Überwinder

Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube. Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist?
Elberfelder 1871 – 1 Joh 5,4–5

Jedes Kind Gottes kann den Sieg erringen über alles, was sich in dieser Welt Gott widersetzt. Ja, unser Glaube hat diese Welt bereits besiegt. Denn nur wer daran glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, kann diesen Sieg erringen.
Hoffnung für Alle – 1 Johannes 5,4–5

denn alle, die Gott zum Vater haben, siegen über die Welt.
Der Sieg über die Welt ist schon errungen – unser Glaube ist dieser Sieg! Denn wer kann die Welt besiegen? Nur wer im Glauben daran festhält, dass Jesus der Sohn Gottes ist!
Gute Nachricht Bibel -1 Joh 5,4–5

γε-γεννημένον Ntr. Sg. bez. Personen im verallgemeinernden Sinn (verstärkt durch πᾶν; BDR § 1381) alles, was aus Gott geboren ist = jedes Kind Gottes. νικάω (< νίκη Sieg) siegen; besiegen. κόσμος hier die Welt als gottfeindl. Bereich. νίκη Sieg; hier wohl Metonymie, Abstraktum für das Konkrete (A381f): Mittel, den Sieg zu erringen bzw. Siegesmacht (vgl. B; Menge). νικήσασα Aor. Ptz. Fem., attr.: die besiegt hat (Aor. Ptz. häufiger vorzeitig), evtl. (A285): die besiegt. ἡ πίστις ἡμῶν App. zu αὕτη (A70).
1Jh 5,5 νικῶν Ptz., subst. τίς … εἰ μή wer … außer (B τίς 1aα). πιστεύων V. 1. ὁ υἱός Präd.-Nom., vgl. V. 1.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Gott zu lieben bedeutet, seinen Befehlen zu gehorchen. Einige sagen fälschlicherweise, dass die Tora abgeschafft wurde, doch hier stimmt Yochanan nicht überein. In dieser Passage leitet das Wort „gehorchen“ (was besser übersetzt „behalten“ bedeutet) seine Bedeutung vom hebräischen Shomer ab, „bewachen“ oder „wachen“.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Der Sieg der Gläubigen in diesem spirituellen Wettbewerb ist gesichert, weil Jesus „das wahre Licht“ die Dunkelheit und den Widerstand der Welt (1: 9; 1. Johannes 2: 8) durch seinen Tod am Kreuz (12:31; 16:33) überwunden hat ) und durch seine Auferstehung am „ersten Tag der Woche“ (20: 1), dem Tag, der jetzt den Beginn der neuen Schöpfung markiert. Die Gläubigen sind aufgrund ihrer geistigen Geburt zu „Lichtsöhnen“ (12:36) und Erben der Verheißung geworden, dass „jeder, der aus Gott geboren wurde, die Welt überwindet“ (1. Johannes 5: 4; vgl. 1. Johannes 2: 12–14). Folglich, wenn sie ihre Mission verfolgen (was wirklich die erhabene Mission Jesu ist, die unter der Schirmherrschaft des Heiligen Geistes ausgeführt wird [Johannes 14: 15–18; 15: 26–27; vgl. Mt 28:20; Apostelgeschichte 1: 1]) müssen die Gläubigen bedenken, dass sie Kinder Gottes sind, die aus Gott geboren sind (Johannes 1: 12–3; 3: 3, 5; 8: 31–59; 11:52; 1 Johannes 3: 1–2) 9–10; 4: 4, 6; 5: 18–19); dass sie den Heiligen Geist besitzen (1. Johannes 2:20, 27); dass ihre Sünden in Christus vergeben wurden (Johannes 20, 22; 1. Johannes 1, 9; 2, 1); und dass sie ewiges Leben haben und ihr Heil auf ewig sicher ist (Johannes 3: 16–17; 5:24; 20: 30–31 usw .; 1 Johannes 5: 11–12).
Darüber hinaus dürfen Gläubige, wenn sie Gottes Liebe zur ungläubigen Welt in Christus verkünden (Johannes 3:16), die Welt nicht als eine Domäne lieben, die derzeit von Satan kontrolliert wird (1. Johannes 2: 15–17; 5:19). Sie müssen sich auch von Götzen fernhalten (1. Johannes 5,21) .

Neue Studien zur biblischen Theologie

Gottes Gebote sind nicht schwer (vgl. Mt 11,30), denn das Prinzip des geistlichen Sieges ruht in jedem, der von Gott geboren ist. Ein solcher Mensch überwindet die Welt (vgl. 1Joh 4,4). Sein Glaube an Christus, durch den er wiedergeboren ist, verhilft ihm zum Sieg über die Strukturen einer Welt, die durch teuflische Einflüsterungen blind für das Evangelium ist (vgl. 2Kor 4,3-4). Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, daß Jesus Gottes Sohn ist? Mit diesen Worten macht der Apostel deutlich, daß ein Gläubiger durch seinen Glauben an Jesus Christus ein „Weltüberwinder“ ist. Der Glaube ist es also, der ihn immer wieder zum Sieg über die Welt befähigt und ihm damit die Erfüllung der Gebote Gottes leicht macht.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

gezeugt ist, überwindet die Welt. Und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: Unser Glaube.
Das Adjektiv πᾶν („alles“) ist Neutrum, damit die Umfassenheit zum Ausdruck kommt. Diese Aussage gilt also für alle, Kinder, Alte, Junge, Männer, Frauen. Democrit schreibt zum Überwinden der Welt in Testimonia 84,1: „φθείρεσθαι τὸν κόσμον τοῦ μείζονος τὸν μικρότερον νικῶντος“. „Die Welt geht unter, wenn die größere (Anm.: Makrokosmos) die kleinere (Anm.: Mikrokosmos) überwindet“. Democrit stellt sich die Welt zweigeteilt vor und die größere und kleinere sind getrennt, wenn beide aufeinanderprallen würden, ging die Welt unter. Dazu im Unterschied sieht Johannes die Welt als die gefallene Welt mit ihrem Bösen, somit das böse derzeitige System unter Satan. Dieses System ist besiegt, da deren Herr besiegt ist und auch dieses geht zugrunde, die Christen aber gehen damit nicht mit unter, sondern werden vom Herrn Jesus in die Herrlichkeit entrückt. Vgl. Johannes 16,33, wo der Herr Jesus selbst sagt: „ἐγὼ νενίκηκα τὸν κόσμον“ „Ich habe die Welt besiegt/überwunden“. Vgl. als Figura etymologica Diodorus Siculus, Bibliotheca historica 12.4,6: „συντελεσθεισῶν δὲ τῶν σπονδῶν Ἀθηναῖοι τὰς δυνάμεις ἀπήγαγον ἐκ τῆς Κύπρου, λαμπρὰν μὲν νίκην νενικηκότες, ἐπιφανεστάτας δὲ συνθήκας πεποιημένοι“. „Nachdem nun der Vertrag feierlich geschlossen worden war, zogen die Athener ihre Kräfte aus Zypern zurück, nachdem sie einen glänzenden Sieg errungen haben“. Die Kombination „einen Sieg siegen“ ist im Deutschen ungewöhnlich, würde aber die Tatsache des totalen Sieges deutlich ausdrücken. Johannes verwendet mit νικήσασα („der überwunden hat“) eine Aorist Form, wodurch er anzeigt, dass der Sieg bereits Realität ist, da der Gläubige Anteil am Sieg hat, den Christus erwirkt hat. Durch den vollkommenen Sieg des Herrn Jesus am Kreuz und der Niederlage Satans haben die Gläubigen Anteil daran und werden mit dem Herrn die Welt als Sieger verlassen, anders als die Welt, deren Zugehörige als Besiegte, die Weltgeschichte verlassen werden müssen. Das Präsens νικᾷ („überwindet“) hingegen ist auf die Gegenwart zu beziehen, den der Kampf ist aktuell und erst am Ende des Lebens oder bei der Wiederkunft Christi beendet, derzeit gilt es den guten Kampf zu kämpfen.
5,5 Τίς ἐστιν ὁ νικῶν τὸν κόσμον, εἰ μὴ ὁ πιστεύων ὅτι Ἰησοῦς ἐστὶν ὁ υἱὸς τοῦ θεοῦ;
Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?
Zur Konstruktion der Syntax im ersten Satz vgl. 2Korinther 2,2 „Εἰ γὰρ ἐγὼ λυπῶ ὑμᾶς, καὶ τίς ἐστιν ὁ εὐφραίνων με, εἰ μὴ ὁ λυπούμενος ἐξ ἐμοῦ;“. „Denn wenn ich euch traurig mache, wer ist es auch, der mich fröhlich macht, wenn nicht der, der durch mich traurig gemacht wird?“. Diese Ausdrucksweise zeigt an, dass keine andere Person für die Beschreibung in Frage kommt. Außer dem, der an Christus glaubt, wird niemand die Welt überwinden, könnte man den Satz negativ paraphrasiert bzw. nur der Gläubige wird die Welt überwinden. Pythagoras 11,2.142 „νικήσεις τὴν μάχην“. „Du wirst den Kampf gewinnen“. Die feindliche Größe, der Gegner oder das feindliche Ziel, das besiegt oder überwunden wird, zeigt sich im Akkusativ. Das Mittel zum Sieg ist der Glaube an Christus und da die Welt, d.h. die Ungläubigen, Gegner des Herrn Jesus sind, stellen sie sich auch den Christen als Feinde da. Da der Fürst dieser Welt gerichtet ist, ist die Welt, d.h die ihm Untergebenen und seine Diener ebenfalls gerichtet, allein dadurch, dass Christen an den Herrn Jesus glauben, haben sie an seinem Sieg Anteil. Dieser Sieg wird sich zeigen, wenn der Herr Jesus wiederkommt und alle Menschen, die ihn abgelehnt hatte, verdammen und sein Reich aufrichten wird.

P. Streitenberger – Der erste Johannesbrief

«Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt». Die Beeinflussung der Welt ist für das Kind Gottes das grosse Hindernis, im Gehorsam gegenüber den Geboten Gottes voranzugehen. Diese Welt ist ein von Satan, ihrem Fürsten, errichtetes System zur Befriedigung des Fleisches und der Begierden des Menschen, ein System, das seine eigene Religion, seine eigene Moral, sein eigenes Vergnügen hat, aber völlig gottfeindlich ist. So erwies sie sich in der Verwerfung Christi. Als der Sohn Gottes in Gnade als Heiland erschien, spie Ihn die durch Satan angeführte Welt ins Angesicht und hängte Ihn ans Kreuz. Aber das Kreuz war der Sieg Christi über die Welt, die seither eine verworfene Welt ist. Das Kreuz ist das Gericht dieser Welt, wie auch des Menschen im Fleisch. Daraus ergibt sich jetzt für uns Gläubige, den Teilhabern des Lebens aus Gott in dem auferstandenen Christus, dass wir nicht von der Welt sind, wie Christus nicht von der Welt ist. Das Kreuz hat eine endgültige Trennung zwischen uns und ihr herbeigeführt. Durch das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus, sagt Paulus, ist mir die Welt gekreuzigt und ich der Welt (Gal 6,14).
Was kann also die Welt einem aus Gott Geborenen anbieten? Sie hat nichts für den neuen Menschen. Daher: «Alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt.» Das Fleisch ist in uns, ohne Zweifel, und es wird sich nie verändern; aber Gott hat es am Kreuz gerichtet, und wir haben es ständig für gekreuzigt zu halten, sonst würde die Welt wieder ihren Einfluss über uns ausüben und das Herz zu den Dingen Ägyptens zurückkehren.
Gott gebe uns, durch Glauben zu wandeln, in der Kraft der göttlichen Natur, die uns mitgeteilt worden ist! Wenn sich das Herz Ihm zuwendet und sich an Ihm und seiner Liebe erfreut, so werden wir mit Freude in dem Weg seiner Gebote, dem Weg Christi wandeln, und das Joch, das Jesus selbst getragen hat und das Er uns zu tragen einlädt, zur Ruhe unserer Seelen auf uns nehmen. Es gibt also nichts Kostbareres als sein Joch, nichts Leichteres als seine Last.
«Und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.» Dieser Ausdruck: «Unser Glaube» ist bemerkenswert. Er ist, dem Grundsatz nach, der Sieg über die Welt; er hat in Christus, in seinem Sieg am Kreuz, wo sich der ganze Widerstand, die Feindschaft und die Macht der Welt gegen Ihn erhob, seinen höchsten Ausdruck gefunden. «Ich habe die Welt überwunden», sagt Jesus, und wir werden ermahnt, mit Ausharren zu «laufen den vor uns liegenden Wettlauf, hinschauend auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der, die Schande nicht achtend, für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes» (Heb 12,1.2).

Halte fest 1963

Vers 5
«Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?»
Der Glaube ist der Sieg; er ist durch seinen Gegenstand, durch Jesus, den Sohn Gottes, gekennzeichnet, der die Welt überwunden hat und in die himmlische Herrlichkeit eingegangen ist. Ich habe einen Heiland, der sich für mich hingegeben und mich vom ewigen Verderben errettet hat, und dieser Heiland ist «der Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.» Er ist in die himmlische Herrlichkeit eingetreten, in der Kraft seines ewigen Sieges. Wo sind unsere Herzen? Wohin neigen sich unsere Wünsche und wohin richten wir unsere Blicke?
Wenn Christus für unsere Seelen kostbar ist, können wir dann unser Vergnügen da finden, wo die Welt das Ihre sucht, und uns an der Politik oder an der Religion einer Welt beteiligen, die den Sohn Gottes gekreuzigt hat? Gewiss nicht. Auch vermag uns dann ihr Widerstand auf dem Weg des Gehorsams nicht aufzuhalten. «Wer wird uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blösse oder Gefahr oder Schwert?» Im Gegenteil: «In diesem allem sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat» (Röm 8,35.37). Indem wir auf Jesus, den Sohn Gottes, schauen und sein Wort bewahren, gehorcht der Glaube und überwindet alles.

Halte fest 1963

Man ist also nicht einfach Christ, weil man glaubt das Jesus Christus einmal gelebt hat – sondern weil man seinen Lebensweg nachgeht. Bin ich ein Kind Gottes? Habe ich die Welt überwunden?

Schreibe einen Kommentar