Studie bewertet verschiedene Schmerztypen bei Arthrose

Einbildung? Wie mit Schmerzen umgehen?

Gefunden bei der Schmerzakademie

Studie bewertet verschiedene Schmerztypen bei Arthrose
(sra) Bei der Arthrose handelt es sich um eine Gelenkerkrankung, die durch Über- oder Fehlbelastung entsteht. Meist ist ein kleiner Knorpelschaden Auslöser der immer weiter fort-schreitenden Veränderungen am Gelenk. Am häufigsten betroffen sind die Knie, Hüfte und Handgelenke. Nun verursacht die Arthrose unterschiedliche Beschwerden bei den Betroffenen. Der eine klagt über unerträgliche Schmerzen, die sein ganzes Leben bestimmen. Andere kommen ganz gut mit der Belastung klar. Kanadische Wissenschaftler haben versucht, die unterschiedliche Schmerzerfahrung von Arthrosepatienten zu verstehen.

Von den 143 Männern und Frauen im Alter von 47 bis 92 Jahren, die an der Studie teilnahmen, wurden Fragebögen ausgefüllt. Darin beschrieben sie die Art ihrer Schmerzen und bewerteten sie. Die Auswertung ergab, dass Arthrosepatienten es meist mit zwei unterschiedli-chen Schmerztypen zu tun haben. Ein Schmerz ist dumpf, tritt aber ununterbrochen über den ganzen Tag auf. Dieser Schmerz wird mit zunehmendem Krankheitsverlauf immer stärker. Hinzu kommt aber auch ein punktueller spitzer Schmerz, der nur kurz anhält, dafür aber völlig überraschend auftritt.

Genau diese kurzen aber heftigen Schmerzepisoden sind es, die Arthrosepatienten sehr belasten, so das Ergebnis der Untersuchung. Mobilität, Stimmung und Schlaf leiden sehr unter den kurzzeitigen Beschwerden. Weil das Auftreten des Schmerzes nicht vorherzusagen ist, hat er den größten Einfluss auf die Lebensqualität. Bei der schmerztherapeutischen Behandlung von Arthrose sind daher nicht nur langfristig wirksame Medikamente für den Dauerschmerz gefragt. Es muss vor allen Dingen an den kurzfristig wirksamen Mitteln gefeilt werden.

Quelle:
GA Hawker et al.: Understanding the pain experience in hip and knee osteoarthritis ? an OARSI/OMERACT initiative. Osteoarthritis Cartilage (2008) in Druck

Thomas 24. Dezember 2009 Wissenschaft Keine Kommentare Trackback URI Kommentare RSS

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