„wenn du wieder zu mir zurück kommst“

Der Herr aber sprach: Simon, Simon! siehe, der Satan hat euer begehrt, euch zu sichten wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebetet, auf daß dein Glaube nicht aufhöre; und du, bist du einst zurückgekehrt, so stärke deine Brüder.
Elberfelder 1871 – Lukas 22,31–32

Und der Herr sagte: „Simon, Simon, siehe! Der Satan bat sich euch aus, um [euch] zu schütteln wie den Weizen. Ich aber flehte für dich, damit dein Glaube nicht zu Ende gehe. Und du, nachdem du einst umgekehrt bist, festige deine Brüder.“
Jantzen & Jettel Lukas 22,31–32

Sịmon, Sịmon, sieh nur! Satan hat nach euch allen verlangt, um euch wie Weizen durchzusieben.  Aber ich habe für dich gefleht, dass dein Glaube nicht nachlässt. Und du, bist du wieder zurückgekehrt, dann stärke deine Brüder.“
neue Welt Übersetzung – 2018 – Luk 22,31–32

Der Herr aber sprach: Simon, Simon, siehe, der Satan hat sich auch ausgebeten, um euch zu sichten, wie den Weizen. Mt 26,33f; Joh 21,15; Am 9,9; Hi 1,9f; 2Kor 2,11; 1Pe 5,8.
Ich aber habe für dich gefleht, damit dein Glaube nicht zu Ende gehe; und wenn du dereinst dich bekehrst, so festige du deine Brüder. Joh 17,11.15; Ps 51,15; 1Joh 2,1; 1Pe 1,5.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Lukas 22,31–32

Aber Jesus sagte auch, daß Petrus ihn noch in derselben Nacht, bevor der Hahn kräht, dreimal verleugnen werde. Zugleich gab er ihm jedoch den Trost, daß er trotz des Bemühens Satans, die Jünger zu sieben wie den Weizen (d. h. ihnen Prüfungen aufzuerlegen), seinen Glauben nicht verlieren würde. Er sollte wiederhergestellt (wenn du dich bekehrst) und später sogar zum Leiter der Jünger (d. h. der Leiter der Brüder) werden. Petrus verwahrte sich gegen die Voraussage Jesu; er hielt sich für stark und behauptete, daß er Jesus selbst ins Gefängnis und in den Tod folgen würde.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Auch hier begegnen uns die drei Faktoren der Versuchung, die wir in der letzten Folge dieser Reihe kennengelernt haben: das Spannungsfeld aus Gott, Teufel und menschlicher Begierde. Der Teufel ist aktiv beteiligt, und offensichtlich hat Gott dem Begehren des Satans zugestimmt. Und doch wird es die menschliche Schwachheit sein, die Petrus scheitern lässt: zunächst die völlig unangemessene Selbstüberschätzung, kurze Zeit später die nackte Angst, selbst in die Mühlen der Justiz zu geraten. Jesus weiß das alles. Er bereitet Petrus auf die Form und das Ausmaß der Versuchung vor, indem er präzise ankündigt, was geschehen wird. Bedenken wir an dieser Stelle kurz: Vorherwissen ist nicht das Gleiche wie Vorherbestimmen! Petrus bleibt selbst verantwortlich. Er hat deutliche eigene Anteile am Verlauf der Ereignisse, auch wenn sie durch das Begehren des Teufels eine Dimension haben, der Petrus nicht gewachsen ist. Zumindest nicht der Petrus, den wir aus der Zeit vor Karfreitag kennen.

Genau an dieser Stelle wird der Text spannend. Jesus bleibt ja nicht bei der bedrohlichen, negativen Seite der Verleugnung stehen, sondern fügt zwei wesentliche Sätze hinzu. Zunächst: „Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre.“ Die entscheidende Frage lautet: Hat der Glaube des Petrus denn nicht doch aufgehört, als er seinen Herrn verriet? – Nein, hat er nicht! Aufgehört hat alles, was Petrus selbst einbringen konnte: sein Eifer, seine Liebe zu Jesus, seine feste Entschlossenheit, Jesus bis in den Tod zu folgen. Hätten wir ihn fragen können, hätte er vermutlich all diese Dinge als Bestandteile und Beweis seines Glaubens genannt. Doch es war nur seine eigene Vorstellung von Nachfolge und vom Glauben. Erinnern wir uns an den ersten Teil dieser Reihe: Glauben meint nicht in erster Linie das Bejahen biblischer Lehre, sondern vor allem die Beziehung zu Gott. Und die hat nicht aufgehört, weil nämlich zu einer Beziehung immer zwei gehören. Läge es an Petrus, dann wären am Ende der Ereignisse sein Glaube und sein Leben völlig zerstört. Aber Gott hat an der Beziehung festgehalten. Er hat Petrus festgehalten. 

Christ sein heute – 01/2021

»Simon, Simon!« ist eine eindrückliche, wachrüttelnde Anrede wie »Marta, Marta!« (Lk 10,41), »Saul, Saul!« (Apg 9,4) oder »Jerusalem, Jerusalem!« (Lk 13,34). Woraus muss »Simon« Petrus wachgerüttelt werden? Aus seinem Hochmut. Vermutlich hat er nach der Entdeckung des Verrats des Judas (vgl. Joh 13,23ff.) sehr hochmütig und eingebildet von seiner eigenen Treue gedacht.

Was in Vers 31 und V. 32 folgt, berichtet nur Lukas.

»Siehe, der Satan hat sich ausgebeten, euch zu sieben wie den Weizen« (V. 31). Man muss ergänzen: Er »hat sich« dies von Gott »ausgebeten«, ähnlich wie bei Hiob (Hiob 1,6ff.; Hiob 2,1ff.; vgl. Sach 3,1ff.; 2 Kor 2,11; 1 Petrus 5,8). Der Sturz Satans aus dem Himmel (Lk 10,18) ereignete sich erst nach der Kreuzigung Jesu (Joh 12,31; Offb 12,7ff.). Die Aussage Jesu: »euch zu sieben wie den Weizen« macht deutlich, dass der »Satan« die zwölf Apostel einer verheerenden Prüfung unterziehen wollte. Er rechnete sich also selbst bei den Aposteln noch eine Chance aus! Der Fall des Judas mochte ihn dazu ermutigt haben. Um wie viel mehr – muss sich der Leser sagen – rechnet sich dann der Satan bei mir noch Chancen aus! »Wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle« (1 Kor 10,12; vgl. 2 Kor 2,11). Das »Sieben« oder »Sichten des Weizens« ist ein altes prophetisches Gerichtsbild (Am 9,9; Mt 3,12 par). Es bezieht sich auf die Weizenernte, bei der man u. a. den bereits ausgedroschenen, aber noch mit Spreu und Steinen durchsetzten »Weizen« über einem Sieb aus Darmsaiten schüttelte, sodass am Schluss nur noch die echten Körner übrig blieben. So also wollte der Teufel die Apostel »sieben«!

Zu den Einzelheiten ist noch dreierlei zu bemerken: a) Für »sich ausbitten« steht im Griechischen ein Wort, das typisch ist für Bitten im Geschäftsverkehr, nicht aber für Bitten der Kinder oder für Bitten an Gott! »Der Satan« betet also nicht wie wir zu Gott, sondern steht gewissermaßen nur im »Geschäftsverkehr »mit Gott. b) Dass der Teufel (»Satan«) für Jesus eine real existierende Person ist, geht aus Vers 31 zweifelsfrei hervor. c) »Satan« braucht die Erlaubnis Gottes. Er kann die Leute Jesu nur insoweit angreifen bzw. versuchen, als Gott es ihm erlaubt. Dies wirft auch ein Licht auf die vorletzte Vaterunserbitte (»und führe uns nicht in Versuchung«).

Der Einblick in Vorgänge der überirdischen Welt setzt sich fort mit Vers 32: »Ich aber«, sagt Jesus, »habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre«. Das »Ich« Jesu ist stärker als Satans Ich. Wir müssen also von vornherein damit rechnen, dass Jesu Bitte erhört wurde. Wir sehen hier Jesus als Fürsprecher. Das hängt damit zusammen, dass er der ewige Hohepriester ist. Auf diese ständige Fürbitte Jesu, die auch den heutigen Gläubigen zu Gute kommt, legt das NT großen Wert (vgl. Joh 17,9ff.; Röm 8,34; 1 Joh 2,1; Heb 7,25). Insgesamt muss man sich den Vorgang so vorstellen, dass Jesus durch den Heiligen Geist in die himmlische Welt versetzt wurde, dort die Bitte Satans bei Gott dem Vater miterlebte, und daraufhin beim Vater Fürbitte tat. Der »Glaube« des Petrus wird also nicht aufhören. Doch bleibt immer noch die Frage übrig: Wie steht es mit den anderen Aposteln? Der Teufel wollte sie doch alle zum Abfall bewegen (»euch sieben«, V. 31)! Hat Jesus also alle übrigen fallen gelassen, und nur für Petrus »gebeten«? Eine solche Deutung würde weder mit Vers 32 noch mit dem Hohenpriesterlichen Gebet in Joh 17 noch mit der Apostelgeschichte übereinstimmen. Deshalb müssen wir V. 32 so verstehen: »Gerade für dich, Simon, musste ich bitten. Sonst wäre dein Glaube in die Brüche gegangen. Aber auch für deine Mitapostel habe ich gebeten«.

»Und wenn du dereinst dich bekehrst, dann stärke deine Brüder«. Dieser Satz muss bei Petrus wie eine Bombe eingeschlagen haben. Hatte er sich denn nicht schon längst zu Jesus bekehrt (vgl. Joh 1,41ff.; Mt 4,18ff.; Lk 5,1ff.)? Nein, sagt Jesus, nicht gründlich genug. Es wird durch ein tieferes Zerbrechen deiner Selbstgerechtigkeit gehen und infolgedessen zu einer viel tieferen, dauerhafteren Bekehrung. Das ist nach Joh 21,15ff später auch geschehen. Die Aufgabe, die »dann« vor Petrus steht, heißt: »Stärke deine Brüder!« Diese »Brüder« sind die Mitapostel und – in einem weiteren Sinne – die Mitjünger. Wie treu Petrus dieser Aufgabe nachgekommen ist, sieht man an Apg 1,15ff.; Apg 5,42; 9,32-36ff.; Apg 15,7ff.; 1 Kor 9,5; Gal 2,9ff.; sowie am ersten und zweiten Petrusbrief

Edition C – NT

Einst besuchte ein Knecht Gottes eine Porzellanfabrik. Dort sah er, wie ein Arbeiter auf seiner Tonscheibe eine wunderschöne Blumenvase formte. Endlich schien sie fertig zu sein. Der Meister prüfte sie nochmals von allen Seiten und plötzlich warf er sie wieder auf die Tonscheibe. Entsetzt über diese Handlung fragte der Gottesmann den Meister: „Was machen Sie?“ „Ja“, antwortete der Meister in aller Ruhe: „Der Ton hatte noch Härte in sich!“
Nicht der Ton wurde verworfen, sondern nur die Form des Tones. Der Ton selbst blieb in des Meisters Hand. Diese knetete ihn noch einmal und bereitete aus ihm eine neue Vase zu. Die gelang. Der Ton hatte seine Härte verloren, und der Meister wusste, dass das Gefäß jetzt nicht zerspringen würde, wenn es im Glutofen seine letzte Feuerprobe zu bestehen habe.
Welch ein Trost, zu wissen, Christus, der große Künstler, selbst wacht über uns. Er verwirft nicht den Ton, Er verwirft nur die Härte in uns, wenn Er uns wieder und wieder auf die Tonscheibe legt. Er weiß, welch ein brauchbares Gefäß jener Ton zuletzt in seiner Meisterhand werden wird, der gegenwärtig noch so manche Härten in sich trägt.
Oft denken wir, wenn die Nacht der Leiden schwärzer und schwärzer wird, Gott habe uns ganz verlassen. Er habe für immer uns seine starke Hand entzogen. Wir ahnen jedoch nicht, wie nahe in solchen Stunden der Herr uns ist. Als einst der heilige Antonius von Padua, dieser gewaltige Bußprediger im dreizehnten Jahrhundert, nach einer schweren Versuchung eine Vision hatte, in welcher Christus ihm erschien, fragte er: „Herr, wo warst Du denn bis jetzt, dass Du mir nicht früher geholfen hast?“ Eine Stimme antwortete ihm: „Antonius, Ich war immer bei dir, Ich war Zeuge Deines Kampfes und werde dich niemals verlassen!“
Auch Hiob ahnte nicht, als er in die außergewöhnliche Leidensglut hineingetaucht wurde, dass Gottes Auge selbst das Gold überwachte. Gott war es, der genau das Maß seiner Leiden festsetzte. Satan durfte nicht einen Schritt weiter gehen, als Gott es ihm erlaubte. Nicht um einen Grad durfte die Glut heißer werden, als es nötig war. Der Herr wusste ganz genau, welch ein Maß von Leiden Hiob ertragen könne. Denn Er ist treu und lässt uns nicht versuchen über unser Vermögen. Auch im Schmelztiegel der Leiden behütet Er seine Heiligen wie seinen Augapfel. Nicht ein Körnlein darf bei der Sichtung auf die Erde fallen und mit der Spreu verloren gehen, wenn Er die Seinigen sichten lässt wie Weizen.

Jakob Kroeker – ER sprach zu mir

„Bist du einst zurückgekehrt, so stärke deine Brüder“ (Lk 22,32). Das ist die Linie Gottes. Wir Menschen haben oft eine andere Linie. Wir sind einem Bruder gegenüber, der in Sünde fiel und wieder zurecht kam, gern etwas vorsichtig, abwartend, um nicht zu sagen mißtrauisch. Bewußt oder unbewußt behält ein Menschenkind bei uns einen Makel, obwohl wir ihm vergeben haben. Sicherlich gibt es eine göttliche Vorsicht. Aber die Bewährungsfristen, die wir Menschen in solchen und vielen anderen Fällen unserer Versammlungspraxis und unseres Zusammenlebens einschalten, sind oft Sicherungen, die nichts mit der göttlichen Linie zu tun haben, so geistlich wir sie mit unserer „Verantwortlichkeit“ verbrämen mögen. Gottes Gnadenhände formen oft gerade durch den Fall ein besonderes Werkzeug zu Seiner Ehre, um Seine Gemeinde zu stärken und zu trösten. Dafür sollten wir offen sein. Ich kenne Fälle, in denen Brüder, die ausgeschlossen werden mußten, aber nach aufrichtiger Beugung wieder zurechtkamen, nach Jahr und Tag noch zurückstehen müssen. Sobald sie sich nur irgendwie einmal in der Versammlung hören lassen, werden sie wieder an die alte Sache von damals erinnert und gebeten, auf die Gefühle der Geschwister Rücksicht zu nehmen. Ob nicht dem Volk Gottes durch solches Verhalten mancher Segen verloren geht?

Hilfe und Nahrung – 1976

„mit allem, was du hast, mit deinem eigenen Gefühl, volles Rohr, entscheide dichhalten“

Höre Israel: Jehova, unser Gott, ist ein einziger Jehova! (d. h. einzig und allein derjenige, welchem der Name Jehova zukommt. (Vergl Sach 14,9))
Und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.
Elberfelder 1871 – Dtn 6,4–5

Höre Israel! Jehova, unser Gott, Jehova ist Einer!
Desswegen liebe Jehova, deinen Gott, von ganzem Herzen, und von ganzer Seele, und aus aller Kraft.
van Ess – Dtn 6,4–5

Höre, Israel! Jehova ist unser Gott, Jehova allein.
Und liebe Jehova, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Vermögen
de Wette Bibel – Dtn 6,4–5

Höre, Israel, Jehovah, unser Gott, ist ein Jehovah. 5Mo 4,35.
Und du sollst lieben Jehovah, deinen Gott, von deinem ganzen Herzen und von deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. 5Mo 4,29; 10,12; 11,1.13.22; 13,4; 30,6.16f; Jos 22,5; 23,11.
Tafelbibel – 5.Mose 6,4–5

Höre, Israel: Jehova ist unser Gott, es gibt nur einen Jehova.  Liebe Jehova, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deiner ganzen Kraft.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Deuteronomium 6,4–5

Spannende Frage: wenn ich Jehovah liebe mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft – was bleibt dann noch für mich übrig? Etwa nichts? Oder bleibt da nur nichts von meiner Seite übrig, weil SEINE Liebe zu mir dann völlig ausreichend ist? Füllt ER vielleicht unsere ganzen Bedürfnisse vollkommen aus?

Aber schauen wir uns die Erklärungen in verschiedenen „Erklärbibeln“ also Bibeln mit Erklärungen an:

„Sh’ma, Yisra’el! ADONAI Eloheinu, ADONAI echad. (Höre, Israel! ADONAI, unser Gott, ADONAI ist einer). “ Das Schema, der Kern und die Grundlage von Israels Glauben, ist das wichtigste aller jüdischen Gebete. Während der Zeit des Zweiten Tempels erlangte das Schema im Synagogengottesdienst eine herausragende Stellung und ist bis heute von zentraler Bedeutung. Er wird jetzt und in Zukunft als der einzig wahre Gott deklariert. Wie geschrieben steht: „An diesem Tag wird ADONAI der einzige sein, und sein Name wird der einzige Name sein“ (Sach 14: 9). 6: 5 „Du sollst ADONAI, deinen Gott, von ganzem Herzen lieben.“ Da der Bund auf einer Beziehung zu ADONAI beruht, wird Israel angewiesen, die Gebote des Herrn in Liebe zu erfüllen. Nach den Weisen Israels kann derjenige, der aus Liebe handelt, nicht mit dem verglichen werden, der aus Angst handelt. „Von ganzem Herzen“ bedeutet, dass die Liebe zu Gott von ganzem Herzen und zielstrebig sein sollte. DIE NATUR DES BUNDES Deuteronomium 6: 4–6 Historisch gesehen bestand die grundlegende Funktion des Bundes darin, eine Interessengemeinschaft zwischen dem König und seinen Vasallen aufzubauen. Der Bund impliziert also Gemeinschaft – die Bildung gemeinsamer Bräuche, gemeinsamer Ansichten und eines gemeinsamen Lebens. Dies bedeutete ein intimes Teilen von Leben, Natur und Sitte, wobei der Wille der Vertragsparteien letztendlich identisch wird. Diese im Bund implizierte Gemeinsamkeit des Willens zeigte, dass sich die Parteien zu einem gemeinsamen Ziel zusammengeschlossen hatten, dass sie Teil einer engen Union geworden waren. Liebe bildet im Kern das Herzstück der Bundesbeziehung. Der historische Prolog des Bundes zeigt dies ganz deutlich. Es weist auf die gnädigen Handlungen des Königs vor dem Bund und dann auf dessen Einleitung hin, was dies als Grundlage der Beziehung spezifiziert. Es hatte eine kraftvolle Demonstration von ADONAIs Liebe gegeben, die im Exodus zu sehen war (vgl. Deut. 1: 1–8: 4). Liebe und Dankbarkeit sollten das ganze Leben und das Denken derer unter dem Bund anstecken. In der Tat kann Deuteronomium 5–11 als Betonung der uneingeschränkten Liebe zu Gott angesehen werden, wobei nicht die Fähigkeit zu tun, sondern der Wille zur Erfüllung der Verpflichtungen des Bundes betont wird. In 5. Mose 6: 4–6 liefert das Schema – „Sh’ma, Yisra’el!“ – den klassischen Ausdruck dieser uneingeschränkten Liebe, die als Isra’els Antwort erwartet wurde. Die Passage fordert die ausschließliche Hingabe und das Engagement für ADONAI allein, eine Liebe, die sich durch das gesamte Wesen und die Persönlichkeit eines Menschen ausdrückt. Es beinhaltet auch ein Gesamtmuster des Lebens. So genießt Israel im Deuteronomium, selbst im Exil und im Gericht, immer noch Gottes Verheißungen seiner Liebe und Barmherzigkeit gegenüber Israel. Es ist die Liebe, nicht das Gesetz, die den Kern der Bundesbeziehung zwischen Gott und seinem Volk Israel bildet.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Der Herr … der Herr. Diese doppelte Verwendung des göttlichen Namens ist im OT einzigartig, mit Ausnahme von 2. Mose 34: 6, wo Moses auf die Bedeutung des Namens anspielt und sie näher erläutert. einer. Der Herr ist nicht nur Gott für Israel; Er ist Gott für alle (vgl. Sach 14: 9). Dies ist das Prinzip des Monotheismus. Der Herr ist einzigartig und absolut einzigartig (32:39; Jes 44: 8; 45: 6). Im Gegensatz dazu war in der Antike der Polytheismus – der Glaube an viele Götter – weit verbreitet. 6: 5 Aus der Einheit Gottes fließt eine Einheit in der Liebe: Man muss Gott mit der Gesamtheit seines Seins lieben – seinem Herzen (Verstand), seiner Seele (Lebenskraft oder Atem) und seiner Stärke. Hier geht es also nicht um eine Liebe, die auf ein Gefühl oder ein Gefühl reduziert werden kann, sondern um eine Liebe zu Gott, die die gesamte Persönlichkeit beherrscht.

NIV Biblical Theology Study Bible

Der Herr… allein: NJPS weicht korrekt von der bekannteren Übersetzung „Der Herr [JHWH], unser Gott, der Herr ist einer“ ab (siehe Anmerkung b der Übersetzer, Ende). Jede der beiden Interpretationen ist theoretisch möglich, da es auf Hebräisch möglich ist, einen Satz zu bilden, indem einfach ein Subjekt und ein Prädikat verbunden werden, ohne das Verb „sein“ anzugeben. Das Hebräische hier erlaubt also entweder „JHWH, unser Gott, JHWH ist einer“ oder „JHWH ist unser Gott, JHWH allein“. Die erste, ältere Übersetzung, die eine Aussage über die Einheit und Unteilbarkeit Gottes macht, wird diesem Text nicht voll gerecht (obwohl sie in einem späteren jüdischen Kontext als Polemik gegen das Christentum sinnvoll ist). Der Vers enthält kein quantitatives Argument (über die Anzahl der Gottheiten), sondern ein qualitatives über die Art der Beziehung zwischen Gott und Israel. Mit ziemlicher Sicherheit bestand die ursprüngliche Kraft des Verses, wie die mittelalterlichen jüdischen Exegeten in der Anmerkung b der Übersetzer erkannten, darin, zu fordern, dass Israel unserem Gott, JHWH, ausschließliche Loyalität entgegenbringt – aber damit nicht die Existenz anderer Götter zu leugnen! Auf diese Weise nimmt es die gleiche Perspektive ein wie das erste Gebot des Dekalogs, das, indem es die Anbetung anderer Götter verbietet, deren Existenz voraussetzt (siehe 5: 7 n.). Als der wahre Monotheismus in der Zeit des Zweiten Tempels zur Norm wurde, wurde diese frühere Perspektive unverständlich. Leser und Übersetzer des zweiten Tempels des Schemas waren daher gezwungen, diese und ähnliche Passagen so zu lesen, dass sie mit dem normativen Monotheismus vereinbar waren (siehe 32: 8 n.; Vgl. 4: 15–31 n.; 5: 9 n.; .). Dieser Prozess der Neuinterpretation ist bereits in der Übersetzung der Septuaginta (3. Jahrhundert v. Chr.) Ersichtlich: „Der Herr ist einer.“ Als Grundlage für die meisten nachfolgenden Übersetzungen ist diese Lektüre die Quelle für das gemeinsame Verständnis des Verses. Alleine: Die traditionelle Übersetzung (siehe Anmerkung b der Übersetzer) bewahrt den normalen Gebrauch des hebräischen „ʾeḥad“, „eins“, was möglicherweise dazu beigetragen hat, das Schema als Erklärung des Monotheismus zu interpretieren. Was es aber bedeuten könnte zu sagen, dass Gott „eins“ ist, ist unklar, da dies nicht gleichbedeutend ist mit der Behauptung, dass es nur einen Gott gibt (Jes. 44: 6; 45: 5–7, 14, 18, 21; 46) : 9). Es ist auch nicht wahrscheinlich, dass der Vers klarstellen will, dass es im Gegensatz zu vielen JHWH nur einen JHWH gibt, da es keine Schwierigkeit gab zu erkennen, dass verschiedene Manifestationen einer Göttlichkeit von einem einzigen Gott stammen könnten (2. Mose 6: 3). NJPS versteht daher „ʾeḥad“ richtig als „allein“, d. H. „Ausschließlich“. Diese Interpretation wird in der Interpretation dieses Verses durch den Propheten Sacharja unterstützt: „An diesem Tag wird es einen Herrn mit einem Namen geben“ (Sach 14: 9 und Anmerkung b der Übersetzer). 5: Liebe, siehe 5:10 n. Das Paradox, ein Gefühl zu befehlen (wie in Lev. 19: 17–18), wird mit der Erkenntnis gelöst, dass sich die „Liebe“ des Bundes nicht auf innere Gefühle oder private Emotionen bezieht. Der Fokus liegt stattdessen auf der Loyalität des Handelns gegenüber Gottheit und Nächsten (siehe 5: 1–30 n.). Mit ganzer Seele: Dieser Satz bedeutete in rabbinischer Interpretation, dass man bereit sein sollte, sein Leben für Gott zu geben. Diese Interpretation führte zur Praxis, das Schema auf dem Sterbebett oder inmitten von Martyriumshandlungen zu rezitieren. Könnte sein: Heb „meʾod“ ist anderswo ein Adverb, das „sehr“ oder „außerordentlich“ bedeutet. Es wird nur hier und in der deuteronomistischen Beschreibung von König Josia, die diesen Vers zitiert, als Substantiv verwendet, um Josia als Inbegriff des Gehorsams gegenüber der Tora darzustellen (2. Könige 23, 25). Während die Grundbedeutung des Wortes „Macht“ oder „Stärke“ ist, wurde es sowohl in Qumran (CD 9.11; 12.10) als auch in der frühen rabbinischen Literatur (Tg. Jon.; Sifre) als „Reichtum“ oder „Eigentum“ verstanden. Die beiden Interpretationen erfordern jeweils die volle Verpflichtung gegenüber Gott, ob psychologisch oder praktisch; beide sind in der Mischna erhalten (m. Ber. 9.5).

Die jüdische Studienbibel

„Liebe den HERRN, deinen Gott, von ganzem Herzen.“ Zeigt dies nicht die Natur Gottes? Gott ist Liebe, denn er befiehlt uns, ihn zu lieben. Es scheint mir ein gesegnetes Privileg für uns zu sein, einen so großen wie Gott lieben zu dürfen. Es ist ein Befehl, aber wir betrachten es eher als eine liebevolle, zärtliche Einladung zur höchsten Glückseligkeit. „Von ganzem Herzen“ bedeutet intensiv. „Mit deiner ganzen Seele“ bedeutet aufrichtig, sehr liebevoll. „Und mit all deiner Kraft“ bedeutet mit all unserer Energie, mit jeder Fähigkeit, mit jeder Möglichkeit unserer Natur.

Die Spurgeon-Studienbibel: Notizen

Dies ist einer der bekannten Teile des OT und wird als „Shema“ bezeichnet, was „hören“ bedeutet. Es ist das Herzstück des jüdischen Glaubens. Juden wiederholen diese Verse heute oft. 6: 4 Der Herr ist einer. Dieses Wissen tröstete die Hebräer. Ihre polytheistischen Nachbarn (die viele Götter verehrten) mussten immer das Missfallen der vielen Götter fürchten, die sie verehrten. Nicht so bei den Hebräern. Sie verehrten den einen wahren Gott und mussten sich nur um seine Erwartungen an ihr Leben kümmern. Dies ist grundlegend für das christliche Verständnis der Dreifaltigkeit. DIG DEEPER (VV. 4–5): Lesen Sie Matthäus 22: 34–40, um zu sehen, was Jesus über diesen speziellen Befehl dachte. Wie beeinflussen die Worte Jesu Ihr Verständnis dieser Passage?

Bibel zum Studium der Lebensverbindungen

„Wenn Mose“ ein Herr „sagt, verstehen wir das einfache, gesegnete und unverständliche Wesen Gottes“ (AthanG). Moses sagt nicht, dass der eine Herr eine einsame Person ist (HilryP). Er sagt vielmehr, dass er eine ungeteilte Essenz oder Natur ist. Denn Mensch und Natur sind nicht dasselbe (JohnDm). Die göttliche Natur existiert ungeteilt in drei verschiedenen Personen: dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Der Sohn wird vor allen Zeiten und Ewigkeiten aus dem Wesen des Vaters gezeugt, aber seine Zeugung teilt das Wesen des Vaters nicht. Der Heilige Geist geht vor allen Zeiten und Zeiten vom Vater aus, aber seine Prozession teilt nicht das Wesen des Vaters. Die Personen sind verschieden oder verschieden, aber die Essenz ist eins und ungeteilt. Deshalb glauben wir an die Heilige Dreifaltigkeit, unseren einen Gott und Herrn.

Die orthodoxe Studienbibel: Notizen

Also Jehovah in nicht von der Anzahl EINS sondern eine Einheit – aber das Thema hatten wir ja schon ( 1+1=1 echad – „unser Gott ist einzigartig“ und elohim oder yachid ). Wenn man sich die Göttergeschichten der alten Zeit anschaut, dann sieht man, dass diese Göttergeschichten mit sich streitenden Göttern bestanden, und diese nicht nur ständig im Steit sondern auch in gegenseitige Kriege verwickelt waren. Und es gab für jeden dieser Götter ein klares Aufgabenfenster – den einen fürs Wetter, den anderen für Nachwuchs usw. usf.

„ich kann Gott verstehen“?

Aber sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen? Siehe, die Himmel und der Himmel Himmel können dich nicht fassen; wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe!
Elberfelder 1871 – 1 Kön 8,27

Wie aber, könnte wirklich Gottheit auf Erden Sitz haben?
die Himmel ja und die Himmel ob Himmeln fassen dich nicht,
wie gar dieses Haus, das ich baute!
Buber – 1 Könige 8,27

Aber bist du nicht viel zu erhaben, um bei uns Menschen zu wohnen? Ist doch selbst der ganze weite Himmel (wörtlich der Himmel und alle Himmelswelten) zu klein für dich, wie viel mehr dann dieses Haus, das ich gebaut habe.
Gute Nachricht Bibel – 1 Könige 8,27

Doch wirst du, o Gott, wirklich auf der Erde wohnen? Selbst die Himmel, ja die Himmel der Himmel können dich nicht fassen, wie viel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe!
neue Welt Übersetzung – 2018 – 1 Könige 8,27

Salomo rief Gott dazu auf, weiterhin so treu zu seinen Verheißungen an David zu stehen (V. 25-26 ; vgl. 1Kö 2,4 ) und weiterhin die Gebete seines Volkes zu hören ( 1Kö 8,28-30; hören kommt viermal in diesen drei Versen vor). Natürlich konnte kein Tempel und auch kein Himmel die Allgegenwart Gottes fassen (V. 27 ). Der Himmel selbst ist sein Wohnort (vgl. V. 39.49 ; Ps 11,4; Hab 2,20 ). Gerade aus seiner Majestät heraus war er an den Gebeten seines Volkes interessiert.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Fortsetzung durch 27 bezieht sich aber auf 2 Samuel 7,6–7 (ist es überhaupt eine gute Idee, Gott ein Haus zu bauen, um darin zu wohnen?), und übersieht bewusst, dass die Schechina bereits in 10 eingezogen ist, denn dieses theologische Konzept wird jetzt problematisiert. Wenn man diesem Hinweis nicht folgt, erscheint die Problematisierung der Schechina-Vorstellung in 27 abrupt. Die Vorstellung eines mehrfachen Himmels ist mit den Anfängen der Henoch-Literatur im ausgehenden 5. und 4. Jh. verbunden und führt im rabbinischen Judentum zur Heḵalot- und Merkava-Mystik. Im Gegensatz zum ontologischen Gottesbeweis (Gott ist das größte, was gedacht werden kann), betreibt das Gebet negative Theologie: Gott ist größer als alles, was gedacht werden kann. Angesichts dieser Unmöglichkeit, Gott raumzeitlich als begrenzt anzunehmen (was Maimonides präzisieren wird: es ist unmöglich, Gott eine raumzeitliche Ausdehnung zuzusprechen)16, sucht das Tempelweihgebet im Folgenden eine Antwort auf die Frage, wie der Akt der göttlichen Selbstbegrenzung, die Einwohnung seines Namens oder seiner Kavod in Jerusalem, verstanden, d. h. gedacht werden kann.

Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament

Dies ist ein Gebet des Flehens an Gott, damit Gott dieses Gebet der Hingabe gemäß 1. Könige 8: 27-29 hört. Aber wird Gott in sehr großer Tat auf der Erde wohnen? Siehe, der Himmel und der Himmel können dich nicht enthalten. wie viel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe! Doch respektierst du das Gebet deines Knechtes und sein Flehen, o Jehova, mein Gott, auf den Schrei und das Gebet zu hören, das dein Knecht heute vor dir betet; damit deine Augen Tag und Nacht offen für dieses Haus sind, sogar für den Ort, von dem du gesagt hast: Mein Name wird da sein; auf das Gebet zu hören, das dein Diener zu diesem Ort beten soll.

Die Sammlung messianischer Bibelstudien – Fruchtenbaum

Ich hörte einen Prediger sagen: „Wenn du dir Gott wirklich vorstellen kannst und ihn erkannt hast – dann ist dein Gott zu klein – denn der Allmächtige ist passt nicht in unseren Kopf.“ – Nun – Jehovah passt auch nicht in diesen von IHM geschaffenen Kosmos.

Leider rufen wir Gott oft nur an, wenn wir selbst keinen Ausweg mehr sehen. Wie herrlich zu wissen: Der Allmacht Gottes ist nichts zu gross und nichts zu klein. Wir dürfen Ihm in allen Dingen und in allen Lebensbereichen vertrauen. Er hilft in der Schule, im Beruf, im Haushalt, in der Freizeit. Seine Allmacht ist da, wenn wir unsere Schwachheit fühlen, wenn wir allein sind und niemand uns zu helfen scheint. Der Schöpfer Himmels und der Erde trägt dich und mich in allen Umständen, in die wir hineinkommen können.

Halte fest 1996

Ich erschrecke und ich staune.
Ich verneig mich und ich glaube.
Du bist der ganz Andere, über alles Erhabene.
Du stehst hinter Zeit und Raum.
Ich bete dich an.
Du bist der ganz Andere, unter allem Verborgene,
inmitten von Zeit und Raum.
Ich bete dich an. Ich bete dich an.

Chorus-Liedtext von Der ganz Andere

Wo war Jona? und trotzdem gerettet

Dann betete Jona zu Jehova, sein Gott, aus dem Innern des Fischen und sprach: „Aus meiner Bedrikation rief ich zu Jehova, und er spielt mir dann. Aus dem Bauch des Scheols schreien ich um Hilfe. Du hörtest meine Stimme. Als du mich [in] die Tiefen warst, ins Herz des offenen Meeres, Da umgab mich gar ein Strom. Alle deine Brandungen und deine Wellen. Und was mich betrifft, so sagte ich: ‚Ich bin gesehen worden, von deinen Augen gesehen! Wie werde ich wieder deinen heiligen Tempel anschauen? “Wasser umgaben mich bis an die Seele; die Wassertiefe selbst umschloß mich fortw. Seegras Zauberstab sich um mein Haupt. Zu den gleichen der Berge fuhr ich hinab. Was die Erde betrifft, waren ihre Riegel über mir auf unabsehbare Zeit. Aber aus der Grube brachtest du dann mein Leben herauf, o Jehova, mein Gott. Als meine Seele in mir schwach wurde, Krieg Jehova es, sein ich gedachte. Dann kam mein Gebet zu dir in unseren heiligen Tempel. Wurde die Rechte, die auf die Götzen der Unwahrheit geprüft, sie verlassen ihre eigenen liebende Güte. Aber was mich betrifft, mit der Stimme der Danksagung werde ich dir opfern. Was ich gelobt habe, werde ich bezahlen. Rettung gehört Jehova. “
Mit der Zeit befahl Jehova dem Fisch, also daß er Jona auf das trockene Land ausspie.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Jona 2

Und Jehova bestellte einen grossen Fisch, um den Jonas zu verschlingen; und Jonas war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte. Und Jonas betete zu Jehova, seinem Gott, aus dem Leibe des Fisches.
 Und er sprach: Ich rief in meiner Noth zu Jehova; und er erhörte mich; ich rief aus dem Bauche der Unterwelt, und du hörtest auf meine Stimme. Und du warfst mich in die Tiefe, in das Herz des Meeres, und die Fluth umströmte mich; alle deine Wogen und deine Wellen stürzten über mich her. Ich aber sprach: Ich bin weggestossen aus deinen Augen. Ach! könnte ich doch wieder nach deinem heiligen Tempel blicken. Mich umschlossen bis an’s Leben die Gewässer; der Abgrund umringte mich; Schilf schlang sich um mein Haupt. Zu den Gründen der Berge sank ich hinunter; der Erde Riegel schlossen mich auf immer ein; du aber, Jehova, mein Gott! entrissest mein Leben dem Verderben. Als meine Seele in mir schwinden wollte, dachte ich an Jehova; und mein Gebet kam zu dir in deinem heiligen Tempel. Die, welche die nichtigen Götzen verehren, geben ihr Heil auf. Ich aber will mit lautem Dank dir Opfer bringen; was ich gelobte, will ich halten; bei Jehova ist Heil. Und Jehova befahl dem Fische; und er spie den Jonas an das Land.
van Ess_1858 – Jona 2

Und Jehova bestellte einen großen Fisch, um Jona zu verschlingen; und Jona war im Bauche des Fisches drei Tage und drei Nächte.
Und Jona betete zu Jehova, seinem Gott, aus dem Bauche des Fisches und sprach:
Ich rief aus meiner Bedrängnis zu Jehova, und er antwortete mir; ich schrie aus dem Schoße des Scheols, du hörtest meine Stimme.
Denn du hattest mich in die Tiefe, in das Herz der Meere geworfen, und der Strom umschloß mich; alle deine Wogen und deine Wellen fuhren über mich hin.
Und ich sprach (Eig Ich zwar sprach) :Verstoßen bin ich aus deinen Augen; dennoch werde ich wieder hinschauen nach deinem heiligen Tempel.
Die Wasser umfingen mich bis an die Seele, die Tiefe umschloß mich, das Meergras schlang sich um mein Haupt
Ich fuhr hinab zu den Gründen der Berge; der Erde Riegel waren hinter mir auf ewig. Da führtest du mein Leben aus der Grube herauf, Jehova, mein Gott
Als meine Seele in mir verschmachtete, gedachte ich Jehovas, und zu dir kam mein Gebet in deinen heiligen Tempel. (O. Palast)
Die auf nichtige Götzen achten, verlassen ihre Gnade (O. ihre Güte, d. h. den, der ihre Güte ist; vergl. Ps 144,2.)
Ich aber werde dir opfern mit der Stimme des Lobes (O. Dankes;) was ich gelobt habe, werde ich bezahlen. Bei Jehova (Eig Jehovas) ist die Rettung. Und Jehova befahl dem Fische, und er spie Jona an das Land aus.
Elberfelder 1871 – Jona 2

»In meiner Not rief ich zu dir, HERR,
und du hast mir geantwortet.
Aus der Tiefe der Totenwelt* schrie ich zu dir
und du hast meinen Hilfeschrei vernommen.
Ich sank hinunter bis zu den Fundamenten der Berge
und hinter mir schlossen sich die Riegel der Totenwelt*.
Aber du, HERR, mein Gott,
hast mich lebendig aus der Grube gezogen.
Gute Nachricht Bibel – Jona 2,3+7


Sheol, die Grube oder die Unterwelt. Es ist der äußerste Grund der Welt (in diesem Fall die Tiefen des Meeres) und auch das Land der Toten.
5: Würde ich jemals wieder schauen, spiegelt dies eine geringfügige Änderung wider und kann als „Trotzdem werde ich wieder schauen“ verstanden werden (vgl. Targum).
9: Die letzte Zeile des Verses vermittelt mehr als eine Bedeutung. Das eigene Wohlergehen aufzugeben, „die (wahre) Loyalität aufzugeben“, „das Kopfgeld aufzugeben“, sind alles mögliche Verständnisse. Da leere Torheit als Hinweis auf Idole verstanden werden kann und an Konnotationen der Verehrung festgehalten wird, kann die letzte Zeile auch als „Verlassen ihrer Idole“ verstanden werden, wie es einige mittelalterliche jüdische Kommentatoren interpretierten.

Die jüdische Studienbibel

Aus dem Bauch von Sheol ist „unterster Sheol“ ​​(Ps. 86:13) der unterste Kreis des Universums, zu dem alle Toten herabsteigen (einschließlich der Gerechten: „Ich werde zu meinem Sohn in Sheol trauern“ [Gen. 37:35]) und wo sie als „Schatten“ wohnen (siehe Jes 14: 9 und 26:14). Hier wird Sheol als Bauchmensch dargestellt; An anderer Stelle in der Bibel finden wir, dass sein Mund klafft, um die Gesetzlosen zu schlucken (Jes 5,14), und dass er niemals gesättigt ist (Spr 27,20). Der Bittsteller hat das Gefühl, bereits in den innersten Nischen von Sheol verschluckt worden zu sein (vgl. „Ich bin am Rande von Sheol. Ich bin gezählt mit denen, die in die Grube hinuntergehen“ [Ps. 88: 4–5]). ;; Dementsprechend sieht er seine Befreiung nicht als Abwendung des Todes, sondern als tatsächliche Auferstehung (vgl. „HERR, du hast mich von Sheol heraufgebracht, mich unter denen wiederbelebt, die in die Grube hinabgegangen sind“ [Ps 30,4, mit der Ketib lesend) ]). Der Ruhm des Gebets besteht darin, dass es die Macht hat, den Bittsteller vor einer Situation zu retten, die ohne göttliches Eingreifen irreparabel gewesen wäre (vgl. „Wer zu Sheol hinabsteigt, kommt nicht herauf“ [Hiob 7: 9]; 2 Sam. 12 : 23). Die große Spannung, die durch die unerwartete Abfolge von Sheol, Weinen und Gehör erzeugt wird, wird durch die Alliteration verstärkt: mi-beten sheʾol shivvaʿti shamaʿta qoli.
Der Herr befahl dem Fisch Der Herr, der dem Fisch befahl, Jona zu schlucken, befahl ihm nun, ihn auszuspucken. Diese Beteiligung eines Tieres als göttlicher Abgesandter, um das Handeln des Propheten zu beeinflussen, ist ein weiterer Fall, in dem Jona Elia ähnelt: „Ich habe den Raben geboten, dich dort zu ernähren“ (1. Könige 17: 4). es spuckte So wie es keine abfällige Konnotation gibt, geschluckt zu werden (siehe Kommentar zu Vers 1), gibt es auch keine, die ausgespuckt werden kann – zumal es die Antwort des Herrn auf Jonas Gebet ist. (Das Verb palat, das hier von Targum Jonathan verwendet wird, hat diese Bedeutung im biblischen Hebräisch nicht, und die Wurzel qy-ʾ ist im Aramäischen nicht zu finden. Daher kann man nicht sagen, dass der Übersetzer versucht hat, die Sprache des Verses zu mildern.) Das Ausspucken am Ende der Szene ist eine Rückkehr durch Umkehrung zum Verschlucken am Anfang. Beide stehen auf Befehl des Herrn; aber während wir in erster Linie nur indirekt von der Handlung erfahren, zusammengefasst in einem Infinitiv der Absicht („Der Herr hat einen großen Fisch ernannt, um Jona zu schlucken“), wird hier das tatsächliche Ausspucken berichtet: Der Herr befiehlt, und der Fisch spuckt Jonah raus. auf trockenem Land Nach einem göttlichen Befehl erreicht Jona trockenes Land, in das die Seeleute ihn nicht zurückbringen konnten (Sasson). Hier kehrt die Geschichte zu ihrem Ursprung zurück. Da dieser Abschluss des Handlungszyklus keine Antwort auf das Problem der unerfüllten Anordnung gibt, mit der die Geschichte beginnt, ist es wirklich ein offenes Ende, das eine Fortsetzung erfordert (siehe Tribble, S. 116–117).

JPS Bible Commentary

Deshalb war es „das Zeichen Jonas“ – drei Tage tot zu sein – drei Tage im Scheol zu sein – und dann wieder ausgespuckt zu werden! Aber viele Bibeln geben den Begriff nicht so wieder, weil sie die Bedeutung wohl nicht verstehen wollen.

Sproß, Spößling

Siehe, Tage kommen, spricht Jehova, da ich dem David einen gerechten Sproß erwecken werde; und er wird als König regieren und verständig handeln, und Recht und Gerechtigkeit üben im Lande In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel in Sicherheit wohnen; und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: Jehova, unsere Gerechtigkeit (H. Jehova-Tsidkenu.)
Elberfelder 1871 – Jer 23,5–6

Siehe! es kommen Tage, spricht Jehova, da ich von David einen echten Sprössling werde aufwachsen lassen; er wird als König herrschen, und weise handeln, und thun, was recht und billig ist im Lande. In seinen Tagen wird Juda Rettung werden, und Israel in Ruhe wohnen. Man wird ihn mit diesem Namen nennen: Jehova unsere Gerechtigkeit.
van Ess 1858 – Jeremia 23,5–6

Siehe, Tage kommen, spricht Jehovah, da Ich dem David einen gerechten Sproß erstehen lasse, daß Er als König regiere und klüglich handle, und tue Recht und Gerechtigkeit auf Erden. Jer 30,3; 33,15f; 2Sam 8,15; Jes 4,2f; 32,1; 52,13.
In Seinen Tagen wird Jehudah gerettet werden, und Israel wohnen in Sicherheit, und dies ist Sein Name, womit man Ihn nennen wird: Jehovah, unsere Gerechtigkeit. Jer 33,16; Jes 45,17.23-25.
Tafelbibel – Jeremia 23,5–6

Auch ist Jesaja nicht allein, wenn er dieses Bild präsentiert. Jeremia wiederholt Jesaja in Jeremia 23: 5–6: Siehe, die Tage kommen, sagt Jehova, ich werde einen gerechten Zweig zu David erheben, und er wird als König regieren und weise handeln und Gerechtigkeit und Gerechtigkeit im Land ausführen. In seinen Tagen wird Juda gerettet, und Israel wird sicher wohnen. und dies ist sein Name, unter dem er genannt werden soll: Jehova, unsere Gerechtigkeit. Auch hier regiert ein Nachkomme Davids auf dem Thron Davids, und der Charakter seiner Herrschaft wird als ein Charakter des Friedens und der Sicherheit für Israel beschrieben. Dennoch wird ihm der Name Gottes gegeben, der nur Gott selbst gehören kann, Adonai Tzidkenu, Jehova, unsere Gerechtigkeit. Dies ist der JHWH, der Name, den Gott Mose als seinen persönlichen Namen offenbart hat: ICH BIN. Wieder einmal wird der zukünftige König Messias von Israel einerseits als Mann gesehen, andererseits aber als Gott. Wie beim Sohnschaftskonzept ist das Gott-Mann-Konzept mit dem Königtum des Messias verwandt.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Der Name Jesus (* aramäisch Jeschua, griechisch Iesous ) bedeutet auf hebräisch »Gott ist Rettung«. Eltern gaben ihren Kindern meistens Namen, die eine Bedeutung hatten, doch wenn Gott selbst den Namen bestimmte, kam ihm natürlich eine ganz besondere Bedeutung zu. Das A.T. lehrte, dass das Gottesvolk zur Zeit des Messias gerettet würde ( Jer 23,5-6 ). Die jüdischen Leser des 1. Jh. verbanden mit dieser Rettung allerdings weit mehr als die persönliche Vergebung. Sie beteten, dass der Tag kommen möge, an dem Gott sein Volk von den Folgen seiner Sünde – aus der Knechtschaft seiner Feinde – erlöste. Viele glaubten, diese Erlösung würde eintreten, wenn ihr Volk sich als Ganzes änderte und von Herzen zu Gott bekehrte. Jesus aber kam, um sein Volk von der persönlichen Sünde und damit vom Gericht zu erlösen.

Craig Keener – Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Die Linie Davids, die über Jojachin lief, wurde „abgeschnitten“. Gott verhieß jedoch, daß er dem (Hause) David einen anderen König erwekken würde, d. h. ein anderes Mitglied aus der davidischen Linie, das er als gerechten Sproß bezeichnete. Die Erfüllung dieser Verheißung war Jesus Christus. Als König würde er wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit üben (im Gegensatz zu dem, was über Jojachin ausgesagt wird; Jer 22,25 ). Obwohl Christus sich schon bei seinem ersten Kommen als Messias für Israel angeboten hat, wird er erst bei seinem zweiten Kommen, kurz vor dem Tausendjährigen Reich, diese Weissagung erfüllen. Zu jener Zeit werden das Südreich ( Juda ) und das Nordreich ( Israel ) wieder von aller Unterdrückung befreit (vgl. Röm 11,26 ) und als Volk vereint sicher wohnen (vgl. Hes 37,15-28 ).
Der Name dieses kommenden Königs wird sein: der HERR unsere Gerechtigkeit ( Yahweh QiDqEnU ). Anders als Zedekia ( QiDqIyAhU ; „meine Gerechtigkeit ist Jahwe“) wird dieser kommende König seinem Namen als Israels gerechter Gott Ehre machen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Matthäus 2:23 sagt, dass Jesus, als er in die Stadt Nazareth zog, „das erfüllte, was durch die Propheten gesagt wurde:“ Er wird ein Nazaräer genannt werden. „Es gibt nur ein Problem. Die Propheten haben das nie gesagt! Matthew hat es tatsächlich erfunden. Wenn Sie sich den Text genau ansehen, werden Sie feststellen, dass Matthäus seine normale Zitatformel nicht zum Zitieren von Versen aus der hebräischen Bibel verwendet. Normalerweise sagte er so etwas wie „um das zu erfüllen, was durch den Propheten gesprochen wurde“ und bezog sich dabei auf einen bestimmten Text in einem bestimmten prophetischen Buch. In 2:23 sagt er, „damit das, was durch die Propheten gesprochen wurde, erfüllt wird“, was darauf hinweist, dass er sich mit einem Thema (oder Wortspiel) befasst, das in mehreren prophetischen Büchern vorkommt, im Gegensatz zu nur einem Text in a spezifisches prophetisches Buch. In diesem Sinne ist es nicht schwer, die Abschnitte aus dem Tanakh zu sehen, die Matthew im Sinn hatte. Wie immer bei Matthew sind seine Einsichten tief. Mehr als jeder neutestamentliche Autor bezieht sich Matthäus ständig auf die hebräische Bibel, wenn er das Leben, den Tod und die Auferstehung Jeschuas beschreibt (siehe auch unmittelbar oben, 5.2). Jedes wichtige Ereignis, das im Leben des Messias stattfand, fand statt, um „das zu erfüllen, was gesagt wurde“, durch einen bestimmten Propheten im Tanakh. Gott hatte es im Voraus ausgelegt! Matthäus verwendet diese Form der Rede häufig (siehe Matthäus 1:22; 2:15; 2:17; 4:14; 8:17; 12:17; 13:35; 21: 4; 27: 9). In fast allen Fällen bezieht sich Matthäus auf einen bestimmten Propheten oder eine bestimmte Prophezeiung, es sei denn, er bezieht sich auf mehrere Ereignisse, die im Leben Jesu stattgefunden haben. In diesem Fall wird auf die Erfüllung der „Schrift“ (Plural) verwiesen (Mt 26,54) oder es wird erklärt, dass bestimmte Dinge geschehen sind, „damit die Schriften der Propheten [Plural] erfüllt werden können“ (Mt 26: 26). ; siehe auch Lukas 24:44). Jedes Mal, wenn er sich auf eine bestimmte prophetische Äußerung bezieht, folgt ihm das Wort „Sprichwort“, das auf ein direktes Zitat aus dem Tanakh hinweist. Aber in Matthäus 2:23 lesen wir, als Jesus und seine Familie sich in Nazareth niederließen: „So wurde erfüllt, was durch die Propheten gesagt wurde:‚ Er wird ein Nazaräer genannt werden. ‚“ (Denken Sie daran, dass es keine Anführungszeichen gab der Originaltext, und so ist es irreführend, sie in unseren englischen Übersetzungen zu haben, da es den Eindruck erweckt, dass es ein direktes Zitat gibt.) Wenn wir uns diese Formel ansehen, können wir klar erkennen, dass Matthäus nicht eine bestimmte Prophezeiung betrachtete ( er bezieht sich auf „die Propheten“ und lässt das Wort „sagen“ weg). Er hatte vielmehr ein Thema oder einen roten Faden im Sinn, der in mehreren prophetischen Büchern zu finden war. Die Frage ist: Woran hat er genau gedacht? Welche Texte und welche Themen? In Anbetracht dessen, dass Matthäus den Tanakh benutzte, war das Ergebnis sorgfältiger Überlegungen und Überlegungen, und wenn wir uns daran erinnern, dass er eine klare Kenntnis des hebräischen Textes der Schrift zeigt, würden wir gut daran tun Suchen Sie nach zwei Dingen: Erstens, gibt es ein Wortspiel, das seine Aufmerksamkeit erregt hat? (Wie wir oben gesehen haben, 5.1, war dies in der jüdischen Bibelinterpretation sehr verbreitet.) Zweitens gibt es ein verwandtes messianisches Thema? Die Antwort auf beide Fragen lautet Ja, und der Schlüssel ist wiederum der Kontext. In Matthäus 1:23 wird auf Jesaja 7:14 Bezug genommen, während in Matthäus 4: 12–16 auf Jesaja 9: 1–2 [8: 23–9: 1] Bezug genommen wird. Und diese Kapitel sind Teil eines wichtigen messianischen Abschnitts in Jesaja (Kapitel 7–11), der mit der wichtigsten messianischen Prophezeiung in Jesaja 11 gipfelt, die mit den folgenden Worten beginnt: „Ein Schuss wird aus dem Stumpf Isais kommen; Von seinen Wurzeln wird ein Zweig Früchte tragen “(Jes 11,1). Und was ist das hebräische Wort, das hier für „Zweig“ verwendet wird? Es ist Netser, eine Form, die eng mit dem hebräischen Wort für Nazareth verwandt ist.65 Dies ist aus mehreren Gründen wichtig: Erstens zeigt es uns, dass Matthäus den gesamten messianischen Abschnitt von Jesaja 7–11 im Blick hatte, als er Prophezeiungen über Jeschuas Geburt (Jes. 7:14; siehe Bd. 3, 4.3) und sein frühes Leben zitierte (Jes 9: 1–2 [8: 23–9: 1] und 11: 1). Zweitens gibt es uns eine klare Verbindung zum Wort Nazareth. Drittens knüpft es an das bekannte Konzept an, dass der Messias „der Zweig“ genannt wird (anderswo mit dem hebräischen Wort Tsemach; siehe Jer. 23: 5; 33:15; Sach. 3: 8; 6:12; vgl Auch Jes. 4: 2; in der rabbinischen Literatur sowie in den Schriftrollen vom Toten Meer wurde der Messias manchmal als Netser bezeichnet, und es gibt eine talmudische Geschichte, die abfällig von Jesus spricht und in der einer seiner Jünger genannt wird netser) . Viertens knüpft es sowohl im Zusammenhang mit Jesaja 11: 1 als auch im schlechten Ruf von Nazareth an die bescheidenen Ursprünge des Messias an (siehe auch Jes. 53: 1–3; und vgl. Bd. 3) Der niedrige Ruf von Nazareth spiegelt sich in Nathanaels Worten in Johannes 1: 46a wider, als er die Behauptung hörte, der Messias sei ein Mann aus Nazareth. Wie in der Botschaft umschrieben, rief er aus: „Nazareth? Du machst wohl Witze . ”) Anstatt etwas zu sein, das Matthäus erfunden hat – als hätte er seine jüdischen Leser sowieso getäuscht! -, erinnert uns dieser Vers daran, wie aufschlussreich Matthäus bei der Eröffnung war die wahre Bedeutung des Tanakh. Und das sollte uns nicht überraschen: Er wurde vom Messias selbst gelehrt! (Siehe Lukas 24: 44–45.)

Jüdische Einwände gegen Jesus beantworten: Einwände des Neuen Testaments

Wir merken beim lesen, besonders des letzten Kommentars: wer die Bibel verstehen will, muß sich mit dem jüdischen Gebrauch auseinandersetzen. Und wer das „NT“ verstehen will, muß das „AT“ kennen! Und die Schreiber des NT und die Apostel Jesu, ja alle seine Jünger, kannten das „AT“ also den Tanach sehr sehr gut. Wie sieht das bei mir aus? Und verstehe ich, dass Jesu Leben in Nazareth nicht direkt sondern „durch die Blume“ verheißen wurde?

Helfen oder nur helfen lassen?

Und wer einem von diesen Kleinen einfach nur einen Becher kaltes Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wird seine Belohnung auf keinen Fall verlieren. Das versichere ich euch.“
neue Welt Übersetzung – 2018 – Matthäus 10,42

Wer einen meiner unbedeutendsten Jünger auch nur mit einem Schluck kaltem Wasser erfrischt, weil dieser zu mir gehört, der wird seinen Lohn auf jeden Fall erhalten. Das versichere ich euch!«
Hoffnung für Alle – Mt 10,42

Und wer irgend einen dieser Kleinen (O. Geringen) nur mit einem Becher kalten Wassers tränken wird in eines Jüngers Namen, wahrlich, ich sage euch, er wird seinen Lohn nicht verlieren.
Elberfelder 1871 – Matthäus 10,42

Wie ist das, wenn jemand Hilfe braucht? Ist dann meine Gemeinde oder die Hauptkirche dafür verantwortlich?
Und wie behandel ich andere?

Die Träger des Wortes Jesu empfangen ein letztes verheißendes Wort für ihr Werk. Sie sind Christi Mitarbeiter und Gehilfen geworden, sie sollen Christus gleich sein in allen Stücken, so sollen sie auch für die Menschen, zu denen sie gehen, ,wie Christus‘ sein38. Mit ihnen betritt Jesus Christus selbst das Haus, das sie aufnimmt. Sie sind Träger seiner Gegenwart. Sie bringen den Menschen das kostbarste Geschenk, Jesus Christus, und mit ihm Gott, den Vater, und das heißt ja Vergebung, Heil, Leben, Seligkeit. Das ist der Lohn und die Frucht ihrer Arbeit und ihres Leidens. Jeder Dienst, den man ihnen tun wird, ist an Jesus Christus selbst getan. Das ist in gleicher Weise Gnade für die Gemeinde und für die Boten. Die Gemeinde wird den Boten um so williger Gutes erweisen, sie ehren und ihnen dienen; denn mit ihnen ist ja der Herr selbst bei ihnen eingekehrt. Die Jünger aber dürfen wissen, daß ihr Eintritt in ein Haus nicht vergeblich und leer bleibt, sondern daß sie eine unvergleichliche Gabe bringen. Es ist ein Gesetz im Reiche Gottes, daß jeder der Gabe teilhaftig wird, die er willig als von Gott gekommen empfängt. Wer den Propheten aufnimmt im Wissen darum, was er tut, der wird seiner Sache, seiner Gabe und seines Lohnes teilhaftig. Wer einen Gerechten aufnimmt, der wird | den Lohn eines Gerechten empfangen, denn er hat an seiner Gerechtigkeit teilgenommen. Wer aber einem dieser Geringsten, dieser Ärmsten, denen kein Ehrenname zukommt, dieser Boten Jesu Christi nur einen Becher Wasser reicht, der hat Jesus Christus selbst gedient, und der Lohn Jesu Christi wird ihm zufallen.
So wird der letzte Gedanke der Boten nicht auf den eigenen Weg, auf das eigene Leiden und auf den eigenen Lohn gerichtet, sondern auf das Ziel ihrer Arbeit, auf das Heil der Gemeinde.

Dietrich Bonhoeffer – Nachfolge

(Die israelitische Tradition hatte selbst die schlimmsten Könige dazu gezwungen, Propheten mit Respekt zu begegnen und sie trotz ihrer kritischen Äußerungen zu verschonen, was andere Könige der Antike niemals getan hätten.) Wer und unter welchen Umständen gegrüßt werden musste oder nicht gegrüßt werden durfte, war eine wichtige Frage der gesellschaftlichen Sitte, vor allem, da der jüdische Gruß – »Friede« – einem Segensspruch, ja fast einem Gebet gleichkam, das den Gegrüßten wirklichen Frieden zusprach. Jesus unterläuft diese Umgangsform mit völlig neuen Anweisungen.

In dieser Passage kommt Matthäus auf das Thema der Gastfreundschaft gegenüber den Gesandten, die die Botschaft des Evangeliums überbringen, zurück ( 10,11-14 ). Die Rolle der Apostel deckt sich ganz und gar mit der im jüdischen Denken verankerten Rolle des Bevollmächtigten oder Stellvertreters, der seinen Auftraggeber in einer Sache mit absoluter Vollmacht vertritt, ja ihn gleichsam verkörpert. Auch Gott, seine Ehre, sein Gesetz und Israel stehen nach der jüdischen Überlieferung auf diese enge, unmittelbare Weise miteinander in Beziehung. Darüber hinaus galt das Prinzip des Stellvertreters auch für die Propheten (z. B. 1.Sam 8,7 ; vgl. 4.Mose 14,2.11; 16,11 ): Wer sie akzeptierte, akzeptierte ihre Botschaft und damit den Willen Gottes. Und wer für sie sorgte, wurde belohnt ( 1.Kön 17,9-24; 2.Kön 4,8-37 ). Ein Becher Wasser war vielleicht die einzige Gabe, die ein armer Mann zu geben hatte, aber sie genügte als Symbol. Kaltes Wasser war das bevorzugte Getränk in Israel (s. die Ausführungen zu Offb 3,15-16 ).

Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Wer den Namen, den Gott dem Propheten gab, ehrt und sich darum zu ihm hält, den wird Gott auch nicht vom Propheten scheiden, sondern ihm in seinem Reich dasselbe Los geben. Wer den Gerechten darum, weil er eine gerechte Sache hat, aufnimmt, den wird Gott mit dem Gerechten gleichstellen, wenn er seinen Lohn austeilt. Jesus verheißt seinen Jüngern, dass die, die Gottes Wort in ihnen ehren und ihrer gerechten Sache sich nicht schämen, mit ihnen zu ewigem Leben verbunden bleiben. Gott wird denen, die sie aufnehmen, dasselbe geben wie ihnen selbst. Sie dürfen mit der frohen Gewissheit zu den Menschen treten, dass denen, die auf sie hören, das ewige Leben zufallen wird wie ihnen selbst.

Auch den kleinsten Dienst wird Gott nicht unvergolten lassen, auch nicht die Erquickung durch einen Trunk frischen Wassers, wenn er ihnen deshalb gegeben wird, weil sie Jesu Jünger sind. Vom kalten Wasser spricht Jesus, weil damals häufig, z. B. zur Mischung mit dem Wein, gewärmtes Wasser gebraucht wurde. Dies erforderte schon mehr Mühe. Den Becher kalten Wassers schöpfte man einfach aus der Zisterne. „Diese Kleinen da“ nennt Jesus seine Jüngerschar. Kleine Menschen sind sie nicht nur vor der Welt, sondern auch in Jesu Augen, klein an Erkenntnis und Macht, ohne Glanz und Größe. Sie sind aber seine Jünger, und darum hat jede Liebe und Ehre, die ihnen getan wird, reiche Folgen. Sie wirkt ins ewige Leben hinein und bringt dem, der sie ihnen erwies, den Lohn Gottes.

Ebenso mächtig wie durch die Bergpredigt zeigt Matthäus uns durch diese Rede, was Jesu Ziel gewesen ist. Er sprach mit seinen Jüngern nicht vom Gang ihrer späteren Arbeit, nicht von den vielen Fragen, die sich an die Sammlung und Leitung der Kirche hefteten, sondern einzig davon, wie sie aufrecht und treu ihren Beruf so ausrichten, dass er sie ins Leben führen kann. Seine Sorge war darauf gerichtet, sie bei ihrem Dienst vor der Versündigung zu bewahren. Er stellt ihnen deshalb vor Augen, wie ähnlich sie ihm werden dürfen. Er gibt ihnen seine Predigt samt seinen Zeichen; seine selbstlose Art, die nichts für sich begehrt und sich nicht um den morgenden Tag kümmert, soll auch die ihrige sein. Der Geist ihres Vaters redet in ihnen wie in ihm; der Hass der Menschen trifft sie wie ihn; sie gehen den Todesweg wie er und haben sich zu ihm wie er selbst willig zu machen; sie finden aber wie er selbst im Sterben das wahrhaftige Leben; sie bringen den Menschen die himmlischen Güter, und die, die sie aufnehmen, werden mitderselben Gnade wie sie beschenkt.

Schlatter – Erläuterungen zum Neuen Testament

Der Punkt hier ist, dass die Jünger von Jeschua nicht naiv glauben können, dass sie von denselben Leuten gut aufgenommen werden, die ihren Rabbiner so stark abgelehnt haben. Dennoch sollen sie sie nicht fürchten, sondern erkennen, dass die Wahrheit Jeschuas siegen wird. Anstatt sich Gedanken darüber zu machen, was Menschen sagen oder tun, ist es besser, ihn zu fürchten, der sowohl Seele als auch Körper zerstören kann. Die wahren Anhänger Jeschuas sind wertvoller als die Spatzen, um die sich Gott kümmert. Das übergeordnete Prinzip lautet: Wer mich in Gegenwart anderer anerkennt, den werde ich auch in Gegenwart meines Vaters im Himmel anerkennen. Noch heute stehen die Anhänger Jeschuas, insbesondere die jüdischen, vor dieser Entscheidung. Sind wir bereit, bei Gott und Jeschua zu stehen, auch wenn es bei unseren Mitmenschen unbeliebt ist? Die Implikationen sind gewaltig, denn wenn Jeschua der wahre Messias ist, der vom Gott Israels gesandt wurde, dann bedeutet es im Wesentlichen, Gott abzulehnen, ihn abzulehnen. Jeschua betont diesen wichtigen Punkt weiterhin, als er offenbart, dass er nicht gekommen ist, um dem Land Frieden zu bringen. Zweifellos möchte er keine solche Spaltung und Kontroverse bringen. Dennoch wird er ein Schwert in dem Sinne bringen, dass die Offenbarung des Messias natürlich alle Menschen dazu veranlasst, sich für eine Seite zu entscheiden. Ist er oder ist er nicht der wahre Maschiach? Es ist bemerkenswert, dass Jeschua diese Entscheidung sogar zu einem Teil der Prüfung seiner Jüngerschaft macht. Man muss ihn letztendlich mehr lieben als seinen Vater oder seine Mutter, um ein wahrer Schüler zu sein. Yeshuas Aufruf an diese zwölf Abgesandten (wie auch an jeden anderen heute) besteht darin, seinen Hinrichtungspfahl aufzunehmen und mir zu folgen. Sein Ruf nach neuem Leben beinhaltet tatsächlich einen Ruf, für unser altes Leben und unsere Perspektiven zu sterben. Er schließt diese Lehre mit dem gemeinsamen Prinzip, dass jeder, der dich empfängt, mich empfängt. Dies spiegelt das verbreitete Sprichwort wider, dass ein Shaliach dem Absender selbst gleich ist (siehe 10: 2). Das gleiche Prinzip gilt sowohl für einen Propheten als auch für einen Zaddik (Gerechten). Selbst eine einfache Tasse kaltes Wasser, die einem Talmid gegeben wird, wird im Urteil nicht übersehen. Als die zwölf Sh’lichim ausgesandt wurden, mussten sie sicherlich durch die hohe Berufung von Yeshuas Jüngerschaft herausgefordert werden. Wir leben an einem Tag, an dem es viele Gläubige zu geben scheint, aber nur wenige Jünger auf dieser Ebene. Haben Sie auf Yeshuas Aufruf reagiert, ihm zu folgen? Sind Sie bereit, sich trotz der Opposition und Verachtung der Welt mit ihm zu identifizieren? Es mag zwar kostspielig sein, aber es gibt keinen besseren Weg, unser Leben zu investieren, als als engagierte Jünger des König Messias Jeschua! Mögen wir die Botschaft unseres großen Rabbiners beachten, um den Segen Gottes jetzt und in der kommenden Welt zu finden.

Matthäus präsentiert Jeschua, König Messias: Ein messianischer Kommentar

Wann?

Und danach wird es geschehen, daß ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Greise werden Träume haben, eure Jünglinge werden Gesichte sehen. Und selbst über die Knechte und über die Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen. Und ich werde Wunder geben im Himmel und auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchsäulen; die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag Jehovas kommt, der große und furchtbare.
Elberfelder Bibel 1905 – Joel 2,28–31

»Wenn dies geschehen ist, will ich, der Herr, alle Menschen mit meinem Geist erfüllen. Eure Söhne und Töchter werden aus göttlicher Eingebung reden, die alten Männer werden bedeutungsvolle Träume haben und die jungen Männer Visionen; ja sogar euren Sklaven und Sklavinnen will ich in jenen Tagen meinen Geist geben. Am Himmel und auf der Erde werdet ihr Wunderzeichen sehen: Blut, Feuer und dichten Rauch. Die Sonne wird sich verfinstern und der Mond blutrot scheinen, bevor der große und schreckliche Tag kommt, an dem ich Gericht halte.
Hoffnung für Alle – Joel 3,1–4

Dann sagte Gott noch: „Wenn das alles vorbei ist, dann passiert noch etwas ganz Heftiges. Und zwar werde ich meine Kraft, meine Energie, in alle Menschen schütten. Dadurch sind dann sogar eure Kinder plötzlich in der Lage, wie Propheten Worte von mir zu bekommen. Die Opas und Omas werden nachts Träume haben, die auch von mir sind. Und Jugendliche werden von mir krasse Visionen, also so Filme in ihrem Kopf, kriegen.  In der Zeit werde ich auf alle Menschen, egal, ob einfache Arbeiter oder superschlaue Professoren, meine Kraft kommen lassen. Ich werde dafür sorgen, dass am Himmel und im Universum ganz heftige Sachen passieren, die man naturwissenschaftlich nicht erklären kann. Alles wird zum Beispiel blutrot werden, oder es wird heftige Rauchwolken geben. Dann kann man plötzlich die Sonne nicht mehr sehen, und es wird total dunkel sein. Der Mond wird nachts so rot, als hätte man einen Eimer Blut über ihn ausgeschüttet. Das passiert alles, kurz bevor der letzte Tag beginnt, der Tag, wo ich meine große Gerichtsverhandlung ansetze.
VolxBibel – Joel 3,1–4

Danach werde ich meinen Geist auf Menschen aller Art ausgießen. Eure Söhne und eure Töchter werden prophezeien. Eure alten Männer werden Träume haben. Eure jungen Männer werden Visionen sehen. Und sogar auf meine Sklaven und Sklavinnen werde ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen. Und ich werde für Wunder im Himmel und auf der Erde sorgen, Blut und Feuer und Rauchsäulen. Die Sonne wird sich in Dunkelheit verwandeln und der Mond in Blut
vor dem Kommen des großen und Ehrfurcht einflößenden Tages Jehovas.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Joel 2,28–31

Der Herr kündigt an, daß sein „Tag“ (V. 4 ) von einer Ausgießung seines Geistes über alles Fleisch begleitet sein wird. Der nachfolgende Kontext macht deutlich, daß „alles Fleisch“ sich genauer auf alle Bewohner Judas bezieht (vgl. das dreifache eure in V. 1 und die parallelen Stellen in Hes 39,29; Sach 12,10 ). Diese Geistausgießung wird ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht oder soziale Stellung geschehen ( Joe 3,2 sollte übersetzt werden: „und selbst auf die männlichen und weiblichen Sklaven“).
Dann werden die Empfänger des Geistes Gottes prophetische Gaben haben ( werden weissagen, werden Träume haben und werden Visionen sehen ), die in der Vergangenheit nur einigen Wenigen geschenkt worden waren (vgl. 1Sam 10,10-11; 19,20-24 ). Vermutlich spielt dies auf 4Mo 11,29 an, wo Mose als Antwort auf den fälschlichen Eifer Josuas nach der Geistausgießung auf die 72 Ältesten (vgl. 4Mo 11,24-28 ) sagt: „Ich wünschte, daß alle im Volk des Herrn Propheten wären und daß der Herr seinen Geist auf sie ausgießen würde!“ Diese massive Ausgießung des Heiligen Geistes wird den Beginn einer göttlichen Segenszeit markieren (im Gegensatz dazu siehe 1Sam 3,1 ,wo das Fehlen prophetischer Visionen eine Zeit der Sünde und des Gerichtes charakterisiert).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

„Danach werde ich meinen Geist auf die ganze Menschheit ausschütten.“ (Vgl. 2: 28–31, nichtjüdische Übersetzungen). „Danach“ bedeutet, wenn alle vorherigen Aktivitäten abgeschlossen wurden. Viele Gelehrte sind sich einig, dass sich dieser Teil auf den „Tag des Herrn“ bezieht, der den Höhepunkt des Gerichts über die gesamte Erde darstellt. Joel 3: 1–4 wird ausführlich von Shim’on Kefa (Simon Peter) zitiert, als er in Apostelgeschichte 2: 14–21 zu den Juden in Yerushalayim bei Shavu’ot (Griechisch, Pfingsten) spricht.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Eine weitere Prophezeiung dieses Ereignisses findet sich in Joel 2: 28–32: Und es wird später geschehen, dass ich meinen Geist auf alles Fleisch ausschütten werde; und deine Söhne und deine Töchter werden weissagen, deine alten Männer werden Träume träumen, deine jungen Männer werden Visionen sehen; und auch über die Diener und die Dienstmädchen in jenen Tagen werde ich meinen Geist ausschütten. Und ich werde Wunder in den Himmeln und auf der Erde zeigen: Blut und Feuer und Rauchsäulen. Die Sonne wird in Dunkelheit und der Mond in Blut verwandelt, bevor der große und schreckliche Tag Jehovas kommt. Und es wird geschehen, dass jeder, der den Namen Jehovas anruft, befreit wird; denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem werden diejenigen sein, die entkommen, wie Jehova gesagt hat, und unter den Überresten diejenigen, die Jehova ruft. Regeneration ist das Werk des Heiligen Geistes, und hier wird die Nation Israel durch die Ausgießung des Heiligen Geistes auf sie regeneriert, was einige dramatische Manifestationen in ihrer Mitte hervorruft (Verse 28–29). Dies wird auch im Himmel von Wundern begleitet sein (Verse 30–31). Das Ergebnis all dessen ist, dass die Juden Jerusalems befreit werden und fliehen werden, ebenso wie der Überrest von Bozrah (Vers 32).

Die Schritte des Messias: eine Untersuchung der Abfolge prophetischer Ereignisse

In der vierten Passage spricht Joel über die letzten Tage der Großen Trübsal, in denen der Heilige Geist auf die ganze Nation Israel ausgegossen wird. Und es wird später geschehen, dass ich meinen Geist auf alles Fleisch ausschütten werde; und deine Söhne und deine Töchter werden weissagen, deine alten Männer werden Träume träumen, deine jungen Männer werden Visionen sehen; und auch über die Diener und die Dienstmädchen in jenen Tagen werde ich meinen Geist ausschütten. Petrus zitierte diese Passage in Apostelgeschichte 2: 16-21 nur als Anwendung auf ihre Erfahrung, denn es gab ein begrenztes Ausgießen des Geistes, aber nur auf die Zwölf Apostel oder höchstens auf die einhundertzwanzig, nicht auf die ganze Nation Israel. Die Erfüllung von Joel 2: 28–29 fand weder in Apostelgeschichte 2 noch gegenwärtig statt. Es wird nur geschehen, wenn die ganze Nation Israel gerettet wird.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Was habe ich gelernt? Das diese Ausgießung des heiligen Geistes schon geschehen ist? Sagt der Zusammenhang der Bibelstelle, dass wir dann schon an diesem Gerichtstages leben würden? Was wurde mir erklärt, dass es nur einige besondere betroffen hätte? Was sagt der Kontext der Bibelstelle – spricht Joel etwa von ALLEN?
Was, wenn die Erfüllung dieser Prophezeiung wirklich noch vor uns liegt? Wurde ich dann vielleicht betrogen, von Menschen, die von einem „falschen Geist“ erfüllt wurden?