hören und umsetzen

Er aber sprach: Ja, vielmehr glückselig, die das Wort Gottes hören und bewahren!
Elberfelder 1871 – Lk 11,28

Aber Jesus erwiderte: »Mehr noch dürfen die sich freuen, die Gottes Wort hören und danach leben!«
Gute Nachricht Bibel – Lukas 11,28

Aber Jesus sagte: „Wirklich freuen können sich alle Leute, die Worte von Gott hören und sie in ihrem Leben umsetzen!“
VolxBibel – Lukas 11:28

„Nein!“ – entgegnete er – „sondern nur die sind glücklich zu preisen, die das Wort Gottes hören und es treu beobachten.
Johannes Greber 1936 – Lk 11:28

Schließlich kann man die Frage stellen, ob der Ausdruck »sie erhob ihre Stimme« eine Art prophetischer Begeisterung meint. Die Parallelen in Lk 1,41ff und Apg 2,14 sprechen dafür. Dafür spricht ferner die Tatsache, dass gerade Frauen als Prophetinnen in der jüdischen und frühchristlichen Geschichte eine wichtige Rolle spielten (vgl. 2 Mo 15,20; Ri 5,1ff.; 2Kön 22,14ff.; 2 Chr 34,22ff.; Neh 6,14; Lk 1,39ff.; Lk 2,36ff.; Apg 21,9). Dan aber in Lk 11,27 ein deutlicher Hinweis fehlt, lassen wir diese Frage vorsichtshalber offen.

Hatte die Frau nun Recht?
Viele lesen den 28. Vers so, als ob Jesus ein scharfes Nein gesagt hätte. Überlegt man aber seine Antwort genauer, dann merkt man, dass die Dinge nicht so einfach liegen. Versuchen wir, seine Antwort gleich vorweg in einem kurzen Satz zusammenzufassen: »Ganz recht, aber die wahre Seligkeit liegt doch darin, Gottes Wort zu hören und zu praktizieren!«

Wie heißt es nun genau in V. 28 ? »Er aber sagte: Ja doch, glücklich zu preisen sind, die das Wort Gottes hören und bewahren!« Die deutsche Übersetzung »Ja doch« geht auf ein griechisches Wort zurück, das im NT nur von sehr gut griechisch schreibenden Verfassern benutzt wird und sowohl eine Steigerung als auch eine Berichtigung ausdrückt. Das also ist die Absicht Jesu: Er will die Seligpreisung a) steigern und b) berichtigen. Voraussetzung für beides aber ist, dass die Frau zunächst einmal recht hat: »Ja«, seine Mutter ist selig zu nennen. Damit bestätigt Jesus, was bereits der Engel in Lk 1,28 gesagt hatte. Aber weit mehr sind nach der Lehre Jesu diejenigen »glücklich zu preisen, die das Wort Gottes hören und bewahren«. Sagen wir es noch kürzer: Viel seliger als seine Mutter sind seine Jünger! Das ist dieselbe Botschaft, die Jesus bereits in Lk 8,19ff parr verkündigt hatte. Beachten wir: Ein bloßes Hören des Wortes Gottes genügt nicht. Zum Hören muss vielmehr das Bewahren hinzukommen. »Bewahren« heißt: gedächtnismäßig aufbewahren, nicht verändern, befolgen, praktizieren. Die Übersetzung »befolgen« (so z. B. Revidierte Elberfelder Bibel, Neue Jerusalemer Bibel) gibt also nur einen Teilaspekt wieder. Und wo findet man das »Wort Gottes«? a) Im AT, b) im Munde Jesu, c) im Munde der Apostel (vgl. Lk 10,16 und 1 Thess 2,13).

Edition C

Hören ist ja einfach – und gerade in unserer Zeit „hören“ wir ja so viel – von Sozialen Medien, Fernsehen usw usf. Aber hören wir wirklich Jehovahs Stimme, wenn wir nur einen oder zwei Verse am Tag aus Seinem Buch lesen? Oder sollten wir unseren Tagesplan umstellen, um mehr zu lesen? Und dann? Handeln wir nach dem, was wir gelesen haben?
Hier wieder die Einladung: Versuche es doch einmal: EINMAL IM JAHR die gesamte Bibel zu lesen – und wenn du willst, dann blogst du unter jehovah-shammah.de jeden Tag was du gelernt hast, welche Fragen auftauchen usw.

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