„kein Gutes vorenthalten denen …“

Denn Jehova, Gott, ist Sonne und Schild; Gnade und Herrlichkeit wird Jehova geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit (O. Vollkommenheit, Tadellosigkeit) wandeln.
Elberfelder 1871 – Psalm 84,12

Denn Jehova Gott ist Sonne und Schild.
Er schenkt Gunst und Herrlichkeit.
Jehova wird denen nichts Gutes vorenthalten,
die den Weg der Integrität gehen.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Psalm 84,11

Denn Jehova Gott ist Sonne und Schild;
Gunst und Herrlichkeit sind das, was er gibt.
Jehova selbst wird nichts Gutes denen vorenthalten, die in Untadeligkeit wandeln.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Ps 84,11

Denn Sonne ist und Schild Jehovah Gott; Gnade und Herrlichkeit gibt Jehovah. Er wird kein Gut vorenthalten denen, die wandeln in Rechtschaffenheit. Ps 34,11.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Ps 84,12

Sonn‘ und Schild ist Jehova Gott, Gnad‘ und Herrlichkeit schenkt Jehova, versagt kein Gut dem redlich Wandelnden.
de Wette Bibel – Ps 84,12

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Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild. Der Vergleich mit der Sonne hat den Sinn: Wie die Sonne mit ihrem Lichte die Welt belebt, erwärmt, erleuchtet, so werden die Gläubigen durch den Gnadenblick Gottes erquickt; ja sie können überhaupt nur soweit leben und atmen, als der Herr sein Angesicht über ihnen leuchten lässt. Unter dem Schild versteht der Psalmist unser Heil, das sonst unzähligen Gefahren ausgesetzt wäre, nun aber durch den göttlichen Schutz gehütet wird. Denn nicht genug, dass Gott nach seiner Gunst uns das Leben gibt; er tritt auch mit seiner Kraft den vielen Gefahren, die uns drohen, entgegen und beschützt uns. – Das Folgende: der Herr gibt Gnade und Ehre – könnte so gefasst werden: Die, welche Gott in dieser Welt mit seiner Gnade geziert hat, die wird er einst in seinem Reich mit himmlischer Ehre krönen. Doch dünkt mich diese Unterscheidung zu gesucht. Ich halte also die andere Auslegung für besser: Nachdem Gott mit seiner Gnade die Gläubigen umfangen hat, wird er sie zur höchsten Würde erheben und nicht ablassen, sie mit seinen Gaben reichlich zu versorgen. Das bestätigt auch das folgende Versglied: Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. Das heißt: Gottes Bereitwilligkeit zum Wohltun kann nie erschöpft werden und versiegen. Daraus ersehen wir zugleich, dass was sich etwa an Vorzügen bei uns findet, aus der reinen Gnade Gottes herfließt. Dabei wird den Verehrern Gottes noch der besondere Wink gegeben, dass ihr Leben auf Vollkommenheit angelegt sei.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Sie wissen, das Leben und der Dienst in der Fremde sind nicht ohne Gefahr. Die Zukunft birgt weiter Kämpfe und Prüfungen, Härten und Nöte in sich. Sie bleibt innerlich schwanger von Katastrophen und Gerichten, jeder Tag in ihr wird weiterhin mit einem Abend enden. Aber die Gerechten sind nicht ohne Hoffnung, sie wissen sich geborgen durch den Gott, der größer ist als alle Gefahren und Gerichte der Welt. Er bleibt ihnen auch in der Fremde die zinnengekrönte Burg, in die sie fliehen können, der Schild, der sie deckt vor den listigen Angriffen der Feinde. Nur diese Gewissheit konnte dem alttestamentlichen Frommen die Freude am Leben erhalten, das Leben auch in der Fremde lebenswert machen.
Mag der Inhalt und Aufbau des Psalmes anfänglich auch den Gedanken nahelegen, dass es dem frommen Pilger in seiner Sehnsucht doch letzthin nur sehr stark um den äußeren Kultus im Heiligtum zu Jerusalem gehe, so zeigt der Ausklang, dass es nicht der Kultus an sich ist, in dem der Glaube und die Sehnsucht ihre letzte Befriedigung fand. Die gottesdienstlichen Festfeiern zu Zion mit ihren kultischen Formen waren nur das zeitliche Strombett, in welchem dem Glauben die Wasser der Ewigkeit rauschten. Den Kultus musste die Pilgergemeinde in Jerusalem zurücklassen, der Gott der Offenbarung aber, den sie im Kultus neu geschaut und in seiner Gegenwart erlebt hatte, zog mit ihr hinaus in die Fremde. Von Ihm erwartete sie, dass Er ihr auch in der Ferne nicht das Gute, d. h. die Segnungen versagen wird, in denen ihr Heil zu jeder Zeit allein liegen kann.
Noch einmal wendet sich der Lobgesang in einer Anrede an Gott selbst und preist jeden selig, der Ihm vertraut.

Kroeker – Ausgewaehlte Psalmen

Der Schild ist für uns der Schild des Glaubens, des Vertrauens in das, was Gott ist. In der Tat, das ist Glaube. Er hat kein Vertrauen in den Menschen, in das, was wir sind. Ein solches Vertrauen wäre dem Schild Sauls vergleichbar, der zu einer endgültigen Niederlage führt, während der Glaube sein ganzes Vertrauen auf Gott setzt. Vermöchte Satan je Gott anzugreifen? Das einzige, was er zu tun vermag, ist dies, dass er in unsere Herzen Misstrauen gegen Ihn sät. So war es bei unseren ersten Eltern; ein einziger Gedanke des Misstrauens machte aus ihnen eine Beute des Feindes, der sich geschworen hatte, sie zu verderben. Die Pfeile, die der Böse gegen uns sendet, bezwecken, dass wir die Güte und die Macht Gottes bezweifeln. Was Adam im Paradies ins Verderben stürzte, diente auch zum Fall Israels in der Wüste. Das Volk zweifelte an Gott: Wie könnte uns Gott Wasser, Brot und Fleisch zu essen geben? Aber alle feurigen Pfeile des Bösen, die dazu bestimmt sind, in unseren Herzen Misstrauen und Zweifel bezüglich der Liebe und der Treue Gottes zu entfachen, prallen ab an der Zuversicht in Ihn, die der Glaube uns gibt. «Abraham zweifelte nicht an der Verheissung Gottes durch Unglauben, sondern wurde gestärkt im Glauben, Gott die Ehre gebend, und war der vollen Gewissheit, dass er, was er verheissen hatte, auch zu tun vermag» (Röm 4,20.21).
Durch das Wort Gottes wird der Glaube in unsere Herzen gepflanzt; und durch dasselbe Wort wird er auch darin unterhalten.
Beachte ferner, dass das Vertrauen in Gott in dem Mass wächst, wie das Selbstvertrauen abnimmt, und umgekehrt. Unser Vertrauen benötigt einen Gegenstand ausserhalb von uns selbst, eine göttliche Person, mächtig und vollkommen, auf die wir uns unbedingt stützen können. Und das ist es, was wir in Christus besitzen. Der Böse, der uns quälen und unter seine Gewalt bringen will, besitzt feurige Pfeile, die alles verbrennen, was sie berühren. Bei einer einzigen Person aber finden sie keinerlei Angriffsfläche und fallen zur Erde; vor dem Glauben an Christus prallen sie ab und verzehren sich selbst. Die Schlange, die herbeigerufen worden war, um Paulus zu töten, wurde durch eine einfache Bewegung der Hand des Apostels eine Beute des Feuers; seine Macht gegen sie bestand in seinem Glauben.
Möchten wir nie den Schild des Glaubens fallen lassen, das heisst, das unbedingte Vertrauen in das, was Gott ist!

Halte fest

Jehovah verspricht, für uns da zu sein – immer! Laßt uns das Leben derer betrachten, die als Männer des Glaubens bezeichnet werden – und wir werden feststellen, dass ihr Leben nie ohne Probleme war. ABER sie standen IMMER unter Jehovah Schutz! Und zwar nicht, weil sie sich unter „Gottes Volk“ befanden, sondern weil sie ein persönliches und gutes Verhältnis zum Schöpfer pflegten. Dazu gehörte auch, alle Schitte zu tun, die ER von ihnen erwartete.
Was erwartet ER heute von uns? Wie lautet der „große Auftrag“? Und müssen wir selbst für unseren Lebensunterhalt sorgen? Sollten wir uns politisch einmischen? Was sagt DEINE Bibel dazu? Wenn du dich also „tadellos“ an Gottes Wort hälst, dann wird Jehovah für den „Rest“ sorgen.