigen!

    Und trotzdem sind wir auch weiterhin in Gottes Liebe – denn ER lässt sich nicht von anderen Menschen gegen uns beeinflussen!

    weitere Gedanken finden wir hier:

  152. Juleam 25. Juni 2013 um 12:09 Link zum Kommentar

    Psalm 124 – 126

    Psalm 124 – wenn Jehova nicht für uns gewesen wäre, dann wären wir hier längst untergegangen!

    1 Ein Wallfahrtslied. Von David.

    Wenn der H err nicht für uns gewesen wäre – so sage Israel -, 2 wenn der H err nicht für uns gewesen wäre, als die Menschen gegen uns auftraten,

    3 so hätten sie uns lebendig verschlungen , als ihr Zorn gegen uns entbrannte; 4 dann hätten die Wasser uns überflutet, ein Strom wäre über unsere Seele gegangen; 5 dann hätten die wild wogenden Wasser unsere Seele überflutet!

    6 Gepriesen sei der H err , der uns ihren Zähnen nicht zur Beute gab!

    7 Unsere Seele ist entflohen wie ein Vogel aus der Schlinge des Vogelstellers; die Schlinge ist zerrissen, und wir sind entkommen!

    8 Unsere Hilfe steht im Namen des H errn , der Himmel und Erde gemacht hat.

    Wenn Jehova uns hilft, hat nichts Erfolg, was die Menschen auch Böses gegen uns ersinnen mögen!

    Wenn ER nicht in den letzten Jahren hier mit uns gewesen wäre, dann gäbe es uns schon lange nicht mehr. Aber Jehova hat nicht zugelassen, dass die Schadenstifter uns vernichten konnten. Sie durften zwar Schaden stiften, aber ihr Bemühen hatte keinen Erfolg, weil Jehova die Hand über uns gehalten hat.

    Wo wären wir heute ohne IHN?

    weitere Gedanken zu diesem Psalm finden wir hier:

  153. Juleam 25. Juni 2013 um 12:16 Link zum Kommentar

    Psalm 125 – die Bitte darum, dass Jehova uns gemäß unseren Taten vergilt

    1 Ein Wallfahrtslied.

    Die auf den H errn vertrauen , sind wie der Berg Zion , der nicht wankt, sondern ewiglich bleibt.

    2 Wie Berge Jerusalem rings umgeben, so ist der Herr um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit.

    3 Denn das Zepter der Gesetzlosigkeit wird nicht bleiben auf dem Erbteil der Gerechten, damit die Gerechten ihre Hände nicht nach Unrecht ausstrecken .

    4 H err , tue Gutes den Guten und denen, die aufrichtigen Herzens sind! 5 Die aber abweichen auf ihre krummen Wege , die lasse der H err dahinfahren mit den Übeltätern!

    Friede sei über Israel!

    die Bitte darum, dass Jehova uns gemäß unseren Taten vergilt – widerspricht dies dem Gedanken der unverdienten Güte? Aber hatte der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn nicht abgewartet, dass der untreue Sohn zurückkehrt? Er war ihm ja nicht bis in die Stadt hinterher gelaufen um ihn zurückzuholen…

    hier einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  154. Juleam 25. Juni 2013 um 12:18 Link zum Kommentar

    Psalm 126 – wie wir uns fühlen werden, wenn uns unser Gott endlich befreit hat

    1 Ein Wallfahrtslied.

    Als der Herr die Gefangenen Zions zurückbrachte, da waren wir wie Träumende . 2 Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel ; da sagte man unter den Heiden : »Der H err hat Großes an ihnen getan!«

    3 Der H err hat Großes an uns getan, wir sind fröhlich geworden. 4 H err , bringe unsere Gefangenen zurück wie die Bäche im Negev!

    5 Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.

    6 Wer weinend hingeht und den Samen zur Aussaat trägt, der kommt gewiss mit Freuden zurück und bringt seine Garben.

    hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  155. Juleam 25. Juni 2013 um 12:30 Link zum Kommentar

    Psalm 127 – 129

    Psalm 127 – wir können nur dann Gelingen haben, wenn wir Jehova mit einbeziehen

    1 Ein Wallfahrtslied. Von Salomo.

    Wenn der H err nicht das Haus baut , dann arbeiten umsonst, die daran bauen; wenn der H err nicht die Stadt behütet , dann wacht der Wächter umsonst.

    2 Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und spät aufbleibt und sauer erworbenes Brot esst; solches gibt er seinem Geliebten im Schlaf !

    3 Siehe, Kinder sind eine Gabe des H errn , die Leibesfrucht ist eine Belohnung.

    4 Wie Pfeile in der Hand eines Helden, so sind die Söhne der Jugend. 5 Wohl dem Mann, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat! Sie werden nicht zuschanden, wenn sie mit den Widersachern reden im Tor.

    Wir können nur dann Gelingen haben, wenn wir Jehova und unsere enge Beziehung zu IHM zur Basis unseres Lebens machen.

    Ganz egal, worum es dabei geht: sei es unsere Ehe, die Erziehung und unser Verhältnis zu unseren Kindern, unsere Arbeit, Freundschaften usw. Wenn sie nicht auf Jehova gebaut sind, werden all diese Beziehungen zusammenbrechen.

    Manchmal kommt es vor, dass dies passiert, obwohl wir uns alle Mühe gegeben haben und wir Jehova und unser Verhältnis zu ihm und die wahre Anbetung an die erste Stelle gestellt haben. Aber wenn der Gegenüber sich von Jehova abkehrt oder von vornherein überhaupt nichts mit ihm zu tun haben will – dann kann derjenige ein gutes Werkzeug in den Händen des Widersachers sein, auch dann, wenn er sich dessen überhaupt nicht bewusst ist und dies nicht wollte.

    Aber wenn es so ist, dann können wir uns damit trösten, dass wir unseren Teil getan haben und dass unser Gott uns liebt. Das bedeutet nicht, dass es nicht schmerzhaft ist, wenn sich unsere Kinder oder Freunde von uns abwenden. Es ist ganz normal, wenn uns dies traurig macht, oder wir erst mal das Gefühl haben, dass es uns den Boden unter den Füßen wegzieht. Aber wir sind nicht allein und wir dürfen uns in dem Gedanken trösten, dass wir in Gottes Liebe sind.

    So, wie es Stephi am Sonntag sagte: wir dürfen uns von unserem Gott an die Hand nehmen lassen und voller Vertrauen mit ihm weiterlaufen, auch wenn wir selbst nicht begreifen oder sehen können, wohin der Weg geht.

    Aber hier ist der Weg das Ziel: wir wandeln mit unserem Gott. Dies ist das Einzige, was wirklich zählt!

    hier einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  156. Juleam 25. Juni 2013 um 12:37 Link zum Kommentar

    Psalm 128 – die Gottesfurcht ist der Anfang aller Dinge

    1 Ein Wallfahrtslied.

    Wohl jedem, der den Herrn fürchtet, der in seinen Wegen wandelt!

    2 Du wirst dich nähren von der Arbeit deiner Hände; wohl dir, du hast es gut !

    3 Deine Frau ist wie ein fruchtbarer Weinstock im Innern deines Hauses; deine Kinder wie junge Ölbäume rings um deinen Tisch.

    4 Siehe, so wird der Mann gesegnet , der den H errn fürchtet!

    5 Der H err segne dich aus Zion , dass du das Glück Jerusalems siehst alle Tage deines Lebens 6 und siehst die Kinder deiner Kinder!

    Friede sei über Israel!

    Die Gottesfurcht – die Furcht, irgendetwas zu tun, womit wir unseren Gott verletzen, kränken oder enttäuschen können, ist die Basis aller Dinge.

    Wenn wir Jehova so sehr lieben, dass es für uns schrecklich wäre, wenn wir dies täten, dann haben wir die richtige Motivation für die wahre Anbetung Gottes und Jesu. Wenn wir dies tun, dann werden wir bemüht sein, stets die Nähe unseres Gottes zu suchen und darauf zu achten, dass wir „Gast sein dürfen in seinem Zelt“ (Psalm 15) und wir werden immer mehr werden wie ER, denn unser Umgang prägt uns.

    Wenn wir uns viel mit Jehova und solchen Menschen umgeben, die Jehova ebenso lieben, dann werden wir immer mehr lernen, so zu denken und zu fühlen, wie es unser Gott tut. Dann werden wir hassen, was ER hasst und lieben, was ER liebt und dies wird sich in unserem Verhalten auch anderer gegen über auswirken. Dann werden wir eine gute Arbeit leisten, die es uns widerum ermöglicht, uns und unsere Familie zu ernähren und wir werden mit unserem Ehepartner, unseren Kindern und unseren Eltern so umgehen, dass sich alle wohl und geborgen fühlen und dann wird unser Zuhause ein Ort des Friedens und der Harmonie sein, in der sich jeder entsprechend entwickeln kann.

    hier einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  157. Juleam 25. Juni 2013 um 12:43 Link zum Kommentar

    Psalm 129 – oftmals benutzt Jehova für uns schwierige Situationen, um uns auf eine ganz besondere Weise in seinem Werk zu schulen

    1 Ein Wallfahrtslied.

    Sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend an – so soll Israel sprechen -, 2 sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend an, und sie haben mich doch nicht überwältigt.

    3 Auf meinem Rücken haben Pflüger gepflügt und ihre Furchen lang gezogen. 4 Der H err ist gerecht; er hat die Stricke der Gottlosen zerschnitten.

    5 Es müssen zuschanden werden und zurückweichen alle, die Zion hassen; 6 sie müssen werden wie das Gras auf den Dächern, das verdorrt ist, bevor man es ausrauft, 7 mit dem kein Schnitter seine Hand füllt und kein Garbenbinder seinen Schoß; 8 von denen auch die Vorübergehenden nicht sagen:

    »Der Segen des H errn sei mit euch! Wir segnen euch im Namen des H errn !«

    Immer wieder der Gedanke, wie glücklich wir sind, wenn wir Jehova zu unserer Zuflucht machen.

    Zwar werden die Feinde Gottes alles versuchen, um uns von Jehova und der wahren Anbetung abzubringen, aber unser Gott wird uns nicht allein lassen. Im Gegenteil: oftmals benutzt er solche Situationen, um uns auf eine ganz besondere Weise in seinem Werk zu benutzen.

    Hier passt auch gut die Ansprache „Gott aber…“ von Bayless Conley

    weitere Gedanken findet ihr hier:

  158. Juleam 25. Juni 2013 um 12:56 Link zum Kommentar

    Psalm 130 – 132

    Psalm 130 – warum jeder von uns „die unverdiente Güte Gottes“ benötigt

    1 Ein Wallfahrtslied.

    Aus der Tiefe rufe ich zu dir, o H err : 2 Herr, höre meine Stimme! Lass deine Ohren aufmerksam sein auf die Stimme meines Flehens!

    3 Wenn du, o Herr , Sünden anrechnest , Herr, wer kann bestehen? 4 Aber bei dir ist die Vergebung , damit man dich fürchte .

    5 Ich harre auf den H errn , meine Seele harrt, und ich hoffe auf sein Wort.

    6 Meine Seele harrt auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen, mehr als die Wächter auf den Morgen.

    7 Israel, hoffe auf den H errn ! Denn bei dem H errn ist die Gnade , und bei ihm ist Erlösung in Fülle.

    8 Ja, er wird Israel erlösen von allen seinen Sünden.

    Vers 3 zeigt uns, worum es bei der unverdienten Güte Gottes geht – niemand von uns hat sie verdient, denn wir sind alle unvollkommen und tun immer wieder Dinge, die Gott nicht gefallen und ihn sogar kränken.

    Vor einigen Tagen haben ich bei einem Podcast einen interessanten Vortrag zu dem Thema „Wenn Gott gut ist, warum gibt es dann so viel Leid auf der Welt?“ von Johannes Hartl gehört. Einen großen Teil der Argumentation kennen wir ja bereits aus unseren Publikationen, aber er hatte noch einen Gedanken, der sehr gut zu diesem Psalm hier passt:

    Denn er wirft die Frage auf, warum Gott nicht all das Böse beseitigt, wenn er es doch kann. Aber wenn ER dies täte, dann müßte er auch uns beseitigen, denn da wir unvollkommen sind, machen auch wir Fehler und tun Dinge, die unserem Gott nicht gefallen und dadurch zählen auch wir zu „den Bösen“ (in unseren Publikationen kommt das eher so rüber, dass wir vernichtet worden wären, wenn Jehova eingegriffen hätte, ehe wir umkehrten und in die Wahrheit kamen).

    Es stimmt, denn auch in der Bibel wird immer wieder gesagt, dass keiner wirklich gerecht ist, denn wir alle sündigen, da wir unvollkommen sind.

    Ein interessanter Gedanke, dass wir alle vor Jehova in der Form verworfen sind, dass wir unvollkommen sind und immer wieder Dinge tun, die ihn kränken, auch dann, wenn wir bemüht sind, es nicht zu tun. Paulus äußerte sich dazu, wenn er sagt, er empfände sich als „elender Mensch“ (Römer 7:21-24).

    Daher ist jeder von uns auf die „unverdiente Güte Gottes“ angewiesen, auch diejenigen, die sich Zeit ihres Lebens aufrichtig bemühen, so zu leben, dass sie Gott gefallen. Diejenigen, die niemals Hurerei begangen haben, nicht geraucht, nicht gelogen usw. Auch diejenigen benötigen diese unverdiente Güte.

    Interessant, dass das, was durch den Tod Jesu für uns erreicht wurde, nicht in erster Linie das ewige Leben ist – sondern, dass wir ein enges Verhältnis zu unserem Gott haben dürfen, auch wenn wir immer wieder mal aus Schwäche Dinge tun, die unseren Gott schmerzen. Dies ist der wahre Lohn, das wahre Ziel, das wir Christen haben. Es kommt nicht darauf an, ob wir mal im Paradies leben. Dies ist zwar auch toll, aber es ist nicht das Hauptziel.

    Jesus starb, um uns mit Gott zu versöhnen und uns die Möglichkeit zu eröffnen, uns ohne Scheu unserem Gott zu nahen, auch dann, wenn wir gerade mal wieder einer Schwäche erlegen sind. Wie gut dies tut, merken wir vielleicht erst dann wirklich, wenn wir uns in so einer Situation befinden und uns aus Scham am liebsten verstecken wollen, so wie seinerzeit Adam und Eva – und wenn Jehova dann seine Hand nach uns ausstreckt und sagt: „Komm her, ich habe dich lieb. Ich sehe doch, wie sehr du dich dafür schämst. Steh auf und laufe weiter, du schaffst es!“

    weitere Gedanken zu diesem Psalm finden wir hier:

  159. Juleam 25. Juni 2013 um 13:00 Link zum Kommentar

    Psalm 131 – aus welcher Richtung gehen wir es an, so zu handeln, dass Jehova seine Freude an uns hat?

    1 Ein Wallfahrtslied. Von David.

    O H err , mein Herz ist nicht hochmütig , und meine Augen sind nicht stolz; ich gehe nicht mit Dingen um, die mir zu groß und zu wunderbar sind.

    2 Nein, ich habe meine Seele beruhigt und gestillt ; wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, wie ein entwöhntes Kind ist meine Seele still in mir.

    3 Israel, hoffe auf den H errn von nun an bis in Ewigkeit!

    Vielleicht gehört gerade der Gedanke der unverdienten Güte an den Anfang, damit wir nicht stolz und überheblich werden:

    Wenn wir uns bewußt machen, dass wir die Güte Jehovas auch dann nicht wirklich verdient haben, wenn wir alles tun, um so zu leben, dass wir unserem Gott Freude bereiten. Auch wenn wir uns aufrichtig bemühen, haben wir die Güte Gottes nicht wirklich verdient, weil auch wir Fehler machen. Also sind wir dann auch nicht besser, als jemand, der noch mehr falsch macht.

    Vor einiger Zeit fragte uns ein anderer ernsthafter Christ, ob Jehovas Zeugen nicht glauben, dass man sich das ewige Leben verdienen kann. Was hättest du darauf geantwortet?

    Wenn immer wieder die Rede davon ist, wie wichtig es ist, so zu leben, dass wir unserem Gott gefallen und seine Maßstäbe einzuhalten – bedeutet dies dann, dass man es sich verdienen kann?

    Spricht nicht gerade David in den Psalmen immer wieder davon, dass er sich ganz sicher ist, dass Jehova den Gerechten nicht verlassen wird? Und hatte nicht Jehova seinem Volk den Segen und den Fluch vorgelegt – damit sie das Leben wählen?

    Thom sagt, es geht eher darum, von welcher Richtung aus wir die Sache angehen: wenn wir ein gutes Verhältnis zu Jehova haben, dann wollen wir automatisch das Richtige tun, auch wenn wir Fehler machen…

    weitere Gedanke finden wir hier:

  160. Juleam 25. Juni 2013 um 13:05 Link zum Kommentar

    Psalm 132 – bitte achten wir hier mal darauf, wie hier von dem Bund die Rede ist, den Jehova mit seinem Volk hat:

    1 Ein Wallfahrtslied.

    Gedenke, o H err , dem David alle seine Mühsal, 2 dass er dem H errn schwor und dem Mächtigen Jakobs gelobte: 3 »Ich will nicht in das Zelt meines Hauses gehen, noch mein Ruhelager besteigen, 4 ich will meinen Augen keinen Schlaf gönnen und meinen Augenlidern keinen Schlummer, 5 bis ich eine Stätte gefunden habe für den H errn , eine Wohnung für den Mächtigen Jakobs!«

    6 Siehe, wir hörten von ihr in Ephrata; wir haben sie gefunden im Gebiet von Jear ! 7 Wir wollen kommen zu seiner Wohnung, wir wollen anbeten bei dem Schemel seiner Füße!

    8 Mache dich auf, o H err , zu deiner Ruhestätte, du und die Lade deiner Macht ! 9 Deine Priester sollen sich in Gerechtigkeit kleiden , und deine Getreuen sollen jubeln .

    10 Um Davids, deines Knechtes , willen weise das Angesicht deines Gesalbten nicht ab! 11 Der H err hat David in Wahrheit geschworen , davon wird er nicht abgehen :

    »Einen von der Frucht deines Leibes will ich auf deinen Thron setzen ! 12 Wenn deine Söhne meinen Bund bewahren und mein Zeugnis, das ich sie lehren will, so sollen auch ihre Söhne für immer auf deinem Thron sitzen!«

    13 Denn der H err hat Zion erwählt, hat sie zu seiner Wohnung begehrt: 14 »Dies ist für immer meine Ruhestatt , hier will ich wohnen ; denn ich habe sie begehrt. 15 Ihre Nahrung will ich reichlich segnen, ihre Armen sättigen mit Brot. 16 Ihre Priester will ich mit Heil bekleiden, und ihre Getreuen sollen jubeln. 17 Dort will ich dem David ein Horn hervorsprossen lassen, eine Leuchte zurichten meinem Gesalbten. 18 Seine Feinde will ich mit Schande bekleiden; aber auf ihm soll seine Krone glänzen!«

    Interessant, wie hier von dem Bund die Rede ist: wenn – dann!

    Es ist also nicht so, dass sich Jehova alles gefallen lassen muss oder gefallen lässt, weil er einen Bund mit uns geschlossen hätte – sondern wenn wir unseren Teil einhalten, wird ER alles tun, was er gelobt hat.

    Widerspricht dies nun dem Gedanken der unverdienten Güte?

    Wahrscheinlich ist es sehr wichtig zu verstehen, dass diese Güte zwar unverdient ist, uns aber nur dann zugute kommt, wenn wir aufrichtig nach Jehova suchen.

    Dabei ist egal, was wir in der Vergangenheit getan haben, wie schlimm es auch sein mag, wenn wir nun hier und jetzt wirklich von Herzen bereuen und dies dadurch zeigen, dass wir uns von nun an bemühen, Jehova zu gefallen.

    Aber widerspricht nicht genau dies der unverdienten Güte? Meinen wir dann nicht, wir würden sie künftig verdienen, weil wir mit Gott wandeln?

    Was hatte Jesus denn zu Huren und Steuereinnehmern gesagt? „Deine Sünden sind vergeben, sündige fortan nicht mehr“

    Johannes 8:11 GANTP
    Sie antwortete: „Nein, Herr!“ Da sprach er zu ihr: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh, sündige hinfort nicht mehr!“

    einen weiteren Gedanken finden wir hier:

  161. Juleam 25. Juni 2013 um 13:17 Link zum Kommentar

    Psalm 133 – 135

    Psalm 133 – aber wer sind „meine Brüder“?

    1 Ein Wallfahrtslied. Von David.

    Siehe, wie fein und wie lieblich ist“s, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind!

    2 Wie das feine Öl auf dem Haupt, das herabfließt in den Bart, den Bart Aarons, das herabfließt bis zum Saum seiner Kleider; 3 wie der Tau des Hermon , der herabfließt auf die Berge Zions; denn dort hat der H err den Segen verheißen , Leben bis in Ewigkeit.

    Wie schön, wenn „die Brüder“ sich in Einheit versammeln.

    Wer sind denn meine Brüder? Sind das nur all diejenigen, die der selben Religionsorganisation angehören wie ich selbst?

    Was sagt Jesus selbst in Markus 3:35: „wer den Willen Gottes tut“ (siehe auch Matthäus 12:47-50).

    Wir alle kennen auch die Aussage von Petrus in Apostelgeschichte 30:34 und 35, wo er sagt:

    „Bestimmt merke ich, dass Gott nicht parteiisch ist, sondern dass für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist.“

    Wie oft haben wir diesen bereits zitiert, wenn es um Gottes Unparteilichkeit geht. Aber wir sind ja aufrichtig davon überzeugt, dass wir der einzig wahren Organisation Gottes angehören…

    Sicherlich wissen wir, dass viele Dinge in der Bibel mehrere Entsprechungen haben. Wenn wir uns nun den Kontext ansehen, worum es eigentlich bei der Aussage von Petrus geht, kommen wir der Sache schon näher:

    Bisher waren die Israeliten Gottes auserwähltes Volk, mit ihnen hatte er einen Bund geschlossen. Wer IHN auf die richtige Weise anbeten wollte, der mußte sich diesem Volk anschließen.

    Nun aber schickt Jehova Petrus zu Kornelius und forderte ihn auf diesem die Gute Botschaft zu verkündigen. In Vers 28 sagt Petrus zu ihm, warum ihm dies so ungeheuerlich vorkam. Aber er ist dennoch gegangen und erst da – als er bei Kornelius ist und sich mit ihm unterhält, begreift er wirklich: auch dieser ist für Jehova annehmbar und sein Bruder in Christi.

    Eine Tatsache, die viele der Judenchristen nicht akzeptieren wollten, so dass sich Petrus viele Jahre danach genötigt sieht, dies vor der leitenden Körperschaft in Jerusalem zu erklären und sich dafür zu rechtfertigen, warum er so gehandelt hat. Dort kommt ihm Jakobus, der Bruder Jesu zur Hilfe (Apostelgeschichte 15), er zitiert dabei Amos 9:12. Siehe auch das Kapitel „Gott ist nicht parteiisch“ im Apostel-Buch)

    Daher sollten wir alle diejenigen als unsere Brüder und Schwestern betrachten, die sich aufrichtig bemühen, Gott kennenzulernen, indem sie in der Bibel lesen und das, was sie dort lernen, in ihrem täglichen Leben anzuwenden. Denn auch Jesus sagte selbst, dass er diese als seine Brüder ansieht.

    Wenn wir uns also an der erbaulichen Gemeinschaft mit unseren Brüdern erfreuen, dann sind das nicht nur die, die mit uns dieselbe Versammlung besuchen. Denn wir wissen ja aus Erfahrung, dass auch dort nicht jeder gemäß dem Worte Gottes lebt.

    Suchen wir uns unsere Freunde unter denen, die unseren Gott ebenso lieben, wie wir selbst und berücksichtigen wir dabei, dass nicht alle denselben Wissensstand und die selbe Reife haben.

    Das, worauf es ankommt, ist ein aufrichtiges Herz. Was ist dem anderen wichtig? Womit beschäftigt er sich, worum drehen sich seine Gedanken und Gespräche?

    Wenn du bei diesen Punkten antworten kannst: „Gott und sein Wort und ein eigenes Verhältnis zum Schöpfer“ – dann hast du einen Bruder vor dir, auch wenn er vielleicht einer anderen Konfession angehörst, als du!

    Denn dabei geht es immer um Jehova Gott selbst und nicht um die Organisation…

    weitere Gedanken finden wir hier:

  162. Juleam 25. Juni 2013 um 13:26 Link zum Kommentar

    Psalm 134 – worum es bei der gegenseitigen Ermutigung während des Zusammenkommens geht

    1 Ein Wallfahrtslied.

    Wohlan, lobt den H errn , all ihr Knechte des H errn , die ihr im Haus des H errn steht in den Nächten !

    2 Erhebt eure Hände in Heiligkeit und lobt den H errn !

    3 Der H err segne dich aus Zion, er, der Himmel und Erde gemacht hat!

    Was ist Sinn und Zweck der christlichen Zusammenkünfte? Wir sollten dort den Herrn – Jehova – loben. Sehen wir uns dazu auch Hebräer 10:23-25 an:

    Unbeirrbar festhalten!

    23 Wir wollen unbeirrbar an der Hoffnung festhalten, zu der wir uns bekennen. Denn Gott, der uns das Versprechen gegeben hat, steht treu zu seinen Zusagen.
    24 Und lasst uns aufeinander achten und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen. 25 Deshalb ist es wichtig, unsere Zusammenkünfte nicht zu versäumen, wie es sich leider einige schon angewöhnt haben. Wir müssen uns doch gegenseitig ermutigen, und das umso mehr, je näher ihr den Tag heranrücken seht, an dem der Herr kommt.
    (Neue Evangelistische Übersetzung)

    Das gegenseitige Ermutigen geht nicht in erster Linie um den Preis, dass wir uns anspornen sollten, weiterzulaufen, damit wir den Preis erhalten – sondern es geht darum, uns gegenseitig darin zu ermutigen, unser persönliches Verhältnis zum Schöpfer lebendig zu erhalten. Denn dies ist es doch, was uns zu Jehova und seinem Sohn Jesus Christus hingezogen hat.

    Oder gehören wir vielleicht doch zu denen, von denen Satan sagte, wir würden Gott nur dienen, weil er uns etwas verspricht und nicht aus Liebe?

    einen weiteren Gedanken aus dem vergangenen Jahr finden wir hier:

  163. Juleam 25. Juni 2013 um 13:40 Link zum Kommentar

    Psalm 135 – „Bless the Lord“

    1 Hallelujah! Lobt den Namen des H errn ! Lobt ihn, ihr Knechte des H errn , 2 die ihr steht im Haus des H errn , in den Vorhöfen des Hauses unseres Gottes! 3 Lobt den H errn , denn gütig ist der H err ; lobsingt seinem Namen , denn er ist lieblich!

    4 Denn der H err hat sich Jakob erwählt, Israel zu seinem besonderen Eigentum. 5 Denn ich weiß, dass der H err groß ist; ja, unser Herr ist größer als alle Götter .

    6 Alles, was dem H errn wohlgefällt, das tut er, im Himmel und auf Erden, in den Meeren und in allen Tiefen: 7 Er lässt Dünste aufsteigen vom Ende der Erde her, er macht Blitze beim Regen und holt den Wind aus seinen Speichern hervor.

    8 Er schlug die Erstgeborenen Ägyptens, vom Menschen bis zum Vieh; 9 er sandte Zeichen und Wunder in deine Mitte, Ägypten, gegen den Pharao und alle seine Knechte; 10 er schlug große Nationen und tötete mächtige Könige; 11 Sihon, den König der Amoriter, und Og, den König von Baschan, und alle Könige Kanaans, 12 und er gab ihr Land als Erbe, als Erbe seinem Volk Israel.

    13 O H err , dein Name währt ewig; H err , dein Gedenken bleibt von Geschlecht zu Geschlecht! 14 Denn der H err wird seinem Volk Recht schaffen und Mitleid haben mit seinen Knechten.

    15 Die Götzen der Heiden sind Silber und Gold, von Menschenhand gemacht. 16 Sie haben einen Mund und reden nicht, Augen haben sie und sehen nicht; 17 Ohren haben sie und hören nicht, auch ist kein Odem in ihrem Mund. 18 Ihnen gleich sind die, welche sie machen, ein jeder, der auf sie vertraut!

    19 Haus Israel , lobe den H errn ! Haus Aaron , lobe den H errn ! 20 Haus Levi, lobe den H errn ! Die ihr den H errn fürchtet, lobt den H errn !

    21 Gelobt sei der H err von Zion aus, er, der in Jerusalem wohnt!

    Hallelujah !

    hierzu fällt mir ein wunderschönes englisches Lobpreislied ein, das in den letzten Tagen wie ein Ohrwurm ständig in meinem Sinn rumgeistert und das ich ständig vor mich hinsinge:

    Bless The Lord

    Chorus
    Bless the Lord, o my soul
    O my soul
    Worship His holy name
    Sing like never before
    O my soul
    I’ll worship your holy name

    Verse 1
    The sun comes up, if’s a new day drawing
    It’s time to sing your song again
    Whatever may pass, and whatever lies before me
    Let me be singing when the evening comes

    Verse 2
    You’re rich in love, and You’re slow to anger
    Your name is great, and Your heart is kind
    For all Your goodness I will keep on singing
    Ten thousand reasons for my heart to sing

    Vers 3
    And on that day when my strength is failing
    The end draws near and my time has com
    Still my soul will sing Your praise unending
    Ten tousend years and then forevermore

    einige Gedanken aus den Vorjahren zu diesem Psalm finden wir hier:

  164. Juleam 27. Juni 2013 um 12:49 Link zum Kommentar

    Psalm 136 – 138

    Psalm 136 – „…denn SEINE Gnade währet ewiglich!“

    1 Dankt dem H errn , denn er ist gütig; denn seine Gnade währt ewiglich!
    2 Dankt dem Gott der Götter; denn seine Gnade währt ewiglich!
    3 Dankt dem Herrn der Herren; denn seine Gnade währt ewiglich!

    4 Ihm, der allein große Wunder tut; denn seine Gnade währt ewiglich!
    5 der die Himmel in Weisheit erschuf; denn seine Gnade währt ewiglich!
    6 der die Erde über den Wassern ausbreitete; denn seine Gnade währt ewiglich!
    7 der große Lichter machte; denn seine Gnade währt ewiglich!
    8 die Sonne zur Beherrschung des Tages; denn seine Gnade währt ewiglich!
    9 den Mond und die Sterne zur Beherrschung der Nacht; denn seine Gnade währt ewiglich!

    10 der Ägypten schlug an seinen Erstgeborenen; denn seine Gnade währt ewiglich!
    11 und Israel aus ihrer Mitte führte; denn seine Gnade währt ewiglich!
    12 mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm; denn seine Gnade währt ewiglich!
    13 der das Schilfmeer in zwei Teile schnitt; denn seine Gnade währt ewiglich!
    14 und Israel mitten hindurchführte; denn seine Gnade währt ewiglich!
    15 und den Pharao samt seinem Heer ins Schilfmeer stürzte; denn seine Gnade währt ewiglich!

    16 der sein Volk durch die Wüste führte; denn seine Gnade währt ewiglich!
    17 der große Könige schlug; denn seine Gnade währt ewiglich!
    18 und mächtige Könige tötete; denn seine Gnade währt ewiglich!

    19 Sihon, den König der Amoriter; denn seine Gnade währt ewiglich!
    20 Og, den König von Baschan; denn seine Gnade währt ewiglich!

    21 und ihr Land als Erbe gab; denn seine Gnade währt ewiglich!
    22 als Erbe seinem Knecht Israel; denn seine Gnade währt ewiglich!

    23 der an uns gedachte in unserer Niedrigkeit; denn seine Gnade währt ewiglich!
    24 und uns von unseren Feinden erlöste; denn seine Gnade währt ewiglich!
    25 der allem Fleisch Speise gibt; denn seine Gnade währt ewiglich!

    26 Dankt dem Gott des Himmels ; denn seine Gnade währt ewiglich!

    hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  165. Juleam 27. Juni 2013 um 12:52 Link zum Kommentar

    Psalm 137 – meist wissen wir erst dann das zu schätzen, was wir haben – wenn wir es bereits verloren haben 😉

    1 An den Strömen Babels saßen wir und weinten , wenn wir an Zion gedachten.

    2 An den Weiden, die dort sind, hängten wir unsere Lauten auf. 3 Denn die uns dort gefangen hielten, forderten von uns, dass wir Lieder sängen, und unsere Peiniger, dass wir fröhlich seien: »Singt uns eines von den Zionsliedern!«

    4 Wie sollten wir ein Lied des H errn singen auf fremdem Boden?

    5 Vergesse ich dich, Jerusalem, so erlahme meine Rechte! 6 Meine Zunge soll an meinem Gaumen kleben, wenn ich nicht an dich gedenke, wenn ich Jerusalem nicht über meine höchste Freude setze!

    7 Gedenke , H err , den Söhnen Edoms den Tag Jerusalems, wie sie sprachen: »Zerstört, zerstört sie bis auf den Grund!«

    8 Tochter Babel , du sollst verwüstet werden! Wohl dem, der dir vergilt , was du uns angetan hast! 9 Wohl dem, der deine Kindlein nimmt und sie zerschmettert am Felsgestein!

    hier einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  166. Juleam 27. Juni 2013 um 12:56 Link zum Kommentar

    Psalm 138 – wir sollen Gottes Namen danken – Jahwe (nicht Jesus)

    1 Von David.

    Dir will ich danken von ganzem Herzen, vor den Göttern will ich dir lobsingen !

    2 Ich will anbeten , zu deinem heiligen Tempel gewandt, und deinem Namen danken um deiner Gnade und Treue willen; denn du hast dein Wort groß gemacht über all deinen Ruhm hinaus. 3 An dem Tag, da ich rief, hast du mir geantwortet ; du hast mir Mut verliehen, in meine Seele kam Kraft .

    4 Alle Könige der Erde werden dir, H err , danken, wenn sie die Worte deines Mundes hören; 5 und sie werden singen von den Wegen des H errn , denn groß ist die Herrlichkeit des H errn !

    6 Denn der H err ist erhaben und sieht auf den Niedrigen , und den Hochmütigen erkennt er von ferne.

    7 Wenn ich mitten durch die Bedrängnis gehe , so wirst du mich am Leben erhalten ; gegen den Zorn meiner Feinde wirst du deine Hand ausstrecken, und deine Rechte wird mich retten .

    8 Der H err wird es für mich vollbringen ! H err , deine Gnade währt ewiglich; das Werk deiner Hände wirst du nicht im Stich lassen!

    Wo hier im Text „H err“ steht, steht in den Urschriften das Tetragrammaton für den Namen Gottes: JHWH – Jehova oder Jahwe!

    hier einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  167. Juleam 27. Juni 2013 um 13:04 Link zum Kommentar

    Psalm 139 – 141

    Psalm 139 – wie steht es mit unserem Verhältnis zu Jehova?

    1 Dem Vorsänger. Von David. Ein Psalm.

    H err , du erforschst mich und kennst mich! 2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.

    3 Du beobachtest mich , ob ich gehe oder liege, und bist vertraut mit allen meinen Wegen; 4 ja, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, H err , nicht völlig wüsstest.

    5 Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. 6 Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar, zu hoch, als dass ich sie fassen könnte!

    7 Wo sollte ich hingehen vor deinem Geist, und wo sollte ich hinfliehen vor deinem Angesicht? 8 Stiege ich hinauf zum Himmel, so bist du da; machte ich das Totenreich zu meinem Lager, siehe, so bist du auch da! 9 Nähme ich Flügel der Morgenröte und ließe mich nieder am äußersten Ende des Meeres , 10 so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten!

    11 Spräche ich: »Finsternis soll mich bedecken und das Licht zur Nacht werden um mich her!«, 12 so wäre auch die Finsternis nicht finster für dich, und die Nacht leuchtete wie der Tag, die Finsternis [wäre für dich] wie das Licht.

    13 Denn du hast meine Nieren gebildet ; du hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter. 14 Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke , und meine Seele erkennt das wohl! 15 Mein Gebein war nicht verhüllt vor dir, als ich im Verborgenen gemacht wurde, kunstvoll gewirkt tief unten auf Erden . 16 Deine Augen sahen mich schon als ungeformten Keim, und in dein Buch waren geschrieben alle Tage, die noch werden sollten , als noch keiner von ihnen war.

    17 Und wie kostbar sind mir deine Gedanken, o Gott! Wie ist ihre Summe so gewaltig! 18 Wollte ich sie zählen – sie sind zahlreicher als der Sand. Wenn ich erwache, so bin ich immer noch bei dir!

    19 Ach, wollest du, o Gott, doch den Gottlosen töten! Und ihr Blutgierigen, weicht von mir! 20 Denn sie reden arglistig gegen dich; deine Feinde erheben [ihre Hand] zur Lüge .

    21 Sollte ich nicht hassen, die dich, H err , hassen, und keine Abscheu empfinden vor deinen Widersachern? 22 Ich hasse sie mit vollkommenem Hass, sie sind mir zu Feinden geworden.

    23 Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; 24 und sieh , ob ich auf bösem Weg bin, und leite mich auf dem ewigen Weg!

    Ein ganz wichtiger Psalm: wie steht es mit unserem Verhältnis zu Jehova?

    Warum beten wir ihn an: weil wir etwas von ihm wollen – oder weil wir überströmen vor Dank für das, was er bereits für uns getan hat?

    Lieben wir IHN mit unserem ganzen Herzen, erfüllt er unser ganzes Leben – oder ist unsere Anbetung eher so eine Art Versicherung?

    Wollen wir, dass er unser Herz und unsere Beweggründe erforscht – oder macht es uns eher Angst, dass er dies kann?

    Dale erzählte, dass es genau dieser Psalm war, der sein Leben verändert hatte. Vorher war er eher schüchtern und introvertiert, da er wegen seiner Behinderung immer wieder gehänselt wurde. Aber dieser Psalm zeigte ihm, wie Jehova ihn sieht und dass er ihn liebt und gebrauchen will. Seither strömt sein Herz über und er kann nicht mehr aufhören, von den Dingen zu reden, „die er gesehen und gehört hat.“ Er ist sogar extra aus Ohio gekommen, um eine junge Gruppe von Christen darin zu bestärken, ebenfalls über Gott zu reden und dabei praktische Hilfe zu geben.

    Die Bibel ist wirklich machtvoll und verändert Leben, wenn wir sie in uns wirken lassen (Hebräer 4:12).

    weitere Gedanken aus den Vorjahren finden wir hier:

  168. Juleam 27. Juni 2013 um 13:09 Link zum Kommentar

    Psalm 140 – in Prüfungen zeigt sich, ob unser Glaube und unser Verhältnis zu Jehova echt ist – unser Gebetsleben

    1 Dem Vorsänger. Ein Psalm Davids.

    2 Errette mich, H err , von dem bösen Menschen; vor dem Gewalttätigen bewahre mich! 3 Denn sie haben Böses im Herzen und schüren täglich Streit . 4 Sie spitzen ihre Zunge wie eine Schlange, Otterngift ist unter ihren Lippen.

    (Sela.)

    5 Bewahre mich, H err , vor den Händen des Gottlosen ; behüte mich vor dem Gewalttätigen, der mich zu Fall bringen will! 6 Die Hochmütigen legen mir heimlich Fallstricke und Schlingen; sie haben ein Netz ausgespannt neben dem Weg, sie haben mir Fallen gestellt.

    (Sela.)

    7 Ich aber sage zum H errn : Du bist mein Gott; H err , höre auf die Stimme meines Flehens! 8 O H err , [mein] Herr, du bist meine mächtige Rettung; du schützt mein Haupt am Tag der Schlacht!

    9 H err , gewähre dem Gottlosen nicht, was er begehrt; lass seinen Anschlag nicht gelingen! Sie würden sich sonst überheben.

    (Sela.)

    10 Die Häupter derer, die mich umringen – das Unheil, von dem ihre Lippen reden, komme über sie selbst! 11 Feuersglut falle auf sie! Ins Feuer stürze er sie, in tiefe Abgründe, dass sie nicht mehr aufstehen!

    12 Der Verleumder wird nicht bestehen im Land; den Gewalttätigen wird das Unglück verfolgen bis zu seinem Untergang!

    13 Ich weiß, dass der H err die Sache des Elenden führen wird und den Armen Recht schaffen wird.

    14 Ja, die Gerechten werden deinen Namen preisen, und die Aufrichtigen werden wohnen vor deinem Angesicht!

    Nun sind wir bei dem Text aus Jakobus, den wir letzten Sonntag betrachtet haben: in Prüfungen zeigt sich, ob unser Glaube und unser Verhältnis zu Jehova echt ist. Dazu gehört auch unser Gebetsleben.

    Beten wir wirklich voller Vertrauen, oder bezweifeln wir, dass sich Gott dafür interessiert und darauf reagieren wird? Erwarten wir eine Antwort von ihm, wenn wir ihn bitten, uns bei einer Entscheidung zu helfen? Oder bitten wir ihn um etwas und sagen aber, es ist uns eigentlich egal, wenn er doch nicht hilft? (Jakobus 1:1-8).

    Bitten wir unseren Gott voller Vertrauen um Hilfe? Sind wir voller Zuversicht, dass er uns helfen will? Fordern wir bei ihm seine Versprechungen ein? Sagen wir zu ihm: „du hast in deinem Wort versprochen, dass du mich nicht gänzlich im Stich lässt. Bitte hilf mir jetzt!“.

    Ist unser Verhältnis zu unserem Gott wirklich so innig, dass wir den Mut dazu haben?

    Hier fällt mir eine Veranschaulichung von Bayless Conley dazu ein:

    seine Kinder haben ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern. Sie gehen voller Liebe und Respekt miteinander um. Bei den Mahlzeiten schleichen sie nicht unsicher um den Tisch herum, an dem die Eltern bereits sitzen, voller Angst, ob diese sie vielleicht wegschicken. Sie kommen nicht mit gesenktem Blick an, stets bereit, schnell wegzulaufen, falls sie von den Eltern bemerkt werden.

    Nein.

    Sie setzen sich wie selbstverständlich zu ihnen an den Tisch und essen mit ihnen. Sie sind ihren Eltern dankbar für alles, was sie tun und sie haben Wertschätzung und Respekt für die Eltern, aber sie zweifeln keine Sekunde daran, dass sie bei den Mahlzeiten willkommen sind. Sie nehmen sie für sich in Anspruch, setzen sich zu ihnen an den Tisch und sind nie innerlich bereit, schnell aufzustehen und wegzulaufen.

    Ist unser Verhältnis zu unserem Gott ebenso?

    einen weiteren Gedanken finden wir hier:

  169. Juleam 27. Juni 2013 um 13:11 Link zum Kommentar

    Psalm 141 – „H err“ = Jehova (oder Jahwe)

    1 Ein Psalm Davids.

    H err , ich rufe zu dir, eile zu mir! Schenke meiner Stimme Gehör , wenn ich dich anrufe! 2 Lass mein Gebet wie Räucherwerk gelten vor dir, das Aufheben meiner Hände wie das Abendopfer .

    3 H err , stelle eine Wache an meinen Mund, bewahre die Tür meiner Lippen!

    4 Lass mein Herz sich nicht zu einer bösen Sache neigen, dass ich gottlose Taten vollbringe mit Männern, die Übeltäter sind; und von ihren Leckerbissen lass mich nicht genießen!

    5 Der Gerechte schlage mich, das ist Gnade; und er züchtige mich, das ist Öl für mein Haupt, und mein Haupt soll sich nicht dagegen sträuben, wenn es auch wiederholt geschieht; ich bete nur gegen ihre Bosheiten.

    6 Wenn ihre Richter den Felsen hinabgestürzt worden sind, so werden sie auf meine Worte hören, dass sie lieblich sind.

    7 Wie wenn einer die Erde pflügt und aufreißt, so sind unsere Gebeine hingestreut am Rand des Totenreichs .

    8 Darum sind meine Augen auf dich gerichtet, o H err , [mein] Herr; bei dir suche ich Zuflucht ; schütte meine Seele nicht aus!

    9 Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben, vor den Fallen der Übeltäter!

    10 Die Gottlosen sollen alle miteinander in ihre eigenen Netze fallen, während ich daran vorübergehe !

    „o H err , [mein] Herr;“ – hier merken wir wieder, wie wichtig es ist, dass der Name Gottes in der Bibel auch dort steht, wo er in den Urschriften stand. Und dabei ist es egal, ob in der Übersetzung Jehova oder Jahwe steht, wie in der Neuen Evangelistischen Übersetzung. Denn dann würde diese Passage heißen: „Auf dich Jahwe sind meine Augen gelenkt, zu dir Herr fliehe ich hin“. Dies macht viel mehr Sinn und benötigt keine weiteren Einschiebungen

    einen weiteren Gedanken aus dem vergangenen Jahr finden wir hier:

  170. Juleam 27. Juni 2013 um 13:21 Link zum Kommentar

    Psalm 142 – 144

    Psalm 142 – warum es dem Teufel so wichtig ist, die Familien zu zerstören:

    1 Ein Maskil von David, als er in der Höhle war. Ein Gebet.

    2 Ich schreie mit meiner Stimme zum H errn , ich flehe mit meiner Stimme zum H errn . 3 Ich schütte meine Klage vor ihm aus und verkünde meine Not vor ihm.

    4 Wenn mein Geist in mir verzagt ist, so kennst du doch meinen Pfad; auf dem Weg, den ich wandeln soll, haben sie mir heimlich eine Schlinge gelegt. 5 Ich schaue zur Rechten, siehe, da ist keiner, der mich kennt; jede Zuflucht ist mir abgeschnitten, niemand fragt nach meiner Seele!

    6 Ich schreie , o H err , zu dir; ich sage: Du bist meine Zuflucht , mein Teil im Land der Lebendigen ! 7 Höre auf mein Wehklagen, denn ich bin sehr schwach ; errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig !

    8 Führe meine Seele aus dem Kerker, dass ich deinen Namen preise! Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohlgetan hast.

    Hier ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir vertrauensvoll zu unserem Gott beten sollen: David schreit zu seinem Gott!

    Er schleicht sich nicht schüchtern und ängstlich zu seinem Gott hin, erst mal abcheckend, ob dieser überhaupt Zeit und Lust hat, ihn anzuhören. Er weiss, dass er zu seinem Gott um Hilfe bitten darf. Ebenso wie unsere Kinder wissen, dass sie zu uns kommen dürfen, wenn sie in Gefahr sind oder Angst haben. Sie kommen angerannt und verstecken sich hinter unserem Rücken oder werfen sich einfach in unsere Arme, um sich dann dort sicher und geborgen zu fühlen.

    Nicht umsonst wird Jehova in der Bibel immer wieder „unser Vater“ genannt. Denn wir dürfen ebenso ein inniges und vertrauensvolles Verhältnis zu unserem Gott haben, wie wir es zu unserem Vater haben.

    Hier sind wir wieder bei der Lieblingsfrage von Lucy: „wie ist das Verhältnis zu deinem Vater?“

    Ist es deshalb für eine bestimmte Lobby so wichtig, die Familien zu zerstören? Wenn Kinder ohne Vater oder in gestörten Familien aufwachsen, dann wissen sie nicht, was ein liebevoller Vater ist. Daher können sie vielleicht auch keine wirkliche innige Beziehung zu unserem Gott aufbauen? Hier passt auch die Ansprache „Der Kampf um Europa“ von Johannes Hartl, der aufzeigt, dass es seit Ende der 60er „das Gender Dekret“ gibt, das darauf abzielt, alles zu zerstören, was mit Familie und der Rolle der Geschlechter und der natürlichen Sexualität zu tun hat.

    Thom sagt, dass er bisher dachte, dass mit dem Kommunismus alles ausprobiert wurde. Aber dies ist noch ein Gesellschaftssystem, dem Jehova Zeit einräumen „mußte“. Damit sich zeigt, dass nichts, was Menschen ohne IHN und seine Anleitung tun, Erfolg haben kann.

    weitere Gedanken zu diesem Psalm finden wir hier:

     

  171. Juleam 27. Juni 2013 um 13:26 Link zum Kommentar

    Psalm 143 – warum wir uns würdig erweisen müssen, den Namen Gottes zu benutzen und zu tragen

    1 Ein Psalm Davids.

    H err , höre mein Gebet, achte auf mein Flehen! Antworte mir in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit! 2 Und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht ; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht !

    3 Denn der Feind verfolgt meine Seele; er hat mein Leben zu Boden getreten und zwingt mich, im Dunkeln zu sitzen wie die längst Verstorbenen.

    4 Und mein Geist ist verzagt in mir, mein Herz ist erstarrt in meinem Innern. 5 Ich gedenke an die längst vergangenen Tage, rufe mir alle deine Taten in Erinnerung und sinne nach über die Werke deiner Hände.

    6 Ich strecke meine Hände aus nach dir; meine Seele verlangt nach dir wie lechzendes Erdreich.

    (Sela.)

    7 Erhöre mich eilends , o H err; mein Geist vergeht! Verbirg dein Angesicht nicht vor mir, dass ich nicht denen gleich werde, die in die Grube hinabfahren! 8 Lass mich früh deine Gnade hören, denn auf dich vertraue ich!

    Lass mich den Weg erkennen, auf dem ich gehen soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele.

    9 Errette mich, H err , von meinen Feinden, denn bei dir suche ich Schutz! 10 Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott ; dein guter Geist führe mich in ebenem Land!

    11 Um deines Namens willen, H err , erhalte mich am Leben ; durch deine Gerechtigkeit führe meine Seele aus der Not!

    12 Und in deiner Gnade vertilge meine Feinde, und lass zugrunde gehen alle Widersacher meiner Seele; denn ich bin dein Knecht!

    „Um deines Namens Willen…“ – interessanterweise handelt der aktuelle Studienartikel genau von diesem Thema (Beitrag am 1. Juni geschrieben).

    Hier wird gezeigt, warum Jehova um seines Namens Willen für uns handeln sollte – weil so andere ihn sehen und erkennen und ihn ebenfalls fürchten lernen und ebenfalls eine enge Freundschaft zu ihm aufbauen wollen.

    Aber auch ganz wichtig ist es, dass diejenigen, die diesen wundervollen Namen – Jehova – gebrauchen und sich sogar danach nennen, sich dessen auch als würdig erweisen. Denn wir wollen ja nicht mit unserem Lebenswandel dazu beitragen, dass Schmach auf den Namen unseres Gottes kommt. Dabei drückt der Studienartikel es sogar noch „krasser“ aus, wenn es dort heißt:

    „Er, der auch den Namen „Eiferer“ oder „der Eifersüchtige“ (Einheitsübersetzung) hat, würde nicht zulassen, dass ein Volk, das sich von ihm abgewandt hat und von dem er sich abgewandt hat, weiter seinen Namen trägt (2. Mo. 34:14). Wie wichtig ist es daher für uns, den Namen unseres Schöpfers zu achten und zu ehren!“

    Lies bitte auch den kompletten Artikel „Den großen Namen Jehovas ehren“.

    weitere Gedanken finden wir hier:

  172. Juleam 27. Juni 2013 um 13:30 Link zum Kommentar

    Psalm 144 – warum hier „das neue Lied“ gesungen wird:

    1 Von David.

    Gelobt sei der H err , mein Fels , der meine Hände geschickt macht zum Kampf, meine Finger zum Krieg ; 2 meine gnädige Hilfe und meine Burg , meine Zuflucht und mein Erretter, mein Schild , auf den ich vertraue , der mir auch mein Volk unterwirft !

    3 H err , was ist der Mensch , dass du an ihn gedenkst, der Sohn des Menschen , dass du auf ihn achtest? 4 Der Mensch gleicht einem Hauch, seine Tage sind wie ein flüchtiger Schatten!

    5 H err , neige deinen Himmel und fahre herab! Rühre die Berge an, dass sie rauchen! 6 Lass es blitzen und zerstreue sie, schieße deine Pfeile ab und schrecke sie!

    7 Strecke deine Hand aus von der Höhe; reiße mich heraus und rette mich aus großen Wassern, aus der Hand der Söhne der Fremde, 8 deren Mund Lügen redet und deren Rechte eine trügerische Rechte ist.

    9 O Gott, ein neues Lied will ich dir singen, mit der zehnsaitigen Harfe will ich dir spielen, 10 der du den Königen Sieg gibst und deinen Knecht David errettest vor dem verderblichen Schwert!

    11 Reiße mich heraus und errette mich aus der Hand der Söhne der Fremde, deren Mund Lügen redet und deren Rechte eine trügerische Rechte ist, 12 damit unsere Söhne in ihrer Jugend wie Sprösslinge emporwachsen, unsere Töchter den Säulen gleichen, gemeißelt nach der Art eines Tempelbaus; 13 dass unsere Speicher gefüllt sind und Vorräte geben von jeglicher Art; dass unsere Schafe sich tausendfach mehren, zehntausendfach auf unseren Weiden; 14 dass unsere Rinder trächtig sind ohne Unfall noch Verlust, und dass kein Klagegeschrei zu hören ist auf unseren Straßen!

    15 Wohl dem Volk, dem es so ergeht; wohl dem Volk, dessen Gott der H err ist!

    Wenn Jehova ihn aus der Gefahr befreit, dann will David IHM „ein neues Lied“ singen.

    Dies erinnert mich an einen Text in der Offenbarung. Beim Suchen nach der Stelle auf der onlinelib habe ich im Einsichtenbuch gefunden, dass auch in Jesaja davon die Rede ist. Daran hatte ich überhaupt nicht mehr gedacht. Aber dort wird auch der Gedanke erwähnt, dass alle drei Schreiber aus dem selben Grund dieses neue Lied erwähnen:

    Der Ausdruck „ein neues Lied“ erscheint nicht nur in den Psalmen, sondern auch in den Aufzeichnungen Jesajas und des Apostels Johannes (Ps 33:3; 40:3; 96:1; 98:1; 144:9; 149:1; Jes 42:10; Off 5:9; 14:3).

    Untersucht man den Kontext des Ausdrucks „neues Lied“, stellt man bei den meisten Belegstellen fest, daß es wegen einer neuen Entwicklung bei der Ausübung der universellen Souveränität Jehovas gesungen wird.

    In Psalm 96:10 wird freudig ausgerufen: „Jehova selbst ist König geworden.“ Die neuen Entwicklungen bei der Ausdehnung des Königtums Jehovas sowie deren Bedeutung für Himmel und Erde scheinen das Thema dieses „neuen Liedes“ zu sein (Ps 96:11-13; 98:9; Jes 42:10, 13).

    einen weiteren Gedanken aus dem vergangenen Jahr finden wir hier:

  173. Juleam 27. Juni 2013 um 14:42 Link zum Kommentar

    Psalm 145 – 147

    Psalm 145 – kennen wir unseren Gott und seinen Sohn Jesus Christus wirklich?

    1 Ein Loblied, von David.

    Ich will dich erheben , mein Gott, du König , und deinen Namen loben immer und ewiglich! 2 Täglich will ich dich preisen und deinen Namen rühmen immer und ewiglich!

    3 Groß ist der Herr und hoch zu loben, ja, seine Größe ist unerforschlich .

    4 Ein Geschlecht rühme dem andern deine Werke und verkündige deine mächtigen Taten! 5 Von dem herrlichen Glanz deiner Majestät will ich sprechen und von deinen Wundertaten. 6 Von der Macht deines furchterregenden Waltens soll man reden , und deine Größe will ich verkünden.

    7 Das Lob deiner großen Güte soll man reichlich fließen lassen, und deine Gerechtigkeit soll man jubelnd rühmen!

    8 Gnädig und barmherzig ist der H err , geduldig und von großer Güte. 9 Der H err ist gütig gegen alle, und seine Barmherzigkeit waltet über allen seinen Werken.

    10 Alle deine Werke werden dich loben, o H err , und deine Getreuen dich preisen. 11 Von der Herrlichkeit deines Reiches werden sie reden und von deiner Macht sprechen, 12 dass sie den Menschenkindern seine mächtigen Taten verkünden und die prachtvolle Herrlichkeit seines Reiches.

    13 Dein Reich ist ein Reich für alle Ewigkeiten, und deine Herrschaft währt durch alle Geschlechter.

    14 Der H err stützt alle Strauchelnden, und richtet alle auf, die gebeugt sind.

    15 Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. 16 Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.

    17 Der H err ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken . 18 Der H err ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrheit anrufen; 19 er erfüllt das Begehren derer, die ihn fürchten; er hört ihr Schreien und rettet sie.

    20 Der H err behütet alle, die ihn lieben, und er wird alle Gottlosen vertilgen .

    21 Mein Mund soll den Ruhm des H errn verkünden, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich!

    Dies erinnert mich an die 3 Ansprachen von der MEHR-Konferenz 2013 („Die Kraft heiliger Faszination“), wo der Redner -Johannes Hartl – darüber spricht, was es bedeutet, Jesus zu kennen. Einen ähnlichen Gedanken finden wir ja im aktuellen Studienartikel – was es bedeutet, Jehova zu kennen:

    WAS ES HEISST, GOTTES NAMEN ZU KENNEN

    3 Zu wissen, dass Gott „Jehova“ heißt, bedeutet noch lange nicht, den Namen Gottes zu kennen. Dazu gehört mehr: Man muss mit Gottes Eigenschaften vertraut sein, seinen Ruf kennen, wissen, worauf er hinarbeitet und wie er mit seinen Dienern umgeht. Diese Einblicke gibt Jehova Schritt für Schritt — parallel dazu, wie er seinen Vorsatz verwirklicht (Spr. 4:18). Schon den ersten Menschen verriet er seinen Namen, und so gebrauchte Eva den Gottesnamen, nachdem sie Kain zur Welt gebracht hatte (1. Mo. 4:1). Auch treue Männer wie Noah, Abraham, Isaak und Jakob kannten den Namen Gottes. Jehova segnete sie, sorgte für sie und enthüllte ihnen Einzelheiten seines Vorhabens, wodurch sie seinen Namen immer mehr schätzten. Moses sollte den Namen Gottes später auf ganz einzigartige Weise kennenlernen.

    4 Lies 2. Mose 3:10-15. Als Moses 80 Jahre alt war, erhielt er von Gott einen bedeutenden Auftrag: „Führe du mein Volk, die Söhne Israels, aus Ägypten hinaus.“ Daraufhin stellte Moses eine Frage von großer Tragweite. Auf respektvolle Art und Weise fragte er sinngemäß: „Wie ist dein Name?“ Was bezweckte er mit dieser Frage? Gottes Name war doch schon lange bekannt. Offensichtlich wollte Moses etwas über die Person hinter dem Namen erfahren. Schließlich musste er die Israeliten ja davon überzeugen, dass Gott sie befreien würde. Sie waren nun schon seit geraumer Zeit in Sklaverei und fragten sich möglicherweise, ob der Gott ihrer Vorväter sie überhaupt retten könnte. Einige von ihnen hatten sich sogar ägyptischen Göttern zugewandt (Hes. 20:7, 8).

    5 Wie beantwortete Jehova die Frage von Moses? Er sagte unter anderem: „Dieses sollst du zu den Söhnen Israels sagen: ‚ICH WERDE MICH ERWEISEN hat mich zu euch gesandt.‘ “* Und: „Jehova, der Gott eurer Vorväter . . . hat mich zu euch gesandt.“ Jehova macht hier deutlich, dass er zu allem werden kann, was immer er will, um das zu vollenden, was er sich vorgenommen hat — ja er hält immer Wort. In Vers 15 sagt er daher über sich selbst: „Dies ist mein Name auf unabsehbare Zeit, und dies ist mein Gedenkname für Generation um Generation.“ Wie muss dieses Erlebnis Moses doch mit Ehrfurcht erfüllt und seinen Glauben gestärkt haben!

    David spricht hier davon, die gewaltigen Taten Jehovas zu preisen, ja, sein Herz drängt ihn dazu.

    Johannes Hartl spricht von Menschen, die von sich selbst sagen, sie wären Christen. Aber wenn du sie nach Jesus fragst, wer er denn war, dann kommt nichts. Dann drucksen sie herum und sagen, dass kann man nicht so einfach beschreiben. Und sie bleiben einsilbig. Wenn du sie aber nach dem Auto fragst, was sie sich kaufen wollen, dann können sie dies bis ins Kleinste beschreiben. Dann schäumen sie über vor Begeisterung.

    Warum fehlt diese Begeisterung, wenn du sie nach ihrem Gott oder Jesus fragst? „Weil sie ihn nicht wirklich kennen“. Er ist der Ansicht, dass jeder, der Jehova Gott und Jesus wirklich kennengelernt hat, ebenfalls ins Schwärmen gerät.

    Die Ansprachen von der MEHR-Konferenz laufen zur Zeit auf Bibeltv und werden wie alle Sendungen auch noch zu anderen Zeiten wiederholt. Es lohnt sich wirklich.

    Heute habe ich einen Kommentar von einer Besucherin dieser Konferenz gelesen, den ich euch nicht vorenthalten möchte, denn hier heißt es auszugsweise:

    28 Frauen und Männer aus ganz Kärnten haben sich am 19.11.2011 auf den Weg nach Salzburg zu einem Gebetsseminar gemacht.
    Schon die Fahrt mit Lobpreisliedern und Gebet war eine schöne Vorbereitung für unsere Herzen, um die Impulse von diesem wunderbaren, 32-jährigen, 3-fachen Familienvater und Dr. der Theologie, Johannes Hartl, aufzunehmen.

    Sein Herz ist Feuer und Flamme für den Herrn und man sieht es ihm auch durch sein Strahlen an. Seine Darlegungen sind klar und einfach. Sein(e) Beruf(ung) ist Beter! In seinem mit seiner Frau gegründeten Gebetshaus in Augsburg wird 168 Stunden die Woche, das ganze Jahr hindurch, gebetet, Gott gelobt und gepriesen und verherrlicht! Von diesen Gebetshäusern gibt es jetzt schon mehrere und alle leben von der Vorsehung Gottes!

    Für mich war es wunderbar zu sehen und zu hören, wie sich Gott seinen Kindern offenbart. Bei Johannes Hartl war es zu einem Zeitpunkt, wo er innerlich weit von Gott und der Kirche entfernt war.

    … Wie schaut es bei uns aus? Darf Gott in unserem Herzen noch was bewirken? Oder schleicht sich der Geist, das Gift der Entmutigung so nach und nach in unsere Herzen ein!

    Herr Hartl hat uns sehr lebendig und kraftvoll das Geheimnis wahrer Fruchtbarkeit dargelegt. Es stellt sich die Frage: Wann sind wir effektiv? Und die Frage an Gott: Herr, ist das, was ich tue, auch effektiv?

    Wir tun viel und Millionen Euro werden investiert – aber die Frage ist immer wieder: War es effektiv?

    Schon die Jünger haben Jesus gefragt, warum sie bei dem Jungen die Vollmacht und Kraft nicht hatten, diesen stummen Dämon auszutreiben. Jesus sagte, dass diese Art nur mit Gebet ausgetrieben werden kann (Mk 9,29). Warum sind wir (oder die Jünger) im Gebet nicht effektiv? Wenn Jesus ihnen die Vollmacht gegeben hatte, Dämonen auszutreiben, warum konnten sie es bei diesem Jungen nicht? Wie effektiv waren Ihre Gebete – sind unsere Gebete?

    Wir müssen uns fragen: ist unser Gebet innigste Verbindung mit Gott, Liebe zu Gott? Liebe, die ständig mit dem Geliebten in Verbindung sein möchte – ohne Unterlass?… Betet mit dem Herzen.

    Dazu hat Herr Hartl auch die Stelle von den ungleichen Schwestern – Marta und Maria – gebracht und gemeint, dass Jesus nicht gesagt hat, beides ist nötig, sondern dass Jesus ganz klar und eindeutig zu Marta sagte: ,,Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden!” (Lk 10,40-42)

    Am Herzen Jesu, vor ihm, ganz in seiner Gegenwart verweilen und sich durch nichts ablenken lassen. Wohin richte ich meinen Blick? Auf Jesus, auf die Sonne meines Herzens oder auf meine Probleme!

    Wohin ich meinen Blick richte, was ich fokussiere – das wird groß und kommt in den Mittelpunkt. … Was ist für uns heute das Wichtigste? Sagen wir nicht immer: Ich habe keine Zeit?


    Was wäre, wenn wir diese Zeit, die wir angeblich nicht haben, an Jesus verschwenden? Wenn wir uns gegen den Erwartungsdruck der Gesellschaft stellen, in den „sauren Apfel” beißen und einfach das tun, was in den Augen der Welt am Unproduktivsten ist: Nämlich beten und das Wort Gottes lesen, es inhalieren?

    Bevor wir Entscheidungen für unser Leben treffen, sollten wir uns in ein Kämmerchen einsperren, mit Gott sprechen und ausharren, bis das Wort Gottes an uns ergeht und dann das tun, was Er sagt. Das ist dann – so habe ich die Aussagen von Johannes Hartl verstanden – effektiv!

    Liebe zu Jesus hat mit Verschwendung zu tun. Es wird stets Gründe geben, was anderes zu machen.

    Jesus sagt, die Armen hast du immer bei Dir! Die Armen sind Dinge und Menschen, die man wichtiger nimmt in dem Moment, wo man sich im Gebet Jesus zuwenden möchte. Wenn du nicht jetzt beginnst, wirst du nie beginnen! Man soll sich auch nicht von der Umgebung einschüchtern lassen, wenn gesagt wird: Hey, wie unproduktiv – nur beten!

    Es war für uns ein sehr gesegneter Tag und zusammengefasst kann man sagen: Die Freude am Herrn ist unsere Kraft. Wir haben gelernt, wie man mit Entschiedenheit, Lobpreis und Gebet effektiv „Nein” sagen kann zur Entmutigung. Wir wollen voll Vertrauen das erwarten, was der Herr für unser Land Kärnten durch beharrliches Gebet schon im Unsichtbaren vorbereitet hat.

    HALLELUJA!

    Ilse Wassertheurer

    weitere Gedanken aus den vergangenen Jahren findet ihr hier:

  174. Juleam 27. Juni 2013 um 14:45 Link zum Kommentar

    Psalm 146 – warum unser Gott es Wert ist, dass wir ihn loben

    1 Hallelujah ! Lobe den H errn , meine Seele ! 2 Ich will den H errn loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich bin.

    3 Verlasst euch nicht auf Fürsten, auf ein Menschenkind, bei dem keine Rettung ist! 4 Fährt sein Geist aus, wird er wieder zu Erde; an dem Tag ist’s aus mit allen seinen Plänen.

    5 Wohl dem , dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, dessen Hoffnung ruht auf dem H errn , seinem Gott!

    6 Er hat Himmel und Erde gemacht, das Meer und alles, was darin ist; er bewahrt Treue auf ewig. 7 Er verschafft den Unterdrückten Recht und gibt den Hungrigen Brot. Der H err löst die Gebundenen.

    8 Der H err macht die Blinden sehend; der H err richtet die Elenden auf; der H err liebt die Gerechten. 9 Der H err behütet den Fremdling ; er erhält Waisen und Witwen; aber die Gottlosen lässt er verkehrte Wege gehen.

    10 Der Herr wird herrschen in Ewigkeit, dein Gott, o Zion, von Geschlecht zu Geschlecht!

    Hallelujah!

    Dieser Psalm erinnert auch an Offenbarung 4:11, wo gesagt wird, dass ER würdig ist, angebetet zu werden, weil er alles gemach hat und weil alles wegen ihm existiert!

    hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  175. Juleam 27. Juni 2013 um 14:49 Link zum Kommentar

    Psalm 147 – wissen wir es zu schätzen, dass der Schöpfer von Himmel und Erde uns seine Freundschaft anbietet?

    1 Lobt den H errn ! Denn es ist gut, unsrem Gott zu lobsingen: es ist lieblich, es gebührt [ihm] Lobgesang .

    2 Der H err baut Jerusalem; die Zerstreuten Israels wird er sammeln . 3 Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. 4 Er zählt die Zahl der Sterne und nennt sie alle mit Namen. 5 Groß ist unser Herr und reich an Macht; sein Verstand ist unermesslich.

    6 Der H err richtet die Elenden wieder auf; er erniedrigt die Gottlosen bis zur Erde.

    7 Stimmt dem H errn ein Danklied an, lobsingt unserem Gott mit der Harfe, 8 der den Himmel mit Wolken bedeckt, der Regen bereitet für die Erde und auf den Bergen Gras wachsen lässt; 9 der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben , die [zu ihm] schreien!

    10 Er hat keine Freude an der Stärke des Rosses , noch Gefallen an der Kraft des Mannes; 11 der H err hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Gnade hoffen.

    12 Rühme den H errn , Jerusalem; Zion, lobe deinen Gott! 13 Denn er hat die Riegel deiner Tore befestigt, deine Kinder gesegnet in deiner Mitte; 14 er gibt deinen Grenzen Frieden und sättigt dich mit dem besten Weizen .

    15 Er sendet seinen Befehl auf die Erde; sein Wort läuft sehr schnell. 16 Er gibt Schnee wie Wolle, er streut Reif wie Asche, 17 er wirft sein Eis wie Brocken; wer kann bestehen vor seinem Frost? 18 Er sendet sein Wort, so zerschmelzen sie; er lässt seinen Wind wehen, so tauen sie auf.

    19 Er verkündet Jakob sein Wort, Israel seine Satzungen und Rechtsbestimmungen.

    20 So hat er an keinem Heidenvolk gehandelt, und die Rechtsbestimmungen kennen sie nicht.

    Hallelujah!

    Wissen wir es eigentlich zu schätzen, dass sich uns unser Gott offenbart? Dass wir ihn kennenlernen dürfen und dass er uns seine Freundschaft anbietet?

    Oder ist dies einfach eine Selbstverständlichkeit, die uns einfach zusteht – so, wie es uns als Kindern und Jugendlichen „zusteht“, dass unsere Eltern liebevoll für uns sorgen?

    Geht es uns so, wie so vielen heutzutage, dass Dinge, die eh da sind, keinen echten Wert für uns darstellen und wir sie oftmals gering achten?

    Thom erzählt immer wieder von der Zeit unter Verbot damals in der DDR. Da war es nicht selbstverständlich, dass jeder eine eigene Bibel hatte. Da konntest du deine Literatur nicht einfach von der Literaturtheke abholen. Da unternahm sein Vater noch gefährliche Reisen, um die Publikationen der Gesellschaft zu den Brüdern zu schmuggeln. Da hatte nicht jeder ein eigenes Exemplar, sondern bekam es nur für kurze Zeit ausgeliehen. Man schrieb es für sich ab.

    Heute werden wir so mit Bibeln und bibelerklärenden Schriften „zugeschüttet“, dass viele sie nur nach Hause tragen und in den Schrank legen. Gelesen wird oftmals nur, wenn es in der Versammlung behandelt wird.

    Wie schade!

    Wie steht es mit uns? Haben wir begriffen, dass wir eine persönliche Beziehung zu unserem Schöpfer haben dürfen? Ergreifen wir seine Hand, die er uns zur Freundschaft reicht? Erfüllt dies unser ganzes Leben?

    Fühlen wir uns wie der Psalmenschreiber gedrängt, Jehova ein Loblied zu singen?

    Oder sagen wir: „das würde ich ja tun, wenn Jehova in großartiger Weise für mich handelt“?

    Vergessen wir nicht, dass Davids Leben nicht immer großartig war. Immer wieder war er schwer bedrängt – aber auch dann lobte er seinen Gott. Er war glücklich über die Freundschaft mit seinem Gott.

    Sind wir es auch?

    einen weiteren Gedanken aus dem vergangenen Jahr dazu finden wir hier:

  176. Juleam 27. Juni 2013 um 14:54 Link zum Kommentar

    Psalm 148 – 150

    Psalm 148 – alle sollen den Namen des Herrn (Jehova oder Jahwe) loben!

    1 Hallelujah! Lobt den Herrn von den Himmeln her, lobt ihn in der Höhe! 2 Lobt ihn, alle seine Engel; lobt ihn, alle seine Heerscharen!

    3 Lobt ihn, Sonne und Mond; lobt ihn, alle leuchtenden Sterne! 4 Lobt ihn, ihr Himmel der Himmel, und ihr Wasser oben am Himmel!

    5 Sie sollen loben den Namen des H errn ; denn er gebot, und sie wurden erschaffen, 6 und er verlieh ihnen Bestand auf immer und ewig; er gab ein Gesetz, das nicht überschritten wird.

    7 Lobt den H errn von der Erde her, ihr Meerestiere und alle Meeresfluten! 8 Feuer und Hagel , Schnee und Dunst, der Sturmwind , der sein Wort ausführt; 9 Ihr Berge und alle Hügel, Obstbäume und alle Zedern; 10 wilde Tiere und alles Vieh, alles, was kriecht und fliegt;

    11 ihr Könige der Erde und alle Völker, ihr Fürsten und alle Richter auf Erden; 12 ihr jungen Männer und auch Jungfrauen, Alte mitsamt den Jungen; 13 sie sollen loben den Namen des H errn !

    Denn sein Name allein ist erhaben, sein Glanz überstrahlt Erde und Himmel.

    14 Und er hat das Horn seines Volkes erhöht, allen seinen Getreuen zum Ruhm, den Kindern Israels, dem Volk, das ihm nahe ist.

    Hallelujah!

    hier finden wir einige Gedanken dazu aus den vergangenen Jahren:

  177. Juleam 27. Juni 2013 um 15:05 Link zum Kommentar

    Psalm 149 – ein zweischneidiges Schwert im Mund der Lobpreiser – was bedeutet das?

    1 Hallelujah ! Singt dem H errn ein neues Lied , sein Lob in der Gemeinde der Getreuen!

    2 Israel freue sich an seinem Schöpfer , die Kinder Zions sollen jubeln über ihren König! 3 Sie sollen seinen Namen loben im Reigen , mit Tamburin und Laute ihm lobsingen!

    4 Denn der H err hat Wohlgefallen an seinem Volk; er schmückt die Elenden mit Heil .

    5 Die Getreuen sollen frohlocken in Herrlichkeit , sie sollen jauchzen auf ihren Lagern.

    6 Das Lob Gottes sei in ihrem Mund und ein zweischneidiges Schwert in ihrer Hand, 7 um Rache zu üben an den Heidenvölkern, Strafe an den Nationen, 8 um ihre Könige mit Ketten zu binden und ihre Edlen mit Fußeisen, 9 um das geschriebene Urteil an ihnen zu vollstrecken.

    Das ist eine Ehre für alle seine Getreuen . Hallelujah!

    Die Aussage, sie sollten „ein zweischneidiges Schwert in ihrer Hand“ haben, erinnert zuerst an Hebräer 4:12. Aber dort ist nicht von Krieg oder Racheüben die Rede, sondern:

    12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert , und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.

    Wir hatten ja auf dem letzten BZK (morgen ist ja in Berlin bereits der diesjährige „Gottes Wort ist Wahrheit!“) eine entsprechende Ansprache zu Hebräer 4:12:

    Gedanken zu dem Vortrag: “Die Absichten des Herzens durch Gottes Wort enthüllen”:

    Aber wir lesen auch in Epheser 6 von der geistigen Waffenrüstung und auch hier ist von Gottes Wort als Schwert, als einer Verteidigungswaffe die Rede:

    11 Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels; 12 denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften , gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [ Regionen ].

    13 Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt.

    14 So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit , und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, 15 und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft [zum Zeugnis] für das Evangelium des Friedens. 16 Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens , mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, 17 und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist, 18 indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen, 19 auch für mich, damit mir das Wort gegeben werde, sooft ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums bekannt zu machen, 20 für das ich ein Botschafter in Ketten bin, damit ich darin freimütig rede, wie ich reden soll

    Da wir ja zur Genüge die Publikationen der Gesellschaft kennen, sie immer wieder zitiert haben und jeder selbst auf der WtOnlineLib danach „googeln“ kann, hier mal eine interessante Ansprache von Bayless Conley dazu: „Das bedeutet Krieg!“ – die geistige Waffenrüstung.

    einen weiteren Gedanken aus dem vergangenen Jahr finden wir hier:

  178. Juleam 27. Juni 2013 um 15:25 Link zum Kommentar

    Psalm 150 – sind wir bei dieser Menge der Lobpreiser mit dabei?

    1 Hallelujah !

    Lobt Gott in seinem Heiligtum ,
    lobt ihn in der Ausdehnung seiner Macht !

    2 Lobt ihn wegen seiner mächtigen Taten,
    lobt ihn wegen seiner großen Herrlichkeit!

    3 Lobt ihn mit Hörnerschall ,
    lobt ihn mit Harfe und Laute!
    4 Lobt ihn mit Tamburin und Reigen,
    lobt ihn mit Saitenspiel und Flöte !

    5 Lobt ihn mit hellen Zimbeln ,
    lobt ihn mit wohlklingenden Zimbeln!

    6 Alles, was Odem hat, lobe den H errn !
    Hallelujah !

    Ja, schließen wir uns dem allgemeinen Lobpreis an und loben wir unseren Gott – Tag und Nacht!

    In seiner Ansprache „Die Hütte Davids“ geht Johnhannes Hartl auf dieses Problem ein, wenn er sagt, dass das Singen der Lieder einen wichtigen Platz im Programm der Zusammenkünfte oder Gottesdienste hat. Auch John Angelina hat in einigen seiner Ansprachen darauf hingewiesen, dass die Musik und das Singen der Lieder nicht einfach Pausenfüller sind. Bayless Conley schließt sich den Rednern an und ich meine, dass es auch in den Zusammenkünften immer wieder mal angesprochren wird.

    Denn viele Brüder kommen erst mitten im Lied, oder gehen während des Liedes auf die Toilette oder vertreten sich die Beine. Dabei gehört das Singen der Königreichslieder oder Lobpreislieder mit zum Programm und ist ebenso wichtig wie Gebet und die Ansprachen. Denn mit dem Lied preisen wir unseren Gott.

    Lesen wir doch noch mal die letzten Psalmen, die sich alle darum drehen, dass alles, was atmet, Jah preisen solle.

    Hierbei muss ich immer daran denken, wenn auf den großen Kongressen – wie der an diesem Wochenende in Berlin – in den großen Stadien gesungen wird. Wenn tausende von Brüder aus vollem Herzen zu Gott singen. Meist bekomme ich dabei eine Gänserhaut und denke dann oft, „wenn es mich schon so begeistert, wie muss sich erst Jehova dabei fühlen?“.

    Wir können mit solchen Liedern unseren Glauben, unser Vertrauen und unsere Liebe und Wertschätzung zum Schöpfer und Dankbarkeit für das Opfer seines Sohnes zum Ausdruck bringen. Die Lieder sind in Wirklichkeit gesungene Gebete!

    Denken wir bitte daran und an diese Psalmen, wenn wir uns das nächste Mal mit unseren Brüdern versammeln und gemeinsam singen. Auch wenn wir selbst vielleicht nicht so musikalisch und stimmbegabt sind – aber in der großen Menge gleicht sich das aus und klingt toll.

    Wenn wir uns aber scheuen und nicht einmal die Lippen bewegen, vielleicht aus Scham, dann klingt der allgemeine Gesang recht dünn und immer mehr werden sich nicht trauen und zum Schluß bleibt kaum jemand über. In meiner Ursprungsversammlung gab es einen älteren Bruder, der unglaublich schief gesungen hat 😉 aber dafür kam sein Gesang von Herzen, laut und innig kam es von seinen Lippen. Ein anderer Bruder konnte so toll singen, dass wir am liebsten alle geschwiegen hätten, um seinen Gesang nicht zu zerstören. Aber der Bruder, der so schief singt, hat eigentlich immer alle motiviert, mitzusingen – denn wenn der sich schon traut…

    Gemeinsam – die ganzen Brüder und Schwester zusammen – hat sich das ganz toll angehört und man hat kaum gehört, wenn jemand nicht auf den Noten war. Den mit dem schiefen Gesang bekam man in der Regel auch nur dann mit, wenn man genau neben ihm stand. Aber wer weiß, wass der sich gedacht hat, wenn ich mit meinem dünnen Stimmchen und ohne jeglichen Sinn für Noten mit eingestimmt habe 😉

    hier finden wir noch einen Gedanken dazu aus dem vergangenen Jahr:

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