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Glaubenskurs

Starte für alle Interessierten mal einen wirklichen Bibel-Grundkurs:

Geschrieben von Thomas am 15. Februar 2020 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

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Baujahr 1967
Familienvater
Mein Glaube an den Schoepfer bestimmt alle Entscheidungen im Leben.

„Du musst Respekt vor Gott haben und alles das tun, was er gesagt hat!“

Das Endergebnis des Ganzen laßt uns hören (O. Das Endergebnis, nachdem alles vernommen, ist) :Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch (O. denn das soll jeder Mensch.)

Elberfelder 1871 – Kohelet 12,13

Als Ergebnis dieser ganzen Gedanken will ich dir Folgendes mitgeben: Bring Gott Achtung entgegen und tu das, was er in seinen Geboten fordert! Das gilt für jeden Menschen.
Neues Leben – Bibel 2006 – Koh 12,13

Fassen wir alles zusammen, so kommen wir zu dem Ergebnis: Nimm Gott ernst und befolge seine Gebote! Das ist alles, worauf es für den Menschen ankommt.

Gute Nachricht Bibel – Prediger 12,13

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Das Buch schließt ( Laßt uns die Hauptsumme aller Lehre hören ) mit der ausdrücklichen Empfehlung: Fürchte Gott und halte seine Gebote . Diese Worte wurden nicht, wie vielfach behauptet wird, von einem anderen Autor angefügt, sondern sie sind die Quintessenz dessen, was im Predigerbuch mehrfach in weniger direkter Form empfohlen wurde: daß der Mensch den Herrn fürchten und ein gottgefälliges Leben führen solle (vgl. den Kommentar zu Pred 2,24-26;7,15-18;11,9-10;12,1 ). Nun bringt Salomo zum Ausdruck, daß diese Ehrfurcht vor Gott und der Gehorsam ihm gegenüber die Pflicht eines jeden Menschen sind.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Botschaft des Predigers ist in zwei Punkten zusammengefasst, die die Größe Gottes und das Wort Gottes betreffen. Das Hebräische betont die Worte Gott und Gebote. Die Furcht vor Gott ist die Verwirklichung seiner unveränderlichen Kraft und Gerechtigkeit (3:14). Es befreit von Bosheit und Selbstgerechtigkeit (7:18) und führt zu einem Hass auf die Sünde (5: 6f.; 8: 12f.). Wenn es der „Anfang der Weisheit“ ist (Ps. 111: 10; Prov. 1: 7; 9:10), ist es auch das Ende, die Schlussfolgerung; Kein Fortschritt im Leben des Gläubigen lässt ihn zurück. Auch das Zeugnis des Neuen Testaments ist nicht anders (vgl. 2 Kor 7,1) .7
Der Leser wird aufgefordert, seine Gebote zu halten. Die Reihenfolge der beiden Punkte (Angst… behalten) ist signifikant. Verhalten ergibt sich aus Anbetung. Eine Kenntnis von Gott führt zu Gehorsam; nicht umgekehrt. Dies ist der einzige Ort in Prediger, an dem die Gebote Gottes erwähnt werden. Der Hauptteil des Buches hat einfach zwei alternative Ansichten des Lebens einander gegenübergestellt, und das Leben des Glaubens wurde gelobt. Jetzt wird im Nachwort fast nebenbei darauf hingewiesen, dass ein solches Leben Auswirkungen haben wird. Es darf nicht auf das mosaische Gesetz beschränkt sein. Es bezieht sich auf alles, was als Gottes Wille bekannt ist. Der letzte Satz lautet wörtlich: „Denn das ist der ganze Mann.“ Anderswo in Prediger ist der „ganze Mann“ jedoch eine hebräische Redewendung für „jeden Mann“ (vgl. 3:13; 5:19). . Der Sinn lautet daher „Dies gilt für alle“.

Tyndale – Prediger: Eine Einführung und ein Kommentar

Hier ist die endgültige Schlussfolgerung. Shlomos letzter Rat ist, „Gott zu fürchten und seine Mizwot zu halten“ (Gebote), weil Gott schließlich jede Tat beurteilen wird, „einschließlich jedes Geheimnisses“. „Jedes Geheimnis“ beinhaltet nicht vorsätzliche Übertretungen (Raschi), von denen man nichts weiß (Ibn Ezra), und solche, die privat begangen werden oder die verborgen sind (Ralbag). Die Menschheit muss vor einem heiligen und gerechten Gott Rechenschaft ablegen. Ein Midrasch übersetzt, dass das Ende des Verhaltens des Menschen darin besteht, dass es seine Taten verkündet: Dieser lebte kurz vor ADONAI, und dieser war gottesfürchtig. Shlomo beobachtet daher die vielen Möglichkeiten, wie Sinnlosigkeit erlebt werden kann. Er betont, dass eine Person den gesamten Sinn des Lebens nicht entdecken konnte. In Anbetracht dieser Wahrheit rät er nicht zu Pessimismus oder Angst. Er bekräftigt vielmehr, dass das Leben ein gutes Geschenk Gottes ist und es Vorteile (mit Einschränkungen) für die Person gibt, die weise lebt. Am wichtigsten ist, dass er seinem Publikum rät, ADONAI aufrichtig zu verfolgen (5: 1–7; 12: 1–7) und ihn und seine guten Gaben zu genießen (2:24; 3: 12–13, 22; 5: 18–20) ; 8:15; 9: 7; 11: 7–10).

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Geschrieben von Thomas am 3. August 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Wenn ihr irgendwas macht, dann tut es für Gott und nicht für Menschen

Was irgend ihr tut, arbeitet von Herzen, als dem Herrn und nicht den Menschen, da ihr wisset, daß ihr vom Herrn die Vergeltung des Erbes empfangen werdet; ihr dienet dem Herrn Christus. Denn wer unrecht tut, wird das Unrecht empfangen, das er getan hat; und da ist kein Ansehen der Person.

Elberfelder Bibel 1905 – Kol 3,23–25

Wenn ihr irgendwas macht, dann tut es für Gott und nicht für Menschen. Ihr werdet von Gott eine fette Bezahlung dafür bekommen, nämlich das Erbe, das er versprochen hat ─ nur damit ihr Bescheid wisst! Gebt alles für Jesus Christus! Wer Mist baut, wird dementsprechend eine Rechnung präsentiert bekommen. Total egal, was für ein toller Typ er jetzt gerade ist.

VolxBibel – Kol 3,23–25

Arbeitet an allem, was ihr tut, mit ganzer Seele, als wäre es für Jehova und nicht für Menschen, denn ihr wisst, dass ihr von Jehova das Erbe als Lohn bekommen werdet. Dient als Sklaven für den Herrn, Christus. Wer unrecht tut, wird bestimmt zurückbekommen, was er für sein Unrecht verdient. Da gibt es keine Parteilichkeit.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Kolosser 3,23–25

Und alles, was ihr immer tut, das verrichtet von (Grund der) Seele, als dem Herrn, und nicht den Menschen; indem ihr wisset, daß ihr von dem Herrn empfangen werdet die Vergeltung des Erbes; denn dem Herrn Christo dienet ihr. Wer aber unrecht tut, wird davontragen, was er unrecht getan hat; und ist kein Ansehen der Person.

Johann Albrecht Bengel – Kolosser 3,23–25

Denkt bei allem daran, dass ihr letztlich für ihn und nicht für die Menschen arbeitet. Als Lohn dafür wird er euch das Erbe geben, das er versprochen hat. Das wisst ihr ja. Denn Jesus Christus ist euer wahrer Herr! Wer allerdings Unrecht tut, wird auch dafür den entsprechenden Lohn bekommen. Gott beurteilt alle Menschen gleich, egal welches Ansehen sie genießen.

Hoffnung für Alle – Kol 3,23–25

Worin auch immer eure Arbeit besteht – tut sie mit ganzer Hingabe, denn ´letztlichdient ihr nicht Menschen, sondern dem Herrn. Ihr könnt sicher sein, dass ihr von ihm einen Lohn bekommt – das Erbe, ´das er im Himmel für euch bereithält. Darum dient ihmc, Christus, dem Herrn! Denn auch der, der Unrecht tut, wird einen Lohn empfangen – den Lohn für sein Unrecht. Gott ist ein unbestechlicher Richter.

Neue Genfer Übersetzung_2013 – Kol 3,23–25

Kol 3,23 ὃ ἐάν = ὃ ἄν was auch immer od. alles, was (A132; 371). ποιῆτε Konj. ποιέω. ἐκ ψυχῆς von Herzen, gern (B ψυχή 1bγ). ἐργάζεσθε Imp. Kol 3,24 εἰδότες Pf. (m. präs. Bdtg.) Ptz. οἶδα, kaus. ἀπο-λήμψεσθε Fut. Med. -λαμβάνω152 empfangen, erhalten. ἀντ-από-δοσις8 Vergeltung, Lohn. κληρο-νομία (das) Erbe, Erbteil; Besitz, Eigentum; wohl gen. epexegeticus (A163) Vergeltung, die im Erbteil besteht (B 3). δουλεύετε Imp. δουλεύω dienen. Kol 3,25 ἀ-δικῶν Ptz. ἀ-δικέω Unrecht tun; subst. κομίσεται Fut. Med. κομίζω (vgl. A3391ff) herbeibringen; Med. davontragen, erhalten (hier die Strafe für das). ἠ-δίκησεν Aor. ἔστιν betont m. der Bdtg. da sein, vorhanden sein (H-S § 125b); οὐκ ἔστιν es gibt nicht. προσωπο-λημψία (< πρόσωπον + λαμβάνω) Parteilichkeit, Ansehen der Person.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Die Sklaven werden von Paulus ermahnt, ihren irdischen Herren … (gehorsam) zu sein (das gleiche Wort wird in V. 20 im Zusammenhang mit den Kindern verwendet). „Irdisch“ heißt im Griechischen wörtlich „nach dem Fleisch“; nur Christus ist der Herr über den Geist der gläubigen Sklaven. Sie sollen in Einfalt des Herzens gehorchen, und nicht nur, wenn sie unter der Kontrolle ihrer Herren stehen oder um den Menschen zu gefallen. Vielmehr sollen sie ihren Aufgaben in der Furcht des Herrn nachkommen. Ein Arbeiten im Bewußtsein von Gottes Wesen und Gegenwart verleiht auch der Arbeit von Sklaven eine eigene Würde. Die Sklaven sollen alles, was sie tun (vgl. V. 17), von Herzen tun (wörtlich „mit ganzer Seele“, nicht nur mit vorgetäuschtem Eifer), und sie sollen es dem Herrn tun, und nicht den Menschen. Obwohl die Sklaverei mit Sicherheit kein wünschenswerter Zustand war, sah die Lehre des Paulus keine Veränderung dieser – oder auch anderer – sozialer Institutionen vor (vgl. 1Kor 7,17-24 ). Die Anweisungen, die er in Kolosser 3,22 – 25 in bezug auf die christlichen Sklaven gibt, ließen sich für unsere heutigen Verhältnisse auf christliche Arbeiter und Angestellte übertragen. Wenn alle Christen ihren Arbeitgebern mit wirklichem Engagement und im Gefühl ihrer Verantwortung vor Gott dienen würden, würden Qualität und Produktivität sicherlich dramatisch ansteigen. Im Grunde dienen Christen immer dem Herrn Christus. (Das ist die einzige Stelle im Neuen Testament, in der der Begriff „der Herr Christus“ gebraucht wird.) Denn schließlich kommt der letzte „Zahltag“ (das Erbe als Lohn) von dem Herrn (vgl. 2Kor 5,10). Er wird ohne Ansehen der Person (vgl. Röm 2,11; Eph 6,9), d. h. völlig gerecht, richten und den Übeltätern ihre Vergehen heimzahlen, denen, die ihm gedient haben, aber ihren Lohn geben.
In diesen Versen ( Kol 3,22-25 ) äußert sich Paulus mehrfach zu den Motiven, Einstellungen und zum Lebenswandel christlicher Sklaven. Die Ausführlichkeit dieser Unterweisungen war etwas Besonderes in einer von der Kluft zwischen Herren und Sklaven gekennzeichneten Gesellschaft

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Auch für den christlichen Sklaven ist allein und ganz allein »der Herr«, Christus, das entscheidende Gegenüber. »Alles, was ihr tut«, jede Arbeit – das mögen geringe, schmutzige, verachtete oder große, ehrenvolle Arbeiten sein – »das tut als dem Herrn«, das »wirkt« (so wörtlich) »als dem Herrn«, in der Verantwortung vor ihm, in der Kraft aus ihm und aus der Freude in ihm. Die Arbeit (hier ist die tägliche Arbeit gemeint) geschieht für den Christus und für Menschen zuerst. Das gibt jeder Arbeit tiefste Würde und Sinn und innerste Befriedigung. Das wird durch den Ausdruck »von Herzen« (wörtlich »von der Seele«, im Sinne von »gern und mit ganzem Einsatz«) unterstrichen. Unter dieser Leitlinie, bei solcher Ausrichtung ist selbst ein Sklave ein »königlich Freier«, ein Knecht des Königs Jesu Christi, und darin ist auch sein irdischer Stand geheiligt und für den Christus brauchbar.

Kol 3,24:

»denn ihr wisst, dass ihr von dem Herrn als Lohn das Erbe empfangen werdet. Ihr dient dem Herrn Christus!«

»Dem Herrn Christus dient ihr!« wörtlich (»sklavt ihr«). Das ist die Perspektive des christlichen Sklaven. Das ist weit über dem, was als Menschenrechte und Menschenwürde auch und gerade eines Sklaven vorgebracht wird. Das ist höchster Wert gerade eines als »wertlos« Verachteten. Er dient dem Christus in dem Wissen, dass auch sein Herr ihm den Lohn geben wird. Daneben verblasst aller irdische Lohn, auch alle irdische Benachteiligung: Es ist der Christuslohn, »das Erbe« (wörtlich »die Gegengabe des Erbes«). Die christliche, treue und gehorsame Arbeit des Sklaven findet reiche Gegengabe durch Christus. »Erbe« meint die ganze Herrlichkeit und Heilsgabe in Gottes Reich. Was auf Erden fast undenkbar ist, dass ein Sklave seinen Herrn beerbt, das ist doch die Zusage und Wirklichkeit des Sklaven, der »in Christus« arbeitet: Er ist Miterbe Christi, hat vollen Anteil an der Herrlichkeit und dem Heil Gottes.

Kol 3,25:

»Denn wer unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und es gilt kein Ansehen der Person.«

Diese Heils – und Herrlichkeitszukunft hat hier und jetzt schon Auswirkungen. Paulus vertröstet nicht, sondern erfüllt die Arbeit hier und jetzt mit Freude und Eifer. Der Blick auf das Ziel spornt an und macht gerade nicht träge und faul. Der Apostel ermuntert gerade den Sklaven, gibt ihm die volle Würde und den tiefsten Sinn. Deshalb kann er auch mahnen: »Wer unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat«. »Unrecht tun» ist alles, was andere schädigt. So schreibt Paulus auch ganz nüchtern an Philemon, dass er selbst, Paulus, es wiedergutmachen will, wenn Onesimus seinen Herrn geschädigt hat (vgl. Phim 1,18). »Er wird empfangen« (wörtlich »mit sich davon tragen«) zeigt auf die Stunde, wenn auch der christliche Sklave vor dem Preisrichterstuhl Christi stehen wird, »damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse« (2Kor 5,10). Das ist sehr wichtig: Unsere Arbeit hier, selbst die des Sklaven, hat höchste Bedeutung vor den Augen Christi. Er wird Lohn geben, nicht Verdienstlohn, sondern Gnadenlohn. Dort wird auch der Sklave ganz aufgedeckt sein, in den Antrieben und Motiven seiner Arbeit. War sie für den Christus und so für die Menschen Zeugnis eines Lebens mit Christus? Oder war es schädigende, ungerechte Arbeit, die andere sogar vom Christus fernhielt? Wie kann einer, der schon in seiner täglichen Arbeit Anlass zum Ärger gibt und Schaden anrichtet, noch seinen Herrn glaubwürdig bezeugen? Die Vergeltung von solchem »Unrecht« wird vor dem Thron Christi Minderung von Lohn sein (vgl. 1Kor 3,12-15; 4,5).

Christus ist nicht parteiisch, »nicht ist Ansehen der Person«. Auch der Sklave kann sich vor seinem Herrn nicht mit seinem niederen Stand, mit seiner gedruckten Lage, mit Armut, Ungerechtigkeit oder Unterdrückung entschuldigen, die sein unrechtes Tun doch verständlich macht, genauso wenig, wie ein »Herr« das kann. Nicht die Umstände und Zustände eines Lebens sind vor Gott wichtig, sondern ob das Herz echt ist, ob einer in Christus lebt und das auch auslebt.

Gerhardt Maier – Edition C

Die Stellung der Arbeitnehmer
Der Status des Angestellten in der heutigen Zeit, dessen Pflichten und Rechte in einem Arbeitsvertrag festgelegt sind, findet in der Bibel kein Beispiel, das ihm genau entspricht. Doch die Anweisungen, die den damaligen Sklaven erteilt wurden, geben uns grundsätzliche Belehrungen, die wir durchaus anwenden können. Der Apostel Paulus greift dieses Thema an vier Stellen auf (Eph 6,5-8; Kol 3,22-25; 1 Timotheus 6,1.2; Tit 2,9.10). Der Apostel Petrus spricht an einer Stelle darüber (1 Petrus 2,18-20). Die herausragenden Punkte dieser Belehrungen sind folgende:
• die Ermahnung zum Gehorsam, zur Treue und zur Ehrlichkeit;
• die Notwendigkeit, gut zu arbeiten – sowohl in Anwesenheit als auch in Abwesenheit des Vorgesetzten;
• die Sorgfalt, so zu handeln, dass die christliche Lehre nicht verlästert, sondern geziert wird;
• die Ermutigung an die Sklaven, dass sie ihren Dienst für ihre Herren eigentlich für den Herrn Jesus tun und von Ihm einmal dafür belohnt werden.
Für einen Angestellten in der heutigen Zeit ist der Auftrag, seine Arbeit treu zu verrichten, vielleicht noch wichtiger als für die damaligen Sklaven, weil seine Anstellung auf einem Vertrag basiert, den er selbst unterschrieben hat. Darin hat er sich verpflichtet, seine Arbeitszeit für das Unternehmen einzusetzen, das ihm den Lohn zahlt. Er kann diese Zeit nicht einfach für andere Tätigkeiten nutzen – auch nicht zum Beten, Bibellesen oder zum evangelistischen Zeugnis.
Das Prinzip «Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen» betrifft selbstverständlich auch die Diener und Angestellten. Wenn ein Vorgesetzter von seinem gläubigen Mitarbeiter etwas verlangt, das dieser mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, so ist es richtig, die Ausführung dieses Auftrags zu verweigern. Viele Christen sind schon in der schwierigen Lage gewesen, dass ihr Chef von ihnen verlangt hat, zu lügen oder etwas zu tun, das nicht recht ist. Die Treue zu Gott hat ihnen die Energie verliehen, das Verlangte zu verweigern und es dem betroffenen Vorgesetzten offen zu sagen. Ein solches Verhalten kann den Angestellten in eine sehr schwierige Situation bringen und ihm schwerwiegende Unannehmlichkeiten bereiten – vielleicht den Verlust der Arbeitsstelle. Aber das Wort ermutigt uns, solche Folgen in Unterordnung unter den Herrn und mit Freude auf uns zu nehmen (1 Petrus 2,19.20; 3,14.17; 4,16.19).
Bevor der Christ einen Arbeitsvertrag unterschreibt, sollte er deshalb sorgfältig prüfen, ob die vorgegebenen beruflichen Verpflichtungen mit der Treue zu Gott vereinbar sind. Wenn es sich zum Beispiel um einen Lehrberuf handelt, stellen sich folgende Fragen: Bin ich verpflichtet, meinen Schülern Lehren oder Theorien zu vermitteln, die im Widerspruch zur biblischen Wahrheit sind? Wird mir die Möglichkeit geboten, mich von solchen Dingen klar zu distanzieren?
In solchen Fragen wollen wir uns ernsthaft vor Gott prüfen und Ihn fragen, was sein Gedanke und sein Wille für uns ist. Lasst uns so handeln, dass wir vor Gott und Menschen ein gutes Gewissen haben können (Apg 24,16). Junge Leute sollten dies schon bei der Wahl ihrer beruflichen Laufbahn sorgfältig überdenken.

Halte fest

Hier stellt sich die Frage: sollte ein Christ überhaupt arbeiten? Oder genügt es, wenn er sich ganz auf Gott konzentriert? Sagt die Bibel auch dazu etwas? Lies einen netten Artikel hier Der Christ und die Arbeit .

3,23 »Was« auch immer getan wird, es sollte »von Herzen« (wörtlich »aus der Seele«) »als dem Herrn und nicht den Menschen« getan werden. In jeder Form des christlichen Dienstes wie auch in jedem Lebensbereich gibt es viele Aufgaben, die Menschen widerwärtig finden. Wir brauchen kaum zu sagen, dass wir solchen Arbeiten lieber aus dem Weg gehen. Doch dieser Vers lehrt uns die wichtige Lektion, dass der niedrigste Dienst verherrlicht und auf eine höhere Ebene gehoben werden kann, wenn wir ihn für den Herrn tun. In diesem Sinne gibt es keinen Unterschied zwischen säkularer und christlicher Arbeit. Alles ist heilig. Im Himmel werden wir nicht dafür belohnt, dass man unseren Dienst gesehen hat oder wir besonders erfolgreich gewesen wären. Auch zählen dann nicht unsere Talente oder Gelegenheiten, sondern unsere Treue und Hingabe. So wird es auch unscheinbaren Menschen eines Tages sehr gut ergehen, wenn sie ihre Pflichten treu als dem Herrn getan haben. Zwei Mottos werden gerne über die Küchenspüle gehängt: »Nicht irgendwie, sondern triumphierend«, und: »Hier dient man Gott dreimal täglich«.
3,24 Der »Herr« ist jetzt dabei, die Bücher zu führen. Dabei erregt alles, was für ihn getan wird, seine Aufmerksamkeit. »Die Freundlichkeit Gottes wird die Freundlichkeit der Menschen vergelten.« Diejenigen, die wenig irdisches Erbe haben, werden »das Erbe« des Himmels empfangen. Wir sollten uns daran erinnern, wenn wir das nächste Mal etwas tun müssen, das wir nicht gerne tun, sei es in der Gemeinde, zu Hause oder am Arbeitsplatz. Es ist ein Zeugnis für Christus, es klaglos zu erledigen, und zwar auf die bestmögliche Weise.
3,25 Paulus sagt in Vers 25 nicht ausdrücklich, wen er meint. Vielleicht würden wir am ehesten an einen ungerechten Herrn denken, der seine Sklaven unterdrückt. Vielleicht ist ein gläubiger Diener müde geworden, seinen ungerechten Forderungen zu gehorchen. »Kümmere dich nicht darum«, sagt Paulus, »denn der Herr weiß alles darüber, und er wird auch die Ungerechtigkeiten, die du ertragen musst, in seine Hand nehmen.«
Doch obwohl dies auch die Herren einschließen könnte, ist es in erster Linie an die Sklaven gerichtet. Nachlässiger Dienst, Betrug, Faulenzerei und andere Formen der Unehrlichkeit werden nicht unbemerkt bleiben. »Da ist kein Ansehen der Person« vor Gott. Er ist der Herr aller, und die Unterschiede unter den Menschen bedeuten ihm nichts. Wenn Sklaven ihre Herrn berauben (wie es Onesimus wohl getan hat), dann werden sie darüber dem Herrn im Himmel Rechenschaft ablegen müssen.

MacDonald_2018 – Kommentar zum Neuen Testament

Es kann kein richtiges Wachstum in einem Glaubenden geben, bis sein erhöhtes Ich vom Thron heruntersteigt und Christus auf den Thron läßt. Die Wurzel der Krankheit, an der viele Gläubige und Gemeinden leiden, ist mangelhafte Hingabe an Gott. Der Herr spricht: „Gib mir, mein Sohn, dein Herz“ (Spr 23,26). Das ist ausschlaggebend in unserem Leben. Hier muss Christus der Herr sein. Das ist die Schlüsselstelle im Wachstum als Christ, unentbehrlich für ein Leben in der Fülle Gottes.

Vor langer Zeit behauptete der größte Feind des Menschen, dass uns Gott, indem er Seinen Willen vor den unseren stellt, uns das Beste vorenthält (1Mo 3,5). Generationen haben einen schrecklichen Preis bezahlt, weil ein Mensch diese Verleumdung dessen, der uns mit ewiger Liebe liebt, glaubte. Unsere Zukunft hängt davon ab, ob wir glauben, dass Unterwerfung unter Gottes Willen, die Herrschaft Christi, die Regierung des Ewigen grundlegend für unser ewiges Wohl ist.

Jean Gibson – Training im Christentum


Deshalb – egal was du tust – tue es NICHT für Menschen! Nicht für eine Kirche, nicht für DICH ( denn du bist ja auch ein Mensch) – sondern allein im Blick auf Gott! Und wenn du so handelst. wirst du automatisch bestimmte Dinge nicht tun! Wie zum Beispiel gegen eine Entscheidung deiner Regierung zu protestieren 😉

Geschrieben von Thomas am 2. August 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

„Lasst uns daher nicht müde werden, Gutes zu tun.“

Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.

Elberfelder Bibel 1905 – Galater 6,9

Lasst uns daher nicht müde werden, Gutes zu tun. Zur rechten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht entmutigt die Hände in den Schoß legen.

Greber NT – 1936 – Gal 6,9–10

Lasst uns daher nicht müde werden, das zu tun, was gut und richtig ist. Denn wenn wir nicht aufgeben, werden wir zu der ´von Gott` bestimmten Zeit die Ernte einbringen.

Neue Genfer Übersetzung – Gal 6,9

Darum will ich euch echt anfeuern, weiter Sachen zu machen, die Gott geil findet! Gebt nicht auf, irgendwann werdet ihr dafür fett absahnen, versprochen!

VolxBibel – Gal 6,9

πλανᾶσθε Imp. Pass. πλανάω (< πλάνη Irrtum) in die Irre führen; übertr. irreführen, verführen, betrügen; Pass. in die Irre gehen, sich irren, sich täuschen (B 2cγ). μυκτηρίζεται Pass. μυκτηρίζω verspotten, verächtlich behandeln; Pass. sich verspotten lassen. ὃ ἐάν = ὃ ἄν was (immer) (A132; 371). σπείρῃ Konj. od. Aor. Konj. σπείρω. θερίσει Fut. θερίζω (vgl. A3391ff) ernten.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Diese Verse führen die Ermahnung aus Vers 6 noch weiter aus. Zunächst warnt Paulus seine Leser: „Gott läßt sich nicht spotten!“ Niemand kann sich über Gott erheben (myktErizetai, wörtlich: „die Nase rümpfen über“), dessen Regel, „Denn was der Mensch sät, das wird er ernten“ unaufhebbar ist. Jeder hat es selbst in der Hand, was er ernten wird. Wer auf sein Fleisch sät, d. h. wer all sein Geld fürseine fleischlichen Begierden ausgibt, dessen Ernte wird vergehen. Wer dagegen seinen Besitz für das Werk des Herrn einsetzt, d. h. wer aber auf den Geist sät und auf diese Weise sein eigenes geistliches Wachstum voranbringt, der erntet für die Ewigkeit. Diese Aussage läßt durchaus auch eine breitere Auslegung zu, doch vom Kontext her liegt auf der Hand, daß Paulus sich hier in erster Linie auf das Problem der finanziellen Unterstützung der christlichen Mitarbeiter in den galatischen Gemeinden bezog.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Gefahr dieser Versuchung des Geizes unterstreicht Paulus sehr dringlich. Er warnt vor jedem Selbstbetrug, wie wenn der Umgang mit materiellen Gütern nur eigene Sache wäre. »Irret euch nicht«, auch in diesem Punkt unseres christlichen Lebens ist Gott der Bestimmende. »Gott lässt sich nicht spotten«, wörtlich meint das: Hier kannst du nicht »die Nase rümpfen«, eine hochmütig abweisende Geste, mit der Gottes Bestimmungsrecht beiseite geschoben wird. Wo Gottes Geist einen Menschen ergreift, da will er ihn ganz umgestalten und erfassen. Dan gibt es keine ausgesparten Gebiete. Auch die Güter dieser Welt werden in die geistgetriebene Haltung mithineingenommen. Es gilt in dem einfachen Bild: »Was der Mensch sät, das wird er ernten.« Der Geiz ist Saat auf das Eigene, dann wird auch die Ernte so sein. Es wird mir nichts erwachsen aus solchem Geiz, im Gegenteil, ich werde hineinverstrickt in meine eigenen Ängste und Befürchtungen, in meinen Egoismus und in meine Lieblosigkeit. Daraus kann nur Angst, Furcht, Selbsttäuschung und Kälte entstehen. Das ist die Ernte des Geizes.

Es ist »Saat auf das eigene Fleisch«. Das Bild von Saat und Ernte wird auf das Entweder – Oder von Fleisch und Geist angewandt. »Wer auf sein Fleisch sät«, und das geschieht überall dort, wo der Mensch auf das Seine bedacht ist und sich der Antriebskraft der geistgewirkten Frucht »Liebe« verschließt, der »wird auch von dem Fleisch das Verderben ernten«. »Verderben« steht hier in dem Sinn der »Vergänglichkeit«, des »Unterganges«, im ewigen Tod. Mit »ernten« ist also das letzte Urteil Gottes gemeint und das lautet für den Menschen, in seiner fleischlichen Art, auf Tod (vgl. Röm 6,20-23). Wer aber »auf den Geist sät«, wer sich dem Antrieb der Liebe öffnet und hingibt, »der wird aus dem Geiste das ewige Leben ernten«.

Das ist unsere »Würde« als Menschen. Gott lässt uns säen. Wir sind nicht wie Marionetten an Drähten gezogen. Es besteht aber ein Zusammenhang zwischen Saat und Ernte. Die Folgen, die Früchte unseres Tuns werden wir auch ernten. Dieses bitter ernste Verhältnis gilt es gerade bei unserem sündigen Tun zu sehen. Oft liegt es auch offen zu Tage. Das »Saufen« und »Fressen« (vgl. Gal 5,21) zerrüttet die Gesundheit. Es gibt zerstörende Linien, Folgen der Sünde durch ganze Generationen (vgl. 2 Mose 20,5). Die Vergebung unserer Sünde nimmt uns nicht automatisch auch aus den Folgen heraus. Wenn das geschieht, ist es eine besondere Gnade Gottes.

Der Apostel redet hier im Zusammenhang mit dem Geist und formuliert dabei dieses Grundgesetz von Saat und Ernte, von Tun und Ergehen. Gerade für den Geiz, der augenfälligsten Wirkung des sündigen Egoismus, gilt deshalb: »Der Geiz ist eine Wurzel alles Übels« (1 Tim 6,10) und ist »Abgötterei« (Kol 3,5).

Gerhardt Maier -Edition C

Paulus beginnt mit einem allgemeinen Grundsatz über den sich die Leser nicht täuschen sollen, denn Gott hat den Geist gegeben, auf dem das Leben zu bauen ist, da der Geist Christus verherrlicht und nur wer den Geist hat ist auch Christ. Daher ist das Fleisch für Gott unbrauchbar und darauf darf man nicht setzen oder vertrauen. Im Bilde von Aussaat und Ernte veranschaulicht Paulus, dass der Mensch in seiner Verantwortlichkeit entweder auf sein sündiges Fleisch setzt, dann aber das Verderben davonträgt, oder sich auf Gottes Geist verlässt, dann das ewige Leben erhält, das er hat, der Christus als Heiland annimmt und damit diesen Geist erhält. Die Aussaatmöglichkeit ist in beiden Hinsichten möglich, entweder setzt der Mensch auf das Fleisch oder den Geist.

P. Streitenberger – Der Galaterbrief

dazu passt dann auch mein Post bei FB gestern nachmittag:

und dann fragen mich die Christen, warum ihre Gebete nicht erhört werden. Wer den Auftrag nicht ausführt, und falschen Zielen hinterher läuft….

Geschrieben von Thomas am 1. August 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

„kein Gutes vorenthalten denen …“

Denn Jehova, Gott, ist Sonne und Schild; Gnade und Herrlichkeit wird Jehova geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit (O. Vollkommenheit, Tadellosigkeit) wandeln.
Elberfelder 1871 – Psalm 84,12

Denn Jehova Gott ist Sonne und Schild.
Er schenkt Gunst und Herrlichkeit.
Jehova wird denen nichts Gutes vorenthalten,
die den Weg der Integrität gehen.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Psalm 84,11

Denn Jehova Gott ist Sonne und Schild;
Gunst und Herrlichkeit sind das, was er gibt.
Jehova selbst wird nichts Gutes denen vorenthalten, die in Untadeligkeit wandeln.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Ps 84,11

Denn Sonne ist und Schild Jehovah Gott; Gnade und Herrlichkeit gibt Jehovah. Er wird kein Gut vorenthalten denen, die wandeln in Rechtschaffenheit. Ps 34,11.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Ps 84,12

Sonn‘ und Schild ist Jehova Gott, Gnad‘ und Herrlichkeit schenkt Jehova, versagt kein Gut dem redlich Wandelnden.
de Wette Bibel – Ps 84,12

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Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild. Der Vergleich mit der Sonne hat den Sinn: Wie die Sonne mit ihrem Lichte die Welt belebt, erwärmt, erleuchtet, so werden die Gläubigen durch den Gnadenblick Gottes erquickt; ja sie können überhaupt nur soweit leben und atmen, als der Herr sein Angesicht über ihnen leuchten lässt. Unter dem Schild versteht der Psalmist unser Heil, das sonst unzähligen Gefahren ausgesetzt wäre, nun aber durch den göttlichen Schutz gehütet wird. Denn nicht genug, dass Gott nach seiner Gunst uns das Leben gibt; er tritt auch mit seiner Kraft den vielen Gefahren, die uns drohen, entgegen und beschützt uns. – Das Folgende: der Herr gibt Gnade und Ehre – könnte so gefasst werden: Die, welche Gott in dieser Welt mit seiner Gnade geziert hat, die wird er einst in seinem Reich mit himmlischer Ehre krönen. Doch dünkt mich diese Unterscheidung zu gesucht. Ich halte also die andere Auslegung für besser: Nachdem Gott mit seiner Gnade die Gläubigen umfangen hat, wird er sie zur höchsten Würde erheben und nicht ablassen, sie mit seinen Gaben reichlich zu versorgen. Das bestätigt auch das folgende Versglied: Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. Das heißt: Gottes Bereitwilligkeit zum Wohltun kann nie erschöpft werden und versiegen. Daraus ersehen wir zugleich, dass was sich etwa an Vorzügen bei uns findet, aus der reinen Gnade Gottes herfließt. Dabei wird den Verehrern Gottes noch der besondere Wink gegeben, dass ihr Leben auf Vollkommenheit angelegt sei.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Sie wissen, das Leben und der Dienst in der Fremde sind nicht ohne Gefahr. Die Zukunft birgt weiter Kämpfe und Prüfungen, Härten und Nöte in sich. Sie bleibt innerlich schwanger von Katastrophen und Gerichten, jeder Tag in ihr wird weiterhin mit einem Abend enden. Aber die Gerechten sind nicht ohne Hoffnung, sie wissen sich geborgen durch den Gott, der größer ist als alle Gefahren und Gerichte der Welt. Er bleibt ihnen auch in der Fremde die zinnengekrönte Burg, in die sie fliehen können, der Schild, der sie deckt vor den listigen Angriffen der Feinde. Nur diese Gewissheit konnte dem alttestamentlichen Frommen die Freude am Leben erhalten, das Leben auch in der Fremde lebenswert machen.
Mag der Inhalt und Aufbau des Psalmes anfänglich auch den Gedanken nahelegen, dass es dem frommen Pilger in seiner Sehnsucht doch letzthin nur sehr stark um den äußeren Kultus im Heiligtum zu Jerusalem gehe, so zeigt der Ausklang, dass es nicht der Kultus an sich ist, in dem der Glaube und die Sehnsucht ihre letzte Befriedigung fand. Die gottesdienstlichen Festfeiern zu Zion mit ihren kultischen Formen waren nur das zeitliche Strombett, in welchem dem Glauben die Wasser der Ewigkeit rauschten. Den Kultus musste die Pilgergemeinde in Jerusalem zurücklassen, der Gott der Offenbarung aber, den sie im Kultus neu geschaut und in seiner Gegenwart erlebt hatte, zog mit ihr hinaus in die Fremde. Von Ihm erwartete sie, dass Er ihr auch in der Ferne nicht das Gute, d. h. die Segnungen versagen wird, in denen ihr Heil zu jeder Zeit allein liegen kann.
Noch einmal wendet sich der Lobgesang in einer Anrede an Gott selbst und preist jeden selig, der Ihm vertraut.

Kroeker – Ausgewaehlte Psalmen

Der Schild ist für uns der Schild des Glaubens, des Vertrauens in das, was Gott ist. In der Tat, das ist Glaube. Er hat kein Vertrauen in den Menschen, in das, was wir sind. Ein solches Vertrauen wäre dem Schild Sauls vergleichbar, der zu einer endgültigen Niederlage führt, während der Glaube sein ganzes Vertrauen auf Gott setzt. Vermöchte Satan je Gott anzugreifen? Das einzige, was er zu tun vermag, ist dies, dass er in unsere Herzen Misstrauen gegen Ihn sät. So war es bei unseren ersten Eltern; ein einziger Gedanke des Misstrauens machte aus ihnen eine Beute des Feindes, der sich geschworen hatte, sie zu verderben. Die Pfeile, die der Böse gegen uns sendet, bezwecken, dass wir die Güte und die Macht Gottes bezweifeln. Was Adam im Paradies ins Verderben stürzte, diente auch zum Fall Israels in der Wüste. Das Volk zweifelte an Gott: Wie könnte uns Gott Wasser, Brot und Fleisch zu essen geben? Aber alle feurigen Pfeile des Bösen, die dazu bestimmt sind, in unseren Herzen Misstrauen und Zweifel bezüglich der Liebe und der Treue Gottes zu entfachen, prallen ab an der Zuversicht in Ihn, die der Glaube uns gibt. «Abraham zweifelte nicht an der Verheissung Gottes durch Unglauben, sondern wurde gestärkt im Glauben, Gott die Ehre gebend, und war der vollen Gewissheit, dass er, was er verheissen hatte, auch zu tun vermag» (Röm 4,20.21).
Durch das Wort Gottes wird der Glaube in unsere Herzen gepflanzt; und durch dasselbe Wort wird er auch darin unterhalten.
Beachte ferner, dass das Vertrauen in Gott in dem Mass wächst, wie das Selbstvertrauen abnimmt, und umgekehrt. Unser Vertrauen benötigt einen Gegenstand ausserhalb von uns selbst, eine göttliche Person, mächtig und vollkommen, auf die wir uns unbedingt stützen können. Und das ist es, was wir in Christus besitzen. Der Böse, der uns quälen und unter seine Gewalt bringen will, besitzt feurige Pfeile, die alles verbrennen, was sie berühren. Bei einer einzigen Person aber finden sie keinerlei Angriffsfläche und fallen zur Erde; vor dem Glauben an Christus prallen sie ab und verzehren sich selbst. Die Schlange, die herbeigerufen worden war, um Paulus zu töten, wurde durch eine einfache Bewegung der Hand des Apostels eine Beute des Feuers; seine Macht gegen sie bestand in seinem Glauben.
Möchten wir nie den Schild des Glaubens fallen lassen, das heisst, das unbedingte Vertrauen in das, was Gott ist!

Halte fest

Jehovah verspricht, für uns da zu sein – immer! Laßt uns das Leben derer betrachten, die als Männer des Glaubens bezeichnet werden – und wir werden feststellen, dass ihr Leben nie ohne Probleme war. ABER sie standen IMMER unter Jehovah Schutz! Und zwar nicht, weil sie sich unter „Gottes Volk“ befanden, sondern weil sie ein persönliches und gutes Verhältnis zum Schöpfer pflegten. Dazu gehörte auch, alle Schitte zu tun, die ER von ihnen erwartete.
Was erwartet ER heute von uns? Wie lautet der „große Auftrag“? Und müssen wir selbst für unseren Lebensunterhalt sorgen? Sollten wir uns politisch einmischen? Was sagt DEINE Bibel dazu? Wenn du dich also „tadellos“ an Gottes Wort hälst, dann wird Jehovah für den „Rest“ sorgen.


Geschrieben von Thomas am 31. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Ist ein Christ frei so zu handel wie er möchte?

Da wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so laßt uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes, indem wir die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.

Elberfelder Bibel 1905 – 2 Kor 7,1

So groß sind also die Zusagen, die Gott uns gemacht hat, liebe Freunde! Deshalb wollen wir uns von allem fern haltena, was uns in unseren Gedanken und in unserem Tun beschmutzt, und wollen in Ehrfurcht vor Gott ein durch und durch geheiligtes Leben führen.b

Neue Genfer Übersetzung – 2 Korinther 7,1

Ihr Lieben, weil Gott uns diese fetten Versprechen gegeben hat, wollen wir uns von ätzenden Sachen fernhalten, damit wir unsere Gedanken und unseren Körper nicht mit irgendeinem Mist total versiffen. Wir haben echt großen Respekt vor Gott und wollen deshalb so leben, wie er es von uns möchte.

VolxBibel – 2 Kor 7,1

Da wir also diese Verheißungen haben, Geliebte, so lasst uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und Geistes, indem wir die Heiligkeit in der Furcht Gottes vervollkommnen“ (2 Korinther 7:1). Jehova möchte nicht, dass wir unseren Körper und unseren Geist, sprich unsere innere Grundhaltung, irgendwie beschmutzen. Wir müssen daher alles meiden, was uns abhängig machen und uns physisch und psychisch nachweislich schädigen würde.

Bewahrt euch in Gottes Liebe

Genau deshalb sollten wir uns nicht von einer Gemeinschaft abhängig machen, die von uns die Loyalität verlangt, die NUR dem Schöpfer allein zu steht.
Weiter heißt es in dem eben zitierten Buch:

Die Bibel liefert uns eine starke Motivation, uns von „jeder Befleckung“ zu reinigen. Sie sagt in 2 Korinther 7:1 gleich zu Beginn: „Da wir also diese Verheißungen haben . . .“ Welche sind das? In den Versen davor verspricht Jehova: „Ich will euch aufnehmen. Und ich werde euch Vater sein“ (2 Korinther 6:17, 18). Stell dir das einmal vor: Jehova verspricht dir, seine schützende Hand über dich zu halten und dich zu lieben wie ein Vater seinen Sohn oder seine Tochter. Dieses Versprechen kann er aber nur wahr machen, wenn du Körper und Geist rein erhältst. Wäre es da nicht widersinnig, wenn du dir deine kostbare Freundschaft zu ihm wegen irgendwelcher abstoßender Angewohnheiten verscherzen würdest?

Bewahrt euch in Gottes Liebe

Eben – ER – Jehovah hat es versprochen – und hat dafür keine org eingesetzt sondern nach der Bibel seinen Sohn! Wenn du also Jesus von seiner Stelle rückst und dafür irgend etwas anderes, auch ein Komitee, setzt, dann verscherzt du dir diese Freundschaft mit dem Schöpfer.

Aber schauen wir uns an, was andere Kommentare zu den Versen sagen:

ἔχοντες Ptz. ἔχω, kaus. καθαρίσωμεν Aor. Konj. καθαρίζω95 reinigen; adhortativer Konj. (A254) wir wollen reinigen. μολυσμός Befleckung. σὰρξ καὶ πνεῦμα Fleisch und Geist, bez. hier den ganzen Menschen (vgl. B πνεῦμα 3a). ἐπι-τελοῦντες Ptz. -τελέω vollenden; ins Werk setzen, verwirklichen; mod. ἁγιωσύνη Heiligkeit, Heiligung; ἐπιτελέω ἁγιωσύνην die Heiligung verwirklichen od. die Heiligkeit vollenden.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament


Diese Verheißungen beziehen sich auf die Zusicherung Gottes, daß er mit denen, die ihm gehorchen, Gemeinschaft haben wird. Der Gehorsam erfordert jedoch Reinigung („so laßt uns uns reinigen“), womit hier Enthaltung (katharisOmen; vgl. Mt 8,3; 5Mo 19,13) von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes und Absonderung von allen, die die Wahrheit entstellen (vgl. 2Kor 2,17; 2Kor 4,2), gemeint ist. „Fleisch und Geist“ beziehen sich auf die ganze Person, den äußeren und den inneren Menschen (vgl. 2Kor 7,5). Nur in der Furcht Gottes (vgl. 2Kor 5,11) – die Gehorsam bewirkt – kann die Heiligung vollendet werden. Diese Heiligung ist eine sich steigernde, wachsende, fortschreitende Heiligung, eine zunehmende Gleichförmigkeit mit Christus ( 2Kor 3,18; keine sündlose Vollkommenheit).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Spannender Hinweis: Die FURCHT Gottes wird den Gehorsam bewirken! Deshalb ist es wichtig, dass wir unseren Blick auf Gott, anstatt auf uns gerichtet halten – dann wird die Heiligung vollendet!

Auch wir müssen uns selbst heiligen, damit wir das offenbarte Geheimnis von Christus und seiner Versammlung und dem himmlischen Erbteil erfassen können. «Lasst uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes, indem wir die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes» (2 Korinther 7,1). Denn «der natürliche Mensch nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist» (1 Korither 2,14). Und im Epheserbrief werden wir besonders ermahnt, die bösen Wege unserer alten Natur zu verlassen (Epheser 4 und 5). Die geistlichen Wahrheiten unserer himmlischen Berufung können nur geistlich erfasst werden. Lasst uns daher «uns selbst reinigen», indem wir uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes frei halten, damit wir in die Erkenntnis der Wahrheit Gottes eingeführt werden können.

Halte fest 1966

Geheiligt
Abgesondert für Gott, in ChristusDie Heiligung der Stellung nach, in den Augen Gottes
Wer durch den Glauben das Werk Christi erfasst hat, ist für Gott geheiligt, für Ihn abgesondert. «Alle Geliebten Gottes» sind «berufene Heilige», d.h. sie sind es durch den Ruf Gottes (Röm 1,7). Gott sieht sie als solche in Christus. Durch den Willen Gottes «sind wir geheiligt durch das ein für alle Mal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi … Denn mit einem Opfer hat er auf immerdar die vollkommen gemacht, die geheiligt werden» (Heb 10,10.14). Einerseits der Wille Gottes, anderseits das Opfer des Leibes Jesu Christi. Der Glaube allein kann das erfassen. Die, die «sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, empfangen die Vergebung der Sünden und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an Christus geheiligt sind» (Apg26,18).
Die praktische Heiligung
Der Gläubige muss nicht heilig werden; er ist es. Aber er ist berufen, es zu zeigen. Die Eimahnung von Epheser 5,3 stützt sich auf die Tatsache, sich zu verhalten, «wie es Heiligen geziemt». Diese praktische Heiligung ist fortschreitend. Sie geschieht durch das Wort Gottes, das wir täglich aufnehmen, lieben und in die Praxis umsetzen. Das ist das letzte Gebet des Herrn Jesus für die Seinen: «Heilige sie durch die Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit» (Joh 17,17). Epheser 5,26 legt klar fest, dass Christus die Versammlung heiligt, «sie reinigend durch die Waschung mit Wasser durch das Wort». Das ist das Werk Gottes in uns, während das Heil in seinen verschiedenen Aspekten das Werk Gottes für uns ist.
Weil wir in dieser praktischen Heiligung oft versagen, züchtigt uns der Vater «zum Nutzen, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden». Eine solche Züchtigung «scheint für die Gegenwart nicht ein Gegenstand der Freude, sondern der Traurigkeit zu sein; danach aber gibt sie die friedsame Frucht der Gerechtigkeit (nicht allen, aber) denen, die durch sie geübt worden sind» (Heb 12,10.11).
Es gibt auch eine persönliche Zucht: «Lasst uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes, indem wir die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes» (2 Korinther 7,1). Unsere Umgebung beeinflusst unweigerlich sowohl das Fleisch als auch den Geist. Und in Römer 13,14 wird hinzugefügt: «zieht den Herrn Jesus Christus an, und treibt nicht Vorsorge für das Fleisch zur Befriedigung seiner Begierden.»
1 Korinther 9,24-27 ermahnt uns, so zu laufen, dass wir den Preis erlangen. Das erfordert, auch für den Kampf, «enthaltsam in allem» zu leben.
«Jagt … der Heiligkeit nach», lesen wir in Hebräer 12,14, und dieser Eimahnung kann man wohl jene von Barnabas in Antiochien hinzufügen: «… mit Herzensentschluss bei dem Herrn zu verharren» (Apg 11,23).

Halte fest 1993

Zu der leiblichen Verunreinigung, welche in erster Linie mit Götzendienst in Verbindung stand, kam auch die Befleckung des Geistes. Die Ernsthaftigkeit des Götzendienstes lag darin, daß er das Denken und das Gemüt verunreinigte und sogar bis in die Höhe des menschlichen Geistes vordrang. Das heißt, daß, selbst wenn jemand das sittlich Böse scheute, er doch nicht verhindern konnte, daß seine Beurteilungsfähigkeit durch die Berührung mit dem Götzendienst beeinflußt wurde. In den vorangegangenen Versen handelte es sich hauptsächlich um Absonderung von Ungläubigen, hier hingegen wird der Gedanke ausgeweitet auf alle Arten der Unreinheit. Der Vers handelt von positiven und negativen Seiten der Heiligung. Es ist unsere Pflicht, uns zu reinigen und mit allem zu brechen, was in der Lage ist, uns äußerlich wie innerlich zu verunreinigen. Reinigung ist nicht genug.
Es muß eine Entwicklung, ein Wachstum im Leben der Heiligung stattfinden, damit gar kein Raum mehr im Leben für verunreinigende Dinge vorhanden ist.
In einer gewissen Beziehung werden alle Gläubigen bei ihrer Bekehrung
geheiligt, hier handelt es sich aber um praktische Heiligung, von der erwartet wird, daß sie in Richtung Vollkommenheit zunimmt, indem der Gläubige den Weg der Heiligung geht. Diejenigen, die Gott fürchten, fürchten auch die Sünde und schrecken vor allem zurück, was in der Lage wäre, die Gemeinschaft mit Ihm zu stören. Da der heilige Gott in der Mitte Seines Volkes wohnt, kann Seine Gegenwart nicht nur ein Segen sein, sondern auch Gericht bringen. Die Korinther hatten in dieser Beziehung schon etwas Erfahrung, als einige unwürdig am Mahl des HERRN teilnahmen und sterben mußten.
  Bevor wir den wichtigsten Abschnitt über „Absonderung“ im NT verlassen, ist es vielleicht gut, noch einmal so genau wie möglich zu untersuchen, welches Umfeld und welche Bedingungen bei der praktischen Anwendung zu berücksichtigen sind. Es ist eine unbestreitbare Tatsache, daß wir,
solange wir in dieser Welt leben, auch einen Beruf ausüben müssen.
Daher enthält dieser Abschnitt keinen Hinweis darauf, daß wir uns in
eine mönchsartige Abgeschiedenheit zurückziehen oder uns zu Eremiten
in einem abgelegenen Winkel dieser Welt machen sollten. Auch lehrt er nicht, daß diejenigen, die verheiratet sind und dann gläubig werden, ihre
Ehegatten verlassen sollten, denn das stände im Widerspruch zu den
Aussagen in 1Kor 7,10-14 ,wo die Verheirateten ermahnt werden, wenn
möglich bei ihren ungläubigen Ehegatten zu bleiben. Er lehrt auch
nicht, daß gläubige Kinder ihre ungläubigen Eltern verlassen sollten, um alleine oder bei anderen Gläubigen zu wohnen. Als er seine Anweisungen in Bezug auf Ehebrecher gab, erklärte Paulus den Korinthern, daß man solchen Menschen nur aus dem Weg gehen könne, wenn man diese Welt verließe (1Kor 5,9). Also gibt es bestimmte Gelegenheiten, in denen wir auch mit den vielleicht gottlosesten Menschen Kontakt haben müssen, selbst dann, wenn es in unseren Herzen Schmerzen verursacht.
 Wie kann denn dem Befehl „Seid nicht in einem ungleichen Joch mit Ungläubigen“ gefolgt werden? Die Antwort lautet, daß es Bereiche gibt, in denen wir zwar die Freiheit haben zu wählen, mit wem wir in einem Joch zusammen sein wollen, wo uns aber gesagt wird, daß wir uns absondern sollten. Zum Beispiel sollte der Gläubige im ehelichen, sozialen, religiösen, kommerziellen und politischen Bereich vermeiden, mit Ungläubigen in einem Joch zu sein. Es wurde schon viel über das Elend geschrieben, welches durch ein ungleiches Joch in einer Ehe entsteht. Jene, die dem entsprechenden göttlichen Befehl nicht gehorcht haben, haben einen hohen Preis für ihr Handeln bezahlt, denn wie wir bereits angedeutet haben, können sie das einmal Geschehene nicht mehr rückgängig machen, selbst dann nicht, wenn sie nachträglich die Größe ihres Fehlers eingesehen haben.
Im sozialen Leben dieser Welt ist alles darauf ausgerichtet, die
Bedürfnisse der verdorbenen Natur des Menschen zu befriedigen, und selbst wenn der Zeitvertreib mit ein wenig Religion versüßt wird, ist er
unvereinbar mit der neuen Natur des Gläubigen. Was den religiösen
Bereich angeht, sei es nun der verderbliche Götzendienst in Korinth oder
die Rituale des Judaismus, wie er sich in Jerusalem oder anderen Zentren zeigt, oder das Christentum mit einer Mischung von Christlichkeit, Götzendienst und Judaismus, sie alle befinden sich in den Händen von Ungläubigen.
Ein Kind Gottes, welches sich mit einem dieser Dinge in ein Joch spannen
läßt, ignoriert diese hier aufgeführten Belehrungen. Selbst die
Gläubigen, die in den verschiedenen religiösen Systemen geblieben
sind, müssen ihre Hilflosigkeit, sie zu reformieren, bekennen, und nicht
wenige von ihnen bereuten am Ende ihres Leben, so viel Zeit bei diesem
unmöglichen Unterfangen vergeudet zu haben. Die Worte, die einst über
Babylon gesprochen wurden, lassen sich symbolisch auch auf die verschiedenen Systeme des Christentums anwenden: „Wir haben Babel heilen wollen, aber es ist nicht genesen.“ (Jer 51,9).
 In der Absicht, reich zu werden, sind einige Gläubige der Versuchung erlegen, mit Ungläubigen geschäftliche Partnerschaften einzugehen. Selbst wenn das Unternehmen trotz des Ungehorsams gedeiht, werden unausweichlich Situationen kommen, in denen sich der Gläubige wegen der Skrupellosigkeit seines ungläubigen Partners schämt.
 In demokratisch regierten Ländern könnte ein Gläubiger versucht
sein sich in die Politik zu wagen. Dies zu tun bedeutet, mit Ungläubigen
in einem Joch zu sein, denn ohne Zweifel wird die politische Welt von
Ungläubigen kontrolliert. Es ist zwar die Aufgabe der Gläubigen, der
Obrigkeit zu gehorchen und für sie zu beten, sich aber mit ihr durch
Wahlen oder Proteste zu verbinden, wäre ein Widerspruch zu ihrem Wesen als Fremde in dieser Welt und stände auch im Gegensatz zu ihrem
Bürgerrecht im Himmel. Lot saß in den Toren der Stadt, war aber
weder in der Lage, den Zustand der Bevölkerung zu ändern, noch konnte
er für sie bitten, wie es sein Onkel Abraham tat, der getrennt von Sodom
lebte. Die Welt mag den Christen vielleicht für ihre eigenen Ziele
gebrauchen, am Ende wird sie aber nur ihresgleichen lieben und den Christen, der ihr nicht mehr nützlich ist, fallenlassen.
 Es kostet etwas, in Absonderung von den Ungläubigen zu leben, es kostet aber noch mehr, mit ihnen in einem Joch zusammen zu sein. Denn dies bringt durch den Verlust der Gemeinschaft mit Gott nicht nur Leid und Enttäuschung in diesem Leben, sondern was noch viel ernster ist, den Verlust der vollen Belohnung am Richterstuhl des Christus.

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Geschrieben von Thomas am 30. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

weil ER groß ist, preisen wir?

Ein Lied, ein Psalm. Von den Söhnen Korahs. Groß ist Jehova und sehr zu loben in der Stadt unseres Gottes auf seinem heiligen Berge.

Elberfelder Bibel 1905 – Psalm 48,1

«Groß ist der Ewige und hochgepriesen / in unsres Gottes Stadt, auf seinem heilgen Berg.

Neftali-Herz-Tur-Sinai, Psalm 48,2

Groß ist Jehova und sehr preiswürdig in unsres Gottes Stadt, auf seinem heiligen Berge.
de Wette Bibel – Psalm 48,2

Bild von de.logos.com

Während Hesekiel das tausendjährige Jerusalem nur kurz beschreibt, finden sich andere Merkmale des tausendjährigen Jerusalem in anderen Teilen der Schrift. Zum Beispiel freute sich insbesondere das Buch der Psalmen, das tausendjährige Jerusalem zu beschreiben und zu charakterisieren. Eine solche Passage ist Psalm 48. Die Verse 1–3 beschreiben die Residenz des Gottes Israels, denn Er wird die Stadt errichten. Weil Gott in Jerusalem wohnen und von Jerusalem aus urteilen wird, soll sich die Stadt in Vers 11 freuen. Schließlich werden die Einwohner in den Versen 12–13 ermutigt, die Schönheit zu studieren, die die Stadt an diesem zukünftigen Tag charakterisieren wird. Weil es Gott ist, der Jerusalem gemäß Psalm 87: 1–7 errichten wird, wird Jerusalem als „Stadt Gottes“ bekannt sein. Der Frieden, der das tausendjährige Jerusalem als Ergebnis der Wiederherstellung des Davidsthrons charakterisieren wird, ist in Psalm 122: 1–9 beschrieben. Der Aufbau Jerusalems zur Zeit der Wiedererlangung Israels ist der Punkt in Psalm 147: 2–3. Weil es Gott ist, der Jerusalem wieder aufbaut, wird es in den Versen 12–14 sowohl durch Stärke als auch durch Frieden gekennzeichnet sein. Aus dieser Stadt wird das Königreichsgesetz hervorgehen. Die Verse 19–20 beschreiben auch die Emanation des Königreichsrechts.

Eine Reihe von Propheten Israels enthüllte auch andere Merkmale und Eigenschaften des tausendjährigen Jerusalem. Unter den großen Propheten beschrieb Jesaja das tausendjährige Jerusalem in Jesaja 1: 26–27 als von Heiligkeit, Gerechtigkeit und Gerechtigkeit geprägt. Später in Kapitel 4: 3–6 erklärt der Prophet, dass Heiligkeit die Errichtung Jerusalems charakterisieren wird, denn alle ihre früheren Sünden werden durch Gottes Gerechtigkeit gereinigt und das Feuer verfeinert. Daher wird die sichtbare Form der Shechinah-Herrlichkeit über dem gesamten Berg Zion sein. In Kapitel 14, 32 wird Jerusalem als Ort der Sicherheit für die Betroffenen dienen. Später, in Kapitel 33: 20-24, werden Stille und Sicherheit Jerusalem an diesem Tag charakterisieren, denn Jehova wird in der Person des Messias in dieser Stadt wohnen. Es wird eine Stadt mit vielen Bächen und Gewässern sein, aber ohne Kriegsschiffe, die jemals in ihnen segeln. Der Messias inmitten der Stadt wird als Richter, Gesetzgeber, König und Retter dienen. Daher werden Israels Sünden völlig vergeben.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

V. 2. Groß ist der Herr usw. Noch eher der Prophet von dem besonderen Erweis göttlicher Gnade redet, weist er im Allgemeinen darauf hin, wie glücklich Jerusalem sei, weil Gott die Stadt seines besonderen Schutzes gewürdigt habe. So hebt sich Gottes Gemeinde von der ganzen übrigen Welt ab. Ist’ s doch eine unschätzbare Freundlichkeit, dass Gott aus dem gesamten Menschengeschlecht eine kleine Schar auswählt und mit väterlicher Huld umgibt. In der Weltregierung leuchtet Gottes Weisheit, Güte und Gerechtigkeit hervor. Überall ertönt sein Lob, und nirgends fehlt der Anlass dazu. Aber doch rühmt hier der Dichter gerade die Herrlichkeit Gottes, wie sie sich in der Bewahrung seiner Gemeinde offenbart. Groß und hochberühmt sei er in der heiligen Stadt – nicht auch in der ganzen Welt? Sicherlich gibt es keinen Winkel, der so verborgen wäre, dass nicht auch dahin seine Weisheit, Gerechtigkeit, Güte und alle seine übrigen Kräfte drängen. Aber weil es sein Wille ist, dieselben insonderheit in seiner Gemeinde sichtbar werden zu lassen, so hält er uns mit gutem Grunde eben diesen Spiegel vor Augen, in welchem er sich als den Lebendigen zur Darstellung bringt. Der Hinweis auf den heiligen Berg will kurz daran erinnern, wodurch Jerusalem zur Gottesstadt geworden ist: denn auf göttlichen Befehl war dort die Bundeslade aufgestellt worden. Dies war ein Zeichen besonderer Gnade, und Israels Vorzug ruhte nicht auf eignem Verdienst.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

In der Stadt unseres Gottes, seinem heiligen Berg. Dies ist ein Hinweis auf den Berg Tziyon (Zion; Yerushalayim, die Stadt des großen Königs) mit seinen Bildern des heiligen Throns Gottes (vgl. 47: 9). „Heiliger Berg“ bezieht sich ausschließlich auf den Tempelberg. Als messianische Erwartung wird nicht nur der Name Gottes in Yerushalayim vergrößert, sondern in den letzten Tagen wird die Stadt vergrößert, um die Größe Gottes zu demonstrieren, der sie bewohnt (vgl. Offb. 21: 15–17).

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Aber nun zu der Frage vom Thema – weil ER groß ist, preisen wir WEN? Was ist das Zentrum deiner Anbetung? Wenn man ganz ernst über diese Frage nachdenkt, merkt man schnell, dass viele Gemeinden nicht den Schöpfergott im Mittelpunkt haben – nein, noch wird ER gepriesen:
da gibt es die, die sich um die eigene Gesundheit drehen, und deshalb Heilungsgottesdienst heißen,
oder die, wo du spenden sollst, damit du reich oder reicher wirst,
oder die, die ihre eigenen Führer preisen und loben.

Dabei gibt es so viel, für das wir Dankbar sein können und deshalb Jehovah preisen könnten!

Geschrieben von Thomas am 30. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

»Mein Gott wird mir mit seiner Barmherzigkeit an jeder Ecke entgegenkommen. «

Mein Gott wird mir mit seiner Güte zuvorkommen; (Nach and. Lesart: Der Gott meiner Güte wird mir zuvorkommen) Gott wird mich meine Lust sehen lassen an meinen Feinden.

Elberfelder 1871 – Ps 59,11

Gott kommt mir nach Seiner Barmherzigkeit entgegen, und Gott läßt mich sehen auf meinen Gegner. Ps 59,6; 54,9; 37,34; 91,8.

Tafelbibel – Psalm 59,11

Bild von de.logos.com

Aber der Psalmist vertraute darauf, daß seine Feinde sich nicht durchsetzen konnten. Er wußte, daß Gott über die Heiden lacht (vgl. Ps 2,1.4 ). Deshalb wollte er nach Gott und nach seiner Stärke (vgl. Ps 59,18 und den Kommentar zu Ps 18,2 ) und Feste ( miRgoB ; vgl. Ps 59,17-18 und den Kommentar zu Ps 46,8 ) Ausschau halten. David glaubte, daß Gott ihn retten und ihm den Sturz der Gottlosen zeigen werde, die ihn verleumdet hatten.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

V. 11. Gott, der mir gnädig ist, begegnet mir zur rechten Zeit. Auch hier ist Lesart und Übersetzung zweifelhaft. Andere übersetzen: „Gott, seine Gnade kommt mir zuvor“, was etwa hieße: er kommt mir in seiner Gnade zuvor. Dabei erinnert Augustin, dass der Mensch ohne Gottes zuvorkommende freie Gnade nichts vermag. So richtig dies ist, so wenig steht es doch hier. David tröstet sich vielmehr, dass Gott ihn mit seiner Hilfe zu rechten Zeit retten werde: mag er zu zögern und seine Hilfe zu verschieben scheinen, so wird er im entscheidenden Augenblick doch zur Stelle sein. In der Tat: wären wir nicht gar zu erpicht auf die Erfüllung unserer voreiligen Wünsche, so würden wir mit Augen sehen, wie er eilt, uns zu erretten. Aber weil wir zu schnell laufen, meinen wir, er ginge zu langsam. Dass aber David sich daran erinnert, dass Gott ihm gnädig ist, soll zur Stärkung seines Glaubens dienen: die bereits erfahrenen Beweise der Barmherzigkeit verbürgen ihm, dass er auch für die Zukunft eine gewisse Hoffnung hegen darf.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Vertrauen auf den großen Schöpfer, und nicht eigenes Handeln führt uns IHM viel näher. Aber dieses Vertrauen bedeutet auch, dass wir uns an seine Maßstäbe halten und für IHN eintreten: IHN verkünden, IHN loben und preisen. Und dies nicht nur 1 oder 2 Tage in der Woche, in den Stunden wo wir uns mit anderen Christen versammeln. Sondern jeden Tag zu 100% – das muss durch unser Leben sichtbar sein – wie wir uns benehmen, wie wir unsere Arbeit verrichten, wie wir reden… Ja, es geht nicht um uns, es geht um IHN!


Geschrieben von Thomas am 28. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

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