Kategorie: jehovah-shammah

seid fröhlich und lobt ihn laut! – warum?

Singet Jehova ein neues Lied! Denn er hat Wunder getan; Rettung hat ihm verschafft seine Rechte und sein heiliger Arm.
Jehova hat kundgetan seine Rettung, vor den Augen der Nationen geoffenbart seine Gerechtigkeit.
Er hat seiner Güte und seiner Treue gedacht dem Hause Israel; alle Enden der Erde haben die Rettung unseres Gottes gesehen.
Jauchzet Jehova, ganze Erde! Brechet in Jubel aus und singet Psalmen!

Elberfelder Bibel 1905 – Ps 98,1–4


Singt dem HERRN ein neues Lied,
denn er hat Wunder vollbracht!
Allein seine starke Hand, sein heiliger Arm, brachte die entscheidende Hilfe.a
Der HERR hat gezeigt, dass er Rettung verschafft;
vor den Augen aller Völker ließ er offenbar werden, wie er Heil schenktb.
Er hat ganz Israel gegenüber an seine Gnade und Treue gedacht.
Bis ans Ende der Erde sieht man die Rettung, die von unserem Gott kommt.
Alle Welt juble dem HERRN zu.
Ja, freut euch, jubelt und lasst Musik ertönen –

Neue Genfer Übersetzung_2013 – Ps 98,1–4

Ein Psalm. Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er hat Wunder getan. Durch seine Macht und Heiligkeit hat er einen großen Sieg errungen.
Der Herr hat seinen Sieg verkündet und seine Gerechtigkeit hat er allen Völkern gezeigt!
Er hat seine Versprechen nicht vergessen, Israel zu lieben und ihm treu zu sein. Die ganze Welt war Zeuge der Rettung, die unser Gott vollbracht hat.
Jubelt dem Herrn zu, ihr Bewohner der Erde, seid fröhlich und lobt ihn laut!

Neues Leben – Bibel 2006 – Ps 98,1–4

Schreibt Gott neue Rhymes, neue Verse, neue Strophen. Schreibt Gott neue Oktaven, neue Lieder, neue Noten, denn er hat übernatürliche Dinge getan und macht sie weiter aus eigener Kraft, denn unaussprechlich, übernatürlich ist seine Macht. /
Gott hat die Rettung, die er bringt, wirklich allen gezeigt. Seine Korrektheit hat er denen klargemacht, die ihn verneinen.
Er hat sich erinnert, dass er Israel treu und gnädig bleibt. Die ganze Welt soll die Rettung Gottes sehen, denn es wird Zeit. /
Jubelt Gott zu und singt ihm einfach nur die derbsten Lieder. Feiert, bis der Arzt kommt, ey, bitte, tut es von Herzen wieder.

VolxBibel – Ps 98,1–4

Auslegung

V 1. Erste Strophe (V 1–3). Die Lobaufforderung V 1b hat ihre bekannten wörtlichen Parallelen in Jes 42,10 und Ps 96,1. V 1c gibt einleitend die Gründe für das Lob JHWHs an, indem er allgemein auf dessen Geschichtswunder verweist (Ps 40,6 redaktionell; vgl. Ps 72,18; 86,10). V 1d.e wird etwas konkreter und beschreibt in exklusiv deuterojesajanischer Diktion das Eingreifen JHWHs beim neuen, zweiten Exodus (der »heilige Arm JHWHs« nur in Jes 52,10, die »Rechte JHWHs« in Jes 41,10; vgl. Ps 44,4; Jes 59,16; 63,5). Das Bekanntmachen von »Heil und Gerechtigkeit JHWHs« (V 2) ähnelt Jes 46,13; 51,5 (vgl. Ps 48,10–12) und läßt an die Zionstradition denken. Die Augenzeugenschaft der Völker ruft Jes 52,10 in Erinnerung. Das Wortpaar »Güte und Treue« für Gottes Wirken (V 3) ist den Psalmen geläufig (Ps 36,6; 88,12; 89,2.25.34; 92,3). Die erste Strophe mündet in das Zitat von Jes 52,10b (vgl. Jes 40,5). Diesbezüglich trifft das Urteil von J. Jeremias zu: »Die Folgerung erscheint mir unabweisbar, daß Ps 98 die Ankündigung DtJes’s … als eingetretenes Faktum preist und aufgrund dessen zum ›neuen Lied‹ aufruft.« (J. Jeremias, Das Königtum Gottes 1987, 134).
Zweite Strophe (V 4–6). Die zweite Strophe fordert die Erdenbewohner zum Festjubel auf (V 4a). Das Verb רוע Hifil »rufen« kann Kriegsgeschrei, Königsjubel und Festjubel bezeichnen. In der universalen Ausrichtung der Lobaufforderung stehen Ps 66,1; 47,2 Pate (vgl. Ps 81,2; 95,1f.). Die Trias der Imperative in V 4b hat in Jes 44,23 und 52,9 ihre nächsten Parallelen – wiederum ein Hinweis auf die deuterojesajanische Inspiration. V 5–6. Die V 5f. konkretisieren die musikalische Aufführung (Leier, lauter Gesang, Trompeten, Schofarhorn). Einschlägige Parallelen sind vor allem Ps 47,6–8 und die Nennung der Instrumente in Ps 33,2; 81,3f; 150,3–5. Ps 98,5f. fällt dadurch auf, daß hier neben dem altehrwürdigen Schofarhorn die neue (nachexilische) Trompete eingesetzt wird. Die zweite Strophe rundet sich mit dem wiederholten Aufruf zum Festjubel ab, jetzt mit der Angabe »vor dem Angesicht des Königs JHWH«. Damit wird einerseits der Tempel als kultischer Ort des hier imitierten Gotteslobes angedeutet und andererseits die Verbindung zur Königstitulatur in Ps 95,3 (vgl. Ps 96,10 und 97,1) geschaffen.

Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament


Dieser Psalm ist nahe mit dem 96. verwandt. Nicht bloß der Inhalt ist ähnlich, auch die Worte klingen oft zusammen. Der Hauptgedanke ist der: Wenn die Erkenntnis Gottes über den ganzen Erdkreis sich ausbreitet, wird auch seine Herrlichkeit sichtbarer werden als zuvor. Dann erst, wenn der Erlöser geoffenbart ist, wird ganz feststehen, dass die dem Samen Abrahams gegebenen Verheißungen ihre Erfüllung fanden. Dann wird ja auch plötzlich der ganzen Welt das Heil aufgehn. Darum ruft uns der Prophet zu erhabenen Lobpreis des Namens Gottes auf.
1 Ein Psalm. Singet dem Herrn ein neues Lied; denn er tut Wunder. Er sieget mit seiner Rechten und seinem heiligen Arm. 2 Der Herr lässt sein Heil verkündigen; vor den Völkern lässt er seine Gerechtigkeit offenbaren. 3 Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel. Aller Welt Enden sehen das Heil unsers Gottes.
V. 1. Singet dem Herrn usw. Wir haben schon früher gesagt, dass diese Worte auf eine besondere und nicht alltägliche Danksagung hinweisen. Dies ergibt sich auch aus dem alsbald beigefügten Grunde, dass nämlich der Herr in wunderbarer und unglaublicher Weise sein Heil hervorgebracht hat. Indem der Prophet auf die Wunder hinweist, fasst er dieselben in der einen grundlegenden Tatsache zusammen, dass Gott sein Heil selbst geschafft hat mit seinem heiligen Arm. Dieser Ausdruck will besagen, dass die Gemeinde Gottes nicht durch menschliche Mittel, oder nach gewöhnlicher Ordnung, sondern auf unerhörte Weise bisher erhalten geblieben sei. Dies Wunder wird bei Jesaja (59, 16) ausführlicher beschrieben: „Gott siehet, dass niemand da ist, und verwundert sich, dass niemand ins Mittel tritt, darum hilft er ihm selbst mit seinem Arm, und seine Gerechtigkeit steht ihm bei.“ Hier wie dort steht Gottes Arm im Gegensatz gegen die gewöhnlichen Mittel. Dieselben schmälern zwar nicht Gottes Macht, aber sie wirken wie eine Verhüllung. Die Meinung des Propheten ist also, dass Gott nicht der gewöhnlichen Mittel sich bedienen wird, die Welt zu retten, sondern selbst ins Mittel treten will, damit diese Heilsbeschaffung als sein Wunderwerk erscheine. So ergibt sich mit Recht der Schluss, dass man diese wunderbare, für menschlichen Verstand unbegreifliche Güte Gottes, mit dem höchsten Lob verkündigen muss. Der zweite Vers setzt noch deutlicher auseinander, dass Gott sein Heil und seine Gerechtigkeit den Völkern offenbaren lässt. Denn was ließ sich weniger erwarten, als dass in jener dichten Finsternis der Unwissenheit und Blindheit plötzlich das Licht aufgehen und dass in dem tiefen Abgrund von Ungerechtigkeit die Gerechtigkeit eine Stätte finden werde? Dass nun das Heil, welches im Gefolge der Gerechtigkeit sich einstellt, an erster Stelle genannt wird, scheint wie eine umgekehrte Ordnung. Aber es lässt sich doch begreifen, dass in der Beschreibung der göttlichen Wohltaten diejenige, die der Ordnung nach vorangeht, erläuternd und begründend angefügt wird. Übrigens besteht die Gerechtigkeit Gottes, aus der das Heil der Menschen fließt, nicht darin, dass er ihnen nach ihrem Verdienst vergilt; sie ist vielmehr, wie wir anderwärts ausführten, der Erweis seiner Güte, Gnade und Treue.
V. 3. Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit. An den Hinweis auf die allgemeine Heilsoffenbarung schließt sich ein besonderes Lob der besonderen Gnade Gottes gegen das Haus Israel. Denn wenn er auch den Heiden und Juden sich gleicher weise zum Vater gab, so machte er doch mit den Juden den Anfang: sie waren gleichsam die Erstgeborenen. Denn der Ruhm der Heiden besteht darin, dass sie in Abrahams heilige Familie aufgenommen und eingepflanzt wurden. Aus der Verheißung, die an Abraham erging, floss die allgemeine Erlösung der ganzen Welt, wie auch Christus gesagt hat (Joh. 4, 22): „Das Heil kommt von den Juden.“ Darum sagt der Prophet mit Recht, dass Gott, als er die Welt erlöste, der Wahrheit oder Treue gedacht habe, die er dem Volke Israel geschenkt hatte. Aus diesen Worten entnehmen wir auch, dass Gott nur dadurch sich bestimmen ließ, dass er sein Versprechen treulich halten wollte. Um ganz deutlich zu machen, dass diese Verheißung nicht auf die Verdienste oder die Gerechtigkeit der Menschen gegründet war, nennt der Prophet an erster Stelle Gottes Gnade; dann erst fügt er die Wahrheit oder Treue hinzu, die an dieselbe sich hängt. Alles in allem: Gott ließ sich durch nichts außer ihm bestimmen, sondern fand den Grund in seiner freien Gnade und dem unverdienten Wohlgefallen, welches er einst dem Abraham und seinen Nachkommen bezeugt hatte. Dass er daran „gedacht“ hat, wird in Rücksicht auf die menschliche Empfindung gesagt: denn der lange Aufschub konnte wie ein Vergessen erscheinen. Vergingen doch vom Tage der Verheißung an zweitausend Jahre, bis Christus geoffenbart wurde; und in dieser Zeit wurden die Gläubigen durch soviel Leiden und Schläge immer wieder getroffen, dass wir uns nicht wundern, wenn sie ängstlich seufzten, als wäre ihnen die Hoffnung geraubt, die Erlösung sehen und schmecken zu dürfen. Dass aller Welt Enden das Heil unsers Gottes sehen sollen, deutet nicht bloß auf eine Darstellung in dem Sinne, als sollte eine denkwürdige Rettungstat geschehen, deren Kunde bis an die äußersten Grenzen der Erde dringt. Vielmehr ist die Meinung, dass die Heiden, die sich bis dahin durch ihre Irrungen betören ließen, daran teil gewinnen sollten.
4 Jauchzet dem Herrn, alle Welt, singet, rühmet und lobet! 5 Lobet den Herrn mit Harfen, mit Harfen und Psalmen; 6 mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem Herrn, dem Könige! 7 Das Meer brause, und was drinnen ist; der Erdboden, und die drauf wohnen. 8 Die Wasserströme frohlocken, und alle Berge seien fröhlich 9 vor dem Herrn; denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit Recht.
V. 4. Jauchzet dem Herrn, alle Welt. Indem der Prophet die schon im Eingang ausgesprochene Mahnung jetzt an die Heiden richtet, zeigt er, dass eine einzige Gottesgemeinde in der ganzen Welt sein wird, in welcher Gott nach Niederlegung der Scheidewand allerlei Menschen in Einigkeit des Glaubens sammeln will. Der Hinweis auf die Musikinstrumente erklärt sich aus der damaligen Sitte. Indessen wollte Gott nicht die Heiden an solche Zeremonien des Gesetzes gebunden wissen. Die mehrfach wiederholten Aufrufe wirken besonders eindrücklich, etwa in dem Sinne: wie großen Eifer auch die Menschen aufwenden mögen, die Erlösung der Welt zu rühmen, so wird doch kein Lobpreis an die Größe dieser Gnade heranreichen. Das geht auch daraus hervor, dass im folgenden (V. 7 ff.) leblosen Wesen eine Empfindung beigelegt wird. Weiterer Auslegung bedarf es nicht, da wir ganz ähnliche Worte bereits früher lasen (96, 11 ff.).

Aus dem Psalmenkommentar – Jean Calvin

Ps. 98 kann als eine aktualisierte Version von Ps angesehen werden. 96. Ps. 96: 3 befiehlt: „Erzähle von seiner Herrlichkeit unter den Nationen, seinen wundersamen Taten unter allen Völkern“ und 98: 3 behauptet (in der Vergangenheit): „Alle Enden der Erde sahen den Sieg unseres Gottes.“ 1: Die kurze Überschrift A Psalm ist in Psalmen einzigartig; Der LXX führt alle Psalmen des Königtums mit „Ein Psalm Davids“ ein. Dieser Psalm fasst die typischerweise längeren Aufforderungen zur Anbetung und Motivation (eingeführt durch „ki“ für) zu einem einzigen v zusammen; siehe einleitende Anmerkung zu Ps. 95. Wie viele andere Psalmen des Königtums zeigt auch dies Affinitäten zu Deutero-Jesaja; vergleiche vv. 1–2 mit Isa. 52:10: „Der Herr wird seinen heiligen Arm entblößen / vor allen Völkern / und die äußersten Enden der Erde werden sehen / den Sieg unseres Gottes.“ 3: Unerschütterliche Liebe und Treue sind oft mit Verpflichtungen des Bundes verbunden. 4–8: Diese spiegeln die lautstarke Anerkennung des neuen Königs wider (siehe 47: 2 n.), Ein häufiges Motiv in den Psalmen des Königtums.

Die jüdische Studienbibel

Singe ADONAI ein neues Lied. Die Weisen in Midrasch Tanhuma führen diesen Psalm als eine der großen Glaubenspassagen für das jüdische Volk auf. Historisch gesehen ist Ps. 98 ist mit 1 Sam verbunden. 6:12, wie es gesungen wurde, nachdem die P’lishtim (Philister) die Bundeslade erobert hatten. Das Singen eines neuen Liedes für ADONAI deutet auch auf das messianische Zeitalter hin.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Kannst du von deinem Herzen heraus ein Lied Jehovah singen, weil ER gut ist und weil er vorhat jeden, der IHN liebt, zu retten?
Kannst du dein Haupt emporheben und voller Freude IHM singen:

Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blicket auf und hebet eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht. (Lukas 21,28) ?

Worauf konzentrierst du dich? Ich denke da an die Geschichte, als zur Zeit Hiskias die Stadt Jerusalem von Heeren umlagert war: wohin ging der Blick von Hiskia? War er darauf bedacht, zu erfahren warum die andere Städte dem anrückenden Heer nicht standhalten konnte? Wolle er durch Tricks aus der Situation? Ja, er ließ den Wassertunnel bauen, um seine Untertanen zu versorgen – aber sein „Schild“ und seine Hoffnung und sein Blick waren zum Himmel gerichtet – und damit auch in die Vergangenheit. Denn Jehovah wird nicht nur retten – er hat es im laufe der Jahrtausende schon so oft getan. Erinnere dich also an die großen Taten der Vergangenheit um dann ein „NEUES Lied“ singen zu können!

Gerecht oder Ungerechte?

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen nicht eines Arztes, sondern die Kranken;
ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.

Elberfelder Bibel 1905 – Lk 5,31–32

Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: „Nicht die Gesunden benötigen5 einen Arzt, sondern die Kranken! Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“

Leonberger Bibel – Lk 5,31–32

Jesus antwortete ihnen: «Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.
Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zur Sinnesänderung zu rufen, sondern Sünder.»

Ludwig Albrecht – Lk 5,31–32

Jesus antwortete ihnen: »Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.“
Ich bin gekommen, um Sünder zur Umkehr von ihren Sünden zu rufen, und nicht, um meine Zeit mit denen zu verbringen, die sich schon für gut genug halten.«“

Neues Leben – Bibel 2006 – Lk 5,31–32

Er antwortete: „Die Menschen, denen es gutgeht, brauchen keine Hilfe, aber die Menschen, denen es dreckig geht, die brauchen einen, der ihnen aus dem Dreck raushilft.
Ich bin nicht für die Leute hier, die sowieso schon korrekt für Gott leben. Ich bin für die Kaputten gekommen. Ich will dafür sorgen, dass die Leute ihr Leben ändern, die Mist bauen.“

VolxBibel – Lk 5,31–32

Lk 5,31 ἀπο-κριθείς V. 5. χρείαν ἔχω τινός jmdn./etwas nötig haben, brauchen. ὑγιαίνοντες Ptz. ὑγιαίνω gesund sein; subst. die Gesunden. ἰατρός Arzt. κακῶς Adv. schlimm, übel, furchtbar; ἔχω κακῶς mir geht es schlecht, ich bin krank. ἔχοντες Ptz. ἔχω, subst. Lk 5,32 ἐλήλυθα Pf. (A242) ἔρχομαι. καλέσαι Aor. Inf. καλέω, fin. (A276). μετά-νοια Sinnesänderung, Umkehr, Bekehrung.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament


Die beiden vorhergehenden Wunder gipfelten schließlich in der Berufung des Levi. (In Mt 9,9 wird Levi Matthäus genannt.) Jesus hatte gezeigt, daß er die Vollmacht besaß, Menschen zeremoniell rein zu machen und Sünden zu vergeben. Diese beiden Fähigkeiten benötigte er nun für den, den er als nächsten zu seinem Jünger berufen wollte.
Lukas geht nicht weiter darauf ein, daß Levi Zöllner war, also einen Beruf hatte, der ihn von der religiösen Gemeinschaft seiner Zeit ausschloß (vgl. Lk 5,29-31). Zöllner galten als Menschen, die ihr Volk um ihres persönlichen materiellen Vorteils willen verraten hatten, denn sie trieben Steuern für die Römer – die Heiden – ein, die so auf Kosten der unterworfenen Völker leben konnten und nicht arbeiten mußten (vgl. Lk 3,12-13). Levi kam also wirklich nicht für die Nachfolge dessen in Frage, der beanspruchte, der Messias zu sein. Doch Jesus sprach einfach die Worte: Folge mir nach, und Levi brach mit seinem bisherigen Leben; er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. Seine Reaktion auf die Berufung war dieselbe wie die der Fischer (Lk 5,11).
Der theologische Standpunkt des Lukasevangeliums wäre schon deutlich genug zum Ausdruck gekommen, wenn der Evangelist seinen Bericht mit Levis Entschluß, Jesus nachzufolgen, beendet hätte, doch er schildert auch noch die Ereignisse anläßlich eines Gastmahls, das Levi, der neue Jünger, für Jesus gab. Der Zöllner Levi muß ein wohlhabender Mann gewesen sein, denn er richtete ihm ein großes Mahl zu in seinem Haus und lud viele Gäste ein, unter anderem natürlich auch viele Zöllner. Dieselben religiösen Führer, die schon zuvor Jesu Autorität in Frage gestellt hatten (V. 21), fragten nun nach der Schicklichkeit, mit Zöllnern und Sündern gemeinsam zu Tisch zu sitzen. Jesus hatte nicht nur Kontakte zu Leuten, die die Pharisäer ablehnten, sondern, was wesentlich schwerer wog, er aß und trank auch noch mit ihnen.
Die Tischgemeinschaft mit anderen war für die Juden ein Ausdruck enger Verbundenheit. Obwohl die Pharisäer sich bei den Jüngern beklagt hatten, antwortete ihnen Jesus selbst (V. 31 – 32). Er sagte, daß er nicht gekommen sei, die Gerechten, sondern die Sünder zur Buße zu rufen, ging dabei jedoch nicht weiter auf den Begriff der „Gerechten“ ein, sondern wies nur darauf hin, daß er zu denen gekommen sei, die der „Buße“ – der wahrhaften inneren und äußeren Umkehr – bedurften und sich dessen auch bewußt waren (vgl. Lk 3,7-14). Die Pharisäer hatten jedenfalls nicht das Gefühl, daß sie eine solche Umkehr nötig hatten. Da Jesus bei den beiden vorangehenden Heilungen seine souveräne Vollmacht gezeigt hatte, wird beim Leser der Schluß vorausgesetzt, daß er auch seinen Auftrag an den Sündern erfüllen konnte

DIe Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar Lukas 5,27-39

Jesu Antwort besitzt jedoch noch einen zweiten Teil, der nicht mehr bildhaft ist. Hier spricht er mit dürren Worten von seiner Aufgabe: »Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern um Sünder zur Umkehr zu rufen« (V. 32). »Ich bin gekommen« ist so viel wie »Ich bin gesandt, und zwar vom Vater im Himmel.« »Rufen« ist so viel wie: »einladen ins Gottesreich«. Das also hat er auch im Hause Levis getan! Sein Ruf geht exakt an »Sünder«. Sie sind ja die Kranken von V. 31 ! Er lädt sie ein »zur Umkehr«, die sie in Gottes Reich bringt. »Umkehr« oder »Bekehrung« heißt: Abkehr vom bösen Weg und Hinkehr zu Gott. Hinkehr zu Gott ist jetzt aber, seit Gottes Sohn Mensch wurde, dasselbe wie Jesus nachfolgen. Mit einem Schlag und in seiner ganzen Größe tritt uns hier der Sünderheiland vor die Augen. »Jesus nimmt die Sünder an! Saget doch dies Trostwort allen!« (EKG 268, 1). Unsere Väter hatten Recht: Über der Eingangstür zum Himmel stehen die Worte »Nur für bekehrte Sünder«.

Ein Rätsel bleibt: Was ist mit den »Gerechten«, die Jesus »nicht« einladen soll? Wer sind diese »Gerechten« und »Gesunden« von Lk 5,31-32 ? Es gibt darauf nur eine Antwort: Es sind diejenigen, die ohne Sünde sind. Damit stehen die Pharisäer und Schriftgelehrten vor einer ernsten Frage: Meint er mit den »Gerechten« uns? Sind wir ohne Sünde (vgl. Joh 9,40ff.)? Sind wir also nicht eingeladen? Das Rätsel löst sich, wenn man sieht, dass es keinen Menschen ohne Sünde gibt. Dann sind auch sie eingeladen, weil sie ja auch Sünder sind. Dann brauchen sie ebenfalls einen Arzt namens Jesus, den Sünderheiland. Dann haben sie aber auch keinen Grund mehr, auf die Zöllner und Sünder herabzuschauen. Jesus lässt sie mit all diesen Fragen nachdenklich stehen. Sie müssen sich jetzt vor Gott über sich selbst klar werden. Entweder sind sie echte Gerechte = Sündlose, dann sind sie bereits Mitglieder des Gottesreiches. Oder sie sind bei genauer Prüfung eben keine wahren Gerechten, dann muss Jesus sie erlösen.

Halten wir auch bei Lk 5,27-32 noch einmal das Wesentliche fest: a) Jünger wird man durch Ruf und Nachfolge. Das ist auch heute noch so. b) Echte Bekehrung hat sichtbare Konsequenzen. Sie schenkt uns vor allem ein missionarisches Herz. c) Jesus beruft bewusst einen Zöllner in seine Nachfolge, um zu zeigen, dass er Sünder erlösen will. d) Jesus erklärt hier die Aufgabe, die er als Messias hat. Sie besteht darin, Sünder zu retten und ins Reich Gottes hineinzuholen (vgl. Mt 1,21). Sie besteht nicht darin, Unreine abzustoßen oder jetzt schon die Welt zu verändern oder militärische Siege über Rom und andere Weltmächte zu feiern. Wollen wir diesen Jesus?

Edition C

Als was sehe ich mich? Und will ich wirklich veränderungen an MIR vornehmen lassen? Oder habe ich schon die „Wahrheit“ gefunden und bin glücklich darin?


1 plus 1 = eins ?

Und der Mensch sprach: Diese ist einmal Gebein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleische; diese soll Männin heißen, denn vom Manne ist diese genommen.
Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.

Elberfelder Bibel 1905 – Gen 2,23–24

Und der Mensch sagte: „Diese ist sie nun! Gebein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleisch! Diese wird ‚Männin’ genannt werden, denn diese ist von dem Manne genommen.”
Darum verlässt ein Mann seinen Vater und seine Mutter und hängt an seiner Frau. Und sie werden zu einem Fleisch sein.

Bibel – AT Janzen und Jettel – Gen 2,23–24

Da sagte der Mann:
„Das ist endlich Gebein von meinem Gebein
und Fleisch von meinem Fleisch!
Sie wird Frau genannt werden,
denn vom Mann wurde sie genommen.“
Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und fest zu seiner Frau halten, und sie werden eins werden.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Gen 2,23–24

Der Mann war echt begeistert. „YES! Die passt doch total gut zu mir! Sie kommt ja sogar aus meinem Köper raus, ist genau das gleiche Material! Ich finde, sie soll jetzt ,Frau‘ heißen.“
Darum ist das jetzt so, dass ein Mann irgendwann seinen Vater und seine Mutter verlässt und mit einer Frau zusammenzieht. Die beiden werden dann ganz fest zusammenwachsen, sie werden wie ein Mensch sein.

VolxBibel – Gen 2,23–24

Der Mensch sprach:
Diesmal ist sies!
Bein von meinem Gebein,
Fleisch von meinem Fleisch!
Die sei gerufen
Ischa, Weib,
denn von Isch, vom Mann, ist die genommen.
Darum läßt ein Mann seinen Vater und seine Mutter und haftet seinem Weibe an,
und sie werden zu Einem Fleisch.

Buber & Rosenzweig – Gen 2,23–24

Sie war weit entfernt von dem Maßstab, den Gott im Garten Eden eingeführt hatte: die Ehe mit nur einem Partner (1 Mo 2:24). Die Bibel malt somit ein düsteres Bild von der Polygamie, und die schmerzliche Geschichte der Hausgemeinschaft Elkanas ist ein markanter Pinselstrich auf diesem Bild.

Ahmt ihren Glauben nach

NEIN! Nicht nur die Polygamie, sondern auch die Trennung/Scheidung, die in vielen Gemeinschaften ja momentan als „normal“ angesehen wird (oder wie die Autoren der Broschüre Ahmt ihren Glauben nach – sogar unter bestimmten Vorraussetzungen fördern!)

Dieser Abschnitt berichtet von der Erschaffung der ersten Frau und der Einsetzung der Ehe und war deswegen für die Gesellschaft des Volkes Israel von großer Bedeutung. Es war Gottes Absicht, daß (Ehe)mann und (Ehe)frau eine geistliche und funktionierende Einheit sein sollten, indem sie in Rechtschaffenheit wandeln, Gott dienen und zusammen seine Gebote halten würden. Wenn diese Harmonie Wirklichkeit ist, gedeiht eine Gesellschaft unter Gottes Führung.
Adam war allein und das war nicht gut , obwohl alles andere in der Schöpfung gut war (vgl. 1Mo 1,4.10.12.18.21.25 ). Als der Mensch als Gottes Stellvertreter zu handeln begann, indem er den Tieren Namen gab, was sein Herrschaftsrecht bewies ( 1Mo 2,19-20 ), wurde er sich seiner Einsamkeit bewußt ( 1Mo 2,20 ). Gott ließ deshalb einen Schlaf (V. 21 ) auf ihn fallen und schuf Eva aus seinem Fleisch und Bein (Gebein) (V. 21-23 ).
Gott beschloß, eine Hilfe für den Mann zu schaffen (wörtl. »eine Hilfe, ihm entsprechend«, »ein helfendes Gegenüber« oder »eine ihm entsprechende Hilfe«) (V. 18 ). »Hilfe« ist kein erniedrigender Ausdruck. Er wird in der Bibel oft gebraucht, um Gott, den Allmächtigen, zu beschreiben (z.B. Ps 33,20;70,6;115,9 ). Die Beschreibung der Frau als »ihm entsprechend« bedeutet im Grunde, daß das, was über den Mann in 1Mo 2,7 gesagt wird, auch für sie gilt. Sie hatten beide dasselbe Wesen im Bilde Gottes. Die Frau füllt aber das aus, was dem Mann fehlte, weil er allein war. Sie ergänzt, was ihm fehlt, und er ergänzt, was sie entbehrt. Der Höhepunkt ist die Tatsache, daß beide ein Fleisch (V. 24 ) werden, womit die völlige Einheit von Mann und Frau in der Ehe beschrieben wird. Da Adam und Eva eine geistliche Einheit waren und ohne Sünde in Rechtschaffenheit lebten, war keine Anweisung erforderlich, wer die Führung zu übernehmen habe. Paulus diskutiert diese Frage später in Verbindung mit der Schöpfungsordnung und dem Sündenfall ( 1Kor 11,3; 1Tim 2,13 ).
Der Ausdruck Zal-kEn ( deshalb oder darum , 1Mo 2,24 ) wird in 1 Mose häufig verwendet. Wenn er und der ganze Satz in Vers 24 direkt von Gott an Adam gerichtet ist, muß das Verb »verlassen« im Futur mit wird verlassen übersetzt werden. Wenn aber, was vom Sinn her auch möglich ist, Gott diese Worte durch Mose an die Leser richtet, sollten sie im Präsens übersetzt werden: »darum verläßt ein Mann…«. Jedenfalls ist es die Folge der Erschaffung der Frau, daß die Ehe Mann und Frau zu »einem Fleisch« macht. Ihre Nacktheit (V. 25 ) läßt annehmen, daß sie ungezwungen, ohne Angst vor dem Ausgenutztwerden oder der Möglichkeit der Sünde, miteinander umgingen. Diese Gemeinschaft wurde später beim Sündenfall zerstört und wird seitdem nur bis zu einem gewissen Grad in der Ehe wiedererlangt, wenn ein Paar ungezwungen miteinander umzugehen beginnt. Hier deutet die Nacktheit, trotz des wörtlich zu nehmenden Bezugs, auch auf die Sündlosigkeit hin.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Unzucht erschüttert die Ehe in ihren Fundamenten – und nur in diesem Fall macht der Ehepartner sich nicht schuldig, wenn er eine Ehescheidung vornimmt. Dass ein Christ vielmehr vergeben und dem Partner die Chance zu einem Neuanfang geben soll, ist klar und sollte unbedingt beachtet werden. „Ein Christ“, schreibt der Bibelausleger Rudolf Brockhaus, „handelt nicht im Geist der Gnade, wenn er die Scheidung einreicht.“ Der Prophet Hosea wurde sogar direkt von Gott aufgefordert, seine ehebrecherische Frau zu lieben (Hos 3,1).
Und doch räumt der Herr dem Betrogenen die Möglichkeit einer Scheidung ein, weil es manchmal als zu schwer empfunden werden kann, einen Zustand der Hurerei und Unversöhnlichkeit dauerhaft zu ertragen. Die Scheidung ist dabei keine Empfehlung, sondern lediglich eine Möglichkeit, die sozusagen in einem Nebensatz erwähnt wird. Es ist eine „Notordnung“ für völlig verfahrene Situationen. Das Schöne, was vor dem Sündenfall gegeben wurde (1 Mose2,24), kann leider nach dem Sündenfall nicht immer aufrechterhalten werden.

Ehescheidung und Wiederheirat – Gerrid Setzer

Genau so ist es! Es gibt nur eine Einheit in der Ehe – und diese wird nur durch Untreue zerstört. Warum? Weil die Ehe ein Bild von Gott selbst ist – und dieses echad

Wo ist Gottes Herrlichkeit heute?

Und die Herrlichkeit Jehovas hatte sich von dem Cherub auf die Schwelle des Hauses hin erhoben; und das Haus war von der Wolke erfüllt, und der Vorhof war voll von dem Glanze der Herrlichkeit Jehovas.
Und das Rauschen der Flügel der Cherubim wurde bis in den äußeren Vorhof gehört wie die Stimme Gottes, des Allmächtigen, wenn er redet.

Elberfelder Bibel 1905 – Ez 10,4–5

Und die Herrlichkeit Jahwes hatte sich von dem Cherub auf die Schwelle des Hauses hin erhoben; und das Haus war von der Wolke erfüllt, und der Vorhof war voll von dem Glanze der Herrlichkeit Jahwes.
Und das Rauschen der Flügel der Cherubim wurde bis in den äusseren Vorhof gehört wie die Stimme Gottes (El), des Allmächtigen, wenn er redet.

Free Bible – 2004 – Ez 10,4–5

Die Herrlichkeit Jehovas erhob sich von den Chẹrubim zur Schwelle vom Eingang des Hauses. Nach und nach erfüllte die Wolke das Haus und das Leuchten der Herrlichkeit Jehovas erfüllte den Vorhof. 5 Das Rauschen der Chẹrubimflügel war im äußeren Vorhof zu hören. Es klang wie die Stimme Gottes, des Allmächtigen, wenn er redet.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Ez 10,4–5

Plötzlich bewegte sich wieder diese Wolke, wo Gottes besonders krasse Art drin war. Sie schwebte vom Chefsessel weg und kam zum Eingang des Tempels. Die Wolke nebelte den ganzen Bereich, der vor dem Tempel lag, komplett ein. Gott war jetzt voll da.
Die Bewegung von den Flügeln der Engel machte ein lautes Geräusch. Es klang so wie ein lauter Donner, so, wie Gott manchmal redet. Man konnte den Lärm bis in den äußersten Bereich vom Vorhof hören.

Martin Deyer – Ez 10,4–5

Er sprach mit dem Mann in Leinen. In einer Vision sieht Yechezk’el einen Thron und der darauf sitzende befiehlt dem in Leinen gekleideten Mann, in die wirbelnden Räder einzutreten, um Kohlen zu erhalten, die sich über die Stadt verteilen, was die Zerstörung von Yerushalayim durch Feuer symbolisiert. Yechezk’el beschrieb seine Vision der K’ruvim (Cherubim) im Tempel als identisch mit der Vision, die er in der Ebene in Bavel sah (vgl. 1: 4–28; 10: 1–15, 20–22).

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Die Abreise des Herrn von Jerusalem. Gottes Thronwagen wird in 43: 1–12 zurückkehren, wenn die Stadt gereinigt und der Tempel wieder aufgebaut ist. Die Abreise der Gegenwart des Herrn aus dem Tempel steht im Gegensatz zu Darstellungen der Manifestation der göttlichen Gegenwart als Feuer und Wolke in der Wildnis-Stiftshütte (2. Mose 40: 34–38) und im Tempel Salomos (1. Könige 8: 1). 6–13; 2 Chron. 5: 3–6: 2). Sobald Gott gegangen ist, ist die Stadt offen für fremde Invasionen und Zerstörungen. 10: 1: Die Weite über den Köpfen der Engel ist mit Saphir verbunden. Das blaue Bild des Saphirs erinnert an die Identifizierung der Weite als Himmel oder Himmel in 1. Mose 1: 6–8 und an die Pflasterung des Saphirs (oder Lapis) unter den Füßen Gottes, die Moses, Aaron, Nadab, Abihu und die siebzig Älteste in Exod. 24: 9–11. In der späteren kabbalistischen Tradition wird der Begriff Saphir (hebräisch „Sapir“) manchmal mit dem hebräischen Begriff „Sefira“ („Zählen“) assoziiert, der in kabbalistischen Texten die „Emanationen“ Gottes oder die in der Welt manifestierten göttlichen Eigenschaften bezeichnet. Die beiden Begriffe sind jedoch etymologisch nicht verwandt. 2: Gott befiehlt dem in Leinen gekleideten Mann, glühende Kohlen zwischen den Engeln zu nehmen und sie über die Stadt zu verteilen. Dieser Akt ähnelt Josias Zerstörung des Bethel-Altars, in dem er befahl, den Altar zu verbrennen und zu Staub zu zermahlen und die Leichen des götzendienerischen Priesters an der Stelle zu verbrennen, um ihn zu entweihen (2. Könige 23: 15-18). Es ähnelt auch der späteren Reinigung des Tempels durch Juda den Makkabäer, der den befleckten Altar zerstören musste, um den Tempel neu zu weihen (1. Makk. 4: 36–59). Soweit Hesekiel die Wiederherstellung des Tempels zu einem bestimmten Zeitpunkt nach seiner Zerstörung vorsieht (11: 14–21; Kap. 40–48), wird er durch die Opferbilder dieses Aktes auch mit den im Tempel dargestellten Reinigungs- und Schuldopfern verglichen (Lev. chs 4–5; 7: 1–10). Solche Opfer spielen eine Rolle beim Sühnen für Ungerechtigkeit und Unreinheit, damit der Täter als Mitglied der Gemeinschaft „zurückkehren“ kann. 4: Gottes Gegenwart wird durch die Wolke (2. Mose 19: 9; 1. Könige 8: 10–11) und das Strahlen der Gegenwart des Herrn angezeigt, wenn sie sich im Tempelkomplex bewegt. 6–7: Wegen der Heiligkeit des Thronwagens oder der Arche kann sich der in Leinen gekleidete Mann nicht nähern und ein Cherub gibt ihm das Feuer (2 Sam. 6: 6–11).

Die jüdische Studienbibel

Gottes Herrlichkeit verläßt den Tempel ( Hes 10 )

Gott würde seinen Wohnort niemals mit anderen „Göttern“ teilen, und sein Heiligtum durfte nicht mit Götzendienst verunreinigt werden. Das Zentrum der Anbetung Gottes in Silo wurde, kurz nachdem seine Herrlichkeit von dort gewichen war, von dort entfernt ( 1Sam 4,1-4.10-11.19-23; Jer 7,12-14 ). Das gleiche Schicksal würde dem Tempel von Jerusalem widerfahren.
Hesekiel, noch immer neben dem Altar stehend, blickte auf das Heiligtum und sah etwas wie einen Thron aus Saphir über dem Raum, der über den Köpfen der Cherubim war . Dies war der azurblaue Thron Gottes, der auch auf seinem Thronwagen gewesen war (vgl. die Anmerkungen zu Hes 1,26 ). Gott selbst war im Eingang des Heiligtums, aber sein Thronwagen war „auf der Südseite des Tempels“ ( Hes 10,3 ).
Gott sagte dem Engelsschreiber: Geh zwischen die Räder unter den Cherubim und nimm brennende Kohlen und verstreue sie über die Stadt . Die „brennenden Kohlen“ unter den Cherubim hatte Hesekiel bereits vorher gesehen ( Hes 1,13 ; vgl. Jes 6,6 ). Nun benutzte Gott solche Kohlen, um seine „heilige“ Stadt zu reinigen.

Hesekiels Aufmerksamkeit wandte sich wieder dem Thronwagen Gottes zu, der neben dem Heiligtum stand. Eine Wolke füllte den inneren Hof und machte Gottes Gegenwart auf der Schwelle des Heiligtums deutlich (vgl. 2Mo 33,9-10; 1Kö 8,10-11; Jes 6,1-4 ). Hesekiel erwähnte noch einmal, daß sich die Herrlichkeit des HERRN von dem Thronwagen zur Schwelle begab ( Hes 10,4 ; vgl. Hes 9,3 ). Als die Wolke den Tempel erfüllte, war der Hof voll des Glanzes der Herrlichkeit (vgl. die Anmerkungen zu Hes 1,28 ) des HERRN . Die Manifestation der Herrlichkeit Gottes schien durch die Wolke hindurch, um den Platz zu erleuchten, auf dem Hesekiel stand. Neben dieser blendenden Helligkeit vernahm Hesekiel das Geräusch der Flügel der Cherubim, das so laut war, daß man es im äußeren Hof hören konnte (vgl. Hes 1,24 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Wenn nach Hesekiel 10 die Herrlichkeit Jehovahs den Tempel verließ – wann war das? und kam sie wieder zurück? Und wenn ja wann?
Hesekiel ist ein wohl selten gelesenes Bibelbuch.
Deshalb viel Freude beim lesen – es gibt viel spannendes zu finden.