Eltern

Mein Sohn, bewahre das Gebot deines Vaters, und verlaß nicht die Belehrung deiner Mutter; binde sie stets auf dein Herz, knüpfe sie um deinen Hals. Wenn du einhergehst, wird sie dich leiten; wenn du dich niederlegst, (O. wenn du liegst) wird sie über dich wachen; und erwachst du, so wird sie mit dir reden.
Elberfelder 1871 – Spr 6,20–22

„Junge, zieh diese Ratschläge von deinem Vater radikal durch! Und vergiss niemals die Tipps, die dir deine Mutter gegeben hat. Wenn deine Eltern dir was sagen, dann denk lange und intensiv dadrüber nach, du darfst das nie vergessen. Das wird dir helfen, im Leben die richtigen Entscheidungen zu treffen. Rund um die Uhr werden dich diese Tipps begleiten.
VolxBibel – Sprüche 6,20–22

Mein Sohn, gehorche deinem Vater und deiner Mutter und schlage ihre Weisungen nicht in den Wind! Erinnere dich zu jeder Zeit an ihre Worte und bewahre sie in deinem Herzen! Tag und Nacht sollen sie dich begleiten, dich beschützen, wenn du schläfst, und dich beraten, sobald du morgens aufwachst.
Hoffnung für Alle – Spr 6,20–22

Wer beeinflußt uns noch mehr als unsere Eltern? Wer kennt uns besser, als unsere Eltern? Und warum wollen Psychologen und andere gern unser Verhältnis zu unseren eigenen Eltern stören?

Noch einmal ermahnte Salomo seinen Sohn (vgl. den Kommentar zu mein Sohn bei Sprüche 1,8 ), die Weisungen seines Vaters und seiner Mutter zu bewahren (vgl. Sprüche 1,8 ) und innerlich an ihnen festzuhalten ( Sprüche 6,21 a; vgl. Sprüche 7,3 b), auf daß er ein Leben unter ihrer Huld führte ( Sprüche 6,21 b; vgl. Sprüche 3,3.22;7,3 a).
Die Weisung der Eltern vermittelt Wegweisung, Schutz (vgl. Sprüche 2,11 ) und Rat ( Sprüche 6,22 ). Die Lehre sollte aus dem Gesetz Gottes erfolgen, denn die Gebote der Eltern sollten wie das Wort Gottes eine Leuchte und ein Licht sein, die auf den Weg eines Menschen scheinen ( Ps 119,105 ). Zucht (vgl. Sprüche 1,2.7 ) ist zwar schmerzhaft (vgl. Hebräer 12,11 a), aber sie hält den Menschen auf dem richtigen Weg und führt ihn den Weg des Lebens .

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Bedeutung von Frauen in der Kindererziehung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden (Sprüche 31,1). Die ethische Unterweisung der Kinder ist eine Aufgabe, die sich Mann und Frau teilen (Sprüche 6,20). Aber von wem lernt eine junge Frau, wie man einen Mann liebt? Natürlich von ihrer Mutter oder anderen älteren Frauen (Titus 2,4).

K. Fischer – Crashkurs Leidenschaft

Keashas Mutter belegte sie mit Verbalattacken. Permanent kritisierte diese sie, machte selbst aus allerkleinsten Fehlern eine Staatsaffäre. Zorn und sich gegenseitiges Meiden war Familienregel und der ständige Umgang. Keasha hat inzwischen ihre eigene Familie, aber noch immer hat sie damit zu kämpfen, Gottes Liebe für sie zu begreifen. „Wie könnte ich?“ sagte sie mir, „Meine Mutter gab mir stets das Gefühl, wertlos und nicht liebenswert zu sein. Gottes Liebe scheint mir nichts als leere Worte zu sein.“
Als Bill drei Jahre alt war, ließ sein Vater die Familie im Stich. Um die Familie durchzubringen, schuftete Bills Mutter gleichzeitig an zwei Arbeitsstellen. Seinen Vater sah Bill niemals wieder, und seine Mutter war oftmals völlig in Beschlag genommen von dem ganzen Stress, der Alleinversorger ihrer Familie sein zu müssen. Mittlerweile sechsunddreißig, suchte Bill kürzlich seelsorgerlichen Rat wegen seines alt eingefahrenen Denkmusters „Gott ist mir genau so fern, wie es meine Eltern waren.“ *

Kann man Gottes Liebe erfahren, selbst wenn die eigenen Eltern versagten?

Wie steht‘s mit Ihnen? Vielleicht haben Sie auch das Gefühl, dass die Fehler Ihrer Eltern Sie bisher daran hinderten, sowohl Gottes Liebe zu erfahren als auch andere lieben zu lernen. Dies ist ein häufig anzutreffendes Problem, wofür sich auch keine Patentlösung so einfach aus dem Hut zaubern lässt. Vielmehr gibt es dafür eine tatsächliche Lösung, die stetig in Ihnen wirkt. Nur Mut! Gott will, dass Sie Seine Liebe, die Er für Sie hat, erfahren. Und Er nimmt sich die Zeit dafür, sodass daraus mehr wird als einfach nur Worte. Überall im Wort Gottes werden wir immer wieder daran erinnert, dass Er Seine Kinder persönlich und mit aller Macht liebt:

Die Kleine Seelsorgereihe


Und dann der gegenteilige Versuch:

Die Antwort lautet, daß Jehovas Zeugen mit unverhülltem Angesicht auf ihre Leuchte, das Wort des himmlischen Vaters, blicken und dazu auch ihr Licht, die Unterweisung durch seine mütterliche Organisation, annehmen. So steht es in Sprüche 6:20, 23 geschrieben: „Mein Sohn, bewahre das Gebot deines Vaters, und verlaß nicht die Belehrung deiner Mutter. Denn das Gebot ist eine Leuchte [Lampe, RS], und die Belehrung ein Licht; und die Zurechtweisungen der Zucht sind der Weg des Lebens.“
3 Verweile einen Augenblick bei diesem Gedanken. Es werden zwei Dinge erwähnt: das Gebot des Vaters und die Belehrung oder das Gesetz der Mutter. Dann wird im Text der Sprüche erklärt, daß das Gebot des Vaters eine brennende Lampe sei, daß aber auch die Belehrung oder das Gesetz der Mutter Licht gebe. Die Welt ist voll von Bibeln, und die Bibel enthält die Gebote Gottes. Warum wissen die Leute denn nicht, welchen Weg sie gehen sollen? Weil sie auch die Belehrung oder das Gesetz der Mutter nicht besitzen, das ein Licht ist. Jehova Gott hat sein heiliges geschriebenes Wort für die ganze Menschheit vorgesehen, und es enthält allen Aufschluß, der nötig ist, damit die Menschen einen Lauf einschlagen können, der zum Leben führt. Aber Gott hat die Sache nicht so angeordnet, daß dieses Wort unabhängig sprechen oder von sich aus lebengebende Wahrheiten ausstrahlen könnte. Sein Wort sagt: „Licht ist gesät dem Gerechten.“ (Psalm 97:11) Gott gibt durch seine Organisation dieses Licht, von dem es in den Sprüchen heißt, es sei die Belehrung oder das Gesetz der Mutter. Wenn wir im Lichte der Wahrheit wandeln sollen, müssen wir nicht nur Jehova Gott als unseren Vater, sondern auch seine Organisation als unsere Mutter anerkennen.
4 Es gibt Personen, die sich Christen nennen und die behaupten, Gott zum Vater zu haben, und sich rühmen, mit Gott allein wandeln zu können, da er ihre Schritte persönlich lenke. Solche Personen verlassen nicht nur die Belehrung oder das Gesetz der Mutter, sondern sie werfen Gottes Weib gewissermaßen auf die Straße. Das Licht der göttlichen Wahrheit scheint ihnen nicht. In der Nation Israel machte Jehova den Gehorsam gegenüber Eltern zur Pflicht. „Ehre deinen Vater und deine Mutter“ — so lautete das fünfte der Zehn Gebote. (2. Mose 20:2-17; 5. Mose 5:16, NW) Der Lohn für Gehorsam war langes Leben, die Strafe für Ungehorsam Tod. „Wenn ein Mann einen störrischen und widerspenstigen Sohn haben sollte, der auf die Stimme seines Vaters oder die Stimme seiner Mutter nicht hört, und sie weisen ihn zurecht, aber er hört nicht auf sie . . . [so sollen] alle Männer seiner Stadt ihn (mit Steinen) steinigen, und er soll sterben.“ (5. Mose 21:18-21, NW) Ehre und Gehorsam mußten nicht nur den Eltern nach dem Fleische erwiesen werden, sondern rechtmäßigerweise auch den älteren, einflußreichen Männern in Israel. Eine Schar jugendlicher Missetäter ließ es an dem gebührenden Respekt gegenüber Elisa, dem Propheten Jehovas, fehlen und zog sich damit das gerechte Urteil und dessen schnellen Vollzug zu. (2. Kön. 2:24) Auch heute fordert Gott von seinen Kindern Gehorsam, Ehre und Respekt. Diese müssen nicht nur dem lebendigen Gott selbst, sondern auch seiner weibesgleichen Organisation dargebracht werden.

Wachtturm 1.Juli 1957

es wird also versucht, das biblische Gebot etwas zu dehnen – und Ersatzeltern in das Denken des Lesers projeziert. Ergebnis:

Verwandte, die nicht in derselben Wohnung leben: „Anders verhält es sich, wenn einem Verwandten, der außerhalb des engsten Familienkreises lebt, das heißt nicht in derselben Wohnung, die Gemeinschaft entzogen worden ist oder er die Gemeinschaft verlassen hat“, war im Wachtturm vom 15. April 1988 auf Seite 28 zu lesen. „Höchstwahrscheinlich ist es möglich, so gut wie gar keinen Kontakt mit diesem Verwandten zu haben. Doch selbst wenn gewisse familiäre Angelegenheiten einen Kontakt erfordern würden, würde man diesen gewiss auf ein Minimum beschränken“, was im Einklang mit dem göttlichen Gebot wäre, „keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben“, der ein reueloser Sünder ist (1 Korinther 5:11). Loyale Christen sollten sich bemühen, keinen unnötigen Kontakt zu solchen Verwandten zu haben, und sogar Geschäftsbeziehungen auf ein Mindestmaß beschränken. (Siehe auch Wachtturm vom 15. Dezember 1981, Seite 28, 29.)
10 Im Wachtturm wurde auch eine andere mögliche Situation angesprochen: „Was ist aber zu tun, wenn ein naher Verwandter, ein Sohn oder ein Elternteil, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist und der nicht in der Wohnung seiner christlichen Angehörigen lebt, mit in diese Wohnung ziehen möchte? Was die Familie in einem solchen Fall tun sollte, könnte sie je nach den bestehenden Umständen selbst entscheiden. Ein Elternteil, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist, mag zum Beispiel krank werden oder in finanzieller oder körperlicher Hinsicht nicht mehr in der Lage sein, für sich selbst zu sorgen. Christliche Kinder haben eine biblische und moralische Verpflichtung, dem Betreffenden zu helfen (1 Timotheus 5:8). . . . Was sie tun, mag beispielsweise davon abhängen, welche Bedürfnisse der Elternteil wirklich hat, wie er eingestellt ist und was das Haupt der Familie im Hinblick auf das geistige Wohl der Familie für angebracht hält“ (Der Wachtturm vom 15. Dezember 1981, Seite 27, 28).
11 In Bezug auf Kinder wird im selben Artikel weiter gesagt: „Mitunter haben christliche Eltern ein Kind, das ausgeschlossen wurde und dann körperlich oder emotionell erkrankte, wieder eine Zeit lang in die Familie aufgenommen. Aber in jedem Fall können die Eltern die gegebenen Umstände abwägen. Hat der ausgeschlossene Sohn einen eigenen Haushalt geführt, und ist er jetzt nicht mehr dazu in der Lage? Oder möchte er vor allem deswegen in die elterliche Wohnung zurückkehren, weil er dort ein leichteres Leben hat? Wie steht es mit seinen Moralbegriffen und seiner Einstellung? Wird er ‚Sauerteig‘ in die Familie bringen? (Galater 5:9).“

Königreichsdienst 08-2002

Respektiere, wie Jehova jemand zurechtweist. Auch wenn es schmerzhaft ist, führen Jehovas Maßnahmen langfristig für alle Beteiligten zu den besten Ergebnissen — auch für den, der das Unrecht begangen hat. (Lies Hebräer 12:11.) Jehova fordert uns beispielsweise auf, „keinen Umgang“ mit reuelosen Sündern zu haben (1Kor 5:11 -13). Auch wenn uns das sehr schwer fällt, müssen wir unnötigen Kontakt vermeiden

Der Wachtturm – Oktober 2017

Also, halte dich an Gottes Wort, und nicht an diejenigen, die versuchen, dein Verhältnis zu deinen Eltern zu verhindern.

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