Furcht und Panik

Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken, schrie er und sprach: Herr, rette mich! Alsbald aber streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und spricht zu ihm: Kleingläubiger, warum zweifeltest du?
Elberfelder 1871 – Matthäus 14,30–31

Plötzlich bemerkte Petrus aber die großen Wellen, die um ihn herum waren. Er verlor Jesus aus dem Blick und bekam plötzlich voll die Panik. „Hilfe, Jesus, ich ertrinke!“, schrie er und ging unter. Jesus ging schnell zu ihm hin, packte seine Hand und zog ihn aus dem Wasser raus. Er sagte dann zu Petrus: „Hast du so wenig Vertrauen, Petrus? Ich hab’s dir doch gezeigt! Mir kannst du echt glauben!“
VolxBibel – Matthäus 14,30–31

Petrus stieg aus dem Boot, ging über das Wasser und kam zu Jesus. 30 Als er dann aber die hohen Wellen sah, bekam er Angst. Er begann zu sinken und schrie: »Hilf mir, Herr!« Sofort streckte Jesus seine Hand aus, fasste Petrus und sagte: »Du hast zu wenig Vertrauen! Warum hast du gezweifelt?«† 32 Dann stiegen beide ins Boot, und der Wind legte sich.
Gute Nachricht Bibel – Matthäus 14,29–32

Mt 14,29b-31: Und Petrus stieg aus dem Schiff und ging über das Wasser und kam zu Jesus. Als er aber den Wind sah, erschrak er und fing an zu sinken und schrie: Herr, rette mich! Aber Jesus streckte sofort seine Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Kleingläubiger, wozu hast du gezweifelt?
Als er Jesus vor sich auf dem See stehen sah, wünschte Petrus sich neben ihn zu stellen; als er aber den Sturm sah, vergaß er Jesu Nähe und Befehl und sank, so dass Jesus ihn retten muss. Jesus macht ihm den Grund deutlich, weshalb sein Gang für ihn gefährlich wurde. Er war es für den Kleingläubigen, für den, der des Sturmes wegen das Wort Jesu für schwach hielt und es ihm nicht zutraute, dass er ihn auch jetzt erhalte. Ohne Grund und Nutzen hat er seine Gedanken geteilt, sowohl die Macht des Sturmes als die Macht Jesu erwogen und nicht nur an den Befehl Jesu, sondern auch an die Gefährlichkeit seines Ganges gedacht. Er hätte sich ohne Teilung seines Herzens mit festem Griff an das Wort Jesu halten sollen.
Mt 14,32-33: Und als sie in das Schiff einstiegen, legte sich der Wind. Die aber, die im Schiff waren, warfen sich vor ihm nieder und sagten: Du bist wahrhaftig Gottes Sohn.
In dieser Stunde brachten die Jünger Jesus die Anbetung dar; sie sahen von seinen Taten zu dem Grund seiner Macht empor und wurden gewiss, dass er aus Gott hervorgegangen ist und mit seinem ganzen Leben an ihm hängt.

Schlatter – Erläuterungen zum Neuen Testament


Gleich nach der Speisung der 5000 sandte Jesus die Jünger in einem Boot weg über das Galiläische Meer auf die westliche Seite nach Betsaida. Jesus selbst wollte die Menschenmenge verabschieden und danach allein beten.
Mitten auf dem Meer kamen die Jünger in einen Sturm. Sie hatten Schwierigkeiten beim Rudern, weil der Wind ihnen entgegen kam. Nach mehreren Stunden in diesem Sturm sahen sie um die vierte Nachtwache (zwischen 3:00 Uhr und 6:00 Uhr) eine Gestalt, die ihnen auf dem Meer entgegen kam. Sie erschraken und befürchteten, dass diese Gestalt ein böser Geist sei, der sie angreifen wollte.
Als Jesus sie mit „Fürchtet euch nicht!“ ansprach, waren sie erleichtert. Petrus wollte sogar auf dem Meer zu Jesus gehen, aber obwohl ihm dies anfänglich tatsächlich gelang, bekam er Furcht und begann zu sinken (Mt 14,28-30). Jesus fragte ihn darauf, warum er denn so kleingläubig sei! Als Jesus und Petrus in das Boot stiegen, hörte der Sturm auf. Die Jünger waren erstaunt. „Sie warfen sich vor ihm nieder und sprachen: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!“ (Mt 14,33). Wie die Speisung der 5000 half dieses Ereignis den Jüngern, Jesus zu vertrauen und für das neue Zeitalter der Gemeinde vorbereitet zu sein. Sie brauchten aber noch viel geistliches Wachstum. Der Grund ihrer Glaubensschwierigkeiten war ihr verhärtetes Herz (6,52).

ERF – Bibelkunde Neues Testament Teil I

In dieser denkwürdigen Nacht des Sturms (6: 15-25), als Jesus über die wilde Oberfläche zu ihnen gegangen war, war Petrus etwas passiert. Es ging nicht so sehr darum, was mit ihm passiert war, sondern vielmehr darum, was sich in ihm abgespielt hatte. Denn an diesem Abend bat der schwanzsichere Sohn des Meeres den Meister des Windes und des Wassers, einen Impuls zu lindern, den die meisten von uns zu der einen oder anderen Zeit gespürt hatten – auf dem Wasser zu gehen. Der Herr befahl ihm: „Komm“, und Simon stürzte sich über die Seite des Schiffes und begann, über die weißen Kappen zu laufen. Es ging ihm auch gut, „aber als er den Wind heftig sah, hatte er Angst; und als er anfing zu sinken, rief er und sprach: Herr, rette mich! “(Matthäus 14:30). Peter, der Mann mit der Entschlossenheit eines Rammbocks, war von dem angreifenden Strom eingeschüchtert. In einem schrecklichen Moment wurde er desorientiert und gefährdet. Sein eisiges Eintauchen ließ seine Sinne in einer Kälte hilfloser Einsamkeit erstarren. Die Fähigkeit des Fischers, seine Situation zu kontrollieren, war ebenso weit außerhalb seiner Reichweite wie die Sicherheit des fernen Ufers. Es war ein zum Scheitern verurteilter Mann, der „Angst“ hatte. Es war ein durch und durch verzweifelter Mann, der über der Explosion des Sturms kreischte: „Herr, rette mich.“ Es war ein anderer Mann, der das Boot wieder betrat, durchnässt, aber befreit. Ein gedämpfter Schüler saß erleichtert und sicher inmitten seiner Mitmenschen. Ja, er würde Blitze des alten Donners und Feuers zeigen und in zukünftigen Tagen sogar versagen, aber in dieser dunklen Nacht tauchte auf verwandelnde Weise ein ertrinkender Fischer in den Händen seines Erretters als Apostel Gottes auf. Passenderweise und mit einer Überzeugung, die nicht aus Beobachtung, sondern aus persönlicher Interaktion geboren wurde, sprach sich Simon Peter aus. „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast die Worte des ewigen Lebens. Und wir glauben und sind sicher, dass du dieser Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes “(6: 68–69). Es gibt niemanden, zu dem wir gehen können – „Herr, zu wem sollen wir gehen?“ Es gibt sonst niemanden zu hören – „Du hast die Worte des ewigen Lebens.“ Es gibt niemanden, dem man vertrauen kann: „Wir glauben und sind sicher, dass du dieser Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Dies war ihre Antwort auf das zweite Passahfest des Messias. Diese elf gläubigen jüdischen Herzen artikulierten ihren Glauben an Peters großes Geständnis. Er sprach auch für andere, denn obwohl die Menge abreiste, gab es, wie immer unter den Juden, diesen kostbaren Überrest, der mit nichts weniger als Gottes lebendigem Brot zufrieden sein würde.

Das Evangeliumsministerium der Freunde Israels

Eine siebte Haltung, die wir in der Schrift sehen, ist, dass Petrus betete, während er auf dem Wasser ging (Mat. 14:30). Die meisten von uns werden niemals auf dem Wasser laufen. Aber auch hier sollten wir in einer Situation, in der wir uns in einer einzigartigen Haltung befinden, beispielsweise auf der Seite eines Berges, in der Lage sein, ein Gebetswort auszusprechen. Wir sollten unter allen Umständen mit Gott kommunizieren können.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Und wohin schaue ich, wenn ich Angst habe? Auf die Wellen, den Wind, oder zum Schöpfer, der Alles in seiner Hand hat?

Neugierig?

Lots Frau war aber zu neugierig. Sie wollte das Ganze doch ansehen, drehte sich einmal um, und als sie die brennende Stadt sah, verkrampfte sie am ganzen Körper und blieb starr stehen. Und dann verwandelte sie sich in einen Betonpfeiler.
VolxBibel – Genesis 19,26

Und sein Weib sah sich hinter ihm um und ward zu einer Salzsäule.
Elberfelder 1871 – Gen 19,26

Und [Lots] Frau schaute zurück hinter seinem Rücken; da wurde sie zu einer Salzsäule.
Schlachter 2004 – 1.Mose 19,26

Auch dies steht geschrieben, um uns zu warnen. Unser Heiland spricht davon (Lk 17,32): „Gedenkt an Lots Frau!“ Wie die Bösen durch das Beispiel von Sodom gewarnt werden, sich von ihrer Bosheit abzuwenden, so werden durch das Beispiel von Lots Frau die Gerechten gewarnt, sich nicht von ihrer Gerechtigkeit abzukehren. Siehe Hesekiel 3,18.20.
Die Sünde von Lots Frau: Sie „schaute zurück hinter seinem Rücken.“ Sie missachtete ein ausdrückliches Gebot. Wahrscheinlich sehnte sie sich zurück nach ihrem Zuhause und Besitz in Sodom und hat sie nur sehr ungern verlassen. Christus deutet an, dass dies ihre Sünde war (Lk 17,31–32); sie schätzte ihre Sachen zu sehr. Indem sie zurückblickte, offenbarte sie eine Neigung zurückzugehen, und deshalb benutzt es unser Heiland als Warnung vor dem Abfall, einer Abkehr von unserem Bekenntnis zu Christus. Wir alle haben der Welt und dem Fleisch entsagt und unser Angesicht gen Himmel gewandt; wir sind in der Ebene, befinden uns in unserer Probezeit. Wir riskieren, alles zu verlieren, wenn wir zu den Anrechten und Anteilen zurückkehren, von denen wir behaupten, dass wir sie aufgegeben haben.
Die Bestrafung von Lots Frau für diese Sünde. Obwohl sie durch ihre Errettung aus Sodom ein „Denkmal“ besonderer Barmherzigkeit war, hat Gott doch nicht ihren Ungehorsam ignoriert. Weil es so gefährlich ist zurückzublicken, wollen wir uns immer nach dem ausstrecken, was vor uns liegt (Phil 3,13–14).

Der Neue Matthew Henry Kommentar

‎Indem sie stille stand, ward sie von dem ihr auf die Ferse folgenden Tode erreicht.

Rabbiner Samson Raphael Hirsch – Kommentar auf die Genesis

Sie wurde in Sodoms Untergang hineingerissen, weil sie sich von der Stadt nicht trennen mochte und den Befehl zur Flucht missachtete. Das soll nicht nur in den schweren Stunden, die noch kommen werden, sondern schon jetzt die Christenheit inwendig von allem lösen, was sie in die Schuld und damit auch in das Gericht der Welt verwickelte. Deshalb lesen wir an dieser Stelle nochmals den Spruch, dass wir durch das Bemühen, uns das Leben zu sichern, es verlieren und mit seiner Preisgabe es gewinnen.

Schlatter – Erläuterungen zum Neuen Testament – Lk 17,32

Brennenden Schwefel ließ der Herr in einer großen Vernichtung auf die verdorbenen Städte und die ganze Ebene regnen (V. 24-25 ). Manche Ausleger nahmen an, daß Schwefellager in der Erde ausbrachen (vgl. die »Erdharzgruben« in 1Mo 14,10 ) und dann vom Himmel in Feuerflammen herabregneten (vgl. Lk 17,29 ). Lots Frau sah absichtlich zurück und wurde in eine Salzsäule verwandelt, ein Denkmal ihres Ungehorsams. Der dichte Rauch ( 1Mo 19,28 ), den Abraham sah, wurde von dem brennenden Schwefel hervorgerufen (V. 24 ). Obwohl Gott die Sünder in den Städten der Ebene richtete, gedachte er Abrahams, erinnerte sich also der Bitte Abrahams ( 1Mo 18,23-32 ) und rettete Lot aus der Katastrophe.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Aber seine Frau schaute zurück. Lots Frau wandte sich ungehorsam wieder an S’dom (Sodom), was zeigte, dass sie zögerte, den Befehlen von ADONAI zu folgen (vgl. Vers 17). Gelehrte bemerken, dass ihre Sünde eine Sehnsucht nach S’dom und auch den Wunsch beinhaltete, zu sehen, ob ihre verheirateten Töchter ihr wirklich folgten. Für dieses Zögern wurde Lots Frau in späteren Generationen sprichwörtlich (Lukas 17:32).

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

RASHI Lots Frau schaute zurück. Genauer gesagt „schaute sie hinter ihn“ (vergleiche OJPS). Sie sah hinter Lot. Daraufhin verwandelte sie sich in eine Salzsäule. Sie sündigte mit Salz und wurde mit Salz bestraft. Lot sagte zu ihr: „Gib diesen Gästen ein bisschen Salz.“ Sie antwortete: „Du versuchst auch hier diesen schrecklichen Brauch zu beginnen?“
IBN EZRA Eine Salzsäule. Ihre Knochen wurden mit „schwefelhaltigem Feuer“ verbrannt; Erinnern Sie sich an das Land, das bedroht ist, „von Schwefel und Salz verwüstet zu werden… genau wie die Umwälzungen von Sodom und Gomorra, Adma und Zeboiim, die der Herr in seinem heftigen Zorn gestürzt hat“ (5. Mose 29:22; dieser Vers zeigt auch, dass Zoar entkam der Verwüstung).
KIMHI Lots Frau schaute zurück. Sie folgte ihm, schaute aber, weil sie wenig Glauben hatte, zurück, um zu sehen, ob die Stadt wirklich vernichtet worden war oder nicht, obwohl sie die Warnung des Engels gehört hatte. Daraufhin verwandelte sie sich in eine Salzsäule. Wie alle Einwohner dieser Städte, einige in Salzsäulen und einige in Schwefelsäulen.
NAHMANIDES Lots Frau schaute zurück. Sie sah buchstäblich „hinter ihm“ (OJPS). Er war hinten, hielt sie alle vor sich und eilte sie entlang.
ZUSÄTZLICHE KOMMENTARE Daraufhin verwandelte sie sich in eine Salzsäule. Auf sie fiel ein großer Haufen Salz, der nicht so aussieht, als wäre eine Frau darunter bedeckt. Das ist der einfache Sinn. Irgendwie denken alle, dass ihr Körper in Salz verwandelt wurde, und sie behaupten, dass er dort immer noch sichtbar ist (Bekhor Shor). Eine andere Lesart: Es, das Land, war ein Haufen Salz (Hizkuni) geworden. Wir können nicht zustimmen, dass sie sich in eine Salzsäule verwandelt hat; Der Heilige vollbringt nur Wunder, um den Menschen Angst und Ehrfurcht zu vermitteln, und es war niemand da, der diesen sah (Gersonides). Gersonides ist wieder durcheinander. Sie „lebte in der Vergangenheit“ und versuchte, etwas aus ihrem Leben in Sodom zu retten, und war in die Zerstörung mit den anderen (Abarbanel) verwickelt.

JPS Genesis: Einführung und Kommentar

„ihn können wir nicht täuschen“

Gott hat uns für diese Aufgabe extra ausgesucht, er hat uns seine guten Nachrichten anvertraut. Darum reden wir davon, nicht weil wir irgendwelche Menschen damit beeindrucken wollen. Es geht uns alleine um Gott, und er kennt unser Herz, er weiß, was in uns abgeht.
VolxBibel – 1 Thessalonicher 2,4

Im Gegenteil, Gott selbst hat uns geprüft und für vertrauenswürdig erachtet. Er hat uns beauftragt, die rettende Botschaft zu verkünden – deshalb und nur deshalb sagen wir sie weiter. Wir wollen nicht Menschen damit gefallen, sondern Gott. Ihn können wir nicht täuschen, denn er kennt unser Herz.
Hoffnung für Alle – 1 Thess 2,4

Nein, Gott hat uns geprüft und zum Dienst für die Gute Nachricht brauchbar gefunden – deshalb und nur deshalb verkünden wir sie! Wir wollen nicht Menschen gefallen, sondern ihm, der unsere geheimsten Gedanken kennt.
Gute Nachricht Bibel – 1 Thess 2,4

sondern so, wie wir von Gott bewährt worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, also reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft.
Elberfelder 1871 – 1 Thess 2,4

Der deutlich ins Auge springende kontrastierende Stil (»nicht …, sondern«) wurde unabhängig davon eingesetzt, ob die betreffenden Vorwürfe tatsächlich gegen den Redner oder Autor erhoben worden waren. Gott mehr zu gefallen als den Menschen war eine wichtige Forderung in der Ethik der jüdischen Diaspora . Göttliche Bevollmächtigung und Inspiration galten als sicheres Zeichen dafür, dass jemand kein Scharlatan war, auch wenn die Leute durchaus nicht jedem glaubten, der mit diesem Anspruch auftrat.

Craig Keener – Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Der Jünger des Herrn steht in Gefahr, anstatt die Zustimmung seines Herrn, die Anerkennung vonseiten seiner Glaubensgeschwister zu suchen. Paulus ist uns in dieser Hinsicht ein Vorbild. Ihm ging es in allem, was er tat, nicht um das Urteil von Menschen, sondern um das Urteil des Herrn (vgl. 1 Korither 4,3.4). Er redete nicht, um Menschen zu gefallen, sondern Gott (vgl. 1 Thessalonicher 2,4.6). Das Urteil seines Herrn war für ihn die Richtschnur, nach der er sein ganzes Leben ausrichtete. Auch unsere Lebensführung unser Dienst sollten so ausgerichtet sein, dass sie die Zustimmung des Herrn finden.
Suchen wir finanzielle Vorteile?
Paulus erinnert die Thessalonicher daran, dass er unter ihnen nicht mit einem Vorwand der Habsucht diente. Er verzichtete sogar auf sein gutes Recht, «vom Evangelium zu leben» (vgl. 1 Thessalonicher 2,5; 1 Korither 9,12-18). Auch Petrus ermahnt die Ältesten in seinem ersten Brief, den Hirtendienst nicht wegen finanzieller Vorteile auszuüben, sondern bereitwillig und aus Liebe zum Herrn. Der Herr wird ihren Dienst einmal reich belohnen (vgl. 1 Petrus 5,2-4). Auch wir wollen uns durch unseren Dienst nicht Schätze auf der Erde sammeln, sondern im Himmel (vgl. Mt 6,19.20).

Halte fest 2020

Und was findet ER bei mir, in meinem Herzen ??

1 THESSALONICHER 2,4

… nicht Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft.

Lebst du für die Anerkennung anderer Menschen? Beantworte ehrlich die folgenden Fragen, um festzustellen, ob du von der Angst vor Ablehnung beherrscht wirst.

• Vermeidest du bestimmte Leute aus Angst, dass sie dich ablehnen könnten?
• Bereitet es dir Sorgen, wenn du den Eindruck hast, dass dich jemand nicht akzeptiert?
• Fühlst du dich in der Gegenwart anderer Menschen unsicher?
• Beunruhigt es dich, wenn dich jemand unfreundlich behandelt?
• Willst du unbedingt herausfinden, was andere über dich denken?
• Wirst du deprimiert, wenn andere dir gegenüber kritisch sind?
• Hältst du dich für schüchtern und asozial?
• Hältst du Ausschau nach negativen Eigenschaften in anderen?
• Versuchst du immer wieder, andere zu beeindrucken?
• Sagst du dir negative Aussagen über dich immer wieder vor?
• Versuchst du festzustellen, wie andere sich dir gegenüber verhalten, um den Schmerz der Ablehnung möglichst schon im Vorhinein zu vermeiden?
• Sagst du „ja“, wenn du eigentlich „nein“ sagen solltest?
• Erwartest du, dass die anderen auf Situationen und Gespräche ebenso reagieren wie du?
• Beurteilen andere dich als „zwanghaft abhängige“ Person?
• Bist du für die Meinung anderer übertrieben empfindlich, während du deinen eigenen Gefühlen gegenüber unempfindlich bist?
• Fühlst du dich häufig von anderen kontrolliert?
• Kämpfst du mit Zorn und Ressentiments?
• Lässt du dich leicht durch andere manipulieren?

Hunt . Schlüssel zur biblischen Seelsorge

im Hause Gottes

Ich aber bin wie ein grüner Olivenbaum im Hause Gottes; ich vertraue auf die Güte Gottes immer und ewiglich.
Ich werde dich preisen ewiglich, weil (O. dir danken, daß) du es getan hast; und auf deinen Namen werde ich harren, denn er ist gut, vor deinen Frommen.
Elberfelder 1871 – Ps 52,10–11

Ich aber bin wie ein üppiger Ölbaum
in Gottes Haus,
ich weiß mich sicher in Gottes Huld
für Weltzeit und Ewigkeit. –
Auf Weltzeit will ich dir danken,
denn du hast es getan,
deinen Namen erharren, denn er ist gütig,
den dir Holden zugegen.
Buber – Psalm 52,10-11

Ich aber bin wie ein grünender Ölbaum (gepflanzt) in Elohims Haus. (Und stehe deshalb auch unter Gottes besonderem Schutz.) / Ich traue der Gnade Elohims auf immer und ewig.
Preisen will ich dich immerdar, weil du es vollbracht. (Weil du mir deine Gnade bewiesen und deine Verheißungen mir erfüllt hast.) / Harren will ich auf deinen Namen, (Der Name Gottes ist sein in Taten des Heils offenbar gewordenes Wesen.) / Denn er ist köstlich vor deinen Frommen. (Es ist erklärlich, daß die Ermordung der 85 Priester in Nob, die eine Folge der Verräterei Doegs war, David tief erschütterte. In dieser Gemütsverfassung wird er dann den 52. Psalm gedichtet haben.)
Ludwig Albrecht – Ps 52,10–11

Doch ich bin wie ein grüner Olivenbaum, / der im Tempelgelände wächst. / Ich werde immer auf Gottes Güte vertrauen. Ich will dich ewig preisen, denn du hast das getan. / Auf deinen Namen hoffe ich mit denen, die dir nahe sind, / denn dein Name ist gut.
Neue evangelistische Übersetzung – Ps 52,10–11

Der Psalmist wird Gottes Treue („ḥesed“) in Gegenwart von … Gläubigen („ḥasid“) ausdrücken. 10: Olivenbäume waren von großer Bedeutung für das Öl, das sie produzierten und das im Tempel verwendet wurde. Es ist ungewiss, ob der Psalmist ein religiöser Beamter im Tempel (Gottes Haus) ist oder ein Laienisraelit, der Gottes Nähe im Tempel genießen möchte (siehe Ps. 23: 6 n.).

Die jüdische Studienbibel

Über seinen eigenen festen Stand (Vers 10–11). „Dieser mächtige Mann wird mit der Wurzel ausgerissen, ‚ich aber bin wie ein grüner Ölbaum‘, gepflanzt und verwurzelt, fest gegründet und gedeihend. Er wurde aus Gottes Wohnung entfernt, doch ich bin darin fest gegründet.“ Was müssen wir nun tun, damit wir wie gedeihende Ölbäume sind?
2.1 Wir müssen ein Leben im Glauben und im heiligen Vertrauen auf Gott und seine Gnade führen. „Ich vertraue auf die Gnade Gottes für immer und ewig“ (Vers 10).
2.2 Wir müssen ein Leben der Dankbarkeit und heiliger Freude an Gott führen (Vers 11): „ ‚Ich preise dich ewiglich, denn du hast es vollbracht‘, du hast deine Verheißung gegenüber mir erfüllt.“
2.3 Wir müssen ein Leben der Erwartung und demütigen Abhängigkeit von Gott führen: „Ich harre ‚auf deinen Namen‘ (Vers 11); ich werde auf all den Wegen auf dich warten, auf denen du dich zu erkennen gegeben hast, werde hoffen, dass du deine Gunst gegenüber mir zeigen wirst, und werde bereitwillig auf das Offenbarwerden der Zeit warten, die du festgelegt hast, weil dein Name so gut ist“ (Vers 11).

Der Neue Matthew Henry Kommentar

Ich aber werde bleiben usw. Nachdem sich David auf den Flügeln des Glaubens und der Hoffnung aufgeschwungen hat, setzt er sich über den fleischlichen und darum nur scheinbaren Machtschimmer Doegs begeistert hinweg. Er hebt sich aus der Tiefe seines Elends empor und vergleicht sich in der Hoffnung auf seine Wiederaufrichtung mit einem Ölbaum, obwohl er jetzt wie ein unnützer, morscher Baum am Boden liegt. David konnte sich ja an dem Untergang des Doeg nicht trösten, wenn er nicht die Überzeugung gehabt hätte, von oben herab würde der grausame Mensch seine Strafe bekommen, der sich gegen Unschuldige vergangen hatte. David erinnert sich also daran, dass all das Übel, das er unschuldig erlitten hatte, von Gott gerächt werde, und freut sich der neuen Kraft, in der er wieder aufleben wird. Zugleich tut er kund, dass sein größtes Glück sein werde, sich unter Gottes Dienern zu wissen und seinem Glauben öffentlich leben zu dürfen. Anderswo (Ps. 42, 5; 43, 3 f.) betrachtet er ja das als den größten Schmerz, fern vom Heiligtum Gottes sein zu müssen, als einen Schmerz, dem gegenüber die Trennung von seiner Frau und die Beraubung aller seiner Güter und das Umherirren in den Höhlen der wilden Tiere nichts bedeutete. David stellt sich mit diesen Worten in Gegensatz zu Doeg wie zu seinen andern Gegnern. Jetzt muss er fern vom heiligen Land umherirren und den Anblick des Heiligtums entbehren. Aber er hofft auf eine neue Zeit, sobald die Heuchler vernichtet sind, die dort nicht bloß einen Platz innehaben, sondern sogar den Tempel selbst als ihr Eigentum betrachten, während sie ihn doch nur verunreinigen und entheiligen. Hier wollen wir uns ins Gedächtnis rufen, dass uns als Zweck unseres Lebens immer vorschweben muss, zur Herde Gottes gezählt zu werden. Und da unsere Schwachheit äußerer Hilfsmittel bedarf, so dürfen wir es als eine besondere Wohltat ansehen, wenn wir gottesdienstliche Versammlungen besuchen können, in denen man sich gegenseitig zum Dienste Gottes aufmuntert. Dazu will der Gott, der selbst Einer ist, dass auch wir in ihm eins seien und dass wir seinen Namen wie aus einem Munde loben: darum sammelt er uns durch die Sakramente, die ein gemeinsamer Besitz des Volkes Gottes sind, zur gemeinsamen Hoffnung auf das ewige Leben. Davids Beispiel möchte uns also lehren, einen Platz in der Gemeinde Gottes allen trügerischen Stellen vorzuziehen. Denn nur darum darf er sich mit einem grünenden Ölbaum vergleichen, weil er sagen kann: ich verlasse mich auf Gottes Güte. Damit stellt er sich noch immer in Gegensatz zu seinen Feinden: noch grünen jene und breiten ihre Zweige weit aus, ja, sie sind stolz auf ihr hohes Wachstum. Aber ihre Wurzel wird bald bloßgelegt sein, da sie nicht in Gottes Güte ihren Halt hatte. Während sie also vertrocknen, wird den Frommen niemals Saft und Kraft mangeln: denn sie hoffen auf Gott. Lange Trübsalszeit konnte den David freilich aufreiben, wenn nicht auch seine Zuversicht lange standhielt. Darum sagt er, er habe dem Herrn keine Zeit vorgeschrieben, hoffe auf ihn immer und ewiglich, d. h. für alle Zukunft. Konnte er seinem Gott doch nimmermehr die Macht über sein Leben und Sterben rauben. Hier sehen wir, wodurch sich echte Gotteskinder von Heuchlern unterscheiden: wenn auch alle untereinander in der Gemeinde vorhanden sind, wie Spreu und Weizen auf der Tenne, so wachsen doch die einen stetig in ihrer Hoffnung, die andern werden in ihrer Eitelkeit wie Spreu auseinandergeweht.
V. 11. Ich danke dir usw. David schließt mit Dank, der von ganzem Herzen kommt. Denn er erkennt, dass es sich hier um Gottes Gnadenhilfe handelt. Das ist sehr beachtenswert. Mögen die Menschen nach ihrer gewöhnlichen undankbaren Art vielleicht mit dem Munde oberflächlich Dank sagen, so erkennt doch unter hundert kaum einer ernsthaft Gottes Wohltaten und verehrt ihn als den Geber. David stellt also fest, sein Entrinnen aus Doegs Hand sei nur der Hilfe Gottes zu danken gewesen. Sie sei es auch, die ihn nie zu Grunde gehen lasse. Nicht nur einen Tag will er dankbar sein, sondern „ewiglich“, d. h. immerdar oder sein Leben lang. Wenn die Kinder Gottes in allen andern Frömmigkeitsübungen zur Standhaftigkeit ermuntert werden müssen, so ist es vor allem in diesem Punkte nötig. Das Danken vergisst man gar zu leicht, und die meisten Menschen lassen das sofort im Grabe der Vergessenheit versinken, woran sie ewig gedenken müssten. Endlich erklärt David noch, dass sich mit seiner Dankbarkeit weitere Hoffnung verbinden soll: und will harren auf deinen Namen. Dies besagt, dass er geduldig auf Gottes Gnade warten will, wenn sie sich auch verborgen hält, und dass er an des Herrn Wort hangen will, wenn die Erfüllung auch lange auf sich warten lässt. Und um diesen Vorsatz mit umso getrosterem Mute ausführen zu können, betont er, dass seine Hoffnung nicht vergeblich sein werde, indem er von Gottes Namen sagt: denn deine Heiligen haben Freude dran, buchstäblich: „denn er ist gütig vor deinen Heiligen.“ Gott täuscht seine Gläubigen niemals, sondern tut ihnen seine Güte sichtbar kund. Wenn also auch der Name Gottes den Ungläubigen verhasst ist, wenn sie auch erbeben, so oft sie ihn vernehmen, weil sie seine Güte nicht erfahren, so sagt David: die Gläubigen dürfen es stets erleben, wie freundlich und gut der Name Gottes ist.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

In deutlichem Gegensatz zu Doëg, dem Verräter (V. 3-9 ), legte David nun sein eigenes gesegnetes Leben im Herrn dar. Er verglich sich mit einem grünenden Olivenbaum, ein Bild des Wohlergehens in der Gegenwart Gottes (vgl. Hos 14,6 ). Dieser Zustand steht in scharfem Gegensatz zu dem Bösen, der ausgerottet werden wird ( Ps 52,7 ). Die Metapher eines blühenden Baumes wurde bereits in Ps 1,3 benutzt.
Davids Wohlergehen hatte seinen Grund in der treuen Liebe Gottes, auf die er auf ewig bauen wollte. Deshalb gelobte er, Gott für das zu preisen, was er getan hatte. David wollte auf Gottes Namen harren (hoffen), was auf seine Eigenschaften und sein Handeln hinwies (vgl. 2Mo 34,5-7 ). Dann wollte David Gott unter den Frommen preisen. Der Gerechte setzt sein Vertrauen im Gegensatz zum Verräter auf die Liebe Gottes, denn daraus kommt Gerechtigkeit und Segen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Damit hat die Entscheidung zur Dankbarkeit auch eine verändernde Wirkung auf uns selbst. Es geht nicht nur um regelmäßige Einzelentscheidungen, sondern um eine Grundeinstellung im Leben, die uns dauerhaft prägt (s. Ps 52,8). Ein dankbares Herz macht uns zu befreiten, zufriedenen Christen.
Umgekehrt gibt es für ein undankbares Herz aber auch nur zwei alternative Lebensentwürfe: Entweder wird man letztendlich der Bitterkeit oder dem Neid Raum im Herzen einräumen. Ein bitteres Herz glaubt nicht mehr daran, dass Gott es gut mit ihm meint. Ein neidisches Herz sieht im Vergleich mit dem Nächsten nicht mehr das Gute, das Gott ihm gibt. Beide vergiften damit ihr Inneres.
Noomi war zu der Überzeugung gekommen, dass der Herr gegen sie gezeugt und der Allmächtige ihr Übles getan habe (s. Rt 1,21). Deshalb wollte sie bewusst „Mara“ (d.h. die Bittere) genannt werden, was ihren inneren Zustand deutlich machte und den fehlenden Blick der Dankbarkeit offenbarte.
Niemals hätte sie es wohl in dieser Haltung für möglich gehalten, was der treue Gott für sie in Ruth und Boas vorgesehen hatte.
Die Brüder Josefs dagegen waren von Neid und Eifersucht zerfressen (s. 1 Mose 37,11). Sie waren undankbar in Bezug auf die Stellung, die Aufmerksamkeit und Kleidung, die sie im Vergleich zu ihrem Bruder von ihrem Vater erhielten. Wie tief hat sie diese Undankbarkeit fallen lassen, wie hässlich waren die daraus resultierenden Taten des Hasses!
Lasst uns zum Schluss nochmals innehalten. Ja, es gibt im Leben des Christen Leid und Tränen. Auch diese Tränen haben ihren Platz und der Herr sieht sie! Aber das steht nicht im Widerspruch zu einer grundsätzlichen Haltung der Dankbarkeit, die wir auch praktisch umsetzen. Wenn wir auf die Einzelheiten unseres Lebens blicken, dann sehen wir dort Anzeichen für die gute Hand Gottes (s. Esra 7,9.28). Der Wille Gottes fordert heute eine Entscheidung von uns. Wählen wir die Dankbarkeit?

Bleib in mir 2017

Und wie sieht es in meinem Leben aus? Bin ich zornig, traurig, enttäuscht, zufrieden, oder …, über mein vergangenes Leben? Was prägt meine Einstellung? Reicht es mir, ja macht es mich glücklich, dass ich ein heute und in Zukunft ein gutes Verhältnis mit dem Schöpfer habe?

gelobt sei der Name

Der Name des Ewigen sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit.
Von Sonnenaufgang bis zu ihrem Niedergange wird gelobt der Name des Ewigen.
Zunz – Die Heilige Schrift – Ps 113,2–3

Gepriesen sei der Name Jehovas von nun an bis in Ewigkeit!
Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name Jehovas!
Elberfelder 1871 – Ps 113,2–3

Jehovas Name sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit!
Vom Sonnenaufgang bis zum Untergang sei gelobt der Name Jehovas!
de Wette Bibel – Ps 113,2–3

Jehovahs Name sei gesegnet von nun an und bis in Ewigkeit! Dan 2,20.
Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt Jehovahs Name! Ps 50,1; Jes 59,19; Mal 1,11.
Tafelbibel – Ps 113,2–3

Lobpreis – den ganzen Tag? Nun, wenn wir uns die jüdischen Gebete anschaut, dann sieht man, dass dort weniger Bitten als viel mehr Danksagung im Vordergrund steht! Wenn wir also Beten – dann ist DANK und Lob der erste Schritt. Und wenn man sich gute Lobpreismusik anschaut – auch dort ist ER der Mittelpunkt – und nicht das ICH, und wie ich mich fühle – sondern Dankbarkeit und Lob!

Werden wir ermutigt, Gott die Ehre zu geben.
Die Einladung ist nachdrücklich: „Hallelujah“ und immer wieder „Lobt … lobt … Gepriesen sei der Name des HERRN“, denn er ist zu loben (Vers 1–3).
Die Einladung ist sehr umfangreich: „Lobt, ihr Knechte des HERRN“ (Vers 1). Gott bekommt von den Seinen Lob. Sie sind es, die am meisten Grund haben, ihn zu loben. Auch die Engel sind die Knechte des Herrn, sie loben Gott besser, als wir es können. Gott möge von allen Generationen gelobt werden. „Gepriesen sei der Name des HERRN von nun an bis in Ewigkeit!“ (Vers 2). „Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang“ (Vers 3), das heißt, auf der ganzen Welt, an jedem Ort, an dem Menschen leben. Er sollte von allen Völkern gelobt werden, denn an jedem Ort, von Osten bis Westen, zeigen sich die klaren Beweise und Ergebnisse seiner Weisheit, Macht und Güte.

Der Neue Matthew Henry Kommentar

Der Psalm beginnt und endet mit den Worten: Preist den HERRN ( hal+lU-yAh ; vgl. V. 9 , den Schluß von Ps 115-117 und den Kommentar zu Ps 104,35 ). Der Psalmist forderte die Knechte des HERRN auf, seinen Namen zu preisen, denn er ist allezeit des Lobpreises würdig. Dem Namen des Herrn (seine geoffenbarten Eigenschaften) gebührt Lobpreis auf der ganzen Welt – vom Osten bis zum Westen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Gelobet sei des Herrn Name usw. Der Prophet bestätigt, was wir kürzlich sagten, dass Gottes Lob sich über unsern ganzen Lebenslauf ausdehnen soll. Denn wenn des Herrn Name von nun an bis in Ewigkeit preiswürdig ist, so müssen wir wenigstens in dem kurzen Zeitraum, während dessen wir auf Erden wallen, eifrig darauf bedacht sein, dass sein Gedächtnis noch über unsern Tod hinaus währe. Der nächste Vers lässt den Ruhm des Namens Gottes sich nach allen Richtungen der Erde erstrecken: so folgt, dass es eine unentschuldbare Trägheit wäre, wollten wir nicht sein Lob wechselseitig unter uns erschallen lassen. Konnte nun unter dem Gesetz Gott nirgend anders als im jüdischen Lande gepriesen werden, weil er sich nur dem auserwählten Volk bekannt gegeben hatte, so waren seine allen Heiden geoffenbarten Werke doch wert, dass man sie in der ganzen Welt verkündete. In derselben Absicht heißt es weiter (V. 4): Der Herr ist hoch über alle Heiden. Wenn er aller Sinne zu seiner Bewunderung fortreißt, so wäre es doch mehr als unwürdig, wenn wir spärlich und träg seinen Ruhm singen wollten. Hier ist kein Raum für Trägheit, und Schweigen wäre ein Verbrechen: wir sollen uns über unsere Kräfte anstrengen, so dass unsre Stimmung gleichsam über den Himmel fliegt. In dem Hinweis auf die Heiden birgt sich ein Tadel über die Gleichgültigkeit des auserwählten Volks. Wäre es doch ungereimt, dass die Augenzeugen der Herrlichkeit Gottes sein Lob unterlassen sollten, welche auch unter den Blinden erstrahlt. Denn obwohl damals Gott allein die Juden des Lichts der himmlischen Lehre gewürdigt hatte, wollte er doch auch unter den Heiden immer sein Zeugnis haben, wie Paulus dies ausführt (Apg. 14, 17); Röm. 1, 20). Allerdings ließ sich diese Erhabenheit noch besser erkennen, als durch Ausbreitung des Evangeliums der ganze Erdkreis unter seine Herrschaft gesammelt wurde.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

„Seid stille …“

Lasset ab und erkennet, daß ich Gott bin! Ich werde erhöht werden unter den Nationen, ich werde erhöht werden auf Erden. Jehova der Heerscharen ist mit uns, eine hohe Feste ist uns der Gott Jakobs.
Elberfelder 1871 – Ps 46,11–12

»Macht Frieden!«, ruft er.
»Erkennt, dass ich Gott bin!
Ich habe Macht über die Völker der Erde.«
Der Herr der Welt ist bei uns,
der Gott Jakobs ist unser Schutz!
Gute Nachricht Bibel – Psalm 46,11–12

Nehmt euch Muße und erkennt: Ich bin Gott!
Ich werde erhalten werden bei den Völkerschaften, ich werde werden auf der Erde. Der Herr der Heerscharen ist mit uns,
unser Beistand ist der Gott Jakobs.
Septuaginta Deutsch – Psalm 46:11-12

„Jetzt hört mal auf“, ruft er. „Seid leise! Hört mal zu, erkennt auf die Weise, dass ich es bin, der mit euch redet. Ich bin der Gott, der Siege schmiedet. Und ich steh über allen Völkern, ich hab die Macht, kommt euch das seltsam?“
Der größte Gott, der ist mit uns. Der Gott von Jakob unser Schutz, wir brauchen keine Angst zu haben, wir fahren in ’nem Panzerwagen!
VolxBibel – Ps 46,11–12

Etwas, was wir wohl alle völlig verlernt haben – Still zu sein, und Stille auszuhalten. Aber ein wichtiger Punkt, um Gottes Stimme zu hören.

Der den Kriegen steuert usw. Auch diese Aussage deutet auf eine Erfahrung besonderer Durchhilfe und zielt doch zugleich darauf, dass die Gläubigen auch für die Zukunft nichts anderes erwarten sollen, als was sie jetzt sehen durften. Ohne Zweifel will der Dichter durch den Hinweis auf die eine Tatsache allgemein dartun, wie mächtig Gott seine Gemeinde zu schirmen pflegt. Zudem war es ja auch mehr als einmal geschehen, dass Gott den Hochmut zu Fall gebracht, die Bogen zerbrochen, die Wagen verbrannt, allen Aufruhr in Judäa gestillt und dem Krieg gesteuert hatte. So kann der Prophet die Juden mit gutem Grund daran erinnern, wie oft Gott die schlimmsten Anläufe seiner Feinde abgewehrt hat. Jedenfalls wird solches deshalb von Gott ausgesagt, um in uns die Hoffnung auf sein Friedensreich zu erwecken, wenn auch die ganze Welt in Aufruhr ist.
V. 11. Seid stille und erkennt, dass Ich Gott bin. Jetzt scheint der Dichter die Feinde des Gottesvolkes besonders anreden zu wollen, die in ihrer Lust zu schaden immer kühner vorgehen. Sie denken nicht daran, dass sie mit ihren Kränkungen den Heiligen gegenüber eigentlich gegen Gott zu Felde ziehen, sondern sind der Meinung, nur mit Menschen zu kämpfen. Und auf sie stürzen sie sich ohne Furcht und Scheu. Diese Zügellosigkeit möchte der Prophet hemmen. Um aber seinen Worten größeres Gewicht zu verschaffen, legt er sie Gott selbst in den Mund. Zuerst heißt es: „Seid stille“, damit ihr erkennt, dass ich Gott bin! Wir sehen ja, wie die Menschen in ihrer Unbedachtsamkeit keine Mäßigung kennen. So verlangt denn der Prophet nicht ohne Grund von den Feinden der Gemeinde Ruhe, damit sie ihren Eifer verkühlen lassen und zu erkennen beginnen, dass sie wider Gott kämpfen. Einem ähnlichen Gedanken begegnen wir Ps. 4, 5). Die Welt soll also alle Leidenschaft dämpfen und unterdrücken und dem Gott Israels die schuldige Ehre erweisen. Wütet sie aber weiter, so verkündet unser Psalm, dass des Herrn Macht nicht auf die Grenzen Judas beschränkt ist, und dass es ihm nicht schwer fällt, seinen Arm weit über der Heiden Land auszustrecken, um sich überall auf Erden zu verherrlichen.
Der letzte Vers wiederholt, dass es Gott nicht an Waffen und Mitteln fehlt, seine Gemeinde zu bewahren.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

„Der den Kriegen ein Ende macht, Bogen zerbricht, Speere zerschlägt und Wagen mit Feuer verbrennt. Seid still und erkennet, dass Ich Gott bin. Ich will erhaben sein unter den Völkern, erhaben sein auf Erden.“
„Was nach diesem geschehen werde“, diese gewaltige ernste Frage bewegte einmal bereits den ersten Weltbeherrscher, den König Nebukadnezar, als er auf seinem Lager lag und die Frage erwog, wie sich wohl die weitere Entwicklung der Welt gestalten werde. Sie drängte sich ihm in nie empfundener Stärke auf. Sein Leben war bis dahin von Glück begünstigt gewesen. Die assyrische Macht hatte er zerbrochen, Ninive hatte kapituliert. Die starke gewaltige Macht im Süden, Ägypten unter der Führung Pharao Necho hatte zwar sich aufgemacht, um Nebukadnezars Siegeslauf zu brechen. Bei Karchemis am oberen Euphrat war sie aber so geschlagen worden, dass Necho sich nur noch mit einem Rest seiner Heere retten konnte.
Da war nun noch ein Staat geblieben, von dem in jener alten Welt die Sage ging, dass er unbezwingbar wäre. Das war der theokratische Staat Israels mit seinem Heiligtum in Jerusalem. Doch eines Tages brach auch dieser Staat vor dem mächtigen Herrscher auf dem damaligen babylonischen Weltthron zusammen.
„Was mag nach diesem geschehen?“, so fragte Nebukadnezar. Ihm konnte die Antwort nur durch eine Offenbarung werden, die ihm in einem Traume wurde, den Daniel als Prophet ihm alsdann deutete.
Wir fragen heute auch wieder in Not und Sorge, wie wohl die Zukunft sich gestalten möge. Der Glaube antwortet: sie wird von Gott gestaltet werden! Und wo Gott die Zukunft gestaltet, da gelangt eines Tages doch das Reich Gottes zum Triumph! So vieles, was die Völkerwelt bewegt, wird zur Ruhe gebracht werden durch den, der die Verkörperung eines ewigen Sabbats ist. Und das ist unser Gott, der größer ist als jede Not der Zeit.
Solch eine Glaubenssprache, wie sie unser Psalmwort hier ausspricht, hätte niemals geführt werden können, wenn der Glaube des Psalmisten nicht bis zu Gott selbst gekommen wäre. Wäre er stehen geblieben bei den Ereignissen der Zeit – das hätte ihm niemals diese innere Ruhe und diese Gewissheit im Blick auf die Zukunft gegeben. Aber nun schaut er Gott. Er schaut Ihn nicht nur als den, der da in Zion wohnen soll, sondern auch als den, der die Fäden der ganzen Weltregierung in seiner Hand hält. Daher kann der Glaube solch eine gewaltige Sprache führen, wie sie auch hier geführt wird, und mit einer Zukunft rechnen, die einmal unseres Gottes und seines Sohnes Jesu Christi sein wird.

Jakob Kroeker – Er sprach zu mir

in Liebe zur Ruhe kommen

„Genauso wie mich Gott der Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt immer bei mir, entfernt euch nicht von meiner Liebe. Wenn ihr die Sachen tut, die ich euch gesagt habe, dann werdet ihr nahe bei meiner Liebe bleiben. Ich habe auch immer das getan, was Gott von mir wollte, und seine Liebe umgibt mich.
VolxBibel – Johannes 15,9–10

Wie der Vater mich einmal geliebt hat, habe auch ich euch Liebe erwiesen. Bleibt bei meiner Hingabe! Wenn ihr meine Anweisungen befolgt, werdet ihr in meiner Liebe zur Ruhe kommen, wie auch ich meinerseits die Anweisungen meines Vaters befolgt und bei Seiner Liebe geblieben bin.
Gottes Agenda – Das Neue Testament urtextnah ins heutige Deutsch übersetzt von Andreas Eichberger – Joh 15,9–10

Gleichwie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt; bleibet in meiner Liebe. Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.
Elberfelder 1871 – Joh 15,9–10

In v. 9 u. 10 ist noch ein Motiv zum Bleiben in der Liebe Jesu angeführt. „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Bleibet in meiner Liebe.“ Seine Liebe, die Jesus ihnen erzeigt hat, soll die Jünger bewegen in derselben zu bleiben. Mit κἀγώ folgt der Nachsatz zu καθώς. In Präteritis spricht er von der Liebe die der Vater ihm und er den Jüngern erzeigt hat, weil er sein Leben in der Welt im Auge hat, an dessen Grenze er nun angekommen ist (Lcke., Mey., Lthdt. u.A.). Auf diese seine Liebe gründet er die Aufforderung: Bleibet in meiner Liebe. τῇ ἀγάπῃ τῇ ἐμῇ ist nicht die Liebe zu mir (Grot., Bäuml.), sondern meine Liebe zu euch. Da aber diese Liebe ein Abglanz der Liebe des Vaters zu ihm ist, so sagt er damit den Jüngern implicite, daß wenn sie in seiner Liebe bleiben, sie der Liebesgemeinschaft des Vaters und Sohnes teilhaftig werden. — V. 10. In der Gemeinschaft seiner Liebe aber bleiben sie, wenn sie seine Gebote bewahren, so wie er die Gebote des Vaters bewahrt hat. ἀγάπη μου ist = ἀγάπη ἐμή v. 9. Die Gebote bewahren (τηρεῖν) heißt sie zur Richtschnur des Lebens machen, wie Jesus in allem seinen Thun den Willen des Vaters ausgeführt hat, 8,29. 5,30. 4,34. — Die Liebesgemeinschaft mit Christo und dem Vater erfült das Herz mit seliger Freude. Mit dieser Verheißung schließt Jesus v. 11 die Mahnung zum Bleiben in seiner Liebe, die er in diesem Abschnitte so oft wiederholt hat. „Dies habe ich zu euch geredet, auf daß meine Freude in euch sei und eure Freude vollendet werde.“ ταῦτα geht nicht blos auf v. 9 u. 10 (de W., God., Weiß), sondern auf alles von v. 1–10 Gesagte (Lcke., Mey., Hngstb., Lthdt. u.A.). ἡ χαρὰ ἡ ἐμή ist nicht die von Jesu in den Jüngern gewirkte Freude (Calv., Thol., Bg.-Cr., de W.), was nicht zu χαρὰ ὑμῶν paßt, auch nicht die Freude Jesu an seinen Jüngern (Aug., Lmp., Ebr., Hngstb.), was sich wol mit der Lesart μείνῃ, aber nicht mit ᾖ vertrüge (Lthdt.), sondern die Freude, welche er vermöge der Liebe des Vaters hat, in der er steht. Diese seine Freude teilt er denen mit, die in seiner Liebe bleiben, und läßt sie dazu in ihnen wirksam sein, ihre eigene Freude völlig zu machen, welche damit, daß sie in seiner Liebe stehen, bereits in ihnen ist (Hofm. Schriftbew. II, 2 S. 325f.).

Keil – Commentar über das Evangelium des Johannes

Die Intensität der Liebe des Vaters zum Sohn ist identisch mit der des Sohnes zu den Seinen. Der Herr blickt am Ende seines Dienstes zurück, daher verwendet er den Aorist ἠγάπησα („ich habe geliebt“). Mit dem Ausdruck ἐν τῇ ἀγάπῃ τῇ ἐμῇ („in meiner Liebe“) ist die Liebe des Herrn zu den Seinen gemeint, die sie fortwährend genießen sollten. Dies zeigt sich, wie der nächste Vers deutlich macht, im Halten der Gebote des Herrn.

P. Streitenberger – Johannes

Dass der Vater Jesus geliebt hat, ist der Anfang und Eckstein seiner Gemeinschaft mit den Jüngern; aus der Liebe des Vaters zum Sohn kommt die Heilandsmacht, das Christusamt, die Herrlichkeit des Sohnes. Darin, dass Jesus die Jünger liebt, setzt sich die Liebe des Vaters fort; sie gestaltet den Sinn des Sohns und macht, dass er die Seinen zu sich ruft und für sie lebt. Nun kommt die Reihe an die Jünger, dass sie sich von der Liebe Jesu nicht scheiden, sondern in ihr bleiben. Dadurch treten auch sie in die Liebe ein, die in Gott entsprungen und durch Jesus bis zu ihnen hingeleitet ist. Sie stellen sich in die Liebe Jesu dadurch hinein, dass sie seine Gebote tun.
Jesus selbst hat es den Jüngern durch seinen Gehorsam vorgelebt, wie man sich in seiner Liebe erhält. Er hat die Gebote des Vaters bewahrt; so hat er seine Liebe als echt und ungeheuchelt erwiesen und daraus als Frucht dies gewonnen, dass er in der Liebe des Vaters blieb und von ihr belebt und geleitet wurde.
Der Liebe steht stets die Freude zur Seite.

Schlatter – Erläuterungen zum Neuen Testament

„Sohn seiner Liebe“ – dieser Titel kommt nicht noch einmal vor in Gottes Wort. Wir haben im 2. Johannesbrief einen ähnlichen Ausdruck, wo von dem Herrn Jesus die Rede ist als von dem „Sohn des Vaters“. Hier ist Er der „Sohn seiner Liebe“. Das ist eine Herrlichkeit der Person Christi, die Er nicht verliehen bekommen hat, sondern die seit jeher sein eigen ist. Als Sohn des Menschen wird Er über die Menschen herrschen, über die Erde usw. Das ist eine Ihm verliehene Herrlichkeit. Aber „Sohn der Liebe des Vaters“ drückt eine Beziehung aus, die ewig ist. Diese hat Er nicht irgendwann geschenkt bekommen. Er hat sie immer gehabt als der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist.
Ich wüsste kein besseres Bild, um das besser zu verstehen, als Joseph in 1 Mose 37. Der Vater hatte ihn besonders lieb und ihm ein Gewand geschenkt. Er war der Sohn seines Alters, sagt dort die Schrift. Es existierte also eine enge Beziehung zwischen Jakob und seinem Sohn Joseph. Sie fand ihren Ausdruck in diesem schönen Gewand. Das ist ein schwaches Bild von dem, was der Herr Jesus für das Herz seines Vaters ist. Und unter genau diese Herrschaft des Herrn sind wir gekommen – unter eine Person, die der Sohn seiner Liebe ist. Er ist der volle Ausdruck der Liebe des Vaters. Christus ist der Mittelpunkt dieses Reiches. Alles in der Bibel strebt zum Herrn Jesus, und alles, was wir an Segnungen besitzen, findet in dem Herrn Jesus Grund und Ziel.
Ein zweiter Punkt kommt noch hinzu. Christus ist nicht nur der Mittelpunkt dieses Reiches, sondern auch der Maßstab für unsere Segnungen. Denn durch die Gnade haben wir teil an diesem Reich, sind mit Dem innig verbunden, der davon der Mittelpunkt ist. Das ist etwas, was uns glücklich zu machen vermag. Wenn wir ablesen wollen, welche Segnungen uns Gott geschenkt hat, müssen wir den Herrn Jesus anschauen als den Sohn seiner Liebe. Nur in Ihm können wir ablesen, was uns alles geschenkt worden ist. Das ist für den menschlichen Verstand nicht zu erfassen, aber wir können und dürfen es anbetend glauben.
Wenn der Sohn in solchen Beziehungen zum Vater steht, bedeutet das, dass wir in die gleichen Beziehungen gebracht worden sind (seine Gottheit natürlich ausgenommen). Der Herr Jesus sagt das in Johannes 15,9: „Wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt.“ Und in Johannes 17,23: „… damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.“ Die Liebe des Vaters zum Sohn ist dieselbe, wie die Liebe des Vaters zu uns, seinen Kindern.
Haben wir nicht wirklich allen Grund, unserem Vater zu danken?

Christian Briem – Christus vor Augen

Sind wir von Jehovahs Liebe geliebt und ahmen wie Seine Liebe nach? Oder haben wir in einer der Kirchen nur etwas über Liebe gehört, und ahmen diese unvollkommene Form nach? Können wir auch, wie Jesus, sagen, dass wir die Gebote des himmlischen Vaters einhalten – oder haben menschliche Gebote das Ganze überdeckt? Worum dreht sich unser Leben – und was spiegelt sich dadurch wider?