das geistige Augenlicht

 Die Lampe des Leibes ist dein Auge; wenn dein Auge einfältig ist, so ist auch dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster.

Elberfelder Bibel 1905 – Lk 11,34

 Das Auge ist die Lampe des Körpers. Wenn dein Auge fokussiert ist, dann ist auch dein ganzer Körper voller Licht. Doch wenn es neidisch ist, dann ist auch dein Körper finster.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Lukas 11,34

Dein Auge ist das Fenster deines Körpers. Ein klares Auge lässt das Licht bis in deine Seele dringen, doch ein schlechtes Auge sperrt das Licht aus und stürzt dich in Dunkelheit.

Neues Leben – Bibel 2006, – Lk 11,34

Dein Auge vermittelt dir das Licht. Ist dein Auge gut, so bist du ganz von Licht durchdrungen; ist es schlecht, so bist du voller Finsternis.† 35 Gib also Acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist!†

Gute Nachricht Bibel – Lk 11,34–35

Dein Auge ist wie ein Fenster vor deinem Innersten. Wenn es okay und sauber ist, dann kommt genug Licht in dich rein, und es ist in dir total hell. Wenn es aber versifft und dreckig ist, dann bleibt es auch in dir dunkel, weil kein Licht durchkommen kann.

VolxBibel – Lk 11,34

λύχνος Lampe; hier übertr. Leuchte, Licht; ὁ λύχνος τοῦ σώματός (Präd.-Nom.) ἐστιν ὁ ὀφθαλμός σου (Subj.) das Auge ist die Leuchte des Körpers (d. h. das Auge ist verstanden als Licht od. Spiegel des Innern bzw. der sittl. Einstellung des Menschen, viell. als Lampe, die den menschl. Körper erleuchtet, damit er sich orientieren kann). ἁπλοῦς (H-S § 44c) einfältig, lauter, aufrichtig; bez. hier wohl ein Verhalten, das dem anderen gegenüber freigebig ist (Ggs. πονηρός „böse“ = missgünstig, geizig; EWNT 1, Sp. 297). ᾖ Konj. εἰμί. καί (zweimal) kons. (A311,2) so, dann. φωτεινός hell leuchtend, voll Licht, im Licht (befindlich). [Var. ἔσται V. 30.] ἐπάν V. 22; ἐπὰν πονηρὸς ᾖ sobald/wenn es (dein Auge) böse ist (das böse Auge steht rabbinisch für die missgünstige, neidische, dem anderen Böses gönnende Haltung u. ein entsprechendes Verhalten; vgl. zum Ggs. „böses Auge“ u. „gutes Auge“ Billerbeck I, S. 833–835). σκοτεινός finster, dunkel.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament


    Das Gleichnis von der angezündeten Lampe (11,33–36)

11,33 Zuerst mögen wir denken, dass zwischen diesen und den vorhergehenden Versen kein Zusammenhang besteht. Wenn wir jedoch genauer hinschauen, sehen wir eine sehr wichtige Verbindung. Jesus erinnert seine Zuhörer daran, dass niemand eine angezündete Lampe in den Keller oder »unter den Scheffel« stellt. Er stellt sie auf ein »Lampengestell«, wo sie gesehen wird und für alle Eintretenden Licht spendet.
Die Anwendung ist folgende: Gott ist derjenige, der die Lampe angezündet hat. In der Person und dem Werk des Herrn Jesus gab Gott uns ein helles Licht zur Erleuchtung der Welt. Wenn jemand dieses Licht nicht sieht, ist das nicht Gottes Schuld. In Kapitel 8 hat der Herr Jesus von der Verantwortung derer gesprochen, die schon Jünger sind, den Glauben weiterzugeben und nicht unter einem Scheffel zu verstecken. Hier in 11,33 stellt er den Unglauben seiner wundersüchtigen Kritiker bloß, der durch ihre Begierde und ihre Angst vor Schande verursacht war.
11,34 Ihr Unglaube war die Folge ihrer falschen Motive. Wenn wir z. B. einen Körper nehmen, ist das »Auge« das Organ, das dem »ganzen Leib« Licht gibt. Wenn das Auge gesund ist, kann der Mensch das Licht sehen. Doch wenn das Auge krank ist und Blindheit vorliegt, dann kann kein Licht hineingelangen.
Genauso ist es im geistlichen Bereich. Wenn ein Mensch ehrlich erkennen will, ob Jesus der Christus Gottes ist, dann wird Gott es ihm offenbaren. Doch wenn seine Beweggründe unecht sind, wenn er an seiner Habgier festhalten will, wenn er immer noch vor dem Gerede der anderen Angst hat, dann ist er gegenüber dem wahren Wert des Heilands verblendet.
11,35 Die Männer, die Jesus anspricht, meinten, dass sie sehr weise seien. Sie dachten, dass sie sehr viel Licht hätten. Doch der Herr Jesus riet ihnen, die Tatsache zu bedenken, dass das »Licht«, das sie hatten, in Wirklichkeit »finster« war. Ihre vermeintliche Weisheit und Überlegenheit hielt sie von ihm fern.
11,36 Der Mensch, dessen Motive rein sind und der sein ganzes Wesen Jesus als dem Licht der Welt öffnet, wird mit geistlicher Erleuchtung durchflutet. Sein Inneres wird von Christus erleuchtet – so wie der Leib erleuchtet wird, wenn er direkt im Lichtstrahl einer Lampe sitzt.

Kommentar zum Neuen Testament . Mac Domald

Vielleicht hat Adolf Schlatter recht, wenn er vermutet, diese Worte seien gegen die Verblendung gerichtet, die Jesus soeben in V. 29-32 beklagen musste.

Vers 33 versetzt uns wohl in die »kleinen, vielfach fensterlosen einräumigen Bauernhäusern« des Israellands (Joachim Jeremias). Dort ist es auch tagsüber so dunkel, dass man froh ist über eine »Lampe«. Diese meint wie in Lk 8,16 das kleine Öllämpchen, das inzwischen unzählige Male ausgegraben wurde (vgl. auch Ps 119,105). »Niemand«, sagt Jesus, und spricht dabei ganz in der Alltagssprache seiner Hörer, »zündet eine Lampe an und stellt sie dann in einen verborgenen Winkel oder unter einen Scheffel« (V. 33). Dort kann sie ja kein Licht geben. Für »Scheffel« könnte man zur Not auch übersetzen »Gefäß«. Gemeint ist ein Behälter für Getreide, der ca 8 3/4 Liter fasste. Der »Scheffel«, im Urtext Modios, ist übrigens ein lateinisches Wort und eine römische Maßeinheit. Kurz und gut: Man stülpt keinen Behälter übers Licht. Davon kommt unser Sprichwort: »Sein Licht nicht unter den Scheffel stellen«. Stattdessen »stellt« man die Lampe »auf den Leuchter«. Schon bei Lk 8,16 sagten wir, dass »Leuchter« eigentlich zu großspurig ist für die Verhältnisse in einem armen Bauernhaus. Gemeint ist hier der normale Stellplatz für Öllampen, also z. B. eine Nische in der Wand. Der Zweck der Lampe ist klar: »damit die, die hineingehen, das Licht sehen«. »Die, die hineingehen« bezieht sich sowohl auf die Bewohner als auch auf die Besucher des Hauses, also auf alle, die dort aus – und eingehen. Aus dem oft grellen Tageslicht kommen sie ins Halbdämmer des Hauses. »Das Licht« hilft ihnen sich zurechtzufinden und gibt ihnen Orientierung.

Die Anwendung dieses Bildes folgt nun sogleich.

Zunächst kommt uns V. 34 ganz rätselhaft vor: »Die Lampe des Leibes ist dein Auge. Wenn dein Auge lauter ist, dann ist dein ganzer Leib licht. Wenn es aber böse ist, dann ist dein Leib finster«. Wir verstehen noch, dass unser »Auge die Lampe des Leibes« ist. Denn es gibt dem Menschen Orientierung in einer Welt, die sonst dunkel bliebe. Es hilft mindestens in einem äußeren Sinne dazu, dass wir uns einigermaßen zurechtfinden.

Aber was ist denn ein »lauteres Auge«? Hier kommt man nur weiter, wenn man begreift, dass in der biblischen Sprache das »Auge« dasjenige Organ ist, das den Kontakt mit anderen Personen, seien es die Mitmenschen oder sei es Gott, vermittelt. So gibt es einen positiven Kontakt mit Gott durch die »erleuchteten Augen des Herzens« (Eph 1,18). So gibt es auch einen verdorbenen Kontakt mit Gott und den Mitmenschen durch »der Augen Lust« (1 Joh 2,16) oder durch »Augen voll Ehebruch« (2 Petrus 2,14). Ist das Auge »böse«, und bringt es mich zu Fall, dann soll es nach den Worten Jesu ausgerissen werden (Mt 5,29; 18,9; Mk 9,47). Ein böses Auge ist vor allem das neidische, missgünstige Auge (Mt 20,15; Mk 7,22). All das ist schon im AT vorgegeben, vor allem in den Weisheitsbüchern (vgl. z. B. Hiob 31,1.7; Ps 25,15; Spr 6,17; 10,10; 30,13.17; Jes 5,15; vgl. auch Sir 14,9ff.; Sir 27,25; Sir 31,14ff.).

Jetzt verstehen wir besser, was Jesus in V. 35 meint. Ist unser Auge auf Gott gerichtet (Ps 25,15; 119,82.123; 123,2; 141,8; 145,15), dann wird es von Gott erleuchtet und »lauter«. Und dieser mit Gott verbindende Kontakt macht unseren »ganzen Leib«, unsere ganze Person »licht«. Ist aber unser Auge von Gott abgewandt, dann wird es »böse«. Dann wird auch unsere ganze Person »finster« sein.

»So schau nun darauf, dass nicht das Licht in dir Finsternis sei!« (V. 35) ruft Jesus Israel zu. Das heißt: »Schau darauf«, dass du mit Gott in Kontakt bleibst! Das kannst du aber nur, wenn du den Messias, der das Licht der Welt ist, annimmst! So wird Lk 11,34ff eine ergreifende Missionspredigt an Israel. Es ist aber ebenso eine ergreifende Missionspredigt an uns moderne Leser, die wir so oft glauben, ohne den Erlöser Jesus leben zu können.

Beachten wir noch, dass Jesus tatsächlich helle, nüchterne Augen will! Er will nicht, dass wir mit Scheuklappen umherlaufen oder die Augen schließen, wenn es um das Thema »glauben« geht. Nein – wer wirklich die Augen aufmacht und ernstlich prüft, kann Gott entdecken. Der kann auch in Jesus den Messias entdecken. Das gilt für damals wie für heute. »Israel, mach die Augen auf!«, lautet Jesu Botschaft.

Für das Verständnis von V. 36 ist bis heute die Auslegung von Johann Albrecht Bengel eine Hilfe. Bengel bezog das erste Stichwort »licht« auf den Menschen, während er das zweite Stichwort »licht« auf den Grad der Helligkeit bezog. So wird es Jesus in der Tat gemeint haben. »Wenn also dein Leib ganz licht ist, ohne einen Teil Finsternis dabei«, bedeutet demnach: Schau, dass du das Licht nicht durch Finsternis -Teile trübst! So wie das Auge schon durch eine Krankheit getrübt wird, auch wenn es an sich noch lichtempfänglich ist, so wird das Glaubensleben schon durch gewisse Einflüsse der »Finsternis« gestört, auch wenn es an sich noch vorhanden ist. Wenn Jesus dazu aufruft, dass wir »ohne einen Teil Finsternis« leben, dann hat er drei Ziele im Auge: a) Er ruft uns zu ganzer Entschiedenheit auf. b) Er hat die Hoffnung, dass die störenden Finsternisse wieder weichen können. c) Er erweckt in uns die Hoffnung, einmal »ganz licht«, einmal ganz rein zu sein. Dahin können wir letzten Endes nur durch das Blut Jesu (Eph 1,7; 1 Joh 1,7) kommen.

Ist kein Teil Finsternis mehr dabei, fährt Jesus fort, »dann wird dein Leib ganz licht sein, wie wenn die Lampe dich mit hellem Schein erleuchtet« (V. 36). Man könnte hier auch übersetzen: »… wie wenn die die Lampe dich mit dem Strahl bescheint«. Wir dürfen jetzt also nicht mehr an ein kleines, funzeliges Öllämpchen denken sondern an den hellen, blitzartigen Strahl des Lichts. So rein, so erleuchtet, so »licht« können wir sein, wenn jede geistliche Finsternis von uns gewichen ist. Unwillkürlich erinnern wir uns an den Glanz von Licht um Gottes Thron (vgl. Hes 1,4ff.; Dan 7,9ff.). Und dieser Glanz soll unsern armen »Leib« erfüllen? Ja, das geschieht tatsächlich einmal, wenn wir als Erlöste auferstehen und mit dem Auferstehungsleib in Gottes Lichte wandeln (Dan 12,3; Mt 13,43; 1 Kor 15,38ff.; Offb 21,23ff.). Jesus weckt also auch im 36. Vers die Hoffnung nach dem neuen Leben im Reiche Gottes. Aber auch schon vorher sollen wir dem Teufel und der Finsternis entschlossen widerstehen und als »Kinder des Lichts« wandeln (Eph 5,8ff.; vgl. Jak 4,7ff und 1 Petrus 5,8ff.).

Fassen wir noch einmal zusammen:

1) Jesus ruft Israel zum Licht. Er selbst ist dieses Licht, und auch die Nachfolge hinter Jesus her bedeutet Licht. Noch ist also Hoffnung für Israel.

2) Er ruft auch uns ins Licht der Jesusnachfolge. Solange wir leben, ist noch Hoffnung für uns. Nicht umsonst betete Bengel an dieser Stelle: »Herr, mein Gott, mache meine Finsternis licht«.

Bibelleser seien noch auf den Zusammenhang zwischen Lk 11,33ff und dem Johannesevangelium (Joh 8,12; 9,1ff.; Joh 9,39ff.; Joh 12,36) sowie dem Epheserbrief (Eph 1,18; 3,9; 4,18; 5,8ff.; Eph 6,11ff.) hingewiesen. Hier zeigt es sich, wie viel die Apostel von Jesus gelernt haben.

Bibelarbeit zu Lukas 11,33-36

Einleitung:

a) Sorgfältig sind die beiden Themen zu unterscheiden, die Jesus hier anspricht: Das missionarische Licht (Zeugnis), das nicht unter den Scheffel gestellt werden darf, und das Licht von Gott, das unser ganzes Leben heilig macht.

b) Wir bringen unsere eigene Lebenserfahrung ein: Wo sind wir in Gefahr, das Licht auszulöschen?

c) Thematisch kann man hier verschieden vorgehen: z. B. »Leuchtturm sein« (ausgehend vom Begriff des Lichts), oder »Wie stehen wir Gott zur Verfügung?« (ausgehend von dem, was Gott in unserem Leben tun will). Wir wählen hier: »Leuchtturm sein«.

Durchführung:

Thema: »Leuchtturm sein«

a) Jesus will durch uns leuchten

Ist unsere Welt nicht Spitze? (Beispiele) – Und doch hat sie so viele Schattenseiten – Durch alle Nächte will Jesus als das »Licht der Welt« hindurchführen – Aber er will auch seine Jünger »anzünden«, dass sie anderen den Weg zum Leben zeigen können – Wozu gibt er seine Liebe und seinen Geist? – Dass wir’s verstecken? – Dass wir trübe Funzeln sind? – Nein, dass wir klar leuchten, unzweideutig reden, ja sogar missionarisch auf andere zugehen.

b) Jesus will in uns leuchten

Licht nehmen wir übers Auge wahr – Ist das Auge nicht in Ordnung, wird dieses Licht trübe oder erlischt sogar – Jesus sagt: Auch in einem geistlichen Sinne kann dein Auge in bösem Zustand sein – Ist dein Auge böse? – Führt es dich zu bösen Gedanken? – Oder ist es lauter = auf Gott gerichtet? Auf Gott eingestellt? – Ist also dein Leib und Leben in diesem Sinne hell oder finster (immer Beispiele bringen!)? – Doch wie kann man erreichen, dass man in diesem Sinne Licht hat und leuchtet (V. 35 !)? – Nur durch Jesus! – Wenn Jesus durch seinen Geist in uns regiert, dann wird das ganze Leben hell – Lassen wir Jesus als »Licht der Welt« in uns leuchten?

Gerhard Maier, Edition C

Jesus belehrte seine Jünger oft in gleichnishafter Rede. Weil sie ihm zugehört hatten, waren sie erleuchtet (V. 36) worden und sollten das Licht, das sie empfangen hatten, nun auch mit anderen teilen (V. 33). Wenn sie Jesu Lehre in sich aufnahmen, wie die Augen das Licht, so würden sie selbst ganz licht (V. 34.36) werden und das auch nach außen widerspiegeln (vgl. den Kommentar zu Lk 8,16-18).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Wo ist also mein Auge fokussiert? Worauf schaue ich? Das ich anderen gefalle? Oder direkt auf Gottes Wort? Benötige ich einen „Erklärbär“ – oder darf Gottes Geist mir sein Wort „aufschließen“?
Oder bin ich sogar „Augenkrank“ – und mein Auge nimmt sich nur selbst wieder – bzw nur mich selbst? Jehovah möchte, dass wir auf IHN schauen !

Geschrieben von Thomas am 1. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Autor

Profile
Baujahr 1967
Familienvater
Mein Glaube an den Schoepfer bestimmt alle Entscheidungen im Leben.

Wer ist dein Herr?

wenn du mit deinem Munde Jesum als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst.

Elberfelder Bibel 1905 – Röm 10,9

Denn wenn du mit deinem Mund öffentlich erklärst, dass Jesus Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.

neue Welt Übersetzung – 2018 . Römer 10,9

Wenn du dich öffentlich dazu stellst, dass Jesus der Chef vom Ganzen ist, und wenn du in dir drin ganz sicher bist, dass er wirklich existiert und dass Gott ihn wieder lebendig gemacht hat, dann bist du dabei! Dann bist du in Sicherheit!

VolxBibel – Röm 10,9

Röm 10,9 ὅτι denn. ὁμο-λογήσῃς Aor. Konj. -λογέω (vgl. ὁμῶς zusammen, in gleicher Weise + λόγος) übereinstimmen; sich (offen) als etwas od. zu etwas od. jmdm. bekennen; m. AkkO Ἰησοῦν. κύριον Obj.-Präd. (A65) als Herrn. πιστεύσῃς Aor. Konj. ἤγειρεν Aor. ἐγείρω. σωθήσῃ Fut. Pass. σῴζω.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Antwort:
Dem Sohn Gottes sind besondere Namen und Titel gegeben:

  1. Jesus . Sein irdisch-menschlicher Name ist Jesus. (Eine griechisch-lateinische Form des hebräischen Jeschua, einer späteren Bildung aus Jehoschua.) Er bedeutet: der Herr ist Heil oder Rettung. Gott gibt seinem Sohn diesen Namen, um damit auszusagen, daß er in diesem Namen Verlorene retten und Sünder selig machen will. Mt 1,21.23 ; Lk 1,31 ; 2,21 ; 4,18 ; 1Tim 1,15 .
  2. Christus . Sein himmlisch-göttlicher Name und Titel (der Christus) lautet: Christus, d. h. Gesalbter (oder Messias), weil er von seinem Vater mit dein Heiligen Geist zu einem ewigen Priester und König gesalbt ist (vgl. Fragen 37 und 40 ). Joh 1,41 ; 4,25 ; Mt 16,16 ; Apg 2,36 ; 10,38 ; Ps 2,2 ; 1Sam 2,10 ; Dan 9,25 .
  3. Sohn des Menschen (Titel), ist als Selbstbezeichnung Jesu zunächst Hinweis auf sein Verhältnis zum menschlichen Geschlecht. Gleichzeitig drückt dieser Titel aber auch seine künftige Würde aus. Mt 8,20 ; 9,6 .; 12,40 ; 16,13 ; Joh 1,51 ; Lk 19,10 ; Mt 19,28 ; 24,30 ; Apg 7,56 ; Offb 1,13 ; 14,14 ; Dan 7,13 .
  4. Sohn Davids (Titel). Dieser Titel drückt sein Verhältnis zu Israel von seiner Abstammung her aus. Gleichzeitig wird damit seine Königswürde angesprochen. Mt 1,1 ; 9,27 ; 21,9 ; Mk 12,35 ; Jes 11,1.2 .
  5. Immanuel heißt: Gott mit uns. Jes 7,14 ; 8,8 ; Mt 1,23 .
  6. Sein Name: Wunderbarer , starker Gott , Vater der Ewigkeit , Friedefürst . Jes 9,6 .
  7. Er ist der HERR (kyrios). Phil 2,11 ; Röm 10,9 ; 1Kor 8,6 ; 2Kor 4,5 .
Dieter Boddenberg, – Arbeitsbuch für den biblischen Unterricht

Danach führt Paulus aus, was es heißt zu glauben. An erster Stelle nennt er das Bekennen mit dem Munde, um in der Reihenfolge des Zitats aus 5Mo 30,14 zu bleiben (Röm 10,8). Dieses Bekenntnis lautet, daß Gott in Jesus Fleisch geworden (vgl. V. 6) und daß Jesus Christus Gott ist. Ebenso wichtig ist der Glaube, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat (vgl. V. 7). Wer das bekennt und glaubt, wird gerettet werden. Vers 10 zeigt dann die wahre Abfolge des Glaubens auf, deren Resultat erst das Bekenntnis ist: Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht (wörtlich: „dann glaubt man zur Gerechtigkeit“); und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet (wörtlich: „bekennt man zur Rettung“). Es handelt sich hier nicht um zwei verschiedene Schritte auf dem Weg zur Rettung, sondern sie geschehen gleichzeitig. Die Rettung erfolgt durch das Bekennen vor Gott, daß Christus Gott ist, und durch den Glauben an ihn.
Auch diese These belegt Paulus mit einem Zitat aus Jes 28,16 (V. 11; vgl. Röm 9,33): Gott verleiht jedem, der glaubt, Gerechtigkeit. Paulus erinnert seine Leser nochmals an die Unparteilichkeit Gottes (vgl. Röm 3,22): So wie alle, die sündigen, gerichtet werden, werden alle, die glauben, gerettet und reich gesegnet werden. Er erhärtet das mit einem Zitat aus Joe 3,5: Denn wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden. „Den Namen des Herrn anrufen“ bedeutet, ihn im Glauben um die Rettung zu bitten.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar
„Als nun die Pharisäer beieinander waren, fragten sie Jesus: Was denkt ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie antworteten: Davids. Da fragte er sie: Wie kann ihn dann David durch den Geist Herr nennen, wenn er sagt: »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege«? Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er dann sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, auch wagte niemand von dem Tage an, ihn hinfort zu fragen. (Mt 22,41-46)
Das griechische Wort für „Herr“ hat mehrere mögliche Bedeutungen, die vom Kontext her verstanden werden wie „Herr“ als Anrede, „Besitzer“, „Gebieter“, oder gar als eine „Bezeichnung für Gott und Christus“.[1] Diese Bedeutung wird in Joel 3,5 deutlich, eine Stelle die Paulus im Röm 10,9-13 zitiert, um darauf hinzuweisen, dass Menschen Jesus als Herrn anrufen sollen, um gerettet zu werden. Eigentlich ist das Wort für Herr in Joel 3,5 „Jahwe“, ein Name für Gott, der etwa 6000 Mal im Alten Testament vorkommt.
„Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet. Denn die Schrift spricht: »Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. Denn »wer den Namen des Herrn als Übersetzung von Jahweh in Joel 3,5 anrufen wird, soll gerettet werden«. (Röm 10,9-13 mit Zitat in Vers 13 aus Joel 3,5)

ERF - Bibelkunde Neues Testament Teil I

(9-10) Warum ist mit dem Satz „das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen“, das „Wort des Glaubens, das wir predigen?“ Weil es in ihm um Jesus, den „Herrn“ und von Gott „aus den Toten“ Auferweckten geht – und im Bekenntnis zu ihm und im Glauben an ihn das Heil liegt. An ihn wird „mit dem Herzen … geglaubt“, und er wird „mit dem Mund … bekannt“ – das alles „zur Gerechtigkeit“ bzw. „zum Heil“.

(11-13) Dass im Glauben an Jesus Christus das Heil liegt, begründet Paulus mit zwei weiteren Schriftzitaten. Zunächst zitiert er noch einmal Jes 28,16 (9,33) – diesmal mit dem Zusatz „jeder“ (vgl. 10,4: „… führt zur Gerechtigkeit jeden, der glaubt.“)

Paulus im Römerbrief
Jesaja (nach EB)
Jesaja (nach LXX-D)
Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.
28,16: Darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, felsenfest gegründet. Wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen.
28,16: darum sagt der Herr so: Siehe, ich werde in die Fundamente Sions einen kostbaren, ausgewählten Stein einsetzen, einen wertvollen Eckstein in ihre Fundamente, und wer auf ihn vertraut, wird nicht zuschanden werden.

Aus dem Zusatz „jeder“ wird dann eine Schlussfolgerung gezogen: „Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen.“ „Wo das Wort in Glaube und Bekenntnis angekommen wird, da ist der heilsgeschichtliche Unterschied zwischen Juden und Heiden aufgehoben (vgl. 3,22f.). Der Kyrios-Jesus, den die Christen bekennen, ist ein und derselbe Herr aller und lässt den Reichtum der endzeitlichen Heilsgüter allen zukommen, die ihn anrufen.“ (Wilckens II, 228)

Das zweite Schriftzitat stammt aus Joel 3,5 und bekräftigt, dass „jeder“ gerettet wird, „der den Namen des Herrn anrufen wird“ (Joel 3,5: „Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird errettet werden …“).

Mainka – Römerbrief

Hier haben wir also einen Vers, an dem man sich von vielen Seiten stoßen kann. Denn wer behauptet, dass „man sich ersteinmal selber lieben muß“ oder „man so bleiben kann wie man ist“ haben das Problem, dass für sie ja eben Jesus nicht der Herr ihres Lebens ist. Christen sind nicht mehr Herr über ihr eigenes Leben, auch lassen sie sich nicht mehr von der Sünde beherrschen, sondern Jesus Christus beherrscht das Leben – also was die Ziele und Taten an betrifft. Schau dir den Glauben Abrahams an! Dieser war nicht mehr sein eigener Herr, den er lebte im Glauben! Ahme diesen Glauben nach! Sei ein Freund Jehovas – unabhängig von irgendwelchen Gemeinden – den Jesus leitet seine Gemeinde direkt!

Glaubensgerechtigkeit – Römer 10: 6–11

Paulus beginnt mit einer Beschreibung der Glaubensgerechtigkeit in den Versen 6–7: Aber die Gerechtigkeit des Glaubens sagt so: Sprich nicht in deinem Herzen: Wer wird in den Himmel aufsteigen? (das heißt, um Christus zu Fall zu bringen 🙂 oder: Wer wird in den Abgrund hinabsteigen? (das heißt, Christus von den Toten auferwecken.)

In diesen Versen zitiert Paulus aus Deuteronomium 30: 12–13, wo Mose die Nähe der Gerechtigkeit Gottes erklärte. Er sagte, man müsse nicht in den Himmel hinaufsteigen, um ihn niederzureißen, oder in den Abgrund hinabsteigen, um ihn heraufzubringen. Was Mose hier zu Israel sagte, gilt für den Messias. Um diese Gerechtigkeit zu erlangen, muss man weder in den Himmel noch in die Hölle gehen, weil sie vom menschlichen Verdienst getrennt ist. Der Mensch muss die Menschwerdung nicht einleiten, um Christus zu Fall zu bringen, denn dies wurde bereits getan. Der Mensch muss auch nicht die Auferstehung einleiten, um Christus zu erwecken, denn dies wurde bereits getan. Glaubensgerechtigkeit wird nicht durch menschliches Verdienst initiiert.

Dann zitiert Paulus Deuteronomium 30:14, in dem die Mittel der Glaubensgerechtigkeit in Vers 8 dargelegt sind: Aber was sagt es? Das Wort ist nahe bei dir, in deinem Mund und in deinem Herzen: das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen.

Das Mittel befindet sich in Ihrem Mund und in Ihrem Herzen und zeigt seine Nähe und Zugänglichkeit. Das Wort des Glaubens ist die Botschaft, und das Thema der Botschaft ist der Glaube. Dies ist die Botschaft oder das Evangelium, das Paulus gepredigt hat.

Paulus erklärt das eine, was für die Errettung wesentlich ist, und das ist der Glaube an die Verse 9–10: Wenn Sie mit Ihrem Mund Jesus als Herrn bekennen und an Ihr Herz glauben, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, werden Sie es sein gerettet: denn mit dem Herzen glaubt der Mensch an die Gerechtigkeit; und mit dem Mund wird das Geständnis zur Erlösung gemacht.

Diese Verse zeigen, wie der Glaube auf natürliche Weise im Bekenntnis zum Ausdruck kommt: Mit dem Mund bekennt man Jesus als Herrn; Mit dem Herzen glaubt er, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat. Mit dem Herzen glaubt der Mensch an die Gerechtigkeit; und mit dem Mund wird das Geständnis zur Erlösung gemacht. Diese chiastische Konstruktion, Mundherz; Mund hören bedeutet, dass Glauben und Bekennen gleichzeitig stattfinden. Beichte ist nichts, was man später tut, um Erlösung zu erlangen. Der Glaube an das Herz bringt Gerechtigkeit und Rechtfertigung. Das Geständnis gilt Gott. Der Inhalt davon ist, dass Jeschua für unsere Sünden starb, begraben wurde und wieder auferstanden ist. Der Inhalt des Glaubens ist, dass Jesus der Retter ist; das ist es, was man in dem Moment gesteht, in dem er glaubt.

Paulus gibt in Vers 11 die einzige Bedingung für die Errettung an: Denn die Schrift sagt: Wer an ihn glaubt, soll nicht beschämt werden.

Paulus zitierte dann aus Jesaja 28:16, um zu beweisen, dass der Glaube die einzige Voraussetzung für die Erlösung ist. Der Punkt seiner Argumentation ist, dass der universelle Weg zur Erlösung durch den Glauben an den Messias, den Kanal der Erlösung, erfolgt.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Geschrieben von Thomas am 30. Juni 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Freuen – worüber?

Freuet euch in dem Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freuet euch!

Elberfelder Bibel 1905 – Php 4,4

Freut euch immer im Herrn. Ich sage noch einmal: Freut euch! 5

neue Welt Übersetzung – 2018 Philipper 4,4–5

Freut euch immer (stets) im Herrn! Aufs neue (Nochmals, Wiederum) werde ich sagen: freut euch!

offene Bibe – Php 4,4

Freut euch immerzu, mit der Freude, die vom Herrn kommt! Und noch einmal sage ich: Freut euch

Gute Nachricht Bibel – Php 4,4

Freut euch jeden Tag, dass ihr mit dem Herrn verbunden seid! Ich sage es noch einmal: Freut euch!

Neue evangelistische Übersetzung_2019 – Php 4,4

Phil 4,4 χαίρετε Imp. ἐν κυρίῳ wohl in (Gemeinschaft mit) dem Herrn. ἐρῶ Fut. λέγω; mod. Fut. (H-S § 202b; A247a) ich will (es) sagNeuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testamenten

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Manchmal machen es die Bedrängnisse und Beschwernisse des Lebens den Menschen beinahe unmöglich, glücklich zu sein. Doch das verlangt Paulus auch gar nicht von seinen Lesern. Er ermutigt sie vielmehr, sich in dem Herrn zu freuen, und wiederholt diese Bitte sogleich noch einmal (vgl. Phil 3,1; 1Thes 5,16). Ihre Freude soll sich auf Christus gründen. Ungeachtet der Tatsache, daß auch Christen natürlich viele Gründe haben, unglücklich zu sein, kann ihr Herr ihnen dennoch jederzeit Anlaß zur Freude geben. Paulus selbst ist ein ausgezeichnetes Beispiel für einen Menschen, der diese innere Freude besitzt, auch wenn die äußeren Umstände – er wurde verfolgt, gefangengenommen und befand sich mehr als einmal in Lebensgefahr – gegen ihn sind.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Der doppelt erfolgende Aufruf zur Freude lässt darauf schließen, dass hier offensichtlich eine Not in der Gemeinde angesprochen wird. Hierbei müssen zwei Dinge berücksichtigt werden. Einmal ruft Paulus dazu auf, sich »allewege zu freuen«. Da möchte man fragen: Kann man das? Danach wird aber hier nicht gefragt. Paulus befiehlt es der Gemeinde. Auch die schwierigen Situationen und Tage, die wir äußerst ungern aus Gottes Hand nehmen, sollen kein Grund sein, die Freude »im Herrn« zu verlieren. Das ist bereits das zweite: Die Freude eines Christenmenschen leitet sich nicht vom Erleben ab, nicht aus den einzelnen Erfahrungen des Alltags, sondern sie hat ihre unversiegbare Quelle in Jesus Christus. Die Aufforderung ist nicht so zu verstehen: »Freuet euch im Glück, freuet euch in der Not, freuet euch bei der Arbeit, freuet euch in der Trauer!«, sondern: »Im Glück, in der Not, bei der Arbeit und in der Trauer freuet euch im Herrn!« Wo Christus der Lebensinhalt wird und die Lebenserfüllung von ihm her gewährleistet ist, lassen sich die Höhen und Tiefen des Lebens sinnvoll bewältigen. Wir stehen in der Gefahr, nicht allein in den Tiefen unsere Freude am Herrn zu verlieren, sondern auch, wenn wir uns unsere Freude von den Dingen dieser vergänglichen Welt, vom »Irdischen« geben lassen. Letzteres ist in unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft besonders stark ausgeprägt. Schon der weise Agur weiß davon zu berichten, dass der Wohlstand für den Menschen genauso gefährlich sein kann, wie die Not (Spr 30,8-9). Die Lebensfreude eines Christen ist in dem begründet, was Jesus bereits für uns getan hat und noch tut (Lk 10,20). Ein Leben, das auf diesem Fundament begründet ist, ist besser gewappnet gegen die irdischen Erfolge und irdischen Nöte (vgl. Phil 4,11-13).

Die Liste der einzelnen Anweisungen wird fortgesetzt mit einem Aufruf, sich in doppelter Weise kenntlich zu machen. In Vers 5 geht es um die erste Hälfte. Der Christ soll sich den Menschen zu erkennen geben als einer, der einen »nachsichtigen Lebenswandel führt«. Dies steht hinter dem Wort »Milde«. Luther hat die geniale Übersetzung »Lindigkeit« geschaffen, eine Übersetzung, die in seiner Zeit sicherlich richtig verstanden wurde. Lindigkeit kommt von »lindern« und hängt zusammen mit der »Linde«, deren medizinischer Wert als schmerzlinderndes Mittel seit Urzeiten bekannt ist. »Milde« meint hier also eine Verhaltensweise, die eine lindernde, mildernde Wirkung hat. Das Eigenschaftswort »mild« kommt im NT noch in 1Timotheus 3,3 und Titus 3,2 parallel zu »friedfertig/unstreitbar«, 1Petr us 2,18 parallel zu »gut/gütig« und Jakobus 3,17 parallel zu »friedlich/friedsam« vor. Dies verdeutlicht noch die Bedeutung dieses Wortes. Ein Mensch, der mildernd und lindernd wirkt, hat eine schlichtende Funktion bei Streitigkeiten und Auseinandersetzungen. Dafür sollen Christen unter den Leuten bekannt sein. Wir sollen als Christen unsere Aufgabe darin sehen, diese Milde auszustrahlen.

Der nun folgende Zwischenruf: »Der Herr ist nahe!« dient zur Begründung. Die uns noch zur Verfügung stehende – begrenzte Zeit soll ein Anreiz sein, das zur Erfüllung zu bringen, was Jesus uns aufgetragen hat. Es ist hier aber mehr gemeint, als die in Bälde zu erwartende Wiederkunft Christi. Das hier verwendete Wort für »nahe« (griech. eggys) bringt, stärker noch als eine Zeitvorstellung, eine Raumvorstellung zum Ausdruck. Weil die Wiederkunft Christi in Zeit und Raum geschieht, gehört beides zusammen. Es ist dasselbe Wort, das Jesus in seiner Verkündigung verwendet hat. Die Lehre vom Ziel Gottes mit dieser Welt und vom Ende dieser Weltzeit und dieser Erde kann nur mit dieser spannungsvollen Aussage annähernd erklärt werden: Wie das Reich Gottes, so ist auch Jesus »jetzt schon und doch noch nicht« in unserem Erfahrungsbereich. Einerseits ist er »bei uns alle Tage, bis an der Welt Ende« (Mt 28,20), und zwar durch den Heiligen Geist. Andererseits wird Jesus in der Zukunft in gleicher Art und Weise leibhaftig wiederkommen, wie er diese Erde verlassen hat (Apg 1,11; Lk 21,27). Beides schwingt hier mit. Einmal sollte die räumliche Nähe Jesu Christi uns dazu anregen, dass seine Art auch an uns sichtbar wird, dass wir doch nicht durch unseren Wandel einen Kontrast zu ihm darstellen, sondern seine Art widerspiegeln. Andererseits sollte die zeitliche Nähe der Wiederkunft Jesu Christi, die jederzeit in unsere Zeit hereinbrechen kann, uns anreizen, das in diesem Leben zu verwirklichen, was er in und durch uns verwirklichen will.

Vers 6 erläutert die zweite Hälfte des Bekanntmachens. War es im vorangehenden Vers darum gegangen, bei unseren Mitmenschen für unsere Milde bekannt zu sein, so wird hier betont, dass wir das Notvolle und Beschwerliche unseres Lebens bei Gott bekanntmachen sollen. Wir dürfen und sollen all das, was wir nicht in Milde tragen können, bei Gott abladen. Bei Gott dürfen wir uns »abreagieren«. Mit allem, was wir zu erbitten haben, dürfen wir zu Gott kommen. Natürlich ist auch hier wichtig, wie wir im Vaterunser gelehrt werden, »dein Wille geschehe« in rechter Weise zu beten.

Dieser Vers sagt uns Grundsätzliches über das Beten und über die Art und Weise, in der es verrichtet werden soll. Wir haben hier eine kleine Sammlung der Begriffe für das Gebet: Anbetung, Bittgebet, Flehen/Verlangen und Dankgebet. Jeder dieser aufgeführten Begriffe kann mit »Gebet« wiedergegeben werden. Jedoch hat jeder einzelne Begriff seine besondere Bedeutung. Die Anbetung meint das Gebet, das an Gott in Lob und Preis gerichtet wird. Das Bittgebet meint das Beten, das auch den deutschen Begriff »Gebet« prägt: das Bitten. Das »Flehen« verstärkt diese Form des Betens (das Verbum aiteo bedeutet »fragen«, »erbitten«, »benötigend und »verlangen«) und bringt das Ringen mit Gott im Gebet zum Ausdruck. dass Gebet aber auch »Danksagung« ist, zeigt das letzte Wort. Diese vier sind nicht einfach verschiedene Möglichkeiten, mit Gott zu reden. Vielmehr gehören alle vier Aspekte des Gebetes zusammen, um in geeigneter Weise mit Gott reden zu können.

In der Aufforderung »sorgt euch um nichts« finden wir eine Entsprechung zu »freuet euch allewege« (V. 4). Es sind zwei Seiten einer Mitteilung. In beiden Hälften wird die Ausschließlichkeit betont. Einmal soll die Freude immer vorhanden sein, auf der anderen Seite soll es keine Sache geben, deretwegen der Christ sich sorgt. Auch in diesem zweiten Punkt wird der Grund genannt. Weil wir zu Gott kommen dürfen mit alldem, was uns sonst Sorgen bereiten würde, gibt es keinen Anlass, sich selber Sorgen darüber zu machen. Wenn wir wirklich glauben, dass Gott Gebete erhört und über Bitten und Verstehen tut, dann ist es nur folgerichtig, wenn wir die Sorgen mit den Problemen gleich abgeben. Manchmal tut der Christ so, als ob Gott mit seinen Problemen nicht fertig werden würde. Er sagt ihm zwar seine Nöte, trägt aber weiterhin alle Sorgen mit sich herum. Es ist nicht einfach, die Sorgen loszulassen, geschweige denn, sie »auf Gott zu werfen«. Alles Menschliche und Natürliche in uns wehrt sich dagegen. Und doch will es Gott von uns, dass wir dies lernen

Edition C

Paulus wiederholt nun seine liebste Ermahnung, indem er sich an die gesamte Gemeinde wendet. Das Geheimnis seiner Ermahnungen findet sich in den Worten »im Herrn«. Ganz gleich, wie finster die Lebensumstände sein mögen, es ist für den Christen immer möglich, sich »im Herrn« zu freuen.
Jowett teilt seine Erfahrungen hinsichtlich der christlichen Freude:
Die christliche Freude ist eine Gemütslage, die von unseren unmittelbaren Umständen unabhängig ist. Wäre sie von unserer Umwelt abhängig, dann wäre sie so unsicher wie eine ungeschützte Kerze in einer stürmischen Nacht. Einen Augenblick lang brennt die Kerze klar und hell, und im nächsten Augenblick springt die Flamme bis ans Ende des Dochts, sodass sie wenig oder gar kein Licht mehr gibt. Doch die christliche Freude steht in keinerlei Beziehung zu den vergänglichen Lebensumständen, und deshalb wird sie auch nicht das Opfer dahineilender Tage. Zu bestimmten Zeiten sind meine Umstände wie ein sonniger Junitag, und schon wenig später wie ein trüber Novembertag. An einem Tag besuche ich eine Hochzeit, am nächsten kann ich schon an einem offenen Grab stehen. An einem Tag mag ich durch meinen Dienst für den Herrn zehn Bekehrte gewinnen, und dann wieder bekehrt sich tagelang niemand. Ja, unsere Tage sind so veränderlich wie das Wetter, und doch kann die christliche Freude beständig bleiben. Wo liegt das Geheimnis dieser herrlichen Beständigkeit?
Es liegt hierin begründet: »Siehe, ich bin bei euch alle Tage.« In allen sich wandelnden Tagen »ist er unwandelbar und ermüdet nicht«. Er ist kein Gefährte für die sonnigen Augenblicke des Lebens, der mich verlässt, wenn die Jahre dunkel und kalt werden. Er wählt nicht die Tage aus, wenn es mir gut geht und ich feiern kann, um mich zu verlassen, wenn ich arm bin und Niederlagen einstecken muss. Er zeigt sich nicht nur, wenn ich feierlich bekränzt bin, um sich zu verbergen, wenn ich den Dornenkranz trage. Er ist bei mir »alle Tage« – in den guten Tagen wie in den schlechten, an den Tagen, an denen das Totenglöcklein läutet, und an den Tagen, an denen Hochzeit gefeiert wird. »Alle Tage«. Er ist bei mir am Tag des Lebens, am Tag des Todes und am Tag des Gerichts.21

MacDonald -Kommentar zum Neuen Testament

Wie kann ich also meine Freude bewahren? Indem ich worauf schaue?

Geschrieben von Thomas am 29. Juni 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Jehova ist nahe denen, die gebrochenen Herzens sind

Nahe ist Jehova denen, die zerbrochenen Herzens sind, und die zerschlagenen Geistes sind, rettet er.

Elberfelder Bibel 1905 – Psalm 34:18

Die kaputt sind, depressiv, fertig, am Ende, abgekämpft, befreit er dann ganz bald schon.

VolxBibel – Ps 34,19

Jehova ist nahe denen, die gebrochenen Herzens sind;
Und die zerschlagenen Geistes sind, rettet er.

neue Welt Übersetzung – Bi12 – Ps 34,18

Jehovah ist denen nahe, die gebrochenen Herzens sind, und hilft denen, die einen zerschlagenen (zerstoßenen) Geist haben. Ps 51,19; 145,18; Lk 18,13.14.

Tafelbibel – Ps 34,19

Kommt Jahwe denen nicht nah, / die zerbrochenen Herzens sind? (Deren eigenes Ich gebrochen ist.) / Und allen hilft er, deren Geist zerschlagen ist. (Die von ihrem Hochmut geheilt und zu demütiger Buße gekommen sind.)

Ludwig Albrecht – Ps 34,19

Nahe ist Jehova denen, die zerbrochenen Herzens sind; und die zermalmten Geistes sind, denen hilft er.

van Ess_1858 – Ps 34,19

Wer leidet den heute nicht? Ist Gott also bei allen, die leiden?
Die einen „leiden“ weil sie eine „Maske“ tragen sollen, die anderen, weil sie sich nicht so bewegen können, wie sie wollen oder ihren Job verloren haben. In anderen Ländern herrscht Hunger. Und auch in unserem Land gibt es viele Wohnungslose. Meint der Psalmist als diese Menschen, weil sie „leiden“?????

Der Herr ist nahe usw. David führt die früher vorgetragene Lehre weiter aus und stellt es ins rechte Licht, dass Gott der Erlöser der Seinen ist, selbst wenn es schon mit ihnen zum Äußersten gekommen ist, so dass sie fast keinen Atem mehr holen können. Es ist dies nämlich eine harte Prüfung, wenn Gott so lange mit seiner Gnade wartet und sie so lange unseren Blicken entzieht, dass uns fast der Atem ausgeht. Ja es scheint widersinnig und unglaublich zu sein, dass Gott den Gläubigen nahe sei, während diese fast vor Mattigkeit des Herzens vergehen. Aber seine Macht offenbart sich dann am deutlichsten, wenn er uns aus dem Grabe emporhebt. Dazu kommt, dass die Gläubigen ganz zerbrochen und zerschlagen sein müssen, damit sie nur allein auf Gott sehen. Daraus schließen wir auch, dass der wahren Geduld nichts so sehr widerspricht, als jene angebliche Seelengröße, von der die Stoiker faseln. Können wir doch erst dann als wahrhaft gedemütigt gelten, wenn wir mit gebeugtem Herzen uns vor Gott niederwerfen, damit er uns aus dem Staube aufrichte. Es ist dieses eine Lehre voll süßesten Trostes, dass Gott auch dann nicht von uns weicht, wenn die Last der Leiden so groß ist und uns so drückt, dass wir fast darunter ersticken.

Der Gerechte muss viel leiden. Dieser Satz kommt den Gedanken zuvor, die meistens bei uns aufsteigen: wie es möglich sei, dass die Gerechten Gott am Herzen liegen, da sie doch fortwährend so viele Widerwärtigkeiten treffen. Denn was nützt Gottes Beschirmung, wenn die nicht in Ruhe gelassen werden, die ein ruhiges Leben führen? Was ist widersinniger, als dass die so hart gequält werden, die keinem etwas zuleide tun? Damit derartige Anfechtungen, die fortwährend auf uns einstürmen, uns den Glauben an Gottes Vorsehung nicht rauben, ist diese Bemerkung wohl zu beachten, dass, obgleich Gott die Gerechten regiert und für sie sorgt, sie trotzdem vielen Leiden unterworfen sind: in solchen Prüfungen sollen sie bewährt werden, damit sie einen Beweis unbesiegbarer Standhaftigkeit geben und es auch besser spüren, dass Gott ihr Erlöser ist. Denn wenn sie von aller Mühsal frei und ledig wären, so würde ihr Glaube in den Schlaf kommen, das Gebet aufhören und ihre Frömmigkeit unbekannt und verborgen bleiben. Deshalb ist es nützlich, dass sie durch viele Prüfungen geübt werden, vor allem aber zu dem Zwecke, damit sie erkennen, dass sie in tausend Todesgefahren wunderbar von Gott erhalten werden. Denn wenn dies nur selten geschähe, so könnte es scheinen, dass es zufällig sei; wenn aber Unglück auf Unglück ohne Maß und Ende über uns kommt, und Gott jedes Mal seine Hand ausstreckt, um uns zu helfen, so kann seine Gnade nicht verborgen bleiben. David befiehlt also den Gläubigen, dass sie bei jedem Übel, das ihnen droht, guten Muts sein sollen, da Gott sie nie im Stiche lassen werde, und da es ihm ebenso leicht sei, sie tausendmal als einmal vom Tode zu erretten. Dass sogar des Gerechten Gebeine bewahrt werden sollen, ist eine weitere Ausführung: so sehen wir, dass völlig unversehrt bleibt, wer durch Gottes Schutz gedeckt ist. In demselben Sinne sagt Christus, dass alle Haare auf unserem Haupte gezählt seien (Lk. 12, 7).

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Für die, die im Herrn gerecht leben (vgl. gerecht in V. 16.18.20.22 ), werden mehrere Verheißungen ausgesprochen. Erstens sieht der Herr auf den Gerechten, was ein Zeichen seiner Bewahrung ist (V. 16 ), aber er steht den Bösen entgegen, und er wird ihr Gedächtnis von der Erde vertilgen (V. 17 ; vgl. Sprüche 10,7 b). Zweitens hört der Herr (vgl. Ps 34,7.16 ) die Gebete des Gerechten, der zerbrochenen Geistes und nicht hochmütig und widerspenstig ist (V. 18-19 ). Drittens errettet der Herr (vgl. V. 5.8.18 ) den Gerechten aus seinen Nöten (vgl. V. 7 ), so daß nicht eines seiner Gebeine zerbrochen wird. Dies ist ein Ausdruck völliger Bewahrung vor harter Bedrückung. Vers 21 wurde ebenso wie 2Mo 12,46 b von Gott in Joh 19,36 in bezug auf den Erlöser benutzt.

Zusammenfassend versicherte der Psalmist, daß der HERR seine Knechte erlöst (vgl. den Kommentar zu „erlöst“ zu Ps 26,11 ); keiner, der auf ihn vertraut, wird verlorengehen. Daß dieser Vers eine Zusammenfassung der Gründe für den Lobpreis Gottes darstellt, wird aus der Anordnung der Worte im hebräischen Text sichtbar. Dieser Psalm ist ein Akrostichon: Jeder Vers beginnt fortlaufend mit einem anderen Buchstaben des hebräischen Alphabets, ein Buchstabe des hebräischen Alphabets ist jedoch ausgelassen (zwischen V. 6.7 ), und das Akrostichon endet somit mit Vers 22 . Der letzte Vers gehört nicht zu dieser Anordnung und steht also für sich alleine.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Ist mein Leben also auf Jehovah anstatt auf mich ausgerichtet – dann kann ich IHM vertrauen, dass er mir immer hilft!
Und nein, für Fehler die ich mache, kann ich IHN nicht als „Radiergummi“ mißbrauchen. Wenn ich also meine Arbeit nicht richtig ausführe oder aber gegen bestimmte Meinungen auftrete, muss ich mit den Konseqenzen leben.

Aber was kannst du jemandem sagen, der deprimiert und entmutigt ist? Denk nicht, du müsstest sein Problem lösen. Oft sind einfache Worte schon eine große Hilfe. Lass ihn spüren, dass er dir wichtig ist und du für ihn da bist. Biete ihm an, mit ihm zu beten, und bitte Jehova dann inständig darum, ihn sehen zu lassen, wie sehr Gott und seine Brüder ihn doch lieben (Jakobus 5:14, 15). Vermittle ihm das Gefühl, dass er gebraucht wird und zur Versammlung einfach dazugehört (1 Korinther 12:12-26). Lies ihm einen schönen Text aus der Bibel vor, aus dem Jehovas Liebe zu ihm persönlich spricht (Psalm 34:18; Matthäus 10:29-31). Nimm dir genügend Zeit für ein „gutes Wort“. Durch deine Herzlichkeit fühlt er sich bestimmt geliebt und geschätzt (Sprüche 12:25).

Bewahrt euch in Gottes Liebe

NEIN! Wenn ich einen Bruder in Not sehe, dann „tröste“ ich ihn nicht nur mit Worten! Was soll so ein Ratschlag?? Dann muß ich mich daran erinnern, was Jesus sagte : was wir einem seiner Kleinsten getan haben… Wenn ich also die Möglichkeit habe, dann bin ich NICHT nur nett oder bete für den jenigen SONDERN HELFE aktiv! Ich sage nicht „halt dich warm und wohlgenährt!“

in der Ausgabe 2 2020 von Faszination Bibel heißt es zu diesem Vers:

Und daraus folgt …
… eine wertvolle Möglichkeit: Wir können in einem gelassenen Gottvertrauen leben. Gott lässt sich von unseren Hilferufen bewegen. Das haben – außer David – noch viele andere Menschen so erlebt und bekannt. Erinnern Sie sich an solche Hörerlebnisse, die Sie gelesen, gehört oder selbst erlebt haben und die Sie vielleicht innerlich berührt oder gestärkt haben?
Dennoch sollten wir Gottes Offenheit nicht ausnutzen, indem wir leben, wie es uns gerade so passt. Dass wir beispielsweise unsere Emotionen ohne Rücksicht auf Verluste ausagieren, unwahrhaftig oder in ungeklärten Beziehungen leben. Und dann im „Ernstfall“ bitten, dass er uns trotzdem hilft. Unsere Lebensweise sollte so sein, dass wir als Kinder Gottes erkannt werden können. Warum? Nicht deshalb, weil Gott nur hinhört, wenn „alles richtig gemacht“ wurde, sondern als Zeichen dafür, dass auch wir ihn ernst nehmen, achten, wertschätzen. Er hört seine Kinder. Und als solche sollten wir uns zeigen. Dann wird unsere Kommunikation mit dem Herrn der Welt von Respekt, Schönheit, Dank und Intimität geprägt sein.

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Geschrieben von Thomas am 28. Juni 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Gebet im NT

Weshalb wir auch allezeit für euch beten, auf daß unser Gott euch würdig erachte der Berufung und erfülle alles Wohlgefallen seiner Gütigkeit und das Werk des Glaubens in Kraft, damit der Name unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht werde in euch, und ihr in ihm, nach der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus.

Elberfelder Bibel 1905 – 2.Thessalonicher 1,11–12

Gerade deshalb beten wir immer für euch: Möge unser Gott euch seiner Berufung für würdig halten und mit seiner Macht all das Gute, das ihm gefällt, und jede Glaubenstat vollenden.  So soll der Name unseres Herrn Jesus in euch verherrlicht werden und ihr durch eure Verbindung mit ihm, wie es der unverdienten Güte unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus entspricht.

neue Welt Übersetzung – 2018 – 2 Thessalonicher 1:11–12

Deshalb beten wir immer wieder für euch, dass ihr mit Gottes Hilfe so lebt, wie man es von Menschen erwarten kann, die von ihm auserwählt sind. Wir bitten Gott, dass es nicht bei eurem guten Willen bleibt, sondern dass ihr auch Taten folgen lasst. Alles, was ihr im Glauben begonnen habt, sollt ihr durch Gottes Kraft auch vollenden. Dann wird durch euch der Name unseres Herrn Jesus gerühmt und geehrt. Und so gelangt auch ihr zu Ehren, weil ihr mit ihm verbunden seid. Denn unser Gott und unser Herr Jesus Christus haben euch Barmherzigkeit erwiesen

Hoffnung für Alle – 2Th 1,11–12

Weil wir das alles vor Augen haben, hören wir nicht auf, für euch zu beten. Wir bitten unseren Gott, der euch zum Glauben gerufen hat, dass er euch hilft, ein Leben zu führen, das dieses Rufes würdig ist, und dass er in seiner Macht alles Gute, das ihr vorhabt, zustande kommen lässt und alles, was ihr auf der Grundlage des Glaubens tut, zur Vollendung bringt. Dann wird der Name unseres Herrn Jesus für all das geehrt werden, was durch ihn in eurem Leben geschehen ist, und weil ihr mit ihm verbunden seid, werdet auf diese Weise auch ihr geehrt werden. Das alles verdanken wir der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus.

Neue Genfer Übersetzung 2013 – 2Th 1,11–12


2Thess 1,11 εἰς ὅ im Hinblick darauf (B εἰς 4f). ἵνα hier dass (A328; bez. das Erbetene). ἀξιώσῃ Aor. Konj. ἀξιόω für wert erachten; hier würdig machen, m. gen. pretii (A161). κλῆσις8 Berufung; hier wohl das, wozu einer berufen ist. πληρώσῃ Aor. Konj. πληρόω hier zur Vollendung bringen (B 3). εὐ-δοκία guter Wille; Wohlgefallen. ἀγαθω-σύνη Rechtschaffenheit, Güte; πᾶσαν εὐδοκίαν ἀγαθωσύνης καὶ ἔργον πίστεως gen. pertinentiae (A152ff) all (euer) Verlangen nach Gutem (wörtl. zur Güte gehörendes Wünschen) und (all euer) aus dem Glauben kommendes (gen. auctoris) Tun. ἐν δυνάμει mod. kraftvoll od. instr. durch (seine) Kraft. 2Thess 1,12 ὅπως hier damit. ἐν-δοξασθῇ Aor. Konj. Pass. ἐν ὑμῖν durch euch; evtl. bei euch.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Schon einmal aufgefallen, dass wir auch im NT viele Gebete vorfinden – so wie die beiden oben zitierten Verse? Bei Gebet denken wir meistens nur an die Psalmen. Aber hier wird ganz klar von Paulus eine Bitte zum himmlischen Vater gesanft!
Was können wir lernen? Also er bat nicht für eine „fiktive Gruppe in Jerusalem“! Wollte er, dass es seinen Brüdern gut ging? War er auf persönlichen Segen aus? Oder was war in seinem Focus??



Eine Haltung des Wachens und Betens ist der Beweis dafür, daß man bereit ist. „Würdig geachtet werden“ bedeutet nicht, daß man in sich selbst würdig wäre, denn es geht um göttliches Anerkanntwerden. Gott ist es, der die Gläubigen der Berufung würdig erachtet (2 Thessalonicher 1,11). Es bedeutet auch nicht würdig machen, sondern würdig erachten. Ein identischer Ausdruck findet sich in 20,35, wo es heißt, daß die Gläubigen „würdig geachtet werden, jener Welt teilhaftig zu sein“. Gemeint ist der Himmel; aber niemand kann sich selbst für den Himmel würdig machen.
Es geht um die göttliche Wertschätzung wahrer Gläubiger und hat nichts mit menschlicher Anstrengung und eigener Leistung zum Erwerben des Heils zu tun. Jene, die „vor dem Sohne des Menschen“ stehen, werden bis in ihr Innerstes durchforscht werden. Das ist ein klarer und lauter Ruf zur Echtheit, der an alle ergeht, die bekennen, auf Sein Kommen zu warten.

Benedikt Peters -Was die Bibel lehrt

Paulus und seine Mitarbeiter beten beständig für die Thessalonicher, denn das geistliche Wohl der Gemeinde liegt ihnen in besonderer Weise am Herzen.
Sie bitten Gott, die Gemeindeglieder der Berufung, die sie von ihm empfangen haben, würdig zu machen, so daß sie durch ihren Glauben an Jesus Christus zu Gott finden (vgl. Röm 8,30; Eph 4,1; 1Thes 4,7). Wenn Paulus für seine Gemeinden um die Befähigung zu einer wahrhaft christlichen Lebensführung bat, so ging er dabei von dem aus, was Gott bereits für die Gläubigen getan hatte: Christen leben ja nicht nach dem Willen Gottes, um erlöst zu werden, sondern weil ihnen die Erlösung bereits geschenkt ist.
Eine zweite Bitte der Apostel richtet sich darauf, daß Gott alles Wohlgefallen am Guten in der Gemeinde wecken und das Werk des Glaubens in ihr zur Vollendung bringen möge. Beides hat seinen Ursprung in Gott (Phil 2,13) und kann daher nur in seiner Kraft erreicht werden.

Der eigentliche Sinn des Gebetes aber ist das Gotteslob und die Bitte um das Deutlichwerden der göttlichen Herrlichkeit in den und durch die thessalonischen Gläubigen, sowohl in der unmittelbaren Gegenwart (V. 12) als auch in der Zeit des Offenbarwerdens Jesu Christi (V. 10). Dann werden auch die Gefäße, in denen sich jetzt die Herrlichkeit Gottes spiegelt, durch ihre Verbundenheit mit ihm verherrlicht werden. In der Bibel steht der Terminus „der Name“ stets für die ganze Person, für ihren Charakter, ihren Lebenswandel und ihren Ruf. Indem Paulus diesen Begriff verwendet, bittet er Gott darum, Jesus in diesen seinen Heiligen in Thessalonich herrlich werden zu lassen. Er stellt dabei die Person des Herrn Jesus Christus Gott, den er als „unseren“ Gott bezeichnet, gleich (vgl. V. 1; 1Thes 1,1). Die Erfüllung von Gebeten hängt allein von Gottes Gnade ab. Nur durch diese Gnade können so hochfliegende Wünsche, wie Paulus sie hier äußert, wahr werden.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar



Neben dem Thema Gebet, wird in den Versen deutlich, dass Paulus einen Unterschied zwischen dem Vater (Vers 11 – Gott) und dem Sohn (Vers 11 Namen Jesu) unterscheidet und Jesus als unseren Herrn bezeichnet. Jetzt wird es für alle die schwierig, die so „frech sind“ und den Namen Jehovah aus den Kommentaren und der Bibel „herausübersetzten“ (wie zum Beispiel bei Bibelkommentare.de) – denn hier kommt man dann ganz „ins schwimmen“ was Paulus eigentlich sagen will – ist Jesus nun der HERR oder der Herr oder beides? Deshalb laßt den Namen in der Bibel (wenn er dort in den hebräischen Übersetzungen steht!!!) und auch in den Kommentaren! Nur dann kann man verstehen wer Jesus wirklich ist – den Paulus und die Apostel wußten von WEM sie sprachen.

Geschrieben von Thomas am 27. Juni 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

„Sie werden kapieren, dass ich Gott bin, wenn ich ihre Probleme beseitige“

Und ich werde sie und die Umgebungen meines Hügels zum Segen machen; und ich werde den Regen fallen lassen zu seiner Zeit, Regen des Segens werden es sein. Und der Baum des Feldes wird seine Frucht geben, und das Land wird seinen Ertrag geben; und sie werden in ihrem Lande sicher sein. Und sie werden wissen, daß ich Jehova bin, wenn ich die Stäbe ihres Joches zerbreche und sie aus der Hand derer errette, welche sie knechteten.

Elberfelder Bibel 1905 – Ez 34,26–27

Ich mache das ganze Land rings um meinen Berg fruchtbar. Ich schicke Regen zur rechten Zeit, (Lev 26,4) sodass ihre Bäume und ihre Felder reichen Ertrag bringen.
Sie werden in ihrem Land vor Feinden sicher sein. Ich zerbreche ihr Sklavenjoch und entreiße sie der Gewalt ihrer Unterdrücker. Dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin.(Jer 30,8)

Gute Nachricht Bibel Hesekiel 34,26–27

Ich sorge dafür, dass ihr ganzes Land, das um meinen Berg liegt, superfruchtbar sein wird. Dort kann man dann gut Sachen anpflanzen. Ich werde dafür sorgen, dass es immer genau zum richtigen Zeitpunkt regnet.
Dann werden die Obstbäume immer genug Früchte tragen, und die Felder werden genug Ernten haben. Sie werden in ihrem Land in Sicherheit sein. Sie werden kapieren, dass ich Gott bin, wenn ich ihre Probleme beseitige, wenn ich sie von den Handschellen ihrer Unterdrücker befreie und wenn ich sie rette.

VolxBibel – Ez 34,26–27

Der nächste große Prophet, Hesekiel, nahm das Motiv des Besitzes des Landes in Hesekiel 20: 42–44 auf und erklärte, dass Israel gemäß den Verheißungen Gottes an die Vorfahren im Abrahamischen Bund in ihr Land zurückgebracht werden soll . Israel wird sich von seinen Sünden der Vergangenheit abwenden und sie verabscheuen und nun allein Gott dienen. Später, in Kapitel 28: 25–26, fügt der Prophet hinzu, dass Israel nach der Wiedergeburt und Wiedererlangung das Land gemäß dem Abrahamischen Bund besitzen wird. Die Sicherheit, in der Israel leben und die Werke seiner Hände genießen wird, wird dann betont. Neben dem Element der Produktionssteigerung ist der Sicherheitsaspekt das Thema von Hesekiel 34: 25–31. Da es im Land keine wilden Tiere mehr geben wird, kann Israel das Land in völliger Sicherheit genießen. Die Regenfälle kommen zur richtigen Zeit und in angemessenen Mengen, wodurch die Produktion erhöht wird. Israel soll nicht nur vor den wilden Tieren geschützt sein, sondern auch vor all seinen Feinden der Vergangenheit. Niemand wird kommen, um die Ernte zu zerstören. In jeder Hinsicht wird Israel zu Recht mit Gott verwandt sein und sein eigentümlicher Besitz sein. Dies ist auch nicht das Ende des Themas, da der Prophet in Hesekiel 36: 8–15 fortfuhr, dass das Land trotz jahrelanger Verwüstung wieder bestellt und für die Bewohner des Landes bevölkert werden soll. Israel wird wieder das Land besitzen, und die Produktion des Landes wird enorm sein. Später in den Versen 28–38 erklärte Hesekiel, dass Israel aufgrund seiner Regeneration das Land wieder besitzen wird. Der Vorwurf Israels wird beseitigt und sie wird ihre vergangenen Sünden verabscheuen. Nicht zur Ehre Israels wird die Regeneration und die Bodenbearbeitung und der Wiederaufbau des Landes stattfinden, sondern zur Ehre Gottes unter den Nationen. Was Israel betrifft, wird die Bevölkerung zunehmen und die verlassenen Orte werden wieder aufgebaut.

Die Rücknahme des Landes wird auch in den kleinen Propheten versprochen. Joel 2: 18–27 besagt, dass Gott auf sein Land eifersüchtig sein wird, und diese brennende Eifersucht wird eine große Produktivität im Land bewirken. Das Land wird vor weiteren Invasionen geschützt sein und reichlich produzieren. Die Regenfälle werden zu den richtigen Jahreszeiten und in angemessenen Mengen eintreten und einen enormen Überschuss in ihren Lagern und eine Erholung von allen früheren Verlusten aufgrund von Pestilenzen verursachen. Israel wird sich nie wieder schämen, sondern eine besondere Beziehung zu Gott haben. Später in Kapitel 3:18 erklärte der Prophet, dass es im Land eine Fülle von Wasser geben wird.

Auf die gesteigerte Produktivität des Landes wird in Amos 9:13 erneut hingewiesen.

Um diesen Abschnitt zusammenzufassen: Zum ersten Mal in der Geschichte Israels wird sie das gesamte Gelobte Land besitzen, während das Land selbst seine Produktivität erheblich steigern und gut bewässert sein wird, alles auf der Grundlage des Abrahamischen Bundes.

Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Gottes Fürsorge und Schutz wird Frieden für sein Volk bringen. Ich werde einen Bund des Friedens mit ihnen machen . Israel wird jenen Frieden erleben, nach dem es sich so lange gesehnt hat. Die Unsicherheiten, die von verlassenen Orten, wilden Tieren, anderen Völkern und unvorhersehbarem Wetter ausgingen, werden beseitigt werden. Das Land wird Frieden und Wohlstand erleben. Bäume werden Frucht tragen, und der Boden wird seine Ernte geben, und die Menschen werden sicher sein in ihrem Land .
Gottes „Bund des Friedens“ wartet auf den Segen, den Israel im Tausendjährigen Reich erleben wird. Dieser Bund wird Israel endgültig in sein Land einsetzen mit David als seinem Hirten. Später sagte Hesekiel, daß der Bund des Friedens auch die Erneuerung des Tempels Gottes als sichtbare Erinnerung an seine Gegenwart mit sich bringen wird ( Hes 37,26-28 ).
Gott wird Israel erneuern, weil es ein einzigartiges Verhältnis zu ihm besitzt. Du bist meine Herde, die Herde meiner Weide, bist mein Volk, und ich bin dein Gott.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Vor 100 Jahren unvorstellbar! Es gab kein Land mehr in dem Gottes Volk lebte – sie waren weltweit zerstreut. Deshalb dachten viele Christen, dass sich diese Worte NUR symbolisch erfüllen könnten! Doch dann gab es Veränderungen – und wieder einen Staat Israel. Auch die restlichen Versprechen WIRD Jehovah erfüllen!

Geschrieben von Thomas am 26. Juni 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Echt oder Fälschung?

gestern auf Idea mehrere Artikel gelesen, die sich mit der aktuellen Situation in den verschienen Kirchen beschäftigt. Unter anderem wurde ein YouTube-Kanal der evang. Kirche eingestellt, wegen Finazeller Einbußen – dagegen wird ein sehr „fragwürdiger Teil“ weiter finanziert. Auf der anderen Seite wird aufgezeigt, wie wenige Menschen heute noch zur Kirche gehören wollen. Und auch interessant, wie sehr Kirchen im Fadenkreuz von Angriffen sind.
Aber wo stehen wir persönlich. Dabei ist mir folgendes Zitat über den Weg gelaufen:

Nun, viele Fälschungen erkennt man schneller, für andere Fälschungen benötigt man etwas länger! Wer mir einen 25 EuroGeldschein andrehen möchte, dem würde ich wohl sofort auf die Finger klopfen, aber einen gefälschten 20 Euroschein würde ich vielleicht nicht so schnell erkennen!
Schau dir also deine „Religion“ genau an – und prüfe diese am ORGINAL – nämlich an Gottes Wort der Bibel!

Geschrieben von Thomas am 25. Juni 2020 | Abgelegt unter jehovah-shammah,Religion | Keine Kommentare

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