Lukas

Die gute Botschaft nach Lukas
Lukas

Übersicht und thematische Verlinkung der einzelnen Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 28. Oktober 2009 198 Kommentare Trackback URI Comments RSS

198 Kommentare zu “Lukas”

  1. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:14 Link zum Kommentar

    Lukas 1 – 3

    Lukas 1:6

    Sie waren beide vor Gott gerecht, weil sie allen Geboten und rechtlichen Erfordernissen Jehovas gemäß untadelig wandelten.

    erfüllen wir diese Erfordernisse?

    Interessant hier ein Gedanke, den ich gestern in dem Buch “Komm, folge mir nach” gelesen habe, das wir im nächsten Jahr im Rahmen des Buchstudiums (heute Versammlungsbielstudium) studieren werden:

    16 Jesus sagte, seine wahren Nachfolger würden nicht nur an ihren Worten oder an einer Selbstbezeichnung, sondern in erster Linie an ihren Taten zu erkennen sein. Zum Beispiel erklärte er: “Nicht jeder, der zu mir sagt: ‘Herr, Herr’, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist” (Matthäus 7:21). Wie kommt es, dass so viele, die Jesus als ihren Herrn bezeichnen, den Willen seines Vaters nicht tun? Wie der junge Vorsteher lassen Menschen, die nur dem Namen nach Christen sind, allzu oft “eines” vermissen: rückhaltlose Liebe zu Jesus und zu dem, der ihn ausgesandt hat.

    17 Wie kann das sein? Behaupten nicht auch Millionen Menschen in der Christenheit, sie würden Christus lieben? Durchaus, aber die Liebe zu Jesus und zu Jehova erschöpft sich bei Weitem nicht in Worten. Jesus sagte: “Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten” (Johannes 14:23). In seiner Rolle als Hirte sagte er: “Meine Schafe hören auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir” (Johannes 10:27). Der eigentliche Prüfstein unserer Liebe zu Christus sind also nicht nur Worte oder Gefühle, sondern in erster Linie Taten.

    18 Taten kommen nicht einfach so aus dem Nichts. Sie spiegeln unser Inneres wider. Und genau da müssen wir ansetzen. Jesus sagte: “Dies bedeutet ewiges Leben, dass sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus” (Johannes 17:3). Wenn wir möglichst viel über Jesus kennenlernen und intensiv darüber nachdenken, dann wird unser Herz berührt. Dadurch wächst unsere Liebe zu Jesus und der Wunsch, ihm Tag für Tag nachzufolgen.

    (Komm, folge mir nach, Kapitel 1, Abs. 16-18

  2. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:17 Link zum Kommentar

    Lukas 1:5-25

    In den Tagen des Herodes, des Königs von Judaa, da war ein gewisser Priester namens Sacharja aus der Abteilung Abijas, und er hatte eine Frau von den Töchtern Aarons, und ihr Name war Elisabeth. 6 Sie waren beide vor Gott gerecht, weil sie allen Geboten und rechtlichen Erfordernissen Jehovas gemäß untadelig wandelten. 7 Sie hatten aber kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war, und beide waren an Jahren schon vorgerückt.

    8 Während er nun das Priesteramt versah, das seiner Abteilung vor Gott zugewiesen war, 9 kam gemäß dem feierlichen Brauch des Priesteramtes die Reihe an ihn, Räucherwerk darzubringen, als er in das Heiligtum Jehovas eintrat; 10 und die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Rauchopfers. 11 Da erschien ihm Jehovas Engel, der auf der rechten Seite des Räucheraltars stand. 12 Sacharja wurde jedoch bei dem Anblick beunruhigt, und Furcht befiel ihn. 13 Der Engel aber sprach zu ihm: „Fürchte dich nicht, Sacharja, denn dein Flehen ist erhört worden, und deine Frau Elisabeth wird die Mutter eines Sohnes von dir werden, und du sollst ihm den Namen Johannes geben. 14 Und Freude und Jubel werden dir zuteil werden, und viele werden sich über seine Geburt freuen; 15 denn er wird groß sein vor Jehova. Doch soll er auf keinen Fall Wein und starkes Getränk trinken, und er wird vom Schoß seiner Mutter an mit heiligem Geist erfüllt sein; 16 und viele von den Söhnen Israels wird er veranlassen, zu Jehova, ihrem Gott, umzukehren. 17 Auch wird er mit Elias Geist und Kraft vor ihm hergehen, um zu veranlassen, daß die Herzen von Vätern zu Kindern umkehren und die Ungehorsamen zur praktischen Weisheit von Gerechten, um ein zubereitetes Volk für Jehova bereitzumachen.“

    18 Und Sacharja sprach zu dem Engel: „Wie kann ich dessen gewiß sein? Denn ich bin betagt, und meine Frau ist an Jahren schon vorgerückt.“ 19 Der Engel antwortete und sprach zu ihm: „Ich bin Gabriel, der nahe vor Gott steht, und ich wurde ausgesandt, um mit dir zu reden und dir die gute Botschaft dieser Dinge zu verkünden. 20 Doch siehe, du wirst schweigen und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem diese Dinge geschehen, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die zu ihrer bestimmten Zeit erfüllt werden.“ 21 Unterdessen wartete das Volk weiter auf Sacharja, und man begann sich über sein langes Verbleiben im Heiligtum zu wundern. 22 Als er aber herauskam, war er nicht imstande, zu ihnen zu reden, und sie merkten, daß sich ihm soeben im Heiligtum ein übernatürlicher Anblick geboten hatte; und er machte ihnen fortwährend Zeichen, blieb aber stumm. 23 Als nun die Tage seines öffentlichen Dienstes erfüllt waren, ging er weg in sein Haus.

    24 Nach diesen Tagen aber wurde seine Frau Elisabeth schwanger; und sie hielt sich fünf Monate lang abgesondert und sagte: 25 „So hat Jehova in diesen Tagen, da er mir seine Aufmerksamkeit zugewandt hat, an mir gehandelt, um meine Schmach unter den Menschen wegzunehmen.“

    wieder jemand, der seit Jahren Jehova mit ganzem Herzen dient, aber nicht glaubt was der Engel sagt (siehe auch Sara).

    Ist dieser “Unglaube” mit mangelndem Glauben an Jehova und mangeldem Vertrauen in ihn gleichzusetzen?

    Warum diese harte Strafe – 9 Monate nicht reden können?

  3. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:21 Link zum Kommentar

    Lukas 1:28-29

    28 Und als er bei ihr eintrat, sprach er: „Guten Tag, du Hochbegünstigte, Jehova ist mit dir.“ 29 Sie aber wurde bei dem Wort tief beunruhigt und begann zu überlegen, was das für ein Gruß sei.

    Maria reagiert eher irritiert auf diese Begrüssung – manch ein anderer hätte sich so sehr geschmeichelt gefühlt, dass er dies an die grosse Glocke gehängt hätte

    Lukas 1:38

    Da sagte Maria: „Siehe! Jehovas Sklavin! Mir geschehe nach deiner Erklärung.“ Darauf schied der Engel von ihr.

    Lukas 1:45-49

    Glücklich ist auch die, die geglaubt hat, weil die Dinge, die von Jehova zu ihr geredet wurden, vollzogen werden.“

    46 Und Maria sprach: „Meine Seele verherrlicht Jehova, 47 und mein Geist kann sich nicht zurückhalten, über Gott, meinen Retter, zu frohlocken; 48 denn er hat auf die niedrige Stellung seiner Sklavin geschaut. Denn siehe, von nun an werden mich alle Generationen glücklich preisen; 49 denn der Mächtige hat große Taten für mich getan, und heilig ist sein Name;

    Maria war wirklich eine sehr demütige und gottesfürchtige Frau. Sicherlich der Grund, warum Jehova ausgerechnet sie auswählte, die “Leihmutter” seines Sohnes zu werden.

  4. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:30 Link zum Kommentar

    Lukas 1:56

    Darauf blieb Maria etwa drei Monate bei ihr und kehrte [dann] in ihr eigenes Haus zurück.

    ein Punkt, der eher das Mißtrauen ihres Verlobten fördern würde?

    Immerhin war sie die ersten drei Monate ihrer Schwangerschaft weg und da hätte sie ja “Gott weiß was” treiben können.

    *** gt Kap. 4 Schwanger, aber nicht verheiratet ***

    Schwanger, aber nicht verheiratet

    MARIA ist im dritten Monat schwanger. Wie du weißt, war sie in der ersten Zeit ihrer Schwangerschaft bei Elisabeth, aber nun ist sie wieder zu Hause in Nazareth. Bald wird ihr Zustand in ihrer Heimatstadt kein Geheimnis mehr sein. Sie befindet sich tatsächlich in einer schwierigen Situation.

    Was die Lage noch verschlimmert, ist die Tatsache, daß Maria verlobt ist und die Frau des Zimmermanns Joseph werden soll. Und sie weiß, daß eine Verlobte, die willentlich Geschlechtsverkehr mit einem anderen Mann hat, gemäß dem Gesetz Gottes für Israel zu Tode gesteinigt werden muß. Wie kann sie Joseph ihre Schwangerschaft erklären?

    Da Maria drei Monate von zu Hause weg war, können wir uns vorstellen, daß Joseph es kaum erwarten kann, sie wiederzusehen. Als sie beisammen sind, bringt Maria ihm die Neuigkeit wahrscheinlich schonend bei. Sie tut sicherlich ihr Bestes, um ihm zu erklären, daß Gottes heiliger Geist für die Schwangerschaft verantwortlich ist. Aber wie du dir denken kannst, ist dies für Joseph eine sehr schwierige Sache.

    Er weiß zwar, daß Maria einen einwandfreien Ruf hat. Und offensichtlich liebt er sie auch sehr. Doch trotz aller Unschuldsbeteuerungen ihrerseits hat es tatsächlich den Anschein, daß sie von irgendeinem Mann schwanger ist. Dennoch möchte Joseph natürlich nicht, daß sie zu Tode gesteinigt oder der öffentlichen Schande ausgesetzt wird. So beschließt er, sie heimlich durch Scheidung zu entlassen. Verlobte betrachtete man damals wie Eheleute, und es war eine Scheidung erforderlich, um eine Verlobung aufzulösen.

    Dann begibt sich Joseph, während er noch über diese Angelegenheit nachdenkt, zur Ruhe. Jehovas Engel erscheint ihm im Traum und sagt: „Scheue dich nicht, Maria, deine Frau, heimzuführen, denn was in ihr gezeugt worden ist, ist durch heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von ihren Sünden erretten.“

    Wie froh ist Joseph doch, als er erwacht! Ohne Zeit zu verlieren, handelt er genau nach den Anweisungen des Engels. Er holt Maria in sein Haus. Diese Handlung in aller Öffentlichkeit entspricht einer Eheschließung, und dadurch wird bekannt, daß Joseph und Maria nun offiziell verheiratet sind. Aber Joseph hat keinen ehelichen Verkehr mit Maria, solange sie mit Jesus schwanger ist.

    Sieh nur! Maria ist hochschwanger, und dennoch setzt Joseph sie auf einen Esel. Wohin gehen sie, und warum begeben sie sich gerade jetzt auf eine Reise, wo doch die Geburt kurz bevorsteht? Lukas 1:39-41, 56; Matthäus 1:18-25; 5. Mose 22:23, 24.

  5. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:34 Link zum Kommentar

    Lukas 1:20, 62

    20 Doch siehe, du wirst schweigen und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem diese Dinge geschehen, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die zu ihrer bestimmten Zeit erfüllt werden.“

    Dann fragten sie seinen Vater durch Zeichen, wie er es genannt haben wolle.

    warum fragten sie ihn mit Zeichen?

    Er war zwar stumm, aber es ist doch nicht die Rede davon, dass er auch taub war?

  6. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:37 Link zum Kommentar

    Lukas 2:8-14

    Es waren auch Hirten in derselben Gegend, die draußen im Freien lebten und in der Nacht über ihre Herden Wache hielten. 9 Und plötzlich stand Jehovas Engel bei ihnen, und Jehovas Herrlichkeit umleuchtete sie, und sie gerieten in große Furcht. 10 Der Engel aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine gute Botschaft großer Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden wird, 11 denn euch ist heute in Davids Stadt ein Retter geboren worden, welcher Christus, [der] Herr, ist. 12 Und dies ist euch ein Zeichen: Ihr werdet ein Kindlein finden, das in Wickelbänder eingebunden ist und in einer Krippe liegt.“ 13 Und plötzlich befand sich bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerschar, die Gott pries und sprach: 14 „Herrlichkeit Gott in den Höhen droben und Frieden auf Erden unter Menschen guten Willens.“

    stellen wir uns einmal vor, wir wären einer der Hirten gewesen, denen der Engel erschien und die gute Botschaft verkündigte!

    Wären wir nicht ebenso begeistert gewesen?

    Immerhin waren ja auch wir – ebenso wie das ganze Volk – in der Erwartung, dass der Messias nun bald kommen würde.

    Lukas 2:15-20

    Als die Engel dann von ihnen weg in den Himmel gegangen waren, begannen die Hirten zueinander zu sagen: „Laßt uns auf jeden Fall nach Bethlehem hinübergehen und das sehen, was geschehen ist, was Jehova uns bekanntgegeben hat.“ 16 Und sie gingen eilends hin und fanden Maria und auch Joseph und das Kindlein, das in der Krippe lag. 17 Als sie es sahen, machten sie das Wort bekannt, das über dieses kleine Kind zu ihnen geredet worden war. 18 Und alle, die [es] hörten, verwunderten sich über die Dinge, die ihnen von den Hirten erzählt wurden, 19 doch Maria begann alle diese Worte zu bewahren, indem sie Folgerungen zog in ihrem Herzen. 20 Die Hirten kehrten dann zurück und verherrlichten und priesen Gott wegen all der Dinge, die sie gehört und gesehen hatten, so wie diese ihnen gesagt worden waren.

    Wow, wir wären die ersten gewesen, die diesen Messias zu Gesicht bekommen haben!

    Sicherlich wären auch wir total aus dem Häuschen gewesen und hätten von nichts anderem mehr reden können – oder?

  7. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:42 Link zum Kommentar

    Lukas 2:25-35

    Und siehe, da war ein Mensch in Jerusalem namens Simeon, und dieser Mensch war gerecht und ehrfurchtsvoll und wartete auf Israels Trost, und heiliger Geist war auf ihm. 26 Ferner war ihm von Gott durch den heiligen Geist geoffenbart worden, daß er den Tod nicht sehen werde, bevor er den Christus Jehovas gesehen hätte. 27 Unter der Macht des Geistes kam er nun in den Tempel; und als die Eltern das kleine Kind, Jesus, hereinbrachten, um mit ihm nach dem gewohnten Brauch des Gesetzes zu verfahren, 28 da nahm er es selbst in seine Arme und segnete Gott und sprach: 29 „Nun, Souveräner Herr, entläßt du deinen Sklaven in Frieden, deiner Erklärung gemäß; 30 denn meine Augen haben dein Mittel zur Rettung gesehen, 31 das du angesichts aller Völker bereitet hast, 32 ein Licht zur Beseitigung des Schleiers von den Nationen und eine Herrlichkeit deines Volkes Israel.“ 33 Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich fortgesetzt über die Dinge, die über ihn geredet wurden. 34 Auch segnete Simeon sie, sprach aber zu Maria, seiner Mutter: „Siehe! Dieser ist in Israel zum Fall und Wiederaufstehen vieler gesetzt und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird 35 (ja, ein langes Schwert wird deine eigene Seele durchdringen), damit die Überlegungen vieler Herzen enthüllt werden.“

    ein gottesfürchtiger Mann, der sich von ganzem Herzen freut, dass Jehova sein Versprechen wahr gemacht hat und dass er nun nicht nur den Messias sehen sondern sogar im Arm halten darf, bevor er stirbt.

    Lukas 2:36-38

    Nun war da Anna, eine Prophetin, Phanuëls Tochter, aus dem Stamm Ascher (diese Frau war an Jahren schon vorgerückt und hatte nach ihrer Jungfrauschaft sieben Jahre mit einem Ehemann gelebt, 37 und sie war eine Witwe, nun vierundachtzig Jahre alt), die niemals im Tempel fehlte und Nacht und Tag mit Fasten und Flehen heiligen Dienst darbrachte. 38 Und gerade in jener Stunde trat sie herzu und begann Gott Dank zu zollen und zu allen, die auf die Befreiung Jerusalems warteten, von [dem Kind] zu reden.

    Auch Anna hat das Vorrecht, den Messias zu sehen und sich darüber zu freuen, dass Jehova sein Versprechen wahr gemacht hat und nun sicherlich bald bessere Zeiten für sein Volk anbrechen werden.

    Wo wären wir gewesen, wenn wir damals gelebt hätten und schon so alt gewesen wären?

    Hätte man uns wie Anna und Simon im Tempel getroffen? Oder hätten wir vielleicht die Ankunft des Messias verpasst?

    Wie wichtig ist uns der Besuch der Zusammenkünfte – falls wir in der Lage sind, diese zu besuchen? Sind wir regelmäßig anwesend – oder könnte es uns passieren, dass wir eventuell ein wichtiges Ereigniss verpassen?

  8. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:47 Link zum Kommentar

    Lukas 3:7-9

    Daher begann er zu den Volksmengen, die herauskamen, um von ihm getauft zu werden, zu sagen: „Ihr Otternbrut, wer hat euch zu verstehen gegeben, daß [ihr] dem kommenden Zorn entflieht? 8 Bringt also Früchte hervor, die der Reue entsprechen. Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: ‚Wir haben Abraham zum Vater.‘ Denn ich sage euch, daß Gott die Macht hat, dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. 9 In der Tat, schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum nun, der keine vortreffliche Frucht hervorbringt, soll umgehauen und ins Feuer geworfen werden.“

    wieder der Gedanke, dass wir unseren Glauben wirklich ausleben müssen.

    Es reicht nicht, dass wir irgendwann einmal Zeugen Jehovas geworden sind. Allein der Name rettet uns sicherlich nicht!

    Lukas 3:10-14

    Und die Volksmengen fragten ihn: „Was sollen wir denn tun?“ 11 Er gab ihnen zur Antwort: „Wer zwei untere Kleider hat, der teile mit dem, der keines hat, und wer etwas zu essen hat, tue dasselbe.“ 12 Doch auch Steuereinnehmer kamen, um getauft zu werden, und sie sprachen zu ihm: „Lehrer, was sollen wir tun?“ 13 Er sagte zu ihnen: „Verlangt nicht mehr als die Steuergebühr.“ 14 Auch die, die im Heeresdienst standen, fragten ihn: „Und wir, was sollen denn wir tun?“ Und er sagte zu ihnen: „Drangsaliert niemand, noch klagt jemand falsch an, sondern begnügt euch mit den Dingen zu eurem Unterhalt.“

    ist doch eigentlich eine ganz klare und deutliche Ansage – die auch für uns heute noch Gültigkeit hat

    Wer also so handet, wie Johannes hier als verwerflich anführt – dem nützt es auch nichts, wenn er sagt “aber ich bin doch ein Zeuge Jehovas”!

  9. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:50 Link zum Kommentar

    Lukas 3:18-20

    Daher gab er auch viele andere Ermahnungen und fuhr fort, dem Volk gute Botschaft zu verkünden. 19 Herodes aber, der Bezirksherrscher, der wegen Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen all der bösen Taten, die Herodes beging, von ihm zurechtgewiesen wurde, 20 fügte all diesen [Taten] noch das hinzu: Er schloß Johannes ins Gefängnis ein.

    Dachte dieser Herodes wirklich, dass sich Jehovas Ansicht über ihn zum Positiven ändern würde, wenn er den Mann mundtot macht, der sein verkehrtes Handeln bloßstellt?

    Nun war da zwar niemand, der sagte, wie Jehova über ihn denkt, aber damit, dass er Johannes einsperrte und hinterher sogar umbrachte, hat er seinen Stand vor Jehova nur noch verschlimmert.

    Denken wir heute vielleicht ebenso?

    Ist uns dies hier eine Lehre?

  10. Juleam 29. Oktober 2009 um 22:55 Link zum Kommentar

    Lukas 4 – 6

    Lukas 4:1-13

    Nun kehrte Jesus voll heiligen Geistes vom Jordan zurück, und er wurde durch den Geist in der Wildnis umhergeführt, 2 vierzig Tage lang, und dabei vom Teufel versucht. Auch aß er in jenen Tagen nichts, und daher war er hungrig, als sie zu Ende waren. 3 Daraufhin sprach der Teufel zu ihm: „Wenn du ein Sohn Gottes bist, so sage zu diesem Stein, daß er ein Brot werde.“ 4 Jesus aber erwiderte ihm: „Es steht geschrieben: ‚Nicht von Brot allein soll der Mensch leben.‘ “

    5 Da brachte er ihn hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Königreiche der bewohnten Erde; 6 und der Teufel sagte zu ihm: „Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben worden, und wem immer ich [sie zu geben] wünsche, dem gebe ich sie. 7 Wenn du daher einen Akt der Anbetung vor mir verrichtest, wird alles dein sein.“ 8 Jesus gab ihm zur Antwort: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “

    9 Nun führte er ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sagte zu ihm: „Wenn du ein Sohn Gottes bist, so wirf dich von hier hinab; 10 denn es steht geschrieben: ‚Seinen Engeln wird er deinetwegen Befehl geben, dich zu bewahren‘ 11 und: ‚Auf ihren Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß niemals an einen Stein stößt.‘ “ 12 Jesus gab ihm zur Antwort: „Es heißt: ‚Du sollst Jehova, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.‘ “ 13 Und als der Teufel mit seiner ganzen Versuchung zu Ende war, ließ er bis zu einer anderen passenden Zeit von ihm ab.

    Hierzu einige passende und ergänzende Gedanken aus dem Buch “Komm,folge mir nach!”:

    “Er beging keine Sünde”

    11 Wie sehr Jesus das Böse hasste, stellte sich schon bald nach Beginn seines Wirkens heraus. Nach seiner Taufe verbrachte er 40 Tage und Nächte, ohne zu essen, in der Wildnis. Da kam Satan, um ihn zu versuchen. Beachten wir, wie gerissen der Teufel vorging (Matthäus 4:1-11).

    12 Zuerst sagte er: “Wenn du ein Sohn Gottes bist, so sage diesen Steinen, dass sie Brote werden” (Matthäus 4:3). In welcher Verfassung war Jesus nach so langem Fasten? Die Bibel sagt einfach: “[Es] hungerte ihn” (Matthäus 4:2). Satan wollte also das natürliche Bedürfnis nach Nahrung ausnutzen und wartete sicher deshalb ab, bis Jesus körperlich geschwächt war. Beachten wir zudem die provokative Formulierung: “Wenn du ein Sohn Gottes bist . . .” Dem Teufel war klar, dass Jesus “der Erstgeborene aller Schöpfung” war (Kolosser 1:15). Jesus ließ sich durch diese Provokation nicht zum Ungehorsam hinreißen. Er wusste, dass er seine Kräfte nicht eigennützig einsetzen sollte. Deshalb tat er es auch nicht und zeigte dadurch, dass er sich demütig auf Jehovas Hilfe und Anleitung verließ (Matthäus 4:4).

    13 Bei seiner zweiten Versuchung nahm Satan Jesus mit auf die Zinne des Tempels. Durch geschicktes Verdrehen des Wortes Gottes wollte er Jesus dazu bringen, sich groß in Szene zu setzen. Er sollte sich in die Tiefe stürzen und sich dann von Engeln retten lassen. Wenn die vielen Menschen im Tempelgebiet so ein Wunder mitbekommen hätten, hätte da noch irgendjemand zu bezweifeln gewagt, dass Jesus wirklich der verheißene Messias ist? Und wenn man Jesus wegen dieses Schauspiels als Messias angenommen hätte, wären ihm da nicht viele Härten und Schwierigkeiten erspart geblieben? Schon möglich. Doch Jesus wusste, dass Jehova vom Messias erwartete, in aller Demut zu wirken und die Menschen nicht durch sensationelle Auftritte zum Glauben an ihn zu bringen (Jesaja 42:1, 2). Deshalb ließ er sich auch bei dieser Versuchung nicht zum Ungehorsam verleiten. Berühmtheit übte keinen Reiz auf ihn aus.

    14 Ließ sich Jesus durch die Aussicht auf Macht locken? Bei seiner dritten Versuchung bot Satan Jesus für einen einzigen Akt der Anbetung alle Königreiche der Welt an. Zog Jesus dieses Angebot ernsthaft in Betracht? Nein, er sagte: “Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‘Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen’ ” (Matthäus 4:10). Jesus ließ sich durch absolut nichts dazu verleiten, einen anderen Gott anzubeten. Keine Macht und kein Einfluss dieser Welt hätten ihn dazu gebracht, Jehova in irgendeiner Weise ungehorsam zu werden.

    15 Gab Satan nun auf? Nachdem Jesus ihn so energisch abgewiesen hatte, verschwand er. Doch gemäß dem Lukasevangelium “ließ er bis zu einer anderen passenden Zeit von ihm ab” (Lukas 4:13). Ja, Satan würde bis zu Jesu Tod immer wieder Gelegenheiten suchen, ihn auf die Probe zu stellen und in Versuchung zu bringen. Wie die Bibel sagt, wurde Jesus “in allem auf die Probe gestellt” (Hebräer 4:15). Er musste also immer auf der Hut sein, und das Gleiche gilt für uns.

    16 Satan bringt Gottes Diener auch heute immer wieder in Versuchung. Wegen unserer Unvollkommenheiten hat er dabei leider oft ein leichtes Spiel. Raffiniert appelliert er an Egoismus, Stolz und Machtgier. Über materielle Verlockungen kann er sich diese Faktoren unter Umständen alle auf einmal zunutze machen. Deshalb ist es wichtig, dass wir von Zeit zu Zeit innehalten und uns ehrlich prüfen. Denken wir über die Worte in 1. Johannes 2:15-17 nach und fragen wir uns, ob die fleischlichen Begierden des gegenwärtigen Systems der Dinge, das Verlangen nach Besitz oder der Wunsch zu beeindrucken die Liebe zu unserem himmlischen Vater irgendwie untergraben haben. Vergessen wir nicht, dass die heutige Welt ihrem Ende entgegengeht, ebenso ihr Herrscher, Satan. Geben wir ihm keine Chance, uns mit List zum Sündigen zu verleiten! Lassen wir uns von unserem Herrn, Jesus, anspornen, denn “er beging keine Sünde” (1. Petrus 2:22).

    Wie steht es mit uns?

    Hassen auch wir das Böse – oder hat der Satan bei uns Erfolg mit seinen Versuchungen und Anfeindungen?

  11. Juleam 29. Oktober 2009 um 22:59 Link zum Kommentar

    Lukas 4:33-35

    33 Nun war in der Synagoge ein Mensch, der von einem Geist, einem unreinen Dämon, besessen war, und er schrie mit lauter Stimme: 34 „Ha! Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus, du Nazarener? Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß genau, wer du bist: der Heilige Gottes.“ 35 Jesus aber schalt ihn und sprach: „Verstumme und fahre von ihm aus!“ Und nachdem der Dämon den Mann mitten unter sie hingeworfen hatte, fuhr er von ihm aus, ohne ihm Schaden zuzufügen.

    warum verbietet er diesem Mann zu sagen, dass er der Messias ist?

    Liegt es daran, dass es niemand (noch nicht) wissen soll – oder daran, dass der Dämon spricht? Aber es ist doch eigentlich gut, dass diese wissen, wer er ist – oder?

    Jakobus 2:19

    Du glaubst, daß es einen einzigen Gott gibt, nicht wahr? Du tust sehr wohl. Doch glauben auch die Dämonen und schaudern.

  12. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:03 Link zum Kommentar

    Lukas 5:1-11

    Einmal, als sich die Volksmenge dicht an ihn herandrängte und auf das Wort Gottes hörte, stand er am See Genezareth. 2 Und er sah zwei Boote am Ufer des Sees liegen; die Fischer aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 3 Er stieg in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich nieder und begann vom Boot aus die Volksmengen zu lehren. 4 Als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: „Fahr hinaus zu einer Stelle, wo es tief ist, und laßt eure Netze zu einem Fang hinab.“ 5 Simon aber gab ihm zur Antwort: „Unterweiser, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und nichts gefangen, doch auf dein Geheiß hin will ich die Netze hinablassen.“ 6 Als sie das nun taten, umschlossen sie eine große Menge Fische. Ja, ihre Netze begannen zu zerreißen. 7 Daher winkten sie ihren Mitgenossen in dem anderen Boot, daß sie kommen und ihnen beistehen möchten; und sie kamen, und sie füllten beide Boote, so daß diese zu sinken begannen. 8 Als Simon Petrus dies sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: „Geh von mir weg, denn ich bin ein sündiger Mann, Herr.“ 9 Denn über den Fischfang, den sie gemacht hatten, ergriff ihn und alle, die bei ihm waren, Entsetzen 10 und desgleichen auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedaus, die Simons Teilhaber waren. Jesus aber sprach zu Simon: „Fürchte dich nicht mehr. Von nun an wirst du Menschen lebendig fangen.“ 11 Da brachten sie die Boote ans Land zurück und verließen alles und folgten ihm.

    hier besonders Vers 8 und 9

    Lukas 5:17-26

    17 Im Verlauf eines der Tage lehrte er, und Pharisäer und Gesetzeslehrer, die aus jedem Dorf Galilaas und Judaas und aus Jerusalem gekommen waren, saßen da; und Jehovas Kraft war für ihn da, um zu heilen. 18 Und siehe, Männer trugen auf einem Bett einen Menschen, der gelähmt war, und sie suchten einen Weg, ihn hineinzubringen und vor ihn hinzulegen. 19 Da sie wegen der Volksmenge keinen Weg fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn samt dem kleinen Bett durch die Ziegel mitten unter die hinab, die sich vor Jesus befanden. 20 Und als er ihren Glauben sah, sprach er: „Mensch, deine Sünden sind dir vergeben.“ 21 Darauf fingen die Schriftgelehrten und die Pharisäer an zu überlegen und sagten: „Wer ist dieser, der Lästerreden führt? Wer kann Sünden vergeben außer Gott allein?“ 22 Als Jesus aber ihre Überlegungen erkannte, gab er ihnen zur Antwort: „Was überlegt ihr in eurem Herzen? 23 Was ist leichter, zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben‘ oder zu sagen: ‚Steh auf, und geh umher.‘? 24 Damit ihr aber wißt, daß der Menschensohn Gewalt hat, auf der Erde Sünden zu vergeben —“, er sprach zu dem Gelähmten: „Ich sage dir: Steh auf, und heb dein kleines Bett auf, und geh deines Weges nach Hause!“ 25 Und augenblicklich stand er vor ihnen auf, hob das auf, worauf er zu liegen pflegte, und ging weg zu seinem Haus, indem er Gott verherrlichte. 26 Da ergriff sie allesamt Entzücken, und sie begannen Gott zu verherrlichen, und sie wurden mit Furcht erfüllt und sprachen: „Wir haben heute seltsame Dinge gesehen.“

    hier ganz besonders der letzte Vers

    Hier wird gesagt, sie gerieten in Furcht oder waren von Entsetzen ergriffen.

    Was für eine Furcht ist hier gemeint?

  13. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:07 Link zum Kommentar

    Lukas 6:1-5

    Nun geschah es an einem Sabbat, daß er durch Getreidefelder ging, und seine Jünger pflückten Ähren ab und aßen sie, indem sie sie mit den Händen zerrieben. 2 Daraufhin sagten einige von den Pharisäern: „Warum tut ihr, was am Sabbat nicht erlaubt ist?“ 3 Jesus aber gab ihnen zur Antwort: „Habt ihr nie gelesen, was David tat, als ihn und die Männer, die bei ihm waren, hungerte? 4 Wie er in das Haus Gottes ging und die Brote der Darbringung entgegennahm und aß und auch den Männern gab, die bei ihm waren, welche niemandem außer den Priestern allein zu essen erlaubt ist?“ 5 Und er sagte weiter zu ihnen: „Der Menschensohn ist Herr des Sabbats.“

    Hierzu finden wir in dem Buch “Komm,folge mir nach” einen interessanten Gedanken zum Thema “ausgeglichenem Gehorsam”:

    Was den Gehorsam gegenüber unvollkommenen Menschen angeht, stand Jesus sogar vor Herausforderungen, denen wahre Christen von heute nie begegnen werden. Überlegen wir einmal, in welch einer Zeit er lebte. Der Tempel in Jerusalem, die Priesterschaft, ja das gesamte jüdische Religionssystem, das Jehova lange gebilligt hatte, sollte schon bald verworfen und durch die Christenversammlung ersetzt werden (Matthäus 23:33-38). Unter dem Einfluss der griechischen Philosophie hatten viele Religionsführer begonnen, Irrlehren zu verbreiten. Im Tempel hatte sich eine derartige Korruption breitgemacht, dass Jesus ihn eine “Räuberhöhle” nannte (Markus 11:17). Hielt er sich deswegen vom Tempel und von den Synagogen fern? Nein! Jehova benutzte diese Einrichtungen noch. Solange Gott nicht einschritt und etwas änderte, ging Jesus gehorsam in die Synagoge und zu den Festen im Tempel (Lukas 4:16; Johannes 5:1).

    20 Wenn Jesus unter solchen Umständen gehorsam war, dann sollten es wahre Christen heute erst recht sein! Schließlich leben wir jetzt in einer ganz anderen Zeit – der seit Langem vorausgesagten Epoche, in der die reine Anbetung wiederhergestellt werden würde. Gott versichert uns, nie zuzulassen, dass sein wiederhergestelltes Volk von Satan verdorben wird (Jesaja 2:1, 2; 54:17). Es stimmt zwar, dass wir in der Christenversammlung mit Sünden und Unvollkommenheiten konfrontiert werden, aber sollten wir das als Vorwand benutzen, Jehova ungehorsam zu werden und vielleicht die Zusammenkünfte nicht mehr zu besuchen oder an den Ältesten Kritik zu üben? Niemals! Wir möchten vielmehr die Brüder, die in der Versammlung die Führung haben, von Herzen unterstützen. Aus Gehorsam besuchen wir die Zusammenkünfte und Kongresse und befolgen den biblischen Rat, den wir dort erhalten (Hebräer 10:24, 25; 13:17).

  14. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:12 Link zum Kommentar

    Lukas 6:7

    7 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer beobachteten ihn nun genau, um zu sehen, ob er am Sabbat heilen würde, damit sie etwas fänden, ihn anzuklagen.

    suche ich auch nach Fehlern bei anderen, oder konzentriere ich mich eher auf das Gute in den Menschen?

    Warum war es ihnen eigentlich so wichtig, ihn anzuklagen?

    Weil er sie und ihre Scheinheiligkeit bloss stellte.

    Ebenso werden auch heute diejenigen, die mutig für die Reinheit der wahren Anbetung eintreten von denen hartnäckig verfolgt, deren Verhalten sie als das bloss stellen, was es ist – für Jehova verabscheuungswürdig.

    Schlimm, wenn wir von Personen aus den eigenen Reihen verfolgt werden, aber diesen Personen tut unser Reden natürlich doppelt weh, denn sie bemühen sich ja so sehr, den Anschein zu erwecken, Jehova zu dienen – und da ist es natürlich sehr nervig, wenn so “ein extremer Zeuge Jehovas” daher kommt und sagt, dass sie nur scheinheilig sind und dies auch noch mit der Bibel untermauert.

    Ebenso weh tut das, was Jesus so von sich gibt, den Parisäern.

    Trotzdem auch hier noch einmal die Frage:

    Wenn sie denjenigen mundtot machen – bedeutet das dann, dass Jehova sie dann nicht mehr als verabscheuungswürdig betrachtet?

  15. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:16 Link zum Kommentar

    Lukas 6:6-11

    Im Verlauf eines anderen Sabbats begab er sich in die Synagoge und begann zu lehren. Und dort war ein Mensch zugegen, dessen rechte Hand verdorrt war. 7 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer beobachteten ihn nun genau, um zu sehen, ob er am Sabbat heilen würde, damit sie etwas fänden, ihn anzuklagen. 8 Er aber erkannte ihre Überlegungen, dennoch sagte er zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: „Steh auf, und tritt in die Mitte.“ Und er erhob sich und stand da. 9 Dann sagte Jesus zu ihnen: „Ich frage euch: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Schaden zu stiften, eine Seele zu retten oder zu vernichten?“ 10 Und nachdem er sie alle ringsum angeblickt hatte, sprach er zu dem Menschen: „Strecke deine Hand aus!“ Er tat es, und seine Hand wurde wiederhergestellt. 11 Sie aber wurden von wahnsinnigem Zorn erfüllt, und sie begannen untereinander zu besprechen, was sie wohl Jesus tun könnten.

    interessant in dem Zusammenhang hier der Vers 9

    Heilen darf man einen Menschen nicht, das verstösst gegen das Gebot des Sabbats. Aber Schaden stiften und einen anderen vernichten, das darf man schon – denn das ist ja im Gegensatz zu einer Heilung keine Arbeit.

    Hallo!!!????

    Haben die eigentlich irgendetwas kapiert?

    Wozu war denn der Sabbat da?

    Damit sie Zeit für die wahre Anbetung hatten, um Gott näher zu kommen und IHN zu verherrlichen. War da eine Heilung eines armen leidenden Menschens nicht ganz besonders passend?

    Im Gegensatz dazu waren die Pharisäer nicht daran interessiert, Jehova näher zu kommen und ihn zu preien. Im Gegenteil, sie wollten seinem Sohn, dem, der in Gottes Auftrag handelte und redete, mundtot machen, weil er sie in ihrer Scheinheiligkkeit aufschreckte. Sie wollten verhindern, dass andere Jehova wirklich näher kamen und IHN wirklich und aufrichtig preisen.

    Also waren in Wirklichkeit sie es, die den Sabbat brachen, auch wenn sie äusserlich die Buchstaben des Gesetzes einhielten!

    Immer wieder faszinierend, dass solche scheinheiligen Personen wahren Anbetern Gottes vorwerfen, dass sie nichts in den Reihen seines Volkes zu suchen haben und alles daran setzen, diese aufrichtigen Anbeter Jehovas aus den Reihen seines Volkes zu entfernen.

    Denn eigentlich sind ja sie es, die nichts dort verloren haben!

    Gleichen wir vielleicht in unserer Einstellung den Pharisäern?

    Lukas 6:7,11

    Die Schriftgelehrten und die Pharisäer beobachteten ihn nun genau, um zu sehen, ob er am Sabbat heilen würde, damit sie etwas fänden, ihn anzuklagen.
    Sie aber wurden von wahnsinnigem Zorn erfüllt, und sie begannen untereinander zu besprechen, was sie wohl Jesus tun könnten

  16. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:19 Link zum Kommentar

    Lukas 6:22-23

    22 Glücklich seid ihr, wann immer die Menschen euch hassen und wann immer sie euch ausschließen und euch schmähen und euren Namen als böse verwerfen um des Menschensohnes willen. 23 Freut euch an jenem Tag, und hüpft; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel, denn ebenso pflegten ihre Vorväter den Propheten zu tun.

    passt sehr gut zu dem Gedanken davor, denn genauso ist das Verhalten solcher scheinheiliger Personen in Jehovas Augen!

    Und es zeigt, dass ihre Intrigen zwar vor Menschen Erfolg haben, aber Jehova nicht beeindrucken. Eher im Gegenteil: sie machen sich selbst vor Jehova unmöglich.

    Wenn wir also heute aufgrund von Intrigen solcher Scheinheiliger aus dem Volk Gottes ausgeschlossen werden (weil es diese nervt, dass wir Jehova und seine Gebote ernst nemen und sie selbst damit bloßstellen) – dann sieht uns Jehova trotzdem voller Liebe als seine wahren Anbeter an und zu seiner Zeit werden wir den Lohn erhalten!

    Und das ist es ja eigentlich, worauf es wirklich im Leben ankommt: wie Jehova uns sieht!

    Wie sieht Jehova wohl uns?

  17. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:22 Link zum Kommentar

    Lukas 6:27-31

    Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen, 28 die zu segnen, die euch fluchen, für die zu beten, die euch beleidigen. 29 Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halte auch die andere hin; und dem, der dir dein äußeres Kleid wegnimmt, enthalte auch nicht das untere Kleid vor. 30 Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine wegnimmt, fordere [es] nicht zurück.

    31 Und wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun, so tut auch ihnen.

    warum schon wieder diese Gedanken? Nachdruck durch Wiederholung. Vergessen wir nie, was Jehova von uns erwartet – wie wir handeln sollten!

  18. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:23 Link zum Kommentar

    Lukas 6:32-36

    Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, zu welchem Verdienst gereicht euch dies? Denn selbst die Sünder lieben die, die sie lieben. 33 Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, zu welchem Verdienst gereicht euch dies in Wirklichkeit? Selbst die Sünder tun dasselbe. 34 Und wenn ihr [ohne Zins] denen leiht, von denen ihr zu empfangen hofft, zu welchem Verdienst gereicht euch dies? Auch Sünder leihen [ohne Zins] Sündern, damit sie ebensoviel zurückerhalten. 35 Dagegen fahrt fort, eure Feinde zu lieben und Gutes zu tun und [ohne Zins] zu leihen, ohne etwas zurückzuerhoffen; und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. 36 Fahrt fort, barmherzig zu werden, wie euer Vater barmherzig ist.

    Wie sollten wir also auf die reagieren, die uns schaden?

    Ihnen mit gleicher Münze heimzahlen? Ihnen überall hin nachrennen, so wie es die Pharisäer mit Jesus taten – um etwas zu finden, damit wir sie anklagen können?

    Verschwenden wir unsere Energie für so einen Unsinn – anstatt unsere Zeit und Kraft zur Förderung der wahren Anbetung einzusetzen?

  19. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:25 Link zum Kommentar

    Lukas 6:37-38

    Hört überdies auf zu richten, und ihr werdet bestimmt nicht gerichtet werden; und hört auf zu verurteilen, und ihr werdet bestimmt nicht verurteilt werden. Fahrt fort freizulassen, und ihr werdet freigelassen werden. 38 Übt euch im Geben, und man wird euch geben. Man wird euch ein treffliches, vollgedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß in euren Schoß schütten. Denn mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird euch wieder gemessen werden.“

    diesen Gedanken kann man auch erweitern:

    “Hört auf, nach Fehlern bei anderen zu suchen, damit ihr sie bloss stellen und ihren Ruf ruinieren könnt. Denn sonst wird euch ebenso geschehen, denn Jehova hasst solch eine Einstellung und so ein Tun!”

    Lukas 6:41-42

    Warum schaust du denn auf den Strohhalm, der im Auge deines Bruders ist, beachtest aber nicht den Balken, der in deinem eigenen Auge ist? 42 Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Bruder, erlaube mir, den Strohhalm, der in deinem Auge ist, herauszuziehen‘, während du selbst nicht den Balken siehst, der in deinem Auge ist? Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm, der im Auge deines Bruders ist, herausziehen kannst.

  20. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:28 Link zum Kommentar

    Lukas 6:43-46

    Denn es gibt keinen vortrefflichen Baum, der faule Frucht hervorbringt; wiederum gibt es keinen faulen Baum, der vortreffliche Frucht hervorbringt. 44 Denn jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Zum Beispiel sammelt man nicht Feigen von Dornen, noch schneidet man Trauben von einem Dornbusch. 45 Ein guter Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens Gutes hervor, aber ein böser Mensch bringt aus seinem bösen [Schatz] Böses hervor; denn aus der Fülle des Herzens redet sein Mund.

    46 Warum denn nennt ihr mich ‚Herr! Herr!‘, tut aber die Dinge nicht, die ich sage?

    was zeigen meine Taten und das, worüber ich rede – wessen Geistes Kind bin ich?

    Lukas 6:46

    Warum denn nennt ihr mich ‚Herr! Herr!‘, tut aber die Dinge nicht, die ich sage?

    können mich Außenstehende als Zeuge Jehovas erkennen, auch wenn ich nicht immer laut vor mir herposaune, dass ich einer bin?

    Lasse ich mein Licht leuchten?

  21. Juleam 30. Oktober 2009 um 20:28 Link zum Kommentar

    Lukas 7 – 9

    Lukas 7:1-10

    Nachdem er alle seine Reden vor den Ohren des Volkes vollendet hatte, ging er nach Kapernaum hinein. 2 Der Sklave eines gewissen Offiziers nun, der ihm teuer war, war leidend und lag im Sterben. 3 Als er von Jesus hörte, sandte er ältere Männer der Juden zu ihm, um ihn zu bitten, daß er komme und seinen Sklaven sicher durchbringe. 4 Dann begannen die, die zu Jesus kamen, ihn ernstlich zu bitten, indem sie sprachen: „Er ist würdig, daß du ihm das gewährst, 5 denn er liebt unsere Nation, und er selbst hat für uns die Synagoge gebaut.“ 6 Da machte sich Jesus mit ihnen auf den Weg. Als er aber nicht weit von dem Haus entfernt war, hatte der Offizier bereits Freunde abgesandt, um ihm zu sagen: „Herr, bemühe dich nicht, denn ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach kommst. 7 Darum betrachtete ich mich nicht für würdig, zu dir zu kommen. Doch sprich ein Wort, und laß meinen Diener gesund werden. 8 Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Befehlsgewalt steht, und habe Soldaten unter mir, und sage ich zu diesem: ‚Geh hin!‘, so geht er hin, und zu einem anderen: ‚Komm!‘, so kommt er, und zu meinem Sklaven: ‚Tu dies!‘, so tut er’s.“ 9 Als nun Jesus diese Dinge hörte, verwunderte er sich über ihn, und er wandte sich zu der Volksmenge, die ihm folgte, und sprach: „Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.“ 10 Und als die Abgesandten ins Haus zurückkamen, fanden sie den Sklaven bei guter Gesundheit.

    besonders interessant hier der Vers 7.

    Wie denken wir selbst über uns? Denken wir vielleicht, wir wären besonders toll oder dass wir einen Anspruch darauf haben, dass sich alles um uns dreht?

    Interessant in diesem Zusammenang, dass die Älteren Männer der Juden einige Gründe aufzählten, warum Jesus sich des Falles annehmen solle – der Mann selber allerdings sehr demütig war und nicht sagte “nun komm schon, ich warte, immerhin habe ich…”

    Sind wir ebenso demütig – oder denken wir, wir hätten uns mit bestimmten Taten verdient, dass sich alles um uns dreht (vielleicht weil wir ein Dienstamt bekleiden)?

    Könnten wir noch an unserem Selbstbild und unserer Demut arbeiten?

  22. Juleam 30. Oktober 2009 um 20:40 Link zum Kommentar

    Lukas 7:11-15

    Kurz danach zog er nach einer Stadt, Nain genannt, und seine Jünger und eine große Volksmenge zogen mit ihm. 12 Als er sich nun dem Tor der Stadt näherte, da, siehe, wurde ein Toter herausgetragen, der einziggezeugte Sohn seiner Mutter. Außerdem war sie eine Witwe. Auch war eine beträchtliche Volksmenge aus der Stadt bei ihr. 13 Und als der Herr sie erblickte, wurde er von Mitleid mit ihr bewegt, und er sprach zu ihr: „Hör auf zu weinen.“ 14 Darauf trat er hinzu und rührte die Bahre an, und die Träger standen still, und er sprach: „Junger Mann, ich sage dir: Steh auf!“ 15 Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden, und er gab ihn seiner Mutter.

    hierzu habe ich gestern etwas sehr schönes in dem Buch “Komm, folge mir nach” gelesen:

    Nehmen wir noch eine andere Begebenheit. Als Jesus im Jahr 31 u. Z. nach Nain kam, bot sich ihm ein trauriger Anblick. In einem Trauerzug wurde ein Toter aus der Stadt getragen, “der einziggezeugte Sohn” einer Witwe; er sollte wahrscheinlich in den Grabhöhlen des benachbarten Hügellandes beigesetzt werden.

    Wie muss die Mutter dieses jungen Mannes doch gelitten haben! Sie hatte ihren einzigen Sohn verloren und hatte keinen Ehemann, mit dem sie ihren Kummer hätte teilen können. Jesus erblickte zwischen all den Leuten in dem Trauerzug die nun kinderlose Witwe.

    Ihr Anblick ging ihm sehr zu Herzen – ja “er [wurde] von Mitleid mit ihr bewegt”. Niemand brauchte ihn erst um Hilfe zu bitten. Tiefes Mitleid trieb ihn an, von sich aus zu handeln. Deshalb “trat er hinzu und rührte die Bahre an” und brachte den jungen Mann wieder zum Leben.

    Was geschah dann? Jesus verlangte von dem Auferweckten nicht, sich der Menschenmenge, die ihm folgte, anzuschließen und mit ihm zu gehen, sondern “er gab ihn seiner Mutter”, damit sie wieder einen Angehörigen hatte, der für sie sorgen konnte (Lukas 7:11-15).

    Um uns dies so richtig lebendig werden zu lassen, könnten wir auch lesen, was in dem Kapitel 37 vom Buch “Der größte Mensch, der je lebte” dazu steht:

    Jesus läßt eine Witwe ihre Trauer vergessen

    KURZ nachdem Jesus den Diener eines Offiziers geheilt hat, begibt er sich nach Nain, das über 30 km südwestlich von Kapernaum liegt. Seine Jünger und eine große Volksmenge begleiten ihn. Es ist wahrscheinlich schon gegen Abend, als sie sich dem Stadttor von Nain nähern. Hier stoßen sie auf einen Leichenzug. Man trägt einen verstorbenen jungen Mann aus der Stadt hinaus, um ihn zu begraben.

    Die Mutter des Toten befindet sich in einer äußerst tragischen Situation, da sie Witwe ist und nur das eine Kind hatte. Als ihr Mann starb, konnte sie sich damit trösten, daß sie noch ihren Sohn hatte. Ihre Hoffnung, ihre Wünsche und ihr Streben konzentrierten sich völlig auf seine Zukunft. Aber jetzt hat sie niemand mehr, bei dem sie Trost finden kann. Sie ist von tiefer Trauer erfüllt, als sie zusammen mit den Leuten aus der Stadt zur Begräbnisstätte geht.

    Die große Traurigkeit der Frau rührt sofort das Herz Jesu. Sanft, aber mit einer Entschlossenheit, die Vertrauen einflößt, sagt er zu ihr: „Hör auf zu weinen.“ Sein Auftreten und sein Tun fesseln die Aufmerksamkeit der Volksmenge. Als er sich der Bahre, auf der der Tote liegt, nähert und sie berührt, stehen die Träger still. Alle fragen sich, was er wohl tun wird.

    Diejenigen, die Jesus begleiten, haben zwar gesehen, daß er durch Wunder viele geheilt hat. Doch offensichtlich haben sie noch nie gesehen, daß er jemand von den Toten auferweckt hat. Besitzt er diese Fähigkeit? Zu dem Toten gewandt, gebietet Jesus: „Junger Mann, ich sage dir: Steh auf!“ Und der Mann setzt sich auf! Er fängt an zu reden, und Jesus übergibt ihn seiner Mutter.

    Als die Menschen sehen, daß der junge Mann tatsächlich lebt, beginnen sie auszurufen: „Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden.“ Andere sagen: „Gott hat seine Aufmerksamkeit seinem Volk zugewandt.“ Schnell verbreitet sich die Kunde von dieser erstaunlichen Tat in ganz Judäa und in der gesamten Umgegend.

    Johannes der Täufer befindet sich noch immer im Gefängnis, und er möchte mehr über die Werke erfahren, die Jesus vollbringen kann. Seine Jünger berichten ihm von den Wundern. Wie reagiert Johannes darauf? Lukas 7:11-18.

  23. Juleam 30. Oktober 2009 um 20:44 Link zum Kommentar

    Lukas 8:1-15

    Kurz danach begann er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf zu ziehen, wobei er predigte und die gute Botschaft vom Königreich Gottes verkündigte. Und die Zwölf waren mit ihm 2 und einige Frauen, die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren: Maria, die sogenannte Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, 3 und Johanna, die Frau Chusas, des Beauftragten des Herodes, und Susanna und viele andere Frauen, die ihnen mit ihrer Habe dienten.

    4 Als nun eine große Volksmenge mit denen zusammengekommen war, die aus einer Stadt nach der anderen zu ihm hingingen, redete er durch ein Gleichnis: 5 „Ein Sämann ging aus, um seinen Samen zu säen. Als er nun säte, fiel etwas davon den Weg entlang und wurde niedergetreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf. 6 Und anderes gelangte auf den Felsen, und nachdem es aufgesproßt war, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. 7 Und anderes fiel unter die Dornen, und die Dornen, die damit aufwuchsen, erstickten es. 8 Und anderes fiel auf den guten Boden, und nachdem es aufgesproßt war, brachte es hundertfache Frucht.“ Als er diese Dinge sagte, rief er dann aus: „Wer Ohren hat zu hören, höre zu.“

    9 Seine Jünger aber begannen ihn zu fragen, was dieses Gleichnis bedeute. 10 Er sprach: „Euch ist es gewährt, die heiligen Geheimnisse des Königreiches Gottes zu verstehen, für die übrigen aber [geschieht es] in Gleichnissen, damit sie, obwohl sie schauen, vergeblich schauen und, obwohl sie hören, den Sinn nicht erfassen. 11 Das Gleichnis nun bedeutet folgendes: Der Samen ist das Wort Gottes. 12 Die dem Weg entlang sind die, die gehört haben, dann kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen weg, damit sie nicht glauben und gerettet werden. 13 Diejenigen auf dem Felsen sind die, die das Wort, wenn sie es hören, mit Freuden aufnehmen, doch diese haben keine Wurzel; sie glauben eine Zeitlang, fallen aber in einer Zeit der Erprobung ab. 14 Was das betrifft, was unter die Dornen fiel, das sind die, die gehört haben, aber da sie durch Sorgen und Reichtum und Vergnügungen dieses Lebens fortgerissen werden, werden sie vollständig erstickt und bringen nichts zur Vollkommenheit. 15 Was jenes auf dem vortrefflichen Boden betrifft, das sind die, die das Wort, nachdem sie es mit einem edlen und guten Herzen gehört haben, festhalten und mit Ausharren Frucht tragen.

    Als welche Art von Samen erweise ich mich ganz persönlich?

    Können dies auch andere erkennen? Woran?

  24. Juleam 30. Oktober 2009 um 20:45 Link zum Kommentar

    Lukas 8:17

    17 Denn da ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden wird, noch irgend etwas sorgsam verheimlicht, was nie bekanntwerden und nie an die Öffentlichkeit kommen wird.

    … ohne Worte …

  25. Juleam 30. Oktober 2009 um 20:48 Link zum Kommentar

    Lukas 8:22-25

    22 Im Verlauf eines der Tage stiegen er und seine Jünger in ein Boot, und er sprach zu ihnen: „Laßt uns an das andere Ufer des Sees hinüberfahren.“ Da fuhren sie ab. 23 Während sie aber segelten, schlief er ein. Nun fuhr ein heftiger Windsturm auf den See herab, und sie begannen überflutet zu werden und in Gefahr zu geraten. 24 Schließlich gingen sie zu ihm hin und weckten ihn auf, indem sie sagten: „Unterweiser, Unterweiser, wir gehen zugrunde!“ Er richtete sich auf, schalt den Wind und das Toben des Wassers, und sie ließen nach, und eine Stille trat ein. 25 Dann sprach er zu ihnen: „Wo ist euer Glaube?“ Doch von Furcht ergriffen, verwunderten sie sich und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser, da er sogar den Winden und dem Wasser befiehlt und sie ihm gehorchen?“

    wieder der Punkt, dass sie Furcht ergriff, als sie sahen, wozu er fähig war

    Lukas 8:35-37

    Darauf kamen Leute heraus, um zu sehen, was geschehen war, und sie kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bekleidet und klaren Sinnes zu den Füßen Jesu sitzen; und sie gerieten in Furcht. 36 Diejenigen, die es gesehen hatten, berichteten ihnen, wie der von Dämonen Besessene gesund gemacht worden war. 37 Da bat ihn die ganze Menge aus der Umgegend der Gerasener, daß er von ihnen fortgehe, denn große Furcht hatte sie ergriffen. Dann stieg er in das Boot und kehrte zurück.

  26. Juleam 30. Oktober 2009 um 20:54 Link zum Kommentar

    Lukas 8:43-48

    Und eine Frau, die seit zwölf Jahren mit einem Blutfluß behaftet war und die bei niemand hatte Heilung finden können, 44 näherte sich von hinten und rührte die Fransen seines äußeren Kleides an, und augenblicklich kam ihr Blutfluß zum Stillstand. 45 Da sprach Jesus: „Wer ist es gewesen, der mich angerührt hat?“ Als sie es alle verneinten, sagte Petrus: „Unterweiser, die Volksmengen engen dich ein und umdrängen dich.“ 46 Jesus aber sprach: „Es hat mich jemand angerührt, denn ich habe gemerkt, daß Kraft von mir ausging.“ 47 Als die Frau sah, daß sie nicht unbemerkt geblieben war, kam sie zitternd, fiel vor ihm nieder und enthüllte vor allem Volk, um welcher Ursache willen sie ihn angerührt hatte und wie sie augenblicklich gesund geworden sei. 48 Er aber sprach zu ihr: „Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden.“

    Hierbei musste ich wieder an die Aussage von einem Bethelbruder im öffentlichen Vortrag 2008 denken, der sagte:

    Jesus ging es nicht um die Buchstaben des Gesetzes, sondern um den Sinn dahinter

    Hierzu auch ein Gedanke aus dem Buch “Komm, folge mir nach” unter dem Punkt “Mitleid”:

    Rücksichtnahme auf Gefühle

    5 Jesus hatte sehr viel Einfühlungsvermögen. Er versetzte sich in die Leidenden hinein und litt mit ihnen. Auch wenn er nicht in genau derselben Lage war wie sie, spürte er regelrecht ihren Schmerz in seinem Herzen (Hebräer 4:15). Als er einmal eine Frau heilte, die 12 Jahre mit einem Blutfluss behaftet war, bezeichnete er ihr Leiden als “lästige Krankheit”; ihm war also bewusst, wie sehr sie darunter gelitten hatte (Markus 5:25-34). Als er Maria und andere, die bei ihr waren, über den Tod des Lazarus weinen sah, ging ihm das so nahe, dass er innerlich ganz aufgewühlt war. Obwohl er wusste, dass er Lazarus gleich auferwecken würde, kamen ihm die Tränen (Johannes 11:33, 35).

    6 Ein andermal kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn inständig: “Wenn du nur willst, kannst du mich rein machen.” Wie reagierte Jesus, ein vollkommener Mensch, der nie krank gewesen war? Er hatte tiefes Mitleid mit dem Mann. Ja er war “von Mitleid bewegt” (Markus 1:40-42). Dann tat er etwas Außergewöhnliches. Er wusste genau, dass Aussätzige unter dem mosaischen Gesetz unrein waren und sich von anderen fernhalten mussten (3. Mose 13:45, 46). Natürlich hätte er diesen Mann auch ohne Berührung heilen können (Matthäus 8:5-13). Aber er streckte seine Hand aus, rührte den Aussätzigen an und sagte: “Ich will es. Werde rein!” Sofort war der Aussatz verschwunden. Wie einfühlsam das doch war!

    7 Als Christen sind wir aufgerufen, Jesus nachzuahmen und ebenfalls einfühlsam zu sein. Die Bibel fordert uns auf: “Bekundet Mitgefühl” (1. Petrus 3:8). Es ist oft nicht einfach, die Gefühle eines Menschen nachzuempfinden, der an einer chronischen Krankheit oder an Depressionen leidet – besonders wenn man selbst nie in einer solchen Lage war. Doch eigentlich braucht man nicht dasselbe erlebt zu haben. Jesus konnte sich in Kranke hineinversetzen, obwohl er selbst nie krank war. Wie aber entwickelt man Einfühlungsvermögen? Man muss geduldig zuhören, wenn sich Menschen, die leiden, öffnen und über ihre Gefühle sprechen. Man könnte sich fragen: “Wie würde ich mich in ihrer Lage fühlen?” (1. Korinther 12:26). Je feiner unser Gespür für die Gefühle anderer wird, desto besser können wir ‘bekümmerten Seelen tröstend zureden’ (1. Thessalonicher 5:14). Manchmal zeigt sich Mitgefühl nicht nur durch Worte, sondern auch durch Tränen. In Römer 12:15 heißt es: “Weint mit den Weinenden.”

    8 Jesus nahm Rücksicht auf die Menschen und ihre Gefühle. Denken wir zum Beispiel an die Situation, als ein tauber, sprachbehinderter Mann zu ihm gebracht wurde. Jesus spürte offensichtlich, dass dieser Mann verunsichert war, und so ging er anders vor, als er es bei Heilungen sonst gewöhnlich tat: “Er nahm ihn von der Volksmenge weg.” Abseits von den Blicken der Menge heilte er ihn (Markus 7:31-35).

    9 Ebenso rücksichtsvoll behandelte Jesus einen Blinden, den man zu ihm brachte, damit er ihn heile. Er “fasste den Blinden bei der Hand” und “führte ihn vor das Dorf hinaus”. Dann heilte er ihn schrittweise – vielleicht damit sich die Augen und das Gehirn des Mannes nach und nach an das grelle Sonnenlicht und die vielen neuen Eindrücke gewöhnen konnten (Markus 8:22-26). Wie rücksichtsvoll!

    10 Als Nachfolger Jesu müssen auch wir auf die Gefühle anderer Rücksicht nehmen. Da uns bewusst ist, dass wir durch gedankenloses Reden andere verletzen könnten, achten wir auf unsere Worte (Sprüche 12:18; 18:21). Grobe, abfällige Bemerkungen und beißender Spott zeugen nicht von Feingefühl und haben unter Christen keinen Platz (Epheser 4:31). Wie können Älteste auf die Gefühle anderer Rücksicht nehmen? Wenn sie ein Problem ansprechen, sollten sie es in freundliche Worte verpacken, damit sich der Angesprochene nicht entwürdigt fühlt (Galater 6:1). Wie können Eltern die Gefühle ihrer Kinder berücksichtigen? Indem sie ihnen bei Zurechtweisungen unnötige Peinlichkeiten ersparen (Kolosser 3:21).

    Haben auch wir Mitgefühl für andere?

    Haben wir das nötige Feingefühl?

  27. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:18 Link zum Kommentar

    Lukas 10 – 13

    Lukas 10:1-12

    Nach diesen Dingen bezeichnete der Herr siebzig andere und sandte sie zu zweit vor sich her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst zu gehen im Begriff war. 2 Dann begann er zu ihnen zu sagen: „Die Ernte ist wirklich groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte aussende. 3 Geht hin. Seht! Ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe. 4 Tragt weder einen Geldbeutel noch eine Speisetasche, noch Sandalen, und umarmt niemand zur Begrüßung auf dem Weg. 5 Wo immer ihr in ein Haus eintretet, da sagt zuerst: ‚Friede sei mit diesem Hause!‘ 6 Und wenn dort ein Freund des Friedens ist, so wird euer Frieden auf ihm ruhen, wenn aber nicht, wird er zu euch zurückkehren. 7 Bleibt also in jenem Haus, eßt und trinkt, was sie bereitstellen, denn der Arbeiter ist seines Lohnes würdig. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes um.

    8 Und wo immer ihr in eine Stadt hineingeht und man euch aufnimmt, da eßt, was man euch vorsetzt, 9 und heilt darin die Kranken und sagt ferner zu ihnen: ‚Das Königreich Gottes hat sich euch genaht.‘ 10 Wo immer ihr aber in eine Stadt hineingeht und man euch nicht aufnimmt, da geht hinaus auf ihre breiten Straßen und sagt: 11 ‚Sogar den Staub, der von eurer Stadt an unseren Füßen hängenblieb, wischen wir gegen euch ab. Trotzdem behaltet dies im Sinn, daß sich das Königreich Gottes genaht hat.‘ 12 Ich sage euch, daß es Sodom an jenem Tag erträglicher ergehen wird als jener Stadt

    Anleitung zum Predigtdienst

    Wie aber ist der Vers 4 zu verstehen?

    Hierzu eine kurze Erklärung, die in dem Buch “Komm, folge mir nach” unter dem Kapitel “Geht hin und macht Jünger” in Absatz 12 zu finden ist:

    Jesus wies seine Jünger auch an, sich nicht unnötig ablenken zu lassen. Er sagte: “Umarmt niemand zur Begrüßung auf dem Weg” (Lukas 10:4). Meinte er damit, sie sollten sich kühl und distanziert verhalten?

    Keineswegs. In biblischer Zeit gingen Begrüßungen oft weit über kurze Grußformeln hinaus. Sie waren gewöhnlich mit verschiedenen Förmlichkeiten und einer längeren Unterhaltung verbunden. In einem Bibelkommentar heißt es: “Eine Begrüßung unter Orientalen bestand nicht einfach in einer kurzen Verbeugung oder einem Händeschütteln, wie es bei uns üblich ist, sondern sie bestand in vielen Umarmungen und tiefen Verbeugungen, ja man warf sich sogar zu Boden. All das erforderte viel Zeit.”

    Wenn Jesus seine Jünger also anwies, niemand auf die gewohnte Art zu grüßen, sagte er gewissermaßen: “Verliert keine Zeit, ihr habt eine dringende Botschaft.”

    In der Fußnote heisst es dann noch ergänzend:

    Der Prophet Elisa gab einmal ähnliche Anweisungen. Als er seinen Diener Gehasi zu einer Frau schickte, deren Sohn gestorben war, sagte er: “Falls du irgendjemand treffen solltest, sollst du ihn nicht grüßen” (2. Könige 4:29). Die Mission war eilig und für unnötige Verzögerungen war keine Zeit.

  28. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:23 Link zum Kommentar

    Lukas 10:11

    Sogar den Staub, der von eurer Stadt an unseren Füßen hängenblieb, wischen wir gegen euch ab. Trotzdem behaltet dies im Sinn, daß sich das Königreich Gottes genaht hat.‘

    Wenn uns jemand auf den Keks geht, indem er uns immer wieder die Bibel als Spiegel vorhält und sagt “das, was du da tust, ist nicht richtig. Ja, es ist sogar verabscheuungwürdig in Jehovas Augen” – und wir machen ihn mundtot, in welcher Form auch immer – was haben wir dann erreicht?

    Jesus sagt in diese Vers hier “trotzdem behaltet im Sinn, dass sich das Königreich Gottes genaht hat”.

    Auch wenn die Menschen das nicht zur Kenntnis nehmen wollten, so änderte das überhaupt nichts an Gottes Vorsatz. Das Königreich würde kommen.

    Und auch wenn wir denjenigen zum Schweigen bringen, der uns mit seinem Gerede von der Bibel auf den Keks geht – so ändert das überhaupt nichts daran, dass Jehova das, was wir tun, verabscheuungswürdig findet!

    “behaltet dies im Sinn!”

    Lukas 10:16

    Wer auf euch hört, hört [auch] auf mich. Und wer euch mißachtet, mißachtet [auch] mich. Und wer mich mißachtet, mißachtet [auch] den, der mich ausgesandt hat.“

  29. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:27 Link zum Kommentar

    Lukas 10:29-37

    29 Da aber der Mann beweisen wollte, daß er gerecht sei, sagte er zu Jesus: „Wer ist in Wirklichkeit mein Nächster?“ 30 In Erwiderung sagte Jesus: „Ein gewisser Mensch ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter Räuber, die ihn auszogen und ihm auch Schläge versetzten und weggingen und ihn halb tot zurückließen. 31 Nun traf es sich, daß ein gewisser Priester jenen Weg hinabging, doch als er ihn sah, ging er auf der entgegengesetzten Seite vorüber. 32 Ebenso ging auch ein Levit, als er an die Stelle hinabkam und ihn sah, auf der entgegengesetzten Seite vorüber. 33 Aber ein gewisser Samariter, der des Weges zog, kam zu ihm, und als er ihn sah, wurde er von Mitleid bewegt. 34 Und er trat an ihn heran und verband ihm seine Wunden, wobei er Öl und Wein auf sie goß. Dann hob er ihn auf sein eigenes Tier und brachte ihn in eine Herberge und sorgte für ihn. 35 Und am nächsten Tag zog er zwei Denare heraus, gab sie dem Herbergswirt und sprach: ‚Sorge für ihn, und was immer du darüber ausgibst, will ich dir zurückzahlen, wenn ich hierher zurückkomme.‘ 36 Wer von diesen dreien hat sich, wie es dir scheint, als Nächster des Mannes erwiesen, der unter die Räuber fiel?“ 37 Er sagte: „Derjenige, der ihm gegenüber barmherzig handelte.“ Darauf sprach Jesus zu ihm: „Geh hin, und handle selbst ebenso.“

    An diese Geschichte muss ich immer wieder denken, wenn ich höre oder lese dass es immer wieder jede Menge Schaulustige gibt, aber niemand etwas tut.

    “Ja, aber da sind ja so viele, soll doch ein anderer was tun. Ich weiss ja garnicht, was zu tun wäre”

    Ok, aber stehen bleiben und alles gut und aufmerksam beobachten, damit ich hinterher meinen Kumpels ausführlich davon berichten kann?

    Ich finde, jeder von uns hat eine Verantwortung und wenn wir sie nicht tragen wollen, dann gehen wir doch bitte weiter. Sonst könnte es passieren, dass auch wir zu denjenigen gehören, von denen andere denken, wir könnten ja was tun .

    Ich finde es furchtbar, wenn sich eine Menge “zusammenrottet” und alle schaulustig herumstehen, so dass der Eindruck entsteht, dass ja genügend Helfer da sind – und derjenige, der helfen würde weitergeht, weil er denkt, es helfen ja schon so viele.

    Bitte stehen wir nicht sensationsgeil herum, sondern tun wir etwas, und sei es nur, dass wir Hilfe holen und im Falle einer verletzten Person nah bei ihr bleiben und beruhigend auf sie einreden um ihr das Gefühl zu geben “du bist nicht allein”.

    Erweisen wir uns als “ein guter Nächster”!

  30. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:30 Link zum Kommentar

    Lukas 11:27-28

    Als er nun diese Dinge sagte, erhob eine gewisse Frau aus der Volksmenge ihre Stimme und sagte zu ihm: „Glücklich der Schoß, der dich getragen, und die Brüste, die du gesogen!“ 28 Er aber sprach: „Nein, glücklich sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es bewahren!“

    ein gutes Argument gegen den Marienkult

  31. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:37 Link zum Kommentar

    Lukas 11:34-36

    Die Lampe des Leibes ist dein Auge. Wenn dein Auge lauter ist, wird dein ganzer Leib ebenfalls licht sein; wenn es aber böse ist, ist auch dein Leib finster. 35 Sei daher wachsam. Vielleicht ist das Licht, das in dir ist, Finsternis. 36 Wenn nun dein ganzer Leib licht ist und gar keinen finsteren Teil hat, wird er ganz licht sein, so wie wenn eine Lampe dir durch ihre Strahlen Licht gibt.“

    besonders interessant hier der Vers 35

    Eine eindringliche Warnung an diejenigen, die sich selbst etwas vormachen.

    Ein lauteres Auge haben wir, wenn wir unseren Blick auf die richtigen Dinge lenken und darauf achten, dass wir unser Herz und Sinn mit den Dingen füllen und beschäftigt halten, die in Jehovas Augen annehmbar sind:

    Philipper 4:8-9

    Schließlich, Brüder, alles, was wahr, alles, was von ernsthaftem Interesse ist, alles, was gerecht, alles, was keusch, alles, was liebenswert ist, alles, worüber gut gesprochen wird, wenn es irgendeine Tugend und irgend etwas Lobenswertes gibt, diese Dinge erwägt weiterhin. 9 Die Dinge, die ihr gelernt und auch angenommen und gehört und in Verbindung mit mir gesehen habt, diese setzt in die Tat um, und der Gott des Friedens wird mit euch sein.

    ob wir das wirklich tun, ist dann an unseren Früchten zu erkennen

    Ausserdem ist uns der Kreiskongress “Bewahrt euch eure geistige Gesinnung” dabei eine Hilfe.

    Wie steht es mit uns? Ist der Kongress mit dem Schlußgebet für uns vorbei – oder denken wir noch lange darüber nach?

    Haben wir Notizen gemacht? Warum sie uns nicht hin und wieder anschauen und uns an den ermunternden Gedanken erfreuen?

  32. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:41 Link zum Kommentar

    Lukas 11:37-44

    37 Als er dies geredet hatte, bat ihn ein Pharisäer, bei ihm zu speisen. Da ging er hinein und lag zu Tisch. 38 Der Pharisäer war jedoch überrascht, als er sah, daß er sich vor dem Mittagessen nicht zuerst wusch. 39 Der Herr aber sprach zu ihm: „Nun, ihr Pharisäer, ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel, aber euer Inneres ist voll Raub und Bosheit. 40 Ihr Unvernünftigen! Hat nicht der, der das Äußere machte, auch das Innere gemacht? 41 Gebt jedoch als Gaben der Barmherzigkeit die Dinge, die darin sind, und siehe, alle [anderen] Dinge an euch sind rein. 42 Wehe aber euch, ihr Pharisäer, denn ihr gebt den Zehnten von der Minze und der Raute und von jedem [anderen] Gartengewächs, übergeht aber das Recht und die Liebe Gottes! Diese Dinge wart ihr zu tun verpflichtet, doch jene anderen Dinge solltet ihr nicht unterlassen. 43 Wehe euch, ihr Pharisäer, denn ihr liebt die vorderen Sitze in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Marktplätzen! 44 Wehe euch, denn ihr seid wie jene Gedächtnisgrüfte, die nicht erkennbar sind, so daß Leute darüber hingehen, ohne [es] zu wissen!“

    guter Vergleich

    Wenn ich also als Eltern dafür sorge, dass meine Kinder bloss nicht zur Weihnachtsfeier in der Schule gehen und sie in der Adventszeit jegliche Teilnahe am Kunstunterricht verweigern – immerhin malen meine Kinder keine Tanne, denn das ist ja ein Weihnachtbaum und hat mit Weihnachten zu tun – aber meine Kinder fallen ansonsten übers Jahr dadurch auf, dass sie ihren Mitschülern das Etui klauen, sie sich mit anderen Kindern laufend streiten usw. – gleichen wir dann nicht den Pharisäern hier?

    Was bringen wir unseren Kids bei? Das äußere Einhalten der Maßstäbe meiner Religion – oder zu verstehen, wie Jehova denkt und entsprechend zu handeln?

    Dürfen wir uns wirklich zu Recht darüber aufregen, weil die Kunstlehrerin unserer Kinder ihnen eine schlechte Note in Kunst gibt, weil sie sich weigern, in dieser Zeit mitzumachen “weil ich bin ja ein Zeuge Jehovas” – meine Kinder aber das ganze Jahr über nicht danach leben?

    Wie denkt Jehova wohl über mich und meine Kinder?

    Könnte ich mich in dieser Hinsicht noch verbessern?

  33. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:44 Link zum Kommentar

    Lukas 12:1-3

    Als sich unterdessen die Volksmenge zu so vielen Tausenden versammelt hatte, daß sie einander traten, fing er an, zuerst zu seinen Jüngern zu sagen: „Nehmt euch vor dem Sauerteig der Pharisäer in acht, der Heuchelei ist. 2 Doch da ist nichts sorgsam verhüllt, was nicht geoffenbart werden wird, und verborgen, was nicht bekanntwerden wird. 3 Darum wird das, was ihr in der Finsternis redet, im Licht gehört werden, und was ihr in privaten Räumen flüstert, wird von den Hausdächern gepredigt werden.

    gehören vielleicht wir selbst zu denjenigen, die nur Heuchler sind und nur so tun, als würden wir Jehova anbeten – aber in Wirklichkeit sind wir willige Werkzeuge des Satans?

    Machen wir uns nichts vor: Jehova sieht längst was wir tun und urteilt uns gemäß unserem Handeln und unserer innerer Einstellung. Wir können IHM nichts vormachen!

    Warum nicht einfach uns und unser Leben ändern, damit wir wieder in Gottes Liebe gelangen?

  34. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:47 Link zum Kommentar

    Lukas 12:8-9

    Ich sage euch nun: Jeder, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, wird auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. 9 Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, wird vor den Engeln Gottes verleugnet werden.

    ah ja, hier steht es ja

    “wenn ich ein Zeuge Jehovas bin, kann mir nichts passieren, denn ich bekenne ja, dass ich Jeus nachfolge – also wird auch er Jehova sagen, dass ich ein guter Zeuge Jehovas bin”.

    Denken wir vielleicht so?

    Glauben wir das wirklich?

    Jesus hat immer wieder gesagt, wie wichtig es ist, dass wir den Willen seine Vaters tun. Denken wir auch an Matthäus 7:15-27

    Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. 16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? 17 Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor; 18 ein guter Baum kann nicht wertlose Frucht tragen, noch kann ein fauler Baum vortreffliche Frucht hervorbringen. 19 Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 20 Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen.

    21 Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

    24 Jeder nun, der diese meine Worte hört und danach handelt, wird mit einem verständigen Mann verglichen, der sein Haus auf den Felsen baute. 25 Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und schlugen gegen jenes Haus, aber es stürzte nicht ein, denn es war auf den Felsen gegründet worden. 26 Ferner wird jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, mit einem törichten Mann verglichen, der sein Haus auf den Sand baute. 27 Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus, und es stürzte ein, und sein Zusammensturz war groß.“

    und nun? Wie passt dies mit dem Text aus Lukas zusammen?

    Glauben wir immer noch, dass es reicht, dass wir uns nach Jehovas Namen nennen – aber ansonsten leben, wie es uns passt, hauptsache der äußere Anchein bleibt gewahrt?

    Sind wir bereit umzudenken?

    Oder gleichen wir eher den Pharisäern?

  35. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:51 Link zum Kommentar

    Lukas 12:40

    Haltet auch ihr euch bereit, denn zu einer Stunde, da ihr es nicht für wahrscheinlich haltet, kommt der Menschensohn.“

    eigentlich zeigt ja dieser Text, wie unsinnig die ganzen Berechnungen sind, die immer wieder angestellt werden um zu ermitteln, wann Harmagedon denn kommt.

    Jesus sagt hier, es käme zu einer Stunde, wo wir es nicht für wahrscheinlich halten.

    Wie steht es da also mit unseren Überlegungen “Harmagedon kann ja noch lange nicht kommen, denn erst muss ja der Angrif auf die Religionen kommen und dann der Angriff auf Gottes Volk. Das dauert doch noch, also kommt es so schnell nicht”?

    Jesus sagte, es käme, wenn wir es nicht erwarten.

    Erweisen wir uns “als bereit”?

    Leben wir bereits heute so dass Haragedon noch heute kommen könnte?

    Lukas 12:41-48

    Dann sagte Petrus: „Herr, sagst du dieses Gleichnis für uns oder auch für alle?“ 42 Und der Herr sprach: „Wer ist in Wirklichkeit der treue Verwalter, der verständige, den sein Herr über seine Dienerschaft setzen wird, um ihnen fortwährend ihr Maß an Speisevorrat zur rechten Zeit zu geben? 43 Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft so tuend findet. 44 Ich sage euch in Wahrheit: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen. 45 Wenn aber jener Sklave in seinem Herzen je sagen sollte: ‚Mein Herr verzögert sein Kommen‘ und anfangen sollte, die Knechte und die Mägde zu schlagen und zu essen und zu trinken und trunken zu werden, 46 so wird der Herr dieses Sklaven an einem Tag kommen, an dem er [ihn] nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt, und er wird ihn mit der größten Strenge bestrafen und ihm ein Teil mit den Untreuen zuweisen. 47 Dann wird jener Sklave, der den Willen seines Herrn verstand, sich aber nicht bereit machte noch nach dessen Willen handelte, viele Schläge erhalten. 48 Derjenige aber, der [ihn] nicht verstand und so Dinge tat, die Schläge verdienten, wird wenige erhalten. In der Tat, von jedem, dem viel gegeben wurde, wird viel verlangt werden; und wen man über vieles setzt, von dem wird man mehr als das Übliche verlangen.

  36. Juleam 31. Oktober 2009 um 22:14 Link zum Kommentar

    Lukas 13:10-17

    Nun lehrte er am Sabbat in einer der Synagogen. 11 Und siehe, eine Frau, die achtzehn Jahre lang einen Geist der Schwachheit hatte, und sie war zusammengekrümmt und unfähig, sich selbst überhaupt aufzurichten. 12 Als er sie sah, wandte sich Jesus an sie und sprach zu ihr: „Frau, du bist von deiner Schwäche befreit.“ 13 Und er legte ihr die Hände auf; und augenblicklich richtete sie sich auf und begann Gott zu verherrlichen. 14 Der Synagogenvorsteher aber, unwillig darüber, daß Jesus am Sabbat die Heilung vollbrachte, begann als Antwort zu der Volksmenge zu sagen: „Sechs Tage sind da, an denen man arbeiten soll; an diesen also kommt und werdet geheilt und nicht am Sabbattag.“ 15 Der Herr antwortete ihm jedoch und sprach: „Heuchler, bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Stier oder seinen Esel von der Krippe los und führt ihn weg, um ihn zu tränken? 16 War es also nicht angebracht, daß diese Frau, die eine Tochter Abrahams ist und die der Satan, siehe, achtzehn Jahre gebunden hielt, von dieser Fessel am Sabbattag gelöst werde?“ 17 Als er nun diese Dinge sagte, begannen sich alle seine Gegner zu schämen; die ganze Volksmenge aber begann sich über all die herrlichen Taten, die durch ihn geschahen, zu freuen.

    hier wird wieder mal ganz klar, wessen Geistes Kind jeder der Beteiligten ist.

    Was erkennen andere bei uns?

    Als wessen Geistes Kind machen uns unsere Taten und Worte kenntlich?

  37. Juleam 31. Oktober 2009 um 22:20 Link zum Kommentar

    Lukas 13:22-30

    Und er zog von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte und setzte seine Reise nach Jerusalem fort. 23 Nun sagte jemand zu ihm: „Herr, sind derer wenige, die gerettet werden?“ Er sprach zu ihnen: 24 „Ringt danach, durch die enge Tür einzugehen, denn viele, sage ich euch, werden hineinzukommen suchen, werden es aber nicht vermögen, 25 wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat und ihr anfangt, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: ‚Herr, öffne uns.‘ Er wird euch aber als Antwort sagen: ‚Ich weiß nicht, woher ihr seid.‘ 26 Dann werdet ihr anfangen zu sagen: ‚Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und du hast auf unseren breiten Straßen gelehrt.‘ 27 Er aber wird reden und zu euch sagen: ‚Ich weiß nicht, woher ihr seid. Geht weg von mir, all ihr Täter der Ungerechtigkeit!‘ 28 Dort wird [euer] Weinen und [euer] Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Königreich Gottes seht, euch selbst aber hinausgeworfen. 29 Ferner werden Leute aus östlichen und westlichen Gegenden und von Norden und Süden kommen und werden zu Tisch liegen im Königreich Gottes. 30 Und siehe, es gibt Letzte, die Erste sein werden, und es gibt Erste, die Letzte sein werden.“

    ringen wir danach, durch die enge Tür einzutreten?

    Oder reicht es uns, auf dem breiten Weg zu gehen und meinen, wir könnten im letzten Moment schnell durch das enge Tor springen?

    Zum einen sagte Jesus, wir müssten danach ringen – also nix mit mal eben schnell springen – und um anderen drifften der breite und der enge Weg immer mehr auseinander, so dass schon allein aufgrund der immensen Entfernung voneinander kein “schneller Sprung im letzten Moment” möglich ist.

    Sind wir uns wirklich darüber im Klaren?

    Handeln wir auch entsprechend?

  38. Juleam 1. November 2009 um 15:40 Link zum Kommentar

    Lukas 14 – 17

    Lukas 14:7-11

    Dann fuhr er fort, den Eingeladenen ein Gleichnis zu erzählen, da er bemerkte, wie sie sich die hervorragendsten Plätze auswählten, indem er zu ihnen sagte: 8 „Wenn du von jemandem zu einem Hochzeitsfest eingeladen bist, so lege dich nicht an dem hervorragendsten Platz nieder. Vielleicht mag ein Vornehmerer als du zur gleichen Zeit von ihm eingeladen worden sein, 9 und der dich und ihn eingeladen hat, wird kommen und zu dir sagen: ‚Laß diesen den Platz haben.‘ Und dann wirst du beschämt davongehen, um den untersten Platz einzunehmen. 10 Wenn du aber eingeladen bist, so geh und leg dich auf den untersten Platz, damit, wenn der kommt, der dich eingeladen hat, er zu dir sage: ‚Freund, rück höher hinauf.‘ Dann wirst du vor allen Mitgästen geehrt sein. 11 Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“

    wie könnte das mich heute ganz persönlich betreffen?

    Lukas 14:12-14

    Darauf fuhr er fort, auch zu dem, der ihn eingeladen hatte, zu sagen: „Wenn du ein Mittag- oder ein Abendessen veranstaltest, so rufe weder deine Freunde noch deine Brüder, noch deine Verwandten, noch reiche Nachbarn herbei. Vielleicht könnten sie auch dich wieder einmal einladen, und es würde dir Vergeltung zuteil. 13 Sondern wenn du ein Gastmahl veranstaltest, so lade Arme, Krüppel, Lahme, Blinde ein, 14 und du wirst glücklich sein, weil sie nichts haben, dir zu vergelten. Denn es wird dir in der Auferstehung der Gerechten vergolten werden.“

    heisst das, dass es verkehrt ist, wenn ich meine Freunde und Familie einlade oder einfach Menschen, die ich mag?

    Worum ging es hier eigentlich?

    Wir sollten bei Einladungen nicht berechnend sein. Wie könnte das denn sein?

    Wenn ich meine Hochzeit plane – wonach stelle ich dann die Gästeliste auf? Könnte es sein, dass sich einige Namen nur deshalb auf der Liste finden lassen, weil wir uns davon persönliche Vorteile erhoffen, wie z.B. ein dickes Geschenk oder besere Auffstiegschancen, indem ich meinen Arbeitgeber einlade oder betimmte Älteste, die über mein mögliches Dienstamt entscheiden könnten?

    Lade ich bestimmte Leute ein, weil ich hoffe, in eine bestehende Clique zu gelangen? Wie ist es mit Jugendlichen – laden sie bestimmte Personen ein, weil die cool sind und sie selbst daimt mehr Ansehen unter ihren Freunden bekommen?

    Jesus spricht hier die Gastreundschaft an, die uns gebietet, anderen Gutes zu tun, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten.

    Fällt uns dieser Gedanke schwer?

  39. Juleam 1. November 2009 um 15:45 Link zum Kommentar

    Lukas 14:26

    26 „Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und [seine] Mutter und [seine] Frau und [seine] Kinder und [seine] Brüder und [seine] Schwestern, ja selbst seine eigene Seele, so kann er nicht mein Jünger sein.

    fordert Jesus hier wirklich zu dem auf, wonach es im ersten Moment aussieht?

    Querverweise

    Rbi8 Lukas 14:26

    (5. Mose 33:9) Dem Mann, der zu seinem Vater und zu seiner Mutter sprach: ‚Ich habe ihn nicht gesehen.‘ Selbst seine Brüder erkannte er nicht an, Und seine Söhne kannte er nicht. Denn sie bewahrten deine Rede, Und deinen Bund beobachteten sie fortgesetzt.

    (Matthäus 10:37) Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig.

    (Lukas 18:29) Er sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: Da ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder um des Königreiches Gottes willen verlassen hat,

    (Johannes 12:25) Wer seine Seele liebhat, vernichtet sie; wer aber seine Seele in dieser Welt haßt, wird sie zum ewigen Leben bewahren.

    Lukas 14:25-31

    Große Volksmengen zogen nun mit ihm, und er wandte sich um und sprach zu ihnen: 26 „Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und [seine] Mutter und [seine] Frau und [seine] Kinder und [seine] Brüder und [seine] Schwestern, ja selbst seine eigene Seele, so kann er nicht mein Jünger sein. 27 Wer nicht seinen Marterpfahl trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein. 28 Zum Beispiel: Wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst nieder und berechnet die Kosten, um zu sehen, ob er genug habe, ihn zu vollenden? 29 Sonst könnte er den Grund dazu legen, aber nicht imstande sein, ihn zu Ende zu bringen, und alle Zuschauenden könnten anfangen, ihn zu verspotten 30 und zu sagen: ‚Dieser Mensch fing an zu bauen, konnte [es] aber nicht zu Ende bringen.‘ 31 Oder welcher König, der auszieht, um mit einem anderen König im Krieg zusammenzutreffen, setzt sich nicht zuerst nieder und hält Rat, ob er imstande ist, sich mit zehntausend Mann mit dem zu messen, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? 32 In der Tat, wenn er es nicht tun kann, dann schickt er, während jener noch weit weg ist, eine Gesandtschaft hin und wirbt um Frieden. 33 Somit könnt ihr sicher sein, daß keiner von euch, der nicht seiner ganzen Habe Lebewohl sagt, mein Jünger sein kann.

    hier im Zusammenhang ist schon eher zu verstehen, worum es Jesus in Wirklichkeit geht

  40. Juleam 1. November 2009 um 15:52 Link zum Kommentar

    Lukas 15:11-32

    Danach sprach er: „Ein gewisser Mensch hatte zwei Söhne. 12 Und der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: ‚Vater, gib mir den Anteil des Eigentums, der mir zukommt.‘ Darauf teilte er seine Mittel zum Lebensunterhalt unter sie. 13 Später, nicht viele Tage danach, packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste fort in ein fernes Land und verschwendete dort sein Eigentum, indem er ein ausschweifendes Leben führte. 14 Als er alles verbraucht hatte, entstand eine schwere Hungersnot in jenem ganzen Land; und er fing an, Not zu leiden. 15 Er ging sogar hin und schloß sich einem der Bürger jenes Landes an, und er sandte ihn auf seine Felder, damit er Schweine hüte. 16 Und er begehrte jeweils, sich mit den Johannisbrotschoten zu sättigen, die die Schweine fraßen, und niemand gab ihm [welche].

    17 Als er zur Besinnung kam, sagte er: ‚Wie viele Lohnarbeiter meines Vaters haben Brot in Fülle, während ich hier vor Hunger zugrunde gehe! 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater ziehen und zu ihm sagen: „Vater, ich habe gegen den Himmel und gegen dich gesündigt. 19 Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden. Halte mich wie einen deiner Lohnarbeiter.“ ‘ 20 Er machte sich also auf und ging zu seinem Vater. Als er noch weit weg war, erblickte ihn sein Vater und wurde von Mitleid bewegt, und er lief und fiel ihm um den Hals und küßte ihn zärtlich. 21 Da sagte der Sohn zu ihm: ‚Vater, ich habe gegen den Himmel und gegen dich gesündigt. Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden. Halte mich wie einen deiner Lohnarbeiter.‘ 22 Der Vater aber sagte zu seinen Sklaven: ‚Schnell! Bringt ein langes Gewand heraus, das beste, und kleidet ihn damit, und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße. 23 Und bringt den gemästeten jungen Stier her, schlachtet ihn, und laßt uns essen und fröhlich sein, 24 denn dieser mein Sohn war tot und kam wieder zum Leben; er war verloren und wurde gefunden.‘ Und sie fingen an, fröhlich zu sein.

    25 Nun war sein älterer Sohn auf dem Feld; und als er kam und sich dem Haus näherte, hörte er Konzertklänge und Tanz. 26 Da rief er einen von den Knechten herbei und erkundigte sich, was diese Dinge bedeuteten. 27 Er sprach zu ihm: ‚Dein Bruder ist gekommen, und weil dein Vater ihn gesund zurückerhalten hat, hat er den gemästeten jungen Stier geschlachtet.‘ 28 Er aber wurde zornig und wollte nicht hineingehen. Da kam sein Vater heraus und begann ihm zuzureden. 29 Als Antwort sagte er zu seinem Vater: ‚Sieh, ich habe so viele Jahre wie ein Sklave für dich gearbeitet, und kein einziges Mal habe ich dein Gebot übertreten, und doch hast du mir kein einziges Mal ein Böckchen gegeben, damit ich mit meinen Freunden hätte fröhlich sein können. 30 Sobald aber dieser dein Sohn, der deine Mittel zum Lebensunterhalt mit Huren verpraßt hat, angekommen ist, hast du den gemästeten jungen Stier für ihn geschlachtet.‘ 31 Darauf sprach er zu ihm: ‚Kind, du bist immer bei mir gewesen, und alles, was mein ist, ist dein; 32 aber wir mußten einfach fröhlich sein und uns freuen, denn dieser dein Bruder war tot und kam zum Leben, und er war verloren und wurde gefunden.‘ “

    erinnern wir noch daran, wie wir diesen Text als Hörspiel im Sommer auf dem Konress gehört haben?

    Erinnern wir uns noch an das zeitgemäße biblische Drama, das wir im Anschluß daran gesehen haben?

    Erinnern wir uns noch an unsere eigenen Gefühle dabei? Was uns dabei duch den Kopf ging, an welcher Stelle wir Gänsehaut bekommen haben?

    Mit welcher der Personen im Drama konnten wir uns identifizieren?

    Welche Lehre für uns selbst haben wir daraus gezogen?

  41. Juleam 1. November 2009 um 16:00 Link zum Kommentar

    Lukas 16:14-15

    Die Pharisäer nun, die geldliebend waren, hörten alle diese Dinge, und sie begannen ihn zu verhöhnen. 15 Er sagte deshalb zu ihnen: „Ihr seid es, die sich vor Menschen selbst gerechtsprechen, aber Gott kennt euer Herz; denn was bei den Menschen hoch ist, ist etwas Abscheuliches in Gottes Augen.

    … ohne Worte …

    Lukas 15:18

    Jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch, und wer eine von ihrem Mann Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.

    heisst das dann, dass die katholische Kirche Recht hat, wenn sie Geschiedenen verbietet, noch einmal zu heiraten?

    Was hatte Jesus hier im Sinn, als er dies sagte?

    An anderer Stelle sagt er, dass jemand der sich scheiden lässt, ohne dass der Grund der Hurerei vorliegt und dann jemand anderes heiratet – dass dieser Mensch Ehebruch begeht.

    Eigentlich eine logische Sache, denn er bricht die Ehe um einen anderen zu heiraten, der ihm besser zusagt. Und dies ist sehr herzlos. Nicht nur dem verlassenen Ehepartner gegenüber, sondern auch den Kindern, denen er die Familie zertört und den anderen Elternteil buchstäblich wegnimmt.

    Daher verurteilt Jehova solche Personen auch auf eine so harte Weise.

    Leider sind es in der Regel auch diese Ehebrecher, die nicht nur in sexueller Hinsicht die Ehe brechen, sondern auch die gesetzliche Scheidung einleiten und damit die Familie trennen und die Kinder des anderen Elternteils berauben.

    Wäre es da nicht ganz besonders herzlos, wenn Jehova den verlassenen Ehepartner verurteilen würde, wenn dieser nun noch mal jemand findet, der ihn zu schätzen weiss und sein Leben mit ihm teilen will?

    Wer Jehova kennen gelernt hat und wie er denkt und fühlt, der weiss, dass Jesus mit diesen Worten nicht den unschuldigen verlassenen Ehepartner im Sinn gehabt hatte – sondern die Ehebrecher, die sich nun in der neuen Ehe verwirklichen wollen.

    Finden wir dieses Urteil wirklich hart und unfair?

    Sehen wir, was für ein liebevoller und barmherziger Gott Jehova ist, der alles aufs schärfte verurteilt, was Menschen tun womit sie anderen schaden?

  42. Juleam 2. November 2009 um 16:07 Link zum Kommentar

    Lukas 18 – 21

    Lukas 18:9-14

    Er redete aber auch zu einigen, die auf sich selbst vertrauten, daß sie gerecht seien, und die übrigen für nichts hielten, in diesem Gleichnis: 10 „Zwei Menschen gingen in den Tempel hinauf, um zu beten, der eine ein Pharisäer und der andere ein Steuereinnehmer. 11 Der Pharisäer stand da und begann folgendes bei sich zu beten: ‚O Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Erpresser, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Steuereinnehmer. 12 Ich faste zweimal in der Woche, ich gebe den Zehnten von allem, was ich erwerbe.‘ 13 Der Steuereinnehmer aber, der in einiger Entfernung stand, wollte nicht einmal seine Augen zum Himmel erheben, sondern schlug sich wiederholt an die Brust und sprach: ‚O Gott, sei mir, einem Sünder, gnädig.‘ 14 Ich sage euch: Dieser ging als gerechter erwiesen als jener in sein Haus hinab; denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“

    hier können wir gleich zwei Dinge lernen:

    Die Handlungen, wegen denen sich der Parisäer selbst für gerecht hielt, sind rein äußerliche Dinge, die nichts mit seiner persönlichen Liebe Jehova gegenüber zu tun haben.

    Wir könnten ihm ungewollt gleichen, wenn wir denken, es reiche, die äußerlichen Erfordernisse eines Zeugen Jehoas zu erfüllen, indem wir zu den Zusamenkünften gehen, einen gewissen Anteil am Predigtwerk haben und getauft sind. Aber Jesus sagte, wir müssten den Willen des Vaters tun, ansonsten kennt er uns nicht!

    Der andere Punkt ist der, dass wir nicht zu sehr nach rechts und links schauen sollten.

    Manchmal denke ich, es wäre ganz gut, wenn wir uns in gewisser Hinsicht Scheuklappen anlegen würden. Damit meine ich jetzt nicht, dass wir für die Not und das Leid unserer Brüder blind sein sollten. Im Gegenteil!

    Aber wir sollten uns nicht zu sehr damit aufhalten, was unsere Brüder so alles falsch machen oder ob ich die Maßstäbe im Vergleich mit Bruder Leichtfuß ganz gut auslebe und daher garnicht soo schlimm bin.

    Diese Scheuklappen, die ich meine, sollten unseren Blick einzig und allein auf Jehova und seine Maßstäbe gerichtet halten. Wichtig ist, wie Jehova mich sieht und nicht, ob der Bruder neben mir noch schlimmer ist.

    Konzentrieren wir uns darauf, dass wir die Maßstäbe Jehovas so gut wie möglich einhalten, ganz egal, was die anderen Brüder tun.

    Auch wenn es in meiner Heimatversammlung üblich sein sollte, dass Jugendliche im nicht-heiratsfähigen-Alter miteinander gehen, dass Frauen einfach ihre Männer verlassen, weil sie ihrer Meinung nach nicht gut genug behandelt werden, wenn Verheiratete frech mit anderen flirten und ähnliche Dinge – so wissen wir doch, dass dies Jehova nicht gefällt und werden uns hüten, ähnlich zu handeln.

    Diese Personen haben heute scheinbar keine Konsequenzen innerhalb der Versammlung zu befürchten, aber dies ändert überhaupt nichts daran, wie Jehova sie sieht!

    Verschwenden wir bitte nicht unsere Zeit und Energie darauf zu gucken, wie schlecht die Brüder um uns herum handeln. Jeder ist für sich selbst Jehova Rechenschaft pflichtig! Also konentrieren wir uns lieber darauf, dass wir uns in Jehovas Liebe bewahren.

    Was nicht bedeutet, dass wir wegsehen, wenn ganz offenichtliches Unrecht geschieht Das müssen wir selbstverständlich den Ältesten melden, damit die die Versammlung rein erhalten können und Jehova ihr nicht seinen Segen entzieht (siehe Achan).

  43. Juleam 2. November 2009 um 16:10 Link zum Kommentar

    Lukas 18:18-20

    Und ein gewisser Vorsteher fragte ihn, indem er sprach: „Guter Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?“ 19 Jesus sagte zu ihm: „Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, Gott. 20 Du kennst die Gebote: ‚Begehe nicht Ehebruch‘, ‚Morde nicht‘, ‚Stiehl nicht‘, ‚Lege nicht falsches Zeugnis ab‘, ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter‘.“

    dies heisst im Umkehrschluss auch: wer solche Dinge tut, ist kein guter Anbeter Jehovas – auch dann nicht, wenn er das von sich selbst glaubt!

    Es gibt keine Entschuldigung für so ein verwerfliches Handeln und wenn wir es nicht schleunigst bereuen, werden wir die Segnungen von Gottes Königreich auf garkeinen Fall geniessen!

    Machen wir uns also bitte nichts vor!

  44. Juleam 2. November 2009 um 16:15 Link zum Kommentar

    Lukas 18:18-22

    Und ein gewisser Vorsteher fragte ihn, indem er sprach: „Guter Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?“ 19 Jesus sagte zu ihm: „Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, Gott. 20 Du kennst die Gebote: ‚Begehe nicht Ehebruch‘, ‚Morde nicht‘, ‚Stiehl nicht‘, ‚Lege nicht falsches Zeugnis ab‘, ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter‘.“ 21 Darauf sprach er: „Alle diese habe ich von Jugend an gehalten.“ 22 Nachdem er das gehört hatte, sagte Jesus zu ihm: „Eins fehlt dir noch: Verkauf alles, was du hast, und verteil es an Arme, und du wirst einen Schatz in den Himmeln haben; und komm, folge mir nach!“ 23 Als er das hörte, wurde er tief betrübt, denn er war sehr reich.

    dau ein kleiner Auszug aus dem Buch “Komm, folge mir nach!” welches wir im neuen Jahr studieren werden:


    Die beste Einladung aller Zeiten

    5 Jesus wies auf die Heilige Schrift hin und machte deutlich, dass sein Vater über die wichtige Frage, wie man ewiges Leben erlangen kann, bereits Aufschluss gegeben hatte. Der junge Mann beteuerte, er habe das mosaische Gesetz immer befolgt. Jesus konnte jedoch tiefer blicken; er sah in sein Herz (Johannes 2:25). Er bemerkte bei dem Vorsteher ein geistiges Problem, und zwar ein schwerwiegendes. Deshalb sagte er: “Eines fehlt dir.” Was meinte Jesus mit “eines”? Er forderte den Mann auf: “Geh, verkauf, was du hast, und gib den Armen” (Markus 10:21). Wollte Jesus damit sagen, dass man völlig mittellos sein muss, um Gott zu dienen? Nein. Er stellte etwas sehr Wichtiges heraus.

    6 Um zu zeigen, was dem Mann fehlte, machte ihm Jesus ein großartiges Angebot: “Komm, folge mir nach.” Das muss man sich einmal vorstellen: Der Sohn Gottes, des Höchsten, lud diesen Mann höchstpersönlich ein, ihm nachzufolgen! Außerdem versprach er ihm einen unglaublich großen Lohn. Er sagte: “Du wirst einen Schatz im Himmel haben.” Nahm der reiche junge Vorsteher Jesu ehrenvolle Einladung an? Der Bibelbericht sagt: “Bei diesem Wort [wurde er] traurig und ging betrübt weg; denn er hatte viele Besitztümer” (Markus 10:21, 22). Durch die unerwartete Aufforderung Jesu kam ein tief sitzendes Problem ans Tageslicht. Der Mann hing zu sehr an seinem Besitz und zweifellos auch an der Macht und dem Ansehen, die damit verbunden waren. Leider war seine Liebe zu alldem viel größer als seine Liebe zu Christus. Das “eine”, das ihm fehlte, war also rückhaltlose, selbstlose Liebe zu Jesus und zu Jehova. Deshalb schlug er die beste Einladung seines Lebens aus. Was hat das mit uns heute zu tun?

    7 Jesu Einladung galt nicht nur dem jungen Vorsteher, noch war sie auf einige wenige Personen beschränkt. Er sagte: “Wenn jemand mir nachkommen will, so . . . folge [er] mir beständig” (Lukas 9:23). Jeder kann also Christi Nachfolger werden, sofern er es wirklich “will”. Aufrichtige Menschen lassen sich von Gott zu Jesus ziehen (Johannes 6:44). Das trifft nicht nur auf Reiche zu, nicht nur auf Arme, nicht nur auf Menschen einer bestimmten Rasse oder Nation und auch nicht nur auf die Menschen der damaligen Zeit – alle sind eingeladen, Jesus nachzufolgen. Somit gelten Jesu Worte “Komm, folge mir nach” auch uns heute.

    Liebe ich Jehova ohne Einschränkungen – oder sind mir andere Dinge wichtiger?

    Dreht sich mein ganzes Leben um Jehova – oder nur dann, wenn es keine Opfer erfordert?

  45. Juleam 2. November 2009 um 16:20 Link zum Kommentar

    Lukas 19:1-10

    Und er kam nach Jericho hinein und ging hindurch. 2 Nun war da ein Mann namens Zachaus; und er war ein Obersteuereinnehmer, und er war reich. 3 Er versuchte nun zu sehen, wer dieser Jesus sei, konnte es aber nicht wegen der Volksmenge, weil er klein war von Gestalt. 4 Da lief er voraus zu einer weiter vorn liegenden Stelle und kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn zu sehen, denn er war im Begriff, auf diesem Weg vorbeizukommen. 5 Als Jesus nun an die Stelle kam, blickte er auf und sagte zu ihm: „Zachaus, beeil dich und steig herab, denn heute muß ich mich in deinem Haus aufhalten.“ 6 Darauf stieg er eilends herab und nahm ihn mit Freuden als Gast auf. 7 Alle aber, die [es] sahen, begannen zu murren und sprachen: „Bei einem Mann, der ein Sünder ist, ist er eingekehrt, um Unterkunft zu nehmen.“ 8 Zachaus aber stand auf und sagte zum Herrn: „Siehe! Die Hälfte meiner Habe, Herr, gebe ich den Armen, und was immer ich von jemand durch falsche Anklage erpreßt habe, erstatte ich vierfach.“ 9 Darauf sprach Jesus zu ihm: „An diesem Tag ist diesem Hause Rettung widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist. 10 Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren war.“

    wir alle kennen diese Geschichte, daher möchte ich hier besonders den Vers 8 hervorheben

    Hier wird ganz deutlich gezeigt, was Jehova von uns erwartet, wenn wir unsere Sünden wirklich bereuen und aufrichtig von unserem verkehrten Weg umkehren möchten:

    Falls wir einer anderen Person geschadet haben, müssen wir den Schaden wieder gut machen – und zwar auf unsere eigene Initiative hin!

    Nur dann können wir wieder in Gottes Liebe gelangen!

    Falls wir dazu nicht bereit sind, sollten wir uns ernsthaft fragen, ob wir wirklich aufrichtig bereuen und von ganzem Herzen umkehren wollen

  46. Juleam 2. November 2009 um 16:24 Link zum Kommentar

    Lukas 20:19-20

    Die Schriftgelehrten und die Oberpriester suchten nun in derselben Stunde, Hand an ihn zu legen, aber sie fürchteten das Volk; denn sie merkten, daß er sie im Sinn hatte, als er dieses Gleichnis sprach. 20 Und nachdem sie ihn genau beobachtet hatten, sandten sie Männer hin, die insgeheim dazu angestellt worden waren, sich als Gerechte auszugeben, damit sie ihn in der Rede fangen und ihn dann der Regierung und der Gewalt des Statthalters übergeben könnten.

    schon damals haben sich welche unter diejenigen eingeschlichen, die Jehova in Wahrheit anbeten wollten – um Unruhe zu stiften und zu zerstören!

    Lukas 20:19-26

    Die Schriftgelehrten und die Oberpriester suchten nun in derselben Stunde, Hand an ihn zu legen, aber sie fürchteten das Volk; denn sie merkten, daß er sie im Sinn hatte, als er dieses Gleichnis sprach. 20 Und nachdem sie ihn genau beobachtet hatten, sandten sie Männer hin, die insgeheim dazu angestellt worden waren, sich als Gerechte auszugeben, damit sie ihn in der Rede fangen und ihn dann der Regierung und der Gewalt des Statthalters übergeben könnten.

    21 Und sie fragten ihn und sprachen: „Lehrer, wir wissen, daß du richtig redest und lehrst und keine Parteilichkeit bekundest, sondern den Weg Gottes der Wahrheit gemäß lehrst: 22 Ist es uns erlaubt, Cäsar Steuer zu zahlen, oder nicht?“ 23 Er aber durchschaute ihre List und sprach zu ihnen: 24 „Zeigt mir einen Denar. Wessen Bild und Aufschrift trägt er?“ Sie sprachen: „Cäsars.“ 25 Er sprach zu ihnen: „Zahlt also auf jeden Fall Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott.“ 26 Sie konnten ihn also nicht bei diesem Ausspruch vor dem Volk fangen, sondern sie staunten über seine Antwort und schwiegen.

  47. Juleam 2. November 2009 um 16:27 Link zum Kommentar

    Lukas 21:1-4

    Als er dann aufblickte, sah er, wie die Reichen ihre Gaben in die Schatzkästen warfen. 2 Dann sah er, wie eine gewisse bedürftige Witwe zwei kleine Münzen von ganz geringem Wert dort einwarf, 3 und er sprach: „Ich sage euch in Wahrheit: Diese Witwe hat, obwohl sie arm ist, mehr eingeworfen als sie alle. 4 Denn alle diese warfen Gaben von ihrem Überfluß ein, diese [Frau] aber hat aus ihrem Mangel alles eingeworfen, was sie für den Lebensunterhalt besaß.“

    geben wir auch Jehova alles, was wir haben – oder speisen wir ihn mit den Resten ab?

    Was sagt unser Einsatz im Predigtwerk über uns aus?

    Wie steht es mit unserem persönlichen Verhältnis zu Jehova und unserem persönlichen Studium?

    Haben wir auch Anteil an den guten Taten, die nicht in unserem Monatsbericht auftauchen, wie z.B. Besuch bei Alten und Kranken?

  48. Juleam 3. November 2009 um 10:43 Link zum Kommentar

    Lukas 22 – 24

    Lukas 22:14-23

    14 Als schließlich die Stunde kam, legte er sich zu Tisch und die Apostel mit ihm. 15 Und er sprach zu ihnen: „Ich habe sehnlich begehrt, dieses Passah mit euch zu essen, bevor ich leide; 16 denn ich sage euch: Ich werde es nicht wieder essen, bis es erfüllt wird im Königreich Gottes.“ 17 Und er nahm einen Becher entgegen, dankte und sprach: „Nehmt diesen, und reicht ihn unter euch von einem zum anderen; 18 denn ich sage euch: Von nun an werde ich nicht wieder von dem Erzeugnis des Weinstocks trinken, bis das Königreich Gottes gekommen ist.“

    19 Auch nahm er ein Brot, dankte, brach es und gab es ihnen, indem er sprach: „Dies bedeutet meinen Leib, der zu euren Gunsten gegeben wird. Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ 20 Ferner den Becher nach dem Abendmahl, indem er sprach: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes, das zu euren Gunsten vergossen werden wird.

    21 Doch seht, die Hand meines Verräters ist mit mir am Tisch. 22 Denn der Menschensohn geht hin, wie es vorgezeichnet ist; doch wehe jenem Menschen, durch den er verraten wird!“ 23 Da fingen sie an, untereinander die Frage zu besprechen, wer es wohl von ihnen sei, der im Begriff stünde, dies zu tun.

    hier ganz besonders der Vers 21

    Wie denn nun?

    War Judas nun beim Abendmahl dabei – oder nicht?

    Dieser Vers hier lässt ja eher vermuten dass er doch dabei war

  49. Juleam 3. November 2009 um 10:46 Link zum Kommentar

    Lukas 22:36-38

    Da sprach er zu ihnen: „Jetzt aber nehme der, der einen Geldbeutel hat, ihn an sich, ebenso auch eine Speisetasche; und wer kein Schwert hat, verkaufe sein äußeres Kleid und kaufe eins. 37 Denn ich sage euch, daß das, was geschrieben steht, an mir vollendet werden muß, nämlich: ‚Und er wurde unter die Gesetzlosen gerechnet.‘ Denn das, was mich betrifft, hat eine Vollendung.“ 38 Da sagten sie: „Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter.“ Er sprach zu ihnen: „Es ist genug.“

    wie ist das gemeint?

    Sagte Jesus nicht “wer zum Schwert greift wird durch das Schwert umkommen”?

    Wieso sollten sie sich nun ein Schwert besorgen, wenn sie keins hatten?

  50. Juleam 3. November 2009 um 10:49 Link zum Kommentar

    Lukas 22:31-34

    31 Simon, Simon, siehe, der Satan hat danach verlangt, euch wie Weizen zu sichten. 32 Ich aber habe für dich gefleht, daß dein Glaube nicht nachlasse; und du, bist du einst zurückgekehrt, so stärke deine Brüder.“ 33 Dann sagte er zu ihm: „Herr, ich bin bereit, mit dir sowohl ins Gefängnis als auch in den Tod zu gehen.“ 34 Er aber sprach: „Ich sage dir, Petrus: Ein Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, mich zu kennen.“

    wie ging es aus?

    Lukas 22:54-62

    Dann nahmen sie ihn fest und führten ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters; Petrus jedoch folgte ihm in einiger Entfernung. 55 Als sie in der Mitte des Hofes ein Feuer angezündet und sich zusammengesetzt hatten, setzte sich Petrus mitten unter sie. 56 Aber ein gewisses Dienstmädchen sah ihn beim hellen Feuer sitzen und schaute ihn an und sagte: „Auch dieser war bei ihm.“ 57 Er aber leugnete es und sprach: „Ich kenne ihn nicht, Frau.“ 58 Und kurze Zeit darauf sagte jemand anders, der ihn sah: „Du bist auch einer von ihnen.“ Aber Petrus sprach: „Mensch, ich bin es nicht.“ 59 Und nach etwa einer Stunde begann ein anderer zu bekräftigen: „Bestimmt war dieser auch bei ihm; denn er ist tatsächlich ein Galilaer!“ 60 Petrus jedoch sagte: „Mensch, ich weiß nicht, was du sagst.“ Und augenblicklich, als er noch redete, krähte ein Hahn. 61 Und der Herr wandte sich um und blickte Petrus an, und Petrus erinnerte sich an die Äußerung des Herrn, als er zu ihm gesagt hatte: „Ehe heute ein Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ 62 Und er ging hinaus und weinte bitterlich.

    Können wir uns in Petrus hineinversetzen?

    Wie hätten wir gehandelt?

    Denken wir von uns “ich wäre nicht so feige gewesen, ich hätte zu Jesus gestanden?

    War Petrus wirklich feige?

  51. Juleam 3. November 2009 um 10:52 Link zum Kommentar

    Lukas 22:63-65

    Die Männer nun, in deren Gewahrsam er sich befand, begannen Spott mit ihm zu treiben und versetzten ihm Hiebe; 64 und nachdem sie ihn verhüllt hatten, fragten sie und sprachen: „Prophezeie. Wer ist es, der dich geschlagen hat?“ 65 Und sie fuhren fort, viele andere Dinge in lästerlicher Weise gegen ihn zu sagen.

    wie haben sich wohl diese Männer gefühlt, als sich mit Jesu Ableben alles verdunkelte und der Vorhang zum Alllerheiligsten zerriss?

    Ob sie ihr freches Verhalten bereuten?

    Hatten sie vielleicht sogar Angst?

  52. Juleam 3. November 2009 um 10:58 Link zum Kommentar

    Lukas 22:66-71

    Als es schließlich Tag wurde, kam die Versammlung der älteren Männer des Volkes zusammen, sowohl Oberpriester als auch Schriftgelehrte, und sie schleppten ihn in den Saal ihres Sanhedrins und sagten: 67 „Wenn du der Christus bist, so sag es uns.“ Er aber sprach zu ihnen: „Auch wenn ich es euch sagte, würdet ihr es gar nicht glauben. 68 Überdies, wenn ich euch fragte, würdet ihr gar nicht antworten. 69 Doch der Menschensohn wird von nun an zur machtvollen Rechten Gottes sitzen.“ 70 Daraufhin sagten sie alle: „Bist du also der Sohn Gottes?“ Er sprach zu ihnen: „Ihr selbst sagt, daß ich es bin.“ 71 Sie sprachen: „Wozu brauchen wir ein weiteres Zeugnis? Denn wir haben [es] selbst aus seinem eigenen Mund gehört.“

    ein super Geständnis!

    “Hast du den Mann umgebracht?”, “Ihr sagt, dass ich den Mann getötet habe”, “Ha, er hat es zugegeben!”

    Hallo????

    Wo ist denn da ein Geständniss????

    Wenn ich die Kapitel von Jesu Festnahme, seinem “Prozess”, dem Urteil und dessen Vollstreckung lese, muss ich immer an den Vortrag denken, den wir hier im Famiienkreis immer in der Zeit vor dem Gedächtnismahl hören: “Die letzten Stunden im Leben Jesu”!

    Immer wieder empört mich die Scheinheiligkeit und Grausamkeit derer, die eigentlich dem Volk Gottes Willen nah bringen sollten.

    Besonders dieser Prozess, der den Namen nun wirklich nicht verdient. Schon vor Beginn stand dessen Ausgang fest. Man war sich nicht zu schade, falsche Zeugen auftreten zu lassen, die sich gegenseitig widersprachen. Die Richter waren so sehr darauf bedacht, den Angeklagten unschuldig zu verurteilen, dass sie großzügig über den offenichtlichen Widerspruch der falschen Zeugen hinweg sahen.

    Wie wohl Jehova über diese Falschankläger dachte?

    Wie dachte er wohl über diese Menschen, die sich bereitwillig als falsche Zeugen benutzen liessen?

    Wie mag er wohl die Richter beurteilen, die einen ganz offensichtlich Unschuldigen wissentlich der Todesstrafe auslieferten – obwohl sie genau wusten, das dies eine Verleumdungskampagne war und dieser Mann sich nichts hatte zu Schulden kommen lassen, außer dass er einigen böswilligen Menschen im Weg war?

    In der Haut dieser Personen möchte ich nicht stecken!

    Hüten wir uns sorgfältig davor, ihnen in unserem Tun zu gleichen!

  53. Juleam 3. November 2009 um 11:00 Link zum Kommentar

    Lukas 23:13-15

    Pilatus rief dann die Oberpriester und die Vorsteher und das Volk zusammen 14 und sagte zu ihnen: „Ihr habt mir diesen Menschen gebracht als einen, der das Volk zur Auflehnung reizt, und seht, ich habe ihn vor euch verhört, habe aber an diesem Menschen keinen Grund für die Beschuldigungen gefunden, die ihr gegen ihn vorbringt. 15 Tatsächlich fand auch Herodes keinen, denn er hat ihn zu uns zurückgesandt; und seht, nichts, was den Tod verdient, ist von ihm begangen worden.

    Hier also zwei Menschen, die richtig hingesehen haben.

    Es war ganz offensichtlich, dass es pure Verleumdung war, dass an den Vorwürfen nichts dran war!

    Also haben die Richter ihn ganz bewusst dem Tode ausgeliefert – in dem eindeutigen Wissen, dass sie das Recht gebeugt hatten.

  54. Juleam 3. November 2009 um 11:02 Link zum Kommentar

    Lukas 23:20-25

    Zum dritten Mal sprach er zu ihnen: „Nun, was hat dieser [Mensch] denn Schlechtes getan? Ich habe nichts an ihm gefunden, was den Tod verdient; ich will ihn daher züchtigen und freilassen.“ 23 Darauf begannen sie dringend, mit lauter Stimme, zu verlangen, daß er an den Pfahl gebracht werde; und ihre Stimmen begannen durchzudringen. 24 Da sprach Pilatus das Urteil, daß ihrem Verlangen entsprochen werde: 25 Er ließ den Mann frei, der wegen Aufstandes und Mordes ins Gefängnis geworfen worden war und den sie verlangten, Jesus aber übergab er ihrem Willen.

    schade, dass Pilatus nicht seine Macht genutzt hatte, um Jesus aus ihren Händen zu befreien.

    Wieso lieferte er ihn ihnen aus?

  55. Juleam 3. November 2009 um 11:04 Link zum Kommentar

    Lukas 23:39-43

    Einer der gehängten Übeltäter aber begann, auf lästerliche Weise zu ihm zu sprechen: „Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns.“ 40 In Erwiderung schalt ihn der andere und sprach: „Fürchtest du Gott denn gar nicht, jetzt, da du im gleichen Gericht bist? 41 Und wir allerdings gerechterweise, denn wir empfangen völlig das, was wir für unsere Taten verdienen; dieser aber hat nichts Ungehöriges getan.“ 42 Und er sagte weiter: „Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Königreich kommst.“ 43 Und er sprach zu ihm: „Wahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein.“

    könnte man die Worte “du wirst mit mir im Paradies sein” auch so verstehen, dass dieser Übeltäter mit Jesus im Himmel herrschen würde?

    Denn die Formulierung “mit mir” suggeriert die Vorstellung, dass sie beieinander, zusammen sein würden und Jesus ist ja im Himmel und nicht auf der Erde.

  56. Juleam 3. November 2009 um 11:09 Link zum Kommentar

    Lukas 24:1-10

    Am ersten Tag der Woche jedoch gingen sie sehr früh zur Gruft, wobei sie die Gewürze trugen, die sie bereitet hatten. 2 Sie fanden aber den Stein von der Gedächtnisgruft weggewälzt, 3 und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. 4 Als sie darüber in Verlegenheit waren, siehe, da standen zwei Männer in blitzender Kleidung bei ihnen. 5 Da die [Frauen] in Furcht gerieten und das Angesicht zu Boden geneigt hielten, sagten die [Männer] zu ihnen: „Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? 6 [[Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden.]] Denkt daran, wie er zu euch redete, als er noch in Galilaa war, 7 indem er sagte, daß der Menschensohn in die Hände sündiger Menschen überliefert und an den Pfahl gebracht werden müsse und doch am dritten Tag auferstehen werde.“ 8 Da erinnerten sie sich an seine Reden, 9 und sie kehrten von der Gedächtnisgruft zurück und berichteten alle diese Dinge den Elf und allen übrigen. 10 Es waren Magdalene Maria und Johanna und Maria, die [Mutter] des Jakobus. Auch die übrigen der Frauen mit ihnen sagten den Aposteln diese Dinge

    wie wir uns wohl gefühlt hätten, wenn wir eine dieser Frauen gewesen wären?

    Wir kommen voller Trauer zum Grab, bereit diesem wundervollen Menschen und Lehrer die letzte Ehre zu erweisen, indem wir ihn dem Brauch der Juden gemäß mit Kräutern einreiben und in Binden wickeln.

    Sicherlich haben diese Frauen sich auf dem Weg dorthin über Jesus unterhalten, über das, was er gesagt hatte, über seine Wunder, die er gewirkt hatte und darüber, was sie alles mit ihm erlebt haben, während sie ihm nachgefolgt sind. Sehr wahrscheinlich haben sie sich auch über diesen ungerechten Prozess unterhalten, darüber, wie empörend alles war, was in den letzten Tagen passiert war. Über ihre Ohnmacht und Hilflosigkeit, dass sie ihm nicht helfen konnten. Über den Schmerz, den sie empfanden, als sie ihn an den Pfahl genagelt sahen, sahen, wie er litt. Sicherlich werden sie auch über ihre widerstreitenden Gefühle geredet haben. Dass sie ich zum einen wünschten, er möge nicht sterben, aber zum anderen zu Gott gebetet hatten, dass es schnell vorbei sein möge, damit er nicht so lange leiden muss.

    Nun also hatten sie sich augemacht, ihn zu salben und in Binden zu wickeln, das Einzige, was sie noch für ihren Herrn tun konnten. Es war ihnen schon unglaublich schwer gefallen, den Sabbat einzuhalten und nicht direkt zu tun, was noch zu tun war.

    Und nun kommen diese Frauen beim Grab an und sehen, dass Jesus garnicht mehr da ist! Was mag wohl jetzt in ihnen vorgegangen sein?

    Ob sie wohl im ersten Moment gedacht hatten, dass seine Feinde ihn entwendet hatten? Ob sie wohl traurig und enttäuscht darüber waren, dass sie ihm nun nicht mal die allerletzte Ehre erwesien konnten?

    Und nun stellen wir uns bloss einmal vor, was sie empfunden haben mögen, als die Engel ihnen mitteilten, dass Jesus lebt – von den Toten auferstanden war!

    Können wir uns in diese Frauen hineinversetzen, ihr Gefühlschaos nachempfinden? Mit ihnen leiden und die Begeisterung verspüren, die sie ergriffen haben muss, als sie hörten “Jesus lebt!”?

    Wenn wir das können, dann ist die Bibel für uns wirklich lebendig!

  57. Juleam 3. November 2009 um 11:12 Link zum Kommentar

    Lukas 24:13-14

    Doch siehe, an demselben Tag waren zwei von ihnen nach einem Dorf namens Emma·us unterwegs, das etwa elf Kilometer von Jerusalem entfernt lag, 14 und sie unterhielten sich miteinander über alle diese Dinge, die sich zugetragen hatten.

    Wir haben uns vor einigen Tagen in der öffentlichen Bibliothek einen Film von der Deutschen Bibelgesellschaft ausgeliehen. Die haben eine ganze Videoreihe mit dem Titel “Begegnungen mit der Bibel” herausgegeben und das Video 9 handelt von den Jüngern, die sich aufdem Weg nach Emmaus befinden.

    In diesem Video wird diese Situation sehr plastisch erzählt, warum sie eigentlich weggingen. Dass sie enttäuscht und entmutigt waren, denn sie hatten ihr ganzes Vertrauen in diesen Jesus gesetzt und mit seinem Tod starb auch ihre Hoffnung. Sie hatten wegen ihm alles verlassen, was ihnen nun vergeblich erschien. Sie unterhielten sich darüber, was sie nun tun sollten, wo sich ihre ganze Hoffnung zerschlagen hatte. Da sie der Ansicht waren, einem Trugschluss hinterher gelaufen zu sein, wollten sie wieder nach Hause, in ihr altes Leben. Sie wollten einfach so weiter machen, wie sie gelebt hatten, bevor sie Jesus begegnet waren und ihm nachgefolgt sind.

    Können wir diesen Männern ihre Gedanken und Gefühle, ihre Zweifel ob es falsch gewesen war, diesem Jesus zu folgen, nachempfinden?

  58. Juleam 3. November 2009 um 11:15 Link zum Kommentar

    Lukas 24:15-24

    Als sie sich nun unterhielten und besprachen, trat Jesus selbst herzu und begann mit ihnen zu gehen; 16 aber ihre Augen wurden davon abgehalten, ihn zu erkennen. 17 Er sprach zu ihnen: „Was sind das für Reden, die ihr auf der Wanderung miteinander wechselt?“ Und traurigen Angesichts blieben sie stehen. 18 Als Antwort sagte der eine namens Kleopas zu ihm: „Wohnst du als Fremdling für dich allein in Jerusalem und weißt deshalb nicht, welche Dinge in diesen Tagen dort geschehen sind?“ 19 Und er sprach zu ihnen: „Was für Dinge?“ Sie sagten zu ihm: „Die Dinge in bezug auf Jesus, den Nazarener, der ein Prophet wurde, machtvoll in Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volk; 20 und wie ihn unsere Oberpriester und Vorsteher zum Todesurteil überlieferten und ihn an den Pfahl brachten. 21 Wir aber hofften, daß dieser der sei, der dazu bestimmt ist, Israel zu befreien; ja, und bei alldem ist dies der dritte Tag, seitdem diese Dinge geschehen sind. 22 Überdies haben uns auch einige Frauen aus unserer Mitte in Erstaunen versetzt, weil sie in der Frühe bei der Gedächtnisgruft gewesen waren, 23 aber seinen Leib nicht fanden, und sie kamen und sagten, sie hätten auch einen übernatürlichen Anblick von Engeln gehabt, die sagten, er lebe. 24 Ferner gingen einige von denen, die bei uns sind, zur Gedächtnisgruft hin; und sie fanden es so, wie die Frauen gesagt hatten; doch sahen sie ihn nicht.“

    Was für ein Vorrecht diese Männer doch hatten! Jesus erschien ihnen direkt nach seiner Auferstehung. Und er tadelte sie nicht für ihre Zweifel, sondern er erklärte ihnen die Zusammenhänge, damit sie es verstanden!

    Lukas 24:25-27

    Da sprach er zu ihnen: „O ihr Unverständigen und die ihr langsamen Herzens seid, an alle Dinge zu glauben, die die Propheten geredet haben! 26 Mußte nicht der Christus diese Dinge leiden und in seine Herrlichkeit eingehen?“ 27 Und ausgehend von Moses und allen PROPHETEN, legte er ihnen in allen Schriften die Dinge aus, die ihn betrafen.

  59. Juleam 3. November 2009 um 11:17 Link zum Kommentar

    Lukas 24:28-35

    Schließlich kamen sie in die Nähe des Dorfes, wohin sie unterwegs waren, und er tat so, als gehe er weiter. 29 Sie aber nötigten ihn und sagten: „Bleib bei uns, denn es geht gegen Abend hin, und der Tag hat sich schon geneigt.“ Darauf ging er hinein, um bei ihnen zu bleiben. 30 Und als er mit ihnen beim Mahl lag, nahm er das Brot, segnete es, brach es und begann es ihnen zu reichen. 31 Dabei wurden ihnen die Augen völlig geöffnet, und sie erkannten ihn; und er verschwand vor ihnen. 32 Und sie sagten zueinander: „Brannte nicht unser Herz, als er auf dem Weg zu uns redete, als er uns die Schriften völlig erschloß?“ 33 Und in derselben Stunde standen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück, und sie fanden die Elf und die bei ihnen waren, versammelt, 34 welche sagten: „Der Herr ist wirklich auferweckt worden, und er ist Simon erschienen!“ 35 Nun erzählten sie selbst, was auf dem Weg [geschehen war] und wie er von ihnen am Brotbrechen erkannt wurde.

    stellen wir uns einmal vor, wir seien es gewesen, die dies erlebt hatten!

    Lukas 24:36-43

    Während sie von diesen Dingen redeten, stand er selbst in ihrer Mitte [[und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch!“]] 37 Doch weil sie erschraken und Furcht sie ergriffen hatte, meinten sie, sie sähen einen Geist. 38 Da sprach er zu ihnen: „Warum seid ihr beunruhigt, und warum steigen Zweifel in eurem Herzen auf? 39 Seht meine Hände und meine Füße, daß ich selbst es bin; betastet mich und seht, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, daß ich habe.“ 40 [[Und als er das sagte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Füße.]] 41 Als sie aber vor lauter Freude immer noch nicht glaubten und sich wunderten, sagte er zu ihnen: „Habt ihr etwas zu essen da?“ 42 Und sie reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch; 43 und er nahm es und aß es vor ihren Augen.

  60. Juleam 3. November 2009 um 11:19 Link zum Kommentar

    Lukas 24:44-49

    Er sagte nun zu ihnen: „Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, daß sich alles, was im Gesetz Mose und in den PROPHETEN und Psalmen über mich geschrieben steht, erfüllen muß.“ 45 Dann öffnete er ihnen den Sinn völlig, damit sie die Schriften begriffen, 46 und er sprach zu ihnen: „So steht es geschrieben, daß der Christus leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen werde, 47 und aufgrund seines Namens würde in allen Nationen Reue zur Vergebung der Sünden gepredigt werden — angefangen von Jerusalem, 48 sollt ihr Zeugen von diesen Dingen sein. 49 Und seht, ich sende das auf euch herab, was von meinem Vater verheißen worden ist. Ihr aber, bleibt in der Stadt, bis ihr mit Kraft aus der Höhe bekleidet werdet.“

    welch eine Gnade, dass er ihnen nun alles erklärte, damit sie begriffen, was geschehen war und warum!

  61. Juleam 30. Oktober 2010 um 21:01 Link zum Kommentar

    Lukas 8:43-48

    Und eine Frau, die seit zwölf Jahren mit einem Blutfluß behaftet war und die bei niemand hatte Heilung finden können, 44 näherte sich von hinten und rührte die Fransen seines äußeren Kleides an, und augenblicklich kam ihr Blutfluß zum Stillstand. 45 Da sprach Jesus: „Wer ist es gewesen, der mich angerührt hat?“ Als sie es alle verneinten, sagte Petrus: „Unterweiser, die Volksmengen engen dich ein und umdrängen dich.“ 46 Jesus aber sprach: „Es hat mich jemand angerührt, denn ich habe gemerkt, daß Kraft von mir ausging.“ 47 Als die Frau sah, daß sie nicht unbemerkt geblieben war, kam sie zitternd, fiel vor ihm nieder und enthüllte vor allem Volk, um welcher Ursache willen sie ihn angerührt hatte und wie sie augenblicklich gesund geworden sei. 48 Er aber sprach zu ihr: „Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden.“

    Eine kleine Ergänzung zu den Gedanken aus dem letzten Jahr:

    Erinnern wir uns noch an das Kongressprogramm in diesem Sommer? Die Vortragsfolge über die wichtigsten Eigenschaften Jehovas und wie wir sie nachahmen können?

    Erinnern wir uns noch an die beiden Demonstrationen, bei denen es um eine Schwester ging, die noch trauerte und eine andere sie trösten wollte?

    Können wir uns noch an Schwester Trampel erinnern, die der Guten riet, sie möge doch bitte an die Auferstehungshoffnung denken?

    Wem gleichen wir? Schwester Trampel oder Schwester Mitgefühl?

    Hier zur Erinnerung nochmals der Absatz 7 aus dem Kapitel “Er bekundete Mitgefühl” aus dem Buch “Komm, folge mir nach”:

    Als Christen sind wir aufgerufen, Jesus nachzuahmen und ebenfalls einfühlsam zu sein. Die Bibel fordert uns auf: “Bekundet Mitgefühl” (1. Petrus 3:8). Es ist oft nicht einfach, die Gefühle eines Menschen nachzuempfinden, der an einer chronischen Krankheit oder an Depressionen leidet – besonders wenn man selbst nie in einer solchen Lage war. Doch eigentlich braucht man nicht dasselbe erlebt zu haben. Jesus konnte sich in Kranke hineinversetzen, obwohl er selbst nie krank war. Wie aber entwickelt man Einfühlungsvermögen? Man muss geduldig zuhören, wenn sich Menschen, die leiden, öffnen und über ihre Gefühle sprechen. Man könnte sich fragen: “Wie würde ich mich in ihrer Lage fühlen?” (1. Korinther 12:26). Je feiner unser Gespür für die Gefühle anderer wird, desto besser können wir ‘bekümmerten Seelen tröstend zureden’ (1. Thessalonicher 5:14). Manchmal zeigt sich Mitgefühl nicht nur durch Worte, sondern auch durch

  62. Juleam 30. Oktober 2010 um 21:08 Link zum Kommentar

    Lukas 9:23-26

    Dann sagte er weiter zu allen: „Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme Tag für Tag seinen Marterpfahl auf und folge mir beständig. 24 Denn wer immer seine Seele retten will, wird sie verlieren; wer immer aber seine Seele um meinetwillen verliert, der wird sie retten. 25 In der Tat, welchen Nutzen hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, sich selbst aber verliert oder Schaden erleidet? 26 Denn wer immer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn schämen, wenn er in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel gekommen sein wird.

    Was? Habe ich da richtig gelesen? Ich soll mich selbst verleugnen????

    Jawohl, genau dies steht hier!

    Der glatte Wahnsinn in einer Zeit, wo scheinbar alle Menschen denken, sie seien der Nabel der Welt.

    Interesannterweise ist mir auf dem BZK in diesem Sommer aufgefallen, wie die Brüder solche Personen bezeichnet haben:

    Egozentriker

    Dies Wort leitet sich ab von Ego (ich selbst, meine Person) und Zentrum (alles andere dreht sich darum)

    Mir fällt immer öfter auf, dass scheinbar die meisten Personen der heutigen Zeit Egozentriker sind. Sie nehmen sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche sehr wichtig. Andere Personen scheinen in ihrem Universum nur dazu da zu sein, um ihnen zu dienen oder sonstwie zu nutzen.

    Sehr schade, dass die Tugend der Selbstlosigkeit scheinbar von der Bildfläche verschwunden ist. Leider oft auch bei Menschen, die denken, sie würden Jehova Gott anbeten. Die meisten davon bemerken es nicht einmal, sind sich dessen nicht bewusst.

    Dies ist auch der Grund, warum es auf dem Kongress mehrmals erwähnt wurde: damit wir wachgerüttelt werden und über uns selbst und unser Verhalten nachdenken.

    Lassen wir uns wachrütteln?

  63. Juleam 2. November 2010 um 16:30 Link zum Kommentar

    Lukas 21:12-19

    Vor allen diesen Dingen aber wird man Hand an euch legen und euch verfolgen, indem man euch den Synagogen und Gefängnissen ausliefert und euch vor Könige und Statthalter schleppt um meines Namens willen. 13 Es wird euch zu einem Zeugnis ausschlagen. 14 Nehmt euch daher in eurem Herzen vor, nicht im voraus einzuüben, wie ihr euch verteidigen sollt, 15 denn ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Gegner zusammen nicht widerstehen oder widersprechen können. 16 Überdies werdet ihr sogar von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden überliefert werden, und man wird einige von euch zu Tode bringen, 17 und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Menschen sein. 18 Und doch wird bestimmt kein Haar von eurem Haupt verlorengehen. 19 Durch euer Ausharren werdet ihr eure Seele erwerben.

    glauben wir das?

    Sinnd wir bereit, uns bedingungslos in Jehovas Hand zu begeben?

    Oder greifen wir vielleicht zu Mitteln, die Jehovas Maßstäbe (und vielleicht sogar auch die Gesetze meines Landes) verletzen, um selbst für unser vermeintliches Recht zu sorgen?

  64. Juleam 3. November 2010 um 11:26 Link zum Kommentar

    Lukas 22 – 24

    Hier finde ich besonders interessant, wie Jesus auf die Unvollkommenheiten seiner Jünger reagierte.

    Waren wir selbst jemals in so einer Situation, wo wir uns von Gott und der ganzen Welt verlassen gefühlt haben? Wo man uns falsch angeklagt hat und unsere Familie, unsere Freunde und die Brüder unserer Versammlung zwar wussten, dass uns Unrecht geschieht, aber nicht helfend eingegriffen haben?

    Haben wir jemals eine so große Enttäuschung erlebt?

    Wie reagieren wir darauf?

    Tragen wir dies unseren Freunden nach – oder sind wir wie Jesus und bedenken wir, dass “der Mensch ja nur Staub ist” und dass sie aufgrund der Unvollkommenheit so gehandelt haben?

    Sicherlich ist es normal, im ersten Moment Enttäuschung über so ein Verhalten zu empfinden, denn eigentlich erwarten wir ja von unseren Freunden, dass sie zu uns stehen und uns helfen, wenn sie mitbekommen, dass uns Unrecht widerfährt. Und sicherlich ist es echt enttäuschend, dass sie nur hilflos zugeguckt haben, weil sie Angst um ihre eigene Haut hatten, so wie Petrus auf dem Hof, als man ihn darauf angesprochen hat, er sei doch bei diesem Jesus dabei gewesen.

    Dies ist eine ganz normale erste Reaktion.

    Aber wie geht es dann weiter?

    Können wir verzeihen? Können wir mit der Zeit, wenn der Schmerz wieder hochkommt, daran denken, dass sie ja auch nur unvollkommen sind, mit ganz normalen Gefühlen und Ängsten?

    Wie wunderbar, in diesen Kapiteln diesen Jesus zu beobachten, wie mitfühlend er ist und wie so garnicht nachtragend.

    Ein Charakterzug, den ich unbedingt noch an mir verbessern will!

  65. Juleam 29. Oktober 2011 um 22:11 Link zum Kommentar

    Lukas 1 – 3

    Lukas 2:5

    Josef musste sich dort einschreiben lassen, zusammen mit seiner Verlobten Maria, die ein Kind erwartete.
    (Hoffnung für alle)

    Warum ist hier von Maria als seiner Verlobten die Rede? Zu diesem Zeitpunkt hatte Joseph sie doch bereits in sein Haus geholt und somit geheiratet.

    um sich mit Maria einschreiben zu lassen, die ihm, wie versprochen, zur Ehe gegeben worden und jetzt hochschwanger war.
    (Neue Welt Übersetzung)

    Könnte dies damit zusammenhängen, dass er zu dem Zeitpunkt noch keinen Verkehr mit ihr hatte – und die Ehe damit noch nicht vollzogen war?

    Matthäus 1:25

    Doch hatte er keinen ehelichen Verkehr mit ihr, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus.

    Übrigens wird dieser Text in der Neuen Genfer Übersetzung wie folgt übersetzt:

    um sich dort zusammen mit Maria, seiner Verlobten, eintragen zu lassen. Maria war schwanger.
    Fußnote:
    oder “seine ihm angetraute Frau”

    In der Schlachter 2000 wird Maria als “seine ihm angetraute Frau” bezeichnet, in der Albrecht NT und Psalmen als “seine Ehefrau”, in der Elberfelder als “sein verlobtes Weibe” und in der Luther-Übersetzung als “sein vertrautes Weibe”.

    Warum also hier der Unterschied?

    Sind die Neue Genfer Übersetzung und die Hoffnung für Alle katholische Übersetzungen und übersetzen es als “Verlobte”, da die Ehe in der katholischen Kirche erst dann Gültigkeit hat, wenn sie vollzogen ist?

  66. Juleam 29. Oktober 2011 um 22:26 Link zum Kommentar

    Lukas 2:22-23

    Als die Zeit vorüber war, in der laut dem Gesetz des Mose eine Frau nach der Geburt als unrein gilt, brachten Josef und Maria das Kind nach Jerusalem, um es Gott zu weihen.23 Denn im Gesetz heißt es: »Jeder erste Sohn der Familie und jedes erstgeborene männliche Tier sollen dem Herrn gehören

    dieser Vers ist deshalb gerade für mich interessant, weil wir diesen Gedanken diese Woche im WT-Studium hatten. Im Absatz 3 hieß es auszugsweise:

    Als er alle Erstgeborene der Ägypter tötete, heiligte er alle Erstgeborenen Israels, das heißt, er sonderte sie ab als persönliches Eigentum für seinen Dienst. Dann entschied er, die Leviten dafür einzusetzen, “anstelle aller Erstgeborenen unter den Söhnen Israels”. Eine Zaehlung ergab, dass es nicht ganz so viele Leviten gab wie erstgeborene Söhne der Israeliten, und deshalb wurde für die Differenz ein Lösegeld bezahlt (4. Mose 3:11-13,41,46-47).

    Interessant, dass dieses Gesetz auch für seinen eigenen Sohn – Jesus, den späteren Messias – galt. Auch seine Eltern kauften ihn mit dem Loskaufspreis frei.

    Trotzdem diente Jesus seinem himmlischen Vater die ganze Zeit seines Lebens.

    Vor diesem Hintergrund macht der Ausspruch von Simeon einen ganz neuen Sinn für mich:

    In Jerusalem wohnte ein Mann namens Simeon. Er lebte nach Gottes Willen, hatte Ehrfurcht vor ihm und wartete voller Sehnsucht auf den Retter Israels. Simeon war erfüllt vom Heiligen Geist.

    »Herr, du hast dein Wort gehalten, jetzt kann ich in Frieden sterben.30 Ich habe es mit eigenen Augen gesehen: Du hast uns Rettung gebracht, 31 die ganze Welt wird es erfahren.
    (Vers 22, 29-31)

    Simeon kannte die Bedeutung der erstgeborenen Söhne und die Sache mit dem Loskaufspreis und wofür er gezahlt wurde. Was mag er wohl empfunden haben, als er dabei zusah, wie Joseph und seine Frau Maria diesen für ihren Sohn zahlten und das Reinigungsopfer für die Mutter darbrachten?

    Was mag dabei in ihm vorgegangen sein?

    Wie berührt dies uns?

    Wir erkennen, wie gerecht und unparteiisch Jehova in Wirklichkeit ist!

  67. Juleam 30. Oktober 2011 um 13:29 Link zum Kommentar

    Lukas 4 – 6

    Lukas 6:27-35

    Liebe deine Feinde!

    27 (Matthäus 5, 38-48)

    »Euch allen sage ich: Liebt eure Feinde und tut denen Gutes, die euch hassen. 28 Segnet die Menschen, die euch Böses wünschen, und betet für alle, die euch beleidigen.

    29 Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin. Wenn dir einer den Mantel wegnimmt, dann weigere dich nicht, ihm auch noch das Hemd zu geben. 30 Gib jedem, der dich um etwas bittet, und fordere nicht zurück, was man dir genommen hat.

    31 So wie ihr von anderen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch.

    32 Oder wollt ihr dafür belohnt werden, dass ihr die Menschen liebt, die euch auch lieben? Das tun selbst die Leute, die von Gott nichts wissen wollen. 33 Ist es etwas Besonderes, denen Gutes zu tun, die auch zu euch gut sind? Das können auch Menschen, die Gott ablehnen. 34 Was ist schon dabei, Leuten Geld zu leihen, von denen man genau weiß, dass sie es zurückzahlen? Dazu braucht man nichts von Gott zu wissen.

    35 Ihr aber sollt eure Feinde lieben und den Menschen Gutes tun. Ihr sollt ihnen helfen, ohne einen Dank oder eine Gegenleistung zu erwarten. Dann werdet ihr reich belohnt werden: Ihr werdet Kinder des höchsten Gottes sein. Denn auch er ist gütig zu Undankbaren und Bösen.«
    (Hoffnung für Alle)

    Beherzigen wir diesen Rat?

    Wie steht es mit unserem Verhältnis zu unseren Mitmenschen?

    Wenn wir so selbst zu unseren Feinden eingestellt sein sollen – wie sieht es dann mit unseren Brüdern und
    mit unseren Verwandten aus? Wie steht es um unser Verhältnis zu unseren Eltern, Geschwistern oder zu
    unserem Ehepartner?

    Welche Lehre hatte Jesus uns hier erteilt – und was erwartet unser liebevoller Gott Jehova von uns in dieser
    Hinsicht?

  68. Juleam 30. Oktober 2011 um 13:33 Link zum Kommentar

    Lukas 6:43-45

    An den Früchten erkennt man den Baum

    43 (Matthäus 7, 15-20; 12, 33-35)

    »Ein guter Baum trägt keine schlechten Früchte und ein kranker Baum keine guten. 44 So erkennt man jeden Baum an seinen Früchten. Von Dornbüschen kann man keine Feigen ernten und von Gestrüpp keine Weintrauben.

    45 Wenn ein guter Mensch spricht, zeigt sich, was an Gutem in seinem Herzen ist. Ein Mensch mit einem bösen Herzen ist innerlich voller Gift, und alle merken es, wenn er redet. Denn wovon das Herz erfüllt ist, das spricht der Mund aus!«

    Klare und deutliche Worte!

  69. Juleam 30. Oktober 2011 um 13:37 Link zum Kommentar

    Lukas 6:46-49

    Ein festes Fundament

    46 (Matthäus 7, 24-27)

    »Warum nennt ihr mich dauernd ›Herr!‹, wenn ihr doch nicht tut, was ich euch sage?

    47 Wisst ihr, mit wem ich einen Menschen vergleiche, der meine Worte hört und danach handelt? 48 Er ist wie ein Mann, der sich ein Haus bauen wollte. Zuerst hob er eine Baugrube aus, dann baute er die Fundamente seines Hauses auf felsigen Grund. Als ein Unwetter kam und die Fluten gegen das Haus brandeten, konnten sie keinen Schaden anrichten, denn das Haus war auf Felsengrund gebaut.

    49 Wer sich meine Worte allerdings nur anhört und nicht danach lebt, der ist wie einer, der beim Bauen auf das Fundament verzichtet und sein Haus auf weichen Boden baut. Bei einem Unwetter unterspülen die Fluten sein Haus, es gerät aus allen Fugen und stürzt krachend ein.«

    wie steht es mit uns? Reden wir nur und geben uns nach Außen hin den Anschein – oder tun wir das, was Jehova uns sagt?

  70. Juleam 31. Oktober 2011 um 09:31 Link zum Kommentar

    Lukas 7 – 9

    Lukas 8:11-15

    Euch aber will ich das Gleichnis erklären: Die Saat ist Gottes Botschaft. 12 Der Mensch, bei dem die Saat auf den Weg fällt, hat die Botschaft zwar gehört. Aber dann kommt der Teufel und nimmt ihm die Botschaft aus dem Herzen, damit dieser Mensch nicht glaubt und gerettet wird.

    13 Wie felsiger Boden ist ein Mensch, der die Botschaft hört und mit großer Begeisterung annimmt. Aber sein Glaube hat keine starke Wurzel. Eine Zeit lang vertraut dieser Mensch Gott, doch wenn er wegen seines Glaubens in Schwierigkeiten gerät, wendet er sich wieder von Gott ab.

    14 Der von Disteln überwucherte Boden entspricht einem Menschen, der die Botschaft zwar hört, bei dem aber alles beim Alten bleibt. Denn die Sorgen des Alltags, die Verführung durch den Wohlstand und die Jagd nach den Freuden dieses Lebens ersticken Gottes Botschaft, so dass keine Frucht reifen kann.

    15 Aber es gibt auch fruchtbaren Boden: den Menschen, der Gottes Botschaft bereitwillig und aufrichtig annimmt. Er bewahrt sie im Herzen und lässt sich durch nichts beirren, bis sein Glaube schließlich reiche Frucht bringt.

    wunderschön ausgedrückt.

    Als welche Art von Samen erweise ich mich persönlich? Was sagt mein ganzes Leben darüber aus?

  71. Juleam 31. Oktober 2011 um 09:33 Link zum Kommentar

    Lukas 8:31-32

    sie baten Jesus: »Befiehl uns nicht, in die Hölle (“den Abgrund” oder “in die Tiefe” Fußnote NW-Übersetzung) zu fahren!« 32 Nicht weit entfernt an einem Abhang wurde eine große Herde Schweine gehütet. In diese Schweine wollten die Dämonen fahren, und Jesus erlaubte es ihnen.

    Warum wollten sie nicht “in den Abgrund” fahren? Warum der Umweg über die Schweine?

    Mußten sie nicht wissen, dass Jehova tut, was ihm gefällt?

    Und was genau war so schlimm daran, dass sie dann doch in den Abgrund fielen? Sie waren doch Geistwesen, so ein Sturz konnte ihnen doch nichts anhaben?

  72. Thomasam 31. Oktober 2011 um 09:35 Link zum Kommentar

    Nix Umweg über die Schweine! Der Abgrund in den sie nicht geschickt werden wollten, war “das Gefängnis, in das ungehorsame Engel” gemäß Judas 6 und 2.Pet.2 gebunden gefangen gehalten werden. Diese Dämonen wussten, dass Jesus das Recht und die Macht hatte, sie an diesen Ort der Untätigkeit zu sperren. Doch es war noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür, deshalb die Erlaubnis in die Tiere zu fahren, anstatt weiterhin Menschen zu belästigen.

  73. Juleam 31. Oktober 2011 um 09:37 Link zum Kommentar

    Lukas 8:35-37

    Von überall her kamen die Leute gelaufen, um sich selbst zu überzeugen. Sie sahen den Mann, den Jesus gerade von den Dämonen befreit hatte. Er war ordentlich angezogen und saß ganz ruhig neben Jesus.Da wurde ihnen unheimlich zumute. 36 Diejenigen aber, die alles mit angesehen hatten, erzählten, wie der besessene Mann von Jesus geheilt worden war. 37 Daraufhin baten die Leute aus Gadara Jesus, er möge ihre Gegend doch wieder verlassen, denn sie fürchteten sich sehr.

    Warum genau war ihnen unheimlich, dass Jesus die Dämonen austreiben konnte?

    War dies nicht eine gute Sache? Hätte diese Erkenntnis nicht eher beruhigend wirken müssen?

  74. Juleam 31. Oktober 2011 um 09:40 Link zum Kommentar

    Lukas 8:46

    Jesus erwiderte: »Jemand hat mich ganz bewusst berührt. Ich habe gespürt, wie heilende Kraft von mir ausgegangen ist!«

    Nicht nur von Jesus kann Kraft ausgehen: Wenn es mir richtig schlecht geht (emotionell) und mich mein Mann eine Weile richtig fest im Arm hält, dann merke ich, wie die schlechten Gedanken und Gefühle weg gehen und ich wieder neue Kraft bekomme. Ich denke, dass ein positiver Mensch, der in seinem Herzen nur Gutes hat, auch Kraft an andere weiter geben kann.

    Auf der anderen Seite habe ich auch schon persönlich erlebt, wie ein Mensch mit “einem Herzen voller Gift” mir meine Kraft abgegraben hat.

    Jesus war ein Mensch mit einem guten Herzen und ohne jegliches Böse und er hatte zudem einen direkten Draht zu Jehova und von IHM alle Kraft bekommen. Interessant, dass er es trotzdem gespürt hatte, dass Kraft von ihm ausgegangen war. Immerhin sollte man doch meinen, dass er genug davon hatte und es ihm nicht weiter aufgefallen wäre.

    Ich habe nie im Himmel leben wollen und will es auch jetzt nicht – aber manchmal wünsche ich mir doch sehr, dass ich ihn mal persönlich kennen lernen könnte und ihm all die Fragen stellen könnte, die so in mir brennen. In dieser Hinsicht sind die Gesalbten wirklich sehr zu beneiden!

  75. Juleam 31. Oktober 2011 um 09:43 Link zum Kommentar

    Lukas 9:23

    Danach wandte sich Jesus an alle: »Wer mir nachfolgen will, darf nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern muss sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen.

    Eine sehr schöne und deutliche Formulierung

    Erinnern wir uns noch an die Sache mit dem Egozentriker, die wir auf dem BZK im vorigen Jahr gehört hatten?

    Wie beeinflusst dies unser ganz persönliches Leben?

  76. Juleam 31. Oktober 2011 um 09:59 Link zum Kommentar

    Lukas 9:50

    »Das hättet ihr nicht tun sollen«, erwiderte Jesus. »Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch.«

    Wie passt dies hier mit der Aussage Jesu zusammen “wer nicht für mich ist, ist gegen mich”?

    Lukas 11:23

    Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.

    Widerspricht sich nicht beides?

  77. Thomasam 31. Oktober 2011 um 10:00 Link zum Kommentar

    In einem Bibellexikon von J.Mac Arthur heißt es zu diesen beiden Bibelversen:

    Es gibt keinen mittleren Weg un keinen neutralen Boden!
    In 9:50 erklärt Christus, wie man andere an ihrem äußeren Verhalten prüfen kann.
    In 11:23 nennt Christus einen Test für das eigene innere Leben.

  78. Juleam 2. November 2011 um 07:58 Link zum Kommentar

    Lukas 10 – 13

    Lukas 11:37-43

    Die Heuchelei der Pharisäer

    37 (Matthäus 23, 25-28; 23, 6-7)
    tJesus sprach noch mit seinen Zuhörern, als er von einem Pharisäer zum Mittagessen eingeladen wurde. Er ging mit und nahm am Tisch Platz.38 tEntrüstet bemerkte der Gastgeber, dass sich Jesus vor dem Essen nicht die Hände gewaschen hatte, wie es bei den Juden vorgeschrieben war.t39 Da sagte Jesus, der Herr, zu ihm: »Ihr Pharisäer poliert eure Becher und Schüsseln außen auf Hochglanz, so wie das Gesetz es erfordert. Doch gefüllt sind sie mit dem, was ihr in eurer maßlosen Gier anderen abgenommen habt.40 Ihr Dummköpfe! Ihr wisst doch ganz genau, dass Gott beides geschaffen hat – Äußeres und Inneres.41 tEure Schüsseln und Becher sind voll. Gebt das, was darin ist, den Armen, dann seid ihr auch vor Gott rein!

    42 tWehe euch, ihr Pharisäer! Sogar von Küchenkräutern wie Minze und Raute und auch von allen anderen Gewürzen gebt ihr Gott den zehnten Teil. Aber Gerechtigkeit und die Liebe zu Gott sind euch gleichgültig! Doch gerade darum geht es hier: Das Wesentliche tun und das andere nicht unterlassen!

    43 tIch warne euch, ihr Pharisäer! In der Synagoge sitzt ihr stets in der ersten Reihe, und es gefällt euch, wenn man euch auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßt.44 Wehe euch, ihr Pharisäer! Wer mit euch zu tun hat, der weiß nicht, dass er sich verunreinigt. Denn ihr seid wie Gräber, die vom Gras überwuchert sind und über die man geht, ohne es zu wissen.«

    War das wirklich angebracht?

    Wir wissen ja, dass Jesu vollkommen war und vollkommen den Willen und die Ansichten seines Vaters wiederspiegelte. Er war ansonsten immer höflich und taktvoll. Warum wird er hier so “ausfallend”?

    Wir lesen zu Anfang, dass er sich von dem Pharisäer zum Essen einladen lässt, die Frage des Gastgebers ist aus meiner Sicht verständlich. Ok, Jesus hat natürlich Recht mit dem, was er hier sagt und dem, was danach noch kommt. Aber ist es wirklich angebracht, den Gastgeber und die anderen Gäste so zu beschimpfen – jetzt und hier?

    Wäre das nicht eine vergleichbare Situation, wenn wir im Predigtdienst in die Wohnung gebeten werden und der Wohnungsinhaber uns z.B fragt, warum wir kein Weihnachten feiern oder Blut ablehnen?

    Wir würden sicherlich nicht so beißend werden, sondern taktvoll unseren Standpunkt erklären.

    Jemand, der die Bibel und Jesus und Jehova nicht gut kennt, könnte beim Lesen dieser Passage den Eindruck gewinnen, dass Jesus aufbrausend war und den Gastgeber ohne Grund auf eine harmlose Frage hin angreift und ausfallend wird.

    Was könnten wir so einer Person antworten?

    Worum ging es hier? Dass sie ihn angriffen, sich nicht an die Überlieferungen zu halten – aber selbst nicht Gottes Maßstäbe einhielten. Dies zeigt der Kontext ja ganz deutlich. Aussenden hatte der Gastgeber sich über Jesus entrüstet und sich dabei sicherlich im Ton vergriffen. Wir wissen ja: “der Ton macht die Musik” und “wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus”. Trotzdem hatten wir uns die letzten Wochen im Studienartikel damit beschäftigt, dass wir dem Frieden nach jagen sollten und dazu auch bereit sein müssen, “mal fünfe gerade sein zu lassen”.

    Wie verträgt sich diese Reaktion Jesu nun mit dem, was wir gelernt haben?

    Angenommen, diese Frage stellt uns ein Interessierter, der die Zeitschrift auch gelesen hat. Was dann? Was können wir ihm antworten?

    Greift hier der Absatz 15, wo es auszugsweise hieß

    Christen wird ans Herz gelegt, sich mit aller Kraft um Frieden zu bemühen. Allerdings sagt die Bibel auch: “Die Weisheit von oben aber ist vor allem keusch, dann friedsam” (Jakobus 3:17). Sittlich rein zu bleiben – sich also von Jehova sagen lassen, was richtig und was falsch ist, und entsprechend zu leben – ist demnach noch wichtiger, als friedsam zu sein.

    allerdings ermahnt uns Paulus auch, stets respektvoll zu sein, wenn wir das Wort Gottes verteidigen müssen.

    Kolosser 4:6

    Eure Rede sei stets gefällig, mit Salz gewürzt (oder stets günstig, “wohlwollend” Fußnoge), damit ihr wißt, wie ihr jedem zu antworten habt.

    auch der Apostel Petrus ermahnt uns zu Milde und Respekt

    1. Petrus 3:15

    Sondern heiligt den Christus als Herrn in eurem Herzen, stets bereit zu einer Verteidigung vor jedermann, der von euch einen Grund für die Hoffnung verlangt, [die] in euch [ist], doch tut es mit Milde und tiefem Respekt.

    Ist der Ton Jesu hier denn wirklich respektvoll?

  79. Juleam 2. November 2011 um 08:13 Link zum Kommentar

    Lukas 13:22-27

    Warum nicht alle in Gottes neue Welt kommen

    22 (Matthäus 7, 13-14.22-23; 8, 11-12)

    Jesus zog durch die Städte und Dörfer des Landes und sprach dort zu den Menschen. Auf dem Weg nach Jerusalem 23 fragte ihn ein Mann: »Herr, stimmt es wirklich, dass nur wenige Menschen gerettet werden?« Jesus antwortete ihm: 24 »Das Tor zu Gottes neuer Welt ist schmal! Ihr müsst schon alles daransetzen, wenn ihr hineinkommen wollt. Viele versuchen es, aber nur wenigen wird es gelingen.

    25 Hat der Hausherr erst einmal das Tor verschlossen, werdet ihr draußen stehen. So viel ihr dann auch klopft und bettelt: ›Herr, mach uns doch auf!‹ – es ist umsonst! Er wird euch antworten: ›Was wollt ihr von mir, ich kenne euch nicht!‹ 26 Ihr werdet rufen: ›Aber wir haben doch mit dir gegessen und getrunken! Du hast bei uns gepredigt!‹

    27 Doch der Herr wird euch erwidern: ›Ich habe doch schon einmal gesagt, dass ich euch nicht kenne. Menschen, die Unrecht tun, haben hier nichts verloren. Geht endlich weg!‹

    setzen wir alles daran und erweisen uns als solche, die sich bemühen, anderen kein Unrecht anzutun?

  80. Juleam 2. November 2011 um 08:18 Link zum Kommentar

    Lukas 14 – 17

    Lukas 14:26

    »Wenn einer mit mir gehen will, so muss ich für ihn wichtiger sein als seine Eltern, seine Frau, seine Kinder, seine Geschwister, ja wichtiger als das eigene Leben. Sonst kann er nicht mein Jünger sein.

    Heisst es bei uns “er muss diese hassen”? Diese Formulierung hier finde ich viel treffender, denn das mit dem “hassen” könnte zu Mißverständnissen führen

  81. Juleam 2. November 2011 um 08:20 Link zum Kommentar

    warum der verschlagene Verwalter gelobt wird

    Lukas 16:8

    Jesus, der Herr, lobte das vorausplanende Handeln des gerissenen Verwalters. Denn im Umgang mit ihresgleichen sind die Menschen dieser Welt klüger und geschickter als die, die sich zu Gott bekennen.

    Wahre Worte und so treffend ausgedrückt!

    Endlich habe ich kapiert, warum er den Verwalter lobt, obwohl er doch nicht so handelt, wie Jehova es von uns erwartet

  82. Juleam 2. November 2011 um 08:21 Link zum Kommentar

    was es bedeutet, “den einen Herrn zu hassen” und “den anderen zu lieben”

    Lukas 16:13

    »Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. Wer dem einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des anderen nicht kümmern können. Er wird sich für den einen einsetzen und den anderen vernachlässigen. Auch ihr könnt nicht gleichzeitig für Gott und das Geld leben.«

  83. Juleam 2. November 2011 um 08:24 Link zum Kommentar

    was die Menschen der Tage Noahs verkehrt machten

    Lukas 17:26-31

    »Wenn der Menschensohn kommt, wird es auf der Erde zugehen wie zur Zeit Noahs. 27 Damals dachten die Menschen auch nur an Essen, Trinken und Heiraten. So ging es, bis Noah in die Arche stieg. Dann kam die Flut, und keiner von ihnen überlebte.

    28 Es wird genauso sein wie zu Lots Zeiten. Die Menschen kümmerten sich nur ums Essen und Trinken, Kaufen und Verkaufen, Pflanzen und Bauen. 29 So ging es bis zu dem Tag, an dem Lot die Stadt Sodom verließ. Da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel, und alle kamen in den Flammen um.

    30 Genauso wird es sein, wenn der Menschensohn erscheint.

  84. Thomasam 3. November 2011 um 16:48 Link zum Kommentar

    der verschlagene Verwalter

    in einem Nachschlagewerk von J.MacArthur heißt es dazu:

    Ein Haushalter oder Verwalter war ein vertrauenswürdiger Diener, der meistens in der Familie geboren war und der über die Verwaltung und Verteilung der Güter des Haushalts verfügte. Er sorgte für das Essen der anderen Diener und verwaltete die Mittel seines Herrn zum Wohlergehen der anderen. Er handelte als Vertreter seines Herrn und hatte Vollmachten zu Geschäften in dessen Namen.
    Mit dem Motto der Verschwendung knüpft dieses Gleichnis an das vorangegangene an. Wie der verlorene Sohn machte sich dieser Verwalter schuldig, indem er die ihm verfügbaren Mittel vergeudete.
    ….
    Es war unklug vom Hausherren, dem Diener anzukündigen, dass er ihn entlassen werde, denn das brachte ihm weitere Verluste ein. Offenbar dachte er, der Diener sei kein Betrüger sindenr einfach inkompetent. ….
    Vers 8 Obwohl er übers Ohr gehauen worden war, lobte er die Schlauheit des Verwalters. Seine Bewunderung für die kriminelle Raffinesse des bösen Verwalters zeigt, dass auch er ein böser Mensch war. Das gefallene Herz des Sünders bewundert die Schlauheit des Bösewichts. Es f#llt auf, dass alle Charaktere in diesem Gleichnis ungerecht, skrupellos und bestechlich sind.
    Die meisten Ungläubigen sind in ihrer weltlichen Lebensweise klüger, als manche Gläubige in Bezug auf die Dinge Gottes. Gläubige sollten das Geld ihres himmlischen Herrn so verwenden, dass sie Freunde für die Ewigkeit gewinnnen – indem sie in das Evangelium investieren, um Sündern zum Heil zu verhelfen. …Christus rechtfertigt hier nicht, sondern bezeichnet ihn treffend als ungerecht. Er verwendet ihn lediglich als Illustration um zu verdeutlichen, dass sogar die gottlosesten Kinder dieser Welt klug genig sind, um für Tage der Not vorzusorgen. Gläubige sollten noch viel klüger sin, denn sie verwalten nicht nur irdische sondern ewige Güter.

  85. Juleam 4. November 2011 um 08:19 Link zum Kommentar

    Lukas 18 – 21

    Lukas 18: 2-4

    »In einer Stadt lebte ein Richter, dem Gott und die Menschen gleichgültig waren. 3 Tag für Tag bestürmte ihn eine Witwe mit ihrer Not: ›Verhilf mir doch endlich zu meinem Recht!‹ 4 Immer wieder stieß sie bei ihm auf taube Ohren, aber schließlich sagte er sich: ›Mir sind zwar Gott und die Menschen gleichgültig, 5 aber diese Frau lässt mir einfach keine Ruhe. Ich muss ihr zu ihrem Recht verhelfen, sonst wird sie am Ende noch handgreiflich.‹«

    Etwas, was wir schon mehrfach erleben konnten: eine schadenstiftende Person, die alles daran setzt, dass sie ihren Willen bekommt – eben, weil sie die maßgeblichen Leute nicht in Ruhe gelassen hat.

    Hierzu fällt mir dann der Bibeltext ein, den wir zum Thema “uns mit aller Kraft um Frieden bemühen” behandelt hatten: wir sollten uns nicht vorschnell ein Urteil bilden – der Mensch geneigt, demjenigen Recht zu geben, der zuerst kommt und sich beklagt (ab Absatz 11).

    Sprüche 18:17

    “Wer als erster vor Gericht aussagt, scheint Recht zu haben; aber dann kommt sein Gegner und zeigt die andere Seite auf”

    Würde dies nun bedeuten, dass wir selbst schuld sind, wenn wir immer wieder ungerecht behandelt werden – weil nicht laufend daher rennen und andere anklagen? Weil wir eigentlich einfach nur die Ruhe und den Frieden bewahren wollen?

    Hier sind wir dann im Thema von dieser Woche angekommen: wir müssen Jehova erlauben, unser Teil zu sein!

    Was hat jetzt das eine mit dem anderen zu tun?

    Ganz einfach: wie machen wir Jehova zu unserem Anteil? Indem wir darauf vertrauen, dass ER für uns sorgt – wenn wir nur seine Anbetung und seine Maßstäbe in den Vordergrund stellen. In dem festen Vertrauen, dass er uns nicht gänzlich im Stich lässt, uns in schwierigen Situationen die Kraft gibt sie zu ertragen und letztendlich die Dinge richtig stellen wird. Nur dann machen wir Jehova zu unserem Anteil – oder besser gesagt: dann erlauben wir ihm, unser Anteil zu sein.

    Wenn uns ein gottloser Mensch laufend anklagt und sogar vor dem Menschen Recht bekommt – einfach, weil er immer zuerst ankommt und die Menschen mit seinem bösartigen Gerede überschüttet oder verunreinigt (siehe Abs. 13 “uns mit aller Kraft um Frieden bemühen”) – dann wird Jehova uns die Kraft geben, mit dem Schmerz und der Enttäuschung darüber fertig zu werden. Auch wird er uns helfen, ruhig zu bleiben und uns in diese Situation zu fügen, falls wir sie nicht ändern können, oder nur dann ändern könnten, wenn andere unbeteiligte Personen mit hineingezogen würden und Streit und Unruhe einkehren würde.

    Aber weil wir Jehova lieben, bewahren wir die Ruhe und überlassen es IHM, die Dinge letztlich richtig zu stellen, in dem Vertrauen darauf, dass wir damit sein Herz erfreuen und später sogar von ihm dafür entschädigt werden.

    Lukas 18:6-8

    6 Und Jesus, der Herr, fügte hinzu: »Ihr habt gehört, was dieser ungerechte Richter gesagt hat. 7 Meint ihr, Gott wird seinen Auserwählten nicht zum Recht verhelfen, wenn sie ihn Tag und Nacht darum bitten? Wird er sie etwa lange warten lassen? Nein! 8 Ich versichere euch: Er wird ihnen schnellstens helfen. Die Frage ist: Wird der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde überhaupt noch Menschen finden, die diesen Glauben haben?«

    Hierbei hilft uns aber das Gebet – das ständige und innige Gespräch mit unserem Gott. Und hier sind wir bei dem eigentlichen Lehrpunkt von dem Gleichnis angekommen: wenn wir unseren himmlischen Vater immer wieder bitten, dann wird er uns “Recht verschaffen” (und die Kraft geben).

    Allerdings nur dann, wenn wir ihn gemäß seinem Willen bitten. Denn wenn ich ihn ständig bitten würde, eine andere Person fertig zu machen, weil sie mich verletzt hat, dann werden auch tausende Gebete darum Jehova nicht veranlassen, dies zu tun.

    Wie wir sehen, ist es ganz wichtig, uns nicht nur einzelne Verse heraus zu picken, sondern die Bibel als Ganzes zu sehen und Jehova wirklich kennen zu lernen. Dann werden wir ihm mit einem Herz voller Liebe dienen und ohne zu klagen sein Willen tun!

  86. Juleam 4. November 2011 um 08:23 Link zum Kommentar

    Lukas 18:9,11-12

    Jesus erzählte ein weiteres Gleichnis. Er hatte dabei besonders die Menschen im Blick, die selbstgerecht sind und auf andere herabsehen

    Selbstsicher stand der Pharisäer dort und betete: ›Ich danke dir, Gott, dass ich nicht so bin wie andere Leute: kein Räuber, kein Gottloser, kein Ehebrecher und schon gar nicht wie dieser Zolleinnehmer da hinten. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe von allen meinen Einkünften den zehnten Teil für Gott

    Wie passt dies zu folgendem Bibelvers?

    Psalm 119:60-61

    Ich beeilte mich, und ich zögerte nicht, Deine Gebote zu halten. 61 Die Stricke der Bösen, sie umgaben mich. Dein Gesetz vergaß ich nicht.

    Wann ist man selbstgerecht und wann trifft der andere Text zu?

    Lukas 18:14

    Ihr könnt sicher sein, dieser Mann ging von seiner Schuld befreit nach Hause, nicht aber der Pharisäer. Denn wer sich selbst ehrt, wird gedemütigt werden; aber wer sich selbst erniedrigt, wird geehrt werden.

  87. Juleam 4. November 2011 um 08:24 Link zum Kommentar

    Lukas 18:41-43

    Dann fragte er ihn: »Was soll ich für dich tun?« »Herr«, flehte ihn der Blinde an, »ich möchte sehen können!« 42 »Du sollst wieder sehen!«, sagte Jesus zu ihm. »Dein Glaube hat dir geholfen.« 43 Im selben Augenblick konnte der Blinde sehen. Er ging mit Jesus und lobte Gott. Zusammen mit ihm lobten und dankten alle, die seine Heilung miterlebt hatten.

    Wir, die wir sehen können, sind wir dankbar dafür?

    Wozu nutzen wir unsere Fähigkeit, was sehen wir uns an?

    Sind wir dankbar für all die schönen Dinge, mit denen unser Auge verwöhnt wird? Haben wir überhaupt ein Auge dafür?

    Veranlassen sie uns, unseren Gott zu loben?

  88. Juleam 4. November 2011 um 08:54 Link zum Kommentar

    Lukas 20:34-35

    Jesus antwortete: »Die Ehe gibt es nur in dieser Welt.35 Wer aber von den Toten aufersteht und in die zukünftige Welt kommen darf, der wird nicht mehr verheiratet sein.
    (Hoffnung für Alle)

    ein Text, der sehr wohl jemanden entmutigen könnte, der sich in diesen Zeiten seine Ehelosigkeit bewahrt, weil er Jehova vermehrt dienen möchte, oder für den, der lieber ehelos bleibt, als einen Ungläubigen zu heiraten.

    Was sagt die Bibel wirklich über dieses Thema? Hier einige weitere Übersetzungen:

    Schlachter

    Und Jesus antwortete ihnen und sprach: Die Kinder dieser Weltzeitheiraten und lassen sich heiraten;35 diejenigen aber, die gewürdigt werden, jene Weltzeit zu erlangen und die Auferstehung aus den Toten, die werden weder heiraten noch sich heiraten lassen,

    Neue Genfer Übersetzung

    Jesus antwortete: »In der jetzigen Welt heiraten die Menschen tund werden verheiratet.35 Aber diejenigen, die für würdig erachtet werden,von den Toten aufzuerstehen und an der kommenden Welt teilzuhaben, heiraten dann nicht mehr.

    Albrecht NT und Psalmen

    Da antwortete ihnen Jesus: “Die Leute in dieser Weltzeit freien und lassen sich freien.35 Die aber gewürdigt werden, jene Weltzeit zu erlangen und die Auferstehung, zu der nur eine Auswahl aus den Toten kommt, die freien nicht und lassen sich nicht freien.

    Elberfelder

    Und Jesus sprach zu ihnen: Die Söhne dieser Welt heiraten und werden verheiratet;35 die aber würdig geachtet werden, jener Welt teilhaftig zu sein und der Auferstehung aus den Toten, heiraten nicht, noch werden sie verheiratet

    Luther

    Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Kinder dieser Welt freien und lassen sich freien; 35 welche aber würdig sein werden, jene Welt zu erlangen und die Auferstehung von den Toten, die werden weder freien noch sich freien lassen.

    Neue-Welt-Übersetzung

    Jesus sprach zu ihnen: „Die Kinder dieses Systems der Dinge heiraten und werden verheiratet, 35 diejenigen aber, die für würdig erachtet worden sind, jenes System der Dinge und die Auferstehung von den Toten zu erlangen, heiraten nicht, noch werden sie verheiratet.

    dass die Gesalbten im Himmel vielleicht danach nicht mehr heiraten werden, ist ja ein ganz anderer Gedanke, denn sie haben ja ihr fleischliches Leben komplett abgelegt – aber auch diejenigen, die dann im Paradies auf der Erde leben werden?

    Wäre dies nicht zu hart?

    Würde es sich dann für all diejenigen wirklich lohnen, die heute um der Wahrheit willen auf eine Ehe verzichten?

    Was ist mit Jephtas Tochter, die ihr ganzes Leben lang ehelos geblieben ist, weil sie das Gelübde erfüllen wollte, das ihr Vater Jehova gegeben hatte und mit dem sie selbst ja eigentlich kaum etwas zu tun gehabt hatte?

    Warum hatte Abraham dann vor seinem Tod alle seine Frauen entlassen – als darum, weil er nach der Auferstehung wieder mit seiner geliebten Frau Sarah vereint sein wollte?

    Hier ging es wohl eher um die Schwagerehe und den Sinn dahinter – wie Jehova die Einzelnen in dem Zusammenhang sah

  89. Juleam 4. November 2011 um 09:27 Link zum Kommentar

    WT 15.03.2008

    Das Wort Jehovas ist lebendig
    Höhepunkte aus dem Buch Lukas

    WIE allgemein angenommen wird, schrieb Matthäus sein Evangelium in erster Linie für die Juden, wohingegen Markus seinen Bericht für nichtjüdische Leser aufzeichnete. Lukas jedoch verfasste sein Evangelium für Menschen aller Nationen. Das Buch Lukas, das in den Jahren 56 bis 58 u. Z. entstand, enthält einen umfassenden Bericht über Jesu Leben und Wirken.

    Mit den Augen eines besorgten Arztes geht Lukas sorgfältig „allen Dingen von Anbeginn genau nach“ und behandelt einen Zeitraum von 35 Jahren — von 3 v. u. Z. bis 33 u. Z. (Luk. 1:3). Fast 60 Prozent des Inhalts des Lukasevangeliums kommt in keinem der anderen Evangelien vor.

     

    DIE ANFÄNGE DES DIENSTES JESU
    (Luk. 1:1—9:62)

    Nachdem Lukas Einzelheiten über die Geburt von Johannes dem Täufer und die von Jesus erwähnt hat, führt er an, dass Johannes seinen Dienst im 15. Jahr der Regierung des Tiberius Cäsar begann, das heißt im Frühling des Jahres 29 u. Z. (Luk. 3:1, 2). Im Herbst jenes Jahres wird Jesus von Johannes getauft (Luk. 3:21, 22). Um das Jahr 30 u. Z. ‘kehrt Jesus nach Galiläa zurück und beginnt in den Synagogen zu lehren’ (Luk. 4:14, 15).

    Dann begibt sich Jesus auf seine erste Predigtreise durch Galiläa. Der Volksmenge sagt er: „Auch anderen Städten muss ich die gute Botschaft vom Königreich Gottes verkündigen“ (Luk. 4:43). Jesus nimmt den Fischer Simon sowie noch einige andere mit auf die Reise. Er sagt: „Von nun an wirst du Menschen lebendig fangen“ (Luk. 5:1-11; Mat. 4:18, 19). Auf der zweiten Predigtreise durch Galiläa hat Jesus die 12 Apostel dabei (Luk. 8:1). Bei seiner dritten Reise sendet er die Zwölf aus, „das Königreich Gottes zu predigen und zu heilen“ (Luk. 9:1, 2).

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:35 — War Marias Eizelle an der Schwangerschaft beteiligt?
    Da Marias Kind gemäß der Verheißung Gottes ein echter Nachkomme der Vorväter Abraham, Juda und David sein sollte, musste Marias Eizelle an der Schwangerschaft beteiligt sein (1. Mo. 22:15, 18; 49:10; 2. Sam. 7:8, 16). Die vollkommene Lebenskraft des Sohnes Gottes wurde jedoch durch den heiligen Geist übertragen und damit auch die Empfängnis verursacht (Mat. 1:18). Anscheinend wurde dadurch jegliche bestehende Unvollkommenheit in der Eizelle Marias aufgehoben und der Embryo von Anfang an vor schädigenden Einflüssen geschützt.

    1:62 — War Sacharja stumm und taub geworden?
    Nein, nur seine Stimme war beeinträchtigt. Andere fragten ihn zwar „durch Zeichen“, wie er das Kind nennen wolle, aber nichts deutet darauf hin, dass Sacharja taub war. Wahrscheinlich verstand er akustisch, welchen Namen seine Frau für ihren Sohn vorschlug. Vielleicht wollten die anderen durch Zeichensprache nur bei Sacharja nachfragen, ob er damit einverstanden war. Da lediglich seine Fähigkeit zu sprechen wiederhergestellt werden musste, lässt das den logischen Schluss zu, dass Sacharjas Gehör nicht beeinträchtigt war (Luk. 1:13, 18-20, 60-64).

    2:1, 2 — Wie hilft uns der Hinweis auf die „erste Einschreibung“, herauszufinden, wann Jesus geboren wurde?
    Unter Cäsar Augustus gab es mehr als eine Einschreibung. Die erste war 2 v. u. Z. — durch sie erfüllte sich Daniel 11:20 —, und die zweite fand 6 oder 7 u. Z. statt (Apg. 5:37). Bei sowohl der ersten als auch der zweiten Einschreibung war Quirinius Statthalter von Syrien. Offensichtlich hatte er zweimal diese Stellung inne. Da Lukas auf die erste Einschreibung Bezug nimmt, fällt die Geburt Jesu in das Jahr 2 v. u. Z.

    2:35 — Was war damit gemeint, dass „ein langes Schwert“ Marias Seele durchdringen sollte?
    Das weist darauf hin, wie sehr es Maria schmerzen und traurig stimmen würde, mit ansehen zu müssen, wie die meisten Menschen Jesus als den Messias ablehnen würden und er eines qualvollen Todes sterben würde (Joh. 19:25).

    9:27, 28 — Jesus hatte seinen Jüngern versichert, dass einige von ihnen „den Tod überhaupt nicht schmecken würden“, bis sie ihn in seinem Königreich kommen sehen würden. Warum sagt Lukas, die Umgestaltung habe „acht Tage“ nach Jesu Worten stattgefunden, wogegen sowohl Matthäus als auch Markus sagen, dass es „sechs Tage“ später war? (Mat. 17:1; Mar. 9:2).
    Lukas hat offenbar zwei zusätzliche Tage mit einbezogen — den Tag, an dem Jesus die Worte sprach, und den Tag, an dem die Umgestaltung stattfand.

    9:49, 50 — Warum hinderte Jesus einen Mann nicht daran, Dämonen auszutreiben, obwohl dieser Mann ihm nicht nachfolgte?
    Weil die Christenversammlung noch nicht gegründet worden war. Der Mann musste also Jesus nicht buchstäblich begleiten, um Glauben an den Namen Jesu ausüben und Dämonen austreiben zu können (Mar. 9:38-40).

    Lehren für uns:

    1:32, 33; 2:19, 51. Maria bewahrte die Geschehnisse und Aussagen, durch die sich Prophezeiungen erfüllten, in ihrem Herzen. Hüten wir das, was Jesus über den ‘Abschluss des Systems der Dinge’ vorausgesagt hat, wie einen Schatz, indem wir seine Worte mit dem vergleichen, was heute geschieht? (Mat. 24:3).

    2:37. Aus Annas Beispiel lernen wir, dass wir Jehova mit Beharrlichkeit anbeten sollten, ‘im Gebet verharren’ müssen und „unser Zusammenkommen nicht aufgeben“ dürfen (Röm. 12:12; Heb. 10:24, 25).

    2:41-50. Joseph stellte in seinem Leben geistige Interessen allem voran und kümmerte sich in geistiger wie in materieller Hinsicht gut um seine Familie. Damit gab er Familienvätern ein gutes Beispiel.

    4:4. Wir sollten keinen Tag vergehen lassen, ohne uns mit dem Wort Gottes beschäftigt zu haben.

    6:40. Ein Lehrer des Wortes Gottes sollte seinen Schülern ein gutes Beispiel geben. Er muss das, was er anderen sagt, auch selbst tun.

    8:15. Damit wir das Wort „festhalten und mit Ausharren Frucht tragen“ können, müssen wir das Wort Gottes verstehen, es zu schätzen wissen und es in uns aufnehmen. Wenn wir die Bibel und bibelerklärende Veröffentlichungen lesen, sollten wir uns unbedingt unter Gebet mit dem Stoff gedanklich beschäftigen.

     

    JESU SPÄTERER DIENST
    (Luk. 10:1—24:53)

    Jesus sendet 70 andere vor sich her in Städte und Orte in Judäa (Luk. 10:1). Er zieht „von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf“ und lehrt (Luk. 13:22).

    Fünf Tage vor dem Passahfest des Jahres 33 u. Z. reitet Jesus auf einem Füllen in Jerusalem ein. Nun ist die Zeit gekommen, wo sich das erfüllen sollte, was er einst seinen Jüngern gesagt hatte: „Der Menschensohn muss vieles leiden und von den älteren Männern und Oberpriestern und Schriftgelehrten verworfen und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden“ (Luk. 9:22, 44).

    Antworten auf biblische Fragen:

    10:18 — Was meinte Jesus, als er zu seinen 70 Jüngern sagte: „Ich sah den Satan wie einen Blitz bereits aus dem Himmel gefallen“?
    Jesus wollte damit nicht sagen, dass Satan bereits aus dem Himmel hinausgeworfen worden war. Das geschah erst, kurz nachdem Christus 1914 im Himmel als König eingesetzt worden war (Offb. 12:1-10). Wir können zwar nicht dogmatisch sein, aber dadurch, dass Jesus von einem künftigen Ereignis so spricht, als sei es schon geschehen, betonte er offensichtlich, dass es ganz bestimmt geschehen würde.

    14:26 — In welcher Hinsicht „hassen“ Christi Nachfolger ihre Verwandten?
    Jemanden oder etwas zu „hassen“ bedeutet in der Bibel zuweilen, jemanden oder etwas weniger zu lieben (1. Mo. 29:30, 31). Christen „hassen“ also ihre Verwandten in dem Sinne, dass sie sie einfach weniger lieben als Jesus (Mat. 10:37).

    17:34-37 — Wer sind „die Adler“ und was ist „der Leib“, bei dem sich die Adler versammeln?
    Diejenigen, die „mitgenommen“ oder gerettet werden, werden mit weitsichtigen Adlern verglichen. „Der Leib“, bei dem sie sich versammeln, ist der wahre Christus während seiner unsichtbaren Gegenwart sowie die geistige Speise, die Jehova für sie zubereitet (Mat. 24:28).

    22:44 — Was war der Grund dafür, dass Jesus so sorgenvoll erregt war?
    Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen war Jesus besorgt darum, wie sich sein Tod als Verbrecher auf Jehova Gott und seinen Namen auswirken würde. Zum anderen wusste Jesus nur allzu gut, dass sein eigenes ewiges Leben und die Zukunft der ganzen Menschheitsfamilie davon abhing, dass er treu blieb.

    23:44 — Wurde die drei Stunden dauernde Dunkelheit durch eine Sonnenfinsternis verursacht?
    Nein. Eine Sonnenfinsternis gibt es nur bei Neumond. Zur Passahzeit ist jedoch Vollmond. Die Finsternis an dem Tag, als Jesus starb, muss also durch ein Wunder Gottes eingetreten sein.

    Lehren für uns:

    11:1-4. Vergleicht man diese Worte Jesu mit dem etwas anderen Wortlaut des Mustergebets, das Jesus etwa 18 Monate zuvor in der Bergpredigt erwähnt hatte, dann zeigt das deutlich, dass wir in unseren Gebeten nicht einfach irgendwelche Worte wiederholen sollten (Mat. 6:9-13).

    11:5, 13. Jehova erhört zwar gern unsere Gebete, doch wir sollten auch mit Beharrlichkeit beten (1. Joh. 5:14).

    11:27, 28. Wahres Glück erwächst nicht aus verwandtschaftlichen Bindungen oder großem materiellen Reichtum, sondern daraus, treu Gottes Willen zu tun.

    11:41. Unsere Gaben der Barmherzigkeit sollten einem liebevollen und willigen Herzen entspringen.

    12:47, 48. Jemand, der größere Verantwortung hat, ihr aber nicht nachkommt, ist tadelnswerter als der, der seine Aufgaben nicht so recht kennt oder nicht ganz versteht.

    14:28, 29. Wir sind weise, wenn wir nicht über unsere Verhältnisse leben.

    22:36-38. Jesus forderte seine Jünger nicht auf, eine Waffe zu tragen, um sich selbst zu schützen oder um sich selbst zu verteidigen. Dadurch, dass sie in der Nacht, in der er verraten wurde, Schwerter dabeihatten, konnte er ihnen jedoch folgende wichtige Lektion erteilen: „Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen“ (Mat. 26:52).

  90. Juleam 11. November 2011 um 11:04 Link zum Kommentar

    WT 15.01.1986


    „Ringt danach“

    „Ringt danach, durch die enge Tür einzugehen, denn viele, sage ich euch, werden hineinzukommen suchen, werden es aber nicht vermögen“ (LUKAS 13:24).

    FRAGE den sechsjährigen Robbie, warum er in den Königreichssaal gehen möchte, und er wird antworten: „Ich lerne etwas über Jehova und das Paradies, wo ich lange, lange Zeit mit braven Tieren leben kann.“ Dustin, sein dreijähriger Cousin, kennt die Gewohnheiten seiner Eltern so gut, daß er genau weiß, wann er rufen muß: „Will zum Königreichssaal!“ Was Robbie ausdrückt und was Dustin auszudrücken lernt, würde den meisten gefallen: Leben, ewiges Leben. Die Menschen wollen „gerettet“ werden. Aber wie? Einfach durch den Besuch religiöser Zusammenkünfte?

    2 Man kann sich die Rettung nicht durch den Besuch von Zusammenkünften oder durch irgend etwas anderes verdienen. Sie ist frei, eine Gabe Gottes. Dennoch verlangt Jehova Gott Anstrengungen von uns, wenn wir seine Gabe des ewigen Lebens erlangen wollen (Römer 6:23). Was gehört alles dazu? Zunächst einmal tatkräftiger Einsatz in seinem Dienst. Dieser muß echter Wertschätzung entspringen. Gottes Sohn, Jesus Christus, wurde einmal von einem Mann gefragt: „Herr, sind derer wenige, die gerettet werden?“ Jesu Antwort betraf nicht nur den Fragesteller, sondern auch alle anderen, die an der Rettung interessiert sind — wir eingeschlossen. Er erwiderte: „Ringt danach, durch die enge Tür einzugehen, denn viele, sage ich euch, werden hineinzukommen suchen, werden es aber nicht vermögen“ (Lukas 13:23, 24).

    3 Die Frage des nicht namentlich genannten Mannes war ungewöhnlich. „Sind derer wenige, die gerettet werden?“ fragte er, nicht: „Werde ich unter den wenigen Geretteten sein?“ oder: „Wie kann ich gerettet werden?“ Vielleicht wurde er durch die jüdische Auffassung, daß nur eine begrenzte Zahl von Menschen die Rettung verdiene, zu seiner spekulativen Anfrage veranlaßt. Was auch immer die Ursache seiner Neugier war, Jesus holte die Frage schnell aus dem Bereich abstrakter Theorie in den der praktischen Anwendung — der persönlichen Anwendung. Er zwang den Fragesteller, an das zu denken, was er für die Rettung tun mußte. Außerdem sollte Jesu Aufforderung „Ringt danach“, die ja in der Mehrzahlform steht, auch uns anspornen, ernsthaft über unsere Art der Anbetung nachzudenken.

    4 Ewiges Leben ist demnach nicht so leicht zu erlangen, wie manche denken. Jesus ließ erkennen, daß harte Arbeit oder ständiges Bemühen nötig ist, um „durch die enge Tür einzugehen“. Die Triebkraft dieser nicht erlahmenden Anstrengung ist ein unerschütterlicher Glaube, der auf Gehorsam gegenüber Christi Lehren gegründet ist. Um Rettung zu erlangen, müssen wir also mehr tun, als ‘seine Worte zu hören’; wir müssen darin beharren, ‘sie zu tun’ (Lukas 6:46-49; Jakobus 1:22-25).

    Du mußt jetzt „kämpfen“

    5 Was bedeutet der Ausdruck „Ringt danach“? Der zugrundeliegende griechische Ausdruck agonízesthe kommt von einem Wort (ago´n), das „Kampfplatz“ bedeutet. In der Kingdom Interlinear Translation wird er mit „kämpft fortwährend“ wiedergegeben. Stelle dir also einen Sportler in einem Stadion des Altertums vor, der kämpft oder alle seine Kräfte daransetzt, um den Preis zu gewinnen. Obwohl das hier gebrauchte griechische Verb ein technischer Ausdruck für das Kämpfen bei den griechischen Spielen sein kann, unterstreicht es Jesu Ermahnung, ganzherzig zur Tat zu schreiten. Halbherzige Anstrengungen reichen einfach nicht aus (Lukas 10:27; vergleiche 1. Korinther 9:26, 27).

    6 Wann und wie lange müssen wir ‘darum kämpfen, durch die enge Tür einzugehen’? (Lukas 13:24, Sigge). Betrachte Jesu Worte aus Lukas 13:24 ganz genau, und beachte bitte den Gegensatz zwischen „ringt danach“ (Gegenwart) und „werden hineinzukommen suchen“ (Zukunft). Jetzt ist also die Zeit zu kämpfen. Diejenigen, die nicht eingelassen werden, versuchen offensichtlich, zu einer Zeit einzutreten, die ihnen persönlich angenehm erscheint. Doch dann wird es zu spät sein; die Tür der Gelegenheit wird verschlossen und verriegelt sein. Gemäß Lukas 13:25 sagte Jesus ferner, daß die Leute, sobald der Hausherr die Tür verschlossen hat, anfangen werden, zu klopfen und zu bitten: „ ‚Herr, öffne uns.‘ Er wird . . . aber als Antwort sagen: ‚Ich weiß nicht, woher ihr seid.‘ “ Welch trauriges Ende doch diejenigen erwartet, die die Anbetung Jehovas nicht jetzt zur Hauptaufgabe ihres Lebens machen! (Matthäus 6:33).

    7 Unser Kampf ist eine fortlaufende Sache. Keiner von uns ist schon völlig durch die „enge Tür“ eingetreten. Paulus erkannte das. Sein Wettlauf um das Leben war eine mühevolle tägliche Anstrengung. Er schrieb: „Nicht als ob ich es schon in die Hand bekommen hätte oder schon vollendet wäre! Doch ich setze alles daran, es zu ergreifen, weil ich ja von Jesus Christus ergriffen bin. Brüder, ich schätze mich selber noch nicht so ein, als hätte ich alles schon in der Hand. Mir geht es nur um das eine: ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich dem entgegen, was vor mir liegt. Ich jage auf das Ziel zu, den Siegespreis, der auf die wartet, die Gott zu sich hinaufberufen hat, in Christus Jesus“ (Philipper 3:12-14, Wilckens, Kursivschrift von uns).

    8 Wer sind die „vielen“, und warum sind sie nicht in der Lage hineinzukommen? Die „vielen“ sind mit der Christenheit, vor allem mit ihrer Geistlichkeit, gleichzusetzen. Sie geben vor, Jesus zu kennen, ja ein Teil seiner Familie zu sein, indem sie behaupten, ‘mit ihm gegessen und getrunken’ zu haben. Da sie jedoch nach ihren eigenen Vorstellungen gerettet werden wollen, nicht nach denjenigen Gottes, verneint Jesus entschieden, sie zu kennen, und betrachtet sie als „Täter der Ungerechtigkeit“ (Lukas 13:26, 27). Zu denjenigen, denen der Zutritt zum ewigen Leben verwehrt wird, könnten sogar einzelne gehören, die in ihrem heiligen Dienst für Jehova nachgelassen haben und jetzt eine lasche Einstellung zur wahren Anbetung bekunden. Ihr Eifer für die Königreichsinteressen ist lau geworden (Offenbarung 3:15, 16). Zugegeben, sie mögen immer noch eine „Form der Gottergebenheit“ haben — pro forma in den Predigtdienst gehen und die Zusammenkünfte besuchen —, aber sie bekunden nicht die Art Glauben, die die richtige Triebkraft hinter der wahren Anbetung ist. (Vergleiche 2. Timotheus 3:5.) Sie versäumen, zu erkennen, daß es nicht genügt, nur zu versuchen, durch die „enge Tür“ zu gelangen. Man muß kämpfen, um hindurchzukommen.

    Warum durch eine „enge Tür“?

    9 Die enge Tür zur Rettung steht allen offen. Aber die „vielen“ wollen nicht kämpfen, um hindurchzukommen. Was schließt es ein, danach zu ringen, durch die enge Tür einzugehen? Zuerst muß man eine genaue Erkenntnis der biblischen Wahrheit erlangen und Jehova Gott und Jesus Christus kennenlernen (Johannes 17:3). Das bedeutet, die Traditionen und Praktiken der weltlichen Religionen, die der Christenheit eingeschlossen, aufzugeben. Es erfordert, Gottes Willen zu tun, so wie Jesus ihn tat, als er hier auf der Erde war (1. Petrus 2:21). Als Gott hingegebener, getaufter Christ muß man auch den Materialismus, die Unmoral und die Unreinheit der Welt meiden (1. Johannes 2:15-17; Epheser 5:3-5). All das muß aufgegeben und durch christusähnliche Eigenschaften ersetzt werden (Kolosser 3:9, 10, 12).

    10 Die „wenigen“ wissen, wie wertvoll der Eifer im Dienst ist, verbunden mit dem Hervorbringen der Früchte des Geistes einschließlich der Selbstbeherrschung (Galater 5:23). Mit Hilfe des heiligen Geistes Jehovas kämpfen sie, um die Oberhand über ihren Körper zu gewinnen und ihn so zu beherrschen, daß sie das Ziel, ewiges Leben, erreichen (1. Korinther 9:24-27).

    Was bedeuten Jesu Worte für dich?

    11 Ob wir neu getauft sind oder schon seit Jahrzehnten in Jehovas Organisation tätig sind, wir dürfen in unseren Bemühungen, ihm zu gefallen, nicht erschlaffen. Wie Jesu Worte deutlich zeigen, müssen wir Jehova ganzherzig ergeben sein, bereit, um jeden Preis durch die enge Tür zu gelangen. Obwohl Jesus nicht insbesondere Verbesserungen und Erweiterungen unseres Dienstes für Gott erörterte, müssen einige unter uns danach ringen, den Lebenswandel zu verbessern oder von schlechten Gewohnheiten frei zu werden, so daß wir ‘in keiner Weise irgendeine Ursache zum Straucheln geben’ (2. Korinther 6:1-4). Andere unter uns müssen ständig darauf achten, ein Programm gründlichen persönlichen Studiums einzuhalten, so daß unsere ‘Liebe überströme mit genauer Erkenntnis und allem Unterscheidungsvermögen’ (Philipper 1:9-11). Wieder andere müssen größere Anstrengungen unternehmen, um die Versammlungszusammenkünfte — einschließlich des Versammlungsbuchstudiums — regelmäßig zu besuchen und sich daran zu beteiligen (Hebräer 10:23-25). Aber wir alle können unseren eigenen Predigtdienst betrachten und herauszufinden suchen, ob wir uns im „Werk eines Evangeliumsverkündigers“ wirklich anstrengen (2. Timotheus 4:5).

    12 Immer mehr Personen sind dadurch, daß sie in ihrem Ringen um Jehovas Wohlgefallen Fortschritte gemacht haben, jetzt in der Lage, den Hilfspionierdienst, den allgemeinen Pionierdienst oder den Betheldienst durchzuführen. Wie steht es aber mit dir? Kannst du, wenn du ein Königreichsverkündiger bist, mehrmals im Jahr am Hilfspionierdienst teilnehmen oder sogar allgemeiner Pionier werden? Strebst du nach dem allgemeinen Pionierdienst, wenn du bereits Hilfspionier bist? Wenn nicht, warum ziehst du ihn dann nicht in Erwägung? Das könnte sich für dich insofern segensreich auswirken, als du dadurch ein noch engeres Verhältnis zu Jehova Gott und Jesus Christus entwickelst (Psalm 25:14).

    Kannst du danach ringen, Pionier zu werden?

    13 Kannst du, falls es dir möglich wäre, allgemeiner Pionier zu sein, du aber keiner bist, darum „kämpfen“, in deinem Leben Änderungen vorzunehmen, um es zu werden? Zwei Dinge sind notwendig. Erstens mußt du den Wunsch dazu haben. Zweitens sind die richtigen Umstände erforderlich. Hast du nicht den Wunsch, dann bete darum. Sprich mit Pionieren darüber. Erweitere deine gegenwärtige Tätigkeit als Versammlungsverkündiger. Beteilige dich am Hilfspionierdienst, sooft es dir möglich ist. Scheitert es an den Umständen, dann überlege, ob sie sich ändern lassen. Eine berufstätige Frau muß vielleicht nicht arbeiten. Wer das Rentenalter erreicht hat, muß vielleicht nicht weiterarbeiten. Ein hoher Lebensstandard, teure Urlaubsreisen, das neueste Auto und dergleichen sind nicht lebensnotwendig (Lukas 12:15; 1. Johannes 2:15-17).

    14 Ein Vater von drei Söhnen — zwei noch keine Teenager — begann vor sechs Jahren mit dem Pionierdienst. Warum? „Ich wollte mehr tun“, erklärt er. „Wenn ich nicht im allgemeinen Pionierdienst wäre, obwohl ich es könnte, würde ich nicht meiner Hingabe entsprechend leben.“ Seine Frau begann ebenfalls mit dem allgemeinen Pionierdienst. Warum? „Ich war vier Jahre regelmäßig im Hilfspionierdienst und merkte, daß es mir schließlich leichtfiel“, sagt sie. „Ich wollte einen größeren Anteil an dem Werk haben, das sich nie wiederholen wird, und wollte unseren Söhnen das richtige Beispiel geben.“ Sowohl der Mann als auch die Frau hatten die Wahrheit nach ihrer Universitätsausbildung kennengelernt. „Unsere Eltern verlangten von uns, vier Jahre aufs College zu gehen“, sagt der Vater. Welche Ziele halten sie nun ihren Söhnen vor Augen? „Ich lasse meine Söhne wissen, daß wir es gern sähen, wenn sie Pionier werden und mindestens vier Jahre im Bethel dienen würden.“

    15 Im folgenden ist angeführt, aus welchen Gründen sich andere für den allgemeinen Pionierdienst entschieden haben:

    „Ich kam in geistiger Hinsicht nicht voran, und das behagte mir nicht“ (Robert H.).
    „Ich war als regelmäßiger Verkündiger nie zufrieden“ (Rhea H.).
    „Der Pionierdienst verleiht meinem Leben Richtung und Ziel“ (Hans K.).
    „Ich wollte Jehova mit ganzer Kraft dienen, und für mich war der Pionierdienst die Lösung“ (Charanjit K.).
    „Ich würde es bedauern, wenn ich meine Energie, meine Kraft und meine Jugend nicht in diesem großartigen Werk einsetzen würde“ (Gregory T.).
    „Jehova segnet einen nur, wenn man sich anstrengt. Ich mußte ihm etwas geben, was er segnen konnte“ (Graceann T.).
    „Der Pionierdienst hilft mir, zum Ausdruck zu bringen, was ich für Jehova empfinde“ (Marco P.).
    „Meine weltliche Ganztagsarbeit brachte mir nicht das Glück, das ich bei den Pionieren beobachtete“ (Nancy P.).

    Welche Gründe könntest du dieser Liste hinzufügen?

    Tust du, was du kannst?

    16 Viele Zeugen Jehovas haben ihre persönliche Situation aufrichtig und gebetsvoll untersucht und festgestellt, daß sie alles tun, was sie unter den gegenwärtigen Umständen tun können. Vielleicht bist du einer von ihnen. Wenn ja, dann fasse Mut. Jehova und sein Sohn sorgen sich um dich und schätzen wirklich deinen ganzherzigen Dienst. (Vergleiche Lukas 21:1-4.) Zum Beispiel müssen unsere Brüder in manchen Ländern wegen der ungünstigen politischen oder wirtschaftlichen Verhältnisse fünf oder sechs Tage in der Woche je neun Stunden arbeiten, nur um das Lebensnotwendige beschaffen zu können. In einem Land, wo das Werk der Zeugen Jehovas unter strengstem Verbot steht, sind die Pioniere — und in solchen Ländern steigt die Zahl der Pioniere — gewöhnlich Rentner oder junge Leute, die nachts arbeiten, oder Mütter (mit Kindern), die der Staat von der Berufstätigkeit freistellt.

    17 Doch du magst sagen: „Ich wünschte, ich hätte mehr Kraft. Wenn ich nur wieder jung wäre!“ Laß dich nicht entmutigen. Unsere Anstrengungen werden nicht allein nach dem Ausmaß der Arbeit beurteilt, die wir in Gottes heiligem Dienst verrichten. Weißt du, wie es Epaphroditus erging? Als er krank war, konnte er für das „Werk des Herrn“ bestimmt nicht mehr soviel tun wie in gesundem Zustand. Dennoch lobte ihn Paulus für seine Anstrengungen. Ja, wie Paulus andeutete, sollten wir ‘Männer und Frauen dieser Art weiterhin werthalten’ (Philipper 2:25-30).

    18 Trotz allem kannst du etwas tun, um den Vollzeitdienst in der Versammlung zu fördern. Was denn? Ringe danach, Pioniergeist zu bekunden. Könntest du beispielsweise, wenn du gegenwärtig aufgrund familiärer Verpflichtungen nicht Pionier sein kannst, deinen Angehörigen — deiner Frau, deinen Kindern, deinem Bruder oder deiner Schwester — die Möglichkeit bieten, Pionier zu werden? Wer bei schlechter Gesundheit ist oder anderweitig verhindert ist, kann echtes Interesse an denjenigen bekunden, die in der Lage sind, Pionier zu sein, indem er mit ihnen in den Predigtdienst geht, so wie seine Umstände es zulassen. (Vergleiche 1. Korinther 12:19-26.) Auf diese Weise können in der Versammlung alle danach ringen, den Vollzeitdienst hervorzuheben. Die Ergebnisse können für alle sehr ermunternd sein.

    19 Was bedeutet die Aufforderung „Ringt danach“ für dich? Fortschritte, die zur Taufe führen? Eine schlechte Gewohnheit zu überwinden? Dein Verhältnis zu Jehova in einer gewissen Hinsicht zu festigen? Hilfspionierdienst? Allgemeiner Pionierdienst? Betheldienst? Was immer du tun mußt, um geistige Fortschritte zu machen, es lohnt sich, jetzt danach zu ringen. Daher sollten wir alle fortfahren zu kämpfen, um durch die enge Tür zu gelangen, die zu ewigem Leben führt!

  91. Juleam 1. November 2012 um 12:19 Link zum Kommentar

    Lukas 1 – 3

    Lukas 1 – Ankündigung der Geburt Johannes’ des Täufers

    5 Inder Zeit, als Herodes König von Judäa war, lebte dort Zacharias, ein Priester, der zur Abteilung des Abija gehörte. Seine Frau stammte wie er aus dem Geschlecht Aarons ; sie hieß Elisabeth. 6 Beide lebten so, wie es Gott gefiel, und hielten sich in allem genau an die Gebote und Weisungen des Herrn. 7 Sie hatten keine Kinder, denn Elisabeth war unfruchtbar, und jetzt waren sie beide alt.
    8 Einmal, als Zacharias vor Gott seinen Dienst als Priester versah, weil seine Abteilung damit an der Reihe war, 9 wurde er nach der für das Priesteramt geltenden Ordnung durch das Los dazu bestimmt, in den Tempel des Herrn zu gehen und das Rauchopfer darzubringen. 10 Während der Zeit , in der das Rauchopfer dargebracht wurde, stand die ganze Volksmenge draußen und betete.
    11 Da erschien dem Zacharias ein Engel des Herrn; er sah ihn auf der rechten Seite des Rauchopferaltars stehen. 12 Zacharias erschrak und wurde von Furcht gepackt. 13 Doch der Engel sagte zu ihm: »Du brauchst dich nicht zu fürchten, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn schenken; dem sollst du den Namen Johannes geben. 14 Du wirst voller Freude und Jubel sein, und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen. 15 Denn er wird groß sein in den Augen des Herrn. Er wird keinen Wein und keine starken Getränke zu sich nehmen, und schon im Mutterleib wird er mit dem Heiligen Geist erfüllt sein. 16 Viele Israeliten wird er zum Herrn, ihrem Gott, zurückführen. 17 Erfüllt mit dem Geist und der Kraft des Elia, wird er vor dem Herrn hergehen. Durch ihn werden sich die Herzen der Väter den Kindern zuwenden, und die Ungehorsamen werden ihre Gesinnung ändern und sich nach denen richten, die so leben, wie es Gott gefällt . So wird er dem Herrn ein Volk zuführen , das ´für ihn` bereit ist.«
    18 Zacharias sagte zu dem Engel: »Woran soll ich erkennen, dass das alles geschehen wird? Ich bin doch ein alter Mann, und meine Frau ist auch nicht mehr jung.« 19 Der Engel erwiderte: »Ich bin Gabriel; ich stehe vor Gott und bin von ihm gesandt, um mit dir zu reden und dir diese gute Nachricht zu bringen. 20 Doch nun höre: Du wirst stumm sein und nicht mehr reden können bis zu dem Tag, an dem diese Dinge eintreffen, denn du hast meinen Worten nicht geglaubt. Sie werden aber in Erfüllung gehen, wenn die Zeit dafür gekommen ist.«
    21 Draußen wartete das Volk auf Zacharias, und alle wunderten sich, dass er so lange im Tempel blieb. 22 Als er endlich herauskam, konnte er nicht mit ihnen sprechen. Da merkten sie, dass er im Tempel eine Erscheinung gehabt hatte. Er machte sich ihnen durch Zeichen verständlich , blieb aber stumm.
    23 Als sein Priesterdienst zu Ende war, kehrte Zacharias nach Hause zurück. 24 Bald darauf wurde seine Frau Elisabeth schwanger. Die ersten fünf Monate verbrachte sie in völliger Zurückgezogenheit. Sie sagte: 25 »Der Herr hat Großes an mir getan! Die Menschen verachteten mich, aber er hat mich gnädig angesehen und hat meine Schande von mir genommen.«

    Interessant, dass viele der großen Männer, die Jehova für sich bereits vor der Geburt erwählt hat, auf übernatürliche Weise gezeugt werden.

    Denken wir an Abraham und Sara. Sie waren so lange Zeit kinderlos, dass dies allgemein bekannt war. Jehova verhieß ihnen einen Namen, der zum Segen der ganzen Menschheit dienen solle. Als Isaak endlich geboren wurde, wußte jeder, dass diese Geburt, dieses Kind etwas besonderes war.

    Die Frau von Isaak war ebenfalls sehr lange unfruchtbar. Mit der Hilfe Jehovas wurde sie dann doch noch schwanger und bei der Geburt der Zwillinge machte Jehova Jakob als den kenntlich, der besonderes wirken würde. Er wurde ein besonders glaubensstarker Mann und Jehova machte ihn ‘zu einer großen Nation’.

    Auch Joseph war ein Kind, dessen Eltern lange keine gemeinsamen Kinder haben konnten. Als Rahel endlich ein Kind empfing, war es für alle etwas Besonderes. Niemand hatte mehr damit gerechnet. Jehova benutzte dann später Joseph, um dein Volk vor der Hungersnot zu bewahren.

    Auch mit Moses hatte es etwas Besonderes auf sich. Zwar war seine Mutter nicht unfruchtbar, aber er wurde durch ein Wunder vor dem Kindermord bewahrt.

    Weiter geht es mit Simson. Auch seine Eltern waren so lange unfruchtbar, dass es für alle ein Wunder war, dass hier noch ein Kind kommt. Auch Simson wurde von Jehova auf besondere Weise gebraucht, um seine Feinde, die Philister, zu besiegen.

    Als nächstes wartet Hanna viele Jahre auf das ersehnte Kind. Sie wird von der Nebenfrau ihres Mannes deswegen sogar verspottet und drangsaliert. Eine allgemein bekannte Tatsache. Sie bittet Jehova voller Verzweiflung um ein Kind und verspricht im Gegenzug, dieses Jehova zu weihen. Jehova geht auf ihre Bitten ein und benutzt Samuel bereits in sehr jungen Jahren als seinen Propheten.

    Jetzt kommt ein großer Bogen und wir sind bei Sacharja und Elisabeth. Auch sie waren bereits so lange unfruchtbar, dass schon allein vom Alter her keine Kinder mehr zeugen können. Dass Elsiabeth hier noch einmal schwanger wird, ist für alle ein Wunder. Und Jehova hat großes mit ihm vor: er soll den Weg vor dem Messias bereiten.

  92. Juleam 1. November 2012 um 12:21 Link zum Kommentar

    Später wird auch dieser durch ein Wunder gezeugt: seine Mutter empfängt ein Kind ohne Geschlechtsbeziehungen. Und damals gab es noch keine Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung wie heute.

    Lukas 1 – Ankündigung der Geburt Jesu

    26-27 Als Elisabeth im sechsten Monat schwanger war, sandte Gott den Engel Gabriel zu einer unverheirateten jungen Frau , die in Nazaret, einer Stadt in Galiläa, wohnte.Sie hieß Maria und war mit Josef, einem Mann aus dem Haus Davids, verlobt; Maria war noch unberührt.
    28 »Sei gegrüßt, dir ist eine hohe Gnade zuteil geworden! «, sagte Gabriel zu ihr, als er hereinkam. »Der Herr ist mit dir.« 29 Maria erschrak zutiefst, als sie so angesprochen wurde, und fragte sich, was dieser Gruß zu bedeuten habe. 30 Da sagte der Engel zu ihr: »Du brauchst dich nicht zu fürchten, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden. 31 Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen; dem sollst du den Namen Jesus geben. 32 Er wird groß sein und wird >Sohn des Höchsten< genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Stammvaters David geben. 33 Er wird für immer über die Nachkommen Jakobs herrschen, und seine Herrschaft wird niemals aufhören.«
    34 »Wie soll das zugehen?«, fragte Maria den Engel. »Ich bin doch noch gar nicht verheiratet! « 35 Er gab ihr zur Antwort: »Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind, das du zur Welt bringst, heilig sein und Gottes Sohn genannt werden .« 36 Und er fügte hinzu: »Auch Elisabeth, deine Verwandte, ist schwanger und wird noch in ihrem Alter einen Sohn bekommen. Von ihr hieß es, sie sei unfruchtbar, und jetzt ist sie im sechsten Monat. 37 Denn für Gott ist nichts unmöglich .«
    38 Da sagte Maria: »Ich bin die Dienerin des Herrn. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen.«Hierauf verließ sie der Engel.

    auch hier wird ein Kind “gezeugt”, das von Jehova auf besondere Weise gebraucht wird.

    Sollte dies alles nur ein Zufall sein? Für mich sieht es so aus, als habe Jehova da eine Art System drin. Vielleicht will er bereits durch die besondere Art der Empfängnis anzeigen, dass hier etwas passiert, was von IHM selbst kommt?

  93. Juleam 1. November 2012 um 12:22 Link zum Kommentar

    Lukas 1 – Marias Besuch bei Elisabeth

    39 Nicht lange danach machte sich Maria auf den Weg ins Bergland von Juda. So schnell sie konnte, ging sie in die Stadt, 40 inder Zacharias wohnte. Sie betrat sein Haus und begrüßte Elisabeth. 41 Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth mit dem Heiligen Geist erfüllt 42 und rief laut: »Du bist die gesegnetste aller Frauen , und gesegnet ist das Kind in deinem Leib! 43 Doch wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? 44 In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. 45 Glücklich bist du zu preisen, weil du geglaubt hast; denn was der Herr dir sagen ließ, wird sich erfüllen .«

    Warum hat es Maria so eilig, Elisabeth zu besuchen?

    Sicherlich hat sie der Besuch des Engels mächtig verwirrt. Sie wird auch Angst bekommen haben, darüber nachgedacht, was für Konsequenzen dies alles haben wird. Sie muss erst einmal mit sich im Reinen sein, bevor sie mit Joseph darüber spricht. Ihr Herz ist übervoll und sie sehnt sich danach, sich jemanden anzuvertrauen. Vielleicht braucht sie jetzt auch jemand, der sie in den Arm nimmt und ihr Mut macht.

    Was hatte der Engel da gesagt?: auch Elisabeth ist auf übernatürliche Weise schwanger geworden. Die wird sie bestimmt verstehen.

    Vielleicht macht sich Maria auf der langen Reise Gedanken, wie sie Elisabeth das alles sagen soll. Wo fängt man hier am besten an? Jehova macht es ihr leicht, indem er Johannes im Leib seiner Mutter hüpfen lässt.

    Da der Engel Sacharja und Elisabeth mitgeteilt hatte, welche besondere Aufgabe ihr Sohn übernehmen solle, waren diese beiden ja darauf vorbereitet, dass nun bald der Messias auftreten würde. Denn vor diesem solle ihr Sohn ja hergehen. Sicherlich haben sich die beiden werdenden Eltern danach viel mit den Prophezeiungen auseinandergesetzt und daher wissen sie auch, dass ‘die Jungfrau schwanger werden würde’. Daher zieht Elisabeth hier sofort die richtigen Schlüsse: dies ist ‘die Jungfrau’, die den Messias gebären wird.

    Und so ist der Anfang für Maria leicht gemacht. Sie muss sich nicht die richtigen Worte überlegen, die beiden Frauen sind mitten im Gespräch.

    Wie erleichtert Maria nun ist. Sie hatte sich so viele Gedanken gemacht und dann war es doch so einfach! Sicherlich wird Jehova auch die Dinge lenken, wenn sie dann später mit Joseph spricht..

  94. Juleam 1. November 2012 um 12:24 Link zum Kommentar

    Lukas 1:57-80

    Die Geburt Johannes’ des Täufers

    57 Für Elisabeth war die Zeit der Entbindung gekommen, und sie brachte einen Sohn zur Welt. 58 Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr Erbarmen mit ihr gehabt und ihr auf so wunderbare Weise geholfen hatte , und freuten sich mit ihr.
    59 Als das Kind acht Tage alt war, kamen sie zu seiner Beschneidung zusammen. Sie wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben. 60 Doch die Mutter des Kindes widersprach. »Nein«, sagte sie, »er soll Johannes heißen.« – 61 »Aber es gibt doch in deiner Verwandtschaft keinen, der so heißt!«, wandten die anderen ein. 62 Sie fragten deshalb den Vater durch Zeichen , wie er das Kind nennen wollte. 63 Zacharias ließ sich ein Schreibtäfelchen geben und schrieb darauf: »Sein Name ist Johannes.« Während sich alle noch darüber wunderten, 64 konnte Zacharias mit einem Mal wieder reden.Seine Zunge war gelöst , und er pries Gott.
    65 Furcht ´und Staunen` ergriff alle, die in jener Gegend wohnten , und im ganzen Bergland von Judäa sprach sich herum, was geschehen war. 66 Alle, die davon hörten, wurden nachdenklich und fragten sich: »Was wird wohl aus diesem Kind einmal werden?« Denn ´es war offensichtlich, dass`die Hand des Herrn mit ihm war.

    Zacharias preist den Herrn

    67 Zacharias, der Vater des Neugeborenen, wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt und begann, prophetisch zu reden. Er sagte:
    68 »Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!
    Er hat sich seines Volkes angenommen
    und hat ihm Erlösung gebracht.
    69 Aus dem Haus seines Dieners David
    hat er für uns einen starken Retter hervorgehen lassen,
    70 wie er es schon vor langer Zeit
    durch das Wort seiner heiligen Propheten angekündigt hatte –
    71 einen, der uns aus der Gewalt unserer Feinde rettet
    und uns aus den Händen all derer befreit, die uns hassen.
    72 So erbarmt sich Gott ´seines Volkes und hilft uns`,
    wie er es unseren Vorfahren zugesagt hat.
    Er vergisst seinen heiligen Bund nicht;
    73 er denkt an den Eid,
    den er unserem Stammvater Abraham geschworen hat:
    74 dass er uns aus den Händen unserer Feinde befreien wird
    75 und dass wir ihm unser ganzes Leben lang ohne Furcht
    in Heiligkeit und Gerechtigkeit
    in seiner Gegenwart dienen werden.
    76 Und du, Kind, wirst >Prophet des Höchsten< genannt werden.
    Denn du wirst vor dem Herrn hergehen und ihm den Weg bereiten.
    77 Du wirst sein Volk zu der Erkenntnis führen,
    dass es durch die Vergebung seiner Sünden gerettet wird ;
    78 denn unser Gott ist voll Erbarmen.
    Darum wird auch der helle Morgenglanz aus der Höhe zu uns kommen ,
    79 um denen Licht zu bringen,
    die in der Finsternis und im Schatten des Todes leben,
    und um unsere Schritte auf den Weg des Friedens zu lenken.«
    80 Johannes wuchs heran und wurde stark im Geist. Er lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er öffentlich in Israel auftrat.

    Dies stützt meinen Gedanken von vorhin, dass die Menschen ja bereits schon dadurch, dass hier durch ein Wunder ein Kind gezeugt wurde, auf die Besonderheit vorbereitet wurden.

    Sie fragen sich: “was soll aus den Kind noch werden?”. Vielleicht geht ihnen etwas Ähnliches wie mir vorhin durch den Kopf?

  95. Juleam 1. November 2012 um 12:27 Link zum Kommentar

    Lukas 2:8-20

    Engel und Hirten verkünden die Geburt des Messias

    8 Inder Umgebung von Betlehem waren Hirten, die ´mit ihrer Herde` draußen auf dem Feld lebten. Als sie in jener Nacht bei ihren TierenWache hielten, 9 stand auf einmal ein Engel des Herrn vor ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umgab sie mit ihrem Glanz. Sie erschraken sehr, 10 aber der Engel sagte zu ihnen: »Ihr braucht euch nicht zu fürchten! Ich bringe euch eine gute Nachricht, über die im ganzen Volk große Freudeherrschenwird. 11 Heute ist euch in der Stadt Davids ein Retter geboren worden; es ist der Messias , der Herr. 12 An folgendem Zeichen werdet ihr das Kind erkennen: Es ist in Windeln gewickelt und liegt in einer Futterkrippe.«
    13 Mit einem Mal waren bei dem Engel große Scharendes himmlischen Heeres; sie priesen Gott und riefen:
    14 »Ehre und Herrlichkeit Gott in der Höhe,
    und Frieden auf der Erde
    für die Menschen , auf denen sein Wohlgefallen ruht .«
    15 Daraufhin kehrten die Engel in den Himmel zurück.
    Da sagten die Hirten zueinander: »Kommt, wir gehen nach Betlehem! Wir wollen sehen, was dort geschehen ist und was der Herr uns verkünden ließ.« 16 Sie machten sich auf den Weg, so schnell sie konnten, und fanden Maria und Josef und ´bei ihnen` das Kind, das in der Futterkrippe lag. 17 Nachdem sie es gesehen hatten, erzählten sie ´überall` , was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 18 Und alle, mit denen die Hirten sprachen, staunten über das, was ihnen da berichtet wurde. 19 Maria aber prägte sich alle diese Dinge ein und dachte immer wieder darüber nach. 20 Die Hirten kehrten zu ihrer Herde zurück. Sie rühmten und priesen Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten; es war alles so gewesen, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.

    Dieser Bericht erinnert mich an mein Lieblings-Weihnachtslied, das ich als Kind hatte: “Kommet ihr Hirten”

    1. Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Fraun,
    Kommet, das liebliche Kindlein zu schaun,
    Christus, der Herr, ist heute geboren,
    Den Gott zum Heiland euch hat erkoren.
    Fürchtet euch nicht!

    2. Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,
    Was uns verheißen der himmlische Schall;
    Was wir dort finden, lasset uns künden,
    Lasset uns preisen in frommen Weisen:
    Halleluja!

    3. Wahrlich, die Engel verkündigen heut
    Bethlehems Hirtenvolk gar große Freud:
    Nun soll es werden Friede auf Erden,
    Den Menschen allen ein Wohlgefallen:
    Ehre sei Gott!

    erkennen wir den Text aus der Bibel wieder? Ich mochte dieses Lied deshalb so sehr, weil es sich wirklich mit dem beschäftigt, was damals passiert ist – also mit der “Weihnachtsgeschichte”

  96. Juleam 1. November 2012 um 12:33 Link zum Kommentar

    Lukas 4 – 6

    Lukas 4:1-13

    Die Versuchung Jesu

    1 Erfüllt mit dem Heiligen Geist, verließ Jesus die Jordangegend. Vierzig Tage war er, vom Geist geführt, in der Wüste 2 und wurde vom Teufel versucht. Während jener ganzen Zeit aß er nichts, sodass er am Ende sehr hungrig war.
    3 Da sagte der Teufel zu ihm: »Wenn du Gottes Sohn bist, dann befiehl diesem Stein hier, er soll zu Brot werden.« 4 Aber Jesus gab ihm zur Antwort: »Es heißt in der Schrift: >Der Mensch lebt nicht nur von Brot.< «
    5 Der Teufel führte ihn an eine hochgelegene Stelle , zeigte ihm in einem einzigen Augenblick alle Reiche der Erde 6 und sagte: »Alle diese Macht und Herrlichkeit will ich dir geben. Denn mir ist das alles übergeben, und ich gebe es, wem ich will. 7 Du brauchst mich nur anzubeten, und alles gehört dir.« 8 Aber Jesus entgegnete: »Es heißt in der Schrift: >Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten; ihm allein sollst du dienen.< «
    9 Der Teufel führte ihn auch nach Jerusalem, stellte ihn auf einen Vorsprung des Tempeldaches und sagte: »Wenn du Gottes Sohn bist, dann stürz dich von hier hinunter! 10 Denn es heißt in der Schrift:
    >Er wird seine Engel schicken ,
    damit sie dich behüten.
    11 Sie werden dich auf ihren Händen tragen,
    damit du mit deinem Fuß nicht an einen Stein stößt.< «
    12 Jesus erwiderte: »Es heißt aber auch: >Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht herausfordern!< «
    13 Nachdem der Teufel alles versucht hatte, um Jesus zu Fall zu bringen , ließ er ihn für einige Zeit in Ruhe.

    Diese Passage hatte ich erst vor einigen Tagen noch mal in dem Buch “Komm, folge mir nach!” gelesen. Dort ist mir besonders folgende Formuierung aufgefallen:

    In welcher Verfassung war Jesus nach so langem Fasten? Die Bibel sagt einfach: „[Es] hungerte ihn“ (Matthäus 4:2). Satan wollte also das natürliche Bedürfnis nach Nahrung ausnutzen und wartete sicher deshalb ab, bis Jesus körperlich geschwächt war.
    (Moon+ Reader Pro v1.8.3, Komm – folge mir nach (2007))

    Dies ist wohl das Geheimrezept vom Widersacher: er nutzt unsere natürlichen Wünsche und Bedürfnisse aus!

    In der Regel geht es bei der Hurerei, die Anbeter Jehovas begehen, nicht um irgendwelche perversen Praktiken – sondern um das Bedürfnis nach Liebe und Nähe. Auch wenn ein Anbeter sich auf einen Ungläubigen einlässt, dann geht es um dieses Bedürfnis.

    Ebenso verhält es sich mit unserem Bedürfnis nach Anerkennung und Zuwendung unserer Umgebung. Wie gieren praktisch danach und so fallen wir auf die Falle der Menschenfurcht herein oder streben eine höhere Laufbahn an.

    Alles an sich nicht verkehrt. Aber der Satan nutzt es als Köder

  97. Juleam 1. November 2012 um 13:56 Link zum Kommentar

    Lukas 4 – Jesus in seiner Heimatstadt Nazaret

    16 So kam Jesus auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war. Am Sabbat ging er, wie er es gewohnt war, in die Synagoge. Er stand auf, um ´aus der Schrift` vorzulesen, 17 und man reichte ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er rollte sie auf und las die Stelle, an der es heißt:
    18 »Der Geist des Herrn ruht auf mir,
    denn der Herr hat mich gesalbt.
    Er hat mich gesandt mit dem Auftrag,
    den Armen gute Botschaft zu bringen ,
    den Gefangenen zu verkünden, dass sie frei sein sollen,
    und den Blinden, dass sie sehen werden,
    den Unterdrückten die Freiheit zu bringen,
    19 und ein Jahr der Gnade des Herrn auszurufen.«
    20 Jesus rollte die Buchrolle zusammen, gab sie dem Synagogendiener zurück und setzte sich. Alle in der Synagoge sahen ihn gespannt an. 21 Er begann zu reden. »Heute hat sich dieses Schriftwort erfüllt«, sagte er zu ihnen. »Ihr seid Zeugen.«
    22 Alle waren von ihm beeindruckt und staunten über seine Worte. Sie mussten zugeben, dass das, was er sagte, ihm von Gott geschenkt war. »Aber ist er denn nicht der Sohn Josefs?«, fragten sie.
    23 Da sagte Jesus zu ihnen: »Ihr werdet mir sicher das Sprichwort vorhalten: >Arzt, hilf dir selbst!Wie wir gehört haben, hast du in Kafarnaum große Dinge getan.Nun, dann tu sie auch hier in deiner Vaterstadt!<«
    24 »Ich sage euch«, fuhr Jesus fort, »kein Prophet gilt etwas in seiner Vaterstadt. 25 Im Übrigen erinnere ich euch an Folgendes : Es gab in Israel viele Witwen, als es in den Tagen Elias drei Jahre und sechs Monate nicht regnete und im ganzen Land eine große Hungersnot herrschte. 26 Und doch wurde Elia zu keiner von ihnen geschickt, sondern zu einer Witwe in Sarepta im Gebiet von Sidon. 27 Und zur Zeit des Propheten Elisa gab es in Israel viele Aussätzige. Aber nicht einer von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman.«
    28 Als die Leute in der Synagoge das hörten, packte sie alle die Wut. 29 Sie sprangen auf, zerrten Jesus zur Stadt hinaus und führten ihn an einen Abhang des Hügels, auf dem ihre Stadt erbaut war; dort wollten sie ihn hinunterstürzen. 30 Jesus aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging fort.

    Was genau macht sie hier eigentlich so wütend?

    Waren sie nicht gerade eben noch über seine Worte sie begeistert gewesen, dass sie erkannten: er hat sie von Jehova Gott? Was hat er denn gesagt, das sie so verletzt hat? Er hat doch lediglich auf ihre Gedanken reagiert.

    Und was ist schon so schlimm daran, dass sie sich fragten, wie er so reden könne, wenn er doch nur aus einer einfachen Familie kommt? Eigentlich hat Jesus sie doch hier überhaupt nicht dafür gerügt, sondern nur festgestellt, dass der Mensch eben so reagiert. Auch wenn er aufzählt, dass die Propheten nur einigen wenigen mit ihren Wundern geholfen hat – ist dies ja nichts schlimmes. Es ist eine Tatsache und nichts, was man persönlich nehmen kann.

    Also wo genau ist hier ihr Problem?

  98. Juleam 1. November 2012 um 13:58 Link zum Kommentar

    Lukas 4:42-44

    Jesu Botschaft soll alle erreichen

    42 Bei Tagesanbruch verließ Jesus ´das Haus ` und ging an einen einsamen Ort. Doch die Leute suchten ihn, bis sie ihn gefunden hatten. Sie wollten ihn festhalten und verhindern, dass er von ihnen wegging. 43 Aber er sagte zu ihnen: »Ich muss auch den anderen Städten die Botschaft vom Reich Gottes verkünden, denn dazu bin ich gesandt worden.« 44 Von da an verkündete er die Botschaft vom Reich Gottes überall in den Synagogen des jüdischen Landes .

    Erinnert uns dies an unsere Gefühle nach einer Dienstwoche?

    Auch wir wollen unseren Kreisaufseher und seine Frau am liebsten nicht mehr gehen lassen, denn seine Ansprachen sind immer so ermunternd und es ist so schön, die beiden bei uns in der Versammlung zu haben und mit ihnen Gemeinschaft zu pflegen.

    Aber auch unser Kreisaufseherehepaar hat eine bestimmte Aufgabe zugeteilt bekommen: sie sollen alle Versammlungen im Kreis ermuntern und im Dienst schulen und motivieren – und so müssen sie “leider” weiterziehen.

    Für uns persönlich oft sehr traurig – aber auch die anderen Brüder haben Trost und Ermunterung nötig. Und wie mag sich erst das Ehepaar fühlen, das jede Woche woanders hin muss, sich immer wieder auf neue Brüder und Schwestern einstellen und nirgends wirklich zu Hause?

  99. Juleam 1. November 2012 um 14:00 Link zum Kommentar

    Lukas 5:4-6

    4 Als er aufgehört hatte zu reden, wandte er sich an Simon und sagte: »Fahr jetzt weiter hinaus auf den See; werft dort eure Netze zum Fang aus!« 5 Simon antwortete: »Meister, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und haben nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.« 6 Das taten sie dann auch, und sie fingen eine solche Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen begannen.

    Das erinnert mich an das, was wir am Wochenende in einer Ansprache gehört haben. Es ging ja darum, dass wir die Vorkehrungen unseres Gottes für uns in Anspruch nehmen sollten. Dies muss sich auch in unseren Gebeten zeigen und wir sollten immer glaubensvoll beten – ohne zu zweifeln!

    Wir sollten also beim Bitten voller Zuversicht sein und nicht um etwas bitten und dann sagen: “naja, ich hatte dich ja beim letzten Mal um dieses gebeten, aber du hast es mir nicht gegeben” oder “ich kenne da jemand, der hat dich um genau das selbe gebeten, aber das hat nichts gebracht”.

    Simon Petrus sagt es hier richtig: “wir haben zwar schon alles versucht, aber wenn du es sagst, probieren wir es trotzdem noch mal”.

    Denn warum sollte uns Jesus oder Jehova auffordern, etwas zu tun, was von vornherein zum Scheitern verurteilt ist? Wenn es dann doch nicht so klappen sollte, wie wir uns das vorstellen oder gewünscht hätten – dann sollten wir demütig anerkennen, dass Jehova schon seine Gründe hat, warum es anders gelaufen ist. Sicherlich will er damit etwas bestimmtes bezwecken, was seinem Vorsatz dient – auch wenn wir es nicht verstehen mögen.

    Und so werden wir auch beim nächsten Mal glaubensvoll das tu, wozu ER uns auffordert. In dem vollen Bewußtsein, dass Jehova schon weiss, was er tut. Entweder es gelingt so, wie von uns gewünscht, oder ER hat uns und unser gehorsames Handeln “benutzt”, um seinen Vorsatz weiter voranzutreiben.

  100. Juleam 1. November 2012 um 14:04 Link zum Kommentar

    Lukas 6:1-11

    Jesus ist Herr über den Sabbat

    1 An einem Sabbat ging Jesus durch die Felder. Seine Jünger rissen Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen die Körner. 2 Da sagten einige der Pharisäer: »Was tut ihr da? Das ist doch am Sabbat nicht erlaubt!« 3 Jesus entgegnete ihnen: »Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er und seine Begleiter Hunger hatten? 4 Wie er ins Haus Gottes ging, die geweihten Brote nahm, davon aß und auch seinen Begleitern davon gab, obwohl doch niemand außer den Priestern davon essen darf?« 5 Und Jesus fügte hinzu: »Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.«

    Jesus heilt am Sabbat

    6 An einem anderen Sabbat, als Jesus in die Synagoge ging und lehrte, war dort ein Mann, dessen rechte Hand verkrüppelt war. 7 Die Schriftgelehrten und Pharisäer beobachteten Jesus aufmerksam; sie wollten sehen, ob er am Sabbat heilen würde. Sie hofften nämlich, einen Vorwand zu finden, um ihn anklagen zu können. 8 Jesus wusste, was sie dachten. »Steh auf und komm nach vorn !«, sagte er zu dem Mann mit der verkrüppelten Hand. Der Mann stand auf und trat vor. 9 Nun wandte sich Jesus zu den Schriftgelehrten und Pharisäern und sagte: »Ich frage euch: Was ist richtig – am Sabbat Gutes zu tun oder Böses? Einem Menschen das Leben zu retten oder ihn ins Verderben zu stürzen ?« 10 Er sah sie alle der Reihe nach an. Dann befahl er dem Mann: »Streck deine Hand aus!« Der Mann tat es, und seine Hand war geheilt. 11 Da wurden sie von sinnloser Wut gepackt und berieten miteinander, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

  101. Juleam 1. November 2012 um 14:57 Link zum Kommentar

    Lukas 6 – Die Bergpredigt (Verse 20-49)

    Wer glücklich zu preisen ist und wer nicht

    20 Jesus blickte seine Jünger an und sagte:
    »Glücklich zu preisen seid ihr, die ihr arm seid;
    denn euch gehört das Reich Gottes.
    21 Glücklich zu preisen seid ihr, die ihr jetzt hungert;
    denn ihr werdet satt werden.
    Glücklich zu preisen seid ihr, die ihr jetzt weint;
    denn ihr werdet lachen.
    22 Glücklich zu preisen seid ihr, wenn ihr um des Menschensohnes willen gehasst und ausgestoßen werdet und wenn man euch um seinetwillen beschimpft und euren Namen in den Schmutz zieht . 23 Freut euch, wenn das geschieht; tanzt und springt vor Freude! Denn im Himmel wartet eine große Belohnung auf euch. Genauso haben es ja ihre Vorfahren mit den Propheten gemacht.

    24 Doch weh euch, die ihr reich seid;
    denn ihr habt euren Trost ´damit schon` erhalten.
    25 Weh euch, die ihr jetzt satt seid;
    denn ihr werdet hungern.
    Weh euch, die ihr jetzt lacht;
    denn ihr werdet trauern und weinen.
    26 Und weh euch, wenn alle Leute gut von euch reden! Genauso haben es ja ihre Vorfahren mit den falschen Propheten gemacht.«

    Liebe zu den Feinden. Grundregeln für das Verhalten gegenüber anderen

    27 »Aber euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; 28 segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch Böses tun . 29 Schlägt dich jemand auf die eine Backe, dann halt ihm auch die andere hin, und nimmt dir jemand den Mantel, dann lass ihm auch das Hemd. 30 Gib jedem, der dich bittet, und wenn dir jemand etwas nimmt, dann fordere es nicht zurück. 31 Handelt allen Menschen gegenüber so, wie ihr es von ihnen euch gegenüber erwartet.
    32 Wenn ihr die liebt, die euch Liebe erweisen, verdient ihr dafür etwa besondere Anerkennung? Auch die Menschen, die nicht nach Gott fragen, lieben die, von denen sie Liebe erfahren. 33 Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, verdient ihr dafür besondere Anerkennung? So handeln doch auch die, die nicht nach Gott fragen. 34 Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr ebenfalls etwas erwarten könnt , verdient ihr dafür besondere Anerkennung? Auch bei denen, die nicht nach Gott fragen, leiht einer dem anderen in der Hoffnung auf eine entsprechende Gegenleistung . 35 Nein, gerade eure Feinde sollt ihr lieben! Tut Gutes und leiht , ohne etwas zurückzuerwarten . Dann wartet eine große Belohnung auf euch, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. 36 Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist.«

    Warnung vor selbstgerechtem Urteilen

    37 »Richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden. Sprecht frei, und ihr werdet freigesprochen werden. 38 Gebt, und es wird euch gegeben werden. Ein volles Maß wird man euch in den Schoß schütten, ein reichliches Maß, bis an den Rand gefüllt und überfließend. Denn das Maß, das ihr verwendet, wird auch bei euch verwendet werden.«
    39 Jesus gebrauchte noch einen Vergleich; er sagte: »Kann ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in die Grube fallen? 40 Ein Jünger steht nicht über seinem Meister; wenn er alles von ihm gelernt hat, ist er ´höchstens` so weit gekommen wie dieser .
    41 Wie kommt es, dass du den Splitter im Auge deines Bruders siehst, aber den Balken in deinem eigenen Auge nicht bemerkst? 42 Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: >Bruder, halt still! Ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge sitzt< – und bemerkst dabei den Balken im eigenen Auge nicht? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge; dann wirst du klar sehen und kannst den Splitter, der im Auge deines Bruders ist, herausziehen.«

    Der Vergleich mit dem guten und mit dem schlechten Baum

    43 »Ein guter Baum trägt keine schlechten Früchte, und ebenso wenig trägt ein schlechter Baum gute Früchte. 44 Jeden Baum erkennt man an seinen Früchten: Von Dornbüschen pflückt man keine Feigen, und von Gestrüpp erntet man keine Trauben. 45 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil sein Herz mit Gutem erfüllt ist . Ein böser Mensch dagegen bringt Böses hervor, weil sein Herz mit Bösem erfüllt ist. Denn wie der Mensch in seinem Herzen denkt, so redet er. «

    Der Vergleich mit dem Hausbau

    46 »Warum nennt ihr mich immerfort >Herr< , wenn ihr doch nicht tut, was ich sage? 47 Wisst ihr, wem der gleicht, der zu mir kommt, meine Worte hört und danach handelt? Ich will es euch sagen . 48 Er gleicht einem Mann, der ein Haus baut und dabei tief ausschachtet und das Fundament auf felsigen Grund legt. Wenn dann Hochwasser kommt und die Flutwellen gegen das Haus schlagen, können sie es nicht erschüttern, so gut ist es gebaut. 49 Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, gleicht einem Mann, der ein Haus baut, ohne auszuschachten und ohne ein Fundament zu legen. Sobald die Flutwellen dagegen schlagen, stürzt es in sich zusammen und wird völlig zerstört«

  102. Juleam 1. November 2012 um 15:05 Link zum Kommentar

    Lukas 7 – 9

    Lukas 7:24-30

    Jesus und Johannes der Täufer

    24 Als die Boten des Johannes wieder gegangen waren, wandte sich Jesus an die Menge und fing an, zu ihnen über Johannes zu sprechen. »Was wolltet ihr euch eigentlich ansehen, als ihr zu ihm in die Wüste hinausgingt?«, fragte er sie. »Ein Schilfrohr, das sich im Wind hin- und herbewegt? 25 Nein? Was wolltet ihr denn sonst dort draußen sehen? Einen Mann in feiner Kleidung? Ihr wisst doch: Leute, die vornehme Kleider tragen und im Überfluss leben, sind in den Königspalästen zu finden. 26 Was wolltet ihr also sehen, als ihr hinausgingt? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: Ihr habt einen Propheten gesehen, und noch mehr als das. 27 Johannes ist der, über den es in der Schrift heißt:
    >Ich sende meinen Boten vor dir her;
    er wird dir vorangehen und dein Wegbereiter sein.<
    28 Ich sage euch: Unter allen Menschen, die je geboren wurden, gibt es keinen Größeren als Johannes; und doch ist selbst der Geringste im Reich Gottes größer als er.
    29 Alle, die Johannes zuhörten – das ganze Volk und sogar die Zolleinnehmer -, gaben Gott ´in seinem Urteil` Recht; sie haben sich von Johannes taufen lassen. 30 Nur die Pharisäer und die Gesetzeslehrer machten den Plan zunichte, den Gott für sie hatte; sie haben sich nicht von Johannes taufen lassen.

    Was macht Johannes eigentlich so besonders?

    Es hat viele treue Diener Jehovas gegeben – wie Abraham, David, Daniel usw. Es gab viele Propheten, es gab auch viele Männer, die durch übernatürliche Zeugung ins Leben kamen.

    Und war nicht auch Jesus ein ‘von Menschen Geborener’?

    Worum geht es Jesus also hier?

    Dass Johannes ein großer Mann war und Jehova treu diente und dass er noch zu denen zählt, die keine himmlische Hoffnung haben werden – weil er stirbt, bevor Jesus den neuen Bund in Kraft setzt.

    Aber warum dann diese Formulierung?

  103. Juleam 1. November 2012 um 15:09 Link zum Kommentar

    Lukas 7:36-50

    Der Pharisäer und die Sünderin vor Jesus

    36 Ein Pharisäer hatte Jesus zu sich zum Essen eingeladen, und Jesus war gekommen und hatte am Tisch Platz genommen . 37 Injener Stadt lebte eine Frau, die für ihren unmoralischen Lebenswandel bekannt war . Als sie erfuhr, dass Jesus im Haus des Pharisäers zu Gast war, nahm sie ein Alabastergefäß voll Salböl und ging dorthin. 38 Sie trat von hinten an das Fußende des Polsters, auf dem Jesus Platz genommen hatte, und brach in Weinen aus; dabei fielen ihre Tränen auf seine Füße. Da trocknete sie ihm die Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl.
    39 Als der Pharisäer, der Jesus eingeladen hatte, das sah, dachte er: »Wenn dieser Mann wirklich ein Prophet wäre, würde er die Frau kennen, von der er sich da berühren lässt; er wüsste, was für eine sündige Person das ist.«
    40 Da wandte sich Jesus zu ihm. »Simon«, sagte er, »ich habe dir etwas zu sagen.« Simon erwiderte: »Meister, bitte sprich!« – 41 »Zwei Männer hatten Schulden bei einem Geldverleiher«, begann Jesus. »Der eine schuldete ihm fünfhundert Denare, der andere fünfzig. 42 Keiner der beiden konnte seine Schulden zurückzahlen. Da erließ er sie ihnen. Was meinst du: Welcher von den beiden wird ihm gegenüber wohl größere Dankbarkeit empfinden ?« 43 Simon antwortete: »Ich nehme an, der, dem er die größere Schuld erlassen hat.« – »Richtig «, erwiderte Jesus.
    44 Dann wies er auf die Frau und sagte zu Simon: »Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, und du hast mir kein Wasser für meine Füße gereicht; sie aber hat meine Füße mit ihren Tränen benetzt und mit ihrem Haar getrocknet. 45 Du hast mir keinen Kuss zur Begrüßung gegeben; sie aber hat, seit ich hier bin, nicht aufgehört, meine Füße zu küssen. 46 Du hast meinen Kopf nicht einmal mit gewöhnlichem Öl gesalbt, sie aber hat meine Füße mit kostbarem Salböl gesalbt. 47 Ich kann dir sagen, woher das kommt. Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben worden, darum hat sie mir viel Liebe erwiesen. Wem aber wenig vergeben wird, der liebt auch wenig.« 48 Und zu der Frau sagte Jesus: »Deine Sünden sind dir vergeben.«
    49 Die anderen Gäste fragten sich : »Wer ist dieser Mann, der sogar Sünden vergibt?« 50 Jesus aber sagte zu der Frau: »Dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden!«

    Warum ist das so, dass derjenige dankbarer ist, dem viel vergeben wurde?

    Wahrscheinlich liegt dies daran, dass dieser sich eher der Güte und Barmherzigkeit bewußt ist. Wenn wir denken, dass wir so leben, wie es Jehova gefällt, könnten wir die Notwendigkeit des Loskaufsopfers aus den Augen verlieren. Wir meinen dann vielleicht, wir hätten Jehovas Gunst “verdient”. Auf diesen Gedanken geht ja später auch Paulus ein, wenn er sagt, dass alles “Gottes unverdiente Güte” ist.

    Diese Frau hingegen schämt sich für die Dinge, die sie getan hat. Da sie Jesus nun eine längere Zeit gefolgt ist, hat sie ihn und Jehova besser kennen gelernt und weiss, dass beide heilig sind, ohne Fehl und Tadel. Sie hat auch erkannt, dass Jehova von seinen Dienern erwartet, dass diese ebenso heilig bzw sauber sind. Sie weiss, dass Jehova von seinen Dienern einen sauberen und anständigen Lebenswandel erwartet – und weiss ebenso, dass sie weit davon entfernt ist. So fühlt sie sich unwürdig, ebenso wie der Hauptmann von Kapernaum, der Jesus deswegen um “eine Fernheilung” bittet.

    Dieses Wissen macht sie nicht nur demütig, sondern auch dankbar.

    Ganz im Gegensatz zu den selbstgerechten Schriftgelehrten und Pharisäern, die sich selbst schon für nahezu perfekt halten, weil sie all die Überlieferungen halten. Diese denken, ihnen stünde das Wohlgefallen und der Segen Jehovas zu. Für sie ist es nichts besonderes, wenn Jesus sich mit ihnen abgibt. Daher lassen sie die angebrachte Dankbarkeit fehlen.

    Könnten wir in die selbe Falle tappen, wie sie? Ist es eine Art Automatismus, wenn wir uns bemühen, uns nach Jehovas Maßstäben auszurichten?

    Denken wir hier auch an die Ansprachen vom BZK: “Eine ausgeglichene Selbsteinschätzung” und “Unsere Absichten des Herzens durch Gottes Wort offenbaren”

  104. Juleam 1. November 2012 um 15:11 Link zum Kommentar

    Lukas 9:28-36

    Drei Jünger werden Zeugen der Herrlichkeit Jesu

    28 Etwa acht Tage, nachdem Jesus das gesagt hatte, nahm er Petrus, Johannes und Jakobus mit sich und stieg auf einen Berg, um zu beten. 29 Während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichts, und seine Kleider wurden strahlend weiß. 30-31 Auf einmal erschienen zwei Männer in himmlischem Glanz und redeten mit Jesus; es waren Mose und Elia. Sie sprachen mit ihm über das Ende, das ihm in Jerusalem bevorstand, und wie sich damit sein Auftrag erfüllen würde .
    32 Der Schlaf hatte Petrus und seine Gefährten überwältigt. Als sie aufwachten, sahen sie Jesus in seinem himmlischen Glanz und die beiden Männer, die bei ihm standen. 33 Als diese im Begriff waren, von ihm wegzugehen, sagte Petrus zu Jesus: »Meister, wie gut ist es, dass wir hier sind! Wir wollen drei Hütten bauen , eine für dich, eine für Mose und eine für Elia.« Doch Petrus wusste selbst nicht, was er da sagte.
    34 Während er noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Als die Wolke sie ganz einhüllte, fürchteten sich die Jünger. 35 Und aus der Wolke sprach eine Stimme: »Dies ist mein Sohn, mein Auserwählter; auf ihn sollt ihr hören!« 36 Als die Stimme aufgehört hatte zu reden, war nur noch Jesus da.
    Die Jünger schwiegen über das, was sie erlebt hatten; sie erzählten in jener Zeit niemand etwas davon.

    Warum eigentlich nicht? Hatte Jesus ihnen verboten, darüber zu reden? Hier sehe ich nichts davon.

    Warum schwiegen sie dann über das, was sie gesehen hatten? Weil es sie verwirrte und sie es selbst nicht verstanden?

  105. Juleam 1. November 2012 um 15:12 Link zum Kommentar

    Lukas 9:51-56

    Ein samaritanisches Dorf verweigert Jesus die Gastfreundschaft

    51 Als die Zeit näher rückte, in der Jesus die Erde verlassen und in den Himmel zurückkehren sollte , machte er sich entschlossen auf den Weg nach Jerusalem.
    52 Er schickte Boten voraus; diese kamen in ein Dorf in Samarien und wollten dort eine Unterkunft für ihn besorgen. 53 Aber weil er auf dem Weg nach Jerusalem war, wollte man ihn nicht aufnehmen. 54 Als seine Jünger Jakobus und Johannes das hörten , sagten sie: »Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet ?« 55 Da wandte sich Jesus zu ihnen um und wies sie streng zurecht. 56 Sie übernachteten dann in einem anderen Dorf.

    Warum ließen sie ihn und seine Jünger nicht in der Stadt übernachten?

    Hier heißt es “weil sie auf dem Weg nach Jerusalem waren”. Was hat dies mit der Weigerung zu tun?

    Bedeutet das, sie hätten ihn gastfreundlich aufgenommen, wenn er länger geblieben oder woandershin gereist wäre?

  106. Juleam 3. November 2012 um 11:42 Link zum Kommentar

    Lukas 10 – 13

    Lukas 10 – Das Liebesgebot und das Beispiel des barmherzigen Samaritaners

    25 Ein Gesetzeslehrer wollte Jesus auf die Probe stellen. »Meister«, fragte er, »was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen ?« 26 Jesus entgegnete: »Was steht im Gesetz? Was liest du dort?« 27 Er antwortete: »>Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe , mit aller deiner Kraft und mit deinem ganzen Verstand!Du sollst deine Mitmenschen lieben wie dich selbst!Sorge für ihn!Und sollte das Geld nicht ausreichen, werde ich dir den Rest bezahlen, wenn ich auf der Rückreise hier vorbeikomme.<«
    36 »Was meinst du?«, fragte Jesus den Gesetzeslehrer. »Wer von den dreien hat an dem, der den Wegelagerern in die Hände fiel, als Mitmensch gehandelt?« 37 Er antwortete: »Der, der Erbarmen mit ihm hatte und ihm geholfen hat.« Da sagte Jesus zu ihm: »Dann geh und mach es ebenso!«

    Besonders Vers 29: “der Gesetzeskundige wollte sich verteidigen” – warum? Jesus hatte ihn doch gar nicht angegriffen.

    Dieses Gleichnis ist sehr schön in der Folge “Der gute Samariter” in der Zeichentrickreihe aufgearbeitet worden. Vor allen Dingen, weil hier gleich zu Anfang “die Ungeheuerlichkeit dessen” herausgestellt wird, indem sich der Wanderer auf dem Weg an die Ermahnung seines Vaters erinnert, sich vor Samaritern in Acht zu nehmen, da dies böse Menschen sind. Und so bekommt er entsetzliche Angst, als er den Samariter kommen sieht.

    Gerade zuvor war er noch mit letzter Kraft voller Hoffnung Richtung Weg gekrochen, waren doch bereits der Priester und der Levit weitergegangen, als sie ihn sahen. Es wird schon Abend und langsam gibt er die Hoffnung auf, dass er noch Hilfe erhalten wird. Nun hört er wieder jemanden kommen und schleppt sich mit letzter Kraft zum Weg hin und was sieht er? Einen Samariter! Wie furchtbar, nichts wie weg, denn der wird ihm bestimmt etwas tun. Am liebsten würde er sich in ein Mauseloch verkriechen, und so duckt er sich tiefer in den Straßengraben. Aber der Samariter sieht ihn und kommt auf ihn zu. Ihm bleibt vor Schreck fast das Herz stehen.

    Aber dieser Samariter ist überhaupt nicht böse, im Gegenteil: er hilft ihm, versorgt seine Wunden und hilft ihm dann auf seinen Esel. Dann sehen wir die beiden einen langen Weg in den Sonnenuntergang laufen: der Verletzte auf dem Esel und der Samariter läuft nebenher und führt das Tier.

    Hier wird mir erst einmal richtig bewußt, was der Samariter tut: er hatte den Esel als Reittier für die lange Reise. Als er ankam, saß er auf dem Esel. Nun geht er zu Fuß nebenher und führt den Esel und den Kranken. Es bedeutet für ihn selbst, dass er den ganzen langen und ermüdenden Weg zu Fuß geht.

    Damit nicht genug, “geht auch der Samariter die zweite Meile”: er liefert den Verletzten nicht nur im Gasthof ab, sondern zahlt auch dessen Aufenthalt, bis er selbst zurückkommt. Dann nimmt er den Kranken wieder auf seinen Esel und führt ihn bis zu seinem Haus zurück, so dass dieser heile daheim ankommt. Wieder ein endlos langer Weg, den er selbst unter beschwerlichen Umständen zu Fuß geht. Er hätte den Verletzten ja auch sich selbst im Gasthof überlassen können. Dieser hätte ja dann die Heimreise allein zu Fuß nach Hause antreten können, wenn er wieder gesund wäre.

    Kein Wunder, dass der Mann überglücklich über diese Hilfe ist. Kam sie doch von so unverhoffter Seite.

    Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, sehen wir den Priester und den Leviten in der Gaststube, als der Samariter den Verletzten reinträgt. Als sie es sehen, werden sie ganz rot vor Scham. Man kann deutlich erkennen, was sie nun denken: es wäre eigentlich ihre Aufgabe gewesen, ihrem Bruder zu helfen. Aber sie hatten ihn liegen lassen und nun kommt einer daher, von dem sie sagen, er sei allein wegen seiner Abstammung ein schlechter Mensch. Und dieser tut das, was ihre Aufgabe gewesen wäre – und noch viel mehr. Wie beschämend!

    Wie wir sehen, sind diese kleinen Zeichentrickfilme auch für uns Erwachsene noch sehr lehrreich

  107. Juleam 3. November 2012 um 11:46 Link zum Kommentar

    Lukas 11 – Wer wirklich glücklich zu preisen ist

    27 Während Jesus über diese Dinge sprach, unterbrach ihn plötzlich eine Frau aus der Menge und rief ihm zu: »Glücklich zu preisen ist die Frau, die dich zur Welt bringen und die dich stillen durfte !« – 28 »Ja«, erwiderte Jesus, »glücklich zu preisen sind die, die Gottes Wort hören und es befolgen.«

    Wahrscheinlich ist dies hier die Grundlage für die Marienverehrung? Aber sagt Jesus hier nicht selbst, dass es nicht darauf ankommt, welche Frau ihn geboren hat – sondern wer so lebt, wie Jehova will? Was sagen andere Übersetzungen?

    27 Und es begab sich, da er solches redete, erhob ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast. 28 Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.
    Luther

    27 Es begab sich aber, als er dies redete, erhob eine Frau aus der Volksmenge die Stimme und sprach zu ihm: Glückselig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast!

    28 Er aber sprach: Glückselig sind vielmehr die, die Gottes Wort hören und es bewahren!
    Schlachter

    27 Als er so redete, rief ein Weib aus der Menge mit lauter Stimme: “Heil dem Schoß, der dich getragen! Heil der Brust, die dich genährt!” 28 Er aber sprach: “Jawohl, Heil denen, die Gottes Wort hören und es halten!”
    Albrecht

    27 Es geschah aber, indem er dies sagte, erhob ein gewisses Weib aus der Volksmenge ihre Stimme und sprach zu ihm: Glückselig der Leib, der dich getragen, und die Brüste, die du gesogen hast!

    28 Er aber sprach: Ja, vielmehr glückselig, die das Wort Gottes hören und bewahren!
    Elberfelder

    Wer darf sich glücklich nennen?

    27 Während Jesus das sagte, rief plötzlich eine Frau aus der Menschenmenge: »Wie glücklich muss die Frau sein, die dich geboren und gestillt hat!«

    28 Darauf erwiderte Jesus: »Ja, aber noch glücklicher sind die Menschen, die Gottes Botschaft hören und danach leben.«
    Hoffnung für Alle

    Geht es nicht aus jeder dieser Übersetzungen hervor, dass es keinen Grund gibt, seine Mutter derart zu verehren?

    Irgendwie kommt mir der Ausspruch der Frau auch nirgends so vor, als ginge es hier um eine Art Anbetung oder Verehrung. Es hört sich für mich eher so an, wie eine Art von Neid: “ach, wenn mein Sohn doch aus so intelligent und verständig wäre”.

    Hat jemand vielleicht eine katholische Übersetzung? Vielleicht wird es dort noch anders formuliert – denn die Evangelen haben ja diese Marienverehrung nicht

  108. Juleam 3. November 2012 um 13:14 Link zum Kommentar

    Lukas 11:33-36

    Licht und Finsternis. Das Gleichnis vom Auge
    33 »Niemand zündet eine Lampe an und versteckt sie dann in einem Winkel oder stellt sie unter ein Gefäß . Im Gegenteil: Man stellt sie auf den Lampenständer, damit jeder, der hereinkommt, Licht hat und sehen kann .
    34 Das Auge gibt deinem Körper Licht. Ist dein Auge gut , dann ist dein ganzer Körper im Licht. Ist es jedoch schlecht, dann ist dein Körper im Finstern. 35 Achte deshalb darauf, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist. 36 Wenn nun dein ganzer Körper im Licht steht und nichts mehr an ihm finster ist, dann ist es, wie wenn dich eine Lampe mit ihrem hellen Schein anstrahlt; alles steht im Licht.«

    Ach ja, hier fällt mir ein, dass wir noch ein biblisches Drama zu diesen Stoff zum Anhören haben: “Bewahre ein lauteres Auge”. Es kann sogar auf der Seite der Gesellschaft als mp3 heruntergeladen werden

  109. Juleam 4. November 2012 um 08:47 Link zum Kommentar

    Lukas 11:37-54

    Jesus geht mit den Pharisäern und den Gesetzeslehrern ins Gericht

    37 Kaum hatte Jesus aufgehört zu reden , lud ihn ein Pharisäer zum Essen ein. Jesus ging zu ihm ins Haus und nahm am Tisch Platz, 38 ohne zuerst die vorgeschriebene Waschung zu verrichten. Als der Pharisäer das sah, war er entrüstet.
    39 Da sagte der Herr zu ihm: »So seid ihr Pharisäer! Ihr reinigt das Äußere eurer Becher und Schüsseln , aber euer Inneres ist voll Raubgier und Bosheit. 40 Ihr Toren! Hat der, der das Äußere schuf, nicht auch das Innere geschaffen? 41 Gebt doch, was in euren Bechern und Schüsseln ist , den Armen, und ihr werdet sehen: Alles ist dann für euch rein!
    42 Aber wehe euch Pharisäern! Ihr gebt den zehnten Teil von ´Kräutern wie` Minze und Raute und von sämtlichen Gemüsesorten und lasst dabei ´die Forderungen` der Gerechtigkeit und der Liebe Gottes außer Acht. Diese solltet ihr erfüllen und das andere nicht unterlassen.
    43 Wehe euch Pharisäern! In den Synagogen nehmt ihr die vordersten Sitze für euch in Anspruch, und ihr liebt es, wenn man euch auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßt.
    44 Wehe euch! Ihr seid wie Gräber, die unkenntlich geworden sind; die Leute gehen darüber ´und verunreinigen sich`, ohne es zu merken.«
    45 Einer der Gesetzeslehrer unterbrach Jesus und rief: »Meister, mit dem, was du sagst, greifst du auch uns an!«
    46 Darauf sagte Jesus: »Ja, wehe auch euch Gesetzeslehrern! Ihr bürdet den Menschen Lasten auf, die man kaum tragen kann, aber ihr selbst rührt diese Lasten mit keinem Finger an.
    47 Wehe euch! Ihr errichtet Grabmäler für die Propheten, die doch von euren Vorfahren umgebracht wurden. 48 Damit gebt ihr nicht nur zu , dass eure Vorfahren das getan haben; ihr heißt es sogar gut. Sie haben die Propheten umgebracht, und ihr errichtet die Grabmäler. 49 Das ist auch der Grund, weshalb die Weisheit Gottes gesagt hat: >Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen schicken; einige von ihnen werden sie umbringen, und andere werden sie verfolgen.< 50 Darum wird diese Generation zur Rechenschaft gezogen werden für den Tod aller Propheten, die seit der Erschaffung der Welt umgebracht wurden, 51 angefangen bei Abel bis hin zu Sacharja , der zwischen dem Altar und dem Haus ´Gottes` umkam. Ja, ich sage euch: Diese Generation wird dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
    52 Wehe euch Gesetzeslehrern! Ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Selbst seid ihr nicht eingetreten, und die, die eintreten wollten, habt ihr daran gehindert.«
    53 Als Jesus jenes Haus wieder verließ, begannen die Schriftgelehrten und die Pharisäer, mit immer neuen Fragen auf ihn einzudringen; sie ließen nichts unversucht, um ihn in die Enge zu treiben, 54 und lauerten darauf, ihn bei einer ´verfänglichen` Äußerung zu ertappen.

    … Ohne Worte …

  110. Juleam 5. November 2012 um 09:13 Link zum Kommentar

    Lukas 14 – 17

    Lukas 14 – Eine goldene Regel für Gäste

    7 Jesus beobachtete, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten. Das nahm er zum Anlass, sie auf etwas hinzuweisen . 8 »Wenn du bei jemand zu einem Festessen eingeladen bist«, sagte er, »dann nimm nicht oben am Tisch Platz . Es könnte ja sein, dass einer von den anderen Gästen angesehener ist als du. 9 Der Gastgeber, der euch beide, dich und ihn, eingeladen hat, müsste dann kommen und zu dir sagen: >Mach ihm bitte Platz!Mein Freund, nimm doch weiter oben Platz!< Und so wirst du vor allen geehrt, die mit dir eingeladen sind. 11 Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.«

    Eine goldene Regel für Gastgeber

    12 Dann wandte sich Jesus zu dem, der ihn eingeladen hatte, und sagte: »Wenn du Gäste einladen willst, ob zu einer einfachen Mahlzeit oder zu einem großen Essen , dann lade dazu nicht ´nur` deine Freunde, deine Brüder, sonstige Verwandte oder reiche Nachbarn ein. Sie würden dich wieder einladen, und das wäre dann deine ganze Belohnung . 13 Nein, lade Arme, Behinderte, Gelähmte und Blinde ein, wenn du ein Essen gibst. 14 Dann bist du glücklich zu preisen. Denn sie können es dir nicht vergelten; dafür wird es dir bei der Auferstehung der Gerechten vergolten werden.«

    Jesus spielt hier in beiden Fällen auf ein wichtiges Bedürfnis von uns Menschen an: wir wollen von anderen anerkannt werden und können es kaum ertragen, wenn sie schlecht von uns denken.

    Dies ist sicherlich auch der Grund, warum Jesus an anderer Stelle davor warnt, unseren Bruder zu hassen. Er prägt sogar den Gedanken von Rufmord!

    Es ist für uns einfach unerträglich, wenn andere schlecht von uns denken. Ganz besonders, wenn dies durch Lügen und Verleumdungen verursacht wird und wir in Wirklichkeit Jehova mit ganzer Seele dienen. Oftmals ist dieses Gefühl so schlimm, dass wir am liebsten sterben würden. Einige setzen dieses Gefühl in die Tat um und werfen aus Verzweiflung ihr Leben weg.

    Verlieren sie dann Jehovas Anerkennung, weil sie nicht genügend Achtung vor der Gabe des Lebens erkennen ließen – oder wird Jehova nicht eher die Verursacher der Verleumdung dafür zur Rechenschaft ziehen? Sie haben in gewissem Sinne einen Mord begangen, denn sie haben den Untadeligen erst zu der Tat getrieben.

    Erinnern wir uns noch daran, wie Jehova über Hiob dachte? Er war so verzweifelt, dass er am liebsten sterben wollte. Aber Jehova verurteilte ihn nicht dafür. Im Gegenteil: er vergab seinen "Freunden", die ihn durch "ihren Trost" erst so sehr entmutigten erst, nachdem Hiob für sie um Gnade gebeten hatte.

    Oder nehmen wir Elia, der sich auf der Flucht vor Isebel den Tod wünschte. Auch diesen verurteilte Jehova nicht. Im Gegenteil: er versicherte ihm seine Liebe und stärkte ihn. Isebel, die ihn erst so weit brachte, sein Leben zu hassen, verurteilte ER hingegen aufs schärfste und ließ sie einen schmachvollen Tod sterben.

    Was lernen wir für uns heute daraus?

  111. Juleam 5. November 2012 um 09:16 Link zum Kommentar

    Lukas 14:25-35

    Was es kostet, ein Jünger Jesu zu sein

    25 Scharen von Menschen begleiteten Jesus, als er weiterzog. Da wandte er sich zu ihnen um und sagte: 26 »Wenn jemand zu mir kommen will, muss er alles andere zurückstellen – Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein eigenes Leben; sonst kann er nicht mein Jünger sein. 27 Wer nicht sein Kreuz trägt und mir auf meinem Weg folgt , der kann nicht mein Jünger sein.
    28 Angenommen, jemand von euch möchte ein Haus bauen. Setzt er sich da nicht zuerst hin und überschlägt die Kosten? Er muss doch wissen, ob seine Mittel reichen, um das Vorhaben auszuführen. 29 Sonst kann er, nachdem er das Fundament gelegt hat, den Bau vielleicht nicht vollenden, und alle, die das sehen, werden ihn verspotten 30 und sagen: >´Seht euch das an!` Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und war nicht imstande, es zu Ende zu führen.< 31 Oder nehmen wir an, ein König macht sich auf, um gegen einen anderen König in den Krieg zu ziehen. Wird er sich da nicht zuerst hinsetzen und überlegen, ob er in der Lage ist, sich mit seinem Heer von zehntausend Mann einem Feind entgegenzustellen, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? 32 Wenn er sich nicht für stark genug hält, wird er, solange der andere noch weit weg ist, eine Abordnung zu ihm schicken, um Friedensbedingungen auszuhandeln .
    33 Darum kann auch keiner von euch mein Jünger sein, wenn er sich nicht von allem trennt, was er hat.
    34 Salz ist etwas Gutes. Wenn jedoch das Salz seine Kraft verliert, womit soll man sie ihm wiedergeben ? 35 Es ist dann nicht einmal mehr als Dünger für den Acker geeignet ; man kann es nur noch wegwerfen.
    Wer Ohren hat und hören kann, der höre!«

    Auch hier ist die Formulierung eindeutig: “muss er alles andere zurückstellen”.

    Dies zeigt, worauf es kommt. Es geht nicht darum, dass wir alles andere hassen – sondern es geht um unsere Prioritäten!

  112. Juleam 6. November 2012 um 08:12 Link zum Kommentar

    Lukas 15 – Verloren und wiedergefunden: drei Gleichnisse

    1 Jesus war ständig umgeben von Zolleinnehmern und anderen Leuten, die als Sünder galten ; sie wollten ihn alle hören. 2 Die Pharisäer und die Schriftgelehrten waren darüber empört. »Dieser Mensch gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen!«, sagten sie.

    Das verlorene und wiedergefundene Schaf

    3 Da erzählte ihnen Jesus folgendes Gleichnis: 4»Angenommen, einer von euch hat hundert Schafe, und eins davon geht ihm verloren. Lässt er da nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? 5 Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voller Freude auf seine Schultern 6 und trägt es nach Hause. Dann ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: ›Freut euch mit mir! Ich habe das Schaf wiedergefunden, das mir verloren gegangen war.‹
    7 Ich sage euch: Genauso wird im Himmel mehr Freude sein über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.«

    Die verlorene und wiedergefundene Münze

    8 »Oder wie ist es, wenn eine Frau zehn Silbermünzen hat und eine davon verliert? Zündet sie da nicht eine Lampe an, kehrt das ganze Haus und sucht in allen Ecken, bis sie die Münze gefunden hat? 9 Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: ›Freut euch mit mir! Ich habe die Münze wiedergefunden, die ich verloren hatte.‹

    10 Ich sage euch: Genauso freuen sich die Engel Gottes über einen einzigen Sünder, der umkehrt.«

    Der verlorene und wiedergefundene Sohn

    11 Jesus fuhr fort: »Ein Mann hatte zwei Söhne. 12 Der jüngere sagte zu ihm: ›Vater, gib mir den Anteil am Erbe, der mir zusteht!‹ Da teilte der Vater das Vermögen unter die beiden auf. 13 Wenige Tage später hatte der jüngere Sohn seinen ganzen Anteil verkauft und zog mit dem Erlös in ein fernes Land. Dort lebte er in Saus und Braus und brachte sein Vermögen durch.
    14 Als er alles aufgebraucht hatte, wurde jenes Land von einer großen Hungersnot heimgesucht. Da geriet auch er in Schwierigkeiten. 15 In seiner Not wandte er sich an einen Bürger des Landes, und dieser schickte ihn zum Schweinehüten auf seine Felder. 16 Er wäre froh gewesen, wenn er seinen Hunger mit den Schoten, die die Schweine fraßen, hätte stillen dürfen, doch selbst davon wollte ihm keiner etwas geben.
    17 Jetzt kam er zur Besinnung. Er sagte sich: ›Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, und alle haben mehr als genug zu essen! Ich dagegen komme hier vor Hunger um. 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; 19 ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn genannt zu werden. Mach mich zu einem deiner Tagelöhner!‹

    20 So machte er sich auf den Weg zu seinem Vater. Dieser sah ihn schon von weitem kommen; voller Mitleid lief er ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. 21 ›Vater‹, sagte der Sohn zu ihm, ›ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn genannt zu werden.‹ 22 Doch der Vater befahl seinen Dienern: ›Schnell, holt das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an den Finger und bringt ihm ein Paar Sandalen! 23 Holt das Mastkalb und schlachtet es; wir wollen ein Fest feiern und fröhlich sein. 24 Denn mein Sohn war tot, und nun lebt er wieder; er war verloren, und nun ist er wiedergefunden.‹ Und sie begannen zu feiern.

    25 Der ältere Sohn war auf dem Feld gewesen. Als er jetzt zurückkam, hörte er schon von weitem den Lärm von Musik und Tanz. 26 Er rief einen Knecht und erkundigte sich, was das zu bedeuten habe. 27›Dein Bruder ist zurückgekommen‹, lautete die Antwort, ›und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn wohlbehalten wiederhat.‹ 28 Der ältere Bruder wurde zornig und wollte nicht ins Haus hineingehen. Da kam sein Vater heraus und redete ihm gut zu. 29 Aber er hielt seinem Vater vor: ›So viele Jahre diene ich dir jetzt schon und habe mich nie deinen Anordnungen widersetzt. Und doch hast du mir nie auch nur einen Ziegenbock gegeben, sodass ich mit meinen Freunden hätte feiern können! 30 Und nun kommt dieser Mensch da zurück, dein Sohn, der dein Vermögen mit Huren durchgebracht hat, und du lässt das Mastkalb für ihn schlachten!‹ –

    31 ›Kind‹, sagte der Vater zu ihm, ›du bist immer bei mir, und alles, was mir gehört, gehört auch dir. 32 Aber jetzt mussten wir doch feiern und uns freuen; denn dieser hier, dein Bruder, war tot, und nun lebt er wieder; er war verloren, und nun ist er wiedergefunden.‹«

    Scheinbar ist dies etwas, was uns Menschen schwer fällt: einem anderen zu vergeben und ihm entgegen zu kommen – ohne zahlreiche Bedingungen zu stellen.

    Wenn jemand gegen uns gesündigt hat, dann haben viel unsere Gefühle damit zu tun: wir fühlen uns verletzt, gekränkt und oftmals sogar gedemütigt. Wir können oftmals nicht so freigiebig vergeben, wie es der Vater in diesem Gleichnis tut. Anstatt dem reumütigen Bruder entgegenzukommen, gaeren in uns die verletzten Gefühle. Wir denken immer "er hat aber" und "es war so kränkend". Wir neigen halt dazu, uns selbst sehr wichtig zu nehmen und vergessen darüber, was Jehova von uns erwartet:

  113. Juleam 6. November 2012 um 08:18 Link zum Kommentar

    Der Vater in diesem Gleichnis stellt Jehova dar: ER vergibt großzügig, ohne Bedingungen zu stellen. Für Jehova reicht es, dass wir unsere Sünden aufrichtig bereuen und von unserem verkehrten Weg umkehren.

    Dies erkennen wir hier in dem Gleichnis an der Reaktion des Vaters. Wie bereits in den Vorjahren angemerkt, wartet der Vater täglich auf die Rückkehr des verlorenen Sohnens, er hält nach ihm Ausschau. Er läuft dem Sohn bereits entgegen, bevor dieser die Gelegenheit hat, reumütig zu ihm zu sagen: “mein Vater, ich habe gegen dich gesündigt. Es tut mir leid”.

    Der Bruder des sündigen Sohnes hingegen veranschaulicht passend uns unvollkommene Menschen mit unseren verletzten Gefühlen. Er kann die Güte des Vaters nicht wirklich verstehen, empfindet das Entgegenkommen des Vaters als sehr unfair und hätte dem Bruder am liebsten zig Auflagen auferlegt, um ihn spüren zu lassen, was er getan hat.

    Dies ist nicht im Sinne des Vaters, was wir daran erkennen, wie dieser auf die Beschwerde antwortet. Er ermahnt den Sohn, nicht allzu selbstgerecht zu sein, sondern seinem Bruder seinerseits ebenfalls voller Liebe und Barmherzigkeit entgegenzukommen.

    Warum hat Jesus dieses Gleichnis erzählt? Weil er uns unvollkommenen Menschen nur allzu gut kennt und weiss, dass wir uns selbst und unsere verletzten Gefühle oft zu wichtig und die Dinge oftmals persönlich nehmen.

    Überlegen wir mal, was der verschwenderische Sohn eigentlich dem Bruder angetan hat? Hatte die Auszahlung seines Erbes das Erbe des Bruders geschmälert? Nein! Er hatte dem Vater geschadet und ihn gekränkt. Also warum nimmt der Bruder dies nun persönlich?

    Wenn der Vater dem Bruder so bereitwillig vergeben kann – warum dann nicht auch er?

    Jesus zeigte uns mit diesem Gleichnis unsere eigene Unvollkommenheit auf. Wenn ein Bruder, dert ausgeschlossen war, wieder zurück kommt, dann sollten wir uns für ihn und Jehova freuen. Denn in der Regel hat dieser Bruder ja nicht gegen uns gesündigt – sondern Jehova.

    Wem würden wir denn gleichen, wenn wir ihm nun Steine in den Weg legen? Handeln wir dann in Jehovas Sinne?

    Wen sollten wir nachahmen? Wir sollten Jesu Nachahmer sein, so wie dieser Jehova nachahmt. Dies erwartet Jehova von uns. Selbst dann, wenn der Bruder unsere persönlichen Gefühle gekränkt haben sollte. Wenn Jehova ihn wieder aufgenommen hat – wer sind dann wir, dass wir dies in Frage stellen?

    Falls der Bruder unsere Gefühle verletzt haben sollte, dann rufen wir uns bitte in den Sinn, dass wir Vergangenes ruhen lassen sollten. Dies bedeutet ja nicht,dass wir uns sofort ganz dick mit ihm anfreunden müssen. Aber wir dürfen ihm keine Steine in den Weg legen.

    Zu schwer? Hat der Bruder uns zu sehr gekränkt?

    Dann rufen wir uns in den Sinn, dass wir doch unseren Gott nachahmen wollen und bitten IHN um Kraft und inneren Frieden, das zu tun.

    Jehova gibt seinen Geist denen, die IHN darum bitten. Und mit diesem Geist können wir es schaffen! Denken wir doch auch daran, was Jesus dazu sagte, dass wir unsere Feinde lieben und für sie beten sollten.

    Wollen wir unserem Gott Jehova gleichen – oder denen von den Nationen, die Jehova und sein Wort nicht kennen und nur dann vergeben, wenn uns selbst danach ist?

    An unserer Reaktion auf jemand, der zu Jehova und zur Versammlung umkehrt, kann man erkennen, wessen Geistes Kind wir sind. Wenn wir Jehovas Geist haben, dann werden wir so reagieren und uns verhalten, wie es Jehova gemäß diesem Gleichnis von uns erwartet!

  114. Juleam 6. November 2012 um 08:22 Link zum Kommentar

    Lukas 16:1-8

    Das Gleichnis vom ungetreuen Verwalter

    1 Jesus wandte sich zu seinen Jüngern und sagte: »Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Über diesen gingen Klagen bei ihm ein; es hieß, er veruntreue ihm sein Vermögen. 2 Da ließ er den Verwalter rufen. >Was muss ich von dir hören?< , sagte er zu ihm. >Leg die Abrechnung über deine Tätigkeit vor; du kannst nicht länger mein Verwalter sein.< 3 Der Mann überlegte hin und her: >Was soll ich nur tun? Mein Herr wird mich entlassen. Für schwere Arbeit tauge ich nicht, und ich schäme mich zu betteln. 4 Doch jetzt weiß ich, was ich tun kann, damit die Leute mich in ihren Häusern aufnehmen, wenn ich meine Stelle als Verwalter verloren habe.< 5 Nacheinander rief er alle zu sich, die bei seinem Herrn Schulden hatten. >Wie viel bist du meinem Herrn schuldig?< , fragte er den ersten. 6 >Hundert Fass Olivenöl< , antwortete der. Darauf sagte der Verwalter: >Hier, nimm deinen Schuldschein, setz dich schnell hin, und schreib statt dessen fünfzig.< 7 Dann fragte er den nächsten: >Und du, wie viel bist du ihm schuldig?< - >Hundert Sack Weizen< , lautete die Antwort. Der Verwalter sagte zu ihm: »Hier, nimm deinen Schuldschein, und schreib statt dessen achtzig.<
    8 Da lobte der Herr den ungetreuen Verwalter dafür, dass er so klug gehandelt hatte.
    In der Tat, die Menschen dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Menschen des Lichts .«

    Ist dieses Lob wirklich ernst gemeint? Kann ich mir wirklich etwas darauf einbilden, dass ich ein verschlagener Mensch bin?

    Hier wird ja gesagt, dass die Menschen, die Gott nicht kennen, in dieser Hinsicht klüger sind als diejenigen, die Gott dienen. Von daher kann Jesus dies doch eigentlich nicht wirklich lobend hervorheben.

    18. Der ungerechte Verwalter (Luk 16:1-8). Die Verse 9 bis 13 zeigen, was wir aus dem Gleichnis lernen können. Der Verwalter wurde nicht wegen seiner ungerechten Handlungsweise gelobt, sondern wegen seiner praktischen Weisheit.

    Er war mit der Verantwortung für die Belange seines Herrn betraut, hatte also eine wichtige Vertrauensstellung inne (1Mo 24:2; 39:4). Seine Entlassung hätte bedeutet, daß er ohne Mittel zum Lebensunterhalt aus dem Haus geschickt worden wäre. Seine Abstriche an den Schulden der Schuldner seines Herrn brachten ihm kein Geld ein, aber er gewann dadurch Freunde, die ihn in der Zukunft vielleicht unterstützen würden. Hundert Bath-Maß Öl entsprachen 2 200 l, und 100 Kor-Maß Weizen entsprachen 22 000 l.
    Quelle: Einsichtenbuch

  115. Juleam 6. November 2012 um 08:26 Link zum Kommentar

    Lukas 17:1-4

    Wehe dem, durch den andere zu Fall kommen!

    1 Jesus sagte zu seinen Jüngern: »Es ist unvermeidlich, dass Dinge geschehen, durch die Menschen zu Fall kommen. Doch wehe dem, der daran schuld ist! 2 Es wäre besser für ihn, man würde ihm einen Mühlstein um den Hals legen und ihn damit ins Meer werfen, als dass von solchen gering Geachteten wie diesen hier auch nur einer durch ihn zu Fall kommt. 3 Seht euch also vor!«

    »Wenn dein Bruder sündigt , weise ihn zurecht, und wenn er sein Unrecht einsieht , vergib ihm.

    Bereitschaft zur Vergebung

    4 Selbst wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: >Ich will es nicht mehr tun < , sollst du ihm vergeben.«

    Diese Verse stützen unsere Gedanken, die wir zum Gleichnis vom verlorenen Sohn hatten: Jehova erwartet von uns, dass wir zur Vergebung bereit sind.

    Hier wird mit keinem Wort erwähnt, dass unser Bruder erst einmal jede Menge Auflagen erfüllen müsse. Es muss reichen, dass er sein Unrecht einsieht, es lässt und sich bei uns entschuldigt.

    Auch das Argument, dass wir mit ihm “schon jede Menge erlebt haben” hat keine Gültigkeit, denn wir sollen bei jedem Mal, wo er uns aufrichtig um Entschuldigung bittet, wieder bei Null anfangen.

    Haben wir persönlich ein Problem damit? Dann bitten wir Jehova um seinen Geist, um diese Eigenschaft hervorzubringen. Denken wir daran: Jehova gibt jedem großzügig seinen Geist, der darum bittet.

    Wenn wir also nachtragend sind, haben wir nicht den Geist Jehovas – und sind daher auch nicht in seiner Liebe. Wie hätten wir in diesem Falle das Recht, über unseren Bruder zu richten?

  116. Juleam 6. November 2012 um 08:31 Link zum Kommentar

    Lukas 18 – 21

    Lukas 18 – Das Gleichnis von der Witwe und vom Richter

    1 Jesus wollte seinen Jüngern zeigen, dass sie unablässig beten sollten, ohne sich entmutigen zu lassen. Deshalb erzählte er ihnen folgendes Gleichnis: 2 »In einer Stadt lebte ein Richter, der nicht nach Gott fragte und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. 3 Inder gleichen Stadt lebte auch eine Witwe. Sie kam immer wieder zu dem Richter und bat ihn: >Verhilf mir in der Auseinandersetzung mit meinem Gegner zu meinem Recht!< 4 Lange Zeit wollte der Richter nicht darauf eingehen, doch dann sagte er sich: >Ich fürchte Gott zwar nicht, und was die Menschen denken, ist mir gleichgültig; 5 aber diese Witwe wird mir so lästig, dass ich ihr zu ihrem Recht verhelfen will. Sonst bringt sie mich mit ihrem ständigen Kommen noch zur Verzweiflung .< «
    6 Der Herr fuhr fort: »Habt ihr darauf geachtet, was dieser Richter sagt, dem es überhaupt nicht um Gerechtigkeit geht? 7 Sollte da Gott nicht erst recht dafür sorgen, dass seine Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm rufen, zu ihrem Recht kommen? Und wird er sie etwa warten lassen? 8 Ich sage euch: Er wird dafür sorgen, dass sie schnell zu ihrem Recht kommen. Aber wird der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde solch einen Glauben finden ?«

    Der Pharisäer und der Zolleinnehmer

    9 Jesus wandte sich nun an einige, die in ´falschem` Selbstvertrauen meinten, ´in Gottes Augen` gerecht zu sein, und die deshalb für die anderen nur Verachtung übrig hatten. Er erzählte ihnen folgendes Beispiel : 10 »Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer und der andere ein Zolleinnehmer. 11 Der Pharisäer stellte sich selbstbewusst hin und betete : >Ich danke dir, Gott, dass ich nicht so bin wie die übrigen Menschen – ich bin kein Räuber, kein Betrüger und kein Ehebrecher, und ich bin auch nicht wie jener Zolleinnehmer dort. 12 Ich faste zwei Tage in der Woche und gebe den Zehnten von allen meinen Einkünften .< 13 Der Zolleinnehmer dagegen blieb in weitem Abstand stehen und wagte nicht einmal, aufzublicken . Er schlug sich an die Brust und sagte: >Gott, vergib mir sündigem Menschen meine Schuld!< 14 Ich sage euch: Der Zolleinnehmer war ´in Gottes Augen` gerechtfertigt, als er nach Hause ging, der Pharisäer jedoch nicht. Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; aber wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.«

    Vielleicht sollten wir uns in diesem Zusammenhang noch einmal die Gedanken über die ausgeglichene Selbsteinschätzung vom BZK in den Sinn rufen?

  117. Juleam 6. November 2012 um 08:35 Link zum Kommentar

    Lukas 19:11-27

    Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

    11 Jesus fuhr mit einem Gleichnis fort. Weil er so nahe vor Jerusalem war, meinten seine Zuhörer nämlich, der Anbruch des Reiches Gottes stehe unmittelbar bevor.
    12 Er sagte: »Ein Mann aus vornehmer Familie reiste in ein fernes Land, um sich dort zum König über sein eigenes Land einsetzen zu lassen und dann zurückzukehren. 13 Vor der Abreise rief er zehn seiner Diener zu sich und gab ihnen Geld, jedem ein Pfund . >Arbeitet damit, bis ich wiederkomme!< , sagte er.
    14 Doch die Bürger des Landes hassten ihn. Sie schickten eine Abordnung hinter ihm her und ließen erklären: >Wir wollen nicht, dass dieser Mann König über uns wird.< 15 Trotzdem wurde er zum König eingesetzt. Nach seiner Rückkehr ließ er die Diener rufen, denen er das Geld anvertraut hatte; er wollte erfahren, welchen Gewinn sie damit erzielt hatten.
    16 Der erste erschien vor ihm und sagte: >Herr, dein Pfund hat zehn weitere eingebracht.< - 17 >Sehr gut< , erwiderte der Herr, >du bist ein tüchtiger Diener. Weil du im Kleinsten treu gewesen bist, sollst du Verwalter von zehn Städten werden.< 18 Der zweite kam und sagte: >Herr, dein Pfund hat fünf weitere eingebracht.< 19 Auch ihn ´lobte` der Herr. >Du sollst über fünf Städte bestimmen< , sagte er.
    20 Doch der nächste, der kam, erklärte: >Herr, hier hast du dein Pfund zurück. Ich habe es in einem Tuch aufbewahrt. 21 Ich hatte nämlich Angst vor dir, weil du ein strenger Mann bist. Du forderst Gewinn, wo du nichts angelegt hast , und erntest, wo du nicht gesät hast.< 22 Sein Herr entgegnete ihm: >Mit deinen eigenen Worten sprichst du dir das Urteil, du böser Mensch! Du hast also gewusst, dass ich ein strenger Mann bin, dass ich Gewinn fordere, wo ich nichts angelegt habe, und ernte, wo ich nicht gesät habe. 23 Warum hast du mein Geld da nicht ´wenigstens` auf die Bank gebracht? Dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückfordern können.< 24 Und er wandte sich zu den Umstehenden und sagte: >Nehmt ihm das Pfund weg und gebt es dem, der die zehn Pfund hat!< - 25 >Aber Herr< , wandten sie ein, >er hat doch schon zehn!< - 26 >Ich sage euch< , erwiderte er, >jedem, der hat, wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.
    27 Und nun zu meinen Feinden, die nicht wollten, dass ich über sie herrsche: Holt sie her und bringt sie vor meinen Augen um!< «

    Was genau haben die Männer mit den Talenten mit denen zu tun, die ihn nicht als König wollten? Warum erzählt Jesus dies hier im Zusammenhang?

  118. Juleam 6. November 2012 um 08:38 Link zum Kommentar

    Lukas 19:47-48

    47 Tag für Tag lehrte Jesus im Tempel. Die führenden Priester und die Schriftgelehrten jedoch sowie die anderen führenden Männer des Volkes suchten nach einer Möglichkeit, ihn zu beseitigen. 48 Aber sie wussten nicht, wie sie es anfangen sollten; denn das ganze Volk hing an ihm und ließ sich keines seiner Worte entgehen .

    Konnten sie denn nicht verhindern, dass er dort lehrte?

    Hatten die Priester denn kein Hausrecht? Konnte dort wirklich jeder aufstehen und lehren? (Wir wissen ja, dass Jesus nicht “Jeder” war, aber in ihren Augen war er ja ein Unruhestifter).

    Wenn wir heute auf die Idee kämen, in irgendeine Kirche zu gehen und dort den Gottesdienst zu stören und unsere eigenen Ansichten dort zu verbreiten – würde man uns bestimmt davon abhalten und zur Not auch rauswerfen.

    Wenn wir als Zeuge Jehovas auf dieselbe Idee kommen würden, würde dies sicherlich schnell unterbunden. Zwar gibt es bei den meisten Programmpunkten die Möglichkeit, sich durch eigene Kommentare am Thema zu beteiligen, aber wenn wir dies nutzen würden, um Ansichten zu äußern, die nicht mit der Bibel oder der offiziellen Lehrmeinung übereinstimmen, dann würden wir sicherlich nicht mehr drangenommen werden. Sollten wir dennoch einfach unsere Ansicht in den Raum rufen, würde man uns hier ebenso rauswerfen und nicht mehr einlassen.

    Warum haben die Priester diese Möglichkeit nicht genutzt? War dies wirklich Angst vor dem Volk?

    Lukas 20 – Die Frage nach der Vollmacht Jesu

    1 Eines Tages, als Jesus im Tempel lehrte und dem Volk die Botschaft ´vom Reich Gottes` verkündete, erschienen die führenden Priester und die Schriftgelehrten in Begleitung der Ältesten. 2 »Sag uns«, forderten sie ihn auf, »woher nimmst du dir das Recht, das alles zu tun? Wer ist es, der dir die Vollmacht dazu gegeben hat?«
    3 »Ich will euch eine Gegenfrage stellen«, erwiderte Jesus. »Sagt mir: 4 Stammte die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?« 5 Sie überlegten miteinander hin und her: »Wenn wir antworten: >Vom Himmel< , wird er sagen: >Warum habt ihr Johannes dann nicht geglaubt?< 6 Antworten wir aber: >Von Menschen< , dann wird uns das ganze Volk steinigen; denn alle sind überzeugt, dass Johannes ein Prophet war.« 7 Schließlich erklärten sie, sie wüssten nicht, woher die Taufe des Johannes stamme. 8 Da erwiderte Jesus: »Dann sage ich euch auch nicht, woher ich die Vollmacht habe, so zu handeln.«

    Sie müssen sich dadurch doch unglaublich provoziert gefühlt haben. Warum hindern sie ihn dann nicht einfach daran und sagen ihm, er solle dies woanders tun?

  119. Juleam 6. November 2012 um 08:41 Link zum Kommentar

    Lukas 20:9-19

    Das Gleichnis von den Weinbergpächtern

    9 Daraufhin erzählte Jesus dem Volk ein Gleichnis. Er sagte: »Ein Mann legte einen Weinberg an; er verpachtete ihn und verreiste dann für längere Zeit. 10 Zur gegebenen Zeit schickte er einen Diener zu den Pächtern, um sich von ihnen seinen Anteil am Ertrag des Weinbergs geben zu lassen. Doch die Pächter verprügelten den Diener und jagten ihn mit leeren Händen davon. 11 Da schickte der Mann einen anderen Diener, aber dem ging es nicht besser: Sie verprügelten ihn, trieben ihren Spott mit ihm und jagten auch ihn mit leeren Händen fort. 12 Er schickte noch einen dritten. Auch den wiesen sie ab; sie schlugen ihn blutig und warfen ihn zum Weinberg hinaus.
    13 >Was soll ich tun?< , fragte sich der Besitzer des Weinbergs. >Ich werde meinen Sohn schicken, ihn, den ich so sehr liebe. Vor ihm werden sie Achtung haben.< 14 Als die Pächter den Sohn kommen sahen, überlegten sie, was sie tun sollten. >Das ist der Erbe< , sagten sie zueinander. >Wir bringen ihn um, dann gehört das Erbe uns!< 15 Und sie stießen ihn zum Weinberg hinaus und brachten ihn um.
    Was wird nun der Besitzerdes Weinbergs mit diesen Pächtern machen? 16 Er wird kommen und sie umbringen, und den Weinberg wird er anderen anvertrauen.«
    Die Zuhörer waren entsetzt. »Nur das nicht!«, sagten sie. 17 Jesus sah sie an und sagte dann: »Was bedeutet denn jene Schriftstelle:
    >Der Stein, den die Bauleute für unbrauchbar erklärten, ist zum Eckstein geworden< ?
    18 Jeder, der auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert, und der, auf den der Stein fällt, wird von ihm zermalmt.«
    19 Daraufhin hätten die Schriftgelehrten und die führenden Priester Jesus am liebsten auf der Stelle festgenommen, denn es war ihnen klar, dass sie mit diesem Gleichnis gemeint waren. Aber ´sie wagten es nicht, weil` sie vor dem Volk Angst hatten.

    Interessant, dass sie merken, dass Jesus hier von ihnen spricht.

    Mein Vater sagte in einem solchen Fall immer: “jeder zieht sich den Schuh an, der ihm passt”. Wenn sie diese Dinge nicht getan hätten, dann hätten sie das Gesagte ja nicht auf sich beziehen müssen. Und da bin ich dann wieder bei der Frage: wenn ich das auf mich beziehe, weil ich so schlecht handle – warum lasse ich es dann nicht und kehre von meinem verkehrten Weg um?

    Wenn ihnen der Schuh aber nicht passt, warum ziehen sie sich ihn dann an?

  120. Juleam 6. November 2012 um 08:43 Link zum Kommentar

    Lukas 20:41-44

    Der Messias – Davids Sohn oder Davids Herr?

    41 Nun fragte Jesus sie: »Wie kommt es eigentlich, dass man sagt, der Messias sei der Sohn Davids? 42 David selbst sagt doch im Buch der Psalmen:
    >Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich an meine rechte Seite, 43 bis ich deine Feinde zum Schemel für deine Füße gemacht habe.< 44 Der Messias wird also von David >Herr< genannt. Wie kann er dann Davids Sohn sein?«

    Es ist interessant, dass Jesus immer wieder bemüht ist, ihnen Gottes ganzes Wort nahe zu bringen. Er will, dass sie mit der Schriften gut vertraut sind und die Dinge hinterfragen.

    Sie sollten nicht einfach alles hinnehmen und einzelne Verse vielleicht auswendig kennen – ohne den tieferen Sinn zu hinterfragen.

    Einen ähnlichen Gedanken äußert später Paulus, als er die Beröer dafür lobt, dass sie täglich in den Schriften nachforschten, “ob sich die Dinge so verhielten”. Tun wir dies auch, oder erschöpft sich dies darin, dass wir in der gleichnamigen Broschüre jeden Tag den Tagestext lesen und uns vielleicht mit anderen darin üben, diesen mit einem Wort zusammenzufassen?.

  121. Juleam 7. November 2012 um 09:41 Link zum Kommentar

    Lukas 22 – 24

    Lukas 22 – Judas wird zum Verräter

    1 Das Fest der ungesäuerten Brote, das Passafest, stand kurz bevor. 2 Die führenden Priester und die Schriftgelehrten suchten nach einer Möglichkeit, Jesus zu beseitigen, ´ohne dabei Aufsehen zu erregen`; denn sie hatten Angst vor dem Volk.
    3 Da ergriff der Satan Besitz von Judas, der auch Iskariot genannt wurde und einer der zwölf Jünger war. 4 Judas ging zu den führenden Priestern und den Offizieren ´der Tempelwache` und machte ihnen einen Vorschlag, wie sie Jesus mit seiner Hilfe in ihre Gewalt bringen konnten . 5 Da waren sie erfreut und beschlossen , ihm ´zur Belohnung` Geld zu geben. 6 Judas war einverstanden und suchte von da an nach einer günstigen Gelegenheit, Jesus an sie zu verraten, ohne dass das Volk etwas merkte .

    Vorbereitung des Passamahls

    7 So kam nun der ´erste` Tag des Festes der ungesäuerten Brote, der Tag, der für das Schlachten des Passalamms bestimmt war. 8 Jesus schickte Petrus und Johannes in die Stadt. »Geht voraus und bereitet das Passamahl für uns vor!«, sagte er. 9 »Wo sollen wir es vorbereiten?«, fragten sie. 10 Er antwortete: »Wenn ihr in die Stadt kommt, werdet ihr einem Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht, 11 und sagt zu dem Hausherrn: >Der Meister lässt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Passamahl feiern kann?< 12 Er wird euch ein großes Zimmer im Obergeschoss zeigen, das ´mit Sitzpolstern ` ausgestattet ist. Bereitet dort das Mahl vor.« 13 Die beiden Jünger machten sich auf den Weg. Sie fanden alles so, wie Jesus es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passamahl vor.

    Das Passamahl. Einsetzung des Abendmahls

    14 Als es Zeit war, mit der Feier zu beginnen, setzte sich Jesus mit den Aposteln zu Tisch. 15 Er sagte: »Wie sehr habe ich mich danach gesehnt, dieses Passamahl mit euch zu feiern, bevor ich leiden muss. 16 Denn ich sage euch: Ich werde das Passamahl nicht mehr feiern, bis sich im Reich Gottes seine volle Bedeutung erfüllt .«
    17 Dann nahm er einen Becher ´mit Wein`, dankte Gott dafür und sagte: »Nehmt diesen Becher und trinkt alle daraus ! 18 Denn ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr vom Saft der Reben trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist.«
    19 Dann nahm er Brot , dankte Gott dafür, brach es in Stücke und gab es den Jüngern mit den Worten: »Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut das, um euch an mich zu erinnern!«
    20 Ebenso nahm er, nachdem sie gegessen hatten, einen Becher ´mit Wein` und gab ihn den Jüngern mit den Worten: »Dieser Becher ist der neue Bund, besiegelt mit meinem Blut , das für euch vergossen wird.«

    Der Verräter

    21 »Doch seht, der, der mich verrät, sitzt hier mit mir am Tisch. 22 Der Menschensohn geht zwar den Weg, der ihm bestimmt ist; aber wehe dem Menschen, der ihn verraten wird!« 23 Da fingen die Jünger an, einander zu fragen, wer von ihnen es wohl sei, der so etwas tun werde.

    Als sie ihn fragen, wo sie das Passah vorbereiten sollen, gibt Jesus eine eher ausweichende Antwort. Ob dies mit dem Verrat des Judas zusammenhängt?

    Hier hört es sich für mich so an, als ob Jesus um den Verrat weiss. Darum sagt er keine genaue Adresse und nur die Jünger, die seinen Anweisungen folgen und es dann auch vorbereiten, wissen, wo es stattfindet. Dies verhindert, dass Judas diese Adresse schon im Vorfeld verraten kann. Denn in einem solchen Falle hätte Jesus unmöglich ungestört das Passah feiern und das Gedächtnismahl als Zeichen für den neuen Bund einführen können.

    Dadurch, dass Judas den Ort für die Feier nicht im Vorfeld kennt, kann er ihn nicht verraten. Dazu muss er erst jetzt loslaufen und die Pharisäer benachrichtigen. Wie wir im Anschluss sehen, nimmt dies eine Menge Zeit in Anspruch, denn er kommt erst mit ihnen bei Jesus an, als schon alles vorbei ist und Jesus mit den anderen im Garten ist und lange inbrünstig gebetet hat.

    Hier zeigt sich also, wie weise Jesus vorgeht, indem er nur ausweichende Angaben zu dem Ort macht, wo sie gemeinsam das Passah feiern wollen

  122. Juleam 7. November 2012 um 09:48 Link zum Kommentar

    Lukas 22:35-38

    Anweisungen für die Stunde der letzten Herausforderung

    35 Dann fragte Jesus die Jünger: »Als ich euch ohne Geldbeutel, ohne Vorratstasche und ohne Sandalen aussandte, hat euch da etwas gefehlt?« – »Nein, gar nichts«, antworteten sie. 36 Jesus fuhr fort: »Von jetzt an gilt Folgendes: Wer einen Geldbeutel oder eine Vorratstasche besitzt, soll sie mit sich nehmen, und wer nichts als seinen Mantel besitzt, soll diesen verkaufen und sich dafür ein Schwert kaufen. 37 Denn in der Schrift heißt es: >Er wurde zu den Gottlosen gerechnet < ,und ich sage euch: Dieses Wort muss sich an mir erfüllen. In der Tat, mein Weg ist bald vollendet. « 38 Die Jünger sagten: »Herr, hier sind zwei Schwerter.« Doch Jesus erwiderte: »Genug davon! «

    Was ist das nun hier für eine Sache mit dem Schwert?

    »Wer kein Schwert besitzt, soll seinen Mantel verkaufen und sich eins beschaffen. 37 Denn jetzt ist die Zeit da, in der sich auch dieses Wort an mir erfüllen muss: ›Man wird ihn wie einen Verbrecher behandeln.‹ Alles, was in der Heiligen Schrift von mir geschrieben steht, geht nun in Erfüllung.« 38 »Herr«, riefen die Jünger, »wir haben hier zwei Schwerter.« Doch Jesus unterbrach sie: »Genug damit!«
    Hoffnung für Alle

    38 Da sprachen sie: “Herr, hier sind zwei Schwerter.” Er erwiderte: “Genug davon!”
    Albrecht

    38 Sie aber sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.
    Elberfelder

    38 Sie sprachen aber: HERR, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.
    Luther

    38 Sie sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter! Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug !
    Schlachter 2000

    In einigen Übersetzungen hört sich Jesu Antwort auf die zwei Schwerter eher so an, als wäre er etwas genervt, weil sie ihn falsch verstanden hatten und er keine buchstäbliche Schwerter meinte. Eigentlich auch logisch, denn er sagt ja später selbst: “wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen”. Also wieso sollte er sie zum Kauf eines buchstäblichen Schwertes auffordern?

    Was sagen einige Nachschlagewerke dazu?

  123. Juleam 7. November 2012 um 09:51 Link zum Kommentar

    Lukas 22:39-46

    Die letzte Nacht am Ölberg

    39 Dann verließ Jesus die Stadt und ging wie gewohnt zum Ölberg; seine Jünger begleiteten ihn. 40 Als er dort angekommen war, sagte er zu ihnen: »Betet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet!« 41 Hierauf trennte er sich von ihnen. Etwa einen Steinwurf weit entfernt kniete er nieder und betete: 42 »Vater, wenn du willst, lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen. Aber nicht mein Wille soll geschehen, sondern deiner.« 43 Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. 44 Der Kampf wurde so heftig, und Jesus betete mit solcher Anspannung, dass sein Schweiß wie Blut auf die Erde tropfte. 45 Als er vom Gebet aufstand und zu den Jüngern zurückkam, waren sie vor Kummer eingeschlafen. 46 »Wie könnt ihr nur schlafen?«, sagte er zu ihnen. »Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet!«

    Gute Erklärung: sie waren vor Kummer eingeschlafen!

    Oftmals wird dieses Einschlafen in Vorträgen oder den Publikationen als negativ und verwerflich eingeordnet. Aber wir dürfen den Zusammenhang dabei nicht vergessen:

    Es war später Abend, sie waren den ganzen Tag unterwegs gewesen und haben beim Passah ziemlich viel Wein getrunken. Thom hat mir mal erklärt, dass es bei den Juden üblich war, eine Menge Becher Wein bei den rituellen Abläufen des Passahs zu trinken. Dieses Passah hatten sie ja gemeinsam mit Jesus gefeiert, bevor er Judas wegschickte und mit ihnen das Gedächtnismahl einsetzte. So kommen hier also mehrere Faktoren zusammen.

    Außerdem hat er mit ihnen dabei darüber gesprochen, was auf ihn zukommt. Sicherlich keine leichte Vorstellung für sie, die sie ihn ja lieben. All dies beansprucht ja auch unsere Nerven, diese Anspannung ermüdet. Und dies nun im Zusammenhang mit einem langen anstrengenden Tag und viel Wein getrunken – wer von uns wäre dabei wach geblieben?

    Versetzen wir uns nur in ihre Lage: sie befinden sich in einem wunderschönen großen Garten, es ist bereits dunkel, nur einige Fackeln werfen ein leises Licht. Die Luft ist angenehm lauwarm, ein Duft umweht uns, vielleicht hören wir die Grillen zirpen. Unser geliebter Freund hat sich etwas von uns entfernt, denn er will allein sein. In uns kreisen die Gedanken über das, was er uns über das erzählt hat: was er leiden müsse und dass wir ihm nicht helfen können, weil er so erfüllen muss, was seines Vaters Wille ist. Ein Gefühl der Ohnmacht macht sich in uns breit und bleierne Müdigkeit überkommt uns. So ganz langsam fallen uns die Augen zu und wir nicken ein.

    Nun kommt Jesus wieder und er ist enttäuscht, dass wir eingeschlafen sind. Aber wir sehen auch seinen Blick voller Liebe und dass er Verständnis für uns und unsere Situation hat. Ach ja, wie sehr wir doch diesen unseren Freund lieben. Wir schämen uns, dass wir eingeschlafen sind und ihn in dieser letzten Stunde in gewissem Sinn allein gelassen haben.

    Bei dem Gedanken überfällt uns ein heftiger Schreck: nun ist es also bald so weit. Wenn wir es doch nur verhindern könnten. In unserer Brust fühlt es sich so an, als würde uns jemand unser Herz bei lebendigem Leib herausreissen!

    Ach ja, wie wunderbar war es doch, als uns zuvor beim Gebet der Friede Gottes überkommen war. Er hatte unseren Schmerz gelindert und darüber waren wir eingeschlafen. Nun ist alles wieder ganz deutlich da. Ach, wenn es doch auch ohne das ginge, was nun auf unseren Freund zukommt…

  124. Juleam 8. November 2012 um 09:09 Link zum Kommentar

    Lukas 24 – Jesus ist auferstanden

    1 Doch am ersten Tag der neuen Woche nahmen sie in aller Frühe die Salben, die sie zubereitet hatten, und gingen damit zum Grab. 2 Da sahen sie, dass der Stein, mit dem man den Eingang des Grabes verschlossen hatte, weggewälzt war. 3 Sie gingen in die Grabkammer hinein, aber der Leichnam von Jesus, dem Herrn, war nirgends zu sehen. 4 Während sie noch ratlos dastanden, traten plötzlich zwei Männer in hell leuchtenden Gewändern zu ihnen. 5 Die Frauen erschraken und wagten nicht aufzublicken . Doch die beiden Männer sagten zu ihnen: »Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? 6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: 7 >Der Menschensohn muss in die Hände sündiger Menschen gegeben werden; er muss gekreuzigt werden und wird drei Tage danach auferstehen.<« 8 Da erinnerten sich die Frauen an jene Worte Jesu.
    9 Sie kehrten vom Grab ´in die Stadt` zurück und berichteten das alles den elf Aposteln und allen anderen Jüngern. 10 Bei den Frauen handelte es sich um Maria aus Magdala, um Johanna und um Maria, die Mutter des Jakobus. Zusammen mit einigen anderen Frauen, die bei ihnen gewesen waren, erzählten sie den Aposteln, was sie erlebt hatten. 11 Aber diese hielten das alles für leeres Gerede und glaubten ihnen nicht. 12 Petrus allerdings sprang auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, um hineinzuschauen, sah aber nur die Leinenbinden daliegen. Voller Verwunderung ging er wieder fort .

    Auf dem Weg nach Emmaus

    13 Am selben Tag gingen zwei von den Jüngern nach Emmaus, einem Dorf, das zwei Stunden von Jerusalem entfernt liegt. 14 Unterwegs sprachen sie miteinander über alles, was ´in den zurückliegenden Tagen` geschehen war; 15 und während sie so miteinander redeten und sich Gedanken machten, trat Jesus selbst zu ihnen und schloss sich ihnen an. 16 Doch es war, als würden ihnen die Augen zugehalten: Sie erkannten ihn nicht.
    17 »Worüber redet ihr denn miteinander auf eurem Weg?«, fragte er sie. Da blieben sie traurig stehen, 18 und einer von ihnen – er hieß Kleopas – meinte: »Bist du der Einzige, der sich zur Zeit in Jerusalem aufhält und nichts von dem weiß, was dort in diesen Tagen geschehen ist?« – 19 »Was ist denn geschehen?«, fragte Jesus. Sie erwiderten: »Es geht um Jesus von Nazaret, der sich durch sein Wirken und sein Wort vor Gott und vor dem ganzen Volk als mächtiger Prophet erwiesen hatte. 20 Ihn haben unsere führenden Priester und die anderen führenden Männer zum Tod verurteilen und kreuzigen lassen. 21 Und wir hatten gehofft, er sei es, der Israel erlösen werde! Heute ist außerdem schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. 22 Doch nicht genug damit: Einige Frauen aus unserem Kreis haben uns auch noch in Aufregung versetzt. Sie waren heute früh am Grab 23 und fanden seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, Engel seien ihnen erschienen und hätten ihnen gesagt, dass er lebt. 24 Daraufhin gingen einige von uns zum Grab und fanden alles so, wie es die Frauen berichtet hatten. Aber ihn selbst sahen sie nicht.«
    25 Da sagte Jesus zu ihnen: »Ihr unverständigen Leute! Wie schwer fällt es euch , all das zu glauben, was die Propheten gesagt haben! 26 Musste denn der Messias nicht das alles erleiden, um zu seiner Herrlichkeit zu gelangen?« 27 Dann ging er mit ihnen die ganze Schrift durch und erklärte ihnen alles, was sich auf ihn bezog – zuerst bei Mose und dann bei sämtlichen Propheten .
    28 So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wollte er weitergehen. 29 Aber die beiden Jünger hielten ihn zurück. »Bleib doch bei uns!«, baten sie. »Es ist schon fast Abend, der Tag geht zu Ende.« Da begleitete er sie hinein und blieb bei ihnen.
    30 Als er dann mit ihnen am Tisch saß, nahm er das Brot, dankte Gott dafür , brach es in Stücke und gab es ihnen. 31 Da wurden ihnen die Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Doch im selben Augenblick verschwand er; sie sahen ihn nicht mehr. 32 »War uns nicht zumute, als würde ein Feuer in unserem Herzen brennen , während er unterwegs mit uns sprach und uns das Verständnis für die Schrift öffnete?«, sagten sie zueinander.
    33 Unverzüglich brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück. Dort fanden sie alle versammelt, die Elf und die, die sich zu ihnen hielten. 34 Man empfing sie mit den Worten: »Der Herr ist tatsächlich auferstanden! Er ist Simon erschienen!« 35 Da berichteten die beiden, was sie unterwegs erlebt und wie sie den Herrn erkannt hatten, als er das Brot in Stücke brach.

    Dies erinnert uns an das Hörspiel vom BZK und die Gedanken, die wir uns dazu gemacht hatten:

    Ein Teil handelte von den Jüngern, die enttäuscht wieder ihrer Wege gingen. Sie hatten gedacht, dass Jesus jetzt und hier mächtig sein, das Königreich in Israel wieder aufrichten würde. Statt dessen war er einen schmachvollen Tod – ja, einen Tod als Gotteslästerer – gestorben. Alles schien aus und völlig hoffnungslos zu sein.

    Dann gesellt sich ein Fremder zu ihnen und spricht sie auf ihre Enttäuschung an. Sie erklären ihm, warum sie so deprimiert sind und er “erschloss ihnen die Schriften völlig”, indem er sie auf all die Punkte hinwies, die sich auf Jesus bezogen und wie sie sich erfüllt hatten.

    Dabei hat er bestimmt auch diese Worte hier aus Jesaja 52:13-53:12 zitiert. Kein Wunder, dass “ihr Herz zu brennen begann”. Denn wenn man sie im Nachhinein betrachtet, mit dem Leben Jesu vor Augen, dann ist alles auf einmal so klar!

    Und so verstehen und begreifen sie. Warum war ihnen das nicht früher aufgefallen? Lag es vielleicht daran, dass sie von einer völlig falschen Vorstellung ausgegangen waren und daher für solche Texte in gewisser Hinsicht blind gewesen waren?

    Ein Psychologe hatte mich mal vor sehr vielen Jahren für meine falsche Vorstellung gerügt und dies mit einer Schablone verglichen: er meinte, dass ich die Schablone (meine Vorstellung von bestimmten Menschen) auf die Menschen lege und nur das sehe, was meine Schablone frei lässt. Die Realität darunter, wie dieser Mensch wirklich ist, kann ich nicht sehen, well die Schablone den Blick verstellt. Ob den Jüngern genau dies mit den Prophezeiungen über den Messias so gegangen ist? Alles, was nicht zu der Vorstellung eines mächtigen und prachtvollen Königs passt, wurde von der Schablone ihrer Vorstellung verdeckt?

    Dieser Fremde nun, von dem wir heute wissen, dass es Jesus war, hat während des Weges, den sie gemeinsam gingen, die Schablone weggerissen und ihnen auch die anderen Prophezeiungen gezeigt. Vielleicht hatten sie den Text hier aus Jesaja ja gut gekannt. Aber sie haben sie vielleicht nicht auf den Messias bezogen. Nun, wo sie genau hinsehen, wird alles auf einmal sonnenklar.

  125. Juleam 3. Januar 2014 um 16:27 Link zum Kommentar

    Lukas 1 – 3

    Lukas 1 – Elisabeth verbarg sich 5 Monate, warum?

    Nun sind wir also bei dem Bibelbuch angekommen, das wir bereits seit einer ganzen Weile in unserem kleinen Hauskreis gemeinsam betrachten. Sicherlich werden einige der Gedanken, die dabei gesammelt wurden, in die Kommentare mit einfließen :-)

    1 Nachdem viele es unternommen haben, einen Bericht über die Tatsachen abzufassen, die unter uns völlig erwiesen sind, 2 wie sie uns diejenigen überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind, 3 so schien es auch mir gut, der ich allem von Anfang an genau nachgegangen bin, es dir der Reihe nach zu beschreiben, vortrefflichster Theophilus , 4 damit du die Gewissheit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist. 5 In den Tagen des Herodes , des Königs von Judäa, lebte ein Priester mit Namen Zacharias , aus der Abteilung Abijas ; und seine Frau war von den Töchtern Aarons, und ihr Name war Elisabeth . 6 Sie waren aber beide gerecht vor Gott und wandelten untadelig in allen Geboten und Rechtsbestimmungen des Herrn. 7 Und sie hatten kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war; und beide waren in fortgeschrittenem Alter

    8 Es geschah aber, als er seinen Priesterdienst vor Gott verrichtete, zur Zeit, als seine Abteilung an die Reihe kam, 9 da traf ihn nach dem Brauch des Priestertums das Los , dass er in den Tempel des Herrn gehen und räuchern sollte. 10 Und die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Räucherns. 11 Da erschien ihm ein Engel des Herrn, der stand zur Rechten des Räucheraltars . 12 Und Zacharias erschrak, als er ihn sah, und Furcht überfiel ihn. 13 Aber der Engel sprach zu ihm:
    Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Gebet ist erhört worden, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Johannes geben. 14 Und er wird dir Freude und Frohlocken bereiten, und viele werden sich über seine Geburt freuen. 15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken, und mit Heiligem Geist wird er erfüllt werden schon von Mutterleib an. 16 Und viele von den Kindern Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, zurückführen. 17 Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias , um die Herzen der Väter umzuwenden zu den Kindern und die Ungehorsamen zur Gesinnung der Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten.

    18 Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen ? Denn ich bin ein alter Mann, und meine Frau ist in fortgeschrittenem Alter! 19 Und der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel , der vor Gott steht , und bin gesandt , zu dir zu reden und dir diese frohe Botschaft zu bringen. 20 Und siehe, du wirst stumm sein und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die erfüllt werden sollen zu ihrer Zeit!

    21 Und das Volk wartete auf Zacharias; und sie verwunderten sich, dass er so lange im Tempel blieb. 22 Als er aber herauskam, konnte er nicht zu ihnen reden; und sie merkten, dass er im Tempel eine Erscheinung gesehen hatte. Und er winkte ihnen und blieb stumm. 23 Und es geschah, als die Tage seines Dienstes vollendet waren, ging er heim in sein Haus. 24 Aber nach diesen Tagen wurde seine Frau Elisabeth schwanger; und sie verbarg sich fünf Monate und sprach: 25 So hat der Herr an mir gehandelt in den Tagen, da er mich angesehen hat, um meine Schmach unter den Menschen hinwegzunehmen!

    26 Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt Galiläas namens Nazareth gesandt, 27 zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Mann namens Joseph , aus dem Haus Davids; und der Name der Jungfrau war Maria . 28 Und der Engel kam zu ihr herein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadigte! Der Herr ist mit dir, du Gesegnete unter den Frauen! 29 Als sie ihn aber sah, erschrak sie über sein Wort und dachte darüber nach, was das für ein Gruß sei. 30 Und der Engel sprach zu ihr:

    Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden. 31 Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben. 32 Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben; 33 und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.

    34 Maria aber sprach zu dem Engel: Wie kann das sein, da ich von keinem Mann weiß? 35 Und der Engel antwortete und sprach zu ihr:
    Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige , das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. 36 Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, hat auch einen Sohn empfangen in ihrem Alter und ist jetzt im sechsten Monat, sie, die vorher unfruchtbar genannt wurde. 37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.

    38 Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort ! Und der Engel schied von ihr.

    39 Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und reiste rasch in das Bergland, in eine Stadt in Juda, 40 und sie kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. 41 Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, da hüpfte das Kind in ihrem Leib; und Elisabeth wurde mit Heiligem Geist erfüllt 42 und rief mit lauter Stimme und sprach:

    Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! 43 Und woher wird mir das zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? 44 Denn siehe, sowie der Klang deines Grußes in mein Ohr drang, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. 45 Und glückselig ist, die geglaubt hat; denn es wird erfüllt werden, was ihr vom Herrn gesagt worden ist!

    46 Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, 47 und mein Geist freut sich über Gott, meinen Retter, 48 Dass er angesehen hat die Niedrigkeit seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich glückselig preisen alle Geschlechter! 49 Denn große Dinge hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist sein Name; 50 und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht Über die, welche ihn fürchten. 51 Er tut Mächtiges mit seinem Arm ; er zerstreut, die hochmütig sind in der Gesinnung ihres Herzens. 52 Er stößt die Mächtigen von ihren Thronen und erhöht die Niedrigen. 53 Hungrige sättigt er mit Gütern, und Reiche schickt er leer fort. 54 Er nimmt sich seines Knechtes Israel an, um an [seine] Barmherzigkeit zu gedenken, 55 wie er es unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinem Samen, auf ewig!

    56 Und Maria blieb bei ihr etwa drei Monate und kehrte wieder in ihr Haus zurück. 57 Für Elisabeth aber erfüllte sich die Zeit, da sie gebären sollte, und sie gebar einen Sohn. 58 Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr seine Barmherzigkeit an ihr groß gemacht hatte, und sie freuten sich mit ihr.

    59 Und es geschah am achten Tag, dass sie kamen, um das Kind zu beschneiden; und sie nannten es nach dem Namen seines Vaters Zacharias. 60 Seine Mutter aber erwiderte und sprach: Nein, sondern er soll Johannes heißen! 61 Und sie sagten zu ihr: Es ist doch niemand in deiner Verwandtschaft, der diesen Namen trägt! 62 Sie winkten aber seinem Vater, wie er ihn genannt haben wolle. 63 Und er forderte ein Täfelchen und schrieb die Worte: Johannes ist sein Name ! Und sie verwunderten sich alle. 64 Sofort aber wurde sein Mund geöffnet, und seine Zunge [wurde gelöst], und er redete und lobte Gott.

    65 Und es kam Furcht über alle ihre Nachbarn, und im ganzen Bergland von Judäa wurden alle diese Dinge besprochen. 66 Und alle, die es hörten, nahmen es sich zu Herzen und sprachen: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Und die Hand des Herrn war mit ihm.

    67 Und sein Vater Zacharias wurde mit Heiligem Geist erfüllt, weissagte und sprach: 68 Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung bereitet, 69 und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils in dem Haus seines Knechtes David, 70 wie er es verheißen hat durch den Mund seiner heiligen Propheten, die von alters her waren: 71 Errettung von unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen; 72 um Barmherzigkeit zu erweisen an unseren Vätern und zu gedenken an seinen heiligen Bund, 73 an den Eid, den er unserem Vater Abraham geschworen hat, uns zu geben, 74 Dass wir, erlöst aus der Hand unserer Feinde, ihm dienten ohne Furcht 75 in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle Tage unseres Lebens.

    76 Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden, denn du wirst vor dem Angesicht des Herrn hergehen, um seine Wege zu bereiten , 77 um seinem Volk Erkenntnis des Heils zu geben, [das ihnen zuteil wird] durch die Vergebung ihrer Sünden, 78 um der herzlichen Barmherzigkeit unseres Gottes willen, durch die uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe , 79 um denen zu scheinen , die in Finsternis und Todesschatten sitzen, um unsere Füße auf den Weg des Friedens zu richten!

    80 Das Kind aber wuchs und wurde stark im Geist; und er war in der Wüste bis zum Tag seines Auftretens vor Israel.

    Es ist noch gar nicht so lange her und wir haben eine Menge Stoff dazu gesammelt bei Oasis ;-)

    Was mir hier heute erst auffällt ist, dass sich Elisabeth die ersten fünf Monate verbarg. Warum?

    Warum wußte niemand außer sie selbst und ihr Mann und später Maria davon? Wäre dies nicht ein Anlaß gewesen, es voller Freude laut herauszujubeln?

    Oder war sie von Gott dazu angehalten worden, damit sie und Maria eine ruhige und stille Zeit miteinander verbringen könnten – da diese ja erst einmal eine Vertraute und Stütze brauchen würde?

  126. Juleam 3. Januar 2014 um 16:32 Link zum Kommentar

    Johannes, Elisabeth, Maria und der Heilige Geist

    In Vers 15 wird von Johannes gesagt: “schon vor seiner Geburt wird er mit Heiligem Geist erfüllt sein”.

    Wie sehr dies zutrifft, lesen wir etwas später, als Maria bei ihrer Tante ankommt. Johannes reagiert, bevor nur ein Wort gesprochen wird (Vers 41).

    Auch Elisabeth wird von Heiligem Geist erfüllt, denn sie sagt Maria, was ihr von Gott eingegeben wird (Vers 41-45). Denn sie kann unmöglich so gewußt haben, dass diese den Messias zur Welt bringen würde.

    Ältere und reife Frauen mögen vielleicht anderen Frauen bereits sehr früh ansehen, dass diese ein Kind empfangen haben – aber sie konnte unmöglich wissen, dass dies der Messias sein würde. Nach rein menschlichem Denken wäre hier eine Frau ins Haus getreten, die vor der Heirat schwanger war, denn als Verwandte hätte sie sicherlich von einer Hochzeit gehört.

    So hatte Maria durch den Heiligen Geist ihr Kind empfangen, Johannes reagierte bereits im Mutterleib auf dieses Kind und Elisabeth wußte die Reaktion ihres Kindes zu deuten – bereits bevor Maria ihr erzählen konnte, was passiert war.

    weitere Gedanken zu Lukas 1 finden wir hier

  127. Juleam 5. Januar 2014 um 16:40 Link zum Kommentar

    Lukas 2 – die Weihnachtsgeschichte, wie sie in jedem Gottesdienst zu Heiligabend gelesen oder als Krippenspiel aufgeführt wird

    1 Es begab sich aber in jenen Tagen, dass ein Befehl ausging von dem Kaiser Augustus , dass der ganze Erdkreis sich erfassen lassen sollte. 2 Diese Erfassung war die erste und geschah, als Kyrenius Statthalter in Syrien war. 3 Und es zogen alle aus, um sich erfassen zu lassen, jeder in seine eigene Stadt. 4 Es ging aber auch Joseph von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, weil er aus dem Haus und Geschlecht Davids war, 5 um sich erfassen zu lassen mit Maria, seiner ihm angetrauten Frau, die schwanger war. 6 Es geschah aber, während sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte. 7 Und sie gebar ihren Sohn , den Erstgeborenen, und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in die Krippe, weil für sie kein Raum war in der Herberge.

    8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Feld, die bewachten ihre Herde in der Nacht. 9 Und siehe, ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie; und sie fürchteten sich sehr. 10 Und der Engel sprach zu ihnen:
    Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude , die dem ganzen Volk widerfahren soll. 11 Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welcher ist Christus , der Herr . 12 Und das sei für euch das Zeichen : Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt, in der Krippe liegend.
    13 Und plötzlich war bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 14 Herrlichkeit [ist] bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, [und] unter den Menschen [Gottes] Wohlgefallen !

    15 Und es geschah, als die Engel von ihnen weg in den Himmel zurückgekehrt waren, da sprachen die Hirten zueinander: Lasst uns doch bis nach Bethlehem gehen und die Sache sehen, die geschehen ist, die der Herr uns verkündet hat! 16 Und sie gingen eilends und fanden Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegend.

    17 Nachdem sie es aber gesehen hatten, machten sie überall das Wort bekannt, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 18 Und alle, die es hörten, verwunderten sich über das, was ihnen von den Hirten gesagt wurde. 19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20 Und die Hirten kehrten wieder um und priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.

    21 Und als acht Tage vollendet waren, als man das Kind beschneiden musste, da wurde ihm der Name Jesus gegeben, den der Engel genannt hatte, ehe er im Mutterleib empfangen worden war. 22 Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses vollendet waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen, 23 wie im Gesetz des Herrn geschrieben steht: » Alle männliche Erstgeburt soll dem Herrn geheiligt heißen« , 24 und um ein Opfer darzubringen, wie es im Gesetz des Herrn geboten ist, ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

    25 Und siehe, es war ein Mensch namens Simeon in Jerusalem; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels; und der Heilige Geist war auf ihm. 26 Und er hatte vom Heiligen Geist die Zusage empfangen, dass er den Tod nicht sehen werde, bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen habe. 27 Und er kam auf Antrieb des Geistes in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus hineinbrachten, um für ihn zu tun, was der Brauch des Gesetzes verlangte, 28 da nahm er es auf seine Arme, lobte Gott und sprach:
    29 Nun, Herr, entlässt du deinen Knecht in Frieden nach deinem Wort! 30 Denn meine Augen haben dein Heil gesehen, 31 das du vor allen Völkern bereitet hast, 32 ein Licht zur Offenbarung für die Heiden und zur Verherrlichung deines Volkes Israel! 33 Und Joseph und seine Mutter verwunderten sich über das, was über ihn gesagt wurde.

    34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird – 35 aber auch dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen -, damit aus vielen Herzen die Gedanken geoffenbart werden.

    36 Und da war auch Hanna, eine Prophetin , die Tochter Phanuels, aus dem Stamm Asser, die war hochbetagt und hatte nach ihrer Jungfrauschaft mit ihrem Mann sieben Jahre gelebt; 37 und sie war eine Witwe von etwa 84 Jahren; die wich nicht vom Tempel , sondern diente [Gott] mit Fasten und Beten Tag und Nacht. 38 Auch diese trat zu derselben Stunde hinzu und pries den Herrn und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung warteten in Jerusalem.

    39 Und nachdem sie alles vollbracht hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie zurück nach Galiläa, in ihre Stadt Nazareth . 40 Das Kind aber wuchs und wurde stark im Geist, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm.

    41 Und seine Eltern reisten jährlich am Passahfest nach Jerusalem. 42 Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie nach dem Brauch des Festes hinauf nach Jerusalem. 43 Und als sie die Tage vollendet hatten und wieder heimkehrten, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem; und Joseph und seine Mutter wussten es nicht. 44 Da sie aber meinten, er wäre bei den Reisegefährten, zogen sie eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und unter den Bekannten. 45 Und weil sie ihn nicht fanden, kehrten sie wieder nach Jerusalem zurück und suchten ihn.

    46 Und es geschah, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzend mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie befragte. 47 Es erstaunten aber alle, die ihn hörten, über sein Verständnis und seine Antworten. 48 Und als sie ihn sahen, waren sie bestürzt; und seine Mutter sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht! 49 Und er sprach zu ihnen: Weshalb habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss , was meines Vaters ist?

    50 Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte. 51 Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und ordnete sich ihnen unter. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. 52 Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

    Hier lesen wir die Weihnachtsgeschichte, wie sie in jedem Gottesdiienst zu Heiligabend gelesen oder als Krippenspiel aufgeführt wird.

    In unserer kleinen Hausgemeinde haben wir es so gehandhabt, dass John vorher an jeden Besucher kleine Kärtchen verteilt hat, auf denen stand, welche Rolle er lesen wird und die Farbe, in der der von demjenigen zu lesende Text markiert sein würde. So war das Lesen des Textes sehr lebhaft und sogar unsere Sarah, die dieses Jahr erst in die Schule gekommen ist, konnte sich beteiligen. Das gab strahlende Augen in jeder Altersklasse – besser als jedes Geschenk ;-)

  128. Juleam 5. Januar 2014 um 16:48 Link zum Kommentar

    Im Übrigen hatte ich dieses Jahr mal alle biblischen Ansprachen gesammelt, die ich zu dieser “Weihnachtsgeschichte” bereits gehört und gesammelt hatte – ihr findet sie hier.

    Da gibt es jede Menge unterschiedliche Variationen, von denen ich nur einige heraus greifen möchte:

    “Gott wird ein Baby” von Johannes Hartl
    Er zeigt uns auf, was es eigentlich für Jesus bedeutet hatte, sich selbst zu erniedrigen und auf die Erde zu kommen.

    Er war im Himmel ein mächtiges Geschöpf. Der einzig gezeugte Sohn seines Vaters, als Einziger von Jehova direkt erschaffen hatte er fast so viel macht wie Jehova und stand weit über allen anderen Engeln, Cheruben und Seraphen.

    Und all dies gab er auf, um auf die Erde zu kommen als ein kleines hilfloses Baby, lag in einem Trog, aus dem sonst Tiere fraßen und wo es nicht unbedingt sauber war usw…

    “Eine Weihnachtsgeschichte” von John Angelina

    Ich war total fasziniert, wie man aus den ersten Versen von Johannes 1 zum Logos eine Weihnachtsgeschichte machen kann ;-)

    “Wie Gott vom Ende her wirkt” von Bayless Conley
    Er zeigt, welche Schwierigkeiten Maria und Joseph durchmachen mußten und wie Jehova diese benutzt hat, um sein Wort über den Messias zu erfüllen. Sicherlich hatte Jopseph nicht voller Begeisterung gedacht: “ach, jetzt muss ich den langen und beschwerlichen Weg machen und mich einschreiben lassen, damit erfüllt wird, dass der Messias in Betlehem geboren wird” usw

    “Gottes Weihnachtsgeschenk” von Bayless Conley
    Hier wird die Geschichte um Jesu Geburt aus dem Blickwinkel von Daniel betrachtet – denn was meinen wir wohl, warum Sterndeuter aus dem Morgenland kamen und dem Stern folgten?

    “Die Weihnachtsgeschichte – Lektionen für Leben” von Bayless Conley
    Ja, was können wir denn für uns heute daraus lernen?

    “Der wahre Sinn von Weihnachten” von Bayless Conley
    Die Geschichte aus dem Blickwinkel von dem Engel Gabriel, der Elisabeth und Maria ihre bevorstehenden Schwangerschaften verkündet

    Neugierig geworden? Bis auf die mit den Lektionen fürs Leben sind alle als Hördatei vorhanden. Also einfach mal bei der Haus- oder Gartenarbeit anhören :-)

    weitere Gedanken zu Lukas 2 finden wir hier

  129. Juleam 5. Januar 2014 um 17:03 Link zum Kommentar

    Lukas 3 – Jesu Linie ist aus beiden Richtungen von David aus

    1 Aber im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius , als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philippus aber Vierfürst von Ituräa und dem Gebiet von Trachonitis, und Lysanias Vierfürst von Abilene, 2 unter den Hohenpriestern Hannas und Kajaphas , da erging das Wort Gottes an Johannes , den Sohn des Zacharias, in der Wüste.

    3 Und er kam in die ganze Umgegend des Jordan und verkündigte eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden, 4 wie geschrieben steht im Buch der Worte des Propheten Jesaja, der spricht:
    »Die Stimme eines Rufenden [ertönt] in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade eben! 5 Jedes Tal soll ausgefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden, und das Krumme soll gerade und die holprigen Wege eben werden; 6 und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.«

    7 Er sprach nun zu der Volksmenge, die hinausging, um sich von ihm taufen zu lassen: Schlangenbrut! Wer hat euch unterwiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? 8 So bringt nun Früchte , die der Buße würdig sind ! Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. 9 Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen!

    10 Da fragte ihn die Menge und sprach: Was sollen wir denn tun? 11 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, gebe dem, der keines hat; und wer Speise hat, der mache es ebenso!

    12 Es kamen auch Zöllner , um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen wir tun? 13 Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als was euch vorgeschrieben ist!

    14 Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen: Und was sollen wir tun? Und er sprach zu ihnen: Misshandelt niemand, erhebt keine falsche Anklage und seid zufrieden mit eurem Sold!

    15 Da aber das Volk in Erwartung stand und alle in ihren Herzen sich wegen Johannes fragten, ob er vielleicht der Christus sei, 16 antwortete Johannes allen und sprach: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin nicht würdig , ihm seinen Schuhriemen zu lösen; der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen. 17 Er hat die Worfschaufel in seiner Hand, und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen!

    18 Auch mit vielen anderen Ermahnungen verkündigte er dem Volk die frohe Botschaft. 19 Der Vierfürst Herodes aber, da er von ihm getadelt wurde wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, und wegen all des Bösen, was Herodes tat, 20 fügte zu allem noch das hinzu, dass er den Johannes ins Gefängnis warf.

    21 Es geschah aber, als alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete , da tat sich der Himmel auf, 22 und der Heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab, und eine Stimme ertönte aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein geliebter Sohn ; an dir habe ich Wohlgefallen!

    23 Und Jesus war ungefähr 30 Jahre alt, als er begann ; er war, wie man meinte, ein Sohn Josephs , 24 des Eli, des Matthat, des Levi, des Melchi, des Janna, des Joseph, 25 des Mattathias, des Amos, des Nahum, des Esli, des Nangai, 26 des Maath, des Mattathias, des Semei, des Joseph, des Juda, 27 des Johanan, des Resa, des Serubbabel, des Schealtiel, des Neri, 28 des Melchi, des Addi, des Kosam, des Elmodam, des Er, 29 des Joses, des Elieser, des Jorim, des Matthat, des Levi, 30 des Simeon, des Juda, des Joseph, des Jonan, des Eljakim, 31 des Melea, des Mainan, des Mattatha, des Nathan , des David, 32 des Isai , des Obed, des Boas, des Salmon, des Nachschon, 33 des Amminadab, des Aram, des Hezron, des Perez , des Juda, 34 des Jakob, des Isaak, des Abraham, des Terach, des Nahor, 35 des Serug, des Regu, des Peleg, des Heber, des Schelach, 36 des Kainan, des Arpakschad, des Sem, des Noah, des Lamech, 37 des Methusalah , des Henoch, des Jared, des Mahalaleel, des Kainan, 38 des Enosch, des Seth, des Adam , Gottes.

    Interessant, dass Jesus auch aus der Linie seines Stiefvaters aus dem Stamme Davids kam.

    So konnte niemand sein Recht als König anzweifeln: denn Joseph sowie Maria stammten aus der Linie Davids

    weitere Gedanken zu Lukas 3 finden wir hier (dort findet ihr auch all die schönen Gedanken, die wir im kleinen Hauskreis zu Lukas erarbeitet haben)

  130. Juleam 8. Januar 2014 um 10:15 Link zum Kommentar

    Lukas 4 – 6

    Lukas 4 – Kurzzusammenfassung

    1 Jesus aber, voll Heiligen Geistes , kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste geführt 2 und 40 Tage vom Teufel versucht . Und er aß nichts in jenen Tagen; und zuletzt, als sie zu Ende waren, war er hungrig . 3 Und der Teufel sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde! 4 Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort Gottes« . 5 Da führte der Teufel ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick. 6 Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. 7 Wenn du nun vor mir anbetest, so soll alles dir gehören! 8 Und Jesus antwortete ihm und sprach: Weiche von mir, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen« . 9 Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Wenn du der Sohn Gottes bist , so stürze dich von hier hinab; 10 denn es steht geschrieben: »Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, dass sie dich behüten, 11 und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.« 12 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!« 13 Und nachdem der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeit lang.

    14 Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes zurück nach Galiläa ; und das Gerücht von ihm verbreitete sich durch die ganze umliegende Gegend. 15 Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von allen gepriesen.

    16 Und er kam nach Nazareth , wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen . 17 Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben; und als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben steht:

    18 »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat , den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen , die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, 19 um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.«

    20 Und er rollte die Buchrolle zusammen und gab sie dem Diener wieder und setzte sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. 21 Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren!

    22 Und alle gaben ihm Zeugnis und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund kamen, und sprachen: Ist dieser nicht der Sohn Josephs ?

    23 Und er sprach zu ihnen: Gewiss werdet ihr mir dieses Sprichwort sagen: Arzt, heile dich selbst! Die großen Taten, von denen wir gehört haben, dass sie in Kapernaum geschahen, tue sie auch hier in deiner Vaterstadt! 24 Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch: Kein Prophet ist anerkannt in seinem Vaterland . 25 In Wahrheit aber sage ich euch:

    Es waren viele Witwen in den Tagen Elias in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate lang verschlossen war, da eine große Hungersnot entstand im ganzen Land; 26 und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt, sondern nur zu einer Witwe nach Zarpat bei Zidon.

    27 Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elisa; aber keiner von ihnen wurde gereinigt, sondern nur Naeman , der Syrer.

    28 Da wurden alle in der Synagoge voll Zorn, als sie dies hörten. 29 Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen. 30 Er aber ging mitten durch sie hindurch und zog weiter.

    31 Und er kam hinab nach Kapernaum , einer Stadt in Galiläa, und lehrte sie am Sabbat. 32 Und sie waren betroffen über seine Lehre, denn er redete mit Vollmacht.

    33 Und in der Synagoge war ein Mensch, der den Geist eines unreinen Dämonen hatte. Und er schrie mit lauter Stimme 34 und sprach: Lass ab! Was haben wir mit dir zu tun, Jesus, du Nazarener? Bist du gekommen, um uns zu verderben? Ich weiß , wer du bist: der Heilige Gottes! 35 Und Jesus befahl ihm und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Da warf ihn der Dämon mitten unter sie und fuhr aus von ihm und tat ihm keinen Schaden. 36 Und ein Entsetzen kam über alle, und sie redeten untereinander und sprachen: Was ist das für ein Wort, dass er mit Vollmacht und Kraft den unreinen Geistern gebietet und sie ausfahren?

    37 Und sein Ruf verbreitete sich in alle Orte der umliegenden Gegend.

    38 Und er stand auf und ging aus der Synagoge in das Haus des Simon. Simons Schwiegermutter aber war von einem heftigen Fieber befallen, und sie baten ihn für sie. 39 Und er trat zu ihr, neigte sich über sie und befahl dem Fieber, und es verließ sie. Und sogleich stand sie auf und diente ihnen.

    40 Als aber die Sonne unterging, brachten alle, die Kranke hatten mit mancherlei Gebrechen, sie zu ihm, und er legte einem jeden von ihnen die Hände auf und heilte sie.

    41 Es fuhren auch Dämonen aus von vielen, indem sie schrien und sprachen: Du bist der Christus, der Sohn Gottes! Und er befahl ihnen und ließ sie nicht reden, weil sie wussten, dass er der Christus war.

    42 Als es aber Tag geworden war, ging er hinaus an einen abgelegenen Ort; und die Volksmenge suchte ihn und kam bis zu ihm, und sie wollten ihn zurückhalten , damit er nicht von ihnen wegginge. 43 Er aber sprach zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkündigen; denn dazu bin ich gesandt . 44 Und er verkündigte in den Synagogen von Galiläa.

    Dieses Kapitel haben wir gerade in unserem kleinen Hauskreis ausführlich besprochen und die beiden Gedanken, die am einprägsamsten waren, beziehen sich auf den letzten Teil:

    Jesus hat Macht und Gewalt über die Dämonen. Wir müssen keine Angst vor ihnen haben – denn sie haben Angst vor uns!

    Es gibt zwei Personengruppen, die völlig unterschiedlich auf Heilung reagieren:

    • Die Schwiegermutter des Petrus nutzt die wiederhergestellte Gesundheit sofort, um Jesus und den Brüdern zu dienen
    • Die Volksmengen wollen ihn nicht gehen lassen, denn sie wollen mehr Heilung.

    Geht es uns bei der Anbetung um uns selbst und dass wir uns wohl fühlen – oder um Jesus und Gott und dass die wahre Anbetung gefördert wird?

    Weitere Gedanken zu Lukas 4 finden wir hier

  131. Juleam 8. Januar 2014 um 10:19 Link zum Kommentar

    Lukas 5 – Die Sache mit der Vergebung der Sünden

    1 Es begab sich aber, als die Menge sich zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, dass er am See Genezareth stand; 2 und er sah zwei Schiffe am Ufer liegen; die Fischer aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen die Netze. 3 Da stieg er in eines der Schiffe, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren; und er setzte sich und lehrte die Volksmenge vom Schiff aus.
    4 Als er aber zu reden aufgehört hatte, sprach er zu Simon: Fahre hinaus auf die Tiefe, und lasst eure Netze zu einem Fang hinunter! 5 Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen!
    6 Und als sie das getan hatten, fingen sie eine große Menge Fische; und ihr Netz begann zu reißen. 7 Da winkten sie den Gefährten, die im anderen Schiff waren, dass sie kommen und ihnen helfen sollten; und sie kamen und füllten beide Schiffe, sodass sie zu sinken begannen.

    8 Als aber Simon Petrus das sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: Herr, gehe von mir hinweg, denn ich bin ein sündiger Mensch! 9 Denn ein Schrecken überkam ihn und alle, die bei ihm waren, wegen des Fischzuges, den sie gemacht hatten; 10 gleicherweise auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Teilhaber waren. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; von nun an sollst du Menschen fangen! 11 Und sie brachten die Schiffe ans Land, verließen alles und folgten ihm nach.

    12 Und es begab sich, als er in einer der Städte war, siehe, da war ein Mann voll Aussatz. Und als er Jesus sah, fiel er auf sein Angesicht, bat ihn und sprach: Herr, wenn du willst, so kannst du mich reinigen! 13 Da streckte er die Hand aus, rühr-te ihn an und sprach: Ich will; sei gereinigt! Und sogleich wich der Aussatz von ihm. 14 Und er befahl ihm, es niemand zu sagen :
    Geh vielmehr hin, zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, wie Mose befohlen hat, ihnen zum Zeugnis ! 15 Aber die Nachricht von ihm breitete sich desto mehr aus; und große Volksmengen kamen zusammen, um ihn zu hören und durch ihn von ihren Krankheiten geheilt zu werden.

    16 Er aber hielt sich zurückgezogen an einsamen Orten auf und betete. 17 Und es begab sich an einem Tag, dass er lehrte; und es saßen Pharisäer da und Gesetzeslehrer, die aus allen Dörfern von Galiläa und Judäa und von Jerusalem gekommen waren; und die Kraft des Herrn war da, um sie zu heilen . 18 Und siehe, Männer trugen auf einer Liegematte einen Menschen, der gelähmt war; und sie versuchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen. 19 Und da sie wegen der Menge keine Möglichkeit fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn mit der Liegematte durch die Ziegel hinunter in die Mitte vor Jesus.
    20 Und als er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben !

    21 Und die Schriftgelehrten und Pharisäer fingen an, sich Gedanken zu machen, und sprachen: Wer ist dieser, der solche Lästerungen ausspricht? Wer kann Sünden vergeben als nur Gott allein? 22 Da aber Jesus ihre Gedanken erkannte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denkt ihr in euren Herzen? 23 Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? 24 Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm deine Liegematte und geh heim!

    25 Und sofort stand er auf vor ihren Augen, nahm sein Lager, ging heim und pries Gott.

    26 Da gerieten alle außer sich vor Staunen, und sie priesen Gott und wurden voll Furcht und sprachen: Wir haben heute Unglaubliches gesehen!

    27 Danach ging er hinaus und sah einen Zöllner namens Levi an der Zollstätte sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! 28 Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. 29 Und Levi bereitete ihm ein großes Mahl in seinem Haus; und es saß eine große Schar von Zöllnern und anderen, die es mit ihnen hielten, bei Tisch.

    30 Und die Schriftgelehrten unter ihnen und die Pharisäer murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum esst und trinkt ihr mit Zöllnern und Sündern? 31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. 32 Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.

    33 Sie aber sprachen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes so oft und verrichten Gebete, ebenso auch die der Pharisäer; die Deinigen aber essen und trinken?

    34 Und er sprach zu ihnen: Könnt ihr die Hochzeitsgäste etwa fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? 35 Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen sein wird; dann werden sie fasten in jenen Tagen. 36 Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen:

    Niemand setzt einen Lappen von einem neuen Kleid auf ein altes Kleid; denn sonst zerreißt er auch das neue, und der Lappen vom neuen passt nicht zu dem alten. 37 Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; denn sonst wird der neue Wein die Schläuche zerreißen, und er wird verschüttet, und die Schläuche verderben; 38 sondern neuer Wein soll in neue Schläuche gefüllt werden, so bleiben beide miteinander erhalten. 39 Und niemand, der alten trinkt, will sogleich neuen; denn er spricht: Der alte ist besser!

    Die Sache mit der Vergebung der Sünden scheint die Pharisäer schwer beschäftigt zu haben.

    Allerdings ist das auch wieder verständlich, denn es gab umfangreiche Gesetzesvorschriften, was sie tun mußten, wenn sie gesündigt hatten:

    • Da musste der Sünder zu einem Priester,
    • ein bestimmtes Opfer musste dargebracht werden
    • und dies nur vom Priester
    • und auf eine ganz bestimmte Weise.

    Und nun kommt dieser einfache Sohn eines Zimmermanns daher uns sagt so einfach “deine Sünden sind dir vergeben. Wie konnte das angehen?

  132. Juleam 8. Januar 2014 um 10:25 Link zum Kommentar

    Dass Jesus das mosaische Gesetz dennoch nicht gering achtete, zeigt sich etwas davor – als er den Mann mit dem Aussatz geheilt hatte:

    Er wollte den Dank und das Lob nicht, er wollte nicht für so eine Heilung bekannt sein und geehrt werden. Im Gegenteil: er schickt den Mann zum Priester, so wie es das Gesetz vorschreibt.

    Denn im Falle von Aussatz gab es auch umfangreiche Gesetze und Vorschriften:

    Wenn jemand der Ansicht war, dass er vom Aussatz wieder geheilt sei,

    • musste er zum Priester gehen,
      damit dieser die betroffenen Stellen begutachtet und den Kranken für geheilt erklärt.
    • dann mußten ganz bestimmte Opfer – vom Priester für den nun Geheilten – dargebracht werden nach einer ganz bestimmten Ordnung.
    • Erst dann durfte der ehemals Aussätzige überhaupt wieder ins Lager und Kontakt zu den anderen haben.

    Jesus hätte sich sehr wohl darüber hinwegsetzen können, denn er wußte, dass der Mann wirklich geheilt war. Aber er tat es nicht. Solange er auf der Erde war, respektierte er das mosaische Gesetz und hielt es ein.

    Das einzige, woran er sich nicht hielt, waren die Überlieferungen – das, was dazu gedichtet worden war

  133. Juleam 8. Januar 2014 um 10:27 Link zum Kommentar

    Aber er schickt ihn dennoch zum Priester – warum?

    Jesus war zwar als Hohepriester für die Menschen vorgesehen, er würde ein für alle Mal ein Opfer für alle Menschen darbringen – aber noch waren die Priester für diesen Dienst von Jehova eingesetzt.

    Auch wenn diese viele Fehler machten und nicht mehr das Wohlgefallen Jehovas hatten, so ist Jehova doch ein Gott der Ordnung und diese von ihm eingesetzte Ordnung wollte auch Jesus nicht durcheinander bringen.

    Noch waren es die Priester, die von Jehova für diese Aufgaben eingesetzt waren und das respektierte Jesus.

    Er – der Sohn Gottes und derjenige, der nach Jehova der Höchste im Universum ist – ordnete sich unter!

    Wer sind wir, dass wir oftmals denken, wir hätten dies nicht nötig?

  134. Juleam 8. Januar 2014 um 10:31 Link zum Kommentar

    Jesus beruft seine ersten Jünger – und diese “kommen wie die Jungfrau zum Kind”

    Es ist mir beim Lesen bisher noch nie so aufgefallen, aber ich habe es in den vergangenen Wochen mehrfach in verschiedenen biblischen Ansprachen gehört:

    Die ersten Jünger hat Jesus nicht aus der Menschenmenge ausgewählt, die ihm dauernd folgte!

    Da Lukas sein Buch chronologisch aufbaut, ist zu diesem Zeitpunkt bereits viel Zeit vergangen. Jesus war bereits viel unterwegs, hat geheilt, Wunder gewirkt und gelehrt. Ständig lesen wir, dass die Menschen zu ihm strömen, ihm überall hin folgen und ihn nicht mehr gehen lassen wollen. Dennoch lesen wir hier zum ersten Mal davon, dass Jesus sich Jünger auswählt, ganz gezielt bestimmte Personen anspricht und auffordert, ihm zu folgen.

    Interessant ist dabei, was das für Menschen sind, die er dazu auffordert: sie gehören nicht zu denen, die ihm eh nachlaufen und schon lange von ihm begeistert sind.

    Petrus und seine Leute waren nicht dort, weil sie Jesus hören oder sehen wollten – sie waren bei der Arbeit.

    Sie waren Fischer, hatten die ganze Nacht gearbeitet und sassen nun bei ihren Booten, um die Netze, die sie dazu benutzt hatten, zu säubern und auszubessern. Sie waren daher zufällig anwesend, als Jesus kam und die Menge belehrte.

    Trotz der langen und ermüdenden Arbeit sind sie hilfsbereit und rudern Jesus etwas auf den See heraus, damit die Akustik besser ist und die Menge Jesus besser verstehen kann. Als Lohn schenkt er ihnen einen Jahrhundertfang – und fordert sie dann zur Nachfolge auf.

    Ebenso Matthäus – auch er ist bei der Arbeit und wird dabei von Jesus gesehen und aufgefordert, mitzukommen. Er war ebenfalls nicht gezielt anwesend, weil er Jesus sehen und hören wollte oder geheilt werden oder ein anderes Wunder sehen wollte.

    Warum hat Jesus wohl gerade diese Männer ganz gezielt zum Mitkommen aufgefordert?

    weitere Gedanken zu Lukas 5 finden wir hier

  135. Juleam 8. Januar 2014 um 10:41 Link zum Kommentar

    Lukas 6 – die Bergpredigt

    1 Es geschah aber, dass er am zweiten Sabbat nach dem ersten durch die Kornfelder ging; und seine Jünger streiften Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen sie. 2 Da sagten etliche von den Pharisäern zu ihnen: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht zu tun erlaubt ist? 3 Und Jesus antwortete ihnen und sprach: Habt ihr nicht einmal gelesen, was David tat, als er und seine Gefährten hungrig waren? 4 Wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote nahm und aß und auch seinen Gefährten davon gab, welche doch niemand essen darf als nur die Priester? 5 Und er sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.

    6 Es geschah aber auch an einem anderen Sabbat, dass er in eine Synagoge ging und lehrte; und dort war ein Mensch, dessen rechte Hand verdorrt war. 7 Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer lauerten ihm auf, ob er am Sabbat heilen würde, um einen Grund zur Anklage gegen ihn zu finden. 8 Er aber kannte ihre Gedanken und sprach zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und stelle dich in die Mitte! Da stand er auf und stellte sich dorthin. 9 Da sprach nun Jesus zu ihnen: Ich will euch etwas fragen: Darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, das Leben retten oder verderben? 10 Und indem er sie alle ringsumher ansah, sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Der aber tat es, und seine Hand wurde wiederhergestellt [und war] gesund wie die andere. 11 Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt und besprachen sich miteinander, was sie Jesus antun könnten.

    12 Es geschah aber in jenen Tagen, dass er hinausging auf den Berg, um zu beten; und er verharrte die Nacht hindurch im Gebet zu Gott. 13 Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und erwählte aus ihnen zwölf, die er auch Apostel nannte: 14 Simon , den er auch Petrus nannte, und dessen Bruder Andreas, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus, 15 Matthäus und Thomas, Jakobus , den Sohn des Alphäus, und Simon, genannt der Zelot , 16 Judas , den Sohn des Jakobus, und Judas Ischariot , der auch zum Verräter wurde.

    17 Und er stieg mit ihnen hinab und stellte sich auf einen ebenen Platz mit einer Menge seiner Jünger und einer großen Menge Volkes aus ganz Judäa und von Jerusalem und von der Meeresküste von Tyrus und Zidon, die gekommen waren, um ihn zu hören und geheilt zu werden von ihren Krankheiten, 18 auch die, welche von unreinen Geistern geplagt waren; und sie wurden geheilt. 19 Und die ganze Volksmenge suchte ihn anzurühren, denn Kraft ging von ihm aus und heilte alle.

    20 Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: Glückselig seid ihr Armen, denn das Reich Gottes ist euer! 21 Glückselig seid ihr, die ihr jetzt hungert, denn ihr sollt gesättigt werden! Glückselig seid ihr, die ihr jetzt weint , denn ihr werdet lachen! 22 Glückselig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen, und wenn sie euch ausschließen und schmähen und euren Namen als einen lasterhaften verwerfen um des Menschensohnes willen. 23 Freut euch an jenem Tag und hüpft! Denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht.

    24 Aber wehe euch, ihr Reichen, denn ihr habt euren Trost schon empfangen! 25 Wehe euch, die ihr satt seid; denn ihr werdet hungern ! Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und weinen! 26 Wehe euch, wenn alle Leute gut von euch reden! Denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.

    27 Euch aber, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen; 28 segnet , die euch fluchen, und betet für die, welche euch beleidigen! 29 Dem, der dich auf die eine Backe schlägt, biete auch die andere dar; und dem, der dir den Mantel nimmt, verweigere auch das Hemd nicht. 30 Gib aber jedem, der dich bittet; und von dem, der dir das Deine nimmt, fordere es nicht zurück.
    31 Und wie ihr wollt, dass euch die Leute behandeln sollen, so behandelt auch ihr sie gleicherweise!

    32 Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, was für einen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, welche sie lieben. 33 Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, was für einen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder tun dasselbe. 34 Und wenn ihr denen leiht, von welchen ihr wieder zu empfangen hofft, was für einen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder leihen den Sündern, um das Gleiche wieder zu empfangen. 35 Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

    36 Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. 37 Und richtet nicht, so werdet ihr nicht gerichtet; verurteilt nicht, so werdet ihr nicht verurteilt; sprecht los , so werdet ihr losgesprochen werden! 38 Gebt, so wird euch gegeben werden; ein gutes, vollgedrücktes und gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß schütten. Denn mit demselben Maß, mit dem ihr [anderen] zumesst, wird euch wieder zugemessen werden.

    39 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis: Kann auch ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in die Grube fallen?
    40 Der Jünger ist nicht über seinem Meister; jeder aber, der vollendet ist, wird so sein wie sein Meister.
    41 Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? 42 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, halt, ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge ist! – während du doch den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter herauszuziehen, der im Auge deines Bruders ist!

    43 Denn es gibt keinen guten Baum, der schlechte Frucht bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Frucht bringt. 44 Denn jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man keine Feigen, und vom Dornbusch liest man keine Trauben. 45 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund.

    46 Was nennt ihr mich aber »Herr, Herr« und tut nicht, was ich sage? 47 Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut – ich will euch zeigen, wem er gleich ist. 48 Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute und dazu tief grub und den Grund auf den Felsen legte. Als nun eine Überschwemmung entstand, da brandete der Strom gegen dieses Haus, und er konnte es nicht erschüttern, weil es auf den Felsen gegründet war.
    49 Wer aber hört und nicht tut , der ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf das Erdreich baute, ohne den Grund zu legen; und der Strom brandete gegen dasselbe, und es stürzte sofort ein, und der Zusammenbruch dieses Hauses war gewaltig.

    Da die Bergpredigt in jedem der Evangelien enthalten ist, hier die Links, wo wir die einzelnen Punkte in den anderen finden:

    Wir hatten ja auf der Freizeit einiges dazu erarbeitet und die dabei entstandenen Schaubilder mit eingestellt ;-)

  136. Juleam 8. Januar 2014 um 10:53 Link zum Kommentar

    Die ersten Verse sind in der Hoffnung für Alle mit “Gesetzlichkeit oder Liebe” überschrieben – und treffen es auf den Punkt

    Noch am Montag hatten wir im Rahmen mit der Johannes-Studie über die Pharisäer gesprochen, die ja eigentlich unlogisch auf die guten Taten von Jesus reagieren. Er erweckt einen Mann von den Toten, der bereits 4 Tage im Grab liegt und statt der Freude, die eigentlich aufkommen sollte, entbrennt in den Schriftgelehrten und Pharisäern ungeheure Wut und Zorn.

    Auch hier lesen wir wieder, dass sie Jesus immer wieder auflauern, um irgendetwas zu finden, “woraus sie ihm einen Strick drehen könnten”.

    Die Frage kam auf, wieso sie so arrogant sind, warum sie an ihren eigenen Überlieferungen festhalten – wenn Jehova dies niemals so geboten hatte. Auch hier beim Sabbat ging es um die Liebe und darum, Zeit mit Gott einzuplanen. Jehova hatte ihnen dieses Gebot – den Sabbat zu halten – gegeben, damit sie IHM näher kommen. Ihre harte Auslegung entfernt die Menschen eher von Gott!

    Wenn jemand verboten wird, einem anderen Gutes zu tun und von einer schlimmen Krankheit zu heilen – angeblich im Namen Gottes – so bringt uns dies nicht wirklich Jehova näher. Im Gegenteil.

    Etwas später, als wir die Bibelstunde bereits beendet hatten, ging es eher um Privates und den Erfahrungen, die Suse bisher mit Religion und Glauben gemacht hatte. Es hatte sie eher von Gott weg gedrängt. Eine Erfahrung, die unser Gast beim Weihnachtsessen auch gemacht hat und weswegen auch er eigentlich nichts mehr mit Gott und Religion zu tun haben will.

    Ich persönlich empfinde es immer wieder als besonders schlimm, welchen Schaden solche “frommen Menschen” eigentlich anrichten mit dem, was sie tun: denn sie tun es ja eigentlich, um andere (z.B. die Kinder, die mit ihnen leben) an Gott zu binden. Statt dessen erreichen sie das Gegenteil und spielen dem Widersacher Gottes direkt in die Hand.

    Suse zählte einige Sachen auf, die zur Religion gehören oder im Namen von Gott und Religion getan werden und die sehr abstoßend sind (wie z.B die Hexenverbrennung, Kreuzzüge usw). So kann sie auch nicht glauben, dass all die frommen Rituale nötig sind, um Gott näher zu kommen. Den Gott, den sie bisher durch das Lesen der Bibel kennengelernt hat, könne das unmöglich so gewollt haben. Sie versteht nicht, dass Anbeter Gottes andere verfolgen, die dies in anderer Weise tun – wie Christen, Moslems und Juden), nur weil diese anders denken und diese ganzen Rituale nicht mitmachen wollen.

    Hier ist aber der direkte Bezug zu den Pharisäern hier: sie verfolgen Jesus, weil er sich nicht an ihre Spielregeln hält.

    Jehova hatte den Juden sein Gesetz gegeben und daran sollten sie sich halten. Aber sie verfolgen jeden, der sich nicht an all die Rituale und Einschränkungen hält, die sie selbst hinzugefügt haben.

    Ob wohl deswegen in der Offenbarung davor gewarnt wird, etwas von den Worten der Bibel wegzunehmen oder hinzuzufügen? Neigt der Mensch wirklich so sehr dazu?

    Um zu begreifen, wer eigentlich seine Freude daran hat, wenn das Bild des liebevollen und barmherzigen Gottes entstellt wird, werden wir nächstes Mal 1. Mose 3 lesen…

    weitere Gedanken zu Lukas 6 finden wir hier

  137. Juleam 12. Januar 2014 um 13:30 Link zum Kommentar

    Lukas 7 – 9

    Lukas 7 – Vergebung

    1 Nachdem er aber vor den Ohren des Volkes alle seine Reden beendet hatte, ging er hinein nach Kapernaum. 2 Und ein Knecht eines Hauptmanns, den jener schätzte, lag krank und war am Sterben. 3 Als er aber von Jesus hörte, sandte er Älteste der Juden zu ihm mit der Bitte, er möge kommen und seinen Knecht retten. 4 Als diese zu Jesus kamen, baten sie ihn eindringlich und sprachen: Er ist es wert , dass du ihm dies gewährst; 5 denn er hat unser Volk lieb, und er hat uns die Synagoge erbaut. 6 Da ging Jesus mit ihnen hin. Und als er schon nicht mehr fern von dem Haus war, schickte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen:

    Herr, bemühe dich nicht; denn ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach kommst! 7 Darum hielt ich auch mich selbst nicht für würdig, zu dir zu kommen; sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund! 8 Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Vorgesetzten steht, und habe Kriegsknechte unter mir; und wenn ich zu diesem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem anderen: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er”s.
    9 Als Jesus das hörte, verwunderte er sich über ihn und wandte sich um und sprach zu der Menge, die ihm nachfolgte: Ich sage euch: Einen so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden!
    10 Und als die Abgesandten in das Haus zurückkamen, fanden sie den kranken Knecht gesund.

    11 Und es begab sich am folgenden Tag, dass er in eine Stadt namens Nain ging, und mit ihm zogen viele seiner Jünger und eine große Volksmenge. 12 Wie er sich aber dem Stadttor näherte, siehe, da wurde ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. 13 Und als der Herr sie sah, erbarmte er sich über sie und sprach zu ihr: Weine nicht! 14 Und er trat hinzu und rührte den Sarg an; die Träger aber standen still. Und er sprach: Junger Mann, ich sage dir: Steh auf! 15 Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter. 16 Da wurden sie alle von Furcht ergriffen und priesen Gott und sprachen: Ein großer Prophet ist unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk heimgesucht! 17 Und diese Rede über ihn verbreitete sich in ganz Judäa und in der ganzen Umgegend.

    18 Und die Jünger des Johannes berichteten ihm von dem allem. 19 Und Johannes rief zwei seiner Jünger zu sich, sandte sie zu Jesus und ließ ihn fragen: Bist du derjenige, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? 20 Als nun die Männer zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und lässt dich fragen: Bist du es, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? 21 Zu derselben Stunde aber heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht.
    22 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde werden sehend, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird das Evangelium verkündigt. 23 Und glückselig ist, wer nicht Anstoß nimmt an mir!

    24 Und als die Boten des Johannes weggegangen waren, fing er an, zu der Volksmenge über Johannes zu reden: Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen zu sehen? Ein Rohr, das vom Wind bewegt wird? 25 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Menschen, mit weichen Kleidern bekleidet? Siehe, die in herrlicher Kleidung und Üppigkeit leben, sind an den Königshöfen!
    26 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Propheten ? Ja, ich sage euch: einen, der mehr ist als ein Prophet! 27 Dieser ist”s, von dem geschrieben steht: » Siehe , ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten soll« . 28 Denn ich sage euch: Unter denen, die von Frauen geboren sind, gibt es keinen größeren Propheten als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Reich Gottes ist größer als er.

    29 Und das ganze Volk, das ihn hörte, und die Zöllner gaben Gott recht , indem sie sich taufen ließen mit der Taufe des Johannes; 30 die Pharisäer aber und die Gesetzesgelehrten verwarfen den Ratschluss Gottes, sich selbst zum Schaden, indem sie sich nicht von ihm taufen ließen.

    31 Und der Herr sprach: Wem soll ich nun die Menschen dieses Geschlechts vergleichen? Und wem sind sie gleich? 32 Sie sind Kindern gleich, die am Markt sitzen und einander zurufen und sprechen: Wir haben euch aufgespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben euch Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint!
    33 Denn Johannes der Täufer ist gekommen , der aß kein Brot und trank keinen Wein; da sagt ihr: Er hat einen Dämon! 34 Der Sohn des Menschen ist gekommen, der isst und trinkt; da sagt ihr: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder! 35 Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern.

    36 Es bat ihn aber einer der Pharisäer, mit ihm zu essen. Und er ging in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch. 37 Und siehe, eine Frau war in der Stadt, die war eine Sünderin ; als sie hörte, dass er in dem Haus des Pharisäers zu Gast war, da brachte sie ein Alabasterfläschchen voll Salböl , 38 und sie trat hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen; und sie trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes, küsste seine Füße und salbte sie mit der Salbe. 39 Als aber der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, sprach er bei sich selbst: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüsste er doch, wer und was für eine Frau das ist, die ihn anrührt, dass sie eine Sünderin ist!

    40 Da antwortete Jesus und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er sprach: Meister, sprich!

    41 Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Der eine war 500 Denare schuldig, der andere 50. 42 Da sie aber nichts hatten, um zu bezahlen , schenkte er es beiden. Sage mir: Welcher von ihnen wird ihn nun am meisten lieben? 43 Simon aber antwortete und sprach: Ich vermute der, dem er am meisten geschenkt hat. Und er sprach zu ihm: Du hast richtig geurteilt!

    44 Und indem er sich zu der Frau wandte, sprach er zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, und du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit den Haaren ihres Hauptes getrocknet. 45 Du hast mir keinen Kuss gegeben; sie aber hat, seit ich hereingekommen bin, nicht aufgehört, meine Füße zu küssen. 46 Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt, sie aber hat meine Füße mit Salbe gesalbt. 47 Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben worden, darum hat sie viel Liebe erwiesen; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.

    48 Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben!
    49 Da fingen die Tischgenossen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt? 50 Er aber sprach zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden !

    Und wieder die Sache mit der Vergebung. Ich habe hier mal ein Link zu biblischen Ansprachen, die sich um dieses Thema drehen

  138. Juleam 12. Januar 2014 um 13:33 Link zum Kommentar

    Die unterschiedliche Sichtweise
    Lukas 7-1-10

    Oftmals neigen wir Menschen ja zur Selbstüberschätzung – wir denken besser von uns, als angebracht wäre. Hier bei dem Hauptmann ist es umgekehrt:

    Die Leute, die in seinem Namen kommen und Jesus um Hilfe bitten, sind der Ansicht, er “ist es wert” (Vers 4, Schlachter). Er selbst sieht das anders, denn er sagt von sich selbst “ich bin es nicht wert, dass du unter mein Dach kommst” (Vers 6-7).

    Hier zeigt sich eine sehr demütige Einstellung.

    Aber warum hält er sich selbst für unwürdig?

    Könnte dies damit zu tun haben, dass er selbst kein Jude ist und somit nicht zu Gottes auserwählten Volk gehört?

    Hatte Jesus vorher keine Wunder an anderen gewirkt? War hier bereits die Frau auf Jesus zugetreten, die er zuerst abgewehrt hatte und der Hauptmann wußte davon?

  139. Juleam 12. Januar 2014 um 13:36 Link zum Kommentar

    In dem Buch “Der größte Mensch, der je lebte” findenm wir unter der Geschichte “Der große Glauben eines Offiziers” folgende Erklärung dazu:

    Welch ein Ausdruck der Demut von einem Offizier, der gewohnt ist, anderen zu befehlen! Möglicherweise denkt er jedoch auch an Jesus, da er weiß, daß die Sitte es einem Juden verbietet, gesellschaftlichen Kontakt mit Nichtjuden zu haben. So sagte Petrus zum Beispiel einmal: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern.“

    Vielleicht möchte der Offizier Jesus die Folgen ersparen, die eine Verletzung dieser Sitte mit sich bringen würde, und deshalb bittet er ihn durch die Freunde: „Sprich nur ein Wort, so wird mein Diener gesund werden…

    weitere Gedanken zu Lukas 7 finden wir hier

  140. Juleam 12. Januar 2014 um 13:39 Link zum Kommentar

    Lukas 8 – eine kurze Zusammenfassung von dem geben, was Jesus auf der Erde getan hat

    1 Und es geschah danach, dass er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf zog, wobei er das Evangelium vom Reich Gottes verkündigte; und die Zwölf waren mit ihm, 2 und auch etliche Frauen, die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalena, von der sieben Dämonen ausgefahren waren, 3 und Johanna, die Frau Chusas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm dienten mit ihrer Habe. 4 Als nun eine große Menge zusammenkam und sie aus den Städten zu ihm zogen, sprach er in einem Gleichnis:

    5 Der Sämann ging aus, um seinen Samen zu säen. Und als er säte, fiel etliches an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf. 6 Und anderes fiel auf den Felsen; und als es aufwuchs, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. 7 Und anderes fiel mitten unter die Dornen ; und die Dornen, die mit ihm aufwuchsen, erstickten es. 8 Und anderes fiel auf das gute Erdreich und wuchs auf und brachte hundertfältige Frucht. Und als er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

    9 Da fragten ihn seine Jünger und sprachen: Was bedeutet wohl dieses Gleichnis? 10 Er aber sprach: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen, den anderen aber in Gleichnissen, damit sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht verstehen. 11 Das Gleichnis aber bedeutet dies:
    Der Same ist das Wort Gottes.
    12 Die am Weg sind die, welche es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht zum Glauben gelangen und gerettet werden.
    13 Die aber auf dem Felsen sind die, welche das Wort, wenn sie es hören, mit Freuden aufnehmen; aber sie haben keine Wurzel; sie glauben nur eine Zeit lang, und zur Zeit der Versuchung fallen sie ab.
    14 Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife.
    15 Das in dem guten Erdreich aber sind die, welche das Wort , das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen in standhaftem Ausharren .

    16 Niemand aber, der ein Licht anzündet, bedeckt es mit einem Gefäß oder stellt es unter ein Bett, sondern er setzt es auf einen Leuchter, damit die, welche hereinkommen, das Licht sehen. 17 Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werden wird, und nichts ist geheim, das nicht bekannt werden und an den Tag kommen wird.

    18 So habt nun acht, wie ihr hört ! Denn wer hat, dem wird gegeben ; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint.

    19 Es kamen aber seine Mutter und seine Brüder zu ihm, und sie konnten wegen der Volksmenge nicht zu ihm gelangen. 20 Und man berichtete es ihm und sagte: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen! 21 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind die, welche das Wort Gottes hören und es tun!

    22 Und es geschah an einem der Tage, dass er und seine Jünger in ein Schiff stiegen; und er sprach zu ihnen: Lasst uns ans andere Ufer des Sees fahren! Und sie fuhren ab. 23 Auf der Fahrt aber schlief er ein. Da fiel ein Sturmwind auf den See, und [das Schiff] füllte sich, und sie waren in Gefahr. 24 Da traten sie hinzu, weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um! Er aber stand auf und befahl dem Wind und den Wasserwogen; und sie legten sich, und es wurde still. 25 Da sprach er zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie aber fürchteten und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist denn dieser, dass er auch den Winden und dem Wasser befiehlt und sie ihm gehorsam sind?

    26 Und sie fuhren in das Gebiet der Gadarener, das Galiläa gegenüberliegt. 27 Und als er ans Land gestiegen war, kam ihm ein Besessener aus der Stadt entgegen, der seit langer Zeit Dämonen hatte und keine Kleider mehr trug und sich auch in keinem Haus aufhielt, sondern in den Gräbern . 28 Als er aber Jesus sah, schrie er, warf sich vor ihm nieder und sprach mit lauter Stimme: Was habe ich mit dir zu tun, Jesus, du Sohn Gottes, des Höchsten? Ich bitte dich, quäle mich nicht! 29 Denn Er hatte dem unreinen Geist geboten , von dem Menschen auszufahren; denn der hatte ihn schon lange Zeit in seiner Gewalt, und man hatte ihn mit Ketten gebunden und mit Fußfesseln verwahrt, aber er zerriss die Fesseln und wurde von dem Dämon in die Einöde getrieben.

    30 Jesus aber fragte ihn und sprach: Wie heißt du? Er sprach: Legion ! Denn viele Dämonen waren in ihn gefahren. 31 Und er bat ihn, er möge ihnen nicht befehlen, in den Abgrund zu fahren.

    32 Es war aber dort eine große Schweineherde an dem Berg zur Weide, und sie baten ihn, dass er ihnen erlaube, in jene zu fahren. Und er erlaubte es ihnen. 33 Da fuhren die Dämonen von dem Menschen aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinunter in den See und ertrank.

    34 Als aber die Hirten sahen, was geschehen war, flohen sie und gingen hin und verkündeten es in der Stadt und auf dem Land. 35 Da gingen sie hinaus, um zu sehen, was geschehen war, und kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bekleidet und vernünftig zu den Füßen Jesu sitzen, und sie fürchteten sich. 36 Die aber, welche es gesehen hatten, erzählten ihnen auch, wie der Besessene gerettet worden war. 37 Da bat ihn die ganze Volksmenge aus der umliegenden Gegend der Gadarener, von ihnen wegzugehen; denn es hatte sie eine große Furcht ergriffen. Er aber stieg in das Schiff und kehrte zurück.

    38 Der Mann aber, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bat ihn, dass er bei ihm bleiben dürfe. Aber Jesus entließ ihn und sprach: 39 Kehre zurück in dein Haus und erzähle, was Gott dir Großes getan hat! Und er ging und verkündigte in der ganzen Stadt, was Jesus ihm Großes getan hatte.

    40 Als Jesus zurückkam, geschah es, dass ihn die Volksmenge freudig empfing; denn sie warteten alle auf ihn. 41 Und siehe, es kam ein Mann namens Jairus, der war ein Oberster der Synagoge; und er warf sich Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein Haus zu kommen. 42 Denn er hatte eine einzige Tochter von etwa zwölf Jahren, und diese lag im Sterben.

    Als er aber hinging, bedrängte ihn die Volksmenge. 43 Und eine Frau, die seit zwölf Jahren den Blutfluss gehabt und all ihr Gut an die Ärzte gewandt hatte, aber von keinem geheilt werden konnte, 44 trat von hinten herzu und rührte den Saum seines Gewandes an; und auf der Stelle kam ihr Blutfluss zum Stehen.

    45 Und Jesus fragte: Wer hat mich angerührt? Als es nun alle bestritten, sprachen Petrus und die mit ihm waren: Meister, die Volksmenge drückt und drängt dich, und du sprichst: Wer hat mich angerührt? 46 Jesus aber sprach: Es hat mich jemand angerührt; denn ich habe erkannt, wie eine Kraft von mir ausging!

    47 Als nun die Frau sah, dass sie nicht unbemerkt geblieben war, kam sie zitternd, fiel vor ihm nieder und erzählte ihm vor dem ganzen Volk, aus welchem Grund sie ihn angerührt hatte und wie sie auf der Stelle gesund geworden war. 48 Er aber sprach zu ihr: Sei getrost, meine Tochter! Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden!

    49 Während er noch redet, kommt jemand vom Synagogenvorsteher und spricht zu ihm: Deine Tochter ist gestorben; bemühe den Meister nicht! 50 Da es aber Jesus hörte, antwortete er ihm und sprach: Fürchte dich nicht; glaube nur, so wird sie gerettet werden! 51 Und als er in das Haus kam, ließ er niemand hineingehen als Petrus und Jakobus und Johannes sowie den Vater und die Mutter des Kindes. 52 Sie weinten aber alle und beklagten sie. Er aber sprach: Weint nicht! Sie ist nicht gestorben, sondern sie schläft. 53 Und sie lachten ihn aus, weil sie wussten , dass sie gestorben war.

    54 Er aber trieb sie alle hinaus und ergriff ihre Hand und rief: Kind, steh auf! 55 Und ihr Geist kehrte zurück, und sie stand augenblicklich auf; und er befahl, ihr zu essen zu geben. 56 Und ihre Eltern gerieten außer sich; er aber gebot ihnen, niemand zu sagen, was geschehen war.

    Wieder folgt eine Aktion auf die andere: Lehren, Gleichnisse, Dämonen werden ausgetrieben und sogar eine Tote auferweckt.

    Fast scheint es so, als wolle dieses Kapitel eine kurze Zusammenfassung von dem geben, was Jesus auf der Erde getan hat.

    Aber im Vordergrund steht immer das Reich Gottes – wie wir auch an dem Gleichnis vom Sämann erkennen

  141. Juleam 12. Januar 2014 um 13:51 Link zum Kommentar

    Lukas 8:16-18
    Unser Licht leuchten lassen

    Dieses Thema ist in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten sehr intensiv behandelt worden. Am Besten fangen wir rückwärts an ;-)

    Erst vor einer Woche gab es die MEHR-Konferenz in Augsburg, wo Johannes Hartl eine zweiteilige Ansprache mit dem Titel “Shine” gehalten hatte.

    Ende letzten Jahres stand die mehrtägige Konferenz “Awaken” komplett unter diesem Titel, und Anfang letzten Jahres hatten wir eine Ansprache von einem Bruder aus Ohio zu diesen Thema “Das Licht der Welt”. Bei “der Brücke” gab es eine Ansprache unter der Reihe “Grundwerte unserer Gemeinde”: “Alle Nationen mit dem Evangelium erreichen”.

    Johannes Hartl hat in seiner Ansprache ein sehr schönes und passendes Bild gemalt: stellen wir uns vor, um uns herum ist alles stockdunkel und wir alleine haben eine Taschenlampe. Aber wir benutzen sie nicht, sondern verstecken sie sogar und gehen im Dunkeln zu den Menschen, weil wir uns solidarisch fühlen und trösten sie. Wäre das vernünftig und logisch?

    Die Leute haben Angst vor der Dunkelheit, aber unsere schönen Worte nutzen ihnen nichts. Besser wäre, Licht anzumachen.

    Aber es gibt auch noch ein anderes Bild, das ich beim Lesen vor Augen habe: ein Schiff in dunkler Nacht auf hoher und stürmischer See, es will an Land, findet aber den Hafen nicht, weil das Licht im Leuchtturm ausgeschaltet ist.

    Der Sinn des Leuchtturms ist es, zu leuchten. Wenn keine Lampe angezündet ist, nützt er gar nichts ;-)

  142. Juleam 12. Januar 2014 um 14:02 Link zum Kommentar

    Lukas 8:22-25
    Jesus ist Herr über Wind und Wellen

    Darüber haben wir uns bereits in

    es ist immer gut, wenn wir wissen, wo wir die einzelnen Geschichten auch in den anderen Evangelien finden. Hierzu ist uns das Größte-Mensch-Buch eine Hilfe, denn unter den Geschichten stehen immer alle Quellen. Ihr findet den Link dazu jeweils im ersten Kommentar zu jedem Kapitel der Evangelien :-)

  143. Juleam 12. Januar 2014 um 14:12 Link zum Kommentar

    Lukas 8:26-35
    Jesus heilt einen Besessenen

    Auch hierüber haben wir bereits mehrfach gesprochen – in Matthäus 8, Markus 5 und auch im Rahmen der Johannes-Studie. Auch hier bei Lukas haben wir in den vergangenen Jahren darüber nachgedacht.

    Aber eine Frage bleibt trotz der Erklärung von Thom:

    • Was haben die Dämonen davon, dass sie in die Schweine fahren und dann ertrinken?
    • Können sie sich noch vorher entäußern?
    • Und wenn ja, wohin sind sie dann?
    • Und Warum mußten sie dazu erst in die Schweine fahren?

    da passt dann glatt ein Satz aus dem Vorwort zu dem Buch von Beth Moore “Esther – es ist schwer, eine Frau zu sein” äußerte:

    Wenn du zwischendurch einen Teil des Studiums mit mehr Fragen abschließt, als du am Anfang hattest, dann kannst du wissen, dass du auf dem richtigen Weg bist, dieses Buch zu verstehen.

  144. Juleam 12. Januar 2014 um 14:18 Link zum Kommentar

    Macht über Krankheit und Tod
    Lukas 8:43-56

    Wir hatten uns in Markus bereits über Jairus und seine Gefühlswelt Gedanken gemacht – was diese Verzögerung für ihn bedeutet haben muss. Versetzen wir uns jetzt einmal in die Frau mit dem Blutfluss:

    Sie ist von Jesus von ihrer schrecklichen und langwierigen Krankheit geheilt worden. Er hat sie sogar für ihren Glauben gelobt, anstatt sie dafür zu rügen, dass sie trotz ihrer Unreinheit in der Menge war – was das mosaische Gesetzt verbot.

    Wie mag sie wohl auf dies alles reagiert haben? Ob sie Jesus vor Begeisterung nachgelaufen ist?

    Was mag sie dabei empfunden haben, als sie hörte, dass die Tochter des Jairus inzwischen gestorben war? Immerhin hatte sie den Meister aufgehalten, denn sie hatte ja nicht nur kurz sein Gewand angerührt, wie sie vorgehabt hatte, sondern es entspann sich noch ein Dialog darum.

    Hatte sie Schuldgefühle dem Jairus gegenüber? Ob es die Freude über ihre eigene Heilung gedämpft hatte?

    Ob sie wohl weiter mitgelaufen ist, um zu sehen, was Jesus tun würde?

    weitere Gedanken zu Lukas 8 finden wir hier

  145. Juleam 12. Januar 2014 um 14:21 Link zum Kommentar

    Lukas 9 – Warum so unterschiedliche Antworten?

    1 Er rief aber seine zwölf Jünger zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und zur Heilung von Krankheiten; 2 und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkündigen und die Kranken zu heilen. 3 Und er sprach zu ihnen: Nehmt nichts auf den Weg, weder Stäbe noch Tasche, weder Brot noch Geld; auch soll einer nicht zwei Hemden haben. 4 Und wo immer ihr in ein Haus eintretet, da bleibt, und von da zieht weiter.
    5 Und wo man euch nicht aufnehmen wird, da geht fort aus jener Stadt und schüttelt auch den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie.
    6 Und sie gingen aus und durchzogen die Dörfer, verkündigten das Evangelium und heilten überall.

    7 Aber der Vierfürst Herodes hörte alles, was durch ihn geschah; und er geriet in Verlegenheit, weil von etlichen gesagt wurde, Johannes sei aus den Toten auferstanden, 8 von etlichen aber, Elia sei erschienen, und von anderen, einer der alten Propheten sei auferstanden.
    9 Und Herodes sprach: Johannes habe ich enthauptet ; wer ist aber der, von welchem ich dies höre? Und er wünschte ihn zu sehen .

    10 Und die Apostel kehrten zurück und erzählten ihm alles, was sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich und zog sich zurück an einen einsamen Ort bei der Stadt, die Bethsaida heißt. 11 Als aber die Volksmenge es erfuhr, folgten sie ihm nach; und er nahm sie auf und redete zu ihnen vom Reich Gottes, und die, welche Heilung brauchten, machte er gesund .

    12 Aber der Tag fing an, sich zu neigen ; und die Zwölf traten herzu und sprachen zu ihm: Entlasse das Volk, damit sie in die Dörfer und die Höfe hingehen und einkehren und Speise finden; denn wir sind hier an einem einsamen Ort! 13 Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sprachen: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; oder sollen wir hingehen und für diese ganze Menge Speise kaufen? 14 Denn es waren etwa 5 000 Männer.
    Er sprach aber zu seinen Jüngern: Lasst sie sich gruppenweise setzen, je fünfzig und fünfzig! 15 Und sie machten es so und ließen alle sich setzen.
    16 Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf und segnete sie; und er brach sie und gab sie den Jüngern, damit diese sie der Menge austeilten. 17 Und sie aßen und wurden alle satt; und es wurde aufgehoben, was ihnen von den Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll.

    18 Und es geschah, als er [einmal] für sich allein betete , dass die Jünger in seiner Nähe waren; und er fragte sie und sprach: Für wen halten mich die Leute? 19 Sie antworteten und sprachen: Für Johannes den Täufer; andere aber für Elia ; und andere [sagen], einer der alten Propheten sei auferstanden.
    20 Da sprach er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Da antwortete Petrus und sprach: Für den Christus Gottes !
    21 Er aber ermahnte sie ernstlich und gebot ihnen, dies niemand zu sagen, 22 indem er sprach: Der Sohn des Menschen muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und den obersten Priestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden.

    23 Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. 24 Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten.

    25 Denn was hilft es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder schädigt? 26 Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt , dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel.
    27 Ich sage euch aber in Wahrheit: Es sind etliche unter denen, die hier stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes sehen.

    28 Es geschah aber ungefähr acht Tage nach diesen Worten, dass er Petrus und Johannes und Jakobus zu sich nahm und auf den Berg stieg, um zu beten. 29 Und es geschah, während er betete, wurde das Aussehen seines Angesichts anders und sein Gewand strahlend weiß. 30 Und siehe, zwei Männer redeten mit ihm, das waren Mose und Elia; 31 die erschienen in Herrlichkeit und redeten von seinem Ausgang, den er in Jerusalem erfüllen sollte.
    32 Petrus aber und seine Gefährten waren vom Schlaf übermannt . Als sie aber erwachten, sahen sie seine Herrlichkeit und die zwei Männer, die bei ihm standen. 33 Und es geschah, als diese von ihm scheiden wollten, da sprach Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind; so lass uns drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine! Und er wusste nicht, was er sagte.
    34 Während er aber dies redete, kam eine Wolke und überschattete sie. Sie fürchteten sich aber, als jene in die Wolke hineinkamen.
    35 Und eine Stimme kam aus der Wolke, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn ; auf ihn sollt ihr hören ! 36 Und während die Stimme kam, fand es sich, dass Jesus allein war. Und sie schwiegen und sagten in jenen Tagen niemand etwas von dem, was sie gesehen hatten.

    37 Es begab sich aber am folgenden Tag, als sie den Berg hinunterstiegen, dass ihm eine große Menge entgegenkam. 38 Und siehe, ein Mann aus der Volksmenge rief und sprach: Meister, ich bitte dich, sieh doch meinen Sohn an, denn er ist mein einziger! 39 Und siehe, ein Geist ergreift ihn, und plötzlich schreit er, und er zerrt ihn hin und her, dass er schäumt, und will kaum von ihm weichen, ohne ihn zu misshandeln. 40 Und ich habe deine Jünger gebeten, ihn auszutreiben, aber sie konnten es nicht.
    41 Da antwortete Jesus und sprach: O du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht! Wie lange soll ich bei euch sein und euch ertragen ? Bring deinen Sohn hierher! 42 Und noch während er auf ihn zukam, warf der Dämon ihn nieder und zerrte ihn. Aber Jesus befahl dem unreinen Geist und machte den Knaben gesund und gab ihn seinem Vater wieder. 43 Es erstaunten aber alle über die große Macht Gottes.

    Als sich nun alle verwunderten über alles, was Jesus tat, sprach er zu seinen Jüngern:
    44 Lasst diese Worte in eure Ohren dringen: Der Sohn des Menschen wird in die Hände der Menschen ausgeliefert werden! 45 Sie aber verstanden das Wort nicht, und es war vor ihnen verborgen, sodass sie es nicht begriffen; und sie fürchteten sich, ihn wegen dieses Wortes zu fragen.

    46 Es schlich sich aber der Gedanke bei ihnen ein, wer wohl der Größte unter ihnen sei. 47 Da nun Jesus die Gedanken ihres Herzens sah, nahm er ein Kind und stellte es neben sich; 48 und er sprach zu ihnen:
    Wer dieses Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Denn wer der Geringste ist unter euch allen, der wird groß sein! 49 Johannes aber antwortete und sprach:
    Meister, wir sahen jemand, der in deinem Namen die Dämonen austrieb, und wir wehrten es ihm, weil er [dir] nicht mit uns nachfolgt. 50 Und Jesus sprach zu ihm: Wehrt ihm nicht! Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.

    51 Es geschah aber, als sich die Tage seiner Wiederaufnahme [in den Himmel] erfüllten und er sein Angesicht [entschlossen] nach Jerusalem richtete, um dorthin zu reisen, 52 da sandte er Boten vor sich her. Diese kamen auf ihrer Reise in ein Samariterdorf und wollten ihm die Herberge bereiten. 53 Aber man nahm ihn nicht auf, weil Jerusalem sein Reiseziel war. 54 Als aber seine Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: Herr, willst du, dass wir sprechen, dass Feuer vom Himmel herabfallen und sie verzehren soll, wie es auch Elia getan hat? 55 Er aber wandte sich um und ermahnte sie ernstlich und sprach: Wisst ihr nicht, welches Geistes [Kinder] ihr seid? 56 Denn der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um die Seelen der Menschen zu verderben, sondern zu erretten ! Und sie zogen in ein anderes Dorf.

    57 Es geschah aber, als sie ihre Reise fortsetzten, da sprach einer auf dem Weg zu ihm: Herr, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst! 58 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber der Sohn des Menschen hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann.

    59 Er sagte aber zu einem anderen: Folge mir nach! Der sprach: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben! 60 Jesus aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes!

    61 Es sprach aber auch ein anderer: Herr, ich will dir nachfolgen; zuvor aber erlaube mir, von denen, die in meinem Haus sind, Abschied zu nehmen! 62 Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes!

    Wieder jede Menge Action. Die meisten haben wir bereits in Matthäus und Markus besprochen.

    Interessant ist hier der hintere Teil, wo die unterschiedlichen Männer Jesus nachfolgen und jeder eine andere Antwort bekommt:

    • Dem einen sagt er, dass er sehr ärmlich würde leben müssen, denn er hat kein Haus und auch kein Wohnmobil – er würde ständig nur mit dem Allernötigsten unterwegs sein
    • Der andere solle nicht mal seine Toten begraben – die vielleicht nicht einmal schon tot sind
    • Und der dritte sollte sich nicht einmal von seiner Familie verabschieden.

    Warum diese unterschiedlichen Antworten?

    Gemeinsam haben sie alle drei, dass es für die Nachfolge Jesu Voraussetzung ist, sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse nicht so wichtig zu nehmen und die Anbetung Gottes wirklich allem anderen voranzustellen

  146. Juleam 12. Januar 2014 um 14:28 Link zum Kommentar

    In dieser Zeit war es sicherlich von Vorteil, ein Single zu sein, der keinerlei weitere Verpflichtungen hatte. Denn ansonsten hätte man ein Problem.

    Stellen wir uns vor, wir würden zu dem Platz hin laufen, wo Jesus gerade in unserer Stadt ist, wären fasziniert und würden diesem Mann folgen wollen. Aber zu Hause sind Frau und Kinder, die ich versorgen muss. Da kann ich die Zelte nicht so einfach abbrechen.

    Oder der Ehepartner wäre ein Gegner von Jesus. Sicherlich würde Jesus uns hier nicht raten, unsere Ehebande aufzulösen und den Ehepartner zu verlassen. Denn Jesus sagte auch, dass Mann und Frau ein Fleisch sein sollten. Erinnern wir uns noch an den Vergleich mit den siamesischen Zwilligen?

    Auch wenn wir uns zu Hause um hilfsbedürftige Eltern kümmern müßten, würde Jesus sicherlich nicht sagen, wir sollten einfach so ohne Abschied weggehen. Dies wäre herzlos und widerspricht seiner kompletten Lehre.

    Sicherlich wird keiner dieser drei Männer, die nachfragten, in einer solchen Situation gewesen sein.

    Aber wenn du ledig und erwachsen gewesen wärst, dann hättest du der Aufforderung nachkommen können.

    hier passt auch die Ansprache von Johannes Hartl “Das göttliche Geschenk, ein Single zu sein”

  147. Juleam 12. Januar 2014 um 14:34 Link zum Kommentar

    Oder wenn dich und deinen Ehepartner die Begeisterung für Jesus verbunden hätte – dann wäre dies gegangen.

    Hier denke ich nicht nur an die geistig sehr aktiven Ehepaare aus meiner Ursprungsversammlung in Iserlohn (die ich in den vergangenen Jahren bereits mehrfach erwähnt hatte), sondern auch an die, die ich im vergangenen Jahr kennenlernen durfte, wie John und Stephi, Daniel und Lori, Gene und seine Frau, und ganz aktuell an Dieter und Lucy.

    Die letzten drei Ehepaare haben in Amerika alles aufgegeben, um hier nach Deutschland zu kommen und den Menschen das Evangelium zu verkünden. All diese Ehepaare hatten natürlich auch Familie, die sie zurücklassen mußten, obwohl sie sie sehr lieben.

    Anfang November ist Lucy spontan nach Hause geflogen, um ihrem Sohn beim Umzug zu helfen, da die Schwiegertochter hochschwanger ist und noch einige kleine Kinder zu versorgen sind. Im Laufe der Zeit dort bekam ihre eigene Mutter einen Schlaganfall und sie war in großer Sorge, konnte aber auch Sohn und Familie nicht allein lassen. Sobald das Nötigste erledigt war, flog sie zu ihrer Mutter (mir war gar nicht so klar gewesen, wie große Entfernungen in den USA zurückzulegen sind) und kümmerte sich auch während der Reha um sie. In der Zeit starb ein Onkel an Krebs und wieder war sie gefordert – und dies alles mit der Sorge um die Mutter und dem Schmerz der Trennung von ihrem geliebten Mann, der hier noch als Pastor benötigt wurde.

    In dieser Zeit gab es viele Gespräche mit den anderen Verwandten, die sich ebenso sorgten und immer wieder kam die Frage, was sie eigentlich in Deutschland machen. Einer der Schwestern hier hatte sie geschrieben, dass sie so auch über Jesus und das Evangelium reden und einige zu Jesus führen konnte. Darunter auch einige, die dadurch wieder zurück fanden. So hat Jehova ihr in all dem Schmerz doch noch gute und positive Erfahrungen geschenkt.

    Ende Dezember ist Dieter dann zu ihr geflogen und diese Woche sind sie endlich beide wieder hier in Berlin gelandet. Sie wurden schmerzlich von uns allen vermisst und wir freuen uns riesig auf morgen, dass wir sie wieder drücken können.

    Wie gut, wenn beide Ehepartner die Liebe zu Gott und der Bibel teilen und so beide alles andere hintenan stellen. Nur so ist ein derartiges Leben im Dienste des Evangeliums möglich. Falls du noch Single bist und dich nach einem Ehepartner sehnst, ist diese 2-teilige Ansprache sicherlich interessant für dich: Partnerschaft

    Aber es zeigt auch, das Ausgeglichenheit nötig ist. Jehova und Jesus hätten in dieser Situation sicherlich nicht erwartet, dass die beiden hier stur auf ihrem Platz bleiben, denn “wer seine Hand an den Pflug legt…”

    Daher müssen die drei Männer, die Jesus wegen der Nachfolge fragen, junge ledige Männer ohne jede Verpflichtungen gewesen sein. Sonst hätte Jesus ihnen nicht so geantwortet!

    weitere Gedanken zu Lukas 9 finden wir hier

  148. Juleam 20. Januar 2014 um 20:19 Link zum Kommentar

    Lukas 10 – 13

    Lukas 10 – “so gehe du hin und handle ebenso”

    1 Danach aber bestimmte der Herr noch 70 andere und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er selbst kommen wollte. 2 Er sprach nun zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende! 3 Geht hin! Siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe. 4 Tragt weder Beutel noch Tasche noch Schuhe und grüßt niemand auf dem Weg.
    5 Wo ihr aber in ein Haus hineingeht, da sprecht zuerst: Friede diesem Haus! 6 Und wenn dort ein Sohn des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen, wenn aber nicht, so wird er zu euch zurückkehren. 7 In demselben Haus aber bleibt und esst und trinkt das, was man euch vorsetzt; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Geht nicht aus einem Haus ins andere.
    8 Und wenn ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen, da esst, was euch vorgesetzt wird; 9 und heilt die Kranken, die dort sind, und sagt zu ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch herbeigekommen! 10 Wenn ihr aber in eine Stadt kommt und sie euch nicht aufnehmen, da geht auf ihre Gassen hinaus und sprecht: 11 Auch den Staub, der sich aus eurer Stadt an uns gehängt hat, streifen wir ab gegen euch; doch sollt ihr wissen , dass das Reich Gottes nahe zu euch herbeigekommen ist!
    12 Ich sage euch aber: Es wird Sodom an jenem Tag erträglicher gehen als dieser Stadt. 13 Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn in Tyrus und Zidon die Wundertaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst in Sack und Asche sitzend Buße getan. 14 Doch es wird Tyrus und Zidon erträglicher gehen im Gericht als euch.
    15 Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht worden bist, du wirst bis zum Totenreich hinabgeworfen werden!

    16 Wer euch hört, der hört mich, und wer euch verwirft, der verwirft mich; wer aber mich verwirft, der verwirft den, der mich gesandt hat.

    17 Die Siebzig aber kehrten mit Freuden zurück und sprachen: Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen ! 18 Da sprach er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. 19 Siehe, ich gebe euch die Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch in irgendeiner Weise schaden.
    20 Doch nicht darüber freut euch, dass euch die Geister untertan sind; freut euch aber lieber darüber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.

    21 Zu derselben Stunde frohlockte Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast. Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir.
    22 Und zu den Jüngern gewandt sagte er: Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater; und niemand weiß, wer der Sohn ist, als nur der Vater; und wer der Vater ist, [weiß niemand] als nur der Sohn und wem der Sohn es offenbaren will.

    23 Und er wandte sich zu seinen Jüngern besonders und sprach: Glückselig sind die Augen, die sehen, was ihr seht! 24 Denn ich sage euch, viele Propheten und Könige wünschten zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

    25 Und siehe, ein Gesetzesgelehrter trat auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun , um das ewige Leben zu erben? 26 Und er sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Wie liest du? 27 Er aber antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn , deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!« 28 Er sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue dies, so wirst du leben!
    29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Und wer ist mein Nächster ? 30 Da erwiderte Jesus und sprach:

    Es ging ein Mensch von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und liefen davon und ließen ihn halb tot liegen, so wie er war. 31 Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er auf der anderen Seite vorüber. 32 Ebenso kam auch ein Levit, der in der Gegend war, sah ihn und ging auf der anderen Seite vorüber. 33 Ein Samariter aber kam auf seiner Reise in seine Nähe, und als er ihn sah, hatte er Erbarmen ; 34 und er ging zu ihm hin, verband ihm die Wunden und goss Öl und Wein darauf, hob ihn auf sein eigenes Tier, führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. 35 Und am anderen Tag, als er fortzog, gab er dem Wirt zwei Denare und sprach zu ihm: Verpflege ihn! Und was du mehr aufwendest, will ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. 36 Welcher von diesen dreien ist deiner Meinung nach nun der Nächste dessen gewesen, der unter die Räuber gefallen ist? 37 Er sprach: Der, welcher die Barmherzigkeit an ihm geübt hat! Da sprach Jesus zu ihm: So geh du hin und handle ebenso!

    38 Es begab sich aber, als sie weiterreisten, dass er in ein gewisses Dorf kam; und eine Frau namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus. 39 Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu. 40 Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt? Sage ihr doch, dass sie mir hilft! 41 Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles; 42 eines aber ist Not. Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!

  149. Juleam 20. Januar 2014 um 20:49 Link zum Kommentar

    Lukas 10:1-24
    Jüngerschaft und was sie ausmacht

    Hier schickt Jesus seine Jünger los. Sie sollen halt nicht nur von ihm lernen – Jünger bedeutet “Lernender” – sondern das Gelernte auch weitertragen. Er sagt ihnen, wie sie das tun sollen und was genau sie den Menschen eigentlich erzählen sollten. Ein guter Lehrer :-)

    Gerade in der letzten Zeit haben wir uns viel mit dem Thema befasst:

    Ende des Jahres gab es die Konferenz von Awaken mit dem Titel “Let it Shine”. Hier wurde uns noch einmal vor Augen geführt, wie wichtig es ist, unser Licht leuchten zu lassen und wie wir dies tun können.

    Auch Johannes Hartl beschäftigte sich auf der MEHR-Konferenz Anfang diesen Jahres damit, indem er eine zweiteilige Ansprache dazu hielt, die wirklich sehr aufrüttelnd war.

    In unserem Hauskreis haben wir letzte Woche eine Predigtreihe angefangen, die unter dem Thema “RB Katechismus” steht und der die Einzelnen genau für diese Aufgabe ausrüsten soll. John prägte den Satz: “ein Jünger ist jemand, der das Evangelium nicht nur kennt …, aber er ist niemals weniger als das”.

    In diesem Zusammenhang gehen wir die Grundlehren noch einmal gemeinsam durch, so dass jeder Einzelne in der Lage ist, seinen Glauben auch anderen erklären zu können – ohne jedesmal wieder von Adam und Eva anzufangen ;-). Letzte Woche hatten wir die Frage, was die einzige wirkliche Hoffnung für uns Menschen ist (leider hat die Aufnahme nicht geklappt) und heute ging es um die Frage “Wer ist Gott?”. Diese Aufgabe hat John wirklich mit Bravour gemeistert. Zum Schluss bekommt jeder ein kleines “Lernkärtchen”, auf dem er die Frage findet und dazu die kurze Antwort und passenden Bibelvers. So kann sich jeder zutrauen, offen und freimütig über seinen Glauben zu reden.

    Ihr findet die Predigtreihe künftig hier: “RockBerlin Katechismus”

  150. Juleam 20. Januar 2014 um 20:53 Link zum Kommentar

    Lukas 10:38-42
    Wo unsere Prioritäten liegen sollten

    Maria und Martha sind die Schwestern von Lazarus und wie er gut mit Jesus befreundet. Bayless Conley nennt diese 4 eine “Gruppe von Singles im Alten Testament” ;-)

    Maria und Martha sind zwar Schwestern, aber sie legen ihre Schwerpunkte unterschiedlich. Während Martha ganz in der Bewirtung aufgeht, sitzt Maria lieber bei Jesus und hört ihm aufmerksam zu. Martha hingegen ist durch all ihre Arbeit nicht nur sehr abgelenkt und bekommt wenig von dem mit, was Jesus sagt – sie wird auch wütend auf die Schwester, die sie mit der Arbeit allein lässt.

    Eigentlich schlimm: der große Lehrer ist bei ihnen zu Gast und sie empfindet es nicht so sehr als Freude, sondern sieht nur die Arbeit und hegt ungute Gefühle für die Schwester. Etwas, was im Gegensatz zu dem steht, was Jesus lehrt, denn er sagte nicht nur, dass wir unsere Feinde lieben sollten, sondern auch, dass wir keinen Groll hegen sondern einander lieben sollten.

  151. Juleam 20. Januar 2014 um 20:56 Link zum Kommentar

    Aber ist es denn nicht auch unverschämt von Maria, der Schwester die ganze Arbeit zu überlassen? Hätte sie nicht mit anpacken müssen? Dann wäre doch Martha sicherlich auch schneller fertig gewesen…

    Da Jesus eine “so merkwürdige” Antwort gibt, geht es hier scheinbar um mehr. Martha wollte nicht nur Essen und Getränke reichen, wie es notwendig ist, sondern sie wollte scheinbar etwas Großes daraus machen, etwas ganz besonderes und aufwendiges kochen. So verbrachte sie unnötig viel Zeit in der Küche und konnte deshalb nicht zuhören.

    Maria hatte sicherlich bei den notwendigen Arbeiten geholfen, wie Wein, Obst, Oliven und Brot zu reichen. Das hätte auch Jesus gereicht, denn er war ja nicht gekommen, um ein großes aufwendiges Essen zu erhalten – sondern um die Freunde zu sehen, ihnen von dem zu erzählen, was er erlebt hatte und von dem, was sein Vater will.

    Martha war diejenige, der es so wichtig war, eine große Sache daraus zu machen und so ließ Maria sie gewähren. Aber sie selbst wollte ihre kostbare Zeit mit Jesus nicht in der Küche verplempern. Wenn Martha das will, ok, aber sie hört lieber zu.

    Daher reagiert Jesus so merkwürdig, als Martha ihn darauf anspricht.

  152. Juleam 20. Januar 2014 um 21:00 Link zum Kommentar

    Was hat das alles mit uns heute zu tun? Immerhin werden wir nicht die Gelegenheit haben, Jesus höchst persönlich zu bewirten

    Aber es zeigt uns, dass auch wir in diese Falle tappen könnten, indem wir unnötig viel Zeit mit Dingen verbringen, die an sich zwar nicht verkehrt – sondern gut und richtig – sind, die uns aber daran hindern, das zu tun, was gerade angebracht ist, wie uns mit Gott und seinem Wort zu beschäftigen. Zeugen Jehovas sollte dieses Thema gut bekannt sein, denn in den vergangenen Jahren waren Maria und Martha immer wieder Bestandteil des Kongressprogramms.

    Wir müssen halt ausgeglichen bleiben. Alles hat seine Zeit und wir müssen lernen, diese zu erkennen.

    Dies funktioniert im übrigen auch andersherum. Vor Jahre haben wir eine sehr eifrige Pionierschwester beobachtet, die im geteilten Haus lebte und in der Wahrheit, Gottes Wort und dem Predigtdienst aufging. Diese Schwester hatte wirklich jeden in ihrer Umgebung ermuntert. Allerdings hörten wir immer wieder am Rande kleine traurige Bemerkungen von ihr über ihre Ehe, die nicht sonderlich glücklich und erfüllt schien. Scheinbar kompensierte sie dies mit ihrem Eifer für die Wahrheit.

    Umso größer war der Schock – nicht nur für sie selbst – dass der Kreisaufseher ihr beim nächsten Besuch nahe legte, den Pionierdienst aufzugeben.

    Warum denn? War dies denn nicht genau das richtige? Brachte es denn nicht ihre Gedanken und Gefühle in die richtige Richtung? War es denn nicht toll, dass sie trotz allem m Vollzeitdienst stand, obwohl ihr Mann kein Freund von Gott und seinem Wort war?

    Es hat eine Weile gebraucht, bis ich den Grund begriffen habe, warum sie damit aufhören sollte. Denn nun war für sie nicht die Zeit, andere Menschen zu ermuntern oder über Gott und sein Wort zu belehren, sondern sie sollte sich um ihren Mann und ihre Ehe kümmern.

    Wir wissen ja alle, dass Jehova Scheidung hasst – aber es reicht nicht aus, den Partner nicht zu verlassen und körperlich anwesend zu sein, sondern wir müssen wirklich alles tun, was uns selbst von unserer Seite aus möglich ist, um unsere Ehe glücklich und erfüllt zu machen.

    Hier ist es dann angebracht, Zeit mit unserem Partner zu verbringen, einander wieder emotional näher zu kommen. Ihm zu zeigen, dass er uns wichtig ist. Das andere konnte der Ehepartner eher in den falschen Hals bekommen und ein Hindernis für ihn zu Gott und seinem Wort darstellen.

    Wie wir sehen, kann uns etwas – was an sich sehr gut und lobenswert ist – zu einem Stolperstein werden.

    Daher: bleiben wir ausgeglichen!

    weitere Gedanken zu Lukas 10 finden wir hier

  153. Juleam 20. Januar 2014 um 21:03 Link zum Kommentar

    Lukas 11 – eine sehr harte Antwort auf eine einfache Frage

    1 Und es begab sich, dass er an einem Ort im Gebet war; und als er aufhörte, sprach einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte! 2 Da sprach er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater , der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name ! Dein Reich komme! Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden. 3 Gib uns täglich unser nötiges Brot! 4 Und vergib uns unsere Sünden , denn auch wir vergeben jedem, der uns etwas schuldig ist! Und führe uns nicht in Versuchung , sondern erlöse uns von dem Bösen!
    5 Und er sprach zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hätte und ginge zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm: Freund, leihe mir drei Brote, 6 denn mein Freund ist von der Reise zu mir gekommen, und ich habe nichts, was ich ihm vorsetzen kann! 7 und jener würde von innen antworten und sagen: Mache mir keine Mühe! Die Türe ist schon verschlossen, und meine Kinder sind bei mir in der Kammer; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben! 8 – ich sage euch: Wenn er auch nicht deswegen aufstehen und ihm etwas geben wird, weil er sein Freund ist, so wird er doch um seiner Unverschämtheit willen aufstehen und ihm geben, so viel er braucht.
    9 Und ich sage euch: Bittet , so wird euch gegeben; sucht , so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! 10 Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.
    11 Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet? Oder wenn [er ihn] um einen Fisch [bittet], gibt er ihm statt des Fisches eine Schlange? 12 Oder auch wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion geben? 13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel [den] Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!

    14 Und er trieb einen Dämon aus, und der war stumm. Es geschah aber, nachdem der Dämon ausgefahren war, redete der Stumme. Und die Volksmenge verwunderte sich. 15 Aber etliche von ihnen sprachen: Durch Beelzebul , den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus! 16 Und andere versuchten ihn und verlangten von ihm ein Zeichen aus dem Himmel. 17 Er aber, da er ihre Gedanken kannte, sprach zu ihnen:
    Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet, und ein Haus, das gegen sich selbst ist, fällt. 18 Wenn aber auch der Satan mit sich selbst uneins ist, wie kann sein Reich bestehen? Ihr sagt ja, ich treibe die Dämonen durch Beelzebul aus. 19 Wenn ich aber die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein.
    20 Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen!
    21 Wenn der Starke bewaffnet seinen Hof bewacht, so bleibt sein Besitztum in Frieden. 22 Wenn aber der, welcher stärker ist als er, über ihn kommt und ihn überwindet, so nimmt er ihm seine Waffenrüstung, auf die er sich verließ, und verteilt seine Beute. 23 Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut!
    24 Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchzieht er wasserlose Gegenden und sucht Ruhe. Und da er sie nicht findet, spricht er: Ich will zurückkehren in mein Haus, aus dem ich weggegangen bin. 25 Und wenn er kommt, findet er es gesäubert und geschmückt. 26 Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er selbst, und sie ziehen ein und wohnen dort, und es wird der letzte Zustand dieses Menschen schlimmer als der erste.

    27 Es geschah aber, als er dies redete, da erhob eine Frau aus der Volksmenge die Stimme und sprach zu ihm: Glückselig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast! 28 Er aber sprach: Glückselig sind vielmehr die, die Gottes Wort hören und es bewahren! 29 Als aber die Volksmenge sich haufenweise herzudrängte, fing er an zu sagen:
    Dies ist ein böses Geschlecht! Es fordert ein Zeichen ; aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona. 30 Denn gleichwie Jona den Niniviten ein Zeichen war, so wird es auch der Sohn des Menschen diesem Geschlecht sein. 31 Die Königin des Südens wird im Gericht auftreten gegen die Männer dieses Geschlechts und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören; und siehe, hier ist einer, der größer ist als Salomo! 32 Die Männer von Ninive werden im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und werden es verurteilen; denn sie taten Buße auf die Verkündigung des Jona hin; und siehe, hier ist einer, der größer ist als Jona!

    33 Niemand aber zündet ein Licht an und setzt es an einen verborgenen Ort, auch nicht unter den Scheffel , sondern auf den Leuchter, damit die Hereinkommenden den Schein sehen. 34 Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib licht ; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster . 35 So habe nun acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist! 36 Wenn nun dein ganzer Leib licht ist, sodass er keinen finsteren Teil mehr hat, so wird er ganz hell sein, wie wenn das Licht mit seinem Strahl dich erleuchtet.

    37 Und während er redete, bat ihn ein gewisser Pharisäer, bei ihm zu Mittag zu essen. Und er ging hinein und setzte sich zu Tisch. 38 Der Pharisäer aber verwunderte sich, als er sah, dass er sich vor dem Mittagsmahl nicht gewaschen hatte. 39 Da sprach der Herr zu ihm:
    Nun, ihr Pharisäer, ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel, euer Inneres aber ist voll Raub und Bosheit. 40 Ihr Toren! Hat nicht der, welcher das Äußere schuf, auch das Innere gemacht? 41 Gebt nur von dem, was darin ist, Almosen, siehe, so ist euch alles rein!
    42 Aber wehe euch Pharisäern, dass ihr die Minze und die Raute und alles Gemüse verzehntet und das Recht und die Liebe Gottes umgeht! Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen.
    43 Wehe euch Pharisäern, dass ihr den ersten Sitz in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Märkten liebt!
    44 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr wie die unkenntlich gewordenen Gräber seid, über welche die Leute dahingehen, ohne es zu wissen!

    45 Da antwortete einer der Gesetzesgelehrten und sprach zu ihm: Meister, mit diesen Worten schmähst du auch uns! 46 Er aber sprach:
    Wehe auch euch Gesetzesgelehrten! Denn ihr ladet den Menschen unerträgliche Bürden auf, und ihr selbst rührt die Bürden nicht mit einem Finger an.
    47 Wehe euch, dass ihr die Grabmäler der Propheten baut! Eure Väter aber haben sie getötet. 48 So bestätigt ihr also die Taten eurer Väter und habt Wohlgefallen daran; denn jene haben sie getötet, ihr aber baut ihre Grabmäler.
    49 Darum hat auch die Weisheit Gottes gesprochen: Ich will Propheten und Apostel zu ihnen senden, und sie werden etliche von ihnen töten und verfolgen, 50 damit von diesem Geschlecht das Blut aller Propheten gefordert werde, das seit Grundlegung der Welt vergossen worden ist, 51 vom Blut Abels an bis zum Blut des Zacharias, der zwischen dem Altar und dem Tempel umkam. Ja, ich sage euch, es wird gefordert werden von diesem Geschlecht!
    52 Wehe euch Gesetzesgelehrten, denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen! Ihr selbst seid nicht -hineingegangen, und die, welche hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert !

    53 Und als er dies zu ihnen sagte, fingen die Schriftgelehrten und Pharisäer an, ihm hart zuzusetzen und ihn über vieles auszufragen, 54 wobei sie ihm auflauerten und versuchten, etwas aus seinem Mund aufzufangen, damit sie ihn verklagen könnten.

    Schon ganz schön krass, wie hart Jesus hier auf die einfache Frage antwortet, warum er sich vorher nicht gewaschen habe.

    Wie passt dies zu dem sanftmütigen Wesen, was er sonst an den Tag legte? War er hier nicht zu Gast – wieso beschimpft er hier den Gastgeber und die anderen Gäste?

    weitere Gedanken zu Lukas 11 finden wir hier

  154. Juleam 23. Januar 2014 um 08:23 Link zum Kommentar

    Lukas 12 – die drei großen Themen

    1 Als sich inzwischen das Volk zu Tausenden gesammelt hatte, sodass sie aufeinander traten, begann er zuerst zu seinen Jüngern zu sprechen: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, welcher die Heuchelei ist! 2 Es ist aber nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird, und nichts verborgen, das nicht bekannt werden wird. 3 Alles, was ihr im Finstern redet, wird man darum im Licht hören, und was ihr in den Kammern ins Ohr gesprochen habt, wird auf den Dächern verkündigt werden.
    4 Ich sage aber euch, meinen Freunden : Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts Weiteres tun können. 5 Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen! Ja, ich sage euch, den fürchtet!

    6 Verkauft man nicht fünf Sperlinge um zwei Groschen? Und nicht ein Einziger von ihnen ist vor Gott vergessen. 7 Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.
    8 Ich sage euch aber: Jeder, der sich zu mir bekennen wird vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Engeln Gottes; 9 wer mich aber verleugnet hat vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes.
    10 Und jedem, der ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden.
    11 Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Fürsten und Obrigkeiten führen, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt; 12 denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt.

    13 Es sprach aber einer aus der Volksmenge zu ihm: Meister, sage meinem Bruder, dass er das Erbe mit mir teilen soll! 14 Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler über euch gesetzt?
    15 Er sagte aber zu ihnen: Habt acht und hütet euch vor der Habsucht ! Denn niemandes Leben hängt von dem Überfluss ab, den er an Gütern hat. 16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach:
    Das Feld eines reichen Mannes hatte viel Frucht getragen. 17 Und er überlegte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun, da ich keinen Platz habe, wo ich meine Früchte aufspeichern kann? 18 Und er sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter aufspeichern 19 und will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und sei guten Mutes ! 20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird gehören, was du bereitet hast?
    21 So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott!
    22 Und er sprach zu seinen Jüngern: Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen sollt, noch um den Leib, was ihr anziehen sollt. 23 Das Leben ist mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung. 24 Betrachtet die Raben ! Sie säen nicht und ernten nicht, sie haben weder Speicher noch Scheunen, und Gott nährt sie doch. Wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel!
    25 Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen? 26 Wenn ihr nun nicht einmal das Geringste vermögt, was sorgt ihr euch um das Übrige?
    27 Betrachtet die Lilien, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht; ich sage euch aber: Selbst Salomo in all seiner Herrlichkeit ist nicht gekleidet gewesen wie eine von ihnen! 28 Wenn aber Gott das Gras auf dem Feld, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr euch, ihr Kleingläubigen !
    29 Und ihr sollt auch nicht danach trachten, was ihr essen oder was ihr trinken sollt; und beunruhigt euch nicht! 30 Denn nach all diesem trachten die Heidenvölker der Welt; euer Vater aber weiß, dass ihr diese Dinge benötigt. 31 Trachtet vielmehr nach dem Reich Gottes, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

    32 Fürchte dich nicht, du kleine Herde; denn es hat eurem Vater gefallen, euch das Reich zu geben. 33 Verkauft eure Habe und gebt Almosen! Macht euch Beutel, die nicht veralten, einen Schatz , der nicht vergeht, im Himmel, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte ihr Zerstörungswerk treibt. 34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.
    35 Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend; 36 und seid Menschen gleich, die ihren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit aufbrechen wird, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. 37 Glückselig sind jene Knechte, welche der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und sie zu Tisch führen und hinzutreten und sie bedienen . 38 Und wenn er in der zweiten Nachtwache kommt oder in der dritten Nachtwache kommt und sie so findet, glückselig sind jene Knechte!
    39 Das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb käme, so würde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. 40 Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.

    41 Da sprach Petrus zu ihm: Herr, sagst du dieses Gleichnis für uns oder auch für alle? 42 Der Herr aber sprach: Wer ist wohl der treue und kluge Haushalter , den der Herr über seine Dienerschaft setzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die verordnete Speise gibt? 43 Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird! 44 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. 45 Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen! und anfängt, die Knechte und die Mägde zu schlagen , auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen , 46 so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn entzweihauen und ihm sein Teil mit den Ungläubigen geben. 47 Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereithielt und auch nicht nach seinem Willen tat, wird viele Schläge erleiden müssen; 48 wer ihn aber nicht kannte und doch tat, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge erleiden müssen. Denn wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man desto mehr fordern.

    49 Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu bringen, und wie wünschte ich, es wäre schon entzündet! 50 Aber ich muss mich taufen lassen mit einer Taufe, und wie drängt es mich, bis sie vollbracht ist! 51 Meint ihr, dass ich gekommen sei, Frieden auf Erden zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung ! 52 Denn von nun an werden fünf in einem Haus entzweit sein, drei mit zweien und zwei mit dreien; 53 der Vater wird mit dem Sohn entzweit sein und der Sohn mit dem Vater, die Mutter mit der Tochter und die Tochter mit der Mutter, die Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.

    54 Er sprach aber auch zu der Volksmenge: Wenn ihr das Gewölk aufsteigen seht vom Westen her, so sagt ihr sofort: Es gibt Regen!, und es geschieht auch so. 55 Und wenn der Südwind weht, so sagt ihr: Es wird heiß!, und es geschieht auch so. 56 Ihr Heuchler, das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr beurteilen; wie kommt es aber, dass ihr diese Zeit nicht beurteilt?
    57 Und warum entscheidet ihr nicht von euch selbst aus, was recht ist? 58 Denn wenn du mit deinem Widersacher zur Obrigkeit gehst, so gib dir auf dem Weg Mühe, von ihm loszukommen, damit er dich nicht vor den Richter schleppt und der Richter dich dem Gerichtsdiener übergibt und der Gerichtsdiener dich ins Gefängnis wirft. 59 Ich sage dir: Du wirst von dort nicht herauskommen, bis du auch den letzten Groschen bezahlt hast!

    Es geht dem Ende zu, wir merken es an den 3 großen Themen, die Jesus hier anspricht:

    • Wo stehen wir?
      Was ist uns wichtig, wo liegen unsere Prioritäten und wessen Ansehen ist uns wichtig?
    • Vertrauen wir wirklich auf Jehova oder lassen wir uns von dem Feind einschüchtern?
    • Sind wir wachsam und haben erkannt, in welch einer bedeutenden Zeit wir leben und kann man das auch von Außen erkennen?

    Alle drei Themen sind nun wichtig, da Jesus nicht mehr lange auf der Erde weilt.

    Bis hierher hatte er ihnen vom Reich Gottes und der Hoffnung gepredigt, aber nun muss er sie auf Widerstand vorbereiten.

    Nun scheiden sich sicherlich auch die Geister. Denn viele von denen, die ihm bis hierher nachgelaufen sind, haben dies aus egoistischen Gründen getan. Das, was er über die Hoffnung erzählt hatte, war schön, es hörte sich gut an und machte gute Laune. Er heilte Kranke und weckte sogar Tote auf. Es lohnte sich, ihm zu folgen.

    Was er nun erzählt, ist nicht mehr so toll. Er redet von Widerstand und Verfolgung, davon, dass man uns vor Gerichte schleppen würde und dass der Satan nach mehr als unserem Leben trachtet. Hierzu gibt es eine sehr schöne aktuelle Ansprache von Bayless Conley.

  155. Juleam 23. Januar 2014 um 08:26 Link zum Kommentar

    Lukas 12:1-31

    Er redet von Zeiten, wo wir nicht mehr begeistert ihm nachlaufen würden, sondern sogar leugnen werden, diesen tollen Lehrer und Meister zu kennen. Für sie jetzt noch unvorstellbar, aber er zeigt, dass es wirklich ernst ist.

    Aber im selben Atemzug macht er auch Hoffnung, indem er zeigt, dass wir nicht allein sind und dass wir in den Augen unseres Gottes wertvoll sind. Wir müssen nur auf ihn vertrauen. Aber werden wir dies auch tun?

    Jesus führt einige Beispiele an, die jeder sehen konnte. Alles Beispiele aus der Natur, aber damals war man ja naturverbundener als heute. Wer genau hinsah, konnte die Liebe und Güte schon darin erkennen, wie Gott mit Pflanzen und Tieren handelte. Wir Menschen sind sicherlich sehr viel mehr wert als diese und wenn wir Verfolgung erleiden müssen, weil wir weiterhin fest zu Jehova und Jesus halten, werden diese beiden uns ganz bestimmt nicht im Stich lassen.

    Am Ende gibt er ihnen eine Garantie, wenn er sagt, dass jeder, der Gott und sein Königreich allem voranstellt, sicherlich von ihm gesegnet und versorgt werden würde.

  156. Juleam 23. Januar 2014 um 08:29 Link zum Kommentar

    Lukas 12:13-21
    In all dem gibt es einen kleinen Einschub mit dem Gleichnis eines “reichen Narrens”

    Dieses Gleichnis stand also seinerzeit nicht allein für sich, sondern mittendrin. Angefangen damit, dass er sie auf Verfolgung hinweist, darauf, dass sie aus Angst leugnen würden, ihn zu kennen, und dass sie vor die Obersten der Synagogen geschleppt würden.

    Dann kommt dieses Gleichnis, um ihnen den krassen Gegensatz aufzuzeigen:

    Dieser Mann hier im Gleichnis hat alles. Es fehlt ihm an nichts, im Gegenteil – er weiss nicht wohin mit seinem Reichtum, so dass er über eine Vergrößerung der Vorratskammern nachdenken muss.

    Sicherheit ist ein Bedürfnis von uns Menschen und nach dem, was Jesus alles über die Schwierigkeiten erzählt hatte, die seine Nachfolger erwarten würde, hört sich der erste Teil des Gleichnisses verlockend an. Aber Jesus zeigt auf, dass diese Art von Reichtum – ohne Gott – nicht wirklich erstrebenswert ist. Denn ohne unser gutes Verhältnis zu Gott sind wir nichts. Unser Leben hat keinen wirklichen Sinn und ist dann mit dem Tod auch zu Ende.

    In Vers 22 geht es weiter, wenn Jesus sagt: “darum sage ich euch…” und ihnen aufzeigt, dass sie sich über die finanziellen Dinge keine Sorgen machen sollen. Denn unser himmlischer Vater sorgt für uns – wenn wir ihm den ersten Platz in unserem Leben einräumen!

    Wir dürfen dieses Gleichnis also nicht ohne den Kontext sehen, sondern immer im Sinn behalten, in welchem Zusammenhang und mit welchem Ziel er es ihnen erzählt hatte

  157. Juleam 23. Januar 2014 um 08:34 Link zum Kommentar

    Lukas 12:35-48
    Mahnung zur Wachsamkeit

    Zu dem Thema mit dem guten und bösen Knecht hatte ich bereits an anderer Stelle ausgiebig geschrieben.

    Interessant ist hier in Vers 41 die Frage des Petrus, an wen diese Mahnung gerichtet ist: gilt dies allen oder nur uns? Wer ist denn hier “uns”?

    Man kann diesen Text mit dem treuen Knecht auch unterschiedlich verstehen. Zeugen Jehovas z.B glauben, dass Jehova eine Gruppe eingesetzt hat, die exklusiv dafür eingesetzt wurde, die Gemeinde Jesu mit geistiger Speise zu versorgen. Hier ist der Begriff “der treue und verständige Sklave” dafür geprägt worden. Genau dies kann man aus der Antwort Jesu an Petrus schließen.

    Man könnte das Ganze aber auch anders sehen. Denn die Ermahnung beginnt in Vers 35 damit, dass alle ihre Lenden umgürtet haben sollten und ihr Licht brennend. Er spricht hier zu der Volksmenge und zu den Jüngern und wir wissen, dass alle Jünger ausgesandt wurden, um zu predigen und dass alle Nachfolger ihr Licht leuchten lassen sollten. Dies haben wir gerade erst im Kapitel 10 behandelt.

    Das kann auch bedeuten, dass Petrus mit “uns” nicht nur die ausgewählte Gruppe der Apostel meinte, sondern alle Jünger. Die “anderen” wären in diesem Fall diejenigen der Volksmenge, die nur zeitweise mitliefen, um geheilt zu werden und ihn zu hören – aber nicht ständig, um sich von ihm belehren und schulen zu lassen.

    Gehen wir mal davon aus, dass die folgenden Worte an alle Jünger und Apostel gerichtet waren. Dann hätte jeder einzelne Christ die Aufgabe, die Menschen mit Gottes Wort zu versorgen, so dass alle Menschen zu Gott kommen können und gemäß ihrem Fortschritt geistige Speise zu erhalten. Diejenigen, die noch neu dabei waren, würden durch “Milch” versorgt und die geistig etwas älteren mit “fester Speise”. Paulus greift diesen Gedanken später in einem seiner Briefe noch mal auf (Hebräer 5:12-14).

    Hier in dem folgenden Gleichnis redet Jesus davon, dass der Herr denjenigen über die ganzen Knechte setzen würde, den er bei seiner Wiederkunft dabei vorfindet, das zu tun, was er ihnen aufgetragen hat. Also nicht jemanden, der einmalig irgendwann so gehandelt hatte, sondern denjenigen, der konstant das tut, wozu er aufgefordert worden war. Erinnern wir uns an den Kontext – wir alle sollten über Gottes Wort reden, selbst Jünger machen und wie ein Licht in der Dunkelheit leuchten. Die ganze Zeit über, die der Herr – also Jesus – abwesend sein würde.

    In Vers 48 ist die Rede von den Dingen, die der abwesende Herr uns anvertraut haben würde. Uns allen ist die Botschaft, das Wort Gottes anvertraut worden und wir alle sollten damit das tun, wozu wir es erhalten haben.

    Dann erweisen wir uns als treu und dann werden wir zu seiner Zeit auch von unserem Herrn den Lohn erhalten!

    weitere Gedanken zu Lukas 12 finden wir hier

  158. Juleam 23. Januar 2014 um 08:37 Link zum Kommentar

    Lukas 13 – Warum warnen die Pharisäer ihn vor Herodes?

    1 Es waren aber zur selben Zeit etliche eingetroffen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte. 2 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder gewesen sind als alle anderen Galiläer, weil sie so etwas erlitten haben? 3 Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen ! 4 Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie erschlug, meint ihr, dass diese schuldiger gewesen sind als alle anderen Leute, die in Jerusalem wohnen? 5 Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, so werdet ihr alle auch so umkommen!

    6 Und er sagte dieses Gleichnis:
    Es hatte jemand einen Feigenbaum, der war in seinem Weinberg gepflanzt; und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. 7 Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Haue ihn ab! Warum macht er das Land unnütz ? 8 Er aber antwortet und spricht zu ihm: Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe, 9 ob er vielleicht doch noch Frucht bringt – wenn nicht, so haue ihn danach ab!

    10 Er lehrte aber in einer der Synagogen am Sabbat. 11 Und siehe, da war eine Frau, die seit 18 Jahren einen Geist der Krankheit hatte, und sie war verkrümmt und konnte sich gar nicht aufrichten. 12 Als nun Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, du bist erlöst von deiner Krankheit! 13 Und er legte ihr die Hände auf, und sie wurde sogleich wieder gerade und pries Gott.
    14 Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte, und er ergriff das Wort und sprach zu der Volksmenge: Es sind sechs Tage, an denen man arbeiten soll; an diesen kommt und lasst euch heilen, und nicht am Sabbattag!
    15 Der Herr nun antwortete ihm und sprach: Du Heuchler , löst nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe und führt ihn zur Tränke? 16 Diese aber, eine Tochter Abrahams, die der Satan, siehe, schon 18 Jahre gebunden hielt, sollte sie nicht von dieser Bindung gelöst werden am Sabbattag?
    17 Und als er das sagte, wurden alle seine Widersacher beschämt ; und die ganze Menge freute sich über all die herrlichen Taten, die durch ihn geschahen.

    18 Da sprach er: Wem ist das Reich Gottes gleich, und womit soll ich es vergleichen? 19 Es gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und in seinen Garten warf. Und es wuchs und wurde zu einem großen Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen. 20 Und wiederum sprach er: Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen? 21 Es gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Scheffel Mehl hineinmischte, bis das Ganze durchsäuert war.

    22 Und er zog durch Städte und Dörfer und lehrte und setzte seine Reise nach Jerusalem fort. 23 Es sprach aber einer zu ihm: Herr, sind es wenige, die errettet werden? Er aber sprach zu ihnen: 24 Ringt danach, durch die enge Pforte hineinzugehen! Denn viele, sage ich euch, werden hineinzugehen suchen und es nicht können .
    25 Wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist und die Türe verschlossen hat, dann werdet ihr anfangen, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, Herr, tue uns auf! Dann wird er antworten und zu euch sagen: Ich weiß nicht, woher ihr seid! 26 Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und auf unseren Gassen hast du gelehrt! 27 Und er wird antworten: Ich sage euch: Ich weiß nicht, woher ihr seid; weicht alle von mir, ihr Übeltäter ! 28 Da wird das Heulen und das Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes seht, euch selbst aber hinausgestoßen!
    29 Und sie werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, und zu Tisch sitzen im Reich Gottes. 30 Und siehe, es sind Letzte, die werden Erste sein; und es sind Erste, die werden Letzte sein.

    31 An demselben Tag traten etliche Pharisäer hinzu und sagten zu ihm: Gehe fort und reise ab von hier; denn Herodes will dich töten! 32 Und er sprach zu ihnen: Geht hin und sagt diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen, und am dritten Tag bin ich am Ziel. 33 Doch muss ich heute und morgen und übermorgen reisen; denn es geht nicht an, dass ein Prophet außerhalb von Jerusalem umkommt.
    34 Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel , und ihr habt nicht gewollt! 35 Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden! Und wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, da ihr sprechen werdet: »Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn!«

    Warum warnen die Pharisäer ihn vor Herodes? Sind denn nicht sie selbst es, die Jesus zu Fall und zu Tode bringen wollen?

    J.N. Darby sagt in seiner Abhandlung, dass die Pharisäer dies nur als Vorwand nehmen, um ihn aus der Stadt zu vertreiben.

    Warum? Weil sie sich durch ihn bedroht fühlten?

    Warum ließen sie den Dingen dann nicht ihren Lauf und warten gelassen ab, dass Herodes kommt und Jesus holen und töten lässt?

  159. Juleam 23. Januar 2014 um 08:39 Link zum Kommentar

    Lukas 13:1
    Von welchen Menschen ist hier die Rede?

    Im WT heisst es hierzu auszugsweise:

    Pilatus schreckte allerdings vor Gewaltanwendung nicht zurück. Josephus berichtet, dass er für den Bau einer Wasserleitung nach Jerusalem Gelder aus dem Tempelschatz verwendete. Diese wurden von Pilatus nicht einfach beschlagnahmt, denn er wusste, dass Tempelplünderung als Sakrileg galt und aufgebrachte Juden von Kaiser Tiberius gefordert hätten, ihn zurück nach Rom zu beordern. Anscheinend arbeitete Pilatus also mit den Tempelvorstehern zusammen. Geweihte Gelder, „Korban“ genannt, konnten legal für staatliche Bauprojekte zur Förderung der Stadt eingesetzt werden. Dennoch liefen Tausende von aufgebrachten Juden zusammen.

    Pilatus hatte Soldaten unter die Leute gemischt und ihnen befohlen, statt das Schwert zu benutzen, auf die Lärmenden mit Knüppeln einzuschlagen. Offenbar wollte er die Massen unter Kontrolle halten, ohne ein Blutbad anzurichten. Seine Rechnung scheint aufgegangen zu sein, obwohl einige doch zu Tode kamen. Vielleicht bezogen sich die Leute, die Jesus berichteten, dass Pilatus das Blut von Galiläern mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte, auf diesen Vorfall (Lukas 13:1).

  160. Juleam 23. Januar 2014 um 08:43 Link zum Kommentar

    Lukas 13:31-35
    Wieso ging es nicht an, dass ein Prophet außerhalb Jerusalems umkommt?

    Bezieht sich Jesus hier nur auf sich selbst und darauf, dass irgendwo vorher gesagt worden war, dass der Messias in Jerusalem sterben müsse? Oder waren wirklich alle Propheten in Jerusalem umgekommen?

    Das kann ja nicht stimmen, denn der Prophet, der seinerzeit Jerobeam seinen Fehler mit dem goldenen Kalb aufzeigte, war ja nicht in Jerusalem, als er zu Tode kam. Was war mit all den anderen? Sicherlich kamen viele außerhalb von Jerusalem um.

    Warum also diese Aussage in Vers 33?

    In der NW-Übersetzung ist als Querverweis Matthäus 16:21 angegeben, wo Jesus selbst zu seinen Jüngern sagt, dass er nach Jerusalem gehen und getötet werden müsse. Aber dies ist ja eine selbstspezifische Aussage, wobei es hier eine grundlegende zu sein scheint.

    Also warum diese Aussage?

    weitere Gedanken zu Lukas 13 finden wir hier

  161. Juleam 25. Januar 2014 um 14:12 Link zum Kommentar

    Lukas 14 – 17

    Lukas 14 – “Gleich und Gleich gesellt sich gern”

    1 Und es begab sich, als er am Sabbat in das Haus eines Obersten der Pharisäer ging, um zu speisen , da beobachteten sie ihn. 2 Und siehe, da war ein wassersüchtiger Mensch vor ihm. 3 Und Jesus ergriff das Wort und redete zu den Gesetzesgelehrten und Pharisäern, indem er sprach: Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen? 4 Sie aber schwiegen . Da rührte er ihn an, machte ihn gesund und entließ ihn. 5 Und er begann und sprach zu ihnen: Wer von euch, wenn ihm sein Esel oder Ochse in den Brunnen fällt, wird ihn nicht sogleich herausziehen am Tag des Sabbats? 6 Und sie konnten ihm nichts dagegen antworten.

    7 Er sagte aber zu den Gästen ein Gleichnis, da er bemerkte, wie sie sich die ersten Plätze aussuchten, und sprach zu ihnen: 8 Wenn du von jemand zur Hochzeit eingeladen bist, so setze dich nicht auf den obersten Platz, damit nicht etwa ein Vornehmerer als du von ihm eingeladen ist, 9 und nun der, der dich und ihn eingeladen hat, kommt und zu dir sagt: Mache diesem Platz! – und du dann beschämt den letzten Platz einnehmen musst. 10 Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und setze dich auf den letzten Platz, damit der, welcher dich eingeladen hat, wenn er kommt, zu dir spricht: Freund, rücke hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tisch sitzen.
    11 Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

    12 Er sagte aber auch zu dem, der ihn eingeladen hatte: Wenn du ein Mittags- oder Abendmahl machst, so lade nicht deine Freunde, noch deine Brüder, noch deine Verwandten, noch reiche Nachbarn ein, damit nicht etwa auch sie dich wieder einladen und dir vergolten wird; 13 sondern wenn du ein Gastmahl machst, so lade Arme, Krüppel, Lahme, Blinde ein, 14 so wirst du glückselig sein; denn weil sie es dir nicht vergelten können, wird es dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

    15 Als nun einer, der mit ihm zu Tisch saß, dies hörte, sprach er zu ihm: Glückselig ist, wer das Brot isst im Reich Gottes! 16 Er aber sprach zu ihm:

    Ein Mensch machte ein großes Mahl und lud viele dazu ein. 17 Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Mahles, um den Geladenen zu sagen: Kommt , denn es ist schon alles bereit! 18 Und sie fingen alle einstimmig an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss unbedingt hinausgehen und ihn ansehen; ich bitte dich, entschuldige mich! 19 Und ein anderer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, um sie zu erproben; ich bitte dich, entschuldige mich! 20 Wieder ein anderer sprach: Ich habe eine Frau geheiratet, darum kann ich nicht kommen! 21 Und jener Knecht kam wieder und berichtete das seinem Herrn.
    Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Gassen und Plätze der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein! 22 Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast; es ist aber noch Raum da!
    23 Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus an die Landstraßen und Zäune und nötige sie hereinzukommen, damit mein Haus voll werde! 24 Denn ich sage euch, dass keiner jener Männer, die eingeladen waren, mein Mahl schmecken wird!

    25 Es zog aber eine große Volksmenge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: 26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben , so kann er nicht mein Jünger sein. 27 Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein.
    28 Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er die Mittel hat zur gänzlichen Ausführung, 29 damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und es nicht vollenden kann, alle, die es sehen, über ihn zu spotten beginnen 30 und sagen: Dieser Mensch fing an zu bauen und konnte es nicht vollenden!
    31 Oder welcher König, der ausziehen will, um mit einem anderen König Krieg zu führen, setzt sich nicht zuvor hin und berät, ob er imstande ist, mit zehntausend dem zu begegnen, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? 32 Wenn aber nicht, so sendet er, solange jener noch fern ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedingunge.
    33 So kann auch keiner von euch mein Jünger sein, der nicht allem entsagt, was er hat.

    34 Das Salz ist gut; wenn aber das Salz fade wird, womit soll es gewürzt werden? 35 Es ist weder für das Erdreich noch für den Dünger tauglich; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hören, der höre!

    Scheinbar passt dies alles nicht so recht zusammen – doch ist es so geschrieben, als sei es die Abfolge eines Tages.

    Aber der größte Teil scheint sich im Hause des Obersten der Pharisäer abzuspielen und daher redet er hier wohl in erster Linie zu den Schriftgelehrten und Pharisäern, denn “Gleich und Gleich gesellt sich gern” ;-)

    Nur: wieso war hier “rein zufällig” ein Mann mit Wassersucht anwesend? War dies etwa geplant in der Hoffnung, Jesus eine Falle zu stellen?

  162. Juleam 25. Januar 2014 um 14:15 Link zum Kommentar

    Lukas 14:1-24
    zu wem er hier spricht

    Hier spricht er zu den Schriftgelehrten und Pharisäern und denen, die mit diesen sympathisieren. Folgt deshalb auf die Heilung des Wassersüchtigen die Belehrung über Demut und wahre Wohltätigkeit?

    Warum hier bei einem Festmahl, wo er selbst als Gast eingeladen ist? Was hatte er gesehen oder empfunden, als er sich unter den Gästen umblickte?

    Hatte denn der Gastgeber an sich selbst den Anspruch gehabt, demütig und wohltätig zu sein?

    Ob er sich wohl dafür hielt, weil er diesen umstrittenen Jesus eingeladen hatte?

  163. Juleam 25. Januar 2014 um 14:26 Link zum Kommentar

    Lukas 14:12-16
    Wen sollten wir einladen?

    Warum folgt auf die Sache mit der Suche nach den besten Plätzen diese Belehrung hier? Hatte es miteinander zu tun?

    Ist Jesus hier der Ansicht, dass die Gäste, die man einladen sollte, ein solches Gerangel um die besten Plätze nicht veranstaltet hätten?

    Denn eigentlich ist es ja nur normal, dass wir diejenigen einladen, die uns am Herzen liegen, mit denen wir etwas gemeinsam haben und die gleichen Interessen teilen. Sicherlich ist dies an sich nicht der Grund, warum er dies nun hier sie klar und deutlich sagt.

    Vielleicht hat es wirklich mit dem zu tun, was er gerade zuvor gesagt hatte, denn bei den besten Plätzen ging es ja um Ansehen und Ehre und nicht so sehr darum, einem Menschen, den man mag, möglichst nahe zu sein. Ich denke hier auch an die Szene beim Abendmahl später, wo “der Jünger, zu dem er Zuneigung hatte” so nah bei ihm saß, dass er sich nur zurücklehnen mußte (und dies gab keinen Anlaß zur Rüge).

    Da er also hier zu Leuten spricht, denen wahre Gefühle nicht wirklich wichtig sind, sondern die nach Ansehen und Ehre jagen, ist es angebracht, sie darauf hinzuweisen, wessen Ansehen und Ehre wirklich von Bedeutung ist.

    Wahre Ehre erhalten wir nicht von Menschen, sondern von Gott und diesen können wir mit unserem Getue nicht beeindrucken.

    Für Jehova zählen echte Empfindungen und wie wir mit anderen umgehen, ganz besonders mit denen, die nicht besonders viel haben und die von anderen verachtet werden. Wenn wir diese gut behandeln und ihnen Gutes tun – damit erfreuen wir Jehova.

    Wir müssen selbst entscheiden, was uns wichtig ist, aber alles, was wir denken, sagen oder tun beeinflusst unser Verhältnis zu IHM.

  164. Juleam 25. Januar 2014 um 14:28 Link zum Kommentar

    Lukas 14:25-35
    Bedingungen der Nachfolge

    Die Verse 28-32 werden gern in einem anderen Zusammenhang verwendet, daher ist es mir bisher noch nie so ins Auge gefallen, dass sie eigentlich in dem Zusammenhang mit der Nachfolge Jesu eingebettet sind.

    Müssen wir wirklich vorher genau abwägen, ob wir Jesus ganz nachfolgen wollen?

    Warum sollte es nicht von Vorteil sein, erst mal vor Begeisterung mitzulaufen und zu sehen und zu hören, was er tut und lehrt? Selbst wenn wir nachher nicht weiter seine Jünger sind, so würde diese Zeit und dieses Erlebnis doch nicht schaden, sondern eher von Vorteil sein?

  165. Juleam 25. Januar 2014 um 14:31 Link zum Kommentar

    J. N. Darby sagt in seiner Abhandlung dazu :

    Aber diejenigen, die eingingen, mussten die, Kosten überschlagen sie mussten alles in dieser Welt verlassen und jede Verbindung mit ihr brechen. Je näher irgendetwas dem Herzen war, desto gefährlicher war es, und desto mehr musste es gehasst werden. Nicht als ob die natürliche Liebe etwas Böses sei; allein da Christus durch diese Welt verworfen ist, so muss alles, was uns an die Erde bindet, Ihm geopfert werden.

    Wir müssen Ihm nachfolgen, koste es, was es wolle; wir müssen unser eigenes Leben zu hassen wissen und es sogar lieber verlieren, als in der Nachfolge des Herrn erschlaffen. Alles war hier in diesem Leben der Natur verloren. Es handelte sich um Errettung, um den Heiland und um das ewige Leben. Sein Kreuz auf sich nehmen und Ihm nachfolgen war daher der einzige Weg, um Sein Jünger zu sein.

    Ohne diesen Glauben war es besser, nicht anzufangen zu bauen. Man musste überzeugt sein, dass man, trotz des Bewusstseins, dass der Feind äußerlich stärker ist als man selbst, es wagen könne, diesem mit Entschlossenheit und unter allen Umständen durch den Glauben an Christum entgegenzutreten; und ebenso war es nötig, mit allem zu brechen, was mit dem Fleische als solchem in Verbindung stand.

    weitere Gedanken zu Lukas 14 finden wir hier

  166. Juleam 25. Januar 2014 um 14:37 Link zum Kommentar

    Lukas 15 – drei Gleichnisse, die alle das selbe aussagen

    1 Es pflegten sich ihm aber alle Zöllner und Sünder zu nahen, um ihn zu hören. 2 Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt Sünder an und isst mit ihnen! 3 Er sagte aber zu ihnen dieses Gleichnis und sprach:

    4 Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eines von ihnen verliert, lässt nicht die neunundneunzig in der Wildnis und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? 5 Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es auf seine Schulter mit Freuden; 6 und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war! 7 Ich sage euch, so wird auch Freude sein im Himmel über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die keine Buße brauchen!
    8 Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, zündet nicht, wenn sie eine Drachme verliert, ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie sie findet? 9 Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und die Nachbarinnen zusammen und spricht: Freut euch mit mir; denn ich habe die Drachme gefunden, die ich verloren hatte! 10 Ich sage euch, so ist auch Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.

    11 Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. 12 Und der jüngere von ihnen sprach zum Vater : Gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt, Vater! Und er teilte ihnen das Gut. 13 Und nicht lange danach packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste in ein fernes Land, und dort verschleuderte er sein Vermögen mit ausschweifendem Leben.
    14 Nachdem er aber alles aufgebraucht hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land, und auch er fing an, Mangel zu leiden. 15 Da ging er hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seine Äcker, die Schweine zu hüten. 16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten , welche die Schweine fraßen; und niemand gab sie ihm.
    17 Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber verderbe vor Hunger! 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, 19 und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen; mache mich zu einem deiner Tagelöhner!
    20 Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen ; und er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. 21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen!
    22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt das beste Festgewand her und zieht es ihm an, und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an die Füße; 23 und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es; und lasst uns essen und fröhlich sein! 24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; und er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.
    25 Aber sein älterer Sohn war auf dem Feld; und als er heimkam und sich dem Haus näherte, hörte er Musik und Tanz. 26 Und er rief einen der Knechte herbei und erkundigte sich, was das sei. 27 Der sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat! 28 Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater nun ging hinaus und redete ihm zu. 29 Er aber antwortete und sprach zum Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe nie dein Gebot übertreten; und mir hast du nie einen Bock gegeben, damit ich mit meinen Freunden fröhlich sein kann. 30 Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Gut mit Huren vergeudet hat, hast du für ihn das gemästete Kalb geschlachtet!
    31 Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn , du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein . 32 Du solltest aber fröhlich sein und dich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, und er war verloren und ist wiedergefunden worden!

    Hier haben wir drei Gleichnisse, die alle das selbe aussagen.

    Gleich zu Anfang erhalten wir den Grund, warum er sie erzählt und so wird auch deutlich, wer mit dem älteren Sohn gemeint ist und warum er sauer ist.

    Das Gleichnis vom verlorenen Sohn ist bereits ausgiebig behandelt worden, aber ich möchte euch heute noch drei zusätzliche Hilfen an die Hand geben, im es noch mehr zu begreifen und zu verinnerlichen:

    Ebenso interessant sind eigentlich alle Ansprachen zu dem Thema Vergebung

  167. Juleam 25. Januar 2014 um 14:44 Link zum Kommentar

    ebenfalls wird das Thema in der mehrteiligen Ansprache “Leben als Königskind” von Johannes Hartl behandelt, ebenso wie in der dazu passenden Reihe “Endlich daheim”, die ihr euch “leider” kaufen müsst ;-)

    Thom hat sich die Reihe heute Nacht angehört und erzählte, dass es in der Kaufversion fast die ganze Zeit sehr intensiv um dieses Gleichnis geht, ebenso wie in der mehrteiligen Reihe von John Angelina – “Eine Geschichte von 2 Söhnen”

    weitere Gedanken zu Lukas 15 finden wir hier

  168. Juleam 25. Januar 2014 um 14:47 Link zum Kommentar

    Lukas 16 – der Reiche Mann und Lazarus

    1 Er sagte aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; und dieser wurde bei ihm verklagt, dass er seine Güter verschleudere. 2 Und er rief ihn zu sich und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir? Lege Rechenschaft ab von deiner Verwaltung; denn du kannst künftig nicht mehr Haushalter sein! 3 Da sprach der Haushalter bei sich selbst: Was soll ich tun, da mein Herr mir die Verwaltung nimmt? Graben kann ich nicht; zu betteln schäme ich mich. 4 Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich, wenn ich von der Verwaltung entfernt bin, in ihre Häuser aufnehmen!
    5 Und er rief jeden von den Schuldnern seines Herrn zu sich und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? 6 Der aber sprach: 100 Bat Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setze dich und schreibe schnell 50! 7 Danach sprach er zu einem anderen: Du aber, wie viel bist du schuldig? Der aber sagte: 100 Kor Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreibe 80! 8 Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, dass er klug gehandelt habe. Denn die Kinder dieser Weltzeit sind ihrem Geschlecht gegenüber klüger als die Kinder des Lichts.

    9 Auch ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn ihr Mangel habt, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten! 10 Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. 11 Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu wart, wer wird euch das Wahre anvertrauen? 12 Und wenn ihr mit dem Gut eines anderen nicht treu wart, wer wird euch das Eure geben?

    13 Kein Knecht kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!

    14 Das alles hörten aber auch die Pharisäer, die geldgierig waren, und sie verspotteten ihn. 15 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid es, die sich selbst rechtfertigen vor den Menschen, aber Gott kennt eure Herzen ; denn was bei den Menschen hoch angesehen ist, das ist ein Gräuel vor Gott. 16 Das Gesetz und die Propheten [weissagen] bis auf Johannes; von da an wird das Reich Gottes verkündigt, und jedermann drängt sich mit Gewalt hinein.

    17 Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein einziges Strichlein des Gesetzes falle.
    18 Jeder, der sich von seiner Frau scheidet und eine andere heiratet, der bricht die Ehe, und jeder, der eine von ihrem Mann Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

    19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbare Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. 20 Es war aber ein Armer namens Lazarus, der lag vor dessen Tür voller Geschwüre 21 und begehrte, sich zu sättigen von den Brosamen, die vom Tisch des Reichen fielen; und es kamen sogar Hunde und leckten seine Geschwüre. 22 Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. 23 Und als er im Totenreich seine Augen erhob, da er Qualen litt, sieht er den Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.
    24 Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich über mich und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide Pein in dieser Flamme ! 25 Abraham aber sprach: Sohn, bedenke, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben und Lazarus gleichermaßen das Böse ; nun wird er getröstet , du aber wirst gepeinigt . 26 Und zu alledem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, sodass die, welche von hier zu euch hinübersteigen wollen, es nicht können, noch die, welche von dort zu uns herüberkommen wollen.
    27 Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn in das Haus meines Vaters sendest – 28 denn ich habe fünf Brüder -, dass er sie warnt, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen! 29 Abraham spricht zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; auf diese sollen sie hören!
    30 Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun! 31 Er aber sprach zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, so würden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer aus den Toten auferstände!

    Wir wissen, wie Zeugen Jehovas dieses Gleichnis von dem Reichen und Abraham deuten – aber was sagen andere Kommentatoren dazu?

  169. J.N. Darbyam 25. Januar 2014 um 14:50 Link zum Kommentar

    Wenn nun der Schleier von der anderen Welt weggezogen wird, so tritt die Wahrheit klar ans Licht. Der Gegensatz zwischen den Grundsätzen des Judentums und des Christentums wird deutlich vor Augen gestellt; denn das Christentum offenbart jene Welt und gehört, was seinen Grundsatz betrifft, dem Himmel an. In Übereinstimmung mit der Regierung Gottes auf Erden verhieß das Judentum dem Gerechten irdische Segnungen. Aber alles war in Unordnung; selbst das Haupt des jüdischen Systems, der Messias, war verworfen. Mit einem Worte, Israel, betrachtet als unter Verantwortlichkeit gestellt und berufen unter der Bedingung des Gehorsams die irdische Segnung zu genießen, hatte gänzlich gefehlt. Der Mensch in dieser Welt konnte auf diesem Boden nicht mehr das Mittel sein, von den Regierungswegen Gottes Zeugnis abzulegen. Es wird einmal eine Zeit der irdischen Regierung kommen; aber sie war noch nicht da. Inzwischen war der Besitz von Reichtümern nichts weniger als ein Beweis von der Gunst Gottes; vielmehr kennzeichneten persönliche Selbstsucht und Gleichgültigkeit gegen einen Bruder, der im Elend vor der Tür des Reichen lag, diesen Besitz unter den Juden. Indes enthüllt die Offenbarung unseren Blicken die andere Welt. Der Mensch in dieser Welt ist ein gefallener, böser Mensch. Hat er hier sein Gutes empfangen, so hat er das Teil des sündigen Menschen gefunden und wird in der anderen Welt gepeinigt werden, während der von ihm Verachtete dort sein Glück finden wird.

    Es handelt sich hier nicht um das, was zum Eintritt in den Himmel berechtigt, sondern um den Charakter der sichtbaren und der unsichtbaren Welt sowie um den Gegensatz zwischen den Grundsätzen beider. Da der Jude diese Welt gewählt hat, so hat er diese und auch die andere verloren. Der arme Mensch, den er als verächtlich betrachtet hatte, wird im Schoße Abrahams gefunden. Der ganze Ton und Inhalt dieses Gleichnisses zeigt seinen Zusammenhang mit der Frage bezüglich der Hoffnung Israels und mit der Vorstellung, dass die Reichtümer ein Beweis der Gunst Gottes seien – eine Vorstellung, die, so falsch sie auch in jedem Falle sein mag, dennoch begreiflich ist, wenn diese Welt den Schauplatz des Glückes unter der Regierung Gottes bildet.

    Auch zeigt das Ende des Gleichnisses, um was es sich handelt. Der unglückliche Reiche wünscht, dass seine Brüder durch jemanden gewarnt werden möchten, der aus den Toten auferstanden sei. Abraham erklärt ihm die Nutzlosigkeit dieses Mittels. Es war völlig vorbei mit Israel. Gott hat Seinen auferstandenen Sohn dem Volke, das Ihn unter Verachtung des Gesetzes und der Propheten verworfen hat, nicht wiederum dargestellt. Das Zeugnis von Seiner Auferstehung begegnete bei ihm demselben Unglauben, welcher sowohl den Herrn während Seines Lebens hienieden, als auch die Propheten vor Ihm verworfen hatte. In der anderen Welt gibt es keinen Trost, wenn man in dieser das an das Gewissen herantretende Zeugnis des Wortes Gottes verworfen hat. Die Kluft, die die Glückseligen von denen trennt, die ihre Befriedigung in dieser Welt der Sünde gesucht haben, kann nicht überschritten werden; und ein von den Toten wiederkehrender Herr werde jene nicht überzeugen, die das Wort Gottes verachtet hatten. Alles dieses steht in Verbindung mit dem Gericht über die Juden, das der gesetzlichen Haushaltung ein Ende setzen sollte, während das vorhergehende Gleichnis das den Christen geziemende Verhalten hinsichtlich der zeitlichen Dinge beschreibt. Und auch hier entspringt alles der Gnade, die das Heil des Menschen von Seiten Gottes in Liebe vollbrachte, und die durch Einführung der himmlischen Dinge die gesetzliche Haushaltung und ihre Grundsätze beiseite setzte.

    weitere Gedanken zu Lukas 16 finden wir hier

  170. Juleam 25. Januar 2014 um 14:55 Link zum Kommentar

    Lukas 17 – Jesus heilt einfach weiter ;-)

    1 Er sprach aber zu den Jüngern: Es ist unvermeidlich, dass Anstöße [zur Sünde] kommen; wehe aber dem, durch welchen sie kommen! 2 Es wäre für ihn besser, wenn ein großer Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde, als dass er einem dieser Kleinen einen Anstoß [zur Sünde] gibt. 3 Habt acht auf euch selbst!
    Wenn aber dein Bruder gegen dich sündigt , so weise ihn zurecht; und wenn es ihn reut , so vergib ihm. 4 Und wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigte und siebenmal am Tag wieder zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben.

    5 Und die Apostel sprachen zum Herrn: Mehre uns den Glauben! 6 Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich und verpflanze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.

    7 Wer aber von euch wird zu seinem Knecht, der pflügt oder weidet, wenn er vom Feld heimkommt, sogleich sagen: Komm her und setze dich zu Tisch? 8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendbrot, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe, und danach sollst du essen und trinken? 9 Dankt er wohl jenem Knecht, dass er getan hat, was ihm befohlen war? Ich meine nicht!
    10 So sollt auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, sprechen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren!

    11 Und es geschah, als er nach Jerusalem reiste, dass er durch das Grenzgebiet zwischen Samaria und Galiläa zog. 12 Und bei seiner Ankunft in einem Dorf begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die von ferne stehen blieben. 13 Und sie erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, Meister, erbarme dich über uns! 14 Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern ! Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie rein .
    15 Einer aber von ihnen kehrte wieder um, als er sah, dass er geheilt worden war, und pries Gott mit lauter Stimme, 16 warf sich auf sein Angesicht zu [Jesu] Füßen und dankte ihm; und das war ein Samariter .
    17 Da antwortete Jesus und sprach: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind aber die neun? 18 Hat sich sonst keiner gefunden, der umgekehrt wäre, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremdling?
    19 Und er sprach zu ihm: Steh auf und geh hin; dein Glaube hat dich gerettet!

    20 Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. 21 Man wird nicht sagen: Siehe hier!, oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.

    22 Er sprach aber zu den Jüngern: Es werden Tage kommen, da ihr begehren werdet, einen einzigen der Tage des Menschensohnes zu sehen, und ihr werdet ihn nicht sehen. 23 Und sie werden zu euch sagen: Siehe hier!, oder: Siehe dort! Geht nicht hin und lauft ihnen nicht nach! 24 Denn gleichwie der Blitz, der in einer Himmelsgegend erstrahlt, bis zur anderen leuchtet, so wird auch der Sohn des Menschen sein an seinem Tag. 25 Zuvor aber muss er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht.
    26 Und wie es in den Tagen Noahs zuging, so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes: 27 Sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging; und die Sintflut kam und vernichtete alle. 28 Ebenso ging es auch in den Tagen Lots zu: Sie aßen, sie tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten; 29 an dem Tag aber, als Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vertilgte alle. 30 Gerade so wird es sein an dem Tag, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird.

    31 Wer an jenem Tag auf dem Dach ist und sein Gerät im Haus hat, der steige nicht hinab, um dasselbe zu holen; ebenso, wer auf dem Feld ist, der kehre nicht wieder zurück. 32 Gedenkt an Lots Frau! 33 Wer sein Leben zu retten sucht, der wird es verlieren, und wer es verliert, der wird es erhalten.
    34 Ich sage euch: In dieser Nacht werden zwei in einem Bett sein; der eine wird genommen und der andere zurückgelassen werden. 35 Zwei werden miteinander mahlen; die eine wird genommen, und die andere wird zurückgelassen werden. 36 Zwei werden auf dem Feld sein; der eine wird genommen und der andere zurückgelassen werden.

    37 Und sie antworteten und sprachen zu ihm: Wo, Herr? Und er sprach zu ihnen: Wo der Leichnam ist, da sammeln sich die Geier.

  171. Juleam 25. Januar 2014 um 14:59 Link zum Kommentar

    Lukas 17:11-19
    Ein messianisches Wunder

    Wie Thom gestern auch wieder bei Oasis sagte, sehen wir hier ein messianisches Wunder. Viele der Wunder, die Jesus tat, konnten auch die Priester und andere vollbringen, wie z.B einfache Heilungen, Dämonen austreiben usw.

    Zu den Wundern, die nur der Messias vollbringen konnte, zählte unter anderem

    • das Austreiben von stummen Dämonen,
    • die Auferweckung von Menschen, die länger als zwei Tage Tot gewesen waren,
    • die Heilung von Menschen, die bereits blind geboren worden waren und
    • die Heilung von Aussatz

    Hier heilt Jesus gleich 10 Personen von Aussatz und schickt sie zum Priester. So bekommen diese ein eindrucksvolles Zeugnis davon, dass in Jesus der Messias gekommen war. Denn er heilte nicht nur eine Person von Aussatz, sondern gleich 10. Hier konnte das Zeichen auf keinen Fall mißverstanden werden.

    Dennoch weigerten sie sich hartnäckig, ihn als Messias anzuerkennen.

    weitere Gedanken zu Lukas 17 finden wir hier

  172. Juleam 30. Januar 2014 um 14:43 Link zum Kommentar

    Lukas 18 – 21

    Lukas 18 – hier finden wir 6 Hauptthemen

    1 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis, um ihnen zu zeigen, dass es nötig ist, allezeit zu beten und nicht nachlässig zu werden; 2 und er sprach:

    Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht fürchtete und sich vor keinem Menschen scheute. 3 Es war aber eine Witwe in jener Stadt; die kam zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegenüber meinem Widersacher! 4 Und er wollte lange nicht; danach aber sprach er bei sich selbst: Wenn ich auch Gott nicht fürchte und mich vor keinem Menschen scheue, 5 so will ich dennoch, weil mir diese Witwe Mühe macht, ihr Recht schaffen, damit sie nicht unaufhörlich kommt und mich plagt. 6 Und der Herr sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt!
    7 Gott aber, wird er nicht seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen, wenn er auch lange zu wartet mit ihnen? 8 Ich sage euch: Er wird ihnen schnell Recht schaffen! Doch wenn der Sohn des Menschen kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?

    9 Er sagte aber auch zu etlichen , die auf sich selbst vertrauten, dass sie gerecht seien, und die Übrigen verachteten, dieses Gleichnis:
    10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten , der eine ein Pharisäer , der andere ein Zöllner . 11 Der Pharisäer stellte sich hin und betete bei sich selbst so: O Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner da. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme!
    13 Und der Zöllner stand von ferne, wagte nicht einmal seine Augen zum Himmel zu erheben , sondern schlug an seine Brust und sprach: O Gott, sei mir Sünder gnädig !
    14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt in sein Haus hinab, im Gegensatz zu jenem. Denn jeder, der sich selbst erhöht , wird erniedrigt werden; wer aber sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

    15 Sie brachten aber auch kleine Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Als es aber die Jünger sahen, tadelten sie sie. 16 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes. 17 Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird gar nicht hineinkommen!

    18 Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? 19 Da sprach Jesus zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein! 20 Du kennst die Gebote: »Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht falsches Zeugnis reden! Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!« 21 Er aber sprach: Das alles habe ich gehalten von meiner Jugend an. 22 Als Jesus dies hörte, sprach er zu ihm: Eins fehlt dir noch: Verkaufe alles, was du hast, und verteile es an die Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach!
    23 Als er aber dies hörte, wurde er ganz traurig; denn er war sehr reich. 24 Als aber Jesus ihn so sah, dass er ganz traurig geworden war, sprach er: Wie schwer werden die Reichen ins Reich Gottes hineinkommen! 25 Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.

    26 Da sprachen die, welche es hörten: Wer kann dann überhaupt errettet werden? 27 Er aber sprach: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
    28 Da sprach Petrus: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt! 29 Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Eltern oder Brüder oder Frau oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen, 30 der es nicht vielfältig wieder empfinge in dieser Zeit und in der zukünftigen Weltzeit das ewige Leben!

    31 Er nahm aber die Zwölf zu sich und sprach zu ihnen: Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem , und es wird alles erfüllt werden, was durch die Propheten über den Sohn des Menschen geschrieben ist; 32 denn er wird den Heiden ausgeliefert und verspottet und misshandelt und angespuckt werden; 33 und sie werden ihn geißeln und töten, und am dritten Tag wird er wieder auferstehen.
    34 Und sie verstanden nichts davon, und dieses Wort war ihnen zu geheimnisvoll, und sie begriffen das Gesagte nicht.

    35 Es geschah aber, als er sich Jericho näherte, da saß ein Blinder am Weg und bettelte. 36 Und als er die Menge vorüberziehen hörte, erkundigte er sich, was das sei. 37 Da verkündeten sie ihm, dass Jesus, der Nazarener vorübergehe. 38 Und er rief und sprach: Jesus, du Sohn Davids , erbarme dich über mich! 39 Und die vorangingen, geboten ihm, er solle schweigen; er aber rief noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich über mich! 40 Da blieb Jesus stehen und befahl, dass er zu ihm gebracht werde. Und als er herangekommen war, fragte er ihn 41 und sprach: Was willst du, dass ich dir tun soll? Er sprach: Herr, dass ich sehend werde! 42 Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dich gerettet.
    43 Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach und pries Gott; und das ganze Volk, das dies sah, lobte Gott.

    Hier haben wir einige Themen:

    • Ganz zu Anfang geht es um das Gebet (Verse 1-8)
    • um unsere Herzenseinstellung (Verse 9-14)
    • darum, wie wir Gott sehen (Verse 15-17)
    • um unsere Prioritäten und woran unser Herz hängt und worin wir unsere Identität finden (Verse 18-30)
    • das, was mit Jesus passieren wird (Verse 31-34)
    • was wir tun müssen, damit Jesus in und mit uns wirken kann und wie wir auf das Gute reagieren sollten, das uns von Gott und Jesus zukommt (Verse 35-43)

    Wir sehen: ein langer Katalog von Themen, die wir alle einzeln behandeln könnten und sicherlich auch noch im Hauskreis tun werden ;-)

  173. Juleam 30. Januar 2014 um 15:01 Link zum Kommentar

    Lukas 18:1-8
    das Gebet

    Über das Gebet habe ich in den letzten Monaten viel nachgedacht, denn es hat viele Veränderungen gegeben und scheinbar handhabt das jeder irgendwie anders – je nach christlicher Richtung.

    Aufgewachsen bin ich im evangelisch-lutherischen Glauben. Von meiner Oma kannte ich kleine Kindergebete – aber ich war immer “so frech” und habe meinen persönlichen Kram noch mit dran gehängt.

    Mit 27 fing ich an, mit Zeugen Jehovas die Bibel zu studieren und da wurde Wert darauf gelegt, dass das Gebet ein persönliches Gespräch mit Gott ist. Allerdings habe ich von den Brüdern immer wieder auch gehört, dass sie sich am Tage notieren, worüber sie Abends beten wollten. Ein Gedanke, der mich jedesmal sehr befremdet hatte – denn bei mir sah und sieht es auch immer noch so aus, dass ich, wo ich gehe und stehe “mit Gott quatsche”.

    In der kleinen überkonfessionellen Hausgemeinde, der wir seit fast einem Jahr angehören, wird viel Wert auf Fürbitte gelegt. So sieht Oasis – unser kleinerer abendlicher Hauskreis – so aus, dass wir die eine Woche im Studium des betreffenden Bibelkapitels weitermachen (zur Zeit sind wir bei Lukas 5) und in der anderen Woche einen längeren Austausch über Gebetsanliegen, wonach wir dann längere Zeit gemeinsam beten. Jeder so, wie es ihm gerade in den Sinn kommt, aber halt für die Anliegen, die wir zuvor besprochen haben. Sobald der eine aufhört, setzt der nächste ein, immer im Wechsel, so wie es denjenigen ins Herz kommt.

    Ein für mich sehr ungewöhnliches Vorgehen. Wir sind sogar im Sommer mit einem Ehepaar einige Tage gemeinsam um den See gelaufen und haben in dieser Form gemeinsam gebetet. Auch meine wöchentlichen Treffen mit Lucy enden jedesmal nit einer halbstündigen gemeinsamen Gebetszeit. Es gibt sogar einmal die Woche sehr früh ein Treffen zum gemeinsamen Gebet. Auch bitten einige privat darum, gemeinsam für eine bestimmte Sache zu beten.

    Am Anfang fand ich das alles recht merkwürdig, da ich es nicht kannte und ein Gebet für mich eigentlich immer ein persönliches Gespräch mit Gott war. Auf der anderen Seite werden wir in der Bibel auch dazu aufgefordert, gezielt füreinander zu beten und die ersten Jünger beteten auch gemeinsam – z.B. als Paulus im Gefängnis saß. Das Ergebnis war, dass Paulus frei kam.

    In der letzten Zeit gibt es eine weitere Bewegung unter Christen – es werden Gebetshäuser gegründet, wo 24 Stunden rund um die Uhr gebetet wird. Hier beten Christen gemeinsam, teilweise “im Schichtdienst”. Ein Gedanke, der mir auch sehr befremdlich vorkam. Erste Berührung damit war vor gut einem Jahr, als die MEHR 2013 auf bibeltv übertragen wurde und da uns die Ansprachen von Johannes Hartl gefielen, hatten wir gegoogelt, wer das ist und zu welcher Richtung er gehört.

    Inzwischen haben wir sehr viele Ansprachen von ihm angehört, aber der Gedanke, im Schichtdienst zu beten, ist immer noch merkwürdig für mich. Er benutzt auch teilweise “das Sprachengebet”, wobei er scheinbar etwas anderes darunter versteht, als in Zungen zu reden.

    In einigen Ansprachen erzählt er, wie man im Gebetshaus dabei vorgeht, dass rund um die Uhr gebetet wird und dass er oftmals einen einzigen Bibelvers über mehrere Stunden “durchbetet”. Ich habe mich oft gefragt, ob dies nicht sinnlos sei, einfach “nur Zeit abzureissen” und ob es nicht zu dem zählt, was Jesus den Pharisäern vorwirft, dass sie “viele Worte machen”.

    Aber dann sehe ich, was dabei herauskommt, denn er hat unzählige Ansprachen zu der Frau am Brunnen in Johannes 4, wo er diese eine Begebenheit immer wieder aus den unterschiedlichsten Richtungen beleuchtet und das geht nicht nur echt in die Tiefe sondern auch direkt ans Herz. Ebenso das, was er zu der Geschichte vom verlorenen Sohn erzählt. Wir haben uns gerade erst die Reihe “Endlich daheim!” besorgt, in der dies ausführlich behandelt wird.

    So hat scheinbar auch diese Art des Betens seine Berechtigung und das Wohlgefallen Gottes – denn alles, was mich Jehova näher bringt, hat seinen Segen.

    In dieser Hinsicht habe ich gerade im vergangenen Jahr sehr viel über das Gebet gelernt.

  174. Juleam 30. Januar 2014 um 15:04 Link zum Kommentar

    Das Gebet – die unterschiedlichen Ebenen

    Diese Frau hier in Lukas 18 will etwas für sich und bittet so lange, bis sie erhört wird. Wir wissen, dass unser Gott uns nicht allein aufgrund der Tatsache erhört, dass wir “ihm auf den Keks gehen”, denn er gibt uns nur “das, was wir gemäß seinem Willen bitten” und was wirklich gut für uns ist.

    Aber es zeigt auch, dass das Gebet einen festen Platz in unserem Leben haben sollte. Es sollte keine lästige Nebensache sein, sondern es sollte uns wichtig sein, mit unserem Gott zu reden.

    Dies kann auf den unterschiedlichsten Ebenen passieren, denn unsere Gespräche haben ja auch verschiedene Ziele:

    • manchmal wollen wir nur etwas erzählen, es uns von der Seele reden oder mit einem geliebten Menschen teilen
    • ein anderes Mal haben wir eine gezielte Bitte, die wir auch entsprechend formulieren und wenn es nötig ist, immer wieder wiederholen
    • manchmal treffen wir uns mit mehreren und reden gemeinsam über eine Sache, die uns allen wichtig ist
    • aber manchmal reden wir auch nur über das Wetter, um die Kommunikation überhaupt aufrecht zu erhalten

    Wahrscheinlich ist es ein Denkfehler, wenn wir das Gebetsleben nur auf einer Ebene haben und ich muss aus Erfahrung sagen, dass die unterschiedlichen Impulse nicht nur mein Leben, sondern auch mein Gebetsleben bereichert haben

  175. Juleam 30. Januar 2014 um 15:09 Link zum Kommentar

    Lukas 18:9-14
    unsere Herzenseinstellung

    Der Zöllner und der Pharisäer – jeder hat eine andere Einstellung. Welchem von beiden gleichen wir?

    Ein Thema, was zur Zeit gerade sehr aktuell ist. Denn ich höre gerade die Serie “Endlich Daheim” von Johannes Hartl und das geht echt an die Substanz. In dieser Serie geht es um unsere innere Einstellung und woraus wir unsere Identität ziehen. Worum geht es uns?

    Er führt hier unter anderem an, dass man auch eifrig die Bibel studieren kann, für jede Situation den passenden Bibeltext haben und ermuntern kann – und dennoch nackt und bloss vor Gott steht. Denn es könnte sein, dass wir denken, wir würden uns mit all diesen Dingen und guten Werken die Liebe und das Wohlgefallen Jehovas verdienen. So, als stünde sie uns als eine Art Lohn zu.

    Dann haben wir einen Denkfehler und könnten dem Pharisäer hier gleichen. Ein Gedanke, der mich erschreckt und seit Tagen beschäftigt, weil ich mich frage, ob dies vielleicht auch auf mich zutrifft.

    Er legt den Grund in der Liebe Gottes: dass Gott alle seine Kinder liebt. Aber wenn wir aus dem richtigen Beweggrund – aus Dankbarkeit für diese uns von IHM erwiesene Liebe – all diese Dinge tun, dann machen wir unseren Gott glücklich.

    Diese Predigtreihe ist leider “Privat”, um das Copyright nicht zu verletzen, da sie bei ihm im Shop erworben werden muss – mit diesen Einnahmen finanziert sich das Gebetshaus unter anderem. Aber ihr könnt sie euch hier selbst erwerben – es lohnt sich wirklich.

    Es gibt aber eine andere Ansprache von ihm zum kostenlosen download mit einem ähnlichen Thema: “Gerecht oder selbstgerecht?”

  176. Juleam 30. Januar 2014 um 15:13 Link zum Kommentar

    Lukas 18:15-17
    wie sehen wir Gott?

    Auch dieser Vers ist Inhalt der bereits erwähnten Predigtreihe “Endlich Daheim”. Gleich im zweiten Teil davon – “Die Zweite Kindheit” – geht es um diese Begebenheit und was Jesus eigentlich damit sagen will. Es erklärt auch, warum diese Reihe so sehr an die Substanz geht:

    Jesus sagt hier, wir müßten so sein, wie die Kinder. Was macht Kinder aus?

    Wir alle kommen nackt und bloß in die Welt und sind total hilflos, auf die Liebe und Fürsorge unserer Eltern angewiesen.

    Das Problem bei der ganzen Geschichte ist, dass wir alle Kind waren und innerlich immer noch sind. Unsere Erfahrungen und Erlebnisse der Kindheit prägen uns heute noch. Daher haben viele Erwachsene auch heute noch ein Problem, Jehova als Vater zu sehen und sich ganz auszuliefern. Ein Problem, das auch ich kenne: ich habe das zwanghafte Bedürfnis, immer die Kontrolle zu behalten.

    Aber ein kleines Kind ist da anders. Da es selbst noch hilflos ist, vertraut es seinen Eltern völlig.

    Das ist es, was Gott von uns will: wir sollen uns ihm blind anvertrauen, mit unseren Sorgen und Nöten zu ihm laufen, wie es die kleinen Kinder tun.

    Johannes führt das Beispiel eines Kindes an, das eine schmerzhafte Behandlung braucht. Es fragt in der Regel nicht nach einer Spritze – sondern nach den Eltern!

  177. Juleam 30. Januar 2014 um 15:15 Link zum Kommentar

    Nackt und bloss – schämen wir uns vor unserem Gott?

    Ein weiterer Gedanke in der Ansprache – der auch zu dieser Aussage Jesu sehr gut passt – ist, dass Jehova Adam und Eva nackt erschaffen hatte.

    Es war für die beiden völlig normal, es gab im Paradies kein Schamgefühl. Gott wandelte jeden Tag “zur Zeit der Brise” mit ihnen im Garten und sie unterhielten sich und es war kein Problem.

    Erst als sie gesündigt hatten, wurde es zu einem Problem!

    Plötzlich “gewahrten sie, dass sie nackt waren” und suchten, ihre Blösse zu bedecken. Sie suchten sich große Blätter und bedeckten sich.

    Zusätzlich versteckten sie sich vor ihrem Gott, denn nun auf einmal war es ihnen unangenehm, so nackt und bloss vor Gott zu stehen (1. Mose 3).

    Es war eine Auswirkung des Sündenfalls und damit dann auch der Unvollkommenheit.

    Nicht Gott selbst oder wie er sie sah, veränderte sich und machte es ihnen unangenehm, sich weiterhin voller Vertrauen an ihn zu wenden und sich ihm auszuliefern (sie versteckten sich vor ihm), sondern ihre eigene Einstellung. Auf einmal waren sie sich ihrer Fehler bewußt und glaubten scheinbar, dass ER sie so nicht mehr lieben konnte.

    Aber das stimmte nicht, er war nur enttäuscht von ihnen.

    weitere Gedanken zu Lukas 18 finden wir hier

  178. Juleam 5. Februar 2014 um 11:14 Link zum Kommentar

    Lukas 18:18-30
    Die Reichen und die Neue Welt Gottes

    Noch mal zur Erinnerung der Text in der Bibel, diesmal aus der Hoffnung für Alle:

    18 (Matthäus 19, 16-30; Markus 10, 17-31)
    Jesus wurde von einem angesehenen und reichen Mann gefragt: »Guter Lehrer, was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?« 19 Jesus entgegnete: »Weshalb nennst du mich gut? Es gibt nur einen, der gut ist, und das ist Gott. 20 Du kennst doch seine Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht stehlen! Sag nichts Unwahres über deinen Mitmenschen! Ehre deinen Vater und deine Mutter!«

    21 Der Mann antwortete: »An diese Gebote habe ich mich von Jugend an gehalten.« 22 »Aber etwas fehlt dir noch«, sagte Jesus. »Verkauf alles, was du hast, und verteil das Geld an die Armen. Damit wirst du im Himmel einen Reichtum gewinnen, der niemals verloren geht. Und dann komm und folge mir nach!«

    23 Als der Mann das hörte, wurde er traurig, denn er war sehr reich.

    24 Jesus merkte es und sagte: »Wie schwer ist es doch für die Reichen, in Gottes neue Welt zu kommen! 25 Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in Gottes neue Welt kommt.«

    26 »Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«, fragten ihn seine Zuhörer entsetzt.

    27 Er antwortete: »Für Menschen ist es unmöglich, aber nicht für Gott.«

    28 Jetzt fragte Petrus: »Aber wie ist es nun mit uns? Wir haben doch alles aufgegeben und sind mit dir gegangen!« 29 Jesus antwortete: »Das sollt ihr wissen: Jeder, der sein Haus, seine Eltern, seine Geschwister, seine Frau oder seine Kinder zurücklässt, um sich für Gottes neue Welt einzusetzen, 30 der wird dafür reich belohnt werden: hier schon, in dieser Welt, und erst recht in der zukünftigen Welt mit dem ewigen Leben.«

    Hier haben wir gleich 3 Themen:

    • unsere Prioritäten
    • woran hängt unser Herz?
    • worin finden wir unsere Identität?

    Zu dem Thema Prioritäten und woran unser Herz hängt, finden wir einige gute Erklärungen im Zusammenhang mit diesem Text in Kapitel 1 des Buches “Komm folge mir nach!”. Unter dem Unterthema “Die beste Einladung aller Zeiten” finden wir in Abs 6 folgenden Gedanken dazu:

    Durch die unerwartete Aufforderung Jesu kam ein tief sitzendes Problem ans Tageslicht. Der Mann hing zu sehr an seinem Besitz und zweifellos auch an der Macht und dem Ansehen, die damit verbunden waren. Leider war seine Liebe zu alldem viel größer als seine Liebe zu Christus. Das „eine“, das ihm fehlte, war also rückhaltlose, selbstlose Liebe zu Jesus und zu Jehova. Deshalb schlug er die beste Einladung seines Lebens aus.

    Es ging also um die Prioritäten – ist Jehova und sein Wort das Wichtigste in unserem Leben? – und woran unser Herz hängt. An anderer Stelle sagt Jesus “Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein” (Matthäus 6:21).

  179. Juleam 5. Februar 2014 um 11:16 Link zum Kommentar

    Lukas 18:26-30
    Was hat dieser Text mit unserer Identität zu tun?

    Wir müssen beachten, dass Jesus die obigen Worte im Zusammenhang mit dem Jungen Mann äußerte.

    Der junge Mann wollte gern etwas Besonderes sein. Denn seine Frage, was er tun muss, scheint mehr zu beinhalten, als nur die danach, welche Gebote er befolgen müsse. Denn sonst hätte er sich mit Jesu Antwort zufrieden gegeben. (Ich will ewiges Leben, was muss ich tun? Ja, tue ich alles, abgehakt.) Außerdem sagt Jesus auf die erste Frage ja gleich: “du kennst doch seine Gebote”.

    Aber es fehlte noch die bedingungslose Hingabe an Gott und Jesus. Scheinbar haben die anderen Jünger diese gehabt, denn ihnen erklärt er den Sinn noch mal auf ihre Nachfrage in Vers 26 hin: “wir haben ja bereits alles aufgegeben, ist dann mit uns und unserer Einstellung alles ok?”

    Ja, wenn wir unsere Identität aus unserem Verhältnis zu Gott ziehen, ist mit uns alles ok. Dann werden wir alle Verluste verschmerzen in dem Bewußtsein, dass wir zu IHM gehören.

  180. Juleam 5. Februar 2014 um 11:18 Link zum Kommentar

    Lukas 19 – Zachäus und was wir von ihm lernen können

    1 Und er kam nach Jericho hinein und zog hindurch. 2 Und siehe, da war ein Mann, genannt Zachäus, ein Oberzöllner, und dieser war reich . 3 Und er wollte gerne Jesus sehen , wer er sei, und konnte es nicht wegen der Volksmenge; denn er war von kleiner Gestalt. 4 Da lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum , um ihn zu sehen; denn dort sollte er vorbeikommen. 5 Und als Jesus an den Ort kam, blickte er auf und sah ihn und sprach zu ihm: Zachäus , steige schnell herab; denn heute muss ich in deinem Haus einkehren ! 6 Und er stieg schnell herab und nahm ihn auf mit Freuden.

    7 Als sie es aber sahen, murrten sie alle und sprachen: Er ist bei einem sündigen Mann eingekehrt, um Herberge zu nehmen! 8 Zachäus aber trat hin und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich jemand betrogen habe, so gebe ich es vierfältig zurück ! 9 Und Jesus sprach zu ihm: Heute ist diesem Haus Heil widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist; 10 denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

    11 Als sie aber dies hörten, fuhr er fort und sagte ein Gleichnis, weil er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, das Reich Gottes würde unverzüglich erscheinen. 12 Er sprach nun:

    Ein Edelmann zog in ein fernes Land, um sich die Königswürde zu holen und dann wiederzukommen . 13 Und er rief zehn seiner Knechte, gab ihnen zehn Pfunde und sprach zu ihnen: Handelt damit, bis ich wiederkomme! 14 Seine Bürger aber hassten ihn und schickten ihm eine Gesandtschaft nach und ließen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche!

    15 Und es geschah, als er wiederkam, nachdem er die Königswürde empfangen hatte, da ließ er die Knechte, denen er das Geld gegeben hatte, vor sich rufen, um zu erfahren, was jeder erhandelt habe. 16 Da kam der erste und sprach: Herr, dein Pfund hat zehn Pfund dazugewonnen! 17 Und er sprach zu ihm: Recht so, du guter Knecht! Weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Vollmacht über zehn Städte haben!
    18 Und der zweite kam und sprach: Herr, dein Pfund hat fünf Pfund erworben! 19 Er aber sprach auch zu diesem: So sollst auch du über fünf Städte gesetzt sein!
    20 Und ein anderer kam und sprach: Herr, siehe, hier ist dein Pfund, das ich im Schweißtuch aufbewahrt habe! 21 Denn ich fürchtete dich, weil du ein strenger Mann bist; du nimmst, was du nicht eingelegt, und erntest, was du nicht gesät hast. 22 Da sprach er zu ihm: Nach [dem Wort] deines Mundes will ich dich richten, du böser Knecht! Wusstest du, dass ich ein strenger Mann bin, dass ich nehme, was ich nicht eingelegt, und ernte, was ich nicht gesät habe? 23 Warum hast du dann mein Geld nicht auf der Bank angelegt, sodass ich es bei meiner Ankunft mit Zinsen hätte einziehen können?
    24 Und zu den Umstehenden sprach er: Nehmt ihm das Pfund weg und gebt es dem, der die zehn Pfunde hat! 25 Da sagten sie zu ihm: Herr , er hat schon zehn Pfunde! 26 Denn ich sage euch: Wer hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, von ihm wird auch das genommen werden, was er hat.

    27 Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich König über sie werde – bringt sie her und erschlagt sie vor mir! 28 Und nachdem er das gesagt hatte, zog er weiter und reiste hinauf nach Jerusalem.

    29 Und es geschah, als er in die Nähe von Bethphage und Bethanien kam, zu dem Berg, welcher Ölberg heißt, da sandte er zwei seiner Jünger 30 und sprach: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her! 31 Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann sprecht so zu ihm: Der Herr braucht es! 32 Da gingen die Abgesandten hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte. 33 Als sie aber das Füllen losbanden, sprachen seine Besitzer zu ihnen: Warum bindet ihr das Füllen los? 34 Sie aber sprachen: Der Herr braucht es!

    35 Und sie brachten es zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesus darauf. 36 Als er aber weiterzog, breiteten sie ihre Kleider aus auf dem Weg. 37 Und als er sich schon dem Abhang des Ölberges näherte, fing die ganze Menge der Jünger freudig an, Gott zu loben mit lauter Stimme wegen all der Wundertaten, die sie gesehen hatten, 38 und sie sprachen: Gepriesen sei der König, der kommt im Namen des Herrn! Friede im Himmel und Ehre in der Höhe!

    39 Und etliche der Pharisäer unter der Volksmenge sprachen zu ihm: Meister, weise deine Jünger zurecht! 40 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch: Wenn diese schweigen sollten, dann würden die Steine schreien!

    41 Und als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie 42 und sprach: Wenn doch auch du erkannt hättest, wenigstens noch an diesem deinem Tag , was zu deinem Frieden dient! Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen. 43 Denn es werden Tage über dich kommen, da deine Feinde einen Wall um dich aufschütten, dich ringsum einschließen und von allen Seiten bedrängen werden; 44 und sie werden dich dem Erdboden gleichmachen, auch deine Kinder in dir, und in dir keinen Stein auf dem anderen lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast!

    45 Und er ging in den Tempel hinein und fing an, die Verkäufer und Käufer darin hinauszutreiben, 46 und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: »Mein Haus ist ein Bethaus« . Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!

    47 Und er lehrte täglich im Tempel; die obersten Priester aber und die Schriftgelehrten und die Vornehmsten des Volkes trachteten danach, ihn umzubringen ; 48 doch sie fanden keinen Weg, wie sie es tun sollten; denn das ganze Volk hing an ihm und hörte ihm zu.

  181. Juleam 5. Februar 2014 um 11:21 Link zum Kommentar

    Lukas 19:1-10
    Jesus bei Zachäus

    Das erinnert mich an die allererste Bibelstunde mit Suse. Ihre Tochter (10 Jahre), die schon immer für Gott und sein Wort brennt, war mit und war immer schneller als die Mama ;-). Am Schluß hatte aber auch sie eine Frage: sie hatte von der Geschichte mit einem Mann auf dem Baum gehört und wollte wissen, wieso dieser auf den Baum geklettert war. Also haben wir diese Verse hier gelesen, die ja die Antwort schon selbst gaben.

    Aber eine Frage blieb noch offen: “wieso hatte sich Jesus bei ihm eingeladen?”

    Zachäus war ja auf den Baum geklettert, weil er so klein war – aber es gab auch einen Grund, warum er Jesus unbedingt sehen wollte. Scheinbar hatte er von ihm gehört und das, was er hörte, hatte ihn und sein Herz beschäftigt. Nun wollte er diesen Mann sehen, der diese wunderbare Botschaft von Gottes Güte verbreitete.

    Da Jesus den Menschen auch als er auf der Erde war ins Herz sehen konnte, wußte er, dass dieser Mann ganz besonders an ihm und der Botschaft interessiert war. Aber wahrscheinlich war dieser viel zu schüchtern, um diesen Lehrer anzusprechen oder einzuladen. Darum lud sich Jesus einfach selbst ein. War es nicht bei Matthäus ebenso gewesen?

  182. Juleam 5. Februar 2014 um 11:22 Link zum Kommentar

    Auch hier wieder ein interessanter Gedanke aus der Reihe “Endlich daheim”. In der 2. Folge – “Die zweite Kindheit” – weist Johannes Hartl auf einen gravierenden Punkt bei Jesu Umgang mit Sündern hin, der mir bisher überhaupt noch nicht so aufgefallen war:

    Wir lesen nirgendwo in der Bibel, dass Jesus diese Leute auf ihre Sünden angesprochen hätte: “sie wußten es ja eh”. Immer waren es die Leute selbst, die von ihren Fehlern anfingen und die Dinge bereinigen wollten – wie Zachäus hier.

    Nicht, weil man sie unter Druck setzte, sondern weil sie die tiefe Liebe Jesu und Gottes verspürten und aus einer tiefen Dankbarkeit sich dazu gedrängt fühlten.

    Jesus wird dieses weiche Herz bei Zachäus gesehen haben und auch seine Scheu, deshalb lud er sich selbst bei ihm – und auch bei anderen Sündern – ein, um ihm die Gelegenheit dazu zu geben.

  183. Juleam 5. Februar 2014 um 11:26 Link zum Kommentar

    Lukas 19:28-40
    Jesus wird als König empfangen

    Es mutet alles schon recht seltsam an: die Jünger nehmen sich einfach einen Esel und begründen es damit, dass ihr Herr ihn braucht. Waren auch sie so bekannt im ganzen Land, dass die Besitzer es einfach hinnahmen – oder ist hier eine längere Konversation nur kurz und knapp geschildert?

    Dann ziehen sie mit Jesus auf dem Esel nach Jerusalem hinauf. Die Jünger kennen ihn und “wissen” auch, dass Jesus der Messias ist. Daher bereiten sie ihre Kleider aus.

    Aber scheinbar geschieht dies auf dem ganzen Weg, dass die Leute etwas über den Boden bereiten, wie man heute für eine bekannte Persönlichkeit einen roten Teppich ausrollt.

    Aber dies macht in der Regel der Veranstalter – was hier die Jünger wären. Aber hier tun es die Leute, denen sie begegnen.

    Wie darf man sich diese Szene vorstellen? So, wie heute bei einem angekündigten Umzug die Massen die Straße säumen und bereits warten? Was sind das für Menschen, die hier ihre Kleider ausbreiten oder Palmwedel auf die Straße werfen?

  184. Juleam 5. Februar 2014 um 11:28 Link zum Kommentar

    Wo kommen diese Menschen auf einmal alle her?

    Sind das alles Menschen, die ihm gefolgt sind, als sie sahen, dass er irgendwie besonderes vorhat, da er nun auf einem Esel reitet? Angesteckt durch die Handlungen der Jünger und dem Lobgesang über all die Wunder, die dieser Mann getan hatte?

    Wenn wir uns die passende Geschichte im großte-Mensch-Buch ansehen, erfahren wir, dass dies der 9. Nissan ist. In einigen Tagen beginnt das Passah – am 14. Nissan nach Sonnenuntergang.

    Wahrscheinlich handelt es sich hier nicht nur um solche, die ihm eh nachfolgten, sondern wahrscheinlich waren bereits viele unterwegs nach Jerusalem, um dort das Passah zu feiern. So bekamen sie den Trubel um Jesus mit. Einige kannten ihn vielleicht schon, weil er auch in ihrer Stadt war und gelehrt und geheilt hatte. Andere hörten durch ihre Weggefährten von ihm und was er getan hatte und zusätzlich stimmte die Menge einen Lobgesang über diese Wunder an – wie wir hier in Vers 37-38 lesen.

    Wahrscheinlich kommt hier alles zusammen.

    Interessant vor dem Hintergrund, dass nur wenige Tage danach niemand mehr für Jesus eintrittt ;-(

    weitere Gedanken zu Lukas 19 finden wir hier

  185. Juleam 5. Februar 2014 um 11:32 Link zum Kommentar

    Lukas 20 – Was für eine Scheinheiligkeit und Unlogik!

    1 Es geschah aber an einem jener Tage, als er das Volk im Tempel lehrte und das Evangelium verkündigte, da traten die obersten Priester und die Schriftgelehrten samt den Ältesten herzu 2 und redeten mit ihm und sprachen: Sage uns, in welcher Vollmacht tust du dies? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben? 3 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen! So sagt mir: 4 War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?
    5 Da überlegten sie bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: Vom Himmel, so wird er fragen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? 6 Wenn wir aber sagen: Von Menschen, so wird das ganze Volk uns steinigen; denn es ist überzeugt, dass Johannes ein Prophet war! 7 Und sie antworteten, sie wüssten nicht woher.
    8 Da sprach Jesus zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht ich dies tue.

    9 Er fing aber an, dem Volk dieses Gleichnis zu sagen: Ein gewisser Mensch pflanzte einen Weinberg und verpachtete ihn an Weingärtner und hielt sich längere Zeit außer Landes auf. 10 Und als es Zeit war, sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern, damit sie ihm [seinen Anteil] von der Frucht des Weinbergs gäben. Die Weingärtner aber schlugen ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort. 11 Und er fuhr fort und sandte einen anderen Knecht. Sie aber schlugen auch diesen und beschimpften ihn und jagten ihn mit leeren Händen davon. 12 Und er fuhr fort und sandte einen dritten; aber auch diesen verwundeten sie und warfen ihn hinaus.
    13 Da sprach der Herr des Weinbergs: Was soll ich tun? Ich will meinen Sohn senden, den geliebten; wenn sie den sehen, werden sie sich vielleicht scheuen! 14 Als aber die Weingärtner diesen sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe! Kommt, lasst uns ihn töten , damit das Erbgut uns gehört! 15 Und sie stießen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn.
    Was wird nun der Herr des Weinbergs mit ihnen tun? 16 Er wird kommen und diese Weingärtner umbringen und den Weinberg anderen geben!

    Als sie das hörten, sprachen sie: Das sei ferne! 17 Er aber blickte sie an und sprach: Was bedeutet denn das, was geschrieben steht: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden?« 18 Jeder, der auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen!

    19 Da suchten die obersten Priester und die Schriftgelehrten Hand an ihn zu legen in derselben Stunde ; aber sie fürchteten das Volk; denn sie erkannten, dass er dieses Gleichnis im Blick auf sie gesagt hatte. 20 Und sie lauerten ihm auf und sandten Aufpasser ab, die sich stellen sollten, als wären sie redlich, um ihn bei einem Wort zu fassen, damit sie ihn der Obrigkeit und der Gewalt des Statthalters ausliefern könnten.

    21 Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, dass du richtig redest und lehrst und nicht die Person ansiehst, sondern den Weg Gottes der Wahrheit gemäß lehrst. 22 Ist es uns erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht?
    23 Da er aber ihre Arglist erkannte, sprach er zu ihnen: Was versucht ihr mich? 24 Zeigt mir einen Denar! Wessen Bild und Aufschrift trägt er? Sie aber antworteten und sprachen: Des Kaisers . 25 Er aber sagte ihnen: So gebt doch dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!
    26 Und sie konnten ihn nicht bei diesem Wort fassen vor dem Volk; und sie verwunderten sich über seine Antwort und schwiegen.

    27 Da traten aber etliche der Sadduzäer herzu, die bestreiten, dass es eine Auferstehung gibt, und sie fragten ihn 28 und sprachen: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn jemandes Bruder eine Frau hat und kinderlos stirbt, so soll dessen Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken. 29 Nun waren da sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau und starb kinderlos. 30 Da nahm der zweite die Frau und starb auch kinderlos. 31 Und der dritte nahm sie, ebenso alle sieben, und sie hinterließen keine Kinder bei ihrem Tod. 32 Zuletzt aber, nach allen, starb auch die Frau. 33 Wessen Frau wird sie nun in der Auferstehung sein? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.
    34 Und Jesus antwortete ihnen und sprach: Die Kinder dieser Weltzeit heiraten und lassen sich heiraten; 35 diejenigen aber, die gewürdigt werden, jene Weltzeit zu erlangen und die Auferstehung aus den Toten, die werden weder heiraten noch sich heiraten lassen, 36 denn sie können nicht mehr sterben ; denn sie sind den Engeln gleich und Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind.
    37 Dass aber die Toten auferstehen, hat auch Mose angedeutet bei [der Stelle von] dem Dornbusch, wo er den Herrn den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. 38 Er ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen; denn für ihn leben alle.

    39 Da antworteten etliche der Schriftgelehrten und sprachen: Meister , du hast gut geantwortet! 40 Und sie getrauten sich nicht mehr, ihn etwas zu fragen.

    41 Er aber sprach zu ihnen: Wieso sagen sie, dass der Christus Davids Sohn sei? 42 Und doch sagt David selbst im Buch der Psalmen: »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, 43 bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße!« 44 David nennt ihn also Herr; wie kann er dann sein Sohn sein?

    45 Als aber das ganze Volk zuhörte, sprach er zu seinen Jüngern: 46 Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die gern im Talar einhergehen und die Begrüßungen auf den Märkten lieben und die ersten Sitze in den Synagogen und die obersten Plätze bei den Mahlzeiten; 47 sie fressen die Häuser der Witwen und sprechen zum Schein lange Gebete; diese werden ein umso schwereres Gericht empfangen!

    Was für eine Scheinheiligkeit und Unlogik!

    Sie fürchten sich auf der einen Seite, die Frage nach Johannes zu beantworten, da das Volk große Stücke auf ihn hält – aber Jesus fertig zu machen, trauen sie sich schon.

    Warum?

    War nicht auch Jesus sehr beliebt beim Volk? War er nicht noch wichtiger als Johannes und lief ihm nicht mehr Volk nach, als seinerzeit seinem Cousin Johannes?

    Warum haben sie also keine Angst davor, Jesus anzugreifen?

    Geht es darum, dass Johannes bereits als Märtyrer gestorben war und daher nicht mehr von dem hohen Sockel gestoßen werden konnte?

    Ist es nicht auch das, was sie auch gerade hier wieder mit Jesus versuchen?

  186. Juleam 5. Februar 2014 um 11:41 Link zum Kommentar

    Lukas 20:27-40
    Die Auferstandenen “werden sein wie die Engel” – wie ist das zu verstehen?

    Nach dem Verständnis der Zeugen Jehovas würden sie keine Kinder mehr bekommen, auch diejenigen nicht, die auf der Erde auferstehen und dort ewig leben werden. Aber wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder über diesen Punkt nachgedacht, denn was würde das für diejenigen bedeuten, die ledig oder kinderlos geblieben sind, um ihr Leben ganz in den Dienst für Gott zu stellen, ohne jegliiche Ablenkung?

    Wir dürfen dabei auch nicht vergessen, zu wem Jesus hier spricht und worauf er hinaus will: nach Jesu Tod hatten erst einmal alle die himmlische Hoffnung und sicherlich erwartet niemand von denen, im Himmel Kinder zu gebären. Engel sind geschlechtslose Wesen – wobei dagegen spricht, dass sie zu Noahs Zeiten auf die Erde kamen, um “sich Frauen zu nehmen” (1. Mose 5-6)

    Auf der anderen Seite hatten wir in den vergangenen Jahren darüber nachgedacht, worum es bei der Schagerehe ging. Da ging es nicht um Liebe und eine normale Beziehung, sondern darum, dem toten Bruder Nachkommen zu erwecken, was wegen dem Erbteil wichtig war. In der Regel war der Schwager bereits verheiratet und nahm die Witwe nur als Nebenfrau wegen dem Nachwuchs und sorgte dann für sie. Sie blieb die Frau des ersten Mannes.

    Was sagt denn eigentlich Darby zu diesem Punkt?

  187. Juleam 5. Februar 2014 um 11:45 Link zum Kommentar

    Lukas 20:45-47
    Jesus stellt die Pharisäer und Schriftgelehrten bloß

    Das ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen, dass er diese Personengruppe vor allen anderen bloßstellt. Ich dachte immer, er hätte bei bestimmten Gelegenheiten zu ihnen gesprochen, wenn man unter sich war. Aber er prangert sie ja hier ganz öffentlich, vor allen anderen an.

    Wie peinlich! Und zudem völlig entgegengesetzt, wie er sonst mit den Menschen umgeht. Denken wir an all die Sünder, wie z.B auch Matthäus und Zachäus. Diese sprach er überhaupt nicht auf ihre Sünden an.

    Warum dieser Unterschied?

    Weil sich die Pharisäer und Schriftgelehrten etwas auf ihre Frömmigkeit einbildeten und überhaupt nicht bemerkten, wie sündig ihr Zustand in Wirklichkeit waren.

    Die anderen hingegen waren sich ihres Zustandes bewußt und hatten ein aufrichtiges und demütiges Herz und bereuten eh schon ihren schlechten Wandel

    weitere Gedanken zu Lukas 20 finden wir hier

  188. Juleam 12. Februar 2014 um 13:26 Link zum Kommentar

    Lukas 20:45-48
    Was hat sich kurz danach denn geändert?

    Hier sehen wir die Szene, die jeder, der Jehova wirklich liebt, sicherlich ebenso mag wie ich: Jesus räumt auf und schafft alles weg, was nicht aufrichtig ist im Tempel. Natürlich finden das weder die Händler noch “die Hohepriester, die Schriftgelehrten und führenden Männer des Volkes” besonders toll (Vers 47, HfA). Er hat sie damit nur noch mehr gereizt und sie suchen nach einer Möglichkeit, diesen Störenfried endlich loszuwerden.

    Allerdings scheint dies nicht so einfach zu sein, denn in Vers 48 lesen wir: “noch konnten sie nichts gegen ihn unternehmen, denn die Menschen folgten Jesus überall hin und achteten auf jedes seiner Worte” (HfA). So ist er jetzt noch relativ sicher.

    Wenn wir bedenken, dass wir uns hier am 9. Nissan befinden und Jesus am 14. festgenommen, angeklagt, verurteilt und hingerichtet wird – hier sind nur 5 Tage zwischen. Später schreit der ganze Mob: “an den Pfahl mit ihm!”.

    Wo sind da dann all Jene, die ihm beim Einzug in Jerusalem zugejubelt haben und Jene, vor denen seine Widersacher hier Angst haben?

    Was ist in den wenigen Tagen geschehen, dass sich die Stimmung derart verändert hat und dass diejenigen, die ihn weiterhin für den Messias halten, schweigen und all dies geschehen lassen?

    Wir wissen, dass auch seine Jünger bei der Festnahme fliehen und auch keiner von denen – nicht einmal die Apostel – den Mut aufbringen, für ihn einzutreten.

    Aber mir stellt sich die Frage nach dem Warum: hier fürchten seine Widersacher noch das Volk und nur wenige Tage später fürchten sich diejenigen, die wissen, dass Jesus der Messias ist, sich vor ihnen…

  189. Juleam 12. Februar 2014 um 13:32 Link zum Kommentar

    Lukas 21 – Die Witwe, die alles gibt

    1 Als er aber aufblickte, sah er, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten. 2 Er sah aber auch eine arme Witwe, die legte dort zwei Scherflein ein; 3 und er sprach: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle! 4 Denn diese alle haben von ihrem Überfluss zu den Opfergaben für Gott beigetragen; sie aber hat aus ihrer Armut heraus alles eingelegt, was sie zum Lebensunterhalt besaß.

    5 Und als etliche von dem Tempel sagten, dass er mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sprach er: 6 Was ihr da seht – es werden Tage kommen, wo kein Stein auf dem anderen bleiben wird, der nicht abgebrochen wird! 7 Sie fragten ihn aber und sprachen: Meister, wann wird denn dies geschehen, und was wird das Zeichen sein, wann es geschehen soll?

    8 Da sprach er: Habt acht, dass ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist nahe! Lauft ihnen nun nicht nach!

    9 Wenn ihr aber von Kriegen und Unruhen hören werdet, so erschreckt nicht; denn dies muss zuvor geschehen; aber das Ende kommt nicht so bald. 10 Dann sprach er zu ihnen: Ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; 11 und es wird hier und dort große Erdbeben geben, Hungersnöte und Seuchen; und Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel werden sich einstellen.

    12 Vor diesem allem aber werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und in Synagogen und Gefängnisse übergeben und vor Könige und Fürsten führen um meines Namens willen. 13 Das wird euch aber Gelegenheit zum Zeugnis geben. 14 So nehmt euch nun zu Herzen, dass ihr eure Verteidigung nicht vorher überlegen sollt; 15 denn ich will euch Weisheit und Fähigkeit zu reden geben, der alle eure Widersacher nicht werden widersprechen noch widerstehen können.

    16 Ihr werdet aber auch von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden ausgeliefert werden, und man wird etliche von euch töten , 17 und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. 18 Doch kein Haar von eurem Haupt wird verlorengehen. 19 Gewinnt eure Seelen durch euer standhaftes Ausharren!

    20 Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsheeren belagert seht, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe ist.
    21 Dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist; und wer in [Jerusalem] ist, der ziehe fort aus ihr; und wer auf dem Land ist, der gehe nicht hinein in sie. 22 Denn das sind Tage der Rache , damit alles erfüllt werde, was geschrieben steht.
    23 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not im Land sein und Zorn über dieses Volk! 24 Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwerts und gefangen weggeführt werden unter alle Heiden. Und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.

    25 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden Angst der Heidenvölker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen, 26 da die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen soll; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
    27 Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.

    28 Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.

    29 Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume! 30 Wenn ihr sie schon ausschlagen seht, so erkennt ihr von selbst, dass der Sommer jetzt nahe ist. 31 So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass das Reich Gottes nahe ist. 32 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschehen ist. 33 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

    34 Habt aber acht auf euch selbst, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens , und jener Tag unversehens über euch kommt! 35 Denn wie ein Fallstrick wird er über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden wohnen. 36 Darum wacht jederzeit und bittet, dass ihr gewürdigt werdet, diesem allem zu entfliehen, was geschehen soll, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen!

    37 Er war aber tagsüber im Tempel und lehrte, bei Nacht aber ging er hinaus und übernachtete an dem Berg, welcher Ölberg heißt. 38 Und alles Volk kam früh zu ihm in den Tempel, um ihn zu hören.

    Die Witwe, die alles gibt und die Zeichen des Endes

    Wieder einmal ein Kapitel randvoll gefüllt mit den verschiedensten Informationen – über die man alle einzeln ausführlich schreiben könnte:

    Zuerst einmal die Witwe, die zwar sehr arm ist, aber nicht egoistisch – sondern alles gibt, was sie hat.

    Dies erinnert mich an eine Erfahrung, die Bayless Conley in einem seiner Vorträge erzählt: es ging um eine alleinerziehende Schwester in einer Gemeinde, die in finanzieller Not war. Daher überlegten die Ältesten, für sie eine Sammlung (Kollekte) zu machen. Im Gottesdienst wurde bekannt gegeben, dass man für eine bedürftige Person sammeln wolle. Während der Sammlung saß Bayless zufällig neben der betreffenden Schwester und sah voller Verwunderung, wie sie ihren Geldbeutel öffnete und alles gab, was drin war.

    Ein sehr schönes Beispiel von Selbstlosigkeit, besonders in dieser Zeit heute, wo jeder von sich denkt, er sei der Nabel der Welt. Denn sie hätte ja auch gar nichts geben “brauchen”, denn sie selbst war ja bedürftig. Sie konnte ja nicht wissen, dass das Geld für sie gedacht war. Aber sie wußte, was es heißt in Not zu sein und so wollte sie einfach helfen.

    Aber der Lehrpunkt, den Jesus damit rüber bringen wollte, war ja wohl eher, dass sie das Gebot “Jehova mit ganzem Herzen und allem was wir haben zu lieben” in besonderer Weise beachtete.

    Denn sicherlich ist es leicht, aus unserem Überfluß zu geben – sei es unsere Zeit, unsere Kraft oder unsere finanzielle Mittel. Ein echtes Opfer aber ist es erst dann, wenn wir uns dies irgendwo abknappsen müssen. Und dies tut diese Witwe hier, ebenso wie die Schwester, von der Bayless erzählt.

    Es geht darum, wo unsere Prioritäten liegen. Was ist uns wichtig? Wofür sind wir bereit, Abstriche zu machen?

  190. Juleam 12. Februar 2014 um 13:45 Link zum Kommentar

    Der Rest vom Kapitel 21 dreht sich um die Zeichen des Endes – wovon einige noch unterteilt sind:

    • Zerstörung des Tempels (Vers 5-6)
    • falsche Christusse und Propheten (Verse 7-9)
    • Kriege, Hungersnöte, Erdbeben und Seuchen (Verse 10-11)
    • Verfolgung (Verse 12-19)
    • Zerstörung Jerusalems (Verse 20-24)
    • Wiederkunft Jesu (Verse 25-27)

    Die ganze Aufzählung, die einen schon in Angst und Sorge versetzen könnte, schließt er aber in Vers 28 mit einer starken Ermunterung ab:

    Wenn sich dies alles ereignet, dann seid zuversichtlich – mit festem Blick und erhobenen Haupt! Denn eure Befreiung steht vor der Tür!
    (Hoffnung für Alle)

    Diese Formulierung erinnert mich an das, worüber ich vor einigen Tagen mit Lucy gesprochen habe. Sie hatte mich an zwei Begebenheiten im Leben Jesu erinnert, die einen ähnlichen Gedanken rüber bringen sollen:

    Natürlich Petrus, der auf dem Wasser auf Jesus zuging. Dies klappte nur solange, wie er sich nicht ablenken ließ, sondern fest auf Jesus schaute – “mit festem Blick und erhobenen Haupt”.

    Aber auch die Frau, die 18 Jahre unter Blutfluss gelitten hatte. Sie war so sehr auf Jesus fixert, dachte: “wenn ich nur sein Gewand anrühren könnte…”

    Auch wir sollten unseren Blick ganz fest auf Jesus und die Hoffnung gerichtet halten, die uns unser Gott in seinem Wort gibt.

    Es wird eine schwere Zeit sein, das bestreitet niemand. Wie John heute auch in der Ansprache sagte, fühlen wir uns manchmal so, als würden wir durch eine Wüste gehen. Aber wenn Gottes Diener durch eine Wüste gingen, dann war es meist, um sie auf etwas bestimmtes vorzubereiten – und “niemand ist in der Wüste geblieben, sie alle kamen auch wieder heraus” ;-)

    Konzentrieren wir uns bei all dem auf unseren Gott und darauf, dass er uns von Herzen liebt und nicht im Stich lassen wird!

  191. Juleam 12. Februar 2014 um 13:49 Link zum Kommentar

    Kann man diese 4 Zeichen in einen Zusammenhang bringen?

    Es stehen bestimmte Personen auf, die behaupten, im Namen Gottes zu reden – aber in Wirklichkeit die Menschen falsch informieren und hinter sich her wegziehen. Also mehr Gewicht auf sich selbst legen (oder der eigenen Organisation) und daher immer mehr von dem Eigentlichen – Gott und Jesus – ablenken (Verse 7-9)

    Diejenigen, die Jesu wahre Nachfolger verfolgen, werden sich den Anschein geben, selbst die wahre Organisation Gottes zu sein (siehe Punkt 1) und versuchen, sie zum Schweigen zu bringen und sogar, sie von ihren Familien zu isolieren. Dies wird zwar Mißtrauen innerhalb der Familien säen, aber wir sollen uns keine Sorgen machen.

    Auch wenn es so aussieht, hat uns unser Gott nicht verlassen. Er ist immer bei uns und wird uns beistehen und er wird uns helfen, ebenso wie er Jesus geholfen hatte. Wir müssen nur ganz fest auf IHN und Jesus blicken, dann werden wir nicht untergehen.

    Wir müssen bei all dem daran denken, dass uns Jehova nicht wegen irgendwelcher Leistungen liebt, sondern um unserer selbst willen, weil wir ein aufrichtiges Herz haben. Wenn wir daraus unsere Identität ziehen, werden wir besser mit all diesen Angriffen umgehen können
    (Verse 12-19)

    Denken wir dabei auch an die Christenverfolgung wie in China usw. Wenn es soweit ist, dass die Situation aussichtslos erscheint, dann kommt Jesus wieder und befreit sein Volk. (Verse 25-27)

    Nun kommt die Geschichte vom Feigenbaum. All diese Geschehnisse sollten uns nicht beunruhigen, sondern wir sollten es als Reifen der Früchte ansehen. Wenn die Frucht reif ist, wird geerntet. Das Ziel ist erreicht – ebenso wie wir bald unser Ziel erreicht haben werden (Verse 29-33)

    weitere Gedanken zu Lukas 21 finden wir hier

  192. Juleam 12. Februar 2014 um 13:52 Link zum Kommentar

    Lukas 22 – 24

    Lukas 22 – die Ereignisse überschlagen sich

    1 Es nahte aber das Fest der ungesäuerten Brote, das man Passah nennt. 2 Und die obersten Priester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn umbringen könnten; denn sie fürchteten das Volk. 3 Es fuhr aber der Satan in Judas, der mit Beinamen Ischariot genannt wird, welcher aus der Zahl der Zwölf war. 4 Und er ging hin und besprach mit den obersten Priestern und den Hauptleuten , wie er ihn an sie ausliefern wollte. 5 Und sie waren erfreut und kamen überein, ihm Geld zu geben. 6 Und er versprach es und suchte eine gute Gelegenheit, um ihn ohne Volksauflauf an sie auszuliefern.

    7 Es kam aber der Tag der ungesäuerten Brote, an dem man das Passah schlachten musste. 8 Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Geht hin, bereitet uns das Passah, damit wir es essen können! 9 Sie aber sprachen zu ihm: Wo willst du, dass wir es bereiten? 10 Und er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr in die Stadt hineinkommt, so wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trägt; dem folgt in das Haus, wo er hineingeht, 11 und sprecht zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist das Gastzimmer, in dem ich mit meinen Jüngern das Passah essen kann? 12 Und jener wird euch einen großen, mit Polstern ausgelegten Obersaal zeigen; dort bereitet es zu!
    13 Sie gingen hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte; und sie bereiteten das Passah.

    14 Und als die Stunde kam, setzte er sich zu Tisch und die zwölf Apostel mit ihm. 15 Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide. 16 Denn ich sage euch: Ich werde künftig nicht mehr davon essen, bis es erfüllt sein wird im Reich Gottes.
    17 Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt diesen und teilt ihn unter euch! 18 Denn ich sage euch: Ich werde nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist.
    19 Und er nahm das Brot , dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis !
    20 Desgleichen [nahm er] auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut , das für euch vergossen wird.

    21 Doch siehe, die Hand dessen, der mich verrät, ist mit mir auf dem Tisch. 22 Und der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie es bestimmt ist; aber wehe dem Menschen, durch den er verraten wird! 23 Und sie fingen an, sich untereinander zu befragen, welcher von ihnen es wohl wäre, der dies tun würde.

    24 Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte zu gelten habe. 25 Er aber sagte zu ihnen: Die Könige der Heidenvölker herrschen über sie, und ihre Gewalthaber nennt man Wohltäter. 26 Ihr aber sollt nicht so sein; sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Führende wie der Dienende. 27 Denn wer ist größer: der, welcher zu Tisch sitzt, oder der Dienende? Ist es nicht der, welcher zu Tisch sitzt? Ich aber bin mitten unter euch wie der Dienende.

    28 Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen Anfechtungen. 29 Und so übergebe ich euch ein Königtum, wie es mir mein Vater übergeben hat, 30 sodass ihr an meinem Tisch in meinem Reich essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten .

    31 Es sprach aber der Herr: Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen; 32 ich aber habe für dich gebetet , dass dein Glaube nicht aufhöre; und wenn du einst umgekehrt bist , so stärke deine Brüder! 33 Er aber sprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen! 34 Er aber sprach: Ich sage dir, Petrus : Der Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, dass du mich kennst!

    35 Und er sprach zu ihnen: Als ich euch aussandte ohne Beutel und Tasche und Schuhe, hat euch etwas gemangelt? Sie sprachen: Nichts! 36 Nun sprach er zu ihnen: Aber jetzt, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, ebenso auch die Tasche; und wer es nicht hat, der verkaufe sein Gewand und kaufe ein Schwert . 37 Denn ich sage euch: Auch dies muss noch an mir erfüllt werden, was geschrieben steht: »Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden« . Denn was von mir [geschrieben steht], das geht in Erfüllung!
    38 Sie sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter! Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug !

    39 Und er ging hinaus und begab sich nach seiner Gewohnheit an den Ölberg. Es folgten ihm aber auch seine Jünger. 40 Und als er an den Ort gekommen war, sprach er zu ihnen: Betet , dass ihr nicht in Versuchung kommt! 41 Und er riss sich von ihnen los, ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder, betete 42 und sprach:
    Vater, wenn du diesen Kelch von mir nehmen willst – doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! 43 Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.
    44 Und er war in ringendem Kampf und betete inbrünstiger; sein Schweiß wurde aber wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.
    45 Und als er vom Gebet aufstand und zu seinen Jüngern kam, fand er sie schlafend vor Traurigkeit. 46 Und er sprach zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt!

    47 Während er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar, und der, welcher Judas hieß, einer der Zwölf, ging vor ihnen her und näherte sich Jesus, um ihn zu küssen. 48 Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrätst du den Sohn des Menschen mit einem Kuss?
    49 Als nun seine Begleiter sahen, was da geschehen sollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen? 50 Und einer von ihnen schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. 51 Da antwortete Jesus und sprach: Lasst ab davon! Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn.

    52 Es sprach aber Jesus zu den obersten Priestern und Hauptleuten des Tempels und zu den Ältesten, die an ihn herangetreten waren: Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und mit Stöcken! 53 Als ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt. Aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis .

    54 Nachdem sie ihn nun festgenommen hatten, führten sie ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von ferne. 55 Da sie aber mitten im Hof ein Feuer angezündet hatten und beisammensaßen, setzte sich Petrus mitten unter sie. 56 Es sah ihn aber eine Magd beim Feuer sitzen, schaute ihn an und sprach: Auch dieser war mit ihm! 57 Er aber verleugnete ihn und sprach: Frau, ich kenne ihn nicht! 58 Und bald danach sah ihn ein anderer und sprach: Du bist auch einer von ihnen! Petrus aber sprach: Mensch, ich bin”s nicht! 59 Und nach einer Weile von ungefähr einer Stunde bekräftigte es ein anderer und sprach: Wahrhaftig, der war auch mit ihm; denn er ist ein Galiläer!
    60 Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagst! Und sogleich, während er noch redete, krähte der Hahn. 61 Und der Herr wandte sich um und sah Petrus an. Da erinnerte sich Petrus an das Wort des Herrn, das er zu ihm gesprochen hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen ! 62 Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.

    63 Die Männer aber, die Jesus festhielten, verspotteten und misshandelten ihn; 64 und nachdem sie ihn verhüllt hatten, schlugen sie ihn ins Angesicht und fragten ihn und sprachen: Weissage uns, wer ist”s, der dich geschlagen hat? 65 Und viele andere Lästerungen sprachen sie gegen ihn aus.

    66 Und als es Tag geworden war, versammelten sich die Ältesten des Volkes, die obersten Priester und Schriftgelehrten, und führten ihn vor ihren Hohen Rat; und sie sprachen: 67 Bist du der Christus ? Sage es uns! Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich es euch sagte, so würdet ihr es nicht glauben; 68 wenn ich aber auch fragte, so würdet ihr mir nicht antworten, noch mich loslassen. 69 Von nun an wird der Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der Macht Gottes.
    70 Da sprachen sie alle: Bist du also der Sohn Gottes? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt es, denn ich bin es! 71 Da sprachen sie: Was brauchen wir ein weiteres Zeugnis ? Denn wir haben es selbst aus seinem Mund gehört !

    Wieder prasseln die Themen auf uns herunter. Erstaunlich, wieviel Geschehen in so ein kleines Kapitel passt:

  193. Juleam 12. Februar 2014 um 14:00 Link zum Kommentar
    • Die Hohepriester und Schriftgelehrten verschwören sich, um diesen lästigen Jesus loszuwerden (Verse 1-3)
    • Judas fädelt seinen Verrat ein und verhandelt mit den Obersten, wieviel für ihn dabei rausspringt und was er dafür tun muss (Verse 4-6)
    • Jesus schickt die Jünger los, um einen Raum zu suchen und das Passah vorzubereiten (Verse 7-13).
      Das, was wir hier nur kurz und knapp lesen, wird mehrere Stunden in Anspruch genommen haben, denn sie mußten ja nicht nur eine Location suchen, sondern auch noch einkaufen, das Lamm Schächten, ausbluten lassen und zubereiten. Wenn ich daran denke, wie lange bereits ein Rinderbraten schmoren muss, bis er gar ist, wird bereits das Kochen mehrere Stunden in Anspruch genommen haben.
    • Jesus feiert mit seinen Jüngern das Passah (Verse 14-16)
      Auch dies hat mehrere Stunden in Anspruch genommen, denn es gab einen ganz bestimmten Ablauf für das Fest, den Jehova bereits bei seiner Einführung bestimmt hatte. In diesem Verlauf wurden auch mehrere Becher Wein getrunken. Sie saßen hier also in einer gemütlichen Runde zusammen, assen und tranken – nicht so, wie wir es heute von fastfood bei MacDonnalds oder so gewohnt sind, sondern es war ein Mehrgängemenü – und feierten ein Fest.
      Sie gedachten dabei der Geschichte ihres Volkes: wie Jehova sie aus Ägypten befreit hatte und zuvor ihre Erstgeborenen vor dem Tode bewahrt hatte.
    • Als sie bei der letzten Runde Wein angekommen sind – im Verlauf des Passah war eine bestimmte Anzahl Becher Wein zu trinken – führt Jesus das Gedächtnismahl oder Abendmahl ein (Verse 17-20)
    • Er bereitet sie auf den Verrat vor (Verse 21-23)
    • Sie überlegen, wer von ihnen der größte ist und bekommen von Jesus die Antwort (Verse 24-27)
    • Jesus bereitet sie auf ihre Hoffnung vor (Verse 28-30), aber auch auf die Probleme, die nun auch auf sie zukommen werden (Verse 31-34)
    • Dann gibt es geänderte Dienstanweisungen, wie dass sie nun ein Schwert bräuchten (Verse 35-38), was dann später bei der Festnahme zu Missverständnissen führt (Vers 50-51).
    • Jesus geht mit ihnen in den Garten Gethsemaneh um zu beten, wobei sie vor Erschöpfung einschlafen. Er selbst sucht Kraft bei seinem Vater und wird von Engeln gestärkt (Verse 39-46)
    • Judas kommt mit einem Trupp, verrät Jesus, lässt ihn festnehmen und bringt damit auch seine Brüder in Schwierigkeiten (Verse 47-53)
    • Jesus wird abgeführt wie ein Verbrecher und Petrus folgt ihm. Im weiteren Verlauf wird er unsicher und versucht, sich herauszureden, dabei verleugnet er Jesus (Verse 54-62).
    • Dieser wird von Soldaten verspottet und geschlagen. Wenn wir den nächsten Vers mit einbeziehen, hat dies scheinbar die ganze Nacht gedauert (Verse 63-66)
    • Nun wird ihm ein Scheinprozess gemacht, bei dem er keinerlei Chance hat. Allerdings nur deshalb, weil nun die Zeit für seinen Opfertod gekommen ist und Gott es aus diesem Grund zulässt (Verse 66-71)

    Dies ist zwar echt ein langes Kapitel, denn es hat über 70 Verse, dennoch überschlagen sich meiner Ansicht nach die Ereignisse

  194. Juleam 17. Februar 2014 um 10:53 Link zum Kommentar

    Lukas 23 – “von Pontius nach Pilatur!”

    1 Und die ganze Versammlung stand auf, und sie führten ihn vor Pilatus. 2 Sie fingen aber an, ihn zu verklagen und sprachen: Wir haben gefunden, dass dieser das Volk verführt und es davon abhalten will, dem Kaiser die Steuern zu zahlen. Er behauptet, er sei Christus, der König .
    3 Da fragte ihn Pilatus und sprach: Bist du der König der Juden? Er antwortete ihm und sprach: Du sagst es!
    4 Da sprach Pilatus zu den obersten Priestern und der Volksmenge: Ich finde keine Schuld an diesem Menschen!
    5 Sie aber bestanden darauf und sprachen: Er wiegelt das Volk auf, indem er in ganz Judäa lehrt, angefangen in Galiläa bis hierher! 6 Als Pilatus von Galiläa hörte, fragte er, ob der Mensch ein Galiläer sei. 7 Und als er hörte, dass er aus dem Herrschaftsgebiet des Herodes sei, sandte er ihn zu Herodes, der in diesen Tagen auch selbst in Jerusalem war.

    8 Herodes aber freute sich sehr, als er Jesus erblickte; denn er hätte ihn schon längst gern gesehen , weil er viel von ihm gehört hatte, und er hoffte, zu sehen, wie ein Zeichen von ihm vollbracht wurde. 9 Er legte ihm denn auch viele Fragen vor; aber er gab ihm keine Antwort.
    10 Die obersten Priester aber und die Schriftgelehrten standen da und verklagten ihn heftig. 11 Und Herodes behandelte ihn verächtlich und verspottete ihn samt seinen Kriegsleuten und schickte ihn, nachdem er ihm ein Prachtgewand hatte anlegen lassen, wieder zu Pilatus. 12 An demselben Tag schlossen Pilatus und Herodes Freundschaft miteinander, denn zuvor waren sie einander feind gewesen.

    13 Pilatus aber rief die obersten Priester und die führenden Männer und das Volk zusammen 14 und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als mache er das Volk abtrünnig; und siehe, als ich ihn vor euch verhörte, habe ich an diesem Menschen keine Schuld gefunden, deretwegen ihr ihn anklagt, 15 aber auch Herodes nicht; denn ich habe euch zu ihm gesandt; und siehe, es ist nichts von ihm verübt worden, was des Todes würdig wäre.
    16 Darum will ich ihn züchtigen und dann freilassen!

    17 Er musste ihnen aber anlässlich des Festes einen freigeben. 18 Da schrie aber die ganze Menge und sprach: Hinweg mit diesem, und gib uns Barabbas frei! 19 Der war wegen eines in der Stadt vorgefallenen Aufruhrs und Mordes ins Gefängnis geworfen worden. 20 Nun redete ihnen Pilatus noch einmal zu, weil er Jesus freilassen wollte. 21 Sie aber riefen dagegen und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn!

    22 Und zum dritten Mal sprach er zu ihnen: Was hat dieser denn Böses getan? Ich habe keine des Todes würdige Schuld an ihm gefunden. Darum will ich ihn züchtigen und dann freilassen.
    23 Sie aber hielten an mit lautem Geschrei und forderten, dass er gekreuzigt werde; und ihr Geschrei und das der obersten Priester nahm überhand.
    24 Da entschied Pilatus, dass ihre Forderung erfüllt werden sollte, 25 und gab ihnen den frei, den sie begehrten, welcher eines Aufruhrs und Mordes wegen ins Gefängnis geworfen worden war; Jesus aber übergab er ihrem Willen.

    26 Und als sie ihn hinführten, ergriffen sie einen gewissen Simon von Kyrene, der vom Feld kam, und legten ihm das Kreuz auf, damit er es Jesus nachtrage. 27 Es folgte ihm aber eine große Menge des Volkes, und dazu Frauen, die ihn auch beklagten und betrauerten. 28 Da wandte sich Jesus zu ihnen und sprach: Ihr Töchter Jerusalems, weint nicht über mich; weint vielmehr über euch selbst und über eure Kinder!
    29 Denn siehe, es kommen Tage, da man sagen wird: Glückselig sind die Unfruchtbaren, und die Leiber, die nicht geboren, und die Brüste, die nicht gestillt haben! 30 Dann wird man anfangen, zu den Bergen zu sagen: Fallt über uns! und zu den Hügeln: Bedeckt uns! 31 Denn wenn man dies mit dem grünen Holz tut, was wird mit dem dürren geschehen?

    32 Es wurden aber auch zwei andere hingeführt, Übeltäter, um mit ihm hingerichtet zu werden. 33 Und als sie an den Ort kamen, den man Schädelstätte nennt, kreuzigten sie dort ihn und die Übeltäter, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken.
    34 Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

    Sie teilten aber sein Gewand und warfen das Los [darüber]. 35 Und das Volk stand da und sah zu. Und es spotteten auch die Obersten mit ihnen und sprachen: Andere hat er gerettet; er rette nun sich selbst, wenn er der Christus ist, der Auserwählte Gottes! 36 Aber auch die Kriegsknechte verspotteten ihn, indem sie herzutraten und ihm Essig brachten 37 und sprachen: Bist du der König der Juden, so rette dich selbst!
    38 Es stand aber auch eine Inschrift über ihm geschrieben in griechischer, lateinischer und hebräischer Schrift: »Dieser ist der König der Juden«.

    39 Einer der gehängten Übeltäter aber lästerte ihn und sprach: Bist du der Christus, so rette dich selbst und uns! 40 Der andere aber antwortete, tadelte ihn und sprach: Fürchtest auch du Gott nicht, da du doch in dem gleichen Gericht bist? 41 Und wir gerechterweise , denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Unrechtes getan!
    42 Und er sprach zu Jesus: Herr, gedenke an mich, wenn du in deiner Königsherrschaft kommst! 43 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!

    44 Es war aber um die sechste Stunde, und eine Finsternis kam über das ganze Land bis zur neunten Stunde . 45 Und die Sonne wurde verfinstert, und der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei. 46 Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist! Und als er das gesagt hatte, verschied er.

    47 Als aber der Hauptmann sah, was geschah, pries er Gott und sprach: Wahrlich, dieser Mensch war gerecht! 48 Und die ganzen Scharen, die herbeigekommen waren zu diesem Schauspiel – als sie sahen, was geschah, schlugen sie sich an ihre Brust und kehrten zurück.

    49 Es standen aber alle, die ihn kannten, weit entfernt, auch die Frauen, die ihm von Galiläa her nachgefolgt waren; und sie sahen dies. 50 Und siehe, ein Mann namens Joseph aus Arimathia, einer Stadt der Juden, der ein Ratsherr war, ein guter und gerechter Mann, 51 der ihrem Rat und Tun nicht zugestimmt hatte, der auch selbst auf das Reich Gottes wartete, 52 dieser ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu; 53 und er nahm ihn herab, wickelte ihn in Leinwand und legte ihn in ein in Felsen gehauenes Grab, worin noch niemand gelegen hatte.

    54 Und es war Rüsttag , und der Sabbat brach an. 55 Es folgten aber auch die Frauen nach, die mit ihm aus Galiläa gekommen waren, und sahen sich das Grab an und wie sein Leib hineingelegt wurde. 56 Dann kehrten sie zurück und bereiteten wohlriechende Gewürze und Salben; am Sabbat aber ruhten sie nach dem Gesetz.

    Hier sehen wir sehr deutlich, woher der zuvor zitierte Ausspruch kommt: Jesus kommt zu Pilatus zurück, vor dem er zuerst gestanden hatte.

    Eigentlich fragt man sich, warum Pilatus dem Drängen des Volkes nachgibt, denn immerhin betont er hier mehrfach, dass es keinen Grund gibt, diesen Mann hier zu verurteilen und dass Herodes dies ebenso sieht.

    Dennoch gibt er dem Druck des Volkes nach – warum?

    Bedenken wir hierbei, dass selbst seine Jünger und Apostel vor Angst geflohen waren und nichts taten, um dem zu helfen, den sie für den Messias hielten. Im Gegensatz zu ihnen war Pilatus kein Anhänger von Jesus

  195. Juleam 17. Februar 2014 um 10:56 Link zum Kommentar

    Lukas 23:6-12
    Herodes und seine Einstellung

    Ganz zu Anfang lesen wir, dass sich Herodes freut, als er Jesus vor seinen Richterstuhl bekommt. Er hat schon viel von ihm gehört, aber scheinbar sind es lediglich die Wunder, die ihn dabei beeindrucken (Vers 8).

    Denn nachdem Jesus ihm nicht bietet, was er sich erhofft hat, macht er sofort dabei mit, ihn zu verspotten (Vers 11).

    Hier unterscheidet er sich deutlich von Pilatus: es ist eine Sache, aus Angst nicht helfend einzugreifen – aber eine andere Sache, aktiv an Unrecht und Gewalt mitzuwirken.

    Daher begreife ich auch nicht wirklich, warum in Vers 12 gesagt wird, dass diese Vorkommnisse aus Pilatus und Herodes – die zuvor erbitterte Feinde gewesen waren – nun Freunde geworden waren?

    Pilatus bedauert, dass er Jesus nicht helfen oder bewahren konnte – Herodes hingegen ließ ihm seine Verachtung spüren und machte beim Spott mit. Wo ist hier eine gemeinsame Basis für plötzliche Verbrüderung?

  196. Juleam 17. Februar 2014 um 10:59 Link zum Kommentar

    Lukas 23:32-43
    “Vom Kreuz zum Paradies”

    So heißt eine Andacht-Reihe, die im letzten Viertel des vergangenen Jahres auf “die Gute Saat” zu lesen war. Jeden Sonntag gab es einen kurzen Gedanken, ausgehend davon, dass dieser eine Verbrecher noch so kurz vor seinem Tod am Kreuz bereut.

    Ich will nicht alles hier rein kopieren, denn dazu ist es zu lang, aber ihr könnt sie euch unter folgendem Link ansehen und speichern oder kopieren: “Vom Kreuz zum Paradies”

    Hier findet ihr auch eine logische Erklärung, warum man das Verhalten des Verbrechers als tätige Reue erkennen kann und wieso er noch “so kurz vor Toresschluß” den Lohn erhält ;-)

    weitere Gedanken zu Lukas 23 finden wir hier

  197. Juleam 17. Februar 2014 um 11:05 Link zum Kommentar

    Lukas 24 – Jesus lebt!

    1 Am ersten Tag der Woche aber kamen sie am frühen Morgen zum Grab und brachten die wohlriechenden Gewürze, die sie bereitet hatten und noch etliche mit ihnen. 2 Sie fanden aber den Stein von dem Grab weggewälzt. 3 Und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. 4 Und es geschah, als sie deswegen ganz ratlos waren, siehe, da standen zwei Männer in strahlenden Gewändern bei ihnen. 5 Da sie nun erschraken und das Angesicht zur Erde neigten, sprachen diese zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? 6 Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden!
    Denkt daran, wie er zu euch redete, als er noch in Galiläa war, 7 und sagte: »Der Sohn des Menschen muss in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen«. 8 Da erinnerten sie sich an seine Worte, 9 und sie kehrten vom Grab zurück und verkündigten das alles den Elfen und allen Übrigen.

    10 Es waren aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus, die dies den Aposteln sagten, sie und die Übrigen mit ihnen. 11 Und ihre Worte kamen ihnen vor wie ein Märchen, und sie glaubten ihnen nicht.
    12 Petrus aber stand auf und lief zum Grab, bückte sich und sah nur die leinenen Tücher daliegen; und er ging nach Hause, voll Staunen über das, was geschehen war.

    13 Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tag zu einem Dorf namens Emmaus, das von Jerusalem 60 Stadien entfernt war. 14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschehnissen. 15 Und es geschah, während sie miteinander redeten und sich besprachen, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. 16 Ihre Augen aber wurden gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. 17 Und er sprach zu ihnen: Was habt ihr unterwegs miteinander besprochen, und warum seid ihr so traurig ? 18 Da antwortete der eine, dessen Name Kleopas war, und sprach zu ihm: Bist du der einzige Fremdling in Jerusalem, der nicht erfahren hat, was dort geschehen ist in diesen Tagen? 19 Und er sprach zu ihnen: Was?
    Sie sprachen zu ihm: Das mit Jesus, dem Nazarener, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk; 20 wie ihn unsere obersten Priester und führenden Männer ausgeliefert haben, dass er zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde.
    21 Wir aber hofften, er sei der, welcher Israel erlösen sollte. Ja, bei alledem ist heute schon der dritte Tag, seit dies geschehen ist!
    22 Zudem haben uns auch einige Frauen aus unserer Mitte in Verwirrung gebracht; sie waren am Morgen früh beim Grab, 23 fanden seinen Leib nicht, kamen und sagten, sie hätten sogar eine Erscheinung von Engeln gesehen, welche sagten, er lebe. 24 Und etliche der Unsrigen gingen hin zum Grab und fanden es so, wie es auch die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber haben sie nicht gesehen.

    25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben! 26 Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?
    27 Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.
    28 Und sie näherten sich dem Dorf, wohin sie wanderten; und er gab sich den Anschein, als wollte er weitergehen. 29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt! Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben.

    30 Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, sprach den Segen, brach es und gab es ihnen. 31 Da wurden ihnen die Augen geöffnet, und sie erkannten ihn; und er verschwand vor ihnen.
    32 Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Weg, und als er uns die Schriften öffnete ?

    33 Und sie standen auf in derselben Stunde und kehrten nach Jerusalem zurück und fanden die Elf und ihre Gefährten versammelt, 34 die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden, und er ist dem Simon erschienen!
    35 Und sie selbst erzählten, was auf dem Weg geschehen war, und wie er von ihnen am Brotbrechen erkannt worden war.

    36 Während sie aber davon redeten, trat Jesus selbst in ihre Mitte, und er spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! 37 Aber bestürzt und voll Furcht meinten sie, einen Geist zu sehen. 38 Und er sprach zu ihnen:
    Was seid ihr so erschrocken, und warum steigen Zweifel auf in euren Herzen? 39 Seht an meinen Händen und meinen Füßen, dass ich es bin! Rührt mich an und schaut, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich es habe! 40 Und indem er das sagte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße.

    41 Da sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? 42 Da reichten sie ihm ein Stück gebratenen Fisch und etwas Wabenhonig. 43 Und er nahm es und aß vor ihnen.

    44 Er aber sagte ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was im Gesetz Moses und in den Propheten und den Psalmen von mir geschrieben steht. 45 Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden, 46 und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen, 47 und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern , beginnend in Jerusalem.

    48 Ihr aber seid Zeugen hiervon!

    49 Und siehe, ich sende auf euch die Verheißung meines Vaters; ihr aber bleibt in der Stadt Jerusalem, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe!

    50 Er führte sie aber hinaus bis in die Nähe von Bethanien und hob seine Hände auf und segnete sie. 51 Und es geschah, indem er sie segnete , schied er von ihnen und wurde aufgehoben in den Himmel. 52 Und sie warfen sich anbetend vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude ; 53 und sie waren allezeit im Tempel und priesen und lobten Gott. Amen.

    Was für ein begeisterndes Kapitel – besonders vor dem Hintergrund der letzten beiden, wo wir so viel schmerzvolles lesen mussten.

    Jesus lebt. Er ist von den Toten auferstanden und das erste, was er tut, ist, seine Jünger zu ermuntern.

    Er zeigt ihnen nicht nur, dass er lebt, dass er mit einem menschlichen Körper auferstanden ist und nicht nur ein Geist ist – sondern er erklärt ihnen die Schriften und zeigt ihnen, was warum genau so passieren mußte.

    Nun können sie erkennen, dass die schlimmen Dinge, die ihm passiert sind, nicht dagegen sprechen, dass er der von Gott gesandte Messias ist. Im Gegenteil! Dass genau diese Dinge bewiesen, dass er der Messias ist.

    Auch hegt er keinen Groll und macht keine Vorwürfe, dass sie ihn in der Not allein gelassen hatten. Er geht einfach zur Tagesordnung über, rechnet ihnen das Versagen nicht an.

  198. Juleam 17. Februar 2014 um 11:08 Link zum Kommentar

    Lukas 24:1-12
    Hier erkennen wir, was Jesus an Petrus so liebte

    Wenn wir uns diesen Bericht durchlesen und vor unserem inneren Auge lebendig werden lassen, dann sehen wir hier in Vers 12 Petrus, wie er aufspringt, die im-Weg-stehenden einfach auf die Seite schiebt und losrennt.

    Was hatten die Frauen gesagt – Jesus lebt? Unfassbar!

    Während sich die anderen noch wundern und den Bericht anzweifeln, will sich Petrus überzeugen.

    Wenn das stimmt … wenn Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist und lebt … Er wagt kaum, den Gedanken zu Ende zu denken…

    Petrus mag viele Fehler und Schwächen haben – er hatte zum Schwert gegriffen und später geleugnet, Jesus überhaupt zu kennen – aber sein Herz brennt für Jesus und dessen Vater und sein Wort!

    Petrus ist sehr emotional und dieser Charakterzug sieht manchmal so aus, als würde er ein Hindernis sein und ihm immer wieder ein Bein stellen – später distanziert er sich von den Heidenchristen und wird von Paulus dafür gerügt – aber es ist auch eine Stärke.

    Petrus lebt in der Wahrheit, alles was er sieht, hört und liest, berührt sein Herz, er lebt den Glauben, durch ihn wird er lebendig.

    Wir haben heute oftmals das Problem, dass wir viel Wissen und Erkenntnis haben, es aber leider in Kopf bleibt und nicht weiter runter rutscht, in unser Herz.

    Wir müssen wie Petrus davon berührt werden, es muss uns zu Taten anspornen, uns verändern.

    Es zeigt uns aber auch, dass wir uns wegen unseren Schwächen nicht grämen müssen, denn Gott kann diese durch seinen Heiligen Geist zu einer Stärke für uns machen!

    weitere Gedanken zu Lukas 24 finden wir hier

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