„Behüte dein Herz“

Ansprache des Zonenaufsehers
Eigentlich fasst er die ganzen Gedanken der letzten Wochen zusammen, die ich zu den Psalmen hatte:

Das wertvollste, was wir haben, ist unsere Freundschaft zu Jehova, darum müssen wir gut aufpassen, dass wir sie nicht aufs Spiel setzen.

Der Satan ist nicht an unserem Tod interessiert, denn es wäre kein Sieg für ihn, wenn wir in Lauterkeit sterben – er will uns von Jehova abbringen. Daher appelliert er nicht an unsere Vernunft, sondern an unsere Gefühle!

Als biblisches Beispiel ist das Drama mit Simson, er verliebte sich in Delia und am Anfang achtete er noch darauf, dass sein Herz ungeteilt mit Jehova war. Aber dann liess er sich leichtfertig auf ein Spiel mit Delia ein – wodurch er mit der Gefahr „flirtete“ (Orginalton)! Als Delia ihm vorwarf, dass er sie nicht wirklich liebt, da machte er Abstriche und öffnete sein Herz ganz für sie. Damit war sein Herz nicht mehr ungeteilt mit Jehova.

Simson ist selbst überrascht, dass er Jehovas Freundschaft verloren hatte. So könnten auch wir unbemerkt mit der Gefahr flirten – indem wir uns an den äußersten Grenzen bewegen – und trotzdem denken, es sei alles in Ordnung, nichts habe sich geändert. Aber für Jehova hat sich alles geändert, wir haben uns unmerklich von ihm abgewandt und zugelassen, dass andere Dinge für uns wichtiger werden, als unsere Freundschaft mit Jehova.

Das waren eigentlich die Hauptgedanken von dem Vortrag. Ein guter Einstieg in das Programm für den BZK!

Jule 31. Mai 2012 Religion 3 Kommentare Trackback URI Kommentare RSS

3 Kommentare zu “„Behüte dein Herz“”

  1. Juleam 31. Mai 2012 um 17:56 Link zum Kommentar

    Simson hatte sieben Flechten, die ihm seine Kraft verliehen. Denn sie standen für sein Verhältnis zu Jehova und machten ihn zu etwas Besonderem. Dadurch unterschied er sich von der Menge:

    Auch wir haben „7 Flechten“, die uns zu etwas ganz besonderem machen und uns von den anderen Menschen um uns herum unterscheiden:

    • unser Predigtdienst von Haus zu Haus
    • der Besuch der Zusammenkünfte
    • unsere guten Gewohnheiten in Bezug auf Gebete
    • unsere Lesegewohnheiten
    • die Kraft, die unseren Sinn antreibt, so dass der Geist Jehovas in unserem Leben frei fließen kann
    • unsere christliche Neutralität
    • unser Respekt vor der Heiligkeit des Lebens und der Achtung vor dem Blut

    Im Zusammenhang mit „unserem Lesestoff“ wird ein Bruder zitiert, der jedes Jahr die Bibel einmal ganz durchliest und dies bereits im 50. Jahr. Auf die Frage, warum er sie 50 Mal gelesen hat, antwortete er: „Weil ich es nicht öfter geschafft habe“. (Siehe auch den Artikel „Lassen wir Gott täglich zu uns sprechen?“)

    Wer Jehova wirklich liebt, wird jeden Tag in der Bibel lesen, nicht nur einen Vers, sondern richtig. Dies ist eine der Flechten, durch die wir uns von den anderen in der Welt unterscheiden und die uns zu etwas besonderem machen.

    Früher sind die Menschen gestorben, weil sie in der Bibel lesen wollten und sie anderen zugänglich gemacht haben (siehe WT-Studium vor kurzem „Wahre Christen haben Achtung vor Gottes Wort“) – und heute sterben wir, wenn wir sie nicht lesen. Nicht buchstäblich, aber geistig, weil wir damit unsere Freundschaft mit Jehova gefährden würden!

  2. Juleam 1. Juni 2012 um 14:21 Link zum Kommentar

    auszugsweise aus persönliche Gedanken zu Psalm 48:

    […] Genau dies können Wolken, Bäume, Berge und Himmel – sie wecken unsere Begeisterung für unseren Gott.

    So, wie der Zonenaufseher in seiner Ansprache sagte, dass wir beten, wenn wir einen Sonnenaufgang sehen oder “nur ein paar Kühe auf der Weide” ;-). Dann fließt unser Herz voller Begeisterung über und wir müssen unserem Gott für all das Schöne danken! […]

  3. Juleam 2. Juni 2012 um 11:14 Link zum Kommentar

    aus „persönliche Gedanken zu 1. Könige 2:3-4“ auszugsweise:

    […] Und dann sind wir schon wieder bei der Hauptaussage von dem Vortrag: das wichtigste und kostbarste im Leben ist unsere Freundschaft mit Jehova.

    Freundschaften haben mit dem Herzen zu tun, nicht in erster Linie mit dem Verstand. Zumindestens echte Freundschaften. Wir erinnern uns noch an das, was der Bruder vor einigen Jahren auf dem BZK zum Thema “echte Freunde – falsche Freunde” sagte? Wollen wir echte Freunde von Jehova sein? Dann muss unser Herz ganz dabei sein.

    Interessant, dass genau dies die Basis für die ganze Wahrheit ist: es reicht nicht aus, wenn die Erkenntnis Gottes in unserem Kopf ist, auch dann nicht, wenn wir die biblische Wahrheit verstanden haben und sie anderen erklären können. Sie muss in unserem Herzen ankommen. Alles andere geht zwar für eine Weile, aber es wird keinen Bestand haben.

    Wenn wir Jehova nur dienen, weil wir begriffen haben, dass er “denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner ist” und dass die Erkenntnis über Jehova und Jesus “ewiges Leben bedeutet” – unterscheiden wir uns dann wirklich von denen, die Satan Jehova “vorwirft”? Dienen wir ihm dann nicht auch nur, weil er uns segnet und beschützt? War nicht genau dies der Vorwurf?

    Wenn wir aus diesem Grund Jehova dienen, dann werden wir uns auch taufen lassen und “die Regeln einhalten”. Wir werden die Zusammenkünfte besuchen, einen Anteil am Predigen haben, uns vielleicht sogar auf die Zusammenkünfte vorbereiten, die Publikationen lesen und kein Weihnachten usw feiern. Aber irgendwann wird der Punkt kommen, wo wir weniger tun, wo wir versuchen werden, “den Preis runterzuhandeln”.

    Ja, wir wollen “das Ticket ins Paradies” und dass dies nicht ganz kostenlos ist, wissen wir auch. Wir sind ja auch bereit, einen gewissen Preis zu zahlen, aber mit der Zeit werden wir versuchen, das Ticket fast umsonst zu bekommen.

    Wenn wir nur in den Dienst gehen, weil Jesus uns das geboten hat und das von jedem Untertan Gottes erwartet wird, dann werden wir irgendwann nur das Nötigste tun und nicht mehr unser Bestes geben. Wenn wir nur deshalb keinen Geburtstag oder Weihnachten feiern, weil man das als Zeugen Jehovas nicht tut und weil es unbiblisch ist, dann werden wir irgendwann Kompromisse machen. Wenn wir nur deshalb keinen Umgang in der Welt suchen, weil Jesus das gesagt hat, dann werden wir irgendwann Abstriche machen.

    Der Zonenaufseher hatte hier ein sehr schönes Beispiel genannt: wir besuchen ja eigentlich keine Bars oder Discotheken – aber “wenn wir als eine Gruppe von Brüdern und Schwestern gehen, dann ist das ja alles nicht so schlimm, schließlich sind wir ja unter uns.” Hier „flirten“ wir mit der Gefahr.

    Auf der anderen Seite ergibt sich alles selbst, wenn wir Jehova von ganzem Herzen lieben:

    Auch hier steht zuerst die Erkenntnis, das Kennenlernen. Je mehr wir über Jehova erfahren, desto stärker fühlen wir uns zu ihm hingezogen. Was für ein toller Gott. Unser Herz wird erfüllt mit Wertschätzung und Liebe. Und “aus der Fülle des Herzens redet der Mund”.

    Hier muss uns niemand auffordern, zu predigen. Wir werden voller Begeisterung jedem von unserem Gott zu erzählen. So, wie wir es tun, wenn wir frisch verliebt sind. Wir erzählen es jedem, der es hören will (und auch denen, die es nicht hören wollen) von unserem Schatz.

    Niemand muss uns dazu auffordern, uns mit unserem Liebsten zu unterhalten (Gebet) oder Zeit mit ihm zu verbringen (Bibellesen, Studium). Niemand muss uns auffordern, uns mit denen zu treffen, die genauso von unserem Schatz begeistert sind wie wir (Versammlung). Niemand muss uns verbieten, uns mit Leuten abzugeben, die unserem Liebsten nicht leiden können, schlecht von ihm reden oder ihn beleidigen (Umgang). Wenn wir wissen, dass er z.B. eine Nuss-Allergie hat, werden wir sicherlich von uns aus darauf achten, dass auch nicht die winzigste Spur von Nüssen in den Speisen oder Getränken ist (weltliche Feiertage usw) und wenn ich weiss, dass ihm von einem bestimmten Gericht oder Geruch schlecht wird, werde ich sicherlich alles in der Richtung vermeiden (Freizeitgestaltung, Unterhaltung).

    Dies muss mir niemand sagen, wenn es um eine Person geht, die ich von Herzen liebe. Mein Herz wird mich auch so dazu drängen. Darum ist es so wichtig, dass wir unser Herz behueten!

    Ich muss diese Liebe lebendig halten und wie eine Blume, der ich Wasser geben und die ich ab und zu düngen muss – so müssen wir auch unsere Freundschaft zu Jehova pflegen. Und wenn diese wirklich das wertvollste in meinem Leben ist, dann werde ich dies auch tun! […]

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