Jesu wirklicher Auftrag

Er hat zu mir gesagt: „Ich finde es zu wenig, dass du als mein Mitarbeiter nur den Job hast, Israel wieder hochzubringen und alle zurück nach Hause zu führen, die von den Israeliten noch übrig geblieben sind. Darum werde ich dich zu einem Leuchtturm für alle Menschen machen. Jeder soll sich an dem, was du sagst, orientieren können. Durch dich sollen alle Menschen, egal, wo sie leben, Hilfe bekommen.“
VolxBibel – Jesaja 49,6

ja, er spricht: Es ist zu gering, daß du mein Knecht seiest, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten von Israel zurückzubringen; ich habe dich auch zum Licht der Nationen gesetzt, (O. und ich werde dich… setzen) um mein Heil zu sein bis an das Ende der Erde
Elberfelder 1871 – Jes 49,6



War es ein „historischer Unfall“ dass Jesus nicht von seinem Volk angenommen wurde, sondern ans Holz geschlagen und getötet wurde??

Schau dir Jesaja 49 an – der Vater spricht hier zu seinem Sohn: es wäre zu wenig, wenn Jesus NUR über Israel als König zu regieren! Nein! Der Vater würde dafür sorgen, dass sein Sohn über die ganze Erde regieren würde UND Israel zurück bringen!
Dieser Vers hat sich noch nicht erfüllt – aber darauf zielt die Weltgeschichte Gottes hin – sein Sohn wird über die gesamte Erde regieren.

Coastlands, hör mir zu. Kapitel 49 beginnt mit dem Sprechen des Dieners. Er wurde Israel genannt (49: 3) und da er Ya’akov zu Gott zurückbringen wird (Verse 5–6), sollte er als der „Erlöser Israels“ identifiziert werden (Vers 7). . Der Messias verkörpert die Nation und erfüllt ihren ursprünglichen Zweck, indem er ein Licht für die Heiden ist, „damit sich mein Heil bis an die Enden der Erde ausbreiten kann“ (Vers 6). Gott bezeichnet ihn als den „Verachteten, den die Nationen verabscheuen“ (Vers 7). Der Messias wird seinem Volk helfen, in sein Land zurückzukehren, und ihre Entführer werden sie nicht halten können (Verse 9–13, 24–26; ​​51:11). Dies war kein Hinweis auf die Rückkehr aus Bavel, sondern eine zukünftige Rückkehr, denn die Juden werden „einige von weit her, einige aus dem Norden, einige aus dem Westen und einige aus dem Land Sinim“ (Assuan oder vielleicht als) kommen weit weg wie China; Vers 12). Die Kapitel 49–57 bilden den zweiten Hauptteil der zweiten Hälfte des Buches, und sein Schwerpunkt liegt auf der Erlösung durch den Diener-Messias. Gottes ultimativer Wiederherstellungsplan beinhaltet die persönliche und gemeinschaftliche Erlösung, die der Messias erlangt hat.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Die Verse 1–4 beschreiben den Messias in der Phase der Entmutigung, weil Israel seine messianischen Behauptungen ablehnt. Der beste Ort, um diese Verse zu erfüllen, ist, sie zu einem Teil seiner Qual von Gethsemane zu machen. Während die Verfasser des Evangeliums eine Facette seiner Qual betonen, offenbart Jesaja eine andere Facette: Er quälte sich über Israels Ablehnung seiner messianischen Behauptungen. Aus menschlicher Sicht würde dies bedeuten, dass seine messianische Mission scheiterte. Nach Lukas ‚Bericht über die Qual von Gethsemane in Lukas 22: 39–46 kommt zu diesem Zeitpunkt eine Botschaft von Gott dem Vater mittels eines Engels zum Messias.

Die Botschaft ist in den Versen 5–6: Und nun sagt Jehova, der mich von Mutterleib an geformt hat, um sein Diener zu sein, Jakob wieder zu ihm zu bringen und Israel zu ihm zu versammeln; (denn ich bin in den Augen Jehovas ehrenhaft, und mein Gott ist meine Stärke geworden;) Ja, er sagt: Es ist zu leicht, dass du mein Diener sein solltest, um die Stämme Jakobs zu erwecken und die Bewahrten wiederherzustellen von Israel: Ich werde dich auch den Heiden zum Licht geben, damit du mein Heil bis ans Ende der Welt bist.

Die Botschaft des Engels an den Messias lautet: Während sein Ziel darin besteht, die endgültige Wiederherstellung Israels herbeizuführen, sollte dies nicht die Gesamtheit der messianischen Mission sein. Dies allein wäre eine zu leichte oder zu einfache Mission gewesen, als dass der Messias nur der Restaurator Israels gewesen wäre. Auf diese Weise wird der Messias Gottes Rettung bis ans Ende der Welt sein. Die bildliche Aussage, das Ende der Erde, bezieht sich auf die größere nichtjüdische Welt und wird auch in Apostelgeschichte 1: 8 verwendet. Gott hatte eine umfassendere Mission, die beinhaltete, dass der Messias ein Licht für die Heiden sein sollte. Im Programm Gottes würde der Messias kommen und von seinem eigenen Volk abgelehnt werden, aber als Ergebnis dieser Ablehnung würde er dann ein Licht für die Heiden werden. Dies wird den ersten Teil der messianischen Mission gemäß Jesaja 42: 6 erfüllen.

Schließlich würde die Zeit, in der er ein Licht für die Heiden ist, enden und die Prophezeiungen von Vers 8 werden weitergehen: So spricht Jehova: In einer annehmbaren Zeit habe ich dir geantwortet, und an einem Tag der Erlösung habe ich dir geholfen; und ich werde dich bewahren und dir einen Bund des Volkes geben, um das Land zu erheben und sie das trostlose Erbe erben zu lassen.

Irgendwann wird das Programm, dass er ein Licht für die Heiden ist, zu Ende gehen und er wird wieder anfangen, sich mit Israel zu befassen, bis Israel als Nation ihn akzeptiert. Dann wird er ein Bund des Volkes sein; Er wird das ganze Volk im Land wiederherstellen und das ganze Land dem Volk geben. In Bezug auf die chronologische Abfolge soll er zuerst ein Licht für die Heiden sein, und dann wird er ein Bund des Volkes sein. Die hier in Jesaja 49 angegebene chronologische Reihenfolge entspricht der in Römer 9–11.

Die Errettung der Heiden war schon immer Teil der messianischen Mission des Alten Testaments, und wenn nur die jüdischen Gläubigen dies erkannt hätten, wären sie nicht überrascht worden. Was das Alte Testament sagte, würde passieren, das Neue Testament sagt, dass es passiert ist.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

„von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt“

Seitdem ich von eurem radikalen Vertrauen gehört habe und davon, wie sehr ihr alle andern Christen liebt, bin ich ständig dabei, mich bei Gott dafür zu bedanken! Ich bete auch ganz oft für euch!
Ich bitte dann Gott, er soll euch helfen, den Überblick zu behalten, damit ihr ihn immer besser kennenlernt und er euch zeigen kann, was er von euch will.
VolxBibel – Eph 1,15–17


Ich habe von eurem Glauben (»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.) an den Herrn Jesus
und eurer Liebe zu allen Heiligen (Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus.) gehört.
Das ist auch der Grund,
weshalb ich unablässig für euch danke –
und zwar jedes Mal,
wenn ich im Gebet (Gebet: Reden des Menschen mit Gott.) an euch denke.
BasisBibel – Epheser 1,15–16


Weshalb auch ich, nachdem ich gehört habe von dem Glauben an den Herrn Jesus, der in euch ist, und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, nicht aufhöre, für euch zu danken, euer erwähnend in meinen Gebeten, auf daß der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst, damit ihr, erleuchtet an den Augen eures Herzens, wisset, welches die Hoffnung seiner Berufung ist, und welches der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen,
Elberfelder Bibel 1905 – Eph 1,15–18

διὰ τοῦτο darum, deshalb. ἀκούσας Aor. Ptz. ἀκούω, temp. od. kaus. καθʼ ὑμᾶς poss. (A155) euren (B κατά II7b). τὴν εἰς πάντας τοὺς ἁγίους präp. Wendung m. Art. nachgestellt: zu allen Heiligen. Eph 1,16 παύομαι Med. παύω aufhören lassen; Med. aufhören. εὐ-χαριστῶν Ptz. -χαριστέω dankbar sein; Dank sagen, danken; präd. bei Verben des modifizierten Seins u. Tuns (A301), οὐ παύομαι εὐχαριστῶν ich danke unaufhörlich. ὑπὲρ ὑμῶν gehört zu εὐχαριστῶν od. ποιούμενος bzw. zu beiden. μνεία Erinnerung, Gedenken, Erwähnung. ποιούμενος Ptz. Med. ποιέω; μνείαν ποιέομαι = μνημονεύω gedenken, erwähnen (Med. zur Umschreibung des einfachen Verbalbegriffs, B II1); temp. προσευχή Gebet.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Das Herz im Neuen Testament

Diese alttestamentlichen Stellen deuten Dinge an, die kommen werden. Im Epheserbrief finden wir die Erfüllung dieser Verheißungen. In seinem Gebet für die Epheser sagt Paulus:

„15 Darum lasse auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, 16 nicht ab, für euch zu danken und in meinen Gebeten an euch zu gedenken, 1 7 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst, 18 erleuchtete Augen eures Verständnisses, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung und was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist, 19 was auch die überwältigende Größe seiner Kraftwirkung an uns ist, die wir glauben, gemäß der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke“ (Eph 1,15-19).

Da Jesus in Markus 12 die Worte von Mose wiederholt, sieht Paulus Christus als die Erfüllung aller Verheißungen des Alten Testaments. Jesus ist derjenige, der uns mit Gott versöhnt hat, indem er die Gebote seines Vaters vollkommen und von Herzen befolgte und die Strafe auf sich nahm, die wir als Gesetzesbrecher verdient haben. Jesus sendet auch den Heiligen Geist, der dem Gläubigen ein neues Herz gibt, das Gesetz auf dieses Herz schreibt und ihm neue Kraft und Sehnsucht gibt, Gottes Gebote zu befolgen. In Epheser 4, 5 und 6 beschreibt Paulus detailliert, wie das Leben als Christ als Folge davon aussehen wird.
Nichts könnte hoffnungsvoller und befreiender sein als das Bild, das uns in diesen drei Bibelstellen gezeigt wurde. Mein Leben wird nicht von meiner Erziehung, meinem körperlichen Zustand, meiner Bildung, meinen Emotionen oder irgendetwas anderem bestimmt! Weil Gott jede Vorsorge getroffen hat, um mein grundlegendes Bedürfnis — erlöst zu werden — zu stillen, kann ich Zuversicht und Freude haben, dass Veränderung für mich wirklich möglich ist. Mein größtes Problem und Hindernis — mein eigensinniges, sündiges Herz – ist behandelt worden! Gott hat mich erlöst und mir ein neues Herz gegeben.
Wie reagieren Sie auf die Umstände des Lebens? Wo sehen Sie gute Frucht in ihrem Leben? Wo sind Sie geduldig gewesen mit jemandem, der Sie zum Zorn gereizt hat? Wo haben Sie jemanden liebevoll angesprochen, der Sie eingeschüchtert hat? Welche schwierige Situation in der letzten Zeit hat Sie geprüft und gezeigt, dass Ihr Glaube echt ist? Welcher Segen in der letzten Zeit hat Sie geprüft und gezeigt, dass Ihr Glaube echt ist? Wählen Sie eine dieser Fragen aus und denken Sie darüber nach, was für ein Herz solche Frucht hervorbringt. Wie haben Sie klug in Ihrem Erlöser geruht und sich auf ihn verlassen? Worüber haben Sie gezielt Buße getan (abgelegt), und was haben Sie danach geglaubt (angezogen), das Sie zum Handeln angetrieben und ermutigt hat? Welche neu erkannten Wahrheiten über den Retter haben begonnen, Ihr Herz zu erfüllen und Ihr Leben zu verwandeln?

Alles anders – aber wie?

Nachdem der in Paulusbriefen eingangs übliche Dank in V. 3-14 zu einem Lobpsalm auf das Handeln Gottes geraten war, kommt es nun in V. 15-16 a zu einem nur kurzen Dank des Apostels für seine Leser. Das »Deshalb« verbindet dabei den Lobpsalm und den Dank: Gerade weil Gott solch eine Fülle von Segnungen von Ewigkeit her für seine Kinder geplant und sie damit beschenkt hat, ist Paulus so besonders dankbar, wenn er nun am Glauben und der Liebe seiner Leser erkennt, dass sie als Christen leben und damit Menschen sind, denen all jene Segnungen gelten. Überblickt man in den Paulusbriefen alle Äußerungen des Apostels zum Gebet, überwiegen bei ihm Danken und Loben – obwohl auch Bitte und Fürbitte ihren wichtigen Platz haben. Wenn im vorliegenden Fall der Dank vergleichsweise kurz ausfällt, erklärt sich das auf dem Hintergrund des vorangehenden ausführlichen Lobpreises.

Zwei Dinge hat Paulus von den Empfängern seines Briefes gehört: 1.) Sie haben »Glauben im Herrn Jesus«. Ähnlich wie in Kol 1,4 ist hier nicht vom Glauben »an den Herrn Jesus«, sondern vom Glauben »im Herrn Jesus« die Rede. Damit liegt der Akzent nicht auf Jesus als dem Ziel, sondern auf Jesus als der Basis des Glaubens. In der Lebensgemeinschaft mit Jesus als dem Herrn gedeiht jenes Vertrauen, das Gott in seinen Zusagen immer wieder beim Wort nimmt und seine verheißenen Heilsgaben annimmt. Der Glaube wurzelt in Jesus und verbindet mit ihm. 2.) Zugleich zeigt sich bei den Gläubigen die »Liebe zu allen Heiligen«. Lebendiges Christsein äußert sich immer in doppelter Weise: in der Glaubensverbindung »nach oben« zum Herrn – und in der Liebesbeziehung »nach rechts und links« zu den Glaubensgeschwistern. Die »Liebe« (Agape), von der hier die Rede ist, meint jene selbstlose Zuwendung, die auf den anderen nicht erst zugeht, wenn er liebenswürdig erscheint, sondern bedingungslos und auf Vorschuss liebt. Dieses Wort Agape wurde außerhalb der Bibel kaum für »Liebe« verwendet; in der Bibel, vor allem in den neutestamentlichen Briefen, wurde dieser unverbrauchte Begriff dagegen zum zentralen Wort für Liebe. Es geht dabei nicht um jenes menschenmögliche Lieben des Liebenswerten, sondern um die gebende Liebe, die letztlich sogar den Feind liebt (vgl. Mt 5,43-47). Damit ist auch klar, dass diese Liebe nicht nur solchen Heiligen (vgl. V. 1) gelten kann, die besonders sympathisch erscheinen, sondern dass sie »alle Heiligen« umfassen muss. Allerdings haben auch Christen diese Liebe nicht selbstverständlich und ein für alle Mal gepachtet, weshalb Paulus die gleichen Leser, über deren Liebe er sich jetzt freut, in Eph 5,1ff. auffordert, bei dieser Liebe zu bleiben.

Gerade in spannungsreichen Zeiten ist es nicht selbstverständlich, dass Glaube und Liebe keinen Schaden nehmen. Seit längerem war Paulus, der gerade im Gefängnis ist (Eph 3,1; 6,20), nicht mehr bei seinen Lesern in der Provinz Asia und in Ephesus, wo gerade viel Anfechtung durch Irrlehrer herrscht (s. die Einleitung). Nun aber hat er – vielleicht durch Epaphras? (vgl. Kol 1,7ff.) – von ihrem nach wie vor lebendigen Glauben und ihrer Liebe »gehört«. Deshalb kann er schreiben: Seither »höre ich auch nicht auf für euch zu danken« (vgl. Kol 1,3-9). Auf Nachrichten über das Ergehen seiner Gemeinden reagiert der Apostel nicht nur einmal mit einem Gebet, vielmehr bewegt ihn ihr Wohl und Wehe beständig in seinem Gebetsleben. Gerade weil es nicht selbstverständlich ist, dass Menschen in einer heilen Beziehung zu Gott und ihren Mitchristen leben, dankt er Gott unablässig dafür.

Vorschlag zur Bibelarbeit über Epheser 1,15-16
Einleitung:
Beobachten wir einmal unser eigenes Gebetsleben – oder auch die öffentlichen Gebete in unseren Gottesdiensten oder Gebetsgemeinschaften: Wie viel Raum nimmt da das Danken ein? Häufig zeigt sich eine gewisse Armut an Dank. Ist uns vieles zu selbstverständlich? Sind wir zu sehr auf das ausgerichtet, was wir noch wollen oder brauchen – und vergessen das, was wir von Gott her schon haben? Vielleicht fallen uns noch andere Gründe ein. Ein Blick in die Konkordanz unter dem Stichwort »Dank/danken« kann uns aber zeigen, dass Armut im Danken nicht biblisch ist. Vielmehr ruft die Bibel zu beständigem Danken auf.

Durchführung:
Thema: Danken ohne durchzuhängen
Für die Bibelarbeit ist zu überlegen, ob man besser mit V. 15 oder V. 16 a einsteigt. Man kann also mit a) oder b) beginnen:

a) Warum danken?

V. 15 gibt uns darauf die Antwort, und zwar in doppelter Weise. Zunächst gehen wir auf das einleitende »Deshalb« ein. Paulus lobt nicht nur Gott angesichts seines großen Heilsplans (V. 3-14), sondern er dankt für die reiche Beschenkung seiner Mitchristen: Sie sind erwählt und zur Gotteskindschaft bestimmt, sie sind erlöst und mit Erkenntnis des Heilswillens Gottes beschenkt, und auch sie gehören zur Schar der Lobsänger Gottes! Woher weiß er das? Weil er geistliche Lebenszeichen bei ihnen gehört hat. Welche Bilder fallen uns dazu ein? Stellen wir uns vor, man sucht nach einem Erdbeben unter einem Haus nach überlebenden Verschütteten. Plötzlich ein Lebenszeichen! Dan ist die Freude und Dankbarkeit groß! Man weiß: Sie sind noch am Leben. Alles, was das Leben zu bieten hat, ist ihnen wie neu geschenkt! So ist das hier im Epheserbrief: Durch Irrlehrer war es in der Provinz Asia zu einem »geistlichen Erdbeben« gekommen. Aber jetzt hat Paulus ein geistliches Lebenszeichen von den Christen dort erhalten. Hier könnte nun über »Glaube« und »Liebe« als grundlegende geistliche Lebenszeichen gesprochen werden: Wenn diese beiden fehlen, ist es so, als wären bei einem Menschen Herz und Atmung ausgefallen. Sind die geistlichen Lebenszeichen aber da, gehört diesem Menschen alles, was Gott von Ewigkeit her an Gaben für ihn bereitet hat.
b) Wie danken?
Zum einen: Paulus dankt unablässig. Und zum andern: Er dankt – nicht einfach für sich und das, was er von Gott bekommen hat, sondern dankt er für die geistlichen Lebenszeichen, die er bei andern entdeckt und für das, was Gott für seine Glaubensgeschwister bereit hat. An dieser doppelten Messlatte sollten wir einmal unser eigenes Danken messen. Paulus »hing nicht durch«, was das Danken betraf. Haben Sie vielleicht selbst schon erlebt, wie Gott eine lange währende Bitte erhört hat – und dann wurde die Sache mit einem kurzen Dank abgehakt? Wie oft haben Sie Gott schon für Ihren Ehepartner gedankt? Wie oft für die Gesundheit ihrer Kinder oder die eigene Gesundheit? Wie oft für Ihre Gemeinde? – Und dann müsste der Horizont des Dankens weitergehen zu dem, was Gott an anderen tat und tut, nah oder fern. Hier wäre es gut, einmal Zettel und Schreibstift zu nehmen und zu notieren, für welche Dinge im Leben anderer Menschen Sie Gott danken könnten. Denn »Danken ohne durchzuhängen« ist wirklich ein lohnendes und außerordentlich wichtiges Thema für uns Christen.

Noch in V. 16 geht der Bericht über das Danken zur Fürbitte über: »wobei ich (zugleich) an euch denke in meinen Gebeten …« Auch wenn Lob und Dank betont voranstehen, gehören für den Apostel Dank und Bitte beim Beten doch zusammen. Wo nur noch gelobt und gedankt wird, droht die Gefahr schwärmerischer Unnüchternheit; wo nur die Bitte erklingt, wird vergessen, was Gott uns Gutes getan hat. Das »An -Euch -Denken« (wörtlich: »Gedenken üben«) drückt aus, dass Paulus die Christen in Asia im Gebet nicht vergisst, sondern dass ihre Bedürfnisse ihm beim Beten vor Augen stehen und zu Bitten werden.

Gerhardt Maier – Edition C

Wow – Paulus ist Missionar – dann arbeitet er für seinen eigenen Unterhalt als Zeltmachen – und dann hat er noch Zeit regelmäßig zu beten! Was für ein ausgefülltes Leben! Und bemerkenswert: er konzentriert sich bei seinem Gespräch mit unserem himmlischen Vater nicht auf die Fehler und Macken – und auch nicht über die Politik seiner Zeit. Im Gegenteil: er hat sich auf die schönen Seiten seiner Mitbrüder konzentriert! Was für ein schönes Beispiel!

Was ist Liebe

Gott ist aber noch derber drauf als das. Er beweist seine Liebe für uns dadurch, dass Jesus für uns gestorben ist, obwohl wir sogar noch total dreckig und schlecht waren.
VolxBibel – Römer 5,8

Gott aber empfiehlt seine eigene Liebe zu uns dadurch, daß Christus für uns starb, während wir noch Sünder waren.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Römer 5,8

Gott aber erweist seine Liebe gegen uns darin, daß Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.
Elberfelder 1871 – Röm 5,8

de.logos.com

(Auf dem Bild von der hebräsichen Ausgabe kann man sehen, dass hier der Begriff Gott nicht mit Jehovah wiedergegeben wird.)

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testamentσυν-ίστημι zusammenbringen; darstellen, erweisen, beweisen. ὅτι hier = ἐν τούτῳ ὅτι dadurch, dass (B 1c). ὄντων Ptz. εἰμί, gen. abs. (A288), temp.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Als nächstes geht Paulus nun zur Beschreibung des Wesens der Liebe Gottes über und erklärt, inwiefern sie die Hoffnung der Gläubigen sicherstellt. Gott hat seine Liebe im Tod seines Sohnes, Jesus Christus, erwiesen. Das geschah schon zu der Zeit, als wir noch schwach (asthenOn; vgl. Joh 5,5) waren, und es geschah für (hyper) uns Gottlose (asebOn; vgl. Röm 4,5). Christi Tod war ein stellvertretender Tod, er starb für andere. Die griechische Präposition hyper bedeutet meist „wegen“, manchmal allerdings auch „anstelle von“, wie aus Röm 5,7 ,wo ebenfalls hyper steht, hervorgeht. Eine Person, die bereit ist, um eines Gerechten oder um des Guten willen zu sterben, bietet sich selbst als Ersatz an, damit der Gerechte leben kann bzw. die gute Sache siegt. Darin liegt der höchste Ausdruck menschlicher Liebe und Hingabe. Die Liebe Gottes aber ist dieser Liebe sowohl ihrem Wesen als auch ihrem Ausmaß nach völlig entgegengesetzt, denn Gott erweist (das Präsens deutet auch hier wieder auf die fortdauernde Handlung hin) seine Liebe zu uns darin, daß Christus für (hyper, „anstelle von uns“) uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Es mag zwar durchaus vorkommen, daß ein Mensch um eines guten Menschen oder einer guten Sache willen sein Leben wagt – wenngleich auch das sehr selten ist -, doch Christus tat mehr als das. Er starb anstelle der Schwachen (V.6), der Gottlosen (V.6; Röm 4,5), der Sünder (Röm 5,8) und sogar seiner Feinde (V 10)!

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Nun wird der Kontrast in die richtige Perspektive gerückt. Menschliche Liebe würde bestenfalls für einen gütigen Menschen ein Opfer bringen. Diese Möglichkeit wird von der Gewißheit übertroffen, was Gott getan hat. Er verkündet Seine Liebe, präsentiert sie in ihrem wahren Charakter. Sie ist eine Demonstration Seiner unverdienten Zuwendung. Aus Seiner eigenen Gütigkeit heraus erweist Er Sein göttliches Mitgefühl, das in keiner Weise von den Menschen, denen Seine Liebe galt, ausgelöst wurde. Diese Menschen werden hier nicht als gut beschrieben, sondern als das identifiziert, was sie sind: als Sünder. Das hier verwendete Wort ist das allgemeinste und umfassendste Wort für Sünder. Für niemanden gibt es irgendeine Möglichkeit, durch die Maschen des Netzes zu schlüpfen. Alle Menschen allen Alters an allen Orten stehen unter dem Urteil, wie bereits an früherer Stelle gesagt wurde: »Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes« (3,23).
    Die Liebe Gottes erfordert keinen Fortschritt im moralischen Maßstab, bevor sie wirksam wird. Das Wunder dieser Liebe besteht darin, daß sie erwiesen wurde, »als wir noch Sünder waren«. Der höchst unwahrscheinliche Erweis Seiner Liebe wird mit wenigen Worten erklärt: »Christus ist für uns gestorben.« Zur bestimmten Zeit starb Christus für Gottlose. Nun wird dies persönlicher angewendet: Christus starb für uns. Es gibt keine Ausnahmen. Alle sind darin eingeschlossen. Auch solche, die als gute und leuchtende Vorbilder angesehen sind, werden mit allen anderen zu der einen Gruppe gerechnet. Allgemein gesagt, sind alle gottlos und alle brauchen Errettung. Mit persönlicherem Unterton kann man jedoch sagen, daß die Tatsache unausweichlich ist: »Christus ist für uns gestorben.« Der Apostel schließt darin auch sich selbst und seine Mitarbeiter ein, wodurch er allen Lesern des Briefes klar macht, daß es keine Ausnahmen gibt. Die ganze Welt braucht Errettung, und das Mittel zum Heil ist für alle vorhanden: »Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab.« Paulus verfügte noch nicht über das Johannesevangelium, doch sicherlich war er sich über die Reichweite der Liebe Gottes zur Menschheit im Klaren. Bei seinem Eröffnen der Wahrheit des Evangeliums macht er diese Liebe bekannt, wo immer er Gelegenheit dazu findet.

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Der Apostel stellt noch einmal fest, dass Christi freiwillige Selbsthingabe zu einer Zeit erfolgte, als wir noch Sünder waren. Welch einen schweren Inhalt für ihn der Begriff Sünder oder das hamartolon onton hatte, darüber hat er keinen Zweifel gelassen. In Gottes Heilsoffenbarung und deren Beziehung zum Menschen konnte aber nicht der Mensch als Sünder oder der Mensch in seinem Widerspruch gegen Gott das letzte Wort behalten. Das letzte Wort gehört Gott. Dieses Wort offenbarte Gott aber in der Sendung seines Sohnes, und zwar als Wort seiner Liebe. Selbst durch das Kreuz konnten gottlose und fromme Sünder das Wort seiner Liebe nicht zum Schweigen bringen. In dem Augenblick, wo der Mensch am schwersten durch die Verwerfung Jesu gegen Gott frevelte, sprach sie am lautesten von Vergebung, Gnade und Rettung. Das ist Gottes Triumph in seiner Gnade über die Sprache des Menschen in seiner Schuld.

Der Apostel will hier aber besonders die eigentümliche Art der göttlichen Liebeserweisung hervorheben und betonen. Denn in ihrer Art erhebt sie sich weit über alles, was unter Menschen je als Liebe geübt worden ist. Wären die Menschen Gerechte oder Freunde gewesen, dann könnte man die Liebe Gottes, wie sie sich im Tode Jesu offenbart, eventuell noch verstehen. In der Versöhnung der Menschheit geht es aber um Schwache und Ohnmächtige, um Sünder und Gottlose, um Frevler und Feinde. Auf diese, und nicht auf Gerechte und Freunde, ist die Offenbarung der Liebe in jeder ihrer einzelnen Heilshandlungen gerichtet. Wenn Gott in seiner Liebe nun die Versöhnung dieser vollbracht hat, um wieviel gewisser, pollo mallon, oder auch um wieviel reichlicher wird sie hinfort auch das Letzte vollbringen, die Rettung vom Zorn [189] und die Vollendung der Versöhnten. Wohl mit Recht hebt Godet hier hervor: „Wer das Größere getan, und zwar für Feinde, wird jedenfalls das Kleinere tun für dieselben Personen, die seine Freunde geworden sind.“

Damit will Paulus aber auch hier nicht den Schwerpunkt der Rettung vom Zorn oder die Gewissheit der Vollendung der Versöhnten etwa von Gott auf den gerechtfertigten Menschen verlegen. Nicht in sich selbst tragen die Gerechtgesprochenen die Garantie, dass sie vor dem Zorn des Gerichts bewahrt werden sollen und dass sie sich der Vollendung ihrer Seligkeit gewiss sein können. Sie finden sie aber im Ratschluss und im Handeln Gottes. Sie sind ja Gott gegenüber in ihrer Lebenshaltung und Gesinnung nicht mehr Feinde. Sie sind Kinder der Liebe und in ihrer Glaubenshingabe offen für das Wirken des Geistes Gottes. Sie freveln in ihren Leidenschaften ja nicht mehr gegen Gott, vielmehr dienen sie ihm in freier Hingabe der Liebe und des Glaubens. So stark der Mensch auch für die ihm geschenkte neue Kindesstellung mit verantwortlich gemacht wird, seine Heilsgewissheit und seine Heilsvollendung sind ihm verbürgt allein in Gottes Vaterverhältnis zu den Versöhnten. Die Bürgschaft liegt mithin nicht in der Frömmigkeit und in der Hingabe der zum ewigen Leben Berufenen und Begnadeten.

Kroeker – Römerbrief

Jesus zieht sich trotz meiner Sünde nicht von mir zurück. Auch wenn meine Sünde mir wie eine Milchglasscheibe den Blick auf Gott versperrt und ich ihn auf der anderen Seite nur erahnen kann, geht Gott nicht weg, sondern wartet auf meine Buße. Er kann und wird mich immer auf die gleiche Weise lieben, und zwar mit der Liebe, die er am Kreuz gezeigt und bewiesen hat.
Auch wenn wir das kaum glauben können: Nichts kann uns von der Liebe Christi scheiden (Römer 8,35.38-39). So wie Jesus uns am Kreuz geliebt hat, liebt er uns bis zum Schluss. Und wenn er uns schon so geliebt hat, als wir noch Sünder waren (Römer 5,8), wie viel mehr dürfen wir uns derselben Liebe dann jetzt bewusst sein, wo wir Kinder Gottes sind (1Johannes 3,1)? Egal wie dein Leben gerade aussieht – vielleicht gibt es tief in deiner Persönlichkeit wurzelnde Sünde, von der du denkst, dass du sie nie los wirst, oder es gibt Eheprobleme, die aussichtslos erscheinen -, vergiss eines nicht: Gott liebt dich so wie am ersten Tag.
Wir sind aus Gnade gerettet (Römer 3,24), dürfen täglich zum „Thron der Gnade“ treten, um Barmherzigkeit und Gnade zu empfangen (Hebräer 4,16) und erwarten die Wiederkunft Jesu, der uns seine Gnade mitbringt (1Petrus 2,13). Unser ganzes Leben ist in Gnade eingebettet und soll von ihr beherrscht werden (Römer 5,21). Gott liebt uns nicht für unsere Leistung oder weil wir nie Fehler machen! Er liebt uns, weil wir seine Kinder sind. Und dasselbe tut Salomo im Umgang mit Sulamith. Er liebt sie nicht, weil sie die perfekte Ehefrau ist – das wird sie nie sein -, sondern er liebt sie, weil sie seine Frau ist.

K. Fischer – Crashkurs Leidenschaft

Das Jehovah seine Liebe zu uns zeigte, als wir Sünder waren – sollte unser Leben völlig verändern! Wer wirklich ein Christ ist, kann nicht Hass und Wut in seinem Herzen hegen. Er muss sich nicht anstrengen, ein guter Mensch zu sein – sondern spiegelt den himmlischen Vater wider.

mich niedrig und klein machen?

Demütiget euch vor dem Herrn, und er wird euch erhöhen.
Elberfelder 1871 – Jakobus 4,10

Macht euch vor dem Herrn* niedrig und klein,
dann wird er euch groß machen.
BasisBibel – Jakobus 4,10

Unterwerft euch Gott, macht euch klar, wie winzig ihr für ihn seid. Dann wird er euch aufheben und euch ganz groß machen!
Volxbibel – Jakobus 4,10

Erniedrigt euch in den Augen Jehovas, und er wird euch erhöhen.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Jakobus 4,10

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ταπεινώθητε Aor. Imp. Pass. ταπεινόω niedrig machen; übertr. erniedrigen; demütigen; Pass. reflexiv. καί V. 7. ὑψώσει Fut. ὑψόω erhöhen.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Der Nutzen der Gerechtigkeit
Wiederum ist der Schlüssel die Demut. Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen. Der Weg nach oben führt über die Selbsterniedrigung, denn der Niedrige wird erhöht. Die Demut bringt letztlich großen Nutzen für den Gläubigen, ja sie bringt ihn zu Ehren.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Neid und Eifersucht sind Mittel, mit denen Menschen „nach oben“ kommen wollen, mit denen sie sich Anerkennung zu erwerben suchen. Oft scheint dieser Weg von Erfolg gekrönt zu sein. Der Teufel begünstigt den Hochmütigen und den Geringen macht er noch kleiner. Das kann als Anfechtung erfahren werden.

Bei Gott aber gilt die umgekehrte Regel: seine Art ist es, die Kleinen aufzurichten. Wer vor Gott über seine Schuld trauert, den nimmt er in Freuden an; wer arm ist vor ihm, den macht er reich (Lk 6,20 ); wer jetzt weint, der wird einmal lachen können (Lk 6,21 ) und ihm werden die Tränen abgewischt werden (Jes 61,3; Ps 126,5.6; Offb 7,17 ); wer vor ihm niedergeschlagen ist, den richtet er auf. Vergl. Hiob 5,11; 22,29; Ps 149,4; Spr 3,34; Hes 17,24; 21,31 .

Vor Gott gilt: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht“ (Mt 23,12 par.; Lk 14,11; 18,14 ). Wenn das stimmt, dann kann das für einen Menschen, der Gott nahe kommen möchte, nur bedeuten, dass er sich in die Niedrigkeit vor Gott begibt. Deshalb fordert Jak dazu auf: Demütigt euch vor dem Herrn und er wird euch erhöhen!

Wuppertaler Studienbibel

Und schließlich sollten wir uns »vor dem Herrn demütigen«. Wenn wir aufrichtig unseren Platz im Staub zu seinen Füßen einnehmen, wird er uns zu seiner Zeit erhöhen.
So sollten wir also reagieren, wenn der Herr uns zeigt, wie wir sind. Das ist jedoch viel zu oft nicht der Fall. Manchmal sind wir zum Beispiel in einer Versammlung, und Gott spricht sehr deutlich zu unserem Herzen. Für den Augenblick sind wir aufgewühlt und voller guter Vorsätze. Aber wenn der Abend vorbei ist, reden wir angeregt und leichten Herzens über das Wetter. Die ganze, von Hingabe geprägte Atmosphäre ist dahin, die Kraft verschwendet und der Geist Gottes wird betrübt.

Kommentar zum Neuen Testament



Hier mal wieder ein Vers, in dem die hebräischen Bibeln anstatt HERR den Namen Jehovah einsetzten! Leider glauben die meisten Christen, dass hier Jesus stehen müsste – aber der Name Gottes „als Gesamtheit“ ist Jehovah – nur der Sohn heißt Jesus. (Siehe dazu Sprüche 30,4).

„Er trägt die Babyschafe auf dem Arm“

Siehe da, euer Gott! Siehe, der Herr, Jehova, kommt mit Kraft, (Eig als ein Starker) und sein Arm übt Herrschaft für ihn; siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung geht vor ihm her. Er wird seine Herde weiden wie ein Hirt, die Lämmer wird er in seinen Arm nehmen und in seinem Busen tragen, die Säugenden wird er sanft leiten.
Elberfelder 1871 – Jes 40,10–11

Seht! der Herr Jehova tritt mit Macht einher, und mit gebieterischem Arm! Es folgt Vergeltung ihm, voran geht ihm Belohnung. Er weidet als ein Hirt seine Heerde, er trägt mit seinem Arm die Lämmer zusammen, ja trägt in seinem Busen sie, und führet sanft die Mütter.
van Ess 1858 – Jes 40,10–11

Siehe, der Herr, Jehovah kommt mit Stärke, und Sein Arm herrscht für Ihn. Siehe, Sein Lohn ist bei Ihm und Sein Werk vor Ihm. Jes 35,4; 62,11; Röm 2,6f; Ps 68,12; 87,3.
Er weidet wie ein Hirte Seine Herde (Trift), bringt die Lämmchen zusammen in Seinen Arm und trägt sie in Seinem Busen und leitet die Säugenden. 1Mo 33,13; Ez 34,11.23; Ez 37,24; Lk 15,4f; Joh 10,11.12; 21,15.
Tafelbibel – Jes 40,10–11


Und Gott kommt heftig, mit viel Power, er kommt als Sieger. Er bringt seinen Pokal gleich mit. Die Leute, die er befreit hat, sind nämlich bei ihm.
Er führt sie wie ein guter Pilot sein Flugzeug. Er will das Beste aus ihnen rausholen, wie ein guter Fußballtrainer aus seiner Mannschaft. Er leitet sie wie ein Hirte, der auf seine Schafe aufpasst. Er trägt die Babyschafe auf dem Arm, die Muttertiere führt er und beschützt sie.“
VolxBibel – Jes 40,10–11

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Vielleicht ist derjenige, der gute Botschaft an Jerusalem verkündigen soll, ein Mensch, der Jesajas Botschaft zu überbringen hat (andere Übersetzungen sehen Jerusalem selbst als Botin an). Der Botschafter soll es laut den Städten in Juda verkündigen, daß Gott nach Jerusalem kommt (V. 9 ) und sein Volk aus der Gefangenschaft zurückbringt. Vermutlich dachte Jesaja, daß diese Rückkehr aus dem Exil direkt in das Tausendjährige Reich einmünden würde. Andere, später geschriebene Bibelstellen zeigen dagegen die große Zeitspanne an, die zwischen diesen beiden Ereignissen liegt. Gott wird zunächst als der gewaltige HERR beschrieben, ein mächtiger, erobernder König (V. 10 ). Er regiert nicht nur mit Macht, sondern er bringt auch Beute ( was er sich erwarb ) mit sich. Arm bedeutet Stärke, ein von Jesaja oft benutztes Bild ( Jes 40,10; Jes 51,5 [zweimal].9; Jes 52,10; 53,1; 59,1.16; 60,4; 62,8; 63,5.12 ). Dann beschreibt Jesaja Gott als einen guten Hirten (vgl. Ps 23,1; 80,2; Joh 10,11.14; Hebr 13,20; 1Pet 2,25; 5,4 ), der die schwachen und hilflosen Schafe seiner Herde voller Sorgfalt trägt und führt (vgl. Jer 13,17.20; Mi 4,8; 5,4; 7,14; Sach 10,3 ). Diese beiden Aspekte des Charakters Gottes werden in diesem zweiten Hauptteil des Buches Jesaja immer wieder betont.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Der Prophet hört die Stimme eines himmlischen Herolds (Engels). Vorbereitet wird durch sie die Heimkehr des Volkes; aber man soll sehen, dass es der HERR ist, der hier handelt. Indem er sein Volk befreit, wird allen Völkern (alles Fleisch = alle Menschen) seine Macht und →Herrlichkeit offenbar. In Babylon gab es prachtvolle Straßen, auf denen die Götterbilder in Prozessionen herumgeführt wurden. Der Gott Israels dagegen lässt eine Straße für sich bauen, auf der er sein Volk nach Hause führen will (V. 10–11).

Einführungen und Erklärungen aus der Stuttgarter Erklärungsbibel

Wie die Kirche hat Israel eine Beziehung zwischen Hirten und Schafen zu Gott. Der einzigartige Hirte ist Gott, die Vielzahl der Hirten sind die jüdischen Führer und das Schaf oder die Herde ist Israel (Ps. 28: 9; 78:52; 80: 1).
Ein Beispiel für diese Beziehung ist Jeremia 23: 1–4. Gott beschuldigt die jüdischen Führer (Hirten), die Zerstreuung Israels verursacht zu haben (zerstreue die Schafe von meiner Weide) und gibt ihnen die Schuld (Vers 1). Gott verkündet sein Gericht (Vers 2): Was sie der Herde angetan haben, wird er ihnen antun. In der Zwischenzeit beabsichtigt Gott, den Rest meiner Herde wieder zu sammeln und in das Land zurückzubringen (Vers 3). Zu dieser Zeit wird Gott Israel rechtschaffene Hirten geben, die die Herde mit Wissen und Verständnis ernähren und niemals schuldig sein werden, Israel in die Irre geführt zu haben (Vers 4). Der gleiche Punkt wurde früher in Jeremia 3:15 gemacht. An diesem Tag wird Gott selbst ihr oberster Hirte sein, der sich um sie kümmert, selbst wenn sie von menschlichen Hirten regiert werden (Jes 40,11; Jer 31,10).
Eine ausführliche Behandlung dieses Motivs findet sich in Hesekiel 34: 1-31. Es ist eine Prophezeiung gegen die Hirten Israels, die Führung Israels, die schuldig ist, die Herde in die Irre geführt und die Herde nicht gefüttert zu haben, sondern sich frei von der Herde zu ernähren und sie schließlich zu zerstreuen (Verse 1-5). Gott wird nun die Hirten richten und sie werden aus der Führung entfernt (Verse 6-10). Die Schafe wird er von überall her sammeln, um sie ins Land zurückzubringen, und dort werden sie gefüttert, bewässert und geheilt (Verse 11-16). In Vorbereitung auf die endgültige Versammlung der Herde wird Gott die einzelnen Schafe richten und ein Teil der Herde wird wegen ihrer Sünden zerstört (Verse 17-22). Der Überrest, der endgültig wiederhergestellt wird, wird einen menschlichen Hirten über sich haben, den auferstandenen König David (Verse 23-24; vgl. Hesekiel 37:24). Zu dieser Zeit wird die Herde in den Neuen Bund eintreten und die Früchte des Landes voll genießen können (Verse 25–29), denn Israel ist die Herde Gottes (Verse 30–31).

Fruchtenbaum – Messiansicher Link

Was für ein Wort: der Allmächtige, der alle Macht hat – handelt doch nicht mit Gewalt sondern wie ein Hirte!
Und ER ist DER HIRTE – es wird keinen anderen Hirten geben, auch keine Hirtenklasse.
Und aufgefallen? In Offenbarung 22,12 wird sich auf diesen Vers bezogen.

„Seid stark! Fürchtet euch nicht.“

Stärkt die schwachen Hände, und festigt die Knie, die wanken. Sagt zu denen, die ängstlichen Herzens sind: „Seid stark. Fürchtet euch nicht. Seht, euer eigener Gott, mit Rache wird er kommen, ja Gott mit Vergeltung. Er selbst wird kommen und euch retten.“ Zu jener Zeit werden die Augen der Blinden geöffnet, und die Ohren der Tauben, sie werden aufgetan. Zu jener Zeit wird der Lahme klettern wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird jubeln. Denn in der Wildnis werden Wasser hervorgebrochen sein und Wildbäche in der Wüstenebene.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Jesaja 35,3–6

Die Wüste und das dürre Land werden sich freuen, und die Steppe wird frohlocken und aufblühen wie eine Narzisse. Sie wird in voller Blüte stehen und frohlocken, ja, frohlockend und jubelnd; die Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, die Pracht des Karmel und Sarons: sehen werden sie die Herrlichkeit Jehovas, die Pracht unseres Gottes. Stärket die schlaffen Hände und befestiget die wankenden Kniee! Saget zu denen, welche zaghaften Herzens sind: Seid stark, fürchtet euch nicht! siehe, euer Gott kommt, Rache kommt, die Vergeltung Gottes! er selbst kommt und wird euch retten.
Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden; dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch, und aufjauchzen wird die Zunge des Stummen. Denn es brechen Wasser hervor in der Wüste, und Bäche in der Steppe;
Elberfelder 1871 – Jesaja 35,1–6

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Im Tausendjährigen Reich wird die Wüste zu einem fruchtbaren Land werden (vgl. Jes 32,15 ). Die trockenen Gegenden des Landes werden fruchtbar (bildlich: fröhlich ) sein und blühen. Gott wird offensichtlich klimatische Veränderungen schaffen, die mehr Regen in jenen Gegenden zur Folge haben. Libanon, Karmel und Scharon , die öde geworden sind (vgl. Jes 33,9 und die Anmerkungen dort), werden wieder zu landwirtschaftlich ertragreichen Gegenden. Die Menschen in jenen Gebieten werden die Herrlichkeit des HERRN sehen, d. h. sie werden die Fruchtbarkeit sehen, die aus der Gerechtigkeit kommt. Und sie werden ihn selbst sehen, der in ihrer Mitte als König wohnt (vgl. die Anmerkungen zu Jes 33,17 ).
Nun richtet sich Jesaja wieder an die Menschen seiner Zeit. Er ermutigt die kleine Gruppe der Gläubigen, nach Gottes Bundesordnungen zu leben. Sie sollen die Traurigen (die, die müde Hände haben), die Erschrockenen (deren Knie wanken ) und die Ängstlichen ermutigen, denn Gott wird sie in seiner göttlichen Vergeltung retten (befreien).

In den Menschen und dem Land selbst werden Veränderungen geschehen. Durch Gottes heilende Macht (vgl. Jes 33,24 ) werden die Blinden sehen, die Tauben hören (vgl. Jes 32,3; 42,7 ), und die, die stumm sind, werden frohlocken. Der Messias wird all dies bewirken.
Das Land, das trocken und wüst war, wird voller Wasserquellen sein (vgl. Jes 35,1-2; 41,18; 43,19-20; 44,3-4 ). Es wird reich an Wasser sein, so daß Gras, Rohr und Schilf, die ja alle sehr viel Wasser benötigen, wachsen können. Zwar verstehen manche Ausleger diese Verse eher bildlich, aber vor allem im Blick auf die Bundeszusagen ( 5Mo 28,1-14 ) ist es richtiger, sie wörtlich zu verstehen. Der Herr, der nun unter seinem Gerechtigkeit vollziehenden Volk lebt, wird physische Heilung und landwirtschaftliche Fruchtbarkeit schenken.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Nachdem die aufrührerischen Nationen zerstört sind, wird das herrliche Reich unseres Herrn und Erretters eingeführt. Zu den Kennzeichen dieser Zeit gehören zunehmende Fruchtbarkeit des Landes und die persönliche Gegenwart des HERRN in Herrlichkeit und Pracht. Die Heiligen werden sich gegenseitig ermutigen. Jede Art von Behinderung wird verschwunden sein, und mit Jubel wird die Verwandlung der Wüste in ein reichlich bewässertes Land begrüßt.
35,8–10 Die mehreren hundert Kilometer durch die Wüste werden für die aus dem Exil Heimkehrenden zu einem »heiligen Weg«, der ausschließlich für die Erlösten des Herrn da ist. Das frohe Zurückkehren aus der weltweiten Zerstreuung ist ein Vorbild von der Freude, die wir erleben, wenn die Gläubigen beim Wiederkommen des Herrn Jesus in das Vaterhaus gebracht werden.
In einigen Bibelausgaben sprechen die hinzugefügten Überschriften in Jesaja sinngemäß immer wieder vom »Segen für die Kirche« und vom »Fluch über Israel«. Tatsächlich aber sind nahezu alle diese Vorhersagen direkt für Israel bestimmt, sowohl die Flüche als auch der Segen. Die Gemeinde kommt erst später hinzu, oder man kann die Texte auf sie anwenden. Jennings beklagt die ungerechte Behandlung Israels durch so viele Christen:

Zu Recht tadeln wir jene, die alle Verheißungen des Alten Testaments für sich in Anspruch nehmen und den armen Juden nur die Drohungen überlassen. Damit begehen sie einen großen Irrtum, wenn auch ein Fünkchen Wahrheit in ihren Behauptungen steckt, weil alle Verheißungen Gottes Ja und Amen in Christus Jesus sind. Ihr Irrtum besteht darin, dass sie sagen, Gott wolle mit Israel nichts mehr zu tun haben. So wenden sie diese tröstlichen Ankündigungen – und das ausschließlich – auf die Christen an, und auf Israel als Nation überhaupt nicht! Gott sei Dank verhält es sich mit allem, was geistlicher Natur ist, folgendermaßen: Die materiellen Segnungen, die Israel aufgrund des neuen Bundes der Gnade erleben wird, gehören in einem geistlichen Sinn auch uns aufgrund derselben Gnade. Aber dadurch werden diese Verheißungen nicht erfüllt, die direkt an Israel gegeben wurden, das mit seinem Messias, Jesus, einsgemacht worden ist, und zwar lange bevor die Gemeinde überhaupt geoffenbart wurde.

MacDonald Kommentar zum Alten Testament

Die Wüste und das trockene Land werden sich freuen. In 34: 1 ruft ADONAI die Nationen auf, sein Urteil über Edom zu befolgen, jedoch in Kap. Der Fokus verlagert sich von der Bestrafung auf Gottes Segensworte über das Land Israel. Als bemerkenswerter Kontrast zum Urteil wird einem erneuerten Land im messianischen Zeitalter Aufmerksamkeit geschenkt: „Diejenigen, die von ADONAI freigelassen wurden, werden zurückkehren und mit Gesang nach Tziyon kommen, auf ihren Köpfen wird ewige Freude sein“ (Vers 10). Im messianischen Zeitalter wird Eretz-Yisra’el nicht länger eine Wüste sein, sondern wird blühen und blühen und bei Messias Rückkehr in ewiger Sicherheit, Fülle und Shalom wohnen. Die äußere Manifestation der Erfüllung dieser Prophezeiung hat bereits seit der Wiederherstellung des modernen Staates Israel begonnen.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

V 4 fearful. Heb. hasty. Is 28:16. 32:4mg. Ps 116:11. Hab 2:3. Be strong. Is 44:2. Jsh 1:6, 7. 1 Ch 28:20. Da 10:19. Hg 2:4. Ep *6:10. 2 Ti 2:1. fear not. Is *41:10-14. *43:1-6. 54:4, 5. Zp 3:16, 17. Jn ▶12:15. Re *2:10. behold. Is *25:9. 26:20, 21. 34:8. 40:9, 10. 52:7-10. 61:2. 66:15. Dt *32:35-43. Ps 50:3. Ho 1:7. Hab 2:3. Zc 2:8-10. Ml 3:1. Mt *1:21-23. Lk 21:28. Ti *2:13. He 9:28. 10:37, 38. Ja 5:7-9. Re *1:7. 22:20. with vengeance. Is 34:8. Ps 94:1. Lk *21:22. Ro 3:5, 6. 12:19. 2 Th 1:6-8.

V 5 the eyes. T#1896. Is *29:18, 19. *32:3, 4. *42:6, 7, 16. 43:8. Ps 146:8. Mt 9:27-30. ✡✓11:2-6. 12:22. 20:30-34. 21:14. Mk 8:22-25. 12:37. Lk 4:18. 7:22. Jn 9:1-7, 39-41. 11:37, ✡47. Ac 9:17, 18. *26:18. Ep *1:17, 18. 5:14. the ears. Is 48:8. Ex 4:11. Jb 33:16. Pr 20:12. Je 6:10. Mk 7:32-37. 9:25, 26. Lk 7:20-23.

V 6 shall the lame. Mt *11:5. 15:30, 31. 21:14. Jn *5:8, 9. Ac 3:2, 6-8. 8:7. 14:8-10. the tongue. Is 32:4. Ps 51:15. Mt *9:32, 33. 12:22. 15:30. Mk 7:32-37. 9:17-25. Lk 1:64. 11:14. Col *3:16. for. Is 41:17, 18. 43:19, 20. 48:21. 49:10, 11. Ex 17:6. Nu 20:11. Ne 9:15. Ps 46:4. 78:15, 16. Ezk 47:1-11. Zc 14:8. Jn 7:37-39. Re 22:1, 17.

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Wer sitzt am Steuer deines Lebens?

Befiehl (W. Wälze auf) Jehova deinen Weg und vertraue auf ihn! und er wird handeln; und er wird deine Gerechtigkeit hervorkommen lassen wie das Licht, und dein Recht wie den Mittag. Vertraue still (W. Sei still) dem Jehova und harre auf ihn! Erzürne dich nicht über den, dessen Weg gelingt, über den Mann, der böse Anschläge ausführt!
Elberfelder 1871 – Ps 37,5–7

Gründe auf Jahwe dein Lebenslos, (Wörtlich: „Wälze auf Jahwe deinen Weg.“ Luther: „Befiehl dem Herrn deine Wege.“ Vgl. Paul Gerhardts schönes Lied: „Befiehl du deine Wege.“) / Traue auf ihn, denn er macht»s wohl! Er läßt deine Unschuld (Deine verkannte Gerechtigkeit.) wie Morgenlicht leuchten / Und dein Recht wie die Mittagshelle. Duldergleich sei stille zu Jahwe und harre sein! / Entrüste dich nicht über den, der Glück hat, / Über den Mann, der Ränke verübt! (Wer seinen Willen ganz in Gottes Willen ergibt, der verzichtet auch auf alle Selbsthilfe.)
Ludwig Albrecht – Ps 37,5–7


Überlass dem Herrn die Führung deines Lebens und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen. Deine Unschuld wird er sichtbar machen so hell wie das Licht des Tages, und die Rechtmäßigkeit deiner Sache wird leuchten wie die Mittagssonne. Sei ruhig in der Gegenwart des Herrn und warte, bis er eingreift. Ärgere dich nicht über die Bösen, denen es gut geht, und fürchte dich nicht vor ihren bösen Plänen.
Neues Leben – Bibel 2006 – Psalm 37,5–7

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Kennst du auch so eine Gruppe von Menschen, die unbedingt als Religion anerkannt werden wollen und deshalb vor ein menschliches Gericht ziehen, um dieses Recht einzufordern? DAS ist Politik, Leute! und KEIN Vertrauen auf Jehovah! Denn wenn ER etwas tun will, dann tut ER es! Deshalb sagt der Psalmist ja weiter „sei ruhig“! Sieh dir das Leben von Daniel oder Hadassa an – dann verstehst du, was ich meine.

Befiehl dem Herrn deine Wege.Dies drückt den vorhergehenden Gedanken noch deutlicher aus und bestätigt ihn. Denn wenn Gott unsere Wünsche erfüllen soll, ist es nötig, dass wir mit Hoffnung und Geduld unsere Sorgen auf ihn werfen. Wir lernen hier also, wie wir unter Beschwerden, Gefahren und Unruhen still sein können. Die „Wege“, die wir dem Herrn befehlen sollen, sind ohne Zweifel unsere Geschäfte. Demnach ist die Meinung, dass wir den Ausgang aller unserer Geschäfte in Gottes Entscheidung stellen und geduldig warten sollen, wie er es hinausführt, dass wir ferner mit allen Sorgen, die uns ängstigen, und allen Lasten, die uns drücken, in Gottes Schoß flüchten sollen. Darum heißt es auch weiter: hoffe auf ihn. Denn allein durch solche Hoffnung lässt man dem Herrn in rechter Weise die Ehre, dass er unser Leben regiere, und nur so wird man von einer Krankheit frei, an der fast alle Menschen leiden. Denn woher kommt es, dass die Kinder Gottes die Verworfenen beneiden, dass sie so oft seufzen und schwach werden, dass sie sich bald maßloser Traurigkeit hingeben, bald sich auflehnen und murren? Kommt es nicht daher, dass sie sich zu sehr den Sorgen hingeben und sich dadurch, dass sie zu eifrig bestrebt sind, ohne Gott für sich selbst zu sorgen, gleichsam in einen Abgrund hineinstürzen? Sicherlich laden sie sich eine solche Last von Sorgen auf, dass sie darunter schließlich zusammenbrechen müssen. Diesem Fehler tritt David entgegen, indem er daran erinnert, wie sehr wir uns täuschen, wenn wir die Leitung unseres Lebens selbst übernehmen und für unsere Sachen selbst sorgen wollen, als wären wir einer solchen Last gewachsen, und dass es das einzige Hilfsmittel wider die Sorgen ist, wenn wir unsere Augen auf die Vorsehung Gottes richten und dort Trost in allen unseren Ängsten suchen. Wer diesem Rate folgt, wird sich aus dem furchtbaren Wirrsal freimachen, in welchem alle anderen sich vergeblich abquälen. Denn wenn Gott die Leitung unserer Sachen übernommen hat, so wird der glückliche Erfolg nimmer fehlen. Bleibt dieser aus und werden wir in unseren Hoffnungen getäuscht, so liegt das nur daran, dass wir ihm den Weg verschließen, weil wir bei uns selbst zu weise sein wollen. Denn wenn wir ihn walten lassen, so wird er treu seine Pflicht tun und unsere Hoffnung nicht vereiteln; verharren wir aber im Unglauben, so können wir der gerechten Strafe nicht entgehen.
V. 6. Und wird deine Gerechtigkeit hervorbringen.Dieser Satz will im Voraus allerlei Zweifeln begegnen, wie sie uns meistens ängstigen, wenn es umsonst zu sein scheint, dass wir Gott lauter verehren und gerecht gegen unseren Nächsten handeln, und erst recht dann, wenn wir glauben, von Gott verachtet zu werden, weil unsere Unbescholtenheit sowohl der Schmach der Bösen preisgegeben ist, als uns auch bei den Menschen Schaden bringt. David sagt also, dass Gott es nicht zugeben wird, dass unsere Gerechtigkeit immer im Finstern verborgen bleibe, sondern dass er für sie eintreten und sie dadurch ans helle Licht bringen werde, dass er ihr den Lohn gibt, welchen wir wünschen. Dass unsere Gerechtigkeit wie das Licht aufgeht, erinnert an die Morgenröte, die mit ihrem Schein plötzlich die finstere Nacht verscheucht. Wenn wir also ungerecht bedrückt werden und Gott zu vergessen scheint, sich unserer Unschuld anzunehmen, so braucht uns diese Verkehrung nicht mehr zu beunruhigen, als wenn die Finsternis der Nacht die Erde bedeckt, wobei doch die sichere Erwartung, dass das Tageslicht anbrechen werde, unsere Hoffnung aufrecht erhält.
V. 7 u. 8. Sei stille dem Herrn. David führt noch immer dieselbe Lehre weiter aus, nämlich dass wir alles geduldig ertragen müssen, was unser Herz beunruhigen könnte. Denn bei so vielen Kämpfen, die uns umtreiben, bedarf es einer ungewöhnlichen Geduld. Dass wir vor dem Herrn stille werden sollen, ist eine treffliche Beschreibung der Art des Glaubens: wenn unsere Stimmungen sich wider Gott auflehnen wollen, so leitet der Glaube uns zu stiller Folgsamkeit an und besänftigt allen Aufruhr im Herzen. Davids Wort verbietet uns also, nach Art der Ungläubigen innerlich unruhig oder mürrisch und wider Gottes Regiment aufsässig zu werden: vielmehr sollen wir mit sanftem Geist uns fügen, damit der Herr in der Stille sein Werk ausrichte. Dass wir stille sein und dabei auf den Herrn warten sollen, stellt auch der Prophet Jesaja (30, 15) einmal zusammen. Das nächste Satzglied wiederholt, was wir schon im Anfang des Psalms hörten: erzürne dich nicht über den, dem sein Mutwille glücklich fortgeht. Diese Worte weisen noch einmal darauf hin, welch ein großes Ärgernis es für uns ist, wenn das Glück den Gottlosen lächelt, gleich als ob Gott ihre Schandtaten begünstigte. Das ist etwas, was uns mit Widerwillen erfüllt. Deshalb begnügt David sich auch nicht mit einer kurzen Erinnerung, sondern bleibt hierbei lange stehen.
Die Häufung der Ausdrücke im folgenden Verse, in dem er den Jähzorn zügelt, den Eifer beruhigt und den Widerwillen besänftigt, ist nicht überflüssig. Eine schwer zu heilende Krankheit bedarf eben vieler Heilmittel. Auf diese Weise werden wir daran erinnert, wie reizbar wir sind und wie leicht wir Anstoß nehmen, wenn wir nicht ernstlich kämpfen, um unser unruhiges Herz zum Gehorsam zu zwingen. Da die Gläubigen die Regungen ihres Fleisches nicht ohne Mühe und Schweiß unterdrücken können, wenn das Glück der Gottlosen sie zur Ungeduld treibt, so lehrt diese Wiederholung sie, dass sie in dem Kampfe ausharren müssen: denn nur, wenn sie standhaft bleiben, werden ihre Anstrengungen mit Erfolg gekrönt sein. – Dass du auch übel tust. David erinnert uns daran, dass wenn wir nicht sofort und rasch unseren Ärger bekämpfen, es nicht ausbleiben kann, dass er uns zum Sündigen treibe. So heißt es auch in einem anderen Psalm (125, 3): „Der Gottlosen Zepter wird nicht bleiben über dem Häuflein der Gerechten, auf dass die Gerechten ihre Hand nicht ausstrecken zur Ungerechtigkeit.“

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Fakt: es lohnt sich, den Fahrersitz des eigenen Lebens frei zu machen und Jehovah dort Platz nehmen zu lassen! Es reicht nicht, wenn ER nur auf der Rückbank sitzten darf und mir Ratschläge geben kann! Es macht ruhiger und glücklicher, wenn man „die Plätze tauscht“!