Archiv für die Kategorie 'Ungerechtigkeit'

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Website down

Das kommt mir irgendwie bekannt vor:

Bildschirmfoto

Nicht nur unser private Server wurde regelmäßig gehackt und/oder angegriffen, auch bekam ich regelmäßig den Auftrag den abgegeben Server von bibelforscher.de wieder herzustellen. In letzter Zeit ist es glücklicher Weise ruhiger geworden. Liegt das an der nun installierten „Schutzsoftware“? Oder hat „man“ das Interesse an „unseren Server“ verloren? Egal – auf jeden Fall habe ich dadurch mehr Freizeit – und nutze diese.
Hoffe die Betreiber von bruderinfo bekommen ihre Seite ebenso sicher

Geschrieben von Thomas am 8. Januar 2016 | Abgelegt unter Ungerechtigkeit,Zeitgeschehen | Keine Kommentare

„Aber ich hatte nicht den Mut, zur Wahrheit zurückzukehren“

„Was ist Wahrheit?“

Interessant, wie sehr heute die Wahrheit verbogen wird. Denke da an eine „Gutachterin“ die der Meinung war, dass jeder seine eigene Wahrheit hat, und es eine absolute Wahrheit nicht gäbe. Kein Wunder das vor weltlichen Gerichten soviel Unfug herauskommt! Gestern kam über n-tv und Zeitungen eine Meldung:



„Aber ich hatte nicht den Mut, zur Wahrheit zurückzukehren“, sagte die Frau, die inzwischen selber Mutter von drei kleinen Kindern ist. In den Folgejahren sei der Druck immer größer geworden. Erst als ihre eigene Tochter vor fünf Jahren auf die Welt kam, habe sie sich von der Last befreien wollen.

Laut früherer Anklage soll der Vater das Mädchen von November 1989 bis Mai 1991 dreimal zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Die Tochter war zur angenommenen Tatzeit neun und zehn Jahre alt. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe stets bestritten. „Es war kein faires Verfahren“, kritisierte der 62-Jährige. Er habe sich von Anfang an vorverurteilt gefühlt. Die siebenjährige Haftstrafe hat der Mann voll verbüßt. Sollte sich nun ergeben, dass er zu Unrecht im Gefängnis saß, kann er mit einer Entschädigung rechnen.

dazu sehr interessant, dass man es auch nicht als schlimm ansieht, wenn gelogen wird:

bei 1und1 wird von Herrn Menzel der Strafrechtsanwalt Sascha Böttner befragt:


Da kommt es ständig vor, dass falsche Angaben gemacht werden. Es gibt ja den Spruch: Nirgendwo wird so viel gelogen wie vor Gericht. Zum Beispiel bei Zivilverfahren. Da gibt es die Version des Klägers und die Version des Beklagten. Oft sind das komplett unterschiedliche Realitäten. Da wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Ständig und permanent. Das gibt es auch in Strafprozessen. Ich habe schon vier verschiedene Zeugen mit vier verschiedenen Aussagen erlebt. Irgendwer muss ja lügen.

Wie viele Verfahren wegen Falschaussage gibt es in Deutschland?

Das weiß ich nicht genau. Jedoch kommen nach meiner Schätzung vielleicht gerade einmal fünf Prozent der getätigten Falschaussagen zur Anzeige. Wenn überhaupt so viele. Ich würde sogar sagen: Es wird in fast jedem Prozess gelogen.

Mein Vorschlag: Nehmt auch diejenigen in Verantwortung, die aktiv viel Geld bei solchen Verfahren verdienen. Also als erstes die sogenannten Gutachter,… und dann die Richter, die solche Fehlurteile fällen. Sobald auch für Richter und Gutachter Fehlurteile eine Folge hätten, würden diese mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr prüfen und doch eher Zweifel anmelden. Aber ganz sicher, weder diejenigen die vor Gericht lügen noch die Richter und Gutachter werden an Gott vorbeikommen – das macht mich wieder ruhig und gelassen, denn so kommt es doch zur Gerechtigkeit.

Geschrieben von Thomas am 30. Oktober 2013 | Abgelegt unter Ungerechtigkeit,Zeitgeschehen | Keine Kommentare

„ich kann mich genau erinnern!“

Oft sind wir ganz sicher, dass wir uns an etwas erinnern können. Aber manchmal spielt unser Gedächnis uns einen Streich. Deshalb ist es gut, wenn man auf Papier oder im Blog ein Tagebuch führt 😉

Nun habe ich einen interessanten Artikel auf wissenschaft.de gefunden:

Unschuldig verurteilt wegen falscher Aussagen eines Augenzeugen – für solche Justiz-Dramen gibt es viele Beispiele. In manchen Fällen zeigten neue Beweise erst Jahre nach der Verurteilung, dass der angebliche Verbrecher gar nicht am Tatort war. Doch der Augenzeuge muss keineswegs ein Lügner gewesen sein: Es kann durchaus sein, dass er sich bei seinen Aussagen völlig sicher war – aufgrund von falschen Erinnerungen. Nun sind Forscher dem Verständnis dieses Phänomens einen Schritt näher gekommen: Sie konnten es erstmals im Tiermodell simulieren, indem sie Mäusen künstlich falsche Erinnerungen einpflanzten – mit einem raffinierten Verfahren.

Wenn wir ein uns unbekanntes Zimmer betreten, speichert unser Gehirn die Eigenschaften des Raumes ab, damit wir ihn später wiedererkennen können. Spielen sich in diesem Zimmer bestimmte Szenen ab, verknüpft unser Gehirn diese Erinnerungen mit den Erinnerungen an den Raum – wir wissen dann: Das hat sich in diesem Raum abgespielt. Die Erinnerungen basieren auf Veränderungen in bestimmten Nerven und deren Neuverknüpfung untereinander. Dieses Prinzip ist nicht nur dem Menschen vorbehalten – auch das Erinnerungsvermögen der Maus funktioniert auf diese Weise. Diese Gemeinsamkeit nutzten die Forscher um Steve Ramirez vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge als Grundlage ihrer Untersuchungen.

…..

Die Forscher sehen in ihren Ergebnissen sowohl einen wichtigen Beitrag für die Hirnforschung als auch für die Beurteilung von Zeugenaussagen bei Gerichtsverhandlungen. „Erinnerung ist nicht eine Kopie der Vergangenheit, sondern eine Rekonstruktion der Welt, die wir erlebt haben“, sagt Ramirez. Bei dieser Rekonstruktion kann es also offenbar zu Fehlverknüpfungen kommen. Co-Autor Susumu Tonegawa, ebenfalls vom MIT, untermalt dies mit einem eindrucksvollen Beispiel: Er berichtet über einen Fall bei dem eine Frau felsenfest davon überzeugt war, ein Fernsehmoderator hätte sie vergewaltigt, der zum Zeitpunkt der Tat live im Fernsehen zu sehen gewesen war. Die falsche Erinnerung war dadurch entstanden, dass sich die Frau im Fernsehen gerade die TV-Show angesehen hatte, als das schreckliche Erlebnis eintrat: Ein Einbrecher überwältigte sie vor dem Fernseher. Im Zuge der traumatischen Ereignisses verknüpfte ihr Gehirn die Vergewaltigung mit dem Fernsehmoderator. „Für die Erforschung solcher Phänomene haben wir nun ein Maus-Model“, resümiert Tonegawa.

Geschrieben von Thomas am 30. Juli 2013 | Abgelegt unter Ungerechtigkeit,Wissenschaft | Keine Kommentare

Ganz schön unverschämt frech

Folgende EMails vom 24.März

Von: „Rechtsanwaltskanzlei O. Kaltbrenner “
An: je****@thomas-pape.de
Antwort an: lubeh7@roycelyndsay.com
Betreff: Ermittlungsverfahren bei Sta Stuttgart
Guten Tag,

in obiger Angelegenheit zeigen wir die anwaltliche Vertretung und Interessenwahrung der Firma Sony Music Entertainment Deutschland GmbH an.

Gegenstand unserer Beauftragung ist eine von Ihrem Internetanschluss aus im sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk
begangene Urheberrechtsverletzung an Werken unseres Mandanten. Unser Mandant ist Inhaber der ausschliesslichen
Nutzungs- und Verwertungsrechte im Sinne der §§ 15ff UrhG bzw. § 31 UrhG an diesen Werken, bei denen es sich um
geschutzte Werke nach § 2 Abs 1 Nr. 1 UrhG handelt.

Durch das Herunterladen urherberrechtlich geschutzer Werke haben sie sich laut § 106 Abs 1 UrhG i.V. mit
§§ 15,17,19 Abs. 2 pp UrhG nachweislich strafbar gemacht.
Bei ihrem Internetanschluss sind mehrere Downloads von musikalischen Werken dokumentiert worden.

Aufgrund dieser Daten wurde bei der zustandigen Staatsanwaltschaft am Firmensitz unseres Mandanten Strafanzeige
gegen Sie erstellt.

Aktenzeichen: 240 Js 419/04 Sta Stuttgart

Ihre IP Adresse zum Tatzeitpunkt: 178.200.132.102

Illegal heruntergeladene musikalische Stucke (mp3): 11

Illegal hochgeladene musikalische Stucke (mp3): 37

Wie Sie vielleicht schon aus den Medien mitbekommen haben, werden heutzutage Urheberrechtverletzungen
erfolgreich vor Gerichten verteidigt, was in der Regel zu einer hohen Geldstrafe sowie Gerichtskosten fuhrt.
Genau aus diesem Grund unterbreitet unsere Kanzlei ihnen nun folgendes Angebot:
Um weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und anderen offiziellen Unannehmlichkeiten wie Hausdurchsuchungen und Gerichtsterminen aus dem Weg zu gehen, gestatten wir ihnen den Schadensersatzanspruch
unseres Mandanten aussergerichtlich zu lösen.
Wir bitten Sie deshalb den Schadensersatzanspruch von 100 Euro bis zum 29.03.2011 sicher und unkompliziert
mit einer UKASH-Karte zu bezahlen. Eine Ukash ist die sicherste Bezahlmethode im Internet und
fur Jedermann anonym an Tankstellen, Kiosken etc. zu erwerben.
Weitere Informationen zum Ukash-Verfahren erhalten Sie unter: http://www.ukash.com/de

Nachdem Sie den Ukash oder Paysafecard* Voucher gekauft haben, geben sie den auf unserer Homepage ein.

* alternativ konnen Sie auch mit Paysafecard zahlen
Link: http://www.paysafecard.com/de

Geben Sie bei Ihrer Zahlung bitte ihr Aktenzeichen an!

Sollten sie diesen Bezahlvorgang ablehnen bzw. wir bis zur angesetzten Frist keinen 19- stelligen
Ukash PIN-Code im Wert von 100 Euro erhalten haben(oder gleichwertiges Paysafecard Coupon), wird der Schadensersatzanspruch offiziell
aufrecht erhalten und das Ermittlungsverfahren mit allen Konsequenzen wird eingeleitet. Sie erhalten
dieses Schreiben daraufhin nochmals auf dem normalen Postweg.

Hochachtungsvoll,
Rechtsanwalt Olaf Kaltbrenner

und diese Email dann vom 29.März

: Alta Washburn Rechtsanwaltskanzlei
An: jeh*****@thomas-pape.de
Betreff: Ermittlungsverfahren gegen Sie

Guten Tag,

in obiger Angelegenheit zeigen wir die anwaltliche Vertretung und Interessenwahrung der Firma Sony Music Entertainment Deutschland GmbH an.

Gegenstand unserer Beauftragung ist eine von Ihrem Internetanschluss aus im sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk
begangene Urheberrechtsverletzung an Werken unseres Mandanten. Unser Mandant ist Inhaber der ausschliesslichen
Nutzungs- und Verwertungsrechte im Sinne der §§ 15ff UrhG bzw. § 31 UrhG an diesen Werken, bei denen es sich um
geschutzte Werke nach § 2 Abs 1 Nr. 1 UrhG handelt.

Durch das Herunterladen urherberrechtlich geschutzer Werke haben sie sich laut § 106 Abs 1 UrhG i.V. mit

§§ 15,17,19 Abs. 2 pp UrhG nachweislich strafbar gemacht.

Bei ihrem Internetanschluss sind mehrere Downloads von musikalischen Werken dokumentiert worden.

Aufgrund dieser Daten wurde bei der zustandigen Staatsanwaltschaft am Firmensitz unseres Mandanten Strafanzeige
gegen Sie erstellt.

Aktenzeichen: 240 Js 419/04 Sta Stuttgart

Ihre IP Adresse zum Tatzeitpunkt: 178.200.132.102

Illegal heruntergeladene musikalische Stucke (mp3): 11

Illegal hochgeladene musikalische Stucke (mp3): 37

Wie Sie vielleicht schon aus den Medien mitbekommen haben, werden heutzutage Urheberrechtverletzungen
erfolgreich vor Gerichten verteidigt, was in der Regel zu einer hohen Geldstrafe sowie Gerichtskosten fuhrt.

Genau aus diesem Grund unterbreitet unsere Kanzlei ihnen nun folgendes Angebot:
Um weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und anderen offiziellen Unannehmlichkeiten wie Hausdurchsuchungen und Gerichtsterminen aus dem Weg zu gehen, gestatten wir ihnen den Schadensersatzanspruch

unseres Mandanten
aussergerichtlich zu lösen.

Wir bitten Sie deshalb den Schadensersatzanspruch von 100 Euro bis zum 31.03.2010 sicher und unkompliziert
mit einer UKASH-Karte zu bezahlen. Eine Ukash ist die sicherste Bezahlmethode im Internet und
fur Jedermann anonym an Tankstellen, Kiosken etc. zu erwerben.
Weitere Informationen zum Ukash-Verfahren erhalten Sie unter: http://www.ukash.com/de

Nachdem Sie den Ukash oder Paysafecard* Voucher gekauft haben, geben sie den auf unserer Homepage ein.

* alternativ konnen Sie auch mit Paysafecard zahlen
Link: http://www.paysafecard.com/de

Geben Sie bei Ihrer Zahlung bitte ihr Aktenzeichen an!

Sollten sie diesen Bezahlvorgang ablehnen bzw. wir bis zur angesetzten Frist keinen 19- stelligen
Ukash PIN-Code im Wert von 100 Euro erhalten haben(oder gleichwertiges Paysafecard Coupon), wird der Schadensersatzanspruch offiziell
aufrecht erhalten und das Ermittlungsverfahren mit allen Konsequenzen wird eingeleitet. Sie erhalten
dieses Schreiben daraufhin nochmals auf dem normalen Postweg.

Hochachtungsvoll,
Rechtsanwalt Olaf Kaltbrenner

Ganz schön unverforen!! Die IP stammt aus Heusenstamm – die Email gehörte mal meinem Sohn, und beide Emails abgeschickt über IP-Adresse: 190.255.42.146
Provider: COLOMBIA TELECOMUNICACIONES S.A. ESP
Region: Bogotá (CO)
– sooo kann man auch zu Geld kommen. Also Vorsicht -fallt nicht auf solchen Schrott herein!!

Geschrieben von Thomas am 30. März 2011 | Abgelegt unter Ungerechtigkeit | 1 Kommentar

Wie mag wohl Jehova über diesen ganz speziellen Fall denken?

heute bin ich beim Lesen einer Illustrierten über folgende Leserfrage gestolpert:

„Wie soll ich Heiligabend mit meinem Ex und seiner Neuen überstehen?“
Hannelore S. aus Halle/Saale schreibt hier:

Früher bin ich immer davon ausgegangen, dass mein Mann und ich bis an unser Lebensende zusammen bleiben würden.

eine sehr positive Einstellung, die sich mit dem deckt, was die Bibel zum Thema Ehe zu sagen hat und damit, wie Jehova darüber denkt: wir sollten die Ehe als beständig ansehen, etwas, was niemand auseinander bringen kann (und auch nicht sollte)!

Nun schildert die 50jährige Frau der Psychologin ihr Problem:

Doch dann hat er mich vor 2 Jahren nach 20 Jahren Ehe wegen einer anderen Frau verlassen. Das war ein Schock. Ich glaube, dass mein Ex-Mann bis heute nicht versteht, was er mir damit angetan hat und wie furchtbar es für mich war, so schäbig abserviert zu werden. Er hat nach unserer Scheidung gleich wieder geheiratet. Ich bin noch allein. Er ruft zwar manchmal an, aber ich lege jedes Mal schnell auf, weil ich es nicht ergtragen kann, seine Stimme zu hören.

Ist dies krank oder unnormal? Sind denn solche Gefühle nicht allzu verständlich? Immerhin hat unser Schöpfer die Menschen so geschaffen, dass sie bis an ihr Lebensende an ihrer Ehe festhalten. Da war „im Programm“ nicht vorgesehen, dass man sich trennt. Daher ist der Mensch nicht dafür geschaffen und es ist ganz normal, wenn der betrogene und verlassene Partner großen Schmerz empfindet und nicht unbedingt daran interessiert ist, mit dem anderen Kontakt zu halten. Ganz besonders dann nicht, wenn keine minderjährigen Kinder im Spiel sind, wegen denen man über seine Schatten springen müsste – oder?

Nun kommt jedoch etwas auf mich zu, mit dem ich so gar nicht umgehen kann: Unser erwachsener Sohn will uns alle zu Weihnachten einladen. Er möchte am Heiligabend kochen. Ich finde seine Idee ja rührend, aber ich weiß garnicht, wie ich mich meinem Ex-Mann und dieser Dame gegenüber verhalten soll

Wie wir sehen, sind hier keine minderjährigen Kinder im Spiel, für die man sich sowas antun müsste. Der Sohn ist bereits erwachsen und wohnt scheinbar auch nicht mehr bei seinen Eltern. Aber er hätte es wohl sehr gern, dass sich seine Eltern aussöhnen. An sich ja ein liebenswerter Gedanke, wie die gehörnte Ehefrau ja auch zugibt. Ich finde im übrigen kein zorniges Wort über den Mann oder seine Frau, sie versucht sachlich zu bleiben:

Ich würde gern lässig plaudern und zeigen, dass ich prima zurrecht komme. Doch ich fürchte, dazu fehlt mir die Kraft. Andererseits kann ich nicht schweigend am Tisch sitzen und die zwei ignorieren, sonst steh ich doch als Zicke da

Dass sie nicht gern offen zeigen möchte, wie verletzt sie immer noch ist, finde ich mehr als verständlich. Ausserdem möchte sie, wenn sie geht, alles richtig machen und den anderen die Stimmung nicht vermiesen. Also eine Person, die die Interessen der anderen höher achtet, als ihre eigenen. Ist das nicht eine lobenswerte Einstellung?

Inzwischen kann ich nachts vor lauter Angst, dass diese Weihnachten eine Katastrophe werden könnte, kaum noch schlafen. Und ich überlege, ob ich gar nicht erst hingehen soll. Aber allein zu Hause sitzen will ich auch nicht.

Ein Leserbrief, der mich ganz persönlich mehr als betroffen macht und ich frage mich,
* wie würde ich reagieren und
* was würde Gott von mir in so einer Situation erwarten?

Ich persönlich würde nicht dahin gehen. Denn: wo ist denn der Sinn dahinter? Warum soll sie sich so quälen? Gibt es irgendeinen vernünftigen Grund dafür – ausser den, dass der Sohn seine Eltern gern versöhnt sehen möchte?

Wenn dem so wäre: müsste er dann seiner Mutter nicht die Zeit einräumen, die sie benötigt, damit sie innerlich wieder zur Ruhe kommt und sich selbst zutraut, ein solches emotionales Wagnis einzugehen? Warum muss es unbedigt am heiligen Abend sein, wo man gern als Familie friedlich beisammen sitzt?

Wäre der ganze Abend nicht unglaublich verkrampft? Von Hannelore, weil sie mit ihren unguten Gefühlen und dem Schmerz kämpft und alle Kraft aufbietet, um ruhig und gelassen zu erscheinen, ja nichts verkehrtes zu sagen, um den anderen den Abend nicht zu verderben? Und auch von Seiten des Ex-Mannes und seiner neuen Frau, denn auch sie müssten ja eigentlich jedes Wort auf die Goldwaage legen, denn sie wollen Hannelore sicherlich nicht noch mehr verletzen, als sie es bisher eh schon getan haben – oder? Auch der Sohn wäre den ganzen Abend verkramft bemüht, irgendwie doch heimelige Stimmung aufkommen zu lassen.

Ist so ein Treffen am Heiligen Abend wirklich eine gute Idee? Oder wäre es nicht besser, es zu versuchen, wenn Hannelore von sich aus sagt „nun bin ich bereit, es zu probieren“ und sich dann besser in einem neutralen Rahmen zu treffe, wie z.B. irgendwo für einen Kaffe oder so?

Was würde Jehova nun von ihr erwarten?

Falls es minderjährige Kinder geben sollte, die noch bei der Mutter leben und gern den Heiligen Abend gemeinsam mit beiden Elternteilen verbringen möchten – wäre sicherlich nichts dagegen einzuwenden. Oder falls der erwachsene Sohn kleine Kinder hätte, die gern Oma und Opa dabei haben wollten. Aber davon ist hier nicht die Rede.

Die Bibel sagt, wir sollten dem Frieden nachjagen, soweit es von uns abhängt. Würde dies nun bedeuten, dass sich Hannelore gefälligst zusammen reißen sollte, damit ihr Sohn ein schönes Fest hat und der Ex-Mann und seine Frau sich nicht mehr ganz so schäbig fühlen?

Fakt ist, dass es dieses Problem zur Zeit der Israeliten nicht gegeben hätte: Das Gesetz sah vor, dass die Ehebrecher zu Tode gesteinigt würden und sich das Problem von daher erübrigen würde.

Was wäre aber, wenn Hannelore nun eine Schwester geworden wäre und ihr Ex-Mann und seine neue Frau später auch? Wenn sie sich nun in der Versammlung oder auf einem Kongress treffen würden? Wenn die beiden ihr ehebrecherisches Tun bereuen würden und dass sie Hannelore so viel Schmerz bereitet haben? Wenn sie ihr zuvor einen lieben Brief geschrieben hätten, in dem sie ihre aufrichtige Reue zum Ausdruck bringen. Was würde Jehova dann von ihr erwarten, wenn sie z.B. auf einem Kongress aufeinander treffen würden?

Sicherlich sollte sie dann nicht wortlos an den beiden vorbei gehen und sicherlich würde sie den beiden auch verzeihen. Sie würde den beiden freundlich die Hand geben und ihnen einen guten Tag wünschen. Aber würde Jehova wirklich von ihr erwarten, dass sie privat engen Kontakt mit ihnen pflegen würde? Dass sie so tut, als wäre nie etwas gewesen, sich ihre Gefühle des Schmerzes verbieten würde? Ich denke nicht!

Wenn die Situation so wäre, dann würden der Ex-Mann und seine Frau auch nicht so etwas von ihr erwarten, sondern sie würden berücksichtigen, welchen Schmerz sie Hannelore zugefügt hatten. Trotzdem würden sie sich sicherlich von Herzen freuen, wenn Hannelore eines Tages mehr auf sie zugehen würde und sich gemeinsam mit ihnen, dem Sohn und evtl. dessen ganzen Familie irgendwo treffen. Aber dies würde dann von Hannelore ausgehen und niemand wäre ihr böse, wenn sie noch nicht so weit ist und sie selbst würde sich nicht so unter Druck gesetzt fühlen.

Aber was antwortet die Psychologin ihr auf ihr Problem?

Sie halten immer noch am Schmerz der Vergangenheit fest und leben unterschwellig in Groll und Anspannung.

Sorry, aber das kann ich hier bei Hannelores Worten überhaupt nicht erkennen. Wenn sie Groll hegen würde, würde sie sicherlich ganz anders von ihrem Mann und der neuen Frau reden

Innerlich aktivieren Sie immer wieder die alten Erfahrungen, in denen Sie sich als Opfer erleben. Doch damit blockieren Sie sich

Mag sein – aber sie ist doch das Opfer dessen, dass ihr Mann unbedingt seine Gefühle für die andere Frau ausleben musste, anstatt an seiner Ehe mit Hannelore zu arbeiten

Lernen Sie, wirklich zu trauern. Trauern heißt nicht, in Schmerz zu versinken und sich vom Leben dauerhaft zurückzuziehen. Trauern ist im Ursprung ein heilsamer Prozess, bei dem es darum geht, Gefühle bewusst anzunehmen und den Wunden Raum zur Heilung zu geben. Wenn wir dabei ganz bei uns bleiben, dann verwandelt der Schmerz sich langsam in Reife. In Ihrem Fall könnte das heißen: „Ja, es tat weh, allein gelassen zu werden. Aber so habe ich gelernt, selbst die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Ich bin jetzt reif für eine neue Art von Beziehung“. Dann können Sie die Vergangenheit und Ihren früheren Mann endlich loslassen – und sich selbst für einen neuen Partner freigeben.

Irgendwie finde ich es furchtbar, wenn die Psychologen immer so tun, als wären unsere Gefühle und Reaktionen auf so eine Situation unnormal und krank und als müssten wir lernen, wieder „normal“ zu werden. Ob diese Aussagen Hannelore wirklich trösten?

Fakt ist, dass Jehova den Menschen so gemacht hat, dass „er nicht allein sei“, da dies nach SEINER Aussage nicht gut für den Menschen ist und dass die Ehe in Jehovas Augen eine dauerhafte Einrichtung sein sollte. Daher ist es völlig normal, wenn Hannelore auch nach 2 Jahren noch nicht völlig damit fertig ist. Was genau soll daran krank sein? Warum lässt man ihr nicht die Zeit, die sie braucht, um das für sie so schrecklich zu verarbeiten?

Für ihren Sohn ist das nicht schrecklich, er war bereits erwachsen, brauchte die Eltern nicht mehr so in der Form, wie er es gewohnt war und wie minderjährige Kinder sie brauchen würden. Auch für den Ex-Mann und seine neue Frau war es nicht wirklich schrecklich. Immerhin haben sie sich mit dieser Trennung von Hannelore selbst verwirklicht und können ihre Liebe leben, am Anfang prickelt diese Verliebtheit ja auch noch ganz wunderbar. Ok, es kam ihnen nicht richtig vor und daher würden sie sich gern mit Hannelore aussöhnen, aber so schrecklich, wie diese Treuebruch für Hannelore war, kann sicherlich niemand von diesen Personen nachempfinden.

Selbst die Psychogin kann diesen Schmerz nicht nachempfinden. In der heutigen Zeit ist es nicht mehr angesagt, für die Ewigkeit zu heiraten, heute hat man keinen Ehepartner mehr, „bis dass der Tod uns scheidet“, sondern heute hat man „Lebensabschnittsgefährten“ und ich habe mal von meiner eigenen Psychologin zu hören bekommen „das Schicksal führt uns immer mit den Menschen zusammen, die wir gerade brauchen“ und von daher ist der Betrug und der Vertrauensbruch für solche Menschen nicht ganz so schlimm. Sie können es abharken unter „sei froh, dass der weg ist. Nu war es eh für dich an der Zeit, selbstständig zu werden und wer weiß, wahrscheinlich hält das Schicksal für dich einen viel besseren Mann bereit, als den, der dich gerade verlassen hat. Da kannst du froh und dankbar sein“.

Aber ein Mensch, der noch die Einstellung zur Ehe hat, wie sie ursprünglich vom Schöpfer vorgesehen war, der kann sowas nicht einfach so abharken, der leidet dann halt etwas länger. Warum ihm das nicht zugestehen? Schon allein der Satz „sich selbst für einen neuen Partner freigeben“ muss für Hannelore eine Ohrfeige sein. Denn für sie sollte ihre Ehe bis an ihr Lebensende halten, sie hat sicherlich keine neue Beziehung im Sinn und ob das irgendwann mal anders sein wird, wer weiß das schon?

Das Weihnachtsfest ist eine große Chance für einen Neubeginn. Sie müssen nicht perfekt funktionieren. Nehmen Sie die aufkommenden Gefühle wahr und sagen Sie sich: „Das ist meine alte Geschichte. Das ist längst vorbei!“ Bedenken Sie dabei, dass alle anderen sicherlich auch froh wären, wenn es zu einer Lösung des Knotens käme. Wenn Sie jedoch spüren, dass Sie Ihre Gefühle übermannen, dann verlassen Sie ruhig den Raum. Sie werden sehen, dass es Ihnen hinterher besser gehen wird – Weil Sie den Mut hatten, diese Begegnung auszuhalten.

Sicherlich nicht so ganz verkehrt, was sie schreibt – allerdings doch besser zu einem Zeitpunkt, wo Hannelore selbst bereit dazu ist und es will und nicht dann, wenn sie es muss.

Ich möchte Hannelore hier mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken und ihr sagen:

Ihr Empfinden, ihre Unsicherheit und der Schmerz, den Sie empfinden, ist völlig normal. Eine völlig normale und menschliche Reaktion auf das, was Ihnen widerfahren ist. In meinen Augen gehen Sie vorbildlich mit der Situation um. Ich wüsste nicht, ob ich die Kraft hätte, in Ihrer Situation ebenso zu handeln.

Bitte lassen Sie sich nicht zu etwas drängen, was sie eigentlich jetzt noch nicht wollen, wozu Sie jetzt noch nicht bereit sind! Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, bis Sie von sich aus auf Ihren Ex-Mann und dessen neuen Frau zugehen können und dann können Sie sicherlich von dem Rat profitieren, den Ihnen die Psychologin für diesen Fall gegeben hat.

Für den Fall, dass Sie sich trotzdem entschließen, dieses Weihnachten im Kreise „der ganzen Familie“ zu verbringen, wünsche ich Ihnen ganz viel Kraft dafür und Gottes Segen

Geschrieben von Jule am 8. Dezember 2010 | Abgelegt unter Familie,Religion,Ungerechtigkeit | 2 Kommentare

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