„und wer ist ein Fels?“

Gott, (El) -sein Weg ist vollkommen; Jehovas Wort ist geläutert; ein Schild ist er allen, die auf ihn trauen. Denn wer ist Gott, (Eloah) außer Jehova? und wer ein Fels, als nur unser Gott?
Elberfelder 1871 – Ps 18,31–32

Gottes Wege sind ohne Trug, Jehovas Wort geläutert; Schild ist er allen, die ihm vertrauen. Denn wer ist Gott, außer Jehova, und wer ist Hort als unser Gott?
de Wette Bibel – Psalm 18,31–32

Gott – untadelig ist Sein Weg; geläutert ist die Rede Jehovahs, ein Schild ist Er allen, die auf Ihn sich verlassen. Ps 18,3; 12,7; 5Mo 32,4.
Denn wer ist Gott außer Jehovah? Und wer ein Fels ohne unseren Gott? Ps 18,40; Jes 43,11; 44,6.8; 1Sam 2,2.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Psalm 18,31–32

Im ersten Teil (V. 31-46 ) dieses Abschnittes des Lobes freute sich David über das Wesen Gottes und über seine Wohltaten an ihm. Der Weg Gottes, so sagte der Psalmist, ist vollkommen und sein Wort lauter (vgl. 12,7 ; Sprüche 30,5 ). Noch einmal ( Ps 18,3 ) sagte er, daß Gott sein Schild (vgl. den Kommentar zu Ps 3,4 ), seine Zuflucht und sein Fels (vgl. 18,47 ) sei. Man kann sich bezüglich seiner Sicherheit und seines Heils auf Gott verlassen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Gottes Wege sind vollkommen. Gottes Weg bedeutet hier nicht die Lehre, sondern die Handlungsweise Gottes gegen uns. Der Sinn ist also, dass Gott seine Diener nie täuscht, noch im entscheidenden Augenblicke im Stiche lässt. Die Menschen helfen ihren Schutzbefohlenen nur insoweit, als es ihnen selbst nützt; Gott dagegen beschirmt die Seinen, die er einmal in seinen Schutz genommen hat, immer mit treuer Hut. Ferner, da wir in keiner Verbindung mit Gott stehen würden, wenn er sich uns nicht durch sein Wort offenbarte, so fügt David, nachdem er versichert hat, dass Gott für die Seinen ein sicherer Schutz sei, hinzu: seine Reden sind durchläutert. Damit wollen wir allen Zweifel dämpfen und wollen lernen, dass Gott uns tatsächlich in vollem Maße beistehen wird, weil er versprochen hat, der Hort unseres Heils zu sein. Seine Verheißung ist aber sichere Wahrheit. Aus dem folgenden Gliede ist ersichtlich, dass mit der Rede nicht die Gebote, sondern die Verheißungen gemeint sind. David sagt nämlich, dass der Herr ein Schild sei allen, die ihm vertrauen. Das Lob auszusprechen, dass Gottes Wort rein sei von allem Trug und von aller Täuschung wie Silber, das von seinen Schlacken gereinigt ist, – scheint zwar überflüssig, aber unser Unglaube treibt den Herrn dazu, unter diesem Bilde seine Treue herrlich zu empfehlen. Denn wir sind nur zu sehr geneigt, wenn der Ausgang unserer Hoffnung nicht entspricht, unfromme Zweifel an Gottes Wort bei uns aufkommen zu lassen. Was weiter zu sagen wäre, ist schon zu Ps. 12, 7) bemerkt worden.
V. 32. Denn wo ist ein Gott, ohne der Herr? Hier spottet David über die eitlen Lügengebilde der Menschen, die leichten Herzens sich selbst Schutzgötter machen. Damit bestätigt er, was wir schon früher hörten, dass er nie etwas ohne Gottes Leitung und Befehl unternommen habe. Denn wenn er über die Grenzen seiner Berufung hinausgegangen wäre, so hätte er sich nie mit solcher Zuversicht auf Gott berufen dürfen. Dem Wortlaut nach wird einfach der einige wahre Gott allen erdichteten Götzen gegenübergestellt: darin liegt aber zugleich ein verwerfendes Urteil über alle trügerischen Hoffnungen, durch welche die Welt sich umtreiben lässt, weil sie nicht in Gott allein ihre Ruhe suchen will. Um den bloßen Titel Gottes handelt es sich nicht, sondern David verkündet mit Nachdruck, dass man Hilfe nirgend anders als bei Gott suchen soll, der allein Macht besitzt. So hält er allen seinen Feinden mutig den Herrn entgegen, unter dessen Leitung er gekämpft hat. Und er tut dies vor allem auch, um zu bezeugen, dass er nichts willkürlich oder mit schlechtem Gewissen unternommen habe.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Also meine Wünsche für das kommende Kalenderjahr? Vertaue auf diesen allmächtigen Gott und lerne IHN richtig kennen, und baue ein persönliches Verhältnis zu IHM auf. Nutze am besten die kommenden Monate – und bleibe dann unter seinem Schild!

„Der Baum wurde groß“

Der Baum wurde groß und stark, und seine Höhe reichte bis an den Himmel, und er wurde gesehen bis an das Ende der ganzen Erde; sein Laub war schön und seine Frucht zahlreich, und es war Nahrung an ihm für alle; die Tiere des Feldes fanden Schatten unter ihm, und die Vögel des Himmels wohnten in seinen Zweigen, und alles Fleisch nährte sich von ihm. Ich schaute in den Gesichten meines Hauptes auf meinem Lager, und siehe, ein Wächter und Heiliger stieg vom Himmel hernieder.
Elberfelder 1871 – Dan 4,8–10

Der Baum ward groß, ward überstark,
seine Höhe reichte an den Himmel,
anzuschauen war er bis ans Ende alles Erdlands.
Schön war sein Laub und mächtig seine Frucht,
und Nahrung für alle war dran.
Schatten fand unter ihm das Getier des Feldes,
in seinen Zweigen weilten die Vögel des Himmels,
und von ihm nährte sich alles Fleisch.
Geschaut habe ich, geschaut in der Schau meines Hauptes auf meinem Lager:
da, ein Wachsamer und Heiliger stieg nieder vom Himmel,
Buber & Rosenzweig – Daniel 4,8–10

Der Baum ward groß und stark, und bis an die Himmel reichte seine Höhe, und er war zu schauen bis an das Ende (den hinteren Teil) der Erde. Hi 20,6.
Sein Gezweige war schön, und seiner Frucht viel, und Nahrung an ihm für alle, und das Tier des Feldes hatte Schatten unter ihm, und auf seinen Ästen verweilten die Vögel der Himmel, und alles Fleisch nährte sich von ihm. Ez 17,23; 31,6.
Ich schaute in Gesichten meines Hauptes auf meinem Lager, und siehe, ein Wächter und ein Heiliger stieg vom Himmel herab. Dan 4,14.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Daniel 4,8–10

Nebukadnezar nannte Daniel den Obersten unter den Magiern . Er tat dies nicht, weil Daniel an der Spitze der Weisen stand, sondern weil er weiser war als sie alle und Träume verstehen und deuten konnte. Der König verpflichtete Daniel, ihm seinen Traum zu deuten. Es war ein einfacher Traum. Nebukadnezar war nicht verwundert durch das, was er gesehen hatte, sondern durch seine Unfähigkeit, die Bedeutung des Traumes zu erkennen.
Einige Zeit vorher war er in den Libanon gereist, um das Fällen der großen Zedern zu beobachten, die die Balken für seine Bauvorhaben in Babel liefern sollten. Er hatte gesehen, wie große, mächtige Bäume gefällt wurden. Auch der Baum , den er im Traum gesehen hatte, war bemerkenswert in seiner Größe (V. 7 – 8 ), seiner Schönheit (V. 9 ) und seiner Frucht (V. 9 ). Er gab allen Tieren und Vögeln , die unter oder in ihm lebten, Speise und Schutz .
Der König berichtete nun, daß er einen Boten gesehen habe, einen heiligen. Diesen heiligen Boten, den Nebukadnezar nicht kannte, hätte ein Jude sofort als Engel vom Himmel erkannt, der mit einer Ankündigung gesandt worden war. Der Bote sagte, daß der Baum gefällt werden, die Zweige von dem Stamm abgeschlagen, die Blätter entfernt und die Frucht zerstreut werden würde. Die Tiere und Vögel, die unter und in seinen Zweigen Schutz gefunden hatten, würden verstreut.
Aber der Stumpf sollte nicht entfernt, sondern mit Ketten aus Eisen und Erz befestigt werden. Vermutlich hätte der erste Teil des Traumes, das Bild des Baumes (V. 7 – 9 ), Nebukadnezar nicht beunruhigt. Vielleicht wäre er sogar stolz geworden, wenn er sich selbst in dem Baum erkannt hätte als der, der so überreich für alle die sorgte, die in seinem Herrschaftsbereich wohnten. Aber dieser zweite Teil der Vision (V. 10 – 12 a), daß nämlich der Baum gefällt werden würde, muß ihn sehr beunruhigt haben.

Die Bibel erkennen und unterscheidet – Walvoord Bibelkommentar

Dann erzählt Nebukadnezar auch Daniel seinen Traum. Darin geht es zunächst um einen riesigen Baum, der in „der Mitte der Erde“ steht, immer größer und stärker wird, bis „an den Himmel“ reicht, „bis ans Ende der ganzen Erde“ gesehen wird und für Nahrung, Wohnung und Schatten sorgt.

(10-13) Entscheidend ist die Fortsetzung des Traums. Plötzlich steigt „ein Wächter und Heiliger … vom Himmel herab“. Der Begriff „Wächter“ findet sich im AT nur in Kapitel 4 (4,10.14.20. Er taucht aber im Henochbuch und im Jubiläenbuch auf (Koch, 421; ABC 4, 789f.; Stefanovic, 156). Dort bezeichnet der Begriff entweder gefallene oder Gott treu gebliebene Engel, die u.a. Aufsicht über Menschen und Gestirne haben. Da der „Wächter“ zugleich als „Heiliger“ bezeichnet wird, sind hier sicher letztere gemeint.

Der „Wächter“ gibt den Befehl, den Baum aufzuhauen, seine Äste abzuschlagen, das Laub zu entfernen und seine Früchte zu verstreuen. Die Tiere, die dort Schatten und Nahrung fanden, und die Vögel des Himmels, die in den Zweigen des Baumes wohnten, sollen „fliehen“. Der „Wurzelstock“ soll allerdings „in der Erde“ gelassen werden – „in einer Fessel aus Eisen und Bronze im Grün des Feldes“. Das, was vom Baum übrig geblieben ist, soll vom „Tau des Himmels … benetzt werden“ und „mit den Tieren … teilhaben am Gras der Erde“. Außerdem soll „sein menschliches Herz … verwandelt und das Herz eines Tieres ihm gegeben werden“ (der Begriff „Herz“ meint vor allem den Verstand, vgl. 4,31). Das alles soll für einen Zeitraum von sieben Jahren gelten.

M.Mainka – Daniel

Erst nachdem Nebukadnezar von Gottes wunderbarem Eingreifen und seinem sorglosen Leben, das er geführt hatte, ein so offenes Bekenntnis abgelegt hatte, erzählte er in seinem Manifeste nun auch den Traum, der ihm geworden war. Wie in einer Vision sah er einen mächtig hohen Baum auf weiter Erde stehen, der an seinen starken Zweigen unzählige Früchte trug und mit seiner Krone tief in die Wolken des Himmels ragte. In seinen Ästen nisteten die Vögel des Himmels, und die Tiere des Feldes fanden Schutz und Schatten unter seinen weitgestreckten Zweigen und nährten sich von seinen Früchten. Und trotz dieser seiner Größe und Stärke glaubte der König, den Baum dennoch weiter wachsen und erstarken zu sehen.
Nun geschah jedoch etwas Unerwartetes. Es fuhr plötzlich ein heiliger Wächter, ein unbekannter Bote aus der Welt des Himmels herab und gebot mit gewaltiger Stimme:
„Hauet den Baum um und schneidet seine Zweige weg; streift sein Laub ab und streuet seine Frucht umher. Es flüchte das Getier unter ihm weg und die Vögel aus seinen Zweigen!“ „Jedoch seinen Wurzelstock lasset in der Erde und zwar in einer Fessel aus Eisen und Erz im Grün des Feldes, und vom Tau des Himmels soll er benetzt werden, und mit den Tieren soll er seinen Anteil haben am Kraut der Erde. Sein Herz soll man anders machen als das eines Menschen, und das Herz eines Tieres soll ihm gegeben werden, und sieben Zeiten sollen über ihn dahingehen. Auf dem Beschluss der Wächter ruht der Befehl, und Anordnung der Heiligen ist die Sache, damit die Lebenden wissen, dass der Höchste Herr ist über das menschliche Königtum, und wem er will, gibt er es, und selbst den Niedrigsten unter den Menschen kann er darüber setzen.“
Es ist verständlich, dass Nebukadnezar auch ohne Dolmetscher aus dem Inhalt des Traumes erkennen musste, dass es sich um eine sehr ernste Kundgebung der Götter für ihn handelte. „Ein heiliger Wächter“, „vom Himmel herabfahrend“, „hauet den Baum um“, – das waren alles inhaltsschwere, wuchtige Erscheinungen im Gesamtbilde, die nichts Gutes ahnen ließen. Es bleibt zwar unverständlich, warum nicht Nebukadnezar gleich den Daniel rufen ließ, um von ihm die richtige Deutung zu empfangen. Wenn auch die große und glanzvolle Regierungszeit mit ihren unzähligen Eindrücken so manches aus dem Gedächtnis Nebukadnezars ausgelöscht hatte, so ist doch nicht anzunehmen, dass er vergessen hatte, wie ihm der erste Traum von Daniel gedeutet worden war.
Wahrscheinlich hat P. G. Stokmann in seiner Annahme recht, wenn er zu dieser Stelle bemerkt: „Selbstverständlich wäre es nun das Verständigste gewesen, Nebukadnezar hätte sogleich seinen bewährten Diener Daniel zu sich kommen lassen und zur Deutung seines Traumes auf gefordert. Wusste er doch aus eigener Erfahrung, dass dieser der einzige Zuverlässige und Glaubwürdige unter allen Traumdeutern des Magier-Ordens sei und ihm in keinem Fall die Wahrheit verschweigen werde! Allein wir scheuen uns leicht davor, die unverhüllte Wahrheit zu erfahren, wenn eine innere Stimme uns ahnen lässt , dass sie sehr betrübend für uns ist. Wir möchten uns dann die Hoffnung auf eine günstige Gestaltung unserer Lage nicht durch eine unabänderlich harte Gewissheit nehmen lassen und ziehen am Ende vielleicht eine angenehme Täuschung der bitteren Erkenntnis der uns bevorstehenden Trübsal vor. Das war denn wohl auch der geheime Grund, weshalb Nebukadnezar zunächst seine heidnischen Traumdeuter zu sich kommen ließ.“
So sah sich der König genötigt, sich auch diesmal an Daniel zu wenden. Was wird der Prophet als Gottes Bote dem Könige zu künden haben? Wird er Gottes Gerichtsoffenbarung in ihrem ganzen Ernst, aber auch mit ihrem Evangelium uneingeschränkt dem Könige zu deuten wagen? Oder wird der Prophet schweigen und der Staatsmann reden, der sich in erster Linie seinem irdischen König verpflichtet weiß?

Kroeker – Das lebendige Wort Band 11

Die biblische Chronologie war für Erforscher der Bibel schon seit langem von großem Interesse. Kommentatoren hatten verschiedene Ansichten geäußert in bezug auf Jesu Prophezeiung über die „Zeiten der Nationen“ sowie den Bericht des Propheten Daniel über den Traum Nebukadnezars von dem Baumstumpf, der für „sieben Zeiten“ gebunden war (Luk 21:24, EB;Dan 4:10-17).
Bereits 1823 ermittelte John A. Brown, dessen Werk in London (England) veröffentlicht wurde, daß die in Daniel, Kapitel 4 erwähnten „sieben Zeiten“ 2 520 Jahre andauern müßten. Allerdings war ihm nicht klar, in welchem Jahr diese vorhergesagte Zeit begann und wann sie enden sollte. Immerhin brachte er die „sieben Zeiten“ mit den Zeiten der Nationen aus Lukas 21:24 in Verbindung. 1844 lenkte der britische Geistliche E. B. Elliott die Aufmerksamkeit auf das Jahr 1914 als möglichen Zeitpunkt für das Ende der in Daniel erwähnten „sieben Zeiten“, doch stellte er noch eine andere These auf, die auf die Zeit der Französischen Revolution hindeutete. Robert Seeley aus London ging 1849 ähnlich vor. Spätestens 1870 wurden in einer Veröffentlichung von Joseph Seiss und seinen Mitarbeitern, die in Philadelphia (Pennsylvanien) gedruckt worden war, Berechnungen dargelegt, die auf 1914 als bedeutsames Jahr hinwiesen, wenn die Argumentation auch auf einer Chronologie beruhte, die C. T. Russell später verwarf.
In den Ausgaben des Herald of the Morning von August, September und Oktober 1875 trug N. H. Barbour dazu bei, die Einzelheiten, auf die andere aufmerksam gemacht hatten, miteinander in Einklang zu bringen. Mit Hilfe der Chronologie Christopher Bowens, eines Geistlichen aus England, die von E. B. Elliott veröffentlicht worden war, setzte Barbour den Beginn der Zeiten der Nationen mit der in Hesekiel 21:25, 26 vorausgesagten Absetzung König Zedekias gleich und wies auf 1914 hin als das Jahr, in dem die Zeiten der Nationen enden würden.
Anfang 1876 erhielt C. T. Russell ein Exemplar des Herald of the Morning. Er schrieb umgehend an Barbour und verbrachte im Sommer einige Zeit mit ihm in Philadelphia, wo sie sich unter anderem über prophetische Zeitperioden unterhielten. Kurz darauf brachte Russell in dem Artikel „Wann werden die Zeiten der Nationen enden?“ biblische Argumente vor und erklärte, alles spreche dafür, daß „die sieben Zeiten 1914 n. Chr. enden werden“. Dieser Artikel wurde in der Ausgabe des Bible Examiner vom Oktober 1876 abgedruckt. In dem Buch Three Worlds, and the Harvest of This World (Drei Welten und die Ernte dieser Welt), das N. H. Barbour 1877 in Zusammenarbeit mit C. T. Russell herausbrachte, wurde dieselbe Schlußfolgerung gezogen. Danach wurde das Jahr 1914 u. Z. in den ersten Ausgaben des Wacht-Turms, wie beispielsweise vom Dezember 1879 und vom Juli 1880 (engl.), als ein Jahr hervorgehoben, das, vom Standpunkt der biblischen Prophezeiungen gesehen, höchst bedeutsam ist. In dem Werk Millennium-Tagesanbruch (später Schriftstudien genannt) behandelte 1889 das gesamte vierte Kapitel des zweiten Bandes das Thema „Die Zeiten der Nationen“. Doch was würde das Ende der Zeiten der Nationen bedeuten?
Die Bibelforscher waren sich nicht ganz sicher, was geschehen würde.

Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes

Also fassen wir zusammen: was heute geglaubt wird, ist eine sehr alte Theorie, die Christen schon lange vor 1880 hatten! Und damals durfte jeder Bibelforscher die Literatur der anderen Kirchen und Gemeinden lesen – denn diese waren ja die wirkliche Quelle. Deshalb liebe ich das Logos-Bibelprogramm – denn ich kann dort mir „in meiner Bibliothek“ die Bücher von Katholiken, Protestanen, messianischen Juden usw usf einfach zu einem Bibelvers durchsuchen lassen – und schnell und einfach lesen, wie die verschiednen Christen zu diesem Vers denken.
So zum Beispiel: WER ist den der Wächter aus Vers 10? Was denkst du, wer das sein könnte?

SEIN Volk

Und nun, so spricht Jehova, der dich geschaffen, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten; wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden, und die Flamme wird dich nicht verbrennen. Denn ich bin Jehova, dein Gott, ich, der Heilige Israels, dein Heiland; (O. Retter, Helfer) ich gebe als dein Lösegeld Ägypten hin, Äthiopien und Seba (Nubien) an deiner Statt. Weil du teuer, wertvoll bist in meinen Augen, und ich dich lieb habe, so werde ich Menschen hingeben an deiner Statt und Völkerschaften anstatt deines Lebens.
Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; vom Aufgang her werde ich deinen Samen bringen, und vom Niedergang her werde ich dich sammeln.
Elberfelder 1871, – Jesaja 43,1–5

Und nun, dies ist, was Jehova, dein Schöpfer, gesprochen hat, o Jakob, und dein Bildner, o Israel: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich zurückgekauft. Ich habe [dich] bei deinem Namen gerufen. Du bist mein. Falls du durch Gewässer ziehen solltest, will ich mit dir sein, und durch die Ströme, sie werden dich nicht überfluten. Falls du durchs Feuer schreiten solltest, wirst du nicht versengt werden, noch wird dich die Flamme ansengen. Denn ich bin Jehova, dein Gott, der Heilige Israels, dein RETTER. Ich habe Ägypten als Lösegeld für dich gegeben, Äthiopien und Seba an deiner Statt. Der Tatsache zufolge, daß du kostbar gewesen bist in meinen Augen, bist du als ehrenwert betrachtet worden, und ich selbst habe dich geliebt. Und ich werde Menschen statt deiner geben und Völkerschaften statt deiner Seele.
Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Vom Sonnenaufgang her werde ich deinen Samen bringen, und vom Sonnenuntergang her werde ich dich sammeln.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Jesaja 43,1–6

Und nun, so spricht Jehovah, dein Schöpfer, o Jakob, und dein Bildner, o Israel. Fürchte nicht; denn Ich habe dich erlöst, gerufen bei deinem Namen. Mein bist du. Jes 41,10.14; 48,12; 49,1; 44,2; Ps 100,3; 2Mo 33,12; 31,2.
Wenn du durch das Wasser hindurchgehst, will Ich bei dir sein, und durch die Flüsse, so werden sie dich nicht überfluten. So du durch das Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, noch soll die Flamme an dir brennen. Ps 66,12; Dan 3,17.27.
Denn Ich bin Jehovah, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland; Ich habe als deine Sühne Ägypten, Kusch und Seba an deiner Statt gegeben. Jes 41,14; 45,14.15; 2Mo 20,2; Spr 21,18.
Weil du kostbar bist in Meinen Augen, bist du verherrlicht, und Ich liebe dich, und gebe den Menschen hin statt deiner, und Volksstämme statt deiner Seele.
Fürchte dich nicht, denn Ich bin mit dir; vom Aufgang lasse Ich deinen Samen kommen und bringe dich zusammen vom Abend; Jes 11,12f; 44,2; Sach 8,7.8; Jer 30,10; 46,27.
Tafelbibel – Jesaja 43,1-6


Viele kennen nur den Vers 10 „ihr seid meine Zeugen“ aber von wem wird hier in diesem Kapitel wirklich geschrieben?
Meinte Jehovah wirklich „geistige Juden“ oder „einfach nur Christen“ oder meinte er vielleicht wirklich „Nachkommen Jakobs“?
Bei der Beantwortung dieser Fragen, spielen wohl sehr oft das „Selbstbild“ eine Rolle. Aber wenn wir uns die Landkarte von 1920 und 2020 anschauen, dann werden wir erkennen können, dass es scheinbar offensichtlich eine buchstäbliche Erfüllung von Jesaja 43 zu geben scheint.
Was denkst du, warum das so ist?

Jakob (auch Israel genannt; vgl. die Anmerkungen zu Jes 40,27 ) soll keine Furcht haben, denn Gott hat es geschaffen (vgl. V. 7 ) und gebildet (vgl. V. 7.21 ) und hat es aus der Knechtschaft in Ägypten erlöst. „Erlöst“ ist die Übersetzung des hebräischen Wortes ga┤al, „aus der Sklaverei freikaufen“ (vgl. die Anmerkungen zu „Erlöser“ in Jes 41,14 und beachte „erlöst“ in Jes 44,22-23; 48,20; 52,9; 63,9 ). Die Erwähnung dieses Auszugs aus Ägypten ist in diesem Zusammenhang sehr treffend, denn Jesaja schreibt in Jes 43,14-28 über einen neuen „Auszug“ (Exodus), durch den Gott sein Volk aus Babylon wieder herausführen und nach Hause bringen wird. Bei deinem Namen gerufen (vgl. Jes 48,12 ) weist auf Israels besonderes Verhältnis zu dem Herrn als sein Bundesvolk hin. Dahinter steckt das Bild eines Hirten, der seine Schafe einzeln mit ihrem Namen ruft, weil er selbst für sie sorgt. Weil Gott in der Vergangenheit Israel geschaffen, erlöst und sich um es gekümmert hat, wird er es auch in Zukunft beschützen. In schwierigen Zeiten also, wenn bildlich Fluten von Wasser und Feuer es bedrängen, soll Israel nicht aufgeben und sich nicht fürchten, denn Gott wird mit ihm sein und es beschützen.
Ein zweiter Grund dafür, daß Israel sich nicht fürchten muß, ist Gottes Liebe. Diese besondere Liebe gilt Israel nicht, weil dieses Volk etwas geleistet hat oder weil es irgendwelche besonderen Qualitäten besitzt. Sie gilt ihm, weil Gott sich dieses Volk erwählt hat. Persien wurde von Gott befähigt, Ägypten, Kusch (das heutige Südägypten, der Sudan und das nördliche Äthiopien) und Seba, vermutlich jenes Saba in Südarabien (vgl. Jes 60,6; Hi 6,19; 1Kö 10,1-13), in dem die Sabäer lebten (vgl. Hi 1,15; Jes 45,14; Hes 23,42; Joe 4,8 ), als eine Art Lösegeld zu erobern. Anders als die Nichtisraeliten (die durch diese drei Völker repräsentiert werden) ist Israel wertvoll und herrlich, weil es von Gott geliebt wird.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Wer ist diese Person?

Und der Engel Jehovas sprach zu ihr: Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Ismael (Gott hört) geben, denn Jehova hat auf dein Elend gehört. …
Da nannte sie Jehova, der zu ihr redete: Du bist ein Gott, (El) der sich schauen läßt! (O. der mich sieht; W. des Schauens) Denn sie sprach: Habe ich nicht auch hier geschaut, nachdem er sich hat schauen lassen? (W. nach dem Schauen; And üb.: Habe ich auch hier dem nachgeschaut, der mich sieht, oder gesehen hat)
Elberfelder 1871 – Gen 16,11,13

 Auch sprach der Engel Jehova’s zu ihr: Siehe! du bist schwanger, und wirst einen Sohn gebären, dessen Namen sollst du Ismael (d. i. Gott hört) nennen; denn Jehova hört auf deine Bedrängniss. …
Und sie nannte den Namen Jehova’s, der zu ihr geredet hatte: Du bist El Roï (d. i. Gott, der mich sah); denn sie sprach: Fürwahr! ich sah den von hinten, der mich gesehen.
van Ess 1858 – Genesis 16,11+13

Und der Engel Jehovahs sprach zu ihr: Siehe, du hast empfangen und gebierst einen Sohn, und sollst seinen Namen Ismael nennen, darum, daß Jehovah auf dein Elend gehört hat….
Und sie nannte den Namen Jehovahs, Der mit ihr redete: Du bist der Gott, Der mich siehet; denn sie sprach: Hab ich auch hier gesehen, nach Dem, Der mich gesehen? 2Mo 33,23.
Tafelbibel Gen 16,11+13

Jehovas Engel fügte hinzu: „Du bist nun schwanger und wirst einen Sohn zur Welt bringen. Gib ihm den Namen Ịsmael, denn Jehova hat von deinem Kummer gehört.  Dann rief Hạgar den Namen von Jehova an, der mit ihr redete, und sagte: „Du bist ein Gott, der alles sieht.“ Sie sagte nämlich: „Habe ich hier wirklich den angeschaut, der mich sieht?“
neue Welt Übersetzung – 2018 – 1.Mose 16,11–13


Mit wem sprach Hagar? Kannte Hagar die Stimme desjenigen, der mit ihr sprach?
Warum sprechen die Personen, die den „Engel Jehovahs“ sehen, diesen immer und immer wieder mit Jehovah an? Sind die alle zu „dumm“ zu erkennen, mit wem sie sprechen? Oft wird ja behauptet, der „Engel Jehovahs“ sei nur ein Bote, der im Auftrage Jehovahs eine Botschaft übermittelt. Gut – könnte sein. Aber mal ganz ehrlich: wenn die PostBOTIN dir einen Brief von Tante Helga gibt, sprichst du dann die Postbotin mit „Tante Helga“ an? Und warum wehrt sich der Engel nicht gegen die falsche Ansprache?

Was aber, wenn Arnold Fruchtenbaum und andere Recht haben sollten, die folgende Ansicht vertreten:

Vers 7 führt eine neue Einheit ein: Und der Engel Jehovas fand sie. Dies ist das erste Erscheinen des Engels Jehovas, eines sehr einzigartigen Individuums in der biblischen Aufzeichnung. Dieses Wesen wird insgesamt achtundfünfzig Mal der Engel Jehovas genannt. Er wird auch insgesamt elf Mal der Engel Gottes genannt. Dieser ist kein gewöhnlicher Engel; Dieser ist immer das zweite Mitglied der Triunity. Dies ist immer ein Hinweis auf den vorinkarnierten Messias. Rabbi Hertz erklärt in seinem Kommentar, dass der Ausdruck „Engel des Herrn“ manchmal verwendet wird, um Gott selbst zu bezeichnen. In jedem Kontext, in dem er erscheint, wird er als Engel bezeichnet. und irgendwo anders im selben Kontext wird er als Gott bezeichnet. Der Ort der Begegnung war: an einem Wasserbrunnen in der Wildnis, dies war die erste Erwähnung eines Brunnens in der biblischen Aufzeichnung. Die Wildnis hier ist die Negev-Wüste. Außerdem war es am Brunnen auf dem Weg nach Shur. Der Weg nach Shur war eine Hauptstraße zwischen Ägypten und dem Land Kanaan und wird an anderer Stelle mehrmals erwähnt (Gen 20: 1, 25:18; 2. Mose 15:22; 1. Sam. 15: 7, 27: 8). Damit befindet sich Hagar im Grenzgebiet zwischen Sinai und Negev. Dies impliziert, dass sie auf dem Weg zurück nach Ägypten war. In 16: 8 führte Hagars göttliche Begegnung zu einem Gespräch mit dem Engel Jehovas. Wer stellte die Fragen: Woher kommst du? und wo gehst du hin? Hagars Antwort war: Ich fliehe vor dem Gesicht meiner Geliebten Sarai. Hagar beantwortete die erste Frage; Sie wusste, woher sie kam. Sie beantwortete jedoch nicht die zweite Frage, was bedeuten könnte, dass sie ziellos umherwanderte, sich ihrer Zukunft nicht sicher war und nicht wusste, wohin sie wollte, obwohl die allgemeine Richtung eine Bewegung in Richtung Ägypten war.
In 16: 9 gab der Engel einen Befehl: Und der Engel Jehovas sprach zu ihr: Kehre zu deiner Geliebten zurück, was bedeutet, kehre zum Haus Abram zurück und unterwerfe dich unter ihre Hände. Dies bedeutete, dass sie Sarai nicht weiter verachten sollte; Sie sollte sich Sarai auch bei Misshandlung unterwerfen. Dann machte der Engel Jehovas in 16: 10-12 einige spezifische Prophezeiungen in Bezug auf Hagar und ihren Samen. Die erste Prophezeiung ist in Vers 10: Und der Engel Jehovas sprach zu ihr: Ich werde deinen Samen, ein Versprechen der Nachwelt, sehr vermehren. Hier spricht der Engel als Gott selbst: Ich werde usw. Gott wird den Samen so vermehren, dass er nicht für eine Vielzahl gezählt wird: Er soll unzählig werden, so wie Abrams Samen versprochen wurde, unzählig zu sein. Die arabischen Völker sollen unzählig werden. Die Patriarchen erhielten ähnliche Versprechen, aber Hagar ist die einzige Frau, die ein solches Versprechen erhält. Die Verse 11–12 enthalten die zweite Prophezeiung: Und der Engel Jehovas sprach zu ihr: Vers 11 prophezeite über den Sohn Hagars: Siehe, du bist mit Kind und wirst einen Sohn gebären. Dies war die Offenbarung von etwas Zukunftlichem: Das Geschlecht des Kindes wird männlich sein, und Gott selbst hat den Namen des Kindes gewählt: Du sollst seinen Namen Ishmael nennen, was auf Hebräisch „Gott hört“ bedeutet. Dies ist das erste ungeborene Kind, das von Gott im biblischen Text genannt wird. Andere in dieser Kategorie sind Isaak (Gen. 17:19), Jesus (Mt 1:21, Lukas 1:31) und Johannes der Täufer (Lukas 1:13). Der Grund, warum er Ismael genannt werden sollte, war: weil Jehova deine Leiden gehört hat. Dann prophezeite er in Vers 12 die Natur Ismaels und erklärte vier Dinge über die Natur ihres Sohnes. Erstens: Er soll wie ein wilder Esel unter den Menschen sein. Gott nannte Ismael hier keine Namen, wie das Wort heute verwendet wird; Vielmehr sagte er, dass Ishmael und seine Nachkommen als Roamer charakterisiert werden würden. Im Negev und auf der Sinai-Halbinsel wanderten damals Herden wilder Esel von einem Teil der Wüste zum anderen, die niemals stationär waren. Ishmael und seine Nachkommen würden als Streuner charakterisiert, die von einem Teil der Wüste zum anderen streifen und ein Nomadenleben führen. Diese durchstreifenden wilden Esel werden auch in Hiob 39: 5–8, Jesaja 32:14, Jeremia 2:24 und 14: 6 und Hosea 8: 9 erwähnt. Die Rabbiner interpretieren dies so, dass er die Wildnis und die Jagd lieben und unter den Menschen frei sein wird, dass kein Fremder jemals über ihn herrschen wird. Zweitens: Seine Hand soll gegen jeden Menschen sein; Er wird als Angreifer charakterisiert, der durch Aggression gekennzeichnet ist. Während er durch die Wüsten streift, wird er andere Volksgruppen treffen und seine Tendenz sein, sie anzugreifen. Die rabbinische Tradition interpretiert dies so, dass Ishmael ein Straßenräuber werden würde. Drittens: Die Hand eines jeden Mannes gegen ihn bezieht sich auf das Prinzip der Vergeltung. Während er durch die Wüste streift, wird Ishmael anderen Gruppen von Menschen ausgesetzt sein. und er wird als der Angreifer charakterisiert, der sie angreift. Dann werden sich diejenigen, die er angreift, neu gruppieren und ihn als Vergeltung angreifen. Daher wird seine Aggression zu Vergeltungsmaßnahmen führen. Dieses Prinzip wurde in den Jahren der israelischen Geschichte seit 1948 häufig wiederholt. Arabische Aggressionen durch Krieg und Terroranschläge haben zu schweren israelischen Vergeltungsmaßnahmen geführt. In der rabbinischen Interpretation bedeutet dieser Vers, dass alle ihn hassen und gegen ihn kämpfen werden. Viertens: Er wird gegen alle seine Brüder wohnen, eine Phrase, die eine doppelte Bedeutung hat. Einerseits wird er Seite an Seite mit Bruder Isaac leben, andererseits wird das Leben Seite an Seite mit einer Haltung der Feindseligkeit sein. Wenn man die beiden Bedeutungen zusammenfasst, bedeutet dies, dass die Nachkommen Ismaels Seite an Seite mit den Nachkommen Isaaks leben werden. aber es wird in Feindseligkeit und nicht in Frieden sein.
In 1. Mose 16,13 wird Hagars Antwort aufgezeichnet: Sie rief den Namen Jehovas, der zu ihr sprach. Sie erkannte, dass der Sprecher Gott selbst war und kein gewöhnlicher Engel, und sie sagte: Du bist ein Gott, der sieht. Auf Hebräisch ist es El Roi; wörtlich „der Gott des Sehens“ oder „der Gott des Sehens“. Der Grund war: Denn sie sagte: Habe ich mich auch hier um den gekümmert, der mich sieht? Genauer gesagt: „Habe ich nach meinem Seher gesehen?“ Eine andere Möglichkeit ist: „Habe ich die Rückseite meines Sehers gesehen?“ wie Mose es in 2. Mose 33:23 tat. In 1. Mose 16,14 wird auch die Geschichte und Geographie dieses Ortes aufgezeichnet: Deshalb wurde der Brunnen Beer-lahai-roi genannt, was „der Brunnen des Lebenden, der mich sieht“ bedeutet. Später wurde dies die Heimat von Isaac (Gen. 24:62, 25:11). Der Ort ist wie folgt angegeben: Siehe, es ist zwischen Kadesh und Bered. Kadesh ist Kadesh Barnea, aber Bered ist die einzige Erwähnung des Ortes in der Schrift. Der genaue Ort ist unbekannt, außer dass er sich in der Nähe der Grenze zwischen Sinai und Negev befand.

Fruchtenbaum – Ariels Bibelkommentar: das Buch Genesis

Hast du nur von Jehovah gehört oder ?

Meine Ohren haben von dir gehört,
aber jetzt sehe ich dich mit eigenen Augen.
Deshalb nehme ich zurück, was ich gesagt habe,
und bereue in Staub und Asche.“
neue Welt Übersetzung – 2018 – Hiob 42,5–6

Aufs Hörensagen des Ohrs habe ich dich gehört,
jetzt aber hat dich mein Auge gesehn.
Drum verwerfe ich und es gereut mich
hier in dem Staub und der Asche.«
Buber – Ijob 42,5–6

Mit dem Gehör des Ohres hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und Asche
Elberfelder 1871 – Hiob 42,5–6

Wie sieht das bei mir aus? Kenne ich Jehovah nur aus den Erzählungen anderer? Von dem was ich von anderen höre, von anderen lese oder als Filmchen sehe? Was sagen meine Bibellehrer zu mir? Soll ich persönliche Erfahrungen mit Jehovah machen? Oder soll ich einfach nur still hinter ihnen hertrotten?
Gerade in den letzten Wochen sehr „ungewöhnliche“ Menschen kennengelernt. Zum Teil hebräisch studiert, und fokussieren sich dann darauf, wie Jehovah richtig ausgesprochen wird, ob als v oder w oder mit h oder ohne h. Also ehrlich: wer aus einer Stadt wie ich kommt, der weiß, dass jeder „seine eigene“ Aussprache hat – nehme mal als Beispiel Pankow – mal wird es mit dem w ausgesprochen, der andere spricht es mit einem h hinten oder mit einem langem o. – na und? Kenn ich deshalb den Bezirk nicht? Soll heißen, wenn ich den Namen nicht ganz hebräisch ausspreche, kenne ich dann diesen Schöpfergott nicht?
Und dann die anderen, die in sagen, dass ihnen die Bibel nicht ausreicht, sie brauchen MEHR, mehr vom heiligen Geist, und mehr Heilung, und mehr Wunder. Aber von den Geschichten im AT wissen diese meist wenig oder gar nichts. Und vor allem, dass zu allen Versprechen, die Jehovah gibt auch immer ein WENN gehört.

Hiob schlägt vor, dass er früher nur indirekte Kenntnis von Gott hatte, jetzt aber direkte Kenntnis hat. Einer seiner Wünsche war es, dass sein Ankläger, Gott, erscheint, und Gott hat dies jetzt getan. Hiob ignoriert jedoch die Tatsache, dass Gott seine Fragen nicht direkt beantwortet hat. 6: Als Hiobs letzter Kommentar scheint dieser Vers der Schlüssel zum Verständnis des gesamten Buches zu sein. Das Heb des Textes ist im Gegensatz zum Rest von Hiob nicht schwierig, aber sehr vieldeutig. Das Verb, das als Widerruf übersetzt wird, bedeutet typischer „Verachtung“, und keines der Verben in der ersten Hälfte hat das erwartete direkte Objekt – was widerruft / verachtet oder gibt Hiob nach? Wie übersetzt, spiegelt die zweite Hälfte Hiobs grundlegende Kreatur wider, die Tatsache, dass er im Gegensatz zu Gott nur ein Sterblicher, Staub und Asche ist. Die Präposition, die diesen Abschnitt öffnet, wird jedoch natürlicher mit „on“ übersetzt, und daher kann dieser Satz eine prosaische Bemerkung sein, dass Hiob sich so fühlt, während er auf einem Staubhaufen trauert (siehe 2: 8). So endet die höchst zweideutige Poesie mit diesem scheinbar einfachen, aber mehrdeutigen Vers. Was auch immer es bedeutet, der Herr scheint zufrieden zu sein, dass Hiob angemessen reagiert hat (siehe 40: 5), so dass der poetische Teil des Werkes abgeschlossen ist.

Die jüdische Studienbibel

Noch einmal zitierte Hiob die Worte des Herrn, und zwar diesmal jene, mit denen Gott ihn zu Beginn seiner beiden Reden dazu aufgefordert hatte, ihm doch zu antworten ( Hi 38,3;40,7 ): ich will dich fragen, lehre mich! Wenn Hiob hier wiederum Gottes Worte zitierte, so war das gleichsam ein Eingeständnis seiner Unfähigkeit, auch nur eine der vielen rhetorischen Fragen des Allmächtigen zu beantworten. Der Patriarch gab zu, daß er Gottes „naturwissenschaftliche Prüfung“ nicht bestanden hatte.
Hiob hatte von Gottes Handeln bisher nur vom Hörensagen vernommen. Der Ankläger war bei der Schöpfung nicht als Augenzeuge dabeigewesen, eine Tatsache, auf die der Herr schon zu Beginn seiner ersten Rede ( Hi 38,4-11 ) Hiobs Aufmerksamkeit gelenkt hatte. Dieser hatte große Bereiche der Schöpfung Gottes ( Hi 38,16-24; 39,1-4 ) noch nicht einmal direkt betrachten können. Seine Schau des gesamten Werkes Gottes war daher begrenzt und stammte nur aus zweiter Hand.
Da sich Gott nun aber unmittelbar an Hiob gewandt hatte, war dieser einer Erfahrung teilhaftig geworden, die über seine frühere Erkenntnis hinausging: nun hat mein Auge dich gesehen . Dieses Schauen des Herrn, womit wohl eher eine geistliche Schau als ein Sehen im physischen Sinne gemeint ist, vermehrte Hiobs Einsicht und veranlaßte ihn dazu, sich vor Gott niederzuwerfen. Diese neugewonnene Gotteserkenntnis war mit seinen früheren, von Unwissenheit geprägten Vorstellungen nicht zu vergleichen. Die persönliche Begegnung mit Gott beendete seine Einwände und vergrößerte seine Ehrfurcht vor dem Allmächtigen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Wie schon öfter geschrieben: ER möchte eine persönliche Beziehung mit DIR und mir! Deshalb gab ER uns sein Wort und die Schöpfung – und die Möglichkeit des Gebets! Sei dankbar und nutze diese Möglichkeiten ausgiebig – anstatt anderen hinterherzulaufen, oder nach MEHR zu schreien.

Der Zweck seiner Geburt – ein „besseres Opfer“

Denn der Christus ist nicht eingegangen in das mit Händen gemachte Heiligtum, ein Gegenbild des wahrhaftigen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen;#
Elberfelder 1871 – Hebr 9,24

Denn nicht in ein Heiligthum von Menschenhänden gemacht, ein blosses Nachbild des wahren, ging Jesus ein, sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor Gottes Angesicht zu unserm Besten zu erscheinen.
van Ess 1858 – Hebräer 9,24

Denn Christus begab sich nicht an einen mit Händen gemachten heiligen Ort, der ein Abbild der Wirklichkeit ist, sondern in den Himmel, um jetzt vor Gott für uns zu erscheinen.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Hebr 9,24

Der „Engel des Herrn“, „der Engel Jehovahs“ oder auch „Jehovah“ im „Alten Testament“ hätte sich nicht töten lassen können, um dann sein Blut auf dem himmlischen Altar darbringen zu können. DESHALB wurde er ein Mensch – geboren von Mirjam/Maria!

Christus wurde als Hoherpriester des Neuen Bundes eingesetzt, um die sündigen Menschen im Himmel selbst, d. h. vor dem Angesicht Gottes zu vertreten. Deshalb mußte sein Opfer größer sein als jene, die nur den Eintritt in ein Heiligtum, das mit Händen gemacht und nur ein Abbild (antitypa) des wahren Heiligtums ist, gestatteten. Genausowenig konnte Christus wiederholte Opfer, wie sie das levitische Opferwesen vorsah, darbringen, denn dann hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Es liegt jedoch auf der Hand, daß das himmlische Priesteramt Christi ein endgültiges, ausreichendes, einmaliges Opfer verlangte. Deshalb ist er am Ende der Welt … ein für allemal (hapax; vgl. V. 26; vgl. auch ephapax in Hebräer 7,27; 9,12;10,10 ) erschienen, … die Sünde aufzuheben, was den Priestern der alten Ordnung unmöglich war. Mit der Wendung „am Ende der Welt“ ist offensichtlich sowohl der Höhepunkt der Ära des Alten Testamentes gemeint als auch das unmittelbar bevorstehende Ende aller Dinge, wie der folgende Hinweis auf das zweite Kommen Christi zeigt.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Dies ist ein Bild unseres Herrn, der nach Seinem Erlösungswerk in den Himmel eingegangen ist, „um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen“ (Heb 9,24). Mit ewiger Kraft und göttlicher Liebe trägt Er dort jetzt als der wahre, der große Hohepriester die Namen der Seinen vor dem Angesicht Gottes.
Solange wir auf der Erde sind, können wir in Prüfungen schwach werden. Das nimmt Satan zum Anlaß, uns vor Gott zu verklagen (vgl. Hi 1,11; 2,5; Sach 3,1-3; Off 12,10). Aber Christus verwendet sich droben in der Herrlichkeit bei Gott für uns (Heb 7,25). Er gewährt uns jedoch auch Hilfe auf unserem Glaubensweg in der Welt, die Ihm feindlich gegenübersteht (Heb 2,18; 4,16). Wenn wir den Willen Gottes tun, kann es sein, daß wir dafür Spott und Verfolgung leiden müssen. Aber der Herr hat Mitgefühl mit diesen Leiden und kommt uns darin zu Hilfe. Er, der selbst als Mensch auf der Erde gelitten hat, versteht all unseren Kummer und hat Mitleid mit allen unseren Schwachheiten, nicht jedoch mit unseren Sünden, die wir ja selbst hassen und verabscheuen, wenn wir geistlich gesinnt sind. Am Thron der Gnade empfangen wir Barmherzigkeit und finden Gnade zur rechtzeitigen Hilfe. Durch Christus, unseren Hohenpriester, dürfen wir allezeit mit Freimütigkeit in Gottes Gegenwart kommen.
Christus unser Sachwalter beim Vater
Der Herr Jesus verwendet sich auch als Sachwalter bei Gott, dem Vater, für uns. Ein Sachwalter ist in Gottes Wort jemand, der sich der Gläubigen in vollkommener Weise annimmt und sich für sie einsetzt. Daher wird der Heilige Geist der „andere Sachwalter“ genannt (Joh 14,16).
Der Herr weiß, daß wir noch das Fleisch, die alte, böse Natur an uns haben, die Er nicht besaß. Er übersieht das Böse bei uns nicht, sondern wenn wir gesündigt haben, tritt Er als unser Sachwalter bei dem Vater für uns ein. Zugleich überführt Er unsere Gewissen durch Sein Wort und Seinen Geist, um uns in den vollen Genuß der Gemeinschaft mit Ihm zurückzuführen. Er tritt nicht erst in Tätigkeit, nachdem wir unsere Sünden bekannt haben, sondern Er bringt durch den Heiligen Geist unser Gewissen zur Buße und zum Bekenntnis, während Er zugleich bei dem Vater als unser Fürsprecher eintritt.

Ermunterung und Ermahnung 1995

Jom Kippur. Im Gegensatz zum Judentum kann das hebräische Christentum den Versöhnungstag nicht zu einem Tag der Suche nach Vergebung der Sünden machen. Stattdessen sollte es ein Gedenktag sein, an dem Gott dafür gedankt wird, dass er unsere Sünden durch den Tod des Messias vergeben hat. Die Lesungen sollten 3. Mose 16 und Hebräer 4: 14–5: 10, 7: 1–28 und 9: 1–28 enthalten. Der Kol Nidre kann auch gesungen werden, aber der Grundgedanke der hebräischen christlichen Einhaltung muss das Sühnopfer sein durch das Blut des Messias.

Hebräisches Christentum: Theologie, Geschichte und Philosophie

Die Ergebnisse des Messiasopfers – Hebr 9: 13-28 Der Autor erwähnt drei Hauptergebnisse. Die erste war die Reinigung (Herb 9: 13–14), nicht nur die zeremonielle Reinigung nach außen, die alles war, was tierisches Blut tun konnte (Hebr 9:13), sondern auch die innere Reinigung, die die Reinigung des Gewissens einschließt (Hebr 9:14). Das zweite Ergebnis war die Ratifizierung des Neuen Bundes ( Hebr 9: 15–22), durch die die Sünden aller Gläubigen beseitigt werden, sowohl derer, die vor dem Messias lebten, als auch derer, die danach lebten. Der Tod des Messias versöhnte die Sünden im Rahmen des Mosaikbundes und ratifizierte den Neuen Bund, der Segen statt Verurteilung bringt. Das Blutvergießen des Messias war notwendig, weil es ohne das Blutvergießen keine Remission gibt. Das dritte Ergebnis ist der Dienst des Messias in der himmlischen Stiftshütte (Hebr 9: 23-28). So wie die irdische Stiftshütte die Reinigung von Blut brauchte, so brauchte auch die himmlische, aber diese brauchte besseres Blut (Hebr 9:23). Der Messias trat mit einem endgültigen Sühnopfer (Hebr 9: 25–26a) in den Himmel ein ( Hebr 9:24–26a), nachdem er die Sünde für immer besiegt hatte (Hebr 9: 26b). Jetzt wartet der Gläubige auf die erwartete Rückkehr dieses Hohepriesters (Hebr 9 : 27–28).

Israelologie: das fehlende Glied in der systematischen Theologie

Das dritte Ergebnis des Opfers des Messias ist sein Dienst in der neuen Stiftshütte. Im vorhergehenden Abschnitt konzentrierte sich der Autor auf die Verwendung von Blut zur Reinigung und Vergebung der Sünde. Jetzt wird die Verwendung von Blut zur Vorbereitung auf den Ansatz erweitert. Der Autor zeigt, dass Jesus das himmlische Heiligtum durch sein eigenes Blut reinigte, im Gegensatz zu Moses, der das irdische mit dem Blut von Stieren und Ziegen reinigte. In Vers 23 steht die Reinigung des Himmlischen für die Reinigung des Irdischen: Es war notwendig, dass die Kopien mit tierischem Blut gereinigt wurden. Die Kopien sind das irdische Tabernakel und alle seine Artikel und Einrichtungsgegenstände, die er zuvor erwähnt hat; Es war notwendig, Tierblut zur Heiligung zu verwenden – um das irdische Tabernakel zu reinigen. Sie waren nur Kopien und daher reichte tierisches Blut aus, um sie zu heiligen. Das im Himmel ist jedoch das ursprüngliche, ideale Tabernakel, und es war notwendig, das himmlische Tabernakel mit besserem Blut zu reinigen. Der Ausdruck „Es war notwendig“ betont die absolute Notwendigkeit dessen, was er in diesem Vers beschreibt; Es war absolut notwendig, dass die himmlischen Dinge bessere Opfer brauchten als diese, was besser bedeutete als Tieropfer. Es konnte nur mit dem Blut Jesu gereinigt werden. Obwohl das Opfer, das Jesus brachte, ein einmaliges Opfer war, ist der Begriff Opfer Plural: bessere Opfer als diese. Es ist ein allgemeiner oder intensiver Plural, der zeigt, dass alle alttestamentlichen Opfer aller Art in einem Opfer Jesu erfüllt wurden. Sein Opfer musste besser sein, weil das himmlische Tabernakel im Einklang mit seiner besseren Natur eine bessere Reinigung benötigte. Dies wirft eine offensichtliche Frage auf: Warum musste das himmlische Tabernakel gereinigt werden? Erstens, als Satan gegen Gott rebellierte, tat er dies, während er noch im Himmel war, und so brachte die Rebellion des Satans die Sünde in den Himmel selbst (Jes 14: 12–14; Hes 28: 11–19). Die Hesekiel-Passage besagt, dass er das Heiligtum im Himmel beschmutzt hat. Aus diesem Grund waren die Himmel nicht rein (Hiob 4:18; 15:15; 25: 5). Zweitens ist der Mensch mit der Schöpfung verbunden. Als der Mensch sündigte, reichte seine Sünde bis in den Himmel. Deshalb lehrt Kolosser 1:20, dass Jesus, als er starb, die Dinge sowohl im Himmel als auch auf Erden versöhnte. Aus diesen Gründen brauchte das himmlische Tabernakel die Reinigung von besserem Blut. In den Versen 24–26 befasst er sich ein für alle Mal mit dem Eintritt des Messias in die Gegenwart Gottes und weist auf drei Schlüsselwahrheiten hin. Die erste Schlüsselwahrheit in Vers 24 ist: Der Messias ist in den Himmel eingetreten. Er zieht einen Kontrast zwischen dem Allerheiligsten auf Erden und der Gegenwart Gottes, die es darstellte. Dieser ging in die Gegenwart Gottes im Himmel und nicht in das Allerheiligste auf Erden: [Er ging] in den Himmel selbst, um nun [offen] vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen. Dies steht im Gegensatz zum irdischen Priester. Am Jom Kippur, dem Versöhnungstag, trat der irdische Hohepriester allein in das Allerheiligste ein, und im Wesentlichen war seine Arbeit dort ein geheimer Dienst. Bevor er dies tat, ging ihm der Rauch des Weihrauchs ins Allerheiligste voraus, so dass sein Gesicht vom Rauch des Weihrauchaltars verdeckt wurde. Dieser Rauch schützte ihn davor, die Gegenwart Gottes in Schechina zu betrachten. Während der irdische Hohepriester etwas heimlich und durch Rauch verborgen in das Allerheiligste eintrat, trat dieser kühn in das himmlische Allerheiligste ein: offen zu erscheinen. Der Messias betrat den heiligen Ort nicht mit Händen. Derjenige, den er einging, war nicht der von Menschen geschaffene, der wiederum nur eine Kopie des Wahren war, der im Himmel. Er trat in den Himmel selbst ein, wo sich das ursprüngliche Tabernakel befindet. Nun erscheint Jesus vor Gott in der Gegenwart Gottes im Namen der Gläubigen. Die zweite Schlüsselwahrheit in den Versen 25–26a lautet: Er trat mit einem vollendeten Sühnopfer ein. Wieder wird ein Kontrast hergestellt. Dieser Kontrast besteht zwischen dem endgültigen Angebot und dem jährlichen Angebot. Jesus ging nicht hinauf, damit er sich viele Male anbieten sollte: sollte sich oft anbieten. Der Hohepriester auf Erden musste jährlich anbieten; Er musste jährlich in das Allerheiligste eintreten und Blut tragen, das nicht sein eigenes war, dh das Blut eines anderen. Das war das Problem. Er ging durch Blut hinein, aber es war durch Tierblut. Es war nicht einmal durch sündiges menschliches Blut. Denn wenn es sein eigenes Blut gewesen wäre, hätte der Hohepriester seit der Gründung der Welt viele Male leiden müssen, weil sündiges menschliches Blut für ein ein für allemal Opfer nicht ausgereicht hätte. Wenn das eine Angebot ausreichend wäre, hätte es nicht wiederholt werden müssen. Die Tatsache, dass es wiederholt wurde, zeigt, dass es nicht ewig ausreichend war, aber Jesus erreichte ewige Wirksamkeit. Wenn der Hohepriester sein eigenes Blut opfern müsste, würden wiederholte Opfergaben wiederholte Leiden erfordern, aber das Wesen des physischen Todes ist in der Regel nur einmal. ….

Die messianisch-jüdischen Briefe: Hebräer

„will mich verherrlichen“

Und ich will das Herz des Pharao verhärten, daß er ihnen nachjage; und ich will mich verherrlichen an dem Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, und die Ägypter sollen erkennen, daß ich Jehova bin. Und sie taten also.
Elberfelder 1871 – Exodus 14,4

 Ich werde zulassen, dass sich das Herz des Pharao verhärtet. Er wird ihnen nachjagen und ich werde mich durch den Pharao und sein ganzes Heer verherrlichen. Und die Ägypter werden ganz bestimmt erkennen, dass ich Jehova bin.“ Also machten die Israeliten es so.
neue Welt Übersetzung – 2018 – 2.Mose 14,4

Ich werde dafür sorgen, dass er es sich anders überlegt und euch in seiner Starrsinnigkeit verfolgt. Doch dann werde ich ihn und sein Heer besiegen und zeigen, wie mächtig und erhaben ich bin. Daran sollen die Ägypter erkennen, dass ich der Herr bin!« Die Israeliten hielten sich genau an diese Anweisung.
Hoffnung für Alle – Ex 14,4

Ich werde ihn so starrsinnig machen, dass er euch verfolgen wird. Dann will ich an ihm und seinem Heer durch einen vernichtenden Schlag meine ganze Macht erweisen. Die Ägypter sollen endlich erkennen, dass ich der HERR bin.«
Die Israeliten taten, was der HERR gesagt hatte, und änderten ihre Marschrichtung.
Gute Nachricht Bibel – Ex 14,4

Die Entfernung des Lagerplatzes bei Hachirot von Etham muß mindestens 6 Stunden betragen, d.i. für ein ganzes Volk eine mittlere Tagereise, da der Weg von Suez bis Adschrud schon 4 Stunden ausmacht (Rob. I S. 72). — V. 3 u. 4. Die Wendung des Zuges von Etham gen Süden war zwar kein Umweg für den Durchzug durch das rothe Meer, aber davon abgesehen nicht nur ein Umweg, sondern nach menschlichem Urteile auch ein thörichter Weg. Diesen Weg zu nehmen gebot Gott Mosen, um sich an Pharao zu verherrlichen und den Aegyptern zu zeigen, daß er Jahve sei, vgl. noch zu v. 30f. Pharao werde von den Israeliten sagen, sie sind verirrt, irren bestürzt und rathlos im Lande herum, die Wüste hat sie eingeschlossen, wie in ein Gefängnis, über dem man die Thür zuschließt (סָגַר עַל wie Hi. 12,14), und werde in seiner Verstockung den Entschluß fassen, sie mit seinem Heere wieder in seine Botmäßigkeit zurückzuführen.

Keil – Biblischer Commentar über das Alte Testament

Der Pharao wird unwiderstehlich angezogen sein, um den Israeliten nachzujagen. .. damit ich Ruhm erhalte oder „und ich werde …“ Der Hebräer lässt unklar, ob dies der Zweck der Taktik oder ihre Konsequenz ist. In jedem Fall ist die Idee, dass die Zerstörung der Gottlosen eine Bestätigung des biblischen Grundprinzips ist, dass die Welt von einer göttlich verordneten moralischen Ordnung regiert wird, die letztendlich herrschen muss. Gott wird dadurch verherrlicht. Dieser Punkt wird durch die Verwendung des Stamm-kvd weiter unterstrichen, der dem Ausdruck „Ruhm erlangen“ zugrunde liegt und der auch häufig verwendet wird, um die Hartnäckigkeit des Pharao auszudrücken. Dieser Charakterfehler des Monarchen ist selbstzerstörerisch. und sein Untergang führt zur Herrlichkeit Gottes.

wird sein Herz versteifen Das Motiv der Versteifung oder Verhärtung von Pharaos Herz zieht sich durch die gesamte Exodus-Geschichte; es erscheint genau zwanzigmal. Die Hälfte der Verweise bezieht sich auf ein wesentliches Merkmal des menschlichen Charakters, die Hälfte auf die göttliche Kausalität. In der biblischen Konzeption werden die psychologischen Fähigkeiten als im Herzen konzentriert angesehen. Dieses Organ gilt als Sitz des intellektuellen, moralischen und spirituellen Lebens des Einzelnen und ist die Determinante des Verhaltens. Die „Verhärtung des Herzens“ drückt somit einen Zustand arroganter moralischer Entartung aus, der nicht auf Vernunft reagiert und zu Mitgefühl unfähig ist. Das persönliche Verschulden des Pharao steht außer Frage. Es ist anzumerken, dass in den ersten fünf Plagen die Sturheit des Pharao eigenwillig ist. Erst danach wird es der göttlichen Kausalität zugeschrieben. Dies ist die biblische Art zu behaupten, dass die Unnachgiebigkeit des Königs bis dahin zur Gewohnheit und irreversiblen geworden ist. Sein Charakter ist zu seinem Schicksal geworden. Er ist der Möglichkeit des Nachgebens beraubt und wird unwiderstehlich zu seinem selbstgefälligen Untergang getrieben.

Der JPS-Torakommentar

Egal wo man steht, und wie man den Schöpfer ansieht – zum Abschluß der ganzen Geschichte, wird alles zur Verherrlichung Jehovah beigetragen haben.