Familie Thomas Pape

wann ist Jesus geboren?

Wie jedes Jahr streiten sich die Menschen darüber, wann Jesus eigentlich geboren ist.
Wir haben uns ja gestern im Zelt darüber unterhalten, welches Fest Jesus in dieser Jahreszeit gefeiert hat – und welche Bräuche wir davon übernommen haben. Und ja – Jesus ist nicht im Dezember geboren sondern wahrscheinlich gegen September…
Nun habe ich gestern Abend noch einen interessanten Artikel bei n-tv gelesen:

Es ist wieder so weit: Die Kerzlein brennen, der Tannenbaum duftet, die Geschenke wechseln ihre Besitzer. Weihnachten ist da, der Trubel der Vorweihnachtszeit – hoffentlich – vorbei. Der Blick fällt auf die Krippe unter dem Weihnachtsbaum: Maria und Josef mit dem Jesuskind. Eine Szene vor rund 2000 Jahren, die uns heute noch immer Grund dafür ist, Weihnachten zu feiern. Aber: Standen Maria und Josef wirklich im Dezember um ihr Kindlein im Stall? Warum feiern wir Weihnachten eigentlich ausgerechnet an diesem Datum?


Es gibt gute Gründe, anzunehmen, dass die ersten Christen Geburtstage im Allgemeinen überhaupt nicht feierten – und auch einer Geburtstagsfeier für Jesus deshalb keine besondere Bedeutung schenkten. Die Feier der Geburt war in der antiken Welt ein heidnischer Brauch. Ein Ritual, das mit der Anrufung von guten Geistern einherging, die die gefeierte Person schützen sollten. Das war im frühchristlichen Weltbild – ebenso wie heute – ein Problem.

Aber wie das mit Bräuchen und Traditionen so ist: Sie ändern sich. Langsam, aber stetig wuchs auch unter Christen das Interesse daran, den Geburtstag ihres Heilands zu feiern. Warum genau, weiß man heute nicht mehr. Vielleicht, weil es im römischen Reich üblich war, den Geburtstag des Kaisers zu feiern – schließlich war Jesus für seine Nachfolger ein Herrscher der geistlichen Welt. Auch die Frage nach dem Wann bleibt unbeantwortet. Das Interesse daran wird wohl irgendwann im zweiten oder dritten Jahrhundert aufgekommen sein. Doch zu dieser Zeit stand man bereits vor einem Problem: Wann sollte man diesen Tag feiern? Schließlich hat man sich zu der Zeit, als die Evangelien aufgeschrieben wurden, um ein genaues Datum nicht geschert – und es deshalb auch nicht überliefert.

Dennoch gibt es heute ein Datum, an dem wir die Geburt Jesu feiern: den 25. Dezember. Fakt ist, dass wir für den 25. Dezember im Jahr 353 oder 354 die erste Überlieferung für eine Predigt des römischen Bischofs am „Tag der Geburt des Erlösers“ haben – das älteste uns bekannte Weihnachtsfest. Wie kommt man da nur drauf? Auch hier gilt, wie so oft: So ganz genau weiß man es nicht. Es gibt im Wesentlichen zwei Theorien.

Die erste – und weitaus bekanntere – ist diejenige, dass sich das Datum aus dem Bezug zum Geburtsfest des römischen Gottes „Sol invictus“ („Unbesiegbarer Sonnengott“) ergab. Dessen Geburtstag feierte man am kürzesten Tag des Jahres, der Wintersonnenwende: Die Winterdunkelheit konnte die Sonne nicht besiegen, die daraufhin wieder ihren Siegeszug begann und die Tage wieder länger werden ließ. Nach der Kalenderreform des Julius Caesar war dieser Tag der 25. Dezember. Da die Deutung von Jesus Christus als „Licht“ oder „Sonne“ für Christen schon in den Evangelien und aus alttestamentlichen Prophetien bekannt war, lag es auch nahe, dieses Fest im Zuge des aufstrebenden Christentums umzudeuten.

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