Wie fängt das ewiges Leben an?

Dieses redete Jesus und hob seine Augen auf gen Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, auf daß dein Sohn dich verherrliche. Gleichwie du ihm Gewalt gegeben hast über alles Fleisch, auf daß er allen, die du ihm gegeben, (Eig auf daß alles, was du ihm gegeben, er ihnen usw.) ewiges Leben gebe. Dies aber ist das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen. Ich habe dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, welches du mir gegeben hast, daß ich es tun sollte.
Elberfelder 1871 – Johannes 17,1–4

All das sagte Jesus, schaute zum Himmel und betete: „Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit dein Sohn dich verherrlicht.  Du hast ihm ja Macht über alle Menschen gegeben, sodass er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben geben kann. Das bedeutet ewiges Leben: dich, den allein wahren Gott, kennenzulernen und auch den, den du gesandt hast, Jesus Christus.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Johannes 17,1–3

DIESES redete Jesus, und Er hob Seine Augen auf gen Himmel, und Er sprach: «Vater, die Stunde-Joh 12,23- ist gekommen; verherrliche-Joh 13,32- Deinen Sohn, daß Dein Sohn Dich verherrliche,  wie Du Ihm Vollmacht-Dan 7,14; Mt 11,27; 28,18; Joh 3,35; 5,27; 1 Kor 15,25.27; Phil 2,9-11; Hebräer 2,8- gegeben hast über alles Fleisch, daß Er ihnen allen, die Du Ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe! Das aber ist das ewige Leben-Jes 53,11-, daß sie Dich, den allein wahren Gott, erkennen-Jer 9,23; 1 Kor 3,3.4; 1 Thess 1,9-, und Den Du gesandt-Joh 3,34; 5,36.37; 7,29- hast in diese Welt, Jesum Christum.
Abraham Meister – Neues Testament – Joh 17,1–3

Nachdem Jesus mit seiner Rede am Ende war, sah er in Richtung Himmel und fing an, mit Gott zu sprechen: „Papa, jetzt ist es so weit. Zeig allen, dass dein Sohn der Stärkste ist, damit dein Sohn dich am Ende groß rausbringen kann. Du hast ihm jede Vollmacht über alles, was geht, ausgestellt. Du wolltest, dass alle, die zu ihm gehören, ein Leben bekommen, das nie aufhört. Und der Weg zu einem guten Leben, zu einem Leben, das kein Ende hat, fängt so an: mit dir, dem einzigen echten Gott zu leben und sein Vertrauen auf Jesus Christus zu setzen, der in deinem Auftrag unterwegs ist.
VolxBibel – Joh 17,1–3

Jesus, der Sohn Gottes, begann sein Gebet mit dem Wort Vater (vgl. Mt 6,9), das er noch dreimal benutzte (Joh 17,5.21.24; darüber hinaus nannte er ihn „heiliger Vater“, V. 11, und „gerechter Vater“, V. 25). Die Stunde, so sagte er, ist da. Der göttliche Plan der Erlösung ging, wie vorgesehen, seiner Vollendung entgegen. Mehrere Male zuvor hatte Jesus darauf hingewiesen, daß die Zeit noch nicht gekommen war (Joh 2,4;7,6.8.30;8,20), doch jetzt war sie da (vgl. Joh 12,23;13,1).
Dann betete er: Verherrliche deinen Sohn (vgl. Joh 17,5). Diese Bitte um Verherrlichung schloß die Bewahrung Jesu im Leiden, das Annehmen seines Opfers, seine Auferstehung und die Wiederherstellung zu seiner früheren Herrlichkeit mit ein. Um all das bat er, damit durch den Sohn auch der Vater verherrlicht werde und Gottes Weisheit, Macht und Liebe durch ihn offenbar würden. Auch die Gläubigen sollen Gott verherrlichen und ehren (V. 10); das ist der eigentliche Daseinszweck des Menschen (Röm 11,36; 16,27; 1Kor 10,31; Eph 1,6.12.14).
Die Worte „denn du hast ihm Macht gegeben über alle Menschen“ zeigen, daß Jesu Bittgebet in Einklang mit dem Plan des Vaters war. Der Vater hat befohlen, daß der Sohn über die Erde herrsche (vgl. Ps 2), daher hat der Sohn auch die Macht zu richten (Joh 5,27), sein Leben zu lassen und wiederzunehmen (Joh 10,18) und all denen, die ihm der Vater anvertraute, das ewige Leben zu geben. Sechsmal in diesem Gebet bezeichnet Jesus die Seinen als „die, die ihm (der Vater) gegeben hat“ (Joh 17,2.6 [zweimal] Joh 17,9.24 [zweimal]).
Das ewige Leben, wie es hier von Jesus definiert ist, ist das Erkennen des allein wahren Gottes durch seinen Sohn (vgl. Mt 11,27). Es ist eine immerwährende, dynamische, persönliche und vertraute Beziehung. Das Wort erkennen (ginOskOsin) steht hier im Präsens; in der Septuaginta und – weniger häufig – in den griechischen Handschriften bezeichnet es die Vertrautheit und Nähe einer sexuellen Beziehung (z. B. 1Mo 4,1 ,“erkannte“, und Mt 1,25 ,“berührte“). Ein Mensch, der Gott erkennt, hat also eine enge persönliche Beziehung zu ihm, eine Beziehung, die ewig ist, nicht zeitlich. Das ewige Leben ist nicht einfach ein zeitloses Existieren. Jeder Mensch wird auf irgendeine Weise für immer existieren (vgl. Mt 25,46); die Frage ist nur: In welchem Zustand oder in welcher Beziehung wird er die Ewigkeit erleben?
Jesu Gebet für sich selbst stützte sich auf die Vollendung seines Werkes (vgl. Joh 4,34) – ich habe dich verherrlicht (vgl. Joh 17,1) – wozu auch sein Gehorsam bis in den Tod gehörte (Phil 2,8). Wenn das Kreuz auch noch vor ihm lag, so kam es doch mit Sicherheit auf ihn zu. Jesus wiederholte seine Bitte um die Wiederherstellung seiner früheren Herrlichkeit mit dem Vater (vgl. Joh 17,1), die auf der Gewißheit des vollendeten Werks am Kreuz beruhte.
Außer diesem „Werk“, das der Vater ihm gegeben hatte, erhielt Jesus von Gott die Gläubigen (V. 2.6.9. 24), seine Herrlichkeit (V. 5.24), seine Worte (V. 8) und seinen Namen (V. 11 – 12). Der Sohn gab Gottes Worte (V. 8.14) und Gottes Herrlichkeit (V. 22.24) an die Gläubigen weiter.
Jesus betete für seine Jünger, bevor er sie erwählte (Lk 6,12), während seines Wirkens (Joh 6,15), am Ende seines Wirkens (Lk 22,32), auf Erden (Joh 17,6-19) und später im Himmel (Röm 8,34; Hebräer 7,25). Diese ständige Fürbitte zeigte seine Sorge und Liebe den Aposteln gegenüber.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Hier offenbart Jesus seine einzigartige Beziehung zum Vater, an dessen Herrlichkeit er in Gestalt der göttlichen Weisheit teilhat (vgl. 1,1-18 ). Von 12,23-33 an ist klar, dass der Rückweg in seine volle Herrlichkeit nur über das Kreuz führt.
Joh 17:1 : Die Augen zum Himmel zu erheben war die übliche Gebetshaltung (vgl. vielleicht Ps 121,1; 123,1 ). »Verherrlichen« hat hier in einem Wortspiel eine zweifache Bedeutung; siehe die Ausführungen zu 1,14 und die Ausführungen zu 12,23-27 . Moses Antlitz spiegelte die Herrlichkeit Gottes in 2.Mose 33-34 Jesus aber soll auf dieselbe Weise »verherrlicht« werden wie der Vater, in seiner Herrlichkeit, die er vor seinem Kommen beim Vater besaß ( 17,5 ).
Joh 17:2 : Auch im A.T. wird der Begriff »Fleisch« (z. B. Schlachter) oft im Sinne von »Menschheit« (Menge, Anmerkung) bzw. »Menschen« (Luther) gebraucht. Erst am Ende, im Gottesreich , wird Gott seine Herrschaft an einen bestimmten Herrscher abtreten ( Jes 9,5-6; Dan 7,13-14 ). Dieser Hintergrund deutet darauf hin, dass Jesu Tod und Auferstehung kein rein innerzeitliches Ereignis mehr darstellen, sondern den Beginn des Anbruchs einer neuen Welt.
Joh 17:3 : Zum Erkennen Gottes siehe die Ausführungen zu 10,4-5 . Auch andere in griechischer Sprache verfasste jüdische Schriften identifizierten die Gotteserkenntnis mit dem ewigen Leben (z. B. Weisheit Salomos 15,3 ). Im vorliegenden Vers geht es um die persönliche Beziehung zu Jesus Christus.
Joh 17:4-5 : Zur Vollendung des Werkes siehe die Ausführungen zu 4,34 und die Ausführungen zu 19,30 . Im A.T. heißt es, dass Gott seine Herrlichkeit keinem anderen geben wird ( Jes 42,8; 48,11 ). Jesu Teilhabe an der Herrlichkeit des Vaters ist deshalb als Anspruch auf göttliches Wesen zu verstehen. Im Gedankengut des Judentums steckte bereits eine Andeutung, wie dieser Anspruch Jesu zu verstehen war: Die Weisheit Gottes stand mit seiner Herrlichkeit in Beziehung, ja sie wurde in gewisser Weise mit ihr identifiziert (Weisheit Salomos 7,25-29 ). Die judenchristlichen Leser des Johannes haben die Identität Jesu vielleicht in einem analogen (wenngleich natürlich überlegenen) Sinn verstanden (s. die Ausführungen zu 1,1-18 ).

Craig Keener Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Als Jeschua in Vers 1 sein Gebet begann, sprach er, während er „seine Augen zum Himmel hob“. Im Umgang mit dem Thema Gebet spricht die Bibel von verschiedenen Gebetshaltungen. Eine Sache, die niemals, niemals erwähnt wird, ist, dass das Gebet mit geschlossenen Augen gemacht werden sollte. Es ist nicht falsch, mit geschlossenen Augen zu beten; Manchmal ist es eine sehr gute Idee, sie zu schließen, um unseren Geist auf Gott zu richten und zu vermeiden, von etwas anderem abgelenkt zu werden, während unsere Augen offen sind. Aber während die Schrift von Menschen spricht, die im Stehen beten, niederknien, mit dem Gesicht auf dem Boden niedergeworfen, den Kopf erhoben und die Augen offen, wird das Gebet niemals mit geschlossenen Augen erwähnt. Aber bei dieser Gelegenheit hob Jesus seine Augen zum Himmel und hielt seine Augen offen. Er hob den Kopf zum Himmel und begann mit Gott dem Vater zu sprechen. Die erste spezifische Bitte, die er stellte, betraf seine eigene Verherrlichung. B. Die Gründe für die erste Anfrage Jeschua gab zwei Gründe für diese Bitte an. Erstens, damit der Sohn den Vater verherrlichen kann, sollte er verherrlicht werden. In den Versen 2–3 wies er auch darauf hin, dass der Sohn den Vater durch die Bereitstellung ewigen Lebens verherrlichte. In jedem Gebetsleben besteht der Zweck und das Ziel darin, Gott zu verherrlichen. In Vers 4 gab er als zweiten Grund für seine Bitte um Verherrlichung an, dass sein Werk vollbracht wurde. C. Die zweite Anfrage In Vers 5 machte Jesus dann eine zweite Bitte: um die Wiederherstellung der Herrlichkeit, die seit der Menschwerdung verhüllt worden war. Dies ist die einzigartige Herrlichkeit, die Juden gerne die Shechinah-Herrlichkeit nennen, eine helle, leuchtende Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, die Jesus für alle Ewigkeit hatte und die dann von seinem physischen Körper verhüllt wurde. Jetzt würde er die Erde verlassen und in den Himmel zurückkehren, also betete er um die Wiederherstellung derselben Shechinah-Herrlichkeit, die seit der Menschwerdung verhüllt war.



Seine erste Bitte war eine Bitte um Verherrlichung in Vers 1. Grundsätzlich ist dies eine Bitte, ihm zu ermöglichen, seinen Dienst zu erfüllen. Hier im Gesamtzusammenhang zu verherrlichen, bedeutet, dass Jeschua durch Seine Auferstehung verherrlicht werden könnte. Der Grund für die Bitte um Verherrlichung ist, dass der Sohn [den Vater] verherrlichen kann, immer sein letztes Ziel. Jesus formulierte dann die Mittel in den Versen 2–3. Der Sohn wird den Vater verherrlichen, indem er den Menschen ewiges Leben gibt. Ewiges Leben bedeutet, Gott zu kennen. Der Vater soll also den Sohn verherrlichen, indem er ihn von den Toten auferweckt, und dann kann der Sohn den Vater verherrlichen, indem er den Menschen ewiges Leben gibt. Gemäß Vers 4 ist der Grund für die erste Bitte, dass seine Arbeit vollbracht werden kann.

Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Arbeit & Job

Was irgend ihr tut, arbeitet von Herzen, als dem Herrn und nicht den Menschen, da ihr wisset, daß ihr vom Herrn die Vergeltung des Erbes empfangen werdet; ihr dienet dem Herrn Christus.
Elberfelder 1871 – Kolosser 3,23–24

Denkt bei allem daran, dass ihr letztlich für ihn und nicht für die Menschen arbeitet. Als Lohn dafür wird er euch das Erbe geben, das er versprochen hat. Das wisst ihr ja. Denn Jesus Christus ist euer wahrer Herr!
Hoffnung für Alle – Kol 3,23–24

Was auch immer ihr unternehmt, arbeitet beseelt wie für den Herrn und nicht für Menschen in dem Wissen, vom Herrn die Wiedererstattung des Erbteils zu empfangen. Seid Sklaven für den Herrn!
Gottes Agenda – Das Neue Testament urtextnah ins heutige Deutsch übersetzt von Andreas Eichberger – Kol 3,23–24

„Arbeit muß Spaßmachen“? oder „ich arbeite um zu leben“ – so oder ähnlich sind oftmals die Antwort nach dem Sinn der Arbeit. Aber was sagt die Bibel?

Es gibt Arbeiten, die uns Freude machen und motivieren. Es gibt Arbeiten, die uns langweilig erscheinen und die wir lieber meiden. Es gibt Dinge, die uns leicht von der Hand gehen und solche, die uns schwer fallen. Es gibt Aufgaben, die in der Gesellschaft angesehen sind und solche, die weniger angesehen oder sogar erniedrigend sind. Für jede Art der Arbeit gilt, dass wir sie so tun sollen, als ob wir direkt für unseren Herrn arbeiten würden. Paulus orientiert die Briefempfänger immer wieder auf den „Herrn“ – die höchste Autorität, die es gibt.
Dass wir „nicht den Menschen“ arbeiten sollen heißt nicht, dass wir nicht als Untergebene eine Verantwortung unseren Vorgesetzten gegenüber haben. Die haben wir ganz sicher. Wir sollen uns alle Mühe geben, unsere Aufgaben für unseren irdischen Arbeitgeber so gut wie möglich und mit Fleiß zu tun. Der Punkt ist, dass die höchste Autorität nicht der irdische Arbeitgeber, sondern der himmlische Herr ist.
Kolosser 3,24: da ihr wisst, dass ihr vom Herrn die Vergeltung des Erbes empfangen werdet; ihr dient dem Herrn Christus.

Die Vergeltung des Erbes
Paulus erinnert die Sklaven in Kolossä daran, dass sie etwas wussten. Dieses Wissen ist hier ein grundsätzliches Wissen, die Anerkennung einer ihnen bekannten Tatsache. Es geht nicht um ein Wissen, das man durch einen kürzeren oder längeren Prozess erlernt hat. Man ist sich eines Tatbestandes bewusst.
Wieder ist es der Herr im Himmel, der etwas tut. Er gibt die Verheißung des Erbes. Diese Sklaven damals wussten das, weil sie es vermutlich vorher schon gehört hatten. Es war ihnen nicht unbekannt. Dennoch wurden sie zu ihrer Ermutigung daran erinnert.
Manche Sklaven mochten damals nicht nur generell ungerecht behandelt, sondern auch ungerecht bezahlt werden. Bis heute ist es so, dass ein irdischer Arbeitgeber die Behandlung und Entlohnung nicht gerecht handhabt und Unterschiede macht. Dann wollen wir daran denken, dass es Vergeltung von unserem Herrn gibt. Ein voller und überströmender Lohn wartet auf uns. Diese Vergeltung muss uns etwas wert sein. Sie darf uns nicht gleichgültig sein. Vergessen wir nicht, dass derjenige, der den Lohn missachtet, den Geber missachtet.
Ein Knecht muss keinen Dank von seinem irdischen Herrn erwarten (Lk 17,7–10). Es mag sein, dass er ihn bekommt. Ein Recht dazu hat er nicht. Ein irdischer Herr wird ganz sicher sein Erbe nicht mit einem Sklaven oder einen Untergebenen teilen. Er wird vielmehr seine Kinder zu Erben einsetzen. Doch unser Herr im Himmel handelt anders. Dank und Lohn kommt von Ihm in der Vergeltung des Erben. Er selbst bekommt ein Erbe, das Er mit seinen Knechten teilt. Dieses Erbe wird an einem Ort ausgeteilt werden, wo nichts vergessen wird, was hier auf der Erde zu seiner Ehre getan worden ist. Dieses zukünftige Erbe ist unverweslich, unbefleckt und unverwelklich und wird in den Himmeln für uns aufbewahrt (1 Petrus 1,4). Es dient hier als Motivation für uns, unsere tägliche Arbeit in Treue zu erfüllen. Materielle Arbeit auf dieser Erde zieht ein geistliches Erbe im Himmel nach sich. Das Erbe wird hier wie ein Lohn vorgestellt. Der Herr belohnt jede Arbeit, die wir getan haben. Das adelt die berufliche Tätigkeit. Wir sollten darüber niemals geringschätzend denken. Berufliche Aktivität ist ein Segen und eine Pflicht zugleich.
Das Wort Vergeltung kommt nur an dieser Stelle vor. Es beschreibt eine vollkommene und gerechte Kompensation, die jemand für sein Tun bekommt. Das Erbe bezieht sich auf das Teil, den der Gläubige einmal mit Christus im Tausendjährigen Reich teilen wird (Eph 1,11.14.18; 5,5; 1 Korinther 6,9.10). Darin wird es Unterschiede geben. Das erkennen wir aus Lukas 19,11–27. Entsprechend der Treue auf der Erde wird das Erbe größer und kleiner ausfallen. Am Richterstuhl des Christus wird der Lohn ausgeteilt. Das Gute, das wir für unseren Herrn getan haben, wird dann belohnt werden (1 Korinther 6,5).
Die Vergeltung kommt „vom Herrn“. Das bedeutet, dass Er die Quelle dieser Vergeltung ist. In Epheser 6,8 lesen wir: „da ihr wisst, dass, was irgend ein jeder Gutes tut, er dies vom Herrn empfangen wird, er sei Sklave oder Freier“. Dort steht allerdings eine andere Präposition. „Vom Herrn“ bedeutet dort, dass wir es aus seiner Hand empfangen werden. Hier im Kolosserbrief ist Er die Quelle. Es gibt eine unmittelbare Verbindung und Beziehung zwischen dem Geber und dem Empfänger. Unterstrichen wird das dadurch, dass vor „Herr“ kein Artikel steht. Das betont besonders die Autorität des Gebers und die Beziehung zwischen Empfänger und Geber.

Als Christ in irdischen Beziehungen leben – Eine Studie zu Kolosser 3:18 – 4:1 – Ernst-August Bremicker

Die Arbeit des Christen ist durch die Ermahnung von Kolosser 3,23-24 wunderbar geadelt. Sklavenarbeit war besonders entwürdigend. Der Sklave selbst zog aus ihr keinen Nutzen, keinen Gewinn, und doch sagte ihm der Apostel: «Was irgend ihr tut, arbeitet von Herzen, als dem Herrn und nicht den Menschen … ihr dient dem Herrn Christus.» Bei jedem Tagewerk, im Haushalt oder auf dem Land, während der langen Stunden in der Werkstatt oder im Büro … immer soll uns der Satz eingeprägt sein: «Was irgend ihr tut, arbeitet von Herzen als dem Herrn.» Dann wird es weder wildes Drauflosarbeiten noch Gewinnsucht geben; wir werden der uns anvertrauten Aufgabe alle Geschicklichkeit und Sorgfalt widmen. Der Christ arbeitet nicht nur während den erforderlichen Stunden, um seinen Zahltag zu verdienen, sondern hat als Devise: «Ihr dient dem Herrn Christus.»
Die Schrift hebt noch ein anderes Ziel der Arbeit hervor: «Wer gestohlen hat, stehle nicht mehr, sondern arbeite vielmehr und wirke mit seinen Händen das Gute, damit er dem Bedürftigen etwas zu geben habe» (Eph 4,28). Arbeiten, um aus dem Verdienst weitergeben zu können – an wen war diese Aufforderung gerichtet? An den, der früher gestohlen hatte! Welch eine wunderbare Veränderung bringen doch die Gnade und Neugeburt hervor! Wer früher in Arglist andere ihrer Habe beraubte, wird jetzt mit Freuden von der Frucht seiner eigenen Hände den Bedürftigen weitergeben. Er gleicht nun dem Vorbild des Apostels, der sagen konnte: «Ich habe euch in allem gezeigt, dass man, so arbeitend, sich der Schwachen annehmen … müsse» (Apg 20,35).

Halte fest 1963

…, dass Gläubige nicht nur ein Erbe sind, sondern auch Erben; Gläubige sind „Miterben“ des Messias. Dies bedeutet, dass die Gläubigen eines Tages ihr Erbe erhalten werden (Röm 8,17; Gal 4,7; Eph 1,11,14; Kol 1,12; 3,24; Titus 3,7; Hebr 9,9). 15; 1 Pet. 1: 4). Dieses Erbe umfasst den Auferstehungskörper und eine Position im messianischen Königreich. Der Gläubige wird die Dinge im messianischen Königreich erben.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

„ich bete darum …“

Ich bete dafür, dass das Vertrauen in Gott (was uns beide ja sehr verbindet) in dir immer stärker wird. Er soll bewirken, dass du immer mehr verstehst, was für super Sachen wir haben, weil wir mit Jesus Christus leben.
VolxBibel – Philemon 6

Du praktizierst deinen Glauben, indem du anderen tatkräftig hilfst, und ich bete darum, dass du gerade dadurch zu einem immer tieferen Verständnis für all das Gute geführt wirst, das uns durch unsere Beziehung zu Christus geschenkt ist.
(

W 6´Ich bete darum,` dass die Gemeinschaft deines Glaubens wirksam wird in der Erkenntnis von all dem Guten, das im Hinblick auf Christus in uns (aL(1) in euch) ist. – Der Vers lässt verschiedene Deutungen zu. die Gemeinschaft deines Glaubens kann bedeuten: Du hast am Glauben Anteil / Du bist aufgrund deines Glaubens mit den anderen Christen verbunden / Du lässt andere an deinem Glauben teilhaben (so der NGÜ-Text). – Statt in der Erkenntnis ist auch denkbar: durch die Erkenntnis. In diesem Fall wäre zu übersetzen: 6 Ich bete darum, dass dein Glaube immer wirksamer wird, und zwar dadurch, dass du all das Gute erkennst, das uns … geschenkt ist. – Der Schluss des Verses (das im Hinblick auf Christus in uns ist) bedeutet entweder: das uns durch unsere Beziehung zu Christus geschenkt ist (siehe oben) oder: das uns zur Ehre von Christus geschenkt ist oder: das uns geschenkt ist, damit wir immer enger mit Christus verbunden werden oder: das wir durch unsere Beziehung zu Christus tun können.)
Neue Genfer Übersetzung – 2013 – Philemon 6

daß (Eig derart daß) die Gemeinschaft deines Glaubens wirksam werde in der Anerkennung alles Guten, welches in uns ist gegen Christum Jesum .
Elberfelder 1871 – Phlm 6

Was ist der Inhalt der Fürbitte des Apostels für Philemon? »Dass der Glaube, den wir miteinander haben, in dir kräftig werde in Erkenntnis all des Guten, das wir haben, in Christus« (Phlm 1, 6): Wörtlich spricht Paulus von der »Teilhabe« des Philemon am Glauben, so wie auch er und die ganze Gemeinde daran teilhaben; hier wird deutlich, dass auch Paulus sich nicht für einen »einsamen Großen« im Reich Gottes hält, sondern für einen Mitteilhaber an dem, was die ganze Gemeinde Jesu hat. Dieser nun auch in Philemon wohnende Glaube soll »kräftig werden« (oder: in ihm ganz »zur Wirkung kommen«). Wie? »In Erkenntnis all des Guten, das wir haben, in Christus« (wörtlich: »das wir in uns haben zu Christus hin«). Der Satz bedeutet: Paulus bittet darum, dass all das Gute, das Philemon als Glaubender von Christus empfangen hat, in ihm voll zur Auswirkung komme und er es seinem Herrn, in Erkenntnis seiner Wohltaten, zu seiner Verherrlichung wieder darbringe – wie einst Israel im Alten Bund etwas von dem, was es zuvor von Gott empfangen hatte, ihm wieder darbrachte zum Zeichen dafür, dass Gott alles gehört, insbesondere der Mensch selbst. Auch wir wollen alle Gaben, die uns geschenkt worden sind, voll »zu Christus hin«, auf unsern Herrn zu, zur Wirkung kommen lassen und sie ihm, in Erkenntnis seiner Wohltaten, darbringen zu seiner Ehre.

Gerhardt Maier – Edition C

Auch den Christenstand Philemons rechnet Paulus zu den guten Gaben Gottes, für die er ihm dankt, weil ihn die Gnade Gottes bewirkt hat. Darum gehört auch Philemon zu denen, für die Paulus fürbittend vor Gott steht. Die Gemeinschaft, die er dadurch mit ihm hat, schätzt er hoch, da er durch seine Fürbitte den Blick der göttlichen Gnade auf Philemon wendet. Er gründet sein Gebet für Philemon wie das, mit dem er Gott für die Gemeinden anruft, darauf, dass dieser durch die Liebe und den Glauben mit Jesus und allen, die seine Gemeinde bilden, verbunden ist. Mit der Gemeinschaft, zu der der Glaube ihn mit Jesus, mit Paulus und mit allen, die Christen sind, geführt hat, kann es sich aber verschieden verhalten; sie kann schwach bleiben und über Worte nicht hinauskommen, oder sie kann eine tüchtige Arbeit führen, durch die vielen ein Dienst geleistet wird. Paulus bittet für Philemon, dass die Gemeinschaft, die ihm sein Glaube gebracht hat, ihn zur Tat führe.

Dadurch, dass sie ihm den Anlass zu fruchtbarem Wirken gibt, wird sie wahr und fest und wird ihre Vollendung verbürgt.

Hierfür ist das Mittel die Erkenntnis des Guten; denn die Gemeinschaft wird durch die Bewirkung des Guten fruchtbar. Für alles Gute soll Philemon den klaren Blick haben, nicht so, dass er an Unmögliches dächte, sondern um wahrzunehmen, worin das Gute besteht, das Gott jetzt der Christenheit zuteilt, damit sie es jetzt von ihm empfange und in seiner Kraft herstelle. Ihren inneren Wert bekommt diese ihre Arbeit dadurch, dass sie für Christus geschieht. Ihr Täter und Empfänger sind dabei zu Christus gewendet, aus dessen Gnade ihr Dienst stammt und zu dessen Verherrlichung er geschieht. Paulus schreibt ja, um für Onesimus um Philemons Liebe zu bitten. Das gehört zu dem Guten, in dem sich die Gemeinschaft Philemons mit Christus als fruchtbar erweisen soll.

Schlatter – Erläuterungen zum Neuen Testament

Der hier mit »Gemeinschaft« (Elberfelder, Zürcher, Schlachter) bzw. »Anteil haben« (Gute Nachricht) oder »miteinander haben« (Luther) übersetzte Begriff wurde häufig unter Geschäftspartnern oder im Zusammenhang mit gemeinsamem Besitz gebraucht (vgl. V. 7 ). Philemon tritt als Schutzherr der Gemeinde auf.

Craig Keener – Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Paulus läßt seinem Dank die Bitte zu Gott folgen, ( wie Phil 1,9;Kol 1,3.9) daß Philemons Teilhaben am Glauben wirksam werde. Der Glaube an Jesus macht sie zu Genossen A , wenn dieser Glaube in der Liebe immer wieder neu wirksam ( Ga 5,6!) und tatkräftig wird.

A) (koinonia) vgl. 17: koinonos, der Teilhaber, der Gefährte, der Genosse. 1 Ko 10,16.17.18.20.

In Erkenntnis alles Guten, das in uns ist, auf Christus hin. Im Anfang steht nicht die Tat, sondern das Erkennen des Willens Gottes. Dieser Wille ist das Gute. ( Rö 12,2) Gott will unser Bestes; ( Rö 8,28) hat er das Gute angefangen in uns, so wird er es auch zur Vollendung bringen. ( Phil 1,6) In den alltäglichen Vorkommnissen erkennt der Glaube das Gute (V. 14!), das jetzt zu tun ist, und das in der Liebe zubereitete Herz verschließt sich nicht, sondern öffnet sich dem Bruder in Tat und Wahrheit. ( 1 Jo 3,17-18) Alles Gute, das in uns ist, das sind die Werke, die Gott für uns und für die er uns zubereitet hat, damit wir sie im rechten Augenblick erkennen und verwirklichen, ( Eph 2,10) nicht zum Zweck unserer Erlösung, sondern auf Christus hin, d. h. für ihn und zu seiner Ehre. Das gibt den Werken einen neuen Ursprung und ein anderes Ziel. ( 1 Th 5,15;Ga 6,6.10;Rö 2,10;5,7;12,2.9.21;13,3;14,16)

In der koinonia (Teilhaben und Gemeinschaft) des Glaubens kann einer dem andern zur Freude und zum Trost A werden, wenn die Gemeinschaft nicht nur in Wort und Gefühl sich erschöpft, sondern zu wirklichem Beistand und zur Liebestat führt.

A) (paraklesis) Zuspruch, Trost, Ermahnung; auch in der Ermahnung ist die tröstliche Aufmunterung immer mitenthalten; 2 Ko 7,4.7.13.

Wuppertaler Studienbibel

Worum drehen sich unsere Gebete? Bete ich vor allem für MICH und MEINE Bedürfnisse?

Wer ist dieser Herr?

Jesum, den von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geiste und mit Kraft gesalbt hat, der umherging, (Eig hindurchzog) wohltuend und heilend alle, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.
Elberfelder 1871 – Apostelgeschichte 10,38

Jesus, der aus der Stadt Nazareth kommt, war auf Tour. Er ist überall rumgezogen und hat viele geile Sachen gemacht. Er hat viele Dämonen aus Leuten rausgeschmissen und dadurch Leute befreit. Seine Power kam dabei direkt von Gott. Sie war sehr stark in ihm.
VolxBibel – Apg 10,38

Wie Jesus von Nazareth, Den Gott mit dem Heiligen Geist und Wunderkraft gesalbt hat, umhergezogen ist, und hat wohlgetan, und alle gesund gemacht, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit Ihm. Apg 2,22; Mt 9,35; Lk 4,14.18; Joh 3,2; 1Joh 3,8.
Tafelbibel – Apg 10,38

οἴδατε Präd., zu dem drei (semantisch komplementäre) AkkO gehören: a)ιτὸν λόγον (V. 36), b) τό … ῥῆμα (V. 37), c) Ἰησοῦν … ὡς (V. 38). γενόμενον Aor. Ptz. Med. γίνομαι hier geschehen, zutragen (vgl. B I2a); attr. ῥῆμα hier (hebr.) Sache (B 2); τὸν λόγον … οἴδατε τὸ γενόμενον ῥῆμα καθʼ ὅλης τῆς Ἰουδαίας etwa (οἴδατε zweimal übersetzt) ihr kennt die Botschaft … ebenso kennt ihr die Ereignisse, die sich im ganzen jüdischen Land zugetragen haben (vgl. Menge) bzw. ihr kennt die Botschaft … ihr wisst, was im ganzen jüdischen Land geschehen ist. κατά m. Gen. hier durch – hin (B I1c; BDR § 2253), (überall) in. Ἰουδαία hier im weiteren Sinn v. Palästina (B 2), übers. etwa (das) jüdische Land. ἀρξάμενος Aor. Ptz. Med. ἄρχω; mod. gebrauchter nicht kongruenter Nom. (da offenbar part. coni. zu ῥῆμα, Ntr. erwartet [vgl. Var.]), der aber für dieses Verb auch außerbibl. (Inschriften, Papyri, Xenophon u. Plutarch) vorkommt (Metzger, S. 334; vgl. BDR § 1373; § 4193; H-S § 231d); ἀρξάμενος ἀπὸ τῆς Γαλιλαίας etwa ausgehend von Galiläa, beginnend in Galiläa. βάπτισμα3 Taufe; μετὰ τὸ βάπτισμα ὃ ἐκήρυξεν Ἰωάννης nach der Taufe, die Johannes verkündet hat bzw. (freier) nachdem Johannes zur Taufe aufgerufen hatte (GNB). ἐ-κήρυξεν Aor. κηρύσσω.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Der Begriff „Messias“ bedeutet „Gesalbter“; wenn Petrus also sagte, Gott salbte Jesus von Nazareth, meinte er, „Gott machte ihn zum Messias“ (vgl. Jes 61,1-3; Lk 4,16-21; Apg 4,27). Das geschah bei der Taufe Jesu (vgl. Mt 3,16-17; Mk 1,9-11; Lk 3,21-22; Joh 1,32-34). Jesaja hatte prophezeit, daß der Gesalbte große Wunder vollbringen werde (Jes 61,1-3), und Petrus sagte denn auch: Der ist umhergezogen und hat Gutes getan und hat alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Petrus beschreibt das Leben Jesu – Apostelgeschichte 10: 36–38 Das Wort, das er den Kindern Israel sandte und von Jesus Christus gute Botschaft des Friedens predigte (er ist der Herr aller). Dieses Sprichwort, das ihr selbst kennt, wurde in ganz Judäa veröffentlicht, beginnend in Galiläa nach der Taufe, die Johannes predigte ;; sogar Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit dem Heiligen Geist und mit Kraft gesalbt hat: der Gutes tat und alles heilte, was vom Teufel unterdrückt wurde; denn Gott war mit ihm. Petrus erkannte den Grundsatz, dass Gott keinen Respekt vor Personen hat, und beschäftigte sich weiter mit dem Werk Jeschuas, weil diese Heiden nun die Essenz des Evangeliums hören müssen. Petrus begann in Vers 36 mit dem ersten Kommen Jesu: Das Wort, das er an die Kinder Israel sandte. Dieses Wort ist das Logo von Johannes 1, das Gott den Kindern Israel gesandt hatte. Dieses Logo ist Jeschua von Nazareth und er kam, um gute Friedensbotschaften zu predigen. Er ging herum, um den Frieden zu „evangelisieren“. Außerdem: Er ist der Herr aller, was bedeutet, dass er sowohl der Herr der Juden als auch der Herr der Heiden ist. In Vers 37 sprach Petrus über den Ruf Jesu: das Sprichwort, das ihr selbst kennt. Das Wort ye im griechischen Text steht in der emphatischen Position, weil die Heiden davon gehört hatten. Petrus erinnerte dieses nichtjüdische Publikum daran, dass ihnen die wichtigsten Fakten über Jeschua und das Evangelium bekannt sind. es war in ganz Judäa veröffentlicht worden, beginnend in Galiläa. Es war nach der Taufe, die Johannes predigte. Nachdem Petrus sich mit der Taufe Jeschuas durch Johannes befasst hatte, ging er nach Galiläa und fasste die Karriere Jesu durch Galiläa und auch durch Judäa zusammen. In Vers 38 befasst sich Petrus mit dem Leben und Werk Jeschuas. Zur Identifizierung sagt Petrus ihnen, dass er sogar von Jesus von Nazareth spricht. Wörtlich aus dem Griechischen: „Jeschua, der aus Nazareth.“ Es darf kein Fehler sein, auf wen sich Peter bezog. Gott hat diesen gesalbt. Das griechische Wort für „Salbung“ ist dieselbe Wurzel wie das griechische Wort für „Christus“. Gott hat ihn gesalbt, er hat ihn mit dem Heiligen Geist „messiasiert“. In der Tat hatte Jeschua eine besondere Salbung des Heiligen Geistes bei der Taufe in Erfüllung von Jesaja 61: 1-3, als er von Johannes getauft wurde. Aufgrund dieser Salbung durch den Heiligen Geist konnte er die Kraft haben, seine Arbeit zu tun. Also tat er Gutes und heilte alles, was vom Teufel unterdrückt wurde, was Krankheiten bedeutete, die von Dämonen verursacht wurden. Der Grund, warum er all dies tun konnte, ist, dass Gott mit ihm war. Petrus formulierte daher einige grundlegende Fakten über Jesus von Nazareth. 3. Petrus erklärt das apostolische Zeugnis – Apostelgeschichte 10: 39-41 Und wir sind Zeugen aller Dinge, die er sowohl im Land der Juden als auch in Jerusalem getan hat; wen auch sie töteten, hängten ihn an einen Baum. Ihn hat Gott am dritten Tag auferweckt und ihn offenbart, nicht allen Menschen, sondern Zeugen, die vor Gott auserwählt wurden, sogar uns, die mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er von den Toten auferstanden war. Petrus befasst sich mit dem apostolischen Zeugnis, beginnend mit der Erklärung in Vers 39a: Wir sind Zeugen. Sie sind Zeugen aller Dinge, die er sowohl im Land der Juden, einschließlich Galiläa, Peräa und Judäa, als auch in der Stadt Jerusalem getan hat. Soviel wussten sie bereits. In Vers 39b ging er auf den Tod des Messias ein, den auch sie töteten. Das ist die Tatsache: Sie haben diesen getötet. Das Mittel war: indem man ihn an einen Baum hängte. In Vers 40 ging Petrus weiter auf die Auferstehung ein: Ihn hat Gott am dritten Tag auferweckt, und Gott hat ihn offenbar gemacht, ein Satz aus Jesaja 65: 1. In Vers 41 sprach Petrus über seinen Dienst nach der Auferstehung. Sein Dienst nach der Auferstehung galt nicht allen Menschen, sondern denen, die als Zeugen der Auferstehung dienen sollten, den Aposteln. Diese waren: vor Gott auserwählt. Sie wurden ausgewählt, um als Zeugen der Auferstehung Jesu zu dienen: sogar für uns, dh für die Apostel, die mit ihm aßen und tranken. Dies zeigt deutlich, dass der Auferstehungskörper die Fähigkeit hatte zu essen und zu trinken. Sie aßen und tranken mit ihm, nachdem er von den Toten auferstanden war.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

„ihm ist nichts unmöglich, er ist ganz besonders, er ist echt heilig“

Denn große Dinge hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist sein Name; und seine Barmherzigkeit ist von Geschlecht zu Geschlecht über die, welche ihn fürchten.
Elberfelder 1871 – Lukas 1,49–50

daß der Gewaltige Großes an mir gethan. Und heilig ist sein Name. Und sein Erbarmen währt von Geschlecht zu Geschlecht für die, die ihn fürchten
Textbibel – Lukas 1,49–50

כִּי גְּדוֹלוֹת עָשָׂה בִּי שַׁדַּי, (בראשית יז׳ א׳//דברים י׳ כא׳//תהילים קכו׳ ג׳) קָדוֹשׁ
ha-Berit ha-ḥadashah 2000 – Lk 1,49

Denn er sah auf die Erniedrigung seiner Magd. Denn sieh! von jetzt an werden mich alle Geschlechter selig preisen. Denn Großes tat mir der Mächtige, und sein Name ist heilig, und sein Erbarmen ist von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten. Gott hat sie nicht deshalb mißachtet, weil nichts Großes und Hohes an ihr war, sondern hat ihr seinen Blick geschenkt und auf sie mit dem erwählenden Auge geschaut, das sie zum Werkzeug seines Rats erkoren hat, und nun ist sie auf eine Höhe erhoben, daß sie für immer als die Hochbegnadigte und Auserkorene gelten wird und allen Zeiten das, was Gott ihr gab, als unausdenkbarer Vorzug erscheinen muß. So handelt er an ihr gemäß seiner göttlichen Majestät und offenbart seine Macht, seine Heiligkeit und sein Erbarmen. Bei seiner Regierung verweilt nun ihr Blick, die ungebunden an das, was groß und mächtig unter den Menschen ist, ihren eigenen Weg geht und Gottes Willen allein zur Geltung bringt.

Schlatter – Die Evangelien nach Markus und Lukas: Ausgelegt für Bibelleser

Dieses Lied von Maria zeigt zwei Dinge: Erstens zeigt es das Ausmaß von Marias persönlicher Spiritualität; und zweitens zeigt es ihre Kenntnis der Schrift, weil ihr Lied Hannahs Lied in 1 Samuel 2: 1–10 sehr ähnlich ist. In Marias Lied machte sie zwei Hauptpunkte: Erstens war Gott ihr Retter; und zweitens kam der Eine, der Messias, um die Verheißungen an Abraham zu erfüllen. Ihr Lied kann in zwei Teile geteilt werden. Der erste Teil (Verse 46–50) beschreibt, was Gott für Maria getan hat. In den Versen 46–47 heißt es: Und Maria sprach: Meine Seele macht den Herrn groß, und mein Geist hat sich an Gott, meinem Retter, gefreut. Sie nannte Gott ihren Retter. Die Art von Menschen, die einen Retter brauchen, sind Sünder. Diese Aussage zeigte deutlich, dass Maria eine Sünderin war. Dies verfälscht die Behauptungen eines bestimmten Teils der Christenheit, der lehrt, dass Maria immer ohne Sünde war. Sie sagte, dass Gott ihr Retter sei und zeigte, dass sie von Gott von ihren Sünden gerettet wurde. Dann benutzte sie das Wort „für“ dreimal und betonte, dass sie Gott „wegen“ lobte, was Gott für sie getan hatte. Erstens in Vers 48a: Denn er hat auf den niedrigen Stand seiner Magd geschaut:… Die Magd war Mary selbst. Sie war von geringem Vermögen, weil sie auf wirtschaftlicher Ebene auf der Armutsgrenze war. Aber trotz ihres geringen finanziellen, wirtschaftlichen und sozialen Vermögens und ihres Lebens in Nazareth, einer Stadt mit schlechtem Ruf, hatte Gott sie dennoch mit Gnade angesehen. Zweitens in Vers 48b:… Denn siehe, von nun an werden mich alle Generationen als gesegnet bezeichnen. Trotz ihrer geringen Anfänge würden sie von nun an alle Generationen als gesegnet bezeichnen, da über alle Generationen hinweg anerkannt würde, dass sie die Mutter des Messias war. Drittens in Vers 49a: Denn wer mächtig ist, hat mir Großes angetan; … Das Beste war, dass sie die Mutter des Messias sein würde. Sie schloss diesen Abschnitt dessen, was Gott für sie tat, mit dem Lob Gottes: Und heilig ist sein Name. Und seine Barmherzigkeit gilt Generationen und Generationen denen, die ihn fürchten. Der zweite Teil ihres Liedes, Verse 51–55, in dem sie erklärte, was Gott für Israel tun würde. Sie benutzte den Begriff, den er sieben Mal hat: Erstens: Er hat mit seinem Arm Kraft gezeigt; … Zweitens:… Er hat die Stolzen in die Vorstellung ihres Herzens zerstreut. Drittens: Er hat Fürsten von ihren Thronen gestürzt,… Viertens:… und hat sie in geringem Maße erhöht. Fünftens: Der Hunger, den er mit guten Dingen gefüllt hat; … Sechstens: … und die Reichen, die er leer weggeschickt hat. Und siebtens: Er hat Israel, seinem Diener, geholfen, damit er sich für immer an Barmherzigkeit (als er zu unseren Vätern sprach) gegenüber Abraham und seinem Samen erinnert. Die Geburtserzählungen verbinden oft das Kommen Jeschuas mit den verschiedenen jüdischen Bündnissen. In Matthäus 1: 1 stellte Matthäus sein Evangelium vor, indem er ihn den Sohn Davids und den Sohn Abrahams nannte. Auf diese Weise verband er das Kommen Jeschuas mit dem Davidischen Bund und mit dem Abrahamischen Bund. Hier, in den Versen 54–55, verband Maria das Kommen des Messias mit dem Abrahamischen Bund, denn sie sagte: Er hat Israel, seinem Diener, geholfen, damit er sich an die Barmherzigkeit (als er zu unseren Vätern sprach) gegenüber Abraham und seinem erinnert Samen für immer. Sie wird den gebären, der den Abrahamischen Bund erfüllen wird. Diese Geburtserzählung endet in Vers 56: Und Maria blieb ungefähr drei Monate bei ihr und kehrte in ihr Haus zurück. Mary blieb insgesamt drei Monate bei Elisabeth. Diese drei Monate waren der siebte, achte und neunte Monat von Elisabeths Schwangerschaft. Mary verließ Elisabeths Haus kurz bevor John geboren wurde. Uns wird nicht gesagt, warum sie vor Johns Geburt gegangen ist, vielleicht, um an dieser Stelle nicht auf sich aufmerksam zu machen. Zu diesem Zeitpunkt war sie selbst im dritten Monat schwanger und immer noch unverheiratet, obwohl sie mit Joseph verlobt war. Als John geboren wurde, erregte es große Aufmerksamkeit in der Stadt, vielleicht wollte Mary die Aufmerksamkeit nicht auf sich ziehen.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

„wenn du wieder zu mir zurück kommst“

Der Herr aber sprach: Simon, Simon! siehe, der Satan hat euer begehrt, euch zu sichten wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebetet, auf daß dein Glaube nicht aufhöre; und du, bist du einst zurückgekehrt, so stärke deine Brüder.
Elberfelder 1871 – Lukas 22,31–32

Und der Herr sagte: „Simon, Simon, siehe! Der Satan bat sich euch aus, um [euch] zu schütteln wie den Weizen. Ich aber flehte für dich, damit dein Glaube nicht zu Ende gehe. Und du, nachdem du einst umgekehrt bist, festige deine Brüder.“
Jantzen & Jettel Lukas 22,31–32

Sịmon, Sịmon, sieh nur! Satan hat nach euch allen verlangt, um euch wie Weizen durchzusieben.  Aber ich habe für dich gefleht, dass dein Glaube nicht nachlässt. Und du, bist du wieder zurückgekehrt, dann stärke deine Brüder.“
neue Welt Übersetzung – 2018 – Luk 22,31–32

Der Herr aber sprach: Simon, Simon, siehe, der Satan hat sich auch ausgebeten, um euch zu sichten, wie den Weizen. Mt 26,33f; Joh 21,15; Am 9,9; Hi 1,9f; 2Kor 2,11; 1Pe 5,8.
Ich aber habe für dich gefleht, damit dein Glaube nicht zu Ende gehe; und wenn du dereinst dich bekehrst, so festige du deine Brüder. Joh 17,11.15; Ps 51,15; 1Joh 2,1; 1Pe 1,5.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Lukas 22,31–32

Aber Jesus sagte auch, daß Petrus ihn noch in derselben Nacht, bevor der Hahn kräht, dreimal verleugnen werde. Zugleich gab er ihm jedoch den Trost, daß er trotz des Bemühens Satans, die Jünger zu sieben wie den Weizen (d. h. ihnen Prüfungen aufzuerlegen), seinen Glauben nicht verlieren würde. Er sollte wiederhergestellt (wenn du dich bekehrst) und später sogar zum Leiter der Jünger (d. h. der Leiter der Brüder) werden. Petrus verwahrte sich gegen die Voraussage Jesu; er hielt sich für stark und behauptete, daß er Jesus selbst ins Gefängnis und in den Tod folgen würde.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Auch hier begegnen uns die drei Faktoren der Versuchung, die wir in der letzten Folge dieser Reihe kennengelernt haben: das Spannungsfeld aus Gott, Teufel und menschlicher Begierde. Der Teufel ist aktiv beteiligt, und offensichtlich hat Gott dem Begehren des Satans zugestimmt. Und doch wird es die menschliche Schwachheit sein, die Petrus scheitern lässt: zunächst die völlig unangemessene Selbstüberschätzung, kurze Zeit später die nackte Angst, selbst in die Mühlen der Justiz zu geraten. Jesus weiß das alles. Er bereitet Petrus auf die Form und das Ausmaß der Versuchung vor, indem er präzise ankündigt, was geschehen wird. Bedenken wir an dieser Stelle kurz: Vorherwissen ist nicht das Gleiche wie Vorherbestimmen! Petrus bleibt selbst verantwortlich. Er hat deutliche eigene Anteile am Verlauf der Ereignisse, auch wenn sie durch das Begehren des Teufels eine Dimension haben, der Petrus nicht gewachsen ist. Zumindest nicht der Petrus, den wir aus der Zeit vor Karfreitag kennen.

Genau an dieser Stelle wird der Text spannend. Jesus bleibt ja nicht bei der bedrohlichen, negativen Seite der Verleugnung stehen, sondern fügt zwei wesentliche Sätze hinzu. Zunächst: „Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre.“ Die entscheidende Frage lautet: Hat der Glaube des Petrus denn nicht doch aufgehört, als er seinen Herrn verriet? – Nein, hat er nicht! Aufgehört hat alles, was Petrus selbst einbringen konnte: sein Eifer, seine Liebe zu Jesus, seine feste Entschlossenheit, Jesus bis in den Tod zu folgen. Hätten wir ihn fragen können, hätte er vermutlich all diese Dinge als Bestandteile und Beweis seines Glaubens genannt. Doch es war nur seine eigene Vorstellung von Nachfolge und vom Glauben. Erinnern wir uns an den ersten Teil dieser Reihe: Glauben meint nicht in erster Linie das Bejahen biblischer Lehre, sondern vor allem die Beziehung zu Gott. Und die hat nicht aufgehört, weil nämlich zu einer Beziehung immer zwei gehören. Läge es an Petrus, dann wären am Ende der Ereignisse sein Glaube und sein Leben völlig zerstört. Aber Gott hat an der Beziehung festgehalten. Er hat Petrus festgehalten. 

Christ sein heute – 01/2021

»Simon, Simon!« ist eine eindrückliche, wachrüttelnde Anrede wie »Marta, Marta!« (Lk 10,41), »Saul, Saul!« (Apg 9,4) oder »Jerusalem, Jerusalem!« (Lk 13,34). Woraus muss »Simon« Petrus wachgerüttelt werden? Aus seinem Hochmut. Vermutlich hat er nach der Entdeckung des Verrats des Judas (vgl. Joh 13,23ff.) sehr hochmütig und eingebildet von seiner eigenen Treue gedacht.

Was in Vers 31 und V. 32 folgt, berichtet nur Lukas.

»Siehe, der Satan hat sich ausgebeten, euch zu sieben wie den Weizen« (V. 31). Man muss ergänzen: Er »hat sich« dies von Gott »ausgebeten«, ähnlich wie bei Hiob (Hiob 1,6ff.; Hiob 2,1ff.; vgl. Sach 3,1ff.; 2 Kor 2,11; 1 Petrus 5,8). Der Sturz Satans aus dem Himmel (Lk 10,18) ereignete sich erst nach der Kreuzigung Jesu (Joh 12,31; Offb 12,7ff.). Die Aussage Jesu: »euch zu sieben wie den Weizen« macht deutlich, dass der »Satan« die zwölf Apostel einer verheerenden Prüfung unterziehen wollte. Er rechnete sich also selbst bei den Aposteln noch eine Chance aus! Der Fall des Judas mochte ihn dazu ermutigt haben. Um wie viel mehr – muss sich der Leser sagen – rechnet sich dann der Satan bei mir noch Chancen aus! »Wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle« (1 Kor 10,12; vgl. 2 Kor 2,11). Das »Sieben« oder »Sichten des Weizens« ist ein altes prophetisches Gerichtsbild (Am 9,9; Mt 3,12 par). Es bezieht sich auf die Weizenernte, bei der man u. a. den bereits ausgedroschenen, aber noch mit Spreu und Steinen durchsetzten »Weizen« über einem Sieb aus Darmsaiten schüttelte, sodass am Schluss nur noch die echten Körner übrig blieben. So also wollte der Teufel die Apostel »sieben«!

Zu den Einzelheiten ist noch dreierlei zu bemerken: a) Für »sich ausbitten« steht im Griechischen ein Wort, das typisch ist für Bitten im Geschäftsverkehr, nicht aber für Bitten der Kinder oder für Bitten an Gott! »Der Satan« betet also nicht wie wir zu Gott, sondern steht gewissermaßen nur im »Geschäftsverkehr »mit Gott. b) Dass der Teufel (»Satan«) für Jesus eine real existierende Person ist, geht aus Vers 31 zweifelsfrei hervor. c) »Satan« braucht die Erlaubnis Gottes. Er kann die Leute Jesu nur insoweit angreifen bzw. versuchen, als Gott es ihm erlaubt. Dies wirft auch ein Licht auf die vorletzte Vaterunserbitte (»und führe uns nicht in Versuchung«).

Der Einblick in Vorgänge der überirdischen Welt setzt sich fort mit Vers 32: »Ich aber«, sagt Jesus, »habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre«. Das »Ich« Jesu ist stärker als Satans Ich. Wir müssen also von vornherein damit rechnen, dass Jesu Bitte erhört wurde. Wir sehen hier Jesus als Fürsprecher. Das hängt damit zusammen, dass er der ewige Hohepriester ist. Auf diese ständige Fürbitte Jesu, die auch den heutigen Gläubigen zu Gute kommt, legt das NT großen Wert (vgl. Joh 17,9ff.; Röm 8,34; 1 Joh 2,1; Heb 7,25). Insgesamt muss man sich den Vorgang so vorstellen, dass Jesus durch den Heiligen Geist in die himmlische Welt versetzt wurde, dort die Bitte Satans bei Gott dem Vater miterlebte, und daraufhin beim Vater Fürbitte tat. Der »Glaube« des Petrus wird also nicht aufhören. Doch bleibt immer noch die Frage übrig: Wie steht es mit den anderen Aposteln? Der Teufel wollte sie doch alle zum Abfall bewegen (»euch sieben«, V. 31)! Hat Jesus also alle übrigen fallen gelassen, und nur für Petrus »gebeten«? Eine solche Deutung würde weder mit Vers 32 noch mit dem Hohenpriesterlichen Gebet in Joh 17 noch mit der Apostelgeschichte übereinstimmen. Deshalb müssen wir V. 32 so verstehen: »Gerade für dich, Simon, musste ich bitten. Sonst wäre dein Glaube in die Brüche gegangen. Aber auch für deine Mitapostel habe ich gebeten«.

»Und wenn du dereinst dich bekehrst, dann stärke deine Brüder«. Dieser Satz muss bei Petrus wie eine Bombe eingeschlagen haben. Hatte er sich denn nicht schon längst zu Jesus bekehrt (vgl. Joh 1,41ff.; Mt 4,18ff.; Lk 5,1ff.)? Nein, sagt Jesus, nicht gründlich genug. Es wird durch ein tieferes Zerbrechen deiner Selbstgerechtigkeit gehen und infolgedessen zu einer viel tieferen, dauerhafteren Bekehrung. Das ist nach Joh 21,15ff später auch geschehen. Die Aufgabe, die »dann« vor Petrus steht, heißt: »Stärke deine Brüder!« Diese »Brüder« sind die Mitapostel und – in einem weiteren Sinne – die Mitjünger. Wie treu Petrus dieser Aufgabe nachgekommen ist, sieht man an Apg 1,15ff.; Apg 5,42; 9,32-36ff.; Apg 15,7ff.; 1 Kor 9,5; Gal 2,9ff.; sowie am ersten und zweiten Petrusbrief

Edition C – NT

Einst besuchte ein Knecht Gottes eine Porzellanfabrik. Dort sah er, wie ein Arbeiter auf seiner Tonscheibe eine wunderschöne Blumenvase formte. Endlich schien sie fertig zu sein. Der Meister prüfte sie nochmals von allen Seiten und plötzlich warf er sie wieder auf die Tonscheibe. Entsetzt über diese Handlung fragte der Gottesmann den Meister: „Was machen Sie?“ „Ja“, antwortete der Meister in aller Ruhe: „Der Ton hatte noch Härte in sich!“
Nicht der Ton wurde verworfen, sondern nur die Form des Tones. Der Ton selbst blieb in des Meisters Hand. Diese knetete ihn noch einmal und bereitete aus ihm eine neue Vase zu. Die gelang. Der Ton hatte seine Härte verloren, und der Meister wusste, dass das Gefäß jetzt nicht zerspringen würde, wenn es im Glutofen seine letzte Feuerprobe zu bestehen habe.
Welch ein Trost, zu wissen, Christus, der große Künstler, selbst wacht über uns. Er verwirft nicht den Ton, Er verwirft nur die Härte in uns, wenn Er uns wieder und wieder auf die Tonscheibe legt. Er weiß, welch ein brauchbares Gefäß jener Ton zuletzt in seiner Meisterhand werden wird, der gegenwärtig noch so manche Härten in sich trägt.
Oft denken wir, wenn die Nacht der Leiden schwärzer und schwärzer wird, Gott habe uns ganz verlassen. Er habe für immer uns seine starke Hand entzogen. Wir ahnen jedoch nicht, wie nahe in solchen Stunden der Herr uns ist. Als einst der heilige Antonius von Padua, dieser gewaltige Bußprediger im dreizehnten Jahrhundert, nach einer schweren Versuchung eine Vision hatte, in welcher Christus ihm erschien, fragte er: „Herr, wo warst Du denn bis jetzt, dass Du mir nicht früher geholfen hast?“ Eine Stimme antwortete ihm: „Antonius, Ich war immer bei dir, Ich war Zeuge Deines Kampfes und werde dich niemals verlassen!“
Auch Hiob ahnte nicht, als er in die außergewöhnliche Leidensglut hineingetaucht wurde, dass Gottes Auge selbst das Gold überwachte. Gott war es, der genau das Maß seiner Leiden festsetzte. Satan durfte nicht einen Schritt weiter gehen, als Gott es ihm erlaubte. Nicht um einen Grad durfte die Glut heißer werden, als es nötig war. Der Herr wusste ganz genau, welch ein Maß von Leiden Hiob ertragen könne. Denn Er ist treu und lässt uns nicht versuchen über unser Vermögen. Auch im Schmelztiegel der Leiden behütet Er seine Heiligen wie seinen Augapfel. Nicht ein Körnlein darf bei der Sichtung auf die Erde fallen und mit der Spreu verloren gehen, wenn Er die Seinigen sichten lässt wie Weizen.

Jakob Kroeker – ER sprach zu mir

„Bist du einst zurückgekehrt, so stärke deine Brüder“ (Lk 22,32). Das ist die Linie Gottes. Wir Menschen haben oft eine andere Linie. Wir sind einem Bruder gegenüber, der in Sünde fiel und wieder zurecht kam, gern etwas vorsichtig, abwartend, um nicht zu sagen mißtrauisch. Bewußt oder unbewußt behält ein Menschenkind bei uns einen Makel, obwohl wir ihm vergeben haben. Sicherlich gibt es eine göttliche Vorsicht. Aber die Bewährungsfristen, die wir Menschen in solchen und vielen anderen Fällen unserer Versammlungspraxis und unseres Zusammenlebens einschalten, sind oft Sicherungen, die nichts mit der göttlichen Linie zu tun haben, so geistlich wir sie mit unserer „Verantwortlichkeit“ verbrämen mögen. Gottes Gnadenhände formen oft gerade durch den Fall ein besonderes Werkzeug zu Seiner Ehre, um Seine Gemeinde zu stärken und zu trösten. Dafür sollten wir offen sein. Ich kenne Fälle, in denen Brüder, die ausgeschlossen werden mußten, aber nach aufrichtiger Beugung wieder zurechtkamen, nach Jahr und Tag noch zurückstehen müssen. Sobald sie sich nur irgendwie einmal in der Versammlung hören lassen, werden sie wieder an die alte Sache von damals erinnert und gebeten, auf die Gefühle der Geschwister Rücksicht zu nehmen. Ob nicht dem Volk Gottes durch solches Verhalten mancher Segen verloren geht?

Hilfe und Nahrung – 1976

„mit allem, was du hast, mit deinem eigenen Gefühl, volles Rohr, entscheide dichhalten“

Höre Israel: Jehova, unser Gott, ist ein einziger Jehova! (d. h. einzig und allein derjenige, welchem der Name Jehova zukommt. (Vergl Sach 14,9))
Und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.
Elberfelder 1871 – Dtn 6,4–5

Höre Israel! Jehova, unser Gott, Jehova ist Einer!
Desswegen liebe Jehova, deinen Gott, von ganzem Herzen, und von ganzer Seele, und aus aller Kraft.
van Ess – Dtn 6,4–5

Höre, Israel! Jehova ist unser Gott, Jehova allein.
Und liebe Jehova, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Vermögen
de Wette Bibel – Dtn 6,4–5

Höre, Israel, Jehovah, unser Gott, ist ein Jehovah. 5Mo 4,35.
Und du sollst lieben Jehovah, deinen Gott, von deinem ganzen Herzen und von deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. 5Mo 4,29; 10,12; 11,1.13.22; 13,4; 30,6.16f; Jos 22,5; 23,11.
Tafelbibel – 5.Mose 6,4–5

Höre, Israel: Jehova ist unser Gott, es gibt nur einen Jehova.  Liebe Jehova, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deiner ganzen Kraft.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Deuteronomium 6,4–5

Spannende Frage: wenn ich Jehovah liebe mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft – was bleibt dann noch für mich übrig? Etwa nichts? Oder bleibt da nur nichts von meiner Seite übrig, weil SEINE Liebe zu mir dann völlig ausreichend ist? Füllt ER vielleicht unsere ganzen Bedürfnisse vollkommen aus?

Aber schauen wir uns die Erklärungen in verschiedenen „Erklärbibeln“ also Bibeln mit Erklärungen an:

„Sh’ma, Yisra’el! ADONAI Eloheinu, ADONAI echad. (Höre, Israel! ADONAI, unser Gott, ADONAI ist einer). “ Das Schema, der Kern und die Grundlage von Israels Glauben, ist das wichtigste aller jüdischen Gebete. Während der Zeit des Zweiten Tempels erlangte das Schema im Synagogengottesdienst eine herausragende Stellung und ist bis heute von zentraler Bedeutung. Er wird jetzt und in Zukunft als der einzig wahre Gott deklariert. Wie geschrieben steht: „An diesem Tag wird ADONAI der einzige sein, und sein Name wird der einzige Name sein“ (Sach 14: 9). 6: 5 „Du sollst ADONAI, deinen Gott, von ganzem Herzen lieben.“ Da der Bund auf einer Beziehung zu ADONAI beruht, wird Israel angewiesen, die Gebote des Herrn in Liebe zu erfüllen. Nach den Weisen Israels kann derjenige, der aus Liebe handelt, nicht mit dem verglichen werden, der aus Angst handelt. „Von ganzem Herzen“ bedeutet, dass die Liebe zu Gott von ganzem Herzen und zielstrebig sein sollte. DIE NATUR DES BUNDES Deuteronomium 6: 4–6 Historisch gesehen bestand die grundlegende Funktion des Bundes darin, eine Interessengemeinschaft zwischen dem König und seinen Vasallen aufzubauen. Der Bund impliziert also Gemeinschaft – die Bildung gemeinsamer Bräuche, gemeinsamer Ansichten und eines gemeinsamen Lebens. Dies bedeutete ein intimes Teilen von Leben, Natur und Sitte, wobei der Wille der Vertragsparteien letztendlich identisch wird. Diese im Bund implizierte Gemeinsamkeit des Willens zeigte, dass sich die Parteien zu einem gemeinsamen Ziel zusammengeschlossen hatten, dass sie Teil einer engen Union geworden waren. Liebe bildet im Kern das Herzstück der Bundesbeziehung. Der historische Prolog des Bundes zeigt dies ganz deutlich. Es weist auf die gnädigen Handlungen des Königs vor dem Bund und dann auf dessen Einleitung hin, was dies als Grundlage der Beziehung spezifiziert. Es hatte eine kraftvolle Demonstration von ADONAIs Liebe gegeben, die im Exodus zu sehen war (vgl. Deut. 1: 1–8: 4). Liebe und Dankbarkeit sollten das ganze Leben und das Denken derer unter dem Bund anstecken. In der Tat kann Deuteronomium 5–11 als Betonung der uneingeschränkten Liebe zu Gott angesehen werden, wobei nicht die Fähigkeit zu tun, sondern der Wille zur Erfüllung der Verpflichtungen des Bundes betont wird. In 5. Mose 6: 4–6 liefert das Schema – „Sh’ma, Yisra’el!“ – den klassischen Ausdruck dieser uneingeschränkten Liebe, die als Isra’els Antwort erwartet wurde. Die Passage fordert die ausschließliche Hingabe und das Engagement für ADONAI allein, eine Liebe, die sich durch das gesamte Wesen und die Persönlichkeit eines Menschen ausdrückt. Es beinhaltet auch ein Gesamtmuster des Lebens. So genießt Israel im Deuteronomium, selbst im Exil und im Gericht, immer noch Gottes Verheißungen seiner Liebe und Barmherzigkeit gegenüber Israel. Es ist die Liebe, nicht das Gesetz, die den Kern der Bundesbeziehung zwischen Gott und seinem Volk Israel bildet.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Der Herr … der Herr. Diese doppelte Verwendung des göttlichen Namens ist im OT einzigartig, mit Ausnahme von 2. Mose 34: 6, wo Moses auf die Bedeutung des Namens anspielt und sie näher erläutert. einer. Der Herr ist nicht nur Gott für Israel; Er ist Gott für alle (vgl. Sach 14: 9). Dies ist das Prinzip des Monotheismus. Der Herr ist einzigartig und absolut einzigartig (32:39; Jes 44: 8; 45: 6). Im Gegensatz dazu war in der Antike der Polytheismus – der Glaube an viele Götter – weit verbreitet. 6: 5 Aus der Einheit Gottes fließt eine Einheit in der Liebe: Man muss Gott mit der Gesamtheit seines Seins lieben – seinem Herzen (Verstand), seiner Seele (Lebenskraft oder Atem) und seiner Stärke. Hier geht es also nicht um eine Liebe, die auf ein Gefühl oder ein Gefühl reduziert werden kann, sondern um eine Liebe zu Gott, die die gesamte Persönlichkeit beherrscht.

NIV Biblical Theology Study Bible

Der Herr… allein: NJPS weicht korrekt von der bekannteren Übersetzung „Der Herr [JHWH], unser Gott, der Herr ist einer“ ab (siehe Anmerkung b der Übersetzer, Ende). Jede der beiden Interpretationen ist theoretisch möglich, da es auf Hebräisch möglich ist, einen Satz zu bilden, indem einfach ein Subjekt und ein Prädikat verbunden werden, ohne das Verb „sein“ anzugeben. Das Hebräische hier erlaubt also entweder „JHWH, unser Gott, JHWH ist einer“ oder „JHWH ist unser Gott, JHWH allein“. Die erste, ältere Übersetzung, die eine Aussage über die Einheit und Unteilbarkeit Gottes macht, wird diesem Text nicht voll gerecht (obwohl sie in einem späteren jüdischen Kontext als Polemik gegen das Christentum sinnvoll ist). Der Vers enthält kein quantitatives Argument (über die Anzahl der Gottheiten), sondern ein qualitatives über die Art der Beziehung zwischen Gott und Israel. Mit ziemlicher Sicherheit bestand die ursprüngliche Kraft des Verses, wie die mittelalterlichen jüdischen Exegeten in der Anmerkung b der Übersetzer erkannten, darin, zu fordern, dass Israel unserem Gott, JHWH, ausschließliche Loyalität entgegenbringt – aber damit nicht die Existenz anderer Götter zu leugnen! Auf diese Weise nimmt es die gleiche Perspektive ein wie das erste Gebot des Dekalogs, das, indem es die Anbetung anderer Götter verbietet, deren Existenz voraussetzt (siehe 5: 7 n.). Als der wahre Monotheismus in der Zeit des Zweiten Tempels zur Norm wurde, wurde diese frühere Perspektive unverständlich. Leser und Übersetzer des zweiten Tempels des Schemas waren daher gezwungen, diese und ähnliche Passagen so zu lesen, dass sie mit dem normativen Monotheismus vereinbar waren (siehe 32: 8 n.; Vgl. 4: 15–31 n.; 5: 9 n.; .). Dieser Prozess der Neuinterpretation ist bereits in der Übersetzung der Septuaginta (3. Jahrhundert v. Chr.) Ersichtlich: „Der Herr ist einer.“ Als Grundlage für die meisten nachfolgenden Übersetzungen ist diese Lektüre die Quelle für das gemeinsame Verständnis des Verses. Alleine: Die traditionelle Übersetzung (siehe Anmerkung b der Übersetzer) bewahrt den normalen Gebrauch des hebräischen „ʾeḥad“, „eins“, was möglicherweise dazu beigetragen hat, das Schema als Erklärung des Monotheismus zu interpretieren. Was es aber bedeuten könnte zu sagen, dass Gott „eins“ ist, ist unklar, da dies nicht gleichbedeutend ist mit der Behauptung, dass es nur einen Gott gibt (Jes. 44: 6; 45: 5–7, 14, 18, 21; 46) : 9). Es ist auch nicht wahrscheinlich, dass der Vers klarstellen will, dass es im Gegensatz zu vielen JHWH nur einen JHWH gibt, da es keine Schwierigkeit gab zu erkennen, dass verschiedene Manifestationen einer Göttlichkeit von einem einzigen Gott stammen könnten (2. Mose 6: 3). NJPS versteht daher „ʾeḥad“ richtig als „allein“, d. H. „Ausschließlich“. Diese Interpretation wird in der Interpretation dieses Verses durch den Propheten Sacharja unterstützt: „An diesem Tag wird es einen Herrn mit einem Namen geben“ (Sach 14: 9 und Anmerkung b der Übersetzer). 5: Liebe, siehe 5:10 n. Das Paradox, ein Gefühl zu befehlen (wie in Lev. 19: 17–18), wird mit der Erkenntnis gelöst, dass sich die „Liebe“ des Bundes nicht auf innere Gefühle oder private Emotionen bezieht. Der Fokus liegt stattdessen auf der Loyalität des Handelns gegenüber Gottheit und Nächsten (siehe 5: 1–30 n.). Mit ganzer Seele: Dieser Satz bedeutete in rabbinischer Interpretation, dass man bereit sein sollte, sein Leben für Gott zu geben. Diese Interpretation führte zur Praxis, das Schema auf dem Sterbebett oder inmitten von Martyriumshandlungen zu rezitieren. Könnte sein: Heb „meʾod“ ist anderswo ein Adverb, das „sehr“ oder „außerordentlich“ bedeutet. Es wird nur hier und in der deuteronomistischen Beschreibung von König Josia, die diesen Vers zitiert, als Substantiv verwendet, um Josia als Inbegriff des Gehorsams gegenüber der Tora darzustellen (2. Könige 23, 25). Während die Grundbedeutung des Wortes „Macht“ oder „Stärke“ ist, wurde es sowohl in Qumran (CD 9.11; 12.10) als auch in der frühen rabbinischen Literatur (Tg. Jon.; Sifre) als „Reichtum“ oder „Eigentum“ verstanden. Die beiden Interpretationen erfordern jeweils die volle Verpflichtung gegenüber Gott, ob psychologisch oder praktisch; beide sind in der Mischna erhalten (m. Ber. 9.5).

Die jüdische Studienbibel

„Liebe den HERRN, deinen Gott, von ganzem Herzen.“ Zeigt dies nicht die Natur Gottes? Gott ist Liebe, denn er befiehlt uns, ihn zu lieben. Es scheint mir ein gesegnetes Privileg für uns zu sein, einen so großen wie Gott lieben zu dürfen. Es ist ein Befehl, aber wir betrachten es eher als eine liebevolle, zärtliche Einladung zur höchsten Glückseligkeit. „Von ganzem Herzen“ bedeutet intensiv. „Mit deiner ganzen Seele“ bedeutet aufrichtig, sehr liebevoll. „Und mit all deiner Kraft“ bedeutet mit all unserer Energie, mit jeder Fähigkeit, mit jeder Möglichkeit unserer Natur.

Die Spurgeon-Studienbibel: Notizen

Dies ist einer der bekannten Teile des OT und wird als „Shema“ bezeichnet, was „hören“ bedeutet. Es ist das Herzstück des jüdischen Glaubens. Juden wiederholen diese Verse heute oft. 6: 4 Der Herr ist einer. Dieses Wissen tröstete die Hebräer. Ihre polytheistischen Nachbarn (die viele Götter verehrten) mussten immer das Missfallen der vielen Götter fürchten, die sie verehrten. Nicht so bei den Hebräern. Sie verehrten den einen wahren Gott und mussten sich nur um seine Erwartungen an ihr Leben kümmern. Dies ist grundlegend für das christliche Verständnis der Dreifaltigkeit. DIG DEEPER (VV. 4–5): Lesen Sie Matthäus 22: 34–40, um zu sehen, was Jesus über diesen speziellen Befehl dachte. Wie beeinflussen die Worte Jesu Ihr Verständnis dieser Passage?

Bibel zum Studium der Lebensverbindungen

„Wenn Mose“ ein Herr „sagt, verstehen wir das einfache, gesegnete und unverständliche Wesen Gottes“ (AthanG). Moses sagt nicht, dass der eine Herr eine einsame Person ist (HilryP). Er sagt vielmehr, dass er eine ungeteilte Essenz oder Natur ist. Denn Mensch und Natur sind nicht dasselbe (JohnDm). Die göttliche Natur existiert ungeteilt in drei verschiedenen Personen: dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Der Sohn wird vor allen Zeiten und Ewigkeiten aus dem Wesen des Vaters gezeugt, aber seine Zeugung teilt das Wesen des Vaters nicht. Der Heilige Geist geht vor allen Zeiten und Zeiten vom Vater aus, aber seine Prozession teilt nicht das Wesen des Vaters. Die Personen sind verschieden oder verschieden, aber die Essenz ist eins und ungeteilt. Deshalb glauben wir an die Heilige Dreifaltigkeit, unseren einen Gott und Herrn.

Die orthodoxe Studienbibel: Notizen

Also Jehovah in nicht von der Anzahl EINS sondern eine Einheit – aber das Thema hatten wir ja schon ( 1+1=1 echad – „unser Gott ist einzigartig“ und elohim oder yachid ). Wenn man sich die Göttergeschichten der alten Zeit anschaut, dann sieht man, dass diese Göttergeschichten mit sich streitenden Göttern bestanden, und diese nicht nur ständig im Steit sondern auch in gegenseitige Kriege verwickelt waren. Und es gab für jeden dieser Götter ein klares Aufgabenfenster – den einen fürs Wetter, den anderen für Nachwuchs usw. usf.