„Bitte, komm in meine Nähe, ich hab Angst und fühl mich alleine, so viel Hilflosigkeit, aber Hilfe erkenne ich keine“

Bleib nicht fern von mir, denn Bedrängnis ist nahe,
Denn da ist kein anderer Helfer.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Psalm 22,11

Bleib nicht fern von mir, denn Unglück naht,
und ich habe sonst keinen, der mir hilft.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Psalm 22,11

Bleib mir doch jetzt nicht fern!
Die Not ist so bedrohlich nah,
und da ist niemand, der mir hilft!
Neue Genfer Übersetzung – Psalm 22,12

Sei nicht fern von mir! denn Drangsal ist nahe, denn kein Helfer ist da.
Elberfelder – Psalm 22,12

Vor ein paar Tagen schrieb jemand einen negativen Kommentar zur neuen Neuen-WeltÜbersetzung – und ich war bei der dort angegeben Stelle nicht ganz seiner Meinung. Aber heute der Vers, ist wirklich schief übersetzt. Ja, das hebräische Wort צָרָה (ṣā·rā(h)) kann mit „Ärger, Not, Unglück, Angst, d. h. ein Zustand sehr ungünstiger Umstände, mit Schwerpunkt auf dem emotionalen Schmerz und der Not der Situation“ übersetzt werden. Aber schauen wir uns den gesamten Psalm an! David schreibt in erster Linie, als würde er dies selber erleben – doch Achtung! – so schlimm wie hier beschrieben, ist es David nie ergangen. Und dann lesen wir das Evangelium nach Matthäus – und sehen so deutlich, dass Psalm 22 eine Prophezeiung ist. Wirklich?

Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe. Damit führt er noch einen anderen Grund an, um Gott zum Mitleid zu bewegen. Ich zweifle nicht, dass er sich das vorhält, was die Schrift uns an verschiedenen Stellen lehrt, nämlich dass Gott für die Elenden umso gewisser als Helfer bereit steht, je größer die Not ist. So ist also selbst die Verzweiflung für David eine Leiter, auf der sein Geist emporsteigt, um neue Gebetsfreudigkeit zu bekommen. So muss auch uns der Schmerz unserer Leiden unter die Flügel Gottes treiben, damit er mit seiner Hilfe uns nahe sei. Dann wird er es zeigen, dass er für unser Heil Sorge trägt.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

David klagte über seinen verzweifelten Kampf mit dem Tod in der Hand der unmenschlich handelnden Feinde. Er faßte seine Klage in der Bitte zusammen, daß der Herr nicht fern von ihm sein möge, denn die Not war nahe, und er war hilflos.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Leiden des Messias

Dass der Messias leiden und sterben wird, war etwas, worüber sich alle frühen Rabbiner einig waren. Sie bezeichneten den leidenden Messias als Messias, den Sohn Josephs, und unterschieden ihn von Messias, dem Sohn Davids. Die zentrale Passage aus dieser Sicht war Jesaja 53, die bereits besprochen wurde. Eine andere Passage, die sich mit den Leiden des Messias befasste, war Psalm 22: 1–21:

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Warum bist du so weit davon entfernt, mir zu helfen und von den Worten meines Stöhnens? O mein Gott, ich weine tagsüber, aber du antwortest nicht; und in der Nachtsaison und bin nicht still. Aber du bist heilig, oh du, der du das Lob Israels bewohnst. Unsere Väter vertrauten auf dich: Sie vertrauten, und du hast sie befreit. Sie schrien zu dir und wurden befreit. Sie vertrauten auf dich und wurden nicht beschämt. Aber ich bin ein Wurm und kein Mann; ein Vorwurf der Menschen und verachtet des Volkes. Alle, die mich sehen, lachen mich zum Hohn: Sie schießen die Lippe heraus, sie schütteln den Kopf und sagen: Verpflichte dich Jehova; lass ihn ihn retten: lass ihn ihn retten, da er sich an ihm erfreut. Aber du bist der, der mich aus dem Mutterleib genommen hat; Du hast mich vertrauen lassen, als ich auf den Brüsten meiner Mutter war. Ich wurde von Mutterleib an auf dich geworfen; du bist mein Gott, seit meine Mutter mich gebar. Sei nicht weit von mir entfernt. denn Ärger ist nahe; denn es gibt niemanden, der hilft. Viele Bullen haben mich umzingelt; Starke Bullen von Basan haben mich umzingelt. Sie starren mich mit ihrem Mund an wie ein rasender und brüllender Löwe. Ich bin ausgegossen wie Wasser, und alle meine Knochen sind aus dem Gelenk: Mein Herz ist wie Wachs; es ist in mir geschmolzen. Meine Kraft ist ausgetrocknet wie ein Töpfer; und meine Zunge klammert sich an meine Kiefer; und du hast mich in den Staub des Todes gebracht. Denn Hunde haben mich umzingelt: Eine Gesellschaft von Übeltätern hat mich eingeschlossen; Sie durchbohrten meine Hände und Füße. Ich kann alle meine Knochen zählen; sie schauen und starren mich an. Sie teilen meine Kleider unter sich, und auf mein Gewand werfen sie Lose. Aber sei nicht weit weg, Jehova. O mein Beistand, beeile dich, mir zu helfen. Befreie meine Seele vom Schwert, meinen Schatz von der Kraft des Hundes. Rette mich vor dem Löwenmaul. ja, aus den Hörnern der wilden Ochsen hast du mir geantwortet.

Um die Passage zusammenzufassen, stellen wir fest, dass der Messias von Gott verlassen wird, vom Volk verspottet und gequält wird und seine Kleidung von seinen Peinigern verspielt wird. Er leidet unter solchen Qualen, dass seine Knochen alle aus dem Gelenk kommen, sein Herz mit einer Mischung aus Blut und Wasser bricht und seine Hände und Füße alle durchbohrt sind. In vielerlei Hinsicht ist dieser Psalm Jesaja 53 sehr ähnlich und liefert noch detailliertere Informationen über die Art des Leidens und der Qual, die der Messias erleiden muss. Die Rabbiner in der Yalkut verwiesen diese Passage auch auf den Messias, den Sohn Josephs.

Fruchtenbaum – Jesus war ein Jude

Ein wohltätiger Tod

Zu der Zeit der Ereignisse in der Region, die in alten Testtagen als Bashan – Peters Geständnis in Cäsarea Philippi und die Verklärung auf dem Berg Hermon – bekannt waren, wusste Jesus, dass die Stunde seines Todes sich schnell näherte. Er hatte in den Jahren seines Dienstes in vielerlei Hinsicht eine Konfrontation mit dem intelligenten Bösen provoziert, aber was er an diesen beiden Orten tat und sagte, war besonders trotzig. Der Umzug wurde berechnet.

DIE BULLEN VON BASHAN

Alle vier Evangelien beschreiben die Kreuzigung Jesu in unterschiedlichem Detail. Eine der gründlicheren Beschreibungen ist die von Matthäus:

35 Und als sie ihn gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider untereinander auf, indem sie Lose warfen. 36 Und sie setzten sich und wachten dort über ihn. 37 Und sie legten die Anklage gegen ihn schriftlich über sein Haupt: Dies ist Jesus, der König der Juden. 38 Dann wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zu seiner Rechten und einer zu seiner Linken. 39 Und diejenigen, die vorbeikamen, schmähten ihn, schüttelten die Köpfe 40 und sprachen: Wer den Tempel zerstören und in drei Tagen wieder aufbauen würde, rette dich! Wenn du der Sohn Gottes bist, komm vom Kreuz herab! “ 41 Auf die gleiche Weise verspotteten ihn auch die Hohenpriester zusammen mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sagten: 42 Er rettete andere; er kann sich nicht retten! Er ist der König von Israel! Lass ihn jetzt vom Kreuz herabkommen, und wir werden an ihn glauben! 43 Er vertraut auf Gott; Lass ihn ihn jetzt retten, wenn er will, denn er sagte: „Ich bin der Sohn Gottes!“ 44 Und auf die gleiche Weise beschimpften ihn auch die mit ihm gekreuzigten Räuber.

45 Ab der sechsten Stunde wurde es bis zur neunten Stunde dunkel im ganzen Land. 46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme und sprach: Eli, Eli, Lema Sabachthani? (Das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“) (Mt 27,35-46).

Viele Leser werden wissen, dass Matthäus in dieser Beschreibung auf Psalm 22 folgt. Die Parallelen sind nicht zu übersehen:

Matthäus 27

Psalm 22

Sie teilten seine Kleidung untereinander auf, indem sie Lose warfen (Vers 35).

„Sie teilen meine Kleider unter sich auf und werfen für meine Kleidung Lose“ (Vers 18).

„Diejenigen, die vorbeikamen, beschimpften ihn kopfschüttelnd.… Ebenso verspotteten ihn auch die Hohenpriester zusammen mit den Schriftgelehrten und Ältesten“ (Vers 39, 41).

„Alle, die mich sehen, verspotten mich. Sie öffnen ihre Lippen weit; sie schütteln den Kopf… sie schauen, sie sehen mich an “(Vers 7, 17).

„Jesus schrie mit lauter Stimme und sagte:“ Eli, Eli, lema sabachthani? „(Das heißt“ Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? „) (Vers 46).

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (v. 1).

Zusätzlich zu den klaren textuellen Verbindungen zwischen Matthäus und Psalm 22 haben Wissenschaftler lange bemerkt, dass Elemente von Psalm 22 Verletzungen und Zustände zu beschreiben scheinen, die mit der Kreuzigung übereinstimmen:

• Ich werde wie Wasser ausgegossen und alle meine Knochen haben kein Gelenk mehr (Vers 14).

• Meine Kraft ist trocken wie bei einem Tonscherben und meine Zunge klebt an meinen Kiefern (Vers 15) .1

Weniger offensichtlich sind einige unter der Oberfläche liegende Verbindungen zur Weltanschauung des göttlichen Rates und seinem kosmischen Kontext des Heiligen Krieges. Wenn Sie an diesem Punkt unserer Reise den gesamten Psalm 22 lesen würden, würde Vers 12 zweifellos von der Seite springen: „Viele Stiere umfassen mich; Starke Bullen von Bashan umgeben mich. “

STARKE BULLEN VON BASHAN?

Wir wissen inzwischen, dass Basan viel theologisches Gepäck trägt.2 Es war die alttestamentliche Version der Höllentore, das Tor zum Unterweltreich der Toten. Es wurde als „der Ort der Schlange“ außerhalb der Bibel bekannt. Es ist mit dem Berg Hermon verbunden, dem Ort, an dem Juden glaubten, die rebellischen Söhne Gottes aus Genesis 6: 1–4 seien herabgestiegen.

Einfach ausgedrückt, wenn Sie Bilder von Dämonen und Tod heraufbeschwören möchten, beziehen Sie sich auf Bashan. Wenn es stimmt, dass Elemente von Psalm 22 die Kreuzigung vorwegnehmen, ist es sinnvoll, dass ein Hinweis auf Bashan Teil davon wäre. Aber wir brauchen noch ein bisschen mehr Kontext, um es zu verstehen.

In einer früheren Diskussion über Bashan habe ich kurz auf das Vorhandensein der Kultstätte in Dan in der nördlichen Region hingewiesen. Die Stätte war berüchtigt in Bezug auf die götzendienerische Verehrung von Samaria, dem abtrünnigen Nordreich der zehn Stämme Israels, die nach dem Tod Salomos Davids Dynastie verließen. Diese Konföderation und das rivalisierende Königreich wurden von Jerobeam gegründet (1 Kön 12: 25–33). Die Verehrung anderer Götter – Götter außer Jahwe, die Dämonen (Shedim) genannt wurden – war Teil der Identität Basans.

Das hilft uns, Amos 4 zu verarbeiten, wo auch die „Rinder von Basan“ erscheinen:

1 Höre dieses Wort, du Kühe von Basan, die auf dem Berg Samaria leben, die die Machtlosen unterdrücken, die die Armen vernichten und zu ihren Männern sagen: Bring etwas mit, damit wir trinken können! 2 Mein Herr, der Herr, hat durch seine Heiligkeit geschworen: „Siehe, die Tage kommen über dich, an denen sie dich mit Haken wegnehmen werden, selbst der letzte von dir mit Angelhaken (Amos 4: 1–2).
Da die „Kühe von Basan“ mit ihren „Ehemännern“ sprechen sollen, sind sich die Gelehrten allgemein einig, dass Amos sich speziell an Frauen der Oberschicht im Norden Israels richtet, die Götzendiener der goldenen Kälber von Basan waren. Dem würde ich nicht unbedingt widersprechen, aber der Wortlaut enthält noch mehr.

Amos könnte Tempelpriesterinnen ins Visier nehmen, die zusammen mit männlichen Priestern den Göttern dienten. Es ist auch gut möglich, dass die Kühe von Basan die Gottheiten selbst in Form der Götzen sind. Diese Möglichkeit wird verstärkt, indem man ihre Verbrechen bemerkt: „Unterdrückung der Armen [dallim]“ und „Vernichtung der Bedürftigen [ebyonim]“. Dieselben zwei hebräischen Wörter werden in Psalm 82 verwendet, wo den korrupten Elohim genau dieselben Verbrechen vorgeworfen werden (Psa 82: 3–4) .3

Für unsere Zwecke wissen wir mit Sicherheit über Bashan, dass es sichere Assoziationen mit dämonischen Mächten hat. Obwohl Psalm 22 ursprünglich nicht messianisch ausgerichtet war, behebt Matthäus ‚Verwendung diese Assoziation.4 Die Implikation ist, dass Jesus im Moment der Qual und des Todes von den „Bullen von Basan“ umgeben war – dem dämonischen Elohim, der der gewesen war Feinde Jahwes und seiner Kinder seit Jahrtausenden.

Michael Heiser – Das unsichtbare Reich: Wiederherstellung der übernatürlichen Weltanschauung der Bibel

„Menschensohn“ ist eine Phrase, die im Alten Testament oft verwendet wird. Es sollte keine Überraschung sein, dass es von einem Menschen spricht. Die Überraschung ist, wie sonst dieser Mensch in dieser Passage beschrieben wird. Daniel 7:13 beschreibt einen Mann, der auf den Wolken zum Alten der Tage kommt.

Warum ist das eine große Sache? Weil diese Beschreibung sonst überall im Alten Testament vorkommt, wurde sie nur von Gott selbst verwendet (Jes. 19: 1; 5. Mose 33:26; Ps. 68: 32–33; Ps. 104: 1–4). Aber in Daniel 7 war Gott bereits als der Alte der Tage in der Szene. Es ist, als ob Daniel in seiner Vision einen „zweiten Gott“ sieht, der auch ein Mann ist – so ähnlich wie Christen an Gott als mehr als eine Person glauben.

Genau darum geht es.

Als Jesus bei seinem Prozess in Matthäus 26 vor Kaiphas stand und sein Leben in der Schwebe lag, traf er einen Nerv, indem er sich auf diese Idee berief:

Nun suchten die Hohenpriester und der gesamte Rat nach falschen Aussagen gegen Jesus, um ihn zu töten, aber sie fanden keine, obwohl viele falsche Zeugen vorkamen. Schließlich traten zwei vor und sagten: „Dieser Mann sagte:‚ Ich kann den Tempel Gottes zerstören und ihn in drei Tagen wieder aufbauen. ‚“Und der Hohepriester stand auf und sagte:„ Hast du keine Antwort zu geben? ? Was bezeugen diese Männer gegen dich? “ Aber Jesus schwieg. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich durch den lebendigen Gott, sag uns, ob du der Christus, der Sohn Gottes bist. Jesus sagte zu ihm: „Das hast du gesagt. Aber ich sage dir, von nun an wirst du den Menschensohn sehen, der zur Rechten der Macht sitzt und auf die Wolken des Himmels kommt. “ Dann riss der Hohepriester seine Roben auf und sagte: „Er hat Gotteslästerung ausgesprochen. Welche weiteren Zeugen brauchen wir? Sie haben jetzt seine Gotteslästerung gehört. Was ist dein Urteil? “ Sie antworteten: „Er hat den Tod verdient.“ (Matt. 26: 59–66).

In einer scheinbar sinnlosen Antwort auf eine klare Frage zitierte Jesus Daniel 7:13 als Antwort auf Kaiphas. Willst du wirklich wissen, wer ich bin, Kaiphas? Hör gut zu. Die Reaktion ist sofort. Kaiphas verstand sofort, dass Jesus behauptete, die zweite Gottfigur von Daniel 7: 13 zu sein – der Mensch, der so beschrieben wurde, wie nur Gott im Alten Testament beschrieben wurde. Er behauptete, Gott in menschlicher Form zu sein. Das war Gotteslästerung – und Grund für ein Todesurteil.

Aber Jesus wusste das natürlich. Er hatte kein Interesse daran, sich zu schützen. Er wusste, dass er sterben musste, um Gottes Reich wiederherzustellen, Gläubige in Gottes Familie zu bringen und die Nationen von den bösen Fürstentümern und Mächten zurückzugewinnen, die die Nationen kontrollierten, die Gott in Babel abgelehnt hatte.

Und er hat gestorben. Psalm 22, bekannt dafür, wie er die physischen Auswirkungen der Kreuzigung durch die Worte Davids beschreibt, gibt uns einen Einblick in die Schrecken, die am Kreuz nicht zu sehen sind. Der leidende Psalmist stöhnt:

Alle, die mich sehen, machen sich über mich lustig;

sie strecken die Zunge heraus und schütteln den Kopf.

„Du hast dich auf den Herrn verlassen“, sagen sie.

„Warum rettet er dich nicht?

Wenn der Herr dich mag,

Warum hilft er dir nicht? “ …

Viele Feinde umgeben mich wie Stiere;

sie sind überall um mich herum,

wie wilde Stiere aus dem Land Basan.

Sie öffnen den Mund wie Löwen,

brüllte und riss mich an.

Meine Kraft ist weg,

gegangen wie Wasser auf den Boden verschüttet.

Alle meine Knochen haben kein Gelenk mehr. (Ps. 22: 7–14 GNT)

Der gruselige Teil dieser Beschreibung sind die wilden Bullen aus Basan. Wie wir bereits erwähnt haben, war Basan zu Zeiten des Alten Testaments für dämonische Götter und das Reich der Toten der Nullpunkt. Das Gebiet war ein führendes Zentrum für die Verehrung des Baal, symbolisiert durch Stiere und Kühe. „Bullen aus dem Land Basan“ ist ein Hinweis auf Dämonen, die Mächte der Dunkelheit. In unserer Zeit wurden die Bilder in all ihrer unheimlichen Abstoßung von C. S. Lewis in Der Löwe, die Hexe und die Garderobe festgehalten. Niemand, der dieses Buch gelesen oder den Film gesehen hat, kann vergessen, dass Aslan demütig sein Leben den entzückten Horden der Weißen Hexe auf dem Steintisch übergibt.

Und genau wie Jesus Satan völlig überlistet hatte, hatte Aslan die Weiße Hexe für einen Narren gespielt. Was das Böse als Moment des Triumphs falsch wahrnahm, stellte sich als seine eigene irreversible Niederlage heraus.

Michael Heiser – Übernatürlich: Was die Bibel über die unsichtbare Welt lehrt – und warum es wichtig ist

Ich hoffe, die Zitate machen klar: Psalm 22 und 23 gehören zusammen – und Jesus spricht … Zuerst der Angriff auf IHN und das Verlassensein – auch vom Vater im Himmel – um dann im nächsten Kapitel zu zeigen, dass er auch im tiefsten Schatten der Obhut seines Vaters vertraute! Und weil hier Jesus von seiner Zeit am Holz redet, ist der Begriff „Unglück“ nicht nur unglücklich gewählt sondern grundweg FALSCH! Es war aus der Sicht Jesu und auch aus der Sicht des himmlischen Vaters KEIN UNGLÜCK – der Einzigste, der im Nachhinnein diese Zeit als Unglück betrachtet …

der „Herr“ im NT

וַתֹּאמֶר מִרְיָם הִנְנִי שִׁפְחַת יְהוָֹה יְהִי־לִי כִּדְבָרֶךָ וַיֵּצֵא מֵאִתָּהּ הַמַּלְאָךְ׃

Delitzsch – hebräisches NT – Lukas 1,38

»Ich will mich dem Herrn ganz zur Verfügung stellen«, antwortete Maria. »Alles soll so geschehen, wie du es mir gesagt hast.« Darauf verließ sie der Engel.
Hoffnung für Alle – Lukas 1,38

Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd (O. Sklavin) des Herrn; es geschehe mir nach deinem Worte Und der Engel schied von ihr.
Elberfelder 1871 – Lukas 1,38

„Ich will für Gott alles geben, ich gehöre ihm, alles, was du gesagt hast, soll auch so passieren.“
VolxBibel – Lukas 1,38

Da sagte Maria: „Ich gehöre ganz dem Herrn. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen.“ Darauf verließ sie der Engel.
NeÜ bibel.heute – Lukas 1,38

Μαριάμ V. 27, hier Nom. δούλη Sklavin; Dienerin; ἰδοὺ ἡ δούλη κυρίου etwa ich bin die Dienerin des Herrn (d. h. ich gehöre dem Herrn, ich stehe ihm ganz zur Verfügung [GNB]). γένοιτο Aor. Opt. Med. γίνομαι; kupitiver Opt. (H-S § 268b; vgl. § 211c; A259); γένοιτό μοι mir geschehe. ἀπ-ῆλθεν V. 23.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Sie schien nicht überrascht, daß der Messias jetzt kommen sollte, sondern wunderte sich nur darüber, daß sie Mutter werden sollte, da sie doch noch von keinem Mann wußte. Doch der Engel tadelte sie nicht, wie er es bei Zacharias getan hatte (V. 20) – ein Hinweis, daß Maria nicht etwa an den Worten Gabriels zweifelte, sondern nur wissen wollte, wie diese Verkündigung wahr werden sollte. Die Antwort lautete, daß der Heilige Geist in seiner Schöpferkraft die Empfängnis bewirken werde (V. 35). Die wunderbare Empfängnis und Jungfrauengeburt Jesu Christi war notwendig, um die Gottheit und Präexistenz des Messias‘ zu wahren (vgl.Jes 7,14; 9,6; Gal 4,4).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

So wie der Engel bei einem Lobpreis Gottes endete, so endet auch Maria mit einem tätigen Lobpreis. Denn in ihrem Schlusswort überlässt sie sich ganz diesem großen Gott: »Siehe, ich bin des Herrn Magd« (V. 38). Der altkirchliche Ausleger Irenäus (um 180 n. Chr.) hat diesen Vers sehr schön ausgelegt, wenn er sagt, dass hier der Gehorsam der Maria dem Ungehorsam der Eva gegenübergestellt wird (Gegen die Irrlehren, III,22,4). In dem Ausdruck »Magd des Herrn« steckt ein Doppeltes: a) Gott kann über sie verfügen (vgl. 1Sam 25,40ff.); b) sie will nicht nur über sich verfügen lassen, sondern Gott dienen, wie die »Knechte des Herrn« ihm gedient haben (vgl. wieder 1Sam 25,40ff. und 4Mose 12,7; Dan 9,6; Sach 1,6). »Mir geschehe, wie du gesagt hast«: Auch da ist wieder beides vorhanden. Maria lässt das Wort Gottes (»wie du gesagt hast«) stehen, es soll sich an ihr erfüllen. Und sie findet ein volles Ja zu dem schweren Weg, den Gott auf diese Weise mit ihr geht (vgl. Spr 23,26). Gerade durch dieses Ja, durch diesen Gehorsam, will sie Gott dienen.

Erstaunlich, wie entschlossen und wie überlegt diese junge Frau spricht! Ihre Antwort auf Gottes Wort macht sie zu einem leuchtenden Glaubensvorbild. Zwar ist Maria keine »Mit-Erlöserin« geworden, wie die päpstliche Lehre es behauptet. Denn in der »Erlösung« gibt es kein »Mit« des Menschen, nur das »Allein« Gottes: »Allein aus Gnade«, »allein Christus«. Aber für die Annahme der Erlösung bleibt Maria vorbildlich.

Edition C

«Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort» (Lk 1,38).
Das ist die Antwort Marias auf die Worte des Engels. Demütig nennt sie sich die Magd des Herrn und ist bereit, sich dem Wort Gottes zu unterordnen. Sie möchte, dass der göttliche Wille in ihrem Leben ausgeführt wird.
Ihr Beispiel spornt uns an! Durch die Bibel teilt Gott uns seinen Willen für unser Leben mit. Wie reagieren wir, wenn Er uns beim Lesen oder Hören des Wortes direkt anspricht? Sind wir bereit, unsere persönlichen Wünsche und Ideen aufzugeben und uns unter den Willen Gottes zu stellen und dem Wort zu gehorchen?
Dabei unterscheiden wir zwei Aspekte:
• Unterordnung ist eine Herzenshaltung gegenüber Gott und seinem Wort. Wir beugen uns unter die göttliche Autorität.
• Gehorsam zeigt sich in der Tat, indem wir das verwirklichen, was Gott uns durch sein Wort aufträgt.
Es ist ein grosser Segen für uns, wenn wir als junge Christen sowohl in den richtungsweisenden Entscheidungen unseres Lebens als auch in den Angelegenheiten des Alltags den Willen Gottes tun möchten!

Halte fest 2012

Mit der Prophezeiung und der Antwort auf ihre nachfolgende Frage endet die Passage mit Marias Antwort in Vers 38: Und Maria sagte: Siehe, die Magd des Herrn; sei es mir nach deinem Wort. Und der Engel entfernte sich von ihr.

An diesem Punkt unterwirft sie sich völlig dem Willen und der Fürsorge Gottes; Dies ist im Lichte von drei Dingen weise. Erstens sollte die alttestamentliche Strafe für eine verlobte Frau, die für schwanger befunden wurde, zu Tode gesteinigt werden; Maria würde Gott vertrauen müssen, dass die Todesstrafe nicht auf sie angewendet würde. Zweitens musste sie Gott in Bezug auf die Reaktion der Gemeinschaft vertrauen, da sie in Gefahr war, aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden und für den Rest ihres Lebens geächtet zu werden. Drittens musste sie dem Herrn in Bezug auf ihre Beziehung zu Joseph vertrauen. Dies war ein berechtigtes Anliegen, da Joseph als rechtschaffener Mann erwog, sich angesichts ihrer Schwangerschaft von Maria scheiden zu lassen. Sie gab sich dem Herrn hin, um all diese wichtigen Dinge zu klären.

Zusammenfassung: Wir können Gabriels Botschaft an Maria in fünf Punkten zusammenfassen. Erstens würde die Inkarnation in einem Mann sein. Zweitens sollte er Jeschua oder Jesus heißen. Drittens wäre er in Bezug auf seine wesentliche Natur großartig. Viertens wäre er der Sohn Gottes. Und fünftens würde er den Davidischen Bund erfüllen.

Der Davidische Bund versprach vier ewige Dinge: einen ewigen Thron, ein ewiges Haus oder eine ewige Dynastie, ein ewiges Königreich und einen ewigen Nachkommen. Alle vier ewigen Dinge kamen in Gabriels Botschaft heraus. In Bezug auf den Thron sagte er: Der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. In Bezug auf das Haus oder die Dynastie: Er wird für immer über das Haus Jakobs herrschen. In Bezug auf das Königreich: Von seinem Königreich wird es kein Ende geben. In Bezug auf den ewigen Nachkommen sagte Gabriel: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das gezeugt wird, der Sohn Gottes genannt werden. Die vier ewigen Dinge, die im Davidischen Bund verheißen wurden, wurden hier angepasst, um durch Jesus den Messias erfüllt zu werden. Die Ewigkeit des Hauses, des Throns und des Königreichs ist garantiert, weil der Same Davids in einer Person gipfelt, die selbst ewig ist.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Wie alt war Mirijam / Maria damals?
Warum hatte sie so einen festen Glauben?
Welche Ziele hatte Mirijam?
Welchen HERRN hatte sie, dem sie ganz vertraute?

Manche Christen sind ja der Auffassung, dass der Herr im NT Jesus Christus wäre – aber hier haben wir gleich zu Beginn des Evangeliums den Herrn der Mirijam/Maria, wo es Jeschua/Jesus noch gar nicht als Mensch gibt. Die oben angeführte hebräische Bibel zeigt deutlich, dass hier von Jehovah gesprochen wird.
Wir wissen heute leider nicht genau, wie Maria aufgewachen war, und was ihr genauer Hintergrund war. Man nimmt an, dass sie ihre Kinderzeit in der Nähe der Anbetung Jehovahs verbracht hat, und dass sie zu dem Zeitpunkt, der in Lukas 1 berichtet wird, zwischen 12 und 14 Jahre alt war.

Und was für einen Glauben haben wir? Ist mein Ziel, meine eigenen Wünsche zu erfüllen? Was kennen wir eigentlich von der Bibel? Wären wir genauso demütig, wenn Jehovah heute einen Engel schicken würde, und unsere Lebensplanung komplett über den Haufen werfen würde?

Blick in den Himmel

וְאַרְבַּע הַחַיּוֹת לְכָל אַחַת מֵהֶן שֵׁשׁ כְּנָפַיִם. מִסָּבִיב וּמִבִּפְנִים הֵן מְלֵאוֹת עֵינַיִם, וְיוֹמָם וָלַיְלָה אֵינָן חֲדֵלוֹת לוֹמַר׃ ״קָדוֹשׁ, קָדוֹשׁ, קָדוֹשׁ, (ישעיהו ו׳ ב׳–ג׳) יהוה אֱלֹהֵי צְבָאוֹת אֲשֶׁר הָיָה וְהֹוֶה וְיָבוֹא.״

ha-Berit ha-ḥadashah 2000 – Offenbenbarung 4,8

Und was die vier lebenden Geschöpfe betrifft: Jedes von ihnen hat je sechs Flügel; ringsum und unterhalb sind sie voller Augen. Und sie haben Tag und Nacht keine Ruhe, während sie sagen: „Heilig, heilig, heilig ist Jehova Gott, der Allmächtige, der war und der ist und der kommt.“
neue Welt Übersetzung – Offenbarung 4,8

Und die vier Lebewesen (Gestalten, Tiere, Geschöpfe), eines wie das andere {von ihnen} je sechs Flügel habendj, sind außen (außen herum) und innen voller Augen. Und sie rufen Tag und Nacht ohne Unterbrechungk: „Heilig, heilig, heilig [ist] der Herr (JHWH), Gott, der Allmächtige (Zebaot), Der War (Gewesene) und Der Ist (Seiende) und Der Kommen Wird (Kommende) l!“
offene Bibel – Offenbarung 4,8

Jede dieser Gestalten hatte sechs Flügel. Auch die Flügel waren innen und außen voller Augen. Unermüdlich, Tag und Nacht, rufen sie:
»Heilig, heilig, heilig ist der Herr,
der allmächtige Gott,
der schon immer war,
der heute da ist
und der kommen wird!«
Hoffnung für Alle – Offenbarung 4,8

Jedes von diesen vier Wesen hatte sechs Flügel, und die waren auch voll mit diesen Augen. Diese vier Wesen standen da und sangen vierundzwanzig Stunden am Tag ohne Unterbrechung: „Ganz besonders krass, eben gottmäßig, heilig, so ist der Gott, dem nichts unmöglich ist. Er war am Anfang da, er ist jetzt immer noch bei uns, und er wird auch immer da sein!“
VolxBibel – Offenbarung 4,8

Off 4,8 ἓν καθʼ ἕν19f ein jedes, eins wie das andere (B εἷς 5e). αὐτῶν gen. partitivus (A164). ἔχων V. 7. ἀνά distributiv (BDR § 2481) je, jeweils. πτέρυξ3 υγος ἡ Flügel. ἕξ19 sechs. κυκλόθεν Adv. von allen Seiten, ringsherum. ἔσωθεν innen. ἀνά-παυσις8 Aufhören; Ruhe. ἡμέρας καὶ νυκτός gen. temp. (A166). λέγοντες Ptz. λέγω, präd. bei Verben (hier: Verb m. entsprechendem AkkO) des modifizierten Seins u. Tuns (A301); ἀνάπαυσιν οὐκ ἔχουσιν (praesens narrativum, A235) … λέγοντες sie sprechen/sprachen unaufhörlich. ὁ θεός Nom. m. Art. für Vok. (A142). παντο-κράτωρ6 ορος ὁ Allherrscher, Allmächtiger; App. (A70). ἦν Ipf. εἰμί; ὁ ἦν vertritt hier ein dur. Ptz. m. Vergangenheitsbezug (ZG): der war; ὁ ἦν καὶ ὁ ὢν καὶ ὁ ἐρχόμενος eine an Ex 3,14f anknüpfende Umschreibung des Gottesnamens. ὤν Ptz. εἰμί, subst. ἐρχόμενος Ptz. ἔρχομαι, subst.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Vor dem Thron lag ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, in dem sich die herrlichen Farben der ganzen himmlischen Szenerie brachen (vgl. Offb 15,2). In der Mitte des Bildes befanden sich vier himmlische Gestalten, die mit einem Löwen, einem Stier, einem Menschen und einem fliegenden Adler vergleichbar waren. Jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, und sie waren außen und innen voller Augen. Nach den Worten des schauenden Johannes priesen diese Wesen Gott ohne Unterlaß und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige (pantokratOr; vgl. Offb 1,8;11,17;15,3;16,7.14;19,6.15;21,22 ) und Ewige (der da war und der da ist und der da kommt; vgl. Offb 1,8;11,17 ). Dies ist die erste von insgesamt 14 Doxologien im Buch der Offenbarung (vgl. dazu die nachfolgende Tabelle).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Auch Hesekiel sprach von sechs Flügeln ( Hes 1,11 ). Das Trishagion (»heilig, heilig, heilig«) stammt aus Jes 6,3 , wo die Seraphim – heilige Flammenengel nach dem Vorbild der Cherubim der Stiftshütte – als ein Symbol der universalen Herrlichkeit Gottes ( Jes 6,3 ) den Thron Gottes im Jerusalemer Tempel umgeben und dem Seher die Unreinheit der sündhaften Sterblichen, zu denen auch er selbst gehört, vor Augen führen ( Jes 6,5 ). Die biblische Bildwelt mit diesen Gestalten und ihre Hymnen, die in den Synagogen und später auch in der kirchlichen Liturgie gesungen wurde, finden sich auch in späteren jüdischen Schriften. Als Gegensatz dazu wäre der ständige Chor des Kaiserkults in Pergamon vorstellbar, dessen 36 Mitglieder Hymnen zu Ehren des göttlichen Augustus zu singen hatten.

Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Dann sieht Johannes „vier lebendige Wesen“. Ihnen kommt eine herausragende Bedeutung zu. Sie befinden sich „inmitten des Thrones und rings um den Thron“, sind „voller Augen vorn und hinten“, gleichen einem Löwen, einem Stier, einem Menschen oder einem Adler und besitzen sechs Flügel, die „ringsum und inwendig voller Augen“ sind.

Die „Wesen“ haben große Ähnlichkeit mit denen aus Hes 1 und 10 (Hes 1,4-21; 10,1-17). Der Vergleich zeigt, dass es sich bei den Gestalten um Cherubim handelt.
„Keruben sind geflügelte Mischwesen mit einem Menschengesicht und einem Löwenkörper. Sie entsprechen dem Sphinx in Ägypten. In Hes 41,18f. ist ein Mischwesen mit Menschen- und Löwenkopf vorausgesetzt.
Durch die Kombination von Körperteilen unterschiedlicher Lebewesen (Mensch / Tiere) werden die mit diesen verbundenen Eigenschaften, Funktionen und Bedeutungen in einem einzigen Wesen vereint und steigern so dessen überlegene, übernatürliche Gewalt und Macht ins Unermessliche. Im Alten Orient haben Keruben vor allem zwei Funktionen: Eine Wächter- und Schutzfunktion (…) und eine Tragefunktion (sie tragen die Gottheit bzw. bilden deren Thron). Beide Funktionen finden sich auch im Alten Testament …
Das Alte Testament kennt unterschiedliche Kerubenkonzeptionen. Auffällig ist auch, dass sowohl vom einzelnen Kerub als auch von Keruben im Plural gesprochen wird …
Keruben beschützen – wie Wächterfiguren bzw. Genien an den Eingängen assyrischer und babylonischer Paläste – den Weg zum Baum des Lebens bzw. den Berg Gottes (Gen 3,24 [Pl.]; Ez 28,14.16 [Sg.]) …
In 2Sam 22,11 // Ps 18,11 fungiert der Kerub (Sg.!) als Himmelsreittier JHWHs im Zusammenhang seiner Theophanie (…). Hier ist vor allem die Ausstattung des Keruben mit Flügeln wichtig, da sie die Mobilität JHWHs unterstreicht …
Zur Innenausstattung des Salomonischen Tempels gehörten nach 1Kön 6,23-28 zwei 10 Ellen (ca. 5 m) hohe Keruben aus Olivenholz, die nebeneinander, mit dem Gesicht nach vorn standen und mit ihren Flügeln den Gottesthron bildeten. Die inneren Flügel waren die Sitzfläche und die äußeren die Seitenlehne des Thrones.
Daneben waren auch die Wände und Türen des Tempels sowie die Kesselwagen mit umlaufenden Schnitzwerkverzierungen versehen, die u.a. Palmetten und Keruben darstellten (vgl. 1Kön 6,29.32.35; 1Kön 7,29.36; …) …
Das JHWH-Prädikat ‚Kerubenthroner‘ in 1Sam 4,4; 2Sam 6,2 = 1Chr 13,6; 2Kön 19,15; Jes 37,16; Ps 80,2; Ps 99,1 entstammt ursprünglich der Jerusalemer Kulttradition … Es bezieht sich unmittelbar auf den im Salomonischen Tempel befindlichen Kerubenthron JHWHs, wie z.B. Ps 99,1b.2a nahelegt, wo JHWH, ‚der Kerubenthroner‘, mit dem auf Zion residierenden Gott identifiziert wird … Das Königtum JHWHs und sein Thronen auf den Keruben gehören unaufhebbar zusammen (vgl. den synonymen Parallelismus membrorum in Ps 99,1 …). In 2Kön 19,15 ist der Titel mit der Vorstellung von JHWH als König und Weltschöpfer verbunden. Hier und in Ps 80,2 ergeht an den Kerubenthroner eine Bitte um Hilfe und Schutz.“
http://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/keruben-kerubenthroner/ch/4b7f1d9f930ed7c51d9f4893a5aad7e0/ (Zugriff 25.10.2017)

Auf dem Hintergrund der den Thron Gottes tragenden Cherubim wird auch die Aussage verständlich, dass sie „inmitten des Thrones und rings um den Thron“ sind“ (vgl. Hes 1,5: „Und mitten darin war etwas wie vier Gestalten …“). Es handelt sich um „lebendige Teile des Thrones der Herrlichkeit“ (Tóth, Kult, 217).

Dass sie „vorn und hinten“ voller Augen sind, dient wahrscheinlich dazu, dass sie sich beim Gehen nicht umzuwenden brauchen (Hes 1,12; vgl. 10,11) und auf diese Weise den Thron Gottes besser bewachen können.

Die Bewachung des Thrones Gottes gehört jedenfalls nach dem äthiopischen Buch Henoch zu den Aufgaben der Cherubim.
äthHen 70,7-9: „(7) Und ich sah dort in der Mitte jenes Glanzes, dass darin Etwas, was erbaut war aus Steinen von Glas, (8) inmitten dieser Steine Zungen von lebendigem Feuer. Und es sah mein Geist eine Umschließung, welche umschloss dieses Haus des Feuers von seinen vier Enden, darin Ströme angefüllt mit lebendigem Feuer, und sie umschlossen dieses Haus. (9) Und es umgaben die Seraphs, die Cherubs und die Ophanin; dies sind diejenigen, welche nicht schlafen, und bewahren den Thron seiner Herrlichkeit.“ (vgl. Roloff, 69).

Auch dass es sich bei den vier Gestalten um Figuren handelt, die einem Löwen, einem Stier, einem Menschen oder einem Adler gleichen, entspricht der Vision im Buch Hesekiel (Hes 1,10; 10,14). Der einzige Unterschied besteht darin, dass es sich bei Hesekiel jeweils um ein Wesen mit vier verschiedenen Angesichtern handelt, während es in Offb 4 um vier verschiedene Gestalten geht, die daher auch einzeln in Aktion treten können (6,1.3.5.7; 15,7).

Damit stellt sich auch die Frage nach der Bedeutung von Löwe, Stier, Mensch und Adler:
• Im Laufe der Kirchengeschichte hat man versucht, sie mit den vier Evangelisten zu identifizieren (Irenäus, adv.haer. 3,11,8; so auch Böttcher, 97).
• Nach Maier steht der Löwe „für die wilden Tiere“ und „zugleich für Macht und Kraft“, der Stier für die „Haus- und Opfertiere“ und als „Repräsentanz von Kraft und Majestät“; der Mensch als Repräsentant der Menschheit und der Adler als Repräsentant der Vögel und der „Macht und Herrlichkeit des Schöpfers“ (Maier I, 271-273).
• Zimmerli deutet die Gestalten des Buches Hesekiel dahingehend, dass „darin die königlichsten und stärksten Tiere bzw. Vögel zusammen mit dem Menschen herangezogen worden“ sind, „um die Aussage der allumfassenden Gottmacht, die sich in den throntragenden Wesen spiegelt, zu potenzieren“ (Walter Zimmerli, Hesekiel, Neukirchen-Vluyn 1979, 62).
• Interessant ist auch der Vorschlag, die vier Gesichter der Gestalten des Hesekielbuchs als Repräsentanten der vier Himmelsrichtungen zu deuten, weil dadurch auch ihre Bewegungsrichtung erklärt werden kann (Hes 1,20). (Hans Ferdinand Fuhs, Ezechiel, Würzburg, 1986, 23).

Jedes der vier Wesen hat sechs Flügel – also zwei mehr als die in Hesekiel beschriebenen Wesen (Hes 1,6). Sie sind „ringsum und inwendig voller Augen“. Weil in 4,6 bereits davon die Rede war, dass die Wesen „voller Augen“ sind, bezieht sich diese Aussage vermutlich speziell auf die Flügel (Maier I, 274).

Vers 8b schildert nun die Tätigkeit der vier Gestalten: das unaufhörliche Lob Gottes. Die Aussage, dass sie damit „Tag und Nacht“ nicht aufhören, entspricht Aussagen im Henochbuch.
äthHen 39,12: „Dich [Gott] preisen die nie Schlafenden; sie stehen vor deiner Herrlichkeit, preisen, rühmen und erheben sich, indem sie sprechen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Geister! Er erfülltet die Erde mit Geistern.“ (vgl. äthHen 70,9: „Und es umgaben die Seraphs, die Cherubs und die Ophanin; dies sind diejenigen, welche nicht schlafen, und bewahren den Thron seiner Herrlichkeit.“)

Das Lob Gottes besteht aus einem dreimaligen Ruf „heilig“ (vgl. Jes 6,3). Außerdem wird Gott als „Herr“, als „Allmächtiger“ und als „der war und der ist und der kommt“ bezeichnet. Die Begriffe „Herr“ (gr.: Kyrios) und „Allmächtiger“ (gr.: pantokrator) stehen auch in 1,8; 11,17; 15,3; 16,7.14); 19,6; 21,22 zusammen. Die Bezeichnung „der war und der ist und der kommt“ ist typisch für die Offenbarung des Johannes (1,4.8; vgl. 11,17; 16,5).

So ist es „ihre Hauptaufgabe …, mit den Ältesten zusammen vor dem Thron Gottesdienst zu halten (4,8, 5,8-10; vgl. auch 5,14; 19,4). Sie beschäftigen sich aber auch mit der Entfaltung der Endereignisse: Bei den anfänglichen vier Siegelvisionen leitet ein jedes von ihnen mit dem Wort ‚komm!‘ den Auftritt eines Pferdes ein (6,1.3.5.7) und in 15,7 übergibt eines von ihnen den sieben Schalenengeln die sieben Schalen.“ (Satake, 199).

Mainka – Offenbarung des Johannes

Jetzt folgt die maßgebliche Deutung der göttlichen Lichtfülle, die Johannes geschaut hat. An die in V 3 genannten Farben und Materialien sind nicht allerlei Themen menschlicher Dogmatik anzuhängen, vielmehr geht es um ein einziges Thema, und um dieses Thema dreimal und immer wieder: es geht um die Heiligkeit Gottes (s. z. 3,7). Und sie sprachen unaufhörlich Tag und Nacht: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allgewaltige. Die hohen Thronengel haben teil an dem göttlichen Wachsein nach Ps 121,4. das mit menschlicher Schlaflosigkeit nichts gemein hat, sondern Unabhängigkeit vom irdischen Zeitenrhythmus bedeutet. In überirdischer Unermüdlichkeit und ewiger Wachheit verrichten sie ihren Throndienst wie die Seraphe in Jes 6. Der dort gebrauchten Gottesbezeichnung „Herr Zebaoth“ entspricht hier „Gott der Herr, der Allgewaltige“ (Anm. 54). Aber dann folgt im Unterschied zu Jes 6 nicht eine raumbezogene, sondern eine geschichtsbezogene Bestimmung des Dreimalheiligen: Der da war und der da ist und der da kommt. Die drei Elemente dieser Wendung sind gegenüber 1,4 chronologisch geordnet (s. d.): Gott war heilig, ist heilig und wird heilig sein. Was sich auch in den Zeiten ändert, aber daran ändert sich nichts. Daran zerbricht aber alles, was unheilig ist. In diesem Vorgang um den Thron Gottes enthüllt sich dem Johannes der Grundvorgang der Geschichte: Heiligung des Namens Gottes.

Wuppertaler Studienbibel

Und heute wieder die Frage: für was lebe ICH? Für mich, oder sehe ich meine Aufgabe im Leben, diesen allweisen Schöpfer zu loben und zu preisen? Was zeigen meine Aktivitäten?

Vergessen wir nicht:
Jehovah ist vollkommen heilig
Wir Menschen sind von Natur aus sündig
Jehovah ist vollkommen gerecht
Wir Menschen sind von unserer Geburt an ungehorsam.
Nur durch Seine Barmherzigkeit haben wir die Chance IHN anzubeten.

Gottesdienst im Himmel sieht SO anders aus, als den, den wir auf der Erde so nennen. Da wird kein Heftchen studiert, da geht es nicht im Heilung, nicht um unsere Sorgen – da geht es um IHN!

Unfrieden – warum?

Ihr meint wohl, ich sei gekommen, um bloß Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, – ich bringe auch Unfrieden.
Johannes Greber – Lukas 12,51

Falls ihr gedacht habt, ich würde den Weltfrieden organisieren, dann habt ihr euch gewaltig getäuscht! Nein, wo ich bin, werden sich Menschen streiten,
VolxBibel – Lukas 12,51

Meint nur nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Nein, ich bringe Auseinandersetzung!
Hoffnung für Alle – Lukas 12,51

Denket ihr, daß ich gekommen sei, Frieden auf der Erde zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung.
Elberfelder 1871 – Lukas 12,51

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Erklärt hier Jesus, dass ER für die Streitkultur der heutigen Zeit verantwortlich wäre? NEIN!

„Glaubst du, ich bin gekommen, um Frieden im Land zu bringen?“ Jeschua würde bei seinem ersten Kommen nicht in Herrlichkeit regieren, noch würde er die messianischen Prophezeiungen des Weltfriedens erfüllen, z. B. „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schlagen“ (Jes. 2: 4; Mik. 4: 3). Stattdessen würde er Spaltung bringen: Einige würden ihn als Messias anerkennen, andere nicht, was dazu führen würde, dass sich die Familien in dieser Angelegenheit in der Mitte aufteilen (Verse 52–53).

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Ein Jünger Jesu zu sein, konnte unter Umständen dazu führen, daß man von niemandem mehr verstanden wurde, nicht einmal von der eigenen Familie. Jesus brachte letztlich nicht Frieden unter die Menschen, sondern Zwietracht, denn die einen nahmen seine Botschaft vom Gottesreich an, und die anderen lehnten sie ab. Die Wirkung seiner Lehre und seines Lebens würde einem verzehrenden Feuer gleichen (V. 49). Sein Leben und sein Tod bildeten die Grundlage für das Gericht über Israel, durch das das Volk wie durch ein Feuer geläutert würde. Jesus wünschte sich sehnlich, daß dieses Ziel schon erreicht und sein Auftrag erfüllt wäre. Mit der Taufe, von der er hier sprach, war zweifellos sein Tod gemeint, der, wie er sagte, vollbracht werden mußte (V. 50). Das Wirken Jesu brachte tatsächlich Konfliktstoff in die Welt, wie er prophezeit hatte (V. 52 – 53). Familien wurden uneins und Treueversprechen gebrochen. Noch heute werden Judenchristen von ihren Familien und Freunden geächtet. Doch ein Jünger muß bereit sein, solche Schwierigkeiten auf sich zu nehmen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Damit dieses Ziel erreicht wird, musste eine Erlösung vollbracht und die Macht Satans zerstört werden. Die Menschen müssen mit Gott versöhnt werden und die Schöpfung muss wieder in Harmonie mit ihrem Schöpfer gebracht werden. Aber das ist nicht das Thema hier, sondern die Person des Herrn Jesus. Alles war sozusagen verborgen in diesem Kind, das in der Krippe lag. Durch dieses kleine Kind griff Gott in die Welt ein, wo die Sünde regierte, um seine Pläne auszuführen. In Ihm, der so in die Welt gekommen war, ist die Erfüllung dieser Pläne gesichert.
Die Ablehnung dieses Friedensangebots Gottes im Herrn Jesus bedeutet allerdings für alle, die nicht an Ihn glauben, Gericht. Denn an Ihm scheiden sich die Menschen. Der Herr selbst weist in Lukas 12,51 darauf hin: Seine Gegenwart bewirkt unter Menschen Konfrontation und Entzweiung. Aber das war nicht Gottes Absicht, als Er seinen Sohn sandte, sondern eine Folge der Ablehnung von Jesus Christus durch die Masse der Menschen. Statt «Friede auf der Erde» haben wir heute erbitterte Feindschaft gegen den Herrn Jesus und gegen jene, die die Botschaft des Friedens annehmen – eine Tatsache, die jeder, der Ihm nachfolgt, mehr oder weniger intensiv erfährt.

Halte fest 2014

Die Ethik, die Jesus lehrt, unterscheidet sich so radikal von der Ethik der Welt, dass eine Entzweiung zwischen ihren jeweiligen Anhängern unausweichlich ist.

Lk 12:51-53 : Angesichts des hohen Stellenwerts, den die Familie im Judentum genoss, mussten diese Worte Jesu seine Hörer erschrecken. Die Menschen lebten damals sehr viel häufiger in Großfamilien zusammen als heute, doch längst nicht alle hatten ihre Schwiegereltern bei sich aufgenommen.

Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Da sind wir wieder bei dem Punkt von gestern abend: wenn Christsein bedeutet, seine eigenen Wünsche und Ziele aufzugeben – dann entfernt man sich aus dieser selbstsüchtigen Gesellschaft, und ist kein Teil mehr von ihr.
Aber dass diejenigen, die sich zu Jeschuah bekennen von ihren eigenen Familien und Freunden entfremdet werden, könnt ihr in der Broschüre „“Die Weisheit ruft“ nachgelesen werden – eine Sammlung von Lebenserfahrungen von Rabbinern des 18. und 19.Jahrhunderts, die erkannten, welche Rolle Jeschuah in ihrem Leben spielen sollte. (Unter anderem findet ihr beim Lesen dieser Broschüre auch, dass alle diese Rabbiner der Meinung waren, dass „ihr Gott“ Jehovah heißt).

„Christen“ oder Christen

Die Frage, woran man Christen heute erkennt, beschäftigt mich ja schon länger.

Gestern und heute Nacht hörte ich ein Buch das viele dieser Fragen und viele Antworten wieder nach vorn holte.
Hier ein Zitat:

Es gibt Millionen von Männern und Frauen, denen beigebracht wurde, dass sie Christen werden können, und es wird sie nichts kosten. Und sie glauben es! Es gibt sogar einige, die die Kühnheit haben zu lehren, dass das Leben besser wird, wenn Menschen ein Gebet beten und Jesus in ihre Herzen bitten. Jesus lehrte genau das Gegenteil! Lesen Sie diese Worte Jesu langsam und sorgfältig. Dies ist weitaus wichtiger als jeder der folgenden Absätze, die ich geschrieben habe. Interpretiere seine Worte für dich.
Lukas 14: 25–33

Vergessen Sie, was Ihnen über das Beten eines Gebets und die Bitte Jesu, Ihr persönlicher Retter zu sein, gesagt wurde. Lesen Sie, was Jesus verlangt hat, und fragen Sie sich, ob Sie ihm noch folgen möchten.
Es gab keine Fehlinterpretation dessen, was Christus forderte. Deshalb hatte er so wenige Jünger. Der Ruf, Jesus nachzufolgen, war ein Ruf zu sterben. Das Preisschild war vorne und in der Mitte. Jesus legte es von Anfang an dar und forderte die Menschen auf, die Kosten zu zählen, bevor sie sich auf etwas einlassen, zu dem sie nicht bereit waren. Heutzutage wollen wir nur über den guten Teil sprechen – die Gnade und den Segen. Und natürlich sind Gnade, Vergebung und Barmherzigkeit von zentraler Bedeutung für das Evangelium, aber gleichzeitig war Jesus sehr ehrlich und offen über die Kosten des Evangeliums, ein Konzept, das wir völlig vernachlässigen.
Auf diese Weise haben wir etwas verloren, das für das Wesentliche dessen, was es bedeutet, Christ zu sein, so zentral ist. Christ zu werden ist eine vollständige und völlige Hingabe Ihrer eigenen Wünsche und Ihres Fleisches an den höheren Zweck, Gottes Herrlichkeit zu dienen. Es bedeutet, dass du für dich selbst stirbst und Christus anziehst. Dafür melden Sie sich an.

letters to the church

Genau da ist einer der Unterschiede – Jesus toll finden, und viele Wünsche an ihn haben ODER mein Leben vollständig und völlig SEINEN Wünschen unterzuordnen!
Wie anders würden die Menschen Christen wahrnehmen, wenn alle Christen wirklich Christen von Herzen wären! Ja, es wären viel weniger! Aber viel auffallender! Den die vielen, die nur Fans von den Lehren Jesu sind, bringen mit ihren politischen und persönlichen Sorgen, ein falsches Licht auf das Christsein.

“ ich sorge für echtes Leben.“

„Bei mir hat der Tod keine Chance mehr, ich sorge für echtes Leben. Alle, die ihr Vertrauen auf mich setzen und mir glauben, die werden immer weiterleben, auch wenn sie mal sterben! Jeder, der mir vertraut, der wird nie mehr sterben! Glaubst du das, Marta?“
VolxBibel – Joh 11,25–26

Jesus entgegnete ihr: «Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, wenn er auch stirbt, und wer da lebt und an mich glaubt-(= im Leben an mich glaubt )-, wird in Ewigkeit nicht sterben! Glaubst du das?» .
Hermann Menge – Johannes 11,25–26

Da sagte Jesus zu ihr:
»Ich bin die Auferstehung und das Leben! Wer an mich glaubt,
wird leben,
auch wenn er stirbt.
Und wer lebt
und an mich glaubt,
wird niemals sterben –
in Ewigkeit nicht.
Glaubst du das?«
BasisBibel – Johannes 11,25–26

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ἐγώ betont (A122). ἡ ἀνάστασις καὶ ἡ ζωή Präd.-Nom. m. Art. hebt die Einzigartigkeit hervor (A80). πιστεύων Ptz., subst. κἄν = καὶ ἐάν auch wenn, selbst wenn (B 2). ἀπο-θάνῃ Aor. Konj. -θνῄσκω. ζήσεται Fut. Med. (m. akt. Bdtg.) ζάω; ὁ πιστεύων εἰς ἐμέ … ζήσεται wer an mich glaubt, wird leben … (H-S § 252,18). Jh 11,26 πᾶς ὁ m. Ptz. jeder, der (A86). ζῶν Ptz. ζάω, subst. πιστεύων Ptz., subst. οὐ μή m. Aor. Konj. stärkste Verneinung zukünftigen Geschehens (A257). ἐγώ betont (A122). ἡ ἀνάστασις καὶ ἡ ζωή Präd.-Nom. m. Art. hebt die Einzigartigkeit hervor (A80). πιστεύων Ptz., subst. κἄν = καὶ ἐάν auch wenn, selbst wenn (B 2). ἀπο-θάνῃ Aor. Konj. -θνῄσκω. ζήσεται Fut. Med. (m. akt. Bdtg.) ζάω; ὁ πιστεύων εἰς ἐμέ … ζήσεται wer an mich glaubt, wird leben … (H-S § 252,18). Jh 11,26 πᾶς ὁ m. Ptz. jeder, der (A86). ζῶν Ptz. ζάω, subst. πιστεύων Ptz., subst. οὐ μή m. Aor. Konj. stärkste Verneinung zukünftigen Geschehens (A257).

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Das ist die fünfte von Jesu großen „Ich bin“-Aussagen. Die Auferstehung und das neue Zeitalter sind bereits jetzt Wirklichkeit, weil Jesus Herr über das Leben ist (Joh 1,4). Seine Worte über Leben und Tod scheinen paradox: Der Tod eines Gläubigen führt in das neue Leben. Ein Gläubiger lebt so, daß er in geistlicher Hinsicht nimmermehr sterben wird. Er hat das ewige Leben (Joh 3,16;5,24;10,28); das Ende des physischen Lebens ist nur ein Schlaf des Körpers, bis er auferweckt wird zum Leben. Im Tod geht der geistige Teil seines Körpers, die Seele, zum Herrn (vgl. 2Kor 5,6.8; Phil 1,23).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Man kann diese Worte »Jesu« nur verstehen, wenn man weiß, dass sie einen Doppelsinn haben. »Leben« und »Sterben« bezeichnen nicht nur äußerlich wahrnehmbare, sondern auch geistliche Vorgänge.

»Ich bin die Auferstehung und das Leben«:

Das ist seit Joh 6,35; 8,12; 10,7 und Joh 10,11 das fünfte der berühmten »Ich bin »Worte des Johannesevangeliums. »Ich bin« ist keine totale Gleichsetzung, als ob Jesus nur die Auferstehung und das Leben wäre. Jesus ist mehr, ist der gute Hirte, das Licht der Welt, der Messias (Joh 4,26), der Heiland der Welt (Joh 4,42), der Richter (Joh 5,22), der Gottessohn. Deshalb muss dieses »Ich bin« eine andere Bedeutung haben. Es bedeutet, dass »die Auferstehung und das ewige Leben« nur durch Jesus geschieht und geschenkt wird. Auch die Briefe des Johannes legen darauf größten Wert (vgl. 1Joh 5,12.20). Vergleichen wir diese Aussage Jesu mit dem, was Marta in Vers 24 sagte, dann wird klar, dass Jesus zweierlei herausarbeitet:

a) Die Auferstehung, an die Marta glaubt, hängt von ihm ab.

b) Wenn er gewissermaßen die Auferstehung in Person »ist«, kann er u. U. Jetzt schon den Tod überwinden.

In der Fortsetzung zeigt Jesus, dass der Tod des Lazarus in edem Falle nur vorläufigen Charakter hat:

»Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.« Lazarus war auch so einer, der »an mich glaubt«. Weil Jesus den Seinen das ewige Leben schenkt (vgl. Joh 3,16; 5,24; 6,40.47; 8,51; 10,10.28), sind Sterben und Tod nur Durchgangsstationen. Deshalb gilt für den Glaubenden:

»Auch wenn er stirbt (= den leiblichen Tod erleidet), wird er leben«, nämlich vom Geistlichen Tod befreit sein und das ewige Leben haben. In unerhörter Wucht wird hier deutlich, was christliche Zukunftshoffnung ist. Der Tod kann uns nicht halten. Wenn es im äußeren Leben »abwärts« geht, geht es in Wirklichkeit »aufwärts«. Wenn wir sterben, kommt das ewige Leben auf uns zu! »Das Schönste kommt noch«, hatf. Rienecker ein Buch überschrieben. Ein Osterlied bringt das in eindringlicher Weise zum Ausdruck:

»Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben« (EKG 89, 6).

Aber – auch das dürfen wir nicht übersehen – diese Zukunft öffnet sich nur dem, der an »Jesus glaubt«. Vers 26 unterstreicht das:

»Und jeder, der lebt und an mich glaubt, der wird in Ewigkeit nicht sterben.« Nur ist der Ausdruck »Jeder, der lebt« schwer zu erklären. Am besten versteht man ihn so:

»Jeder, der« jetzt schon im Glauben an Jesus das ewige Leben empfangen hat, wird auch in »Ewigkeit nicht sterben«, also ewiges Leben haben.

Das letzte Sätzchen ist keineswegs unwichtig:

»Glaubst du das?« Angesichts des realen Todes wird Martas Glaube auf eine harte Probe gestellt. Sie muss gewissermaßen gegen den Augenschein glauben. Sie muss glauben, dass ihr Bruder Lazarus »in Ewigkeit nicht sterben wird«, der doch an einer Krankheit dahinsiechte, starb und nun im Grabe liegt (V. 39). Ohne Glauben ist es unmöglich, zu einer solchen Sicht der Zukunft zu gelangen. Die Frage »Glaubst du das?« zeigt zudem, dass der christliche Glaube ganz bestimmte Inhalte hat. Es wäre falsch, zu sagen:

»Ich glaube; aber was ich glaube, lässt sich nicht ausdrücken.« Christlicher Glaube lässt sich aber in menschlicher Sprache und in Lehrsätzen ausdrucken. Es wäre Hochmut, sich hinter etwas Unsagbarem verschanzen zu wollen. Bestes Beispiel dafür, dass unser Glaube formuliert werden kann, ist das Apostolische Glaubensbekenntnis.

Edition C

Die Aussage Jesu scheint unwahr zu sein – den eins geht ja nur, entweder stirbt man oder eben nicht. Aber an anderer Stelle sagt er, dass Abraham aus Gottes Sicht noch leben würde? (Matthäus 22,32) – Was ist, wenn Jehovah außerhalb von Raum und Zeit existiert? Was wenn Jehovah sich in der Zeit bewegen kann, wie wir im Raum? Kann Jehovah dann einen in Christus verstorbenen einfach „umsetzen“ – für Jehovah lebt derjenige also direkt weiter – auch wenn wir vom menschlichen Standpunkt den langen Zeitstrahl sehen, bis zur Auferstehung….. – Spannend Vers 27: die Antwort „Ja ich glaube!“ – glaubst du es auch, dass Jesus recht hat?

Überwinder

Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube. Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist?
Elberfelder 1871 – 1 Joh 5,4–5

Jedes Kind Gottes kann den Sieg erringen über alles, was sich in dieser Welt Gott widersetzt. Ja, unser Glaube hat diese Welt bereits besiegt. Denn nur wer daran glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, kann diesen Sieg erringen.
Hoffnung für Alle – 1 Johannes 5,4–5

denn alle, die Gott zum Vater haben, siegen über die Welt.
Der Sieg über die Welt ist schon errungen – unser Glaube ist dieser Sieg! Denn wer kann die Welt besiegen? Nur wer im Glauben daran festhält, dass Jesus der Sohn Gottes ist!
Gute Nachricht Bibel -1 Joh 5,4–5

γε-γεννημένον Ntr. Sg. bez. Personen im verallgemeinernden Sinn (verstärkt durch πᾶν; BDR § 1381) alles, was aus Gott geboren ist = jedes Kind Gottes. νικάω (< νίκη Sieg) siegen; besiegen. κόσμος hier die Welt als gottfeindl. Bereich. νίκη Sieg; hier wohl Metonymie, Abstraktum für das Konkrete (A381f): Mittel, den Sieg zu erringen bzw. Siegesmacht (vgl. B; Menge). νικήσασα Aor. Ptz. Fem., attr.: die besiegt hat (Aor. Ptz. häufiger vorzeitig), evtl. (A285): die besiegt. ἡ πίστις ἡμῶν App. zu αὕτη (A70).
1Jh 5,5 νικῶν Ptz., subst. τίς … εἰ μή wer … außer (B τίς 1aα). πιστεύων V. 1. ὁ υἱός Präd.-Nom., vgl. V. 1.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Gott zu lieben bedeutet, seinen Befehlen zu gehorchen. Einige sagen fälschlicherweise, dass die Tora abgeschafft wurde, doch hier stimmt Yochanan nicht überein. In dieser Passage leitet das Wort „gehorchen“ (was besser übersetzt „behalten“ bedeutet) seine Bedeutung vom hebräischen Shomer ab, „bewachen“ oder „wachen“.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Der Sieg der Gläubigen in diesem spirituellen Wettbewerb ist gesichert, weil Jesus „das wahre Licht“ die Dunkelheit und den Widerstand der Welt (1: 9; 1. Johannes 2: 8) durch seinen Tod am Kreuz (12:31; 16:33) überwunden hat ) und durch seine Auferstehung am „ersten Tag der Woche“ (20: 1), dem Tag, der jetzt den Beginn der neuen Schöpfung markiert. Die Gläubigen sind aufgrund ihrer geistigen Geburt zu „Lichtsöhnen“ (12:36) und Erben der Verheißung geworden, dass „jeder, der aus Gott geboren wurde, die Welt überwindet“ (1. Johannes 5: 4; vgl. 1. Johannes 2: 12–14). Folglich, wenn sie ihre Mission verfolgen (was wirklich die erhabene Mission Jesu ist, die unter der Schirmherrschaft des Heiligen Geistes ausgeführt wird [Johannes 14: 15–18; 15: 26–27; vgl. Mt 28:20; Apostelgeschichte 1: 1]) müssen die Gläubigen bedenken, dass sie Kinder Gottes sind, die aus Gott geboren sind (Johannes 1: 12–3; 3: 3, 5; 8: 31–59; 11:52; 1 Johannes 3: 1–2) 9–10; 4: 4, 6; 5: 18–19); dass sie den Heiligen Geist besitzen (1. Johannes 2:20, 27); dass ihre Sünden in Christus vergeben wurden (Johannes 20, 22; 1. Johannes 1, 9; 2, 1); und dass sie ewiges Leben haben und ihr Heil auf ewig sicher ist (Johannes 3: 16–17; 5:24; 20: 30–31 usw .; 1 Johannes 5: 11–12).
Darüber hinaus dürfen Gläubige, wenn sie Gottes Liebe zur ungläubigen Welt in Christus verkünden (Johannes 3:16), die Welt nicht als eine Domäne lieben, die derzeit von Satan kontrolliert wird (1. Johannes 2: 15–17; 5:19). Sie müssen sich auch von Götzen fernhalten (1. Johannes 5,21) .

Neue Studien zur biblischen Theologie

Gottes Gebote sind nicht schwer (vgl. Mt 11,30), denn das Prinzip des geistlichen Sieges ruht in jedem, der von Gott geboren ist. Ein solcher Mensch überwindet die Welt (vgl. 1Joh 4,4). Sein Glaube an Christus, durch den er wiedergeboren ist, verhilft ihm zum Sieg über die Strukturen einer Welt, die durch teuflische Einflüsterungen blind für das Evangelium ist (vgl. 2Kor 4,3-4). Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, daß Jesus Gottes Sohn ist? Mit diesen Worten macht der Apostel deutlich, daß ein Gläubiger durch seinen Glauben an Jesus Christus ein „Weltüberwinder“ ist. Der Glaube ist es also, der ihn immer wieder zum Sieg über die Welt befähigt und ihm damit die Erfüllung der Gebote Gottes leicht macht.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

gezeugt ist, überwindet die Welt. Und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: Unser Glaube.
Das Adjektiv πᾶν („alles“) ist Neutrum, damit die Umfassenheit zum Ausdruck kommt. Diese Aussage gilt also für alle, Kinder, Alte, Junge, Männer, Frauen. Democrit schreibt zum Überwinden der Welt in Testimonia 84,1: „φθείρεσθαι τὸν κόσμον τοῦ μείζονος τὸν μικρότερον νικῶντος“. „Die Welt geht unter, wenn die größere (Anm.: Makrokosmos) die kleinere (Anm.: Mikrokosmos) überwindet“. Democrit stellt sich die Welt zweigeteilt vor und die größere und kleinere sind getrennt, wenn beide aufeinanderprallen würden, ging die Welt unter. Dazu im Unterschied sieht Johannes die Welt als die gefallene Welt mit ihrem Bösen, somit das böse derzeitige System unter Satan. Dieses System ist besiegt, da deren Herr besiegt ist und auch dieses geht zugrunde, die Christen aber gehen damit nicht mit unter, sondern werden vom Herrn Jesus in die Herrlichkeit entrückt. Vgl. Johannes 16,33, wo der Herr Jesus selbst sagt: „ἐγὼ νενίκηκα τὸν κόσμον“ „Ich habe die Welt besiegt/überwunden“. Vgl. als Figura etymologica Diodorus Siculus, Bibliotheca historica 12.4,6: „συντελεσθεισῶν δὲ τῶν σπονδῶν Ἀθηναῖοι τὰς δυνάμεις ἀπήγαγον ἐκ τῆς Κύπρου, λαμπρὰν μὲν νίκην νενικηκότες, ἐπιφανεστάτας δὲ συνθήκας πεποιημένοι“. „Nachdem nun der Vertrag feierlich geschlossen worden war, zogen die Athener ihre Kräfte aus Zypern zurück, nachdem sie einen glänzenden Sieg errungen haben“. Die Kombination „einen Sieg siegen“ ist im Deutschen ungewöhnlich, würde aber die Tatsache des totalen Sieges deutlich ausdrücken. Johannes verwendet mit νικήσασα („der überwunden hat“) eine Aorist Form, wodurch er anzeigt, dass der Sieg bereits Realität ist, da der Gläubige Anteil am Sieg hat, den Christus erwirkt hat. Durch den vollkommenen Sieg des Herrn Jesus am Kreuz und der Niederlage Satans haben die Gläubigen Anteil daran und werden mit dem Herrn die Welt als Sieger verlassen, anders als die Welt, deren Zugehörige als Besiegte, die Weltgeschichte verlassen werden müssen. Das Präsens νικᾷ („überwindet“) hingegen ist auf die Gegenwart zu beziehen, den der Kampf ist aktuell und erst am Ende des Lebens oder bei der Wiederkunft Christi beendet, derzeit gilt es den guten Kampf zu kämpfen.
5,5 Τίς ἐστιν ὁ νικῶν τὸν κόσμον, εἰ μὴ ὁ πιστεύων ὅτι Ἰησοῦς ἐστὶν ὁ υἱὸς τοῦ θεοῦ;
Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?
Zur Konstruktion der Syntax im ersten Satz vgl. 2Korinther 2,2 „Εἰ γὰρ ἐγὼ λυπῶ ὑμᾶς, καὶ τίς ἐστιν ὁ εὐφραίνων με, εἰ μὴ ὁ λυπούμενος ἐξ ἐμοῦ;“. „Denn wenn ich euch traurig mache, wer ist es auch, der mich fröhlich macht, wenn nicht der, der durch mich traurig gemacht wird?“. Diese Ausdrucksweise zeigt an, dass keine andere Person für die Beschreibung in Frage kommt. Außer dem, der an Christus glaubt, wird niemand die Welt überwinden, könnte man den Satz negativ paraphrasiert bzw. nur der Gläubige wird die Welt überwinden. Pythagoras 11,2.142 „νικήσεις τὴν μάχην“. „Du wirst den Kampf gewinnen“. Die feindliche Größe, der Gegner oder das feindliche Ziel, das besiegt oder überwunden wird, zeigt sich im Akkusativ. Das Mittel zum Sieg ist der Glaube an Christus und da die Welt, d.h. die Ungläubigen, Gegner des Herrn Jesus sind, stellen sie sich auch den Christen als Feinde da. Da der Fürst dieser Welt gerichtet ist, ist die Welt, d.h die ihm Untergebenen und seine Diener ebenfalls gerichtet, allein dadurch, dass Christen an den Herrn Jesus glauben, haben sie an seinem Sieg Anteil. Dieser Sieg wird sich zeigen, wenn der Herr Jesus wiederkommt und alle Menschen, die ihn abgelehnt hatte, verdammen und sein Reich aufrichten wird.

P. Streitenberger – Der erste Johannesbrief

«Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt». Die Beeinflussung der Welt ist für das Kind Gottes das grosse Hindernis, im Gehorsam gegenüber den Geboten Gottes voranzugehen. Diese Welt ist ein von Satan, ihrem Fürsten, errichtetes System zur Befriedigung des Fleisches und der Begierden des Menschen, ein System, das seine eigene Religion, seine eigene Moral, sein eigenes Vergnügen hat, aber völlig gottfeindlich ist. So erwies sie sich in der Verwerfung Christi. Als der Sohn Gottes in Gnade als Heiland erschien, spie Ihn die durch Satan angeführte Welt ins Angesicht und hängte Ihn ans Kreuz. Aber das Kreuz war der Sieg Christi über die Welt, die seither eine verworfene Welt ist. Das Kreuz ist das Gericht dieser Welt, wie auch des Menschen im Fleisch. Daraus ergibt sich jetzt für uns Gläubige, den Teilhabern des Lebens aus Gott in dem auferstandenen Christus, dass wir nicht von der Welt sind, wie Christus nicht von der Welt ist. Das Kreuz hat eine endgültige Trennung zwischen uns und ihr herbeigeführt. Durch das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus, sagt Paulus, ist mir die Welt gekreuzigt und ich der Welt (Gal 6,14).
Was kann also die Welt einem aus Gott Geborenen anbieten? Sie hat nichts für den neuen Menschen. Daher: «Alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt.» Das Fleisch ist in uns, ohne Zweifel, und es wird sich nie verändern; aber Gott hat es am Kreuz gerichtet, und wir haben es ständig für gekreuzigt zu halten, sonst würde die Welt wieder ihren Einfluss über uns ausüben und das Herz zu den Dingen Ägyptens zurückkehren.
Gott gebe uns, durch Glauben zu wandeln, in der Kraft der göttlichen Natur, die uns mitgeteilt worden ist! Wenn sich das Herz Ihm zuwendet und sich an Ihm und seiner Liebe erfreut, so werden wir mit Freude in dem Weg seiner Gebote, dem Weg Christi wandeln, und das Joch, das Jesus selbst getragen hat und das Er uns zu tragen einlädt, zur Ruhe unserer Seelen auf uns nehmen. Es gibt also nichts Kostbareres als sein Joch, nichts Leichteres als seine Last.
«Und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.» Dieser Ausdruck: «Unser Glaube» ist bemerkenswert. Er ist, dem Grundsatz nach, der Sieg über die Welt; er hat in Christus, in seinem Sieg am Kreuz, wo sich der ganze Widerstand, die Feindschaft und die Macht der Welt gegen Ihn erhob, seinen höchsten Ausdruck gefunden. «Ich habe die Welt überwunden», sagt Jesus, und wir werden ermahnt, mit Ausharren zu «laufen den vor uns liegenden Wettlauf, hinschauend auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der, die Schande nicht achtend, für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes» (Heb 12,1.2).

Halte fest 1963

Vers 5
«Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?»
Der Glaube ist der Sieg; er ist durch seinen Gegenstand, durch Jesus, den Sohn Gottes, gekennzeichnet, der die Welt überwunden hat und in die himmlische Herrlichkeit eingegangen ist. Ich habe einen Heiland, der sich für mich hingegeben und mich vom ewigen Verderben errettet hat, und dieser Heiland ist «der Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.» Er ist in die himmlische Herrlichkeit eingetreten, in der Kraft seines ewigen Sieges. Wo sind unsere Herzen? Wohin neigen sich unsere Wünsche und wohin richten wir unsere Blicke?
Wenn Christus für unsere Seelen kostbar ist, können wir dann unser Vergnügen da finden, wo die Welt das Ihre sucht, und uns an der Politik oder an der Religion einer Welt beteiligen, die den Sohn Gottes gekreuzigt hat? Gewiss nicht. Auch vermag uns dann ihr Widerstand auf dem Weg des Gehorsams nicht aufzuhalten. «Wer wird uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blösse oder Gefahr oder Schwert?» Im Gegenteil: «In diesem allem sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat» (Röm 8,35.37). Indem wir auf Jesus, den Sohn Gottes, schauen und sein Wort bewahren, gehorcht der Glaube und überwindet alles.

Halte fest 1963

Man ist also nicht einfach Christ, weil man glaubt das Jesus Christus einmal gelebt hat – sondern weil man seinen Lebensweg nachgeht. Bin ich ein Kind Gottes? Habe ich die Welt überwunden?