Schlagwort: Jehova

„ich kann Gott verstehen“?

Aber sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen? Siehe, die Himmel und der Himmel Himmel können dich nicht fassen; wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe!
Elberfelder 1871 – 1 Kön 8,27

Wie aber, könnte wirklich Gottheit auf Erden Sitz haben?
die Himmel ja und die Himmel ob Himmeln fassen dich nicht,
wie gar dieses Haus, das ich baute!
Buber – 1 Könige 8,27

Aber bist du nicht viel zu erhaben, um bei uns Menschen zu wohnen? Ist doch selbst der ganze weite Himmel (wörtlich der Himmel und alle Himmelswelten) zu klein für dich, wie viel mehr dann dieses Haus, das ich gebaut habe.
Gute Nachricht Bibel – 1 Könige 8,27

Doch wirst du, o Gott, wirklich auf der Erde wohnen? Selbst die Himmel, ja die Himmel der Himmel können dich nicht fassen, wie viel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe!
neue Welt Übersetzung – 2018 – 1 Könige 8,27

Salomo rief Gott dazu auf, weiterhin so treu zu seinen Verheißungen an David zu stehen (V. 25-26 ; vgl. 1Kö 2,4 ) und weiterhin die Gebete seines Volkes zu hören ( 1Kö 8,28-30; hören kommt viermal in diesen drei Versen vor). Natürlich konnte kein Tempel und auch kein Himmel die Allgegenwart Gottes fassen (V. 27 ). Der Himmel selbst ist sein Wohnort (vgl. V. 39.49 ; Ps 11,4; Hab 2,20 ). Gerade aus seiner Majestät heraus war er an den Gebeten seines Volkes interessiert.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Fortsetzung durch 27 bezieht sich aber auf 2 Samuel 7,6–7 (ist es überhaupt eine gute Idee, Gott ein Haus zu bauen, um darin zu wohnen?), und übersieht bewusst, dass die Schechina bereits in 10 eingezogen ist, denn dieses theologische Konzept wird jetzt problematisiert. Wenn man diesem Hinweis nicht folgt, erscheint die Problematisierung der Schechina-Vorstellung in 27 abrupt. Die Vorstellung eines mehrfachen Himmels ist mit den Anfängen der Henoch-Literatur im ausgehenden 5. und 4. Jh. verbunden und führt im rabbinischen Judentum zur Heḵalot- und Merkava-Mystik. Im Gegensatz zum ontologischen Gottesbeweis (Gott ist das größte, was gedacht werden kann), betreibt das Gebet negative Theologie: Gott ist größer als alles, was gedacht werden kann. Angesichts dieser Unmöglichkeit, Gott raumzeitlich als begrenzt anzunehmen (was Maimonides präzisieren wird: es ist unmöglich, Gott eine raumzeitliche Ausdehnung zuzusprechen)16, sucht das Tempelweihgebet im Folgenden eine Antwort auf die Frage, wie der Akt der göttlichen Selbstbegrenzung, die Einwohnung seines Namens oder seiner Kavod in Jerusalem, verstanden, d. h. gedacht werden kann.

Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament

Dies ist ein Gebet des Flehens an Gott, damit Gott dieses Gebet der Hingabe gemäß 1. Könige 8: 27-29 hört. Aber wird Gott in sehr großer Tat auf der Erde wohnen? Siehe, der Himmel und der Himmel können dich nicht enthalten. wie viel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe! Doch respektierst du das Gebet deines Knechtes und sein Flehen, o Jehova, mein Gott, auf den Schrei und das Gebet zu hören, das dein Knecht heute vor dir betet; damit deine Augen Tag und Nacht offen für dieses Haus sind, sogar für den Ort, von dem du gesagt hast: Mein Name wird da sein; auf das Gebet zu hören, das dein Diener zu diesem Ort beten soll.

Die Sammlung messianischer Bibelstudien – Fruchtenbaum

Ich hörte einen Prediger sagen: „Wenn du dir Gott wirklich vorstellen kannst und ihn erkannt hast – dann ist dein Gott zu klein – denn der Allmächtige ist passt nicht in unseren Kopf.“ – Nun – Jehovah passt auch nicht in diesen von IHM geschaffenen Kosmos.

Leider rufen wir Gott oft nur an, wenn wir selbst keinen Ausweg mehr sehen. Wie herrlich zu wissen: Der Allmacht Gottes ist nichts zu gross und nichts zu klein. Wir dürfen Ihm in allen Dingen und in allen Lebensbereichen vertrauen. Er hilft in der Schule, im Beruf, im Haushalt, in der Freizeit. Seine Allmacht ist da, wenn wir unsere Schwachheit fühlen, wenn wir allein sind und niemand uns zu helfen scheint. Der Schöpfer Himmels und der Erde trägt dich und mich in allen Umständen, in die wir hineinkommen können.

Halte fest 1996

Ich erschrecke und ich staune.
Ich verneig mich und ich glaube.
Du bist der ganz Andere, über alles Erhabene.
Du stehst hinter Zeit und Raum.
Ich bete dich an.
Du bist der ganz Andere, unter allem Verborgene,
inmitten von Zeit und Raum.
Ich bete dich an. Ich bete dich an.

Chorus-Liedtext von Der ganz Andere

Wo war Jona? und trotzdem gerettet

Dann betete Jona zu Jehova, sein Gott, aus dem Innern des Fischen und sprach: „Aus meiner Bedrikation rief ich zu Jehova, und er spielt mir dann. Aus dem Bauch des Scheols schreien ich um Hilfe. Du hörtest meine Stimme. Als du mich [in] die Tiefen warst, ins Herz des offenen Meeres, Da umgab mich gar ein Strom. Alle deine Brandungen und deine Wellen. Und was mich betrifft, so sagte ich: ‚Ich bin gesehen worden, von deinen Augen gesehen! Wie werde ich wieder deinen heiligen Tempel anschauen? “Wasser umgaben mich bis an die Seele; die Wassertiefe selbst umschloß mich fortw. Seegras Zauberstab sich um mein Haupt. Zu den gleichen der Berge fuhr ich hinab. Was die Erde betrifft, waren ihre Riegel über mir auf unabsehbare Zeit. Aber aus der Grube brachtest du dann mein Leben herauf, o Jehova, mein Gott. Als meine Seele in mir schwach wurde, Krieg Jehova es, sein ich gedachte. Dann kam mein Gebet zu dir in unseren heiligen Tempel. Wurde die Rechte, die auf die Götzen der Unwahrheit geprüft, sie verlassen ihre eigenen liebende Güte. Aber was mich betrifft, mit der Stimme der Danksagung werde ich dir opfern. Was ich gelobt habe, werde ich bezahlen. Rettung gehört Jehova. “
Mit der Zeit befahl Jehova dem Fisch, also daß er Jona auf das trockene Land ausspie.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Jona 2

Und Jehova bestellte einen grossen Fisch, um den Jonas zu verschlingen; und Jonas war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte. Und Jonas betete zu Jehova, seinem Gott, aus dem Leibe des Fisches.
 Und er sprach: Ich rief in meiner Noth zu Jehova; und er erhörte mich; ich rief aus dem Bauche der Unterwelt, und du hörtest auf meine Stimme. Und du warfst mich in die Tiefe, in das Herz des Meeres, und die Fluth umströmte mich; alle deine Wogen und deine Wellen stürzten über mich her. Ich aber sprach: Ich bin weggestossen aus deinen Augen. Ach! könnte ich doch wieder nach deinem heiligen Tempel blicken. Mich umschlossen bis an’s Leben die Gewässer; der Abgrund umringte mich; Schilf schlang sich um mein Haupt. Zu den Gründen der Berge sank ich hinunter; der Erde Riegel schlossen mich auf immer ein; du aber, Jehova, mein Gott! entrissest mein Leben dem Verderben. Als meine Seele in mir schwinden wollte, dachte ich an Jehova; und mein Gebet kam zu dir in deinem heiligen Tempel. Die, welche die nichtigen Götzen verehren, geben ihr Heil auf. Ich aber will mit lautem Dank dir Opfer bringen; was ich gelobte, will ich halten; bei Jehova ist Heil. Und Jehova befahl dem Fische; und er spie den Jonas an das Land.
van Ess_1858 – Jona 2

Und Jehova bestellte einen großen Fisch, um Jona zu verschlingen; und Jona war im Bauche des Fisches drei Tage und drei Nächte.
Und Jona betete zu Jehova, seinem Gott, aus dem Bauche des Fisches und sprach:
Ich rief aus meiner Bedrängnis zu Jehova, und er antwortete mir; ich schrie aus dem Schoße des Scheols, du hörtest meine Stimme.
Denn du hattest mich in die Tiefe, in das Herz der Meere geworfen, und der Strom umschloß mich; alle deine Wogen und deine Wellen fuhren über mich hin.
Und ich sprach (Eig Ich zwar sprach) :Verstoßen bin ich aus deinen Augen; dennoch werde ich wieder hinschauen nach deinem heiligen Tempel.
Die Wasser umfingen mich bis an die Seele, die Tiefe umschloß mich, das Meergras schlang sich um mein Haupt
Ich fuhr hinab zu den Gründen der Berge; der Erde Riegel waren hinter mir auf ewig. Da führtest du mein Leben aus der Grube herauf, Jehova, mein Gott
Als meine Seele in mir verschmachtete, gedachte ich Jehovas, und zu dir kam mein Gebet in deinen heiligen Tempel. (O. Palast)
Die auf nichtige Götzen achten, verlassen ihre Gnade (O. ihre Güte, d. h. den, der ihre Güte ist; vergl. Ps 144,2.)
Ich aber werde dir opfern mit der Stimme des Lobes (O. Dankes;) was ich gelobt habe, werde ich bezahlen. Bei Jehova (Eig Jehovas) ist die Rettung. Und Jehova befahl dem Fische, und er spie Jona an das Land aus.
Elberfelder 1871 – Jona 2

»In meiner Not rief ich zu dir, HERR,
und du hast mir geantwortet.
Aus der Tiefe der Totenwelt* schrie ich zu dir
und du hast meinen Hilfeschrei vernommen.
Ich sank hinunter bis zu den Fundamenten der Berge
und hinter mir schlossen sich die Riegel der Totenwelt*.
Aber du, HERR, mein Gott,
hast mich lebendig aus der Grube gezogen.
Gute Nachricht Bibel – Jona 2,3+7


Sheol, die Grube oder die Unterwelt. Es ist der äußerste Grund der Welt (in diesem Fall die Tiefen des Meeres) und auch das Land der Toten.
5: Würde ich jemals wieder schauen, spiegelt dies eine geringfügige Änderung wider und kann als „Trotzdem werde ich wieder schauen“ verstanden werden (vgl. Targum).
9: Die letzte Zeile des Verses vermittelt mehr als eine Bedeutung. Das eigene Wohlergehen aufzugeben, „die (wahre) Loyalität aufzugeben“, „das Kopfgeld aufzugeben“, sind alles mögliche Verständnisse. Da leere Torheit als Hinweis auf Idole verstanden werden kann und an Konnotationen der Verehrung festgehalten wird, kann die letzte Zeile auch als „Verlassen ihrer Idole“ verstanden werden, wie es einige mittelalterliche jüdische Kommentatoren interpretierten.

Die jüdische Studienbibel

Aus dem Bauch von Sheol ist „unterster Sheol“ ​​(Ps. 86:13) der unterste Kreis des Universums, zu dem alle Toten herabsteigen (einschließlich der Gerechten: „Ich werde zu meinem Sohn in Sheol trauern“ [Gen. 37:35]) und wo sie als „Schatten“ wohnen (siehe Jes 14: 9 und 26:14). Hier wird Sheol als Bauchmensch dargestellt; An anderer Stelle in der Bibel finden wir, dass sein Mund klafft, um die Gesetzlosen zu schlucken (Jes 5,14), und dass er niemals gesättigt ist (Spr 27,20). Der Bittsteller hat das Gefühl, bereits in den innersten Nischen von Sheol verschluckt worden zu sein (vgl. „Ich bin am Rande von Sheol. Ich bin gezählt mit denen, die in die Grube hinuntergehen“ [Ps. 88: 4–5]). ;; Dementsprechend sieht er seine Befreiung nicht als Abwendung des Todes, sondern als tatsächliche Auferstehung (vgl. „HERR, du hast mich von Sheol heraufgebracht, mich unter denen wiederbelebt, die in die Grube hinabgegangen sind“ [Ps 30,4, mit der Ketib lesend) ]). Der Ruhm des Gebets besteht darin, dass es die Macht hat, den Bittsteller vor einer Situation zu retten, die ohne göttliches Eingreifen irreparabel gewesen wäre (vgl. „Wer zu Sheol hinabsteigt, kommt nicht herauf“ [Hiob 7: 9]; 2 Sam. 12 : 23). Die große Spannung, die durch die unerwartete Abfolge von Sheol, Weinen und Gehör erzeugt wird, wird durch die Alliteration verstärkt: mi-beten sheʾol shivvaʿti shamaʿta qoli.
Der Herr befahl dem Fisch Der Herr, der dem Fisch befahl, Jona zu schlucken, befahl ihm nun, ihn auszuspucken. Diese Beteiligung eines Tieres als göttlicher Abgesandter, um das Handeln des Propheten zu beeinflussen, ist ein weiterer Fall, in dem Jona Elia ähnelt: „Ich habe den Raben geboten, dich dort zu ernähren“ (1. Könige 17: 4). es spuckte So wie es keine abfällige Konnotation gibt, geschluckt zu werden (siehe Kommentar zu Vers 1), gibt es auch keine, die ausgespuckt werden kann – zumal es die Antwort des Herrn auf Jonas Gebet ist. (Das Verb palat, das hier von Targum Jonathan verwendet wird, hat diese Bedeutung im biblischen Hebräisch nicht, und die Wurzel qy-ʾ ist im Aramäischen nicht zu finden. Daher kann man nicht sagen, dass der Übersetzer versucht hat, die Sprache des Verses zu mildern.) Das Ausspucken am Ende der Szene ist eine Rückkehr durch Umkehrung zum Verschlucken am Anfang. Beide stehen auf Befehl des Herrn; aber während wir in erster Linie nur indirekt von der Handlung erfahren, zusammengefasst in einem Infinitiv der Absicht („Der Herr hat einen großen Fisch ernannt, um Jona zu schlucken“), wird hier das tatsächliche Ausspucken berichtet: Der Herr befiehlt, und der Fisch spuckt Jonah raus. auf trockenem Land Nach einem göttlichen Befehl erreicht Jona trockenes Land, in das die Seeleute ihn nicht zurückbringen konnten (Sasson). Hier kehrt die Geschichte zu ihrem Ursprung zurück. Da dieser Abschluss des Handlungszyklus keine Antwort auf das Problem der unerfüllten Anordnung gibt, mit der die Geschichte beginnt, ist es wirklich ein offenes Ende, das eine Fortsetzung erfordert (siehe Tribble, S. 116–117).

JPS Bible Commentary

Deshalb war es „das Zeichen Jonas“ – drei Tage tot zu sein – drei Tage im Scheol zu sein – und dann wieder ausgespuckt zu werden! Aber viele Bibeln geben den Begriff nicht so wieder, weil sie die Bedeutung wohl nicht verstehen wollen.

„und wer ist ein Fels?“

Gott, (El) -sein Weg ist vollkommen; Jehovas Wort ist geläutert; ein Schild ist er allen, die auf ihn trauen. Denn wer ist Gott, (Eloah) außer Jehova? und wer ein Fels, als nur unser Gott?
Elberfelder 1871 – Ps 18,31–32

Gottes Wege sind ohne Trug, Jehovas Wort geläutert; Schild ist er allen, die ihm vertrauen. Denn wer ist Gott, außer Jehova, und wer ist Hort als unser Gott?
de Wette Bibel – Psalm 18,31–32

Gott – untadelig ist Sein Weg; geläutert ist die Rede Jehovahs, ein Schild ist Er allen, die auf Ihn sich verlassen. Ps 18,3; 12,7; 5Mo 32,4.
Denn wer ist Gott außer Jehovah? Und wer ein Fels ohne unseren Gott? Ps 18,40; Jes 43,11; 44,6.8; 1Sam 2,2.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Psalm 18,31–32

Im ersten Teil (V. 31-46 ) dieses Abschnittes des Lobes freute sich David über das Wesen Gottes und über seine Wohltaten an ihm. Der Weg Gottes, so sagte der Psalmist, ist vollkommen und sein Wort lauter (vgl. 12,7 ; Sprüche 30,5 ). Noch einmal ( Ps 18,3 ) sagte er, daß Gott sein Schild (vgl. den Kommentar zu Ps 3,4 ), seine Zuflucht und sein Fels (vgl. 18,47 ) sei. Man kann sich bezüglich seiner Sicherheit und seines Heils auf Gott verlassen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Gottes Wege sind vollkommen. Gottes Weg bedeutet hier nicht die Lehre, sondern die Handlungsweise Gottes gegen uns. Der Sinn ist also, dass Gott seine Diener nie täuscht, noch im entscheidenden Augenblicke im Stiche lässt. Die Menschen helfen ihren Schutzbefohlenen nur insoweit, als es ihnen selbst nützt; Gott dagegen beschirmt die Seinen, die er einmal in seinen Schutz genommen hat, immer mit treuer Hut. Ferner, da wir in keiner Verbindung mit Gott stehen würden, wenn er sich uns nicht durch sein Wort offenbarte, so fügt David, nachdem er versichert hat, dass Gott für die Seinen ein sicherer Schutz sei, hinzu: seine Reden sind durchläutert. Damit wollen wir allen Zweifel dämpfen und wollen lernen, dass Gott uns tatsächlich in vollem Maße beistehen wird, weil er versprochen hat, der Hort unseres Heils zu sein. Seine Verheißung ist aber sichere Wahrheit. Aus dem folgenden Gliede ist ersichtlich, dass mit der Rede nicht die Gebote, sondern die Verheißungen gemeint sind. David sagt nämlich, dass der Herr ein Schild sei allen, die ihm vertrauen. Das Lob auszusprechen, dass Gottes Wort rein sei von allem Trug und von aller Täuschung wie Silber, das von seinen Schlacken gereinigt ist, – scheint zwar überflüssig, aber unser Unglaube treibt den Herrn dazu, unter diesem Bilde seine Treue herrlich zu empfehlen. Denn wir sind nur zu sehr geneigt, wenn der Ausgang unserer Hoffnung nicht entspricht, unfromme Zweifel an Gottes Wort bei uns aufkommen zu lassen. Was weiter zu sagen wäre, ist schon zu Ps. 12, 7) bemerkt worden.
V. 32. Denn wo ist ein Gott, ohne der Herr? Hier spottet David über die eitlen Lügengebilde der Menschen, die leichten Herzens sich selbst Schutzgötter machen. Damit bestätigt er, was wir schon früher hörten, dass er nie etwas ohne Gottes Leitung und Befehl unternommen habe. Denn wenn er über die Grenzen seiner Berufung hinausgegangen wäre, so hätte er sich nie mit solcher Zuversicht auf Gott berufen dürfen. Dem Wortlaut nach wird einfach der einige wahre Gott allen erdichteten Götzen gegenübergestellt: darin liegt aber zugleich ein verwerfendes Urteil über alle trügerischen Hoffnungen, durch welche die Welt sich umtreiben lässt, weil sie nicht in Gott allein ihre Ruhe suchen will. Um den bloßen Titel Gottes handelt es sich nicht, sondern David verkündet mit Nachdruck, dass man Hilfe nirgend anders als bei Gott suchen soll, der allein Macht besitzt. So hält er allen seinen Feinden mutig den Herrn entgegen, unter dessen Leitung er gekämpft hat. Und er tut dies vor allem auch, um zu bezeugen, dass er nichts willkürlich oder mit schlechtem Gewissen unternommen habe.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Also meine Wünsche für das kommende Kalenderjahr? Vertaue auf diesen allmächtigen Gott und lerne IHN richtig kennen, und baue ein persönliches Verhältnis zu IHM auf. Nutze am besten die kommenden Monate – und bleibe dann unter seinem Schild!

Wer ist diese Person?

Und der Engel Jehovas sprach zu ihr: Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Ismael (Gott hört) geben, denn Jehova hat auf dein Elend gehört. …
Da nannte sie Jehova, der zu ihr redete: Du bist ein Gott, (El) der sich schauen läßt! (O. der mich sieht; W. des Schauens) Denn sie sprach: Habe ich nicht auch hier geschaut, nachdem er sich hat schauen lassen? (W. nach dem Schauen; And üb.: Habe ich auch hier dem nachgeschaut, der mich sieht, oder gesehen hat)
Elberfelder 1871 – Gen 16,11,13

 Auch sprach der Engel Jehova’s zu ihr: Siehe! du bist schwanger, und wirst einen Sohn gebären, dessen Namen sollst du Ismael (d. i. Gott hört) nennen; denn Jehova hört auf deine Bedrängniss. …
Und sie nannte den Namen Jehova’s, der zu ihr geredet hatte: Du bist El Roï (d. i. Gott, der mich sah); denn sie sprach: Fürwahr! ich sah den von hinten, der mich gesehen.
van Ess 1858 – Genesis 16,11+13

Und der Engel Jehovahs sprach zu ihr: Siehe, du hast empfangen und gebierst einen Sohn, und sollst seinen Namen Ismael nennen, darum, daß Jehovah auf dein Elend gehört hat….
Und sie nannte den Namen Jehovahs, Der mit ihr redete: Du bist der Gott, Der mich siehet; denn sie sprach: Hab ich auch hier gesehen, nach Dem, Der mich gesehen? 2Mo 33,23.
Tafelbibel Gen 16,11+13

Jehovas Engel fügte hinzu: „Du bist nun schwanger und wirst einen Sohn zur Welt bringen. Gib ihm den Namen Ịsmael, denn Jehova hat von deinem Kummer gehört.  Dann rief Hạgar den Namen von Jehova an, der mit ihr redete, und sagte: „Du bist ein Gott, der alles sieht.“ Sie sagte nämlich: „Habe ich hier wirklich den angeschaut, der mich sieht?“
neue Welt Übersetzung – 2018 – 1.Mose 16,11–13


Mit wem sprach Hagar? Kannte Hagar die Stimme desjenigen, der mit ihr sprach?
Warum sprechen die Personen, die den „Engel Jehovahs“ sehen, diesen immer und immer wieder mit Jehovah an? Sind die alle zu „dumm“ zu erkennen, mit wem sie sprechen? Oft wird ja behauptet, der „Engel Jehovahs“ sei nur ein Bote, der im Auftrage Jehovahs eine Botschaft übermittelt. Gut – könnte sein. Aber mal ganz ehrlich: wenn die PostBOTIN dir einen Brief von Tante Helga gibt, sprichst du dann die Postbotin mit „Tante Helga“ an? Und warum wehrt sich der Engel nicht gegen die falsche Ansprache?

Was aber, wenn Arnold Fruchtenbaum und andere Recht haben sollten, die folgende Ansicht vertreten:

Vers 7 führt eine neue Einheit ein: Und der Engel Jehovas fand sie. Dies ist das erste Erscheinen des Engels Jehovas, eines sehr einzigartigen Individuums in der biblischen Aufzeichnung. Dieses Wesen wird insgesamt achtundfünfzig Mal der Engel Jehovas genannt. Er wird auch insgesamt elf Mal der Engel Gottes genannt. Dieser ist kein gewöhnlicher Engel; Dieser ist immer das zweite Mitglied der Triunity. Dies ist immer ein Hinweis auf den vorinkarnierten Messias. Rabbi Hertz erklärt in seinem Kommentar, dass der Ausdruck „Engel des Herrn“ manchmal verwendet wird, um Gott selbst zu bezeichnen. In jedem Kontext, in dem er erscheint, wird er als Engel bezeichnet. und irgendwo anders im selben Kontext wird er als Gott bezeichnet. Der Ort der Begegnung war: an einem Wasserbrunnen in der Wildnis, dies war die erste Erwähnung eines Brunnens in der biblischen Aufzeichnung. Die Wildnis hier ist die Negev-Wüste. Außerdem war es am Brunnen auf dem Weg nach Shur. Der Weg nach Shur war eine Hauptstraße zwischen Ägypten und dem Land Kanaan und wird an anderer Stelle mehrmals erwähnt (Gen 20: 1, 25:18; 2. Mose 15:22; 1. Sam. 15: 7, 27: 8). Damit befindet sich Hagar im Grenzgebiet zwischen Sinai und Negev. Dies impliziert, dass sie auf dem Weg zurück nach Ägypten war. In 16: 8 führte Hagars göttliche Begegnung zu einem Gespräch mit dem Engel Jehovas. Wer stellte die Fragen: Woher kommst du? und wo gehst du hin? Hagars Antwort war: Ich fliehe vor dem Gesicht meiner Geliebten Sarai. Hagar beantwortete die erste Frage; Sie wusste, woher sie kam. Sie beantwortete jedoch nicht die zweite Frage, was bedeuten könnte, dass sie ziellos umherwanderte, sich ihrer Zukunft nicht sicher war und nicht wusste, wohin sie wollte, obwohl die allgemeine Richtung eine Bewegung in Richtung Ägypten war.
In 16: 9 gab der Engel einen Befehl: Und der Engel Jehovas sprach zu ihr: Kehre zu deiner Geliebten zurück, was bedeutet, kehre zum Haus Abram zurück und unterwerfe dich unter ihre Hände. Dies bedeutete, dass sie Sarai nicht weiter verachten sollte; Sie sollte sich Sarai auch bei Misshandlung unterwerfen. Dann machte der Engel Jehovas in 16: 10-12 einige spezifische Prophezeiungen in Bezug auf Hagar und ihren Samen. Die erste Prophezeiung ist in Vers 10: Und der Engel Jehovas sprach zu ihr: Ich werde deinen Samen, ein Versprechen der Nachwelt, sehr vermehren. Hier spricht der Engel als Gott selbst: Ich werde usw. Gott wird den Samen so vermehren, dass er nicht für eine Vielzahl gezählt wird: Er soll unzählig werden, so wie Abrams Samen versprochen wurde, unzählig zu sein. Die arabischen Völker sollen unzählig werden. Die Patriarchen erhielten ähnliche Versprechen, aber Hagar ist die einzige Frau, die ein solches Versprechen erhält. Die Verse 11–12 enthalten die zweite Prophezeiung: Und der Engel Jehovas sprach zu ihr: Vers 11 prophezeite über den Sohn Hagars: Siehe, du bist mit Kind und wirst einen Sohn gebären. Dies war die Offenbarung von etwas Zukunftlichem: Das Geschlecht des Kindes wird männlich sein, und Gott selbst hat den Namen des Kindes gewählt: Du sollst seinen Namen Ishmael nennen, was auf Hebräisch „Gott hört“ bedeutet. Dies ist das erste ungeborene Kind, das von Gott im biblischen Text genannt wird. Andere in dieser Kategorie sind Isaak (Gen. 17:19), Jesus (Mt 1:21, Lukas 1:31) und Johannes der Täufer (Lukas 1:13). Der Grund, warum er Ismael genannt werden sollte, war: weil Jehova deine Leiden gehört hat. Dann prophezeite er in Vers 12 die Natur Ismaels und erklärte vier Dinge über die Natur ihres Sohnes. Erstens: Er soll wie ein wilder Esel unter den Menschen sein. Gott nannte Ismael hier keine Namen, wie das Wort heute verwendet wird; Vielmehr sagte er, dass Ishmael und seine Nachkommen als Roamer charakterisiert werden würden. Im Negev und auf der Sinai-Halbinsel wanderten damals Herden wilder Esel von einem Teil der Wüste zum anderen, die niemals stationär waren. Ishmael und seine Nachkommen würden als Streuner charakterisiert, die von einem Teil der Wüste zum anderen streifen und ein Nomadenleben führen. Diese durchstreifenden wilden Esel werden auch in Hiob 39: 5–8, Jesaja 32:14, Jeremia 2:24 und 14: 6 und Hosea 8: 9 erwähnt. Die Rabbiner interpretieren dies so, dass er die Wildnis und die Jagd lieben und unter den Menschen frei sein wird, dass kein Fremder jemals über ihn herrschen wird. Zweitens: Seine Hand soll gegen jeden Menschen sein; Er wird als Angreifer charakterisiert, der durch Aggression gekennzeichnet ist. Während er durch die Wüsten streift, wird er andere Volksgruppen treffen und seine Tendenz sein, sie anzugreifen. Die rabbinische Tradition interpretiert dies so, dass Ishmael ein Straßenräuber werden würde. Drittens: Die Hand eines jeden Mannes gegen ihn bezieht sich auf das Prinzip der Vergeltung. Während er durch die Wüste streift, wird Ishmael anderen Gruppen von Menschen ausgesetzt sein. und er wird als der Angreifer charakterisiert, der sie angreift. Dann werden sich diejenigen, die er angreift, neu gruppieren und ihn als Vergeltung angreifen. Daher wird seine Aggression zu Vergeltungsmaßnahmen führen. Dieses Prinzip wurde in den Jahren der israelischen Geschichte seit 1948 häufig wiederholt. Arabische Aggressionen durch Krieg und Terroranschläge haben zu schweren israelischen Vergeltungsmaßnahmen geführt. In der rabbinischen Interpretation bedeutet dieser Vers, dass alle ihn hassen und gegen ihn kämpfen werden. Viertens: Er wird gegen alle seine Brüder wohnen, eine Phrase, die eine doppelte Bedeutung hat. Einerseits wird er Seite an Seite mit Bruder Isaac leben, andererseits wird das Leben Seite an Seite mit einer Haltung der Feindseligkeit sein. Wenn man die beiden Bedeutungen zusammenfasst, bedeutet dies, dass die Nachkommen Ismaels Seite an Seite mit den Nachkommen Isaaks leben werden. aber es wird in Feindseligkeit und nicht in Frieden sein.
In 1. Mose 16,13 wird Hagars Antwort aufgezeichnet: Sie rief den Namen Jehovas, der zu ihr sprach. Sie erkannte, dass der Sprecher Gott selbst war und kein gewöhnlicher Engel, und sie sagte: Du bist ein Gott, der sieht. Auf Hebräisch ist es El Roi; wörtlich „der Gott des Sehens“ oder „der Gott des Sehens“. Der Grund war: Denn sie sagte: Habe ich mich auch hier um den gekümmert, der mich sieht? Genauer gesagt: „Habe ich nach meinem Seher gesehen?“ Eine andere Möglichkeit ist: „Habe ich die Rückseite meines Sehers gesehen?“ wie Mose es in 2. Mose 33:23 tat. In 1. Mose 16,14 wird auch die Geschichte und Geographie dieses Ortes aufgezeichnet: Deshalb wurde der Brunnen Beer-lahai-roi genannt, was „der Brunnen des Lebenden, der mich sieht“ bedeutet. Später wurde dies die Heimat von Isaac (Gen. 24:62, 25:11). Der Ort ist wie folgt angegeben: Siehe, es ist zwischen Kadesh und Bered. Kadesh ist Kadesh Barnea, aber Bered ist die einzige Erwähnung des Ortes in der Schrift. Der genaue Ort ist unbekannt, außer dass er sich in der Nähe der Grenze zwischen Sinai und Negev befand.

Fruchtenbaum – Ariels Bibelkommentar: das Buch Genesis

Hast du nur von Jehovah gehört oder ?

Meine Ohren haben von dir gehört,
aber jetzt sehe ich dich mit eigenen Augen.
Deshalb nehme ich zurück, was ich gesagt habe,
und bereue in Staub und Asche.“
neue Welt Übersetzung – 2018 – Hiob 42,5–6

Aufs Hörensagen des Ohrs habe ich dich gehört,
jetzt aber hat dich mein Auge gesehn.
Drum verwerfe ich und es gereut mich
hier in dem Staub und der Asche.«
Buber – Ijob 42,5–6

Mit dem Gehör des Ohres hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und Asche
Elberfelder 1871 – Hiob 42,5–6

Wie sieht das bei mir aus? Kenne ich Jehovah nur aus den Erzählungen anderer? Von dem was ich von anderen höre, von anderen lese oder als Filmchen sehe? Was sagen meine Bibellehrer zu mir? Soll ich persönliche Erfahrungen mit Jehovah machen? Oder soll ich einfach nur still hinter ihnen hertrotten?
Gerade in den letzten Wochen sehr „ungewöhnliche“ Menschen kennengelernt. Zum Teil hebräisch studiert, und fokussieren sich dann darauf, wie Jehovah richtig ausgesprochen wird, ob als v oder w oder mit h oder ohne h. Also ehrlich: wer aus einer Stadt wie ich kommt, der weiß, dass jeder „seine eigene“ Aussprache hat – nehme mal als Beispiel Pankow – mal wird es mit dem w ausgesprochen, der andere spricht es mit einem h hinten oder mit einem langem o. – na und? Kenn ich deshalb den Bezirk nicht? Soll heißen, wenn ich den Namen nicht ganz hebräisch ausspreche, kenne ich dann diesen Schöpfergott nicht?
Und dann die anderen, die in sagen, dass ihnen die Bibel nicht ausreicht, sie brauchen MEHR, mehr vom heiligen Geist, und mehr Heilung, und mehr Wunder. Aber von den Geschichten im AT wissen diese meist wenig oder gar nichts. Und vor allem, dass zu allen Versprechen, die Jehovah gibt auch immer ein WENN gehört.

Hiob schlägt vor, dass er früher nur indirekte Kenntnis von Gott hatte, jetzt aber direkte Kenntnis hat. Einer seiner Wünsche war es, dass sein Ankläger, Gott, erscheint, und Gott hat dies jetzt getan. Hiob ignoriert jedoch die Tatsache, dass Gott seine Fragen nicht direkt beantwortet hat. 6: Als Hiobs letzter Kommentar scheint dieser Vers der Schlüssel zum Verständnis des gesamten Buches zu sein. Das Heb des Textes ist im Gegensatz zum Rest von Hiob nicht schwierig, aber sehr vieldeutig. Das Verb, das als Widerruf übersetzt wird, bedeutet typischer „Verachtung“, und keines der Verben in der ersten Hälfte hat das erwartete direkte Objekt – was widerruft / verachtet oder gibt Hiob nach? Wie übersetzt, spiegelt die zweite Hälfte Hiobs grundlegende Kreatur wider, die Tatsache, dass er im Gegensatz zu Gott nur ein Sterblicher, Staub und Asche ist. Die Präposition, die diesen Abschnitt öffnet, wird jedoch natürlicher mit „on“ übersetzt, und daher kann dieser Satz eine prosaische Bemerkung sein, dass Hiob sich so fühlt, während er auf einem Staubhaufen trauert (siehe 2: 8). So endet die höchst zweideutige Poesie mit diesem scheinbar einfachen, aber mehrdeutigen Vers. Was auch immer es bedeutet, der Herr scheint zufrieden zu sein, dass Hiob angemessen reagiert hat (siehe 40: 5), so dass der poetische Teil des Werkes abgeschlossen ist.

Die jüdische Studienbibel

Noch einmal zitierte Hiob die Worte des Herrn, und zwar diesmal jene, mit denen Gott ihn zu Beginn seiner beiden Reden dazu aufgefordert hatte, ihm doch zu antworten ( Hi 38,3;40,7 ): ich will dich fragen, lehre mich! Wenn Hiob hier wiederum Gottes Worte zitierte, so war das gleichsam ein Eingeständnis seiner Unfähigkeit, auch nur eine der vielen rhetorischen Fragen des Allmächtigen zu beantworten. Der Patriarch gab zu, daß er Gottes „naturwissenschaftliche Prüfung“ nicht bestanden hatte.
Hiob hatte von Gottes Handeln bisher nur vom Hörensagen vernommen. Der Ankläger war bei der Schöpfung nicht als Augenzeuge dabeigewesen, eine Tatsache, auf die der Herr schon zu Beginn seiner ersten Rede ( Hi 38,4-11 ) Hiobs Aufmerksamkeit gelenkt hatte. Dieser hatte große Bereiche der Schöpfung Gottes ( Hi 38,16-24; 39,1-4 ) noch nicht einmal direkt betrachten können. Seine Schau des gesamten Werkes Gottes war daher begrenzt und stammte nur aus zweiter Hand.
Da sich Gott nun aber unmittelbar an Hiob gewandt hatte, war dieser einer Erfahrung teilhaftig geworden, die über seine frühere Erkenntnis hinausging: nun hat mein Auge dich gesehen . Dieses Schauen des Herrn, womit wohl eher eine geistliche Schau als ein Sehen im physischen Sinne gemeint ist, vermehrte Hiobs Einsicht und veranlaßte ihn dazu, sich vor Gott niederzuwerfen. Diese neugewonnene Gotteserkenntnis war mit seinen früheren, von Unwissenheit geprägten Vorstellungen nicht zu vergleichen. Die persönliche Begegnung mit Gott beendete seine Einwände und vergrößerte seine Ehrfurcht vor dem Allmächtigen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Wie schon öfter geschrieben: ER möchte eine persönliche Beziehung mit DIR und mir! Deshalb gab ER uns sein Wort und die Schöpfung – und die Möglichkeit des Gebets! Sei dankbar und nutze diese Möglichkeiten ausgiebig – anstatt anderen hinterherzulaufen, oder nach MEHR zu schreien.

„will mich verherrlichen“

Und ich will das Herz des Pharao verhärten, daß er ihnen nachjage; und ich will mich verherrlichen an dem Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, und die Ägypter sollen erkennen, daß ich Jehova bin. Und sie taten also.
Elberfelder 1871 – Exodus 14,4

 Ich werde zulassen, dass sich das Herz des Pharao verhärtet. Er wird ihnen nachjagen und ich werde mich durch den Pharao und sein ganzes Heer verherrlichen. Und die Ägypter werden ganz bestimmt erkennen, dass ich Jehova bin.“ Also machten die Israeliten es so.
neue Welt Übersetzung – 2018 – 2.Mose 14,4

Ich werde dafür sorgen, dass er es sich anders überlegt und euch in seiner Starrsinnigkeit verfolgt. Doch dann werde ich ihn und sein Heer besiegen und zeigen, wie mächtig und erhaben ich bin. Daran sollen die Ägypter erkennen, dass ich der Herr bin!« Die Israeliten hielten sich genau an diese Anweisung.
Hoffnung für Alle – Ex 14,4

Ich werde ihn so starrsinnig machen, dass er euch verfolgen wird. Dann will ich an ihm und seinem Heer durch einen vernichtenden Schlag meine ganze Macht erweisen. Die Ägypter sollen endlich erkennen, dass ich der HERR bin.«
Die Israeliten taten, was der HERR gesagt hatte, und änderten ihre Marschrichtung.
Gute Nachricht Bibel – Ex 14,4

Die Entfernung des Lagerplatzes bei Hachirot von Etham muß mindestens 6 Stunden betragen, d.i. für ein ganzes Volk eine mittlere Tagereise, da der Weg von Suez bis Adschrud schon 4 Stunden ausmacht (Rob. I S. 72). — V. 3 u. 4. Die Wendung des Zuges von Etham gen Süden war zwar kein Umweg für den Durchzug durch das rothe Meer, aber davon abgesehen nicht nur ein Umweg, sondern nach menschlichem Urteile auch ein thörichter Weg. Diesen Weg zu nehmen gebot Gott Mosen, um sich an Pharao zu verherrlichen und den Aegyptern zu zeigen, daß er Jahve sei, vgl. noch zu v. 30f. Pharao werde von den Israeliten sagen, sie sind verirrt, irren bestürzt und rathlos im Lande herum, die Wüste hat sie eingeschlossen, wie in ein Gefängnis, über dem man die Thür zuschließt (סָגַר עַל wie Hi. 12,14), und werde in seiner Verstockung den Entschluß fassen, sie mit seinem Heere wieder in seine Botmäßigkeit zurückzuführen.

Keil – Biblischer Commentar über das Alte Testament

Der Pharao wird unwiderstehlich angezogen sein, um den Israeliten nachzujagen. .. damit ich Ruhm erhalte oder „und ich werde …“ Der Hebräer lässt unklar, ob dies der Zweck der Taktik oder ihre Konsequenz ist. In jedem Fall ist die Idee, dass die Zerstörung der Gottlosen eine Bestätigung des biblischen Grundprinzips ist, dass die Welt von einer göttlich verordneten moralischen Ordnung regiert wird, die letztendlich herrschen muss. Gott wird dadurch verherrlicht. Dieser Punkt wird durch die Verwendung des Stamm-kvd weiter unterstrichen, der dem Ausdruck „Ruhm erlangen“ zugrunde liegt und der auch häufig verwendet wird, um die Hartnäckigkeit des Pharao auszudrücken. Dieser Charakterfehler des Monarchen ist selbstzerstörerisch. und sein Untergang führt zur Herrlichkeit Gottes.

wird sein Herz versteifen Das Motiv der Versteifung oder Verhärtung von Pharaos Herz zieht sich durch die gesamte Exodus-Geschichte; es erscheint genau zwanzigmal. Die Hälfte der Verweise bezieht sich auf ein wesentliches Merkmal des menschlichen Charakters, die Hälfte auf die göttliche Kausalität. In der biblischen Konzeption werden die psychologischen Fähigkeiten als im Herzen konzentriert angesehen. Dieses Organ gilt als Sitz des intellektuellen, moralischen und spirituellen Lebens des Einzelnen und ist die Determinante des Verhaltens. Die „Verhärtung des Herzens“ drückt somit einen Zustand arroganter moralischer Entartung aus, der nicht auf Vernunft reagiert und zu Mitgefühl unfähig ist. Das persönliche Verschulden des Pharao steht außer Frage. Es ist anzumerken, dass in den ersten fünf Plagen die Sturheit des Pharao eigenwillig ist. Erst danach wird es der göttlichen Kausalität zugeschrieben. Dies ist die biblische Art zu behaupten, dass die Unnachgiebigkeit des Königs bis dahin zur Gewohnheit und irreversiblen geworden ist. Sein Charakter ist zu seinem Schicksal geworden. Er ist der Möglichkeit des Nachgebens beraubt und wird unwiderstehlich zu seinem selbstgefälligen Untergang getrieben.

Der JPS-Torakommentar

Egal wo man steht, und wie man den Schöpfer ansieht – zum Abschluß der ganzen Geschichte, wird alles zur Verherrlichung Jehovah beigetragen haben.

„meinen Geist“

Reagiert auf meine Zurechtweisung.
Dann werde ich meinen Geist für euch ausgießen.
Ich werde euch meine Worte wissen lassen.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Spr 1,23

Wendet euch um zu meiner Zucht! Siehe, ich will euch meinen Geist hervorströmen lassen, will euch kundtun meine Reden
Elberfelder 1871 – Sprüche 1,23

Hört, was ich euch sagen will!
Dann überschütte ich euch mit dem Reichtum meiner Weisheit* und teile mit euch meine Lebenserfahrung.
Hoffnung für Alle – Spr 1,23

Kann ich ohne Gottes Geist die Bibel verstehen? Brauche ich dazu vielleicht einen ausgebildeten Bibellehrer? Einen Lehrer aus einer der Kirchen oder Religionsgemeinschaften? Was sagt der Autor der Bibel zu dieser Frage, gemäß dem obrigen Vers? Wir müssen also zu erst lesen, dann auf das gelesene gehorchen und erhalten dann SEINEN Geist, der uns den „Rest“ aufschließt! Und dass ohne „Erklärbär“!

Er lädt sie dazu ein, Buße zu tun und weise zu werden (Vers 23). „Kehrt um zu meiner Zurechtweisung!“ Das heißt, werdet vernünftig (Mk 5,15), antwortet Gott, wendet euch eurer Pflicht zu und lebt (Hes 18,32; 33,11). Wer den Unverstand liebt, sieht, dass er moralisch kraftlos ist und seinen Sinn und Weg nicht ändern kann. Sie können nicht aus eigener Kraft heraus umkehren. Gott antwortet darauf: „ ‚Siehe, ich will euch meinen Geist hervorströmen lassen‘ (Vers 23). Wenn ihr alles tut, was in eurer Macht steht, so wird Gottes Gnade in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen des Guten bewirken, was ihr ohne diese Gnade nicht tun könntet“ (Phil 2,12–13). „Ich will euch meinen Geist hervorströmen lassen“ (Vers 23). Das Mittel für diese Gnade ist das Wort. Deshalb wird verheißen: „ ‚Ich will euch meine Worte verkünden!‘ (Vers 23). Will sie euch nicht nur sagen, sondern sie euch auch verstehen lassen.“

Der Neue Matthew Henry Kommentar

Es ist also noch nicht einmal wichtig, was ich bis jetzt gemacht habe! ER fordert mich auf, jetzt damit zu beginnen – und dann durch Seinen Geist wirklich belehrt zu werden!