Bitte um Weisheit

Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er von Gott, der allen willig gibt und nichts vorwirft, und sie wird ihm gegeben werden.

Elberfelder Bibel 1905 – Jak 1,5

Wenn es aber einem von euch an Weisheit fehlt, bitte er Gott darum, und sie wird ihm gegeben werden; denn Gott gibt allen gerne und macht ´dem, der ihn bittet,` keine Vorhaltungen.

Neue Genfer Übersetzung_2013 – Jak 1,5

Wenn es also irgendjemandem von euch an Weisheit fehlt, dann soll er Gott immer wieder darum bitten, und sie wird ihm gegeben werden, denn Gott gibt allen großzügig und ohne Vorwürfe.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Jak 1,5

Wenn es also einem von euch an Weisheit fehlt, so bitte er Gott unablässig, denn er gibt allen großmütig und ohne Vorwürfe zu machen; und sie wird ihm gegeben werden

neue Welt Übersetzung – Bi12 – Jak 1,5

Wenn es jemandem unter euch an Weisheit mangelt, erbitte er [sie] von Gott, der allen mit Einfalt gibt und nicht Vorwürfe macht, und sie wird ihm gegeben werden.

Janzen & Jettel – Jak 1,5

Wenn einer von euch bei einem Problem nicht mehr weiter weiß, dann soll er deswegen bei Gott anklingeln. Für den ist das okay, er hilft immer gerne.

VolxBibel – Jak 1,5

ὑμῶν gen. partitivus (A164). λείπεται Pass. V. 4; Pass. m. Gen. es an etwas fehlen lassen (B 1b), Mangel an etwas haben. αἰτείτω Imp. 3. Sg. αἰτέω. διδόντος Ptz. δίδωμι, attr. ἁπλῶς schlicht, aufrichtig, vorbehaltlos. ὀνειδίζοντος Ptz. ὀνειδίζω tadeln, schelten, Vorwürfe machen; mod. (H-S § 230c); αἰτείτω παρὰ τοῦ διδόντος θεοῦ πᾶσιν ἁπλῶς καὶ μὴ ὀνειδίζοντος er soll Gott darum bitten, der allen gern und ohne zu tadeln gibt. καί (zweites) kons. (A311,2) (und) so, dann. δοθήσεται Fut. Pass. δίδωμι.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Denen, die angesichts des hohen Ziels, daß „kein Mangel an euch sei“, verzagen, schreibt Jakobus: „Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott.“ Hilfe ist möglich von „Gott, der jedermann gern gibt“ (tou didontos theou). Jakobus geht davon aus, daß seine Leser das Bedürfnis nach Weisheit (sophias), nicht nur nach Erkenntnis haben. Gott kann ihnen diese Weisheit schenken, und er wird es großzügig und ohne sie zu tadeln tun.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Wie kommt Jakobus in V. 5 plötzlich auf die »Weisheit« zu sprechen? Bisher ging es doch um die Anfechtung! So seltsam es klingt: Beides gehört zusammen. Ohne die Weisheit des Heiligen Geistes weiß man ja nicht, wie man sich in der Anfechtung richtig verhalten soll. Das gilt z. B. für die Verfolgungssituation, für die Jesus verheißen hat: »Es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet« (Mt 10,19f.). Das gilt aber auch für andere Fälle, mag es sich nun um äußere oder um innere Anfechtungen handeln.

Fehlt es angesichts von Anfechtung und Verfolgung »jemand an Weisheit, dann bitte er Gott und sie wird ihm gegeben werden« (V. 5). Das ist der beste Ratschlag, den Jakobus hier geben kann. Wieder verbindet er auf wunderbare Weise die Weisheitslehre (Spr 2,6) mit dem Wort Jesu: »Bittet, so wird euch gegeben« (Mt 7,7). Was für ein geistgelehrter Lehrer muss dieser Jakobus gewesen sein! Der zweite Teil von V. 5 ist voller Gotteslob: »Gott, der allen aufrichtig gibt und es nicht vorrechnet«. Statt »aufrichtig« kann es auch heißen: »rückhaltlos«, »ohne Hintergedanken«, statt »vorrechnen« auch »ohne Missvergnügen zu äußern«. Als was für ein liebevoller und großzügiger Geber wird uns da Gott vor die Augen gemalt! Jede Missgunst ist ihm fremd. So zeigte ihn auch Jesus (Mt 5,45).

Und weil damit die Zuversicht im Gebet angeschnitten ist, fügt Jakobus noch ein paar Sätze in dieser Richtung an:

Edition C

In diesem Zusammenhang kommt Jakobus auf zwei Beispiele zu sprechen. (5) Da ist zunächst die Weisheit. Die Weisheit ist nicht theoretischer Art, sondern zeigt sich im Verhalten gegenüber dem Mitmenschen (vgl. Jak 3,13-17). Wer hinsichtlich der Weisheit ein Problem hat und sich an Gott wendet, wird sie von ihm empfangen. Gott macht uns keine Vorwürfe, sondern hilft ohne Ansehen der Person.

Mainka —Jakobus

Also nicht über einen Menschen oder eine Menschengruppe gibt Gott Weisheit, sondern nur über Gebet, das durch seinen Sohn zum Vater gesprochen wird.

Schreibe einen Kommentar