Epheser

Der Brief des Apostel Paulus an die Epheser
das alte Ephesus

Übersicht und thematische Verlinkung der einzelnen Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 7. Dezember 2009 26 Kommentare Trackback URI Comments RSS

26 Kommentare zu “Epheser”

  1. Juleam 7. Dezember 2009 um 12:19 Link zum Kommentar

    Epheser 1 – 3

    Epheser 2:1-3

    Überdies [seid] ihr es, [die Gott lebendig gemacht hat,] obwohl ihr tot wart in euren Verfehlungen und Sünden, 2 in denen ihr einst wandeltet gemäß dem System der Dinge dieser Welt, gemäß dem Herrscher der Gewalt der Luft, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirksam ist. 3 Ja, unter ihnen führten wir alle einst unseren Wandel gemäß den Begierden unseres Fleisches, indem wir die Dinge taten, die das Fleisch und die Gedanken [tun] wollten, und wir waren von Natur aus Kinder des Zorns wie auch die übrigen.

    haben wir diese Dinge wirklich abgelegt – oder liebäugeln wir noch manchmal damit?

  2. Juleam 7. Dezember 2009 um 12:21 Link zum Kommentar

    Epheser 2:8-10

    Durch diese unverdiente Güte seid ihr tatsächlich durch Glauben gerettet worden; und dies habt ihr nicht euch zu verdanken, es ist Gottes Gabe. 9 Nein, es ist nicht Werken zu verdanken, damit kein Mensch Grund zum Rühmen habe. 10 Denn wir sind sein Gebilde und sind in Gemeinschaft mit Christus Jesus für gute Werke geschaffen worden, die Gott im voraus bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln.

    bedeutet dies, dass wir nicht auf das achten müssen, was wir tun – weil unsere Rettung nicht durch Werke kommt?

    Wie verstehen wir diesen Text, nun, da wir ein ganezs Jahr intensiv mit Jehova verbracht haben?

    Was meinte Paulus hier wirklich?

  3. Juleam 7. Dezember 2009 um 12:23 Link zum Kommentar

    Epheser 3:14-19

    Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater, 15 dem jede Familie im Himmel und auf Erden ihren Namen verdankt, 16 damit er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gewähre, mit Kraft durch seinen Geist gestärkt zu werden an dem Menschen, der ihr innerlich seid, 17 damit der Christus durch [euren] Glauben mit Liebe in eurem Herzen wohne, damit ihr verwurzelt und fest gegründet seid, 18 um völlig imstande zu sein, mit allen Heiligen zu begreifen, welches die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist, 19 und die Liebe des Christus zu erkennen, die die Erkenntnis übersteigt, damit ihr mit all der Fülle, die Gott gibt, erfüllt sein mögt.

    erkennen wir die Höhe und die Breite und die Tiefe Gottes?

    Wie sehr hat uns das Bibelleseprogramm in diesem Jahr verändert?

    Wie steht es mit unserer inneren Einstellung, unseren Gedanken und Gefühlen?

    Sehen wir die Dinge inzwischen anders als noch vor einem Jahr? Haben wir gelernt, die Dinge so zu sehen, wie Jehova sie sieht?

    Was ist mit unserer Liebe und unserem Verhältnis zu Jehova? Sind sie inniger und intensiver geworden?

  4. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:36 Link zum Kommentar

    Epheser 4 – 6

    Epheser4:1-3

    Ich, der Gefangene im Herrn, bitte euch daher inständig, der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, würdig zu wandeln, 2 mit aller Demut und Milde, mit Langmut, einander in Liebe ertragend, 3 euch ernstlich bemühend, die Einheit des Geistes in dem vereinigenden Band des Friedens zu bewahren.

    kommen wir dieser Bitte nach?

  5. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:39 Link zum Kommentar

    Epheser 4:9-10

    Was bedeutet nun der Ausdruck „[als] er auffuhr“ anderes, als daß er auch in die unteren Regionen, das heißt zur Erde, hinabfuhr? 10 Der, welcher hinabfuhr, ist auch der, welcher hoch über alle Himmel hinauffuhr, damit er allen Dingen Fülle gebe.

    die Grundlage fùr den Glauben an das Fegefeuer – die Zwischenstation zwischen Erde und Himmel?

  6. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:41 Link zum Kommentar

    Epheser 4:13-16

    bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum; 15 sondern die Wahrheit redend, laßt uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus. 16 Von ihm aus bewirkt der ganze Leib, harmonisch zusammengefügt und durch jedes Gelenk, welches gibt, was nötig ist, zum Zusammenwirken veranlaßt, gemäß der Funktion jedes einzelnen Gliedes in gebührendem Maß, das Wachstum des Leibes zu dessen Erbauung in Liebe.

    haben wir einen wirklich festen und gut grundierten Glauben – oder werden auch wir noch durch äussere Umstände oder Worte anderer hin und her geworfen?

  7. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:42 Link zum Kommentar

    Epheser 4:17-19

    Daher sage ich dies und lege Zeugnis dafür ab im Herrn, daß ihr nicht mehr so weiterwandelt, wie auch die Nationen wandeln in der Nutzlosigkeit ihres Sinnes, 18 während sie wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Gefühllosigkeit ihres Herzens in geistiger Finsternis und dem Leben, das Gott gehört, entfremdet sind. 19 Da sie jedes sittliche Gefühl verloren haben, haben sie sich einem zügellosen Wandel hingegeben, um mit Gier jede Art Unreinheit zu verüben.

    wie berühren uns diese Worte ganz persönlich?

  8. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:43 Link zum Kommentar

    Epheser 4:20-24

    Ihr aber habt den Christus nicht so kennengelernt, 21 sofern ihr ihn überhaupt gehört habt und durch ihn belehrt worden seid, so wie [die] Wahrheit in Jesus ist, 22 daß ihr die alte Persönlichkeit ablegen sollt, die eurem früheren Wandel entspricht und die gemäß ihren trügerischen Begierden verdorben wird; 23 daß ihr aber erneuert werden sollt in der Kraft, die euren Sinn antreibt, 24 und die neue Persönlichkeit anziehen sollt, die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist.

    ist unser Glaube ein Teil von uns selbst geworden??

    Sind wir so sehr mit der neuen Persönlichkeit verwachsen, dass sie uns in Fleisch und Blut übergegangen ist – und wir sie garnicht mehr ausziehen können, selbst wenn wir es wollten?

    Mein geliebter Ehemann ist einer von den wenigen Menschen, denen dies gelungen ist.

    Ich selbst bin leider immer noch sehr weit davon entfernt, auch wenn ich es mir noch so sehr wünsche. Aber ich arbeite daran!

  9. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:48 Link zum Kommentar

    Epheser 4:25-32

    Deshalb, da ihr jetzt die Unwahrheit abgelegt habt, rede jeder von euch mit seinem Nächsten Wahrheit; denn wir sind Glieder, die zueinander gehören.

    26 Seid erzürnt, und doch sündigt nicht; laßt die Sonne nicht über eurer gereizten Stimmung untergehen, 27 auch gebt dem Teufel nicht Raum.

    28 Wer stiehlt, stehle nicht mehr, sondern er arbeite vielmehr hart, indem er mit seinen Händen gute Arbeit leiste, damit er etwas habe, um einem Bedürftigen davon abzugeben.

    29 Kein faules Wort gehe aus eurem Mund hervor, sondern was immer zur Erbauung gut ist, wie es nötig sein mag, damit es den Hörern förderlich sei. 30 Auch betrübt nicht Gottes heiligen Geist, mit dem ihr versiegelt worden seid für einen Tag der Befreiung durch Lösegeld.

    31 Möge alle boshafte Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und lästerliches Reden samt aller Schlechtigkeit von euch entfernt werden.

    32 Werdet aber gütig zueinander, voll zarten Erbarmens, einander bereitwillig vergebend, so wie auch Gott euch durch Christus bereitwillig vergeben hat.

    wie wir sehen, gibt es jede Menge Punte, an denen wir noch arbeiten können. Sollte uns dies entmutigen?

    Warum nicht einen Punkt herausgreifen, an dem wir dann ganz intensiv arbeiten und uns Schritt für Schritt verbessern?

  10. Juleam 8. Dezember 2009 um 13:50 Link zum Kommentar

    Epheser 5 :1-20

    Darum werdet Nachahmer Gottes als geliebte Kinder, 2 und wandelt weiterhin in [der] Liebe, so wie auch der Christus euch geliebt und sich selbst als eine Opfergabe und ein Schlachtopfer für Gott zu einem lieblichen Wohlgeruch für euch dahingegeben hat.

    3 Hurerei und jede Art Unreinheit oder Habgier sollen unter euch nicht einmal erwähnt werden, so wie es sich für Heilige geziemt, 4 auch kein schändliches Benehmen noch törichtes Reden, noch unzüchtige Späße, Dinge, die sich nicht schicken, sondern vielmehr Danksagung. 5 Denn das wißt ihr, indem ihr es selbst erkennt, daß kein Hurer oder Unreiner oder Habgieriger — das heißt ein Götzendiener — irgendein Erbe im Königreich des Christus und Gottes hat.

    6 Laßt euch von niemandem mit leeren Worten betrügen, denn wegen der vorhin erwähnten Dinge kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. 7 Werdet daher nicht ihre Mitgenossen; 8 denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in Verbindung mit [dem] Herrn. Fahrt fort, als Kinder des Lichts zu wandeln, 9 denn die Frucht des Lichts besteht aus jeder Art von Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. 10 Vergewissert euch fortwährend dessen, was für den Herrn annehmbar ist, 11 und habt nicht mehr mit [ihnen] teil an den unfruchtbaren Werken, die zur Finsternis gehören, sondern rügt [sie] vielmehr, 12 denn was von ihnen im verborgenen geschieht, ist schändlich auch [nur] zu sagen. 13 Nun werden alle Dinge, die gerügt werden, durch das Licht offenbar gemacht, denn alles, was offenbar gemacht wird, ist Licht. 14 Daher sagt er: „Erwache, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und der Christus wird dir leuchten.“

    15 So wacht denn streng darüber, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, 16 indem ihr die gelegene Zeit für euch auskauft, weil die Tage böse sind. 17 Deshalb hört auf, unvernünftig zu werden, sondern nehmt weiterhin wahr, was der Wille Jehovas ist. 18 Auch berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet fortwährend mit Geist erfüllt, 19 und redet zueinander mit Psalmen und Lobpreisungen Gottes und geist[erfüllten] Liedern, und singt und spielt dabei Jehova in eurem Herzen, 20 indem ihr allezeit unserem Gott und Vater im Namen unseres Herrn Jesus Christus für alle Dinge Dank sagt.

    Handeln wir entsprechend?

  11. Juleam 8. Dezember 2009 um 14:09 Link zum Kommentar

    Epheser 6:10-18

    Schließlich erwerbt euch weiterhin Kraft im Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Machenschaften des Teufels standhalten könnt; 12 denn unser Ringen geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Regierungen, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern. 13 Darum nehmt die vollständige Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alle Dinge gründlich getan habt, standhalten könnt.

    14 Steht daher fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit 15 und eure Füße beschuht mit der Ausrüstung der guten Botschaft des Friedens. 16 Vor allem nehmt den großen Schild des Glaubens, mit dem ihr alle brennenden Geschosse dessen, der böse ist, auslöschen könnt. 17 Auch nehmt den Helm der Rettung und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort, entgegen, 18 während ihr fortfahrt, mit jeder Art von Gebet und Flehen bei jeder Gelegenheit im Geist zu beten. Und hierzu bleibt wach mit aller Beharrlichkeit und mit Flehen für alle Heiligen,

    die Waffenrüstung des Geistes- ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine geistige Mama damals immer nach und nach zum Studium ein Bild zum Ausmalen mit den entsprechenden Punkten fùr meine Tochter mitgebracht hatte

    Etwas später gab es dann einen Studienartikel, wo das Thema ausfùhrlich in der Versammlung besprochen worden ist

    *** w92 15. 5. S. 21-23 „Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an“ ***

    „Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an“

    CHRISTEN tragen eine Waffenrüstung? Weshalb sollten sie eine derart kriegerische Ausrüstung tragen? Sind sie nicht friedliebend? (2. Timotheus 2:24). Ja, das stimmt. Dessenungeachtet stehen alle wahren Christen in einem Kampf — nicht mit der Absicht zu töten, sondern zu siegen.

    Hätte Satan nicht rebelliert, wäre ein solcher Kampf nie nötig geworden. Doch er lehnte sich auf und verführte Adam und Eva dazu, sich ihm anzuschließen. Seitdem liegt das Weltsystem, das sich entwickelt hat, in der Macht dessen, „der böse ist“, Satans, des Teufels (1. Johannes 5:19). Wer sich dem rechtmäßigen Souverän, Jehova, unterwirft, muß dem Einfluß der Welt und ihres Herrschers widerstehen. Er muß um sein geistiges Leben kämpfen. Zu diesem Zweck werden Christen ermahnt: „Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Machenschaften des Teufels standhalten könnt“ (Epheser 6:11).

    Die Waffenrüstung

    Beachten wir, daß „die vollständige Waffenrüstung Gottes“ nötig ist, um ausreichend geschützt zu sein. Untersuchen wir deshalb alle Einzelteile der Ausrüstung, die der Apostel Paulus beschreibt, und unterziehen wir uns einer ehrlichen Selbstprüfung, um uns zu vergewissern, ob wir vollständig für den geistigen Kampf ausgerüstet sind (Epheser 6:14-17).

    „Steht daher fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit“ (Epheser 6:14a).
    In biblischer Zeit trugen Soldaten einen bis zu 15 Zentimeter breiten Ledergürtel. Er diente als Schutz für die Lenden. Wenn ein Soldat seinen Gürtel enger schnallte, zeigte er damit, daß er für die Schlacht bereit war.

    Wie passend ist es daher, daß die göttliche Wahrheit mit dem Gürtel eines Soldaten verglichen wird! Es veranschaulicht treffend, daß wir Gottes Wort der Wahrheit eng bei uns tragen, uns sozusagen damit umgürten sollten. Wir sollten tief über die in Gottes Wort enthaltenen Gedanken nachsinnen. Das wird uns davor bewahren, durch Lüge und Täuschung irregeführt zu werden. Außerdem werden uns die Aussprüche aus dem Mund Jehovas in geistiger Hinsicht stützen und stärken und uns helfen, an unserer Lauterkeit festzuhalten.

    „Angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit“ (Epheser 6:14b).
    Der Brustpanzer eines Soldaten schützte ein lebenswichtiges Organ — das Herz. Als Teil der geistigen Waffenrüstung, die Gott uns gibt, schützt demnach Gerechtigkeit unser Herz. In der Bibel wird das Herz passenderweise als Symbol für unser inneres Wesen gebraucht — unsere Gefühle, Gedanken und Wünsche. Da die Bibel auch sagt, daß das Herz zum Bösen neigt, ist es unerläßlich, die Entschlossenheit zu entwickeln, an Jehovas Maßstab der Gerechtigkeit festzuhalten (Jeremia 17:9). Der Gehorsam gegenüber Gott darf keine heuchlerische Zurschaustellung sein, sondern muß aus dem Innern kommen. Das erfordert, daß wir eine starke Liebe zur Gerechtigkeit entwickeln sowie einen genauso starken Haß gegen Gesetzlosigkeit (Psalm 45:7). Dadurch wird unser Herz geschützt werden.

    „Eure Füße beschuht mit der Ausrüstung der guten Botschaft des Friedens“ (Epheser 6:15).
    Sind unsere Füße so ausgerüstet? Tragen sie uns regelmäßig in den Predigtdienst, damit wir die gute Botschaft verkündigen können? Strengen wir uns an, die Qualität unserer Predigt- und Lehrtätigkeit zu verbessern? Zugegeben, in manchen Gebieten findet man relativ wenig Widerhall. Die Menschen mögen gleichgültig oder teilnahmslos sein oder gegnerisch reagieren. Weil wir predigen, werden wir unter Umständen sogar verfolgt. Wenn Christen jedoch unbeirrt damit fortfahren, entwickeln sie Ausharren — eine Eigenschaft, die vor Satans Angriffen schützt. Paulus war ein eifriger Prediger, obwohl er verfolgt wurde, und wir werden ermuntert, ‘seine Nachahmer zu werden, so wie er Christi Nachahmer war’ (1. Korinther 11:1).

    Im Königreichspredigtwerk beschäftigt zu bleiben stärkt unser Vertrauen in die gute Botschaft. Überdies kann Jehova so seinen Geist durch uns wirken lassen, um seinen Willen durchzuführen. Genaugenommen werden wir durch diese Tätigkeit Mitarbeiter der Engel — ja sogar Mitarbeiter Jehovas (1. Korinther 3:9; Offenbarung 14:6). Und wenn wir „reichlich beschäftigt [sind] im Werk des Herrn“, werden wir „standhaft, unbeweglich“ sein (1. Korinther 15:58). Ist das nicht ein wunderbarer Schutz?

    „Nehmt den großen Schild des Glaubens“ (Epheser 6:16).
    Im Altertum schützte sich ein Soldat mit einem großen Schild vor Speeren und Pfeilen. Hätte er keinen Schild benutzt, wäre er möglicherweise schwer verletzt oder getötet worden. Christen sehen sich mit noch tödlicheren Waffen konfrontiert — den ‘brennenden Geschossen dessen, der böse ist’. Das schließt alle Mittel ein, die Satan aufbietet, um unseren Glauben zu schwächen und uns in geistiger Hinsicht zu töten. Dazu gehören Verfolgung, Lügen, trügerische weltliche Philosophien, materialistische Verlockungen und die Versuchung, unsittliche Handlungen zu begehen. Zum Schutz gegen all dies benötigen wir einen großen Schild. Wir können es uns nicht leisten, an irgendeiner Stelle verwundbar zu sein.

    Abraham und seine Frau Sara hatten einen starken Glauben. Obwohl sie das zeugungsfähige Alter bereits überschritten hatten, setzten sie Glauben in die Verheißung Gottes, daß ihnen ein Same geboren werde. Später bekundete Abraham bemerkenswerten Glauben, als er dem Gebot gehorchte, Isaak zu opfern, den einzigen Sohn von seiner geliebten Sara. Jehova hielt Abraham zurück und sorgte für ein Ersatzopfer. Doch Abraham war bereit zu gehorchen. Weshalb? Weil er einen unerschütterlichen Glauben an die Fähigkeit Jehovas hatte, seinen Sohn aufzuerwecken und die ihn betreffenden Verheißungen zu erfüllen (Römer 4:16-21; Hebräer 11:11, 12, 17-19).

    Auch Moses hatte Glauben von der Art, wie wir ihn benötigen. Er verwarf den Reichtum Ägyptens und erwählte es sich statt dessen, das Los des unterdrückten Volkes Gottes zu teilen. Weshalb? Weil er glaubte, daß Jehova existiert und daß er die Israeliten retten werde. So stark war Moses’ Glaube, daß er ‘standhaft blieb, als sähe er den Unsichtbaren’ (Hebräer 11:6, 24-27).

    Ist unser Glaube an Jehova genauso stark? Haben wir ein so enges Verhältnis zu Jehova, daß es für uns fast so ist, als könnten wir ihn sehen? Sind wir bereit, jedes Opfer zu bringen oder jede Schwierigkeit zu erdulden, um unser Verhältnis zu Gott aufrechtzuerhalten? Haben wir einen festen Glauben an Jehova? (Hebräer 11:1). Wenn ja, werden Satans brennende Geschosse unseren Schild des Glaubens nicht durchdringen können.

    „Nehmt den Helm der Rettung“ (Epheser 6:17a).
    Ein Helm schützte den Kopf eines Soldaten und somit sein Gehirn — das Organ, von dem das Nervensystem und die Gedanken gesteuert werden. Die Hoffnung des Christen auf Rettung wird mit einem Helm verglichen, weil sie den Sinn schützt. Durch eine genaue Erkenntnis wurde der Sinn eines Christen zwar neugestaltet, doch ist der Betreffende nach wie vor schwach und unvollkommen (Römer 7:18; 12:2). Lassen wir unseren Sinn durch die vom Geist der Welt erzeugte glaubenzerstörende, unreine Denkweise ernähren, dann wird unsere Zuversicht, gerettet zu werden, nachlassen und unter Umständen völlig schwinden. Ernähren wir unseren Sinn andererseits regelmäßig durch die stärkenden Worte Gottes, wird unsere Hoffnung hell und klar bleiben. Achtest du darauf, daß dein Helm der Rettung fest sitzt?

    „Das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort“ (Epheser 6:17b).
    In der christlichen Kriegführung trifft das Sprichwort zu: „Angriff ist die beste Verteidigung.“ Wenn uns unsere mit der guten Botschaft des Friedens beschuhten Füße zu Ungläubigen tragen, sind wir nicht unbewaffnet. Gottes Wort, die Bibel, dient wie ein mächtiges Schwert dazu, religiöse Lügen und falsche Auffassungen zu zerschlagen und aufrichtiggesinnten Personen zu helfen, geistige Freiheit zu finden (Johannes 8:31, 32).

    Jesus demonstrierte die Macht dieser Waffe, als er Satan, dem Teufel, sozusagen ein Gefecht lieferte. Bei den Versuchungen in der Wildnis verteidigte sich Jesus gegen drei satanische Attacken, indem er wirkungsvoll Gottes Wort einsetzte und sagte: „Es steht geschrieben“ (Matthäus 4:1-11). Wenn wir lernen, wie man dieses Schwert geschickt gebraucht, können wir Sanftmütigen helfen, aus der Gewalt Satans befreit zu werden. Außerdem verwenden Versammlungsälteste das Wort Gottes, um die Herde vor Personen zu schützen, die den Glauben Schwacher zu untergraben suchen (Apostelgeschichte 20:28-30).

    Ein Soldat lernt nicht von heute auf morgen, geschickt mit dem Schwert umzugehen. Schulung und fleißiges, ausdauerndes Üben sind erforderlich, um es geschickt und sicher handhaben zu können. Genauso ist es in der geistigen Kriegführung — geschickt mit Gottes Wort umzugehen, lernt man nur, wenn man viel studiert und regelmäßig im Predigtdienst übt. Unternehmen wir daher unbedingt alle nötigen Anstrengungen, um geschickte geistige „Schwertfechter“ zu werden — imstande, ‘das Wort der Wahrheit recht zu handhaben’ (2. Timotheus 2:15).

    Fahrt fort zu beten, haltet stand

    Alle Bestandteile unserer geistigen Waffenrüstung sind unerläßlich, wenn wir Gott gegenüber die Lauterkeit bewahren wollen. Aber wie können wir sichergehen, daß wir die Waffenrüstung ständig tragen? Regelmäßig die Bibel zu studieren, uns auf christliche Zusammenkünfte vorzubereiten und dann dort aufmerksam zuzuhören und Kommentare zu geben hilft uns, unsere Waffenrüstung anzubehalten (2. Timotheus 3:16; Hebräer 10:24, 25). Uns regelmäßig und eifrig am Predigtdienst zu beteiligen und vorzügliche Gemeinschaft mit Christen zu suchen trägt ebenfalls dazu bei, daß die offensiven und die defensiven Teile unserer geistigen Waffenrüstung in gutem Zustand bleiben (Sprüche 13:20; Römer 15:15, 16; 1. Korinther 15:33).

    Es ist auch wichtig, die richtige Gesinnung zu entwickeln. Wir dürfen nicht zulassen, daß die Verlockungen der Welt uns ablenken. Entwickeln wir vielmehr ein ‘lauteres Auge’ (Matthäus 6:19-24). Des weiteren müssen wir Jesus nachahmen, indem wir lernen, Gerechtigkeit zu lieben und Gesetzlosigkeit zu hassen (Hebräer 1:9). All das wird uns helfen, die geistige Waffenrüstung anzubehalten, die Gott uns gegeben hat.

    Nachdem Paulus alle Bestandteile der geistigen Waffenrüstung behandelt hat, sagt er abschließend: „[Fahrt fort], mit jeder Art von Gebet und Flehen bei jeder Gelegenheit im Geist zu beten. Und hierzu bleibt wach mit aller Beharrlichkeit und mit Flehen für alle Heiligen“ (Epheser 6:18). Loyale Soldaten halten die Verbindung zum Hauptquartier des Heeres aufrecht und gehorchen den Befehlen. Als christliche Soldaten müssen wir in ständigem Kontakt mit unserem Souverän, Jehova Gott, bleiben, und zwar durch seinen großen „Gebieter für die Völkerschaften“, Jesus Christus (Jesaja 55:4). Das ist nicht durch oberflächliche Gebete möglich, sondern nur durch von Herzen kommendes Flehen, das von einem engen Verhältnis zu Jehova und einer tiefen Ergebenheit ihm gegenüber zeugt. Dadurch, daß wir regelmäßig mit Jehova sprechen, erhalten wir jeden Tag die Kraft, die wir im Kampf benötigen.

    Jesus sagte: „Ich habe die Welt besiegt“ (Johannes 16:33). Jehova möchte, daß auch wir siegen. Der Apostel Paulus konnte kurz vor seinem Tod sagen: „Ich habe den vortrefflichen Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt“ (2. Timotheus 4:7). Mögen wir über unsere Beteiligung am Kampf dasselbe sagen können. Wenn dies wirklich unser Wunsch ist, dann sollten wir „gegen die Machenschaften des Teufels standhalten“, indem wir die vollständige Waffenrüstung Gottes anbehalten (Epheser 6:11).

    *** w91 15. 1. S. 22 Seid bereit für Jehovas Tag! ***

    Brustpanzer und Helm: Paulus schrieb in Verbindung mit seinem Aufruf zu geistiger Wachsamkeit: „Laßt uns besonnen bleiben, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf Rettung“ (1. Thessalonicher 5:8). Ein Brustpanzer war der gepanzerte Brustschutz eines Kriegers; er bestand aus metallenen Schuppen, Ketten oder massivem Metall. In ähnlicher Weise schützt uns der Brustpanzer des Glaubens in geistiger Hinsicht. Und wie verhielt es sich im Altertum mit dem Helm? Diese Kopfbedeckung der Krieger, die oft aus Metall bestand, sollte einen Kämpfer in der Schlacht schützen. Wie ein Helm den Kopf eines Kriegers schützte, so schützt die Hoffnung auf Rettung das Denkvermögen, so daß ein Christ seine Lauterkeit bewahren kann. Wie wichtig ist es doch für Jehovas Volk, diese geistige Waffenrüstung zu tragen! (Epheser 6:11-17).

  12. WT 15.08.2008am 9. Dezember 2009 um 22:47 Link zum Kommentar

    Höhepunkte zu dem Brief an die Epheser

    ‘In dem Christus alle Dinge zusammen bringen’
    (Eph. 1:1—6:24)

    In seinem Brief an die Epheser stellt Paulus die christliche Einheit heraus. Er spricht von einer „Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten“ und sagt, dass ‘in dem Christus wieder alle Dinge zusammengebracht werden, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde’. Christus hat „Gaben in Form von Menschen“ gegeben, damit „alle zur Einheit im Glauben . . . gelangen“ (Eph. 1:10; 4:8, 13).

    Christen sollten „die neue Persönlichkeit anziehen“ und ‘einander in der Furcht Christi untertan sein’. Dadurch ehren sie Gott und fördern die Einheit. Sie müssen auch „gegen die Machenschaften des Teufels standhalten“, indem sie die vollständige geistige Waffenrüstung anlegen (Eph. 4:24; 5:21; 6:11).

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:4-7 — Wie wurden gesalbte Christen lange vor ihrer Geburt vorherbestimmt?
    Sie wurden nicht als Einzelne, sondern als Gruppe oder Klasse vorherbestimmt, und zwar bevor das erste Menschenpaar die Sünde an seine Kinder weitergab. Die Prophezeiung in 1. Mose 3:15, die vor der allerersten Empfängnis geäußert wurde, schließt Gottes Vorsatz ein, dass einige Nachfolger Christi zusammen mit Christus im Himmel regieren (Gal. 3:16, 29).

    2:2 — Wieso ist der Geist der Welt mit Luft vergleichbar und worin besteht seine Gewalt?
    Der „Geist der Welt“, das heißt der Geist der Unabhängigkeit und des Ungehorsams, ist so allgegenwärtig wie die Luft, die wir einatmen (1. Kor. 2:12). Seine Gewalt oder Macht besteht in seinem unerbittlichen, hartnäckigen Einfluss.

    2:6 — Wie können gesalbte Christen „in den himmlischen Örtern“ sein, obwohl sie noch auf der Erde sind?
    Bei den „himmlischen Örtern“ handelt es sich hier nicht um das himmlische Erbe, das ihnen versprochen wurde. Es geht vielmehr um ihre erhöhte Stellung von Gottes Sicht aus, die sich daraus ergibt, dass sie „mit dem verheißenen heiligen Geist versiegelt worden“ sind (Eph. 1:13, 14).

    Lehren für uns:

    4:8, 11-15. Jesus Christus „führte . . . Gefangene hinweg“, das heißt, er befreite Menschen aus der Gewalt Satans, damit sie als Gaben zur Erbauung der Christenversammlung dienen könnten. Wir können „in allen Dingen durch Liebe in . . . [Christus] hineinwachsen“, indem wir denen, die unter uns die Führung innehaben, gehorchen und untertan sind sowie mit der Versammlung zusammenarbeiten (Heb. 13:7, 17).

    5:22-24, 33. Eine Frau sollte ihrem Mann untertan sein und ihn auch respektieren. Das tut sie, indem sie einen „stillen und milden Geist“ erkennen lässt. Sie ehrt ihn, wenn sie gut von ihm spricht und seine Entscheidungen mitträgt (1. Pet. 3:3, 4; Tit. 2:3-5).

    5:25, 28, 29. Ein Mann sollte physisch, emotionell und in Glaubensdingen gut für seine Frau sorgen, denn schließlich „nährt“ er sich auch selbst. Er „pflegt“ seine Frau dadurch, dass er sich genügend Zeit für sie nimmt und behutsam mit ihr umgeht.

    6:10-13. Damit wir den bösen Geistermächten widerstehen können, müssen wir die Waffenrüstung Gottes vollständig und gewissenhaft anlegen.

  13. Juleam 8. Dezember 2010 um 14:20 Link zum Kommentar

    Epheser 4 – 6

    Epheser 4:19

    Da sie jedes sittliche Gefühl verloren haben, haben sie sich einem zügellosen Wandel hingegeben, um mit Gier jede Art Unreinheit zu verüben.

    Was genau verstehen wir unter einem zügellosen Wande?

    In dem Buch “Bewahrt euch in Gottes Liebe” heißt es unter dem Unterthema “mit Worten Gutes tun” auszugsweise:

    Zügelloser Wandel (griechisch: asélgeia) hat die Bedeutung von „Ausschweifung“, „Üppigkeit“, „schamloser Wandel“, „Unzüchtigkeit (Unzucht) [des Wandels]“. Gemäß dem Werk New Thayer’s Greek-English Lexicon bedeutet das griechische Wort „ungezügeltes Gelüst, . . . Frevelhaftigkeit, Schamlosigkeit, Unverschämtheit“. Nach einem anderen Wörterbuch ist zügelloser Wandel ein Benehmen, das „alle Grenzen des in der Gesellschaft Annehmbaren verletzt“.

    Wie diese Definitionen erkennen lassen, hat „zügelloser Wandel“ zwei Bestandteile: 1. der Wandel selbst ist ein schwerer Verstoß gegen Gottes Gesetze und 2. der Missetäter ist respektlos und unverschämt eingestellt.

    „Zügelloser Wandel“ ist daher mehr als ein leichtes Fehlverhalten. Es handelt sich dabei um einen schweren Verstoß gegen das Gesetz Gottes, der mit einer unverschämten Einstellung oder Verachtung einhergeht — einer Geisteshaltung, die von Respektlosigkeit und vielleicht sogar Missachtung gegenüber Autorität, Gesetzen und Maßstäben zeugt. Paulus verbindet zügellosen Wandel mit unerlaubtem Geschlechtsverkehr (Römer 13:13, 14). Da zügelloser Wandel in Galater 5:19-21 zusammen mit anderen sündigen Handlungen erwähnt wird, die jemanden für das Königreich Gottes untauglich machen, kann ein solcher Wandel zu einer Zurechtweisung oder zu einem Ausschluss aus der Christenversammlung führen.

    Der biblische Ausdruck „zügelloser Wandel“ schließt immer eine sehr schwere Sünde ein, gewöhnlich ein sittliches Vergehen. An folgenden Anzeichen können Älteste „zügellosen Wandel“ erkennen: Unverschämtheit, Lüsternheit, Schmutzigkeit, Schamlosigkeit und wenn etwas gemäß dem Anstandsgefühl der Öffentlichkeit schockierend ist. Vielleicht ist aber jemand, der sich einer schweren Übertretung des Gesetzes Jehovas schuldig gemacht hat, nicht unverschämt eingestellt, hat aber mit „Gier“ gehandelt. Ein solcher Fall muss als schwere Unreinheit behandelt werden.

    Festzustellen, ob jemand so weit gegangen ist, dass er sich schwerer Unreinheit oder zügellosen Wandels schuldig gemacht hat, ist eine ernste Verantwortung, da es um Leben geht. Wer einen solchen Fall beurteilt, sollte dies daher unter Gebet tun und Gott um seinen heiligen Geist, um Umsicht und um Verständnis bitten. Älteste müssen die Reinheit der Versammlung bewahren und sich bei ihren richterlichen Entscheidungen auf Gottes Wort und die Hinweise des „treuen und verständigen Sklaven“ stützen (Matthäus 18:18; 24:45). In den heutigen bösen Tagen sollten Älteste mehr denn je die folgenden Worte im Sinn haben: „Seht zu, was ihr tut, denn nicht für einen Menschen richtet ihr, sondern für Jehova“ (2. Chronika 19:6).

  14. Juleam 8. Dezember 2010 um 14:35 Link zum Kommentar

    Epheser 4:31

    Möge alle boshafte Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und lästerliches Reden samt aller Schlechtigkeit von euch entfernt werden.

    siehe hierzu auch den Punkt unter Jakobus – “was alles zum Mißbrauch der Zunge” zählt, aber auch

    Kolosser 3:8

    Nun aber legt sie wirklich alle von euch ab: Zorn, Wut, Schlechtigkeit, Lästerworte und unzüchtige Rede aus eurem Mund.

    Titus 3:2

    von niemandem nachteilig zu reden, nicht streitsüchtig zu sein, [sondern] vernünftig, indem sie allen Menschen gegenüber alle Milde an den Tag legen.

  15. Juleam 12. Dezember 2010 um 04:56 Link zum Kommentar

    Ellen und Susanne

    Epheser 4:31-32

    Möge alle boshafte Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und lästerliches Reden samt aller Schlechtigkeit von euch entfernt werden.

    32 Werdet aber gütig zueinander, voll zarten Erbarmens, einander bereitwillig vergebend, so wie auch Gott euch durch Christus bereitwillig vergeben hat.

    Kennst du die Geschichte von Ellen und Susanne – zwei Schwestern, die bereits seit Jahren im Pionierdienst stehen?

    Scheinbar wird Susanne von den Ältesten bevorzugt, denn immer ist sie es, die in der Versammlung und auf Kongressen die besten Aufgaben auf der Bühne hat. Scheinbar gärt dies schon lange in Ellen und so reicht ein Mißverständnis aus, um eine Lawine in Gang zu setzen. Ellen macht ihren verletzten Gefühlen Luft und steigert sich so sehr in ihren Groll hinein, dass eine andere Schwester, mit der sie häufig im Predigtdienst steht, sie ausbremsen muss und sie vor Geschwätz und verleumdung warnt: “das geht uns alles nichts an. Außerdem weißt du das ja auch nur von anderen”. Leider nützt diese gut gemeinte Warnung nicht viel und so zieht Ellen immer weitere Schwestern mit hinein.

    Das ganze gipfelt dann darin, dass Spaltungen unter den Schwestern entstehen und Ellen sogar den Pionierdienst aufgibt. Und nicht nur das: sie hat sogar gänzlich die Freude am Dienst verloren und geht nun nur noch ganz selten.

    Trotzdem bemerkt sie nicht, dass das Problem bei ihr liegt, sondern sie gibt weiterhin Susanne die Schuld daran, denn “wenn die Sache damals nicht mit der gewesen wäre …”. Leider hat ihr Mann wenig Erfolg damit, ihr wieder auf den richtigen Weg zu verhelfen und auch der Älteste, den er dann zur Hilfe ruft, muss jede Menge Überzeugungskraft aufbringen: “Wenn es Susanne wirklich leid tut, dann muss sie zu mir kommen”.

    Ellen kann nicht verstehen, wie Susanne ihr vorwerfen konnte, böswilliges Geschwätz über sie in Umlauf gebracht zu haben, “denn ich habe es nicht bóse gemeint”. Sie fühlt sich auch weiterhin im Recht, obwohl sie immer hässlichere Geschichten über Susanne erzählt hat, um aufzuzeigen, dass auch sie nicht schlechter als Susanne ist und es eigentlich keinen Grund gibt, warum nicht auch sie besondere Aufgaben auf Kongressen wahrnehmen könnte. (Vielleicht liegt das aber auch einfach daran, dass es Ellen an Demut fehlt?)

    Mit dem Hinweis darauf, was Jesus uns für so einen Konfliktfall gesagt hat und viel Geduld bringt der Älteste Ellen schließlich zur Besinnung. Sie erkennt, dass es an ihr ist, auf Susanne zuzugehen und sich zu versöhnen. Dies erfordert sehr viel Demut – ganz besonders auch deshalb, weil sie so viele Schwestern mit hinein gezogen hatte und es peinlich ist, zuzugeben, dass man selbst im Unrecht war.

    Heute steht auch Ellen wieder voller Freude im Pionierdienst und wir haben an der Geschichte erkannt, wie es einem ergehen kann, wenn man von Jehovas Wegen abweicht und sich weigert, das richtige zu tun. Man verliert Jehovas Segen, hat nicht mehr die Kraft für den Vollzeitdienst und verliert sogar die Freude. All dies können wir erst dann wiederbekommen, wenn wir demütig von unserem verkehrten Weg umkehren,

    Hast du dich hier wieder erkannt?

    Ähnlichkeiten mit realen Personen sind rein zufällig! Und außerdem ist die nette kleine Geschichte nicht von mir, sondern ein Drama von der Gesellschaft, das ich heute Nacht gehört habe:

    “Lasst euch nicht irreführen, Gott lässt sich nicht verspotten!”

  16. Juleam 12. Dezember 2010 um 11:26 Link zum Kommentar

    Epheser 5:3-4

    3 Hurerei und jede Art Unreinheit oder Habgier sollen unter euch nicht einmal erwähnt werden, so wie es sich für Heilige geziemt, 4 auch kein schändliches Benehmen noch törichtes Reden, noch unzüchtige Späße, Dinge, die sich nicht schicken, sondern vielmehr Danksagung.

    Ellen und Susanne sind eigentlich der 3. Teil des Dramas “Lasst euch nicht irreführen, Gott lässt sich nicht verspotten!”, das um die ersten Christen in Ephesus geht. Es ist kein historisches Drama mit Kostümen gewesen, sondern eher die Nutzanwendung des Rates an die Epheser, der für uns heute wichtig ist.

    Der erste Teil geht um Andreas und seine Familie. Andreas ist gerade 16 und guckt unglaublich gern Videos. Dabei sind sehr oft auch fragwürdige Filme dabei. Sein jüngerer Bruder musste öfters weggucken, denn die Gewalt war zu schlimm.

    Aber das ist nicht weiter tragisch, denn Videos haben einen ganz entscheidenden Vorteil: “man kann bei gewaltsamen oder unmoralischen Szenen einfach vorspulen. Dann bekommt man garnichts davon mit”. Selbst der Vater findet garnichts Schlimmes dabei.

    Der Älteste kann aber die Gefahren aufzeigen, denn woran merkt man denn, dass man vorspulen muss? Mann muss sich die Szene ja erst mal “kurz” angucken. “Sind ja nur Sekunden”, aber “du hast Recht, die eine Szene ist mir die ganze Nacht nicht aus dem Kopf gegangen.”

    Heute wählt die Familie ihre Fílme sorgfältiger aus und hat für sich entdeckt, dass man seine Freizeit auch sinnvoller verbringen kann, z.B. mit Ausflügen in die wunderschöne Natur oder einem Spieleabend. Ausserdem “reden sie nun viel mehr miteinander”.

    Andreas dient heute als Dienstamtgehilfe in seiner Versammlung.

    Der zweite Teil ging um Jenny. Auch sie ist im gleichen Alter wie Andreas und hört mit Hingabe Rockmusik. Sie sieht darin kein Problem. Als die Mutter eine von den Casettenhüllen findet ist sie schockiert. Auch die Texte strotzen nur so von Gewalt und Unmoral. Darauf angesprochen meint Jenny, “ich höre ja garnicht wirklich hin. Und wenn es dich beruhigt, spule ich solche Lieder einfach vor”.

    Nachdem Jenny mit ihrer weltlichen Schulfreundin auf einem Konzert der Rockband war, baut sie geistig ab. Sie ist irgendwie nicht mehr mit dem Herzen dabei, ihre Kommentare werden weniger und wenn, dann liest sie nur aus dem Absatz vor. Dem Ältesten ist das gleich aufgefallen, denn vorher war sie vor Liebe zu Jehova und zur Wahrheit übergesprudelt.

    Er fragt, was denn wäre, wenn man bei den Liedern die Melodie weglassen, und es nicht singen würde, “wenn jemand in deinem Wohnzimmer stehen und den Text ganz normal, ohne Reime sagen würde”?. Na, “den würde mein Vater sicherlich rauswerfen”.

    Jenny erkennt, welcher Gefahr sie sich unbewusst ausgesetzt hatte und “entsorgt” die Casetten, die sie vorher so geliebt hatte. Heute hat sie einen anderen Musikgeschmackt, “sie hört sogar ab und an klassische Musik”.

    Heute steht Jenny im Pionierdienst.

    Ja, wir können wirklich viel für uns selbst aus dem Rat des Paulus an die Epheser lernen. Interessant auch der Gedanke, dass niemand von den gezeigten Personen Jehova absichtlich verspotten wollte – aber durch, das, was sie sich ansahen, anhörten oder wie sie miteinander umgingen, haben sie es unabsichtlich getan!

  17. Juleam 13. Dezember 2010 um 11:48 Link zum Kommentar

    “Loyale Unterwürfigkeit gegenüber Jehova und seiner Organisation”

    Epheser 6:1-4

    Lianes Mutter findet beim Aufräumen eine Schachtel Ziehgaretten in deren Schultasche. Liane fragt: “hast du wirklich geglaubt, dass ich rauchen würde?”. Dabei muss ich unwillkürlich an Judas denken, der Jesus fragte: “ich bin es doch nicht etwa?”

    Als Lianes verkehrtes Verhalten aufzufliegen droht, haut sie von zu Hause ab. Aber ist Weglaufen wirklich eine Lösung für das Problem?

    Warum ist Liane denn geflohen? Sie ging von ihrer Familie weg, von der sie weiss, dass diese die Maßstäbe Jehovas einhalten und die ihr derzeitiges Verhalten sicherlich nicht akzeptieren werden: “Meine Eltern würden mich nie zu Hause wohnen und das tun lassen, was ich will”.

    Allerdings erweist sich Tina, zu der sie sich flüchtet, als eine wahre Freundin, denn sie sagt Liane klar und deutlich, was sie davon hält, und “wenn ich solche Eltern hätte wie du, wäre ich ganz bestimmt nicht in einer solchen Klemme!”. Tina ist ehrlich zu Liane und erwartet, dass diese auch ehrlich ist – ganz besonders zu ihren Eltern.

    Sie sagt zu ihr, sie habe nur zwei Möglichkeiten: “entweder du gehst nach Hause und bringst dein Leben in Ordnung – oder du bleibst dein ganzes Leben auf der Flucht. Und du weißt, wo du dann landen wirst: in der Gosse!”

    Harte Worte! Zu hart?

    Ihr Bruder, der sie bei Tina abholen will, erinnert sie daran, was sie den Eltern damit antut. “Ich weiss, aber ich konnte nicht mehr zu Hause bleiben”.

    “Du weißt gar nicht, wie gut du es hast, Eltern zu haben, die so sehr an dir interessiert sind. Ich rate dir, überlege es dir nochmal, bevor du alles hinwirfst”

    Warum konnte Liane nicht mit ihren Eltern über alles reden? “Mir war bewußt, dass ich etwas tat, was du nicht gutheißen würdest und ich hatte Angst davor, wie du über mich denken könntest und was du sagen würdest”.

    Liane war unzufrieden mit ihrem Leben gewesen, es machte ihr gar keinen Spaß mehr, Jehova zu dienen. Der Vater bringt den Ernst der Lage auf den Punkt, indem er sie fragt: “Denkst du wirklich, du hättest Jehova gedient, während du gleichzeitig Dinge getan hast, die Jehova hasst?” Klar, dass dabei die Freude auf der Strecke geblieben ist. Der Vater lässt sie Epheser 6:1-4 lesen und erklärt ihr, dass sowohl Eltern als auch die Kinder eine Verantwortung vor Jehova haben:

    Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in Gemeinschaft mit [dem] Herrn, denn das ist gerecht: 2 “Ehre deinen Vater und [deine] Mutter”, welches das erste Gebot mit einer Verheißung ist: 3 “Damit es dir gutgeht und du lange Zeit auf der Erde bleibst.”

    4 Und ihr, Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie weiterhin auf in der Zucht und in der ernsten Ermahnung Jehovas.

    Die Eltern müssen ihre Kinder in den Geboten Jehovas unterweisen und ihnen nicht nur helfen, diese zu verstehen, sondern sie auch in allem, was sie tun, anzuwenden.

    Die Kinder tragen die Verantwortung, ihren Eltern respektvoll zu gehorchen (solange diese nichts von ihnen verlangen, was gegen Jehovas Maßstäbe verstößt) und dürfen es ihnen nicht schwer machen, sie in der wahren Anbetung zu erziehen.

    Kommen wir unserer persönlichen Verantwortung nach? Als Eltern, aber auch als Kinder?

    Was ist mit unserer Verantwortung als Freund? Helfen wir “einer Liane” wieder auf dem rechten Weg zurück – oder unterstützen wir sie in ihrem verkehrten Verhalten?

    Sind wir uns dessen bewußt, dass wir uns vor Jehova verantworten müssen, wenn wir “einer Liane” nicht helfen, den nötigen Respekt und die nötige Unterordnung unter die Eltern an den Tag zu legen?

  18. Juleam 13. Dezember 2010 um 11:54 Link zum Kommentar

    Eine weitere Person in diesem Drama ist Rolf, der unzufriedene Pionier, der sich immer gleich angegriffen fühlt, und ein Problem mit den Ältesten seiner Versammlung hat. Ein Bruder sagt sogar zu ihm: “jedes Mal, wenn ich mit dir rede, beginnst du einen Streit!”. Etwas, was Rolf vehement abstreitet. Er unterbricht den anderen und ist schnell mit Schuldzuweisungen bei der Hand. Seine Gefühle behindern ihn, dem anderen wirklich zuzuhören.

    Hebräer 13:17 – besonders der letzte Teil

    Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig, denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden,

    damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden.

    Er hat ein Problem damit, unterwürfig zu sein. “Wie kann ich denen unterwürfig sein, die ständig meinen geistigen Fortschritt behindern und immer Recht behalten wollen?”

    “Wenn du dich ständig gegen die Ältesten auflehnst, lehnst du dich in Wirklichkeit gegen Jehova und seine Organisation auf.” Und “durch dein ständiges Nörgeln und Klagen machst du es uns wirklich sehr schwer, über dein Verhalten hinweg zu sehen”.

    Seine Einstellung und sein Reden bewirken, dass er von der Pionierliste gestrichen werden muss.

    Könnte es sein, dass Jehova es ähnlich sieht, wenn Kinder oder Jugendliche den nötigen Respekt vor ihren Eltern vermissen lassen und ihnen gegenüber eine ähnliche Einstellung haben wie Rolf gegenüber den Ältesten?

    Wie sieht er wohl mich als Ehefrau, wenn ich mich nicht demütig meinem Ehemann unterordne?

    Epheser 5:21-24

    Seid einander untertan in der Furcht Christi. 22 Die Frauen seien ihren Männern untertan wie dem Herrn, 23 denn ein Mann ist [das] Haupt seiner Frau, wie der Christus auch [das] Haupt der Versammlung ist, er, [der] Retter [dieses] Leibes. 24 In der Tat, wie die Versammlung dem Christus untertan ist, so seien es auch die Frauen ihren Männern in allem.

    Was haben wir für uns ganz persönlich aus diesem Drama gelernt?

  19. Juleam 22. Oktober 2011 um 11:44 Link zum Kommentar

    Epheser 4:26,27

    “Seid erzürnt, und doch sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurer gereitzten Stimmung untergehen, auch gebt dem Teufel nicht Raum”
    (Epheser 4:26,27)

    dieser Teil “auch gebt dem Teufel nicht Raum” ist sehr wichtig!

    Denn: wer freut sich denn darüber, wenn wir uns streiten – wenn wir uns aus Jehovas Liebe entfernen und uns nicht mehr auf die wahre Anbetung und den Dienst konzentrieren können?

    Es ist derjenige, der nach Argumenten sucht, die er unserem liebevollen Schöpfer an den Kopf werfen kann, sagen kann “ich habs dir ja gesagt!”

    aber dem Satan wollen wir doch nicht erfreuen!!!!

  20. Juleam 22. Oktober 2011 um 11:45 Link zum Kommentar

    “Sich mit aller Kraft um Frieden zu bemühen erfordert demnach, dass man Konflikte möglichst schnell beilegt. Warum? Nur so kann man verhindern, dass sie sozusagen wie eine unbehandelte, entzündete Wunde anfangen zu eitern.”

    WT 15.08.2011 Abs 7

    Desto länger so eine Unstimmigkeit andauert, umso mehr steigern wir uns ja auch hinein! Wir denken dann ja immer wieder darüber nach und suchen nach Argumenten, die beweisen, dass wir selbst im Recht sind. Genau dies will der Satan: an unseren Stolz appellieren – und am besten noch daran, dass wir etwas haben wollen, was uns nicht zusteht (Habgier).

    Umso mehr wir uns in eins Sache verbeissen, desto schwerer wird s für uns werden, den Griff wieder zu lösen und umzukehren. Vielleicht können wir bald nicht mehr nachgeben, weil wir meinen, sonst unser Gesicht zu verlieren.

    Besser ist es, wenn man gleich bereit ist, den Streit zu beenden, auf den anderen zuzugehen und auch selbst Abstriche zu machen.

    Denn was nützt es mir, wenn ich vielleicht (meiner Meinung nach) im Recht bin und darauf beharre – und es über eine lange Zeit eine frostige Atmosphäre bei uns zu Hause herrscht? Niemand würde sich mehr wohl fühlen, auch wir nicht!

    Und letztendlich löst sich das Problem mit so einem Verhalten nicht. Wenn ich nun mit ein beziehe, dass die Ehe für uns immer bestehen bleiben wird – weil wir ja Jehova lieben – wie soll sowas denn viele Jahre bestehen?

    Was wäre nun die Lösung?

    Ist es nicht so, dass in solchen Situationen oftmals Entscheidungen reifen, die Jehova nicht gefallen? Entscheidungen, wie mir Trost woanders zu suchen oder mich von meinem Mann zu trennen.

    Und wer freut sich dann?

    Jetzt sind wir wieder bei dem Gedanken von vorhin: wir geben dem Teufel Raum und erfreuen ihn!

  21. Juleam 22. Oktober 2011 um 11:48 Link zum Kommentar

    WT 01.10.2007

    Persönliche Differenzen als Falle

    15 Listig nutzt Satan persönliche Differenzen, um einen Keil zwischen Jehovas Diener zu treiben. Das kann jeden betreffen, unabhängig von seinen Dienstvorrechten. Manche werden vom Teufel lebendig gefangen, weil sie zulassen, dass persönliche Differenzen dem Frieden und der Einheit sowie der einmaligen geistigen Wohlfahrt schaden, die Jehova herbeigeführt hat (Psalm 133:1-3).

    16 Während des 1. Weltkriegs versuchte Satan, den irdischen Teil der Organisation Jehovas durch Frontalangriffe zu vernichten, doch vergebens (Offenbarung 11:7-13). Seither geht er mit Hinterlist gegen unsere Einheit vor. Wenn wir zulassen, dass zwischenmenschliche Dissonanzen in Uneinigkeit münden, bieten wir dem „Vogelfänger“ Angriffsfläche. Wir könnten dadurch den Zustrom des heiligen Geistes im privaten Leben und in der Versammlung drosseln. Das würde Satan gefallen, denn jede Störung des Friedens und der Einheit in der Versammlung beeinträchtigt das Predigtwerk (Epheser 4:27, 30-32).

    17 Was kann man bei Differenzen mit anderen tun? Natürlich liegt jeder Fall anders. Wenn es auch Gründe für Unstimmigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich gibt, so gibt es doch keinen Grund, sie nicht beizulegen (Matthäus 5:23, 24; 18:15-17). Gottes Wort ist inspiriert und der Rat daraus vollkommen. Nach biblischen Grundsätzen zu verfahren ist nie verkehrt. Es führt immer zum Erfolg.

    18 Jehova ist „zum Vergeben bereit“ und er gewährt „wahre Vergebung“ (Psalm 86:5; 130:4). Wir zeigen, dass wir geliebte Kinder Jehovas sind, wenn wir seinem Beispiel folgen (Epheser 5:1). Wir alle sind Sünder und bedürfen dringend der Vergebung. Deshalb ist es ein Alarmsignal, wenn wir dazu neigen, unversöhnlich zu sein. Wir könnten wie der Sklave in Jesu Gleichnis werden, der seinem Mitsklaven eine Schuld nicht erlassen wollte, die nur einen Bruchteil von dem ausmachte, was sein Herr ihm bereits erlassen hatte. Als der Herr davon erfuhr, ließ er den unversöhnlichen Sklaven ins Gefängnis werfen. Jesus schloss das Gleichnis mit den Worten ab: „In gleicher Weise wird mein himmlischer Vater auch mit euch verfahren, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder aus eurem Herzen heraus vergebt“ (Matthäus 18:21-35). Unstimmigkeiten können bestimmt besser beigelegt werden, wenn wir über dieses Gleichnis nachdenken und uns überlegen, wie oft Jehova uns schon bereitwillig vergeben hat (Psalm 19:14).

  22. Juleam 8. Dezember 2011 um 09:43 Link zum Kommentar

    Epheser 1 – 3

    Epheser 2:1-3

    Aber wie sah euer Leben früher aus? Ihr wart Gott ungehorsam und wolltet von ihm nichts wissen. In seinen Augen wart ihr tot. 2 Ihr habt gelebt, wie es in dieser Welt üblich ist, und wart dem Satan verfallen, der seine Macht ausübt zwischen Himmel und Erde. Sein böser Geist beherrscht auch heute noch das Leben aller Menschen, die Gott nicht gehorchen. 3 Zu ihnen haben wir früher auch gehört, damals, als wir eigensüchtig unser Leben selbst bestimmen wollten. Wir haben den Leidenschaften und Verlockungen der Sünde nachgegeben, und wie alle anderen Menschen waren wir dem Zorn Gottes ausgeliefert.

    Interessanter Gedanke, der mich wieder dahin bringt, wie Jehova wohl Menschen wie meine Eltern sieht.

    Denn sie haben nicht “von ihm nichts wissen wollen” – im Gegenteil. Sie wollten einfach begreifen, warum er so schreckliche Dinge zuläßt wie die, die sie im Krieg und während ihrer Vertreibung aus der Heimat erlebt hatten.

    Auch haben sie nicht selbstsüchtig nach ihren eigenen Wünschen gelebt, sondern waren verantwortungsvolle Eltern. Sie haben sich an das gehalten, was ihre Eltern ihnen mit den 10 Geboten gelehrt haben und der oberste Grundsatz war für sie immer die goldene Regel. Diese haben sie auch uns Kindern immer wieder gut eingeprägt, so dass mein ganzes Leben davon bestimmt war – und dies bereits in frühester Kindheit, schon lange bevor ich die Wahrheit kennen gelernt habe.

    Da Jehova Samuel sagte, dass er den Menschen gemäß dem beurteilt, was er innerlich ist – weil er in hr Herz sieht – bin ich davon überzeugt, dass auch sie in seinen Augen annehmbar sind. Ganz unabhängig davon, ob sie die Bibel studieren. Denn wenn ich sehe, zu was doch ziemlich viele Menschen fähig sind, die die Bibel studiert und sich Jehova hingegeben und sich taufen lassen haben, dann kann dies nicht das Kriterium sein.

    Für Jehova zählt unser Herz und dass wir so leben, dass wir niemand Schaden zufügen. Können wir dies zu Recht von uns und unserem Leben behaupten?

    Etwas Ähnliches habe ich heute von einem anderen Herrn gehört, der zwar sagt, dass er nicht religiös sei, aber die Bibel sehr hoch als kulturelles Gut achtet, das Menschen zum Guten beeinflusst, das zeigt, wie man sich mit Anstand und Moral benimmt. Könnte man von jemanden, der so denkt, annehmen, dass er “nichts von Gott wissen wolle” und seinen sebstsüchtigen Wünschen nachgeht?

    Dürfen wir uns wirklich was darauf einbilden, dass wir Zeugen Jehovas sind? Interessanterweise habe ich in letzter Zeit öfter auf Kongressen gehört, dass wir dies nicht tun sollten – dass wir nicht automatisch besser sind und dass Weltmenschen nicht automatisch schlechter und von Gott verworfen sind.

    Wie berührt dies unsere Einstellung und unser Leben?

  23. Juleam 9. Dezember 2011 um 08:59 Link zum Kommentar

    Epheser 4 – 6

    Epheser 4:1-3

    Vergesst nicht, dass ich für den Herrn im Gefängnis bin. Als sein Gefangener bitte ich euch: Lebt so, wie Gott es von denen erwartet, die er zu seinen Kindern berufen hat. 2 Überhebt euch nicht über andere, seid freundlich und geduldig! Geht in Liebe aufeinander ein! 3 Setzt alles daran, dass die Einheit, wie sie der Geist Gottes schenkt, bestehen bleibt durch den Frieden, der euch verbindet.

    Ist uns der Frieden und die Einheit der Versammlung ebenso wichtig wie Paulus?

  24. Juleam 9. Dezember 2011 um 09:01 Link zum Kommentar

    Epheser 4:14

    Dann sind wir nicht länger wie unmündige Kinder, die sich von jeder beliebigen Lehrmeinung aus der Bahn werfen lassen und die leicht auf geschickte Täuschungsmanöver hinterlistiger Menschen hereinfallen.

  25. Juleam 9. Dezember 2011 um 09:12 Link zum Kommentar

    Epheser 4:17-32 – Wie Christen leben sollen

    17 Darum hat mir der Herr aufgetragen, euch zu sagen: Lebt nicht länger wie Menschen, die Gott nicht kennen! Ihr Denken ist verkehrt und führt ins Leere, 18 ihr Verstand ist verdunkelt. Sie wissen nicht, was es bedeutet, mit Gott zu leben, und ihre Herzen sind hart und gleichgültig. 19 Ihr Gewissen ist abgestumpft, deshalb leben sie ihre Leidenschaften aus. Sie sind zügellos und in ihrer Habgier unersättlich.

    20 Aber ihr habt gelernt, dass solch ein Leben mit Christus nichts zu tun hat. 21 Was Jesus wirklich von uns erwartet, habt ihr gehört – ihr seid es ja gelehrt worden: 22 Ihr sollt euer altes Leben wie alte Kleider ablegen. Folgt nicht mehr euren Leidenschaften, die euch in die Irre führen und euch zerstören. 23 Gottes Geist will euch durch und durch erneuern. 24 Zieht das neue Leben an, wie ihr neue Kleider anzieht. Ihr seid neue Menschen geworden, die Gott selbst nach seinem Bild geschaffen hat. Ihr gehört zu Gott und lebt so, wie es ihm gefällt.

    25 Belügt einander also nicht länger, sondern sagt die Wahrheit. Wir sind doch als Christen die Glieder eines Leibes, der Gemeinde Jesu. 26 Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt. 27 Gebt dem Teufel keine Gelegenheit, Unfrieden zu stiften. 28 Wer früher von Diebstahl lebte, der soll sich jetzt eine ehrliche Arbeit suchen, damit er auch noch Notleidenden helfen kann. 29 Redet nicht schlecht voneinander. Was ihr sagt, soll für jeden gut und hilfreich sein, eine Wohltat für alle. 30 Beleidigt nicht den Heiligen Geist. Als Gott ihn euch schenkte, hat er euch sein Siegel aufgedrückt. Er ist doch euer Bürge dafür, dass der Tag der Erlösung kommt.

    31 Mit Bitterkeit, Jähzorn und Wut sollt ihr nichts mehr zu tun haben. Schreit einander nicht an, redet nicht schlecht über andere, und vermeidet jede Feindseligkeit.

    32 Seid vielmehr freundlich und barmherzig, und vergebt einander, so wie Gott euch durch Jesus Christus vergeben hat.

  26. Juleam 9. Dezember 2011 um 09:25 Link zum Kommentar

    Epheser 5:1-21 – Leben im Licht

    1 Ihr seid Gottes geliebte Kinder, daher sollt ihr in allem seinem Vorbild folgen. 2 Geht liebevoll miteinander um, so wie auch Christus euch seine Liebe erwiesen hat. Aus Liebe hat er sein Leben für uns gegeben. Und Gott hat dieses Opfer angenommen.

    3 Ihr gehört zu Gott. Da passt es selbstverständlich nicht mehr, sexuell zügellos zu leben, über die Stränge zu schlagen oder alles haben zu wollen. Ihr sollt nicht einmal darüber reden! 4 Genauso wenig ist Platz für Klatsch, Sticheleien und zweideutiges Gerede. Vielmehr sollt ihr Gott danken und ihn loben. 5 Denn eins ist klar: Wer ein ausschweifendes, schamloses Leben führt, für den ist kein Platz in der neuen Welt, in der Gott und Christus herrschen werden. Das gilt auch für alle, die von Habgier besessen sind; denn solche Menschen beten ihre eigenen Götzen an.

    6 Lasst euch von niemandem verführen, der euch durch sein leeres Geschwätz einreden will, dass dies alles harmlos sei. Gottes Zorn wird alle treffen, die ihm nicht gehorchen. 7 Darum meidet solche Leute! 8 Früher habt auch ihr in Dunkelheit gelebt; aber heute ist das anders: Durch den Herrn seid ihr im Licht. Darum lebt nun auch wie Kinder des Lichts! 9 Ein solches Leben führt zu aufrichtiger Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. 10 Prüft in allem, was ihr tut, ob es Gott gefällt. 11 Lasst euch auf keine finsteren Machenschaften ein, die keine gute Frucht hervorbringen; im Gegenteil: helft sie aufzudecken.

    12 Denn was manche im Verborgenen treiben, ist so abscheulich, dass man nicht einmal davon reden soll. 13 Doch wenn das Licht Gottes auf diese Dinge fällt, werden sie erst richtig sichtbar. 14 Was Gott ans Licht bringt, wird hell. Deshalb heißt es auch: »Erwache aus deinem Schlaf! Erhebe dich von den Toten! Und Christus wird dein Licht sein.« 15 Achtet also genau darauf, wie ihr lebt: nicht wie unwissende, sondern wie weise Menschen. 16 Dient Gott, solange ihr es noch könnt, denn wir leben in einer schlimmen Zeit. 17 Seid nicht verbohrt; sondern begreift, was der Herr von euch will! 18 Betrinkt euch nicht; das führt nur zu einem ausschweifenden Leben. Lasst euch vielmehr von Gottes Geist erfüllen. 19 Singt miteinander Psalmen, und lobt den Herrn mit Liedern, wie sie euch sein Geist schenkt. Singt für den Herrn, und jubelt aus vollem Herzen! 20 Im Namen unseres Herrn Jesus Christus dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit, überall und für alles!

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