„was die für richtig und falsch hält“

Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, (W. diesem Zeitlauf) sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, daß ihr prüfen möget, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.
Elberfelder 1871 – Römer 12,2

Weil Gott euch so total und ohne Ende liebt, sage ich euch das jetzt: Setzt euch auch radikal für Gottes Sache ein! Es sollte so laufen, dass ihr euch total Gott zur Verfügung stellt, dass ihr so lebt, dass Gott sich darüber freut! Das ist doch nur eine normale Sache, Gott jetzt radikal zu dienen, oder?
Orientiert euch nicht an dem, wie die Welt drauf ist, und daran, was die für richtig und falsch hält, sondern lasst euch von Gott eine neue Denke geben. Dann könnt ihr auch kapieren, was er von euch will, was gut ist und worauf er Bock hat.
VolxBibel – Röm 12,1–2

Weil ihr Gottes reiche Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, liebe Brüder und Schwestern, euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Seid ein lebendiges Opfer, das Gott dargebracht wird und ihm gefällt. Ihm auf diese Weise zu dienen ist der wahre Gottesdienst und die angemessene Antwort auf seine Liebe. 2 Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.
Hoffnung für Alle – Römer 12,1–2

Weil Gott uns solches Erbarmen geschenkt hat, liebe Geschwister, ermahne ich euch nun auch, dass ihr euch mit Leib und Leben Gott als lebendiges und heiliges Opfer zur Verfügung stellt. An solchen Opfern hat er Freude, und das ist der wahre Gottesdienst. 2 Und richtet euch nicht nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lasst die Art und Weise, wie ihr denkt, von Gott erneuern und euch dadurch umgestalten, sodass ihr prüfen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob es Gott gefallen würde und ob es zum Ziel führt!
Neue evangelistische Übersetzung – Römer 12,1–2

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Röm 12,1 διά m. Gen. unterstreicht hier die Dringlichkeit der Bitte: bei (B AIII1f), angesichts (Einh.). οἰκτιρμός Barmherzigkeit; hier hebr. „Abstraktions“-Pl. (Bdtg. wie Sg.). παρα-στῆσαι Aor. Inf. παρ-ίστημι zur Verfügung stellen; darbringen (term. tech. der Opfersprache, B 1d). θυσία Opfer; Obj.-Präd. (H-S § 153b; A65) als Opfer. ζῶσαν Ptz. Fem. ζάω, attr. εὐ-άρεστος11 angenehm, wohlgefällig. λογικός vernünftig, geistig; gemeint ist ein Gott angemessener Dienst, übers. etwa wahr, viell. geistlich. λατρεία Gottesdienst; τὴν λογικὴν λατρείαν ὑμῶν App. zum ganzen Satz (vgl. H-S § 260k), übers. (das sei) euer vernünftiger/wahrer Gottesdienst. Röm 12,2 συ-σχηματίζεσθε Imp. Pass. -σχηματίζω nach etwas gestalten; Pass. die gleiche Gestalt annehmen wie, sich (im Wesen) anpassen an od. hier etwa sich nach jmds. Maßstäben richten, m. Dat. μετα-μορφοῦσθε Imp. Pass. -μορφόω umgestalten; Pass. sich umgestalten lassen. ἀνα-καίνωσις8 Erneuerung; dat. instr. (A176). νοῦς (νοός νοΐ νοῦν) Verstand, Denken, Vernunft; Sinn (B 3a). εἰς τό m. AcI fin. (A282) damit. δοκιμάζειν Inf. δοκιμάζω (< δόκιμος erprobt) prüfen; (nach Prüfung) für echt, geeignet, richtig, tauglich usw. befinden; hier etwa beurteilen (können). τί erg. ἐστίν. τέλειος (< τέλος) vollendet, vollkommen; τὸ ἀγαθόν … τέλειον App. (A70) zu τὸ θέλημα τοῦ θεοῦ was der Wille Gottes ist: das Gute … Vollkommene.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Die Briefe des Neuen Testaments (Römer, Galater, Epheser, usw.) erklären nun die Hintergründe und Folgen dieses Lebens Jesu für uns Menschen und ziehen daraus Konsequenzen für den Alltag. Deshalb wird gerade in den Briefen deutlich, dass das ganze Leben (und nicht nur ein paar theologische Ansichten) auf eine neue Basis gestellt wird, wenn sich jemand wirklich auf die Bibel einläßt. Einer, der das besonders gut erklären konnte (Paulus) beschreibt das in Römer 12, 1-2 so:
„Weil ihr Gottes Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, liebe Brüder, mit Leib und Leben für Gott dazusein. Seid ein lebendiges und heiliges Opfer, das Gott gefällt. Einen solchen Gottesdienst erwartet er von euch. Nehmt nicht die Forderungen dieser Welt zum Maßstab, sondern ändert euch, indem ihr euch an Gottes Maßstäben orientiert. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.“
Die Bibel hat deshalb eine maßstabs- und lebensverändernde Wirkung, weil ihre zentrale Person (Jesus Christus) nicht einfach ein großer Philosoph oder Prophet war, der einige zeitlose Sprichwörter hinterlassen hat. Die Bibel erhebt den Anspruch, dass Jesus Christus „Sohn Gottes“ war – Gott in Menschengestalt – der vom Tod auferstanden ist und heute noch lebt. Was Jesus vor rund 2000 Jahren getan hat, ist die Voraussetzung dafür, dass heute jeder Mensch wieder in die Beziehung zu Gott zurückkommen kann.
Diese Wirkung hat die Bibel nicht automatisch für jeden Leser, denn ich kann die Bibel mit verschiedenen Grundeinstellungen lesen. Ist die Bibel nur ein großes Werk der Weltliteratur? Eine Sammlung subjektiver religiöser Tagebücher? Ein Katalog hoher ethischer Maßstäbe? Wenn ich die Bibel mit einer solchen (oder ähnlichen) Grundhaltung lese, werde ich durchaus davon profitieren – aber es wird niemals mein Leben ändern, weil mein Leben immer noch auf der alten Grundlage beruht: Beziehungskrise, Funkstille zwischen mir und Gott. Erst wenn ich beginne, die Bibel als eine Art Liebesbrief des Schöpfers an seine Geschöpfe zu verstehen, der die zerstörte Beziehung wiederherstellen will, und der am besten weiß wie wir Menschen funktionieren – erst dann wird das Lesen dieses Buches zu einem wirklichen Abenteuer.

Abenteuer Bibel – ERF

Die Wendung „ich ermahne euch“ leitet den praktischen Teil des Briefes ein. Auch das nun deutet auf einen Übergang hin (vgl. Röm 3,20 ,“denn“; Röm 5,1 ,“da“; Röm 8,1 ,“so“). Die Grundlage dieser Ermahnung ist die Barmherzigkeit Gottes (oiktirmOn, in 2Kor 1,3 und Phil 2,1 mit „Barmherzigkeit“, in Kol 3,12 und Hebräer 10,28 mit „[herzliches] Erbarmen“ übersetzt). Paulus hat die Barmherzigkeit Gottes in den ersten elf Kapiteln des Römerbriefs in allen Einzelheiten beschrieben. Nun fordert er seine Leser auf: Gebt eure Leiber (vgl. Röm 6,13) hin als ein Opfer, das lebendig ist. Der Leib eines Christen ist der Tempel des Heiligen Geistes (1Kor 6,19-20). Als das Ausdrucksmittel des Menschen verkörpert der „Leib“ – ein Begriff, der an die alttestamentlichen Opfer erinnert – die Ganzheit des Lebens und des Handelns einer Person. Im Gegensatz zu den Opferungen des Alten Testaments ist hier jedoch von einem lebendigen Opfer die Rede. Ein solches Opfer ist heilig (abgesondert) und Gott wohlgefällig (vgl. „das Wohlgefällige“ in Röm 12,2) und stellt einen vernünftigen (logikEn; vgl. 1 Petrus 2,2) Gottesdienst (latreian) dar. Latreian bezieht sich auf jeden Dienst für Gott, z. B. auf den Dienst der Priester und Leviten. Die Christen sind Gläubige und Priester, dem Hohenpriester Jesus Christus gleich geworden (vgl. 1 Petrus 2,5.9; Hebräer 7,23-28; Offb 1,6).Das Angebot eines Gläubigen, sein ganzes Leben Gott als Opfer darzubringen, ist daher ein heiliger Gottesdienst. Angesichts der von Paulus sorgfältig aufgebauten Exposition der Barmherzigkeit Gottes (Röm 1-11) ist ein solches Opfer offensichtlich genau die Antwort, die von den Gläubigen erwartet wird.
Dann zählt Paulus die Anforderungen auf, die an einen Gläubigen, der Gott sein Leben als Opfer darbringen will, gestellt werden. Ein solches Opfer bedeutet eine Veränderung des gesamten Lebensstils. Als erstes gebietet Paulus seinen Lesern: Stellt euch nicht dieser Welt (aiOni, „Zeitalter“) gleich (wörtlich: „seid nicht gleichgestellt“; dieser griechische Begriff steht im Neuen Testament nur noch in 1 Petrus 1,14). Die Christen sollen ihr Leben nicht an den Maßstäben „dieser gegenwärtigen, bösen Welt“ (Gal 1,4; vgl. Eph 1,21) ausrichten. Deshalb fordert der Apostel sie auf: Sondern ändert euch (im Griechischen ein Imperativ Präsens Passiv) durch Erneuerung eures Sinnes. Von dem griechischen, hier mit „ändern“ übersetzten Verb metamorphousthe stammt auch das Fremdwort „Metamorphose“, das eine totale Verwandlung bezeichnet (vgl. 2Kor 3,18). Der Schlüssel zu dieser Veränderung ist der „Sinn“ (noos), das Kontrollzentrum der Einstellungen, Gedanken, Gefühle und Handlungen eines Menschen (vgl. Eph 4,22-23). Wenn der „Sinn“ durch das Wort Gottes, das Gebet und die christliche Gemeinschaft ständig erneuert wird, so verändert sich auch die Lebensführung.
Paulus fügt hinzu: Damit ihr prüfen könnt (dokimazein, „prüfen durch ausprobieren“; 1 Petrus 1,7: „als echt befunden“; d. h. erkennen), was Gottes Wille ist, nämlich das Gute, Wohlgefällige (vgl. Röm 12,1) und Vollkommene. Diese drei Qualitäten sind allerdings nicht Eigenschaften des Willens Gottes, wie manche Übersetzungen vermuten lassen, sondern das, was Gott will, ist gut, (Gott) wohlgefällig und vollkommen. „Das Gute“ ist also kein Adjektiv (Gottes „guter“ Wille), sondern ein Substantiv (Gott will das Gute – z. B. das Gute für einen Gläubigen, wie es die Lutherübersetzung ja auch richtig widergibt).
In dem Maße, wie ein Christ in seinem Sinn verwandelt und Christus ähnlicher wird, wird er fähig, den Willen Gottes gutzuheißen und sein Leben nach ihm – nicht mehr nach seinem eigenen Willen – zu gestalten. Wenn ihm das gelingt, stellt er fest, daß der Wille Gottes gut für ihn ist, daß er Gott wohlgefällig und in jeder Hinsicht vollkommen ist. Er ist alles, was ein Christ braucht. Doch erst die Wiedergeburt befähigt einen Gläubigen zu dieser Erkenntnis, denn nur wer geistlich erneuert ist, kann den Willen Gottes tun und sich an ihm freuen

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

In der letzten Ausgabe der idea lautet eine Schagzeile: „Parzany: Corona darf uns Christen nicht spalten“ . Nein! Corona kann Christen nicht spalten, weil Christen sich ja nicht mit der Welt einig machen! Sie halten sich aus „Verschwörungstheorien“ raus, weil Christen aus der Bibel wissen, was die Zukunft bringt. Christen rufen nicht in den Sozialen Medien zum Schulstreik oder ähnlichem auf! Christen haben ihren Blick voll und ganz auf Jehovah und seinen König gerichtet!
In den letzten Monaten wird immer deutlicher, wer nur ein „Christ“ ist und wer wirklich an Christus glaubt und seinen Lebensweg folgen will. In dem Beitrag der Idea heißt es:

Parzany ermutigt Christen, die Aufgaben zu übernehmen, die nur sie übernehmen könnten: „Nichts ist nötiger, als den von Sorgen und Angst getriebenen Menschen das Evangelium vom gekreuzigten, auferstandenen und wiederkommenden Herrn Jesus Christus zu sagen.“ Wer Jesus folge, könne mit Paulus zuversichtlich sagen: „Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn“ (Philipper 1,21).

Die kirchliche Botschaft der letzten Monate, Abstand sei die neue Form der Nächstenliebe, tröste weder im Leben noch im Sterben: „Unsere wichtigste Aufgabe ist, für Jesus Christus zu demonstrieren.“ Das lateinische Wort „demonstrare“ bedeute „genau zeigen“ oder „auf jemanden hinweisen“: Also gelte es, den Menschen Christus vor die Augen zu malen, wie Paulus es getan habe (Galater 3,1). Das könne sowohl digital geschehen als auch unter freiem Himmel.

idea

Genau so ist es: ein Nachfolger Jesu Christi hat es nicht nötig sich zu streiten! Ein Christ will aber jeden in seiner Umgebung zeigen, welche Rolle Jesus gespielt hat, jetzt spielt und in Zukunft spielen wird. Damit sind wir voll und ganz beschäftigt – und haben deshalb gar keine Zeit, über „Nebenschauplätze“ zu diskutieren. Vergiß niemals: es gibt nur einen Ankläger in der Bibel! Willst du wirklich diesem Ankläger ein Werkzeug sein?

„Haste mal ne Euro“

Was macht eigentlich in der heutigen Zeit ein Christ, wenn er angeschnorrt wird? Leben wir nicht in einem Land, in dem durch den Staat und die Ämter fast alle etwas zu essen und auch Kleidung haben? Viele nicht genügend, aber wirklichen Hunger kennen wohl die wenigsten Menschen hier im Land. Also schauen wir weg, weil ja die Menschen nur zum Amt gehen müßten? Oder ist es unsere Aufgabe, mit diesen verarmten Menschen dann zum Amt zu gehen? Und was ist mit denen, denen dass, was sie vom Amt bekommen nicht ausreicht?
Schauen wir uns an, was die Bibel zu dem Thema sagt:
Gerade zu der Zeit, wo Jesus auf der Erde war, gab es KEIN Sozialwesen! Wer also keine Kinder hatte, war davon abhängig, dass andere ihm etwas abgaben. Deshalb sagte Johannes ( nach Lukas 3,11) »Wer zwei Hemden hat, soll dem eins geben, der keines hat. Und wer etwas zu essen hat, soll es mit dem teilen, der nichts hat.«
Da die meisten Menschen nur ein äußeres Kleid hatten, was jemand der zwei äußere Kleider hatte schon bedeutend reich! Also nicht mit heute vergleichbar.

Johannes machte mit seiner Verkündigung einen so tiefen Eindruck, daß Menschen aus allen Kreisen willig wurden, ihr Leben zu ändern. Sie erbaten klare Weisung für ihren Alltag. Sogar die von allen Juden verfemten Zollbeamten und Soldaten, die im römischen Dienst standen, kamen mit ihren Fragen. Die Antworten sind überraschend: Auf der einen Seite verlangt er z. B. von den Zollbeamten oder Soldaten nicht, daß sie ihren Beruf aufgeben müßten. Auf der anderen Seite erwartete er viel mehr als etwa das Halten des Sabbats (was im Zoll- und Militärdienst unmöglich war), nämlich praktische Hilfe den Armen gegenüber. Zufriedenheit mit den Einkünften und Rücksichtnahme und Freundlichkeit im Zollhaus und auf dem Kasernenhof. Die Antworten des Täufers sind vielen Antworten Jesu in der Bergrede auffallend ähnlich, jedenfalls aus demselben Geist der Liebe und Wahrheit geboren.

Die Bibel mit Erklärungen: Erklärungen – Brunsbibel

Interessante Aussage hier in dieser Erklärung: ZUFRIEDEN sein, mit dem was man hat. Nur die Leute die wirklich auf der Straße leben,haben manchmal weniger als einen Koffer voll – ansonsten haben wir alle mehr, als in zwei oder drei Koffer passt! Wir sind alle sehr reich – im Verhältnis zu der Zeit, die Jesus sich für sein Erdenleben ausgesucht hatte. Und wie ging Jesus mit seinem Reichtum um?

 Es ist wichtig zu beachten, daß einige der kostbarsten lehrhaften Aussagen über die Person Christi in einem praktischen Zusammenhang stehen. Sei es, daß wir an den vorliegenden Text denken oder an Phil 2,5-11 oder an die Worte von 1 Petrus 2,21-25 oder andere Abschnitte, so war der Beweggrund, von Christus zu sprechen, nicht ein lehrmäßiger, sondern ein sittlicher.
Die Schreiber des NT wenden stets alle Sorgfalt an, Ihn als das große
Beispiel vor Augen zu stellen, dem wir nachzueifern haben. In den meisten Fällen, in denen die Reichen den Armen helfen, tun sie es aus ihrem Überfluß, und wenn sie gegeben haben, merken sie kaum, daß sie
etwas losgeworden sind. So verhielt es sich beim Herrn nicht; er wurde „arm“.
Die Reichtümer, die Er besaß und in seiner Stellung vor der
Menschwerdung genoß, waren Sein Besitz als eine der Personen der
Gottheit. Viele sind reich, aber sind sich dessen nicht bewußt oder sind
nicht in der Lage, ihren Reichtum zu genießen. Er hingegen besaß
nicht nur den Reichtum, sondern kannte auch dessen wahren Wert und erfreute sich an ihm von Ewigkeit her. Er bezog sich darauf, als er „von der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war“ sprach (Joh 17,5).
Vielleicht vermögen wir ein wenig Seine Armut zu erfassen, aber wenn wir versuchen, Seinen Reichtum zu begreifen, sind wir hilflos, denn kein begrenzter Verstand kann die Wunder Seiner hell strahlenden Herrlichkeit, Seine einzigartige Stellung im Schoß des Vaters, Seine uneingeschränkte Macht, Seine tiefe Erkenntnis und Seine grenzenlose Wonne erfassen. Es war Gnade in ihrer ganzen Fülle, daß Er sich vom Thron herab in die Krippe von Bethlehem neigte. Viele haben arm angefangen, haben sich aber im Laufe des Lebens Reichtümer aneignen können; Er hingegen blieb arm bis zu Seinem Tod am Kreuz, so daß Er bei Seinem Tod weder Kleider besaß, um Seine Blöße zu bedecken, noch ein Getränk, um Seinen Durst zu stillen, noch ein Grab, in den Sein Leichnam gelegt werden konnte. Die Worte, die er zweimal in den Gleichnissen von Mt 13 gebrauchte, „geht er hin und verkauft alles“, kommen uns in den Sinn, wenn wir an Seine Armut denken.

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Jesus war, aus unserer Sicht auch ein Mensch, der wenig hatte. Nach seinem Tod, wurden die Witwen und Waisen durch die örtliche Gemeinde unterstützt, und auch die die das Werk im Tempel führten. Aber die anderen, ja alle, die es ermöglichen konnten, waren alle für ihr eigenes Wohl verantwortlich! Paulus, ein Missionar, arbeitete als Zeltmacher! Das war das völlig normale, denn auch die Rabbiner waren es gewöhnt, für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten. Deshalb schieb Paulus an die Thessalonicher (im zweiten Brief Kapitel 3 ab Vers 10)

Denn auch als wir bei euch waren, geboten wir euch dieses: Wenn jemand nicht arbeiten will, so soll er auch nicht essen. Denn wir hören, daß etliche unter euch unordentlich wandeln, indem sie nichts arbeiten, sondern fremde Dinge treiben. Solchen aber gebieten wir und ermahnen sie in dem Herrn Jesus Christus, daß sie, in der Stille arbeitend, ihr eigenes Brot essen. Ihr aber, Brüder, ermattet nicht im Gutestun.


Hier ist also Weisheit gefragt: diejenigen die Arbeiten könnten, es aber nicht wollen – haben keine Gaben unserer Seite aus verdient! Wer aber aufgrund von Krankheit oder hohem Alter dazu nicht fähig ist, da sollten wir nicht „ermatten im Gutestun“.
Ich erinnere mich ungern an eine Erfahrung in der Berliner U-Bahn: ein Mann Anfang 40 schnorrte durch den Zug. Mein Angebot, ihm eine Arbeit zu vermitteln war nichts für ihn! Er meinte „für die paar Kröten stehe ich doch in der Nacht nicht auf! Da verdien ich ja hier in der U-Bahn mehr“. Und genau dass ist der Grund, warum meine Frau und ich zu dem Schluß gekommen: Wer uns anbettelt bekommt garnichts! Und wer in Not ist, und wir es sehen, der bekommt von uns ohne dass er fragen müßte.


Wie wichtig ist es?

Ständig hört man von sinkenden Zahlen von Gottesdienstbesuchern. Nicht nur das weniger Personen zum Gottesdienst gehen – es bleiben auch immer weniger Menschen Mitglied in einer Kirche.
Wenn man sich dann bei den sozialen Medien anschaut, welche Meinungen zu den Gründen angeboten werden – dann merkt man schnell, dass das, was für einige der Grund wäre, wieder in die Kirche zu gehen, für andere ein Grund wäre, dort auszutreten. Also was tun?
Was ist der wirkliche Grund?
Beim Lesen bin ich über ein Zitat gestolpert, dass ich hier mit euch teilen möchte:

Ich denke, das ist die wirkliche Ursache: Gott baut seine Kirche – sobald wir IHN aus dem Focus nehmen, hört ER auf zu bauen! Dann ist es nur noch ein Verein, eine org… und das Feuer, der Geist fehlen. Nur wenn es um IHN geht, dann ist Wachstum vorhanden!

Bienensterben beunruhigt UN

Heute auf n-tv gelesen:

Ernährung der Menschheit bedroht

Die Vereinten Nationen haben wegen eines massenhaften Bienen-Sterbens Alarm geschlagen. In manchen Gegenden der stark industrialisierten nördlichen Erdhalbkugel seien in den vergangenen Jahren bis zu 85 Prozent der Bienenschwärme Krankheiten oder der Umweltverschmutzung zum Opfer gefallen, heißt es in einem Bericht, den das UN-Umweltprogramm UNEP in Genf vorstellte. Es gebe mehr als ein Dutzend Faktoren, die den nützlichen Insekten schadeten, darunter Luftverschmutzung und der Einsatz von Pestiziden.

Zudem gebe es Parasiten, die nur die Bienen der nördlichen Halbkugel befallen, heißt es in dem Bericht. Darüber hinaus wirke es sich negativ aus, dass es weniger Blumenwiesen und in Europa auch weniger Imker gebe, die sich um die Bienenvölker kümmern.

Die Art, wie die Menschen mit den Naturressourcen umgingen, „wird zum Teil unsere gemeinsame Zukunft im 21. Jahrhundert bestimmen“, erklärte UNEP-Chef Achim Steiner. Er gab zu bedenken, dass von den 100 Pflanzenarten, mit denen die Menschen zu 90 Prozent ihre Ernährung bestreiten, mehr als 70 Arten von Bienen bestäubt würden. Die Bestäubung ermöglicht die Fortpflanzung der Pflanzen.

Laut UNEP ging die Bienenpopulation in Europa in den vergangenen Jahren um zehn bis 30 Prozent zurück und in den USA um 30 Prozent. Im Nahen Osten betrug der Rückgang sogar 85 Prozent, erklärte Peter Neumann, Mitautor der ersten UN-Studie zur Bienenpopulation. In Südamerika, Afrika und Australien wurden hingegen keine großen Rückgänge festgestellt.

AFP

Wie passend dazu der neue Artikel Schwierige Zeiten: Ein Grund zur Hoffnung?

„Scheidungsmanöver“

Wir haben gestern einen „alten Film“ gesehen – aus der 3.Staffel von „Hart aber herzlich“ -Inhaltsangabe:

Die Klatschkolumnisten haben endlich wieder einmal eine waschechte Sensation zu melden: In der Ehe des Millionärspaares Jennifer und Jonathan Hart kriselt es ganz gewaltig. Die Scheidung ist nur noch eine Frage der Zeit. Was aber keiner ahnt: Der Riß in der Beziehung ist von dem skrupellosen Fred Brunis inszeniert, der im Fall einer Scheidung der Harts 150 000 Dollar Wettgewinn abkassieren würde. Doch noch sind Jonathan und Jennifer nicht geschieden.

Woran mich das erinert?
Wenn ich an den Kongreß zurückdenke und an die mehrmals im Programm erwähnten „Sorgen in den Familien“ und Trennung /Scheidung…. und dann die Erwachet Ausgabe von Oktober lese, dann scheint es fast so, als ob heute heißen müsste:

Die Klatschkolumnisten haben endlich wieder einmal eine waschechte Sensation zu melden: In der Ehe der meisten Zeugen Jehovas kriselt es ganz gewaltig. Die Scheidung ist nur noch eine Frage der Zeit. Was aber keiner ahnt: Der Riß in der Beziehung ist von dem skrupellosen Geistwesen inszeniert, der im Fall einer Scheidung Wettgewinn abkassieren würde. Doch noch sind nicht alle geschieden.

Was denkst DU?