Lukas

Die gute Botschaft nach Lukas
Lukas

Übersicht und thematische Verlinkung der einzelnen Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 28. Oktober 2009 124 Kommentare Trackback URI Comments RSS

124 Kommentare zu “Lukas”

  1. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:14 Link zum Kommentar

    Lukas 1 – 3

    Lukas 1:6

    Sie waren beide vor Gott gerecht, weil sie allen Geboten und rechtlichen Erfordernissen Jehovas gemäß untadelig wandelten.

    erfüllen wir diese Erfordernisse?

    Interessant hier ein Gedanke, den ich gestern in dem Buch “Komm, folge mir nach” gelesen habe, das wir im nächsten Jahr im Rahmen des Buchstudiums (heute Versammlungsbielstudium) studieren werden:

    16 Jesus sagte, seine wahren Nachfolger würden nicht nur an ihren Worten oder an einer Selbstbezeichnung, sondern in erster Linie an ihren Taten zu erkennen sein. Zum Beispiel erklärte er: “Nicht jeder, der zu mir sagt: ‘Herr, Herr’, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist” (Matthäus 7:21). Wie kommt es, dass so viele, die Jesus als ihren Herrn bezeichnen, den Willen seines Vaters nicht tun? Wie der junge Vorsteher lassen Menschen, die nur dem Namen nach Christen sind, allzu oft “eines” vermissen: rückhaltlose Liebe zu Jesus und zu dem, der ihn ausgesandt hat.

    17 Wie kann das sein? Behaupten nicht auch Millionen Menschen in der Christenheit, sie würden Christus lieben? Durchaus, aber die Liebe zu Jesus und zu Jehova erschöpft sich bei Weitem nicht in Worten. Jesus sagte: “Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten” (Johannes 14:23). In seiner Rolle als Hirte sagte er: “Meine Schafe hören auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir” (Johannes 10:27). Der eigentliche Prüfstein unserer Liebe zu Christus sind also nicht nur Worte oder Gefühle, sondern in erster Linie Taten.

    18 Taten kommen nicht einfach so aus dem Nichts. Sie spiegeln unser Inneres wider. Und genau da müssen wir ansetzen. Jesus sagte: “Dies bedeutet ewiges Leben, dass sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus” (Johannes 17:3). Wenn wir möglichst viel über Jesus kennenlernen und intensiv darüber nachdenken, dann wird unser Herz berührt. Dadurch wächst unsere Liebe zu Jesus und der Wunsch, ihm Tag für Tag nachzufolgen.

    (Komm, folge mir nach, Kapitel 1, Abs. 16-18

  2. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:17 Link zum Kommentar

    Lukas 1:5-25

    In den Tagen des Herodes, des Königs von Judaa, da war ein gewisser Priester namens Sacharja aus der Abteilung Abijas, und er hatte eine Frau von den Töchtern Aarons, und ihr Name war Elisabeth. 6 Sie waren beide vor Gott gerecht, weil sie allen Geboten und rechtlichen Erfordernissen Jehovas gemäß untadelig wandelten. 7 Sie hatten aber kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war, und beide waren an Jahren schon vorgerückt.

    8 Während er nun das Priesteramt versah, das seiner Abteilung vor Gott zugewiesen war, 9 kam gemäß dem feierlichen Brauch des Priesteramtes die Reihe an ihn, Räucherwerk darzubringen, als er in das Heiligtum Jehovas eintrat; 10 und die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Rauchopfers. 11 Da erschien ihm Jehovas Engel, der auf der rechten Seite des Räucheraltars stand. 12 Sacharja wurde jedoch bei dem Anblick beunruhigt, und Furcht befiel ihn. 13 Der Engel aber sprach zu ihm: „Fürchte dich nicht, Sacharja, denn dein Flehen ist erhört worden, und deine Frau Elisabeth wird die Mutter eines Sohnes von dir werden, und du sollst ihm den Namen Johannes geben. 14 Und Freude und Jubel werden dir zuteil werden, und viele werden sich über seine Geburt freuen; 15 denn er wird groß sein vor Jehova. Doch soll er auf keinen Fall Wein und starkes Getränk trinken, und er wird vom Schoß seiner Mutter an mit heiligem Geist erfüllt sein; 16 und viele von den Söhnen Israels wird er veranlassen, zu Jehova, ihrem Gott, umzukehren. 17 Auch wird er mit Elias Geist und Kraft vor ihm hergehen, um zu veranlassen, daß die Herzen von Vätern zu Kindern umkehren und die Ungehorsamen zur praktischen Weisheit von Gerechten, um ein zubereitetes Volk für Jehova bereitzumachen.“

    18 Und Sacharja sprach zu dem Engel: „Wie kann ich dessen gewiß sein? Denn ich bin betagt, und meine Frau ist an Jahren schon vorgerückt.“ 19 Der Engel antwortete und sprach zu ihm: „Ich bin Gabriel, der nahe vor Gott steht, und ich wurde ausgesandt, um mit dir zu reden und dir die gute Botschaft dieser Dinge zu verkünden. 20 Doch siehe, du wirst schweigen und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem diese Dinge geschehen, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die zu ihrer bestimmten Zeit erfüllt werden.“ 21 Unterdessen wartete das Volk weiter auf Sacharja, und man begann sich über sein langes Verbleiben im Heiligtum zu wundern. 22 Als er aber herauskam, war er nicht imstande, zu ihnen zu reden, und sie merkten, daß sich ihm soeben im Heiligtum ein übernatürlicher Anblick geboten hatte; und er machte ihnen fortwährend Zeichen, blieb aber stumm. 23 Als nun die Tage seines öffentlichen Dienstes erfüllt waren, ging er weg in sein Haus.

    24 Nach diesen Tagen aber wurde seine Frau Elisabeth schwanger; und sie hielt sich fünf Monate lang abgesondert und sagte: 25 „So hat Jehova in diesen Tagen, da er mir seine Aufmerksamkeit zugewandt hat, an mir gehandelt, um meine Schmach unter den Menschen wegzunehmen.“

    wieder jemand, der seit Jahren Jehova mit ganzem Herzen dient, aber nicht glaubt was der Engel sagt (siehe auch Sara).

    Ist dieser “Unglaube” mit mangelndem Glauben an Jehova und mangeldem Vertrauen in ihn gleichzusetzen?

    Warum diese harte Strafe – 9 Monate nicht reden können?

  3. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:21 Link zum Kommentar

    Lukas 1:28-29

    28 Und als er bei ihr eintrat, sprach er: „Guten Tag, du Hochbegünstigte, Jehova ist mit dir.“ 29 Sie aber wurde bei dem Wort tief beunruhigt und begann zu überlegen, was das für ein Gruß sei.

    Maria reagiert eher irritiert auf diese Begrüssung – manch ein anderer hätte sich so sehr geschmeichelt gefühlt, dass er dies an die grosse Glocke gehängt hätte

    Lukas 1:38

    Da sagte Maria: „Siehe! Jehovas Sklavin! Mir geschehe nach deiner Erklärung.“ Darauf schied der Engel von ihr.

    Lukas 1:45-49

    Glücklich ist auch die, die geglaubt hat, weil die Dinge, die von Jehova zu ihr geredet wurden, vollzogen werden.“

    46 Und Maria sprach: „Meine Seele verherrlicht Jehova, 47 und mein Geist kann sich nicht zurückhalten, über Gott, meinen Retter, zu frohlocken; 48 denn er hat auf die niedrige Stellung seiner Sklavin geschaut. Denn siehe, von nun an werden mich alle Generationen glücklich preisen; 49 denn der Mächtige hat große Taten für mich getan, und heilig ist sein Name;

    Maria war wirklich eine sehr demütige und gottesfürchtige Frau. Sicherlich der Grund, warum Jehova ausgerechnet sie auswählte, die “Leihmutter” seines Sohnes zu werden.

  4. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:30 Link zum Kommentar

    Lukas 1:56

    Darauf blieb Maria etwa drei Monate bei ihr und kehrte [dann] in ihr eigenes Haus zurück.

    ein Punkt, der eher das Mißtrauen ihres Verlobten fördern würde?

    Immerhin war sie die ersten drei Monate ihrer Schwangerschaft weg und da hätte sie ja “Gott weiß was” treiben können.

    *** gt Kap. 4 Schwanger, aber nicht verheiratet ***

    Schwanger, aber nicht verheiratet

    MARIA ist im dritten Monat schwanger. Wie du weißt, war sie in der ersten Zeit ihrer Schwangerschaft bei Elisabeth, aber nun ist sie wieder zu Hause in Nazareth. Bald wird ihr Zustand in ihrer Heimatstadt kein Geheimnis mehr sein. Sie befindet sich tatsächlich in einer schwierigen Situation.

    Was die Lage noch verschlimmert, ist die Tatsache, daß Maria verlobt ist und die Frau des Zimmermanns Joseph werden soll. Und sie weiß, daß eine Verlobte, die willentlich Geschlechtsverkehr mit einem anderen Mann hat, gemäß dem Gesetz Gottes für Israel zu Tode gesteinigt werden muß. Wie kann sie Joseph ihre Schwangerschaft erklären?

    Da Maria drei Monate von zu Hause weg war, können wir uns vorstellen, daß Joseph es kaum erwarten kann, sie wiederzusehen. Als sie beisammen sind, bringt Maria ihm die Neuigkeit wahrscheinlich schonend bei. Sie tut sicherlich ihr Bestes, um ihm zu erklären, daß Gottes heiliger Geist für die Schwangerschaft verantwortlich ist. Aber wie du dir denken kannst, ist dies für Joseph eine sehr schwierige Sache.

    Er weiß zwar, daß Maria einen einwandfreien Ruf hat. Und offensichtlich liebt er sie auch sehr. Doch trotz aller Unschuldsbeteuerungen ihrerseits hat es tatsächlich den Anschein, daß sie von irgendeinem Mann schwanger ist. Dennoch möchte Joseph natürlich nicht, daß sie zu Tode gesteinigt oder der öffentlichen Schande ausgesetzt wird. So beschließt er, sie heimlich durch Scheidung zu entlassen. Verlobte betrachtete man damals wie Eheleute, und es war eine Scheidung erforderlich, um eine Verlobung aufzulösen.

    Dann begibt sich Joseph, während er noch über diese Angelegenheit nachdenkt, zur Ruhe. Jehovas Engel erscheint ihm im Traum und sagt: „Scheue dich nicht, Maria, deine Frau, heimzuführen, denn was in ihr gezeugt worden ist, ist durch heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von ihren Sünden erretten.“

    Wie froh ist Joseph doch, als er erwacht! Ohne Zeit zu verlieren, handelt er genau nach den Anweisungen des Engels. Er holt Maria in sein Haus. Diese Handlung in aller Öffentlichkeit entspricht einer Eheschließung, und dadurch wird bekannt, daß Joseph und Maria nun offiziell verheiratet sind. Aber Joseph hat keinen ehelichen Verkehr mit Maria, solange sie mit Jesus schwanger ist.

    Sieh nur! Maria ist hochschwanger, und dennoch setzt Joseph sie auf einen Esel. Wohin gehen sie, und warum begeben sie sich gerade jetzt auf eine Reise, wo doch die Geburt kurz bevorsteht? Lukas 1:39-41, 56; Matthäus 1:18-25; 5. Mose 22:23, 24.

  5. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:34 Link zum Kommentar

    Lukas 1:20, 62

    20 Doch siehe, du wirst schweigen und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem diese Dinge geschehen, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die zu ihrer bestimmten Zeit erfüllt werden.“

    Dann fragten sie seinen Vater durch Zeichen, wie er es genannt haben wolle.

    warum fragten sie ihn mit Zeichen?

    Er war zwar stumm, aber es ist doch nicht die Rede davon, dass er auch taub war?

  6. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:37 Link zum Kommentar

    Lukas 2:8-14

    Es waren auch Hirten in derselben Gegend, die draußen im Freien lebten und in der Nacht über ihre Herden Wache hielten. 9 Und plötzlich stand Jehovas Engel bei ihnen, und Jehovas Herrlichkeit umleuchtete sie, und sie gerieten in große Furcht. 10 Der Engel aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine gute Botschaft großer Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden wird, 11 denn euch ist heute in Davids Stadt ein Retter geboren worden, welcher Christus, [der] Herr, ist. 12 Und dies ist euch ein Zeichen: Ihr werdet ein Kindlein finden, das in Wickelbänder eingebunden ist und in einer Krippe liegt.“ 13 Und plötzlich befand sich bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerschar, die Gott pries und sprach: 14 „Herrlichkeit Gott in den Höhen droben und Frieden auf Erden unter Menschen guten Willens.“

    stellen wir uns einmal vor, wir wären einer der Hirten gewesen, denen der Engel erschien und die gute Botschaft verkündigte!

    Wären wir nicht ebenso begeistert gewesen?

    Immerhin waren ja auch wir – ebenso wie das ganze Volk – in der Erwartung, dass der Messias nun bald kommen würde.

    Lukas 2:15-20

    Als die Engel dann von ihnen weg in den Himmel gegangen waren, begannen die Hirten zueinander zu sagen: „Laßt uns auf jeden Fall nach Bethlehem hinübergehen und das sehen, was geschehen ist, was Jehova uns bekanntgegeben hat.“ 16 Und sie gingen eilends hin und fanden Maria und auch Joseph und das Kindlein, das in der Krippe lag. 17 Als sie es sahen, machten sie das Wort bekannt, das über dieses kleine Kind zu ihnen geredet worden war. 18 Und alle, die [es] hörten, verwunderten sich über die Dinge, die ihnen von den Hirten erzählt wurden, 19 doch Maria begann alle diese Worte zu bewahren, indem sie Folgerungen zog in ihrem Herzen. 20 Die Hirten kehrten dann zurück und verherrlichten und priesen Gott wegen all der Dinge, die sie gehört und gesehen hatten, so wie diese ihnen gesagt worden waren.

    Wow, wir wären die ersten gewesen, die diesen Messias zu Gesicht bekommen haben!

    Sicherlich wären auch wir total aus dem Häuschen gewesen und hätten von nichts anderem mehr reden können – oder?

  7. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:42 Link zum Kommentar

    Lukas 2:25-35

    Und siehe, da war ein Mensch in Jerusalem namens Simeon, und dieser Mensch war gerecht und ehrfurchtsvoll und wartete auf Israels Trost, und heiliger Geist war auf ihm. 26 Ferner war ihm von Gott durch den heiligen Geist geoffenbart worden, daß er den Tod nicht sehen werde, bevor er den Christus Jehovas gesehen hätte. 27 Unter der Macht des Geistes kam er nun in den Tempel; und als die Eltern das kleine Kind, Jesus, hereinbrachten, um mit ihm nach dem gewohnten Brauch des Gesetzes zu verfahren, 28 da nahm er es selbst in seine Arme und segnete Gott und sprach: 29 „Nun, Souveräner Herr, entläßt du deinen Sklaven in Frieden, deiner Erklärung gemäß; 30 denn meine Augen haben dein Mittel zur Rettung gesehen, 31 das du angesichts aller Völker bereitet hast, 32 ein Licht zur Beseitigung des Schleiers von den Nationen und eine Herrlichkeit deines Volkes Israel.“ 33 Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich fortgesetzt über die Dinge, die über ihn geredet wurden. 34 Auch segnete Simeon sie, sprach aber zu Maria, seiner Mutter: „Siehe! Dieser ist in Israel zum Fall und Wiederaufstehen vieler gesetzt und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird 35 (ja, ein langes Schwert wird deine eigene Seele durchdringen), damit die Überlegungen vieler Herzen enthüllt werden.“

    ein gottesfürchtiger Mann, der sich von ganzem Herzen freut, dass Jehova sein Versprechen wahr gemacht hat und dass er nun nicht nur den Messias sehen sondern sogar im Arm halten darf, bevor er stirbt.

    Lukas 2:36-38

    Nun war da Anna, eine Prophetin, Phanuëls Tochter, aus dem Stamm Ascher (diese Frau war an Jahren schon vorgerückt und hatte nach ihrer Jungfrauschaft sieben Jahre mit einem Ehemann gelebt, 37 und sie war eine Witwe, nun vierundachtzig Jahre alt), die niemals im Tempel fehlte und Nacht und Tag mit Fasten und Flehen heiligen Dienst darbrachte. 38 Und gerade in jener Stunde trat sie herzu und begann Gott Dank zu zollen und zu allen, die auf die Befreiung Jerusalems warteten, von [dem Kind] zu reden.

    Auch Anna hat das Vorrecht, den Messias zu sehen und sich darüber zu freuen, dass Jehova sein Versprechen wahr gemacht hat und nun sicherlich bald bessere Zeiten für sein Volk anbrechen werden.

    Wo wären wir gewesen, wenn wir damals gelebt hätten und schon so alt gewesen wären?

    Hätte man uns wie Anna und Simon im Tempel getroffen? Oder hätten wir vielleicht die Ankunft des Messias verpasst?

    Wie wichtig ist uns der Besuch der Zusammenkünfte – falls wir in der Lage sind, diese zu besuchen? Sind wir regelmäßig anwesend – oder könnte es uns passieren, dass wir eventuell ein wichtiges Ereigniss verpassen?

  8. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:47 Link zum Kommentar

    Lukas 3:7-9

    Daher begann er zu den Volksmengen, die herauskamen, um von ihm getauft zu werden, zu sagen: „Ihr Otternbrut, wer hat euch zu verstehen gegeben, daß [ihr] dem kommenden Zorn entflieht? 8 Bringt also Früchte hervor, die der Reue entsprechen. Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: ‚Wir haben Abraham zum Vater.‘ Denn ich sage euch, daß Gott die Macht hat, dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. 9 In der Tat, schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum nun, der keine vortreffliche Frucht hervorbringt, soll umgehauen und ins Feuer geworfen werden.“

    wieder der Gedanke, dass wir unseren Glauben wirklich ausleben müssen.

    Es reicht nicht, dass wir irgendwann einmal Zeugen Jehovas geworden sind. Allein der Name rettet uns sicherlich nicht!

    Lukas 3:10-14

    Und die Volksmengen fragten ihn: „Was sollen wir denn tun?“ 11 Er gab ihnen zur Antwort: „Wer zwei untere Kleider hat, der teile mit dem, der keines hat, und wer etwas zu essen hat, tue dasselbe.“ 12 Doch auch Steuereinnehmer kamen, um getauft zu werden, und sie sprachen zu ihm: „Lehrer, was sollen wir tun?“ 13 Er sagte zu ihnen: „Verlangt nicht mehr als die Steuergebühr.“ 14 Auch die, die im Heeresdienst standen, fragten ihn: „Und wir, was sollen denn wir tun?“ Und er sagte zu ihnen: „Drangsaliert niemand, noch klagt jemand falsch an, sondern begnügt euch mit den Dingen zu eurem Unterhalt.“

    ist doch eigentlich eine ganz klare und deutliche Ansage – die auch für uns heute noch Gültigkeit hat

    Wer also so handet, wie Johannes hier als verwerflich anführt – dem nützt es auch nichts, wenn er sagt “aber ich bin doch ein Zeuge Jehovas”!

  9. Juleam 28. Oktober 2009 um 23:50 Link zum Kommentar

    Lukas 3:18-20

    Daher gab er auch viele andere Ermahnungen und fuhr fort, dem Volk gute Botschaft zu verkünden. 19 Herodes aber, der Bezirksherrscher, der wegen Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen all der bösen Taten, die Herodes beging, von ihm zurechtgewiesen wurde, 20 fügte all diesen [Taten] noch das hinzu: Er schloß Johannes ins Gefängnis ein.

    Dachte dieser Herodes wirklich, dass sich Jehovas Ansicht über ihn zum Positiven ändern würde, wenn er den Mann mundtot macht, der sein verkehrtes Handeln bloßstellt?

    Nun war da zwar niemand, der sagte, wie Jehova über ihn denkt, aber damit, dass er Johannes einsperrte und hinterher sogar umbrachte, hat er seinen Stand vor Jehova nur noch verschlimmert.

    Denken wir heute vielleicht ebenso?

    Ist uns dies hier eine Lehre?

  10. Juleam 29. Oktober 2009 um 22:55 Link zum Kommentar

    Lukas 4 – 6

    Lukas 4:1-13

    Nun kehrte Jesus voll heiligen Geistes vom Jordan zurück, und er wurde durch den Geist in der Wildnis umhergeführt, 2 vierzig Tage lang, und dabei vom Teufel versucht. Auch aß er in jenen Tagen nichts, und daher war er hungrig, als sie zu Ende waren. 3 Daraufhin sprach der Teufel zu ihm: „Wenn du ein Sohn Gottes bist, so sage zu diesem Stein, daß er ein Brot werde.“ 4 Jesus aber erwiderte ihm: „Es steht geschrieben: ‚Nicht von Brot allein soll der Mensch leben.‘ “

    5 Da brachte er ihn hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Königreiche der bewohnten Erde; 6 und der Teufel sagte zu ihm: „Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben worden, und wem immer ich [sie zu geben] wünsche, dem gebe ich sie. 7 Wenn du daher einen Akt der Anbetung vor mir verrichtest, wird alles dein sein.“ 8 Jesus gab ihm zur Antwort: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “

    9 Nun führte er ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sagte zu ihm: „Wenn du ein Sohn Gottes bist, so wirf dich von hier hinab; 10 denn es steht geschrieben: ‚Seinen Engeln wird er deinetwegen Befehl geben, dich zu bewahren‘ 11 und: ‚Auf ihren Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß niemals an einen Stein stößt.‘ “ 12 Jesus gab ihm zur Antwort: „Es heißt: ‚Du sollst Jehova, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.‘ “ 13 Und als der Teufel mit seiner ganzen Versuchung zu Ende war, ließ er bis zu einer anderen passenden Zeit von ihm ab.

    Hierzu einige passende und ergänzende Gedanken aus dem Buch “Komm,folge mir nach!”:

    “Er beging keine Sünde”

    11 Wie sehr Jesus das Böse hasste, stellte sich schon bald nach Beginn seines Wirkens heraus. Nach seiner Taufe verbrachte er 40 Tage und Nächte, ohne zu essen, in der Wildnis. Da kam Satan, um ihn zu versuchen. Beachten wir, wie gerissen der Teufel vorging (Matthäus 4:1-11).

    12 Zuerst sagte er: “Wenn du ein Sohn Gottes bist, so sage diesen Steinen, dass sie Brote werden” (Matthäus 4:3). In welcher Verfassung war Jesus nach so langem Fasten? Die Bibel sagt einfach: “[Es] hungerte ihn” (Matthäus 4:2). Satan wollte also das natürliche Bedürfnis nach Nahrung ausnutzen und wartete sicher deshalb ab, bis Jesus körperlich geschwächt war. Beachten wir zudem die provokative Formulierung: “Wenn du ein Sohn Gottes bist . . .” Dem Teufel war klar, dass Jesus “der Erstgeborene aller Schöpfung” war (Kolosser 1:15). Jesus ließ sich durch diese Provokation nicht zum Ungehorsam hinreißen. Er wusste, dass er seine Kräfte nicht eigennützig einsetzen sollte. Deshalb tat er es auch nicht und zeigte dadurch, dass er sich demütig auf Jehovas Hilfe und Anleitung verließ (Matthäus 4:4).

    13 Bei seiner zweiten Versuchung nahm Satan Jesus mit auf die Zinne des Tempels. Durch geschicktes Verdrehen des Wortes Gottes wollte er Jesus dazu bringen, sich groß in Szene zu setzen. Er sollte sich in die Tiefe stürzen und sich dann von Engeln retten lassen. Wenn die vielen Menschen im Tempelgebiet so ein Wunder mitbekommen hätten, hätte da noch irgendjemand zu bezweifeln gewagt, dass Jesus wirklich der verheißene Messias ist? Und wenn man Jesus wegen dieses Schauspiels als Messias angenommen hätte, wären ihm da nicht viele Härten und Schwierigkeiten erspart geblieben? Schon möglich. Doch Jesus wusste, dass Jehova vom Messias erwartete, in aller Demut zu wirken und die Menschen nicht durch sensationelle Auftritte zum Glauben an ihn zu bringen (Jesaja 42:1, 2). Deshalb ließ er sich auch bei dieser Versuchung nicht zum Ungehorsam verleiten. Berühmtheit übte keinen Reiz auf ihn aus.

    14 Ließ sich Jesus durch die Aussicht auf Macht locken? Bei seiner dritten Versuchung bot Satan Jesus für einen einzigen Akt der Anbetung alle Königreiche der Welt an. Zog Jesus dieses Angebot ernsthaft in Betracht? Nein, er sagte: “Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‘Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen’ ” (Matthäus 4:10). Jesus ließ sich durch absolut nichts dazu verleiten, einen anderen Gott anzubeten. Keine Macht und kein Einfluss dieser Welt hätten ihn dazu gebracht, Jehova in irgendeiner Weise ungehorsam zu werden.

    15 Gab Satan nun auf? Nachdem Jesus ihn so energisch abgewiesen hatte, verschwand er. Doch gemäß dem Lukasevangelium “ließ er bis zu einer anderen passenden Zeit von ihm ab” (Lukas 4:13). Ja, Satan würde bis zu Jesu Tod immer wieder Gelegenheiten suchen, ihn auf die Probe zu stellen und in Versuchung zu bringen. Wie die Bibel sagt, wurde Jesus “in allem auf die Probe gestellt” (Hebräer 4:15). Er musste also immer auf der Hut sein, und das Gleiche gilt für uns.

    16 Satan bringt Gottes Diener auch heute immer wieder in Versuchung. Wegen unserer Unvollkommenheiten hat er dabei leider oft ein leichtes Spiel. Raffiniert appelliert er an Egoismus, Stolz und Machtgier. Über materielle Verlockungen kann er sich diese Faktoren unter Umständen alle auf einmal zunutze machen. Deshalb ist es wichtig, dass wir von Zeit zu Zeit innehalten und uns ehrlich prüfen. Denken wir über die Worte in 1. Johannes 2:15-17 nach und fragen wir uns, ob die fleischlichen Begierden des gegenwärtigen Systems der Dinge, das Verlangen nach Besitz oder der Wunsch zu beeindrucken die Liebe zu unserem himmlischen Vater irgendwie untergraben haben. Vergessen wir nicht, dass die heutige Welt ihrem Ende entgegengeht, ebenso ihr Herrscher, Satan. Geben wir ihm keine Chance, uns mit List zum Sündigen zu verleiten! Lassen wir uns von unserem Herrn, Jesus, anspornen, denn “er beging keine Sünde” (1. Petrus 2:22).

    Wie steht es mit uns?

    Hassen auch wir das Böse – oder hat der Satan bei uns Erfolg mit seinen Versuchungen und Anfeindungen?

  11. Juleam 29. Oktober 2009 um 22:59 Link zum Kommentar

    Lukas 4:33-35

    33 Nun war in der Synagoge ein Mensch, der von einem Geist, einem unreinen Dämon, besessen war, und er schrie mit lauter Stimme: 34 „Ha! Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus, du Nazarener? Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß genau, wer du bist: der Heilige Gottes.“ 35 Jesus aber schalt ihn und sprach: „Verstumme und fahre von ihm aus!“ Und nachdem der Dämon den Mann mitten unter sie hingeworfen hatte, fuhr er von ihm aus, ohne ihm Schaden zuzufügen.

    warum verbietet er diesem Mann zu sagen, dass er der Messias ist?

    Liegt es daran, dass es niemand (noch nicht) wissen soll – oder daran, dass der Dämon spricht? Aber es ist doch eigentlich gut, dass diese wissen, wer er ist – oder?

    Jakobus 2:19

    Du glaubst, daß es einen einzigen Gott gibt, nicht wahr? Du tust sehr wohl. Doch glauben auch die Dämonen und schaudern.

  12. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:03 Link zum Kommentar

    Lukas 5:1-11

    Einmal, als sich die Volksmenge dicht an ihn herandrängte und auf das Wort Gottes hörte, stand er am See Genezareth. 2 Und er sah zwei Boote am Ufer des Sees liegen; die Fischer aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 3 Er stieg in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich nieder und begann vom Boot aus die Volksmengen zu lehren. 4 Als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: „Fahr hinaus zu einer Stelle, wo es tief ist, und laßt eure Netze zu einem Fang hinab.“ 5 Simon aber gab ihm zur Antwort: „Unterweiser, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und nichts gefangen, doch auf dein Geheiß hin will ich die Netze hinablassen.“ 6 Als sie das nun taten, umschlossen sie eine große Menge Fische. Ja, ihre Netze begannen zu zerreißen. 7 Daher winkten sie ihren Mitgenossen in dem anderen Boot, daß sie kommen und ihnen beistehen möchten; und sie kamen, und sie füllten beide Boote, so daß diese zu sinken begannen. 8 Als Simon Petrus dies sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: „Geh von mir weg, denn ich bin ein sündiger Mann, Herr.“ 9 Denn über den Fischfang, den sie gemacht hatten, ergriff ihn und alle, die bei ihm waren, Entsetzen 10 und desgleichen auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedaus, die Simons Teilhaber waren. Jesus aber sprach zu Simon: „Fürchte dich nicht mehr. Von nun an wirst du Menschen lebendig fangen.“ 11 Da brachten sie die Boote ans Land zurück und verließen alles und folgten ihm.

    hier besonders Vers 8 und 9

    Lukas 5:17-26

    17 Im Verlauf eines der Tage lehrte er, und Pharisäer und Gesetzeslehrer, die aus jedem Dorf Galilaas und Judaas und aus Jerusalem gekommen waren, saßen da; und Jehovas Kraft war für ihn da, um zu heilen. 18 Und siehe, Männer trugen auf einem Bett einen Menschen, der gelähmt war, und sie suchten einen Weg, ihn hineinzubringen und vor ihn hinzulegen. 19 Da sie wegen der Volksmenge keinen Weg fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn samt dem kleinen Bett durch die Ziegel mitten unter die hinab, die sich vor Jesus befanden. 20 Und als er ihren Glauben sah, sprach er: „Mensch, deine Sünden sind dir vergeben.“ 21 Darauf fingen die Schriftgelehrten und die Pharisäer an zu überlegen und sagten: „Wer ist dieser, der Lästerreden führt? Wer kann Sünden vergeben außer Gott allein?“ 22 Als Jesus aber ihre Überlegungen erkannte, gab er ihnen zur Antwort: „Was überlegt ihr in eurem Herzen? 23 Was ist leichter, zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben‘ oder zu sagen: ‚Steh auf, und geh umher.‘? 24 Damit ihr aber wißt, daß der Menschensohn Gewalt hat, auf der Erde Sünden zu vergeben —“, er sprach zu dem Gelähmten: „Ich sage dir: Steh auf, und heb dein kleines Bett auf, und geh deines Weges nach Hause!“ 25 Und augenblicklich stand er vor ihnen auf, hob das auf, worauf er zu liegen pflegte, und ging weg zu seinem Haus, indem er Gott verherrlichte. 26 Da ergriff sie allesamt Entzücken, und sie begannen Gott zu verherrlichen, und sie wurden mit Furcht erfüllt und sprachen: „Wir haben heute seltsame Dinge gesehen.“

    hier ganz besonders der letzte Vers

    Hier wird gesagt, sie gerieten in Furcht oder waren von Entsetzen ergriffen.

    Was für eine Furcht ist hier gemeint?

  13. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:07 Link zum Kommentar

    Lukas 6:1-5

    Nun geschah es an einem Sabbat, daß er durch Getreidefelder ging, und seine Jünger pflückten Ähren ab und aßen sie, indem sie sie mit den Händen zerrieben. 2 Daraufhin sagten einige von den Pharisäern: „Warum tut ihr, was am Sabbat nicht erlaubt ist?“ 3 Jesus aber gab ihnen zur Antwort: „Habt ihr nie gelesen, was David tat, als ihn und die Männer, die bei ihm waren, hungerte? 4 Wie er in das Haus Gottes ging und die Brote der Darbringung entgegennahm und aß und auch den Männern gab, die bei ihm waren, welche niemandem außer den Priestern allein zu essen erlaubt ist?“ 5 Und er sagte weiter zu ihnen: „Der Menschensohn ist Herr des Sabbats.“

    Hierzu finden wir in dem Buch “Komm,folge mir nach” einen interessanten Gedanken zum Thema “ausgeglichenem Gehorsam”:

    Was den Gehorsam gegenüber unvollkommenen Menschen angeht, stand Jesus sogar vor Herausforderungen, denen wahre Christen von heute nie begegnen werden. Überlegen wir einmal, in welch einer Zeit er lebte. Der Tempel in Jerusalem, die Priesterschaft, ja das gesamte jüdische Religionssystem, das Jehova lange gebilligt hatte, sollte schon bald verworfen und durch die Christenversammlung ersetzt werden (Matthäus 23:33-38). Unter dem Einfluss der griechischen Philosophie hatten viele Religionsführer begonnen, Irrlehren zu verbreiten. Im Tempel hatte sich eine derartige Korruption breitgemacht, dass Jesus ihn eine “Räuberhöhle” nannte (Markus 11:17). Hielt er sich deswegen vom Tempel und von den Synagogen fern? Nein! Jehova benutzte diese Einrichtungen noch. Solange Gott nicht einschritt und etwas änderte, ging Jesus gehorsam in die Synagoge und zu den Festen im Tempel (Lukas 4:16; Johannes 5:1).

    20 Wenn Jesus unter solchen Umständen gehorsam war, dann sollten es wahre Christen heute erst recht sein! Schließlich leben wir jetzt in einer ganz anderen Zeit – der seit Langem vorausgesagten Epoche, in der die reine Anbetung wiederhergestellt werden würde. Gott versichert uns, nie zuzulassen, dass sein wiederhergestelltes Volk von Satan verdorben wird (Jesaja 2:1, 2; 54:17). Es stimmt zwar, dass wir in der Christenversammlung mit Sünden und Unvollkommenheiten konfrontiert werden, aber sollten wir das als Vorwand benutzen, Jehova ungehorsam zu werden und vielleicht die Zusammenkünfte nicht mehr zu besuchen oder an den Ältesten Kritik zu üben? Niemals! Wir möchten vielmehr die Brüder, die in der Versammlung die Führung haben, von Herzen unterstützen. Aus Gehorsam besuchen wir die Zusammenkünfte und Kongresse und befolgen den biblischen Rat, den wir dort erhalten (Hebräer 10:24, 25; 13:17).

  14. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:12 Link zum Kommentar

    Lukas 6:7

    7 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer beobachteten ihn nun genau, um zu sehen, ob er am Sabbat heilen würde, damit sie etwas fänden, ihn anzuklagen.

    suche ich auch nach Fehlern bei anderen, oder konzentriere ich mich eher auf das Gute in den Menschen?

    Warum war es ihnen eigentlich so wichtig, ihn anzuklagen?

    Weil er sie und ihre Scheinheiligkeit bloss stellte.

    Ebenso werden auch heute diejenigen, die mutig für die Reinheit der wahren Anbetung eintreten von denen hartnäckig verfolgt, deren Verhalten sie als das bloss stellen, was es ist – für Jehova verabscheuungswürdig.

    Schlimm, wenn wir von Personen aus den eigenen Reihen verfolgt werden, aber diesen Personen tut unser Reden natürlich doppelt weh, denn sie bemühen sich ja so sehr, den Anschein zu erwecken, Jehova zu dienen – und da ist es natürlich sehr nervig, wenn so “ein extremer Zeuge Jehovas” daher kommt und sagt, dass sie nur scheinheilig sind und dies auch noch mit der Bibel untermauert.

    Ebenso weh tut das, was Jesus so von sich gibt, den Parisäern.

    Trotzdem auch hier noch einmal die Frage:

    Wenn sie denjenigen mundtot machen – bedeutet das dann, dass Jehova sie dann nicht mehr als verabscheuungswürdig betrachtet?

  15. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:16 Link zum Kommentar

    Lukas 6:6-11

    Im Verlauf eines anderen Sabbats begab er sich in die Synagoge und begann zu lehren. Und dort war ein Mensch zugegen, dessen rechte Hand verdorrt war. 7 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer beobachteten ihn nun genau, um zu sehen, ob er am Sabbat heilen würde, damit sie etwas fänden, ihn anzuklagen. 8 Er aber erkannte ihre Überlegungen, dennoch sagte er zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: „Steh auf, und tritt in die Mitte.“ Und er erhob sich und stand da. 9 Dann sagte Jesus zu ihnen: „Ich frage euch: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Schaden zu stiften, eine Seele zu retten oder zu vernichten?“ 10 Und nachdem er sie alle ringsum angeblickt hatte, sprach er zu dem Menschen: „Strecke deine Hand aus!“ Er tat es, und seine Hand wurde wiederhergestellt. 11 Sie aber wurden von wahnsinnigem Zorn erfüllt, und sie begannen untereinander zu besprechen, was sie wohl Jesus tun könnten.

    interessant in dem Zusammenhang hier der Vers 9

    Heilen darf man einen Menschen nicht, das verstösst gegen das Gebot des Sabbats. Aber Schaden stiften und einen anderen vernichten, das darf man schon – denn das ist ja im Gegensatz zu einer Heilung keine Arbeit.

    Hallo!!!????

    Haben die eigentlich irgendetwas kapiert?

    Wozu war denn der Sabbat da?

    Damit sie Zeit für die wahre Anbetung hatten, um Gott näher zu kommen und IHN zu verherrlichen. War da eine Heilung eines armen leidenden Menschens nicht ganz besonders passend?

    Im Gegensatz dazu waren die Pharisäer nicht daran interessiert, Jehova näher zu kommen und ihn zu preien. Im Gegenteil, sie wollten seinem Sohn, dem, der in Gottes Auftrag handelte und redete, mundtot machen, weil er sie in ihrer Scheinheiligkkeit aufschreckte. Sie wollten verhindern, dass andere Jehova wirklich näher kamen und IHN wirklich und aufrichtig preisen.

    Also waren in Wirklichkeit sie es, die den Sabbat brachen, auch wenn sie äusserlich die Buchstaben des Gesetzes einhielten!

    Immer wieder faszinierend, dass solche scheinheiligen Personen wahren Anbetern Gottes vorwerfen, dass sie nichts in den Reihen seines Volkes zu suchen haben und alles daran setzen, diese aufrichtigen Anbeter Jehovas aus den Reihen seines Volkes zu entfernen.

    Denn eigentlich sind ja sie es, die nichts dort verloren haben!

    Gleichen wir vielleicht in unserer Einstellung den Pharisäern?

    Lukas 6:7,11

    Die Schriftgelehrten und die Pharisäer beobachteten ihn nun genau, um zu sehen, ob er am Sabbat heilen würde, damit sie etwas fänden, ihn anzuklagen.
    Sie aber wurden von wahnsinnigem Zorn erfüllt, und sie begannen untereinander zu besprechen, was sie wohl Jesus tun könnten

  16. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:19 Link zum Kommentar

    Lukas 6:22-23

    22 Glücklich seid ihr, wann immer die Menschen euch hassen und wann immer sie euch ausschließen und euch schmähen und euren Namen als böse verwerfen um des Menschensohnes willen. 23 Freut euch an jenem Tag, und hüpft; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel, denn ebenso pflegten ihre Vorväter den Propheten zu tun.

    passt sehr gut zu dem Gedanken davor, denn genauso ist das Verhalten solcher scheinheiliger Personen in Jehovas Augen!

    Und es zeigt, dass ihre Intrigen zwar vor Menschen Erfolg haben, aber Jehova nicht beeindrucken. Eher im Gegenteil: sie machen sich selbst vor Jehova unmöglich.

    Wenn wir also heute aufgrund von Intrigen solcher Scheinheiliger aus dem Volk Gottes ausgeschlossen werden (weil es diese nervt, dass wir Jehova und seine Gebote ernst nemen und sie selbst damit bloßstellen) – dann sieht uns Jehova trotzdem voller Liebe als seine wahren Anbeter an und zu seiner Zeit werden wir den Lohn erhalten!

    Und das ist es ja eigentlich, worauf es wirklich im Leben ankommt: wie Jehova uns sieht!

    Wie sieht Jehova wohl uns?

  17. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:22 Link zum Kommentar

    Lukas 6:27-31

    Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen, 28 die zu segnen, die euch fluchen, für die zu beten, die euch beleidigen. 29 Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halte auch die andere hin; und dem, der dir dein äußeres Kleid wegnimmt, enthalte auch nicht das untere Kleid vor. 30 Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine wegnimmt, fordere [es] nicht zurück.

    31 Und wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun, so tut auch ihnen.

    warum schon wieder diese Gedanken? Nachdruck durch Wiederholung. Vergessen wir nie, was Jehova von uns erwartet – wie wir handeln sollten!

  18. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:23 Link zum Kommentar

    Lukas 6:32-36

    Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, zu welchem Verdienst gereicht euch dies? Denn selbst die Sünder lieben die, die sie lieben. 33 Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, zu welchem Verdienst gereicht euch dies in Wirklichkeit? Selbst die Sünder tun dasselbe. 34 Und wenn ihr [ohne Zins] denen leiht, von denen ihr zu empfangen hofft, zu welchem Verdienst gereicht euch dies? Auch Sünder leihen [ohne Zins] Sündern, damit sie ebensoviel zurückerhalten. 35 Dagegen fahrt fort, eure Feinde zu lieben und Gutes zu tun und [ohne Zins] zu leihen, ohne etwas zurückzuerhoffen; und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. 36 Fahrt fort, barmherzig zu werden, wie euer Vater barmherzig ist.

    Wie sollten wir also auf die reagieren, die uns schaden?

    Ihnen mit gleicher Münze heimzahlen? Ihnen überall hin nachrennen, so wie es die Pharisäer mit Jesus taten – um etwas zu finden, damit wir sie anklagen können?

    Verschwenden wir unsere Energie für so einen Unsinn – anstatt unsere Zeit und Kraft zur Förderung der wahren Anbetung einzusetzen?

  19. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:25 Link zum Kommentar

    Lukas 6:37-38

    Hört überdies auf zu richten, und ihr werdet bestimmt nicht gerichtet werden; und hört auf zu verurteilen, und ihr werdet bestimmt nicht verurteilt werden. Fahrt fort freizulassen, und ihr werdet freigelassen werden. 38 Übt euch im Geben, und man wird euch geben. Man wird euch ein treffliches, vollgedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß in euren Schoß schütten. Denn mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird euch wieder gemessen werden.“

    diesen Gedanken kann man auch erweitern:

    “Hört auf, nach Fehlern bei anderen zu suchen, damit ihr sie bloss stellen und ihren Ruf ruinieren könnt. Denn sonst wird euch ebenso geschehen, denn Jehova hasst solch eine Einstellung und so ein Tun!”

    Lukas 6:41-42

    Warum schaust du denn auf den Strohhalm, der im Auge deines Bruders ist, beachtest aber nicht den Balken, der in deinem eigenen Auge ist? 42 Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Bruder, erlaube mir, den Strohhalm, der in deinem Auge ist, herauszuziehen‘, während du selbst nicht den Balken siehst, der in deinem Auge ist? Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm, der im Auge deines Bruders ist, herausziehen kannst.

  20. Juleam 29. Oktober 2009 um 23:28 Link zum Kommentar

    Lukas 6:43-46

    Denn es gibt keinen vortrefflichen Baum, der faule Frucht hervorbringt; wiederum gibt es keinen faulen Baum, der vortreffliche Frucht hervorbringt. 44 Denn jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Zum Beispiel sammelt man nicht Feigen von Dornen, noch schneidet man Trauben von einem Dornbusch. 45 Ein guter Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens Gutes hervor, aber ein böser Mensch bringt aus seinem bösen [Schatz] Böses hervor; denn aus der Fülle des Herzens redet sein Mund.

    46 Warum denn nennt ihr mich ‚Herr! Herr!‘, tut aber die Dinge nicht, die ich sage?

    was zeigen meine Taten und das, worüber ich rede – wessen Geistes Kind bin ich?

    Lukas 6:46

    Warum denn nennt ihr mich ‚Herr! Herr!‘, tut aber die Dinge nicht, die ich sage?

    können mich Außenstehende als Zeuge Jehovas erkennen, auch wenn ich nicht immer laut vor mir herposaune, dass ich einer bin?

    Lasse ich mein Licht leuchten?

  21. Juleam 30. Oktober 2009 um 20:28 Link zum Kommentar

    Lukas 7 – 9

    Lukas 7:1-10

    Nachdem er alle seine Reden vor den Ohren des Volkes vollendet hatte, ging er nach Kapernaum hinein. 2 Der Sklave eines gewissen Offiziers nun, der ihm teuer war, war leidend und lag im Sterben. 3 Als er von Jesus hörte, sandte er ältere Männer der Juden zu ihm, um ihn zu bitten, daß er komme und seinen Sklaven sicher durchbringe. 4 Dann begannen die, die zu Jesus kamen, ihn ernstlich zu bitten, indem sie sprachen: „Er ist würdig, daß du ihm das gewährst, 5 denn er liebt unsere Nation, und er selbst hat für uns die Synagoge gebaut.“ 6 Da machte sich Jesus mit ihnen auf den Weg. Als er aber nicht weit von dem Haus entfernt war, hatte der Offizier bereits Freunde abgesandt, um ihm zu sagen: „Herr, bemühe dich nicht, denn ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach kommst. 7 Darum betrachtete ich mich nicht für würdig, zu dir zu kommen. Doch sprich ein Wort, und laß meinen Diener gesund werden. 8 Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Befehlsgewalt steht, und habe Soldaten unter mir, und sage ich zu diesem: ‚Geh hin!‘, so geht er hin, und zu einem anderen: ‚Komm!‘, so kommt er, und zu meinem Sklaven: ‚Tu dies!‘, so tut er’s.“ 9 Als nun Jesus diese Dinge hörte, verwunderte er sich über ihn, und er wandte sich zu der Volksmenge, die ihm folgte, und sprach: „Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.“ 10 Und als die Abgesandten ins Haus zurückkamen, fanden sie den Sklaven bei guter Gesundheit.

    besonders interessant hier der Vers 7.

    Wie denken wir selbst über uns? Denken wir vielleicht, wir wären besonders toll oder dass wir einen Anspruch darauf haben, dass sich alles um uns dreht?

    Interessant in diesem Zusammenang, dass die Älteren Männer der Juden einige Gründe aufzählten, warum Jesus sich des Falles annehmen solle – der Mann selber allerdings sehr demütig war und nicht sagte “nun komm schon, ich warte, immerhin habe ich…”

    Sind wir ebenso demütig – oder denken wir, wir hätten uns mit bestimmten Taten verdient, dass sich alles um uns dreht (vielleicht weil wir ein Dienstamt bekleiden)?

    Könnten wir noch an unserem Selbstbild und unserer Demut arbeiten?

  22. Juleam 30. Oktober 2009 um 20:40 Link zum Kommentar

    Lukas 7:11-15

    Kurz danach zog er nach einer Stadt, Nain genannt, und seine Jünger und eine große Volksmenge zogen mit ihm. 12 Als er sich nun dem Tor der Stadt näherte, da, siehe, wurde ein Toter herausgetragen, der einziggezeugte Sohn seiner Mutter. Außerdem war sie eine Witwe. Auch war eine beträchtliche Volksmenge aus der Stadt bei ihr. 13 Und als der Herr sie erblickte, wurde er von Mitleid mit ihr bewegt, und er sprach zu ihr: „Hör auf zu weinen.“ 14 Darauf trat er hinzu und rührte die Bahre an, und die Träger standen still, und er sprach: „Junger Mann, ich sage dir: Steh auf!“ 15 Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden, und er gab ihn seiner Mutter.

    hierzu habe ich gestern etwas sehr schönes in dem Buch “Komm, folge mir nach” gelesen:

    Nehmen wir noch eine andere Begebenheit. Als Jesus im Jahr 31 u. Z. nach Nain kam, bot sich ihm ein trauriger Anblick. In einem Trauerzug wurde ein Toter aus der Stadt getragen, “der einziggezeugte Sohn” einer Witwe; er sollte wahrscheinlich in den Grabhöhlen des benachbarten Hügellandes beigesetzt werden.

    Wie muss die Mutter dieses jungen Mannes doch gelitten haben! Sie hatte ihren einzigen Sohn verloren und hatte keinen Ehemann, mit dem sie ihren Kummer hätte teilen können. Jesus erblickte zwischen all den Leuten in dem Trauerzug die nun kinderlose Witwe.

    Ihr Anblick ging ihm sehr zu Herzen – ja “er [wurde] von Mitleid mit ihr bewegt”. Niemand brauchte ihn erst um Hilfe zu bitten. Tiefes Mitleid trieb ihn an, von sich aus zu handeln. Deshalb “trat er hinzu und rührte die Bahre an” und brachte den jungen Mann wieder zum Leben.

    Was geschah dann? Jesus verlangte von dem Auferweckten nicht, sich der Menschenmenge, die ihm folgte, anzuschließen und mit ihm zu gehen, sondern “er gab ihn seiner Mutter”, damit sie wieder einen Angehörigen hatte, der für sie sorgen konnte (Lukas 7:11-15).

    Um uns dies so richtig lebendig werden zu lassen, könnten wir auch lesen, was in dem Kapitel 37 vom Buch “Der größte Mensch, der je lebte” dazu steht:

    Jesus läßt eine Witwe ihre Trauer vergessen

    KURZ nachdem Jesus den Diener eines Offiziers geheilt hat, begibt er sich nach Nain, das über 30 km südwestlich von Kapernaum liegt. Seine Jünger und eine große Volksmenge begleiten ihn. Es ist wahrscheinlich schon gegen Abend, als sie sich dem Stadttor von Nain nähern. Hier stoßen sie auf einen Leichenzug. Man trägt einen verstorbenen jungen Mann aus der Stadt hinaus, um ihn zu begraben.

    Die Mutter des Toten befindet sich in einer äußerst tragischen Situation, da sie Witwe ist und nur das eine Kind hatte. Als ihr Mann starb, konnte sie sich damit trösten, daß sie noch ihren Sohn hatte. Ihre Hoffnung, ihre Wünsche und ihr Streben konzentrierten sich völlig auf seine Zukunft. Aber jetzt hat sie niemand mehr, bei dem sie Trost finden kann. Sie ist von tiefer Trauer erfüllt, als sie zusammen mit den Leuten aus der Stadt zur Begräbnisstätte geht.

    Die große Traurigkeit der Frau rührt sofort das Herz Jesu. Sanft, aber mit einer Entschlossenheit, die Vertrauen einflößt, sagt er zu ihr: „Hör auf zu weinen.“ Sein Auftreten und sein Tun fesseln die Aufmerksamkeit der Volksmenge. Als er sich der Bahre, auf der der Tote liegt, nähert und sie berührt, stehen die Träger still. Alle fragen sich, was er wohl tun wird.

    Diejenigen, die Jesus begleiten, haben zwar gesehen, daß er durch Wunder viele geheilt hat. Doch offensichtlich haben sie noch nie gesehen, daß er jemand von den Toten auferweckt hat. Besitzt er diese Fähigkeit? Zu dem Toten gewandt, gebietet Jesus: „Junger Mann, ich sage dir: Steh auf!“ Und der Mann setzt sich auf! Er fängt an zu reden, und Jesus übergibt ihn seiner Mutter.

    Als die Menschen sehen, daß der junge Mann tatsächlich lebt, beginnen sie auszurufen: „Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden.“ Andere sagen: „Gott hat seine Aufmerksamkeit seinem Volk zugewandt.“ Schnell verbreitet sich die Kunde von dieser erstaunlichen Tat in ganz Judäa und in der gesamten Umgegend.

    Johannes der Täufer befindet sich noch immer im Gefängnis, und er möchte mehr über die Werke erfahren, die Jesus vollbringen kann. Seine Jünger berichten ihm von den Wundern. Wie reagiert Johannes darauf? Lukas 7:11-18.

  23. Juleam 30. Oktober 2009 um 20:44 Link zum Kommentar

    Lukas 8:1-15

    Kurz danach begann er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf zu ziehen, wobei er predigte und die gute Botschaft vom Königreich Gottes verkündigte. Und die Zwölf waren mit ihm 2 und einige Frauen, die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren: Maria, die sogenannte Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, 3 und Johanna, die Frau Chusas, des Beauftragten des Herodes, und Susanna und viele andere Frauen, die ihnen mit ihrer Habe dienten.

    4 Als nun eine große Volksmenge mit denen zusammengekommen war, die aus einer Stadt nach der anderen zu ihm hingingen, redete er durch ein Gleichnis: 5 „Ein Sämann ging aus, um seinen Samen zu säen. Als er nun säte, fiel etwas davon den Weg entlang und wurde niedergetreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf. 6 Und anderes gelangte auf den Felsen, und nachdem es aufgesproßt war, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. 7 Und anderes fiel unter die Dornen, und die Dornen, die damit aufwuchsen, erstickten es. 8 Und anderes fiel auf den guten Boden, und nachdem es aufgesproßt war, brachte es hundertfache Frucht.“ Als er diese Dinge sagte, rief er dann aus: „Wer Ohren hat zu hören, höre zu.“

    9 Seine Jünger aber begannen ihn zu fragen, was dieses Gleichnis bedeute. 10 Er sprach: „Euch ist es gewährt, die heiligen Geheimnisse des Königreiches Gottes zu verstehen, für die übrigen aber [geschieht es] in Gleichnissen, damit sie, obwohl sie schauen, vergeblich schauen und, obwohl sie hören, den Sinn nicht erfassen. 11 Das Gleichnis nun bedeutet folgendes: Der Samen ist das Wort Gottes. 12 Die dem Weg entlang sind die, die gehört haben, dann kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen weg, damit sie nicht glauben und gerettet werden. 13 Diejenigen auf dem Felsen sind die, die das Wort, wenn sie es hören, mit Freuden aufnehmen, doch diese haben keine Wurzel; sie glauben eine Zeitlang, fallen aber in einer Zeit der Erprobung ab. 14 Was das betrifft, was unter die Dornen fiel, das sind die, die gehört haben, aber da sie durch Sorgen und Reichtum und Vergnügungen dieses Lebens fortgerissen werden, werden sie vollständig erstickt und bringen nichts zur Vollkommenheit. 15 Was jenes auf dem vortrefflichen Boden betrifft, das sind die, die das Wort, nachdem sie es mit einem edlen und guten Herzen gehört haben, festhalten und mit Ausharren Frucht tragen.

    Als welche Art von Samen erweise ich mich ganz persönlich?

    Können dies auch andere erkennen? Woran?

  24. Juleam 30. Oktober 2009 um 20:45 Link zum Kommentar

    Lukas 8:17

    17 Denn da ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden wird, noch irgend etwas sorgsam verheimlicht, was nie bekanntwerden und nie an die Öffentlichkeit kommen wird.

    … ohne Worte …

  25. Juleam 30. Oktober 2009 um 20:48 Link zum Kommentar

    Lukas 8:22-25

    22 Im Verlauf eines der Tage stiegen er und seine Jünger in ein Boot, und er sprach zu ihnen: „Laßt uns an das andere Ufer des Sees hinüberfahren.“ Da fuhren sie ab. 23 Während sie aber segelten, schlief er ein. Nun fuhr ein heftiger Windsturm auf den See herab, und sie begannen überflutet zu werden und in Gefahr zu geraten. 24 Schließlich gingen sie zu ihm hin und weckten ihn auf, indem sie sagten: „Unterweiser, Unterweiser, wir gehen zugrunde!“ Er richtete sich auf, schalt den Wind und das Toben des Wassers, und sie ließen nach, und eine Stille trat ein. 25 Dann sprach er zu ihnen: „Wo ist euer Glaube?“ Doch von Furcht ergriffen, verwunderten sie sich und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser, da er sogar den Winden und dem Wasser befiehlt und sie ihm gehorchen?“

    wieder der Punkt, dass sie Furcht ergriff, als sie sahen, wozu er fähig war

    Lukas 8:35-37

    Darauf kamen Leute heraus, um zu sehen, was geschehen war, und sie kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bekleidet und klaren Sinnes zu den Füßen Jesu sitzen; und sie gerieten in Furcht. 36 Diejenigen, die es gesehen hatten, berichteten ihnen, wie der von Dämonen Besessene gesund gemacht worden war. 37 Da bat ihn die ganze Menge aus der Umgegend der Gerasener, daß er von ihnen fortgehe, denn große Furcht hatte sie ergriffen. Dann stieg er in das Boot und kehrte zurück.

  26. Juleam 30. Oktober 2009 um 20:54 Link zum Kommentar

    Lukas 8:43-48

    Und eine Frau, die seit zwölf Jahren mit einem Blutfluß behaftet war und die bei niemand hatte Heilung finden können, 44 näherte sich von hinten und rührte die Fransen seines äußeren Kleides an, und augenblicklich kam ihr Blutfluß zum Stillstand. 45 Da sprach Jesus: „Wer ist es gewesen, der mich angerührt hat?“ Als sie es alle verneinten, sagte Petrus: „Unterweiser, die Volksmengen engen dich ein und umdrängen dich.“ 46 Jesus aber sprach: „Es hat mich jemand angerührt, denn ich habe gemerkt, daß Kraft von mir ausging.“ 47 Als die Frau sah, daß sie nicht unbemerkt geblieben war, kam sie zitternd, fiel vor ihm nieder und enthüllte vor allem Volk, um welcher Ursache willen sie ihn angerührt hatte und wie sie augenblicklich gesund geworden sei. 48 Er aber sprach zu ihr: „Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden.“

    Hierbei musste ich wieder an die Aussage von einem Bethelbruder im öffentlichen Vortrag 2008 denken, der sagte:

    Jesus ging es nicht um die Buchstaben des Gesetzes, sondern um den Sinn dahinter

    Hierzu auch ein Gedanke aus dem Buch “Komm, folge mir nach” unter dem Punkt “Mitleid”:

    Rücksichtnahme auf Gefühle

    5 Jesus hatte sehr viel Einfühlungsvermögen. Er versetzte sich in die Leidenden hinein und litt mit ihnen. Auch wenn er nicht in genau derselben Lage war wie sie, spürte er regelrecht ihren Schmerz in seinem Herzen (Hebräer 4:15). Als er einmal eine Frau heilte, die 12 Jahre mit einem Blutfluss behaftet war, bezeichnete er ihr Leiden als “lästige Krankheit”; ihm war also bewusst, wie sehr sie darunter gelitten hatte (Markus 5:25-34). Als er Maria und andere, die bei ihr waren, über den Tod des Lazarus weinen sah, ging ihm das so nahe, dass er innerlich ganz aufgewühlt war. Obwohl er wusste, dass er Lazarus gleich auferwecken würde, kamen ihm die Tränen (Johannes 11:33, 35).

    6 Ein andermal kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn inständig: “Wenn du nur willst, kannst du mich rein machen.” Wie reagierte Jesus, ein vollkommener Mensch, der nie krank gewesen war? Er hatte tiefes Mitleid mit dem Mann. Ja er war “von Mitleid bewegt” (Markus 1:40-42). Dann tat er etwas Außergewöhnliches. Er wusste genau, dass Aussätzige unter dem mosaischen Gesetz unrein waren und sich von anderen fernhalten mussten (3. Mose 13:45, 46). Natürlich hätte er diesen Mann auch ohne Berührung heilen können (Matthäus 8:5-13). Aber er streckte seine Hand aus, rührte den Aussätzigen an und sagte: “Ich will es. Werde rein!” Sofort war der Aussatz verschwunden. Wie einfühlsam das doch war!

    7 Als Christen sind wir aufgerufen, Jesus nachzuahmen und ebenfalls einfühlsam zu sein. Die Bibel fordert uns auf: “Bekundet Mitgefühl” (1. Petrus 3:8). Es ist oft nicht einfach, die Gefühle eines Menschen nachzuempfinden, der an einer chronischen Krankheit oder an Depressionen leidet – besonders wenn man selbst nie in einer solchen Lage war. Doch eigentlich braucht man nicht dasselbe erlebt zu haben. Jesus konnte sich in Kranke hineinversetzen, obwohl er selbst nie krank war. Wie aber entwickelt man Einfühlungsvermögen? Man muss geduldig zuhören, wenn sich Menschen, die leiden, öffnen und über ihre Gefühle sprechen. Man könnte sich fragen: “Wie würde ich mich in ihrer Lage fühlen?” (1. Korinther 12:26). Je feiner unser Gespür für die Gefühle anderer wird, desto besser können wir ‘bekümmerten Seelen tröstend zureden’ (1. Thessalonicher 5:14). Manchmal zeigt sich Mitgefühl nicht nur durch Worte, sondern auch durch Tränen. In Römer 12:15 heißt es: “Weint mit den Weinenden.”

    8 Jesus nahm Rücksicht auf die Menschen und ihre Gefühle. Denken wir zum Beispiel an die Situation, als ein tauber, sprachbehinderter Mann zu ihm gebracht wurde. Jesus spürte offensichtlich, dass dieser Mann verunsichert war, und so ging er anders vor, als er es bei Heilungen sonst gewöhnlich tat: “Er nahm ihn von der Volksmenge weg.” Abseits von den Blicken der Menge heilte er ihn (Markus 7:31-35).

    9 Ebenso rücksichtsvoll behandelte Jesus einen Blinden, den man zu ihm brachte, damit er ihn heile. Er “fasste den Blinden bei der Hand” und “führte ihn vor das Dorf hinaus”. Dann heilte er ihn schrittweise – vielleicht damit sich die Augen und das Gehirn des Mannes nach und nach an das grelle Sonnenlicht und die vielen neuen Eindrücke gewöhnen konnten (Markus 8:22-26). Wie rücksichtsvoll!

    10 Als Nachfolger Jesu müssen auch wir auf die Gefühle anderer Rücksicht nehmen. Da uns bewusst ist, dass wir durch gedankenloses Reden andere verletzen könnten, achten wir auf unsere Worte (Sprüche 12:18; 18:21). Grobe, abfällige Bemerkungen und beißender Spott zeugen nicht von Feingefühl und haben unter Christen keinen Platz (Epheser 4:31). Wie können Älteste auf die Gefühle anderer Rücksicht nehmen? Wenn sie ein Problem ansprechen, sollten sie es in freundliche Worte verpacken, damit sich der Angesprochene nicht entwürdigt fühlt (Galater 6:1). Wie können Eltern die Gefühle ihrer Kinder berücksichtigen? Indem sie ihnen bei Zurechtweisungen unnötige Peinlichkeiten ersparen (Kolosser 3:21).

    Haben auch wir Mitgefühl für andere?

    Haben wir das nötige Feingefühl?

  27. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:18 Link zum Kommentar

    Lukas 10 – 13

    Lukas 10:1-12

    Nach diesen Dingen bezeichnete der Herr siebzig andere und sandte sie zu zweit vor sich her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst zu gehen im Begriff war. 2 Dann begann er zu ihnen zu sagen: „Die Ernte ist wirklich groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte aussende. 3 Geht hin. Seht! Ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe. 4 Tragt weder einen Geldbeutel noch eine Speisetasche, noch Sandalen, und umarmt niemand zur Begrüßung auf dem Weg. 5 Wo immer ihr in ein Haus eintretet, da sagt zuerst: ‚Friede sei mit diesem Hause!‘ 6 Und wenn dort ein Freund des Friedens ist, so wird euer Frieden auf ihm ruhen, wenn aber nicht, wird er zu euch zurückkehren. 7 Bleibt also in jenem Haus, eßt und trinkt, was sie bereitstellen, denn der Arbeiter ist seines Lohnes würdig. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes um.

    8 Und wo immer ihr in eine Stadt hineingeht und man euch aufnimmt, da eßt, was man euch vorsetzt, 9 und heilt darin die Kranken und sagt ferner zu ihnen: ‚Das Königreich Gottes hat sich euch genaht.‘ 10 Wo immer ihr aber in eine Stadt hineingeht und man euch nicht aufnimmt, da geht hinaus auf ihre breiten Straßen und sagt: 11 ‚Sogar den Staub, der von eurer Stadt an unseren Füßen hängenblieb, wischen wir gegen euch ab. Trotzdem behaltet dies im Sinn, daß sich das Königreich Gottes genaht hat.‘ 12 Ich sage euch, daß es Sodom an jenem Tag erträglicher ergehen wird als jener Stadt

    Anleitung zum Predigtdienst

    Wie aber ist der Vers 4 zu verstehen?

    Hierzu eine kurze Erklärung, die in dem Buch “Komm, folge mir nach” unter dem Kapitel “Geht hin und macht Jünger” in Absatz 12 zu finden ist:

    Jesus wies seine Jünger auch an, sich nicht unnötig ablenken zu lassen. Er sagte: “Umarmt niemand zur Begrüßung auf dem Weg” (Lukas 10:4). Meinte er damit, sie sollten sich kühl und distanziert verhalten?

    Keineswegs. In biblischer Zeit gingen Begrüßungen oft weit über kurze Grußformeln hinaus. Sie waren gewöhnlich mit verschiedenen Förmlichkeiten und einer längeren Unterhaltung verbunden. In einem Bibelkommentar heißt es: “Eine Begrüßung unter Orientalen bestand nicht einfach in einer kurzen Verbeugung oder einem Händeschütteln, wie es bei uns üblich ist, sondern sie bestand in vielen Umarmungen und tiefen Verbeugungen, ja man warf sich sogar zu Boden. All das erforderte viel Zeit.”

    Wenn Jesus seine Jünger also anwies, niemand auf die gewohnte Art zu grüßen, sagte er gewissermaßen: “Verliert keine Zeit, ihr habt eine dringende Botschaft.”

    In der Fußnote heisst es dann noch ergänzend:

    Der Prophet Elisa gab einmal ähnliche Anweisungen. Als er seinen Diener Gehasi zu einer Frau schickte, deren Sohn gestorben war, sagte er: “Falls du irgendjemand treffen solltest, sollst du ihn nicht grüßen” (2. Könige 4:29). Die Mission war eilig und für unnötige Verzögerungen war keine Zeit.

  28. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:23 Link zum Kommentar

    Lukas 10:11

    Sogar den Staub, der von eurer Stadt an unseren Füßen hängenblieb, wischen wir gegen euch ab. Trotzdem behaltet dies im Sinn, daß sich das Königreich Gottes genaht hat.‘

    Wenn uns jemand auf den Keks geht, indem er uns immer wieder die Bibel als Spiegel vorhält und sagt “das, was du da tust, ist nicht richtig. Ja, es ist sogar verabscheuungwürdig in Jehovas Augen” – und wir machen ihn mundtot, in welcher Form auch immer – was haben wir dann erreicht?

    Jesus sagt in diese Vers hier “trotzdem behaltet im Sinn, dass sich das Königreich Gottes genaht hat”.

    Auch wenn die Menschen das nicht zur Kenntnis nehmen wollten, so änderte das überhaupt nichts an Gottes Vorsatz. Das Königreich würde kommen.

    Und auch wenn wir denjenigen zum Schweigen bringen, der uns mit seinem Gerede von der Bibel auf den Keks geht – so ändert das überhaupt nichts daran, dass Jehova das, was wir tun, verabscheuungswürdig findet!

    “behaltet dies im Sinn!”

    Lukas 10:16

    Wer auf euch hört, hört [auch] auf mich. Und wer euch mißachtet, mißachtet [auch] mich. Und wer mich mißachtet, mißachtet [auch] den, der mich ausgesandt hat.“

  29. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:27 Link zum Kommentar

    Lukas 10:29-37

    29 Da aber der Mann beweisen wollte, daß er gerecht sei, sagte er zu Jesus: „Wer ist in Wirklichkeit mein Nächster?“ 30 In Erwiderung sagte Jesus: „Ein gewisser Mensch ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter Räuber, die ihn auszogen und ihm auch Schläge versetzten und weggingen und ihn halb tot zurückließen. 31 Nun traf es sich, daß ein gewisser Priester jenen Weg hinabging, doch als er ihn sah, ging er auf der entgegengesetzten Seite vorüber. 32 Ebenso ging auch ein Levit, als er an die Stelle hinabkam und ihn sah, auf der entgegengesetzten Seite vorüber. 33 Aber ein gewisser Samariter, der des Weges zog, kam zu ihm, und als er ihn sah, wurde er von Mitleid bewegt. 34 Und er trat an ihn heran und verband ihm seine Wunden, wobei er Öl und Wein auf sie goß. Dann hob er ihn auf sein eigenes Tier und brachte ihn in eine Herberge und sorgte für ihn. 35 Und am nächsten Tag zog er zwei Denare heraus, gab sie dem Herbergswirt und sprach: ‚Sorge für ihn, und was immer du darüber ausgibst, will ich dir zurückzahlen, wenn ich hierher zurückkomme.‘ 36 Wer von diesen dreien hat sich, wie es dir scheint, als Nächster des Mannes erwiesen, der unter die Räuber fiel?“ 37 Er sagte: „Derjenige, der ihm gegenüber barmherzig handelte.“ Darauf sprach Jesus zu ihm: „Geh hin, und handle selbst ebenso.“

    An diese Geschichte muss ich immer wieder denken, wenn ich höre oder lese dass es immer wieder jede Menge Schaulustige gibt, aber niemand etwas tut.

    “Ja, aber da sind ja so viele, soll doch ein anderer was tun. Ich weiss ja garnicht, was zu tun wäre”

    Ok, aber stehen bleiben und alles gut und aufmerksam beobachten, damit ich hinterher meinen Kumpels ausführlich davon berichten kann?

    Ich finde, jeder von uns hat eine Verantwortung und wenn wir sie nicht tragen wollen, dann gehen wir doch bitte weiter. Sonst könnte es passieren, dass auch wir zu denjenigen gehören, von denen andere denken, wir könnten ja was tun .

    Ich finde es furchtbar, wenn sich eine Menge “zusammenrottet” und alle schaulustig herumstehen, so dass der Eindruck entsteht, dass ja genügend Helfer da sind – und derjenige, der helfen würde weitergeht, weil er denkt, es helfen ja schon so viele.

    Bitte stehen wir nicht sensationsgeil herum, sondern tun wir etwas, und sei es nur, dass wir Hilfe holen und im Falle einer verletzten Person nah bei ihr bleiben und beruhigend auf sie einreden um ihr das Gefühl zu geben “du bist nicht allein”.

    Erweisen wir uns als “ein guter Nächster”!

  30. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:30 Link zum Kommentar

    Lukas 11:27-28

    Als er nun diese Dinge sagte, erhob eine gewisse Frau aus der Volksmenge ihre Stimme und sagte zu ihm: „Glücklich der Schoß, der dich getragen, und die Brüste, die du gesogen!“ 28 Er aber sprach: „Nein, glücklich sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es bewahren!“

    ein gutes Argument gegen den Marienkult

  31. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:37 Link zum Kommentar

    Lukas 11:34-36

    Die Lampe des Leibes ist dein Auge. Wenn dein Auge lauter ist, wird dein ganzer Leib ebenfalls licht sein; wenn es aber böse ist, ist auch dein Leib finster. 35 Sei daher wachsam. Vielleicht ist das Licht, das in dir ist, Finsternis. 36 Wenn nun dein ganzer Leib licht ist und gar keinen finsteren Teil hat, wird er ganz licht sein, so wie wenn eine Lampe dir durch ihre Strahlen Licht gibt.“

    besonders interessant hier der Vers 35

    Eine eindringliche Warnung an diejenigen, die sich selbst etwas vormachen.

    Ein lauteres Auge haben wir, wenn wir unseren Blick auf die richtigen Dinge lenken und darauf achten, dass wir unser Herz und Sinn mit den Dingen füllen und beschäftigt halten, die in Jehovas Augen annehmbar sind:

    Philipper 4:8-9

    Schließlich, Brüder, alles, was wahr, alles, was von ernsthaftem Interesse ist, alles, was gerecht, alles, was keusch, alles, was liebenswert ist, alles, worüber gut gesprochen wird, wenn es irgendeine Tugend und irgend etwas Lobenswertes gibt, diese Dinge erwägt weiterhin. 9 Die Dinge, die ihr gelernt und auch angenommen und gehört und in Verbindung mit mir gesehen habt, diese setzt in die Tat um, und der Gott des Friedens wird mit euch sein.

    ob wir das wirklich tun, ist dann an unseren Früchten zu erkennen

    Ausserdem ist uns der Kreiskongress “Bewahrt euch eure geistige Gesinnung” dabei eine Hilfe.

    Wie steht es mit uns? Ist der Kongress mit dem Schlußgebet für uns vorbei – oder denken wir noch lange darüber nach?

    Haben wir Notizen gemacht? Warum sie uns nicht hin und wieder anschauen und uns an den ermunternden Gedanken erfreuen?

  32. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:41 Link zum Kommentar

    Lukas 11:37-44

    37 Als er dies geredet hatte, bat ihn ein Pharisäer, bei ihm zu speisen. Da ging er hinein und lag zu Tisch. 38 Der Pharisäer war jedoch überrascht, als er sah, daß er sich vor dem Mittagessen nicht zuerst wusch. 39 Der Herr aber sprach zu ihm: „Nun, ihr Pharisäer, ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel, aber euer Inneres ist voll Raub und Bosheit. 40 Ihr Unvernünftigen! Hat nicht der, der das Äußere machte, auch das Innere gemacht? 41 Gebt jedoch als Gaben der Barmherzigkeit die Dinge, die darin sind, und siehe, alle [anderen] Dinge an euch sind rein. 42 Wehe aber euch, ihr Pharisäer, denn ihr gebt den Zehnten von der Minze und der Raute und von jedem [anderen] Gartengewächs, übergeht aber das Recht und die Liebe Gottes! Diese Dinge wart ihr zu tun verpflichtet, doch jene anderen Dinge solltet ihr nicht unterlassen. 43 Wehe euch, ihr Pharisäer, denn ihr liebt die vorderen Sitze in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Marktplätzen! 44 Wehe euch, denn ihr seid wie jene Gedächtnisgrüfte, die nicht erkennbar sind, so daß Leute darüber hingehen, ohne [es] zu wissen!“

    guter Vergleich

    Wenn ich also als Eltern dafür sorge, dass meine Kinder bloss nicht zur Weihnachtsfeier in der Schule gehen und sie in der Adventszeit jegliche Teilnahe am Kunstunterricht verweigern – immerhin malen meine Kinder keine Tanne, denn das ist ja ein Weihnachtbaum und hat mit Weihnachten zu tun – aber meine Kinder fallen ansonsten übers Jahr dadurch auf, dass sie ihren Mitschülern das Etui klauen, sie sich mit anderen Kindern laufend streiten usw. – gleichen wir dann nicht den Pharisäern hier?

    Was bringen wir unseren Kids bei? Das äußere Einhalten der Maßstäbe meiner Religion – oder zu verstehen, wie Jehova denkt und entsprechend zu handeln?

    Dürfen wir uns wirklich zu Recht darüber aufregen, weil die Kunstlehrerin unserer Kinder ihnen eine schlechte Note in Kunst gibt, weil sie sich weigern, in dieser Zeit mitzumachen “weil ich bin ja ein Zeuge Jehovas” – meine Kinder aber das ganze Jahr über nicht danach leben?

    Wie denkt Jehova wohl über mich und meine Kinder?

    Könnte ich mich in dieser Hinsicht noch verbessern?

  33. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:44 Link zum Kommentar

    Lukas 12:1-3

    Als sich unterdessen die Volksmenge zu so vielen Tausenden versammelt hatte, daß sie einander traten, fing er an, zuerst zu seinen Jüngern zu sagen: „Nehmt euch vor dem Sauerteig der Pharisäer in acht, der Heuchelei ist. 2 Doch da ist nichts sorgsam verhüllt, was nicht geoffenbart werden wird, und verborgen, was nicht bekanntwerden wird. 3 Darum wird das, was ihr in der Finsternis redet, im Licht gehört werden, und was ihr in privaten Räumen flüstert, wird von den Hausdächern gepredigt werden.

    gehören vielleicht wir selbst zu denjenigen, die nur Heuchler sind und nur so tun, als würden wir Jehova anbeten – aber in Wirklichkeit sind wir willige Werkzeuge des Satans?

    Machen wir uns nichts vor: Jehova sieht längst was wir tun und urteilt uns gemäß unserem Handeln und unserer innerer Einstellung. Wir können IHM nichts vormachen!

    Warum nicht einfach uns und unser Leben ändern, damit wir wieder in Gottes Liebe gelangen?

  34. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:47 Link zum Kommentar

    Lukas 12:8-9

    Ich sage euch nun: Jeder, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, wird auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. 9 Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, wird vor den Engeln Gottes verleugnet werden.

    ah ja, hier steht es ja

    “wenn ich ein Zeuge Jehovas bin, kann mir nichts passieren, denn ich bekenne ja, dass ich Jeus nachfolge – also wird auch er Jehova sagen, dass ich ein guter Zeuge Jehovas bin”.

    Denken wir vielleicht so?

    Glauben wir das wirklich?

    Jesus hat immer wieder gesagt, wie wichtig es ist, dass wir den Willen seine Vaters tun. Denken wir auch an Matthäus 7:15-27

    Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. 16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? 17 Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor; 18 ein guter Baum kann nicht wertlose Frucht tragen, noch kann ein fauler Baum vortreffliche Frucht hervorbringen. 19 Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 20 Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen.

    21 Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

    24 Jeder nun, der diese meine Worte hört und danach handelt, wird mit einem verständigen Mann verglichen, der sein Haus auf den Felsen baute. 25 Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und schlugen gegen jenes Haus, aber es stürzte nicht ein, denn es war auf den Felsen gegründet worden. 26 Ferner wird jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, mit einem törichten Mann verglichen, der sein Haus auf den Sand baute. 27 Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus, und es stürzte ein, und sein Zusammensturz war groß.“

    und nun? Wie passt dies mit dem Text aus Lukas zusammen?

    Glauben wir immer noch, dass es reicht, dass wir uns nach Jehovas Namen nennen – aber ansonsten leben, wie es uns passt, hauptsache der äußere Anchein bleibt gewahrt?

    Sind wir bereit umzudenken?

    Oder gleichen wir eher den Pharisäern?

  35. Juleam 31. Oktober 2009 um 21:51 Link zum Kommentar

    Lukas 12:40

    Haltet auch ihr euch bereit, denn zu einer Stunde, da ihr es nicht für wahrscheinlich haltet, kommt der Menschensohn.“

    eigentlich zeigt ja dieser Text, wie unsinnig die ganzen Berechnungen sind, die immer wieder angestellt werden um zu ermitteln, wann Harmagedon denn kommt.

    Jesus sagt hier, es käme zu einer Stunde, wo wir es nicht für wahrscheinlich halten.

    Wie steht es da also mit unseren Überlegungen “Harmagedon kann ja noch lange nicht kommen, denn erst muss ja der Angrif auf die Religionen kommen und dann der Angriff auf Gottes Volk. Das dauert doch noch, also kommt es so schnell nicht”?

    Jesus sagte, es käme, wenn wir es nicht erwarten.

    Erweisen wir uns “als bereit”?

    Leben wir bereits heute so dass Haragedon noch heute kommen könnte?

    Lukas 12:41-48

    Dann sagte Petrus: „Herr, sagst du dieses Gleichnis für uns oder auch für alle?“ 42 Und der Herr sprach: „Wer ist in Wirklichkeit der treue Verwalter, der verständige, den sein Herr über seine Dienerschaft setzen wird, um ihnen fortwährend ihr Maß an Speisevorrat zur rechten Zeit zu geben? 43 Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft so tuend findet. 44 Ich sage euch in Wahrheit: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen. 45 Wenn aber jener Sklave in seinem Herzen je sagen sollte: ‚Mein Herr verzögert sein Kommen‘ und anfangen sollte, die Knechte und die Mägde zu schlagen und zu essen und zu trinken und trunken zu werden, 46 so wird der Herr dieses Sklaven an einem Tag kommen, an dem er [ihn] nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt, und er wird ihn mit der größten Strenge bestrafen und ihm ein Teil mit den Untreuen zuweisen. 47 Dann wird jener Sklave, der den Willen seines Herrn verstand, sich aber nicht bereit machte noch nach dessen Willen handelte, viele Schläge erhalten. 48 Derjenige aber, der [ihn] nicht verstand und so Dinge tat, die Schläge verdienten, wird wenige erhalten. In der Tat, von jedem, dem viel gegeben wurde, wird viel verlangt werden; und wen man über vieles setzt, von dem wird man mehr als das Übliche verlangen.

  36. Juleam 31. Oktober 2009 um 22:14 Link zum Kommentar

    Lukas 13:10-17

    Nun lehrte er am Sabbat in einer der Synagogen. 11 Und siehe, eine Frau, die achtzehn Jahre lang einen Geist der Schwachheit hatte, und sie war zusammengekrümmt und unfähig, sich selbst überhaupt aufzurichten. 12 Als er sie sah, wandte sich Jesus an sie und sprach zu ihr: „Frau, du bist von deiner Schwäche befreit.“ 13 Und er legte ihr die Hände auf; und augenblicklich richtete sie sich auf und begann Gott zu verherrlichen. 14 Der Synagogenvorsteher aber, unwillig darüber, daß Jesus am Sabbat die Heilung vollbrachte, begann als Antwort zu der Volksmenge zu sagen: „Sechs Tage sind da, an denen man arbeiten soll; an diesen also kommt und werdet geheilt und nicht am Sabbattag.“ 15 Der Herr antwortete ihm jedoch und sprach: „Heuchler, bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Stier oder seinen Esel von der Krippe los und führt ihn weg, um ihn zu tränken? 16 War es also nicht angebracht, daß diese Frau, die eine Tochter Abrahams ist und die der Satan, siehe, achtzehn Jahre gebunden hielt, von dieser Fessel am Sabbattag gelöst werde?“ 17 Als er nun diese Dinge sagte, begannen sich alle seine Gegner zu schämen; die ganze Volksmenge aber begann sich über all die herrlichen Taten, die durch ihn geschahen, zu freuen.

    hier wird wieder mal ganz klar, wessen Geistes Kind jeder der Beteiligten ist.

    Was erkennen andere bei uns?

    Als wessen Geistes Kind machen uns unsere Taten und Worte kenntlich?

  37. Juleam 31. Oktober 2009 um 22:20 Link zum Kommentar

    Lukas 13:22-30

    Und er zog von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte und setzte seine Reise nach Jerusalem fort. 23 Nun sagte jemand zu ihm: „Herr, sind derer wenige, die gerettet werden?“ Er sprach zu ihnen: 24 „Ringt danach, durch die enge Tür einzugehen, denn viele, sage ich euch, werden hineinzukommen suchen, werden es aber nicht vermögen, 25 wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat und ihr anfangt, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: ‚Herr, öffne uns.‘ Er wird euch aber als Antwort sagen: ‚Ich weiß nicht, woher ihr seid.‘ 26 Dann werdet ihr anfangen zu sagen: ‚Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und du hast auf unseren breiten Straßen gelehrt.‘ 27 Er aber wird reden und zu euch sagen: ‚Ich weiß nicht, woher ihr seid. Geht weg von mir, all ihr Täter der Ungerechtigkeit!‘ 28 Dort wird [euer] Weinen und [euer] Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Königreich Gottes seht, euch selbst aber hinausgeworfen. 29 Ferner werden Leute aus östlichen und westlichen Gegenden und von Norden und Süden kommen und werden zu Tisch liegen im Königreich Gottes. 30 Und siehe, es gibt Letzte, die Erste sein werden, und es gibt Erste, die Letzte sein werden.“

    ringen wir danach, durch die enge Tür einzutreten?

    Oder reicht es uns, auf dem breiten Weg zu gehen und meinen, wir könnten im letzten Moment schnell durch das enge Tor springen?

    Zum einen sagte Jesus, wir müssten danach ringen – also nix mit mal eben schnell springen – und um anderen drifften der breite und der enge Weg immer mehr auseinander, so dass schon allein aufgrund der immensen Entfernung voneinander kein “schneller Sprung im letzten Moment” möglich ist.

    Sind wir uns wirklich darüber im Klaren?

    Handeln wir auch entsprechend?

  38. Juleam 1. November 2009 um 15:40 Link zum Kommentar

    Lukas 14 – 17

    Lukas 14:7-11

    Dann fuhr er fort, den Eingeladenen ein Gleichnis zu erzählen, da er bemerkte, wie sie sich die hervorragendsten Plätze auswählten, indem er zu ihnen sagte: 8 „Wenn du von jemandem zu einem Hochzeitsfest eingeladen bist, so lege dich nicht an dem hervorragendsten Platz nieder. Vielleicht mag ein Vornehmerer als du zur gleichen Zeit von ihm eingeladen worden sein, 9 und der dich und ihn eingeladen hat, wird kommen und zu dir sagen: ‚Laß diesen den Platz haben.‘ Und dann wirst du beschämt davongehen, um den untersten Platz einzunehmen. 10 Wenn du aber eingeladen bist, so geh und leg dich auf den untersten Platz, damit, wenn der kommt, der dich eingeladen hat, er zu dir sage: ‚Freund, rück höher hinauf.‘ Dann wirst du vor allen Mitgästen geehrt sein. 11 Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“

    wie könnte das mich heute ganz persönlich betreffen?

    Lukas 14:12-14

    Darauf fuhr er fort, auch zu dem, der ihn eingeladen hatte, zu sagen: „Wenn du ein Mittag- oder ein Abendessen veranstaltest, so rufe weder deine Freunde noch deine Brüder, noch deine Verwandten, noch reiche Nachbarn herbei. Vielleicht könnten sie auch dich wieder einmal einladen, und es würde dir Vergeltung zuteil. 13 Sondern wenn du ein Gastmahl veranstaltest, so lade Arme, Krüppel, Lahme, Blinde ein, 14 und du wirst glücklich sein, weil sie nichts haben, dir zu vergelten. Denn es wird dir in der Auferstehung der Gerechten vergolten werden.“

    heisst das, dass es verkehrt ist, wenn ich meine Freunde und Familie einlade oder einfach Menschen, die ich mag?

    Worum ging es hier eigentlich?

    Wir sollten bei Einladungen nicht berechnend sein. Wie könnte das denn sein?

    Wenn ich meine Hochzeit plane – wonach stelle ich dann die Gästeliste auf? Könnte es sein, dass sich einige Namen nur deshalb auf der Liste finden lassen, weil wir uns davon persönliche Vorteile erhoffen, wie z.B. ein dickes Geschenk oder besere Auffstiegschancen, indem ich meinen Arbeitgeber einlade oder betimmte Älteste, die über mein mögliches Dienstamt entscheiden könnten?

    Lade ich bestimmte Leute ein, weil ich hoffe, in eine bestehende Clique zu gelangen? Wie ist es mit Jugendlichen – laden sie bestimmte Personen ein, weil die cool sind und sie selbst daimt mehr Ansehen unter ihren Freunden bekommen?

    Jesus spricht hier die Gastreundschaft an, die uns gebietet, anderen Gutes zu tun, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten.

    Fällt uns dieser Gedanke schwer?

  39. Juleam 1. November 2009 um 15:45 Link zum Kommentar

    Lukas 14:26

    26 „Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und [seine] Mutter und [seine] Frau und [seine] Kinder und [seine] Brüder und [seine] Schwestern, ja selbst seine eigene Seele, so kann er nicht mein Jünger sein.

    fordert Jesus hier wirklich zu dem auf, wonach es im ersten Moment aussieht?

    Querverweise

    Rbi8 Lukas 14:26

    (5. Mose 33:9) Dem Mann, der zu seinem Vater und zu seiner Mutter sprach: ‚Ich habe ihn nicht gesehen.‘ Selbst seine Brüder erkannte er nicht an, Und seine Söhne kannte er nicht. Denn sie bewahrten deine Rede, Und deinen Bund beobachteten sie fortgesetzt.

    (Matthäus 10:37) Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig.

    (Lukas 18:29) Er sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: Da ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder um des Königreiches Gottes willen verlassen hat,

    (Johannes 12:25) Wer seine Seele liebhat, vernichtet sie; wer aber seine Seele in dieser Welt haßt, wird sie zum ewigen Leben bewahren.

    Lukas 14:25-31

    Große Volksmengen zogen nun mit ihm, und er wandte sich um und sprach zu ihnen: 26 „Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und [seine] Mutter und [seine] Frau und [seine] Kinder und [seine] Brüder und [seine] Schwestern, ja selbst seine eigene Seele, so kann er nicht mein Jünger sein. 27 Wer nicht seinen Marterpfahl trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein. 28 Zum Beispiel: Wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst nieder und berechnet die Kosten, um zu sehen, ob er genug habe, ihn zu vollenden? 29 Sonst könnte er den Grund dazu legen, aber nicht imstande sein, ihn zu Ende zu bringen, und alle Zuschauenden könnten anfangen, ihn zu verspotten 30 und zu sagen: ‚Dieser Mensch fing an zu bauen, konnte [es] aber nicht zu Ende bringen.‘ 31 Oder welcher König, der auszieht, um mit einem anderen König im Krieg zusammenzutreffen, setzt sich nicht zuerst nieder und hält Rat, ob er imstande ist, sich mit zehntausend Mann mit dem zu messen, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? 32 In der Tat, wenn er es nicht tun kann, dann schickt er, während jener noch weit weg ist, eine Gesandtschaft hin und wirbt um Frieden. 33 Somit könnt ihr sicher sein, daß keiner von euch, der nicht seiner ganzen Habe Lebewohl sagt, mein Jünger sein kann.

    hier im Zusammenhang ist schon eher zu verstehen, worum es Jesus in Wirklichkeit geht

  40. Juleam 1. November 2009 um 15:52 Link zum Kommentar

    Lukas 15:11-32

    Danach sprach er: „Ein gewisser Mensch hatte zwei Söhne. 12 Und der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: ‚Vater, gib mir den Anteil des Eigentums, der mir zukommt.‘ Darauf teilte er seine Mittel zum Lebensunterhalt unter sie. 13 Später, nicht viele Tage danach, packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste fort in ein fernes Land und verschwendete dort sein Eigentum, indem er ein ausschweifendes Leben führte. 14 Als er alles verbraucht hatte, entstand eine schwere Hungersnot in jenem ganzen Land; und er fing an, Not zu leiden. 15 Er ging sogar hin und schloß sich einem der Bürger jenes Landes an, und er sandte ihn auf seine Felder, damit er Schweine hüte. 16 Und er begehrte jeweils, sich mit den Johannisbrotschoten zu sättigen, die die Schweine fraßen, und niemand gab ihm [welche].

    17 Als er zur Besinnung kam, sagte er: ‚Wie viele Lohnarbeiter meines Vaters haben Brot in Fülle, während ich hier vor Hunger zugrunde gehe! 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater ziehen und zu ihm sagen: „Vater, ich habe gegen den Himmel und gegen dich gesündigt. 19 Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden. Halte mich wie einen deiner Lohnarbeiter.“ ‘ 20 Er machte sich also auf und ging zu seinem Vater. Als er noch weit weg war, erblickte ihn sein Vater und wurde von Mitleid bewegt, und er lief und fiel ihm um den Hals und küßte ihn zärtlich. 21 Da sagte der Sohn zu ihm: ‚Vater, ich habe gegen den Himmel und gegen dich gesündigt. Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden. Halte mich wie einen deiner Lohnarbeiter.‘ 22 Der Vater aber sagte zu seinen Sklaven: ‚Schnell! Bringt ein langes Gewand heraus, das beste, und kleidet ihn damit, und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße. 23 Und bringt den gemästeten jungen Stier her, schlachtet ihn, und laßt uns essen und fröhlich sein, 24 denn dieser mein Sohn war tot und kam wieder zum Leben; er war verloren und wurde gefunden.‘ Und sie fingen an, fröhlich zu sein.

    25 Nun war sein älterer Sohn auf dem Feld; und als er kam und sich dem Haus näherte, hörte er Konzertklänge und Tanz. 26 Da rief er einen von den Knechten herbei und erkundigte sich, was diese Dinge bedeuteten. 27 Er sprach zu ihm: ‚Dein Bruder ist gekommen, und weil dein Vater ihn gesund zurückerhalten hat, hat er den gemästeten jungen Stier geschlachtet.‘ 28 Er aber wurde zornig und wollte nicht hineingehen. Da kam sein Vater heraus und begann ihm zuzureden. 29 Als Antwort sagte er zu seinem Vater: ‚Sieh, ich habe so viele Jahre wie ein Sklave für dich gearbeitet, und kein einziges Mal habe ich dein Gebot übertreten, und doch hast du mir kein einziges Mal ein Böckchen gegeben, damit ich mit meinen Freunden hätte fröhlich sein können. 30 Sobald aber dieser dein Sohn, der deine Mittel zum Lebensunterhalt mit Huren verpraßt hat, angekommen ist, hast du den gemästeten jungen Stier für ihn geschlachtet.‘ 31 Darauf sprach er zu ihm: ‚Kind, du bist immer bei mir gewesen, und alles, was mein ist, ist dein; 32 aber wir mußten einfach fröhlich sein und uns freuen, denn dieser dein Bruder war tot und kam zum Leben, und er war verloren und wurde gefunden.‘ “

    erinnern wir noch daran, wie wir diesen Text als Hörspiel im Sommer auf dem Konress gehört haben?

    Erinnern wir uns noch an das zeitgemäße biblische Drama, das wir im Anschluß daran gesehen haben?

    Erinnern wir uns noch an unsere eigenen Gefühle dabei? Was uns dabei duch den Kopf ging, an welcher Stelle wir Gänsehaut bekommen haben?

    Mit welcher der Personen im Drama konnten wir uns identifizieren?

    Welche Lehre für uns selbst haben wir daraus gezogen?

  41. Juleam 1. November 2009 um 16:00 Link zum Kommentar

    Lukas 16:14-15

    Die Pharisäer nun, die geldliebend waren, hörten alle diese Dinge, und sie begannen ihn zu verhöhnen. 15 Er sagte deshalb zu ihnen: „Ihr seid es, die sich vor Menschen selbst gerechtsprechen, aber Gott kennt euer Herz; denn was bei den Menschen hoch ist, ist etwas Abscheuliches in Gottes Augen.

    … ohne Worte …

    Lukas 15:18

    Jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch, und wer eine von ihrem Mann Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.

    heisst das dann, dass die katholische Kirche Recht hat, wenn sie Geschiedenen verbietet, noch einmal zu heiraten?

    Was hatte Jesus hier im Sinn, als er dies sagte?

    An anderer Stelle sagt er, dass jemand der sich scheiden lässt, ohne dass der Grund der Hurerei vorliegt und dann jemand anderes heiratet – dass dieser Mensch Ehebruch begeht.

    Eigentlich eine logische Sache, denn er bricht die Ehe um einen anderen zu heiraten, der ihm besser zusagt. Und dies ist sehr herzlos. Nicht nur dem verlassenen Ehepartner gegenüber, sondern auch den Kindern, denen er die Familie zertört und den anderen Elternteil buchstäblich wegnimmt.

    Daher verurteilt Jehova solche Personen auch auf eine so harte Weise.

    Leider sind es in der Regel auch diese Ehebrecher, die nicht nur in sexueller Hinsicht die Ehe brechen, sondern auch die gesetzliche Scheidung einleiten und damit die Familie trennen und die Kinder des anderen Elternteils berauben.

    Wäre es da nicht ganz besonders herzlos, wenn Jehova den verlassenen Ehepartner verurteilen würde, wenn dieser nun noch mal jemand findet, der ihn zu schätzen weiss und sein Leben mit ihm teilen will?

    Wer Jehova kennen gelernt hat und wie er denkt und fühlt, der weiss, dass Jesus mit diesen Worten nicht den unschuldigen verlassenen Ehepartner im Sinn gehabt hatte – sondern die Ehebrecher, die sich nun in der neuen Ehe verwirklichen wollen.

    Finden wir dieses Urteil wirklich hart und unfair?

    Sehen wir, was für ein liebevoller und barmherziger Gott Jehova ist, der alles aufs schärfte verurteilt, was Menschen tun womit sie anderen schaden?

  42. Juleam 2. November 2009 um 16:07 Link zum Kommentar

    Lukas 18 – 21

    Lukas 18:9-14

    Er redete aber auch zu einigen, die auf sich selbst vertrauten, daß sie gerecht seien, und die übrigen für nichts hielten, in diesem Gleichnis: 10 „Zwei Menschen gingen in den Tempel hinauf, um zu beten, der eine ein Pharisäer und der andere ein Steuereinnehmer. 11 Der Pharisäer stand da und begann folgendes bei sich zu beten: ‚O Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Erpresser, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Steuereinnehmer. 12 Ich faste zweimal in der Woche, ich gebe den Zehnten von allem, was ich erwerbe.‘ 13 Der Steuereinnehmer aber, der in einiger Entfernung stand, wollte nicht einmal seine Augen zum Himmel erheben, sondern schlug sich wiederholt an die Brust und sprach: ‚O Gott, sei mir, einem Sünder, gnädig.‘ 14 Ich sage euch: Dieser ging als gerechter erwiesen als jener in sein Haus hinab; denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“

    hier können wir gleich zwei Dinge lernen:

    Die Handlungen, wegen denen sich der Parisäer selbst für gerecht hielt, sind rein äußerliche Dinge, die nichts mit seiner persönlichen Liebe Jehova gegenüber zu tun haben.

    Wir könnten ihm ungewollt gleichen, wenn wir denken, es reiche, die äußerlichen Erfordernisse eines Zeugen Jehoas zu erfüllen, indem wir zu den Zusamenkünften gehen, einen gewissen Anteil am Predigtwerk haben und getauft sind. Aber Jesus sagte, wir müssten den Willen des Vaters tun, ansonsten kennt er uns nicht!

    Der andere Punkt ist der, dass wir nicht zu sehr nach rechts und links schauen sollten.

    Manchmal denke ich, es wäre ganz gut, wenn wir uns in gewisser Hinsicht Scheuklappen anlegen würden. Damit meine ich jetzt nicht, dass wir für die Not und das Leid unserer Brüder blind sein sollten. Im Gegenteil!

    Aber wir sollten uns nicht zu sehr damit aufhalten, was unsere Brüder so alles falsch machen oder ob ich die Maßstäbe im Vergleich mit Bruder Leichtfuß ganz gut auslebe und daher garnicht soo schlimm bin.

    Diese Scheuklappen, die ich meine, sollten unseren Blick einzig und allein auf Jehova und seine Maßstäbe gerichtet halten. Wichtig ist, wie Jehova mich sieht und nicht, ob der Bruder neben mir noch schlimmer ist.

    Konzentrieren wir uns darauf, dass wir die Maßstäbe Jehovas so gut wie möglich einhalten, ganz egal, was die anderen Brüder tun.

    Auch wenn es in meiner Heimatversammlung üblich sein sollte, dass Jugendliche im nicht-heiratsfähigen-Alter miteinander gehen, dass Frauen einfach ihre Männer verlassen, weil sie ihrer Meinung nach nicht gut genug behandelt werden, wenn Verheiratete frech mit anderen flirten und ähnliche Dinge – so wissen wir doch, dass dies Jehova nicht gefällt und werden uns hüten, ähnlich zu handeln.

    Diese Personen haben heute scheinbar keine Konsequenzen innerhalb der Versammlung zu befürchten, aber dies ändert überhaupt nichts daran, wie Jehova sie sieht!

    Verschwenden wir bitte nicht unsere Zeit und Energie darauf zu gucken, wie schlecht die Brüder um uns herum handeln. Jeder ist für sich selbst Jehova Rechenschaft pflichtig! Also konentrieren wir uns lieber darauf, dass wir uns in Jehovas Liebe bewahren.

    Was nicht bedeutet, dass wir wegsehen, wenn ganz offenichtliches Unrecht geschieht Das müssen wir selbstverständlich den Ältesten melden, damit die die Versammlung rein erhalten können und Jehova ihr nicht seinen Segen entzieht (siehe Achan).

  43. Juleam 2. November 2009 um 16:10 Link zum Kommentar

    Lukas 18:18-20

    Und ein gewisser Vorsteher fragte ihn, indem er sprach: „Guter Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?“ 19 Jesus sagte zu ihm: „Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, Gott. 20 Du kennst die Gebote: ‚Begehe nicht Ehebruch‘, ‚Morde nicht‘, ‚Stiehl nicht‘, ‚Lege nicht falsches Zeugnis ab‘, ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter‘.“

    dies heisst im Umkehrschluss auch: wer solche Dinge tut, ist kein guter Anbeter Jehovas – auch dann nicht, wenn er das von sich selbst glaubt!

    Es gibt keine Entschuldigung für so ein verwerfliches Handeln und wenn wir es nicht schleunigst bereuen, werden wir die Segnungen von Gottes Königreich auf garkeinen Fall geniessen!

    Machen wir uns also bitte nichts vor!

  44. Juleam 2. November 2009 um 16:15 Link zum Kommentar

    Lukas 18:18-22

    Und ein gewisser Vorsteher fragte ihn, indem er sprach: „Guter Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?“ 19 Jesus sagte zu ihm: „Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, Gott. 20 Du kennst die Gebote: ‚Begehe nicht Ehebruch‘, ‚Morde nicht‘, ‚Stiehl nicht‘, ‚Lege nicht falsches Zeugnis ab‘, ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter‘.“ 21 Darauf sprach er: „Alle diese habe ich von Jugend an gehalten.“ 22 Nachdem er das gehört hatte, sagte Jesus zu ihm: „Eins fehlt dir noch: Verkauf alles, was du hast, und verteil es an Arme, und du wirst einen Schatz in den Himmeln haben; und komm, folge mir nach!“ 23 Als er das hörte, wurde er tief betrübt, denn er war sehr reich.

    dau ein kleiner Auszug aus dem Buch “Komm, folge mir nach!” welches wir im neuen Jahr studieren werden:


    Die beste Einladung aller Zeiten

    5 Jesus wies auf die Heilige Schrift hin und machte deutlich, dass sein Vater über die wichtige Frage, wie man ewiges Leben erlangen kann, bereits Aufschluss gegeben hatte. Der junge Mann beteuerte, er habe das mosaische Gesetz immer befolgt. Jesus konnte jedoch tiefer blicken; er sah in sein Herz (Johannes 2:25). Er bemerkte bei dem Vorsteher ein geistiges Problem, und zwar ein schwerwiegendes. Deshalb sagte er: “Eines fehlt dir.” Was meinte Jesus mit “eines”? Er forderte den Mann auf: “Geh, verkauf, was du hast, und gib den Armen” (Markus 10:21). Wollte Jesus damit sagen, dass man völlig mittellos sein muss, um Gott zu dienen? Nein. Er stellte etwas sehr Wichtiges heraus.

    6 Um zu zeigen, was dem Mann fehlte, machte ihm Jesus ein großartiges Angebot: “Komm, folge mir nach.” Das muss man sich einmal vorstellen: Der Sohn Gottes, des Höchsten, lud diesen Mann höchstpersönlich ein, ihm nachzufolgen! Außerdem versprach er ihm einen unglaublich großen Lohn. Er sagte: “Du wirst einen Schatz im Himmel haben.” Nahm der reiche junge Vorsteher Jesu ehrenvolle Einladung an? Der Bibelbericht sagt: “Bei diesem Wort [wurde er] traurig und ging betrübt weg; denn er hatte viele Besitztümer” (Markus 10:21, 22). Durch die unerwartete Aufforderung Jesu kam ein tief sitzendes Problem ans Tageslicht. Der Mann hing zu sehr an seinem Besitz und zweifellos auch an der Macht und dem Ansehen, die damit verbunden waren. Leider war seine Liebe zu alldem viel größer als seine Liebe zu Christus. Das “eine”, das ihm fehlte, war also rückhaltlose, selbstlose Liebe zu Jesus und zu Jehova. Deshalb schlug er die beste Einladung seines Lebens aus. Was hat das mit uns heute zu tun?

    7 Jesu Einladung galt nicht nur dem jungen Vorsteher, noch war sie auf einige wenige Personen beschränkt. Er sagte: “Wenn jemand mir nachkommen will, so . . . folge [er] mir beständig” (Lukas 9:23). Jeder kann also Christi Nachfolger werden, sofern er es wirklich “will”. Aufrichtige Menschen lassen sich von Gott zu Jesus ziehen (Johannes 6:44). Das trifft nicht nur auf Reiche zu, nicht nur auf Arme, nicht nur auf Menschen einer bestimmten Rasse oder Nation und auch nicht nur auf die Menschen der damaligen Zeit – alle sind eingeladen, Jesus nachzufolgen. Somit gelten Jesu Worte “Komm, folge mir nach” auch uns heute.

    Liebe ich Jehova ohne Einschränkungen – oder sind mir andere Dinge wichtiger?

    Dreht sich mein ganzes Leben um Jehova – oder nur dann, wenn es keine Opfer erfordert?

  45. Juleam 2. November 2009 um 16:20 Link zum Kommentar

    Lukas 19:1-10

    Und er kam nach Jericho hinein und ging hindurch. 2 Nun war da ein Mann namens Zachaus; und er war ein Obersteuereinnehmer, und er war reich. 3 Er versuchte nun zu sehen, wer dieser Jesus sei, konnte es aber nicht wegen der Volksmenge, weil er klein war von Gestalt. 4 Da lief er voraus zu einer weiter vorn liegenden Stelle und kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn zu sehen, denn er war im Begriff, auf diesem Weg vorbeizukommen. 5 Als Jesus nun an die Stelle kam, blickte er auf und sagte zu ihm: „Zachaus, beeil dich und steig herab, denn heute muß ich mich in deinem Haus aufhalten.“ 6 Darauf stieg er eilends herab und nahm ihn mit Freuden als Gast auf. 7 Alle aber, die [es] sahen, begannen zu murren und sprachen: „Bei einem Mann, der ein Sünder ist, ist er eingekehrt, um Unterkunft zu nehmen.“ 8 Zachaus aber stand auf und sagte zum Herrn: „Siehe! Die Hälfte meiner Habe, Herr, gebe ich den Armen, und was immer ich von jemand durch falsche Anklage erpreßt habe, erstatte ich vierfach.“ 9 Darauf sprach Jesus zu ihm: „An diesem Tag ist diesem Hause Rettung widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist. 10 Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren war.“

    wir alle kennen diese Geschichte, daher möchte ich hier besonders den Vers 8 hervorheben

    Hier wird ganz deutlich gezeigt, was Jehova von uns erwartet, wenn wir unsere Sünden wirklich bereuen und aufrichtig von unserem verkehrten Weg umkehren möchten:

    Falls wir einer anderen Person geschadet haben, müssen wir den Schaden wieder gut machen – und zwar auf unsere eigene Initiative hin!

    Nur dann können wir wieder in Gottes Liebe gelangen!

    Falls wir dazu nicht bereit sind, sollten wir uns ernsthaft fragen, ob wir wirklich aufrichtig bereuen und von ganzem Herzen umkehren wollen

  46. Juleam 2. November 2009 um 16:24 Link zum Kommentar

    Lukas 20:19-20

    Die Schriftgelehrten und die Oberpriester suchten nun in derselben Stunde, Hand an ihn zu legen, aber sie fürchteten das Volk; denn sie merkten, daß er sie im Sinn hatte, als er dieses Gleichnis sprach. 20 Und nachdem sie ihn genau beobachtet hatten, sandten sie Männer hin, die insgeheim dazu angestellt worden waren, sich als Gerechte auszugeben, damit sie ihn in der Rede fangen und ihn dann der Regierung und der Gewalt des Statthalters übergeben könnten.

    schon damals haben sich welche unter diejenigen eingeschlichen, die Jehova in Wahrheit anbeten wollten – um Unruhe zu stiften und zu zerstören!

    Lukas 20:19-26

    Die Schriftgelehrten und die Oberpriester suchten nun in derselben Stunde, Hand an ihn zu legen, aber sie fürchteten das Volk; denn sie merkten, daß er sie im Sinn hatte, als er dieses Gleichnis sprach. 20 Und nachdem sie ihn genau beobachtet hatten, sandten sie Männer hin, die insgeheim dazu angestellt worden waren, sich als Gerechte auszugeben, damit sie ihn in der Rede fangen und ihn dann der Regierung und der Gewalt des Statthalters übergeben könnten.

    21 Und sie fragten ihn und sprachen: „Lehrer, wir wissen, daß du richtig redest und lehrst und keine Parteilichkeit bekundest, sondern den Weg Gottes der Wahrheit gemäß lehrst: 22 Ist es uns erlaubt, Cäsar Steuer zu zahlen, oder nicht?“ 23 Er aber durchschaute ihre List und sprach zu ihnen: 24 „Zeigt mir einen Denar. Wessen Bild und Aufschrift trägt er?“ Sie sprachen: „Cäsars.“ 25 Er sprach zu ihnen: „Zahlt also auf jeden Fall Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott.“ 26 Sie konnten ihn also nicht bei diesem Ausspruch vor dem Volk fangen, sondern sie staunten über seine Antwort und schwiegen.

  47. Juleam 2. November 2009 um 16:27 Link zum Kommentar

    Lukas 21:1-4

    Als er dann aufblickte, sah er, wie die Reichen ihre Gaben in die Schatzkästen warfen. 2 Dann sah er, wie eine gewisse bedürftige Witwe zwei kleine Münzen von ganz geringem Wert dort einwarf, 3 und er sprach: „Ich sage euch in Wahrheit: Diese Witwe hat, obwohl sie arm ist, mehr eingeworfen als sie alle. 4 Denn alle diese warfen Gaben von ihrem Überfluß ein, diese [Frau] aber hat aus ihrem Mangel alles eingeworfen, was sie für den Lebensunterhalt besaß.“

    geben wir auch Jehova alles, was wir haben – oder speisen wir ihn mit den Resten ab?

    Was sagt unser Einsatz im Predigtwerk über uns aus?

    Wie steht es mit unserem persönlichen Verhältnis zu Jehova und unserem persönlichen Studium?

    Haben wir auch Anteil an den guten Taten, die nicht in unserem Monatsbericht auftauchen, wie z.B. Besuch bei Alten und Kranken?

  48. Juleam 3. November 2009 um 10:43 Link zum Kommentar

    Lukas 22 – 24

    Lukas 22:14-23

    14 Als schließlich die Stunde kam, legte er sich zu Tisch und die Apostel mit ihm. 15 Und er sprach zu ihnen: „Ich habe sehnlich begehrt, dieses Passah mit euch zu essen, bevor ich leide; 16 denn ich sage euch: Ich werde es nicht wieder essen, bis es erfüllt wird im Königreich Gottes.“ 17 Und er nahm einen Becher entgegen, dankte und sprach: „Nehmt diesen, und reicht ihn unter euch von einem zum anderen; 18 denn ich sage euch: Von nun an werde ich nicht wieder von dem Erzeugnis des Weinstocks trinken, bis das Königreich Gottes gekommen ist.“

    19 Auch nahm er ein Brot, dankte, brach es und gab es ihnen, indem er sprach: „Dies bedeutet meinen Leib, der zu euren Gunsten gegeben wird. Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ 20 Ferner den Becher nach dem Abendmahl, indem er sprach: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes, das zu euren Gunsten vergossen werden wird.

    21 Doch seht, die Hand meines Verräters ist mit mir am Tisch. 22 Denn der Menschensohn geht hin, wie es vorgezeichnet ist; doch wehe jenem Menschen, durch den er verraten wird!“ 23 Da fingen sie an, untereinander die Frage zu besprechen, wer es wohl von ihnen sei, der im Begriff stünde, dies zu tun.

    hier ganz besonders der Vers 21

    Wie denn nun?

    War Judas nun beim Abendmahl dabei – oder nicht?

    Dieser Vers hier lässt ja eher vermuten dass er doch dabei war

  49. Juleam 3. November 2009 um 10:46 Link zum Kommentar

    Lukas 22:36-38

    Da sprach er zu ihnen: „Jetzt aber nehme der, der einen Geldbeutel hat, ihn an sich, ebenso auch eine Speisetasche; und wer kein Schwert hat, verkaufe sein äußeres Kleid und kaufe eins. 37 Denn ich sage euch, daß das, was geschrieben steht, an mir vollendet werden muß, nämlich: ‚Und er wurde unter die Gesetzlosen gerechnet.‘ Denn das, was mich betrifft, hat eine Vollendung.“ 38 Da sagten sie: „Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter.“ Er sprach zu ihnen: „Es ist genug.“

    wie ist das gemeint?

    Sagte Jesus nicht “wer zum Schwert greift wird durch das Schwert umkommen”?

    Wieso sollten sie sich nun ein Schwert besorgen, wenn sie keins hatten?

  50. Juleam 3. November 2009 um 10:49 Link zum Kommentar

    Lukas 22:31-34

    31 Simon, Simon, siehe, der Satan hat danach verlangt, euch wie Weizen zu sichten. 32 Ich aber habe für dich gefleht, daß dein Glaube nicht nachlasse; und du, bist du einst zurückgekehrt, so stärke deine Brüder.“ 33 Dann sagte er zu ihm: „Herr, ich bin bereit, mit dir sowohl ins Gefängnis als auch in den Tod zu gehen.“ 34 Er aber sprach: „Ich sage dir, Petrus: Ein Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, mich zu kennen.“

    wie ging es aus?

    Lukas 22:54-62

    Dann nahmen sie ihn fest und führten ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters; Petrus jedoch folgte ihm in einiger Entfernung. 55 Als sie in der Mitte des Hofes ein Feuer angezündet und sich zusammengesetzt hatten, setzte sich Petrus mitten unter sie. 56 Aber ein gewisses Dienstmädchen sah ihn beim hellen Feuer sitzen und schaute ihn an und sagte: „Auch dieser war bei ihm.“ 57 Er aber leugnete es und sprach: „Ich kenne ihn nicht, Frau.“ 58 Und kurze Zeit darauf sagte jemand anders, der ihn sah: „Du bist auch einer von ihnen.“ Aber Petrus sprach: „Mensch, ich bin es nicht.“ 59 Und nach etwa einer Stunde begann ein anderer zu bekräftigen: „Bestimmt war dieser auch bei ihm; denn er ist tatsächlich ein Galilaer!“ 60 Petrus jedoch sagte: „Mensch, ich weiß nicht, was du sagst.“ Und augenblicklich, als er noch redete, krähte ein Hahn. 61 Und der Herr wandte sich um und blickte Petrus an, und Petrus erinnerte sich an die Äußerung des Herrn, als er zu ihm gesagt hatte: „Ehe heute ein Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ 62 Und er ging hinaus und weinte bitterlich.

    Können wir uns in Petrus hineinversetzen?

    Wie hätten wir gehandelt?

    Denken wir von uns “ich wäre nicht so feige gewesen, ich hätte zu Jesus gestanden?

    War Petrus wirklich feige?

  51. Juleam 3. November 2009 um 10:52 Link zum Kommentar

    Lukas 22:63-65

    Die Männer nun, in deren Gewahrsam er sich befand, begannen Spott mit ihm zu treiben und versetzten ihm Hiebe; 64 und nachdem sie ihn verhüllt hatten, fragten sie und sprachen: „Prophezeie. Wer ist es, der dich geschlagen hat?“ 65 Und sie fuhren fort, viele andere Dinge in lästerlicher Weise gegen ihn zu sagen.

    wie haben sich wohl diese Männer gefühlt, als sich mit Jesu Ableben alles verdunkelte und der Vorhang zum Alllerheiligsten zerriss?

    Ob sie ihr freches Verhalten bereuten?

    Hatten sie vielleicht sogar Angst?

  52. Juleam 3. November 2009 um 10:58 Link zum Kommentar

    Lukas 22:66-71

    Als es schließlich Tag wurde, kam die Versammlung der älteren Männer des Volkes zusammen, sowohl Oberpriester als auch Schriftgelehrte, und sie schleppten ihn in den Saal ihres Sanhedrins und sagten: 67 „Wenn du der Christus bist, so sag es uns.“ Er aber sprach zu ihnen: „Auch wenn ich es euch sagte, würdet ihr es gar nicht glauben. 68 Überdies, wenn ich euch fragte, würdet ihr gar nicht antworten. 69 Doch der Menschensohn wird von nun an zur machtvollen Rechten Gottes sitzen.“ 70 Daraufhin sagten sie alle: „Bist du also der Sohn Gottes?“ Er sprach zu ihnen: „Ihr selbst sagt, daß ich es bin.“ 71 Sie sprachen: „Wozu brauchen wir ein weiteres Zeugnis? Denn wir haben [es] selbst aus seinem eigenen Mund gehört.“

    ein super Geständnis!

    “Hast du den Mann umgebracht?”, “Ihr sagt, dass ich den Mann getötet habe”, “Ha, er hat es zugegeben!”

    Hallo????

    Wo ist denn da ein Geständniss????

    Wenn ich die Kapitel von Jesu Festnahme, seinem “Prozess”, dem Urteil und dessen Vollstreckung lese, muss ich immer an den Vortrag denken, den wir hier im Famiienkreis immer in der Zeit vor dem Gedächtnismahl hören: “Die letzten Stunden im Leben Jesu”!

    Immer wieder empört mich die Scheinheiligkeit und Grausamkeit derer, die eigentlich dem Volk Gottes Willen nah bringen sollten.

    Besonders dieser Prozess, der den Namen nun wirklich nicht verdient. Schon vor Beginn stand dessen Ausgang fest. Man war sich nicht zu schade, falsche Zeugen auftreten zu lassen, die sich gegenseitig widersprachen. Die Richter waren so sehr darauf bedacht, den Angeklagten unschuldig zu verurteilen, dass sie großzügig über den offenichtlichen Widerspruch der falschen Zeugen hinweg sahen.

    Wie wohl Jehova über diese Falschankläger dachte?

    Wie dachte er wohl über diese Menschen, die sich bereitwillig als falsche Zeugen benutzen liessen?

    Wie mag er wohl die Richter beurteilen, die einen ganz offensichtlich Unschuldigen wissentlich der Todesstrafe auslieferten – obwohl sie genau wusten, das dies eine Verleumdungskampagne war und dieser Mann sich nichts hatte zu Schulden kommen lassen, außer dass er einigen böswilligen Menschen im Weg war?

    In der Haut dieser Personen möchte ich nicht stecken!

    Hüten wir uns sorgfältig davor, ihnen in unserem Tun zu gleichen!

  53. Juleam 3. November 2009 um 11:00 Link zum Kommentar

    Lukas 23:13-15

    Pilatus rief dann die Oberpriester und die Vorsteher und das Volk zusammen 14 und sagte zu ihnen: „Ihr habt mir diesen Menschen gebracht als einen, der das Volk zur Auflehnung reizt, und seht, ich habe ihn vor euch verhört, habe aber an diesem Menschen keinen Grund für die Beschuldigungen gefunden, die ihr gegen ihn vorbringt. 15 Tatsächlich fand auch Herodes keinen, denn er hat ihn zu uns zurückgesandt; und seht, nichts, was den Tod verdient, ist von ihm begangen worden.

    Hier also zwei Menschen, die richtig hingesehen haben.

    Es war ganz offensichtlich, dass es pure Verleumdung war, dass an den Vorwürfen nichts dran war!

    Also haben die Richter ihn ganz bewusst dem Tode ausgeliefert – in dem eindeutigen Wissen, dass sie das Recht gebeugt hatten.

  54. Juleam 3. November 2009 um 11:02 Link zum Kommentar

    Lukas 23:20-25

    Zum dritten Mal sprach er zu ihnen: „Nun, was hat dieser [Mensch] denn Schlechtes getan? Ich habe nichts an ihm gefunden, was den Tod verdient; ich will ihn daher züchtigen und freilassen.“ 23 Darauf begannen sie dringend, mit lauter Stimme, zu verlangen, daß er an den Pfahl gebracht werde; und ihre Stimmen begannen durchzudringen. 24 Da sprach Pilatus das Urteil, daß ihrem Verlangen entsprochen werde: 25 Er ließ den Mann frei, der wegen Aufstandes und Mordes ins Gefängnis geworfen worden war und den sie verlangten, Jesus aber übergab er ihrem Willen.

    schade, dass Pilatus nicht seine Macht genutzt hatte, um Jesus aus ihren Händen zu befreien.

    Wieso lieferte er ihn ihnen aus?

  55. Juleam 3. November 2009 um 11:04 Link zum Kommentar

    Lukas 23:39-43

    Einer der gehängten Übeltäter aber begann, auf lästerliche Weise zu ihm zu sprechen: „Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns.“ 40 In Erwiderung schalt ihn der andere und sprach: „Fürchtest du Gott denn gar nicht, jetzt, da du im gleichen Gericht bist? 41 Und wir allerdings gerechterweise, denn wir empfangen völlig das, was wir für unsere Taten verdienen; dieser aber hat nichts Ungehöriges getan.“ 42 Und er sagte weiter: „Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Königreich kommst.“ 43 Und er sprach zu ihm: „Wahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein.“

    könnte man die Worte “du wirst mit mir im Paradies sein” auch so verstehen, dass dieser Übeltäter mit Jesus im Himmel herrschen würde?

    Denn die Formulierung “mit mir” suggeriert die Vorstellung, dass sie beieinander, zusammen sein würden und Jesus ist ja im Himmel und nicht auf der Erde.

  56. Juleam 3. November 2009 um 11:09 Link zum Kommentar

    Lukas 24:1-10

    Am ersten Tag der Woche jedoch gingen sie sehr früh zur Gruft, wobei sie die Gewürze trugen, die sie bereitet hatten. 2 Sie fanden aber den Stein von der Gedächtnisgruft weggewälzt, 3 und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. 4 Als sie darüber in Verlegenheit waren, siehe, da standen zwei Männer in blitzender Kleidung bei ihnen. 5 Da die [Frauen] in Furcht gerieten und das Angesicht zu Boden geneigt hielten, sagten die [Männer] zu ihnen: „Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? 6 [[Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden.]] Denkt daran, wie er zu euch redete, als er noch in Galilaa war, 7 indem er sagte, daß der Menschensohn in die Hände sündiger Menschen überliefert und an den Pfahl gebracht werden müsse und doch am dritten Tag auferstehen werde.“ 8 Da erinnerten sie sich an seine Reden, 9 und sie kehrten von der Gedächtnisgruft zurück und berichteten alle diese Dinge den Elf und allen übrigen. 10 Es waren Magdalene Maria und Johanna und Maria, die [Mutter] des Jakobus. Auch die übrigen der Frauen mit ihnen sagten den Aposteln diese Dinge

    wie wir uns wohl gefühlt hätten, wenn wir eine dieser Frauen gewesen wären?

    Wir kommen voller Trauer zum Grab, bereit diesem wundervollen Menschen und Lehrer die letzte Ehre zu erweisen, indem wir ihn dem Brauch der Juden gemäß mit Kräutern einreiben und in Binden wickeln.

    Sicherlich haben diese Frauen sich auf dem Weg dorthin über Jesus unterhalten, über das, was er gesagt hatte, über seine Wunder, die er gewirkt hatte und darüber, was sie alles mit ihm erlebt haben, während sie ihm nachgefolgt sind. Sehr wahrscheinlich haben sie sich auch über diesen ungerechten Prozess unterhalten, darüber, wie empörend alles war, was in den letzten Tagen passiert war. Über ihre Ohnmacht und Hilflosigkeit, dass sie ihm nicht helfen konnten. Über den Schmerz, den sie empfanden, als sie ihn an den Pfahl genagelt sahen, sahen, wie er litt. Sicherlich werden sie auch über ihre widerstreitenden Gefühle geredet haben. Dass sie ich zum einen wünschten, er möge nicht sterben, aber zum anderen zu Gott gebetet hatten, dass es schnell vorbei sein möge, damit er nicht so lange leiden muss.

    Nun also hatten sie sich augemacht, ihn zu salben und in Binden zu wickeln, das Einzige, was sie noch für ihren Herrn tun konnten. Es war ihnen schon unglaublich schwer gefallen, den Sabbat einzuhalten und nicht direkt zu tun, was noch zu tun war.

    Und nun kommen diese Frauen beim Grab an und sehen, dass Jesus garnicht mehr da ist! Was mag wohl jetzt in ihnen vorgegangen sein?

    Ob sie wohl im ersten Moment gedacht hatten, dass seine Feinde ihn entwendet hatten? Ob sie wohl traurig und enttäuscht darüber waren, dass sie ihm nun nicht mal die allerletzte Ehre erwesien konnten?

    Und nun stellen wir uns bloss einmal vor, was sie empfunden haben mögen, als die Engel ihnen mitteilten, dass Jesus lebt – von den Toten auferstanden war!

    Können wir uns in diese Frauen hineinversetzen, ihr Gefühlschaos nachempfinden? Mit ihnen leiden und die Begeisterung verspüren, die sie ergriffen haben muss, als sie hörten “Jesus lebt!”?

    Wenn wir das können, dann ist die Bibel für uns wirklich lebendig!

  57. Juleam 3. November 2009 um 11:12 Link zum Kommentar

    Lukas 24:13-14

    Doch siehe, an demselben Tag waren zwei von ihnen nach einem Dorf namens Emma·us unterwegs, das etwa elf Kilometer von Jerusalem entfernt lag, 14 und sie unterhielten sich miteinander über alle diese Dinge, die sich zugetragen hatten.

    Wir haben uns vor einigen Tagen in der öffentlichen Bibliothek einen Film von der Deutschen Bibelgesellschaft ausgeliehen. Die haben eine ganze Videoreihe mit dem Titel “Begegnungen mit der Bibel” herausgegeben und das Video 9 handelt von den Jüngern, die sich aufdem Weg nach Emmaus befinden.

    In diesem Video wird diese Situation sehr plastisch erzählt, warum sie eigentlich weggingen. Dass sie enttäuscht und entmutigt waren, denn sie hatten ihr ganzes Vertrauen in diesen Jesus gesetzt und mit seinem Tod starb auch ihre Hoffnung. Sie hatten wegen ihm alles verlassen, was ihnen nun vergeblich erschien. Sie unterhielten sich darüber, was sie nun tun sollten, wo sich ihre ganze Hoffnung zerschlagen hatte. Da sie der Ansicht waren, einem Trugschluss hinterher gelaufen zu sein, wollten sie wieder nach Hause, in ihr altes Leben. Sie wollten einfach so weiter machen, wie sie gelebt hatten, bevor sie Jesus begegnet waren und ihm nachgefolgt sind.

    Können wir diesen Männern ihre Gedanken und Gefühle, ihre Zweifel ob es falsch gewesen war, diesem Jesus zu folgen, nachempfinden?

  58. Juleam 3. November 2009 um 11:15 Link zum Kommentar

    Lukas 24:15-24

    Als sie sich nun unterhielten und besprachen, trat Jesus selbst herzu und begann mit ihnen zu gehen; 16 aber ihre Augen wurden davon abgehalten, ihn zu erkennen. 17 Er sprach zu ihnen: „Was sind das für Reden, die ihr auf der Wanderung miteinander wechselt?“ Und traurigen Angesichts blieben sie stehen. 18 Als Antwort sagte der eine namens Kleopas zu ihm: „Wohnst du als Fremdling für dich allein in Jerusalem und weißt deshalb nicht, welche Dinge in diesen Tagen dort geschehen sind?“ 19 Und er sprach zu ihnen: „Was für Dinge?“ Sie sagten zu ihm: „Die Dinge in bezug auf Jesus, den Nazarener, der ein Prophet wurde, machtvoll in Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volk; 20 und wie ihn unsere Oberpriester und Vorsteher zum Todesurteil überlieferten und ihn an den Pfahl brachten. 21 Wir aber hofften, daß dieser der sei, der dazu bestimmt ist, Israel zu befreien; ja, und bei alldem ist dies der dritte Tag, seitdem diese Dinge geschehen sind. 22 Überdies haben uns auch einige Frauen aus unserer Mitte in Erstaunen versetzt, weil sie in der Frühe bei der Gedächtnisgruft gewesen waren, 23 aber seinen Leib nicht fanden, und sie kamen und sagten, sie hätten auch einen übernatürlichen Anblick von Engeln gehabt, die sagten, er lebe. 24 Ferner gingen einige von denen, die bei uns sind, zur Gedächtnisgruft hin; und sie fanden es so, wie die Frauen gesagt hatten; doch sahen sie ihn nicht.“

    Was für ein Vorrecht diese Männer doch hatten! Jesus erschien ihnen direkt nach seiner Auferstehung. Und er tadelte sie nicht für ihre Zweifel, sondern er erklärte ihnen die Zusammenhänge, damit sie es verstanden!

    Lukas 24:25-27

    Da sprach er zu ihnen: „O ihr Unverständigen und die ihr langsamen Herzens seid, an alle Dinge zu glauben, die die Propheten geredet haben! 26 Mußte nicht der Christus diese Dinge leiden und in seine Herrlichkeit eingehen?“ 27 Und ausgehend von Moses und allen PROPHETEN, legte er ihnen in allen Schriften die Dinge aus, die ihn betrafen.

  59. Juleam 3. November 2009 um 11:17 Link zum Kommentar

    Lukas 24:28-35

    Schließlich kamen sie in die Nähe des Dorfes, wohin sie unterwegs waren, und er tat so, als gehe er weiter. 29 Sie aber nötigten ihn und sagten: „Bleib bei uns, denn es geht gegen Abend hin, und der Tag hat sich schon geneigt.“ Darauf ging er hinein, um bei ihnen zu bleiben. 30 Und als er mit ihnen beim Mahl lag, nahm er das Brot, segnete es, brach es und begann es ihnen zu reichen. 31 Dabei wurden ihnen die Augen völlig geöffnet, und sie erkannten ihn; und er verschwand vor ihnen. 32 Und sie sagten zueinander: „Brannte nicht unser Herz, als er auf dem Weg zu uns redete, als er uns die Schriften völlig erschloß?“ 33 Und in derselben Stunde standen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück, und sie fanden die Elf und die bei ihnen waren, versammelt, 34 welche sagten: „Der Herr ist wirklich auferweckt worden, und er ist Simon erschienen!“ 35 Nun erzählten sie selbst, was auf dem Weg [geschehen war] und wie er von ihnen am Brotbrechen erkannt wurde.

    stellen wir uns einmal vor, wir seien es gewesen, die dies erlebt hatten!

    Lukas 24:36-43

    Während sie von diesen Dingen redeten, stand er selbst in ihrer Mitte [[und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch!“]] 37 Doch weil sie erschraken und Furcht sie ergriffen hatte, meinten sie, sie sähen einen Geist. 38 Da sprach er zu ihnen: „Warum seid ihr beunruhigt, und warum steigen Zweifel in eurem Herzen auf? 39 Seht meine Hände und meine Füße, daß ich selbst es bin; betastet mich und seht, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, daß ich habe.“ 40 [[Und als er das sagte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Füße.]] 41 Als sie aber vor lauter Freude immer noch nicht glaubten und sich wunderten, sagte er zu ihnen: „Habt ihr etwas zu essen da?“ 42 Und sie reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch; 43 und er nahm es und aß es vor ihren Augen.

  60. Juleam 3. November 2009 um 11:19 Link zum Kommentar

    Lukas 24:44-49

    Er sagte nun zu ihnen: „Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, daß sich alles, was im Gesetz Mose und in den PROPHETEN und Psalmen über mich geschrieben steht, erfüllen muß.“ 45 Dann öffnete er ihnen den Sinn völlig, damit sie die Schriften begriffen, 46 und er sprach zu ihnen: „So steht es geschrieben, daß der Christus leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen werde, 47 und aufgrund seines Namens würde in allen Nationen Reue zur Vergebung der Sünden gepredigt werden — angefangen von Jerusalem, 48 sollt ihr Zeugen von diesen Dingen sein. 49 Und seht, ich sende das auf euch herab, was von meinem Vater verheißen worden ist. Ihr aber, bleibt in der Stadt, bis ihr mit Kraft aus der Höhe bekleidet werdet.“

    welch eine Gnade, dass er ihnen nun alles erklärte, damit sie begriffen, was geschehen war und warum!

  61. Juleam 30. Oktober 2010 um 21:01 Link zum Kommentar

    Lukas 8:43-48

    Und eine Frau, die seit zwölf Jahren mit einem Blutfluß behaftet war und die bei niemand hatte Heilung finden können, 44 näherte sich von hinten und rührte die Fransen seines äußeren Kleides an, und augenblicklich kam ihr Blutfluß zum Stillstand. 45 Da sprach Jesus: „Wer ist es gewesen, der mich angerührt hat?“ Als sie es alle verneinten, sagte Petrus: „Unterweiser, die Volksmengen engen dich ein und umdrängen dich.“ 46 Jesus aber sprach: „Es hat mich jemand angerührt, denn ich habe gemerkt, daß Kraft von mir ausging.“ 47 Als die Frau sah, daß sie nicht unbemerkt geblieben war, kam sie zitternd, fiel vor ihm nieder und enthüllte vor allem Volk, um welcher Ursache willen sie ihn angerührt hatte und wie sie augenblicklich gesund geworden sei. 48 Er aber sprach zu ihr: „Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden.“

    Eine kleine Ergänzung zu den Gedanken aus dem letzten Jahr:

    Erinnern wir uns noch an das Kongressprogramm in diesem Sommer? Die Vortragsfolge über die wichtigsten Eigenschaften Jehovas und wie wir sie nachahmen können?

    Erinnern wir uns noch an die beiden Demonstrationen, bei denen es um eine Schwester ging, die noch trauerte und eine andere sie trösten wollte?

    Können wir uns noch an Schwester Trampel erinnern, die der Guten riet, sie möge doch bitte an die Auferstehungshoffnung denken?

    Wem gleichen wir? Schwester Trampel oder Schwester Mitgefühl?

    Hier zur Erinnerung nochmals der Absatz 7 aus dem Kapitel “Er bekundete Mitgefühl” aus dem Buch “Komm, folge mir nach”:

    Als Christen sind wir aufgerufen, Jesus nachzuahmen und ebenfalls einfühlsam zu sein. Die Bibel fordert uns auf: “Bekundet Mitgefühl” (1. Petrus 3:8). Es ist oft nicht einfach, die Gefühle eines Menschen nachzuempfinden, der an einer chronischen Krankheit oder an Depressionen leidet – besonders wenn man selbst nie in einer solchen Lage war. Doch eigentlich braucht man nicht dasselbe erlebt zu haben. Jesus konnte sich in Kranke hineinversetzen, obwohl er selbst nie krank war. Wie aber entwickelt man Einfühlungsvermögen? Man muss geduldig zuhören, wenn sich Menschen, die leiden, öffnen und über ihre Gefühle sprechen. Man könnte sich fragen: “Wie würde ich mich in ihrer Lage fühlen?” (1. Korinther 12:26). Je feiner unser Gespür für die Gefühle anderer wird, desto besser können wir ‘bekümmerten Seelen tröstend zureden’ (1. Thessalonicher 5:14). Manchmal zeigt sich Mitgefühl nicht nur durch Worte, sondern auch durch

  62. Juleam 30. Oktober 2010 um 21:08 Link zum Kommentar

    Lukas 9:23-26

    Dann sagte er weiter zu allen: „Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme Tag für Tag seinen Marterpfahl auf und folge mir beständig. 24 Denn wer immer seine Seele retten will, wird sie verlieren; wer immer aber seine Seele um meinetwillen verliert, der wird sie retten. 25 In der Tat, welchen Nutzen hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, sich selbst aber verliert oder Schaden erleidet? 26 Denn wer immer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn schämen, wenn er in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel gekommen sein wird.

    Was? Habe ich da richtig gelesen? Ich soll mich selbst verleugnen????

    Jawohl, genau dies steht hier!

    Der glatte Wahnsinn in einer Zeit, wo scheinbar alle Menschen denken, sie seien der Nabel der Welt.

    Interesannterweise ist mir auf dem BZK in diesem Sommer aufgefallen, wie die Brüder solche Personen bezeichnet haben:

    Egozentriker

    Dies Wort leitet sich ab von Ego (ich selbst, meine Person) und Zentrum (alles andere dreht sich darum)

    Mir fällt immer öfter auf, dass scheinbar die meisten Personen der heutigen Zeit Egozentriker sind. Sie nehmen sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche sehr wichtig. Andere Personen scheinen in ihrem Universum nur dazu da zu sein, um ihnen zu dienen oder sonstwie zu nutzen.

    Sehr schade, dass die Tugend der Selbstlosigkeit scheinbar von der Bildfläche verschwunden ist. Leider oft auch bei Menschen, die denken, sie würden Jehova Gott anbeten. Die meisten davon bemerken es nicht einmal, sind sich dessen nicht bewusst.

    Dies ist auch der Grund, warum es auf dem Kongress mehrmals erwähnt wurde: damit wir wachgerüttelt werden und über uns selbst und unser Verhalten nachdenken.

    Lassen wir uns wachrütteln?

  63. Juleam 2. November 2010 um 16:30 Link zum Kommentar

    Lukas 21:12-19

    Vor allen diesen Dingen aber wird man Hand an euch legen und euch verfolgen, indem man euch den Synagogen und Gefängnissen ausliefert und euch vor Könige und Statthalter schleppt um meines Namens willen. 13 Es wird euch zu einem Zeugnis ausschlagen. 14 Nehmt euch daher in eurem Herzen vor, nicht im voraus einzuüben, wie ihr euch verteidigen sollt, 15 denn ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Gegner zusammen nicht widerstehen oder widersprechen können. 16 Überdies werdet ihr sogar von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden überliefert werden, und man wird einige von euch zu Tode bringen, 17 und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Menschen sein. 18 Und doch wird bestimmt kein Haar von eurem Haupt verlorengehen. 19 Durch euer Ausharren werdet ihr eure Seele erwerben.

    glauben wir das?

    Sinnd wir bereit, uns bedingungslos in Jehovas Hand zu begeben?

    Oder greifen wir vielleicht zu Mitteln, die Jehovas Maßstäbe (und vielleicht sogar auch die Gesetze meines Landes) verletzen, um selbst für unser vermeintliches Recht zu sorgen?

  64. Juleam 3. November 2010 um 11:26 Link zum Kommentar

    Lukas 22 – 24

    Hier finde ich besonders interessant, wie Jesus auf die Unvollkommenheiten seiner Jünger reagierte.

    Waren wir selbst jemals in so einer Situation, wo wir uns von Gott und der ganzen Welt verlassen gefühlt haben? Wo man uns falsch angeklagt hat und unsere Familie, unsere Freunde und die Brüder unserer Versammlung zwar wussten, dass uns Unrecht geschieht, aber nicht helfend eingegriffen haben?

    Haben wir jemals eine so große Enttäuschung erlebt?

    Wie reagieren wir darauf?

    Tragen wir dies unseren Freunden nach – oder sind wir wie Jesus und bedenken wir, dass “der Mensch ja nur Staub ist” und dass sie aufgrund der Unvollkommenheit so gehandelt haben?

    Sicherlich ist es normal, im ersten Moment Enttäuschung über so ein Verhalten zu empfinden, denn eigentlich erwarten wir ja von unseren Freunden, dass sie zu uns stehen und uns helfen, wenn sie mitbekommen, dass uns Unrecht widerfährt. Und sicherlich ist es echt enttäuschend, dass sie nur hilflos zugeguckt haben, weil sie Angst um ihre eigene Haut hatten, so wie Petrus auf dem Hof, als man ihn darauf angesprochen hat, er sei doch bei diesem Jesus dabei gewesen.

    Dies ist eine ganz normale erste Reaktion.

    Aber wie geht es dann weiter?

    Können wir verzeihen? Können wir mit der Zeit, wenn der Schmerz wieder hochkommt, daran denken, dass sie ja auch nur unvollkommen sind, mit ganz normalen Gefühlen und Ängsten?

    Wie wunderbar, in diesen Kapiteln diesen Jesus zu beobachten, wie mitfühlend er ist und wie so garnicht nachtragend.

    Ein Charakterzug, den ich unbedingt noch an mir verbessern will!

  65. Juleam 29. Oktober 2011 um 22:11 Link zum Kommentar

    Lukas 1 – 3

    Lukas 2:5

    Josef musste sich dort einschreiben lassen, zusammen mit seiner Verlobten Maria, die ein Kind erwartete.
    (Hoffnung für alle)

    Warum ist hier von Maria als seiner Verlobten die Rede? Zu diesem Zeitpunkt hatte Joseph sie doch bereits in sein Haus geholt und somit geheiratet.

    um sich mit Maria einschreiben zu lassen, die ihm, wie versprochen, zur Ehe gegeben worden und jetzt hochschwanger war.
    (Neue Welt Übersetzung)

    Könnte dies damit zusammenhängen, dass er zu dem Zeitpunkt noch keinen Verkehr mit ihr hatte – und die Ehe damit noch nicht vollzogen war?

    Matthäus 1:25

    Doch hatte er keinen ehelichen Verkehr mit ihr, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus.

    Übrigens wird dieser Text in der Neuen Genfer Übersetzung wie folgt übersetzt:

    um sich dort zusammen mit Maria, seiner Verlobten, eintragen zu lassen. Maria war schwanger.
    Fußnote:
    oder “seine ihm angetraute Frau”

    In der Schlachter 2000 wird Maria als “seine ihm angetraute Frau” bezeichnet, in der Albrecht NT und Psalmen als “seine Ehefrau”, in der Elberfelder als “sein verlobtes Weibe” und in der Luther-Übersetzung als “sein vertrautes Weibe”.

    Warum also hier der Unterschied?

    Sind die Neue Genfer Übersetzung und die Hoffnung für Alle katholische Übersetzungen und übersetzen es als “Verlobte”, da die Ehe in der katholischen Kirche erst dann Gültigkeit hat, wenn sie vollzogen ist?

  66. Juleam 29. Oktober 2011 um 22:26 Link zum Kommentar

    Lukas 2:22-23

    Als die Zeit vorüber war, in der laut dem Gesetz des Mose eine Frau nach der Geburt als unrein gilt, brachten Josef und Maria das Kind nach Jerusalem, um es Gott zu weihen.23 Denn im Gesetz heißt es: »Jeder erste Sohn der Familie und jedes erstgeborene männliche Tier sollen dem Herrn gehören

    dieser Vers ist deshalb gerade für mich interessant, weil wir diesen Gedanken diese Woche im WT-Studium hatten. Im Absatz 3 hieß es auszugsweise:

    Als er alle Erstgeborene der Ägypter tötete, heiligte er alle Erstgeborenen Israels, das heißt, er sonderte sie ab als persönliches Eigentum für seinen Dienst. Dann entschied er, die Leviten dafür einzusetzen, “anstelle aller Erstgeborenen unter den Söhnen Israels”. Eine Zaehlung ergab, dass es nicht ganz so viele Leviten gab wie erstgeborene Söhne der Israeliten, und deshalb wurde für die Differenz ein Lösegeld bezahlt (4. Mose 3:11-13,41,46-47).

    Interessant, dass dieses Gesetz auch für seinen eigenen Sohn – Jesus, den späteren Messias – galt. Auch seine Eltern kauften ihn mit dem Loskaufspreis frei.

    Trotzdem diente Jesus seinem himmlischen Vater die ganze Zeit seines Lebens.

    Vor diesem Hintergrund macht der Ausspruch von Simeon einen ganz neuen Sinn für mich:

    In Jerusalem wohnte ein Mann namens Simeon. Er lebte nach Gottes Willen, hatte Ehrfurcht vor ihm und wartete voller Sehnsucht auf den Retter Israels. Simeon war erfüllt vom Heiligen Geist.

    »Herr, du hast dein Wort gehalten, jetzt kann ich in Frieden sterben.30 Ich habe es mit eigenen Augen gesehen: Du hast uns Rettung gebracht, 31 die ganze Welt wird es erfahren.
    (Vers 22, 29-31)

    Simeon kannte die Bedeutung der erstgeborenen Söhne und die Sache mit dem Loskaufspreis und wofür er gezahlt wurde. Was mag er wohl empfunden haben, als er dabei zusah, wie Joseph und seine Frau Maria diesen für ihren Sohn zahlten und das Reinigungsopfer für die Mutter darbrachten?

    Was mag dabei in ihm vorgegangen sein?

    Wie berührt dies uns?

    Wir erkennen, wie gerecht und unparteiisch Jehova in Wirklichkeit ist!

  67. Juleam 30. Oktober 2011 um 13:29 Link zum Kommentar

    Lukas 4 – 6

    Lukas 6:27-35

    Liebe deine Feinde!

    27 (Matthäus 5, 38-48)

    »Euch allen sage ich: Liebt eure Feinde und tut denen Gutes, die euch hassen. 28 Segnet die Menschen, die euch Böses wünschen, und betet für alle, die euch beleidigen.

    29 Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin. Wenn dir einer den Mantel wegnimmt, dann weigere dich nicht, ihm auch noch das Hemd zu geben. 30 Gib jedem, der dich um etwas bittet, und fordere nicht zurück, was man dir genommen hat.

    31 So wie ihr von anderen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch.

    32 Oder wollt ihr dafür belohnt werden, dass ihr die Menschen liebt, die euch auch lieben? Das tun selbst die Leute, die von Gott nichts wissen wollen. 33 Ist es etwas Besonderes, denen Gutes zu tun, die auch zu euch gut sind? Das können auch Menschen, die Gott ablehnen. 34 Was ist schon dabei, Leuten Geld zu leihen, von denen man genau weiß, dass sie es zurückzahlen? Dazu braucht man nichts von Gott zu wissen.

    35 Ihr aber sollt eure Feinde lieben und den Menschen Gutes tun. Ihr sollt ihnen helfen, ohne einen Dank oder eine Gegenleistung zu erwarten. Dann werdet ihr reich belohnt werden: Ihr werdet Kinder des höchsten Gottes sein. Denn auch er ist gütig zu Undankbaren und Bösen.«
    (Hoffnung für Alle)

    Beherzigen wir diesen Rat?

    Wie steht es mit unserem Verhältnis zu unseren Mitmenschen?

    Wenn wir so selbst zu unseren Feinden eingestellt sein sollen – wie sieht es dann mit unseren Brüdern und
    mit unseren Verwandten aus? Wie steht es um unser Verhältnis zu unseren Eltern, Geschwistern oder zu
    unserem Ehepartner?

    Welche Lehre hatte Jesus uns hier erteilt – und was erwartet unser liebevoller Gott Jehova von uns in dieser
    Hinsicht?

  68. Juleam 30. Oktober 2011 um 13:33 Link zum Kommentar

    Lukas 6:43-45

    An den Früchten erkennt man den Baum

    43 (Matthäus 7, 15-20; 12, 33-35)

    »Ein guter Baum trägt keine schlechten Früchte und ein kranker Baum keine guten. 44 So erkennt man jeden Baum an seinen Früchten. Von Dornbüschen kann man keine Feigen ernten und von Gestrüpp keine Weintrauben.

    45 Wenn ein guter Mensch spricht, zeigt sich, was an Gutem in seinem Herzen ist. Ein Mensch mit einem bösen Herzen ist innerlich voller Gift, und alle merken es, wenn er redet. Denn wovon das Herz erfüllt ist, das spricht der Mund aus!«

    Klare und deutliche Worte!

  69. Juleam 30. Oktober 2011 um 13:37 Link zum Kommentar

    Lukas 6:46-49

    Ein festes Fundament

    46 (Matthäus 7, 24-27)

    »Warum nennt ihr mich dauernd ›Herr!‹, wenn ihr doch nicht tut, was ich euch sage?

    47 Wisst ihr, mit wem ich einen Menschen vergleiche, der meine Worte hört und danach handelt? 48 Er ist wie ein Mann, der sich ein Haus bauen wollte. Zuerst hob er eine Baugrube aus, dann baute er die Fundamente seines Hauses auf felsigen Grund. Als ein Unwetter kam und die Fluten gegen das Haus brandeten, konnten sie keinen Schaden anrichten, denn das Haus war auf Felsengrund gebaut.

    49 Wer sich meine Worte allerdings nur anhört und nicht danach lebt, der ist wie einer, der beim Bauen auf das Fundament verzichtet und sein Haus auf weichen Boden baut. Bei einem Unwetter unterspülen die Fluten sein Haus, es gerät aus allen Fugen und stürzt krachend ein.«

    wie steht es mit uns? Reden wir nur und geben uns nach Außen hin den Anschein – oder tun wir das, was Jehova uns sagt?

  70. Juleam 31. Oktober 2011 um 09:31 Link zum Kommentar

    Lukas 7 – 9

    Lukas 8:11-15

    Euch aber will ich das Gleichnis erklären: Die Saat ist Gottes Botschaft. 12 Der Mensch, bei dem die Saat auf den Weg fällt, hat die Botschaft zwar gehört. Aber dann kommt der Teufel und nimmt ihm die Botschaft aus dem Herzen, damit dieser Mensch nicht glaubt und gerettet wird.

    13 Wie felsiger Boden ist ein Mensch, der die Botschaft hört und mit großer Begeisterung annimmt. Aber sein Glaube hat keine starke Wurzel. Eine Zeit lang vertraut dieser Mensch Gott, doch wenn er wegen seines Glaubens in Schwierigkeiten gerät, wendet er sich wieder von Gott ab.

    14 Der von Disteln überwucherte Boden entspricht einem Menschen, der die Botschaft zwar hört, bei dem aber alles beim Alten bleibt. Denn die Sorgen des Alltags, die Verführung durch den Wohlstand und die Jagd nach den Freuden dieses Lebens ersticken Gottes Botschaft, so dass keine Frucht reifen kann.

    15 Aber es gibt auch fruchtbaren Boden: den Menschen, der Gottes Botschaft bereitwillig und aufrichtig annimmt. Er bewahrt sie im Herzen und lässt sich durch nichts beirren, bis sein Glaube schließlich reiche Frucht bringt.

    wunderschön ausgedrückt.

    Als welche Art von Samen erweise ich mich persönlich? Was sagt mein ganzes Leben darüber aus?

  71. Juleam 31. Oktober 2011 um 09:33 Link zum Kommentar

    Lukas 8:31-32

    sie baten Jesus: »Befiehl uns nicht, in die Hölle (“den Abgrund” oder “in die Tiefe” Fußnote NW-Übersetzung) zu fahren!« 32 Nicht weit entfernt an einem Abhang wurde eine große Herde Schweine gehütet. In diese Schweine wollten die Dämonen fahren, und Jesus erlaubte es ihnen.

    Warum wollten sie nicht “in den Abgrund” fahren? Warum der Umweg über die Schweine?

    Mußten sie nicht wissen, dass Jehova tut, was ihm gefällt?

    Und was genau war so schlimm daran, dass sie dann doch in den Abgrund fielen? Sie waren doch Geistwesen, so ein Sturz konnte ihnen doch nichts anhaben?

  72. Thomasam 31. Oktober 2011 um 09:35 Link zum Kommentar

    Nix Umweg über die Schweine! Der Abgrund in den sie nicht geschickt werden wollten, war “das Gefängnis, in das ungehorsame Engel” gemäß Judas 6 und 2.Pet.2 gebunden gefangen gehalten werden. Diese Dämonen wussten, dass Jesus das Recht und die Macht hatte, sie an diesen Ort der Untätigkeit zu sperren. Doch es war noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür, deshalb die Erlaubnis in die Tiere zu fahren, anstatt weiterhin Menschen zu belästigen.

  73. Juleam 31. Oktober 2011 um 09:37 Link zum Kommentar

    Lukas 8:35-37

    Von überall her kamen die Leute gelaufen, um sich selbst zu überzeugen. Sie sahen den Mann, den Jesus gerade von den Dämonen befreit hatte. Er war ordentlich angezogen und saß ganz ruhig neben Jesus.Da wurde ihnen unheimlich zumute. 36 Diejenigen aber, die alles mit angesehen hatten, erzählten, wie der besessene Mann von Jesus geheilt worden war. 37 Daraufhin baten die Leute aus Gadara Jesus, er möge ihre Gegend doch wieder verlassen, denn sie fürchteten sich sehr.

    Warum genau war ihnen unheimlich, dass Jesus die Dämonen austreiben konnte?

    War dies nicht eine gute Sache? Hätte diese Erkenntnis nicht eher beruhigend wirken müssen?

  74. Juleam 31. Oktober 2011 um 09:40 Link zum Kommentar

    Lukas 8:46

    Jesus erwiderte: »Jemand hat mich ganz bewusst berührt. Ich habe gespürt, wie heilende Kraft von mir ausgegangen ist!«

    Nicht nur von Jesus kann Kraft ausgehen: Wenn es mir richtig schlecht geht (emotionell) und mich mein Mann eine Weile richtig fest im Arm hält, dann merke ich, wie die schlechten Gedanken und Gefühle weg gehen und ich wieder neue Kraft bekomme. Ich denke, dass ein positiver Mensch, der in seinem Herzen nur Gutes hat, auch Kraft an andere weiter geben kann.

    Auf der anderen Seite habe ich auch schon persönlich erlebt, wie ein Mensch mit “einem Herzen voller Gift” mir meine Kraft abgegraben hat.

    Jesus war ein Mensch mit einem guten Herzen und ohne jegliches Böse und er hatte zudem einen direkten Draht zu Jehova und von IHM alle Kraft bekommen. Interessant, dass er es trotzdem gespürt hatte, dass Kraft von ihm ausgegangen war. Immerhin sollte man doch meinen, dass er genug davon hatte und es ihm nicht weiter aufgefallen wäre.

    Ich habe nie im Himmel leben wollen und will es auch jetzt nicht – aber manchmal wünsche ich mir doch sehr, dass ich ihn mal persönlich kennen lernen könnte und ihm all die Fragen stellen könnte, die so in mir brennen. In dieser Hinsicht sind die Gesalbten wirklich sehr zu beneiden!

  75. Juleam 31. Oktober 2011 um 09:43 Link zum Kommentar

    Lukas 9:23

    Danach wandte sich Jesus an alle: »Wer mir nachfolgen will, darf nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern muss sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen.

    Eine sehr schöne und deutliche Formulierung

    Erinnern wir uns noch an die Sache mit dem Egozentriker, die wir auf dem BZK im vorigen Jahr gehört hatten?

    Wie beeinflusst dies unser ganz persönliches Leben?

  76. Juleam 31. Oktober 2011 um 09:59 Link zum Kommentar

    Lukas 9:50

    »Das hättet ihr nicht tun sollen«, erwiderte Jesus. »Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch.«

    Wie passt dies hier mit der Aussage Jesu zusammen “wer nicht für mich ist, ist gegen mich”?

    Lukas 11:23

    Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.

    Widerspricht sich nicht beides?

  77. Thomasam 31. Oktober 2011 um 10:00 Link zum Kommentar

    In einem Bibellexikon von J.Mac Arthur heißt es zu diesen beiden Bibelversen:

    Es gibt keinen mittleren Weg un keinen neutralen Boden!
    In 9:50 erklärt Christus, wie man andere an ihrem äußeren Verhalten prüfen kann.
    In 11:23 nennt Christus einen Test für das eigene innere Leben.

  78. Juleam 2. November 2011 um 07:58 Link zum Kommentar

    Lukas 10 – 13

    Lukas 11:37-43

    Die Heuchelei der Pharisäer

    37 (Matthäus 23, 25-28; 23, 6-7)
    tJesus sprach noch mit seinen Zuhörern, als er von einem Pharisäer zum Mittagessen eingeladen wurde. Er ging mit und nahm am Tisch Platz.38 tEntrüstet bemerkte der Gastgeber, dass sich Jesus vor dem Essen nicht die Hände gewaschen hatte, wie es bei den Juden vorgeschrieben war.t39 Da sagte Jesus, der Herr, zu ihm: »Ihr Pharisäer poliert eure Becher und Schüsseln außen auf Hochglanz, so wie das Gesetz es erfordert. Doch gefüllt sind sie mit dem, was ihr in eurer maßlosen Gier anderen abgenommen habt.40 Ihr Dummköpfe! Ihr wisst doch ganz genau, dass Gott beides geschaffen hat – Äußeres und Inneres.41 tEure Schüsseln und Becher sind voll. Gebt das, was darin ist, den Armen, dann seid ihr auch vor Gott rein!

    42 tWehe euch, ihr Pharisäer! Sogar von Küchenkräutern wie Minze und Raute und auch von allen anderen Gewürzen gebt ihr Gott den zehnten Teil. Aber Gerechtigkeit und die Liebe zu Gott sind euch gleichgültig! Doch gerade darum geht es hier: Das Wesentliche tun und das andere nicht unterlassen!

    43 tIch warne euch, ihr Pharisäer! In der Synagoge sitzt ihr stets in der ersten Reihe, und es gefällt euch, wenn man euch auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßt.44 Wehe euch, ihr Pharisäer! Wer mit euch zu tun hat, der weiß nicht, dass er sich verunreinigt. Denn ihr seid wie Gräber, die vom Gras überwuchert sind und über die man geht, ohne es zu wissen.«

    War das wirklich angebracht?

    Wir wissen ja, dass Jesu vollkommen war und vollkommen den Willen und die Ansichten seines Vaters wiederspiegelte. Er war ansonsten immer höflich und taktvoll. Warum wird er hier so “ausfallend”?

    Wir lesen zu Anfang, dass er sich von dem Pharisäer zum Essen einladen lässt, die Frage des Gastgebers ist aus meiner Sicht verständlich. Ok, Jesus hat natürlich Recht mit dem, was er hier sagt und dem, was danach noch kommt. Aber ist es wirklich angebracht, den Gastgeber und die anderen Gäste so zu beschimpfen – jetzt und hier?

    Wäre das nicht eine vergleichbare Situation, wenn wir im Predigtdienst in die Wohnung gebeten werden und der Wohnungsinhaber uns z.B fragt, warum wir kein Weihnachten feiern oder Blut ablehnen?

    Wir würden sicherlich nicht so beißend werden, sondern taktvoll unseren Standpunkt erklären.

    Jemand, der die Bibel und Jesus und Jehova nicht gut kennt, könnte beim Lesen dieser Passage den Eindruck gewinnen, dass Jesus aufbrausend war und den Gastgeber ohne Grund auf eine harmlose Frage hin angreift und ausfallend wird.

    Was könnten wir so einer Person antworten?

    Worum ging es hier? Dass sie ihn angriffen, sich nicht an die Überlieferungen zu halten – aber selbst nicht Gottes Maßstäbe einhielten. Dies zeigt der Kontext ja ganz deutlich. Aussenden hatte der Gastgeber sich über Jesus entrüstet und sich dabei sicherlich im Ton vergriffen. Wir wissen ja: “der Ton macht die Musik” und “wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus”. Trotzdem hatten wir uns die letzten Wochen im Studienartikel damit beschäftigt, dass wir dem Frieden nach jagen sollten und dazu auch bereit sein müssen, “mal fünfe gerade sein zu lassen”.

    Wie verträgt sich diese Reaktion Jesu nun mit dem, was wir gelernt haben?

    Angenommen, diese Frage stellt uns ein Interessierter, der die Zeitschrift auch gelesen hat. Was dann? Was können wir ihm antworten?

    Greift hier der Absatz 15, wo es auszugsweise hieß

    Christen wird ans Herz gelegt, sich mit aller Kraft um Frieden zu bemühen. Allerdings sagt die Bibel auch: “Die Weisheit von oben aber ist vor allem keusch, dann friedsam” (Jakobus 3:17). Sittlich rein zu bleiben – sich also von Jehova sagen lassen, was richtig und was falsch ist, und entsprechend zu leben – ist demnach noch wichtiger, als friedsam zu sein.

    allerdings ermahnt uns Paulus auch, stets respektvoll zu sein, wenn wir das Wort Gottes verteidigen müssen.

    Kolosser 4:6

    Eure Rede sei stets gefällig, mit Salz gewürzt (oder stets günstig, “wohlwollend” Fußnoge), damit ihr wißt, wie ihr jedem zu antworten habt.

    auch der Apostel Petrus ermahnt uns zu Milde und Respekt

    1. Petrus 3:15

    Sondern heiligt den Christus als Herrn in eurem Herzen, stets bereit zu einer Verteidigung vor jedermann, der von euch einen Grund für die Hoffnung verlangt, [die] in euch [ist], doch tut es mit Milde und tiefem Respekt.

    Ist der Ton Jesu hier denn wirklich respektvoll?

  79. Juleam 2. November 2011 um 08:13 Link zum Kommentar

    Lukas 13:22-27

    Warum nicht alle in Gottes neue Welt kommen

    22 (Matthäus 7, 13-14.22-23; 8, 11-12)

    Jesus zog durch die Städte und Dörfer des Landes und sprach dort zu den Menschen. Auf dem Weg nach Jerusalem 23 fragte ihn ein Mann: »Herr, stimmt es wirklich, dass nur wenige Menschen gerettet werden?« Jesus antwortete ihm: 24 »Das Tor zu Gottes neuer Welt ist schmal! Ihr müsst schon alles daransetzen, wenn ihr hineinkommen wollt. Viele versuchen es, aber nur wenigen wird es gelingen.

    25 Hat der Hausherr erst einmal das Tor verschlossen, werdet ihr draußen stehen. So viel ihr dann auch klopft und bettelt: ›Herr, mach uns doch auf!‹ – es ist umsonst! Er wird euch antworten: ›Was wollt ihr von mir, ich kenne euch nicht!‹ 26 Ihr werdet rufen: ›Aber wir haben doch mit dir gegessen und getrunken! Du hast bei uns gepredigt!‹

    27 Doch der Herr wird euch erwidern: ›Ich habe doch schon einmal gesagt, dass ich euch nicht kenne. Menschen, die Unrecht tun, haben hier nichts verloren. Geht endlich weg!‹

    setzen wir alles daran und erweisen uns als solche, die sich bemühen, anderen kein Unrecht anzutun?

  80. Juleam 2. November 2011 um 08:18 Link zum Kommentar

    Lukas 14 – 17

    Lukas 14:26

    »Wenn einer mit mir gehen will, so muss ich für ihn wichtiger sein als seine Eltern, seine Frau, seine Kinder, seine Geschwister, ja wichtiger als das eigene Leben. Sonst kann er nicht mein Jünger sein.

    Heisst es bei uns “er muss diese hassen”? Diese Formulierung hier finde ich viel treffender, denn das mit dem “hassen” könnte zu Mißverständnissen führen

  81. Juleam 2. November 2011 um 08:20 Link zum Kommentar

    warum der verschlagene Verwalter gelobt wird

    Lukas 16:8

    Jesus, der Herr, lobte das vorausplanende Handeln des gerissenen Verwalters. Denn im Umgang mit ihresgleichen sind die Menschen dieser Welt klüger und geschickter als die, die sich zu Gott bekennen.

    Wahre Worte und so treffend ausgedrückt!

    Endlich habe ich kapiert, warum er den Verwalter lobt, obwohl er doch nicht so handelt, wie Jehova es von uns erwartet

  82. Juleam 2. November 2011 um 08:21 Link zum Kommentar

    was es bedeutet, “den einen Herrn zu hassen” und “den anderen zu lieben”

    Lukas 16:13

    »Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. Wer dem einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des anderen nicht kümmern können. Er wird sich für den einen einsetzen und den anderen vernachlässigen. Auch ihr könnt nicht gleichzeitig für Gott und das Geld leben.«

  83. Juleam 2. November 2011 um 08:24 Link zum Kommentar

    was die Menschen der Tage Noahs verkehrt machten

    Lukas 17:26-31

    »Wenn der Menschensohn kommt, wird es auf der Erde zugehen wie zur Zeit Noahs. 27 Damals dachten die Menschen auch nur an Essen, Trinken und Heiraten. So ging es, bis Noah in die Arche stieg. Dann kam die Flut, und keiner von ihnen überlebte.

    28 Es wird genauso sein wie zu Lots Zeiten. Die Menschen kümmerten sich nur ums Essen und Trinken, Kaufen und Verkaufen, Pflanzen und Bauen. 29 So ging es bis zu dem Tag, an dem Lot die Stadt Sodom verließ. Da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel, und alle kamen in den Flammen um.

    30 Genauso wird es sein, wenn der Menschensohn erscheint.

  84. Thomasam 3. November 2011 um 16:48 Link zum Kommentar

    der verschlagene Verwalter

    in einem Nachschlagewerk von J.MacArthur heißt es dazu:

    Ein Haushalter oder Verwalter war ein vertrauenswürdiger Diener, der meistens in der Familie geboren war und der über die Verwaltung und Verteilung der Güter des Haushalts verfügte. Er sorgte für das Essen der anderen Diener und verwaltete die Mittel seines Herrn zum Wohlergehen der anderen. Er handelte als Vertreter seines Herrn und hatte Vollmachten zu Geschäften in dessen Namen.
    Mit dem Motto der Verschwendung knüpft dieses Gleichnis an das vorangegangene an. Wie der verlorene Sohn machte sich dieser Verwalter schuldig, indem er die ihm verfügbaren Mittel vergeudete.
    ….
    Es war unklug vom Hausherren, dem Diener anzukündigen, dass er ihn entlassen werde, denn das brachte ihm weitere Verluste ein. Offenbar dachte er, der Diener sei kein Betrüger sindenr einfach inkompetent. ….
    Vers 8 Obwohl er übers Ohr gehauen worden war, lobte er die Schlauheit des Verwalters. Seine Bewunderung für die kriminelle Raffinesse des bösen Verwalters zeigt, dass auch er ein böser Mensch war. Das gefallene Herz des Sünders bewundert die Schlauheit des Bösewichts. Es f#llt auf, dass alle Charaktere in diesem Gleichnis ungerecht, skrupellos und bestechlich sind.
    Die meisten Ungläubigen sind in ihrer weltlichen Lebensweise klüger, als manche Gläubige in Bezug auf die Dinge Gottes. Gläubige sollten das Geld ihres himmlischen Herrn so verwenden, dass sie Freunde für die Ewigkeit gewinnnen – indem sie in das Evangelium investieren, um Sündern zum Heil zu verhelfen. …Christus rechtfertigt hier nicht, sondern bezeichnet ihn treffend als ungerecht. Er verwendet ihn lediglich als Illustration um zu verdeutlichen, dass sogar die gottlosesten Kinder dieser Welt klug genig sind, um für Tage der Not vorzusorgen. Gläubige sollten noch viel klüger sin, denn sie verwalten nicht nur irdische sondern ewige Güter.

  85. Juleam 4. November 2011 um 08:19 Link zum Kommentar

    Lukas 18 – 21

    Lukas 18: 2-4

    »In einer Stadt lebte ein Richter, dem Gott und die Menschen gleichgültig waren. 3 Tag für Tag bestürmte ihn eine Witwe mit ihrer Not: ›Verhilf mir doch endlich zu meinem Recht!‹ 4 Immer wieder stieß sie bei ihm auf taube Ohren, aber schließlich sagte er sich: ›Mir sind zwar Gott und die Menschen gleichgültig, 5 aber diese Frau lässt mir einfach keine Ruhe. Ich muss ihr zu ihrem Recht verhelfen, sonst wird sie am Ende noch handgreiflich.‹«

    Etwas, was wir schon mehrfach erleben konnten: eine schadenstiftende Person, die alles daran setzt, dass sie ihren Willen bekommt – eben, weil sie die maßgeblichen Leute nicht in Ruhe gelassen hat.

    Hierzu fällt mir dann der Bibeltext ein, den wir zum Thema “uns mit aller Kraft um Frieden bemühen” behandelt hatten: wir sollten uns nicht vorschnell ein Urteil bilden – der Mensch geneigt, demjenigen Recht zu geben, der zuerst kommt und sich beklagt (ab Absatz 11).

    Sprüche 18:17

    “Wer als erster vor Gericht aussagt, scheint Recht zu haben; aber dann kommt sein Gegner und zeigt die andere Seite auf”

    Würde dies nun bedeuten, dass wir selbst schuld sind, wenn wir immer wieder ungerecht behandelt werden – weil nicht laufend daher rennen und andere anklagen? Weil wir eigentlich einfach nur die Ruhe und den Frieden bewahren wollen?

    Hier sind wir dann im Thema von dieser Woche angekommen: wir müssen Jehova erlauben, unser Teil zu sein!

    Was hat jetzt das eine mit dem anderen zu tun?

    Ganz einfach: wie machen wir Jehova zu unserem Anteil? Indem wir darauf vertrauen, dass ER für uns sorgt – wenn wir nur seine Anbetung und seine Maßstäbe in den Vordergrund stellen. In dem festen Vertrauen, dass er uns nicht gänzlich im Stich lässt, uns in schwierigen Situationen die Kraft gibt sie zu ertragen und letztendlich die Dinge richtig stellen wird. Nur dann machen wir Jehova zu unserem Anteil – oder besser gesagt: dann erlauben wir ihm, unser Anteil zu sein.

    Wenn uns ein gottloser Mensch laufend anklagt und sogar vor dem Menschen Recht bekommt – einfach, weil er immer zuerst ankommt und die Menschen mit seinem bösartigen Gerede überschüttet oder verunreinigt (siehe Abs. 13 “uns mit aller Kraft um Frieden bemühen”) – dann wird Jehova uns die Kraft geben, mit dem Schmerz und der Enttäuschung darüber fertig zu werden. Auch wird er uns helfen, ruhig zu bleiben und uns in diese Situation zu fügen, falls wir sie nicht ändern können, oder nur dann ändern könnten, wenn andere unbeteiligte Personen mit hineingezogen würden und Streit und Unruhe einkehren würde.

    Aber weil wir Jehova lieben, bewahren wir die Ruhe und überlassen es IHM, die Dinge letztlich richtig zu stellen, in dem Vertrauen darauf, dass wir damit sein Herz erfreuen und später sogar von ihm dafür entschädigt werden.

    Lukas 18:6-8

    6 Und Jesus, der Herr, fügte hinzu: »Ihr habt gehört, was dieser ungerechte Richter gesagt hat. 7 Meint ihr, Gott wird seinen Auserwählten nicht zum Recht verhelfen, wenn sie ihn Tag und Nacht darum bitten? Wird er sie etwa lange warten lassen? Nein! 8 Ich versichere euch: Er wird ihnen schnellstens helfen. Die Frage ist: Wird der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde überhaupt noch Menschen finden, die diesen Glauben haben?«

    Hierbei hilft uns aber das Gebet – das ständige und innige Gespräch mit unserem Gott. Und hier sind wir bei dem eigentlichen Lehrpunkt von dem Gleichnis angekommen: wenn wir unseren himmlischen Vater immer wieder bitten, dann wird er uns “Recht verschaffen” (und die Kraft geben).

    Allerdings nur dann, wenn wir ihn gemäß seinem Willen bitten. Denn wenn ich ihn ständig bitten würde, eine andere Person fertig zu machen, weil sie mich verletzt hat, dann werden auch tausende Gebete darum Jehova nicht veranlassen, dies zu tun.

    Wie wir sehen, ist es ganz wichtig, uns nicht nur einzelne Verse heraus zu picken, sondern die Bibel als Ganzes zu sehen und Jehova wirklich kennen zu lernen. Dann werden wir ihm mit einem Herz voller Liebe dienen und ohne zu klagen sein Willen tun!

  86. Juleam 4. November 2011 um 08:23 Link zum Kommentar

    Lukas 18:9,11-12

    Jesus erzählte ein weiteres Gleichnis. Er hatte dabei besonders die Menschen im Blick, die selbstgerecht sind und auf andere herabsehen

    Selbstsicher stand der Pharisäer dort und betete: ›Ich danke dir, Gott, dass ich nicht so bin wie andere Leute: kein Räuber, kein Gottloser, kein Ehebrecher und schon gar nicht wie dieser Zolleinnehmer da hinten. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe von allen meinen Einkünften den zehnten Teil für Gott

    Wie passt dies zu folgendem Bibelvers?

    Psalm 119:60-61

    Ich beeilte mich, und ich zögerte nicht, Deine Gebote zu halten. 61 Die Stricke der Bösen, sie umgaben mich. Dein Gesetz vergaß ich nicht.

    Wann ist man selbstgerecht und wann trifft der andere Text zu?

    Lukas 18:14

    Ihr könnt sicher sein, dieser Mann ging von seiner Schuld befreit nach Hause, nicht aber der Pharisäer. Denn wer sich selbst ehrt, wird gedemütigt werden; aber wer sich selbst erniedrigt, wird geehrt werden.

  87. Juleam 4. November 2011 um 08:24 Link zum Kommentar

    Lukas 18:41-43

    Dann fragte er ihn: »Was soll ich für dich tun?« »Herr«, flehte ihn der Blinde an, »ich möchte sehen können!« 42 »Du sollst wieder sehen!«, sagte Jesus zu ihm. »Dein Glaube hat dir geholfen.« 43 Im selben Augenblick konnte der Blinde sehen. Er ging mit Jesus und lobte Gott. Zusammen mit ihm lobten und dankten alle, die seine Heilung miterlebt hatten.

    Wir, die wir sehen können, sind wir dankbar dafür?

    Wozu nutzen wir unsere Fähigkeit, was sehen wir uns an?

    Sind wir dankbar für all die schönen Dinge, mit denen unser Auge verwöhnt wird? Haben wir überhaupt ein Auge dafür?

    Veranlassen sie uns, unseren Gott zu loben?

  88. Juleam 4. November 2011 um 08:54 Link zum Kommentar

    Lukas 20:34-35

    Jesus antwortete: »Die Ehe gibt es nur in dieser Welt.35 Wer aber von den Toten aufersteht und in die zukünftige Welt kommen darf, der wird nicht mehr verheiratet sein.
    (Hoffnung für Alle)

    ein Text, der sehr wohl jemanden entmutigen könnte, der sich in diesen Zeiten seine Ehelosigkeit bewahrt, weil er Jehova vermehrt dienen möchte, oder für den, der lieber ehelos bleibt, als einen Ungläubigen zu heiraten.

    Was sagt die Bibel wirklich über dieses Thema? Hier einige weitere Übersetzungen:

    Schlachter

    Und Jesus antwortete ihnen und sprach: Die Kinder dieser Weltzeitheiraten und lassen sich heiraten;35 diejenigen aber, die gewürdigt werden, jene Weltzeit zu erlangen und die Auferstehung aus den Toten, die werden weder heiraten noch sich heiraten lassen,

    Neue Genfer Übersetzung

    Jesus antwortete: »In der jetzigen Welt heiraten die Menschen tund werden verheiratet.35 Aber diejenigen, die für würdig erachtet werden,von den Toten aufzuerstehen und an der kommenden Welt teilzuhaben, heiraten dann nicht mehr.

    Albrecht NT und Psalmen

    Da antwortete ihnen Jesus: “Die Leute in dieser Weltzeit freien und lassen sich freien.35 Die aber gewürdigt werden, jene Weltzeit zu erlangen und die Auferstehung, zu der nur eine Auswahl aus den Toten kommt, die freien nicht und lassen sich nicht freien.

    Elberfelder

    Und Jesus sprach zu ihnen: Die Söhne dieser Welt heiraten und werden verheiratet;35 die aber würdig geachtet werden, jener Welt teilhaftig zu sein und der Auferstehung aus den Toten, heiraten nicht, noch werden sie verheiratet

    Luther

    Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Kinder dieser Welt freien und lassen sich freien; 35 welche aber würdig sein werden, jene Welt zu erlangen und die Auferstehung von den Toten, die werden weder freien noch sich freien lassen.

    Neue-Welt-Übersetzung

    Jesus sprach zu ihnen: „Die Kinder dieses Systems der Dinge heiraten und werden verheiratet, 35 diejenigen aber, die für würdig erachtet worden sind, jenes System der Dinge und die Auferstehung von den Toten zu erlangen, heiraten nicht, noch werden sie verheiratet.

    dass die Gesalbten im Himmel vielleicht danach nicht mehr heiraten werden, ist ja ein ganz anderer Gedanke, denn sie haben ja ihr fleischliches Leben komplett abgelegt – aber auch diejenigen, die dann im Paradies auf der Erde leben werden?

    Wäre dies nicht zu hart?

    Würde es sich dann für all diejenigen wirklich lohnen, die heute um der Wahrheit willen auf eine Ehe verzichten?

    Was ist mit Jephtas Tochter, die ihr ganzes Leben lang ehelos geblieben ist, weil sie das Gelübde erfüllen wollte, das ihr Vater Jehova gegeben hatte und mit dem sie selbst ja eigentlich kaum etwas zu tun gehabt hatte?

    Warum hatte Abraham dann vor seinem Tod alle seine Frauen entlassen – als darum, weil er nach der Auferstehung wieder mit seiner geliebten Frau Sarah vereint sein wollte?

    Hier ging es wohl eher um die Schwagerehe und den Sinn dahinter – wie Jehova die Einzelnen in dem Zusammenhang sah

  89. Juleam 4. November 2011 um 09:27 Link zum Kommentar

    WT 15.03.2008

    Das Wort Jehovas ist lebendig
    Höhepunkte aus dem Buch Lukas

    WIE allgemein angenommen wird, schrieb Matthäus sein Evangelium in erster Linie für die Juden, wohingegen Markus seinen Bericht für nichtjüdische Leser aufzeichnete. Lukas jedoch verfasste sein Evangelium für Menschen aller Nationen. Das Buch Lukas, das in den Jahren 56 bis 58 u. Z. entstand, enthält einen umfassenden Bericht über Jesu Leben und Wirken.

    Mit den Augen eines besorgten Arztes geht Lukas sorgfältig „allen Dingen von Anbeginn genau nach“ und behandelt einen Zeitraum von 35 Jahren — von 3 v. u. Z. bis 33 u. Z. (Luk. 1:3). Fast 60 Prozent des Inhalts des Lukasevangeliums kommt in keinem der anderen Evangelien vor.

     

    DIE ANFÄNGE DES DIENSTES JESU
    (Luk. 1:1—9:62)

    Nachdem Lukas Einzelheiten über die Geburt von Johannes dem Täufer und die von Jesus erwähnt hat, führt er an, dass Johannes seinen Dienst im 15. Jahr der Regierung des Tiberius Cäsar begann, das heißt im Frühling des Jahres 29 u. Z. (Luk. 3:1, 2). Im Herbst jenes Jahres wird Jesus von Johannes getauft (Luk. 3:21, 22). Um das Jahr 30 u. Z. ‘kehrt Jesus nach Galiläa zurück und beginnt in den Synagogen zu lehren’ (Luk. 4:14, 15).

    Dann begibt sich Jesus auf seine erste Predigtreise durch Galiläa. Der Volksmenge sagt er: „Auch anderen Städten muss ich die gute Botschaft vom Königreich Gottes verkündigen“ (Luk. 4:43). Jesus nimmt den Fischer Simon sowie noch einige andere mit auf die Reise. Er sagt: „Von nun an wirst du Menschen lebendig fangen“ (Luk. 5:1-11; Mat. 4:18, 19). Auf der zweiten Predigtreise durch Galiläa hat Jesus die 12 Apostel dabei (Luk. 8:1). Bei seiner dritten Reise sendet er die Zwölf aus, „das Königreich Gottes zu predigen und zu heilen“ (Luk. 9:1, 2).

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:35 — War Marias Eizelle an der Schwangerschaft beteiligt?
    Da Marias Kind gemäß der Verheißung Gottes ein echter Nachkomme der Vorväter Abraham, Juda und David sein sollte, musste Marias Eizelle an der Schwangerschaft beteiligt sein (1. Mo. 22:15, 18; 49:10; 2. Sam. 7:8, 16). Die vollkommene Lebenskraft des Sohnes Gottes wurde jedoch durch den heiligen Geist übertragen und damit auch die Empfängnis verursacht (Mat. 1:18). Anscheinend wurde dadurch jegliche bestehende Unvollkommenheit in der Eizelle Marias aufgehoben und der Embryo von Anfang an vor schädigenden Einflüssen geschützt.

    1:62 — War Sacharja stumm und taub geworden?
    Nein, nur seine Stimme war beeinträchtigt. Andere fragten ihn zwar „durch Zeichen“, wie er das Kind nennen wolle, aber nichts deutet darauf hin, dass Sacharja taub war. Wahrscheinlich verstand er akustisch, welchen Namen seine Frau für ihren Sohn vorschlug. Vielleicht wollten die anderen durch Zeichensprache nur bei Sacharja nachfragen, ob er damit einverstanden war. Da lediglich seine Fähigkeit zu sprechen wiederhergestellt werden musste, lässt das den logischen Schluss zu, dass Sacharjas Gehör nicht beeinträchtigt war (Luk. 1:13, 18-20, 60-64).

    2:1, 2 — Wie hilft uns der Hinweis auf die „erste Einschreibung“, herauszufinden, wann Jesus geboren wurde?
    Unter Cäsar Augustus gab es mehr als eine Einschreibung. Die erste war 2 v. u. Z. — durch sie erfüllte sich Daniel 11:20 —, und die zweite fand 6 oder 7 u. Z. statt (Apg. 5:37). Bei sowohl der ersten als auch der zweiten Einschreibung war Quirinius Statthalter von Syrien. Offensichtlich hatte er zweimal diese Stellung inne. Da Lukas auf die erste Einschreibung Bezug nimmt, fällt die Geburt Jesu in das Jahr 2 v. u. Z.

    2:35 — Was war damit gemeint, dass „ein langes Schwert“ Marias Seele durchdringen sollte?
    Das weist darauf hin, wie sehr es Maria schmerzen und traurig stimmen würde, mit ansehen zu müssen, wie die meisten Menschen Jesus als den Messias ablehnen würden und er eines qualvollen Todes sterben würde (Joh. 19:25).

    9:27, 28 — Jesus hatte seinen Jüngern versichert, dass einige von ihnen „den Tod überhaupt nicht schmecken würden“, bis sie ihn in seinem Königreich kommen sehen würden. Warum sagt Lukas, die Umgestaltung habe „acht Tage“ nach Jesu Worten stattgefunden, wogegen sowohl Matthäus als auch Markus sagen, dass es „sechs Tage“ später war? (Mat. 17:1; Mar. 9:2).
    Lukas hat offenbar zwei zusätzliche Tage mit einbezogen — den Tag, an dem Jesus die Worte sprach, und den Tag, an dem die Umgestaltung stattfand.

    9:49, 50 — Warum hinderte Jesus einen Mann nicht daran, Dämonen auszutreiben, obwohl dieser Mann ihm nicht nachfolgte?
    Weil die Christenversammlung noch nicht gegründet worden war. Der Mann musste also Jesus nicht buchstäblich begleiten, um Glauben an den Namen Jesu ausüben und Dämonen austreiben zu können (Mar. 9:38-40).

    Lehren für uns:

    1:32, 33; 2:19, 51. Maria bewahrte die Geschehnisse und Aussagen, durch die sich Prophezeiungen erfüllten, in ihrem Herzen. Hüten wir das, was Jesus über den ‘Abschluss des Systems der Dinge’ vorausgesagt hat, wie einen Schatz, indem wir seine Worte mit dem vergleichen, was heute geschieht? (Mat. 24:3).

    2:37. Aus Annas Beispiel lernen wir, dass wir Jehova mit Beharrlichkeit anbeten sollten, ‘im Gebet verharren’ müssen und „unser Zusammenkommen nicht aufgeben“ dürfen (Röm. 12:12; Heb. 10:24, 25).

    2:41-50. Joseph stellte in seinem Leben geistige Interessen allem voran und kümmerte sich in geistiger wie in materieller Hinsicht gut um seine Familie. Damit gab er Familienvätern ein gutes Beispiel.

    4:4. Wir sollten keinen Tag vergehen lassen, ohne uns mit dem Wort Gottes beschäftigt zu haben.

    6:40. Ein Lehrer des Wortes Gottes sollte seinen Schülern ein gutes Beispiel geben. Er muss das, was er anderen sagt, auch selbst tun.

    8:15. Damit wir das Wort „festhalten und mit Ausharren Frucht tragen“ können, müssen wir das Wort Gottes verstehen, es zu schätzen wissen und es in uns aufnehmen. Wenn wir die Bibel und bibelerklärende Veröffentlichungen lesen, sollten wir uns unbedingt unter Gebet mit dem Stoff gedanklich beschäftigen.

     

    JESU SPÄTERER DIENST
    (Luk. 10:1—24:53)

    Jesus sendet 70 andere vor sich her in Städte und Orte in Judäa (Luk. 10:1). Er zieht „von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf“ und lehrt (Luk. 13:22).

    Fünf Tage vor dem Passahfest des Jahres 33 u. Z. reitet Jesus auf einem Füllen in Jerusalem ein. Nun ist die Zeit gekommen, wo sich das erfüllen sollte, was er einst seinen Jüngern gesagt hatte: „Der Menschensohn muss vieles leiden und von den älteren Männern und Oberpriestern und Schriftgelehrten verworfen und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden“ (Luk. 9:22, 44).

    Antworten auf biblische Fragen:

    10:18 — Was meinte Jesus, als er zu seinen 70 Jüngern sagte: „Ich sah den Satan wie einen Blitz bereits aus dem Himmel gefallen“?
    Jesus wollte damit nicht sagen, dass Satan bereits aus dem Himmel hinausgeworfen worden war. Das geschah erst, kurz nachdem Christus 1914 im Himmel als König eingesetzt worden war (Offb. 12:1-10). Wir können zwar nicht dogmatisch sein, aber dadurch, dass Jesus von einem künftigen Ereignis so spricht, als sei es schon geschehen, betonte er offensichtlich, dass es ganz bestimmt geschehen würde.

    14:26 — In welcher Hinsicht „hassen“ Christi Nachfolger ihre Verwandten?
    Jemanden oder etwas zu „hassen“ bedeutet in der Bibel zuweilen, jemanden oder etwas weniger zu lieben (1. Mo. 29:30, 31). Christen „hassen“ also ihre Verwandten in dem Sinne, dass sie sie einfach weniger lieben als Jesus (Mat. 10:37).

    17:34-37 — Wer sind „die Adler“ und was ist „der Leib“, bei dem sich die Adler versammeln?
    Diejenigen, die „mitgenommen“ oder gerettet werden, werden mit weitsichtigen Adlern verglichen. „Der Leib“, bei dem sie sich versammeln, ist der wahre Christus während seiner unsichtbaren Gegenwart sowie die geistige Speise, die Jehova für sie zubereitet (Mat. 24:28).

    22:44 — Was war der Grund dafür, dass Jesus so sorgenvoll erregt war?
    Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen war Jesus besorgt darum, wie sich sein Tod als Verbrecher auf Jehova Gott und seinen Namen auswirken würde. Zum anderen wusste Jesus nur allzu gut, dass sein eigenes ewiges Leben und die Zukunft der ganzen Menschheitsfamilie davon abhing, dass er treu blieb.

    23:44 — Wurde die drei Stunden dauernde Dunkelheit durch eine Sonnenfinsternis verursacht?
    Nein. Eine Sonnenfinsternis gibt es nur bei Neumond. Zur Passahzeit ist jedoch Vollmond. Die Finsternis an dem Tag, als Jesus starb, muss also durch ein Wunder Gottes eingetreten sein.

    Lehren für uns:

    11:1-4. Vergleicht man diese Worte Jesu mit dem etwas anderen Wortlaut des Mustergebets, das Jesus etwa 18 Monate zuvor in der Bergpredigt erwähnt hatte, dann zeigt das deutlich, dass wir in unseren Gebeten nicht einfach irgendwelche Worte wiederholen sollten (Mat. 6:9-13).

    11:5, 13. Jehova erhört zwar gern unsere Gebete, doch wir sollten auch mit Beharrlichkeit beten (1. Joh. 5:14).

    11:27, 28. Wahres Glück erwächst nicht aus verwandtschaftlichen Bindungen oder großem materiellen Reichtum, sondern daraus, treu Gottes Willen zu tun.

    11:41. Unsere Gaben der Barmherzigkeit sollten einem liebevollen und willigen Herzen entspringen.

    12:47, 48. Jemand, der größere Verantwortung hat, ihr aber nicht nachkommt, ist tadelnswerter als der, der seine Aufgaben nicht so recht kennt oder nicht ganz versteht.

    14:28, 29. Wir sind weise, wenn wir nicht über unsere Verhältnisse leben.

    22:36-38. Jesus forderte seine Jünger nicht auf, eine Waffe zu tragen, um sich selbst zu schützen oder um sich selbst zu verteidigen. Dadurch, dass sie in der Nacht, in der er verraten wurde, Schwerter dabeihatten, konnte er ihnen jedoch folgende wichtige Lektion erteilen: „Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen“ (Mat. 26:52).

  90. Juleam 11. November 2011 um 11:04 Link zum Kommentar

    WT 15.01.1986


    „Ringt danach“

    „Ringt danach, durch die enge Tür einzugehen, denn viele, sage ich euch, werden hineinzukommen suchen, werden es aber nicht vermögen“ (LUKAS 13:24).

    FRAGE den sechsjährigen Robbie, warum er in den Königreichssaal gehen möchte, und er wird antworten: „Ich lerne etwas über Jehova und das Paradies, wo ich lange, lange Zeit mit braven Tieren leben kann.“ Dustin, sein dreijähriger Cousin, kennt die Gewohnheiten seiner Eltern so gut, daß er genau weiß, wann er rufen muß: „Will zum Königreichssaal!“ Was Robbie ausdrückt und was Dustin auszudrücken lernt, würde den meisten gefallen: Leben, ewiges Leben. Die Menschen wollen „gerettet“ werden. Aber wie? Einfach durch den Besuch religiöser Zusammenkünfte?

    2 Man kann sich die Rettung nicht durch den Besuch von Zusammenkünften oder durch irgend etwas anderes verdienen. Sie ist frei, eine Gabe Gottes. Dennoch verlangt Jehova Gott Anstrengungen von uns, wenn wir seine Gabe des ewigen Lebens erlangen wollen (Römer 6:23). Was gehört alles dazu? Zunächst einmal tatkräftiger Einsatz in seinem Dienst. Dieser muß echter Wertschätzung entspringen. Gottes Sohn, Jesus Christus, wurde einmal von einem Mann gefragt: „Herr, sind derer wenige, die gerettet werden?“ Jesu Antwort betraf nicht nur den Fragesteller, sondern auch alle anderen, die an der Rettung interessiert sind — wir eingeschlossen. Er erwiderte: „Ringt danach, durch die enge Tür einzugehen, denn viele, sage ich euch, werden hineinzukommen suchen, werden es aber nicht vermögen“ (Lukas 13:23, 24).

    3 Die Frage des nicht namentlich genannten Mannes war ungewöhnlich. „Sind derer wenige, die gerettet werden?“ fragte er, nicht: „Werde ich unter den wenigen Geretteten sein?“ oder: „Wie kann ich gerettet werden?“ Vielleicht wurde er durch die jüdische Auffassung, daß nur eine begrenzte Zahl von Menschen die Rettung verdiene, zu seiner spekulativen Anfrage veranlaßt. Was auch immer die Ursache seiner Neugier war, Jesus holte die Frage schnell aus dem Bereich abstrakter Theorie in den der praktischen Anwendung — der persönlichen Anwendung. Er zwang den Fragesteller, an das zu denken, was er für die Rettung tun mußte. Außerdem sollte Jesu Aufforderung „Ringt danach“, die ja in der Mehrzahlform steht, auch uns anspornen, ernsthaft über unsere Art der Anbetung nachzudenken.

    4 Ewiges Leben ist demnach nicht so leicht zu erlangen, wie manche denken. Jesus ließ erkennen, daß harte Arbeit oder ständiges Bemühen nötig ist, um „durch die enge Tür einzugehen“. Die Triebkraft dieser nicht erlahmenden Anstrengung ist ein unerschütterlicher Glaube, der auf Gehorsam gegenüber Christi Lehren gegründet ist. Um Rettung zu erlangen, müssen wir also mehr tun, als ‘seine Worte zu hören’; wir müssen darin beharren, ‘sie zu tun’ (Lukas 6:46-49; Jakobus 1:22-25).

    Du mußt jetzt „kämpfen“

    5 Was bedeutet der Ausdruck „Ringt danach“? Der zugrundeliegende griechische Ausdruck agonízesthe kommt von einem Wort (ago´n), das „Kampfplatz“ bedeutet. In der Kingdom Interlinear Translation wird er mit „kämpft fortwährend“ wiedergegeben. Stelle dir also einen Sportler in einem Stadion des Altertums vor, der kämpft oder alle seine Kräfte daransetzt, um den Preis zu gewinnen. Obwohl das hier gebrauchte griechische Verb ein technischer Ausdruck für das Kämpfen bei den griechischen Spielen sein kann, unterstreicht es Jesu Ermahnung, ganzherzig zur Tat zu schreiten. Halbherzige Anstrengungen reichen einfach nicht aus (Lukas 10:27; vergleiche 1. Korinther 9:26, 27).

    6 Wann und wie lange müssen wir ‘darum kämpfen, durch die enge Tür einzugehen’? (Lukas 13:24, Sigge). Betrachte Jesu Worte aus Lukas 13:24 ganz genau, und beachte bitte den Gegensatz zwischen „ringt danach“ (Gegenwart) und „werden hineinzukommen suchen“ (Zukunft). Jetzt ist also die Zeit zu kämpfen. Diejenigen, die nicht eingelassen werden, versuchen offensichtlich, zu einer Zeit einzutreten, die ihnen persönlich angenehm erscheint. Doch dann wird es zu spät sein; die Tür der Gelegenheit wird verschlossen und verriegelt sein. Gemäß Lukas 13:25 sagte Jesus ferner, daß die Leute, sobald der Hausherr die Tür verschlossen hat, anfangen werden, zu klopfen und zu bitten: „ ‚Herr, öffne uns.‘ Er wird . . . aber als Antwort sagen: ‚Ich weiß nicht, woher ihr seid.‘ “ Welch trauriges Ende doch diejenigen erwartet, die die Anbetung Jehovas nicht jetzt zur Hauptaufgabe ihres Lebens machen! (Matthäus 6:33).

    7 Unser Kampf ist eine fortlaufende Sache. Keiner von uns ist schon völlig durch die „enge Tür“ eingetreten. Paulus erkannte das. Sein Wettlauf um das Leben war eine mühevolle tägliche Anstrengung. Er schrieb: „Nicht als ob ich es schon in die Hand bekommen hätte oder schon vollendet wäre! Doch ich setze alles daran, es zu ergreifen, weil ich ja von Jesus Christus ergriffen bin. Brüder, ich schätze mich selber noch nicht so ein, als hätte ich alles schon in der Hand. Mir geht es nur um das eine: ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich dem entgegen, was vor mir liegt. Ich jage auf das Ziel zu, den Siegespreis, der auf die wartet, die Gott zu sich hinaufberufen hat, in Christus Jesus“ (Philipper 3:12-14, Wilckens, Kursivschrift von uns).

    8 Wer sind die „vielen“, und warum sind sie nicht in der Lage hineinzukommen? Die „vielen“ sind mit der Christenheit, vor allem mit ihrer Geistlichkeit, gleichzusetzen. Sie geben vor, Jesus zu kennen, ja ein Teil seiner Familie zu sein, indem sie behaupten, ‘mit ihm gegessen und getrunken’ zu haben. Da sie jedoch nach ihren eigenen Vorstellungen gerettet werden wollen, nicht nach denjenigen Gottes, verneint Jesus entschieden, sie zu kennen, und betrachtet sie als „Täter der Ungerechtigkeit“ (Lukas 13:26, 27). Zu denjenigen, denen der Zutritt zum ewigen Leben verwehrt wird, könnten sogar einzelne gehören, die in ihrem heiligen Dienst für Jehova nachgelassen haben und jetzt eine lasche Einstellung zur wahren Anbetung bekunden. Ihr Eifer für die Königreichsinteressen ist lau geworden (Offenbarung 3:15, 16). Zugegeben, sie mögen immer noch eine „Form der Gottergebenheit“ haben — pro forma in den Predigtdienst gehen und die Zusammenkünfte besuchen —, aber sie bekunden nicht die Art Glauben, die die richtige Triebkraft hinter der wahren Anbetung ist. (Vergleiche 2. Timotheus 3:5.) Sie versäumen, zu erkennen, daß es nicht genügt, nur zu versuchen, durch die „enge Tür“ zu gelangen. Man muß kämpfen, um hindurchzukommen.

    Warum durch eine „enge Tür“?

    9 Die enge Tür zur Rettung steht allen offen. Aber die „vielen“ wollen nicht kämpfen, um hindurchzukommen. Was schließt es ein, danach zu ringen, durch die enge Tür einzugehen? Zuerst muß man eine genaue Erkenntnis der biblischen Wahrheit erlangen und Jehova Gott und Jesus Christus kennenlernen (Johannes 17:3). Das bedeutet, die Traditionen und Praktiken der weltlichen Religionen, die der Christenheit eingeschlossen, aufzugeben. Es erfordert, Gottes Willen zu tun, so wie Jesus ihn tat, als er hier auf der Erde war (1. Petrus 2:21). Als Gott hingegebener, getaufter Christ muß man auch den Materialismus, die Unmoral und die Unreinheit der Welt meiden (1. Johannes 2:15-17; Epheser 5:3-5). All das muß aufgegeben und durch christusähnliche Eigenschaften ersetzt werden (Kolosser 3:9, 10, 12).

    10 Die „wenigen“ wissen, wie wertvoll der Eifer im Dienst ist, verbunden mit dem Hervorbringen der Früchte des Geistes einschließlich der Selbstbeherrschung (Galater 5:23). Mit Hilfe des heiligen Geistes Jehovas kämpfen sie, um die Oberhand über ihren Körper zu gewinnen und ihn so zu beherrschen, daß sie das Ziel, ewiges Leben, erreichen (1. Korinther 9:24-27).

    Was bedeuten Jesu Worte für dich?

    11 Ob wir neu getauft sind oder schon seit Jahrzehnten in Jehovas Organisation tätig sind, wir dürfen in unseren Bemühungen, ihm zu gefallen, nicht erschlaffen. Wie Jesu Worte deutlich zeigen, müssen wir Jehova ganzherzig ergeben sein, bereit, um jeden Preis durch die enge Tür zu gelangen. Obwohl Jesus nicht insbesondere Verbesserungen und Erweiterungen unseres Dienstes für Gott erörterte, müssen einige unter uns danach ringen, den Lebenswandel zu verbessern oder von schlechten Gewohnheiten frei zu werden, so daß wir ‘in keiner Weise irgendeine Ursache zum Straucheln geben’ (2. Korinther 6:1-4). Andere unter uns müssen ständig darauf achten, ein Programm gründlichen persönlichen Studiums einzuhalten, so daß unsere ‘Liebe überströme mit genauer Erkenntnis und allem Unterscheidungsvermögen’ (Philipper 1:9-11). Wieder andere müssen größere Anstrengungen unternehmen, um die Versammlungszusammenkünfte — einschließlich des Versammlungsbuchstudiums — regelmäßig zu besuchen und sich daran zu beteiligen (Hebräer 10:23-25). Aber wir alle können unseren eigenen Predigtdienst betrachten und herauszufinden suchen, ob wir uns im „Werk eines Evangeliumsverkündigers“ wirklich anstrengen (2. Timotheus 4:5).

    12 Immer mehr Personen sind dadurch, daß sie in ihrem Ringen um Jehovas Wohlgefallen Fortschritte gemacht haben, jetzt in der Lage, den Hilfspionierdienst, den allgemeinen Pionierdienst oder den Betheldienst durchzuführen. Wie steht es aber mit dir? Kannst du, wenn du ein Königreichsverkündiger bist, mehrmals im Jahr am Hilfspionierdienst teilnehmen oder sogar allgemeiner Pionier werden? Strebst du nach dem allgemeinen Pionierdienst, wenn du bereits Hilfspionier bist? Wenn nicht, warum ziehst du ihn dann nicht in Erwägung? Das könnte sich für dich insofern segensreich auswirken, als du dadurch ein noch engeres Verhältnis zu Jehova Gott und Jesus Christus entwickelst (Psalm 25:14).

    Kannst du danach ringen, Pionier zu werden?

    13 Kannst du, falls es dir möglich wäre, allgemeiner Pionier zu sein, du aber keiner bist, darum „kämpfen“, in deinem Leben Änderungen vorzunehmen, um es zu werden? Zwei Dinge sind notwendig. Erstens mußt du den Wunsch dazu haben. Zweitens sind die richtigen Umstände erforderlich. Hast du nicht den Wunsch, dann bete darum. Sprich mit Pionieren darüber. Erweitere deine gegenwärtige Tätigkeit als Versammlungsverkündiger. Beteilige dich am Hilfspionierdienst, sooft es dir möglich ist. Scheitert es an den Umständen, dann überlege, ob sie sich ändern lassen. Eine berufstätige Frau muß vielleicht nicht arbeiten. Wer das Rentenalter erreicht hat, muß vielleicht nicht weiterarbeiten. Ein hoher Lebensstandard, teure Urlaubsreisen, das neueste Auto und dergleichen sind nicht lebensnotwendig (Lukas 12:15; 1. Johannes 2:15-17).

    14 Ein Vater von drei Söhnen — zwei noch keine Teenager — begann vor sechs Jahren mit dem Pionierdienst. Warum? „Ich wollte mehr tun“, erklärt er. „Wenn ich nicht im allgemeinen Pionierdienst wäre, obwohl ich es könnte, würde ich nicht meiner Hingabe entsprechend leben.“ Seine Frau begann ebenfalls mit dem allgemeinen Pionierdienst. Warum? „Ich war vier Jahre regelmäßig im Hilfspionierdienst und merkte, daß es mir schließlich leichtfiel“, sagt sie. „Ich wollte einen größeren Anteil an dem Werk haben, das sich nie wiederholen wird, und wollte unseren Söhnen das richtige Beispiel geben.“ Sowohl der Mann als auch die Frau hatten die Wahrheit nach ihrer Universitätsausbildung kennengelernt. „Unsere Eltern verlangten von uns, vier Jahre aufs College zu gehen“, sagt der Vater. Welche Ziele halten sie nun ihren Söhnen vor Augen? „Ich lasse meine Söhne wissen, daß wir es gern sähen, wenn sie Pionier werden und mindestens vier Jahre im Bethel dienen würden.“

    15 Im folgenden ist angeführt, aus welchen Gründen sich andere für den allgemeinen Pionierdienst entschieden haben:

    „Ich kam in geistiger Hinsicht nicht voran, und das behagte mir nicht“ (Robert H.).
    „Ich war als regelmäßiger Verkündiger nie zufrieden“ (Rhea H.).
    „Der Pionierdienst verleiht meinem Leben Richtung und Ziel“ (Hans K.).
    „Ich wollte Jehova mit ganzer Kraft dienen, und für mich war der Pionierdienst die Lösung“ (Charanjit K.).
    „Ich würde es bedauern, wenn ich meine Energie, meine Kraft und meine Jugend nicht in diesem großartigen Werk einsetzen würde“ (Gregory T.).
    „Jehova segnet einen nur, wenn man sich anstrengt. Ich mußte ihm etwas geben, was er segnen konnte“ (Graceann T.).
    „Der Pionierdienst hilft mir, zum Ausdruck zu bringen, was ich für Jehova empfinde“ (Marco P.).
    „Meine weltliche Ganztagsarbeit brachte mir nicht das Glück, das ich bei den Pionieren beobachtete“ (Nancy P.).

    Welche Gründe könntest du dieser Liste hinzufügen?

    Tust du, was du kannst?

    16 Viele Zeugen Jehovas haben ihre persönliche Situation aufrichtig und gebetsvoll untersucht und festgestellt, daß sie alles tun, was sie unter den gegenwärtigen Umständen tun können. Vielleicht bist du einer von ihnen. Wenn ja, dann fasse Mut. Jehova und sein Sohn sorgen sich um dich und schätzen wirklich deinen ganzherzigen Dienst. (Vergleiche Lukas 21:1-4.) Zum Beispiel müssen unsere Brüder in manchen Ländern wegen der ungünstigen politischen oder wirtschaftlichen Verhältnisse fünf oder sechs Tage in der Woche je neun Stunden arbeiten, nur um das Lebensnotwendige beschaffen zu können. In einem Land, wo das Werk der Zeugen Jehovas unter strengstem Verbot steht, sind die Pioniere — und in solchen Ländern steigt die Zahl der Pioniere — gewöhnlich Rentner oder junge Leute, die nachts arbeiten, oder Mütter (mit Kindern), die der Staat von der Berufstätigkeit freistellt.

    17 Doch du magst sagen: „Ich wünschte, ich hätte mehr Kraft. Wenn ich nur wieder jung wäre!“ Laß dich nicht entmutigen. Unsere Anstrengungen werden nicht allein nach dem Ausmaß der Arbeit beurteilt, die wir in Gottes heiligem Dienst verrichten. Weißt du, wie es Epaphroditus erging? Als er krank war, konnte er für das „Werk des Herrn“ bestimmt nicht mehr soviel tun wie in gesundem Zustand. Dennoch lobte ihn Paulus für seine Anstrengungen. Ja, wie Paulus andeutete, sollten wir ‘Männer und Frauen dieser Art weiterhin werthalten’ (Philipper 2:25-30).

    18 Trotz allem kannst du etwas tun, um den Vollzeitdienst in der Versammlung zu fördern. Was denn? Ringe danach, Pioniergeist zu bekunden. Könntest du beispielsweise, wenn du gegenwärtig aufgrund familiärer Verpflichtungen nicht Pionier sein kannst, deinen Angehörigen — deiner Frau, deinen Kindern, deinem Bruder oder deiner Schwester — die Möglichkeit bieten, Pionier zu werden? Wer bei schlechter Gesundheit ist oder anderweitig verhindert ist, kann echtes Interesse an denjenigen bekunden, die in der Lage sind, Pionier zu sein, indem er mit ihnen in den Predigtdienst geht, so wie seine Umstände es zulassen. (Vergleiche 1. Korinther 12:19-26.) Auf diese Weise können in der Versammlung alle danach ringen, den Vollzeitdienst hervorzuheben. Die Ergebnisse können für alle sehr ermunternd sein.

    19 Was bedeutet die Aufforderung „Ringt danach“ für dich? Fortschritte, die zur Taufe führen? Eine schlechte Gewohnheit zu überwinden? Dein Verhältnis zu Jehova in einer gewissen Hinsicht zu festigen? Hilfspionierdienst? Allgemeiner Pionierdienst? Betheldienst? Was immer du tun mußt, um geistige Fortschritte zu machen, es lohnt sich, jetzt danach zu ringen. Daher sollten wir alle fortfahren zu kämpfen, um durch die enge Tür zu gelangen, die zu ewigem Leben führt!

  91. Juleam 1. November 2012 um 12:19 Link zum Kommentar

    Lukas 1 – 3

    Lukas 1 – Ankündigung der Geburt Johannes’ des Täufers

    5 Inder Zeit, als Herodes König von Judäa war, lebte dort Zacharias, ein Priester, der zur Abteilung des Abija gehörte. Seine Frau stammte wie er aus dem Geschlecht Aarons ; sie hieß Elisabeth. 6 Beide lebten so, wie es Gott gefiel, und hielten sich in allem genau an die Gebote und Weisungen des Herrn. 7 Sie hatten keine Kinder, denn Elisabeth war unfruchtbar, und jetzt waren sie beide alt.
    8 Einmal, als Zacharias vor Gott seinen Dienst als Priester versah, weil seine Abteilung damit an der Reihe war, 9 wurde er nach der für das Priesteramt geltenden Ordnung durch das Los dazu bestimmt, in den Tempel des Herrn zu gehen und das Rauchopfer darzubringen. 10 Während der Zeit , in der das Rauchopfer dargebracht wurde, stand die ganze Volksmenge draußen und betete.
    11 Da erschien dem Zacharias ein Engel des Herrn; er sah ihn auf der rechten Seite des Rauchopferaltars stehen. 12 Zacharias erschrak und wurde von Furcht gepackt. 13 Doch der Engel sagte zu ihm: »Du brauchst dich nicht zu fürchten, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn schenken; dem sollst du den Namen Johannes geben. 14 Du wirst voller Freude und Jubel sein, und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen. 15 Denn er wird groß sein in den Augen des Herrn. Er wird keinen Wein und keine starken Getränke zu sich nehmen, und schon im Mutterleib wird er mit dem Heiligen Geist erfüllt sein. 16 Viele Israeliten wird er zum Herrn, ihrem Gott, zurückführen. 17 Erfüllt mit dem Geist und der Kraft des Elia, wird er vor dem Herrn hergehen. Durch ihn werden sich die Herzen der Väter den Kindern zuwenden, und die Ungehorsamen werden ihre Gesinnung ändern und sich nach denen richten, die so leben, wie es Gott gefällt . So wird er dem Herrn ein Volk zuführen , das ´für ihn` bereit ist.«
    18 Zacharias sagte zu dem Engel: »Woran soll ich erkennen, dass das alles geschehen wird? Ich bin doch ein alter Mann, und meine Frau ist auch nicht mehr jung.« 19 Der Engel erwiderte: »Ich bin Gabriel; ich stehe vor Gott und bin von ihm gesandt, um mit dir zu reden und dir diese gute Nachricht zu bringen. 20 Doch nun höre: Du wirst stumm sein und nicht mehr reden können bis zu dem Tag, an dem diese Dinge eintreffen, denn du hast meinen Worten nicht geglaubt. Sie werden aber in Erfüllung gehen, wenn die Zeit dafür gekommen ist.«
    21 Draußen wartete das Volk auf Zacharias, und alle wunderten sich, dass er so lange im Tempel blieb. 22 Als er endlich herauskam, konnte er nicht mit ihnen sprechen. Da merkten sie, dass er im Tempel eine Erscheinung gehabt hatte. Er machte sich ihnen durch Zeichen verständlich , blieb aber stumm.
    23 Als sein Priesterdienst zu Ende war, kehrte Zacharias nach Hause zurück. 24 Bald darauf wurde seine Frau Elisabeth schwanger. Die ersten fünf Monate verbrachte sie in völliger Zurückgezogenheit. Sie sagte: 25 »Der Herr hat Großes an mir getan! Die Menschen verachteten mich, aber er hat mich gnädig angesehen und hat meine Schande von mir genommen.«

    Interessant, dass viele der großen Männer, die Jehova für sich bereits vor der Geburt erwählt hat, auf übernatürliche Weise gezeugt werden.

    Denken wir an Abraham und Sara. Sie waren so lange Zeit kinderlos, dass dies allgemein bekannt war. Jehova verhieß ihnen einen Namen, der zum Segen der ganzen Menschheit dienen solle. Als Isaak endlich geboren wurde, wußte jeder, dass diese Geburt, dieses Kind etwas besonderes war.

    Die Frau von Isaak war ebenfalls sehr lange unfruchtbar. Mit der Hilfe Jehovas wurde sie dann doch noch schwanger und bei der Geburt der Zwillinge machte Jehova Jakob als den kenntlich, der besonderes wirken würde. Er wurde ein besonders glaubensstarker Mann und Jehova machte ihn ‘zu einer großen Nation’.

    Auch Joseph war ein Kind, dessen Eltern lange keine gemeinsamen Kinder haben konnten. Als Rahel endlich ein Kind empfing, war es für alle etwas Besonderes. Niemand hatte mehr damit gerechnet. Jehova benutzte dann später Joseph, um dein Volk vor der Hungersnot zu bewahren.

    Auch mit Moses hatte es etwas Besonderes auf sich. Zwar war seine Mutter nicht unfruchtbar, aber er wurde durch ein Wunder vor dem Kindermord bewahrt.

    Weiter geht es mit Simson. Auch seine Eltern waren so lange unfruchtbar, dass es für alle ein Wunder war, dass hier noch ein Kind kommt. Auch Simson wurde von Jehova auf besondere Weise gebraucht, um seine Feinde, die Philister, zu besiegen.

    Als nächstes wartet Hanna viele Jahre auf das ersehnte Kind. Sie wird von der Nebenfrau ihres Mannes deswegen sogar verspottet und drangsaliert. Eine allgemein bekannte Tatsache. Sie bittet Jehova voller Verzweiflung um ein Kind und verspricht im Gegenzug, dieses Jehova zu weihen. Jehova geht auf ihre Bitten ein und benutzt Samuel bereits in sehr jungen Jahren als seinen Propheten.

    Jetzt kommt ein großer Bogen und wir sind bei Sacharja und Elisabeth. Auch sie waren bereits so lange unfruchtbar, dass schon allein vom Alter her keine Kinder mehr zeugen können. Dass Elsiabeth hier noch einmal schwanger wird, ist für alle ein Wunder. Und Jehova hat großes mit ihm vor: er soll den Weg vor dem Messias bereiten.

  92. Juleam 1. November 2012 um 12:21 Link zum Kommentar

    Später wird auch dieser durch ein Wunder gezeugt: seine Mutter empfängt ein Kind ohne Geschlechtsbeziehungen. Und damals gab es noch keine Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung wie heute.

    Lukas 1 – Ankündigung der Geburt Jesu

    26-27 Als Elisabeth im sechsten Monat schwanger war, sandte Gott den Engel Gabriel zu einer unverheirateten jungen Frau , die in Nazaret, einer Stadt in Galiläa, wohnte.Sie hieß Maria und war mit Josef, einem Mann aus dem Haus Davids, verlobt; Maria war noch unberührt.
    28 »Sei gegrüßt, dir ist eine hohe Gnade zuteil geworden! «, sagte Gabriel zu ihr, als er hereinkam. »Der Herr ist mit dir.« 29 Maria erschrak zutiefst, als sie so angesprochen wurde, und fragte sich, was dieser Gruß zu bedeuten habe. 30 Da sagte der Engel zu ihr: »Du brauchst dich nicht zu fürchten, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden. 31 Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen; dem sollst du den Namen Jesus geben. 32 Er wird groß sein und wird >Sohn des Höchsten< genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Stammvaters David geben. 33 Er wird für immer über die Nachkommen Jakobs herrschen, und seine Herrschaft wird niemals aufhören.«
    34 »Wie soll das zugehen?«, fragte Maria den Engel. »Ich bin doch noch gar nicht verheiratet! « 35 Er gab ihr zur Antwort: »Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind, das du zur Welt bringst, heilig sein und Gottes Sohn genannt werden .« 36 Und er fügte hinzu: »Auch Elisabeth, deine Verwandte, ist schwanger und wird noch in ihrem Alter einen Sohn bekommen. Von ihr hieß es, sie sei unfruchtbar, und jetzt ist sie im sechsten Monat. 37 Denn für Gott ist nichts unmöglich .«
    38 Da sagte Maria: »Ich bin die Dienerin des Herrn. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen.«Hierauf verließ sie der Engel.

    auch hier wird ein Kind “gezeugt”, das von Jehova auf besondere Weise gebraucht wird.

    Sollte dies alles nur ein Zufall sein? Für mich sieht es so aus, als habe Jehova da eine Art System drin. Vielleicht will er bereits durch die besondere Art der Empfängnis anzeigen, dass hier etwas passiert, was von IHM selbst kommt?

  93. Juleam 1. November 2012 um 12:22 Link zum Kommentar

    Lukas 1 – Marias Besuch bei Elisabeth

    39 Nicht lange danach machte sich Maria auf den Weg ins Bergland von Juda. So schnell sie konnte, ging sie in die Stadt, 40 inder Zacharias wohnte. Sie betrat sein Haus und begrüßte Elisabeth. 41 Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth mit dem Heiligen Geist erfüllt 42 und rief laut: »Du bist die gesegnetste aller Frauen , und gesegnet ist das Kind in deinem Leib! 43 Doch wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? 44 In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. 45 Glücklich bist du zu preisen, weil du geglaubt hast; denn was der Herr dir sagen ließ, wird sich erfüllen .«

    Warum hat es Maria so eilig, Elisabeth zu besuchen?

    Sicherlich hat sie der Besuch des Engels mächtig verwirrt. Sie wird auch Angst bekommen haben, darüber nachgedacht, was für Konsequenzen dies alles haben wird. Sie muss erst einmal mit sich im Reinen sein, bevor sie mit Joseph darüber spricht. Ihr Herz ist übervoll und sie sehnt sich danach, sich jemanden anzuvertrauen. Vielleicht braucht sie jetzt auch jemand, der sie in den Arm nimmt und ihr Mut macht.

    Was hatte der Engel da gesagt?: auch Elisabeth ist auf übernatürliche Weise schwanger geworden. Die wird sie bestimmt verstehen.

    Vielleicht macht sich Maria auf der langen Reise Gedanken, wie sie Elisabeth das alles sagen soll. Wo fängt man hier am besten an? Jehova macht es ihr leicht, indem er Johannes im Leib seiner Mutter hüpfen lässt.

    Da der Engel Sacharja und Elisabeth mitgeteilt hatte, welche besondere Aufgabe ihr Sohn übernehmen solle, waren diese beiden ja darauf vorbereitet, dass nun bald der Messias auftreten würde. Denn vor diesem solle ihr Sohn ja hergehen. Sicherlich haben sich die beiden werdenden Eltern danach viel mit den Prophezeiungen auseinandergesetzt und daher wissen sie auch, dass ‘die Jungfrau schwanger werden würde’. Daher zieht Elisabeth hier sofort die richtigen Schlüsse: dies ist ‘die Jungfrau’, die den Messias gebären wird.

    Und so ist der Anfang für Maria leicht gemacht. Sie muss sich nicht die richtigen Worte überlegen, die beiden Frauen sind mitten im Gespräch.

    Wie erleichtert Maria nun ist. Sie hatte sich so viele Gedanken gemacht und dann war es doch so einfach! Sicherlich wird Jehova auch die Dinge lenken, wenn sie dann später mit Joseph spricht..

  94. Juleam 1. November 2012 um 12:24 Link zum Kommentar

    Lukas 1:57-80

    Die Geburt Johannes’ des Täufers

    57 Für Elisabeth war die Zeit der Entbindung gekommen, und sie brachte einen Sohn zur Welt. 58 Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr Erbarmen mit ihr gehabt und ihr auf so wunderbare Weise geholfen hatte , und freuten sich mit ihr.
    59 Als das Kind acht Tage alt war, kamen sie zu seiner Beschneidung zusammen. Sie wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben. 60 Doch die Mutter des Kindes widersprach. »Nein«, sagte sie, »er soll Johannes heißen.« – 61 »Aber es gibt doch in deiner Verwandtschaft keinen, der so heißt!«, wandten die anderen ein. 62 Sie fragten deshalb den Vater durch Zeichen , wie er das Kind nennen wollte. 63 Zacharias ließ sich ein Schreibtäfelchen geben und schrieb darauf: »Sein Name ist Johannes.« Während sich alle noch darüber wunderten, 64 konnte Zacharias mit einem Mal wieder reden.Seine Zunge war gelöst , und er pries Gott.
    65 Furcht ´und Staunen` ergriff alle, die in jener Gegend wohnten , und im ganzen Bergland von Judäa sprach sich herum, was geschehen war. 66 Alle, die davon hörten, wurden nachdenklich und fragten sich: »Was wird wohl aus diesem Kind einmal werden?« Denn ´es war offensichtlich, dass`die Hand des Herrn mit ihm war.

    Zacharias preist den Herrn

    67 Zacharias, der Vater des Neugeborenen, wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt und begann, prophetisch zu reden. Er sagte:
    68 »Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!
    Er hat sich seines Volkes angenommen
    und hat ihm Erlösung gebracht.
    69 Aus dem Haus seines Dieners David
    hat er für uns einen starken Retter hervorgehen lassen,
    70 wie er es schon vor langer Zeit
    durch das Wort seiner heiligen Propheten angekündigt hatte –
    71 einen, der uns aus der Gewalt unserer Feinde rettet
    und uns aus den Händen all derer befreit, die uns hassen.
    72 So erbarmt sich Gott ´seines Volkes und hilft uns`,
    wie er es unseren Vorfahren zugesagt hat.
    Er vergisst seinen heiligen Bund nicht;
    73 er denkt an den Eid,
    den er unserem Stammvater Abraham geschworen hat:
    74 dass er uns aus den Händen unserer Feinde befreien wird
    75 und dass wir ihm unser ganzes Leben lang ohne Furcht
    in Heiligkeit und Gerechtigkeit
    in seiner Gegenwart dienen werden.
    76 Und du, Kind, wirst >Prophet des Höchsten< genannt werden.
    Denn du wirst vor dem Herrn hergehen und ihm den Weg bereiten.
    77 Du wirst sein Volk zu der Erkenntnis führen,
    dass es durch die Vergebung seiner Sünden gerettet wird ;
    78 denn unser Gott ist voll Erbarmen.
    Darum wird auch der helle Morgenglanz aus der Höhe zu uns kommen ,
    79 um denen Licht zu bringen,
    die in der Finsternis und im Schatten des Todes leben,
    und um unsere Schritte auf den Weg des Friedens zu lenken.«
    80 Johannes wuchs heran und wurde stark im Geist. Er lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er öffentlich in Israel auftrat.

    Dies stützt meinen Gedanken von vorhin, dass die Menschen ja bereits schon dadurch, dass hier durch ein Wunder ein Kind gezeugt wurde, auf die Besonderheit vorbereitet wurden.

    Sie fragen sich: “was soll aus den Kind noch werden?”. Vielleicht geht ihnen etwas Ähnliches wie mir vorhin durch den Kopf?

  95. Juleam 1. November 2012 um 12:27 Link zum Kommentar

    Lukas 2:8-20

    Engel und Hirten verkünden die Geburt des Messias

    8 Inder Umgebung von Betlehem waren Hirten, die ´mit ihrer Herde` draußen auf dem Feld lebten. Als sie in jener Nacht bei ihren TierenWache hielten, 9 stand auf einmal ein Engel des Herrn vor ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umgab sie mit ihrem Glanz. Sie erschraken sehr, 10 aber der Engel sagte zu ihnen: »Ihr braucht euch nicht zu fürchten! Ich bringe euch eine gute Nachricht, über die im ganzen Volk große Freudeherrschenwird. 11 Heute ist euch in der Stadt Davids ein Retter geboren worden; es ist der Messias , der Herr. 12 An folgendem Zeichen werdet ihr das Kind erkennen: Es ist in Windeln gewickelt und liegt in einer Futterkrippe.«
    13 Mit einem Mal waren bei dem Engel große Scharendes himmlischen Heeres; sie priesen Gott und riefen:
    14 »Ehre und Herrlichkeit Gott in der Höhe,
    und Frieden auf der Erde
    für die Menschen , auf denen sein Wohlgefallen ruht .«
    15 Daraufhin kehrten die Engel in den Himmel zurück.
    Da sagten die Hirten zueinander: »Kommt, wir gehen nach Betlehem! Wir wollen sehen, was dort geschehen ist und was der Herr uns verkünden ließ.« 16 Sie machten sich auf den Weg, so schnell sie konnten, und fanden Maria und Josef und ´bei ihnen` das Kind, das in der Futterkrippe lag. 17 Nachdem sie es gesehen hatten, erzählten sie ´überall` , was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 18 Und alle, mit denen die Hirten sprachen, staunten über das, was ihnen da berichtet wurde. 19 Maria aber prägte sich alle diese Dinge ein und dachte immer wieder darüber nach. 20 Die Hirten kehrten zu ihrer Herde zurück. Sie rühmten und priesen Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten; es war alles so gewesen, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.

    Dieser Bericht erinnert mich an mein Lieblings-Weihnachtslied, das ich als Kind hatte: “Kommet ihr Hirten”

    1. Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Fraun,
    Kommet, das liebliche Kindlein zu schaun,
    Christus, der Herr, ist heute geboren,
    Den Gott zum Heiland euch hat erkoren.
    Fürchtet euch nicht!

    2. Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,
    Was uns verheißen der himmlische Schall;
    Was wir dort finden, lasset uns künden,
    Lasset uns preisen in frommen Weisen:
    Halleluja!

    3. Wahrlich, die Engel verkündigen heut
    Bethlehems Hirtenvolk gar große Freud:
    Nun soll es werden Friede auf Erden,
    Den Menschen allen ein Wohlgefallen:
    Ehre sei Gott!

    erkennen wir den Text aus der Bibel wieder? Ich mochte dieses Lied deshalb so sehr, weil es sich wirklich mit dem beschäftigt, was damals passiert ist – also mit der “Weihnachtsgeschichte”

  96. Juleam 1. November 2012 um 12:33 Link zum Kommentar

    Lukas 4 – 6

    Lukas 4:1-13

    Die Versuchung Jesu

    1 Erfüllt mit dem Heiligen Geist, verließ Jesus die Jordangegend. Vierzig Tage war er, vom Geist geführt, in der Wüste 2 und wurde vom Teufel versucht. Während jener ganzen Zeit aß er nichts, sodass er am Ende sehr hungrig war.
    3 Da sagte der Teufel zu ihm: »Wenn du Gottes Sohn bist, dann befiehl diesem Stein hier, er soll zu Brot werden.« 4 Aber Jesus gab ihm zur Antwort: »Es heißt in der Schrift: >Der Mensch lebt nicht nur von Brot.< «
    5 Der Teufel führte ihn an eine hochgelegene Stelle , zeigte ihm in einem einzigen Augenblick alle Reiche der Erde 6 und sagte: »Alle diese Macht und Herrlichkeit will ich dir geben. Denn mir ist das alles übergeben, und ich gebe es, wem ich will. 7 Du brauchst mich nur anzubeten, und alles gehört dir.« 8 Aber Jesus entgegnete: »Es heißt in der Schrift: >Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten; ihm allein sollst du dienen.< «
    9 Der Teufel führte ihn auch nach Jerusalem, stellte ihn auf einen Vorsprung des Tempeldaches und sagte: »Wenn du Gottes Sohn bist, dann stürz dich von hier hinunter! 10 Denn es heißt in der Schrift:
    >Er wird seine Engel schicken ,
    damit sie dich behüten.
    11 Sie werden dich auf ihren Händen tragen,
    damit du mit deinem Fuß nicht an einen Stein stößt.< «
    12 Jesus erwiderte: »Es heißt aber auch: >Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht herausfordern!< «
    13 Nachdem der Teufel alles versucht hatte, um Jesus zu Fall zu bringen , ließ er ihn für einige Zeit in Ruhe.

    Diese Passage hatte ich erst vor einigen Tagen noch mal in dem Buch “Komm, folge mir nach!” gelesen. Dort ist mir besonders folgende Formuierung aufgefallen:

    In welcher Verfassung war Jesus nach so langem Fasten? Die Bibel sagt einfach: „[Es] hungerte ihn“ (Matthäus 4:2). Satan wollte also das natürliche Bedürfnis nach Nahrung ausnutzen und wartete sicher deshalb ab, bis Jesus körperlich geschwächt war.
    (Moon+ Reader Pro v1.8.3, Komm – folge mir nach (2007))

    Dies ist wohl das Geheimrezept vom Widersacher: er nutzt unsere natürlichen Wünsche und Bedürfnisse aus!

    In der Regel geht es bei der Hurerei, die Anbeter Jehovas begehen, nicht um irgendwelche perversen Praktiken – sondern um das Bedürfnis nach Liebe und Nähe. Auch wenn ein Anbeter sich auf einen Ungläubigen einlässt, dann geht es um dieses Bedürfnis.

    Ebenso verhält es sich mit unserem Bedürfnis nach Anerkennung und Zuwendung unserer Umgebung. Wie gieren praktisch danach und so fallen wir auf die Falle der Menschenfurcht herein oder streben eine höhere Laufbahn an.

    Alles an sich nicht verkehrt. Aber der Satan nutzt es als Köder

  97. Juleam 1. November 2012 um 13:56 Link zum Kommentar

    Lukas 4 – Jesus in seiner Heimatstadt Nazaret

    16 So kam Jesus auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war. Am Sabbat ging er, wie er es gewohnt war, in die Synagoge. Er stand auf, um ´aus der Schrift` vorzulesen, 17 und man reichte ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er rollte sie auf und las die Stelle, an der es heißt:
    18 »Der Geist des Herrn ruht auf mir,
    denn der Herr hat mich gesalbt.
    Er hat mich gesandt mit dem Auftrag,
    den Armen gute Botschaft zu bringen ,
    den Gefangenen zu verkünden, dass sie frei sein sollen,
    und den Blinden, dass sie sehen werden,
    den Unterdrückten die Freiheit zu bringen,
    19 und ein Jahr der Gnade des Herrn auszurufen.«
    20 Jesus rollte die Buchrolle zusammen, gab sie dem Synagogendiener zurück und setzte sich. Alle in der Synagoge sahen ihn gespannt an. 21 Er begann zu reden. »Heute hat sich dieses Schriftwort erfüllt«, sagte er zu ihnen. »Ihr seid Zeugen.«
    22 Alle waren von ihm beeindruckt und staunten über seine Worte. Sie mussten zugeben, dass das, was er sagte, ihm von Gott geschenkt war. »Aber ist er denn nicht der Sohn Josefs?«, fragten sie.
    23 Da sagte Jesus zu ihnen: »Ihr werdet mir sicher das Sprichwort vorhalten: >Arzt, hilf dir selbst!Wie wir gehört haben, hast du in Kafarnaum große Dinge getan.Nun, dann tu sie auch hier in deiner Vaterstadt!<«
    24 »Ich sage euch«, fuhr Jesus fort, »kein Prophet gilt etwas in seiner Vaterstadt. 25 Im Übrigen erinnere ich euch an Folgendes : Es gab in Israel viele Witwen, als es in den Tagen Elias drei Jahre und sechs Monate nicht regnete und im ganzen Land eine große Hungersnot herrschte. 26 Und doch wurde Elia zu keiner von ihnen geschickt, sondern zu einer Witwe in Sarepta im Gebiet von Sidon. 27 Und zur Zeit des Propheten Elisa gab es in Israel viele Aussätzige. Aber nicht einer von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman.«
    28 Als die Leute in der Synagoge das hörten, packte sie alle die Wut. 29 Sie sprangen auf, zerrten Jesus zur Stadt hinaus und führten ihn an einen Abhang des Hügels, auf dem ihre Stadt erbaut war; dort wollten sie ihn hinunterstürzen. 30 Jesus aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging fort.

    Was genau macht sie hier eigentlich so wütend?

    Waren sie nicht gerade eben noch über seine Worte sie begeistert gewesen, dass sie erkannten: er hat sie von Jehova Gott? Was hat er denn gesagt, das sie so verletzt hat? Er hat doch lediglich auf ihre Gedanken reagiert.

    Und was ist schon so schlimm daran, dass sie sich fragten, wie er so reden könne, wenn er doch nur aus einer einfachen Familie kommt? Eigentlich hat Jesus sie doch hier überhaupt nicht dafür gerügt, sondern nur festgestellt, dass der Mensch eben so reagiert. Auch wenn er aufzählt, dass die Propheten nur einigen wenigen mit ihren Wundern geholfen hat – ist dies ja nichts schlimmes. Es ist eine Tatsache und nichts, was man persönlich nehmen kann.

    Also wo genau ist hier ihr Problem?

  98. Juleam 1. November 2012 um 13:58 Link zum Kommentar

    Lukas 4:42-44

    Jesu Botschaft soll alle erreichen

    42 Bei Tagesanbruch verließ Jesus ´das Haus ` und ging an einen einsamen Ort. Doch die Leute suchten ihn, bis sie ihn gefunden hatten. Sie wollten ihn festhalten und verhindern, dass er von ihnen wegging. 43 Aber er sagte zu ihnen: »Ich muss auch den anderen Städten die Botschaft vom Reich Gottes verkünden, denn dazu bin ich gesandt worden.« 44 Von da an verkündete er die Botschaft vom Reich Gottes überall in den Synagogen des jüdischen Landes .

    Erinnert uns dies an unsere Gefühle nach einer Dienstwoche?

    Auch wir wollen unseren Kreisaufseher und seine Frau am liebsten nicht mehr gehen lassen, denn seine Ansprachen sind immer so ermunternd und es ist so schön, die beiden bei uns in der Versammlung zu haben und mit ihnen Gemeinschaft zu pflegen.

    Aber auch unser Kreisaufseherehepaar hat eine bestimmte Aufgabe zugeteilt bekommen: sie sollen alle Versammlungen im Kreis ermuntern und im Dienst schulen und motivieren – und so müssen sie “leider” weiterziehen.

    Für uns persönlich oft sehr traurig – aber auch die anderen Brüder haben Trost und Ermunterung nötig. Und wie mag sich erst das Ehepaar fühlen, das jede Woche woanders hin muss, sich immer wieder auf neue Brüder und Schwestern einstellen und nirgends wirklich zu Hause?

  99. Juleam 1. November 2012 um 14:00 Link zum Kommentar

    Lukas 5:4-6

    4 Als er aufgehört hatte zu reden, wandte er sich an Simon und sagte: »Fahr jetzt weiter hinaus auf den See; werft dort eure Netze zum Fang aus!« 5 Simon antwortete: »Meister, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und haben nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.« 6 Das taten sie dann auch, und sie fingen eine solche Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen begannen.

    Das erinnert mich an das, was wir am Wochenende in einer Ansprache gehört haben. Es ging ja darum, dass wir die Vorkehrungen unseres Gottes für uns in Anspruch nehmen sollten. Dies muss sich auch in unseren Gebeten zeigen und wir sollten immer glaubensvoll beten – ohne zu zweifeln!

    Wir sollten also beim Bitten voller Zuversicht sein und nicht um etwas bitten und dann sagen: “naja, ich hatte dich ja beim letzten Mal um dieses gebeten, aber du hast es mir nicht gegeben” oder “ich kenne da jemand, der hat dich um genau das selbe gebeten, aber das hat nichts gebracht”.

    Simon Petrus sagt es hier richtig: “wir haben zwar schon alles versucht, aber wenn du es sagst, probieren wir es trotzdem noch mal”.

    Denn warum sollte uns Jesus oder Jehova auffordern, etwas zu tun, was von vornherein zum Scheitern verurteilt ist? Wenn es dann doch nicht so klappen sollte, wie wir uns das vorstellen oder gewünscht hätten – dann sollten wir demütig anerkennen, dass Jehova schon seine Gründe hat, warum es anders gelaufen ist. Sicherlich will er damit etwas bestimmtes bezwecken, was seinem Vorsatz dient – auch wenn wir es nicht verstehen mögen.

    Und so werden wir auch beim nächsten Mal glaubensvoll das tu, wozu ER uns auffordert. In dem vollen Bewußtsein, dass Jehova schon weiss, was er tut. Entweder es gelingt so, wie von uns gewünscht, oder ER hat uns und unser gehorsames Handeln “benutzt”, um seinen Vorsatz weiter voranzutreiben.

  100. Juleam 1. November 2012 um 14:04 Link zum Kommentar

    Lukas 6:1-11

    Jesus ist Herr über den Sabbat

    1 An einem Sabbat ging Jesus durch die Felder. Seine Jünger rissen Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen die Körner. 2 Da sagten einige der Pharisäer: »Was tut ihr da? Das ist doch am Sabbat nicht erlaubt!« 3 Jesus entgegnete ihnen: »Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er und seine Begleiter Hunger hatten? 4 Wie er ins Haus Gottes ging, die geweihten Brote nahm, davon aß und auch seinen Begleitern davon gab, obwohl doch niemand außer den Priestern davon essen darf?« 5 Und Jesus fügte hinzu: »Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.«

    Jesus heilt am Sabbat

    6 An einem anderen Sabbat, als Jesus in die Synagoge ging und lehrte, war dort ein Mann, dessen rechte Hand verkrüppelt war. 7 Die Schriftgelehrten und Pharisäer beobachteten Jesus aufmerksam; sie wollten sehen, ob er am Sabbat heilen würde. Sie hofften nämlich, einen Vorwand zu finden, um ihn anklagen zu können. 8 Jesus wusste, was sie dachten. »Steh auf und komm nach vorn !«, sagte er zu dem Mann mit der verkrüppelten Hand. Der Mann stand auf und trat vor. 9 Nun wandte sich Jesus zu den Schriftgelehrten und Pharisäern und sagte: »Ich frage euch: Was ist richtig – am Sabbat Gutes zu tun oder Böses? Einem Menschen das Leben zu retten oder ihn ins Verderben zu stürzen ?« 10 Er sah sie alle der Reihe nach an. Dann befahl er dem Mann: »Streck deine Hand aus!« Der Mann tat es, und seine Hand war geheilt. 11 Da wurden sie von sinnloser Wut gepackt und berieten miteinander, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

  101. Juleam 1. November 2012 um 14:57 Link zum Kommentar

    Lukas 6 – Die Bergpredigt (Verse 20-49)

    Wer glücklich zu preisen ist und wer nicht

    20 Jesus blickte seine Jünger an und sagte:
    »Glücklich zu preisen seid ihr, die ihr arm seid;
    denn euch gehört das Reich Gottes.
    21 Glücklich zu preisen seid ihr, die ihr jetzt hungert;
    denn ihr werdet satt werden.
    Glücklich zu preisen seid ihr, die ihr jetzt weint;
    denn ihr werdet lachen.
    22 Glücklich zu preisen seid ihr, wenn ihr um des Menschensohnes willen gehasst und ausgestoßen werdet und wenn man euch um seinetwillen beschimpft und euren Namen in den Schmutz zieht . 23 Freut euch, wenn das geschieht; tanzt und springt vor Freude! Denn im Himmel wartet eine große Belohnung auf euch. Genauso haben es ja ihre Vorfahren mit den Propheten gemacht.

    24 Doch weh euch, die ihr reich seid;
    denn ihr habt euren Trost ´damit schon` erhalten.
    25 Weh euch, die ihr jetzt satt seid;
    denn ihr werdet hungern.
    Weh euch, die ihr jetzt lacht;
    denn ihr werdet trauern und weinen.
    26 Und weh euch, wenn alle Leute gut von euch reden! Genauso haben es ja ihre Vorfahren mit den falschen Propheten gemacht.«

    Liebe zu den Feinden. Grundregeln für das Verhalten gegenüber anderen

    27 »Aber euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; 28 segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch Böses tun . 29 Schlägt dich jemand auf die eine Backe, dann halt ihm auch die andere hin, und nimmt dir jemand den Mantel, dann lass ihm auch das Hemd. 30 Gib jedem, der dich bittet, und wenn dir jemand etwas nimmt, dann fordere es nicht zurück. 31 Handelt allen Menschen gegenüber so, wie ihr es von ihnen euch gegenüber erwartet.
    32 Wenn ihr die liebt, die euch Liebe erweisen, verdient ihr dafür etwa besondere Anerkennung? Auch die Menschen, die nicht nach Gott fragen, lieben die, von denen sie Liebe erfahren. 33 Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, verdient ihr dafür besondere Anerkennung? So handeln doch auch die, die nicht nach Gott fragen. 34 Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr ebenfalls etwas erwarten könnt , verdient ihr dafür besondere Anerkennung? Auch bei denen, die nicht nach Gott fragen, leiht einer dem anderen in der Hoffnung auf eine entsprechende Gegenleistung . 35 Nein, gerade eure Feinde sollt ihr lieben! Tut Gutes und leiht , ohne etwas zurückzuerwarten . Dann wartet eine große Belohnung auf euch, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. 36 Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist.«

    Warnung vor selbstgerechtem Urteilen

    37 »Richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden. Sprecht frei, und ihr werdet freigesprochen werden. 38 Gebt, und es wird euch gegeben werden. Ein volles Maß wird man euch in den Schoß schütten, ein reichliches Maß, bis an den Rand gefüllt und überfließend. Denn das Maß, das ihr verwendet, wird auch bei euch verwendet werden.«
    39 Jesus gebrauchte noch einen Vergleich; er sagte: »Kann ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in die Grube fallen? 40 Ein Jünger steht nicht über seinem Meister; wenn er alles von ihm gelernt hat, ist er ´höchstens` so weit gekommen wie dieser .
    41 Wie kommt es, dass du den Splitter im Auge deines Bruders siehst, aber den Balken in deinem eigenen Auge nicht bemerkst? 42 Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: >Bruder, halt still! Ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge sitzt< – und bemerkst dabei den Balken im eigenen Auge nicht? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge; dann wirst du klar sehen und kannst den Splitter, der im Auge deines Bruders ist, herausziehen.«

    Der Vergleich mit dem guten und mit dem schlechten Baum

    43 »Ein guter Baum trägt keine schlechten Früchte, und ebenso wenig trägt ein schlechter Baum gute Früchte. 44 Jeden Baum erkennt man an seinen Früchten: Von Dornbüschen pflückt man keine Feigen, und von Gestrüpp erntet man keine Trauben. 45 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil sein Herz mit Gutem erfüllt ist . Ein böser Mensch dagegen bringt Böses hervor, weil sein Herz mit Bösem erfüllt ist. Denn wie der Mensch in seinem Herzen denkt, so redet er. «

    Der Vergleich mit dem Hausbau

    46 »Warum nennt ihr mich immerfort >Herr< , wenn ihr doch nicht tut, was ich sage? 47 Wisst ihr, wem der gleicht, der zu mir kommt, meine Worte hört und danach handelt? Ich will es euch sagen . 48 Er gleicht einem Mann, der ein Haus baut und dabei tief ausschachtet und das Fundament auf felsigen Grund legt. Wenn dann Hochwasser kommt und die Flutwellen gegen das Haus schlagen, können sie es nicht erschüttern, so gut ist es gebaut. 49 Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, gleicht einem Mann, der ein Haus baut, ohne auszuschachten und ohne ein Fundament zu legen. Sobald die Flutwellen dagegen schlagen, stürzt es in sich zusammen und wird völlig zerstört«

  102. Juleam 1. November 2012 um 15:05 Link zum Kommentar

    Lukas 7 – 9

    Lukas 7:24-30

    Jesus und Johannes der Täufer

    24 Als die Boten des Johannes wieder gegangen waren, wandte sich Jesus an die Menge und fing an, zu ihnen über Johannes zu sprechen. »Was wolltet ihr euch eigentlich ansehen, als ihr zu ihm in die Wüste hinausgingt?«, fragte er sie. »Ein Schilfrohr, das sich im Wind hin- und herbewegt? 25 Nein? Was wolltet ihr denn sonst dort draußen sehen? Einen Mann in feiner Kleidung? Ihr wisst doch: Leute, die vornehme Kleider tragen und im Überfluss leben, sind in den Königspalästen zu finden. 26 Was wolltet ihr also sehen, als ihr hinausgingt? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: Ihr habt einen Propheten gesehen, und noch mehr als das. 27 Johannes ist der, über den es in der Schrift heißt:
    >Ich sende meinen Boten vor dir her;
    er wird dir vorangehen und dein Wegbereiter sein.<
    28 Ich sage euch: Unter allen Menschen, die je geboren wurden, gibt es keinen Größeren als Johannes; und doch ist selbst der Geringste im Reich Gottes größer als er.
    29 Alle, die Johannes zuhörten – das ganze Volk und sogar die Zolleinnehmer -, gaben Gott ´in seinem Urteil` Recht; sie haben sich von Johannes taufen lassen. 30 Nur die Pharisäer und die Gesetzeslehrer machten den Plan zunichte, den Gott für sie hatte; sie haben sich nicht von Johannes taufen lassen.

    Was macht Johannes eigentlich so besonders?

    Es hat viele treue Diener Jehovas gegeben – wie Abraham, David, Daniel usw. Es gab viele Propheten, es gab auch viele Männer, die durch übernatürliche Zeugung ins Leben kamen.

    Und war nicht auch Jesus ein ‘von Menschen Geborener’?

    Worum geht es Jesus also hier?

    Dass Johannes ein großer Mann war und Jehova treu diente und dass er noch zu denen zählt, die keine himmlische Hoffnung haben werden – weil er stirbt, bevor Jesus den neuen Bund in Kraft setzt.

    Aber warum dann diese Formulierung?

  103. Juleam 1. November 2012 um 15:09 Link zum Kommentar

    Lukas 7:36-50

    Der Pharisäer und die Sünderin vor Jesus

    36 Ein Pharisäer hatte Jesus zu sich zum Essen eingeladen, und Jesus war gekommen und hatte am Tisch Platz genommen . 37 Injener Stadt lebte eine Frau, die für ihren unmoralischen Lebenswandel bekannt war . Als sie erfuhr, dass Jesus im Haus des Pharisäers zu Gast war, nahm sie ein Alabastergefäß voll Salböl und ging dorthin. 38 Sie trat von hinten an das Fußende des Polsters, auf dem Jesus Platz genommen hatte, und brach in Weinen aus; dabei fielen ihre Tränen auf seine Füße. Da trocknete sie ihm die Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl.
    39 Als der Pharisäer, der Jesus eingeladen hatte, das sah, dachte er: »Wenn dieser Mann wirklich ein Prophet wäre, würde er die Frau kennen, von der er sich da berühren lässt; er wüsste, was für eine sündige Person das ist.«
    40 Da wandte sich Jesus zu ihm. »Simon«, sagte er, »ich habe dir etwas zu sagen.« Simon erwiderte: »Meister, bitte sprich!« – 41 »Zwei Männer hatten Schulden bei einem Geldverleiher«, begann Jesus. »Der eine schuldete ihm fünfhundert Denare, der andere fünfzig. 42 Keiner der beiden konnte seine Schulden zurückzahlen. Da erließ er sie ihnen. Was meinst du: Welcher von den beiden wird ihm gegenüber wohl größere Dankbarkeit empfinden ?« 43 Simon antwortete: »Ich nehme an, der, dem er die größere Schuld erlassen hat.« – »Richtig «, erwiderte Jesus.
    44 Dann wies er auf die Frau und sagte zu Simon: »Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, und du hast mir kein Wasser für meine Füße gereicht; sie aber hat meine Füße mit ihren Tränen benetzt und mit ihrem Haar getrocknet. 45 Du hast mir keinen Kuss zur Begrüßung gegeben; sie aber hat, seit ich hier bin, nicht aufgehört, meine Füße zu küssen. 46 Du hast meinen Kopf nicht einmal mit gewöhnlichem Öl gesalbt, sie aber hat meine Füße mit kostbarem Salböl gesalbt. 47 Ich kann dir sagen, woher das kommt. Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben worden, darum hat sie mir viel Liebe erwiesen. Wem aber wenig vergeben wird, der liebt auch wenig.« 48 Und zu der Frau sagte Jesus: »Deine Sünden sind dir vergeben.«
    49 Die anderen Gäste fragten sich : »Wer ist dieser Mann, der sogar Sünden vergibt?« 50 Jesus aber sagte zu der Frau: »Dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden!«

    Warum ist das so, dass derjenige dankbarer ist, dem viel vergeben wurde?

    Wahrscheinlich liegt dies daran, dass dieser sich eher der Güte und Barmherzigkeit bewußt ist. Wenn wir denken, dass wir so leben, wie es Jehova gefällt, könnten wir die Notwendigkeit des Loskaufsopfers aus den Augen verlieren. Wir meinen dann vielleicht, wir hätten Jehovas Gunst “verdient”. Auf diesen Gedanken geht ja später auch Paulus ein, wenn er sagt, dass alles “Gottes unverdiente Güte” ist.

    Diese Frau hingegen schämt sich für die Dinge, die sie getan hat. Da sie Jesus nun eine längere Zeit gefolgt ist, hat sie ihn und Jehova besser kennen gelernt und weiss, dass beide heilig sind, ohne Fehl und Tadel. Sie hat auch erkannt, dass Jehova von seinen Dienern erwartet, dass diese ebenso heilig bzw sauber sind. Sie weiss, dass Jehova von seinen Dienern einen sauberen und anständigen Lebenswandel erwartet – und weiss ebenso, dass sie weit davon entfernt ist. So fühlt sie sich unwürdig, ebenso wie der Hauptmann von Kapernaum, der Jesus deswegen um “eine Fernheilung” bittet.

    Dieses Wissen macht sie nicht nur demütig, sondern auch dankbar.

    Ganz im Gegensatz zu den selbstgerechten Schriftgelehrten und Pharisäern, die sich selbst schon für nahezu perfekt halten, weil sie all die Überlieferungen halten. Diese denken, ihnen stünde das Wohlgefallen und der Segen Jehovas zu. Für sie ist es nichts besonderes, wenn Jesus sich mit ihnen abgibt. Daher lassen sie die angebrachte Dankbarkeit fehlen.

    Könnten wir in die selbe Falle tappen, wie sie? Ist es eine Art Automatismus, wenn wir uns bemühen, uns nach Jehovas Maßstäben auszurichten?

    Denken wir hier auch an die Ansprachen vom BZK: “Eine ausgeglichene Selbsteinschätzung” und “Unsere Absichten des Herzens durch Gottes Wort offenbaren”

  104. Juleam 1. November 2012 um 15:11 Link zum Kommentar

    Lukas 9:28-36

    Drei Jünger werden Zeugen der Herrlichkeit Jesu

    28 Etwa acht Tage, nachdem Jesus das gesagt hatte, nahm er Petrus, Johannes und Jakobus mit sich und stieg auf einen Berg, um zu beten. 29 Während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichts, und seine Kleider wurden strahlend weiß. 30-31 Auf einmal erschienen zwei Männer in himmlischem Glanz und redeten mit Jesus; es waren Mose und Elia. Sie sprachen mit ihm über das Ende, das ihm in Jerusalem bevorstand, und wie sich damit sein Auftrag erfüllen würde .
    32 Der Schlaf hatte Petrus und seine Gefährten überwältigt. Als sie aufwachten, sahen sie Jesus in seinem himmlischen Glanz und die beiden Männer, die bei ihm standen. 33 Als diese im Begriff waren, von ihm wegzugehen, sagte Petrus zu Jesus: »Meister, wie gut ist es, dass wir hier sind! Wir wollen drei Hütten bauen , eine für dich, eine für Mose und eine für Elia.« Doch Petrus wusste selbst nicht, was er da sagte.
    34 Während er noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Als die Wolke sie ganz einhüllte, fürchteten sich die Jünger. 35 Und aus der Wolke sprach eine Stimme: »Dies ist mein Sohn, mein Auserwählter; auf ihn sollt ihr hören!« 36 Als die Stimme aufgehört hatte zu reden, war nur noch Jesus da.
    Die Jünger schwiegen über das, was sie erlebt hatten; sie erzählten in jener Zeit niemand etwas davon.

    Warum eigentlich nicht? Hatte Jesus ihnen verboten, darüber zu reden? Hier sehe ich nichts davon.

    Warum schwiegen sie dann über das, was sie gesehen hatten? Weil es sie verwirrte und sie es selbst nicht verstanden?

  105. Juleam 1. November 2012 um 15:12 Link zum Kommentar

    Lukas 9:51-56

    Ein samaritanisches Dorf verweigert Jesus die Gastfreundschaft

    51 Als die Zeit näher rückte, in der Jesus die Erde verlassen und in den Himmel zurückkehren sollte , machte er sich entschlossen auf den Weg nach Jerusalem.
    52 Er schickte Boten voraus; diese kamen in ein Dorf in Samarien und wollten dort eine Unterkunft für ihn besorgen. 53 Aber weil er auf dem Weg nach Jerusalem war, wollte man ihn nicht aufnehmen. 54 Als seine Jünger Jakobus und Johannes das hörten , sagten sie: »Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet ?« 55 Da wandte sich Jesus zu ihnen um und wies sie streng zurecht. 56 Sie übernachteten dann in einem anderen Dorf.

    Warum ließen sie ihn und seine Jünger nicht in der Stadt übernachten?

    Hier heißt es “weil sie auf dem Weg nach Jerusalem waren”. Was hat dies mit der Weigerung zu tun?

    Bedeutet das, sie hätten ihn gastfreundlich aufgenommen, wenn er länger geblieben oder woandershin gereist wäre?

  106. Juleam 3. November 2012 um 11:42 Link zum Kommentar

    Lukas 10 – 13

    Lukas 10 – Das Liebesgebot und das Beispiel des barmherzigen Samaritaners

    25 Ein Gesetzeslehrer wollte Jesus auf die Probe stellen. »Meister«, fragte er, »was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen ?« 26 Jesus entgegnete: »Was steht im Gesetz? Was liest du dort?« 27 Er antwortete: »>Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe , mit aller deiner Kraft und mit deinem ganzen Verstand!Du sollst deine Mitmenschen lieben wie dich selbst!Sorge für ihn!Und sollte das Geld nicht ausreichen, werde ich dir den Rest bezahlen, wenn ich auf der Rückreise hier vorbeikomme.<«
    36 »Was meinst du?«, fragte Jesus den Gesetzeslehrer. »Wer von den dreien hat an dem, der den Wegelagerern in die Hände fiel, als Mitmensch gehandelt?« 37 Er antwortete: »Der, der Erbarmen mit ihm hatte und ihm geholfen hat.« Da sagte Jesus zu ihm: »Dann geh und mach es ebenso!«

    Besonders Vers 29: “der Gesetzeskundige wollte sich verteidigen” – warum? Jesus hatte ihn doch gar nicht angegriffen.

    Dieses Gleichnis ist sehr schön in der Folge “Der gute Samariter” in der Zeichentrickreihe aufgearbeitet worden. Vor allen Dingen, weil hier gleich zu Anfang “die Ungeheuerlichkeit dessen” herausgestellt wird, indem sich der Wanderer auf dem Weg an die Ermahnung seines Vaters erinnert, sich vor Samaritern in Acht zu nehmen, da dies böse Menschen sind. Und so bekommt er entsetzliche Angst, als er den Samariter kommen sieht.

    Gerade zuvor war er noch mit letzter Kraft voller Hoffnung Richtung Weg gekrochen, waren doch bereits der Priester und der Levit weitergegangen, als sie ihn sahen. Es wird schon Abend und langsam gibt er die Hoffnung auf, dass er noch Hilfe erhalten wird. Nun hört er wieder jemanden kommen und schleppt sich mit letzter Kraft zum Weg hin und was sieht er? Einen Samariter! Wie furchtbar, nichts wie weg, denn der wird ihm bestimmt etwas tun. Am liebsten würde er sich in ein Mauseloch verkriechen, und so duckt er sich tiefer in den Straßengraben. Aber der Samariter sieht ihn und kommt auf ihn zu. Ihm bleibt vor Schreck fast das Herz stehen.

    Aber dieser Samariter ist überhaupt nicht böse, im Gegenteil: er hilft ihm, versorgt seine Wunden und hilft ihm dann auf seinen Esel. Dann sehen wir die beiden einen langen Weg in den Sonnenuntergang laufen: der Verletzte auf dem Esel und der Samariter läuft nebenher und führt das Tier.

    Hier wird mir erst einmal richtig bewußt, was der Samariter tut: er hatte den Esel als Reittier für die lange Reise. Als er ankam, saß er auf dem Esel. Nun geht er zu Fuß nebenher und führt den Esel und den Kranken. Es bedeutet für ihn selbst, dass er den ganzen langen und ermüdenden Weg zu Fuß geht.

    Damit nicht genug, “geht auch der Samariter die zweite Meile”: er liefert den Verletzten nicht nur im Gasthof ab, sondern zahlt auch dessen Aufenthalt, bis er selbst zurückkommt. Dann nimmt er den Kranken wieder auf seinen Esel und führt ihn bis zu seinem Haus zurück, so dass dieser heile daheim ankommt. Wieder ein endlos langer Weg, den er selbst unter beschwerlichen Umständen zu Fuß geht. Er hätte den Verletzten ja auch sich selbst im Gasthof überlassen können. Dieser hätte ja dann die Heimreise allein zu Fuß nach Hause antreten können, wenn er wieder gesund wäre.

    Kein Wunder, dass der Mann überglücklich über diese Hilfe ist. Kam sie doch von so unverhoffter Seite.

    Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, sehen wir den Priester und den Leviten in der Gaststube, als der Samariter den Verletzten reinträgt. Als sie es sehen, werden sie ganz rot vor Scham. Man kann deutlich erkennen, was sie nun denken: es wäre eigentlich ihre Aufgabe gewesen, ihrem Bruder zu helfen. Aber sie hatten ihn liegen lassen und nun kommt einer daher, von dem sie sagen, er sei allein wegen seiner Abstammung ein schlechter Mensch. Und dieser tut das, was ihre Aufgabe gewesen wäre – und noch viel mehr. Wie beschämend!

    Wie wir sehen, sind diese kleinen Zeichentrickfilme auch für uns Erwachsene noch sehr lehrreich

  107. Juleam 3. November 2012 um 11:46 Link zum Kommentar

    Lukas 11 – Wer wirklich glücklich zu preisen ist

    27 Während Jesus über diese Dinge sprach, unterbrach ihn plötzlich eine Frau aus der Menge und rief ihm zu: »Glücklich zu preisen ist die Frau, die dich zur Welt bringen und die dich stillen durfte !« – 28 »Ja«, erwiderte Jesus, »glücklich zu preisen sind die, die Gottes Wort hören und es befolgen.«

    Wahrscheinlich ist dies hier die Grundlage für die Marienverehrung? Aber sagt Jesus hier nicht selbst, dass es nicht darauf ankommt, welche Frau ihn geboren hat – sondern wer so lebt, wie Jehova will? Was sagen andere Übersetzungen?

    27 Und es begab sich, da er solches redete, erhob ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast. 28 Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.
    Luther

    27 Es begab sich aber, als er dies redete, erhob eine Frau aus der Volksmenge die Stimme und sprach zu ihm: Glückselig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast!

    28 Er aber sprach: Glückselig sind vielmehr die, die Gottes Wort hören und es bewahren!
    Schlachter

    27 Als er so redete, rief ein Weib aus der Menge mit lauter Stimme: “Heil dem Schoß, der dich getragen! Heil der Brust, die dich genährt!” 28 Er aber sprach: “Jawohl, Heil denen, die Gottes Wort hören und es halten!”
    Albrecht

    27 Es geschah aber, indem er dies sagte, erhob ein gewisses Weib aus der Volksmenge ihre Stimme und sprach zu ihm: Glückselig der Leib, der dich getragen, und die Brüste, die du gesogen hast!

    28 Er aber sprach: Ja, vielmehr glückselig, die das Wort Gottes hören und bewahren!
    Elberfelder

    Wer darf sich glücklich nennen?

    27 Während Jesus das sagte, rief plötzlich eine Frau aus der Menschenmenge: »Wie glücklich muss die Frau sein, die dich geboren und gestillt hat!«

    28 Darauf erwiderte Jesus: »Ja, aber noch glücklicher sind die Menschen, die Gottes Botschaft hören und danach leben.«
    Hoffnung für Alle

    Geht es nicht aus jeder dieser Übersetzungen hervor, dass es keinen Grund gibt, seine Mutter derart zu verehren?

    Irgendwie kommt mir der Ausspruch der Frau auch nirgends so vor, als ginge es hier um eine Art Anbetung oder Verehrung. Es hört sich für mich eher so an, wie eine Art von Neid: “ach, wenn mein Sohn doch aus so intelligent und verständig wäre”.

    Hat jemand vielleicht eine katholische Übersetzung? Vielleicht wird es dort noch anders formuliert – denn die Evangelen haben ja diese Marienverehrung nicht

  108. Juleam 3. November 2012 um 13:14 Link zum Kommentar

    Lukas 11:33-36

    Licht und Finsternis. Das Gleichnis vom Auge
    33 »Niemand zündet eine Lampe an und versteckt sie dann in einem Winkel oder stellt sie unter ein Gefäß . Im Gegenteil: Man stellt sie auf den Lampenständer, damit jeder, der hereinkommt, Licht hat und sehen kann .
    34 Das Auge gibt deinem Körper Licht. Ist dein Auge gut , dann ist dein ganzer Körper im Licht. Ist es jedoch schlecht, dann ist dein Körper im Finstern. 35 Achte deshalb darauf, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist. 36 Wenn nun dein ganzer Körper im Licht steht und nichts mehr an ihm finster ist, dann ist es, wie wenn dich eine Lampe mit ihrem hellen Schein anstrahlt; alles steht im Licht.«

    Ach ja, hier fällt mir ein, dass wir noch ein biblisches Drama zu diesen Stoff zum Anhören haben: “Bewahre ein lauteres Auge”. Es kann sogar auf der Seite der Gesellschaft als mp3 heruntergeladen werden

  109. Juleam 4. November 2012 um 08:47 Link zum Kommentar

    Lukas 11:37-54

    Jesus geht mit den Pharisäern und den Gesetzeslehrern ins Gericht

    37 Kaum hatte Jesus aufgehört zu reden , lud ihn ein Pharisäer zum Essen ein. Jesus ging zu ihm ins Haus und nahm am Tisch Platz, 38 ohne zuerst die vorgeschriebene Waschung zu verrichten. Als der Pharisäer das sah, war er entrüstet.
    39 Da sagte der Herr zu ihm: »So seid ihr Pharisäer! Ihr reinigt das Äußere eurer Becher und Schüsseln , aber euer Inneres ist voll Raubgier und Bosheit. 40 Ihr Toren! Hat der, der das Äußere schuf, nicht auch das Innere geschaffen? 41 Gebt doch, was in euren Bechern und Schüsseln ist , den Armen, und ihr werdet sehen: Alles ist dann für euch rein!
    42 Aber wehe euch Pharisäern! Ihr gebt den zehnten Teil von ´Kräutern wie` Minze und Raute und von sämtlichen Gemüsesorten und lasst dabei ´die Forderungen` der Gerechtigkeit und der Liebe Gottes außer Acht. Diese solltet ihr erfüllen und das andere nicht unterlassen.
    43 Wehe euch Pharisäern! In den Synagogen nehmt ihr die vordersten Sitze für euch in Anspruch, und ihr liebt es, wenn man euch auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßt.
    44 Wehe euch! Ihr seid wie Gräber, die unkenntlich geworden sind; die Leute gehen darüber ´und verunreinigen sich`, ohne es zu merken.«
    45 Einer der Gesetzeslehrer unterbrach Jesus und rief: »Meister, mit dem, was du sagst, greifst du auch uns an!«
    46 Darauf sagte Jesus: »Ja, wehe auch euch Gesetzeslehrern! Ihr bürdet den Menschen Lasten auf, die man kaum tragen kann, aber ihr selbst rührt diese Lasten mit keinem Finger an.
    47 Wehe euch! Ihr errichtet Grabmäler für die Propheten, die doch von euren Vorfahren umgebracht wurden. 48 Damit gebt ihr nicht nur zu , dass eure Vorfahren das getan haben; ihr heißt es sogar gut. Sie haben die Propheten umgebracht, und ihr errichtet die Grabmäler. 49 Das ist auch der Grund, weshalb die Weisheit Gottes gesagt hat: >Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen schicken; einige von ihnen werden sie umbringen, und andere werden sie verfolgen.< 50 Darum wird diese Generation zur Rechenschaft gezogen werden für den Tod aller Propheten, die seit der Erschaffung der Welt umgebracht wurden, 51 angefangen bei Abel bis hin zu Sacharja , der zwischen dem Altar und dem Haus ´Gottes` umkam. Ja, ich sage euch: Diese Generation wird dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
    52 Wehe euch Gesetzeslehrern! Ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Selbst seid ihr nicht eingetreten, und die, die eintreten wollten, habt ihr daran gehindert.«
    53 Als Jesus jenes Haus wieder verließ, begannen die Schriftgelehrten und die Pharisäer, mit immer neuen Fragen auf ihn einzudringen; sie ließen nichts unversucht, um ihn in die Enge zu treiben, 54 und lauerten darauf, ihn bei einer ´verfänglichen` Äußerung zu ertappen.

    … Ohne Worte …

  110. Juleam 5. November 2012 um 09:13 Link zum Kommentar

    Lukas 14 – 17

    Lukas 14 – Eine goldene Regel für Gäste

    7 Jesus beobachtete, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten. Das nahm er zum Anlass, sie auf etwas hinzuweisen . 8 »Wenn du bei jemand zu einem Festessen eingeladen bist«, sagte er, »dann nimm nicht oben am Tisch Platz . Es könnte ja sein, dass einer von den anderen Gästen angesehener ist als du. 9 Der Gastgeber, der euch beide, dich und ihn, eingeladen hat, müsste dann kommen und zu dir sagen: >Mach ihm bitte Platz!Mein Freund, nimm doch weiter oben Platz!< Und so wirst du vor allen geehrt, die mit dir eingeladen sind. 11 Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.«

    Eine goldene Regel für Gastgeber

    12 Dann wandte sich Jesus zu dem, der ihn eingeladen hatte, und sagte: »Wenn du Gäste einladen willst, ob zu einer einfachen Mahlzeit oder zu einem großen Essen , dann lade dazu nicht ´nur` deine Freunde, deine Brüder, sonstige Verwandte oder reiche Nachbarn ein. Sie würden dich wieder einladen, und das wäre dann deine ganze Belohnung . 13 Nein, lade Arme, Behinderte, Gelähmte und Blinde ein, wenn du ein Essen gibst. 14 Dann bist du glücklich zu preisen. Denn sie können es dir nicht vergelten; dafür wird es dir bei der Auferstehung der Gerechten vergolten werden.«

    Jesus spielt hier in beiden Fällen auf ein wichtiges Bedürfnis von uns Menschen an: wir wollen von anderen anerkannt werden und können es kaum ertragen, wenn sie schlecht von uns denken.

    Dies ist sicherlich auch der Grund, warum Jesus an anderer Stelle davor warnt, unseren Bruder zu hassen. Er prägt sogar den Gedanken von Rufmord!

    Es ist für uns einfach unerträglich, wenn andere schlecht von uns denken. Ganz besonders, wenn dies durch Lügen und Verleumdungen verursacht wird und wir in Wirklichkeit Jehova mit ganzer Seele dienen. Oftmals ist dieses Gefühl so schlimm, dass wir am liebsten sterben würden. Einige setzen dieses Gefühl in die Tat um und werfen aus Verzweiflung ihr Leben weg.

    Verlieren sie dann Jehovas Anerkennung, weil sie nicht genügend Achtung vor der Gabe des Lebens erkennen ließen – oder wird Jehova nicht eher die Verursacher der Verleumdung dafür zur Rechenschaft ziehen? Sie haben in gewissem Sinne einen Mord begangen, denn sie haben den Untadeligen erst zu der Tat getrieben.

    Erinnern wir uns noch daran, wie Jehova über Hiob dachte? Er war so verzweifelt, dass er am liebsten sterben wollte. Aber Jehova verurteilte ihn nicht dafür. Im Gegenteil: er vergab seinen "Freunden", die ihn durch "ihren Trost" erst so sehr entmutigten erst, nachdem Hiob für sie um Gnade gebeten hatte.

    Oder nehmen wir Elia, der sich auf der Flucht vor Isebel den Tod wünschte. Auch diesen verurteilte Jehova nicht. Im Gegenteil: er versicherte ihm seine Liebe und stärkte ihn. Isebel, die ihn erst so weit brachte, sein Leben zu hassen, verurteilte ER hingegen aufs schärfste und ließ sie einen schmachvollen Tod sterben.

    Was lernen wir für uns heute daraus?

  111. Juleam 5. November 2012 um 09:16 Link zum Kommentar

    Lukas 14:25-35

    Was es kostet, ein Jünger Jesu zu sein

    25 Scharen von Menschen begleiteten Jesus, als er weiterzog. Da wandte er sich zu ihnen um und sagte: 26 »Wenn jemand zu mir kommen will, muss er alles andere zurückstellen – Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein eigenes Leben; sonst kann er nicht mein Jünger sein. 27 Wer nicht sein Kreuz trägt und mir auf meinem Weg folgt , der kann nicht mein Jünger sein.
    28 Angenommen, jemand von euch möchte ein Haus bauen. Setzt er sich da nicht zuerst hin und überschlägt die Kosten? Er muss doch wissen, ob seine Mittel reichen, um das Vorhaben auszuführen. 29 Sonst kann er, nachdem er das Fundament gelegt hat, den Bau vielleicht nicht vollenden, und alle, die das sehen, werden ihn verspotten 30 und sagen: >´Seht euch das an!` Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und war nicht imstande, es zu Ende zu führen.< 31 Oder nehmen wir an, ein König macht sich auf, um gegen einen anderen König in den Krieg zu ziehen. Wird er sich da nicht zuerst hinsetzen und überlegen, ob er in der Lage ist, sich mit seinem Heer von zehntausend Mann einem Feind entgegenzustellen, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? 32 Wenn er sich nicht für stark genug hält, wird er, solange der andere noch weit weg ist, eine Abordnung zu ihm schicken, um Friedensbedingungen auszuhandeln .
    33 Darum kann auch keiner von euch mein Jünger sein, wenn er sich nicht von allem trennt, was er hat.
    34 Salz ist etwas Gutes. Wenn jedoch das Salz seine Kraft verliert, womit soll man sie ihm wiedergeben ? 35 Es ist dann nicht einmal mehr als Dünger für den Acker geeignet ; man kann es nur noch wegwerfen.
    Wer Ohren hat und hören kann, der höre!«

    Auch hier ist die Formulierung eindeutig: “muss er alles andere zurückstellen”.

    Dies zeigt, worauf es kommt. Es geht nicht darum, dass wir alles andere hassen – sondern es geht um unsere Prioritäten!

  112. Juleam 6. November 2012 um 08:12 Link zum Kommentar

    Lukas 15 – Verloren und wiedergefunden: drei Gleichnisse

    1 Jesus war ständig umgeben von Zolleinnehmern und anderen Leuten, die als Sünder galten ; sie wollten ihn alle hören. 2 Die Pharisäer und die Schriftgelehrten waren darüber empört. »Dieser Mensch gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen!«, sagten sie.

    Das verlorene und wiedergefundene Schaf

    3 Da erzählte ihnen Jesus folgendes Gleichnis: 4»Angenommen, einer von euch hat hundert Schafe, und eins davon geht ihm verloren. Lässt er da nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? 5 Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voller Freude auf seine Schultern 6 und trägt es nach Hause. Dann ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: ›Freut euch mit mir! Ich habe das Schaf wiedergefunden, das mir verloren gegangen war.‹
    7 Ich sage euch: Genauso wird im Himmel mehr Freude sein über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.«

    Die verlorene und wiedergefundene Münze

    8 »Oder wie ist es, wenn eine Frau zehn Silbermünzen hat und eine davon verliert? Zündet sie da nicht eine Lampe an, kehrt das ganze Haus und sucht in allen Ecken, bis sie die Münze gefunden hat? 9 Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: ›Freut euch mit mir! Ich habe die Münze wiedergefunden, die ich verloren hatte.‹

    10 Ich sage euch: Genauso freuen sich die Engel Gottes über einen einzigen Sünder, der umkehrt.«

    Der verlorene und wiedergefundene Sohn

    11 Jesus fuhr fort: »Ein Mann hatte zwei Söhne. 12 Der jüngere sagte zu ihm: ›Vater, gib mir den Anteil am Erbe, der mir zusteht!‹ Da teilte der Vater das Vermögen unter die beiden auf. 13 Wenige Tage später hatte der jüngere Sohn seinen ganzen Anteil verkauft und zog mit dem Erlös in ein fernes Land. Dort lebte er in Saus und Braus und brachte sein Vermögen durch.
    14 Als er alles aufgebraucht hatte, wurde jenes Land von einer großen Hungersnot heimgesucht. Da geriet auch er in Schwierigkeiten. 15 In seiner Not wandte er sich an einen Bürger des Landes, und dieser schickte ihn zum Schweinehüten auf seine Felder. 16 Er wäre froh gewesen, wenn er seinen Hunger mit den Schoten, die die Schweine fraßen, hätte stillen dürfen, doch selbst davon wollte ihm keiner etwas geben.
    17 Jetzt kam er zur Besinnung. Er sagte sich: ›Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, und alle haben mehr als genug zu essen! Ich dagegen komme hier vor Hunger um. 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; 19 ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn genannt zu werden. Mach mich zu einem deiner Tagelöhner!‹

    20 So machte er sich auf den Weg zu seinem Vater. Dieser sah ihn schon von weitem kommen; voller Mitleid lief er ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. 21 ›Vater‹, sagte der Sohn zu ihm, ›ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn genannt zu werden.‹ 22 Doch der Vater befahl seinen Dienern: ›Schnell, holt das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an den Finger und bringt ihm ein Paar Sandalen! 23 Holt das Mastkalb und schlachtet es; wir wollen ein Fest feiern und fröhlich sein. 24 Denn mein Sohn war tot, und nun lebt er wieder; er war verloren, und nun ist er wiedergefunden.‹ Und sie begannen zu feiern.

    25 Der ältere Sohn war auf dem Feld gewesen. Als er jetzt zurückkam, hörte er schon von weitem den Lärm von Musik und Tanz. 26 Er rief einen Knecht und erkundigte sich, was das zu bedeuten habe. 27›Dein Bruder ist zurückgekommen‹, lautete die Antwort, ›und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn wohlbehalten wiederhat.‹ 28 Der ältere Bruder wurde zornig und wollte nicht ins Haus hineingehen. Da kam sein Vater heraus und redete ihm gut zu. 29 Aber er hielt seinem Vater vor: ›So viele Jahre diene ich dir jetzt schon und habe mich nie deinen Anordnungen widersetzt. Und doch hast du mir nie auch nur einen Ziegenbock gegeben, sodass ich mit meinen Freunden hätte feiern können! 30 Und nun kommt dieser Mensch da zurück, dein Sohn, der dein Vermögen mit Huren durchgebracht hat, und du lässt das Mastkalb für ihn schlachten!‹ –

    31 ›Kind‹, sagte der Vater zu ihm, ›du bist immer bei mir, und alles, was mir gehört, gehört auch dir. 32 Aber jetzt mussten wir doch feiern und uns freuen; denn dieser hier, dein Bruder, war tot, und nun lebt er wieder; er war verloren, und nun ist er wiedergefunden.‹«

    Scheinbar ist dies etwas, was uns Menschen schwer fällt: einem anderen zu vergeben und ihm entgegen zu kommen – ohne zahlreiche Bedingungen zu stellen.

    Wenn jemand gegen uns gesündigt hat, dann haben viel unsere Gefühle damit zu tun: wir fühlen uns verletzt, gekränkt und oftmals sogar gedemütigt. Wir können oftmals nicht so freigiebig vergeben, wie es der Vater in diesem Gleichnis tut. Anstatt dem reumütigen Bruder entgegenzukommen, gaeren in uns die verletzten Gefühle. Wir denken immer "er hat aber" und "es war so kränkend". Wir neigen halt dazu, uns selbst sehr wichtig zu nehmen und vergessen darüber, was Jehova von uns erwartet:

  113. Juleam 6. November 2012 um 08:18 Link zum Kommentar

    Der Vater in diesem Gleichnis stellt Jehova dar: ER vergibt großzügig, ohne Bedingungen zu stellen. Für Jehova reicht es, dass wir unsere Sünden aufrichtig bereuen und von unserem verkehrten Weg umkehren.

    Dies erkennen wir hier in dem Gleichnis an der Reaktion des Vaters. Wie bereits in den Vorjahren angemerkt, wartet der Vater täglich auf die Rückkehr des verlorenen Sohnens, er hält nach ihm Ausschau. Er läuft dem Sohn bereits entgegen, bevor dieser die Gelegenheit hat, reumütig zu ihm zu sagen: “mein Vater, ich habe gegen dich gesündigt. Es tut mir leid”.

    Der Bruder des sündigen Sohnes hingegen veranschaulicht passend uns unvollkommene Menschen mit unseren verletzten Gefühlen. Er kann die Güte des Vaters nicht wirklich verstehen, empfindet das Entgegenkommen des Vaters als sehr unfair und hätte dem Bruder am liebsten zig Auflagen auferlegt, um ihn spüren zu lassen, was er getan hat.

    Dies ist nicht im Sinne des Vaters, was wir daran erkennen, wie dieser auf die Beschwerde antwortet. Er ermahnt den Sohn, nicht allzu selbstgerecht zu sein, sondern seinem Bruder seinerseits ebenfalls voller Liebe und Barmherzigkeit entgegenzukommen.

    Warum hat Jesus dieses Gleichnis erzählt? Weil er uns unvollkommenen Menschen nur allzu gut kennt und weiss, dass wir uns selbst und unsere verletzten Gefühle oft zu wichtig und die Dinge oftmals persönlich nehmen.

    Überlegen wir mal, was der verschwenderische Sohn eigentlich dem Bruder angetan hat? Hatte die Auszahlung seines Erbes das Erbe des Bruders geschmälert? Nein! Er hatte dem Vater geschadet und ihn gekränkt. Also warum nimmt der Bruder dies nun persönlich?

    Wenn der Vater dem Bruder so bereitwillig vergeben kann – warum dann nicht auch er?

    Jesus zeigte uns mit diesem Gleichnis unsere eigene Unvollkommenheit auf. Wenn ein Bruder, dert ausgeschlossen war, wieder zurück kommt, dann sollten wir uns für ihn und Jehova freuen. Denn in der Regel hat dieser Bruder ja nicht gegen uns gesündigt – sondern Jehova.

    Wem würden wir denn gleichen, wenn wir ihm nun Steine in den Weg legen? Handeln wir dann in Jehovas Sinne?

    Wen sollten wir nachahmen? Wir sollten Jesu Nachahmer sein, so wie dieser Jehova nachahmt. Dies erwartet Jehova von uns. Selbst dann, wenn der Bruder unsere persönlichen Gefühle gekränkt haben sollte. Wenn Jehova ihn wieder aufgenommen hat – wer sind dann wir, dass wir dies in Frage stellen?

    Falls der Bruder unsere Gefühle verletzt haben sollte, dann rufen wir uns bitte in den Sinn, dass wir Vergangenes ruhen lassen sollten. Dies bedeutet ja nicht,dass wir uns sofort ganz dick mit ihm anfreunden müssen. Aber wir dürfen ihm keine Steine in den Weg legen.

    Zu schwer? Hat der Bruder uns zu sehr gekränkt?

    Dann rufen wir uns in den Sinn, dass wir doch unseren Gott nachahmen wollen und bitten IHN um Kraft und inneren Frieden, das zu tun.

    Jehova gibt seinen Geist denen, die IHN darum bitten. Und mit diesem Geist können wir es schaffen! Denken wir doch auch daran, was Jesus dazu sagte, dass wir unsere Feinde lieben und für sie beten sollten.

    Wollen wir unserem Gott Jehova gleichen – oder denen von den Nationen, die Jehova und sein Wort nicht kennen und nur dann vergeben, wenn uns selbst danach ist?

    An unserer Reaktion auf jemand, der zu Jehova und zur Versammlung umkehrt, kann man erkennen, wessen Geistes Kind wir sind. Wenn wir Jehovas Geist haben, dann werden wir so reagieren und uns verhalten, wie es Jehova gemäß diesem Gleichnis von uns erwartet!

  114. Juleam 6. November 2012 um 08:22 Link zum Kommentar

    Lukas 16:1-8

    Das Gleichnis vom ungetreuen Verwalter

    1 Jesus wandte sich zu seinen Jüngern und sagte: »Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Über diesen gingen Klagen bei ihm ein; es hieß, er veruntreue ihm sein Vermögen. 2 Da ließ er den Verwalter rufen. >Was muss ich von dir hören?< , sagte er zu ihm. >Leg die Abrechnung über deine Tätigkeit vor; du kannst nicht länger mein Verwalter sein.< 3 Der Mann überlegte hin und her: >Was soll ich nur tun? Mein Herr wird mich entlassen. Für schwere Arbeit tauge ich nicht, und ich schäme mich zu betteln. 4 Doch jetzt weiß ich, was ich tun kann, damit die Leute mich in ihren Häusern aufnehmen, wenn ich meine Stelle als Verwalter verloren habe.< 5 Nacheinander rief er alle zu sich, die bei seinem Herrn Schulden hatten. >Wie viel bist du meinem Herrn schuldig?< , fragte er den ersten. 6 >Hundert Fass Olivenöl< , antwortete der. Darauf sagte der Verwalter: >Hier, nimm deinen Schuldschein, setz dich schnell hin, und schreib statt dessen fünfzig.< 7 Dann fragte er den nächsten: >Und du, wie viel bist du ihm schuldig?< - >Hundert Sack Weizen< , lautete die Antwort. Der Verwalter sagte zu ihm: »Hier, nimm deinen Schuldschein, und schreib statt dessen achtzig.<
    8 Da lobte der Herr den ungetreuen Verwalter dafür, dass er so klug gehandelt hatte.
    In der Tat, die Menschen dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Menschen des Lichts .«

    Ist dieses Lob wirklich ernst gemeint? Kann ich mir wirklich etwas darauf einbilden, dass ich ein verschlagener Mensch bin?

    Hier wird ja gesagt, dass die Menschen, die Gott nicht kennen, in dieser Hinsicht klüger sind als diejenigen, die Gott dienen. Von daher kann Jesus dies doch eigentlich nicht wirklich lobend hervorheben.

    18. Der ungerechte Verwalter (Luk 16:1-8). Die Verse 9 bis 13 zeigen, was wir aus dem Gleichnis lernen können. Der Verwalter wurde nicht wegen seiner ungerechten Handlungsweise gelobt, sondern wegen seiner praktischen Weisheit.

    Er war mit der Verantwortung für die Belange seines Herrn betraut, hatte also eine wichtige Vertrauensstellung inne (1Mo 24:2; 39:4). Seine Entlassung hätte bedeutet, daß er ohne Mittel zum Lebensunterhalt aus dem Haus geschickt worden wäre. Seine Abstriche an den Schulden der Schuldner seines Herrn brachten ihm kein Geld ein, aber er gewann dadurch Freunde, die ihn in der Zukunft vielleicht unterstützen würden. Hundert Bath-Maß Öl entsprachen 2 200 l, und 100 Kor-Maß Weizen entsprachen 22 000 l.
    Quelle: Einsichtenbuch

  115. Juleam 6. November 2012 um 08:26 Link zum Kommentar

    Lukas 17:1-4

    Wehe dem, durch den andere zu Fall kommen!

    1 Jesus sagte zu seinen Jüngern: »Es ist unvermeidlich, dass Dinge geschehen, durch die Menschen zu Fall kommen. Doch wehe dem, der daran schuld ist! 2 Es wäre besser für ihn, man würde ihm einen Mühlstein um den Hals legen und ihn damit ins Meer werfen, als dass von solchen gering Geachteten wie diesen hier auch nur einer durch ihn zu Fall kommt. 3 Seht euch also vor!«

    »Wenn dein Bruder sündigt , weise ihn zurecht, und wenn er sein Unrecht einsieht , vergib ihm.

    Bereitschaft zur Vergebung

    4 Selbst wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: >Ich will es nicht mehr tun < , sollst du ihm vergeben.«

    Diese Verse stützen unsere Gedanken, die wir zum Gleichnis vom verlorenen Sohn hatten: Jehova erwartet von uns, dass wir zur Vergebung bereit sind.

    Hier wird mit keinem Wort erwähnt, dass unser Bruder erst einmal jede Menge Auflagen erfüllen müsse. Es muss reichen, dass er sein Unrecht einsieht, es lässt und sich bei uns entschuldigt.

    Auch das Argument, dass wir mit ihm “schon jede Menge erlebt haben” hat keine Gültigkeit, denn wir sollen bei jedem Mal, wo er uns aufrichtig um Entschuldigung bittet, wieder bei Null anfangen.

    Haben wir persönlich ein Problem damit? Dann bitten wir Jehova um seinen Geist, um diese Eigenschaft hervorzubringen. Denken wir daran: Jehova gibt jedem großzügig seinen Geist, der darum bittet.

    Wenn wir also nachtragend sind, haben wir nicht den Geist Jehovas – und sind daher auch nicht in seiner Liebe. Wie hätten wir in diesem Falle das Recht, über unseren Bruder zu richten?

  116. Juleam 6. November 2012 um 08:31 Link zum Kommentar

    Lukas 18 – 21

    Lukas 18 – Das Gleichnis von der Witwe und vom Richter

    1 Jesus wollte seinen Jüngern zeigen, dass sie unablässig beten sollten, ohne sich entmutigen zu lassen. Deshalb erzählte er ihnen folgendes Gleichnis: 2 »In einer Stadt lebte ein Richter, der nicht nach Gott fragte und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. 3 Inder gleichen Stadt lebte auch eine Witwe. Sie kam immer wieder zu dem Richter und bat ihn: >Verhilf mir in der Auseinandersetzung mit meinem Gegner zu meinem Recht!< 4 Lange Zeit wollte der Richter nicht darauf eingehen, doch dann sagte er sich: >Ich fürchte Gott zwar nicht, und was die Menschen denken, ist mir gleichgültig; 5 aber diese Witwe wird mir so lästig, dass ich ihr zu ihrem Recht verhelfen will. Sonst bringt sie mich mit ihrem ständigen Kommen noch zur Verzweiflung .< «
    6 Der Herr fuhr fort: »Habt ihr darauf geachtet, was dieser Richter sagt, dem es überhaupt nicht um Gerechtigkeit geht? 7 Sollte da Gott nicht erst recht dafür sorgen, dass seine Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm rufen, zu ihrem Recht kommen? Und wird er sie etwa warten lassen? 8 Ich sage euch: Er wird dafür sorgen, dass sie schnell zu ihrem Recht kommen. Aber wird der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde solch einen Glauben finden ?«

    Der Pharisäer und der Zolleinnehmer

    9 Jesus wandte sich nun an einige, die in ´falschem` Selbstvertrauen meinten, ´in Gottes Augen` gerecht zu sein, und die deshalb für die anderen nur Verachtung übrig hatten. Er erzählte ihnen folgendes Beispiel : 10 »Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer und der andere ein Zolleinnehmer. 11 Der Pharisäer stellte sich selbstbewusst hin und betete : >Ich danke dir, Gott, dass ich nicht so bin wie die übrigen Menschen – ich bin kein Räuber, kein Betrüger und kein Ehebrecher, und ich bin auch nicht wie jener Zolleinnehmer dort. 12 Ich faste zwei Tage in der Woche und gebe den Zehnten von allen meinen Einkünften .< 13 Der Zolleinnehmer dagegen blieb in weitem Abstand stehen und wagte nicht einmal, aufzublicken . Er schlug sich an die Brust und sagte: >Gott, vergib mir sündigem Menschen meine Schuld!< 14 Ich sage euch: Der Zolleinnehmer war ´in Gottes Augen` gerechtfertigt, als er nach Hause ging, der Pharisäer jedoch nicht. Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; aber wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.«

    Vielleicht sollten wir uns in diesem Zusammenhang noch einmal die Gedanken über die ausgeglichene Selbsteinschätzung vom BZK in den Sinn rufen?

  117. Juleam 6. November 2012 um 08:35 Link zum Kommentar

    Lukas 19:11-27

    Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

    11 Jesus fuhr mit einem Gleichnis fort. Weil er so nahe vor Jerusalem war, meinten seine Zuhörer nämlich, der Anbruch des Reiches Gottes stehe unmittelbar bevor.
    12 Er sagte: »Ein Mann aus vornehmer Familie reiste in ein fernes Land, um sich dort zum König über sein eigenes Land einsetzen zu lassen und dann zurückzukehren. 13 Vor der Abreise rief er zehn seiner Diener zu sich und gab ihnen Geld, jedem ein Pfund . >Arbeitet damit, bis ich wiederkomme!< , sagte er.
    14 Doch die Bürger des Landes hassten ihn. Sie schickten eine Abordnung hinter ihm her und ließen erklären: >Wir wollen nicht, dass dieser Mann König über uns wird.< 15 Trotzdem wurde er zum König eingesetzt. Nach seiner Rückkehr ließ er die Diener rufen, denen er das Geld anvertraut hatte; er wollte erfahren, welchen Gewinn sie damit erzielt hatten.
    16 Der erste erschien vor ihm und sagte: >Herr, dein Pfund hat zehn weitere eingebracht.< - 17 >Sehr gut< , erwiderte der Herr, >du bist ein tüchtiger Diener. Weil du im Kleinsten treu gewesen bist, sollst du Verwalter von zehn Städten werden.< 18 Der zweite kam und sagte: >Herr, dein Pfund hat fünf weitere eingebracht.< 19 Auch ihn ´lobte` der Herr. >Du sollst über fünf Städte bestimmen< , sagte er.
    20 Doch der nächste, der kam, erklärte: >Herr, hier hast du dein Pfund zurück. Ich habe es in einem Tuch aufbewahrt. 21 Ich hatte nämlich Angst vor dir, weil du ein strenger Mann bist. Du forderst Gewinn, wo du nichts angelegt hast , und erntest, wo du nicht gesät hast.< 22 Sein Herr entgegnete ihm: >Mit deinen eigenen Worten sprichst du dir das Urteil, du böser Mensch! Du hast also gewusst, dass ich ein strenger Mann bin, dass ich Gewinn fordere, wo ich nichts angelegt habe, und ernte, wo ich nicht gesät habe. 23 Warum hast du mein Geld da nicht ´wenigstens` auf die Bank gebracht? Dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückfordern können.< 24 Und er wandte sich zu den Umstehenden und sagte: >Nehmt ihm das Pfund weg und gebt es dem, der die zehn Pfund hat!< - 25 >Aber Herr< , wandten sie ein, >er hat doch schon zehn!< - 26 >Ich sage euch< , erwiderte er, >jedem, der hat, wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.
    27 Und nun zu meinen Feinden, die nicht wollten, dass ich über sie herrsche: Holt sie her und bringt sie vor meinen Augen um!< «

    Was genau haben die Männer mit den Talenten mit denen zu tun, die ihn nicht als König wollten? Warum erzählt Jesus dies hier im Zusammenhang?

  118. Juleam 6. November 2012 um 08:38 Link zum Kommentar

    Lukas 19:47-48

    47 Tag für Tag lehrte Jesus im Tempel. Die führenden Priester und die Schriftgelehrten jedoch sowie die anderen führenden Männer des Volkes suchten nach einer Möglichkeit, ihn zu beseitigen. 48 Aber sie wussten nicht, wie sie es anfangen sollten; denn das ganze Volk hing an ihm und ließ sich keines seiner Worte entgehen .

    Konnten sie denn nicht verhindern, dass er dort lehrte?

    Hatten die Priester denn kein Hausrecht? Konnte dort wirklich jeder aufstehen und lehren? (Wir wissen ja, dass Jesus nicht “Jeder” war, aber in ihren Augen war er ja ein Unruhestifter).

    Wenn wir heute auf die Idee kämen, in irgendeine Kirche zu gehen und dort den Gottesdienst zu stören und unsere eigenen Ansichten dort zu verbreiten – würde man uns bestimmt davon abhalten und zur Not auch rauswerfen.

    Wenn wir als Zeuge Jehovas auf dieselbe Idee kommen würden, würde dies sicherlich schnell unterbunden. Zwar gibt es bei den meisten Programmpunkten die Möglichkeit, sich durch eigene Kommentare am Thema zu beteiligen, aber wenn wir dies nutzen würden, um Ansichten zu äußern, die nicht mit der Bibel oder der offiziellen Lehrmeinung übereinstimmen, dann würden wir sicherlich nicht mehr drangenommen werden. Sollten wir dennoch einfach unsere Ansicht in den Raum rufen, würde man uns hier ebenso rauswerfen und nicht mehr einlassen.

    Warum haben die Priester diese Möglichkeit nicht genutzt? War dies wirklich Angst vor dem Volk?

    Lukas 20 – Die Frage nach der Vollmacht Jesu

    1 Eines Tages, als Jesus im Tempel lehrte und dem Volk die Botschaft ´vom Reich Gottes` verkündete, erschienen die führenden Priester und die Schriftgelehrten in Begleitung der Ältesten. 2 »Sag uns«, forderten sie ihn auf, »woher nimmst du dir das Recht, das alles zu tun? Wer ist es, der dir die Vollmacht dazu gegeben hat?«
    3 »Ich will euch eine Gegenfrage stellen«, erwiderte Jesus. »Sagt mir: 4 Stammte die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?« 5 Sie überlegten miteinander hin und her: »Wenn wir antworten: >Vom Himmel< , wird er sagen: >Warum habt ihr Johannes dann nicht geglaubt?< 6 Antworten wir aber: >Von Menschen< , dann wird uns das ganze Volk steinigen; denn alle sind überzeugt, dass Johannes ein Prophet war.« 7 Schließlich erklärten sie, sie wüssten nicht, woher die Taufe des Johannes stamme. 8 Da erwiderte Jesus: »Dann sage ich euch auch nicht, woher ich die Vollmacht habe, so zu handeln.«

    Sie müssen sich dadurch doch unglaublich provoziert gefühlt haben. Warum hindern sie ihn dann nicht einfach daran und sagen ihm, er solle dies woanders tun?

  119. Juleam 6. November 2012 um 08:41 Link zum Kommentar

    Lukas 20:9-19

    Das Gleichnis von den Weinbergpächtern

    9 Daraufhin erzählte Jesus dem Volk ein Gleichnis. Er sagte: »Ein Mann legte einen Weinberg an; er verpachtete ihn und verreiste dann für längere Zeit. 10 Zur gegebenen Zeit schickte er einen Diener zu den Pächtern, um sich von ihnen seinen Anteil am Ertrag des Weinbergs geben zu lassen. Doch die Pächter verprügelten den Diener und jagten ihn mit leeren Händen davon. 11 Da schickte der Mann einen anderen Diener, aber dem ging es nicht besser: Sie verprügelten ihn, trieben ihren Spott mit ihm und jagten auch ihn mit leeren Händen fort. 12 Er schickte noch einen dritten. Auch den wiesen sie ab; sie schlugen ihn blutig und warfen ihn zum Weinberg hinaus.
    13 >Was soll ich tun?< , fragte sich der Besitzer des Weinbergs. >Ich werde meinen Sohn schicken, ihn, den ich so sehr liebe. Vor ihm werden sie Achtung haben.< 14 Als die Pächter den Sohn kommen sahen, überlegten sie, was sie tun sollten. >Das ist der Erbe< , sagten sie zueinander. >Wir bringen ihn um, dann gehört das Erbe uns!< 15 Und sie stießen ihn zum Weinberg hinaus und brachten ihn um.
    Was wird nun der Besitzerdes Weinbergs mit diesen Pächtern machen? 16 Er wird kommen und sie umbringen, und den Weinberg wird er anderen anvertrauen.«
    Die Zuhörer waren entsetzt. »Nur das nicht!«, sagten sie. 17 Jesus sah sie an und sagte dann: »Was bedeutet denn jene Schriftstelle:
    >Der Stein, den die Bauleute für unbrauchbar erklärten, ist zum Eckstein geworden< ?
    18 Jeder, der auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert, und der, auf den der Stein fällt, wird von ihm zermalmt.«
    19 Daraufhin hätten die Schriftgelehrten und die führenden Priester Jesus am liebsten auf der Stelle festgenommen, denn es war ihnen klar, dass sie mit diesem Gleichnis gemeint waren. Aber ´sie wagten es nicht, weil` sie vor dem Volk Angst hatten.

    Interessant, dass sie merken, dass Jesus hier von ihnen spricht.

    Mein Vater sagte in einem solchen Fall immer: “jeder zieht sich den Schuh an, der ihm passt”. Wenn sie diese Dinge nicht getan hätten, dann hätten sie das Gesagte ja nicht auf sich beziehen müssen. Und da bin ich dann wieder bei der Frage: wenn ich das auf mich beziehe, weil ich so schlecht handle – warum lasse ich es dann nicht und kehre von meinem verkehrten Weg um?

    Wenn ihnen der Schuh aber nicht passt, warum ziehen sie sich ihn dann an?

  120. Juleam 6. November 2012 um 08:43 Link zum Kommentar

    Lukas 20:41-44

    Der Messias – Davids Sohn oder Davids Herr?

    41 Nun fragte Jesus sie: »Wie kommt es eigentlich, dass man sagt, der Messias sei der Sohn Davids? 42 David selbst sagt doch im Buch der Psalmen:
    >Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich an meine rechte Seite, 43 bis ich deine Feinde zum Schemel für deine Füße gemacht habe.< 44 Der Messias wird also von David >Herr< genannt. Wie kann er dann Davids Sohn sein?«

    Es ist interessant, dass Jesus immer wieder bemüht ist, ihnen Gottes ganzes Wort nahe zu bringen. Er will, dass sie mit der Schriften gut vertraut sind und die Dinge hinterfragen.

    Sie sollten nicht einfach alles hinnehmen und einzelne Verse vielleicht auswendig kennen – ohne den tieferen Sinn zu hinterfragen.

    Einen ähnlichen Gedanken äußert später Paulus, als er die Beröer dafür lobt, dass sie täglich in den Schriften nachforschten, “ob sich die Dinge so verhielten”. Tun wir dies auch, oder erschöpft sich dies darin, dass wir in der gleichnamigen Broschüre jeden Tag den Tagestext lesen und uns vielleicht mit anderen darin üben, diesen mit einem Wort zusammenzufassen?.

  121. Juleam 7. November 2012 um 09:41 Link zum Kommentar

    Lukas 22 – 24

    Lukas 22 – Judas wird zum Verräter

    1 Das Fest der ungesäuerten Brote, das Passafest, stand kurz bevor. 2 Die führenden Priester und die Schriftgelehrten suchten nach einer Möglichkeit, Jesus zu beseitigen, ´ohne dabei Aufsehen zu erregen`; denn sie hatten Angst vor dem Volk.
    3 Da ergriff der Satan Besitz von Judas, der auch Iskariot genannt wurde und einer der zwölf Jünger war. 4 Judas ging zu den führenden Priestern und den Offizieren ´der Tempelwache` und machte ihnen einen Vorschlag, wie sie Jesus mit seiner Hilfe in ihre Gewalt bringen konnten . 5 Da waren sie erfreut und beschlossen , ihm ´zur Belohnung` Geld zu geben. 6 Judas war einverstanden und suchte von da an nach einer günstigen Gelegenheit, Jesus an sie zu verraten, ohne dass das Volk etwas merkte .

    Vorbereitung des Passamahls

    7 So kam nun der ´erste` Tag des Festes der ungesäuerten Brote, der Tag, der für das Schlachten des Passalamms bestimmt war. 8 Jesus schickte Petrus und Johannes in die Stadt. »Geht voraus und bereitet das Passamahl für uns vor!«, sagte er. 9 »Wo sollen wir es vorbereiten?«, fragten sie. 10 Er antwortete: »Wenn ihr in die Stadt kommt, werdet ihr einem Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht, 11 und sagt zu dem Hausherrn: >Der Meister lässt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Passamahl feiern kann?< 12 Er wird euch ein großes Zimmer im Obergeschoss zeigen, das ´mit Sitzpolstern ` ausgestattet ist. Bereitet dort das Mahl vor.« 13 Die beiden Jünger machten sich auf den Weg. Sie fanden alles so, wie Jesus es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passamahl vor.

    Das Passamahl. Einsetzung des Abendmahls

    14 Als es Zeit war, mit der Feier zu beginnen, setzte sich Jesus mit den Aposteln zu Tisch. 15 Er sagte: »Wie sehr habe ich mich danach gesehnt, dieses Passamahl mit euch zu feiern, bevor ich leiden muss. 16 Denn ich sage euch: Ich werde das Passamahl nicht mehr feiern, bis sich im Reich Gottes seine volle Bedeutung erfüllt .«
    17 Dann nahm er einen Becher ´mit Wein`, dankte Gott dafür und sagte: »Nehmt diesen Becher und trinkt alle daraus ! 18 Denn ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr vom Saft der Reben trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist.«
    19 Dann nahm er Brot , dankte Gott dafür, brach es in Stücke und gab es den Jüngern mit den Worten: »Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut das, um euch an mich zu erinnern!«
    20 Ebenso nahm er, nachdem sie gegessen hatten, einen Becher ´mit Wein` und gab ihn den Jüngern mit den Worten: »Dieser Becher ist der neue Bund, besiegelt mit meinem Blut , das für euch vergossen wird.«

    Der Verräter

    21 »Doch seht, der, der mich verrät, sitzt hier mit mir am Tisch. 22 Der Menschensohn geht zwar den Weg, der ihm bestimmt ist; aber wehe dem Menschen, der ihn verraten wird!« 23 Da fingen die Jünger an, einander zu fragen, wer von ihnen es wohl sei, der so etwas tun werde.

    Als sie ihn fragen, wo sie das Passah vorbereiten sollen, gibt Jesus eine eher ausweichende Antwort. Ob dies mit dem Verrat des Judas zusammenhängt?

    Hier hört es sich für mich so an, als ob Jesus um den Verrat weiss. Darum sagt er keine genaue Adresse und nur die Jünger, die seinen Anweisungen folgen und es dann auch vorbereiten, wissen, wo es stattfindet. Dies verhindert, dass Judas diese Adresse schon im Vorfeld verraten kann. Denn in einem solchen Falle hätte Jesus unmöglich ungestört das Passah feiern und das Gedächtnismahl als Zeichen für den neuen Bund einführen können.

    Dadurch, dass Judas den Ort für die Feier nicht im Vorfeld kennt, kann er ihn nicht verraten. Dazu muss er erst jetzt loslaufen und die Pharisäer benachrichtigen. Wie wir im Anschluss sehen, nimmt dies eine Menge Zeit in Anspruch, denn er kommt erst mit ihnen bei Jesus an, als schon alles vorbei ist und Jesus mit den anderen im Garten ist und lange inbrünstig gebetet hat.

    Hier zeigt sich also, wie weise Jesus vorgeht, indem er nur ausweichende Angaben zu dem Ort macht, wo sie gemeinsam das Passah feiern wollen

  122. Juleam 7. November 2012 um 09:48 Link zum Kommentar

    Lukas 22:35-38

    Anweisungen für die Stunde der letzten Herausforderung

    35 Dann fragte Jesus die Jünger: »Als ich euch ohne Geldbeutel, ohne Vorratstasche und ohne Sandalen aussandte, hat euch da etwas gefehlt?« – »Nein, gar nichts«, antworteten sie. 36 Jesus fuhr fort: »Von jetzt an gilt Folgendes: Wer einen Geldbeutel oder eine Vorratstasche besitzt, soll sie mit sich nehmen, und wer nichts als seinen Mantel besitzt, soll diesen verkaufen und sich dafür ein Schwert kaufen. 37 Denn in der Schrift heißt es: >Er wurde zu den Gottlosen gerechnet < ,und ich sage euch: Dieses Wort muss sich an mir erfüllen. In der Tat, mein Weg ist bald vollendet. « 38 Die Jünger sagten: »Herr, hier sind zwei Schwerter.« Doch Jesus erwiderte: »Genug davon! «

    Was ist das nun hier für eine Sache mit dem Schwert?

    »Wer kein Schwert besitzt, soll seinen Mantel verkaufen und sich eins beschaffen. 37 Denn jetzt ist die Zeit da, in der sich auch dieses Wort an mir erfüllen muss: ›Man wird ihn wie einen Verbrecher behandeln.‹ Alles, was in der Heiligen Schrift von mir geschrieben steht, geht nun in Erfüllung.« 38 »Herr«, riefen die Jünger, »wir haben hier zwei Schwerter.« Doch Jesus unterbrach sie: »Genug damit!«
    Hoffnung für Alle

    38 Da sprachen sie: “Herr, hier sind zwei Schwerter.” Er erwiderte: “Genug davon!”
    Albrecht

    38 Sie aber sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.
    Elberfelder

    38 Sie sprachen aber: HERR, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.
    Luther

    38 Sie sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter! Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug !
    Schlachter 2000

    In einigen Übersetzungen hört sich Jesu Antwort auf die zwei Schwerter eher so an, als wäre er etwas genervt, weil sie ihn falsch verstanden hatten und er keine buchstäbliche Schwerter meinte. Eigentlich auch logisch, denn er sagt ja später selbst: “wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen”. Also wieso sollte er sie zum Kauf eines buchstäblichen Schwertes auffordern?

    Was sagen einige Nachschlagewerke dazu?

  123. Juleam 7. November 2012 um 09:51 Link zum Kommentar

    Lukas 22:39-46

    Die letzte Nacht am Ölberg

    39 Dann verließ Jesus die Stadt und ging wie gewohnt zum Ölberg; seine Jünger begleiteten ihn. 40 Als er dort angekommen war, sagte er zu ihnen: »Betet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet!« 41 Hierauf trennte er sich von ihnen. Etwa einen Steinwurf weit entfernt kniete er nieder und betete: 42 »Vater, wenn du willst, lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen. Aber nicht mein Wille soll geschehen, sondern deiner.« 43 Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. 44 Der Kampf wurde so heftig, und Jesus betete mit solcher Anspannung, dass sein Schweiß wie Blut auf die Erde tropfte. 45 Als er vom Gebet aufstand und zu den Jüngern zurückkam, waren sie vor Kummer eingeschlafen. 46 »Wie könnt ihr nur schlafen?«, sagte er zu ihnen. »Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet!«

    Gute Erklärung: sie waren vor Kummer eingeschlafen!

    Oftmals wird dieses Einschlafen in Vorträgen oder den Publikationen als negativ und verwerflich eingeordnet. Aber wir dürfen den Zusammenhang dabei nicht vergessen:

    Es war später Abend, sie waren den ganzen Tag unterwegs gewesen und haben beim Passah ziemlich viel Wein getrunken. Thom hat mir mal erklärt, dass es bei den Juden üblich war, eine Menge Becher Wein bei den rituellen Abläufen des Passahs zu trinken. Dieses Passah hatten sie ja gemeinsam mit Jesus gefeiert, bevor er Judas wegschickte und mit ihnen das Gedächtnismahl einsetzte. So kommen hier also mehrere Faktoren zusammen.

    Außerdem hat er mit ihnen dabei darüber gesprochen, was auf ihn zukommt. Sicherlich keine leichte Vorstellung für sie, die sie ihn ja lieben. All dies beansprucht ja auch unsere Nerven, diese Anspannung ermüdet. Und dies nun im Zusammenhang mit einem langen anstrengenden Tag und viel Wein getrunken – wer von uns wäre dabei wach geblieben?

    Versetzen wir uns nur in ihre Lage: sie befinden sich in einem wunderschönen großen Garten, es ist bereits dunkel, nur einige Fackeln werfen ein leises Licht. Die Luft ist angenehm lauwarm, ein Duft umweht uns, vielleicht hören wir die Grillen zirpen. Unser geliebter Freund hat sich etwas von uns entfernt, denn er will allein sein. In uns kreisen die Gedanken über das, was er uns über das erzählt hat: was er leiden müsse und dass wir ihm nicht helfen können, weil er so erfüllen muss, was seines Vaters Wille ist. Ein Gefühl der Ohnmacht macht sich in uns breit und bleierne Müdigkeit überkommt uns. So ganz langsam fallen uns die Augen zu und wir nicken ein.

    Nun kommt Jesus wieder und er ist enttäuscht, dass wir eingeschlafen sind. Aber wir sehen auch seinen Blick voller Liebe und dass er Verständnis für uns und unsere Situation hat. Ach ja, wie sehr wir doch diesen unseren Freund lieben. Wir schämen uns, dass wir eingeschlafen sind und ihn in dieser letzten Stunde in gewissem Sinn allein gelassen haben.

    Bei dem Gedanken überfällt uns ein heftiger Schreck: nun ist es also bald so weit. Wenn wir es doch nur verhindern könnten. In unserer Brust fühlt es sich so an, als würde uns jemand unser Herz bei lebendigem Leib herausreissen!

    Ach ja, wie wunderbar war es doch, als uns zuvor beim Gebet der Friede Gottes überkommen war. Er hatte unseren Schmerz gelindert und darüber waren wir eingeschlafen. Nun ist alles wieder ganz deutlich da. Ach, wenn es doch auch ohne das ginge, was nun auf unseren Freund zukommt…

  124. Juleam 8. November 2012 um 09:09 Link zum Kommentar

    Lukas 24 – Jesus ist auferstanden

    1 Doch am ersten Tag der neuen Woche nahmen sie in aller Frühe die Salben, die sie zubereitet hatten, und gingen damit zum Grab. 2 Da sahen sie, dass der Stein, mit dem man den Eingang des Grabes verschlossen hatte, weggewälzt war. 3 Sie gingen in die Grabkammer hinein, aber der Leichnam von Jesus, dem Herrn, war nirgends zu sehen. 4 Während sie noch ratlos dastanden, traten plötzlich zwei Männer in hell leuchtenden Gewändern zu ihnen. 5 Die Frauen erschraken und wagten nicht aufzublicken . Doch die beiden Männer sagten zu ihnen: »Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? 6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: 7 >Der Menschensohn muss in die Hände sündiger Menschen gegeben werden; er muss gekreuzigt werden und wird drei Tage danach auferstehen.<« 8 Da erinnerten sich die Frauen an jene Worte Jesu.
    9 Sie kehrten vom Grab ´in die Stadt` zurück und berichteten das alles den elf Aposteln und allen anderen Jüngern. 10 Bei den Frauen handelte es sich um Maria aus Magdala, um Johanna und um Maria, die Mutter des Jakobus. Zusammen mit einigen anderen Frauen, die bei ihnen gewesen waren, erzählten sie den Aposteln, was sie erlebt hatten. 11 Aber diese hielten das alles für leeres Gerede und glaubten ihnen nicht. 12 Petrus allerdings sprang auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, um hineinzuschauen, sah aber nur die Leinenbinden daliegen. Voller Verwunderung ging er wieder fort .

    Auf dem Weg nach Emmaus

    13 Am selben Tag gingen zwei von den Jüngern nach Emmaus, einem Dorf, das zwei Stunden von Jerusalem entfernt liegt. 14 Unterwegs sprachen sie miteinander über alles, was ´in den zurückliegenden Tagen` geschehen war; 15 und während sie so miteinander redeten und sich Gedanken machten, trat Jesus selbst zu ihnen und schloss sich ihnen an. 16 Doch es war, als würden ihnen die Augen zugehalten: Sie erkannten ihn nicht.
    17 »Worüber redet ihr denn miteinander auf eurem Weg?«, fragte er sie. Da blieben sie traurig stehen, 18 und einer von ihnen – er hieß Kleopas – meinte: »Bist du der Einzige, der sich zur Zeit in Jerusalem aufhält und nichts von dem weiß, was dort in diesen Tagen geschehen ist?« – 19 »Was ist denn geschehen?«, fragte Jesus. Sie erwiderten: »Es geht um Jesus von Nazaret, der sich durch sein Wirken und sein Wort vor Gott und vor dem ganzen Volk als mächtiger Prophet erwiesen hatte. 20 Ihn haben unsere führenden Priester und die anderen führenden Männer zum Tod verurteilen und kreuzigen lassen. 21 Und wir hatten gehofft, er sei es, der Israel erlösen werde! Heute ist außerdem schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. 22 Doch nicht genug damit: Einige Frauen aus unserem Kreis haben uns auch noch in Aufregung versetzt. Sie waren heute früh am Grab 23 und fanden seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, Engel seien ihnen erschienen und hätten ihnen gesagt, dass er lebt. 24 Daraufhin gingen einige von uns zum Grab und fanden alles so, wie es die Frauen berichtet hatten. Aber ihn selbst sahen sie nicht.«
    25 Da sagte Jesus zu ihnen: »Ihr unverständigen Leute! Wie schwer fällt es euch , all das zu glauben, was die Propheten gesagt haben! 26 Musste denn der Messias nicht das alles erleiden, um zu seiner Herrlichkeit zu gelangen?« 27 Dann ging er mit ihnen die ganze Schrift durch und erklärte ihnen alles, was sich auf ihn bezog – zuerst bei Mose und dann bei sämtlichen Propheten .
    28 So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wollte er weitergehen. 29 Aber die beiden Jünger hielten ihn zurück. »Bleib doch bei uns!«, baten sie. »Es ist schon fast Abend, der Tag geht zu Ende.« Da begleitete er sie hinein und blieb bei ihnen.
    30 Als er dann mit ihnen am Tisch saß, nahm er das Brot, dankte Gott dafür , brach es in Stücke und gab es ihnen. 31 Da wurden ihnen die Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Doch im selben Augenblick verschwand er; sie sahen ihn nicht mehr. 32 »War uns nicht zumute, als würde ein Feuer in unserem Herzen brennen , während er unterwegs mit uns sprach und uns das Verständnis für die Schrift öffnete?«, sagten sie zueinander.
    33 Unverzüglich brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück. Dort fanden sie alle versammelt, die Elf und die, die sich zu ihnen hielten. 34 Man empfing sie mit den Worten: »Der Herr ist tatsächlich auferstanden! Er ist Simon erschienen!« 35 Da berichteten die beiden, was sie unterwegs erlebt und wie sie den Herrn erkannt hatten, als er das Brot in Stücke brach.

    Dies erinnert uns an das Hörspiel vom BZK und die Gedanken, die wir uns dazu gemacht hatten:

    Ein Teil handelte von den Jüngern, die enttäuscht wieder ihrer Wege gingen. Sie hatten gedacht, dass Jesus jetzt und hier mächtig sein, das Königreich in Israel wieder aufrichten würde. Statt dessen war er einen schmachvollen Tod – ja, einen Tod als Gotteslästerer – gestorben. Alles schien aus und völlig hoffnungslos zu sein.

    Dann gesellt sich ein Fremder zu ihnen und spricht sie auf ihre Enttäuschung an. Sie erklären ihm, warum sie so deprimiert sind und er “erschloss ihnen die Schriften völlig”, indem er sie auf all die Punkte hinwies, die sich auf Jesus bezogen und wie sie sich erfüllt hatten.

    Dabei hat er bestimmt auch diese Worte hier aus Jesaja 52:13-53:12 zitiert. Kein Wunder, dass “ihr Herz zu brennen begann”. Denn wenn man sie im Nachhinein betrachtet, mit dem Leben Jesu vor Augen, dann ist alles auf einmal so klar!

    Und so verstehen und begreifen sie. Warum war ihnen das nicht früher aufgefallen? Lag es vielleicht daran, dass sie von einer völlig falschen Vorstellung ausgegangen waren und daher für solche Texte in gewisser Hinsicht blind gewesen waren?

    Ein Psychologe hatte mich mal vor sehr vielen Jahren für meine falsche Vorstellung gerügt und dies mit einer Schablone verglichen: er meinte, dass ich die Schablone (meine Vorstellung von bestimmten Menschen) auf die Menschen lege und nur das sehe, was meine Schablone frei lässt. Die Realität darunter, wie dieser Mensch wirklich ist, kann ich nicht sehen, well die Schablone den Blick verstellt. Ob den Jüngern genau dies mit den Prophezeiungen über den Messias so gegangen ist? Alles, was nicht zu der Vorstellung eines mächtigen und prachtvollen Königs passt, wurde von der Schablone ihrer Vorstellung verdeckt?

    Dieser Fremde nun, von dem wir heute wissen, dass es Jesus war, hat während des Weges, den sie gemeinsam gingen, die Schablone weggerissen und ihnen auch die anderen Prophezeiungen gezeigt. Vielleicht hatten sie den Text hier aus Jesaja ja gut gekannt. Aber sie haben sie vielleicht nicht auf den Messias bezogen. Nun, wo sie genau hinsehen, wird alles auf einmal sonnenklar.

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