Lukas

Die gute Botschaft nach Lukas
Lukas

hier als mp3 und hier die Kommentare zu den einzelnen Kapiteln

sowie weiteren ergänzenden  Stoff

Thomas 28. Oktober 2009 198 Kommentare Trackback URI Comments RSS

198 Kommentare zu “Lukas”

  1. Juleam 23. Januar 2014 um 08:23 Link zum Kommentar

    Lukas 12 – die drei großen Themen

    1 Als sich inzwischen das Volk zu Tausenden gesammelt hatte, sodass sie aufeinander traten, begann er zuerst zu seinen Jüngern zu sprechen: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, welcher die Heuchelei ist! 2 Es ist aber nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird, und nichts verborgen, das nicht bekannt werden wird. 3 Alles, was ihr im Finstern redet, wird man darum im Licht hören, und was ihr in den Kammern ins Ohr gesprochen habt, wird auf den Dächern verkündigt werden.
    4 Ich sage aber euch, meinen Freunden : Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts Weiteres tun können. 5 Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen! Ja, ich sage euch, den fürchtet!

    6 Verkauft man nicht fünf Sperlinge um zwei Groschen? Und nicht ein Einziger von ihnen ist vor Gott vergessen. 7 Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.
    8 Ich sage euch aber: Jeder, der sich zu mir bekennen wird vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Engeln Gottes; 9 wer mich aber verleugnet hat vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes.
    10 Und jedem, der ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden.
    11 Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Fürsten und Obrigkeiten führen, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt; 12 denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt.

    13 Es sprach aber einer aus der Volksmenge zu ihm: Meister, sage meinem Bruder, dass er das Erbe mit mir teilen soll! 14 Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler über euch gesetzt?
    15 Er sagte aber zu ihnen: Habt acht und hütet euch vor der Habsucht ! Denn niemandes Leben hängt von dem Überfluss ab, den er an Gütern hat. 16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach:
    Das Feld eines reichen Mannes hatte viel Frucht getragen. 17 Und er überlegte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun, da ich keinen Platz habe, wo ich meine Früchte aufspeichern kann? 18 Und er sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter aufspeichern 19 und will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und sei guten Mutes ! 20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird gehören, was du bereitet hast?
    21 So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott!
    22 Und er sprach zu seinen Jüngern: Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen sollt, noch um den Leib, was ihr anziehen sollt. 23 Das Leben ist mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung. 24 Betrachtet die Raben ! Sie säen nicht und ernten nicht, sie haben weder Speicher noch Scheunen, und Gott nährt sie doch. Wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel!
    25 Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen? 26 Wenn ihr nun nicht einmal das Geringste vermögt, was sorgt ihr euch um das Übrige?
    27 Betrachtet die Lilien, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht; ich sage euch aber: Selbst Salomo in all seiner Herrlichkeit ist nicht gekleidet gewesen wie eine von ihnen! 28 Wenn aber Gott das Gras auf dem Feld, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr euch, ihr Kleingläubigen !
    29 Und ihr sollt auch nicht danach trachten, was ihr essen oder was ihr trinken sollt; und beunruhigt euch nicht! 30 Denn nach all diesem trachten die Heidenvölker der Welt; euer Vater aber weiß, dass ihr diese Dinge benötigt. 31 Trachtet vielmehr nach dem Reich Gottes, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

    32 Fürchte dich nicht, du kleine Herde; denn es hat eurem Vater gefallen, euch das Reich zu geben. 33 Verkauft eure Habe und gebt Almosen! Macht euch Beutel, die nicht veralten, einen Schatz , der nicht vergeht, im Himmel, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte ihr Zerstörungswerk treibt. 34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.
    35 Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend; 36 und seid Menschen gleich, die ihren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit aufbrechen wird, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. 37 Glückselig sind jene Knechte, welche der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und sie zu Tisch führen und hinzutreten und sie bedienen . 38 Und wenn er in der zweiten Nachtwache kommt oder in der dritten Nachtwache kommt und sie so findet, glückselig sind jene Knechte!
    39 Das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb käme, so würde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. 40 Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.

    41 Da sprach Petrus zu ihm: Herr, sagst du dieses Gleichnis für uns oder auch für alle? 42 Der Herr aber sprach: Wer ist wohl der treue und kluge Haushalter , den der Herr über seine Dienerschaft setzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die verordnete Speise gibt? 43 Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird! 44 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. 45 Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen! und anfängt, die Knechte und die Mägde zu schlagen , auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen , 46 so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn entzweihauen und ihm sein Teil mit den Ungläubigen geben. 47 Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereithielt und auch nicht nach seinem Willen tat, wird viele Schläge erleiden müssen; 48 wer ihn aber nicht kannte und doch tat, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge erleiden müssen. Denn wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man desto mehr fordern.

    49 Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu bringen, und wie wünschte ich, es wäre schon entzündet! 50 Aber ich muss mich taufen lassen mit einer Taufe, und wie drängt es mich, bis sie vollbracht ist! 51 Meint ihr, dass ich gekommen sei, Frieden auf Erden zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung ! 52 Denn von nun an werden fünf in einem Haus entzweit sein, drei mit zweien und zwei mit dreien; 53 der Vater wird mit dem Sohn entzweit sein und der Sohn mit dem Vater, die Mutter mit der Tochter und die Tochter mit der Mutter, die Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.

    54 Er sprach aber auch zu der Volksmenge: Wenn ihr das Gewölk aufsteigen seht vom Westen her, so sagt ihr sofort: Es gibt Regen!, und es geschieht auch so. 55 Und wenn der Südwind weht, so sagt ihr: Es wird heiß!, und es geschieht auch so. 56 Ihr Heuchler, das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr beurteilen; wie kommt es aber, dass ihr diese Zeit nicht beurteilt?
    57 Und warum entscheidet ihr nicht von euch selbst aus, was recht ist? 58 Denn wenn du mit deinem Widersacher zur Obrigkeit gehst, so gib dir auf dem Weg Mühe, von ihm loszukommen, damit er dich nicht vor den Richter schleppt und der Richter dich dem Gerichtsdiener übergibt und der Gerichtsdiener dich ins Gefängnis wirft. 59 Ich sage dir: Du wirst von dort nicht herauskommen, bis du auch den letzten Groschen bezahlt hast!

    Es geht dem Ende zu, wir merken es an den 3 großen Themen, die Jesus hier anspricht:

    • Wo stehen wir?
      Was ist uns wichtig, wo liegen unsere Prioritäten und wessen Ansehen ist uns wichtig?
    • Vertrauen wir wirklich auf Jehova oder lassen wir uns von dem Feind einschüchtern?
    • Sind wir wachsam und haben erkannt, in welch einer bedeutenden Zeit wir leben und kann man das auch von Außen erkennen?

    Alle drei Themen sind nun wichtig, da Jesus nicht mehr lange auf der Erde weilt.

    Bis hierher hatte er ihnen vom Reich Gottes und der Hoffnung gepredigt, aber nun muss er sie auf Widerstand vorbereiten.

    Nun scheiden sich sicherlich auch die Geister. Denn viele von denen, die ihm bis hierher nachgelaufen sind, haben dies aus egoistischen Gründen getan. Das, was er über die Hoffnung erzählt hatte, war schön, es hörte sich gut an und machte gute Laune. Er heilte Kranke und weckte sogar Tote auf. Es lohnte sich, ihm zu folgen.

    Was er nun erzählt, ist nicht mehr so toll. Er redet von Widerstand und Verfolgung, davon, dass man uns vor Gerichte schleppen würde und dass der Satan nach mehr als unserem Leben trachtet. Hierzu gibt es eine sehr schöne aktuelle Ansprache von Bayless Conley.

  2. Juleam 23. Januar 2014 um 08:26 Link zum Kommentar

    Lukas 12:1-31

    Er redet von Zeiten, wo wir nicht mehr begeistert ihm nachlaufen würden, sondern sogar leugnen werden, diesen tollen Lehrer und Meister zu kennen. Für sie jetzt noch unvorstellbar, aber er zeigt, dass es wirklich ernst ist.

    Aber im selben Atemzug macht er auch Hoffnung, indem er zeigt, dass wir nicht allein sind und dass wir in den Augen unseres Gottes wertvoll sind. Wir müssen nur auf ihn vertrauen. Aber werden wir dies auch tun?

    Jesus führt einige Beispiele an, die jeder sehen konnte. Alles Beispiele aus der Natur, aber damals war man ja naturverbundener als heute. Wer genau hinsah, konnte die Liebe und Güte schon darin erkennen, wie Gott mit Pflanzen und Tieren handelte. Wir Menschen sind sicherlich sehr viel mehr wert als diese und wenn wir Verfolgung erleiden müssen, weil wir weiterhin fest zu Jehova und Jesus halten, werden diese beiden uns ganz bestimmt nicht im Stich lassen.

    Am Ende gibt er ihnen eine Garantie, wenn er sagt, dass jeder, der Gott und sein Königreich allem voranstellt, sicherlich von ihm gesegnet und versorgt werden würde.

  3. Juleam 23. Januar 2014 um 08:29 Link zum Kommentar

    Lukas 12:13-21
    In all dem gibt es einen kleinen Einschub mit dem Gleichnis eines „reichen Narrens“

    Dieses Gleichnis stand also seinerzeit nicht allein für sich, sondern mittendrin. Angefangen damit, dass er sie auf Verfolgung hinweist, darauf, dass sie aus Angst leugnen würden, ihn zu kennen, und dass sie vor die Obersten der Synagogen geschleppt würden.

    Dann kommt dieses Gleichnis, um ihnen den krassen Gegensatz aufzuzeigen:

    Dieser Mann hier im Gleichnis hat alles. Es fehlt ihm an nichts, im Gegenteil – er weiss nicht wohin mit seinem Reichtum, so dass er über eine Vergrößerung der Vorratskammern nachdenken muss.

    Sicherheit ist ein Bedürfnis von uns Menschen und nach dem, was Jesus alles über die Schwierigkeiten erzählt hatte, die seine Nachfolger erwarten würde, hört sich der erste Teil des Gleichnisses verlockend an. Aber Jesus zeigt auf, dass diese Art von Reichtum – ohne Gott – nicht wirklich erstrebenswert ist. Denn ohne unser gutes Verhältnis zu Gott sind wir nichts. Unser Leben hat keinen wirklichen Sinn und ist dann mit dem Tod auch zu Ende.

    In Vers 22 geht es weiter, wenn Jesus sagt: „darum sage ich euch…“ und ihnen aufzeigt, dass sie sich über die finanziellen Dinge keine Sorgen machen sollen. Denn unser himmlischer Vater sorgt für uns – wenn wir ihm den ersten Platz in unserem Leben einräumen!

    Wir dürfen dieses Gleichnis also nicht ohne den Kontext sehen, sondern immer im Sinn behalten, in welchem Zusammenhang und mit welchem Ziel er es ihnen erzählt hatte

  4. Juleam 23. Januar 2014 um 08:34 Link zum Kommentar

    Lukas 12:35-48
    Mahnung zur Wachsamkeit

    Zu dem Thema mit dem guten und bösen Knecht hatte ich bereits an anderer Stelle ausgiebig geschrieben.

    Interessant ist hier in Vers 41 die Frage des Petrus, an wen diese Mahnung gerichtet ist: gilt dies allen oder nur uns? Wer ist denn hier „uns“?

    Man kann diesen Text mit dem treuen Knecht auch unterschiedlich verstehen. Zeugen Jehovas z.B glauben, dass Jehova eine Gruppe eingesetzt hat, die exklusiv dafür eingesetzt wurde, die Gemeinde Jesu mit geistiger Speise zu versorgen. Hier ist der Begriff „der treue und verständige Sklave“ dafür geprägt worden. Genau dies kann man aus der Antwort Jesu an Petrus schließen.

    Man könnte das Ganze aber auch anders sehen. Denn die Ermahnung beginnt in Vers 35 damit, dass alle ihre Lenden umgürtet haben sollten und ihr Licht brennend. Er spricht hier zu der Volksmenge und zu den Jüngern und wir wissen, dass alle Jünger ausgesandt wurden, um zu predigen und dass alle Nachfolger ihr Licht leuchten lassen sollten. Dies haben wir gerade erst im Kapitel 10 behandelt.

    Das kann auch bedeuten, dass Petrus mit „uns“ nicht nur die ausgewählte Gruppe der Apostel meinte, sondern alle Jünger. Die „anderen“ wären in diesem Fall diejenigen der Volksmenge, die nur zeitweise mitliefen, um geheilt zu werden und ihn zu hören – aber nicht ständig, um sich von ihm belehren und schulen zu lassen.

    Gehen wir mal davon aus, dass die folgenden Worte an alle Jünger und Apostel gerichtet waren. Dann hätte jeder einzelne Christ die Aufgabe, die Menschen mit Gottes Wort zu versorgen, so dass alle Menschen zu Gott kommen können und gemäß ihrem Fortschritt geistige Speise zu erhalten. Diejenigen, die noch neu dabei waren, würden durch „Milch“ versorgt und die geistig etwas älteren mit „fester Speise“. Paulus greift diesen Gedanken später in einem seiner Briefe noch mal auf (Hebräer 5:12-14).

    Hier in dem folgenden Gleichnis redet Jesus davon, dass der Herr denjenigen über die ganzen Knechte setzen würde, den er bei seiner Wiederkunft dabei vorfindet, das zu tun, was er ihnen aufgetragen hat. Also nicht jemanden, der einmalig irgendwann so gehandelt hatte, sondern denjenigen, der konstant das tut, wozu er aufgefordert worden war. Erinnern wir uns an den Kontext – wir alle sollten über Gottes Wort reden, selbst Jünger machen und wie ein Licht in der Dunkelheit leuchten. Die ganze Zeit über, die der Herr – also Jesus – abwesend sein würde.

    In Vers 48 ist die Rede von den Dingen, die der abwesende Herr uns anvertraut haben würde. Uns allen ist die Botschaft, das Wort Gottes anvertraut worden und wir alle sollten damit das tun, wozu wir es erhalten haben.

    Dann erweisen wir uns als treu und dann werden wir zu seiner Zeit auch von unserem Herrn den Lohn erhalten!

    weitere Gedanken zu Lukas 12 finden wir hier

  5. Juleam 23. Januar 2014 um 08:37 Link zum Kommentar

    Lukas 13 – Warum warnen die Pharisäer ihn vor Herodes?

    1 Es waren aber zur selben Zeit etliche eingetroffen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte. 2 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder gewesen sind als alle anderen Galiläer, weil sie so etwas erlitten haben? 3 Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen ! 4 Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie erschlug, meint ihr, dass diese schuldiger gewesen sind als alle anderen Leute, die in Jerusalem wohnen? 5 Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, so werdet ihr alle auch so umkommen!

    6 Und er sagte dieses Gleichnis:
    Es hatte jemand einen Feigenbaum, der war in seinem Weinberg gepflanzt; und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. 7 Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Haue ihn ab! Warum macht er das Land unnütz ? 8 Er aber antwortet und spricht zu ihm: Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe, 9 ob er vielleicht doch noch Frucht bringt – wenn nicht, so haue ihn danach ab!

    10 Er lehrte aber in einer der Synagogen am Sabbat. 11 Und siehe, da war eine Frau, die seit 18 Jahren einen Geist der Krankheit hatte, und sie war verkrümmt und konnte sich gar nicht aufrichten. 12 Als nun Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, du bist erlöst von deiner Krankheit! 13 Und er legte ihr die Hände auf, und sie wurde sogleich wieder gerade und pries Gott.
    14 Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte, und er ergriff das Wort und sprach zu der Volksmenge: Es sind sechs Tage, an denen man arbeiten soll; an diesen kommt und lasst euch heilen, und nicht am Sabbattag!
    15 Der Herr nun antwortete ihm und sprach: Du Heuchler , löst nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe und führt ihn zur Tränke? 16 Diese aber, eine Tochter Abrahams, die der Satan, siehe, schon 18 Jahre gebunden hielt, sollte sie nicht von dieser Bindung gelöst werden am Sabbattag?
    17 Und als er das sagte, wurden alle seine Widersacher beschämt ; und die ganze Menge freute sich über all die herrlichen Taten, die durch ihn geschahen.

    18 Da sprach er: Wem ist das Reich Gottes gleich, und womit soll ich es vergleichen? 19 Es gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und in seinen Garten warf. Und es wuchs und wurde zu einem großen Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen. 20 Und wiederum sprach er: Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen? 21 Es gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Scheffel Mehl hineinmischte, bis das Ganze durchsäuert war.

    22 Und er zog durch Städte und Dörfer und lehrte und setzte seine Reise nach Jerusalem fort. 23 Es sprach aber einer zu ihm: Herr, sind es wenige, die errettet werden? Er aber sprach zu ihnen: 24 Ringt danach, durch die enge Pforte hineinzugehen! Denn viele, sage ich euch, werden hineinzugehen suchen und es nicht können .
    25 Wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist und die Türe verschlossen hat, dann werdet ihr anfangen, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, Herr, tue uns auf! Dann wird er antworten und zu euch sagen: Ich weiß nicht, woher ihr seid! 26 Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und auf unseren Gassen hast du gelehrt! 27 Und er wird antworten: Ich sage euch: Ich weiß nicht, woher ihr seid; weicht alle von mir, ihr Übeltäter ! 28 Da wird das Heulen und das Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes seht, euch selbst aber hinausgestoßen!
    29 Und sie werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, und zu Tisch sitzen im Reich Gottes. 30 Und siehe, es sind Letzte, die werden Erste sein; und es sind Erste, die werden Letzte sein.

    31 An demselben Tag traten etliche Pharisäer hinzu und sagten zu ihm: Gehe fort und reise ab von hier; denn Herodes will dich töten! 32 Und er sprach zu ihnen: Geht hin und sagt diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen, und am dritten Tag bin ich am Ziel. 33 Doch muss ich heute und morgen und übermorgen reisen; denn es geht nicht an, dass ein Prophet außerhalb von Jerusalem umkommt.
    34 Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel , und ihr habt nicht gewollt! 35 Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden! Und wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, da ihr sprechen werdet: »Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn!«

    Warum warnen die Pharisäer ihn vor Herodes? Sind denn nicht sie selbst es, die Jesus zu Fall und zu Tode bringen wollen?

    J.N. Darby sagt in seiner Abhandlung, dass die Pharisäer dies nur als Vorwand nehmen, um ihn aus der Stadt zu vertreiben.

    Warum? Weil sie sich durch ihn bedroht fühlten?

    Warum ließen sie den Dingen dann nicht ihren Lauf und warten gelassen ab, dass Herodes kommt und Jesus holen und töten lässt?

  6. Juleam 23. Januar 2014 um 08:39 Link zum Kommentar

    Lukas 13:1
    Von welchen Menschen ist hier die Rede?

    Im WT heisst es hierzu auszugsweise:

    Pilatus schreckte allerdings vor Gewaltanwendung nicht zurück. Josephus berichtet, dass er für den Bau einer Wasserleitung nach Jerusalem Gelder aus dem Tempelschatz verwendete. Diese wurden von Pilatus nicht einfach beschlagnahmt, denn er wusste, dass Tempelplünderung als Sakrileg galt und aufgebrachte Juden von Kaiser Tiberius gefordert hätten, ihn zurück nach Rom zu beordern. Anscheinend arbeitete Pilatus also mit den Tempelvorstehern zusammen. Geweihte Gelder, „Korban“ genannt, konnten legal für staatliche Bauprojekte zur Förderung der Stadt eingesetzt werden. Dennoch liefen Tausende von aufgebrachten Juden zusammen.

    Pilatus hatte Soldaten unter die Leute gemischt und ihnen befohlen, statt das Schwert zu benutzen, auf die Lärmenden mit Knüppeln einzuschlagen. Offenbar wollte er die Massen unter Kontrolle halten, ohne ein Blutbad anzurichten. Seine Rechnung scheint aufgegangen zu sein, obwohl einige doch zu Tode kamen. Vielleicht bezogen sich die Leute, die Jesus berichteten, dass Pilatus das Blut von Galiläern mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte, auf diesen Vorfall (Lukas 13:1).

  7. Juleam 23. Januar 2014 um 08:43 Link zum Kommentar

    Lukas 13:31-35
    Wieso ging es nicht an, dass ein Prophet außerhalb Jerusalems umkommt?

    Bezieht sich Jesus hier nur auf sich selbst und darauf, dass irgendwo vorher gesagt worden war, dass der Messias in Jerusalem sterben müsse? Oder waren wirklich alle Propheten in Jerusalem umgekommen?

    Das kann ja nicht stimmen, denn der Prophet, der seinerzeit Jerobeam seinen Fehler mit dem goldenen Kalb aufzeigte, war ja nicht in Jerusalem, als er zu Tode kam. Was war mit all den anderen? Sicherlich kamen viele außerhalb von Jerusalem um.

    Warum also diese Aussage in Vers 33?

    In der NW-Übersetzung ist als Querverweis Matthäus 16:21 angegeben, wo Jesus selbst zu seinen Jüngern sagt, dass er nach Jerusalem gehen und getötet werden müsse. Aber dies ist ja eine selbstspezifische Aussage, wobei es hier eine grundlegende zu sein scheint.

    Also warum diese Aussage?

    weitere Gedanken zu Lukas 13 finden wir hier

  8. Juleam 25. Januar 2014 um 14:12 Link zum Kommentar

    Lukas 14 – 17

    Lukas 14 – “Gleich und Gleich gesellt sich gern”

    1 Und es begab sich, als er am Sabbat in das Haus eines Obersten der Pharisäer ging, um zu speisen , da beobachteten sie ihn. 2 Und siehe, da war ein wassersüchtiger Mensch vor ihm. 3 Und Jesus ergriff das Wort und redete zu den Gesetzesgelehrten und Pharisäern, indem er sprach: Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen? 4 Sie aber schwiegen . Da rührte er ihn an, machte ihn gesund und entließ ihn. 5 Und er begann und sprach zu ihnen: Wer von euch, wenn ihm sein Esel oder Ochse in den Brunnen fällt, wird ihn nicht sogleich herausziehen am Tag des Sabbats? 6 Und sie konnten ihm nichts dagegen antworten.

    7 Er sagte aber zu den Gästen ein Gleichnis, da er bemerkte, wie sie sich die ersten Plätze aussuchten, und sprach zu ihnen: 8 Wenn du von jemand zur Hochzeit eingeladen bist, so setze dich nicht auf den obersten Platz, damit nicht etwa ein Vornehmerer als du von ihm eingeladen ist, 9 und nun der, der dich und ihn eingeladen hat, kommt und zu dir sagt: Mache diesem Platz! – und du dann beschämt den letzten Platz einnehmen musst. 10 Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und setze dich auf den letzten Platz, damit der, welcher dich eingeladen hat, wenn er kommt, zu dir spricht: Freund, rücke hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tisch sitzen.
    11 Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

    12 Er sagte aber auch zu dem, der ihn eingeladen hatte: Wenn du ein Mittags- oder Abendmahl machst, so lade nicht deine Freunde, noch deine Brüder, noch deine Verwandten, noch reiche Nachbarn ein, damit nicht etwa auch sie dich wieder einladen und dir vergolten wird; 13 sondern wenn du ein Gastmahl machst, so lade Arme, Krüppel, Lahme, Blinde ein, 14 so wirst du glückselig sein; denn weil sie es dir nicht vergelten können, wird es dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

    15 Als nun einer, der mit ihm zu Tisch saß, dies hörte, sprach er zu ihm: Glückselig ist, wer das Brot isst im Reich Gottes! 16 Er aber sprach zu ihm:

    Ein Mensch machte ein großes Mahl und lud viele dazu ein. 17 Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Mahles, um den Geladenen zu sagen: Kommt , denn es ist schon alles bereit! 18 Und sie fingen alle einstimmig an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss unbedingt hinausgehen und ihn ansehen; ich bitte dich, entschuldige mich! 19 Und ein anderer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, um sie zu erproben; ich bitte dich, entschuldige mich! 20 Wieder ein anderer sprach: Ich habe eine Frau geheiratet, darum kann ich nicht kommen! 21 Und jener Knecht kam wieder und berichtete das seinem Herrn.
    Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Gassen und Plätze der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein! 22 Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast; es ist aber noch Raum da!
    23 Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus an die Landstraßen und Zäune und nötige sie hereinzukommen, damit mein Haus voll werde! 24 Denn ich sage euch, dass keiner jener Männer, die eingeladen waren, mein Mahl schmecken wird!

    25 Es zog aber eine große Volksmenge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: 26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben , so kann er nicht mein Jünger sein. 27 Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein.
    28 Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er die Mittel hat zur gänzlichen Ausführung, 29 damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und es nicht vollenden kann, alle, die es sehen, über ihn zu spotten beginnen 30 und sagen: Dieser Mensch fing an zu bauen und konnte es nicht vollenden!
    31 Oder welcher König, der ausziehen will, um mit einem anderen König Krieg zu führen, setzt sich nicht zuvor hin und berät, ob er imstande ist, mit zehntausend dem zu begegnen, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? 32 Wenn aber nicht, so sendet er, solange jener noch fern ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedingunge.
    33 So kann auch keiner von euch mein Jünger sein, der nicht allem entsagt, was er hat.

    34 Das Salz ist gut; wenn aber das Salz fade wird, womit soll es gewürzt werden? 35 Es ist weder für das Erdreich noch für den Dünger tauglich; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hören, der höre!

    Scheinbar passt dies alles nicht so recht zusammen – doch ist es so geschrieben, als sei es die Abfolge eines Tages.

    Aber der größte Teil scheint sich im Hause des Obersten der Pharisäer abzuspielen und daher redet er hier wohl in erster Linie zu den Schriftgelehrten und Pharisäern, denn „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ 😉

    Nur: wieso war hier „rein zufällig“ ein Mann mit Wassersucht anwesend? War dies etwa geplant in der Hoffnung, Jesus eine Falle zu stellen?

  9. Juleam 25. Januar 2014 um 14:15 Link zum Kommentar

    Lukas 14:1-24
    zu wem er hier spricht

    Hier spricht er zu den Schriftgelehrten und Pharisäern und denen, die mit diesen sympathisieren. Folgt deshalb auf die Heilung des Wassersüchtigen die Belehrung über Demut und wahre Wohltätigkeit?

    Warum hier bei einem Festmahl, wo er selbst als Gast eingeladen ist? Was hatte er gesehen oder empfunden, als er sich unter den Gästen umblickte?

    Hatte denn der Gastgeber an sich selbst den Anspruch gehabt, demütig und wohltätig zu sein?

    Ob er sich wohl dafür hielt, weil er diesen umstrittenen Jesus eingeladen hatte?

  10. Juleam 25. Januar 2014 um 14:26 Link zum Kommentar

    Lukas 14:12-16
    Wen sollten wir einladen?

    Warum folgt auf die Sache mit der Suche nach den besten Plätzen diese Belehrung hier? Hatte es miteinander zu tun?

    Ist Jesus hier der Ansicht, dass die Gäste, die man einladen sollte, ein solches Gerangel um die besten Plätze nicht veranstaltet hätten?

    Denn eigentlich ist es ja nur normal, dass wir diejenigen einladen, die uns am Herzen liegen, mit denen wir etwas gemeinsam haben und die gleichen Interessen teilen. Sicherlich ist dies an sich nicht der Grund, warum er dies nun hier sie klar und deutlich sagt.

    Vielleicht hat es wirklich mit dem zu tun, was er gerade zuvor gesagt hatte, denn bei den besten Plätzen ging es ja um Ansehen und Ehre und nicht so sehr darum, einem Menschen, den man mag, möglichst nahe zu sein. Ich denke hier auch an die Szene beim Abendmahl später, wo „der Jünger, zu dem er Zuneigung hatte“ so nah bei ihm saß, dass er sich nur zurücklehnen mußte (und dies gab keinen Anlaß zur Rüge).

    Da er also hier zu Leuten spricht, denen wahre Gefühle nicht wirklich wichtig sind, sondern die nach Ansehen und Ehre jagen, ist es angebracht, sie darauf hinzuweisen, wessen Ansehen und Ehre wirklich von Bedeutung ist.

    Wahre Ehre erhalten wir nicht von Menschen, sondern von Gott und diesen können wir mit unserem Getue nicht beeindrucken.

    Für Jehova zählen echte Empfindungen und wie wir mit anderen umgehen, ganz besonders mit denen, die nicht besonders viel haben und die von anderen verachtet werden. Wenn wir diese gut behandeln und ihnen Gutes tun – damit erfreuen wir Jehova.

    Wir müssen selbst entscheiden, was uns wichtig ist, aber alles, was wir denken, sagen oder tun beeinflusst unser Verhältnis zu IHM.

  11. Juleam 25. Januar 2014 um 14:28 Link zum Kommentar

    Lukas 14:25-35
    Bedingungen der Nachfolge

    Die Verse 28-32 werden gern in einem anderen Zusammenhang verwendet, daher ist es mir bisher noch nie so ins Auge gefallen, dass sie eigentlich in dem Zusammenhang mit der Nachfolge Jesu eingebettet sind.

    Müssen wir wirklich vorher genau abwägen, ob wir Jesus ganz nachfolgen wollen?

    Warum sollte es nicht von Vorteil sein, erst mal vor Begeisterung mitzulaufen und zu sehen und zu hören, was er tut und lehrt? Selbst wenn wir nachher nicht weiter seine Jünger sind, so würde diese Zeit und dieses Erlebnis doch nicht schaden, sondern eher von Vorteil sein?

  12. Juleam 25. Januar 2014 um 14:31 Link zum Kommentar

    J. N. Darby sagt in seiner Abhandlung dazu :

    Aber diejenigen, die eingingen, mussten die, Kosten überschlagen sie mussten alles in dieser Welt verlassen und jede Verbindung mit ihr brechen. Je näher irgendetwas dem Herzen war, desto gefährlicher war es, und desto mehr musste es gehasst werden. Nicht als ob die natürliche Liebe etwas Böses sei; allein da Christus durch diese Welt verworfen ist, so muss alles, was uns an die Erde bindet, Ihm geopfert werden.

    Wir müssen Ihm nachfolgen, koste es, was es wolle; wir müssen unser eigenes Leben zu hassen wissen und es sogar lieber verlieren, als in der Nachfolge des Herrn erschlaffen. Alles war hier in diesem Leben der Natur verloren. Es handelte sich um Errettung, um den Heiland und um das ewige Leben. Sein Kreuz auf sich nehmen und Ihm nachfolgen war daher der einzige Weg, um Sein Jünger zu sein.

    Ohne diesen Glauben war es besser, nicht anzufangen zu bauen. Man musste überzeugt sein, dass man, trotz des Bewusstseins, dass der Feind äußerlich stärker ist als man selbst, es wagen könne, diesem mit Entschlossenheit und unter allen Umständen durch den Glauben an Christum entgegenzutreten; und ebenso war es nötig, mit allem zu brechen, was mit dem Fleische als solchem in Verbindung stand.

    weitere Gedanken zu Lukas 14 finden wir hier

  13. Juleam 25. Januar 2014 um 14:37 Link zum Kommentar

    Lukas 15 – drei Gleichnisse, die alle das selbe aussagen

    1 Es pflegten sich ihm aber alle Zöllner und Sünder zu nahen, um ihn zu hören. 2 Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt Sünder an und isst mit ihnen! 3 Er sagte aber zu ihnen dieses Gleichnis und sprach:

    4 Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eines von ihnen verliert, lässt nicht die neunundneunzig in der Wildnis und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? 5 Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es auf seine Schulter mit Freuden; 6 und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war! 7 Ich sage euch, so wird auch Freude sein im Himmel über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die keine Buße brauchen!
    8 Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, zündet nicht, wenn sie eine Drachme verliert, ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie sie findet? 9 Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und die Nachbarinnen zusammen und spricht: Freut euch mit mir; denn ich habe die Drachme gefunden, die ich verloren hatte! 10 Ich sage euch, so ist auch Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.

    11 Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. 12 Und der jüngere von ihnen sprach zum Vater : Gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt, Vater! Und er teilte ihnen das Gut. 13 Und nicht lange danach packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste in ein fernes Land, und dort verschleuderte er sein Vermögen mit ausschweifendem Leben.
    14 Nachdem er aber alles aufgebraucht hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land, und auch er fing an, Mangel zu leiden. 15 Da ging er hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seine Äcker, die Schweine zu hüten. 16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten , welche die Schweine fraßen; und niemand gab sie ihm.
    17 Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber verderbe vor Hunger! 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, 19 und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen; mache mich zu einem deiner Tagelöhner!
    20 Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen ; und er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. 21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen!
    22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt das beste Festgewand her und zieht es ihm an, und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an die Füße; 23 und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es; und lasst uns essen und fröhlich sein! 24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; und er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.
    25 Aber sein älterer Sohn war auf dem Feld; und als er heimkam und sich dem Haus näherte, hörte er Musik und Tanz. 26 Und er rief einen der Knechte herbei und erkundigte sich, was das sei. 27 Der sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat! 28 Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater nun ging hinaus und redete ihm zu. 29 Er aber antwortete und sprach zum Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe nie dein Gebot übertreten; und mir hast du nie einen Bock gegeben, damit ich mit meinen Freunden fröhlich sein kann. 30 Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Gut mit Huren vergeudet hat, hast du für ihn das gemästete Kalb geschlachtet!
    31 Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn , du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein . 32 Du solltest aber fröhlich sein und dich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, und er war verloren und ist wiedergefunden worden!

    Hier haben wir drei Gleichnisse, die alle das selbe aussagen.

    Gleich zu Anfang erhalten wir den Grund, warum er sie erzählt und so wird auch deutlich, wer mit dem älteren Sohn gemeint ist und warum er sauer ist.

    Das Gleichnis vom verlorenen Sohn ist bereits ausgiebig behandelt worden, aber ich möchte euch heute noch drei zusätzliche Hilfen an die Hand geben, im es noch mehr zu begreifen und zu verinnerlichen:

    Ebenso interessant sind eigentlich alle Ansprachen zu dem Thema Vergebung

  14. Juleam 25. Januar 2014 um 14:44 Link zum Kommentar

    ebenfalls wird das Thema in der mehrteiligen Ansprache „Leben als Königskind“ von Johannes Hartl behandelt, ebenso wie in der dazu passenden Reihe „Endlich daheim“, die ihr euch „leider“ kaufen müsst 😉

    Thom hat sich die Reihe heute Nacht angehört und erzählte, dass es in der Kaufversion fast die ganze Zeit sehr intensiv um dieses Gleichnis geht, ebenso wie in der mehrteiligen Reihe von John Angelina – „Eine Geschichte von 2 Söhnen“

    weitere Gedanken zu Lukas 15 finden wir hier

  15. Juleam 25. Januar 2014 um 14:47 Link zum Kommentar

    Lukas 16 – der Reiche Mann und Lazarus

    1 Er sagte aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; und dieser wurde bei ihm verklagt, dass er seine Güter verschleudere. 2 Und er rief ihn zu sich und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir? Lege Rechenschaft ab von deiner Verwaltung; denn du kannst künftig nicht mehr Haushalter sein! 3 Da sprach der Haushalter bei sich selbst: Was soll ich tun, da mein Herr mir die Verwaltung nimmt? Graben kann ich nicht; zu betteln schäme ich mich. 4 Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich, wenn ich von der Verwaltung entfernt bin, in ihre Häuser aufnehmen!
    5 Und er rief jeden von den Schuldnern seines Herrn zu sich und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? 6 Der aber sprach: 100 Bat Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setze dich und schreibe schnell 50! 7 Danach sprach er zu einem anderen: Du aber, wie viel bist du schuldig? Der aber sagte: 100 Kor Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreibe 80! 8 Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, dass er klug gehandelt habe. Denn die Kinder dieser Weltzeit sind ihrem Geschlecht gegenüber klüger als die Kinder des Lichts.

    9 Auch ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn ihr Mangel habt, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten! 10 Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. 11 Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu wart, wer wird euch das Wahre anvertrauen? 12 Und wenn ihr mit dem Gut eines anderen nicht treu wart, wer wird euch das Eure geben?

    13 Kein Knecht kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!

    14 Das alles hörten aber auch die Pharisäer, die geldgierig waren, und sie verspotteten ihn. 15 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid es, die sich selbst rechtfertigen vor den Menschen, aber Gott kennt eure Herzen ; denn was bei den Menschen hoch angesehen ist, das ist ein Gräuel vor Gott. 16 Das Gesetz und die Propheten [weissagen] bis auf Johannes; von da an wird das Reich Gottes verkündigt, und jedermann drängt sich mit Gewalt hinein.

    17 Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein einziges Strichlein des Gesetzes falle.
    18 Jeder, der sich von seiner Frau scheidet und eine andere heiratet, der bricht die Ehe, und jeder, der eine von ihrem Mann Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

    19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbare Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. 20 Es war aber ein Armer namens Lazarus, der lag vor dessen Tür voller Geschwüre 21 und begehrte, sich zu sättigen von den Brosamen, die vom Tisch des Reichen fielen; und es kamen sogar Hunde und leckten seine Geschwüre. 22 Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. 23 Und als er im Totenreich seine Augen erhob, da er Qualen litt, sieht er den Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.
    24 Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich über mich und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide Pein in dieser Flamme ! 25 Abraham aber sprach: Sohn, bedenke, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben und Lazarus gleichermaßen das Böse ; nun wird er getröstet , du aber wirst gepeinigt . 26 Und zu alledem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, sodass die, welche von hier zu euch hinübersteigen wollen, es nicht können, noch die, welche von dort zu uns herüberkommen wollen.
    27 Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn in das Haus meines Vaters sendest – 28 denn ich habe fünf Brüder -, dass er sie warnt, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen! 29 Abraham spricht zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; auf diese sollen sie hören!
    30 Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun! 31 Er aber sprach zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, so würden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer aus den Toten auferstände!

    Wir wissen, wie Zeugen Jehovas dieses Gleichnis von dem Reichen und Abraham deuten – aber was sagen andere Kommentatoren dazu?

  16. J.N. Darbyam 25. Januar 2014 um 14:50 Link zum Kommentar

    Wenn nun der Schleier von der anderen Welt weggezogen wird, so tritt die Wahrheit klar ans Licht. Der Gegensatz zwischen den Grundsätzen des Judentums und des Christentums wird deutlich vor Augen gestellt; denn das Christentum offenbart jene Welt und gehört, was seinen Grundsatz betrifft, dem Himmel an. In Übereinstimmung mit der Regierung Gottes auf Erden verhieß das Judentum dem Gerechten irdische Segnungen. Aber alles war in Unordnung; selbst das Haupt des jüdischen Systems, der Messias, war verworfen. Mit einem Worte, Israel, betrachtet als unter Verantwortlichkeit gestellt und berufen unter der Bedingung des Gehorsams die irdische Segnung zu genießen, hatte gänzlich gefehlt. Der Mensch in dieser Welt konnte auf diesem Boden nicht mehr das Mittel sein, von den Regierungswegen Gottes Zeugnis abzulegen. Es wird einmal eine Zeit der irdischen Regierung kommen; aber sie war noch nicht da. Inzwischen war der Besitz von Reichtümern nichts weniger als ein Beweis von der Gunst Gottes; vielmehr kennzeichneten persönliche Selbstsucht und Gleichgültigkeit gegen einen Bruder, der im Elend vor der Tür des Reichen lag, diesen Besitz unter den Juden. Indes enthüllt die Offenbarung unseren Blicken die andere Welt. Der Mensch in dieser Welt ist ein gefallener, böser Mensch. Hat er hier sein Gutes empfangen, so hat er das Teil des sündigen Menschen gefunden und wird in der anderen Welt gepeinigt werden, während der von ihm Verachtete dort sein Glück finden wird.

    Es handelt sich hier nicht um das, was zum Eintritt in den Himmel berechtigt, sondern um den Charakter der sichtbaren und der unsichtbaren Welt sowie um den Gegensatz zwischen den Grundsätzen beider. Da der Jude diese Welt gewählt hat, so hat er diese und auch die andere verloren. Der arme Mensch, den er als verächtlich betrachtet hatte, wird im Schoße Abrahams gefunden. Der ganze Ton und Inhalt dieses Gleichnisses zeigt seinen Zusammenhang mit der Frage bezüglich der Hoffnung Israels und mit der Vorstellung, dass die Reichtümer ein Beweis der Gunst Gottes seien – eine Vorstellung, die, so falsch sie auch in jedem Falle sein mag, dennoch begreiflich ist, wenn diese Welt den Schauplatz des Glückes unter der Regierung Gottes bildet.

    Auch zeigt das Ende des Gleichnisses, um was es sich handelt. Der unglückliche Reiche wünscht, dass seine Brüder durch jemanden gewarnt werden möchten, der aus den Toten auferstanden sei. Abraham erklärt ihm die Nutzlosigkeit dieses Mittels. Es war völlig vorbei mit Israel. Gott hat Seinen auferstandenen Sohn dem Volke, das Ihn unter Verachtung des Gesetzes und der Propheten verworfen hat, nicht wiederum dargestellt. Das Zeugnis von Seiner Auferstehung begegnete bei ihm demselben Unglauben, welcher sowohl den Herrn während Seines Lebens hienieden, als auch die Propheten vor Ihm verworfen hatte. In der anderen Welt gibt es keinen Trost, wenn man in dieser das an das Gewissen herantretende Zeugnis des Wortes Gottes verworfen hat. Die Kluft, die die Glückseligen von denen trennt, die ihre Befriedigung in dieser Welt der Sünde gesucht haben, kann nicht überschritten werden; und ein von den Toten wiederkehrender Herr werde jene nicht überzeugen, die das Wort Gottes verachtet hatten. Alles dieses steht in Verbindung mit dem Gericht über die Juden, das der gesetzlichen Haushaltung ein Ende setzen sollte, während das vorhergehende Gleichnis das den Christen geziemende Verhalten hinsichtlich der zeitlichen Dinge beschreibt. Und auch hier entspringt alles der Gnade, die das Heil des Menschen von Seiten Gottes in Liebe vollbrachte, und die durch Einführung der himmlischen Dinge die gesetzliche Haushaltung und ihre Grundsätze beiseite setzte.

    weitere Gedanken zu Lukas 16 finden wir hier

  17. Juleam 25. Januar 2014 um 14:55 Link zum Kommentar

    Lukas 17 – Jesus heilt einfach weiter 😉

    1 Er sprach aber zu den Jüngern: Es ist unvermeidlich, dass Anstöße [zur Sünde] kommen; wehe aber dem, durch welchen sie kommen! 2 Es wäre für ihn besser, wenn ein großer Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde, als dass er einem dieser Kleinen einen Anstoß [zur Sünde] gibt. 3 Habt acht auf euch selbst!
    Wenn aber dein Bruder gegen dich sündigt , so weise ihn zurecht; und wenn es ihn reut , so vergib ihm. 4 Und wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigte und siebenmal am Tag wieder zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben.

    5 Und die Apostel sprachen zum Herrn: Mehre uns den Glauben! 6 Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich und verpflanze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.

    7 Wer aber von euch wird zu seinem Knecht, der pflügt oder weidet, wenn er vom Feld heimkommt, sogleich sagen: Komm her und setze dich zu Tisch? 8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendbrot, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe, und danach sollst du essen und trinken? 9 Dankt er wohl jenem Knecht, dass er getan hat, was ihm befohlen war? Ich meine nicht!
    10 So sollt auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, sprechen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren!

    11 Und es geschah, als er nach Jerusalem reiste, dass er durch das Grenzgebiet zwischen Samaria und Galiläa zog. 12 Und bei seiner Ankunft in einem Dorf begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die von ferne stehen blieben. 13 Und sie erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, Meister, erbarme dich über uns! 14 Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern ! Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie rein .
    15 Einer aber von ihnen kehrte wieder um, als er sah, dass er geheilt worden war, und pries Gott mit lauter Stimme, 16 warf sich auf sein Angesicht zu [Jesu] Füßen und dankte ihm; und das war ein Samariter .
    17 Da antwortete Jesus und sprach: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind aber die neun? 18 Hat sich sonst keiner gefunden, der umgekehrt wäre, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremdling?
    19 Und er sprach zu ihm: Steh auf und geh hin; dein Glaube hat dich gerettet!

    20 Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. 21 Man wird nicht sagen: Siehe hier!, oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.

    22 Er sprach aber zu den Jüngern: Es werden Tage kommen, da ihr begehren werdet, einen einzigen der Tage des Menschensohnes zu sehen, und ihr werdet ihn nicht sehen. 23 Und sie werden zu euch sagen: Siehe hier!, oder: Siehe dort! Geht nicht hin und lauft ihnen nicht nach! 24 Denn gleichwie der Blitz, der in einer Himmelsgegend erstrahlt, bis zur anderen leuchtet, so wird auch der Sohn des Menschen sein an seinem Tag. 25 Zuvor aber muss er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht.
    26 Und wie es in den Tagen Noahs zuging, so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes: 27 Sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging; und die Sintflut kam und vernichtete alle. 28 Ebenso ging es auch in den Tagen Lots zu: Sie aßen, sie tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten; 29 an dem Tag aber, als Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vertilgte alle. 30 Gerade so wird es sein an dem Tag, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird.

    31 Wer an jenem Tag auf dem Dach ist und sein Gerät im Haus hat, der steige nicht hinab, um dasselbe zu holen; ebenso, wer auf dem Feld ist, der kehre nicht wieder zurück. 32 Gedenkt an Lots Frau! 33 Wer sein Leben zu retten sucht, der wird es verlieren, und wer es verliert, der wird es erhalten.
    34 Ich sage euch: In dieser Nacht werden zwei in einem Bett sein; der eine wird genommen und der andere zurückgelassen werden. 35 Zwei werden miteinander mahlen; die eine wird genommen, und die andere wird zurückgelassen werden. 36 Zwei werden auf dem Feld sein; der eine wird genommen und der andere zurückgelassen werden.

    37 Und sie antworteten und sprachen zu ihm: Wo, Herr? Und er sprach zu ihnen: Wo der Leichnam ist, da sammeln sich die Geier.

  18. Juleam 25. Januar 2014 um 14:59 Link zum Kommentar

    Lukas 17:11-19
    Ein messianisches Wunder

    Wie Thom gestern auch wieder bei Oasis sagte, sehen wir hier ein messianisches Wunder. Viele der Wunder, die Jesus tat, konnten auch die Priester und andere vollbringen, wie z.B einfache Heilungen, Dämonen austreiben usw.

    Zu den Wundern, die nur der Messias vollbringen konnte, zählte unter anderem

    • das Austreiben von stummen Dämonen,
    • die Auferweckung von Menschen, die länger als zwei Tage Tot gewesen waren,
    • die Heilung von Menschen, die bereits blind geboren worden waren und
    • die Heilung von Aussatz

    Hier heilt Jesus gleich 10 Personen von Aussatz und schickt sie zum Priester. So bekommen diese ein eindrucksvolles Zeugnis davon, dass in Jesus der Messias gekommen war. Denn er heilte nicht nur eine Person von Aussatz, sondern gleich 10. Hier konnte das Zeichen auf keinen Fall mißverstanden werden.

    Dennoch weigerten sie sich hartnäckig, ihn als Messias anzuerkennen.

    weitere Gedanken zu Lukas 17 finden wir hier

  19. Juleam 30. Januar 2014 um 14:43 Link zum Kommentar

    Lukas 18 – 21

    Lukas 18 – hier finden wir 6 Hauptthemen

    1 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis, um ihnen zu zeigen, dass es nötig ist, allezeit zu beten und nicht nachlässig zu werden; 2 und er sprach:

    Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht fürchtete und sich vor keinem Menschen scheute. 3 Es war aber eine Witwe in jener Stadt; die kam zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegenüber meinem Widersacher! 4 Und er wollte lange nicht; danach aber sprach er bei sich selbst: Wenn ich auch Gott nicht fürchte und mich vor keinem Menschen scheue, 5 so will ich dennoch, weil mir diese Witwe Mühe macht, ihr Recht schaffen, damit sie nicht unaufhörlich kommt und mich plagt. 6 Und der Herr sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt!
    7 Gott aber, wird er nicht seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen, wenn er auch lange zu wartet mit ihnen? 8 Ich sage euch: Er wird ihnen schnell Recht schaffen! Doch wenn der Sohn des Menschen kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?

    9 Er sagte aber auch zu etlichen , die auf sich selbst vertrauten, dass sie gerecht seien, und die Übrigen verachteten, dieses Gleichnis:
    10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten , der eine ein Pharisäer , der andere ein Zöllner . 11 Der Pharisäer stellte sich hin und betete bei sich selbst so: O Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner da. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme!
    13 Und der Zöllner stand von ferne, wagte nicht einmal seine Augen zum Himmel zu erheben , sondern schlug an seine Brust und sprach: O Gott, sei mir Sünder gnädig !
    14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt in sein Haus hinab, im Gegensatz zu jenem. Denn jeder, der sich selbst erhöht , wird erniedrigt werden; wer aber sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

    15 Sie brachten aber auch kleine Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Als es aber die Jünger sahen, tadelten sie sie. 16 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes. 17 Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird gar nicht hineinkommen!

    18 Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? 19 Da sprach Jesus zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein! 20 Du kennst die Gebote: »Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht falsches Zeugnis reden! Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!« 21 Er aber sprach: Das alles habe ich gehalten von meiner Jugend an. 22 Als Jesus dies hörte, sprach er zu ihm: Eins fehlt dir noch: Verkaufe alles, was du hast, und verteile es an die Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach!
    23 Als er aber dies hörte, wurde er ganz traurig; denn er war sehr reich. 24 Als aber Jesus ihn so sah, dass er ganz traurig geworden war, sprach er: Wie schwer werden die Reichen ins Reich Gottes hineinkommen! 25 Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.

    26 Da sprachen die, welche es hörten: Wer kann dann überhaupt errettet werden? 27 Er aber sprach: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
    28 Da sprach Petrus: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt! 29 Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Eltern oder Brüder oder Frau oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen, 30 der es nicht vielfältig wieder empfinge in dieser Zeit und in der zukünftigen Weltzeit das ewige Leben!

    31 Er nahm aber die Zwölf zu sich und sprach zu ihnen: Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem , und es wird alles erfüllt werden, was durch die Propheten über den Sohn des Menschen geschrieben ist; 32 denn er wird den Heiden ausgeliefert und verspottet und misshandelt und angespuckt werden; 33 und sie werden ihn geißeln und töten, und am dritten Tag wird er wieder auferstehen.
    34 Und sie verstanden nichts davon, und dieses Wort war ihnen zu geheimnisvoll, und sie begriffen das Gesagte nicht.

    35 Es geschah aber, als er sich Jericho näherte, da saß ein Blinder am Weg und bettelte. 36 Und als er die Menge vorüberziehen hörte, erkundigte er sich, was das sei. 37 Da verkündeten sie ihm, dass Jesus, der Nazarener vorübergehe. 38 Und er rief und sprach: Jesus, du Sohn Davids , erbarme dich über mich! 39 Und die vorangingen, geboten ihm, er solle schweigen; er aber rief noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich über mich! 40 Da blieb Jesus stehen und befahl, dass er zu ihm gebracht werde. Und als er herangekommen war, fragte er ihn 41 und sprach: Was willst du, dass ich dir tun soll? Er sprach: Herr, dass ich sehend werde! 42 Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dich gerettet.
    43 Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach und pries Gott; und das ganze Volk, das dies sah, lobte Gott.

    Hier haben wir einige Themen:

    • Ganz zu Anfang geht es um das Gebet (Verse 1-8)
    • um unsere Herzenseinstellung (Verse 9-14)
    • darum, wie wir Gott sehen (Verse 15-17)
    • um unsere Prioritäten und woran unser Herz hängt und worin wir unsere Identität finden (Verse 18-30)
    • das, was mit Jesus passieren wird (Verse 31-34)
    • was wir tun müssen, damit Jesus in und mit uns wirken kann und wie wir auf das Gute reagieren sollten, das uns von Gott und Jesus zukommt (Verse 35-43)

    Wir sehen: ein langer Katalog von Themen, die wir alle einzeln behandeln könnten und sicherlich auch noch im Hauskreis tun werden 😉

  20. Juleam 30. Januar 2014 um 15:01 Link zum Kommentar

    Lukas 18:1-8
    das Gebet

    Über das Gebet habe ich in den letzten Monaten viel nachgedacht, denn es hat viele Veränderungen gegeben und scheinbar handhabt das jeder irgendwie anders – je nach christlicher Richtung.

    Aufgewachsen bin ich im evangelisch-lutherischen Glauben. Von meiner Oma kannte ich kleine Kindergebete – aber ich war immer „so frech“ und habe meinen persönlichen Kram noch mit dran gehängt.

    Mit 27 fing ich an, mit Zeugen Jehovas die Bibel zu studieren und da wurde Wert darauf gelegt, dass das Gebet ein persönliches Gespräch mit Gott ist. Allerdings habe ich von den Brüdern immer wieder auch gehört, dass sie sich am Tage notieren, worüber sie Abends beten wollten. Ein Gedanke, der mich jedesmal sehr befremdet hatte – denn bei mir sah und sieht es auch immer noch so aus, dass ich, wo ich gehe und stehe „mit Gott quatsche“.

    In der kleinen überkonfessionellen Hausgemeinde, der wir seit fast einem Jahr angehören, wird viel Wert auf Fürbitte gelegt. So sieht Oasis – unser kleinerer abendlicher Hauskreis – so aus, dass wir die eine Woche im Studium des betreffenden Bibelkapitels weitermachen (zur Zeit sind wir bei Lukas 5) und in der anderen Woche einen längeren Austausch über Gebetsanliegen, wonach wir dann längere Zeit gemeinsam beten. Jeder so, wie es ihm gerade in den Sinn kommt, aber halt für die Anliegen, die wir zuvor besprochen haben. Sobald der eine aufhört, setzt der nächste ein, immer im Wechsel, so wie es denjenigen ins Herz kommt.

    Ein für mich sehr ungewöhnliches Vorgehen. Wir sind sogar im Sommer mit einem Ehepaar einige Tage gemeinsam um den See gelaufen und haben in dieser Form gemeinsam gebetet. Auch meine wöchentlichen Treffen mit Lucy enden jedesmal nit einer halbstündigen gemeinsamen Gebetszeit. Es gibt sogar einmal die Woche sehr früh ein Treffen zum gemeinsamen Gebet. Auch bitten einige privat darum, gemeinsam für eine bestimmte Sache zu beten.

    Am Anfang fand ich das alles recht merkwürdig, da ich es nicht kannte und ein Gebet für mich eigentlich immer ein persönliches Gespräch mit Gott war. Auf der anderen Seite werden wir in der Bibel auch dazu aufgefordert, gezielt füreinander zu beten und die ersten Jünger beteten auch gemeinsam – z.B. als Paulus im Gefängnis saß. Das Ergebnis war, dass Paulus frei kam.

    In der letzten Zeit gibt es eine weitere Bewegung unter Christen – es werden Gebetshäuser gegründet, wo 24 Stunden rund um die Uhr gebetet wird. Hier beten Christen gemeinsam, teilweise „im Schichtdienst“. Ein Gedanke, der mir auch sehr befremdlich vorkam. Erste Berührung damit war vor gut einem Jahr, als die MEHR 2013 auf bibeltv übertragen wurde und da uns die Ansprachen von Johannes Hartl gefielen, hatten wir gegoogelt, wer das ist und zu welcher Richtung er gehört.

    Inzwischen haben wir sehr viele Ansprachen von ihm angehört, aber der Gedanke, im Schichtdienst zu beten, ist immer noch merkwürdig für mich. Er benutzt auch teilweise „das Sprachengebet“, wobei er scheinbar etwas anderes darunter versteht, als in Zungen zu reden.

    In einigen Ansprachen erzählt er, wie man im Gebetshaus dabei vorgeht, dass rund um die Uhr gebetet wird und dass er oftmals einen einzigen Bibelvers über mehrere Stunden „durchbetet“. Ich habe mich oft gefragt, ob dies nicht sinnlos sei, einfach „nur Zeit abzureissen“ und ob es nicht zu dem zählt, was Jesus den Pharisäern vorwirft, dass sie „viele Worte machen“.

    Aber dann sehe ich, was dabei herauskommt, denn er hat unzählige Ansprachen zu der Frau am Brunnen in Johannes 4, wo er diese eine Begebenheit immer wieder aus den unterschiedlichsten Richtungen beleuchtet und das geht nicht nur echt in die Tiefe sondern auch direkt ans Herz. Ebenso das, was er zu der Geschichte vom verlorenen Sohn erzählt. Wir haben uns gerade erst die Reihe „Endlich daheim!“ besorgt, in der dies ausführlich behandelt wird.

    So hat scheinbar auch diese Art des Betens seine Berechtigung und das Wohlgefallen Gottes – denn alles, was mich Jehova näher bringt, hat seinen Segen.

    In dieser Hinsicht habe ich gerade im vergangenen Jahr sehr viel über das Gebet gelernt.

  21. Juleam 30. Januar 2014 um 15:04 Link zum Kommentar

    Das Gebet – die unterschiedlichen Ebenen

    Diese Frau hier in Lukas 18 will etwas für sich und bittet so lange, bis sie erhört wird. Wir wissen, dass unser Gott uns nicht allein aufgrund der Tatsache erhört, dass wir „ihm auf den Keks gehen“, denn er gibt uns nur „das, was wir gemäß seinem Willen bitten“ und was wirklich gut für uns ist.

    Aber es zeigt auch, dass das Gebet einen festen Platz in unserem Leben haben sollte. Es sollte keine lästige Nebensache sein, sondern es sollte uns wichtig sein, mit unserem Gott zu reden.

    Dies kann auf den unterschiedlichsten Ebenen passieren, denn unsere Gespräche haben ja auch verschiedene Ziele:

    • manchmal wollen wir nur etwas erzählen, es uns von der Seele reden oder mit einem geliebten Menschen teilen
    • ein anderes Mal haben wir eine gezielte Bitte, die wir auch entsprechend formulieren und wenn es nötig ist, immer wieder wiederholen
    • manchmal treffen wir uns mit mehreren und reden gemeinsam über eine Sache, die uns allen wichtig ist
    • aber manchmal reden wir auch nur über das Wetter, um die Kommunikation überhaupt aufrecht zu erhalten

    Wahrscheinlich ist es ein Denkfehler, wenn wir das Gebetsleben nur auf einer Ebene haben und ich muss aus Erfahrung sagen, dass die unterschiedlichen Impulse nicht nur mein Leben, sondern auch mein Gebetsleben bereichert haben

  22. Juleam 30. Januar 2014 um 15:09 Link zum Kommentar

    Lukas 18:9-14
    unsere Herzenseinstellung

    Der Zöllner und der Pharisäer – jeder hat eine andere Einstellung. Welchem von beiden gleichen wir?

    Ein Thema, was zur Zeit gerade sehr aktuell ist. Denn ich höre gerade die Serie „Endlich Daheim“ von Johannes Hartl und das geht echt an die Substanz. In dieser Serie geht es um unsere innere Einstellung und woraus wir unsere Identität ziehen. Worum geht es uns?

    Er führt hier unter anderem an, dass man auch eifrig die Bibel studieren kann, für jede Situation den passenden Bibeltext haben und ermuntern kann – und dennoch nackt und bloss vor Gott steht. Denn es könnte sein, dass wir denken, wir würden uns mit all diesen Dingen und guten Werken die Liebe und das Wohlgefallen Jehovas verdienen. So, als stünde sie uns als eine Art Lohn zu.

    Dann haben wir einen Denkfehler und könnten dem Pharisäer hier gleichen. Ein Gedanke, der mich erschreckt und seit Tagen beschäftigt, weil ich mich frage, ob dies vielleicht auch auf mich zutrifft.

    Er legt den Grund in der Liebe Gottes: dass Gott alle seine Kinder liebt. Aber wenn wir aus dem richtigen Beweggrund – aus Dankbarkeit für diese uns von IHM erwiesene Liebe – all diese Dinge tun, dann machen wir unseren Gott glücklich.

    Diese Predigtreihe ist leider „Privat“, um das Copyright nicht zu verletzen, da sie bei ihm im Shop erworben werden muss – mit diesen Einnahmen finanziert sich das Gebetshaus unter anderem. Aber ihr könnt sie euch hier selbst erwerben – es lohnt sich wirklich.

    Es gibt aber eine andere Ansprache von ihm zum kostenlosen download mit einem ähnlichen Thema: „Gerecht oder selbstgerecht?“

  23. Juleam 30. Januar 2014 um 15:13 Link zum Kommentar

    Lukas 18:15-17
    wie sehen wir Gott?

    Auch dieser Vers ist Inhalt der bereits erwähnten Predigtreihe „Endlich Daheim“. Gleich im zweiten Teil davon – „Die Zweite Kindheit“ – geht es um diese Begebenheit und was Jesus eigentlich damit sagen will. Es erklärt auch, warum diese Reihe so sehr an die Substanz geht:

    Jesus sagt hier, wir müßten so sein, wie die Kinder. Was macht Kinder aus?

    Wir alle kommen nackt und bloß in die Welt und sind total hilflos, auf die Liebe und Fürsorge unserer Eltern angewiesen.

    Das Problem bei der ganzen Geschichte ist, dass wir alle Kind waren und innerlich immer noch sind. Unsere Erfahrungen und Erlebnisse der Kindheit prägen uns heute noch. Daher haben viele Erwachsene auch heute noch ein Problem, Jehova als Vater zu sehen und sich ganz auszuliefern. Ein Problem, das auch ich kenne: ich habe das zwanghafte Bedürfnis, immer die Kontrolle zu behalten.

    Aber ein kleines Kind ist da anders. Da es selbst noch hilflos ist, vertraut es seinen Eltern völlig.

    Das ist es, was Gott von uns will: wir sollen uns ihm blind anvertrauen, mit unseren Sorgen und Nöten zu ihm laufen, wie es die kleinen Kinder tun.

    Johannes führt das Beispiel eines Kindes an, das eine schmerzhafte Behandlung braucht. Es fragt in der Regel nicht nach einer Spritze – sondern nach den Eltern!

  24. Juleam 30. Januar 2014 um 15:15 Link zum Kommentar

    Nackt und bloss – schämen wir uns vor unserem Gott?

    Ein weiterer Gedanke in der Ansprache – der auch zu dieser Aussage Jesu sehr gut passt – ist, dass Jehova Adam und Eva nackt erschaffen hatte.

    Es war für die beiden völlig normal, es gab im Paradies kein Schamgefühl. Gott wandelte jeden Tag „zur Zeit der Brise“ mit ihnen im Garten und sie unterhielten sich und es war kein Problem.

    Erst als sie gesündigt hatten, wurde es zu einem Problem!

    Plötzlich „gewahrten sie, dass sie nackt waren“ und suchten, ihre Blösse zu bedecken. Sie suchten sich große Blätter und bedeckten sich.

    Zusätzlich versteckten sie sich vor ihrem Gott, denn nun auf einmal war es ihnen unangenehm, so nackt und bloss vor Gott zu stehen (1. Mose 3).

    Es war eine Auswirkung des Sündenfalls und damit dann auch der Unvollkommenheit.

    Nicht Gott selbst oder wie er sie sah, veränderte sich und machte es ihnen unangenehm, sich weiterhin voller Vertrauen an ihn zu wenden und sich ihm auszuliefern (sie versteckten sich vor ihm), sondern ihre eigene Einstellung. Auf einmal waren sie sich ihrer Fehler bewußt und glaubten scheinbar, dass ER sie so nicht mehr lieben konnte.

    Aber das stimmte nicht, er war nur enttäuscht von ihnen.

    weitere Gedanken zu Lukas 18 finden wir hier

  25. Juleam 5. Februar 2014 um 11:14 Link zum Kommentar

    Lukas 18:18-30
    Die Reichen und die Neue Welt Gottes

    Noch mal zur Erinnerung der Text in der Bibel, diesmal aus der Hoffnung für Alle:

    18 (Matthäus 19, 16-30; Markus 10, 17-31)
    Jesus wurde von einem angesehenen und reichen Mann gefragt: »Guter Lehrer, was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?« 19 Jesus entgegnete: »Weshalb nennst du mich gut? Es gibt nur einen, der gut ist, und das ist Gott. 20 Du kennst doch seine Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht stehlen! Sag nichts Unwahres über deinen Mitmenschen! Ehre deinen Vater und deine Mutter!«

    21 Der Mann antwortete: »An diese Gebote habe ich mich von Jugend an gehalten.« 22 »Aber etwas fehlt dir noch«, sagte Jesus. »Verkauf alles, was du hast, und verteil das Geld an die Armen. Damit wirst du im Himmel einen Reichtum gewinnen, der niemals verloren geht. Und dann komm und folge mir nach!«

    23 Als der Mann das hörte, wurde er traurig, denn er war sehr reich.

    24 Jesus merkte es und sagte: »Wie schwer ist es doch für die Reichen, in Gottes neue Welt zu kommen! 25 Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in Gottes neue Welt kommt.«

    26 »Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«, fragten ihn seine Zuhörer entsetzt.

    27 Er antwortete: »Für Menschen ist es unmöglich, aber nicht für Gott.«

    28 Jetzt fragte Petrus: »Aber wie ist es nun mit uns? Wir haben doch alles aufgegeben und sind mit dir gegangen!« 29 Jesus antwortete: »Das sollt ihr wissen: Jeder, der sein Haus, seine Eltern, seine Geschwister, seine Frau oder seine Kinder zurücklässt, um sich für Gottes neue Welt einzusetzen, 30 der wird dafür reich belohnt werden: hier schon, in dieser Welt, und erst recht in der zukünftigen Welt mit dem ewigen Leben.«

    Hier haben wir gleich 3 Themen:

    • unsere Prioritäten
    • woran hängt unser Herz?
    • worin finden wir unsere Identität?

    Zu dem Thema Prioritäten und woran unser Herz hängt, finden wir einige gute Erklärungen im Zusammenhang mit diesem Text in Kapitel 1 des Buches „Komm folge mir nach!“. Unter dem Unterthema „Die beste Einladung aller Zeiten“ finden wir in Abs 6 folgenden Gedanken dazu:

    Durch die unerwartete Aufforderung Jesu kam ein tief sitzendes Problem ans Tageslicht. Der Mann hing zu sehr an seinem Besitz und zweifellos auch an der Macht und dem Ansehen, die damit verbunden waren. Leider war seine Liebe zu alldem viel größer als seine Liebe zu Christus. Das „eine“, das ihm fehlte, war also rückhaltlose, selbstlose Liebe zu Jesus und zu Jehova. Deshalb schlug er die beste Einladung seines Lebens aus.

    Es ging also um die Prioritäten – ist Jehova und sein Wort das Wichtigste in unserem Leben? – und woran unser Herz hängt. An anderer Stelle sagt Jesus „Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein“ (Matthäus 6:21).

  26. Juleam 5. Februar 2014 um 11:16 Link zum Kommentar

    Lukas 18:26-30
    Was hat dieser Text mit unserer Identität zu tun?

    Wir müssen beachten, dass Jesus die obigen Worte im Zusammenhang mit dem Jungen Mann äußerte.

    Der junge Mann wollte gern etwas Besonderes sein. Denn seine Frage, was er tun muss, scheint mehr zu beinhalten, als nur die danach, welche Gebote er befolgen müsse. Denn sonst hätte er sich mit Jesu Antwort zufrieden gegeben. (Ich will ewiges Leben, was muss ich tun? Ja, tue ich alles, abgehakt.) Außerdem sagt Jesus auf die erste Frage ja gleich: „du kennst doch seine Gebote“.

    Aber es fehlte noch die bedingungslose Hingabe an Gott und Jesus. Scheinbar haben die anderen Jünger diese gehabt, denn ihnen erklärt er den Sinn noch mal auf ihre Nachfrage in Vers 26 hin: „wir haben ja bereits alles aufgegeben, ist dann mit uns und unserer Einstellung alles ok?“

    Ja, wenn wir unsere Identität aus unserem Verhältnis zu Gott ziehen, ist mit uns alles ok. Dann werden wir alle Verluste verschmerzen in dem Bewußtsein, dass wir zu IHM gehören.

  27. Juleam 5. Februar 2014 um 11:18 Link zum Kommentar

    Lukas 19 – Zachäus und was wir von ihm lernen können

    1 Und er kam nach Jericho hinein und zog hindurch. 2 Und siehe, da war ein Mann, genannt Zachäus, ein Oberzöllner, und dieser war reich . 3 Und er wollte gerne Jesus sehen , wer er sei, und konnte es nicht wegen der Volksmenge; denn er war von kleiner Gestalt. 4 Da lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum , um ihn zu sehen; denn dort sollte er vorbeikommen. 5 Und als Jesus an den Ort kam, blickte er auf und sah ihn und sprach zu ihm: Zachäus , steige schnell herab; denn heute muss ich in deinem Haus einkehren ! 6 Und er stieg schnell herab und nahm ihn auf mit Freuden.

    7 Als sie es aber sahen, murrten sie alle und sprachen: Er ist bei einem sündigen Mann eingekehrt, um Herberge zu nehmen! 8 Zachäus aber trat hin und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich jemand betrogen habe, so gebe ich es vierfältig zurück ! 9 Und Jesus sprach zu ihm: Heute ist diesem Haus Heil widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist; 10 denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

    11 Als sie aber dies hörten, fuhr er fort und sagte ein Gleichnis, weil er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, das Reich Gottes würde unverzüglich erscheinen. 12 Er sprach nun:

    Ein Edelmann zog in ein fernes Land, um sich die Königswürde zu holen und dann wiederzukommen . 13 Und er rief zehn seiner Knechte, gab ihnen zehn Pfunde und sprach zu ihnen: Handelt damit, bis ich wiederkomme! 14 Seine Bürger aber hassten ihn und schickten ihm eine Gesandtschaft nach und ließen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche!

    15 Und es geschah, als er wiederkam, nachdem er die Königswürde empfangen hatte, da ließ er die Knechte, denen er das Geld gegeben hatte, vor sich rufen, um zu erfahren, was jeder erhandelt habe. 16 Da kam der erste und sprach: Herr, dein Pfund hat zehn Pfund dazugewonnen! 17 Und er sprach zu ihm: Recht so, du guter Knecht! Weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Vollmacht über zehn Städte haben!
    18 Und der zweite kam und sprach: Herr, dein Pfund hat fünf Pfund erworben! 19 Er aber sprach auch zu diesem: So sollst auch du über fünf Städte gesetzt sein!
    20 Und ein anderer kam und sprach: Herr, siehe, hier ist dein Pfund, das ich im Schweißtuch aufbewahrt habe! 21 Denn ich fürchtete dich, weil du ein strenger Mann bist; du nimmst, was du nicht eingelegt, und erntest, was du nicht gesät hast. 22 Da sprach er zu ihm: Nach [dem Wort] deines Mundes will ich dich richten, du böser Knecht! Wusstest du, dass ich ein strenger Mann bin, dass ich nehme, was ich nicht eingelegt, und ernte, was ich nicht gesät habe? 23 Warum hast du dann mein Geld nicht auf der Bank angelegt, sodass ich es bei meiner Ankunft mit Zinsen hätte einziehen können?
    24 Und zu den Umstehenden sprach er: Nehmt ihm das Pfund weg und gebt es dem, der die zehn Pfunde hat! 25 Da sagten sie zu ihm: Herr , er hat schon zehn Pfunde! 26 Denn ich sage euch: Wer hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, von ihm wird auch das genommen werden, was er hat.

    27 Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich König über sie werde – bringt sie her und erschlagt sie vor mir! 28 Und nachdem er das gesagt hatte, zog er weiter und reiste hinauf nach Jerusalem.

    29 Und es geschah, als er in die Nähe von Bethphage und Bethanien kam, zu dem Berg, welcher Ölberg heißt, da sandte er zwei seiner Jünger 30 und sprach: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her! 31 Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann sprecht so zu ihm: Der Herr braucht es! 32 Da gingen die Abgesandten hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte. 33 Als sie aber das Füllen losbanden, sprachen seine Besitzer zu ihnen: Warum bindet ihr das Füllen los? 34 Sie aber sprachen: Der Herr braucht es!

    35 Und sie brachten es zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesus darauf. 36 Als er aber weiterzog, breiteten sie ihre Kleider aus auf dem Weg. 37 Und als er sich schon dem Abhang des Ölberges näherte, fing die ganze Menge der Jünger freudig an, Gott zu loben mit lauter Stimme wegen all der Wundertaten, die sie gesehen hatten, 38 und sie sprachen: Gepriesen sei der König, der kommt im Namen des Herrn! Friede im Himmel und Ehre in der Höhe!

    39 Und etliche der Pharisäer unter der Volksmenge sprachen zu ihm: Meister, weise deine Jünger zurecht! 40 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch: Wenn diese schweigen sollten, dann würden die Steine schreien!

    41 Und als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie 42 und sprach: Wenn doch auch du erkannt hättest, wenigstens noch an diesem deinem Tag , was zu deinem Frieden dient! Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen. 43 Denn es werden Tage über dich kommen, da deine Feinde einen Wall um dich aufschütten, dich ringsum einschließen und von allen Seiten bedrängen werden; 44 und sie werden dich dem Erdboden gleichmachen, auch deine Kinder in dir, und in dir keinen Stein auf dem anderen lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast!

    45 Und er ging in den Tempel hinein und fing an, die Verkäufer und Käufer darin hinauszutreiben, 46 und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: »Mein Haus ist ein Bethaus« . Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!

    47 Und er lehrte täglich im Tempel; die obersten Priester aber und die Schriftgelehrten und die Vornehmsten des Volkes trachteten danach, ihn umzubringen ; 48 doch sie fanden keinen Weg, wie sie es tun sollten; denn das ganze Volk hing an ihm und hörte ihm zu.

  28. Juleam 5. Februar 2014 um 11:21 Link zum Kommentar

    Lukas 19:1-10
    Jesus bei Zachäus

    Das erinnert mich an die allererste Bibelstunde mit Suse. Ihre Tochter (10 Jahre), die schon immer für Gott und sein Wort brennt, war mit und war immer schneller als die Mama ;-). Am Schluß hatte aber auch sie eine Frage: sie hatte von der Geschichte mit einem Mann auf dem Baum gehört und wollte wissen, wieso dieser auf den Baum geklettert war. Also haben wir diese Verse hier gelesen, die ja die Antwort schon selbst gaben.

    Aber eine Frage blieb noch offen: „wieso hatte sich Jesus bei ihm eingeladen?“

    Zachäus war ja auf den Baum geklettert, weil er so klein war – aber es gab auch einen Grund, warum er Jesus unbedingt sehen wollte. Scheinbar hatte er von ihm gehört und das, was er hörte, hatte ihn und sein Herz beschäftigt. Nun wollte er diesen Mann sehen, der diese wunderbare Botschaft von Gottes Güte verbreitete.

    Da Jesus den Menschen auch als er auf der Erde war ins Herz sehen konnte, wußte er, dass dieser Mann ganz besonders an ihm und der Botschaft interessiert war. Aber wahrscheinlich war dieser viel zu schüchtern, um diesen Lehrer anzusprechen oder einzuladen. Darum lud sich Jesus einfach selbst ein. War es nicht bei Matthäus ebenso gewesen?

  29. Juleam 5. Februar 2014 um 11:22 Link zum Kommentar

    Auch hier wieder ein interessanter Gedanke aus der Reihe „Endlich daheim“. In der 2. Folge – „Die zweite Kindheit“ – weist Johannes Hartl auf einen gravierenden Punkt bei Jesu Umgang mit Sündern hin, der mir bisher überhaupt noch nicht so aufgefallen war:

    Wir lesen nirgendwo in der Bibel, dass Jesus diese Leute auf ihre Sünden angesprochen hätte: „sie wußten es ja eh“. Immer waren es die Leute selbst, die von ihren Fehlern anfingen und die Dinge bereinigen wollten – wie Zachäus hier.

    Nicht, weil man sie unter Druck setzte, sondern weil sie die tiefe Liebe Jesu und Gottes verspürten und aus einer tiefen Dankbarkeit sich dazu gedrängt fühlten.

    Jesus wird dieses weiche Herz bei Zachäus gesehen haben und auch seine Scheu, deshalb lud er sich selbst bei ihm – und auch bei anderen Sündern – ein, um ihm die Gelegenheit dazu zu geben.

  30. Juleam 5. Februar 2014 um 11:26 Link zum Kommentar

    Lukas 19:28-40
    Jesus wird als König empfangen

    Es mutet alles schon recht seltsam an: die Jünger nehmen sich einfach einen Esel und begründen es damit, dass ihr Herr ihn braucht. Waren auch sie so bekannt im ganzen Land, dass die Besitzer es einfach hinnahmen – oder ist hier eine längere Konversation nur kurz und knapp geschildert?

    Dann ziehen sie mit Jesus auf dem Esel nach Jerusalem hinauf. Die Jünger kennen ihn und „wissen“ auch, dass Jesus der Messias ist. Daher bereiten sie ihre Kleider aus.

    Aber scheinbar geschieht dies auf dem ganzen Weg, dass die Leute etwas über den Boden bereiten, wie man heute für eine bekannte Persönlichkeit einen roten Teppich ausrollt.

    Aber dies macht in der Regel der Veranstalter – was hier die Jünger wären. Aber hier tun es die Leute, denen sie begegnen.

    Wie darf man sich diese Szene vorstellen? So, wie heute bei einem angekündigten Umzug die Massen die Straße säumen und bereits warten? Was sind das für Menschen, die hier ihre Kleider ausbreiten oder Palmwedel auf die Straße werfen?

  31. Juleam 5. Februar 2014 um 11:28 Link zum Kommentar

    Wo kommen diese Menschen auf einmal alle her?

    Sind das alles Menschen, die ihm gefolgt sind, als sie sahen, dass er irgendwie besonderes vorhat, da er nun auf einem Esel reitet? Angesteckt durch die Handlungen der Jünger und dem Lobgesang über all die Wunder, die dieser Mann getan hatte?

    Wenn wir uns die passende Geschichte im großte-Mensch-Buch ansehen, erfahren wir, dass dies der 9. Nissan ist. In einigen Tagen beginnt das Passah – am 14. Nissan nach Sonnenuntergang.

    Wahrscheinlich handelt es sich hier nicht nur um solche, die ihm eh nachfolgten, sondern wahrscheinlich waren bereits viele unterwegs nach Jerusalem, um dort das Passah zu feiern. So bekamen sie den Trubel um Jesus mit. Einige kannten ihn vielleicht schon, weil er auch in ihrer Stadt war und gelehrt und geheilt hatte. Andere hörten durch ihre Weggefährten von ihm und was er getan hatte und zusätzlich stimmte die Menge einen Lobgesang über diese Wunder an – wie wir hier in Vers 37-38 lesen.

    Wahrscheinlich kommt hier alles zusammen.

    Interessant vor dem Hintergrund, dass nur wenige Tage danach niemand mehr für Jesus eintrittt ;-(

    weitere Gedanken zu Lukas 19 finden wir hier

  32. Juleam 5. Februar 2014 um 11:32 Link zum Kommentar

    Lukas 20 – Was für eine Scheinheiligkeit und Unlogik!

    1 Es geschah aber an einem jener Tage, als er das Volk im Tempel lehrte und das Evangelium verkündigte, da traten die obersten Priester und die Schriftgelehrten samt den Ältesten herzu 2 und redeten mit ihm und sprachen: Sage uns, in welcher Vollmacht tust du dies? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben? 3 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen! So sagt mir: 4 War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?
    5 Da überlegten sie bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: Vom Himmel, so wird er fragen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? 6 Wenn wir aber sagen: Von Menschen, so wird das ganze Volk uns steinigen; denn es ist überzeugt, dass Johannes ein Prophet war! 7 Und sie antworteten, sie wüssten nicht woher.
    8 Da sprach Jesus zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht ich dies tue.

    9 Er fing aber an, dem Volk dieses Gleichnis zu sagen: Ein gewisser Mensch pflanzte einen Weinberg und verpachtete ihn an Weingärtner und hielt sich längere Zeit außer Landes auf. 10 Und als es Zeit war, sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern, damit sie ihm [seinen Anteil] von der Frucht des Weinbergs gäben. Die Weingärtner aber schlugen ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort. 11 Und er fuhr fort und sandte einen anderen Knecht. Sie aber schlugen auch diesen und beschimpften ihn und jagten ihn mit leeren Händen davon. 12 Und er fuhr fort und sandte einen dritten; aber auch diesen verwundeten sie und warfen ihn hinaus.
    13 Da sprach der Herr des Weinbergs: Was soll ich tun? Ich will meinen Sohn senden, den geliebten; wenn sie den sehen, werden sie sich vielleicht scheuen! 14 Als aber die Weingärtner diesen sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe! Kommt, lasst uns ihn töten , damit das Erbgut uns gehört! 15 Und sie stießen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn.
    Was wird nun der Herr des Weinbergs mit ihnen tun? 16 Er wird kommen und diese Weingärtner umbringen und den Weinberg anderen geben!

    Als sie das hörten, sprachen sie: Das sei ferne! 17 Er aber blickte sie an und sprach: Was bedeutet denn das, was geschrieben steht: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden?« 18 Jeder, der auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen!

    19 Da suchten die obersten Priester und die Schriftgelehrten Hand an ihn zu legen in derselben Stunde ; aber sie fürchteten das Volk; denn sie erkannten, dass er dieses Gleichnis im Blick auf sie gesagt hatte. 20 Und sie lauerten ihm auf und sandten Aufpasser ab, die sich stellen sollten, als wären sie redlich, um ihn bei einem Wort zu fassen, damit sie ihn der Obrigkeit und der Gewalt des Statthalters ausliefern könnten.

    21 Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, dass du richtig redest und lehrst und nicht die Person ansiehst, sondern den Weg Gottes der Wahrheit gemäß lehrst. 22 Ist es uns erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht?
    23 Da er aber ihre Arglist erkannte, sprach er zu ihnen: Was versucht ihr mich? 24 Zeigt mir einen Denar! Wessen Bild und Aufschrift trägt er? Sie aber antworteten und sprachen: Des Kaisers . 25 Er aber sagte ihnen: So gebt doch dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!
    26 Und sie konnten ihn nicht bei diesem Wort fassen vor dem Volk; und sie verwunderten sich über seine Antwort und schwiegen.

    27 Da traten aber etliche der Sadduzäer herzu, die bestreiten, dass es eine Auferstehung gibt, und sie fragten ihn 28 und sprachen: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn jemandes Bruder eine Frau hat und kinderlos stirbt, so soll dessen Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken. 29 Nun waren da sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau und starb kinderlos. 30 Da nahm der zweite die Frau und starb auch kinderlos. 31 Und der dritte nahm sie, ebenso alle sieben, und sie hinterließen keine Kinder bei ihrem Tod. 32 Zuletzt aber, nach allen, starb auch die Frau. 33 Wessen Frau wird sie nun in der Auferstehung sein? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.
    34 Und Jesus antwortete ihnen und sprach: Die Kinder dieser Weltzeit heiraten und lassen sich heiraten; 35 diejenigen aber, die gewürdigt werden, jene Weltzeit zu erlangen und die Auferstehung aus den Toten, die werden weder heiraten noch sich heiraten lassen, 36 denn sie können nicht mehr sterben ; denn sie sind den Engeln gleich und Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind.
    37 Dass aber die Toten auferstehen, hat auch Mose angedeutet bei [der Stelle von] dem Dornbusch, wo er den Herrn den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. 38 Er ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen; denn für ihn leben alle.

    39 Da antworteten etliche der Schriftgelehrten und sprachen: Meister , du hast gut geantwortet! 40 Und sie getrauten sich nicht mehr, ihn etwas zu fragen.

    41 Er aber sprach zu ihnen: Wieso sagen sie, dass der Christus Davids Sohn sei? 42 Und doch sagt David selbst im Buch der Psalmen: »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, 43 bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße!« 44 David nennt ihn also Herr; wie kann er dann sein Sohn sein?

    45 Als aber das ganze Volk zuhörte, sprach er zu seinen Jüngern: 46 Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die gern im Talar einhergehen und die Begrüßungen auf den Märkten lieben und die ersten Sitze in den Synagogen und die obersten Plätze bei den Mahlzeiten; 47 sie fressen die Häuser der Witwen und sprechen zum Schein lange Gebete; diese werden ein umso schwereres Gericht empfangen!

    Was für eine Scheinheiligkeit und Unlogik!

    Sie fürchten sich auf der einen Seite, die Frage nach Johannes zu beantworten, da das Volk große Stücke auf ihn hält – aber Jesus fertig zu machen, trauen sie sich schon.

    Warum?

    War nicht auch Jesus sehr beliebt beim Volk? War er nicht noch wichtiger als Johannes und lief ihm nicht mehr Volk nach, als seinerzeit seinem Cousin Johannes?

    Warum haben sie also keine Angst davor, Jesus anzugreifen?

    Geht es darum, dass Johannes bereits als Märtyrer gestorben war und daher nicht mehr von dem hohen Sockel gestoßen werden konnte?

    Ist es nicht auch das, was sie auch gerade hier wieder mit Jesus versuchen?

  33. Juleam 5. Februar 2014 um 11:41 Link zum Kommentar

    Lukas 20:27-40
    Die Auferstandenen „werden sein wie die Engel“ – wie ist das zu verstehen?

    Nach dem Verständnis der Zeugen Jehovas würden sie keine Kinder mehr bekommen, auch diejenigen nicht, die auf der Erde auferstehen und dort ewig leben werden. Aber wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder über diesen Punkt nachgedacht, denn was würde das für diejenigen bedeuten, die ledig oder kinderlos geblieben sind, um ihr Leben ganz in den Dienst für Gott zu stellen, ohne jegliiche Ablenkung?

    Wir dürfen dabei auch nicht vergessen, zu wem Jesus hier spricht und worauf er hinaus will: nach Jesu Tod hatten erst einmal alle die himmlische Hoffnung und sicherlich erwartet niemand von denen, im Himmel Kinder zu gebären. Engel sind geschlechtslose Wesen – wobei dagegen spricht, dass sie zu Noahs Zeiten auf die Erde kamen, um „sich Frauen zu nehmen“ (1. Mose 5-6)

    Auf der anderen Seite hatten wir in den vergangenen Jahren darüber nachgedacht, worum es bei der Schagerehe ging. Da ging es nicht um Liebe und eine normale Beziehung, sondern darum, dem toten Bruder Nachkommen zu erwecken, was wegen dem Erbteil wichtig war. In der Regel war der Schwager bereits verheiratet und nahm die Witwe nur als Nebenfrau wegen dem Nachwuchs und sorgte dann für sie. Sie blieb die Frau des ersten Mannes.

    Was sagt denn eigentlich Darby zu diesem Punkt?

  34. Juleam 5. Februar 2014 um 11:45 Link zum Kommentar

    Lukas 20:45-47
    Jesus stellt die Pharisäer und Schriftgelehrten bloß

    Das ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen, dass er diese Personengruppe vor allen anderen bloßstellt. Ich dachte immer, er hätte bei bestimmten Gelegenheiten zu ihnen gesprochen, wenn man unter sich war. Aber er prangert sie ja hier ganz öffentlich, vor allen anderen an.

    Wie peinlich! Und zudem völlig entgegengesetzt, wie er sonst mit den Menschen umgeht. Denken wir an all die Sünder, wie z.B auch Matthäus und Zachäus. Diese sprach er überhaupt nicht auf ihre Sünden an.

    Warum dieser Unterschied?

    Weil sich die Pharisäer und Schriftgelehrten etwas auf ihre Frömmigkeit einbildeten und überhaupt nicht bemerkten, wie sündig ihr Zustand in Wirklichkeit waren.

    Die anderen hingegen waren sich ihres Zustandes bewußt und hatten ein aufrichtiges und demütiges Herz und bereuten eh schon ihren schlechten Wandel

    weitere Gedanken zu Lukas 20 finden wir hier

  35. Juleam 12. Februar 2014 um 13:26 Link zum Kommentar

    Lukas 20:45-48
    Was hat sich kurz danach denn geändert?

    Hier sehen wir die Szene, die jeder, der Jehova wirklich liebt, sicherlich ebenso mag wie ich: Jesus räumt auf und schafft alles weg, was nicht aufrichtig ist im Tempel. Natürlich finden das weder die Händler noch „die Hohepriester, die Schriftgelehrten und führenden Männer des Volkes“ besonders toll (Vers 47, HfA). Er hat sie damit nur noch mehr gereizt und sie suchen nach einer Möglichkeit, diesen Störenfried endlich loszuwerden.

    Allerdings scheint dies nicht so einfach zu sein, denn in Vers 48 lesen wir: „noch konnten sie nichts gegen ihn unternehmen, denn die Menschen folgten Jesus überall hin und achteten auf jedes seiner Worte“ (HfA). So ist er jetzt noch relativ sicher.

    Wenn wir bedenken, dass wir uns hier am 9. Nissan befinden und Jesus am 14. festgenommen, angeklagt, verurteilt und hingerichtet wird – hier sind nur 5 Tage zwischen. Später schreit der ganze Mob: „an den Pfahl mit ihm!“.

    Wo sind da dann all Jene, die ihm beim Einzug in Jerusalem zugejubelt haben und Jene, vor denen seine Widersacher hier Angst haben?

    Was ist in den wenigen Tagen geschehen, dass sich die Stimmung derart verändert hat und dass diejenigen, die ihn weiterhin für den Messias halten, schweigen und all dies geschehen lassen?

    Wir wissen, dass auch seine Jünger bei der Festnahme fliehen und auch keiner von denen – nicht einmal die Apostel – den Mut aufbringen, für ihn einzutreten.

    Aber mir stellt sich die Frage nach dem Warum: hier fürchten seine Widersacher noch das Volk und nur wenige Tage später fürchten sich diejenigen, die wissen, dass Jesus der Messias ist, sich vor ihnen…

  36. Juleam 12. Februar 2014 um 13:32 Link zum Kommentar

    Lukas 21 – Die Witwe, die alles gibt

    1 Als er aber aufblickte, sah er, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten. 2 Er sah aber auch eine arme Witwe, die legte dort zwei Scherflein ein; 3 und er sprach: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle! 4 Denn diese alle haben von ihrem Überfluss zu den Opfergaben für Gott beigetragen; sie aber hat aus ihrer Armut heraus alles eingelegt, was sie zum Lebensunterhalt besaß.

    5 Und als etliche von dem Tempel sagten, dass er mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sprach er: 6 Was ihr da seht – es werden Tage kommen, wo kein Stein auf dem anderen bleiben wird, der nicht abgebrochen wird! 7 Sie fragten ihn aber und sprachen: Meister, wann wird denn dies geschehen, und was wird das Zeichen sein, wann es geschehen soll?

    8 Da sprach er: Habt acht, dass ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist nahe! Lauft ihnen nun nicht nach!

    9 Wenn ihr aber von Kriegen und Unruhen hören werdet, so erschreckt nicht; denn dies muss zuvor geschehen; aber das Ende kommt nicht so bald. 10 Dann sprach er zu ihnen: Ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; 11 und es wird hier und dort große Erdbeben geben, Hungersnöte und Seuchen; und Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel werden sich einstellen.

    12 Vor diesem allem aber werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und in Synagogen und Gefängnisse übergeben und vor Könige und Fürsten führen um meines Namens willen. 13 Das wird euch aber Gelegenheit zum Zeugnis geben. 14 So nehmt euch nun zu Herzen, dass ihr eure Verteidigung nicht vorher überlegen sollt; 15 denn ich will euch Weisheit und Fähigkeit zu reden geben, der alle eure Widersacher nicht werden widersprechen noch widerstehen können.

    16 Ihr werdet aber auch von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden ausgeliefert werden, und man wird etliche von euch töten , 17 und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. 18 Doch kein Haar von eurem Haupt wird verlorengehen. 19 Gewinnt eure Seelen durch euer standhaftes Ausharren!

    20 Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsheeren belagert seht, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe ist.
    21 Dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist; und wer in [Jerusalem] ist, der ziehe fort aus ihr; und wer auf dem Land ist, der gehe nicht hinein in sie. 22 Denn das sind Tage der Rache , damit alles erfüllt werde, was geschrieben steht.
    23 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not im Land sein und Zorn über dieses Volk! 24 Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwerts und gefangen weggeführt werden unter alle Heiden. Und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.

    25 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden Angst der Heidenvölker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen, 26 da die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen soll; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
    27 Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.

    28 Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.

    29 Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume! 30 Wenn ihr sie schon ausschlagen seht, so erkennt ihr von selbst, dass der Sommer jetzt nahe ist. 31 So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass das Reich Gottes nahe ist. 32 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschehen ist. 33 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

    34 Habt aber acht auf euch selbst, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens , und jener Tag unversehens über euch kommt! 35 Denn wie ein Fallstrick wird er über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden wohnen. 36 Darum wacht jederzeit und bittet, dass ihr gewürdigt werdet, diesem allem zu entfliehen, was geschehen soll, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen!

    37 Er war aber tagsüber im Tempel und lehrte, bei Nacht aber ging er hinaus und übernachtete an dem Berg, welcher Ölberg heißt. 38 Und alles Volk kam früh zu ihm in den Tempel, um ihn zu hören.

    Die Witwe, die alles gibt und die Zeichen des Endes

    Wieder einmal ein Kapitel randvoll gefüllt mit den verschiedensten Informationen – über die man alle einzeln ausführlich schreiben könnte:

    Zuerst einmal die Witwe, die zwar sehr arm ist, aber nicht egoistisch – sondern alles gibt, was sie hat.

    Dies erinnert mich an eine Erfahrung, die Bayless Conley in einem seiner Vorträge erzählt: es ging um eine alleinerziehende Schwester in einer Gemeinde, die in finanzieller Not war. Daher überlegten die Ältesten, für sie eine Sammlung (Kollekte) zu machen. Im Gottesdienst wurde bekannt gegeben, dass man für eine bedürftige Person sammeln wolle. Während der Sammlung saß Bayless zufällig neben der betreffenden Schwester und sah voller Verwunderung, wie sie ihren Geldbeutel öffnete und alles gab, was drin war.

    Ein sehr schönes Beispiel von Selbstlosigkeit, besonders in dieser Zeit heute, wo jeder von sich denkt, er sei der Nabel der Welt. Denn sie hätte ja auch gar nichts geben „brauchen“, denn sie selbst war ja bedürftig. Sie konnte ja nicht wissen, dass das Geld für sie gedacht war. Aber sie wußte, was es heißt in Not zu sein und so wollte sie einfach helfen.

    Aber der Lehrpunkt, den Jesus damit rüber bringen wollte, war ja wohl eher, dass sie das Gebot „Jehova mit ganzem Herzen und allem was wir haben zu lieben“ in besonderer Weise beachtete.

    Denn sicherlich ist es leicht, aus unserem Überfluß zu geben – sei es unsere Zeit, unsere Kraft oder unsere finanzielle Mittel. Ein echtes Opfer aber ist es erst dann, wenn wir uns dies irgendwo abknappsen müssen. Und dies tut diese Witwe hier, ebenso wie die Schwester, von der Bayless erzählt.

    Es geht darum, wo unsere Prioritäten liegen. Was ist uns wichtig? Wofür sind wir bereit, Abstriche zu machen?

  37. Juleam 12. Februar 2014 um 13:45 Link zum Kommentar

    Der Rest vom Kapitel 21 dreht sich um die Zeichen des Endes – wovon einige noch unterteilt sind:

    • Zerstörung des Tempels (Vers 5-6)
    • falsche Christusse und Propheten (Verse 7-9)
    • Kriege, Hungersnöte, Erdbeben und Seuchen (Verse 10-11)
    • Verfolgung (Verse 12-19)
    • Zerstörung Jerusalems (Verse 20-24)
    • Wiederkunft Jesu (Verse 25-27)

    Die ganze Aufzählung, die einen schon in Angst und Sorge versetzen könnte, schließt er aber in Vers 28 mit einer starken Ermunterung ab:

    Wenn sich dies alles ereignet, dann seid zuversichtlich – mit festem Blick und erhobenen Haupt! Denn eure Befreiung steht vor der Tür!
    (Hoffnung für Alle)

    Diese Formulierung erinnert mich an das, worüber ich vor einigen Tagen mit Lucy gesprochen habe. Sie hatte mich an zwei Begebenheiten im Leben Jesu erinnert, die einen ähnlichen Gedanken rüber bringen sollen:

    Natürlich Petrus, der auf dem Wasser auf Jesus zuging. Dies klappte nur solange, wie er sich nicht ablenken ließ, sondern fest auf Jesus schaute – „mit festem Blick und erhobenen Haupt“.

    Aber auch die Frau, die 18 Jahre unter Blutfluss gelitten hatte. Sie war so sehr auf Jesus fixert, dachte: „wenn ich nur sein Gewand anrühren könnte…“

    Auch wir sollten unseren Blick ganz fest auf Jesus und die Hoffnung gerichtet halten, die uns unser Gott in seinem Wort gibt.

    Es wird eine schwere Zeit sein, das bestreitet niemand. Wie John heute auch in der Ansprache sagte, fühlen wir uns manchmal so, als würden wir durch eine Wüste gehen. Aber wenn Gottes Diener durch eine Wüste gingen, dann war es meist, um sie auf etwas bestimmtes vorzubereiten – und „niemand ist in der Wüste geblieben, sie alle kamen auch wieder heraus“ 😉

    Konzentrieren wir uns bei all dem auf unseren Gott und darauf, dass er uns von Herzen liebt und nicht im Stich lassen wird!

  38. Juleam 12. Februar 2014 um 13:49 Link zum Kommentar

    Kann man diese 4 Zeichen in einen Zusammenhang bringen?

    Es stehen bestimmte Personen auf, die behaupten, im Namen Gottes zu reden – aber in Wirklichkeit die Menschen falsch informieren und hinter sich her wegziehen. Also mehr Gewicht auf sich selbst legen (oder der eigenen Organisation) und daher immer mehr von dem Eigentlichen – Gott und Jesus – ablenken (Verse 7-9)

    Diejenigen, die Jesu wahre Nachfolger verfolgen, werden sich den Anschein geben, selbst die wahre Organisation Gottes zu sein (siehe Punkt 1) und versuchen, sie zum Schweigen zu bringen und sogar, sie von ihren Familien zu isolieren. Dies wird zwar Mißtrauen innerhalb der Familien säen, aber wir sollen uns keine Sorgen machen.

    Auch wenn es so aussieht, hat uns unser Gott nicht verlassen. Er ist immer bei uns und wird uns beistehen und er wird uns helfen, ebenso wie er Jesus geholfen hatte. Wir müssen nur ganz fest auf IHN und Jesus blicken, dann werden wir nicht untergehen.

    Wir müssen bei all dem daran denken, dass uns Jehova nicht wegen irgendwelcher Leistungen liebt, sondern um unserer selbst willen, weil wir ein aufrichtiges Herz haben. Wenn wir daraus unsere Identität ziehen, werden wir besser mit all diesen Angriffen umgehen können
    (Verse 12-19)

    Denken wir dabei auch an die Christenverfolgung wie in China usw. Wenn es soweit ist, dass die Situation aussichtslos erscheint, dann kommt Jesus wieder und befreit sein Volk. (Verse 25-27)

    Nun kommt die Geschichte vom Feigenbaum. All diese Geschehnisse sollten uns nicht beunruhigen, sondern wir sollten es als Reifen der Früchte ansehen. Wenn die Frucht reif ist, wird geerntet. Das Ziel ist erreicht – ebenso wie wir bald unser Ziel erreicht haben werden (Verse 29-33)

    weitere Gedanken zu Lukas 21 finden wir hier

  39. Juleam 12. Februar 2014 um 13:52 Link zum Kommentar

    Lukas 22 – 24

    Lukas 22 – die Ereignisse überschlagen sich

    1 Es nahte aber das Fest der ungesäuerten Brote, das man Passah nennt. 2 Und die obersten Priester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn umbringen könnten; denn sie fürchteten das Volk. 3 Es fuhr aber der Satan in Judas, der mit Beinamen Ischariot genannt wird, welcher aus der Zahl der Zwölf war. 4 Und er ging hin und besprach mit den obersten Priestern und den Hauptleuten , wie er ihn an sie ausliefern wollte. 5 Und sie waren erfreut und kamen überein, ihm Geld zu geben. 6 Und er versprach es und suchte eine gute Gelegenheit, um ihn ohne Volksauflauf an sie auszuliefern.

    7 Es kam aber der Tag der ungesäuerten Brote, an dem man das Passah schlachten musste. 8 Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Geht hin, bereitet uns das Passah, damit wir es essen können! 9 Sie aber sprachen zu ihm: Wo willst du, dass wir es bereiten? 10 Und er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr in die Stadt hineinkommt, so wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trägt; dem folgt in das Haus, wo er hineingeht, 11 und sprecht zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist das Gastzimmer, in dem ich mit meinen Jüngern das Passah essen kann? 12 Und jener wird euch einen großen, mit Polstern ausgelegten Obersaal zeigen; dort bereitet es zu!
    13 Sie gingen hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte; und sie bereiteten das Passah.

    14 Und als die Stunde kam, setzte er sich zu Tisch und die zwölf Apostel mit ihm. 15 Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide. 16 Denn ich sage euch: Ich werde künftig nicht mehr davon essen, bis es erfüllt sein wird im Reich Gottes.
    17 Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt diesen und teilt ihn unter euch! 18 Denn ich sage euch: Ich werde nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist.
    19 Und er nahm das Brot , dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis !
    20 Desgleichen [nahm er] auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut , das für euch vergossen wird.

    21 Doch siehe, die Hand dessen, der mich verrät, ist mit mir auf dem Tisch. 22 Und der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie es bestimmt ist; aber wehe dem Menschen, durch den er verraten wird! 23 Und sie fingen an, sich untereinander zu befragen, welcher von ihnen es wohl wäre, der dies tun würde.

    24 Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte zu gelten habe. 25 Er aber sagte zu ihnen: Die Könige der Heidenvölker herrschen über sie, und ihre Gewalthaber nennt man Wohltäter. 26 Ihr aber sollt nicht so sein; sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Führende wie der Dienende. 27 Denn wer ist größer: der, welcher zu Tisch sitzt, oder der Dienende? Ist es nicht der, welcher zu Tisch sitzt? Ich aber bin mitten unter euch wie der Dienende.

    28 Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen Anfechtungen. 29 Und so übergebe ich euch ein Königtum, wie es mir mein Vater übergeben hat, 30 sodass ihr an meinem Tisch in meinem Reich essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten .

    31 Es sprach aber der Herr: Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen; 32 ich aber habe für dich gebetet , dass dein Glaube nicht aufhöre; und wenn du einst umgekehrt bist , so stärke deine Brüder! 33 Er aber sprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen! 34 Er aber sprach: Ich sage dir, Petrus : Der Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, dass du mich kennst!

    35 Und er sprach zu ihnen: Als ich euch aussandte ohne Beutel und Tasche und Schuhe, hat euch etwas gemangelt? Sie sprachen: Nichts! 36 Nun sprach er zu ihnen: Aber jetzt, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, ebenso auch die Tasche; und wer es nicht hat, der verkaufe sein Gewand und kaufe ein Schwert . 37 Denn ich sage euch: Auch dies muss noch an mir erfüllt werden, was geschrieben steht: »Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden« . Denn was von mir [geschrieben steht], das geht in Erfüllung!
    38 Sie sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter! Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug !

    39 Und er ging hinaus und begab sich nach seiner Gewohnheit an den Ölberg. Es folgten ihm aber auch seine Jünger. 40 Und als er an den Ort gekommen war, sprach er zu ihnen: Betet , dass ihr nicht in Versuchung kommt! 41 Und er riss sich von ihnen los, ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder, betete 42 und sprach:
    Vater, wenn du diesen Kelch von mir nehmen willst – doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! 43 Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.
    44 Und er war in ringendem Kampf und betete inbrünstiger; sein Schweiß wurde aber wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.
    45 Und als er vom Gebet aufstand und zu seinen Jüngern kam, fand er sie schlafend vor Traurigkeit. 46 Und er sprach zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt!

    47 Während er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar, und der, welcher Judas hieß, einer der Zwölf, ging vor ihnen her und näherte sich Jesus, um ihn zu küssen. 48 Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrätst du den Sohn des Menschen mit einem Kuss?
    49 Als nun seine Begleiter sahen, was da geschehen sollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen? 50 Und einer von ihnen schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. 51 Da antwortete Jesus und sprach: Lasst ab davon! Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn.

    52 Es sprach aber Jesus zu den obersten Priestern und Hauptleuten des Tempels und zu den Ältesten, die an ihn herangetreten waren: Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und mit Stöcken! 53 Als ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt. Aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis .

    54 Nachdem sie ihn nun festgenommen hatten, führten sie ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von ferne. 55 Da sie aber mitten im Hof ein Feuer angezündet hatten und beisammensaßen, setzte sich Petrus mitten unter sie. 56 Es sah ihn aber eine Magd beim Feuer sitzen, schaute ihn an und sprach: Auch dieser war mit ihm! 57 Er aber verleugnete ihn und sprach: Frau, ich kenne ihn nicht! 58 Und bald danach sah ihn ein anderer und sprach: Du bist auch einer von ihnen! Petrus aber sprach: Mensch, ich bin“s nicht! 59 Und nach einer Weile von ungefähr einer Stunde bekräftigte es ein anderer und sprach: Wahrhaftig, der war auch mit ihm; denn er ist ein Galiläer!
    60 Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagst! Und sogleich, während er noch redete, krähte der Hahn. 61 Und der Herr wandte sich um und sah Petrus an. Da erinnerte sich Petrus an das Wort des Herrn, das er zu ihm gesprochen hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen ! 62 Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.

    63 Die Männer aber, die Jesus festhielten, verspotteten und misshandelten ihn; 64 und nachdem sie ihn verhüllt hatten, schlugen sie ihn ins Angesicht und fragten ihn und sprachen: Weissage uns, wer ist“s, der dich geschlagen hat? 65 Und viele andere Lästerungen sprachen sie gegen ihn aus.

    66 Und als es Tag geworden war, versammelten sich die Ältesten des Volkes, die obersten Priester und Schriftgelehrten, und führten ihn vor ihren Hohen Rat; und sie sprachen: 67 Bist du der Christus ? Sage es uns! Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich es euch sagte, so würdet ihr es nicht glauben; 68 wenn ich aber auch fragte, so würdet ihr mir nicht antworten, noch mich loslassen. 69 Von nun an wird der Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der Macht Gottes.
    70 Da sprachen sie alle: Bist du also der Sohn Gottes? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt es, denn ich bin es! 71 Da sprachen sie: Was brauchen wir ein weiteres Zeugnis ? Denn wir haben es selbst aus seinem Mund gehört !

    Wieder prasseln die Themen auf uns herunter. Erstaunlich, wieviel Geschehen in so ein kleines Kapitel passt:

  40. Juleam 12. Februar 2014 um 14:00 Link zum Kommentar
    • Die Hohepriester und Schriftgelehrten verschwören sich, um diesen lästigen Jesus loszuwerden (Verse 1-3)
    • Judas fädelt seinen Verrat ein und verhandelt mit den Obersten, wieviel für ihn dabei rausspringt und was er dafür tun muss (Verse 4-6)
    • Jesus schickt die Jünger los, um einen Raum zu suchen und das Passah vorzubereiten (Verse 7-13).
      Das, was wir hier nur kurz und knapp lesen, wird mehrere Stunden in Anspruch genommen haben, denn sie mußten ja nicht nur eine Location suchen, sondern auch noch einkaufen, das Lamm Schächten, ausbluten lassen und zubereiten. Wenn ich daran denke, wie lange bereits ein Rinderbraten schmoren muss, bis er gar ist, wird bereits das Kochen mehrere Stunden in Anspruch genommen haben.
    • Jesus feiert mit seinen Jüngern das Passah (Verse 14-16)
      Auch dies hat mehrere Stunden in Anspruch genommen, denn es gab einen ganz bestimmten Ablauf für das Fest, den Jehova bereits bei seiner Einführung bestimmt hatte. In diesem Verlauf wurden auch mehrere Becher Wein getrunken. Sie saßen hier also in einer gemütlichen Runde zusammen, assen und tranken – nicht so, wie wir es heute von fastfood bei MacDonnalds oder so gewohnt sind, sondern es war ein Mehrgängemenü – und feierten ein Fest.
      Sie gedachten dabei der Geschichte ihres Volkes: wie Jehova sie aus Ägypten befreit hatte und zuvor ihre Erstgeborenen vor dem Tode bewahrt hatte.
    • Als sie bei der letzten Runde Wein angekommen sind – im Verlauf des Passah war eine bestimmte Anzahl Becher Wein zu trinken – führt Jesus das Gedächtnismahl oder Abendmahl ein (Verse 17-20)
    • Er bereitet sie auf den Verrat vor (Verse 21-23)
    • Sie überlegen, wer von ihnen der größte ist und bekommen von Jesus die Antwort (Verse 24-27)
    • Jesus bereitet sie auf ihre Hoffnung vor (Verse 28-30), aber auch auf die Probleme, die nun auch auf sie zukommen werden (Verse 31-34)
    • Dann gibt es geänderte Dienstanweisungen, wie dass sie nun ein Schwert bräuchten (Verse 35-38), was dann später bei der Festnahme zu Missverständnissen führt (Vers 50-51).
    • Jesus geht mit ihnen in den Garten Gethsemaneh um zu beten, wobei sie vor Erschöpfung einschlafen. Er selbst sucht Kraft bei seinem Vater und wird von Engeln gestärkt (Verse 39-46)
    • Judas kommt mit einem Trupp, verrät Jesus, lässt ihn festnehmen und bringt damit auch seine Brüder in Schwierigkeiten (Verse 47-53)
    • Jesus wird abgeführt wie ein Verbrecher und Petrus folgt ihm. Im weiteren Verlauf wird er unsicher und versucht, sich herauszureden, dabei verleugnet er Jesus (Verse 54-62).
    • Dieser wird von Soldaten verspottet und geschlagen. Wenn wir den nächsten Vers mit einbeziehen, hat dies scheinbar die ganze Nacht gedauert (Verse 63-66)
    • Nun wird ihm ein Scheinprozess gemacht, bei dem er keinerlei Chance hat. Allerdings nur deshalb, weil nun die Zeit für seinen Opfertod gekommen ist und Gott es aus diesem Grund zulässt (Verse 66-71)

    Dies ist zwar echt ein langes Kapitel, denn es hat über 70 Verse, dennoch überschlagen sich meiner Ansicht nach die Ereignisse

  41. Juleam 17. Februar 2014 um 10:53 Link zum Kommentar

    Lukas 23 – „von Pontius nach Pilatur!“

    1 Und die ganze Versammlung stand auf, und sie führten ihn vor Pilatus. 2 Sie fingen aber an, ihn zu verklagen und sprachen: Wir haben gefunden, dass dieser das Volk verführt und es davon abhalten will, dem Kaiser die Steuern zu zahlen. Er behauptet, er sei Christus, der König .
    3 Da fragte ihn Pilatus und sprach: Bist du der König der Juden? Er antwortete ihm und sprach: Du sagst es!
    4 Da sprach Pilatus zu den obersten Priestern und der Volksmenge: Ich finde keine Schuld an diesem Menschen!
    5 Sie aber bestanden darauf und sprachen: Er wiegelt das Volk auf, indem er in ganz Judäa lehrt, angefangen in Galiläa bis hierher! 6 Als Pilatus von Galiläa hörte, fragte er, ob der Mensch ein Galiläer sei. 7 Und als er hörte, dass er aus dem Herrschaftsgebiet des Herodes sei, sandte er ihn zu Herodes, der in diesen Tagen auch selbst in Jerusalem war.

    8 Herodes aber freute sich sehr, als er Jesus erblickte; denn er hätte ihn schon längst gern gesehen , weil er viel von ihm gehört hatte, und er hoffte, zu sehen, wie ein Zeichen von ihm vollbracht wurde. 9 Er legte ihm denn auch viele Fragen vor; aber er gab ihm keine Antwort.
    10 Die obersten Priester aber und die Schriftgelehrten standen da und verklagten ihn heftig. 11 Und Herodes behandelte ihn verächtlich und verspottete ihn samt seinen Kriegsleuten und schickte ihn, nachdem er ihm ein Prachtgewand hatte anlegen lassen, wieder zu Pilatus. 12 An demselben Tag schlossen Pilatus und Herodes Freundschaft miteinander, denn zuvor waren sie einander feind gewesen.

    13 Pilatus aber rief die obersten Priester und die führenden Männer und das Volk zusammen 14 und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als mache er das Volk abtrünnig; und siehe, als ich ihn vor euch verhörte, habe ich an diesem Menschen keine Schuld gefunden, deretwegen ihr ihn anklagt, 15 aber auch Herodes nicht; denn ich habe euch zu ihm gesandt; und siehe, es ist nichts von ihm verübt worden, was des Todes würdig wäre.
    16 Darum will ich ihn züchtigen und dann freilassen!

    17 Er musste ihnen aber anlässlich des Festes einen freigeben. 18 Da schrie aber die ganze Menge und sprach: Hinweg mit diesem, und gib uns Barabbas frei! 19 Der war wegen eines in der Stadt vorgefallenen Aufruhrs und Mordes ins Gefängnis geworfen worden. 20 Nun redete ihnen Pilatus noch einmal zu, weil er Jesus freilassen wollte. 21 Sie aber riefen dagegen und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn!

    22 Und zum dritten Mal sprach er zu ihnen: Was hat dieser denn Böses getan? Ich habe keine des Todes würdige Schuld an ihm gefunden. Darum will ich ihn züchtigen und dann freilassen.
    23 Sie aber hielten an mit lautem Geschrei und forderten, dass er gekreuzigt werde; und ihr Geschrei und das der obersten Priester nahm überhand.
    24 Da entschied Pilatus, dass ihre Forderung erfüllt werden sollte, 25 und gab ihnen den frei, den sie begehrten, welcher eines Aufruhrs und Mordes wegen ins Gefängnis geworfen worden war; Jesus aber übergab er ihrem Willen.

    26 Und als sie ihn hinführten, ergriffen sie einen gewissen Simon von Kyrene, der vom Feld kam, und legten ihm das Kreuz auf, damit er es Jesus nachtrage. 27 Es folgte ihm aber eine große Menge des Volkes, und dazu Frauen, die ihn auch beklagten und betrauerten. 28 Da wandte sich Jesus zu ihnen und sprach: Ihr Töchter Jerusalems, weint nicht über mich; weint vielmehr über euch selbst und über eure Kinder!
    29 Denn siehe, es kommen Tage, da man sagen wird: Glückselig sind die Unfruchtbaren, und die Leiber, die nicht geboren, und die Brüste, die nicht gestillt haben! 30 Dann wird man anfangen, zu den Bergen zu sagen: Fallt über uns! und zu den Hügeln: Bedeckt uns! 31 Denn wenn man dies mit dem grünen Holz tut, was wird mit dem dürren geschehen?

    32 Es wurden aber auch zwei andere hingeführt, Übeltäter, um mit ihm hingerichtet zu werden. 33 Und als sie an den Ort kamen, den man Schädelstätte nennt, kreuzigten sie dort ihn und die Übeltäter, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken.
    34 Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

    Sie teilten aber sein Gewand und warfen das Los [darüber]. 35 Und das Volk stand da und sah zu. Und es spotteten auch die Obersten mit ihnen und sprachen: Andere hat er gerettet; er rette nun sich selbst, wenn er der Christus ist, der Auserwählte Gottes! 36 Aber auch die Kriegsknechte verspotteten ihn, indem sie herzutraten und ihm Essig brachten 37 und sprachen: Bist du der König der Juden, so rette dich selbst!
    38 Es stand aber auch eine Inschrift über ihm geschrieben in griechischer, lateinischer und hebräischer Schrift: »Dieser ist der König der Juden«.

    39 Einer der gehängten Übeltäter aber lästerte ihn und sprach: Bist du der Christus, so rette dich selbst und uns! 40 Der andere aber antwortete, tadelte ihn und sprach: Fürchtest auch du Gott nicht, da du doch in dem gleichen Gericht bist? 41 Und wir gerechterweise , denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Unrechtes getan!
    42 Und er sprach zu Jesus: Herr, gedenke an mich, wenn du in deiner Königsherrschaft kommst! 43 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!

    44 Es war aber um die sechste Stunde, und eine Finsternis kam über das ganze Land bis zur neunten Stunde . 45 Und die Sonne wurde verfinstert, und der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei. 46 Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist! Und als er das gesagt hatte, verschied er.

    47 Als aber der Hauptmann sah, was geschah, pries er Gott und sprach: Wahrlich, dieser Mensch war gerecht! 48 Und die ganzen Scharen, die herbeigekommen waren zu diesem Schauspiel – als sie sahen, was geschah, schlugen sie sich an ihre Brust und kehrten zurück.

    49 Es standen aber alle, die ihn kannten, weit entfernt, auch die Frauen, die ihm von Galiläa her nachgefolgt waren; und sie sahen dies. 50 Und siehe, ein Mann namens Joseph aus Arimathia, einer Stadt der Juden, der ein Ratsherr war, ein guter und gerechter Mann, 51 der ihrem Rat und Tun nicht zugestimmt hatte, der auch selbst auf das Reich Gottes wartete, 52 dieser ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu; 53 und er nahm ihn herab, wickelte ihn in Leinwand und legte ihn in ein in Felsen gehauenes Grab, worin noch niemand gelegen hatte.

    54 Und es war Rüsttag , und der Sabbat brach an. 55 Es folgten aber auch die Frauen nach, die mit ihm aus Galiläa gekommen waren, und sahen sich das Grab an und wie sein Leib hineingelegt wurde. 56 Dann kehrten sie zurück und bereiteten wohlriechende Gewürze und Salben; am Sabbat aber ruhten sie nach dem Gesetz.

    Hier sehen wir sehr deutlich, woher der zuvor zitierte Ausspruch kommt: Jesus kommt zu Pilatus zurück, vor dem er zuerst gestanden hatte.

    Eigentlich fragt man sich, warum Pilatus dem Drängen des Volkes nachgibt, denn immerhin betont er hier mehrfach, dass es keinen Grund gibt, diesen Mann hier zu verurteilen und dass Herodes dies ebenso sieht.

    Dennoch gibt er dem Druck des Volkes nach – warum?

    Bedenken wir hierbei, dass selbst seine Jünger und Apostel vor Angst geflohen waren und nichts taten, um dem zu helfen, den sie für den Messias hielten. Im Gegensatz zu ihnen war Pilatus kein Anhänger von Jesus

  42. Juleam 17. Februar 2014 um 10:56 Link zum Kommentar

    Lukas 23:6-12
    Herodes und seine Einstellung

    Ganz zu Anfang lesen wir, dass sich Herodes freut, als er Jesus vor seinen Richterstuhl bekommt. Er hat schon viel von ihm gehört, aber scheinbar sind es lediglich die Wunder, die ihn dabei beeindrucken (Vers 8).

    Denn nachdem Jesus ihm nicht bietet, was er sich erhofft hat, macht er sofort dabei mit, ihn zu verspotten (Vers 11).

    Hier unterscheidet er sich deutlich von Pilatus: es ist eine Sache, aus Angst nicht helfend einzugreifen – aber eine andere Sache, aktiv an Unrecht und Gewalt mitzuwirken.

    Daher begreife ich auch nicht wirklich, warum in Vers 12 gesagt wird, dass diese Vorkommnisse aus Pilatus und Herodes – die zuvor erbitterte Feinde gewesen waren – nun Freunde geworden waren?

    Pilatus bedauert, dass er Jesus nicht helfen oder bewahren konnte – Herodes hingegen ließ ihm seine Verachtung spüren und machte beim Spott mit. Wo ist hier eine gemeinsame Basis für plötzliche Verbrüderung?

  43. Juleam 17. Februar 2014 um 10:59 Link zum Kommentar

    Lukas 23:32-43
    „Vom Kreuz zum Paradies“

    So heißt eine Andacht-Reihe, die im letzten Viertel des vergangenen Jahres auf „die Gute Saat“ zu lesen war. Jeden Sonntag gab es einen kurzen Gedanken, ausgehend davon, dass dieser eine Verbrecher noch so kurz vor seinem Tod am Kreuz bereut.

    Ich will nicht alles hier rein kopieren, denn dazu ist es zu lang, aber ihr könnt sie euch unter folgendem Link ansehen und speichern oder kopieren: „Vom Kreuz zum Paradies“

    Hier findet ihr auch eine logische Erklärung, warum man das Verhalten des Verbrechers als tätige Reue erkennen kann und wieso er noch „so kurz vor Toresschluß“ den Lohn erhält 😉

    weitere Gedanken zu Lukas 23 finden wir hier

  44. Juleam 17. Februar 2014 um 11:05 Link zum Kommentar

    Lukas 24 – Jesus lebt!

    1 Am ersten Tag der Woche aber kamen sie am frühen Morgen zum Grab und brachten die wohlriechenden Gewürze, die sie bereitet hatten und noch etliche mit ihnen. 2 Sie fanden aber den Stein von dem Grab weggewälzt. 3 Und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. 4 Und es geschah, als sie deswegen ganz ratlos waren, siehe, da standen zwei Männer in strahlenden Gewändern bei ihnen. 5 Da sie nun erschraken und das Angesicht zur Erde neigten, sprachen diese zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? 6 Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden!
    Denkt daran, wie er zu euch redete, als er noch in Galiläa war, 7 und sagte: »Der Sohn des Menschen muss in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen«. 8 Da erinnerten sie sich an seine Worte, 9 und sie kehrten vom Grab zurück und verkündigten das alles den Elfen und allen Übrigen.

    10 Es waren aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus, die dies den Aposteln sagten, sie und die Übrigen mit ihnen. 11 Und ihre Worte kamen ihnen vor wie ein Märchen, und sie glaubten ihnen nicht.
    12 Petrus aber stand auf und lief zum Grab, bückte sich und sah nur die leinenen Tücher daliegen; und er ging nach Hause, voll Staunen über das, was geschehen war.

    13 Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tag zu einem Dorf namens Emmaus, das von Jerusalem 60 Stadien entfernt war. 14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschehnissen. 15 Und es geschah, während sie miteinander redeten und sich besprachen, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. 16 Ihre Augen aber wurden gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. 17 Und er sprach zu ihnen: Was habt ihr unterwegs miteinander besprochen, und warum seid ihr so traurig ? 18 Da antwortete der eine, dessen Name Kleopas war, und sprach zu ihm: Bist du der einzige Fremdling in Jerusalem, der nicht erfahren hat, was dort geschehen ist in diesen Tagen? 19 Und er sprach zu ihnen: Was?
    Sie sprachen zu ihm: Das mit Jesus, dem Nazarener, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk; 20 wie ihn unsere obersten Priester und führenden Männer ausgeliefert haben, dass er zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde.
    21 Wir aber hofften, er sei der, welcher Israel erlösen sollte. Ja, bei alledem ist heute schon der dritte Tag, seit dies geschehen ist!
    22 Zudem haben uns auch einige Frauen aus unserer Mitte in Verwirrung gebracht; sie waren am Morgen früh beim Grab, 23 fanden seinen Leib nicht, kamen und sagten, sie hätten sogar eine Erscheinung von Engeln gesehen, welche sagten, er lebe. 24 Und etliche der Unsrigen gingen hin zum Grab und fanden es so, wie es auch die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber haben sie nicht gesehen.

    25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben! 26 Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?
    27 Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.
    28 Und sie näherten sich dem Dorf, wohin sie wanderten; und er gab sich den Anschein, als wollte er weitergehen. 29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt! Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben.

    30 Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, sprach den Segen, brach es und gab es ihnen. 31 Da wurden ihnen die Augen geöffnet, und sie erkannten ihn; und er verschwand vor ihnen.
    32 Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Weg, und als er uns die Schriften öffnete ?

    33 Und sie standen auf in derselben Stunde und kehrten nach Jerusalem zurück und fanden die Elf und ihre Gefährten versammelt, 34 die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden, und er ist dem Simon erschienen!
    35 Und sie selbst erzählten, was auf dem Weg geschehen war, und wie er von ihnen am Brotbrechen erkannt worden war.

    36 Während sie aber davon redeten, trat Jesus selbst in ihre Mitte, und er spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! 37 Aber bestürzt und voll Furcht meinten sie, einen Geist zu sehen. 38 Und er sprach zu ihnen:
    Was seid ihr so erschrocken, und warum steigen Zweifel auf in euren Herzen? 39 Seht an meinen Händen und meinen Füßen, dass ich es bin! Rührt mich an und schaut, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich es habe! 40 Und indem er das sagte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße.

    41 Da sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? 42 Da reichten sie ihm ein Stück gebratenen Fisch und etwas Wabenhonig. 43 Und er nahm es und aß vor ihnen.

    44 Er aber sagte ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was im Gesetz Moses und in den Propheten und den Psalmen von mir geschrieben steht. 45 Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden, 46 und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen, 47 und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern , beginnend in Jerusalem.

    48 Ihr aber seid Zeugen hiervon!

    49 Und siehe, ich sende auf euch die Verheißung meines Vaters; ihr aber bleibt in der Stadt Jerusalem, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe!

    50 Er führte sie aber hinaus bis in die Nähe von Bethanien und hob seine Hände auf und segnete sie. 51 Und es geschah, indem er sie segnete , schied er von ihnen und wurde aufgehoben in den Himmel. 52 Und sie warfen sich anbetend vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude ; 53 und sie waren allezeit im Tempel und priesen und lobten Gott. Amen.

    Was für ein begeisterndes Kapitel – besonders vor dem Hintergrund der letzten beiden, wo wir so viel schmerzvolles lesen mussten.

    Jesus lebt. Er ist von den Toten auferstanden und das erste, was er tut, ist, seine Jünger zu ermuntern.

    Er zeigt ihnen nicht nur, dass er lebt, dass er mit einem menschlichen Körper auferstanden ist und nicht nur ein Geist ist – sondern er erklärt ihnen die Schriften und zeigt ihnen, was warum genau so passieren mußte.

    Nun können sie erkennen, dass die schlimmen Dinge, die ihm passiert sind, nicht dagegen sprechen, dass er der von Gott gesandte Messias ist. Im Gegenteil! Dass genau diese Dinge bewiesen, dass er der Messias ist.

    Auch hegt er keinen Groll und macht keine Vorwürfe, dass sie ihn in der Not allein gelassen hatten. Er geht einfach zur Tagesordnung über, rechnet ihnen das Versagen nicht an.

  45. Juleam 17. Februar 2014 um 11:08 Link zum Kommentar

    Lukas 24:1-12
    Hier erkennen wir, was Jesus an Petrus so liebte

    Wenn wir uns diesen Bericht durchlesen und vor unserem inneren Auge lebendig werden lassen, dann sehen wir hier in Vers 12 Petrus, wie er aufspringt, die im-Weg-stehenden einfach auf die Seite schiebt und losrennt.

    Was hatten die Frauen gesagt – Jesus lebt? Unfassbar!

    Während sich die anderen noch wundern und den Bericht anzweifeln, will sich Petrus überzeugen.

    Wenn das stimmt … wenn Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist und lebt … Er wagt kaum, den Gedanken zu Ende zu denken…

    Petrus mag viele Fehler und Schwächen haben – er hatte zum Schwert gegriffen und später geleugnet, Jesus überhaupt zu kennen – aber sein Herz brennt für Jesus und dessen Vater und sein Wort!

    Petrus ist sehr emotional und dieser Charakterzug sieht manchmal so aus, als würde er ein Hindernis sein und ihm immer wieder ein Bein stellen – später distanziert er sich von den Heidenchristen und wird von Paulus dafür gerügt – aber es ist auch eine Stärke.

    Petrus lebt in der Wahrheit, alles was er sieht, hört und liest, berührt sein Herz, er lebt den Glauben, durch ihn wird er lebendig.

    Wir haben heute oftmals das Problem, dass wir viel Wissen und Erkenntnis haben, es aber leider in Kopf bleibt und nicht weiter runter rutscht, in unser Herz.

    Wir müssen wie Petrus davon berührt werden, es muss uns zu Taten anspornen, uns verändern.

    Es zeigt uns aber auch, dass wir uns wegen unseren Schwächen nicht grämen müssen, denn Gott kann diese durch seinen Heiligen Geist zu einer Stärke für uns machen!

    weitere Gedanken zu Lukas 24 finden wir hier

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