„Genauso wie mich Gott der Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt immer bei mir, entfernt euch nicht von meiner Liebe. Wenn ihr die Sachen tut, die ich euch gesagt habe, dann werdet ihr nahe bei meiner Liebe bleiben. Ich habe auch immer das getan, was Gott von mir wollte, und seine Liebe umgibt mich. VolxBibel – Johannes 15,9–10
Wie der Vater mich einmal geliebt hat, habe auch ich euch Liebe erwiesen. Bleibt bei meiner Hingabe! Wenn ihr meine Anweisungen befolgt, werdet ihr in meiner Liebe zur Ruhe kommen, wie auch ich meinerseits die Anweisungen meines Vaters befolgt und bei Seiner Liebe geblieben bin. Gottes Agenda – Das Neue Testament urtextnah ins heutige Deutsch übersetzt von Andreas Eichberger – Joh 15,9–10
Gleichwie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt; bleibet in meiner Liebe. Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Elberfelder 1871 – Joh 15,9–10
In v. 9 u. 10 ist noch ein Motiv zum Bleiben in der Liebe Jesu angeführt. „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Bleibet in meiner Liebe.“ Seine Liebe, die Jesus ihnen erzeigt hat, soll die Jünger bewegen in derselben zu bleiben. Mit κἀγώ folgt der Nachsatz zu καθώς. In Präteritis spricht er von der Liebe die der Vater ihm und er den Jüngern erzeigt hat, weil er sein Leben in der Welt im Auge hat, an dessen Grenze er nun angekommen ist (Lcke., Mey., Lthdt. u.A.). Auf diese seine Liebe gründet er die Aufforderung: Bleibet in meiner Liebe. τῇ ἀγάπῃ τῇ ἐμῇ ist nicht die Liebe zu mir (Grot., Bäuml.), sondern meine Liebe zu euch. Da aber diese Liebe ein Abglanz der Liebe des Vaters zu ihm ist, so sagt er damit den Jüngern implicite, daß wenn sie in seiner Liebe bleiben, sie der Liebesgemeinschaft des Vaters und Sohnes teilhaftig werden. — V. 10. In der Gemeinschaft seiner Liebe aber bleiben sie, wenn sie seine Gebote bewahren, so wie er die Gebote des Vaters bewahrt hat. ἀγάπη μου ist = ἀγάπη ἐμή v. 9. Die Gebote bewahren (τηρεῖν) heißt sie zur Richtschnur des Lebens machen, wie Jesus in allem seinen Thun den Willen des Vaters ausgeführt hat, 8,29. 5,30. 4,34. — Die Liebesgemeinschaft mit Christo und dem Vater erfült das Herz mit seliger Freude. Mit dieser Verheißung schließt Jesus v. 11 die Mahnung zum Bleiben in seiner Liebe, die er in diesem Abschnitte so oft wiederholt hat. „Dies habe ich zu euch geredet, auf daß meine Freude in euch sei und eure Freude vollendet werde.“ ταῦτα geht nicht blos auf v. 9 u. 10 (de W., God., Weiß), sondern auf alles von v. 1–10 Gesagte (Lcke., Mey., Hngstb., Lthdt. u.A.). ἡ χαρὰ ἡ ἐμή ist nicht die von Jesu in den Jüngern gewirkte Freude (Calv., Thol., Bg.-Cr., de W.), was nicht zu χαρὰ ὑμῶν paßt, auch nicht die Freude Jesu an seinen Jüngern (Aug., Lmp., Ebr., Hngstb.), was sich wol mit der Lesart μείνῃ, aber nicht mit ᾖ vertrüge (Lthdt.), sondern die Freude, welche er vermöge der Liebe des Vaters hat, in der er steht. Diese seine Freude teilt er denen mit, die in seiner Liebe bleiben, und läßt sie dazu in ihnen wirksam sein, ihre eigene Freude völlig zu machen, welche damit, daß sie in seiner Liebe stehen, bereits in ihnen ist (Hofm. Schriftbew. II, 2 S. 325f.).
Keil – Commentar über das Evangelium des Johannes
Die Intensität der Liebe des Vaters zum Sohn ist identisch mit der des Sohnes zu den Seinen. Der Herr blickt am Ende seines Dienstes zurück, daher verwendet er den Aorist ἠγάπησα („ich habe geliebt“). Mit dem Ausdruck ἐν τῇ ἀγάπῃ τῇ ἐμῇ („in meiner Liebe“) ist die Liebe des Herrn zu den Seinen gemeint, die sie fortwährend genießen sollten. Dies zeigt sich, wie der nächste Vers deutlich macht, im Halten der Gebote des Herrn.
P. Streitenberger – Johannes
Dass der Vater Jesus geliebt hat, ist der Anfang und Eckstein seiner Gemeinschaft mit den Jüngern; aus der Liebe des Vaters zum Sohn kommt die Heilandsmacht, das Christusamt, die Herrlichkeit des Sohnes. Darin, dass Jesus die Jünger liebt, setzt sich die Liebe des Vaters fort; sie gestaltet den Sinn des Sohns und macht, dass er die Seinen zu sich ruft und für sie lebt. Nun kommt die Reihe an die Jünger, dass sie sich von der Liebe Jesu nicht scheiden, sondern in ihr bleiben. Dadurch treten auch sie in die Liebe ein, die in Gott entsprungen und durch Jesus bis zu ihnen hingeleitet ist. Sie stellen sich in die Liebe Jesu dadurch hinein, dass sie seine Gebote tun. Jesus selbst hat es den Jüngern durch seinen Gehorsam vorgelebt, wie man sich in seiner Liebe erhält. Er hat die Gebote des Vaters bewahrt; so hat er seine Liebe als echt und ungeheuchelt erwiesen und daraus als Frucht dies gewonnen, dass er in der Liebe des Vaters blieb und von ihr belebt und geleitet wurde. Der Liebe steht stets die Freude zur Seite.
Schlatter – Erläuterungen zum Neuen Testament
„Sohn seiner Liebe“ – dieser Titel kommt nicht noch einmal vor in Gottes Wort. Wir haben im 2. Johannesbrief einen ähnlichen Ausdruck, wo von dem Herrn Jesus die Rede ist als von dem „Sohn des Vaters“. Hier ist Er der „Sohn seiner Liebe“. Das ist eine Herrlichkeit der Person Christi, die Er nicht verliehen bekommen hat, sondern die seit jeher sein eigen ist. Als Sohn des Menschen wird Er über die Menschen herrschen, über die Erde usw. Das ist eine Ihm verliehene Herrlichkeit. Aber „Sohn der Liebe des Vaters“ drückt eine Beziehung aus, die ewig ist. Diese hat Er nicht irgendwann geschenkt bekommen. Er hat sie immer gehabt als der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist. Ich wüsste kein besseres Bild, um das besser zu verstehen, als Joseph in 1 Mose 37. Der Vater hatte ihn besonders lieb und ihm ein Gewand geschenkt. Er war der Sohn seines Alters, sagt dort die Schrift. Es existierte also eine enge Beziehung zwischen Jakob und seinem Sohn Joseph. Sie fand ihren Ausdruck in diesem schönen Gewand. Das ist ein schwaches Bild von dem, was der Herr Jesus für das Herz seines Vaters ist. Und unter genau diese Herrschaft des Herrn sind wir gekommen – unter eine Person, die der Sohn seiner Liebe ist. Er ist der volle Ausdruck der Liebe des Vaters. Christus ist der Mittelpunkt dieses Reiches. Alles in der Bibel strebt zum Herrn Jesus, und alles, was wir an Segnungen besitzen, findet in dem Herrn Jesus Grund und Ziel. Ein zweiter Punkt kommt noch hinzu. Christus ist nicht nur der Mittelpunkt dieses Reiches, sondern auch der Maßstab für unsere Segnungen. Denn durch die Gnade haben wir teil an diesem Reich, sind mit Dem innig verbunden, der davon der Mittelpunkt ist. Das ist etwas, was uns glücklich zu machen vermag. Wenn wir ablesen wollen, welche Segnungen uns Gott geschenkt hat, müssen wir den Herrn Jesus anschauen als den Sohn seiner Liebe. Nur in Ihm können wir ablesen, was uns alles geschenkt worden ist. Das ist für den menschlichen Verstand nicht zu erfassen, aber wir können und dürfen es anbetend glauben. Wenn der Sohn in solchen Beziehungen zum Vater steht, bedeutet das, dass wir in die gleichen Beziehungen gebracht worden sind (seine Gottheit natürlich ausgenommen). Der Herr Jesus sagt das in Johannes 15,9: „Wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt.“ Und in Johannes 17,23: „… damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.“ Die Liebe des Vaters zum Sohn ist dieselbe, wie die Liebe des Vaters zu uns, seinen Kindern. Haben wir nicht wirklich allen Grund, unserem Vater zu danken?
Christian Briem – Christus vor Augen
Sind wir von Jehovahs Liebe geliebt und ahmen wie Seine Liebe nach? Oder haben wir in einer der Kirchen nur etwas über Liebe gehört, und ahmen diese unvollkommene Form nach? Können wir auch, wie Jesus, sagen, dass wir die Gebote des himmlischen Vaters einhalten – oder haben menschliche Gebote das Ganze überdeckt? Worum dreht sich unser Leben – und was spiegelt sich dadurch wider?
Und sie werden wissen, daß ich, Jehova, ihr Gott, mit ihnen bin, und daß sie, das Haus Israel, mein Volk sind, spricht der Herr, Jehova. Und ihr, meine Herde, Herde meiner Weide, ihr seid Menschen; ich bin euer Gott, spricht der Herr, Jehova. Elberfelder 1871 – Hesekiel 34,30–31}}
Und sie sollen wissen, daß Ich, Jehovah, ihr Gott, mit ihnen bin, und sie, das Haus Israels, Mein Volk sind, spricht der Herr Jehovah. Ez 11,20; 36,38; 37,23; Jer 31,33. Und ihr seid Meine Herde, die Herde Meiner Weide, ein Mensch seid ihr; Ich bin euer Gott, spricht der Herr Jehovah. Ez 36,37; Ps 100,3; Joh 10,11f. Tafelbibel – Ezechiel 34,30–31
‚Dann werden sie erkennen müssen, dass ich, ihr Gott Jehova, bei ihnen bin und dass sie, das Haus Israel, mein Volk sind‘, erklärt der Souveräne Herr Jehova.“ ‘ ‚Und ihr, meine Schafe, die Schafe, um die ich mich kümmere, ihr seid nur Menschen und ich bin euer Gott‘, erklärt der Souveräne Herr Jehova.“ neue Welt Übersetzung – 2018 – Hesekiel 34,30–31
Lesen Sie Johannes 10,1-18 1. Dieser Abschnitt enthält ein Gleichnis und dessen Erklärung. Welches ist nach ihrer Auffassung der Hauptpunkt des Gleichnisses? Anmerkung: Christus ist der Einzige, der ein solches Interesse am Menschen hat, dass er sein Leben für ihn hingibt (Siehe auch Ps 100,3, Lukas 15,4-7; Röm 8,31-39; 1Petr 2,24-25). 2. Welches sind die Merkmale eines schlechten Hirten (Johannes 10,12-13)? Für wen könnt er repräsentativ sein? Anmerkung: Er ist am Wohlergehen des einzelnen nicht interessiert. Er ist ein professioneller, und darum ist der Mensch für ihn nur Mittel zum Zweck. Deshalb läßt er den Menschen in seiner Not allein, sobald es Schwierigkeiten gibt. Lesen Sie Hesekiel 34,31 Beachten Sie, was in diesem Abschnitt gesagt wird über: – den schlechten Hirten – den schlechten Leiter – den treuen Hirten – den guten Leiter – die Schafe – die Art von Schafen, an welchen der gute Leiter interessiert ist.
Der Insider – Arbeitsbuch
Ein anderer großer Prophet, Jeremia, betonte ebenfalls die größere Produktivität des Landes bei der endgültigen Wiederherstellung. Nach Jeremia 31: 1–6 beabsichtigt er aufgrund der ewigen Liebe Gottes zu seinem Volk (Verse 1–3), es wiederherzustellen und wieder aufzubauen (Verse 4). Für Israel wird es wieder eine Zeit des Überflusses geben (Vers 5), und die Hügel von Ephraim werden mit dem Ruf widerhallen, zu kommen und Gott in Jerusalem anzubeten (Vers 6). Später, in derselben Passage, kehrte Jeremia in 31: 11–14 zum Thema zurück. Nach der Erlösung Israels (Vers 11) werden sie in das Land zurückgebracht, das eine Fülle hervorbringen wird (Vers 12) und allen Bewohnern des Landes Freude bereiten wird (Vers 13–14). Nach Jeremia nahm der nächste große Prophet, Hesekiel, das Motiv des Besitzes des Landes in Hesekiel 20: 42–44 auf. Israel soll gemäß den Verheißungen Gottes an die Vorfahren im Abrahamischen Bund (Vers 42) in ihr Land zurückgebracht werden. Israel wird sich von seinen Sünden der Vergangenheit abwenden und sie verabscheuen (Vers 43) und nun allein Gott dienen (Vers 44). Später, in Hesekiel 28: 25–26, wird Israel nach ihrer Wiedergeburt und Wiedererlangung das Land gemäß dem Abrahamischen Bund besitzen (Vers 25). Die Sicherheit, in der Israel leben und die Werke seiner Hände genießen wird, wird dann betont (Vers 26). Der Sicherheitsaspekt ist zusammen mit dem Element der Produktivitätssteigerung das Thema von Hesekiel 34: 25–31. Da es im Land keine wilden Tiere mehr geben wird, wird Israel in der Lage sein, das Land in völliger Sicherheit zu genießen (Vers 25). Die Regenfälle werden zur richtigen Zeit und in angemessenen Mengen (Vers 26) eintreten und die Produktivität steigern (Vers 27a). Israel soll nicht nur vor den wilden Tieren geschützt sein, sondern auch vor all seinen Feinden der Vergangenheit (Verse 27b – 28). Niemand wird kommen, um die Ernte zu zerstören (Vers 29). In jeder Hinsicht wird Israel zu Recht mit Gott verwandt sein und sein eigentümlicher Besitz sein (Verse 30–31). Dies ist auch nicht das Ende des Themas, wie der Prophet in Hesekiel 36: 8-15 fortfuhr. Trotz jahrelanger Verwüstung soll das Land wieder bestellt (Verse 8–9) und besiedelt werden; Das heißt, die Bewohner des Landes werden stark zunehmen (Verse 10–11). Israel wird das Land wieder besitzen (Vers 12), und die Produktion des Landes wird enorm sein (Vers 13–15). Später in dieser Passage ging der Prophet in Hesekiel 36: 28–38 weiter aus. Hesekiel erklärte, dass Israel aufgrund seiner Wiedergeburt (Vers 29) das Land wieder besitzen werde (Vers 28). Der Vorwurf Israels wird beseitigt (Vers 30), und Israel wird seine vergangenen Sünden verabscheuen (Vers 31). Es ist nicht zur Ehre Israels (Vers 32), dass die Wiedergeburt (Vers 33), der Besitz (Vers 34) und der Wiederaufbau des Landes (Vers 35) stattfinden, sondern es ist zur Ehre Gottes unter den Nationen (Vers 36). Was Israel betrifft, wird die Bevölkerung zunehmen und die verlassenen Orte werden wieder aufgebaut (Verse 37–38).
Israelologie: das fehlende Glied in der systematischen Theologie
Die Herde Gottes Wie die Kirche hat Israel eine Beziehung zwischen Hirten und Schafen zu Gott. Der einzigartige Hirte ist Gott, die Vielzahl der Hirten sind die jüdischen Führer und das Schaf oder die Herde ist Israel (Ps. 28: 9; 78:52; 80: 1). Ein Beispiel für diese Beziehung ist Jeremia 23: 1–4. Gott beschuldigt die jüdischen Führer (Hirten), die Zerstreuung Israels verursacht zu haben (zerstreue die Schafe von meiner Weide) und gibt ihnen die Schuld (Vers 1). Gott verkündet sein Gericht (Vers 2): Was sie der Herde angetan haben, wird er ihnen antun. In der Zwischenzeit beabsichtigt Gott, den Rest meiner Herde wieder zu sammeln und in das Land zurückzubringen (Vers 3). Zu dieser Zeit wird Gott Israel rechtschaffene Hirten geben, die die Herde mit Wissen und Verständnis ernähren und niemals schuldig sein werden, Israel in die Irre geführt zu haben (Vers 4). Der gleiche Punkt wurde früher in Jeremia 3:15 gemacht. An diesem Tag wird Gott selbst ihr oberster Hirte sein, der sich um sie kümmert, selbst wenn sie von menschlichen Hirten regiert werden (Jes 40,11; Jer 31,10). Eine ausführliche Behandlung dieses Motivs findet sich in Hesekiel 34: 1–31. Es ist eine Prophezeiung gegen die Hirten Israels, die Führung Israels, die schuldig ist, die Herde in die Irre geführt und die Herde nicht gefüttert zu haben, sondern sich frei von der Herde zu ernähren und sie schließlich zu zerstreuen (Verse 1–5). Gott wird nun die Hirten richten und sie werden aus der Führung entfernt (Verse 6–10). Die Schafe wird er von überall her sammeln, um sie ins Land zurückzubringen, und dort werden sie gefüttert, bewässert und geheilt (Verse 11–16). In Vorbereitung auf die endgültige Versammlung der Herde wird Gott die einzelnen Schafe richten und ein Teil der Herde wird wegen ihrer Sünden zerstört (Verse 17–22). Der Rest, der endgültig wiederhergestellt wird, wird einen menschlichen Hirten über sich haben, den auferstandenen König David (Verse 23–24; vgl. Hesekiel 37:24). Zu dieser Zeit wird die Herde in den Neuen Bund eintreten und die Früchte des Landes (Verse 25–29) in vollen Zügen genießen können, denn Israel ist die Herde Gottes (Verse 30–31). In Sacharja 11: 4–14 wird das Motiv in einer messianischen Rolle gesehen, da Sacharja die Rolle des guten Hirten spielt. Der Bericht beginnt mit einem Auftrag an Sacharja (Verse 4–6), die Herde des Schlachtens zu ernähren, eine Herde, die bereits zum Töten bestimmt ist (Vers 4). Die Besitzer der Herde töteten die Herde ohne Schuldgefühle und die Hirten der Herde empfanden kein Mitleid mit der Herde, die sie beschützen sollten (Vers 5). Als ob das nicht schlimm genug wäre, wird Gott auch sein Mitleid (Vers 6) aus dem Land entfernen und die Bewohner werden in die Hand seines Königs gegeben; Der König wird das Land schlagen und diesmal wird Gott nicht eingreifen. Es ist dieser Vers, der deutlich macht, dass die Herde die Bewohner des Landes oder das Volk Israel repräsentiert, während die sorglosen Hirten Israels Führer sind. In seiner neutestamentlichen Erfüllung sind die Besitzer die Römer und der König war der römische Kaiser. Im Jahr 70 verwüsteten die Römer das Land und in den folgenden Versen wird Sacharja erklären, warum dies geschehen durfte. Zacharias führte seinen Auftrag aus (Verse 7–11) und fütterte die Schlachtherde mit besonderem Schwerpunkt auf den Armen der Herde (Verse 7a). Die Herde des Schlachtens repräsentiert ganz Israel, während die Armen der Herde den Überrest Israels repräsentieren. Als der Messias kam, diente er der gesamten Nation mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem gläubigen Überrest. Um seinen Auftrag auszuführen, benutzte Sacharja zwei Dauben (Vers 7b). Einer nannte er Schönheit, was „Gnade“ bedeutet, und der andere nannte er Bands, was „Bindemittel“ oder „Vereinigung“ bedeutet. Ersteres sollte die Herde schützen, während letzteres die Herde zusammenhalten sollte. So erfüllte Sacharja seine Mission: Ich fütterte die Herde. So auch der Messias (Mt 9,35-36). Während der Fütterung der Herde musste Sacharja die drei Hirten, drei Kategorien jüdischer Führer, abschneiden, weil er ihrer müde war und sie Sacharja verabscheuten (Vers 8). Im neutestamentlichen Kontext wären dies die Pharisäer, Schriftgelehrten und Sadduzäer. Irgendwann kam es zu einem plötzlichen Ende der Fütterung (Vers 9) und es kam zu einem Bruch zwischen dem guten Hirten und der Herde, und die Herde wurde dem natürlichen Verlauf der Ereignisse überlassen, ohne dass der Hirte sie störte. In seiner Erfüllung im Neuen Testament fand dieses Ereignis in Matthäus 12: 22–45 statt, als die Führung Israels das Messiasschiff Jesu ablehnte. Dieser Bruch führte zum Brechen der Schönheit (Vers 10). Der Schutz der Herde wurde nun aufgehoben und der Bund, den Gott mit den Nationen der Heiden geschlossen hatte, die Israel beschützten, wurde gebrochen. Diese Nationen könnten nun die Herde zerstören und zerstreuen. Das Gegenstück zum Neuen Testament ist Matthäus 24: 1–2, Lukas 19: 41–44 und 21:24. Die Handlung und Bedeutung des Brechens der Schönheit wurde nur von den Armen der Herde verstanden (Vers 11). Sie achteten darauf, was der gute Hirte zu sagen hatte, denn sie wussten, dass es das Wort Jehovas war.
Israelologie: das fehlende Glied in der systematischen Theologie
Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit. Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauend, werden verwandelt nach demselben Bilde (O. in dasselbe Bild) von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, als durch den Herrn, den Geist. Elberfelder Bibel 1905 – 2 Korinther 3,17–18
Denn der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Joh 4,24; 8,36; 1Joh 5,7; 1Kor 15,45. Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht wie im Spiegel die Herrlichkeit des Herrn, indem wir selbst von Herrlichkeit zu Herrlichkeit zu demselben Bilde umgestaltet werden, als vom Herrn, Welcher der Geist ist. 2Kor 3,12.13; 4,4; Röm 8,29f; 1Kor 13,12. Tafelbibel – 2 Kor 3,17–18
Mit Gott ist hier jetzt die Power von Gott gemeint, sein Geist. Wenn der in uns wohnt, haben die alten Gesetze nichts mehr zu sagen. Als Christen sind wir so eine Art Spiegel für dieses Leuchten von Gott. Und seine Power sorgt dafür, dass man dieses Leuchten bei uns immer besser sieht. VolxBibel – 2 Kor 3,17–18
2 Kor 3:17 : Paulus bediente sich einer Standardmethode der jüdischen Auslegung, um Entsprechungen zwischen den handelnden Personen beim ersten Geben des Gesetzes und im neuen Bund herauszuarbeiten: Dem »Herrn« in der Passage aus 2. Mose entspricht in heutiger Zeit der »Geist«. 2 Kor 3:18 : Bei den Griechen kursierten viele Geschichten über Leute, die »verwandelt« oder »verklärt« wurden, allerdings waren die griechischen Philosophen der Ansicht, dass die Verwandlung in göttliches Wesen nur durch die Betrachtung göttlicher Dinge geschehen könne. In den Schriftrollen vom Toten Meer ist es der Gerechte, der die göttliche Herrlichkeit widerspiegelt. Der Apostel bezog sich in seinen Ausführungen zwar häufig auf solche, für die Kultur seiner jeweiligen Leser relevanten Bilder und Vorstellungen (mit Ausnahme der Vorstellung der Vergöttlichung), doch in diesem Fall geht es ihm, wie der Kontext nahe legt, schlicht und einfach um die Herrlichkeit Gottes, die sich im Antlitz von Mose spiegelte. Die Menschen, die unter dem neuen Bund stehen, erblicken die Herrlichkeit Gottes sogar noch unmittelbarer, als es Mose möglich war ( 2.Mose 33,20 ); deshalb sind sie wie jener verwandelt worden, sodass sie nun – durch den Geist – die Herrlichkeit Gottes spiegeln.
Craig Keener – Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments
Es liegt im Wesen jeder Segnung von oben, dass sie Christus mehr und mehr in den Mittelpunkt unseres Lebens rückt. Als Haupt seines Leibes soll Er uns als seinen Gliedern so groß und herrlich werden, dass unser Leben anfängt, die Frucht seines Wirkens und der Abglanz seines Angesichts zu sein. Im Umgang mit Ihm stehend, lernen wir, alles von Ihm zu erwarten, alles in Ihm zu finden, alles mit Ihm zu durchleben. Ob Er uns beiseite nimmt und in die Stille führt, oder ob Er uns seine Herrlichkeit auf verhüllten Leidens- und Segenswegen offenbart, alles geschieht zu dem einen Zweck, dass Er groß werde in unserem Leben. Denn unser Vertrauen zu Ihm kann nicht größer sein, als unser inneres Schauen und Erkennen ist. Daher ließen auch einst z. B. die Endor-Stunden die Jünger tiefer als je hineinschauen in die Herrlichkeit ihres Meisters. In der Verklärung sahen sie Ihn, wie ihr Auge Ihn noch nicht gesehen hatte. Durch diese Offenbarung sollte in ihrer Seele ein Vertrauen geweckt werden, wie sie es bis dahin nicht besessen hatten. Denn auf diesem Wege allein erschließt sich dem Glauben mehr und mehr jenes Geheimnis, dass „seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zur Gottseligkeit dient.“ Wir können nur in soweit Ihm vertrauen, als Er durch seine Offenbarung in uns hat Vertrauen wecken können. Es ist daher dem Heiligen Geist auch heute wieder ganz besonders darum zu tun, dass Christus verklärt werde im Herzen und Leben der Glaubenden. Die große Mission des Geistes innerhalb der Gemeinde und deren einzelnen Glieder verfolgt unentwegt dieses Ziel. Er will uns tiefer als je zuvor hineinschauen lassen in die Herrlichkeit und Lebensfülle unseres erhöhten und doch gegenwärtigen Herrn. Denn das Anschauen seiner Herrlichkeit mit unverhülltem Angesichte bedeutet Leben für uns und Heil für die Welt. Wer einen großen Retter kennt, ist auch zu einer großen Rettungsarbeit fähig. Geht doch heute die ganze Sehnsucht der Welt dahin, nicht große Jünger, wohl aber in den Jüngern einen großen Retter zu sehen. Sie sehnt den herbei, der nicht nur ihre Schuld aufzudecken, sondern auch zu vergeben vermag. Das ist jedoch allein Christus, der größer ist als die Schuld der Welt. Von Christus her ist allein Hoffnung auch für die Welt in ihrem Sterben. Wo Er sprechen kann, entsteht Licht, wo Er handeln kann, erwacht neues Leben.
Jakob Kroeker – Er sprach zu mir
Beschäftige dich nicht so sehr mit den Wirkungen des Geistes in dir, sondern lieber mit dem Werk des Herrn Jesus, das für dich geschehen ist. Es ist die Absicht des Heiligen Geistes, die Blicke auf Christus zu lenken: auf das, was Er getan hat, und auf Ihn, wie Er heute in der Herrlichkeit ist. Du brauchst einen Gegenstand für dein Herz! Wenn du selbst dieser Gegenstand bist, dann drehst du dich wie ein Kreisel um dich selbst und kommst nie aus dem Dilemma heraus. Denn keiner kann sich selbst aus dem Sumpf ziehen. Der Geist Gottes will, dass du an Jesus denkst, der für dich im Himmel lebt. Wenn du auf Ihn siehst, erkennst du nicht nur, wie du leben sollst, sondern du wirst auch in sein Bild verwandelt (2 Korinther 3,18). Dann versuchst du nicht mehr fieberhaft, dich zu verändern, sondern du wirst verändert. Der Heilige Geist wirkt in dir und trägt den Sieg über das Fleisch, die sündige Natur, davon (Gal 5,17). So erfährst du, dass das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus stärker ist als das Gesetz der Sünde und des Todes (Röm 8,2). In solch einem Klima, das von der Person des Herrn geprägt wird, können Glaubenszweifel nicht gedeihen. Sie verkümmern und verschwinden. Ein freudiges und kraftvolles Christenleben beginnt sich zu entwickeln. Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauend, werden verwandelt nach demselben Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, als durch den Herrn, den Geist. (2 Korinther 3,18)
Gerrid Setzer – Anker der Seele
So wie Mose eine Zeitlang die Herrlichkeit widerspiegelte, die er am Sinai erblickte, als Gott sich Mose auf größere Weise offenbarte, können die heutigen Gläubigen auch die Herrlichkeit des Messias widerspiegeln, der gemäß 2 eine noch größere Manifestation der Schechina-Herrlichkeit war Korinther 3: 12-18: Wenn wir also eine solche Hoffnung haben, sprechen wir sehr kühn und sind nicht wie Mose, der einen Schleier auf sein Gesicht legt, dass die Kinder Israel nicht unerschütterlich auf das Ende dessen schauen, was war vergehen: aber ihre Gedanken waren verhärtet; denn bis zum heutigen Tag beim Lesen des alten Bundes bleibt derselbe Schleier übrig, und es wird ihnen nicht offenbart, dass er in Christus beseitigt ist. Aber bis zum heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, liegt ein Schleier auf ihrem Herzen. Aber wenn es sich an den Herrn wendet, wird der Schleier weggenommen. Jetzt ist der Herr der Geist. Und wo der Geist des Herrn ist, ist Freiheit. Aber wir alle verwandeln uns mit einem unverhüllten Gesicht, das wie in einem Spiegel die Herrlichkeit des Herrn sieht, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit in dasselbe Bild, wie vom Herrn, dem Geist. Die Bilder stammen aus der Darstellung der Reflexion von Gottes Herrlichkeit durch das Gesicht von Moses. In den Versen 12–13 wird darauf hingewiesen, dass Moses Gesicht verhüllt war, damit das Verblassen der Herrlichkeit nicht gesehen werden sollte. In den Versen 14–15 bleibt dieser Schleier immer noch bestehen, denn Israel hat nicht gesehen, dass die Dispensation des Gesetzes vergangen ist. In den Versen 16–17 wird der Schleier nur dann aus den jüdischen Augen entfernt, wenn sie sich vom Gesetz zu Jeschua, dem Messias, wenden. Als sich Mose vom Volk zum Herrn abwandte, wurde der Schleier entfernt. Auf die gleiche Weise wird auch dieser Schleier entfernt, wenn sich der Jude vom Gesetz zu Jeschua, dem Messias, abwendet. Dann befasst sich Paulus in Vers 18 mit der Reflexion der Shechinah-Herrlichkeit durch die Gläubigen. Der Gläubige betrachtet die Herrlichkeit des Herrn mit einem unverhüllten Gesicht und verwandelt sich von Herrlichkeit zu Herrlichkeit in dasselbe Bild. Die Herrlichkeit, die im Messias gesehen wird, schafft eine ähnliche Herrlichkeit im Gläubigen. Es ist Jesus, der die Shechinah-Herrlichkeit besitzt, aber der Gläubige soll die Herrlichkeit des Messias in sich selbst widerspiegeln. Während bei Moses die Reflexion durch das Leuchten seines Gesichts gesehen wurde, ist im Fall des Gläubigen die Reflexion in der Umwandlung des Lebens des Gläubigen in ein Leben mit spirituellem Charakter zu sehen. Wie im Fall der Hesekiel-Passagen ist die Schechina-Herrlichkeit in dieser Passage mit dem Heiligen Geist verbunden, denn die Mittel der Spiritualität bestehen darin, vom Heiligen Geist erfüllt oder kontrolliert zu werden.
Fruchtenbaum – messianische Studien
Das Tetragramm im Neuen Testament. Schließlich nimmt das Problem des Namens Gottes in der B’rit Hadashah eine weitere Dimension der Unsicherheit an. Dort ist das griechische Wort kurios häufig mehrdeutig. Es kann „Herr“, „Herr“ (wie in „Herr des Herrenhauses“), „Herr“ (mit göttlichen Obertönen) und „Yud-Heh-Vav-Heh“ bedeuten. Die meisten Übersetzungen, bei denen Kurios immer als „Herr“ bezeichnet werden, verfeinern die Frage, wann es „Yud-Heh-Vav-Heh“ bedeutet. Das CJB und das jüdische Neue Testament tun dies nicht – in Übereinstimmung mit dem in Abschnitt II genannten Prinzip, dass Übersetzer die wahre Bedeutung eines Wortes bestimmen und diese Bedeutung klar wiedergeben sollten, anstatt die Unbestimmtheit von einer Sprache in eine andere zu übertragen, das Wort „ADONAI Wird in der B’rit Hadashah überall dort verwendet, wo ich als Übersetzer glaube, dass „kurios“ die griechische Darstellung des Tetragrammatons ist. An mehreren Stellen bringt dieser Ansatz eine wichtige theologische Frage, die das messianische vom traditionellen Judentum trennt, in kühne Erleichterung, nämlich ob ADONAI Jeschua, den Messias und / oder den Heiligen Geist einschließen kann. Philipper 2: 10–11 informiert uns darüber, dass der Tag kommt, an dem „jedes Knie sich beugt… und jede Zunge anerkennt, dass Jeschua, der Messias, Kurios ist“. Da in dieser Passage Jesaja 45:23 zitiert wird, in der ausdrücklich angegeben ist, dass sich jedes Knie vor ADONAI beugen wird, wird kurios hier mit „ADONAI“ übersetzt. In 2. Korinther 3: 16–18 spielt Sha’ul (Paulus) schriftlich auf Exodus 34:34 an: „Wenn sich jemand an ADONAI wendet, wird der Schleier weggenommen“; dann weist er ausdrücklich darauf hin, dass „ADONAI“ in diesem Text den Geist bedeutet, und verwendet den Ausdruck „ADONAI der Geist“.
So spricht der Herr, Jehova: Und ich werde von dem Wipfel der hohen Ceder einen Schößling nehmen und ihn setzen; von dem obersten ihrer Schößlinge werde ich einen zarten abbrechen und ihn pflanzen auf einen hohen und erhabenen Berg. Auf den hohen Berg (Vergl Kap 20,40) Israels werde ich ihn pflanzen; und er wird Zweige treiben und Frucht tragen und zu einer herrlichen Ceder werden; und unter ihr werden alle Vögel wohnen, alles Geflügelte: Im Schatten ihrer Zweige werden sie wohnen. Und alle Bäume des Feldes werden erkennen, daß ich, Jehova, den hohen Baum erniedrigt, den niedrigen Baum erhöht habe, den grünen Baum verdorren und den dürren Baum grünen (Eig treiben, blühen) ließ. Ich, Jehova, habe geredet und werde es tun. Elberfelder 1871 – Ezekiel 17,22–24
‚Das sagt der Souveräne Herr Jehova: „Ich werde einen jungen Trieb vom Wipfel der hohen Zeder nehmen und ihn einpflanzen. Von der Spitze seiner Zweige werde ich einen zarten jungen Trieb abpflücken, und ich selbst werde ihn auf einem hohen und erhabenen Berg einpflanzen. Auf einem hohen Berg Israels werde ich ihn einpflanzen und seine Äste werden wachsen und er wird Frucht tragen und zu einer majestätischen Zeder werden. Die verschiedensten Vögel werden in seinen Zweigen nisten und im Schatten seines Blätterdachs wohnen. Und alle Bäume des Feldes werden erkennen müssen, dass ich selbst, Jehova, den hohen Baum erniedrigt und den niedrigen Baum erhöht habe. Ich habe den grünen Baum vertrocknen lassen und den trockenen Baum zum Blühen gebracht. Ich selbst, Jehova, habe gesprochen und es getan.“ ‘ “ neue Welt Übersetzung – 2018 – Hesekiel 17,22–24
So spricht der Herr Jehovah: Und Ich nehme vom Wipfel der emporragenden Zeder und gebe es, Ich pflücke vom Haupte ihrer Reiser ein zartes ab, und Ich pflanze es ein auf einen hohen und ragenden Berg. Jes 11,1; 53,2. Ich will es einpflanzen auf den emporragenden Berg Israels, daß es den Zweig erhebe und Frucht trage und zur stattlichen Zeder werde, und unter ihm jeder Vogel jeglichen Gefieders wohne; im Schatten seiner Zweige sollen sie wohnen. Jes 11,1; 53,2. Und alle Bäume des Feldes sollen wissen, daß Ich, Jehovah, erniedrige den hohen Baum, daß Ich hoch mache den niedrigen Baum, verdorren lasse den grünen (frischen) Baum, und aufsprossen den dürren Baum. Ich, Jehovah, habe geredet, und Ich tue es. Ez 21,26; 22,14; 36,36; 4Mo 17,3.8; Mt 23,12; 21,19. Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Hesekiel 17,22–24
Wie wird Jehovah diese Geschichte erfüllen?
Damit nun die Menschen nicht zu sehr von Gottes kommendem Gericht entmutigt würden, fügte Hesekiel noch einen „Anhang“ an seine Weissagung gegen Jerusalem an. Zwar nannte er Gott nicht direkt einen „Adler“, aber er verglich doch Gottes Handeln in der Zukunft mit dem der beiden Adler (Babylon und Ägypten), von denen er gesprochen hatte. Keiner von diesen beiden Adlern konnte die Sicherheit und den Wohlstand schenken, nach denen sich Israel so verzweifelt sehnte. Gott aber würde das tun, was sie nicht konnten. Gott sagte, daß er (Ich selbst) einen Sproß von der Spitze einer Zeder nehmen und ihn einpflanzen würde . Der „Sproß“ ist der Nachkomme Davids (vgl. V. 4 mit V. 12 ). Gott wird einen König aus der Nachkommenschaft Davids wieder auf den höchsten Berg Israels setzen . Das Königtum wird nicht zerstört, denn Gott wird es wieder im Land Israel aufrichten. Dieses Königreich wird Zweige hervorbringen und Frucht tragen und eine herrliche Zeder werden . Das bedeutet, daß es wie nie zuvor wachsen und gedeihen wird. Vögel aller Arten werden nun nicht mehr Zweige von ihm abbrechen, sondern in ihm ihr Nest bauen . Dies bedeutet, daß die umliegenden Völker nicht mehr länger Israel ausnutzen, sondern nun von Israel beschützt werden. Gott will durch die Erneuerung Israels seine Herrlichkeit und seine Pläne für Israel allen Völkern offenbaren. Alle Bäume werden erkennen, daß ich, der HERR, den hohen Baum erniedrige und den niedrigen Baum hoch wachsen lasse . Daß Israel wieder wichtig und entscheidend wird, wird anderen Völkern helfen, sich dem Herrn zuzuwenden. Diese Weissagung wurde nicht erfüllt, als Israel nach der babylonischen Gefangenschaft in sein Land zurückkehrte. Die Erfüllung der Verse 22 – 24 wartet noch auf die Erneuerung Israels im Tausendjährigen Reich unter dem Messias, Jesus Christus. Zu dieser Zeit wird Gottes Königreich die Welt regieren (vgl. Dan 2,44-45; Sach 14,3-9.16-17 ).
Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar
Die stattliche Libanonzeder wird dort als „auserlesen“ und „majestätisch“ beschrieben (Hoheslied 5:15; Hesekiel 17:23). Wegen der Größe des Baumes und der Widerstandsfähigkeit des Holzes hat man Zedernholz lange Zeit gern für den Haus- und Schiffsbau verwendet sowie zur Möbelherstellung. Der Duft und die warme rote Farbe des Holzes sind äußerst ansprechend, und der hohe Harzgehalt wirkt der Verwitterung und dem Insektenbefall entgegen. Mit einer Höhe von bis zu 37 Metern und einem Umfang von bis zu 12 Metern sind die Bäume bemerkenswert hoch und massig, und sie haben tiefreichende, starke Wurzeln. Kein Wunder, daß die Bäume von heutigen Förstern als die „herrliche Krönung der Pflanzenwelt“ beschrieben worden sind. Der Bibelschreiber Hesekiel verglich den Messias prophetisch mit dem Schößling einer Zeder, den Gott persönlich verpflanzen würde (Hesekiel 17:22). Tatsächlich leitet sich das hebräische Wort für „Zeder“ von einem Wurzelwort ab, das „standhaft sein“ bedeutet. Ebenso müssen heute Nachfolger des Messias, Jesus Christus, ‘fest im Glauben stehen und stark werden’ wie eine hochgewachsene, widerstandsfähige Zeder (1Korinther 16:13). Wie kann man das erreichen? Indem man standhaft unchristlichen Einflüssen widersteht und unerschütterlich in seinem Lebenslauf der Lauterkeit und der Gottergebenheit ausharrt. Wer das tut, den nennt die Bibel ‘einen Gerechten, der groß wie eine Zeder im Libanon wird’ (Psalm 92:12).
Der Wachturm 01.Januar1999
Der Unglaube des Menschen wird Gottes Verheißung nicht aufheben. Er wird einen anderen Nachkommen Davids finden, in dem sich die Verheißung erfüllen wird.Das Haus David wird wieder erhöht werden und ein anderer Phönix wird sich aus seiner Asche erheben. Das Bild eines Baumes, das vorher als Drohung benutzt wurde, wird hier als Verheißung verwendet (Vers 22–23). Diese Verheißung erfüllt sich zum Teil, als Serubbabel, ein Spross des Hauses David, erweckt wird, um die Juden bei ihrer Rückkehr aus dem Exil anzuführen, die Stadt und den Tempel wieder aufbaut und ihre Gemeinde und ihren Staat wieder errichtet, doch seine vollständige Erfüllung wird es in dem Reich des Messias haben (Lk 1,32). 1.1 Gott selbst unternimmt es, das Haus David wiederherzustellen. Nebukadnezar versucht, das Haus David in Abhängigkeit von ihm wieder zu errichten (Vers 5), doch diese Pflanzung vertrocknet und wird entwurzelt. „Nun“, sagt Gott, „die nächste wird von mir selbst gepflanzt werden: ‚Ich will auch [einen Schössling] vom Wipfel des hohen Zedernbaumes nehmen und will ihn einsetzen.‘ “ 1.2 Das Haus David wird als „ein zartes Reis“ „von dem obersten seiner Schösslinge“ wiederbelebt. Das ist Serubbabel. Was an ihm hoffnungsvoll ist, ist der „Tag geringer Anfänge“ (Sach 4,10), doch vor ihm werden große Berge zur Ebene (Sach 4,7). Unser Herr Jesus ist der oberste Schössling des Zedernbaumes. Er ist am weitesten von allen seinen Wurzeln entfernt, aber am nächsten von allen zum Himmel, denn sein Reich ist nicht von dieser Welt (Joh 18,36). Er wird „von dem obersten seiner Schösslinge“ genommen, „ein zartes Reis“ und „ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich“ (Jes 53,2), aber ein „Spross der Gerechtigkeit“ (Jer 33,15), eine „Pflanzung des HERRN“ (Jes 61,3). 1.3 Dieser Zweig wird „auf einem hohen … Berg“ gepflanzt (Vers 22), „auf dem hohen Berg Israels“ (Vers 23). Gott bringt Serubbabel im Triumph dorthin. Dort erweckt er Jesus, um die verlorenen Schafe des Hauses Israel zu sammeln (Mt 15,24), die auf den Bergen Israels zerstreut sind (1.Kön 22,17). Er setzt ihn als König ein auf Zion, seinem heiligen Berg (Ps 2,6), und sendet das Evangelium „von Zion“, „das Wort des HERRN von Jerusalem“ (Mi 4,2). Dort wird die christliche Gemeinde zuerst gepflanzt. Die Gemeinden von Judäa sind die ersten Gemeinden. 1.4 Von dort breitet er sich weit und breit aus. Der jüdische Staat beginnt zwar in der Zeit Serubbabels sehr gering und ist wie ein zarter Schössling, den man leicht ausreißen kann, doch er bekommt feste Wurzeln und breitet sich aus, und nach einiger Zeit begeben sich Menschen aus anderen Völkern, „allerlei Vögel“ (Vögel jeder Art), unter seinen Schutz. Als die Heiden in die Gemeinde strömen, kommen Vögel jeder Art und wohnen im Schatten dieser guten Zeder. Siehe Daniel 4,18.
Darin wird Gott selbst verherrlicht werden (Vers 24). Es wird nie einen größeren Beweis dafür gegeben, dass alles von einer unendlich weisen und mächtigen Vorsehung regiert wird, wie der, dass Christus erhöht und sein Reich auf der Erde errichtet wird. „Und alle Bäume des Feldes sollen erkennen“ (Vers 24): 2.1 Ein Baum, den Gott erniedrigen und verdorren lassen will, mit dem wird dies geschehen. 2.2 Die Bäume, die Gott erhöhen und zum Grünen bringen will, die werden erhöht werden und grünen, selbst wenn sie niedrig und dürr sind. Das Haus von Nebukadnezar, das jetzt so wichtig erscheint, wird vernichtet werden. Das Haus David, das jetzt so niedrig ist, wird wieder berühmt werden. Und das jüdische Volk, das jetzt unbedeutend ist, wird bedeutend werden. Das Reich Satans, das so lange Zeit einen so großen Einfluss hatte, wird zerbrochen werden, und das Reich Christi, das so geringschätzig betrachtet wird, wird aufgerichtet werden.
Der Neue Matthew Henry Kommentar
„Schlagen Sie dieses Rätsel vor, …“ Ein großer Adler … kam zum L’vanon. „N’vukhadretzar (Nebukadrezar, der“ große Adler „) kommt nach L’vanon (Libanon), was allegorisch auf Yerushalayim anspielt. Er schneidet ab und trägt die Spitze einer Zeder (dh König Y’hoyakhin und einige der Adligen) nach Bavel (Verse 3–5, 12). Der zurückgelassene Same bezieht sich auf König Tzidkiyahu, und die sprießenden Wurzeln repräsentieren die verbleibenden Juden (Verse 6, 13–14). Ohne Erfolg sendet dieser Überrest seine Wurzeln in Richtung eines zweiten Adlers, der Ägypten darstellt (Verse 7–8, 15). Im Gegensatz dazu wird Gott selbst seinen eigenen „Trieb“ (Jeschua, der Messias) vom Zedernbaum (der messianischen Linie) nehmen und ihn auf den hohen Bergen Israels pflanzen. Dieser Zweig wird Früchte bringen, den Nationen Zuflucht bieten und Israel wiederherstellen (Verse 22–24).
Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen
Trotzdem wird Jerusalem nicht vergessen, und das Versprechen, zu ihr zurückzukehren, wird nicht abgelehnt. Die Kinder Israel werden noch in ihr Land zurückkehren. Mehrere Propheten sagten die Wiederherstellung voraus – Hosea, Jesaja, Hesekiel und Amos. Amos 9: 14-15 drückt eine Vision der Wiederherstellung Israels, wiederaufgebauter Städte und fruchtbarer Gärten aus, in denen Israel Gottes Pflanze ist: „Ich werde sie auf ihr Land pflanzen, und sie werden nie wieder aus dem Land gerissen werden Land, das ich ihnen gegeben habe ‚, sagt der Herr, dein Gott.‘ Die Zerstreuten und Verbannten Israels werden in ihrem eigenen Land wiedervereinigt, und das Land wird von seinen Greueln gereinigt, die die Zerstreuung verursacht haben. Darüber hinaus werden Israel und Gott versöhnt und das Land wird fruchtbar, friedlich und sicher. Jesaja 9: 7 würde das Haus David wiederherstellen, um über das neu errichtete Königreich zu herrschen. Die Wiederherstellung Israels in seinem Land führt zur Ehre Gottes, dessen Verheißungen vor den Nationen erfüllt werden müssen. Eines der Themen von Hesekiel ist das Sammeln der Zerstreuten aus den Ländern, in die sie von ihren Entführern gebracht wurden. In Hesekiel 17: 22-23 nimmt Gott einen Zweig von der Spitze einer Zeder und pflanzt ihn auf den Berg, um ein edler Baum zu werden, der die Wiederherstellung des Volkes Israel auf seinem Land darstellt. Hesekiel 48:18, 23–27 gibt einen idealisierten Überblick über die Umverteilung des Landes auf die Stämme Israels, der sich von dem im Buch Josua unterscheidet. Hesekiel geht davon aus, dass jeder Stamm einen Ost-West-Landstreifen besetzt, so dass das gesamte Land bedeckt ist. In jeder prophetischen Botschaft wird die Prophezeiung von Gericht und Untergang durch die Prophezeiung von Trost und Wiederherstellung gemildert. Wie die trockenen Knochen in Hesekiels Vision (Hesekiel 37: 1–14) wird die alte Gemeinschaft Israels wiederhergestellt, und daraus werden die zukünftigen Generationen wachsen und gedeihen. Das Land wird von seiner Verschmutzung und Sünde gereinigt, und es wird seine zerstreuten Menschen zu Hause willkommen heißen und neu bevölkert werden. Jesaja kündigt einen zweiten Exodus durch die Wüste in das verheißene Land an. Gott, der sich zusammen mit seinem Volk „verbannt“ hatte, kehrt zurück, um in Jerusalem (Jes 52,8), dem Mittelpunkt der Erde, zu wohnen. Das Hauptaugenmerk lag auf der Wiederherstellung des Tempels und seines Kultes sowie dem Wiederaufbau der Stadt Jerusalem.
Wörterbuch des neutestamentlichen Hintergrunds: ein Kompendium zeitgenössischer Bibelwissenschaft
Die Allegorie der Adler, des Weinstocks und der Zeder. Die Allegorie beschreibt Jojachins Exil nach Babylon, die Installation von Zedekia als König und Zedekias Tod, als er sich mit Ägypten verbündete und sich gegen Babylonien auflehnte (siehe 2 Könige Kap. 24-25; 2 Chron. Kap. 36; Jer. Kap. 52). 1–2: Gott weist Hesekiel an, ein Rätsel (dh ein Puzzle) und eine Allegorie (anderswo übersetzt „Sprichwort“ [12:22], „Thema“ [Hiob 27: 1], „Inbegriff“ [Ps. 69:12] zu sprechen ]; die Grundbedeutung ist „Ähnlichkeit“ oder „Vergleich“). 3–10: Die Allegorie verläuft in drei Schritten. 3–4: Der erste beschreibt einen Adler, der später als Nebukadnezar identifiziert wurde und den obersten Trieb der Zeder abbricht und in das Land der Händler trägt (wörtlich „in das Land Kanaan“; vgl. 16:29; Zeph 1:11; Sach 14:21) und eine Stadt der Kaufleute. Der Libanon war bekannt für „die Zedern des Libanon“ (Ps. 92:12), aber ein Teil des Davidspalastes in Jerusalem, da er aus Zedernholz gebaut wurde, wird als „Haus des Waldes des Libanon“ bezeichnet (1. Könige 7) : 2; Jes. 22: 9). Der „Spitzentrieb“ symbolisiert daher den Davidischen Monarchen Jojachin (Jes 11,1); und das „Land des Handels“ ist Babylonien (Hesekiel 16,29). 5–6: Die zweite Stufe beschreibt das Pflanzen von Samen, die zu einer Rebe werden, die als Zedekia identifiziert wird. 7–8: Die dritte Stufe beschreibt den zweiten großen Adler, den ägyptischen Pharao Psammetichus II., An den sich Zedekia bei seinem Aufstand gegen Nebukadnezar wandte (Jer. Ch 27). 9–10: Die rhetorischen Fragen zeigen die Zerstörung der Rebe. Der erste Adler, Nebukadnezar, wird den Weinstock (Zedekia) zerstören. 11–21: Die Allegorie wird erklärt; Die Realpolitik der Situation ist detailliert. 20: Gott identifiziert sich mit dem babylonischen König, indem er Zedekias Aufstand gegen Babylonien als die Übertretung bezeichnet, die er gegen mich begangen hat. In 2 Chron. 36:13, Zedekia wird dafür bestraft, dass er seinen Vasaldom-Eid an Babylonien nicht eingehalten hat. 22–24: Gott verwendet die Allegorie der Zeder, um die Wiederherstellung der davidischen Monarchie zu versprechen (Jes 11: 1–10; Jer 23: 5–6; 33:15). Die Zeder, der größte der Bäume, wird alle anderen Bäume (Nationen) überragen, und alle werden die Kraft Gottes sehen, der für den Fall und Aufstieg Judas verantwortlich ist. Radak behauptet, dass sich diese Aussagen auf Serubbabel, den Sohn von Shealtiel, den Enkel von König Jojachin beziehen, den Haggai als Gottes „Siegelring“ oder Regenten deklarierte (Hag. 2: 20–23; siehe 1 Chron. 3: 17–19, aber beachten Sie die Probleme in der Genealogie) und wer mit dem Bau des Zweiten Tempels begonnen hat (Esra ch 3). 24: Das ch wird durch eine modifizierte, erweiterte Version von Formeln beendet, die in ganz Hesekiel verwendet werden.
Die jüdische Studienbibel
Eine Prophezeiung Jehovahs die also noch nicht erfüllt ist – und damit noch offen ist! Sehen wir einen ersten Teil der Erfüllung darin, dass es wieder ein Land Israel gibt?
So wahr ich lebe, spricht der Herr, Jehova: Weil meine Schafe zur Beute und meine Schafe allen Tieren des Feldes zur Speise geworden sind, weil kein Hirte da ist, und meine Hirten nicht nach meinen Schafen fragen, und die Hirten sich selbst weiden, aber nicht meine Schafe weiden: darum, ihr Hirten, höret das Wort Jehovas! So spricht der Herr, Jehova: Siehe, ich will an die Hirten, und ich werde meine Schafe von ihrer Hand fordern und machen, daß sie aufhören, die Schafe zu weiden, damit die Hirten nicht mehr sich selbst weiden; und ich werde meine Schafe von ihrem Munde erretten, daß sie ihnen nicht mehr zur Speise seien. Denn so spricht der Herr, Jehova: Siehe, ich bin da, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen. Elberfelder 1871 – Hesekiel 34,8–11
„So wahr ich lebe!“, erklärt der Souveräne Herr Jehova. „Weil meine Schafe zur Beute geworden sind, zur Nahrung für jedes wilde Tier des Feldes — es war ja kein Hirte da und meine Hirten suchten nicht nach meinen Schafen, sondern weideten immer nur sich selbst statt meine Schafe —“ ‘, darum, ihr Hirten, hört die Worte Jehovas. Das sagt der Souveräne Herr Jehova: ‚Ich bin gegen die Hirten und werde sie wegen meiner Schafe zur Rechenschaft ziehen. Ich werde sie absetzen und sie dürfen meine Schafe nicht mehr weiden, und die Hirten werden sich nicht länger selbst weiden. Ich werde meine Schafe aus ihrem Rachen retten, sodass sie ihnen nicht mehr zur Nahrung dienen.‘ “ Denn das sagt der Souveräne Herr Jehova: „Hier bin ich! Ich werde selbst nach meinen Schafen suchen und mich um sie kümmern. neue Welt Übersetzung – 2018 – Ez 34,8–11
Bei Meinem Leben, spricht der Herr Jehovah, fürwahr, weil meine Herde zum Raube ward, und weil Meine Herde zum Fraß ward allem wilden Tiere des Feldes, weil sie keinen Hirten hat, und Meine Hirten nicht nach Meiner Herde fragen, und die Hirten sich selber weiden und Meine Herde nicht weiden; Ez 34,2. Darum, ihr Hirten, hört das Wort Jehovahs: So spricht der Herr Jehovah: Siehe, Ich bin wider die Hirten und fordere Meine Herde von ihrer Hand und mache ein Ende (lasse feiern) ihrem Weiden der Herde, daß die Hirten nicht mehr sich selber weiden, und Ich errette aus ihrem Munde Meine Herde, daß sie nicht mehr ihnen zur Speise sind. Ez 33,8; 22,25. Denn also spricht der Herr Jehovah: Siehe, Ich, Ich will nach Meiner Herde fragen, nach ihnen forschen. Sach 13,7; Joh 10,12. Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Hesekiel 34,8–11
Während wir die Verse lesen, kommt für mich die große Frage auf: wie heißt dieser unser Hirte? Würden wir nicht zu erst auf den Gedanken kommen, dass Jesus Christus unser Hirte ist? Wie kann es sein, dass er im AT den Namen Jehovah trägt? Sind es zwei Namen für eine Person oder sind es zwei Personen?
Die Hirten hatten ihre Aufgabe vernachlässigt, und die Schafe waren zerstreut. Nun war es Zeit, die Hirten für ihre Taten zur Rechenschaft zu rufen. Gott würde die Hirten für seine Herde verantwortlich machen und sie aus ihren Machtpositionen entfernen. Sie würden keine Gelegenheit mehr haben, sich auf Kosten des Volkes zu bereichern. Gott sagte: Ich werde meine Herde aus ihrem Rachen erretten. Sie werden ihnen nicht mehr länger zur Speise dienen . Die Führer würden die Menschen nicht mehr weiter ausbeuten können. Diese Aussage bildet die Brücke zu dem nächsten Abschnitt. Die falschen Hirten hatten Israel in den Ruin geführt. Deshalb würde Gott selbst eingreifen und sein Volk retten. ( 34,11 – 31 )Was die falschen Hirten durch ihre Habgier nicht schafften (V. 1 – 10 ), würde Gott tun. Er würde sich um seine Herde kümmern (V. 11 – 16 ), zwischen seinen Schafen richten (V. 17 – 24 ) und einen Bund des Friedens errichten (V. 25 – 31 ). Die Herde war durch die grausamen und gleichgültigen Hirten zerstreut (V. 2 – 6 ). Wenn die Schafe gerettet und zurückgebracht werden sollten, mußte Gott, der große Hirte, dies selbst tun. Ich selbst werde meine Schafe suchen und nach ihnen sehen . Gott würde persönlich zugunsten von Israel eingreifen. Gottes erste Aktion würde sein, Israel wieder aus den Völkern herauszuführen und in sein Land einzusetzen. Hier würde er sie wie Schafe auf gutem Weideland weiden. Gott würde tun, was die falschen Hirten nicht getan hatten – hüten, suchen, zurückbringen, stärken und mit Gerechtigkeit weiden. Diese Weissagung wurde nicht erfüllt, als Israel nach der babylonischen Gefangenschaft in sein Land zurückkehrte. Ihre Erfüllung wird erst im Tausendjährigen Reich geschehen.
Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar
Der treue Hirte war ein furchtloser Beschützer. Er jagte Räuber davon, die stehlen wollten. Er vertrieb wilde Tiere, die auf Beute aus waren. Und wie der Hirtenjunge David traf er mit der Schleuder sein Ziel haargenau (1 Samuel 17:34-36, 49; siehe auch Richter 20:16). Wenn ein Schaf gerissen wurde, versuchte der Hirte, einen Knochen oder ein Stück Fell zurückzubehalten, um über das verlorene Tier Rechenschaft ablegen zu können. Dies war besonders dann nötig, wenn der Hirte ein Mietling war — ohne ein solches Beweisstück hätte er des Diebstahls verdächtigt werden können (2 Mose 22:12-15; vergleiche Amos 3:12). Die Schafe vertrauten ihrem Hirten. Oft erhielten sie beschreibende Namen wie Gespaltenes Ohr, Fettschwanz, Schwarzgesicht, Reines Weiß. Wenn der Hirte sie bei ihrem Namen rief, reagierten sie prompt. Ein Forscher versuchte, dies bestätigt zu finden, als er an einer Schafherde vorbeiging. Er berichtete folgendes: „Ich bat ihn [den Hirten], eines seiner Schafe zu rufen. Er rief es, und sofort verließ es die Weide sowie alle anderen Schafe und lief dem Hirten in die Arme, und das offenbar freudig und aufs Wort gehorchend, was ich bei einem anderen Tier nie beobachtet hatte. Es stimmt auch, daß die Schafe in diesem Land ‚einem Fremden nicht folgen, sondern vor ihm fliehen werden‘.“ Jesus bestätigte das zuvor Gesagte in vielen Punkten, als er sich als der vortreffliche Hirte seiner schafähnlichen Nachfolger bezeichnete: „Die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie [aus der Hürde] hinaus. Wenn er die Seinen alle hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. Einem Fremden werden sie keineswegs folgen, sondern werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme von Fremden nicht kennen. Ich bin der vortreffliche Hirte, und ich kenne meine Schafe, und meine Schafe kennen mich, so wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe meine Seele [mein Leben] zugunsten der Schafe hin“ (Johannes 10:3-5, 14, 15). Nicht nur Jesus Christus, sondern auch Jehova Gott wird als Hirte bezeichnet. „Jehova ist mein Hirte“, sagte der Psalmist. Als Hirten sind sowohl Jehova als auch Jesus liebevoll um ‘die Schafe der Weide’ besorgt. Über Jehova steht geschrieben: „Wie ein Hirt wird er seine eigene Herde hüten. Mit seinem Arm wird er die Lämmer zusammenbringen; und in seinem Busen wird er sie tragen. Die Säugenden wird er fürsorglich geleiten“ (Psalm 23:1; 100:3; Jesaja 40:11). Aber zu den falschen Hirten, die seine Herde mißhandeln, sagt Jehova: „Ich will meine Schafe aus ihrem Mund befreien, und sie werden ihnen nicht zur Speise werden“ (Hesekiel 34:10). Wie beurteilt Jehova die religiösen Hirten von heute angesichts ihres Lebenswandels und ihrer Lehren?
Erwachet! 1988
Erwachet – bist du dir sicher, dass Jesus NICHT Jehovah ist? Und, was würde der Verfasser wohl heute über die org schreiben?
„Prophetie gegen die Hirten Israels. Prophezeien!“ Gott würde die falschen Hirten von Israel entfernen, die sich nicht um die Schafe gekümmert hatten, sondern sie in den Abfall vom Glauben führten (Verse 1–10). Kommentar zu „Sollten die Hirten die Schafe nicht füttern?“ Raschi erklärt, dass die Herrscher Israels sich mit dem Geld ihrer Untertanen amüsierten, anstatt sich um sie zu kümmern. Als guter Hirte würde Gott seine zerstreuten Schafe sammeln und pflegen (Verse 1–15). Er wird seinen Diener David auferwecken, ihn über Israel setzen (Verse 23–24) und die Nation in einen neuen Bund bringen, der seinen Segen im Land garantiert. Zu diesem Zeitpunkt wird ADONAI bei ihnen sein (Verse 25–31). DAS LAND VON ISRA’EL Isra’els Heimkehr versprochen Hesekiel 34:13 Hesekiel 34:13 versichert Israel, dass Gott die auf der ganzen Welt verstreuten Menschen versammeln und sie „in ihr eigenes Land“ zurückbringen würde. Ob es die Jahrhunderte der Zerstreuung oder die Folgen des Holocaust waren, die Welt hielt es schließlich für angebracht, 1948 die Wiederherstellung des modernen Staates Israel zu ermöglichen. In der Erklärung zur Gründung des Staates Israel, David Ben -Gurion erklärte: Das Land Israel war der Geburtsort des jüdischen Volkes. Hier wurde ihre geistige, religiöse und politische Identität geprägt. Hier erlangten sie zunächst Staatlichkeit, schufen kulturelle Werte von nationaler und universeller Bedeutung und gaben der Welt das ewige Buch der Bücher. Nachdem die Menschen gewaltsam aus ihrem Land vertrieben worden waren, hielten sie während ihrer gesamten Zerstreuung daran fest und beteten und hofften immer wieder auf ihre Rückkehr und die Wiederherstellung ihrer politischen Freiheit. Diese Passage gibt die Gewissheit, dass es trotz der Zerstreuung Gott ist, der zuerst die Wiederherstellung Israels versprochen und erfüllt hat. Weitere Informationen zu „Das Land Israel“ finden Sie in Hesekiel 37: 1–14.
Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen
Eine ausführliche Behandlung dieses Motivs findet sich in Hesekiel 34: 1–31. Es ist eine Prophezeiung gegen die Hirten Israels, die Führung Israels, die schuldig ist, die Herde in die Irre geführt und die Herde nicht gefüttert zu haben, sondern sich frei von der Herde zu ernähren und sie schließlich zu zerstreuen (Verse 1–5). Gott wird nun die Hirten richten und sie werden aus der Führung entfernt (Verse 6–10). Die Schafe wird er von überall her sammeln, um sie ins Land zurückzubringen, und dort werden sie gefüttert, bewässert und geheilt (Verse 11–16). In Vorbereitung auf die endgültige Versammlung der Herde wird Gott die einzelnen Schafe richten und ein Teil der Herde wird wegen ihrer Sünden zerstört (Verse 17–22). Der Rest, der endgültig wiederhergestellt wird, wird einen menschlichen Hirten über sich haben, den auferstandenen König David (Verse 23–24; vgl. Hesekiel 37:24). Zu dieser Zeit wird die Herde in den Neuen Bund eintreten und die Früchte des Landes (Verse 25–29) in vollen Zügen genießen können, denn Israel ist die Herde Gottes (Verse 30–31).
Israelologie: das fehlende Glied in der systematischen Theologie
Was für eine spannende Zeit: Jehovah hat dafür gesorgt, dass Israel wieder in seinem Land ist! Jehovah wird dafür sorgen, dass Israel sich seinem Neuen Bund unterordnen wird. Jehovah wird dafür sorgen, dass sein Volk die Früchte SEINES Segens genießt.
Denn große Dinge hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist sein Name; und seine Barmherzigkeit ist von Geschlecht zu Geschlecht über die, welche ihn fürchten. Elberfelder 1871 – Lukas 1,49–50
daß der Gewaltige Großes an mir gethan. Und heilig ist sein Name. Und sein Erbarmen währt von Geschlecht zu Geschlecht für die, die ihn fürchten Textbibel – Lukas 1,49–50
Denn er sah auf die Erniedrigung seiner Magd. Denn sieh! von jetzt an werden mich alle Geschlechter selig preisen. Denn Großes tat mir der Mächtige, und sein Name ist heilig, und sein Erbarmen ist von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten. Gott hat sie nicht deshalb mißachtet, weil nichts Großes und Hohes an ihr war, sondern hat ihr seinen Blick geschenkt und auf sie mit dem erwählenden Auge geschaut, das sie zum Werkzeug seines Rats erkoren hat, und nun ist sie auf eine Höhe erhoben, daß sie für immer als die Hochbegnadigte und Auserkorene gelten wird und allen Zeiten das, was Gott ihr gab, als unausdenkbarer Vorzug erscheinen muß. So handelt er an ihr gemäß seiner göttlichen Majestät und offenbart seine Macht, seine Heiligkeit und sein Erbarmen. Bei seiner Regierung verweilt nun ihr Blick, die ungebunden an das, was groß und mächtig unter den Menschen ist, ihren eigenen Weg geht und Gottes Willen allein zur Geltung bringt.
Schlatter – Die Evangelien nach Markus und Lukas: Ausgelegt für Bibelleser
Dieses Lied von Maria zeigt zwei Dinge: Erstens zeigt es das Ausmaß von Marias persönlicher Spiritualität; und zweitens zeigt es ihre Kenntnis der Schrift, weil ihr Lied Hannahs Lied in 1 Samuel 2: 1–10 sehr ähnlich ist. In Marias Lied machte sie zwei Hauptpunkte: Erstens war Gott ihr Retter; und zweitens kam der Eine, der Messias, um die Verheißungen an Abraham zu erfüllen. Ihr Lied kann in zwei Teile geteilt werden. Der erste Teil (Verse 46–50) beschreibt, was Gott für Maria getan hat. In den Versen 46–47 heißt es: Und Maria sprach: Meine Seele macht den Herrn groß, und mein Geist hat sich an Gott, meinem Retter, gefreut. Sie nannte Gott ihren Retter. Die Art von Menschen, die einen Retter brauchen, sind Sünder. Diese Aussage zeigte deutlich, dass Maria eine Sünderin war. Dies verfälscht die Behauptungen eines bestimmten Teils der Christenheit, der lehrt, dass Maria immer ohne Sünde war. Sie sagte, dass Gott ihr Retter sei und zeigte, dass sie von Gott von ihren Sünden gerettet wurde. Dann benutzte sie das Wort „für“ dreimal und betonte, dass sie Gott „wegen“ lobte, was Gott für sie getan hatte. Erstens in Vers 48a: Denn er hat auf den niedrigen Stand seiner Magd geschaut:… Die Magd war Mary selbst. Sie war von geringem Vermögen, weil sie auf wirtschaftlicher Ebene auf der Armutsgrenze war. Aber trotz ihres geringen finanziellen, wirtschaftlichen und sozialen Vermögens und ihres Lebens in Nazareth, einer Stadt mit schlechtem Ruf, hatte Gott sie dennoch mit Gnade angesehen. Zweitens in Vers 48b:… Denn siehe, von nun an werden mich alle Generationen als gesegnet bezeichnen. Trotz ihrer geringen Anfänge würden sie von nun an alle Generationen als gesegnet bezeichnen, da über alle Generationen hinweg anerkannt würde, dass sie die Mutter des Messias war. Drittens in Vers 49a: Denn wer mächtig ist, hat mir Großes angetan; … Das Beste war, dass sie die Mutter des Messias sein würde. Sie schloss diesen Abschnitt dessen, was Gott für sie tat, mit dem Lob Gottes: Und heilig ist sein Name. Und seine Barmherzigkeit gilt Generationen und Generationen denen, die ihn fürchten. Der zweite Teil ihres Liedes, Verse 51–55, in dem sie erklärte, was Gott für Israel tun würde. Sie benutzte den Begriff, den er sieben Mal hat: Erstens: Er hat mit seinem Arm Kraft gezeigt; … Zweitens:… Er hat die Stolzen in die Vorstellung ihres Herzens zerstreut. Drittens: Er hat Fürsten von ihren Thronen gestürzt,… Viertens:… und hat sie in geringem Maße erhöht. Fünftens: Der Hunger, den er mit guten Dingen gefüllt hat; … Sechstens: … und die Reichen, die er leer weggeschickt hat. Und siebtens: Er hat Israel, seinem Diener, geholfen, damit er sich für immer an Barmherzigkeit (als er zu unseren Vätern sprach) gegenüber Abraham und seinem Samen erinnert. Die Geburtserzählungen verbinden oft das Kommen Jeschuas mit den verschiedenen jüdischen Bündnissen. In Matthäus 1: 1 stellte Matthäus sein Evangelium vor, indem er ihn den Sohn Davids und den Sohn Abrahams nannte. Auf diese Weise verband er das Kommen Jeschuas mit dem Davidischen Bund und mit dem Abrahamischen Bund. Hier, in den Versen 54–55, verband Maria das Kommen des Messias mit dem Abrahamischen Bund, denn sie sagte: Er hat Israel, seinem Diener, geholfen, damit er sich an die Barmherzigkeit (als er zu unseren Vätern sprach) gegenüber Abraham und seinem erinnert Samen für immer. Sie wird den gebären, der den Abrahamischen Bund erfüllen wird. Diese Geburtserzählung endet in Vers 56: Und Maria blieb ungefähr drei Monate bei ihr und kehrte in ihr Haus zurück. Mary blieb insgesamt drei Monate bei Elisabeth. Diese drei Monate waren der siebte, achte und neunte Monat von Elisabeths Schwangerschaft. Mary verließ Elisabeths Haus kurz bevor John geboren wurde. Uns wird nicht gesagt, warum sie vor Johns Geburt gegangen ist, vielleicht, um an dieser Stelle nicht auf sich aufmerksam zu machen. Zu diesem Zeitpunkt war sie selbst im dritten Monat schwanger und immer noch unverheiratet, obwohl sie mit Joseph verlobt war. Als John geboren wurde, erregte es große Aufmerksamkeit in der Stadt, vielleicht wollte Mary die Aufmerksamkeit nicht auf sich ziehen.
Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien
Höre Israel: Jehova, unser Gott, ist ein einziger Jehova! (d. h. einzig und allein derjenige, welchem der Name Jehova zukommt. (Vergl Sach 14,9)) Und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. Elberfelder 1871 – Dtn 6,4–5
Höre Israel! Jehova, unser Gott, Jehova ist Einer! Desswegen liebe Jehova, deinen Gott, von ganzem Herzen, und von ganzer Seele, und aus aller Kraft. van Ess – Dtn 6,4–5
Höre, Israel! Jehova ist unser Gott, Jehova allein. Und liebe Jehova, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Vermögen de Wette Bibel – Dtn 6,4–5
Höre, Israel, Jehovah, unser Gott, ist ein Jehovah. 5Mo 4,35. Und du sollst lieben Jehovah, deinen Gott, von deinem ganzen Herzen und von deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. 5Mo 4,29; 10,12; 11,1.13.22; 13,4; 30,6.16f; Jos 22,5; 23,11. Tafelbibel – 5.Mose 6,4–5
Höre, Israel: Jehova ist unser Gott, es gibt nur einen Jehova. Liebe Jehova, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deiner ganzen Kraft. neue Welt Übersetzung – 2018 – Deuteronomium 6,4–5
Spannende Frage: wenn ich Jehovah liebe mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft – was bleibt dann noch für mich übrig? Etwa nichts? Oder bleibt da nur nichts von meiner Seite übrig, weil SEINE Liebe zu mir dann völlig ausreichend ist? Füllt ER vielleicht unsere ganzen Bedürfnisse vollkommen aus?
Aber schauen wir uns die Erklärungen in verschiedenen „Erklärbibeln“ also Bibeln mit Erklärungen an:
„Sh’ma, Yisra’el! ADONAI Eloheinu, ADONAI echad. (Höre, Israel! ADONAI, unser Gott, ADONAI ist einer). “ Das Schema, der Kern und die Grundlage von Israels Glauben, ist das wichtigste aller jüdischen Gebete. Während der Zeit des Zweiten Tempels erlangte das Schema im Synagogengottesdienst eine herausragende Stellung und ist bis heute von zentraler Bedeutung. Er wird jetzt und in Zukunft als der einzig wahre Gott deklariert. Wie geschrieben steht: „An diesem Tag wird ADONAI der einzige sein, und sein Name wird der einzige Name sein“ (Sach 14: 9). 6: 5 „Du sollst ADONAI, deinen Gott, von ganzem Herzen lieben.“ Da der Bund auf einer Beziehung zu ADONAI beruht, wird Israel angewiesen, die Gebote des Herrn in Liebe zu erfüllen. Nach den Weisen Israels kann derjenige, der aus Liebe handelt, nicht mit dem verglichen werden, der aus Angst handelt. „Von ganzem Herzen“ bedeutet, dass die Liebe zu Gott von ganzem Herzen und zielstrebig sein sollte. DIE NATUR DES BUNDES Deuteronomium 6: 4–6 Historisch gesehen bestand die grundlegende Funktion des Bundes darin, eine Interessengemeinschaft zwischen dem König und seinen Vasallen aufzubauen. Der Bund impliziert also Gemeinschaft – die Bildung gemeinsamer Bräuche, gemeinsamer Ansichten und eines gemeinsamen Lebens. Dies bedeutete ein intimes Teilen von Leben, Natur und Sitte, wobei der Wille der Vertragsparteien letztendlich identisch wird. Diese im Bund implizierte Gemeinsamkeit des Willens zeigte, dass sich die Parteien zu einem gemeinsamen Ziel zusammengeschlossen hatten, dass sie Teil einer engen Union geworden waren. Liebe bildet im Kern das Herzstück der Bundesbeziehung. Der historische Prolog des Bundes zeigt dies ganz deutlich. Es weist auf die gnädigen Handlungen des Königs vor dem Bund und dann auf dessen Einleitung hin, was dies als Grundlage der Beziehung spezifiziert. Es hatte eine kraftvolle Demonstration von ADONAIs Liebe gegeben, die im Exodus zu sehen war (vgl. Deut. 1: 1–8: 4). Liebe und Dankbarkeit sollten das ganze Leben und das Denken derer unter dem Bund anstecken. In der Tat kann Deuteronomium 5–11 als Betonung der uneingeschränkten Liebe zu Gott angesehen werden, wobei nicht die Fähigkeit zu tun, sondern der Wille zur Erfüllung der Verpflichtungen des Bundes betont wird. In 5. Mose 6: 4–6 liefert das Schema – „Sh’ma, Yisra’el!“ – den klassischen Ausdruck dieser uneingeschränkten Liebe, die als Isra’els Antwort erwartet wurde. Die Passage fordert die ausschließliche Hingabe und das Engagement für ADONAI allein, eine Liebe, die sich durch das gesamte Wesen und die Persönlichkeit eines Menschen ausdrückt. Es beinhaltet auch ein Gesamtmuster des Lebens. So genießt Israel im Deuteronomium, selbst im Exil und im Gericht, immer noch Gottes Verheißungen seiner Liebe und Barmherzigkeit gegenüber Israel. Es ist die Liebe, nicht das Gesetz, die den Kern der Bundesbeziehung zwischen Gott und seinem Volk Israel bildet.
Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen
Der Herr … der Herr. Diese doppelte Verwendung des göttlichen Namens ist im OT einzigartig, mit Ausnahme von 2. Mose 34: 6, wo Moses auf die Bedeutung des Namens anspielt und sie näher erläutert. einer. Der Herr ist nicht nur Gott für Israel; Er ist Gott für alle (vgl. Sach 14: 9). Dies ist das Prinzip des Monotheismus. Der Herr ist einzigartig und absolut einzigartig (32:39; Jes 44: 8; 45: 6). Im Gegensatz dazu war in der Antike der Polytheismus – der Glaube an viele Götter – weit verbreitet. 6: 5 Aus der Einheit Gottes fließt eine Einheit in der Liebe: Man muss Gott mit der Gesamtheit seines Seins lieben – seinem Herzen (Verstand), seiner Seele (Lebenskraft oder Atem) und seiner Stärke. Hier geht es also nicht um eine Liebe, die auf ein Gefühl oder ein Gefühl reduziert werden kann, sondern um eine Liebe zu Gott, die die gesamte Persönlichkeit beherrscht.
NIV Biblical Theology Study Bible
Der Herr… allein: NJPS weicht korrekt von der bekannteren Übersetzung „Der Herr [JHWH], unser Gott, der Herr ist einer“ ab (siehe Anmerkung b der Übersetzer, Ende). Jede der beiden Interpretationen ist theoretisch möglich, da es auf Hebräisch möglich ist, einen Satz zu bilden, indem einfach ein Subjekt und ein Prädikat verbunden werden, ohne das Verb „sein“ anzugeben. Das Hebräische hier erlaubt also entweder „JHWH, unser Gott, JHWH ist einer“ oder „JHWH ist unser Gott, JHWH allein“. Die erste, ältere Übersetzung, die eine Aussage über die Einheit und Unteilbarkeit Gottes macht, wird diesem Text nicht voll gerecht (obwohl sie in einem späteren jüdischen Kontext als Polemik gegen das Christentum sinnvoll ist). Der Vers enthält kein quantitatives Argument (über die Anzahl der Gottheiten), sondern ein qualitatives über die Art der Beziehung zwischen Gott und Israel. Mit ziemlicher Sicherheit bestand die ursprüngliche Kraft des Verses, wie die mittelalterlichen jüdischen Exegeten in der Anmerkung b der Übersetzer erkannten, darin, zu fordern, dass Israel unserem Gott, JHWH, ausschließliche Loyalität entgegenbringt – aber damit nicht die Existenz anderer Götter zu leugnen! Auf diese Weise nimmt es die gleiche Perspektive ein wie das erste Gebot des Dekalogs, das, indem es die Anbetung anderer Götter verbietet, deren Existenz voraussetzt (siehe 5: 7 n.). Als der wahre Monotheismus in der Zeit des Zweiten Tempels zur Norm wurde, wurde diese frühere Perspektive unverständlich. Leser und Übersetzer des zweiten Tempels des Schemas waren daher gezwungen, diese und ähnliche Passagen so zu lesen, dass sie mit dem normativen Monotheismus vereinbar waren (siehe 32: 8 n.; Vgl. 4: 15–31 n.; 5: 9 n.; .). Dieser Prozess der Neuinterpretation ist bereits in der Übersetzung der Septuaginta (3. Jahrhundert v. Chr.) Ersichtlich: „Der Herr ist einer.“ Als Grundlage für die meisten nachfolgenden Übersetzungen ist diese Lektüre die Quelle für das gemeinsame Verständnis des Verses. Alleine: Die traditionelle Übersetzung (siehe Anmerkung b der Übersetzer) bewahrt den normalen Gebrauch des hebräischen „ʾeḥad“, „eins“, was möglicherweise dazu beigetragen hat, das Schema als Erklärung des Monotheismus zu interpretieren. Was es aber bedeuten könnte zu sagen, dass Gott „eins“ ist, ist unklar, da dies nicht gleichbedeutend ist mit der Behauptung, dass es nur einen Gott gibt (Jes. 44: 6; 45: 5–7, 14, 18, 21; 46) : 9). Es ist auch nicht wahrscheinlich, dass der Vers klarstellen will, dass es im Gegensatz zu vielen JHWH nur einen JHWH gibt, da es keine Schwierigkeit gab zu erkennen, dass verschiedene Manifestationen einer Göttlichkeit von einem einzigen Gott stammen könnten (2. Mose 6: 3). NJPS versteht daher „ʾeḥad“ richtig als „allein“, d. H. „Ausschließlich“. Diese Interpretation wird in der Interpretation dieses Verses durch den Propheten Sacharja unterstützt: „An diesem Tag wird es einen Herrn mit einem Namen geben“ (Sach 14: 9 und Anmerkung b der Übersetzer). 5: Liebe, siehe 5:10 n. Das Paradox, ein Gefühl zu befehlen (wie in Lev. 19: 17–18), wird mit der Erkenntnis gelöst, dass sich die „Liebe“ des Bundes nicht auf innere Gefühle oder private Emotionen bezieht. Der Fokus liegt stattdessen auf der Loyalität des Handelns gegenüber Gottheit und Nächsten (siehe 5: 1–30 n.). Mit ganzer Seele: Dieser Satz bedeutete in rabbinischer Interpretation, dass man bereit sein sollte, sein Leben für Gott zu geben. Diese Interpretation führte zur Praxis, das Schema auf dem Sterbebett oder inmitten von Martyriumshandlungen zu rezitieren. Könnte sein: Heb „meʾod“ ist anderswo ein Adverb, das „sehr“ oder „außerordentlich“ bedeutet. Es wird nur hier und in der deuteronomistischen Beschreibung von König Josia, die diesen Vers zitiert, als Substantiv verwendet, um Josia als Inbegriff des Gehorsams gegenüber der Tora darzustellen (2. Könige 23, 25). Während die Grundbedeutung des Wortes „Macht“ oder „Stärke“ ist, wurde es sowohl in Qumran (CD 9.11; 12.10) als auch in der frühen rabbinischen Literatur (Tg. Jon.; Sifre) als „Reichtum“ oder „Eigentum“ verstanden. Die beiden Interpretationen erfordern jeweils die volle Verpflichtung gegenüber Gott, ob psychologisch oder praktisch; beide sind in der Mischna erhalten (m. Ber. 9.5).
Die jüdische Studienbibel
„Liebe den HERRN, deinen Gott, von ganzem Herzen.“ Zeigt dies nicht die Natur Gottes? Gott ist Liebe, denn er befiehlt uns, ihn zu lieben. Es scheint mir ein gesegnetes Privileg für uns zu sein, einen so großen wie Gott lieben zu dürfen. Es ist ein Befehl, aber wir betrachten es eher als eine liebevolle, zärtliche Einladung zur höchsten Glückseligkeit. „Von ganzem Herzen“ bedeutet intensiv. „Mit deiner ganzen Seele“ bedeutet aufrichtig, sehr liebevoll. „Und mit all deiner Kraft“ bedeutet mit all unserer Energie, mit jeder Fähigkeit, mit jeder Möglichkeit unserer Natur.
Die Spurgeon-Studienbibel: Notizen
Dies ist einer der bekannten Teile des OT und wird als „Shema“ bezeichnet, was „hören“ bedeutet. Es ist das Herzstück des jüdischen Glaubens. Juden wiederholen diese Verse heute oft. 6: 4 Der Herr ist einer. Dieses Wissen tröstete die Hebräer. Ihre polytheistischen Nachbarn (die viele Götter verehrten) mussten immer das Missfallen der vielen Götter fürchten, die sie verehrten. Nicht so bei den Hebräern. Sie verehrten den einen wahren Gott und mussten sich nur um seine Erwartungen an ihr Leben kümmern. Dies ist grundlegend für das christliche Verständnis der Dreifaltigkeit. DIG DEEPER (VV. 4–5): Lesen Sie Matthäus 22: 34–40, um zu sehen, was Jesus über diesen speziellen Befehl dachte. Wie beeinflussen die Worte Jesu Ihr Verständnis dieser Passage?
Bibel zum Studium der Lebensverbindungen
„Wenn Mose“ ein Herr „sagt, verstehen wir das einfache, gesegnete und unverständliche Wesen Gottes“ (AthanG). Moses sagt nicht, dass der eine Herr eine einsame Person ist (HilryP). Er sagt vielmehr, dass er eine ungeteilte Essenz oder Natur ist. Denn Mensch und Natur sind nicht dasselbe (JohnDm). Die göttliche Natur existiert ungeteilt in drei verschiedenen Personen: dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Der Sohn wird vor allen Zeiten und Ewigkeiten aus dem Wesen des Vaters gezeugt, aber seine Zeugung teilt das Wesen des Vaters nicht. Der Heilige Geist geht vor allen Zeiten und Zeiten vom Vater aus, aber seine Prozession teilt nicht das Wesen des Vaters. Die Personen sind verschieden oder verschieden, aber die Essenz ist eins und ungeteilt. Deshalb glauben wir an die Heilige Dreifaltigkeit, unseren einen Gott und Herrn.
Die orthodoxe Studienbibel: Notizen
Also Jehovah in nicht von der Anzahl EINS sondern eine Einheit – aber das Thema hatten wir ja schon ( 1+1=1echad – „unser Gott ist einzigartig“ und elohim oder yachid ). Wenn man sich die Göttergeschichten der alten Zeit anschaut, dann sieht man, dass diese Göttergeschichten mit sich streitenden Göttern bestanden, und diese nicht nur ständig im Steit sondern auch in gegenseitige Kriege verwickelt waren. Und es gab für jeden dieser Götter ein klares Aufgabenfenster – den einen fürs Wetter, den anderen für Nachwuchs usw. usf.
Neueste Kommentare