HÖCKERSCHWÄNE

Falls ich es noch nicht getan habe:

Hier ein Link zu den Höckerschwänen, insbesondere zu deren Verletzungen und Todesurschen, den ich Euch nicht vorenthalten will:

Forum: Storchenhof Papendorf

CICONIA-Horst

CICONIA-Horst 29. Januar 2012 Allgemein,Schwäne Ein Kommentar Trackback URI Kommentare RSS

Ein Kommentar zu “HÖCKERSCHWÄNE”

  1. Thomasam 29. Januar 2012 um 15:48 Link zum Kommentar

    Besonders dein letzter Artikel dort ist momentan sehr sehr interessant!

    ZUFÜTTERUNG AN HÖCKERSCHWÄNE IN NOTZEITEN

    Wenn der Winter mit Frost,Eis und Schnee zuschlägt haben die Wasservögel schlechte Karten,wenn sie sich im Herbst nicht ausreichend Fettdepots für eine längere mehrwöchige Hungerszeit angelegt haben.So auch die Höckerschwäne.

    Wenn Deiche,Teiche,Weihern und kleine Seen zugefroren sind ist den Wasservögeln der Zugang zu ihrer Nahrung versperrt.Kommt noch eine dickere Schneedecke hinzu so nutzt auch das Feldern nichts mehr,da sie auch dort nicht mehr an Futter gelangen.

    Da der Höckerschwan laut Bundesjagdverordnung zum jagbaren Wild gehört – allerdings erst seit 1977 – ist grundsätzlich der Jagdrevierpächter oder Eigenjagdbesitzer im Rahmen seiner Wildhegeaufgaben für notleidendes Wild zuständig. und hat dies durch geeignete Fütterung vor dem Hungertod zu bewahren.Deutschland ist übrigens das einzige EU – Land in dem der Höckerschwan noch bejagd werden darf.

    Beim Höckerschwan geschieht dies aber meistens nicht,da er der Bundeswildschutzverordnung,Anlage 1 unterliegt,wonach Schwäne weder lebend noch tot noch Teile von ihnen,wie Federn,der Pelz,Eier,Wildpret oder die Paddel in den Handel und Verkehr gebracht werden dürfen.Er darf das Wildpret z.B. nicht an eine Gaststääte verkaufen.

    Außerdem ist Schwanenfleisch sehr zäh,trocken und langfaserig und besitzt einen tranigen,muffigen Geschmack der aus dem Gründeln im Schlamm herrührt,was wohl nicht Jedermanns Geschmacksnerven trifft.

    Der Jäger erzielt also durch den Abschuß eines Schwanes keinen Erlös,weshalb er für ihn für Jagd und Hege uninteressant ist und der Abschuß die Patrone nicht wert ist,zumal der Jäger den Schwan dann auch noch entsorgen muß;es sei denn er isst ihn selbst.

    Der Höckerschwan ist ein Pflanzenfresser der selbst die harte Zellulose der Unterwasserpflanzen,des Grases,der Rapspflanzen,Wintergerste und Winterweizen mühelos verdaut.Er ist ein VEGETARIER.Entsprechend lang ist sein Darm und entsprechend lang dauert auch die Verdauung;ca. 24 Stunden.Alles was aus Kohlehydraten besteht – wie eben skiziert – wird von ihm bis zu Stärke und Inulin aufgeschlüßelt und bis zu Traubenzucker/Glukose und Fruchtzucker verdaut und als Glycogen gespeichert.

    Den höchsten Gehalt an Nährstoffen und Kohlehydraten hat das Körnerfutter wie Mais,Weizen,Hafer (als Korn),Gerste und Haferflocken.Sie sind unausgemahlen und besitzen noch alle Bastandteile des Kornes wie Vitamine,Mineralien und auch Ballaststoffe,die wichtig für die Darmfunktion sind (z.B. die Spelzen des Haferkornes).
    Gut geeignet ist für die Zufütterung auch Mehrkornbrot und Mehrkorntoastbrot sowie Vollkornbrot,die wenig ausgemahlen und daher noch reich an Nährstoffen sind.Sie können getrost vertrocknet sein.Der Schwan prüft im Wasser mit dem Schnabel wann es weich genug ist und verzehrt es dann.NUR SCHIMMLIG darf das Zufutter keinesfalls sein!

    Die hoch ausgemahlenen Mehlsorten wie Weißbrote,Weizensemmeln und Buttertoast bestehen im wesentlichen nur noch aus Stärke,die wenig nährstoffreich ist aber eine gute KALORIENBOMBE im Kältewinter für die Energiegewinnung darstellt und damit gut geeignet für die Wärmeregulation ist,da die Stärke zu Traubenzucker abgebaut wird und dem unmittelbaren Stoffwechsel rasch zur Verfügung steht.

    Auch andere Teigwarenprodukte wie Nudeln- und Spaghetti- oder Kartoffelknödel-,Grüne Klöse-,Knödel,Semmelknödel-Reste sind für die Zufütterung geeignet.Nicht geeignet sind Teig- und Mehlprodukte die ungesättigte Fettsäuren enthalten,also vor allem Öle,niedrig schmelzende Fette wie Butter u.ä;Dazu zählen Torten- und Kuchenreste und Buttertoast,da diese ungesättigten Fettsäuren für Vögel in ihrem Stoffwechsel unverträglich sind;ganz im Unterschied zum Menschen,der auf ungesättigte Fettsäuren angewiesen ist.

    Gern werden von Schwänen auch Apfelstückchen,Birnenstückchen,Salatblätter,Endiviensalat und gekochte Kartoffeln
    angenommen,sofern sie es einmal kennegelernt haben.Durch den hohen Wassergehalt dieser Nahrung ist ihr Nährwert für den Winter aber nur gering.

    Apfelstückchen schwimmen auf dem Wasser,Birnenstückchen gehen unter,sollten daher nur am flachen Ufer dargeboten werden.

    Zum Schluß ein Wort zum Salzgehalt der Zufütterung:
    Zufütterung bedeudet immer,daß es kein ALLEINFUTTER ist,da das Tier sich darüber hinaus sein Hauptfutter weiterhin sucht.Sie ist eben nur ein Zubrot in der Zeit der Not und so soll es auch sein,denn wir wollen ja keine HAFERMASTSCHWÄNE;aber auch keine toten verhungerten Schwäne.

    Viele Wasservögel besitzen an ihren Augenwinkeln Salzdrüsen über die mit der Nahrung aufgenommenes überschüßiges Salz wieder ausgeschieden wird.Allgemein wird hier immer das Kochsalz (NaCl) angeführt.Die Salzwasser- und Brakwasserschwäne,so auch die Salzwasser-Weißstörche,scheiden dieses überschüßige Salz durch diese Drüsen aus.Die Nordsee hat z.B. einen Salzgehalt von etwa 3,5%,die Ostsee etwa die Hälfte davon.Nun wissen Sie,weshalb auch unsere Tränen salzig schmecken.

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