Tagesarchiv für den 16. April 2009

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Name darf genannt werden – Schlappe für Stasi-Spitzel

Die folgende Meldung hat mich richtig gefreut. Nicht etwa, weil ich meine, dass man sich an solchen Menschen rächen sollte – im Gegenteil! Nur das eben solche Mensche, die früher Menschen Leid zugefügt haben, sich noch heute hinter Masken verbergen, und teilweise noch heute in Einflussreichen Positionen sitzen und dort anderen das Leben zur Hölle machen, sollte ausreichen, um deren Namen auch öffentlich bekannt zu machen!

Ehemalige Stasi-Spitzel mit Spezialaufträgen haben nach einem Urteil kein Recht auf Geheimhaltung ihrer Identität. Das Landgericht München I lehnte eine Klage des langjährigen Stasi-Spitzels Herbert Gräser aus Erfurt ab, der die Veröffentlichung seines Fotos und Namens auf der Webseite www.stasi-in-erfurt.de unterbinden wollte.

Gräser war laut Urteil 1981 vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) angeworben worden. 1989 war er sogar als IMB tätig – das Stasi-Kürzel für einen “Inoffiziellen Mitarbeiter zur Bearbeitung im Verdacht der Feindtätigkeit stehender Personen”. Damit war Gräser auch für “Zersetzung, Zerschlagung und Zurückdrängung” von Gegnern des SED- Regimes zuständig, wie es in der Gerichtsmitteilung hieß (Az:9O1277/09).

Vor diesem Hintergrund trete das Interesse des Klägers an der Anonymität hinter die allgemeine Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit und Wissenschaftsfreiheit zurück, urteilten die Richter. Gräser hatte den Münchner Joachim Heinrich verklagt, der auf seiner Webseite ein Foto aus dem Jahr 1989 veröffentlicht hat. Dabei ist Gräser als vermeintlicher Bürgerrechtler bei der Besetzung der Erfurter Stasi-Zentrale abgebildet. Im Bildtext nennt Heinrich sowohl Klar- als auch Decknamen des Ex-Spitzels.

Aufarbeitung historischer Themen hat Vorrang

Die Richter urteilten, dass die Aufarbeitung historischer Ereignisse “in nicht hinnehmbarem Maße” zurückgedrängt werde, wenn nicht voll umfänglich darüber berichtet werden dürfe. Im vorliegenden Fall sei es auch nicht so, dass die Person des Klägers für die historische Aufarbeitung irrelevant wäre. “Man darf das historische Foto also nicht nur zeigen, sondern auch sagen, wer und was darauf zu sehen ist”, heißt es in der Mitteilung des Gerichts.

Webseiten-Betreiber Heinrich wertete das Urteil als “Meilenstein gegen das Vergessen und für die Meinungsfreiheit bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung der DDR-Geschichte”.

Geschrieben von Thomas am 16. April 2009 | Abgelegt unter Ungerechtigkeit,Zeitgeschehen | Keine Kommentare

Meine Gefühle zum 9.11.1989

Heutige Meldung bei n-tv:

Offenbar Tipp von SED-FunktionärAnruf beschleunigte Mauerfall

Die Geschichte des Mauerfalls muss nach einem Medienbericht umgeschrieben werden. Der italienische Journalist Riccardo Ehrmann, der am 9. November 1989 Günther Schabowski die alles entscheidende Frage nach dem neuen Reisegesetz für DDR-Bürger stellte, wurde nach eigenen Angaben im Vorfeld von einem SED-Funktionär auf die Spur gesetzt, wie das MDR-Magazin “artour” vorab berichtet.

Die Frage nach dem Reisegesetz sei “kein Zufall” gewesen, sagte Ehrmann dem TV-Magazin. Er habe vorher einen mysteriösen Anruf eines ihm bekannten SED-Spitzenfunktionärs erhalten, der ihn aufgefordert habe, in der Pressekonferenz “unbedingt nach dem Reisegesetz zu fragen”.

Ehrmann hatte Schabowski in der Pressekonferenz nach dem Inkrafttreten des Reisegesetzes gestellt, worauf der damalige Ost-Berliner SED-Bezirkschef “sofort, unverzüglich” antwortete. Noch in der Nacht zogen tausende Ost-Berliner zu den Grenzübergängen.

Mit AFP

Meiner Meinung nach wird und wurde bis jetzt immer wieder vergessen, WAS für ein Tag der 9.November war.
So weit ich von meinem “ständigen Besuchern” erfahren hatte, waren sich wohl die Herren dort nicht ganz einig, in welche Richtung das ganze gehen sollte. Meine Besucher wußten auf jeden Fall am 9.11.1989 schon gegen 18Uhr, dass sie zum letzten Mal gekommen sein würden, und wünschten mir weiterhin alles Gute.
Das die “wichtigsten Funktionsträger des MfS” an diesem Tag nicht erreichbar waren, war ja kein Zufall. Auch in den Filmen wird ja immer wieder gezeigt, dass die Soldaten an den Grenzübergangstellen keine neuen Befehle bekamen. Hat den keiner mehr seinen DDR-Kalender von den alten Jahren noch, um zu schauen, welcher “Feiertag” der 9.November war? Das ist doch die Lösung, warum alles an diesem Tag so ablaufen konnte, und nur an diesem Tag.

Geschrieben von Thomas am 16. April 2009 | Abgelegt unter Zeitgeschehen | Keine Kommentare

Schwanenteich

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Heute waren wir auf dem Weg um den See, und haben einen Abstecher bei den Schwänen gemacht. Zu unserem Glück waren gerade beide beim Nest.
Und was soll ich sagen? Da hat sich doch extra für uns jemand vom Nest erhoben 😉 damit wir ein paar Bilder von den Eiern machen können 😀
Waren wohl gerade im richtigen Moment da, als die Schwänin die Eier drehen wollte. Nun seht selbst: und zählt.

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Geschrieben von Thomas am 16. April 2009 | Abgelegt unter Schwäne,Weißensee | Keine Kommentare