schäme dich nicht

Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht beschämt werden, und schäme dich nicht, denn du wirst nicht zu Schanden werden; sondern du wirst der Schmach deiner Jugend vergessen und der Schande deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken. Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann, -Jehova der Heerscharen ist sein Name-und der Heilige Israels ist dein Erlöser: er wird der Gott der ganzen Erde genannt werden.
Paderborner Bibel – Jes 54,4–5

Hab keine Angst, du wirst nicht beschämt dastehen. Und fühl dich dich nicht gedemütigt, du wirst nicht bezahlt werden. Denn die Schande deiner Jugendzeit wird du vergessen und an die Unehre deine Witwenschaft wurde du nicht mehr denken. Denn dein großer Erschaffer ist für dich wie ein Ehemann, Jehova, der Herr der Heere, ist sein Name, und der Heilige Israels ist dein Rückkäufer. Man wird ihn den Gott der ganzen Erde nennen.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Jesaja 54,4-5

Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht beschämt. Und sei nicht verschämt, denn du wirst nicht erröten, denn deiner Jugendzeit Schande wirst du vergessen, und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken. Jer 51,5; Klg 5,3.
Denn dein Gemahl ist es, Der dich gemacht, Jehovah der Heerscharen ist Sein Name; und dein Erlöser, der Heilige Israels, der Gott der ganzen Erde wird Er genannt. Jes 41,14; 62,5; Ps 149,2; Jer 31,35; 51,5; Offb 21,2.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Jes 54,4–5#

zu Offenbarung 19,6 findet man in der jüdischen Studienbibel folgenden Kommentar:

Halleluja! ADONAI, der Gott der Himmelsarmeen, hat seine Herrschaft begonnen! „Lob Yah!“ oder „Preiset den Herrn!“ Er „ist König geworden“. Gottes universelle Herrschaft ist ein Hauptthema des Tanakh (Ps. 103: 19; 145: 13; Jes. 2: 2–4; 9: 5–6; 11: 6–9; Mic. 4: 1–4; Zech 14: 9). Das NT präsentiert ebenfalls das „Königreich“ oder die „Herrschaft“ Gottes (siehe Matthäus 3: 2 zum „Königreich des Himmels“) als eine gegenwärtige Realität, die in dem Moment gewährt wird, in dem man auf Jeschua, den Messias, vertraut (Mt 5: 3, 10; 11:11; 12:28; 25:34; 26:29; Lukas 17:21; Röm. 14:17; 1. Kor. 4:20; Kol. 1:13). Das Königreich hat auch eine zukünftige Verheißung, die noch vollständig manifestiert werden muss (Mt 6,10; 7,21; Lukas 22,30; 23,42; 1 Kor 6,9-10; Gal 5,21; 2 Pet 1:11).

Nach Hesekiel wird Gott in Zukunft einen ewigen Bund mit Israel schließen. Dieser ewige Bund ist der gleiche wie der Neue Bund in Jeremia 31: 31–34. Dieser neue und ewige Bund ist auch ein neuer Ehevertrag, auf dem die Wiederverheiratung beruhen wird. Die Wiederherstellung Israels als Frau Jehovas wird auch in Jesaja 54: 1–8 beschrieben: …
Jesaja erklärte zunächst, dass die wiederhergestellte Frau nun legitime Kinder gebären werde (Verse 1–3). Israel hatte viel mehr Kinder in Trostlosigkeit hervorgebracht, als sie hervorgebracht hatte, als sie zuvor mit Jehova verheiratet war (Vers 1). Tatsächlich brachte Israel viele uneheliche Kinder und nur sehr wenige legitime Kinder hervor, und diejenigen, die legitim waren, wurden oft den fremden Göttern geopfert. Aber jetzt soll sich das alles ändern. Jesaja fordert Israel auf, sein Haus zu vergrößern (Verse 2-3), um die vielen legitimen Kinder aufzunehmen, die bald kommen werden. Der Grund für diese neue Aktivität und die kommenden legitimen Kinder ist die Wiedervereinigung der Ehe (Verse 4–8). Israels frühere Ehebrüche werden alle vergessen sein (Vers 4), und Jehova wird wieder ihr Ehemann sein (Vers 5). Gott wird seine Frau wieder umwerben, wie er sie umworben hat, als sie noch ein Jugendlicher war (Vers 6), und alle früheren Verlassenheiten werden jetzt durch erneuten Segen ersetzt (Vers 7–8).

Fruchtenbaum – Die Schritte des Messias: eine Untersuchung der Abfolge prophetischer Ereignisse

Israels Sammlung ( Jes 54,4-8 )

Der Herr wird Israel sammeln, wie ein Mann seine Frau zu sich nach Hause holt. Das Volk soll sich daher nicht vor der Schande fürchten (vgl. Jes 41,10.14; 43,5; 44,2.8 ), denn es wird nicht mehr länger verlassen und hilflos sein wie eine Witwe. Gott wird sie, seine Frau , wie ein Ehemann (vgl. Jer 3,14; 31,32; Hos 2,18 ) wieder nach Israel zurückholen . Er ist der HERR Zebaoth, der Heilige Israels, ihr Erlöser (vgl. Jes 54,8 ; siehe auch die Anmerkungen zu Jes 41,14 ). In seiner Einzigartigkeit ist er der Gott der ganzen Erde , d. h. ihr Schöpfer und Erhalter. Der Herr hat sein Volk für eine kurze Zeit ( einen kleinen Augenblick ) verlassen . Jesaja hat, obwohl es hier nicht mehr ausdrücklich gesagt wird, den Grund für dieses Verlassen schon mehrfach genannt: wegen der Sünde des Volkes (vgl. Jes 50,1 ) und weil Gott zu seinem Wort steht. Aber aufgrund seiner Barmherzigkeit ( Jes 54,7 ) und Gnade ( HeseD , „treue Liebe“; V. 8.10 ) wird er das Volk wieder zu sich ziehen. Der kurze Augenblick, während dem Gott sein Angesicht verborgen hat (d. h. Israel verlassen hat, weil er über ihre Sünde Zorn empfand), bildet einen starken Gegensatz zu der ewigen Dauer seiner Bundestreue.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Aber auch wir können einen Nutzen aus diesen Versen ziehen – denn Jehovah ist ein treuer Gott, der zu seinen Verheißungen steht. Egal was ich als Mensch angestellt habe, so kann ich mein Verhältnis zu IHM doch immer und immer wieder neu aufbauen. Im Gegensatz zu Freundschaften unter Menschen, wo oft nach einem Streit oder Fehltritt das „Tischtuch zerschnitten ist“, ist Jehovah ein Bundestreuer Gott, der Vergebung durch das Opfer Jesu Christi anwenden kann. Wir müssen nur zu IHM zurück und SEINE persönliche Freundschaft suchen. Diese finden wir aber nicht in einer org oder Kirche, sondern im persönlichen Bibellesen und persönlichen Gebet.

geistiges Niveau

… Warum ist das geistliche Niveau in unseren Zusammenkünften häufig so niedrig? Warum ist so viel Schwachheit, Dürre und Zerstreutheit vorhanden? Warum sind die Lieder und die Gebete so weit vom Thema entfernt? Warum ist so wenig von dem vorhanden, was den Namen „Gottesdienst“ wirklich verdient? Warum bringen wir so wenig von dem dar, was das Herz Gottes erquickt, was Er wirklich nennen kann: „Meine Speise zu meinen Feueropfern, mir zum lieblichen Geruch“? (4 Mose 28,2). Wir sind mit uns selbst beschäftigt und mit dem, was uns umgibt, mit dem, was wir bedürfen, mit unserer Schwachheit, unseren Prüfungen und Schwierigkeiten, und so lassen wir Gott ohne die Speise seines Opfers. Wir rauben ihm in Wirklichkeit das, was ihm gebührt und was sein liebendes Herz wünscht.
Sollen wir denn unsere Prüfungen, Schwierigkeiten und Schwachheiten ganz unbeachtet lassen? Gewiss nicht! Aber wir können sie ihm übergeben. Er fordert uns auf, alle unsere Sorgen auf ihn zu werfen, indem Er uns zugleich die beruhigende Zusicherung gibt, dass Er für uns sorgen will. Er lädt uns ein, unsere Last in der Zuversicht, dass Er uns unterstützen wird, auf ihn zu werfen. Er denkt immer an uns. Ist das nicht genug? Sollten wir nicht, wenn wir uns in seiner Gegenwart versammeln, so weit von uns absehen können, dass wir ihm etwas anderes als unsere eigenen Angelegenheiten darzubringen vermögen? Er hat für uns Vorsorge getroffen. Er hat für uns alles gut gemacht. Allen unseren Sünden und unseren Sorgen ist in göttlicher Weise begegnet. Wir sollen nicht denken, dass diese Dinge die Speise des Opfers Gottes seien. Er hat sie zu Gegenständen seiner Sorge gemacht, aber sie können nicht seine Speise genannt werden.

Charles Henry Mackintosh – Betrachtungen über das vierte Buch Mose

dazu kommt in der letzten Zeit, dass man die Fehler bei den anderen wirklich sucht. Also anstatt den Blick auf Jehovah – blickt man auf die Kirche oder org. Anstatt sein Wort zu lesen, denken wir über die kleinen Sünden unseres Nachbarn – anstatt unsere eigenen Fehler aus seinen Augen zu betrachten.

„kann nicht schlafen“

Meine Stimme ist zu Gott, und ich will schreien; meine Stimme ist zu Gott, und er wird mir Gehör schenken. Am Tage meiner Drangsal suchte ich den Herrn; meine Hand war des Nachts ausgestreckt und ließ nicht ab; (O. erschlaffe nicht) meine Seele weigerte sich getröstet zu werden. Ich gedachte Gottes, und ich stöhnte; ich sann nach, und mein Geist ermattete. (Sela )
Du hieltest fest (d. h. offen) die Lider meiner Augen; ich war voll Unruhe und redete nicht. Ich durchdachte die Tage vor alters, die Jahre der Urzeit.
Elberfelder 1871 – Ps 77,2–6

Mit meiner Stimme will ich sogar zu Gott selbst schreien, Mit meiner Stimme zu Gott, und er wird mir gewiß Gehör schenken. Am Tag meiner Bedrängnis habe ich Jehova gesucht. Nachts ist meine Hand selbst ausgestreckt gewesen und ist nicht erschlafft; Meine Seele hat sich geweigert, getröstet zu werden. Ich will Gottes gedenken und unruhvoll sein; Ich will Besorgnis bekunden, daß mein Geist schwach wird. Sela. Du hast meine Augenlider festgehalten; Ich bin in Unruhe geraten, und ich kann nicht reden. Ich habe nachgedacht über die Tage der Vorzeit, Über die Jahre in der unabsehbaren Vergangenheit. Ich will meines Saitenspiels gedenken in der Nacht; Mit meinem Herzen will ich Besorgnis bekunden, Und mein Geist wird gründlich nachforschen.
Neue Welt-Übersetzung Bi 12 – Psalm 77,1-6

 So denke ich nach über vergangene Zeiten,
über Jahre, die schon ewig lange zurückliegen.
Neue Genfer Übersetzung – Ps 77,6

Kennst du das, abends im Bett zu liegen und nicht einschlafen zu können, weil die Sorgen des Tages durch den Kopf fliegen?
Asaph erlebte genau dass, was uns den Schlaf raubt, und sein Geheimrezept findest du in dem Psalm 77.
Er nutzte die Zeit, indem er über Jehovah nachdachte – also die eigenen Gedanken in eine andere Richtung schubste. Vielleicht auch ein Problemlöser für uns? Dann die Frage: Was habe ich denn schon in meinem Leben mit Jehovah erlebt? Und was haben die Glaubensmänner in der Bibel mit Jehovah erlebt? Was habe ich heute im täglichen Bibellesen von IHM gelernt? Was würde Jesus mir heute raten, wie ich mit den zeitlichen Sorgen umgehen sollte?

“Wenn Jehova mit uns ist, warum hat uns denn das alles uns getroffen?” (Richt. 6,13). Diese Frage wurde von dem alttestamentlichen Helden Gideon vor über 3000 Jahren an den Engel Jehovas gestellt. Auch der Psalmist fragte sich manchmal, ob Gott aufgehört hat, sich um Sein Volk zu kümmern (Ps 77,1-10). Die Propheten klagten ganz offen vor Gott, weil sie die Wege des Herrn nicht verstanden, wenn die Seinen in Schwierigkeiten waren.
Die Leiden des Herrn Jesus Christus, des frömmsten und gottesfürchtigsten Menschen, der je auf dieser Erde wandelte, ist für Millionen von Menschen ein unverständliches Geheimnis. Warum musste diese vollkommene Person den Kreuzestod und all die damit verbundenen Qualen erleiden? Warum musste Er auf Seinem Weg des Gehorsams gegenüber Seinem Vater (Heb 5,8) Armut, Hunger, Verrat, Spott, Trauer und Schmerz erdulden? Warum sollte solch ein Weg ein Beispiel für alle Seine Nachfolger sein (1Petr 2,21; 4,1)?
In der Urgemeinde starb Stephanus als Märtyrer (Apg 7,54-60). Auch Jakobus wurde umgebracht (Apg 12,2). Andere kamen ins Gefängnis. Schwierigkeiten und Prüfungen waren das gemeinsame Los aller Glaubenden (1Petr 5,9). Der Herr Jesus sagte ihnen voraus: “In der Welt habt ihr Drangsal” (Joh 16,33). Paulus erinnerte die Glaubenden: “Wir sagten euch vorher, dass wir Drangsale haben würden, wie es auch geschehen ist” (1Thess 3,4). Petrus tröstete das Volk des Herrn: “Geliebte, lasst euch durch das Feuer der Verfolgung unter euch, dass euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes” (1Petr 4,12).

Jean Gibson – Training im Christentum

Hier haben wir die echte Schilderung eines guten Menschen, den die Niedergeschlagenheit im Griff hat. Heilige, deren Geist niedergedrückt ist, können sich hier in einem Spiegel sehen. Der Kummer und die Ängste scheinen vorbei gewesen zu sein, als er diesen Psalm schreibt, denn er sagt (Vers 1; KJV): „Ich schrie zu Gott … und er hörte auf mich.“ Er kam zwar erst später zu dieser Gewissheit, doch er spricht davon am Anfang seiner Schilderung und zeigt damit, dass seine Not nicht in der Verzweiflung endete. Beachte:Seine traurigen Gebete: „Ich rufe zu Gott und will schreien; zu Gott rufe ich“ (Vers 2). So drückte er seinen Kummer aus und fand etwas Erleichterung. Das war wirklich der richtige Weg, um Hilfe zu bekommen (Vers 3): „Zur Zeit meiner Not suche ich den Herrn.“ Wer einen bekümmerten Geist hat, darf nicht meinen, seine Not durch Trinken oder Lachen zu beseitigen, sondern muss sie durch Gebet beseitigen.

Seinen schweren Kummer: „Mein Schmerz“, oder seine Wunde, „floss in der Nacht“ und blutete innerlich (Vers 2; KJV). Dies hörte selbst in der Zeit nicht auf, in der man ruhen und schlafen soll. „Meine Seele will sich nicht trösten lassen“ (Vers 3). Er war nicht in der Stimmung, auf die zu hören, die ihn ermutigen wollen. Wenn jemand, der in tiefem Kummer ist, sich überhaupt nicht trösten lassen will, schadet er nicht nur sich selbst, sondern verhält sich auch respektlos gegenüber Gott.

Seine bekümmerten Gedanken. Wenn er an Gott dachte, konzentrierten sich seine Gedanken nur auf Gottes Gerechtigkeit, seinen Zorn und seine Furcht gebietende Majestät, deshalb wurde Gott selbst für ihn zu einem Schrecken. Er konnte den Schlaf nicht genießen, der uns Ruhe vor unseren Nöten und Sorgen gibt, wenn er friedlich und erfrischend ist. „ ‚Du hältst meine Augenlider offen‘ durch deinen Schrecken, sodass ich mich hin und her werfe, bis der Tag dämmert“ (Hiob 7,4). Wegen der Unruhe in seinen Gedanken konnte er nicht sprechen; er war so durcheinander, dass er nicht sprechen und sich nicht sammeln konnte. Kummer erfasst einen Geist am stärksten, wenn er sich anstaut und unterdrückt wird.

Seine kummervollen Überlegungen (Vers 6–7): „ ‚Ich gedenke an die alte Zeit‘ und vergleiche sie mit der Gegenwart. Unser früheres Wohlergehen lässt unser jetziges Unglück schlimmer erscheinen, denn wir können die Wunder nicht sehen, von denen uns unsere Vorfahren berichteten.“ Doch „sprich nicht: ‚Wie kommt es, dass die früheren Tage besser waren als diese?‘ “ (Pred 7,10), denn man weiß nicht, ob sie besser waren oder nicht. Außerdem sollten wir nicht zulassen, dass unsere Erinnerung an die Wohltaten, die wir hatten, uns undankbar machen für die, die wir noch haben. Besonders dachte er an sein „Saitenspiel in der Nacht“ (Vers 7), doch er stimmte damit nicht mehr überein, und seine Erinnerung bedeutete nur, dass er seine Seele in sich ausschüttete (42,5). Siehe auch Hiob 35,10.
Seine schlimmen Ängste. „ ‚Ich sinne in meinem Herzen nach‘ (Vers 7). Schau, meine Seele, wie wird das enden? Und so begann ich zu denken: ‚Wird denn der Herr auf ewig verstoßen‘ (verwerfen) (Vers 8), wie er es im Moment tut? Er hält seine Barmherzigkeit zurück. Hält er diese möglicherweise zurück oder hat sie im Zorn aufgehört?“ (Vers 8–10). Das ist die Sprache einer niedergeschlagenen und verlassenen Seele, wie sie selbst bei denen nicht ungewöhnlich ist, die den Herrn fürchten (Jes 50,10).
5.1 Er stöhnte unter einer schweren Not. Von allen Nöten sind geistliche Nöte für eine begnadete Seele die schlimmsten. Nichts verwundet und durchbohrt sie so sehr wie die Furcht vor dem Zorn Gottes.
5.2 Er rang mit schweren Versuchungen. An wolkigen und finsteren Tagen können auch Gottes eigene Leute versucht sein, ihren geistlichen Zustand und die Lage von Gottes Gemeinde und Reich in der Welt als ausweglos zu betrachten, und sie können sogar alles als verloren aufgeben. Doch wir dürfen solchen Einflüsterungen nicht Raum geben.

Der Neue Matthew Henry Kommentar


Kunst zu singen?

Und ich hörte ein Geräusch aus dem Himmel wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Geräusch eines lauten Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Sängern, die sich, Harfe spielend, auf ihren Harfen begleiteten. Und sie singen gleichsam ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebenden Geschöpfen und den Ältesten; und niemand konnte dieses Lied meistern als nur die hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde erkauft worden sind.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Offb 14,2–3

Und ich hörte eine Stimme vom Himmel wie das Rauschen vieler Wasser und wie die Stimme eines großen Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Lautenspielern, die auf ihren Lauten spielen. Und sie singen ein neues Lied vor dem Throne und vor den vier Tieren und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen als die hundert und vier und vierzigtausend, die erkauft sind von der Erde.
de Wette Bibel, – Offb 14,2–3

Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Rollen eines lauten Donners; und die Stimme, welche ich hörte, war wie von Harfensängern, die auf ihren Harfen spielen. Und sie singen ein neues Lied vor dem Throne und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen, als nur die 144000, die von der Erde erkauft waren.
Elberfelder 1871 – Offenbarung 14,2–3

Welchen Trost finden Sie in diesem Abschnitt angesichts des Chaos, das in den Kapiteln 12-13 beschrieben worden ist? Welchen Anblick finden Sie? Welche Töne? Welche Empfindungen?
Wer ist das Lamm? Was hat er getan? Warum folgen ihm die Menschen?
Inwiefern sind Sie wie die 144 000; wo unterscheiden Sie sich von ihnen? Warum folgen Sie dem Lamm?

Die Hauskreisbibel

Zunächst richtet sich der Blick noch einmal auf die Hundertvierundvierzigtausend, die mit dem Lamm … auf dem Berg Zion stehen. Die Schlußfolgerung, daß es sich hier um dieselbe Gruppe handelt, von der in Offb 7,4-8 die Rede war, ist durchaus berechtigt. Chronologisch gesehen nimmt diese Vision den Triumph der „Hundertvierundvierzigtausend“, die bewahrt werden, bis Jesus auf die Erde zurückkehren wird, vorweg. Im Gegensatz zu den vielen Menschen, die den Märtyrertod sterben werden, bleiben sie während der ganzen Zeit der Trübsal am Leben. Doch sie sind nicht die einzigen, die diese schreckliche Zeit überleben, denn vielen Heiden und Juden, die sich am Ende der Zeiten zu Christus bekehren, wird es gelingen, dem Tod zu entrinnen. Auch sie werden bei der Wiederkunft Christi geehrt werden.
Abermals spielte sich im Himmel eine dramatische Szene ab. Johannes hörte eine laute Stimme, die wie die Stimme eines großen Wassers und wie die Stimme eines großen Donners, und … wie von Harfenspielern klang (vgl. „Donner“ in Offb 4,5;6,1;8,5;11,19;16,18;19,6 ).
Er notierte: Und sie sangen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier Gestalten und vor den Ältesten. Diese Sänger bildeten offensichtlich einen himmlischen Chor. Es könnte sich dabei um die große Schar in weißen Kleidern handeln, von der in Offb 7,9-17 die Rede war. Der Text enthält allerdings keinen Beleg dafür, den Berg Zion als Bild für den Himmel zu verstehen. Plausibler ist es, in diesem Chor die Hundertvierundvierzigtausend zu sehen (vgl. Offb 14,1), die noch nicht gestorben sind und sich auf Erden, auf dem Berg Zion, aufhalten.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Mit dem Klang der siebten Posaune erscheint Jeschua auf dem Berg Zion. Bei ihm sind die zuvor erwähnten 144.000 (siehe Kapitel 3). In Offenbarung 14 wird nicht ausdrücklich offenbart, dass die 144.000 der gerettete Überrest Israels sind, aber da die 144.000 in Offenbarung 7 als der gerettete Überrest Israels beschrieben werden, halte ich es für das Beste, diese Gruppe als solche zu betrachten, die jüdischen Mitglieder der Körper des Messias. Sie sind „erste Früchte“ (Offb 14,4), weil jüdische Gläubige die ersten Früchte der Ernte aller Nationen sind. Sie spiegeln den Zustand aller wahren Gläubigen wider. Mit anderen Worten, die Erlösung wird kommen, da mehr in das Reich Gottes geerntet werden, insbesondere in der kommenden Zeit. Dies ist ein Bild der Kirche. Ihr jungfräulicher Status bedeutet geistige Reinheit, nicht unbedingt einen unverheirateten Zustand.57 Wieder steigt ihre Anbetung auf und verbindet sich mit der Anbetung derer im Himmel. Wie herrlich, dass das Blut Jeschuas und seine heiligende Kraft dazu führen können, dass Menschen als „ohne Fehler“ beschrieben werden. Der Name des Vaters steht auf ihrer Stirn. Das Volk Gottes ist gezeichnet und wird nicht durch die Schalen des Zorns Gottes gehen, im Gegensatz zu denen mit dem Malzeichen des Tieres (Offb 14,9).

Juster – Passah: Der Schlüssel, der das Buch der Offenbarung öffnet

So wie das Lied des Mose – nach dem Auszug durchs Rote Meer – nur von den anwesenden gesungen werden konnte, so singen hier die 144000 von Jehovah auserwählten ein Lied zum Lobpreis des Schöpfers. Würden du und ich dieses Lied mitsingen, wenn wir es hören würden?

Überwacht oder Behütet?

Von hinten und von vorn hast du mich eingeengt, und auf mich gelegt deine Hand.
Elberfelder 1871 – Psalm 139,5

Von allen Seiten umschließt du mich, / ich bin ganz in deiner Hand.
Neue evangelistische Übersetzung – Psalm 139,5

Vorn und hinten umschließt du mich.
Und du legst deine Hand auf mich.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Psalm 139,5

Du bist ein Schutzschild, umgibst mich mit schützender Kraft, du befreist mich von der Angst, nimmst meine zitternde Hand.
VolxBibel – Ps 139,5

»… und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt, vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben« (Hebr 4,13). Und weil er uns so unvorstellbar genau kennt, kann er uns von hinten und von vorn bewachen. Immer und überall liegt seine Hand bewahrend auf uns.

MacDonald – Kommentar zum Alten Testament

Im 5. Vers bekennt David, dass er auf allen Seiten von Gott umgeben und von seinen aufmerksamen Blicken umfangen ist, so dass es vergeblich wäre, entfliehen zu wollen, wohin er sich auch wenden möchte. Das Gleiche besagt der zweite Teil des Verses: „und hältst deine Hand über mir“. Auf alle Sterblichen legt Gott gleichsam seine Hand und behält sie so unter seiner Aufsicht, so dass sie ohne sein Vorwissen auch nicht den geringsten Schritt zur Seite tun können.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Mit diesen Worten schließt der Sänger seine Erkenntnis über das Wissen Gottes. Zwar ist der Mensch frei. Er mag sich entscheiden, wozu er will. Nur vermag er sich Gott nicht zu entziehen. Auch vermag er nicht über eine bestimmte Grenze seines Handelns hinauszugehen. Dann zerbricht er an der Hand, die sich auf ihn gelegt hat. Der Autorität und Herrschaft Gottes vermag sich niemand zu entwinden. Auch in seiner Freiheit bleibt der Mensch begrenzt durch die Souveränität seines Schöpfers. Zwar vermag er sich wider Gott zu erheben, er kann sich aber in seiner Erhebung nicht Gott entziehen. Ihm muss seine Freiheit zum Gericht werden, wenn er in ihr Gottes Souveränität durchbrechen will.
Mag der Psalmist aber auch noch so tief in das Geheimnis vom Wissen Gottes eindringen, er fühlt die Grenze zwischen sich als dem Geschöpf und Gott als dem Schöpfer. Gottes Wissen ist ihm zu wunderbar, zu hoch, um es begreifen zu können. Dieser menschlichen Grenze bleibt sich auch der neutestamentliche Jünger bewusst. Zwar kennt er jene Begnadigung, von der Paulus Schreibt: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was in kein Menschenherz gedrungen ist, das hat Gott denen bereitet, die ihn lieben. Denn uns hat es Gott durch seinen Geist geoffenbart; denn der Geist ergründet alles, auch die Tiefen der Gottheit“ (1Kor 2, 9f.). Je mehr er jedoch im Antlitze Jesu Christi die Herrlichkeit Gottes in ihren Tiefen schaut, desto mehr erkennt er sein eigenes Nichtwissen. Anbetend beugt er sich vor Gott als dem Vater der Barmherzigkeit, den er in seinen Tiefen nie ganz zu erkennen vermag. Es ist verständlich, welch eine Verantwortung sich dem Menschen auf die Seele legt, sobald er in solch einer klaren Gotteserkenntnis lebt. Er fühlt, so bewusst er sich auch über so vieles in seinem Leben hinweg zu setzen sucht, es kommt doch einmal die Stunde, wo er sein Denken und Handeln zu verantworten hat

Kroeker – Ausgewaehlte Psalmen

haben wir „echt Mist gebaut“?

Die Freude unseres Herzens hat aufgehört, in Trauer ist unser Reigen verwandelt. Gefallen ist die Krone unseres Hauptes. Wehe uns! denn wir haben gesündigt.
Elberfelder 1871 – Klagellieder 5,15–16

Keiner kann sich innerlich noch freuen. Wo man früher abgetanzt hat, da hängt man heute nur noch depressiv in der Ecke rum.  Die gute Zeit ist vorbei. Wir haben einfach echt Mist gebaut, und das sind jetzt die ätzenden Folgen davon.
VolxBibel – Klgl 5,15–16

Die Freude ist aus unserem Herzen gewichen und unsere Tänze haben der Trauer Platz gemacht. Die Krone ist uns vom Kopf gefallen. Wehe uns, weil wir gesündigt haben!
neue Welt Übersetzung – 2018 – Klagellieder 5,15–16

Ein Schleier der Schwermut lag über Jerusalem. Die Freude und Ausgelassenheit, die einst hier geherrscht hatten, waren der Traurigkeit und dem Wehklagen gewichen. Die einst blühende Stadt mit ihrer überschäumenden Betriebsamkeit war zu einer wüsten Ruinenstätte geworden, in der die wilden Tiere hausten. Die Krone ist ein Bild für die Herrlichkeit und Majestät, die Jerusalem einst besessen hatte. Diese Pracht war nun verschwunden. Sie war vergangen wegen der Sünde. Die Menschen waren krank vor Elend und Schmerz, und ihre Augen waren trübe von Tränen (vgl. Kl 2,11; 3,48-49 ). Juda aber trug allein die Schuld an dieser Zerstörung.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Wie sieht es bei mir aus? Sehe ich MEINE Sünden?
Gerade in den Sozialen Medien fällt mir auf, dass sich über andere gern und gut aufgeregt werden kann. Da haut man auf andere Glaubensrichtungen, auf andere Meinungen, und verliert den Blick für die Fehler der eigenen Glaubensrichtung oder Meinung.
Das einzigste, was wirklich die Wahrheit, auch über meine eigenen Fehler und Sünden aufzeigt, ist Gottes Wort die Bibel!
Ein Beispiel: Ich kann mich noch erinnern, wie aufgeregt lustig man es fand, dass in manchen Kirchen „Geldspendenautomaten“ aufgestellt wurden – heute auf jedem Kongreßgelände „ganz normal“. Oder

Weil ihre Nutzung angeblich zu teuer ist, sollen, wie man in den Heidelberger Nachrichten lesen kann, in Berlin „immer mehr Kirchen in dicht besiedelten Wohngebieten verkauft werden“. Einer der Vorsitzenden der Evangelischen Sammlung Berlin, Professor Dr. Klaus Motschmann, nannte das „einen einmaligen Skandal in der Berliner Kirchengeschichte“ und schlug vor, man solle „lieber die Millionenbeträge für die Finanzierung heftig umstrittener polit-theologischer Aktivitäten der Evangelischen Studentengemeinden, des Kirchlichen Bildungswerkes und der Pressearbeit so weit zusammenstreichen, bis die Fehlbeträge zur Erhaltung der Kirchen aufgebracht sind“. Offensichtlich geben die untreuen „Hirten“ der Christenheit allem möglichen den Vorrang, nur nicht ihrer unmittelbaren Hirtentätigkeit (vgl. Jeremia 23:2).

Erwachet! 1984

und dann schaue ich mir an, wo schon wieder ein Saal geschlossen und verkauft wird.
Oder eine andere Organisation: betont immer und immer wieder, wie groß die Sünde derer ist, die nicht am Samstag sondern am Sonntag den Ruhetag einhalten – aber vergessen, dass auch ihre Kleidung sehr selten nur aus einem Material besteht, um nur eines der Gesetze zu nehmen, die wir alle ständig übertreten.

Fakt: wir alle sind Sünder und erreichen nur die Freundschaft zum himmlischen Vater DURCH das Loskaufsopfer des Sohnes!

Jehovahs Ehe auf Weltzeit

Und ich will dich mir verloben auf unabsehbare Zeit, und ich will dich mir in Gerechtigkeit und in Recht und in liebender Güte und in Erbarmungen verloben. 20 Und ich will dich mir in Treue verloben; und du wirst Jehova gewiß erkennen.‘
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Hosea 2,19–20

Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und in Gericht, und in Güte und in Barmherzigkeit,
(22) und ich will dich mir verloben in Treue; und du wirst Jehova erkennen.
Elberfelder 1871 – Hosea 2,21–22

Ich schließe die Ehe mit dir für alle Zeiten; mein Brautgeschenk für dich sind meine Hilfe und mein Schutz, meine Liebe, mein Erbarmen(Jes 54,5-6) und meine unwandelbare Treue. …
Gute Nachricht Bibel – Hos 2,21–22

Ich verlobe dich mir auf Weltzeit,
ich verlobe dich mir
in Wahrhaftigkeit und in Recht,
in Huld und in Erbarmen,
ich verlobe dich mir
in Treuen,
erkennen wirst du MICH.
Buber & Rosenzweig – Hos 2,21–22

Und will dich mit Mir verloben in Ewigkeit, und dich Mir verloben in Gerechtigkeit und in Gericht, und in Barmherzigkeit und in Erbarmen. Hos 2,16; Offb 19,7.9.
Und werde dich Mir verloben in Treue, und du sollst Jehovah erkennen. Jer 31,34.
Tafelbibel – Hos 2,21–22

Es gibt aber ein Charakteristikum, das mehr als alles andere den göttlichen Ursprung der Bibel beweist: Prophezeiungen — schriftliche Voraussagen über künftige Ereignisse, die mit Bestimmtheit eintreten. Wendungen wie „Es soll geschehen an jenem Tag“ und „Es soll geschehen im Schlußteil der Tage“ findet man nur in der Bibel (Jesaja 2:2; 11:10, 11; 23:15; Hesekiel 38:18; Hosea 2:21-23; Sacharja 13:2-4).

Wachtturm 15.April 1995

Die Erneuerung der Ehe Gottes mit Israel wird mit Worten der Verlobung beschrieben. Kidner zeigt, daß das Wort verloben „einen neuen Anfang, mit der ganzen Frische der ersten Liebe“ meint ( Love for the Loveless , S. 34). Es wird sein, als wären Gott und Israel wieder zu den Tagen der Werbung umeinander zurückgekehrt. Die Verlobung war im Israel jener Zeit weit mehr und verpflichtender als in der heutigen westlichen Gesellschaft. Das Gesetz behandelte ein verlobtes Paar so, als wäre es bereits rechtlich verheiratet ( 5Mo 20,7; 22,23-24 ). Bei der Verlobung bezahlte der Mann einen Brautpreis, um die Abmachung zu besiegeln (vgl. 1Sam 3,14 ). Der Brautpreis Gottes wird aus Gerechtigkeit, Recht, Liebe, Barmherzigkeit und Treue bestehen. Diese Dinge werden sein Verhältnis zu Israel charakterisieren, ein Verhältnis, das niemals wieder unterbrochen werden wird (vgl. Hos 2,19 ).
„Gerechtigkeit“ ( QeDeq ) und „Recht“ ( miSpoF ) sprechen hier von der Aufrechterhaltung von Israels Gerechtigkeit, einer Rechtfertigung durch Erlösung. „Liebe“ ( HeseD ) ist eine unerschütterliche Hingabe, die alle Verpflichtungen einer Beziehung erfüllt. „Barmherzigkeit“ ( raHXmIm , verwandt mit rAHam , das in Hos 1,6-7; 2,3.6 benutzt wird) ist ein Gefühl der Zuneigung, das zu gnädigem Verhalten führt. „Treue“ ( ?MmUnCh ) meint Verläßlichkeit und beständige Zuverlässigkeit.
In der Antwort auf die göttliche Liebe, die über Israel ausgegossen ist, wird es den HERRN anerkennen . Entgegen seiner früheren Neigung zu vergessen (vgl. V. 15 ), wird es nun seine Autorität anerkennen und ihm treu sein. „Anerkennen“ ( yADaZ , wörtl.: „kennen, wissen“) wird im Zusammenhang von Bünden oft benutzt. So anerkennt (wörtl.: „kennt“) z. B. der Herr das besondere Verhältnis Israels zu sich (vgl. Am 3,2 ). Israel soll nur die Autorität seines Herrn anerkennen („kennen“; vgl. Hos 13,4 ). Im hebräischen Denken ist solches Anerkennen nicht bloß ein geistlicher Denkvorgang, sondern muß zum Tun führen (vgl. Jer 22,16 ). Im Fall Israels bedeutet es Gehorsam gegenüber den Geboten des Herrn (vgl. Hos 8,1-2 ). In der Zukunft wird ganz Israel den Herrn „kennen“, denn er wird, wie Jeremia schreibt, sein „Gesetz in ihr Denken geben und in ihre Herzen schreiben“ ( Jer 31,33 ). Dies ist die Verheißung des neuen Bundes ( Jer 31,31-34 ), die der erneuten Eheschließung in Hos 2,21-22 entspricht.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Hosea begann mit der Beschreibung der Werbung und des Werbens in der Wüste (Verse 14–15). Israel wird wieder in die Wüste gelockt (im Land Edom und in der Stadt Bozrah), wo Gott in der Werbung zu ihrem Herzen sprechen wird, und wenn sie antwortet, werden alle ihre Weinberge wiederhergestellt. Die Ergebnisse dieser Restauration werden als nächstes beschrieben (Verse 16–23). Es wird vier Ergebnisse dieser Wiedervereinigung geben. Das erste Ergebnis (Verse 16–17) ist, dass Israel Gott nicht mehr als Baali, sondern als Ishi ansprechen wird. Es gibt ein sehr interessantes Spiel mit Wörtern im hebräischen Text, wenn diese beiden hebräischen Wörter verwendet werden. Beide Wörter, Baali und Ishi, sind gute hebräische Wörter, die „mein Ehemann“ bedeuten. Während beide „mein Mann“ bedeuten, gibt es einen kleinen Unterschied in der Bedeutung. Ishi bedeutet „mein Mann“ im Sinne von „mein Mann“. Baali bedeutet „mein Mann“ im Sinne von „mein Meister“. Beide Wörter sind vollkommen gute hebräische Wörter für „meinen Mann“ und werden in der gesamten Schrift synonym verwendet. Trotzdem sagte Gott, dass der Titel Baali nicht mehr verwendet wird, sondern nur noch Ishi. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass das Wort Baali sehr nach einem der Götter klingt, mit denen Israel Ehebruch begangen hat: dem Gott Baal. Wenn Israel auch in Zukunft Gott Baali nennen würde, könnte es beginnen, sich an ihren früheren Liebhaber Baal zu erinnern. Um auch nur den Hinweis auf die Erinnerung an den anderen Liebhaber, Baal, zu vermeiden, wird Israel Gott nicht mehr als Baali ansprechen, sondern nur noch als Ishi. Das zweite Ergebnis (Vers 18) ist Frieden und Sicherheit. Israel wird nie wieder von den Nationen besetzt werden, deren Götter sie einst verehrte. Das dritte Ergebnis (Verse 19–20) ist die neue Verlobung. Das Wort Verlobung wird dreimal verwendet, und die drei Verwendungen beschreiben die drei Elemente dieser neuen Verlobung. Erstens: Was die Zeit betrifft, wird es für immer sein. Zweitens: Inhaltlich wird es in Gerechtigkeit, Gerechtigkeit, Güte und Barmherzigkeit sein. Drittens: In Bezug auf Qualität wird es in Treue sein. Das vierte Ergebnis (Verse 21–23) ist die neue Bedeutung für Jesreel. Dieser Begriff kann zwei Dinge bedeuten: Gott streut und Gott sät. Während der Zeit der Bestrafung erlebte Israel die erste Bedeutung: Gott streut. Israel war außerhalb des Landes verstreut. Aber jetzt wird Israel die zweite Bedeutung erfahren, Gott sät. Jetzt wird Gott Israel zurück ins Land säen. Das Tal von Jesreel, Israels größtes und produktivstes Tal, hatte oft nicht produziert, weil Gott seinen Segen entfernt hatte. Aber jetzt, nachdem die Wiederverheiratung stattgefunden hat, werden alle Segnungen Gottes im Tal von Jesreel wiederhergestellt und es wird fast gleich nach der Aussaat des Feldes produziert. Zusammenfassung Dies sind also die sechs Phasen der Beziehung Israels als Frau Jehovas, einer Frau, die Gott geheiratet hat, die aber Ehebruch begangen hat. Schließlich fand eine Trennung statt, gefolgt von einer Scheidung, und heute befindet sich Israel in der Phase der Bestrafung. Es wird jedoch noch die Zeit kommen, in der Israel bei seiner nationalen Erneuerung wieder verheiratet und mit all seinen wiederhergestellten Segnungen wieder mit seinem Gott vereint wird.

Fruchtenbaum – Die Schritte des Messias: eine Untersuchung der Abfolge prophetischer Ereignisse

Kaum zu glauben, dass sich der Schöpfer an ein Volk binden sollte? Warum sollte ER dies tun? Was wäre mit all den anderen Menschen, weltweit? – die Lösung dieser Fragen kam dann im „NT“ – siehe dazu die Worte des Paulus an die Römer ….
Hier eine kleine Zusammenfassung von Arnold Fruchtenbaum:

Die Kirche: Die Braut des Messias In den heiligen Schriften gibt es ein völlig anderes Bild in Bezug auf die Kirche. Was Gott über die Kirche und ihre Beziehung als Braut des Messias zu sagen hat, unterscheidet sich radikal von dem, was über Israel als die Frau Jehovas gesagt wurde. Dies zeigt die Notwendigkeit, diese Unterscheidungen beizubehalten. Alle neutestamentlichen Passagen in Bezug auf diese Beziehung der Kirche als Braut des Messias gehen davon aus, dass die Kirche eine verlobte Braut ist, die noch nicht mit ihrem Ehemann verbunden ist.

Fruchtenbaum – Die Schritte des Messias: eine Untersuchung der Abfolge prophetischer Ereignisse

Das eine schließt also das andere nicht aus!