Sie werden alle wieder aus dem Ausland zurück nach Hause kommen!

So spricht Jehovah: Eine Stimme hört man in Ramah, eine Klage, bitterliches Weinen: Rachel weint über ihre Söhne. Sie weigert sich, sich trösten zu lassen über ihre Söhne; denn sie sind nicht da. Tob 10,4; Mt 2,18; 1Mo 35,19.
16. So spricht Jehovah: Halt ab deine Stimme vom Weinen, deine Augen von Tränen! Denn ein Lohn wird dir für dein Werk, spricht Jehovah, und sie kommen zurück aus dem Lande des Feindes. Lk 7,13; 8,52.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Jeremia 31,15–16

So spricht der Ewige: Horch, Klage klingt in Rama / ein bitterlich Weinen! / Rahel beweint ihre Kinder / läßt nimmer sich trösten / ob ihrer Kinder, die dahin.
So spricht der Ewige: Spar deiner Stimme Weinen / und deinen Augen Tränen! / Denn Dank gibts dir zum Lohn / ist des Ewigen Spruch / sie kehren heim vom Feindesland! /
Neftali-Herz-Tur-Sinai – Jer 31,14–15

So spricht Jehova: Eine Stimme wird in Rama gehört, Wehklage, bitteres Weinen. Rahel beweint ihre Kinder; sie will sich nicht trösten lassen (Eig sie weigert sich, sich trösten zu lassen) über ihre Kinder, weil sie nicht mehr sind. So spricht Jehova: Halte deine Stimme zurück vom Weinen und deine Augen von Tränen; denn es gibt Lohn für deine Arbeit, spricht Jehova, und sie werden aus dem Lande des Feindes zurückkehren;
Elberfelder 1871 – Jer 31,15–16

Die biblischen Prophezeiungen deuten darauf hin, daß die Zeit nahe ist, wo Gott Schritte unternehmen wird, um der gehorsamen Menschheit Frieden und ewiges Leben zu schenken. Gott hat verheißen: „Ich will ihre Trauer in Frohlocken umwandeln, und ich will sie trösten und sie erfreuen, indem ich sie ihrem Kummer entreiße.“ „ ‚Halte deine Stimme zurück vom Weinen und deine Augen von Tränen, denn es gibt eine Belohnung für deine Tätigkeit‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und sie werden gewißlich aus dem Land des Feindes [des Todes] zurückkehren‘ “ (Jeremia 31:13-17).
Dann wird Jehova nach und nach die im Laufe der Menschheitsgeschichte Verstorbenen durch die Auferstehung wieder zum Leben bringen. Unter der himmlischen Regierung in Gottes neuem System werden sie die Gelegenheit haben, ewiges Leben zu wählen, indem sie Gottes Geboten gehorchen, deren Beachtung lebenswichtig ist. Wenn wir uns also der Bibel zuwenden, finden wir darin eine echte Hoffnung für die Toten und Trost für die Lebenden (Apostelgeschichte 24:15; Offenbarung 20:12-14; 21:1-4).

Erwachet! 1987

Klingt gut, diese Erklärung – nicht wahr? Ja, die Bibel spricht über eine Auferstehung der Toten. Aber wäre Rahel mit dieser Antwort zufrieden?

Hier eine ähnliche Erklärung:

Dass besonders bei denen, die über den Verlust ihrer Kinder getrauert haben, die ins Exil gebracht wurden, ihr Kummer bei der Rückkehr ihrer Kinder in Freude verwandelt wird (Vers 15–17). Hier haben wir:
5.1 Die traurige Klage der Mütter über den Verlust ihrer Kinder (Vers 15): „Eine Stimme wird in Rama gehört“, als es zu der vollständigen Gefangenschaft kommt, nichts als „bitterliches Klagen und Weinen“, mehr als an anderen Orten, denn dort hat Nebusaradan allgemein die Gefangenen zusammengezogen, wie sich in 40,1 zeigt, wo wir sehen, wie er Jeremia von Rama zurückschickt. Es heißt hier, dass Rahel ihre Kinder beweint. Das Grab von Rahel liegt zwischen Rama und Bethlehem. Benjamin, einer der beiden Stämme, und Ephraim, der Führende der zehn Stämme, sind beide Nachfahren von Rahel. Sie hatte nur zwei Söhne: der Ältere, um den sein Vater trauerte und „sich nicht trösten lassen“ wollte (1.Mose 37,35), und den anderen nannte sie selbst Benoni (1.Mose 35,18), „den Sohn meines Kummers“. Genauso trauern nun die Einwohner Ramas wegen ihrer Söhne und ihrer Töchter, die weggeführt werden (1.Sam 30,6). Die liebenden Eltern lehnen es sogar ab, sich wegen ihrer Kinder trösten zu lassen, „weil sie nicht mehr sind“, d.h. nicht mehr bei ihnen sind, sondern in der Hand ihrer Feinde sind. Sie werden sie wahrscheinlich nie wiedersehen. Das wird von dem Evangelisten auf die große Trauer in Bethlehem in Bezug auf die Ermordung der Kleinkinder durch Herodes angewendet (Mt 2,17–18), und es heißt, dass sich diese Schriftstelle dadurch erfüllt.
5.2 Wie sie darin unmittelbar ermutigt werden (Vers 16–17). Auch wenn wir trauern, so dürfen wir dennoch nicht murren. Um übermäßigen Kummer zu unterdrücken, müssen wir daran denken, dass es Hoffnung für unsere Zukunft gibt (Vers 17), die Hoffnung, dass die Not nicht für immer bleiben und es ein glückliches Ende geben wird. Das Ende wird Frieden sein (Ps 37,37). Es fällt zwar eine Generation in der Wüste, doch die nächste wird nach Kanaan kommen. „Es gibt noch einen Lohn für deine“ leidende „Mühe“. Gott erfreut die Seinen so viele Tage, wie er sie beugte (Ps 90,15). Freude und Kummer halten sich also die Waage wie auch Lohn und Mühe. Bei Kindern, die durch den Tod fortgenommen werden, gibt es die Hoffnung, dass sie „in ihr Gebiet zurückkehren“ werden, ihr Erbteil im himmlischen Kanaan, dem Land seines Heiligtums.

Der Neue Matthew Henry Kommentar

und hier ein anderer Gedanke, der die oben angeführten mit einbezieht:

So spricht Jehova: Man hört eine Stimme in Rama, Klage und bitteres Weinen, Rahel weint um ihre Kinder; sie weigert sich, um ihre Kinder getröstet zu werden, weil sie nicht sind. So spricht Jehova: Hüte deine Stimme vor dem Weinen und deine Augen vor den Tränen; denn dein Werk wird belohnt werden, spricht Jehova, und sie werden wiederkommen aus dem Lande des Feindes. Und es gibt Hoffnung für euer letztes Ende, spricht der HERR; und eure Kinder werden wieder in ihre eigene Grenze kommen.

In Vers 15 beschreibt Jeremia das Weinen Rahels: Eine Stimme wird in Rama gehört. Es ist eine Stimme des Wehklagens und des bitteren Weinens. Jeremia stellt sich Rahel so vor, dass sie um ihre Kinder weint. Rahel, deren Grab sich in der Nähe der Stadt Rama befand, war auch ein Symbol der jüdischen Mutterschaft. Die Kinder dieses Verses sind die Söhne, die in die Gefangenschaft geführt werden sollen. Rahel ist ein Symbol für jüdische Mütter, die um Söhne weinen, die sie nicht wiedersehen werden. Dieser Vers besagt, dass Rahel sich weigerte, getröstet zu werden, weil [ihre Kinder] es nicht sind. Die Aussage, sie sind nicht, kann auf zwei Arten verstanden werden. Erstens kann sie bedeuten, dass die Kinder nicht getröstet werden, da sie in die Gefangenschaft gehen, oder zweitens kann sie bedeuten, dass sie tot sind und das Weinen nicht über die Lebenden ist, die in die Gefangenschaft gehen, sondern über die, die getötet wurden. So oder so, am Ende sind beide Aussagen wahr.

Rama, eine Stadt nördlich von Jerusalem, ist die Stadt, in der der Prophet Samuel geboren wurde und später begraben wurde. Mose 35:16-20 sagt uns, dass Rahel auf der Straße nach Bethlehem begraben wurde. Es heißt nicht, dass Rahel in Bethlehem begraben wurde, sondern an der Straße nach Bethlehem. Die gleiche Straße, die nach Bethlehem führt, führt an der Stadt Rama vorbei. Nördlich von Rama liegt die Stadt Bethel. Zwischen Bethel und Jerusalem liegt die Stadt Rama. Rahel starb, nachdem sie Bethel verlassen hatte, während sie noch weit von Bethlehem entfernt war. Rama liegt zwischen Bethel und Bethlehem. In der Nähe von Rama wurde Rahel begraben. In 1. Samuel 10,2 heißt es, dass Rahels Grab in der Nähe der Grenze zu Benjamin war; Rama liegt ganz in der Nähe der alten Ephraim-Benjamin-Grenze, der Grenze zwischen den Stämmen Ephraim und Benjamin. In Jeremia 40,1 heißt es, dass Rama der Punkt war, an dem der Gefangenschaftsmarsch nach Babylon beginnen würde. Die Juden, die gefangen genommen wurden, wurden alle versammelt und nach Rama gebracht, um von dort aus in die babylonische Gefangenschaft gebracht zu werden. Die Mütter der jüdischen Söhne kamen auch nach Rama, aber sie durften nicht nach Babylon gehen, also weinten die Mütter in Rama um Söhne, die sie nie wieder sehen würden. Viele jüdische Mütter weinten in Rama zu der Zeit, als die babylonische Gefangenschaft begann.

Vers 15 wird in Matthäus 2,17-18 in Bezug auf die Schlachtung der Säuglinge von Bethlehem zitiert. Er wird zitiert, nicht als eine Erfüllung, sondern als eine Anwendung. Jeremia spricht von jüdischen Müttern, die zur Zeit der babylonischen Gefangenschaft um Söhne weinen, die sie nie wieder sehen werden. Aufgrund einer ähnlichen Situation wird der Vers in Matthäus 2 angewendet, wo wiederum jüdische Mütter um Söhne weinen, die sie nie wieder sehen werden.

In den Versen 16-17 gibt es Trost. In Vers 16 ermahnt Gott Rahel, mit dem Weinen aufzuhören: Halte deine Stimme vom Weinen zurück und deine Augen von den Tränen. Denn deine Arbeit soll belohnt werden. Die Verheißung ist, dass die Juden aus dem Land ihres Feindes wiederhergestellt werden. Vers 17 gibt ein Wort der Hoffnung: Und es gibt Hoffnung für euer letztes Ende. Wieder wird dies in die prophetische Zukunft gestellt. Zu jener prophetischen, zukünftigen Zeit, wenn die Kinder wieder an ihre eigene Grenze kommen werden.

Arnold Fruchtenbaum – Das Buch des Trostes: Jeremia 30-33

Was, wenn ganz Jeremia 31 noch in Erfüllung geht und Jehovah sein Volk dort zurückbringt, nachdem dieses Volk zu IHM zurückgekehrt ist?


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