In „einem Vortrag, auf einem öffentlichen Kongress“ wurde die Behauptung aufgestellt, dass alle die die Gemeinschaft verlassen haben, vorher das tägliche Bibellesen aufgegeben hätten.
Eine sehr „interessante“ Aussage, denn so weit ich mich erinnern kann, sind die Bibellesungen auf drei oder vier Kapitel pro Woche eingeteilt. Oder meinte der Autor dieser Behauptung vielleicht „das Lesen des täglichen kleinen Bibeltextes“ also des einen Bibelverses, der mit Kommentar versehen als „tägliche Bibellesung“ „vorgeschlagen wird“?
Hier meine Antwort auf diese „Behauptung“: es gibt wohl viele, die nie die Bibel gelesen haben, und deshalb weiterhin in diesem Club sind. Aber wer anfängt die Bibel täglich richtig zu lesen, um die Bibel mindestens einmal im Jahr komplett so richtig als Buch zu lesen, der wird wohl sehr sehr bald merken, wie „merkwürdig die vorgegebenen Erklärungen“ der Tagestexterklärungen sind, und wird wohl auf kurz oder lang, nicht mehr zufrieden damit sein.
Wir laden schon seit Jahren alle Menschen in unserer Umgebung dazu ein, die Bibel in einem chronologischen Bibelleseplan mitzulesen. Und es ist immer wieder faszinierend, dass scheinbar jedes Jahr „neue Dinge“ in der Bibel stehen, die man in den Jahren davor „überlesen“ oder „überhört“ hat.
Und es ist viel spannender, wenn man dann verschiedene Meinungen zu einer theologischen Frage lesen darf, und sich über das Für und Wider der Aussagen von verschiedenen Theologen austauschen kann.
Zum Beispiel: Ab wann wusste Jesus von seiner vermenschlichen Existenz? Erst seit seiner Taufe? Oder schon als Kind?
Da kann schon die KI eine interessante Antwort drauf geben:
Das ist eine interessante Frage! Die Bibel gibt uns keine direkte Antwort darauf, aber wir können einige Hinweise und Interpretationen betrachten.
Im Neuen Testament gibt es einige Passagen, die darauf hindeuten, dass Jesus von seiner göttlichen Natur und seiner Mission wusste, aber es ist nicht klar, wann genau er diese Erkenntnis erlangte.
Einige Theologen argumentieren, dass Jesus als Kind bereits eine besondere Erkenntnis von seiner göttlichen Natur und seiner Mission hatte. Zum Beispiel:
Im Lukasevangelium (Lk 2,40-52) wird berichtet, dass Jesus als Zwölfjähriger im Tempel in Jerusalem war und mit den Schriftgelehrten diskutierte. Hier zeigt Jesus bereits eine tiefe Erkenntnis von der Schrift und seiner eigenen Identität.
Im Matthäusevangelium (Mt 2,1-12) wird berichtet, dass die Weisen aus dem Osten Jesus als den „König der Juden“ anerkennen und ihm Geschenke bringen. Hier wird Jesus bereits als der Messias und der Sohn Gottes anerkannt.
Andere Theologen argumentieren, dass Jesus erst durch seine Taufe und die Offenbarung des Heiligen Geistes seine volle Erkenntnis von seiner göttlichen Natur und seiner Mission erlangte. Zum Beispiel:
Im Matthäusevangelium (Mt 3,13-17) und im Markusevangelium (Mk 1,9-11) wird berichtet, dass Jesus getauft wurde und der Heilige Geist auf ihn herabkam. Hier wird Jesus als der Sohn Gottes anerkannt und seine Mission beginnt.
Im Lukasevangelium (Lk 3,21-22) wird berichtet, dass Jesus getauft wurde und der Heilige Geist auf ihn herabkam. Hier wird Jesus als der Sohn Gottes anerkannt und seine Mission beginnt.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Bibel nicht explizit sagt, wann genau Jesus von seiner vormenschlichen Existenz wusste. Es ist auch möglich, dass Jesus während seines Lebens auf der Erde durch Erfahrungen und Offenbarungen Gottes seine Erkenntnis von seiner göttlichen Natur und seiner Mission vertiefte.
Greta Generalist – KI von 1&1
oder die Frage, wie viele Menschen sahen Jesu Taufe zu?
Was man aber sagen kann ist, dass Lukas etwas erwähnt, was die anderen Evangelisten nicht haben. Und das ist jetzt wieder auch eine coole Sache. Denn Lukas schreibt, als Jesus getauft war betete er und dann öffnete sich der Himmel. Also, dass sich der Himmel öffnet, das berichten auch die anderen. Aber dass Jesus betete nach seiner Taufe, das erwähnt nur Lukas. Und das finde ich doch sehr interessant. Jesus betete und das bedeutet, das war für ihn wirklich ein ganz wichtiger Moment. Denn die Taufe von Jesus, das ist sein Dienstbeginn. Da findet seine Berufung statt. Da geht es dann wirklich los. Da öffnet sich der Himmel, da bekommt Jesus auch die Bestätigung des Vaters, und zwar öffentlich. Ein ganz wichtiger Schritt. Ein ganz wichtiger Punkt in seinem Leben. Wir machen das jetzt mal und gehen kurz ins Matthäusevangelium, Matthäus 3, dort wird auch von Johannes dem Täufer geschrieben.
Detlef Kühlein – Die Bibel für Kopf und Herz
Matthäus berichtet da und dann, etwas ausführlicher, diese Begebenheit. Die Taufe von Jesus. Auch Jesus, heißt es da ab Matthäus 3, 13, kam aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Und man kann sich das so vorstellen: Da war ja eine riesige Volksmenge. Und Johannes stand am Jordan, im Jordan wahrscheinlich, oder am Ufer des Jordans und hat getauft. Und dann kam einer nach dem anderen. Also eine riesige Menschenmenge, eine Riesenschlange wahrscheinlich. Und einer nach dem anderen kam zu ihm dann ins Wasser und hat vielleicht seine Sünden bekannt oder gesagt: “Herr, ich möchte jetzt umkehren zu Gott.” Und dann hat Johannes getauft.
Und irgendwann hat er sicherlich in dieser langen Reihe ein bekanntes Gesicht gesehen. Jesus. Er war ja verwandt mit ihm. Die kannten sich von Familientreffen, Geburtstagen, die haben quasi im Sandkasten zusammen gespielt. Und jetzt sieht er ihn da hinten stehen und denkt: “Was macht er da? Der wird doch wohl nicht…” Und jetzt kommt Jesus immer näher, immer näher, immer näher. Und irgendwann steht er vor ihm. Und Johannes wehrte sich nun entschieden dagegen, berichtet Matthäus und sagt zu ihm: “Ich hätte es nötig, mich von dir taufen zu lassen, und du kommst zu mir.” Was meint Johannes damit? Warum will er Jesus nicht taufen? Nun, ich hätte nötig, von dir getauft zu werden. Schau, die Taufe von Johannes war ja eine vorbereitende Taufe auf die Begegnung mit Gott. Eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Eine Taufe der Umkehr. Ja, aber Jesus muss ja nicht umkehren. Was hat denn Jesus getan? Muss Jesus seine Sünden bekennen? Muss er sich vorbereiten auf Gott? Nein. Andersrum? Ja. Jetzt findet der Wechsel statt.
“Aha”, sagt Johannes, “komm, du stellst dich jetzt hier in den Jordan und übernimmst jetzt. Ich war ja nur der Wegbereiter. Ich war ja nur der Vorläufer. Jetzt bist du dran. Super. Komm, ich steig aus. Du steigst ein und dann taufst du mich. So ist es richtig.” Und jetzt kommt’s. Matthäus 3, 15, da berichtet Matthäus: “Aber Jesus gab ihm zur Antwort: ‘Lass es für diesmal geschehen. Es ist richtig so, denn wir sollen alles erfüllen, was Gottes Gerechtigkeit fordert.’ Da willigte Johannes ein.” Und dann tauft er Jesus. Was passiert hier? Was ist hier passiert? Etwas ganz Entscheidendes. Der Dienstbeginn von Jesus. Und was ist das für ein Dienst? Er ist das Lamm Gottes, was die Sünden der Welt trägt. Und vielleicht hast du diesen Gedanken noch nie gehört. Aber in dem Moment, wo Jesus im Jordan steht, und Johannes tauft, macht er ja symbolisch genau das. Das von Sünden verschmutzte Jordanwasser, wo die Volksmenge sich hat taufen lassen und ihre Sünden abgewaschen hat, das schüttet er über Jesus. Damit bedeckt er Jesus.
Jesus nimmt die Sünde des Volkes auf sich. Ganz bewusst. Und deswegen sagt er auch: “Lass es so geschehen. Alle Gerechtigkeit muss erfüllt werden. Du musst mich mit diesem Wasser taufen. Denn ich bin das Lamm Gottes. Was die Sünden der Welt auf sich nimmt.” Das ist die Taufe von Jesus. Ist das krass? Ja, das ist krass. Und jetzt verstehen wir auch, dass Jesus aus dem Wasser steigt und betet in dem Moment. Und wahrscheinlich hat er gebetet: “Vater im Himmel, hilf mir. Hilf mir, das, was jetzt da auf mich zukommt, zu tragen. Ich kann es nicht allein.” Und dann öffnet sich der Himmel, und der Vater im Himmel hält es kaum aus vor lauter Liebe, vor lauter Stolz und Wohlgefallen. Vor lauter Freude ruft er: “Das ist mein lieber Sohn! Ja, mein Sohn, der diesen Weg geht für die ganze Welt. Ich habe Wohlgefallen an ihm. Er ist ein Wohlgeruch. Ich bin stolz auf ihn.” So würde ich doch modern sagen, oder? Mein Junge! Er macht das! Deswegen ist diese Taufe von Jesus ganz zentral, ein ganz wichtiges Startereignis für den Dienst von Jesus in seinem Leben. Und die Evangelisten berichten darüber.
Und nun noch einmal. An welcher Stelle des Jordans findet das Ganze statt? Das ist kein Zufall. Du kannst diese Stelle von Johannes heute besuchen. Sie liegt auf jordanischer Seite. Du kannst von israelischer Seite aus rüber schauen. Da ist der Jordan relativ schmal. Heutzutage hat er ja nur noch 10% des Wassergehalts, den er früher einmal hatte, wirklich ein kleines Flüsschen. Früher war der viel breiter. Und dort wurde Jesus getauft. Das weiß man. Und das ist die Stelle, die berühmt und bekannt ist in der Geschichte Israels. Was hat denn da stattgefunden? Genau an der Stelle ist Josua mit dem Volk Israel über den Jordan, durch den Jordan gegangen. Denn Gott hatte die Wassermassen aufgehalten und dann haben sie Jericho erobert. Das ist die erste Stadt, die man da antrifft, sobald man den Jordan verlassen hat. Liegt gerade direkt gegenüber dieser Stelle. Aha. Also kein Zufall, dass da, wo die Geschichte Israels im Land Kanaan, im heutigen Land Israel begonnen hat, die Landeroberung, die Erfüllung der Verheißung, die ganze Heilsgeschichte hat da begonnen an der Stelle. Und da wird Jesus getauft.
Das ist kein Zufall, das ist kein Zufall. An der gleichen Stelle auch wurde Elia entrückt. Elia und Elisa sind auch trockenen Fußes durch den Jordan gegangen. Und dann wurde Elia entrückt, quasi in der Nähe der Stelle von Johannes, und Johannes ist ja sozusagen der prophetische Nachfolger von Elia. Das haben wir schon besprochen. Maleachi 3: “In den letzten Tagen wird Elia noch mal kommen.” Auch alles an dieser Stelle. Kapierst du das? Das tummelt sich alles da. Ist kein Zufall. Ist der Plan Gottes, dass hier der Hotspot ist, den du heute noch besuchen kannst. Und ich war neulich erst dort. Und es ist so unfassbar. Josua war da. Elia war da. Elisa war da. Johannes war da. Jesus war da. Alles ist da. Gott ist da. Gott öffnet den Himmel über diese Stelle und ruft: “Das ist mein lieber Sohn!” Darum geht es. Gott schreibt Geschichte. Gott regiert im Himmel. Gott überlässt nichts dem Zufall. Und er ist unser Vater. Und er sorgt dafür, dass unsere Geschichte weitergeht und dass diese Welt gerettet wird. Weil er uns nicht dem Zufall überlässt, sondern weil er alles in seinen Händen hält. Und mit Jesus und durch Jesus seinen Sohn diese Geschichte der Rettung schreibt – bis heute.
selbst hier ist die KI „interessanter“







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