Warum wir darauf achten sollten, was wir uns anhören
11 Die Abgesandten Hiskias sind darum besorgt, wie die Argumente des Rabschake auf die Männer wirken, die ihn auf der Mauer hören können. Deshalb äußern diese jüdischen Beamten die Bitte: “Rede bitte zu deinen Knechten in der syrischen Sprache, denn wir hören zu; und rede zu uns nicht in der Sprache der Juden vor den Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist” (Jesaja 36:11). Aber der Rabschake hat keineswegs die Absicht, Syrisch zu reden. Er möchte bei den Juden Zweifel säen und ihnen Furcht einjagen, damit sie sich ergeben und Jerusalem kampflos eingenommen werden kann (Jesaja 36:12). Daher redet der Assyrer wieder “in der Sprache der Juden”. Er fordert die Einwohner Jerusalems auf: “Lasst euch von Hiskia nicht täuschen, denn er kann euch nicht befreien.” Anschließend versucht er seine Zuhörer zu locken, indem er ihnen schildert, wie die Juden unter assyrischer Herrschaft leben könnten: “Ergebt euch mir, und kommt zu mir heraus, und jeder esse von seinem eigenen Weinstock und jeder von seinem eigenen Feigenbaum, und jeder trinke das Wasser aus seiner eigenen Zisterne, bis ich komme und euch tatsächlich in ein Land mitnehme gleich eurem eigenen Land, ein Land von Korn und neuem Wein, ein Land von Brot und Weingärten” (Jesaja 36:13-17).
12 Für die Juden wird dieses Jahr die Ernte ausbleiben, denn sie konnten wegen der assyrischen Invasion nichts aussäen. Saftige Trauben essen und kühles Wasser trinken zu können muss für die Zuhörer auf der Mauer sehr verlockend geklungen haben. Aber der Rabschake ist mit seinem Versuch, die Juden zu schwächen, immer noch nicht zu Ende.
13 Aus seinem Arsenal von Argumenten holt er noch eine weitere verbale Waffe. Er warnt die Juden davor, Hiskia zu glauben, falls er sage: “Jehova selbst wird uns befreien.” Der Rabschake erinnert die Juden daran, dass die Götter Samarias die Assyrer nicht daran hindern konnten, die zehn Stämme zu bezwingen. Und wie steht es mit den Göttern der anderen Nationen, die Assyrien besiegt hat? “Wo sind die Götter von Hamath und Arpad?”, fragt er. “Wo sind die Götter von Sepharwajim? Und haben sie Samaria aus meiner Hand befreit?” (Jesaja 36:18-20).
14 Selbstverständlich begreift der Rabschake als Anbeter falscher Götter nicht, dass das abtrünnige Samaria ganz und gar nicht mit Jerusalem unter Hiskia zu vergleichen ist. Samarias falsche Götter hatten nicht die Macht, das Zehnstämmereich zu retten (2. Könige 17:7, 17, 18 ). Jerusalem dagegen hat sich unter Hiskia von falschen Göttern abgewandt und dient wieder Jehova. Die drei hebräischen Abgesandten versuchen aber nicht, dies dem Rabschake zu erklären. “Sie bewahrten Stillschweigen und antworteten ihm kein Wort, denn das war das Gebot des Königs, das besagte: ‘Ihr sollt ihm nicht antworten’ ” (Jesaja 36:21). Eljakim, Schebna und Joach kehren zu Hiskia zurück und erstatten offiziell Bericht über die Worte des Rabschake (Jesaja 36:22).
Wehe der sündigen Nation, dem mit Vergehung schwerbeladenen Volk, einer Saat von Übeltätern, verderblich handelnden Söhnen! Sie haben Jehova verlassen, sie haben den Heiligen Israels respektlos behandelt, sie haben sich rückwärts gewandt.
eigentlich immer das gleiche Lied
Jesaja 1:11-17
“Von welchem Nutzen ist mir die Menge eurer Schlachtopfer?” spricht Jehova. “Ich habe genug gehabt der Ganzbrandopfer von Widdern und des Fettes wohlgenährter Tiere; und am Blut von jungen Stieren und männlichen Lämmern und Ziegenböcken habe ich kein Gefallen gehabt. 12 Wenn ihr dauernd hereinkommt, um mein Angesicht zu sehen, wer ist es, der dies von eurer Hand gefordert hat, meine Vorhöfe zu zertreten? 13 Hört auf, noch weitere wertlose Getreideopfer hereinzubringen. Räucherwerk – es ist mir etwas Verabscheuungswürdiges. Neumond und Sabbat, das Einberufen einer Zusammenkunft – ich kann die [Benutzung] unheimlicher Macht zugleich mit der feierlichen Versammlung nicht ertragen. 14 Eure Neumonde und eure Festzeiten hat meine Seele gehaßt. Mir sind sie zur Bürde geworden; ich bin müde geworden [, sie] zu tragen. 15 Und wenn ihr eure Handflächen ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr viele Gebete vorbringt, höre ich nicht zu; mit Blutvergießen sind ja eure Hände gefüllt worden. 16 Wascht euch; reinigt euch; schafft mir die Schlechtigkeit eurer Handlungen aus den Augen; hört auf, Böses zu tun. 17 Lernt Gutes tun; forscht nach dem Recht; weist den Bedrücker zurecht; fällt [einen] Rechtsspruch für den vaterlosen Knaben; führt die Rechtssache der Witwe.”
Jesaja 1:18-19
18 “Kommt nun, und laßt uns die Dinge zwischen uns richtigstellen”, spricht Jehova. “Wenn sich eure Sünden auch wie Scharlach erweisen sollten, werden sie so weiß werden wie Schnee; wenn sie auch rot sein sollten wie Karmesintuch, werden sie sogar wie Wolle werden. 19 Wenn ihr Willigkeit zeigt und tatsächlich zuhört, so werdet ihr das Gute des Landes essen.
Und viele Völker werden bestimmt hingehen und sagen: “Kommt, und laßt uns zum Berg Jehovas hinaufziehen, zum Haus des Gottes Jakobs; und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln.” Denn von Zion wird [das] Gesetz ausgehen und das Wort Jehovas von Jerusalem.
Dies ist es, was einen wahren Anbeter Jehovas ausmacht: sich von Gott belehren lassen und in seinen Wegen wandeln. Alles andere ist nur wertloser Tand!
Jesaja 2:5
O ihr vom Hause Jakob, kommt, und laßt uns im Licht Jehovas wandeln!
geht uns bei diesen Worten nicht das Herz auf? Fühlen wir uns nicht motiviert, aufzustehen und mitzugehen?
Sagt, daß es dem Gerechten gut[gehen] wird, denn den Fruchtertrag ihrer Handlungen werden sie essen. 11 Wehe dem Bösen! – Unglück; denn die mit seinen eigenen Händen [erstattete] Behandlung wird ihm erstattet werden!
Ich hatte bereits 2005 die Bibel in einem Jahr durchgelesen – hier einige Gedanken, die ich als Notizen am Rand meiner Studienbibel zu den ersten drei Kapiteln gefunden habe:
Jesaja 1:11-16
“Von welchem Nutzen ist mir die Menge eurer Schlachtopfer?” spricht Jehova. “Ich habe genug gehabt der Ganzbrandopfer von Widdern und des Fettes wohlgenährter Tiere; und am Blut von jungen Stieren und männlichen Lämmern und Ziegenböcken habe ich kein Gefallen gehabt. 12 Wenn ihr dauernd hereinkommt, um mein Angesicht zu sehen, wer ist es, der dies von eurer Hand gefordert hat, meine Vorhöfe zu zertreten? 13 Hört auf, noch weitere wertlose Getreideopfer hereinzubringen. Räucherwerk – es ist mir etwas Verabscheuungswürdiges. Neumond und Sabbat, das Einberufen einer Zusammenkunft – ich kann die [Benutzung] unheimlicher Macht zugleich mit der feierlichen Versammlung nicht ertragen. 14 Eure Neumonde und eure Festzeiten hat meine Seele gehaßt. Mir sind sie zur Bürde geworden; ich bin müde geworden [, sie] zu tragen. 15 Und wenn ihr eure Handflächen ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr viele Gebete vorbringt, höre ich nicht zu; mit Blutvergießen sind ja eure Hände gefüllt worden. 16 Wascht euch; reinigt euch; schafft mir die Schlechtigkeit eurer Handlungen aus den Augen; hört auf, Böses zu tun.
Es kommt nicht so sehr darauf an, was und wieviel wir für Jehova tun – sondern dass wir es aus einem reinen, aufrichtigen Herz voller Liebe (zu Jehova) tun.
Jesaja 2:2-4
Und es soll geschehen im Schlußteil der Tage, [daß] der Berg des Hauses Jehovas fest gegründet werden wird über dem Gipfel der Berge, und er wird gewiß erhaben sein über die Hügel; und zu ihm sollen alle Nationen strömen. 3 Und viele Völker werden bestimmt hingehen und sagen: “Kommt, und laßt uns zum Berg Jehovas hinaufziehen, zum Haus des Gottes Jakobs; und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln.” Denn von Zion wird [das] Gesetz ausgehen und das Wort Jehovas von Jerusalem. 4 Und er wird gewiß Recht sprechen unter den Nationen und die Dinge richtigstellen hinsichtlich vieler Völker. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation [das] Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen.
Wir müssen aktiv werden und Schritte unternemen
1.) zu Jehova gehen
2.) uns unterweisen lassen
3.) und entsprechend handeln
Jesaja 3:8-9
Denn Jerusalem ist gestrauchelt, und Juda selbst ist gefallen, weil ihre Zunge und ihre Handlungen gegen Jehova [gerichtet] sind, indem sie sich in den Augen seiner Herrlichkeit rebellisch benehmen. 9 Schon der Ausdruck ihrer Gesichter zeugt tatsächlich gegen sie, und ihre Sünde gleich derjenigen Sodoms tun sie ja kund. Sie haben [sie] nicht verborgen. Wehe ihrer Seele! Denn sie haben sich selbst Unglück zugefügt.
Wir schaden nur uns selbst, wenn wir gegen Jehoa aufbegehren
Jesaja 3:16
Und Jehova spricht: “Darum, daß die Töchter Zions hochmütig geworden sind und sie mit hochgerecktem Hals einhergehen und liebäugelnde Blicke werfen, mit trippelnden Schritten einhergehen und mit ihren Füßen klirren,
“liebäugelnde Blicke” – das bedeutet, dass wir nicht flirten sollten oder auf andere Weise mit den Gefühlen anderer spielen.
Denn der Weingarten Jehovas der Heerscharen ist das Haus Israel, und die Männer von Juda sind die Pflanzung, die ihm lieb war. Und er hoffte fortwährend auf Rechtsspruch, doch siehe, Gesetzesbruch, auf Gerechtigkeit, doch siehe, Geschrei!”
Jesaja 5:24a-25
Daher wird so, wie des Feuers Zunge die Stoppeln verzehrt und dürres Gras in Flammen versinkt, selbst ihr Wurzelstock so wie Modergeruch werden, und ihre Blüte, sie wird so wie feiner Staub aufsteigen, weil sie das Gesetz Jehovas der Heerscharen verworfen und das von dem Heiligen Israels Gesagte mißachtet haben. 25 Darum ist der Zorn Jehovas gegen sein Volk entbrannt, und er wird seine Hand gegen sie ausstrecken und sie schlagen. Und die Berge werden erbeben, und ihre Leichname werden dem Unrat inmitten der Straßen gleich werden.
Bei all diesem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.
Trotz allem, was wir Jehova antun, möchte er unser Freund sein und bittet uns darum “komm doch zurùck”. Wie gross doch seine Liebe zu uns sein muss und was seine Barmherzigkeit doch bedeutet!
Jesaja 6:8-13
Und ich hörte nun die Stimme Jehovas sagen: “Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen?” Und ich sprach dann: “Hier bin ich! Sende mich.” 9 Und er sagte weiter: “Geh, und du sollst zu diesem Volk sprechen: ‘Hört immer wieder, aber versteht nicht; und seht immer wieder, aber erlangt keine Erkenntnis.’ 10 Mache das Herz dieses Volkes unempfänglich, und mache selbst ihre Ohren schwerhörig, und verklebe sogar ihre Augen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören und damit ihr eigenes Herz nicht verstehe und damit sie nicht wirklich umkehren und Heilung für sich erlangen.”
11 Da sagte ich: “Wie lange, o Jehova?” Darauf sprach er: “Bis die Städte tatsächlich krachend in Trümmer zusammenstürzen, [so daß sie] ohne Bewohner sind, und die Häuser ohne Erdenmenschen sind und der Erdboden zu einer Einöde verwüstet worden ist; 12 und Jehova schafft die Erdenmenschen in der Tat weit fort, und der verödete Zustand inmitten des Landes wird sich bestimmt sehr weit erstrecken. 13 Und es wird darin noch ein Zehntel sein, und es muß wiederum etwas zum Verbrennen werden gleich einem großen Baum und gleich einem stattlichen Baum, an welchen, wenn [sie] umgehauen werden, ein Stumpf ist; ein heiliger Same wird der Stumpf davon sein.”
Wenn wir uns willigen Herzens Jehova zur Verfügung stellen, muss es uns egal sein “wie lange”. Wir werden bis zum Schluss eifrig sein Wort verkünden.
Denn dies ist, was Jehova mit [der] Stärke der Hand zu mir gesagt hat, um mich zu veranlassen, mich vom Wandeln auf dem Weg dieses Volkes abzuwenden, indem [er] sprach: 12 “Ihr sollt nicht sagen: ‘Verschwörung!’ im Hinblick auf all das, wovon dieses Volk fortwährend spricht: ‘Verschwörung!’, und den Gegenstand ihrer Furcht sollt ihr nicht fürchten, noch sollt ihr davor zittern. 13 Jehova der Heerscharen – er ist es, den ihr heilighalten solltet, und er sollte der Gegenstand eurer Furcht sein, und er sollte es sein, der euch zittern macht.”
Jesaja 8:19
Und falls sie zu euch sagen sollten: “Wendet euch an die spiritistischen Medien oder an diejenigen, die einen Geist der Voraussage haben, die flüstern und [Äußerungen] murmeln”, sollte sich nicht jedes Volk an seinen Gott wenden? [Sollte man sich] an Tote zugunsten Lebender [wenden]?
und immer wieder der Satz “bei alledem hat sich sein Zorn nicht abgewandt. Sein Hand ist noch ausgestreckt”
(Jesaja 7:9) Und das Haupt Ephraims ist Samaria, und das Haupt Samarias ist der Sohn Remaljas. Wenn ihr nicht Glauben habt, werdet ihr nicht lange Bestand haben.” ‘ ”
(Jesaja 7:13) Und er sprach dann: “Hört bitte, o Haus Davids. Ist es euch eine solch kleine Sache, Menschen zu ermüden, daß ihr auch meinen Gott ermüden solltet?
(Jesaja 8:13) Jehova der Heerscharen – er ist es, den ihr heilighalten solltet, und er sollte der Gegenstand eurer Furcht sein, und er sollte es sein, der euch zittern macht.”
(Jesaja 8:19) Und falls sie zu euch sagen sollten: “Wendet euch an die spiritistischen Medien oder an diejenigen, die einen Geist der Voraussage haben, die flüstern und [Äußerungen] murmeln”, sollte sich nicht jedes Volk an seinen Gott wenden? [Sollte man sich] an Tote zugunsten Lebender [wenden]?
(Jesaja 9:3-4) Du hast die Nation volkreich gemacht; für sie hast du die Freude groß gemacht. Sie haben sich vor dir gefreut, wie man sich freut in der Erntezeit, wie die, welche frohlocken, wenn sie die Beute verteilen. 4 Denn das Joch ihrer Last und den Stock auf ihren Schultern, den Stab dessen, der sie zur Arbeit antreibt, hast du zerschlagen wie am Tag Midians.
(Jesaja 9:9) Und das Volk wird [es] bestimmt wissen, ja sie alle, Ephraim und der Bewohner von Samaria, wegen [ihres] Hochmuts und wegen [ihrer] Unverschämtheit des Herzens, indem [sie] sprechen:
(Jesaja 9:12) Syrien aus dem Osten und die Philister von hinten, und sie werden Israel mit offenem Maul auffressen. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.
(Jesaja 9:17) Darum wird Jehova sich nicht einmal über ihre jungen Männer freuen, und ihrer vaterlosen Knaben und ihrer Witwen wird er sich nicht erbarmen; denn sie alle sind Abtrünnige und Übeltäter, und jeder Mund redet Unverstand. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.
(Jesaja 9:21) Manasse den Ephraim und Ephraim den Manasse. Zusammen werden sie gegen Juda sein. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.
dreimal der Satz “Bei alledem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.”
Wehe denen, die unheilvolle Bestimmungen festsetzen und die, beständig schreibend, lauter Ungemach niedergeschrieben haben, 2 um die Geringen von einem Rechtsfall zu verdrängen und den Niedergedrückten meines Volkes das Recht zu rauben, damit ihnen die Witwen zur Beute werden und damit sie sogar die vaterlosen Knaben plündern können! 3 Und was werdet ihr tun an dem Tag, an dem die Aufmerksamkeit [auf euch] gerichtet wird, und beim Verderben, wenn es von fern her kommt? Zu wem werdet ihr hilfesuchend fliehen, und wo werdet ihr eure Herrlichkeit lassen, 4 es sei denn, daß einer sich niederbeugen muß unter die Gefangenen und daß man fortwährend unter die Getöteten fällt? Bei all diesem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.
Hier finden wir den Ausspruch “Bei all diesem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt” ein 4. Mal.
Jesaja 10:12-15
Und es soll geschehen, wenn Jehova sein ganzes Werk auf dem Berg Zion und in Jerusalem beendigt, daß ich Abrechnung halten werde wegen der Frucht der Unverschämtheit des Herzens des Königs von Assyrien und wegen des Eigendünkels seiner überheblichen Augen. 13 Denn er hat gesagt: ‘Mit der Kraft meiner Hand werde ich bestimmt handeln und mit meiner Weisheit, denn ich habe doch Verstand; und ich werde die Grenzen der Völker beseitigen, und ihre aufbewahrten Dinge werde ich gewiß plündern, und ich werde die Bewohner herunterbringen so wie ein Mächtiger. 14 Und so, als wäre es ein Nest, wird meine Hand das Vermögen der Völker erreichen; und so, wie wenn man verlassene Eier einsammelt, will ich selbst gar die ganze Erde einsammeln, und es wird gewiß keinen geben, der mit [seinen] Flügeln schlägt oder [seinen] Schnabel auftut oder zwitschert.’ ”
15 Wird die Axt sich rühmen gegen den, der damit haut, oder die Säge großtun gegenüber dem, der sie hin und her bewegt, als ob der Stock diejenigen hin und her bewegte, die ihn hochheben, als ob der Stab den hochheben würde, der nicht Holz ist?
Wir sollten immer daran denken, dass wir – bei allem was wir tun – Nichts sind, ohne Jehova! Wir sollten mit ganzem Herzen auf Jehova vertrauen und IHM die Ehre geben.
Jesaja 10:22-23
Denn wenn auch dein Volk, o Israel, sich gleich den Sandkörnern des Meeres erwiese, wird nur ein Überrest unter ihnen zurückkehren. Eine Ausrottung, die beschlossen ist, wird in Gerechtigkeit hindurchfluten, 23 denn der Souveräne Herr, Jehova der Heerscharen, wird eine Ausrottung und eine feste Entscheidung inmitten des ganzen Landes vollstrecken.
Wir werden es nicht ändern, was sich Jehova vorgenommen hat. Auch nicht dadurch, dass wir ihn und seine Gebote ignorieren.
Jesaja 11:16
Und es soll eine Landstraße geben aus Assyrien für den Überrest seines Volkes, der übrigbleiben wird, so wie es [eine] gab für Israel an dem Tag, an dem es aus dem Land Ägypten heraufkam.
Wir sollten uns immer wieder an unsere eigenen Erfahrungen mit Jehova erinnern. Das stärkt unser Vertrauen in ihn und unsere Zuversicht.
Meine Englischlehrerin in der Hauptschule hatte mir damals ins Poesiealbm geschrieben “It is human to err, but it is divine to forgive”. Ich musste damals nachfragen, weil ich den Sinn nicht verstanden hatte. Hier ist er:
Jesaja 12:1
Und an jenem Tag wirst du sicherlich sprechen: “Ich werde dir danken, o Jehova, denn [obwohl] du über mich in Zorn gerietest, hat sich dein Zorn allmählich abgewandt, und du hast mich dann getröstet.
Darin zeigt sich wieder die Liebe und Barmherzigeit Jehovas. Kann ein Mensch so völlig vergeben wir er?
Jesaja 12:2
Siehe! Gott ist meine Rettung. Ich werde Vertrauen haben und nicht erschrecken; denn Jah, Jehova, ist meine Stärke und [meine] Macht, und er wurde mir zur Rettung.”
Jesaja 12:6
Jauchze und juble, o du Bewohnerin Zions, denn groß ist in deiner Mitte der Heilige Israels.”
Wenn wir Jehova dienen haben wir eigentlich keinen Grund zur Traurigkeit.
Das Kapitel 12 zeigt uns, wie wir auf Jehovas Liebe und Barmherigkeit reagieren sollten:
Und an jenem Tag wirst du sicherlich sprechen: “Ich werde dir danken, o Jehova, denn [obwohl] du über mich in Zorn gerietest, hat sich dein Zorn allmählich abgewandt, und du hast mich dann getröstet. 2 Siehe! Gott ist meine Rettung. Ich werde Vertrauen haben und nicht erschrecken; denn Jah, Jehova, ist meine Stärke und [meine] Macht, und er wurde mir zur Rettung.”
3 Mit Frohlocken werdet ihr gewiß Wasser schöpfen aus den Quellen der Rettung. 4 Und an jenem Tag werdet ihr sicherlich sagen: “Dankt Jehova! Ruft seinen Namen an. Macht unter den Völkern seine Handlungen bekannt. Erwähnt, daß sein Name hoch erhoben werden soll. 5 Spielt Jehova Melodien, denn er hat hervorragend gehandelt. Dies werde bekanntgemacht auf der ganzen Erde.
6 Jauchze und juble, o du Bewohnerin Zions, denn groß ist in deiner Mitte der Heilige Israels.”
Gibt es einen besseren Ausdruck unserer Dankbarkeit, als Jehova zu preisen und seine liebende Güte bekannt zu machen?
Und es soll geschehen an dem Tag, an dem Jehova dir Ruhe gibt von deiner Mühsal und von deiner Erregung und von dem harten Sklavendienst, in dem du zum Sklaven gemacht wurdest,
Jesaja 14:7
Die ganze Erde ist zur Ruhe gekommen, ist frei geworden von Ruhestörung. Die Menschen sind fröhlich geworden mit Jubelrufen.
Ach ja, wie schön wird dies sein! Ich kann es kaum noch erwarten.
O wie bist du vom Himmel gefallen, du Glänzender, Sohn der Morgenröte! Wie bist du niedergehauen worden zur Erde, du, der die Nationen entkräftete! 13 Was dich betrifft, du hast in deinem Herzen gesagt: ‘Zu den Himmeln werde ich aufsteigen. Über die Sterne Gottes werde ich meinen Thron erheben, und ich werde mich niedersetzen auf den Berg der Zusammenkunft in den entlegensten Teilen des Nordens. 14 Ich werde über die Wolkenhöhen aufsteigen; ich werde mich dem Höchsten ähnlich machen.’
15 Aber zum Scheol hinab wirst du gebracht werden, zu den entlegensten Teilen der Grube. 16 Diejenigen, die dich sehen, werden dich ja betrachten; sie werden dich sogar genau ansehen [und sprechen]: ‘Ist das der Mann, der die Erde erbeben machte, der Königreiche erschütterte, 17 der das ertragfähige Land der Wildnis gleichmachte und der sogar dessen Städte niederriß, der auch für seine Gefangenen den Heimweg nicht öffnete?’ 18 Alle anderen Könige der Nationen, ja sie alle haben sich in Ehren niedergelegt, jeder in seinem eigenen Haus. 19 Aber was dich betrifft, du bist weggeworfen worden ohne Grabstätte für dich wie ein verabscheuter Sproß, bekleidet mit Getöteten, vom Schwert Durchstochenen, die zu den Steinen einer Grube hinabsinken, wie ein zertretener Leichnam. 20 Du wirst mit ihnen nicht vereint werden in einem Grab, denn du hast dein eigenes Land ins Verderben gebracht, du hast dein eigenes Volk getötet. Auf unabsehbare Zeit wird die Nachkommenschaft von Übeltätern nicht genannt werden.
“Hochmut kommt vor dem Fall”
“Wer ganz oben ist, kann ganz tief fallen”
Hochmut fängt in unserem Herzen an. Daher ist es so wichtig, unser Herz zu behüten. Hochmut lohnt eh nicht, denn Jehova sieht alles und er verachtet so ein Verhalten.
Daher wird er uns tief fallen lassen, wenn wir nicht bereuen.
Jehova der Heerscharen hat geschworen, indem [er] sprach: “Gewiß, so, wie ich es erdacht habe, so soll es geschehen; und wie ich beschlossen habe, so wird es eintreffen,
Denn Jehova der Heerscharen selbst hat [es] beschlossen, und wer kann [es] aufheben? Und seine Hand ist es, die ausgestreckt ist, und wer kann sie abwenden?
Jehova wird das ausführen, was er sich vorgenommen hat. Auch, wenn er das Böse immer noch duldet, so bedeutet das nicht, dass die Bösen straffrei ausgehen werden. Zu seiner Zeit werden sie die Strafe erhalten.
An jenem Tag wird der Erdenmensch zu dem, der ihn gemacht hat, aufschauen, und seine Augen, sie werden den Blick auf den Heiligen Israels selbst richten. 8 Und er wird nicht zu den Altären, dem Werk seiner Hände, hinschauen; und auf das, was seine Finger gemacht haben, wird er den Blick nicht richten, weder auf die heiligen Pfähle noch auf die Räucherwerkständer. 9 An jenem Tag werden seine Festungsstädte gleich einem gänzlich im Waldland verlassenen Ort werden, auch der Zweig, den sie wegen der Söhne Israels gänzlich verlassen haben; und es soll eine wüste Einöde werden. 10 Denn du hast den Gott deiner Rettung vergessen; und des FELSENS deiner Festung hast du nicht gedacht. Darum pflanzt du liebliche Pflanzungen, und mit dem Schößling eines Fremden besetzt du sie. 11 Am Tag magst du deine Pflanzung sorgfältig umzäunen, und am Morgen magst du deine Saat sprossen lassen, [aber] die Ernte wird gewiß fliehen am Tag der Krankheit und [des] unheilbaren Schmerzes.
Da ist eine harte Vision, die mir mitgeteilt worden ist: Der treulos Handelnde handelt treulos, und der Verheerer verheert. Steig hinauf, o Elam! Belagere, o Medien! Alles Seufzen ihretwegen habe ich aufhören lassen. 3 Darum sind meine Hüften voll heftiger Schmerzen geworden. Krämpfe haben mich befallen gleich den Krämpfen einer Gebärenden. Ich bin aus der Fassung gebracht, so daß ich nicht höre; ich bin in Bestürzung geraten, so daß ich nicht sehe. 4 Mein Herz ist umhergeirrt; Schauder hat mich erschreckt. Die Dämmerung, zu der es mich hingezogen hatte, ist mir zum Beben gemacht worden.
Jesaja 21:6
Denn dies hat Jehova zu mir gesprochen:
“Geh, stell jemand auf, der Ausschau hält, damit er genau das mitteilt, was er sieht.”
Genau dies tut der treue und verständige Sklave: er teilt uns genau mit, was er sieht.
Der Wächter steht auf dem Turm und sieht in weiter Ferne eine Staubwolke. Also gibt er Bescheid, denn es könnten Angreifer sein und man muss die Zeit bis zu seiner Ankunft gut nutzen, damit man vorbereitet ist. Die Soldaten sollten bereit sein, wenn die Angreifer kommen.
Fehlalarm.
Wie reagieren die Leute innerhalb der Stadtmauern? Beschimpfen sie den Wächter, weil er unnötig “die Pferde scheu gemacht hat”?
Wie ist es mit uns, wenn wir in der ganzen Wohnung Feuermelder angebracht haben, weil wir viel Holz verarbeitet haben. Vielleicht ist vor den Fenstern sogar ein Sicherheitsgitter fest installiert, so dass wir rechtzeitig vor einem Feuer gewarnt werden müssen, damit wir noch rechtzeitig aus der Wohnung kommen. Was, wenn nun in dem einen Zimmer ein Brandmelder ist, der immer wieder ohne ersichtlichen Grund losgeht.
Werfen wir dann alle Brandmelder raus, damit wir nicht laufend gestört werden?
Regen wir uns auf, wenn der treue und verständige Sklave die Zeichen falsch interpretiert? “Die haben ja schon gesagt, dass Harmagedon 1975 kommt. Nun ist 2009 und immer noch nichts”.
Der treue und verständige Sklave ist der Wächter auf dem Turm. Er meldet, was er sieht. Da in der Ferne ist eine Staubwolke die immer näher kommt. Fühlen wir uns durch seinen Ruf gestört, weil er sich schon einige Male zuvor geirrt hat und der Ankömmling kurz vor der Stadt beigedreht hat?
Was, wenn wir seinen Ruf einfach ignorieren und dann unvorbereitet sind, wenn wirklich ein Angriff kommt?
Was, wenn wir den Alarm unseres Brandmelders ignorieren, weil der ja schon öfters ohne Grund losgegangen ist – und diesmal ist wirklich ein Feuer ausgebrochen?
Sind wir wirklich so schlau, wie wir denken, wenn wir den Ruf, den Alarm, die Ankündigung und Warnung ignorieren? “Der hat sich ja schon so oft geirrt…”
Jesaja 21:11-12
Der prophetische Spruch gegen Duma: Da ist einer, der mir aus Seir zuruft: “Wächter, wie steht es mit der Nacht? Wächter, wie steht es mit der Nacht?” 12 Der Wächter sagte: “Der Morgen muß kommen und auch die Nacht. Wenn ihr euch erkundigen wollt, erkundigt euch. Kommt wieder!”
Doch siehe, Frohlocken und Freude, Rindertöten und Schafeschlachten, Fleischessen und Weintrinken. ‚Man esse und trinke, denn morgen werden wir sterben.‘ “
verkennen wir auch die Bedeutung der Zeit, in der wir heute leben? Wie hatten wir noch in Prediger gelesen: “es gibt fùr alles eine Zeit…”
Jesaja 24:5-6
Und das Land selbst ist entweiht worden unter seinen Bewohnern, denn sie haben die Gesetze umgangen, die Bestimmung geändert, den Bund von unabsehbarer Dauer gebrochen. 6 Darum hat der Fluch selbst das Land verzehrt, und die es bewohnen, werden für schuldig gehalten. Darum haben sich die Bewohner des Landes an Zahl vermindert, und sehr wenige sterbliche Menschen sind übriggeblieben.
Was bedeutet dieser Text für uns heute?
Was wird zu den Gründen gesagt, warum Jehova das Land verflucht hatte?
* sie haben seine Gesetze umgangen
* sie haben seine Bestimmungen geändert und
* sie haben seinen Bund gebrochen.
Darum hat Jehova sie verflucht.
Könnte einer dieser drei Punkte auch auf mich zutreffen?
Wie reagiere ich auf diese Erkenntnis?
Jesaja 24:16
Aber ich spreche: „Für mich gibt es Magerkeit, für mich gibt es Magerkeit! Wehe mir! Die treulos Handelnden haben treulos gehandelt. Ja mit Treulosigkeit haben die treulos Handelnden treulos gehandelt.“
Denn du bist eine Feste geworden dem Geringen, eine Feste dem Armen in der Bedrängnis, in der er sich befindet, eine Zuflucht vor dem Regensturm, ein Schatten vor der Hitze, wenn das Schnauben der Tyrannischen gleich einem Regensturm gegen eine Mauer ist. ein
Was müssen wir tun, damit Jehova auch für uns eine Feste ist?
Jesaja 25:6-8
Und Jehova der Heerscharen wird bestimmt für alle Völker auf diesem Berg ein Festmahl von Gerichten, reich an Öl, machen, ein Festmahl von [Wein, der auf den] Hefen [stehengelassen wurde], von Gerichten, reich an Öl, mit Mark gefüllt, von gefiltertem [Wein, der auf den] Hefen [stehengelassen wurde]. 7 Und auf diesem Berg wird er sicherlich die Oberfläche der Umhüllung verschlingen, die alle Völker umhüllt, und das Gewebe, das über alle Nationen gewoben ist. 8 Er wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen, und der Souveräne Herr Jehova wird gewiß die Tränen von allen Gesichtern abwischen. Und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde hinwegnehmen, denn Jehova selbst hat [es] geredet.
Was für Segnungen, die uns erwarten, wenn wir auch weiterhin treu bleiben und vertrauensvoll auf Jehova warten!
Jesaja 25:9
Und an jenem Tag wird man bestimmt sprechen: „Siehe! Das ist unser Gott. Wir haben auf ihn gehofft, und er wird uns retten. Das ist Jehova. Wir haben auf ihn gehofft. Laßt uns frohlocken und uns freuen in der von ihm [bewirkten] Rettung.“
Werden wir dann dabei sein und in das Loblied mit einstimmen?
Erweisen wir uns bereits heute als dankbar für all das, was Jehova bereits heute schon für uns tut?
Jesaja 26:3-4
Die gut gestützte Neigung wirst du in dauerndem Frieden bewahren, weil man veranlaßt wird, auf dich zu vertrauen. 4 Vertraut auf Jehova für alle Zeiten, denn in Jah, Jehova, ist der FELS unabsehbarer Zeiten.
7 Der Pfad des Gerechten ist Geradheit. Da du gerade bist, wirst du ja die Bahn eines Gerechten ebnen. 8 Ja, für den Pfad deiner Gerichte, o Jehova, haben wir auf dich gehofft. Nach deinem Namen und nach deinem Gedenk[namen] ist das Begehren der Seele gewesen. 9 Mit meiner Seele habe ich dich in der Nacht begehrt; ja mit meinem Geist in mir suche ich dich unablässig; denn wenn es für die Erde Gerichte von dir gibt, werden die Bewohner des ertragfähigen Landes bestimmt Gerechtigkeit lernen.
Wow! Hier sind ja eine ganze Menge an Gedanken drin
Ja, Jehova liebt die Gerechten. Er sieht ihnen sicherlich gern zu, freut sich, wenn sie trotz Schwierigkeiten auf dem richtigen Weg bleiben und auch weiterhin seine Gebote halten und alles tun um sein Herz zu erfreuen (Vers 7).
Was könnten wir tun, wenn wir Nachts nicht schlafen können?
Vor der Glotze abhängen und wahllos irgendwelche Filme gucken, bis die nötige Bettschwere wieder da ist? Im Internet unsere Zeit vertreiben? Einen Schmöker lesen?
Wie wäre es denn damit: einfach einige Verse oder Kapitel in der Bibel lesen, bis wir wieder müde genug zum Schlafen sind (Vers 9)?
“Also mit dem Bibelleseprogramm bin ich nicht auf dem Laufen, ich habe so viel zu tun”, “Ich schaffe es leider nicht, jeden Tag etwas in der Bibel zu lesen, ich habe zu wenig Zeit”.
Wie mag Jehova wohl empfinden, wenn er uns diese Worte sagen hört – aber gleichzeitig sieht, dass wir stundenlang vor der Glotze abhängen? “Naja, aber was soll ich tun? Ich kann halt nicht schlafen!”
Wie wäre es dann mal damit, IHN in der Nacht zu suchen, die Zeit zum Lesen einigerZeilen in der Bibel zu nutzen?
Ja, ok. Das ist wirklich jedem seine eigene Sache.
Aber vergessen wir nicht, dass Jehova uns beobachtet und dass alles, was wir tun, auch Auswirkungen darauf hat, ob sich Jehova über uns freut oder ob er enttäuscht ist!
Auch wenn dem Bösen Gunst erwiesen werden sollte, wird er einfach nicht Gerechtigkeit lernen. Im Land der Geradheit wird er ungerecht handeln und wird nicht die Hoheit Jehovas sehen.
Hier ist ein Gedanke, der mich aufhorchen lässt:
Es gibt Menschen, denen scheinbar überhaupt nicht mehr zu helfen ist.
Die immer schlecht handeln werden, egal, ob man ihnen Gutes tut, oder nicht.
Die selbst im Paradies Schaden stiften würden, falls Jehova bei ihnen ein Auge zudrücken würde und ihnen Zutritt gewähren würde.
Hoffentlich sieht Jehova mich persönlich nicht als einen solchen Menschen an!
Jesaja 26:10
Auch wenn dem Bösen Gunst erwiesen werden sollte, wird er einfach nicht Gerechtigkeit lernen. Im Land der Geradheit wird er ungerecht handeln und wird nicht die Hoheit Jehovas sehen.
Jesaja 27:11
Wenn ihre Schosse verdorrt sind, werden hereinkommende Frauen [sie] abbrechen, sie anzünden. Denn es ist kein Volk von scharfem Verständnis. Darum wird ihm sein Erschaffer keine Barmherzigkeit erweisen, und sein eigener Bildner wird ihm keine Gunst erweisen.
Und an jenem Tag werden die Tauben bestimmt die Worte des Buches hören, und aus dem Dunkel und aus der Finsternis werden sogar die Augen der Blinden sehen. 19 Und die Sanftmütigen werden sicherlich ihre Freude in Jehova selbst mehren, und auch die Armen der Menschen werden in dem Heiligen Israels selbst frohlocken, 20 denn der Tyrann soll sein Ende finden, und der Prahler soll schließlich enden, und alle, die beständig auf der Wacht sind, Schaden zu tun, sollen weggetilgt werden, 21 die, die einen Menschen durch [sein] Wort zur Sünde hinführen, und die, die sogar den im Tor Zurechtweisenden ködern, und die, die den Gerechten mit leeren Argumenten beiseite stoßen.
22 Darum hat Jehova zum Hause Jakob gesprochen, er, der Abraham erlöste: „Jakob wird nun nicht beschämt werden, noch wird nun sein eigenes Gesicht erblassen; 23 denn wenn er seine Kinder sieht, das Werk meiner Hände, in seiner Mitte, werden sie meinen Namen heiligen, und sie werden den Heiligen Jakobs gewiß heiligen, und vor dem Gott Israels werden sie Ehrfurcht haben. 24 Und die, die in [ihrem] Geist irren, werden tatsächlich Verständnis kennenlernen, und sogar die Murrenden werden Unterweisung lernen.“
Nachlese dazu von 2005:
Jesaja 29:13
13 Und Jehova spricht: „Darum, daß dieses Volk sich mit dem Mund genaht hat und sie mich bloß mit ihren Lippen verherrlicht haben und sie ihr Herz von mir weit entfernt haben und ihre Furcht mir gegenüber Menschengebot wird, das man sie lehrt,
Wieder mal ein Hinweis darauf, wie wichtig unser Herz und unser Herzenszustand bei der wahren Anbetung ist. Wir müssen unser Herz behüten und darauf achten, dass wir Jehova mit ganzem Herzen dienen. Nur dann sind wir ihm annehmbar.
Jesaja 29:19
Und die Sanftmütigen werden sicherlich ihre Freude in Jehova selbst mehren, und auch die Armen der Menschen werden in dem Heiligen Israels selbst frohlocken,
Was ist wirkliche Ursache zur echten Freude und Frohlocken? Nur mein Verhältnis zu Jehova! Alles andere ist in Wirklichkeit wertlos!
Jesaja 30:1, 5
„Wehe den störrischen Söhnen“, ist der Ausspruch Jehovas, „[denen, die geneigt sind,] Rat auszuführen, doch nicht den von mir [kommenden], und ein Trankopfer auszugießen, doch nicht mit meinem Geist, um Sünde an Sünde zu fügen;
Jeder wird sich bestimmt eines Volkes schämen, das einem keinen Nutzen bringt, das keine Hilfe ist und keinen Nutzen bringt, sondern ein Grund zur Schande und auch eine Ursache zur Schmach ist.“
Mich immer wieder selbst prüfen:
* erfreue ich noch Jehovas Herz?
* bin ich noch für ihn Ursache um Frohlocken?
* oder bin ich hier und jetzt eine Ursache zur Schmach?
Eine ehrliche Selbstpüfung ist immer wieder gut.
Jesaja 30:9-11
Denn es ist ein rebellisches Volk, lügnerische Söhne, Söhne, die nicht gewillt gewesen sind, das Gesetz Jehovas zu hören; 10 die zu den Sehern gesagt haben: ‚Ihr sollt nicht sehen‘ und zu denen, die Visionen haben: ‚Ihr sollt nicht irgendwelche geraden Dinge in Visionen für uns schauen. Redet glatte Dinge zu uns, schaut in Visionen trügerische Dinge. 11 Weicht ab vom Weg; biegt ab vom Pfad. Veranlaßt, daß der Heilige Israels unsertwegen aufhört.‘ “
Auch wenn wir uns selbst vielleicht etwas vormachen, so ändert das aber nichts an Jehovas Einstellung und wie er uns sieht. Seine Maßstäbe bleiben immer die gleichen - egal, was wir uns einreden!
Jesaja 30:12-13
Darum hat der Heilige Israels dies gesprochen: „Im Hinblick darauf, daß ihr dieses Wort verwerft, und [da] ihr auf Übervorteilung vertraut und auf das, was abwegig ist, und ihr euch darauf stützt, 13 darum wird euch dieses Vergehen gleich einem gebrochenen Stück werden, das nahe daran ist niederzustürzen, einer Ausbuchtung an einer hochragenden Mauer, deren Zusammenbruch plötzlich, in einem Augenblick, kommen kann.
Dieser Zusammenbruch ist seit einigen Wochen für uns plastischer geworden: denn da ist einfach ein Haus weggebrochen und in ein tiefes Loch gestürzt. Heute habe ich gelesen, dass dieser Riss so weit geht, dass mit weiteren einbrechenden Häusern zu rechnen ist. Dieser Zusammenbruch kam auch plötzlich und unerwartet für die Bewohner, man hatte nicht mit sowas gerechnet.
Jesaja 30:15
Denn dies hat der Souveräne Herr Jehova, der Heilige Israels, gesprochen: „Durch Umkehr und Ruhe werdet ihr gerettet werden. Eure Macht wird sich einfach im Ruhigbleiben und im Vertrauen zeigen.“ Aber ihr wolltet nicht.
Wenn ich in Panik gerate, habe ich damit garnichts gewonnen. Damit ändere ich die Situation nicht - ich kann sie nur noch schwerer ertragen, wenn ich in Panik bin. Wir sollten besser vertrauensvoll ruhig bleiben, dann bekommen wir die Kraft von Jehova und seinen Geist.
Und Jehova wird euch gewiß Brot in Form von Bedrängnis und Wasser in Form von Bedrückung geben; doch dein Großer Unterweiser wird sich nicht mehr verbergen, und deine Augen sollen [Augen] werden, die deinen Großen Unterweiser sehen. 21 Und deine Ohren, sie werden ein Wort hinter dir sagen hören: „Dies ist der Weg. Wandelt darauf“, falls ihr zur Rechten gehen solltet oder falls ihr zur Linken gehen solltet.
lassen wir persönlich uns von Jehova unterweisen? Wandeln wir bereitwillig auf dem Weg, den er uns zeigt?
Lassen wir uns von ihm und seinem Wort korrigieren, wenn er sagt, dass “wir zur Rechten gehen sollten”?
Und das Herz selbst der Übereiligen wird auf Erkenntnis achten, und auch die Zunge der Stammelnden wird schnell sein, Klares zu reden.
Wieder mal das Herz! Erkenntnis nur vom Verstand her nützt uns nicht viel. Erst wenn sie in unserem Herzen ist, werden wir auch gedrängt sein, entsprechend zu handeln.
Jesaja 32:5-7
Der Unverständige wird nicht mehr freigebig genannt werden; und was den Grundsatzlosen betrifft, er wird nicht edel geheißen werden; 6 denn der Unverständige, er wird bloß Unverständiges reden, und sein eigenes Herz wird an Schädlichem arbeiten, um Abfall zu bewirken und gegen Jehova Irriges zu reden, um die Seele des Hungrigen leer ausgehen zu lassen, und er läßt sogar den Durstigen ohne Getränk ausgehen. 7 Was den Grundsatzlosen betrifft, seine Werkzeuge sind schlecht; er selbst hat Rat erteilt für Taten der Zügellosigkeit, um die Niedergedrückten mit falschen Reden zugrunde zu richten, auch wenn ein Armer redet, was recht ist.
Jesaja 32:16-18
Und in der Wildnis wird gewiß das Recht weilen, und Gerechtigkeit wird im Obstgarten wohnen. 17 Und das Werk der [wahren] Gerechtigkeit soll Frieden werden und der Dienst der [wahren] Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit bis auf unabsehbare Zeit. 18 Und mein Volk soll an einem friedlichen Aufenthaltsort wohnen und an Wohnsitzen völliger Zuversicht und an ungestörten Ruheorten.
Jesaja 33:1
Wehe dir, der du verheerst, ohne daß du selbst verheert wirst, und dir, der du treulos handelst, ohne daß [andere] treulos an dir gehandelt haben! Sobald du mit Verheeren fertig bist, wirst du verheert werden. Sobald du mit treulosem Handeln zu Ende bist, wird man treulos an dir handeln.
O Jehova, erweise uns Gunst. Auf dich haben wir gehofft. Werde unser Arm jeden Morgen, ja unsere Rettung in der Zeit der Bedrängnis.
Täglich auf Jehova vertrauen, täglich in seinem Wort lesen und täglich seine Nähe suchen.
Jesaja 33:9
9 Das Land hat zu trauern begonnen, ist dahingewelkt. Der Lịbanon ist beschämt worden; er ist vermodert. Schạron ist der Wüstenebene gleich geworden; und Bạschan und Kạrmel schütteln [ihre Blätter] ab.
Ohne Jehovas Wort und seine Nähe werden auch wir dahinwelken – wie eine Blume, die nicht gehegt und gepflegt wird.
Jesaja 33:10
Jetzt will ich aufstehen“, spricht Jehova, „jetzt will ich mich erheben; jetzt will ich mich aufrichten.
Jehova lässt sich von uns nicht zu etwas drängen! Er hat für sich eine Zeit festgelegt und die hält er auch ein. Ich persönlich reagiere ja auch allergisch darauf, wenn mir jemand etwas aufzwingen will.
Wollen wir persönlich Jehova etwas aufzwingen, z.B. wann er das Böse beseitigt?
Jesaja 33:15-16
15 Da ist einer, der in beständiger Gerechtigkeit wandelt und redet, was gerade ist, der den durch Betrügereien [erlangten] ungerechten Gewinn verwirft, der seine Hände davon losschüttelt, nach Bestechung zu greifen, der sein Ohr davor verstopft, auf Blutvergießen zu hören, und der seine Augen verschließt, um Schlechtes nicht zu sehen. 16 Er ist es, der auf den Höhen selbst weilen wird; seine sichere Höhe werden schwer zugängliche Orte zerklüfteter Felsen sein. Sein eigenes Brot wird [ihm] sicherlich gegeben werden; sein Wasservorrat wird nicht versiegen.“
Die Wildnis und die wasserlose Gegend werden frohlocken, und die Wüstenebene wird voller Freude sein und blühen wie der Safran. 2 Sie wird ganz bestimmt blühen, und sie wird tatsächlich mit Fröhlichkeit und mit Jubelrufen frohlocken. Die Herrlichkeit des Lịbanon selbst soll ihr gegeben werden, die Pracht des Kạrmels und Schạrons. Dort werden die sein, die die Herrlichkeit Jehovas, die Pracht unseres Gottes, sehen werden.
Wenn ich diese Worte lese muss ich immer an den Naturfilm “Die Wüste lebt” denken. Da geschieht ein kleines Wunder, wenn dann endich der Regen fällt. Irgendwie erinnert mich das auch an Harmagedon und das, was danach kommt:
Erst ist es unerträglich. Alles Wasser ist versiegt und viele Tiere sterben, weil sie verdursten und keine Narung mehr finden. Dann kommt ein heftiger Regen und wer nun nicht auf der Hut ist, kommt um. Denn plötzlich verwandelt sich ein ausgetrocknetes Flussbett in einen reissenden Strom, das Wasser tritt über die Ufer und wer nicht aufpasst, wird mit den Fluten mitgerissen und ertrinkt.
Aber dann, als der Regen aufhört, passiert ein Wunder, welches man kaum glauben kann. Denn auf einmal fängt alles an zu blühen, fast wie in Zeitraffer. Nicht so langsam wie in dem Frühling, den wir kennen, sondern unglaublich schnell verwandelt sich die Wüste in ein wundervolles Blumenmeer. Plötzlich gibt es für alle genùgend zu Essen und zu Trinken und alle Tiere sind in einem Glückstraumel.
Wer den Film noch nicht kennt, sollte ihn sich unbedingt besorgen. Oft lächen die Menschen ja darüber, wenn wir ihnen obige Verse aus der Bibel vorlesen, denn “schön wärs” und “sowas ist doch reines Wunschdenken”. Wer den Film gesehen hat, der WEISS, dass sich diese Bibeltexte erfüllen werden!
Nun kommen die Verse, auf deren Erfüllung sich sicherlich jeder heute freut:
Jesaa 35:3-4
Stärkt die schwachen Hände, und festigt die Knie, die wanken. 4 Sagt zu denen, die ängstlichen Herzens sind: „Seid stark. Fürchtet euch nicht. Seht, euer eigener Gott, mit Rache wird er kommen, ja Gott mit Vergeltung. Er selbst wird kommen und euch retten.“
wird es nicht wundervoll sein, wenn wir endlich von denen befreit werden, die uns heute mit ihrem Egoismus, ihrem Hochmut und ihrer Habgier das Leben schwer machen?
Aber es kommt noch viele viel besser:
Jesaja 35:5-6
Zu jener Zeit werden die Augen der Blinden geöffnet, und die Ohren der Tauben, sie werden aufgetan. 6 Zu jener Zeit wird der Lahme klettern wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird jubeln. Denn in der Wildnis werden Wasser hervorgebrochen sein und Wildbäche in der Wüstenebene.
Haben wir bei den ersten beiden Versen gedacht, dass dies ja nur ein frommer Wunsch sei?
Aber wir haben durch den Film gesehen, dass dieses Wunder sogar heute schon eine kleine Erfüllung hat, dass dies möglich ist. Ebenso werden sich diese Verse auch erfüllen. Ganz betimmt!
Jesaja 35:7
Und der von der Hitze ausgetrocknete Boden wird wie ein Schilfteich geworden sein und der durstige Boden wie Wasserquellen. An dem Aufenthaltsort von Schakalen, einem Ruheort für [sie], wird es grünes Gras mit Schilfrohr und Papyruspflanzen geben.
Ja – und das wunderbarste daran ist: diese Verse, die wir gerade gelesen haben – sie werden sich ganz bald erfüllen!
Wir haben wirklich allen Grund, unserem himmlischen Vater dafür dankbar zu sein und allen Menschen davon zu erzählen!
Haben wir gerade die wundervolle Hoffnung gesehen, das worauf wir uns wirklich freuen, so lesen wir nun davon, was denn mit denen ist, die uns heute so bedrücken:
Jesaja 35:8-9
Und dort wird es bestimmt eine Landstraße geben, ja einen Weg; und er wird der „Weg der Heiligkeit“ genannt werden. Der Unreine wird nicht darüberziehen. Und er wird für den auf dem Weg Wandelnden sein, und keine Törichten werden [darauf] umherirren. 9 Dort wird sich kein Löwe befinden, und raubtierartige wilde Tiere werden nicht darauf hinaufsteigen. Keines wird dort zu finden sein; und die Zurückgekauften sollen [dort] wandeln.
In diesen Versen ist von all denen die Rede, die heute ihre Mitmenschen bedrücken. Ihnen wird nicht gestattet werden, die Segnungen zu geniessen.
Ebenso wie die Tiere in dem Film, die von den Wassermassen weggespült werden und ertrinken – so werden auch all diejenigen umkommen, die nicht nach Jehovas Maßstäben wandeln. Es wird sie nicht mehr geben.
Dabei hätten sie nicht “ertrinken” müssen, wenn sie rechtzeitig “aus dem Weg gegangen wären”. Jehova ist ein liebevoller Gott und er lässt schon seit Jahren die Warnung erschallen. er sagt “geht aus dem Weg gleich kommen die Wassermassen. Ich will doch nicht, dass jemand stirbt”.
Oder anders ausgedrückt sagt er ihnen, sie sollen doch bitte von ihrem verkehrten Weg umkehren. Wenn sie nicht darauf hören, sind sie selbst schuld an dem Schicksal, das sie zwangsläufig ereilen wird.
Setzen wir doch alles daran, dass wir zu denen gehören, die auch die Segnungen geniessen werden. Es liegt doch in unserer eigenen Hand!
Kehren wir rechtzeitig um – oder wenn wir auf dem richtigen Weg wandeln: bleiben wir darauf!
Jesaja 35:10
Und die von Jehova Erlösten, sie werden zurückkehren und gewiß mit Jubelruf nach Zion kommen; und auf unabsehbare Zeit wird Freude über ihrem Haupt sein. Frohlocken und Freude werden sie erlangen, und Kummer und Seufzen sollen entfliehen.
Zu der Geschichte, wie Rabschake mit Lügen und Intrigen Gottes Volk einschüchtern und ihren Glauben untergraben wollte, hatte ich ja bereits an anderer Stelle einen sehr schönen und aufschlußreichen Artikel aus unseren Publiationen gepostet.
Diese Kapitel hier ab Kapitel 36 sind ja eigentlich eine Wiederholung von 2. Könige 18-19. Aber ich habe trotzdem noch einige interessante Gedanken gefunden:
Jesaja 37:4
Vielleicht wird Jehova, dein Gott, die Worte Rạbschakes hören, den der König von Assyrien, sein Herr, gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen, und er wird ihn tatsächlich zur Rechenschaft ziehen für die Worte, die Jehova, dein Gott, gehört hat. Und du sollst für den Überrest, der sich vorfindet, ein Gebet erheben.‘ “
“vielleicht kann dein Gott…” – ist ja interessant, dass sie nun in der Not zugeben, dass sie einen anderen Gott anbeten, als Jesaja. Immerhin gehören sie ja alle zu Gottes Volk. Nun zeigen sie, dass sie es nur formal tun und ihr Glaube an Jehova nicht echt und ohne Kraft ist.
Das erinnert mich an 2. Tmotheus 3:5
Jesaja 37:23
23 Wen hast du verhöhnt und über wen lästerlich geredet?
Und gegen wen hast du [deine] Stimme erhoben
Und erhebst du deine Augen zur Höhe?
Es ist gegen den Heiligen Israels!
mahnende Worte auch für uns heute. Mögen wir niemals als solche empfunden sein, die in Wirklichkeit Jehova verhöhnen.
Jesaja 37:28-29
Und dein Stillsitzen und dein Hinausgehen und dein Hineingehen ist mir ja bekannt
Und deine Erregung gegen mich,
29 Denn deine Erregung gegen mich und dein Brüllen ist zu meinen Ohren emporgestiegen.
Und ich werde bestimmt meinen Haken in deine Nase legen und meinen Zaum zwischen deine Lippen,
Und ich werde dich tatsächlich auf dem Weg zurückführen, auf dem du gekommen bist.“
Ja, Jehova lässt sich nicht verspotten. Zu seiner Zeit wird er uns für all unser Tun vergelten. Sorgen wir also dafür, dass er bei uns nur gute Taten und ein reines Herz sieht – dann haben wir nichts zu befürchten.
In jenen Tagen wurde Hiskịa sterbenskrank. Daher kam Jesaja, der Sohn des Ạmoz, der Prophet, zu ihm herein und sprach zu ihm: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Erteile deiner Hausgemeinschaft Befehle, denn du selbst wirst bestimmt sterben und wirst nicht leben.‘ “ 2 Darauf kehrte Hiskịa sein Gesicht zur Wand und begann zu Jehova zu beten 3 und zu sagen: „Ich bitte dich, o Jehova, denk doch daran, wie ich vor dir in Wahrhaftigkeit und mit ungeteiltem Herzen gewandelt bin; und was gut war in deinen Augen, habe ich getan.“ Und Hiskịa brach in heftiges Weinen aus.
4 Und das Wort Jehovas erging nun an Jesaja und lautete: 5 „Geh, und du sollst zu Hiskịa sprechen: ‚Dies ist, was Jehova, der Gott Davids, deines Vorvaters, gesagt hat: „Ich habe dein Gebet gehört. Ich habe deine Tränen gesehen. Siehe, ich füge deinen Tagen fünfzehn Jahre hinzu; 6 und aus der Faust des Königs von Assyrien werde ich dich und diese Stadt befreien, und ich will diese Stadt verteidigen. 7 Und dies ist für dich das Zeichen von Jehova, daß Jehova dieses Wort ausführen wird, das er geredet hat: 8 Siehe, ich lasse den Schatten der Stufen, der an den Stufen [der Treppe] des Ạhas durch die Sonne abwärts gegangen war, wieder zehn Stufen rückwärts gehen.“ ‘ “ Und die Sonne ging allmählich zehn Stufen an den Stufen [der Treppe] zurück, die sie abwärts gegangen war.
Diese Verse hatte damals der Pastor in der Beerdigungsansprache fùr meinen Onkel angeführt. Auch dieser hatte noch ein paar Jahre von seinem Gott bekommen. Denn 1994 wurde bei ihm Krebs festgestelt und sein Leben hing an einem seidenen Faden. Aber er “sprang dem Tod von der Schippe” und erholte sich wieder und hat die ihm noch verbleibenden 8 Jahre genutzt, um all die Dinge zu tun, die er noch getan haben wollte.
Ich fand es damals sehr beeindruckend, dass ein evangelischer Pastor eine biblische Geschichte mit in eine Beerdigungsansprache mit einbaut und den Gedankengang fand ich sehr passend.
Auf einen hohen Berg steige hinauf, du Überbringerin guter Botschaft für Zion. Erhebe deine Stimme auch mit Macht, du Überbringerin guter Botschaft für Jerusalem. Erhebe [sie]. Fürchte dich nicht. Sprich zu den Städten Judas: „Hier ist euer Gott.“ 10 Siehe! Der Souveräne Herr Jehova selbst wird ja als ein Starker kommen, und sein Arm wird für ihn herrschen. Siehe! Seine Belohnung ist bei ihm, und der Lohn, den er zahlt, ist vor ihm. 11 Wie ein Hirt wird er seine eigene Herde hüten. Mit seinem Arm wird er die Lämmer zusammenbringen; und in seinem Busen wird er [sie] tragen. Die Säugenden wird er [fürsorglich] geleiten.
Jesaja 40:13-14
Wer hat den Geist Jehovas bemessen, und wer kann ihn als sein Mann des Rates irgend etwas erkennen lassen? 14 Mit wem hat er sich beraten, daß einer ihm Verständnis gäbe, oder wer belehrt ihn über den Pfad des Rechts oder lehrt ihn Erkenntnis oder läßt ihn gar den Weg wirklichen Verstandes erkennen?
Jesaja 40:18-19
Und mit wem könnt ihr Gott vergleichen, und welches Gleichnis könnt ihr ihm an die Seite stellen? 19 Der Kunsthandwerker hat nur ein gegossenes Bild gegossen, und mit Gold überzieht es der Metallbearbeiter, und Silberketten schmiedet er.
Wer ist wie Jehova?
Jesaja 40:25-26
Mit wem aber könnt ihr mich vergleichen, so daß ich zu seinesgleichen gemacht würde?“ sagt der Heilige. 26 „Hebt eure Augen in die Höhe und seht. Wer hat diese Dinge erschaffen? Er ist es, der ihr Heer selbst der Zahl nach herausführt, der sie alle sogar mit Namen ruft. Wegen der Fülle dynamischer Kraft, da er an Macht auch kraftvoll ist, fehlt nicht eines [davon].
Jesaja 40:27-28
Aus welchem Grund sprichst du, o Jakob, und redest du laut, o Israel: ‚Mein Weg ist vor Jehova verborgen, und vor meinem Gott geht mein Recht vorüber.‘? 28 Hast du nicht erkannt, oder hast du nicht gehört? Jehova, der Schöpfer der äußersten Enden der Erde, ist ein Gott auf unabsehbare Zeit. Er wird nicht müde noch matt. Sein Verstand ist unerforschlich.
Jesaja 40:29-31
Er gibt dem Müden Kraft; und dem, der ohne dynamische Kraft ist, verleiht er Stärke in Fülle. 30 Knaben werden sowohl müde als auch matt, und selbst junge Männer werden ganz bestimmt straucheln, 31 doch die auf Jehova hoffen, werden neue Kraft gewinnen. Sie werden sich emporschwingen mit Flügeln wie Adler. Sie werden laufen und nicht ermatten; sie werden wandeln und nicht ermüden.“
wirklich ein wunderschönes Kapitel.
Jeder, der Jehova kennengelernt hat, weiss, dass Jehova unvergleichlich ist. Umso erschütternder, dass sein Volk sich immer wieder von ihm abgewandt hat, um irgendwelchen anderen Göttern oder gar Götzen nachzulaufen.
Auch heute gibt es leider scheinbar Menschen, die Jehova durch ein Bibelstudim kennen gelernt und ihm eine Weile gedient haben – dann aber umgekehrt sind, um anderen Göttern nachlaufen.
Für mich schwer verständlich!
Auch, wenn ich manchmal enttäuscht bin, dass Jehova die Bedrückung nocht nicht beendet und die Verfolgung oft bis zum Äußersten zulässt – so würde ich niemals einem anderen Gott dienen wollen. Auch nicht, wenn der Druck dann wenigstens für eine kleine Weile nachlassen würde.
„Du aber, o Israel, bist mein Knecht, du, o Jakob, den ich erwählt habe, du Same Abrahams, meines Freundes; 9 du, den ich ergriffen habe von den äußersten Enden der Erde, und du, den ich sogar von ihren entlegenen Teilen hergerufen habe. Und so sprach ich zu dir: ‚Du bist mein Knecht; ich habe dich erwählt, und ich habe dich nicht verworfen. 10 Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit.‘
11 Siehe! Alle, die gegen dich entbrannt sind, werden beschämt und gedemütigt werden. Die Männer, [die] mit dir streiten, werden wie nichts werden und werden umkommen. 12 Du wirst sie suchen, aber du wirst sie nicht finden, die Männer, [die] mit dir in Streit liegen. Sie werden wie etwas Nichtseiendes und wie nichts werden, die Männer, die dich bekriegen. 13 Denn ich, Jehova, dein Gott, ergreife deine Rechte, der zu dir spricht: ‚Fürchte dich nicht. Ich selbst will dir helfen.‘
Ist das nicht wunderschön? Dass Jehova so sehr an uns und unserem Wohlergehen interessiert ist, dass er uns sogar die Hand reicht und uns helfen will?
14 „Ich habe mich lange Zeit still verhalten. Ich bewahrte Schweigen. Ich übte fortwährend Selbstbeherrschung. Wie eine Gebärende werde ich stöhnen, lechzen und tief Atem holen zur selben Zeit.
Jesaja 42:17
Sie sollen zur Umkehr veranlaßt werden, sie werden tief beschämt sein, diejenigen, die ihr Vertrauen auf das geschnitzte Bild setzen, diejenigen, die zu einem gegossenen Bild sagen: „Ihr seid unsere Götter.“
Jesaja 42:20
Es gab viele Dinge zu sehen, aber ständig gabst du nicht acht. Da war Anlaß, die Ohren zu öffnen, aber fortwährend hörtest du nicht zu.
Und nun, dies ist, was Jehova, dein Schöpfer, gesprochen hat, o Jakob, und dein Bildner, o Israel: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich zurückgekauft. Ich habe [dich] bei deinem Namen gerufen. Du bist mein.
Der Tatsache zufolge, daß du kostbar gewesen bist in meinen Augen, bist du als ehrenwert betrachtet worden, und ich selbst habe dich geliebt. Und ich werde Menschen statt deiner geben und Völkerschaften statt deiner Seele.
Dies sagt Jehova zu uns. Erwärmt dies nicht unser Herz? Fliesst es nicht voller Liebe zu Jehova über?
Kapitel 44 handelt vom Götzendienst, wie dumm er ist und wie entehrend für einen Anbeter Jehovas, der doch den echten Gott kennt und auch anbeten sollte – eigentlich!
Jesaja 44:6-8
Dies ist, was Jehova gesprochen hat, der König von Israel und sein Rückkäufer, Jehova der Heerscharen: ‚Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott. 7 Und wer ist da wie ich? Er rufe aus, damit er es mitteile und es mir darlege. Seitdem ich das Volk vor alters eingesetzt habe, mögen sie sowohl die kommenden Dinge als auch die Dinge, die eintreten werden, ihrerseits ansagen. 8 Erschreckt nicht, und werdet nicht bestürzt. Habe ich [es] dich nicht seit jener Zeit persönlich hören lassen und [es] mitgeteilt? Und ihr seid meine Zeugen. Existiert ein Gott außer mir? Nein, da ist kein FELS. Ich habe keinen anerkannt.‘ “
Wir kennen doch Jehova – warum sollten wir uns anderen Göttern oder leblosen Götzen zuwenden?
Jesaja 44:9-11
Die Bildner des geschnitzten Bildes, sie alle sind eine Unwirklichkeit, und ihre Lieblinge selbst werden von keinem Nutzen sein; und als ihre Zeugen sehen sie nichts und wissen nichts, so daß sie beschämt werden. 10 Wer hat einen Gott gebildet oder ein nur gegossenes Bild gemacht? Von überhaupt keinem Nutzen ist es gewesen. 11 Siehe! All seine Mitgenossen selbst werden beschämt werden, und die Kunsthandwerker sind von den Erdenmenschen her. Sie alle werden sich zusammentun. Sie werden dastehen. Sie werden in Schrecken sein. Sie werden gleichzeitig beschämt werden.
Ja, wenn wir unseren wundervollen Gott, der immer an unserer Seite war und uns geholfen und gestützt hat, gegen einen leblosen Götzen eintauschen, dann werden wir wirklich beschämt.
Wie dumm dies ist, wird im Folgenden ganz klar gesagt:
Jesaja 44:12-13
Was den Eisen-Kunsthandwerker mit dem Schneidewerkzeug betrifft, er ist [daran] beschäftigt gewesen bei Kohlenglut; und mit den Hämmern bildet er es dann, und er bleibt daran beschäftigt mit seinem kräftigen Arm. Auch ist er hungrig geworden und daher kraftlos. Er hat kein Wasser getrunken, so wird er müde.
13 Was den Holz-Kunsthandwerker betrifft, er hat die Meßschnur ausgespannt; er zeichnet es mit roter Kreide vor; er bearbeitet es mit einem Holzschaber; und er fährt fort, es mit einem Zirkel vorzuzeichnen, und allmählich macht er es gleich der Darstellung eines Mannes, gleich der Schönheit eines Menschen, damit es in einem Haus sitze.
noch nicht kapiert? Dann wird Jehova halt noch deutlicher, damit es auch der letzte versteht:
Jesaja 44:14-20
Da ist einer, dessen Geschäft es ist, Zedern umzuhauen; und er nimmt eine gewisse Baumart, ja einen stattlichen Baum, und er läßt ihn für sich unter den Bäumen des Waldes stark werden. Er pflanzte den Lorbeerbaum, und der strömende Regen selbst läßt ihn groß werden. 15 Und er ist [etwas] geworden, was dem Menschen [dazu dient,] ein Feuer in Brand zu halten. So nimmt er davon, um sich zu wärmen. In der Tat, er legt ein Feuer an und bäckt tatsächlich Brot. Er arbeitet auch an einem Gott, vor dem er sich niederbeugen kann. Er hat es zu einem geschnitzten Bild gemacht, und er wirft sich davor nieder. 16 Die Hälfte davon verbrennt er tatsächlich im Feuer. Auf der Hälfte davon brät er das Fleisch gar, das er ißt, und er wird satt. Er wärmt sich auch und sagt: „Ha! Ich habe mich gewärmt. Ich habe den Feuerschein gesehen.“ 17 Aber den Rest davon macht er tatsächlich zu einem Gott selbst, zu seinem geschnitzten Bild. Er wirft sich davor nieder und verbeugt sich und betet zu ihm und spricht: „Befreie mich, denn du bist mein Gott.“
18 Sie haben nicht erkannt, noch verstehen sie, weil ihre Augen verklebt worden sind, damit sie nicht sehen, ihr Herz, damit sie keine Einsicht haben. 19 Und keiner ruft sich ins Herz zurück oder hat Erkenntnis oder Verständnis, indem [er] sagt: „Die Hälfte davon habe ich im Feuer verbrannt, und auf seinen Kohlen habe ich auch Brot gebacken; ich brate Fleisch und esse. Werde ich aber den Rest davon zu etwas bloß Verabscheuungswürdigem machen? Werde ich mich vor dem ausgedörrten Holz eines Baumes niederwerfen?“ 20 Er ernährt sich von Asche. Sein eigenes Herz, mit dem Spiel getrieben worden ist, hat ihn irregeführt. Und er befreit seine Seele nicht, noch spricht er: „Ist da nicht Falschheit in meiner Rechten?“
Eigentlich müsste jetzt jeder verstanden haben, dass er sich selbst zum Deppen macht, wenn er etwas von Menschen Geschaffenes anbetet. Die Worte waren ja nun wirklich klar und deutlich!
Haben wir selbst schon mal über diese Argumentation nachgedacht?
21 „Gedenke dieser Dinge, o Jakob, und du, o Israel, denn du bist mein Knecht. Ich habe dich gebildet. Du bist ein Knecht, der mir gehört. O Israel, du wirst von mir nicht vergessen werden. 22 Ich will wie mit einer Wolke deine Übertretungen auslöschen und wie mit Gewölk deine Sünden. Kehr doch um zu mir, denn ich will dich zurückkaufen.
wie denkt Jehova über uns, wenn wir so handeln?
Ich bin immer wieder begeistert, wie liebevoll und barmherig Jehova ist. Statt gleich zu strafen bittet er sein Volk immer wieder, doch Einsicht zu bekunden und umzukehren.
Wer darauf nicht reagiert und sich hartnäckig weigert – der hat wirklich die Strafe verdient, die Jehova solchen Menschen angedacht hat.
Hört auf mich, ihr Starkherzigen, ihr, die von Gerechtigkeit weit Entfernten. 13 Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht. Sie ist nicht fern, und meine Rettung, sie wird sich nicht verspäten. Und ich will in Zion Rettung geben, Israel meine Schönheit.“
Ja, Jehova wird genau das tun, was er sich vorgenommen hat!
Jesaja 47:7
Und du sprachst fortwährend: „Auf unabsehbare Zeit werde ich mich als Herrin erweisen, immerdar.“ Du nahmst dir diese Dinge nicht zu Herzen; du gedachtest nicht des Ausgangs der Sache.
Denken wir bei allem was wir tun an die Konsequenzen, die es für uns haben wird?
Jesaja 47:8-15
Und nun höre dies, du dem Vergnügen Ergebene, die in Sicherheit sitzt, die in ihrem Herzen spricht: „Ich bin’s, und da ist niemand sonst. Ich werde nicht als Witwe sitzen, und den Verlust von Kindern werde ich nicht kennen.“ 9 Aber über dich werden diese beiden Dinge plötzlich kommen, an e i n e m Tag: der Verlust von Kindern und Witwenschaft. In ihrem vollständigen Maß sollen sie über dich kommen wegen der Menge deiner Zaubereien, wegen der Fülle der Macht deiner Bannsprüche — im Übermaß. 10 Und du vertrautest ständig auf deine Schlechtigkeit. Du hast gesagt: „Da ist keiner, der mich sieht.“ Deine Weisheit und deine Erkenntnis — dies hat dich irregeleitet; und du sprichst ständig in deinem Herzen: „Ich bin’s, und da ist niemand sonst.“ 11 Und Unglück soll über dich kommen; du wirst keine Beschwörung dagegen kennen. Und Widerwärtigkeit wird dich überfallen; du wirst sie nicht abwenden können. Und Verderben wird plötzlich über dich kommen, das zu kennen du nicht gewohnt bist.
12 Stell dich nun hin mit deinen Bannsprüchen und mit der Menge deiner Zaubereien, mit denen du dich seit deiner Jugend abgemüht hast; damit du vielleicht Nutzen hättest, damit du vielleicht Menschen mit Ehrfurcht erfüllen könntest. 13 Du bist müde geworden durch die Menge deiner Ratgeber. Laß sie nun aufstehen und dich retten, die Anbeter der Himmel, die Sternebeschauer, diejenigen, die an den Neumonden Kenntnis vermitteln von den Dingen, die über dich kommen werden. 14 Siehe! Sie sind wie Stoppeln geworden. Ein Feuer selbst wird sie bestimmt verbrennen. Sie werden ihre Seele nicht von der Macht der Flamme befreien. Es wird keine Holzkohlenglut geben, an der man sich wärmt, keinen Feuerschein, um sich davor zu setzen. 15 So werden dir gewiß diejenigen werden, mit denen als deinen Beschwörern du dich von deiner Jugend an abgemüht hast. Sie werden wirklich umherirren, jeder zu seiner eigenen Gegend. Es wird keinen geben, der dich rettet.
Hört dies, o Haus Jakob, die ihr euch nach dem Namen Israels nennt und die ihr aus den Wassern Judas hervorgegangen seid, die ihr beim Namen Jehovas schwört und die ihr sogar den Gott Israels erwähnt, nicht in Wahrheit und nicht in Gerechtigkeit. 2 Denn sie haben sich als solche benannt, die aus der heiligen Stadt sind, und auf den Gott Israels haben sie sich gestützt, Jehova der Heerscharen ist sein Name.
Uns nur nach Jehovas Namen zu benennen nützt uns nichts, wenn wir nicht in Wahrheit und Gerechtigkeit wandeln.
Jesaja 48:4-5
Da ich wußte, daß du hart bist und daß dein Nacken eine eiserne Sehne und deine Stirn Kupfer ist, 5 teilte ich [es] dir seit jener Zeit auch ständig mit. Ehe es eintreten konnte, ließ ich [es] dich hören, damit du nicht sagen würdest: ‚Mein eigener Götze hat sie getan, und mein eigenes geschnitztes Bild und mein eigenes gegossenes Bild haben sie geboten.‘
schon öfters in diesem Blog hier erwähnt…
Jesaja 48:17-18
Dies ist, was Jehova, dein Rückkäufer, der Heilige Israels, gesprochen hat: „Ich, Jehova, bin dein Gott, der [dir] zum Nutzen dich lehrt, der dich auf den Weg treten läßt, auf dem du wandeln solltest. 18 O wenn du doch nur meinen Geboten Aufmerksamkeit schenktest! Dann würde dein Frieden so werden wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie die Meereswellen.
lassen wir uns von Jehova zurechtweisen?
Jesaja 48:22
„Es gibt keinen Frieden“, hat Jehova gesprochen, „für die Bösen.“
Und er sagte dann: „Es ist für dich mehr als eine geringfügige Sache gewesen, mein Knecht zu werden, um die Stämme Jakobs aufzurichten und sogar die Bewahrten Israels zurückzubringen; ich habe dich auch zu einem Licht der Nationen gegeben, damit meine Rettung bis zum äußersten Ende der Erde gelange.“
Jesaja 49:13
Jauchzt, ihr Himmel, und frohlocke, du Erde. Mögen die Berge fröhlich werden mit Jubelruf. Denn Jehova hat sein Volk getröstet, und seinen Niedergedrückten erweist er Erbarmen.
Ach – wenn es doch nur schon soweit wäre!
Jesaja 50:4-9
4 Der Souveräne Herr Jehova selbst hat mir die Zunge der Belehrten gegeben, damit ich dem Müden mit einem Wort zu antworten weiß. Er weckt Morgen für Morgen, er weckt mir das Ohr, damit ich höre wie die Belehrten. 5 Der Souveräne Herr Jehova selbst hat mein Ohr geöffnet, und ich meinerseits war nicht rebellisch. Ich wandte mich nicht in die entgegengesetzte Richtung. 6 Meinen Rücken bot ich den Schlagenden und meine Wangen denen, die [das Haar] ausraufen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Demütigungen und Speichel.
7 Der Souveräne Herr Jehova aber wird mir helfen. Darum werde ich mich nicht gedemütigt zu fühlen brauchen. Darum habe ich mein Gesicht wie einen Kiesel gemacht, und ich weiß, daß ich nicht beschämt werde. 8 Er, der mich gerechtspricht, ist nahe. Wer kann mit mir streiten? Laßt uns zusammen aufstehen. Wer ist mein Rechtsgegner? Möge er sich mir nahen. 9 Siehe! Der Souveräne Herr Jehova selbst wird mir helfen. Wer ist es, der mich für böse erklären kann? Siehe! Sie alle werden sich abnutzen wie ein Kleid. Schon eine Motte wird sie fressen.
Wer bist du, daß du dich vor einem sterblichen Menschen fürchten solltest, der sterben wird, und vor einem Menschensohn, der wie bloßes grünes Gras dahingegeben wird? 13 Und daß du Jehova, der dich gemacht hat, vergessen solltest, den, der die Himmel ausgespannt und die Grundlage der Erde gelegt hat, so daß du den ganzen Tag beständig in Schrecken warst vor dem Grimm dessen, der [dich] einengte, als wäre er ganz entschlossen, [dich] ins Verderben zu bringen? Und wo ist der Grimm dessen, der [dich] einengte?
Lassen wir uns von Menschen einschüchtern, die uns vernichten wollen?
Oder vertrauen wir auf unseren Gott? Darauf, dass er uns helfen kann und helfen will?
Wer hat an das geglaubt, was wir gehört haben? Und der Arm Jehovas, wem ist er geoffenbart worden?
Wie steht es mit unserem Glauben und mit unseren Erfahrungen mit Jehova?
Jesaja 54:4
Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht zuschanden werden; und fühl dich nicht gedemütigt, denn du wirst nicht enttäuscht werden. Denn die Schande deiner Jugendzeit wirst du vergessen, und der Schmach deiner fortgesetzten Witwenschaft wirst du nicht mehr gedenken.“
Jesaja 54:9-10
„Dies ist für mich so wie die Tage Noahs. So, wie ich geschworen habe, daß die Wasser Noahs nicht mehr über die Erde gehen sollen, so habe ich geschworen, daß ich dir gegenüber nicht zornig werden noch dich schelten will. 10 Denn selbst die Berge mögen weichen, und die Hügel, sie mögen wanken, aber meine liebende Güte, sie wird nicht von dir weichen, noch wird mein Friedensbund wanken“, hat Jehova gesagt, der sich deiner erbarmt.
Heisst das jetzt, dass wir leben können wie wir wollen - denn Jehova hat ja versprochen, “uns nicht mehr zu schelten”?
Mißbrauchen wir die liebende Güte unseres Gottes?
Oder die unserer Mitmenschen?
Jesaja 54:13-15
Und alle deine Söhne werden von Jehova Belehrte sein, und der Frieden deiner Söhne wird überströmend sein. 14 In Gerechtigkeit wirst du dich als fest gegründet erweisen. Du wirst von Bedrückung weit entfernt sein — denn du wirst niemand fürchten — und von irgend etwas Erschreckendem, denn es wird sich dir nicht nahen. 15 Sollte irgend jemand gar einen Angriff machen, so wird es nicht auf meinen Befehl hin sein. Wer immer einen Angriff auf dich macht, wird ja deinetwegen fallen.“
was sagt Jehova hier zu denen, die uns angreifen und bedrücken?
Jesaja 54:17
17 Welche Waffe es auch immer sei, die gegen dich gebildet sein wird, sie wird keinen Erfolg haben, und welche Zunge es auch immer sei, die sich im Gericht gegen dich erheben wird, du wirst [sie] verurteilen. Das ist der Erbbesitz der Knechte Jehovas, und ihre Gerechtigkeit ist von mir aus“ ist der Ausspruch Jehovas.
Sucht Jehova, während er sich finden läßt. Ruft ihn an, während er sich als nahe erweist. 7 Der Böse verlasse seinen Weg und der schadenstiftende Mann seine Gedanken; und er kehre um zu Jehova, der sich seiner erbarmen wird, und zu unserem Gott, denn er wird in großem Maße vergeben.
das ist es, was Jehova will – dass wir ihm von ganzem Herzen dienen. Wenn wir es noch nicht tun sollten – JETZT ist die Zeit, es noch zu ändern!
Jesaja 57:3-5
3 „Was euch betrifft, kommt herzu, hierher, ihr Söhne einer Wahrsagerin, du Same eines Ehebrechers und einer Frau, die Prostitution begeht: 4 Über wen macht ihr euch lustig? Gegen wen tut ihr ständig den Mund weit auf, streckt ihr ständig die Zunge heraus? Seid ihr nicht die Kinder der Übertretung, der Same der Falschheit, 5 solche, die die Leidenschaft aufpeitschen unter großen Bäumen, unter jedem üppigen Baum, [die] in den Wildbachtälern unter den Felsenklüften die Kinder schlachten?
Jesaja 57:11-14
Vor wem bangte dir und begannst du dich zu fürchten, so daß du zur Lüge griffst? Meiner aber gedachtest du nicht. Du nahmst dir nichts zu Herzen. Schwieg ich nicht und verbarg die Dinge fortwährend? So warst du nicht einmal vor mir in Furcht. 12 Ich selbst werde deine Gerechtigkeit und deine Werke verkünden, so daß sie dir nichts nützen werden. 13 Wenn du um Hilfe schreist, werden deine angesammelten Dinge dich nicht befreien, sondern ein Wind wird sie sogar alle wegtragen. Ein Hauch wird sie wegnehmen, wer aber zu mir Zuflucht nimmt, wird das Land erben und wird meinen heiligen Berg in Besitz nehmen. 14 Und man wird gewiß sagen: ‚Schüttet auf, schüttet auf! Bahnt den Weg. Räumt jedes Hindernis aus dem Weg meines Volkes.‘ “
Warum immer wieder dieses Thema?
Weil Jehova will, dass die Bösen bereuen und von ihren schlechten Wegen umkehren – damit er ihnen Barmherzigkeit erweisen kann und sie nicht vernichten muss.
Noch ist die Zeit!
Denken wir daran, dass es irgendwann zu spät sein könnte, weil wir den Bogen überspannt haben.
Doch Tag für Tag war ich es, den sie ständig suchten, und an der Erkenntnis meiner Wege haben sie stets Gefallen bekundet wie eine Nation, die ja Gerechtigkeit übte und die das wahre Recht ihres Gottes nicht verlassen hatte, indem sie mich ständig um gerechte Gerichte baten, wobei sie sich Gott nahten, an dem sie Gefallen hatten:
treffen diese Worte auf mich zu?
Wenn nicht: werde ich was an mir und meinem Verhalten ändern?
Jesaja 58:4
Ja, zu Zank und Streit habt ihr gewöhnlich gefastet und zum Schlagen mit der Faust der Bosheit. Habt ihr nicht dauernd gefastet wie an dem Tag, an dem ihr eure Stimme in der Höhe hören ließet?
oder sind es diese Worte, die auf mich zutreffen?
Will ich das ändern?
Tue ich das?
Jesaja 58:6-7
Ist nicht dies das Fasten, das ich erwähle? Die Fesseln der Bosheit zu lösen, die Bande der Jochstange loszumachen und die Zerschlagenen frei wegzusenden und daß ihr jede Jochstange entzweibrechen solltet? 7 Ist es nicht, dem Hungrigen dein Brot auszuteilen und daß du die Niedergedrückten, Heimatlosen in [dein] Haus bringen solltest? Daß du, falls du jemand nackt sehen solltest, ihn bedecken sollst und daß du dich vor deinem eigenen Fleisch nicht verbergen solltest?
Dies ist es, was Jehova von uns will und warum er uns immer wieder in seinem Wort sagen lässt, dass wir auf dem verkehrten Weg sind…
Jesaja 58:8-10
In diesem Fall würde dein Licht hervorbrechen so wie die Morgenröte; und eilends würde deine Genesung sprossen. Und deine Gerechtigkeit würde gewiß vor dir hergehen, ja die Herrlichkeit Jehovas wäre deine Nachhut. 9 In diesem Fall würdest du rufen, und Jehova selbst würde antworten; du würdest um Hilfe schreien, und er würde sagen: ‚Hier bin ich!‘
Wenn du aus deiner Mitte die Jochstange, das Fingerausstrecken und das Reden dessen, was schädlich ist, entfernen wirst 10 und du dem Hungrigen dein eigenes Seelen[begehren] gewähren wirst und du die [in Betrübnis] gebeugte Seele sättigen wirst, dann wird dein Licht gewiß aufstrahlen, ja in der Finsternis, und dein Dunkel wird wie der Mittag sein.
Wenn du in Anbetracht des Sabbats deinen Fuß an meinem heiligen Tag vom Tun deiner eigenen Gelüste zurückhalten und du den Sabbat wirklich eine Wonne nennen wirst, einen heiligen [Tag] Jehovas, einen, der verherrlicht wird, und ihn wirklich verherrlichen wirst, statt deinen eigenen Wegen zu folgen, statt das zu finden, was dir gefällt, und ein Wort zu reden, 14 dann wirst du deine Wonne an Jehova finden, und ich will dich einherfahren lassen auf den Höhen der Erde; und ich will dich essen lassen von dem Erbbesitz Jakobs, deines Vorvaters, denn der Mund Jehovas selbst hat [es] geredet.“
Scheinheiligkeit gefällt Jehova nicht. Wenn wir ihn schon anbeten, dann aber bitte richtig – und nicht so tun, als wären wir seine Anbeter und in Wirklichkeit unsere eigenen selbstsüchtigen Wege gehen!
Jesaja 59:1-4
Siehe! Die Hand Jehovas ist nicht zu kurz geworden, daß sie nicht retten kann, noch ist sein Ohr zu schwer geworden, daß es nicht hören kann. 2 Nein, sondern gerade eure Vergehungen sind das geworden, was zwischen euch und eurem Gott eine Scheidung verursacht, und eure eigenen Sünden haben verursacht, daß sich [sein] Angesicht vor euch verbirgt, um nicht zu hören. 3 Denn eure eigenen Handflächen sind mit Blut befleckt worden und eure Finger mit Vergehung. Eure eigenen Lippen haben Falschheit geredet. Eure eigene Zunge murmelte fortwährend lauter Ungerechtigkeit. 4 Da ist keiner, der in Gerechtigkeit ausruft, und überhaupt keiner ist zu Gericht gegangen in Treue. Man hat auf Unwirkliches vertraut und Nichtswürdiges geredet. Man hat Ungemach empfangen und Schädliches geboren.
So denkt Jehova über Personen, die in aller Scheinheiligkeit ein Doppelleben führen.
“Ist mir doch egal, ich tue, was ich will”, “Ich lass mir nichts sagen. Ich will so bleiben, wie ich bin!”
Ok, ok, es steht jedem frei, wie er auf das reagiert, was uns Gott zu sagen hat. Aber jeder muss auch die Konseqenzen für sein eigenes Handeln tragen und darf dann nicht rumjammern “mein Gott hat mich verlassen” oder “warum hift er mir denn nicht?”.
Jesaja 59:6-7
Ihr bloßes Spinngewebe wird nicht als Kleid dienen, noch werden sie sich mit ihren Werken bedecken. Ihre Werke sind schädliche Werke, und Gewalttätigkeit ist in ihren Handflächen. 7 Ihre eigenen Füße laufen ständig zu lauter Schlechtigkeit hin, und sie haben es eilig, unschuldiges Blut zu vergießen. Ihre Gedanken sind schädliche Gedanken; Verheerung und Zusammenbruch sind auf ihren Landstraßen.
Wir brummen anhaltend, wir alle, so wie Bären; und wie Tauben gurren wir ständig trauervoll. Wir hofften auf Rechtsprechung, aber es gab keine; auf Rettung, [doch] sie ist fern von uns geblieben. 12 Denn unserer Auflehnungen sind viele geworden vor dir; und was unsere Sünden betrifft, eine jede hat gegen uns gezeugt. Denn unsere Auflehnungen sind bei uns; und was unsere Vergehungen betrifft, wir kennen sie wohl. 13 Da ist Übertretung und Verleugnung Jehovas gewesen; und es gab ein Zurückweichen von unserem Gott, ein Reden von Bedrückung und Auflehnung, ein Empfangen und Murmeln von Worten der Falschheit direkt aus dem Herzen.
Jesaja 59:14-15
Und das Recht wurde zum Zurückweichen gezwungen, und die Gerechtigkeit selbst blieb einfach in der Ferne stehen. Denn die Wahrheit ist sogar auf dem öffentlichen Platz gestrauchelt, und die Geradheit vermag nicht einzutreten. 15 Und die Wahrheit wird vermißt, und irgendeiner, der sich von Schlechtem abwendet, wird ausgeplündert.
Dies ist das, was wir heute sehen und in jeder Zeitung lesen können. Vielleicht erleben wir es sogar am eigenen Leib?
Wie denkt wohl Jehova darüber?
Jesaja 59:16
Und Jehova sah [es] schließlich, und es war böse in seinen Augen, daß es keine Rechtsprechung gab. 16 Und als er sah, daß kein Mann da war, begann er sich erstaunt zu zeigen, daß keiner da war, der dazwischentrat. Und sein Arm rettete dann für ihn, und seine eigene Gerechtigkeit war das, was ihn stützte.
Der Geist des Souveränen Herrn Jehova ist auf mir, darum, daß Jehova mich gesalbt hat, um den Sanftmütigen gute Botschaft kundzutun. Er hat mich gesandt, um die zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freiheit auszurufen den Gefangengenommenen und das weite Öffnen [der Augen] selbst den Gefangenen; 2 um auszurufen das Jahr des Wohlwollens seitens Jehovas und den Tag der Rache seitens unseres Gottes; um zu trösten alle Trauernden; 3 um zuzuweisen den um Zion Trauernden, ihnen zu geben Kopfschmuck statt Asche, das Öl des Frohlockens statt Trauer, den Mantel des Lobpreises statt des verzagten Geistes; und sie sollen genannt werden große Bäume der Gerechtigkeit, die Pflanzung Jehovas, zu [seiner] schönen Auszeichnung.
Darauf dürfen wir uns freuen – die Erfüllung ist ganz nahe!
Jesaja 63:7-9
Die liebenden Gütigkeiten Jehovas werde ich erwähnen, die Lobpreisungen Jehovas, gemäß allem, was Jehova uns erwiesen hat, ja das überströmend Gute gegenüber dem Hause Israel, das er ihnen erwiesen hat gemäß seinen Erbarmungen und gemäß der Fülle seiner liebenden Gütigkeiten. 8 Und er sprach weiter: „Gewiß sind sie mein Volk, Söhne, die sich nicht als falsch erweisen werden.“ So wurde er ihnen ein RETTER. 9 Während all ihrer Bedrängnis war es für ihn bedrängend. Und sein persönlicher Bote, er rettete sie. In seiner Liebe und in seinem Mitleid kaufte er selbst sie zurück, und er hob sie dann empor und trug sie all die Tage von alters her.
Jesaja 63:10
Sie aber rebellierten und verletzten seinen heiligen Geist. Da verwandelte er sich ihnen in einen Feind; er selbst führte Krieg gegen sie.
Rebellieren wir gegen unseren Gott?
Machen wir uns Jehova durch unsere Handlungen zum Feind?
Und von alter Zeit her hat keiner gehört, noch hat irgendwer Gehör geschenkt, noch hat ein Auge selbst einen Gott gesehen außer dir, der für den handelt, der auf ihn harrt. 5 Du bist dem entgegengekommen, der frohlockt und Gerechtigkeit übt, denen, die auf deinen eigenen Wegen ständig deiner gedenken.
Schenken wir Jehova Gehör? Wandeln wir in Jehovas Wegen? Gedenken wir seiner ständig?
Womit beschäftigen wir uns? Worüber denken wir nach? Worüber reden wir?
Jesaja 64:7
Und da ist keiner, der deinen Namen anruft, keiner, der sich aufrafft, an dir festzuhalten; denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen, und du läßt uns hinschmelzen durch die Macht unserer Vergehung.
Ich habe meine Hände den ganzen Tag lang zu einem störrischen Volk ausgebreitet, zu denen, die einen Weg gehen, der nicht gut ist, ihren Gedanken nach; 3 dem Volk, [gebildet aus] denen, die mich beständig direkt ins Angesicht kränken, die in den Gärten opfern und auf den Ziegelsteinen räuchern,
meint der mich?
Jesaja 65:13-14
Darum hat der Souveräne Herr Jehova dies gesprochen: „Siehe! Meine eigenen Knechte werden essen, ihr selbst aber werdet hungern. Siehe! Meine eigenen Knechte werden trinken, ihr selbst aber werdet dürsten. Siehe! Meine eigenen Knechte werden sich freuen, ihr selbst aber werdet Schande erleiden. 14 Siehe! Meine eigenen Knechte werden jubeln zufolge des guten Herzenszustandes, ihr selbst aber werdet schreien vor Herzensschmerz, und ihr werdet heulen wegen des völligen Zusammenbruchs des Geistes.
Jesaja 65:17
Denn siehe, ich schaffe neue Himmel und eine neue Erde; und die früheren Dinge werden nicht in den Sinn gerufen werden, noch werden sie im Herzen aufkommen.
ein tröstlicher Gedanke, dass all das Leid und Unrecht, was uns heute widerfährt, uns im Paradies nicht mehr in den Sinn kommen wird.
Ich denke da z.B. an die Kinder, die heute mißbraucht werden, Frauen die vergewaltigt werden, Menschen, die Gewalttaten zum Opfer fallen oder gar gefoltert werden. All diese schrecklichen Dinge werden ihnen nicht mehr in den Sinn kommen.
Ist Jehova nicht ein wundervoller Gott?
Jesaja 65:24
Und es wird tatsächlich geschehen, bevor sie rufen, daß ich selbst antworten werde; während sie noch reden, werde ich selbst hören.
Sie sind es auch, die ihre eigenen Wege gewählt haben, und an ihren abscheulichen Dingen hat ihre eigene Seele Gefallen gehabt. 4 Ich selbst dagegen werde Wege wählen, sie übel zu behandeln; und ihre Schrecknisse werde ich über sie bringen; darum, daß ich rief, aber niemand antwortete; ich redete, aber keiner hörte zu; und sie taten fortgesetzt, was böse war in meinen Augen, und das, woran ich kein Gefallen hatte, erwählten sie.“
5 Hört das Wort Jehovas, die ihr vor seinem Wort zittert: „Eure Brüder, die euch hassen, die euch meines Namens wegen ausschließen, sagten: ‚Möge Jehova verherrlicht werden!‘ Er soll auch mit Freude eurerseits erscheinen, und sie sind es, die zuschanden werden.“
Wieso das denn jetzt? War das nicht ein gôttliches Gebot? Wieso war es nun auf einmal verkehrt?
Interessant, was im Jesaja-Buch in Kapitel 2 Abs 4-5 dazu gesagt wird:
Weiter sagt Jehova: „Wenn ihr dauernd hereinkommt, um mein Angesicht zu sehen, wer ist es, der dies von eurer Hand gefordert hat, meine Vorhöfe zu zertreten?“ (Jesaja 1:12). Verlangt nicht selbst das Gesetz Jehovas vom Volk, ‘hereinzukommen, um sein Angesicht zu sehen’, das heißt, sich in seinem Tempel in Jerusalem einzufinden? (2. Mose 34:23, 24). Ja, das schon. Doch ihr Erscheinen ist purer Formalismus, sie üben die reine Anbetung nur der Form nach aus, nicht aus lauteren Beweggründen. Ihre zahllosen Besuche in den Vorhöfen Jehovas sind für ihn nur ein ‘Zertreten’ und bewirken nicht mehr als ein Abtreten des Pflasters.
5 Kein Wunder, dass Jehova jetzt in einem noch strengeren Ton spricht! „Hört auf, noch weitere wertlose Getreideopfer hereinzubringen. Räucherwerk — es ist mir etwas Verabscheuungswürdiges. Neumond und Sabbat, das Einberufen einer Zusammenkunft — ich kann die Benutzung unheimlicher Macht zugleich mit der feierlichen Versammlung nicht ertragen. Eure Neumonde und eure Festzeiten hat meine Seele gehasst. Mir sind sie zur Bürde geworden; ich bin müde geworden, sie zu tragen“ (Jesaja 1:13, 14). Getreideopfer, Räucherwerk, Sabbate und feierliche Versammlungen sind in dem Gesetz festgelegt, das Gott den Israeliten gab. Was die „Neumonde“ betrifft, so weist das Gesetz lediglich an, diese zu beobachten, doch sind nach und nach nützliche Überlieferungen in Verbindung damit entstanden (4. Mose 10:10; 28:11). Der Neumond gilt als ein monatlicher Sabbat, an dem das Volk von Arbeit absteht und sich sogar versammelt, um von den Propheten und den Priestern unterwiesen zu werden (2. Könige 4:23; Hesekiel 46:3; Amos 8:5). Ihn zu beobachten ist an sich nicht verkehrt. Verkehrt ist, dass man nur den Schein wahren möchte. Außerdem bedienen sich die Juden „unheimlicher Macht“, das heißt, sie pflegen spiritistische Bräuche, beobachten dabei aber gleichzeitig formell Gottes Gesetz. Deshalb ist ihre Anbetung für Jehova „zur Bürde“ geworden.
Wie steht es mit unserer Anbetung?
Kommt sie aus einem reinen Herzen der Liebe – oder betrachten wir die Versammlung ebenso als “Glúcksbringer” wie die Juden damals?
Zitat aus dem Jeremia-Buch (Kap. 2 Abs 12):
Zu Beginn der Regierung Jojakims sollte Jeremia zum Tempel gehen, um dort die Schlechtigkeit der Judäer anzuprangern. Sie hielten den Tempel Jehovas für einen Glücksbringer, der sie beschützte. Doch falls sie weiter „stehlen, morden und Ehebruch begehen und falsch schwören und dem Baal räuchern und anderen Göttern nachgehen“ sollten, würde Jehova seinen Tempel verlassen, genauso wie er das mit der Stiftshütte in Silo zur Zeit des Hohen Priesters Eli getan hatte. Auch von den Heuchlern, die darin beteten, würde er sich zurückziehen. Juda würde „zu nichts als zu einer verwüsteten Stätte werden“ (Jer. 7:1-15, 34; 26:1-6).
“damit wir nicht vom Satan überlistet werden, denn seine Anschläge sind uns nicht unbekannt”
(2. Korinther 2:11)
Der Rabschake hat nur eins im Sinn: Jerusalem so weit zu bringen, dass es sich kampflos ergibt. Auf Hebräisch ruft er zunächst aus: “Was ist das für eine Zuversicht, auf die du vertraut hast? . . . Auf wen nun hast du dein Vertrauen gesetzt, dass du gegen mich rebelliert hast?” (Jesaja 36:4, 5). Dann verspottet der Rabschake die verängstigten Juden und weist sie darauf hin, dass sie völlig isoliert sind. Von wem könnten sie also Unterstützung erbitten? Etwa von Ägypten, dem ‘geknickten Rohrstab’? (Jesaja 36:6). Tatsächlich gleicht Ägypten zu dieser Zeit einem geknickten Rohrstab; denn jene ehemalige Weltmacht ist mittlerweile von Äthiopien besiegt worden, und Ägyptens gegenwärtiger König, Tirhaka, ist kein Ägypter, sondern ein Äthiopier. Zudem wird er schon bald von Assyrien bezwungen werden (2. Könige 19:8, 9). Wenn sich Ägypten nicht einmal selbst zu retten vermag, wie viel weniger kann es dann Juda zu Hilfe kommen.
9 Der Rabschake argumentiert jetzt, Jehova werde nicht für sein Volk kämpfen, weil es sein Missfallen erregt habe. Er erklärt: “Falls du zu mir sprechen solltest: ‘Jehova, unser Gott, ist es, auf den wir vertraut haben’, ist er es nicht, dessen Höhen und dessen Altäre Hiskia entfernt hat?” (Jesaja 36:7). Natürlich haben die Juden alles andere getan als Jehova verworfen, als sie die Höhen und die Altäre im Land niederrissen; in Wirklichkeit sind sie zu ihm zurückgekehrt.
10 Anschließend weist der Rabschake die Juden darauf hin, dass ihre Lage militärisch aussichtslos ist. Er äußert die arrogante Herausforderung: “Ich will dir zweitausend Pferde geben, um zu sehen, ob du deinerseits Reiter darauf zu setzen vermagst” (Jesaja 36:8). Spielt es tatsächlich eine Rolle, ob Judas ausgebildete Kavallerie groß oder klein ist? Nein, denn Judas Rettung hängt nicht von militärischer Überlegenheit ab. In Sprüche 21:31 heißt es diesbezüglich: “Das Ross ist etwas, was für den Tag der Schlacht gerüstet wird, aber Rettung gehört Jehova.” Der Rabschake behauptet nun, Jehovas Segen sei nicht bei den Juden, sondern bei den Assyrern; sonst hätten diese nicht so weit in judäisches Gebiet eindringen können (Jesaja 36:9, 10).
Hört, o Himmel, und schenke Gehör, o Erde, denn Jehova selbst hat geredet: „Söhne habe ich großgezogen und emporgebracht, sie aber haben sich gegen mich aufgelehnt.
Wahrscheinlich kann man sich den Schmerz und die Gedanken Jehovas erst dann vorstellen, wenn man dies selbst erlebt hat. Wie schmerzvoll es ist, wenn man seine ganze Zeit, Kraft, Energie, finanziellen Mittel und vor allen Dingen seine ganzen Emotionen in die Erziehung seiner Kinder gesteckt hat – und dann wenden diese sich von uns ab. Das tut sehr weh und ist sicherlich eine Erfahrung, die wir nie wieder vergessen werden. Selbst dann nicht, wenn die Kinder sich besinnen und wieder versöhnlich auf die Eltern zugehen.
Ein Gedanken, den wir bereits aus den Vorkommnissen zwischen David und seinem Sohn Absalom kennen. Auch für David war diese Entwicklung sehr schmerzhaft. Er hat so sehr darunter gelitten, dass er später sogar heftig um diesen Sohn getrauert hat, obwohl dieser dabei umgekommen ist, als er wieder mal seinen eigenen Vater befeindete.
Aber für Jehova ist dies auch nicht sonderlich neu, denn zum einen kennen wir ja die Geschichte um Adam und Eva, die ja auch Kinder Gottes waren (im Geschlechtsregister Jesu wird Adam als “Sohn Gottes” aufgeführt) und die sich durch ihre Rebellion von ihm abgewandt hatten. Warum? Weil sie selbst entscheiden wollten. In dem entsprechenden Programmpunkt der Vortragsreihe auf unserem BZK dieses Jahr “Nimm dich in Acht vor den Feinden des Königreichs!” – Satan und die Dämonen” wird gesagt, dass es der Geist Satans und seiner Dämonen ist, wenn uns unsere eigenen Gefühle wichtiger sind, als alles andere. Hier war Eva von Satan verführt worden. Er hatte mit seinen “guten und gezielten Fragen” bewirkt, dass sie die Gebote Jehovas in Frage gestellt hatte (Siehe WT 15.05.2011 “Wer ist die wichtigste Person in deinem Leben?”). “Die Frucht war begehrenswert in ihren Augen und sie aß” – obwohl Jehova ausdrücklich gesagt hatte, sie “sollten die Finger davon lassen”. Auch ihr Mann schloß sich ihrem egoistischen Verhalten an, denn es war ihm wichtiger, die Frau zu behalten, als seinem Gott gehorsam zu sein.
Die beiden ersten Kinder Gottes wandten sich also von ihrem liebevollen himmlischen Vater ab, obwohl er alles für sie getan hatte. IHM verdankten sie nicht nur ihr Leben, sondern all den Komfort, den er ihnen bot. Stellen wir uns nur einmal vor, wir hätten in diesem wundervollen Paradies gelebt.
Aber nicht nur die menschlichen Kinder Jehovas wandten sich von ihm ab, sondern zuvor noch ein himmlischer Sohn, einer, dem er eine bevorzugte Stellung gegeben hatte. Er war nicht nur ein ganz einfacher Engel, ein normaler Bote. Trotzdem reichte es ihm nicht, was Jehova ihm gab – er rebellierte, denn er meinte, ihm stünde noch viel mehr zu.
Wie mag sich Jehova wohl gefühlt haben, als diese Kinder Gottes sich von ihm abwandten?
Aber die Geschichte zeigt, dass es immer wieder und zu allen Zeiten Personen unter Gottes Volk gegeben hatte, die nicht zu schätzen wußten, was er ihnen gab und gegen ihn rebellierten. Entweder ganz offen – oder halt durch ein Doppelleben.
Bereiten wir durch unseren Lebenswandel Freude – oder tragen auch wir zu diesem Schmerz bei?
„Kommt nun, und laßt uns die Dinge zwischen uns richtigstellen“, spricht Jehova. „Wenn sich eure Sünden auch wie Scharlach erweisen sollten, werden sie so weiß werden wie Schnee; wenn sie auch rot sein sollten wie Karmesintuch, werden sie sogar wie Wolle werden. 19 Wenn ihr Willigkeit zeigt und tatsächlich zuhört, so werdet ihr das Gute des Landes essen. 20 Wenn ihr euch aber weigert und tatsächlich rebellisch seid, so werdet ihr von einem Schwert verzehrt werden; denn Jehovas Mund selbst hat [es] geredet.“
Ist es nicht wundervoll, dass wir so einen barmherzigen Gott haben? Egal, was wir auch angestellt haben mögen in der Vergangenheit – immer läßt er uns den Weg zu ihm zurück offen. Es liegt nur an uns ganz persönlich, ob wir zurück kommen wollen, oder nicht. Denken wir dabei nicht an die Bibelstelle aus Römer 8:35-39?
Wer wird uns von der Liebe des Christus trennen? Etwa Drangsal oder Bedrängnis oder Verfolgung oder Hunger oder Nacktheit oder Gefahr oder das Schwert? 36 So wie geschrieben steht: „Um deinetwillen werden wir den ganzen Tag zu Tode gebracht, wie Schlachtschafe sind wir geachtet worden.“ 37 Im Gegenteil, aus allen diesen Dingen gehen wir vollständig siegreich hervor durch ihn, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, noch Engel, noch Regierungen, noch Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, noch Mächte, 39 noch Höhe, noch Tiefe, noch irgendeine andere Schöpfung imstande sein wird, uns von Gottes Liebe zu trennen, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.
Wissen wir diese Barmherzigkeit zu schätzen?
zu diesem Thema hier auch noch ein sehr schöner WT-Artikel vom 01.10.1998 dazu:
„Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig“
„Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit“ (2. MOSE 34:6).
„MEINE Tochter sagte mir, sie wolle nicht mehr zur Christenversammlung gehören“, erzählte ein christlicher Vater. „Tage, Wochen, sogar Monate später spürte ich noch einen nagenden Schmerz in mir. Es war schlimmer als der Tod.“ Wie betrüblich ist es doch, mit ansehen zu müssen, wie ein uns nahestehender Mensch vom Weg der reinen Anbetung abirrt! Haben wir schon einmal eine solche Erfahrung gemacht? Wenn ja, dann wird uns das Bewußtsein trösten, daß Jehova Mitgefühl für uns hat (2. Mose 3:7; Jesaja 63:9). Wie betrachtet er jedoch Personen, die sich eine Verfehlung zuschulden kommen ließen? Die Bibel zeigt, daß Jehova sie barmherzigerweise einlädt, wieder in seine Gunst zu gelangen. Inständig bat er die rebellischen Juden in Maleachis Tagen: „Kehrt um zu mir, so will ich zu euch umkehren“ (Maleachi 3:7).
2 Gottes Barmherzigkeit wurde Moses auf dem Berg Sinai vor Augen geführt. Dort offenbarte sich Jehova als „ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit“ (2. Mose 34:6). Diese Erklärung weist nachdrücklich darauf hin, wie untrennbar die Barmherzigkeit mit Jehovas Persönlichkeit verbunden ist. Er „will, daß alle zur Reue gelangen“, schrieb der christliche Apostel Petrus (2. Petrus 3:9). Natürlich ist Gottes Barmherzigkeit nicht grenzenlos. „Keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren“, erfuhr Moses (2. Mose 34:7; 2. Petrus 2:9). Dennoch „[ist] Gott Liebe“, und die Barmherzigkeit ist ein prägnantes Merkmal dieser Eigenschaft (1. Johannes 4:8; Jakobus 3:17). Jehova wird „nicht für immer an seinem Zorn festhalten“, und er hat „Gefallen an liebender Güte“ (Micha 7:18, 19).
3 Jesus war das vollkommene Abbild seines himmlischen Vaters (Johannes 5:19). Die Tatsache, daß Jesus Missetätern gegenüber barmherzig war, bedeutete nicht, daß er ihre Sünden entschuldigte. Es war statt dessen ein Ausdruck derselben innigen Gefühle, die er gegenüber den physisch Kranken offenbarte. (Vergleiche Markus 1:40, 41.) Jesus zählte Barmherzigkeit sogar zu den ‘gewichtigeren Dingen’ des Gesetzes Gottes (Matthäus 23:23). Nehmen wir im Gegensatz dazu die Schriftgelehrten und die Pharisäer, deren legalistische Auffassung von Gerechtigkeit normalerweise überhaupt keinen Raum für Barmherzigkeit ließ. Als sie beobachteten, daß Jesus Umgang mit Sündern hatte, klagten sie ihn an und sagten: „Dieser Mann heißt Sünder willkommen und ißt mit ihnen“ (Lukas 15:1, 2). Jesus antwortete seinen Anklägern mit drei Veranschaulichungen, in denen jeweils Gottes Barmherzigkeit hervorgehoben wurde.
4 Zunächst erzählte Jesus von einem Mann, der neunundneunzig Schafe sich selbst überließ, um nach einem verlorengegangenen Schaf zu suchen. Der Kernpunkt? „Im Himmel [wird] mehr Freude über einen einzigen Sünder sein . . ., der bereut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Reue nicht bedürfen.“ Als nächstes sprach Jesus von einer Frau, die eine verlorene Drachme suchte und sich freute, als sie sie fand. Die Anwendung? „Es [gibt] bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der bereut.“ Jesus erzählte seine dritte Veranschaulichung in Form eines Gleichnisses. Dieses ist für viele die beste Kurzgeschichte, die je erzählt wurde. Eine Betrachtung des Gleichnisses wird uns helfen, Gottes Barmherzigkeit zu schätzen und nachzuahmen (Lukas 15:3-10).
Ein rebellischer Sohn verläßt das Elternhaus
5 „Ein gewisser Mensch hatte zwei Söhne. Und der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: ‚Vater, gib mir den Anteil des Eigentums, der mir zukommt.‘ Darauf teilte er seine Mittel zum Lebensunterhalt unter sie. Später, nicht viele Tage danach, packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste fort in ein fernes Land und verschwendete dort sein Eigentum, indem er ein ausschweifendes Leben führte“ (Lukas 15:11-13).
6 Der jüngere Sohn zeigte hier einen schockierenden Mangel an Wertschätzung. Er verlangte sein Erbe, das er dann verschwendete, „indem er ein ausschweifendes Leben führte“. Der Ausdruck „ausschweifendes Leben“ ist die Übersetzung eines griechischen Wortes, das „wildes Leben“ bedeutet. Wie ein Gelehrter sagt, wird durch das Wort „die äußerste Preisgabe des Charakters aus[ge]drückt“. Aus gutem Grund bezeichnen einige den jungen Mann in Jesu Gleichnis als Verschwender; sie gebrauchen also ein Wort, das jemand beschreibt, der leichtsinnig und überspannt ist und ausschweifend lebt.
7 Gibt es heute Menschen, die dem verlorenen Sohn gleichen? Durchaus. Eine relativ kleine Zahl von Personen hat leider das sichere „Haus“ Jehovas, unseres himmlischen Vaters, verlassen (1. Timotheus 3:15). Einige von ihnen empfinden das Umfeld der Hausgemeinschaft Gottes als zu einschränkend und meinen, Jehovas wachsames Auge sei eher ein Hindernis als ein Schutz. (Vergleiche Psalm 32:8.) Nehmen wir eine christliche Frau, die als Kind zwar nach biblischen Grundsätzen erzogen wurde, sich aber später auf Alkohol- und Drogenmißbrauch einließ. Im Rückblick auf die dunkle Zeit in ihrem Leben sagte sie: „Ich wollte beweisen, daß es mir besserginge, wenn ich mein Leben selbst in die Hand nehmen würde. Ich wollte tun und lassen, was mir paßte, ohne daß mir jemand hineinredete.“ Wie der verlorene Sohn war diese junge Frau auf Unabhängigkeit bedacht. Tragischerweise mußte sie wegen ihrer unbiblischen Gewohnheiten aus der Christenversammlung ausgeschlossen werden (1. Korinther 5:11-13).
8 Es ist wirklich herzzerreißend, wenn ein Mitchrist das Verlangen offenbart, im Widerspruch zu Gottes Maßstäben zu leben (Philipper 3:18). Wenn dies geschieht, bemühen sich Älteste und andere geistig Befähigte, den Missetäter wieder zurechtzubringen (Galater 6:1). Allerdings wird niemand gezwungen, das Joch der christlichen Jüngerschaft auf sich zu nehmen (Matthäus 11:28-30; 16:24). Wenn Jugendliche mündig werden, müssen auch sie in bezug auf die Anbetung eine persönliche Entscheidung treffen. Schließlich haben wir alle einen freien Willen und werden für uns selbst Gott Rechenschaft ablegen müssen (Römer 14:12). Natürlich werden wir auch ‘ernten, was wir säen’ — eine Lektion, die der verlorene Sohn in Jesu Gleichnis bald lernen sollte (Galater 6:7, 8).
Verzweiflung in einem fernen Land
9 „Als er alles verbraucht hatte, entstand eine schwere Hungersnot in jenem ganzen Land; und er fing an, Not zu leiden. Er ging sogar hin und schloß sich einem der Bürger jenes Landes an, und er sandte ihn auf seine Felder, damit er Schweine hüte. Und er begehrte jeweils, sich mit den Johannisbrotschoten zu sättigen, die die Schweine fraßen, und niemand gab ihm welche“ (Lukas 15:14-16).
10 Obwohl der verlorene Sohn völlig verarmt war, zog er noch nicht in Betracht, nach Hause zurückzukehren. Statt dessen lernte er einen Bürger kennen, der ihm eine Arbeit als Schweinehirt gab. Da Schweine gemäß dem mosaischen Gesetz als unreine Tiere galten, war solch eine Beschäftigung für einen Juden eigentlich unannehmbar (3. Mose 11:7, 8). Sollte der verlorene Sohn irgendwelche Gewissensbisse empfunden haben, mußte er sie unterdrücken. Schließlich konnte er nicht erwarten, daß sein Arbeitgeber, ein einheimischer Bürger, Rücksicht auf die Empfindungen eines völlig heruntergekommenen Ausländers nahm. Die mißliche Lage des verlorenen Sohnes gleicht der Erfahrung, die heute viele von denen machen, die den geraden Weg der reinen Anbetung verlassen haben. Häufig lassen sich solche Personen auf Tätigkeiten ein, die sie früher als entwürdigend betrachtet hätten. Ein Beispiel: Im Alter von 17 Jahren rebellierte ein junger Mann gegen seine christliche Erziehung. „Unsittlichkeit und Drogenmißbrauch löschten die jahrelange biblische Belehrung aus“, räumte er ein. Bald befand sich der junge Mann wegen bewaffneten Raubüberfalls und Mord im Gefängnis. Er konnte später zwar geistig wiederhergestellt werden, doch welch einen Preis mußte er für den „zeitweiligen Genuß der Sünde“ zahlen! (Vergleiche Hebräer 11:24-26.)
11 Das Dilemma des verlorenen Sohnes wurde noch durch die Tatsache vergrößert, daß ‘niemand ihm etwas gab’. Wo waren seine neuen Freunde? Als Mittelloser war er jetzt gleichsam „ein Gegenstand des Hasses“ für sie (Sprüche 14:20). In ähnlicher Weise erkennen heute viele, die vom Glauben abgeirrt sind, daß die Verlockungen und Ansichten der heutigen Welt nichts als ‘leerer Trug’ sind (Kolosser 2:8). „Ohne Jehovas Führung litt ich viel Schmerz und Kummer“, sagte eine junge Frau, die für einige Zeit Gottes Organisation verlassen hatte. „Ich versuchte, mich in die Welt einzufügen, aber da ich nicht wirklich so war wie die anderen, zeigten sie mir die kalte Schulter. Ich empfand wie ein verlorengegangenes Kind, das die Anleitung seines Vaters brauchte. Mir wurde so richtig bewußt, daß ich Jehova benötigte. Ich möchte niemals wieder unabhängig von ihm leben.“ Der verlorene Sohn in Jesu Gleichnis kam zu einer ähnlichen Erkenntnis.
Der verlorene Sohn kommt zur Besinnung
12 „Als er zur Besinnung kam, sagte er: ‚Wie viele Lohnarbeiter meines Vaters haben Brot in Fülle, während ich hier vor Hunger zugrunde gehe! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater ziehen und zu ihm sagen: „Vater, ich habe gegen den Himmel und gegen dich gesündigt. Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden. Halte mich wie einen deiner Lohnarbeiter.“ ‘ Er machte sich also auf und ging zu seinem Vater“ (Lukas 15:17-20).
13 Der verlorene Sohn ‘kam zur Besinnung’. Eine Zeitlang hatte er sich dem Vergnügen hingegeben; er lebte sozusagen in einer Traumwelt. Doch jetzt wurde ihm sein wahrer geistiger Zustand völlig bewußt. Ja, obwohl er gefallen war, gab es immer noch Hoffnung für diesen jungen Mann. Etwas Gutes war in ihm zu finden (Sprüche 24:16; vergleiche 2. Chronika 19:2, 3). Wie verhält es sich mit denjenigen, die heute Gottes Herde verlassen haben? Wäre die Schlußfolgerung vernünftig, daß es für sie alle keine Hoffnung mehr gibt, da ihr rebellischer Lauf in jedem Fall beweist, daß sie gegen Gottes heiligen Geist gesündigt haben? (Matthäus 12:31, 32). Nicht unbedingt. Manche von ihnen leiden sehr unter ihrem eigensinnigen Lauf, und viele von diesen besinnen sich irgendwann wieder. „Ich vergaß Jehova nie, nicht für einen Tag“, sagte eine Schwester im Rückblick auf die Zeit, die sie fern von Gottes Organisation verbrachte. „Ich betete immer, daß er mir eines Tages irgendwie gestatten möge, zur Wahrheit zurückzukehren“ (Psalm 119:176).
14 Aber was können diejenigen, die abgeirrt sind, an ihrer Situation ändern? In Jesu Gleichnis entschloß sich der verlorene Sohn, nach Hause zurückzukehren und seinen Vater um Vergebung zu bitten. „Halte mich wie einen deiner Lohnarbeiter“, wollte der verlorene Sohn zu ihm sagen. Ein Lohnarbeiter war ein Tagelöhner, der binnen eines Tages entlassen werden konnte. Er hatte eine noch niedrigere Stellung inne als ein Sklave, der gewissermaßen als Mitglied der Familie galt. Somit hatte der verlorene Sohn nicht im Sinn, darum zu bitten, seinen früheren Status als Sohn zurückzuerhalten. Er war durchaus bereit, sich mit der niedrigsten Stellung zufriedenzugeben, um seinem Vater Tag für Tag seine erneuerte Loyalität zu beweisen. Doch der verlorene Sohn sollte eine Überraschung erleben.
Ein zu Herzen gehender Empfang
15 „Als er noch weit weg war, erblickte ihn sein Vater und wurde von Mitleid bewegt, und er lief und fiel ihm um den Hals und küßte ihn zärtlich. Da sagte der Sohn zu ihm: ‚Vater, ich habe gegen den Himmel und gegen dich gesündigt. Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden. Halte mich wie einen deiner Lohnarbeiter.‘ Der Vater aber sagte zu seinen Sklaven: ‚Schnell! Bringt ein langes Gewand heraus, das beste, und kleidet ihn damit, und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße. Und bringt den gemästeten jungen Stier her, schlachtet ihn, und laßt uns essen und fröhlich sein, denn dieser mein Sohn war tot und kam wieder zum Leben; er war verloren und wurde gefunden.‘ Und sie fingen an, fröhlich zu sein“ (Lukas 15:20-24).
16 Liebevolle Eltern würden sich in jedem Fall nach der geistigen Wiederherstellung eines Kindes sehnen. Daher können wir uns durchaus vorstellen, daß der Vater des verlorenen Sohnes jeden Tag den Weg entlangsah, der zu seinem Haus führte, in der sehnlichen Hoffnung, daß sein Sohn zurückkehrt. Doch nun erblickte er ihn tatsächlich, als dieser den Weg heraufkam! Das Aussehen des jungen Mannes war zweifellos verändert. Trotzdem erkannte ihn der Vater, als er „noch weit weg“ war. Der Vater sah mehr als nur die abgerissene Kleidung und den entmutigten Geist; er sah seinen Sohn, und er lief ihm entgegen!
17 Als der Vater seinen Sohn erreichte, fiel er ihm um den Hals und küßte ihn zärtlich. Dann gebot er seinen Sklaven, seinem Sohn ein Gewand, einen Ring und Sandalen zu bringen. Bei dem Gewand handelte es sich nicht nur um ein einfaches Kleidungsstück, sondern um „das beste“ — vielleicht ein reich besticktes Gewand von der Art, wie es einem geehrten Gast angeboten wurde. Da es für Sklaven nicht üblich war, einen Ring und Sandalen zu tragen, machte der Vater deutlich, daß sein Sohn wieder als vollwertiges Familienmitglied willkommen geheißen wurde. Der Vater tat jedoch noch mehr. Er ließ Vorbereitungen für ein Festmahl treffen, um die Rückkehr seines Sohnes zu feiern. Dieser Mann vergab seinem Sohn ganz bestimmt nicht widerwillig oder einfach deshalb, weil er sich durch die Rückkehr seines Sohnes dazu verpflichtet fühlte; er wollte Vergebung gewähren. Es bereitete ihm Freude.
18 Was haben wir bis jetzt aus dem Gleichnis vom verlorenen Sohn über den Gott gelernt, den wir anbeten dürfen? Zum einen, daß Jehova „barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit“ ist (2. Mose 34:6). Tatsächlich ist Barmherzigkeit eine hervorragende Eigenschaft Gottes. Es ist ganz normal für ihn, denjenigen Barmherzigkeit zu erweisen, die ihrer bedürfen. Zum anderen lehrt uns Jesu Gleichnis, daß Jehova „zum Vergeben bereit“ ist (Psalm 86:5). Er hält sozusagen Ausschau nach irgendeinem Sinneswandel auf seiten sündiger Menschen, der ihm die Grundlage bieten würde, barmherzig zu sein (2. Chronika 12:12; 16:9).
19 Denken wir zum Beispiel an Gottes Handlungsweise mit Israel. Der Prophet Jesaja wurde von Jehova inspiriert, Juda und Jerusalem als ‘krank von Kopf bis Fuß’ zu beschreiben. Doch er sagte auch: „Jehova [wird] darauf harren, euch Gunst zu erweisen, und deshalb wird er sich erheben, um euch Barmherzigkeit zu erweisen“ (Jesaja 1:5, 6; 30:18; 55:7; Hesekiel 33:11). Wie der Vater in Jesu Gleichnis sieht Jehova sozusagen den Weg entlang. Er erwartet sehnlich die Rückkehr eines jeden, der sein Haus verlassen hat. Würden wir das nicht von einem liebevollen Vater erwarten? (Psalm 103:13).
20 Jehovas Barmherzigkeit veranlaßt jedes Jahr viele, sich zu besinnen und zur wahren Anbetung zurückzukehren. Welch eine Freude dies für die ihnen nahestehenden Menschen mit sich bringt! Nehmen wir beispielsweise den christlichen Vater, der zu Beginn erwähnt wurde. Erfreulicherweise wurde seine Tochter geistig wiederhergestellt, und sie steht jetzt im Vollzeitdienst. „Ich bin so glücklich, wie man es im gegenwärtigen alten System der Dinge überhaupt sein kann“, sagte er. „Aus meinen Tränen des Kummers wurden Freudentränen.“ Jehova freut sich gewiß genauso (Sprüche 27:11).
21 Aus dem Gleichnis vom verlorenen Sohn geht allerdings noch mehr hervor. Jesus setzte seine Erzählung fort, um die Barmherzigkeit Jehovas der starren, nörglerischen Haltung gegenüberzustellen, die unter den Schriftgelehrten und den Pharisäern üblich war. Wie er das tat und was das für uns bedeutet, wird im nächsten Artikel besprochen.
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SIE BESANNEN SICH
Was hat einigen, die einmal aus der Christenversammlung ausgeschlossen wurden, geholfen, sich zu besinnen? Folgende Kommentare werfen Licht auf die Angelegenheit.
„In meinem Herzen wußte ich immer noch, wo die Wahrheit zu finden ist. Das jahrelange Bibelstudium und der Besuch der christlichen Zusammenkünfte hatten eine nachhaltige Wirkung auf mich gehabt. Wie konnte ich Jehova noch länger den Rücken kehren? Er hatte mich nicht verlassen; ich hatte ihn verlassen. Schließlich gestand ich mir ein, wie sehr ich mich geirrt hatte und wie eigensinnig ich gewesen war und daß Jehovas Wort doch recht hat — ‘man erntet, was man sät’ “ (C. W.).
„Meine kleine Tochter begann zu sprechen, und das berührte mein Herz, denn ich wollte sie zum Beispiel lehren, wer Jehova ist und wie man zu ihm betet. Als ich einmal nicht schlafen konnte, fuhr ich spätabends in einen Park und ließ meinen Tränen einfach freien Lauf. Ich weinte, und ich betete zum erstenmal seit langer Zeit zu Jehova. Mir war voll und ganz bewußt, daß ich Jehova wieder in meinem Leben brauchte, und ich hoffte, er würde mir vergeben“ (G. H.).
„Wann immer das Thema Religion zur Sprache kam, sagte ich, wenn ich die Religion wählen müßte, die die Wahrheit lehrt, müßte ich ein Zeuge Jehovas sein. Dann erklärte ich, daß ich früher ein Zeuge Jehovas war, aber nicht entsprechend leben konnte, weshalb ich mich von ihnen trennte. Auf Grund dieses Bewußtseins fühlte ich mich häufig schuldig und unglücklich. Schließlich gestand ich mir ein: ‚Ich bin nicht glücklich. Ich muß einige drastische Änderungen vornehmen‘ “ (C. N.).
„Vor fünfundreißig Jahren wurden wir, mein Mann und ich, ausgeschlossen. Dann, im Jahr 1991, erlebten wir eine angenehme Überraschung, als uns zwei Älteste besuchten, die uns über die Möglichkeit informierten, zu Jehova zurückzukehren. Sechs Monate später wurden wir wiederaufgenommen; wir waren überglücklich. Mein Mann ist 79 Jahre alt, und ich bin 63 Jahre“ (C. A.).
Hier sind wir gefragt – wir ganz persönlich. Wir selbst haben es in der Hand, die Dinge zwischen uns und Jehova wieder richtig zu stellen. Es liegt an uns, zu IHM und seiner Organisation zurück zu kehren. Das ist etwas, was nur jeder einzelne für sich selbst tun kann. Niemand kann uns wieder zurück tragen – wir müssen selbst laufen.
8 Der reumütige David sagte: „Meine Sünde habe ich dir schließlich bekannt, und mein Vergehen habe ich nicht zugedeckt. . . . Und du selbst hast das durch meine Sünden verursachte Vergehen verziehen“ (Psalm 32:5). Das mit „verzeihen“ übersetzte hebräische Wort hat die Grundbedeutung von „heben“ oder „tragen“. An dieser Stelle bezieht es sich darauf, dass „Schuld, Sünde, Übertretung“ weggenommen werden. Jehova hob Davids Sünden sozusagen hoch und trug sie weg. Dadurch wurde die Last seiner Schuldgefühle zweifellos leichter (Psalm 32:3). Auch wir können fest auf den Gott vertrauen, der unsere Sünden wegträgt, wenn wir auf der Grundlage unseres Glaubens an Jesu Loskaufsopfer seine Vergebung suchen (Matthäus 20:28).
9 David gebrauchte noch andere anschauliche Worte für Jehovas Vergebung: „So fern der Osten von dem Westen liegt, so weit entfernt er unsere Schuld von uns“ (Psalm 103:12, Die Gute Nachricht; Kursivschrift von uns). Wie weit ist der Osten vom Westen entfernt? In gewissem Sinne ist es die äußerste entgegengesetzte Entfernung, die man sich vom Westen aus vorstellen kann; die beiden Punkte treffen nie zusammen. Nach Ansicht eines Gelehrten ist mit dieser Aussage gemeint: „so weit entfernt wie nur möglich; so weit entfernt, wie man sich nur vorstellen kann“. Die inspirierten Worte Davids wollen uns also sagen, dass Jehova, wenn er vergibt, unsere Sünden so weit von uns wegträgt, wie wir uns nur denken können.
10 Hast du schon einmal versucht, einen hartnäckigen Fleck von einem hellen Kleidungsstück zu entfernen? Du hast vielleicht alles Mögliche ausprobiert, und trotzdem ist er nicht ganz weggegangen. Achte einmal darauf, wie weitreichend Jehovas Vergebung ist: „Wenn sich eure Sünden auch wie Scharlach erweisen sollten, werden sie so weiß werden wie Schnee; wenn sie auch rot sein sollten wie Karmesintuch, werden sie sogar wie Wolle werden“ (Jesaja 1:18). „Scharlach“ ist ein leuchtendes, helles Rot. Und der Ausdruck „Karmesintuch“ bezeichnet einen intensiv gefärbten Stoff (Nahum 2:3). Durch eigene Anstrengungen könnten wir niemals die Flecken der Sünde beseitigen. Doch Jehova kann Sünden, die so auffällig sind wie Scharlach oder Karmesin, entfernen und weiß machen wie Schnee oder ungefärbte Wolle. Wenn Jehova uns unsere Sünden vergibt, brauchen wir uns nicht ein Leben lang damit behaftet zu fühlen.
11 In einem bewegenden Dankeslied, das Hiskia nach seiner Genesung von einer tödlichen Krankheit komponierte, richtete er an Jehova die Worte: „Du hast alle meine Sünden hinter deinen Rücken geworfen“ (Jesaja 38:17). Hier wird bildlich dargestellt, wie Jehova die Sünden eines reumütigen Menschen nimmt und hinter sich wirft, wo er sie nicht mehr sieht und auch nicht mehr beachtet. Dieser Gedanke wird in einem Nachschlagewerk so ausgedrückt, als hätte Gott die Sünden „ungeschehen gemacht“. Ist das nicht beruhigend?
12 In einer Wiederherstellungsverheißung brachte der Prophet Micha die Überzeugung zum Ausdruck, dass Jehova seinem reumütigen Volk vergeben würde: „Wer ist ein Gott wie du, einer, der . . . an der Übertretung des Überrestes seines Erbteils vorübergeht? . . . Und du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen“ (Micha 7:18, 19). Versuchen wir uns vorzustellen, was diese Worte für die Menschen in biblischer Zeit bedeuteten. Wie hätte man damals etwas, was „in die Tiefen des Meeres“ gesunken war, zurückholen können? Micha machte damit deutlich, dass Jehova, wenn er vergibt, unsere Sünden für immer verschwinden lässt.
13 Jesus wies auf das Verhältnis zwischen einem Gläubiger und seinem Schuldner hin, um Jehovas Vergebung zu veranschaulichen. Er forderte uns auf zu beten: „Vergib uns unsere Schulden“ (Matthäus 6:12). Jesus verglich Sünden also mit Schulden (Lukas 11:4). Wenn wir sündigen, „verschulden“ wir uns bei Jehova. Das griechische Verb für „vergeben“ hat laut einem Nachschlagewerk die Bedeutung von „eine Schuld erlassen, auf Rückzahlung verzichten, sie nicht einfordern“. Vergibt Jehova, dann streicht er praktisch die Schuld, mit der unser Konto sonst belastet wäre. Das ist für reumütige Sünder ein großer Trost. Jehova wird uns niemals eine Schuld anrechnen, die er getilgt hat (Psalm 32:1, 2).
14 Auch in Apostelgeschichte 3:19 wird gezeigt, wie Jehova vergibt: „Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden.“ Der letzte Begriff kommt von einem griechischen Verb, das sich auch mit „abwischen“, „ausstreichen“ oder „beseitigen“ wiedergeben lässt. Nach Ansicht verschiedener Gelehrter sieht man hier etwas Geschriebenes vor sich, das weggewischt wird. Ging das denn so einfach? In alter Zeit war die Tinte meistens eine Mischung aus Ruß, Klebstoff und Wasser. Etwas frisch Geschriebenes konnte man mit einem nassen Schwamm ohne weiteres auslöschen. Das ist ein schönes Bild von der Barmherzigkeit Jehovas. Wenn er uns unsere Sünden vergibt, ist das so, als würde er einen Schwamm nehmen und sie wegwischen.
15 Erkennt Jehova bei uns echte Reue, so ist er wirklich bereit, uns unsere Sünden zu vergeben. Das möchte er uns durch diese verschiedenen Wortbilder vor Augen führen. Wir brauchen keine Angst zu haben, dass er uns diese Sünden irgendwann in der Zukunft vorhält. Das wird noch durch etwas anderes deutlich, was wir aus der Bibel über Jehovas große Barmherzigkeit erfahren: Wenn er vergibt, vergisst er auch.
„Ihrer Sünde werde ich nicht mehr gedenken“
16 Allen, die in den neuen Bund aufgenommen werden, sichert Jehova zu: „Ich werde ihre Vergehung vergeben, und ihrer Sünde werde ich nicht mehr gedenken“ (Jeremia 31:34). Ist damit gemeint, dass Jehova nicht imstande ist, sich an Sünden zu erinnern, die er vergeben hat? Das kann kaum der Fall sein. In der Bibel lesen wir ja von den Sünden Davids und vieler anderer, denen Jehova vergab (2. Samuel 11:1-17; 12:13). Offensichtlich weiß Jehova nach wie vor von ihren Fehlern. Ihre Sünden sowie ihre Reue und die Vergebung Gottes sind in unserem Interesse aufgezeichnet worden (Römer 15:4). Was ist dann aber damit gemeint, dass Jehova der Sünden derer, denen er vergeben hat, nicht mehr „gedenkt“?
17 Das hebräische Verb, das mit „ich werde gedenken“ wiedergegeben wird, bedeutet nicht nur, sich an Vergangenes zu erinnern. Es enthält „den zusätzlichen tieferen Sinn, angemessen vorzugehen“ (Theological Wordbook of the Old Testament). Der Sünden zu „gedenken“ hieße somit, gegen den Sünder vorzugehen (Hosea 9:9). Wenn Gott nun sagt: „Ihrer Sünde werde ich nicht mehr gedenken“, versichert er uns, dass er gegen einen reumütigen Sünder, dem er vergeben hat, nicht doch noch irgendwann wegen derselben Sünden einschreiten wird (Hesekiel 18:21, 22). Er vergisst also in dem Sinne, dass er uns nicht immer wieder von neuem wegen unserer Sünden anklagt oder bestraft. Ist es nicht ein Trost, dass unser Gott vergibt und vergisst?
auch in unserem Jesaja-Buch (Band 1) finden wir dazu ermunternde und tröstliche Gedanken
Eine mitfühlende, gerechte Bitte
15 Jehovas Stimme wird jetzt noch herzlicher und mitfühlender. „ ‚Kommt nun, und lasst uns die Dinge zwischen uns richtig stellen‘, spricht Jehova. ‚Wenn sich eure Sünden auch wie Scharlach erweisen sollten, werden sie so weiß werden wie Schnee; wenn sie auch rot sein sollten wie Karmesintuch, werden sie sogar wie Wolle werden‘ “ (Jesaja 1:18). Die Einladung, mit der dieser schöne Vers beginnt, wird häufig missverstanden. Sie ist beispielsweise schon wie folgt übersetzt worden: „Wohlan doch, wir wollen uns miteinander ausgleichen!“ — als ob beide Seiten Zugeständnisse machen müssten (Das Buch Jesaja, eingeleitet, übersetzt und erklärt von Eduard König). So verhält es sich aber keineswegs! Jehova trifft keine Schuld, schon gar nicht in seinem Umgang mit diesem rebellischen, heuchlerischen Volk (5. Mose 32:4, 5). In diesem Vers geht es nicht darum, dass Gleichgestellte einen Kompromiss aushandeln, sondern um Rechtspflege. Jehova fordert Israel gleichsam auf, vor Gericht zu erscheinen.
16 Das kann ein beängstigender Gedanke sein, doch Jehova ist der barmherzigste und mitfühlendste Richter. Seine Fähigkeit, zu vergeben, ist ohnegleichen (Psalm 86:5). Nur er allein kann Israel von seinen Sünden, die „wie Scharlach“ sind, reinigen, damit sie „weiß werden wie Schnee“. Weder menschliches Bemühen noch ein Schema von Werken, Opfern oder Gebeten vermag den Makel der Sünde zu beseitigen. Allein Jehovas Vergebung kann Sünden wegwaschen. Gott gewährt diese Vergebung unter den von ihm festgesetzten Bedingungen, die unter anderem echte, von Herzen kommende Reue einschließen.
17 Diese Wahrheit ist so wichtig, dass Jehova sie in einer poetischen Variation wiederholt: „Scharlachfarbene“ Sünden werden wie neue, ungefärbte weiße Wolle. Jehova möchte uns wissen lassen, dass er Sünden wirklich vergibt, sogar sehr schwer wiegende, sofern er bei uns aufrichtige Reue feststellt. Wer im eigenen Fall nur schwer daran glauben kann, sollte Beispiele wie Manasse betrachten. Dieser sündigte in erschreckendem Ausmaß, und das jahrelang. Aber er bereute, und es wurde ihm vergeben (2. Chronika 33:9-16). Jehova möchte, dass wir alle — auch diejenigen, die schwerwiegende Sünden begangen haben — uns bewusst sind, dass es nicht zu spät ist, ihm gegenüber ‘die Dinge richtig zu stellen’.
18 Jehova erinnert sein Volk daran, dass es eine Wahl treffen muss. „Wenn ihr Willigkeit zeigt und tatsächlich zuhört, so werdet ihr das Gute des Landes essen. Wenn ihr euch aber weigert und tatsächlich rebellisch seid, so werdet ihr von einem Schwert verzehrt werden; denn Jehovas Mund selbst hat es geredet“ (Jesaja 1:19, 20). Hier legt Jehova Nachdruck auf die Einstellung und verwendet eine weitere Veranschaulichung, um seinem Volk den Gedanken klarzumachen. Juda hat die Wahl, zu essen oder gegessen zu werden. Wenn sie willig sind, auf Jehova hören und ihm gehorchen, werden sie den guten Ertrag des Landes essen. Wenn sie aber in ihrer rebellischen Einstellung verharren, werden sie verzehrt werden — vom Schwert ihrer Feinde! Dass ein Volk lieber das Schwert seiner Feinde wählt als die Barmherzigkeit und die überströmende Bereitschaft seines Gottes, zu vergeben, ist schier unvorstellbar. Aber genau das trifft auf Jerusalem zu, wie die folgenden Verse aus dem Buch Jesaja zeigen.
Auch hier wieder der Gedanke: es liegt an uns selbst, ob Jehova uns vergibt!
Zwar stellt Jehova Bedingungen an seine Vergebung:
* von Herzen kommende Reue über das was wir getan haben
* Umkehr zu IHM und seinen Wegen
Aber liegt es nicht an uns ganz persönlich, ob wir diese Reue hervorbringen?
Wir haben die Wahl – Bitten wir Jehova, die Dinge zwischen ihm und uns wieder richtig zu stellen? Nehmen wir sein Angebot an, unsere Sünden ganz auszumerzen, so als hätten sie nicht existiert?
Und die Leute werden tatsächlich einer den anderen tyrannisieren, ja jeder seinen Mitmenschen. Sie werden Sturm laufen, der Knabe gegen den alten Mann und der Geringgeachtete gegen den, der zu ehren ist.
Dies erinnert mich in erster Linie an 2. Timotheus 3:1-5, aber hier sind auch noch andere, sehr aussagekräftige Querverweise zu dem Vers:
(Jesaja 9:19)
Im Zornausbruch Jehovas der Heerscharen ist das Land in Brand gesetzt worden, und das Volk wird gleichsam Speise für das Feuer werden. Keiner wird selbst seinem Bruder Mitleid erweisen.
(Jeremia 9:5)
und sie treiben ein jeder ständig sein Spiel mit seinem Gefährten; und sie reden überhaupt keine Wahrheit. Sie haben ihre Zunge gelehrt, Falsches zu reden. Sie haben sich lediglich im Unrechttun müde gemacht.
(Micha 3:3)
ihr, die ihr auch den Organismus meines Volkes gegessen habt und ihnen direkt die Haut abgestreift und sogar ihre Knochen zerschlagen und [sie] in Stücke zermalmt habt wie das, was in einem Topf mit weiter Öffnung ist, und wie Fleisch mitten in einem Kochtopf.
(Maleachi 3:5)
Und ich will mich euch nahen zum Gericht, und ich will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen die falsch Schwörenden und gegen diejenigen, die mit dem Lohn eines Lohnarbeiters, mit [der] Witwe und mit [dem] vaterlosen Knaben betrügerisch handeln, und diejenigen, die den ansässigen Fremdling wegweisen, wobei sie mich nicht gefürchtet haben“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.
(Hiob 30:1)
Und jetzt haben sie über mich gelacht, Diese an Tagen Jüngeren als ich, Deren Väter den Hunden meiner Kleinviehherde Beizugesellen ich abgelehnt hätte.
(3. Mose 19:32)
vor grauem Haar solltest du aufstehen, und du sollst Rücksicht nehmen auf die Person eines alten Mannes, und du sollst Furcht haben vor deinem Gott. Ich bin Jehova.
(2. Samuel 16:5)
Und König David kam bis nach Bahurim, und siehe, von dort kam ein Mann von der Familie des Hauses Sauls heraus, und sein Name war Schimeï, der Sohn Geras, er kam heraus, und während er herauskam, rief er Übles [auf ihn] herab.
(Sprüche 16:31)
Eine Krone der Schönheit ist graues Haar, wenn sie auf dem Weg der Gerechtigkeit gefunden wird.
sehen wir hier Parallelen zu 2. Timotheus 3:1-5?
Dieses aber erkenne, daß in den letzten Tagen kritische Zeiten dasein werden, mit denen man schwer fertig wird. 2 Denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, anmaßend, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, nicht loyal, 3 ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, 4 Verräter, unbesonnen, aufgeblasen [vor Stolz], die Vergnügungen mehr lieben als Gott, 5 die eine Form der Gottergebenheit haben, sich aber hinsichtlich deren Kraft als falsch erweisen; und von diesen wende dich weg.
Und Harfe und Saiteninstrument, Tamburin und Flöte und Wein müssen sich bei ihren Festmählern vorfinden; aber auf das Tun Jehovas schauen sie nicht, und das Werk seiner Hände haben sie nicht gesehen.
Könnte dieser Vers auch auf uns zutreffen, ohne dass wir es bemerken?
Warum sind wir in die Wahrheit gekommen? Warum besuchen wir die Zusammenkünfte?
Geht es uns um Jehova? IHN näher kennen zu lernen, darum, uns von ihm belehren zu lassen?
Oder geht es uns darum, dass es schön ist, mit unseren Brüdern zusammen zu sein – weil diese so angenehme, freundliche, liebevolle und hilfsbereite Menschen sind?
Es ist nicht verkehrt, sich in der Geborgenheit der Versammlung und unter unseren Brüdern wohl zu fühlen. Aber ist dies unser eigentlicher Beweggrund um die Zusammenkünfte und die Kongresse zu besuchen?
Hier im letzten Teil von Vers 12 sagt uns Jehova, was er sich wünscht: wir sollen auf das Tun Jehovas schauen! Dies soll unser Beweggrund, unser Motiv sein.
Das andere ist ein angenehmer Nebeneffekt – aber es sollte nicht im Vordergrund stehen
Wehe denen, die die Vergehung mit Stricken der Unwahrheit herbeiziehen und wie mit Wagenseilen die Sünde, 19 denen, die sprechen: „Sein Werk beeile sich; möge es doch schnell kommen, damit wir [es] sehen können; und möge der Beschluß des Heiligen Israels herannahen und kommen, damit wir [ihn] kennenlernen können!“
Was ist daran verkehrt?
Was ist daran verkehr, wenn wir der Tag Gottes herbei sehnen – weil wir die Ungerechtigkeit nicht mehr aushalten und nicht dabei zusehen wollen, wie alles noch mehr den Bach heruntergeht? Wenn es uns stört, dass sich die Menschen immer mehr von Gott abwenden? Wenn es uns anwidert, zu sehen, wie Personen vorgeben, Gott zu dienen – aber in Wirklichkeit tun was sie selbst wollen und andere mitreissen, die eigentlich Jehova dienen wollen?
Was ist daran verkehrt, wenn es uns weh tut zu sehen, wie die Menschen immer herzloser werden und die Natur immer mehr zerstören?
Ist hier ein ähnlicher Gedanke wie in Zephanja?
Im Jesaja-Buch Band I wird dazu auszugsweise gesagt:
Hören wir jetzt Jesajas drittes und viertes „Wehe“: „Wehe denen, die die Vergehung mit Stricken der Unwahrheit herbeiziehen und wie mit Wagenseilen die Sünde, denen, die sprechen: ‚Sein Werk beeile sich; möge es doch schnell kommen, damit wir es sehen können; und möge der Beschluss des Heiligen Israels herannahen und kommen, damit wir ihn kennen lernen können!‘ Wehe denen, die sagen, dass Gutes böse sei und Böses gut sei, denen, die Finsternis als Licht hinstellen und Licht als Finsternis, denen, die Bitteres als Süßes hinstellen und Süßes als Bitteres!“ (Jesaja 5:18-20).
26 Welch ein anschauliches Bild derer, die Sünde treiben! Sie sind mit der Sünde verbunden wie Zugtiere mit einem Wagen. Sie fürchten nicht etwa den bevorstehenden Tag des Strafgerichts. Spöttisch sagen diese Sünder: ‘Möge Gottes Werk doch schnell kommen!’ Statt sich dem Gesetz Gottes zu unterwerfen, verdrehen sie die Dinge und erklären, dass „Gutes böse sei und Böses gut“. (Vergleiche Jeremia 6:15; 2. Petrus 3:3-7.)
27 Christen müssen sich heute unbedingt vor einer solchen Einstellung hüten
Es ist also nichts dagegen einzuwenden, sich danach zu sehnen, dass Jehova bald die Erde von allem Übel reinigt
Und er sagte weiter: „Geh, und du sollst zu diesem Volk sprechen: ‚Hört immer wieder, aber versteht nicht; und seht immer wieder, aber erlangt keine Erkenntnis.‘ 10 Mache das Herz dieses Volkes unempfänglich, und mache selbst ihre Ohren schwerhörig, und verklebe sogar ihre Augen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören und damit ihr eigenes Herz nicht verstehe und damit sie nicht wirklich umkehren und Heilung für sich erlangen.“
Wie sind diese Verse zu verstehen?
Ist es nicht Jehovas Wunsch, dass der Böse bereut und der Schadenstifter seinen Lauf verläßt? Wieso sagt ER dann hier, dass er sie blind und taub machen will – damit sie nicht umkehren?
Im Jesajabuch wird dazu folgendes gesagt:
Jesajas Auftrag
15 Jetzt erläutert Jehova, was Jesaja sagen soll und mit welcher Reaktion er zu rechnen hat: „Geh, und du sollst zu diesem Volk sprechen: ‚Hört immer wieder, aber versteht nicht; und seht immer wieder, aber erlangt keine Erkenntnis.‘ Mache das Herz dieses Volkes unempfänglich, und mache selbst ihre Ohren schwerhörig, und verklebe sogar ihre Augen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören und damit ihr eigenes Herz nicht verstehe und damit sie nicht wirklich umkehren und Heilung für sich erlangen“ (Jesaja 6:9, 10). Heißt das, Jesaja solle den Juden barsch, taktlos und abweisend gegenübertreten, damit sie mit Jehova nicht ins Reine kommen? Auf gar keinen Fall! Schließlich sind es Jesajas Landsleute, mit denen er sich verbunden fühlt. Jehova deutet vielmehr mit seinen Worten an, wie das Volk auf seine Botschaft reagieren wird, ungeachtet dessen, wie treu Jesaja seine Aufgabe erfüllt.
16 Die Schuld liegt beim Volk selbst. Jesaja wird „immer wieder“ zu ihnen reden, doch sie werden weder die Botschaft annehmen noch Verständnis erlangen. Die Mehrheit wird eigensinnig und unempfänglich sein, als seien sie völlig blind und taub. Dadurch, dass Jesaja wiederholt zu „diesem Volk“ geht, lässt er es selbst den Nachweis erbringen, dass es nicht verstehen will. Es wird sich zeigen, dass Jesajas Landsleute gegenüber der an sie gerichteten Botschaft — der Botschaft Gottes — Sinn und Herz verschließen. Wie genau dies doch auch auf die Menschen in der heutigen Zeit zutrifft! Viele lehnen es ab, Jehovas Zeugen Gehör zu schenken, wenn diese die gute Botschaft von Gottes Königreich predigen.
Jesaja 7 – wie ist es um unseren Glauben und unser Vertrauen auf Jehova bestellt?
Ein sehr interessantes Kapitel, das uns zeigt, wie Jehova empfindet, wenn wir nicht auf IHN vertrauen, sondern voller Angst zittern.
Aber dies ist kein Kapitel, das man lesen sollte, wenn wir in so einer Situation sind. In so einer bedrängten Lage würde es uns nur entmutigen. In solchen Fällen sind die Psalmen um einiges troestlicher. Lesen wir es “in ruhigen Zeiten”, um uns auf die Prüfung vorzubereiten. Bereits auf dem Kongress wurde gesagt, dass wir uns emotional darauf vorbereiten sollten, dass Schwierigkeiten kommen. Uns erst dann mit sowas zu befassen wäre sinnlos. Dies weiss ich aus Erfahrung. Wir müssen im Vorfeld unseren Glauben stärken.
Worum geht es in Jesaja 7?
Zwei Könige ziehen gegen Jerusalem in den Krieg und die Bewohner zittern buchstäblich vor Angst. Jehova sagt in Vers 4:
Und du sollst zu ihm sagen: ‚Nimm dich in acht, und bleib ruhig. Fürchte dich nicht, und dein Herz möge nicht verzagen wegen der beiden Stummel dieser rauchenden Holzscheite, wegen des glühenden Zorns Rezins und Syriens und des Sohnes Remaljas
Warum sollten sie keine Angst haben? In Vers 8 sichert Jehova ihnen zu, dass sie ja nicht allein sind, sondern ER immer an ihrer Seite ist!
Mal ganz ehrlich: vor was oder vor wem müssen wir Angst haben, wenn Jehova ganz nah neben uns ist und unsere Hand hält? Wer kann uns da überwältigen?
Sicherlich wird Jehova nicht allen Schaden von uns fern halten, das haben wir auch gerade erst auf dem BZK gehört. Aber er wird nur so viel zulassen, wie wir auch ertragen können.
Eine Erfahrung, die wir hier in den letzten Jahren ganz persönlich mit Jehova gemacht haben: Immer, wenn ich dachte “ich halte es nicht mehr aus, am liebsten würde ich sterben” hat Jehova einen Lichtblick gegeben. In den ersten Jahren waren das “nur Kleinigkeiten”, aber wir wußten, dass Jehova uns damit sagt:
“ihr seid nicht allein. Ich sehe, was passiert und ich passe auf euch auf. Auch, wenn ich euch jetzt noch kein Recht verschaffe, so bin ich doch da und nehme es zur Kenntnis. Wenn meine Zeit gekommen ist, dann werde ich die Übeltäter und Schadenstifter zur Rechenschaft ziehen. Verzagt nicht, denn ich bin mit euch. Vertraut auf mich – ich regel das schon”.
Bei diesen “kleinen Lichtblicken” hätten ungünstig Gesinnte noch sagen können “das bildet ihr euch nur ein. Das ist Zufall, denn schon die Bibel sagt, dass Jehova heute keine Wunder mehr wirkt.” Aber gerade in den vergangenen Monaten sind gerade in den Momenten völliger Verzweiflung Dinge passiert, die nach menschlichem Ermessen nicht möglich waren. Ich rede hier nicht davon, dass Jehova die Naturgesetze für uns außer Kraft gesetzt hätte – aber er hat Menschen in einer Weise mit uns handeln lassen, die nicht “logisch” war, keine normalen Reaktionen. Zumal wir mit diesen Menschen keinerlei Kontakt hatten und somit deren Handeln überhaupt nicht heraus gefordert hatten.
Ja denken wir immer daran: wir sind nicht allein. Und stärken wir unseren Glauben bereits jetzt – und nicht erst dann, wenn wir in einer Prüfung sind und in irgendeiner Weise verfolgt und angefeindet werden!
In Vers 9 sagt Jehova: “wenn ihr nicht Glauben habt, werdet ihr nicht lange Bestand haben”. Dies ist kein Vorwurf, sondern nur der liebevolle Rat:
“Stärke deinen Glauben und dein Vertrauen in mich bereits jetzt. Nutze deine Zeit weise und kaufe sie aus. Lese jeden Tag in der Bibel – nicht nur den Tagestext mit dem passenden Kommentar, sondern richtig.
Lies die Geschichten, z.b. wie ich David geholfen habe oder Josef. Wähle nicht einfach nur aus, picke dir nicht die Rosinen raus, sondern lerne mich richtig kennen, indem du mein ganzes Lebenswerk liest. Beschäftige dich damit, wie ich seit Anfang an mit den Menschen und auch mit meinen himmlischen Söhnen gehandelt habe. Siehst du, wie liebevoll ich bin, wie ich immer für mein Volk gesorgt habe? Dass meine wahren Anbeter niemals wirklich allein waren? Lies wie sie es schafften, treu zu bleiben und nicht aufzugeben, wenn sie geprüft wurden. Lies und erkenne, wie ich oftmals im Hintergrund schon an ihrer Befreiung gebastelt habe – wenn sie noch hart geprüft wurden und vielleicht sogar das Gefühl hatten, ich habe sie allein gelassen.
Lies dies alles jetzt, denn jetzt ist noch “die gelegene Zeit”. Nur dann kann ich dir all diese Dinge in den Sinn rufen, wenn es dir schlecht geht und du geprüft oder verfolgt wirst. Das ist so wichtig, denn in so einer Situation wirst du nicht mehr dazu in der Lage sein und sogar oftmals Worte, die ich zu deiner Ermunterung geschrieben habe, als Angriff und entmutigend empfinden.
Und verlasse dich dabei bitte nicht so sehr auf deine Brüder, denn es könnte dir ebenso wie David passieren, dass du dann völlig allein dastehst und aus welchen Gründen auch immer keinen Kontakt zur Versammlung und anderen Brüdern hast.
Also höre auf mich und stärke jetzt deinen Glauben!”
Und er sprach dann: „Hört bitte, o Haus Davids. Ist es euch eine solch kleine Sache, Menschen zu ermüden, daß ihr auch meinen Gott ermüden solltet?
Wir können Jehova ermüden?
Wie könnte das passieren?
Im Jesaja-Buch heißt es zu diesem Vers auszugsweise:
Jesaja hat den Unglauben des Königs im Sinn, wenn er sagt: „Hört bitte, o Haus Davids. Ist es euch eine solch kleine Sache, Menschen zu ermüden, dass ihr auch meinen Gott ermüden solltet?“ (Jesaja 7:13). Tatsächlich kann Jehova des ständigen Trotzes müde werden. Beachten wir auch, dass der Prophet jetzt nicht „euren Gott“ sagt, sondern „meinen Gott“. Ein Unheil kündender Wechsel! Als Ahas Jehova zurückweist und sich an Assyrien wendet, verscherzt er sich eine vorzügliche Gelegenheit, sein Verhältnis zu Gott wiederherzustellen. Opfern wir nie um zeitweiliger Vorteile willen unser Verhältnis zu Gott, indem wir in Bezug auf unsere biblischen Glaubensansichten Zugeständnisse machen.
Auch wenn wir Gott im Hinblick auf die Ewigkeit dienen, behalten wir trotzdem Jehovas Tag fest im Sinn. Die Erfüllung biblischer Prophezeiungen bezeugt deutlich die Nähe dieses Tages. Unser Jahrhundert ist durch Kriege, Seuchen, Erdbeben und Nahrungsmittelknappheit sowie durch die Verfolgung wahrer Christen und das umfassende Predigen der guten Botschaft von Gottes Königreich gekennzeichnet. All das sind Merkmale der Zeit des Endes für das gegenwärtige böse System der Dinge (Matthäus 24:7-14; Lukas 21:11). Die Welt ist voller Menschen, die „eigenliebig . . . [sind], geldliebend, anmaßend, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, nicht loyal, ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen vor Stolz, die Vergnügungen mehr lieben als Gott“ (2. Timotheus 3:1-5).
In den gegenwärtigen kritischen letzten Tagen ist das Leben für uns als Diener Jehovas nicht leicht. Wie sehr wir doch den Tag herbeisehnen, an dem Jehovas Königreich alle Bosheit hinwegfegen wird! Bis es soweit ist, wollen wir entschlossen sein, im Hinblick auf die Ewigkeit mit Gott zu wandeln.
SEI BEREIT
17 Da sich die Gerichtsbotschaften vor allem auf die falsche Religion beziehen, könnten einige Christen meinen, die Erfüllung dieser Prophezeiungen würde sie nicht betreffen. Doch was Amos den Israeliten sagte, geht uns alle an: „Wehe denen, die den Tag Jehovas herbeisehnen!“
Einige Israeliten zur Zeit des Amos dachten, der Tag Jehovas bedeute für sie nur Segnungen. Sie glaubten, das sei der Tag, an dem Gott zugunsten seines Volkes handle. Sie sehnten diesen Tag sogar herbei! Für ichbezogene Menschen sollte der Tag Jehovas aber „Finsternis sein und nicht Licht“, wie Amos weiter sagte. Jene Israeliten konnten dem Zorn Jehovas nicht entgehen! (Amos 5:18).
18 Amos beschrieb dann, was mit denen geschehen würde, die den Tag Jehovas herbeisehnten. Stellen wir uns einen Mann vor, der vor einem Löwen flieht und dabei einem Bären begegnet. Auf der Flucht vor dem Bären rettet er sich in ein Haus. Völlig außer Atem, schließt er die Tür hinter sich und lehnt sich an die Wand. Da wird er von einer Schlange gebissen. So in etwa wird es denen ergehen, die für den Tag Jehovas nicht wirklich bereit sind (Amos 5:19).
19 Erkennst du, welchen praktischen Wert dieser Bericht für dich haben könnte?
Bedenke, dass Amos seine Worte an eine Zuhörerschaft richtete, die sich in einem Hingabeverhältnis zu Gott befand.
Dennoch gab es einiges, was die Einzelnen an ihrem Verhalten und ihrer Einstellung ändern mussten.
Lohnt es sich da nicht, sein Leben einmal zu überprüfen, um festzustellen, ob man für diesen wichtigen Tag bereit ist oder ob noch Änderungen nötig sind?
Woran ist zu erkennen, dass man wirklich bereit ist?
Offensichtlich geht es nicht darum, einen Unterschlupf zu bauen, Grundnahrungsmittel vorrätig zu halten und zu lernen, wie man Wasser reinigt, oder darum, Goldmünzen aufzuhäufen, wie das einige tun oder getan haben. „Weder ihr Silber noch ihr Gold wird sie am Tag des Zornausbruchs Jehovas befreien können“, sagt Zephanja. Bereit zu sein bedeutet also nicht, einen Vorrat an materiellen Dingen zu haben (Zephanja 1:18; Sprüche 11:4; Hesekiel 7:19).
Stattdessen kommt es darauf an, geistig auf der Hut zu sein und jeden Tag demgemäß zu leben. Wir müssen richtig eingestellt sein und entsprechend handeln. Micha sagte: „Was aber mich betrifft, nach Jehova werde ich ständig Ausschau halten. Ich will eine wartende Haltung gegenüber dem Gott meiner Rettung bekunden“ (Micha 7:7).
20 Diese wartende Haltung verrät, dass wir bereit sind und nach dem Tag Jehovas Ausschau halten. Für uns ist dann nicht ausschlaggebend, wann dieser Tag kommt, ganz gleich, wie lange wir schon darauf warten. Alle Prophezeiungen, die von diesem Tag handeln, werden sich zu der von Jehova bestimmten Zeit erfüllen und ihre Erfüllung wird sich nicht verspäten. Jehova sagte zu Habakuk: „Die Vision ist noch für die bestimmte Zeit, und sie geht keuchend dem Ende zu, und sie wird keine Lüge mitteilen. Selbst wenn sie [aus menschlicher Sicht] säumen sollte, so harre ihrer; denn sie wird sich ganz bestimmt bewahrheiten. Sie wird sich [aus Jehovas Sicht] nicht verspäten“ (Habakuk 2:3).
wie wir sehen, könnte es auch für uns ein “Wehe” bedeuten, wenn wir den Tag Jehovas herbeisehnen.
Es geht hier nicht darum, dass wir endlich von all unseren Problmen befreit werden – sondern dass Jehova endlich wirklich aufräumt und alle beseitigen wird, die sich nicht nach seinem Wort ausrichten.
Wenn wir uns also nun darauf ausruhen, dass ja bald der Tag Gottes kommt und wir sind ja in der Wahrheit, sind getaufte Zeugen Jehovas, besuchen die Zusammenkünfte und gehen predigen – dann könnte es uns trotzdem passieren, dass es für uns zu einem Wehe wird.
„WEN soll ich senden, und wer wird für uns gehen?“ Jesaja, der Sohn des Amoz, erwiderte auf diesen Aufruf Jehovas: „Hier bin ich! Sende mich“ (Jesaja 1:1; 6:8). Daraufhin wurde Jesaja zum Propheten ernannt. Das gleichnamige Bibelbuch enthält den Bericht über seine Tätigkeit.
Der Schreiber des Bibelbuchs war Jesaja selbst. Es behandelt 46 Jahre — von circa 778 v. u. Z. bis etwas nach 732 v. u. Z. Das Buch enthält zwar prophetische Sprüche gegen Juda, Israel und umliegende Nationen, das Grundthema ist aber nicht das göttliche Gericht, sondern die ‘von Jehova Gott bewirkte Rettung’ (Jesaja 25:9). Schon allein der Name Jesaja bedeutet „Rettung von Jehova“. Der vorliegende Artikel behandelt Höhepunkte aus Jesaja 1:1 bis 35:10.
„NUR EIN ÜBERREST WIRD ZURÜCKKEHREN“
(Jesaja 1:1 bis 12:6)
Ob die prophetische Botschaft in den ersten fünf Kapiteln vor Jesajas Ernennung zum Propheten überbracht wurde oder danach, sagt die Bibel nicht (Jesaja 6:6-9). Doch es ist offensichtlich, dass Juda und Jerusalem „von der Fußsohle selbst bis zum Haupt“ geistig krank sind (Jesaja 1:6). Der Götzendienst ist weit verbreitet. Die Führer des Volkes sind korrupt. Die Frauen sind hochmütig geworden. Das Volk dient dem wahren Gott auf unannehmbare Weise. Jesaja wird damit beauftragt, „immer wieder“ zu denen zu gehen und zu sprechen, die weder verstehen noch Verständnis erlangen.
Juda drohen Einfälle der verbündeten Streitkräfte von Israel und Syrien. Jehova gebraucht Jesaja und seine Kinder „wie Zeichen und wie Wunder“ und versichert, das syrisch-israelitische Bündnis werde kein Gelingen haben (Jesaja 8:18). Dauerhafter Frieden wird allerdings nur durch die Herrschaft des ‘Fürsten des Friedens’ kommen (Jesaja 9:6, 7). Jehova wird auch Assyrien zur Rechenschaft ziehen, das er als ‘Rute für seinen Zorn’ gebraucht. Juda wird schließlich in die Gefangenschaft gehen und „nur ein Überrest wird zurückkehren“ (Jesaja 10:5, 21, 22). Wahre Gerechtigkeit wird erst unter der Herrschaft des ‘Reises aus dem Stumpf Isais’ Wirklichkeit werden (Jesaja 11:1).
Antworten auf biblische Fragen:
1:8, 9 — Inwiefern soll ‘die Tochter Zions übrig gelassen werden wie eine Hütte in einem Weingarten, wie eine Ausguckhütte in einem Gurkenfeld’?
Insofern, als Jerusalem beim Einfall der Assyrer ausgesprochen hilflos aussehen wird, nur wie eine Hütte in einem Weingarten oder eine Ausguckhütte in einem Gurkenfeld, die jederzeit einstürzen kann. Aber Jehova kommt Jerusalem zu Hilfe und lässt nicht zu, dass es Sodom und Gomorra gleich wird.
1:18 — Was bedeuten die Worte: „Kommt nun, und lasst uns die Dinge zwischen uns richtig stellen“?
Hier wird nicht dazu aufgefordert, etwas zu besprechen und einen Kompromiss auszuhandeln, um zu einem gegenseitigen Einverständnis zu kommen. Vielmehr soll das Bild vermittelt werden, dass Israel vor dem Richterstuhl steht und Jehova, der gerechte Richter, Israel Gelegenheit gibt, sich zu ändern und zu reinigen.
6:8a — Warum werden hier die Fürwörter „ich“ und „uns“ gebraucht?
„Ich“ steht hier für Jehova Gott, und „uns“ zeigt an, dass noch jemand anders bei ihm ist. Dabei handelt es sich natürlich um seinen „einziggezeugten Sohn“ (Johannes 1:14; 3:16).
6:11 — Was bezweckte Jesaja mit der Frage: „Wie lange, o Jehova?“?
Jesaja fragte nicht danach, wie lange er dem unempfänglichen Volk die Botschaft Jehovas ausrichten sollte. Vielmehr wollte er wissen, wie lange das Volk durch seinen geistig kranken Zustand noch Schande auf Gottes Namen bringen würde.
7:3, 4 — Warum rettete Jehova auch den bösen König Ahas?
Die Könige von Syrien und Israel planten, König Ahas von Juda abzusetzen und statt dessen den Sohn Tabeels, der kein Nachkomme Davids war, als ihre Marionette auf den Thron zu setzen. Dieser teuflische Plan hätte die Fortdauer des Königreichsbundes mit David durchkreuzt. Jehova rettete Ahas auch, um die Linie zu schützen, aus der der verheißene „Fürst des Friedens“ kommen sollte (Jesaja 9:6).
7:8 — Wie wurde Ephraim innerhalb von 65 Jahren „zerschmettert“?
„In den Tagen Pekachs, des Königs von Israel“, kurz nachdem Jesaja dies prophezeit hatte, wurde damit begonnen, die Bevölkerung des Zehnstämmereiches wegzuführen und das Land mit Ausländern neu zu besiedeln (2. Könige 15:29). Das setzte sich noch lange fort, bis in die Tage des Assyrerkönigs Esar-Haddon, eines Sohnes und Nachfolgers von Sanherib (2. Könige 17:6; Esra 4:1, 2; Jesaja 37:37, 38). Die in Jesaja 7:8 erwähnten 65 Jahre ergeben sich somit daraus, dass Assyrien die Bewohner Samarias nach und nach umsiedelte und andere ansiedelte.
11:1, 10 — Wie kann Jesus Christus sowohl „ein Reis aus dem Stumpf Isais“ als auch „die Wurzel Isais“ sein? (Römer 15:12).
Jesus kam „aus dem Stumpf Isais“, denn er war über David, einen Sohn Isais, ein Nachkomme von Isai (Matthäus 1:1-6; Lukas 3:23-32). Jesus erhielt jedoch Königsmacht und das wirkt sich auf sein Verhältnis zu seinen Vorfahren aus. Er hat die Macht und die Gewalt bekommen, gehorsamen Menschen ewiges Leben auf der Erde zu schenken, und wird so ihr „Ewigvater“ (Jesaja 9:6). Folglich ist er auch „die Wurzel“ seiner Vorfahren — Isai eingeschlossen.
Lehren für uns:
1:3. Wer nicht so leben will, wie unser Schöpfer es von uns erwartet, ist unverständiger als ein Stier oder ein Esel. Wenn wir dagegen unsere Dankbarkeit für all das vertiefen, was Jehova für uns getan hat, wird uns das davon abhalten, uns wie Unverständige zu benehmen und Jehova zu verlassen.
1:11-13. Heuchlerische religiöse Zeremonien und formale Gebete sind Jehova ein Dorn im Auge. Unsere Gebete und alles, was wir tun, sollten aus dem richtigen Beweggrund heraus erfolgen.
1:25-27; 2:2; 4:2, 3. Mit der Rückkehr eines reumütigen Überrests der Juden nach Jerusalem und der Wiederherstellung der wahren Anbetung sollte ihre Sklaverei und die Verwüstung Judas enden. Jehova ist mit reumütigen Missetätern barmherzig.
2:2-4. Durch unsere eifrige Beteiligung am Predigen des Königreichs und am Jüngermachen helfen wir Einzelnen aus vielen Nationen, den Weg des Friedens zu erkennen und auf Frieden bedacht zu sein.
4:4. Jehova entfernt sittliche Unreinheit und Blutschuld oder wäscht sie weg.
5:11-13. Man handelt wider besseres Wissen, wenn man bei der Wahl der Entspannung keine Zurückhaltung übt oder sich keine Grenzen setzt (Römer 13:13).
5:21-23. Älteste oder Aufseher dürfen nicht „in ihren eigenen Augen weise“ sein. Auch müssen sie sich beim „Weintrinken“ beherrschen und dürfen niemand bevorzugen.
11:3a. An Jesu Beispiel und seinem Lehren kann man erkennen, dass es Freude macht, Jehova zu fürchten.
„JEHOVA WIRD JAKOB BARMHERZIGKEIT ERWEISEN“
(Jesaja 13:1 bis 35:10)
Die Kapitel 13 bis 23 sind Aussprüche gegen die Nationen. Doch „Jehova wird Jakob Barmherzigkeit erweisen“ und allen Stämmen Israels erlauben, nach Hause zurückzukehren (Jesaja 14:1). Neben der Botschaft über die Verwüstung Judas enthalten die Kapitel 24 bis 27 auch eine Wiederherstellungsverheißung. Jehova äußert sich unwillig über die „Trunkenbolde Ephraims“, weil sie sich mit Syrien verbündet haben, und über die ‘Priester und Propheten’ Judas, weil sie einen Bund mit Assyrien anstreben (Jesaja 28:1, 7). Den Bewohnern von „Ariel [Jerusalem]“ wird Unheil angekündigt, weil sie sich zu ihrem Schutz „aufmachen, um nach Ägypten hinabzugehen“ (Jesaja 29:1, Fußnote; 30:1, 2). Dennoch wird Einzelnen, die Glauben an Jehova ausüben, Rettung vorausgesagt.
Jehova wird über „den Berg Zion“ wachen wie ein ‘mähniger junger Löwe’, der ‘über seinem Raub knurrt’ (Jesaja 31:4). Außerdem wird verheißen: „Siehe! Für Gerechtigkeit wird ein König regieren“ (Jesaja 32:1). Die Bedrohung Judas durch Assyrien veranlasst zwar selbst „die Friedensboten“ dazu, bitterlich zu weinen, doch Jehova verheißt seinem Volk Heilung — „sein Vergehen [wird] verziehen“ (Jesaja 33:7, 22-24). „Jehova hat heftigen Zorn gegen alle Nationen und Grimm gegen all ihr Heer“ (Jesaja 34:2). Juda wird nicht verwüstet bleiben. „Die Wildnis und die wasserlose Gegend werden frohlocken, und die Wüstenebene wird voller Freude sein und blühen wie der Safran“ (Jesaja 35:1).
Antworten auf biblische Fragen:
13:17 — Wieso achteten die Meder Silber wie nichts, und warum hatten sie an Gold kein Gefallen?
Bei den Medern und Persern galt der Ruhm, den ein Sieg einbrachte, mehr als die Kriegsbeute. Das konnte man bei Cyrus sehen, der den heimkehrenden Exilanten die Gold- und Silbergegenstände mitgab, die Nebukadnezar aus Jehovas Tempel geraubt hatte.
14:1, 2 — Wie erfüllte sich die Prophezeiung an Jehovas Volk: „Sie sollen die gefangen nehmen, die sie gefangen hielten, und sie sollen sich die untertan halten, die sie zur Arbeit trieben“?
Das erfüllte sich an Einzelpersonen wie zum Beispiel an Daniel, der unter den Medern und Persern in Babylon ein hohes Amt innehatte; an Esther, die eine persische Königin wurde; und an Mordechai, den man im Persischen Reich zum ersten Minister ernannte.
20:2-5 — Ging Jesaja wirklich drei Jahre lang völlig nackt umher?
Jesaja legte vielleicht nur sein äußeres Kleid ab und ging „leicht (notdürftig) bekleidet“ umher (1. Samuel 19:24, Fußnote).
21:1 — Welches Gebiet wird als „die Meereswildnis“ bezeichnet?
Damit ist Babylon gemeint, auch wenn es nirgendwo ans Meer grenzte. Das Wasser des Euphrat und des Tigris trat in dem Gebiet nämlich jährlich über die Ufer, wodurch sich ein sumpfiges „Meer“ bildete.
24:13-16 — Wie würden die Juden ‘mitten unter den Völkern gleich dem Abklopfen des Olivenbaumes werden, gleich der Nachlese, wenn die Weinlese zu Ende gegangen ist’?
Genau wie an einem Baum oder Weinstock nach der Ernte nur noch ein paar Früchte hängen, würden nur ein paar Juden die Zerstörung Jerusalems und Judas überleben. Wo sich die Überlebenden nach ihrer Verschleppung auch immer befänden — ob „in der Gegend des Lichts [Babylon im Osten]“ oder „auf den Inseln des [Mittelländischen] Meeres“ —, sie würden Jehova verherrlichen.
24:21 — Wer ist mit „dem Heer der Höhe“ und „den Königen des Erdbodens“ gemeint?
‘Das Heer der Höhe’ könnte sich gut auf die bösen Geistermächte beziehen. ‘Die Könige des Erdbodens’ sind dann die irdischen Herrscher, die von den Dämonen stark beeinflusst werden (1. Johannes 5:19).
25:7 — Worum handelt es sich bei ‘der Umhüllung, die alle Völker umhüllt, und dem Gewebe, das über alle Nationen gewoben ist’?
Dieser Vergleich weist auf zwei große Feinde der Menschheit hin: Sünde und Tod.
Lehren für uns:
13:20-22; 14:22, 23; 21:1-9. Jehovas prophetisches Wort erfüllt sich immer, wie im Fall Babylons.
17:7, 8. Die meisten Israeliten hörten zwar nicht auf Jehova, doch einzelne achteten auf ihn. Genauso gibt es in der Christenheit einige, die auf die Königreichsbotschaft reagieren.
28:1-6. Israel wird an Assyrien fallen, aber Gott wird dafür sorgen, dass treue Einzelpersonen überleben. Wenn Jehova Gericht übt, besteht immer Hoffnung für Gerechte.
28:23-29. Aufrichtige Menschen bringt Jehova entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen und Umständen zurecht.
30:15. Damit Jehova uns rettet, müssen wir unseren Glauben durch „Ruhe“ beweisen, das heißt unsere Rettung nicht bei Menschen und ihren Lösungen und Konzepten suchen. Wenn wir ‘ruhig bleiben’, also uns nicht fürchten, beweisen wir außerdem unser Vertrauen darauf, dass Jehova uns beschützen kann.
30:20, 21. Wir „sehen“ Jehova und „hören“ die Stimme unseres Retters, wenn wir beachten, was er uns durch sein inspiriertes Wort, die Bibel, und den „treuen und verständigen Sklaven“ sagt (Matthäus 24:45).
Jesajas Prophezeiung stärkt das Vertrauen in Gottes Wort
Wir können für Gottes Botschaft aus dem Buch Jesaja wirklich dankbar sein! Die bereits erfüllten Prophezeiungen stärken uns in dem Vertrauen, dass ‘Jehovas Wort, das aus seinem Mund hervorgeht, nicht ergebnislos zu ihm zurückkehren wird’ (Jesaja 55:11).
Wie steht es mit den Prophezeiungen über den Messias, wie die in Jesaja 9:7 und 11:1-5, 10? Bestimmt stärken sie unser Vertrauen in alles, was Jehova zu unserer Rettung vorgesehen hat. In dem Bibelbuch sind auch Prophezeiungen enthalten, die sich im Großen in unserer Zeit erfüllen oder sich in der Zukunft erfüllen werden (Jesaja 2:2-4; 11:6-9; 25:6-8; 32:1, 2). Das Buch Jesaja beweist einmal mehr, dass ‘Gottes Wort lebendig ist’ (Hebräer 4:12).
JESAJA führt seinen Auftrag als Prophet treu aus. Was er gegen das Zehnstämmekönigreich Israel prophezeit hat, ist bereits eingetroffen. Jetzt hat er noch etwas zur Zukunft Jerusalems zu sagen.
Die Stadt soll zerstört werden und ihre Einwohner wird man als Gefangene wegführen. Sie soll aber nicht für immer verwüstet bleiben. Nach einiger Zeit würde dann die wahre Anbetung wiederhergestellt werden. Das ist in groben Zügen das, was in Jesaja 36:1 bis 66:24 steht. Wenn wir uns diese Kapitel einmal vornehmen, können wir viel daraus lernen, denn viele der Prophezeiungen erfüllen sich hauptsächlich oder endgültig in unserer Zeit oder aber in naher Zukunft. Dieser Teil des Buches Jesaja enthält auch fesselnde Prophezeiungen über den Messias.
„SIEHE! TAGE KOMMEN“
(Jesaja 36:1 bis 39:8)
Im vierzehnten Jahr der Herrschaft König Hiskias (732 v. u. Z.) fallen die Assyrer in Juda ein. Jehova verspricht, Jerusalem zu verteidigen. Die drohende Invasion wird abgewendet, als ein Engel ganz allein 185 000 Soldaten der Assyrer tötet.
Hiskia wird krank. Jehova erhört sein Gebet, heilt ihn und fügt seinem Leben 15 Jahre hinzu. Als der König von Babylon Gesandte schickt, um Hiskia zu gratulieren, ist Hiskia so unbedacht und zeigt ihnen alle seine Schätze. Jesaja überbringt Hiskia das Wort Jehovas, indem er sagt: „Siehe! Tage kommen, und alles, was in deinem eigenen Haus ist und was deine Vorväter aufgehäuft haben bis auf diesen Tag, wird tatsächlich nach Babylon weggeführt werden“ (Jesaja 39:5, 6). Etwas mehr als 100 Jahre später wird diese Prophezeiung wahr.
Antworten auf biblische Fragen:
38:8 — Was waren die „Stufen“, auf denen Jehova den Schatten rückwärts gehen ließ?
Da man Sonnenuhren im achten Jahrhundert v. u. Z. sowohl in Ägypten als auch in Babylon benutzte, könnte es sich bei den Stufen um die Grade des Zifferblatts einer Sonnenuhr gehandelt haben, die Hiskias Vater Ahas womöglich erworben hatte. Vielleicht gab es aber auch im Innern des Palasts eine Treppe, neben der eine Säule stand, deren Schatten im Tagesverlauf auf die Stufen fiel und so als Zeitmesser diente.
Lehren für uns:
36:2, 3, 22. Obwohl Schebna als Verwalter entlassen worden war, durfte er immer noch im königlichen Dienst stehen, und zwar als Sekretär des neuen Verwalters (Jesaja 22:15, 19). Wenn wir aus irgendeinem Grund eine verantwortliche Aufgabe innerhalb der Organisation Jehovas verlieren, sollten wir dann nicht einfach Jehova weiterhin dienen, ganz gleich wo er uns hinstellt?
37:1, 14, 15; 38:1, 2. Sich in schwierigen Zeiten im Gebet an Jehova zu wenden und voll auf ihn zu vertrauen ist eine weise Entscheidung.
37:15-20; 38:2, 3. Als Jerusalem von den Assyrern bedroht wurde, war Hiskia in erster Linie in Sorge darüber, wie viel Schmach eine solche Eroberung auf den Namen Jehovas bringen würde. Und als Hiskia von seiner unheilbaren Krankheit erfuhr, war er nicht nur um sich selbst besorgt. Ihn belastete viel mehr, wie sich sein Tod auf die davidische Königslinie auswirken würde, zumal er keinen Erben hinterließ. Außerdem machte er sich Gedanken darüber, wer im Kampf gegen die Assyrer die Führung übernehmen sollte. Wie Hiskia sollte es uns nicht so sehr auf unsere eigene Rettung ankommen, sondern darauf, dass Jehovas Name geheiligt und sein Vorsatz ausgeführt wird.
38:9-20. Dieses Lied Hiskias lehrt uns, dass in unserem Leben nichts wichtiger ist, als Jehova preisen zu können.
„ES WIRD WIEDER ERBAUT WERDEN“
(Jesaja 40:1 bis 59:21)
Jesaja hat gerade die Zerstörung Jerusalems und die daraus resultierende Gefangenschaft in Babylon vorhergesagt, als er auch schon eine Wiederherstellung ankündigt (Jesaja 40:1, 2). In Jesaja 44:28 heißt es: „Es [Jerusalem] wird wieder erbaut werden.“ Die Götzenbilder babylonischer Götter werden wie „Gepäckstücke“ weggetragen (Jesaja 46:1). Babylon wird vernichtet. Das alles erfüllt sich 200 Jahre später.
Jehova wird seinen Knecht als „Licht der Nationen“ geben (Jesaja 49:6). Die babylonischen „Himmel“, das heißt die herrschende Klasse, wird „zerstieben so wie Rauch“ und ihre Untertanen „werden sterben wie eine bloße Stechmücke“; aber die ‘gefangene Tochter Zion wird sich die Fesseln an ihrem Hals lösen’ (Jesaja 51:6; 52:2). Jehova sagt zu denen, die zu ihm kommen und auf ihn hören: „Ich will einen auf unabsehbare Zeit dauernden Bund mit euch schließen in Bezug auf die liebenden Gütigkeiten gegenüber David“ (Jesaja 55:3). Wer so lebt, wie Gott es zu Recht erwartet, wird seine „Wonne an Jehova finden“ (Jesaja 58:14). Diejenigen jedoch, die gegen Gottes Gesetze verstoßen, ‘verursachen eine Scheidung zwischen sich und ihrem Gott’ (Jesaja 59:2).
Antworten auf biblische Fragen:
40:27, 28 — Warum sagte Israel: „Mein Weg ist vor Jehova verborgen, und vor meinem Gott geht mein Recht vorüber“?
Einige Juden in Babylon hatten vielleicht das Gefühl, Jehova habe es nicht gemerkt oder es sei ihm verborgen geblieben, dass sie Unrecht zu erleiden hatten. Sie wurden daran erinnert, dass sich Babylon nicht außer Reichweite des Schöpfers der Erde befand und er weder müde noch matt wird.
43:18-21 — Warum wurde den aus dem Exil Zurückkehrenden gesagt, ‘nicht der früheren Dinge zu gedenken’?
Damit war nicht gemeint, dass sie Jehovas frühere Taten der Befreiung vergessen sollten. Vielmehr sollten sie Jehova wegen ‘etwas Neuem’ rühmen, etwas, was sie selbst erleben würden, wie zum Beispiel den Schutz auf dem Weg nach Jerusalem, der womöglich durch die Wüste führte und deshalb kürzer war. „Eine große Volksmenge“, die aus „der großen Drangsal“ kommt, wird ebenfalls viel Neues erleben und deshalb Jehova aus ganz persönlichen Gründen verherrlichen (Offenbarung 7:9, 14).
49:6 — Wieso ist der Messias ein „Licht der Nationen“, wenn sich doch sein irdischer Dienst nur auf die Söhne Israels beschränkte?
Das begründet sich in dem, was nach Jesu Tod geschah. In der Bibel wird Jesaja 49:6 auf Jesu Jünger angewandt (Apostelgeschichte 13:46, 47). In der heutigen Zeit dienen gesalbte Christen mit der Unterstützung einer großen Volksmenge als „Licht der Nationen“, indem sie Menschen „bis zum äußersten Ende der Erde“ von der Botschaft unterrichten (Matthäus 24:14; 28:19, 20).
53:10 — In welchem Sinne gefiel es Jehova, seinen Sohn zu zerschlagen?
Als barmherzigen und mitfühlenden Gott muss es Jehova geschmerzt haben, seinen lieben Sohn leiden zu sehen. Allerdings gefiel es Gott, wie bereitwillig Jesus gehorchte, und er fand Gefallen an all dem, was Jesu Leiden und Tod bewirken würde (Sprüche 27:11; Jesaja 63:9).
53:11 — Was ist die Erkenntnis, durch die der Messias „viele in einen gerechten Stand bringen“ wird?
Dabei handelt es sich um die Erkenntnis, die Jesus dadurch erwarb, dass er auf die Erde kam, Mensch wurde und ungerechterweise bis zum Tod litt (Hebräer 4:15). So erbrachte er ein Lösegeld, durch das sowohl die gesalbten Christen als auch die Glieder der großen Volksmenge vor Gott in einen gerechten Stand kommen können (Römer 5:19; Jakobus 2:23, 25).
56:6 — Wer sind „die Ausländer“, und in welcher Hinsicht ‘halten sie am Bund Jehovas fest’?
„Die Ausländer“ sind Jesu „andere Schafe“ (Johannes 10:16). Sie halten an dem neuen Bund fest, indem sie den damit verbundenen Gesetzen gehorchen und völlig das unterstützen, was durch diesen Bund ins Dasein gebracht wurde. Außerdem ernähren sie sich von derselben geistigen Speise wie die gesalbten Christen und unterstützen sie im Predigen des Königreichs und im Jüngermachen.
Lehren für uns:
40:10-14, 26, 28. Jehova ist ein starker und liebevoller Gott, allmächtig und allwissend. Sein Verständnis übersteigt unser Begriffsvermögen.
40:17, 23; 41:29; 44:9; 59:4. Politische Bündnisse und Götzen sind etwas „Unwirkliches“, etwas Illusorisches. Darauf zu vertrauen bringt gar nichts.
42:18, 19; 43:8. Gottes geschriebenes Wort und den Rat des „treuen und verständigen Sklaven“ zu missachten läuft darauf hinaus, dass man geistig blind und taub wird (Matthäus 24:45).
43:25. Jehova beseitigt unsere Übertretungen um seines eigenen Namens willen. Die Heiligung seines Namens ist nämlich wichtiger, als dass wir von Sünde und Tod befreit werden und Leben erlangen.
44:8. Jehova, der so beständig und standhaft wie ein Fels ist, wird uns stets zur Seite stehen. Wir sollten uns nie davor fürchten, für ihn als unseren Gott einzutreten (2. Samuel 22:31, 32).
44:18-20. Götzendienst lässt auf ein böses Herz schließen. Nichts sollte in unserem Herzen den Platz einnehmen, der Jehova zusteht.
46:10, 11. Jehova ist in der Lage, ‘seinen eigenen Beschluss bestehen’ zu lassen, nämlich seinen Vorsatz auszuführen, was ein klarer Beweis für seine Göttlichkeit ist.
48:17, 18; 57:19-21. Wenn wir von Jehova Rettung erwarten, uns ihm nahen und seine Gebote beachten, dann werden wir so reich mit Frieden gesegnet, wie ein Strom Wasser führt, und unsere gerechten Taten werden so zahlreich sein wie die Meereswellen. Wer Gottes Wort nicht beachtet, ist wie „das Meer, das aufgewühlt wird“, und hat keinen Frieden.
52:5, 6. Die Babylonier nahmen irrigerweise an, der wahre Gott sei schwach. Ihnen entging, dass das Volk Israel deshalb in Gefangenschaft geraten war, weil es das Missfallen Jehovas erregt hatte. Wenn anderen Unglück widerfährt, sollten wir nicht voreilige Schlüsse ziehen.
52:7-9; 55:12, 13. Wir haben mindestens drei Gründe, uns freudig am Predigen des Königreichs und am Jüngermachen zu beteiligen. Unsere Füße sind für demütige Menschen, die geistig Hunger leiden, lieblich. Wir sehen Jehova „Auge in Auge“, was bedeutet, dass wir ein enges Verhältnis zu ihm haben. Außerdem werden wir sehr gut versorgt, so dass unser Glaube stark bleibt.
52:11, 12. Wir müssen in geistiger und moralischer Hinsicht rein sein, wenn wir berechtigt sein wollen, „die Geräte Jehovas“ zu tragen — die Möglichkeit, heiligen Dienst zu tun.
58:1-14. Zur Schau gestellte Gottergebenheit und Gerechtigkeit bringen gar nichts. Wahre Anbeter sollten ihre Ergebenheit gegenüber Gott und ihre Liebe zu ihren Mitchristen aufrichtig und auf vielfältige Weise zum Ausdruck bringen (Johannes 13:35; 2. Petrus 3:11).
59:15b-19. Jehova entgeht nichts, was die Menschen tun; er greift zu der von ihm bestimmten Zeit ein.
ES SOLL „EINE KRONE DER SCHÖNHEIT WERDEN“
(Jesaja 60:1 bis 66:24)
In Jesaja 60:1, wo auf die Wiederherstellung der wahren Anbetung in alter Zeit und in unseren Tagen hingewiesen wird, heißt es: „Steh auf, o Frau, leuchte, denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit Jehovas selbst ist über dir aufgeleuchtet.“ Zion soll „eine Krone der Schönheit werden in der Hand Jehovas“ (Jesaja 62:3).
Jesaja betet zu Jehova für seine Landsleute, die im Exil in Babylon zur Reue kommen werden (Jesaja 63:15 bis 64:12). Dann stellt der Prophet die wahren Anbeter den falschen gegenüber und zeigt, wie Jehova die segnen wird, die ihm dienen (Jesaja 65:1 bis 66:24).
Antworten auf biblische Fragen:
61:8, 9 — Was ist der „Bund von unabsehbarer Dauer“, und wer ist die „Nachkommenschaft“?
Es ist der neue Bund, den Jehova mit den gesalbten Christen geschlossen hat. Die „Nachkommenschaft“ sind die „anderen Schafe“ — Millionen Menschen, die auf die Botschaft der Gesalbten reagieren (Johannes 10:16).
63:5 — Wie wird Gott durch seinen Grimm gestützt?
Gottes Grimm ist eine beherrschte Gefühlsregung; er ist zu Recht entrüstet. Sein Grimm stützt und motiviert ihn, sein gerechtes Urteil zu vollstrecken.
Lehren für uns:
64:6. Menschen können sich in ihrer Unvollkommenheit nicht selbst retten. Was die Sühnung von Sünden angeht, sind ihre guten Taten nicht besser als schmutzige Kleider (Römer 3:23, 24).
65:13, 14. Jehova segnet seine treuen Diener, indem er ihre geistigen Bedürfnisse großzügig befriedigt.
66:3-5. Jehova hasst Heuchelei.
„Frohlockt“
Wie tröstend doch die Wiederherstellungsprophezeiungen für die treuen Juden, die im Exil in Babylon lebten, gewesen sein müssen! Jehova sagte: „Frohlockt und freut euch immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich schaffe Jerusalem als Ursache zur Freudigkeit und ihr Volk als Ursache zum Frohlocken“ (Jesaja 65:18).
Auch wir leben in einer Zeit, in der die Erde in Finsternis ist und die Völker im Dunkeln umhertappen (Jesaja 60:2). Wir haben „kritische Zeiten . . ., mit denen man schwer fertig wird“ (2. Timotheus 3:1). Deshalb ist Jehovas Botschaft der Rettung, wie wir sie im Bibelbuch Jesaja finden, für uns eine große Ermunterung (Hebräer 4:12).
Und er wird nicht nach dem bloßen Augenschein richten noch einfach gemäß dem zurechtweisen, was seine Ohren hören. 4 Und mit Gerechtigkeit wird er die Geringen richten, und mit Geradheit wird er Zurechtweisung erteilen müssen zugunsten der Sanftmütigen der Erde. Und er muß die Erde schlagen mit der Rute seines Mundes; und mit dem Geist seiner Lippen wird er den Bösen zu Tode bringen. 5 Und Gerechtigkeit wird sich als der Gurt seiner Hüften erweisen und Treue als der Gurt seiner Lenden.
Ist es nicht tröstlich, dass es einen Richter gibt, der völlig gerecht richtet?
Bei dem es keine Bestechung gibt, der nicht durch persönliche Empfindungen fehl geleitet wird, der nicht hart und unbarmherzig ist, sondern alle Faktoren mit in Betracht zieht.
Dies wünschen wir uns eigentlich in jeder Situation unseres Lebens. Besonders dann, wenn wir unserer Meinung nach zu hart bestraft werden oder zu Unrecht verurteilt werden.
In solchen Momenten bin ich immer froh, dass es Jehova sein wird, der die Menschen letztendlich beurteilt. Denn ich selbst habe nicht diesen Weitblick. Kein Mensch kann alle Fakten kennen, wir können den anderen nur vor den Kopf gucken, aber nicht hinein – schon gar nicht in sein Herz.
Wie oft sind wir geneigt, unsere persönlichen Enttäuschungen mit hinein fließen zu lassen, wie wir andere beurteilen. Für uns mag eine Person hart, herzlos oder selbstgerecht sein – in Wirklichkeit ist unser Gegenüber vielleicht ein ganz armer Mensch, der nicht anders kann, weil ihn das, was er erlebt hat, vielleicht hart werden oder gar nur erscheinen lässt. Wenn ich so eine Person hart verurteile, dann bin ja vielleicht sogar ich der hartherzige und selbstgerechte Person?
Jehova sagt “mein ist die Rache, ich will vergelten” – und das ist auch gut so. Denn ER ist immer gerecht!
Jehova der Heerscharen hat geschworen, indem [er] sprach: „Gewiß, so, wie ich es erdacht habe, so soll es geschehen; und wie ich beschlossen habe, so wird es eintreffen, 25 um den Assyrer in meinem Land zu zerbrechen und daß ich ihn auf meinen eigenen Bergen zertrete und daß sein Joch tatsächlich von ihnen weiche und daß seine Last von ihrer Schulter weiche.“
Denn Jehova der Heerscharen selbst hat [es] beschlossen, und wer kann [es] aufheben? Und seine Hand ist es, die ausgestreckt ist, und wer kann sie abwenden?
Wer kann Jehova aufhalten, wenn ER sich etwas vorgenommen hat?
Jesaja 17 – in der Not kehrt der Mensch um zu Jehova
Als es dem Volk gut ging, da hatten sie Jehova vergessen, da hatten sie sich eigene Götter gemacht und so gelebt, wie es ihnen passte.
Nun aber geht es ihnen schlecht und auf einmal erinnern sie sich an den wahren Gott:
Jesaja 17:7-8
An jenem Tag wird der Erdenmensch zu dem, der ihn gemacht hat, aufschauen, und seine Augen, sie werden den Blick auf den Heiligen Israels selbst richten. 8 Und er wird nicht zu den Altären, dem Werk seiner Hände, hinschauen; und auf das, was seine Finger gemacht haben, wird er den Blick nicht richten, weder auf die heiligen Pfähle noch auf die Räucherwerkständer.
Warum nur?
Warum müssen sie vorher allen möglichen Göttern dienen?
Wenn sie es damals taten, weil sie sich versichern wollten, dass ihre Ernte auch wirklich gesegnet Sie, oder weil sie im Krieg ganz sicher sein wollten – warum wenden sie sich jetzt (in der größten Not) von diesen anderen Göttern ab? Warum wissen sie nun auf einmal, dass nur Jehova der wahre Gott ist?
In der Welt sagt man auch “in der Not lernt man beten”. Warum nur und gerade dann?
Warum erinnern wir uns dann an unseren Gott, wenn es uns ganz schlecht geht – wo wir doch ansonsten nicht an ihm interessiert sind?
Interessant hierzu auch die Interviews auf unserem diesjährigen BZK unter dem Programmpunkt “Wir müssen durch viele Drangsalen in das Königreich eingehen”. Auf die Frage, wie sie auf die Probleme reagiert hatten kam jeweils, dass sie noch mehr studiert, noch mehr in der Bibel gelesen und noch mehr gebetet hatten. Dass sich in dieser schweren Zeit ihr Verhältnis zu Jehova gefestigt hatte.
Interessant, denn genau diese Erfahrung haben wir hier auch ganz persönlich gemacht: die Verfolgung und Bedrängnis hat nur bewirkt, dass wir uns noch viel enger an unseren Gott gewandt haben. In der Zeit der höchsten Not, als wir alles verloren hatten was uns wichtig war, reifte bei uns der Entschluß: “wir lesen die Bibel in einem Jahr” – und nicht nur das: wir bloggen auch darüber. Das Ergebnis seht ihr hier. Wir sind nun bereits im dritten Jahr in Folge – und es hat unseren Glauben sehr gestärkt.
Das bringt mich zu der Veranschaulichung mit der Muschel, den Bruder Wagemann auf einem Kreiskongress vor einigen Jahren anführte;
Die Muschel reagiert auf einen schmerzenden Fremdkörper, indem sie ihn mit einer Perlmuttschicht überzieht, um den Schmerz abzuschalten. Ohne diesen Fremdkörper würde es die kostbaren Perlen gar nicht geben. Die Muschel braucht den Schmerz um die Perle hervorzubringen.
In diesem Zusammenhang fällt mir dann auch Jesu Aussage bei den Glücklichpreisungen ein: “Glücklich seid ihr, wenn ihr um der Gerechtigkeit willen verfolgt werdet…”
Brauchen wir tatsächlich Not und Verfolgung, um ein echtes, ein enges und inniges Verhältnis zu Jehova zu entwickeln?
Warum ist besonders in Ländern, wo das Werk verboten ist und die Brüder verfolgt werden, der Anteil am Predigtwerk, die Zahl der Vollzeitverkündiger, so hoch?
Jesaja 34 – 36
Warum wir darauf achten sollten, was wir uns anhören
Quelle: Jesaja Band I – Kapitel 29
Jesaja 1 – 3
Jesaja 1:4
eigentlich immer das gleiche Lied
Jesaja 1:11-17
Jesaja 1:18-19
Jesaja 2:3
Dies ist es, was einen wahren Anbeter Jehovas ausmacht: sich von Gott belehren lassen und in seinen Wegen wandeln. Alles andere ist nur wertloser Tand!
Jesaja 2:5
geht uns bei diesen Worten nicht das Herz auf? Fühlen wir uns nicht motiviert, aufzustehen und mitzugehen?
Jesaja 3:10-11
Endlich!
Nachlese
Ich hatte bereits 2005 die Bibel in einem Jahr durchgelesen – hier einige Gedanken, die ich als Notizen am Rand meiner Studienbibel zu den ersten drei Kapiteln gefunden habe:
Jesaja 1:11-16
Es kommt nicht so sehr darauf an, was und wieviel wir für Jehova tun – sondern dass wir es aus einem reinen, aufrichtigen Herz voller Liebe (zu Jehova) tun.
Jesaja 2:2-4
Wir müssen aktiv werden und Schritte unternemen
1.) zu Jehova gehen
2.) uns unterweisen lassen
3.) und entsprechend handeln
Jesaja 3:8-9
Wir schaden nur uns selbst, wenn wir gegen Jehoa aufbegehren
Jesaja 3:16
“liebäugelnde Blicke” – das bedeutet, dass wir nicht flirten sollten oder auf andere Weise mit den Gefühlen anderer spielen.
Jesaja 4 – 6
Jesaja 4:7
Jesaja 5:24a-25
Trotz allem, was wir Jehova antun, möchte er unser Freund sein und bittet uns darum “komm doch zurùck”. Wie gross doch seine Liebe zu uns sein muss und was seine Barmherzigkeit doch bedeutet!
Jesaja 6:8-13
Wenn wir uns willigen Herzens Jehova zur Verfügung stellen, muss es uns egal sein “wie lange”. Wir werden bis zum Schluss eifrig sein Wort verkünden.
Jesaja 7 – 9
Jesaja 8:11-13
Jesaja 8:19
und immer wieder der Satz “bei alledem hat sich sein Zorn nicht abgewandt. Sein Hand ist noch ausgestreckt”
Nachlese
(Jesaja 7:9) Und das Haupt Ephraims ist Samaria, und das Haupt Samarias ist der Sohn Remaljas. Wenn ihr nicht Glauben habt, werdet ihr nicht lange Bestand haben.” ‘ ”
(Jesaja 7:13) Und er sprach dann: “Hört bitte, o Haus Davids. Ist es euch eine solch kleine Sache, Menschen zu ermüden, daß ihr auch meinen Gott ermüden solltet?
(Jesaja 8:13) Jehova der Heerscharen – er ist es, den ihr heilighalten solltet, und er sollte der Gegenstand eurer Furcht sein, und er sollte es sein, der euch zittern macht.”
(Jesaja 8:19) Und falls sie zu euch sagen sollten: “Wendet euch an die spiritistischen Medien oder an diejenigen, die einen Geist der Voraussage haben, die flüstern und [Äußerungen] murmeln”, sollte sich nicht jedes Volk an seinen Gott wenden? [Sollte man sich] an Tote zugunsten Lebender [wenden]?
(Jesaja 9:3-4) Du hast die Nation volkreich gemacht; für sie hast du die Freude groß gemacht. Sie haben sich vor dir gefreut, wie man sich freut in der Erntezeit, wie die, welche frohlocken, wenn sie die Beute verteilen. 4 Denn das Joch ihrer Last und den Stock auf ihren Schultern, den Stab dessen, der sie zur Arbeit antreibt, hast du zerschlagen wie am Tag Midians.
(Jesaja 9:9) Und das Volk wird [es] bestimmt wissen, ja sie alle, Ephraim und der Bewohner von Samaria, wegen [ihres] Hochmuts und wegen [ihrer] Unverschämtheit des Herzens, indem [sie] sprechen:
(Jesaja 9:12) Syrien aus dem Osten und die Philister von hinten, und sie werden Israel mit offenem Maul auffressen. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.
(Jesaja 9:17) Darum wird Jehova sich nicht einmal über ihre jungen Männer freuen, und ihrer vaterlosen Knaben und ihrer Witwen wird er sich nicht erbarmen; denn sie alle sind Abtrünnige und Übeltäter, und jeder Mund redet Unverstand. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.
(Jesaja 9:21) Manasse den Ephraim und Ephraim den Manasse. Zusammen werden sie gegen Juda sein. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.
dreimal der Satz “Bei alledem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.”
Jesaja 10 – 12
Jesaja 10:1-4
Hier finden wir den Ausspruch “Bei all diesem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt” ein 4. Mal.
Jesaja 10:12-15
Wir sollten immer daran denken, dass wir – bei allem was wir tun – Nichts sind, ohne Jehova! Wir sollten mit ganzem Herzen auf Jehova vertrauen und IHM die Ehre geben.
Jesaja 10:22-23
Wir werden es nicht ändern, was sich Jehova vorgenommen hat. Auch nicht dadurch, dass wir ihn und seine Gebote ignorieren.
Jesaja 11:16
Wir sollten uns immer wieder an unsere eigenen Erfahrungen mit Jehova erinnern. Das stärkt unser Vertrauen in ihn und unsere Zuversicht.
Meine Englischlehrerin in der Hauptschule hatte mir damals ins Poesiealbm geschrieben “It is human to err, but it is divine to forgive”. Ich musste damals nachfragen, weil ich den Sinn nicht verstanden hatte. Hier ist er:
Jesaja 12:1
Darin zeigt sich wieder die Liebe und Barmherzigeit Jehovas. Kann ein Mensch so völlig vergeben wir er?
Jesaja 12:2
Jesaja 12:6
Wenn wir Jehova dienen haben wir eigentlich keinen Grund zur Traurigkeit.
Das Kapitel 12 zeigt uns, wie wir auf Jehovas Liebe und Barmherigkeit reagieren sollten:
Gibt es einen besseren Ausdruck unserer Dankbarkeit, als Jehova zu preisen und seine liebende Güte bekannt zu machen?
Jesaja 13 – 15
Jesaja 14:3
Jesaja 14:7
Ach ja, wie schön wird dies sein! Ich kann es kaum noch erwarten.
Jesaja 14:12-20
“Hochmut kommt vor dem Fall”
“Wer ganz oben ist, kann ganz tief fallen”
Hochmut fängt in unserem Herzen an. Daher ist es so wichtig, unser Herz zu behüten. Hochmut lohnt eh nicht, denn Jehova sieht alles und er verachtet so ein Verhalten.
Daher wird er uns tief fallen lassen, wenn wir nicht bereuen.
Jesaja 14:24, 27
Jehova wird das ausführen, was er sich vorgenommen hat. Auch, wenn er das Böse immer noch duldet, so bedeutet das nicht, dass die Bösen straffrei ausgehen werden. Zu seiner Zeit werden sie die Strafe erhalten.
Jesaja 16 – 18
Jesaja 17:7-11
Jesaja 19 – 21
Jesaja 21:2-4
Jesaja 21:6
Genau dies tut der treue und verständige Sklave: er teilt uns genau mit, was er sieht.
Der Wächter steht auf dem Turm und sieht in weiter Ferne eine Staubwolke. Also gibt er Bescheid, denn es könnten Angreifer sein und man muss die Zeit bis zu seiner Ankunft gut nutzen, damit man vorbereitet ist. Die Soldaten sollten bereit sein, wenn die Angreifer kommen.
Fehlalarm.
Wie reagieren die Leute innerhalb der Stadtmauern? Beschimpfen sie den Wächter, weil er unnötig “die Pferde scheu gemacht hat”?
Wie ist es mit uns, wenn wir in der ganzen Wohnung Feuermelder angebracht haben, weil wir viel Holz verarbeitet haben. Vielleicht ist vor den Fenstern sogar ein Sicherheitsgitter fest installiert, so dass wir rechtzeitig vor einem Feuer gewarnt werden müssen, damit wir noch rechtzeitig aus der Wohnung kommen. Was, wenn nun in dem einen Zimmer ein Brandmelder ist, der immer wieder ohne ersichtlichen Grund losgeht.
Werfen wir dann alle Brandmelder raus, damit wir nicht laufend gestört werden?
Regen wir uns auf, wenn der treue und verständige Sklave die Zeichen falsch interpretiert? “Die haben ja schon gesagt, dass Harmagedon 1975 kommt. Nun ist 2009 und immer noch nichts”.
Der treue und verständige Sklave ist der Wächter auf dem Turm. Er meldet, was er sieht. Da in der Ferne ist eine Staubwolke die immer näher kommt. Fühlen wir uns durch seinen Ruf gestört, weil er sich schon einige Male zuvor geirrt hat und der Ankömmling kurz vor der Stadt beigedreht hat?
Was, wenn wir seinen Ruf einfach ignorieren und dann unvorbereitet sind, wenn wirklich ein Angriff kommt?
Was, wenn wir den Alarm unseres Brandmelders ignorieren, weil der ja schon öfters ohne Grund losgegangen ist – und diesmal ist wirklich ein Feuer ausgebrochen?
Sind wir wirklich so schlau, wie wir denken, wenn wir den Ruf, den Alarm, die Ankündigung und Warnung ignorieren? “Der hat sich ja schon so oft geirrt…”
Jesaja 21:11-12
Jesaja 22 – 24
Jesaja 22:13
verkennen wir auch die Bedeutung der Zeit, in der wir heute leben? Wie hatten wir noch in Prediger gelesen: “es gibt fùr alles eine Zeit…”
Jesaja 24:5-6
Was bedeutet dieser Text für uns heute?
Was wird zu den Gründen gesagt, warum Jehova das Land verflucht hatte?
* sie haben seine Gesetze umgangen
* sie haben seine Bestimmungen geändert und
* sie haben seinen Bund gebrochen.
Darum hat Jehova sie verflucht.
Könnte einer dieser drei Punkte auch auf mich zutreffen?
Wie reagiere ich auf diese Erkenntnis?
Jesaja 24:16
Jesaja 25 – 27
Jesaja 25:4
Was müssen wir tun, damit Jehova auch für uns eine Feste ist?
Jesaja 25:6-8
Was für Segnungen, die uns erwarten, wenn wir auch weiterhin treu bleiben und vertrauensvoll auf Jehova warten!
Jesaja 25:9
Werden wir dann dabei sein und in das Loblied mit einstimmen?
Erweisen wir uns bereits heute als dankbar für all das, was Jehova bereits heute schon für uns tut?
Jesaja 26:3-4
Jesaja 26:7-9
Wow! Hier sind ja eine ganze Menge an Gedanken drin
Ja, Jehova liebt die Gerechten. Er sieht ihnen sicherlich gern zu, freut sich, wenn sie trotz Schwierigkeiten auf dem richtigen Weg bleiben und auch weiterhin seine Gebote halten und alles tun um sein Herz zu erfreuen (Vers 7).
Was könnten wir tun, wenn wir Nachts nicht schlafen können?
Vor der Glotze abhängen und wahllos irgendwelche Filme gucken, bis die nötige Bettschwere wieder da ist? Im Internet unsere Zeit vertreiben? Einen Schmöker lesen?
Wie wäre es denn damit: einfach einige Verse oder Kapitel in der Bibel lesen, bis wir wieder müde genug zum Schlafen sind (Vers 9)?
“Also mit dem Bibelleseprogramm bin ich nicht auf dem Laufen, ich habe so viel zu tun”, “Ich schaffe es leider nicht, jeden Tag etwas in der Bibel zu lesen, ich habe zu wenig Zeit”.
Wie mag Jehova wohl empfinden, wenn er uns diese Worte sagen hört – aber gleichzeitig sieht, dass wir stundenlang vor der Glotze abhängen? “Naja, aber was soll ich tun? Ich kann halt nicht schlafen!”
Wie wäre es dann mal damit, IHN in der Nacht zu suchen, die Zeit zum Lesen einigerZeilen in der Bibel zu nutzen?
Ja, ok. Das ist wirklich jedem seine eigene Sache.
Aber vergessen wir nicht, dass Jehova uns beobachtet und dass alles, was wir tun, auch Auswirkungen darauf hat, ob sich Jehova über uns freut oder ob er enttäuscht ist!
Jesaja 26:10
Hier ist ein Gedanke, der mich aufhorchen lässt:
Es gibt Menschen, denen scheinbar überhaupt nicht mehr zu helfen ist.
Die immer schlecht handeln werden, egal, ob man ihnen Gutes tut, oder nicht.
Die selbst im Paradies Schaden stiften würden, falls Jehova bei ihnen ein Auge zudrücken würde und ihnen Zutritt gewähren würde.
Hoffentlich sieht Jehova mich persönlich nicht als einen solchen Menschen an!
Jesaja 26:10
Jesaja 27:11
Jesaja 28 – 30
Jesaja 29:18-24
Nachlese dazu von 2005:
Jesaja 29:13
Wieder mal ein Hinweis darauf, wie wichtig unser Herz und unser Herzenszustand bei der wahren Anbetung ist. Wir müssen unser Herz behüten und darauf achten, dass wir Jehova mit ganzem Herzen dienen. Nur dann sind wir ihm annehmbar.
Jesaja 29:19
Was ist wirkliche Ursache zur echten Freude und Frohlocken? Nur mein Verhältnis zu Jehova! Alles andere ist in Wirklichkeit wertlos!
Jesaja 30:1, 5
Mich immer wieder selbst prüfen:
* erfreue ich noch Jehovas Herz?
* bin ich noch für ihn Ursache um Frohlocken?
* oder bin ich hier und jetzt eine Ursache zur Schmach?
Eine ehrliche Selbstpüfung ist immer wieder gut.
Jesaja 30:9-11
Auch wenn wir uns selbst vielleicht etwas vormachen, so ändert das aber nichts an Jehovas Einstellung und wie er uns sieht. Seine Maßstäbe bleiben immer die gleichen - egal, was wir uns einreden!
Jesaja 30:12-13
Dieser Zusammenbruch ist seit einigen Wochen für uns plastischer geworden: denn da ist einfach ein Haus weggebrochen und in ein tiefes Loch gestürzt. Heute habe ich gelesen, dass dieser Riss so weit geht, dass mit weiteren einbrechenden Häusern zu rechnen ist. Dieser Zusammenbruch kam auch plötzlich und unerwartet für die Bewohner, man hatte nicht mit sowas gerechnet.
Jesaja 30:15
Wenn ich in Panik gerate, habe ich damit garnichts gewonnen. Damit ändere ich die Situation nicht - ich kann sie nur noch schwerer ertragen, wenn ich in Panik bin. Wir sollten besser vertrauensvoll ruhig bleiben, dann bekommen wir die Kraft von Jehova und seinen Geist.
Jesaja 30:20-21
lassen wir persönlich uns von Jehova unterweisen? Wandeln wir bereitwillig auf dem Weg, den er uns zeigt?
Lassen wir uns von ihm und seinem Wort korrigieren, wenn er sagt, dass “wir zur Rechten gehen sollten”?
Jesaja 31 – 33
Jesaja 32:4
Wieder mal das Herz! Erkenntnis nur vom Verstand her nützt uns nicht viel. Erst wenn sie in unserem Herzen ist, werden wir auch gedrängt sein, entsprechend zu handeln.
Jesaja 32:5-7
Jesaja 32:16-18
Jesaja 33:1
Jesaja 33:2
Täglich auf Jehova vertrauen, täglich in seinem Wort lesen und täglich seine Nähe suchen.
Jesaja 33:9
Ohne Jehovas Wort und seine Nähe werden auch wir dahinwelken – wie eine Blume, die nicht gehegt und gepflegt wird.
Jesaja 33:10
Jehova lässt sich von uns nicht zu etwas drängen! Er hat für sich eine Zeit festgelegt und die hält er auch ein. Ich persönlich reagiere ja auch allergisch darauf, wenn mir jemand etwas aufzwingen will.
Wollen wir persönlich Jehova etwas aufzwingen, z.B. wann er das Böse beseitigt?
Jesaja 33:15-16
Jesaja 34 – 36
Kapitel 35 ist wunderschön:
Jesaja 35:1-2
Wenn ich diese Worte lese muss ich immer an den Naturfilm “Die Wüste lebt” denken. Da geschieht ein kleines Wunder, wenn dann endich der Regen fällt. Irgendwie erinnert mich das auch an Harmagedon und das, was danach kommt:
Erst ist es unerträglich. Alles Wasser ist versiegt und viele Tiere sterben, weil sie verdursten und keine Narung mehr finden. Dann kommt ein heftiger Regen und wer nun nicht auf der Hut ist, kommt um. Denn plötzlich verwandelt sich ein ausgetrocknetes Flussbett in einen reissenden Strom, das Wasser tritt über die Ufer und wer nicht aufpasst, wird mit den Fluten mitgerissen und ertrinkt.
Aber dann, als der Regen aufhört, passiert ein Wunder, welches man kaum glauben kann. Denn auf einmal fängt alles an zu blühen, fast wie in Zeitraffer. Nicht so langsam wie in dem Frühling, den wir kennen, sondern unglaublich schnell verwandelt sich die Wüste in ein wundervolles Blumenmeer. Plötzlich gibt es für alle genùgend zu Essen und zu Trinken und alle Tiere sind in einem Glückstraumel.
Wer den Film noch nicht kennt, sollte ihn sich unbedingt besorgen. Oft lächen die Menschen ja darüber, wenn wir ihnen obige Verse aus der Bibel vorlesen, denn “schön wärs” und “sowas ist doch reines Wunschdenken”. Wer den Film gesehen hat, der WEISS, dass sich diese Bibeltexte erfüllen werden!
Nun kommen die Verse, auf deren Erfüllung sich sicherlich jeder heute freut:
Jesaa 35:3-4
wird es nicht wundervoll sein, wenn wir endlich von denen befreit werden, die uns heute mit ihrem Egoismus, ihrem Hochmut und ihrer Habgier das Leben schwer machen?
Aber es kommt noch viele viel besser:
Jesaja 35:5-6
Haben wir bei den ersten beiden Versen gedacht, dass dies ja nur ein frommer Wunsch sei?
Aber wir haben durch den Film gesehen, dass dieses Wunder sogar heute schon eine kleine Erfüllung hat, dass dies möglich ist. Ebenso werden sich diese Verse auch erfüllen. Ganz betimmt!
Jesaja 35:7
Ja – und das wunderbarste daran ist: diese Verse, die wir gerade gelesen haben – sie werden sich ganz bald erfüllen!
Wir haben wirklich allen Grund, unserem himmlischen Vater dafür dankbar zu sein und allen Menschen davon zu erzählen!
Haben wir gerade die wundervolle Hoffnung gesehen, das worauf wir uns wirklich freuen, so lesen wir nun davon, was denn mit denen ist, die uns heute so bedrücken:
Jesaja 35:8-9
In diesen Versen ist von all denen die Rede, die heute ihre Mitmenschen bedrücken. Ihnen wird nicht gestattet werden, die Segnungen zu geniessen.
Ebenso wie die Tiere in dem Film, die von den Wassermassen weggespült werden und ertrinken – so werden auch all diejenigen umkommen, die nicht nach Jehovas Maßstäben wandeln. Es wird sie nicht mehr geben.
Dabei hätten sie nicht “ertrinken” müssen, wenn sie rechtzeitig “aus dem Weg gegangen wären”. Jehova ist ein liebevoller Gott und er lässt schon seit Jahren die Warnung erschallen. er sagt “geht aus dem Weg gleich kommen die Wassermassen. Ich will doch nicht, dass jemand stirbt”.
Oder anders ausgedrückt sagt er ihnen, sie sollen doch bitte von ihrem verkehrten Weg umkehren. Wenn sie nicht darauf hören, sind sie selbst schuld an dem Schicksal, das sie zwangsläufig ereilen wird.
Setzen wir doch alles daran, dass wir zu denen gehören, die auch die Segnungen geniessen werden. Es liegt doch in unserer eigenen Hand!
Kehren wir rechtzeitig um – oder wenn wir auf dem richtigen Weg wandeln: bleiben wir darauf!
Jesaja 35:10
Jesaja 37 – 39
Zu der Geschichte, wie Rabschake mit Lügen und Intrigen Gottes Volk einschüchtern und ihren Glauben untergraben wollte, hatte ich ja bereits an anderer Stelle einen sehr schönen und aufschlußreichen Artikel aus unseren Publiationen gepostet.
Diese Kapitel hier ab Kapitel 36 sind ja eigentlich eine Wiederholung von 2. Könige 18-19. Aber ich habe trotzdem noch einige interessante Gedanken gefunden:
Jesaja 37:4
“vielleicht kann dein Gott…” – ist ja interessant, dass sie nun in der Not zugeben, dass sie einen anderen Gott anbeten, als Jesaja. Immerhin gehören sie ja alle zu Gottes Volk. Nun zeigen sie, dass sie es nur formal tun und ihr Glaube an Jehova nicht echt und ohne Kraft ist.
Das erinnert mich an 2. Tmotheus 3:5
Jesaja 37:23
mahnende Worte auch für uns heute. Mögen wir niemals als solche empfunden sein, die in Wirklichkeit Jehova verhöhnen.
Jesaja 37:28-29
Ja, Jehova lässt sich nicht verspotten. Zu seiner Zeit wird er uns für all unser Tun vergelten. Sorgen wir also dafür, dass er bei uns nur gute Taten und ein reines Herz sieht – dann haben wir nichts zu befürchten.
Jesaja 38:1-8
Diese Verse hatte damals der Pastor in der Beerdigungsansprache fùr meinen Onkel angeführt. Auch dieser hatte noch ein paar Jahre von seinem Gott bekommen. Denn 1994 wurde bei ihm Krebs festgestelt und sein Leben hing an einem seidenen Faden. Aber er “sprang dem Tod von der Schippe” und erholte sich wieder und hat die ihm noch verbleibenden 8 Jahre genutzt, um all die Dinge zu tun, die er noch getan haben wollte.
Ich fand es damals sehr beeindruckend, dass ein evangelischer Pastor eine biblische Geschichte mit in eine Beerdigungsansprache mit einbaut und den Gedankengang fand ich sehr passend.
Jesaja 40 – 42
Jesaja 40:9-11
Jesaja 40:13-14
Jesaja 40:18-19
Wer ist wie Jehova?
Jesaja 40:25-26
Jesaja 40:27-28
Jesaja 40:29-31
wirklich ein wunderschönes Kapitel.
Jeder, der Jehova kennengelernt hat, weiss, dass Jehova unvergleichlich ist. Umso erschütternder, dass sein Volk sich immer wieder von ihm abgewandt hat, um irgendwelchen anderen Göttern oder gar Götzen nachzulaufen.
Auch heute gibt es leider scheinbar Menschen, die Jehova durch ein Bibelstudim kennen gelernt und ihm eine Weile gedient haben – dann aber umgekehrt sind, um anderen Göttern nachlaufen.
Für mich schwer verständlich!
Auch, wenn ich manchmal enttäuscht bin, dass Jehova die Bedrückung nocht nicht beendet und die Verfolgung oft bis zum Äußersten zulässt – so würde ich niemals einem anderen Gott dienen wollen. Auch nicht, wenn der Druck dann wenigstens für eine kleine Weile nachlassen würde.
Denn: wer ist wie Jehova unser Gott?
Jesaja 41:8-13
Ist das nicht wunderschön? Dass Jehova so sehr an uns und unserem Wohlergehen interessiert ist, dass er uns sogar die Hand reicht und uns helfen will?
Wer ist ein Gott wie er?
Hier muss ich wieder an die Geschichte “gute Freunde – schlechte Freunde” denken. Jehova ist wirklich ein guter Freund.
Erweisen wir uns als dankbar für seine Freundschaft – oder stossen wir seine Hand zurück, die uns helfen will?
Jesaja 42:14
Jesaja 42:17
Jesaja 42:20
Jesaja 43 – 45
Jesaja 43:1,4,
Dies sagt Jehova zu uns. Erwärmt dies nicht unser Herz? Fliesst es nicht voller Liebe zu Jehova über?
Kapitel 44 handelt vom Götzendienst, wie dumm er ist und wie entehrend für einen Anbeter Jehovas, der doch den echten Gott kennt und auch anbeten sollte – eigentlich!
Jesaja 44:6-8
Wir kennen doch Jehova – warum sollten wir uns anderen Göttern oder leblosen Götzen zuwenden?
Jesaja 44:9-11
Ja, wenn wir unseren wundervollen Gott, der immer an unserer Seite war und uns geholfen und gestützt hat, gegen einen leblosen Götzen eintauschen, dann werden wir wirklich beschämt.
Wie dumm dies ist, wird im Folgenden ganz klar gesagt:
Jesaja 44:12-13
noch nicht kapiert? Dann wird Jehova halt noch deutlicher, damit es auch der letzte versteht:
Jesaja 44:14-20
Eigentlich müsste jetzt jeder verstanden haben, dass er sich selbst zum Deppen macht, wenn er etwas von Menschen Geschaffenes anbetet. Die Worte waren ja nun wirklich klar und deutlich!
Haben wir selbst schon mal über diese Argumentation nachgedacht?
Jesaja 44:21-22
wie denkt Jehova über uns, wenn wir so handeln?
Ich bin immer wieder begeistert, wie liebevoll und barmherig Jehova ist. Statt gleich zu strafen bittet er sein Volk immer wieder, doch Einsicht zu bekunden und umzukehren.
Wer darauf nicht reagiert und sich hartnäckig weigert – der hat wirklich die Strafe verdient, die Jehova solchen Menschen angedacht hat.
Jesaja 46 – 48
Jesaja 46:12-13
Ja, Jehova wird genau das tun, was er sich vorgenommen hat!
Jesaja 47:7
Denken wir bei allem was wir tun an die Konsequenzen, die es für uns haben wird?
Jesaja 47:8-15
Klare, aber auch harte Worte!
Jesaja 48:1-2
Uns nur nach Jehovas Namen zu benennen nützt uns nichts, wenn wir nicht in Wahrheit und Gerechtigkeit wandeln.
Jesaja 48:4-5
schon öfters in diesem Blog hier erwähnt…
Jesaja 48:17-18
lassen wir uns von Jehova zurechtweisen?
Jesaja 48:22
Jesaja 49 – 51
Jesaja 49:6
Jesaja 49:13
Ach – wenn es doch nur schon soweit wäre!
Jesaja 50:4-9
Jesaja 51:12-13
Lassen wir uns von Menschen einschüchtern, die uns vernichten wollen?
Oder vertrauen wir auf unseren Gott? Darauf, dass er uns helfen kann und helfen will?
Jesaja 52 – 54
Jesaja 53:1
Wie steht es mit unserem Glauben und mit unseren Erfahrungen mit Jehova?
Jesaja 54:4
Jesaja 54:9-10
Heisst das jetzt, dass wir leben können wie wir wollen - denn Jehova hat ja versprochen, “uns nicht mehr zu schelten”?
Mißbrauchen wir die liebende Güte unseres Gottes?
Oder die unserer Mitmenschen?
Jesaja 54:13-15
was sagt Jehova hier zu denen, die uns angreifen und bedrücken?
Jesaja 54:17
Jesaja 55 – 57
Jesaja 55:6-7
das ist es, was Jehova will – dass wir ihm von ganzem Herzen dienen. Wenn wir es noch nicht tun sollten – JETZT ist die Zeit, es noch zu ändern!
Jesaja 57:3-5
Jesaja 57:11-14
Warum immer wieder dieses Thema?
Weil Jehova will, dass die Bösen bereuen und von ihren schlechten Wegen umkehren – damit er ihnen Barmherzigkeit erweisen kann und sie nicht vernichten muss.
Noch ist die Zeit!
Denken wir daran, dass es irgendwann zu spät sein könnte, weil wir den Bogen überspannt haben.
Jesaja 58 – 60
Jesaja 58:2
treffen diese Worte auf mich zu?
Wenn nicht: werde ich was an mir und meinem Verhalten ändern?
Jesaja 58:4
oder sind es diese Worte, die auf mich zutreffen?
Will ich das ändern?
Tue ich das?
Jesaja 58:6-7
Dies ist es, was Jehova von uns will und warum er uns immer wieder in seinem Wort sagen lässt, dass wir auf dem verkehrten Weg sind…
Jesaja 58:8-10
Jesaja 58:13-14
Scheinheiligkeit gefällt Jehova nicht. Wenn wir ihn schon anbeten, dann aber bitte richtig – und nicht so tun, als wären wir seine Anbeter und in Wirklichkeit unsere eigenen selbstsüchtigen Wege gehen!
Jesaja 59:1-4
So denkt Jehova über Personen, die in aller Scheinheiligkeit ein Doppelleben führen.
“Ist mir doch egal, ich tue, was ich will”, “Ich lass mir nichts sagen. Ich will so bleiben, wie ich bin!”
Ok, ok, es steht jedem frei, wie er auf das reagiert, was uns Gott zu sagen hat. Aber jeder muss auch die Konseqenzen für sein eigenes Handeln tragen und darf dann nicht rumjammern “mein Gott hat mich verlassen” oder “warum hift er mir denn nicht?”.
Jesaja 59:6-7
aber wir wollen uns ja in Gottes Liebe bewahren.
Setzen wir alles daran?
Jesaja 59:11-13
Jesaja 59:14-15
Dies ist das, was wir heute sehen und in jeder Zeitung lesen können. Vielleicht erleben wir es sogar am eigenen Leib?
Wie denkt wohl Jehova darüber?
Jesaja 59:16
geben uns diese Worte zu denken?
Wie betreffen sie mich?
Was erwartet Jehova von mir?
Bin ich bereit, es auch zu tun?
Jesaja 61 – 63
Jesaja 61:1-3
Darauf dürfen wir uns freuen – die Erfüllung ist ganz nahe!
Jesaja 63:7-9
Jesaja 63:10
Rebellieren wir gegen unseren Gott?
Machen wir uns Jehova durch unsere Handlungen zum Feind?
Jesaja 64 – 66
Jesaja 64:4-5
Schenken wir Jehova Gehör? Wandeln wir in Jehovas Wegen? Gedenken wir seiner ständig?
Womit beschäftigen wir uns? Worüber denken wir nach? Worüber reden wir?
Jesaja 64:7
wirklich keiner?
Auch wir nicht?
Jesaja 65:2-3
meint der mich?
Jesaja 65:13-14
Jesaja 65:17
ein tröstlicher Gedanke, dass all das Leid und Unrecht, was uns heute widerfährt, uns im Paradies nicht mehr in den Sinn kommen wird.
Ich denke da z.B. an die Kinder, die heute mißbraucht werden, Frauen die vergewaltigt werden, Menschen, die Gewalttaten zum Opfer fallen oder gar gefoltert werden. All diese schrecklichen Dinge werden ihnen nicht mehr in den Sinn kommen.
Ist Jehova nicht ein wundervoller Gott?
Jesaja 65:24
Jesaja 66:3-5
uuups
Jesaja 1 – 3
Jesaja 1:12
Wieso das denn jetzt? War das nicht ein gôttliches Gebot? Wieso war es nun auf einmal verkehrt?
Interessant, was im Jesaja-Buch in Kapitel 2 Abs 4-5 dazu gesagt wird:
Wie steht es mit unserer Anbetung?
Kommt sie aus einem reinen Herzen der Liebe – oder betrachten wir die Versammlung ebenso als “Glúcksbringer” wie die Juden damals?
Zitat aus dem Jeremia-Buch (Kap. 2 Abs 12):
denn seine Anschläge sind uns nicht unbekannt
“damit wir nicht vom Satan überlistet werden, denn seine Anschläge sind uns nicht unbekannt”
(2. Korinther 2:11)
Quelle: Jesaja Band I – Kapitel 29
Jesaja 1 – 3
Jesaja 1:2
Wahrscheinlich kann man sich den Schmerz und die Gedanken Jehovas erst dann vorstellen, wenn man dies selbst erlebt hat. Wie schmerzvoll es ist, wenn man seine ganze Zeit, Kraft, Energie, finanziellen Mittel und vor allen Dingen seine ganzen Emotionen in die Erziehung seiner Kinder gesteckt hat – und dann wenden diese sich von uns ab. Das tut sehr weh und ist sicherlich eine Erfahrung, die wir nie wieder vergessen werden. Selbst dann nicht, wenn die Kinder sich besinnen und wieder versöhnlich auf die Eltern zugehen.
Ein Gedanken, den wir bereits aus den Vorkommnissen zwischen David und seinem Sohn Absalom kennen. Auch für David war diese Entwicklung sehr schmerzhaft. Er hat so sehr darunter gelitten, dass er später sogar heftig um diesen Sohn getrauert hat, obwohl dieser dabei umgekommen ist, als er wieder mal seinen eigenen Vater befeindete.
Aber für Jehova ist dies auch nicht sonderlich neu, denn zum einen kennen wir ja die Geschichte um Adam und Eva, die ja auch Kinder Gottes waren (im Geschlechtsregister Jesu wird Adam als “Sohn Gottes” aufgeführt) und die sich durch ihre Rebellion von ihm abgewandt hatten. Warum? Weil sie selbst entscheiden wollten. In dem entsprechenden Programmpunkt der Vortragsreihe auf unserem BZK dieses Jahr “Nimm dich in Acht vor den Feinden des Königreichs!” – Satan und die Dämonen” wird gesagt, dass es der Geist Satans und seiner Dämonen ist, wenn uns unsere eigenen Gefühle wichtiger sind, als alles andere. Hier war Eva von Satan verführt worden. Er hatte mit seinen “guten und gezielten Fragen” bewirkt, dass sie die Gebote Jehovas in Frage gestellt hatte (Siehe WT 15.05.2011 “Wer ist die wichtigste Person in deinem Leben?”). “Die Frucht war begehrenswert in ihren Augen und sie aß” – obwohl Jehova ausdrücklich gesagt hatte, sie “sollten die Finger davon lassen”. Auch ihr Mann schloß sich ihrem egoistischen Verhalten an, denn es war ihm wichtiger, die Frau zu behalten, als seinem Gott gehorsam zu sein.
Die beiden ersten Kinder Gottes wandten sich also von ihrem liebevollen himmlischen Vater ab, obwohl er alles für sie getan hatte. IHM verdankten sie nicht nur ihr Leben, sondern all den Komfort, den er ihnen bot. Stellen wir uns nur einmal vor, wir hätten in diesem wundervollen Paradies gelebt.
Aber nicht nur die menschlichen Kinder Jehovas wandten sich von ihm ab, sondern zuvor noch ein himmlischer Sohn, einer, dem er eine bevorzugte Stellung gegeben hatte. Er war nicht nur ein ganz einfacher Engel, ein normaler Bote. Trotzdem reichte es ihm nicht, was Jehova ihm gab – er rebellierte, denn er meinte, ihm stünde noch viel mehr zu.
Wie mag sich Jehova wohl gefühlt haben, als diese Kinder Gottes sich von ihm abwandten?
Aber die Geschichte zeigt, dass es immer wieder und zu allen Zeiten Personen unter Gottes Volk gegeben hatte, die nicht zu schätzen wußten, was er ihnen gab und gegen ihn rebellierten. Entweder ganz offen – oder halt durch ein Doppelleben.
Bereiten wir durch unseren Lebenswandel Freude – oder tragen auch wir zu diesem Schmerz bei?
Jesaja 1:18-20
Ist es nicht wundervoll, dass wir so einen barmherzigen Gott haben? Egal, was wir auch angestellt haben mögen in der Vergangenheit – immer läßt er uns den Weg zu ihm zurück offen. Es liegt nur an uns ganz persönlich, ob wir zurück kommen wollen, oder nicht. Denken wir dabei nicht an die Bibelstelle aus Römer 8:35-39?
Wissen wir diese Barmherzigkeit zu schätzen?
zu diesem Thema hier auch noch ein sehr schöner WT-Artikel vom 01.10.1998 dazu:
Hier sind wir gefragt – wir ganz persönlich. Wir selbst haben es in der Hand, die Dinge zwischen uns und Jehova wieder richtig zu stellen. Es liegt an uns, zu IHM und seiner Organisation zurück zu kehren. Das ist etwas, was nur jeder einzelne für sich selbst tun kann. Niemand kann uns wieder zurück tragen – wir müssen selbst laufen.
Aber als erstes muss der Wunsch da sein!
Hier noch auszugsweise einige Gedanken dazu aus dem Buch “Komme Jehova doch näher” – aus dem Kapitel: “Ein Gott, der zum Vergeben bereit ist”. Hier heißt es auszugsweise:
auch in unserem Jesaja-Buch (Band 1) finden wir dazu ermunternde und tröstliche Gedanken
Auch hier wieder der Gedanke: es liegt an uns selbst, ob Jehova uns vergibt!
Zwar stellt Jehova Bedingungen an seine Vergebung:
* von Herzen kommende Reue über das was wir getan haben
* Umkehr zu IHM und seinen Wegen
Aber liegt es nicht an uns ganz persönlich, ob wir diese Reue hervorbringen?
Wir haben die Wahl – Bitten wir Jehova, die Dinge zwischen ihm und uns wieder richtig zu stellen? Nehmen wir sein Angebot an, unsere Sünden ganz auszumerzen, so als hätten sie nicht existiert?
Jesaja 3:5
Dies erinnert mich in erster Linie an 2. Timotheus 3:1-5, aber hier sind auch noch andere, sehr aussagekräftige Querverweise zu dem Vers:
sehen wir hier Parallelen zu 2. Timotheus 3:1-5?
Jesaja 4 – 6
Jesaja 5:12
Könnte dieser Vers auch auf uns zutreffen, ohne dass wir es bemerken?
Warum sind wir in die Wahrheit gekommen? Warum besuchen wir die Zusammenkünfte?
Geht es uns um Jehova? IHN näher kennen zu lernen, darum, uns von ihm belehren zu lassen?
Oder geht es uns darum, dass es schön ist, mit unseren Brüdern zusammen zu sein – weil diese so angenehme, freundliche, liebevolle und hilfsbereite Menschen sind?
Es ist nicht verkehrt, sich in der Geborgenheit der Versammlung und unter unseren Brüdern wohl zu fühlen. Aber ist dies unser eigentlicher Beweggrund um die Zusammenkünfte und die Kongresse zu besuchen?
Hier im letzten Teil von Vers 12 sagt uns Jehova, was er sich wünscht: wir sollen auf das Tun Jehovas schauen! Dies soll unser Beweggrund, unser Motiv sein.
Das andere ist ein angenehmer Nebeneffekt – aber es sollte nicht im Vordergrund stehen
Jesaja 5:18-19
Was ist daran verkehrt?
Was ist daran verkehr, wenn wir der Tag Gottes herbei sehnen – weil wir die Ungerechtigkeit nicht mehr aushalten und nicht dabei zusehen wollen, wie alles noch mehr den Bach heruntergeht? Wenn es uns stört, dass sich die Menschen immer mehr von Gott abwenden? Wenn es uns anwidert, zu sehen, wie Personen vorgeben, Gott zu dienen – aber in Wirklichkeit tun was sie selbst wollen und andere mitreissen, die eigentlich Jehova dienen wollen?
Was ist daran verkehrt, wenn es uns weh tut zu sehen, wie die Menschen immer herzloser werden und die Natur immer mehr zerstören?
Ist hier ein ähnlicher Gedanke wie in Zephanja?
Im Jesaja-Buch Band I wird dazu auszugsweise gesagt:
Es ist also nichts dagegen einzuwenden, sich danach zu sehnen, dass Jehova bald die Erde von allem Übel reinigt
Jesaja 6:9-10
Wie sind diese Verse zu verstehen?
Ist es nicht Jehovas Wunsch, dass der Böse bereut und der Schadenstifter seinen Lauf verläßt? Wieso sagt ER dann hier, dass er sie blind und taub machen will – damit sie nicht umkehren?
Im Jesajabuch wird dazu folgendes gesagt:
Jesaja 7 – 9
Jesaja 7 – wie ist es um unseren Glauben und unser Vertrauen auf Jehova bestellt?
Ein sehr interessantes Kapitel, das uns zeigt, wie Jehova empfindet, wenn wir nicht auf IHN vertrauen, sondern voller Angst zittern.
Aber dies ist kein Kapitel, das man lesen sollte, wenn wir in so einer Situation sind. In so einer bedrängten Lage würde es uns nur entmutigen. In solchen Fällen sind die Psalmen um einiges troestlicher. Lesen wir es “in ruhigen Zeiten”, um uns auf die Prüfung vorzubereiten. Bereits auf dem Kongress wurde gesagt, dass wir uns emotional darauf vorbereiten sollten, dass Schwierigkeiten kommen. Uns erst dann mit sowas zu befassen wäre sinnlos. Dies weiss ich aus Erfahrung. Wir müssen im Vorfeld unseren Glauben stärken.
Worum geht es in Jesaja 7?
Zwei Könige ziehen gegen Jerusalem in den Krieg und die Bewohner zittern buchstäblich vor Angst. Jehova sagt in Vers 4:
Warum sollten sie keine Angst haben? In Vers 8 sichert Jehova ihnen zu, dass sie ja nicht allein sind, sondern ER immer an ihrer Seite ist!
Mal ganz ehrlich: vor was oder vor wem müssen wir Angst haben, wenn Jehova ganz nah neben uns ist und unsere Hand hält? Wer kann uns da überwältigen?
Sicherlich wird Jehova nicht allen Schaden von uns fern halten, das haben wir auch gerade erst auf dem BZK gehört. Aber er wird nur so viel zulassen, wie wir auch ertragen können.
Eine Erfahrung, die wir hier in den letzten Jahren ganz persönlich mit Jehova gemacht haben: Immer, wenn ich dachte “ich halte es nicht mehr aus, am liebsten würde ich sterben” hat Jehova einen Lichtblick gegeben. In den ersten Jahren waren das “nur Kleinigkeiten”, aber wir wußten, dass Jehova uns damit sagt:
Bei diesen “kleinen Lichtblicken” hätten ungünstig Gesinnte noch sagen können “das bildet ihr euch nur ein. Das ist Zufall, denn schon die Bibel sagt, dass Jehova heute keine Wunder mehr wirkt.” Aber gerade in den vergangenen Monaten sind gerade in den Momenten völliger Verzweiflung Dinge passiert, die nach menschlichem Ermessen nicht möglich waren. Ich rede hier nicht davon, dass Jehova die Naturgesetze für uns außer Kraft gesetzt hätte – aber er hat Menschen in einer Weise mit uns handeln lassen, die nicht “logisch” war, keine normalen Reaktionen. Zumal wir mit diesen Menschen keinerlei Kontakt hatten und somit deren Handeln überhaupt nicht heraus gefordert hatten.
Ja denken wir immer daran: wir sind nicht allein. Und stärken wir unseren Glauben bereits jetzt – und nicht erst dann, wenn wir in einer Prüfung sind und in irgendeiner Weise verfolgt und angefeindet werden!
In Vers 9 sagt Jehova: “wenn ihr nicht Glauben habt, werdet ihr nicht lange Bestand haben”. Dies ist kein Vorwurf, sondern nur der liebevolle Rat:
Jesaja 7:13
Wir können Jehova ermüden?
Wie könnte das passieren?
Im Jesaja-Buch heißt es zu diesem Vers auszugsweise:
ermüden wir Jehova?
noch etwas zu dem Thema “den Tag Jehovas herbei sehnen”. Im WT vom 15.11.1998 heißt es hierzu auszugsweise:
und in dem Buch “Lebe mit dem Tag Jehovas vor Augen” heißt es unter dem Kapitel “Der Tag Jehovas – ein überaus wichtiges Thema” auszugsweise:
wie wir sehen, könnte es auch für uns ein “Wehe” bedeuten, wenn wir den Tag Jehovas herbeisehnen.
Es geht hier nicht darum, dass wir endlich von all unseren Problmen befreit werden – sondern dass Jehova endlich wirklich aufräumt und alle beseitigen wird, die sich nicht nach seinem Wort ausrichten.
Wenn wir uns also nun darauf ausruhen, dass ja bald der Tag Gottes kommt und wir sind ja in der Wahrheit, sind getaufte Zeugen Jehovas, besuchen die Zusammenkünfte und gehen predigen – dann könnte es uns trotzdem passieren, dass es für uns zu einem Wehe wird.
In dieser Hinsicht denke ich immer wieder an den Vortrag “Wie nennst du den Stein”, wo uns gezeigt wird, dass Probleme nicht nur schlecht sind, sondern in uns die schwachen Seiten zum Vorschein kommen lassen. Eine gute Gelegenheit, zu sehen, wo wir uns noch verbessern müssen und hart an uns zu arbeiten – damit wir noch mehr dem Willen Jehovas entsprechen…
Das Wort Jehovas ist lebendig
Höhepunkte aus dem Buch Jesaja (1. Teil)
„WEN soll ich senden, und wer wird für uns gehen?“ Jesaja, der Sohn des Amoz, erwiderte auf diesen Aufruf Jehovas: „Hier bin ich! Sende mich“ (Jesaja 1:1; 6:8). Daraufhin wurde Jesaja zum Propheten ernannt. Das gleichnamige Bibelbuch enthält den Bericht über seine Tätigkeit.
Der Schreiber des Bibelbuchs war Jesaja selbst. Es behandelt 46 Jahre — von circa 778 v. u. Z. bis etwas nach 732 v. u. Z. Das Buch enthält zwar prophetische Sprüche gegen Juda, Israel und umliegende Nationen, das Grundthema ist aber nicht das göttliche Gericht, sondern die ‘von Jehova Gott bewirkte Rettung’ (Jesaja 25:9). Schon allein der Name Jesaja bedeutet „Rettung von Jehova“. Der vorliegende Artikel behandelt Höhepunkte aus Jesaja 1:1 bis 35:10.
(Jesaja 1:1 bis 12:6)
Ob die prophetische Botschaft in den ersten fünf Kapiteln vor Jesajas Ernennung zum Propheten überbracht wurde oder danach, sagt die Bibel nicht (Jesaja 6:6-9). Doch es ist offensichtlich, dass Juda und Jerusalem „von der Fußsohle selbst bis zum Haupt“ geistig krank sind (Jesaja 1:6). Der Götzendienst ist weit verbreitet. Die Führer des Volkes sind korrupt. Die Frauen sind hochmütig geworden. Das Volk dient dem wahren Gott auf unannehmbare Weise. Jesaja wird damit beauftragt, „immer wieder“ zu denen zu gehen und zu sprechen, die weder verstehen noch Verständnis erlangen.
Juda drohen Einfälle der verbündeten Streitkräfte von Israel und Syrien. Jehova gebraucht Jesaja und seine Kinder „wie Zeichen und wie Wunder“ und versichert, das syrisch-israelitische Bündnis werde kein Gelingen haben (Jesaja 8:18). Dauerhafter Frieden wird allerdings nur durch die Herrschaft des ‘Fürsten des Friedens’ kommen (Jesaja 9:6, 7). Jehova wird auch Assyrien zur Rechenschaft ziehen, das er als ‘Rute für seinen Zorn’ gebraucht. Juda wird schließlich in die Gefangenschaft gehen und „nur ein Überrest wird zurückkehren“ (Jesaja 10:5, 21, 22). Wahre Gerechtigkeit wird erst unter der Herrschaft des ‘Reises aus dem Stumpf Isais’ Wirklichkeit werden (Jesaja 11:1).
Antworten auf biblische Fragen:
1:8, 9 — Inwiefern soll ‘die Tochter Zions übrig gelassen werden wie eine Hütte in einem Weingarten, wie eine Ausguckhütte in einem Gurkenfeld’?
Insofern, als Jerusalem beim Einfall der Assyrer ausgesprochen hilflos aussehen wird, nur wie eine Hütte in einem Weingarten oder eine Ausguckhütte in einem Gurkenfeld, die jederzeit einstürzen kann. Aber Jehova kommt Jerusalem zu Hilfe und lässt nicht zu, dass es Sodom und Gomorra gleich wird.
1:18 — Was bedeuten die Worte: „Kommt nun, und lasst uns die Dinge zwischen uns richtig stellen“?
Hier wird nicht dazu aufgefordert, etwas zu besprechen und einen Kompromiss auszuhandeln, um zu einem gegenseitigen Einverständnis zu kommen. Vielmehr soll das Bild vermittelt werden, dass Israel vor dem Richterstuhl steht und Jehova, der gerechte Richter, Israel Gelegenheit gibt, sich zu ändern und zu reinigen.
6:8a — Warum werden hier die Fürwörter „ich“ und „uns“ gebraucht?
„Ich“ steht hier für Jehova Gott, und „uns“ zeigt an, dass noch jemand anders bei ihm ist. Dabei handelt es sich natürlich um seinen „einziggezeugten Sohn“ (Johannes 1:14; 3:16).
6:11 — Was bezweckte Jesaja mit der Frage: „Wie lange, o Jehova?“?
Jesaja fragte nicht danach, wie lange er dem unempfänglichen Volk die Botschaft Jehovas ausrichten sollte. Vielmehr wollte er wissen, wie lange das Volk durch seinen geistig kranken Zustand noch Schande auf Gottes Namen bringen würde.
7:3, 4 — Warum rettete Jehova auch den bösen König Ahas?
Die Könige von Syrien und Israel planten, König Ahas von Juda abzusetzen und statt dessen den Sohn Tabeels, der kein Nachkomme Davids war, als ihre Marionette auf den Thron zu setzen. Dieser teuflische Plan hätte die Fortdauer des Königreichsbundes mit David durchkreuzt. Jehova rettete Ahas auch, um die Linie zu schützen, aus der der verheißene „Fürst des Friedens“ kommen sollte (Jesaja 9:6).
7:8 — Wie wurde Ephraim innerhalb von 65 Jahren „zerschmettert“?
„In den Tagen Pekachs, des Königs von Israel“, kurz nachdem Jesaja dies prophezeit hatte, wurde damit begonnen, die Bevölkerung des Zehnstämmereiches wegzuführen und das Land mit Ausländern neu zu besiedeln (2. Könige 15:29). Das setzte sich noch lange fort, bis in die Tage des Assyrerkönigs Esar-Haddon, eines Sohnes und Nachfolgers von Sanherib (2. Könige 17:6; Esra 4:1, 2; Jesaja 37:37, 38). Die in Jesaja 7:8 erwähnten 65 Jahre ergeben sich somit daraus, dass Assyrien die Bewohner Samarias nach und nach umsiedelte und andere ansiedelte.
11:1, 10 — Wie kann Jesus Christus sowohl „ein Reis aus dem Stumpf Isais“ als auch „die Wurzel Isais“ sein? (Römer 15:12).
Jesus kam „aus dem Stumpf Isais“, denn er war über David, einen Sohn Isais, ein Nachkomme von Isai (Matthäus 1:1-6; Lukas 3:23-32). Jesus erhielt jedoch Königsmacht und das wirkt sich auf sein Verhältnis zu seinen Vorfahren aus. Er hat die Macht und die Gewalt bekommen, gehorsamen Menschen ewiges Leben auf der Erde zu schenken, und wird so ihr „Ewigvater“ (Jesaja 9:6). Folglich ist er auch „die Wurzel“ seiner Vorfahren — Isai eingeschlossen.
Lehren für uns:
1:3. Wer nicht so leben will, wie unser Schöpfer es von uns erwartet, ist unverständiger als ein Stier oder ein Esel. Wenn wir dagegen unsere Dankbarkeit für all das vertiefen, was Jehova für uns getan hat, wird uns das davon abhalten, uns wie Unverständige zu benehmen und Jehova zu verlassen.
1:11-13. Heuchlerische religiöse Zeremonien und formale Gebete sind Jehova ein Dorn im Auge. Unsere Gebete und alles, was wir tun, sollten aus dem richtigen Beweggrund heraus erfolgen.
1:25-27; 2:2; 4:2, 3. Mit der Rückkehr eines reumütigen Überrests der Juden nach Jerusalem und der Wiederherstellung der wahren Anbetung sollte ihre Sklaverei und die Verwüstung Judas enden. Jehova ist mit reumütigen Missetätern barmherzig.
2:2-4. Durch unsere eifrige Beteiligung am Predigen des Königreichs und am Jüngermachen helfen wir Einzelnen aus vielen Nationen, den Weg des Friedens zu erkennen und auf Frieden bedacht zu sein.
4:4. Jehova entfernt sittliche Unreinheit und Blutschuld oder wäscht sie weg.
5:11-13. Man handelt wider besseres Wissen, wenn man bei der Wahl der Entspannung keine Zurückhaltung übt oder sich keine Grenzen setzt (Römer 13:13).
5:21-23. Älteste oder Aufseher dürfen nicht „in ihren eigenen Augen weise“ sein. Auch müssen sie sich beim „Weintrinken“ beherrschen und dürfen niemand bevorzugen.
11:3a. An Jesu Beispiel und seinem Lehren kann man erkennen, dass es Freude macht, Jehova zu fürchten.
(Jesaja 13:1 bis 35:10)
Die Kapitel 13 bis 23 sind Aussprüche gegen die Nationen. Doch „Jehova wird Jakob Barmherzigkeit erweisen“ und allen Stämmen Israels erlauben, nach Hause zurückzukehren (Jesaja 14:1). Neben der Botschaft über die Verwüstung Judas enthalten die Kapitel 24 bis 27 auch eine Wiederherstellungsverheißung. Jehova äußert sich unwillig über die „Trunkenbolde Ephraims“, weil sie sich mit Syrien verbündet haben, und über die ‘Priester und Propheten’ Judas, weil sie einen Bund mit Assyrien anstreben (Jesaja 28:1, 7). Den Bewohnern von „Ariel [Jerusalem]“ wird Unheil angekündigt, weil sie sich zu ihrem Schutz „aufmachen, um nach Ägypten hinabzugehen“ (Jesaja 29:1, Fußnote; 30:1, 2). Dennoch wird Einzelnen, die Glauben an Jehova ausüben, Rettung vorausgesagt.
Jehova wird über „den Berg Zion“ wachen wie ein ‘mähniger junger Löwe’, der ‘über seinem Raub knurrt’ (Jesaja 31:4). Außerdem wird verheißen: „Siehe! Für Gerechtigkeit wird ein König regieren“ (Jesaja 32:1). Die Bedrohung Judas durch Assyrien veranlasst zwar selbst „die Friedensboten“ dazu, bitterlich zu weinen, doch Jehova verheißt seinem Volk Heilung — „sein Vergehen [wird] verziehen“ (Jesaja 33:7, 22-24). „Jehova hat heftigen Zorn gegen alle Nationen und Grimm gegen all ihr Heer“ (Jesaja 34:2). Juda wird nicht verwüstet bleiben. „Die Wildnis und die wasserlose Gegend werden frohlocken, und die Wüstenebene wird voller Freude sein und blühen wie der Safran“ (Jesaja 35:1).
Antworten auf biblische Fragen:
13:17 — Wieso achteten die Meder Silber wie nichts, und warum hatten sie an Gold kein Gefallen?
Bei den Medern und Persern galt der Ruhm, den ein Sieg einbrachte, mehr als die Kriegsbeute. Das konnte man bei Cyrus sehen, der den heimkehrenden Exilanten die Gold- und Silbergegenstände mitgab, die Nebukadnezar aus Jehovas Tempel geraubt hatte.
14:1, 2 — Wie erfüllte sich die Prophezeiung an Jehovas Volk: „Sie sollen die gefangen nehmen, die sie gefangen hielten, und sie sollen sich die untertan halten, die sie zur Arbeit trieben“?
Das erfüllte sich an Einzelpersonen wie zum Beispiel an Daniel, der unter den Medern und Persern in Babylon ein hohes Amt innehatte; an Esther, die eine persische Königin wurde; und an Mordechai, den man im Persischen Reich zum ersten Minister ernannte.
20:2-5 — Ging Jesaja wirklich drei Jahre lang völlig nackt umher?
Jesaja legte vielleicht nur sein äußeres Kleid ab und ging „leicht (notdürftig) bekleidet“ umher (1. Samuel 19:24, Fußnote).
21:1 — Welches Gebiet wird als „die Meereswildnis“ bezeichnet?
Damit ist Babylon gemeint, auch wenn es nirgendwo ans Meer grenzte. Das Wasser des Euphrat und des Tigris trat in dem Gebiet nämlich jährlich über die Ufer, wodurch sich ein sumpfiges „Meer“ bildete.
24:13-16 — Wie würden die Juden ‘mitten unter den Völkern gleich dem Abklopfen des Olivenbaumes werden, gleich der Nachlese, wenn die Weinlese zu Ende gegangen ist’?
Genau wie an einem Baum oder Weinstock nach der Ernte nur noch ein paar Früchte hängen, würden nur ein paar Juden die Zerstörung Jerusalems und Judas überleben. Wo sich die Überlebenden nach ihrer Verschleppung auch immer befänden — ob „in der Gegend des Lichts [Babylon im Osten]“ oder „auf den Inseln des [Mittelländischen] Meeres“ —, sie würden Jehova verherrlichen.
24:21 — Wer ist mit „dem Heer der Höhe“ und „den Königen des Erdbodens“ gemeint?
‘Das Heer der Höhe’ könnte sich gut auf die bösen Geistermächte beziehen. ‘Die Könige des Erdbodens’ sind dann die irdischen Herrscher, die von den Dämonen stark beeinflusst werden (1. Johannes 5:19).
25:7 — Worum handelt es sich bei ‘der Umhüllung, die alle Völker umhüllt, und dem Gewebe, das über alle Nationen gewoben ist’?
Dieser Vergleich weist auf zwei große Feinde der Menschheit hin: Sünde und Tod.
Lehren für uns:
13:20-22; 14:22, 23; 21:1-9. Jehovas prophetisches Wort erfüllt sich immer, wie im Fall Babylons.
17:7, 8. Die meisten Israeliten hörten zwar nicht auf Jehova, doch einzelne achteten auf ihn. Genauso gibt es in der Christenheit einige, die auf die Königreichsbotschaft reagieren.
28:1-6. Israel wird an Assyrien fallen, aber Gott wird dafür sorgen, dass treue Einzelpersonen überleben. Wenn Jehova Gericht übt, besteht immer Hoffnung für Gerechte.
28:23-29. Aufrichtige Menschen bringt Jehova entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen und Umständen zurecht.
30:15. Damit Jehova uns rettet, müssen wir unseren Glauben durch „Ruhe“ beweisen, das heißt unsere Rettung nicht bei Menschen und ihren Lösungen und Konzepten suchen. Wenn wir ‘ruhig bleiben’, also uns nicht fürchten, beweisen wir außerdem unser Vertrauen darauf, dass Jehova uns beschützen kann.
30:20, 21. Wir „sehen“ Jehova und „hören“ die Stimme unseres Retters, wenn wir beachten, was er uns durch sein inspiriertes Wort, die Bibel, und den „treuen und verständigen Sklaven“ sagt (Matthäus 24:45).
Jesajas Prophezeiung stärkt das Vertrauen in Gottes Wort
Wir können für Gottes Botschaft aus dem Buch Jesaja wirklich dankbar sein! Die bereits erfüllten Prophezeiungen stärken uns in dem Vertrauen, dass ‘Jehovas Wort, das aus seinem Mund hervorgeht, nicht ergebnislos zu ihm zurückkehren wird’ (Jesaja 55:11).
Wie steht es mit den Prophezeiungen über den Messias, wie die in Jesaja 9:7 und 11:1-5, 10? Bestimmt stärken sie unser Vertrauen in alles, was Jehova zu unserer Rettung vorgesehen hat. In dem Bibelbuch sind auch Prophezeiungen enthalten, die sich im Großen in unserer Zeit erfüllen oder sich in der Zukunft erfüllen werden (Jesaja 2:2-4; 11:6-9; 25:6-8; 32:1, 2). Das Buch Jesaja beweist einmal mehr, dass ‘Gottes Wort lebendig ist’ (Hebräer 4:12).
Quelle: WT 01.12.2006
WT 15.01.2007
Das Wort Jehovas ist lebendig
Höhepunkte aus dem Buch Jesaja (2. Teil)
JESAJA führt seinen Auftrag als Prophet treu aus. Was er gegen das Zehnstämmekönigreich Israel prophezeit hat, ist bereits eingetroffen. Jetzt hat er noch etwas zur Zukunft Jerusalems zu sagen.
Die Stadt soll zerstört werden und ihre Einwohner wird man als Gefangene wegführen. Sie soll aber nicht für immer verwüstet bleiben. Nach einiger Zeit würde dann die wahre Anbetung wiederhergestellt werden. Das ist in groben Zügen das, was in Jesaja 36:1 bis 66:24 steht. Wenn wir uns diese Kapitel einmal vornehmen, können wir viel daraus lernen, denn viele der Prophezeiungen erfüllen sich hauptsächlich oder endgültig in unserer Zeit oder aber in naher Zukunft. Dieser Teil des Buches Jesaja enthält auch fesselnde Prophezeiungen über den Messias.
(Jesaja 36:1 bis 39:8)
Im vierzehnten Jahr der Herrschaft König Hiskias (732 v. u. Z.) fallen die Assyrer in Juda ein. Jehova verspricht, Jerusalem zu verteidigen. Die drohende Invasion wird abgewendet, als ein Engel ganz allein 185 000 Soldaten der Assyrer tötet.
Hiskia wird krank. Jehova erhört sein Gebet, heilt ihn und fügt seinem Leben 15 Jahre hinzu. Als der König von Babylon Gesandte schickt, um Hiskia zu gratulieren, ist Hiskia so unbedacht und zeigt ihnen alle seine Schätze. Jesaja überbringt Hiskia das Wort Jehovas, indem er sagt: „Siehe! Tage kommen, und alles, was in deinem eigenen Haus ist und was deine Vorväter aufgehäuft haben bis auf diesen Tag, wird tatsächlich nach Babylon weggeführt werden“ (Jesaja 39:5, 6). Etwas mehr als 100 Jahre später wird diese Prophezeiung wahr.
Antworten auf biblische Fragen:
38:8 — Was waren die „Stufen“, auf denen Jehova den Schatten rückwärts gehen ließ?
Da man Sonnenuhren im achten Jahrhundert v. u. Z. sowohl in Ägypten als auch in Babylon benutzte, könnte es sich bei den Stufen um die Grade des Zifferblatts einer Sonnenuhr gehandelt haben, die Hiskias Vater Ahas womöglich erworben hatte. Vielleicht gab es aber auch im Innern des Palasts eine Treppe, neben der eine Säule stand, deren Schatten im Tagesverlauf auf die Stufen fiel und so als Zeitmesser diente.
Lehren für uns:
36:2, 3, 22. Obwohl Schebna als Verwalter entlassen worden war, durfte er immer noch im königlichen Dienst stehen, und zwar als Sekretär des neuen Verwalters (Jesaja 22:15, 19). Wenn wir aus irgendeinem Grund eine verantwortliche Aufgabe innerhalb der Organisation Jehovas verlieren, sollten wir dann nicht einfach Jehova weiterhin dienen, ganz gleich wo er uns hinstellt?
37:1, 14, 15; 38:1, 2. Sich in schwierigen Zeiten im Gebet an Jehova zu wenden und voll auf ihn zu vertrauen ist eine weise Entscheidung.
37:15-20; 38:2, 3. Als Jerusalem von den Assyrern bedroht wurde, war Hiskia in erster Linie in Sorge darüber, wie viel Schmach eine solche Eroberung auf den Namen Jehovas bringen würde. Und als Hiskia von seiner unheilbaren Krankheit erfuhr, war er nicht nur um sich selbst besorgt. Ihn belastete viel mehr, wie sich sein Tod auf die davidische Königslinie auswirken würde, zumal er keinen Erben hinterließ. Außerdem machte er sich Gedanken darüber, wer im Kampf gegen die Assyrer die Führung übernehmen sollte. Wie Hiskia sollte es uns nicht so sehr auf unsere eigene Rettung ankommen, sondern darauf, dass Jehovas Name geheiligt und sein Vorsatz ausgeführt wird.
38:9-20. Dieses Lied Hiskias lehrt uns, dass in unserem Leben nichts wichtiger ist, als Jehova preisen zu können.
(Jesaja 40:1 bis 59:21)
Jesaja hat gerade die Zerstörung Jerusalems und die daraus resultierende Gefangenschaft in Babylon vorhergesagt, als er auch schon eine Wiederherstellung ankündigt (Jesaja 40:1, 2). In Jesaja 44:28 heißt es: „Es [Jerusalem] wird wieder erbaut werden.“ Die Götzenbilder babylonischer Götter werden wie „Gepäckstücke“ weggetragen (Jesaja 46:1). Babylon wird vernichtet. Das alles erfüllt sich 200 Jahre später.
Jehova wird seinen Knecht als „Licht der Nationen“ geben (Jesaja 49:6). Die babylonischen „Himmel“, das heißt die herrschende Klasse, wird „zerstieben so wie Rauch“ und ihre Untertanen „werden sterben wie eine bloße Stechmücke“; aber die ‘gefangene Tochter Zion wird sich die Fesseln an ihrem Hals lösen’ (Jesaja 51:6; 52:2). Jehova sagt zu denen, die zu ihm kommen und auf ihn hören: „Ich will einen auf unabsehbare Zeit dauernden Bund mit euch schließen in Bezug auf die liebenden Gütigkeiten gegenüber David“ (Jesaja 55:3). Wer so lebt, wie Gott es zu Recht erwartet, wird seine „Wonne an Jehova finden“ (Jesaja 58:14). Diejenigen jedoch, die gegen Gottes Gesetze verstoßen, ‘verursachen eine Scheidung zwischen sich und ihrem Gott’ (Jesaja 59:2).
Antworten auf biblische Fragen:
40:27, 28 — Warum sagte Israel: „Mein Weg ist vor Jehova verborgen, und vor meinem Gott geht mein Recht vorüber“?
Einige Juden in Babylon hatten vielleicht das Gefühl, Jehova habe es nicht gemerkt oder es sei ihm verborgen geblieben, dass sie Unrecht zu erleiden hatten. Sie wurden daran erinnert, dass sich Babylon nicht außer Reichweite des Schöpfers der Erde befand und er weder müde noch matt wird.
43:18-21 — Warum wurde den aus dem Exil Zurückkehrenden gesagt, ‘nicht der früheren Dinge zu gedenken’?
Damit war nicht gemeint, dass sie Jehovas frühere Taten der Befreiung vergessen sollten. Vielmehr sollten sie Jehova wegen ‘etwas Neuem’ rühmen, etwas, was sie selbst erleben würden, wie zum Beispiel den Schutz auf dem Weg nach Jerusalem, der womöglich durch die Wüste führte und deshalb kürzer war. „Eine große Volksmenge“, die aus „der großen Drangsal“ kommt, wird ebenfalls viel Neues erleben und deshalb Jehova aus ganz persönlichen Gründen verherrlichen (Offenbarung 7:9, 14).
49:6 — Wieso ist der Messias ein „Licht der Nationen“, wenn sich doch sein irdischer Dienst nur auf die Söhne Israels beschränkte?
Das begründet sich in dem, was nach Jesu Tod geschah. In der Bibel wird Jesaja 49:6 auf Jesu Jünger angewandt (Apostelgeschichte 13:46, 47). In der heutigen Zeit dienen gesalbte Christen mit der Unterstützung einer großen Volksmenge als „Licht der Nationen“, indem sie Menschen „bis zum äußersten Ende der Erde“ von der Botschaft unterrichten (Matthäus 24:14; 28:19, 20).
53:10 — In welchem Sinne gefiel es Jehova, seinen Sohn zu zerschlagen?
Als barmherzigen und mitfühlenden Gott muss es Jehova geschmerzt haben, seinen lieben Sohn leiden zu sehen. Allerdings gefiel es Gott, wie bereitwillig Jesus gehorchte, und er fand Gefallen an all dem, was Jesu Leiden und Tod bewirken würde (Sprüche 27:11; Jesaja 63:9).
53:11 — Was ist die Erkenntnis, durch die der Messias „viele in einen gerechten Stand bringen“ wird?
Dabei handelt es sich um die Erkenntnis, die Jesus dadurch erwarb, dass er auf die Erde kam, Mensch wurde und ungerechterweise bis zum Tod litt (Hebräer 4:15). So erbrachte er ein Lösegeld, durch das sowohl die gesalbten Christen als auch die Glieder der großen Volksmenge vor Gott in einen gerechten Stand kommen können (Römer 5:19; Jakobus 2:23, 25).
56:6 — Wer sind „die Ausländer“, und in welcher Hinsicht ‘halten sie am Bund Jehovas fest’?
„Die Ausländer“ sind Jesu „andere Schafe“ (Johannes 10:16). Sie halten an dem neuen Bund fest, indem sie den damit verbundenen Gesetzen gehorchen und völlig das unterstützen, was durch diesen Bund ins Dasein gebracht wurde. Außerdem ernähren sie sich von derselben geistigen Speise wie die gesalbten Christen und unterstützen sie im Predigen des Königreichs und im Jüngermachen.
Lehren für uns:
40:10-14, 26, 28. Jehova ist ein starker und liebevoller Gott, allmächtig und allwissend. Sein Verständnis übersteigt unser Begriffsvermögen.
40:17, 23; 41:29; 44:9; 59:4. Politische Bündnisse und Götzen sind etwas „Unwirkliches“, etwas Illusorisches. Darauf zu vertrauen bringt gar nichts.
42:18, 19; 43:8. Gottes geschriebenes Wort und den Rat des „treuen und verständigen Sklaven“ zu missachten läuft darauf hinaus, dass man geistig blind und taub wird (Matthäus 24:45).
43:25. Jehova beseitigt unsere Übertretungen um seines eigenen Namens willen. Die Heiligung seines Namens ist nämlich wichtiger, als dass wir von Sünde und Tod befreit werden und Leben erlangen.
44:8. Jehova, der so beständig und standhaft wie ein Fels ist, wird uns stets zur Seite stehen. Wir sollten uns nie davor fürchten, für ihn als unseren Gott einzutreten (2. Samuel 22:31, 32).
44:18-20. Götzendienst lässt auf ein böses Herz schließen. Nichts sollte in unserem Herzen den Platz einnehmen, der Jehova zusteht.
46:10, 11. Jehova ist in der Lage, ‘seinen eigenen Beschluss bestehen’ zu lassen, nämlich seinen Vorsatz auszuführen, was ein klarer Beweis für seine Göttlichkeit ist.
48:17, 18; 57:19-21. Wenn wir von Jehova Rettung erwarten, uns ihm nahen und seine Gebote beachten, dann werden wir so reich mit Frieden gesegnet, wie ein Strom Wasser führt, und unsere gerechten Taten werden so zahlreich sein wie die Meereswellen. Wer Gottes Wort nicht beachtet, ist wie „das Meer, das aufgewühlt wird“, und hat keinen Frieden.
52:5, 6. Die Babylonier nahmen irrigerweise an, der wahre Gott sei schwach. Ihnen entging, dass das Volk Israel deshalb in Gefangenschaft geraten war, weil es das Missfallen Jehovas erregt hatte. Wenn anderen Unglück widerfährt, sollten wir nicht voreilige Schlüsse ziehen.
52:7-9; 55:12, 13. Wir haben mindestens drei Gründe, uns freudig am Predigen des Königreichs und am Jüngermachen zu beteiligen. Unsere Füße sind für demütige Menschen, die geistig Hunger leiden, lieblich. Wir sehen Jehova „Auge in Auge“, was bedeutet, dass wir ein enges Verhältnis zu ihm haben. Außerdem werden wir sehr gut versorgt, so dass unser Glaube stark bleibt.
52:11, 12. Wir müssen in geistiger und moralischer Hinsicht rein sein, wenn wir berechtigt sein wollen, „die Geräte Jehovas“ zu tragen — die Möglichkeit, heiligen Dienst zu tun.
58:1-14. Zur Schau gestellte Gottergebenheit und Gerechtigkeit bringen gar nichts. Wahre Anbeter sollten ihre Ergebenheit gegenüber Gott und ihre Liebe zu ihren Mitchristen aufrichtig und auf vielfältige Weise zum Ausdruck bringen (Johannes 13:35; 2. Petrus 3:11).
59:15b-19. Jehova entgeht nichts, was die Menschen tun; er greift zu der von ihm bestimmten Zeit ein.
(Jesaja 60:1 bis 66:24)
In Jesaja 60:1, wo auf die Wiederherstellung der wahren Anbetung in alter Zeit und in unseren Tagen hingewiesen wird, heißt es: „Steh auf, o Frau, leuchte, denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit Jehovas selbst ist über dir aufgeleuchtet.“ Zion soll „eine Krone der Schönheit werden in der Hand Jehovas“ (Jesaja 62:3).
Jesaja betet zu Jehova für seine Landsleute, die im Exil in Babylon zur Reue kommen werden (Jesaja 63:15 bis 64:12). Dann stellt der Prophet die wahren Anbeter den falschen gegenüber und zeigt, wie Jehova die segnen wird, die ihm dienen (Jesaja 65:1 bis 66:24).
Antworten auf biblische Fragen:
61:8, 9 — Was ist der „Bund von unabsehbarer Dauer“, und wer ist die „Nachkommenschaft“?
Es ist der neue Bund, den Jehova mit den gesalbten Christen geschlossen hat. Die „Nachkommenschaft“ sind die „anderen Schafe“ — Millionen Menschen, die auf die Botschaft der Gesalbten reagieren (Johannes 10:16).
63:5 — Wie wird Gott durch seinen Grimm gestützt?
Gottes Grimm ist eine beherrschte Gefühlsregung; er ist zu Recht entrüstet. Sein Grimm stützt und motiviert ihn, sein gerechtes Urteil zu vollstrecken.
Lehren für uns:
64:6. Menschen können sich in ihrer Unvollkommenheit nicht selbst retten. Was die Sühnung von Sünden angeht, sind ihre guten Taten nicht besser als schmutzige Kleider (Römer 3:23, 24).
65:13, 14. Jehova segnet seine treuen Diener, indem er ihre geistigen Bedürfnisse großzügig befriedigt.
66:3-5. Jehova hasst Heuchelei.
Wie tröstend doch die Wiederherstellungsprophezeiungen für die treuen Juden, die im Exil in Babylon lebten, gewesen sein müssen! Jehova sagte: „Frohlockt und freut euch immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich schaffe Jerusalem als Ursache zur Freudigkeit und ihr Volk als Ursache zum Frohlocken“ (Jesaja 65:18).
Auch wir leben in einer Zeit, in der die Erde in Finsternis ist und die Völker im Dunkeln umhertappen (Jesaja 60:2). Wir haben „kritische Zeiten . . ., mit denen man schwer fertig wird“ (2. Timotheus 3:1). Deshalb ist Jehovas Botschaft der Rettung, wie wir sie im Bibelbuch Jesaja finden, für uns eine große Ermunterung (Hebräer 4:12).
Jesaja 10 – 12
Jesaja 11:3-5
Ist es nicht tröstlich, dass es einen Richter gibt, der völlig gerecht richtet?
Bei dem es keine Bestechung gibt, der nicht durch persönliche Empfindungen fehl geleitet wird, der nicht hart und unbarmherzig ist, sondern alle Faktoren mit in Betracht zieht.
Dies wünschen wir uns eigentlich in jeder Situation unseres Lebens. Besonders dann, wenn wir unserer Meinung nach zu hart bestraft werden oder zu Unrecht verurteilt werden.
In solchen Momenten bin ich immer froh, dass es Jehova sein wird, der die Menschen letztendlich beurteilt. Denn ich selbst habe nicht diesen Weitblick. Kein Mensch kann alle Fakten kennen, wir können den anderen nur vor den Kopf gucken, aber nicht hinein – schon gar nicht in sein Herz.
Wie oft sind wir geneigt, unsere persönlichen Enttäuschungen mit hinein fließen zu lassen, wie wir andere beurteilen. Für uns mag eine Person hart, herzlos oder selbstgerecht sein – in Wirklichkeit ist unser Gegenüber vielleicht ein ganz armer Mensch, der nicht anders kann, weil ihn das, was er erlebt hat, vielleicht hart werden oder gar nur erscheinen lässt. Wenn ich so eine Person hart verurteile, dann bin ja vielleicht sogar ich der hartherzige und selbstgerechte Person?
Jehova sagt “mein ist die Rache, ich will vergelten” – und das ist auch gut so. Denn ER ist immer gerecht!
Genau diesen Aspekt finde ich sehr beruhigend
Jesaja 13 – 15
Jesaja 14:24, 27
Wer kann Jehova aufhalten, wenn ER sich etwas vorgenommen hat?
Jesaja 16 – 18
Jesaja 17 – in der Not kehrt der Mensch um zu Jehova
Als es dem Volk gut ging, da hatten sie Jehova vergessen, da hatten sie sich eigene Götter gemacht und so gelebt, wie es ihnen passte.
Nun aber geht es ihnen schlecht und auf einmal erinnern sie sich an den wahren Gott:
Jesaja 17:7-8
Warum nur?
Warum müssen sie vorher allen möglichen Göttern dienen?
Wenn sie es damals taten, weil sie sich versichern wollten, dass ihre Ernte auch wirklich gesegnet Sie, oder weil sie im Krieg ganz sicher sein wollten – warum wenden sie sich jetzt (in der größten Not) von diesen anderen Göttern ab? Warum wissen sie nun auf einmal, dass nur Jehova der wahre Gott ist?
In der Welt sagt man auch “in der Not lernt man beten”. Warum nur und gerade dann?
Warum erinnern wir uns dann an unseren Gott, wenn es uns ganz schlecht geht – wo wir doch ansonsten nicht an ihm interessiert sind?
Interessant hierzu auch die Interviews auf unserem diesjährigen BZK unter dem Programmpunkt “Wir müssen durch viele Drangsalen in das Königreich eingehen”. Auf die Frage, wie sie auf die Probleme reagiert hatten kam jeweils, dass sie noch mehr studiert, noch mehr in der Bibel gelesen und noch mehr gebetet hatten. Dass sich in dieser schweren Zeit ihr Verhältnis zu Jehova gefestigt hatte.
Interessant, denn genau diese Erfahrung haben wir hier auch ganz persönlich gemacht: die Verfolgung und Bedrängnis hat nur bewirkt, dass wir uns noch viel enger an unseren Gott gewandt haben. In der Zeit der höchsten Not, als wir alles verloren hatten was uns wichtig war, reifte bei uns der Entschluß: “wir lesen die Bibel in einem Jahr” – und nicht nur das: wir bloggen auch darüber. Das Ergebnis seht ihr hier. Wir sind nun bereits im dritten Jahr in Folge – und es hat unseren Glauben sehr gestärkt.
Das bringt mich zu der Veranschaulichung mit der Muschel, den Bruder Wagemann auf einem Kreiskongress vor einigen Jahren anführte;
In diesem Zusammenhang fällt mir dann auch Jesu Aussage bei den Glücklichpreisungen ein: “Glücklich seid ihr, wenn ihr um der Gerechtigkeit willen verfolgt werdet…”
Brauchen wir tatsächlich Not und Verfolgung, um ein echtes, ein enges und inniges Verhältnis zu Jehova zu entwickeln?
Warum ist besonders in Ländern, wo das Werk verboten ist und die Brüder verfolgt werden, der Anteil am Predigtwerk, die Zahl der Vollzeitverkündiger, so hoch?