Tag: 16. April 2024

„aber ich hab doch nur gemacht, was man mir gesagt hatte …“

Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen (Eig ihren) Werken.
Elberfelder 1871 – Offenbarung 20,13

Das Meer gab seine Toten heraus, und auch der Tod und das Totenreich gaben ihre Toten heraus. Bei jedem Einzelnen entsprach das Urteil dem, was er getan hatte.
Neue Genfer Übersetzung_2013 – Offenbarung 20:13

Auch das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren. Und auch der Tod und die Unterwelt gaben die Toten heraus, die in ihnen waren, und es wurde jeder Einzelne aufgrund seiner Taten beurteilt.
Roland Werner – Das Buch – Offenbarung 20,13

Es gibt ja Menschen, die sagen: „wenn ich mal vor Gott stehe, dann werd ich erst mal fragen, warum mein Hamster sterben musste“ – oder ähnliche Aussagen! Aber Nein! Nicht ich werde Gott etwas fragen dürfen, sondern ER wird mir Fragen stellen, nämlich nach meinem Leben! Und ich werde mich nicht dahinter verstecken können, dass die Leitung meiner Gemeinde oder die Leitung meiner Kirche dies oder jenes gesagt oder gefordert haben! Wir werden uns für unsere Taten von IHM messen lassen, von IHM gerichtet werden – entweder heute im Leben oder später vor dem Richterstuhl! Gut ergeht es nur den Menschen, die heute in ein persönliches Verhältnis zu IHM eingegangen sind, und sich deshalb aus Liebe zu IHM an Seine Maßstäbe gehalten haben!

Nun gibt es zu dem obrigen Vers verschiende Auslegungen, und ich werde sie unkommentiert einfach aufzählen. Welche von diesen verschiedenen Auslegungen richtig sind, wird die Zukunft zeigen!


Es ist klar, dass dieses Gericht oder diese Herrschaft nicht eher beginnen kann, als bis Christus, den Jehova zum Richter oder Beherrscher der Welt bestimmt hat, wiedergekommen ist; nicht abermals in Niedrigkeit, sondern in großer Macht und Herrlichkeit; nicht um die Welt wieder zu erkaufen, sondern die Welt zu richten (zu beherrschen) in Gerechtigkeit. Eine gerichtliche Verhandlung oder ein Rechtsverfahren kann in keinem Falle vor sich gehen, bis der Richter auf seinem Richterstuhl sitzt und die Gerichtssitzung zur bestimmten Zeit begonnen hat, wenn auch vorher ein großes Vorbereitungswerk stattgefunden hat. Dann wird der König auf dem Throne seiner Herrlichkeit sitzen, und vor ihm werden alle Völker versammelt werden, und sie sollen während dieses Zeitalters nach ihren Werken gerichtet werden, indem ihnen die Bücher der Schrift geöffnet werden und die Erde mit der Erkenntnis des Herrn erfüllt wird. Und nach ihrem Verhalten bei aller Gnade und allem Beistand wird es entschieden, wer von ihnen während der folgenden Zeitalter der Herrlichkeit und Freude des ewigen Lebens wert ist. ( Matthäus 25:31; Offenbarung 20:11-13)

Charles Taze Russell im Jahr 1886 – Der göttliche Plan der Zeitalter

Die Auferstehung der verstorbenen Menschen unter der himmlischen Herrschaft des Lammes Gottes und seiner 144 000 verherrlichten Nachfolger wird es all diesen auferstandenen Toten der Menschen ermöglichen, aus Gottes Vorkehrungen für sie durch sein Lamm vollen Nutzen zu ziehen. Die Auferstandenen, die es sich schließlich erwählen, Gott und seinem Lamm nicht für immer Segen, Ehre, Herrlichkeit und Macht zuzuschreiben, werden mit Satan dem Teufel, und seinen Dämonenengeln vernichtet werden. (Offenbarung 20:7-15) Sie werden somit beweisen, daß sie aus ihrer Auferstehung nicht den rechten Nutzen gezogen und keine rechte Wertschätzung dafür bekundet haben. Sie haben die herrliche Gelegenheit, die ihnen diese Auferstehung unter Gottes Königreich bot, falsch gebraucht. Das haben sie dadurch getan, daß sie schließlich wieder dazu übergegangen sind, Schlechtes zu verüben, und wegen dieses Laufes, den sie eingeschlagen haben, hat Jehova Gott ein ungünstiges Gericht an ihnen vollstreckt, was zu ihrer ewigen Vernichtung geführt hat.
Die Entfernung aller Bösen, sowohl Geistpersonen als auch Menschen, aus dem gesamten Reich des Lebens und des Daseins kommt gewiß. Dadurch werden der ganze Himmel und die ganze Erde für immer von aller Bosheit völlig rein werden. Gott, der Allmächtige, Jehova, kann diesen höchst wünschenswerten Zustand in der ganzen sichtbaren und unsichtbaren Schöpfung herbeiführen und hat dies auch verheißen. Er wird es zu seiner bestimmten Zeit tun und dadurch sein Wort der Verheißung und seine Macht und Gewalt rechtfertigen. Alle lebenden Cherubgeschöpfe um Gottes Thron herum werden treu zustimmen, wenn schließlich Jehova Gott, der auf dem Thron sitzt, und seinem Lamm auf diese Weise Segen, Ehre, Herrlichkeit und Macht zugeschrieben werden; sie werden Amen dazu sagen.
30 Die 144 000 verherrlichten Christen, die von den vierundzwanzig älteren Personen dargestellt werden und die zu dieser siegreichen Stunde leben werden, werden der universellen Souveränität Jehovas Gottes ebenfalls treu sein. Sie werden vor dem Thron Jehovas Gottes niederfallen und Anbetung verrichten. Sie werden sein Lamm, den ‘Löwen, der vom Stamme Juda ist’, als den Geliebten anerkennen, den Gott, der Allmächtige, dazu gebraucht hat, dieses großartige, universelle Ergebnis herbeizuführen, das immerdar andauern soll.

Dann ist das Geheimnis Gottes vollendet

Damit die schlechten Menschen gerichtet werden können, (gab) das Meer die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus. Diejenigen, die zum Zeitpunkt ihres Todes unerlöst sind, kommen unverzüglich, bei vollem Bewußtsein, an einen Ort, an dem sie bestraft werden und der im Alten Testament als „Scheol“ und im Neuen Testament als „Hades“ bezeichnet wird. Weder Scheol noch Hades sind ewig und dürfen daher nicht mit der Hölle gleichgesetzt werden, dem Ort der ewigen Strafe. Der Feuersee (V. 14 – 15) dagegen, der „Pfuhl von Feuer und Schwefel“ (Offb 19,20), ist identisch mit der Hölle (vgl. Mt 5,22.29-30; Mt 10,28; Mt 18,9; Mt 23,15.33; Mk 9,43.45.47; Lk 12,5; Jak 3,6). Diese „Gehenna“, wie es im Urtext heißt, war ursprünglich eine brennende Müllhalde im Hinnomtal, südlich von Jerusalem. Der Bedeutungshorizont des Begriffes geht jedoch weit über die geographische Bezeichnung hinaus und bezieht sich in der Bibel auf die ewige Strafe.
Die Aussage „der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus“ bedeutet, daß die Leiber der Unerlösten wieder mit ihrem Geist, der im Hades weilte, vereinigt wurden. Daß auch „das Meer“ seine Toten herausgab macht deutlich, daß jeder Leib, gleichgültig, wie verwest er ist, zum Gericht auferweckt wird.

Walvoord Bibelkommentar

Die Vision schreitet fort zum Gericht über die Ungerechten, wobei auch hier zu beachten wäre, dass es nur um die bösen Menschen geht, die während des Krieges starben. Es werden hier Tote gerichtet, nicht noch Lebende. Die bösen werden zerstört und in den feurigen Pfuhl geworfen, was hier nun als „der zweite Tod“ bezeichnet wird und permanente Zerstörung bedeutet.

Wolfgang Schneider – Buch der Offenbarung

Als Gläubige werden wir auferweckt werden, um in das Bild Christi verwandelt zu werden, und um niemals ins Gericht zu kommen. Andererseits wird der Ungläubige, der in seinen Sünden stirbt, auch in seinen Sünden auferweckt werden und Rechenschaft zu geben haben von allem, was er gesagt und getan hat, selbst von jedem unnützen Wort. So werden die Toten gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. Niemand wird entfliehen können, denn selbst das Meer wird seine Toten hergeben müssen, die es so lange umschlungen gehalten hat. Auch der Tod und der Hades werden ihre Toten geben müssen. Der Tod scheidet die Seele von dem Leibe; der Leib sinkt ins Grab, während die Seele in den Hades geht, den Ort der abgeschiedenen Geister; aber in der Auferstehung wird die Seele wieder mit dem Leibe vereinigt. Tod und Hades finden ihr Ende vor dem großen weißen Thron, denn der erste Tod ist zunichte geworden dadurch, dass alle auferweckt worden sind. Dies führt den zweiten Tod ein, den Feuersee.

H.G. Moss -Das Buch der Offenbarung

Nach der Beschreibung des Gerichts folgt der Bericht über die zweite Auferstehung. Während die erste Auferstehung nur aus Gläubigen bestehen wird, wird die zweite Auferstehung nur aus Ungläubigen bestehen. Die beiden Auferstehungen werden durch eintausend Jahre getrennt sein. Genauso wie die erste Auferstehung in Stufen erfolgen soll (Jesus als Erstling, die Heiligen der Kirche, die Heiligen des Alten Testaments und dann die Heiligen des Trübsals), so wird auch die zweite Auferstehung in Stufen erfolgen. Die Erstlingsfrucht der zweiten Auferstehung wird der Antichrist sein, und sein Tod und seine Auferstehung wurden bereits beschrieben. Tausend Jahre nach der Auferstehung des Antichristen wird es die Auferstehung aller anderen Ungläubigen geben. Die toten Körper aller Ungläubigen werden auferweckt werden, um mit allen Seelen, die von der Hölle aufgegeben wurden, wieder vereint zu werden. Sie werden dann am Großen Weißen Thron auf der Grundlage ihrer Werke gerichtet werden.

Arnold Fruchtenbaum – Die Fußstapfen des Messias

Keiner kann hoffen (und keiner muss befürchten), dass er dieser Stunde entgehe, ob er nun einst auf den Meeresgrund gesunken oder von der sengenden Glut des Feuers verzehrt worden ist, ob er im Urwald, im Eis oder in der Wüste verschollen ist oder sonst irgendwo umgekommen: Alle sind sie nun wieder da. Keiner muss in »Abwesenheit verhandelt« werden. Keiner kann den großen Termin im Tod verschlafen. Keiner kann durch den Tod oder die Totenwelt zurück -, und dem Gericht Gottes vorenthalten werden.

Edition C