Tagesarchiv für den 23. Juni 2020

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„Die beste Idee ist es wahrscheinlich, wieder nach Hause zu gehen.“

Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen, und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen; mache mich wie einen deiner Tagelöhner.
Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küßte ihn sehr.

Elberfelder Bibel 1905 – Lk 15,18–20

Endlich ging er in sich und sagte: ‘Mein Vater hat so viele Arbeiter, die bekommen alle mehr, als sie essen können, und ich komme hier um vor Hunger. Ich will zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig geworden; ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Nimm mich als einen deiner Arbeiter in Dienst!’
So machte er sich auf den Weg zu seinem Vater.
Er war noch ein gutes Stück vom Haus entfernt, da sah ihn schon sein Vater kommen, und das Mitleid ergriff ihn. Er lief ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und überhäufte ihn mit Küssen.

Gute Nachricht Bibel – Lukas 15,17–20

Da kam er zur Besinnung: ›Bei meinem Vater hat jeder Arbeiter mehr als genug zu essen, und ich sterbe hier vor Hunger. Ich will zu meinem Vater gehen und ihm sagen: Vater, ich bin schuldig geworden an Gott und an dir Sieh mich nicht länger als deinen Sohn an, ich bin es nicht mehr wert. Lass mich bitte als Arbeiter bei dir bleiben!‹
Er machte sich auf den Weg und ging zurück zu seinem Vater. Der erkannte ihn schon von weitem. Voller Mitleid lief er ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.

Hoffnung für Alle – Lk 15,17–21

Schließlich überlegte er hin und her: ‚Zu Hause bei meinem Vater bekommt jeder Arbeiter in seiner Firma ein Mittagessen und ich sterbe hier fast vor Hunger!
Die beste Idee ist es wahrscheinlich, wieder nach Hause zu gehen. Dann sag ich zu ihm: Papa, ich habe großen Mist gebaut, ich hab mich von dir und auch von Gott entfernt!
Ich hab es auch echt nicht mehr verdient, zu deiner Familie dazuzugehören. Aber kannst du mir vielleicht irgendeinen Job in deiner Firma geben?‘
Also ging er wieder zurück zu seinem Vater. Als der Sohn gerade durch das Eingangstor vom Grundstück kam, sah der Vater ihn schon aus der Ferne. Mit Tränen in den Augen lief er ihm sofort entgegen, umarmte und küsste ihn.

VolxBibel – Lukas 15,17–20


Lk 15,18 ἀνα-στάς Aor. Ptz. ἀν-ίσταμαι hier sich aufmachen (B 2d); temp. (A291,1 Anm. 1; 296). πορεύσομαι Fut. Med. πορεύομαι, mod. Fut. (H-S § 202c; vgl. A247a). ἐρῶ Fut. λέγω, mod. Fut. (A247a). πάτερ Vok. πατήρ. ἥμαρτον Aor. ἁμαρτάνω. ἐν-ώπιον hier in Beziehung auf, gegen (B 5b); ἥμαρτον εἰς τὸν οὐρανὸν καὶ ἐνώπιόν σου ich habe gegen den Himmel (= gegen Gott [H-S § 296a]) und gegen dich gesündigt bzw. ich habe mich gegen … versündigt. Lk 15,19 κληθῆναι Aor. Inf. Pass. καλέω; Pass. genannt werden, heißen (vgl. B 1aγ), kommt hier der Bdtg. sein nahe (B 1aδ). ποίησον Aor. Imp. ποιέω; ποιέω m. doppeltem Akk. jmdn. zu etwas machen (B I1bι); ποίησόν με ὡς ἕνα τῶν μισθίων σου stelle mich einem deiner Tagelöhner/Arbeiter gleich (B ὡς II3b). Lk 15,20 ἀνα-στάς V. 18. ἑαυτοῦ Refl.-Pron. m. poss. Bdtg. (vgl. B 4) seinen. μακράν Adv. (erstarrter Akk. der Ausdehnung v. μακρός lang/entlegen, erg. ὁδόν, BDR § 1611) weit weg, fern. ἀπ-έχοντος Ptz. -έχω entfernt sein (B 2); gen. abs. (A288f), temp.; ἔτι αὐτοῦ μακρὰν ἀπέχοντος εἶδεν αὐτὸν ὁ πατὴρ αὐτοῦ als er noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater = sein Vater sah ihn schon von weitem kommen. ἐ-σπλαγχνίσθη Aor. Pass. (ohne bes. Pass.-Bdtg.) σπλαγχνίζομαι (vgl. A3391ff) sich erbarmen, Mitleid empfinden. δραμών Aor. Ptz. τρέχω196 laufen; temp. (A291,1 Anm. 1). ἐπ-έ-πεσεν Aor. ἐπι-πίπτω194 fallen auf; sich stürmisch nähern. τράχηλος Hals, Nacken; ἐπέπεσεν ἐπὶ τὸν τράχηλον αὐτοῦ er fiel ihm um den Hals (B ἐπιπίπτω 1b). κατ-ε-φίλησεν Aor. κατα-φιλέω küssen.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Buße tun: Sich von der Sünde abwenden
Wenn der Christ in seiner neuen Identität gegründet ist (Kapitel 9), wird sich das in einem Leben der Buße zeigen. In der Geschichte vom verlorenen Sohn in Lukas 15,11-32 zeigt uns die Bibel ein Bild davon, wie Glauben und Buße aussehen. Wir sehen die Hässlichkeit der Sünde und die Schönheit des Kreuzes.

Drei Bestandteile
Es gibt drei wesentliche Bestandteile in einer vom Glauben angetriebenen Buße.

Aufwachen: „Er kam zu sich selbst“ (Vers 17)

Wahre Buße bedeutet, dass Sie erkennen, dass Ihr größtes Problem Sie selbst sind und nicht Ihre Lebensumstände. Egal, wie schwierig die Dinge sein mögen: Was Sie am allernötigsten haben, ist, dass Sie Gott kennen und dass er Sie kennt. Im Fall des verlorenen Sohnes waren Schwierigkeiten und Armut nötig, um ihn aufzuwecken und ihm seinen wahren Zustand vor Augen zu führen. Benutzt Gott nicht oft Hitze, um uns in die Selbsterkenntnis zu führen? Was als oberflächliche Buße beginnt, fängt an zu wachsen und sich zu vertiefen. Wenn Sie in einer der folgenden Weisen „aufwachen“, beginnt Veränderung:#

• Sie sehen das Leben als ein moralisches Drama verwandt.
• Sie müssen über eine neue Ernsthaftigkeit in Bezug auf die Realität der Sünde, des Leidens und Ihrer Bedürftigkeit nach Gnade.
• Kurzlebigen besser schenken Sie keine mehr mehr.
• Biblische Wahrheit bezieht sich auf einen Sinn, wenn Sie über ihre Situation wissen. _
• Die Bibel wird gestellt. Sie redet nicht nur von anderen; sie redet von Ihnen.
• Sie fangen an, zwischen zwischen Herzen und Verhalten Verhalten Verbindurigen Beschwerden.
• Sie beginnen zu erkennen, dass Gott ein Gott der Gnade und der Barmherzigkeit ist, und Sie sehnen sich, sich nach Gemeinschaft mit ihm zu sehnen.

Bekennen: Er gab seine Sünde zu (Vers 18)
Dem Erwachen des verschwenderischen Sohnes folgte Buße. Wenn das geschieht, werden wir Gottes Gnade nicht leichtfertig behandeln. Drei Dinge sind daran beteiligt:
Eine gottgewollte Betrübnis, keine Betrübnis der Welt. Der verlorene Sohn sah, dass seine Sünde gegen seinen Vater gerichtet war. Das ist eine gottgewollte Betrübnis im Gegensatz zur Betrübnis der Welt (siehe 2.Kor 7,10). Eine Betrübnis der Welt bedauert nur, dass Sie überführt wurden oder dass Sie versagt haben, nach Ihren eigenen Maßstäben und Ihrem Potenzial zu leben, oder dass Sie die Folgen Ihrer Sünde erleben. Die Betrübnis der Welt ist ichbezogen, während eine gottgewollte Betrübnis darauf schaut, wie Gott gekränkt und wie andere verletzt wurden. Eine gottgewollte Betrübnis erkennt im Besonderen, dass mit Gottes Liebe (nicht bloß mit seinen Geboten) leichtfertig umgegangen wurde. Die Betrübnis der Welt bringt Tränen des Selbstmitleides hervor, aber die gottgewollte Betrübnis bewirkt Tränen wahrer Demut
Die Sünde unter den Sünden erkennen. Sie beginnen, die Sünden des Herzens unter Ihren Sünden des Verhaltens zu erkennen – unter den götzendienerischen Lügen, die Sie dazu bringen, das zu tun, was Sie tun. Denken Sie daran: Bevor Sie die Gebote 4 bis 10 verletzen, haben Sie die Gebote 1 bis 3 verletzt, indem Sie Gott zugunsten von etwas anderem aufgegeben haben. Wenn Sie das erkennen, beginnen Sie zu sehen, wie geistlich blind Sie gewesen sind. Sie hören auf, sich herauszureden oder Schuld abzuschieben; stattdessen findet ehrliche Selbstprüfung statt. Sie fangen an, selbstkritisch zu sein, ohne verteidigend oder deprimiert zu werden.
Buße tun über Sünde und Gerechtigkeit. Sie beginnen, über Ihre Gerechtigkeit Buße zu tun, nicht nur über Ihre Sünden. Was bedeutet das? Jedes Mal, wenn wir versuchen unser Leben darauf zu bauen, wer wir außerhalb von Christus sind, versuchen wir, uns selbst zu rechtfertigen. Wir wollen uns ohne Christus gerecht machen, sodass wir uns einreden können, wir hätten unsere Annahme vor Gott, anderen und uns selbst verdient. Ein Christ erkennt nicht nur das dornige Verhalten, das diese falschen Identitäten zur Folge haben; er erkennt auch all das äußerlich gut Scheinende, das von der Anbetung von etwas anderem als Gott angetrieben wird. Er tut auch darüber Buße. Nehmen wir zum Beispiel an, Sie fühlen sich von Gott, anderen und sich selbst nur angenommen, wenn Sie den Menschen nett oder fürsorglich begegnen. Sie setzen Ihre Hoffnung auf Annahme nicht auf Christus, sondern auf Ihren Ruf als ein Mensch, der sich wahrhaft aufopfert. Biblische Buße wird Sie dazu führen, sogar über diesen Anstrengungen Buße zu tun, weil Sie sich vor Gott nicht selbst gerecht machen können.

Das Gewicht verlagern: Er erfuhr die barmherzige Umarmung des Vaters (Vers 20)
Wenn Sie Ihre Sünde in ihrer ganzen Tiefe zugeben und Buße tun, wie es der verlorene Sohn tat, wird die Liebe des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zunehmend begehrenswert. Die falschen Identitäten und Götzen, die einst so faszinierend waren, verlieren ihre Anziehungskraft. Sie beginnen, die Liebe Christi zu erfahren, und Veränderung geschieht. Beachten Sie, wie wichtig die verschwenderische Liebe des Vaters in der Geschichte ist. Er läuft auf sein reuiges Art zu. War sagt uns das über die wahre Buße?


• Sie beginnen, im Werk Christi zu ruhen, wenn Sie Ihre Sünden erkennen und um Vergebung und Gnade gebissen.
• Sie werden kleiner und Christus wird wichtig. Sie werden gottesfürchtig und vergessen sich selbst, war anders anders ist, als sich selbst zu verachten.
• Sie sehen auf Christus und nicht auf Ihre Sünde.
• Sie erhalten neue Kraft, Freude, Dankbarkeit, Hoffnung, eine neue persönliche Wahrnehmung und ein neues Ziel.

Alles anders aber wie?

Dieses Gleichnis hat verschiedene Namen: »Gleichnis von der Liebe des Vaters«, »Gleichnis von den beiden Söhnen«, »Gleichnis vom verlorenen und wiedergefundenen Sohn« u. ä. Dan sich aber die Bezeichnung »Gleichnis vom verlorenen Sohn« eingebürgert hat, bleiben wir bei dieser Bezeichnung.

Die Einleitungsformel: »Er sagte aber« oder »weiter sagte er« zeigt, dass Jesus neu einsetzt. Die beiden ersten Gleichnisse gehören also untereinander enger zusammen, als jedes von ihnen mit dem dritten. Man kann es auch so formulieren: Ist Lukas 15 die Spitze des Evangeliums, so ist Lk 15,11-32 die »Spitze der Spitze«.

Es bleibt eine erstaunliche Tatsache, dass nur Lukas dieses »Gleichnis vom verlorenen Sohn« in sein Evangelium aufgenommen hat.
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»Und sagte (zu sich selbst): Wie viele Tagelöhner haben mein Vater, die mehr als genug Brot haben, und ich komme hier um vor Hunger!« (V. 17). »Es ist die Erinnerung an das Vaterhaus, was ihn treibt« (Julius Schniewind). Niemals kann der Mensch Gott, den »Vater« im Himmel, ganz vergessen. Er ahnt sich, dass es sich um ein schönes Vaterhaus handelt. Er erkennt es »Paradies«, »Himmel« – auch »Himmel auf Erden«! -, »Glück« oder vielleicht nur »Hoffnung«. Alle Unterschiede und Schwächen der irdischen Väter können diese Erinnerung an das Vaterhaus nicht auslöschen. »Wie viele Tagelöhner hat mein Vater«: Der »Vater« ist reich. Aber zugleich ist er gut: Seine Tagelöhner »haben mehr als genug Brot«. Jetzt ist der verlorene Sohn selbst ein Tagelöhner. Aber sein Herr ist ein harter Herr. Er hat für ihn nicht »genug Brot«, nicht einmal »genug« Schweinefutter. »Ich komme hier um vor Hunger«. Vermutlich gehört in diesem »Hunger« mehr als das Bild eines leeren Magens. Es ist ja zugleich ein Hunger nach Liebe, nach Wohltun, nach Geborgenheit – ja ein Hunger nach dem Vater.

»Ich werde mich aufmachen und zu meinem Vater gehen« (V. 18): Das ist der Entschluss. Die innere Weichenstellung ist noch nicht alles. Sie müssen in der Tat eingetragen, realisiert, werden. Zwei Tätigkeitswörter sind hier wichtig: »aufmachen« und »gehen«. D. h. Lösung vom alten Leben und Gang in einem neuen Leben; Abschied und neue Zukunft; Wechsel vom harten fremden Herrn zum eigenen Vater. Oder noch einmal anders formuliert: Statt der Emanzipation (aus der Hand des Vaters heraus) die Immanzipation.

Bedenken wir, dass der lebende Sohn immer noch sagt: »Mein Vater«! Auch der entlaufene Mensch, der emanzipierte Mensch, bleibt noch ein Eigentum Gottes. Auch er darf noch sagen: »Mein Gott«. »Mein Vater« in einem tieferen Sinne kann er allerdings erst dann sagen, wenn er durch Bekehrung und Glauben ein Gotteskind geworden ist (vgl. Joh 1,12ff.).

Der zufällige Sohn hat sich durch die Hintertür getroffen, sich zu Hause fühlen. Er wird auch nicht mit fröhlichen Lachen bluffen: »Ist ja nichts gewesen … vergessen wir die paar Monate …«. Sein Entschluss ist ganz anders: »Ich werde zu ihm (dem Vater) sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir«. Ohne ein klares Schuldbekenntnis gibt es für Jesus keine klare Bekehrung. »Ich habe gesündigt«: Das wird gesehen. Wahr erkennen der, das Gesetz kennt (Röm 3,20). Kennen wir heute noch das Gesetz Gottes? Haben wir nicht dieses Gesetz dem Wahnbild eines nur »lieben Gottes« geopfert? Die Zöllner und Sünder der Zeit Jesu war noch sehr gut, war das Gesetz Krieg (V. 1). »Gegen den Himmel« heißt: »gegen« Gott. Denn der Jude vermied nach Möglichkeit den Namen Gott und umschrieb ihn lieber durch »Himmel« o. ein. »Und vor dir«: Der wahrgenommene Sohn hat auch sehr gut, dass er mit der vorgezogenen Erbteilung und dem Verlusten des Vaterhauses dem »Vater« wehgetan hatte. Ja, dass er Unrecht getan hatte.

Vers 18 stellt uns uns vor vor bohrende Fragen. Die ganze Bibel bezeugt die Wichtigkeit des Schuldbekenntnisses, das vor Gott gesprochen wird – und länger auch vor Menschen (vgl. 2 Mo 10,16; Ps 32,5; 51,6; Jer 3,12ff.; Lk 19,8). Wo gehört heute ein neues Schuldbekenntnis? Werden nicht auch sog. »Bedürftige« und »Bekehrungen« ohne ein deutliches Aussprechen der Schuldigen? Wurde aus der biblischen Beichte geworden? Hier kann man sich nicht unterscheiden, nicht überreden. Aber ein letztesliches geistliches Leben braucht auch das Aussprechen der Schuld.

Schätzt er sich richtig ein, dann ist er »nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen« (V. 19). Das wird er auch sagen. Er wird nur gebissen: »Mache mich wie einen dein Tagelöhner!« »Wie« heißt es im Urtext. Es bleibt ja doch der Unterschied, dass er als Sohn des Hausherrn geboren wurde. Das kann man nicht künstlich einebnen. Auch die jüdischen Zöllner und Sünder waren immer noch »Abrahams Söhne« (Lk 19,9). Aber die Stellung des Juniorchefs wird nicht mehr einnehmen. Seine Position soll die eines Tagelöhners sein. Merkwürdig: Am Anfang wurde ihm die Position des eigenen Zugehörigen zu mager. Er wollte selbständig (autonom) werden. Aber diese Autonomie und Emanzipation hat ihn noch unter dem Niveau eines Tagelöhners seine Vaters. Jetzt erkennen er: Ein Tagelöhner daheim beim Vater ist mehr als ein vom Hause abgelöster Sohn. Die Geschichte der Emanzipation der Menschheit führt ins Elend – das ist Jesu Sicht der Dinge.

Vielleicht sollten wir noch eines festhalten: In Lk 15,18ff geht es nicht nur um mitmenschliche Sünde. Dan hätte es genügt zu sagen: »Ich habe vor dir gesündigt«. Nein, an erster Stelle steht die Sünde gegen Gott (»gegen den Himmel«). Denn wer gegen seine Mitmenschen, z. B. den leiblichen Vater, sündigt, der muss zuerst gegen Gott sündigen, der ihm eine solche Sünde verbietet (vgl. 2 Mo 20,12; Mt 15,3ff.). Daraus ergibt sich ferner, dass Gott eine göttliche Person ist, die über allem steht.

Edition C

Wohin möchtest du zurück? Wohin zieht es dich? Zum Vater oder zu einer Gemeinde, die den Vater ersetzen soll? Woran liegt es, dass wenn du zu einer Gemeinde gehören möchtest, anstatt das persönliche Verhältnis zum Vater zu suchen?

Geschrieben von Thomas am 23. Juni 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare