Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als was wir erbitten oder erdenken, nach der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Herrlichkeit in der Versammlung in Christo Jesu, auf alle Geschlechter des Zeitalters der Zeitalter hin! Amen ) –
Elberfelder 1871 – Epheser 3,20–21
Gott kann durch diese powervolle Kraft, die in uns ist, sehr viel mehr tun als das, worum wir ihn bitten, ja sogar mehr, als wir uns überhaupt vorstellen können. Dafür können wir alle in der Jesus-Gemeinschaft Gott immer wieder und ohne Ende loben. So ist das richtig, so sollte es sein [Amen].
VolxBibel – Epheser 3:20–21
Dem, der in der Lage ist, weit über das hinaus zu bewirken, was wir im Gebet erbitten oder uns überhaupt vorstellen können, gemäß der Kraft, die ihre Wirkung in uns entfaltet, ° dem sei Ehre gebracht in der Gottesgemeinde und im Messias Jesus, in allen Generationen, von endloser Zeit bis in alle Ewigkeiten. Amen!
Das Buch – 2014 – Eph 3,20–21
Ihm, der mit seiner ´unerschöpflichen` Kraft in uns am Werk ist und unendlich viel mehr zu tun vermag, als wir erbitten oder begreifen können, ihm gebührt durch Jesus Christus die Ehre in der Gemeinde von Generation zu Generation und für immer und ewig. Amen.
Neue Genfer Übersetzung 2013 – Eph 3:20–21
Dem aber, der da vermag – Röm 16,25; Jud 24 – über alles überschwenglich zu tun, als daß wir uns erbitten – 1 Kor 2,9 – oder verstehen, nach der in uns wirkenden – V. 7; Kol 1,29. – Macht;
Ihm die Ehre – Röm 11,36; 16,27;Hebräer 13,21 – in der Gemeinde und in Christo Jesu bis auf alle Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten, Amen!
Abraham Meister – Epheser 3,20–21

3:20 Τῷ δὲ δυναμένῳ ὑπὲρ πάντα ποιῆσαι ὑπὲρ ἐκπερισσοῦ ὧν αἰτούμεθα ἢ νοοῦμεν, κατὰ τὴν δύναμιν τὴν ἐνεργουμένην ἐν ἡμῖν,
Peter Streitenberger – Der Epheserbrief
Dem nun, der über alles (hinaus) zu tun vermag, über das Maß hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der in uns wirkenden Macht,
Durch die Linksversetzung wird das Dativobjekt, das Gott mittels eines Relativsatzes referenziert wird hier begonnen und im nächsten Vers mit αὐτῷ („ihm“) implizit wiederaufgenommen.
3:21 αὐτῷ ἡ δόξα ἐν τῇ ἐκκλησίᾳ ἐν χριστῷ Ἰησοῦ, εἰς πάσας τὰς γενεὰς τοῦ αἰῶνος τῶν αἰώνων. Ἀμήν.
ihm (ist) die Ehre in der Versammlung in Christo Jesu über alle Generationen des Zeitalters der Zeitalter hinweg! Amen!
Die erneute Aufnahme ist offenbar der Länge des Dativobjekts geschuldet, das ja einen ganzen Vers ausmacht und dann mit einem Pronomen zusammenfassend referenziert wird. Das substantivierte Partizip τῷ δυναμένῳ („dem, der vermag“) wird mit αὐτῷ („ihm“) resumptiv und betont wiederaufgenommen. Da es in der Ewigkeit keine Generationenabfolge mehr geben wird, und die temporalen Angaben „bis in alle Ewigkeit“ üblicherweise mit einem doppelten Plural εἰς τοὺς αἰῶνας τῶν αἰώνων („von Ewigkeit zu Ewigkeit“) konstruiert werden, bespricht Paulus die Zeiten während die Welt existiert, d.h. während aller Zeiträume, d.h. über alle Generationen hinweg, sei Gott die Ehre, auch wenn dieses Lob in der Ewigkeit fortdauern wird. Somit ist der Begriff „Ewigkeit“ hier nicht plausibel.
Paulus schließt sein Gebet mit einer Doxologie. Er lobt Gott, der überschwenglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft (dynamin; vgl. V. 16; Eph 1,19), die in uns wirkt (energoumenEn; vgl. Eph 1,19). Kein Mensch und kein Engel (vgl. Eph 3,10) wäre jemals auf den Gedanken gekommen, daß Juden und Heiden in einem Leib zusammenleben könnten. Doch im Blick auf die Kraft der Liebe Gottes, die im Leben eines jeden Christen wirksam wird, ist Paulus zuversichtlich, daß dies gelingen wird, obwohl es nach menschlichem Ermessen unmöglich ist. Daher sagt er, daß Gott die Ehre in der Gemeinde, in der das Wunder der Liebe geschehen wird, und in Christus Jesus, der diese Einheit ermöglichte, gebührt.
Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar
Das Lob für dieses Werk sei von Ewigkeit zu Ewigkeit (vgl. Röm 11,36; 2Tim 4,18). In dieser Doxologie findet nicht nur das Gebet des Apostels einen angemessenen und eindrucksvollen Abschluß, sondern auch die ersten drei Kapitel seines Briefes an die Epheser.
[20] Ein Lobpreis Gottes (»Doxologie«) ist eine kurze Proklamation der Größe Gottes und war im Judentum und Christentum geläufig. Er umfaßt drei Elemente:
Hahn – Wuppertaler Studienbibel
a) Gott bzw. Christus, dem das Lob gilt (in der Regel im Kasus des Dativ);
b) das Wort, mit dem der Betreffende gepriesen wird; normalerweise ist dies »doxa«, »Herrlichkeit/Macht/Ehre«;
c) die »Ewigkeitsformel«, in der die fortdauernde Gültigkeit des Lobs ausgedrückt wird. Gewöhnlich bestätigt die Gemeinde das Lob mit ihrem »Amen«. Derartige Lobverse finden sich in den Briefen z.T. inmitten von längeren Darlegungen, z.T. auch als Abschluß eines Briefteils bzw. ganz am Ende des Briefes vor dem abschließenden Gruß.a
Mit Röm 11,33ff hat unser Abschnitt gemeinsam, daß er als Abschluß des stärker lehrhaften Teils vor dem Teil mit konkreten Anweisungen steht und aus dem zuvor Dargelegten erwächst.
Paulus lobt den Gott, »der über all das, was wir erbitten oder uns ausdenken, weit hinaus zu tun vermag«.
Vom »Begreifen« und »Erkennen« (des Geheimnisses Gottes bzw. der Liebe Christi) war in V. 18f die Rede gewesen. »Bitte« war der Charakter des vorangehenden Abschnitts 3,14–17. Gottes Gedanken reichen weit über unser menschliches Erfassen hinaus (Jes 40,13; 55,8f; Röm 11,33ff; Phil 4,7). Dabei sind seine Gedanken auch stets mit deren Ausführung verbunden (vgl. die Fortsetzung von Jes 55,8f in V. 9–10): Er ist derjenige, der »zu tun vermag«.
Um den Unterschied zwischen menschlichem Bitten und Denken einerseits und dem göttlichen Wirken andererseits in Worte zu fassen, bedient sich Paulus einer doppelten Steigerung. Einmal sagt er: Gott ist in der Lage, über alles, was wir bitten und verstehen zu handeln, zum andern fügt er zusätzlich ein Adverb ein, das wörtlich »ganz über alle Maßen«, »schlechtweg hinaus über« meint und die »denkbar höchste Steigerungsform« ausdrückt.
Daß Gott tatsächlich in dieser überragenden Weise zu handeln vermag, ist in der christlichen Gemeinde bereits manifest geworden. Der Reichtum und die Größe seiner in Jesu Auferweckung erwiesenen Macht hat sich in den Glaubenden wirksam gezeigt (1,19f). Entsprechend dieser Macht kann und wird er auch in Zukunft die Glaubenden stärken und in seiner Liebe verankern (vgl. 3,16f).
[21] Diesem Gott die Doxa! Der Ausruf kann als Aussage: »ihm gehört die Herrlichkeit« oder als Aufruf zur Ehrerweisung: »ihm möge die Herrlichkeit zukommen« verstanden werden. Das geschieht, indem Gott »in der Gemeinde und in Jesus Christus« über seinem Handeln geehrt wird. Denn in dem, was Gott tut, erweist er sich als der Beständige und Treue, als der Heilige und Gnädige, als der Machtvolle und Weise. Das Gewicht seiner Wirklichkeit prägt der Gemeinde seinen Stempel auf. Im Angesicht Jesu Christi, des Gekreuzigten, strahlt das Licht von Gottes Herrlichkeit auf (2Kor 4,6), der seinerseits der Vater der Herrlichkeit ist (Eph 1,17). In ihrer ganzen Existenz, im Glauben, Lieben, Hoffen, in Lob und Bitte besteht Aufgabe und Ziel der Gemeinde darin, Ausdruck des Lobs der Herrlichkeit Gottes zu sein (vgl. 1,6.12.14; 1Kor 6,20). In gleicher Weise steht Leben, Sterben und Erhöhung Jesu in der Perspektive des Johannesevangeliums durchgängig unter dem Oberbegriff der Verherrlichung Gottes (vgl. Joh 13,31; 17,1.4).
Die Herrlichkeit gebührt Gott »in alle Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit«. Gemeint sind damit die zukünftigen Generationen (vgl. 3,5), die insgesamt noch kommen werden. Eine ähnliche Ausdrucksweise begegnet in Ex 40,5 (wörtl. nach LXX): »in Ewigkeit in ihren Geschlechtern«; Tob 1,4: »in alle Geschlechter der Ewigkeit«; Ps 106,31: »von Geschlecht zu Geschlecht bis in Ewigkeit«; Dan 6,27: »für das Geschlecht der Geschlechter bis in Ewigkeit«. Der Blick in diese Zukunft, in der das bereits jetzt anvertraute Erbe auch umfassend angetreten wird, hatte sich bereits in 1,21 und 2,7 eröffnet.
Das »Amen« deutet auf das Verlesen des Briefes in den Gottesdiensten der jeweiligen Gemeinden und zeigt an, daß die Hörer an dieser Stelle das Gehörte mit ihrem Zuruf »So sei es!« bestätigen.
Das Gebet des Apostels in den vorangehenden Versen war ja nicht gerade zurückhaltend. Die drei Bitten in den V. 16.17 hatte er mit dem Wunsch eingeleitet (V. 16 a), Gott möge diese Dinge »nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit« – und das heißt: in göttlicher Fülle! – gewähren. Die Bitte in den V. 18.19 a um volles Erfassen der Liebe Christi in all ihren Dimensionen war gleich mit dem Eingeständnis verbunden, dass es hier um eine Erkenntnis geht, die alles Erkenntnisvermögen übersteigt (V. 19 a). Und das Gebetsziel von V. 19 b, schließlich, von Gott so erfüllt zu werden, dass nichts als sein Wesen mehr da ist, kann ohnehin nicht übertroffen werden. Sind diese Anliegen zu groß für Gott? Nein. Er ist so allmächtig, dass er »noch weit mehr zu tun vermag« als Paulus hier gebetet hat – ja, darüber hinaus nun auch die Gemeinde und ihre Anliegen und gar ihr Vorstellungsvermögen mit einbeziehend: »als wir erbitten oder erdenken können«! Gott ist nie überfordert. Seine »Kraft, die in uns wirkt«, ist nach Eph 1,19ff. die göttliche Allmacht, die Jesus von den Toten auferweckte und ihn zum Herrn über alles Sichtbare und Unsichtbare erhöht hat. Wer diesen Gott kennt, der kann getrost beten. Gewiss, auch er weiß nicht, wie Gott antworten will; aber er weiß, dass Gott erhören kann.
Gerhard Maier – Edition C
Und so mündet das Gebet nicht in den Zweifel, sondern in die Anbetung. 1.) Zunächst wird der Adressat des Lobpreises genannt: »ihm«, Gott, kommt die Anbetung zu. 2.) Dann kommt das eigentliche Preiswort, das den Inhalt des anbetenden Zuspruchs nennt. Gepriesen wird seine »Ehre« oder »Herrlichkeit«. Man könnte nun übersetzen: »Ihm (sei) die Ehre« – was gut zu dem folgenden passen würde: »in der Gemeinde«. Wenn es dann aber gleich weitergeht: »und in Christus Jesus«, ergibt dies als Wunschform übersetzt keinen guten Sinn. Von daher übersetzt man besser in der Wirklichkeitsform: »ihm (gehört) die Herrlichkeit in der Gemeinde und in Christus Jesus«. In der Anbetung wird immer preisend vor Gott anerkannt, wer und wie er ist. Hier nun geht es um die »Herrlichkeit« Gottes. »Herrlichkeit« (hebr. kabod = Wucht, Schwere, Gewicht, Würde, Glanz; griech. doxa = Ehre, Ruhm, Herrlichkeit) bezeichnet die ganze Wucht, Größe und Ausstrahlung des Gottseins Gottes. Diese Herrlichkeit Gottes, so rühmt der Apostel hier, wird sowohl in der Gemeinde sichtbar in den Auswirkungen seines Heilsplans und den Kraftwirkungen seines Segenshandelns als auch in Christus und seinem Heilswerk. Alle Herrlichkeit, die sich in der Gemeinde und in Christus zeigt, ist Gottes Herrlichkeit. 3.) Und sie bleibt Gottes Herrlichkeit, so wird als drittes Element des Lobpreises in der Ewigkeitsformel bezeugt, »für alle Geschlechter des Äons der Äonen«. Solange Menschen auf dieser Erde leben werden in dem jetzigen Zeitalter, das seinerseits eingebettet ist in die Zeitalter der Vergangenheit und aller Zukunft, wird die Herrlichkeit Gottes, die sich in Christus und seiner Gemeinde zeigt, anzubeten sein.
Mit diesem Lobpreis Gottes schließt nicht nur der Gebetsbericht des Apostels, sondern der ganze erste Hauptteil des Eph. So, wie die lehrmäßige Entfaltung des Heilsratschlusses Gottes zum Bau seiner Gemeinde mit Anbetung begonnen hat (eph 1,3-14), endet sie nach drei Kapiteln auch mit Anbetung. Es ist nicht trockene Dogmatik, die der Apostel in diesem ersten, lehrmäßigen Teil seines Briefes dargeboten hat. Vielmehr ist es in preisendes Staunen gehüllte Entfaltung dessen, was Gott zum Bau seiner Gemeinde von Ewigkeit her geplant hat, in Christus verwirklicht hat und vollenden wird.
»Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr (hyperekperissòs, über alles Maß hinaus überfließend – siehe auch 1.Thess 3,10; 5,13), als was wir erbitten oder erdenken (noèo, mit dem Verstand erfassen)«, sagt der Apostel. Hier ist kein Raum für eitle, fruchtlose Spekulation; der Apostel sagt nicht »mehr, als was wir erbitten oder erdenken können«. Er denkt an Bitten und Gedanken, die im Herzen aus einem gottgewirkten Verlangen erstehen, in die Gedanken und Absichten Gottes tiefer einzudringen. Innerhalb dieses Bereichs aufrichtigen Wünschens ist Gott fähig. Es ist beachtenswert, daß die Kraft, die höchste geistliche Wahrheit zu erkennen und zu genießen, in jedem Gläubigen wohnt »nach der Kraft, die in uns wirkt.«
Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt
Dem Vater sei Herrlichkeit in der Gemeinde in oder durch Christus Jesus »…auf alle Geschlechter des Zeitalters der Zeitalter hin! Amen« (eis pàsas tas geneàs tou aiònos ton aiònon ) . Wenn das Zeitalter der Zeitalter das kommende Millennium ist, wie ich meine, dann wird die Gemeinde in ihrer einzigartigen Beziehung zu Christus von allen Geschlechtern zur Herrlichkeit des Vaters gesehen werden. Die Gemeinde auf Erden tut heute den Engelsmächten in den himmlischen Örtern die mannigfaltige Weisheit Gottes kund (V. 10). Im Zeitalter der Zeitalter wird sie aus ihrer Stellung in den himmlischen Örtern mit Christus Jesus dem Vater Herrlichkeit kundtun vor den Geschlechtern der Menschen auf der Erde. Amen.






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