Augen des Herzens?

auf daß der Gott unseres Herrn Jesu Christi, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst, damit ihr, erleuchtet an den Augen eures Herzens, wisset, welches die Hoffnung seiner Berufung ist, und welches der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen,
Elberfelder 1871 – Eph 1,17–18

Er öffne euch das innere Auge, damit ihr seht, welche Hoffnung er euch gegeben, zu welch großartigem Ziel er euch berufen hat. Er lasse euch erkennen, wie reich er euch beschenken will und zu welcher Herrlichkeit er euch in der Gemeinschaft der heiligen Engel – Wörtlich Heiligen; nach dem Zusammenhang bezieht sich das Wort hier nicht auf die Christen. – bestimmt hat.
Gute Nachricht Bibel 2018 – Epheser 1,18

Er gebe eurem Herzen erleuchtete Augen, damit ihr seht, zu welch großartiger Hoffnung er euch berufen hat, und damit ihr wisst, wie reich das herrliche Erbe ist, das auf euch, die Heiligen, wartet;
NeÜ bibel.heute – Epheser 1,18

Er soll eure inneren Augen öffnen, damit ihr checkt, auf was wir uns noch alles freuen können. Er hat uns ausgesucht, er hat uns fette Sachen versprochen, die er uns vererben will, und das nur, weil wir ihm vertrauen.
VolxBibel – Epheser 1,18

πε-φωτισμένους Pf. Ptz. Pass. φωτίζω (vgl. A3391ff) tr. erleuchten, beleuchten, bescheinen; wohl subst., doppelter Akk. zum Verb δώῃ gehörig; δώῃ ὑμῖν … πεφωτισμένους τοὺς ὀφθαλμοὺς τῆς καρδίας ὑμῶν er gebe euch … eure Herzensaugen als erleuchtete = er gebe/mache, dass eure Herzensaugen erleuchtet sind (H-S § 233d). εἰς τό V. 12. εἰδέναι Pf. (m. präs. Bdtg.) Inf. οἶδα. κλῆσις8 Berufung, Einladung; τίς ἐστιν ἡ ἐλπὶς τῆς κλήσεως αὐτοῦ welches die Hoffnung seiner Berufung ist = zu welcher Hoffnung er euch berufen hat. πλοῦτος V. 7. κληρο-νομία V. 14. ἐν hier bei, unter (A193).

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

…Diese alttestamentlichen Stellen deuten Dinge an, die kommen werden. Im Epheserbrief finden wir die Erfüllung dieser Verheißungen. In seinem Gebet für die Epheser sagt Paulus:

„15 Darum lasse auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, 16 nicht ab, für euch zu danken und in meinen Gebeten an euch zu gedenken, 1 7 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst, 18 erleuchtete Augen eures Verständnisses, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung und was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist, 19 was auch die überwältigende Größe seiner Kraftwirkung an uns ist, die wir glauben, gemäß der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke“ (Eph 1,15-19).

Da Jesus in Markus 12 die Worte von Mose wiederholt, sieht Paulus Christus als die Erfüllung aller Verheißungen des Alten Testaments. Jesus ist derjenige, der uns mit Gott versöhnt hat, indem er die Gebote seines Vaters vollkommen und von Herzen befolgte und die Strafe auf sich nahm, die wir als Gesetzesbrecher verdient haben. Jesus sendet auch den Heiligen Geist, der dem Gläubigen ein neues Herz gibt, das Gesetz auf dieses Herz schreibt und ihm neue Kraft und Sehnsucht gibt, Gottes Gebote zu befolgen. In Epheser 4, 5 und 6 beschreibt Paulus detailliert, wie das Leben als Christ als Folge davon aussehen wird.
Nichts könnte hoffnungsvoller und befreiender sein als das Bild, das uns in diesen drei Bibelstellen gezeigt wurde. Mein Leben wird nicht von meiner Erziehung, meinem körperlichen Zustand, meiner Bildung, meinen Emotionen oder irgendetwas anderem bestimmt! Weil Gott jede Vorsorge getroffen hat, um mein grundlegendes Bedürfnis — erlöst zu werden — zu stillen, kann ich Zuversicht und Freude haben, dass Veränderung für mich wirklich möglich ist. Mein größtes Problem und Hindernis — mein eigensinniges, sündiges Herz – ist behandelt worden! Gott hat mich erlöst und mir ein neues Herz gegeben.
Wie reagieren Sie auf die Umstände des Lebens? Wo sehen Sie gute Frucht in ihrem Leben? Wo sind Sie geduldig gewesen mit jemandem, der Sie zum Zorn gereizt hat? Wo haben Sie jemanden liebevoll angesprochen, der Sie eingeschüchtert hat? Welche schwierige Situation in der letzten Zeit hat Sie geprüft und gezeigt, dass Ihr Glaube echt ist? Welcher Segen in der letzten Zeit hat Sie geprüft und gezeigt, dass Ihr Glaube echt ist? Wählen Sie eine dieser Fragen aus und denken Sie darüber nach, was für ein Herz solche Frucht hervorbringt. Wie haben Sie klug in Ihrem Erlöser geruht und sich auf ihn verlassen? Worüber haben Sie gezielt Buße getan (abgelegt), und was haben Sie danach geglaubt (angezogen), das Sie zum Handeln angetrieben und ermutigt hat? Welche neu erkannten Wahrheiten über den Retter haben begonnen, Ihr Herz zu erfüllen und Ihr Leben zu verwandeln?

Timothey S. Lane – Alles anders – aber wie?

Das Kreuz auf Golgatha war das Nein des Menschen zu dem Christus, den der Vater gesandt hatte zum Heil der Welt. Er kam in sein Eigentum und wurde von den Seinigen nicht aufgenommen.

Obwohl er der Weg, die Wahrheit und das Leben war und niemand zum Vater kommen konnte als allein durch ihn, den Sohn, so entschied man sich dennoch gegen ihn: „Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrschet.“ Golgatha war die Absage an ihn und seine Heilandsmission, die zu erfüllen er im Auftrage Gottes gekommen war.

Auf unser menschliches Nein antwortete jedoch Gott mit seinem göttlichen Ja. Auf unseren Karfreitag, den wir Jesum bereiteten, antwortete Gott mit seinem Ostern. Er rechtfertigte den von uns Verworfenen durch die Auferstehung, Hatten wir in unserer Mitte keinen Raum für ihn und für die Vollmachten, die er vom Vater zu unserer Erlösung empfangen hatte, Gott hatte Raum für den Sohn zur Rechten auf dem Thron seiner Majestät.

Lehnte eine alte Schöpfung es ab, dass er sie in das Königtum seines Vaters hineinziehen konnte, so setzte Gott ihn zum Anfang einer neuen Schöpfung. Er begann mit ihm und durch ihn die Gemeinde. Hinfort ist sie ein neuer Lebensraum innerhalb der Geschichte, auf den Christus allein Anspruch hat, gleichwie ein Haupt Anspruch hat auf die Glieder seines Leibes. „Du hast ihm Macht verliehen über alles Fleisch, damit er allen, die du ihm gegeben hast, das ewige Leben schenkte.“ Er wacht über sein Eigentum, damit die Pforten der Hölle die Gemeinde als seinen Lebensraum nicht zugrunde richten können.

Zum Apostel dieser Gemeinde sah sich besonders Paulus berufen. Durch ihn schuf sich Christus jenen Lebensraum, der in den Paulusbriefen als eine Behausung Gottes im Geist, als Leib Christi, als Tempel des Geistes, als Gottes Bauwerk und Ackerfeld bezeichnet wird. Der Apostel konnte seine Sendung zu Juden und Griechen in das anschauliche Bild kleiden: „Mit Hilfe der Gnade Gottes, die mir verliehen ist, habe ich wie ein kundiger Baumeister den Grund gelegt. Ein anderer baut darauf weiter. Ein jeder aber sehe zu, wie er weiter baut. Denn niemand kann einen anderen Grund legen als den, der gelegt ist, nämlich Jesus Christus.“

Von dieser Neuschöpfung spricht Paulus in seinen Briefen als von einem geoffenbarten Geheimnis: Christus und die Gemeinde. Christus ist ihm der zweite Adam, mit dem eine Neuschöpfung beginnen konnte. Professor D. Dr. Jeremias hat darauf aufmerksam gemacht, dass Jesus einundachtzig Mal in den Evangelien als „Menschensohn“ bezeichnet wird: vierzehn Mal im Markus-Evangelium, dreißig Mal bei Matthäus, fünfundzwanzig Mal bei Lukas und zwölfmal im Evangelium Johannes.

Auf Grund seiner Forschungen stellt er fest, dass die Selbstbezeichnung Jesu „bar-aenasha“, ein Wort, das Luther mit „Menschensohn“ übersetzt, mit dem Begriff „der neue Mensch“ wiederzugeben sei.

Der Menschensohn ist also nicht eine Niedrigkeits-, sondern eine Hoheitsbezeichnung Jesu. Das ist von Paulus am tiefsten und klarsten erfasst worden. Christus war ihm als der neue Mensch „der zweite Adam“, mit dessen Erscheinen und Auferstehung innerhalb der ersten eine Neuschöpfung durchbrechen konnte.

In derselben soll in ihrer geschichtlichen Erscheinung nicht die kreatürlich-sinnliche Seite herrschen über den Menschen, sondern der Geist soll herrschen über das Fleisch. Daher wagt Paulus im Römerbrief zu schreiben: „Drum sind wir, Brüder, nicht dem Fleische verpflichtet zu leben nach dem Fleische. Denn lebt ihr nach dem Fleisch, so müsst ihr sterben. Wenn ihr jedoch des Leibes böse Triebe durch den Geist tötet, so sollt ihr leben. Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes“ .

Christus ist also der neue Mensch, der zweite Adam, der aus der Welt Gottes heraus einst handelte und immerdar handelt. Er ist in die Welt der Sünde und des Todes getreten mit all ihren seelischen, kosmischen und dämonischen Bindungen, mit ihren dunklen Kräften und Wirkungen, um dort die Gottesherrschaft des Vaters zu offenbaren. Denn als der neue Mensch hat er, wie er es im hohenpriesterlichen Gebet bezeugt, vom Vater Vollmacht empfangen über alles Fleisch. Ist aber der neue Mensch, was ist dann sein gegenwärtiger Leib, seine Gemeinde, seine Kirche? Dann kann auch sie nichts anderes als eine werdende Neuschöpfung sein. Von dieser Schau aus spricht daher auch Paulus von Christus und seiner Gemeinde als ein Geheimnis. „So jemand mit Christus eins geworden ist, so ist er eine Neuschöpfung. Das Alte ist vergangen, ein Neues ist offenbar geworden. Dies alles aber ist Gottes Werk, der uns mit sich durch Christus versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat.“ 96 Christus als Haupt hütet daher auch seine Vollmacht vom Vater, seine Fülle von Leben, seine ihm gewordene Herrlichkeit nicht wie einen Raub. Alles Empfangene macht er vielmehr zu einem Opfer und zu einem Dienst für die Gemeinde. Ist sie doch berufen, eines Tages in ihrer Gesamterscheinung und Vollendung den ganzen Christus Gottes in seiner vollen Sohneswürde und Herrschervollmacht zum Heile der Welt zu offenbaren.

Die Gemeinde als Gottes Neuschöpfung ist mithin in ihrem geschichtlichen Entstehen, in ihrem inneren Charakter, mit ihrem neuen Leben und in ihrer lebendigen Hoffnung aufs engste verbunden mit Christus, ihrem Haupte. Die Geschichte des Hauptes ist auch zur Geschichte der Glieder der Gemeinde geworden. Bei jeder Geburt wird jedes einzelne Glied dem Haupte auf demselben Wege nachgeboren, auf dem das Haupt den Durchbruch zum Leben fand. Christi Durchbruch war die Auferstehung. Sie erschloss ihm jene neue Welt Gottes, in welcher er mit seinem Auferstehungsleben der Anbruch einer neuen Schöpfung werden konnte. Es gibt daher auch nur da Gemeinde, deren Glieder auf Grund einer neuen Geburt, nicht aber auf Grund einer religiösen Handlung oder eines zweckmäßigen Zusammenschlusses Gleichgesinnter in die Gemeinschaft mit Christo hineingeboren sind.

Der Apostel Paulus bezeichnet daher die Gemeinde auch immer wieder als die Ekklesia, und die einzelnen Glieder als die Ekklektoi, als die Herausgerufenen.

Denn dieses Hineingeborenwerden ihrer Glieder in die Lebensgemeinschaft mit Christo bedeutet für sie nicht etwa nur eine heilsgeschichtliche Erkenntnis der Bedeutung Golgathas. Die große heilsgeschichtliche Gottestat auf Golgatha wurde auf Grund göttlicher Berufung auch zu einem inneren Heilserlebnis. Die Gemeinde ist daher in ihrem Entstehen, in ihrem Charakter, in ihrem Dienst und in ihrer Erwartung auch unendlich mehr als nur irgendeine zusammengerufene religiöse Versammlung. Das Wort Ekklesia hatte ursprünglich zwar eine rein politische Bedeutung. Mit jenem Wort wurde in den Städten oder Ortschaften jede politische Stadt- oder Ortsgemeinde bezeichnet, die man zur Beratung gemeinsamer Fragen zusammengerufen hatte. Paulus füllt den Begriff jedoch mit einem völlig neuen Inhalt. Ekklesia ist ihm weder eine politische Versammlung, noch ist sie ihm die Fortsetzung der jüdischen Synagoge. Auch wenn er gelegentlich die Gemeinde so stark als den Tempel Gottes bezeichnet, so war sie ihm doch etwas völlig Neues gegenüber dem alttestamentlichen Tempel. Sie ist ihm die durchs Evangelium herausgerufene, eine durch Christi Auferstehungsleben organisch verbundene Bruderschaft der Glaubensgemeinschaft, von welcher Christus das Haupt fürs Ganze und für jedes einzelne Glied ist.

Solch eine Neuschöpfung kann nicht vom Menschen aus geschaffen oder organisiert werden. Sie ist durch den Geist des Auferstandenen aus dem Todesleben der alten Schöpfung herausgeboren worden

Kroeker – Christus, wer bist du

Wir haben gesehen, dass die Quelle geistlicher Erleuchtung Gott und der entsprechende Kanal der Heilige Geist ist. Dabei geht es um die völlige Erkenntnis Gottes. Nun kommen wir zu den Organen der Erleuchtung: »Er erleuchte die Augen eures Herzens.«6
Dieser bildliche Ausdruck lehrt uns, dass das richtige Verständnis göttlicher Realität nicht davon abhängig ist, ob wir einen scharfen Intellekt besitzen. Vielmehr geht es um ein empfangsbereites Herz. Dies hat sowohl mit den Regungen des Herzens als auch mit dem menschlichen Geist zu tun. Gottes Offenbarungen werden denen gegeben, die ihn lieben. Das eröffnet jedem Gläubigen wundervolle Möglichkeiten, weil wir zwar nicht alle zu den intelligentesten Menschen gehören mögen, doch alle ein liebendes »Herz« haben können.
Als Nächstes nennt Paulus ausdrücklich drei Gebiete göttlicher Erkenntnis, die er bei den Heiligen vermehrt sehen möchte:»Die Hoffnung seiner Berufung.«»Den Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen.«»Die überschwängliche Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden.«
»Die Hoffnung seiner Berufung« weist auf die Zukunft hin; dieser Ausdruck meint unsere endgültige Bestimmung, die Gott für uns im Sinn hatte, als er uns berufen hat. Dieser Ausdruck schließt die Tatsache ein, dass wir für immer bei Christus sein und ihm gleich sein werden. Wir werden dem Universum als Söhne Gottes offenbart und mit Christus als seine makellose Braut herrschen. Wir hoffen darauf, und zwar nicht in dem Sinne, dass wir daran zweifeln müssten. Vielmehr ist dies ein Aspekt unserer Erlösung, der noch in der Zukunft liegt und den wir erwarten.
Der »Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen« ist die zweite unendliche Weite, die die Gläubigen erforschen dürfen. Man beachte, wie Paulus hier Worte aufhäuft, um den gewünschten Effekt der Erhabenheit und Größe hervorzurufen.

MacDonald – Kommentar zum Neuen Testament

Licht für die Augen deines Herzens –

Sha’ul verwendet eine interessante Metapher. Man würde erwarten, Licht für die Augen zu haben, aber „die Augen deines Herzens“? Es ist die Art des Rabbiners zu sagen, dass, während die meisten Dinge mit den physischen Augen beobachtet werden, es einen anderen Bereich der Ruach gibt, der nicht natürlich beobachtbar ist. Es ist im Herzen (hebr. Lev), dass der ganze Sitz der Emotionen und des spirituellen Lebens seinen Ursprung hat. Viele Gebete im jüdischen Gebetbuch (Siddur) flehen Gott an, unsere Augen für seine Tora der Wahrheit zu erleuchten. Es ist dieselbe Art von Erleuchtung, die notwendig ist, um das Werk und die Worte Jeschuas als König Messias wirklich zu verstehen.

Ein messianischer Kommentar: Rabbi Paulus erleuchtet die Epheser über den Wandel mit dem Messias Jeschua

Ich bete auch, dass die Augen eures Herzens erleuchtet werden, damit ihr die Hoffnung erkennt, zu der er euch berufen hat. NIV Für den Juden war das Herz der Kern der Persönlichkeit, die gesamte innere Person, das Zentrum des Denkens und des moralischen Urteils. Das Bild von den Augen des Herzens stellt die Fähigkeit dar, die Realität unserer Hoffnung zu sehen. Indem er die Verse 17 und 18 miteinander verbindet, betet Paulus, dass die Gläubigen Weisheit und Offenbarung erhalten, damit ihr Inneres ständig erleuchtet wird (das griechische Verb steht im Perfekt und bezieht sich auf eine vergangene Handlung mit kontinuierlichen Ergebnissen). Einige haben die Taufe als den Zeitpunkt dieser Erleuchtung identifiziert. Siehe Kolosser 1,12-13, was eine Taufliturgie sein könnte. Am wahrscheinlichsten ist, dass Paulus sich auf die Erleuchtung der Bekehrung bezieht (siehe 2. Korinther 4,4.6). So wie Gottes erster Akt in der physischen Welt darin bestand, Licht zu schaffen, wo nur Finsternis war (1. Mose 1,1-5), so gibt er dem neu geschaffenen Menschen Licht (Johannes 1,4.9) durch die Weisheit und Offenbarung des Geistes. Mit dieser Erleuchtung würden sie die Wahrheit von drei Realitäten erkennen:

„die Hoffnung, zu der er euch berufen hat“ (1,18)

„den Reichtum seines herrlichen Erbes in den Heiligen“ (1,18)

„seine unvergleichlich große Macht“ (1,19)


Zuerst betete Paulus, dass die Gläubigen mit der Wahrheit über ihre Zukunft erleuchtet werden (die Hoffnung, zu der er sie berufen hat NIV). Gläubige freuen sich sowohl auf ein zukünftiges Erbe (Kolosser 1,5) als auch auf Segnungen in dieser gegenwärtigen Welt (1,19; Kolosser 1,27) aufgrund einer Handlung Gottes in der Vergangenheit (Erwählung). Die Hoffnung der Gläubigen ist nicht ein vages Gefühl, dass die Zukunft positiv sein wird, sondern es ist die völlige Gewissheit, dass Gott alles tun wird, was er versprochen hat. Diese völlige Gewissheit kommt durch den Heiligen Geist (1,14). Wir erwarten, dass es geschieht, vertrauen darauf, dass Gott es herbeiführt, und warten geduldig auf seine Ankunft. (Mehr zur Hoffnung siehe Römer 8,23-24; Epheser 4,4; 1. Thessalonicher 1,3; 1. Petrus 3,15).

Life Application Bible Commentar

Die englische Übersetzung verdunkelt eine wichtige alttestamentliche Verbindung zurück zum göttlichen Rat. Das Wort für „Heilige“ in Vers 18 (und anderswo im Neuen Testament) ist hagioi, was „Heilige“ bedeutet. Paulus sagt den Ephesern, dass die Gläubigen ein herrliches Erbe unter den Heiligen haben.
Wir haben den Begriff „Heilige“ im Alten Testament bereits besprochen.3 Er wird für göttliche Wesen in Jahwes göttlichem Rat verwendet (z. B. Hiob 5,1; 15,15; Ps 89,5-7; Sach 14,5). Der hebräische Begriff ist qedoshim. Die Septuaginta, die griechische Übersetzung des Alten Testaments, die von den Autoren des Neuen Testaments verwendet wurde, übersetzt diesen Begriff mit hagioi, demselben Wort wie in Epheser 1,18. Wir haben auch schon gesehen, dass das Alte Testament qedoshim für Menschen verwendet – speziell für gläubige Israeliten -, die sich nicht schuldig gemacht haben, andere Götter anzubeten und die Katastrophe des Exils herbeizuführen (Ps 16,3; 34,8; vgl. Lev 26,14-33).
Wir haben früher, in Kapitel 30, gesehen, dass beide Verwendungen in einem entscheidenden Kapitel zusammenkommen – in Daniel 7. In diesem Kapitel empfing die zweite Jahwe-Gestalt in menschlicher Gestalt, der Menschensohn, ein ewiges Königreich von dem thronenden Alten der Tage. Das Königreich wurde auch den Heiligen gegeben – sowohl den göttlichen als auch den menschlichen (Dan 7:22, 27). Der Abschnitt vermittelte den Gedanken der gemeinsamen Herrschaft in Gottes Reich.
Paulus greift diesen Gedanken in seinem Brief an die Epheser wieder auf, wenn er sagt, dass wir ein Erbe unter den Heiligen haben. Wir sind nicht nur Erben und Kinder in Gottes göttlicher Familie, sondern wir erben das Recht, mit Jesus zu herrschen und zu regieren.

Heiser – The Unseen Realm: Recovering the Supernatural Worldview of the Bible

der Name

Immer wieder höre/lese ich, dass die Juden angeblich nicht Jehovah sondern Jahwe sagen würden. Nun hatten wir ja gerade den „hohen Feiertag“ – das Pessach hinter uns – und zu diesem Zweck hatte ich wieder einmal verschiedene „Pessach Haggada“ vor mir liegen.
Habe mal aus einer der verschiedenen Ausgaben eine Seite fotographiert, und teile diese mit euch. Schaut euch in Ruhe die Namen der Rabbiner an – und dann seht ihr schnell, was ich meine 😉

Genau – es gibt mindestens einen großen Rabbiner, der so heißt wie unser Erlöser – nicht Jesus oder Isus sondern Jehoschua. Und dieser Name wird also in diesen Familien laut während des Pessach vorgelesen.
Auch wenn mein Schwerpunkt natürlich am Abend des 14.Nisan nicht die Aussagen der Rabbiner war, so war es doch das wichtige Erergnis. unser Schwerpunkt lag natürlich auf dem, was die Bibel über diesen Tag berichtet – und wir lasen dann zum Beispiel ein Kapitel aus dem Johannesevangelium – um zu zeigen, wo der Focus von Jesus an diesem Abend lag. Obwohl ER wußte, was die nächsten Stunden für IHN bedeuten würden, waren seine Gedanken und Sorgen ganz bei den treuen 11 Apostln! Was macht das mit mir? Es sollte den Focus meines ganzes Leben verändern!

Wächter

(Ein Psalm; von Asaph ) Gott steht in der Versammlung (Anderswo üb.: Gemeinde) Gottes, (El) inmitten der Götter (d. h. der Richter; vergl. 2. Mose 21,6) richtet er.
Elberfelder 1871 – Ps 82,1

Ein Psalm (begleitetes Lied) von (für) Asaf:
Gott (Elohim) steht in der Versammlung Els (Gottesversammlung),
inmitten der Götter hält er Gericht:
offene Bibel – Ps 82,1

Gott steht (stellt Sich) in der Gemeinde Gottes. Inmitten der Götter wird Er richten. Ps 82,6; 136,2.3; 2Mo 22,28; Jes 3,13.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen — Psalm 82,1

den zweiten Vers hatten wir ja schon einmal

Elohim [Gott] steht in der göttlichen Versammlung. Als Richter über die Menschheit steht Gott am himmlischen Hof und verurteilt diejenigen, die ungerecht und nicht gemäß der Thora urteilen.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Das hier verwendete hebräische Wort, nitsav, ist eine singuläre verbale Form, was bedeutet, dass sein Thema, das auf Hebräisch elohim ist – und als „Gott“ oder „Götter“ übersetzt werden könnte – im Singular als „Gott“ übersetzt werden sollte. ” Die Bilder, die sich von diesem Verb aus erstrecken, sind die des Vorsitzes, da es sich bei dem Rahmen um eine formelle Ratssitzung handelt. die göttliche Versammlung Eine beschreibende Phrase, die vom himmlischen Heer verwendet wird. Wie andere altorientalische Kulturen stellte sich der Psalmist vor, dass Gott die Angelegenheiten der unsichtbaren Welt durch die Verwaltung göttlicher Wesen lenkt. Die Mitglieder des himmlischen Heeres werden oft als „Rat“ oder „Versammlung“ bezeichnet (siehe 1 Kön 22: 19-23). inmitten der Götter Die hier verwendete hebräische Präposition qerev verlangt, dass das hebräische Wort elohim hier als Plural übersetzt wird – als „Götter“. Die Götter in dem Vers sind die Ratsmitglieder, das himmlische Heer (siehe Psa 82: 6). Ein Konzil göttlicher Wesen wird auch in 89: 5–7 erwähnt, wo sie wie im Himmel oder am Himmel dargestellt werden.

Faithlife Study Bible

Der Begriff Götter, der auf Hebräisch Mächtige bedeutet, bezieht sich manchmal auf heidnische Götter (die wirklich Dämonen sind) oder gelegentlich auf Engel oder Herrscher, die als Vertreter Gottes fungieren. Die Verse 6 und 7 legen nahe, dass sich der Begriff in diesem Psalm auf Herrscher bezieht, die „Götter“ genannt werden, weil sie Gottes Vertreter sind und ihre Macht von ihm erhalten (Römer 13: 1–5). In Johannes 10: 34–35 bedient sich Jesus der Anwendung dieses Psalms auf Herrscher.

Bibel der Bibel: Evangelical Heritage Version Study Bible

Die Götter sind real

Ich habe Sie im ersten Kapitel gefragt, ob Sie wirklich glauben, was die Bibel sagt. Betrachten Sie dies als ein Pop-Quiz.
Die Bibel sagt, dass Gott eine Arbeitsgruppe von göttlichen Wesen hat, die seine Entscheidungen ausführen. Sie wird als Gottes Versammlung, Rat oder Gericht bezeichnet (Ps. 89:5-7; Dan. 7:10). Einer der deutlichsten Verse darüber ist Psalm 82,1. Die Gute Nachricht Übersetzung drückt es gut aus: „Gott hat den Vorsitz im himmlischen Rat; in der Versammlung der Götter gibt er seine Entscheidung.“
Wenn Sie darüber nachdenken, ist das ein erschreckender Vers! Er hat mich erschüttert, als ich ihn das erste Mal wirklich betrachtete. Aber was der Vers bedeutet, sagt er schlicht und einfach aus. Wie jeder Vers muss auch Psalm 82,1 im Kontext dessen verstanden werden, was die Bibel sonst noch sagt – in diesem Fall, was sie über die Götter sagt und wie dieser Begriff zu definieren ist.
Das ursprüngliche hebräische Wort, das mit „Götter“ übersetzt wird, ist elohim. Viele von uns haben an elohim so lange in einem einzigen Sinn gedacht – als einen der Namen Gottes, des Vaters -, dass es für uns schwer sein mag, es in seiner weiteren Bedeutung zu sehen. Aber das Wort bezieht sich auf jeden Bewohner der unsichtbaren geistigen Welt. Deshalb wird es für Gott selbst (1. Mose 1,1), für Dämonen (2. Mose 32,17) und für die menschlichen Toten im Jenseits (1. Sam. 28,13) verwendet. Für die Bibel ist jedes körperlose Wesen, dessen Heimatadresse die Geisterwelt ist, ein Elohim.
Der hebräische Begriff bezieht sich nicht auf eine bestimmte Gruppe von Fähigkeiten, die nur Gott hat. Die Bibel unterscheidet Gott von allen anderen Göttern auf andere Weise, nicht durch die Verwendung des Wortes elohim. Zum Beispiel befiehlt die Bibel den Göttern, den Gott der Bibel anzubeten (Ps. 29:1). Er ist ihr Schöpfer und König (Ps. 95:3; 148:1-5). In Psalm 89:6-7 (GNT) heißt es: „Niemand im Himmel ist wie du, HERR; keines der himmlischen Wesen ist dir gleich [1 Könige 8:23; Ps. 97:9]. Du bist gefürchtet im Rat der Heiligen.“ Die biblischen Schreiber sind ziemlich unverblümt darüber, dass der Gott Israels nicht seinesgleichen hat – er ist der „Gott der Götter“ (5. Mose 10,17; Ps. 136,2).
Diese Wesen im „Rat der Heiligen“ sind real. Im ersten Kapitel dieses Buches habe ich eine Stelle zitiert, in der Gott sich mit seiner himmlischen Heerschar traf, um zu entscheiden, wie er König Ahab loswerden wollte. In dieser Passage wurden die Mitglieder dieser himmlischen Gruppe Geister genannt. Wenn wir glauben, dass die geistige Welt real ist und von Gott und von geistigen Wesen, die er geschaffen hat (wie z.B. Engel), bewohnt wird, müssen wir zugeben, dass Gottes übernatürliche Einsatztruppe, die in den oben zitierten Versen und vielen anderen beschrieben wird, ebenfalls real ist. Andernfalls geben wir nur ein Lippenbekenntnis zur geistlichen Realität ab.
Und da die Bibel diese göttlichen Ratsmitglieder als Geister identifiziert, wissen wir, dass die Götter nicht nur Götzen aus Stein oder Holz sind. Statuen arbeiten nicht für Gott in einem himmlischen Rat. Es stimmt, dass die Menschen in der antiken Welt, die die rivalisierenden Götter verehrten, Götzen machten. Aber sie wussten, dass die Götzen, die sie mit ihren eigenen Händen machten, nicht die wahren Mächte waren. Diese handgefertigten Idole waren nur Objekte, die ihre Götter bewohnen konnten, um Opfer zu empfangen und Wissen an ihre Anhänger weiterzugeben, die Rituale durchführten, um die Götter zu bitten, zu ihnen zu kommen und sich im Idol niederzulassen.

Struktur und Geschäft des Rates

Die Götter in Psalm 82,1 werden später im Psalm „Söhne des Höchsten [Gottes]“ genannt (V. 6). Die „Söhne Gottes“ tauchen mehrmals in der Bibel auf, meist in Gottes Gegenwart (wie in Hiob 1,6; 2,1). Hiob 38,7 sagt uns, dass sie schon da waren, bevor Gott begann, die Erde zu gestalten und die Menschheit zu erschaffen.
Und das ist sehr interessant. Gott nennt diese geistigen Wesen seine Söhne. Da er sie erschaffen hat, macht die „Familien“-Sprache Sinn, so wie Sie Ihre Nachkommen als Ihren Sohn oder Ihre Tochter bezeichnen, weil Sie an ihrer Erschaffung beteiligt waren. Aber Gott ist nicht nur ihr Vater, er ist auch ihr König. In der antiken Welt regierten Könige oft durch ihre Großfamilien. Das Königtum wurde an die Erben weitergegeben. Die Herrschaft war eine Familienangelegenheit. Gott ist Herr über seinen Rat. Und seine Söhne haben den nächsthöheren Rang aufgrund ihrer Beziehung zu ihm. Aber wie wir im Laufe dieses Buches besprechen werden, geschah etwas – einige von ihnen wurden illoyal.
Die Söhne Gottes sind auch Entscheidungsträger. Wir wissen aus 1. Könige 22 (und vielen anderen Stellen), dass es Gottes Geschäft war, in die menschliche Geschichte einzugreifen. Als Gott entschied, dass es für den bösen Ahab an der Zeit war, zu sterben, überließ er es seinem Rat, zu entscheiden, wie das geschehen sollte.
Die göttlichen Ratsversammlungen in Psalm 82 und 1. Könige 22 sind nicht die einzigen, von denen uns die Bibel berichtet. Ein paar von ihnen bestimmten das Schicksal von Weltreichen.
In Daniel 4 wurde Nebukadnezar, der König von Babylon, von Gott mit vorübergehender Unzurechnungsfähigkeit bestraft. Dieses Urteil wurde durch „das Urteil des Allerhöchsten“ (Dan. 4:24) und „das Urteil der Wächter“ (Dan. 4:17) verhängt. Wächter war ein Begriff, der für göttliche Wesen aus dem Rat Gottes verwendet wurde. Er bezog sich darauf, dass sie ständig über die Angelegenheiten der Menschheit wachten; sie schliefen nie.
Diese biblischen Szenen von göttlichen Ratssitzungen zeigen uns, dass Gottes Ratsmitglieder an Gottes Herrschaft teilhaben. Zumindest in einigen Fällen ordnet Gott an, was er getan haben will, lässt aber seinen übernatürlichen Vertretern die Freiheit, über die Mittel zu entscheiden.
Auch Engel nehmen an Gottes Rat teil. In den Originalsprachen der Bibel bedeuten die Begriffe, die im Alten und Neuen Testament mit Engel übersetzt werden, eigentlich Bote. Das Wort Engel ist im Grunde eine Stellenbeschreibung. Engel überbringen Botschaften an Menschen. Wir werden mehr über Engel und ihre Aufgaben – sowie die anderen Aufgaben der Ratsmitglieder Gottes – später im Buch erfahren.

Supernatural: What the Bible Teaches about the Unseen World-And Why It Matters

15.Nisan – „und es war Nacht“

Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht Und es ward Abend und es ward Morgen: erster Tag (O. ein Tag)
Elberfelder 1871 – Gen 1,5

Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte Er Nacht; und es war Abend und es war Morgen, der erste Tag (H. Tag eins). Dan 8,14.26.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Genesis 1,5

Gott rief dem Licht: Tag! und der Finsternis rief er: Nacht!
Abend ward und Morgen ward: Ein Tag.
Buber – Gen 1,5

Das hebräische Wort für „Tag“ in 1. Mose heißt yom. Wenn hinter yom eine Zahl steht, bedeutet es immer einen 24-Stunden-Tag (vgl. 1 Mo 7,11; 2 Mo 16,1). Auch der Wortlaut der Zehn Gebote belegt, dass die Schöpfungswoche aus „24-Stunden-Tagen“ bestand. Auch die Deutung, jeder Schöpfungstag habe 1000 Jahre umfaßt, verursacht Probleme. Denn bei solch einer Annahme wäre Adam gegen Ende des sechsten „Tages“ – des ersten „Tages“ seines Lebens – schon viel älter gewesen als seine in der Bibel angegebene Lebenszeit (1 Mo 5,5).

Siehe T. H. Jemison, „Christian Beliefs“, S. 116.117.

Das Modell für jeden der Schöpfungstage wird hier deutlich: (a) das erschaffende Wort, (b) der Bericht über dessen Wirkung, (c) Gottes Bewertung des Erschaffenen als »gut«, (d) gelegentlich die souveräne Namensgebung und (e) die Zählung eines jeden Tages. Zum Begriff Tag ( yOm ) gibt es zahlreiche Interpretationen: (1) Die Schöpfungstage beziehen sich auf ausgedehnte geologische Zeitalter vor dem Dasein des Menschen auf der Erde; (2) die Tage sind 24-Stunden-Tage, in denen Gott seine schöpferischen Taten offenbarte, die schon vorher geschehen waren; (3) die Tage sind wörtlich zu nehmende 24-Stunden-Tage des göttlichen Handelns. Zugunsten der dritten Sichtweise spricht die Tatsache, daß der Begriff yOm zusammen mit einem Ordnungszahladjektiv (erster, zweiter usw.) einen 24-Stunden-Tag bezeichnet, wo immer sich diese Konstruktion im AT findet. Auch das vierte Gebot( 2Mo 20,11 ) legt diese Auslegung nahe.
Gottes erstes Schöpferwort erzeugte Licht . Die Schönheit und Majestät der Schöpfung durch Gottes Anordnung steht in erhabenem Gegensatz zu den bizzaren Schöpfungsgeschichten der heidnischen Völker. Hier wird die Macht des Wortes Gottes demonstriert. Es war eben dieses Wort, das Israel motivierte, Gott zu vertrauen und zu gehorchen.
Das Licht war natürliches, also physikalisches Licht. Seine Erschaffung war ein unmittelbarer Sieg, weil das Licht die Finsternis vertrieb. Licht und Finsternis sind in der Bibel auch Symbole für Gut und Böse. Hier nahm Gottes Werk seinen Anfang, das im kommenden Zeitalter seinen Höhepunkt erreicht, wenn es keine Finsternis mehr geben wird ( Offb 22,5 ). Israel sollte erkennen, daß Gott das Licht ist und daß die Wahrheit und der Weg bei ihm allein zu finden sind. In der Finsternis Ägyptens ( 2Mo 10,21-24 ) hatten sie das Licht und bei der Befreiung aus Ägypten folgten sie seinem Licht ( 2Mo 13,21 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Das Werk des ersten Tages in Vers 3 beginnt mit den Worten: Und Gott sprach. So beginnen alle sechs Schöpfungstage (die Verse 6, 9, 14, 20 und 24). Diese Symmetrie zeigt, dass der erste Tag in Vers 3 beginnt und dass die ersten beiden Verse von 1 Mose 1 kein Teil des ersten Schöpfungstages sind. Außerdem ist es das Werk des Logos, des Wortes Gottes – wie es das Johannes-Evangelium in den ersten 3 Versen deutlich macht. Wie es in Psalm 33,6 heißt: Durch Jehovas Wort sind die Himmel gemacht und all ihr Heer durch den Hauch seines Mundes. Die Worte Gottes waren: Es werde Licht. Das Ergebnis: Und es wurde Licht. Das Licht, das am ersten Tag ins Dasein gerufen wurde, unterscheidet sich vom Licht der Sonne, weil die Sonne ja erst am vierten Tag geschaffen werden sollte. Dieses Licht diente als Leuchte für die ersten drei Tage; das war aufgrund der Finsternis aus Vers 2 ein notwendiger erster Schritt. Dieses Strahlen war wohl das Licht der Schechinah-Herrlichkeit, die in 2 Korinther 4,6 erwähnt wird: Denn Gott, der gesagt hat: Aus Finsternis wird Licht leuchten! Er ist es, der in unseren Herzen aufgeleuchtet ist zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. Auch die Rabbiner erkannten, dass es sich hier um ein einzigartiges Licht handelte, dass nicht das Leuchten der Sonne gemeint sein kann. Laut rabbinischer Theologie war es ein besonderes Licht, das nur an diesen sieben Schöpfungstagen funktionierte; danach funktionierte es nicht mehr. Der Befehl es werde ist im Hebräischen ein Wort: yehi. Auch der Satz und es wurde ist im Hebräischen ein Wort: vayehi. Beide Worte – yehi und vayehi – sind mit dem Namen Gottes verwandt, der aus den vier hebräischen Lettern für JHWH besteht. Sie bilden die Quelle des hebräischen Wortes für »sein«. Gott, der ICH BIN, sagte also: Es werde … und es wurde. Das war Gottes erstes ausgesprochenes Wort: yehi – es werde; und dieses Wort ist auch mit Gottes Eigennamen verwandt. Die rabbinische Auslegung dieses Verses besagt: Als Gott sprach Es werde Licht, sollte das offenbaren, dass Gott letzen Endes Israel mit dem Licht des Messias erleuchten wird, von dem geschrieben steht (Zitat aus Jesaja 60,1); das Licht ist dann natürlich der Messias. Darum erhielten sowohl dieser Vers als auch Jesaja 60,1 in der rabbinischen Theologie einen deutlichen messianischen Unterton.

Genesis 1,4 nennt das Ergebnis: Und Gott sah das Licht, dass es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis. Das Werk des ersten Tages schied das Licht von der Finsternis. So wurde die Dunkelheit aus Vers 2 teilweise beseitigt. Die Beiden – Licht und Finsternis – sollten nun gleichzeitig wirken, allerdings in entgegengesetzten Bereichen. Dies ist die erste von fünf Scheidungen in diesem Kapitel; die anderen vier finden sich in den Versen 6, 7, 14 und 18. Ein rabbinischer Kommentar zu diesem Vers sagt: »Gott sah, dass die Bösen es nicht wert waren, sich des Lichtes zu erfreuen; darum sonderte er es für die Gerechten in der Messianischen Zeit ab.«

In 1 Mose 1,5a erfolgt die Namensgebung: Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Die Namensgebung zeigt in der Bibel einen Akt der obersten Herrschaft. Regenten pflegten zum Erweis ihrer Macht Dinge zu benennen oder deren Namen zu ändern. In 2 Könige 23,34 beispielsweise änderte der Pharao Necho den Namen Eljakims zu Jojakim. In 2 Könige 24,17 änderte Nebukadnezar den Namen Mattanja zu Zedekia. Auf diese Art zeigten diese Könige, dass sie die Vorherrschaft und Kontrolle über den Thron Judas innehatten. Darüber hinaus betont die Namensgebung in der Bibel oft das Wesen, die Essenz oder die Qualität des Benannten. Daher hat Gott nun das Licht und die Finsternis fixiert; ein Licht und eine Finsternis haben einen festen Platz in der Schöpfungsordnung gefunden.

Arnold Fruchtenbaum – Das 1. Buch Mose


Genesis 1,5b nennt die Vollendung des ersten Tages: Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag. Der Abend wird zuerst genannt, weil der Tag in jüdischer Zeitrechung mit dem Abend beginnt. Der Tag geht von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang. Diese Ausdruckweise »Abend und Morgen« lässt einfach gar nichts anderes als einen Zeitraum von 24 Stunden zu. Der Vers schließt mit den Worten ein Tag – auf Hebräisch jom echad. Hier findet sich die Zahl eins in ihrer Kardinalform (eins) anstelle der Ordnungsform (erster). Alle anderen Tage werden in der Ordnungsform aufgezählt: zweiter, dritter, vierter, fünfter, sechster und siebter Tag (nicht: Tag, Tag zwei, Tag drei, Tag vier, Tag fünf, Tag sechs, Tag sieben). Somit lautet die Lesart nicht »erster Tag«, sondern Tag eins. Eine Erklärung der Rabbiner stammt von Raschi; er behauptet, der Vers sollte mit »Tag des Einen« übersetzt werden, da niemand außer Gott existiert habe; und niemand außer Gott habe irgendeinen Nutzen aus diesem Tag ziehen können. Engel seien erst am zweiten Tag geschaffen worden. Rabbi Nachmanides jedoch verkündete, das Wort erster deute einen Vorgänger an, als es beide schon gegeben habe. In diesem Falle war der zweite noch nicht gekommen. Es gab noch keinen zweiten Tag. Statt daher »erster« zu sagen, sagte Gott »Tag eins«. Nochmals: Das ist rabbinische Theologie; und diese kann manchmal sehr phantasievoll sein. Das Wort echad kann »eins« im absoluten (unteilbaren) oder im zusammengesetzten Sinne bedeuten. Dasselbe Wort wird in 5 Mose 6,4 verwendet 7: Jehova, unser Gott, ist Einer (echad Jehovah). In 15b bezieht sich echad auf eine zusammengesetzte Eins, weil sie von zwei Einheiten gebildet wird: Abend und Morgen.

Das Wort Licht ist fünf Mal zu finden, das Wort Finsternis zwei Maleachi Zählt man diese Erscheinungen zusammen, erhält man sieben. Die Rabbiner nennen zwei Gründe, aus denen fünf Mal das Licht erwähnt wird. Der erste Grund ist, dass fünf Lichter die fünf Bücher der Torah (des Pentateuch) repräsentieren. Der zweite Grund für die fünfmalige Erwähnung des Lichtes ist, dass die fünf Arten des Lichts dargestellt werden: das Licht der Schöpfung; das Licht der Erlösung; das Licht für denjenigen, der Buße tut; das Licht des Tempels; und das Licht der Torah und ihrer Gebote.

Arnold Fruchtenbaum – Das 1. Buch Mose

zu der „Verwandschaft“ des Namens Jehovah mit „es werde“ und „es wurde“ siehe auch diesen Artikel hier...

Dankbar trotz Problemen?

danksaget in allem, denn dieses ist der Wille Gottes in Christo Jesu gegen euch.
Elberfelder 1871 – 1 Thessalonicher 5,18

Dankt Gott, ganz gleich wie eure Lebensumstände auch sein mögen.
All das erwartet Gott von euch, und weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid, wird es euch auch möglich sein.
Hoffnung für Alle – 1 Thessalonich 5,18

Dankt Gott in jeder Lebenslage! Das will Gott von euch als Menschen, die mit Jesus Christus verbunden sind.
Gute Nachricht Bibel – 1 Thess 5,18

ἐν παντί in jeder Lage (vgl. B πᾶς 2aβ). εὐ-χαριστεῖτε Imp. -χαριστέω dankbar sein; Dank sagen, danken.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Wie soll man denn dankbar sein, wenn man Probleme über Probleme hat? Geht das denn überhaupt? Heißt dass, ALLES positiv zu sehen, und über Sorgen und Problemen hinweg zu lächeln?

Die Heiden, die an die Unbeeinflussbarkeit des Schicksals oder der Götter glaubten, gingen davon aus, dass der Mensch alles, was ihm widerfährt, annehmen und dankbar dafür sein soll. Nach Paulus können diejenigen, die auf die Allmacht und Liebe Gottes vertrauen, in allen Situationen Dank sagen.

Craig Keener – Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Beten ist Ausrichtung und Hören auf Gott, Begegnung mit Gott, Anbetung Gottes – und Loslassen. Wenn die Not oder die Ratlosigkeit zu Gott hin gesagt wird, ist es – in der biblischen Tradition der Psalmen – Klagen, das heißt loslassen zu Gott hin. Ohne „Adresse“ wäre es nur Jammern. Ebenso entfaltet das Danken („Gott sei Dank!“) eine große Kraft, wenn es Gott als Adresse hat. Das Danken ist ein wesentlicher Ausdruck des Betens (1Thess 5,18), denn die „Dankbarkeit bewahrt die Liebe zu Gott, und so bleibt das Herz auf ihn gerichtet“ (Luther).

P&S 3/2020

Unsere Reaktion auf Prüfungen
Der segensreiche Ausgang einer Prüfung hängt oft von unserer Reaktion ab (Heb 12,11). Es ist leider auch möglich, sich in Bitterkeit, Groll, Selbstmitleid und Verzweiflung hineintreiben zu lassen. Manche haben sogar den Glauben verleugnet und sich von dem Herrn Jesus abgewandt. Diejenigen, die sich zum Glauben an Christus bekennen, werden häufig ermahnt, vor solchen Einstellungen auf der Hut zu sein. Man könnte unter Umständen schwierige Prüfungen als Zeichen des Missfallens Gottes werten. Das warauch die Theorie der Freunde Hiobs, aber sie waren ganz deutlich im Irrtum (Hi 42,7). Wenn Paulus seine Leiden so aufgefasst hätte, dann hätte er seinen Dienst aufgegeben (2Kor 11,23-27). Natürlich gibt es bezüglich dieser Erde Gericht für Sünde (1Kor 11,29-31; Apg 5,3-5), aber das Fehlverhalten sollte in solchen Fällen klar zutage liegen und nicht etwas sein, wonach wir unsere Seelen endlos durchforschen müssen. Solche Selbstprüfung führt oft zu einer falschen Erklärung. Am Ende zweifelt jemand vielleicht sogar an seiner sicheren Stellung vor Gott (Eph 1,2-6).
Auch gottesfürchtige Menschen haben ihre Probleme oft falsch interpretiert. Jeremia dachte, dass Gott ihn bestrafte (Klagel. 3,1-12). Die Jünger dachten, dass der Blindgeborene entweder wegen der Sünde eines Elternteils oder wegen irgendeiner Sünde leiden musste, die er vielleicht im Mutterleib begangen hatte. Aber keine von beiden Theorien entsprach der Wahrheit (Joh 9,1-3). Glaubende werden manchmal von Zweifel und Furcht überwältigt. Die Jünger des Herrn waren vor Schreck gelähmt, als ein wilder Sturm ihr kleines Boot hin- und herwarf. Jesus fragte: “Wo ist euer Glaube?” (Lk 8,24.25). Eine gegensätzliche Reaktion finden wir bei den Thessalonichern, bei denen auch Verfolgung ihren starken Glauben nicht erschüttern konnte (1Thess 3,3-6). Was können wir tun, wenn wir von Zweifel, Furcht und Verwirrung angegriffen werden?
Sinnen Sie über Gottes Charakter nach. Gott weiß über alles Bescheid. Vertrauen Sie Ihm. Seien Sie still und erkennen Sie, dass Er Gott ist (Ps 46,11; Luther 1912). Lieben Sie Ihn. Preisen Sie Ihn allezeit (Ps 34,2). Paulus und Silas sangen, als sie im Gefängnis waren, sehr zum Erstaunen der Anderen (Apg 16,25). Unser Geist erhebt sich über die gegenwärtigen Prüfungen, wenn wir uns mit dem absolut zuverlässigen Charakter unseres wunderbaren Heilands beschäftigen.
Versuchen Sie, die Gedanken Gottes zu verstehen. Gehen Sie tief ins Wort. Die Bibel kann unsere Seele aufrichten und beleben (Ps 119,28.50.147). Schwierigkeiten können eine wunderbare Gelegenheit zu neuen Einsichten in das Wesen Gottes und Sein Handeln mit uns bieten. In Zeiten der Prüfung ist Gebet besonders angebracht (Jak 5,13). Danken Sie dem Herrn in allen Umständen (1Thess 5,18). Hingabe inmitten von Problemen ist reiner als nur eine Schönwetterliebe. Widerstehen Sie dem Gefühl der Angst (Ps 34,5.6).
Über hundertmal wird dem Glaubenden in der Bibel gesagt: “Fürchte dich nicht.” Durch Glauben kann Gott Stärke und Mut an die Stelle von Zittern und Zagen setzen (Jos 1,9). Nervosität macht nur alles schlimmer. Bewahren Sie Ihre Haltung. Das stärkt und ermutigt Andere.
Rühmen Sie sich Ihrer Schwachheit (2Kor 11,30). Unsere Schwachheit gibt Ihm Gelegenheit, Seine Macht und Stärke durch uns zu offenbaren. Unsere Unfähigkeit und Hilflosigkeit zwingt uns zur alleinigen Abhängigkeit von Gott und bringt uns von unserer Selbständigkeit und Unabhängigkeit weg. Versuchen Sie, Prüfungen als ein Mittel zur Charakterformung zu sehen (1Petr 5,10; Röm 5,3; Jak 1,2.3). Gehen Sie mit Siegesbewusstsein durch Schwierigkeiten (Heb 11,33.34). Es ist besonders hilfreich, wenn wir geduldig sind (1Petr 2,20). Freuen Sie sich darin, anstatt die Prüfung einfach nur zu ertragen (2Kor 8,2; Apg 5,41).
Benutzen Sie Gelegenheiten. Prüfungen können auch zur Verbreitung des Evangeliums verwendet werden. Weil Paulus im Gefängnis war, konnte er die Kenntnis des Herrn Jesus der ganzen Palastwachemitteilen (Phil 1,13). Glaubende, die Paulus’ Beispiel beobachtet hatten, wagten nun, das Wort Gottes viel freimütiger und furchtloser zu verkündigen (Phil 1,14). Persönliche Schwierigkeiten können Bausteine für unseren Dienst an Anderen sein. Gott tröstet uns in Leiden, so dass wir auch Andere in Zeiten der Prüfung trösten können (2Kor 1,4).
Richten Sie Ihren Blick auf die Zukunft. Die gegenwärtigen Leiden sind nichts im Vergleich zu der zukünftigen Herrlichkeit (Röm 8,18). Die relativ leichten Prüfungen der Gegenwart sind nur für eine kurze Zeit und werden dann von überreichem ewigen Lohn gefolgt (2Kor 4,17). Viel Verfolgung wird dem Leidenden viel Lohn bringen (Mt 5,11.12). Der Herr Jesus sagt: “Freuet euch!”

Jean Gibson – Training im Christentum

Ja, Jehovah ist der Gott allen Trostes, der uns immer versteht und die Kraft und den Segen für jeden Moment in unserem Leben geben kann – und ER hat nur unser Bestes im Sinn!

„von Gott verlassen“??

Juble, du Unfruchtbare, die nicht geboren, brich in Jubel aus und jauchze, die keine Wehen gehabt hat! denn der Kinder der Vereinsamten sind mehr als der Kinder der Vermählten, spricht Jehova. Mache weit den Raum deines Zeltes, und man spanne aus die Behänge deiner Wohnstätte; (Eig deiner Wohnstätten, d. h. deiner geräumigen Wohnung) wehre nicht! (O. spare nicht) Mache deine Seile lang, und deine Pflöcke stecke fest! Denn du wirst dich ausbreiten zur Rechten und zur Linken; und dein Same wird die Nationen in Besitz nehmen, und wird die verödeten Städte bevölkern. Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht beschämt werden, und schäme dich nicht, denn du wirst nicht zu Schanden werden; sondern du wirst der Schmach deiner Jugend vergessen und der Schande deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken. Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann, -Jehova der Heerscharen ist sein Name-und der Heilige Israels ist dein Erlöser: er wird der Gott der ganzen Erde genannt werden. Denn wie ein verlassenes und im Geiste betrübtes Weib ruft dich Jehova, und wie ein Weib der Jugend, wenn sie verstoßen ist, spricht dein Gott
Elberfelder 1871 – Jesaja 54,1–6

denn der dich ehelicht,
der dich machte ists,
ER der Umscharte sein Name!
der dich auslöst,
der Heilige Jissraels ists,
Gott alles Erdreichs wird er gerufen.
Buber – Jes 54,5

Denn dein Gemahl ist der, der dich erschuf, Jehova, der Weltenherrscher, ist sein Name, der dich erlösete, der Heilige Israels, er heisst der ganzen Erde Gott.
van Ess – Jes 54,5

Denn dein Gemahl ist es, Der dich gemacht, Jehovah der Heerscharen ist Sein Name; und dein Erlöser, der Heilige Israels, der Gott der ganzen Erde wird Er genannt. Jes 41,14; 62,5; Ps 149,2; Jer 31,35; 51,5; Offb 21,2.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Jes 54,5

Denn dein großer Erschaffer ist für dich wie ein Ehemann, Jehova, der Herr der Heere, ist sein Name, und der Heilige Israels ist dein Rückkäufer. Man wird ihn den Gott der ganzen Erde nennen.
Neue WeltÜbersetzung 2018
o – nein, „ihr“ seit die einzige Übersetzung im deutschen, die ein „WIE“ einfügen. Nein – das gibt der hebräische Text „leider“ nicht her!

Gemäß Hesekiel wird Gott in der Zukunft einen für immer geltenden Vertrag mit Israel schließen. Dieser ewige Bund ist derselbe wie der Neue Bund in Jeremia 31,31–34. Dieser neue und immerwährende Bund ist auch ein neuer Heiratsvertrag, auf dessen Säulen die Wiederheirat ruhen wird.

Die Wiederherstellung Israels als Jehovahs Frau wird auch in Jesaja 54,1–8 beschrieben: …

Jesaja beginnt damit zu erklären, dass die wiederhergestellte Frau jetzt anfangen wird, rechtmäßige Kinder zu bekommen (V. 1–3). Israel hat in der Zerstreuung viel mehr Kinder hervorgebracht als vorher, als sie noch mit Jehovah verheiratet war (V. 1). Israel brachte tatsächlich viele uneheliche Kinder hervor und nur sehr wenig rechtmäßige, und die legitimen wurden oft den fremden Göttern geopfert. Aber dann wird sich das alles ändern. Jesaja ermutigt Israel, ihr Haus auszubauen (V. 2–3), um die vielen rechtmäßigen Kinder, die noch kommen werden, unterbringen zu können. Der Grund dafür und für die kommenden legitimen Kinder ist die Wiedervereinigung durch die Hochzeit (V. 4–8). Israels frühere Unzucht wird vergessen sein (V. 4) und Jehovah wird wieder ihr Ehemann sein (V. 5). Gott wird wieder um seine Frau werben, wie er es tat, als sie jung war (V. 6), und alle vergangenen Entbehrungen werden dann ersetzt durch neuen Segen (V. 7–8).

Diese Wiederheirat wird auch noch in Jesaja 62,4–5 beschrieben:

Man wird dich nicht mehr »Verlassene« nennen und dein Land nicht mehr als »Wüste« bezeichnen, sondern man wird dich nennen »Meine Lust an ihr« und dein Land »Vermählte«; denn der HERR wird Lust an dir haben, und dein Land wird wieder vermählt sein. Denn wie ein junger Mann sich mit einer Jungfrau vermählt, so werden deine Söhne sich mit dir vermählen; und wie sich ein Bräutigam an seiner Braut freut, so wird dein Gott sich an dir freuen.

Das Land, das Israel wegen seiner Hurerei verloren hat, wird vollständig wiederhergestellt werden. Wie ein frisch gebackener Ehemann sich über seine jungfräuliche Braut freut, so wird Gott sich über seine wiederhergestellte Frau freuen.

Fruchtenbaum – Geheimnisse Gottes – Israel

An die Stellte von Ewigkeit und Himmel treten Zeit und Erde. Israel war das von Gott auserwählte irdische Volk, eine Nation, die als solche durch Bündnisse und Verheißungen sowie durch äußere Mittel: das Blut des Passahlammes, die Beschneidung, das Gesetz, den Dienst usw., von allen anderen Völkern der Erde abgesondert war – ein Volk, das wiederum als solches, zu Jehova, seinem Bundesgott, in Beziehung stand und auch am Ende der Tage wieder in Beziehung stehen wird. Die innere geistliche Verbindung, die zwischen den wahren Gläubigen in der Mitte Israels und Gott bestand, hatte nichts mit dieser allgemeinen äußeren Beziehung zu tun. Jehova betrachtete sein Volk, ob gläubig oder nicht gläubig, als sein „Weib“, das unter ihm war und ihm Gehorsam und Anerkennung seiner Rechte als „Mann“ schuldete. Wandte es sich von ihm ab zu anderen „Männern“, d. h. zu den Götzen der übrigen Völker, so wurde es eine „Ehebrecherin“. Es trieb „Hurerei“ in geistlichem Sinne. Daß diese Sünde auch in ihrer buchstäblichen Bedeutung in der Mitte des Volkes im Schwange war und im Laufe der Zeit furchtbare Formen annahm, ist bekannt, kommt aber hier nicht in Betracht.

Israel war also als Volk das „Weib Jehovas“. Wird Israel denn niemals „Braut“ genannt? Doch. Als das Volk Ägypten verlassen, das Rote Meer durchschritten hatte und nun als das Eigentumsvolk Jehovas durch die Wüste zog, da betrachtete Jehova es als seine „Braut“, das will sagen, es war noch nicht voll und ganz in das neue Verhältnis zu seinem Gott eingeführt. Im Blick auf diese Zeit lesen wir in Jeremia 2,2-3: „So spricht Jehova: Ich gedenke dir die Zuneigung deiner Jugend, die Liebe deines Brautstandes, dein Wandeln hinter mir her in der Wüste, im unbesäten Lande. Israel war heilig dem Jehova, der Erstling seines Ertrags.“1
Herrliche, gnadenreiche Worte! Aber ach! gleich nachher muß Gott klagend ausrufen: „Was haben eure Väter Unrechtes an mir gefunden, daß sie sich von mir entfernt haben und der Nichtigkeit (d. h. den nichtigen Götzen) nachgegangen sind?…Hat irgend eine Nation die Götzen vertauscht? und doch sind sie nicht Götter; aber mein Volk hat seine Herrlichkeit vertauscht gegen das was nichts nützt. Entsetzt euch darüber, ihr Himmel und schaudert, starret sehr! spricht Jehova.“ Und im nächsten Kapitel: „Fürwahr, wie ein Weib ihren Freund treulos verläßt, so habt ihr treulos gegen mich gehandelt, Haus Israel, spricht Jehova“. (Jeremia 2,5-11; Jeremia 3,20).


Immer und immer wieder reden die Propheten in ähnlicher Weise, indem sie Juda oder Israel, oder beide, aber auch Jerusalem eine Hure, ein ehebrecherisches Weib nennen, das ihrem Manne (Jehova) die Treue gebrochen hat, und darum von ihm ihr gerechtes Urteil empfängt: Entlassung und Überantwortung in die grausamen Hände ihrer Buhlen. (Vergl. Jesaja 50,1; Hesekiel 16; Hesekiel 23; Hosea 2,2-5; Hosea 3,1). Zugleich aber verkünden sie auch in ergreifender Weise die reuevolle Umkehr des Volkes „am Ende der Tage“ zu seinem „ersten Mann“, nachdem es „Zwiefältiges für alle seine Sünden empfangen hat“ (Jesaja 40,2), und Jehova sich ihm in Erbarmen wieder zuwendet. In der Zwischenzeit befindet sich Israel im „Witwenstand“, sie ist eine Vereinsamte, Unfruchtbare, gleicht einem verstoßenen Weibe usw. Im Zorneserguß hat Jehova sein Volk für einen kleinen Augenblick verlassen. Aber auch verstoßen? „Das sei ferne!“ ruft Paulus in Römer 11,1 aus. Nein, der Schilderung der Verwerfung des Messias in Jesaja 53 und seiner Leiden um der Sünden seines Volkes willen folgen sofort im nächsten Kapitel die wunderbaren Worte: „Jubele, du Unfruchtbare, die nicht geboren, brich in Jubel aus und jauchze, die seine Wehen gehabt hat! denn der Kinder der Vereinsamten sind mehr als der Kinder der Vermählten, spricht Jehova… Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht beschämt werden…sondern du wirst…der Schande seiner Witwenschaft nicht mehr gedenken. Denn der dich gemacht hat ist dein Mann, – Jehova der Heerscharen ist sein Name – und der Heilige Israels ist dein Erlöser: Er wird der Gott der ganzen Erde genannt werden. Denn wie ein verlassenes und im Geiste betrübtes Weib ruft dich Jehova, und wieein Weib der Jugend, wenn sie verstoßen ist, spricht dein Gott.“ (Lies Jesaja 54,1-10).


Noch viele andere, ähnliche Stellen könnten angeführt werden, vor allem Hosea 2,14-23, aber sie alle zeigen auf den ersten Blick den gewaltigen Unterschied zwischen dem Verhältnis des Volkes Israel als Braut oder Weib zu Jehova, seinem Gott, und dem gegenwärtigen bräutlichen Verhältnis der Gläubigen zu Christo, dem verherrlichten Menschensohn zur Rechten Gottes, oder dem späteren als „Weib des Lammes“. Es ist schwer zu verstehen, wie es überhaupt möglich ist, beide miteinander zu verwechseln und zu der Frage zu kommen, ob etwa Israel die Braut des Lammes sei; umsomehr als es sich ausnahmslos in dem einen Falle um irdische Verhältnisse und Segnungen (vergl. u. a. Hose 2,21-23), in dem anderen um himmlische handelt.

Rudolf Brockhaus — Die Braut, das Weib des Lammes

Das Jerusalem jener Zeit ist durch Pracht und Gerechtigkeit gekennzeichnet (Jes 62,1). Alle Völker erkennen diese Gerechtigkeit (Jes 62,2a). Jerusalem erhält auch den neuen Namen (Jes 62, 2b), den Hesekite in 48,35 erwähnt: „Jehova schammah“. Jerusalem zeichnet sich außerdem durch Schönheit aus (Jes 62, 3). Gott wird die Stadt nie mehr verlassen oder verwüsten (Jes 62, 4a), denn sie ist ja seine Freude und Wonne (Jes 62, 4b-5).
Damit Gottes Verheißungen auch bestimmt eines Tages erfüllt werden, sind göttliche Boten auf die Mauern Jerusalems gestellt worden. Sie sollen Gott daran erinnern, daß er versprochen hat, Jerusalem zur Freude und zum Lobpreis der ganzen Welt zu machen (Jes 62, 6-7). Die Einwohner der Stadt erhalten die Zusage,
sie dürften sich der Frucht ihrer Arbeit erfreuen, denn was sie sich erarbeitet haben, soll ihnen kein Feind mehr nehmen können (Jes 62, 8-9). Gott erklärt feierlich, er werde Jerusalem Heil und Erlösung schenken, weil er sich an seine Zusagen gebunden hat (Jes 62, 10-12). Jubel und Freude als herausragende Merkmale des zukünftigen Jerusalem können wir auch Jesaja 65,18-19 entnehmen:

Arnold Fruchtenbaum . Handbuch der biblischen Prophetie

Von Gott verlassen? Nein, Gott hat sich immer an seinen Bund gehalten, und wird auch in Zukunft bei seinem einmal geschlossenen Bund bleiben – Jehovah wird NIE wortbrüchig.

Wer passt auf mich auf?

Denn ihr ginget in der Irre wie Schafe, aber ihr seid jetzt zurückgekehrt zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen.
Elberfelder 1871 – 1 Petr 2,25

Ihr wart wie Schafe, die sich verlaufen haben;
jetzt aber seid ihr auf den rechten Weg zurückgekehrt
und folgt dem Hirten, der euch leitet und schützt.
(Jes 53,6; Ez 34,5–6. 16; Joh 10,11)
Gute Nachricht Bibel – 1 Petr 2,25

Denn ihr irrtet umher wie Schafe,
doch jetzt seid ihr zurückgekehrt zum Hirten,
zum Beschützer eurer Seelen.
Zürcher Bibel 2007 – 1 Petr 2,25

Denn ihr ginget einst wie Schafe-die keinen Hirten haben (Jes 53,6)- in der Irre; nun aber habt ihr den Irrweg verlassen und euch gewandt zu dem Hirten und Wächter eurer Seelen-in dem Briefe des Röm Bischofs Klemens an die Kor. heißt Jesus Christus «der Hohepriester und Beschützer unsrer Seelen». Vgl. Hebräer 13,7-.
Ludwig Albrecht – 1 Petr 2,25

Früher seid ihr herumgeirrt wie Schafe, die sich verlaufen hatten. Aber jetzt seid ihr zu eurem Hirten zurückgekehrt, zu Christus, der euch auf den rechten Weg führt und schützt.
Hoffnung für Alle – 1 Petrus 2,25

Ihr hattet die Richtung verloren und auch so keinen Schnall mehr vom Leben. Völlig ziellos seid ihr rumgelaufen, wie Schafe, die keinen Hirten mehr haben. Aber jetzt habt ihr ihn wiedergefunden: Jesus passt auf euer Innerstes auf, er beschützt eure Seelen.
VolxBibel – 1 Petrus 2,25

Kennst du das? Da gibt es Christen, die passen auf ihre Mitbrüder auf, und versuchen mein Leben zu lenken. Aber was sagt die Bibel, wer der Hirte – und damit auch mein Hirte ist? Schon mal ein Schaf gesehen, dass zum Hirten geht um für andere Schafe zu bitten? Wer ist nun derjenige, der auf dich und ich aufpasst und uns hütet? Eine Kriche? Eine Gemeinde? Eine Personengruppe?

Wenn wir gerettet werden, dann kehren wir zum Hirten zurück – zum guten Hirten, der sein Leben für die Schafe gelassen hat (Joh 10,11), und dem großen Hirten, von dem es im Lied heißt: »Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! / Der gute Hirte leidet für die Schafe; / die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, / für seine Knechte.« Außerdem ist er Oberhirte (Erzhirte), der schon bald wiederkommen wird, um seine Schafe auf die grünen Auen des Himmels zu führen, die wir nie wieder verlassen werden.
Bekehrung bedeutet Rückkehr zum »Aufseher«20 unserer »Seelen«. Wir gehörten ihm schon, weil er uns geschaffen hat, doch wir gingen aufgrund der Sünde in der Irre. Nun kehren wir unter seine erhaltende Fürsorge zurück und sind für immer sicher bei ihm.

MacDonald – Kommentar zum Neuen Testament}

Hier knüpft Petrus an Jes 53,6 an. Das Bild von Israel als Schafherde war den Adressaten des Briefes aus dem A.T. vertraut (z. B. Jes 40,11 ), das daraus entwickelte Bild der in alle Welt verstreuten, umherirrenden Schafe, die dem Hirten entlaufen sind, findet sich auch an anderer Stelle ( Jer 50,6; Hes 34,6 ; vgl. Ps 119,176 ). Ein »Bischof« (Luther; »Aufseher« – Elberfelder; »Hüter« – Schlachter) wachte über die ihm Anbefohlenen, schützte sie und hatte Vollmacht über sie; die Diasporajuden wandten den Begriff manchmal auf Gott an. Im A.T. ist Gott der wahre Hirte seines Volkes (s. die Ausführungen zu Joh 10,1-18 ).

Craig Keener – Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments}

Die Menschheit glich, ehe ihr Jesu Tod die neue Gnade brachte, einer verlaufenen Herde, für die kein Hirte sorgt. Jetzt aber ist uns der Hirt gegeben, und dadurch sind wir geheilt. Nun sind wir um ihn versammelt, ihm untergeben und damit von unserem Wandel ohne Ziel und Regel erlöst. Dass er aber als Hirt für uns sorgen kann und unsere Hut und Pflege in seiner Hand liegt, das hat er durch sein Kreuz erworben und uns dadurch bereitet, dass er unsere Sünden mit sich in den Tod genommen hat. So schuf er die mit Gott versöhnte Gemeinde, die im Frieden Gottes steht und deshalb der Gerechtigkeit gehorsam ist. Jesu Fürsorge und Arbeit gilt nicht äußeren Dingen, sondern der Seele. Er führt uns in das wahrhaftige Leben und wehrt von uns ab, was die Seele verdirbt; er gibt uns, was uns inwendig für Gott heiligt und mit ihm vereint.

Schlatter – Erläuterungen zum Neuen Testament

Auch diesen Satz entlehnt Petrus aus Jesaja (53, 6), nur dass der Prophet die Aussage allgemeiner gestaltet: „Wir gingen all in die Irre wie Schafe.“ Übrigens liegt der Hauptnachdruck nicht darauf, dass wir mit Schafen oder unvernünftigen Tieren verglichen werden, sondern dass wir in der Irre gingen, wie der Prophet hinzufügt: „ein jeglicher sah auf seinen Weg.“ Es soll gesagt werden, dass wir alle den Weg des Heils verlassen haben und dem Verderben entgegen gehen, wenn Christus uns nicht aus der Zerstreuung sammelt. Das ergibt sich vollends deutlich aus der gegensätzlichen Aussage: aber ihr seid nun bekehret. Denn wer sich von Christus nicht regieren lässt, muss in der Irre gehen, wie ein vom Weg abgeirrtes Tier. Damit ergeht ein Verwerfungsurteil über die gesamte Weisheit der Welt, welche sich der Leitung Christi nicht unterwirft. Ausgezeichnet sind die beiden Titel Christi: der Apostel bezeichnet ihn als den Hirten und Bischof der Seelen. Wer sich in seinem Schafstall und seiner Obhut hält, braucht nicht zu fürchten, dass Christus nicht treulich für sein Heil wacht. Ist es nun auch Christi Aufgabe, uns an Leib und Seele unversehrt zu erhalten, so spricht der Apostel doch ausdrücklich von den Seelen, weil dieser himmlische Hirte uns durch seinen geistlichen Schutz zum ewigen Leben bewahrt.

Calvin – 1. Petrusbrief

In Vers 25 spricht Petrus auf der Grundlage von Jesaja 53,6 die Position der jüdischen Gläubigen an: [Sie] alle irrten umher wie Schafe. Einst waren sie wie Schafe in die Irre gegangen; aber [sie sind] jetzt zurückgekehrt zu dem Hirten und Aufseher ihrer Seelen. Das griechische Wort für Hirte bedeutet »leiten«. Der Gebrauch dieses Wortes malt den Messias als den Hirten, der in Sacharja 11,4-14 vorhergesagt wurde. Hier wird auf die Erfüllung dieser Prophetie durch Jesus, den Guten Hirten, verwiesen (Joh 10,1-8). Diese Aussage wird Petrus in Kapitel 5 Vers 4 wiederholen. Das griechische Wort Bischof bedeutet, »zu beaufsichtigen« oder »zu beschützen«. Es wird häufig für Gemeindeleiter gebraucht (Apg 20,28; 1Tim 3,2; 1Petr 5,2-4); hier wird das Wort jedoch das einzige Mal in Bezug auf Jesus verwendet. Von diesem griechischen Wort stammt das Fremdwort Episkopat. Mit den Schafen in Jesaja 53 war die Herde Israels gemeint; und diese Gläubigen, an die Petrus schreibt, gehören zur Herde Israels.

Arnold Fruchtenbaum – Die Petrusbriefe