Familie Thomas Pape

9. Nisan – Jesus reitet auf einem Esel in Jerusalem ein

ausgewählte Texte in der Bibel: Matthäus 21:1-11

Als sie sich nun Jerusalem näherten und nach Bethphạge auf den Ölberg gekommen waren, da sandte Jesus zwei Jünger aus 2 und sprach zu ihnen: „Geht hin in das Dorf, das ihr vor euch seht, und ihr werdet sogleich eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los, und bringt sie zu mir. 3 Und wenn jemand etwas zu euch sagt, sollt ihr sprechen: ‚Der Herr benötigt sie.‘ Darauf wird er sie sogleich senden.“

4 Dies geschah in Wirklichkeit, damit erfüllt werde, was durch den Propheten geredet wurde, welcher sprach: 5 „Sagt der Tochter Zion: ‚Siehe! Dein König kommt zu dir, mild gesinnt und auf einem Esel reitend, ja auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers.‘ “
6 Da machten sich die Jünger auf den Weg und taten so, wie es Jesus ihnen befohlen hatte. 7 Und sie brachten die Eselin und ihr Füllen, und sie legten ihre äußeren Kleider auf diese, und er setzte sich auf sie. 8 Die meisten [Leute] von der Volksmenge breiteten ihre äußeren Kleider auf dem Weg aus, während andere begannen, Zweige von den Bäumen abzuhauen und sie auf dem Weg auszubreiten. 9 Die Volksmengen aber, die, die ihm vorausgingen, und die, die nachfolgten, riefen fortgesetzt: „Rette, bitte, den Sohn Davids! Gesegnet ist, der im Namen Jehovas kommt! Rette ihn, bitte, in den Höhen droben!“

10 Als er nun in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Bewegung und sagte: „Wer ist dieser?“ 11 Die Volksmengen sagten fortgesetzt: „Dies ist der Prophet, Jesus aus Nạzareth in Galilạ̈a!“

Matthäus 21:14-17

Auch kamen Blinde und Lahme im Tempel zu ihm, und er heilte sie.

15 Als die Oberpriester und die Schriftgelehrten die wunderbaren Dinge sahen, die er tat, und die Knaben, die im Tempel riefen und sagten: „Rette, bitte, den Sohn Davids!“, wurden sie unwillig 16 und sprachen zu ihm: „Hörst du, was diese sagen?“ Jesus sprach zu ihnen: „Ja. Habt ihr niemals dies gelesen: ‚Aus dem Mund von Unmündigen und Säuglingen hast du Lobpreis bereitet.‘?“ 17 Und er ließ sie zurück, ging aus der Stadt hinaus nach Bethạnien und verbrachte die Nacht dort.

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  1. Nach dem Sabbat beginnt in Jerusalem hektische Betriebsamkeit. Tausende von Festbesuchern sind bereits zum Passah in die Stadt geströmt. Aber der Tumult, der uns ans Ohr dringt, ist dennoch größer als zu dieser Zeit im Jahr üblich. Neugierige Menschen rennen durch die engen Gassen der Stadt zu den Torwegen hinab. Als sie sich einen Weg durch die verstopften Tore bahnen, bietet sich ihnen ein erstaunlicher Anblick. Eine jubelnde Menge zieht auf dem Weg von Bethphage den Ölberg hinab (Lukas 19:37). Was hat all das zu bedeuten?

    Jesus reitet auf einem Esel in Jerusalem ein

    Seht nur! Jesus von Nazareth kommt, auf einem Eselsfüllen reitend. Viele Leute breiten ihre Gewänder auf dem Weg vor ihm aus. Andere winken mit frisch geschnittenen Palmzweigen und rufen begeistert: „Gesegnet ist, der im Namen Jehovas kommt, ja, der König von Israel!“ (Johannes 12:12-15).

    Während sich die Volksmenge Jerusalem nähert, blickt Jesus auf die Stadt und ist tief bewegt. Er beginnt zu weinen, und wir hören ihn voraussagen, daß diese Stadt zerstört werden wird. Kurz darauf kommt Jesus im Tempel an und beginnt, die Volksmengen zu lehren und Blinde und Lahme, die zu ihm kommen, zu heilen (Matthäus 21:14; Lukas 19:41-44, 47).

    Den Oberpriestern und Schriftgelehrten entgeht dies nicht. Die Wundertaten Jesu und der Jubel der Volksmengen machen sie rasend. Die Pharisäer können ihren Unmut nicht verbergen und fordern Jesus auf: „Lehrer, verweise es deinen Jüngern.“ Er erwidert ihnen: „Ich sage euch: Wenn diese stumm blieben, würden die Steine schreien.“ Bevor Jesus den Nachhauseweg antritt, beschaut er sich das Treiben der Geschäftemacher im Tempel (Lukas 19:39, 40; Matthäus 21:15, 16; Markus 11:11).

  2. Christi triumphaler Einzug in Jerusalem

    AM FOLGENDEN Morgen — es ist Sonntag, der 9. Nisan — verläßt Jesus Bethanien und geht mit seinen Jüngern über den Ölberg in Richtung Jerusalem. Bei Bethphage, einem Dorf auf dem Ölberg, das sie nach kurzer Zeit erreichen, weist Jesus zwei seiner Jünger an:

    „Geht hin in das Dorf, das ihr vor euch seht, und ihr werdet sogleich eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los, und bringt sie zu mir. Und wenn jemand etwas zu euch sagt, sollt ihr sprechen: ‚Der Herr benötigt sie.‘ Darauf wird er sie sogleich senden.“

    Die Jünger erkennen zunächst nicht, daß diese Anweisung etwas mit der Erfüllung einer biblischen Prophezeiung zu tun hat. Das wird ihnen erst später bewußt. Der Prophet Sacharja hatte vorausgesagt, daß Gottes verheißener König auf einem Esel in Jerusalem einreiten werde, ja „auf einem ausgewachsenen Tier, dem Sohn einer Eselin“. König Salomo war ebenfalls auf dem Nachkommen eines Esels zu seiner Salbung geritten.

    Als die Jünger in Bethphage das Füllen und dessen Mutter nehmen, fragen einige der Dabeistehenden: „Was tut ihr da?“ Doch als die Männer erfahren, daß die Tiere für den Herrn sind, hindern sie die Jünger nicht daran, sie zu Jesus zu bringen. Die Jünger legen ihre äußeren Kleider auf die Eselin und das Füllen; Jesus steigt jedoch auf das Füllen.

    Die Volksmenge wird immer größer, als Jesus in Richtung Jerusalem reitet. Die meisten Leute breiten ihre äußeren Kleider auf dem Weg aus, während andere Zweige von den Bäumen abhauen und diese auf den Weg legen. „Gesegnet ist, der als der König im Namen Jehovas kommt!“ rufen sie aus. „Frieden im Himmel und Herrlichkeit in den höchsten Höhen!“

    Einige Pharisäer aus der Volksmenge sind wegen dieser Ausrufe aufgebracht, und sie verlangen von Jesus: „Lehrer, verweise es deinen Jüngern.“ Aber Jesus erwidert: „Ich sage euch: Wenn diese stumm blieben, würden die Steine schreien.“

    Als sich Jesus Jerusalem nähert, betrachtet er sich die Stadt und beginnt über sie zu weinen. Dann sagt er: „Wenn du, ja du, an diesem Tag die Dinge erkannt hättest, die mit Frieden zu tun haben — doch nun sind sie vor deinen Augen verborgen.“ Jerusalem wird wegen seines bewußten Ungehorsams bezahlen müssen, wie Jesus es voraussagt:

    „Deine Feinde [die Römer unter General Titus] [werden] eine Befestigung aus Spitzpfählen um dich bauen und werden dich ringsum einschließen und dich von allen Seiten bedrängen, und sie werden dich und deine Kinder in deiner Mitte zu Boden schmettern, und sie werden in dir keinen Stein auf dem anderen lassen.“ Die von Jesus vorausgesagte Zerstörung Jerusalems erfolgt 37 Jahre später, im Jahre 70 u. Z.

    Nur einige Wochen zuvor waren viele aus der Volksmenge Zeuge, wie Jesus Lazarus auferweckte. Jetzt erzählen sie anderen von diesem Wunder. Als Jesus daher in Jerusalem einzieht, gerät die ganze Stadt in Bewegung. „Wer ist dieser?“ fragen die Menschen. Und die Volksmengen sagen fortgesetzt: „Dies ist der Prophet, Jesus aus Nazareth in Galiläa!“ Die Pharisäer, die das Geschehen beobachten, sind enttäuscht, daß sie gar nichts ausrichten können. Deshalb sagen sie: „Die Welt ist ihm nachgelaufen.“

    Gemäß seiner Gewohnheit begibt sich Jesus auch bei diesem Besuch in Jerusalem in den Tempel, um zu lehren. Dort kommen die Blinden und die Lahmen zu ihm, und er heilt sie. Als die Oberpriester und die Schriftgelehrten die wunderbaren Dinge sehen, die Jesus tut, und die Knaben im Tempel rufen hören: „Rette, bitte, den Sohn Davids!“, ärgern sie sich. „Hörst du, was diese sagen?“ protestieren sie.

    „Ja“, antwortet Jesus. „Habt ihr niemals dies gelesen: ‚Aus dem Mund von Unmündigen und Säuglingen hast du Lobpreis bereitet.‘?“

    Jesus fährt fort zu lehren, und er schaut sich im Tempel alles genau an. Darüber ist es spät geworden. Daher verläßt er nun Jerusalem und geht mit den Zwölfen die etwa 3 km zurück nach Bethanien. Dort verbringt er die Nacht von Sonntag auf Montag, möglicherweise im Haus seines Freundes Lazarus.

    Matthäus 21:1-11, 14-17; Markus 11:1-11; Lukas 19:29-44; Johannes 12:12-19; Sacharja 9:9.

  3. Markus 11:1-11

    Als sie sich nun Jerusalem, Bethphage und Bethanien am Ölberg näherten, sandte er zwei seiner Jünger aus 2 und sprach zu ihnen: „Geht in das Dorf, das ihr vor euch seht, und sobald ihr in dasselbe eintretet, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los, und bringt es [her]. 3 Und wenn jemand zu euch sagt: ‚Warum tut ihr das?‘, so sprecht: ‚Der Herr benötigt es und wird es gleich wieder hierher zurücksenden.‘ “ 4 Da gingen sie hin und fanden das Füllen an der Tür angebunden, draußen an der Nebenstraße, und sie banden es los. 5 Doch einige der dort Stehenden begannen zu ihnen zu sagen: „Was tut ihr da, das Füllen loszubinden?“ 6 Da sprachen sie zu diesen so, wie es Jesus gesagt hatte; und sie ließen sie gehen.

    7 Und sie brachten das Füllen zu Jesus, und sie legten ihre äußeren Kleider darüber, und er setzte sich auf dasselbe. 8 Auch breiteten viele ihre äußeren Kleider auf dem Weg aus, andere aber hieben auf den Feldern Laubzweige ab. 9 Und die, die vorausgingen, und die, die hinterherkamen, riefen fortgesetzt: „Rette, bitte! Gesegnet ist, der im Namen Jehovas kommt! 10 Gesegnet ist das kommende Königreich unseres Vaters David! Rette, bitte, in den Höhen droben!“ 11 Und er zog in Jerusalem ein, in den Tempel; und er schaute sich ringsum alle Dinge an, und da es schon zu später Stunde war, ging er mit den Zwölfen hinaus nach Bethanien.

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