Epheser

Der Brief des Apostel Paulus an die Epheser
das alte Ephesus

hier die mp3, die Kommentare zu den einzelnen Kapiteln finden wir hier:

 

weiteren ergänzenden Stoff

Thomas 7. Dezember 2009 33 Kommentare Trackback URI Comments RSS

33 Kommentare zu “Epheser”

  1. Juleam 7. Dezember 2009 um 12:19 Link zum Kommentar

    Epheser 1 – 3

    Epheser 2:1-3

    Überdies [seid] ihr es, [die Gott lebendig gemacht hat,] obwohl ihr tot wart in euren Verfehlungen und Sünden, 2 in denen ihr einst wandeltet gemäß dem System der Dinge dieser Welt, gemäß dem Herrscher der Gewalt der Luft, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirksam ist. 3 Ja, unter ihnen führten wir alle einst unseren Wandel gemäß den Begierden unseres Fleisches, indem wir die Dinge taten, die das Fleisch und die Gedanken [tun] wollten, und wir waren von Natur aus Kinder des Zorns wie auch die übrigen.

    haben wir diese Dinge wirklich abgelegt – oder liebäugeln wir noch manchmal damit?

  2. Juleam 7. Dezember 2009 um 12:21 Link zum Kommentar

    Epheser 2:8-10

    Durch diese unverdiente Güte seid ihr tatsächlich durch Glauben gerettet worden; und dies habt ihr nicht euch zu verdanken, es ist Gottes Gabe. 9 Nein, es ist nicht Werken zu verdanken, damit kein Mensch Grund zum Rühmen habe. 10 Denn wir sind sein Gebilde und sind in Gemeinschaft mit Christus Jesus für gute Werke geschaffen worden, die Gott im voraus bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln.

    bedeutet dies, dass wir nicht auf das achten müssen, was wir tun – weil unsere Rettung nicht durch Werke kommt?

    Wie verstehen wir diesen Text, nun, da wir ein ganezs Jahr intensiv mit Jehova verbracht haben?

    Was meinte Paulus hier wirklich?

  3. Juleam 7. Dezember 2009 um 12:23 Link zum Kommentar

    Epheser 3:14-19

    Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater, 15 dem jede Familie im Himmel und auf Erden ihren Namen verdankt, 16 damit er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gewähre, mit Kraft durch seinen Geist gestärkt zu werden an dem Menschen, der ihr innerlich seid, 17 damit der Christus durch [euren] Glauben mit Liebe in eurem Herzen wohne, damit ihr verwurzelt und fest gegründet seid, 18 um völlig imstande zu sein, mit allen Heiligen zu begreifen, welches die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist, 19 und die Liebe des Christus zu erkennen, die die Erkenntnis übersteigt, damit ihr mit all der Fülle, die Gott gibt, erfüllt sein mögt.

    erkennen wir die Höhe und die Breite und die Tiefe Gottes?

    Wie sehr hat uns das Bibelleseprogramm in diesem Jahr verändert?

    Wie steht es mit unserer inneren Einstellung, unseren Gedanken und Gefühlen?

    Sehen wir die Dinge inzwischen anders als noch vor einem Jahr? Haben wir gelernt, die Dinge so zu sehen, wie Jehova sie sieht?

    Was ist mit unserer Liebe und unserem Verhältnis zu Jehova? Sind sie inniger und intensiver geworden?

  4. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:36 Link zum Kommentar

    Epheser 4 – 6

    Epheser4:1-3

    Ich, der Gefangene im Herrn, bitte euch daher inständig, der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, würdig zu wandeln, 2 mit aller Demut und Milde, mit Langmut, einander in Liebe ertragend, 3 euch ernstlich bemühend, die Einheit des Geistes in dem vereinigenden Band des Friedens zu bewahren.

    kommen wir dieser Bitte nach?

  5. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:39 Link zum Kommentar

    Epheser 4:9-10

    Was bedeutet nun der Ausdruck „[als] er auffuhr“ anderes, als daß er auch in die unteren Regionen, das heißt zur Erde, hinabfuhr? 10 Der, welcher hinabfuhr, ist auch der, welcher hoch über alle Himmel hinauffuhr, damit er allen Dingen Fülle gebe.

    die Grundlage fùr den Glauben an das Fegefeuer – die Zwischenstation zwischen Erde und Himmel?

  6. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:41 Link zum Kommentar

    Epheser 4:13-16

    bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum; 15 sondern die Wahrheit redend, laßt uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus. 16 Von ihm aus bewirkt der ganze Leib, harmonisch zusammengefügt und durch jedes Gelenk, welches gibt, was nötig ist, zum Zusammenwirken veranlaßt, gemäß der Funktion jedes einzelnen Gliedes in gebührendem Maß, das Wachstum des Leibes zu dessen Erbauung in Liebe.

    haben wir einen wirklich festen und gut grundierten Glauben – oder werden auch wir noch durch äussere Umstände oder Worte anderer hin und her geworfen?

  7. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:42 Link zum Kommentar

    Epheser 4:17-19

    Daher sage ich dies und lege Zeugnis dafür ab im Herrn, daß ihr nicht mehr so weiterwandelt, wie auch die Nationen wandeln in der Nutzlosigkeit ihres Sinnes, 18 während sie wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Gefühllosigkeit ihres Herzens in geistiger Finsternis und dem Leben, das Gott gehört, entfremdet sind. 19 Da sie jedes sittliche Gefühl verloren haben, haben sie sich einem zügellosen Wandel hingegeben, um mit Gier jede Art Unreinheit zu verüben.

    wie berühren uns diese Worte ganz persönlich?

  8. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:43 Link zum Kommentar

    Epheser 4:20-24

    Ihr aber habt den Christus nicht so kennengelernt, 21 sofern ihr ihn überhaupt gehört habt und durch ihn belehrt worden seid, so wie [die] Wahrheit in Jesus ist, 22 daß ihr die alte Persönlichkeit ablegen sollt, die eurem früheren Wandel entspricht und die gemäß ihren trügerischen Begierden verdorben wird; 23 daß ihr aber erneuert werden sollt in der Kraft, die euren Sinn antreibt, 24 und die neue Persönlichkeit anziehen sollt, die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist.

    ist unser Glaube ein Teil von uns selbst geworden??

    Sind wir so sehr mit der neuen Persönlichkeit verwachsen, dass sie uns in Fleisch und Blut übergegangen ist – und wir sie garnicht mehr ausziehen können, selbst wenn wir es wollten?

    Mein geliebter Ehemann ist einer von den wenigen Menschen, denen dies gelungen ist.

    Ich selbst bin leider immer noch sehr weit davon entfernt, auch wenn ich es mir noch so sehr wünsche. Aber ich arbeite daran!

  9. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:48 Link zum Kommentar

    Epheser 4:25-32

    Deshalb, da ihr jetzt die Unwahrheit abgelegt habt, rede jeder von euch mit seinem Nächsten Wahrheit; denn wir sind Glieder, die zueinander gehören.

    26 Seid erzürnt, und doch sündigt nicht; laßt die Sonne nicht über eurer gereizten Stimmung untergehen, 27 auch gebt dem Teufel nicht Raum.

    28 Wer stiehlt, stehle nicht mehr, sondern er arbeite vielmehr hart, indem er mit seinen Händen gute Arbeit leiste, damit er etwas habe, um einem Bedürftigen davon abzugeben.

    29 Kein faules Wort gehe aus eurem Mund hervor, sondern was immer zur Erbauung gut ist, wie es nötig sein mag, damit es den Hörern förderlich sei. 30 Auch betrübt nicht Gottes heiligen Geist, mit dem ihr versiegelt worden seid für einen Tag der Befreiung durch Lösegeld.

    31 Möge alle boshafte Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und lästerliches Reden samt aller Schlechtigkeit von euch entfernt werden.

    32 Werdet aber gütig zueinander, voll zarten Erbarmens, einander bereitwillig vergebend, so wie auch Gott euch durch Christus bereitwillig vergeben hat.

    wie wir sehen, gibt es jede Menge Punte, an denen wir noch arbeiten können. Sollte uns dies entmutigen?

    Warum nicht einen Punkt herausgreifen, an dem wir dann ganz intensiv arbeiten und uns Schritt für Schritt verbessern?

  10. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:50 Link zum Kommentar

    Epheser 5 :1-20

    Darum werdet Nachahmer Gottes als geliebte Kinder, 2 und wandelt weiterhin in [der] Liebe, so wie auch der Christus euch geliebt und sich selbst als eine Opfergabe und ein Schlachtopfer für Gott zu einem lieblichen Wohlgeruch für euch dahingegeben hat.

    3 Hurerei und jede Art Unreinheit oder Habgier sollen unter euch nicht einmal erwähnt werden, so wie es sich für Heilige geziemt, 4 auch kein schändliches Benehmen noch törichtes Reden, noch unzüchtige Späße, Dinge, die sich nicht schicken, sondern vielmehr Danksagung. 5 Denn das wißt ihr, indem ihr es selbst erkennt, daß kein Hurer oder Unreiner oder Habgieriger — das heißt ein Götzendiener — irgendein Erbe im Königreich des Christus und Gottes hat.

    6 Laßt euch von niemandem mit leeren Worten betrügen, denn wegen der vorhin erwähnten Dinge kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. 7 Werdet daher nicht ihre Mitgenossen; 8 denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in Verbindung mit [dem] Herrn. Fahrt fort, als Kinder des Lichts zu wandeln, 9 denn die Frucht des Lichts besteht aus jeder Art von Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. 10 Vergewissert euch fortwährend dessen, was für den Herrn annehmbar ist, 11 und habt nicht mehr mit [ihnen] teil an den unfruchtbaren Werken, die zur Finsternis gehören, sondern rügt [sie] vielmehr, 12 denn was von ihnen im verborgenen geschieht, ist schändlich auch [nur] zu sagen. 13 Nun werden alle Dinge, die gerügt werden, durch das Licht offenbar gemacht, denn alles, was offenbar gemacht wird, ist Licht. 14 Daher sagt er: „Erwache, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und der Christus wird dir leuchten.“

    15 So wacht denn streng darüber, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, 16 indem ihr die gelegene Zeit für euch auskauft, weil die Tage böse sind. 17 Deshalb hört auf, unvernünftig zu werden, sondern nehmt weiterhin wahr, was der Wille Jehovas ist. 18 Auch berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet fortwährend mit Geist erfüllt, 19 und redet zueinander mit Psalmen und Lobpreisungen Gottes und geist[erfüllten] Liedern, und singt und spielt dabei Jehova in eurem Herzen, 20 indem ihr allezeit unserem Gott und Vater im Namen unseres Herrn Jesus Christus für alle Dinge Dank sagt.

    Handeln wir entsprechend?

  11. Juleam 8. Dezember 2009 um 14:09 Link zum Kommentar

    Epheser 6:10-18

    Schließlich erwerbt euch weiterhin Kraft im Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Machenschaften des Teufels standhalten könnt; 12 denn unser Ringen geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Regierungen, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern. 13 Darum nehmt die vollständige Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alle Dinge gründlich getan habt, standhalten könnt.

    14 Steht daher fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit 15 und eure Füße beschuht mit der Ausrüstung der guten Botschaft des Friedens. 16 Vor allem nehmt den großen Schild des Glaubens, mit dem ihr alle brennenden Geschosse dessen, der böse ist, auslöschen könnt. 17 Auch nehmt den Helm der Rettung und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort, entgegen, 18 während ihr fortfahrt, mit jeder Art von Gebet und Flehen bei jeder Gelegenheit im Geist zu beten. Und hierzu bleibt wach mit aller Beharrlichkeit und mit Flehen für alle Heiligen,

    die Waffenrüstung des Geistes– ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine geistige Mama damals immer nach und nach zum Studium ein Bild zum Ausmalen mit den entsprechenden Punkten fùr meine Tochter mitgebracht hatte

    Etwas später gab es dann einen Studienartikel, wo das Thema ausfùhrlich in der Versammlung besprochen worden ist

    *** w92 15. 5. S. 21-23 „Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an“ ***

    „Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an“

    CHRISTEN tragen eine Waffenrüstung? Weshalb sollten sie eine derart kriegerische Ausrüstung tragen? Sind sie nicht friedliebend? (2. Timotheus 2:24). Ja, das stimmt. Dessenungeachtet stehen alle wahren Christen in einem Kampf — nicht mit der Absicht zu töten, sondern zu siegen.

    Hätte Satan nicht rebelliert, wäre ein solcher Kampf nie nötig geworden. Doch er lehnte sich auf und verführte Adam und Eva dazu, sich ihm anzuschließen. Seitdem liegt das Weltsystem, das sich entwickelt hat, in der Macht dessen, „der böse ist“, Satans, des Teufels (1. Johannes 5:19). Wer sich dem rechtmäßigen Souverän, Jehova, unterwirft, muß dem Einfluß der Welt und ihres Herrschers widerstehen. Er muß um sein geistiges Leben kämpfen. Zu diesem Zweck werden Christen ermahnt: „Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Machenschaften des Teufels standhalten könnt“ (Epheser 6:11).

    Die Waffenrüstung

    Beachten wir, daß „die vollständige Waffenrüstung Gottes“ nötig ist, um ausreichend geschützt zu sein. Untersuchen wir deshalb alle Einzelteile der Ausrüstung, die der Apostel Paulus beschreibt, und unterziehen wir uns einer ehrlichen Selbstprüfung, um uns zu vergewissern, ob wir vollständig für den geistigen Kampf ausgerüstet sind (Epheser 6:14-17).

    „Steht daher fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit“ (Epheser 6:14a).
    In biblischer Zeit trugen Soldaten einen bis zu 15 Zentimeter breiten Ledergürtel. Er diente als Schutz für die Lenden. Wenn ein Soldat seinen Gürtel enger schnallte, zeigte er damit, daß er für die Schlacht bereit war.

    Wie passend ist es daher, daß die göttliche Wahrheit mit dem Gürtel eines Soldaten verglichen wird! Es veranschaulicht treffend, daß wir Gottes Wort der Wahrheit eng bei uns tragen, uns sozusagen damit umgürten sollten. Wir sollten tief über die in Gottes Wort enthaltenen Gedanken nachsinnen. Das wird uns davor bewahren, durch Lüge und Täuschung irregeführt zu werden. Außerdem werden uns die Aussprüche aus dem Mund Jehovas in geistiger Hinsicht stützen und stärken und uns helfen, an unserer Lauterkeit festzuhalten.

    „Angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit“ (Epheser 6:14b).
    Der Brustpanzer eines Soldaten schützte ein lebenswichtiges Organ — das Herz. Als Teil der geistigen Waffenrüstung, die Gott uns gibt, schützt demnach Gerechtigkeit unser Herz. In der Bibel wird das Herz passenderweise als Symbol für unser inneres Wesen gebraucht — unsere Gefühle, Gedanken und Wünsche. Da die Bibel auch sagt, daß das Herz zum Bösen neigt, ist es unerläßlich, die Entschlossenheit zu entwickeln, an Jehovas Maßstab der Gerechtigkeit festzuhalten (Jeremia 17:9). Der Gehorsam gegenüber Gott darf keine heuchlerische Zurschaustellung sein, sondern muß aus dem Innern kommen. Das erfordert, daß wir eine starke Liebe zur Gerechtigkeit entwickeln sowie einen genauso starken Haß gegen Gesetzlosigkeit (Psalm 45:7). Dadurch wird unser Herz geschützt werden.

    „Eure Füße beschuht mit der Ausrüstung der guten Botschaft des Friedens“ (Epheser 6:15).
    Sind unsere Füße so ausgerüstet? Tragen sie uns regelmäßig in den Predigtdienst, damit wir die gute Botschaft verkündigen können? Strengen wir uns an, die Qualität unserer Predigt- und Lehrtätigkeit zu verbessern? Zugegeben, in manchen Gebieten findet man relativ wenig Widerhall. Die Menschen mögen gleichgültig oder teilnahmslos sein oder gegnerisch reagieren. Weil wir predigen, werden wir unter Umständen sogar verfolgt. Wenn Christen jedoch unbeirrt damit fortfahren, entwickeln sie Ausharren — eine Eigenschaft, die vor Satans Angriffen schützt. Paulus war ein eifriger Prediger, obwohl er verfolgt wurde, und wir werden ermuntert, ‘seine Nachahmer zu werden, so wie er Christi Nachahmer war’ (1. Korinther 11:1).

    Im Königreichspredigtwerk beschäftigt zu bleiben stärkt unser Vertrauen in die gute Botschaft. Überdies kann Jehova so seinen Geist durch uns wirken lassen, um seinen Willen durchzuführen. Genaugenommen werden wir durch diese Tätigkeit Mitarbeiter der Engel — ja sogar Mitarbeiter Jehovas (1. Korinther 3:9; Offenbarung 14:6). Und wenn wir „reichlich beschäftigt [sind] im Werk des Herrn“, werden wir „standhaft, unbeweglich“ sein (1. Korinther 15:58). Ist das nicht ein wunderbarer Schutz?

    „Nehmt den großen Schild des Glaubens“ (Epheser 6:16).
    Im Altertum schützte sich ein Soldat mit einem großen Schild vor Speeren und Pfeilen. Hätte er keinen Schild benutzt, wäre er möglicherweise schwer verletzt oder getötet worden. Christen sehen sich mit noch tödlicheren Waffen konfrontiert — den ‘brennenden Geschossen dessen, der böse ist’. Das schließt alle Mittel ein, die Satan aufbietet, um unseren Glauben zu schwächen und uns in geistiger Hinsicht zu töten. Dazu gehören Verfolgung, Lügen, trügerische weltliche Philosophien, materialistische Verlockungen und die Versuchung, unsittliche Handlungen zu begehen. Zum Schutz gegen all dies benötigen wir einen großen Schild. Wir können es uns nicht leisten, an irgendeiner Stelle verwundbar zu sein.

    Abraham und seine Frau Sara hatten einen starken Glauben. Obwohl sie das zeugungsfähige Alter bereits überschritten hatten, setzten sie Glauben in die Verheißung Gottes, daß ihnen ein Same geboren werde. Später bekundete Abraham bemerkenswerten Glauben, als er dem Gebot gehorchte, Isaak zu opfern, den einzigen Sohn von seiner geliebten Sara. Jehova hielt Abraham zurück und sorgte für ein Ersatzopfer. Doch Abraham war bereit zu gehorchen. Weshalb? Weil er einen unerschütterlichen Glauben an die Fähigkeit Jehovas hatte, seinen Sohn aufzuerwecken und die ihn betreffenden Verheißungen zu erfüllen (Römer 4:16-21; Hebräer 11:11, 12, 17-19).

    Auch Moses hatte Glauben von der Art, wie wir ihn benötigen. Er verwarf den Reichtum Ägyptens und erwählte es sich statt dessen, das Los des unterdrückten Volkes Gottes zu teilen. Weshalb? Weil er glaubte, daß Jehova existiert und daß er die Israeliten retten werde. So stark war Moses’ Glaube, daß er ‘standhaft blieb, als sähe er den Unsichtbaren’ (Hebräer 11:6, 24-27).

    Ist unser Glaube an Jehova genauso stark? Haben wir ein so enges Verhältnis zu Jehova, daß es für uns fast so ist, als könnten wir ihn sehen? Sind wir bereit, jedes Opfer zu bringen oder jede Schwierigkeit zu erdulden, um unser Verhältnis zu Gott aufrechtzuerhalten? Haben wir einen festen Glauben an Jehova? (Hebräer 11:1). Wenn ja, werden Satans brennende Geschosse unseren Schild des Glaubens nicht durchdringen können.

    „Nehmt den Helm der Rettung“ (Epheser 6:17a).
    Ein Helm schützte den Kopf eines Soldaten und somit sein Gehirn — das Organ, von dem das Nervensystem und die Gedanken gesteuert werden. Die Hoffnung des Christen auf Rettung wird mit einem Helm verglichen, weil sie den Sinn schützt. Durch eine genaue Erkenntnis wurde der Sinn eines Christen zwar neugestaltet, doch ist der Betreffende nach wie vor schwach und unvollkommen (Römer 7:18; 12:2). Lassen wir unseren Sinn durch die vom Geist der Welt erzeugte glaubenzerstörende, unreine Denkweise ernähren, dann wird unsere Zuversicht, gerettet zu werden, nachlassen und unter Umständen völlig schwinden. Ernähren wir unseren Sinn andererseits regelmäßig durch die stärkenden Worte Gottes, wird unsere Hoffnung hell und klar bleiben. Achtest du darauf, daß dein Helm der Rettung fest sitzt?

    „Das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort“ (Epheser 6:17b).
    In der christlichen Kriegführung trifft das Sprichwort zu: „Angriff ist die beste Verteidigung.“ Wenn uns unsere mit der guten Botschaft des Friedens beschuhten Füße zu Ungläubigen tragen, sind wir nicht unbewaffnet. Gottes Wort, die Bibel, dient wie ein mächtiges Schwert dazu, religiöse Lügen und falsche Auffassungen zu zerschlagen und aufrichtiggesinnten Personen zu helfen, geistige Freiheit zu finden (Johannes 8:31, 32).

    Jesus demonstrierte die Macht dieser Waffe, als er Satan, dem Teufel, sozusagen ein Gefecht lieferte. Bei den Versuchungen in der Wildnis verteidigte sich Jesus gegen drei satanische Attacken, indem er wirkungsvoll Gottes Wort einsetzte und sagte: „Es steht geschrieben“ (Matthäus 4:1-11). Wenn wir lernen, wie man dieses Schwert geschickt gebraucht, können wir Sanftmütigen helfen, aus der Gewalt Satans befreit zu werden. Außerdem verwenden Versammlungsälteste das Wort Gottes, um die Herde vor Personen zu schützen, die den Glauben Schwacher zu untergraben suchen (Apostelgeschichte 20:28-30).

    Ein Soldat lernt nicht von heute auf morgen, geschickt mit dem Schwert umzugehen. Schulung und fleißiges, ausdauerndes Üben sind erforderlich, um es geschickt und sicher handhaben zu können. Genauso ist es in der geistigen Kriegführung — geschickt mit Gottes Wort umzugehen, lernt man nur, wenn man viel studiert und regelmäßig im Predigtdienst übt. Unternehmen wir daher unbedingt alle nötigen Anstrengungen, um geschickte geistige „Schwertfechter“ zu werden — imstande, ‘das Wort der Wahrheit recht zu handhaben’ (2. Timotheus 2:15).

    Fahrt fort zu beten, haltet stand

    Alle Bestandteile unserer geistigen Waffenrüstung sind unerläßlich, wenn wir Gott gegenüber die Lauterkeit bewahren wollen. Aber wie können wir sichergehen, daß wir die Waffenrüstung ständig tragen? Regelmäßig die Bibel zu studieren, uns auf christliche Zusammenkünfte vorzubereiten und dann dort aufmerksam zuzuhören und Kommentare zu geben hilft uns, unsere Waffenrüstung anzubehalten (2. Timotheus 3:16; Hebräer 10:24, 25). Uns regelmäßig und eifrig am Predigtdienst zu beteiligen und vorzügliche Gemeinschaft mit Christen zu suchen trägt ebenfalls dazu bei, daß die offensiven und die defensiven Teile unserer geistigen Waffenrüstung in gutem Zustand bleiben (Sprüche 13:20; Römer 15:15, 16; 1. Korinther 15:33).

    Es ist auch wichtig, die richtige Gesinnung zu entwickeln. Wir dürfen nicht zulassen, daß die Verlockungen der Welt uns ablenken. Entwickeln wir vielmehr ein ‘lauteres Auge’ (Matthäus 6:19-24). Des weiteren müssen wir Jesus nachahmen, indem wir lernen, Gerechtigkeit zu lieben und Gesetzlosigkeit zu hassen (Hebräer 1:9). All das wird uns helfen, die geistige Waffenrüstung anzubehalten, die Gott uns gegeben hat.

    Nachdem Paulus alle Bestandteile der geistigen Waffenrüstung behandelt hat, sagt er abschließend: „[Fahrt fort], mit jeder Art von Gebet und Flehen bei jeder Gelegenheit im Geist zu beten. Und hierzu bleibt wach mit aller Beharrlichkeit und mit Flehen für alle Heiligen“ (Epheser 6:18). Loyale Soldaten halten die Verbindung zum Hauptquartier des Heeres aufrecht und gehorchen den Befehlen. Als christliche Soldaten müssen wir in ständigem Kontakt mit unserem Souverän, Jehova Gott, bleiben, und zwar durch seinen großen „Gebieter für die Völkerschaften“, Jesus Christus (Jesaja 55:4). Das ist nicht durch oberflächliche Gebete möglich, sondern nur durch von Herzen kommendes Flehen, das von einem engen Verhältnis zu Jehova und einer tiefen Ergebenheit ihm gegenüber zeugt. Dadurch, daß wir regelmäßig mit Jehova sprechen, erhalten wir jeden Tag die Kraft, die wir im Kampf benötigen.

    Jesus sagte: „Ich habe die Welt besiegt“ (Johannes 16:33). Jehova möchte, daß auch wir siegen. Der Apostel Paulus konnte kurz vor seinem Tod sagen: „Ich habe den vortrefflichen Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt“ (2. Timotheus 4:7). Mögen wir über unsere Beteiligung am Kampf dasselbe sagen können. Wenn dies wirklich unser Wunsch ist, dann sollten wir „gegen die Machenschaften des Teufels standhalten“, indem wir die vollständige Waffenrüstung Gottes anbehalten (Epheser 6:11).

    *** w91 15. 1. S. 22 Seid bereit für Jehovas Tag! ***

    Brustpanzer und Helm: Paulus schrieb in Verbindung mit seinem Aufruf zu geistiger Wachsamkeit: „Laßt uns besonnen bleiben, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf Rettung“ (1. Thessalonicher 5:8). Ein Brustpanzer war der gepanzerte Brustschutz eines Kriegers; er bestand aus metallenen Schuppen, Ketten oder massivem Metall. In ähnlicher Weise schützt uns der Brustpanzer des Glaubens in geistiger Hinsicht. Und wie verhielt es sich im Altertum mit dem Helm? Diese Kopfbedeckung der Krieger, die oft aus Metall bestand, sollte einen Kämpfer in der Schlacht schützen. Wie ein Helm den Kopf eines Kriegers schützte, so schützt die Hoffnung auf Rettung das Denkvermögen, so daß ein Christ seine Lauterkeit bewahren kann. Wie wichtig ist es doch für Jehovas Volk, diese geistige Waffenrüstung zu tragen! (Epheser 6:11-17).

  12. WT 15.08.2008am 9. Dezember 2009 um 22:47 Link zum Kommentar

    Höhepunkte zu dem Brief an die Epheser

    ‘In dem Christus alle Dinge zusammen bringen’
    (Eph. 1:1—6:24)

    In seinem Brief an die Epheser stellt Paulus die christliche Einheit heraus. Er spricht von einer „Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten“ und sagt, dass ‘in dem Christus wieder alle Dinge zusammengebracht werden, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde’. Christus hat „Gaben in Form von Menschen“ gegeben, damit „alle zur Einheit im Glauben . . . gelangen“ (Eph. 1:10; 4:8, 13).

    Christen sollten „die neue Persönlichkeit anziehen“ und ‘einander in der Furcht Christi untertan sein’. Dadurch ehren sie Gott und fördern die Einheit. Sie müssen auch „gegen die Machenschaften des Teufels standhalten“, indem sie die vollständige geistige Waffenrüstung anlegen (Eph. 4:24; 5:21; 6:11).

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:4-7 — Wie wurden gesalbte Christen lange vor ihrer Geburt vorherbestimmt?
    Sie wurden nicht als Einzelne, sondern als Gruppe oder Klasse vorherbestimmt, und zwar bevor das erste Menschenpaar die Sünde an seine Kinder weitergab. Die Prophezeiung in 1. Mose 3:15, die vor der allerersten Empfängnis geäußert wurde, schließt Gottes Vorsatz ein, dass einige Nachfolger Christi zusammen mit Christus im Himmel regieren (Gal. 3:16, 29).

    2:2 — Wieso ist der Geist der Welt mit Luft vergleichbar und worin besteht seine Gewalt?
    Der „Geist der Welt“, das heißt der Geist der Unabhängigkeit und des Ungehorsams, ist so allgegenwärtig wie die Luft, die wir einatmen (1. Kor. 2:12). Seine Gewalt oder Macht besteht in seinem unerbittlichen, hartnäckigen Einfluss.

    2:6 — Wie können gesalbte Christen „in den himmlischen Örtern“ sein, obwohl sie noch auf der Erde sind?
    Bei den „himmlischen Örtern“ handelt es sich hier nicht um das himmlische Erbe, das ihnen versprochen wurde. Es geht vielmehr um ihre erhöhte Stellung von Gottes Sicht aus, die sich daraus ergibt, dass sie „mit dem verheißenen heiligen Geist versiegelt worden“ sind (Eph. 1:13, 14).

    Lehren für uns:

    4:8, 11-15. Jesus Christus „führte . . . Gefangene hinweg“, das heißt, er befreite Menschen aus der Gewalt Satans, damit sie als Gaben zur Erbauung der Christenversammlung dienen könnten. Wir können „in allen Dingen durch Liebe in . . . [Christus] hineinwachsen“, indem wir denen, die unter uns die Führung innehaben, gehorchen und untertan sind sowie mit der Versammlung zusammenarbeiten (Heb. 13:7, 17).

    5:22-24, 33. Eine Frau sollte ihrem Mann untertan sein und ihn auch respektieren. Das tut sie, indem sie einen „stillen und milden Geist“ erkennen lässt. Sie ehrt ihn, wenn sie gut von ihm spricht und seine Entscheidungen mitträgt (1. Pet. 3:3, 4; Tit. 2:3-5).

    5:25, 28, 29. Ein Mann sollte physisch, emotionell und in Glaubensdingen gut für seine Frau sorgen, denn schließlich „nährt“ er sich auch selbst. Er „pflegt“ seine Frau dadurch, dass er sich genügend Zeit für sie nimmt und behutsam mit ihr umgeht.

    6:10-13. Damit wir den bösen Geistermächten widerstehen können, müssen wir die Waffenrüstung Gottes vollständig und gewissenhaft anlegen.

  13. Juleam 8. Dezember 2010 um 14:20 Link zum Kommentar

    Epheser 4 – 6

    Epheser 4:19

    Da sie jedes sittliche Gefühl verloren haben, haben sie sich einem zügellosen Wandel hingegeben, um mit Gier jede Art Unreinheit zu verüben.

    Was genau verstehen wir unter einem zügellosen Wande?

    In dem Buch „Bewahrt euch in Gottes Liebe“ heißt es unter dem Unterthema „mit Worten Gutes tun“ auszugsweise:

    Zügelloser Wandel (griechisch: asélgeia) hat die Bedeutung von „Ausschweifung“, „Üppigkeit“, „schamloser Wandel“, „Unzüchtigkeit (Unzucht) [des Wandels]“. Gemäß dem Werk New Thayer’s Greek-English Lexicon bedeutet das griechische Wort „ungezügeltes Gelüst, . . . Frevelhaftigkeit, Schamlosigkeit, Unverschämtheit“. Nach einem anderen Wörterbuch ist zügelloser Wandel ein Benehmen, das „alle Grenzen des in der Gesellschaft Annehmbaren verletzt“.

    Wie diese Definitionen erkennen lassen, hat „zügelloser Wandel“ zwei Bestandteile: 1. der Wandel selbst ist ein schwerer Verstoß gegen Gottes Gesetze und 2. der Missetäter ist respektlos und unverschämt eingestellt.

    „Zügelloser Wandel“ ist daher mehr als ein leichtes Fehlverhalten. Es handelt sich dabei um einen schweren Verstoß gegen das Gesetz Gottes, der mit einer unverschämten Einstellung oder Verachtung einhergeht — einer Geisteshaltung, die von Respektlosigkeit und vielleicht sogar Missachtung gegenüber Autorität, Gesetzen und Maßstäben zeugt. Paulus verbindet zügellosen Wandel mit unerlaubtem Geschlechtsverkehr (Römer 13:13, 14). Da zügelloser Wandel in Galater 5:19-21 zusammen mit anderen sündigen Handlungen erwähnt wird, die jemanden für das Königreich Gottes untauglich machen, kann ein solcher Wandel zu einer Zurechtweisung oder zu einem Ausschluss aus der Christenversammlung führen.

    Der biblische Ausdruck „zügelloser Wandel“ schließt immer eine sehr schwere Sünde ein, gewöhnlich ein sittliches Vergehen. An folgenden Anzeichen können Älteste „zügellosen Wandel“ erkennen: Unverschämtheit, Lüsternheit, Schmutzigkeit, Schamlosigkeit und wenn etwas gemäß dem Anstandsgefühl der Öffentlichkeit schockierend ist. Vielleicht ist aber jemand, der sich einer schweren Übertretung des Gesetzes Jehovas schuldig gemacht hat, nicht unverschämt eingestellt, hat aber mit „Gier“ gehandelt. Ein solcher Fall muss als schwere Unreinheit behandelt werden.

    Festzustellen, ob jemand so weit gegangen ist, dass er sich schwerer Unreinheit oder zügellosen Wandels schuldig gemacht hat, ist eine ernste Verantwortung, da es um Leben geht. Wer einen solchen Fall beurteilt, sollte dies daher unter Gebet tun und Gott um seinen heiligen Geist, um Umsicht und um Verständnis bitten. Älteste müssen die Reinheit der Versammlung bewahren und sich bei ihren richterlichen Entscheidungen auf Gottes Wort und die Hinweise des „treuen und verständigen Sklaven“ stützen (Matthäus 18:18; 24:45). In den heutigen bösen Tagen sollten Älteste mehr denn je die folgenden Worte im Sinn haben: „Seht zu, was ihr tut, denn nicht für einen Menschen richtet ihr, sondern für Jehova“ (2. Chronika 19:6).

  14. Juleam 8. Dezember 2010 um 14:35 Link zum Kommentar

    Epheser 4:31

    Möge alle boshafte Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und lästerliches Reden samt aller Schlechtigkeit von euch entfernt werden.

    siehe hierzu auch den Punkt unter Jakobus – „was alles zum Mißbrauch der Zunge“ zählt, aber auch

    Kolosser 3:8

    Nun aber legt sie wirklich alle von euch ab: Zorn, Wut, Schlechtigkeit, Lästerworte und unzüchtige Rede aus eurem Mund.

    Titus 3:2

    von niemandem nachteilig zu reden, nicht streitsüchtig zu sein, [sondern] vernünftig, indem sie allen Menschen gegenüber alle Milde an den Tag legen.

  15. Juleam 12. Dezember 2010 um 04:56 Link zum Kommentar

    Ellen und Susanne

    Epheser 4:31-32

    Möge alle boshafte Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und lästerliches Reden samt aller Schlechtigkeit von euch entfernt werden.

    32 Werdet aber gütig zueinander, voll zarten Erbarmens, einander bereitwillig vergebend, so wie auch Gott euch durch Christus bereitwillig vergeben hat.

    Kennst du die Geschichte von Ellen und Susanne – zwei Schwestern, die bereits seit Jahren im Pionierdienst stehen?

    Scheinbar wird Susanne von den Ältesten bevorzugt, denn immer ist sie es, die in der Versammlung und auf Kongressen die besten Aufgaben auf der Bühne hat. Scheinbar gärt dies schon lange in Ellen und so reicht ein Mißverständnis aus, um eine Lawine in Gang zu setzen. Ellen macht ihren verletzten Gefühlen Luft und steigert sich so sehr in ihren Groll hinein, dass eine andere Schwester, mit der sie häufig im Predigtdienst steht, sie ausbremsen muss und sie vor Geschwätz und verleumdung warnt: „das geht uns alles nichts an. Außerdem weißt du das ja auch nur von anderen“. Leider nützt diese gut gemeinte Warnung nicht viel und so zieht Ellen immer weitere Schwestern mit hinein.

    Das ganze gipfelt dann darin, dass Spaltungen unter den Schwestern entstehen und Ellen sogar den Pionierdienst aufgibt. Und nicht nur das: sie hat sogar gänzlich die Freude am Dienst verloren und geht nun nur noch ganz selten.

    Trotzdem bemerkt sie nicht, dass das Problem bei ihr liegt, sondern sie gibt weiterhin Susanne die Schuld daran, denn „wenn die Sache damals nicht mit der gewesen wäre …“. Leider hat ihr Mann wenig Erfolg damit, ihr wieder auf den richtigen Weg zu verhelfen und auch der Älteste, den er dann zur Hilfe ruft, muss jede Menge Überzeugungskraft aufbringen: „Wenn es Susanne wirklich leid tut, dann muss sie zu mir kommen“.

    Ellen kann nicht verstehen, wie Susanne ihr vorwerfen konnte, böswilliges Geschwätz über sie in Umlauf gebracht zu haben, „denn ich habe es nicht bóse gemeint“. Sie fühlt sich auch weiterhin im Recht, obwohl sie immer hässlichere Geschichten über Susanne erzählt hat, um aufzuzeigen, dass auch sie nicht schlechter als Susanne ist und es eigentlich keinen Grund gibt, warum nicht auch sie besondere Aufgaben auf Kongressen wahrnehmen könnte. (Vielleicht liegt das aber auch einfach daran, dass es Ellen an Demut fehlt?)

    Mit dem Hinweis darauf, was Jesus uns für so einen Konfliktfall gesagt hat und viel Geduld bringt der Älteste Ellen schließlich zur Besinnung. Sie erkennt, dass es an ihr ist, auf Susanne zuzugehen und sich zu versöhnen. Dies erfordert sehr viel Demut – ganz besonders auch deshalb, weil sie so viele Schwestern mit hinein gezogen hatte und es peinlich ist, zuzugeben, dass man selbst im Unrecht war.

    Heute steht auch Ellen wieder voller Freude im Pionierdienst und wir haben an der Geschichte erkannt, wie es einem ergehen kann, wenn man von Jehovas Wegen abweicht und sich weigert, das richtige zu tun. Man verliert Jehovas Segen, hat nicht mehr die Kraft für den Vollzeitdienst und verliert sogar die Freude. All dies können wir erst dann wiederbekommen, wenn wir demütig von unserem verkehrten Weg umkehren,

    Hast du dich hier wieder erkannt?

    Ähnlichkeiten mit realen Personen sind rein zufällig! Und außerdem ist die nette kleine Geschichte nicht von mir, sondern ein Drama von der Gesellschaft, das ich heute Nacht gehört habe:

    „Lasst euch nicht irreführen, Gott lässt sich nicht verspotten!“

  16. Juleam 12. Dezember 2010 um 11:26 Link zum Kommentar

    Epheser 5:3-4

    3 Hurerei und jede Art Unreinheit oder Habgier sollen unter euch nicht einmal erwähnt werden, so wie es sich für Heilige geziemt, 4 auch kein schändliches Benehmen noch törichtes Reden, noch unzüchtige Späße, Dinge, die sich nicht schicken, sondern vielmehr Danksagung.

    Ellen und Susanne sind eigentlich der 3. Teil des Dramas „Lasst euch nicht irreführen, Gott lässt sich nicht verspotten!”, das um die ersten Christen in Ephesus geht. Es ist kein historisches Drama mit Kostümen gewesen, sondern eher die Nutzanwendung des Rates an die Epheser, der für uns heute wichtig ist.

    Der erste Teil geht um Andreas und seine Familie. Andreas ist gerade 16 und guckt unglaublich gern Videos. Dabei sind sehr oft auch fragwürdige Filme dabei. Sein jüngerer Bruder musste öfters weggucken, denn die Gewalt war zu schlimm.

    Aber das ist nicht weiter tragisch, denn Videos haben einen ganz entscheidenden Vorteil: “man kann bei gewaltsamen oder unmoralischen Szenen einfach vorspulen. Dann bekommt man garnichts davon mit”. Selbst der Vater findet garnichts Schlimmes dabei.

    Der Älteste kann aber die Gefahren aufzeigen, denn woran merkt man denn, dass man vorspulen muss? Mann muss sich die Szene ja erst mal “kurz” angucken. “Sind ja nur Sekunden”, aber “du hast Recht, die eine Szene ist mir die ganze Nacht nicht aus dem Kopf gegangen.”

    Heute wählt die Familie ihre Fílme sorgfältiger aus und hat für sich entdeckt, dass man seine Freizeit auch sinnvoller verbringen kann, z.B. mit Ausflügen in die wunderschöne Natur oder einem Spieleabend. Ausserdem “reden sie nun viel mehr miteinander”.

    Andreas dient heute als Dienstamtgehilfe in seiner Versammlung.

    Der zweite Teil ging um Jenny. Auch sie ist im gleichen Alter wie Andreas und hört mit Hingabe Rockmusik. Sie sieht darin kein Problem. Als die Mutter eine von den Casettenhüllen findet ist sie schockiert. Auch die Texte strotzen nur so von Gewalt und Unmoral. Darauf angesprochen meint Jenny, “ich höre ja garnicht wirklich hin. Und wenn es dich beruhigt, spule ich solche Lieder einfach vor”.

    Nachdem Jenny mit ihrer weltlichen Schulfreundin auf einem Konzert der Rockband war, baut sie geistig ab. Sie ist irgendwie nicht mehr mit dem Herzen dabei, ihre Kommentare werden weniger und wenn, dann liest sie nur aus dem Absatz vor. Dem Ältesten ist das gleich aufgefallen, denn vorher war sie vor Liebe zu Jehova und zur Wahrheit übergesprudelt.

    Er fragt, was denn wäre, wenn man bei den Liedern die Melodie weglassen, und es nicht singen würde, “wenn jemand in deinem Wohnzimmer stehen und den Text ganz normal, ohne Reime sagen würde”?. Na, “den würde mein Vater sicherlich rauswerfen”.

    Jenny erkennt, welcher Gefahr sie sich unbewusst ausgesetzt hatte und “entsorgt” die Casetten, die sie vorher so geliebt hatte. Heute hat sie einen anderen Musikgeschmackt, “sie hört sogar ab und an klassische Musik”.

    Heute steht Jenny im Pionierdienst.

    Ja, wir können wirklich viel für uns selbst aus dem Rat des Paulus an die Epheser lernen. Interessant auch der Gedanke, dass niemand von den gezeigten Personen Jehova absichtlich verspotten wollte – aber durch, das, was sie sich ansahen, anhörten oder wie sie miteinander umgingen, haben sie es unabsichtlich getan!

  17. Juleam 13. Dezember 2010 um 11:48 Link zum Kommentar

    „Loyale Unterwürfigkeit gegenüber Jehova und seiner Organisation“

    Epheser 6:1-4

    Lianes Mutter findet beim Aufräumen eine Schachtel Ziehgaretten in deren Schultasche. Liane fragt: „hast du wirklich geglaubt, dass ich rauchen würde?“. Dabei muss ich unwillkürlich an Judas denken, der Jesus fragte: „ich bin es doch nicht etwa?“

    Als Lianes verkehrtes Verhalten aufzufliegen droht, haut sie von zu Hause ab. Aber ist Weglaufen wirklich eine Lösung für das Problem?

    Warum ist Liane denn geflohen? Sie ging von ihrer Familie weg, von der sie weiss, dass diese die Maßstäbe Jehovas einhalten und die ihr derzeitiges Verhalten sicherlich nicht akzeptieren werden: „Meine Eltern würden mich nie zu Hause wohnen und das tun lassen, was ich will“.

    Allerdings erweist sich Tina, zu der sie sich flüchtet, als eine wahre Freundin, denn sie sagt Liane klar und deutlich, was sie davon hält, und „wenn ich solche Eltern hätte wie du, wäre ich ganz bestimmt nicht in einer solchen Klemme!“. Tina ist ehrlich zu Liane und erwartet, dass diese auch ehrlich ist – ganz besonders zu ihren Eltern.

    Sie sagt zu ihr, sie habe nur zwei Möglichkeiten: „entweder du gehst nach Hause und bringst dein Leben in Ordnung – oder du bleibst dein ganzes Leben auf der Flucht. Und du weißt, wo du dann landen wirst: in der Gosse!“

    Harte Worte! Zu hart?

    Ihr Bruder, der sie bei Tina abholen will, erinnert sie daran, was sie den Eltern damit antut. „Ich weiss, aber ich konnte nicht mehr zu Hause bleiben“.

    „Du weißt gar nicht, wie gut du es hast, Eltern zu haben, die so sehr an dir interessiert sind. Ich rate dir, überlege es dir nochmal, bevor du alles hinwirfst“

    Warum konnte Liane nicht mit ihren Eltern über alles reden? „Mir war bewußt, dass ich etwas tat, was du nicht gutheißen würdest und ich hatte Angst davor, wie du über mich denken könntest und was du sagen würdest“.

    Liane war unzufrieden mit ihrem Leben gewesen, es machte ihr gar keinen Spaß mehr, Jehova zu dienen. Der Vater bringt den Ernst der Lage auf den Punkt, indem er sie fragt: „Denkst du wirklich, du hättest Jehova gedient, während du gleichzeitig Dinge getan hast, die Jehova hasst?“ Klar, dass dabei die Freude auf der Strecke geblieben ist. Der Vater lässt sie Epheser 6:1-4 lesen und erklärt ihr, dass sowohl Eltern als auch die Kinder eine Verantwortung vor Jehova haben:

    Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in Gemeinschaft mit [dem] Herrn, denn das ist gerecht: 2 “Ehre deinen Vater und [deine] Mutter”, welches das erste Gebot mit einer Verheißung ist: 3 “Damit es dir gutgeht und du lange Zeit auf der Erde bleibst.”

    4 Und ihr, Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie weiterhin auf in der Zucht und in der ernsten Ermahnung Jehovas.

    Die Eltern müssen ihre Kinder in den Geboten Jehovas unterweisen und ihnen nicht nur helfen, diese zu verstehen, sondern sie auch in allem, was sie tun, anzuwenden.

    Die Kinder tragen die Verantwortung, ihren Eltern respektvoll zu gehorchen (solange diese nichts von ihnen verlangen, was gegen Jehovas Maßstäbe verstößt) und dürfen es ihnen nicht schwer machen, sie in der wahren Anbetung zu erziehen.

    Kommen wir unserer persönlichen Verantwortung nach? Als Eltern, aber auch als Kinder?

    Was ist mit unserer Verantwortung als Freund? Helfen wir „einer Liane“ wieder auf dem rechten Weg zurück – oder unterstützen wir sie in ihrem verkehrten Verhalten?

    Sind wir uns dessen bewußt, dass wir uns vor Jehova verantworten müssen, wenn wir „einer Liane“ nicht helfen, den nötigen Respekt und die nötige Unterordnung unter die Eltern an den Tag zu legen?

  18. Juleam 13. Dezember 2010 um 11:54 Link zum Kommentar

    Eine weitere Person in diesem Drama ist Rolf, der unzufriedene Pionier, der sich immer gleich angegriffen fühlt, und ein Problem mit den Ältesten seiner Versammlung hat. Ein Bruder sagt sogar zu ihm: „jedes Mal, wenn ich mit dir rede, beginnst du einen Streit!“. Etwas, was Rolf vehement abstreitet. Er unterbricht den anderen und ist schnell mit Schuldzuweisungen bei der Hand. Seine Gefühle behindern ihn, dem anderen wirklich zuzuhören.

    Hebräer 13:17 – besonders der letzte Teil

    Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig, denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden,

    damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden.

    Er hat ein Problem damit, unterwürfig zu sein. „Wie kann ich denen unterwürfig sein, die ständig meinen geistigen Fortschritt behindern und immer Recht behalten wollen?“

    „Wenn du dich ständig gegen die Ältesten auflehnst, lehnst du dich in Wirklichkeit gegen Jehova und seine Organisation auf.“ Und „durch dein ständiges Nörgeln und Klagen machst du es uns wirklich sehr schwer, über dein Verhalten hinweg zu sehen“.

    Seine Einstellung und sein Reden bewirken, dass er von der Pionierliste gestrichen werden muss.

    Könnte es sein, dass Jehova es ähnlich sieht, wenn Kinder oder Jugendliche den nötigen Respekt vor ihren Eltern vermissen lassen und ihnen gegenüber eine ähnliche Einstellung haben wie Rolf gegenüber den Ältesten?

    Wie sieht er wohl mich als Ehefrau, wenn ich mich nicht demütig meinem Ehemann unterordne?

    Epheser 5:21-24

    Seid einander untertan in der Furcht Christi. 22 Die Frauen seien ihren Männern untertan wie dem Herrn, 23 denn ein Mann ist [das] Haupt seiner Frau, wie der Christus auch [das] Haupt der Versammlung ist, er, [der] Retter [dieses] Leibes. 24 In der Tat, wie die Versammlung dem Christus untertan ist, so seien es auch die Frauen ihren Männern in allem.

    Was haben wir für uns ganz persönlich aus diesem Drama gelernt?

  19. Juleam 22. Oktober 2011 um 11:44 Link zum Kommentar

    Epheser 4:26,27

    „Seid erzürnt, und doch sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurer gereitzten Stimmung untergehen, auch gebt dem Teufel nicht Raum“
    (Epheser 4:26,27)

    dieser Teil „auch gebt dem Teufel nicht Raum“ ist sehr wichtig!

    Denn: wer freut sich denn darüber, wenn wir uns streiten – wenn wir uns aus Jehovas Liebe entfernen und uns nicht mehr auf die wahre Anbetung und den Dienst konzentrieren können?

    Es ist derjenige, der nach Argumenten sucht, die er unserem liebevollen Schöpfer an den Kopf werfen kann, sagen kann „ich habs dir ja gesagt!“

    aber dem Satan wollen wir doch nicht erfreuen!!!!

  20. Juleam 22. Oktober 2011 um 11:45 Link zum Kommentar

    „Sich mit aller Kraft um Frieden zu bemühen erfordert demnach, dass man Konflikte möglichst schnell beilegt. Warum? Nur so kann man verhindern, dass sie sozusagen wie eine unbehandelte, entzündete Wunde anfangen zu eitern.“

    WT 15.08.2011 Abs 7

    Desto länger so eine Unstimmigkeit andauert, umso mehr steigern wir uns ja auch hinein! Wir denken dann ja immer wieder darüber nach und suchen nach Argumenten, die beweisen, dass wir selbst im Recht sind. Genau dies will der Satan: an unseren Stolz appellieren – und am besten noch daran, dass wir etwas haben wollen, was uns nicht zusteht (Habgier).

    Umso mehr wir uns in eins Sache verbeissen, desto schwerer wird s für uns werden, den Griff wieder zu lösen und umzukehren. Vielleicht können wir bald nicht mehr nachgeben, weil wir meinen, sonst unser Gesicht zu verlieren.

    Besser ist es, wenn man gleich bereit ist, den Streit zu beenden, auf den anderen zuzugehen und auch selbst Abstriche zu machen.

    Denn was nützt es mir, wenn ich vielleicht (meiner Meinung nach) im Recht bin und darauf beharre – und es über eine lange Zeit eine frostige Atmosphäre bei uns zu Hause herrscht? Niemand würde sich mehr wohl fühlen, auch wir nicht!

    Und letztendlich löst sich das Problem mit so einem Verhalten nicht. Wenn ich nun mit ein beziehe, dass die Ehe für uns immer bestehen bleiben wird – weil wir ja Jehova lieben – wie soll sowas denn viele Jahre bestehen?

    Was wäre nun die Lösung?

    Ist es nicht so, dass in solchen Situationen oftmals Entscheidungen reifen, die Jehova nicht gefallen? Entscheidungen, wie mir Trost woanders zu suchen oder mich von meinem Mann zu trennen.

    Und wer freut sich dann?

    Jetzt sind wir wieder bei dem Gedanken von vorhin: wir geben dem Teufel Raum und erfreuen ihn!

  21. Juleam 22. Oktober 2011 um 11:48 Link zum Kommentar

    WT 01.10.2007

    Persönliche Differenzen als Falle

    15 Listig nutzt Satan persönliche Differenzen, um einen Keil zwischen Jehovas Diener zu treiben. Das kann jeden betreffen, unabhängig von seinen Dienstvorrechten. Manche werden vom Teufel lebendig gefangen, weil sie zulassen, dass persönliche Differenzen dem Frieden und der Einheit sowie der einmaligen geistigen Wohlfahrt schaden, die Jehova herbeigeführt hat (Psalm 133:1-3).

    16 Während des 1. Weltkriegs versuchte Satan, den irdischen Teil der Organisation Jehovas durch Frontalangriffe zu vernichten, doch vergebens (Offenbarung 11:7-13). Seither geht er mit Hinterlist gegen unsere Einheit vor. Wenn wir zulassen, dass zwischenmenschliche Dissonanzen in Uneinigkeit münden, bieten wir dem „Vogelfänger“ Angriffsfläche. Wir könnten dadurch den Zustrom des heiligen Geistes im privaten Leben und in der Versammlung drosseln. Das würde Satan gefallen, denn jede Störung des Friedens und der Einheit in der Versammlung beeinträchtigt das Predigtwerk (Epheser 4:27, 30-32).

    17 Was kann man bei Differenzen mit anderen tun? Natürlich liegt jeder Fall anders. Wenn es auch Gründe für Unstimmigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich gibt, so gibt es doch keinen Grund, sie nicht beizulegen (Matthäus 5:23, 24; 18:15-17). Gottes Wort ist inspiriert und der Rat daraus vollkommen. Nach biblischen Grundsätzen zu verfahren ist nie verkehrt. Es führt immer zum Erfolg.

    18 Jehova ist „zum Vergeben bereit“ und er gewährt „wahre Vergebung“ (Psalm 86:5; 130:4). Wir zeigen, dass wir geliebte Kinder Jehovas sind, wenn wir seinem Beispiel folgen (Epheser 5:1). Wir alle sind Sünder und bedürfen dringend der Vergebung. Deshalb ist es ein Alarmsignal, wenn wir dazu neigen, unversöhnlich zu sein. Wir könnten wie der Sklave in Jesu Gleichnis werden, der seinem Mitsklaven eine Schuld nicht erlassen wollte, die nur einen Bruchteil von dem ausmachte, was sein Herr ihm bereits erlassen hatte. Als der Herr davon erfuhr, ließ er den unversöhnlichen Sklaven ins Gefängnis werfen. Jesus schloss das Gleichnis mit den Worten ab: „In gleicher Weise wird mein himmlischer Vater auch mit euch verfahren, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder aus eurem Herzen heraus vergebt“ (Matthäus 18:21-35). Unstimmigkeiten können bestimmt besser beigelegt werden, wenn wir über dieses Gleichnis nachdenken und uns überlegen, wie oft Jehova uns schon bereitwillig vergeben hat (Psalm 19:14).

  22. Juleam 8. Dezember 2011 um 09:43 Link zum Kommentar

    Epheser 1 – 3

    Epheser 2:1-3

    Aber wie sah euer Leben früher aus? Ihr wart Gott ungehorsam und wolltet von ihm nichts wissen. In seinen Augen wart ihr tot. 2 Ihr habt gelebt, wie es in dieser Welt üblich ist, und wart dem Satan verfallen, der seine Macht ausübt zwischen Himmel und Erde. Sein böser Geist beherrscht auch heute noch das Leben aller Menschen, die Gott nicht gehorchen. 3 Zu ihnen haben wir früher auch gehört, damals, als wir eigensüchtig unser Leben selbst bestimmen wollten. Wir haben den Leidenschaften und Verlockungen der Sünde nachgegeben, und wie alle anderen Menschen waren wir dem Zorn Gottes ausgeliefert.

    Interessanter Gedanke, der mich wieder dahin bringt, wie Jehova wohl Menschen wie meine Eltern sieht.

    Denn sie haben nicht „von ihm nichts wissen wollen“ – im Gegenteil. Sie wollten einfach begreifen, warum er so schreckliche Dinge zuläßt wie die, die sie im Krieg und während ihrer Vertreibung aus der Heimat erlebt hatten.

    Auch haben sie nicht selbstsüchtig nach ihren eigenen Wünschen gelebt, sondern waren verantwortungsvolle Eltern. Sie haben sich an das gehalten, was ihre Eltern ihnen mit den 10 Geboten gelehrt haben und der oberste Grundsatz war für sie immer die goldene Regel. Diese haben sie auch uns Kindern immer wieder gut eingeprägt, so dass mein ganzes Leben davon bestimmt war – und dies bereits in frühester Kindheit, schon lange bevor ich die Wahrheit kennen gelernt habe.

    Da Jehova Samuel sagte, dass er den Menschen gemäß dem beurteilt, was er innerlich ist – weil er in hr Herz sieht – bin ich davon überzeugt, dass auch sie in seinen Augen annehmbar sind. Ganz unabhängig davon, ob sie die Bibel studieren. Denn wenn ich sehe, zu was doch ziemlich viele Menschen fähig sind, die die Bibel studiert und sich Jehova hingegeben und sich taufen lassen haben, dann kann dies nicht das Kriterium sein.

    Für Jehova zählt unser Herz und dass wir so leben, dass wir niemand Schaden zufügen. Können wir dies zu Recht von uns und unserem Leben behaupten?

    Etwas Ähnliches habe ich heute von einem anderen Herrn gehört, der zwar sagt, dass er nicht religiös sei, aber die Bibel sehr hoch als kulturelles Gut achtet, das Menschen zum Guten beeinflusst, das zeigt, wie man sich mit Anstand und Moral benimmt. Könnte man von jemanden, der so denkt, annehmen, dass er „nichts von Gott wissen wolle“ und seinen sebstsüchtigen Wünschen nachgeht?

    Dürfen wir uns wirklich was darauf einbilden, dass wir Zeugen Jehovas sind? Interessanterweise habe ich in letzter Zeit öfter auf Kongressen gehört, dass wir dies nicht tun sollten – dass wir nicht automatisch besser sind und dass Weltmenschen nicht automatisch schlechter und von Gott verworfen sind.

    Wie berührt dies unsere Einstellung und unser Leben?

  23. Juleam 9. Dezember 2011 um 08:59 Link zum Kommentar

    Epheser 4 – 6

    Epheser 4:1-3

    Vergesst nicht, dass ich für den Herrn im Gefängnis bin. Als sein Gefangener bitte ich euch: Lebt so, wie Gott es von denen erwartet, die er zu seinen Kindern berufen hat. 2 Überhebt euch nicht über andere, seid freundlich und geduldig! Geht in Liebe aufeinander ein! 3 Setzt alles daran, dass die Einheit, wie sie der Geist Gottes schenkt, bestehen bleibt durch den Frieden, der euch verbindet.

    Ist uns der Frieden und die Einheit der Versammlung ebenso wichtig wie Paulus?

  24. Juleam 9. Dezember 2011 um 09:01 Link zum Kommentar

    Epheser 4:14

    Dann sind wir nicht länger wie unmündige Kinder, die sich von jeder beliebigen Lehrmeinung aus der Bahn werfen lassen und die leicht auf geschickte Täuschungsmanöver hinterlistiger Menschen hereinfallen.

  25. Juleam 9. Dezember 2011 um 09:12 Link zum Kommentar

    Epheser 4:17-32 – Wie Christen leben sollen

    17 Darum hat mir der Herr aufgetragen, euch zu sagen: Lebt nicht länger wie Menschen, die Gott nicht kennen! Ihr Denken ist verkehrt und führt ins Leere, 18 ihr Verstand ist verdunkelt. Sie wissen nicht, was es bedeutet, mit Gott zu leben, und ihre Herzen sind hart und gleichgültig. 19 Ihr Gewissen ist abgestumpft, deshalb leben sie ihre Leidenschaften aus. Sie sind zügellos und in ihrer Habgier unersättlich.

    20 Aber ihr habt gelernt, dass solch ein Leben mit Christus nichts zu tun hat. 21 Was Jesus wirklich von uns erwartet, habt ihr gehört – ihr seid es ja gelehrt worden: 22 Ihr sollt euer altes Leben wie alte Kleider ablegen. Folgt nicht mehr euren Leidenschaften, die euch in die Irre führen und euch zerstören. 23 Gottes Geist will euch durch und durch erneuern. 24 Zieht das neue Leben an, wie ihr neue Kleider anzieht. Ihr seid neue Menschen geworden, die Gott selbst nach seinem Bild geschaffen hat. Ihr gehört zu Gott und lebt so, wie es ihm gefällt.

    25 Belügt einander also nicht länger, sondern sagt die Wahrheit. Wir sind doch als Christen die Glieder eines Leibes, der Gemeinde Jesu. 26 Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt. 27 Gebt dem Teufel keine Gelegenheit, Unfrieden zu stiften. 28 Wer früher von Diebstahl lebte, der soll sich jetzt eine ehrliche Arbeit suchen, damit er auch noch Notleidenden helfen kann. 29 Redet nicht schlecht voneinander. Was ihr sagt, soll für jeden gut und hilfreich sein, eine Wohltat für alle. 30 Beleidigt nicht den Heiligen Geist. Als Gott ihn euch schenkte, hat er euch sein Siegel aufgedrückt. Er ist doch euer Bürge dafür, dass der Tag der Erlösung kommt.

    31 Mit Bitterkeit, Jähzorn und Wut sollt ihr nichts mehr zu tun haben. Schreit einander nicht an, redet nicht schlecht über andere, und vermeidet jede Feindseligkeit.

    32 Seid vielmehr freundlich und barmherzig, und vergebt einander, so wie Gott euch durch Jesus Christus vergeben hat.

  26. Juleam 9. Dezember 2011 um 09:25 Link zum Kommentar

    Epheser 5:1-21 – Leben im Licht

    1 Ihr seid Gottes geliebte Kinder, daher sollt ihr in allem seinem Vorbild folgen. 2 Geht liebevoll miteinander um, so wie auch Christus euch seine Liebe erwiesen hat. Aus Liebe hat er sein Leben für uns gegeben. Und Gott hat dieses Opfer angenommen.

    3 Ihr gehört zu Gott. Da passt es selbstverständlich nicht mehr, sexuell zügellos zu leben, über die Stränge zu schlagen oder alles haben zu wollen. Ihr sollt nicht einmal darüber reden! 4 Genauso wenig ist Platz für Klatsch, Sticheleien und zweideutiges Gerede. Vielmehr sollt ihr Gott danken und ihn loben. 5 Denn eins ist klar: Wer ein ausschweifendes, schamloses Leben führt, für den ist kein Platz in der neuen Welt, in der Gott und Christus herrschen werden. Das gilt auch für alle, die von Habgier besessen sind; denn solche Menschen beten ihre eigenen Götzen an.

    6 Lasst euch von niemandem verführen, der euch durch sein leeres Geschwätz einreden will, dass dies alles harmlos sei. Gottes Zorn wird alle treffen, die ihm nicht gehorchen. 7 Darum meidet solche Leute! 8 Früher habt auch ihr in Dunkelheit gelebt; aber heute ist das anders: Durch den Herrn seid ihr im Licht. Darum lebt nun auch wie Kinder des Lichts! 9 Ein solches Leben führt zu aufrichtiger Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. 10 Prüft in allem, was ihr tut, ob es Gott gefällt. 11 Lasst euch auf keine finsteren Machenschaften ein, die keine gute Frucht hervorbringen; im Gegenteil: helft sie aufzudecken.

    12 Denn was manche im Verborgenen treiben, ist so abscheulich, dass man nicht einmal davon reden soll. 13 Doch wenn das Licht Gottes auf diese Dinge fällt, werden sie erst richtig sichtbar. 14 Was Gott ans Licht bringt, wird hell. Deshalb heißt es auch: »Erwache aus deinem Schlaf! Erhebe dich von den Toten! Und Christus wird dein Licht sein.« 15 Achtet also genau darauf, wie ihr lebt: nicht wie unwissende, sondern wie weise Menschen. 16 Dient Gott, solange ihr es noch könnt, denn wir leben in einer schlimmen Zeit. 17 Seid nicht verbohrt; sondern begreift, was der Herr von euch will! 18 Betrinkt euch nicht; das führt nur zu einem ausschweifenden Leben. Lasst euch vielmehr von Gottes Geist erfüllen. 19 Singt miteinander Psalmen, und lobt den Herrn mit Liedern, wie sie euch sein Geist schenkt. Singt für den Herrn, und jubelt aus vollem Herzen! 20 Im Namen unseres Herrn Jesus Christus dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit, überall und für alles!

  27. Juleam 12. Dezember 2012 um 19:39 Link zum Kommentar

    Epheser 1 – 3

    Epheser 1 – Was unserem Leben echten Sinn gibt

    Absender und Empfänger des Briefes. Segenswunsch

    1 Paulus, Apostel Jesu Christi nach Gottes Plan und Willen, an die, die in Ephesus leben und zu Gottes heiligem Volk gehören. Euch allen, die ihr aufgrund des Glaubens mit Jesus Christus verbunden seid , 2 ´wünsche ich` Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn.

    Reich gemacht durch Jesus Christus

    3 Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Gepriesen sei er für die Fülle des geistlichen Segens, an der wir in der himmlischen Welt durch Christus Anteil bekommen haben. 4 Denn in Christus hat er uns schon vor der Erschaffung der Welt erwählt mit dem Ziel, dass wir ein geheiligtes und untadeliges Leben führen, ein Leben in seiner Gegenwart und erfüllt von seiner Liebe . 5 Von allem Anfang an hat er uns dazu bestimmt, durch Jesus Christus seine Söhne und Töchter zu werden. Das war sein Plan; so hatte er es beschlossen. 6 Und das alles soll zum Ruhm seiner wunderbaren Gnade beitragen, die er uns durch seinen geliebten ´Sohn` erwiesen hat.

    7 Durch ihn, der sein Blut für uns vergossen hat, sind wir erlöst; durch ihn sind uns unsere Verfehlungen vergeben. Daran wird sichtbar, wie groß Gottes Gnade ist; 8 er hat sie uns in ihrer ganzen Fülle erfahren lassen. In seiner Gnade hat er uns auch alle ´nötige` Weisheit und Einsicht geschenkt. 9 Er hat uns seinen Plan wissen lassen, der bis dahin ein Geheimnis gewesen war und den er – so hatte er es sich vorgenommen, und so hatte er beschlossen – durch Christus 10 verwirklichen wollte, sobald die Zeit dafür gekommen war : Unter ihm, Christus, dem Oberhaupt des ganzen Universums, soll alles vereint werden – das, was im Himmel, und das, was auf der Erde ist.

    11 Außerdem hat Gott uns – seinem Plan entsprechend – durch Christus zu seinen Erben gemacht . Er, der alles nach seinem Willen und in Übereinstimmung mit seinem Plan ausführt, hatte uns von Anfang dazu bestimmt 12 mit dem Ziel, dass wir zum Ruhm seiner ´Macht und` Herrlichkeit beitragen – wir alle, die wir unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben .

    13 Auch ihr gehört jetzt zu Christus. Ihr habt die Botschaft der Wahrheit gehört, das Evangelium, das euch Rettung bringt. Und weil ihr diese Botschaft im Glauben angenommen habt, hat Gott euch – wie er es versprochen hat – durch Christus den Heiligen Geist gegeben . Damit hat er euch sein Siegel aufgedrückt , ´die Bestätigung dafür, dass auch ihr jetzt sein Eigentum seid`. 14 Der Heilige Geist ist gewissermaßen eine Anzahlung, die Gott uns macht, der erste Teil unseres himmlischen Erbes; Gott verbürgt sich damit für die vollständige Erlösung derer, die sein Eigentum sind . Und auch das soll zum Ruhm seiner ´Macht und` Herrlichkeit beitragen.

    Gebet um Einblick in Gottes Größe und Macht

    15 Hinzu kommt, dass ich gehört habe, wie ´beständig` euer Glaube an den Herrn Jesus ist und was für eine Liebe ihr allen entgegenbringt, die zu Gottes heiligem Volk gehören. Wegen all dem 16 kann ich nicht anders, als Gott immer wieder für euch zu danken. Jedes Mal, wenn ich bete, denke ich auch an euch. 17 ´Ich bete darum,` dass Gott – der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater, dem alle ´Macht und` Herrlichkeit gehört – euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung gibt , damit ihr ihn immer besser kennen lernt. 18 Er öffne euch die Augen des Herzens, damit ihr erkennt, was für eine Hoffnung Gott euch gegeben hat, als er euch berief , was für ein reiches und wunderbares Erbe er für die bereithält , die zu seinem heiligen Volk gehören, 19 und mit was für einer überwältigend großen Kraft er unter uns, den Glaubenden, am Werk ist.

    Es ist dieselbe gewaltige Stärke, 20 mit der er am Werk war, als er Christus von den Toten auferweckte und ihm in der himmlischen Welt den Ehrenplatz an seiner rechten Seite gab. 21 Damit steht Christus jetzt hoch über allen Mächten und Gewalten, hoch über allem, was Autorität besitzt und Einfluss ausübt; er herrscht über alles, was Rang und Namen hat – nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. 22 Ja, Gott hat ihm alles unter die Füße gelegt, und er hat ihn, den Herrscher über das ganze Universum, zum Haupt der Gemeinde gemacht . 23 Sie ist sein Leib, und er lebt in ihr mit seiner ganzen Fülle – er, der alles und alle ´mit seiner Gegenwart` erfüllt .

    Direkt nach den einleitenden Worten erklärt uns Paulus den Sinn des Lebens: wir alle sind Teil des göttlichen Plans und ER will, dass wir so leben, dass wir seinem Namen Ehre bereiten.

    Sind wir uns dessen bewusst – und zeigt sich dies in unserem Leben?

  28. Juleam 12. Dezember 2012 um 19:46 Link zum Kommentar

    Epheser 2 – Jesus vereint alle diejenigen, die an den Schöpfer glauben und IHM dienen wollen

    Vom Tod zum Leben

    1 Auch euch hat Gott zusammen mit Christus lebendig gemacht. Ihr wart nämlich tot – tot aufgrund der Verfehlungen und Sünden, 2 die euer früheres Leben bestimmten. Ihr hattet euch nach den Maßstäben dieser Welt gerichtet und wart dem gefolgt, der über die Mächte der unsichtbaren Welt zwischen Himmel und Erde herrscht, jenem Geist, der bis heute in denen am Werk ist, die nicht bereit sind, Gott zu gehorchen. 3 Wir alle haben früher so gelebt; wir ließen uns von den Begierden unserer eigenen Natur leiten und taten, wozu unsere selbstsüchtigen Gedanken uns drängten. So, wie wir unserem Wesen nach waren, hatten wir – genau wie alle anderen – nichts verdient als Gottes Zorn.

    4-5 Doch Gottes Erbarmen ist unbegreiflich groß! Wir waren aufgrund unserer Verfehlungen tot, aber er hat uns so sehr geliebt, dass er uns zusammen mit Christus lebendig gemacht hat. Ja, es ist nichts als Gnade, dass ihr gerettet seid! 6 Zusammen mit Jesus Christus hat er uns vom Tod auferweckt, und zusammen mit ihm hat er uns schon jetzt einen Platz in der himmlischen Welt gegeben, weil wir mit Jesus Christus verbunden sind . 7 Bis in alle Ewigkeit will er damit zeigen, wie überwältigend groß seine Gnade ist, seine Güte, die er uns durch Jesus Christus erwiesen hat.

    8 Noch einmal: Durch ´Gottes` Gnade seid ihr gerettet, und zwar aufgrund des Glaubens. Ihr verdankt eure Rettung also nicht euch selbst; nein, sie ist Gottes Geschenk. 9 Sie gründet sich nicht auf ´menschliche` Leistungen, sodass niemand ´vor Gott` mit irgendetwas großtun kann. 10 Denn was wir sind, ist Gottes Werk; er hat uns durch Jesus Christus dazu geschaffen, das zu tun, was gut und richtig ist. Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen .

    Juden und Nichtjuden: durch Christus zu einer Einheit gemacht

    11 Denkt doch einmal zurück! ´Ihr wisst ja,` dass ihr wegen eurer nichtjüdischen Herkunft die »Unbeschnittenen« genannt werdet, und zwar von denen, die sich selbst als die »Beschnittenen« bezeichnen (dabei ist ihre Beschneidung etwas rein Äußerliches, ein menschlicher Eingriff an ihrem Körper ). Wie stand es denn früher um euch? 12 Früher hattet ihr keinerlei Beziehung zu Christus . Ihr hattet keinen Zugang zum israelitischen Bürgerrecht und wart ausgeschlossen von den Bündnissen, die Gott mit seinem Volk eingegangen war; seine Zusagen galten ihnen und nicht euch . Euer Leben in dieser Welt war ein Leben ohne Hoffnung , ein Leben ohne Gott.

    13 Doch das alles ist durch Jesus Christus Vergangenheit. Weil Christus sein Blut für euch vergossen hat, seid ihr jetzt nicht mehr fern von Gott, sondern habt das Vorrecht, in seiner Nähe zu sein. 14 Ja, Christus selbst ist unser Frieden. Er hat die Zweiteilung überwunden und hat aus Juden und Nichtjuden eine Einheit gemacht. Er hat die Mauer niedergerissen, die zwischen ihnen stand, und hat ihre Feindschaft beendet. Denn durch die Hingabe seines eigenen Lebens 15 hat er das Gesetz mit seinen zahlreichen Geboten und Anordnungen außer Kraft gesetzt. Sein Ziel war es, Juden und Nichtjuden durch die Verbindung mit ihm selbst zu einem neuen Menschen zu machen und auf diese Weise Frieden zu schaffen. 16 Dadurch, dass er am Kreuz starb, hat er sowohl Juden als auch Nichtjuden mit Gott versöhnt und zu einem einzigen Leib, der Gemeinde, zusammengefügt; durch seinen eigenen Tod hat er die Feindschaft getötet. 17 Er ist ´in diese Welt` gekommen und hat Frieden verkündet – Frieden für euch, die ihr fern von Gott wart, und Frieden für die, die das Vorrecht hatten, in seiner Nähe zu sein . 18 Denn dank Jesus Christus haben wir alle – Juden wie Nichtjuden – durch ein und denselben Geist freien Zutritt zum Vater.

    19 Ihr seid jetzt also nicht länger Fremde ohne Bürgerrecht, sondern seid – zusammen mit allen anderen, die zu seinem heiligem Volk gehören – Bürger des Himmels ; ihr gehört zu Gottes Haus, zu Gottes Familie. 20 Das Fundament des Hauses, in das ihr eingefügt seid, sind die Apostel und Propheten , und der Eckstein dieses Gebäudes ist Jesus Christus selbst. 21 Er hält den ganzen Bau zusammen; durch ihn wächst er und wird ein heiliger, dem Herrn geweihter Tempel . 22 Durch Christus seid auch ihr in dieses Bauwerk eingefügt, in dem Gott durch seinen Geist wohnt.

    Wie gut, dass Gottes Sohn auf die Erde gekommen ist. Auch wenn er selbst von sich sagt, er sei „nicht gekommen, um zu vereinen, sondern zu entzweien“ – so betrifft dies nicht all diejenigen, die Jehova Gott dienen wollen.

    Denn alle diejenigen, die Jehova als Schöpfer aller Dinge anerkennen und IHM gestatten, ihr Leben wirklich zu beeinflussen, diejenigen die bereit sind, gemäß Gottes Wort und seinen Maßstäben zu leben – all diejenigen vereint Jesus. Er hat sie alle „aus den Menschen erkauft“, gewissermaßen als seine Brüder. Auch wir, die wir nachderm die Zahl der Gesalbten voll war, zum Glauben gekommen sind und daher keine himnlische Hoffnung haben, sind Jesu Brüder und Schwestern.

    Auch wir haben die Gnade und das Vorrecht, in seine – Jesu – Fußesstapfen zu treten und ihn und seinen Lebenswandel nachzuahmen. Dadurch kommen wir nicht nur unserem Vorbild Jesu näher, sondern unser himmlischer Vater Jehova sieht auf uns mit ebensolcher Liebe herab, mit der er es bei Jesus tat und noch tut.

    Was für eine wunderbare Gelegenheit für jeden von uns. Nutzen wir sie?

  29. Juleam 12. Dezember 2012 um 19:54 Link zum Kommentar

    Epheser 3 – der Inhalt des Zeugnisgebens

    Paulus, Apostel für die nichtjüdischen Völker

    1 Wenn ich mir das alles vor Augen halte, ´kann ich nicht anders, als vor Gott niederzuknien und ihn anzubeten`. Denn dass ich, Paulus, für mein Bekenntnis zu Jesus Christus im Gefängnis bin , kommt euch zugute, die ihr nicht zum jüdischen Volk gehört. 2 Oder habt ihr etwa nicht von dem Plan gehört, den Gott im Hinblick auf euch gefasst und dessen Durchführung er mir in seiner Gnade anvertraut hat ? 3 Es handelt sich bei diesem Plan um ein Geheimnis, dessen Inhalt Gott mir durch eine Offenbarung enthüllt hat; ich habe weiter oben schon kurz davon geschrieben . 4 Beim Lesen dieses Briefes könnt ihr erkennen, dass ich weiß, wovon ich rede, wenn ich vom Geheimnis Christi spreche. 5 Den Menschen früherer Generationen hatte Gott keinen Einblick in dieses Geheimnis gegeben, doch jetzt hat er es den von ihm erwählten Aposteln und Propheten durch seinen Geist offenbart. 6 Die Nichtjuden – ´darin besteht dieses Geheimnis` – sind zusammen mit den Juden Erben, bilden zusammen mit ihnen einen Leib und haben zusammen mit ihnen teil an dem, was Gott seinem Volk zugesagt hat. Das alles ist durch Jesus Christus und mit Hilfe des Evangeliums Wirklichkeit geworden .

    7 Dass ich ein Diener dieser Botschaft geworden bin, ist ein Geschenk der Gnade Gottes; ich verdanke es seiner Macht, die ´in meinem Leben` wirksam geworden ist. 8 Mir, dem Allergeringsten von allen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, hat Gott in seiner Gnade den Auftrag gegeben , den nichtjüdischen Völkern zu verkünden, was für ein unermesslich großer Reichtum uns in der Person von Christus geschenkt ist . 9 Es ist mein Auftrag, allen Menschen die Augen dafür zu öffnen, wie der Plan verwirklicht wird , den Gott, der Schöpfer des Universums, vor aller Zeit gefasst hatte. Bisher war dieser Plan ein in Gott selbst verborgenes Geheimnis , 10 doch jetzt sollen die Mächte und Gewalten in der unsichtbaren Welt durch die Gemeinde die ganze Tiefe und Weite von Gottes Weisheit erkennen . 11 Genauso hatte Gott es sich vor aller Zeit vorgenommen, und dieses Vorhaben hat er nun durch Jesus Christus, unseren Herrn, in die Tat umgesetzt . 12 Durch ihn haben wir alle, die wir an ihn glauben, freien Zutritt zu Gott und dürfen zuversichtlich und vertrauensvoll zu ihm kommen.

    13 Daher bitte ich euch: Lasst euch von den Nöten, die ich durchmache, nicht entmutigen! Ich erleide das alles ja für euch; es trägt dazu bei, dass ihr Anteil an Gottes Herrlichkeit bekommt .

    Die Liebe von Christus in ihrem ganzen Umfang kennen lernen: ein Gebet

    14 ´Noch einmal:` Wenn ich mir das alles vor Augen halte, ´kann ich nicht anders, als anbetend` vor dem Vater niederzuknien. 15 Er, dem jede Familie im Himmel und auf der Erde ihr Dasein verdankt 16 und der unerschöpflich reich ist an Macht und Herrlichkeit, gebeeuch durch seinen Geist innere Kraft und Stärke . 17 ´Es ist mein Gebet,` dass Christus aufgrund des Glaubens in euren Herzen wohnt und dass euer Leben in der Liebe verwurzelt und auf das Fundament der Liebe gegründet ist . 18 Das wird euch dazu befähigen, zusammen mit allen anderen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, die Liebe Christi in allen ihren Dimensionen zu erfassen – in ihrer Breite, in ihrer Länge, in ihrer Höhe und in ihrer Tiefe. 19 Ja, ´ich bete darum,` dass ihr seine Liebe versteht, die doch weit über alles Verstehen hinausreicht, und dass ihr auf diese Weise mehr und mehr mit der ganzen Fülle des Lebens erfüllt werdet, das bei Gott zu finden ist .

    20 Ihm, der mit seiner ´unerschöpflichen` Kraft in uns am Werk ist und unendlich viel mehr zu tun vermag, als wir erbitten oder begreifen können, 21 ihm gebührt durch Jesus Christus die Ehre in der Gemeinde von Generation zu Generation und für immer und ewig. Amen.

    Interessant, welchen Auftrag Paulus von Jesus erhalten hatte.

    Er war sich der Verantwortung bewußt, den Menschen das wunderbare Geheimnis Gottes zu erklären. Und dies besteht darin, dass für Jehova nicht nur das Volk Israel, das er sich einst erwählt hatte, annehmbar ist – sondern jeder, der SEINEN Willen tut. Egal aus welchem Volk er kommt und egal, was er bisher mit seinem Leben angefangen hat.

    Jeder hat die Möglichkeit, zu bereuen und von seinen schlechten Werken umzukehren. Jesus ist für uns gestorben und für unsere Sünden, die wir aufrichtig bereuen, hat er mit seinem Tod das Lösegeld beschafft, so dass wir mit unserer Umkehr rein vor Gott dastehen. Wir fangen praktisch noch einmal ganz von vorn – bei Null – an. Jeder, der dies tut und auf diesem Weg bleibt, ist Teil eines Leibes, der ein großes Ganzes bildet. Alle sind wir Kinder Gottes und können mit IHM versöhnt sein. Es liegt an uns. Als Lohn winkt ewiges Leben.

    Damals, als Paulus und die anderen Apostel lebten und predigten, war der Lohn für alle himmlisches Leben. Daher spricht er, ebenso wie die anderen Evangelisten und Apostel von dem ewigen Lohn im Himmel. Wir hatten an anderer Stelle bereits behandelt, warum die meisten von uns heute die Aussicht auf ewiges Leben in einem Paradies auf der Erde haben.

    Aber dies ist der Inhalt der Guten Botschaft und dies sollte auch Inhalt unseres Predigens und Zeugnisgebens sein.

    Mir ist aufgefallen, dass in der letzten Zeit viele Brüder erzählen, sie hätten informell Zeugnis gegeben. Dies ist sehr erfreulich. Oft erfahren wir auf Nachfrage, dass sie den anderen erklärt haben, dass auch wir Zeugen Jehovas ganz normale Menschen sind. So erzählen sie beispielsweise, dass wir kein Blut nehmen, weil es in der Bibel steht und warum wir keine Geburtstage, kein Weihnachten, Ostern oder Halloween feiern. Dies an sich ist gut und richtig, denn sie zeigen ihren Mitmenschen damit, was die Bibel zu verschiedenen Themen sagt.

    Aber dies ist nicht die Gute Botschaft, die wir aus Gottes Wort verkündigen sollen, es ist nicht der Inhalt des Zeugnisses, für das wir ausgesandt worden sind!

    Den wichtigen Inhalt des Zeugnisses von der Guten Botschaft, die wir verkündigen sollten, hat Paulus hier zusammengefaßt

  30. Juleam 12. Dezember 2012 um 20:05 Link zum Kommentar

    Epheser 4 – 6

    Epheser 4 – Was die Gemeinde zu einer Einheit macht

    1 Als einer, der für sein Bekenntnis zum Herrn im Gefängnis ist, bitte ich euch nun: ´Denkt daran, dass` Gott euch ´zum Glauben` gerufen hat, und führt ein Leben, das dieser Berufung würdig ist! 2 Keiner soll sich über den anderen erheben. Seid vielmehr allen gegenüber freundlich und geduldig und geht nachsichtig und liebevoll miteinander um . 3 Setzt alles daran, die Einheit zu bewahren, die Gottes Geist euch geschenkt hat; sein Frieden ist das Band, das euch zusammenhält .

    4 ´Mit »Einheit« meine ich dies:` ein Leib, ein Geist und genauso auch eine Hoffnung, die euch gegeben wurde, als Gottes Ruf an euch erging; 5 einHerr, ein Glaube, eine Taufe, 6 einGott und Vater von uns allen , der über alle regiert, durch alle wirkt und in allen lebt.

    Was die Gemeinde zusammenhält und wachsen lässt

    7 Jedem Einzelnen von uns hat Christus einen Anteil an den Gaben gegeben, die er in seiner Gnade schenkt; jedem hat er seine Gnade in einem bestimmten Maß zugeteilt . 8 Darum heißt es in der Schrift : »Als er im Triumphzug zur Höhe hinaufstieg, hat er Gefangene mit sich geführt und Geschenke an die Menschen verteilt.«

    9 Wenn hier steht: »Er ist hinaufgestiegen«, dann muss er doch ´zunächst einmal` hinuntergestiegen sein – hinunter bis in die tiefsten Tiefen der Erde . 10 Und er, der hinuntergestiegen ist, ist dann auch wieder hinaufgestiegen bis über den höchsten aller Himmel, um so das ganze Universum ´mit seiner Gegenwart` zu erfüllen.

    11 Er ist es nun auch, der ´der Gemeinde` Gaben geschenkt hat: Er hat ihr die Apostel gegeben, die Propheten, die Evangelisten, die Hirten und Lehrer. 12 Sie haben die Aufgabe, diejenigen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, für ihren Dienst auszurüsten , damit ´die Gemeinde`, der Leib von Christus, aufgebaut wird. 13 Das soll dazu führen, dass wir alle in unserem Glauben und in unserer Kenntnis von Gottes Sohn zur vollen Einheit gelangen und dass wir eine Reife erreichen, deren Maßstab Christus selbst ist in seiner ganzen Fülle.

    14 Denn wir sollen keine unmündigen Kinder mehr sein; wir dürfen uns nicht mehr durch jede beliebige Lehre vom Kurs abbringen lassen wie ein Schiff, das von Wind und Wellen hin und her geworfen wird , und dürfen nicht mehr auf die Täuschungsmanöver betrügerischer Menschen hereinfallen, die uns mit ihrem falschen Spiel in die Irre führen wollen. 15 Stattdessen sollen wir in einem Geist der Liebe an der Wahrheit festhalten, damit wir im Glauben wachsen und in jeder Hinsicht mehr und mehr dem ähnlich werden , der das Haupt ist, Christus. 16 Ihm verdankt der Leib sein gesamtes Wachstum. Mit Hilfe all der verschiedenen Gelenke ist er zusammengefügt, durch sie wird er zusammengehalten und gestützt , und jeder einzelne Körperteil leistet seinen Beitrag entsprechend der ihm zugewiesenen Aufgabe . So wächst der Leib heran und wird durch die Liebe aufgebaut.

    Der alte und der neue Mensch

    17 Aus all diesen Gründen fordere ich euch im ´Namen des` Herrn mit Nachdruck auf, nicht länger wie die Menschen zu leben, die Gott nicht kennen . Ihre Gedanken sind auf nichtige Dinge gerichtet, 18 ihr Verstand ist wie mit Blindheit geschlagen, und sie haben keinen Anteil an dem Leben, das Gott schenkt . Denn in ihrem tiefsten Inneren herrscht eine Unwissenheit, die daher kommt, dass sich ihr Herz ´gegenüber Gott` verschlossen hat. 19 Das Gewissen dieser Menschen ist abgestumpft; sie haben sich der Ausschweifung hingegeben und beschäftigen sich voller Gier mit jedem erdenklichen Schmutz .

    20 Ihr aber habt bei Christus etwas anderes gelernt! 21 Oder habt ihr seine Botschaft etwa nicht gehört? Seid ihr etwa nicht in seiner Lehre unterrichtet worden, in der Wahrheit, wie sie in Jesus ´zu uns gekommen` ist? 22 Dann wurdet ihr aber auch gelehrt, nicht mehr so weiterzuleben, wie ihr bis dahin gelebt habt, sondern den alten Menschen abzulegen, der seinen trügerischen Begierden nachgibt und sich damit selbst ins Verderben stürzt. 23 Und ihr wurdet gelehrt, euch in eurem Geist und in eurem Denken erneuern zu lassen 24 und den neuen Menschen anzuziehen, der nach Gottes Bild erschaffen ist und dessen Kennzeichen Gerechtigkeit und Heiligkeit sind, die sich auf die Wahrheit gründen .

    Das neue Leben konkret

    25 Darum legt alle Falschheit ab und haltet euch an die Wahrheit, wenn ihr miteinander redet. Wir sind doch Glieder ein und desselben Leibes !

    26 Wenn ihr zornig seid, dann versündigt euch nicht. Legt euren Zorn ab , bevor die Sonne untergeht. 27 Gebt dem Teufel keinen Raum ´in eurem Leben`!

    28 Wer bisher ein Dieb gewesen ist, soll aufhören zu stehlen und soll stattdessen einer nützlichen Beschäftigung nachgehen, bei der er seinen Lebensunterhalt mit Fleiß und Anstrengung durch eigene Arbeit verdient ; dann kann er sogar noch denen etwas abgeben, die in Not sind.

    29 Kein böses Wort darf über eure Lippen kommen. Vielmehr soll das, was ihr sagt, gut, angemessen und hilfreich sein ; dann werden eure Worte denen, an die sie gerichtet sind, wohl tun .

    30 Und tut nichts, was Gottes heiligen Geist traurig macht ! Denn der Heilige Geist ist das Siegel, das Gott euch im Hinblick auf den Tag der Erlösung aufgedrückt hat, ´um damit zu bestätigen, dass ihr sein Eigentum geworden seid`.

    31 Bitterkeit, Aufbrausen, Zorn, wütendes Geschrei und verleumderisches Reden haben bei euch nichts verloren, genauso wenig wie irgendeine andere Form von Bosheit. 32 Geht vielmehr freundlich miteinander um, seid mitfühlend und vergebt einander, so wie auch Gott euch durch Christus vergeben hat.

    Ja, wenn wir wirklich sein wollen wie Jesus, dann haben diese Dinge nichts bei uns verloren. Dies erinnert mich an eine kleine Geschichte, die ich vor vielen Jahren mal gelesen habe; „Wenn Jesus zu dir nach Hause käme

    Würden wir alles ebenso tun und sagen, wenn Jesus jetzt, hier und in diesem Moment, neben uns stünde? Oder müßten wir uns dann schämen?

  31. Juleam 12. Dezember 2012 um 20:29 Link zum Kommentar

    Epheser 5 – wie wir unsere Ehe zu einem Erfolg machen können

    Nehmt euch Gott zum Vorbild!

    1 Nehmt euch daher Gott selbst zum Vorbild; ihr seid doch seine geliebten Kinder! 2 Konkret heißt das: Alles, was ihr tut, soll von der Liebe bestimmt sein. Denn auch Christus hat uns seine Liebe erwiesen und hat sein Leben für uns hingegeben wie eine Opfergabe, deren Duft vom Altar zu Gott aufsteigt und an der er Freude hat .

    3 Auf sexuelle Unmoral und Schamlosigkeit jeder Art, aber auch auf Habgier sollt ihr euch nicht einmal mit Worten einlassen, denn es gehört sich nicht für Gottes heiliges Volk, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen . 4 Genauso wenig haben Obszönitäten, gottloses Geschwätz und anzügliche Witze etwas bei euch zu suchen. Bringt vielmehr bei allem, was ihr sagt, eure Dankbarkeit gegenüber Gott zum Ausdruck. 5 Denn über eins müsst ihr euch im Klaren sein : Keiner, der ein unmoralisches Leben führt, sich schamlos verhält oder von Habgier getrieben ist (wer habgierig ist, ist ein Götzenanbeter!) , hat ein Erbe im Reich von Christus und von Gott zu erwarten.

    Wer zum Licht gehört, ist verpflichtet, im Licht zu leben

    6 Lasst euch von niemand mit leeren Behauptungen täuschen! Denn gerade wegen der eben genannten Dinge bricht Gottes Zorn über die herein, die nicht bereit sind, ihm zu gehorchen . 7 Darum hütet euch, mit solchen Leuten gemeinsame Sache zu machen!

    8 Früher gehörtet ihr selbst zur Finsternis, doch jetzt gehört ihr zum Licht, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid. Verhaltet euch so, wie Menschen des Lichts sich verhalten. 9 Ihr wisst doch: Die Frucht, die vom Licht hervorgebracht wird, besteht in allem, was gut , gerecht und wahr ist. 10 Deshalb überlegt ´bei dem, was ihr tut,` ob es dem Herrn gefällt. 11 Und beteiligt euch unter keinen Umständen an irgendeinem Tun, das der Finsternis entstammt und daher keine guten Früchte hervorbringt. Deckt solches Tun vielmehr auf! 12 Denn was manche im Verborgenen treiben, ist so abscheulich, dass man sich schämt, es auch nur zu erwähnen . 13 Doch alles, was aufgedeckt wird, ist dann im Licht ´als das` sichtbar, ´was es wirklich ist`. 14 Mehr noch: Alles, was sichtbar geworden ist, gehört damit zum Licht. Deshalb heißt es auch:
    »Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten! Dann wird Christus sein Licht über dir leuchten lassen.«

    Leben in der Kraft des Heiligen Geistes

    15 Gebt also sorgfältig darauf Acht, wie ihr lebt! Verhaltet euch nicht wie unverständige Leute, sondern verhaltet euch klug. 16 Macht den bestmöglichen Gebrauch von eurer Zeit , gerade weil wir in einer schlimmen Zeit leben. 17 Lasst es daher nicht an der nötigen Einsicht fehlen, sondern lernt zu verstehen, was der Herr von euch möchte . 18 Und trinkt euch keinen Rausch an, denn übermäßiger Weingenuss führt zu zügellosem Verhalten. Lasst euch vielmehr vom Geist ´Gottes` erfüllen. 19 Ermutigt einander mit Psalmen, Lobgesängen und von Gottes Geist eingegebenen Liedern ; singt und jubelt aus tiefstem Herzen zur Ehre des Herrn 20 und dankt Gott, dem Vater, immer und für alles im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn.

    Von Gottes Geist geprägte Beziehungen: in der Ehe …

    21 Ordnet euch einander unter; tut es aus Ehrfurcht vor Christus!
    22 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter! Ihr zeigt damit, dass ihr euch dem Herrn unterordnet. 23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, genauso wie Christus das Haupt der Gemeinde ist – er, der sie errettet und zu seinem Leib gemacht hat . 24 Und wie die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern in allem unterordnen.

    25 Und ihr Männer, liebt eure Frauen! Liebt sie so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat: Er hat sein Leben für sie hingegeben, 26 um sie zu seinem heiligen Volk zu machen. Durch sein Wort hat er den Schmutz ihrer Verfehlungen wie in einem reinigenden Bad von ihr abgewaschen . 27 Denn er möchte sie ´zu einer Braut` von makelloser Schönheit machen, die heilig und untadelig und ohne Flecken und Runzeln oder irgendeine andere Unvollkommenheit vor ihn treten kann.

    28 Genauso sind nun auch die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben und ihnen Gutes zu tun, so wie sie ihrem eigenen Körper Gutes tun . Ein Mann, der seine Frau liebt und ihr Gutes tut, tut sich damit selbst etwas Gutes . 29 Schließlich hat noch nie jemand seinen eigenen Körper gehasst; vielmehr versorgen wir unseren Körper mit Nahrung und pflegen ihn, genau wie Christus es mit der Gemeinde macht – 30 mit seinem Leib, dessen Glieder wir sind.

    31 »Deshalb«, ´so heißt es in der Schrift,` »wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden, und die zwei werden ein Leib sein.« 32 Hinter diesen Worten verbirgt sich ein tiefes Geheimnis. Ich bin überzeugt, dass hier von Christus und der Gemeinde die Rede ist. 33 Doch ´die Aussage betrifft` auch jeden von euch ganz persönlich: Jeder soll seine Frau so lieben, wie er sich selbst liebt, und die Frau soll ihrem Mann mit Ehrerbietung begegnen.

    Dieses Kapitel mit der Unterordnung erinnert mich an die Ansprache „Die Grundlagen – Weisheit und Ehe“ von Bayless Conley, die ich vor einiger Zeit gelesen habe. Hier erklären er und seine Frau, wie wir Epheser 5 in unserer Ehe ausleben können.

    Aber dieses Punkt erinnert mich auch an einen Film, den ich am Wochenende auf Bibeltv gesehen habe und der vieles mit unserem diesjährigen Drama vom Kongress gemeinsam hat: „Zurück ins Glück: erste Liebe – zweite Chance.“

    Es geht um drei Ehepaare, die scheinbar eher aus Gewohnheit regelmäßig den Gottesdienst besuchen. Jede der 6 Personen ist unglücklich in ihrer Ehe und jeder von ihnen denkt, es läge an seinem Ehepartner. Wenn der sich nur ändern würde…

    Diesmal ist ein christliches Ehepaar in der Gemeinde zu Besuch, das für seine Ehetherapie wirbt, die sie in den Bergen für einige Tage anbieten. Sie sind der Ansicht, dass jede Ehe noch eine Chance habe, ganz besonders, weil Gott Scheidung hasst.

    Die drei Frauen sind befreundet, ebenso wie die drei Männer. Sie hatten sich schon öfters über ihre Eheprobleme ausgetauscht – und „natürlich“ ist den Frauen klar, dass das Problem bei den Männern liegt, ebenso wie die Männer ganz sicher wissen: es liegt an den Frauen. Beide „Parteien“ kennen den Text hier in Epheser 5 und so beschließen die Frauen, an dem Kurs teilzunehmen, damit ihren Männern dort gesagt wird, sie müßten ihre Frauen lieben. Ebenso erwarten die Männer, dass man dort ihrer Frau klarmacht, dass sie ihn als Haupt zu respektieren habe. So fahren die 6 erwartungsvoll in die Berge. Jeder will, dass die Therapeuten ihrem Partner klar machen, was er an sich ändern müsse, damit es funktioniert.

    Die erste Überraschung ist die Unterbringung: sie werden auf zwei Baracken aufgeteilt: in der einen schlafen die drei Frauen und in der anderen die drei Männer. Sie sind weit weg von jeglicher Zivilisation, kein Telefon, die Handys werden gleich zu Anfang einkassiert, kein Fernsehen, kein Internet. Nichts, was sie ablenken würde.

    Dann kommen die Gespräche: jeder kommt einzeln dran und der „Therapeut“ lässt sie reden, stellt nur jeweils am Ende eine kurze Frage. Eine Plattform für Klagen über „die unzähligen Fehler“ des Partners bietet er allerdings nicht. Er will nichts über den Partner hören, sondern jeder soll zuerst über sich und seine Erwartungen reden. Er hört nur zu. Am Ende gibt er jedem von ihnen einen kurzen Satz mit auf den Weg und jeder bleibt irritiert zurück. Ihm wurde Recht gegeben, aber was meinte der mit dem kurzen Satz? Abends auf dem Zimmer findet jeder auf seinem Kopfkissen eine Bibel, in der jeweils ein Lesezeichen steckt. Bei jedem an einer anderen Stelle und weil eh nix los ist und weil sie neugierig sind, fangen alle an zu lesen. Jeder liest etwas, was mit ihm und seiner ganz persönlichen Situation zu tun hat. Sie bemerken es irritiert, dass es auch auf die eigene Situation zutrifft.

    Da sich jeder durch das vom Therapeuten Gesagte bestätigt gefühlt hatte, fühlt sich jeder Einzelne als Sieger und reibt es seinem Partner unter die Nase. Aber dann die Überraschung: das gleiche Gefühl hat der Therapeut dem Ehepartner gegeben. Wie geht das? Wie konnte jeder von ihnen Recht haben?

    Bei einem der Ehepaare nimmt die Frau die Bibel noch sehr wichtig. Auch wenn sie sie nicht besonders gut kennt, so erkennt sie sie doch als Gottes Wort an. Ihr Ehemann geht zum Therapeuten und fragt, was das solle: es könnten doch nicht beide Recht haben? Die Erklärung ist einfach, auch wenn alle 6 einige Zeit benötigen, um dies ganz zu verinnerlichen:

    Es geht nicht darum, dass einer von beiden als Sieger hervorgeht. Sie befinden sich in keinem Krieg, sondern sie sollten ein Team sein. Jeder von beiden hat seine eigene Rolle oder Aufgabe in Gottes Plan. Der Mann ist der Ernährer und Beschützer – dafür gebührt im Respekt. Die Frau soll ihn darin unterstützen – dafür hat sie seine Liebe „verdient“. Es geht nicht darum, was der andere tun muss, damit die Ehe funktioniert. Jeder von ihnen hat die Aufgabe, seinem Ehepartner etwas Gutes zu tun, ihm das Leben angenehmer zu machen. Darauf muss sich jeder konzentrieren, dann klappt es auch. Wir erinnern uns hier an das, was Lena Alex im Drama vom BZK rät!

    Eine Abschluß-Übung ist ein gemeinsamer Weg. Die Paare werden – jedes Paar für sich an einer anderen Stelle – irgendwo in der Wildnis ausgesetzt und an den Füßen mit Fußfesseln zusammengekettet. Nun haben sie nur noch sich und etwas zu Essen und zu trinken. Sie müssen ein bestimmtes Ziel erreichen, wo die Schlüssel zu den Ketten deponiert sind. Dort können sie dann entscheiden, ob sie zusammenbleiben – oder sich trennen.

    Allerdings ist dies garnicht so einfach, denn sie bemerken schnell, dass sie es nur zusammen schaffen können. Sie haben ein gemeinsames Ziel und sie müssen gemeinsam gehen. Mit den Fesseln ist es garnicht anders möglich.

    Auch hier gibt es bei jedem Paar Streit. Aber sie reden wieder miteinander und da jeder das im Sinn hat, was er in der Bibel gelesen hat und was ihnen zu ihrer Rolle in der Ehe gesagt wurde, schaffen es alle drei Paare. Sie kommen nicht nur ins Ziel, sondern sie haben es auch kapiert.

    Eine der Frauen ist hochschwanger und ihr hatte der „Therapeut“ am Ende des ersten Gespraechs ein Dreieck in die Handfläche gemalt und ihr gesagt: „wenn Sie verstanden haben, was dies hier bedeutet, dann reden wir weiter“.

    Ihr gelingt die Lösung: die beiden unteren Ecken stellen jeweils sie und ihren Mann dar. Die oberste Spitze ist Gott. Unten, allein ohne Gott, sind sie weit voneinander entfernt. Aber je näher es der Spitze – zu Gott – geht, umso näher kommen sie sich. Wenn sie sich also wirklich nahe sein wollen, dann müssen sie zuerst Gott nahe sein. Ein Gedanke, den wir auch aus dem Gottes-Liebe-Buch kennen.

    Zum Schluss haben es alle verstanden: wenn sie sich nach Gott und seinem Wort ausrichten und jeder den Teil tut, der ihm von Gott zugewiesen wurde – und wenn jeder den anderen höher achtet als sich selbst – dann werden sie ihre Ehe zu einem Erfolg machen.

    Ein wundervoller lehrreicher Film. Falls du die Möglichkeit hast, ihn dir anzusehen, solltest du dies tun!

    Da ich zu dem Drama auf dem BZK scheinbar ziemlich viel – unter unterschiedlichen Aspekten – geschrieben habe, hier mal die Links zu den Einzelnen, damit ihr nicht so viel suchen müsst:

     

    wie wir erkennen können, ist es sehr wichtig, dass wir uns mit Gottes Wort beschäftigen und es in unserem Leben lebendig werden lassen

  32. Juleam 12. Dezember 2012 um 20:42 Link zum Kommentar

    Epheser 6 – Was die geistige Waffenrüstung mit unseren Beziehungen zu tun hat

    Hierzu lesen wir wegen einem wichtigen – für mich neuen – Gedanken noch mal ab Epheser 5:21

    Von Gottes Geist geprägte Beziehungen: in der Ehe …

    21 Ordnet euch einander unter; tut es aus Ehrfurcht vor Christus!

    22 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter! Ihr zeigt damit, dass ihr euch dem Herrn unterordnet. 23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, genauso wie Christus das Haupt der Gemeinde ist – er, der sie errettet und zu seinem Leib gemacht hat . 24 Und wie die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern in allem unterordnen.

    25 Und ihr Männer, liebt eure Frauen! Liebt sie so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat: Er hat sein Leben für sie hingegeben, 26 um sie zu seinem heiligen Volk zu machen. Durch sein Wort hat er den Schmutz ihrer Verfehlungen wie in einem reinigenden Bad von ihr abgewaschen . 27 Denn er möchte sie ´zu einer Braut` von makelloser Schönheit machen, die heilig und untadelig und ohne Flecken und Runzeln oder irgendeine andere Unvollkommenheit vor ihn treten kann.

    28 Genauso sind nun auch die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben und ihnen Gutes zu tun, so wie sie ihrem eigenen Körper Gutes tun . Ein Mann, der seine Frau liebt und ihr Gutes tut, tut sich damit selbst etwas Gutes . 29 Schließlich hat noch nie jemand seinen eigenen Körper gehasst; vielmehr versorgen wir unseren Körper mit Nahrung und pflegen ihn, genau wie Christus es mit der Gemeinde macht – 30 mit seinem Leib, dessen Glieder wir sind.

    31 »Deshalb«, ´so heißt es in der Schrift,` »wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden, und die zwei werden ein Leib sein.« 32 Hinter diesen Worten verbirgt sich ein tiefes Geheimnis. Ich bin überzeugt, dass hier von Christus und der Gemeinde die Rede ist. 33 Doch ´die Aussage betrifft` auch jeden von euch ganz persönlich: Jeder soll seine Frau so lieben, wie er sich selbst liebt, und die Frau soll ihrem Mann mit Ehrerbietung begegnen.

    … in der Familie …

    1 Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern! So möchte es der Herr, dem ihr gehört ; so ist es gut und richtig. 2 »Ehre deinen Vater und deine Mutter!« – das ist das erste Gebot, das mit einer Zusage verbunden ist, 3 mit der Zusage: »Dann wird es dir gut gehen, und du wirst lange auf dieser Erde leben .«

    4 Und ihr Väter , verhaltet euch euren Kindern gegenüber so, dass sie keinen Grund haben, sich gegen euch aufzulehnen; erzieht sie mit der nötigen Zurechtweisung und Ermahnung, wie der Herr es tut .

    … und am Arbeitsplatz

    5 Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren! ´Dient ihnen` mit ehrerbietigem Respekt und aufrichtigem Herzen, als wäre es Christus selbst, ´dem ihr gehorcht`. 6 ´Arbeitet` nicht nur, wenn man euch dabei beobachtet – als ginge es darum, Menschen zu gefallen. Macht euch vielmehr bewusst, dass ihr Sklaven von Christus seid , und tut mit ganzer Hingabe das, was Gott von euch möchte. 7 ´Erfüllt eure Aufgaben` bereitwillig und mit Freude, denn ´letztlich` dient ihr nicht Menschen, sondern dem Herrn. 8 Ihr könnt sicher sein, dass jeder, der Gutes tut, vom Herrn dafür belohnt wird, ob es sich nun um einen Sklaven handelt oder um einen freien Menschen.

    9 Und ihr Herren, behandelt eure Sklaven nach denselben Grundsätzen . Versucht nicht, sie mit Drohungen einzuschüchtern. Denkt daran, dass es einen gibt, der sowohl ihr Herr ist als auch euer Herr. Er ist im Himmel, und er ist ein unbestechlicher Richter .

    Die Waffen Gottes: Ausrüstung für den Kampf gegen die Mächte des Bösen

    10 Nun noch ein Letztes : Lasst euch vom Herrn Kraft geben, lasst euch stärken durch seine gewaltige Macht! 11 Legt die Rüstung an, die Gott für euch bereithält; ergreift alle seine Waffen! Damit werdet ihr in der Lage sein, den heimtückischen Angriffen des Teufels standzuhalten. 12 Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen ´Wesen von` Fleisch und Blut, sondern gegen die Mächte und Gewalten der Finsternis, die über die Erde herrschen , gegen das Heer der Geister in der unsichtbaren Welt, die hinter allem Bösen stehen . 13 Deshalb greift zu allen Waffen, die Gott für euch bereithält ! Wenn dann der Tag kommt, an dem die Mächte des Bösen angreifen, ´seid ihr gerüstet und` könnt euch ihnen entgegenstellen. Ihr werdet erfolgreich kämpfen und am Ende als Sieger dastehen.

    14 Stellt euch also entschlossen ´zum Kampf` auf! Bindet den Gürtel der Wahrheit um eure Hüften, legt den Brustpanzer der Gerechtigkeit an 15 und tragt an den Füßen das Schuhwerk der Bereitschaft, das Evangelium des Friedens zu verbreiten . 16 Zusätzlich zu all dem ergreift den Schild des Glaubens , mit dem ihr jeden Brandpfeil unschädlich machen könnt, den der Böse gegen euch abschießt. 17 Setzt den Helm der Rettung auf und greift zu dem Schwert, das der Heilige Geist euch gibt ; dieses Schwert ist das Wort Gottes .

    Die Wichtigkeit von Gebet und Fürbitte beim geistlichen Kampf

    18 Wendet euch , vom Heiligen Geist geleitet, immer und überall mit Bitten und Flehen an Gott. Lasst dabei in eurer Wachsamkeit nicht nach, sondern tretet mit Ausdauer und Beharrlichkeit für alle ein, die zu Gottes heiligem Volk gehören. 19 Betet auch für mich! Bittet Gott, mir bei der Verkündigung seiner Botschaft die ´richtigen` Worte zu geben . Dann kann ich das Geheimnis des Evangeliums unerschrocken bekannt machen. 20 Ich bin ja als Gottes Gesandter für das Evangelium tätig, und gerade deshalb bin ich zurzeit im Gefängnis. Betet, dass ich meinen Auftrag erfüllen und diese Botschaft frei und offen weitergeben kann .

    Abschließende Grüße und Segenswünsche

    21 Nun werdet ihr aber auch etwas über mich erfahren wollen und darüber, wie es mir geht und was ich tue. Tychikus, unser geliebter Bruder und mein treuer Mitarbeiter im Dienst für den Herrn , wird euch alle Neuigkeiten mitbringen. 22 Wenn ich ihn zu euch schicke , dann genau aus diesem Grund: Ihr sollt erfahren, wie es um uns steht, und sollt durch seinen Besuch gestärkt und ermutigt werden .

    23 Allen Geschwistern wünsche ich Frieden von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, dem Herrn – Frieden und Liebe und Glauben. 24 Die Gnade sei mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus lieben.Er schenke euch unvergängliches Leben!

     

    Zufällig ist die geistige Waffenrüstung gerade Heute Thema von unserem Tagestext. Aber worauf ich hinaus will, ist ein mir völlig neuer Gedanke, den ich in dem Vortrag von Bayless Conley „Das bedeutet Krieg!“ erstmalig gehört habe. Denn hier wird ein Zusammenhang zwischen der geistigen Waffenrüstung und der Qualität unserer Beziehungen hergestellt:

    Nun, Vers 10 beginnt mit dem Wort „schließlich“, was bedeutet, dass er an die vorherigen Verse anknüpft. Er ist gewissermaßen ihr Fazit: „Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke! Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an“ usw.

    Im Epheserbrief finden wir eine Menge großartiger theologischer Wahrheiten, aber eines der Hauptthemen führt uns direkt zu Kapitel 6, Vers 10, wo wir begonnen haben. Es steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der geistlichen Kampfführung und geistlichen Konflikten. Es geht um Beziehungen. Dieses Thema geht alledem voraus. Von Kapitel 4, Vers 25, bis Kapitel 5, Vers 2 ist die Rede von den Beziehungen zwischen Christen. In den Versen 3 bis 16 in Kapitel 5 wird die Beziehung zwischen Christen und der Welt beleuchtet. In Epheser 5:22-33 geht es um die Beziehung zwischen Ehemann und Ehefrau, in Epheser 6:1-4 um die Beziehung zwischen Eltern und Kindern und in Epheser 6:5-9 um die Beziehung zwischen Arbeitgebern und Angestellten.

    Aber warum führen uns diese Themen zu dem Satz: „Schließlich: Werdet stark im Herrn und… zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an…“? Weil ungelöste Konflikte in Beziehungen einen großen Bruch verursachen, der dem Teufel die Tür dafür öffnet, in Ihr Leben zu kommen und Ihnen zu schaden. Wenn Ihre Beziehungen nicht in Ordnung sind, sind Sie angreifbar für die Attacken des Teufels und seiner Kohorten

    Etwas weiter heißt es in der selben Ansprache:

    Ich dachte viel darüber nach, las viel in der Bibel darüber und kam zu dem Schluss, dass das einer der Gründe dafür sein musste, warum das Thema Beziehungen vor den Versen über geistliche Konflikte und die geistliche Waffenrüstung behandelt wird.

    Die meisten – oder zumindest viele von Ihnen kennen sicher Vers 27 aus Sprüche 20: „Der Geist des Menschen ist eine Leuchte des HERRN.“ In der King-James-Bibel heißt es hier: „Der Geist des Menschen ist die Kerze des Herrn.“ Das bedeutet, dass Gott uns durch unseren Geist erleuchtet. Wenn Gott mit uns verhandelt oder der Heilige Geist uns leitet, erfolgt diese Anleitung durch unseren Geist, unseren inneren Menschen.

    Im selben Kapitel heißt es nur wenige Verse vorher in Vers 20: „Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, dessen Leuchte wird erlöschen in tiefster Finsternis !“ Wenn nun der Geist des Menschen die Leuchte des Herrn ist und dieser Mensch seinem Vater oder seiner Mutter flucht, erlöscht seine Leuchte. Wenn also zwischen ihnen Konflikte bestehen, funktioniert seine Leuchte nicht.

    Mir ist klar, dass man nicht zu allen Menschen eine wunderbare Beziehung haben kann. Manchen Menschen kann man die Hand reichen, solange man will, aber sie werden sie nie ergreifen. Deshalb heißt es in Römer 12:18: „Wenn möglich…“ das bedeutet, es ist nicht immer möglich. „Wenn möglich, soviel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden!“ Ich weiß, dass es Menschen gibt, die sich einfach nicht versöhnen wollen. Sie wollen sich nicht hinsetzen und die Dinge klären. Aber was uns betrifft, müssen wir vergeben. Wir müssen unser Möglichstes tun, um eine Versöhnung herbeizuführen. Und wenn sie nicht darauf eingehen, liegt es an ihnen. Dann haben wir unseren Teil getan.

    Wenn das aber nicht der Fall ist und es noch ungelöste Konflikte gibt, … wenn wir Bitterkeit hegen und wütend auf unseren Chef sind oder auf jemanden, der uns verletzt hat oder was auch immer, wird das Auswirkungen haben. Wenn wir uns mit solchen Dingen nicht befassen, stolpern wir blindlings in einen geistlichen Konflikt hinein und dann laufen wir Gefahr, zum Opfer zu werden.

    Er beschäftigt sich also mit all diesen Aspekten einer Beziehung und sagt dann: „Schließlich.“ Nun geht es um den Konflikt. Wir haben einen Widersacher, den Teufel, der umhergeht wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Sein Ziel ist es zu stehlen, zu töten und zu zerstören. Er geht methodisch vor, er ist clever und er verfügt über Ressourcen.

    Ich fand diesen Gedankengang sehr interessant, als ich ihn vor einiger Zeit gelesen hatte. Die Waffenrüstung kenne ich, sie war oft genug Bestandteil von Artikeln in unseren Publikationen. Auch habe ich bereits mehrfach den Epheserbrief gelesen. Aber mir persönlich war bisher nicht aufgefallen, dass es zwischen dem, was Paulus zuvor über Beziehungen sagt und dieser Rüstung einen Zusammenhang gibt

  33. Juleam 12. Dezember 2012 um 20:49 Link zum Kommentar

    Außerdem findet sich zum Schluß dieser Ansprache von Bayless Conley ein interessanter Gedanke zum Gürtel, der Gottes Wort darstellt:

    Als Paulus über die Waffenrüstung sprach, hatte er offensichtlich einen römischen Soldaten vor Augen, der eine Rüstung und Waffen trug und verglich dessen Ausstattung mit dem christlichen Leben. In Vers 14 sagt er:Epheser 6:14„So steht nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit…“

    Er sprach hier über den Lendengürtel, den die römischen Soldaten trugen. Ein Gürtel ist im Grunde nichts Besonderes. Er hält unsere Hosen an Ort und Stelle. Okay. Vielleicht denken Sie jetzt: „Gut, schön. Und was soll daran so aufregend sein? “ Nun, tatsächlich war er wesentlich für alles. An diesem Lendengürtel war an jeder Seite eine Klammer befestigt. An der einen hing die Scheide für sein Schwert, an der anderen konnte er seinen Schild befestigen, wenn er ihn nicht brauchte. Die Bogenschützen unter ihnen hatten auf dem Rücken einen Köcher für die Pfeile. Auch der Brustpanzer war an mehreren Stellen an dem Lendengürtel befestigt, damit er nicht wegrutschte. Somit war jeder Teil der Rüstung mit ihm verbunden. Wenn man den Gürtel verlor, fiel die ganze Rüstung auseinander.

    Der Gürtel steht für das Wort Gottes. Jesus sagte: „Heilige sie durch die Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.“ Johannes 17. Er steht also für das geschriebene Wort Gottes, das in unserem Leben im Mittelpunkt stehen sollte. Es hält alles andere zusammen. Der ganze Rest der Rüstung hängt von dem Wort Gottes ab. Und in dem Moment, wo das Wort Gottes in unserem Leben nicht mehr im Mittelpunkt steht, beginnt unser geistliches Leben auseinander zu fallen.

    Hier sind viele Menschen, die erst kürzlich zu Christus gekommen sind. Ich will Ihnen sagen: Beginnen Sie eine Liebesaffäre mit Ihrer Bibel. Wollen Sie in Ihrem Leben mit Jesus Christus erfolgreich sein? Machen Sie sich mit der Bibel vertraut. Ihre Verse können Sie auferbauen und Ihnen unter denen, die durch die Wahrheit geheiligt sind, ein Erbe geben. Die Bibel ist der Gürtel, der alles zusammenhält

    Was wird in unseren Publikationen zu dem Gürtel gesagt? Im WT vom 15.09.2004 heißt es ab Absatz 4 hierzu:

    4 Die Lenden mit Wahrheit umgürtet. In biblischer Zeit trugen Soldaten einen 5 bis 15 Zentimeter breiten Ledergürtel. Einige Übersetzer schlagen für den Vers die Wiedergabe vor: „Tragt die Wahrheit als Gürtel eng um die Taille.“ Der Gürtel eines Soldaten schützte die Lendengegend, und außerdem konnte das Schwert gut daran befestigt werden. Gürtete ein Soldat seine Lenden, machte er sich zum Kampf bereit. Mit einem solchen Gürtel wollte Paulus veranschaulichen, wie umfassend die biblische Wahrheit unser Leben beeinflussen sollte. Wir sollten sie uns gewissermaßen fest umbinden, damit wir der Wahrheit gemäß leben und sie bei jeder Gelegenheit verteidigen können (Psalm 43:3; 1. Petrus 3:15). Dazu müssen wir fleißig die Bibel studieren und gründlich über ihren Inhalt nachdenken. Jesus hatte Gottes Gesetz ‘in seinem Innern’ (Psalm 40:8). Deshalb konnte er aus dem Gedächtnis die Bibel zitieren, wenn ihn Gegner attackierten (Matthäus 19:3-6; 22:23-32).

    5 Lassen wir uns von der Wahrheit der Bibel anleiten, kann sie uns vor Denkfehlern schützen und uns helfen, richtig zu entscheiden. Wenn wir in eine Versuchung oder Prüfung geraten, werden uns die Richtlinien der Bibel in dem Entschluss bestärken, richtig zu handeln. Wir sehen dann gewissermaßen unseren Großen Unterweiser, Jehova, und hören ein Wort hinter uns sagen: „Dies ist der Weg. Wandelt darauf“ (Jesaja 30:20, 21).

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