Epheser
Der Brief des Apostel Paulus an die Epheser

Übersicht und thematische Verlinkung der einzelnen Gedanken – sortiert nach Kapiteln
Der Brief des Apostel Paulus an die Epheser

Übersicht und thematische Verlinkung der einzelnen Gedanken – sortiert nach Kapiteln
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Epheser 1 – 3
Epheser 2:1-3
haben wir diese Dinge wirklich abgelegt – oder liebäugeln wir noch manchmal damit?
Epheser 2:8-10
bedeutet dies, dass wir nicht auf das achten müssen, was wir tun – weil unsere Rettung nicht durch Werke kommt?
Wie verstehen wir diesen Text, nun, da wir ein ganezs Jahr intensiv mit Jehova verbracht haben?
Was meinte Paulus hier wirklich?
Epheser 3:14-19
erkennen wir die Höhe und die Breite und die Tiefe Gottes?
Wie sehr hat uns das Bibelleseprogramm in diesem Jahr verändert?
Wie steht es mit unserer inneren Einstellung, unseren Gedanken und Gefühlen?
Sehen wir die Dinge inzwischen anders als noch vor einem Jahr? Haben wir gelernt, die Dinge so zu sehen, wie Jehova sie sieht?
Was ist mit unserer Liebe und unserem Verhältnis zu Jehova? Sind sie inniger und intensiver geworden?
Epheser 4 – 6
Epheser4:1-3
kommen wir dieser Bitte nach?
Epheser 4:9-10
die Grundlage fùr den Glauben an das Fegefeuer – die Zwischenstation zwischen Erde und Himmel?
Epheser 4:13-16
haben wir einen wirklich festen und gut grundierten Glauben – oder werden auch wir noch durch äussere Umstände oder Worte anderer hin und her geworfen?
Epheser 4:17-19
wie berühren uns diese Worte ganz persönlich?
Epheser 4:20-24
ist unser Glaube ein Teil von uns selbst geworden??
Sind wir so sehr mit der neuen Persönlichkeit verwachsen, dass sie uns in Fleisch und Blut übergegangen ist – und wir sie garnicht mehr ausziehen können, selbst wenn wir es wollten?
Mein geliebter Ehemann ist einer von den wenigen Menschen, denen dies gelungen ist.
Ich selbst bin leider immer noch sehr weit davon entfernt, auch wenn ich es mir noch so sehr wünsche. Aber ich arbeite daran!
Epheser 4:25-32
wie wir sehen, gibt es jede Menge Punte, an denen wir noch arbeiten können. Sollte uns dies entmutigen?
Warum nicht einen Punkt herausgreifen, an dem wir dann ganz intensiv arbeiten und uns Schritt für Schritt verbessern?
Epheser 5 :1-20
Handeln wir entsprechend?
Epheser 6:10-18
die Waffenrüstung des Geistes- ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine geistige Mama damals immer nach und nach zum Studium ein Bild zum Ausmalen mit den entsprechenden Punkten fùr meine Tochter mitgebracht hatte
Etwas später gab es dann einen Studienartikel, wo das Thema ausfùhrlich in der Versammlung besprochen worden ist
*** w92 15. 5. S. 21-23 „Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an“ ***
*** w91 15. 1. S. 22 Seid bereit für Jehovas Tag! ***
Höhepunkte zu dem Brief an die Epheser
‘In dem Christus alle Dinge zusammen bringen’
(Eph. 1:1—6:24)
In seinem Brief an die Epheser stellt Paulus die christliche Einheit heraus. Er spricht von einer „Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten“ und sagt, dass ‘in dem Christus wieder alle Dinge zusammengebracht werden, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde’. Christus hat „Gaben in Form von Menschen“ gegeben, damit „alle zur Einheit im Glauben . . . gelangen“ (Eph. 1:10; 4:8, 13).
Christen sollten „die neue Persönlichkeit anziehen“ und ‘einander in der Furcht Christi untertan sein’. Dadurch ehren sie Gott und fördern die Einheit. Sie müssen auch „gegen die Machenschaften des Teufels standhalten“, indem sie die vollständige geistige Waffenrüstung anlegen (Eph. 4:24; 5:21; 6:11).
Antworten auf biblische Fragen:
1:4-7 — Wie wurden gesalbte Christen lange vor ihrer Geburt vorherbestimmt?
Sie wurden nicht als Einzelne, sondern als Gruppe oder Klasse vorherbestimmt, und zwar bevor das erste Menschenpaar die Sünde an seine Kinder weitergab. Die Prophezeiung in 1. Mose 3:15, die vor der allerersten Empfängnis geäußert wurde, schließt Gottes Vorsatz ein, dass einige Nachfolger Christi zusammen mit Christus im Himmel regieren (Gal. 3:16, 29).
2:2 — Wieso ist der Geist der Welt mit Luft vergleichbar und worin besteht seine Gewalt?
Der „Geist der Welt“, das heißt der Geist der Unabhängigkeit und des Ungehorsams, ist so allgegenwärtig wie die Luft, die wir einatmen (1. Kor. 2:12). Seine Gewalt oder Macht besteht in seinem unerbittlichen, hartnäckigen Einfluss.
2:6 — Wie können gesalbte Christen „in den himmlischen Örtern“ sein, obwohl sie noch auf der Erde sind?
Bei den „himmlischen Örtern“ handelt es sich hier nicht um das himmlische Erbe, das ihnen versprochen wurde. Es geht vielmehr um ihre erhöhte Stellung von Gottes Sicht aus, die sich daraus ergibt, dass sie „mit dem verheißenen heiligen Geist versiegelt worden“ sind (Eph. 1:13, 14).
Lehren für uns:
4:8, 11-15. Jesus Christus „führte . . . Gefangene hinweg“, das heißt, er befreite Menschen aus der Gewalt Satans, damit sie als Gaben zur Erbauung der Christenversammlung dienen könnten. Wir können „in allen Dingen durch Liebe in . . . [Christus] hineinwachsen“, indem wir denen, die unter uns die Führung innehaben, gehorchen und untertan sind sowie mit der Versammlung zusammenarbeiten (Heb. 13:7, 17).
5:22-24, 33. Eine Frau sollte ihrem Mann untertan sein und ihn auch respektieren. Das tut sie, indem sie einen „stillen und milden Geist“ erkennen lässt. Sie ehrt ihn, wenn sie gut von ihm spricht und seine Entscheidungen mitträgt (1. Pet. 3:3, 4; Tit. 2:3-5).
5:25, 28, 29. Ein Mann sollte physisch, emotionell und in Glaubensdingen gut für seine Frau sorgen, denn schließlich „nährt“ er sich auch selbst. Er „pflegt“ seine Frau dadurch, dass er sich genügend Zeit für sie nimmt und behutsam mit ihr umgeht.
6:10-13. Damit wir den bösen Geistermächten widerstehen können, müssen wir die Waffenrüstung Gottes vollständig und gewissenhaft anlegen.
Epheser 4 – 6
Epheser 4:19
Was genau verstehen wir unter einem zügellosen Wande?
In dem Buch “Bewahrt euch in Gottes Liebe” heißt es unter dem Unterthema “mit Worten Gutes tun” auszugsweise:
Epheser 4:31
siehe hierzu auch den Punkt unter Jakobus – “was alles zum Mißbrauch der Zunge” zählt, aber auch
Kolosser 3:8
Titus 3:2
Ellen und Susanne
Epheser 4:31-32
Kennst du die Geschichte von Ellen und Susanne – zwei Schwestern, die bereits seit Jahren im Pionierdienst stehen?
Scheinbar wird Susanne von den Ältesten bevorzugt, denn immer ist sie es, die in der Versammlung und auf Kongressen die besten Aufgaben auf der Bühne hat. Scheinbar gärt dies schon lange in Ellen und so reicht ein Mißverständnis aus, um eine Lawine in Gang zu setzen. Ellen macht ihren verletzten Gefühlen Luft und steigert sich so sehr in ihren Groll hinein, dass eine andere Schwester, mit der sie häufig im Predigtdienst steht, sie ausbremsen muss und sie vor Geschwätz und verleumdung warnt: “das geht uns alles nichts an. Außerdem weißt du das ja auch nur von anderen”. Leider nützt diese gut gemeinte Warnung nicht viel und so zieht Ellen immer weitere Schwestern mit hinein.
Das ganze gipfelt dann darin, dass Spaltungen unter den Schwestern entstehen und Ellen sogar den Pionierdienst aufgibt. Und nicht nur das: sie hat sogar gänzlich die Freude am Dienst verloren und geht nun nur noch ganz selten.
Trotzdem bemerkt sie nicht, dass das Problem bei ihr liegt, sondern sie gibt weiterhin Susanne die Schuld daran, denn “wenn die Sache damals nicht mit der gewesen wäre …”. Leider hat ihr Mann wenig Erfolg damit, ihr wieder auf den richtigen Weg zu verhelfen und auch der Älteste, den er dann zur Hilfe ruft, muss jede Menge Überzeugungskraft aufbringen: “Wenn es Susanne wirklich leid tut, dann muss sie zu mir kommen”.
Ellen kann nicht verstehen, wie Susanne ihr vorwerfen konnte, böswilliges Geschwätz über sie in Umlauf gebracht zu haben, “denn ich habe es nicht bóse gemeint”. Sie fühlt sich auch weiterhin im Recht, obwohl sie immer hässlichere Geschichten über Susanne erzählt hat, um aufzuzeigen, dass auch sie nicht schlechter als Susanne ist und es eigentlich keinen Grund gibt, warum nicht auch sie besondere Aufgaben auf Kongressen wahrnehmen könnte. (Vielleicht liegt das aber auch einfach daran, dass es Ellen an Demut fehlt?)
Mit dem Hinweis darauf, was Jesus uns für so einen Konfliktfall gesagt hat und viel Geduld bringt der Älteste Ellen schließlich zur Besinnung. Sie erkennt, dass es an ihr ist, auf Susanne zuzugehen und sich zu versöhnen. Dies erfordert sehr viel Demut – ganz besonders auch deshalb, weil sie so viele Schwestern mit hinein gezogen hatte und es peinlich ist, zuzugeben, dass man selbst im Unrecht war.
Heute steht auch Ellen wieder voller Freude im Pionierdienst und wir haben an der Geschichte erkannt, wie es einem ergehen kann, wenn man von Jehovas Wegen abweicht und sich weigert, das richtige zu tun. Man verliert Jehovas Segen, hat nicht mehr die Kraft für den Vollzeitdienst und verliert sogar die Freude. All dies können wir erst dann wiederbekommen, wenn wir demütig von unserem verkehrten Weg umkehren,
Hast du dich hier wieder erkannt?
Ähnlichkeiten mit realen Personen sind rein zufällig! Und außerdem ist die nette kleine Geschichte nicht von mir, sondern ein Drama von der Gesellschaft, das ich heute Nacht gehört habe:
“Lasst euch nicht irreführen, Gott lässt sich nicht verspotten!”
Epheser 5:3-4
Ellen und Susanne sind eigentlich der 3. Teil des Dramas “Lasst euch nicht irreführen, Gott lässt sich nicht verspotten!”, das um die ersten Christen in Ephesus geht. Es ist kein historisches Drama mit Kostümen gewesen, sondern eher die Nutzanwendung des Rates an die Epheser, der für uns heute wichtig ist.
Der erste Teil geht um Andreas und seine Familie. Andreas ist gerade 16 und guckt unglaublich gern Videos. Dabei sind sehr oft auch fragwürdige Filme dabei. Sein jüngerer Bruder musste öfters weggucken, denn die Gewalt war zu schlimm.
Aber das ist nicht weiter tragisch, denn Videos haben einen ganz entscheidenden Vorteil: “man kann bei gewaltsamen oder unmoralischen Szenen einfach vorspulen. Dann bekommt man garnichts davon mit”. Selbst der Vater findet garnichts Schlimmes dabei.
Der Älteste kann aber die Gefahren aufzeigen, denn woran merkt man denn, dass man vorspulen muss? Mann muss sich die Szene ja erst mal “kurz” angucken. “Sind ja nur Sekunden”, aber “du hast Recht, die eine Szene ist mir die ganze Nacht nicht aus dem Kopf gegangen.”
Heute wählt die Familie ihre Fílme sorgfältiger aus und hat für sich entdeckt, dass man seine Freizeit auch sinnvoller verbringen kann, z.B. mit Ausflügen in die wunderschöne Natur oder einem Spieleabend. Ausserdem “reden sie nun viel mehr miteinander”.
Andreas dient heute als Dienstamtgehilfe in seiner Versammlung.
Der zweite Teil ging um Jenny. Auch sie ist im gleichen Alter wie Andreas und hört mit Hingabe Rockmusik. Sie sieht darin kein Problem. Als die Mutter eine von den Casettenhüllen findet ist sie schockiert. Auch die Texte strotzen nur so von Gewalt und Unmoral. Darauf angesprochen meint Jenny, “ich höre ja garnicht wirklich hin. Und wenn es dich beruhigt, spule ich solche Lieder einfach vor”.
Nachdem Jenny mit ihrer weltlichen Schulfreundin auf einem Konzert der Rockband war, baut sie geistig ab. Sie ist irgendwie nicht mehr mit dem Herzen dabei, ihre Kommentare werden weniger und wenn, dann liest sie nur aus dem Absatz vor. Dem Ältesten ist das gleich aufgefallen, denn vorher war sie vor Liebe zu Jehova und zur Wahrheit übergesprudelt.
Er fragt, was denn wäre, wenn man bei den Liedern die Melodie weglassen, und es nicht singen würde, “wenn jemand in deinem Wohnzimmer stehen und den Text ganz normal, ohne Reime sagen würde”?. Na, “den würde mein Vater sicherlich rauswerfen”.
Jenny erkennt, welcher Gefahr sie sich unbewusst ausgesetzt hatte und “entsorgt” die Casetten, die sie vorher so geliebt hatte. Heute hat sie einen anderen Musikgeschmackt, “sie hört sogar ab und an klassische Musik”.
Heute steht Jenny im Pionierdienst.
Ja, wir können wirklich viel für uns selbst aus dem Rat des Paulus an die Epheser lernen. Interessant auch der Gedanke, dass niemand von den gezeigten Personen Jehova absichtlich verspotten wollte – aber durch, das, was sie sich ansahen, anhörten oder wie sie miteinander umgingen, haben sie es unabsichtlich getan!
“Loyale Unterwürfigkeit gegenüber Jehova und seiner Organisation”
Epheser 6:1-4
Lianes Mutter findet beim Aufräumen eine Schachtel Ziehgaretten in deren Schultasche. Liane fragt: “hast du wirklich geglaubt, dass ich rauchen würde?”. Dabei muss ich unwillkürlich an Judas denken, der Jesus fragte: “ich bin es doch nicht etwa?”
Als Lianes verkehrtes Verhalten aufzufliegen droht, haut sie von zu Hause ab. Aber ist Weglaufen wirklich eine Lösung für das Problem?
Warum ist Liane denn geflohen? Sie ging von ihrer Familie weg, von der sie weiss, dass diese die Maßstäbe Jehovas einhalten und die ihr derzeitiges Verhalten sicherlich nicht akzeptieren werden: “Meine Eltern würden mich nie zu Hause wohnen und das tun lassen, was ich will”.
Allerdings erweist sich Tina, zu der sie sich flüchtet, als eine wahre Freundin, denn sie sagt Liane klar und deutlich, was sie davon hält, und “wenn ich solche Eltern hätte wie du, wäre ich ganz bestimmt nicht in einer solchen Klemme!”. Tina ist ehrlich zu Liane und erwartet, dass diese auch ehrlich ist – ganz besonders zu ihren Eltern.
Sie sagt zu ihr, sie habe nur zwei Möglichkeiten: “entweder du gehst nach Hause und bringst dein Leben in Ordnung – oder du bleibst dein ganzes Leben auf der Flucht. Und du weißt, wo du dann landen wirst: in der Gosse!”
Harte Worte! Zu hart?
Ihr Bruder, der sie bei Tina abholen will, erinnert sie daran, was sie den Eltern damit antut. “Ich weiss, aber ich konnte nicht mehr zu Hause bleiben”.
“Du weißt gar nicht, wie gut du es hast, Eltern zu haben, die so sehr an dir interessiert sind. Ich rate dir, überlege es dir nochmal, bevor du alles hinwirfst”
Warum konnte Liane nicht mit ihren Eltern über alles reden? “Mir war bewußt, dass ich etwas tat, was du nicht gutheißen würdest und ich hatte Angst davor, wie du über mich denken könntest und was du sagen würdest”.
Liane war unzufrieden mit ihrem Leben gewesen, es machte ihr gar keinen Spaß mehr, Jehova zu dienen. Der Vater bringt den Ernst der Lage auf den Punkt, indem er sie fragt: “Denkst du wirklich, du hättest Jehova gedient, während du gleichzeitig Dinge getan hast, die Jehova hasst?” Klar, dass dabei die Freude auf der Strecke geblieben ist. Der Vater lässt sie Epheser 6:1-4 lesen und erklärt ihr, dass sowohl Eltern als auch die Kinder eine Verantwortung vor Jehova haben:
Die Eltern müssen ihre Kinder in den Geboten Jehovas unterweisen und ihnen nicht nur helfen, diese zu verstehen, sondern sie auch in allem, was sie tun, anzuwenden.
Die Kinder tragen die Verantwortung, ihren Eltern respektvoll zu gehorchen (solange diese nichts von ihnen verlangen, was gegen Jehovas Maßstäbe verstößt) und dürfen es ihnen nicht schwer machen, sie in der wahren Anbetung zu erziehen.
Kommen wir unserer persönlichen Verantwortung nach? Als Eltern, aber auch als Kinder?
Was ist mit unserer Verantwortung als Freund? Helfen wir “einer Liane” wieder auf dem rechten Weg zurück – oder unterstützen wir sie in ihrem verkehrten Verhalten?
Sind wir uns dessen bewußt, dass wir uns vor Jehova verantworten müssen, wenn wir “einer Liane” nicht helfen, den nötigen Respekt und die nötige Unterordnung unter die Eltern an den Tag zu legen?
Eine weitere Person in diesem Drama ist Rolf, der unzufriedene Pionier, der sich immer gleich angegriffen fühlt, und ein Problem mit den Ältesten seiner Versammlung hat. Ein Bruder sagt sogar zu ihm: “jedes Mal, wenn ich mit dir rede, beginnst du einen Streit!”. Etwas, was Rolf vehement abstreitet. Er unterbricht den anderen und ist schnell mit Schuldzuweisungen bei der Hand. Seine Gefühle behindern ihn, dem anderen wirklich zuzuhören.
Hebräer 13:17 – besonders der letzte Teil
Er hat ein Problem damit, unterwürfig zu sein. “Wie kann ich denen unterwürfig sein, die ständig meinen geistigen Fortschritt behindern und immer Recht behalten wollen?”
“Wenn du dich ständig gegen die Ältesten auflehnst, lehnst du dich in Wirklichkeit gegen Jehova und seine Organisation auf.” Und “durch dein ständiges Nörgeln und Klagen machst du es uns wirklich sehr schwer, über dein Verhalten hinweg zu sehen”.
Seine Einstellung und sein Reden bewirken, dass er von der Pionierliste gestrichen werden muss.
Könnte es sein, dass Jehova es ähnlich sieht, wenn Kinder oder Jugendliche den nötigen Respekt vor ihren Eltern vermissen lassen und ihnen gegenüber eine ähnliche Einstellung haben wie Rolf gegenüber den Ältesten?
Wie sieht er wohl mich als Ehefrau, wenn ich mich nicht demütig meinem Ehemann unterordne?
Epheser 5:21-24
Was haben wir für uns ganz persönlich aus diesem Drama gelernt?
Epheser 4:26,27
dieser Teil “auch gebt dem Teufel nicht Raum” ist sehr wichtig!
Denn: wer freut sich denn darüber, wenn wir uns streiten – wenn wir uns aus Jehovas Liebe entfernen und uns nicht mehr auf die wahre Anbetung und den Dienst konzentrieren können?
Es ist derjenige, der nach Argumenten sucht, die er unserem liebevollen Schöpfer an den Kopf werfen kann, sagen kann “ich habs dir ja gesagt!”
aber dem Satan wollen wir doch nicht erfreuen!!!!
Desto länger so eine Unstimmigkeit andauert, umso mehr steigern wir uns ja auch hinein! Wir denken dann ja immer wieder darüber nach und suchen nach Argumenten, die beweisen, dass wir selbst im Recht sind. Genau dies will der Satan: an unseren Stolz appellieren – und am besten noch daran, dass wir etwas haben wollen, was uns nicht zusteht (Habgier).
Umso mehr wir uns in eins Sache verbeissen, desto schwerer wird s für uns werden, den Griff wieder zu lösen und umzukehren. Vielleicht können wir bald nicht mehr nachgeben, weil wir meinen, sonst unser Gesicht zu verlieren.
Besser ist es, wenn man gleich bereit ist, den Streit zu beenden, auf den anderen zuzugehen und auch selbst Abstriche zu machen.
Denn was nützt es mir, wenn ich vielleicht (meiner Meinung nach) im Recht bin und darauf beharre – und es über eine lange Zeit eine frostige Atmosphäre bei uns zu Hause herrscht? Niemand würde sich mehr wohl fühlen, auch wir nicht!
Und letztendlich löst sich das Problem mit so einem Verhalten nicht. Wenn ich nun mit ein beziehe, dass die Ehe für uns immer bestehen bleiben wird – weil wir ja Jehova lieben – wie soll sowas denn viele Jahre bestehen?
Was wäre nun die Lösung?
Ist es nicht so, dass in solchen Situationen oftmals Entscheidungen reifen, die Jehova nicht gefallen? Entscheidungen, wie mir Trost woanders zu suchen oder mich von meinem Mann zu trennen.
Und wer freut sich dann?
Jetzt sind wir wieder bei dem Gedanken von vorhin: wir geben dem Teufel Raum und erfreuen ihn!
WT 01.10.2007
Persönliche Differenzen als Falle
15 Listig nutzt Satan persönliche Differenzen, um einen Keil zwischen Jehovas Diener zu treiben. Das kann jeden betreffen, unabhängig von seinen Dienstvorrechten. Manche werden vom Teufel lebendig gefangen, weil sie zulassen, dass persönliche Differenzen dem Frieden und der Einheit sowie der einmaligen geistigen Wohlfahrt schaden, die Jehova herbeigeführt hat (Psalm 133:1-3).
16 Während des 1. Weltkriegs versuchte Satan, den irdischen Teil der Organisation Jehovas durch Frontalangriffe zu vernichten, doch vergebens (Offenbarung 11:7-13). Seither geht er mit Hinterlist gegen unsere Einheit vor. Wenn wir zulassen, dass zwischenmenschliche Dissonanzen in Uneinigkeit münden, bieten wir dem „Vogelfänger“ Angriffsfläche. Wir könnten dadurch den Zustrom des heiligen Geistes im privaten Leben und in der Versammlung drosseln. Das würde Satan gefallen, denn jede Störung des Friedens und der Einheit in der Versammlung beeinträchtigt das Predigtwerk (Epheser 4:27, 30-32).
17 Was kann man bei Differenzen mit anderen tun? Natürlich liegt jeder Fall anders. Wenn es auch Gründe für Unstimmigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich gibt, so gibt es doch keinen Grund, sie nicht beizulegen (Matthäus 5:23, 24; 18:15-17). Gottes Wort ist inspiriert und der Rat daraus vollkommen. Nach biblischen Grundsätzen zu verfahren ist nie verkehrt. Es führt immer zum Erfolg.
18 Jehova ist „zum Vergeben bereit“ und er gewährt „wahre Vergebung“ (Psalm 86:5; 130:4). Wir zeigen, dass wir geliebte Kinder Jehovas sind, wenn wir seinem Beispiel folgen (Epheser 5:1). Wir alle sind Sünder und bedürfen dringend der Vergebung. Deshalb ist es ein Alarmsignal, wenn wir dazu neigen, unversöhnlich zu sein. Wir könnten wie der Sklave in Jesu Gleichnis werden, der seinem Mitsklaven eine Schuld nicht erlassen wollte, die nur einen Bruchteil von dem ausmachte, was sein Herr ihm bereits erlassen hatte. Als der Herr davon erfuhr, ließ er den unversöhnlichen Sklaven ins Gefängnis werfen. Jesus schloss das Gleichnis mit den Worten ab: „In gleicher Weise wird mein himmlischer Vater auch mit euch verfahren, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder aus eurem Herzen heraus vergebt“ (Matthäus 18:21-35). Unstimmigkeiten können bestimmt besser beigelegt werden, wenn wir über dieses Gleichnis nachdenken und uns überlegen, wie oft Jehova uns schon bereitwillig vergeben hat (Psalm 19:14).
Epheser 1 – 3
Epheser 2:1-3
Interessanter Gedanke, der mich wieder dahin bringt, wie Jehova wohl Menschen wie meine Eltern sieht.
Denn sie haben nicht “von ihm nichts wissen wollen” – im Gegenteil. Sie wollten einfach begreifen, warum er so schreckliche Dinge zuläßt wie die, die sie im Krieg und während ihrer Vertreibung aus der Heimat erlebt hatten.
Auch haben sie nicht selbstsüchtig nach ihren eigenen Wünschen gelebt, sondern waren verantwortungsvolle Eltern. Sie haben sich an das gehalten, was ihre Eltern ihnen mit den 10 Geboten gelehrt haben und der oberste Grundsatz war für sie immer die goldene Regel. Diese haben sie auch uns Kindern immer wieder gut eingeprägt, so dass mein ganzes Leben davon bestimmt war – und dies bereits in frühester Kindheit, schon lange bevor ich die Wahrheit kennen gelernt habe.
Da Jehova Samuel sagte, dass er den Menschen gemäß dem beurteilt, was er innerlich ist – weil er in hr Herz sieht – bin ich davon überzeugt, dass auch sie in seinen Augen annehmbar sind. Ganz unabhängig davon, ob sie die Bibel studieren. Denn wenn ich sehe, zu was doch ziemlich viele Menschen fähig sind, die die Bibel studiert und sich Jehova hingegeben und sich taufen lassen haben, dann kann dies nicht das Kriterium sein.
Für Jehova zählt unser Herz und dass wir so leben, dass wir niemand Schaden zufügen. Können wir dies zu Recht von uns und unserem Leben behaupten?
Etwas Ähnliches habe ich heute von einem anderen Herrn gehört, der zwar sagt, dass er nicht religiös sei, aber die Bibel sehr hoch als kulturelles Gut achtet, das Menschen zum Guten beeinflusst, das zeigt, wie man sich mit Anstand und Moral benimmt. Könnte man von jemanden, der so denkt, annehmen, dass er “nichts von Gott wissen wolle” und seinen sebstsüchtigen Wünschen nachgeht?
Dürfen wir uns wirklich was darauf einbilden, dass wir Zeugen Jehovas sind? Interessanterweise habe ich in letzter Zeit öfter auf Kongressen gehört, dass wir dies nicht tun sollten – dass wir nicht automatisch besser sind und dass Weltmenschen nicht automatisch schlechter und von Gott verworfen sind.
Wie berührt dies unsere Einstellung und unser Leben?
Epheser 4 – 6
Epheser 4:1-3
Ist uns der Frieden und die Einheit der Versammlung ebenso wichtig wie Paulus?
Epheser 4:14
Epheser 4:17-32 – Wie Christen leben sollen
Epheser 5:1-21 – Leben im Licht